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Musiktheorie (1): Töne – Tonschritte – Tonleitern (Kl.

8–12)
Reihe 13 Verlauf Material LEK Glossar Infothek
Musik E He S1

Wiederholung Musik-Theorie
M1 Notensystem und Notenschlüssel
Das Notensystem I/A1
Musiknoten werden in fünf Linien notiert. Sie können entweder auf einer Linie oder in
einem Zwischenraum stehen. Die Notenlinien und die Zwischenräume werden von unten
nach oben nummeriert:

Die Notenschlüssel
Je nach Tonlage werden die Noten im Violinschlüssel oder im Bassschlüssel notiert. Der
Violinschlüssel ist aus dem Buchstaben g entstanden, deshalb bezeichnet er den Ton g.
Der Bassschlüssel hat seinen Ursprung im Buchstaben f. Er bezeichnet den Ton f: Die
beiden Punkte des Bassschlüssels umschließen den Ton f.

Violinschlüssel Bassschlüssel

Übungen (M 1; Notensystem/Notenschlüssel)
a) Schreibe zehn Violinschlüssel in die Notenlinien.

b) Schreibe zehn Bassschlüssel in die Notenlinien.

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Musik E He
c d e f g a h

Im Violinschüssel sehen sie folgendermaßen aus:

M3 Bassschlüssel und Oktavlagen


Der Bassschlüssel
Für tiefe Instrumente und Stimmen benötigt man einen anderen Schlüssel, den Bass-
schlüssel. Im Bassschlüssel werden die Noten in tieferen Lagen geschrieben.
Tipp: Noten, die höher sind als die fünfte Notenlinie oder tiefer als die erste Notenlinie,
bekommen eine oder mehrere Hilfslinien. Diese stehen nur bei der jeweiligen Note und
haben den gleichen Abstand wie die Notenlinien.

Die Oktavlagen
Die Noten im Violinschlüssel werden mit Kleinbuchstaben bezeichnet. Es handelt sich
um die eingestrichene und die zweigestrichene Oktave. Die Lagen der Töne ab c’ werden
durch Striche hinter den Buchstaben genau bestimmt. Im Bassschlüssel befinden sich
die kleine und die große Oktave, sie werden deshalb mit Klein- bzw. Großbuchstaben
bezeichnet.

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Übung (M 3; Bassschlüssel und Oktavlagen)


a) Nenne die dir bekannten Oktavlagen.
A1

b) Schreibe die Noten in die Notensysteme. Schreibe an den Anfang des ersten Noten-
systems einen Violinschüssel und an den Anfang des zweiten Notensystems einen
Bassschlüssel.

f‘ c‘‘ f‘‘ d‘ a c‘ e‘‘ a‘

G a e H d h c‘ F

c) Übertrage alle Noten aus den Übungen M 2 in den Bassschlüssel genau eine Oktave
tiefer.

– Stammtonreihe

– Schreibe die Wörter als Noten.

Affe Dach Fee gehe

– Noten aus M 2, Übung c


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M4 Ganztonschritte, Halbtonschritte
Die Tonabstände zwischen den weißen Tasten sind nicht alle gleich groß. Ist zwischen I/A1
zwei weißen Tasten eine schwarze Taste, handelt es sich um einen Ganztonschritt. Ist zwi-
schen zwei weißen Tasten keine schwarze Taste, handelt es sich um einen Halbtonschritt.
Anders gesagt: Von einer Taste zur nächsten Taste ist es immer ein Halbtonschritt, egal
ob die benachbarte Taste schwarz oder weiß ist.

Ganztonschritt: Halbtonschritt:

c d e f g a h

Dies bedeutet, dass auch die Abstände innerhalb der Stammtonreihe nicht gleich sind:

Übung (M 4; Ganztonschritte und Halbtonschritte)


a) Welcher Abstand ist zwischen folgenden Noten? Kreuze an.

Töne Ganztonschritt Halbtonschritt


a–h
c–d
g–a
e–f
d–e

b) Auf welchem Ton landest du, wenn du die folgenden Schritte gehst:

Ausgangston Tonschritte Zielton


a zwei Ganztöne abwärts
d ein Ganzton und ein Halbton aufwärts
h ein Halbton aufwärts
g zwei Ganztöne aufwärts
e ein Ganzton abwärts

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M5 Versetzungszeichen
A1 Jeder Stammton kann durch ein Versetzungszeichen erhöht oder erniedrigt werden. Die
Versetzungszeichen stehen im Notensystem vor der jeweiligen Note auf gleicher Höhe.

Kreuzvorzeichen: Der Stammton wird um einen Halbton erhöht.

b-Vorzeichen: Der Stammton wird um einen Halbton erniedrigt.

Auflösungszeichen: Das Vorzeichen wird aufgelöst.

Die Töne bekommen mit den Vorzeichen neue Namen: Beim Kreuzvorzeichen wird die
Silbe „is“ angehängt, beim b-Vorzeichen meistens die Silbe „es“. Bei den b-Vorzeichen
gibt es einige Ausnahmen zu beachten:
– a as
– e es
– h b.

Wenn die Versetzungszeichen in einem Musikstück direkt hinter dem Notenschlüssel ste-
hen, gelten sie für das gesamte Stück. Stehen sie jedoch vor einer einzelnen Note, gelten
sie nur bis zum nächsten Taktstrich. Dies gilt für alle drei Arten von Versetzungszeichen.

Versetzungszeichen beim Notenschlüssel gelten für das ganze Stück in jeder Oktavlage:

Versetzungszeichen gelten nur für den jeweils bezeichneten Takt bis zum Taktstrich:

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Übung (M 5; Versetzungszeichen)
a) Benenne die folgenden Töne:
I/
((Noten: M5_Ue_Vers_zeich.pdf))

b) Schreibe in die Notensysteme die Noten der schwarzen Tasten und darunter ihre
Namen. Schreibe in das obere Notensystem die Noten mit Kreuzvorzeichen und in das
untere Notensystem die Noten mit b-Vorzeichen (Notenschlüssel nicht vergessen!).

c) Suche dir ein Lied aus einem Liederbuch aus. Schreibe die Noten in die untenstehen-
den Notenlinien und schreibe unter jede Note den richtigen Namen (Notenschlüssel,
Vorzeichen und Oktavlage nicht vergessen!). Es reichen die ersten Zeilen des Liedes.
Zusätzliche Angaben wie Legatobögen, Akzente, Liedtext usw. kannst du weglassen.
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M6 C-Dur-Tonleiter
A1 Die Stammtöne von c bis c heißen auch Durtonleiter. Die Durtonleiter besteht aus sieben
verschiedenen Tönen. Der erste Ton wird am Ende noch einmal wiederholt, sodass eine
Tonleiter aus acht Tönen entsteht. Die Dur-Tonleiter besteht aus Ganz- und Halbtonschrit-
ten. Die erste Hälfte von c bis f besteht dabei aus zwei Ganzton- und einem Halbtonschritt.
Ebenso die zweite Hälfte von g bis c. Diese beiden Hälften, sogenannte Tetrachorde, sind
wiederum durch einen Ganzton getrennt. In Bezug auf die ganze Tonleiter liegen die Halb-
tonschritte also zwischen dem dritten und vierten sowie dem siebten und achten Ton.

c d e f g a h c

Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton

erster Tetrachord zweiter Tetrachord

In der Notenschrift sieht die C-Dur-Tonleiter genauso aus wie die Stammtonreihe:

Übung (M 6; C-Dur-Tonleiter)
Welche Vorzeichen brauchst du, um eine Dur-Tonleiter von g, d, f oder es aus zu spielen?
Nutze die Klaviatur, um es herauszufinden.
Schreibe Dur-Tonleitern beginnend mit den Tönen g, d, f und es in die Notensysteme.
Schreibe zu Beginn einen Notenschlüssel und die nötigen Vorzeichen jeweils vor die ent-
sprechenden Noten. Am besten geht das, wenn du zuerst nur die Stammtöne ab dem
jeweiligen Grundton schreibst und dann überlegst, welche Vorzeichen du brauchst.
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M7 Weitere Dur-Tonleitern
Dur-Tonleitern können von jedem Ton aus gebildet werden. Die Tonabstände bei allen I/
Dur-Tonleitern sind identisch. Bei jeder Dur-Tonleiter liegen die Halbtonschritte also zwi-
schen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton:

1 2 3 4 5 6 7 8
Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton

Die zweite Hälfte einer Dur-Tonleiter entspricht der ersten Hälfte der Dur-Tonleiter, die
jeweils ein Kreuz-Vorzeichen mehr oder ein b-Vorzeichen weniger hat. Dies zeigt sich im
folgenden Notenbeispiel:

Der erste und der letzte Ton der Dur-Tonleiter ist der Grundton der Tonleiter, der siebte
Ton der Leitton. Zwischen dem Leitton und dem Grundton liegt ein Halbtonschritt. Die
Tonleiter wird nach dem Grundton benannt.

Übung (M 7; weitere Dur-Tonleitern)


Schreibe drei weitere Dur-Tonleitern deiner Wahl und kennzeichne jeweils die Ganz- und
Halbtonschritte sowie den Grund- und den Leitton.
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M9 Moll-Tonleitern
Neben Dur-Tonleitern gibt es auch Moll-Tonleitern. Sie unterscheiden sich von den Dur- I/A1
Tonleitern in der Reihenfolge der Ganz- und Halbtonschritte. Jede Dur-Tonleiter hat eine
parallele Moll-Tonleiter mit den gleichen Vorzeichen. Der Grundton der Moll-Tonleiter
liegt eineinhalb Töne unter dem Grundton der parallelen Dur-Tonleiter. Es gibt drei Arten
von Moll-Tonleitern:

Natürliches Moll
Das natürliche Moll hat nur leitereigene Töne (also keine Versetzungszeichen). Die Halb-
tonschritte liegen zwischen dem zweiten und dritten sowie fünften und sechsten Ton.

a h c d e f g a
Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton

Harmonisches Moll
Beim harmonischen Moll ist der siebte Ton der Moll-Tonleiter erhöht. Dadurch bekommt
die Tonleiter einen übermäßigen Tonschritt, der drei Halbtöne umfasst. Dieser liegt zwi-
schen dem sechsten und siebten Ton. Zwischen dem siebten Ton und dem Grundton liegt
wie bei der Dur-Tonleiter ein Halbtonschritt. Damit ist der siebte Ton ein Leitton.

a h c d e f gis a
übermäßiger
Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Halbton
Ganzton

Melodisches Moll
Beim melodischen Moll sind die Tonleiter aufwärts der sechste und siebte Ton erhöht,
abwärts werden jedoch die leitereigenen Töne verwendet.

a h c d e fis gis a

Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton

a g f e d c h a

Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton

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Übung (M 9; Moll-Tonleitern)
a) Schreibe in unterschiedlichen Tonarten je eine natürliche, eine harmonische und eine
1 melodische Moll-Tonleiter.

b) Um welches Moll handelt es sich bei den folgenden zwei Tonleitern?

c) Ergänze die Versetzungszeichen (Kreuz-Vorzeichen und Auflösungszeichen), damit das


folgende Notenbeispiel eine melodische Moll-Tonleiter ergibt.