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Alf Jasinski, Christa Laib-Jasinski

Thalus von Athos:

Wandel

Buch 7
Grundsatzerklärung:
Autoren und Verlag respektieren alle Menschen und Religionen und lehnen
deshalb jede Art von rassistischen Voreingenommenheiten und Propaganda
ab, komme diese von konfessioneller, politischer oder ideologischer Seite.

Autor und Verlag lehnen jede Verantwortung gegenüber Missverständnissen


bzw. Anklagen ab, die aus oberflächlicher, unvollständiger oder
voreingenommener Lektüre dieses Buches entstehen könnte.

Lektorat: Marie-Luise Stettler, www.lebensharmonie.ch

Umschlaggestaltung: Gerhard Laib, GartenWEden Verlag

Titelbild: Michèle Walder,


http://kreatives.fabelhaftes-tun.ch/gemaelde/

Layout: Gerhard Laib, GartenWEden Verlag

Druck und Bindung: Druckhaus AJSp in Litauen

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der


Deut-
schen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im
Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-946504-13-9 (Buch 7)

© 2018 GartenWEden Verlag


1. Auflage: Oktober 2018

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.


Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und
strafbar. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige
Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung, Einspeicherung und
öffentliche Zugänglichmachung.
Widmung
Ich widme dieses Buch meinem Sohn Simon. Simon ist Sozialpädagoge
und sein Ziel ist es, dass aus unseren Kindern glückliche, kreative
Menschen und eigenständige, starke Persönlichkeiten werden. Als Kind
sang er: „Neue Männer braucht das Land“ – weil seine Mutter dieses Lied
liebte. Heute würde dieses Lied wahrscheinlich „Neue Kinder braucht das
Land“ heißen und damit spricht er mir aus dem Herzen. Wenn ich sehe, wie
er mit seinen Kindern umgeht, dann weiß ich, er schafft es, seine tiefen
Einsichten über die Entwicklung der Kinder anderen Eltern weiter zu
geben. Für die Eltern bedeutet es, ihre eigenen Programmierungen
aufzulösen, denn sonst übertragen sie diese auf ihre Kinder. Unsere
Gesellschaft hat bis heute noch nicht einmal den ersten Weltkrieg wirklich
aufgearbeitet – geschweige denn den zweiten. Großeltern, die ihre ganze
Problematik damals durch ihr Verhalten an ihre Kinder weitergaben, setzten
bei ihren Kindern viele Programme, nach denen diese nun auch handelten
und die sie wiederum an ihre Kinder weitergaben. Kinder brauchen Eltern,
die frei von solchen Programmierungen ihre Kinder ans Leben heranführen.
Ich danke dir für deine Arbeit, mein Sohn, sie ist unendlich wichtig!

Christa Laib-Jasinski
Die »Thalus von Athos«-Reihe im
GartenWEden Verlag:
Buch 1: Die Offenbarung (ISBN 978-3-946504-00-9)
Buch 2: Das Portal (ISBN 978-3-946504-04-7)

Buch 3: Kreuzfeldplanet (ISBN 978-3-946504-06-1)

Buch 4: Kosmischer Mensch (ISBN 978-3-946504-07-8)

Buch 5: Befreiung (ISBN 978-3-946504-08-5)

Buch 6: Entfaltung (ISBN 978-3-946504-11-5)

Buch 7: Wandel (ISBN 978-3-946504-13-9)

Buch 8: Seelenentscheidung (ISBN 978-3-946504-15-3)

weitere folgen ...

Weitere Bücher von Alf Jasinski:

Protokolle der Menschen über die Engel (ISBN 978-3-946504-09-2)

Affentheater - Der ganz normale Wahnsinn (ISBN 978-3-946504-14-6)

EBook:

Thalus of Athos – Disclosure (Amazon ISBN 978-3-946504-05-4)

Alle Thalus von Athos Bücher

Katja Pesch:

Amalia – Die letzten Schritte sind Flügelschläge (978-3-946504-10-8)


Thalusforum:

www.ThalusForum.de

TV Auftritte:

Bewusst.tv mit Jo Conrad und auch mit Dagmar Neubronner

FreeSpirit-tv.ch mit Bruno Würtenberger

Querdenken.tv mit Prof. Mag. Dr. phil. Michael Friedrich Vogt

Cine12.ch mit Heino

Live-Vorträge auf www.GartenWEden-Verlag.de


Inhalt »Wandel«
1. Wärme löst Kälte auf

2. Der Ursprung liegt im Reptoerbe

3. Geschwächtes Herzchakra

4. Prinzipien und Ideone

5. Über Willis und Paradiesvögel

6. Der echte Mensch ist ein Gigant in göttlicher Natürlichkeit

7. Das Wir im Ich-sein

8. Seelensignaturen

9. Natur bietet Anschauungsunterricht

10. Aufbau von Siedlungen

11. Persönliche Geschmacksnoten – Natur ist pfiffig

12. Zwölf und dreizehn

13. Eine Dolmenkammer

14. Sind wir Saraphinische, die die Materie austesten?

15. Eine Nacht in Innererde

16. Jahreswechsel in Innererde

17. Nibiru

18. Genetische Portale


19. Adam, Abel und Seth

20. Gemeinsam die Jahreszeitenfeste begehen

21. Wie erkenne ich das Wedische?

22. Kindheitstraumata

23. Geistseele ist zeitlos

24. Wedische Feste und Bräuche wiederbeleben

25. Arkanier

26. Gezielte Desinformation

27. Und noch mal die Zwölf

28. Schwarzer Adel

29. Zweite Erde

30. Ein Bann ist mächtig!

31. Dimensionswechsel

32. Der 13. Stamm

33. Glauben

34. Jede Seele ist Meister ihres Seins

35. Unterstützung von Innererde

36. Keiner hat All-Wissen

37. Menschenwesen sind speziesunabhängig

38. Manipulationen
39. Seelenrollen

40. Freie Energien

41. Eine energetische Kugel

Nachwort von Simon Below

Wichtigste Kontakte
Vorwort von Christa Jasinski
Der Titel dieses Buches lautet „Wandel“. Wir sind mitten im Wandel – was
sowohl innere als äußere Prozesse bedeutet. Die äußeren Prozesse sind
derzeit überall sichtbar – es passiert ziemlich viel. Und das würde nicht
passieren, ohne dass bei uns persönlich innere Prozesse vorausgegangen
wären.

In den vorangegangenen Büchern werden hin und wieder die Blutlinien


erwähnt. Es handelte sich um ein Informationsblatt, das wir in zwölf Folgen
herausgaben. Hin und wieder werde ich gefragt, ob man die noch
bekommen kann. Nein, es gibt sie nicht mehr - wobei ich die Inhalte
natürlich noch auf meinem Computer gespeichert habe. Diese Inhalte sind
zum Teil in den Büchern aufgegangen. Doch es gab darin auch viele
Artikel, die aktueller Natur waren und heute keine Bedeutung mehr haben.
Was davon noch von Bedeutung ist, werde ich dem letzten Buch der
Thalus-Reihe anfügen.

Der anschließende Text für dieses Vorwort stammt aus den Blutlinien-
Heften. Es war ein gemeinsamer Artikel von Alf und mir, der zum Thema
Zweite Erde hervorragend passt.

Unsere Welt ist ein von der Schöpfung erdachter und gestalteter Planet

Die Welt gestaltet sich so, wie wir sie uns vorstellen. Denke ich in Armut,
bekomme ich Armut und halte ich es für richtig, dass es Arme und Reiche
gibt und immer geben wird, so nähre ich den kollektiven Gedanken dazu.
Ich nähre das entsprechende Elemental, das dadurch immer größer wird und
sich immer stärker manifestiert. Ich nähre damit, dass die Kluft zwischen
arm und reich immer größer wird.

Nur durch eine Veränderung unserer Gedanken sind wir in der Lage, unsere
Welt zu verändern. Jeder Einzelne, der seine Gedanken den kollektiven
Gedanken entgegensetzt, hilft mit, ein Gegengewicht aufzubauen, das
immer größer und größer wird. Gleichzeitig werden die kollektiven
Elementale immer kleiner. Es kann eine Veränderung der Welt geben durch
eine Apokalypse, bei der Millionen von Menschen sterben werden. Es kann
aber auch zu einer energetischen Veränderung im Morphofeld kommen,
alleine durch unsere Gedanken. Es gibt unendlich viele Menschen, die sich
eine andere Welt wünschen, aber solange sie ihre Gedanken nicht ändern
und die Grundlagen der kollektiven Welt für richtig halten, verändern sie
nichts wirklich. Geld für ein humanitäres Projekt zu spenden, verändert
nichts, da dieser Tat der Gedanke des Mangels dieser Menschen zugrunde
liegt. Wenn ich also wirklich etwas verändern möchte, bleibt mir nichts
anderes übrig, als jeden Gedanken, der das kollektive System nährt, mit
Stumpf und Stiel aus mir zu entfernen. Wenn ich nur noch individuelle,
aufbauende Gedanken zulasse, so werden sie im Laufe der Zeit
selbstverständlich. Wenn viele das tun, so werden die aufbauenden
Gedanken das Morphofeld verändern und ein verändertes Morphofeld hat
Einfluss auf andere Menschen.

In dem Film „Matrix“, der 1999 in die Kinos kam, wurde eine Matrix
beschrieben, die den schlafenden Menschen vorgaukelt, was die Welt ist.
Die Wirklichkeit ist gar nicht so weit davon entfernt. Diese Matrix wurde
durch die Lenkung unserer Gedanken künstlich dem morphogenetischen
Feld vorgesetzt und wenn uns klar wird, wie stark wir dieses Feld durch
Gedankenkraft beeinflussen, dann wird uns auch bewusst, dass das gezielt
gesteuert wird. Wir alle sind mehr oder weniger stark von dieser Matrix
beeinflusst, aber je mehr der Mensch die im Morphofeld installierte Matrix
durchschaut, desto klarer erkennt er darüber die wahren Zusammenhänge
zwischen Innererde, Obererde und Anderweltlern. Wir nehmen nur wahr,
was wir wahrnehmen wollen und die größte Manipulation der Menschen
geschieht über diese künstliche Matrix. Hier werden unsere Gedanken so
manipuliert, dass wir ausschließlich das sehen, was wir sehen sollen.

Sich dem zu entziehen, ist jedoch gar nicht so schwer. Jeder Mensch, der
offen für andere Wahrnehmungen sein möchte, nimmt sie auch wahr. Dazu
gehört nur, sich von den Kollektivgedanken zu entfernen und zuerst einmal
alles für möglich zu halten, denn alles, was wir uns vorstellen können,
existiert – entweder im Morphofeld, aus dem wir diese Bilder empfangen
oder in der Materie. Nur äußerst selten schaffen es kreative, schöpferische
Denker, sich etwas auszudenken, was noch nicht irgendwo gespeichert ist.
Das ist dann tatsächliche Schöpferkraft.

Wenn wir es geschafft haben, unser Denken vom Kollektivdenken


abzutrennen, dann haben wir schon sehr viel erreicht und wir werden dafür
offen, uns ins Akashafeld einzudenken. Hier im Akashafeld kommen wir
wieder an wahrhaftiges Wissen, denn Akasha ist keine Matrix, die etwas
vorgaukeln kann, sondern es ist das Buch des Lebens. Hier wird nicht
Schein, sondern Sein gespeichert. Es ist nicht manipulierbar. Hier ist alles
Wissen des Universums seit Bestehen der Welt gespeichert. Uns wird
gesagt, dass es kein absolutes Wissen gibt. Aber das ist nur solange richtig,
solange wir uns der Morphoscheinwelt der Kollektiven unterstellen. Akasha
ist unsere Anbindung an das göttliche Geistfeld und das göttliche Geistfeld
enthält die absolute Wahrheit. Nun ist es natürlich nicht möglich, wenn man
seine Akasha-Anbindung wieder wahrnimmt, dass man ab sofort das
gesamte Wissen des Universums hat. Damit wäre der Mensch völlig
erschlagen. In der Pistis Sophia, einer frühchristlichen gnostischen Schrift
wird das sehr schön dargestellt. Es geht hier um die Zeit, in der Jesus nach
seiner Auferstehung sich seinen Jüngern wieder zeigte. Und hier heißt es:

Während sie so zusammen sprachen und weinten, öffneten sich um die


neunte Stunde des folgenden Tages die Himmel, und sie sahen Jesus
herniederfahren, außergewöhnlich strahlend, und es gab kein Maß für das
Licht, in dem Er sich befand. Denn Er strahlte noch mehr, als zu der Stunde,
da Er zu den Himmeln aufgestiegen war, so dass die Bewohner der Erde das
Licht, das an Ihm war, nicht fassen konnten.

Er sandte Lichtstrahlen aus in Fülle, und seine Strahlen waren


unermesslich. Dieses Licht war nicht gleichförmig, sondern unterschiedlich
in Art und Beschaffenheit, während einzelne Strahlen unendlich viel
leuchtender waren als andere. In seiner Gesamtheit bestand das Licht aus
drei Arten, wobei eine unendlich viel leuchtender war als die andere. Die
zweite oder mittlere Art war vortrefflicher als die erste oder unterste und die
dritte übertraf die beiden anderen. Der erste Strahl, der unterste von allen,
ähnelte dem Licht, das über Jesus gekommen war, ehe er zu den Himmeln
aufgefahren war. Aber alleine in seinem Licht war er jenem gleich. Die drei
Arten des Lichtes waren von unterschiedlicher Beschaffenheit, jede
unendlich vortrefflicher als die andere.

Als die Jünger das sahen, fürchteten sie sich sehr und gerieten in
Verwirrung. Als Jesus, der Barmherzige und Sanftmütige, seine Jünger in so
großer Aufregung sah, sprach Er zu ihnen: „Seid getrost, Ich bin es.
Fürchtet euch nicht.“

Als die Jünger diese Worte gehört hatten, sagten sie: „O Jesus, wenn Du es
bist, so ziehe Deinen Lichtglanz an Dich, damit wir es ertragen können.
Sonst werden unsere Augen geblendet, und wir sind aufgeregt, und auch die
ganze Welt ist in Verwirrung wegen des großen Lichtes, das an Dir ist.“

Jesus ist der Schlüsselträger zum Wedischen

In den alten mystischen Schriften wird stets davon gesprochen, dass Licht
in die Dunkelheit gebracht wird, wenn es darum geht, Erkenntnisse zu
erlangen. In dem in der Pistis Sophia beschriebenen Lichtkleid Jesu handelt
es sich um göttliches Urwissen, das Jesus hier umkleidet. Die Jünger waren
nicht in der Lage, dieses Licht in vollem Umfang zu ertragen und genauso
geht es uns, wenn wir beginnen, auf das Akashawissen zuzugreifen. Wir
erhalten daraus stets nur die Informationen, die wir verkraften und
verstehen können. Und das wird mit der Zeit immer mehr. Es ist das größte
Abenteuer des Lebens, über diesen Weg nach und nach sich selbst und die
Welt zu verstehen. Dazu gehört viel Vertrauen in die eigenen intuitiven
Erkenntnisse. Anfangs wird sich häufig das Ego einmischen, weil es
Intuition nicht verstehen kann. Es wird die sich zuerst ganz sanft meldenden
„Eingaben“ abtun als Blödsinn oder ähnliches. Die meisten Menschen
befürchten dann auch, dass ihnen diese oder jene Eingabe vom Ego
vorgegaukelt wurde, weil das Ego sich mal wieder wichtigmachen will.
Trotzdem sollten sie versuchen hinzuhören und mit der Zeit werden sie
sicherer werden, was diese Eingaben anbetrifft. Irgendwann werden sie
wissen, wenn eine intuitive Eingabe stimmt und wenn uns unser Ego etwas
vorgaukelt, was bei bewusst lebenden Menschen nicht allzu häufig
vorkommt. Ein bewusst lebender Mensch spürt, wann es gut ist, dem Ego
die Führung zu überlassen und wenn das Ego nicht benötigt wird, er hat ein
freundschaftliches Verhältnis zu seinem Ego.
Häufen sich die intuitiven Eingaben und haben Sie gelernt, diesen zu
vertrauen, dann werden Sie feststellen, dass Sie vieles, was Sie früher nur
glaubten, plötzlich wissen. Es beginnt nun aus einem glaubenden Menschen
wieder ein wissender Mensch zu werden. Und ein wissender Mensch
untersteht nicht mehr der Scheinmatrix des Kollektivs – er ist frei davon.
Irgendwann werden Sie dann feststellen, dass Sie kaum noch Bücher
benötigen, weil diese Bücher Ihnen nichts mehr bringen. Sie können all Ihre
Fragen sich selbst aus dem Akashafeld beantworten.

Es ist ein fantastisches Erlebnis, sich auf das Akashafeld zu konzentrieren


und dort einfach seine Gedanken fließen zu lassen. Manchmal kommen die
Antworten gleich und manchmal kommen sie im Laufe der nächsten Tage
oder Wochen. Ab und zu muss man zweimal oder dreimal mit den gleichen
Fragen ins Akashafeld gehen, bis die Antworten kommen, aber sie kommen
immer mit einer hundertprozentigen Zuverlässigkeit. Andererseits werden
Sie immer stärker bei anderen Menschen auf Unverständnis stoßen – Sie
werden Außenseiter. Da die meisten Menschen sich der kollektiven
Vorstellung unterstellen, dass es kein Wissen gibt, ist für sie ein Mensch,
der ganz sicher sagt „ich weiß“ ein Spinner oder Angeber. Auf jeden Fall
meidet man ihn lieber, denn er ist für sie suspekt. Es gibt ja nach
landläufiger Meinung keine absolute Wahrheit, sondern stets viele
Wahrheiten. Was ein Paradoxon ist, denn die meisten Menschen glauben
andererseits an eine höhere Wahrheit – ob sie sie nun Gott nennen oder
anders. Aber Gott bzw. Mater kann nichts anderes sein als die absolute
Wahrheit und jeder Mensch, der nicht an Gott glaubt, sondern um Gott
weiß, weiß auch um seine grenzenlose Anbindung an das göttliche Wissen,
an die absolute Wahrheit.

Unsere heutige Welt ist nicht durch Wissen geprägt, sondern durch
Interpretationen, Spekulationen und Vermutungen und diese sind nicht
ursprünglicher Natur, sondern von bestimmten Menschen und Institutionen
künstlich erschaffen worden. Unsere derzeitigen Schulwissenschaften und
unsere gesamte Gesellschaftsordnung funktioniert nach diesen Kriterien.
Das hat nichts mit Wissen zu tun.

Der Platon’schen Ideenlehre zufolge kann man Wissen im eigentlichen Sinn


nicht von den, immer im Werden befindlichen raumzeitlichen Dingen
haben, sondern nur vom wahrhaften, ewigen Seienden, von den Ideen. Der
Mensch weiß also über das Raumzeitliche (Spekulation, Interpretation,
Vermuten) hinaus vom ewig Seienden, von den Ideen des Ursprungs – er
besitzt das Wissen über die kosmische Wahrheit.

Nun werden Menschen, die dieses Wissen besitzen, von jeher sowohl
bekämpft als auch kritisiert – man wirft ihnen vor, ein Mensch alleine
könne niemals dieses Wissen haben, sondern immer nur ein kleines
Teilwissen. Diese Annahme ist falsch! Warum? Weil sie von Menschen
getroffen werden, die vermuten, interpretieren und spekulieren; Menschen,
die bereits vergiftet und zugeschüttet sind mit Zweifel, die ihnen von den
bestehenden Gesellschaftsordnungen ganz gezielt eingetrichtert werden.

Über Jahrtausende hinweg wird der irdischen Menschheit schon suggeriert,


das Wissen um kosmische Zusammenhänge könne nur eine geschulte
Priesterschaft besitzen und lehren. Der einzelne Mensch sei nicht dazu in
der Lage, Herkunft, Werdegang und Ziel seines Daseins zu begreifen, also
muss man ihm das erst beibringen – und zwar so, dass es in das System der
herrschenden Klassen passt. Doch immer wieder gab es Wissende, die all
das überblickten und ad absurdum führten. Man hat also die Menschen ganz
gezielt aus ihrem Urwissen herausgeholt, um sie einem Machtgefüge
unterzuordnen, das alleine dazu dient, die grundsätzliche Macht und
Energie der Menschen massiv zu beschneiden.

Dazu ein zeitgenössisches Beispiel:

Ein Wissender hielt einen Vortrag vor vielen Menschen, die voller Interesse
seinen Worten lauschten. Als es zum Schluss zu einer Frage- und
Antwortstunde kam, gab es gezielte Angriffe aus kirchlicher Seite zu dem
Vortrag. Der Referent erklärte in kurzen und knappen Worten:

„Das Wissen umfasst alles – auch Interpretationen, Vermutungen,


Ahnungen und Spekulationen. Das Wissen steht über all diesen Konstrukten
– warum sollte ich mich mit Konstrukten befassen, wenn diese unfertigen
Teile des Gesamten sind? Was glauben Sie interpretieren zu müssen? Doch
nur ein kleines Teilwissen! Sie wollen mich und mein Wissen
interpretieren? Sie werden alleine schon daran scheitern, dass Sie dafür erst
gar nicht die Worte finden – es sei denn verletzende und anmaßende Worte.
Also lassen Sie es mich Ihnen so sagen: Solange Sie sich in der
Bequemlichkeit des Interpretierens, Spekulierens und Vermutens wälzen,
gelangen Sie niemals aus dem Schmutz des Zweifelns heraus zum wahren
Wissen. Wenn Sie weiterhin bezweifeln, dass ein einzelner Mensch Zugang
zum kosmischen Wissen hat, werden Sie es auch nicht greifen können –
denn Sie begreifen noch nicht einmal sich selbst. Was Sie tun, ist ein
Versuch, sich für gesellschaftsrelevante Konventionen im Sinne der
eifersüchtigen Überwachung und Einhaltung deren Gesetze einzusetzen. Sie
gehorchen den Gesetzen einer strengen Überwachung, ein echtes Wissen
nicht den Mitmenschen zu öffnen. Um das Wissen zu finden, sollten Sie
zuerst einmal lernen, all ihre Konventionen und Zweifel in den Müll zu
werfen.“

Wir finden hier eine detaillierte Antwort darauf, warum wir heute insgesamt
so wenig wissen und das Schulwissen vorschieben als das richtige.
Natürlich ist Schulwissen wichtig zum Einstieg ins kosmische Wissen, aber
es ist nur ein minimales Teilwissen um gesellschaftliche Zusammenhänge,
das nicht ausreicht, den menschlichen Überblick über alle Zusammenhänge
zu erhalten.

Die Akasha-Sicht bietet ein unerschöpfliches Spektrum an


Wissensvermittlung, unser Leben wieder selbstständiger und
eigenverantwortlicher anzugehen sowie die Erkenntnis, was Menschsein
grundsätzlich bedeutet. Der Mensch ist grundsätzlich friedlicher Natur, ein
Clan- oder Familienwesen schöpferischer Fähigkeiten, mit dem
Lehrauftrag, seinen Nachkommen das Wissen zu übermitteln, um aus der
Sackgasse der Unterdrückung zu gelangen. Während seiner Studien wird
der Suchende immer deutlicher und klarer erfahren, nach welchen Kriterien
die Menschheit seit Jahrtausenden manipuliert wird und wie er sich diesen
wieder entziehen kann, ohne gegen „Irgendetwas“ kämpfen zu müssen. Der
Suchende wird auch feststellen, wie er selbst sich im Laufe der Zeit zu
einem Lehrer entfalten wird, da er von Lehrern geführt und angeleitet wird.
Voraussetzung dafür ist, dass der Suchende aus seinen Interpretationen,
Spekulationen und Vermutungen heraus das echte, wahre Wissen anstreben
möchte, denn erst dann beginnt das unvergessliche Abenteuer namens
Menschenerkenntnis.
Wir wissen, unsere Welt wird nicht von Erdenmenschen alleine regiert, und
dass die Menschheit bewusst im „Grundschul(d)wissen“ festgenagelt wird,
damit sie den Herrschern und Manipulierern dient, ohne jemals wieder in
ihre Urkraft und Uraufgabe zu gelangen.

Wir wissen, dass viele Politiker, Wirtschaftsbosse, Universitäten,


Wissenschaftler, Banker, Medien und Chemiekonzerne sich dafür
verantwortlich zeichnen, die Menschheit nicht in die Selbstverwaltung zu
entlassen.

Wir wissen, dass es immer mehr Menschen werden, die das ahnen und
bereits selber eruiert haben, wie sehr unsere Welt infiltriert ist von Energien,
die nichts anderes kennen, als die Menschheit gänzlich unter eine kollektive
Kontrolle zu bringen.

Wir wissen, wie wir all dem entgehen können und wie wir handeln müssen,
diesen Bann friedlich und erfolgreich zu brechen. Das erfordert Arbeit und
Lernen, aber es ist ein Tun, das fruchtbarer und abenteuerlicher ist als alles
bisher Dagewesene!

Doch der Kreis von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, der Kreis
der Suchenden/Studierenden und bereits schon erwachenden Menschen
wird von Tag zu Tag größer. Je mehr wir insgesamt werden, desto
energetischer und durchdringender wird sich das Wedische (Urchristentum
– Christusgeistigkeit) wieder in die Herzen und das Tun der Menschen
einsenken.

Es gibt viele Menschen, die suchen und diese finden sich in


unterschiedlichen Gemeinschaften zusammen, um gemeinsam etwas
menschlich Positives zu erreichen. Solche Gemeinschaften sind enorm
wichtig, weil wir hier unsere Kräfte bündeln können. Und wenn dann all die
Zusammenhänge, die die künstlich aufgebaute Matrix aufrecht halten,
deutlich und klar entwirrt sind, werden wir Menschen daran gehen können,
das Übel, aber auch die Lösung dessen anzugehen. Es ist sehr wichtig, dass
sich an einer veränderten Welt interessierte Menschen aus allen
Berufssparten und Gesellschaftsschichten entschließen, ihre eigene
Ursprünglichkeit zu suchen und zu finden. Die Achtung vor dem puren
Menschsein und dem Göttlichen in jedem von uns stellt das Geistfeld und
die Atmosphäre der zweiten Erde. Wer also etwas Wesentliches zu einer
heilen Erde hin tun möchte, der sollte nicht mehr lange überlegen und sein
ureigenes Sein in sich selbst finden, um das Wissen darüber zu erlangen.

Wenn wir WISSEN wer wir sind, werden wir SEIN was wir ursprünglich
waren: Weden – Wissende!

Alf und Christa Jasinski


1. Wärme löst Kälte auf
29.11.2007 – Treffen mit Mara

»In der Tat ist es so, dass nur die A- und B-Blutlinier eine Urerinnerung in
die wedische Ära besitzen. Die andere wurde nachwedisch so verändert,
dahin nur ahnen zu können«, erklärte Mara. »Ansatzweise vorhandene
Erinnerungsfetzen aus dem Morphofeld sind noch vorhanden, jedoch
werden diese konstant bezweifelt und als Fantasiegebilde abgetan. So ist ein
wedisches Leben für diese Menschen eine Metapher, ein Märchen über
etwas, das es real nicht gibt und nur Wunschträumen entspringt. Für solche
Menschen ist die Verknüpfung beider Gehirnhälften ebenso ein Märchen
und ein zellulares Wissen erst gar nicht begreifbar. Diese Menschen
befürworten sogar genetische Forschungen, weil sie hoffen, darüber
physisch zu einem Supermenschen zu werden und Krankheiten und Tod
überlisten zu können. Ich sagte dir ja schon, die meisten Menschen nehmen
nur noch einen schmalen Bereich des Lebensspektrums wahr und selbst ihre
5 Sinne sind soweit reduziert, dass sie nur noch Halbwahrheiten erkennen
können. Das erleichtert ihnen scheinbar ein Leben unter dem Einfluss
konstanter Manipulation und sie gehorchen stets jenem, der vermeintlich
eine Hierarchiestufe über ihnen steht. So ist eine angebliche Ordnung
gewährleistet. Wache Blutlinier wirken auf sie eher aufrührerisch und
rebellisch. Sie sind eine Gefahr für ihren Dämmerzustand innerhalb der
künstlichen Matrix.«

»Manchmal denke auch ich, am liebsten möchte ich nur noch schlafen –
besonders dann, wenn man meine Worte, mein Tun verdreht, um daraus
etwas Negatives zu konstruieren«, warf ich ein. »Doch dann rüttelt mich ein
undefinierbarer Impuls durch, diesen Sequenzen nicht zu gehorchen.«

Sie lachte herzhaft. »Da meldet sich dein Gewissen! Das ist dein
Gerechtigkeitssinn, der Sinn der Gerechten«, nickte sie. »Dich und
deinesgleichen würde ein Mittun hierarchischer Einschläferung eher
umbringen. Euer Lebenselixier ist das Erforschen aller latenten und
offensichtlichen Wahrheiten und nicht ein Aufnehmen von Halbwahrheiten.
Alle A- und B-Blutlinier besitzen diese Schwingungen mehr oder weniger.
Darin liegt ja das Geniale der Blutlinien, die vor Jahrtausenden zu diesem
ausgefallenen Überlebenstrick gegriffen haben. Da der Planet grundsätzlich
wedischer Natur ist, sorgt dieses Bewusstsein auch dafür, dass es niemals in
Vergessenheit gerät. Die sogenannte planetare Höherschwingung zeugt
deutlich davon, dass das Wedische wieder am Kommen ist. Die Asuras
mussten deshalb auch weg – darin liegt der wahre Grund ihres Rückzuges.
Nur noch Lichtasurische können sich bedingt hier aufhalten, aber auch
diese werden eines Tages nicht mehr agieren können, ohne von der
wedischen Präsenz entweder neutralisiert oder eingenommen zu werden.
Die Archonten der untersten Materie können nicht in einer wedischen
Materie und Atmosphäre überdauern. Dazu müssten sie ebenfalls
transmutieren, was ihnen jedoch nicht angelegt ist.«

»Diese Energien haben also nur Macht in kollektiven Hierarchien«,


sinnierte ich. »Wie sieht es mit den Archonten in individuellen
Zivilisationen aus?«

»Diese Archontenenergien sind wedischer Natur und ganz anders


aspektiert«, folgerte Mara. »Dort treten sie als fruchtbare Kreationskräfte
auf, die schöpferisch und friedvoll sind. Dennoch besitzen sie Abwehrkräfte
gegen Kollektivismus, wie wir sie eben auch besitzen. Diese zeichnen sich
absolut kompromisslos gegen Kollektivismus aus und wirken auf
kollektivierte Menschen vielfach hart und unnachgiebig. Auch wir können
auf kollektivierte Menschen so wirken. Deshalb halten sie uns für feindliche
Invasoren oder bezeichnen uns gar als wedische Terroristen, wie es
Symander mal so süffisant im amerikanischen Senat andeutete. Und eure
Politiker beten zu ihrem Gott, die wedische Gefahr zu bannen.« Sie lächelte
weich und versonnen, als sie fortfuhr: »Das tangiert Mater jedoch
keineswegs, denn dafür hat sie/er ihre schönsten Schöpfer-Saraphinen, die
das schon richten.«

»Das juckt wohl auch Luzifer nicht«, grinste ich.

»Bestimmt nicht«, nickte sie amüsiert, »wohl aber die Kollektivisten und
deren Fürsten und Anführer. Doch was wollen sie dagegen tun? Nichts! Wer
einatmet, muss auch ausatmen. Verweigert er eins davon, hört er auf
physisch zu existieren – das ist ein Prinzip. Und das wedische Sein ist auch
ein Prinzip, während jedes Kollektiv nur ein Konstrukt ist und mit
kosmischen Prinzipien nichts gemein hat. Man kann einem Prinzip für eine
Weile ein Konstrukt entgegenstellen, aber das Prinzip löst es einfach wieder
auf. Wedisches Leben hat göttliche Wärme, kollektives Leben asurische
Kälte. Noch immer herrscht das Prinzip, dass Wärme Kälte auflöst und
irgendwann der Wärme einverleibt. So werden irgendwann kaltherzige
Menschen warmherzig werden – egal wie viele Inkarnationen im Einzelnen
noch nötig dafür sein werden. Die Gnosis erklärt all das sehr klar, aber für
die meisten Menschen ist sie noch immer eine Irrlehre – eben deshalb, weil
sie für die asurische Präsenz zum Irrewerden gereicht. Wer sich also über
die Gnosis erregt, ist asurisch geprägt – so einfach ist diese Präsenz zu
entlarven.«

Da ich gestern mal wieder in gnostischen Schriften las, begriff ich ihre
Worte sofort.

»Wir können also davon ausgehen, was unserer Religionsbefürworter gegen


die Gnosis vorbringen, ist die wahre Irrlehre«, folgerte ich. »Doch es ist
nicht leicht, eine saubere Abschrift gnostischer Lehren zu finden.«

»Das ist richtig«, nickte sie, »aber ein Gnostiker findet die Reinheit heraus.
So ist ein Gnostiker zugleich ein Katharer-Mensch – ein wahrhaft reiner
Denker und Forscher. Alle A und B haben diesen Aspekt in sich bewahrt.
Deine Art und Weise aufzuklären solltest du dir stets bewahren und dich
nicht durch andere Meinungen davon abbringen lassen. Du besitzt eine
Gabe, wahrhaftig und humorvoll, einprägsam und treffend zu schreiben.«

»Und trotzdem werde ich oft kritisiert.«

»Eure Kritiksucht an allem und jedem macht mehr kaputt, als dass sie
hilft«, sagte Mara. »Und meist geht sie von Menschen aus, die selber nicht
viel zu sagen haben. Ein Mensch, der deinen Erkenntnissen nahekommt
oder sie übertrifft, wird nicht kritisieren, sondern seine Sicht hinzufügen
oder dort hinterfragen, wo deine Aussagen noch Schwäche zeigen. Für dich
und Christa dürfte es eigentlich ein Leichtes sein, sogenannte Kritiker eines
Besseren zu belehren. Ansonsten ignoriert sie einfach.«
»Letzteres tue ich derzeit«, folgerte ich, »und ich merke, wie es mir die Luft
und den Freiraum gibt, mich mehr mit aufbauenden Themen zu befassen,
als mit sinnlosen Kritiken. Je weniger ich damit konfrontiert werde, umso
mehr kann ich mich stärken. So schaffen Christa und ich zu Hause
manchmal sogar eine Atmosphäre, wie ich sie in Innererde vorfinde. Nicht
immer schaffen wir das, aber immer öfter.«

»Man kann sich diese selbst schaffen, ja«, nickte Mara. »Dadurch zieht ihr
euch auch Menschen an, die ähnlich gepolt sind. Wenn nicht mehr der
Sympathikus, sondern die wedische Energie zum Tragen kommt, geht man
mit allen Menschen frei und zutiefst verbunden um. Innerhalb dieser
Energetik stören dann auch andere Charaktere nicht mehr, sondern sie
bereichern die eigene. Über den Sympathikus jedoch wirken diese störend.
Man kann jemanden sympathisch empfinden, aber man muss ihm deshalb
nicht unbedingt sein Innerstes zeigen. In der wedischen Energetik zeigt sich
das Innerste allseits achtungsvoll und wird nicht von Sympathie
überschattet. Jesus war kein Sympathieträger – er warnte sogar davor, denn
der Sympathikus verlangt nicht unbedingt Konsequenz und Ehrlichkeit.
Jesus war ein purer Wede: kompromisslos, konsequent, wahrhaftig und
göttlich durchtränkt. Nur deshalb hat seine Lehre bis heute alles überdauert.
Alles, was er tat und sagte, ist ein Eckpfeiler der wedischen Reformation.
Er urteilte nicht nach Sympathie, sondern liebte alle Charaktere und
Menschen gleichsam, indem er konstant in der wedischen Energetik
verblieb.«

»Er ist nicht zwischenmenschlich, sondern mitmenschlich präsent – und das


heute noch«, nickte ich begreifend, »und mit Maria Magdalena war er erst
der Christus.«

»Ich weiß das«, lachte Mara mich an, »und du weißt auch, dass alle
Menschen im Universum miteinander verbunden sind. Welcher Spezies wir
jemals kürzer oder länger angehört haben, ist dabei sekundär. Die große
Familie namens Menschheit ist mannigfaltig! Darin liegt die Genialität der
individuellen Menschheit.«

Leider musste Mara nun wieder gehen.

*
2. Der Ursprung liegt im Reptoerbe
04.12.2007 – Treffen mit Mara, Ulluer und Eugen

Derzeit spielen viele Energiefaktoren zusammen, wobei der A-Faktor


ziemlich hoch schwingt. Zum einen verwirrt dies viele Menschen, zum
anderen werden immer mehr A und B sich ihrer bewusster.1

»Seit einigen Tagen geschehen auch weltpolitische Veränderungen, deren


Ausmaße sich auf Wirtschaft, Militärs und Gesellschaftsstrukturen
übertragen«, folgerte Ulluer. »Es ist eine alte Macht im Wiederentstehen
begriffen, die sowohl negative als auch positive Aspekte beherbergt. Der
russische Vielvölkergeist versucht erneut, sich von einer globalpolitischen
Meinungsmache zu distanzieren. Zusammenarbeit ja, aber im Sinne
völkerrechtlicher Relevanzen und Ressourcen, ist der Tenor der neu
entstehenden russischen Seelengemeinschaft. So wäre eine globalpolitische
Einmischung in russische Belange glatter Sprengstoff – und das wissen
Putin und seine Regierungseinheit sehr genau. Es hängt also von der
Weltgemeinschaft ab, wie man künftig mit Russland umgehen will und es
ist nicht Sache Russlands sich unterzuordnen. So entsteht neben Amerikas
Hegemonialmacht wieder ein ausgleichender Machtblock, von dem sowohl
Asien als auch Europa profitieren und woraus eine kleine Basis für Land-
und Geldreformen erwachsen könnte. Ihr dürft nicht übersehen, Russland
hat enorme Landflächen und Ressourcen, wodurch es völlig unabhängig
und reich an Pro-Kopf-Möglichkeiten ist. Kein Land der Erde ist so
strukturiert. Warum also sollte Russland nicht in seine Fülle der
Möglichkeiten gehen? Es sind denn auch diese Energiereserven, die in den
Völkern und Mentalitäten schwingen, die derzeit bewusster und
verwurzelter vibrieren.«

»Es wird ersichtlich, dass das Erdbewusstsein damit konformer geht als mit
anderen Strukturen«, fuhr Mara fort. »Mütterchen Russland – von jeher
eine Mutter für die Bevölkerung – ist eine Mentalität, die dem
Vaterlandsgedanken der Globalisten große Sorgen bereitet. Es ist bekannt,
dass eine Mutter für ihre Kinder anders kämpft als ein Vater. In heutigen
Zeiten bestimmen, besonders in russischen Gebieten, auch die Frauen mit.
Speziell in der Landwirtschaft sind russische Frauen die Experten und sie
zeichnen sich dementsprechend schollenfest familienbindend, also
integrierend, aus.«

»Das ist natürlich besorgniserregend für die Globalisten«, nickte Eugen.

»Und das wirkt sich auf die westliche Berichterstattung entsprechend aus«,
folgerte ich.

»So ist es«, nickte Ulluer. »Putin hat zudem Berater von Hilamiri – das
weiß er jedoch nicht. Auf Hilamiri begann der Umbruch ähnlich, wie es
sich jetzt in Russland ablesen lässt. Wenn die Anliegerstaaten auf ihrem
Globalisierungsansinnen beharren, werden sie im Laufe der Jahre immer
mehr verlieren. Und wenn sie Russland auch noch weiterhin provozieren
sowie bewusst falsch interpretieren, werden sie von ihm eines Besseren
belehrt. Putin geht stets offen auf Deutschland zu, weil er hofft, ihr
Deutschen werdet euch endlich wieder eurer Fähigkeiten bewusst. Er und
seine engsten Vertrauten wissen um die Kraft und die Macht des deutschen
Wesens. Gemeinsam könntet ihr den Kollektivisten trotzen und langsam das
Wedische ansteuern. Putin weiß viel mehr und wagt es auch, das im Tun zu
zeigen.«

»Bei uns muss wieder ein pro-europäischer Journalismus her, der völlig
natürlich Russland mit einbezieht«, sinnierte ich. »Unser Journalismus ist
fast vollständig in Händen von Amerika und proisraelischer Propaganda.
Diese Propaganda ist nicht einmal jüdischer Natur, sondern levitisch-
kapitalistischer.«

»Dabei wird gänzlich die Tatsache geleugnet, dass die anderen elf Stämme
die Weltbevölkerung darstellen – mal abgesehen von jenen, die nicht
irdischer Herkunft sind«, warf Eugen ein. »Alleine dem Stamme Juda
spricht man eine Auserwähltheit zu – das ist gegen Gottes Schöpfung.«

»Das nun der Öffentlichkeit zu vermitteln, ist eine wahre Heiden-Arbeit«,


grinste Ulluer. »Es müssen die Heiden sein, die sich wieder auf ihre
natürliche Gotteskindschaft berufen.«
»Das lässt das Konstrukt Antisemitismus nicht zu«, konterte Eugen. »Man
stelle sich nur mal vor, 700.000 Sepharden bestimmen die Welt und die
ganze Welt fürchtete sich davor.«

»Diese Furcht ist ebenfalls im Niedergang«, folgerte Mara. »Der Staat


Israel kann sich nicht mehr lange leisten, einen weltpolitischen Seiltanz
aufgrund seiner Auserwähltheit zu machen. Schon zu viele frühere
Geldgeber jüdischer und nichtjüdischer Hintergründe sind abgesprungen.
Sie wollen diese menschenverachtende Religionspolitik nicht mehr. Man
sieht es an der sogenannten neuen Armut der israelischen Bevölkerung und
am Sinnen des bürgerlichen Wohlstands. Die Bevölkerung macht ihre
Regierung dafür verantwortlich, so dass Gesamtisrael zu einem Pulverfass
wird, wenn das so weitergeht.«

Ulluer zeigte uns den Bericht einer Zeitung aus Tel Aviv und übersetzte ihn
uns. Da stand: ‚Israel wird seine Souveränität verlieren und untergehen,
wenn es seine Abschottungs- und Auserwähltheitspolitik nicht alsbald
aufgibt.‘ Auch könnte es nicht mehr gutgeheißen werden, das deutsche
Brudervolk finanziell und seelisch zu schwächen, denn man brauche es
noch dringend zum Überleben. Ein schwaches Deutschland bedeute ein
schwaches Israel.

»So etwas erfahren wir hier nicht«, folgerte ich.

»So etwas wird auch in Israel sehr schnell wieder eingestampft«, lächelte
Ulluer, »aber ein paar hundert Exemplare und Downloads werden eben
doch archiviert von Beobachtern. Natürlich werden es Amerika und
Westeuropa nicht zulassen, solche Berichte zu verbreiten. Aber andere
Staaten, wie der Iran, Pakistan, Russland und Indien bringen das
unbehindert. Dahin reicht der Zensus nicht.«

»Unsere westlichen Demokratien sind Zensorkratien«, brummte ich.

»Wer darin lebt und eingebunden ist, erfährt weltpolitisches Geschehen nur
unter diesen Gesichtspunkten«, nickte Ulluer. »Dass es im Iran größeren
Wohlstand als in Mitteleuropa gibt, ist für die meisten Menschen in Europa
ein Märchen. Und doch ist es so. Es gibt keine Slums, keine große Armut
und jeder kann sein Leben gestalten wie er will – sein Gestaltungswille
wird gefördert. Dafür kennzeichnen sich unterschiedliche Lehrsysteme, die
alle im Sinne des freiheitlichen Schöpferwillens liegen. Sie sind nicht wie
in Innererde, doch auf einem guten Weg. Allah ist groß und alle Menschen
sind seine Kinder – also erhält jedes Kind auch das, was es lernen will. Es
gibt stark unterschiedliche Darstellungen des Islam und im Iran ist er recht
freiheitlich und nicht so, wie er euch dargestellt wird.«

»Fehler inbegriffen«, brummte Eugen.

»So ist es«, sagte Mara, »und damit auch die Möglichkeit sich revidieren zu
dürfen. Selbst in den unterschiedlichen Koranschulen gibt es
Revisionsunterricht, sich anderer Unterrichtsmethoden anzunähern. Im Iran
herrscht eine Revisionsregierung, die es jedem Bürger erlaubt, sich frei für
seinen persönlichen Weg vorzubereiten. Die Mär von Killerkommandos à la
Salman Rushdies Todessünde dürfte eigentlich seit 10 Jahren als westliche
Propaganda entlarvt sein. Die sogenannte demokratische Freiheit des
Westens ist eine Resignation vor der dunklen Macht. Es ist der Weg eines
eingeschränkten Weges, den Jahwe vorschreibt. Menschen, die zu diesem
Herrn beten, haben kaum eine Möglichkeit dessen primitive Herrschaft zu
durchdringen. Euer westliches Gottvertrauen ist fatal – ihr gebt euch selbst
dadurch auf. Wer nicht zuerst sich selbst vertraut, wird auch nicht das wahre
Gottvertrauen finden. Nur über das Selbstvertrauen als göttliches Geschöpf
findet ihr auch Vertrautheit mit Mater. Mater tut nichts zum
Selbstverständnis, denn Mater ist! Und diesen Ist-Zustand kann der Mensch
lediglich über sein Selbstverständnis erreichen. Nur wer sich selbst
reflektiert, wird das Sein erleben, es achten und lieben. Wir sagen, wir sind
in Mater.«

»Dieses Denken, Fühlen und Handeln legt man uns als anmaßendes
Allwissen aus«, konterte ich. »Das ruft Widerstand und Hass hervor.«

»Nur deshalb, weil es stimmt«, nickte Ulluer. »Ihr wisst allumfassend und
das ruft die Widersacher auf, die es vermeiden, dieses Allwissen allen
Menschen zugänglich zu machen. Das sind Menschen, die gar nicht wollen,
dass sich auf der Erde tatsächlich das Wedische wieder ausbreitet. Solche
Menschen wollen ganz bewusst ihr asurisch-kollektives Dasein beibehalten,
um gewissen Folgeinkarnationen zur Läuterung zu entgehen. Für uns ist
ersichtlich und völlig klar, dass jene Menschen gegen das Wedische
handeln, die Angst vor dem haben, was bei ihnen alles hochkommen
könnte, wenn sie zum Lichteren streben. Es gibt viele solcher
Kollektivstreiter und -kämpfer, die gerade derzeit in eine massive
Konfrontation zielen. Alleine dem Status quo des Kollektivs gehört ihr
ganzes Trachten. Dabei übersehen sie die ganze Tragweite, die solch ein
Verhalten nach sich zieht, denn letztendlich können sie einer Aufarbeitung
ihrer Inkarnationen nicht auf ewig entgehen. Und sie vergessen die
Tatsache, dass die Erde prinzipiell wedisch ist. Die Zeit der kollektiven
Vergewaltigung der Erde ist vorbei – sie ist nur ein Lidschlag im Alter des
Planeten und dessen Geschöpfen. Was jetzt noch erfolgen kann, ist eine
schnelle und massive Reinigung des Planeten und auch die seiner Wesen.
Dabei bleiben nur noch die wedischen Aspekte und Geschöpfe übrig. Der
Rest verschwindet auf ihnen gemäße Planeten oder in einer kosmischen
Diaspora.«

»Euch kann das nichts anhaben?«, fragte Eugen.

»Nicht uns und nicht den Menschen von Innererde«, nickte Ulluer, »und
auch nicht jenen Menschen, die prinzipiell wedisch gepolt sind. Und dazu
zählen alle Menschen, deren Seelen tatsächlich seit Urbeginn hier auf der
Erde inkarnieren, jene, die aus der Erde einen lebenswerten Planeten
gemacht haben.«

»Die sogenannten 144.000 Gerechten?«, fragte ich nun.

»Richtig – die ursprünglichen zwölf Stämme Israel. Die deutschsprachigen


Völker sind Nachfahren einer dieser Stämme: Nachfahren des Stammes
Benjamin. Und so werden weltweit alle Stämme wiedererstehen im Wissen
um ihre ursprüngliche Stammesherkunft. Gemeinsam entspricht es dem
Adamsgeschlecht, das niemals auszurotten ist.«

»Dann müssen sich die Juden jedoch erst einmal darauf besinnen, dass sie
nur ein Stamm von zwölf sind, die Israel ausmachen«, warf Eugen ein.

»Das werden sie«, lächelte Ulluer. »Es ist nur eine Frage der Zeit, dann
finden sich die ursprünglichen zwölf Stämme der Erde wieder und
erschaffen als dreizehntes das wedische Erdenwesen wieder.«
»Ich glaube, ich vibriere schon darin«, sinnierte Eugen.

»Viele von euch vibrieren schon bewusst darin«, erwiderte Mara. »Und
fangt jetzt nur nicht an zu rechnen, wann die 12.000 Gerechten aus eurem
Stamm erwacht sind, denn Mathematik alleine reicht dazu nicht aus. Es
geht um die Energetik, die diese Menschen aufbauen – die lässt sich nicht
berechnen. Das kann ganze Kettenreaktionen hervorrufen.«

Ich lachte, weil ich tatsächlich dazu neige, ständig solche Dinge zu
berechnen.

Mara lächelte sanft. »Denke bitte nicht mathematisch, denke exponentiell,


wie ihr das im Zins- und Zinses-Denken als Spielfunktion dagegenhalten
könnt. Es ist ein Algorithmus – eine allegorische Intuitionsberechnung, wie
der berühmte Judenpfennig.«

»Was ist denn das?«, fragte ich neugierig.

»Der Judenpfennig ist ein Algorithmus, der sich mit jeder Zahl verdoppelt
und sich irgendwann ins Unermessliche erstreckt«, warf Eugen ein. »Ich
begreife langsam.«

Auch ich begann nun die Tragweite zu begreifen.

»Hochgerechnet auf 144 Archonten-Variablen ergibt das eine unendliche


Anzahl von Lebensformen«, sinnierte ich. »Da macht es ja schon in der
40er-Potenz tilt!«

»Und alles läuft letztendlich unter wedisch«, nickte Mara. »Im Wedischen
gibt es nichts Genormtes – doch unendlich viele Möglichkeiten. Wenn ihr
es schafft, eine 144er oder eine 145er Potenz verständlich darzustellen,
dann seid ihr im zwölften bzw. im dreizehnten Äon des Begreifens und
Erlebens angelangt.«

»Dann wäre ich bei Luzifer und Mater gleichzeitig«, sinnierte ich. »Das ist
mir im Moment nun doch zu abstrakt.«
»Ach ja – nur abstrakt?«, konterte Eugen »Du bist nicht völlig überfordert
damit?«

»Wenn du so meinst«, grinste ich. »Ich will mir ja nicht gänzliches


Allwissen aufladen.«

»Nee – das wollen wir natürlich nicht«, schielte er gespielt. »Wir wollen ja
nur ein bisschen begreifen, hm?«

»Ich denke, Alf begreift in der Tat diese Tragweite, jedoch fehlt ihm
darüber noch das Vokabular«, lächelte Mara, die unsere gespielte
Wortklauberei ernst nahm. »Der rein physische Verstand reicht dazu nicht
aus. Hier beginnt der allumfassende Geist Maters zu greifen. Vertraut darin,
dass es euch offenbar wird, wenn ihr wieder Weden seid.«

»Spüren tue ich es jetzt schon«, lächelte Eugen, »aber wie kann man so ein
Gespür allgemeinverständlich weitergeben?«

»Gar nicht«, konstatierte Mara. »Das lässt sich nur all-wissend ergreifen.
Allgemein darstellen lässt sich das nicht. Hier greift alleine das intuitive
Erkennen aus dem Akashafeld heraus. Wer noch keinen Zugang hat, muss
damit warten, bis er ihn bekommt.«

Und da Eugen immer öfter Zugang findet, nickte er still und blickte Mara
dabei in einem Begreifen an.

»Ich spüre gerade auch, dass ein echter Zugang der Christen zum
Wedischen in der Gnosis liegt«, fügte er hinzu.

»Und diese wird uns vom Vatikan vergällt«, folgerte ich. »Somit sind wir
westliche Christen in der Tat eher blind, denn sehend.«

»Also müssen wir das Urchristentum erneuern und über die Gnosis das
wedische Urwissen in die Wirkung bringen«, folgerte Eugen. »Wir müssen
also über ein Sakrileg in die Wahrheit gelangen.«

»Im Sakrileg liegt die Wahrheit«, folgerte Mara. »In der Sünde liegt die
Unschuld, in der Erbschuld die Befreiung. Auch das Heidnische wurde als
Sakrileg dargestellt. Es gibt viele Wege, das Wedische wieder aufleben zu
lassen.«

»Wenn in der Sünde die Unschuld liegt und in der Erbschuld die Befreiung,
dann müsste ja die Schlange das Symbol für die Befreiung sein«, warf ich
ein.

»Ja!«, sagten Mara und Ulluer gleichsam. »Im Reptoerbe liegt auch eure
Sapienswahrheit. Das ist die kosmische Wahrheit namens Menschheit –
denn wir alle sind grundsätzlich reptiloider Abstammung. Wenn ihr so
wollt, der erste Matergedanke war Reptonatur.«

»Oh je – das wird zu einem Aufschrei ohnegleichen führen«, grinste Eugen.


»Doch wie kommt ihr darauf?«

»Zuerst war das Ei, das Mater in die Materie legte«, erklärte Ulluer. »Ob
das nun reptiloid war oder multidimensional, spielt dabei keine Rolle. Wir
wissen es nicht. Fakt ist, unser aller Stammhirn ist prinzipiell reptiloid,
worauf wir weiterhin aufgebaut haben. Selbst das Insektoid ist eine Abart
von Reptiloid, wie wir genetisch verfolgen können, denn das Gehirn eines
Insekts ist reptiloid angelegt. Wenn schon nach Gottes Angesicht, dann ist
es nach reptiloiden Prinzipien angelegt. Wie weit sich das kosmische
Menschsein noch erweitern mag, können wir nicht ermessen. Was wir
jedoch wissen: Im Kosmos ist die Reptopräsenz in jedem Wesen vorhanden.
Dass unsere Gehirne und Metabolismen grundsätzlich auf Reptobasis
aufgebaut sind, zeigt uns ganz deutlich, dass wir Homo sapiens darauf
basieren. Alle Spezies, mit denen wir zu tun haben, freuen sich über ihr
Reptogehirn – nur ihr habt Probleme damit. Die Harukanier, eine
urwedische Reptospezies mit Sapiensphysiognomie, zeugen von der
Vielfalt und einem derzeitigen Endstadium, wozu wir alle noch werden
können, bevor wir in feinstofflichere Ebenen inkarnieren. Deshalb gibt es
für uns keine Rasse, die wir über eine andere erheben – nur noch
Geschwister.«

»Und die Voltrain?«, fragte Eugen.

»Sie sind für uns alle noch ein Anachronismus innerhalb der
Speziesvielfalt«, lächelte Mara. »Wahrscheinlich sind es von Mater extra
geschaffene Menschenwesen einer ganz spezifischen Atmosphäre und
Mentalität, um zu zeigen, was alles möglich ist. Die Voltrain sind für alle
kosmischen Geschwister ein Anachronismus – und dennoch unabänderlich
wichtig für uns alle.«

»Vielleicht die wahren Engel für uns?«, sinnierte Eugen.

»Zumindest eine Spezies, ohne die wir in unserer gemeinsamen Galaxis


nicht überstehen können«, warf Mara ein. »Mater hat hier eine Spezies
erschaffen, die sich unter keinen Umständen aus der Mitte bringen lässt.«

»Ich glaube, heute bekommt Christa genug Input, um mit ihren Blutlinien-
Studien weiter zu kommen«, verabschiedete ich mich nun von Mara, Ulluer
und Eugen – mein Zeitfenster verlangte es mal wieder.

»Dann trägt das Treffen ja die richtigen Früchte«, grinste Ulluer.

1 Siehe Buch 5 Befreiung


3. Geschwächtes Herzchakra
06.12.2007 – Einfahrt – Treffen mit Mara und Aristide

Von Natur aus war Alf eigentlich ein Mensch, der kaum Ängste hatte. Ich
fand ihn in vieler Hinsicht enorm mutig. Umso erstaunlicher war es, dass er,
wenn es um persönliche Beziehungen ging, doch noch eine Menge Ängste
hatte. Wir waren 24 Jahre ein Paar und ich hatte niemals auch nur den
geringsten Gedanken daran, mich von ihm zu trennen. Und doch hatte er
eine große Unsicherheit bezüglich eines Verlassen-Werdens von Menschen,
an denen ihm etwas lag. Er hatte zum Beispiel Angst, mit anderen Männern
freundschaftliche Bindungen einzugehen, weil in seiner Jugend ein enger
Freund von ihm starb und später passierte sowas noch zweimal im
Erwachsenenalter. Ein Ausspruch von ihm lautete: „Wenn ich eine
Freundschaft eingehe, dann ist das für den Freund schlecht - er stirbt
voraussichtlich weit vor seiner Zeit.“ Dieser Glaubenssatz saß bei ihm sehr
fest. Ein zweiter Angstfaktor lag darin, wieder alles zu verlieren, weil das
zweimal in seinem Leben vorgekommen ist. Beim zweiten Mal war ich
mitbetroffen und meine heutige Analyse dazu sagt ganz klar, dass wir es
selber verursacht haben. Zum einen, weil wir beide, entgegen unserem
Bauchgefühl einem Menschen vertrauten, dem wir niemals hätten vertrauen
dürfen und zum zweiten, weil Alf mit dem Geldausgeben recht locker
umging – oft über seine Verhältnisse hinaus und selbst, wenn meiner
Auffassung nach ausreichend Geld hereinkam, hatte er das Gefühl es sei zu
wenig. Er sprach dieses Thema bei Mara an und sie arbeitete einmal wieder
mit ihm kinesiologisch.

»Bei mir arbeiten keine natürlichen Vorsichtsängste im Herzwesen, sondern


künstlich gesetzte – von Mitmenschen gesetzt, um diese Kraftebene zu
stören. Von Kindheit an – wie sich heute aufzeigte – wurden mir solche
Störmechanismen gesetzt, um mich zu erziehen.«

»In deinem Umfeld werden von Kindheit an starke Persönlichkeiten über


das Herzchakra zu unsicheren Menschen erzogen«, konstatierte Mara. »Ein
starkes Herzchakra wird als ungehörig und unfolgsam betrachtet und man
setzt alles daran, es so weit zu schwächen, dass es kollektiv konform
funktioniert. Ist so ein Chakra erst einmal grundsätzlich gestört, wird der
Mensch in Folge daran erkranken. Auch strahlt er genau da unbewusst
Schwäche ab, wo andere Menschen, die zum Beispiel ein schwaches
Scheitelchakra haben, sich veranlasst sehen, dort reinzuschlagen. Beim
Mann passieren dann gewisse Einschläge, Programme, die für Unwohlsein
und Herzschmerz sorgen. Bei der Frau entsteht dadurch der ausgeprägte
Führungswille. Sie reagiert oftmals scheinbar herzlos kritisierend und nicht
selten argumentativ streng in ihren Erziehungsmethoden. Der Mann wird in
Betroffenheit, die Frau in einer Ungerührtheit krank. Das Zusammenspiel
zwischen deiner Mutter und dir liegt genau darin. Und so zieht sich ein
roter Faden durch dein Leben, wodurch du unbewusst solche Menschen
angezogen hast. Doch wie wir feststellen konnten, hat sich dieser Zustand
bei dir schon gebessert, weil du daran arbeitest. Wichtig für dich ist, dich so
weit wie möglich von solchen Herzensbrechern zu distanzieren. Es war
damals nach deinem Herzinfarkt völlig richtig, dich nicht einer
Koronargruppentherapie zu unterziehen, denn diese hätte nur dafür gesorgt,
dass du noch kranker zu wirst. Das, was dich über die Jahrzehnte am
Herzchakra erkranken ließ, benötigt etwa ein Zehntel an Jahren, wieder zu
gesunden. 52 Jahre Erkrankung bedeutet also 5 bis 6 Jahre Ausheilung –
jedoch unter keinen Umständen in einem Umfeld, wo andere Herzerkrankte
Eingriffsmöglichkeiten finden.«

»Dir fehlt es bestimmt nicht am Löwenmut deines Herzens«, fuhr Aristide


fort, »jedoch hindert dich dein mangelndes Vertrauen zur Richtigkeit deines
Mutes, denn auch dein Autoritätsbewusstsein ist angeknackst. Doch das
kannst du mit deiner enorm starken Ich-Bin-Kraft gleichrichten. Jemand,
der seine Ich-Bin-Kraft gestört hat, ist wirklich schlimm krank. Doch da
bist du mehr als gesund.«

»Meine lebenslange Frage, warum ich ich bin und kein anderer, hat mir
immer auch gesagt, weil es eben so ist«, warf ich ein. »Dieses Ich bin Ich,
weil ich so bin, wie ich bin, zeigte mir stets das Vorhandensein einer
göttlichen Grundsätzlichkeit darüber.«

»Und schon bist du in der Kraft des Vertrauens«, lächelte Aristide. »Sie ist
jetzt stark zu spüren. Also füttere deine Vertrauensebene mit dem Ich-Bin,
wenn du mal wieder in deinem Vertrauen schwankst.«

»Wer das Ich-Bin mit dem Ich-vertraue verbindet, schließt den Kreis der 12
Charaktere mit ein und kann die darin befindlichen Minusebenen
bearbeiten2«, folgerte Mara. »Man muss sich selbst einkreisen, um von
außen geschützt seine Arbeit tun zu können. Das wirkt nach außen zwar
ziemlich unnahbar bis abweisend, ist jedoch die einzige Möglichkeit einer
stimmigen Klausur in eurer Welt. Und natürlich werden bestimmte
Charaktere in einem Jeden von euch überwiegen, weil das das wedische
Prinzip der Individualität ist.«

»Das heißt, wenn alle Aspekte im Plus sind und sich dabei einige mehr ins
Plus ergießen, charakterisiert das einen gesunden Menschen«, folgerte ich.

»Genau«, nickte Aristide, »Mara ist mehr der aktiv-wollende Androgyns,


ich der mehr geistseelisch-vertrauende. Und so gibt es sehr viele
unterschiedliche Möglichkeiten. Jeder Mensch ist anders – auch wenn es
Überlappungen gibt.«

Er blickte mich offen an und fuhr fort: »Ich spüre bei dir und Christa eine
ähnliche Konstellation. Du hast eine sehr starke geistseelische Komponente,
wobei dir noch die vertrauende Komponente fehlt. Und bei Christa nehme
ich einen ausgeprägten wollenden Aspekt wahr. Das ist eine gute
Ergänzung, jedoch mit steter Arbeit verknüpft und ein lebendiges
Abenteuer.«

»Feuer und Wasser«, lächelte Mara. »Ich erfasse euch beide so. Natürlich
müsst ihr noch daran arbeiten, aber dabei seid ihr beide ja intensiv-
individuell. Was mir an dir derzeit gut gefällt, ist deine auffällige
Gelassenheit in deinem Ich-Bin. Es tut dir sehr gut, dich in Ruhe und
Gelassenheit zu üben – das hilft deinem Herzen am besten.«

»Walter meinte letztens am Telefon, ich hätte meinen Biss verloren«, warf
ich ein.

»Da irrt er«, lachte Mara auf. »Du hast deine Wut gegenüber
Ungerechtigkeiten gezähmt und bekommst dadurch einen völlig anderen
Biss – und zwar einen argumentativen. Und das stärkt wiederum den König
in dir, den Löwen, dein Herz. Klar ist dein organisches Herz geschädigt,
aber es regeneriert sich wieder über deine Energie von Ruhe und
Gelassenheit. Wer das nun kritisiert, begreift noch nicht, was rechte Heilung
heißt. Lasse dich von solchen Kritiken und Aussagen nicht mehr beirren
und tue nur noch das, was du für dich als heilsam empfindest.«

Ich erzählte ihr, dass uns aufgefallen ist, dass Christa und ich völlig
unterschiedlich mit dem Internet umgehen. Während ich es ausschließlich
für Recherchen nutze, benutzt Christa es in erste Linie für
Kommunikationen mit Menschen, die fern von uns leben.

»Für dich ist Internet eine einzige große Informationsbühne – für Christa
eine Kommunikationsbasis«, lächelte Mara. »Ein derartiger Umgang mit
dem Internet ist völlig in Ordnung. Du bist der Informatiker und Christa der
Kommunikator. Zusammen ist das wiederum eine gute Konstellation eurer
Anlagenauslebung.«

»Ja«, sinnierte ich nachdenklich, »das Internet ist für mich wahrlich eine
Bühne mannigfaltiger Informationen; ein Schauspielhaus, worin
Theaterstücke aufgeführt werden, die ich mir gerne ansehe. und ein Spiegel
unserer Gesellschaft, in den ich mal schaue oder auch nicht.«

»Und für Christa ist es eine großartige Kontakt- und Kommunikationsbasis


außerhalb eures Freundeskreises«, lächelte Aristide. »Darin sieht man auch
eure unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten. Christa benötigt es nicht
als Informationsbasis – sie vertraut ihrer Anbindung an uns und ans
Akashafeld, während du dieses noch nicht hast. Du benötigst diese
Kommunikationsbasis nicht, weil du eine wesentlich größere außerhalb
eures Freundeskreises hast als Christa – nämlich deine ehemaligen
MOHLA-Freunde und uns im Direktkontakt. Und so kann Christa übers
Internet kommunikativ tanzen und ihr schönes Ich einbringen. Das begreifst
du natürlich nicht so ausgeprägt. Kein Wunder – sie ist ein Paradiesvogel,
während du da viel trockener bist und eher aus sicherer Entfernung alles
erst mal abcheckst – eben ein Willi.«

»Was ich nicht abwertend meine«, fügte er schnell hinzu, als er meine
innere Reaktion spürte. »Du bist ein Beobachter, Forscher und Denker.
Solche Menschen sind generell im weltlichen Enthusiasmus weniger
ausgeprägt. Dich fasziniert anderes. Für dich ist Strategie, Überblick und
Wachsamkeit eine Faszination und du recherchierst mit Wonne, während
Christa sich lieber austauscht. So gesehen, bist du der Input und Christa der
Output.«

»Und beide sind wir Puter«, lachte ich mich nun scheckig.

»Putten«, grinste er jetzt (er hat tatsächlich Humor), »kleine und


liebenswürdige Engel.«

Nachdem ich nun in der Röhre war und sich Starsa über meinen Schnupfen
verlustiert hat, ging ich mit ihm auf seinen Landsitz. Immer wieder
bewundere ich die Idylle und die angenehme Atmosphäre in Innererde. Ich
spielte eine Weile mit Otter, der sofort angewatschelt kam. Anschließend
führte mich Starsa in seine bevorzugte Sitznische im großen Garten.

»Ich sehe deine Anziehung zu Natürlichkeiten«, folgerte Starsa, »und auch,


wie Tiere auf dich zugehen. Ragnar und Otter, aber auch andere Wildtiere
weichen dir nicht mehr aus. Sie suchen vielmehr deine Nähe, um dir ihre
Kräfte zu geben. Einen Moment hatte ich Bedenken, dass dich Otter
schlimm beißt, als du ihm eben frech ins Maul gefasst hast. Doch er hat die
Hand nur abgeleckt und dir dann seinen Bauch zum Kraulen dargeboten.
Diese Geste ist ein enormer Vertrauensbeweis in dich, den ich noch nie bei
einem anderen Obererde-Menschen wahrnehmen konnte – außer bei
Anastasia. Wir wissen, wenn zwischen Menschen und Raubtier so ein
Vertrauen ist, dass sich darüber das wedische Energiefeld bewegt.«

Otter kauerte sich zu unseren Füßen und fiepte leise. Erst jetzt nahm ich
seine Ausmaße wahr. Ein Riesentier von fast 2,50 m inklusive Schwanz
natürlich.

»In deiner Seele bist du wedisch, weil dich Tiere angehen. Wir erkennen im
Bedürfnis eines Tieres, einen Menschen anzunehmen, seine wedische
Grundlage, selbst wenn dieser, wie Eugen, wenig damit anfangen kann. Für
Eugen sind solche kontaktsuchende Tiere eher aufdringlich. Für die Tiere
ist er jedoch ein potenzieller Kandidat zur Kommunikation – wohlbemerkt,
bei noch natürlich lebenden Tieren«, konstatierte er. »Wir erkennen an
jedem Landsitz die Tier- und Pflanzenpopulation und können so ablesen,
wie der jeweilige Menschenaspekt dahinter wirkt. So finden wir aus
enormer Frucht- und Artenfülle bis hin zu weniger Erträgen und
monotonerer Pflanzung die innere Einstellung der Landsitzbewohner. Daran
können wir sowohl naturwissenschaftlich als auch psychologisch unsere
eigenen Einstellungen ablesen, um darüber unser Umfeld vollkommener zu
machen. Wir ahmen jedoch nicht andere nach, sondern finden unsere eigene
Fülle. Einige Biobauern bei euch haben das ebenfalls begriffen. Doch nicht
nur das – in der Verhaltensforschung betrachtet ihr seit kurzem ebenfalls die
Insekten-, Tier- und Pflanzenzusammenhänge und bezieht die Erkenntnisse
daraus mit ein. Wo immer es euch möglich ist, versuchen immer mehr
Oberflächenmenschen mit Flora und Fauna einen natürlichen Konsens zu
finden. Darin liegt der Weg, die Seelen aller Schöpfungen ins Wedische
hinein zu einen.«

»Das ist mir schon bewusst, Starsa. Aber bei uns ist es noch nicht allen
Menschen möglich, im Kleinen solche Voraussetzungen zu schaffen.
Christa und ich sind zum Beispiel Geld bezahlende Mieter mit Garten,
jedoch ohne Rechte, eine eigene Gestaltung vornehmen zu dürfen«, warf
ich ein, »geschweige denn, auch nur ein Haustier halten zu dürfen.«

»Ich weiß«, nickte er, »und ihr bezahlt viel mehr dafür als Geld. Ihr bezahlt
viel Energie dafür, dass man euch ringsum beschneidet, um den Willen
naturfeindlicher Menschen zu erfüllen. Ich habe vor kurzem eine astrale
Reise zu eurem Heim gemacht und habe es mir intensiv angesehen. Es böte
alle Voraussetzungen fürs Kleine, aber darüber steht der Bann eines
naturfremden Menschen. Diese Frau bestimmt nicht nur euch, sondern auch
ihren Partner und ihr gesamtes familiäres Umfeld. Zum Existieren ist euer
Heim wohl geeignet, jedoch nicht zu einer natürlichen Entfaltung.
Vielleicht redet ihr einmal mit ihr, die euch ein Heim des Bezahlens
gegeben hat, ob es nicht doch möglich ist, euch ein Herzenstier und ein
bisschen Naturgestaltung zuzugestehen. Dir würde ein Haustier guttun und
Christa die naturnahe Gestaltung eures Umfeldes.«

»Das wird sie nicht zulassen«, warf ich ein. »Dazu ist sie einfach zu
verhärtet.«
»Fragen kostet nichts«, lächelte Starsa. »Und wenn sie tatsächlich nein sagt,
findet ihr sicherlich etwas Vergleichbares, denn ich weiß, zumindest du
brauchst ein Herzenstier um dich herum und Christa benötigt
Herzenspflanzen.«

»Da triffst du jetzt einen Nerv«, warf ich ein. und mir kamen die Tränen.
»Ich würde auf allen Komfort verzichten, die diese Wohnung bietet und in
einer Wohnung leben, in der wir ein Tier halten dürfen und wo ein Garten
existiert, den wir nach unseren Vorstellungen gestalten dürfen. Mir würde
sogar dafür ein Schrebergarten reichen. Ein Garten, wo es weniger
englischen Rasen gibt und ich mal wieder Lust empfinde, im Garten etwas
zu tun oder einfach nur dort zu sitzen. Ich war in diesem Jahr noch kaum im
Garten, weil ich ihn mehr leblos und steril empfinde, denn anmutig. Immer
nur so eine Sterilität ansehen zu müssen, ist für mich mittlerweile eine pure
Verschwendung von Raum und Natur.«

»Du bist unglücklich, mein Bruder«, nahm er meine Hand in die Seine.
»Kein Wunder, dass dein Herz leidet. Zum Preis eines vermeintlichen
Luxus die Natürlichkeit verleugnen zu müssen, stört deine Herzenskraft.
Sucht euch ein neues Heim, wo alle diese Begrenzungen abfallen. Ich bin
soweit informiert, dass ihr für das gleiche Geld in einem kleineren Ort der
Umgebung viel mehr Freiheit finden werdet. Und ich weiß auch, ihr werdet
euren Landsitz erst dann finden, wenn ihr aus einer kleinen Basis heraus
dafür frei werdet. Und dieses Freiwerden findet ihr in eurer derzeitigen
Gegebenheit nicht.«

»Zwischenstation?«

»Ja«, nickte Starsa, »erlaubt euch diese bitte noch, um für einen späteren
Landsitz reif zu werden. Mit Reifwerden meine ich auch, aus dieser Basis
heraus in die Finanzen dafür zu gelangen. Das schafft ihr nicht aus eurer
derzeitigen Existenz heraus – es sei denn, eure Vermieterin lenkt ein. Ich
spreche als dein Freund und euer Bruder – sucht euch eine kleine
Übergangsbasis natürlicher Bedürfnisse, woraus ihr sowohl charakterlich
als auch finanziell erstarken werdet für einen, euch adäquaten Landsitz.«

Aristide kam hinzu und blickte mich herzlich an.


»Christa und du seid derart naturverbundene Menschen, dass ein Leben in
einem künstlichen Umfeld langfristig eure 12 Grundenergien in Richtung
Minus drängen würde«, folgerte er.

»Im Grunde wissen wir das ja auch, reden aber eigentlich nicht mehr
darüber.«

»Weil bei euch Resignation eingekehrt ist?«, setzte Starsa nach. »Diese
solltet ihr überwinden. Bei dir liegt immer noch Otter und Ragnar schnurrt
dich aus dem Gebüsch an. Er hält halt Abstand zu Otter. Wäre Christa hier,
würde sie die Fülle der Flora bewundern und ihr beide wäret eins in euren
Gefühlen. So etwas passt exakt zusammen.«

»So wie sich unser derzeitiges Umfeld heute für mich zeigt, ist zumindest
für mich persönlich nichts mehr dynamisch oder fruchtbar. Als wir uns
damals die Wohnung anschauten, gefiel sie uns und auch der Garten.
Allerdings gingen wir auch davon aus, dass wir zumindest das eine oder
andere ändern und auch Gemüsebeete anlegen dürfen. Unser Fehler war,
dies nicht von vornherein geklärt zu haben. Uns gefiel vor allem die Ruhe,
die wir dort haben. Heute weiß ich, dass mich dieses Umfeld eher
behindert. Ich habe keinen natürlichen Antrieb mehr.«

»Vielleicht war ja euer jetziges Refugium für eine Zeit lang folgerichtig,
doch jetzt scheint eine andere Folgerichtigkeit angesagt. Jetzt werden die
Herzensdinge in Forderung gehen – die Ästhetik eurer persönlichen
Anliegen«, konterte Starsa.

Ich bin gerade etwas durch den Wind, aber ich sehe darin auch ein Licht am
Ende des Tunnels. Worauf Aristide meinte: »Den Tunnel verkürzen ist die
Devise.«

Wie auf Kommando machte sich jetzt Otter davon und Ragnar sprang auf
meinen Schoß. Er forderte Rechenschaft von mir in Form von Kraulen und
Ohrenzupfen – das er zwar nicht mag, aber stoisch von mir zulässt.

»Du bist ein Raubtiercharakter«, lachte Starsa. »Das kannst du nicht mehr
verleugnen.«
Als wollte er zeigen, dass ich hier nicht der einzige Mensch mit
Raubtiercharakter bin, sprang Ragnar jetzt zu Aristide, als dieser sagte:
»Dann bin halt ich jetzt der geistseelische Vertrauenscharakter dieses
Raubtieres, das sich nun völlig zahm zeigt.«

»Hast du auch Voltraingenetik?«, fragte ich ihn spontan.

»Die am Ausschwingen ist«, lächelte Aristide. »Aber du hast recht – ein


Rest Voltrain ist noch in mir.«

Ragnar trottete hinter Aristide her, als dieser sich wieder verabschiedete. Er
hatte mich nur begrüßen wollen. Ich ging nun auch in Richtung
Ausfahrtkammer, wo ich auf Mara traf, die hier auf mich gewartet hatte.

Sie verabschiedete mich mit den Worten:

»Wenn du heute heimkehrst, wird sich euer Leben ändern. Ihr werdet klarer
erfassen, wonach euch zumute ist und gemeinsam eine Lösung finden.
Christa und ich hatten dazu einen telepathischen Austausch. Sprecht
miteinander und tut es euch nicht weiterhin an, auf all eure Kraftfaktoren zu
verzichten. Christa braucht Pflanzen und deren Weisheit und du brauchst
Tiere und deren Energien. Wenn ihr euch tatsächlich einig seid, diesen Weg
zu gehen, spielt es doch keine Rolle, dass ihr noch nicht allzu lange in
eurem jetzigen Heim lebt. Es ist eure Liebe zueinander und zur wedischen
Weisheit, die euch auszeichnet. Warum wollt ihr auf eine einigermaßen
stimmige Flora verzichten und auf das Zusammensein mit einem Tier?«

»Das werden wir nicht mehr«, sagte ich. »Da du schon mit Christa
gesprochen hast, brauche ich ja nicht mehr viel zu erklären und wir werden
relativ schnell in die Tat schreiten.«

»Ich habe heute erlebt, dass ein Otter – ein Riesenotter, der Lachse mit
einem Biss töten kann – nicht meine Hand abgetrennt hat. Im Gegenteil, er
hat sie liebkost, eben weil ich ihn liebe und respektiere. Genau so erlebte
ich vor 30 Jahren die Wölfe in Kanada, als ich im Yukon-Territorium
unterwegs war. Ich war fasziniert von ihrer Kraft und Ästhetik. Ich glaube,
Christa sieht ähnliches in einer Tollkirsche oder einer anderen Giftpflanze,
was ich in Tieren erachte. Von jeher habe ich Menschen in Tiercharaktere
gezeichnet.«

»Du bist viel mehr Schamane, als es die selbsternannten Schamanen sind«,
lachte Mara. »Du bist dadurch den Reptos auch sehr nahe, die zum Großteil
natürliche Schamanen sind, viel mehr als wir. Du hast keine
Berührungsängste mit natürlichen Gefahren, so dass diese für dich
tatsächlich keine Gefahr bilden. Die einzige wirkliche Gefahr, die dich
behindern kann, liegt in einem unnatürlichen Umfeld. Es liegt in deiner
Natur, jegliches Leben als gottgerecht gelten zu lassen und alleine das
macht dich schon ziemlich anders, als die meisten deiner Artgenossen auf
Obererde.«

Im Moment bin ich sehr gesättigt und freue mich, mit Christa gleich über
alles sprechen zu können.

2 Siehe Buch 6 „Thalus von Athos - Entfaltung“ und GartenWEden


Ausgaben August und September 2010
http://gartenweden.de/archiv/archiv2010.html
4. Prinzipien und Ideone
10.12.2007 Einfahrt – Gespräch mit Mara

»Wenn wir von Prinzipien reden, dann meinen wir weitläufig fundamentale
Festsetzungen, worauf alles basiert. Allerdings ist das die halbe Wahrheit«,
erklärte Mara. »Ein determiniertes Fundament gibt es im Kosmischen nicht
– nur im Fixpunktdenken von uns physischen Menschen. Selbst das Prinzip
Materie ist nur eine physikalische Fixierung auf Feststofflichkeit. Da auch
Materie aus Atomen, diese wiederum aus kleineren Bestandteilen bestehen,
nähern wir uns letztendlich dem Welle-Teilchen-Phänomen. Je nach
Beobachtung erscheint hier etwas als Welle oder als Teilchen. Je nach
Betrachter wird wieder fixiert, was man beobachten will. Schaut man
weiter, dann entdeckt man, dass alles Schwingung ist, woraus sich erst die
Teilchenfestlegung ergibt, wenn wir sie denn so erforschen wollen. Was wir
also beobachten und erforschen ist demnach das Ergebnis von
Schwingungsgeschehen, oder besser ausgedrückt, Wirbeln die wir geistig in
die Materie verknüpfen. Es sind also rein geistige Geschehnisse, die alle
Wissenschaften bestimmen und woraus wir unsere physikalischen
Forschungen zur Manifestation führen. Wenn man in der Lage ist, diese
Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden, kann man sein Gegenüber in seiner
Frequenz erspüren. Wir sagen, wir können uns in unser Gegenüber
eindenken. Das ist für uns derzeit die höchste Form der Kinesiologie, die es
uns erlaubt, ohne Muskelreflexe zu arbeiten. Dazu ist es Voraussetzung,
dass der Klient sich bereit erklärt, in seine Ereignis- und Geschehenswelt
Einblick zu gewähren. Er zeigt dann in einem offenen Gespräch, worin er
sich in seinen Prinzipien sieht und wo er festhängt.«

»Das klingt einleuchtend«, erwiderte ich angeregt. »Das erfordert allerdings


eine umfassende Revision des bisherigen Wissens und setzt voraus, auch
die alltäglichen Wahrnehmungen zu überprüfen. Das würde jedoch für die
meisten Menschen bedeuten, zugeben zu müssen, dass sie nicht wirklich
viel über sich selbst wissen, sondern zumeist nur ahnen.«
»Das stimmt«, lächelte Mara, »ginge jeder seinen spezifischen Ahnungen
nach und ließe das Teilwissen weg, könnte er ein weiteres Erkennen
initiieren: Die Intuitionskraft und somit den ersten Schritt in die
Schwingungsebenen. Es gibt bei euch ein paar Wissenschaftler, die fleißig
daran forschen und sagen, in der Verbindung von Naturwissenschaft und
Metaphysik findet sich das Portal zu allen Quantenzusammenhängen. Der
Mystiker und Alchymist weiß das. Die Geisteswissenschaft gibt Aufschluss
darüber. Es muss ein anderes Denkvermögen dafür angesetzt werden, wofür
du dich sehr gut eignest – nicht, weil du Kontakte hast, sondern weil du
diese Erkenntnisse in dir über die Jahrtausende wieder erworben hast.
Christas Akasha-Sicht und deine natur- und geisteswissenschaftlichen
Erkenntnisse ermöglichen es euch, dieses Wissen allgemeinverständlich
darzulegen.«

»Wobei ich immer dachte, Christa ist die Naturwissenschaftlerin von uns
beiden«, sinnierte ich.

»Sicherlich im herkömmlichen Sinne«, nickte sie, »geht es jedoch in die


geisteswissenschaftlichen Ebenen von Paradoxen und Analogien, sind die A
generell darin ausgeprägter. Das ist ein Nebeneffekt eurer aufgepulsten
Voltraingenetik.«

»Bei Paradoxien – Koans – tickt Christa eh‘ aus«, lächelte ich. »Und für
mich sind sie eine wahre Lust zum Freidenken.«

»Die Voltrain sagen von sich, sie sind dem kosmischen Paradox näher, als
der kosmischen Logik«, lächelte sie zurück. »Somit sind sie – auch für uns
– analogisch gepolt und für jedes Kollektiv untragbar.«

»Da fällt mir ein, N. schrieb mir mal, man muss für die anderen Menschen
verrückt sein«, folgerte ich, »was bedeutet, von der Normalität
differenziert.«

»Nicht differenziert. Seht die Normalität als ein gesellschaftliches


Konstrukt und transzendiert sie«, folgerte sie. »In der Normalität ist alles
reduziert und das Denken zu einem biologischen Prozess degradiert
worden. Im Kollektiv wird das Denken als Verstandesleistung gesehen.
Doch das Denken ist ein geistseelisches Geschehen, das die Materie, das
Astrale und das pur Geistige integriert. Über die Schwingung denken wir,
über die Partikelchen werden wir zu feinstofflichen und über die Atome zu
physisch denkenden Reflexionswesen. Können wir diese drei Ebenen
miteinander verknüpfen – eine Trinitätssituation – können wir alle
Geschehnisse innerhalb persönlicher Abläufe handhaben lernen. Das heißt,
wir können situationsbedingt das Geschehen um uns herum so beeinflussen,
dass es uns zum Vorteil gereicht, anstatt vom Geschehen überrollt zu
werden.«

»Was ist, wenn ich eine Situation oder ein Geschehen zwar überblicke, aber
meine darin involvierten Mitmenschen das nicht können?«, fragte ich, »was
ja scheinbar die Regel ist.«

»Das ist keine Regel, sondern ein Paradoxon, das du eigent-lich (!) auflösen
könntest«, lächelte sie. »Du weißt doch sehr oft, wie Menschen reagieren.
In diesem Vorwissen einer nachfolgenden Reaktion findest du die Antwort
darauf, künftig nichts mehr zu tun, was solche Reaktionen hervorruft. Du
kannst also leicht nur so viel sagen, schreiben, mitteilen und tun, was sie
nicht überfordert. Obwohl viele Menschen schon relativ wach sind, haben
die wenigsten heute diese Klarheit wie du und Christa. Ihre Klarheit ist
noch sehr mit Kompromissen behaftet, die sie jedoch vehement abstreiten.
Begegnet solchen Menschen eine wahre Konsequenz durch
Kompromisslosigkeit, fürchten sie sich davor und sie fürchten sich vor den
Menschen, die ihnen das aufzeigen.«

»Bei T. erkenne ich manchmal so ein Paradoxon: Er ist dann


kompromisslos kompromissbereit«, lachte ich.

»Gut beobachtet!«, lächelte Mara. »Viele Menschen, die Kompromisse


ablehnen und sich für konsequent erachten, sind noch sehr im
Kompromisswesen gefangen. Für sie zählt alleine das, was ihnen jeweils
dient. Wem sie jedoch dienen könnten, ist ihnen dabei oft nicht klar. Da
fehlt ein echtes Ideal, weil Ideale für sie nur unausgereifte Ideen sind und
keine Ideone, wie ihr sie begreift. Ein Ideon ist zum Beispiel das Wedische,
das nur ideal angegangen werden kann. Das schließt eine tatsächliche
Kompromisslosigkeit ein. Die Konsequenz eines Ideons ist eine klare Sache
der Verwirklichung.«
»Das ist mir gerade etwas hoch. Wie lässt sich das Ideon einfacher
definieren?«, fragte ich.

»Ein Ideon ist ein Geschehnis aus dem Quanten- und Akashafeld, das
strukturiert in Manifestation verknüpft werden kann, wenn man dafür
geistseelisch die Signatur besitzt – also autorisiert dafür ist«, folgerte Mara.
»Dazu reicht es schon aus, wenn man intuitiv die 12 Äonencharaktere
erfasst und ins 13. Äon einschwingt. Alleine die Wechselwirkungen daraus
bieten eine wesentliche Erklärungsbasis, die man über Metaphern und
Gleichnisse darstellen kann. Nicht umsonst wurden und werden über
Geschichten Wahrheiten symbolisiert und an geneigte Hörer
weitergegeben.«

»Ist nicht das Reden miteinander schon eine Geschichtenerzählung?«,


sinnierte ich.

»Natürlich«, nickte sie, »jedes Wort ist eine Geschichte der Wortherkunft
und eine Signatur mentaler Inhalte. Jeder Buchstabe, jede Silbe hat seine
Urgeschichte, wodurch wir Menschen in eine kosmische Kommunikation
geraten. Das kann weder Fauna, noch Flora. Selbst unausgesprochene
Worte haben diese Energie im Feinstofflichen, worin wir astral leben. So
hat jeder Gedanke bereits die Kraft, sich astral und physisch zu
manifestieren.«

»Woran liegt es dann, dass wir uns so häufig nicht verstehen?«

»An der Tatsache, dass wir die eigenen Wesensgedanken nicht zu Ende
führen«, erwiderte Mara. »Nur wenige von euch denken einen Gedanken zu
Ende, weil dazwischen immer wieder neue, unausgegorene Gedanken
einfließen. Es wird zu viel angedacht und zu wenig zu Ende gedacht. Ich
könnte jetzt auch sagen, es liegt an eurer Konditionierung nicht mehr
hinhören zu wollen und lieber konstant zu reden. Also zerredet ihr euch
gegenseitig, was ihr dann als Philosophieren bezeichnet.«

»Das klingt für mich richtig«, warf ich ein.

»Es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu«, fügte sie an. »Bei euch
stimmen ganz oft Wort und Gefühl nicht überein. Das irritiert jeden
Gesprächspartner, weil er das auf energetischer Ebene mitbekommt.«

Ich sprach Mara noch einmal auf das an, was sie als Prinzipien bezeichnet.

»Diese Fixpunkte im Erforschen aller Ebenen sind insofern hilfreich, sich


ein erstes Bild über Zusammenhänge machen zu können, egal in welchem
Bereich«, folgerte sie. »Wer jedoch hängen bleibt in einer physischen
Prinzipienkonstruktion, kann auch nicht darüber hinaus die Freiheit des
Seins für sich erforschen. Also konstruiert ihr euch Systeme von
Grenzwissenschaften und begrenzten Glaubenssätzen. Sie alle sind jedoch
Konstrukte einer Festsetzung des jeweiligen Glaubenswillens. So entstehen
Weltanschauungen und Religionen, die euch nicht weiterführen, sondern
auf künstliche Prinzipien festnageln. Christus hat euch gezeigt, solch ein
Kreuzweg ist tödlich. Die wahre Befreiung liegt in seiner Lehre der Liebe
zur menschlichen Wahrhaftigkeit, in der kein Festnageln nötig ist. Wer sich
selbst begrenzt, ist niemals wirklich frei als göttliches Menschenwesen. Die
Parabel des Heiligen Geistes – das Pfingstfest in seiner ursprünglichen
Form – ist für alle Menschen gleichsam befreiend vom Schicksal der
Kreuzigung innerhalb dieses Kreuzfeldes.«

»Es gibt also kein allgemeingültiges Prinzip, als nur das Prinzip der
Göttlichkeit, das wir innerhalb der 12 Wesenscharaktere aufschlüsseln
können«, folgerte ich. »Also sind die 12 Apostel das Synonym für den
Eingang ins Christuswesen und in das wedische Sein.«

»Die zwölf Erfahrungsstadien innerhalb der chymischen Hochzeit – ja»,


nickte sie. »Und all das lässt sich dynamisch fließend erleben, wenn keine
Angst mehr vor den einzelnen Stationen vorherrscht.«

»Ich halte mich an die eingangs erläuterten Fakten – diese erscheinen mir
persönlich schlüssiger«, konterte ich.

»Weil du geisteswissenschaftlich gepolt bist«, schmunzelte sie. »Und weil


du deine Naturwissenschaftlichkeit gelernt hast.«

Wie auch immer – mir wurde so einiges klar. Auch dass ich zum Teil anders
denke als Christa, weil ich eben anders genetisiert bin – zumindest im
Denken und Verhalten physischer Geschehnisse.
*

Jetzt, wo ich diesen Text abgeschrieben habe, merke ich, dass er ganz sicher
für einige Menschen noch nicht so klar ist, wie es damals für Alf war. Ich
zeige deshalb das Thema „Prinzipien“ einmal an einem Beispiel auf.

Wer sich mit den fünf biologischen Naturgesetzen nach Dr. Hamer befasst
hat, der weiß, dass sich eine Krankheit stets synchron auf den drei Ebenen
Psyche, Gehirn und Organ abspielt. Dr. Hamer bezeichnete das als
Naturgesetz und das ist es auch, weil man diese 3 Ebenen in jedem Fall
immer wieder erkennen kann. Es gibt keine Ausnahme davon. Und ein
Naturgesetz gilt als Prinzip. Nun sagte Mara dazu, dass man kein Prinzip
determinieren, also festlegen sollte, weil es im Universum nichts wirklich
Festgelegtes gibt. Es gibt zwar Naturgesetze, doch diese sind durch
zunehmende Erkenntnisse immer wieder erweiterbar. Das gilt auch für die
Naturgesetze, denen die neue Medizin unterliegt. Wenn wir die neue
Medizin erweitern wollen, dann müssen wir erforschen, aus welchem
Grund der eine Mensch aus einer bestimmten Situation heraus einen
Konfliktschock erhält, während die gleiche Situation einen anderen
Menschen völlig kalt lässt. Dazu müssten wir das Ätherfeld dieses
Menschen erforschen, das auf die Inhalte seiner vorherigen Leben aufbaut.
Wir beziehen so die ätherische Ebene in die Betrachtung mit ein, was die
entdeckten Naturgesetze von Dr. Hamer zwar bestätigt, sie aber gleichzeitig
erweitert. Wären wir in der Lage, das auch noch auf die geistigen Ebenen
auszuweiten, könnten wir erkennen, warum der Mensch in seinem
Vorleben, Erfahrungen machte, die seinen damaligen Ätherleib derartig
programmierten, dass diese Programmierungen in diesem Leben dazu
führen, dass er krank wird. Das heißt, die fünf von Dr. Hamer entdeckten
Naturgesetze sind richtig, doch nicht festgelegt.

*
5. Über Willis und Paradiesvögel
12.12.2007 Einfahrt – Gespräch mit Ulluer, Mara und Aristide

»Alles, was du sagst und was du tust, wie du reagierst und wie du handelst,
weist darauf hin, dass du nichts mehr tun solltest, was nicht zu deiner
wedischen Einstellung passt, lieber Alf«, begann Mara das Gespräch.
»Sowohl für dich als auch für Christa sind andere Anforderungen nicht
mehr erträglich. Euer ganzes Trachten ist viel weiter im Wedischen
verankert, als ihr es selber erkennt. Ihr macht Dinge, weil ihr denkt, sie
machen zu müssen und weil ihr glaubt, euch dem Kollektiv noch
unterstellen zu müssen. Doch wenn ihr euer Denken ausweiten würdet,
dann fändet ihr immer Lösungen, die sich anders darstellen, als die aus
eurer heutigen Sicht.«

»Wir haben ähnliches erwartet, jedoch nicht so stark präsent bei euch«,
folgerte Ulluer. »Doch die letzte kinesiologische Sitzung, die Mara mit dir
durchführte, hat sie erkennen lassen, dass ihr viel weiter seid, als ihr es
selber von euch glaubt. Ihr solltet keinerlei Kompromisse mehr eingehen.
Für uns wird es dann noch viel leichter, euch zu unterstützen.«

»Auch ich spürte letztens bei dir die starke Präsenz zum Wedischen«, warf
Aristide ein. »Dass diese so unumstößlich ist, war jedoch auch mir nicht
klar. Du und Christa, ihr seid inzwischen wirklich uns und den
Innerirdischen sehr viel näher als den meisten Menschen auf Obererde.«

»Ich habe tatsächlich auch keine Lust oder Freude mehr an


Halbwahrheiten«, folgerte ich. »Für mich – und ich denke, ich spreche auch
in Christas Sinne – kommt nur noch das infrage, was uns wirklich
entspricht. Warum sollten wir auch weiterhin nach den Kriterien des
Kollektivs denken, leben und forschen?«

»Ihr wollt in unsere Denkweise eingeweiht werden«, lächelte Mara. »Die ist
sehr einfach: Alles ist wahr und machbar, was wir uns vorstellen können.
Jede Vorstellung ist Tatsache und muss nur noch im großen Trauen und im
Ich-Bin umgesetzt werden. Alles, was du dir vorstellen kannst, ist
wahrhaftig. Nichts ist ein pures Fantasiegebilde. Ihr habt selber bemerkt,
dass ihr über solche Tiermerkmale eure Persönlichkeit in eine bestimmte
Richtung lenken könnt. Das tun wir ebenfalls. Wenn wir unserer
Persönlichkeit eine bestimmte Eigenschaft zufügen wollen, dann machen
wir das über solche Gedankenmuster. Egal, ob wir uns die Eigenschaft eines
Tieres vorstellen, einer Pflanze, eines Gottes, eines Engels oder eines
Naturwesens, Hauptsache es ist ein Sinnbild für das, was wir unserer
Persönlichkeit zufügen wollen. Ihr habt das einfach intuitiv getan. Die
göttliche Wahrheit ist eine Realität, die bisher nur die wenigsten auf
Obererde wahrhaben wollen. So zeigt dein Ego-Willi auf, wie du deine
derzeitige Persönlichkeit siehst und diese Vorstellung wird Realität. Und
Ragnar spiegelt ihn dir ganz besonders, weil er dich von ganzem Herzen
liebt. Auch wenn er Ulluers Kater ist, ist er dennoch in deiner Gegenwart
der Spiegel deines derzeitigen Alteregos. Wenn du hier bist, frequentiert
Ragnar dich und nicht Ulluer. Otter frequentiert dich ebenfalls und nicht nur
Starsa.«

»Mein Willi ist ja auch nur eine Metapher eines Raubtieres, das mit mir
schnurrt, weil ich es so möchte«, konstatierte ich. »Er ist ein lieber Dödel,
der einfach nur geliebt werden will.«

»Wir wissen dein Alterego sehr zu schätzen«, warf Aristide ein, »und auch
die gesamte Seeleneinheit dessen.«

»Dennoch steckt hinter deinem Alterego eine Klingsorseele mit enormer


Raubtierkraft. Ich persönlich liebe dich dafür«, fügte Mara hinzu.

»Und Christas Paradiesvogel ist ebenfalls ein Genuss zum menschlichen


Dasein3«, folgerte Ulluer. »Lebt die Zeit, lebt euer Leben genussvoll!«

»Der Genuss ist im Wedischen kulturell und traditionell zu finden«,


konstatierte Aristide. »Ich spüre, Christa ist ein großer kultureller
Genussmensch und für dich ist Genuss Information.«

*
Ich kam auf ein weiteres Thema zu sprechen. Ich beobachtete seit langer
Zeit den dunklen Nachthimmel und entdeckte Dinge, die ich einfach als
Sphärenkonstrukte deute.

»Saraphinen und Harukanier benutzen eine besondere Form von feinen


Materiepartikelchen, die als durchsichtige und verschwommene
Raumschiffe anmuten«, antwortete mir Ulluer. »Sie sind mit euren
herkömmlichen physikalischen Mitteln nicht zu beeinflussen. Wenn man
genau hinschaut, kann man sie erkennen, doch eure Wissenschaftler würden
sie einfach als Spiegelungen oder Wasseransammlungen im Firmament
abtun.«

»Egal«, lachte ich, »diejenigen, auf die es ankommt, werden es entdecken


und die ewigen Zweifler halten eh‘ alles für Illusion.«

Ulluer erzählte mir noch einige Details über die Sphären, die ich zwar
äußerst interessant fand, aber nur im Kern begriff – ich könnte sie nicht
wirklich darstellen. Das Drumherum erscheint mir nicht wichtig, es zu
begreifen.

»Dass du den Kern begreifst und das Drumherum nicht analysieren musst,
zeugt von deiner starken Intuition und Klarheit über kosmisch-dimensionale
Zusammenhänge«, nickte er. »Auch niemand von uns vermag
Dimensionsdynamiken in ihrer Gesamtheit zu begreifen. Uns reicht es
ebenfalls, den Kern dieser Wahrheit aufzunehmen und zu händeln. Für die
meisten deiner Spezies liegt der Fall umgekehrt – sie wollen alles von
außen nach innen erzwingen, anstatt sich von innen nach außen
einzufühlen.«

»Vielleicht ist mein Leben nur eine einzige Frage, stets den Kern einer
Sache zu erfassen«, zuckte ich mit den Schultern. »Und ich sehe deshalb
von innen nach außen.«

»Was dir den alltäglichen Umgang mit den Mitmenschen sicherlich nicht
erleichtert«, sinnierte Aristide lächelnd. »Doch du erscheinst mir momentan
nicht sonderlich beschwert.«
Wir sprachen noch länger über das Phänomen der Sphären, doch ich konnte
nur bedingt mitschreiben. Und im Nachhinein bemerkte ich, das muss auch
gar nicht sein. Ich brauche nur etwas Zeit, das Gehörte in mir zu ordnen,
dann klappt es schon.

3 Diese ganzen Tierzuweisungen entstanden in einem Urlaub mit Freunden.


Alf fragte damals in die Runde, mit welchem Tier sich jeder ganz spontan
identifizieren würde. Meine erste Eingebung war der Paradiesvogel,
während es bei Alf der Panther war. Und irgendwie blieben die Tiere bei
uns hängen, außer, dass bei Alf aus dem Panther im Laufe der Zeit ein
Kater wurde. Ich würde übrigens heute noch Paradiesvogel sagen, obwohl
der im Laufe der Zeit sich immer wieder einmal mit einer Schneeeule
abwechselte. Ich habe beides in mir.
6. Der echte Mensch ist ein Gigant
in göttlicher Natürlichkeit
18.12.2007 Einfahrt – Treffen mit Mordechai

Was wedisches Handeln bedeutet: Ein sich Hineindenken und Einfühlen in


das, was wir als christliches Handeln bezeichnen. Es hat nur einen anderen
Namen bekommen. Damit ist nicht das gemeint, was die Kirche unter
christlichem Handeln versteht – es hat mit dem ursprünglichen Christentum
zu tun.

»In allen Religionen finden sich wesentliche Aspekte, so dass gesagt


werden kann, im Unsichtbaren wirken göttliche Kräfte, die neutral sind«,
folgerte Mordechai. »Wenn der Mensch diese Kräfte für sich beansprucht,
wird er sie ausleben und auslegen. Wer sie friedliebend lebt und auslegt,
schafft die Voraussetzung für ein fruchtbares Miteinander. Wer sie
unfriedlich lebt und auslegt, schafft die Voraussetzungen für Kriege und
Hass, wie es in den Religionsinstituten der Fall ist. Ich sage das deshalb so
deutlich, damit Interpretationen dazwischen gleich im Ansatz als illusorisch
aufgezeigt werden können. So ist auch alles, was ihr als
zwischenmenschlich beschreibt, so ein illusorisches Konstrukt, das keine
Dauer und kein Fundament aufweist. Es gibt faktisch nur Mit- oder
Gegenmenschlichkeit im physischen Dasein. Bei euch herrscht eher
Gegenmenschlichkeit vor. Es gibt im Universum nur ein mit oder ein gegen
die Schöpferenergien / Gott / Mater / Schöpferwesen. Sich aus diesen
Gegebenheiten auszuklinken funktioniert nicht, denn das ist oberstes
Prinzip der kosmischen Gesamtordnung. Selbst das Chaos unterliegt dem
Prinzip der Ordnung. Es wird sich irgendwann wieder einordnen. Bei euch
kehrt derzeit eine Art lichtasuirsches Chaos ein, von dem viele betroffen
sind. Die wenigen, die das durchschauen, haben einen schweren Stand,
denn die Mehrheit bezichtigt sie der falschen Wegbegehung und der
Verantwortungslosigkeit gegenüber einer Zwischenmenschlichkeit. Das ist
ein wahres Paradoxon – jedoch nicht für Wissende.«
Sie blickte mich weich an und fuhr fort: »Mara und ich spüren, das
bedrückt dich sehr. Du siehst um dich herum Menschen wegbrechen, die du
eigentlich magst und fühlst dich deshalb ohnmächtig, dagegen etwas zu tun.
Deine Genetik ist so ausgerichtet, dass du grundsätzlich nichts tun musst,
außer im Wedischen denken und empfinden. Dadurch wirkst du und alle,
die das tun, als Transformatoren – ihr bringt die göttliche Dynamik unter
die Menschen. Ihr seid es, die die Kräfte und Energien der Großen Alten
aufnehmt und weiterreicht. Ob nun A oder B spielt keine Rolle – doch sind
es die A und B, die alleine dazu fähig sind. Eure Seelensignaturen können
nicht versiegelt und eure Inkarnationen nicht verhindert werden.«

»Aber wir können massiv erschüttert werden«, folgerte ich.

»Das ist aber das Einzige«, lächelte sie, »und geschieht ausschließlich über
den Emotionalbereich, den wir den Sympathikus nennen. Je emotionsloser
ein Mensch sich fassen kann, desto gelassener kann er sich auf sein Denken
und Handeln konzentrieren. Wie du schon öfter sagtest, hast du das Gefühl,
je gefestigter du bist, desto mehr sehen sich andere Menschen veranlasst,
dich zu erschüttern. Und du hast recht damit – das sind andere Menschen,
Alfons. Der größte Menschenanteil besitzt noch nicht das Maß deines
Seins. Er ist unreif und dem Tierischen näher als du glaubst.«

»Das hört sich für mich sehr urteilend an«, warf ich ein.

»Das ist kein Urteil, Alfons«, entgegnete Mordechai. »Es wäre dann ein
Urteil, wenn wir ein Tier als etwas Schlechteres ansehen würden, als den
Menschen. Doch das tun wir nicht. Ein Tier ist einfach nur anders und in
seinem Anderssein sehr liebenswert.«

»Das hört sich für mich besser an, danke. Damit kann ich umgehen«,
sinnierte ich.

»Ihr, die ihr dem göttlichen Ideon von Menschsein nähersteht, solltet euch
einfach mal vorstellen, es zum Großteil mit etwas bewussteren Affen zu tun
zu haben, die sich nur den Anschein eines Menschen geben und ich mache
nun bewusst noch einmal darauf aufmerksam, dass Affen für uns sehr
lustige und liebenswerte Tiere sind. Der Gott der Affen im Hinduismus
weist ganz deutlich darauf hin, dass die echten Menschen damals darum
wussten. Gerade im Sanskrit findet ihr klare Hinweise darauf, dass die
Erdenmenschen unterschiedliche Grundwesenheiten darstellen und auch so
zu nehmen sind. Die Indoarier stellten damals die sogenannten
Idealmenschen und galten noch lange Zeit als Halbgötter. Doch es waren
bewusste A- und B-Menschen, die heute weltweit verstreut noch immer
existent sind und laufend inkarnieren. Sie denken klarer, schneller und
fallen aus der Kollektivrolle. Diese Energie ist durch nichts einzudämmen.
Also, wenn dich mal wieder jemand erschüttern möchte, denke dir nur, das
ist ein Affengottanbeter.«

»So betrachtet ihr uns wohl auch«, grinste ich.

»Gott bewahre – niemals die A- und B-Menschen«, lächelte sie, »aber den
Rest schon. Was glaubst du, könnten wir bewerkstelligen, wenn wir uns
allen Erdenmenschen zeigen? Bis auf die A- und B-Menschen würden uns
alle für Götter oder Teufel halten und es würde ein neues Mahabharata
veranstaltet werden. Einen offiziellen Kontakt wird es erst nach der
Veränderung auf der Erde geben, wenn sich so langsam das Wedische
durchsetzen wird.«

Wir gingen zu Starsa, der uns schon erwartete. Er hatte ein altes Buch vor
sich, das er als Clanbuch vorstellte. Darin steht etwas über die Begegnung
seiner Urgroßmutter mit einem Homo sapiens in Spanien, die sie über Jahre
hinweg vertiefte.

Hoppla – ich muss ausfahren! Irgendetwas ist los Ich solle jedoch abwarten,
weil ich bald wieder einfahren könne…

Nun saß ich im Café in Thannhausen und wunderte mich über das hektische
Abbrechen. So etwas wie eine Spannung habe ich kurz vorher gespürt, als
wir zu Starsa gingen. Doch ich habe es auf unser vorheriges Gespräch
geschoben.

Ah – mein Telefonanrufer sagte, ich könne wieder einfahren. Sowas!

*
Es gab ein Erdbeben, das jedoch nicht schlimm war. Man wusste jedoch
nicht, ob die Aus- und Einfahrtsportale davon betroffen sein werden. Nun,
solche seismischen Verwerfungen kommen eben auch in Innererde vor.

Starsa nahm das abgebrochene Gespräch wieder auf:

»Meine Urahnin erfuhr vieles über die Oberflächenmenschen und prägte


mich dadurch sehr. Das ließ mich unvorsichtig werden und ich büßte dafür
mit Gefangenschaft, medizinischen Experimenten und Folter. Dennoch
halte ich es wie meine Urahnin: Der oberirdische Homo sapiens ist es
durchaus wert, ihm beizustehen. Es sind gerade jene Reptos, die durch euch
gelitten haben, die eine Wiedervereinigung wollen.«

»Dafür gibt es bei uns eine Bezeichnung – das Stockholm-Syndrom«, warf


ich ein.

»Ja, das kenne ich«, lächelte Starsa. »Bei uns sagt man Folterknecht-Sucht.
Das ist genauso idiotisch. Was ich jedoch damit ausdrücken möchte, ist die
Tatsache, dass erst der mit einer Sache Betroffene die Erfahrung und das
Wissen erlangt, daraus auch das Positive zu ziehen. Bei euch wie auch bei
uns reden die niemals davon Betroffenen mahnender. Das ist die Mentalität
der Ahnungslosen, die Fraktion derer, die glauben, sich das vorstellen zu
können, was ein anderer erlebt hat. Doch das geht nicht. Lasse auch du dich
nicht von solchen Ahnungslosen beeinflussen. Denn jene, die die gleichen
Erfahrungen machten wie ich, befürworten eine Annäherung deshalb, weil
sie gleichzeitig auch die Barmherzigkeit und Liebe anderer Homo sapiens
auf Obererde erkannt haben.«

»In diesem Fall und auch anderen lasse ich mich nicht mehr
beeinträchtigen«, erwiderte ich. »Einige von uns wissen, dass ihr Homo
repticus genauso menschlich seid, wie wir auch. Es scheint, ihr habt hier in
Innererde ebenso eure Sauriergottanbeter.«

»Das war gut«, lachten Starsa und Mordechai. »In der Tat ist es bei uns
nicht ganz so wüst. Aber manchmal wundern wir uns auch über einige
Artgenossen hier unten«, führte Starsa weiter aus. »Bei uns war die
räumliche Trennung dafür verantwortlich und es machen hier unten einige
schauerliche Geschichten über Obererde die Runde, die nicht alle der
Realität entsprechen. Doch du kannst dir sicher vorstellen wie Menschen,
die keinerlei Beeinträchtigung kennen, auf solche Geschichten reagieren.
Eigentlich darf man auf solch lange Zeit keine Trennungen durchführen
oder Enklaven schaffen. Was bei euch die Asuras schafften, schufen wir
durch den Rückzug in einer anderen Form. Ihr müsst das Asurische aus
euch werfen und wir das Nichtwissen aus dem Enklaventum heraus.«

»Trismegistos hatte recht: Wie oben so unten«, sinnierte ich. »Ich bin
immer wieder erstaunt, auf was sich dieser Satz alles anwenden lässt. In
welchem Zusammenhang auch immer wir das anwenden können – es trifft
exakt zu.«

»Mit Ausnahme der Tatsache, dass Menschsein nicht gleich Mensch


bedeutet«, warf Mordechai ein. »Auch da hinterließ Trismegistos die klare
Aussage: Nicht jeder Mensch wird die Einweihung schaffen – es sei denn,
er ist ein Erleuchteter im Angesicht Gottes. Dieser Passus ging euch
verloren.«

»Wobei wir wieder beim ger-echten Menschen sind«, sinnierte ich. »Nun
weiß ich auch, es kommt auf die prinzipielle Seelensignatur an, um sich als
Ebenbild Gottes zu erachten – und nicht als ein Ebenbild von
Götterkonstrukten.«

»Und das wissen ausschließlich die A- und B-Menschen«, nickte


Mordechai. »Die große Masse benötigt dringend noch ihre Götter, Engel
und Gurus. Für sie ist Spiritualität nicht unmittelbar vorhanden, nur
mittelbar – selbst wenn sie ständig davon sprechen. So empfinden Tiere,
wie zum Beispiel Pferde, Kühe, Affen und Delphine ebenfalls eine
mittelbare Spiritualität. Vielen bei euch ist überhaupt nicht klar, was
Spiritualität wirklich bedeutet, nämlich die direkte Anbindung an den Geist
Gottes. Das hat überhaupt nichts mit Halleluja, Meditationen und Gebeten
zu tun. Die innerirdischen Reptos sind der mittelbaren Spiritualität längst
entwachsen, auch wenn sich die Darstellung von Starsa eben anders
anhörte. Das sind traditionelle Reptos, die halt sehr vorsichtig sind.«

»Traditionen sind dazu da, sich zu erinnern, was darin gut, aber auch
schlecht war«, folgerte Starsa. »Man behalte das Gute und merze das
Schlechte aus.«
»Ich sehe gelegentlich große und sich im Verfall befindliche Bauwerke
höchster Architektur bei euch. Sind das ehemalige Kultstätten?«, fragte ich.

»Restbestände einer ehemals asurischen Beeinflussung, als wir noch mit


euch im Oben waren«, brummte er. »Wir waren ja auch gefallen und
brachten solche Dinge mit. Seit 5.000 Jahren ist diese Beeinflussung –
Mater sei Dank – eingeschlafen. Ich wusste, dass du irgendwann diese
Frage stellen wirst.«

»Und sie gefällt dir nicht – hm?«, lächelte ich.

»Das nicht – ich möchte nur nicht gerne daran erinnert werden. Es zeugt
davon, dass auch wir einen asurischen Schlag weghatten«, erwiderte Starsa.
»Aber ich stimme dir zu, architektonisch sind diese Artefakte ein
Meisterwerk kollektiver Intelligenz.«

»Das eröffnet eine völlig neue Sicht auf unsere Architektur«, sinnierte ich.
»Mir imponieren zum Beispiel die gotischen Bauten oder die Khmer-
Bauten sehr. Doch spüre ich auch dahinter eine Bedrohung. Dieser
Gigantismus mutet mich schizophren an. Einerseits sind sie eine
Meisterleistung, andererseits frage ich mich wozu und wofür.«

»Um die Kollektivmacht zu spiegeln«, folgerte Starsa, »zu zeigen, wozu


das Kollektiv fähig ist.«

»Und zu signalisieren, wer das Sagen hat«, warf Mordechai ein. »Wir sehen
auf jedem von Menschen bewohnten Planeten sofort, wie die
Durchschnittsmentalität gepolt ist. Wir benötigen kein Psychogramm von
diesen Spezies – wir sehen alleine beim Hinsehen, was los ist.«

»Der echte Mensch benötigt keinen Gigantismus – er ist selbst der Gigant
innerhalb seiner göttlichen Natürlichkeit«, lächelte Starsa.

»Wenn wir einen belebten Planeten vorfinden, der zuerst so aussieht, als sei
er nur von Flora und Fauna strukturiert, werden wir sehr neugierig. Und
zumeist finden wir dann sofort Anzeichen einer wedischen Menschheit im
Einklang mit Natur und Energieversorgung kosmischer Faktoren. Solch ein
Planet unterscheidet sich von einem Planten, der ausschließlich mit Flora
und Fauna besiedelt ist, durch eine äußerst kreative Gestaltung, die so
aussieht, als sei alles natürlich so gewachsen«, erzählte Mordechai.

»Als ihr uns gefunden habt, waren wir schon absteigend ins Kollektiv,
oder?«

»Ja«, nickte sie, »und deshalb sehen wir uns auch im gewissen Sinne
verantwortlich für euch. Und es geht unweigerlich wieder aufwärts – auch
wenn das für euch mit Schmerzen verbunden ist. Es ist dieser Schmerz, der
uns so zu schaffen macht und dem wir uns am liebsten entziehen würden.
Doch darüber setzen wir uns hinweg, weil es sich wirklich lohnt.«

»Das klingt in meinen Ohren gut«, lachte ich.

»Einige von euch sind sehr mächtig geworden«, lächelte Mordechai wieder,
»so dass sogar Harukanier und Saraphinen für euch eintreten.«

»Es stimmt also – wenn wir es wirklich wollen, mit allen Fasern unseres
Seins, können wir alles erreichen«, konstatierte ich.

»Fast alles«, nickte sie, »pures asurisches Ermessen ist ausgeschlossen.«

»Sie windet sich«, grinste Starsa. »Sie kann es nicht zugeben, dass sie
fasziniert ist von uns Erdenmenschen.«

»Das gebe ich unumwunden zu«, lächelte sie erneut, »aber ich gehe nicht
soweit, dass Alfons glaubt, wir ließen uns jederzeit einnehmen.«

»Das glaube ich nicht«, warf ich ein, »das weiß ich bereits.«

Starsa schüttelte sich vor Lachen, als hätte ich einen Jahrhundertwitz
gemacht. »Dann müsste sie zugeben, dass sie dich für eine Ohai schon
überirdisch anmutig findet.«

»Mich mutet bei Alf so einiges an«, fiel sie ins Lachen mit ein.

*
Ich saß wieder in der Ausfahrtschleuse und dachte über alles nach. Es ist
tatsächlich so, dass alles, was ich in Innererde erlebe, kaum jemand
nachvollziehen kann, der es nicht selber erlebt und derer sind es nicht viele.
Es erübrigt sich darüber zu sprechen oder zu schreiben. Das gäbe nur
Anlass für erneute Angriffe. Was jetzt und künftig auf mich/uns zukommt,
wird nicht mehr so in die Öffentlichkeit weiter gegeben werden können.

Hat C. G. Jung nicht mal gesagt, wer sein Alterego begreift, wird alle
wesentlichen Zusammenhänge im Menschsein finden? Wie auch immer, er
war nahe dran am Finden letztendlichen Menschseins.

*
7. Das Wir im Ich-sein
20.12.2007 Einfahrt – Gespräch mit Mordechai und Starsa.

Mordechai testete mich erneut kinesiologisch ab und erklärte:

»Du wirst von Woche zu Woche klarer. Eine interessante Konstellation,


weil andererseits viele deiner Mitspezies immer unklarer werden. Es
zeichnet sich momentan auch eine große Stärkung aller A- und B-
Menschen aus. Ihr werdet immer immuner gegenüber
Satellitenbestrahlungen. Dein Dauerschnupfen zeigt allerdings, gegen
chemische Beeinflussungen bist du noch nicht immunisiert. Das könnte
daran liegen, dass du deine Kindheitsimpfungen noch nicht ganz
überwunden hast. Das solltest du mal gezielt ausleiten.«

»Noch habe ich gelegentlich Herzrumpeln«, warf ich ein.

»Dieses wird sich bis zu einem gewissen Grad auch noch geben«, nickte
sie. »Du darfst nicht vergessen, dieses Organ ist und bleibt deine
Schwachstelle. Dessen solltest du dir immer bewusst sein, um über deinen
Verstand Herzensangriffe abzublocken. Du kannst dein Leben so gestalten,
dass du dich von Dingen fern hältst, die dir zu sehr ans Herz gehen. Hier
greift eine bewusste Kompromisslosigkeit gegenüber solchen Situationen
und Geschehnissen.«

»Zum Beispiel nicht mehr in eine Rechtfertigungsenergie gehen«, nickte


ich. »Mir fällt es in vielen Situationen nicht leicht, kühl zu handeln.«

»Das kannst du lernen, da es ein reiner Geistesprozess ist«, lächelte sie, »im
Sinne von, wer dich angreift ist selbst verantwortlich für eine kalte Abfuhr.
Meinetwegen lege dir hier eine Art Polster in Arroganz zu und
perfektioniere sie zur Ignoranz – hier ist Ignoranz tatsächlich angebracht,
mein Lieber.«

»Die Psychologie der kalten Schulter«, lachte ich. »Das riet mir Denebius
öfter. Wie geht es ihm eigentlich?«
»Es geht ihm gut«, lächelte sie. »Es fehlt ihm an nichts. Er kommt immer
mehr in seine Mitte. Er fühlt sich nur nicht veranlasst, sein inzwischen
enorm hohes intuitives Wissen vor sich herzutragen – was ihm sein
Restleben sehr erleichtert.«

»Manchmal glaube ich, innerhalb meiner Klingsorinkarnationen verhält es


sich ähnlich«, sinnierte ich. »Ich weiß intuitiv vieles, kann es jedoch nicht
richtig fassen. Zu viel scheint in Vergessenheit geraten zu sein.«

»Was denkst du, würde es dir bringen, das gesamte Wissen darüber abrufen
zu können? Es bringt dir Sicherheit, ja, aber wie gingst du damit um – mit
all den darin involvierten und heute wiedergeborenen Menschen?«, fragte
sie mich ernst. »Du würdest unentwegt erklären müssen und man würde
dich noch viel mehr mit Fragen bombardieren und dich auffordern, deine
Aussagen und Erkenntnisse auch zu belegen. In kürzester Zeit würde man
dich regelrecht zerreißen. Was ihr bereits wisst, ist schon grenzenlos für
eure Mitmenschen. Dosiert es sehr vorsichtig und selbsterhaltend.«

Wir gingen zum Gemeinschaftshaus, wo uns Starsa und ein paar andere
empfingen. Sie waren emsig am Ausschmücken des Langhauses, füllten die
Speisekammer und stellten allerlei Schabernack an.

»Wir werden fünf Tage lang albern und unbeschwert sein«, grinste Starsa.
»Für uns ist es das Erinnerungsfest an die Oberwelt. Es erinnert auch daran,
wie es einmal wieder sein wird. Am – nach eurem Kalender – 23.
Dezember werden wir nachts auf die Oberfläche gehen, uns den Hintern
abfrieren und den Sternenhimmel anrufen, soweit die Atmosphäre klar ist.
Das ist ein besonderes Abenteuer für uns, von dem ihr nichts mitbekommt –
außer, ihr geht in tiefer Nacht durch eure Wälder.«

»Das gilt nur für Reptos«, lächelte Starsas Frau verzückt. »Die Sapiens
halten es etwas anders – sie bleiben hier.«

»Es ist global die Nacht der Nagas«, schmunzelte Starsa. »In manchen
Ländern der Erde meiden die Menschen diese Nacht – sie fürchten uns
Nagas, weil wir dann in größeren Gruppen zusammen durch die Wälder
ziehen und das Universum anklickern.«

Er klickerte laut, um mir zu zeigen was er meint. Das sind Geräusche, die
sie mit dem Mund machen und die ziemlich fremd in meinen Ohren
nachhallten.

»Das geschieht im großen Verbund und eure Nachtschwärmer bekommen


eine panische Gänsehaut«, gackerte er. »Für uns ist das der Höhepunkt des
Alberns.«

Jetzt hoben plötzlich an die 30 Reptos ihr Klickern an und es klang wie ein
lautes Schnarren und Peitschen – zum Gänsehaut bekommen.

»Denk mal nach, warum bei euch in manchen Gegenden im Zeitraum um


Mittwinter Hexen- und Dämonenumzüge stattfinden«, folgerte Starsa. »Wir
können das besser.«

Mir fielen auf Anhieb gleich die Perchtenläufe um den Nikolaus ein und
das Bärbele Treiben rund um Barbara. Bei diesen Läufen tragen Menschen
teilweise sehr furchterregende Masken und benehmen sich wild.

»Du solltest dazu sagen, dass für uns all das ein altes Dankesritual an Mater
ist und eigentlich nichts mit Dunklem zu tun hat«, rügte Starsas Frau ihn.

»Schade, jetzt hast du meine Pointe zerstört«, brummte Starsa gespielt


beleidigt. »Alfons begann gerade so schön zu frösteln.«

»Mitnichten«, grinste ich, »du bist ein toller Geschichtenerzähler – das


bewundere ich.«

»Na, dann komm, trinken wir ein Habla und schauen den Jungen zu«, lud er
mich ein. »Die sind so aufgekratzt – vor allem jene, die zum ersten Mal mit
an die Oberfläche gehen.«

Wenn ich mir diese Aufgekratztheit näher betrachte, geschieht sie dennoch
sehr gesittet und nicht lärmend. Es ist mehr ein Kichern und sich
gegenseitig necken auf einem Niveau, von dem wir noch einiges lernen
könnten.

»Das sind Feste, wo Christa und ich auch gerne dabei sein möchten«, stellte
ich fest. »Bei uns ist fast alles nur noch Lärm, Geschrei und Hysterie. Ich
musste im letzten Jahr für meine Zeitung über einen Nachtumzug im
Fasching schreiben. Christa ging mit, doch es war für sie nach kurzer Zeit
kaum noch auszuhalten – der Lärm und der immer weiter ansteigende
Alkoholpegel. Sie war glücklich, als wir wieder gehen konnten. Ich fand es
auch ziemlich schlimm, aber so mitgenommen wie Christa hat es mich
nicht.«

»Das ist bei euch aber auch erst seit etwa 50 bis 60 Jahren so«, blickte mich
Starsa offen an. »Dein Stamm war grundsätzlich nie laut oder hysterisch.
Man hat euch dazu erzogen, wenn du genauer darüber nachdenkst.«

»Mir widerstrebt bei jedem Fest der Wahnsinn des Lärmens und die
Hektik«, nickte ich. »Ich habe zum Beispiel als Kind Weihnachten als
ruhig, familiär und besinnlich erlebt. Je älter ich wurde, desto heftiger
wurden solche Feste und umso weniger wollte ich damit etwas zu tun
haben.«

»Die Menschen sind ein Produkt ihrer Zeit«, nickte Mordechai, »einer Zeit,
die ihr selbst zugelassen habt, um nur ja nicht als intolerant zu gelten. Dass
es anders gehen könnte, daran wagt sich kaum jemand mehr, denn das
Kollektivsystem erwartet von euch, dass alles laut und lärmend bedient
wird.«

Das war mal wieder eine wedische Ohrfeige, und mit Recht. Es wird in der
Tat viele Jahre beanspruchen, solchen Sittenverfall umzukehren, zumal die
eigene Sicht dazu wiederkehren muss. Eine Toleranz in jeder Hinsicht ist
völlig falsch.

»Denke daran, dass Toleranz in Wirklichkeit bedeutet, etwas erdulden oder


erleiden zu müssen«, erklärte Mordechai, als hätte sie meine Gedanken
gehört. »Bei uns erwartet keiner Toleranz, weil keiner etwas macht, was
einen anderen leiden lässt.«
»Zur Besinnung kommen beginnt immer beim einzelnen Menschen, der es
wieder wagt, der Systematik zu widersprechen«, folgerte Starsa. »So ein
Mensch hat es nicht leicht, er gilt bei euch schnell als Spielverderber. Aber
schaut genauer hin, seid wirklich ehrlich zu euch und euren Mitmenschen:
Wohin soll das denn alles noch driften, wenn ihr aus lauter Toleranz alles
zulasst? Es führt letztendlich zu einer völligen Verblödung und der Aufgabe
all eurer wedischen Werte.«

Wir gingen zu Starsas Heim, wo er mir seine Plätze zeigte, in die er sich
zurückzieht, um für sich einen Kanal zum stillen Kosmos zu schaffen, wenn
er das Bedürfnis dazu hat.

»Auch wenn wir Clans gemeinsam feiern, so hat jedes Individuum seine
Zeit und seinen Platz, sich zurückzuziehen. Jeder hier respektiert das und
hält es selber so«, sagte er. »Bei euch wird das häufig als ein Affront gegen
die Gemeinschaft gesehen. Das Achten und Begreifen der Individualseele
ist euch fast gänzlich abhandengekommen. Ergebt euch wieder in das
natürlich-kosmische Recht des Individuums, sich als Einzelwesen auch
absondern zu dürfen.«

Mir kamen jetzt doch glatt die Tränen.

»Wenn ich mich von allen Dingen ausklinke, stehe ich alsbald sehr einsam
da.«

»Du spürst gerade das Dilemma eures Systems, das von euch alltägliche
Kompromissbereitschaft fordert«, erklärte Mordechai. »Du vernachlässigst
andere, wenn du ihnen nicht ständige Aufmerksamkeit schenkst, du hast
andere zu bedienen, du hast Schuld, wenn andere dich nicht verstehen usw.
Das ist exakt lichtkollektive Art, euch gänzlich einzubrechen. Doch du
solltest auch darüber nachdenken, warum dir so etwas passiert.«

»Ich weiß, ich habe das Schuldthema, das mir meine Eltern gesetzt haben,
noch nicht ganz erlöst. Danke Mordechai für den Hinweis.«

»Im Wedischen gibt es kein Du als solches, sondern ein Wir im Du und im
Ich-sein«, konstatierte Mordechai. »Und das ist erlernbar. Wenn du also
irgendein Problem mit deinen Mitmenschen hast, dann solltest du darüber
nachdenken, warum du es hast und wie du es lösen kannst. Du kannst nicht
von anderen erwarten, dass sie dein Problem erkennen und für dich lösen.«

»Daraus wächst Androgynität«, nickte Starsa. »Und nur so lassen sich


kreative Lösungen finden, Lösungen, die allen gerecht werden. Dass es die
nicht gibt, wird euch ebenso eingeredet. Ein kreativer Mensch ist auch in
dieser Hinsicht äußerst kreativ, weil er nicht mehr im puren Ja oder Nein
denkt, sondern unendlich viele Variationen dazwischen erkennt.

Auch was die Feste anbetrifft, so ist jedes Fest ist für uns individuell wertig
und wir begehen all unsere Feste und unsere Jahresbegehung so individuell,
wie uns danach zumute ist. Wir urteilen niemals über die Entscheidung und
das Tun eines Individuums – sie sind uns heilig.«

»Jahresbegehung ist Geburtstag?«

»Ja«, nickte Starsa, »und auch sonst begehen wir Feste individuell. Es gibt
keine Verpflichtung, außer der, alles zu achten und anzunehmen.«

»Und der individuelle Wunsch, jemanden um sich zu haben – wird der nicht
geachtet?«, fragte ich.

»Natürlich wird diesem Wunsch entsprochen – das ist doch klar«, lächelte
Starsa. »Bei uns ist jeder Wunsch im Wesen stimmig.«

»Ich sehe schon, wir haben hier noch einiges nachzuholen«, brummte ich,
»besonders die Klärung des eigenen Selbst.«

»Um nichts anderes geht es innerhalb unserer Gespräche«, warf Mordechai


ein. »Erst wenn ihr euch selbst gefunden habt, werdet ihr den Kosmos
voller Menschenwesen begreifen und vorfinden.«

*
8. Seelensignaturen
28.12.2007 Einfahrt – Treffen mit Nasmakrai und ein Abstecher ins All

Mara holte mich ab und fragte: »Möchtest du mit Nasmakrai und Ahan
einen kleinen Abstecher ins All machen?«

»Und ob ich das will!«

»Wir gehen Satelliten schütteln4 und tauschen welche aus, schauen kurz auf
der Mondrückseite vorbei und sind in einer Stunde wieder zurück«,
begrüßte Nas mich grinsend. »Du solltest dich umziehen – im Raumgleiter
ist es ziemlich schwül, weil er auf den Metabolismus der Voltrain eingestellt
ist.«

Er bot mir Kleidung von sich an, die ich gerne annahm. Doch wenn mich
jetzt jemand so sehen würde, würde er wahrscheinlich wüst lachen: Shorts
und Hemd, viel zu groß, um mich herum schlotternd und mit Hawaii-
Schick. Nasmakrai sah nicht viel besser aus, außer, dass ihm die Sachen
passten. Ich stellte mir vor, wie es wäre, wenn wir beide oben so ins Café
gehen würden und prustete los.

»Was denn – etwas mehr Respekt bitte«, blickte er an sich herunter. »Ich
mag es bunt.«

Er warf mir ein Handtuch zu. »Das wirst du brauchen in der fliegenden
Sauna.«

Die Flugsauna ist ein seltsames Ding. Er sieht etwas so aus:

Die einzelnen Rippen sind Lagerplätze und vorne in der Kuppel ist Platz für
insgesamt vier Menschen.

Ahan hatte seinen Raumanzug an – ein Atmosphärengleichrichter, den er


wegen der auf uns eingestellten Druckverhältnisse trug. Er begrüßte mich
herzlich und meinte: »Bist du nun enttäuscht, mit so einem Gerippe zu
fliegen? Wart erst mal ab, was man damit alles veranstalten kann.«

Wir hoben geräuschlos ab und flogen relativ langsam auf eine Höhe von
etwa fünf Kilometer. Dann schoss das Ding los, so dass ich die Luft anhielt.

»Vergiss das Atmen nicht«, klopfte mir Nas auf die Schulter.

Wir passierten die Polöffnung – ein leichtes Ziehen und die Haare stellten
sich auf.

»Das ist die Magnetosphäre, die künstlich aufrecht erhalten wird, damit
keine Unbefugten Scherze treiben«, grinste Ahan.

In etwa drei Minuten waren wir im freien Raum. Ich hatte Herzklopfen.
Während Ahan, Nas und noch ein Voltrain sich in die Rippenabteile
begaben, um Satelliten zu schütteln oder auszutauschen, blickte ich auf die
Erde und hatte eine Teilsicht auf den Mond. Ein unbeschreibliches Gefühl –
und trotzdem eins, das ich ganz tief in mir kenne.

Auf der Mondrückseite landeten wir kurz auf einem


Riesengebäudekomplex, der ausgeleuchtet war.

»Wir legen hier die ausgetauschten Satelliten zum Umrüsten ab, nehmen
bereits optimierte mit, die wir beim nächsten Einsatz wieder auslegen«,
erläuterte Nasmakrai.

Wir flogen wieder zurück, nicht ohne vorher an der irdischen Raumstation
vorbei zu rauschen.

»Ich kann nicht anders, ich muss das manchmal tun, um die Herrschaften
nicht vergessen zu lassen, dass wir die witzigeren Raumschiffe haben«,
gackerte Ahan. »Gleich geht das Gefunke los.«

Das Eintauchen in die Atmosphäre war ein Lichter- und Farbspektakel.

»Das sind Reibungspartikelchen«, erklärte Nas.


Wir waren aus dem Südpol rausgeflogen und flogen nun am Nordpol
wieder ein.

»Eure Raumfahrt- und Militärbehörden bekommen solche Bewegungen


zwar mit, aber tun können sie nichts«, lächelte Ahan. »Außerdem sind die
meisten Strategen bei euch Einwegdenker. Sie können sich nicht vorstellen,
dass wir sie anhand ihres Trägheitsdenkens ständig überlisten.«

»Die können doch nicht so dumm sein – das sind doch geschulte
Menschen«, warf ich irritiert ein.

»Die, die das Sagen haben, sind in der Tat dumm, Alfons«, lachte Nas auf.
»Sie sind vielleicht intellektuell geschult, aber wirkliche Intelligenz fehlt
ihnen. Dich und deinesgleichen könnten wir nicht so leicht überlisten. Ihr
denkt nicht nur dreidimensional. Auf den strategischen Positionen sitzen
militärisch gedrillte Kämpfernaturen, die keine Ahnung vom Faktor Humor
und Gerissenheit haben. Deshalb wundern wir uns ja, warum solche
Menschen bei euch das Sagen haben. Angehende Weden sind ganz anders.«

»Gott straft jeden, nur nicht die Weden«, ulkte ich.

Ich ging kurz duschen, weil ich nassgeschwitzt war.

Nasmakrai fuhr mit mir aus. Er mochte gerne mit mir in ein Lokal gehen,
weil er etwas ausprobieren wollte. Wir gingen gleich in die Gaststätte in
Maria Vesperbild.

»Ich möchte dir etwas beweisen, um dir zu zeigen, wie wir


Seelensignaturen erkennen. Dazu brauchst du nur meine Hand zu halten,
um mein Sichtfeld zu erhalten«, erklärte er mir unterwegs.

Er zeigte mir zuerst meine Seelensignatur in Farbe und hörbar als Ton. Die
Innenseite meiner Aura ist pur violett und der Ton wie das Flattern eines
schnellen Flügelschlags. Nacheinander richtete er seinen Fokus auf die
anwesenden Gäste. Keiner wies eine klare Farbe oder einen angenehmen
Ton auf. Bei der Bedienung war der Ton sogar äußerst unangenehm und
schrill.

»Eine noch sehr tierische Seelensignatur«, konstatierte er leise.


»Verwechsle die Signaturfarbe nicht mit dem Farbspiel der gesamten Aura.
Die Signaturfarbe zeigt den seelischen Wissensstand in Verbindung eines
freien Denkens auf, der Ton die Frequenz der Eigendynamik und
Verbundenheit mit Mater. Farbe und Ton interagieren so, dass wir genau
erkennen, ob jemand kontaktfähig ist und ob er für sein Weiterkommen
einen Kontakt überhaupt benötigt. Wäre dein Ton in Christas Frequenz
gewesen – ein leises Säuseln und Plätschern – hättest du keinen Kontakt
benötigt. Vielleicht hättest du über einen Kontaktler Informationen erhalten,
was dein Grundwissen lediglich bestätigt hätte. Kontakt zu erhalten,
bedeutet also nicht, dass jemand spiritueller ist als sein Umfeld. Doch
Menschen mit einer Seelensignatur wie diese hier sind sehr weit davon
entfernt, Kontakte zu erhalten. Es ist ein bestimmter Ton, der ruft.«

Er zeigte mir nun den Wirt. Hier sah ich zumindest Farbe – rot.

»Seine rote Farbe verhindert jeden Kommentar spirituellen Inhalts – sein


starker Stakkato-Ton verhindert zusätzlich ein Mitempfinden mit
Individualisten. Er ist ein purer Kollektivist«, erklärte er. »Seine Welt ist
jene, die ihm von anderen gesagt wird. Er hat keinerlei wirkliche
Lebenserfahrung und lebt nach Kollektivvorgaben. So sind etwa die Hälfte
der Erdenmenschen. Er würde auch einen guten Befehlsabnehmer –
Soldaten – geben oder einen dogmatischen Priester.«

»Priester oder Krieger?«

»Diese beiden Signaturen sind fast identisch«, nickte er. »Nun ist es so, eure
Chipkonzentration trägt exakt diese Frequenz. Der Asura-Chip ist ein
Gleichrichter, der auf den gesamten Organismus einwirkt, jedoch nichts bei
jenen ausrichtet, die A- oder B-Signatur haben und auch nichts bei bereits
aufgewachten Menschen jeglicher Couleur. Das heißt, wenn ihr alle gechipt
würdet, würdet ihr auffallen. Das gäbe schon einen ersten Kontrollcheck,
worauf ihr nicht gleichgerichtet reagieren würdet. Solche Menschen würden
sofort erfasst werden als potenzielle Gefahrenherde. Deshalb werden wir
alles unternehmen, das Chippen der gesamten Menschheit zu vereiteln.«
»Unser Problem ist derzeit das Lichtasurische«, folgerte ich. »Das
Durchschauen die wenigsten Menschen und werden davon infiziert.«

»Darin liegt für einige jedoch auch die Chance, daraus aufwachen zu
können, um dann den wedischen Weg zu finden«, erwiderte Nasmakrai.
»Wer nicht gerade unverbesserlich verbissen im esoterischen Wust der
Vervielfältigung verharrt, kann sich darüber freischwimmen.«

»Das heißt für uns abwarten und Tee trinken«, konterte ich.

»Richtig, Alfons, und je mehr Menschen erwachen, umso stärker wird euer
feinstoffliches Energiefeld.«

»Ich sage mir ja selbst immer wieder, wir Erdenmenschen müssen unseren
schwarzmagischen Okkultismus auflösen«, sinnierte ich. »Bis wir das
jedoch allgemein schaffen, gibt es noch viele Sträubekonflikte. Ich kann
mich ja nicht aus den vorherrschenden Energien ausklinken, als würde ich
ein Radio ausschalten – es bleibt dennoch die Frequenz im Raum.«

»Das ist schon klar. Eure Technik ist brutal und Sondermüll«, nickte er.
»Aber ihr seid dabei, feinere Frequenzen zu finden. In ein paar Jahren ist
die Mikrowelle als harte Trägerwelle gezähmt. Wir geben euren Satelliten
gemäßigtere Mikrowellenfrequenzen, wenn wir sie austauschen.
Frequenzen, die eure Wissenschaftler wohl zu nutzen wissen. Es muss nur
noch die Forschung der Militärhoheit entzogen werden – woran wir auch
arbeiten; und zwar auf der Mentalebene. Es sind schon viele von euch
zugänglich, die in diese Richtung forschen – und es fällt ihnen ebenso
einiges ein.«

Er lächelte mich an und fuhr fort: »Alternativprogramme gibt es heute bei


euch zuhauf und immer mehr Menschen begreifen den tieferen Grund
dahinter. Man will eine Alternative zum bestehenden System – das ist die
heimliche Revolte der Menschheit gegen den Kollektivwahn.«

»Obwohl manche Alternativen dem Kollektivwahn in die Hände spielen.«

»Nur scheinbar, Alfons. Die Fülle der Alternativen kann das


Kollektivdenken nicht mehr kompensieren. Irgendwann bricht es zusammen
unter dem energetischen Druck der Individualisten«, schmunzelte er. »Noch
jedes Kollektiv ist irgendwann zerbrochen und der Individualist hat
überdauert. Denn ein zerschellter Kollektivmensch findet sich letztlich
wieder als Individuum – und das will überleben. Das ist die Natur namens
Leben und Lebensfähigkeit. Nehmen wir zum Beispiel deine Enttäuschung
betreffs S. und anderen. Du kannst ohne sie individuell leben. Was dich
dabei zwickt, sind Entzugserscheinungen kollektiver Drogen, die da heißen:
Zwischenmenschlichkeit, Höflichkeit, Toleranz und Gemeinschaftstreue.
Der kleine Kollektivrest in dir flüstert manchmal noch, ob du nicht doch
einlenken sollst, aber dein Großteil Wede in dir sagt dir lächelnd: ‚Wirf den
Asura raus‘. Je weiter Menschen, die noch nicht ganz fassen konnten, was
ihr wirklich wolltet, wieder ins Kollektiv zurückfallen, umso aggressiver
reagieren sie auf das Wedische. Das geht so weit, dass sie dir deine
Verlautbarungen völlig verdrehen als hättest du das Gegenteil gesagt.«

»Das ist uns schon passiert«, warf ich lapidar ein. »Da kursieren die
seltsamsten Gerüchte. Man schiebt uns Dinge in die Schuhe, als hätten wir
sie verbreitet.«

»Das ist typisch«, nickte Nas. »Alleine schaffen sie es nicht, eine wedische
Energetik aufrecht zu halten. Sobald sie diese nicht mehr initiieren können,
fallen sie kollektiv zusammen. Sie brechen ein. Man reagiert wieder im
Kollektiv, darf spekulieren und interpretieren, muss jedoch nichts
Wesentliches mehr tun.«

»Blümchenesoterik, mit dieser Bezeichnung hat Tm. einen richtigen Treffer


gelandet«, grinste ich.

»Wahrscheinlich hat er das gespürt – nicht von Christa und dir, aber von
den anderen. Über die hatte er das ja auch gesagt.«

»Leider erkennen das derzeit noch die wenigsten«, brummte ich. »Das finde
ich einfach schade, weil Potenziale dadurch eingedämmt werden. Und jeder
einzelne von ihnen hat ein Riesenpotenzial.«

»Das muss nicht unbedingt so bleiben – manche brauchen einfach noch ein
wenig mehr Zeit«, folgerte Nas.
»Dann betrachte ich es ab jetzt als ein überstandenes Abenteuer mit
ungewissem Ausgang«, fiel mir spontan dazu ein. »Ich begebe mich in die
Position des Beobachters.«

»Das ist die klügste Entscheidung, die du treffen kannst«, lächelte


Nasmakrai. »Eure Energie ist wedischer Natur – ihr müsst nichts mehr
erklären, nur noch sein. So wie auch wir sind.«

»Satelliten schütteln«, grinste ich.

»Menschen rütteln, die dafür offen sind – das ist eure Aufgabe«, grinste er
zurück. »Wir alle gemeinsam zeitigen Wirkung hin zum Wedischen auf der
Erde. Das sollte euch immer bewusst sein.«

»Meine Kontakte sind jedoch auch nur ein Konstrukt von mir«, warf ich
ein. »Ihr seid meine Erfindung, wie auch andere Menschen meine
Erfindung sind«, entfuhr es mir fast bissig.

»Wir alle sind Konstrukte Maters«, lächelte er sanft. »Wer dir das nachsagt,
macht dich unbewusst zu einem Kreator und Genie. Lächle und nimm es als
Kompliment an.«

Ich begleitete Nasmakrai noch zum Einfahrtsportal. Seine Umarmung war


fest und sehr liebevoll, als wollte er mir zeigen, dass das Leben und Erleben
mehr als nur physisch echt ist.

»Je mehr du deine Macht des Schöpfens findest, desto mehr Lebensfülle
findest du und kannst sie an deine Mitmenschen weitergeben«,
verabschiedete er sich.

Ich rekapitulierte die heutige Einfahrt und das Erfahrene. Ich werde
reichlich beschenkt – wir werden reichlich beschenkt; mit einer Fülle an
Wissen und Erleben bedacht. Irgendwie darf ich Einsichten haben an den
zwei Enden oder Anfängen des kosmischen Portals zum Wedischen. Da ist
noch viel mehr – das spüre ich. Mein Ego fühlt sich gebauchpinselt, weil
ich auch Harukanier und Saraphinen kennenlernen darf, wie damals
Hesekiel, mit dem ich mich manchmal fast identisch empfinde.

Ich spüre Saraphinen um mich herum und sehe sie sogar beim
Augenblinzeln. Ich glaube, es wird langsam Zeit, darüber mit Ar. zu
sprechen.

Alleine das Raumerlebnis von heute könnte Bücher füllen. Davon werde ich
noch träumen. weil es tiefe Eindrücke hinterlassen hat. Auch, dass der
Mond tatsächlich teils künstlicher Natur ist, ließe sich faktisch
ausschlachten – wenn ich das wollte. Aber was bringt das? Vielleicht
vorweggenommene Aufklärung die im Heute gar nicht relevant ist. Erst
heute begreifen die Menschen annähernd, was Jules Verne im 19.
Jahrhundert geschrieben hat. Ich denke, so wird es auch bei meinen
Publikationen sein. Doch ich hoffe, dass ich mich da irre. N. schrieb mal im
Forum: Man muss erst verrückt sein, um die menschliche Wahrheit zu
beschreiben. Diese Worte haben sie mir sehr nahe gebracht.

4 So bezeichnen Nasmakrai und Ahan es, wenn sie die Haarp-Satelliten


durch elektromagnetische Impulse herunterfahren.
9. Natur bietet
Anschauungsunterricht
30.12.2007 Einfahrt – Gespräch mit Mara und Ulluer

Mara musste schon wieder mit mir kinesiologisch arbeiten. Ich hatte einen
neuen Einschlag. Warum ich es immer noch nicht schaffe, bei Angriffen
gelassen zu bleiben, kann ich selbst nicht begreifen. Ich versuche gelassen
zu bleiben, doch es funktioniert nicht so, wie ich es mir wünsche.

»Du solltest dein Herzchakra drei- bis viermal täglich mental trainieren, um
dir ein Freudengefühl zu suggerieren«, wies sie mich an. »Denk dir einen
mentalen Schutzschild oder stelle dir vor, du befändest dich in einem
energetischen Kokon, der alles abschirmt, was dir ans Herz geht.«

Sie reichte mir eine Kräutermixtur, die mich dabei unterstützen soll. Sie
erinnerte mich geschmacklich an Marions Kräutermischung.

»Ja, trink Wildkräutertee! Der unterstützt immer«, nickte sie. »Du


bekommst nicht umsonst solche Mixturen zur rechten Zeit – das bedingt das
Gesetz, dass Gleiches und Gleiches sich anziehen. Die Natur bietet euch
alles, was ihr braucht. Leider nutzt ihr sie viel zu wenig. Achte darauf,
welche Kräuter in deinem Umfeld wachsen und nimm am besten genau
diese. Das ist jetzt im Winter bei euch natürlich nicht möglich, aber als
Hinweis für künftige Zeiten. Im Winter kannst du dann auf getrocknete
Kräuter zurückgreifen.«

»Du wirkst schon etwas ruhiger, als vorhin«, stimmte nun Ulluer ein.
»Mache jetzt nur nicht den Fehler und grolle über jene, die dich so belasten.
Lerne Gelassenheit und denke an die Worte Jesu, der sagte: Gott vergib
ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.«

»Darüber dachte ich letzte Nacht schon nach«, erwiderte ich, »und ich kam
zu dem Ergebnis, dass ich mich einerseits trotzdem freue, mit diesen
Menschen einen Teil meines Weges gegangen zu sein. Ich glaube, mein
Problem liegt darin, dass ich das, was mir dabei durch den Kopf geht, noch
nicht mit dem Herzen durchsetzen kann.«

Ich möchte jetzt jedoch zu dem Thema übergehen, über das ich mit ihnen
sprechen wollte und fragte nach den 144 Wesentlichkeiten
(Archontenenergien), wovon wir fast nur die dunklen Seiten erkennen und 2
tatsächlich leben – nämlich Luzifer und Satan.

»Ihr beide könnt schon mehr ergreifen und in euer Leben integrieren«,
folgerte Mara sanft. »Vieles erfasst ihr dynamisch fließend, so dass ihr nicht
nur schwarz-weiß agiert. Zwischen den Aspekten Gut und Böse finden sich
mannigfaltige Nuancen harmonischer Übergänge. Diese spürt ihr intuitiv
und könnt sie zum Beispiel bei dem Rufen der Himmelstunnel anwenden.
Ihr habt ja selber gemerkt, dass ihr diese Dimensionstunnel in bestimmten
Farben anzieht. Nun, die einzelnen Stufen zu deklarieren, hieße ein starres
und somit undynamisches Konzept zu erstellen. Das funktioniert so nicht.
Ihr werdet es spüren, wie ihr im Laufe eurer Arbeiten zwischen 1 und 144
hin- und herschwingt.«

»Im Zusammensein mit anderen Menschen ist es manchmal nötig, eine


bestimmte Stellung zu beziehen«, fuhr Ulluer fort, »insbesondere bei
Menschen, die die Nuancen zwischen 1 und 144 nicht erfassen. Hier greift
dann das Prinzip, nicht die Perlen vor die Säue zu werfen. Ich weiß, wie
schwer es bei euch oben ist, die 144 Wesentlichkeiten zu erklären,
geschweige denn offen auszuleben. Zu lange habt ihr nur das Dunkle
betrachtet. Das ist ein Lernprozess in der Ganzheit der Trinität und kann
physikalisch-logisch nicht dargestellt werden. Aber du weißt, wenn du für
dich ganzheitlich denkst, es dir visualisierst, überblickst du das
Gesamtspektrum aller 144 Wesentlichkeiten. Das kannst du nur mit
wirklich Gleichgesinnten erarbeiten. Was Christa vor kurzem aufgezeichnet
hat, ist sehr gut. Sie sollte das Ganze noch weiter ausarbeiten. Du brauchst
uns dafür nicht – das könnt ihr alleine.«

»Christa und ich spüren oftmals ein Wissen, das wir anderen gar nicht
erklären können«, folgerte ich. »Dann ist es – zumindest bei mir – so, als
sei ich im absoluten Göttlichkeitsfeld, worin alles zugleich geschieht und
alles augenblicklich Ist.«
»Das ist das, was ihr als Erleuchtungszustände beschreibt«, nickte Ulluer.
»Es sind kurze Augenblicke, wo das Ich-Bin mit dem Urvertrauen eins ist –
wo der Christusgeist die Führung übernimmt.«

»Genauso empfinde ich das hinterher«, warf ich ein. »Doch da bin ich
schon wieder im Ich-Bin. Trotzdem liebe ich diese Momente. Ich bin dann
irgendwie wahrhaftig daheim.«

»Alle Mystiker erfahren dies«, lächelte Mara. »Und der wedisch lebende
Mensch kann dies nach Belieben forcieren. Er agiert dann metaphysisch,
quantenrelevant und innerhalb aller paranormalen Aspekte. Je nach
Mentalstärke kann der Wede alles, was er sich vorzustellen vermag.«

»Würdet ihr mich dabei mitnehmen können?«

»Nein, das funktioniert so nicht«, grinste Ulluer. »Dazu müsstest du in


deiner Gesamteinstellung noch viel reiner in diese Faktoren trauen.
Vielleicht schaffst du es in diesem Leben noch, ein paar Meter zu
teleportieren oder dir ein Einfahrts- und Ausfahrtsfenster in deinem Garten
zu gestalten. Doch du bist jetzt schon durchaus fähig, dich mental mit
Gleichgesinnten kurzzuschalten.«

»Eure Energie ist jedoch schon eine Integralenergie, die aus euch strömt,
wenn die dafür offenen Menschen bei euch sind – oder ihr bei denen«,
folgerte Mara. »Habt ihr schon mal bewusst probiert, diese Energie
auszuweiten, zum Beispiel auf viele Kilometer oder hunderte davon?«

»Geht so etwas?«, fragte ich.

»Und ob«, lächelte sie, »stellt euch als Mittelpunkt vor und visualisiert euch
eine energetische Welle, die sich ringförmig von euch ausbreitet. Je stärker
ihr euch das visualisiert, desto weiter reichen die Wellen. Auch das lässt
sich trainieren, um auch noch kleine Botschaften aufzuprägen. Das ist
lediglich ein Trainingsprozess, der eben etwas Zeit, Geduld und Disziplin
erfordert.«

»Beginnt zuerst damit, euch ein zweifelloses Denken aufzubauen. Redet in


der Öffentlichkeit nicht darüber, um andere nicht dazu aufzufordern, euch
zu kritisieren. Der wahre Mystiker behält sein Tun und sein Wissen so lange
für sich, bis er darin vollends gefestigt ist, bis er zur vollendeten Autorität
geworden ist. Erst dann darf er sein Können einem anderen weitergeben.«

»Dann dürfen wir bis zur Vollendung auch S. nicht davon unterrichten?«,
fragte ich.

»Ihr dürft ihn dann unterrichten, wenn ihr eine Thematik in der Tat
beherrscht. Aber ihr könnt ihn theoretisch in euer Vorhaben einweihen –
auch andere, die ihr dafür geeignet haltet und die sich dafür interessieren –
damit er oder sie selber für sich üben können«, warf Mara ein, »denn es ist
für euch noch Theorie, mit der ein Mensch, der überhaupt noch nichts damit
anfangen kann, völlig überfordert wäre. Doch S. ist zum Beispiel würdig
und wird wissen, nun selber nicht mit anderen darüber zu sprechen.«

»Wichtig bei allem ist, dass ihr die Menschen persönlich kennt, denen ihr
dieses Wissen weitergeben wollt«, nickte Ulluer. »Unbedarft damit
umzugehen, ist hier eher schädlich.«

Wir waren kurz am Teich und ich warf Steine ins Wasser. Das
versinnbildlichte mir dann noch einmal, diese wellenförmige
Energieerweiterung.

»Je größer die Wucht des Steines, desto weiter ziehen sich die Wellen hin«,
folgerte ich laut. »Je stärker das Bewusstsein dafür, desto weiter pflanzt sich
unsere Energie fort.«

»Das war ein einfacher Anschauungsunterricht«, lachte Mara. »Die Natur


gibt euch alle Antworten auf allen Ebenen. Ihr dürft sie einfach nur
anfordern. Das gesamte physische Leben ist eine Metapher Maters, aus der
wir alles nehmen können, wonach uns ist. Wenn du Liebeswellen für
Christa empfindest, spürt sie diese und gibt sie zurück. Und so lebt ihr zum
Großteil miteinander. Daraus resultiert euer beider Wunsch, die
Jahreswende mit euch alleins zu verbringen. Diese Entscheidung ist
kosmisch völlig richtig.«

»Du sagtest alleins – das ist noch treffender als alleine«, lachte ich jetzt.
»Weil es so ist«, strich mir Mara über die Wangen. »Ihr habt euch diesem
Tag zu einem persönlich-gemeinsamen Festtag genommen. Also begeht ihn
in Freude und im Alleinssein.«

»Ich spüre jetzt so eine Fülle in mir, die ich nicht definieren kann«, sinnierte
ich.

»Musst du auch nicht«, lächelten beide, »einfach genießen und bewusst als
Beweis für Künftiges festhalten.«

*
10. Aufbau von Siedlungen
22.01.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mordechai und Mara

Es sei bei allem was wir tun, immer vordergründig die Wahrnehmung des
Einzelnen zu beachten. Denn die Sicht auf die Realität sei vielfältig, sagte
Mordechai auf meine Frage hin, warum ich so oft so starke Diskrepanzen
unter den Menschen wahrnehme – selbst unter Menschen, die zum Beispiel
Siedlungen nach der Vorstellung Anastasias aufbauen möchten.

»Nur wenige Menschen nehmen Energetisches wahr und wenn, dann


oftmals interpretativ«, nickte Mara. »Energien direkt und objektiv
wahrnehmen in Verbindung mit sinnlicher Wahrnehmung, ist bei euch
bisher nur sehr wenigen eröffnet. Zumeist werden energetische
Wahrnehmungen sehr idealistisch interpretiert, woraus das Gegengewicht
des Ausgleichs nicht zum Tragen gelangt. Die Weden betrachten samt und
sonders alles neutral und es wird von jedem Einzelnen nur das genutzt, das
für ihn individuell annehmbar und ausführbar anmutet. Jeder idealistische
Versuch, das Wedische in eine Gemeinschaftssystematik zu leiten, schlägt
fehl. Der Mensch kann nur in sich selbst in die Mitte kommen und zum
Weden werden. Eine wedische Gemeinschaft kann aus diesem Grunde nur
innerhalb von Menschen entstehen, die selber in ihrer Mitte sind. Alle
anderen Gemeinschaften sind höchstens auf dem Weg, eine solche zu
werden. Installieren lässt sich da gar nichts – das Wedische ist weder zu
planen noch irgendwo zu konzentrieren und es unterliegt keinen äußerlich
aufgestellten Regeln. Es ist eine Mentalität, eine Kraft, die nur im klaren
individuellen Wahrnehmen zum individuellen Leben gelangt.«

»Irgendwie möchte man jedoch ein bisschen ans Planen gehen«, warf ich
ein, »irgendwo eine wedische Heimat finden.«

Mordechai lächelte nickend. »Das geht ja auch, eben nur nicht mit jedem,
der sich an solch ein Vorhaben anhängt. Die Menschen, die das angehen,
müssen in sich sehr klar sein. Eine Gruppe von Menschen, die in sich klar
ist und das Ziel einer wedischen Siedlung hat, wird dann auch Menschen
dabei verkraften, die in sich noch nicht so klar sind. Doch sobald feste
Regeln aufgestellt werden müssen, weil die Menschen die Energetik, die
dahintersteckt, nicht einmal ahnen können, dann wird es sehr schwierig,
weil es niemals allgemeingültige Regeln geben kann. Wenn die
teilnehmenden Menschen in sich die Grundlagen, die ein wedisches
Miteinander bedingen, nicht spüren – zum Beispiel in Bezug auf den
Umgang mit der Natur oder auf den Umgang untereinander – dann wird es
sehr schwer. Es wird kein Umformen der Menschen von außen geben.«

»Und was ist mit den russischen Landsitzsiedlungen?«, fragte ich.

»Sie sind russisch, Alfons – und sie sind noch so lange nicht in einem
wedischen Fluss, solange dahinter Macher und Initiatoren sagen, wo und
wie es langgeht«, folgerte Mara. »Es finden sich viele Streitpunkte und eine
große Einflussnahme, hieraus ein lichtes Kollektiv zu formen. Ein Kollektiv
bietet Regeln in großer Menge und die Menschen, die in sich unsicher sind,
werden danach greifen wie zu einem rettenden Strohhalm. Sie sehen in den
Landsitzsiedlungen eher so etwas wie Landsitzkolchosen. Natürlich gibt es
dort auch eine ganze Reihe Menschen, die tatsächlich dem Wedischen
entgegenstreben. Aber die haben es innerhalb von festgesetzten Regeln
nicht einfach. Zum Glück ist der Anteil der Menschen in diesen Siedlungen,
die Megrés Bücher gelesen haben, sehr hoch, so dass es sich irgendwann
richten wird. Die Energetik der Landsitze, auf denen die Menschen leben,
wird dabei behilflich sein. Du solltest jedoch bedenken, dass die Russen es
insofern leichter haben als ihr, da sie nicht dermaßen gegen bürokratische
Hemmnisse kämpfen müssen. Sie können sich ruhiger auf den Aufbau der
Siedlungen konzentrieren. Ihr müsst in Deutschland viel mehr Hürden
überwinden und deshalb ist es bei euch umso wichtiger, dass jede
beginnende Siedlung einen sehr starken und in sich gefestigten Kern hat.«

»Auch bei uns gibt es viele unterschiedliche Interpretationen, was wedisch


bedeutet«, sinnierte ich.

»Nur eine ist die echte, nämlich jene, in der keine Schwertkämpfer, Führer
oder Helden vorkommen, sondern nur die Ahnen«, fuhr Mara fort. »Da
spielen weder Volkshelden noch irgendwelche hervorgehobenen Götter eine
Rolle – es sei denn, man zieht sich selber die Kraft der Götter an. Nicht das
Weib wird hilflos, noch der Mann ein Macho sein, der diktiert. Echte
Weden sind Ästheten und handeln individuell und intuitiv. Alles andere
geht gar nicht. Nur eine innere Vorbereitung sowie die Achtsamkeit auf die
Zeichen der Zeit werden euch sagen, wann ihr für den Landsitzaufbau eine
klare und unangreifbare Chance bekommt. Sich eine Siedlung erzwingen zu
wollen, hieße Potenziale, Kräfte und sein begrenztes Hab und Gut in den
Sand des Gesellschaftsverbundes zu setzen. Was ihr heute als wedisch
abringt, kann sich morgen als ein Pseudo herausstellen, da es von euren
Gesetzgebern als illegales Vorgehen deklariert wird. Achtet auf die Zeichen
– die werdet ihr bekommen. Du gehst ja auch nicht im Winter Himbeeren
pflücken.«

»Anastasia sagte ja nicht umsonst, jeder solle im Rahmen seiner


Möglichkeiten beginnen und wenn es mit einem Schrebergarten ist. Sie
sagte niemals: ›Ihr müsst sofort in die Vollen gehen und gegen die noch
bestehenden Gesetze kämpfen‹«, sagte Mordechai weich.

»Und genau das spüre ich«, nickte ich. »Trotz dem Enthusiasmus, den viele
Menschen auch in Deutschland haben, sollten wir nicht blind drauflos
agieren, sondern gerissen und sehr bewusst vorgehen.«

»Der Enthusiasmus ist wichtig – ohne ihn geht es gar nicht. Doch gegen
bestehende Strukturen zu kämpfen ist falsch. Ihr solltet eher schauen, wie
ihr bestehende Strukturen aufweichen und für euch nutzen könnt«, nickte
Mara. »Wenn die Idee zur Reife gelangen soll, muss das Umfeld in
Ordnung sein.«

»Zuerst muss jeder sein eigener Führer werden und in der Lage sein, über
die Gegebenheiten hinweg klug und bar jeglicher Angriffsfläche sein
eigenes und gleichzeitig das gemeinsame Paradies zu gestalten. Macht euch
die Gegebenheiten des Systems zunutze und ihr werdet nach und nach
begreifen lernen, wie es sich auflöst und wie ihr euch weiter ausweiten
könnt. Ihr schafft so einen Brennpunkt immer freier werdender
Möglichkeiten und könnt sie dann ganz legal in Anspruch nehmen.«

»Ich ahne so, konnte es aber bisher nicht so in Worte kleiden«, warf ich
erleichtert ein.
»Weil du von Komplikationen umgeben bist«, grinste Mordechai, »und von
so vielen Energien anderer Menschen, die alle suchen und zu finden
hoffen.«

»Harkon sagte mir einmal, bei ihnen sei es ähnlich gewesen«, sinnierte ich.

»Es gibt kaum etwas Neues in der Galaxis«, grinste sie. »Doch
Überraschungen gibt es schon noch. Das Leben ist spannend.«

»Erst recht aus eurer sicheren Warte«, blinzelte ich ihr zu.

»Wirst du persönlich?«, blickte Mordechai mich schräg an.

»Sicher«, nickte ich. »Vielleicht überseht ihr, ich sitze mitten drin.«

»Diesen Bühnenauftritt hast du dir selbst ausgesucht – wir haben nur


Logenplätze inne«, erwiderte sie prompt. »Du hättest es auch anders
gekonnt.«

»Ach, und wie bitte schön?«

»Bleib ruhig, Alfons«, lachte Mara auf. »Wir alle suchen uns das Lebens-
und Erfahrungsfeld aus, weil wir etwas Bestimmtes lernen und lehren
müssen – so war das gemeint.«

Mehr war jetzt aus ihnen nicht heraus zu holen – beide mussten für heute
wieder gehen.

*
11. Persönliche Geschmacksnoten –
Natur ist pfiffig
04.03.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mara und Ulluer

Nachdem ich nun länger nicht eingefahren war, hatte ich heute das
Bedürfnis dazu – einfach nur so. Vor allem wollte ich noch mal in die
Röhre. Anschließend ging ich alleine spazieren und genoss die
unverfälschte Natur. Einige Feldbereiche werden umgestaltet und am
Gemeindehaus soll ein neuer Festplatz entstehen. Es werden Naturfelsen
geschichtet und zu unbehauenen dolmenähnlichen Gebilden formiert. Ein
Anbau an Gemeindehaus entsteht und am Eingang werden neue
Blumenbeete gepflanzt. Alles geschieht in Symbiose mit der Natur. Im
Moment sind nur zwei Frauen am Werkeln, so dass ich auf einem
Holzpflock mit Steinsitz meine Eindrücke notieren konnte. Ich dachte an
unseren Garten, dem ich heute meine Signatur gegeben habe. Hat mir
gutgetan.

Ich ging zu Ulluers Garten, wo Mara an einer Tunika stickte. Das sei ihre
meditative Handarbeit, meinte sie, darauf angesprochen.

»Du wirst erleben, wie gut es dir tun wird, im eigenen Garten immer etwas
Neues und Schönes hinzuzufügen«, lächelte sie. »Das steht dir ins Blut
geschrieben mein Lieber – du hast dir all das bisher nur versagt, um
Unwichtiges wichtig zu machen.«

Dem konnte ich nicht mehr widersprechen.

»Vielleicht solltest du dir mal überlegen, deine Hauptenergie in die Natur


fließen zu lassen, denn sie gibt dir das Dreifache an Dank umgehend
zurück«, schmunzelte sie. »Und dann kannst du noch authentischer
schreiben.«
»Ich komme sowieso nur zäh vom Fleck für mein Folgebuch«, sinnierte ich.
»Mir fehlt der nötige Antrieb, die Tagebücher weiter abzuschreiben –
irgendwie recht langweilig.«

»Musst du denn chronologisch und pedantisch nach Wortvorlage


schreiben?«, blickte sie mich schräg an. »Warum schreibst du nicht aus dem
Gedächtnis und nach Tagesempfinden? Wen interessiert deine
chronologische Erfahrung – es geht doch um Inhaltliches.«

»Du meinst, ich soll einfach so schreiben? Daran habe ich noch nie
gedacht«, warf ich verblüfft ein.

»Mir scheint, dein Gedächtnis funktioniert so gut, dass du kein Ablesen


benötigst. Du bist aber auch zu kompliziert«, lachte sie mich aus. »Lass es
einfach unkontrolliert fließen, wie du es beim Schreiben empfindest und
nicht in einem Vollzug vergangener Notizen.«5

»Das ist der Inquisa in ihm«, klopfte mir Ulluer von hinten auf die Schulter.
Er nahm Platz und grinste mich an. »Na, mal wieder im Fahrwasser von
Pflichterfüllung gegenüber deinen Notizen von vor dazumal?«

Da ich rot wurde und zudem sprachlos, fuhr er belustigt fort: »Wenn du so
an dein Tagewerk herangehst, möchte ich gar nicht wissen, welches Plansoll
du mit dir herumschleppst. Kommst du noch dazu, einen Baum zu pflanzen
oder in eine müßige Entspannung? Kein Wunder, wenn du keine
persönlichen Wünsche hast, sie sind erst gar nicht in deinen Alltag
eingeplant. Oder finden Wünsche und Visionen noch einen Platz innerhalb
deiner Sollerfüllung?«

»Alf funktioniert scheinbar nur noch mit einem fixen Plan linearer
Kriterien«, feixte Mara mit ihm herum. »Wenn beim oberirdischen
Menschen etwas nicht exakt chronologisch abläuft, ist es vorbei mit seiner
Ruhe. ›Oh, ich laufe nicht linear – verlasse meine Vorgaben; oh, Mann –
Stress; ich bekomme nichts mehr hin; noch mehr Stress; oh je – was ist nur
los mit mir? – und so weiter!‹ Ja, das ergibt deine momentane Verfassung,
die du deiner Seele spiegelst. Und du wunderst dich, wenn dir schwindelig
wird! Mein Lieber, du solltest jeden Tag mindestens eine bis zwei Stunden
etwas im Garten tun, nicht an deine sonstwie gearteten Verpflichtungen
denken und dann schreiben, wenn dir danach ist.«

»Könntet ihr mir das vielleicht weniger sarkastisch sagen?«, fragte ich
irritiert in die Runde.

»Nein«, grinste Mara, »diese Sprache ist dir doch am geläufigsten – nicht?
Du brauchst das.«

»Und ich dachte, du wärst nicht so ein Besen wie M.«, entfuhr es mir.

»Ein Besen? Besen fegen aus«, lachte Ulluer. »Trotzdem magst du sie,
diese M.«

Mir wurde klar, was sich hier anbahnte und ich musste einfach mitlachen.

»Du solltest drangehen, jeden schönen Tag etwas in eurem Garten zu tun«,
folgerte Mara. »Das solltest du dir als Programm des Ausgleichs und zu
deiner Erstarkung setzen. Dann kommst du auch wieder in die innere Ruhe,
die du zum authentischen Schreiben brauchst. Im Moment – so habe ich an
dir reflektiert, brauchst du mehr den Garten und das Tun darin, als
möglicherweise Christa. Denke nicht darüber nach, ob du die Zeit dafür
hast oder warum du das brauchst. Es gehört zu deinem Sein – so einfach ist
das.«

Ulluer holte eine weiße Karotte aus dem Garten und reichte sie mir
gereinigt.

»Iss jetzt mal meine Karotte und dann zum Vergleich eine von Mara«, ließ
er mich kauen.

Der Unterschied ist enorm. Seine Karotte ist sehr süß – Maras herber und
nussiger.

»Identische Samen – persönliche Geschmacksnoten«, lächelte Ulluer,


»beide Beete wurden zum gleichen Zeitpunkt eingesät, nur von zwei
unterschiedlichen Menschen betreut.«
Sie nehmen zum Ankeimen entweder das Saatgut in den Mund oder
Urinpotenzwasser – 1:100 verdünnt und durch Schütteln potenziert. Damit
gießen sie das persönliche Saatgut bis die Spitzen aus dem Boden keimen.
Das reiche aus, um sie mit Informationen des Menschen zu füttern und mit
dementsprechend unterschiedlichen Inhaltsstoffen anzureichern – die
persönlichen Geschmacksnoten entstehen.

»Wer es für die Sippe machen will, der kann das mit einer Mischung
machen«, grinste Ulluer. »Und für alle in der Sippe sind die Inhaltsstoffe
vorhanden. Natur ist pfiffig, Alfons!«

»Desgleichen ist so eine Verdünnung bei Krankheiten heilsam, wenn man


sie in einer 1:1000 Potenz in sein tägliches Trinkwasser gibt – aber nur den
Urin des 3. Gehens.«

»So eine Kur sollte drei Wochen lang durchgeführt werden und bei Bedarf
alle drei Monate wiederholt werden«, folgerte Mara. »Sie entsäuert und
richtet den gesamten Zellorganismus wieder aus. Der Mensch besitzt seine
eigene Apotheke und die Natur gibt dir dazu die weiteren Informationen,
gesund zu werden und es dann auch zu bleiben.«

»Was nützen dir deine Notizen, wenn du sie dann doch nicht ins Tun
umsetzt?«, fragte mich Ulluer. »Das mit dem Urin erzählte Peter dir schon
vor Jahren. Hast du dich daran orientiert?«

»Ich hatte es schlicht vergessen.«

»Also, warum dann deine Chronologie, wenn man sie dennoch vergisst?
Nur authentisch sein bringt es«, grinste er.

»Lasse dich nicht mehr von einem Abgabetermin jagen«, warf Mara ein.
»Du bestimmst ihn – und das wird auch jeder klar denkende Verleger ohne
Kommentar so akzeptieren.«

»Geht in eure Garten- und Naturkraft und alles andere wird sich lösen«,
fügte Ulluer hinzu.
»Führe dich selbst in Versuchung zum Christosgeist und halte dir für
Notfälle deine Voltraingenetik als Stütze. Du könntest sehr leicht deine
eigene Genetik zur Ausheilung beeinflussen«, lächelte Mara. »Deine
Voltraingenetik kann ja selbst einem Asura das Fürchten lehren.«

»Wehe ich finde in meinem Garten eine Asuraschnecke«, brummte ich


gespielt gefährlich.

»Es ist deine ersichtlich humorvolle Art, die dich im Grunde recht
unbeschadet durchs Leben begleitet«, folgerte Mara lachend. »Bewahre sie
dir und lehne dich an ihr an., als wäre sie eine liebevolle Freundin.«

»Dabei ist doch Humor männlich«, konterte ich.

»Aber die Art dazu ist weiblich«, gluckste Mara. »Humor ist insgesamt
androgyn. Hach, Wortspiele machen Spaß.«

Mara und Ulluer mussten weg, aber ich dürfe noch bleiben, wenn ich das
möchte, meinten sie beim Abschied. Sie trauen mir völlig und das ist
ungewohnt. Und dennoch tief drinnen in meinen Urerinnerungen ist es
völlig natürlich.

Ich kam mir nun etwas verloren vor. Längere Zeit war ich nicht mehr mit
mir selbst ganz alleine. Nun erwartete ich jeden Augenblick, dass jemand
anders kommt. Aber es kam keiner. Selbst Ragnar schlief auf einem
Baumstumpf und schnarchte leise. Es war irgendwie unwirklich – trotzdem
real, weil es ja auch so still war, bis auf die Naturgeräusche, wie Wind,
Vögel und Wasserlauf. Es war ein völliges Fehlen von Maschinen, Autos
und Flugzeugen – nicht mal Stimmen oder eine Fehlzündung von
irgendwas.

Es fiel mir sehr schwer, diese Eindrücke nicht mehr zu notieren, obwohl mir
noch viel durch den Kopf ging. Denn selbst das Aufschreiben wäre zu laut
gewesen. Himmel, wie unfassbar schön doch die Stille sein kann!
Ich bin ein Katzentyp – das ist mir dabei so richtig bewusstgeworden.
Warum? Weil ich deren Behäbigkeit und rasend schnelle Wandlung zum
Raubtier bewundere. Und sie tun Artgenossen nichts wirklich Böses.
Wahrscheinlich bewundere ich ihre Individualität und Konsequenz, nichts
anderes sein zu wollen, als was sie prinzipiell sind. Wie klar und
unverfälscht doch Tiere in einem freien Umfeld sind. Wir können sehr viel
von ihnen lernen.

Christa hat recht: Tiere sollten in ihrem natürlichen Umfeld sein, dann sind
sie edel und unverdorben schön zu beobachten. Und genau das benötigen
wir Menschen auch wieder. Das Wedische ist der wissende Weg der
Menschheit, dort liegt die Natürlichkeit des Menschseins.

Heute hatte ich auch wieder eine Freude daran, auszufahren, weil ich seit
heute weiß, ich kann mir die Energie von Innererde und den Weden auch im
neuen Heim gestalten. Eben so, wie Christa und ich dazu fähig sind. Und
wir sind noch zu viel mehr fähig, als ein schönes Heim zu gestalten. Wir
können aus einem schönen Umfeld heraus authentischer unser Wissen
umsetzen, aus der Theorie in die Praxis gehen, so dass diese anfassbare
Wirklichkeit wird. Das ist die Wegbegehung zurück zum Ursprung.

Die Göttin Fortuna hat es gut mit uns gemeint, uns so ein schönes Häuschen
mit Garten zu überlassen, das uns finanziell frei durchatmen lässt. Dass es
keine Heizung hat, sehen wir eher positiv. Ein Holzofen ist doch etwas ganz
Kuscheliges. Und jetzt sind wir fix genug, alle positiven Register daraus zu
ziehen.

Mordechai kam zu mir, weckte mich aus meinen Gedanken und machte
mich darauf aufmerksam, dass ich entweder innerhalb von 30 Minuten
ausfahren müsse, ansonsten bekäme ich erst wieder nach vier Stunden ein
Ausfahrtfenster.

»Wie du es behagst, Alfons«, lächelte sie mich liebevoll an. »Du bist in
Gedanken und reflektierst dich und deine künftigen Aussichten – das ist
gut, mein Lieber. Was auch immer du möchtest, du brauchst es mir nur zu
schildern, dann wird es so sein.«

»Ich möchte jetzt ausfahren«, sagte ich ihr.


»In spätestens 30 Minuten also«, nickte sie freundlich und ließ mich mit
Ragnar alleine zurück.

Ich schaute mir, bevor ich ging, den Garten noch mal genauer an, um ihn
mir einzuprägen. Christas Ideen dafür sind schon ziemlich dicht daran.
Aber da werde ich noch etwas auf der Ostseite machen, was mir hier gut
gefällt. Topinambur und Kartoffeln und an der Südostseite ein kleines
Gewächshaus im nächsten Jahr. Mal sehen – ich werde wohl demnächst
Christa nicht mehr alles alleine bewältigen lassen.

5 Mir – Christa – bleibt jedoch leider nichts anderes übrig, weil ich ja diese
Gespräche so nie mitbekam.
12. Zwölf und dreizehn
06.03.2008 Einfahrt – Treffen in größerer Runde

Alf und ich hielten an den Vortagen enorm viele Gespräche. Ich hatte viele
Erkenntnisse bezogen auf die magischen Zahlen zwölf und dreizehn
erhalten und Alf überfielen verstärkt Inkarnationserinnerungen, in denen es
um den Krieg und die Auswirkungen daraus ging. Das Thema Kampfgeist
spielte dabei eine große Rolle, der ihn auch heute noch immer wieder
überfällt.

»Kampf ist auch eine Bereitschaft, mit allen möglichen Mitteln der
Koexistenz ohne Waffen einen allgemeingültigen Konsens zu finden«,
erklärte Starsa. »In der Tat ist es so, dass es zu einem Waffengang nur dann
kommt, wenn beide Parteien zu keinem Miteinander finden. Was da bei
euch stattfindet, ist kein Auskämpfen um freies Lebensrecht mehr – es
werden Kriege aus der Notwendigkeit wirtschaftlichen Überlebens geführt
und das für ein paar hundert Großfamilien, die sich untereinander nicht
einig werden.«

»Auch wenn kein offizieller Krieg herrscht, findet bei euch eine Art Kampf
statt, weil ein Teil Angst vor den Obigen hat«, konterte Aristide. »Wir
sollten aber auch festhalten, dass zusätzlich noch sowohl innen als auch
außen verstärkt Kampfkräfte zerren. Die gesamte Erde befindet sich im
Übergang zur Versöhnung – ob nun Waffengänge oder nicht; es werden
überall die jahrtausendealten Krusten abfallen müssen und das schmerzt
und reinigt zugleich.«

»Du solltest auch wissen, dass die Erde jenen gegeben wurde, die heute
unterdrückt werden von nicht hierher Gehörigen«, blickte mich Aristide
offen an. »Du siehst natürlich das Leid, solltest jedoch nicht übersehen, wer
das Leid grundsätzlich zu verantworten hat. Da gibt es inzwischen viele
Menschen, die das konsequent erkennen und dementsprechend wirken. Und
ihr A und B – wie du sie bezeichnest – tut eures dazu, weil ihr eben alle
wiederverkörpert seid. Dein aufkommender Kampfgeist, wenn du solche
Dinge mitbekommst, wundert mich gar nicht.«

Ich bin mit Mara mal wieder kinesiologisch arbeiten gegangen. Interessiert
stellte sie bei mir fest, dass ich sehr nahe am Punkt meiner Harmonie kreise.
Ich erzählte ihr von S. Arbeit an mir und dass ich darauf sehr anspreche.6

»Du sprichst auf alles extrem an, mein Lieber«, lachte sie hell auf. »Ich
kenne wenige deiner Art, die so extreme Ausschläge nach allen Richtungen
aufweisen.«

»Mich zu harmonisieren ist wohl eine andauernde Arbeit an mir, hm?«

»Das wirst du lernen«, nickte sie. »Du bist in deiner Natürlichkeit eben sehr
breitgefächert. Wenn du das für dich annehmen kannst, hast du dreiviertel
der Harmonisierung geschafft. Da du noch die große Eigenschaft des
Humors besitzt, kannst du darüber hinaus einen weiteren Teil beitragen. Es
scheint, dass S. schon sehr gut zu behandeln weiß – das zeugt dafür, dass er
dich besser kennt, als du annimmst.«

»Das vereinfacht vieles, um wahrhaftig miteinander umgehen zu dürfen.«

»Genau – es ist das Seindürfen und nicht das Seinmüssen«, schmunzelte


sie. »Väter neigen vielfach dazu, ihren Söhnen mit der Masse von Integrität
und allzeitiger Seriosität zu begegnen. Das fördert kein offenes Auge in
Auge, sondern nur ein Geneigtsein – ein Gebücktsein, das dann aufrecht
erscheinen soll. Begegnet man sich offen, mit all seinen Fehlern und
Stärken, wird daraus eine hohe Wertschätzung voreinander und es entsteht
tiefe Vertrautheit – die Liebe zueinander.«

Ihre Worte berührten mich tief und sie waren wahrhaftig. Mir wurde auch
bewusst, dass mir da noch einiges für die Beherzigung fehlt. Daran muss
ich wohl noch arbeiten.

Ich war gerade kurz in der Röhre, da fuhr der Schlitten mich schon wieder
raus. Ich dachte schon, da sei irgendetwas defekt, doch Mara sagte: »Die
Sensoren haben diese Dauer als genug gemeldet.«

»Wieso das?«

»Na – warum solltest du da drinnen bleiben, wenn dafür im Moment kein


physischer, psychischer und seelischer Bedarf ist?«

»Du sagtest psychisch und seelisch – ist das nicht doppelt gemoppelt?«,
fragte ich sie.

»Hier benutzen wir das Psychisch für geistig«, lächelte sie. »Maschinen
muss man etwas anders handhaben, denn es gibt kein Begriffsprogramm für
Geist. Füttert man sie mit diesem Begriff, entstehen Error-Programme, die
sogar zum Zusammenbruch des Kristallgittergehirns führen. Wenn ein
Rechengehirn sich selbst zu reflektieren beginnt – so unwahrscheinlich das
klingt – ist es bereits auf dem Weg in den Defekt.«

Wir gingen zu Starsa und Aristide zurück, die ein Essen zubereiteten. Als
Ragnar plötzlich stutzte und ins Gebüsch trottete, grinste Mara und meinte
belustigt, ›Mordechai kommt!‹. Drei Minuten später kam sie und begrüßte
uns. Da ich vor Lachen gluckste, fragte sie, was ich denn habe.

»Mordechai da – Ragnar futsch«, lachte ich mich schief.

»Das Tier und ich haben ein Abkommen unterzeichnet, uns gegenseitig zu
akzeptieren, aber nicht zu besabbern und auch nicht die Krallen ins Fleisch
zu treiben«, grinste Mordechai.

»Dieses Abkommen verlief wohl etwas heftig«, gackerte Starsa, »und


Ragnar zieht es seither vor, Mordechai aus sicherer Entfernung zu
studieren.«

»Ragnar wurde von Ulluer zu sehr gehätschelt«, konterte Mordechai, »und


weiß deshalb manchmal nicht mehr, wie er sich zu verhalten hat. Ich habe
lediglich die Rangfolge deutlich vermittelt.«

»Er ist tatsächlich zu viel unter Menschen – vor allem unter Kontaktlern,
die mit Ulluer zu tun haben«, lächelte Mara »Und er ist inzwischen nach
Streicheleinheiten süchtig. Wir sehen das als Verhaltensstörung bei Tieren
an, wenn Tiere das Streicheln mit Gewalt erzwingen wollen«, erklärte sie
mit Blick zu mir. »Bei euch reagieren viele Haustiere so, bei uns ist das die
Ausnahme. Tiere lieben die Energie des Menschen, doch der Wunsch
danach, darf genauso wenig über dem Wunsch des Menschen, in Ruhe
gelassen zu werden, stehen, wie wir in die Persönlichkeit unserer
Mitmenschen eingreifen. Tiere, die in der Natur leben, halten sich zurück
und kommen nur zu uns, wenn wir ihnen signalisieren, dass wir den
Kontakt wollen. Wir fördern Verhaltensweisen, wie sie Ragnar hat, nicht.«

Und ich wollte schon zu ihm gehen, da er mich aus dem Gebüsch heraus
fixierte.

»Er wittert deine Schwäche für ihn. Ragnar ist ziemlich abgebrüht – lass
dich bloß nicht becircen«, grinste mich Mordechai an. »Und es ist im
Moment wirklich klüger, ihm zu signalisieren, dass er nicht den Kontakt
erzwingen kann.«

Er tat mir echt leid.

»Das will er doch nur«, konstatierte Mara. »Dieser Kater schafft Ulluer
auch immer wieder.«

»Das Zusammenleben und -wirken von Mensch und Tier ist etwas ganz
Natürliches und Schönes. Aber eine Vermenschlichung von Tieren
verändert sie drastisch. Passt der Mensch nicht auf, wird die Tierwelt
reduziert – es beginnt ein Artensterben, weil das natürliche Gleichgewicht
gestört wird. Die vermenschlichten Tiere verhalten sich nicht mehr so, wie
es ihrer Art entspricht und reagieren für ihr Umfeld befremdend.«

»Das klingt im ersten Moment hart, aber ich kann es mir vorstellen. Bei uns
haben Raubtiere gelernt, andere Tiere auch ohne Hunger, der normalerweise
dahinter steht, zu reißen –einfach nur so. Das haben sie vom Menschen
übernommen. Das sind Dinge, über die wir uns gar keine Gedanken
machen. Für viele Menschen bei uns sind Haustiere und Zimmerpflanzen
noch der einzige Kontakt zur Natur.«
Ich zog nun meine mitgebrachte Liste mit Fragen heraus und stellte sie in
die Runde.

1. »Es gab doch in unserem Sonnensystem mal einen dreizehnten Planeten


oder sehen wir das falsch?«, begann ich.

»Es sind 12 Planeten in diesem Sonnensystem. Es gesellte sich vor langer


Zeit ein 13. Planet hinzu als Initialzündung einer Menschenbasis. Dieser
wurde mit Ankunft der Invasoren vernichtet, um das wedische
Gleichgewicht zu stören. Die Reste davon findet ihr noch im
Asteroidengürtel. Ceres ist ein Satelittenmond – kein Planet – und im
Innern mit High-Tech bestückt. Er ist eine Beobachtungsplattform, die
automatisch funktioniert, bis sie von intelligenten Besuchern betreten wird.

Der Erdenmond wurde von den Harukaniern der Erde zugeteilt, um die 13er
Störung zu kompensieren. Daraus folgte eine biologische Störung der
irdischen Frauen – ein Nebeneffekt der Frequenzen, die über den
Mondzyklus in eine ungewöhnlich vielfältige Fruchtbarkeit münden.

Alleine der Erdenmond inklusive seiner Technik bewerkstelligt seit


Jahrtausenden das Überleben des urwedischen Prinzips. Alle
ursprünglichen Erdenmenschen empfangen das verstärkt. Der Mond ist ein
Riesenarchiv über die Zusammenhänge zwischen Sonnensystem, Invasoren
und irdischen Abläufen.«

2. »Unsere innere Uhr stimmt mit der äußeren Zeitmessung überein, oder?«

»Richtig und falsch! Das innere Uhrwerk eines Menschen muss die 13.
Stunde aufweisen, was wir die geoffenbarte Seelensignatur nennen. Richtig
ist, es finden konstant dynamische Fluktuationen statt, die beide Zeitfenster
in eine Synchronizität bringen. Das hat mit den Energien zu tun. Jede
äußere Stunde hat eine ganz bestimmte Energie und die entspricht auch
zwölf Stunden unserer inneren Uhr. Die dreizehnte innere Stunde enthält
alle Energien gleichzeitig. Und die dynamischen Fluktuationen sorgen
dafür, dass die Stunden der inneren Uhr entsprechend kürzer sind – es findet
eine ständige Anpassung statt. Das ist so nicht ganz genau dargestellt, doch
es ist in seiner Auswirkung nur intuitiv zu erfassen.«
3. »Entspricht unsere Zwölfereinteilung für den Tag und die Nacht einer
wirklich natürlichen?«

»Nein, natürlich wäre das 13er-System, wobei die 26 Stunden das Wort
Gottes darstellen. Im richtigen Alphabet7 findet ihr die Lösung.«

4. »Es wird oft gesagt, dass wir mal 13 Tierkreiszeichen gehabt hätten.
Stimmt das?«

»Darin liegt eine etwas verfälschte Mythologie. Sie ist aber im Ansatz für
euch noch erforschbar. Denkt mal darüber nach, wie es wäre, wenn ihr euch
selbst als 13, also als Gott einsetzt, denn in jedem von euch sind alle 12
Energien vorhanden, die in der 13 münden.«

5. »Christa geht davon aus, dass es keine pur weiblichen und pur
männlichen Tierkreiszeichen gibt, wie es von unseren Astrologen
dargestellt wird. Sie meint, dass alle Zeichen beides in sich haben. Was sagt
ihr dazu?«

»Alle Tier-/Sternkreiszeichen sind androgyn, also doppelt zu begreifen,


wobei wieder der persönliche Aspekt als 13. Zeichen und somit als
Drehpunkt genommen werden muss. Somit ist das 13. Zeichen das Symbol
des Selbst: Punkt im Kreis.

Sämtliche Berechnungen sind von der Geburtszeit aus zu machen.«

6. »Waren der Krieg zwischen Lemuria und Atlantis ein Krieg zwischen
Kollektiven? Ist die Darstellung der Mystikerin Maria Czepes über die
Auseinandersetzungen zwischen Lemuria und Atlantis8 richtig?«

»Lemuria und Atlantis war ein Kampf zwischen Dunkel- und


Lichtkollektiv. Der Krieg der Götter gibt darüber Auskunft. Maria Czepes
kommt der Wahrheit sehr nahe.«

Mara kam noch mal auf die erste Frage und fügte einiges hinzu: »Wie schon
gesagt, ist der irdisch weibliche Mondzyklus ein Störeffekt. Grundsätzlich
haben Weiber in einer wedisch ausgeglichenen Sonnensystemsphäre keine
zyklische Blutung. Diese geschieht in pur wedischen Sphären nur dann,
wenn sich Weib und Mann erkennen und wissen, sie wollen einer Seele die
Eingeburt ermöglichen. Dann schaltet der Metabolismus auf eine
kurzzeitige Blut- und Gebärmutterreinigung, um dann eine unbefleckte
Empfängnis zu gewährleisten. Daher kommt die Bezeichnung der
unbefleckten Empfängnis.«

»Unvorstellbar für die meisten von euch ist auch die Tatsache des
wedischen Zeugungsaktes«, fuhr Ulluer fort. »Er findet vorbereitet und
bewusst statt. Dabei sind wesentlich tiefere Befriedigungsgefühle
vorhanden, als bei einem eher zufälligen Akt. Alles läuft zeremoniell im
Andenken an die sich verkörpernde Seele oder Seelenzusammenballungen
ab. Das ist die eigentliche Hoch-zeit einer geschlechtlichen Vereinigung.
Ein Schöpfungsakt aus Maters Qualität. Es inkarnieren reine
Menschengeschöpfe – echte Kinder Gottes.«

»Sind wir etwa nicht ganz echt?«, fragte ich irritiert.

Sie lachten beide. »Alle A und B sind rein und echt, mein Lieber. Die
anderen werden es irgendwann wieder«, erklärte Mara.

»Mit euren Fragen habt ihr Antworten initiiert, die ein Schlüssel für
weiteres sind«, konstatierte Ulluer. »Ihr könnt auch damit neue
Wissenstüren öffnen. Das wird einige eurer Erkenntnisse wieder verwerfen,
andere aufhellen und mit neuen verknüpfen.«

Die Runde löste sich auf.

Während des Gesprächs hatte Starsa mich öfter verstohlen angeblickt. Als
ich dann mit ihm alleine war, fragte ich ihn, ob er mir was sagen wollte.

Er lächelte und nickte. »Ich habe nachgedacht, ob du dir mal vorstellen


kannst, zu einer Ratssitzung von uns zu kommen. Dabei könntest du dir ein
Bild davon machen und auch sehen, wie wir mit Problemen umgehen.«

»Ich würde ja nichts verstehen«, blickte ich ihn groß an, »denn ich kann
nicht erwarten, dass alle dabei genauso langsam sprechen, wie ihr es mir
zuliebe macht.«
»Du bekämst einen Übersetzer«, erwiderte er. »Ich muss nachfragen, ob das
überhaupt möglich ist, aber generell hättest du Interesse?«

Während des heutigen Gesprächs sei ihm die Idee dazu gekommen und er
fände darin vielleicht ein Zeichen, mal einen Anfang für eine Verständigung
zu machen. Ich erklärte ihm, dass mich das interessieren würde.

Da ich sowieso bald ausfahren musste, verabschiedeten wir uns


voneinander und er winkte mir noch breit lächelnd nach.

Unterwegs stieß Ragnar zu mir und brachte mich schwer in Versuchung, der
ich erlegen bin. Dieses Tier hat echt einen an der Waffel – hüpfte nach dem
Durchknuddeln herum, wie angestochen und maunzte fast orgiastisch.

Ich würde hier drinnen wohl noch so einiges durcheinanderbringen, fiel mir
siedend heiß ein – inklusive neurotische Tiere schaffen.

Warum ist ein Fell zu streicheln so angenehm?

Ich grübelte darüber nach, wie wir durch unser gestörtes Verhalten zur
Natur alles Natürliche zum Neurotischen verdrehen. Ich bekam zugleich die
Antwort. Wir sind selbst traumatisiert worden, zu Neurotikern mutiert und
deshalb gut zu haben als süchtige Sklaven für unsere Sklaventreiber.
Bekommen wir gelegentlich Streicheleinheiten zwischen den
Peitschenhieben, schnurren wir und sprinten los, Höchstleitungen zu
vollbringen.

Immer mehr denke ich an die großen Alten, die zurückgekommen sind. Und
ich sehe sie im Gewand unserer alten Götter, aber mit neuen Gesichtern. Je
mehr ich das reflektiere, desto deutlicher tun sich mir dort Erkenntnisse und
Sichtweisen auf, die mein Klingsorerbe anregen und meine Lust nach
Scholle und Menschen, die ebenso gepolt sind.

Als S. heute seine Stimmgabelarbeit auf meiner Stirn gemacht hat, kamen
mir Bilder der großen Alten im Gewand indogermanischer Götter, mit
denen ich mich auf Augenhöhe befand. Irgendwie löst sich da in mir etwas,
das einen Kanal ins Mystische schafft, der für mich jedoch kein Geheimnis
mehr darstellt. Er ist nur noch etwas ungewohnt. Ob sich da bei mir über
die Einschwingung Feldebenen von Metaphern öffnen oder ob sie
realexistent sind, wäre noch herauszubekommen.

Mara meinte heute kurz darauf angesprochen, diese Präsenzen müsse ich
für mich selber entschlüsseln – denn was ich spüre, sei niemals
nichtexistent. Na, dann!

6 S. hat mit Frequenzen durch Klangstäbe gearbeitet.

7 Um späteren Fragen zuvorzukommen: Es gab vor unserer Zeit ein anderes


wedisches Alphabet. Ich kenne es nicht und Alf hat damals nicht weiter
gefragt – warum auch immer.

8 „Die Geheimen Lehren des Abendlandes” von Maria Czepes


13. Eine Dolmenkammer
09.03.2008 Einfahrt – Gespräch mit Starsa

»Das ganze Vorgehen, um seinen Landsitz stimmig zu gestalten, liegt


alleine in der inneren Einstellung. Es hängt von der inneren Einstellung ab,
welche Qualität man erntet, ob der Boden energetisiert ist, sein
Mineralstoffgehalt stimmt und wie man den Boden bearbeitet: mit Freude,
meditativ und im Miteinander natürlicher Vorgänge. Mit welchen
Werkzeugen der Mensch heran geht, spielt nicht die Hauptrolle. Klar,
Kupferwerkzeuge sind gut, aber man kann auch entsprechende
Eisenwerkzeuge herstellen«, erklärte Starsa. »Deine Idee, in euren Boden
Kupferrohre zu stecken, ist eine gute Lösung, wenn der Boden trocken ist.
Du kannst dadurch den Boden mittels weicher Elektronen verbessern. Alles
weitere überlasse der Natur und deiner Liebe zur Natur. Je mehr der Kopf
dabei an Schadstoffe und Ungeziefer denkt, umso mehr wird er sie
anziehen.«

Er führte mich langsam über seinen Landsitz, zeigte mir, wie er mit seinem
Landsitz umgeht, wie er bunt durcheinandergewürfelt scheinend sät und
pflanzt. So ergäbe es für die Bewohner die beste Mischung, in Hülle und
Fülle feinste Kost zu erhalten.

»Ich tue nicht viel. Gehe nur dann ans Werk, wenn es mich verlockt –
ansonsten genieße ich, wie alles kreucht und fleucht«, wies er mit dem Arm
herum.

Ich erzählte ihm von gestern9, dass ich neun Jahre mittendrin gelebt hätte
und heute nicht mehr begreifen könne, dort jemals gelebt zu haben.

»Der Mensch kann vieles aushalten«, grinste Starsa, »doch irgendwann


kommt er an eine Grenze, wo er entscheiden wird, etwas wesentlich zu
verändern oder sich endgültig zu fügen. Es sei denn, er entscheidet sich
bewusst dafür, die Stadt zu verändern.«
Er zeigte mir einen windschiefen Unterstand, wo er seine Werkzeuge, Tröge
und sämtliches Gartenzeugs lagert. Dort fanden sich Geräte aus
unterschiedlichsten Materialien. Holzharken, die er sich zum Auflockern
des Bodens für Stecklinge hergestellt hat, aber ich sah auch einen rostigen
Eisenspaten, ein paar Keramikmesser zum Zuschneiden und einige Dinge,
deren Sinn sich mir erst einmal nicht erschlossen. Nichts von allem war
unbedingt speziell. Er hat sich die meisten seiner Geräte aus gefundenem,
entsprechend gebogenem Holz und bearbeiteten Steinen, rostigem Eisen
oder auch Kupfer selbst hergestellt und so hergerichtet, dass sie für vieles
nutzbar sind. Er benutzt diese Dinge eher gefühlsmäßig, gerade so, wie er
sie für sinnvoll erachtet.

»Ich bestimme, was ich nutze. Für uns ist es eher fremd, Dinge mit
vorbestimmtem Nutzen zu gebrauchen«, grinste er. »Weil bei euch Geld
fließen muss, lasst ihr euch von Herstellern und Händlern eine Unmenge
Spezialwerkzeuge aufbürden, die so energetisiert sind, dass ihr sie zu
brauchen scheint. Vom Nagel bis zur Bombe – ihr lasst euch davon
benutzen.«

»Da ist was dran«, sinnierte ich, »ich bin eh‘ soweit, nur noch das
anzuschaffen, was mir wirklich die Arbeit erleichtert und nicht mehr das,
was anderen den Beutel füllt.«

»Ihr dürft jederzeit hinterfragen, wofür nun der einzelne Gegenstand


wirklich dient, und ob es nicht einfachere Alternativen gibt, die ihr selber
anfertigen könnt«, konstatierte Starsa. »Alterprobtes, von Generationen
benutztes ist immer noch das Beste und daran können die ausgefeiltesten
Werbeaktionen nichts verändern. Ihr seid oft ziemlich komisch darin, was
ihr so alles anstellt, um euer Brot zu verdienen, anstatt die Natur im
Gesamten euch dienen zu lassen.«

»Ich glaube, wir sollten erst einmal vieles ausprobieren, bevor wir zu
klugen Worten anderer greifen«, nickte ich zustimmend.

»Zu raffinierten Winkelzügen der Geldenergetisierer«, verbesserte er mich


gackernd.
Er holte aus einem schier undefinierbaren Fundus an Kleinwerkzeugen eine
rostige Eisensichel heraus, schwang sie kurz durch die Luft und meinte:
»Diese stecke ich hin und wieder in feuchte Erde, damit sie Hartrost
aufnimmt. So härtet sich die Schneide immer schärfer aus und damit ernte
ich fast alles. Das ist ein Weichelektronenrost, der den Pflanzen positive
Informationen gibt, um einen Teil harter Elektronen wieder aus dem Boden
zu verdrängen. So bleibt das Gleichgewicht zwischen positivem
(aufbauendem) und negativem (abbauendem) Elektronenhaushalt
bestehen.«

Das leuchtete mir sofort ein – weiß ich doch aus Erfahrung um diese
chemischen Rosteffekte10. Peinlich, sowas regelrecht für natürliche
Zwecke verdrängt zu haben.

»Rost ist Zersetzung und ihr meint deshalb, euer Werkzeug müsstet ihr
pflegen, um es rostfrei zu halten, genauso wie den Lack am Auto«, gackerte
er. »Oder ihr nehmt gleich Stahl, der nicht mehr rostet. Doch bei Stahl fehlt
genau der Effekt, den Rost auf den Boden hat. Deine Vorfahren haben noch
genau gewusst, dass sie ihre Sensen und Sicheln der vermeintlichen
Zersetzung aussetzen müssen, um sie langlebig und für das Bodenleben
aufbauend zu machen.«

Er hat recht!

»Meine Eisenwerkzeuge hat mein Großvater schon aus Meteorit-Eisen


geschmiedet. Und ich bekomme sie, wie es aussieht, in diesem Leben auch
noch nicht kaputt.«

Wir gingen zu seinem Backofen, der fast mit Gras und sonstigen Pflanzen
zugewachsen war, bis auf die Türe. Er war in einem Erdhügel integriert,
also total isoliert und erfüllte seinen Zweck mehr als hervorragend. Das
Innenleben ist eine Art Speckstein, der Rauchabzug ein Keramikrohr, das
oben mit einem Deckel abgedeckt wird, wenn der Ofen nicht in Betrieb ist.
Die Feuertüre – auch aus handgeschmiedetem Eisen – ist nicht befestigt,
sondern wird durch einen daran gelehnten Stein gehalten.

»Simpel und effizient und jederzeit leicht zu reparieren, wenn wirklich mal
etwas defekt wird«, lächelte er. »So etwas könntest du auch ganz leicht
bauen. Und wenn du Feldspatsteine mit Schamott mauerst, und ansonsten
Lehm nimmst – daraus besteht auch der Korpus meines Ofens – kostet dich
das nicht viel.«

Wir gingen zu Otter. Starsa hat am Teich einen Sitzplatz mit Holztisch
gebaut – eine Option für sich selbst, auch am Teich sitzen und essen zu
können. Daneben hat er einen neuen Erdhügel angelegt, untermischt mit
Faulholz, Stroh und Rinden.

»Dort wachsen bald meine neuen Lieblingspilze.« Er sagte einen, für mich
nur schlecht aussprechbaren Namen. »Für mich bedeuten sie grenzenlose
Inspiration«, grinste er, »wahrscheinlich ähnlich wie für dich Steinpilz oder
Spargel. Euch bekommen diese Pilze nicht sehr gut.«

»Steinpilze und Spargel bedeuten für mich grenzenloser Genuss«,


verbesserte ich ihn.

»Ist das Gleiche wie Inspiration«, meinte er lapidar.

Soviel zu Genuss und Inspiration.

Er zeigte mir noch mehr. Dass Zeit sich proportional zur Bewegung
erfassen lässt, ist bekannt. Das ist lineares Wissen. Dass sie sich jedoch in
völliger Unbewegtheit stoppen lässt und man sich trotzdem fortbewegt, ist
ein Erlebnis sondergleichen.

Starsa hat eine Art Meditationskammer gebaut, mit Myriaden von winzigen
Kristallen bespickt (ein ganz spezieller Quarzsand), in der man meditiert
wie auf Knopfdruck. Nach einer Minute geht man raus und hat Stunden des
traumhaften Schwebens in Erinnerung. Ich probierte sie aus – es war ein
unbeschreibliches Erlebnis.

»Das ist die Grundstruktur eines Dolmens, wie ihn Weden benutzen, wenn
sie mit ihren Ahnen Kontakt aufnehmen. Ein geschlossener Aufenthalt von
etwa 20 Stunden reicht aus, jahrtausendealtes Ahnenwissen zu erhalten«,
erklärte mir Starsa nun. »Das ist das Geheimnis der Dolmen – nicht mehr
und nicht weniger.«
»Also nicht um zu sterben, sich einmauern lassen?«

»Das ist auch möglich, wenn jemand grundsätzlich zu seinen Ahnen


heimkehren und nicht mehr inkarnieren möchte«, nickte er, »und es wurde
vor Jahrtausenden auch so angewandt. Wir haben diese Möglichkeit im
Laufe der letzten Jahrtausende weitergeführt und fanden diese andere
Möglichkeit, an das Wissen unserer Ahnen zu gelangen. Will jemand nur
gewisse Generationen zurückgehen, um sich das Wissen eines bestimmten
Urahns zu holen, dann gilt in diesen Kammern die Regel fünf Minuten für
jede Generation. Willst du also zum Beispiel zehn Generationen zurück, so
reicht eine kontrollierte Verweildauer von etwa 50 Minuten.«

»Wie lässt sich die Dolmenkammer herstellen?«

»Werde ich dir noch erklären, wenn du dahinter kein Mysterium und keine
Angst mehr verspürst«, erwiderte er. »Es kann für einen Ungeübten riskant
werden, ohne vorherige Übungen länger als eine Stunde darinnen zu
verweilen. Meine Höchstübung liegt bei 6 Stunden und ich mache das nun
insgesamt seit 2 Jahren.«

Er grinste und fuhr fort: »Einige von uns und auch von euch können das
ohne Dolmen – wie Anastasia. Ich glaube, du wärst auch ein Kandidat, dich
über die Dolmenübungen soweit zu trainieren. Du warst eine Minute drin
und hast es als Stunden empfunden. Mit jeder weiteren Minute erhöhen sich
die Potenzen proportional. Schon bei zehn Stunden kämst du in
Ahnenzeiten, in der die Erde noch gar nicht existiert hat – wohl bemerkt in
echten und dafür geschaffenen Dolmenkammern.«

»Damit verglichen ist unser Alltag sowas von gewöhnlich und primitiv,
dass es mir jetzt die Schamesröte ins Gesicht treibt«, konstatierte ich.

»Schöpfer zu sein habt ihr euch halt abgewöhnt«, nickte Starsa.

»Meine Ahnen, zu denen ich in der Kammer einen besonderen Kontakt


bekam, bin ich in allen Inkarnationen selbst? Sehe ich das jetzt stimmig?«,
fragte ich ihn. »Mir kam es jedenfalls so vor.«
»All diese Ahnen bist du – und alles damit Verbundene«, nickte er grinsend.
»So wie du – wir alle – spiralförmig ins Materielle getrieben sind, können
wir zurückdrehen in immer leichtere Materiefeldebenen und letztlich ins
urgeschaffene Prinzip der Prima Materia.«

»Wobei sich mir jetzt nicht mehr die Frage stellt, warum die meisten
Menschen nicht mal das kleinste Lebensmysterium begreifen: den Umgang
auf Augenhöhe«, sinnierte ich. »Kein Wunder, wenn Menschen
untereinander keinen Konsens finden – es liegt am verdammten
Existenzkampf, sich und seine Meinung jederzeit verteidigen zu müssen,
anstatt sich individuell anzunehmen.«

»Was dir am meisten zu schaffen macht, ich weiß«, nickte Starsa. »Die
Kommunikation, die du bietest, erkennen nur wenige als eine ehrliche
Umgangsbasis an. Du darfst dir es nehmen, dich nicht mehr dafür uns
gegenüber verausgaben zu müssen.«

»In letzter Zeit sage ich mir hauptsächlich, was ich weiß und wer ich bin.
Wohin ich tendiere und zu was ich noch werde, ist alleine meine Sache«,
sinnierte ich. »Somit kann ich vieles einfach zulassen, wie es sich für mich
anstellt. Aber das zieht eine oberirdische Problematik mit sich. Ich werde
oft mit der Engstirnigkeit anderer konfrontiert. Das macht das
mitmenschliche Leben nicht konstant leichter – obwohl es schon leichter
geht, als vor einem Jahr.«

»Aber es wird leichter«, lächelte er, »also schon ein gewisser Erfolg, der
ausbaufähig ist. Auch hier ist eine proportionale Gelassenheit
Voraussetzung, um aus diesem Manko zu entwachsen. In zwei bis drei
Jahren wirst du soweit sein, dass man dir selbst aus den Reihen der
Lineardenker heraus zu bestimmten Dingen Fragen stellen wird. Dann wird
alles noch leichter.«

Da hat er mir auf eine sehr selbstverständliche Art mal wieder gezeigt, dass
es nur an mir selber liegt, wie die Mitmenschen auf mich zukommen.

*
Ich ging schweigend Richtung Ausfahrtkammer, weil ich bald ausfahren
musste. Magath lief mir kurz über den Weg, grüßte mich herzlich und ging
seiner Wege. Ich kam mir vor wie ein Reisender, der überall Freunde hat
und im Vorbeigehen sein Ding tun kann. So frank und frei wie heute bin ich
noch nie ein- und ausgefahren. Fehlt nur noch die Fahrkarte zum
Abstempeln und ein Abstempelautomat wie oben. Mara lief mir noch
hinterher und sagte: »Mach‘s dir künftig einfach, komm und gehe, wie es
dir beliebt. Du bist jetzt soweit, die Zeitfenster intuitiv nutzen zu können.«

Da freut sich der Bub in mir sehr. Er hat Ausgang – ohne Frage. Und
Eingang ebenso. Wie auch immer. Ich muss mich nur noch trauen .....

Das war heute ziemlich komprimiert, vor allem die Minute in der
Ahnenkammer. Zurück zu den Ahnen – das hat jetzt eine völlig neue
Dimension für mich. Da ist für mich vieles sehr klar geworden. Der
Ahnenkult Anastasias ist nicht mystisch – er ist real und allumfassend. Man
kann ihn fassen und umsetzen. Ich begreife ihn jetzt in der Tat viel besser
als vorher. Es geht nur so.

Und dass Anastasia uns immer einen Schritt voraus ist, ist kein Wunder. Sie
ist eben noch immer die schnellste, was die Geschwindigkeit ihrer
Gedanken anbetrifft und auch das Begreifen. Sie wirkt selbst durch Megrés
Trägheit hindurch überraschend schnell. Ich kann ihre Magie spüren. Ob ich
jemals so schnell umsetzen kann, lass ich mal dahingestellt.

Was man in ein paar Stunden erfahren, durchdenken und erleben kann, ist
schon faszinierend. Zumal dann, wenn der ganze Druck der
Problemanhäufungen und wenn der idiotische Druck weg ist, meine
Kontakte und Erfahrungen beweisen zu müssen.

Was ein perfekter Landsitz ausmachen kann, habe ich heute so richtig
erfasst: Freiheit im Denken, Fühlen und Tun! Es kommt nicht auf die Größe
an – es kommt auf das freie Tun darin an. Die Seele soll rausströmen, das
Denken und Führen übernehmen, um die Göttlichkeit des Seins in den
Körper zu pflanzen. Es ist die Lust und Freude am rechten Leben – da ist
jede Grundsatzdiskussion darüber schon im Keim der Trägheit dumpfen
Denkens verloren. Nur im Tun liegt die Wahrheit des Einzelnen – je
nachdem, wie jemand das für sich als heilend empfindet. Womit das Tun
wahrhaftig im physischen Tun liegt und nicht nur im Theoretisieren, es tun
zu können oder zu wollen. Es gibt im Leben nur ein einziges Muss: das Tun
mit allen Konsequenzen. Es gibt keine falsche Entscheidung dazu. Und das
sagten auch alle großen Avatare durch alle Jahrtausende hindurch. An euren
Taten werdet ihr sie erkennen.

Nachdem ich dieses Kapitel geschrieben hatte und sowohl meiner


Schwiegertochter, als auch meiner Ex-Schwiegertochter von der Geschichte
mit dem Rost erzählte, bekam ich zwei völlig gegensätzliche Reaktionen.
Meine Ex-Schwiegertochter, die einen Landsitz in einer russischen
Landsitzsiedlung hat, erzählte mir, dass die Sache mit der Rostschicht bei
den alten Mütterchen in Russland bekannt sei. Von ihnen wurde ihr der Rat
gegeben, dass es zum Beispiel sinnvoll sei, neben einen Apfelbaum eine
verrostete Eisenstange in den Boden zu stecken. Die Äpfel würden dadurch
wesentlich besser. Auch wurde ihr gesagt, dass sie richtig rostige Nägel in
den Boden der Beete stecken, um den Ertrag zu steigern. Meine
Schwiegertochter jedoch machte mich darauf aufmerksam, dass Viktor
Schauberger etwas ganz anderes gesagt hatte – was mir nicht unbekannt
war. Viktor Schauberger hatte festgestellt, dass Böden, die mit Stahlpflügen
bearbeitet wurden, erheblich weniger Ertrag haben, als Böden, die man mit
Holzpflügen bearbeitet hat. Aus diesem Grunde empfahl Viktor
Schauberger ja so sehr die Kupferwerkzeuge.

Ich ging der Geschichte nach. Zuerst nahm ich telepathischen Kontakt zu
Innererde auf, weil ich diese Diskrepanz lösen wollte. Die Antwort: »Du
hast nur vom Rost gesprochen und nicht vom Hartrost, der weiche
Elektronen abgibt. Doch darin liegt der Unterschied. Flugrost enthält harte
Elektronen und er setzt sich immer wieder auf blankem Stahl ab - wie zum
Beispiel bei einem Pflug. Harte Elektronen entziehen dem Boden Wasser.
Kupfer enthält weiche Elektronen, die die Erde mit Wasser anreichern. Und
das Gleiche gilt für den Hartrost, der auf Eisen, das in die Erde zum Rosten
gelegt wurde, entsteht.«

Ich hatte noch nie etwas von weichen Elektronen gehört, also suchte ich im
Internet, ob ich dazu etwas finde. Und ich wurde fündig. Der
Wissenschaftler Joseph H. Carter beschreibt sie in seinem Buch Die
ultimative Realität. Viktor Schauberger kannte den Unterschied zwischen
harten und weichen Elektronen nicht, während Joseph H. Carter die
Entdeckungen von Viktor Schauberger auf die Wirkung der weichen
Elektronen schiebt. Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich oben
angeführtes Buch.

9 Wir hatten in München zu tun und gingen nach dem Termin noch in ein
Café in einem Viertel, wo Alf viele Jahre gelebt hatte. Wir hielten den Lärm
und die Hektik nicht lange aus und waren froh, als wir wieder die Stadt
verlassen hatten.

10 Alf war einer der letzten Handschmiede in Bayern – er arbeitete nur mit
einem ganz geringen Anteil an Maschinen, in erster Linie mit dem Feuer.
14. Sind wir Saraphinische, die die
Materie austesten?
Alf beschreibt immer wieder seine kinesiologischen Sitzungen in Innererde.
Sie zeigen vor allem auf, was man durch Kinesiologie alles herausfinden
und lösen kann. Ich kann nur jedem Menschen empfehlen, der in sich spürt,
in irgendeinem Bereich Behinderungen zu haben, das zu lösen. Bei Alf
denke ich, dass er in seinem letzten Leben einen Knoten nach dem anderen
gelöst hat und viele davon waren Überbleibsel aus früheren Leben.

Als ich Alf kennenlernte, hatte er erst einige Jahre vorher der dunklen Seite
völlig abgeschworen. Er sagte mir, dass sein Gefängnisaufenthalt wegen
Steuerhinterziehung das Beste gewesen sei, was ihm passieren konnte. Er
hatte dort enorm viel Zeit zum Lesen und zum Überdenken seines Lebens
und der Anstaltspfarrer besorgte ihm jede Literatur, die er sich wünschte.
Mit ihm führte er auch viele Gespräche. Alf meinte damals, dass ich ihn in
seinen früheren Jahren ganz bestimmt nicht gemocht hätte.

Ich habe nur wenige Menschen erlebt, die derartig intensiv und konzentriert
an sich gearbeitet haben, wie Alf es tat. Er reflektierte enorm und
hinterfragte sich und sein Tun immer wieder. Die späteren Kontakte zu
Innererde haben natürlich auch noch ihren Teil dazu beigetragen.

Nun könnte man vielleicht denken: ›Ja - Alf hatte halt die Hilfe von
Innererde – die habe ich nicht.‹ Doch dieses Denken ist sehr begrenzend,
denn es gibt auch hier oben sehr viele enorm engagierte und gute Heiler –
ich lerne ständig weitere kennen. Auch Kinesiologie wird von immer mehr
Heilern angewandt. Die Verkettungen von früheren Inkarnationen können
oberirdische Heiler genauso lösen, wie innerirdische. Es muss also nicht
Innererde sein. In erster Linie liegt es sowieso an einem selbst, ob man sich
zu reflektieren bereit ist und an seine eigenen dunklen Seiten herangehen
mag.
14.03.2008 Einfahrt – Kinesiologische Sitzung mit Mara und Gespräch mit
Ulluer

Dass S. eine Leberreinigung bei mir machen will, träfe sich sehr gut, meinte
Mara. Das hätten sie von ihrer Seite auch vorgeschlagen.

Es war eine lange Sitzung, in deren Verlauf sie mich immer wieder an
Blockadereaktionen führte, so dass ich sie nun sehr bewusst als etwas nicht
zu mir Gehöriges spürte.

»Wir werden es lösen«, fügte sie immer wieder ruhig hinzu, wenn ich
zuckte oder Herzklopfen bekam. Es kamen während der Sitzung
Kopfschmerzen hinzu. Für sie schien das alles zusammenzugehören.

»Euch außen ist etwas Wesentliches gemein: Blindheit auf einem Auge,
wenn euch schwindlig wird und reflexartige Angst, hinterher in allem einen
unheimlichen Feind zu wittern«, erklärte sie. »Ich weiß jetzt bereits, dass du
in einem Gefangenenprojekt mit vielen anderen Gefangenen in anderen
Gefängnissen einem Experiment ausgesetzt warst. Wir werden das lösen.«

»Was ist passiert?«

»Das wirst du selbst erfahren – ich werde dich in einen Wachtrancezustand


versetzen, so dass es dir selber einfällt.«

»Mindcontrol?«

»Nicht nur – ich werde dich während der Wachtrancesitzung zudem sanft in
einen Zustand bringen, wo du alles loslassen kannst und auch niemandem
der Beteiligten mehr etwas nachträgst«, erklärte sie.

»S. sagte zu mir, ich solle nicht zu viel mit dem Verstand an alles gehen«,
warf ich ein.

»Der Verstand ist erst gefordert, wenn das Blockierte im Bewusstsein


auftaucht – da hat S. recht«, nickte sie. »Und dann sind Menschen da, dich
zu begleiten. Da du prinzipiell ein Seelenmensch bist, wird es für dich
weniger schwer als für pure Verstandesmenschen.«
»Trotzdem vibriere ich jetzt wieder mal wie unter Strom«, stellte ich fest.

»Der Metabolismus möchte das weghaben – dieses Vibrieren ist nicht


schlecht«, lächelte Mara. »Es ist ein Hinweis aus den Tiefen deines Seins,
dass du dafür bereit bist. Besser könnte es gar nicht sein.«

Es kam sehr viel nach oben und mir wurde auch klar, was damals im
Gefängnis gemacht wurde. Ein Wachmann und einer der Handwerker hatten
damit zu tun und auch der Gefängnispfarrer hatte seine Finger mit drin. In
meinem Kopf ratterte es gewaltig, aber auch in meiner Emotionalebene und
ich werde noch einige Zeit benötigen, das nun im Bewusstsein zu
verarbeiten. Ich ging aber so aus dieser Sitzung heraus, dass ich keinerlei
Gram auf die Beteiligten spürte.

Nach der Sitzung verabschiedete sich Mara von mir. Dafür kam jetzt Ulluer
zu einem Gespräch.

Ich leitete das Gespräch mit einem Thema ein, über das ich mir seit einigen
Tagen viele Gedanken machte: »Warum haben die meisten Menschen
plötzlich Angst vor einer Diktaturinstallation, obwohl seit Jahren ganz offen
und kontinuierlich darauf hingearbeitet wurde – geradeso, als seien sie
vorher blind gewesen?«

»Die meisten wollen es nicht einmal heute glauben, selbst wenn man ihnen
entsprechenden Anschauungsunterricht gibt«, bestätigte Ulluer. »Die
unterschwelligen Medienberichte lähmen das Gehirn von fast 80 % der
Menschen, so dass sie diese offensichtlichen Dinge nicht mehr wahrnehmen
können. Das wird noch schlimmer werden, wenn eine Propaganda beginnt,
alle als böse, dumm oder rechts zu erklären, die nicht pro-westlich spuren,
vornedran die levitischen Einpeitscher, die komplett in dem Glauben leben,
alle Menschen seien nur für sie da, weil sie die Oberauserwählten unter den
Auserwählten sind. Man bringe 90 % um und es reiche noch immer dicke,
wie die Made im Speck zu leben und zu regieren. Seit vielen Jahren werden
in der Arktis, Antarktis, in Grönland und China riesige Untergrundstädte
gebaut, um die angestrebte Apokalypse zu überleben – wohlbemerkt die
Creme der Leviten sowie ein Gros an Handwerkern, Bauern,
Wissenschaftlern usw. Diese Städte sind auf alle Extremsituationen
vorbereitet. Sobald sie alle Tests mit Bravour bestanden haben, werden alle
dafür Auserwählten darauf verteilt und die große Planetenreinigung
provoziert. Bevor das geschehen kann, werden wir diese Städte versiegeln.
Das heißt, es wird keiner herein kommen und es wird ihnen vermittelt,
aufzugeben. Es wird keinen Auserwähltenschutz geben – nur Gerechtigkeit
für die Erde insgesamt. Wenn sie dann noch immer die Vernichtung wollen,
müssen sie mittendrin leben und es erleben.«

»Viele von denen sind so irre, dass sie eventuell so etwas in Kauf nehmen«,
sagte ich nachdenklich.

»Sie sind nicht halb so irre, wie du denkst, Alfons. Sie sind zumeist
ziemlich feige und wollen nur andere beherrschen. Werden sie beherrscht,
ducken sie sich so tief, dass es schon beschämend für eure Spezies ist. Doch
wir wissen auch, ein guter Teil von euch ist edel. Um derentwillen lassen
wir diese geplante Endlösung nicht zu«, folgerte er. »In größerer
Bedrängnis werden es 20 % starke und edle Menschen sein, die in Aktion
treten. Ihr seid mehr, als ihr glaubt, mein Lieber. 2012 ist ein Knackpunkt
die Erde umzugestalten – zuerst einmal auf feinstofflicher Ebene. Schafft
ihr das und ist das überstanden, wird sich alles so festigen, dass die
Erdenmenschheit ein für alle Mal den Weg ins Wedische gehen wird,
entweder auf direktem Wege oder über einen kleinen Umweg ins
Lichtkollektive. Es entspricht unseren Erfahrungswerten mit solchen
Veränderungen.

Ihr solltet euch auch nicht ständig auf Innererde und uns berufen. Das
könnte dazu führen, dass ihr euch für schwächer haltet als ihr seid und auf
Hilfe hofft. Die benötigt ihr nicht wirklich. Macht jedem, der auf Hilfe von
Innererde oder von uns Außerirdischen wartet klar, dass nur ihr es seid, die
hier wirklich etwas verändern können – ihr seid enorm stark!«

Er erzählte mir noch, dass auch auf sie Jagd gemacht werde. Aber sie
wüssten sich zu schützen.

»Haltet uns eher raus. Ihr müsst uns und unser Tun nicht beweisen, denn die
maßgebenden Stellen wissen seit Jahrtausenden von uns. Und für jene, die
das noch gar nicht fassen können, ist es nicht wichtig, ob es uns gibt oder
nicht. Viel wichtiger ist es, eure eigene Stärke wiederzuerkennen und
entsprechend zu handeln. Alle A und B ahnen sowieso, dass Innererde und
wir präsent sind, dass die Erdenbevölkerung niemals allein ist und eine
galaktische Interaktion stattfindet. Tauscht euch eher persönlich aus, als
über das Netz der Spinne. Nutzt das Netz der Spinne zum Verwirren – E-
Mails zum kryptischen Austausch und den Augenkontakt zum echten
Austausch.«

Wir sprachen noch über gewisse Krisenvorkehrungen, wobei er meinte,


diese beruhigten zwar das Gewissen, würden jedoch im Ernstfall nur kurze
Zeit nötig sein.

»Viel wichtiger ist, sein Leben rechtens und so natürlich wie möglich zu
leben, um allen zu signalisieren, man weiß um die eigene Selbstsicherheit«,
folgerte er. »Diese Energie ist mächtiger als eine Deponierung von
Überlebenstaktiken. Sinnvoller ist es für euch, wieder zu lernen, was euch
die Natur alles zum Überleben gibt.«

Ich nickte begreifend. »Könnte meine Idee gewesen sein«, grinste ich.

»So ist es richtig«, lächelte er zurück, »egal, woher so eine Idee oder
Feststellung kommt.«

»Solche Dinge unterliegen ja allgemeinen Gesetzmäßigkeiten. Man muss


sie nur erfassen können«, fügte ich hinzu.

»Ja«, nickte er, »wir achten die universellen Gesetzmäßigkeiten allzeit und
leben darin völlig sicher eingehüllt. Das ist es doch, was wir euch über die
Jahrhunderte vermitteln und worüber ihr soviel diskutiert. Ihr fragt euch, ob
das überhaupt machbar sei. Solange ihr nicht in dieses Tun gelangt,
überseht ihr immer wieder unsere Präsenz, zweifelt selbst an euch und seid
deshalb leicht zu manipulieren von einer verschwindend geringen
Population völlig dämonisierter Menschen, die ihr als eure Herrscher und
Volksvertreter seht.«

»Gibt es schlechterdings noch Menschen, die überhaupt nicht manipuliert


sind?«

»Die gibt es natürlich«, lächelte er. »Sie agieren jedoch äußerst gerissen –
auch öffentlich. Deshalb werden die Herrschenden sie nicht direkt
erkennen. Sie reden, wenn überhaupt, mit androgyner Stimme, eben so,
dass sie jedem gerecht erscheinen – den Linken und Rechten, den
Extremisten und Pazifisten. Und sie können bewusst ihre Emotionen nach
außen situationsbedingt einsetzen, so dass ihre Energien individuell
ankommen. Doch sie sind noch immer Menschen und können Fehler
machen, wenn sie ins öffentliche Rampenlicht treten. Dann sind sie jedoch
auch bereit, für das, was sie tun und denken einzustehen – auch auf die
Gefahr hin, sich vielleicht opfern zu müssen.«

Da fiel mir sofort S. Aussage bezüglich der Funktion von Krishna in der
Bhagavad-Gita ein. Krishna sagt zu Arjuna, dass der Krieg zwischen den
Brüdern auf der feinstofflichen Ebene längst gelaufen ist. Er müsse also
kämpfen. Das zu begreifen, fiel sowohl Christa als auch mir sehr schwer,
während S. alles daran setzte, es uns begreiflich zu machen. Ich erzählte
Ulluer davon.

»Die Bhagavad-Gita beschreibt das sehr gut«, nickte Ulluer. »Doch ist
dieser Teil für pazifistisch eingestellte Menschen nicht leicht zu begreifen –,
aber auch nicht für Menschen, die den Krieg befürworten, denn sie denken
nicht feinstofflich. Doch ihr A-Klingsoren müsstet es begreifen können. Die
Vedanta-Schriften sind klare Aufstellungen – energetische Schriften, die
den wedischen Urgrund spiegeln, wenn man ihn zu fassen bereit sein mag.
Für alle anders aspektierten ist das Neue Testament gut geeignet oder auch
die Trismegistos-Abhandlungen. Es gibt für jeden Schriften und
Botschaften zur Lebensentschlüsselung.«

»Dennoch sind alle Religionen asurisch übertüncht«, warf ich ein,


»wahrscheinlich von denen erst geschaffen.«

»Alle Religionen sind dafür geschaffen worden, das Wedische zu


verschleiern«, nickte Ulluer. »Da die Religionsfürsten jedoch erkannt
haben, dass ohne Uranbindung der irdischen Wahrheit die Erdenmenschen
wegsterben wie die Fliegen, konstruierten sie unterschiedliche
Religionssysteme. Es gibt keine Schrift mehr, die völlig unbeeinflusst ist.
Doch die Wahrheit lässt sich niemals vollständig daraus entfernen und
schöpferische Menschen können leicht erfühlen, was Wahrheit und was
Lüge ist. Die ursprüngliche Energetik eines Textes ist nicht weg, wenn der
Text selber geändert wurde. Du weißt von einer Computerfestplatte, dass du
alles, was einmal geschrieben und später gelöscht wurde, wiederherstellen
kannst. Im Feinstofflichen ist es noch viel effektiver. Alles Gedachte, alles
Gefühlte, alles Erlebte ist hier aufgeführt. Und wenn ich mich mit einem
Text beschäftige, dann liegen alle Gedanken, die dahinterstanden, alle
Gefühle, die den Text begleiteten und auch die Gedanken und Gefühle
derjenigen, die diesen Text veränderten, einem dafür feinfühligen Leser
offen.

Seit über 6.000 Jahren wird alles von dunkler Seite auf diese Weise
berichtigt und das ziemlich kontinuierlich. Jetzt neigt sich all das einer
Erschöpfung entgegen und man muss etwas dagegensetzen: Eine
Globalregierung und Einheitsreligion, um ein endgültiges Abfallen vom
System zu verhindern. Doch das Ende der asurischen Fahnenstange ist
längst erreicht –, wenngleich deren irdische Erfüllungsgehilfen das alleine
nicht mehr im Griff haben, sie nun glauben, in der Apokalypse die
Endlösung zu finden. Sie wissen nicht, dass die lichtasurischen Maya das
alles exakt berechnet und sich deshalb frühzeitig von der Erde
zurückgezogen haben. Die jetzige lichtasurische Delegation ist nur noch ein
Beobachtungsteam, das feststellen soll, ob die Berechnungen stimmen, oder
ob daran doch noch etwas zu rütteln ist. Sie werden zwar versuchen, daran
noch etwas zu verändern, aber sie sind jetzt schon nur noch halbherzig bei
der Sache. Sie beginnen zu begreifen, ihre Vorfahren, die eine gewisse Zeit
auf der Erde lebten, hatten recht. Die Erde ist prinzipiell wedisch und ein
Planet für das Zurück ins göttliche Äon. Je mehr Lichtasurische das
begreifen und hier inkarnieren, umso besser für sie und die
Erdenmenschen.«

»Es wird demnächst dann wohl wieder sogenannte Götter geben«, brummte
ich,

»Nein – brillante Geister, die vor Jahrtausenden als Götter galten, jedoch
heute als sogenannte Kristallmenschen11 geboren werden«, konterte Ulluer.
»Sie werden neben der irdisch-gerechten Menschheit überleben, indem eine
natürliche Symbiose entstehen wird – als Sprungbrett für alle, wohin sie
tendieren. Das wird der tausendjährige Friede sein, über den in der Bibel
gesprochen wird, nach dem eine letztendliche Entscheidung kommt, die
dann die Erde endgültig wieder wedisch schwingen lässt.«
»Das klingt so bestimmt aus deinem Mund«, konstatierte ich.

»Dir kann ich das sagen, denn du spürst ja die Bestimmtheit«, lächelte er.
»Was aber nützt es, das jemandem zu erklären, der nicht einmal von sich
weiß, wozu er überhaupt im Jetzt lebt? Einzig und alleine ist vorbestimmt,
dass das Universum eine wedische Schöpfung ist, mit der Freiheit, selbst zu
konstruieren, ob es etwas Besseres gibt. Letztlich wird sich wieder alles
einfalten ins Wedische und Mater beginnt eine neue Schöpfungsvariante.
Und diese kann mir im Moment ganz egal sein.«

»Da herrschen ganz andere Bedingungen«, nickte ich, »Äonen und


Myriaden.«

»So ist es. Alleine relevant für unseren Inkarnationszyklus ist das Wissen,
dass Mater sich was Wesentliches dabei vorgestellt hat, das saraphinische
Wesenheiten zur Wirkung bringen und sie verkörpert als Menschenwesen
selbst austesten müssen. So gesehen sind wir alle Saraphinische, die sich
die Materie zum Austesten genommen haben«, grinste er belustigt. »Wenn
also S. sagt, er will im nächsten Zyklus nicht mehr körperlich sein und er
bekommt das im Laufe seines Lebens hin, dann nimmt er sich nur die
Freiheit, wieder saraphinisch zu sein. Was wäre dem schon
entgegenzusetzen? Jeder Mensch ist bis zu dreifaltig möglich und kann
trotzdem einfaltig existieren, denken und wirken – auch fühlen – nur nicht
das, was der dreifaltige Mensch innerhalb der Materie wahrnimmt. Was
immer ein Mensch in seiner Grundenergie möchte, kann er tun. Dich
wundert es doch auch nicht mehr, wenn sich eine Saraphine manifestiert
oder du sie/es in deiner Nähe spürst. Wo also ist das Phänomen? Doch nur
im Körperkult – der ja auch schön ist.«

»Wozu also diese Angst vor dem physischen Tod?«, nickte ich
nachdenklich. »Ist es nicht gleich-gültig, wie wir zu existieren bereit sind,
wenn wir das Kreatürliche überwunden haben?«

»Du musst nicht mal das Kreatürliche überwinden«, folgerte Ulluer,


»sondern es lediglich als eine materielle Lebensvariante betrachten, die
sowieso nur endlich währt. Irgendwann ist dieser Zyklus vollendet und es
folgt ein anderer. Und trotzdem kann jedes Geistgeschöpf jederzeit
entscheiden, wohin es demnächst möchte. Da gibt es keine Grenze.«
»Nur die persönliche Entscheidungsfreiheit – oder ist Person nun wieder
eine Sichtbegrenzung von mir?«

»Die energetische Schöpfungsfreiheit trifft es exakter«, lächelte er, »obwohl


Mater auch die Fähigkeit der Personifizierung hat, sieht es sich niemals als
nur personifiziert, sondern auch. Ein klares Wort darüber ist schwerlich zu
konstruieren, doch das Ich-Bin kommt dem schon ziemlich nahe. Mater ist
und kann sein und wir mit ihm/ihr – je nachdem wie es für uns zu fassen ist.

Schau mal, was wir jetzt hier miteinander reden, greifen und fassen können,
ist weitaus mehr, als es Durchschnittsmenschen/Inkarnationen zu fassen
vermögen. Für uns sind solche Erkenntnisse Normalität – also, was ist die
menschliche Norm wirklich? Sie ist immer das, was ein Mensch zu fassen
bereit ist. Je weiter wir fassen, desto gewichtiger und energiereicher werden
wir in der Materie. Wir bestimmen letztlich, wie die physische Zukunft der
Menschen aussieht. Wir sind zwar aus Fleisch und Blut, doch energetisch
viel mehr. Du solltest dir das einprägen für die Zukunft, um deine Umwelt
darauf einzustimmen. Du musst das gar nicht mit unseren Worten sagen. Du
kannst es sicherlich ziemlich deutlich mit deinen eigenen Worten
kennzeichnen.«

»Indem ich nicht laufend emotional reagiere, sondern gelassen und


gleichgültig«, folgerte ich.

»So ist es – das gilt für alle, die an einer wedischen Erde arbeiten. Gebt eure
Emotionen in die Fruchtbarkeit eures Landsitzes, denn dorthin gehören sie.
Und gebt den Mitmenschen Gleichmut, sowie innere Gelassenheit«,
konstatierte Ulluer, »dann gelingt euch alles.«

Ulluer fuhr mit mir aus und wir gingen noch ins Café, weil er meinte, er
wolle sich dem mal wieder aussetzen – besonders, um meine Reaktionen
dort zu studieren. Doch der Aufenthalt dort machte Ulluer zu schaffen – die
Energie war heute auch wirklich sehr hart und verwirrt, so dass er bald
meinte: »Es macht sich langsam überall bemerkbar – es herrscht
Unsicherheit und es fehlt an Anhaltspunkten. Ja, es beginnt eine
Umstrukturierung auf allen Ebenen.«

»Es ist jedoch ziemlich ruhig hier«, warf ich ein.


»Aber es herrschen Verwirrung und stilles Leiden vor«, konstatierte er.
»Auch eine stille Aggression ist über allem, die die Sprache lähmt. Also
wird eine betonte Ruhe konstruiert, die nicht wirksam echt ist. Es herrscht
in der Tat eine blanke Orientierungslosigkeit.«

»Bin ich auch in so einer Verfassung?«

»Nicht unbedingt –, aber sie wird sich dir überstülpen, wenn du jetzt zum
Beispiel Alkohol trinkst oder dich eingibst in die Gespräche hier. Ich rate
dir ein alkoholfreies Getränk und dann gehst du heim.«

Er kommentierte die umliegenden leisen Gespräche. Als er mir so nach und


nach eröffnete, wie eine junge Frau sich mit jedem Strohhalmzug an ihrem
Cocktail mental veränderte, verging mir eh‘ die Lust am Weißbier. Ich
bestellte einen Kaffee und sagte mir innerlich, dass ich gleich heimfahre.

11 Diese Menschen haben keine erhöhte Spiritualität. Kristalle haben fast


keine Eigenschwingung, doch sie können eins: ihnen adäquate
Schwingungen aufnehmen und gebündelt weitergeben. Die heutigen
Kristallkinder sind also in der Lage, kosmisches Wissen aufzunehmen und
weiterzugeben – deshalb die Bezeichnung Kristallkinder.
15. Eine Nacht in Innererde
15.03.2008 – Einfahrt und Übernachtung bei Aristide

Alf fuhr erneut ein, um die gestrige Kinesiologie-Sitzung mit Mara zu Ende
zu führen. Sie mussten sie am Vortag abbrechen, weil das Zeitloch für die
Ausfahrt ihnen keine Möglichkeit mehr gab, weiterzumachen. Alf hatte
jedoch gefragt, ob er in Innererde mal übernachten dürfe, was ihm gewährt
wurde. Es war nun nach folgender Einfahrt das erste Mal, dass er länger in
Innererde blieb. Im ersten Teil der Tagebucheintragungen beschreibt er, was
bei der Sitzung heraus kam – das ist sehr privat. Es kam jedoch so viel
hoch, dass er heftig geweint hat und auch in den Tagen danach immer
wieder weinen musste. Nach der Sitzung ging er zu Aristide, der ihn auf
seinen Landsitz eingeladen hatte.

Ich kann jetzt auf Aristides Landsitz gehen und auch in seinem Haus
schlafen, wenn ich will.

Es ist ein verspielter Landsitz – jede Menge Naturskulpturen, Blumen,


Gemüse, Büsche und Obstbäume und -sträucher gibt es hier. Es ist
kunterbunt – fast schon kitschig. Beim Durchschlendern fiel mir auf, dass
dahinter ein für mich undefinierbares System liegt. Es sind unterschiedliche
Energien, die eine emotionale Wirkung auf mich zeigen, aber stationär sind.
Das heißt, die Energien sind auf bestimmte Stellen beschränkt, wie ich beim
mehrmaligen Durchgehen bemerkte.

Ein Flussteich – kein stiller – lädt zum Nachdenken ein, hat aber auch etwas
Melancholisches, als würde dort die Zeit violetter sein. Warum violett? Ich
weiß nicht, ich empfinde es einfach so. Hat Zeit ihre Farben? Oder sind es
Qualitäten, die ich farbig empfinde?

Ein kleines Wasserrad gibt der Atmosphäre einen Rhythmus, der die
melancholische Energie erheitert. Es ist nicht mein Ort – jedoch in meiner
momentanen Verfassung eine Leihgabe an meine verletzte Seele.
Ich sitze an Aristides Gartentisch und blicke mich immer wieder um. Ich
gehe im Geiste noch mal seinen Landsitz ab, den ich vorher mindestens
zehnmal durchstreift habe. Er hat ein Muster – er symbolisiert Aristides
Metabolismus. Das ist sicherlich eine Lebensaufgabe, ihn so in Schuss zu
halten.

Als hätte er meine Gedanken gehört, setzte er sich hinzu und lächelte.

»Mein kleiner Landsitz hier besitzt die Energie meiner ganzen Familie, die
auf Achele weilt. Meine Lebensbeigabe und die zwei Lebensaufgaben
(seine Kinder) schwingen hier in Flora und Fauna mit«, zeigte er um sich.
»Das erleichtert die zeitliche Trennung, ersetzt sie jedoch nicht.«

»Was für eine Fülle!«

»Wir Menschen sind Fülle, Alfons. Natur dient uns lediglich in Liebe und
schafft uns ein Spiegelbild unserer Fülle.«

»Meine Fülle ist schon so lange gestört«, warf ich ein. Ich musste wieder
weinen.

»Sie ist komplett vorhanden«, sagte er mir, als ich mich gefasst hatte, »nur
sehr lange in den Hintergrund gerückt worden. Du wirst zu deiner Fülle
gelangen – sie wird aus dir fließen im Zuge der Ausheilung.«

Nachdem wir nun gemeinsam noch einmal den Landsitz durchstreift haben,
meinte er, was ich in diesem Leben eventuell nicht mehr schaffe, würde ich
dann im nächsten vollenden.

»Es gebietet die Logik und die Seelenruhe in uns, jedes Leben als einen
Teilaspekt eines Gesamten zu erkennen. Kein endlicher Körpermensch kann
Unendliches schaffen. Er kann es andenken und Leben für Leben hinwirken
zur göttlichen Fülle«, erzählte er sanft. »Wer die einzelnen
Inkarnationsstationen zu planen weiß, schließt im neuen Leben immer dort
als Beginn an, wo er vorher aufgehört hat. Da dies wedische Menschen so
machen, gereichen sie ins Heil Maters. Doch auch Kollektivmenschen
wissen darum –, aber sie missbrauchen das Inkarnationsprinzip, das dann
irgendwann abreißt. Kein heute auf der Erde lebender Kollektivmensch
wird hier sein Folgeleben antreten können, wie er es geplant hat. Doch er
weiß es noch nicht. Alle irdischen Machtdynastien, die seit Jahrtausenden
immer wieder dort reinkarnieren, werden dies nun nicht mehr können – die
Linie ist seit einem halben Jahr vollständig zerrissen. Das irdische
Herrschernetz zerfasert, löst sich auf, weil wedische Eingeburten – die
144.000 – durch ihre Inkarnation ein neues, energetisches Netz um das
Sonnensystem geschaffen haben. Es ist noch jungfräulich, aber nicht mehr
zu beseitigen, weil ihre Zahl weiter ansteigt.«

Ich versuche das zu begreifen.

»Mit welcher Energie du nun dein weiteres Leben füllst, sie wird sich dir
unterordnen und Vorsorge für dein Folgeleben tragen«, konstatierte er.
»Wenn du das völlig ruhig und gelassen machst, steigert sich die Energie.
Tust du es hektisch und in einer scheinbaren Zeitnot, schwächst du diese
Energie. Im Wuweiwu – eine alte wedische Weisheit – liegt eine
unbeschreibliche Fülle an Energie, die jeder wahrhaft weise Mensch zu
handhaben weiß.«

Zwei entenartige Vögel unterbrachen unser Gespräch und knabberten an


unseren Füßen.

»Sie bringen dir Leichtigkeit«, grinste Aristide. »Sieh nur, beide knabbern
jetzt an dir.«

Die waren so ulkig und schräg drauf, dass ich nur noch lachen konnte.

»Natur sorgt für dich«, klopfte er mir auf die Schulter und ließ mich wieder
alleine.

Die beiden Enten schnatterten leise um mich herum und pickten


irgendwelche Insekten und Graszeug auf. Langsam nahm ich anderes Getier
um mich herum wahr. Es war gar nicht scheu – eher so, als gehörte ich zum
Inventar. Ich legte mich jetzt einfach ins Gras – es war warm und einladend
zum Träumen.

*
Die gesamte Umgebung ist bergiger als bei Ulluer und Starsa und es riecht
harziger. Es sind mehr Wälder vorhanden und weniger Landsitze, die
aneinanderstoßen, wie in den Siedlungen weiter unten. Es ist friedlich –
keine Energie wie auf Obererde, die einem jederzeit mitteilen kann, es ist
Gefahr im Verzug. Wieder kommen mir die Tränen – aber dieses Mal aus
Dankbarkeit, dass das hier die Erde ist und kein Planet irgendwo in der
Galaxis. Das gibt die Hoffnung, im Oben wieder diese Energien zu
schaffen. Dass all diese Manipulatoren und Herrschsüchtigen aussterben, ist
für mich eine klare Genugtuung. Ich muss gar nichts tun, diese Menschen
zu bekämpfen – sie sind bereits tot und wissen nur noch nicht, wann sie
umfallen müssen.

Je mehr ich darüber reflektiere, desto klarer sehe ich die Erde mit der Zeit
weniger bevölkert. Kann es sein, dass sich die Apokalypse genau dort als
Zentrum anbietet, dass sie faktisch ganz anders ist, als man sie uns glauben
macht?

Da fielen mir Ulluers Worte von gestern ein, sie würden es nicht zulassen,
dass sich die Initiatoren einer physischen Apokalypse in eigens dafür
geschaffenen unterirdischen Städten in Sicherheit bringen. Man schneidet
sie von ihren eigenen Machenschaften ab. Ihre Pläne gehen nicht auf und
sie müssen aus ihren jahrtausendealten Energien heraus. Sie sind abgerissen
von ihrem Inkarnationsplan.

»Du dringst in die Metaphysik ein – schön«, unterbrach Mara meine


Gedanken und nahm gegenüber Platz. »Hast du schon erfasst, wie es sich
wirklich abspielen wird?«

Ich brauchte ihr nichts zu sagen. Wir sahen uns kurz an und sie sagte dann:
»Gut! Und so wirst du weiterhin denken, spüren und wissen. Lasse dir
gesagt sein, niemand wird die Erde zerstören können, wenn auch nur einer
da ist, der das nicht will.«

»Klar, denn der Eine vereint in sich die Erde«, lachte ich.

»Es gibt überall den Einen in Vielzahl – doch das begreifen nur wenige, die
sich in dem Einen befinden«, lächelte sie mich an, »und die es fassen, sind
der Eine.«
*

Ein neuer Tag, eine neue Energie bricht an. Obwohl hier die Sonne die
ganze Nacht über scheint, ist sie matter als tagsüber – ein seltsames
Erlebnis.

Ich war gerade eine gute Stunde durch Wald und Flur unterwegs und bin
noch atemlos von den Eindrücken zwischen Tau und Sonnenschein. Die
Nacht war leicht kühler als der Tag und es gibt tatsächlich Tau, was mich
sehr verwunderte. Ich habe erfahren, dass trotz der Sonne, die scheint, die
Energie nachts anders ist – es ist feuchter und energetisch tatsächlich mehr
auf Nacht ausgerichtet. Das soll mit dem Austausch zwischen innen und
außen zusammenhängen. Auch die Energien des Mondes durchdringen die
Erdhülle und kommen hier an. Ich habe quasi Nachtenergie gespürt. Es gibt
tatsächlich so etwas wie Tag und Nacht hier, mit dem Unterschied, dass zur
Nacht keine wirkliche Dunkelheit gehört. Es scheint hier das
elektromagnetische Feld eine zyklische Umwandlung vorzunehmen, die wir
im Oben so nicht kennen.

Aristide meinte gerade, er würde heute gerne eine längere Bergwanderung


mit mir machen, die über Felder gehen wird, welche sie als Organfelder
bezeichnen. So seien Höhenfelder stets Organen zugeordnet – oder
umgekehrt.

»Da du hier ein Fremdkörper bist, werden diese Felder dich offensichtlicher
ansprechen, als die oben, wo alles bereits nicht mehr zwischen fremd und
verwandt reagieren kann«, wies er mich ein. »Du wirst auf die Höhenfelder
ansprechen und du solltest deine Eindrücke laut schildern. Egal, wie es dir
kommen wird, kommentiere alles, wenn sich etwas für dich atmosphärisch
verändert. Warum, wirst du noch merken.«

Das Frühstück war für mich ungewöhnlich. Es gab irgendeinen Brei mit
Quellwasser und Fruchtsaft. Dabei war eine Reptofrau, die ich nicht
einordnen konnte und die mich auch nicht sonderlich registriert hat. Aber
sie wird heute die Führerin sein.

»Sie wird dich nicht direkt ansprechen«, erläuterte Aristide. »Doch sie wird
dich mit jedem Laut dazu auffordern, deine Eindrücke in deiner Sprache zu
verlautbaren. Also, wenn sie etwas sagt, ist es ausschließlich für dich
gedacht und du antwortest eindrücklich.«

»Ich schildere dann mein Empfinden?«

»Ja.«

Aristide gab mir noch eine Art Schilfrohr.

»Das trägst du wie ein Zepter und achtest darauf, dass es nicht knickt. Mehr
brauchst du jetzt nicht wissen«, lächelte er mich an.

Das mutet mich rituell an.

»Es ist ein wesentliches Ritual – ja«, konterte Aristide meine Gedanken.
»Du wirst lernen, Rituale zu fördern und sie im Alltag umzusetzen. Und du
wirst begreifen, welche Macht Rituale besitzen, um einem niedrigen
Okkultismus sicher zu begegnen. Jetzt lege dich noch eine Zeit lang in die
Sonne und dann gehen wir los.«

Ich weiß nicht, ob ich all die Eindrücke wiedergeben kann – sie waren alle
so eindrucksvoll, dass ich nur noch darin bade. Shantark – die Reptofrau –
ist eine wedische Schamanin und hat mir viele Krafttiere und Pflanzen
zugeteilt. Die Wanderung war für mich eine Fülle von Tier- und
Pflanzenbegegnungen, wie ich sie noch nie vorher erlebt habe. So, wie
mich Pflanzen und Bäume durchs Unterholz berührt haben, berührten mich
Tiere, Insekten und Bodenlebewesen. Da ich barfuß ging, erlebte ich alles
so intensiv, dass mir wohlig schauderte.

Shantark verklickerte mir über Aristide, dass mich Natur animiert, liebt und
heilen möchte, und dass ich das mit ins Oben nehmen dürfe.

»Das ist ungewöhnlich echt, selten so erlebt«, übersetzte Aristide ihr Reden.
»Natur haftet sich an ihm an – er ist sehr gut im Oben zu wirken.«

Beim Abstieg empfand ich Wohlwollen, aber auch klare Hinweise, in


meiner Welt die Natur nicht mehr zu schänden.
»Natur sagt dir, wie du sie behandeln und stärken kannst«, übersetzte
Aristide weiter. »Sie ist auf deiner Kraftseite, wenn du sie zu verteidigen
suchst.«

Ich ging nach der Rückkunft gleich wieder durch Aristides Landsitz und er
erschien mir in einem neuen Licht.

Ich spürte nun wieder eine Schwäche und Aristide meinte, nach den
kinesiologischen Sitzungen müsste mein Körper sich erst mal wieder
erholen. In einigen Monaten sei alles ausgeheilt.

»Du solltest dir eine Faustregel beherzigen, um die Heilung auch zu


fördern. Imaginiere täglich immer wieder, dass dich das Verhalten anderer
nicht zu treffen hat«, erklärte Aristide. »Ich weiß, das ist bei euch eine
ziemlich schwierige Angelegenheit, aber es funktioniert mit ein wenig
Übung.«

Ich wurde jetzt auf die spätere Ausfahrt vorbereitet. Einfach so ausfahren
nach mehr als 24 Stunden Aufenthalt würde mich in meiner Verfassung
glatt umhauen, erklärte Mara.

»Wir sind das gewöhnt und auch ausgeglichener. Du wirst jetzt ein paar
Stunden in einem Zwischenbereich verbringen, wo sich schon oberirdische
Schwingungen befinden, um dich einzuschwingen – es ist eine Sphäre
zwischen beiden Welten«, folgerte sie.

Ich befand mich nun in einem riesigen Höhlensystem, ca. 20 Kilometer


unter Augsburg. Es leuchtete alles in einem mild-diffusen Licht.
Wohnquartiere sind in Felsen geschnitten und sogar kleine Gärten gibt es.
Zuerst war ich irritiert, doch dann bemerkte ich ein konstantes Rauschen,
wie ein Entlüftungsgebläse – sehr leise, aber dennoch vorhanden. Es ist
eigentlich mehr wie ein leiser Wind, der bläst – nicht ganz regelmäßig, aber
kontinuierlich.

»Dieses System wird zusätzlich künstlich belüftet und dient als ein
Übergangs- beziehungsweise Umgewöhnungsbereich zur oberirdischen
Ausfahrt. Solche gibt es weltweit viele, damit die innerirdischen Menschen
auch im Oben ihren Beitrag leisten können«, erzählte Mara. »Derzeit leben
etwa 50.000 Innerirdische hier und wechseln die Sphären. Sie gehen bei
euch medialen sowie energetischen Tätigkeiten nach, um eure Natur in
bestimmten Gebieten zu stärken. Würden sie täglich zwischen Innererde
und Obererde pendeln, würden sie zu stark belastet.«

Sie zeigte mir eine Handvoll winziger Kristalle. »Diese werden in


gefährdeten Gebieten verstreut. In ihnen stecken innerirdische
Informationen, die sich eure Flora vereinnahmt. So ist immer eine
Wechselwirkung vorhanden, um die beiden Lebenssphären ausgewogen zu
halten.«

Ich erzählte ihr, dass bei uns immer mehr Naturschutzgesetze aufgehoben
werden, um die Erde weiter zubauen zu können.

»Das wissen wir«, nickte sie, »deshalb stärken wir eure Restnatur ja.
Demnächst soll der Arktis- und Antarktisschutz aufgehoben werden, weil
dort Unmengen an Rohstoffen und Erzen vermutet werden. Im gleichen
Zuge wollen Militärs diesen Fakt nutzen, um die Poleingänge zu knacken –
bisher finden sie sie nur nicht richtig. Sie können sie aus dem All heraus
sehen. Sie können sie messen und berechnen. Jedoch mit diesen Daten
können sie in der Praxis nichts anfangen. So scheinen sie wieder zu
Kriegsgerät greifen zu wollen – geht es nicht wissenschaftlich, dann eben
mit Gewalt.«

Sie winkte lächelnd ab und fuhr fort: »Es geht weder mit euren
wissenschaftlichen Möglichkeiten, noch mit Gewalt – aber das begreifen
diese Gesellschafter einfach nicht.«

»Gewalt scheint ein Grundmuster bei uns zu sein. Und Vergewaltigung


beginnt schon bei der Geburt.«

»Trotzdem werden die Friedliebenden und Gewaltlosen mehr«, verbesserte


sie mich. »Jene, die Gewalten teilen und das für richtig befinden, werden
irgendwann verschwunden sein. Denke immer daran!«

Ich musste jetzt was essen, hatte Hunger.


*

Ich fragte Mara während des Essens, wie es wohl wäre, wenn ich mal
länger in Innererde bleiben würde und sie antwortete, noch einen Tag länger
unten verbringen, würde mir das Oben erschweren. Sie könne mein
Ansinnen begreifen, aber ich sei für das Oben geprägt und meine Seele
hätte sich auch bewusst die Inkarnation im Oben ausgesucht.

»Wenn ich daran denke, wird mir mulmig«, sinnierte ich.

»Du hast jetzt noch intensiver erlebt, wie Menschen leben können. Du
kennst jetzt das Wenn verstärkt«, konstatierte sie. »Dieses Wenn sollte dich
lediglich dazu motivieren, weniger auf das Negative einzugehen.«

Es reiche, wenn ich es registriere und transformiere – eine Analyse sei


dabei nicht viel von Wert.

Interessant war auch ihre Aussage, man könne sehr gut über die
lichtasurischen Zeitgeisterscheinungen einen positiven Umschwung
herausfiltern. Wichtig ist, sich nicht über diese Erscheinungen aufzuregen,
sondern sie als Kräfte der wedischen Beschleunigung zu betrachten.

»Wenn du gegen diese Strömung ankämpfst, bekämpfst du unbewusst auch


die von allen unabhängigen Wedenenergien. Das macht diesen zwar nichts
aus, aber dir. Das einzige, was ihr noch bekämpfen solltet, sind eure
extremem Emotionsüberdrehungen, die aus den zeitgeistigen Energien
resultieren. Es gehört Achtsamkeit dazu, diese Strömungen bewusst zu
registrieren, um nicht immer wieder reinzufallen – einzusteigen in die, vom
Menschsein wegdrehende Spirale von Gewalten«, erklärte sie.

»Wenn ich mich nicht täusche, wird es jedoch wieder zu Gewalttaten à la


Mahabharata kommen«, folgerte ich.

»Es werden sich wieder gigantische Gewaltenteilungen auftun – das bringt


eine Kehrtwendung mit sich«, nickte sie bedächtig. »Allerdings müssen
sich alle A und B raushalten – dieses Mal übernehmen andere die
schmutzige Antwort in Wort und Taten. Das fällt besonders den
Klingsorischen unter euch schwer – doch dieses Mal haben sie unbefleckt
zu bleiben, getreu den wedischen Energien von Großmut, Menschlichkeit
und Liebe zu Maters Weisheit. Stärkt euch mit Löwe-Energien!«

»Da ich gerade erlebt habe, was Gewalt den Menschen anzutun vermag –
ohne Waffen12, sollte ich jetzt auch begreifen, mir hier keine Blöße mehr
zu geben.«

»Kämpft nicht gegen bestehende Systeme, sondern bewegt euch immer


wedisch darin, so gut ihr das nur könnt«, folgerte Mara. »Jeder Widerstand
bringt nur Aufmerksamkeit aus den Systematiken. Das ist nicht hilfreich
fürs wedische Lernen, Leben und Lehren. Du wirst es noch lernen und
letztlich es auch schaffen zu erkennen, dass es keine Schuld Einzelner gibt.
Jeder, der solche Dinge macht, macht es, weil er durch das System so
geworden ist. Alle Verursacher werden aus einer höheren Instanz zur
Rechenschaft gezogen. Alleine dies sollte euch Genugtuung sein.«

Es dauerte nicht mehr lange, dann ging es nach oben – ins Gruselkabinett.

Ich fuhr in Ustersbach aus und mit dem Auto nach Hause. Es war schier
verrückt, wie laut das Auto lief und ich überholt wurde, als führe ich wie
eine Schnecke. Ich bekam fast Panik und spürte die Hektik körperlich als
sehr unangenehm. Trotzdem musste ich grinsen – es gibt Schlimmeres.

Mir fiel wieder ein, dass mein Vater mich des Öfteren schalt, weil ich so
wenig aushalte – wie er sich zu äußern pflegte, wenn ich mal nicht hart
genug seine Ohrfeigen entgegennahm und lieber abhaute. Sind wir nur noch
da, um alles aushalten zu müssen, was Verhaltensgestörte uns zumuten? Der
Krieg hat Vater ziemlich gestört und noch immer sind es die Kriegstreiber,
die der Menschheit ein unendliches Aushalten aufbürden. Wir müssen in
der Tat lernen, dieses zu ignorieren – zu betrachten als eine dem Untergang
geweihte Energetik, die am Absterben ist.

Mann, bin ich müde und geschafft! Und Hunger spüre ich auch wieder. In
mir arbeitet es zwischen Freude und Trauer – bitte nicht schon wieder
Tränen, ich kann kaum noch aus den Augen sehen.
Ich war kurz in Maria Vesperbild, spazierte noch ein wenig herum und habe
eine Kerze für die Weden entzündet. Nun fuhr ich endgültig heim. Mal
sehen, wie ich all das demnächst verarbeiten kann und welche Streiche der
Zeitgeist mir noch spielen wird...

12 Er bezieht sich da auf die Sache, die ihm im Gefängnis angetan wurde
und die er am Tag vorher kinesiologisch endgültig gelöst hatte.
16. Jahreswechsel in Innererde
20.03.2008 Einfahrt – Treffen mit Ulluer

Es ist tatsächlich so, dass von heute auf übermorgen das Jahreswechselfest
in Innererde gefeiert wird. Es wird schon seit Tagen vorbereitet und wird
Das Fest der Wiederkehr genannt. Wir feierten es vor sehr langer Zeit oben
auch. Nachdem die Kirche die heidnischen Bräuche übernahm, wurde
zuerst aus dem Fest der Wiederkehr das Fest der Auferstehung, was man
später in Ostern umbenannte.

»Mit der Kreuzigung des Heillands13 – der steten Wiederkunft von


Wachstum und Heil – hat euch die Kirche diese Erneuerungsenergie sehr
stark gedämpft«, folgerte Ulluer. »So wurden die restheidnischen –
wedischen – Bräuche der Reihe nach genommen und gegen dogmatische
sowie angsteinflößende Rituale ausgetauscht. Wo immer die
Kollektivfürsten in eure Bräuche eingriffen, geschah es mittels Gewalt
durch eigens dafür ausgebildete irdische Missionare, die alles Wedische
zerschlugen. So wundert es nicht, dass noch heute so viele Menschen
alleine beim Wort Weden unwillig reagieren, ja, dass dieses Wort fast ein
Sakrileg ist. Ihre Kondition ist so stark im Unterbewusstsein verankert, dass
bestimmte Urworte eine innerliche Revolte auslösen.«

»Daher kommen auch oftmals die Probleme mit Menschen, die anfangs das
Wedische faszinierend empfinden, sich dann jedoch massiv dagegen
verwehren«, folgerte ich.

»Da ist sowohl das Urwissen als auch ein konditioniertes Wissen, das
besagt, Urwissen ist gefährlich und selbstzerstörend«, nickte er. »Anstatt
nun diese Regungen zu überprüfen, drücken sie sie wieder nieder und
werden manchmal sogar scharfe Gegner aller Reformversuche der
Menschen. Erst wenn diese Regungen soweit transformiert werden, dass
man seine einseitige Konditionierung erkennt, beginnt das große
Nachdenken und die Suche nach der grundsätzlichen Wahrheit des
irdischen Lebens. Solche Menschen stoßen nach und nach zu euch oder
finden sich mit anderen zusammen.«

Ich erzählte ihm von einigen Mitgliedern des neuen Forums.

»Sobald die Menschen einmal Lunte gerochen haben, nehmen sie die Spur
auf«, lächelte er. »Da wird es einiges geben, die durch eure Äußerungen
noch sehr zum Nachdenken gelangen. Dass sie ihre Antworten finden,
zeugt von ihrem vagen inneren Wissen, nicht zum Massenmenschen zu
zählen. Das ist der Beginn der kosmischen Einweihung – der Eintritt in eine
Kommunikation mit dem höheren Selbstverständnis.«

»Wodurch neue Gemeinschaften entstehen«, folgerte ich.

»Nicht zwangsläufig, allerdings in gewissen Regionen politischer


Umbruchsstimmung nicht ganz unklug«, nickte Ulluer. »Je offensichtlicher
wedische Energien kursieren, desto aufmerksamer werden deren Gegner,
mit dem großen Unterschied, dass eure Religionssysteme von Tag zu Tag
weniger Kraft aufbieten können. Die Masken bröckeln ab, bis das wahre
Gesicht des religiösen Fanatismus und der Massensuggestion zum
Vorschein kommt. Dabei kann es für euch eine Stütze sein, wenn ihr euch
zusammenschließt. Alle Gewalt ausübenden Religionsverfechter sind eng
verquickt mit den Regierungen, Geheimdiensten, Militärs und der
Globalexekutive. Auf all diesen Ebenen kannst du ein Abbröckeln sehen
und darunter gibt es keine feste Stütze mehr, weil alles auf tönernen Füßen
gebaut war. Der große Manipulationskoloss bricht langsam zusammen.
Bleiben wird ein nicht mehr dynamisch handeln könnender Torso, der
irgendwann zur Ruine und dann ein von Natur verschlungenes Konstrukt
sein wird. Das findet seit 260 Jahren auf Hilamiri statt. Der Torso ist nur
noch Ruine – ein sich selbst zersetzendes Museum als
Anschauungsunterricht, diese Ära nie mehr aufleben zu lassen. Es folgen
Freiheit, Naturwissenschaften freier Energien, Erkennen, was Schwerkraft
wirklich ist, das Wachsen und Begreifen der zellularen Selbstbeherrschung
und letztlich das freie Reisen durchs Universum. All das wird eine gewisse
Zeit benötigen, worüber die kommenden Generationen sich immer klarer
werden – solange, bis die Ersten einfach das tun, was ihr heute noch als
Zauberei oder physikalisch unmöglich bezeichnet.«
Ich habe ihn begriffen – Ulluer vermittelt mir eine Aussicht auf wedische
Zeiten, ohne sich ständig im Vergangenen zu verlieren. Selbst die
Gegenwart ist zukünftig anzureichern, ohne das alte Konstrukt dazu als
Basis zu nehmen. Je mehr wir uns auf eine wedische Zukunft einlassen
können, desto stärker wird diese sich in die Manifestation begeben.

»Viele von euch behaupten, man müsse zuerst in die graue Vergangenheit
zurückwirken, um das Alte mit den Wurzeln auszureißen. Das ist völlig
falsch. Die Wurzeln wurden bereits von früheren Avataren gelockert und
gekappt. Avatare, wie Krishna, Buddha, Melchisedek, Jesus und andere
haben das längst erledigt, auch wenn in eurer Geschichte ihr Tun völlig
verdreht dargestellt wird«, erklärte Ulluer. »Wer also meint, er müsse sich
mental und astral in die Vergangenheit begeben, um Lösungsarbeiten zu
vollbringen, findet sich alsbald auf verlorenem Boden. Er wird feststellen,
das haben andere lange vor ihm getan. Er lernt dabei begreifen, was
Nachfolge heißt, mehr nicht.«

»Für mich gehört zu diesen Menschen auch der Dalai Lama. Er ist ein
Vollender des Kollektivismus«, warf ich ein.

»Er dient dem Kollektivgeist und er glaubt an die Göttlichkeit seiner


Mission, an die Richtigkeit seines Tuns, weil er einer königlichen Asura-
Linie angehört«, lächelte Ulluer. »Wenn die Änderung zum Wedischen
ersichtlich aufblüht, werden ihm die Lichtasurischen kurzzeitig beistehen.
Doch sie werden ihn fallen lassen, wenn er sie zu benutzen versucht. Achte
auf das, was demnächst vom Dalai Lama kommt, wie es kommt und wohin
es zielt.

Du solltest wissen, der Dalai Lama ist der heimliche Unterstützer der
Leviten – er kann sie handhaben wie kein Zweiter auf der Erde. Und die
Kollektivbefürworter liegen ihm zu Füßen – und noch viele mehr.«

»Doch es gibt genug Menschen, die ihn intuitiv ablehnen«, konterte ich.
»Selbst öffentlich ist es schon vorgekommen, dass das eine oder andere
Regierungsmitglied ihm verwehrte, sich von ihm den weißen Schal
umlegen zu lassen.«
»Das stimmt – es war aber stets mit gewissen Repressalien und Verlust des
Ansehens verbunden«, nickte Ulluer. »Ich versichere dir, der Dalai Lama
hat weniger Anhänger, als öffentlich behauptet wird.«

Für die Anderweltler wird insgesamt ersichtlich, dass die Mehrheit genug
von Religionsführer, Fundamentalisten und Fanatikern hat. Und das wird
sich noch erweitern.

»Der Gott des gewaltsamen Herrschens und dessen Anhänger verlieren an


Kraft und Ansehen«, folgerte er. »Deshalb müssen Wunder und Fantasmen
her, das System wieder mit Macht zu erneuern. Seht und hört ihr von
solchen, dreht euch um und kümmert euch nicht darum. All das werden
Konstrukte sein, die mittels neuer Erfindungen so dargestellt werden. Kein
Gott und keine Engel werden hierbei mitspielen, lediglich
Manipulationsmechanismen, die das vorgaukeln. Alle der Menschheit
wohlgesinnten Wesenheiten spielen dieses Spiel niemals mit. Auch alle,
mittlerweile wieder wesentlich klardenkenden, Menschen werden sich
davon nicht mehr beeinträchtigen lassen. So werden angebliche magische
Praktiken schneller durchschaut oder aufgespürt und Pseudomagier nicht
mehr ernst genommen. Der Personenkult wird gemessen in wesentlich oder
unwesentlich. Und wenn so ein charismatischer Zeitgenosse nicht zur
fruchtbaren Erbauung individueller Reifung beiträgt, werden seine
Aussagen als unwichtig beiseitegelegt. Es werden andere Ideale und Idole
entstehen und Despotismus bis zur Ignoranz abgelehnt.«

»Ich spüre diesen Trend schon vermehrt in meiner Umgebung. Und ich
denke, dass auch die kommenden Kinder immer wacher werden«, nickte
ich.

»Ja, besonders Kindern und Jugendlichen wird man alsbald kein X mehr als
U vormachen können«, grinste Ulluer leichthin. »Schon deine
Enkelgeneration wird so unberechenbar für die Systematiker werden, dass
sie gewaltige Anstrengungen machen müssen, um nicht durchs
Respektraster zu fallen. Was macht ein Systemschullehrer, wenn ihm die
Schüler sagen, er könne sich seine Irrlehren sparen und solle gleich zur
Sache kommen? Er kann entweder resignieren oder er wird gezwungen,
sich mit diesen Themen zu befassen. Das System wackelt überall, Alfons.
Und ihr Eltern und Großeltern habt es in euren Händen, euren Kindern und
Enkeln ein neues Denken und Handeln zu ermöglichen. Das schließt auch
mit ein, euren Folgegenerationen die Freiheit zu lehren, die ihr noch nicht
habt. Dazu gehört Größe und Einsicht in eine Verantwortung für euer
künftiges Sein. Für manche systemkonformen Menschen wird das zu einer
unüberbrückbaren Kluft der Generationen. Für euch Wissende jedoch ist
dies die feste Brücke zur wedischen Reformation. Gebt euren Kindern und
Enkeln jene Freiheit, die ihr euch für euch selbst wünscht und tretet dafür
ein. Impft eure Nachkommen mit der wedischen Genetik und sie werden
euch immer gedenken. Denn dann werdet ihr die großen Ahnen, woran die
künftigen Generationen denken.«

»Das bedeutet, den Spieß der Priesterschaften umdrehen«, sinnierte ich.


»Die scharfe Spitze in den Boden stoßen, um wieder den Schaft zu
beleben.«

»Die 144.000 sind der Schaft – sie bestimmen, wohin die Lanzenspitze
weist – weg von der Erde oder in die Erde«, nickte er lächelnd. »Gebt die
Kraft der Spitze wieder der Erde zurück und nicht irgendwelchen
außerirdischen Göttern, denn wegweisend für euch ist zuerst einmal alleine
eure Heimat, die Erde. Ist das geschehen, können wir gemeinsam euren
Schaft wieder aus der kosmischen Geschwisterschaft – höre -schaft –
heraus mit uralter wedischer Energie bereichern. Die Symbolik des Moses,
der mit dem Schaft (Stock), den er in den Fels trieb und dadurch Wasser aus
dem Fels laufen ließ, zeugt davon.«

Uller machte mit mir jetzt noch eine Art Wortarbeit, die mich regelrecht
schwindelig machte. Dazu sprach er Silben und Laute aus, während er mich
an beiden Händen festhielt. Es entstanden Bilder in mir, die mich teils
angenehm, teils unangenehm berührten. Manchmal empfand ich ihn sogar
anmaßend, soweit in mich einzudringen. Trotzdem spüre ich jetzt im
Nachhinein, er hat mir meine innere Energetik gezeigt, die noch ziemlich
schamhaft im sich Verstecken ist.

»Es gibt nichts zu verstecken – alles ist offenbar, wenn du es nur wirklich
möchtest«, sagte er. »So kannst du deinem Gegenüber seine Wahrhaftigkeit
offenbaren, denn jeder Mensch ist in sich im Ziel reine Offenbarung. Ich
kann dich zu deiner Gesamtheit führen, wenn du das möchtest.«

»Das ist sehr intim, Ulluer und kommt einer Beichte des Innersten gleich«,
warf ich irritiert ein.

»Darum geht es letztlich – das Innerste zum Außen führen und das Außen
zu verinnerlichen«, lächelte er. »So ist die Erde im Innern und im Außen
beschaffen. Erst wenn ihr euch dahin begebt, ohne ein Sträuben, werdet ihr
und die Innerirdischen einen Konsens finden. Eine Wiedervereinigung kann
nur in einer vollkommenen Offenheit und absoluten Existenzbeichte
stattfinden. Das weiß Starsa und das solltest du auch wissen.«

»Wobei Starsa in Innererde und ich auf Obererde in der Minderzahl zur
Versöhnung stehen«, warf ich ein.

»Starsa wirft jedoch in Innererde stets und allzeit sein Veto ein. Kannst du
das von dir auch sagen?«, konterte Ulluer.

»Dazwischen liegen energetische Welten«, erwiderte ich.

»Nein, da sind auf beiden Seiten identische Energien vorhanden, eben nur
anders gelagert«, schaute Ulluer mich liebevoll an. »Und du spürst das.
Wenn du einmal soweit kommst, deinen Mitmenschen zu vermitteln, dass
es eigentlich keinen Unterschied zwischen Reptos und Sapiens gibt – außer
kleinen physiognomischen Unterschieden, die wesentlich zu
vernachlässigen sind –, dann kommst du auch in die Kraft, einer
Wiedervereinigung. Ihr haltet noch zu sehr am Primatentum fest und
vergesst darüber, ursprünglich reptiloid entstanden zu sein. Der
metabolische Grundsatz ist bei euch reptiloid. Trotzdem ist es völlig
gleichgültig, wie ihr euch empfindet – ihr seid doch alle Erdenmenschen.«

»Und auch ein wenig Acheler, Harukanier und Voltrain«, warf ich ein.

»Natürlich«, lachte er auf, »das ist bei uns ebenso. Das geht durch alle
Spezies. Oder willst du zurück gehen bis zum kosmischen Einzeller?«

»Tja, das bringt es wohl auch nicht sonderlich.«


»Wir beide werden noch ein wenig an deinem Selbstbewusstsein arbeiten,
damit dir klarer wird, dass es im Universum ein Gesetz des Menschseins
gibt, dem kein Menschenwesen entrinnen kann«, lächelte er. »Du und all
die Menschen, die künftig immer klarer werden, werden es schaffen und
dabei das Portal der kosmischen Menschheit durchschreiten.«

13 Die Heiden benutzten tatsächlich die Bezeichnung Heilland (Heil-land)


– was sich auf das heilige Land bezieht. Das heilige Land stellte die eigene
Scholle, also den Familienlandsitz dar. Man feierte mit dem Fest der
Wiederkehr die Wiederkehr des Wachstums, das zur Frühlings-Tages- und
Nachtgleiche explosionsartig zunimmt. Und mit diesem Wachstumsbeginn,
begann gleichzeitig das neue Jahr.
17. Nibiru
22.03.2008 Einfahrt – Treffen mit Ulluer

Alf erzählte Uller, dass im Forum das Thema „Nibiru“ aufgetaucht ist und
fragte ihn, ob er ihm dazu etwas sagen kann.

Zu Nibiru lässt sich vieles sagen, aber auch wenig – je nach Standpunkt.
Dieser einst aus einer anderen Galaxis gekommene Planet war ursprünglich
außen wie innen belebt. Noch in der Heimatgalaxie wurde er innen wie
außen nach immer neueren Techniken umgestaltet. Als er seine äußere
Atmosphärenhülle verbraucht hatte, haben ihn die mittlerweile stark
degenerierten Innenraumbewohner zu einem riesigen Raumschiff
konzipiert.

Die Bewohner gehörten Langschädelreptiloiden – Reptomenschen der


Klassifikation Arkanier – an, die ein starkes Kollektivbewusstsein
entwickelten. Sie zählten zur Gattung der Lichtasurischen, bildeten jedoch
zwei konträre Kosmogenesen. Die eine Gruppe, bestehend aus
Wissenschaftlern, suchte eine Lösung für ihre Probleme; die andere Gruppe,
bestehend aus fundamental denkenden Welteroberern, suchte nach Planeten,
die sie besiedeln könnten. Solange sie durch den Raum reisten, bildeten sie
eine Zweckgemeinschaft. Als sie auf Planeten und Sonnensysteme stießen,
verfolgte jede Gruppe ihre Ziele.

Irgendwann trafen sie auch auf unser Sonnensystem und sie schwenkten in
einen Orbit ein, der zu Beginn einige schwere Gravitationsschäden
verursachte. Dieses war keine grobe Absicht, für diese Menschenspezies
allerdings unumgänglich, denn sie wollten überleben. So zerriss es einen
von Tieren und Hominiden bewohnten Planeten, dessen Überreste zur
Venus wurden und zu Monden für Mars und andere Planeten. Auf dem
Mars lebten bereits technisch versierte Menschen und ihre Zivilisation
wurde schwer geschädigt. Die Nibiruaner versuchten das Übel zu
reparieren, aber es funktionierte nicht sonderlich.
So wurde die Erde als Asyl für die Marspopulation erwählt, zumal hier
bereits zwei Menschenrassen lebten: Reptos und Sapiens – womit sie
kompatibel waren.

Während die eine Gruppe alle Menschenpopulationen für ihre Zwecke


einspannte, brachte die andere Gruppe den Menschen insgesamt eine
Kosmogenese bei, die in späteren Zeiten zur Grundlage für Religionen
wurde.

In mehreren Orbitzyklen kamen die Nibiruaner immer wieder mal vorbei,


um sich mit Bodenschätzen, riesigen Wasservorräten und Hilfsarbeitern zu
versorgen, die sie dringend brauchten, da sie selbst immer weniger wurden.
Mehrmals gerieten sich die zwei Gruppierungen in die Haare, wenn es
darum ging, die Erdenmenschheit zum Teil mitzunehmen als
Arbeitsdrohnen oder sie in Ruhe zu lassen. Da ein komplettes In-Ruhe-
Lassen jedoch ihren Untergang bedeutet hätte, kamen sie überein, immer
nur so viele auf Nibiru zu holen, wie für ihr Überleben notwendig sei.

Sie verursachten eine große Sintflut, die ebenfalls von ihnen nicht gewollt
war. Aber durch ihre Orbitaldurchgänge zog Nibiru Mengen von Asteroiden
mit sich, wobei sich einige in die Erdanziehung begaben und die Erde
gefährlich nahe passierten. Um das für die Zukunft zu verhindern, bauten
sie den heutigen teils künstlichen Mond als Meteoritenabwehrbasis aus.

Zwischen den Orbitalannäherungen vergingen jeweils Jahrtausende, in


denen die Menschen diese Kontakte wieder vergaßen und auch von anderen
Raumspezies frequentiert wurden.

Es entstanden nach und nach mehrere Störfaktoren, die ihre Auswirkungen


in dogmatischen Religionen, Bruderzwist und mannigfaltig übernommenen
Systematiken zeitigten. Aus einer ursprünglich wedischen Kultur wurde
eine vielfältige, wodurch die Erdenmenschen immer mehr ihre Identität
verloren. Nur wenige konnten sich in Clans ihre Urkultur erhalten, bis zum
heutigen Tag.

Mittlerweile existieren auf Nibiru nur noch ein kläglicher Rest von ca. 2
Millionen Nibiruanern und etwa 10 Millionen Erdenmenschen, die Nibiru
mehr schlecht als recht aufrecht erhalten.
»Es ist zu erwarten, beim folgenden Orbitaldurchgang einer Konfrontation
ausgesetzt zu werden«, folgerte Uller. »Die kann friedfertig einsichtiger
Natur oder enorm feindseliger Natur sein. Wir Acheler und andere stehen
bei Fuß, das zu beobachten, um im Notfall einzugreifen. Nibiru ist nicht in
der Lage, mit ihrer ursprünglich immensen Bewaffnung agieren zu können
– zu alt und marode sind sie inzwischen. Aber noch haben sie eine
Schlagkraft, euch biologisch den Garaus zu machen – und das wissen sie.
Wir haben es mit verzweifelten Menschenwesen zu tun, die nichts zu
verlieren und alles zu gewinnen haben. Wir alle werden viel
Fingerspitzengefühl aufbringen müssen – da ist es hinderlich eure
Weltraumfrühwarnsysteme so stehen zu lassen, dass sie als Angriff auf
Nibiru gewertet werden können. Eure Regierungen und Mächtigen wollen
das nicht begreifen, also räumen wir ein bisschen auf für den Rest der
Menschheit, der nicht so borniert und kriegslüstern ist.«

Das war eine Einführung in Kürze.

So sei es auch geplant, diesen Orbitaldurchgang als den letzten zuzulassen.


Denn es gäbe eine Lösung für alle Beteiligten, meinte Uller. Hier würde
aber in der Tat das göttliche Schicksal entscheiden –, indem es uns allen
auferlege, die richtige Lösung auch als endgültige Entscheidung
anzunehmen.

»Dass ihr gerade derzeit verstärkt darüber reflektiert, zeigt eure


Intuitionsfähigkeit und Interaktion mit all diesen Zusammenhängen«,
lächelte er. »Nur Obererde wird davon unmittelbar betroffen sein, denn
Innererde ist davor perfekt abgeschottet. Außerirdische Trittbrettfahrer
scharren zwar mit ihren Füßen in den Startlöchern, doch diese haben wir
und andere Freunde in Beobachtung und im Griff. Euch muss klarwerden,
wenn der Zyklus kommt, nicht gegen vermeintliche Feinde der Menschheit
zu kämpfen, sondern einen offenen Konsens für alle Beteiligten zu bieten.
Denn überleben wollen alle Menschenspezies in körperlicher Form. Das ist
legitim und kosmisches Lebensprinzip von Wesen aus Fleisch und Blut.«

»Es gibt bei uns auch immer mehr Menschen, die glauben, sie müssten das
Körperliche ablehnen, weil es viel besser sei, feinstofflich die Erleuchtung
zu finden«, warf ich ein, »und oftmals sind es diese, die sehr aggressiv
reagieren und am liebsten alles Biologische zerstören würden.«
»Ich weiß, Alfons. Vielfach sind es auch diese Mentalitäten, die alles tun
würden, um ganze Völker vom Erdboden zu vertilgen«, nickte er ernst. »Sie
befinden sich auf einer Ebene, von der sie glauben, daraus alle
Dimensionen überblicken zu können. Leider befinden sie sich im großen
Irrtum – denn aus diesem vermeintlichen Level gelangen sie nie aus ihrem
Kreislauf von Leid, Hass und Depression. Es ist wohl zu vergleichen mit
einer Existenzebene zwischen Hölle und Fegfeuer und so verhalten diese
Menschen sich auch. Sie sind oftmals sogar schizophren und Leugner des
göttlichen Selbst.«

»Es gibt jedoch andere Mentalitäten, die wirklich wissen, warum sie ins
Feinstoffliche zurück wollen – oder?«

»Natürlich«, lachte er, »Menschenwesen, die einfach ihren biologischen


Zyklus vollendet haben – und zwar innerhalb eines Wissens, das Physische
vollkommen transzendiert zu haben. Zumeist werden solche Wissende noch
ein letztes Mal als Androgyns inkarnieren, aber nicht alle, die in diesem
Stadium sind, begeben sich zurück ins Feinstoffliche. Uns ist es möglich, so
lange zu inkarnieren, wie wir die Existenz in Gottes Schöpfung lieben.«

Ich kam nochmal auf Nibiru zurück, den die Acheler Wontagon nennen und
wir auch noch Marduk oder Malona. »Wenn ich jetzt deine Erläuterungen
nehme, so wird das sicherlich wieder nur als eine weitere Interpretation von
Nibiru und Anunnaki gewertet«, warf ich ein. »Ist es wirklich sinnvoll,
diese nun auch noch einzubringen?«

»Wie hast du sie denn aufgenommen?«, fragte er mich.

»Für mich ist sie die plausibelste, weil sämtliche Beurteilungen von Gut
und Böse wegfallen. Sie ist einfach logisch und realistisch
nachvollziehbar«, folgerte ich.

»Dann kannst du davon ausgehen, dass andere dies ebenso sehen und
begreifen«, lächelte Ulluer. »Letztlich geht es nur um den faktischen Inhalt
und der ist, auf den Punkt gebracht, das kosmische Recht auf Leben und
Überleben. Alles andere ist Mythos.«
»Mir geht gerade durch den Kopf, wahrscheinlich bekommt das die
Weltöffentlichkeit gar nicht so bewusst mit, wenn diese Konfrontation
kommt«, sinnierte ich. »Sie wird wohl spüren, dass sich was tut und dass
dies ihr Leben umkrempeln wird.«

»So ist es immer, Alfons«, schmunzelte er. »Vieles geschieht erst einmal
unbewusst, intuitiv, um sich dann langsam ins Bewusstsein zu schieben –
mit den Gegebenheiten vertraut zu werden. Die Einen erkennen und erleben
es direkt ohne Umschweife, andere über Traum- und Meditationssequenzen
und weitere in einem langsamen Wahrnehmen – je nach Mentalität und
Auffassungsfähigkeit, um nicht überfordert zu werden. Heute wundern sich
keine Menschen mehr über die unterschiedlichen Hautfarben und
Physiognomien und über Technik, die viele nicht wirklich erklären können.
Die Menschen haben sich daran gewöhnt. Es gehört somit zum gewohnten
Weltbild. Wir Menschenwesen sind enorm flexibel.«

»Ich glaube, eine große Gefahr der Verwirrung findet sich in unserer
zeitgeistig verstandenen Esoterik«, sinnierte ich. »Sobald Esoterik ins Spiel
kommt, werde ich sehr hellhörig – denn diese ist spätestens mit der
Theosophie ins Dunkelmanipulative abgesackt, um nicht zu sagen, ins
Schwarzmagische.«

»Der klardenkende Mensch ist sowieso spirituell urteilslos, wie du selbst


weißt«, nickte er. »Die Esoterik ist die Lehre der Beurteilung – der
Aufteilung zwischen Gut und Böse. Daraus entstehen immer nur
komplizierte Konstruktionen und Hilfsmittel, um vom Wesentlichen
abzulenken. Am Ende benötigt der Esoteriker Unmengen an Krücken und
Hilfsmitteln, um überhaupt den Alltag zu überstehen. Er wird nie wieder
entspannt und fröhlich zum Beispiel den Laut eines Vogels anhören können,
ohne dahinter ein Omen zu wittern, das es gilt irgendwie zu entschlüsseln.
Der geistseelisch erwachte Mensch ist frei davon – er genießt das Leben
und Erleben in vollen Zügen. Und der Laut eines Vogels ist für ihn ein Gruß
eines Mitwesens. Du genießt doch zurzeit dein Begreifen um alle Umstände
und kannst selbst mit Menschen umgehen, die dich noch vor sechs Monaten
zur Weißglut gebracht haben. Du reifst deshalb, weil du Esoterik
transzendiert hast, weil du jetzt begreifst, warum du den MOHLA auflösen
konntest. Er war zuletzt nur noch ein esoterisches Konstrukt.«
Er blickte mich offen an und fuhr leichthin fort:

»Wenn es euch gelingt, euch in eine Thematik oder in einen Menschen


hineinzufühlen, werdet ihr wahrhaftige Antworten erhalten. So könnt ihr
auch historische Ereignisse im Kern erfühlen, weil das über die
quantenphysikalischen Feldebenen geschieht. Je selbstsicherer ihr euren
ursprünglichen Fähigkeiten traut, desto nachhaltiger findet ihr Antworten
über alle Zusammenhänge. Oftmals verwendet ihr für das Identische noch
verschiedene Worte, doch das wird sich mit der Zeit auf ein gemeinsames
Niveau einpendeln. Wir wissen, dass sich das seit Jahrtausenden unter den
ursprünglichen Erdenmenschen immer wieder mal konzentriert – und jetzt
ist gerade wieder so eine gute Zeitqualität, dass sich wirklich Erwachende
vermehrt einander annähern. Vielleicht müssen einige noch lernen, ihre
Erkenntnisse nicht über die Erkenntnisse anderer zu stellen, aber das wird
sich geben.«

»Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es derzeit einige gibt, die das
spiralförmig verbreiten«, sinnierte ich.

»Ja, jene, die in der Tat auf manchen Ebenen Vorreiter sind«, nickte er. »Ihr
alle ergänzt euch – und das werdet ihr stets erfühlen können. Trotzdem
solltet ihr ebenfalls achtsam sein, euch nicht zwangsläufig mit Menschen
versöhnen lassen, die eine Geschwisterschaft nicht begreifen. Wer eine
Geschwisterschaft nicht begreift, begreift auch eine Sohnschaft nicht14 –
also ist dort eine Versöhnung eher ein Rückfall ins Opferverhalten. Lasst
euch um Maters Güte nicht auf sowas ein.«

»Wie kommst du jetzt darauf?«

»Weil ich Anzeichen dieser Energie über euch spüre – ja, sie heranziehen
sehe«, erklärte er mir. »Es machen sich alte Energien auf den Weg –
Energien, die nicht geläutert sind und sich nur den Anschein geben. Gebt
ihnen keine Resonanz – nehmt diese aus euch heraus, sobald ihr auch nur
darüber nachdenkt. Ist dir das jetzt zu kryptisch?«

Ich musste lachen. »Nein – es ist mir sofort ganz klar geworden. Ich habe
nach dem letzten Desaster so mein Warnsystem entwickelt und bin auf der
Hut.«
Dass da so etwas Vages in der Luft lag, spürte ich schon seit Tagen, denn
ich denke verstärkt an die damaligen Konflikte. Da T. mit mir Auge in
Auge gearbeitet hat, ist mir dadurch eine Affirmation mit seiner Energie
gewachsen. Man wird ja als Klient auch ein bisschen Therapeut. Es entsteht
eine kleine Wechselwirkung. Möglicherweise schickte T. mir etwas, das
mich warnte.

Als ich Ulluer meine Gedanken darlegen wollte, erwiderte er schon vor
meiner Verlautbarung: »So schwingt es auch in mir!«

»Bist du darin involviert?«

»Nein, nur du«, lächelte er, »über dich kommt es greifbar in mich.
Vielleicht macht sich T. derzeit auch nur Gedanken, wie er diese
vermeintliche Kluft begreifen kann.«

»Wir werden ja sehen, ob diese Interaktion in eine wesentliche Präsenz


geht, oder ob sie als unwesentlich verpufft«, warf ich ein. »Es gehören
immer mehrere Resonanzfelder dazu, so etwas zu manifestieren.«

Ulluer klatschte in seine Hände und lachte laut auf: »Das könnte jetzt Ahan
gesagt haben – so trocken bringt das nur ein Voltrain in den Raum.«

Einen klitzekleinen Moment kam mir Ulluer sehr kindlich vor –


unverdorben und naiv – ein seltsames Gefühl.

»Du warst kurz Voltrain«, lächelte Ulluer, »keine Sorge, das ist Genetik.
Die Voltrain sind uns allen über – wenngleich sie uns das niemals spüren
lassen. Sie sind halt neben den Harukaniern die älteste Spezies im
bekannten Universum. Wahrscheinlich flackert das bei dir gelegentlich
durch. Das ist völlig natürlich.«

»Zu meinem Erstaunen ist jetzt mein Gespür bezüglich T. völlig weg, so
dass ich mich frage, ob ich mich nicht doch geirrt habe«, sinnierte ich.

»Du hast dich nicht geirrt«, grinste er faunisch. »Du willst es jetzt nur
verdrängen und das ist auch legitim. Alleine du entscheidest doch, wer dich
frequentieren darf und wer nicht. Soviel Freiheit besitzt jeder Mensch.
Wenn du dir die Manifestation dessen, was du vorhin gespürt hast, in aller
Konsequenz wünschst, dann wird sie Wirklichkeit. Also achte genau darauf,
ob du dich dem Phänomen hingibst, oder ob du es klugerweise als einen
Impuls einer Möglichkeit betrachtest. Du musst diese Möglichkeit nicht
mehr austesten. Du kennst das Ergebnis bereits. Und ein anderes Ergebnis
wird sich nicht zeitigen, denn dagegen stehen noch die Wünsche der
anderen Beteiligten.«

»Ich bekomme wohl jetzt gerade Unterricht in Sachen Wünschen«, warf ich
erheitert ein.

»Nur Tipps, wie man sich echte Wünsche manifestiert und vermeintliche
das Leben versauen können«, lachte er. »Ich mache das, weil wir innig
miteinander verbunden sind und ich dich wie einen Seelenbruder liebe.«

Beim Abschied umarmte ich ihn innig.

14 Geschwister lehren einander – keiner steht über dem Anderen. Söhne


und Töchter jedoch, lernen erst einmal von den Eltern, bis sie eine
entsprechende Reife haben, um selbstständige Lebensentscheidungen zu
treffen.
18. Genetische Portale
07.04.2008 Einfahrt – Treffen mit Ulluer und Mara

S. hat bei mir eine weitere Stimmgabelbehandlung durchgeführt und stellte


fest, dass sie im unteren Bereich meines Körpers nicht anschlägt. Ich sprach
Mara darauf an und fragte, woran das liegen könne.

»Sie schlägt schon an: In Resonanz nach innen – aber nicht in einer
Resonanz nach außen«, lächelte sie. »Deine A-Genetik wirkt auf die
unteren Chakren anders – sie ist sozusagen ausgerichtet auf Schutz von
äußeren Einflüssen, wodurch eure Reflexe schneller sind. Stell dir einfach
vor, der Solarplexus ist die Schnittstelle, nach oben sich öffnend, nach
unten sich verinnerlichend. So bildet euer feinstofflicher Körper eine
natürliche Möbiusschleife (8), die sich um eure Körper windet und
gleichzeitig um sich selbst rotiert. Alle A sind lebendige
Unendlichkeitsaktionisten, wodurch sie in der Lage sind, sowohl innerliche
als auch äußerliche Einflüsse zu transformieren. Diese Achterform um den
Körper ist sehr stark.

Bei einem B findet sich diese 8er-Schleife nicht nur vertikal, sondern
schleift sich im Außen auch horizontal um den Körper – ebenfalls rotierend.
Dadurch wechselt das Ganze zwischen innen und außen und die B sind bei
Gefahr innerlich nicht durchgehend geschützt – was bei einem Urweden ja
auch nicht nötig ist.«

»Die 3. Blutlinie (C) hat einen 0-Aufbau der Genetik. Sie ist leicht zu
beeinflussen, weil ihr die Schleife genommen ist. Diese Linie stellt dadurch
die Erfüllungsgehilfen und Jasager in eurem System. Es sind die von den
Religionen Abhängigen und Süchtigen nach Gesetz und Ordnung im Sinne
eines Kollektivdenkens«, ergänzte Ulluer. »Ihnen machen die derzeitigen
Frequenzen kein Kopfzerbrechen. Sie funktionieren gleichgeschaltet wie
Automaten – in der Tat agieren sie wie ferngesteuert, ohne es
wahrzuhaben.«
Ich erzählte etwas über einige schräge User im Forum, die sehr
theoretisieren, spintisieren und sich die merkwürdigsten Weisheiten aus den
Fingern saugen. Worauf Mara meinte:

»Diese Menschen unterliegen einem enormen Stress auf ihrer Suche nach
endgültigen Erkenntnissen. Wenn sie auf verschiedenen Foren agieren und
überall dasselbe schreiben oder an den Texten bereits vorgefertigte Artikel
abzulesen sind, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um
bezahlte oder freiwillige Missionare der lichtasurischen Energien. Sie haben
Einfälle, erhalten Botschaften unterschiedlichster Couleur und
unterscheiden nicht mehr, ob sie brauchbar oder unsinnig sind. Alles, was
ihnen eingegeben wird, halten sie für das Nonplusultra.«

»Viele von ihnen sind von mehreren Entitäten besetzt, die sie reiten, wie
ihnen beliebt«, folgerte Ulluer. »Da ist die Selbstkritik fast völlig gebrochen
und vielfach erleiden sie die schlimmsten Erschütterungsanfälle. Doch sie
besitzen keine Energie, ihre Bemühungen durch Dritte auszubreiten. Nur
wer eine Resonanz zu diesen Themen hat, kann von ihnen zeitweise
fasziniert sein.«

Wobei Mara nun überleitete zu Menschen, die zum Beispiel gedankenlos


ständig aufputschende Dinge wie Chemtrails, allgemeine Chemisierung,
Demonstrationen und Leid in allen Möglichkeiten hochpuschen oder Jene,
die ständig beschreiben, wie schlimm die Materie ist und was man alles tun
kann, um so schnell wie möglich wieder herauszukommen.

»Sie tun fast willenlos alles, was man ihnen sagt, dass es gut für die
Menschheit sei«, erläuterte Mara. »Somit tun sie gute Werke, empfinden
sich als lichte Mitarbeiter am irdischen Werden und reagieren auf Kritik
oftmals massiv um sich schlagend. Sie sind radikal in ihrer Überzeugung
und in ihrer Auserwähltheit für das Lichte tätig zu sein. Das geht soweit,
dass das Gehirn fast unwiederbringlich ausgebrannt sein kann.«

»Irre?«

»Mehr als irre«, konterte Ulluer, »wahnsinnig vor Verlangen, sich für ihre
Ideologen, von denen sie immer mehrere haben, zu opfern.«
»Sie wollen Opfer sein, um über ihre Hingabe in den Olymp der
Menschheitsmärtyrer zu gelangen«, erklärte Mara. »Bis zum Lebensende
wähnte sich der Pilot, des ersten Atombombenabwurfes als Held, der in den
Himmel kommt. Er hatte seiner Ansicht nach eine göttliche Mission. Heute
werden Menschen über Mind Control – über Channelings und Order von
Heilsaußerirdischen – dazu gebracht, ihr irdisches Selbst zu opfern für die
göttliche Sache der kosmischen Kollektivierung. Oftmals sagt man ihnen,
sie seien in allen Inkarnationen Gotteskrieger oder Heilige gewesen – große
Geister oder auserwählte Außerirdische in der x-ten Erdinkarnation, um der
kosmischen Bruderschaft bedingungslos zu dienen.«

»Dem ist jedoch nicht so.«

»Nein, Alfons. Meist werden solche Menschen von solchen Energien und
Entitäten gepackt in ihrer Eitelkeit und Selbstüberschätzung – also in einer
Lebensphase, wo sie zu fantasieren beginnen, sie seien in Wirklichkeit ein
noch höherer Gottesaspekt als Jesus, Krishna oder Allah«, konstatierte sie.
»Eine pur irdische Inkarnation reicht ihnen nicht. Sie glauben, von
Lichtplaneten zu kommen, um die Menschheit entweder zu ihrem
überirdischen Glück zu zwingen, zu verführen oder eben auszulöschen.«

»Das versinnbildlicht mir, dass eine wedische Welt und gleichzeitiger


Kollektivismus nicht vereinbar sind«, nickte ich, »zwar aus einem Urgrund
entstanden, aber durchs Luziferlicht in zwei konträre Feldebenen getrennt.«

»Innerhalb solcher Energieschockwellen lebt ihr heute«, skizzierte Ulluer


unsere Situation. »Beide Feldebenen schaukeln sich derzeit auf, so dass
alles vor allem an euch A zerrt. Wenn ihr das jedoch wisst und begreift,
werdet ihr besonnen bleiben können, konsequent zusammenhaltend, aber
nicht gegen das Konträre kämpfen.«

»Der große Vorteil von euch A ist die genetische Penetranz – das
Voltrainerbe, das dazu neigt, dieses Konträre mit viel Humor aufzuzeigen«,
lächelte Mara. »Wird das Konträre zu arg, macht es einfach lächerlich,
entlarvt es als humorlose Farce und unmenschliche Kälte. Darauf haben sie
keine Antwort mehr, denn der göttliche Humor fehlt ihnen fast gänzlich.«
Ulluer fügte noch hinzu, das wedische Ideal dürften wir vor solchen
Menschen schützen.

»In allen anderen Bereichen, lasst sie ruhig reden. So könnt ihr sie auch
kennen lernen und erkennen, wo ihre Schwächen und Irrtümer liegen. Sie
sollen ruhig erfahren, das Wedische ist nicht mit Globalismus und
Gleichschaltung zu vereinbaren. Da kannst du einiges tun, weil du stark
genug bist, solchen Anforderungen zu begegnen. Alle Vorreiter innerhalb
des wedischen Feldes haben genügend Initiationsenergie, die zum Reifen
wichtig und nötig ist. Wenn etwas scheitert, dann scheitert es entweder am
Geschlechterkampf oder daran, dass Männer versuchen, wieder die Macht
an sich zu reißen. Dabei ist die weibliche Ahnenreihe jene Energetik, die
das wedische Werk nährt. Die männliche Ahnenreihe und Energetik, ist
dazu da, das Weibliche zu schützen und den Raum des Schützens zu
schaffen.«

All das seien Wahrheiten, die wir selber wüssten – und wir sollen uns
immer weniger auf die Anderweltler stützen, sondern vielmehr uns selbst
verlautbaren mit unserem Ur- und Ahnenwissen, erklärte Mara.
»Naturwissen, energetisches Wissen und Geisteswissen sind die Basis des
Wedischen«, folgerte sie weiter. »Es gibt kein Wissen dazwischen. Natur =
Physis, Energie = Naturwesen, Geist = Spirit und alles verbindet Seele,
Geist und Körper von einem einfachen Begreifen hin zum Tun. Wer diese
Einfachheit verkompliziert, sieht den grünen Wald vor lauter schönen
Bäumen nicht.«

»Wahrscheinlich reden viele so kompliziert, um zu zeigen, wie gelehrt sie


sind – wie belesen und gelehrig«, zuckte ich mit den Schultern.

»Das ist es«, lachte Mara, »fremdgebildet und die eigene Ausbildung
unterdrückt, das Persönliche, Individuelle dem Unpersönlichen, Kollektiven
unterstellt. Erst, wer mit dem Herzen, dem Gespür für die liebende Einfalt
zu Mater denkt bzw. mitdenkt, findet darin seine Selbsterkenntnis. Dazu ist
keine Mathematik, Quantenphysik oder kabbalistische Spiritualität
brauchbar. Nur der Einblick in sich selbst und somit in die göttliche
Feldebene.«
»Und daraus kann jeder für sich Wissen ziehen, es zu anderem Wissen
hinzufügen, wodurch eine neue Lebensbasis und Technik entstehen kann,
die man wedisch nennt«, konstatierte Ulluer. »Jede Einzelidee ist ein
Zahnrädchen, das verknüpft mit anderen enorm viel erreichen kann. Euer
noch größtes Problem liegt in der Hybris, dass einer der Boss sein will, der
bestimmt, welche Idee ihm gefällt oder nicht. Anstatt alle Ideen
aufzunehmen, um etwas Gemeinschaftliches zu schaffen, arbeitet ihr in
Einzelteams, wo sich wieder einer als der Chef gebärdet. Früher haben
Archivare alle Ideen aufgeschrieben, um ein Gebilde zu konzipieren –
dieser hat die einzelnen Ideenbringer so geordnet, dass sie an die Tatenfolge
dieser Idee gingen. Und so entstanden Möglichkeiten, von denen ihr heute
nur noch träumt.«

»Es gab Zeiten, da reichten 20 Menschen aus, die sich mental konzentriert
auf einen Felsen einstimmten, um ihn an einen anderen Ort zu bewegen,
weil sie koordiniert wussten, wie sie es gemeinsam machen können,
innerhalb natürlicher Abläufe«, konstatierte Mara, »oder zwei alte
Menschen ein ganzes Dorf voller quirliger Kinder gehütet haben, wenn die
Eltern auf gemeinsamen Feldern ernteten, säten, wenn
Gemeinschaftsaufgaben anstanden, Häuser oder Geräte gebaut wurden. Es
dauerte ja auch viele Jahrhunderte, bis die Asurischen die ersten Weden
verführen konnten. Die heute entstehenden, wieder in ihre Mitte
kommenden Weden werden nicht mehr verführbar sein – diese Lektion
haben sie gelernt, sie befindet sich unauslöschbar in ihrer Genetik und wird
so an die künftigen Generationen weitergegeben. Ihr seid mittlerweile
Hunderttausende, die auf diesem Weg sind – Millionen, wenn wir die noch
ein wenig Schwankenden mit einbeziehen. Das ist nicht mehr aufzuhalten.«

»So empfinde ich auch, trotzdem reißt so einiges an mir«, warf ich ein.

»Am A reißt so manches«, grinste Ulluer, »am Voltrain dauernd etwas.«

Mara klopfte ihm sanft auf den Mund. »Wenn man überhaupt von
kosmischen oder galaktischen Wächtern sprechen kann, dann sind das die
Voltrain zusammen mit den Harukaniern sowie den Saraphinen. Reißen
wird an denen sicher niemand. Ich denke, dass es bei euch A immer dann
geschieht, wenn ihr aus eurer Gelassenheit kommt. Übt Gelassenheit in
allen Situationen, das hilft gewaltig.
Und keiner dieser Wächter würde sich anmaßen, sich über andere zu
stellen. Das tun Asurische und Lichtasurische.«

»Und Menschen, die denen aufopfernd dienen – das habe ich jetzt
begriffen«, konterte ich, »und dass Spiritualität sowohl dunkel, als auch
licht sein kann, aber absolut neutral, wo das wahre Sein liegt.«

»Richtig«, nickte Ulluer, »wo ein Fluch oder ein Hosianna klingt, fehlt
Maters Neutralität – und nur darauf beruht sich ein Wede.«

»Die Mitte von Licht und Dunkel ist der kosmischen Geschwisterschaft
Heimat«, lächelte Mara. »Dunkelheit nimmt die Lebensenergie, Licht
verbrennt sie. Der physische Mensch lebt dazwischen – auf des Messers
Schneide.«

»Ich würde sagen, dort, wo es uns einfach gut geht«, sinnierte ich.

»In Maters Mitte oder Schoß – ja«, grinste Ulluer, »im Herzen aller
kosmischen Energien.«

Mir hat das Gespräch heute neue Energien und Auftrieb gegeben, wie so
oft, wenn ich mit meinen Problemen hier ankomme. Aber eine Frage
brannte mir noch auf der Zunge.

»Es gibt Portale zu anderen Welten und ihr benutzt sie zum Reisen. Können
wir die auch finden und auch benutzen?«

»Du weißt also davon – nun gut«, lächelte Ulluer. »Ihr sucht ja alle
vergeblich danach. Die Portale sind pur wedischer Natur, Alfons. Sie
befinden sich in eurer wedischen Genetik, die ihr nicht mehr beherrscht. Sie
sind nicht materieller Beschaffenheit – wenngleich es auch solche gibt, die
von unterschiedlichen Spezies für kurze Raumsprünge benutzt werden.
Aber diese kann man nicht zu oft hintereinander nutzen, denn sie können
krank machen. Die Portale, die wir benutzen – je nach Begabung mit
Zwischenstationen – erstellen wir in Chakrenkonzentrationen zum
Solarplexus. Wir – wie soll ich dir das versinnbildlichen – wir implodieren
uns in selbstgemachte Raum-Zeit-Löcher dahin, wohin wir wollen. Nenne
es ein umgekehrtes Beamen. Dabei können wir allerdings nichts
mitnehmen. Was Anastasia hier auf Erden macht, ist ein Teleportieren ihrer
Gesamterscheinung, weil sie das irdische Äthermedium nicht überwinden
muss. Das könntest du auch, wenn du es nur wirksam möchtest. Du und
Christa wart ja schon mal kurz davor.

Also, die Portale sind in euch. Die technischen Portale sind ebenfalls
existent, aber nur bedingt zu empfehlen, weil die Atome und Zellen jedes
Mal einen Kollaps erleben. Du hast das bei unserer Raumschiffreise nach
Achele gespürt. Dir war danach für kurze Zeit schwindelig und du warst
vorübergehend schwach. Uns geht es ebenso, wenn wir die technischen
Portale nutzen, obwohl man sich auch daran gewöhnen kann. Unser Körper
hält eine Menge aus.«

»Ich kenne Leute, die befassen sich permanent damit«, folgerte ich. »Sie
glauben wahrscheinlich eher an die technische Variante. Wie aber können
wir die genetischen Portale initiieren? Ihr macht mir das Maul wässrig.«

»Lauterkeit ist hier die Fahrkarte. Ein Mensch, der nicht in seiner Mitte ist,
kann es überhaupt nicht. Im nächsten Leben wirst du es wahrscheinlich
schaffen«, folgerte Mara. »Voraussetzung ist dafür, wieder wedisch zu
werden. Und dann kann man erst einmal planetar üben. Ich weiß, das gefällt
dir im Augenblick gar nicht – du möchtest eine Bedienungsanleitung zum
Weitergeben. Die gibt es nicht, mein geschätzter Alfons. Die müsst ihr euch
erarbeiten. Wenn du mal soweit bist, wirst du auch begreifen, warum das so
ist.«

»Was mich so dermaßen wurmt, ist die Tatsache, dass wir gemeinsame
Kinder zeugen könnten – also völlig natürlich kompatibel, aber mental so
unterschiedlich sind«, brummte ich.

»Den Unterschied macht doch ihr selbst«, lachte Mara. »Wenn das Eine
ganz natürlich klappt, warum sollte das Andere dann nicht auch klappen?
Diese Hemmschwelle dürft ihr erst noch erforschen, bevor ihr unsere
andere Technik begreift.«

»Was hat denn diese damit zu tun?«, fragte ich irritiert.


»Oh – so einiges«, schmunzelte Ulluer, »denn auch diese ist grundsätzlich
mentaler Natur. Was man letztlich daraus macht, ist für euch noch magisch
– vielleicht in 100 bis 200 Jahren alltäglich. Nimm es gelassen – solange
hier noch asurische Energien am Wirken sind, klappt es halt noch nicht so
gut.«

Ulluer erzählte mir noch, dass sie in mein Forum einsehen können, ohne
dass sie registriert sind und wir es bemerken. Sie meinten, ich reagiere
schon recht souverän, während Christa immer noch zu viel kämpft in
Bereichen, wo es eigentlich nichts bringt. Doch was sie sagt, ist sehr
geschickt. »Sie kann komplizierte Inhalte sehr einfach darstellen. Das ist
gut«, sagte Ulluer zum Abschied.

*
19. Adam, Abel und Seth
12.04.2008

Ich habe einen Einfall, den ich sofort aufschreiben muss:

Nicht Luzifer beeinträchtigt derzeit das Denken und unsere Erde, sondern
das Satansprinzip im Gewand Luzifers. Die Asurischen haben satanische
Energien hinterlassen, um uns glauben zu machen, dahinter stünde Luzifer.
Die Lichtasurischen, die derzeit hier sind, sind nicht die luziferischen
Lichtträger, sondern satanische Priester der Asuras. Wären sie tatsächlich
die wahren Lichtasurischen, würden sie weder das Sonnenlicht, noch
Innererde meiden – im Gegenteil. Sie würden die Sonne verehren, wie das
die Altägypter (Lichtasuras) taten.

Warum benötigen die derzeitigen Lichtasurischen unterirdische Basen mit


Kunstlicht? Die echten würden in die Sonne blicken und Energie tanken.
Warum wird jetzt verstärkt versucht, das Sonnenlicht zu filtern – zu
dimmen?

Ich hege den Verdacht, C. fällt auf die falschen Wächter herein. C. ist ein
echter Lichtasura und somit positiv aspektiert. Er sucht den Heimweg
darüber, wird aber bewusst behindert. Vielleicht ist er ja eine wichtige
Inkarnation. Gerade an solche hängen sich die Satanisten, weil sie Furcht
haben, ihnen läuft alsbald jeder davon.

Der Einfall resultierte aus einer Diskussion gestern im Sudhaus15 über das
Teuflische und dessen Schöpfer. Da kamen Interpretationen, dass es zwei
Schöpfer geben muss – der Oberste und Erste, aus der Luzifer und alle
Engelskräfte hervorgingen, und der Zweite, bereits im Zweifel des dualen
Schöpfens: Luzifer. Und der muss wiederum zwei Kategorien geschaffen
haben: Die dunklen, satanischen und die lichten Asuras. Beide seien jedoch
nicht wahrhaftig, denn das sind nur die erstgeschaffenen Menschen. Die hat
der Urschöpfer gleichzeitig mit den Engeln geschaffen.
Alleine diese Diskussion hat mir bewiesen, dass dieser Personenkreis mehr
darstellt, als nur die grauen Eminenzen des Kreises zu sein.

Ich diskutierte mit G., der mir auf den Kopf zusagte, wofür er mich hält –
nämlich für einen urtypischen Adam Kadmon, während er sich zum 2.
Adam zählt.

»Das ist nicht weiter schlimm – wir verfolgen beide dasselbe, eine Welt, wo
einer den anderen nicht mehr erschlagen muss«, folgerte er locker. »Meine
Rauchsäule ist horizontal, Ihre vertikal – wir wissen, dass wir beide Züge
zulassen dürfen.«

Mir stellte es die Haare auf – ich sah Kain in seinen Augen und äußerte das.
Worauf er spontan sagte: »Nicht Kain, sondern Seth. Kain war niemals
friedlich – das sind andere. Ich mag meine Seth-Energie und Ihre Adam-
Abel-Frequenz – doch das bleibt unter uns.«

Er hinkte zum Braukessel und holte uns jedem ein Bier. Er wirkte
angeschlagen und doch agil. Er meinte dazu, er sei in den Knochen leidend
– ich im Herzen. So habe jeder seine Gebrechen, weil sich keiner mehr die
Klarheit der Urkraft zum Leben nähme.

»Dem Einen brechen dadurch die Knochen, dem Anderen das Herz. Und
wieder andere leiden an Geist und Seele«, lächelte er mit seiner
verschmitzten Art. »Davor sind wir beide Gott sei Dank gefeit.«

Als ich ging, wurde ich freundlich verabschiedet – fast schon brüderlich.
Aber im Moment für mein Empfinden ein wenig gruselig.

Ich musste mich jetzt erst einmal ordnen und ging ins Café – je lauter, desto
besser.

So langsam begreife ich das Gesamte. Einige von denen sind Eingeweihte –
nicht alle. Und G. scheint deren Leitfigur zu sein. Er ist mir gegenüber so
offen, weil er intuitiv weiß, ich erkenne das sowieso. Er ist mir gegenüber
nur unter vier Ohren offen, lenkt aber sofort um, wenn ein anderer in
Hörweite kommt. Bezeichnend war, als er sagte: ›Mir gehört das
Kaufmännische und Ihnen das Natürliche.‹
Auch auf die Frage, ob er sich mit uns mal zusammensetzen wolle,
erwiderte er locker: »Kein momentaner Bedarf, Herr Jasinski. Können Sie
das unkommentiert stehen lassen?«

Was soll ich da noch sagen?

Es scheint zwei Gruppen zur Veränderung zu geben: Die Kaufmännische


und die Natürliche, was immer dies bedeuten mag. Demgegenüber steht die
Politische, die krampfhaft an alten Pfründen festhält und die Zügel immer
weiter anzieht.

Vielleicht benötigen wir Natürlichen noch die Kaufmännischen? Sind das


jene sich langsam bewusstwerdende C-Menschen? Da tut sich etwas auf,
das interessant werden könnte.16

15 Es handelte sich hierbei um einen Stammtisch, bei dem sich Adel und
Geldprominenz unseres Landkreises regelmäßig trafen. Alf wurde des
Öfteren mal von ihnen zu solch einer Diskussionsrunden eingeladen und
uns war nicht klar, warum sie das taten. Wir vermuteten, dass einer der
Teilnehmer, mit dem Alf hin und wieder mal zu tun hatte, irgendwie einen
Narren an ihm gefressen hatte. Alf ging meist hin, weil er dort viele Dinge
erfuhr, die er sonst nicht erfahren hätte.

16 Mir fiel dazu beim Abtippen gleich der Name Trump ein.
20. Gemeinsam die
Jahreszeitenfeste begehen
15.04.2008 – Kleiner Rat

Starsa hatte angeregt, dass von jedem oberirdischen Kontinent ein


Kontaktler zu den Sitzungen des Kleinen Rates zugelassen wird und für
Europa hat er mich vorgeschlagen. So durfte ich nun zum ersten Mal einer
innerirdischen Ratssitzung17 beiwohnen.

Dass diese Ratssitzung ausgeweitet wurde, hatte einen ganz besonderen


Grund.

»Wir wollen künftig die Jahreszeitenfeste, die wir in den letzten


Jahrausenden beibehalten haben, gemeinsam mit den Menschen von oben
begehen, die dafür offen sind. Aus diesem Grund möchten wir die Feste
über zwei Tage lang begehen, um alle Zeitzonen miteinzubinden. Dazu
müssen wir die Zeiten der Feste so koordinieren, wie sie ursprünglich
stattfanden.

Langfristig denken wir an fünf große Feste, wobei das fünfte das Fest der
Wiederannäherung von Innererde und Obererde sein soll, doch darüber
können wir in späteren Zeiten sprechen«, erklärte die Rätin, die die Sitzung
eröffnete.

»Diese Feste finden vorerst noch in einer geistseelischen Verknüpfung statt,


die auch für uns eine Herausforderung darstellen«, erklärte Starsa. »Je mehr
Menschen von innen und außen sich da eingeben wollen, desto stärker
können wir insgesamt das Aufeinander-Zugehen festigen, um in späteren
Zeiten ein physisches Miteinander andenken und gestalten zu können.«

»Es gibt bei euch Menschen, die das ebenso offen und bereitwillig
wünschen, wie auch bei uns«, folgerte eine andere Rätin. »So wie wir heute
im Kreis sitzen, sind jeweils sechs Vertreter von innen und außen
vorhanden, die die jeweiligen Kontinente bzw. Regionen als Botschafter
abdecken. Wir alle sollten uns nun gefordert sehen, allen Interessierten
diese Botschaft zu überbringen, natürlich mit dem gebührenden Feingefühl,
keine unsinnigen Erwartungen zu schüren. Jeder einzelne von uns kennt
Mitmenschen, die das aus tiefstem Herzen unterstützen werden. Auch jenen
sei erst einmal gesagt, weiterhin Feingefühl zu wahren und daraus keine
dogmatische Mission zu kreieren.«

»Aber etwas nachdrücklicher dürfen wir unter uns schon nach außen
wirken«, warf Dorje sofort ein.

»Das ja«, bekräftigten Mordechai und Nasmakrai, die als Beobachter des
Großrates18 fungierten (Nasmakrai war für Ulluer da, der leider mal wieder
auf Achele weilte), »jedoch mit weniger mongolischen
Gefühlsausbrüchen.«

Dorje grinste mal wieder gefährlich nahe am Kampf-Klingsor.

»Diese Idee, die ihr gerade hier vorstellt, kam mir vor einigen Tagen – und
jetzt scheint es Wirklichkeit zu werden«, folgerte ich sinnierend.

»Hat wohl jeder von uns schon überlegt«, warf die Kanadierin ein.

»Wir stehen auch alle in einer mentalen Verbindung. Zumindest gehe ich
davon aus«, antwortete ich. »Und ich glaube, dass Starsa ganz stark
dahintersteckt, stimmt‘s?«

»Das denke ich auch«, warf die Kanadierin ein. »Ich glaube, er hat mit allen
hier direkten Kontakt und deshalb sind wir hier.«

Statt zu antworten, schaute Starsa nur fröhlich in die Runde.

Es gab lange Diskussionen, wie das Fest nun gestaltet werden sollte.

»Was für uns interessant ist, wir müssen dafür in die Zeit zurück, wo die
Weden noch einig waren auf der Erde«, warf ich ein, als wir Oberirdischen
damit begannen, uns zu verzetteln und die Innerirdischen uns belustigt
beobachteten.
»Das ist richtig«, nickte eine innerirdische Rätin (eine Homo sapiens). »Der
Weg dorthin führt zurück zu der Zeit, als die Homo sapiens und die Reptos
damit begannen, sich derart zu bekämpfen, dass die Reptos sich letztendlich
zurückzogen – und meine Vorfahren auch. Und dieses Mal wird die große
Schlacht kein Blutvergießen mehr sein, sondern eine geistseelische
Auseinandersetzung.«

»Und genau deshalb wollen wir die Feste geistseelisch im Innen wie im
Außen miteinander begehen«, folgerte Starsa. »Wir würden gerne das Fest
der Fülle, mit dem wir uns im Herbst bei den Naturwesen für die Fülle
bedanken, die die Natur uns schenkt, als erstes gemeinsames Fest begehen.«

Einige innerirdische Frauen hatten für uns ein Essen vorbereitet, das sie nun
brachten. Wir aßen Grillspieße aus Gemüse und Früchten, dazu gab es eine
süßsaure Soße, Hirsefladen und einen Kräutertee.

Während des Essens sprachen wir weiter. Wir kamen überein, in diesem
Jahr für das Fest der Fülle statt dem, nach unserem Kalender üblichen
20./21. September, den 30. September und den 1. Oktober zu wählen, weil
diese beiden Tage global die höchste Energie der Herzsonne hätten.
Unabhängig von Äquator, Süd- und Nordkugel.

»An diesen beiden Tagen ist die kosmische Herzportalfrequenz am


präsentesten«, folgerte Nasmakrai. »Was an diesen beiden Tagen gedacht
wird, kann sich auf der Erde leichter und unbefleckter in eine latente
Manifestation begeben. Sprecht also darüber mit euren Geschwistern, ob sie
sich damit identifizieren können und wollen. Lasst alle Zauderer und
Zweifler außen vor und begebt euch in diese Energie hinein. Denn nur auf
diese Menschen kommt es an.«

Die besagten zwei Feiertage sind so zu betrachten:

Der erste Tag beginnt am Sonnenhöchstpunkt (Mittag) und durchläuft den


24-Stunden-Zyklus bis zum nächsten Mittag. Jeder kann sich diese vier
Feiertage im Jahr leisten, wenn er es wirklich will. Kein Gesetz, kein
Arbeitgeber kann das verwehren, wenn man dafür zwei Urlaubstage nimmt.
Nach Beendigung der Ratssitzung erzählten wir einander einige
Alltäglichkeiten, Humoriges und auch Nachdenkliches. Dorje konnte
wieder einiges Wildes erzählen, aber sie war nicht mehr ganz so krass, wie
ich es bisher von ihr gewohnt war. Sie war ruhiger, doch nicht weniger
energisch. Sie fing mal wieder an, sich mit mir zoffen zu wollen, weil sie
mittlerweile vieles aus unserer gemeinsamen Klingsorzeit herausgefunden
hat. Irgendwie konnte ich sehr gut folgen – mir kam sie jedoch vor, wie eine
ehemalige Ehefrau, die mir jetzt, viele Inkarnationen später, die Leviten
über meine damaligen Fehlentscheidungen lesen will. Dass sie da ein paar
tausend Jahre zu spät ihr Veto einwarf und mich das heute nicht mehr
juckte, hat sie schier an den Rand eines Verzweiflungsanfalles getrieben.
Als ich dann auch noch verlegen grinste (es entstand wirklich solch ein
Gefühl bei mir), wollte sie mir doch glatt eine Ohrfeige verpassen. Die
Australierin bremste sie schnell ab und meinte:

»Spinnst du? Alfons ist nicht schuld an deinem Komplex, damals selbst
falsch gehandelt zu haben.«

Irgendwie kam ich mir vor wie Goofy. Jetzt kabbelten sich die beiden, aber
es war zum Glück humorvoll.

Ich verzog mich mit Starsa zu Otter.

Nachdem wir an Starsas Teich saßen und Otter samt Familie uns einen
Kurzbesuch abgestattet hatte, meinte Starsa lapidar: »Da wird noch so
einiges von früher hochkommen, hm? Du kannst mir getrost glauben, alle
wesentlichen Meinungsverschiedenheiten unter euch sind uralte
Erinnerungsfragmente, die mit dem neuen Erwachen wieder hervorbrechen.
Dort, wo es am meisten fetzt, ist Klärung vonnöten. Ehemalige
Lebensgefährten, Jagd- und Kriegsgefährten aus klingsorischen Zeiten
werden dich frequentieren. Alle A haben noch einiges aufzuarbeiten, um
sich wieder friedlich einzustimmen. Manche können es, manche wollen es
einfach noch nicht so begreifen. Da haben es die B etwas einfacher – sie
sind untereinander ziemlich stimmig gepolt, weil sie die Kampfenergie nie
derartig gelebt haben, obwohl es auch da gewisse Unstimmigkeiten gibt.
Wohlgemerkt, ich spreche von der Aufarbeitung aller Geschehnisse,
nachdem wir alle aus dem wedischen Urgrund gefallen waren. Es wäre
wesentlich fruchtbarer, euch auf die tatsächlich wedische Gemeinsamkeit zu
besinnen.«

»Du sprichst aus eigener Erfahrung«, kapierte ich nun.

»Natürlich«, nickte er und warf ein paar Kieselsteine in den Teich, »auch
bei uns ist lange nicht alles beim Urwedischen geblieben. Wir konnten uns
zwar vieles bewahren, aber es war noch viel mehr schon vom Kollektiv
eingefärbt. Darum ist es auch für unsere Reformation so wichtig, im Oben
das wedische Wachstum zu unterstützen. Unser gemeinsamer Planet soll
wieder zu 100 % wedisch werden. Also müssen wir das Kollektiv
aushungern. Wie auch immer wir das geistseelisch angehen, wir müssen uns
einig sein, wie wir es machen. Ein wahrer Wede ist unschlagbar«,
schmunzelte er, »besonders, wenn er alle Höhen und Tiefen universeller
Möglichkeiten durchstanden hat.«

Wir gingen zur Gruppe zurück, die sich offensichtlich auch zwischendurch
mal zerstreut hatte.

Dorje kam sogleich auf mich zu, umarmte mich fest und meinte freundlich:
»Hab‘s doch gar nicht so gemeint. Aber wir waren halt mal mehrere Leben
recht wilde Gefährten.«

Da sie ihren Umhang ausgezogen hatte, sah ich ihre Tätowierungen auf
Schulter und Oberarmen. Überall Schwerter und zackige Formen. Als ich
sie mir näher betrachtete, meinte sie frech: »Musst mal meinen Bauch
ansehen!« Sie zog ihre Bluse hoch und ich sah eine Kampfszene zwischen
Dämon und einer Menschenfrau auf ihrem Bauch tätowiert. Die passte zu
ihr!

»Der Dämon steht für den ersten Asurafürsten, den ich enthauptet habe«,
grinste sie. »Das Gefühl spüre ich sogar noch in dieser Inkarnation bis unter
die Haut.«

Kein Wunder, sie malt sich diese Szene ja ersichtlich auf die Haut.

Und schon erklärte ihr Mordechai, das sei sehr unklug. Und man könne
dieses Omen wegmachen, um davon Ruhe zu bekommen – komm mal mit.
Die zwei Frauen gingen weg.

»Du hast begriffen, was Dorje bewegt, hm?«, fragte mich jetzt Nasmakrai.

»Sie holt sich den Kampf sogar noch auf ihren Körper – ja, das hat mich
schon geschockt«, warf ich ein.

»Sie ist eine Kämpferin für die wedische Reformation«, meinte Nasmakrai
schulterzuckend. »Versuche sie so anzunehmen, wie sie ist, denn sie liebt
dich noch immer als ihren Klingsor-Begleiter, der heute flexibler ist als sie
das sein könnte. Irgendwie bewundert sie dich.«

»Ich sie auch, ehrlich gesagt«, warf ich ein.

»Das weiß sie ja«, grinste der Ohai jetzt breit. »Aber sie wünscht sich mehr
– und auch da weiß sie, dass das unmöglich ist.«

Wir haben uns nun alle voneinander verabschiedet und sind uns gewiss,
dass wir die vier Jahreszeitenfeste ab Herbst diesen Jahres innen, wie außen
gemeinsam verbunden feiern werden. 2008 ist das Jahr des Beginns der
Wiederannäherung von innen und außen.

Ich saß mal wieder in der Ausfahrtkammer und rekapitulierte das heute
Erlebte und kam zu dem Ergebnis, alles hat seinen guten und für künftige
Zeiten fruchtbaren Sinn. Ich dachte jetzt darüber nach, was eine
innerirdische Sapiens-Rätin zwischendurch zu mir sagte: »Alle Menschen,
die dir jetzt frequenzmäßig begegnen, sind Menschen, die du über die
Jahrtausende hinweg gekannt hast. Alle, die dich wahrhaftig frequentieren,
sind in ihrer Art wahrhaftig mit den irdischen Blutlinien verbandelt.«

Also ist es doch so, wenn wir Menschen uns untereinander reiben – nicht
im Hass und Ablehnung – finden wir genau dort unsere Gemeinschaft,
unsere Meisterschaft der Aufarbeitung der gesamten Vergangenheit. Warum
suchen und finden wir uns, auch wenn wir augenscheinlich erst einmal
nicht miteinander harmonieren? Da sind noch so viele alte Dinge
aufzuarbeiten und genau das sollten wir individuell und undogmatisch tun.

*
17 Der Kleine Rat ist der höchste Rat in Innererde.

18 Der Große Rat ist der Rat aller wedisch ausgerichteten


Planetenbevölkerungen in diesem Universum.
21. Wie erkenne ich das Wedische?
Gedanken:

Wenn wir tiefer darüber nachdenken, was winzige schwarze Löcher im


Grunde darstellen, bewegen wir uns gleichzeitig in der Naturphysik und
Metaphysik. Schaffen wir eine Gedankenbrücke zu den bisher noch konträr
betrachteten Wissenschaften, könnten wir damit gleichzeitig Leben und
Sterben begreifen. Das Universum ist polar aufgebaut und also muss es
auch so begriffen werden. Auch wenn schwarze Löcher scheinbar aus purer
Energie bestehen, ziehen sie nach Aussagen unserer Physiker Materie und
Lichtenergie an und schlucken sie.

Was geschieht damit? Wird alles in einen anderen Aggregatzustand


verwandelt? Und wie? Durch Hitze oder Kälte? Oder sind es Wirbelkanäle,
die aus diesem Universum absaugen, um ein anderes Universum daraus zu
schaffen?

Anhand letzterer Überlegungen, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass


wir ein Aufsaugen bewusst gar nicht wahrnehmen. Möglicherweise werden
wir in unserer kompletten Atomstruktur einfach zerlegt, wie beim Beamen
und anderswo wieder zusammengefügt – für uns vielleicht als kurzes
Ziehen bemerkt, dann ist alles geschehen.

Ich kann verstehen, wenn Physiker das herausfinden wollen und ich denke,
sie werden es im CERN versuchen. Und ich denke, die Anderweltler wissen
letztendlich in dem Augenblick auch nicht, was passieren wird – außer, dass
alle Betroffenen rasend schnell einem atomaren Zerfall ausgesetzt würden.
Doch ist es egal, wie alt wir im Inkarnationszyklus werden, wenn wir
geistseelisch sowieso existent zu sein scheinen? Das wirft natürlich die
moralische Frage auf, ob das auch alle Menschen auf und in der Erde
wollen. Wollen und Nichtwollen heben einander auf, wenn alle heutigen
Menschen nur deshalb inkarniert sind.

Wer kann die Frage beantworten?


Dass es mit unserem Planeten und all den Geschehnissen nicht mehr lange
so gehen kann, ist den meisten Menschen bereits bewusstgeworden. Und,
da eine natürliche Lösung voraussichtlich nicht mehr ausreicht, um eine
Reinigung von allem Übel zu schaffen, wird es eine andere Lösung geben.

Wenn ich das Wedische bisher richtig begriffen habe, ist es in keiner Weise
mit Kollektivismus kompatibel. Es muss also eine Trennung geben –
zumindest räumlich. Und da der Kollektivismus ursprünglich keine irdische
Eigenschaft war – erst in der 2. Genesis angedockt wurde – glaube ich, es
wird eine entsprechende Abdockung geben müssen.

Könnte CERN dafür eine entsprechende Voraussetzung schaffen? Ich meine


ja, zum Großteil unbewusst, aber ein paar Wissende könnten dennoch
dazwischen sein.

Wir sollten nicht so vermessen sein, alle beteiligten Forscher für irre und
unwissend zu halten. Seit jeher sind stets welche darunter, die bisher um
wesentlich mehr Zusammenhänge wussten und die in der Lage waren, eine
drohende Katastrophe zu kanalisieren – zumindest bin ich davon überzeugt.
Und dabei denke ich jetzt an die ominösen Großen Alten, die wir scheinbar
immer wieder übersehen.

Zwischen den lichten und den dunklen Kräften sind stets ausgleichende
Kräfte am Wirken, die wir viel zu wenig beachten – ja, geradezu kaum in
unser Denken und Handeln einbeziehen. Die ausgleichenden Kräfte stellen
den schmalen Grat der Wahrheit dar – die Essenz des Schutzschildes
zwischen dunkel (Kälte) und Licht (Hitze).

Womöglich bildet diese Erkenntnis im Menschen einen natürlichen


Schutzschild, nicht von den kommenden Geschehnissen betroffen zu
werden. In allen Weisheitsschulen findet man zuerst zu einer Weggabelung
bei allen Einweihungen, wobei der Meister den unsichtbaren 3. Weg begeht
und so aus dem Reibungsfeld der dualen Kräfte ausgespuckt wird. Solche
Meister, so heißt es, gingen auf die unsichtbare Erde, so dass sie von den, in
dem dualen Kräfteverhältnis lebenden Menschen, nie mehr gesehen
wurden. Und eine identische Mystik findet sich auch bei den Innerirdischen
und allen mir bekannten Anderweltlern.
Ist dies zu abstrakt? Möglicherweise ist es das Sternentor auf die 2. Erde.
Mal sehen, wen diese These anspricht, aufregt oder kalt lässt. Womit es
wiederum drei Möglichkeiten wären.

23.04.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mara

Ich sprach Mara über all das Durcheinander an, das augenblicklich in
Anastasia-Kreisen herrscht, hervorgerufen durch alle möglichen Schriften –
angefangen von den indischen Veden, bis hin zu den Santia Weden von
Perun.

Dazu sagte sie: »Das Wedische ist nur geistseelisch erfassbar und mit
keinen Dokumenten von früher zu belegen. Die Weden schrieben niemals
etwas auf. Alle diesbezüglichen Überlieferungen stammen aus
nachwedischen Zeiten und sind mehr oder weniger kollektiv beeinflusst. Da
wimmelt es von Vergötterungen alter Kämpfer irdischer, innerirdischer und
außerirdischer Mitwirkender. Wie auch immer diese Götter benannt werden,
sie waren sterbliche Menschen von unterschiedlichen Planeten und mit
unterschiedlichen Vorhaben. Sie alle kämpften entweder um die
Wiedereinführung wedischer Umstände oder um die Ausdehnung irdischer
Kollektivierung. Letztendlich waren es genau diese Götter, die auf beiden
Seiten verloren haben. Was geblieben ist, sind Splittergruppen beider
Seiten, wobei der Kollektivismus zur stärksten Tendenz heranwuchs.

Es bildeten sich weitere Aufsplitterungen beider Seiten und es entstanden


die unterschiedlichsten Stammesleute, Stammesvölker und sogenannte
ethnische Gruppen. Die Nomadenvölker gingen einen anderen Weg und
bildeten die sogenannten Berberrassen. Diese hielten lange ihre
Urerinnerung an wedische Zeiten aufrecht – doch es verwässerte, wie bei
allen Völkern, zu einer Mythologie, zu Legenden und zum Paradeisos,
Eden, Shamball und unendlich vielen Bezeichnungen. Doch überall gab es
Urwissensträger darunter, die über Generationen ihr Wissen mündlich ihren
Blutsnachfahren hinterließen.

Es bildeten sich letztlich drei Überlieferungscharaktere: 1.wedische, 2.


asurische und 3. gemischte. Die schlagkräftigsten Überlieferungen halten
bis heute die Asurischen, gefolgt von den Gemischten und am Ende die,
welche dem Wedischen noch am nächsten kommen. Immer wieder drehten
sich diese Energien und es kam zu Kämpfen und Kulturen gingen unter.
Neue entstanden scheinbar aus dem Nichts. Mal hatten die Gemischten mit
ihrem Schamanismus die Oberhand, mal die Asurischen, die die wedischen
Überlieferungen für ihre Religionen verdrehten und am Ende die, die ich als
wedisch aspektiert bezeichnen würde. Aber es gelang keiner der drei
Energien sich zu behaupten, weil keine in sich klar und nach ihren
Grundsätzen handelte. Heute finden wir diese drei Energien wirksam durch
alle Kulturen hindurch. Zum ersten Mal treffen alle drei Energien nun
aufeinander, so dass die Asurischen seit etwa 40 Jahren gegen zwei
Energien kämpfen: Gegen die schamanische Energie und gegen die
wedische. Die schamanische Energie will sich gerne mit der wedischen
verbünden. Doch die neu entstehende, rein wedische Energie kann das jetzt
nicht mehr zulassen. Die Erfahrungen haben oftmals bewiesen, ein Bündnis
mit anderen Energien lässt die wedische nicht wirklich zu. Da allerdings die
asurische Energetik die gemischt-schamanische derzeit noch mehr fürchtet,
als die wedische, steht jede Seite plötzlich in einem Patt da. Jetzt gilt es,
sich weder mit den Schamanischen, noch mit den Asurischen einzulassen,
sondern die eigene Energie in Reinstform wieder anzureichern. So
verführerisch die schamanisch-göttliche Asen-Energie auch sein mag – sie
vermag den irdischen Urgrund nicht direkt zu betreten. Sie kann das nur
durch Symbole. Nur der reine, von alten Kampfenergien befreite Wede
kann im Urgrund bewusst und erlebend stehen. Dahin müsst ihr kommen.
Benutzt ihr Symbole, die mit Kampfenergien getränkt sind, schafft ihr das
nicht. Anastasia hat euch nicht gesagt, dass ihr solche Symbole verwenden
sollt – sie sagte stets, dass ihr euch mit der Natur verbinden sollt, mehr
nicht.

Gebt niemandem das Recht, euch irgendetwas überzustülpen, das nicht aus
irdischem, wedischem Urgrund stammt.

Wir haben in Innererde auch schamanische Rituale, doch die entstanden aus
dem Verbund mit Mutter Erde ohne vorgegebene Symbolik oder
Rituale.«19

»Jetzt ist deine Erklärung sehr stimmig und vereinfacht«, warf ich ein.
»Aber ein Prinzip ist ja in sich einfach.«
»So ist es Alfons«, nickte sie. »Wenn du dich umsiehst, ist das Wedische
leichtfüßig, fröhlich und so voller Lebens- und Wissensenergie, dass dem
kein Konstrukt das Lebenswasser reichen kann. Will nun jemand versuchen,
dem Wedischen ein System, eine Führung aufzupressen, so ist das nicht
möglich. Jeder Versuch ist lediglich eine Versuchung, das Wedische nicht
zulassen zu wollen. Das ist so, als würde ein dummer Gärtner alle
Apfelblüten vom Apfelbaum anschneiden, in der Hoffnung, es blühen dann
Kirschblüten. So dumm ist kein Gärtner – es sei denn, ein verwirrter
Blinder glaubt sich als Gott über etwas, das er gar nicht begreift und sieht
und versucht das zu überblicken. Aber auch er wandelt zwischen
universeller Mater und Vielgötterei. Der Wede ist frei davon und erkennt in
den Göttern nur Energien, die er für sich nutzen kann. Er ist frei wie wir,
Anastasia und ihr, die ihr das Wedische in den Genen habt.«

»Das heißt, das wedische Urwissen besitzen wir ganz tief in unserer
Genetik verankert«, sagte ich.

»Das sitzt in jedem Menschen, wenn er es nur wagt, tief in sich zu


transzendieren, anstatt im Außen zu suchen«, nickte sie lächelnd. »Wer ist
wohl der größte Fantast und Zweifler? Der, der in sich beheimatet ist oder
der, der seine Heimat stets im Außen sucht und sie doch nicht findet, weil
das Außen zu zwiespältig ist? Der Wede ist innerlich – geistseelisch – ein
Gestalter seiner Heimstatt, die er sich im Außen manifestiert. Wer es nicht
kann, sich seine Heimstatt im Geist auszugestalten, ohne Götter, ohne
Kampf, wird auch seinen persönlichen Landsitz nicht ungestört bewirten
können. Lasst euch also weder von Götterfunken, noch von Heldentum
beeinflussen. Wer seine Helden, Götter und Führer noch benötigt, der soll
sie haben. Aber macht sie nicht zum Programm.«

Ich sehe schon, es wird nicht so einfach, das Wedische in seiner puren
Einfachheit zu erkennen. Da sind noch viele mythische Krusten im Spiel,
die erst noch durchschaut, überblickt und überwunden werden müssen.

»Es herrscht bei vielen Menschen noch eine Faszination für Mythen vor«,
folgerte ich. »Manchen macht es regelrecht Spaß, sich innerhalb des
Heldentums, Götterreichtums und patriarchalen Mustern zu bewegen.
Sowohl Frauen, als auch Männer huldigen dann ihren Göttern, anstatt sich
selbst als androgyne Götter zu erkennen.«
Mara umarmte mich herzlich.

»All diese Dinge sind Übergangslösungen für jene, die das noch benötigen,
um das Urwedische letztlich fassen zu können. Doch wer seine echte
Lebensbeigabe gefunden hat, in der Natur und mit der Natur lebt, wird es
irgendwann plötzlich begreifen und mitten im Urwedischen stehen. Deshalb
ist es auch so wichtig, in regelmäßigen Abständen ein Partnersuchefest
durchzuführen. Und dabei muss Ehrlichkeit an erster Stelle stehen, wie
eigentlich immer innerhalb einer Partnerschaft. Denn es kann dabei
passieren, dass bisherige Partner erkennen, doch nicht stimmig zueinander
zu passen. Dafür muss das Herz vollkommen klar sein und ehrlich bei allen
schlagen, ansonsten kommt es zu Leid einzelner Beteiligter.«

»Auch da finde ich es geradezu logisch, dass die passenden Paare sich
finden«, folgerte ich. »Wenn dann einige auseinandergehen, weil es nicht
geklappt hat und zu einem anderen finden, ist es doch geradezu klärend für
alle.«

»Nicht alle sind in ihrer Partnerschaft so klar wie du und Christa«, lächelte
Mara. »Für manche kann eine Trennung schon erst mal zu einer Trauer
führen. Doch richtig gemacht, ist sie nur von kurzer Dauer.«

Wir waren ein Weilchen spazieren. Zurück in Maras und Ulluers Garten
zeigte sie mir einige Techniken, wie man auf einfachste Weise den Boden
für eine Neupflanzung auflockern kann, nur mit einem flachen Stein, den
sie geschickt durch den Boden führte. Es ist eine bestimmte Technik, bei
der sie das Handgelenk so drehte, dass sich der Boden regelrecht sanft
umstülpte.

»Dadurch wird kein Lebewesen im Boden zerstört – vielleicht etwas


irritiert, um sich dann an die Arbeit zu machen«, folgerte sie. »Bisher
schlafende Bodenbakterien aktivieren sich nun durchs Sonnenlicht und
bieten die Basis fruchtbaren Säens und Erntens. Ihr müsst nicht immer alles
umgraben, sondern oftmals reicht es, Samen in einen leicht aufgerissenen
Boden zu geben. Dann kommt der bewusste Gedanke zum Gedeihen, den
man zweimal täglich hinzugibt. Besonders trägen Boden deckt man erst
einmal ein Jahr dick mit Grasschnitt – ihr sagt Dickheu dazu – ab, nimmt es
im nächsten Jahr weg und hat herrlich leichten Boden für neues Saatgut.«

Sie führte mich zu einer Hanglage, wo Obstbäume, Beerensträucher und


unterschiedliches Gemüse und Blumen wuchsen – eine Fülle und Pracht.

»Hier haben wir zuerst Bäume und Büsche gepflanzt und ein Jahr lang den
Boden mit Schnittgras, Gestrüpp und Steinen belegt. Im nächsten Jahr
haben wir die oberen Schichten abgehoben und auf dem Boden gesät und
gepflanzt, was wir dazwischen noch haben wollten. Jetzt, im zweiten Jahr
wächst hier alles in Hülle und Fülle, was das Herz begehrt«, folgerte Mara.
»Und alles ohne Umgraben oder Knochenarbeit – denn Mutter Natur ist so
schlau, uns zu sagen, wie sie behandelt werden möchte.«

Ich erzählte ihr von unserem Vorhaben, Beete anzulegen.

»Knochenarbeit«, lachte sie, »ihr habt doch Zeit und die Muße von ihr zu
lernen – dann setze das um, was du hier siehst.«

Sie zeigte mir Folgebeete, die in Ein-, Zwei- oder Dreijahresfolgen eine
Pracht an Fülle und Wuchs aufzeigen.

»Jedes Umgraben bremst diese Fülle ab, Alfons. Du hast zwar zuerst eine
vermeintliche Pflanz- und Saaterde, die jedoch drei Jahre benötigt, um sich
natürlich zu erholen. Das geht aber nicht, weil ihr jedes Jahr das
Umgrabspiel aufs Neue veranstaltet. deckt mit Schnittgut ab und ihr
bekommt Paradiesboden«, lachte sie.

Ich sah mich genau um und stellte verblüfft fest, dass ein paar Beete ein
wüstes Chaos aus Gestrüppschnitt, Steinen und Deckmaterial war, das in
ein bis zwei Jahren hervorragenden Pflanzboden ergibt.

Mara hakte sich unter und wir gingen wieder zur Bank zurück. Sie erzählte
mir, wie leicht und beschwingt wir Menschen unser Essen anbauen und uns
ein natürliches Leben und Erleben ermöglichen können, wenn wir auf die
Naturgegebenheiten hören.
»So, jetzt hast du gesehen, wie es gehen kann. Sage mir doch einfach mal,
wo liegt bei euch das Problem des Kraftaufwandes, sich einen Landsitz
gestalten zu können?«

»Wahrscheinlich in der Vorstellung, alles gleich haben zu müssen«, gab ich


kleinlaut zu.

»Genau! Ihr arbeitet nicht mit der Natur, sondern dagegen«, grinste sie fast
selbstgefällig. »Man geht nicht in seinen Lebensgarten mit Schwert und
Spaten, Harken und Spießen – man geht weich hinein und erhält ebensolche
Energien zurück. Oder müsst ihr unbedingt noch in diesem Jahr so viel
Raubernte machen? Das widerspricht einem Weden. Wir nutzen auch mal
den Spaten, wenn wir einen Baum pflanzen wollen – aber auch nur dann.
Und es gibt sogar Menschen hier unten, die es schaffen, dass ein
befreundetes Tier für sie die Löcher gräbt.«

Als ich ihr fest in die Augen blickte, erkannte ich ihre tiefe Ehrlichkeit und
ihr Wissen um alle Lebensgrundlagen.

»Wie du zu mir spricht, das ist eine direkte Kommunikation mit meinem
Wesen«, konstatierte ich. »Für dich bin ich ein offenes Buch.«

»Ein Buch des Lebens – das sind wir doch alle«, lachte sie leichthin. »Und
du kannst diese Leichtigkeit deinen Mitmenschen bringen. Du musst es dir
selbst nur noch zutrauen. Es geht nicht um eine Masse, die dir glaubt – es
geht um die Qualität, die du weitergibst. Das ist alles.«

Mara musste weg und ich bin eine Weile durch die Gegend gestromert. Ich
nahm jetzt alles bewusster auf und sah mir Ulluers und Maras Garten noch
intensiver an. Die kleineren unordentlicheren Fleckchen hier und da begriff
ich jetzt richtig. Ich sah mir auch Ulluers und Maras Haus genauer an und
stellte fest, dort war nichts so sauber restauriert, dass es steril wirkte. Da
nagt hie und da der Zahn der Zersetzung, aber es altert mit Charme und
Lebensstil. Da findet sich der Charme des Abbröckelns menschlicher
Bauweisen und die Kraft natürlichen Wachsens, vereint in einer
wunderschönen Symbiose. Mara hatte mir erlaubt, das Haus auch von innen
zu betrachten und ich nahm das Angebot an. Ich ging durch alle Räume und
stellte verblüfft fest, das Haus hat Lebendigkeit, weil alles aus natürlichen
Baustoffen besteht, auch mal etwas repariert wurde (man sah es, weil es
neuerer aussah) und weil trotzdem eine Gelassenheit gegenüber zu vielen
Erneuerungen aufwies. Es ist so, als würde Ulluers und Maras Haus sagen:
›Nehmt‘s leicht, ich bin doch für euch da. Naturmaterialien altern sogar mit
Schönheit.‹

Besonders fasziniert hat mich die Wasserversorgung des Hauses, die ohne
Pumpvorrichtung funktioniert. Da kommt das Wasser in einem Wirbelstrom
gezogen aus den Keramik-Leitungen. Die liegen oberhalb der Wand und
sind schön. Und das Wasser schmeckt hervorragend. Überall steht etwas
Nippes herum und riecht nach Mara und Ulluer, als wären sie da. Und
trotzdem war ich alleine da – oder etwa nicht?

Gleich sollte ich wieder ausfahren und ich stellte fest, ich kann hier
hingehen, wo ich will. Ich kann das einfach tun, so, als gehörte ich hierzu.
Keiner fragt mich nach einem Ausweis oder einer Genehmigung. Niemand
erachtet mich als einen Fremdkörper. Ich selbst bin es, der erst solche
Gedanken hegt.

Ich darf hier tun und lassen, was ich will, wenn ich hier bin. Wenn es für
mich überhaupt eine Sicherheit zum Dasein gibt, erlebe ich sie hier als
etwas völlig Gängiges. Irgendwie gehöre ich dazu – so dämlich es auch
klingen mag. Es gibt für mich kein Tabu oder eine Sperrzone, wie ich heute
mal wieder feststellen durfte. Dies mutet mich ungewohnt an, ja geradezu
heimisch.

Immer häufiger kommt mir in den Sinn, dass ich in früheren Leben in
Innererde ein- und ausging, vor allem, als die junge Reptofrau mich kurz
vor der Ausfahrt ansprach: »Du kennst dich ja aus – liebe Grüße an die
Deinen.« Ich umarmte sie und sie lachte auf: »Du bist einfach nur lieb.«

Ich saß nun oben auf einer Bank im Wald, voll mit Informationen,
Erlebnissen und Gefühlen. Jetzt muss ich diese nur wieder mit meinem
Alltag verknüpfen und das fällt mir nicht so leicht.

*
19 Anmerkung: Wer sich mit der Natur verbindet, der wird die Heilige
Geometrie Gottes entdecken. Alle Symbole die die Natur uns zeigt, sind
natürlichen Ursprungs und können niemals verfälscht werden.
22. Kindheitstraumata
25.04.2008 Einfahrt – Untersuchung mit innerirdischer Technik und
Gespräch mit Mara.

Alf hatte in den letzten Wochen vor dieser Einfahrt sehr stark an sich
gearbeitet – es ging immer wieder um seine Kindheit und er hatte nun das
Gefühl, alleine nicht weiter zu kommen. Außerdem hatte er in letzter Zeit
immer wieder Schwindelanfälle. Deshalb bat er um eine Einfahrt, einen
Aufenthalt in der „Röhre“ und eine kinesiologische Sitzung mit Mara.

Eine innerirdische Ärztin fuhr mit einem Gerät über meinen Kopf, mit dem
sie mein Gehirn auf Einschläge untersuchte. Es zeigte eine Knotenbildung
am Hypothalamus. Die sei nicht weiter schlimm, meinte sie. Es gebe eine
Reihe von Schießscharten, wie Dr. Hamer sie bezeichnet, die seien verheilt.
Jedoch fand sie an den Halsarterien dicke Ablagerungen, die eine
Durchblutung hemmen. Weitere Einschläge fänden sich im embryonalen
Bereich, sowie im frühkindlichen. In letzter Zeit scheine ich mehrere
kleinere Schlaganfälle gehabt zu haben, die ich nicht als Schlaganfälle
wahrnahm.

»Beide Herde fahren nun ein Programm unterschiedlichster Heilversuche,


so dass es keine wirkliche Ausheilung geben kann. Es kommt dadurch nur
zu Symptomverschiebungen«, erklärte sie. »Zuerst muss das Programm
gestoppt werden, indem wir die am besten zugängliche Erinnerung daran
finden und auflösen. Ist das geschehen – gesetzt den Fall wir schaffen das –
startet das Programm des verbleibenden Embryonalbereiches erneut und
kann in die Ausheilung gehen.«

Sie besprach sich mit Mara, die nun mit mir arbeiten wollte.

»Es wird schwer werden, denn du kannst das nicht mit deiner Mutter
gemeinsam bearbeiten«, erklärte Mara mir. »Ich weiß aus Erfahrung, solche
Dinge haben eure Eltern einfach in den Nebel des Unbewussten verschoben
und ein Hervorholen führt bei alten Menschen in eurem System vielfach
zum geistigen Kollaps, bis hin zum Tod. Und dann würdest du eine
vermeintliche Schuld auf dich laden. Ich bin immer wieder geschockt, was
ihr euch immer wieder antut, um euch zu einer Wahnsinnsnormalität zu
erziehen.«

Wir gingen jetzt ans Arbeiten.

Die Verknotungen am Hypothalamus sind Schmorherde. Dort wurde der


biologische Zündmechanismus für Telekinese und Teleportation
kurzgeschlossen.

»Sagen wir mal so«, folgerte Mara langsam, »Menschen schaffen sich
gewisse Umstände, die dann dafür sorgen, dass bestimmte Gehirntätigkeiten
absterben. Das habt ihr gut gelernt von den Asurischen – auch wenn ihr
keine Ahnung habt, dass ihr so etwas initiiert. Manche Umstände sind nicht
mehr zu beseitigen. Du kannst jetzt auch nicht sagen, deine Mutter sei daran
schuld, denn sie selbst ist ja auch ein Mensch der Gesamtumstände auf
diesem Planeten. Du solltest jetzt lernen, ihr und all deinen Vorfahren
bewusst jegliche Schuld abzusprechen, denn sie wussten und wissen es
nicht besser. Dass so etwas nicht von heute auf morgen geht, sollte dir klar
sein. Wenn es dich zu sehr trifft, dann lasse los und denke dich ein andermal
hinein. Es wird dich sowieso ein ums andermal ziemlich umtreiben und
selbst Wut wird dabei hochkommen. Versuche diese schnell wieder
loszuwerden, indem du sie in einem Wald einfach rausschreist. Kommen dir
dazwischen mal angenehme Gefühle für deine Mutter, so schreibe sie auf,
sammle diese und verlautbare sie für dich in einem stillen Moment.«

Das mit den Schlaganfällen sollte ich von einem guten Arzt auf Obererde
noch einmal untersuchen lassen, aber mir auf keinem Fall einen Bypass
legen lassen.

»Es gibt da Kräuter und Naturheilmittel, die diesen Thromboseherd


langsam auflösen können, so dass es nicht zu einem gefährlichen Infarkt
kommt«, folgerte Mara. »Mache dich selbst kundig, denn dann lernst du
auch noch dabei und nimmst keine von Fremden hingereichte Medizin, die
du leicht vergisst einzunehmen.«
Sie gab mir zwei kleine Geleekapseln, die ausreichen würden, für die
nächsten Tage, damit ich mich zu Hause in Ruhe darum kümmern könne,
die für mich richtigen Heilkräuter zu finden.

»Und rufe jetzt deine Mutter nicht an – du bist krank und brauchst keinen
erneuten Schlaganfall«, bläute sie mir ein. »Du hast dich um anderes zu
kümmern, als um eine beleidigte Mutter, denn die bisherigen Schlaganfälle
sind nicht zu missachten. Deine gesamte Motorik und auch deine
Aussprache sind schon davon betroffen und jeder Ärger mehr aus dieser
Ecke könnte dein letzter sein.«

Sie ging noch einmal kinetisch auf mich ein und nickte mehrmals.
Anschließend meinte sie zur Bestätigung, ich solle mich für einige Wochen
mal komplett von meiner Mutter abkoppeln – ihr keine Gewichtigkeit mehr
geben, sondern den Faden des Nörgelns gänzlich kappen.

»Völlig egal, ob das jemand aus deinem Bekanntenkreis begreift oder nicht.
Es ist dein Leben, um das es dir letztendlich gehen sollte«, entließ sie mich
nun in ihren Garten, wo ich auf Ulluer und Ragnar traf. Ragnar schien
schon auf seinen Schnürsenkelträger gewartet zu haben – er beschnüffelte
etwas irritiert meine nackten Füße und trollte sich ins nächste Gebüsch.

»Er mag sich daran gewöhnen, wenn du jetzt auch noch barfüßig kommst«,
begrüßte mich Ulluer grinsend.

Wir gingen eine Weile spazieren und mir fiel der relativ starke Wind auf.

»Das ist nichts Ungewöhnliches, sondern ganz normal«, meinte Ulluer. »Du
hast ihn nur bisher noch nicht so stark in Innererde erlebt. Und dir ist kühl,
weil du mit dem dünnen Überwurf leichter durchzublasen bist. Das tut dir
mal ganz gut.«

Ich bin verfroren. Verpäppelt hätte ich auch sagen können.

Wir waren zurück in Ulluers Garten und ich würde bald ausfahren. Mir war
nicht so gut zumute, wenn ich daran dachte, dass mir Gehirnbereiche
verschmort sind. Es machte mich traurig und wütend zugleich. Meinen
Vorfahren keine Schuld geben – das fiel mir gerade etwas schwer, denn ich
könnte sie abwatschen.

Ragnar kam aus dem Gebüsch und fauchte mich plötzlich an. Ich musste
lachen – das hat gerade so richtig zu meiner Laune gepasst. Er wollte auf
meinen Schoß, was ich ihm gewährte.

Und morgen soll ich wieder einfahren. Mara möchte weiter mit mir
arbeiten.

*
23. Geistseele ist zeitlos
29.04.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mara und Starsa

Nach der Röhre ging es mir kurz miserabel – ich war völlig desorientiert
und mir war schlecht. Noch jetzt floss mein Blut ziemlich kribbelig –
zumindest empfand ich es so.

»Dein Kreislauf ist ziemlich desolat«, stellte Mara fest. »Wir gehen jetzt
noch mal kinetisch und mental in deine Kindheit und von dort langsam
zurück. Du wirst mit Sicherheit bei einem Schockerlebnis zurückschrecken
– dort greifen wir behutsam ein.«

Jetzt war Pause. Da waren so viele Bilder von Ängsten und tiefer
Einsamkeit. Manchmal war nur ich alleine da, Natur und Tierwelt. Ich sah
mich und erblickte keine weiteren Menschen. Manchmal störte mich ein
Laut und am Himmel flogen seltsame Gebilde. Einmal saß ich im Gras und
rief etwas nach oben, erhielt aber keine Antwort. Ich wusste, dort oben sind
Menschen, aber sie ignorierten mich. Sie beobachteten mich – das wusste
ich. Ich wusste aber nicht, warum sie mich hier alleine ließen. Ich war doch
ein Kleinkind und wusste gar nicht, was ich hier sollte.

Je mehr mir einfällt, desto trauriger mutet mich alles an.

»Du spürst dich jetzt als einjähriges Kind«, erklärte Mara mir. »Für dich
sind die Menschen in deinem Umfeld unerreichbar weit weg. Du
empfindest dich als ein Experiment. Alles deutet darauf hin, dass du nicht
das geworden bist, was die da oben ursprünglich wollten. Die da oben sind
deine Eltern. Wir gehen noch weiter zurück.«

»Mich nimmt das sehr mit«, warf ich ein.

»Wenn es unerträglich erscheinen sollte, machen wir Schluss«, lächelte


Mara mich liebevoll an.
*

Ich saß wieder in Ulluers und Maras Garten und ruhte jetzt ein bisschen.

Viel weiter zurück kamen wir nicht, denn in mir scheint noch vieles in
dieser Unerreichbarkeit anderer Menschen zu knapsen. Erst mit drei bis vier
Jahren erreichte ich meine greifbare Umwelt, in der Menschen waren, die
sich auf mich einließen. Es stellt sich die Frage, was ich als Baby empfand.

»Im Grunde ist es umgekehrt«, erzählte mir Starsa, der sich meiner annahm.
»Das Baby befindet sich noch nicht so tief in der materiellen Realität und
muss sich erst noch dorthin runterschwingen. Also nimmt es das als etwas
nach oben Gerichtetes wahr, das es erreichen will. Es weiß, es muss es
erreichen, sonst bleibt es dieser Realität fremd. Also schwingt es sich
vermeintlich hoch zu den begehrten Menschen dort oben. Aber in
Wirklichkeit sinkt die Geistseele tiefer in die Materie, um sich zu begreifen
und deren Wirklichkeit mit anderen zu teilen.«

»Und je nachdem, wie diese zu erreichenden Menschen sind, entwickelt


sich das Kind dann?«, sinnierte ich.

»Nun, du hast mit Mara gemeinsam herausgefunden, dass du dich an deiner


Großmutter orientiert hast, denn die hat dich als erster Mensch so
angenommen, wie du signalisiert hast«, folgerte Starsa. »Nachdem deine
Eltern – besonders deine Mutter – wahrnahmen, wohin du dich wendest,
griffen sie vehement ein. So lerntest du früh Eifersucht, Neid und
körperliche Züchtigungen kennen, aber auch Liebe und blindes Vertrauen in
deine Oma. Sie führte dich, während andere in dieser Familie dich zum
Funktionieren erzogen. Das gab durch dein Leben immer wieder
Fehlfunktionen. Und daraus entstanden Reaktionen deiner Mutter, dir
gewisse Einschläge zu verpassen. Und was sie nicht schaffte, geschah
mittels Animation deines Vaters, dich massiv zu züchtigen. Dein Verhältnis
zu deinen Eltern ist bis heute so geprägt – daran ist nichts mehr
veränderbar.«

»Wir gelangen allerdings nicht in meine embryonale Phase«, warf ich ein.
»Ich persönlich sehe da keine wesentliche Notwendigkeit«, erwiderte er.
»Es sei denn, für dich persönlich ist es wichtig.«

»Zumindest würde es mir Klarheit verschaffen«, brummte ich.

»Worüber?«

»Warum ich zum Beispiel nach meinem gewaltsamen Tod im letzten Leben
sofort in die nächstbessere Inkarnation geeilt bin, anstatt mal eine Weile
Pause zu machen«, folgerte ich.

»Ach, du meinst den Zeitfaktor«, lachte Starsa auf. »Der ist für die
Geistseele völlig irrelevant. Ob wir nun umgehend – linear – oder nach
Jahrtausenden inkarnieren, spielt für die Seele keine Rolle, denn sie ruht
immer dazwischen zeitlos eine Regenerationsphase aus. Zeit und Linearität
sind bloß physische Wahrnehmungsparameter, die in den Astral- und
Geistfeldebenen irrelevant sind.«

»Jede Wiedergeburt ist ein erneutes Erlernen der Materie. Keine


Persönlichkeit kann sich gänzlich von Inkarnation zu Inkarnation
weiterreichen«, erklärte er, »nur der Teil einer Persönlichkeit, der in
Lauterkeit vorheriger Leben seine Lektionen gelernt hat. Es gehört
Meisterschaft dazu, die jeweils geläuterten Persönlichkeiten miteinander zu
verknüpfen, um eine völlig neue und unauslöschliche
Kosmospersönlichkeit darzustellen.«

»Mir macht all das Erlebte trotzdem Probleme, denn schließlich bin ich
daran erkrankt. Dass dies nicht mein derzeitiges Karma sein soll, habe ich
bereits begriffen. Es ist ein weltlicher Nebeneffekt, wie Mara es benennt.
Um diesen zu lösen, bedarf es noch so einiger Erkenntnisse. über
menschliches Zusammenwirken. Und wie könnte ich das besser erkennen,
als über meine noch ungelösten Einschläge, wenn ich sie dann löse?«

»Es sind die Kollektivmechanismen, die auf eurem Planeten fast alles
durchdrungen haben. Anstatt diese gemeinsam zu transformieren, agiert ihr
häufig innerhalb unsinniger Diskussionen«, warf Starsa ein. »Vielfach
beobachte ich, ihr lebt und agiert in Kritiken von persönlichen
Erkenntnissen und geht nicht aufeinander ein, jede Erkenntnis erst einmal
für eine neue Kommunikationsbasis zu nehmen. Dass dich das manchmal
regelrecht zornig macht, kann ich gut nachvollziehen. Viele von deinen
Zeitgenossen achten weniger auf den Inhalt einer Sache oder Aussage,
sondern darauf, wie sie zu kritisieren und letztendlich zu negieren sind.
Viele unter euch sind regelrechte Wächter des Asurischen, ohne es oftmals
zu wissen. Bei euch wird es noch eine Weile dauern, bis das Wedische im
Kern begriffen wird, denn bisher wird es – wenn überhaupt – sehr abstrakt
begriffen und so interpretiert, dass es zu den Launen des Auslegers passt.
Mal abgesehen von einigen wenigen, die dann auch noch arg dafür
angegangen werden. Rechtfertigt euch nicht mehr – geht nicht mehr auf
solche Provokationen ein.«

Ich ging noch ein bisschen durch einen dichten Laubwald vor der Ausfahrt.
Währenddessen überkam mich ein Gefühl von Vertrautheit und
Wesentlichkeit, so dass ich mir sagte, dieses Gefühl will ich in mir bewusst
speichern. So ähnlich fühlte ich vor kurzem, als ich mit Christa durch den
Kemnater Wald spazierte – beim Planen unseres neuen Heims. Trotzdem
wurde ich jetzt müde und spürte meine Muskeln ob des vorhergehenden
Tages. Aber ich fühlte mich gut.

*
24. Wedische Feste und Bräuche
wiederbeleben
10.05.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mordechai, Mara und Nasmakrai

Ich erzählte Mordechai von einem Mitglied in unserem Forum, mit dem es
immer wieder zu heftigen Diskussionen kommt, wenn es um das Wedische
geht.

»Menschen wie C. sind meist unbewusste zweit- oder dritteingeborene


Asuras, die vehement nach Anhaltspunkten suchen. Sie schwingen
zwischen dunkel und licht und verhalten sich vielfach schizophren«,
erklärte mir Mordechai. »Ich tendiere auf zweite Eingeburt, denn wie du
erzählst, sucht er nach einem Meister oder einem Wächter und zugleich
greift er diese an, wenn sie nicht so spuren, wie er es erwartet. Es sind
durchwegs fatalistisch geprägte Menschen, die alles sofort wollen und
nichts bekommen. Und sie sind über den dunkelokkulten Ritus leicht zu
lenken.«

»Ich versuche ihn zu begreifen, aber es gelingt mir nur schwer. Er ist so
zerrissen und launisch«, warf ich ein.

»Solche Versuche bringen nur dann etwas, wenn du dich ihm ebenfalls
innerhalb okkulter Verhaltensweisen näherst oder begegnest, als Kenner
aller asurischen Fürstenregeln«, lächelte sie. »Ich denke, das ist nicht deine
Art.«

»Ja, ihr habt dann ja auch das Wissen gepachtet«, grinste ich sie an und
erzählte ihr davon.20

»Ach ja – klar, wir haben Wissen von Mater zur Pacht erhalten«, gackerte
sie los. »Es ist nur zu natürlich, dass solche Menschen es hassen, wenn
jemand klarer und wesentlicher spricht und auch lebt, als sie selbst. Es fällt
ihnen unendlich schwer, ein freies, individuelles Denken und Leben zu
zelebrieren, denn sie sind konstant zwischen den Fronten – zwischen dem
Kollektivismus und dem Wedischen. Sie wollen beides. Und wenn das nicht
klappt, flüchten sie sich in mannigfaltige Geisteskonstruktionen. Was sie in
sich als unterschiedliche Emotional-Ebenen spüren, interpretieren sie als
göttlich und teuflisch. Sie personifizieren ihre eigenen Empfindungsebenen
als gute und als böse Götter, als Elementale und als Geister. Sie sind noch
sehr der asurischen Kollektivenergetik nahe.«

Ich war mal wieder in der Röhre und habe mit Mara gearbeitet. Es sieht
ganz gut aus mit mir. Doch ich soll mich noch nicht körperlich
verausgaben.

Ich sprach die Möglichkeit an, dass die Menschheit sich selbst vernichten
könnte.

»Natürlich ist diese Möglichkeit gegeben, doch wir sehen das nicht so
krass«, lächelte Mara. »Theoretisch könnte es passieren, wenn ihr jetzt noch
einen heftigen Rückfall erleidet, doch dann inkarnieren alle Beteiligten
umgehend auf adäquaten Planeten und eine neue Chance beginnt. Lasst
euch keine Angst machen, lasst euch nicht beirren in dem, was ihr tut.«

»Das tun wir nicht«, erwiderte ich, »viel mehr macht es mich ärgerlich, weil
man sich das Maul fusselig reden muss, um solche Menschen wie C.
irgendwie zu bezähmen.«

»Das musst du gar nicht«, lächelte Mara. »Stell einfach nur Fragen, was sie
dazu bewegt – höre zu und erwidere nur, wenn du frei von Ärger antworten
kannst. Ansonsten lass sie reden – irgendwann hören sie schon auf, wenn du
nicht mehr auf sie eingehst.«

»Alfons, es geht vielen auch nur ums Zwietracht säen«, kam Nasmakrai in
die Runde. »Das sind Menschen, die gerne einen Keil zwischen aufbauende
und wedische Sequenzen hauen – selbst solche, die sich selber wedisch
nennen.«

»Danke Nas«, begrüßte ich ihn freudig.


»Gern geschehen«, klopfte er mir auf die Schulter. »Ich komme gerade von
einem Seminar eines eurer Energetiker und Mentalcoaches – sehr schwach,
kann ich da nur festhalten. Besagter Coach nimmt Anastasia als
Hintergrundenergie und das Wedische als eine Übung, sich mental und
ichbezogen im Alltag behaupten zu können. Eine geistseelische
Komponente lehnt er ab und als eine künftige Lebensbasis hält er das
Wedische schlicht für ungeeignet. Denn, wie er mehrmals betonte, sei der
Mensch nicht mehr in die Primitivität eines Lebens mit Tieren
zurückzuwerfen. Er hat nichts begriffen, lehrt aber wedische Lehrsätze.«

»Wie heißt er?«

»O. – ein Finne, der in Schweden als Mentalcoach arbeitet«, warf er ein,
»und ziemlichen Zulauf hat, weil er über ein 12-Punkte-Programm
garantiert, seine Klienten mental so stark zu machen, dass sie keinem
Mobbing mehr ausgesetzt werden und beruflich Karriere machen, wenn sie
damit fertig sind. Die Kurse kosten insgesamt – und man muss natürlich
alle durchlaufen, wenn man damit erfolgreich sein will – 6000.- €. Ich habe
ihm heute ziemlich zugesetzt, indem ich ihm den wedischen Weg akustisch
und mental so aufgezeigt habe, dass er ein paarmal total ins Schwitzen kam.
Erst als er seine Kursteilnehmer fragte, ob er mich rauswerfen soll und
diese zustimmten, ging ich im Wissen darum, wie schwer du und Christa es
habt, das Wedische von all dem unnützen Kram nachwedischer Faktoren zu
reinigen.«

»Da sind wir nicht alleine.«

»Natürlich nicht«, lächelte Nasmakrai. »Es gibt weltweit hunderte, die das
Wedische richtungsweisend stimmig begriffen haben und dazu stehen. Aber
es gibt auch zigtausende wedisch aspektierte Menschen, die es noch nicht
stimmig begreifen. Meist steht ihnen ihr mystifiziertes Ego im Wege. Sie
lieben es, in komplizierten Konstruktionen ihre Sicht des Wedischen
auszudrücken. Dabei fallen sie immer wieder auf Trugbilder außerirdischer
Herkunft herein.«

»Ja, und wer das Wedische realistisch darstellt, der ist zu naiv«, grinste ich,
»oder der Realismus wird so gedreht und gestreckt, dass er philosophisch
diskutiert werden muss, bis er ins Irreale zerfällt.«
»Das Wedische wird sich ganz einfach durchsetzen«, konstatierte Nas. »Es
sind bereits viele Millionen von Erdenmenschen, die es leben, ohne davon
zu wissen. Und es werden immer mehr, die es begreifen werden, als die
einzige Alternative, den Kollektivismus abzuschaffen. Alle Versuche,
andere Lösungen zu finden, werden über kurz oder lang scheitern.
Irgendwann wird bei euch in Politik und Wirtschaft das wedische Ideal
Einzug halten. Zuerst noch als Wahlpropaganda, weil das bisher, wie beim
Umweltschutz, der Einführung von Bioprodukten usw. ein gutes Zugpferd
war und ist. Doch irgendwann kommen echte Weden dran, die dann
Regierungen und Monarchien abschaffen werden – die dann Räte aus der
Bevölkerung einsetzen. Das wird ein paar hundert Jahre in Anspruch
nehmen, bis es jeder wirklich begreift und dann global umgreifende
Normalität werden.«

»Vorher wird wohl noch so etwas wie eine Diktatur kommen – hm?«

»Es lässt sich im Moment so an – ja«, nickte er. »Doch sie wird eher eine
lichtasurische Diktatur werden, wie es derzeit zu erkennen ist und keine
dunkelasurische. Also keine Sorge, sie wird allgemein humaner sein. Die
Weden müssen ja dabei nicht mitmachen, sondern nur den Schein wahren,
auf eine staatlich verordnete Eigenständigkeit einzugehen.
Eigenverantwortung wird den Bürgern zuerst auferlegt – was für einen
Weden geradezu vorteilhaft ist. Bevor das Volk – ich spreche jetzt bewusst
vom deutschen und mitteleuropäischen Volk – wirklich verarmt, kommt das
Bürgergeld, das Sozialamt und Arbeitsamt ersetzt. Es wird eine
Einheitsrente geben, die es jedem ermöglicht, zu überleben. Für einen
Weden ist dies eine Grundlage, seine Selbstversorgung ohne Sorgen
ausbauen zu können. Die Stadtbewohner bekommen Stadtzulagen und wer
auswandern will, eine kleine Abfindung, um in einem anderen Land neu
anzufangen. Russlands neue Politik agiert bereits als Einwanderungsland
und wird Ländereien zur Verfügung stellen, die Einwanderern mit
wedischer Mentalität eine Basis bieten. Europa wird sein Gesicht bis 2050
sehr verändern. Dass eure derzeitigen Politiker und Machthaber so konfus
agieren, liegt daran, dass immer mehr einflussreiche Menschen auf sie
einwirken, das bestehende System in ein humandiktatorisches System
übergleiten zu lassen. Und diese Einflussnehmer sind wiederum beeinflusst
von wedisch aspektierten Menschen, die es niemals verlautbaren würden.
Es tut sich global enorm vieles und das nicht zum Schlechtesten.«

»Ist das eine Prognose – eine Vorhersage?«

»Momentan habt ihr einen Stand erreicht, den alle Planeten erreichten, die
anschließend wieder ins Wedische übergegangen sind«, lächelte er, »und
sich dann über einen Zeitraum von 600 bis 1.200 Jahren das Wedische so
fest verankert haben, dass es nie mehr zu zerstören ist. Für uns ist
inzwischen ersichtlich, dass die Erde es schaffen wird – weil nun auch die
deutschen Menschen eingestiegen sind. Nimm das nicht persönlich, es ist
energetisch von Volksseelen abhängig und die deutsche ist die
Entsprechung zur jüdischen. Nur gemeinsam mit der deutschen Volksseele
kann die jüdische Volksseele wieder ausheilen, denn ihr habt die
Erzengelenergie Michaels gemeinsam. Und Michael steht für den
Vernichter des Kollektivdrachens. Kommt eins der beiden Völker zur
Ausheilung, dann kommt es das andere auch.«

»Diese Energie steckt in den Menschen selbst – stimmt‘s?«

»Natürlich«, nickte Nasmakrai, »wer sie in sich verspürt, kann sie benutzen.
Sie ist eine urwedische Energie, die zum Beispiel Anastasia ganz natürlich
benutzt, um die Völker in Wedischen zu vereinen.«

»Ich wünsche mir, dass es endlich mehr und vielleicht mal alle Menschen
begreifen«, warf ich ein.

»Es genügt, wenn es in jedem Urstamm ein paar Menschen begreifen,


Alfons. Und das ist mittlerweile der Fall«, folgerte er ruhig. »Im Grunde
könntet ihr euch zurücklehnen und zuschauen, wie sich alles immer mehr
ins Wedische ergießt. Alle Quertreibereien sind nur Wehen und
Elementalspielereien, die euch nicht mehr berühren sollten.«

»Bei uns im Forum sind jedoch eine Reihe Menschen, die das Wedische
einfach missverstehen oder es ausschließlich auf das Wedrussische deuten«,
warf ich ein.
»Ich weiß, wir bekommen das mit und schmunzeln darüber«, lächelte Nas.
»Und wir sehen, wie viel Geduld und Ausdauer du aufbringst, dazu Rede
und Antwort zu stehen. Christa ist da auch sehr klar in ihrer weiblichen Art.
Und es gibt in eurem Forum noch weitere Menschen, die längst auf dem
Weg sind, wieder wedisch zu handeln und zu leben. Macht nicht den Fehler,
euch auf das Wedrussische festlegen zu lassen. Ihr habt eure eigenen
Wurzeln, auf die ihr euch wieder besinnen solltet. Gebt euren
ursprünglichen Traditionen und eurem Brauchtum wieder die Rolle, die sie
einmal hatten. Erkennt, was von der Kirche so stark verändert wurde, dass
es energetisch schwach geworden ist und stärkt es wieder, indem ihr die
ursprüngliche Bedeutung wiederbelebt. Ihr findet alles in euch. Verbindet
euch wieder mit den Naturwesen. Einige der alten Feste waren ihnen
gewidmet, ganz besonders das Fest zur Tages- und Nachtgleiche im Herbst.
Es war seit Jahrtausenden das Fest der Fülle und diese Fülle innerhalb der
Natur erhalten wir mit Hilfe der Naturwesen.«

»Wir wissen eigentlich nur noch sehr wenig über die Ursprünge dieser
Feste. Könnt ihr mir dazu mehr sagen?«, wollte ich wissen.

»Sprich bei Gelegenheit mal mit Starsa darüber. Wir sind ja nicht von
diesem Planeten«, erklärte mir Mara. »Aber wir können dir natürlich
ebenfalls einiges dazu sagen, weil wir sie ja mitfeiern, wenn wir anwesend
sind.

Die wichtigsten Feste in Innererde sind die Jahreszeitenfeste und das waren
sie bei euch oben früher auch. Die Frühlings-Tages- und Nachtgleiche gilt
als Fest des Neubeginns. Mit diesem Fest beginnt das neue Jahr und es wird
das Erwachen der Natur gefeiert. Zur Sommersonnenwende feiern die
Menschen in Innererde die Liebe. Sie bezeichnen es auch als das Rosenfest,
denn die Rose ist oben wie unten das Symbol für die Liebe. Die Tages- und
Nachtgleiche zu Beginn des Herbstes beschrieb Nasmakrai ja schon als das
Fest der Fülle. In Innererde bauen die Menschen dafür aus Steinen eine
kleine Pyramide, die sie mit Früchten und Blumen schmücken, und die sie
den Naturwesen widmen. Die Menschen bedanken sich bei den Naturwesen
für alles, was sie für uns tun. Und das letzte große Jahreszeitenfest ist das
Lichterfest zur Wintersonnenwende. Hier wird das wiederkommende Licht
zur Zeit der tiefsten Dunkelheit gefeiert. Es gibt noch eine Reihe weiterer
Feste, aber dazu findet ihr auch bei euch oben noch ausreichend
Informationen. Befasst euch damit und begeht sie gemeinsam – egal, ob ihr
auf vereinzelten Landsitzen, in beginnenden Siedlungen oder in der Stadt
lebt. Gerade in der Stadt ist es besonders wichtig, sich wieder mit den
Kräften der Natur zu vereinen. Ein solches gemeinsames Fest bringt den
Menschen viel mehr, als jede Aufklärung, denn Aufklärung wird nur
intellektuell aufgenommen. Ein Fest jedoch hat ganz viel mit Spüren zu
tun.«

Da hat sie wohl recht. Und es macht gleichzeitig sehr viel Freude, mit
anderen Menschen gemeinsam zu feiern. Wir spüren ja schon die Energie,
wenn wir zum Beispiel Weihnachten feiern. Um wieviel mehr werden wir
sie spüren, wenn dieses Fest seine ursprüngliche Bedeutung
wiederbekommt – als Lichterfest! Da liegt noch viel Aufdeckungsarbeit vor
uns.

20 Ein Standardsatz von C. war immer dann, wenn er nicht weiterwusste:


„Ja, ja - deine Innerirdischen haben das Wissen gepachtet und kein anderer
weiß was.“
25. Arkanier
27.06.2008 Einfahrt – Gespräch mit Ulluer

»Die Eingriffe in Natur und Bodenschätze finden in Innererde unter


sorgsamer Boden- und Naturerhaltung statt. Die meisten Materialien
gewinnen die Menschen hier aus Quarzsand und natürlichen organischen
Rohstoffen, die in Hülle und Fülle wachsen.

Die Tunnels in Innererde folgen natürlichen Schächten (auch für die


Röhrenbahn), unter Ausnutzung antigravischer sowie
Dematerialisierungseffekte. Das heißt, feste Materie wird mittels
Molekülwandler durchlässig gemacht. Dieser Effekt ist nach der Durchfahrt
wieder rückläufig«, erklärte mir Ulluer auf meine Frage, inwieweit es hier
Eingriffe in die Natur gibt.

Zu meiner Darstellung der dogmatischen Vertreter der Anastasia-Bewegung


meinte er lapidar:

»Man kann als materieller Mensch nicht erwarten, keine Materie zu


beeinflussen. Die natürliche Landbearbeitung – ihr bezeichnet es als
Permakultur – verursacht der Erde keinerlei Schaden. Denn diese ist ganz
natürlich vorgesehen für alle Lebewesen. Auch Tiere greifen ein in ihrem
Rahmen. Sämtliche Bearbeitung von natürlich wachsenden Rohstoffen, die
Entnahme von Oberflächenerzen sowie Quarzen schadet der Erde ebenfalls
nicht, denn sie befördert diese zum Lebensgebrauch bewusst ab. Nur eine
Monokultur und bis in die Tiefe gehender Erzabbau schaden Natur und
allem Lebenden.«

»Anastasias Aussagen werden oftmals als Dogma verwendet –, wenngleich


sie selbst zugibt, auch nicht völlig fehlerfrei zu sein«, warf ich ein.

»Sie ist ein Mensch, mein Lieber und kein allwissendes Götterwesen
kollektiver Vorstellung«, lächelte er. »Und Megré ist ebenfalls ein Mensch,
der Fehler machen kann. Zudem gibt es Fehler in der Übersetzung aus dem
Altsibirischen ins Russische und dann ins Deutsche. Daraus nun eine
rechtsgültige Aussage zu kreieren, bedeutet Fehler noch weiter zu
potenzieren. Die Anastasia-Bewegung kann nicht richtig funktionieren,
solange Anastasia als ein Guru der wedischen Lebensweise missbraucht
wird. Sie selbst sagt immer wieder, dass ihre Lebensweise auf sie persönlich
zugeschnitten ist und jeder hat seine eigene Lebensweise zu finden. Wem
allerdings die Fantasie und das Gespür dafür fehlt, der versucht sie zu
imitieren, was in die Fehlwirtschaft schlagen muss. Misserfolge sind da
ganz logisch.«

»Mir kommt es so vor, als begriffen viele Anastasia-Anhänger nicht die


Kernaussagen Anastasias«, warf ich ein. »Und deshalb suchen sie
Großprojekte in einer kollektiven Systematik, um nur ja nicht bei sich
selber im Kleinen beginnen zu müssen. Es sind meist Menschen, die ohne
kollektive Vorgaben nichts Eigenes entwickeln können. Sie hängen sich an
Projekte an, in der Hoffnung, dort entsprechende Vorgaben zu erhalten.«

»Klar, das lenkt sie von ihren eigenen Verkrustungen ab. Und es gibt
Vorreiter, die wollen delegieren und Vorgaben machen, obwohl sie nichts
als ihre verdrehte Dogma-Sicht vorgeben können«, nickte Ulluer. »Erst
wenn alle Beteiligten einer künftigen Siedlung bei sich selbst beginnen, sich
ehrlich abzufragen, wozu sie fähig sind; wenn sie bereit sind, ihre
Fähigkeiten so einzusetzen, dass sie innerhalb einer künftigen Siedlung gut
leben und diese aufbauen können, ohne mit den bestehenden Systemen in
Konflikt zu geraten, werden sie mit einer Siedlung erfolgreich sein. Zudem
fehlen euch noch Siedlungsplaner, die selbst im Kleinsten die Macht und
Kraft für das Größte in sich tragen – Planer, die von der Pike auf alles
planen und aufbauen können. Es gibt ein paar von euch – auch in
Deutschland – die dieses Wissen und diese Macht in Autorisation sich
erworben haben. Doch solange da Menschen reinreden, die alles zerreden
wollen anstatt zu tun, ist es schwierig.«

»Ich habe auch in unserem Forum derzeit nicht mehr das Bedürfnis,
irgendwas zu erklären, sondern fordere heraus, dass sich die Benutzer selber
eine Klärung erarbeiten«, folgerte ich.

»Ja, du bist gefestigter denn je», schmunzelte er. «Und du bist etwas
friedfertiger geworden. Das fiel uns längst auf. Im Vergleich zu vor fünf
Jahren hast du Jahrhunderte deiner Inkarnationen ausgeglichen und bist
heute mehr denn je im Einklang mit deinen Anlagen. Der Urklingsor findet
langsam wieder die Oberfläche – ein Klingsor, der nicht mehr die Klinge
schwingt und selbst deine ursprüngliche B-Genetik beginnst du langsam zu
erfühlen. Vor über zwei Jahren sagte dir Denebius mal, du hättest die
Anlage zu einem A/B in dir – einem Klingsor, der beide genetischen
Programme in sich trägt und ausleben kann. Damals hast du das vehement
von dir gewiesen. Du wolltest pur ein A sein – schließlich sei deine Genetik
so ausgerichtet. Doch du hast dabei etwas Wesentliches nicht beachtet: Die
A wurden aus den B genetisiert. Im Grunde sind alle A verstärkt auf
feinstoffliche Eindrücke sensibilisierte B, mit der Fähigkeit, beide
Blutlinien in sich vereinen zu können. In dir arbeitet das Urprogramm eines
B vermehrt, was darauf schließen lässt, dass du dich dem A/B-Menschen
näherst.«

Ich ging nun mit Ulluer ein wenig spazieren, wobei er mir einiges über die
derzeitige politische Lage erzählte.

»Die bei euch zurzeit gestreuten Nachrichten entbehren vielfach realen


Hintergründen und dienen nur dazu, den Menschen nicht vergessen zu
machen, der schwarze Adel sei und bleibe die rechtmäßige
Globalregierung«, folgerte Ulluer. »Seit Monaten sind sich die Familien des
selbsternannten Adels dermaßen uneinig, dass sie sich gegenseitig mit
Presse-Enten und scheinbaren Grundsatzentscheidungen bombardieren.
Diese Uneinigkeit resultiert aus unseren, wie auch anderer Interventionen
sowie den auf die Erde bezogenen Order der lichtkollektiven Delegation,
die in dem gesamten Wirrwarr nicht durchblickt. Je mehr sie sich ein erstes
Bild von den irdischen Verhältnissen machen, desto komplizierter erscheint
ihnen eine erneute altägyptische Pharaonenreform, die sie vorhatten
einzuführen. Sie teilten einer Abordnung von uns mit, sie sähen hier enorme
Defizite im Kollektivwesen, dass nicht auf so festen Grundpfeilern ruhe,
wie angenommen.«

Er grinste und fuhr fort: »Sie hatten andere Berichte von Asurafürsten
vorliegen, die bescheinigen, die Erde sei fast zu 100 % kollektivbereit und
sie sähen einer Übernahme durch lichtasurische Gottkönige positiv
entgegen. Es stellte sich nun heraus, diese Berichte waren geschönt, denn
die Dunkelfürsten selbst sahen letztendlich keine Möglichkeiten mehr,
ihrerseits die Erdbevölkerung ohne großen Vernichtungsschlag zu
kollektivieren. Durch jahrtausendelange Konfrontationen mit
Erdenmenschen wurden sie entnervt – sowohl ihre Psyche als auch ihre
sprichwörtliche Kompromisslosigkeit ist ersichtlich am irdisch-
menschlichen Verhalten gescheitert. Deshalb zogen sie ab, lieferten an die
Gottkönige Arkaniens geschönte Lageberichte, worauf diese ebenfalls nicht
gefasst waren. Das ganze Durcheinander – dazwischen Erdlinge, die sich
darum kaum kümmern und wieder andere, die nichts mehr ernst nehmen,
was irgendwie nach Götterboten riecht, drückt sie jetzt an die Wand einer
Ohnmacht. Diese Ohnmacht wird mit jedem Tag intensiver, denn die
maßgeblichen Erdenmenschen – die Kollektivnachahmer – gehen auch
nicht auf die Arkanier ein. Sie sagen denen sogar im Klartext, ihre
Gottkönigversuche können sie sich in die Glatzköpfe schmieren.
Quetangkongangal, der arkanische Delegationsunterkönig, sagte uns
deutlich, sie seien sehr verwirrt – so etwas kennen sie nicht und dies
müssten sie erst auf ihren Heimatwelten genauer untersuchen, um eine
Lösung zu finden. Für sie war die Erde bisher ein wichtiger
Kreuzfeldplanet, sich evolutionär weiter zu entwickeln. Nun fänden sie
einen Planeten und eine Menschenmixtur vor, die selbst in ihre eigene
Evolution dränge – ohne Erlaubnis höherer Stellen.«

»Tja, schon ärgerlich, wenn die Menschen langsam wieder schlauer und
widerstandsfähiger werden«, lachte ich auf. »Aus ehemals Ami go home ist
Asura go home geworden.«

»Ahan sagt nicht umsonst öfter, ihr seid ziemlich schräge Vögel geworden,
die man besonders behüten muss«, grinste Ulluer. »Das Voltrainerbe scheint
besonders in den letzten Jahren zum Tragen zu kommen. Wir haben
festgestellt, dass die derzeitig inkarnierten Blutlinier besonders energisch
und vielfältig talentiert ihre Energien um die Erde verteilen. Im Kern seid
ihr euch einig – das ist ein Riesenvorteil im Zeitgeschehen.«

»Und die noch verbliebenen Ex-Asurafürsten scheinen auch ziemlich


ausgebrannt zu sein«, folgerte ich.

»Ja, das sind sie – und abgeschnitten vom Kollektiv. Zudem sind sie recht
lustlos, sich mit den Arkaniern zu verbünden, denn diese mögen sie nicht,
weil sie hochgradig arrogant und selbstgefällig sind«, konstatierte Ulluer.
»Da spielt massives Konkurrenzdenken die Hauptrolle, was euch und uns
zugutekommt. Je uneiniger und konfuser sie alle reagieren, desto besser für
die Änderungen auf der Erde, denn konfuse Machthaber fallen langfristig
selbst dem Dümmsten auf.«

»Ich muss gestehen, dass mich alle Weltnachrichten mittlerweile ziemlich


unwirklich anmuten und ich dazu und darüber nur noch selten Emotionen
habe. Weiter werden mir die Jasager und Erfüllungsgehilfen immer egaler.
Sie sind halt da und machen Wind, aber recht viel mehr können sie nicht.
Sie reden und fuchteln seit Jahrzehnten stressig und nervig herum, bringen
jedoch nichts mehr zuwege, das die Völker in den Irrwitz der Apokalypse
treiben könnte. Die Menschen werden immer wacher und erkennen von
Jahr zu Jahr mehr, was wirklich hinter dem Kasperletheater steckt.«

»Im Gegensatz zu der Zeit von vor 50 bis 60 Jahren hat sich die Pyramide
heute gewendet. Jetzt übernimmt die Basis immer öfter und intensiver das
Zepter«, bestätigte Ulluer. »Obrigkeiten werden kritischer betrachtet und
einem offenen Tyrannen würde man alsbald den Boden entziehen. Es wird
eine andere Politik versucht zu konstruieren. Allerdings weiß der schwarze
Adel nicht, wie sie das machen können, ohne dass sie auffliegen. Also
konstruieren sie uneinig vor sich hin und bemerken dabei nicht so genau,
dass alle keine wirkliche Basis mehr erreichen können, denn die Basis sind
die Menschen, die mittlerweile sehr darauf achten, keine Idioten oder
Despoten mehr zu züchten.«

»Es sieht also gar nicht so düster aus«, folgerte ich.

»Ihr habt es selber in der Hand, Düsteres von euch zu weisen. Das beginnt
im Kleinen: In der Wahl des eigenen Umgangs, der Freunde, sowie der
klaren Darstellung dessen, was ihr wirklich wollt«, konstatierte er.

»Ich werde mittlerweile unwillig, wenn mir irgendwer komplizierte


Konstruktionen aufzutischen versucht, besonders, wenn es sich um
sogenannte Illusions-Konstrukte handelt«, stellte ich fest, »oder um
mathematische Formeln, die beweisen sollen, wir Menschen seien nur eine
mathematisch virtuelle Einrichtung einer für uns undurchsichtigen Matrix.
Wer so etwas behauptet und als These aufstellt, kann es auch nicht
beweisen. Also wird mit Druck und Aggression versucht, uns solche
Thesen aufzudrängen. Dann werde ich lebendig.«

»Du meinst wohl die derzeitigen Verfechter der Matrix-Mär«, lächelte


Ulluer. »Fast alle diese Vertreter plappern nach und sind nicht in der Lage,
eine wirklich nachforschbare Aussage zu machen. Die Matrix, so wie sie
allgemein zu definieren versucht wird, ist eine morphogenetische
Manipulation und besitzt keine echte Wirksamkeit, außer allgemeine
Verwirrung anzustellen. Es ist eine künstlich aufgebaute Matrix, die nur so
lange wirkt, wie ihr an sie glaubt. Jede Seele besitzt ihre eigene Matrix und
diese ist Teil der göttlichen Matrix, die wir Schöpfung nennen. Mater – Gott
– selbst ist Schöpfer dessen und sie/ihn können wir nun wirklich nicht
definieren, nicht mal, wenn wir eines Äons mal wieder in Mater
zurückkehren. Denn dann ist alles fraglos.«

»So simpel es klingt, ich kann alles der Natur entnehmen und daraus meine
Rückschlüsse ziehen«, sinnierte ich. »Als physischer Mensch mit Seele und
einer grenzenlosen Geistanbindung bin ich jederzeit in der Lage, das
Wesentliche meines Daseins zu fassen. Die menschliche Aufgabe ist die
Schaffung eines friedlich-fruchtbaren Kosmos. Das ist der Liebesakt
göttlicher Herkunft.«

»Dabei und darin gibt es Unmengen zu lernen, um die unterschiedlichen


Portale ins grenzenlose Universum zu finden, zu öffnen und
hindurchzutreten«, nickte er. »Im urwedischen Sein finden wir diese Portale
ganz natürlich und benutzen sie ohne Begrenzung. Denn den Weden sind im
Universum keine Grenzen gesetzt. So weiß ein Wede um die kosmischen
Prinzipien, die er beherzigt, woraus Mut fließt sowie Anmut.«

Ulluer verabschiedete sich jetzt von mir – ich musste ausfahren.

»Ich sehe derzeit große Gelassenheit in dir wachsen – du bist den letzten
Wochen sehr ausgeglichen und aggressionsloser geworden. Wenngleich du
in deinem Umfeld noch oft gefordert wirst, wirst du es immer weniger
aggressiv erfüllen können«, folgerte Ulluer. »In dir erstarkt der kosmisch-
wedische Klingsor, der einen irdisch-kämpfenden Klingsor immer mehr
entlastet. Der irdische Kampfklingsor macht bereitwillig Platz für den
kosmischen Informationsklingsor, dessen Präsenz mächtiger ist, als alle
Krieger zusammen.«

Er hat mir ein Nachdenken mit auf den Weg gegeben – ein Nachdenken, das
mich emotional nicht mehr durchschüttelt.

Warum ich jetzt ausgerechnet einen nächtlichen Sternenhimmel vor meinem


inneren Auge sehe, kann ich momentan nicht erklären. Jedoch ist das Bild
anmutig und sehr schön.

*
26. Gezielte Desinformation
06.07.2008 Einfahrt – Gespräch mit Ulluer und Mordechai

Alf fuhr mit einigen Fragen aus dem damaligen Thalus-Forum ein. Ich habe
sie nicht mehr vorliegen, aber ich denke, man kann sie dem Text
entnehmen.

1. Das Kräftemessen zwischen Kollektiven und wedischen


Außerirdischen findet noch immer statt – wenngleich zumeist über die
unterschiedlichen Erdenmenschenmentalitäten, die sich das über die
Jahrtausende angezogen haben.

Die Familie der Anunaki existiert nur noch sporadisch auf der Erde.

»Wir beobachten nur neutral und vermitteln beschwichtigend bei


krassen Vorkommnissen«, warf Ulluer ein. »Luzifer ist eine Metapher
für Menschenwesen, die überall im Universum die Macht des
Schöpferprinzips beanspruchen und versuchen sie auszuüben.

Die Macht des Schöpferprinzips über die Erde besitzt alleine der
wache Erdenmensch. Alles andere ist bewusstes Ablenkungsmanöver
kollektiver Mentalitäten.«

2. 2012/13 schließt sich der Zyklus direkter außerirdischer


Einflussnahmen und es öffnet sich ein Portal fürs kosmische Denken
und Begreifen. Dann werden für die bis dahin erwachten
Erdenmenschen kosmische Zusammenhänge klarer.

»Aber auch vermehrte Kontakte zwischen Erdenmenschen, uns und den


Kollektiven werden offensichtlicher«, meinte Ulluer, »wenn du so willst. Es
kommt einem Dimensionsaufbruch gleich, doch dieser erfolgt mit dem
Anwachsen des menschlichen Begreifens. Das Universum stellt immer nur
unterschiedliche Qualitäten zur Verfügung – doch deren Ergreifen und
entsprechend zu handeln, liegt ausschließlich am Menschen. Es ist also
nicht der günstigere Zugang zu den Energien der Zentralsonne, der einen
Aufstieg der Erde ermöglicht, sondern das Denken und Handeln der
Menschen, die diese Energien nutzen, an sich arbeiten und so selber
aufsteigen. Sie sind es, die die Erde und alles, was auf ihr lebt, letztendlich
mitziehen.«

Wir sprachen nun noch einmal ausführlicher über das Luziferprinzip, zu


dem Mordechai sagte, dieses Prinzip sei weder böse noch bewusst schlecht
zu den Menschen.

»Es gibt zwei Prinzipien in den physischen Welten: Zum einen das
Ursacherprinzip (Gott) und zum anderen das Wirkungsprinzip. Gott ist die
Ursache allen Seins und Nichtseins, Luzifer das ausführende Prinzip der
materiellen Manifestation«, erklärte sie. »Dieses Manifestationsprinzip oder
auch Schöpfungsprinzip bringt die diametralen Kräfte und auch
Personifizierungen hervor. So lange diese Personifizierungen in ihrer
Eigenart verharren, kann das Schöpfungswirken störungsfrei ablaufen.
Sobald diese Kräfte und Wesenheiten aufeinander einwirken, entsteht die
Bewusstheit der Getrenntheit – die davon betroffenen
Menschenschöpfungen fallen in ein Beurteilen. Irgendwann ist dieses so
ausgereizt, dass es entweder zu einem Amoklauf beider Parteien kommt
oder zu einem Versuch inhaltlichen Austausches. Ihr Erdenmenschen
befindet euch selbst innerhalb dieser Kriterien, die sich immer stetiger
aufschaukeln bis zu einem gewissen Knackpunkt. Das Kräfteverhältnis
stand viele Jahrhunderte zugunsten der Kollektiven. Seit einiger Zeit steht
es fast 50:50, so dass die Tendenz zum Amoklauf immer geringer wird.«

Sie blickte mich freundlich an und fuhr fort: »So, wie einige von euch
Kontakte zu uns Wedisch-Individuellen haben, haben einige Kontakte zu
den Kollektiven, die noch sporadisch auf der Erde verweilen, oder deren
Raumschiffe sich im Bereich der Erde aufhalten. Wenn ihr euch soweit
einigen könntet, eure Tendenzen ohne Eingriffe ineinander ausleben zu
können, würde das zu einem offenen Dialog führen können und es könnte
so etwas wie eine Koexistenz entstehen – bis sich eine Partei entschließt,
die andere für immer in Frieden zu lassen und von der Erde geht. Wie auch
immer diese Entscheidung ausgehen mag, wird dann die Erde wieder
wedisch sein oder es wird sich ein Kollektiv hier ausbreiten. Wir gehen
davon aus, die Erde wird sich nicht als Kollektivplanet bezwingen lassen,
weil ihre Energetik wedisch gepolt ist – sie arbeitet also dem Kollektiven
entgegen. Die Erde wurde von Weden gestaltet, belebt und aufgebaut und
besitzt ihre Energie.«

Ein weiteres Thema lag mir auf dem Herzen: »Was hat es mit dem Gold auf
sich?«

»Gold an sich hat überhaupt keinen Wert. Es ist ein Stoff wie jeder andere
auf diesem Planeten. Für euch Menschen kommt es nur auf das verfügbare
Gold innerhalb eurer Nahrung an«, folgerte Ulluer, »und das wird künstlich
verknappt. Klar, eure Goldreserven, auf denen einmal der Wert des Geldes
beruhte, sind teilweise in den Besitz Außerirdischer geflossen, genauso, wie
auch viele andere Rohstoffe, die sie euch entzogen haben. Und das schadet
dem abbauenden Prinzip von Mutter Erde. Doch viel wichtiger sollte euch
sein, auf den Mineralstoffentzug in eurer Nahrung zu achten, denn das ist
wesentlich gravierender. Und es nützt euch auch nichts, irgendwelche
anorganischen Mineralien zusätzlich zu eurer Nahrung aufzunehmen, denn
die sind nicht wirklich für euren Körper verfügbar. Ihr könnt dem
entgegenwirken, wenn ihr euch wieder auf eine ursprüngliche Nahrung
besinnt, mit Früchten und Gemüse, die noch nicht zu stark verändert
wurden und auf einem Boden wachsen, der entsprechend mineralstoffhaltig
ist. Ausgelaugte Böden helfen da nichts. Besinnt euch wieder auf die
Wildkräuter und tut alles, um eure Böden wieder mit Mineralien
anzureichern.

Zu dem Thema Gold gibt es bei euch sehr viele Verwirrtaktiken, die euch
auf Trab halten sollen. Es kursieren eine Unmenge an Interpretationen um
das Gold, die du getrost abhaken kannst. Klar, wer sich einmal in eine
Interpretation verbissen hat, wird sie auch vehement verteidigen. Wer
seinen Standpunkt beharrlich verteidigt, will keine Wahrheit darüber
wissen, er verteidigt seine Sicht wie ein Kranker, der seine vom Arzt
verordnete Chemie verteidigt, um nur ja krank zu bleiben. Dogmatiker sind
bei euch in der Mehrzahl. Das trifft leider auch auf gewisse Menschen
innerhalb der Anastasia-Bewegung zu, die das Wedische nicht individuell,
sondern kollektiv durchsetzen wollen. In der Heilslehre nennt man das
schizophrene Konstellation.«
»Man wirft mir vor, ihr würdet immer nur beurteilen und ich übernähme
dies. Deine Aussage eben würde zum Beispiel als negative Beurteilung
dargestellt.«

»Neutralität bedeutet ja nicht, für eine wahnwitzige Annahme Stellung zu


beziehen«, lachte Mordechai, »und natürlich sind neutrale Entscheidungen
für keine festgefahrene Seite sonderlich hilfreich. Absolute Neutralität ist
keinem körperlichen Wesen möglich, denn innerhalb der Materie wirken
nun mal tendenziöse Energien. Ein in sich klarer Mensch weiß das. Und
wer das kritisiert, begeht selber Beurteilungen. Wir bewerten natürlich nach
unseren persönlichen Werten.«

»Manche von euch stellen uns Fragen, als wären wir allwissend«, konterte
Ulluer. »Wären wir das, könntet ihr keine Antwort im Ansatz begreifen,
denn Allwissen ist für physische Verhältnisse nicht nachvollziehbar. Das
Allwissen kennt keine Fragen und Antworten – es ist einfach.«

»Ich begreife das so, dass ich als Mensch ein Recht besitze, mich für meine
Ideale – Frieden, Liebe und ein freies Miteinander – einzusetzen«, sinnierte
ich, »und frei zu entscheiden, mich richtungsweisend meiner Ideale auch zu
bedienen.«

»Natürlich«, nickte Ulluer, »solange du damit nicht Andersdenkende


angreifst oder laufend kritisierst – wenn du deine Sicht nicht als das
Nonplusultra darstellst. Derzeit sehe ich, ihr seid dabei, allseits einen
Konsens zu finden – das ist klüger als konstant nur danach zu suchen.«

Er grinste voller Humor und fuhr fort: »Wie du mal so treffend sagtest:
›Beim Suchen sollte man sich das Finden gleichzeitig vorstellen, ansonsten
geht man auf kein Ziel zu.‹ Ein diesbezügliches Denken lässt sich in der Tat
nicht bei so vielen Menschen finden, weil sie oftmals ihrem eigenen
Denken misstrauen.«

»Möglicherweise bezweifelst du jetzt auch meine Worte, wenn ich dir


mitteile, dass eure Blickrichtung zum Weltgeschehen viel zu hoch bewertet
wird«, folgerte Mordechai. »Nicht mal 10 % dessen, worüber eure Medien
und Plattformbetreiber im Internet berichten, geht in die Manifestation.
Viele zeitgeistige Spekulationen über Supertechniken, Versklavungspläne,
und Apokalypsedarstellungen sind schlichte Erfindungen eurer
manipulativen Geldfamilien des schwarzen Adels. Alle
Wissenschaftssendungen im TV und ein großer Teil der Plattformen im
Internet sind bezahlte Foren, um die Menschen weiterhin klein zu halten
und einzuschüchtern. Das ist Fakt und weise Bewertung. Streicht von allem,
was ihr im Internet lest und hört 90 % als Propaganda. Es ist doch sehr
einfach einen Menschen durch das Aufzeigen seiner Mächtigkeit, die man
eigentlich nicht hat, davon abzuhalten in seine Schöpferkraft zu gelangen.
Jedes Tier stellt sich vor seinen Feinden mächtiger dar als es ist und auch
ihr fallt auf solche Tricks herein.«

»Jetzt habe ich mal eine Frage an euch«, lächelte Ulluer. »Warum
vernehmen und spüren viele Menschen in ländlichen Gebieten nicht die
Angst, wie sie in den Städten auftritt? Und warum sind Menschen auf den
Landsitzen noch weniger davon betroffen, wenn doch alles global
gleichzeitig passiert? Warum sind wedisch tendierende Menschen
gelassener und finden selbst dem Negativen etwas Positives abzugewinnen?
Warum regen sich kollektiv aspektierte Menschen darüber stärker auf? Die
Antwort eilt nicht – denkt erst einmal ausführlich darüber nach.«

Zum Spazierengehen war es heute zu kühl und regnerisch, so dass ich


ausfuhr.

Leider konnte ich Starsa nicht treffen, da er mehrere Tage in Madras


verweilte, wo er an einem oberirdischen Schamanentreffen teilnahm. Auch
Ragnar war nicht da – er schien unterwegs zu sein – beim Freien.

*
27. Und noch mal die Zwölf
12.07.2008 – Gespräch mit Eugen

Eugen sprach mit Alf bei dem Treffen über die Darstellung von Innererde,
dass die Runde der Apostel Jesus alle 12 Charaktere enthielt – wobei Petrus
nicht wirklich gefestigt war, so dass es scheiterte.

Die ganzen Verwicklungen innerhalb unser aller Inkarnationen seien


eigentlich recht einfach zu entwirren, wenn wir es wirklich wollen, erklärte
mir Eugen.

»Die energetische Macht der 12 Charaktere ist jedoch nur unter


Einbeziehung des 13. Charakters, des Christosgeistes, fruchtbar zu
manifestieren«, folgerte er. »Nun, was ist der Christosgeist? Es ist meiner
Ansicht nach das Harmonie-Äon, das absolute Ausgleichsprinzip, ohne das
die 12 Charaktere zu keiner wesentlichen Initiation finden. Die wedische
Feldebene liegt in der tiefen Erkenntnis, nur innerhalb des Christosgeistes
die Verknüpfung zu schaffen. So lange auch nur einer unter den Zwölfen
zweifelt oder eine irgendwie geartete Lehr- und Führungsposition
beansprucht, stört dies den Fluss hin zur gemeinschaftlichen Zündung.
Selbst wenn bereits Initiierte darunter sind, werden diese nur bedingt
agieren können. Im Morphofeld findet sich derzeit auch das, was in vielen
alten Weisheitsschriften als Verführung und Teilung der Gesalbten
bezeichnet wird: Wenn zwei auf dem gleichen Feld stehen, wird einer
angenommen und einer abgewiesen. Das bedeutet, der Eine widersteht der
Versuchung, der Andere verfällt ihr. Und eine große Versuchung ist die
Selbstüberschätzung. Eine andere das willentliche Bedürfnis zu führen um
jeden Preis. Doch Versuchungen sind ein Auf-die-Probe-Stellen des eigenen
Willens, der noch nicht bereit ist, sich dem Gesamten gleichgestellt
einzugeben. Entweder Überheblichkeit oder Minderwertigkeitsdenken sind
meist der Grund. Das kann man jedoch in einer Gemeinschaftsarbeit lösen
und das setzt kompromisslose Ehrlichkeit voraus und nicht eine völlig
verdrehte Sicht von Ehre.«
»Nun, wir haben noch alle unsere Handicaps«, warf ich ein. »Und vielfach
werden die Zwölf fälschlicherweise mit den zwölf Aposteln gleichgestellt.
Darin liegt ebenfalls ein Trugschluss.«

»Die zwölf Apostel der Bibel sind auch nicht die Wahren. Nur einige waren
es und das hat Jesus in seiner Christusenergie auch erkannt«, konstatierte
Eugen. »Die Kirche schnitt die Frauen raus und ersetzte deren Namen, wo
es nötig war, durch männliche Personen aus der Ersatzliga. Das heißt, man
nahm einfach willkürlich Namen aus den Reihen der Anhänger der
Christuslehre – die ja eigentlich eine urwedische Reformation beinhaltet –
und teilte somit die echte Zwölferenergie, die aus zwölf Männern und zwölf
Weibern bestand, um sie für künftige Zeiten unter Verschluss zu halten. Die
wahren Zwölf kann man jedoch nicht unter Verschluss halten. Wie lässt sich
auch ein Prinzip verschließen? Man kann es leugnen, stören und erschüttern
– nie jedoch vernichten!«

»Wobei es völlig egal ist, wo und wie sich die Zwölf wieder
zusammenfinden«, sinnierte ich. »Das kann niemand wirklich koordinieren,
außer der Christus- oder wedischen Energie. Man kann nur dazu beitragen,
alle Menschen zu stärken, die in sich diese Christusenergie wieder spüren,
um ein kompromissloses wedisches Miteinander aufzubauen. So werden
diese Zwölf in vielfachem Umfange wieder auferstehen.«

»Genau«, nickte Eugen angeregt, »und diese Arbeit ist umfangreich genug,
dass es an die Substanz geht. Und nun zu den wiederkehrenden Zwölfen aus
deiner Templerzeit: Es ist nicht einmal nötig, dass alle Auge in Auge wieder
auferstehen – es reicht eine Reihumsicht. Das heißt, wenn zwei bis drei sich
angesehen und erkannt haben, können diese unabhängig voneinander mit
anderen auf feinstofflicher Ebene in Kontakt gelangen. Sie werden sich auf
der feinstofflichen Ebene treffen. Sie müssen nicht einmal etwas
voneinander wissen. Vor allem denke daran: Die Zwölf sind ja letztendlich
immer 24 Menschen! Das sind zwölf Männer und zwölf Frauen. Ein Mann
der gleichen Grundenergie und eine Frau der gleichen Grundenergie sind
Eins mit zwei Polen. Alles in mir sagt, dass die heutige Zusammenkunft auf
der feinstofflichen Ebene stattfinden wird.«

»Du meinst, das passiert einfach, ohne dass wir dazu etwas Bestimmtes
beitragen?«
»Ja, Alf – das meine ich nicht nur, das weiß ich, weil ich es dir entnehme.
Ich kann nicht einmal sagen, was mich da so sicher macht. Das ist so, wie
wenn du Ulluers Worte übermittelst, die anderen sie über dich vernehmen
und aus irgendeinem Grunde intuitiv wissen, dass dieses Gespräch mit
Ulluer, so wie du es beschreibst, stattgefunden hat. Es ist diese Energetik,
die uns allen bekannt ist, die wir als prinzipiell und wahrhaftig erkennen
und darum wissen.«

»Derzeit läuft da einiges ab, das sich durch die Schwarze Sonne im
Mittelalter und zu Zeiten des Dritten Reiches festgefressen hat«, warf ich
ein. »Jedes Bemühen aus diesem Loch herauszukommen scheiterte bisher
an der Unlust, Inkarnationen, die in diesem Zeitraum stattfanden,
auszuleuchten und dabei ihre dunklen Seiten in allen Bereichen zu
erkennen. Dass die Schwarze Sonne ein altägyptisches Symbol ist, welches
Echnaton als Sonnensymbol aufgebracht hat, um der Menschheit damit zu
zeigen, dass die galaktische Zentralsonne Lebensspender und
Schöpfungsenergie für die Milchstraße ist, wird einfach übersehen. Das
Erkennen der damaligen, heute wieder inkarnierten Beteiligten, dass man
diese Symbolik benutzt hat, um ganz andere Dinge durchzusetzen, ist sicher
für den Einzelnen nicht einfach.«

»Ja, diese Menschen haben da ganz bestimmt noch ihre Themen«, nickte er.
»Dazu gehört das Erkennen, dass man damals versagt hat und nicht etwas
gut reden kann, was nicht wirklich gut war. Daraus ergibt sich doch die
große Chance, im Jetzt, außerhalb des Systems die rechte Drehung zu
finden. Du hast alles probiert, es M. und auch anderen Beteiligten zu
vermitteln, aber bisher leider ohne Erfolg.«

»Eugen, das ist auch nicht meine Aufgabe. Jeder muss bei sich selber diese
Dinge finden und daran arbeiten.«

»Richtig, loslassen – gehenlassen –, denn man kann keinen missionieren!«,


nickte er.

Ich fragte Eugen, warum er mit mir so offen und locker über alle möglichen
Dinge sprechen kann, ohne seine autistischen Sequenzen, die er bei anderen
hat.
»Ich spüre bei dir einen seelischen Gleichklang, lieber Alf«, blickte er mich
kurz, aber liebevoll an. »Tiefe Wertschätzung und die Achtung all deiner
Charakterzüge lässt mich offener reagieren. In diesen Momenten gibt es für
mich nur lichte Einheit.«

In den weiteren Gesprächen fanden wir heraus, dass unser Umgang nichts
Besonderes sei, vielmehr ein natürlicher Umgang miteinander, der in
wedischen Zeiten Normalität war und künftig wieder sein sollte. Es gehe
um die Erkenntnis aller unserer Anlagen, die keine Egobestätigung
benötigen.

»Ich bin während des Umgangs mit dir kein Autist mehr. Das ist dann wie
weggeblasen«, folgerte Eugen. »Aber sobald jemand anderes dabei ist, zieht
sich eine Nebelwand vor mein Empfinden, mein Denken und Sprechen.
Vielleicht hast du ja ebenfalls autistische Züge.«

»Und die wären?«

»Du machst zu, wenn jemand gegen die Menschlichkeit verstößt, wenn sich
jemand willentlich in einen konstruierten Widerspruch ergeht und sich
daran bewusst ergötzt«, konterte Eugen. »Die meisten Menschen können
kaum noch etwas anderes, als zu provozieren – das ist eine Sucht. Sie sind
gar nicht wirklich an Antworten interessiert., sondern nur daran, Antworten
auf ihre Störungen einzuprogrammieren. Deshalb reagierst du in solchen
Fällen und Situationen mit der Schließung deiner Chakren.«

»Und das ist Autismus?«

»Ein Teil davon, ja«, nickte Eugen. »Für mich hat Autismus auch mit
Authentizität zu tun. Ein autistischer Mensch muss in dieser Welt der
Irrtümer und Verdrehungen um die Wahrung seines Seins bangen. Der Eine
kann es mittels exzessiven Abenteuern kompensieren, der Andere, indem er
sich zurückzieht und sich bis in die tiefsten Tiefen selbst erforscht. Beides
wird als Extremismus in unserer heutigen zeitgeistigen Welt betrachtet –
obwohl es genau diese Faktoren sind, die uns vor dem Massenblödsinn
bewahren.«
Er nickte mich an und fuhr angeregt fort: »Du hast deine Authentizität in
jungen Jahren ausgelebt, warst oft im Ausland, in der kanadischen Wildnis,
in Krisengebieten und hast alles souverän gemeistert. Ich war da verkapselt.
Jetzt gehe ich los im September und öffne mich für diese Form der
Ausheilung. Du begreifst mich sehr gut, das weiß ich. Du wurdest schon in
frühen Jahren in eine offene Authentizität gezogen, deshalb kannst du auch
heute alle Charaktere im Kern anfassen. Ob andere das wollen oder nicht,
du weißt, was Sache ist, und dass es keine Geheimnisse untereinander gibt,
weil du sie alle erlebt hast und sie kennst. Jetzt gehe ich los – und meine
Frau und meine Kinder können es begreifen.«

»Ganz so einfach ist das nicht, Eugen. Du wirst auf Situationen treffen, wo
dir das große Elend kommt«, warf ich ein, »wo du dich fragst, ob das der
Sinn deines Lebens sein kann.«

»Schon gut, mein Freund. Ich weiß all das. Und du weißt, dass ich es
weiß«, grinste er. »In dir schwingt gerade ein Gefühl, du würdest am
liebsten mitmachen. Ich spüre das.«

Ich musste lachen – er hatte so recht.

»Mein Willi ist der Meinung, so etwas gerne nochmal mit einem
Wesensfreund durchzuziehen«, lachte ich. »Aber ehrlich gesagt, ich
brauche keine Wiederholung.«

»Ich würde dich auch gar nicht dabei haben wollen«, grinste er. »Ich muss
selbst die Erfahrungen in Krisensituationen machen, die du mir umschiffen
würdest, anhand deiner durchlebten Erfahrungen.«

»Tja, dann meistere dich selbst«, nickte ich etwas wehmütig.

»Bitte nicht diesen Neidhammelblick«, stieß er mich ans Schienbein. »Du


hast anderes zu tun.«

Wir kamen nach einem kurzen Spaziergang durch den Regen nochmals auf
die Blutlinier zu sprechen, was wohl ein zweischneidiges Thema ist.
»Jetzt ist es wieder möglich, die Blutlinien anzusprechen, aber selbst unter
denen herrscht noch eine Art der Mystifizierung«, warf Eugen ein. »Die
Verstrickungen aus Mythologie und mystischen Verklärungen ist noch
ziemlich vordergründig. Um da zu einem natürlichen und logischen
Konsens zu gelangen, erfordert es ein offenes Nachforschen aller
Beteiligten und auch Nichtbeteiligten. Wir müssen ja auch die
Nichtbeteiligten einbeziehen, die sich wider besseren Wissens als
ausgeklammert sehen könnten. Wir müssen allen Menschen klarmachen,
dass jeder Mensch an jeder Stelle, in jeder Konstellation wichtig ist, sonst
gäbe es ihn nicht. Und wir dürfen uns auf die wedische Energie stützen, die
in vielen von uns längst schwingt.«

»Wenn da nicht immer wieder die Egos austicken würden«, warf ich ein.

»Naja, wenigstens reagieren sie. Es könnte schlimmer sein, wenn keine


Reaktion mehr kommt«, konterte er.

Tja, ich bin zwar mit fast allen von Eugens Aussagen einverstanden. Nur
was die Egomanie anbetrifft, kann ich damit nicht so gelassen umgehen. Ich
empfinde egomanisches Verhalten einfach als eine offensichtliche Frechheit
und bewusste Provokation.

*
28. Schwarzer Adel
17.07.2018 Einfahrt – Gespräch mit Starsa, Mordechai, Ulluer und einigen
anderen Kontaktlern

»Unser reptiloides Erbe müssen wir unterscheiden zwischen irdischer und


außerirdischer Genetik«, erklärte Starsa. »Auf vielen Planeten wie der Erde
entwickeln sich zwei Spezies zu Bewusstseinsträgern. Jede dieser Spezies
ist geschaffen, um das kosmische Bewusstsein zu fassen. Oft entsteht aus
beiden Spezies auch eine neue. Wir bezeichnen diese für die Erstellung
menschlicher Körper autorisierten Wesen, die nichts anderes tun, als das
Urbildnis des Schöpfergeistes immer weiter zu verfeinern, als Kreatoren. Es
handelt sich hierbei sowohl um strikte Befolger der Schöpferidee, als auch
um eigensüchtige Kreatoren, die unautorisierte Kreationen schufen. Diese
beiden Gruppierungen bezeichnet ihr in euren Schriften als Schöpferengel
und gefallene Engel.

Auf vielen Planeten leben Reptos und Sapiens noch immer in Eintracht
sowie auch Mischlinge aus beiden Spezies, die im Wesen friedliebend, aber
auch mutig genug sind, beide Spezies zu schützen. Wir sagen zu diesen
Mischlingen spaßeshalber Saptos. Sie sind für viele Planeten die Norm und
Homo sapiens, Reptos und deren Mischlinge gelten auf ihren Planeten als
die dort ansässigen Blutlinien.

Nun gibt es auch Mischlinge zwischen generell asurischen Reptos und


kollektiven Sapiens, die eigene Blutlinien bilden. Wir bezeichnen diese als
schwarzen Adel. Ihre Aufgabe ist es hier, die Erdenbevölkerung zu
beherrschen. Durch pervertierte Kreuzungen ist aus dem schwarzen Adel
ein perverser Haufen degenerierter Mischlinge geworden, die gar nicht
mehr daran denken, eure Befreiungsbemühungen auch nur im Ansatz
zuzulassen. Das passiert immer dann, wenn sich der beherrschende
schwarze Adel auf eroberten Planeten irgendwann nur noch durch Inzucht
erhalten möchte. So ist der derzeitige Status quo auf der Erde.«
»Nun beginnt das große Rätselraten, ob die Darstellung des Nichtbewertens
auch dieser Tatsachen, nicht wieder eine neue Prüfung für uns darstellt –
hm«, warf Dorje ein. »Und so können die degenerierten Herrschaften
ungehindert mit der globalen Verblödung weitermachen.«

»So ist es nicht«, winkte Starsa lächelnd ab. »Es geht darum, dass ihr
durchschaut, woher der Wind des Nichtwertens weht; wer diese Philosophie
aufgebracht hat und seit vielen Jahrhunderten weltweit vertreibt.«

Starsa und Mordechai zeigten uns eine kurze Zusammenfassung in Form


eines Hologramms, welche Religionen und Philosophien begannen den
Menschen zu vermitteln, sie hätten vor Gott nicht das Recht zu bewerten,
was für sie gut und was für sie schlecht sei, denn alles sei Gottes Wille.

»Ein gesunder Menschenverstand, in dem eine heile Geistseele agiert, wird


feststellen können, dass der Mensch sehr wohl unterscheiden darf – ja sogar
muss, wenn es um den Erhalt göttlich beseelter Menschenkinder geht«,
führte Mordechai weiter. »Wer seine Entscheidungsfähigkeit aufgibt, gibt
damit auch seine göttliche Herkunft auf. Es wird ihm dann lediglich noch
ein animalischer Instinkt zugestanden, der über viele Generationen zu einer
derartigen Degeneration führt, so dass sich ein gehöriger Menschenteil in
der Tat zu tierischem Verhalten zurück entwickelt. Diese Population ist
dann leicht zu lenken: vom Tier, wie es in der Bibel beschrieben steht.«

»Das Tier bilden also degenerierte Menschen im Kollektiv – es ist eine


Energetik, mit der der schwarze Adel agiert«, warf ich sinnierend ein.

Nun sprach auch Ulluer: »Nicht Luzifer ist der Initiator dessen, sondern
eine sich daraus entwickelte Energie, die ihr satanisch nennt. Die
Aufspaltung in Gut und Böse kam vor Urzeiten schon aus den Reihen der
ersten degenerierten Priesterschaften, wie sie zum Beispiel Aaron
symbolisiert und die dazugehörigen Patriarchen, deren Herkunft sehr genau
über Inzuchtverfahren über viele Generationen zu eruieren ist.«

So sei es ja auch kein Geheimnis, wenn man sich mal die Stammbäume der
heutigen Weltwirtschaftsfamilien, der Politiker und Finanzgrößen anschaut.
Man wird schon im Mittelalter die Verdrängung der echten irdischen
Blutlinien durch solche Herrschaftsstrukturen finden, die seit über 1.700
Jahren nun fest im Degenerationssattel sitzen.21

»Es gibt noch Ausnahmen –, aber nicht mehr in den USA, Israel, China und
einem Großteil von Europa«, konstatierte Ulluer. »Doch diese Systematik
ist schwer am Wanken, weil immer mehr Menschen sie langsam zu
durchschauen beginnen. Der echte Adel (edele) sind die ursprünglichen
irdischen Blutlinier und diese werden sich dessen immer bewusster.
Degeneration kann nicht überdauern – das lehrt uns die kosmische
Geschichte um Werden und Vergehen. Nur die reine Schöpfung besitzt auch
die Genetik von Dauer und wahrer Liebe zum Schöpfer.«

»So wie wir viele unserer Inkarnationen entschleiern können«, warf der
australische Baron ein, »und immer mehr Erkenntnisse über die nur noch
wenigen wahrhaftig ursprünglichen Erdenmenschen zutage treten.«

»Es sind alle Erdenmenschen ursprünglich«, widersprach Starsa sofort.


»Nur die meisten von ihnen haben ihren Ursprung der Einfachheit halber
ignoriert oder abgelehnt, um sich nicht mehr entscheiden zu müssen. Lieber
vegetieren sie instinktiv dahin als ein intuitiv-göttliches Dasein für sich zu
nehmen, mal abgesehen von den Degenerierten namens schwarzer Adel, die
nur 0,001 Promille ausmachen.«

»Kann man die denn nicht einer Vollrasur unterziehen?«, fauchte Dorje.

»Deine Vollrasur kenne ich – da fehlt anschließend der Kopf«, konterte ich
grinsend.

»Früher warst du weniger bekümmert um diese Köpfe«, zischte sie mich


blitzend an.

»Da war ich noch barbarischer«, erwiderte ich mit Kussmund.

Starsa hatte seine liebe Mühe, das entspannende Lachen und Grölen unter
Kontrolle zu bringen – wir waren plötzlich wie alberne kleine Kinder.

Nach einer Pause fuhren Starsa und Ulluer mit dem Sachunterricht fort.
»Das Repto- und Sapienserbe in euch macht euch zu Menschen, die sowohl
äußerst gelassen als auch sehr reaktionsschnell auftreten können«,
konstatierte Ulluer. »Wenn ihr das über eure Inkarnationsebenen besser in
den Griff bekommt, werdet ihr stärker in allem. Interessant für euch wären
reptiloide Inkarnationserinnerungen, denn die können euch Aufschluss in
prähistorische Ereignisse bringen und mit Sicherheit ein besseres
Verständnis für ein gelassenes Reaktionsvermögen in Krisensituationen.«

»Ich kann euch hier und jetzt persönlich darauf einstimmen, wie jeder
Einzelne von euch wenigstens in ein Reptoleben reingleiten kann«, folgerte
Starsa. »Bei einigen von euch findet bereits über den Hypothalamus eine
Einschwingung ins Reptoerbe statt. Aber es ist die Angst, die euch schier
bewusstlos umfallen lässt und euch davon abhält, sich das anzuschauen.
Oder glaubt ihr etwa, dass ihr in unendlich vielen Inkarnationen
ausschließlich Sapiens wart? Der Repto existierte lange vor dem Homo
sapiens. Der Einblick in eine reptiloide Mentalität ist wie ein Eintritt in eine
andere Dimension. Er muss über das Stammhirn erfolgen und nicht über
das Großhirn.«

Starsa nahm uns nun einzeln beiseite und vollzog jeweils ein urpersönliches
Ritual, das – wie er sagte – alsbald dafür sorgen kann, über Visionen ins
Reptoerbe zu blicken. Ich solle mir diese Visionen erst mal einige Zeit
genau betrachten, um einen klaren Überblick der reptiloiden Mentalitäten
zu gewinnen. Erst wenn ich diese in ihren Grundzügen begreife und sie in
mir spüre, soll ich dorthin mal meine Kundalinienergie fließen lassen.

»Nicht zünden, fließen lassen«, wiederholte er ernst, »Sapiens zünden –


Reptos fließen.«

Er grinste plötzlich breit und gackerte belustigt: »Und Saptos fließen


zündend.«

Dorje musste weg. Sie müsse leider ihren Alltäglichkeiten nachkommen,


was ihr derzeit nicht so leicht fiele, verabschiedete sie sich von uns.

»Wir beide telefonieren«, drückte sie mir ihren Daumen an die Stirn. »Grüß
dein Weib von mir. Auf dein Forum komme ich nicht, das liegt wohl an
unserem mongolischen miserablen Internetzugang. Aber eine E-Mail
müsste ankommen...«, und weg war sie.

»Extremes Weib«, entfuhr es mir., »aber ich mag sie. «

»Jeder von euch ist eigen«, lächelte Ulluer, »“Dorje eben etwas mehr.
Trotzdem ist sie in der Mongolei der größte Initiator der wedischen Reform.
Und sie liebt ihr Tun über alles.«

»Ihr Parfüm ist ätzend«, rümpfte der Baron seine Nase.

»Das ist kein Parfüm, sondern der Geruch der Nomaden in der Steppe. Ihre
Eltern sind Nomaden und jedes Mal, wenn sie von dort kommt, riecht sie
so.«

»Sie riecht doch gut«, warf Starsa irritiert ein.

»Für Reptonasen sicher«, grinste der Baron.

»Geht erst mal in eure Reptoinkarnationen«, winkte Starsa barsch ab. »Und
dein Rasierwasser riecht für mich wie mein Otter in der Brunftzeit«,
richtete er seinen Blick auf den Baron.

Das war es mal wieder – das liebevolle Geplänkel zweier unterschiedlicher


Rassen, die sich im Grunde mögen. Alleine, wenn wir uns betrachten,
empfinden wir Freude, dass es uns gibt, und dass unsere Geschwisterschaft
nicht zu zerstören ist.

Es war für heute alles gesagt und wir gingen zu unseren Ausfahrtportalen.
Ich kenne die meisten Kontaktler nur vom Sehen und ein paar wenige
näher.

21 Es gibt inzwischen Darstellungen im Internet, dass der schwarze Adel


auf der Merowingernachfolge fußt. Das ist nicht richtig. Die Merowinger
waren Nachkommen der Kinder, die Jesus mit Maria Magdalena hatte und
beide gehörten den urirdischen Blutlinien an. Also waren die Merowinger
irdische Blutlinier. Sie waren noch echter Adel (Adel bedeutete im
Ursprung Edle) und hatten noch alle Fähigkeiten der Weden.
29. Zweite Erde
10.08.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mara und Ulluer

»Was wisst ihr oder Innererde über die „Neuntheit“? Eine Art Rat aus
verschiedenen Völkern, welcher insgesamt aus neun Mitgliedern besteht – 2
davon sollen Arkanier sein«, fragte ich Mara und Ulluer. »C. brachte das
Thema ins Thalus-Forum ein. Meine Antwort dazu lautete: ›Die wedischen
Zivilisationen haben in der Regel Zwölferräte. Ein Neunerrat kann meiner
Ansicht nach nur von den Kollektiven existieren‹.«

»Es gibt einen alten Rat, der sich Pesdjet nennt und die neun Schöpfergötter
der Erde symbolisiert – Atum, Tefnut, Nut, Geb, Schu, Osiris, Isis,
Nephthys und Seth. Darunter befinden sich die symbolischen Nachfahren,
die zwei außerirdische Berater haben, welche sich als die Erben von Re und
Horus bezeichnen. Es ist eine Gruppe von Menschen, die es sich zur
Aufgabe gemacht hat, die Erde wieder unter lichtasurische Herrschaft zu
stellen«, folgerte Mara, als ich ihr obige Darstellung, die ich im Internet
gefunden hatte, vorlegte. »Sie haben weniger mit Völkern zu tun, denn sie
unterscheiden nur in Religionsblöcken, die sie für tauglich oder untauglich
zur großen Lichtreform bewerten. Demnach sind das Christentum, der
Islam und der Schamanismus untauglich für diese Reform – man muss die
Menschen, die diesen Religionen anhängen entweder umerziehen oder
beseitigen. Obiger Gruppe gehören weltweit etwa 30.000 Mitglieder an.
Und wie es sich für euch Oberirdische gehört, gibt es eine zweite Gruppe
als Gegengewicht, die sich Ennea Celta nennt.«

Ulluer fuhr fort: »Die Ennea Celta haben etwas über 10.000 Mitglieder. Es
gibt fünf Umfasser (Großmeister) – für die fünf erfassbaren Dimensionen
und vier Richter, die die vier Himmelsrichtungen symbolisieren. Sie wollen
die lichtasurische Reformation verhindern und agieren sowohl magisch als
auch schamanisch dagegen. Beide Gruppierungen sind von sich überzeugt –
doch sie besitzen nicht die Kraft, das Wedische zu begreifen oder gar zu
dämpfen.«
Er grinste kopfschüttelnd: »Bei euch gibt es Hunderte solcher oder
ähnlicher Orden, Logen und Gruppen, die für sich den Absolutismus
beanspruchen. Letztlich arbeiten sie unbewusst am Wedischen mit, weil sie
Symboliken benutzen, die in ihrem Kern das Wedische beinhalten.
Sämtliche ägyptische, griechische, germanische, indische und indianische
Symbole sind Schlüsselsymbole jener letzten Weden-Klingsoren, die sie
bewusst den folgenden Systematiken übereignet haben. Man kann also
sagen, man hat den Gegner von innen heraus so manipuliert, dass er eines
fernen Tages diese Symboliken benutzt, um sich vor aller Welt zu
profilieren. Die Zeit ist jetzt – und somit lebt das Wedische selbst durch
solche Gruppen wieder auf. Das war damals eine sehr gerissene Tat der
Klingsoren.«

»Im Grunde können wir uns zurücklehnen und abwarten«, lachte ich
begreifend.

»Viele Wissende tun das bereits«, schmunzelte Mara, »und immer mehr
vom Wedischen Ergriffene tendieren bereits dazu. Sie arbeiten an sich und
ihrem Umfeld und wissen, der Rest kommt fast wie von selbst.«

Wir unternahmen einen längeren Spaziergang. Nach dem Spaziergang


setzte ich mich erst einmal hin und notierte aus dem Gedächtnis.

Sich vorbereiten auf mögliche Versorgungsengpässe in schwierigen Zeiten


sei zwar nicht schlecht, aber wir sollten uns vor allem darauf konzentrieren,
wieder zu erlernen, was uns die Natur alles an Nahrung schenkt. Sich im
Winter einen kleinen Vorrat an Getreide und Lagergemüsen zuzulegen, sei
immer angebracht.

Es wird von dunkler Seite auf die Apokalypse hingearbeitet, jedoch wird sie
nicht, wie fälschlich prophezeit, kommen. Es wird vielmehr ein
metaphysischer Kampf werden, worin die Menschen ihren psychologischen
und spirituellen Kreuzwegkampf austragen werden.

Mara und Ulluer wiesen mich darauf hin, dass das 144.000-Prinzip22 erfüllt
sei und es selbst durch einen Tod vieler dieser Grundseelenträger nicht
mehr zu stoppen sei. Es könnten sogar alle 144.000 Grundseelenträger
sterben – es würde nichts mehr daran ändern, dass die Erfüllung zum
wedischen Äoneneintritt vollendet ist. Das liege daran, dass durch die
144.000 Schöpferwesen das Morphofeld entsprechend angereichert ist.

»So makaber es sich wahrscheinlich für dich anhören muss, selbst, wenn
wir und die gesamte Innererde, sowie Obererde kurzzeitig physisch fallen
würden, werden wir alle hier sofort wiedergeboren«, folgerte Mara. »Ihr
vergesst immer wieder die Tatsache der zweiten Erde, die für alle Fälle
vorbereitet ist. Und die Portale dorthin sind für Menschen, deren
Schwingung passt, weit offen.«

»Euer Kampfeswille ist lediglich noch ein uralter genetischer Reflex«, fuhr
Ulluer fort. »Er ist dennoch perfekt konzipiert, um potenzielle Feinde der 2.
Erde in die Irre zu führen, denn wer Kampfwillen aufweist, zeigt seinen
Verteidigungswillen durch seinen ganzen Einsatz diese Erde zu verteidigen.
Dieser Wille ist bei allen A auch nicht zu unterdrücken. Selbst wenn alle A
um die 2. Erde wissen, sie werden bei Bedarf kämpfen und nicht im
gesättigten Wissen um die 2. Erde stillsitzen. Kein A würde Mutter Erde ins
zerstörerische Chaos fallen lassen. Derzeit gehen wir jedoch davon aus,
dass es nicht einmal dazu kommen wird.«

»Tut sich etwas Wesentliches auf der Erde – mal abgesehen von den
derzeitigen Krisenherden?«

»Es braut sich was zusammen, ja«, nickte Ulluer. »Doch die allgemeine
Tendenz schwingt gegen den erneuten Absturz der irdischen Menschheit.
Jene, welche ihn wollen, haben nicht mehr lange die Kraft, ihn
durchzuziehen. Völker, die jetzt zum Krieg aufrufen, werden nach und nach
verwehen. Doch das wird ein langer Prozess bis die Einsicht zur Einigung
der Menschheit kommt. Und viele werden sie tatsächlich nicht erleben, weil
sie schwingungsmäßig die 2. Erde nicht erfassen können – sie sterben
schlicht aus. Die 2. Erde ist zeit- und schwingungsmäßig verschoben, autark
und von solchen Geschehnissen nicht mehr zu beeinträchtigen.«

Mara hatte wohl meine Gedanken gelesen und warf ein: »Jeder A und jeder
B, der sich aufgrund dessen selbst entleibt, wird nicht auf der 2. Erde
inkarnieren – er wird wieder in diesem Kontinuum inkarnieren – mit großer
Wahrscheinlichkeit auf einem anderen, der Schwingung entsprechenden
Planeten, denn die Energie der 1. Erde wird sich irgendwann auflösen.«

Ich musste lachen, denn ich hatte tatsächlich gerade darüber nachgedacht,
wie leicht es doch wäre, jetzt einfach zu gehen und nach der Änderung
wieder zu inkarnieren.

»Das Gesetz der Erfüllung seiner natürlichen Lebensspanne ist nicht mit
solchen Tricks zu umgehen«, puffte sie mich mit dem Ellenbogen in die
Seite. »Deine Gedankengänge sind manchmal ziemlich extrem.«

»Was mich noch interessiert – werden in dem ganzen Apokalypsegetue


auch Außerirdische präsent sein? Ich meine ganz besonders unsere
hinterlistigen Asurafreunde«, warf ich ein.

»Logisch«, lächelte Ulluer, »oder hast du geglaubt, die würden sich das
entgehen lassen? Sie verweilen zwar derzeit nicht mehr auf der Erde –
stehen jedoch in Verbindung mit gewissen Regierungen, die sie jederzeit
rufen können. Doch das ist unser Part. Denn wenn es tatsächlich so weit
kommen würde, dann wäre es ein Kampf ums Sonnensystem, wobei die
Erde der Haupthappen wäre. Du kennst doch die Legende der Göttersöhne
und ihre Zwietracht untereinander. Die einen wollen die Erdenmenschen
endgültig versklaven – die anderen endgültig befreien. Für euch gilt, sich
auf die 2. Erde konzentrieren – denn dort liegt euer künftiges Sein zur
kosmischen Gemeinschaft.«

»Wie ist denn die 2. Erde zu begreifen?«

»Sie ist im Hier und Jetzt – dennoch nur mit einer Mentalität der 5.
Dimension zu betreten«, folgerte Mara. »Ihr habt dieses Leben noch dafür,
die 5. Dimension begreifen zu lernen. Du siehst ja immer mal wieder
Bildfragmente davon – kleine Fetzen, die dir in dein Blickfeld geraten und
dich noch irritieren. Manche von euch sagen dazu Multidimensional-
Blickfeld, was die Tatsache ziemlich trifft. Du hast doch sicher schon oft
gelesen oder gehört, dass Menschen von hier auf jetzt verschwunden sind.
Diese haben das „Portal“ zur 2. Erde betreten und sind für alle
Vierdimensionalen eben in ein Nichts verschwunden. Und keiner von ihnen
will mehr zurück, nur dann, wenn er helfen will.«
»Und ihr schwingt ebenfalls darin«, konstatierte ich begreifend.

»Wir können diesen Wechsel jederzeit vollziehen – ja«, nickte Ulluer. »Das
hat nichts mit Übersinnlichkeit zu tun – nur mit einem klaren Begreifen und
Handhaben der Multidimensionalität menschlichen Daseins. Der Mensch
kann physisch bis in die 7. Dimension driften – erst in der 7. Dimension
beginnt das Feinstoffliche. Damit ist das Höherschwingen gemeint, von
dem die Mystiker über Jahrtausende sprachen und worin sich die erste und
die zweite Erde unterscheiden. Die Erde selbst schwingt seit unendlichen
Zeiten fünfdimensional – bis hoch zur 8. Dimension. Nur die Menschen
reduzierten sich auf die 3. und 4. Dimension. Und ihr schuft euch eine
künstliche Matrix, die euch seitdem in der 3./4. Dimension festhält.«

»Alle im 2.-Erde-Fakt lebenden Menschen überblicken das – sie sehen uns


auch jetzt hier sitzen und reden. Sie gehen in der Regel nicht mehr auf diese
Ebene ein«, folgerte Mara, »wie damals, als die Kollektivarmada kam und
die in den höheren Dimensionen lebenden Erdenmenschen sich auf die
Angekommenen heruntergeschwungen haben. Das Ende vom Lied kennst
du.«

»Das Wedische hat sich auf das Kollektivniveau abgebremst – wir wurden
aus dem Paradies geworfen«, nickte ich.

»Nicht geworfen – das ist eine Lüge. Ihr habt euch auf dieses Niveau
gewandet, zugedeckt, abgetrennt, selbst reduziert. Und keine Schlange war
daran schuld – kein Repto, kein Draco – nur die Faszination, die von den
vierdimensionalen Kollektiven ausging, hat euch verführt«, folgerte Mara,
»und sie wurden von euch verführt.«

»Von uns?«

»Ja, denn sie fanden euch einfach nur schön und begehrenswert. In ihrer
Habsucht (sie wollten euch besitzen) haben sie bei euch eine überhöhte
Begierde geweckt und sich mit euch vermischt«, konterte Ulluer lapidar.
»So entstand das von allen inszenierte Karmagesetz, welches es de facto
nicht wirklich gibt. Das haben euch viele Avatare wie Krishna, Buddha,
Jesus und Krishnamurti gesagt – ihr habt nur nicht hingehört. Und wieder
habt ihr Avatare unter euch, die euch lehren könnten, wenn ihr zuhören
wolltet. Anastasia gehört dazu und einige andere, die du kennst – ihr müsst
sie nur dazu autorisieren und hinhören.«

Das alles musste ich erst einmal mit meinem Ego abklären. Das, was ich
gerade erfahren hatte, haute mich schier aus den Socken und mir wurde
bewusst, dass es stimmt, was Ulluer da sagte. Dabei wurde mir auch meine
Rolle bewusst – eine Rolle, die ich seit Jahrtausenden erfüllen muss, und
die nicht sonderlich auf meinen Willi wirkt. Ich bin ein genetischer
Sammlerfreak unterschiedlicher Anderweltlereinflüsse – ein Brückenbauer
zwischen den Realitäten und ein Fußabtreter für Blöde.

»Im Moment möchtest du nichts mehr mit uns zu tun haben, hm?«, stupste
mich Mara vorsichtig an. »Du verkehrst mit uns, fährst nach Innererde ein
und aus wie andere mit dem Bus. Und was bekommst du dafür? Angriffe,
Gelächter und Neid – bis hin zu eurer Einsamkeit, die dich absonderlich
macht. Ja, ich weiß, wie es dir geht. Und nun musst du auch noch deinen
Gefährten im Oben sagen, dass ihr das alles selbst initiiert habt. Da kann
man schon mal austicken und um sich schlagen. Aber du hast dir das vor
Jahrtausenden zum Lebens- und Inkarnationsinhalt gemacht. Es war deine
freie Entscheidung. Ich möchte dir mal so sagen: Nur wenige von euch
würden es heute wissen, ob er sie A oder B sind, nur wenige würden derzeit
begreifen, was Sache ist, ohne das, was du heute tust. Dazu gehört Mut und
enorme Kraft es auch zu leben. Du hast sehr viel geschafft in den letzten
fünf Jahren – und wir lieben dich.«

Ulluer fasste meine Hand und es durchzuckten mich Bilder einer Welt
voller Frieden und Naturpracht. Es winkten mir Menschen zu und viele
streichelten mein Gesicht.

»Das war ein kurzer Einblick in die 2. Erde im Oben und im Hier und
Jetzt«, warf Ulluer ein. »Hättest du nicht die Gabe des Einblicks, hätte ich
sie dir nicht zeigen können. Du hast gesehen und erlebt aus dir selbst
heraus, ich war nur der Katalysator.«

Jetzt weinte ich, weil mir alles zu viel wurde. Und ich musste ausfahren.

*
22 Die 144.000 ist eine magische Zahl, die bedeutet, dass es 144.000
bewusster Schöpferwesen bedarf, um das dunkle System zu kippen und die
Erde zu verändern.
30. Ein Bann ist mächtig!
19.08.2008 – Gespräch mit Ulluer

Meine Frage bezüglich genetischer Veränderungen beantwortete Ulluer so:


»Natürlich findet eine genetische Veränderung statt –, wenn man es denn so
bezeichnen will. Eure Genetik entfaltet sich anlagemäßig, weil sich dafür
globale Impulse kennzeichnen. So ist es schon richtig erahnt, dass es immer
Auslöser dafür geben muss – sowohl angenehme als auch unangenehme.«

»Also sind Umstände und Situationen maßgebend dafür.«

»So ist es immer«, nickte er. »Die Erdenmenschen besitzen alle genetischen
Eigenschaften wie andere Menschenwesen im Kosmos auch. Niemand
anders kann euch verändern, denn in eurer Genetik ist ein göttlicher
Schlüssel – ein Code, der das zu verhindern weiß. Wollen jetzt welche
diesen Code knacken, dann scheitern sie eben daran.

Es ist auch so eingerichtet, dass man Menschen nicht willkürlich verändern


kann, wenn diese das geistseelisch nicht wollen. Das ist die prinzipielle
Willensfreiheit, die allen Menschen im Universum als Urrecht gegeben ist.
Etwas anders sieht es aus, wenn Menschen sich freiwillig dazu
einverstanden erklären – dann öffnen sie sich dafür und sind veränderbar.

Nochmals zu den Umständen, die die genetischen Anlagen, die bisher


brachliegen, aktivieren können. Das können auch Kriege, Katastrophen,
jedoch auch kosmische Einsichten bewirken. Und dann kommen neue – alte
– Eigenschaften wieder hinzu. Zumeist in Krisensituationen eröffnet sich
solchen Menschen urplötzlich eine Kenntnis und Fähigkeiten, die sie vorher
noch nicht hatten. Manche erreichen eine völlig neue Form des Begreifens
und Handelns – in just dem Augenblick, wo sie es benötigen. Wer sich
selbst gut kennt und auch eine Ahnung genetischer Zusammenhänge
besitzt, der kann sich frühzeitig darauf vorbereiten, einen gewissen Sprung
nach vorne zu machen.«
»Ist ja eigentlich ein Rücksprung zum Ursprünglichen – oder?«, fragte ich
ihn.

»Ja, aber auch mit neuen Erkenntnissen, die nie wieder beeinflussbar sein
werden«, konstatierte Ulluer. »Deine Furchtlosigkeit gegenüber
Manipulationen seitens der Fraktion der Provokateure ist ja bereits ein
Erkennen, dass auch diese ihre Aufgabe erfüllen. Viele dieser
Manipulatoren wissen nicht darum, dass sie euch nur beschleunigen – sie
glauben, euch zu bremsen. Nur wer ebenfalls daran glaubt gebremst zu
werden, wird auch dadurch gebremst. Es ist also richtig, wenn du diese
Thematik aufgreifst, um frühzeitig auf eine kommende Krisis hinzuweisen;
und zwar so, dass sie nach und nach begreifbar wird. Das heißt, dass sie der
Hörer bzw. Leser auch zu begreifen bereit ist.«

»Ich stelle fest, das Thema ist heikel«, warf ich ein. »Es kann leicht als
Bangemachen entgleiten, wenn ich nicht aufpasse, zur rechten Zeit die
rechten Worte zu finden.«

»Du hättest es nicht aufgegriffen, wüsstest du es nicht zu meistern, Alfons«,


lächelte er. »Und der Zeitpunkt ist ebenfalls stimmig. Denn über dieses
Thema kommen Menschen tiefer zum Nachdenken – vorausgesetzt, sie
klammern sich nicht an die gängigen Wissenschaftsaussagen, die durchsetzt
von Manipulationen sind. Das Thema Genetik ist nur und ausschließlich
über eine intuitive Fantasie zu handhaben, denn nur in dem freien,
unbefleckten Reflektieren finden wir Menschen die prinzipiellen Antworten
und auch die Präsenz der universellen Wahrheit darüber. Nur wer es wagt
über seinen gelernten Horizont hinaus zu sinnieren und zu denken, findet
Antworten und Energien zum Bestehen und zur Höherschwingung.

Ich erzählte ihm von meiner Bann-Idee, und dass ich den Bann als Solchen
jetzt erst so richtig begriffen habe. (Alf war die Idee gekommen, dass man
einfach Dinge, die nicht mehr zu einem passen, bannen kann.)

»Was du als Bann bezeichnest, ist das rechte Denken und Handeln, um in
die eigenen Kräfte, in die eigene Magie zu gelangen«, nickte er. »Auch das
gehört zu den 144.000. Nur sie konnten und mussten den kollektiven Bann
brechen und den wedischen Weg bahnen. Innererde hat sich einen
Schutzbann auferlegt, der so stark ist, dass Innererde nicht einnehmbar ist.
Die Präsenz dieses Bannes wird seit Jahrtausenden gehalten. Auch wenn
einige von euch lamentieren, dass Innererde sich von euch absondert – dem
ist nicht so. Es sorgte lediglich dafür, dass die Erde nicht gänzlich dem
Kollektivwahn verfiel. Solange die innerirdische Bannpräsenz besteht, habt
ihr keinen Untergang zu befürchten. Es ist auch ein listiger Bann –, denn er
sorgt dafür, dass die meisten Oberflächenbewohner die Tatsache Innererde
einfach ablehnen. Es sind die 144.000 auf der Oberfläche, die diesen Bann
intuitiv durchschauen und für sie ist er das, was er darstellt: irdische
Arterhaltung.«

»Ist Zorn ein Bestandteil des Bannens?«

»Zorn –, wenn er gerecht und nicht auf einen Menschen gerichtet ist –, ist
ein großer Bestandteil, Ungerechtigkeiten, Gifte und Manipulationen so zu
bannen, dass sie keinen Zugang zu einem selber bekommen«, folgerte Uller.
»Die Bannenergie muss lebensspendend und gesundend sein – sie darf nicht
aus purem Eigennutz angewendet werden, sondern für die All-
Gemeinschaft. Übrigens ist der Bannspruch einer der mächtigen Waffen der
144.000 Gerechten.«

»Wir tragen ja auch das Banner der Gerechten«, entfuhr es mir.

»Genau – das Banner«, grinste er nun, »das Banner der wedischen


Menschheit – versucht es doch einmal gemeinsam als Symbol zu formen; es
könnte eine neue Herausforderung für euch sein.«

»Die Idee ist gut!«

»Diese Idee steckt auch bereits in euch – du hast sie ja verlautbart«, lachte
er.

Leider musste Ulluer nun wieder fahren – schade, ich hätte gerne noch
weiter mit ihm gesprochen.

*
31. Dimensionswechsel
29.08.2008 Einfahrt – Treffen mit verschiedenen Kontaktlern

Ich sprach erneut das Thema 2. Erde an, weil ich einfach noch mehr dazu
wissen wollte.

»Wie merken wir, wenn wir Erde zwei erreichen?«, fragte ich Nasmakrai.

»Innererde hat seit seiner Abschottung die Zweiterdeenergetik wieder


aufgebau«„, erklärte er. »Wenn ihr also hier seid, befindet ihr euch schon
auf Erde zwei. Ihr müsst euch das nicht so vorstellen, als gäbe es zwei
materielle Erden nebeneinender – es ist letztendlich eine materielle Erde
mit zwei verschiedenen dimensionalen Ebenen, auf denen die Menschen
leben. Es liegt an eurer persönlichen Höherschwingung, ob ihr Erde zwei
bald erreicht. Der Rest der Menschen wird irgendwann starke
Magnetstürme erleben, die Innererde und Erde zwei nicht belangen, da
beides autarke Systeme sind. Die Magnetstürme werden so lange andauern,
bis die obere Magnetosphäre sich wieder gleichgerichtet hat – ab dann
befindet sich alles in Erde zwei. Jene, die bis dahin das Bewusstsein für
Erde zwei erreicht haben, werden nicht viel davon spüren, höchstens drei
bis vier Tage Benommenheit und ein Gefühl der Fremde. Dann ist alles
wieder normal und die Psyche kann den Dimensionssprung nach und nach
verarbeiten. Es kann gelegentlich noch zu visuellen Flashbacks kommen,
die einen Glauben machen, man sei wieder auf Erde eins, aber diese werden
nach und nach aufhören. Das Einpendeln auf Erde zwei ist für den
physischen Körper eben etwas völlig Ungewohntes, so dass sich der
gesamte Organismus angleichen muss. Diejenigen, denen das Bewusstsein
für die fünfte Dimension noch fehlt, werden aussterben.«

»Nasmakrai beschreibt die Situation für jene, die erst dann Erde zwei
erreichen, wenn sich ein Großteil jener schon dort befinden, die seit vielen
Jahren an ihrer eigenen Bewusstseinserweiterung gearbeitet haben«, fuhr
Ulluer weiter fort. »Für diese Vorreiter, die letztendlich diesen
Dimensionssprung vorbereiten, weil sie für sich persönlich die künstliche
Matrix immer weiter aufheben und so dem Dimensionssprung für die
Masse den Weg bereiten – ich denke, ihr werdet dazu gehören – wird es
anders aussehen. Manche von euch werden durch die persönliche
Bewusstseinserweiterung zwar auch körperliche Probleme haben, doch
diese sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.
Gleichzeitig wird sich euch jedoch die zweite Erde so nach und nach
eröffnen. Ihr werdet durch Dimensionstore zwischen erster und zweiter
Erde hin und her switchen. Ihr werdet immer mehr Dinge entdecken, die ihr
bis dahin nie wahrgenommen habt. Gleichzeitig nehmt ihr jedoch auch die
alten Systeme noch wahr, obwohl ihr euch immer stärker diesen Systemen
entzieht. Ihr bemerkt also anfangs kaum, dass sich für euch etwas
gravierend verändert hat. Je mehr ihr euch eingelebt habt, werden die
Wahrnehmungen bezüglich der kollektiven Systeme immer weiter in den
Hintergrund geschoben – so, als hätte es sie niemals gegeben. Alle, die auf
diese Weise ihr Lebensfeld in der zweiten Erde finden werden, können die
Menschen der ersten Erde zwar noch wahrnehmen, werden selber von jenen
aber immer weniger wahrgenommen.«

»Der Übergang zu Erde zwei erfolgt also in der uns gewohnten Umgebung
und Systematik. Da gibt es Supermärkte, Autos, Internet und alles, was es
jetzt auch gibt? Was hat sich denn dann verändert?«, fragte ich.

»Die Wahrnehmung«, lächelte Starsa, »du und jeder Übergetretene werdet


alles so nach und nach wahrnehmen, was euch zum Wedischen gereicht.
Nimmst du zum Beispiel wahr, dass du dir ein Antigravfahrzeug bauen
kannst, wirst du es tun. Nimmst du wahr, keinen Supermarkt mehr zu
benötigen, werden diese für dich nicht mehr existent sein. Je mehr der
Wahrnehmungsaustausch stattfinden wird, desto einfacher wird es für dich
werden. Nimmst du mal nur noch eine wedische Welt für dich wahr, ist sie
für dich wedisch und alles andere ist nicht mehr existent. Du wirst dann die
Anderen, die schneller denken weiterhin nur dann wahrnehmen, wenn sie es
zulassen und diejenigen, die dabei langsamer sind, werden dich nur
wahrnehmen, wenn du es zulässt – und das alles wird für dich logisch sein.
Du wirst dich an alles erinnern und den Wandel klar erkennen. Doch du
wirst deine Erinnerungen nicht mehr reaktivieren zur Manifestation, denn
du weißt ja um die Verdrehung.«
»Theoretisch könnte ich sagen, es läuft bereits – oder?«

»Richtig, denn deine Signatur ist so«, nickte Starsa. »Das ist ja das
Potenzielle, wovon wir immer sprechen. Deine Seelensignatur und die
vieler anderer ist zweitirdisch und ihr habt alles bereits genetisch so
angereichert. Es ist da, war nie verloren, nur vergessen. Was in dir ist, ist
niemals zu zerstören.«

»Soll das heißen, wir bleiben zuerst in einem gewohnten Umfeld, Heim,
Haus, Nachbarn usw.?«, fragte Dorje.

»Ja«, nickte Ulluer. »Es wird jedoch im Laufe der metabolischen


Umschwingung dieses oder jenes wegfallen.«

»Ich fände es schade, bestimmte Menschen dann nicht mehr zu treffen«,


sinnierte ich.

»Wer sagt denn, dass du Menschen, die dir wichtig sind, nicht mehr treffen
kannst? Es liegt einzig an dir selber, wen du noch triffst und wer für dich
nicht mehr wichtig ist«, erklärte Ulluer. »Außerdem wird ein immer
größerer Teil der unbewussten Gerechten durch die recht schnelle
Umpolung mitgezogen.«

»Wenn erst mal alles so ist, wie jetzt gewohnt, wer sagt uns denn, ob wir
nicht bereits auf Erde zwei geswitcht sind und wir nur noch Flashbacks zu
Erde eins aufweisen?«, warf Dorje nachdenklich ein.

»Wir können euch versichern, noch seid ihr auf Erde eins«, lächelte
Nasmakrai belustigt. »Doch genauso, wie du jetzt denkst, werdet ihr Erde
zwei zuerst erleben.«

»Ist ja abgefahren!«, klatschte Dorje in die Hände.

Nun entstand ein aufgeregtes Gerede – völlig durcheinander, dem ich mich
mit Starsa entzog. Ich wollte Otter sehen.

Auf dem Weg zu Starsas Heim erzählte ich ihm von G.


»Das sind Menschen mit hohem Intellekt, charismatisch und auch sehr
anziehend«, folgerte er, »jedoch im Kern nicht bereit, aus sich selbst heraus
zu leben und zu handeln. Diese Menschen leben mit und in dem Kollektiv –
sie brauchen es, weil sie noch nicht in der Lage sind, sich und ihr Leben in
Selbstverantwortung zu führen. Menschen wie G. werden Erde zwei nicht
erreichen können.«

»Wir hatten und haben viele weise und avatarische Geschwister –, aber wir
haben sie oftmals missverstanden«, warf ich ein. »Ich denke da an S. und H.
und davon gibt es sicher noch viel mehr. Andererseits gelten solche
Menschen wie G. bei uns fast als Propheten.«

»So ist es nun mal mit den Propheten – sie leben, denken und handeln
innerhalb einer intellektuellen Überheblichkeit und wähnen sich wissend«,
stocherte Starsa mit einem Stock im Teich herum. »Dabei wissen sie weiter
nichts als die Fehlerquoten ihrer Meister und übersehen deren prinzipielle
Richtigkeiten. Es wird alles nur noch verdreht, um sich als Schüler oder
Prophet des Lehrmeisters zu profilieren. Schade um diese Energie, die den
Asuras zuspielt.«

»Sich mit solchen Mystikern auseinanderzusetzen bringt mir keinen Deut


Frieden – eher Unfrieden«, sinnierte ich.

»Daran siehst du doch, wo der Haken liegt«, warf er den Stock ins Wasser,
»und solche Haken summieren sich bei euch zu einem Wust an
Undurchsichtigkeiten, die euch entzweien. Wesentlich klüger ist es, mit
Erfahrung und Sachverstand die Einfachheit des kosmischen Seins zu
greifen und festzuhalten.«

Nun kam Otter angewatschelt und wir genossen das Zusammensein und das
Spiel mit Otter.

Es wurde Zeit für die Ausfahrt. Am Ausfahrtportal fiel mir noch mal die
Frage von M. bezüglich des Sternensystems Becher ein. M. ging davon aus
zu diesem System eine starke Verbindung zu haben.
»Das von euch bezeichnete System Becher heißt bei uns das zweite Altruin
– die Wiege einer Spezies, die für deine Sichtweise eher zurückhaltend bis
introvertiert ist. Irdische Eingeburten, die vorher dort inkarniert waren, sind
zumeist seelische Feingeister und sehr verletzlich. Kennst du so eine?«

Ich erzählte ihm von M. und seiner Anfrage. Da lächelte er.

»Der alte Krieger war wohl einige Zeit Altruiner – da muss er ja in einer
Zwickmühle sein.«

Mehr konnte er mir jetzt nicht erzählen, da sich bald das Zeitportal für die
Ausfahrt schließen würde und ich dringend ausfahren musste.

Das Rauskommen war heute knapp. Kaum war ich draußen, erschienen
Spaziergänger, die mich plötzlich erschrocken wahrnahmen. Die Frau sagte
etwas von Anschleichen und der Mann fragte mich, ob ich immer so
anderen Menschen auflauere. Puhh! Da fällt einem nichts mehr zu erwidern
ein.

*
32. Der 13. Stamm
01.09.2008 Einfahrt – Gespräch mit Starsa und Ulluer

Starsa erzählte mir, wie sie in seinem Dorf das Fest der Wiederannäherung
begehen und zeigte mir das Gemeinschaftshaus, wo solche Feste
stattfinden.

Im Grunde ist da kaum ein Unterschied zu dem, wie wir es feiern werden.
Dieses Fest wird begangen mit Freude und Besinnlichkeit.

»Wir machen uns generell für Feste keine Vorschriften, da jeder die
traditionellen Hintergründe kennt und lebt«, folgerte Starsa. »Es wird
gegessen, getrunken, die Anwesenheit von den unterschiedlichsten
Persönlichkeiten genossen, mal kehrt Stille ein, es wird geredet, getanzt,
gesungen oder einfach nur über alles Mögliche gesprochen. Auch
oberirdische Belange werden wir in diesem Jahr erörtern –, zum Beispiel
wie wir euch energetisch und vielleicht tatkräftig unterstützen können.

Das Annäherungsfest ist bei uns ein klares Wunschfest –, und dass ihr es
jetzt ebenfalls begehen wollt, ist für uns bereits eine kleine
Wunscherfüllung.«

Wir flogen mit einem Antigravfahrzeug zu einem alten Tempelort, wo sich


die von Obererde ins Erdinnere zurückgezogenen Sapiens vor etwa 4-6.000
Jahren energetische Erinnerungsbauten an Obererde erstellten. Sie haben
starke Ähnlichkeit mit dem oberirdischen Angkor-Wat, sind ziemlich
verfallen, besitzen jedoch noch immer eine Faszination an Baukunst und
Kultur.

»Mittlerweile sind diese Zeugen des oberirdischen Niedergangs für uns


Mahnmale, aber auch Anregung, Obererde wieder zu wedischem Glanz zu
verhelfen«, deutete er herum. »Wir alle müssen jedoch realistisch sein, denn
das wird Jahrhunderte benötigen.«

»Wir wollen das Fest am besten an einem guten Ort begehen«, warf ich ein.
»Das ist schön, doch jeder Ort ist gut, wo der Gedanke an eine Annäherung
die Führung besitzt«, konterte Starsa. »Begeht das Fest unverkrampft, plant
nicht zu viel und betrachtet es zuerst einmal als ein Treffen
zusammengehöriger Eingeweihter. Wie ich bisher weiß, wird es ein
wirklich erstes Treffen von Blutliniern – darauf solltet ihr das
Hauptaugenmerk richten.«

Ich sprach ihn erneut auf die 144.000 an.

»Bei wie vielen Urstämmen gibt es denn bereits solche Eingeweihte?«,


wollte ich wissen.

»Bei allen«, lächelte er schräg. »Doch du willst wissen, welcher Stamm als
Initialzünder steht – hm?! Ihr, vom Stamme Beniamon – Benjamin – seid
die Initiatoren und das überträgt sich auf alle anderen Stämme. Es gibt ja
dreizehn, mein Freund.«

»Davon habe ich gehört, aber das begreife ich nicht – zumindest finde ich
den 13. nicht«, sinnierte ich, »denn in der Bibel steht nur etwas von den
zwölf Stämmen Israel.«

»Jeder Stamm hat zwölf männliche und zwölf weibliche Älteste und einen
weiblichen und einen männlichen Äon darüber, der sich als 13. Mitglied in
zwei Menschen manifestiert«, erklärte er. »Von 24 Menschen, sind es zwei
– ein Mann und eine Frau – die zugleich als 25. und 26. gelten – die als
Alpha und Omega die 24 einhüllen. Wenn alle Stämme vollständig ihren
13. Äon um sich aufgebaut haben, ist das Christusprogramm endgültig
erfüllt.«

»Also, aus 24 Menschen werden energetisch 26? Oder habe ich das
missverstanden?«, fragte ich.

»Mein Lieber, unter den 24 Menschen eines Stammesoberhaupts – denn die


24 sind das Oberhaupt – befinden sich zwei, die als 25 und 26 gelten. Es
sind dennoch 24 Menschen, aber 26 Symboliken. Zwei Menschen stellen
symbolisch die Christosenergie dar und diese ist mit 12.000 Seelenenergien
vergleichbar«, erwiderte Starsa geduldig. »Es müssen also alle zwölf
Stämme ihre 12.000-Seelenenergetik aufgebaut haben – und da ist es völlig
egal, wie viele Potenzielle bereits existieren. Natürlich sind Millionen
Potenzielle eine sehr gute Voraussetzung – jedoch liegt es an den jeweiligen
Zwölfer- bzw. Dreizehner-Einheiten – hast du das jetzt soweit
verinnerlicht?«

»Und die jeweils 13. Fraktion jedes Stammes bildet dann den 13. Stamm?«

»Jaha.«

Starsa warf sich eine Betelnuss mit Schwung in den Mund und sah aus wie
ein amüsierter Kleinkindlehrer oder ein weiser Opa. Darum sagte ich:
»Danke, Opa!«

Das hat ihm die Sprache verschlagen und er lachte lauthals.

»Sapiens – derzeit träge im Denken, aber hyperaktiv im Rumalbern«,


brachte er lachend heraus. »Ihr solltet euch künftig vielleicht doch ein
wenig mehr auf euer Reptoerbe konzentrieren, dann seid ihr auch durch die
Frequenzen oben weniger zu beeinflussen.«

»Repto oder Draco?«

»Ist im Grunde ziemlich ähnlich«, grinste er jetzt breit. »Ihr könnt euch das
imaginieren und euch dabei genetisch öffnen. Dazu gehört nur ein wenig
Mut, sich zum Urerbe zu bekennen.«

Wir gingen spazieren und dabei fiel mir noch einmal die Frage bezüglich
des Bechersystems ein.

»Das ist ein kleines System, das wir als uraltes Reptosystem kennen –
ziemlich abgeschieden und absolut friedfertig. Bei uns wird es
Bienensystem genannt, weil die Bewohner einen sehr emsigen Charakter
und sehr starken Familiensinn haben«, erwiderte Starsa. »Sie sind jedoch
auch schüchtern und sehr empfindsam. Warum fragst du?«

Ich sagte es ihm.

»Aha«, lächelte Starsa, »wer sowas fragt, spürt sich selbst darin, sonst
würde er nicht fragen. Aber ist es so wichtig, sein vorirdisches Sein zu
wissen? Wichtiger ist es doch, sein irdisches Sein in Form zu bringen.«

Wir kamen zum Teich und Otter kam gleich mit seiner ganzen Familie an.
Starsas Opa-Otter ist schon sehr müde geworden.

»Er geht bald«, folgerte Starsa, »und er hat mir zwei seiner Nachkommen
anvertraut. Das ist der Gang der Dinge. Otter wird mir dann seinen Körper
schenken, so dass ich ihn komplett in mich und durch mich aufnehme,
wobei ich mich auch mit seiner Seele verbinde.«

»Kein Bedauern?«

»Wir innerirdischen Reptos wertschätzen alles Leben ohne Bedauern – wir


gehen alle den Weg der natürlichen Wertschätzung pur. Nur ihr macht
daraus vielfach ein Drama – weil ihr Natur nicht mehr kennt.«

Darauf wusste ich nichts mehr zu sagen.

Wir gingen nun noch zu Ulluer, der mich ebenfalls heute noch treffen
wollte.

»Was 30 Großfamilien mit eurer Welt machen und ihr denen nichts
entgegenzusetzen wagt, ist für uns kaum noch nachzuvollziehen«, begann
Ulluer unser Gespräch. »Bis auf ein paar Dutzend Menschen, die konstant
diesen Kräften und elektronisch verstärkten Frequenzen trotzen, ziehen alle
anderen ihre Köpfe ein. Vielfach hören wir Aussagen wie: ›Keine Lust
mich zu wehren‹, ›Wird schon nicht so schlimm sein‹, ›Gegenwehr ist
zwecklos‹, ›Dagegen kommen wir nicht an‹ und so weiter. Wir stellen rund
um den Erdball ein enormes Sinken der menschlichen Moral, Steigern von
Gleichgültigkeit und exponentielles Verdummen fest. Der
Menschheitsgroßteil verschließt seine Sinne ganz bewusst und nennt das
Gelassenheit. Doch es ist pure Degeneration, Domestizierung und ein
rasantes Absterben von Gehirnzellen festzustellen. Viele Menschen sind
erkrankt, wie es bei geklonten Lebewesen vorkommt. Und wir können es
uns nicht wirklich erklären, wieso das derart rasant um sich greift.«
Ulluer hatte in den letzten Tagen sehr viel auf Obererde zu tun und es fiel
ihm dieses Mal besonders stark auf.

»Aber es werden doch immer mehr ursprüngliche Erdenmenschen wacher –


wie kann das sein? Sind von diesen auch viele infiziert?«, fragte ich.

»Das nicht – doch es fehlt ihnen die Richtungsweisung«, entgegnete Ulluer,


»und die meisten sind auf Kampf eingestellt, anstatt diesen mental ins
Morphofeld zu leiten, um alle geistseelisch stärker zu machen. Viele sind
ungeduldig und wollen lieber die Wende physisch erzwingen – suchen nach
Führung oder Konfrontation mit den Regierungen. Sie bekommen ihre
Streitbarkeit nicht in den Griff oder gehen in die Resignation, bis hin zur
Lethargie. Insgesamt lösen sie sich nicht von systemisch gewohnten
Verhaltensweisen und verwerfen neue Ideen immer wieder als nicht
durchführbar. Und sie streiten darüber, anstatt sich mal ohne Wenn und
Aber zuzuhören.«

»Klingt deprimierend«, warf ich ein, »doch ich weiß ja selbst, wie das bei
mir noch manchmal abläuft. Es ist sehr schwierig, jahrtausendealte Muster
wieder loszulassen. Auch merke ich, wie schwierig es ist, auch nur ein
Dutzend Menschen an einen Tisch zu bringen, um für irgendein Problem
einen Konsens zu finden.«

»Nimm dir das jetzt nicht zu sehr zu Herzen, lieber Alfons – ich hatte halt
in den letzten Tagen sehr viel auf Obererde zu tun und kam mit vielen
Menschen zusammen. Es ist ein großer Unterschied zwischen euch
Kontaktlern und anderen oberirdischen Menschen. Da waren viele
Bioroboter dabei – aber auch Menschen, von denen ich mehr erwartet
hätte.«

»Da siehst du mal, mit wem wir täglich zu tun haben, lieber Ulluer«,
umarmte ich ihn zum Abschluss.

*
33. Glauben
04.10.2008 Einfahrt – Gespräch mit Ulluer

Auf meine Frage, wie viele außerirdische Spezies sich derzeit auf der Erde
und im Orbit um die Erde aufhalten, erwiderte Ulluer: »Das wechselt von
Fall zu Fall. Im Durchschnitt sind es um die siebzig. Neun davon sind fest
mit der Erde verbundene und involvierte Spezies, wenn wir die Plejader mit
einbeziehen, die sich nur äußerst selten im Erdorbit aufhalten.«

»Wie kann man den Menschen überhaupt nahebringen, dass sich so viele
außerirdische Spezies hier um die Erde aufhalten? Wie kann man erreichen,
dass sie es als natürlich annehmen, die ja meist davon ausgehen, wir sind
hier völlig alleine?«, fragte ich.

»Es funktioniert nicht, einfach darüber einen Vortrag zu halten, wie über
neue Techniken oder Alternativenergien«, lächelte er. »Ihr seid
Jahrtausende umprogrammiert worden, wobei euch die natürliche
Wahrnehmung aberzogen und Glaubenskonstrukte anerzogen wurden. Das
Denken, Empfinden und eure Wahrnehmungsfähigkeiten wieder in die
Tiefenerinnerung umzukehren erfordert Selbsterkenntnis und einen
enormen Willen sämtliche Glaubensbekenntnisse zu entfernen. Alle
Glaubenskonstrukte agieren auf eurer grundsätzlichen spirituellen
Interpretationsebene und nicht in eurer grundsätzlichen Spiritualität. So
gesehen agiert ihr lediglich auf Leitungen und nicht über euren natürlichen
Speicher. Das heißt, ihr wechselwirkt nur über die Verbindungslinie zu
eurem Selbst und nicht mit dem Selbst persönlich. Ihr wandert auf und ab
und erreicht euer Ziel nicht, weil euch Zielsetzungen seit etwa 150 Jahren
ebenfalls aberzogen werden.«

»Der Weg ist das Ziel...«, nickte ich begreifend. »Das ist eh‘ eine Aussage,
die mich nervt.«

»Ihr seid stets nur unterwegs auf mannigfaltigen Wegen zu Erleuchtungen,


habt aber kein Erleuchtungsziel«, folgerte er. »Einige Lichtblicke auf den
Wegen nennt ihr Erkenntnisweg – wo bleibt da das Erkenntnisziel? Einige
Wenige haben sich ihr Ziel gesetzt, das sie zu erreichen trachten. Sie gehen
diesen Zielweg und tun nichts anderes mehr, bis sie ihr Ziel erreicht haben.
Ist dieses Ziel zur Erkenntnis geworden, setzen sie sich ein weiteres Ziel,
um zu dem zu werden, was ihr Zielpunkt ist. Es gibt ein paar tausend
Menschen auf Erden, die leben bereits Jahrhunderte im identischen Körper,
was zum Beispiel eines ihrer Ziele darstellt. Aus dieser Grundlage heraus
gehen sie weitere Zielpunkte an, wofür ein normales Erdenleben nicht
ausreicht.«

»Zurück zur Realität außerirdischer Präsenz«, warf ich ein, »dafür muss ich
nicht Jahrhunderte alt werden.«

»Das nicht«, lächelte Ulluer, »aber so ein Alter erleichtert die


Wahrnehmung und die Ausdrucksenergie, es den Mitmenschen formulieren
zu können. Deine Kontakte mussten mit jeder neuen Inkarnation unter
erschwerten Bedingungen neu formiert werden, weil das Wissen und die
Erkenntnisse des vorherigen Lebens verschüttet wurden. Anknüpfungen an
frühere Leben werden somit immer schwieriger und oftmals dauert es viele
Inkarnationen, um überhaupt wieder Anschluss zu finden. Das ist pure
Energieverschwendung. Ein Ziel wäre deshalb auch, die nächste
Inkarnation im bisherigen Wissen wieder anzugehen. Das asurische
Programm mit dem Engel des Vergessens dürft ihr langsam wieder
auflösen.«

»In mir ist auch so viel vergessen«, sinnierte ich. »Ich spüre dies besonders
dann, wenn ich sogenannte Déjà-vu-Erlebnisse habe.«

»Richtig – und darin findet sich auch der tiefere Grund, warum wir keine
Massenkontakte haben können«, nickte Ulluer, »weshalb wir bei einer
Seelensignatur früherer Verkörperungen und Kontakte stets achtsam
vorgehen und diesen Menschen immer nur kurz mal begegnen, um die
Erkenntnisqualität herauszufinden. Blüht bei jemandem das Licht der
Erkenntnis auf, verwenden wir bestimmte Worte und Gesten, um das
Erkennen wachsen zu lassen. Und bevor du mich jetzt fragst, was dir auf
der Zunge liegt – nein, es gibt keine bestimmten Übungen, sowas zu
unterstützen. Es geht ums Erinnern seines Selbst und nicht um Mittel und
Wege, dies auf Umwegen zu forcieren. Wie du weißt, haben wir bei
mehreren, die auch du persönlich kennst, an frühere Kontakterfahrungen
angeknüpft – ohne Erfolg, es hat bisher nicht funktioniert. Diese Menschen
denken noch immer starr in speziellen Übungen dafür oder sie agieren und
reagieren verkrampft angespannt, um ja diese Kontakte nicht zu übersehen.
Und dadurch nehmen sie natürliche Wiedererkennungsimpulse nicht mehr
wahr.«

»Bei mir hat es auch lange gedauert«, brummte ich.

»Wobei du den Zielweg über einen Weisheits- und Bewahrerorden


gegangen bist«, lächelte Ulluer. »Dein Zielpunkt war, dir daraus
Kernwissen und Erfahrungen zu holen, um deine ungestüme Neugierde auf
Zusammenhänge zu befriedigen. Und weil du begriffen hast, du schaffst das
nur über Mentoren, hast du diese auch zähneknirschend angenommen und
sie so richtig geschliffen.«

Er lachte auf und fuhr fort: »Denebius hast du massiv rangenommen und
ihn immer wissen lassen, dass du ihn irgendwann so meisterst, dass er mit
seiner Mentorschaft einen Vollzeitjob haben wird. Doch Peter war dein
erster Mentor und jener, der es schaffte, dich für einen Wiederkontakt frei
zu machen. Zwischen euch war Historie vorhanden – eine tiefe Opfer-Täter-
Liebe, ohne die du nicht aufgemacht hättest.«

»Schocktherapie?«

»So ähnlich«, nickte Ulluer. »Es gibt zwei Extreme, um bei verkorksten
Persönlichkeiten den Knoten zu lösen – tiefste Liebe oder tiefste Scham.
Liebe verzeiht alles, Scham wird von Liebe aus seiner Schuld entlassen und
zur Liebe transformiert. Du weißt wovon ich spreche.«

»Ich habe auch mal gehasst«, warf ich irritiert ein.

»Hass gibt es nicht – nur begriffslose Liebe«, lächelte Ulluer. »Unergriffene


Liebe ist zerstörerisch, unerwiderte Liebe ein Verlust an Selbstreflexion.«

Wir waren kurz spazieren, wobei wir schwiegen und mich seine Nähe
manchmal unangenehm angemutet hat.
»Du lässt es noch nicht zu, dich so zu geben, wie es dich
schwingungsmäßig durchflutet«, erklärte Ulluer dazu. »Du versuchst dich
in eine konstante Emotionallinie auszurichten – diese widerspricht der
Natürlichkeit von Lebewesen. Kein Seelenträger kann konstant
ausgeglichen leben. Das widerspricht dem Schwingungsprinzip. Auch
solche Versuche sind starke Hemmnisse, sich ins kosmische
Schwingungsfeld einzuschwingen. Du musst ein- und ausatmen und darin
liegt sämtliche Wahrheit eines kosmisch angebundenen Seelenträgers.«

»Aber eine innere Ausgeglichenheit ist doch der Garant für ein liebend-
friedliches Leben«, erwiderte ich irritiert.

»Eine Angleichung an die kosmische Eigenschwingung, ja«, nickte er,


»aber doch keine asurische Gleichschaltung mit anderen. Das ist
Kollektivwahn und Scheinfriede, ahrimanische Engelsverblendung – der
Fall aus der universellen Schwingung und eine pure Glaubenssache.«

»Das mit dem Glauben kapiere ich noch nicht so recht – Glaube ist doch
nichts Schlechtes, denn er führt letztendlich zu Wissen oder?«

»Die Wurzel des Wortes „Glaube“ kommt von geloben – ein Gelöbnis
ablegen, für dies oder das«, folgerte Ulluer. »Ein Mensch gelobt nichts, er
ist das manifeste Ich Bin in der Dreifaltigkeit Körper, Seele und Geist,
autorisiert vom Schöpfergeist authentisch zu leben und zu handeln. Ein
authentischer Mensch entscheidet immer im Sinne von Autorisation aus
dem Schöpferprinzip und das ist unendlich liebend. Ein Schöpfer hat es
nicht nötig zu glauben, weil er an alles Wissen leicht kommt.«

»Am besten gar nichts mehr glauben«, konterte ich mürrisch.

»Wenn du das schaffst, bist du heil«, lachte er auf. und drückte sanft meine
Hand. »Und wenn du das nicht immer gleich schaffst, so wisse: Im
Universum gibt es mannigfaltige Menschenspezies, die damit auch noch
ihre Themen haben.«

Er verabschiedete sich von mir. Er ging und mir fielen weitere Fragen ein,
die ich ihm noch unbedingt hatte stellen wollen – wie immer.
*
34. Jede Seele ist Meister ihres
Seins
07.10.2008 Einfahrt – Gespräche mit Aristide und Ulluer

Alf wurde im Thalus-Forum immer wieder auf Seelen, Seeleneinheiten,


Seelenteilungen usw. angesprochen. Aus diesem Grunde suchte er das
Gespräch darüber mit Aristide, einem achelischen Menschen, der in seiner
Kultur als ein Androgyns bezeichnet wird.

Was die Seeleneinheiten anbetrifft, so können auch die Acheler nur das
weitergeben, was sie darüber von den Saraphinischen gelehrt bekommen.
So ist jeder natürliche Mensch der Seelenträger einer vollständigen Seele,
mit der die Persönlichkeit durch alle Inkarnationen hindurch verbunden
bleibt. Es können sich weitere Seelen hinzugesellen, wenn der Seelenträger
das wünscht.

Menschen mit geteilten Seelen bezeichnen die Acheler als Bioroboter. Jede
Seele ist zwar in der Lage, diese Erfahrung zu machen, aber sie ist dadurch
nicht mehr vollständig – vollwertig.

»Je mehr eine einheitliche Menschenseele andere freie Seelen einlädt oder
zulässt, desto erleuchteter wird dadurch das Bewusstsein des
Seelenträgers«, folgerte Aristide. »Nur eine sich bewusste Seele kann
mehrere Seelen hinzuziehen. Bioroboter können das nicht, es sei denn, sie
finden zueinander und bilden ein Kollektiv, worin die Seelensignatur zum
Gesamtausdruck gelangt. Das ist nicht mit dem Kollektiv vieler
unterschiedlicher Menschen zu verwechseln.«

»Können sich Seelen miteinander verabreden?«

»Nur, wenn sie sich als physische Menschen während ihres Daseins
verabreden«, folgerte Aristide. »Als freie Seeleneinheiten entstehen solche
Bedürfnisse nicht. Aber fleischgewordene Seelen kommen auf die
fantastischsten Ideen, um den materiellen Menschenwerdegang zur
Erleuchtung zu führen. Alles ist stets sehr einfach.«

»Wir spekulieren darüber sehr viel«, warf ich ein. »Und es kommen die
fantastischsten Konstruktionen heraus.«

»Die vielfach als Gedächtnistraining ablaufen«, grinste er. »Ihr solltet


darauf nicht zu viel Energie verschwenden, sonst hemmt dies euer
Weiterkommen.«

»Sogenannte Walk-ins – wie sind die zu begreifen?«

»Du weißt es bereits – deine Basisseele lässt das Wirken anderer


eingeladener Seelen zu, behält jedoch immer die Übersicht«, erwiderte der
Androgyns. »Es kann auch sein, dass deine Basisseele mal kurz auf
Wanderschaft geht, um sich körperlos auf neue Aussichten zu orientieren.
Das sind jedoch nur Augenblicke und sie behält stets die Basis bei.
Fälschlicherweise bezeichnet ihr das als Seelenabspaltung oder gar recht
kompliziert als seelenphragmentarisches Abtrennen, so ist es nicht. Und wie
viele freie Seelen deine Basisseele zulässt und andocken lässt, hängt mit der
inneren Bereitschaft deines höheren Selbst zusammen. Du kannst sie
einzeln durchreisen lassen oder mehrere kurz- oder langzeitig gleichzeitig
beherbergen.

Jesus war in Interaktion mit seiner Basisseele dazu fähig zwölf weitere freie
Seelen gleichzeitig aufzunehmen und multidimensional mit ihnen die
Christusinitiation herbeizuführen. Somit wurden insgesamt 13 Seelen durch
die Christusenergie erleuchtet und der sogenannte Adam Kadmon erschien
in dem Menschen Jesus.«

»Sind das aufgestiegene Meisterseelen?«

»Sie wurden dadurch zu aufgestiegenen Seelen oder besser, ihre derzeitigen


oder künftigen Persönlichkeiten sind oder werden aufgestiegene
Wesenheiten sein, denn Seelen selber sind feinstofflicher Natur, sie
befinden sich also immer in feinstofflichen Dimensionen und jede Seele ist
ein Meister ihres Seins. Eine Seele selber kann weder fallen, noch
aufsteigen – es sind immer die Persönlichkeiten, die mit der Seele
verbunden sind, die fallen, oder aufsteigen«, schmunzelte Aristide.

»Diese zwölf mit Jesus verbundenen Seelen bildeten gemeinsam mit ihm
als dreizehnter Seele ein Meister-Äon, das die gesamte Schöpfung
überblickt und kennt – es ist mithin ein Schöpfer-Äon der höchsten
Materautorisation. Und es ist für andere Äonen unantastbar, wie z.B. das
Luzifer-Äon und das Krishna-Äon, die teilautorisiert sind. Selbst die
Erzsaraphinen neigen ihre Existenz vor dem Christus-Äon.«

»Diese Darlegung leuchtet mir ein«, nickte ich, »doch sie wird bei vielen
Menschen entweder Widerwillen oder viele neue Aber aufwerfen. So eine
wesentlich einfache und klare Darlegung können viele meiner Artgenossen
nicht so einfach hinnehmen. Dazu sind wir noch viel zu fremdbestimmt,
programmiert und oftmals nicht willens, all die Hemmnisse zu bearbeiten.«

»Du willst damit sagen, man müsste dazu seine komplizierte und
egomanische Überheblichkeit erst mal gehörig in Reflektion stellen«, lachte
er amüsiert, »um dann festzustellen, dass man 90 % Schrottprogramme mit
sich rum schleppt.? ... Ja!«

»Prägnanter hat mir das noch keiner bestätigt«, lachte ich jetzt selber. »Ich
merke ja auch, wie ich manchmal mit meinem Wissen in eine Heftigkeit
gehe, wo ich im Nachhinein kleinlaut feststelle, ich war mal wieder zu
selbstherrlich, mein Wissen zum Allgemeinwissen zu glorifizieren.«

»Das ist sehr schön und gut, wenn du es noch bemerkst«, warf er
nachdenklich ein. »Solche Erkenntnisse sind letztlich sehr befreiend und
schaffen neuen Platz für die Seelenentfaltung. Seine Irrtümer als solche zu
erkennen und seine persönliche Größe dem der Seele anzupassen ist
Schwerstarbeit. Dazu gehört eine große Bereitschaft sein Wissen auf die
Waage von Erkenntnis und Erleben zu legen.«

»Wissen muss sich im Erleben beweisen«, nickte ich spontan.

»Was nützt einem Menschen all sein Wissen, wenn er dadurch nicht mit
seinen Mitmenschen umzugehen vermag, wenn er sich ob seines Wissens
distanziert vom Lebensfluss, anstatt es hart auf die Probe zu stellen?«,
lächelte Aristide. »Wissen bedarf der konstanten Erprobung, der Hingabe an
andere Menschen, die es drehen und wenden, bis es sich als vermeintlich
oder prinzipiell erweist. Das kann weh tun – oder man ist dazu bereit, es nur
als pures Werkzeug zu betrachten, das entweder stabil ist, oder untauglich
für kosmische Erkenntnis. Oder willst du mit einem untauglichen Werkzeug
präzise Werke schaffen? Es ist einfach, Thalus. Ich benutze für dich gerne
die Bezeichnung Thalus, denn Thalus ist dein Weisheitsname, der dir immer
wieder mal mehr und mal weniger zusteht.«

»Heute wohl mehr«, grinste ich.

»Du bist heute ziemlich klar in deiner Demutsbereitschaft – was dich


stärker und wesentlicher pulsieren lässt«, folgerte Aristide.

»Ich bin nur sehr nachdenklich geworden seit unserem Annäherungsfest.


Da ist für mich etwas geschehen, das ich nicht definieren kann – irgendwie
hat es mir meine Sinne zum Teil verwirrt und zum Teil wiederum
geschärft«, sinnierte ich. »Und seither rattert etwas in mir, das mir die
weltliche Sichtweise ziemlich vereinfacht hat. Ich finde jedoch keine
richtigen Worte dafür.«

»Du siehst auch etwas müde aus«, strich er mir mit seinem Zeigefinger
übers Gesicht. »In dir findet eine Interaktion mit deinen ursprünglichen
Anlagen statt – das kann ich sogar sehen. Mir signalisiert dies mehr
Zugänglichkeit für andere Mitmenschen und deren Intentionen, trotzdem
auch ein Aufleben deiner Urpersönlichkeit. Ähnliches kann auch bei den
anderen Teilnehmern stattfinden.«

»Melancholie spielt neben der verstärkten Nachdenklichkeit auch noch


darein«, fügte ich hinzu.

»Melancholie ist die Sehnsucht nach Frieden – der tiefe Wunsch, mit seinen
Mitmenschen offen und friedfertig in Wechselwirkung zu gelangen«,
erwiderte er. »Du möchtest dein Bick- und Erfahrungsfeld erweitern ohne
Vorbehalte, ohne Vorurteile und das wünschst du dir für deine Mitmenschen
ebenfalls. Das ist ein großer und gewagter Wunsch, der bei Erfüllung
abenteuerlich werden kann. Wenn dieser Wunsch kräftig und mächtig genug
ist, wird er auch dein näheres Umfeld mit einbeziehen.«
*

Aristide überließ mich nun Ulluers Obhut. Dieser holte mich vom
Gemeinschaftshaus ab und wir gingen zu Ulluer.

»Es war heute wesentlich, dich kurzfristig einzuladen«, erklärte Ulluer.


»Dass du dich sofort dazu bereit erklärt hast, zeigt mir auch die
Dringlichkeit deiner Bedürfnisse. Wir haben in den nächsten zwei Jahren
vor, mehrere Menschen aus deinem Umfeld mental zu kontaktieren –
vielmehr auf mentalem und astralem Wege. Es ist also jetzt an euch,
mentale und astrale Basisfelder dafür zu schaffen. Das hat nichts mit
channeln zu tun, sondern ausschließlich mit den Feldebenen der Intuition
und der Telepathie, die zwischen Herzchakra und Stirnchakra ablaufen.
Astral geht es über Bilder und Gefühle, mental oder telepathisch über
Gedanken.«

»Nicht über Emotionen – habe ich das richtig begriffen?«

»Richtig! Klares Empfangen über das dritte Auge (Telepathie) und klares
Spüren bzw. Bilder empfangen über reine Gefühle (astral) – ohne
Interpretationen«, nickte Ulluer. »Lasst eure Emotionen heraus, denn die
neigen dazu, euch ins Dogma überheblicher Interpretationen zu verführen.
Es soll eine klare Informations- und Austauschbasis werden, die kurz und
bündig ist und nicht in eine Diskussion ausartet. Dazu seid ihr alle fähig, die
zum wesentlichen Kern der wedischen Reformation gepolt sind. Und ihr
seid mehr als ihr momentan erfasst. Macht euch darüber keine Gedanken
und lasst eure Herzen und den Geist offen für alle Eventualitäten. Es
werden euch die urigsten oder suspektesten Menschen begegnen – lasst es
zu ohne zu urteilen. Die Spreu wird sich vom Korn wie von selbst trennen.«

»Mir fällt jetzt ein Stein vom Herzen«, folgerte ich. »Ich kann es nicht mehr
haben, wenn Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten, Glauben und
Vorurteilen über andere richten.«

»Es ist euer Leid zu urteilen und zu verurteilen – ja«, nickte Ulluer, »und
besonders die Äußerlichkeiten sind es, die euch unverzeihlich reagieren
lassen. Um dann wieder in ein Verzeihen des Fehlverhaltens zu gelangen,
erfordert es viel Arbeit – Arbeit, die man sich ersparen kann, wenn man erst
gar nicht damit in Aktion geht. Baut eure Programme ab, die euch
behindern wieder Schöpfer zu sein – das ist derzeit eure größte Aufgabe.«

»Mir schwebt hierbei immer wieder der Fakt der 12 Charaktere oder auch
Archonten vor Augen, die wir erst noch in uns bearbeiten müssen –,
zumindest jene, die wir noch nicht in unserer Persönlichkeit integriert
haben«, warf ich ein. »Selbst der mieseste Charakter hat im Zusammenhang
und in die Mitte gebracht Sinn. Nein, das Wort mieser Charakter scheint
wieder ein Urteil zu sein – ich meine den, der für mich der ungünstigste
Charakter zu sein scheint.«

»Integration der Charaktere – das ist alles«, lächelte er nun, »egal, ob es


sich um die eigenen handelt, oder die Charaktere der Mitmenschen. Das
bedeutet jedoch auch, dass jeder Charakter bereit ist, sich integrieren zu
lassen. Solange einer scharf darauf beharrt, er sei besser als andere, wird es
keine heile Gemeinschaft geben können, denn er sondert sich ab. Es geht
um das natürliche Zulassen aller Charaktere auf gleicher Augenhöhe. Es
gibt da kein besser oder schlechter – sie sind alle gleichwertig wichtig.«

»Da habt ihr uns einiges voraus«, sinnierte ich.

»Wir sehen stets genau hin, was wir tun und wie wir es sowohl individuell
als auch im Miteinander fruchtbar tun können und dürfen«, folgerte er. »Ihr
habt die identischen Fähigkeiten – ihr nutzt sie leider nur viel zu selten.«

»Wie ist es denn, wenn ich mich entscheide, was ich tun will? Dann kann es
doch immer passieren, dass meine Entscheidungen anderen Menschen nicht
genehm sind.«

»Wenn du mitmenschlich wesentlich entscheidest, wirst du die für dich


rechte Entscheidung treffen, die auch deine Mitmenschen tragen werden«,
warf er ein, »und wer sie nicht anerkennt, darum kümmere dich nicht
mehr.«

Ich saß nun im Ausfahrtsbereich und dachte darüber nach, was ich heute
gehört – und erfahren habe. Und ich muss gestehen, ich komme nicht so gut
weg, was Urteilen und Vorurteile anbetrifft. Was mich noch etwas stärkt,
war Ulluers Aussage, dass ich noch eine innere Uhr für Gerechtigkeiten
habe, mich mit Mitmenschen jeglicher Couleur verknüpfen zu können.

Ich saß nun in Thannhausen im Café und ließ den Tag Revue passieren. Er
war so angetan, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ich möchte nicht mehr
Wissensträger für andere sein – ich möchte Erfahrungs- und Erlebnisträger
sein. Ich möchte Mitmensch sein, egal wie mein Gegenüber gepolt ist. Ich
möchte einfach nur noch menschenliebend mein Dasein ausbauen. Und ich
möchte mal wieder heimkommen. Ja, das ist im Moment mein größter
Wunsch und dem werde ich jetzt nachkommen.

*
35. Unterstützung von Innererde
06.11.2008 Einfahrt

Zum ersten Mal konnte ich über ein mobiles Portal nach Innererde reisen.
Als ich am Parkplatz in Maria Vesperbild ankam, holte mich ein junger
Acheler ab und sagte mir, sie wollten das mit mir mal ausprobieren. Er legte
an einer geschützten Stelle einen aufklappbaren Ring auf die Erde (er sieht
wie ein Hula-Hoop-Reifen aus) und aktivierte ein kleines Handgerät und
schwupps – waren wir in Innererde. Etwas benommen und vor Aufregung
zitternd stellte ich fest, das hat fast keine Zeit in Anspruch genommen – ein
Sekundenbruchteil lang ein Blackout – beamen in Reinstform!

Mordechai und Starsa empfingen mich grinsend.

»Siehst etwas blass aus«, scherzte Starsa. »Wir wollten dir mal zeigen, wie
wir ausfahren. Wir könnten das zwar auch ohne dieses Gerät, es macht die
Sache aber etwas einfacher. Auch das ist eine Technik, die unsere
Fähigkeiten nicht abbremst, denn es wird genauso durch unsere
Gedankenkraft gesteuert, wie eine Teleportation ohne solch ein Gerät.«

Sie zeigten mir so ein Ding. Es ist aufgebaut wie eine Art Gliederkette, hat
Platz in der Hosentasche und auch das Steuergerät ist sehr klein.

»Wir legen größere Strecken in Innerderde häufig auf diese Weise zurück«,
erklärte Starsa.

Wir gingen nun zur Röhrenbahn und fuhren etwa zehn Minuten mit dieser
zu einem Ort, wo ich bis dahin noch nicht gewesen war. Es war ein
Riesengelände, auf dem viele unterschiedlich große und kleine Ufos
standen, mit Sicherheit ein Gelände, so groß wie München insgesamt
einnimmt. Es ist ein Steppengebiet, relativ unfruchtbar – deshalb benutzt
man es als Lagerstätte für die Ufos. Rund um die Ufos nahm die Natur
ihren Raum ein.
»Auf jedem unserer Kontinente gibt es mehrere solcher Stationen«,
erläuterte Starsa. »Dass wir sie dir zeigen, hat einen wesentlichen
Hintergrund – du solltest wissen, dass Innererde zwar ein Ort irdischer
Arterhaltung ist, ein Hort wedischer Inhalte –, aber auch eine Basis die Erde
letztlich schützen zu können, wenn Bedarf ist. Der letzte Bedarf liegt knapp
11.000 Jahre zurück.«

»Das ist ja eine Riesenarmada«, konstatierte ich beeindruckt.

»So viele gibt es auf jedem Kreuzfeldplaneten«, lächelte Starsa. »Da dies
andere Raumvölker wissen, die eher zu den Piraten und Kollektivisten
zählen, hat das einen großen Vorteil. Und vor einigen Wochen zeigten wir
dies auch einigen Herren eurer Hintergrundregierungen, die anschließend
ziemlich beeindruckt – ja eher bedrückt – wieder zurückgebracht wurden.

Vielleicht erinnerst du dich noch an die Tage, wo es in den Medien hieß, die
amerikanischen Präsidentschaftskandidaten hätten sich mal für ein paar
Tage zurückgezogen? Da haben wir diese, deren Hintermänner, und auch
einige von anderen Staaten hierhergeholt«, grinste er breit. »Der Große Rat
hatte das vorgeschlagen, nachdem frühere Ratschläge und Einwände nichts
brachten. Deshalb waren Ulluer, Mara und viele andere so oft für
Großratssitzungen weg.«

»Es scheint, wir sind jetzt tatsächlich an einem Wendepunkt angelangt«,


sinnierte ich nachdenklich, »dieser ist ja auch in aller Munde, wie ich
feststelle.«

»Ja, jedoch mit unterschiedlichen Merkmalen«, nickte jetzt Mordechai. »In


Politik, Wirtschaft und Wissenschaften signalisieren solche Aussagen, dass
sie sich nicht mehr dagegen sträuben können – es aber trotzdem gerne
möchten. Sie müssen erst noch verdauen, was ihnen offenbart wurde, denn
sie sehen darin eine Bedrohung ihrer Machtbereiche; eine Beeinflussung
ihrer Einflussnahmen. Dass die Erdenmenschheit ihren Werdegang frei von
Machteinflüssen ihrer Vorstellung gehen soll, ist für sie eine Katastrophe.
Sie müssen jetzt erst einmal Zugeständnisse machen, um sich zu sammeln.
Sowas kennen wir. Dann werden sie versuchen, mit regierungs- und
militärfreundlichen außerirdischen Verbündeten ein Konzept zu entwickeln,
um wieder die Oberhoheit zu erlangen. Dabei übersehen sie die
Eigendynamik des Planetengeistes, denn dieser ist, wie wir schon oft
betonten, grundsätzlich wedischer Natur.«

»Vielleicht kann ich dazu noch etwas für Thalus anführen, um es ihm
innerhalb seiner Genetik zu erläutern«, warf Starsa ein. »Die B spüren
derzeit eine geistseelische Wiedergeburt – die A eine verstärkte
Bereitschaft, diese zu unterstützen und zu kanalisieren. Da wechseln sich
die Prioritäten ebenfalls ab, denn die Voltraingene kommen zur Geltung.
Und wenn diese zur Geltung kommen, sollten die B wissen, jetzt ist es an
der Zeit, gemeinsam, achtsam miteinander umzugehen. Es darf nicht wieder
passieren, dass das genetische Wissen der A ignoriert wird, wie das über die
letzten Jahrhunderte geschehen ist.«

»Allerdings wissen viele A und B gar nicht, wohin sie tendieren«, warf ich
ein. »Da gibt es A, die meinen, sie seien B und umgekehrt. Vor allem
Frauen mit der A-Genetik lehnen diese bei sich ab, weil sie denken, es hat
mit körperlichem Kampf zu tun. Und manche B halten ihre noch
vorhandenen aggressiven Programme für die A-Genetik. Irgendwie ist
vielen, die davon gehört haben, nicht ganz klar, dass die A-Genetik in ihrer
Grundtendenz überhaupt nichts mit körperlichen Kämpfen zu tun hat.«

»Das liegt daran, dass alle A irgendwann vergessen haben, was sie mit
dieser Genetik wirklich anfangen können«, nickte Starsa. »Diese Genetik ist
so angelegt, dass sie schützt und alles, was nicht auf die Erde passt,
abwehren kann. Es geht um das Klarwerden seiner Anlagen. Solange A, B
und A/B sich nicht wirklich abfragen, wer sie nun sind, wird es auch keine
klare Selbsterkenntnis geben. Keiner von ihnen darf sich in eine
Wunschvorstellung dessen begeben, was er denn gerne sein will. Alle sind
angehalten, ihre wahre Genetik zu fassen und dementsprechend zu handeln.
Das ist kein Egospiel – es geht um das Überleben der wedischen
Menschheit.«

»Ja, ich sehe innerhalb dieser Kriterien oft noch Egospiele, Interpretationen
und einen Hang, spekulativ aufzutreten«, folgerte ich. »Wahrscheinlich
denken sich einige, das sei alles ein Spiel und man könnte darin
herumreisen, wie man gelaunt ist.«
»Humor dabei ist ja gut«, erklärte Mordechai. »Ihr solltet den Humor nie
ausklammern, jedoch auf der Grundlage ehrlicher Fakten.«

Wir saßen nun in Starsas Garten und Ragnar schnurrte mich verliebt an. Ich
genoss die Umgebung und Atmosphäre – doch ich trage in mir das Wissen,
dass ich mit vielen nicht darüber sprechen kann und das beschert mir auf
Obererde eine große Portion an Einsamkeit.

Ulluer und Mara kamen hinzu und ich holte den Zettel mit Fragen aus
meiner Hosentasche – Fragen, die mal wieder C. mir mit nach Innererde
gab – ihm reichen meine Antworten im Forum zu diesen Fragen nicht. Ich
setze die Antworten zwischen die Fragen.

Hallo Thalus,

ein paar Fragen vorab:

1. Sind sich Innererdler über alle globalen Vorgänge hier oben bewusst?

»Ja.«

2. Von welchem Sternensystem kommt der Mensch ursprünglich?

»Das weiß Mater alleine.«

3. Kam der Mensch durch eigene Raumfahrttechnik nach hier oder wurde
er zwangsdeportiert?

»Eingeburt, nachdem ein menschlicher Körper dafür auf der Erde


erschaffen wurde, Teleportation, Raumfahrt und Technik und einige
Völker kamen auch per Zwangsdeportation.

4. Ist dieser Planet ein Durchgangsplanet im interstellaren Raumflug?

»Wie andere Planeten eben auch.«

5. Gibt es Weltraumpiraten?

»Ja.«
6. Gilt auf diesem Planeten das Seerecht?

»Nicht wirklich – das untersteht der künstlichen Matrix. In


Wirklichkeit herrschen nur die kosmischen Gesetze.«

7. Können Reptos (oder Drakos) sich selbst aus einer Zelle


reproduzieren, mit allen Körpern?

»Nein – das ist Quatsch.«

8. Können diese mit sich selbst kommunizieren?

»Natürlich«

9. Verstehen sie die Menschen? Haben sie Angst vor der menschlichen
Kreativität?

»a. Ja, b. Nein.«

10. Kann z.B. ein Draco kreativ sein oder dient er nur dem Kollektiv –
unverändert seit Millionen Jahren, wissend er ist unsterblich.?

»Sowohl als auch – unsterblich sind alle Bewusstseinsträger,


körperlich nicht.«

11. Kann ein Repto den Tod eines Menschen verstehen? Wenn er sich
selbst wieder erschafft und das auch vom Menschen denkt?

»Siehe 7 und ja – er begreift wie Homo sapiens.

12. Sind sich die Reptos untereinander einig?

»Nein.«

13. Von wo kommen sie? Aus dem äußeren Universum oder dem Inneren?

»Sowohl als auch.«

14. Sind Reptos kooperativ mit Menschen? Können sie diskutieren?


»Ja, da sie selbst Menschen sind.«

15. Hat der Mensch einen Wert für sie oder sind wir wie Kakerlaken?

»Dieses Denken besitzen nur außerirdische Reptos, die sich hier noch
aufhalten. Innerirdische Reptos haben dieses Denken nicht.«

16. Wohin strebt die neue Weltordnung? Segen für die Menschen oder
völlige Kontrolle?

»Kontrolle – und die hat nichts mit Reptogruppierungen alleine zu


tun.«

17. Was unterscheidet Repto vom Menschen? Die Kraft der Gedanken?
Können Reptos die gleiche Gedankenenergie aufbringen wie
Menschen?

»Physiognomie, sonst nichts. Die innerirdischen Reptos sind im


Denken klarer als 90 % der Oberflächenmenschen.«

18. Wie sieht die Verbrüderung mit z.B. Dracos aus, wie mit einem Repto,
der 6 m groß ist und noch nicht mal duldet, dass der Mensch in seine
Augen schaut; und tut er es doch, ihn tötet? Sind das unsere Brüder?

»Die Frage ist voller Unlogik und Hass – es ist eigentlich sinnlos
darauf ernsthaft zu antworten. Es ist auf Planeten mit unseren
Schwerkraftverhältnissen unmöglich, Menschen in dieser Größe
entstehen zu lassen. So aufgeblasene Kreaturen wären auf der Erde
nicht überlebensfähig.«

19. Was wissen die Innererdler, was hier alles so rumkreucht, wer hier so
sein (Un)wesen treibt? Warum sind sie unten? Haben sie Angst vor
Menschen? Glaube ich nicht, ist es die Angst vor etwas ganz anderem?
Sie sollen mal die Wahrheit sagen. Es gibt noch ganz andere Fragen,
aber die gehen zu weit. Es sind Fragen aus dem Geistbereich. Wir
streifen hier nur den physischen Bereich, hinter ihm liegt das
Wirkliche. Damit wir uns richtig verstehen, mir geht es nicht um
Schwarzmalerei, aber, um zu wissen, wer wir sind, müssen wir zuerst
wissen, wer wir nicht sind. Ich bin weder Repto noch Drache noch
Echse. Ich bin Mensch, pur. Ich habe um mich herum eine Menge
Drachen und Reptos, sie alle sind mit mir irgendwie verbandelt. Das
kostet eine Menge Energie. Ansonsten bin ich ein Vertreter meiner
menschlichen Spezies. Ich komme direkt von meinem Heimatplaneten
hierher, ohne ‚zig Inkarnationen, ohne alte Kamellen und finde hier
eine Situation vor, die dort in den kühnsten Träumen nicht vorstellbar
war: Die geplante Vereinigung / Verbrüderung mit den Reptos. Wisst
ihr, was wir dort alles mitgemacht haben? Wir kannten keinen Krieg,
keinen Konflikt, bis die Reptos kamen und unsere Ahnen
verschleppten. Warum? Weil sie uns als Rohstoff benutzen wollten und
als Sklaven. Sklave ist schon und Rohstoff kommt noch. Was mit
Schweinen geht, (Patent München) geht auch mit Menschen. Aber
Halleluja, sie meinen es nicht so. Verbrüderung. Bruderkuss. Negative
Denke? Dann nehmt mal Kontakt mit euren Brüdern und Schwestern
in eurer Heimat auf, das könnt ihr ja. Fragt sie: He, was geht denn ab?
Und dann macht weiter Witze über Reptos und unsere Gene und
werdet euch dessen bewusst. Und ich frage zum Schluss: Christa,
Thalus, seid ihr Reptos oder Menschen? Es zählt nicht, was wir so
wissen. Die Entführte wird irgendwann zum Entführer ein Verhältnis
aufbauen. Das ist Hurerei. Das sagt Gott. Ihr sprecht von wedisch. Auf
unserem Heimatplaneten gibt es dieses Wort nicht. Dort gibt es nur die
Trauer über die Entführten. Und wir dort haben die Möglichkeit,
alleine per Gedanken alles zu verändern. Wir tun es nicht. Das ist
unsere Schwäche, aber auch unsere Stärke.

Alles Liebe C.

»Ebenfalls anmaßende Fragen, die er sich bereits selbst beantwortet.

Warum sind die innerirdisch lebenden Anderweltler unten? – Weil sie den
natürlichen Platz bevorzugen!«, warf Starsa, ein. »Wir sagen stets die
Wahrheit – wer etwas anderes behauptet, ist lediglich ein bewusster
Streitsucher. So, so, er ist weder Repto, Drache oder Echse – dann ist er ein
Zombie? Es gibt keinen reinen Homo sapiens, wie ihr es euch häufig
vorstellt. Alle Menschen, die mehrere Gehirne aufeinandergeschichtet
haben, sind Mischwesen und das beinhaltet auch Repto, Drache oder Echse.
Alles andere will ich nicht kommentieren, denn die Energie des
Fragestellers ist die eines schwer geschädigten und manipulierten
Menschen. Polemisch, zersetzend und nicht fähig, sich und seinen
scheinbaren Feinden zu verzeihen.«

»Aber ich habe eine Frage«, warf Nasmakrai ein. »Warum ist er ohne
Zwischenstation auf der Erde inkarniert? Warum geht eine Geistseele in die
unvorbereitete Fremde, wenn sie nicht – aus welchen Gründen auch immer
– urplötzlich fliehen musste?«

Sie lasen sich C.s Fragen noch einmal durch und Nasmakrai nickte.
»Möglicherweise ist er eine Geistseele, die wir Herchack nennen. In deiner
Sprache in etwa: Eine in Äonen gefallene Geistseele auf dem Weg zur
Läuterung. Ich sage bewusst möglicherweise, denn ich weiß es nicht; seine
Präsenz spricht zumindest so.«

»Dass sie keinen Konflikt, keinen Krieg kannten, ist schlichte Lüge oder
Unwissenheit«, sagte Mara zu C.s Aussage. »Nur wer Resonanz für
Raumpiraten jeglicher Couleur bietet, zieht sie an. Es sind Menschenwesen
eines Planeten, die schon mit Konflikten leben. Konfliktfreie Planeten und
Sonnensysteme bieten energetisch keine Resonanz und sind so in sich
geschützt. C.s kinetische Energie, die sogar in seinen Formulierungen ganz
offen zutage tritt, ist nicht die eines ehrlichen Menschen. Er verheimlicht
mehr, als er polemisiert. Kinesiologisch wäre ihm zu helfen.«

»Der Brief (C.s Fragenkatalog) hat mich sofort an einen verdeckten


Dunkelgeist erinnert«, folgerte Nasmakrai. »Entweder ist er so voller Hass,
dass er dadurch zu einem dunklen Geist mutierte oder er ist selbst für das
asurische Kollektiv untragbar geworden und es hat ihn vertrieben. Und nun
inkarniert er überall dort, wo kollektivistische Einflüsse herrschen und sich
wedische Energien neu formieren, um den Ablauf zu stören. Sein Hass
spricht jedenfalls Bände.«

»Frage ihn doch einmal, woher er kommt und warum ihn dann die alten
irdischen Artefakte so interessieren, dass er damit handelt. Warum sich für
etwas interessieren, was nicht zu seiner Vita gehört?«, fragte Ulluer
lächelnd. »Wenn er die irdische Vergangenheit nicht kennt, was tut er dann
hier? Und warum hat er sich so auf dich eingeschossen? Das gibt mir zu
denken.«

»Alfons schreibt offen über seine Kontakte zu Innererde und Christa


schreibt viel über wedische Themen«, folgerte Starsa. »Das zieht ihn an.«

»Ich spüre dahinter noch etwas«, warf Mara ein. »Er sucht Anschluss, um
dann die Führung zu übernehmen für seine Zwecke. Denn hinter ihm steckt
noch mehr: Sein Wächter, von dem er in eurem Forum immer wieder
spricht – und diesen sollten wir beleuchten.«

»Es wird spannend», grinste Nas. »Das übernehmen Ahan und ich.«

»Wie wollt ihr das denn machen?«

»Über C.s Adresse, die wir über seine IP-Adresse schnell haben – und dann
beobachten, wer und was der Wächter ist«, schmunzelte Nas. »Ist’s ein
Wichtigtuer oder ein gezielter Störer, werden wir das schnell eruiert haben.
Wie wir dann handeln, gibt jener Wächter selber vor – das tun sie immer,
sie sind narzisstisch gepolt.«

»Aber stört das nicht C.s natürlichen Reifeprozess?«, gab ich zu bedenken.

»Wenn wer dies stört, dann doch dieser Wächter«, folgerte Mara. »Hat C.
selbst ihn dazu aufgefordert, dann respektieren wir das und ziehen uns
zurück.«

»Und all das könnt ihr rausfinden?«

»Das könntest du auch«, klopfte mir Nas freundlich auf die Schulter. »Aber
ich denke, dir wäre es einfach zu dumm, um dich damit zu befassen –
stimmt es? Siehst du, darum tun wir es. Wir lieben solche Dummheiten.«

»Du und Ahan schon«, lachte Mara.

Christa hatte mir noch eine Frage bezüglich der Dimensionen von Innererde
und Obererde mitgegeben, die ich nun auch noch stellte.
»Das Spektrum der Menschen hier in Innererde liegt zwischen dem Ende
der vierten Dimension bis in die sechste Dimension hinein, während es auf
Obererde vom Beginn der vierten Dimension bis in die Anfänge der fünften
Dimension reicht.«

Zurück in Ulluers Garten stellte mir Starsa einen alten Freund vor – einen
sehr alten Repto, dessen Härchen und Haut fast weiß sind. Er ist ein
Schung, eine Art Geistesschamane, der an mir sofort sah, dass ich ein
Askshassna sei – ein Magier.

Starsa übersetzte, da der Alte meine Sprache nicht sprach und einen
Translator ablehnte.

»Du bist im Herzen, in Seele und Geist neutral – es ist deine Erlebniswelt,
die dich daran hindert, es zu leben. Suche im Negativen und im Positiven
das Neutrale, dann wirst du nicht mehr von diesem oder jenem
beeinflussbar sein. Deine Welt ist nicht so, wie man sie euch vorgaukelt.
Viele Geschehnisse finden nicht so statt, wie man sie euch glauben machen
will. Du bist umgeben von guten magischen Menschen und böse magische
Menschen versuchen euch zu beeinflussen. Seid nicht mehr gut – und
werdet nicht böse. Übt euch in Neutralität und werdet darin stark!
Betrachtet das Gute wie das Böse sehr ausgiebig – ihr werdet es erkennen,
es sind nur Mutter und Vater einer Verblendung. Wer hat die geschaffen? Ihr
selbst habt sie erschaffen, indem ihr Mutter und Vater Rechte einräumt, die
ihnen nicht zustehen. Wer war zuerst – der Gedanke zur Zeugung von
Ureltern in Form von Mutter und Vater oder Mutter und Vater mit dem
Gedanken an Kinder? Es war der Gedanke der inkarnierenden Seele – und
der Gedanke ist Kind des Schöpfens. Kinder erschaffen sich Mutter und
Vater – bilden sie und geben ihnen Rechte, die nur dem Einen zustehen –
dem Unsagbaren, Unbegreifbaren, den wir Mater und ihr Gott nennt.«

Er nahm meine Hand, drückte sie und fuhr fort:

»Die Söhne und Töchter Maters sind die wahren Menschen und Magier.
Schafft euch keine Mütter und Väter mehr – denen seid ihr entwachsen,
keine Herren und Herrscher, keine Armen und Reichen, keine Guten und
Bösen – schafft euch eure Grundmagie zurück, dann seid ihr wieder die
kosmischen Kinder der unendlichen Macht.«

Er sah mich mit seinen gelblichen Augen durchdringend an und Starsa


übersetzte weiter:

»Es sind Magier deines Kalibers, die dazu beitragen können, Obererde und
Innererde wieder zu vereinen und viele deiner Wesensgeschwister, die du
um dich hast, werden alles unterstützen. Denn du besitzt die große Macht
und Fähigkeit der Vereinigung – du kannst sie formulieren, weil dir dazu
die genetische Formel gegeben ist. Wir hier und ihr im Oben – wir können
es schaffen, auch die letzten Zweifler soweit zu besänftigen, dass sie
wenigstens den Vereinigungsversuch beobachtend zulassen.«

Ich ging noch spazieren, weil ich ziemlich verwirrt war. Unterwegs konnte
ich Tiere beobachten, die zielgerichtet herumwuselten. So kamen sie mir
zumindest vor. Die ganze Natur vermittelt mir in Innererde immer wieder
eine heile Welt, die wir uns im Oben wünschen. Ein Bär und mehrere Wölfe
liefen mir über den Weg, aber auch kleine Dachse und Mäuse. Die Wölfe
beachteten mich mit Neugier, aber sie kamen mir nicht zu nahe. Ein Adler
flog über mich hinweg und erregte meine Aufmerksamkeit. Er landete etwa
fünf Meter vor mir und es sah aus, als begutachte er mich. Ich ging ganz
langsam und vorsichtig auf ihn zu – er blieb sitzen. Als ich bei ihm war,
ließ er es zu, dass ich ihn vorsichtig berührte. Sein Gefieder war weich und
wachsig.

Auf dem Rückweg zur Ausfahrtskammer begegneten mir Reptos und


Sapiens, die mich anlächelten und mir zuwinkten. Je näher ich der
Ausfahrtkammer kam, desto stärker überkam mich das Gefühl, ich mag hier
gar nicht mehr weg. Es ist hier alles so viel klarer und offensichtlicher – ich
spüre die Verbundenheit aller Lebewesen. Ich kam an Starsas Teich vorbei,
wobei mich wohl Starsas alter Otter entdeckte. Otter begrüßte mich
neugierig. Vorhin, als ich bei Starsa war, wollte oder konnte er wohl nicht
kommen. Er zupfte an meiner Hose, als wollte er sagen: ›Bleib doch noch
ein bisschen‹. Und ich blieb stehen. Er führte sich so putzig auf – ein Bild
für die Götter. Ragnar war mir ebenfalls gefolgt, als wollte er mich auf
meinem Spaziergang beschützen – oder einfach mit mir spielen. Für mich
war all das ein großes Beispiel, wie es bei uns wieder werden kann, wenn
wir das Wedische wieder ergreifen. Ich begann zu weinen.

Wahrscheinlich ist es gar nicht so wichtig, zu begreifen, wie das


physikalisch abläuft. Viel wichtiger scheint mir im Moment zu sein,
Stellung im Leben zu beziehen. Ich bekomme vielleicht immer öfter einen
Portalblick. Das möchte ich zumindest gerne erwirken. Und ich habe in den
letzten Wochen begriffen, dass sich etwas Gravierendes auf unserer Erde
tut. Alleine dabei sein zu dürfen, gibt mir wieder Auftrieb.

*
36. Keiner hat All-Wissen
15.11.2008 Einfahrt – Gespräch mit Mara

»Wer, wie du, seine Inkarnationen in Ordnung bringt, sie also mit Inbrunst
aufarbeitet, durchlebt immer wieder Reinigungsphasen, die es körperlich in
sich haben«, erläuterte Mara nach einer weiteren kinesiologischen Sitzung
mit mir. »Du hast viel aufzuarbeiten, was andere nicht haben – oder nicht so
exzessiv. Und wieder andere arbeiten sie nur mit dem Verstand auf,
scheiden sie jedoch nicht fein- und grobstofflich aus.«

Ich musste lachen über das Ausscheiden –, aber letztlich trifft es das genau.

»Du hast ja erlebt, dass Frater Peter ziemlich frei von


Inkarnationsanhaftungen gehen konnte«, folgerte Mara. »Er konnte somit
bewusst in seine nächste Wunschinkarnation überfließen. Er ist wieder
inkarniert – auf Achele. Der reine Vernunftmensch, der es versäumt, das,
was ihr als Karma bezeichnet, emotional und physisch auszuschleusen, wird
es im Sterben schwerer haben, da er vor lauter Verkrustungen seine
Folgeinkarnation nicht im Blickfeld behalten kann.23 Diese Seele macht
dann nochmal eine Inkarnation der Reinigung durch. Das ist kosmisches
Prinzip – letztendlich eine Gnade Gottes.«

»Das ist ja auch nicht schlimm oder?«

»Das nicht«, folgerte sie, »jedoch wird all das nochmal durchlebt, was nicht
erledigt ist. Für manche Menschen kann das schon erschwerend wirken,
weil ja die Déjà-vu-Gefühle vordergründig in Wirkung gehen. Sie haben
dann das Empfinden im Sinne von ›Warum erwischt es gerade mich?‹.
Solche Aussagen sind stets klare Hinweise auf karmische
Auflösungsmerkmale.«

Ulluer kam nun nochmal auf das Fein- und Grobstoffliche zurück: »Fein-
und Grobstofflichkeit bedingen einander, weil sie im Grunde die beiden
Seiten physischer Existenz darstellen. Alles schwingt fein- und
grobstofflich, nur das einseitige Denken verhindert ein Erkennen dieses
Naturgesetzes. Alles atomar belebte ist fein- und grobstofflich zugleich. Die
Seele agiert voll bewusst darin, in Anbindung zum Geist, der alles aufrecht
hält. Die Interaktion zwischen Geist und Seele ist Schöpfer und Geschöpf.
Das Geschöpf (Seele) hat alle Freiheiten der Entscheidung, wie es im
Universum in Existenz oder Nichtexistenz in Erscheinung treten will. Jede
Seele hat Einblicke in die Vielfalt von Möglichkeiten und sie sucht sich
immer eine für sie stimmige Manifestation, aus der sie
Schöpfungsinformationen holen kann. Das Geschöpf Seele besitzt die
absolute Freiheit Gottgleichheit zu erforschen – also sich auch in die
Vorstellung eines Gottes zu begeben. Sie wird dann die Gottgeistigkeit
erleben. Begibt sich so eine gottgleiche Seele in die Feldebenen des Fein-
und Grobstofflichen, wird sie sich zu spiegeln beginnen. Innerhalb dieser
nun stofflichen Gegenüberstellung spielt Seele alle Nuancen ihrer Freiheit
durch und sammelt somit Personifizierungen, mittels derer sie sich
ausdrückt. Daraus entstanden die Götter-, Engel- und Dämonenhierarchien
(welche aus getrennten geistigen Aspekten entstanden, die aus ihrer Mitte
gerissen wurden). Und alle sind urgöttlicher Natur. Diese bilden die
unterschiedlichen Schöpfungskräfte und ein mannigfaltiges Spielfeld der
Seelen. Die Menschenwesen spüren intuitiv diese Kräfte und Energien. Je
nachdem, welche sie selbst schon erlebt haben, weisen sie Tendenzen dazu
auf. Hat der Mensch Angst vor dem Bösen, hat er das Böse noch nicht
durchlebt oder es in sich noch nicht bearbeitet. Hat er Angst vor dem
Guten24, hat er das Gute noch nicht durchlebt oder es in sich noch nicht
bearbeitet.25 Wer alles durchlebt hat, hat keine Angst mehr, denn er ist im
Begriff des Neutralen und kann von dort aus seine weiteren Inkarnationen
ansteuern. So wird sich ein neutraler Seelenträger so weit wie möglich
sowohl von Gutmenschen als auch von Schlechtmenschen distanzieren – er
weiß, dass alles nur Halbheiten sind.«

»Vielleicht reagiere ich auch deshalb so distanziert, wenn mir jemand sagt,
er meine es ja nur gut mit mir«, sinnierte ich.

»Das resultiert daraus, ja«, nickte Ulluer. »Eine mitmenschliche Reaktion


für sowohl das Gute als auch das Böse wäre die richtungsweisende –
allerdings gehört dazu eine große Portion an Selbsterkenntnis sowie
Gleichgültigkeit gegenüber allem. Das fällt auch mir manchmal noch
schwer.«

»Mara nicht oder?«, fragte ich sie.

»Stimmt«, lächelte sie, »ich bin ein Androgyns und die sind jenseits von
Gut und Böse. Jedoch kann ich mich bewusst in diese oder jene Tendenz
einfühlen, um darin meine Arbeiten zu vollbringen und mich danach sofort
wieder davon distanzieren.«

»Ich kann mich auch in andere Menschen einfühlen«, folgerte ich. »Doch
mich dann gleich wieder zu distanzieren, fällt mir recht schwer.«

»Dich ziehen eher die guten Menschen an – hm?«

»Schon – ja«, nickte ich.

»Dann sammelst du dort noch Informationen«, lächelte Mara. »Doch ich


stelle an dir immer klarer fest, wie du dich nach und nach ins Androgyne
bewegst. Noch bist und reagierst du hauptsächlich gerne männlich und
stellst deine weibliche Seite hinten an, noch nicht daneben. Deshalb sind
auch Frauen für dich noch ein bisschen exotisch – erforschenswert.«

Als ich rot wurde, lachte sie liebevoll und meinte:

»Du musst nichts verbergen – du bist doch ein wünschenswerter Mensch


für weibliche Menschen«, klopfte sie mir weich auf die Wange. »So, wie du
das Weibliche erforschst, wirst du es in deinem nächsten Leben vollständig
integrieren und dann dürfte deiner androgynen Inkarnationsphase nichts
mehr im Wege stehen.«

»Ich stelle aber vielfach fest, dass Frauen bei uns zu stark männlich sind –
das irritiert mich dann schon«, warf ich ein.

»Das sind zeitgeistige und gesellschaftliche Prägungen und nur


oberflächlich, Alfons«, konterte Ulluer nun, »vielfach aufgesetzt als
vermeintlicher Selbstschutz. Darunter befinden sich auch sehr weibliche
Frauen.«
»Dann zeigt sich unsere Bundeskanzlerin als ziemlich aufgesetzt«, prustete
ich hervor.

»Innerlich ist sie eine unglückliche Frau«, nickte Mara ernst. »Das sehe ich
ihr an.«

Ich wollte nun von ihnen wissen, wie sie persönlich die Lage der
oberirdischen Menschheit sehen.

»Du meinst also, wirklich persönlich – meine eigene Meinung dazu?«,


schaute Ulluer mich fragend an, »unabhängig aller Ratsmeinungen und
Speziesbeauftragten? Ich erwarte einen gewaltigen Anstieg an Geburten in
den Industriestaaten und in etwa 15 Jahren einen massiven Absturz. Schon
in den nächsten Jahren wird Volksarmut als allgemeines
Gürtelengerschnallen deklariert, woraus sich Unruhen bilden werden.
Kurzfristig werden Bioroboter einen Aufstand anzetteln, der jedoch von
Militärs niedergeschlagen wird, die wiederum Bioroboter sind. Dann wird
eine scheinbare Ruhe und Normalität einkehren, indes sich bestimmte
Menschen aus dem mentalen Untergrund formieren werden, das wedische
Denken energetisch zu stärken. Aus diesen Formationen werden die neuen
Übergangsregierungen geschaffen werde. Dann wird es zu einer
Konfrontation kommen, in der wir und andere nichtirdische Spezies sich
erneut gegenüberstehen werden. Es wird dann an euch liegen, wie weit ihr
die wedischen Energien gefestigt habt, ob es noch mal zu einem Krieg à la
Mahabharata kommt.«

»Ich sehe das ähnlich, aber nicht so dramatisch«, erläuterte Mara ruhig.
»Alle Zeichen stehen auf einer kurzzeitigen Wiederkehr des Matriarchats,
weil das Patriarchat versagen wird. Es wird einen enormen Männermangel
geben, weil vermehrt die Männer patriarchalen Denkens sterben werden
oder ganz einfach wie gelähmt sind. Das wird ein globales Phänomen
werden. Nicht ohne Grund wächst die Population starker Frauen, die heute
bereits in vielen Familien die Leitung übernehmen. Und ja – auch ich sehe
und empfinde, dass sich in den nächsten Jahren das wedische Denken und
Empfinden erhöht, nicht unbedingt offiziell – vielmehr über Frauen und
Männer, die mentale Pionierarbeit leisten. Es wird zu einer Konfrontation
kommen – aber diese sehe ich letztlich als Anstoß zu Urerinnerung.«
»So betrachtet – wie sieht das derzeitig der Große Rat und die
Speziesbeauftragten?«, fragte ich nüchtern.

»Innerhalb deiner Mahabharata-Erinnerung«, nickte Ulluer, »und dennoch


in Hoffnung, dass ihr eure 5. Wurzelrasse dieses Mal erhalten könnt, denn
ihr seid bereits viel weitergekommen, als vor 12.000 Jahren. Auch wenn es
eine Menge Eingeburten damaliger Beobachter gibt, die nur darauf aus
waren, wieder einen solaren Krieg zu erleben, gibt es einen gravierenden
Unterschied zu damals: Heute sind die Großen Alten am Wirken und dort,
wo sie wirken, ist dieser Plan erfolglos.«

Wir waren spazieren. Dabei erläuterten beide, wir sollten meine Treffen mit
Innerirdischen und Anderweltlern nicht mehr ganz so offen darlegen.
Solange bei uns noch die alten Inkarnationen so vordergründig wirkten,
sollten wir alles, was wir über Innererde veröffentlichen, auch erst einmal
mit Innererde absprechen.26

»Sieh es so – lasst unsere Antworten so einfließen, wie ihr sie für euch
annehmen und darlegen könnt und sagt es nicht zu bestimmt – sondern
durch ein ›Es könnte sein, dass...‹, denn das sind die Menschen bei euch
gewohnt. Menschen, mit relativ sicherem Wissen sind vielen von euch
suspekt, weil sie selber in sich extrem unsicher sind. Tatsächlich ist es so,
dass du und Christa unsere Antworten meist selber wisst, da wir euch
beiden nicht unbedingt Neues sagen«, konstatierte Mara. »Wir sind
miteinander verwandt und verwurzelt. Jedes Wort von uns wird erst mal
gefiltert – und da liegt das Problem, denn unsere Worte werden wichtiger
genommen, als eure Erkenntnisse. Daraus ergibt sich, dass man von uns
erwartet, an euren Problemen etwas zu ändern. Alle A und B haben den
gleichen Zugang zu Wissen, auf das wir auch zugreifen. Ihr seid genauso
Acheler, Ohai, Harukanier, Voltrain und noch viel mehr. Ihr seid
eigenständige Menschen und solltet lernen, unabhängig unserer Aussagen
eure Erkenntnisse zu erweitern.«

»Jedoch passt auf, das nicht dogmatisch zu tun, indem ihr anderen bedeutet,
das ist so und nicht anders«, lächelte Ulluer. »Bleibt sehr flexibel, dass ihr
keine Angriffsfläche bildet und ihr jederzeit beweglich-dynamisch agieren
könnt. Alles ist in Bewegung und nicht dogmatisch.«
»Manchmal habe ich das Gefühl, wir stünden innerhalb eines
Welpenschutzes euch gegenüber«, sinnierte ich.

»Was bitte?«, schaute Ulluer mich fragend an.

»Er meint Kinderschutz«, lachte Mara laut auf. »Kinder dürfen ruhig mal
mehr als Erwachsene.«

»Kann er das nicht so sagen«, brummte Ulluer und grinste.

»Kann er schon«, grinste ich, »aber ich darf es doch wohl noch so
ausdrücken, wie ich empfinde.«

»Ihr seid keine Welpen – eher mal sehr trotzig und macht euch gerne
kleiner als ihr seid«, nickte er – immer noch grinsend.

»Hast du Probleme damit?«, blickte ich ihn an.

»Nein – ich nicht. Und ihr macht sie euch selbst«, lachte er nun laut.

»Ich kann das schon nachvollziehen«, warf Mara freundlich ein. »Zu sehr
seid ihr vom Kollektiv geprägt, um euch erst mal individuell zu sammeln.
Ihr habt euch über Jahrtausende klein gemacht. Daraus hervorzuwachsen,
ist eine Lebensaufgabe. Und ihr benutzt viele Ausdrücke, die allgemein
benutzt werden, ohne darüber nachzudenken, dass Aussagen, die ihr macht,
eurer Persönlichkeit entsprechen sollten. Ihr verallgemeinert fast alles,
glaubt zu wissen, worüber ihr sprecht und müsst dann feststellen, die
Aussage ist pur persönlich und passt nicht allgemeingültig. Und jede
Aussage, jede Meinung ist davon gefärbt. Wirklich individuell sein ist bei
euch kaum noch möglich und das tut weh. Es ist dieser Schmerz, der
manchen von euch dazu motiviert, seine Sicht der Dinge als allgemeingültig
darzustellen. Auch das ist Erkrankung am bestehenden Kollektivsystem.«

»Wir können uns davon also nur reinigen und heilen, wenn wir uns laufend
hinterfragen, ob wir noch individuell reagieren oder noch innerhalb
kollektiver Verhaltensweisen?«
»Wenn du zum Beispiel meinst, du musst deine Meinung und Erkenntnisse
als allgemeingültige Wahrheit darlegen, kannst du daran erkennen, dass du
noch kollektiv beeinflusst bist«, nickte Mara. »Es lassen sich doch auch
nicht die 144.000 Gerechten kollektiv erfassen, sondern nur individuell.
Wenn du so willst, gibt es 144.000 Grundwahrheiten und nicht nur eine.
Und wenn du es schaffst, diese 144.000 Grundwahrheiten auf eine einzige
zu reduzieren, dann triffst du auf Mater. Und, was glaubst du, wird dir
Mater sagen? ›Ich bin die Wahrheit und das Sein aller Möglichkeiten!‹.«

»Kein Individuum ist also in der Lage das Wissen zu besitzen?«

»Nicht mal die Saraphinen kommen dahin«, warf Mara ein. »Wie kann es
da ein physischer Mensch wagen, sich am Allwissen zu reiben? Die
Einblicke, die wir erhalten, sind Fragmente – mehr nicht.«

»Ich glaube hier ist nun eine Portion Bescheidenheit die Grundlage für
Weiteres«, folgerte ich.

»Pure Selbstreflexion bringt dich zu dem. was du als Mensch im Moment


darstellst – ja«, nickte Ulluer, »groß, universell und wissend –, aber niemals
allwissend. Selbst das Geschöpf der ersten Sekunde – Luzifer – ist nicht
allwissend.«

»Ihr macht aber auch ständig Aussagen, wenn ich euch Fragen stelle. Und
die klingen für mich sehr bestimmt«, fügte ich noch an.

»Wir dürfen ja auch unsere Erkenntnisse weitergeben«, erklärte Ulluer,


»sonst könnte kein Mensch vom anderen lernen. Und wir dürfen diese
Erkenntnisse auch mit der Sicherheit weitergeben, mit der wir diese
Erkenntnisse erlangt haben. Und je mehr Menschen die gleichen
Erkenntnisse errungen haben, desto sicherer können wir sie als Teilwahrheit
annehmen. Doch du wirst bei uns nicht erleben, dass wir unsere
Erkenntnisse über die Erkenntnisse anderer Menschen erheben oder gar als
Allwissen darstellen. Wenn wir zu bestimmten Themen unterschiedliche
Sichten haben, dann freuen wir uns über die Bereicherung, schauen nach
Gemeinsamkeiten und finden meist die Schnittstelle, über die sich diese
Erkenntnisse erweitern.«
*

Ich ließ mal wieder alles Erfahrene Revue passieren. Das, was wir
momentan zu wissen glauben, ist nur ein Ahnen. Was wir noch lernen
müssen, ist das Begreifen, dass jedes Individuum nur ein Teilwissen besitzt.
Eine Spezies setzt sich zusammen aus Anteilen und somit Anteilwissen.
Vielleicht hat der eine oder andere etwas mehr Einblicke – aber insgesamt
betrachtet hat niemand das Allgemeinwissen.

Faszinierend ist auch, dass meine immer wieder auftretenden Krankheiten,


die ja im Grunde Heilungsphasen sind, eine Klärung meiner exzessiven
Inkarnationen darstellen. Es ist also nicht so, dass ich einfach krank werde,
sondern dass ich frühere Erkrankungen ausschleuse. Auch wenn mich diese
immer wieder überfallartig befallen, habe ich sie in diesem Leben durch
meine Auflösungen herbeigeführt. Ich wundere mich schon lange nicht
mehr darüber. Das ist zwar für mein unmittelbares Umfeld nicht so
ersichtlich, aber Christa weiß es intuitiv. Und ich weiß intuitiv, dass es so
sein muss für dieses Leben. Ich werde frei von all diesen Dingen meine
nächste Inkarnation angehen können. Wie auch immer ich mich ausheilen
kann und darf, ich will es so, und das gibt mir persönlich die Kraft und
Einsicht, es durchzuhalten. Meine Existenz gehört mir und sie stellt für
mich die Basis meines Seins dar – so, wie ich sie für mein Seelenheil
benötige.

Egoismus? Nein! Läuterung!

23 Während ich ausgerechnet diese Zeilen schreibe, verabschiedet sich Alf


endgültig von mir. Er wird auf Achele wiedergeboren und hat die idealen
Eltern für sich gefunden. Auf meine Aussage, dass ich ihn noch brauche,
bis die Tagebücher aufgearbeitet sind, meinte er: »Du schaffst das ohne
mich! Außerdem wirst Du meine Seele im Notfall noch erreichen, da wir
eng miteinander verbunden sind. Aber bitte nur im Notfall - ich will mich
jetzt auf mein neues Leben konzentrieren.«

24 Wenn es kein Böse mehr gibt, wissen die Menschen auch mit dem Wort
Gut nichts anzufangen. Gut bedingt, dass es auch das Böse gibt. Existiert
das Böse nicht mehr, dann lebt man einfach nur im Ich Bin und in ständiger
Glückseligkeit.

25 Wobei durchleben nicht unbedingt selber körperlich wahrgenommen


werden muss – es reicht, in einem dunklen System gelebt und es in allen
Facetten erkannt zu haben. Ein empathischer Mensch kann bösartige Dinge
auch erleben, indem er mitfühlt.

26 Das hat sich bis heute geändert. Ich darf inzwischen wieder alles
schreiben.
37. Menschenwesen sind
speziesunabhängig
Einfahrt – Gespräch mit Ulluer, Mara, Mordechai und Starsa

Wir bekamen verstärkt Informationen zum Thema „Sternensaat“. Menschen


aus aller Welt wurden dafür im Schlaf auf Raumschiffe entführt. Männern
wurde Samen entnommen und Frauen Eizellen. Alf wollte über dieses
Thema mit den Innererdlern oder Anderweltlern sprechen.

Bei der Sternensaat handelt es sich um ein Zuchtprogramm


unterschiedlicher außerirdischer Sapiens und Reptos, die ihre Rassen
auffrischen wollen. Es sind zumeist Spezies, deren Fruchtbarkeit
zurückgeht und die über das Klonen immer mehr degenerierten. Sie wählen
sich dafür Menschen aus, die in der Genetik stimmig erscheinen, und die
bereitwillig an diesem Projekt mitwirken. Die Hintergründe sind immer
ähnlich – es wird den mitwirkenden Menschen eine spirituelle Größe und
Tauglichkeit für das große Rettungsprojekt bescheinigt und manchmal sogar
eine hohe Verpflichtung als Stamm-Mütter und -Väter einer kosmisch
neuen Menschenrasse bescheinigt.

»An sich kein schlechtes Ansinnen, denn so sorgen Erdenmenschen dafür,


dass diese Rassen wieder lebensfähig werden«, warf Mordechai ein. »Doch
es wird auch Manipulation angewendet, die am Rande moralischer Werte
angesiedelt ist. Die daran beteiligten Erdenmenschen wirken jedoch
freiwillig mit.«

»Es wird aber oft von Entführten berichtet«, warf ich ein.

»Dahinter steckt ein psychologisches Moment«, fuhr Mara fort. »Nachdem


erst mal ein Einverständnis geschaffen wurde und die Mitwirkenden im
Projekt sind, folgt anschließend oftmals eine Gewissensfrage. Es kommen
Veränderungsmechanismen zustande, so dass zum Beispiel befruchtete
Frauen oder befruchtende Männer mit Abwehr reagieren. Einerseits die
Freude über die Auserwähltheit, andererseits moralische Bedenken schaffen
eine schizophrene Schiene. Daraus folgen Depressionen, Ängste und ein
Gefühl von purer Ohnmacht. Es ist ein kleiner Teil der mitwirkenden
Erdlinge, der so darauf reagiert. Der Großteil geht damit um als seien sie
besondere Menschen.«

»Diese Menschen haben sich auf die jeweilige Projektspezies


eingeschworen und meist sind es auch extra dafür auf Erden inkarnierte
Außerirdische jener Spezies, an deren Projekt sie jetzt teilnehmen. Es ist
das kosmische Recht auf Überleben, das die ansonsten aussterbenden
Rassen ausschöpfen. Das müssen wir respektieren.«

Ich ging nun mit Starsa in seinen Garten und wir sprachen weiter
miteinander. Unser Thema war Mut zur Klarheit.

»Besonders wir Erdenmenschen neigen immer wieder dazu, uns von der
verqueren Energie des Planeten infizieren zu lassen. Es ist ein malträtierter
Planet in der Galaxis und so reagieren die Menschen mehr oder weniger
darin und darauf«, folgerte er. »Die Anderweltler müssen hier nicht
andauernd leben und haben es da etwas leichter. Trotzdem geben sie uns
immer neue Impulse, nicht zu verzagen. Ich bin hier unten in Endawin, was
du und einige andere oben in Europa seid: Botschafter der Erde und der
wedischen Annäherung. Wir sind dadurch verletzlicher als andere
Menschen, die sich nicht damit befassen. Wir gehen schneller in eine
Betroffenheit und leiden manchmal auch daran. Ich weiß das sehr genau,
denn auch wenn ich hier unten in einem sehr freien Lebensumfeld lebe, bin
ich mit Obererde stark befasst. Uns unterscheidet nur ein
Chromosomenpaar, ansonsten sind wir Menschenwesen mit identischen
Emotionen und Hoffnungen. Die Erde ist unsere Heimat, unsere Basis für
weiteres, das wir noch nicht definieren können. Uns verbindet dieser
wunderschöne Planet und wir sind verbunden mit Planeten im Universum,
die ähnlich schwingen. Wenn wir uns das ständig vor Augen halten, können
wir damit fruchtbar umgehen. Und schon begreifen wir, im Universum gibt
es nur eines wirklich: Die Schöpfung! Und wir sind alle mittendrin. Also –,
wovor muss man Angst haben?«

»Vor sich selbst?«


»Vor der Konditionierung, die wir angenommen haben, um das Sein zu
interpretieren«, nickte Starsa. »Wir sind durchflutet von Licht und
Dunkelheit, von Mut und Zweifel, wenn wir es nicht schaffen, all diese
Energien in uns im Gleichgewicht zu halten. Im Fleische sind wir Allseelen
zum Teil alleine auf uns gestellt und zum Teil in Maters Schoß. Vor Mater
hat niemand wirklich Angst – untereinander haben wir Angst vor der
Materie, vor der Physis, die uns zersetzend anmutet, wenn wir uns nicht an
das erinnern, was wir wirklich sind. Und letztlich ist Materie zersetzend,
denn sie wandelt sich ständig in Energie um – das ist das Sterben innerhalb
der Materie. Ständiges Aufbauen und Vergehen. Das erscheint vielen
Menschen so sinnlos. Dennoch hat es Sinn, diese Existenzebene zu
transzendieren. Also sollte der Umgang der Seelen in den materiellen
Verkörperungen die Ehrlichkeit Maters besitzen. Das Göttliche in uns
dürfen wir leben – ja, jedes Menschenwesen kann und darf göttlich sein.
Und du weißt, dass du schon mehrmals deine Göttlichkeit ge- und erlebt
hast. Und du weißt, das haben andere Menschen auch. Du weißt, dass du
mal als Zerstörer, mal als Aufbauer gelebt hast – aber stets in Wirkung. Du
und viele andere Seelen sind jetzt mal wieder soweit, euch zu erkennen als
frühere Götter oder Erzengel. Aber ihr solltet auch erkennen, dass es noch
immer personifizierte Grabenkämpfe gibt. Denn nicht jeder von euch ist
heute in der aufbauenden Energetik. Ob nun aufbauend oder zerstörend –
findet euch zu einem Konsens.«

»Du willst mir damit sagen, dass wir all das sind, was wir in uns empfinden
und das sollten wir in eine wedische Zusammenarbeit integrieren – oder?«

»Exakt«, lächelte Starsa, »selbst der vermeintlich größte Feind ist ein
Verbündeter auf der großen Suche (Reformation) hin zum wedischen
Urgrund«, folgerte er. »Es gibt keine Feinde, denn alle Menschenseelen
sind Geschöpfe Maters. Schließe Frieden mit deinem bisherigen Erzfeind
namens Jahwe – und du wirst erkennen, dass er/sie/es genauso leidet wie
du.«

»Woher weißt du davon?«

»Dein ganzes Sein spricht Bände darüber«, grinste er. »Du verzeihst einer
Geschwisterseele ihre Spielvariante nicht, die irgendwann zu deiner
Inkarnation konträr war. Die Vergöttlichung der Universalseele, die sich
mal als Jahwe manifestiert hat, geht dir gegen den Strich, weil du in diesem
Zeitraum eine konträre Göttlichkeit bekleidet hast und das steckt dir noch in
den Molekülen deines derzeitigen Seins. Dass das Jahwewesen sich bereits
erlöst hat, nimmst du nicht zur Kenntnis. Würdest du heute bewusst auf
diese Seeleninkarnation treffen, würdest du sie nicht mehr erkennen.«

»Aber ich spüre sie doch.«

»Was du spürst, sind Erinnerungen und ein Echo«, warf Starsa ein.

»Warum sollte ich dir das jetzt abnehmen?«, warf ich ein.

»Weil ich es dir klar sagen kann«, konterte Starsa. »Du musst mir gar nichts
abnehmen oder glauben – du brauchst nur in dich reinfühlen.«

Mara ist mit mir ausgefahren. Wir saßen im Café und sie holte
kinesiologisch einiges aus mir heraus. Wie immer machte sie das so
professionell, dass es mir erst hinterher bewusst wurde. Natürlich machte
sie das nicht, ohne mich vorher zu fragen, ob ich wolle. Um mir ein kleines
Beispiel ihres Einblickes zu geben, erzählte sie mir Intimes, das sie
kinetisch von mir abfragen konnte. Das war fast schon unheimlich. So ist es
stimmig, dass ich noch immer innerhalb drakonischer Impulse reagiere und
Christa innerhalb ihres Ohai-Erbes. Und beide klemmen wir.

»Ihr solltet euch lösen von euren spezifischen Anhaftungen, denn diese
hindern euch daran, euch im Urgrund zu finden«, erläuterte sie. »Jeder von
euch ist weitaus mehr als die Vorstellung einer Spezies, an der ihr
unbewusst festhaltet. Dadurch wagt ihr es nicht, zu eurem wahren Ursprung
zu finden, der speziesunabhängig ist. Ich existiere als Achelerin, aber ich
weiß, ich bin im Grunde meines Seins speziesunabhängig. Deshalb kann ich
mich in alle Speziesmanifestationen einfühlen und das könnt ihr
differenziert auch.«

»Heißt das, wir können alle Spezies der Schöpfung transzendieren und auch
begreifen?«
»Ja!«

So ließ sie mich mal wieder alleine stehen – und mich mit meinem
Gedanken alleine, die sich jetzt ziemlich aufbauschten. Ich konnte sie nicht
aufschreiben – mir fehlten die Worte dazu.

Ich fühlte mich aufgefüllt mit neuen Energien, die ich erst noch einordnen
musste. Es wird scheinbar immer extremer, was ich zu verarbeiten habe und
meinen Geduldsfaden enorm strapaziert.

Wir sollten untereinander und miteinander ehrlich und mutig umgehen.


Leider haben wir noch immer den Kampf in uns, anstatt das Erkennen
unseres göttlichen Seins. Offene und ehrliche Worte und ein Anschauen
Auge in Auge ist dazu sehr hilfreich. Wir alle müssen unsere Vorurteile
abbauen, wenn wir an einer neuen Erde arbeiten.

*
38. Manipulationen
05.12.2008 – Einfahrt

Alf wünschte sich, dass man bei einer Einfahrt mal schaut, ob sich in
seinem Körper Nanopartikel befinden, die sich schon größeren Einheiten
zusammengeschlossen haben.

Es fanden sich nur geringe Mengen an Nanopartikelchen, die einmal zu


einer größeren Formation zählten – jedoch nicht ausreichend für eine
Relaisherstellung. Mein Körper sei schon dabei, den Rest auszuschleusen –
ganz natürlich. Auf die Frage, woher solche Nanoteilchen kommen, meinte
die von Obererde stammende Ärztin, die nehme man sowohl durch Fast-
Food, bestimmte Fettsenker und über Industriebrot und andere industrielle
Backwaren auf. So ganz könnten wir uns nicht mehr davor schützen, es sei
denn, man gehe vollständig in die Selbstversorgung. Aber in der
Vermeidung möglichst aller Industrieprodukte könnten sie uns nicht
schaden.

»Weitaus gefährlicher ist Gen-Food«, warf sie ein. »In hohen


Konzentrationen genossen, legen die darin enthaltenen Erbinformationen
im menschlichen Organismus das Nervensystem lahm. Das heißt, die
gesamte Reaktionsfähigkeit wird auf ein Minimum herabgedrosselt, das
Denken wird träge und man wird über Hoch- und Niederfrequenzen
steuerbar.«

Nasmakrai fügte hinzu, man könne dann sogar nicht mehr zwischen Realität
und Fiktion unterscheiden.

»Wir können gar nicht so schnell die Sendestationen stören, wie immer
neuere auftauchen«, führte Nasmakrai weiter aus. »Und wir haben
festgestellt, das neue Vista-Programm in euren Rechnern agiert als
Modulsender für solche Manipulationsfrequenzen. Je weitläufiger diese
Systeme um sich greifen, desto vernebelter funken sie. Wenn also in einem
Umfeld von 100 Metern 5 solcher modifizierter Rechner laufen, ergibt das
ein Manipulationsfeld von über 60 %. Das reicht aus, fremde Impulse als
die eigenen zu definieren.«

»Und was ist mit Windows XP, Linux und anderen Systemen?«

»Die eignen sich kaum – es ist der Vista-Block, der speziell dazu eingeführt
wurde«, folgerte Nas. »So sind zum Beispiel Großstädte voll im Trend von
Fremdeinflüssen. Aber wer darauf achtet, sich vor Genfood, Medikamenten
und Impfungen fernzuhalten, der ist davon nicht betroffen.«

»Wem gehört Monsanto?«

»Einem Konsortium von irdischem Schwarzadel und nichtirdischen


Interessengruppierungen«, erwiderte Nasmakrai. »Diese Vereinigung wird
in nächster Zeit noch despotischer auftreten, was allerdings ihr Ende im
Voraus kennzeichnet. Ihr seid derzeit schwer im Griff dessen, was viele von
euch regelrecht heraufbeschworen haben.«

Er zählte viele Punkte und Kompromisse auf, die mir eindeutig bewiesen,
dass über 90 % der Menschen dies selbst so wollten und unterstützten –
natürlich gesteuert von außerirdischer Seite durch Aufzeigen aller Vorteile
des Fortschritts. Dass sich der Trend nun umkehre, sei schon mal ein
positives Zeichen des langsamen Erwachens.

»Bei allem dürft ihr nicht übersehen, die meisten Menschen haben es sich in
ihrer Habsucht und Bequemlichkeit sehr einfach gemacht, sämtliche
Führungspositionen den skrupellosesten Mentalitäten unter euch zu
überantworten«, konstatierte er fest. »Eure Wut auf die Andersartigkeit, die
ihr spürt aber falsch interpretiert, habt ihr einigen wenigen Psychopathen
übertragen, die euch nun nach diesen Kriterien zu führen trachten. Anstatt
nachzudenken, worauf eure Wut gründet, habt ihr diese nicht transzendiert,
sondern als Rassen- und Standeshass konstruiert. Über 90 % von euch
Obererde-Menschen sind der festen Überzeugung, dass es das
personifizierte Böse gibt und sich dieses über andere Völker ausdrückt. In
Wirklichkeit gibt es keine böse Manipulation, wenn man dieser nicht
zugesteht, die Führung zu übernehmen. Mit jeder Zu- und Einlassung gebt
ihr euren bereits schon irren Führern noch mehr Macht zum Überlegen, was
sie noch tun können, um euch zu zerstören. Wer nicht kapiert, dass die
Zerstörer nur das tun, was ihr ihnen auferlegt zu tun, muss sich nicht mehr
wundern über die derzeitigen Geschehnisse. Nicht mehr allzu lange und
eure Führer und deren Herren werden so irre, dass sie wahllos zerstören,
weil sie ihren Auftrag darin sehen.«

»Und darin seht ihr einen Grund, nicht mehr einzugreifen?«

»Das solltest du anders sehen«, sah er mich ernst an. »Wir stehen und
handeln für jene Erdenmenschen, die das nicht wollen. Allen, die nicht in
diesem Zerstörungswahnsinn hängen, werden wir beständig helfen. Das ist
unsere Aufgabe – und sie ist für uns heilige Aufgabe. Wir erreichen auch
nur jene Menschen, die noch relativ ursprünglich und klar denken und
empfinden können. Es ist weder Aufgabe von uns noch von dir und anderen
Kenntnisträgern, die Menschenmasse zu erreichen. Es sollte dir klar sein,
dass es zu einem Kataklysmus kommen muss, um die irdische Problematik
zu lösen. Jene, die irre sind und in ihrem Irrsinn die große Mission sehen,
werden vergehen müssen – das ist kosmisches Gesetz. Sie sind nicht
verloren, sie inkarnieren lediglich wieder entsprechend ihres
Bewusstseins.«

Ich musste jetzt gestehen, dass mir Nasmakrais Worte plausibel und völlig
klar einkamen. Es geht nicht mehr um den Erhalt des Status quo, sondern
um eine effektive Erneuerung der Erdenmenschen. Und egal, wo und wie
ein Mensch wiedergeboren wird, er bestimmt es alleine selbst.

»Wir haben jetzt jedoch einen irdischen Bestand«, warf ich ein. »Wie wird
sich dieser in den folgenden Jahrzehnten verändern?«

»Wir sprechen jetzt von Seelen und nicht nur von Personen«, lächelte er
nun. »Es werden sich die ursprünglich für die Erde entschiedenen Seelen
für die neue Erde entscheiden. Alle anderen werden sich für andere
Planeteninkarnationen entscheiden. Das wird geschehen, ohne Wenn und
Aber und zwar im Augenblick dieser Erkenntnis. Es wird keine Seele auf
der Strecke bleiben – so etwas gibt es im Universum Maters nicht.«

»Manche sagen, ihr alle seid nicht von Mater erschaffen, sondern von
Luzifer«, konterte ich.
»Ja«, nickte Nasmakrai, »kein Mensch ist von Mater in die Physis geführt
worden – das war und ist Luzifer, der Maters oberster Engel des
Schöpfungsvorgangs ist. Selbst Mater könnte sich nur über Luzifers
Autorisation in Menschengestalt manifestieren; aber unabhängig von
Luzifer zurück zu sich selbst. Luzifer ist nicht Satan – Satan ist die
Gewichtigkeit materieller Verlangsamung des Denkens in physischen
Körpern. Es ist das Trägheitsprinzip des Blutlebens – und nicht mehr.«

»Also ein Programm, die Materie zu begreifen?«

»Richtig. Es zeichnet sich im Ego einer physisch inkarnierten Seele aus –


dem Bewusstsein der Selbsterkenntnis. Das Satansprinzip innerhalb der
Materie ist kritisch, analytisch und pur selbstbezogen, mit der Neigung
intensiver Gleichschaltung. Daraus resultiert das Kollektivverhalten. Wer in
seinem Ego diese Verhaltensweise begreift, wird sich ihm niemals ergeben.
So ein Mensch wird sich durch Luzifer hindurch zu Mater bewegen. Wir
nennen das „Quellenleben“ und „Quellenerkenntnis“. Jedes
Menschenwesen besitzt Maters Geistigkeit – hat aber die Freiheit, sich
anderer Geistigkeiten, wie zum Beispiel Luzifers, zu bedienen.«

»Man sagt, Anastasia würde das anders definieren«, warf ich ein. »Und
viele Menschen hören auf sie.«

»Anastasia definiert das nicht anders«, lächelte er. »Ihre Worte, von Megré
übertragen, werden stets so interpretiert, wie sie ein Leser begreifen
möchte. Und sie weiß selbst sehr genau, dass sie ein Kind in der
Verkörperungsbasis Luzifers ist, und dass sie diese jederzeit zu Mater
durchleuchten kann. Anastasia ist ein Mensch voller Wissen und
Eingebundenheit in Mater. Je nach Bedarf kann sie so agieren, dass sie
selbst der unbedarfteste Mensch oder ein Manipulator begreift. Sie
beherrscht die universelle Gesamtheit aller Möglichkeiten und so wird sie
niemand wirklich definieren können, der ihrer Mentalität nicht sehr nahe
steht. Sie ist eine universell eingeborene Wedin, die alle Register ziehen
kann. Einige von euch können das jedoch auch schon.«

»Für die meisten Menschen ist Luzifer das absolut Böse...«


»Nur für jene Menschen, die sich bis jetzt nicht mit sich selbst in der Physis
versöhnt haben«, warf jetzt die oberirdische Ärztin ein. »Ein ab- und
aufgeklärter Mensch erkennt in Luzifer das Brückenprinzip zwischen Gott
und Materieerfahrung.«

Sie war jetzt ziemlich heftig und meinte dazu, sie müsse mal als
Erdenmensch mit ihren Erfahrungen was dazu vermelden.

»Ich habe die letzten 5 Jahrzehnte vieles gesehen und begriffen«, folgerte
sie. »Und in vielen meiner vorhergegangenen Inkarnationen durfte ich die
Erfahrung machen, dass wir Erdenmenschen daran erkrankt sind, uns den
von uns selbst erwählten Priestern und Führern die Macht einer total
verfälschten Interpretation des Kosmosgeschehens zu suggerieren. Wir
haben unsere Macht abgegeben, anstatt sie selbst zu benutzen. Und das
weibliche Prinzip hat es besonders versäumt, sich dem Männlichen zu
stellen. Wenn es eine Erbschuld überhaupt gibt, so ist es das Versäumnis,
dass sich das weibliche Prinzip nur noch aufnehmend gebärdet hat.
Irgendwann haben Frauen und Männer ihre androgyne Unschuld verloren.«

»Und wie holen wir uns diese wieder zurück?«, warf ich interessiert ein.

»Indem wir aufhören uns Frauen und Männer als verschiedene


Menschenwesen zu erachten«, konterte sie. »Nur für die Zeugung von
Nachkommen sind wir aufnehmendes und gebendes Prinzip der Biologie –
ansonsten sind wir beides – eins. Wir haben halt in der Physis unsere
spezielle Aufgabe.«

Sie sah mich offen an und fuhr fort: »Ich kann Männer nicht mehr ab, die
mich pur als Sexualobjekt taxieren und wittern. Ich bin jetzt 66 Jahre alt,
werde aber immer noch als Sexobjekt fixiert. Du bist einer der ganz
wenigen, die mich so sehen und achten wie ich bin – ein Mensch, den du
einfach magst. Und das ist eine ganz große Art von dir. Du warst einmal ein
Sexualmagier. Das spüre ich und davon gibt es sehr wenige. Deshalb weiß
ich auch, du begreifst heute das Menschsein ursprünglich.«

Das kam mir gerade recht und ich empfand jetzt für sie und für den
Fortschritt aus dem Dilemma Mann und Frau ein sehr gutes Gefühl.
Nasmakrai brachte mich zum Ausfahrtportal und meinte noch nebenbei:
»Lasse alles sacken und tue nur noch das, wovon du überzeugt bist.«

Tja – ich bin überzeugt von dem, was ich früher und heute gehört und erlebt
habe.

Auszüge aus obigem Text hatte ich schon einmal vorab in Buch 3
„Kreuzfeldplanet“ veröffentlicht, weil es damals zum Thema Luzifer und
Satan so gut passte.

*
39. Seelenrollen
12.12.2008 Einfahrt – Gespräch mit Nasmakrai und Mara

Es herrscht weltweit eine starke Umbruchstimmung und besonders die


perspektivlosen Menschen verfallen in eine zerstörerische Stimmung der
Systemzerschlagung.

»Das Fatale daran ist, dass sowohl dunkle als auch lichte Kräfte vermehrt
im Clinch miteinander liegen«, resultierte Mara. »Diese Energien
übertragen sich nun auch ins Außen, im Sinne chaotischer Zustände. In dir
herrscht ebenfalls Aufruhr, deshalb wirst du derzeit emotional und seelisch
erschüttert. So ergeht es vielen Menschen, die sowohl nachdenklich als
auch handlungswürdig sind.«

»Handlungsbedürftig«, verbesserte ich sie.

»Nein, handlungswürdig«, gab sie mir zurück, »du bist doch kein
Bedürftiger – du bist würdig, wie viele andere deiner Genetik auch. Lernt
euch endlich mal in eurer Würde und eurem Edelmut kennen und schmälert
nicht so oft euer Erbe.«

»Sowas kommt vor, Alfons«, konstatierte nun Nasmakrai. »Lass dich nicht
davon abbringen und nimm deine Emotionen zurück – verschwende nicht
zu viel Energie; du benötigst sie selber als Seelennahrung. Nicht alle
potenziell Gerechten schaffen es, ihren gerechten Weg einzuschlagen. Da
spielen Umfeld, Karma und Mut zur Eigenerkenntnis eine wesentliche
Rolle. Solange sich Menschen als Produkt ihres Umfeldes betrachten, sich
ihr Karma als Erschwernis hinzufügen und dabei noch nicht den Mut zur
Selbstreflexion besitzen, schaffen sie es nicht, ihren Kokon zu sprengen.«

»Es sind aber auch Energien am Werk, die ich nicht mehr förderlich zur
allgemeinen Harmonisierung erachte«, brummte ich missmutig.

»Harmonie ist seit Jahrhunderten nicht mehr möglich«, konterte er. »Bei
euch herrscht Zwietracht, Disharmonie und seit einigen Jahrzehnten eine
fatale Selbstunterschätzung, die ihr erst noch auflösen müsst. Wie ist es
denn zumeist auch bei dir? Wenn du von etwas überzeugt bist, vertrittst du
es dann konsequent oder weichst du nicht wieder davon ab, wenn andere
inkonsequenter sind? Versuchst du nicht vielmehr, statt kompromisslos zu
handeln, immer wieder Kompromisse einzugehen, um bei Freunden und
Familie nicht zu stark anzuecken? Und das zehrt an dir, mein Freund.«

Ich erzählte ihr von N.s Rede an mich, dass ich wieder in meine
Königskraft gelangen müsse – alles andere sei nichts für mich.

»Da hat sie weise gehandelt«, lächelte Mara. »Sie sieht in dein Wesen
hinein und kann dich gut einschätzen. Und vergiss nicht, als Schamanin,
sieht N. ins Wesen ihres Gegenübers. Du bist ein Königstyp und warst
oftmals ein wahrer König, zum Beispiel bei den Merowingern –, auch wenn
du das verdrängst. Und in einigen früheren Inkarnationen warst du
mehrmals Friedenskönig und nur selten Kriegsfürst.«

»Das Königtum haben andere beansprucht«, lachte ich. »Soll ich denen
sagen, sie liegen falsch?«

»Ja«, nickte Nasmakrai ernst, »denn diese beanspruchen etwas für sich, was
ihnen niemals zustand.«

»Wir wissen von uns, wer wir sind und welche Seelenrolle jeder einzelne
durch alle Inkarnationen hindurch belegt«, folgerte Mara. »Auch wenn ich
nur als einfacher Mensch inkarniert bin, war ich für mich und alle anderen
eine Mara – was auf achelisch so viel wie Speziesbotschafter bedeutet. Ich
habe mich dann einfach nur mal eine Inkarnation hindurch ausgeruht.
Ulluer ist ein großer Lehrer kosmischer Gerechtigkeit und Nas eine
Mentorseele – provozierend, ehrsam und mutig. Das ist bei den Menschen
der Erde nicht anders. Ihr habt nur viel vergessen und verdrängt. Und
genauso gibt es Seelen, die sich ursprünglich dazu entschieden haben, so
lange den kollektiven Weg zu gehen, bis er erschöpft ist – um dann einen
neuen Aufstieg zu zelebrieren.«

»Seelen steigen dann in ihre Inkarnationswahl in die Materie, verkörpern


sich und durchwandern die Gesetzmäßigkeit des Inkarnationsrades. Ist
dieser Zyklus abgeschlossen, steigen sie auf, um davon erneut abzusteigen
in das Konträre des Zyklusrades. Und es beginnt der zweite Aufstieg, die
zweite Segnung, um endgültig in Maters Urgründe zu gelangen«, erklärte
Nasmakrai. »Alleine der wedische Weg ist dazu der Prinzipienstrang heim
zu Mater. Und selbst dann steht es jeder Seele frei, erneut wieder zu
inkarnieren, um am Schöpfungsplan Gottes weiter mitzuwirken – sie kann
jedoch ab dann auch jederzeit zurück gehen.«

»Befinden sich also alle starken Individualisten hin zum Wedischen?«

»Ja«, nickte er, »und wer das Wedische nicht begreift, sich dessen erwehrt,
befindet sich noch in einem anderen Prinzipienstrang – und wird ihn
verteidigen. Der sich auf dem wedischen Weg Begriffene kann davon lernen
und auch darüber lehren.«

Auch M., auf den ich Nasmakrai und Mara eingangs angesprochen hatte,
sei auf dem wedischen Ereignishorizont, meinte Mara zweifellos. Doch er
fürchte sich, dass es für ihn noch zu früh sei, um innerhalb seiner wahren
Seelensignatur einsteigen zu dürfen.

»Er steht nicht zu seiner Signatur – er missachtet dadurch sich selbst und
andere«, konstatierte Nasmakrai. »Er möchte mehr sein, als er von sich
denkt, aber er erforscht sich selbst nicht und so kann er gar nicht wissen,
welche Seele er ist.«

»Was für eine ist er?«

»Eine grundsätzliche Lehrerseele, die licht und dunkel transzendieren


könnte –, wenn er sie denn persönlich anfassen würde«, erwiderte Mara.
»Er möchte alles andere sein – mal dies, mal das – und kommt so nicht auf
sich selbst; lebt andere Strömungen, die ihn dann auch verraten, wie
damals, als er das Petrusprinzip falsch lebte.«

»Würde jeder einzelne der Gerechten seine ursächliche Seelensignatur zu


leben lernen, würden nach und nach alle Gerechten zu ihrer Urbestimmung
gelangen«, folgerte Nas. »Es würden sich enorme Energien aufbauen, das
13. Prinzip zu manifestieren; oder klarer verlautbart: Den Christusgeist in
Persona – einen Androgyns oder sogar mehrere, wie bei uns und anderen
wedischen Spezies.«
»Ohne Hierarchien?«

»Natürlich – Hierarchien benötigen Kollektive, jedoch nicht individuelle


Menschen«, lächelte er. »Damit kommen Kollektivmenschen nicht zurecht.
Sie brauchen hierarchische Strukturen, ohne die sie hilflos und
orientierungslos sind.«

»Im Grunde leben wir Erdlinge noch ziemlich kollektiv«, warf ich ein.

»Gar nicht mal so schlimm, denn mehr als die Hälfte aller ursprünglichen
Erdenmenschen tendieren bereits zur Individualität«, folgerte Mara.
»Innererde hinzugenommen ergibt das eine sehr aussichtsreiche Energetik
ins Wedische. Vergiss nicht, es gibt enorm viele Bioroboter,
Fremdinkarnationen und Beobachter, die keine Gewichtigkeit besitzen und
nie besaßen.«

»Und doch beeinflussen wir uns alle untereinander«, sinnierte ich laut.

»Es sind lediglich die irdischen Kollektive und die wedisch Aspektierten,
die einander beeinflussen – alle anderen besitzen nicht die Energetik dazu«,
konstatierte Mara. »Sie sind zwar existent, leben und agieren zwischen
euch, aber sie sind vom Planetengeist vollständig neutralisiert. Man kann
ihre Einwände registrieren, jedoch besitzen sie weder Tiefe, noch Substanz.
Alles, was sie tun, fließt an den beiden wesentlichen Energien vorbei.
Tatsächlich wird die Erde von den irdischen Kollektiven und den Weden
bestimmt. Der Rest hat kein Vetorecht – nur das Recht zu existieren und zu
lernen.«

»Und doch mischen sie mit.«

»Nur soweit, wie ihr das zulasst«, brummte Nasmakrai. »Solche Existenzen
sind wie Filmfiguren – die nimmst du doch auch nicht als real
aussagekräftig.«

»Das stimmt – ich nicht. Aber viele meiner Spezies leben mit diesen
Filmfiguren, bewundern deren Rollenspiele und nehmen Anteil an deren
Darstellungen«, sinnierte ich weiter.
»Du sagst es ja schon – sie nehmen sich davon ihren Anteil und leben
deshalb in einer Illusion«, lachte Mara. »Das ist die Matrix, die es zu
durchschauen gilt. Wer ein Schauspiel emotional für sich annimmt, gibt den
Darstellern darin Macht und er lebt nicht mehr sich selbst. Innerhalb solcher
Kollektivmethoden gebt ihr eure Macht an Bioroboter, Fremdinkarnationen
und an die Beobachter ab. Ihr lebt im Film und nicht in eurer wahren
Realität.«

»Unterhaltungsindustrie«, warf ich sarkastisch ein, »bei uns heißt ein


Werbeslogan eines TV-Senders: ›Wir lieben es, euch zu unterhalten‹.«

»Richtig, und mittlerweile regieren euch bereits solche Darsteller in Politik


und Wirtschaft«, schnalzte Nasmakrai genüsslich mit der Zunge. »Kaum
einer von denen würde den längeren Augenblick eines Gerechten
standhalten können.«

»Die Kollektivfürsten wissen das und schirmen sie ab«, konstatierte Mara.
»Niemals soll ein Gerechter in die Augenhöhe eines Darstellers gelangen –
er würde ihn sofort durchschauen und völlig aus dem Konzept bringen.«

»Ja – sie werden dafür ja fürstlich entlohnt, beschützt und isoliert gehalten«,
resümierte Nas. »Doch diese Systematik ist am Zerbröckeln. Immer mehr
ursprüngliche Menschen erkennen das Marionettentum und durchschauen
das Spiel – nehmen ihnen die Energetik weg und bringen sie somit ins
Schleudern. So verlieren die Matrix-Darsteller immer mehr ihre
Textvorlagen und kommen ins sinnlose Brabbeln. Wer genauer hinhören
kann, wird feststellen, dass sie mittlerweile improvisieren, dies jedoch nicht
beherrschen. Wie denn auch – die Regisseure selbst werden immer
schwächer, denn ein wedischer Mensch begreift erheblich schneller.«

»In Amerika hat es mit Bush angefangen und bei dessen Kollektivberatern,
die sich vor den Amerikanern entlarvt haben.«

»In Europa – respektive Deutschland und Russland hat es begonnen, dass


die Menschen es merkten – nicht in Amerika«, verbesserte mich Mara
lächelnd. »Denk mal nach, woher der wedische Wind weht, wer ihn
beschleunigt und deutlich zu klären imstande ist.«
*

Mara fragte mich noch einmal kinesiologisch ab und nickte dann zufrieden.

»Momentan bist du sehr klar – versuche dir das zu halten«, klopfte sie mir
auf die Finger, »und gehe deinen Seelenweg.«

Nasmakrai erzählte mir noch ein wenig über meine persönlichen


Inkarnationen, die oftmals mit Christas Inkarnationen zu tun hatten. Er
sagte nicht, wer oder was ich/wir mal waren – nur so viel, dass die
Erinnerungen darüber stets innerhalb emotionaler Beteiligung erfolgen.

»Immer, wenn eine unmittelbare Betroffenheit einhergeht, solltest du weiter


und tiefer rein denken. Auch wenn Schmerz oder Widernisse aufkommen –
nicht davor zurückschrecken«, konstatierte er. »Keine eurer Inkarnationen
war nur schön oder harmonisch – alle sind angefüllt mit mannigfaltigen
Geschehnissen und Empfindungen, die sowohl gut als auch ungut sind.
Kein einziges Leben hat nur Höhen, sondern auch Tiefen – und es ist sehr
wichtig, sie sich bewusst zu machen als die unterschiedlichen Persona, die
wir mal waren. Wichtig ist vor allem auch, sich seelisch nicht davon
niederreißen zu lassen. Denn die Seele ist der Grundstock jeder
Persönlichkeit, die darauf aufbaut. Deine Signatur ist eine Königssignatur –
eine dienende, aber dennoch absolut klar. Dienen heißt auch, das Ende des
Dienens anzusehen – hin zur klaren Neutralität des seelischen Seins ohne
Wenn und Aber. Was eine sich bewusste Königsseele auch immer macht,
sie macht es urteilslos.«

Und so handelt jede Seele, wie sie sich ursprünglich entschieden hat, ihren
göttlichen Auftrag einzulösen. Es gibt keine Hierarchie – alles ist auf
Augenhöhe und alle sind gleichwertig wichtig.

*
40. Freie Energien
16.12.2008 Einfahrt

Ich wollte wissen, wie die Innerirdischen Äonen und Dimensionen


unterscheiden und bat Alf, dieses Thema mal kurz anzusprechen.

Äonen sind Qualitäten, Dimensionen deren Zugänge. Anders herum – über


die Dimensionen können wir die kosmischen Qualitäten erfassen. Beide
Faktoren sind miteinander verbunden und durchdringen sich.

Da ich im Moment wieder meine Schwierigkeiten mit den Themen Kampf


und Liebe habe, fragte ich nach, ob ich Liebe richtig definiere – als ein
Urvertrauen, in die Geschehnisabfolgen, die sich stets positiv ins
menschliche Leben integrieren, wenn wir es zulassen.

»Ja, Liebe heißt Urvertrauen in Mater und die Urschöpfung«, nickte Ulluer.
»Viele Menschen verwechseln die Gefühle, die Liebe hervorruft, mit der
Liebe selbst. Doch die Gefühle entstehen erst an zweiter Stelle. So ist auch
der Kampf ein Bestandteil des physischen Lebens, der in Liebe ausgeführt,
das Rechte herbeiführen wird. Der Kampf gegen die Zerstörungsversuche
des Urvertrauens ist der einzig legitime.«

»Wer auch immer versucht, einem das Urvertrauen zu zerstören, ist ein
Krieger des Dunklen. Diesen zu bekämpfen, ist eine ursächliche Pflicht des
Menschen«, erklärte Mordechai. »Vor unendlichen Zeiten haben sich die
Urseelen und mit ihnen die Urenergien gespalten in ursächlich und
selbstsächlich. Ihr sagt dazu auch selbstsüchtig. Ganze Legenden haben sich
daraus gebildet, worin der Kampf der Urseelen zwischen Gut und Böse
begann und bis heute andauert – die hierarchisch strukturierten
Seeleneinheiten gegen die individuell strukturierten Seelen, die sich durch
alle Dimensionen hindurch konstant berühren. In der dritten Dimension ist
der Kampf am heftigsten, in der vierten Dimension nur mental und in der
fünften Dimension ein kampfloses Nebeneinander – dennoch ersichtlich im
Wirken.«

Ich konstatierte: »Bei mir findet vielfach nur noch ein mentaler Kampf statt
– mit der Sehnsucht, auch diesen zu verlassen: Ab in die fünfte
Dimension!«

»Wer einmal so weit ist nicht mehr physisch zu kämpfen, ist bereits auf dem
Weg in die fünfte Dimension«, nickte Ulluer. »Er muss nur noch in seiner
vierten Dimension soweit aufräumen, seine Urkraft im Mentalkampf
wiederzufinden, um den Kampf zu gewinnen. Das vermag die
Königswürde, wenn man sie denn wieder handzuhaben weiß – wenn nicht,
bleibt man weiterhin Mentalkrieger und das kann auf die Dauer körperliche
Auswirkungen haben. Man ist ausgelaugt, müde und oftmals wie
unausgeruht, weil man ständig aus allen Seiten Angriffsgefahr wittert. In so
einem Fall steht es frei, sich mal bewusst aus allem rauszunehmen und sich
eine Weile in die fünfte Dimension zu fantasieren. Das hilft sehr mein
Lieber.«

Ich sprach noch das Thema Freie Energie an, und dass N. meinte, die
Innererdler könnten uns ja mal so ein Teil geben, um schon mal einen
Anfang zu haben – die Funktionsweise zu erlernen, um sie selber bauen zu
können.

»Es wurden euch bereits viele Möglichkeiten zugespielt, aber ihr begreift
sie einfach nicht metaphysisch. Darüber entstehen Gerätschaften, die ihr
nach diesen Kriterien anfertigt und alles funktioniert lediglich innerhalb
eines niedrigen Elektronenflusses. Die Ausbeute ist beschämend gering, so
dass ihr sie vielfach wieder beiseitelegt. Alleine, wie du oftmals unsere
Gerätschaften anguckst und darüber nachdenkst, stört ihre Funktionsweise.
Es ist nicht gravierend – wir haben hierbei gewisse Filter installiert, aber es
reicht aus, den Hyperfluss in eine unruhige Schwingung zu versetzen.«

»Dabei bist du einer der offensten Menschen dafür«, bestätigte Mordechai.


»Kannst du dir vorstellen wie es wäre, wenn zum Beispiel ein
Versorgungsgenerator von uns bei euch installiert wäre, der dann noch
funktioniert? Die starke Energetik eurer zweifelnden Gedanken und eure
Analyseverfahren stehen sämtlichen Synergiegedanken im Weg. Man
müsste bei euch zum Beispiel ein sehr starkes Magnetschutzfeld um so
einen Versorgungsgenerator erstellen, damit man ihn halbwegs in Gang
halten kann. Die Ausbeute wäre gerade mal um die 2 %.«

»Ist unsere Umwelt schon so energetisch verseucht?«

»Du sagst es! Es ist euer Denken, das ins Morphofeld driftet und dort
gehörigen Schaden anrichtet«, nickte Mara. »Obwohl es schon langsam
besser wird, wird es noch Jahre bis Jahrzehnte dauern, um diese Schäden zu
bereinigen. Kleinere Gerätschaften funktionieren ja schon halbwegs
hilfreich – doch um eine größere Ausbeute zu schaffen, muss euer
Morphofeld noch weiter harmonisiert werden, und zwar alleine von euch
selber.«

Wie um es mir zu beweisen, führten sie mich zu einem kleinen Generator,


der die Räumlichkeiten mit Lichtenergie versorgt. Nachdem ich mir
bewusst Gedanken um dessen Funktion gemacht hatte, sah ich, dass die
Energieausbeute messbar um 10 % sank. Als ich erschrocken reagierte,
verringerte sie sich nochmal um etwa 10 %.

»Keine Sorge, mehr kannst du nicht bremsen«, klopfte mir Mara auf die
Schulter. »Es sind hier ja noch andere Menschen, die freier denken.«

Wir gingen wieder raus.

»Je mehr Gedanken du dir zur Funktionsweise solch eines Gerätes machst,
desto stärker beeinflusst du die Funktionsweise«, folgerte Ulluer. »Bei
euren Geräten macht das weniger aus, da ihre Funktionsweise nicht auf
metaphysischen Komponenten aufgebaut ist. Aber dadurch leisten sie auch
nur einen Bruchteil von dem, was möglich wäre.«

Bevor ich etwas sagen konnte, fuhr Mordechai unvermittelt fort: »Diese
Technik ist nur scheinbar anfällig, wie bei euch Menschen behaupten, die
die metaphysischen Komponenten nicht vollständig begreifen. Solche
Menschen können unsere Technik nicht bedienen – sie erscheint ihnen
einfach funktionslos. Dass wir freier denken und ins Metaphysische
wesentlich weitere Einsichten haben, war ein sehr langer Lernprozess.
Diesen Prozess kann man beschleunigen, wenn man mal die 5. Dimension
richtig begriffen hat und sie zu einem festen Bestandteil des bewussten und
unbewussten Denkens geworden ist. Es gibt unter euch Menschen, die das
bereits können. Sie sind frei im Denken und Handeln.«

»Und die meisten sind gefangen im asurischen Denken und Handeln.«

»Und das nur, weil ihr dem Gewicht gebt«, nickte Mara. »Beobachte dich
mal verstärkt in diesem Denken und Handeln und versuche, dich ins
metaphysische Denken einzuklinken. Das, was dir dort magisch anmutet,
kannst du durchdringen, um es als Hilfsmittel für kleine Übungen zu
nehmen. Und lerne, dass alles, was du tust und denkst, auch zweifellos sein
sollte.«

»So, wie du bereits Selbstheilungskräfte anwendest und dich frei gemacht


hast von Chemie und ärztlicher Überwachung deiner Gesundheit,
funktioniert alles andere. Und plötzlich wird der wedische Weg immer
breiter«, lächelte Ulluer. »Du brauchst nichts mehr erklären, tust es einfach,
dich nach und nach auszuheilen – selbst, wenn dir dies öfter mal Probleme
beschert. Du weißt intuitiv, deine physische Freiheit beginnt mit der
Eigenverantwortung und über Schmerzen: physische, seelische und
geistige. Das ist die lauterste Vorbereitung für Neues und für die wedische
Reformation. Und für die Vorbereitung für die nächste Wiedergeburt – sei
sie nun mit einem neuen Körper oder mit dem jetzigen. Du musst nicht
darüber nachdenken, lass es einfach fließen, ohne Wenn und Aber.«

Ich ging noch zu Starsas Anwesen, weil ich das Bedürfnis hatte, ihn zu
sehen.

Er war gerade am Anlegen eines neuen Weges den Teich entlang, denn er
alte war etwas sumpfig geworden.

»Warum schaufelst du? Ihr hättet sicher Möglichkeiten das auf andere
Weise zu machen«, fragte ich ihn.

»Weil ich Lust dazu habe«, grinste er verschmitzt, »und Otter dabei mit mir
spielen will – mit einer Maschine kann man nicht spielen.«
Er drückte mir eine Harke in die Hände und meinte, ich solle den Kies
verziehen.

Nach einer Viertelstunde meinte Starsa: »Jetzt ist es ausreichend – hast du


Durst?«

Bei einem kühlen Fruchtsaft-Wassergemisch saßen wir an seinem


wackeligen Gartentisch und er beäugte mich eingehend.

»Du bist sehr nachdenklich, mein Bruder«, meinte er.

Ich erzählte ihm von dem vorhergegangenen Gespräch.

»Ja, die Anderweltler können gut reden«, schmunzelte er. »Aber es stimmt,
was sie sagen. Gut, dass du noch zu mir gekommen bist, denn ich kann dir
das aus der Warte von Erdlingen bestätigen. Auch wenn wir noch nicht
ganz so weit sind wie die Acheler und Ohais, sind wir es zumindest
annähernd.

Haben sie dir das neuste Gerücht der kollektiven Reptos erzählt? Nein?
Dann erzähle ich es dir.

In der Tat planen die kollektiven, außerirdischen Reptos ein linkes


Schauspiel. Sie wollen als innerirdische Reptos auftreten und uns damit vor
euch unmöglich machen. Sie bedienen sich jener Menschen, die mentalen
und physischen Kontakt zu uns haben, beziehungsweise hatten, um ihnen
vorzugaukeln, wir würden als Herrenrasse unser Erstgeburtsrecht auf Erden
einfordern. Dazu benutzen sie Menschen, die mit den Kontakten nicht
klarkamen und sich später der Kontakte erwehrten. Menschen, wie B., die
wieder ins System verfielen und sich zum Beispiel chippen ließen oder
generell leicht zu manipulieren sind. Es kann auch dir passieren, dass man
dich beschuldigt, mit uns gemeinsame Sache zu betreiben, um uns die
Herrschaft über die Erde zu erleichtern. Kein Mensch, der unsere Kontakte
als das begreift, was sie sind – eine Annäherung beider Spezies, um eine
gemeinsame wedische Erde aufzubauen, und der mit dem Herzen denkt,
wird das glauben. Aber andere können darüber einsteigen, unser aller
Bemühungen zu beschädigen, denn der einzige Grund das zu tun, liegt
daran, eine Verbündung mit Innererde eurerseits zu verhindern. Es ist für
euch Kontaktler deshalb sehr wichtig, euch mental zu wappnen, solchen
Versuchungen zu widerstehen. Wir werden seit Jahrtausenden mit dem
Teufel gleichgesetzt, weil man riesige Angst davor hat, dass es tatsächlich
wieder zu einer Verbrüderung kommen könnte.«

»Ich glaube, wer in sich bereits sein Reptoerbe entdeckt hat, lässt sich nicht
mehr einseitig beherrschen«, warf ich ein.

»Das ist richtig«, nickte er, »und es gibt unter euch immer mehr, die das
langsam begreifen. Nur jene von den Kollektivreptos überlagerten
Menschengehirne sind noch infiziert. Doch das sind leider nicht wenige.
Der gesamte führende falsche Adel bei euch ist ziemlich im Griff dieser
Kollektivmacht. Da wird sich noch einiges tun, bis das ins Hintertreffen
gelangt. Bismarck hat das mal öffentlich gemacht und das hat ihn aus seiner
ursprünglich wedischen Urenergie geworfen. So etwas sollte heute nicht
mehr passieren. Es sind also all jene gefordert, die sich damit identifizieren
können, zum wahren Adel zu gehören – zu den wedischen Blutlinien.«

»Was da jetzt im Hintergrund abzulaufen beginnt, nervt mich schon sehr«,


sinnierte ich. »Wann hört das denn endlich auf!«

»Im nächsten Jahrzehnt«, erwiderte Starsa fest. »Da wartet auf uns alle
noch sehr viel Mentalarbeit – und das tiefe Trauen in Maters Urschöpfung.«

Unterwegs zurück zum Ausfahrtort nahm ich das Umfeld ganz bewusst in
mich auf. Nichts wies auf Raubbau oder eine technische Infrastruktur hin.
Dass da Menschen und Tiere in einer Symbiose leben, war sehr gut zu
erkennen. Selbst ein großer Bär zeigte keine Aggression – eher eine kurze
Neugier. Mir schien, er kam zu dem Ergebnis, dass ich hier nicht unbedingt
beheimatet bin. Der Gedanke, dass er sich gleich am Kopf kratzte, wenn er
mich weiter anschaute, hat mich zum Lachen gebracht. Mir schien, die
Tiere in Innererde sind sich in einem einig: Der Mensch ist der Boss! Als
mich dann nach einiger Zeit des Gehens Ragnar fand und mich weiterhin
begleitete, wobei er sehr viel maunzte und schnurrte, war für mich alles
wieder klar: Da passt alles noch ganz natürlich.
*

Oben angekommen, hat mich die Kälte und Witterung voll erwischt. Ich
war am Niesen und am Frieren. Und das Ohrensausen war wieder da. Es
war laut, hektisch und die Energetik gewohnt oberirdisch normal. Bei uns
ist irgendwie alles genormt und fast unwirklich – als läge über allem eine
große Käseglocke voller Gestank, Lärm und Zwietracht. Es ist sogar
zwielichtig. Als wäre die Sonne ausgesperrt.

Selbst im Café redeten die Menschen vielfach Stuss, die Musik war laut und
die Energien waren auf Halbmast gesetzt. Im Moment spürte ich sogar eine
virtuelle Beeinflussung – wie in einem apokalyptischen Film.

Wie muss es da Ulluer und Co. gehen, wenn sie hier oben agieren? Sie sind
mental viel stärker und klarer, als ich mir das jetzt vorstellen kann. Ich
wünschte mir so sehr, wenigstens einen Teil ihrer Kraft mir zu eigen
machen zu können.

Nebenan saßen zwei Frauen, die mein Niesen mit einer chemischen Gabe
quittieren wollten – sie boten mir Nasivin an. Als ich dankend ablehnte,
sagte die eine, dann müsse ich halt leiden. Das ist es. Wir schicken uns das
Leiden gegenseitig zu, drängen es uns gegenseitig auf, um vom
Wesentlichen abzulenken. Es ist nicht mehr das Heil gefragt, sondern es
wird das Unheil provoziert. Und wer nicht mitzieht, wird als Abtrünniger
behandelt, als Paria verbannt. Sie wissen nicht mehr, was sie tun. Ich sehe
in den Augen und den Handlungen vieler Menschen eine pure
Verzweiflung, doch ich spüre keine Bereitschaft, diese abzulegen.

Meine Sinne sind offen und sehr aufnahmefähig. Sie signalisieren mir ein
Fremdsein vieler der Gäste im Café. Ihre Weltsicht ist dermaßen
abgeschlossen in Verzweiflung und Arroganz, dass sie keine aufbauenden
Worte mehr finden. Irgendwie empfinde ich sie als so hoffnungslos verloren
in ihrem alltäglichen Kreislauf, der sie in einer Art Zeitschleife festhält,
dass jeder Tag die gleiche Energie aufweist: Und täglich grüßt das
Murmeltier.

Wenn ich mir meine Zeitungsartikel, die ich schreibe, mal genauer ansehe,
sind sie weiter nichts als ständige Wiederholungen mit ähnlichen Worten
und gleichen Inhalten. Nur meine Satire kann da ausbrechen. Es ist also bei
mir schon das Ego, das ausbricht, um nicht ständig das Gleiche machen zu
müssen. Ich vergewaltige im Grunde mein Selbst, immer wieder, den
gleichen Mist zu schreiben und mein Ego ist glücklich, sich in der Satire
wenigstens noch freier ausdrücken zu können. Gibt es beim
Artikelschreiben noch etwas neben dem Ego? Ja – das Elemental
Journalismus, jenes Phänomen, das mir das Geld vermittelt, um in dieser
Gesellschaft leben zu können. Ich würde am liebsten nur noch Kurts
Geschichten27 schreiben. Der Kurt darf ehrlich sein, während der Journalist
Alf sich dem Mainstream anpassen muss, ansonsten verdient er keinen
Existenzunterhalt. Unterhalt kommt von unten halten! Scheiße!

Jetzt weiß ich auch, warum ich die letzten Konzertberichte so leicht
schreiben konnte, während mir alle anderen Artikel so schwer fielen – die
waren ein Highlight und alle anderen Artikel nur ein Abklatsch dessen. Ich
brauche ständig solche Highlights. Ich spüre bei allen Veranstaltungen, über
die ich schreibe, stets die Energetik, ob sie glücklich, unglücklich oder am
Vergehen sind. Und so quäle ich mich durch die Berichte. Wie sagte der
holländische Journalist Jan S., mit dem ich journalistisch in Eritrea und im
Sudan unterwegs war? »Wenn du in Betroffenheit schreibst, bist du
entweder kaputt oder in einer höheren spirituellen Ebene angelangt. Dann
musst du austaxieren, was dir wichtiger ist: dein Auskommen oder dein
Gewissen und dein spiritueller Seelenfriede.«

Diese gravierenden Unterschiede muss ich noch tiefer ausforschen. Ich


empfinde mich eher als zu kaputt für diese graue Welt und dafür reif für
eine wedische.

27 So hieß die Satireecke der Zeitung, für die Alf die Satiren schrieb.
41. Eine energetische Kugel
23.12.2008 Einfahrt – Einladung zum Kleinen Rat

Man hat einige Kontaktler eingeladen, erneut einer Ratssitzung des Kleinen
Rates beizuwohnen, um uns wertvolle Tipps zu geben im Zusammenhang
mit derzeitigen Manipulationsversuchen über Nieder- und Hochfrequenzen.

»Über diese Frequenzen werden euch fremdes Gedankengut übertragen, um


euch darauf vorzubereiten, eine große Erdenfamilie zu sein«, eröffnete uns
eine Harukanierin als Abgeordnete vom Großen Rat. »Damit sollen euch
Scharfsinn und sachbezogene Kritikfähigkeit eingedämmt werden. Man
will euch einreden, dass die Erde allen Spezies der Galaxis gehört und es
keine irdischen Urmenschen gibt. Über diese gepulsten Frequenzen wird
euer Morphofeld überlagert, das Vermischen der Kulturen als etwas
Normales dargestellt, es wird euch eingeredet, jeder, der hierherkommt,
egal mit welchen Absichten, gehöre zur Erdenfamilie, darüber hinaus wird
wedisches Gedankengut unterdrückt. Zum anderen werden Rassismus
gepulst und religiöser Fanatismus, um Unruhen anzuzetteln und euch für
eine Kollektivreligion einzustimmen, die man dann Synarchie nennen will.
Das sind so die letzten Mittel der Kollektiven, um entweder euren
wedischen Willen zu brechen oder, um in ihm ihren Weg zu finden.

Erfasst das jetzt richtig – die Kollektiven suchen insgesamt einen Ausweg
aus ihrer fruchtlosen Suche nach letztendlicher Befreiung aus ihrem
kollektiven Gefängnis und gehen den Brachialweg, um sie zu erzwingen.
Das klingt paradox, ist aber für ihre Mentalität pur logisch. Alles, was sich
nicht brechen oder zerstören lässt, ist für sie eine Möglichkeit, darüber die
Erlösung aus ihrem Schicksal zu ergreifen. Einer ihrer hohen Lichtfürsten
sagte einmal: ›Im Unzerstörbaren liegt das Portal zur Ewigkeit!‹. Solch eine
Logik ist zwar stets mit einem unbändigen Fatalismus behaftet, führt aber
letztlich tatsächlich zum Ziel. Doch diese Form einer Zielerreichung ist
unmenschlich und voller Leid für alle Betroffenen.«
Aristide fuhr fort: »Wir wissen jedoch, dass die ursprünglich irdischen
Wedenseelen nicht zerbrechen – wohl aber schwer erschüttert werden
können. Befasst euch also nicht zu sehr mit seltsamen Erinnerungen, die
euch nur im Kopf und nicht im Herzen treffen – sie sind nicht wirklich eure
Erinnerungen. Nur dort, wo ihr echte seelische Zugehörigkeit empfindet,
sind die Erinnerungen eure wahren.«

»Wir haben euch einberufen, diese Botschaft euren Mitmenschen


weiterzugeben, damit ihr euch vor diesen Fremdeinflüssen zu schützen
lernt«, brachte die Harukanier-Rätin vor. »Jeder gerechte Erdenmensch
besitzt den genetischen Schlüssel zu seinen Urerinnerungen, den er
aktivieren kann. Glaubt eurer Intuition, die euch die Schlüsselfunktion zeigt
und euch das Akashawissen über die wahren Erdenseelen eröffnet. Gesteht
Fremdeingeburten die gleichen Rechte zu, helft ihnen, sich an ihre Herkunft
zu erinnern, um in dem ganzen Wirrwarr auf Obererde wieder eure
Herrschaft zu festigen, denn sie ist wedisch und königlich. Wir können für
euch nicht mehr tun, als zusätzlich in den nächsten Monaten die
Seelensignaturen aller Urweden etwas zu stärken. Gegen die
Machenschaften der Kollektiven dürfen wir nichts unternehmen, sonst
verstoßen wir gegen kosmisches Recht. Auch das solltet ihr begreifen: Wer
gegen das Lichtkollektiv mit deren Mitteln kämpft, wird in diese Energie
hineingezogen – das ist ein universelles Gesetz, das ihr Ursache und
Wirkung nennt. Es ist das Kausalitätengesetz.«

Wir konnten nun Fragen stellen –, aber es blieb erst einmal ausnehmend
still, bis Dorje laut sagte: »Ich fasse es nicht – diese überhöhten Lichter
dürfen alles und wir dürfen sie dafür nicht mal verdreschen.«

Das sorgte für erleichterndes Gelächter.

Im Grunde erübrigten sich Fragen dazu, denn die Botschaft war so klar und
deutlich, dass es daran nicht wirklich etwas zu rütteln gab. Natürlich
wollten einige von uns wissen, wie denn wedische Spezies wieder ins
Kollektiv geraten könnten – das sei doch schlicht unmöglich. Bevor ich
etwas dazu sagen konnte, warf Dorje ein: »Habt ihr denn nichts begriffen?
Wer zu den Praktiken eines Kriegers greift, wird zum Krieger – Patsch –
und schon ist‘s aus mit dem Frieden!«
Dorje begann sich jetzt mit anderen Kontaktlern zu fetzen, wie es ihre Art
ist – ich ging mit Aristide zu Ulluer und einige andere, die sich nicht auf
Dorjes Fetzereien einlassen wollten, kamen noch mit. Wir sprachen über
das Gehörte und es war eine fruchtbare Diskussion darüber, wie wir uns
festigen können, um den Manipulationen zu widerstehen. Später kam auch
noch die Gruppe um Dorje hinzu und sie stimmten sich überraschend
schnell in unser Gespräch ein. So erfuhren wir voneinander, dass wohl jeder
derzeit mit diesen Frequenzen Probleme hat. Das Fatale daran ist, dass wir
sie ohne diese Informationen nicht sogleich als Manipulation erkannt
hätten. Da soll mal einer sagen, sie helfen uns nicht.

Jeder Einzelne von uns ist sich darüber im Klaren, dass wir alleine ziemlich
dumm aus der Wäsche gucken würden.

»So ist es nicht«, beruhigte Mara unseren Disput, »es wäre euch schon noch
aufgefallen –, aber warum sich lange damit quälen, wenn wir doch eine
Familie sind und uns innerhalb dieser reinen Qualität im wedischen
Rahmen stets helfen können?«

Das Stichwort wedisch veranlasste mich sofort zu einer Frage betreffs


Interpretationsbreite des Wedischen, weil ich in bestimmten Gruppierungen
in Deutschland immer wieder Auswüchse erlebe, die mit dem, was ich unter
wedisch annehme, überhaupt nichts zu tun haben und ich erzählte darüber.

»Diese Gruppierungen sind zumeist im Griff einzelner Führer, die Dogmen


erstellen«, folgerte Dorje sofort. »Zumeist sind es Männer – verkappte
Patriarchen. Die gibt es bei uns auch und sie kommen mir vor, wie
Kollektivfürsten, die das Zepter schwingen. Das wahre Wedische geht
dadurch futsch.«

»Das sehe ich auch so«, folgerte ich. »Wer das Wedische so angeht, agiert
bloß wieder innerhalb einer anderen Interpretation eines lichten
Kollektivs.«

»Anastasia hat euch nie etwas von Führerschaft dargestellt. Sie lebt ihr
wedisches Sein nach ihrer ureigenen Façon und das solltet ihr auch tun«,
lächelte Mara. »Und seht uns und Innererde an – wir handeln immer
innerhalb unseres Seins – friedliebend und dennoch voller Lebensfreude
und Abenteuer. Im Wedischen ist alles frei von kollektiven Mustern. Wer
einmal das Wedische frei von jeglichen Fremdmustern begriffen hat und
danach lebt, für den eröffnen sich ungeahnte Welten und Freiheiten.«

»Für uns Mongolen ist das Wedische anders lebbar, als für Wedrussen,
Germanischstämmige oder Keltennachfolger. Und dennoch sind echte
Weden rund um den Erdball eine Familie«, ereiferte sich Dorje. »Ich fasse
es nicht, wenn es da Gruppen gibt, die herumlaufen wie ungewaschene
Hippies, sich ihre Götter konstruieren und das Dogma vom wedischen
Krieger auferlegen. Krieger und andere Götter als der Mensch es selber ist,
entstanden erst in nachwedischer Zeit.«

»Diese Menschen haben keinen Zugang mehr zum urwedischen Freisein«,


warf die Australierin ein. »Solange das Wedische nicht als die absolute freie
Menschenenergetik begriffen wird, wird es erst einmal all diese Formen des
Lebens geben. Und das ist auch legitim. Ich denke, die Menschen, die das
noch brauchen, werden im Laufe ihres Lebens lernen, dass sie es nicht mehr
benötigen.«

»Das impliziert einen Konkurrenzkampf«, sinnierte der englische


Kontaktler.

»Nein – nur Übergangslösungen«, lachte jetzt Ulluer auf, »egal, wie viele
Gruppierungen wedischer Interpretationen es geben wird – ihr werdet euch
nicht ins Gehege kommen – dafür sorgt schon das Prinzip der Affinität.
Außerdem spielt da auch noch die Ästhetik eine große Rolle. Es wird
anfangs ein breites Spektrum geben, zwischen wahrlich wedischer Ästhetik
und Fülle, bis hin zum kargen Leben in Höhlen und Abgesondertheit von
der Welt. Der wahre Wede lebt in Fülle und Genuss von allem, was ihm die
kosmische Intelligenz hinreicht.«

»Für mich ist eine warme Wohnung im Winter auch ein wedisches
Bedürfnis«, warf ich ein.

»Richtig«, nickte jetzt Starsa, »und es darf gut warm sein.«

Wir lachten jetzt – zumindest alle, die Starsas bevorzugte Temperaturen


kannten.
»Es ist ja auch nichts gegen eine Technik einzuwenden, die mit der Natur
im Einklang steht«, setzte Starsa nach. »Das All gibt uns all-es! Das findet
ein Wede und darf es nutzen.«

»Anastasia benutzt eine Energie, die sie überall dabei hat, und die jeder
Wede für sich beanspruchen darf, wenn er es gelernt hat. Es ist ihre
Gedankenkraft, mit der sie ihren Körperhaushalt dem Umfeld anpasst und
ihre Energiekugel.«

»Für jene, die das noch nicht können, haben wir etwas, das sie wärmt«,
lächelte Mara.

Sie stand auf und eine kleine Energie-Lichtkugel erschien neben Mara.

»Ich habe hier ein kleines Gerät, das es mir ermöglicht, mir eine Energie
dort aufzubauen, wo ich sie brauche – es funktioniert über eine
Elektronenkomprimierung, die auf meine zellulare Struktur aufgebaut ist.
Ich erhalte dadurch Wärme, Kühlung und Schutz, wo ich es nötig habe«,
folgerte sie. »Es sieht aus wie ein kleines Medaillon und lässt sich über
Nervenreize meines Gehirns steuern. Niemand kann es mir wegnehmen,
denn schon der bloße Gedanke daran vereitelt dies.«

Sie zeigte es uns. Dorje griff blitzschnell zu und Mara war plötzlich 2 Meter
versetzt und grinste.

»Wedentechnik«, lachte sie glockenhell auf, «Freie Energie und nichts


Übersinnliches – auch wenn es von dorther kommt.«

»Was denn jetzt?«, maulte Dorje verwundert. »Technik und nichts


Übersinnliches, aber doch übersinnlich?«

»Menschen, die solch eine Lichtkugel aus den übersinnlichen Bereichen –


den Intuitionsebenen erkennen, besitzen die Eigenschaften, sich selbst so
eine Technik zu schaffen. Das ist alles«, lächelte sie.

»Und wie soll das funktionieren?«, brummte Dorje jetzt fast angefressen –,
denn sie ist wirklich unglaublich schnell in ihren Reaktionen.
»Finde das Geheimnis des wahren wedischen Seins heraus, dann findest du
auch die Antwort. Dazu braucht ihr keine Anastasia, denn sie hat euch
bereits alles gesagt«, folgerte Starsa.

Es ging noch einige Zeit so hin und her.

Nachdem wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt war, ließ ich mir von Mara
nochmals die Lichtkugel zeigen. Sie ist auf ihre Seelensignatur eingerichtet
und sie kann sie jederzeit nutzen, wenn sie sie benötigt.

»Ich kann sie nicht willkürlich steuern, sondern tatsächlich nur dann, wenn
ich sie für mein Wohlbefinden benötige, weil sie auf meine Gefühlsebene
abgestimmt ist. Hier in Innererde brauche ich sie nie – nur im Oben oder in
Kontakten, wie sie heute hier stattfanden. Interessant fand ich, dass du sie
nicht getestet hast.«

»Irgendwie wusste ich, dass ich sie nicht angreifen darf«, sinnierte ich,
»und ich habe bei S. einmal eine natürliche energetische Kugel neben ihm
wahrgenommen – obwohl er davon anscheinend nichts mitbekam.«

»Du hast sie bei ihm einfach als gegeben angenommen?«

»Ja, ohne Frage«, wunderte ich mich erst jetzt. »Komisch – bisher habe ich
das tatsächlich nicht hinterfragt.«

»Das ist nicht komisch, du weißt tief in dir, dass dies für wedische
Menschen ganz natürlich ist«, klopfte Mara mir auf den Mund. »Mach jetzt
kein Kuriosum daraus – lass es natürlich sein.«

Fortsetzung folgt.
Nachwort von Simon Below
Den Menschen Alf Jasinski kennenzulernen war etwas, das mich in meiner
Zeit des Aufwachsens sehr geprägt hat. Daher ist es mir ein Anliegen Ihnen,
passend zum Buchtitel, den Wandel des Menschen Alf Jasinski aus meiner
Sicht über die Jahre zu zeigen und darzustellen, wie sehr ihn die Ereignisse,
nach denen er nie gefragt hat, verändert haben.

Als Alf in unser Leben trat war ich gerade einmal 12 Jahre jung – aus
heutiger professioneller Sicht würde ich sagen, genau in dem Alter, in dem
sich Ethik anfängt zu entwickeln und in dem junge Menschen anfangen die
Welt für sich zu gestalten und ihren Platz zu finden. Alf hatte dabei eine
sehr spezielle Art, mich ins Leben zu begleiten. Ich lernte ihn als
aufgeschlossenen, energiegeladenen, alles könnenden, tatkräftigen, mutigen
und vor allem neugierigen Menschen kennen, der mir geholfen hat, meine
eigene Verwöhntheit und mein behütetes Aufwachsen zu reflektieren. Dafür
bin ich ihm heute unendlich dankbar, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt
zu großen Reibereien zwischen uns führte. Alf half mir dabei die Umwelt
hautnah erleben zu können. So erinnere ich mich gerne, wie aus einem
Spaziergang in der Toskana ein Abenteuer sondergleichen wurde, inklusive
des ungesicherten Erklimmens eines Wasserfalls. Wir waren durchnässt bis
auf die Haut, aber intensiver habe ich die Natur bisher nur selten gespürt. Er
hat mir also Erfahrungen ermöglicht, die mich bis heute prägen und mein
Wesen ausmachen. Dies geschah nicht, weil er es wollte, sondern weil er es
in kurzer Zeit geschafft hat, dass ich ihn gerne als Orientierungspunkt, als
Mensch, zu dem ich aufschauen konnte und später auch als Mentor meiner
geistigen Entwicklung genommen habe.

Im Laufe der Jahre habe ich dann – manchmal mehr und meistens weniger
aktiv – erlebt, wie sich der Mensch Alf Jasinski immer weiter in sich
zurückgezogen hat, verunsichert wurde durch verschiedene Ereignisse – sie
werden in den Büchern zumindest angedeutet – und wie er sich schließlich
zu einem Menschen entwickelte, der in meiner Wahrnehmung sehr
verunsichert war, der keine großen Entdeckungen in der physischen Welt
mehr machen wollte und froh war, wenn die Welt ihn einfach in Ruhe ließ.
Nicht selten dachte ich mir: ›Mensch Alf, greife doch wieder zum Schwert
und sorge selbst für Ruhe….‹

Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Drang und der Auftrag, seine
Erlebnisse unter die Menschen zu bringen, Alf so stark mitgenommen
haben, dass sie – zusammen mit seinem großen Wunsch, dass die Menschen
ihm glauben – ihn innerlich aufgefressen haben. Und so war auch sein
Krankheitsverlauf. Es war ein ständiges gesundheitliches Auf und Ab und
letztlich wurde er innerlich durch den Krebs aufgefressen und all seiner
Stärke beraubt, weil er trotz allem den Menschen sein Wissen nicht
vorenthalten wollte. Dafür, lieber Alf danke ich dir und bewundere dein
Durchhaltevermögen! Und Ihnen, lieber Leser dieses Buches, wünsche ich
die Fähigkeit, nicht sofort alles anzuzweifeln, nur weil es teilweise unser
Weltbild ruiniert. Dieses Zweifeln hat einen der besten Menschen, die ich
gekannt habe in eine Verzweiflung getrieben, von der er sich letztlich nie
mehr erholt hat. Oft habe ich mich gefragt, ob sich das gelohnt hat. Doch
wenn ich jetzt die Reaktionen auf sein Lebenswerk sehe und höre, denke
ich mir, es hat ihn erfreut, es begonnen zu haben und er wird mit sich
zufrieden sein.

Simon Below, Sozialpädagoge

»Das kinderfressende System« auf Youtube

www.SimonBelow.de
Wichtigste Kontakte
Nasmakrai Tha Husra (Nasmakrai vom Clan der Husra)

Ein Anderweltler reptiloider Spezifikation (sie selber sprechen von sich als
von Dracos). Sie kommen von einem Planeten, den sie selbst als
Occhaichitan bezeichnen und Alf nannte sie der Einfachheit halber Ohais.
Physiognomisch ähneln sie ein wenig dem Menschen – aber man sieht, dass
sie eine andere Spezies sind. Sie sind dunkelhäutig, größer als wir und
wirken sehr kräftig. Sie haben sehr eindringliche Augen (Nasmakrais
Augen sind rötlich). Wenn sie auf unsere Oberfläche kommen, dann halten
sie eine physiognomische Suggestion aufrecht, die sie als Erdenmenschen
aussehen lässt (Mimikri). Sie wählen stets eine Physiognomie der
Spärlichkeit, wie sie sich ausdrücken – also
eine sehr unauffällige Erscheinung, damit sie nicht weiter beachtet
werden. Ihr reptiloides Genom überwiegt das humanoide. Seine Spezies ist
hybridal-biologisch und dazu fähig, sich innerhalb von etwa 2-3 Jahren
irdischer Zeitrechnung biologisch-hormonell von einem Geschlecht zu
einem anderen zu verändern. Somit ist gewährleistet, dass sich jedes
Geschlecht wenigstens einmal als das Empfängnis- und Gebärgeschlecht
orientieren kann. Das weibliche Geschlecht entwickelt in seinem Wandel-
und Schwangerschaftszyklus außergewöhnliche Fähigkeiten diplomatischer
und weiser Beratungstätigkeiten. So sind die weiblichen »Sinne« in diesen -
Zyklen ausgeprägter und hellsichtiger. Alle Entscheidungen ihrer
Völkerschaften entstehen unter diesen Gesichtspunkten und sie bilden auch
einen Bestandteil des kleinen Rates der Speziesgemeinschaften im dritten
Sektor unserer Milchstraße. Sozial- und Politwesen auf ihrem Planeten
entsprechen der rotierenden Clan-Autokratie auf Zeit. Es gibt neben der
Familienkonstitution, auch eine Clanformierung. Jeder Planet teilt sich in
bis zu 7.000 Clans auf, die im Quartalswechsel (etwa 17 Erdentage) sich die
Planetenführung (was Beraten bedeutet) aufteilen. Somit ist eine
Machtstreitigkeit fast unmöglich.
Diese Spezies agiert seit etwa 350.000 Erdenjahren auch auf unserem
Planeten.
Mordechai Tha Tonai (Mordechai vom Clan der Tonai)

Eine Artgenossin Nasmakrais, mit der Alf recht oft gesprochen hat. Sie ist
die Frau von Nasmakrai Tha Husra.

Ulluer

Ein humanoider Vril (was bei ihnen Mensch bedeutet). Sie sind wie wir,
Homo sapiens und kommen vom Planeten Achele. Physiognomisch sind sie
identisch mit uns, jedoch in ihrer Statur etwas feingliedriger. Ulluer (sprich
Üllür) ähnelt in verblüffender Weise phy-
siognomisch dem irdischen Popstar David Bowie.

Diese Spezies lebt in Symbiose mit ihren jeweiligen Planetengegebenheiten


und sie besitzt eine wedische Familiensitzsoziologie und Politik. Sie kennt
keine Städte und die größten Häuseransammlungen übersteigen nie ein
Dutzend. Meist leben sie auf Land-
sitzen in Selbstversorgung und einer Technik, die wir bisher
nur mit »unverständlich magisch« bezeichnen können, da uns dafür
das Begriffsvermögen fehlt. Annähernd lässt sie sich quanten-
physikalisch in einer Nullpunktenergetik beschreiben – doch das wäre zu
vage. Wir haben vor langer Zeit einmal selbst so gelebt!
Im Grunde handelt es sich nicht um nur eine Spezies, sondern um eine
Speziesvielfalt humanoider Natur, die sich im Verlaufe der
Zeiten zusammen gefunden hat und eine identische Mentalität wie wir
besitzt. Sie frequentieren die Erde, mit Unterbrechungen, seit nicht mehr
eindeutig feststellbaren Zeiten.
Ulluer war Alfs erster Kontakt und war bis zum Schluss für ihn eine Art
Mentor in Sachen kosmischen Humors und Intelligenz. Ulluer lebt auf und
innerhalb der Erde als Botschafter aller bekannten humanoiden Spezies und
ist einer der außerirdischen Kontaktpersonen, die immer wieder bei unseren
Regierungen vorsprechen. Gelegentlich vermittelt er zwischen
rivalisierenden Asurafürsten. Er führte Alf in die Asura-Thematik ein, so
dass er recht genaue Kenntnisse über unsere irdischen Verschleierungen
erhielt.

Mara

Mara ist Ulluers Lebensgefährtin und androgyne Entsprechung. Eine


feingliedrige Frau der Spezies Vril. Sie lebt in zweiter Inkarnation nun auf
Achele, stammt aber ursprünglich von der Erde. Mara hat blaugraue, leicht
schräggelagerte Augen und eine brünette Kurzhaarfrisur. Sie wirkt so, wie
man sich elfenhafte Menschen im Allgemeinen vorstellt. Mara ist
Geisteswissenschaftlerin. Sie agiert vielfach auf der Erde als psychologisch-
kinesiologische Ausbilderin.

Magath

Magath ist ebenfalls ein Vril von Achele. Er hat die Funktion eines
wissenschaftlichen Beraters und Exobiologen und ist vielfach zuständig,
wissenschaftliche Anfragen von Kontaklern sachlich und ganzheitlich zu
beantworten. Er hat einen trockenen Humor und eine eher bissig-
freundliche Einstellung gegenüber unserer Spezies.

Aristide

Aristide, ein Vril-Acheler, mit dem Alf anfangs nur am Rande zu tun hatte,
nimmt sich seiner nun immer wieder einmal intensiver an. Aristide gehört
zu jenen, die die Acheler als Androgyns bezeichnen. Ein Androgyn ist ein
Mensch, bei dem alle Energien im Gleichgewicht sind – auf der
geistseelischen Ebene auch die männliche und weibliche Energie.
Körperlich-materiell sind und reagieren sie jedoch entweder klar männlich,
oder klar weiblich. Es geht hier also ausschließlich darum, auf der
geistseelischen Ebene den anderen Pol zu leben. Das bedeutet, dass auch
ihre beiden Gehirnhälften im absoluten Gleichgewicht sind und beide
Seiten stets gleichsam genutzt werden. Es gibt beim Denken kein
entweder/oder mehr.

Harkon

Harkon ist ein Vril vom Planeten Hilam. Die Hilamiri (wie sie sich
bezeichnen) haben ihren Planeten erst vor etwa 300 Jahren von einem
dunklen Kollektiv befreit und sind dabei, ihren Planeten nun wieder
wedisch zu gestalten. Harkon ist auf die Erde gekommen, um hier
geschichtlichen Anschauungsunterricht zu nehmen. Er lebt (zumindest zu
den Zeiten, wo er mit Alf Kontakt hatte) bewusst auf der Oberfläche der
Erde, in einer Großstadt und in einem Hochhaus, um diese Bedingungen zu
studieren. Zudem hat er als Ingenieur für einen Großbetrieb in dieser Stadt
gearbeitet, bis man ihm drohte, ihm zu kündigen, weil er sich nicht den
Zeitvorgaben des Betriebs unterwerfen wollte.

Starsa

Eigentlich heißt er Sshtarssha. Ein reptiloider Erdenmensch,


fälschlicherweise von unseren Anthropologen als Neandertaler deklariert.
Lebt mit seiner Spezies seit Jahrtausenden in Innererde und besucht
gelegentlich die Oberfläche. Seine Physiognomie ähnelt ein wenig der der
Ohai, er ist jedoch ein ausgeprägter Reptiloider. Die Reptos in Innererde
haben eine gedrungene, aber sehr kräftige Gestalt. Müssten Homo sapiens
gegen die irdischen Reptos kämpfen, hätten sie normalerweise recht wenige
Chancen auf einen Sieg. Die innerirdischen Reptos reagieren empfindlich
auf Kälte, wobei das bei Starsa besonders ausgeprägt ist. Die innerirdischen
Reptos sind die ältere Erdenspezies, die lange vor uns Homo sapiens
existiert hat. Viele der innerirdischen Reptos können mit dem Gedanken
einer Renaturierung neben uns Homo sapiens auf der Oberfläche noch nicht
warm werden. Zu stark sei noch die genetische Erinnerung der Kriege
zwischen uns, nachdem die Asuras uns aufeinandergehetzt hatten. Starsas
Prämisse dazu: »Werdet da oben endlich erwachsen, dann reden wir
weiter!«
Ahan

Ahan ist ein Vertreter einer uralten Spezies. Sie sind recht klein – etwa
1,40 bis 1,60 m – haben eine weißgraue Haut und ebensolche Haare
und weiße Augen mit Längspupille. Die Voltrain sind feingliedrig, aber
enorm zäh. Sie werden bei uns oft fälschlicherweise als die
Nephilim bezeichnet. Einer ihrer Vorfahren hat es jedoch in unsere
Sagenwelt geschafft: Der sagenhafte Hirtengott Pan war ein Voltrain. Sie
selbst sehen sich als galaktische Archivare. Die Voltrain sind mental und
energetisch sehr mächtig. Aus diesem Grunde haben sich die Asuras an
ihnen bisher die Zähne ausgebissen. Alle dunklen Spezies haben einen
riesigen Respekt vor den Voltrains und lassen sie zufrieden.

Auf Voltrainplaneten herrscht ein höherer Druck als bei uns, deshalb
können sie sich auf unserem Planeten nur im Druckanzug aufhalten und das
auch nur bedingt. Die Innerirdischen haben für die
Abgeordneten der Voltrain ein kleines Gebiet geschaffen, wo sie
entsprechend höhere Druckverhältnisse aufgebaut haben.

Seraphim – oder Saraphinen

Eine wandelbare Spezies des Anscheins. Sie sind energetischer


Natur, können sich jedoch den Anschein der Körperlichkeit geben. Sie
leben und existieren auf, für uns unbewohnbaren, Welten in einer
feinstofflichen Form. Seraphim sind jene Wesenheiten, die in den alten
Heiligen Schriften vielfach fälschlich als Begleitwesen Gottes bezeichnet
werden. Sie haben unterschiedliche Aufgaben. Zum Beispiel kommen sie
immer dann in eine Anwesenheit, wenn sich eine Raumspezies zu Göttern
über eine Planetenspezies erheben möchte – mehr
als Warnung für diese asurischen Götter aus eigenen Gnaden! Außerdem
gelten sie als Feuerwesen und kreieren nach Besiedelung eines Planeten
durch Menschen, gemeinsam mit ihnen, die innerirdische Sonne.
Saraphinen erklären eindeutig, keine Erzengel zu sein, wie es oft behauptet
wird. Ebenso wenig stünden sie diesen undefinierbaren Wesenheiten
bewusst nahe. Auch sie wissen nicht alles. Doch sie sind mächtig und
behaupten, es gebe eine unendliche Gegenwart, die überblickbar und
dennoch nicht abzusehen sei.
Asuras

Als Asuras bezeichnete man in den vedischen Schriften die Gegenspieler


der Suras, wobei Sura als Engel missverstanden wurde. Suras waren lichte
Spezies, die uns besuchten. Die Innerirdischen benutzen die Bezeichnung
Asuras für alle Kollektivspezies. Dabei handelt es sich um alte und auch
jüngere Raumvölker unterschiedlicher Spezifikationen, die sich kollektiv
zusammengefunden haben, um das ihnen bekannte Universum zu
vereinnahmen – egal, ob lichter oder dunkler Natur. Gemeinsames Merkmal
aller ist das Kollektiv. Sie haben eine straffe Kollektivsoziologie und
Imperiums-Philosophie. Sowohl Krieger-
als auch Fürstenkasten bestimmen diese Spezieszusammenballung, die in
der Regel pyramidaler Struktur ist.

Die lichten Asuras haben meist einen König oder eine Königin, der
zugleich Gottkönig und mit seinem obersten Gott blutsverwandt ist, so dass
er/sie als unantastbares Kind seines/ihres Gottes das jeweilige Kollektiv
bestimmt. Ihre Schöpfungslegende gleicht unserer
Luzifer-Legende aufs Haar, wobei sie darüber keinen Gott der Ganzheit
mehr sehen. Ihre pyramidale Struktur wird von Priesterschaften aufrecht
gehalten. Die dunklen Kollektive haben ebenfalls eine, durch Könige und
Fürsten aufgebaute, Spitze, die einer straffen militärischen Machtstruktur
vorstehen, um die unterschiedlichen Rassen aller Schattierungen
beherrschen zu können.

Einige dieser Asurafürsten sowohl lichter, als auch dunkler Natur, pflegen
seit Jahrtausenden mit irdischen Menschen enge Kontakte. Die Dunklen
sorgen konstant dafür, dass die Menschheit über eine straffe Technisierung
und mittels chemischer Prozesse in eine Kollektivierung geführt werden
kann. Eine dieser Spezies zeichnet sich besonders verantwortlich für
kriegerische Auseinandersetzungen unter uns Erdenvölkern und sie ist
immer da anwesend, wo parlamentarische Kriegsentscheidungen getroffen
werden. Ihr Auftreten ist stets verbunden mit einer schwarz-uniformen
Kleidung mit Goldlitzen am Stehkragen und Auszeichnungen die offen zur
Schau gestellt werden (das haben unsere Militärs übernommen).
Insgesamt herrscht jedoch unter den genannten Fürsten eine starke
Konkurrenz und Eifersucht bestimmt ihre Entscheidungen, die oftmals
schon zu Misserfolgen führten. Eine tatsächliche Einigkeit lässt sich unter
diesen Kollektivspezies nicht wirklich erreichen, so dass wir
Erdenmenschen hier eine gute Ausgangsbasis für deren Überwindung
finden.

In unseren irdischen Chroniken tauchen die lichten Kollektive erstmals auf,


als sie in Ägypten die Gottkönige installierten, die später von den
ursprünglichen Erdenmenschen nachgeahmt wurden. Die dunklen
Kollektive tauchten vor über 5.500 Jahren auf, wo sie die assyrische Kultur
installierten (daher stammt auch die Bezeichnung Asura). Die Anderweltler
sprechen allerdings davon, dass sie schon viel länger ihre irdischen
Beeinflussungen pflegen. Die assyrische Kultur ist nur die erste
Manifestation der Existenz der Asuras auf der Erde für uns Erdenmenschen.
Das Wissen und die Auseinandersetzungen haben sich jedoch in den letzten
Jahrtausenden kontinuierlich reduziert. Wenn wir jedoch damit beginnen,
alles, was es an Sagen und Legenden in unseren Annalen zu finden gibt,
einmal genauer zu betrachten, dann können wir selbst aus den kleinsten
Wortfetzen eine ursprüngliche Codierung und Nachricht erkennen, die das
Gesamte wieder hervorhebt. Je mehr man uns Menschen das Wissen um die
asurischen Spezies abgewöhnt hat, desto sicherer ist es dennoch aufgehoben
in unseren Urerinnerungen und Wortassoziationen, die sich weltweit
verstreut in Unmengen von Schriften, Chiffren und Symbolen finden.
Manche Sprachen und Schriften wurden extra geschaffen, um das Urwissen
nicht zu verlieren. In der urchristlichen Symbologie finden sich Unmengen
von Hinweisen, die sich durch viele sakrale Bauten, deren Pläne und
Figurationen finden lassen.

Das asurische Imperium ist zwar mächtig, aber ohnmächtig gegen den
freien Willen eines Individuums! Bricht man jedoch das Individuelle in
einem Menschen ein, so ist er kollektiv zu fassen und diesem Kollektiv
einzugliedern. Wer immer einmal in einem solchen Kollektiv ein Leben
absolviert hat, wird bestätigen, in welcher Hölle solche Menschenwesen
existieren.

Die kleinen Grauen


sind eine Hilfsspezies der Asuras. Sie sind geklonte Hybriden, und
Vermittler zwischen der asurischen und menschlichen Spezies. Sie sind
meist Erstkontaktwesenheiten, ohne eine eigenständige Meinung und sie
sind Nutznießer asurischer Techniken. Die asurisch zugehörigen Grauen
sind vielfach verantwortlich für Entführungen und biologische Experimente
an Erdenmenschen. Sie werden auch als Ablenkungsspezies eingesetzt, um
von den bereits seit langen Zeiten hier anwesenden Asurafürsten und
Kriegern abzulenken. Über die kleinen Grauen gibt es hinreichende
Literatur; wenngleich vielfach zu einseitig interpretiert, ist sie insgesamt
jedoch zutreffend.

Die großen Grauen

Hier handelt es sich um eine ähnliche Spezies, die jedoch natürlich


entstanden und nicht geklont ist. Die großen Grauen halten sich aus unseren
irdischen Spielereien heraus und fungieren meist eher als Beobachter.