Sie sind auf Seite 1von 7

Bio Lernziele T2 (Probe: 22.12.

20)
S. 13-23  Zellorganellen
S. 25-26  Stofftransport / Membran
S. 29-40  Stofftransport / Zellteilung

Zusammenfassung:

3.2 Zellkern (p.13)


- Er ist das wichtigste Organell und steuert sämtliche Vorgänge des Stoffwechsels, des
Wachstums und der Entwicklung.
- Er beinhaltet die Erbinformation, welche bei jeder Zellteilung exakt weitergegeben wird.
- Zellen mit Zellkern sich eukaryotisch und solche ohne prokaryotisch.
- Im Kern hat es ein Fadengeflecht, das Chromatin, welches aus DNA und Proteinen besteht.

3.3 Mitochondrium (p.14)


- Ist das Kraftwerk des Körpers und zuständig für Zellatmung.
- Ist ein stäbchenförmiges Gebilde mit einer äusseren Membran, einem nicht plasmatischen
Raum, einer inneren Membran und einer plasmatischen Matrix im inneren.
- Die innere Membran besitzt falten- oder schlauchförmige Einstülpungen oder
Abschnürungen.
- Bei der Zellatmung werden Nährstoffe mit Sauerstoff in Energie umgesetzt, dabei entsteht
neben Energie in Form von ATP noch Wasser und Kohlenstoffdioxid, welches wir dann
wieder ausatmen.
- Die Nährstoffe und Sauerstoff gelangen über Blutzirkulation zu den Zellen und zum
Mitochondrium.

3.4 Plastiden (p.14)


- Kommen nur in Pflanzenzellen vor.
- Sind linsenförmige Organellen.
- Die durch Chlorophyll grün gefärbten Chloroplasten dienen zur Photosynthese.
- Photosynthese (Assimilation) produziert Zucker (Glucose) und Stärke, dafür braucht sie CO 2
und Wasser, sowie Lichtenergie und Chlorophyll.

3.5 Endoplasmatisches Reticulum (p.15)


- Ist ein netzförmiges System membranumhüllter, nicht plasmatischer Kanälchen und
Säckchen, die sich durch das Cytoplasma ziehen.
- Das ER bildet fast alles Organell Membranen und ihre Bausteine.
- Es transportiert Proteine und andere Stoffe innerhalb der Zelle.
- In der Membran werden Lipide gebildet, welche dann in die Membran eingebaut werden.
- Durch Abschnüren von Vesikeln werden Membranteile zu ihrem Bestimmungsort in der
Zelle transportiert.
3.6 Dictyosomen (p.16)
- Sind zu Umwandlung, Sortierung und Verpackung von Stoffen.
- In Pflanzen stellen sie Bausteine für die Zellwand hergestellt.
- Sie bestehen aus Stapeln flacher membranumgrenzter nicht plasmatischen
Reaktionsräumen, welche beladene Vesikel abschnüren.

3.7 Lysosomen (p.16)


- Sind Verdauungsorganellen
- Zerlegen und bauen mit Hilfe von Enzymen Stoffe ab, die von aussen aufgenommenen
wurden.
- Ebenfalls baut sie alte nicht mehr funktionsfähige Zellstrukturen ab durch Umschliessen,
Abbauen und letztlicher Ausscheidung.

3.8 Peroxisomen (p.17)


- Ist für Stoffwechselprozesse wie dem Abbau von Fettsäuren zuständig.
- Dies geschieht in den nicht plasmatischen Reaktionsräumen ab.
- Dabei entsteht giftiges Wasserstoffperoxid, welches mit Hilfe des Enzyms Katalase
abgebaut werden kann.

3.9 Vakuolen (p.17)


- Kommt in Pflanzenzellen vor.
- Sind nicht plasmatische Reaktionsräume.
- Können bis zu 90% des Zellvolumens ausmachen.
- Sie enthalten eine wässrige Lösung aus Ionen und organischen Verbindungen wie z.B.
Zucker, Säuren, Farbstoffen oder Proteinen.
- Sie dienen als Nährstoff-, Abwehrstoff- und Abbauproduktspeicher.
- Zusätzlich verleihen sie der Pflanze die nötige Stabilität.

3.10 Ribosomen (p.17)


- Bestehen aus Protein- und Ribonucleinsäurenmolekülen.
- Sie sind Orte der Proteinbiosynthese.
- Es bildet Eiweisse durch Verknüpfen von Aminosäuren.
- Es kopiert die mRNA und verwendet sie als Bauplan für die Eiweisse.

3.11 Cytoskelet (p.19)


- Stützt die Zelle
- Stabilisiert und verankert Organellen
- Ermöglicht Fortbewegung und Formveränderung
- Besteht aus Mirkotubuli, Intermediären Filamente, Mikrofilamente

3.12 Centriolen (p.20)


?

3.13 Zellwand (p.21)


- Sie bietet Schutz und Stabilität.
- Sie wird im Plasmalemma gebildet.
4.0 Aufbau von Membranen (p.25)
- Wesentlich besteht sie aus Lipidteilchen mit einem hydrophilen (Wasser anziehend)
Köpfchen und einem hydrophoben (Wasser meidend) Schwänzchen.
- Die Membran besteht aus zwei Schichten von Lipiden, also einer Lipiddoppelschicht, wobei
die Schwänzchen beider Schichten sich gegenüberstehen.
- Zusätzlich besitzt sie Proteinen, welche die Membran durchdringen können.

4.1 Stofftransport durch Membranen (p.26)


- Stoffe, welche den Lipiden ähnlich sind oder sehr klein sind können die Membran
problemlos passieren und ins Innere der Zelle gelangen.
- Grosse oder geladene Teilchen können die Membran nicht einfach passieren. Um diese
trotzdem bei Bedarf hineinzubringen kommen die Membranproteine ins Spiel. Es gibt zwei
Arten von Membranproteinen, einerseits Kanalproteine und andererseits Carrierproteine.
- Kanalproteine sind wassergefüllte Poren welche bei Bedarf geöffnet oder wieder
verschlossen werden können, dieser Transport erfolgt immer Passiv, dh. Mit einem
Konzentrationsgefälle (Konzentrationsausgleich) und benötigt deshalb keine Energie der
Zelle.
- Der Transport über Carrierproteine kann aktiv sowohl als auch passiv ablaufen, beim
aktiven Transport kann dieser gegen ein Konzentrationsgradienten erfolgen benötigt jedoch
Energie in Form von ATP von der Zelle. Beim Passiven bringt ein Konzentrationsgefälle den
Stoff in die Zelle und es wird keine weiter Energie von der Zelle benötigt.
- Endocytose ist nach der Aufnahme des Stoffes in die Zelle, wobei dieser von der
Zellmembran umschlossen wird wodurch ein membranumschlossenes Vesikel entsteht,
welches dann zu seinem Bestimmungsort in der Zelle gebracht wird.
- Exocytose ist das Gegenstück der Endocytose wobei ebenfalls membranumschlossene
Vesikel mit Stoffen gebildet werden jedoch werden diese nicht in der Zelle sein, sondern
ausgeschieden z.B. Abfallstoffe.

4.2 Fragen zum Membrantransport und zur Biomembran


1. Stoffe welche die Zellmembran problemlos passieren können:
- Lipidähnliche Stoffe
- Sehr kleine Stoffteilchen wie Wasserteilchen
2. Was ist aktiver und passiver Transport?
- Aktiv ist ein Energieaufwand nötig
- Passiv ist kein Energieaufwand nötig
3. Welche Voraussetzungen braucht es für Endo- und Exocytose und wie gehen sie?
- Teilchen müssen zu gross sein, um Membran einfach so passieren zu können
(Exocytose wird Stoff von Membran umschlungen und dann als Vesikel abgeschnürt)
(Endocytose verschmilzt Vesikel mit Membran um Stoff gelangt ins Zellinnere)
4. Biomembranaufbau
-Lipiddoppelschicht
-Transportproteine
5. Membranbestandteileigenschaften:
- Lipide haben einen hydrophilen Kopf und einen hydrophoben Schwanz
- Transportporteine sind sehr Zellspezifisch
6. Zusammenhang Aufbau und Passieren von Molekülen
- Hydrophobe Teilchen können problemlos passieren nicht so wie hydrophile
- Die Brownsche Molekularbewegung besagt, dass die Teilchen immer leicht zittern
- Die Diffusion besagt, dass sich Teilchen im Warmen schneller verteilen, weil sie sich im
Warmen schneller bewegen.

4.3 Plasmolyse und Deplasmoslyse


- Plasmolyse ist im Grunde einfach das Verlassen von Wasser aus den Vakuolen, um z.B.
einen Konzentrationsausgleich zu machen. Dies kann sein, wenn man der Zelle eine
Salzlösung gibt. Dabei ist die Salzkonzentration aussen höher als in der Zelle, wodurch das
Salz von aussen hineinwill, um die Konzentration auszugleichen, jedoch kann Salz nicht
einfach hinein und somit versucht das Wasser hinauszugehen. Durch diesen Vorgang zieht
sich die Zelle zusammen und verwelkt.
- Deplasmolyse ist das Gegenteil denn wenn man direkt nach der Plasmolyse die Zelle mit
destilliertem Wasser füttert füllt sie sich wieder mit Wasser und dehnt sich wieder aus.

4.4 Ablauf der Playmolyse


1. [Zelle in Leitungswasser]
- Isotonische Lösung (z.B. Leitungswasser)
- Normale Wasserversorgung der Zelle
- Genug Druck von Vakuole und Zellplasma gegen Zellwand (Innendruck = Turgor)
2. [Plasmolyse Stufe 1]
- Hypertonische Lösung (hat höheren osmotischen Druck)
- Wasser verlässt Zelle und geht osmotisch in hypertonische Lösung über
- Protoplast löst sich von Zellwand ab
3. [Plasmolyse Stufe 2 (Endstadium)]
- Hypertonische Lösung (hat höheren osmotischen Druck)
- Wasser verlässt Zelle und geht osmotisch in hypertonische Lösung über
- Protoplast löst sich vollständig ab
- Kein Turgor mehr (Turgor = Innendruck)
- Kein Wanddruck mehr
- Hohe Saugkraft der Zelle
- Aufgrund von Wasserverlust nimmt Farbstoffkonzentration zu (Pflanze färbt sich dunkel)
4. [Deplasmolyse]
- Hypotonische Lösung (geringerer osmotischer Druck)
- Wasser geht osmotisch wieder in Zelle
- Zellsaft wird wieder heller
- Protoplast fügt sich wieder an Wand an
- Turgor Wanddruck steigt wieder
- Deplasmolyse nur möglich, wenn Zelle bei Plasmolyse nicht beschädigt wurde!

Definitionen:
- Plasmolyse ist das Entwässern und dem darauffolgenden Abreissen des Protoplasten
aufgrund einer Hypertonischen Umgebungslösung.
- Deplasmolyse ist das sich wieder Vollsaugen mit Wasser und dem wieder Anfügen
des Protoplasten an der Innenwand aufgrund einer Hypotonischen
Umgebungslösung.
4.5 Diffusion und Osmose
- Diffusion ist die Ausbreitung von Teilchen anhand eines Konzentrationsgradienten und
einem darauffolgendem Konzentrationsausgleich. Diese erfolgt schneller bei höheren
Temperaturen, da dort die Teilchen sich schneller hin und her bewegen.
- Osmose ist die Diffusion von Wasser durch eine semipermeable Membran.

5.1 Das Steuerzentrum der Zelle


- Alle Aufgaben der Zelle werden vom Zellkern beeinflusst dabei steuert sich das
Zellgeschehen aber ebenfalls dafür, dass Erbanlagen weitergegeben werden.
- Für die Weitergabe der Erbinformation sind die Nukleinsäuren zuständig. Diese Säuren
bilden sehr lange Ketten bestehen aber im Grunde aus nur drei verschiedenen Bausteinen:
Einem Zuckermolekül, einem Phosphorsäuremolekül und einer Stickstoffhaltigen
organischen Base.
- Die Zuckermoleküle können Ribose oder Desoxyribose sein
- Für den Informationsgehalt sind jedoch die Basen zuständig. Es gibt vier Arten von Basen:
Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin, dabei gehören Adenin und Thymin sowie Cytosin und
Guanin immer zusammen.

5.2 Der Aufbau der Kernsäuren


- Die DNA ist ein Doppelstrang (Doppelhelix) welcher einer Wendeltreppe oder Strickleiter
ähnelt und besteht aus so genannten Basenpaaren wobei Adenin und Thymin sowie Cytosin
und Guanin sich stets gegenüberstehen. Die Reihenfolge dieser Basenpaare kann beliebig
gewählt werden und bietet unbegrenzt viele Kombinationsmöglichkeiten. Durch
unterschiedliche Kombinationen kann Information darin gespeichert werden.

5.3 Verdopplung der DNA


- Die DNA ist Träger der Erbinformation und muss ihr Erbgut vor jeder Zellteilung exakt und
identisch verdoppeln um Mutationen welche verheerenden Folgen haben könnten zu
vermeiden.
- Um dies durchzuführen werden beide Stränge der Doppelhelix voneinander getrennt und
anschliessend wird zu jeder der Stränge die fehlende Hälfte wieder ergänzt. Dadurch
entstehen zwei identische Doppelstränge.

5.4 Die Chromosomen


- Die DNA kommt in zwei Formen vor einmal dem Chromatin und einmal dem Chromosom
- Das Chromatin ist die Arbeitsform der DNA und sieht aus wie ein Fadengeflecht.
- Das Chromosom ist die Form, die es kurz vor jeder Zellteilung einnimmt, damit es einfacher
und genauer identische auf beide Zellen verteilt wird. Dabei werden Chromatiden am
Zentromer miteinander verbunden, um somit ein Chromosom zu bilden.

- Experiment von John Gurdon, er fand heraus, dass es alles im Kern ist was den
Organismus beeinflusst. Er pflanzte einen Zellkern eines Albino Frosches in eine
Kernlose Eizelle eines normal gefärbten Forsches und es wuchs ein Albino Frosch
heran.
Fragen:
1. Was sind Autosomen?
Sind die Chromosomen welche in männlichen als auch weiblichen Zellen
vorhanden sind. Beim Menschen 22 Paare
2. Was ist ein homologes Chromosomenpaar?
Sie stimmen im Aussehen überein, jedoch sind sie genetisch nicht identisch
3. Welche Bedeutung haben das X- und Y- Chromosom?
Sie bestimmen das Geschlecht (Gonosomen), z.B. (XX  Frau) und (XY  Mann)
4. Was ist ein Gonosom?
Das sind die Geschlechtschromosomen
5. Was ist eine Chromatide?
Das ist die Hälfte eines Chromosoms, wenn sie am Zentromer geteilt werden
6. Was ist ein diploider Chromosomensatz?
Zellen mit zwei Chromosomensätzen sind diploid
7. Wie viele Chromosomen hat ein Mensch, wie viele ein Schimpanse?
Mensch  26, Schimpanse  48
8. Wieso verdoppelt eine Zelle vor ihrer Teilung ihre Erbinformation?
Damit die gleiche Erbinformation weitergegeben werden kann und kein Erbgut
verloren geht
9. Was ist ein Karyogramm und wie werden die Chromosomen darin geordnet?
Es ist eine grafische Darstellung aller Chromosomen in Anordnung nach Grösse
und Gestalt.

5.5 Der Zellzyklus und die Mitose


- Rudolf Virchow sagte «jede Zelle aus einer Zelle»
- Walther Flemming präzisierte «jeder Kern aus einem Kern»

Phasen des Zellzyklus:


- Interphase ist die Arbeitsphase zwischen der Zellteilung (DNA in Form als
Chromatin), diese Phase kann in G1-Phase (Intensiver Stoffwechsel, Zellwachstum,
Eiweisssynthese) in die S-Phase (Verdopplung der DNA) und in die G2-Phase
(Vorbereitung für Teilung, Information abgelesen, Eiweissumwandlung)
- Mitose ist die Kern- und Zellteilung, welche in vier Stadien eingeteilt werden kann.
Einmal in die Prophase dann die Metaphase, dann die Anaphase und dann die
Telophase.
 Prophase: Chromatin Fäden wickeln sich zu Chromosomen auf und die
Chromosomen werden kürzer und dicker. Danach wird Kernmembran und
Kernkörperchen aufgelöst. Daraufhin bildet sich der Spindelapparat welcher sich
an den Centrosomen gebildet werden welche an zwei entgegengesetzte Zellpole
wandern.
 Metaphase: Spindelapparat nimmt Kontakt mit den Zentromeren der
Chromosomen auf, welche sich an der Äquatorialebene hinbewegen und in eine
Reihe anordnen.
 Anaphase: Die Chromatiden werden am Zentromer getrennt und vom
Spindelapparat an entgegengesetzte Zellpole gezogen.
 Telophase: Wenn Chromosomen Zellpole erreicht haben wird eine neue
Zellmembran zwischen den beiden Zellen gebildet. Es werden in beiden Zellen
neue Kernkörperchen gebildet. Der Spindelapparat löst sich auf. Die
Chromosomen wickeln sich wieder ab und es entstehen wieder Chromatinfäden
und die Interphase beginnt wieder in welcher die Zelle wieder wächst und ihr
Erbgut wieder verdoppelt.