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Miteinander sprechen: Ein Vorschlag zum kommunikativen Üben

Article · January 1987


Source: OAI

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1 author:

Friederike Klippel
Ludwig-Maximilians-University of Munich
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Inhalt
22. Jahrgang 1987, Heft 1

Dido Wolff
Robby the Robot, or:
Actlng in the Hauptschule 1

Friederike Klippel

Englischunterricht
mit „Robby the Robot" 5

Wolfgang Butzkamm

Lebendiger Englischunterricht:
Thesen für den Wortschatz 7

Friederike Klippel

Miteinander sprechen:
Ein Vorschlag zum kommunikativen Üben 11 ENGLISCH ISSN 0013-8185
Zeitschrift für Englischlehrerinnen
Brigitte Schanz-Hering und Englischlehrer
Herausgeber:
Spiellieder im Englischunterricht 15 Prof. Harald Gutschow, Berlin
Prof. Dr. Helmut Heuer, Dortmund
Hans Bebermeier Prof. Dr. Peter W. Kahl, Hamburg
Schriftleiter: Prof. Dr. Helmut Heuer
Englisch an Haupt- und Real- In der Lohwiese 19, 4600 Dortmund 30
schulen In Nordrhein-Westfalen 19
Zuschriften, Beiträge und Rezensionsexemplare werden
an die Adresse des Schriftleiters erbeten. Für unverlangt
• Die Englischstunde 21 eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernom-
men. Nachdruck von Beiträgen nur mit Genehmigung
Karin Gindi: Stundenentwurf, 6. Schuljahr
der Schriftleitung.
ENGLISCH erscheint viermal jährlich: im März, Juni,
• Unterrichtstechniken 26 September und Dezember, Umfang je Heft 40 Seiten.
Helmut Heuer: Key words Heft 1 und 3 enthalten je eine Bildfolie.
Jahrgangsabonnement 21,80 D M zuzüglich Porto. Hef-
Helmut Sauer te 1 und 3 einzeln je 6,95 D M , Hefte 2 und 4 einzeln je
6,15 D M , jeweils zuzüglich Porto. Bei Bestellung eines
Englisch 1986 27 Abonnements ab Heft 2, 3 oder 4 wird der Einzelpreis
der Hefte des laufenden Jahrgangs berechnet.
Kritisch Gelesenes 28 ENGLISCH kann durch den Buchhandel oder direkt
beim Vertrieb in Bielefeld bestellt werden. Abbestellung
ist nur bis zum Jahresende möglich. Wird ein Abonne-
Kurz angezeigt 31 ment bis zum 31.12. nicht gekündigt, so verlängert es
sich um ein weiteres Jahr.
32 Vertrieb:
Informationen
Cornelsen-Velhagen Sc Klasing Verlagsgesellschaft
Postfach 8729, 4800 Bielefeld 1
Zu unserem Titelfoto 34 Verlag und Anzeigenverwaltung:
Cornelsen-Velhagen &c Klasing GmbH Sc Co
Zu unserer Folienbeilage 35 Verlag für Lehrmedien K G
Postfach 33 01 09, 1000 Berlin 33
Es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 6
Die Beiträge schrieben 36 Satz und Druck: Saladruck, 1000 Berlin 36
Friederike Klippel stärkt den Eindruck des schul-ähnlichen Abfragens.
Dazu kommt ferner, daß viele der deutschen Ge-
Miteinander sprechen: sprächsteilnehmer ihr fremdsprachliches Können nur
wenig flexibel einsetzen können, etwa um ihnen feh-
Ein Vorschlag lende Begriffe zu umschreiben.
zum kommunikativen Üben Ein weiterer defizitärer Bereich ist die Gesprächs-
führung selbst; hierbei - so sollte man meinen -
könnten die Lernenden auf muttersprachliche Kom-
petenzen zurückgreifen, indem sie nonverbale Signa-
Umfassendes Endziel des schulischen Fremdspra- le zum Sprecherwechsel oder humorvolle Einschübe
chenunterrichts ist weiterhin die Kommunikationsfä- aufgrund der sie begleitenden M i m i k richtig interpre-
higkeit in der Fremdsprache. Empirische Studien ha- tieren. Die Durchsicht der Gesprächsprotokolle
ben allerdings gezeigt, daß sich weder Schüler unter- bringt nur wenige Beispiele für eine angemessene
schiedlicher Schulformen am Ende der Sekundar- Reaktion auf diesem Gebiet. Es scheint, als ob die
stufe I' noch Anglistikstudenten diesem Ziel in allen
2
Anspannung, fremdsprachlich richtig zu reagieren,
wesentlichen Bereichen annähern. Auch gute Schüler und die Konzentration auf das Formulieren der eige-
sind nach fünf bis sechs Jahren Englischunterricht nen Gesprächsbeiträge nonverbale Kommunika-
kaum in der Lage, einen ihnen unbekannten n a t i v e tionswege behindert oder blockiert. Diese Blockie-
Speaker zu verstehen und sich mit ihm zu unterhal- rung im nonverbalen Bereich wirkt offenbar auch bei
ten. Die Analyse von solchen Gesprächen zwischen Gefühlsäußerungen reduzierend, die ja eine große
einem native Speaker und deutschen Schülern und nonverbale Komponente besitzen.
Studenten, die Selbsteinschätzung ihres fremdsprach- Insgesamt gesehen sind Schüler und Studenten
lichen Könnens durch deutsche Schüler sowie die 3
noch recht weit davon entfernt, Unterhaltungen in
Unterrichtserfahrungen kompetenter Fremdspra- englischer Sprache mit Engländern oder Amerika-
chenlehrer helfen, bestimmte Defizite im Kommuni- nern führen zu können. Daß die Lernenden ihre
kationsverhalten der Lernenden zu beschreiben und Fähigkeiten in dieser Hinsicht ganz realistisch ein-
nach Gründen für sie zu suchen. Ausgehend davon schätzen, wird in einer Trierer Schülerbefragung be-
kann überlegt werden, durch welche Maßnahmen im legt: „Also, wenn mir jetzt ein Engländer begegnen
Unterricht man ein verstärktes kommunikatives würd', dann würd' ich am Schlauch stehen, also, da
Training in der Fremdsprache einleitet. wüßt' ich überhaupt nicht, wie ich das anfangen
sollte, dann ins Gespräch zu kommen." 5

Defizite
Die Rolle, die die deutschen Schüler und Studenten in Schulenglisch
den Gesprächen mit den native Speakers einnehmen, „Die Frage, ob man das Englisch aus dem Unterricht
entspricht weitgehend derjenigen, die sie auch im auch gebrauchen kann, [wird] mit verneinendem Ge-
Schulunterricht innehaben: Sie reagieren eher, als lächter beantwortet; denn ,das is ja was ganz anderes
daß sie verbal initiativ werden; sie beantworten Fra- als das, das Schulbuchenglisch.'" Diese Schülerreak-
8

gen, ohne selbst Gegenfragen zu stellen; sie verstum- tion verweist auf einen Hauptgrund für die mangeln-
men bei Formulierungsschwierigkeiten und reagieren de Kommunikationsfähigkeit: Im Unterricht der Se-
auf small talk wie auf Wissensfragen. Die Gesprächs- kundarstufe I stehen Gespräche, die natürlichen Un-
aufzeichnungen lesen sich streckenweise wie freund- terhaltungen ähneln, oft ganz am Rand. Viele Fakto-
liche Verhöre mit zwar auskunftswilligen, aber aus- ren spielen dabei eine Rolle. Zunächst sind es die
drucksschwachen Teilnehmern. W. E D M O N D S O N Englischlehrerinnen und -lehrer selber, die aus Zeit-
(1979) hat beobachtet, daß deutsche Anglistikstu- mangel, bei der Absolvierung des Lehrprogramms
denten auch beim Antworten auf Fragen eine Frage- und der damit verknüpften anderen Prioritätenset-
intonation verwenden, so als ob sie dadurch um zung, aber auch wegen unzureichender fremdsprach-
Bestätigung für die Richtigkeit ihrer Antwort bitten licher Kompetenz längst nicht alle Situationen zu
wollten.* solchen Gesprächen ausnützen (können). Viele rea-
Die Tatsache, daß den deutschen Gesprächspart- gieren auch in Gesprächssituationen stärker auf die
nern eine ganze Palette von Äußerungsmustern fehlt, Fehler in den Schüleräußerungen und weniger auf
nämlich solche, in denen sich beispielsweise zögern- deren kommunikative Intention. Wie schade, wenn
des Uberlegen (z. B. W e l l , wait a tninute), interessier- die Stundenorganisation oder die Bemerkung über
tes Zuhören (z.B. reallyt, m m h ) oder inhaltliches den schicken Pullover einer Schülerin auf Deutsch
Modifizieren (z. B. somewhat, in a way) zeigen, ver- vorgenommen werden, denn hierbei ergeben sich

11
erste Ansätze zu mitteilungsbezogener Kommunika- kommunikationsorientierten Unterrichtsphasen Feh-
tion und small talk. Allerdings können Lehrer und lertoleranz üben und verstärkt die Sprechflüssigkeit
Schüler wegen der ihnen im Unterricht zugewiesenen fördern.
Rollen nicht den lockeren Umgangsstil gleichaltriger
Gesprächsbereite Englischlehrer nutzen nicht nur
Jugendlicher pflegen, der deutsche Schüler bei einem
jeden sich bietenden Gesprächsanlaß aus, sondern sie
Besuch im englischsprachigen Ausland so positiv be-
schaffen auch neue. Dabei muß besonders darauf
eindruckt.
geachtet werden, zum ersten die Situation so zu
Das Lehrwerk mit seinem neutralen und nur selten strukturieren, daß möglichst viele Schüler möglichst
informellen Sprachstil und zudem der Aufgabe, alle lange sprachlich aktiv sind, zum zweiten Themen
Teilbereiche der fremden Sprache zu vermitteln, ist und Aufgaben auszuwählen, die zur Auseinanderset-
nicht das am besten geeignete Medium zum Training zung reizen, zum dritten „die Beziehungsebene zu
kommunikativen Sprachhandelns. Zwar bietet das den Schülern [als] ebenso wichtig [zu erachten] wie
Lehrwerk durch Texte und Situationen Vorgaben zur die Inhaltsebene zur Sache". Zur Erhöhung der
8

Sprachanwendung, doch liegt sein Hauptaugenmerk Sprechzeit für die Schüler führt bereits eine Aufga-
auf Einführung und Übung des Sprachmaterials. benbewältigung in Partner- oder Gruppenarbeit. 9

Letztlich ist es ein generelles Merkmal von gedruck- Diese Arbeitsformen besitzen darüber hinaus den
ten Unterrichtsmaterialien, daß sie Gespräche zwar Vorteil, daß sie - bei geschickter Aufgabenstellung -
vorbereiten und anregen, nicht jedoch ohne großen die Lernenden zum Üben wichtiger Sprechabsichten
Einsatz des Lehrers begleiten können. bringen, wenn über den Arbeitsverlauf, die Aufga-
benverteilung oder das Ergebnis gesprochen wird.
Für Schüler packende Gesprächsthemen ergeben
sich beispielsweise aus dem Vergleich ihrer eigenen
Ü b u n g s v o r s c h l ä g e zur Kopiervorlage
Situation mit der Lebenswelt Gleichaltriger in den
Zielländern; dazu bieten ausgiebige Kontakte mit Ausgangsmaterial für die im folgenden beschriebe-
Brieffreunden und Partnerklassen die beste Grundla- nen neun Übungen zur kommunikativen Sprachver-
ge. N u r wenige Klassen pflegen einen solchen Aus- wendung ist die in diesem Heft auf Seite 14 abge-
tausch, so daß es für viele Schüler unwahrscheinlich druckte Kopiervorlage (als Folie oder Arbeitsblatt zu
ist - abgesehen von privaten Reisen ins englischspra- kopieren). Sie zeigt eine Sprecher-Silhouette mit acht
chige Ausland - mit native Speakers in Kontakt zu Sprechblasen, von denen sieben Satzanfänge enthal-
kommen. Für diese Schüler bleibt Englisch oft ein ten, die zu Aussagen ergänzt werden müssen. Diese
schulisches Lernfach, das wenig Bezug zu ihrer eige- Aussagen zielen auf persönliche Tätigkeiten, Vorlie-
nen Lebenserfahrung besitzt. Dies wiederum führt zu ben und Gefühle des Betreffenden; sie sind affektiv
einem Ausbleiben der Identifizierung mit der frem- besetzt (I l i k e , f a v o u r i t e , feel, w o r r i e d ) oder neutral
den Sprache, zu weniger Lernmotivation und Kom- berichtend (At t h e weekend . . . ) . Die freie Sprechbla-
munikationsinteresse. se regt zum eigenen Formulieren an.

Der kommunikative Übungswert der Kopiervorla-


Lehrerverhalten ge liegt nicht so sehr im Ziel des Ausfüllens, sondern
Wenn sich auch an einigen der ausgeführten Bedin- - je nach Einsatzart (s. unten) - vielmehr im Raten,
gungen unseres schulischen Englischunterrichts, wie Erfragen, Vermuten, Vergleichen und Diskutieren
der Rollendistanz von Lehrer und Schülern, der Aus- der Aussageergänzungen und ihrer Verfasser. Damit
richtung der Lehrmaterialien auf ein mittleres sind Gesprächssituationen geschaffen, in denen die
Sprachniveau oder der fehlenden Begegnung mit na- Lernenden einiges von dem üben, was als Defizit in
tive Speakers, nicht viel ändern läßt, so bieten sich der fremdsprachlichen Kommunikation deutscher
doch durch die Modifizierung von Lehrerverhalten Schüler eingangs beschrieben wurde. Zunächst ver-
und Unterrichtsgestaltung viele Möglichkeiten zum langen die Übungen von den Schülern mehr als nur
intensiveren Üben kommunikativer Fähigkeiten. Der fremdsprachliches Reprodzieren; die Schüler müssen
Englischlehrerin oder dem Englischlehrer kommt da- von sich aus Fragen stellen oder Vermutungen äu-
bei zentrale Bedeutung zu. Ideal ist es, wenn ßern. Dabei unterstützt die Kopiervorlage das For-
Englischlehrer im Unterricht nur Englisch sprechen, mulieren von Fragen durch die Satzfragmente am
wenn sie durch ihr Kommunizieren in der Fremd- unteren Rand. (In leistungsstarken Gruppen können
sprache über Jahre hinweg Gesprächsbereitschaft diese Hilfen abgedeckt oder durch anspruchsvollere
und Gesprächsführung demonstrieren, wenn sie die Äußerungsmuster ersetzt werden.) Des weiteren
Lernenden als Gesprächspartner ernst nehmen und kann aus dem Vergleich einiger unterschiedlicher
sie ermuntern, echte Fragen zu stellen, wenn sie in Aussagen zur gleichen Sprechblase ein Gespräch ent-

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stehen, in dem sich die Teilnehmer über Unterschiede und ihre Entscheidungen begründen. Die Gruppe, die
und Gemeinsamkeiten in ihren Auffassungen unter- der Wahrheit am nächsten kommt, gewinnt einen
halten. Schließlich schafft die Ausrichtung der Übun- kleinen Preis.
gen auf die Lernenden bzw. die Lehrenden (s.
Übung 3 (Klassenunterricht):
Übungsvorschlag 2) eine neue Anregung zum Spre-
W h o is i t ?
chen und zur Identifizierung, denn „Verwendungs-
Jeder Schüler erhält eine Papierkopie der Vorlage
funktion und Nützlichkeit des Lernstoffs sind trans-
und füllt sie für sich aus, ohne seine Angaben jemand
parent zu machen. (Der Schlüssel heißt H o w about
zu zeigen. Alle ausgefüllten Bögen werden eingesam-
you?)" w

melt und die Angaben eines Schülers auf die Folie


Die Kopiervorlage kann auf allen Leistungsstufen übertragen. Die übrigen raten oder stellen begründe-
ab dem Ende des zweiten Lernjahres eingesetzt wer- te Vermutungen an, um wen es sich handelt. Dieses
den, da sowohl sehr einfache ( T o d a y I feel h a p p y . ) Verfahren wird für zwei bis drei weitere Schüler
als auch komplexe Satz-Ergänzungen ( T o d a y I feel wiederholt.
l i k e h a v ' m g a p a r t y . ) möglich sind. Die von den
Schülern für das Ausfüllen eventuell zusätzlich benö- Übung 4 (Klassenunterricht/Gruppenarbeit):
tigten Vokabeln, etwa Benennungen von Hobbies, Opposites
Sammelobjekten oder Farben, müssen umschrieben, Wie bei der Übung 3 erhält jeder Schüler eine Papier-
beim Lehrer erfragt oder im zweisprachigen Wörter- kopie der Vorlage und füllt sie für sich in der Weise
buch nachgeschlagen werden. aus, daß er jeweils das „Gegenteil" dessen einträgt,
Aus den neun Übungsvorschlägen sollte ein Ver- was für ihn zutrifft, also: A t t h e weekend I usually
fahren ausgesucht werden, das dem Leistungsstand w a t c h T V a l l day anstelle von A t t h e weekend 1 play
der Lerngruppe, der Gruppenatmosphäre und der f o o t b a l l and do a l o t o f j o g g i n g . Gesprächsanlässe
Vertrautheit mit den unterschiedlichen Arbeits- und ergeben sich bei dieser Übung vor allem dadurch,
Sozialformen angemessen ist. Für einen späteren daß die Meinungen darüber, was „Gegenteil" z.B.
•"weiten Einsatz der Kopiervorlage empfiehlt sich ein einer Tätigkeit ist, sehr stark auseinandergehen. Die
^nderer Übungsverlauf. Grundsätzlich jedoch läßt Schüler versuchen in Gruppen oder im Klassenver-
sich durch die Vielfalt der Übungsvorschläge demon- band von den vorliegenden Aussagen eines Schülers
strieren, wie variabel sich das gleiche Material ver- auf seine tatsächlichen zu schließen.
wenden läßt. Es soll daher auch als Aufforderung für Übung 5 (Partnerarbeit):
Englischlehrerinnen und -lehrer gelten, ihre eigene M y Partner
methodische Phantasie zu entfalten. Jeder Schüler füllt eine Papierkopie der Vorlage für
Übung 1 (Klassenunterricht): seinen Partner aus, d. h. er trägt Informationen ein,
What's t r u e f o r you? von denen er weiß oder vermutet, daß sie auf seinen
Ein Schüler kommt vor die Klasse und wird von den Partner zutreffen. Anschließend Vergleich und Kom-
anderen befragt. Der Lehrer trägt seine Aussagen in mentierung. A . : I k n o w t h a t y o u can s w i m , B.: Yes,
die Folie ein. t h a t ' s right. A . : I t h i n k y o u c a n ' t cook. B.: T h a t ' s n o t
t r u e . I can cook Spaghetti and make soup,
Werden nur Entscheidungsfragen zugelassen, so dau-
ert die Fragephase länger, weil ein Rateelement dazu- Übung 6 (Partnerarbeit):
tritt. S i m i l a r i t i e s and D i f f e r e n c e s
Übung 2 (Klassenunterricht): Die Partner befragen sich gegenseitig, um herauszu-
Our Teacher finden, in welchen Bereichen sie ähnliche Ansichten
Die Englischlehrerin oder der Englischlehrer gibt eine oder Fähigkeiten haben, in welchen unterschiedliche.
Liste (Tafel) mit ihren/seinen Ergänzungen der Das Schülerpaar mit den meisten und das mit den
Sprechblasen, wobei allerdings zu jeder Sprechblase wenigsten Gemeinsamkeiten wird ermittelt. Diese
zwei oder drei Aussagen vorgelegt werden, von de- Schüler stellen einander der Klasse vor. B . feels hap-
jedoch nur eine zutrifft. Beispiel (zu M y f a v o u r i t e p y t o d a y , and so do L I A . has a dog. H e is t h e most
c o i o u r . . . ) : red, w h i t e . Schüler A : I t b i n k , y o u r i m p o r t a n t t h i n g f o r h i m . M y dog is also t h e most
f a v o u r i t e c o i o u r is red, because y o u are w e a r i n g a red i m p o r t a n t t h i n g f o r tne.
p u l l o v e r , Schüler B: I t h i n k , it's w h i t e , because you Übung 7 (Gruppenarbeit):
like white flowers. Famous Person
Die Schüler könnten auch in Gruppenarbeit die In Gruppen füllen die Schüler eine Overlayfolie mit
Folie (auf einer Overlay-Folie) durch Auswählen aus den Aussagen aus, die ihrer Meinung nach für eine
der vorgegebenen Liste für ihre/n Lehrer/in ausfüllen berühmte Persönlichkeit (Popstar, Sportler, Persön-

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Ar7 r tiried?b°out !:? -
y u
U e ? 0 3 , 1 y
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° U r f a V 0 U n t e C 0 l 0 u r
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° . . . at the weekend? ,s , very important for you?
lichkeit des öffentlichen Lebens, Figur aus Büchern because t h e weather is so bad, and we had t h e
oder Filmen) zutreffen, ohne den Namen dieser Per- d i c t a t i o n . I W h y are so m a n y w o r r i e d about Jobs?
sönlichkeit zu nennen. Nacheinander präsentieren We have t w o m o r e years i n school. T h i n g s can
die Gruppen am Overheadprojektor ihre Folien. Die change.
übrigen Schulen stellen Vermutungen an, wer die
berühmte Persönlichkeit sein könnte.

Übung 8 (Gruppenarbeit): Anmerkungen


Liar 1
G . W A L T E R : U n t e r h a l t u n g e n m i t Schülern des
Jeder Schüler in der Gruppe füllt seine Papierkopie 9. S c h u l j a h r e s - S t u d i e n z u r Kommunikationsfähig-
der Vorlage aus, wobei er an drei Stellen lügen darf. k e i t i m E n g l i s c h e n . In: Die Neueren Sprachen, 77
Innerhalb der Gruppe befragen sich die Schüler ge- (1978), S. 164-176.
2
D . G Ö T Z : A n a l y s e einer i n der Fremdsprache
genseitig nach Einzelheiten zu ihren Aussagen, um
(Englisch) durchgeführten K o n v e r s a t i o n . In:
herauszufinden, was gelogen ist und was zutrifft. H . H U N F E L D (Hrsg.): Neue Perspektiven der Fremd-
sprachendidaktik. Kronberg/Ts. 1977, S. 71-81.
Übung 9 (Einzelarbeit): 3
G . R A D D E N : F r e m d s p r a c h l i c h e Varietäten i m
Opinion Poll k o m m u n i k a t i v e n H a n d e l n . In: A . R A A S C H (Hrsg.):
Jeder Schüler erhält eine Sprechblase zugeteilt und Handlungsorientierter Fremdsprachenunterricht.
eine Liste mit den Namen aller Schüler. (In größeren Tübingen 1983, S. 75-91.
Klassen arbeiten jeweils mehrere Schüler zusammen 4
W . EDMONDSON: F u n k t i o n e n v o n Fragen i m
an einer Sprechblase.) Es ist die Aufgabe jedes Schü- Fremdsprachenunterricht. In: H.HEUER u.a.
(Hrsg.): Dortmunder Diskussionen zur Fremdspra-
lers, alle anderen dazu zu befragen, wie sie die Aussa-
chendidaktik. Dortmund 1979, S. 206-209.
ge in seiner Sprechblase fortführen würden ( H o w do 5
G . R A D D E N , a . a . O . , S.73.
y o u feel t o d a y ? ) , und die Antworten (in Kurzform) 6
Vgl. Fußnote 5.
zu notieren. Wenn alle Antworten vorliegen, faßt 7
A . W U L F : 'They can d i e ! - V e r y good.' Zur
jeder Schüler sein Ergebnis zusammen. Beispiel: I n Sprache des Lehrers i m modernen Fremdsprachen-
t h i s class t e n people feel happy today. T w o pupils u n t e r r i c h t . In: Praxis des neusprachlichen Unter-
richts. 25 (1978), S. 364-372, hier S. 368 f.
feel t i r e d . M a r t i n a feels Hl. F i v e p u p i l s feel a n g r y 8
H . H E U E R : E n g l i s c h u n t e r r i c h t , v o m Schüler
about t h e d i c t a t i o n . Three p u p i l s feel sad. Es wird aus'. In: Der fremdsprachliche Unterricht 1978, Heft
knapp auf der Folie festgehalten. 46, S. 21-32, hier S. 31.
9
M . H . L O N G / P. A . P O R T E R : G r o u p W o r k , I n t e r -
Anschließend wird über besonders kontroverse Be- l a n g u a g e T a l k , and Second Language Acquisition.
reiche gesprochen, indem einzelne Schüler kommen- In: T E S O L Quarterly, 19 (1985), S. 207-228.
tieren: 1 was s u r p r i s e d t h a t so m a n y are happy today, 10
H . H E U E R , a.a.O., S.31.

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