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GOETHE-ZERTIFIKAT A1

START DEUTSCH 1

TRAININGSMATERIAL FÜR PRÜFENDE


SCHREIBEN · SPRECHEN
A1 A2 B1 B2 C1 C2
Quellen

Europarat (2001): Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen


für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen. Niveau A1-A2-B1-B2-C1-C2.
Goethe-Institut et al. (Hg) Berlin et al.: Langenscheidt.

Glaboniat, Manuela et al. (2005): Profile deutsch A1–C2.


Version 2.0. Berlin et al.: Langenscheidt

Impressum

© Goethe-Institut 2012

Herausgeber: Goethe-Institut Zentrale, Bereich 41


Postfach 19 04 19 · D-80604 München

Autorinnen: Frauke van der Werff, Claudia Stelter, Michaela Stoffers

Bewerterteam
Für das Goethe-Institut:
Stefanie Dengler, Johannes Gerbes, Peter Kiefer, Michaela Perlmann-Balme,
Claudia Stelter, Michaela Stoffers, Frauke van der Werff

Realisierung der Filmbeispiele:


Wolfgang Zocher Film TV Video Internet Production

Gestaltung: Felix Brandl Graphik-Design | München


GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

INHALT

Vorwort 5

1 PRÜFUNGSTEIL SCHREIBEN 7
1.1 Materialien: 8
Aufgabenblatt 8
Bewertungskriterien 9
Bewertungsverfahren 10
Fokuspunkte zur Bewertung 11
1.2 Trainingsstufe 1: Vertrautmachen mit Zielen und Bewertungskriterien 12
Beispiel 1: Musterbewertung und Kommentar 12
Beispiel 2: Musterbewertung und Kommentar 13
1.3 Trainingsstufe 2: Anwendung der Bewertungskriterien 14
Beispiel 3: Bewertung 14
Beispiel 4: Bewertung 15
Beispiel 5: Bewertung 16
Beispiel 6: Bewertung 16
Beispiel 3: Musterbewertung und Kommentar 17
Beispiel 4: Musterbewertung und Kommentar 17
Beispiel 5: Musterbewertung und Kommentar 18
Beispiel 6: Musterbewertung und Kommentar 18
1.4 Trainingsstufe 3: Standardisierung der Bewertung 19
Beispiel 7: Bewertung 19
Beispiel 8: Bewertung 19
Beispiel 7: Musterbewertung und Kommentar 20
Beispiel 8: Musterbewertung und Kommentar 20

2 PRÜFUNGSTEIL SPRECHEN 21
2.1 Materialien: 22
Prüfungsablauf 22
Weitere Hinweise zur Prüfungsdurchführung 24
Bewertungsverfahren 25
Bewertungkriterien 26
Ergebnisbogen 27
Handlungskarten zu Filmbeispiel 1, 2 und 3 28
Fokuspunkte zur Bewertung 31
Transkript zur Gesprächsführung und Moderation 32
2.2 Trainingsstufe 1: Vertrautmachen mit Zielen und Bewertungskriterien 34
Beispiel 1: Kommentar zum Prüferverhalten 34
Beispiel 1: Musterbewertung 35
Beispiel 1: Transkription 37
Beispiel 1: Ergebnisbogen 39
2.3 Trainingsstufe 2: Anwendung der Bewertungskriterien 40
Beispiel 2: Bewertung 40
Beispiel 2: Musterbewertung 42
Beispiel 2: Transkription 45
Beispiel 2: Ergebnisbogen 47
2.4 Trainingsstufe 3: Standardisierung der Bewertung 48
Beispiel 3: Bewertung 48
Beispiel 3: Musterbewertung 49
Beispiel 3: Transkription 52
Beispiel 3: Ergebnisbogen 54
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PRÜFERTRAINING

3 SZENARIEN FÜR DAS PRÜFERTRAINING 55


3.1 Seminartypen 56
3.1.1 Trainingsprogramm für Selbstlernende 56
3.1.2 Seminarprogramm für drei Stunden 57
3.1.3 Seminarprogramm für sechs Stunden 58

3.2 Seminarbausteine 59
3.2.1 Niveaustufen des Referenzrahmens 59
3.2.2 Benchmarking 59
3.2.3 Bewertertraining Schreiben 60
3.2.4 Prüferverhalten Sprechen 60
3.2.5 Bewertertraining Sprechen 61
3.2.6 Selbsterfahrung Sprechen 61

3.3 Arbeitsblätter 62
Arbeitsblatt 1: Globalskala 62
Arbeitsblatt 2: Skalen Schreiben A1 und A2 63
Arbeitsblatt 3: Leistungsbeispiele „Mündlich “ 64
Arbeitsblatt 4: Beobachtungsbogen Prüfungsablauf, Prüfungsziele 65
Arbeitsblatt 5: Beobachtungsbogen Prüferverhalten 66
Arbeitsblatt 6: Beispiele zum Prüferverhalten 67
Arbeitsblatt 7: Fragen zum Prüferverhalten 68
Arbeitsblatt 8: Moderation des Prüfungsteils Sprechen 69

Lösungen zu den Arbeitsblättern 71


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PRÜFERTRAINING

Diese Materialien bereiten auf die Durchführung des Goethe-Zertifikats A1: Start Deutsch 1 Vorwort
vor. Sie dienen zur Aus- und Fortbildung von Prüfenden und können sowohl in Seminaren
wie auch zum Selbstlernen eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt des Trainingsprogramms steht die Bewertung der Prüfungsteile Schreiben
und Sprechen.

Ziel der Schulung ist eine Standardisierung der Bewertung dieser beiden Prüfungsteile.

Anhand von Kandidatenbeispielen lernen die Seminarteilnehmenden die Bewertungs-


kriterien kennen und anzuwenden. Dabei wird in drei Stufen vorgegangen:

Stufe 1 Die Teilnehmenden lernen anhand von Musterbewertungen die Anwendung der
Bewertungskriterien kennen. Aus Zeitgründen kann diese Stufe in die Vorbereitung zum
Seminar gelegt werden.

Stufe 2 Nun erhalten die Teilnehmenden unbewertete Kandidatenbeispiele bzw. ein


zweites Filmbeispiel und wenden die Bewertungskriterien in Partner- oder Gruppenarbeit
an. Anschließend vergleichen sie ihre Bewertung mit den Musterbewertungen.
Abweichungen werden im Plenum diskutiert und begründet.

Stufe 3 In dieser letzten Stufe erhalten die Teilnehmenden weitere unbewertete


Kandidatenbeispiele bzw. ein weiteres Filmbeispiel. Ziel dieser Stufe ist, den Erfolg der
Standardisierung festzustellen.
Die Teilnehmenden bewerten in Einzelarbeit. Danach wird die Gesamtpunktzahl ermittelt
und mit den Musterbewertungen verglichen.

Ergeben sich zu starke Abweichungen, ist diese Trainingsstufe anhand eines weiteren
Beispiels zu wiederholen.

Goethe-Institut, Bereich 41

München, den 30. 09. 2012


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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING
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PRÜFERTRAINING

1 PRÜFUNGSTEIL SCHREIBEN TEIL 2

In diesem Kapitel finden Sie Angaben zur Bewertung


des Prüfungsteils Schreiben Teil 2.
Anhand von Prüfungsbeispielen und deren
Musterbewertungen wird die Anwendung der
Bewertungskriterien dargestellt und trainiert.
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PRÜFERTRAINING

1.1. Materialien Schreiben

Aufgabenblatt

Teil 2
Sie möchten im August Dresden besuchen. Schreiben Sie an die Touristeninformation:
– Warum schreiben Sie?
– Informationen über Film, Museen usw. (Kulturprogramm)?
– Hoteladressen?

kt
zu jedem Pun
Schreiben Sie
tze auf den
ein bis zwei Sä ter).
(circa 30 Wör
Antwortbogen n re de
auch eine A
Schreiben Sie ß.
und einen Gru
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PRÜFERTRAINING

Bewertungskriterien Schreiben

Erfüllung der Aufgabenstellung (pro Inhaltspunkt)

3 Punkte Aufgabe voll erfüllt und verständlich

1,5 Punkte Aufgabe wegen sprachlicher oder inhaltlicher Mängel nur teilweise erfüllt

0 Punkte Aufgabe nicht erfüllt und/oder unverständlich

Kommunikative Gestaltung des Textes


1 Punkt der Textsorte angemessen

0,5 Punkte untypische oder fehlende Wendungen, z. B. keine Anrede

0 Punkte keine textsortenspezifischen Wendungen

10 Punkte (3 – 3 – 3 – 1) 6,5 Punkte (3 – 1,5 – 1,5 – 0,5)

Hallo! Hallo Herr und Frau,


Ich heiße xxxx yyyy. Ich möchte eine Information Ich komme im August nach Dresden. Ich möchte
bekommen. ich will im August nach Dresden einem Kulturprogramm. Bring mich programm
fahren. Gibt es einen Kulturprogramm in und ich möchte einen Film sehen.
Dresden? Welche Film lauft in Dresden? Antworten Sie
Und... Kann ich Hoteladressen wissen? Ich warte bitte, einen Film title und Datum. Andere Frage
auf Ihren Brief. ist besser einfach. Kann ich Hoteladressen
Viele Grüße nehmen? Ich möchte alt und klein Hotel. Ich
xxxx yyyy möchte etwa 50 Euro für Doppelzimmer kosten.
Viele Grüß
xxx yyyy

6,5 Punkte (3 – 1,5 – 1,5 – 0,5) 4,5 Punkt (3 – 1,5 – 0 – 0)

Hallo! Seher gerne meine Damen und Heren:


mein name ist xxxx yyyy. Ich komme im August Ich möchte im August im Dresden eine Woche
nach Dresden. Ich will gute Hotel mit Preis und Urlaub machen. Ich wohlte wisel was kostet für
Straße. Welche Kulturprogramm haben sie, ihre ein Person. Und auser dem Ich möchte Wissen
kultur interessirt mich fü meine Beruf. über eine Program Kultur.
Viele Dank Und ich wohlte wiesen in welche adresse ist
Tschüs. das Hotel
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PRÜFERTRAINING

Bewertungsverfahren

§ 4.3.2 Schreiben, Teil 2


Teil 2 wird von zwei Bewertenden getrennt bewertet, nach festgelegten Bewertungs-
kriterien (s. Übungssatz, Teil Prüferblätter). Es werden nur die vorgegebenen Punktwerte
für jedes der Kriterien vergeben; Zwischenwerte sind nicht zulässig.

Es ist besonders darauf zu achten, dass die Bewertungskriterien unabhängig von- Hinweis 21
einander und präzise angewandt werden. Um die weltweit einheitliche Bewertung
sicherzustellen, stehen im Trainingsmaterial für Prüfende Beispiele von schriftlichen
Leistungen zur Verfügung.

In Teil 2 sind maximal 10 Punkte erreichbar. Bewertet wird die Reinschrift auf dem
Antwortbogen.

Die Teilnehmenden verfassen den Text direkt auf dem Antwortbogen. Eintragungen Hinweis 22
auf den Kandidatenblättern werden anders als bei den Prüfungen ab Niveau B1 nicht
zur Bewertung herangezogen.

Bei Abweichungen zwischen Erst- und Zweitbewertung einigen sich die Bewertenden bei
jedem Kriterium auf einen Punktwert. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet
der/die Prüfungsverantwortliche. Er/Sie kann vor seiner/ihrer Entscheidung eine
Drittbewertung veranlassen.

Um die getrennte Bewertung sicherzustellen, wird die Erstbewertung verdeckt Hinweis 23


notiert, z. B. auf einem getrennten Blatt. Die Zweitbewertung wird direkt auf dem
Antwortbogen eingetragen. Erst dann wird die Erstbewertung auf dem Antwortbogen
eingetragen und die Bewertungen werden abgeglichen.
Damit die Bewertungen eindeutig zugeordnet werden können, werden für Erst- und
Zweitbewertung und gegebenenfalls Drittbewertung unterschiedliche Farben verwen-
det (z. B. Erstbewertung Rot, Zweitbewertung Grün, Blau für die Drittbewertung
bzw. die Überprüfung durch den/die Prüfungsverantwortliche/-n; alle Farben in
kopierfähigen, d. h. nicht zu hellen Tönen).

Zur Berechnung des Ergebnisses von Teil 2 werden die vergebenen Punkte addiert. Die
erzielten Punkte werden auf dem Antwortbogen eingetragen, der von beiden Bewertenden
namentlich und mit Unterschrift gezeichnet wird.

Auszug aus Kommentierte Durchführungsbestimmungen Goethe-Zertifikat A1: Start DEUTSCH 1, 2010


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PRÜFERTRAINING

Fokuspunkte zur Bewertung

Die folgenden Aspekte betreffen Grundsätze der Bewertung von produktiven schriftlichen Leistungen.
Exemplarisch lassen sie sich an folgenden Prüfungsbeispielen zeigen:

Fokus Beispiel Name Kommentar

Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie zu jedem der drei
Erfüllung der Inhaltspunkte dem Niveau angemessen verständliche und
Aufgaben- ausreichende Aussagen formulieren.
stellung
5 xxx Wenn bei einem Inhaltspunkt schwere Fehler in Syntax und/oder
Lexik das Verständnis stören, erfolgt Punktabzug, auch wenn die
Mitteilungsabsicht zu erraten ist.

4 Ekaterina Wenn ein Inhaltspunkt völlig verständlich behandelt worden ist, ist die
Aufgabe erfüllt.
Wenn zum gleichen Inhaltspunkt zusätzliche Aussagen gemacht
werden, die für die Information nicht mehr nötig sind, führen sprach-
liche Mängel in den Zusatzaussagen nicht zu Punktabzug.

6 Hussein Wenn ein Inhaltspunkt völlig unverständlich formuliert ist oder


gänzlich fehlt, wird der Punkt mit 0 bewertet.

Auch wenn alle drei Inhaltspunkte mit 0 bewertet werden, wird das
Kriterium „Kommunikative Gestaltung“ unabhängig bewertet.

Kommuni- Es wird erwartet, dass die Textsorte der schriftlichen Mitteilung einge-
kative halten wird. Die Texte sollen eine der Situation angemessene Anrede,
Gestaltung eine dazu passende Grußformel und die Unterschrift enthalten. Datum
des Textes und Ortsangabe sind nicht gefordert.
Außerdem wird erwartet, dass die Teilnehmenden den Adressaten/
die Adressatin entsprechend der Situation durchgehend siezen oder
duzen.

5 xxx Bei fehlender Unterschrift, bei unangemessener Anrede oder


unpassender Grußformel erfolgt Punktabzug.

6 Hussein Wenn schwerwiegende und gehäufte Rechtschreibfehler die


Erscheinungsform von Anrede und Grußformel auffallend verzerren,
erfolgt Punktabzug.

2 Ni Made Wenn Anredeformeln verwendet werden, die im E-Mail-Verkehr als


angemessen gelten, erfolgt kein Punktabzug.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

1.2. Trainingsstufe 1: Vertrautmachen mit Zielen und Bewertungskriterien

Beispiel 1

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich heiße Anna Kotyaeva und ich möchte
Dresden besuchen. Können Sie mir bitte den
Informationen über Film, Theater und
Museen geben? Ich brauche auch
Hoteladressen, wo kann ich bleiben und
leben. Antworten Sie mir bitte bis Dienstag!
Mit freundlichen Grüßen
Anna Kotyaeva
47 Wörter

Ein Beispiel für eine „sehr gute“ Leistung.

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 3 3 1 10 Der Textumfang ist mit 47 Wörtern voll


angemessen.
Bei allen drei Inhaltspunkten ist die Aufgabe
voll erfüllt.
Die kommunikative Gestaltung ist der Textsorte
angemessen.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: Ich möchte Dresden besuchen /


Können Sie mir bitte Informationen über ... geben? / Antworten Sie mir bitte
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PRÜFERTRAINING

Beispiel 2
Hallo.
Ich heiße Ni Made Rebong, ich möchte eine
Reise im Dresden August besuchen. Also ich
brauche ein Information über Film, Museen
oder Kulturprogramm.
Ich möchte eine Adresse von Guthes Hotel im
Dresden. Also vielen Dank für Ihre Information.
Viele Grüße
Ni Made Rebong 44 Wörter

Ein Beispiel für eine „sehr gute“ Leistung.

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

1,5 3 3 1 8,5 Der Textumfang ist mit 44 Wörtern voll


angemessen.
Inhaltspunkt 1 ist stark fehlerhaft, aber noch
verständlich.
Die Inhaltspunkte 2 und 3 sind erfüllt.
Die kommunikative Gestaltung ist der Textsorte
angemessen: „Hallo“ und „Viele Grüße“ gehören
zum gleichen Sprachregister und sind im
E-Mail-Verkehr gebräuchlich.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: ich brauche ein Information über /


vielen Dank für Ihre Information

Fehlgriffe, die evtl. die Kommunikation behindern: eine Reise im Dresden August besuchen /
Guthes Hotel
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PRÜFERTRAINING

1.3 Trainingstufe 2: Anwendung der Bewertungskriterien

Bewerten Sie die Beispiele 3 bis 6 in Einzel- oder Gruppenarbeit. Danach erfolgt die Diskussion
der Punktevergabe.

Beispiel 3
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte gern Dresden besuchen und ich
möchte bitte eine Informationen. Welche gute
Hotele gibt es dort? Mit die Adresse bitte.
Und ich möchte gern die bekannte Museen
besuchen so könnten Sie bitte die Namen und
die Adressen von ihnen geben! Ich brauch
auch über die interesante Filme wissen.
Mit Herzlichen Grüßen
Hiba Al-Mubarak 59 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung
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Seite 14
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Beispiel 4
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte nach Dresden reisen. Ich möchte
von 15.08.2020 bis 20.08.2010 Dresden
besuchen. Informieren Sie mich bitte über
Kulturprogramm in Dresden in dieser Zeit.
Gibt es etwas interesant in den Museen?
Schreiben Sie bitte Hoteladresse in Zentrum
in der Stadt. Ich suche nicht sehr toer Hotel.
Ich warte Ihren Antwort. Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Ekaterina Ratdevitsch-Knazuk 62 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung
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Seite 15
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Beispiel 5
Liebe Frauen und Herren,
ich möchte nach Dresden reisen und ich muss
viel informationen wissen denn ich kenne
nicht dieses Stadt. Es ist erst mal besuche ich
Dressen. Konnen Sie bitte, die informationen
über die Activitet von Dresden, die Film, die
Ausflug in der Stadt. Endlich will ich in dem
Hotel reservieren.
Mit Grußen 54 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

Beispiel 6
Seher geherte Damen und Herren
Ich habe vier wocher urlaub. Ich bin im August
besuch Dresden Ich müchte wessn von. August
was haben ihr nues film und Auch Museum.
Bitt Für Kino. Schreib. Für mich Adress.
Mit Fruendliche Grussen
Hussein 41 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung
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Seite 16
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Musterbewertungen

Beispiel 3 · Hiba

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 3 3 1 10 Der Textumfang ist mit 59 Wörtern größer als


notwendig.
Bei allen drei Inhaltspunkten ist die Aufgabe
voll erfüllt.
Die kommunikative Gestaltung ist der Textsorte
angemessen.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: ich möchte gern / bekannte Museen besuchen /
Mit herzlichen Grüßen

Fehlgriffe, die die Kommunikation nicht behindern: eine Informationen / gute Hotele /
Ich brauch auch wissen

Beispiel 4 · Ekatarina

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 3 3 1 10 Der Textumfang ist mit 62 Wörtern größer als


notwendig. Bei Inhaltspunkt 1 und 2 ist die Auf-
gabe voll erfüllt. Auch Inhaltspunkt 3 ist erfüllt,
obwohl der zweite Satz zu diesem Punkt grobe
Fehler enthält. Die kommunikative Gestaltung
ist der Textsorte angemessen.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: Ich möchte Dresden besuchen / Informieren Sie
mich bitte über ... / Vielen Dank

Fehlgriffe, die die Kommunikation nicht behindern: etwas interesant, nicht sehr toer Hotel
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PRÜFERTRAINING

Beispiel 5 · xxx

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 1,5 1,5 0,5 6,5 Der Textumfang ist mit 54 Wörtern größer als
notwendig.
Inhaltspunkt 1 ist voll erfüllt.
Inhaltspunkt 2 ist sehr fehlerhaft, aber noch
verständlich.
Inhaltspunkt 3 ist wegen inhaltlicher Mängel
nur teilweise erfüllt.
Anrede und Gruß sind fehlerhaft, die Unter-
schrift fehlt, die Textsorte Brief wird
eingehalten.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: ich möchte nach Dresden reisen / denn ich kenne nicht ...

Fehlgriffe, die die Kommunikation nicht behindern: Liebe Frauen und Herren / Es ist erst mal /
besuche ich Dressen / Konnen Sie bitte, die informationen

Beispiel 6 · Hussein

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

1,5 1,5 0 0,5 3,5 Der Textumfang ist mit 41 Wörtern


angemessen.
Die Inhaltspunkte 1 und 2 werden in sehr
fehlerhafter, aber noch verständlicher Form
behandelt. Inhaltspunkt 3 fehlt.
Anrede und Grußformel sind erkennbar, aber
stark fehlerhaft.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: Ich habe urlaub

Fehlgriffe, die die Kommunikation stark behindern: müchte wessn von / nues film / Bitt für Kino /
Schreib. Für mich Adress.
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PRÜFERTRAINING

1.4. Trainingsstufe 3: Standardisierung der Bewertung

Bewerten Sie die Beispiele 7 und 8 in Einzelarbeit und tauschen Sie die Texte dann mit Ihrem/-r
Partner/-in zur Zweitbewertung aus.
Vergleichen Sie am Ende Ihr Ergebnis mit der Musterbewertung.

Beispiel 7
Sehr geerthe Damen und Herren
Ich möchste Dresden am August besuchen
und mochte Information über Film, Museen
und Kulturprogramm wissen. Ich muss
bleibe in einem Hotel. Bitte schenken mir
Hoteladressen und Information über Dresden.
Ich freue mich auf eine Antwort.
Viele Grüße
Banazir Schwarz 44 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

Beispiel 8
Hallo Emirites,
Ich möchte Dresden besuchen. Ich suche
Informationen für was haben Kulturprogramm
in Dresden Platz? Was interisant haben im
das platz? Bitte gib mir Hotel adressen für
wohin stehen? Und wie viel kostet für stehen
im Hotel?
Mit freundlisch Viele Grüß
Bauer 43 Wörter

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung
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Seite 19
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PRÜFERTRAINING

Musterbewertungen

Beispiel 7 · Banazir

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 3 1,5 1 8,5 Der Textumfang ist mit 44 Wörtern voll


angemessen.
Die Inhaltspunkte 1 und 2 sind erfüllt.
Der Inhaltspunkt 3 ist fehlerhaft, aber trotzdem
verständlich.
Die kommunikative Gestaltung ist der Textsorte
angemessen.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: Dresden besuchen / Information über /


Ich freue mich auf eine Antwort / Viele Grüße

Fehlgriffe, die evtl. die Kommunikation behindern: Ich muss bleibe / Bitte schenken mir

Beispiel 8 · Bauer

Inhalts- Inhalts- Inhalts- Kommuni- Gesamt Kommentar


punkt punkt punkt kative
1 2 3 Gestaltung

3 1,5 1,5 0,5 6,5 Der Textumfang ist mit 43 Wörtern voll
angemessen. Inhaltspunkt 1 ist erfüllt.
Die Inhaltspunkte 2 und 3 sind fehlerhaft, aber
noch verständlich.
Die Anrede ist nicht angemessen, der Gruß ist
fehlerhaft, aber die Textsorte Brief wird
eingehalten.

Beispiele für gelungene Ausdrucksweise: Ich möchte Dresden besuchen

Fehlgriffe, die die Kommunikation behindern: für was haben ... Platz / für wohin stehen /
stehen im Hotel
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Seite 20
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PRÜFERTRAINING

2 PRÜFUNGSTEIL SPRECHEN

In diesem Kapitel finden Sie Angaben zur Bewertung


des Prüfungsteils Sprechen.
Anhand von Prüfungsbeispielen und deren Muster-
bewertungen wird die Anwendung der Bewertungs-
kriterien dargestellt.
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PRÜFERTRAINING

2.1. Materialien Sprechen

Prüfungsablauf

Die Prüfung besteht aus drei Teilen.

Im ersten Teil sollen die Teilnehmenden zeigen, dass sie in der Lage sind, Angaben zur eigenen Person
zu machen, etwas zu buchstabieren und eine Nummer anzugeben.

Im zweiten Teil sollen sie anhand von Wortkarten zu einem vorgegebenen Alltagsthema Fragen
an den/die Partner/-in stellen und auf Fragen des Partners/der Partnerin antworten.

Im dritten Teil sollen die Teilnehmenden mithilfe von Bildkarten Bitten formulieren und auf die Bitten
des Partners /der Partnerin reagieren.

Die Prüfungsteilnehmenden zeigen, dass sie die Handlungssituationen aus beiden Perspektiven, sowohl
als Agierende als auch als Reagierende beherrschen. Teil 1 der Prüfung ist monologisch angelegt,
während Teil 2 und Teil 3 partnerorientiert sind. Allerdings kann sich in allen drei Teilen (z. B. durch
Nachfragen) auch ein dialogisches Sprechen entwickeln.

Teil 1 Sich vorstellen

Die Prüfungsteilnehmenden stellen sich mit mehreren Sätzen vor. Sie können sich an dem ausgelegten
Aufgabenblatt mit Stichwörtern orientieren. Für das Erreichen der vollen Punktzahl ist es nicht
notwendig, alle Stichwörter zu verwenden.
Anschließend werden sie gebeten, etwas zu
buchstabieren, z. B. ihren Namen / Vornamen / Teil 1 Sich vorstellen.
Wohnort / den Namen ihrer Heimatstadt etc.
Dann werden sie nach einer Nummer gefragt, z. B.
der Telefon- / Handynummer oder der Postleitzahl
ihres Wohnortes. Die Nummern sollten mindestens
zweistellig sein.

Beispiel:
Ich bin / heiße / mein Name ist Besima.
Ich bin 43 / Jahre (alt).
Ich komme aus Bosnien.
Ich wohne / lebe jetzt in München.
Mein Beruf ist Schneiderin. /
Ich bin Schneiderin von Beruf.
Ich spreche Serbokroatisch und Deutsch.
Meine Hobbys sind: Joggen, Schwimmen
und ins Kino gehen.
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PRÜFERTRAINING

Teil 2 Informationen erfragen und geben

In diesem Teil erhält jeder Teilnehmende zu einem vorgegeben Thema eine Handlungskarte mit einem
Wort. Die Karten liegen verdeckt auf dem Tisch.
Mithilfe des Wortimpulses stellt der/die erste Teilnehmende dem/der Partner/-in eine Frage.
Der/Die Partner/-in antwortet direkt. Jede/-r Teilnehmende stellt eine Frage und gibt eine Antwort.
Dann nennt der/die Prüfende das zweite Thema. Wieder erhalten die Teilnehmenden eine Karte und
fragen bzw. antworten.
Am Ende haben alle Teilnehmenden zwei Fragen und zwei Antworten produziert.

Beispiel:
Thema Einkaufen
Wortkarte Zeitung
Mögliche Frage: Entschuldigung, wo kann ich eine Zeitung kaufen?
Mögliche Antwort: Im Supermarkt.

Teil 3 Bitten formulieren und darauf reagieren

In diesem Prüfungsteil erhält jede/-r Teilnehmende insgesamt zwei Handlungskarten mit einem Bild.
Die Bildkarten liegen verdeckt auf dem Tisch. Pro Runde wird eine Karte gezogen.
Mithilfe des Bildimpulses formuliert der/die erste Teilnehmende eine Bitte.
Der/Die Partner/-in antwortet verbal oder nonverbal mit einer Geste.
Am Ende des Teils haben alle Teilnehmenden zwei Bitten formuliert und zwei Mal auf eine Bitte des
Gesprächpartners/der -partnerin reagiert.

Beispiel:
Bildkarte Glas mit Wasser.
Mögliche Lösung: Gib mir bitte ein Glas Wasser.
Mögliche Reaktion: Hier, bitte. (Geste: etwas hinstellen)
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PRÜFERTRAINING

Weitere Hinweise zur Prüfungsdurchführung

Der Prüfungsteil Sprechen ist eine Gruppenprüfung mit maximal vier Prüfungsteilnehmenden und
zwei Prüfenden.

Vorbereitung
Bei dieser Prüfung ist keine Vorbereitungszeit vorgesehen.

Gruppenzusammensetzung
Teilnehmende können ungeachtet ihres Herkunftslandes, Geschlechtes oder Alters gemeinsam geprüft
werden. Bei Bedarf können kleinere Gruppen gebildet werden. Meldet sich nur ein Teilnehmender,
übernimmt ein/-e Prüfende/-r die Rolle des/der Gesprächspartners/Gesprächspartnerin.

Sitzordnung
Die Tische bzw. Stühle im Prüfungsraum für Prüfungsteilnehmende und Prüfende sind so zusammen-
gestellt, dass eine Runde entsteht. Diese Anordnung wirkt weniger konfrontativ, als wenn sich Prüfende
und Prüfungsteilnehmende frontal gegenübersitzen.

Rollenverteilung der Prüfenden


Eine/-r der Prüfenden fungiert als Moderator des gesamten Prüfungsgesprächs (macht Ansagen, fragt
ggf. nach). Der/Die andere Prüfende füllt während der Prüfung den Ergebnisbogen Sprechen aus.
Direkt nach Ende der Prüfung beraten sich die beiden Prüfenden über die Leistungen der Prüfungs-
teilnehmenden und einigen sich bei der Bewertung auf einen gemeinsamen Wert. Dabei bringt der
Moderator seine globale Einschätzung ein, ob die Kandidatenleistung dem Prüfungsniveau entspricht.

Gesprächsatmosphäre
Durch eine ruhige und offene, den Prüfungsteilnehmenden zugewandte Gesprächsführung schaffen
beide Prüfenden eine entspannte, angstfreie Atmosphäre. Sie sprechen die Prüfungsteilnehmenden
möglichst direkt mit Namen an. Dies baut Distanz ab und macht das Gespräch persönlicher.

Sprechweise
Die Prüfenden sprechen langsam und deutlich, dabei aber nicht gedehnt bzw. überakzentuiert.

Aufgabenstellung
Die einzelnen Aufgaben werden dem Transkript gemäß zur Gesprächsführung und Moderation in
angemessener Länge, klar und mit einfachen Sätzen erläutert. Wortschatz und Syntax entsprechen dabei
dem Niveau der Prüfung. Das Verständnis der Aufgabe, der Situation und der Frage bzw. Bitte muss
immer gesichert sein.

Hilfen
Um den Prüfungsteilnehmenden den Einstieg in ihre Sprechrolle zu vereinfachen, wird die erwartete
Kandidatenleistung von den Prüfenden an einem Beispiel verdeutlicht.
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PRÜFERTRAINING

Bewertungsverfahren

§ 5 Bewertung mündliche Prüfung


Die Teile 1 bis 3 zur mündlichen Produktion werden von zwei Prüfenden getrennt
bewertet. Die Bewertung erfolgt nach festgelegten Bewertungskriterien (s. Übungssatz,
Teil Prüferblätter). Es werden nur die auf dem Formblatt Ergebnis Sprechen vorgesehenen
Punktwerte vergeben. Zwischenwerte sind nicht zulässig.

Um die weltweit einheitliche Bewertung sicherzustellen, stehen im Trainingsmaterial Hinweis 24


für Prüfende Beispiele von mündlichen Leistungen zur Verfügung.

In der mündlichen Prüfung sind maximal 15 Punkte erreichbar, davon 3 Punkte in Teil 1
sowie jeweils 6 Punkte in Teil 2 und 3.

Die Bewertung läuft folgendermaßen ab: Hinweis 25


Der/Die Prüfende in der Assessorenrolle hat das Formblatt Ergebnis Sprechen zur
Hand, um während der Prüfung Protokoll zu führen. Während die Teilnehmenden
sprechen, notiert er/sie nicht nur mögliche Punktwerte, sondern auch Beispiele von
Fehlern und gelungenen Äußerungen. Der/Die zweite Prüfende in der Moderatoren-
rolle führt das Gespräch und notiert gleichzeitig seine/ihre globale Einschätzung auf
einem separaten Blatt.
Diese Notizen sind wichtig, da sich sonst die Prüfenden beim Bewertungsgespräch
nicht mehr genau an die Leistungen erinnern. Notizen fördern die Zuverlässigkeit der
Bewertung. Die Notizen werden möglichst diskret gemacht.
Im Bewertungsgespräch unmittelbar nach der Prüfung ermittelt der/die Prüfende
in der Assessorenrolle die Gesamtpunktzahl für jeden Kandidaten/jede Kandidatin.
Der/Die Prüfende in der Moderatorenrolle bringt seinen/ihren Gesamteindruck ein.
Danach einigen sich die Prüfenden auf gemeinsame Punktwerte.

Im Bewertungsgespräch unmittelbar nach der Prüfung tragen die Prüfenden ihre Bewer-
tungen zusammen und einigen sich auf gemeinsame Punktwerte. Kommt keine Einigung
zustande, entscheidet der/die Prüfungsverantwortliche.

Zur Ermittlung des Ergebnisses werden die vergebenen Punkte addiert. Die erzielten
Punkte werden in das Formblatt Ergebnis Sprechen eingetragen und von beiden Prüfenden
namentlich und mit Unterschrift gezeichnet.

Auszug aus Kommentierte Durchführungsbestimmungen Goethe-Zertifikat A1: Start DEUTSCH 1, 2010


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PRÜFERTRAINING

Bewertungskriterien Sprechen

Erfüllung der Aufgabenstellung und sprachliche Realisierung

volle Punktzahl Aufgabe voll erfüllt und verständlich

halbe Punktzahl Aufgabe wegen sprachlicher oder inhaltlicher Mängel nur teilweise erfüllt

0 Punkte Aufgabe nicht erfüllt und/oder unverständlich

Kriterien für die Bewertung sind:


Versteht der/die Teilnehmer/-in die Frage bzw. Bitte, die ein/-e anderer/-e an ihn/sie
stellt?
Formuliert er/sie selber angemessen?
Wie verständlich ist seine/ihre Äußerung?
Ausschlaggebend ist also die Verständlichkeit, nicht die Zahl der Fehler.
Eine Aufgabe gilt als erfüllt, wenn die Verständlichkeit gesichert ist. Somit können auch
nicht komplett korrekte Sätze mit der vollen Punktzahl bewertet werden.
Die Verständlichkeit kann durch bestimmte Faktoren leicht und schwer beeinträchtigt sein:
falscher Wortakzent
falsche Syntax
unpassende Wortwahl.

Bei leichter Beeinträchtigung ist in der Realsituation der Gesprächspartner/die Gesprächs-


partnerin im ersten Moment nur irritiert, versteht aber eigentlich die Frage/Aussage.
Dafür wird die halbe Punktzahl vergeben.
Bei schwerer Beeinträchtigung durch beispielsweise unverständliche Fragestellung erhält
der Prüfungsteilnehmende für die Frage 0 Punkte.

In Teil 1 kann der/die Teilnehmende je einen Punkt für sich vorstellen, buchstabieren und
das Nennen der Zahlen erhalten, d. h. maximal 3 Punkte.
In Teil 2 kann der/die Teilnehmende 2 Punkte pro Frage und 1 Punkt pro Antwort erhalten,
d. h. maximal 6 Punkte.
In Teil 3 kann er/sie pro Bitte 2 Punkte und pro Reaktion 1 Punkt erhalten,
d. h. maximal 6 Punkte.
Im Prüfungsteil Sprechen sind maximal 15 Punkte zu erzielen. Dies entspricht 25 % des
Gesamtergebnisses.
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Ergebnisbogen Sprechen
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Handlungskarten Sprechen

Beispiel 1, 2 und 3

Teil 1
Teil 1 Sich vorstellen.

Stichworte
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Teil 2

Wortkarten
zum Thema „Einkaufen“

Wortkarten
zum Thema „Wochenende“
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Teil 3

Bildkarten
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Fokuspunkte zur Bewertung

Die folgenden Aspekte betreffen Grundsätze der Bewertung von produktiven mündlichen Leistungen. Sie können bei
allen Beispielen besprochen werden. Exemplarisch lassen sie sich an folgenden Prüfungsbeispielen zeigen:

Fokus Beispiel Name Kommentar

Erfüllung der In Teil 1 wird erwartet, dass die Teilnehmenden sich mit mehreren
Aufgaben- Sätzen vorstellen. Entscheidend ist, inwieweit die sprachliche Leistung
stellung und der gestellten Aufgabe entspricht. Die vorgelegten Stichwörter sind als
sprachliche Vorschläge zu betrachten.
Realisierung
Beispiel 2 Aziz Wenn ein/-e Teilnehmende/-r das Alter nicht nennt oder nicht über
Teil 1 Hobbys spricht o. Ä., erfolgt kein Punktabzug. Es sollten ca. 5 Sätze ge-
Vorstellen sprochen werden, damit eine ausreichende Menge an zu bewertender
sprachlicher Leistung vorliegt.

Beispiel 1 Lucija Die Teilnehmenden sollen ein Wort buchstabieren. Es ist nicht nötig,
Teil 1 dass sie dabei das Buchstabieralphabet benutzen. Falls sie es doch tun,
Buchstabieren erfolgt bei Fehlern im Alphabet kein Punktabzug.

Beispiel 2 Lika Es führt zu Punktabzug, wenn einer oder mehrere Buchstaben falsch
Teil 1 oder so unverständlich ausgesprochen werden, dass die Kommunika-
Buchstabieren tion gestört ist. Wenn ein Buchstabe vergessen wird, die anderen je-
doch korrekt ausgesprochen werden, erfolgt kein Punktabzug.

Beispiel 2 Lika Die Teilnehmenden sollen eine Zahlenreihe aufsagen. Die Kommuni-
Teil 1, Zahlen kation mit der Moderatorin steht hier nicht im Fokus.
Wenn ein/-e Teilnehmende/-r eine Aufforderung nicht sofort versteht,
erfolgt kein Punktabzug.

Beispiel 2 Laurence Es führt zu Punktabzug, wenn die Zahlen falsch oder so unverständlich
Teil 1, Zahlen ausgesprochen werden, dass die Kommunikation gestört ist.

Beispiel 1 Besima Die Teilnehmenden sollen mithilfe des Stimulus auf der Wortkarte
Teil 2 Fragen zu einem vorgegebenen Thema stellen. Wenn ein/-e Teilneh-
mende/-r eine sprachlich angemessene Kommunikation mit dem/der
Partner/-in herstellt und dabei das vorgegebene Thema berücksichtigt,
ist das Wort auf der Karte nicht von entscheidender Bedeutung.

Beispiel 2 Laurence Grobe lexikalische Fehler führen zu Punktabzug, auch wenn die
Teil 2 Aussage erratbar ist.

Beispiel 2 Aziz Wenn ein Wort so unverständlich ausgesprochen wird, dass die
Teil 2 Kommunikation gestört wird, erfolgt Punktabzug.

Beispiel 2 Lika Wenn die Moderatorin bei einer unverständlichen Frage nicht
Teil 2 eingreift, erfolgt bei der fehlerhaften Antwort des Partners/
der Partnerin kein Punktabzug.

Beispiel 3 Akamiro Wenn ein/-e Teilnehmende/-r nach Eingriff der Moderatorin mehrere
Teil 2 Aussagen zu einer Handlungskarte, zu einer Frage oder zu einer Bitte
macht, wird die bessere Äußerung bewertet.

Beispiel 3 Hameed Wird eine Bitte in einem Aussagesatz impliziert ausgedrückt, z. B.


Teil 3 durch ein Modalverb, so erfolgt kein Punktabzug.
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Transkript zur Gesprächsführung und Moderation

Prüfungsteil Gesprächsführung Handlungen

Einführendes Gespräch Guten Tag.


Herzlich willkommen zur Prüfung
Start Deutsch 1.
Mein Name ist ...
Das ist mein Kollege ... /meine Kollegin
Deutet auf den/die Assessor/-in,
Guten Tag. der/die sagt:

Diese Prüfung hat drei Teile.


Wir beginnen mit Teil 1.

Teil 1 Wir möchten uns kennenlernen.


Sich vorstellen Erzählen Sie uns: Wer sind Sie?
Hier sind ein paar Wörter als Hilfe. Legt das Blatt auf den Tisch.

Als Erstes stelle ich mich vor. Mein Name ist ...
Ich komme aus ...
Ich lebe in ...
Ich bin ... von Beruf.
Ich spreche Deutsch, ...
Mein Hobby ist ... / Meine Hobbys sind …
Wendet sich an den/die erste/-n
Und Sie, wer sind Sie, bitte? Teilnehmende/-n.

Teil 1 Wie ist Ihr Vorname / Familienname? Wählt eine von mehreren
Buchstabieren Können Sie das bitte buchstabieren? Fragemöglichkeiten aus.

Sie wohnen in der XYZ-Straße.


Können Sie das bitte buchstabieren?

Woher kommen Sie?


Können Sie das bitte buchstabieren?

Teil 1 Haben Sie Telefon? Wie ist Ihre Telefonnummer? Wählt eine von mehreren
Zahlen Fragemöglichkeiten aus.
Haben Sie ein Handy? Wie ist Ihre Nummer?

Wie ist Ihre Postleitzahl?

Wie ist die Telefonnummer von XYZ?

Danke. Das war Teil 1. Nun kommt Teil 2. Nimmt das Blatt an sich.
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Prüfungsteile Gesprächsführung Handlung

Teil 2 In Teil 2 sollen Sie zu einem Thema Fragen stellen


Informationen erfragen oder beantworten.
und geben Unser erstes Thema ist ...
Wir machen ein Beispiel. Ich ziehe eine Karte. Zeigt die Karte den Teilnehmen-
den, damit sie das Beispiel nach-
vollziehen können. Dann verdeckt
er/sie die Karte und wendet sich
an den/die Assessor/-in
Wo kann ich einen Stadtplan bekommen?
An der Information im Bahnhof. Assessor/-in antwortet:

Legt die Karten verdeckt auf den


Tisch und wendet sich an den/die
Möchten Sie anfangen? Bitte ziehen Sie eine Teilnehmende/-n Nr. 1
Karte. Fragen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin.
Bitte denken Sie an das Thema ...

Danke.
Unser zweites Thema ist ... Sammelt die Karten ein.

Bitte fragen Sie noch einmal nach Informationen. Legt die Karten verdeckt auf den
Tisch und wendet sich an den/die
Teilnehmende/-n Nr. 1
Danke.
Das war Teil 2. Wir kommen jetzt zum dritten Teil. Sammelt die Karten ein.

Teil 3 In Teil 3 sprechen Sie wieder mit Ihrem/Ihrer


Bitten Partner/-in. Sie haben eine Bitte.
Hier ein Beispiel. Zeigt den Teilnehmenden die
Karte, damit sie das Beispiel nach-
vollziehen können. Dann verdeckt
er/sie die Karte und wendet sich
an den/die Assessor/-in.
Ein Glas Wasser, bitte!
Assessor/-in macht eine Geste und
Ja, natürlich. Bitte. antwortet:

Legt die Karten verdeckt auf den


Tisch und wendet sich an den/die
Teilnehmende/-n Nr. 1

Nun Sie. Ziehen Sie eine Karte. Beginnen Sie! Wendet sich an den/die
Teilnehmende/-n Nr. 1
Bitte noch einmal. / Weiter bitte.

Ende Das war der dritte Teil. Wir sind nun fertig. Nimmt die Karten an sich.
Herzlichen Dank. Wir wünschen Ihnen noch einen
schönen Tag.
Auf Wiedersehen.
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PRÜFERTRAINING

2.2 Trainingsstufe 1: Vertrautmachen mit Zielen und Bewertungskriterien

Beispiel 1 Kommentar zum Prüferverhalten

Die Aufnahme zeigt ein gelungenes Beispiel von Prüferverhalten. Die Prüfenden sind beim Vorführen der
Beispiele, bei den Überleitungen zwischen den Prüfungsteilen und bei notwendigen Eingriffen aktiv.

Prüferregeln Bewertung des Filmbeispiels 1


Besima, Lucija, Michelle, Anzina

Die Sitzordnung der Teilnehmenden soll von vornherein so Die Sitzordnung ist nicht optimal, die Teilnehmen-
angeordnet werden, dass sie untereinander vollen Blick- den sitzen in einer Reihe nebeneinander am Tisch.
kontakt haben. Diese Lösung wurde aus aufnahmetechnischen
Gründen gewählt.

In Gruppenprüfungen findet kein einführendes Gespräch Die Prüfenden stellen sich kurz vor, der erste
statt. Durch die Namensnennung der beiden Prüfenden und Prüfungsteil wird deutlich erkennbar im Beispiel
dadurch, dass der/die Moderator/-in den ersten Teil der Prü- gezeigt.
fung, die Vorstellung, vorspielt, gewöhnen sich die Teilneh-
menden an die Sprechweise des Moderators/der Moderatorin.

Die Prüfenden sollen durch ihre Gesprächsführung eine Es entsteht kein Zeitdruck. Die Teilnehmenden
ruhige Atmosphäre verbreiten. Auf keinen Fall darf Zeitdruck werden nicht unterbrochen.
entstehen, indem die Prüfenden wiederholt auf die Uhr
schauen. Die Teilnehmenden dürfen bei den Äußerungen nicht
unterbrochen werden.

Input/Aufgabenstellung und damit auch indirekt Sprechan- Die Beispiele werden gut verständlich vorgespielt.
lass in den Prüfungsteilen 2 und 3 sind Handlungskarten.
Zu den Stimuli auf den Karten stellen die Teilnehmenden
Fragen oder formulieren Bitten.
Der Einsatz der Karten sowie die gewünschten sprachlichen
Äußerungen werden von den Prüfenden im Beispiel vor-
geführt. Das Beispiel soll durch Frage und Antwort eine
natürliche Gesprächssituation simulieren.

Der/Die Moderator/-in soll das Prüfungsgespräch so lenken, Die Moderatorin weist darauf hin, dass die
dass die Teilnehmenden miteinander sprechen. Er/Sie be- Teilnehmenden sich an den Partner/die Partnerin
schränkt sich auf Ein- und Überleitungen, Beispiele und wenn wenden sollen.
notwendig Hilfen. Er/Sie führt die Teilnehmenden durch die
Prüfung, hält sich aber als Gesprächspartner/-in zurück.

Steuernde Eingriffe des Moderators/der Moderatorin helfen Die Moderatorin greift ein, als die Teilnehmerin 1
den Teilnehmenden erfahrungsgemäß nicht weiter, sondern im Teil 2 der Prüfung eine Frage stellt, die sich
führen meist zum Abruch der Kommunikation zwischen den nicht auf das Thema „Wochenende“ bezieht.
Partnern. Eingriffe sind daher nicht wünschenswert, es sei Die Teilnehmerin stellt daraufhin eine Frage zum
denn die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden bricht Thema Wochenende.
zusammen.
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Musterbewertung Beispiel 1 (Besima, Lucija, Michelle, Anzina)

Gesamtpunktzahl

Teilnehmende Begründung Bewertung

Besima Eine sehr gute Leistung: Die Teilnehmende erfüllt fast alle 14
(Bosnien) Aufgaben voll und verständlich.

Lucija Eine sehr gute Leistung: Die Teilnehmende erfüllt fast alle 14
(Kroatien) Aufgaben voll und verständlich.

Michelle Eine sehr gute Leistung: Die Teilnehmende erfüllt fast alle 15
(Kenia) Aufgaben voll und verständlich.

Anzina Ein Beispiel für eine gute Leistung: An zwei Stellen erfolgt 13,5
(Mauritius) Punktabzug wegen sprachlicher Mängel.

Prüfungsteil 1: Vorstellung / Buchstabieren / Zahlen

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Besima Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Aufgabe voll erfüllt.
Buchstabieralphabet ist nicht verlangt und wird bei der 1
Bewertung nicht berücksichtigt
Zahlen: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1

Lucija Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Aufgabe voll erfüllt. Buchstabieralphabet 1
ist nicht verlangt und wird bei der Bewertung nicht
berücksichtigt
Zahlen: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1

Michelle Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Aufgabe voll erfüllt. 1
Zahlen: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1

Anzina Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Aufgabe voll erfüllt. 1
Zahlen: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1
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PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 2: Fragen stellen und auf Fragen antworten

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Besima Frage 1: Aufgabe voll erfüllt. 2


Antwort 4: Aufgabe voll erfüllt. 1
Frage 5: Die Wortkarte wird vernachlässigt, aber die 2
Aufgabe ist trotzdem erfüllt, da es sich nicht um sprachliche
Unsicherheit handelt.
Antwort 8: Aufgabe voll erfüllt. 1

Lucija Antwort 1: Aufgabe voll erfüllt. 1


Frage 2: Aufgabe voll erfüllt. 2
Antwort 5: Aufgabe voll erfüllt. 1
Frage 6: Aufgabe teilweise erfüllt wegen sprachlicher 1
Mängel (was Sie frühstücken for )

Michelle Antwort 2: Aufgabe voll erfüllt. 2


Frage 3: Aufgabe voll erfüllt. 1
Antwort 6: Aufgabe voll erfüllt. 2
Frage 7: Aufgabe voll erfüllt. 1

Antwort 3: Aufgabe voll erfüllt. 1


Anzina Frage 4: Aufgabe voll erfüllt. 2
Antwort 7: Aufgabe teilweise erfüllt wegen sprachlicher 0,5
Mängel (Shop ist out, zu, in der Sonntag )
Frage 8: Aufgabe voll erfüllt. 2

Prüfungsteil 3: Bitten formulieren und auf Bitten reagieren

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Besima Bitte 1: Aufgabe teilweise erfüllt. 1


Fragestruktur vom Beispiel übernommen. Passt hier nicht.
Reaktion 4: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 5: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 8: Aufgabe voll erfüllt. 1

Lucija Reaktion 1: Aufgabe voll erfüllt. 1


Bitte 2: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 5: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 6: Aufgabe voll erfüllt. 2

Michelle Reaktion 2: Aufgabe voll erfüllt. 2


Bitte 3: Aufgabe voll erfüllt. 1
Reaktion 6: Aufgabe voll erfüllt. 2
Bitte 7: Aufgabe voll erfüllt. 1

Anzina Reaktion 3: Aufgabe voll erfüllt. 1


Bitte 4: Aufgabe teilweise erfüllt wegen sprachlicher Mängel 1
(Kannst du ... gib )
Reaktion 7: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 8: Aufgabe voll erfüllt. 2
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Transkription Beispiel 1 (Besima, Lucija, Michelle, Anzina)

Moderatorin Guten Tag. Michelle Ich heiße Michelle Gerry, ich bin 21 Jahre alt. Ich kom-
TN Guten Tag. me aus Kenia, ich wohne in München. Ich spreche
Moderatorin Herzlich willkommen zur Prüfung Start Deutsch 1. Englisch, Suaheli, Deutsch ... eh ... ein bisschen, und
Das ist meine Kollegin Evelyn Farkas. mein Muttersprache und ich habe keinen Beruf, ich bin
Assessorin Guten Tag. eine Studentin. Ich lerne Deutsch und mein Hobby sind:
TN Guten Tag. Ich koche gerne, Schwimmen, Lesen und Spazieren-
Moderatorin Diese Prüfung hat 3 Teile, wir beginnen mit Teil 1. Wir gehen.
möchten uns kennenlernen. Erzählen Sie uns ein biss- Moderatorin Ja, und Ihr Vorname, wie war das?
chen, wer sind Sie? Hier sind einige Wörter zur Hilfe. Michelle Njuguna.
Zuerst stelle ich mich vor. Ich bin Ursula Schmitz, ich Moderatorin Wie buchstabieren Sie das?
komme aus Deutschland. Ich bin von Beruf Lehrerin Michelle N-J-U-G-U-N-A
und ich wohne jetzt in München. Ich spreche verschie- Moderatorin Und haben Sie ein Handy?
dene Sprachen: Ich spreche .... meine Muttersprache ist Michelle Ja, ich hab schon.
Deutsch, ich spreche auch noch Französisch und Spa- Moderatorin Wie ist Ihre Handynummer, bitte?
nisch. Meine Hobbys sind ins Theater gehen und Lesen. Michelle 015831230
Gut, und jetzt Sie! Moderatorin Danke schön.
Besima Ich bin Besima, i bin 43 Jahre alt. Ich kommen aus Michelle Bitte sehr.
Bosnien. Meine Beruf is Schneiderin. I leben jetzt in Moderatorin Und Sie bitte!
Deutschland. Ich spreche Serbokroatisch und Deutsch. Anzina Mein Name ist Anzina, Anzina Gundlach. Ich komme aus
Von ... meine Hobbys: Joggen, Schwimmen, Kino gehen. Mauritius, ich habe 20 Jahre. Ich lebe jetzt in München.
Ja, das ist... gibt no etwas, aber das ist..... (unverständ- Ich sprecke Kreolisch, Französis, Inglisch, Hindu, Urdu
lich) und ich hab keine Beruf jetzt. Meine Hobbys sind
Moderatorin Und Ihr Familienname? Wie heißen Sie mit Familien- Schwimmen, Kochen, Schlafen und Lesen. Alles.
namen? Moderatorin Und wo wohnen Sie in Mauritius?
Besima Mein Familienname ist Kerschner. Anzina In Port Luis.
Moderatorin Können Sie das buchstabieren, bitte? Moderatorin In Port Luis, können Sie das buchstabieren?
Besima Kerschner, K wie Konrad, E wie Emil, R wie Richard, S Anzina Ja: P-O-R-T-L-U-I-S
wie Siegwied, C wie Cäsar, H wie Hernich, A wie Anna ... Moderatorin Und kennen Sie auch die Telefonnummer von Port Luis?
Hanna, N wie Nordpol, E wie Emil, R wie Richard. Anzina Ja.
Moderatorin Danke schön. Moderatorin Wie ist die Telefonnummer?
Besima Bitte schön. Anzina Mein Telefonnummer ist 2302164616.
Moderatorin Und haben Sie Telefon? Moderatorin Vielen Dank. Das war der 1. Teil. Wir kommen nun zum
Besima Ja, ich hab Telefonnummer, ah die ... 2. Teil. In Teil 2 sollen Sie zu einem Thema Fragen
Moderatorin Wie ist Ihre Telefonnummer? stellen oder antworten. Unser Thema ist „Einkaufen“.
Besima Die Vorwahl für München ist 089, die Telefonnummer Wir geben Ihnen ein Beispiel: Evelyn, wo gibt es hier
ist 41133813. einen Stadtplan?
Moderatorin Danke. Assessorin Einen Stadtplan? In der Information am Bahnhof.
Besima Bitte schön. Moderatorin Danke schön. So, bitte nehmen Sie eine Karte. Zuerst
Moderatorin Bitte schön! Sie, dann Sie, dann Sie, dann Sie. Und denken Sie daran:
Lucija Mein Name ist Lucija. Ich komme aus Kroatien. Ich bin Das Thema ist „Einkaufen“. Bitte beginnen Sie! Moment,
23 Jahre alt. Ich spreche Englisch, Deu ... ein bisschen fragen Sie bitte, und nach der Frage dann nehmen Sie
Deutsch und Kroatisch. Ich bin von Beruf Kranken- eine Karte und dann fragen Sie!
schwester. Meine Hobby ist Lesen, im Fernsehen und Besima Hallo! Entschuldigen Sie bitte, wo kann ich Obst
Singen. kaufen?
Moderatorin Ja, und wo wohnen Sie hier in München? Lucija Im Supermarkt.
Lucija Ich wohne in Oberau, das ist neben Garmisch-Parten- Besima Okay, danke schön.
kirchen. Lucija Bitte schön.
Moderatorin Können Sie das bitte buchstabieren? Moderatorin Bitte schön!
Lucija Garmisch-Partenkirchen? Lucija Danke. Hast du einen Buck kauft?
Moderatorin Der Ort, wo Sie wohnen. Michelle Ja, ich habe schon gekauft.
Lucija Oberau, O wie Osterreich, B wie Besima, E wie England, Lucija Danke.
R wie Roland, A wie Adam und U wie Urschula. Michelle Entschuldigung, hast du heute die Zeitung gekauft?
Moderatorin Ja. Und die Postleitzahl? Anzina Ja, ich hab gekauft.
Lucija Das ist 9643. Michelle Danke.
Moderatorin Danke schön. Anzina Bitte. Entschuldugung, wo ist die Kasse, bitte?
Lucija Bitte schön. Besima Die Kasse? Gehen Sie bitte geradeaus, da hinten ist die
Moderatorin Und Sie bitte! Kasse. Da kannst du bezahlen.
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PRÜFERTRAINING

Anzina Danke schön. Moderatorin Das war der 2. Teil und nun kommen wir zum Teil 3.
Moderatorin Ja. Kann ich die Karten bitte zurück haben? Unser 2. In Teil 3 sprechen Sie wieder mit Ihrer Partnerin. Sie
Thema ist „Wochenende“. Sie sprechen bitte wieder mit haben eine Bitte. Wir geben Ihnen ein Beispiel.
Ihrer Partnerin. Evelyn, hast du bitte ein Glas Wasser für mich?
Besima Hallo, wie geht’s Ihre Familie? Assessorin Aber gern, bitte schön.
Lucija Meine Familie ist ganz gut. Moderatorin Danke. Das sind die Karten. So, beginnen Sie!
Besima Und wie geht’s deine Mutter? Sie war etwas krank, ist Besima Hallo, hast du eine Taxi für mich heute?
sie jetzt besser? Lucija Ja, ich rufe sofort eine Taxi für dir.
Lucija Sie ist schon besser jetzt. Besima Danke schön.
Moderatorin Kleinen Moment noch, bitte. Das Thema ist Wochen- Lucija Bitte schön. Habst du eine Loffel und Messer for mir?
ende. Denken Sie mal. Denken Sie mal daran, ans Michelle Kleinen Moment bitte, ich hol für dich ab.
Wochenende. Und nochmal eine Frage, bitte. Lucija Danke schön.
Besima Hallo, was machst du Wochenende? Michelle Entschuldigen Sie bitte, um wie viel Uhr ist jetzt?
Lucija Ich ... einkaufen gehen. Anzina Jetzt ist fünf Uhr.
Besima Samstag. Aber Sonntag? Michelle Okay, danke schön.
Lucija Sonntag ich gehen in ... gehen zur Party. Anzina Bitte. Buch. Hab ... haben Sie eine ... Kannst du deine
Moderatorin Danke schön. Buch gib mir bitte?
Lucija Bitte schön. Was ist deine Leiblingsessen for Frühstück? Besima Ja, bitte schön.
Michelle Mein Lieblingsfrühstück sind Tee und Brötchen mit Anzina Danke.
Marmelade. Moderatorin Ja, und noch eine Runde, bitte.
Lucija Danke. Besima Ich brauchen ein Kugelschreiber, hast du für mich?
Moderatorin Denken Sie nochmal dran. Unser Thema ist jetzt Lucija Bitte schön.
Wochenende. Und probieren Sie noch einmal eine Besima Danke schön.
Frage. Das Thema ist Wochenende. Lucija Kannst du kau ... einen Bleistift kaufen?
Lucija Was ... Entschuldigung, was ... was Sie frühstücken for, Michelle Ja, ich kauf dich, ich kauf für dich später.
am Samstag? Lucija Danke schön.
Michelle Am Samstag ich frühstücke Kakao und dann ich esse Michelle Entschuldigung, ist die Platz noch frei?
Brötchen mit Marmelade. Anzina Ja, bitte sehr.
Lucija Danke schön. Michelle Okay, danke schön.
Michelle Bitte. Am Wochenende, kaufst du die Bücher? Anzina Was ist das? Flasche? Ich möchte eine Flasche Bier,
Anzina Nein, weil ... Shop ... Shop ist auf ... zu, zu in der hast du eine Flasche Bier für mich?
Sonntag. Besima Ein Moment, ich hole Ihnen eine.
Michelle Okay, danke schön. Anzina Okay.
Anzina Bitte schön. Sport. Was hast du gemacht Wochenende, Moderatorin Ja, danke schön. Kann ich die Karten bitte zurück
Sport oder Lesen, Lesen oder was? haben? Das war der 3. Teil, wir sind nun fertig mit der
Moderatorin Noch einmal die Frage, bitte. Prüfung. Ich danke Ihnen sehr und wünsche Ihnen noch
Anzina Was hast du gemacht Wochenende, Sport gucken oder? einen schönen Tag. Auf Wiedersehen.
Besima Ja, Wochenende ich war schwimmen.
Moderatorin Danke, kann ich die Karten bitte zurück haben?
TN Ja, bitte schön.
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PRÜFERTRAINING

Ergebnisbogen Sprechen Beispiel 1 (Besima, Lucija, Michelle, Anzina)


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PRÜFERTRAINING

2.3 Trainingsstufe 2: Anwendung der Bewertungskriterien

Beispiel 2 (Laurence, Aziz, Lika, Andres )

Die Seminarteilnehmer/-innen bewerten jetzt die Teilnehmenden allein oder in Partnerarbeit.


Danach erfolgt die Diskussion und Begründung der Punktevergabe.

Globalbewertung

Teilnehmende Begründung Bewertung

Laurence
(Frankreich)

Aziz
(Saudi Arabien)

Lika
(Georgien)

Andres
(Mexiko)

Prüfungsteil 1: Vorstellung / Buchstabieren / Zahlen

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Laurence Vorstellung:
Buchstabieren:
Zahlen:

Aziz Vorstellung:
Buchstabieren:
Zahlen:

Lika Vorstellung:
Buchstabieren:
Zahlen:

Andres Vorstellung:
Buchstabieren:
Zahlen:
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 2: Fragen stellen und auf Fragen antworten

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Laurence Frage 1:
Antwort 4:
Frage 5:
Antwort 8:

Aziz Antwort 1:
Frage 2:
Antwort 5:
Frage 6:

Lika Antwort 2:
Frage 3:
Antwort 6:
Frage 7:

Andres Antwort 3:
Frage 4:
Antwort 7:
Frage 8:

Prüfungsteil 3: Bitten formulieren und auf Bitten reagieren

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Besima Bitte 1:
Reaktion 4:
Bitte 5:
Reaktion 8:

Lucija Reaktion 1:
Bitte 2:
Reaktion 5:
Bitte 6:

Michelle Reaktion 2:
Bitte 3:
Reaktion 6:
Bitte 7:

Anzina Reaktion 3:
Bitte 4:
Reaktion 7:
Bitte 8:
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PRÜFERTRAINING

Musterbewertung Beispiel 2 (Laurence, Aziz, Lika, Andres )

Gesamtpunktzahl

Teilnehmende Begründung Bewertung

Laurence Die Teilnehmende zeigt Unsicherheit in Syntax und Lexik. 10


(Frankreich) Die Aussprache beeinträchtigt teilweise das Verständnis.

Aziz Ein Beispiel für eine gute Leistung, obwohl derTeilnehmen- 12,5
(Saudi Arabien) de an mehreren Stellen sprachliche Mängel zeigt.

Lika Ein Beispiel für eine sehr gute Leistung. Nur an einer Stelle 14,5
(Georgien) beeinträchtigt die Aussprache das Verständnis.

Andres Ein Beispiel für eine sehr gute Leistung. An einer Stelle 14,5
(Mexiko) erfolgt Punktabzug wegen sprachlicher Mängel.

Prüfungsteil 1: Vorstellung / Buchstabieren / Zahlen

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Laurence Vorstellung: Aufgabe erfüllt trotz kleiner sprachlicher 1


Mängel.
Buchstabieren: Zwei Buchstaben werden falsch 0,5
ausgesprochen.
Zahlen: Unsicherheiten bei der Aussprache der Zahlen. 0,5

Aziz Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1
Zahlen: Aufgabe erfüllt. 1

Lika Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Zwei Buchstaben werden falsch 0,5
ausgesprochen.
Zahlen: Die Teilnehmende versteht die Frage nach der 1
Postleitzahl nicht, trotzdem ist die Aufgabe erfüllt, da es
hier um das Aufsagen von Zahlen geht.

Andres Vorstellung: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1


Buchstabieren: Zwei Buchstaben werden falsch 0,5
ausgesprochen.
Zahlen: Aufgabe voll erfüllt und verständlich. 1
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PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 2: Fragen stellen und auf Fragen antworten

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Laurence Frage 1: Die Frage ist wegen sprachlicher und inhaltlicher 0


Mängel unverständlich (habst du Seitung für Tomaten
kaufen ).
Antwort 4: Wegen sprachlicher Mängel nur teilweise erfüllt 0,5
(ich habe kein ... das Buch kauft ).
Frage 5: Aufgabe voll erfüllt. 2
Antwort 8: Die Aussage ist verständlich, enthält aber grobe 0,5
lexikalische Fehler (habe der Ski gesehen ).

Aziz Antwort 1: Aufgabe voll erfüllt. 1


Frage 2: Wegen sprachlicher Mängel nur teilweise erfüllt 1
(haben Sie Kasse ... brauchen ).
Antwort 5: Aufgabe voll erfüllt. 1
Frage 6: Die Aussprache erschwert bei einem Wort das 1
Verständnis (Wochenwohe ).

Lika Antwort 2: Aufgabe voll erfüllt. 2


Frage 3: Aufgabe voll erfüllt. 1
Antwort 6: Aufgabe voll erfüllt. 2
Frage 7: : Aufgabe voll erfüllt. 1

Andres Antwort 3: Aufgabe voll erfüllt. 1


Frage 4: Aufgabe voll erfüllt. 2
Antwort 7: Aufgabe voll erfüllt. 1
Frage 8: Aufgabe voll erfüllt. 2
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Seite 43
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 3: Bitten formulieren und auf Bitten reagieren

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Laurence Bitte 1: Aufgabe voll erfüllt. 2


Reaktion 4: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 5: Die Aussprache behindert bei einem Wort das 1
Verständnis (Rechnung ).
Reaktion 8: Aufgabe voll erfüllt. 1

Aziz Reaktion 1: Wegen sprachlicher Mängel nur teilweise erfüllt 0,5


(viele bitte ).
Bitte 2: Die Äußerung ist keine Bitte (möchtest du Käse? ), 2
die Aufgabe ist erfüllt, da die Moderatorin nicht eingreift.
Reaktion 5: Die Antwort ist ungewöhnlich, die Aufgabe ist 1
erfüllt, da die Moderatorin nicht eingreift.
Bitte 6: Aufgabe voll erfüllt. 2

Lika Reaktion 2: Aufgabe voll erfüllt. 1


Bitte 3: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 6: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 7: Aufgabe voll erfüllt. 2

Andres Reaktion 3: Aufgabe voll erfüllt. 1


Bitte 4: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 7: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 8: Aufgabe voll erfüllt. 2
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Seite 44
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Transkription Beispiel 2 (Laurence, Aziz, Lika, Andres)

Moderatorin Guten Tag. Lika Nein, ich habe nur Handy.


Kandidaten Guten Tag. Moderatorin Aha, Sie haben nur ein Handy. Und in welcher Straße
Moderatorin Herzlich willkommen zu unserer Prüfung Start wohnen Sie?
Deutsch 1. Lika Ich wohne Mauerkirchestraße.
Kandidaten Danke. Moderatorin Und welche Hausnummer bitte?
Moderatorin Mein Name ist Michaela Perlmann, das ist meine Lika Hausnummer ist 7.
Kollegin Evelyn Farkas. Moderatorin Danke. Und jetzt Sie bitte.
Assessorin Guten Tag. Andres Ich heiße Andres. Ich bin 24 Jahre alt. Ich komme aus
Kandidaten Guten Tag. Mexiko. Ich wohne in Monterrey. Ich spreche Spanisch,
Moderatorin Diese Prüfung hat drei Teile. Wir beginnen mit Teil 1. Deutsch, ein bisschen Deutsch und Englisch. Ich bin ein
Wir lernen uns kennen. Wir erzählen etwas über uns: Ingenieur und ich liebe Fußball.
wer sind wir? Hier habe ich ein paar Wörter. Und ich Moderatorin Sie wohnen in Monterrey?
mache ein Beispiel, ja? Mein Name ist Michaela Andres Ja.
Perlmann, ich komme aus Deutschland. Ich wohne hier Moderatorin Können Sie das buchstabieren?
in München. Ich arbeite im Goethe-Institut. Ich spreche Andres Ja. M-O-N-T-E-„ar“-„ar“-E-„wei"
natürlich Deutsch und Englisch und Französisch. Und Moderatorin Gut. Und haben Sie ein Handy?
meine Hobbys: ich gehe gerne ins Kino und ich gehe Andres Nein.
gerne ins Theater. So, und jetzt bitte Sie! Moderatorin Kein Handy?
Laurence So, ich heiße Laurence. Ich kommt aus Frankreich. Ich Andres Kein Handy.
habe 24 Jahre alt. Ich arbeite für EADS und ich spreche Moderatorin Und ein Telefon?
Englisch, Französisch und ein bischen Deutsch. Und Andres Ja, aus Mexiko, mexikanische Telefon.
meine Hobbys sind Kochen und Schwimmen. Moderatorin Aha, eine Frage: Die Telefonnummer von Mexiko, wie
Moderatorin Und Laurence: wie ist Ihr Familienname? ist die?
Laurence Rouchon. Andres Es, es ist 8183385443
Moderatorin Können Sie das buchstabieren? Moderatorin … 5443 danke schön! So, das war der erste Teil und
Laurence „ar“-O-U-C-„hä“-O-N jetzt kommen wir zur zweiten Aufgabe. Wir wollen
Moderatorin Und haben Sie ein Telefon? Fragen stellen und Antworten geben. Und dafür haben
Laurence Ja! In München? 8-„nein“-„ein“-2-„ein“-„ein“-„ein“-2-7-8. wir ein Thema. Unser erstes Thema ist „Einkaufen“ und
Moderatorin Okay, danke schön! ich mache ein Beispiel: Evelyn, wo kann ich einen
Laurence Bitte schön! Stadtplan bekommen?
Moderatorin Und jetzt Sie bitte. Assessorin Einen Stadtplan? An der Information im Bahnhof.
Aziz Hallo. Mein Name ist Assis Almodumegh. Ich bin Arz. Moderatorin Ja, danke. So, das war das Beispiel, jetzt bekommen Sie
Ich komme aus Saudi Arabien. Ich wohne hier in Mün- Karten. So, bitte nehmen Sie eine Karte und fragen Sie.
chen. Ich spreche Arabisch, Englisch und ein bisschen Laurence Seitung. So Assis haben, habst du Seitung für Tomaten
Deutsch. kaufen?
Moderatorin Und Ihr Familienname, wie ist der nochmal? Aziz Ich habe keine Zeitung. Haben Sie Kasse ... brauchen?
Aziz Almodumegh. Lika Nein, ich brauche keine Kasse. Obst. Andrés, hast du
Moderatorin Könnten Sie das buchstabieren? Obst gekauft?
Aziz A-L-M-O-D-U-M-A-E-G-H Andres Nein, ich hab vergessen. Laurence, hast du, hast du die
Moderatorin Ja. Haben Sie ein Handy? Buch, der Mathebuch gekauft?
Aziz Ja. Laurence Nein, entschuldigung ich ver..., ich habe kein, ich habe
Moderatorin Und wie ist die Nummer bitte? nicht das Buch kauft.
Aziz 0-0-„nein..neun“ -6-6-5-5-5-2-5-7-8-8-3. Moderatorin Gut. Jetzt haben wir ein neues Thema. Das neue Thema
Moderatorin Danke schön. Ja, und jetzt Sie bitte. ist Wochenende. Wochenende, ja? Was machen wir am
Lika Ich heiße Lika. Ich komme aus Georgien. Ich bin 18, 18 Wochenende, wohin fahren wir ... Bitteschön!
Jahre alt. Ich wohne in München. Ich spreche Georgisch, Laurence So, Assis, was hast du am Sonntag gemacht?
Russisch und ein bisschen Deutsch. Ich bin Schulerin Aziz Am Sonntag habe ich mein Hausaufgabe gemacht. Lika,
und mein Hobby i ... sind Malen, Spazieren und mit was hast du am Wochen wohe gemacht?
Freunden Spazieren. Lika Am Wochenende habe ich meine Hausaufgabe gemacht
Moderatorin Ja. Ja, Lika, wie ist denn Ihr Familienname? und habe ich ferngesehen. Andrés, was hast du am Wo-
Lika Martinova. chenende gefrühstückt?
Moderatorin Könnten Sie das buchstabieren? Andres Am Samstag zwei Eier und am Sonntag ich habe nicht
Lika Ja. M-A-E-D-I-“ne”-O-W-A frühstück, gefrühstückt. Laurence, hast du die Fußball-
Moderatorin Und Sie haben in München eine Postleitzahl? spielen am Sonntag gesehen?
Laurence Nein, ich habe der Ski gesehen.
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Seite 45
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Moderatorin Ja, vielen Dank, das war die zweite Aufgabe.


Ich bekomme die Karten bitte zurück. Danke. Jetzt.
In Teil 3 sprechen wir wieder mit unserem Partner, ja?
Jetzt haben Sie eine Bitte: „Gib mir bitte“, „ich möchte
bitte“. Eine Bitte. Ein Beispiel: Hast du bitte etwas Geld,
Evelyn?
Assessorin Ich muss schauen. Ja, bitte.
Moderatorin Danke schön. Das Thema war „Geld“ hier. Gut.
Laurence Okay. Assis, ich möchte bitte der Flasche Wasser.
Aziz Ja, viele bitte. Bitte, möchten Sie Käse?
Lika Ja, bitte, ich möchte Käse. Dank. Andres, bitte kannst
du ein Bleistift geben mir geben?
Andrés Ja!
Lika Danke!
Moderatorin Und jetzt hier.
Andres Hast du meine Schlüssel? Meine Autoschlüssel, bitte.
Laurence Ich weiß nicht. Nein, ich habe nicht.
Moderatorin Und noch eine Bitte.
Laurence Assis, die Rechtunge bitte.
Aziz Ich habe keine Geld. Bitte, haben Sie Mineralwasser?
Lika Ja, wir haben Minewasser, hier bitte.
Aziz Danke.
Lika Andrés, kannst du bitte einen Brief schreiben?
Andres Nein, ich kanne nicht. Laurence, kannst du bitte ein Taxi
anrufen.
Laurence Ja, ja sofort. Meine Handy ...
Andres Danke.
Moderatorin Ja, danke schön. Das war der dritte Teil. Wir sind jetzt
fertig, herzlichen Dank. Wir wünschen Ihnen noch einen
schönen Tag und auf Wiedersehen.
Kandidaten Danke, auf Wiedersehen.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Ergebnisbogen Sprechen Beispiel 2 (Laurence, Aziz, Lika, Andres)


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Seite 47
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

2.4 Trainingsstufe 3: Standardisierung der Bewertung

Bewerten Sie die Teilnehmenden des Beispiels 3 in Einzelarbeit.


Danach erfolgt der Vergleich mit der Musterbewertung und die Diskussion der Punktevergabe.
Beispiel 3 Akamiro, Monalisa, Hameed, Hercilia
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Musterbewertung Beispiel 3 (Akamiro, Monalisa, Hameed, Hercilia)

Gesamtpunktzahl

Teilnehmende Begründung Bewertung

Akamiro Eine gute Leistung, obwohl die fehlerhafte Aussprache an 12,5


(Nigeria) mehreren Stellen das Verständnis beeinträchtigt.

Monalisa Eine sehr gute Leistung. Nur an einer Stelle ist die Aufgabe 14
(Rumänien) wegen inhaltlicher Mängel nicht erfüllt.

Hameed Eine sehr gute Leistung, der Teilnehmende erfüllt die 14,5
(Irak) Aufgaben ohne sprachliche Mängel.

Hercilia Ein Beispiel für eine ungenügende Leistung. 6,5


(Brasilien) Die Teilnehmende kann an mehreren Stellen die Aufgaben
nicht erfüllen.

Prüfungsteil 1: Vorstellung / Buchstabieren / Zahlen

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Akamiro Vorstellung: Die Aufgabe ist erfüllt, trotz der stark mutter- 1
sprachlich gefärbten Aussprache.
Buchstabieren: Ein Buchstabe wird falsch ausgesprochen. 0,5
Zahlen: Die Aufgabe ist erfüllt. 1

Monalisa Vorstellung: Die Aufgabe ist erfüllt. 1


Buchstabieren: Die Aufgabe ist erfüllt. 1
Zahlen: Die Aufgabe ist erfüllt. 1

Hameed Vorstellung: Die Aufgabe ist erfüllt. 1


Buchstabieren: Ein Buchstabe wird falsch ausgesprochen. 0,5
Zahlen: Die Aufgabe ist erfüllt. 1

Hercilia Vorstellung: Die Aufgabe ist erfüllt. 1


Buchstabieren: Ein Buchstabe wird falsch ausgesprochen 0,5
Zahlen: Die Zahl wird falsch ausgesprochen. 0,5
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 2: Fragen stellen und auf Fragen antworten

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Akamiro Frage 1: Aufgabe voll erfüllt. 2


Antwort 4: Aufgabe nur teilweise erfüllt, weil zwei englische 0,5
Wörter das Verständnis erschweren (book shop ).
Frage 5: Die Aussprache beeinträchtigt das Verständnis. 1
Antwort 8: Aufgabe nur teilweise erfüllt, ein englisches Wort 0,5
erschwert das Verständnis (beach ) .

Monalisa Antwort 1: Die Äußerung der Teilnehmenden ist keine 0


Antwort auf die Frage des Partners.
Frage 2: Aufgabe voll erfüllt, die Frage ist in der Äußerung 2
impliziert (ich möchte ).
Antwort 5: Aufgabe voll erfüllt. Der Anglizismus wird als 1
umgangssprachlich eingestuft (Bücher-shop ).
Frage 6: Aufgabe voll erfüllt. 2

Hameed Antwort 2: Aufgabe voll erfüllt. 2


Frage 3: Aufgabe voll erfüllt. Ein kleiner Fehler 1
beeinträchtigt nicht das Verständnis.
Antwort 6: Aufgabe voll erfüllt. 2
Frage 7: Aufgabe voll erfüllt. 1

Hercilia Antwort 3: Die Aussage ist unverständlich. 0


Frage 4: Wegen sprachlicher Mängel nur teilweise erfüllt 1
(wo kann ein Buch kauf ).
Antwort 7: Aufgabe voll erfüllt. 1
Frage 8: Aufgabe nicht erfüllt, die Teilnehmende stellt keine 0
sinnvolle Frage zum vorgegebenen Thema.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Prüfungsteil 3: Bitten formulieren und auf Bitten reagieren

Teilnehmende Erfüllung der Aufgabenstellung Bewertung

Akamiro Bitte 1: Aufgabe voll erfüllt. 2


Reaktion 4: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 5: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 8: Aufgabe voll erfüllt. Ein kleiner Fehler 1
beeinträchtigt das Verständnis nicht (eins Uhr ).

Monalisa Reaktion 1: Aufgabe voll erfüllt. 1


Bitte 2: Aufgabe voll erfüllt. 2
Reaktion 5: Aufgabe voll erfüllt. 1
Bitte 6: Aufgabe voll erfüllt. 2

Hameed Reaktion 2: Aufgabe voll erfüllt. 2


Bitte 3: Aufgabe voll erfüllt. Die Äußerung impliziert 1
eine Bitte (ich möchte ... ).
Reaktion 6: Aufgabe voll erfüllt. 2
Bitte 7: Aufgabe voll erfüllt. Ein kleiner Fehler beeinträch- 1
tigt das Verständnis nicht (nach Postamt ).

Hercilia Reaktion 3: Aufgabe nicht erfüllt. Sprachliche Mängel 0


machen die Antwort unverständlich.
Bitte 4: Aufgabe teilweise erfüllt, die Aussprache erschwert 1
das Verständnis (Weine ).
Reaktion 7: Aufgabe teilweise erfüllt. Die Aussage enthält 0,5
sprachliche Fehler, die das Verständnis erschweren
(du musste / bis Postland ).
Bitte 8: Aufgabe nur teilweise erfüllt wegen sprachlicher 1
Mängel (wie viel Uhr? ).
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Transkription Beispiel 3 (Akamiro, Monalisa, Hameed, Hercilia)

Moderatorin Guten Tag. Hameed Äh, Straßennamen oder..? D-„ar“ –W-A-L-T- H-E-“ar”
TN Guten Tag. Moderatorin Danke. Ja, gut. Und haben Sie ein Handy?
Moderatorin Willkommen zur Prüfung Start Deutsch 1. Mein Name Hameed Ja, aber ich weiß nicht mein Handynummer.
ist Michaela Perlmann. Das ist Frau Stoffers, meine Moderatorin Ah, so wie sie! Keine Nummer, ja. Und wie ist Ihre
Kollegin. Postleitzahl?
Assessorin Guten Tag. Hameed 81730 ... 39
TN Guten Tag. Moderatorin 81739. Gut danke schön! Und die Letzte bitte schön!
Moderatorin Diese Prüfung hat drei Teile. Wir beginnen mit Teil 1. Hercilia Ich heiße Cilia. Ich bin vierzig Jahre alt. Ich komme aus
Wir möchten uns kennenlernen: Erzählen Sie etwas: Brasilien. I..I..Ich sprechen.. ich spreche Portugesisch
Wer sind Sie? Ich habe ein paar Wörter für Sie und ich und wenige Deutsch. Mein Hobby: gehen ins Kino und
stelle mich selber erst mal vor, ja? Mein Name ist Lesen.
Michaela Perlmann, ich komme aus Deutschland, ich Moderatorin Und der Familienname, wie ist der bitte?
wohne hier in München. Ich spreche Deutsch, natürlich, Hercilia Rocha
aber auch Englisch und Französisch und meine Hobbys: Moderatorin Können Sie das buchstabieren, bitte?
ich gehe gern ins Kino und ich gehe gerne ins Theater. Hercilia „ehe“-O-C-H-A
Ja und jetzt: wer sind Sie bitte? Moderatorin Aha. Und Ihre Hausnummer hier in München, wie ist
Akamiro Ja ich heiß Mkwachukwu Sunday Akamiro. Ich bin fünf- die?
undzwanzig Jahre alt. Ich komm aus Nigiria. Ich wohne Hercilia Undachtzig
jetzt in München. Ich sprech Inglisch, Igbo und bisschen Moderatorin Nochmal bitte.
Deutsch. Mei Hobby is Fussbollspielen und Schwimmen. Hercilia Und ... no ... eins und achtzig.
Moderatorin Aha. Ja, mhm. Und Sie haben einen langen Namen, ja? Moderatorin Aha. Ja, danke schön. Das war die erste Aufgabe. Wir
Ihr Vorname, können Sie den buchstabieren? kommen jetzt zu Teil 2. In Teil 2 sollen Sie Fragen
Akamiro A-K-A-M-I-„ar“-O. stellen und antworten. Unser Thema ist „Einkaufen“.
Moderatorin Danke schön. Und haben Sie Telefon? Ich habe eine Karte und gebe ein Beispiel. Mia, wo kann
Akamiro Ja. ich einen Stadtplan bekommen?
Moderatorin Ja? Wie ist Ihre Nummer bitte? Assessorin Einen Stadtplan? An der Information im Bahnhof.
Akamiro 0-1-6-2-6-3-6-5-6-7-9 Moderatorin Danke! Ja? So, jetzt, bitte nehmen Sie eine Karte.
Moderatorin Eine lange Nummer, danke. Akamiro Bitte, wo kann man bezahlen in einkaufen?
Akamiro Bitte(schön). Monalisa Einkaufen?
Moderatorin Ja und Sie bitte! Akamiro Wo kann man bezahlen in Supermarkt?
Monalisa Ja. Mein Name ist Gogleaza Monalisa, ich bin 22 Jahre Monalisa Im Hauptbahnhof sind viele Supermarkt. Bitte, ich
alt. Ich komme aus Rumänien. Ich wohne hier in Mün- möchte, ich möchte Obst einkaufen.
chen. Ich spreche Rumänisch, Spanisch, Englisch und ich Hameed So gehen Sie bitte nach Supermarkt und kaufen ein.
lerne Deutsch. Mein Hobby sind Spazierengehen und Monalisa Danke.
Musik hören. Hameed Ja. Entschuldigung, wo kann ich ein Schuhe, eine
Moderatorin Ja. Und Ihr Familienname? Schuhe kaufen?
Monalisa G-O-G-L-E-A-Z-A Hercilia Ähm … du kannst, kannst du ... Stadthof ... ka, kali ...
Moderatorin Okay. Ja und haben Sie ein Handy? noch einmal!
Monalisa Ja, ich habe. Aber ich habe ein Problem. Ich weiß nicht Moderatorin Noch einmal! Stellen Sie die Frage noch einmal!
mei, mei Handynummer. Hameed Wo kann ich ein Schuhe kaufen?
Moderatorin Okay, ja. Und Sie wohnen in München? Hercilia Mh ... du kannst, ähm … Tennis ((Kopfschütteln))
Monalisa Ja. Moderatorin Dann machen Sie eine Frage bitte!
Moderatorin Und wissen Sie die Postleitzahl von München? Hercilia Wo kann man Buen kauf, kaufen?
Monalisa Ja: 80336 München. Moderatorin Bitte Moment, bitte nochmal. Und er antwortet.
Moderatorin Ja, danke schön. Nochmal!
Monalisa Bitte schön. Hercilia Bitte wo kann ein Buch kauf?
Moderatorin Und jetzt Sie bitte! Akamiro Gehe in de Book-Shop.
Hameed Ja. Ich heiße Hameed al Hassan. Ich bin 17 Jahre alt. Ich Moderatorin Gut.
komme aus, aus dem Irak. Ich wohne hier in München. Hercilia Gut.
Ich spreche Arabisch und Inglisch und bisschen Moderatorin Das waren unsere ersten Karten. Danke. Und ich habe
Deutsch. Meine Hobbys sind Gitarrspielen und ein neues Thema. Noch ein Thema, ja?
Fußbollspielen. Akamiro Ich frage? Bitte, wo kann, wo gel .., wo, wohege ..., wo
Moderatorin Aha, so wie er. Und wo wohnen Sie, in welcher Straße kann man an Wockenende Büche kaufen?
wohnen Sie? Monalisa Am Wochenende? Keiner am Wochenende. Aber
Hameed In der Dr.-Walther-von-Müller-Str. 15. Montag du kannst im Bücher-Shop gehen.
Moderatorin Aha. Und können Sie das erste Wort vom Namen bitte Akamiro Danke schön.
buchstabieren? Monalisa Bitte. Wo bist du an Sonntag?
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Hameed Ich bin am Sonntag in, in mein Haus. Und: wo kann ich Hercilia Du musste in geradeaus in ... ähm bis Postland
am Wochenende haben Frühstück? ((schlecht verständlich)).
Hercilia Im Bäckerei. Hameed Okay, vielen Dank.
Hameed Okay. Hercilia Bitte, wie viel Uhr?
Hercilia Bitte, wo kann dein Familie? Akamiro Achso. Es ist eins Uhr.
Akamiro Wie bitte? Hercilia Okay, danke.
Hercilia No. Bitte wo ist dein Familie? Moderatorin Ja, herzlichen Dank, das war der dritte Teil, wir sind
Akamiro Meinen Sie wo wohnens mei Familie? jetzt fertig. Das war sehr interessant. Wir wünschen
Hercilia Ja, ja. Ihnen noch einen sehr schönen Tag und eine schöne
Akamiro Ach so. Mein Eltern wohn in Lagos. Zeit hier in München.
Hercilia Okay, danke. TN Danke schön.
Moderatorin Das Thema ist Wochenende, ja? Machen Sie eine Frage
mit Wochenende und nicht immer „wo“, ja? Machen Sie
eine neue Frage.
Hercilia Wo sind Familie hier in München?
Moderatorin Wochenende?
Hercilia … Wochenende … Wo ist in Familie hier?
Akamiro Achso. Am Wockenende ich fahren mit mein Familie
zum Beach.
Moderatorin Gut, danke schön.
Hercilia Gut, danke schön.
Moderatorin Ja, danke. So, ich bekomme die Karten zurück. Das war
die zweite Aufgabe und jetzt kommt die dritte Aufgabe,
ja? In Teil 3 sprechen wir wieder mit unserem Partner.
Sie haben jetzt eine Bitte. Eine Bitte, ja? „Gib mir“, „ich
möchte“ ist eine Bitte. Wir haben wieder ein Beispiel,
ja? Ich habe eine Karte. Mia, ich möchte ein Glas
Wasser, bitte!
Assessorin Ja, natürlich!
Moderatorin Danke! Das ist ein Glas Wasser, ja? Okay? So, jetzt habe
ich neue Karten. Jetzt. Bitte nehmen Sie eine Karte und
beginnen Sie!
Akamiro Bitte eine Glas Bier!
Monalisa Ja, bitte schön.
Akamiro Danke schön.
Moderatorin Danke.
Monalisa Bitte, ich habe Hunger. Ich möchte Frühstück essen!
Hameed Okay, warten Sie einen Moment, ich will machen die
Frühstück und ich will geben Sie die Frühstück.
Monalisa Danke schön.
Hameed Okay. Was ist das? Aber.. Ich weiß nicht was ist das.
Monalisa Taxi.
Hameed Aber was ist die Fragen für Taxi.
Hercilia Wo.
Hameed Wo … Bitte, ich möchte eine Taxi.
Hercilia Äh ... du musst ... vor Busstatell.
Hameed Okay. Das ist mein.
Moderatorin Danke.
Hercilia Bitte, ein Weine ((schlecht verständlich))
Akamiro Achso, ein Moment. Ein Wein bitte!
Hercilia Oh, danke schön!
Akamiro Bitte, schreibe mein, schreib mein Name!
Monalisa Ich? Natürlich! Deine Name ist Acamiro Sunday, oder?
Akamiro Genau.
Monalisa Bitte schön. Bitte, ich möchte ein, ein Stift. Haben Sie?
Hameed Tut mir leid, ich habe keinen Stift jetzt.
Monalisa Okay, danke.
Hameed Entschuldigung, ich habe einen Brief, ich möchte gehen
nach Postamt, bitte.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Ergebnisbogen Sprechen Beispiel 3 (Akamiro, Monalisa, Hameed, Hercilia)


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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

3 SZENARIEN FÜR DAS


PRÜFERTRAINING
In diesem Kapitel finden Sie Seminarkonzepte zur
Aus- und Fortbildung von Prüfenden.
Die Szenarien erläutern die Schulungsinhalte und
deren Ablauf.
Die Arbeitsblätter dienen als Kopiervorlagen, die
während der Seminarveranstaltungen bearbeitet
werden.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

3.1 Seminartypen

3.1.1 Trainingsprogramm für Selbstlernende

PRÜFUNGSTEIL SCHREIBEN

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Kannbeschreibungen auf der Niveaustufe A1 in Abgrenzung zu A2
(Arbeitsblatt 1 und 2)
– Kennenlernen der Materialien: Schreibaufgabe, Bewertungskriterien, Bewertungsverfahren

Stufe 1
– Kennenlernen von zwei bewerteten Kandidatenbeispielen
Stufe 2
– Bewertung von vier Kandidatenbeispielen
– Vergleich mit der Musterbewertung
Stufe 3
– Bewertung von zwei Kandidatenbeispielen
– Vergleich mit der Musterbewertung

PRÜFUNGSTEIL SPRECHEN

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Kannbeschreibungen auf der Niveaustufe A 1 mithilfe der Filmbeispiele
von Mohammed und Kim aus „Mündlich“ (Arbeitsblatt 3)
– Kennenlernen der Materialien: Handlungskarten, Bewertungskriterien, Ergebnisbogen,
Transkript zur Gesprächsführung und Moderation

Stufe 1
– Beobachten und Bewusstmachen von geeignetem Prüferverhalten: Filmbeispiel 1
– Kennenlernen von bewerteten Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 1
Stufe 2
– Bewertung von Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 2
– Vergleich mit der Musterbewertung
Stufe 3
– Bewertung von Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 3
– Vergleich mit der Musterbewertung
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Seite 56
GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

3.1.2 Seminarprogramm für drei Stunden

PRÜFUNGSTEIL SCHREIBEN
Zeit: 60 Minuten

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Kannbeschreibungen auf der Niveaustufe A1 in Abgrenzung zu A2
(Seminarbaustein „Niveaustufen des Referenzrahmens“, Arbeitsblatt 1 und 2)
– Kennenlernen der Materialien: Schreibaufgabe, Bewertungskriterien, Bewertungsverfahren

Stufe 1
– Kennenlernen von zwei bewerteten Kandidatenbeispielen
Stufe 2
– Bewertung von vier Kandidatenbeispielen in Einzel- oder Gruppenarbeit
– Diskussion und Begründung der Punktevergabe
Stufe 3
– Einzelarbeit: Bewertung von zwei Kandidatenbeispielen
– Vergleich mit der Musterbewertung

PRÜFUNGSTEIL SPRECHEN
Zeit: 120 Minuten

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Sprachbeherrschung auf der Niveaustufe A1 mithilfe der Filmbeispiele
von Mohammed und Kim aus „Mündlich“
(Seminarbausteine „Niveaustufen des Referenzrahmens“, „Benchmarking“, Arbeitsblätter 1, 2 und 3)
– Kennenlernen der Materialien: Handlungskarten, Bewertungskriterien, Ergebnisbogen,
Transkript zur Gesprächsführung und Moderation

Stufe 1
– Beobachten und Bewusstmachen von geeignetem Prüferverhalten: Filmbeispiel 1
– Kennenlernen von bewerteten Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 1
Stufe 2
– Bewertung von Kandidatenleistungen in Einzel- oder Gruppenarbeit: Filmbeispiel 2
– Diskussion und Begründung der Punktevergabe
Stufe 3
– Einzelarbeit: Bewertung von Kandidatenleistungen in Einzelarbeit: Filmbeispiel 3
– Vergleich mit der Musterbewertung
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

3.1.3 Seminarprogramm für sechs Stunden

PRÜFUNGSTEIL SCHREIBEN
Zeit: 90 Minuten

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Kannbeschreibungen auf der Niveaustufe A1 in Abgrenzung zu A2
(Seminarbaustein „Niveaustufen des Referenzrahmens“, Arbeitsblatt 1 und 2)
– Kennenlernen der Materialien: Schreibaufgabe, Bewertungskriterien, Bewertungsverfahren

Stufe 1
– Kennenlernen von zwei bewerteten Kandidatenbeispielen
Stufe 2
– Bewertung von vier Kandidatenbeispielen in Einzel- oder Gruppenarbeit
– Diskussion und Begründung der Punktevergabe
Stufe 3
– Einzelarbeit: Bewertung von zwei Kandidatenbeispielen
– Vergleich mit der Musterbewertung

PRÜFUNGSTEIL SPRECHEN
Zeit: 270 Minuten

Vorbereitung
– Bewusstmachen der Kannbeschreibungen auf der Niveaustufe A1 in Abgrenzung zu A2
mithilfe der Filmbeispiele von Mohammed und Kim aus „Mündlich“
(Seminarbausteine „Niveaustufen des Referenzrahmens“, „Benchmarking“, Arbeitsblätter 1, 2 und 3)
– Bewusstmachen der Sprachbeherrschung auf der Niveaustufe A1 mithilfe von gefilmten
Leistungsbeispielen
– Kennenlernen der Materialien: Handlungskarten, Bewertungskriterien, Ergebnisbogen,
Transkript zur Gesprächsführung und Moderation

Stufe 1
– Beobachten und Bewusstmachen von geeignetem Prüferverhalten: Filmbeispiel 1
– Kennenlernen von bewerteten Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 1
Stufe 2
– Bewertung von Kandidatenleistungen in Einzel- oder Gruppenarbeit: Filmbeispiel 2
– Diskussion und Begründung der Punktevergabe
Stufe 3
– Beobachtung und Bewertung von Prüferverhalten: Filmbeispiel 3
– Einzelarbeit: Bewertung von Kandidatenleistungen: Filmbeispiel 3
– Vergleich mit der Musterbewertung
– Beobachtung und Diskussion von ausgewählten Beispielen zum Prüferverhalten
(Seminarbaustein „Prüferverhalten Sprechen“, Arbeitslätter 4, 5, 6 und 7)
– Selbsterfahrung durch Simulation der mündlichen Prüfung, Beobachtung und Bewertung
des Prüferverhaltens (Seminarbaustein „Selbsterfahrung Sprechen“, Arbeitsblatt 8)
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

3.2 Seminarbausteine

Hier finden Sie Vorschläge, wie Sie die Themen im Seminar umsetzen können.

3.2.1 Niveaustufen des Referenzrahmens

Material: Fotokopien, DVD

Szenarium
In diesem Block lernen die Seminarteilnehmenden die Niveaubeschreibungen des
Referenzrahmens kennen und anwenden.

Mithilfe der Arbeitsblätter und der Videobeispiele


– Arbeitsblatt 1: Niveaustufen des Referenzrahmens – Globalskala
– Arbeitsblatt 2: Skalen schriftlich
– Arbeitsblatt 3: Leistungsbeispiele mündlich
erarbeiten sie sich die Beschreibungen der Niveaustufe A1 sowie die Abgrenzung
zu der darüberliegenden Stufe A2.

3.2.2 Benchmarking

Material: DVD, Fotokopien

Szenarium
In diesem Block lernen die Seminarteilnehmenden mündliche Leistungsbeispiele auf der Niveaustufe A1
kennen und in Abgrenzung zu A2 zu beurteilen.
Zwei Aspekte sind hier wichtig:
– Korrekte Anwendung der Kannbeschreibungen auf dem Niveau A1
– Aktive Beobachtung von Kandidatenleistungen

Vorbereitung
Die zu bearbeitende Aufgabe wird vorgestellt:

Mohammed (Jordanien) soll zuerst seine Wohnung beschreiben. Er bekommt dazu ein Blatt mit Fragen,
die er als Impuls benutzen soll: z. B. Wie groß ist Ihr Haus / Ihre Wohnung? Wie alt ist Ihr Haus /
Ihre Wohnung? Wo ist Ihr Haus / Ihre Wohnung? Was ist gut? Was ist schlecht?

Danach sollen Mohammed (Jordanien) und Kim (USA) sich gegenseitig zum Thema Essen und Trinken
Fragen stellen und auf Fragen antworten. Als Impuls werden Kärtchen mit Stichwörtern (z. B. Frühstück )
verwendet.

Schritt 1
Mithilfe der Übung 1 auf dem Arbeitsblatt 3: Leistungsbeispiele „Mündlich“ werden die Kannbeschrei-
bungen zur mündlichen Produktion und Interaktion auf den Niveaustufen A1 und A2 bewusst gemacht.
Schritt 2
Die Seminarteilnehmenden sehen das Filmbeispiel und machen mithilfe des Arbeitsblatts 3:
Leistungsbeispiele „Mündlich“ Notizen zu den Beiträgen der beiden Akteure.
Schritt 3
Die Seminarteilnehmenden vergleichen ihre Notizen und entscheiden in Partnerarbeit, ob beide
Akteure die Niveaustufe A1 erreicht haben, oder ob einer oder beide sich auf der Niveaustufe A2
befinden.
Ergeben sich starke Abweichungen, wird das Filmbeispiel noch einmal angesehen und diskutiert.
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PRÜFERTRAINING

3.2.3 Bewertertraining Schreiben

Material: Fotokopien

Szenarium
In diesem Block lernen die Seminarteilnehmenden die Bewertungskriterien zu der jeweiligen
Niveaustufe kennen und anwenden.

Vorbereitung
Kennenlernen der Materialien: Aufgabenblatt, Bewertungskriterien.

Schritt 1
Die Teilnehmenden lernen anhand der Musterbewertungen zu den Texten 1 und 2 die Anwendung der
Bewertungskriterien kennen.
Schritt 2
Die Seminarteilnehmenden wenden die Bewertungskriterien in Partnerarbeit auf die Texte 3, 4 und 5
an. Anschließend vergleichen sie ihre Bewertung mit der Musterbewertung.
Abweichungen werden im Plenum diskutiert und begründet.
Schritt 3
In diesem letzten Schritt bewerten die Teilnehmenden die Beispiele 6 und 7 in Einzelarbeit.
Ziel dieses Schrittes ist, den Erfolg der Standardisierung festzustellen.
Danach werden die Ergebnisse der Seminarteilnehmenden mit der Musterbewertung verglichen.
Ergeben sich starke Abweichungen, ist diese Trainingsstufe anhand eines weiteren Beispiels zu
wiederholen.

3.2.4 Prüferverhalten Sprechen

Material: DVD, Fotokopien

Szenarium
In diesem Block lernen die Seminarteilnehmenden den Prüfungsablauf kennen und setzen sich mit
Beispielen von geeignetem und weniger geeignetem Verhalten von Prüfenden auseinander.
Drei Aspekte sind hier wichtig:
– Gesprächsführung und Prüfungsatmosphäre
– Konkretisierung der Aufgabenstellung in der Prüfung
– Unterstützendes oder behinderndes Verhalten

Schritt 1
Die Teilnehmenden lernen anhand von Filmbeispiel 1 den Ablauf der Prüfung kennen.
Sie füllen Arbeitsblatt 4: Beobachtungsbogen Prüfungsablauf, Prüfungsziele aus.
Schritt 2
Mithilfe von Arbeitsblatt 5: Beobachtungsbogen Prüferverhalten beobachten die Teilnehmenden ein
weiteres Filmbeispiel.
Sie ziehen zur Bewertung von Prüferverhalten die Transkription und die DVD heran.
Schritt 3
Aus verschiedenen Videobeispielen werden kurze Ausschnitte gezeigt und kommentiert, in denen
formale und inhaltliche Fehler, aber auch korrekte Reaktionen der Prüfenden deutlich werden.
Mithilfe von Arbeitsblatt 6: Beispiele zum Prüferverhalten sollen die Teilnehmenden entscheiden:
Was ist richtig, was ist falsch? Wie sollte das korrekte Prüferverhalten sein?
Anschließend werden mithilfe von Arbeitsblatt 7: Fragen zum Prüferverhalten einige Schlüssel-
situationen während der mündlichen Prüfung Start Deutsch 1 erörtert.
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PRÜFERTRAINING

3.2.5 Bewertertraining Sprechen

Material: DVD, Fotokopien

Szenarium
In diesem Block lernen die Seminarteilnehmenden die Bewertungskriterien zu der jeweiligen
Niveaustufe kennen und anwenden.

Vorbereitung
Kennenlernen der Materialien: Prüfungsaufgaben, Bewertungskriterien, Ergebnisbogen.

Schritt 1
Die Teilnehmenden lernen anhand der Musterbewertungen für das Filmbeispiel 1 die
Anwendung der Bewertungskriterien kennen.
Schritt 2
Filmbeispiel 2 wird gezeigt und die Seminarteilnehmenden wenden die Bewertungskriterien
in Partnerarbeit an. Anschließend vergleichen sie ihre Bewertung mit der Musterbewertung.
Abweichungen werden im Plenum diskutiert und begründet.
Schritt 3
In diesem letzten Schritt sehen die Teilnehmenden das Filmbeispiel 3. Ziel dieses Schrittes ist, den
Erfolg der Standardisierung festzustellen. Die Teilnehmenden bewerten in Einzelarbeit und berechnen
die Gesamtpunktzahl. Danach werden die Ergebnisse der Seminarteilnehmenden mit der Muster-
bewertung verglichen. Ergeben sich zu starke Abweichungen, ist diese Trainingsstufe anhand eines
weiteren Beispiels zu wiederholen.

3.2.6 Selbsterfahrung Sprechen

Material: Videokamera, Fotokopien

Szenarium
In diesem Block machen die Seminarteilnehmenden in der Simulation eines Prüfungsgesprächs eine
Selbsterfahrung zum geeigneten Prüferverhalten.

Einstimmung
Das Arbeitsblatt 8: Moderation des Prüfungsteils „Sprechen“ wird in Partnerarbeit bearbeitet und
im Plenum ausgewertet. Moderator/-in und Assessor/-in lernen den jeweiligen Text auswendig.
Vorbereitung
Erläuterung des Versuchsaufbaus (zwei parallele Aufnahmen, möglichst in zwei Räumen) und Rollen-
verteilung: „Prüfende“, „Teilnehmende“, Kameraleute, stille Beobachtende. Die „Prüfenden“ und die
stillen Beobachtenden nehmen ihre Plätze im entsprechend angeordneten Prüfungsraum ein.
Die Beobachtenden machen sich mit dem Aufgabenblatt 4: Beobachtungsbogen Prüfungsablauf,
Prüfungsziele vertraut. Dann nehmen die „Teilnehmenden“ die vorbereiteten Plätze ein.
Durchführung
Es wird je ein Prüfungsgespräch in zwei parallel arbeitenden Gruppen durchgeführt.
Nachbereitung
Im Plenum werden die Beobachtungen besprochen und die Videoaufnahmen angesehen.
Beim Austausch über die Selbsterfahrung sollten folgende Fragen angesprochen werden:
Wie haben sich die Teilnehmenden gefühlt?
Wie haben sich die Prüfenden gefühlt?
Was ist den Beobachtenden aufgefallen?
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PRÜFERTRAINING

3.3 Arbeitsblätter Arbeitsblatt 1: Niveaustufen des Referenzrahmens – Globalskala

Schneiden Sie die Beschreibungstexte in sechs Schnipsel (ohne Niveaustufenbenennung) und geben Sie jeder Gruppe
einen Briefumschlag o. Ä. mit einem Set von Schnipseln mit folgender Anweisung: Ordnen Sie die Beschreibungen den
Stufen zu.

C2 Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informa-
tionen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen
und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstel-
lung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch
Kompetente bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.
Sprach-
verwendung C1 Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch
implizite Bedeutungen erfassen. Kann sich spontan und fließend ausdrücken, ohne
öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im
gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium
wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und ausführlich
zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur
Textverknüpfung angemessen verwenden.

B2 Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen


verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so
spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprach-
lern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu
einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt
zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener
Selbstständige Möglichkeiten angeben.
Sprach-
verwendung B1 Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und
wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten
Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich
einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessen-
gebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnun-
gen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder
Erklärungen geben.

A2 Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von
ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person
und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen,
routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und
direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht.
Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte
Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen
Elementare beschreiben.
Sprach-
verwendung A1 Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und
verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und
andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie
wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben – und kann auf
Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn
die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen
und bereit sind zu helfen.
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PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 2: Skalen Schreiben A1 und A2

Notieren Sie, welche Kannbeschreibungen Leistungen auf den Niveaustufen A1 bzw. A2 benennen.

Kannbeschreibung Niveau

1 Kann ihm/ihr bekannte einzelne Wörter und häufig gebrauchte Angaben zur
Person einigermaßen korrekt schreiben.

2 Kann häufig gebrauchte Wörter so verwenden, dass aufgrund der Schreibung


nur selten Missverständnisse entstehen.

3 Kann mit einfachen Ausdrücken und kurzen Sätzen über alltägliche Aspekte
der eigenen Lebensumgebung (z. B. Leute, Orte und Plätze, Arbeits- oder
Studienerfahrungen) einigermaßen korrekt schreiben.

4 Kann einfach über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete mit


einem sehr begrenzten Repertoire an Wörtern und Strukturen schreiben.

5 Kann ein Ereignis mit einfachen Signalwörtern wie „zuerst“, „dann“,


„nachher“, „später“, „zum Schluss“ in seiner zeitlichen Abfolge darstellen.

6 Kann einfache Sätze schreiben und diese mit einfachen Konnektoren wie
„und“, „aber“ oder „weil“ verbinden.

7 Kann einige wichtige orthografische Regeln einigermaßen korrekt


anwenden.

8 Kann in einfachen kurzen Texten einige wenige einfache grammatische


Strukturen und Satzmuster einigermaßen korrekt verwenden.

9 Kann in seinen/ihren schriftlichen Texten einfache Strukturen verwenden,


wobei er/sie elementare Fehler macht, aber dennoch wird in der Regel klar,
was er/sie ausdrücken möchte.

10 Kann kurze, einfache Angaben zur Person und zu alltäglichen vertrauten


Dingen schreiben.

11 Kann mithilfe eines Wörterbuches zu alltäglichen, vertrauten Themen kurze


Aufzeichnungen machen.

12 Kann über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete mit einem


begrenzten Repertoire an Wörtern und Strukturen einfache schriftliche
Mitteilungen machen.

13 Kann Wörter oder Wortgruppen mit einfachen Konnektoren wie „und“, „oder“,
„und dann“ verknüpfen.

14 Kann Elemente von gelernten Ausdrücken und Wendungen neu kombinieren


und damit seine/ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern.
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PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 3: Leistungsbeispiele „Mündlich“

Tragen Sie in jedes Kästchen die entsprechende Niveaustufe A1 oder A2 ein.

Hat ein sehr begrenztes Repertoire an Verwendet etliche einfache Strukturen Kann Wörter oder kurze Wortgruppen
Wörtern und Wendungen, die sich auf korrekt, macht aber noch elementare durch Konnektoren wie und oder dann
Informationen zur Person und auf ein- grammatische Fehler. verbinden.
zelne konkrete Situationen beziehen.

Kann Fragen zur Person stellen und auf Zeigt nur eine begrenzte Beherrschung Kann ganz kurze isolierte vertraute
entsprechende Fragen antworten. Kann von wenigen einfachen grammatischen Äußerungen benutzen; braucht Pausen,
sich auf einfache Art verständigen, Strukturen und Satzmustern in einem um nach weniger vertrauten Wörtern
wenn der/die Partner/-in oft wieder- auswendig gelernten Repertoire. zu suchen.
holt und weiterhilft.

Kann sich in kurzen Redebeiträgen Kann Wortgruppen durch Konnektoren


Kann Fragen stellen und Fragen beant- verständlich machen. Verwendet wie und, aber und weil
worten. Kann anzeigen, wann er/sie elementare Satzstrukturen mit memo- verbinden.
versteht, kann aber nicht selbst das rierten Wortgruppen, um über Alltags-
Gespräch in Gang halten. situationen zu berichten.

Sehen Sie sich die Videoaufnahme der Leistungsbeispiele von Mohammed und Kim an.
Machen Sie zu den Teilnehmenden Notizen.

Name Beispiele für gelungene Ausdrucksweisen Fehlgriffe, die evtl. die Kommunikation stören

Mohammed
spricht über
seine Wohnung

Mohammed
im Dialog

Kim
im Dialog

Nehmen Sie nun eine Einstufung der Teilnehmenden vor. Begründen Sie Ihre Einstufung anhand Ihrer Notizen.

Niveaustufe Mohammed Kim

A1

A2
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PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 4: Beobachtungsbogen Prüfungsablauf, Prüfungsziele

Prüfungsteile Prüfungsziele Realisierung durch die Prüfenden

Prüfungseröffnung Die Prüfenden begrüßen die Teilneh-


menden und nennen ihre Namen.

Teil 1 Die Prüfenden erklären den Teilneh-


menden, dass sie sich in mehreren
Vorstellen Sätzen vorstellen sollen. Es gibt ein
Aufgabenblatt. Die Moderatorin gibt
ein Beispiel, indem sie sich selbst
vorstellt.
Buchstabieren Die Teilnehmenden sollen ein Wort
buchstabieren.
Zahlen Die Teilnehmenden sollen eine
Zahlenreihe aufsagen.

Teil 2 Die Teilnehmenden sollen anhand


von Wortkarten Fragen zu einem
vorgegebenen Thema stellen und auf
Fragen antworten. Die Prüfenden
geben dazu ein Beispiel.

Teil 3 Die Teilnehmenden sollen mithilfe


von Bildkarten Bitten formulieren
und auf Bitten reagieren.
Die Prüfenden spielen ein Beispiel
vor.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 5: Beobachtung Prüferverhalten

Prüferregeln Bewertung

Die Sitzordnung der Teilnehmenden soll von vorn-


herein so gestaltet werden, dass sie untereinander
vollen Blickkontakt haben.

In Gruppenprüfungen findet kein einführendes


Gespräch statt. Durch die Namensnennung der beiden
Prüfenden und dadurch, dass der/die Moderator/-in
den ersten Teil der Prüfung, die Vorstellung, vorspielt,
gewöhnen sich die Teilnehmenden an die Sprechweise
des Moderators/der Moderatorin.

Die Prüfenden sollen durch ihre Gesprächsführung eine


ruhige Atmosphäre verbreiten. Auf keinen Fall darf
Zeitdruck entstehen, indem die Prüfenden wiederholt
auf die Uhr schauen. Die Teilnehmenden dürfen bei
den Äußerungen nicht unterbrochen werden.

Aufgabenstellung und damit auch Sprechanlass in den


Prüfungsteilen 2 und 3 sind Handlungskarten. Zu den
Stimuli auf den Karten stellen die Teilnehmenden
Fragen oder formulieren Bitten.
Der Einsatz der Karten sowie die gewünschten sprach-
lichen Äußerungen werden von den Prüfenden im
Beispiel vorgeführt. Das Beispiel soll durch Frage und
Antwort eine natürliche Gesprächssituation simulieren.

Der/Die Moderator/-in soll das Prüfungsgespräch so


lenken, dass die Teilnehmenden miteinander
sprechen. Er/Sie beschränkt sich auf Ein- und Über-
leitungen, Beispiele und wenn notwendig Hilfen.
Er/Sie führt die Teilnehmenden durch die Prüfung, hält
sich aber als Gesprächspartner/-in zurück.

Steuernde Eingriffe des Moderators/der Moderatorin


helfen den Teilnehmenden erfahrungsgemäß nicht
weiter, sondern führen meist zum Abbruch der
Kommunikation zwischen den Partnern/Partnerinnen.
Eingriffe sind daher nicht wünschenswert, es sei denn,
die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden
bricht zusammen.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 6: Beispiele zum Prüferverhalten

Beobachten Sie sorgfältig die Sequenzen 1 bis 5 aus dem Film „Ausschnitte zum Prüferverhalten“.
Kreuzen Sie bei jedem Ausschnitt an: Wie sollte der/die Prüfende sich verhalten? Was ist richtig?

Beispiel Die Teilnehmende 1 stellt eine unverständliche Frage. Der Teilnehmende 2 sieht
1 auf die Wortkarte in ihrer Hand und antwortet richtig: „Ich habe keine Zeitung“.

A Die Moderatorin sagt: „Zeigen Sie die Wortkarten bitte nicht“.

B Die Moderatorin greift nicht ein. Im Beispiel zu Teil 3 zeigen die Prüfenden
deutlich, dass die Karten verdeckt gehalten werden.

Beispiel Die Teilnehmenden sollen eine Bitte formulieren. Der Teilnehmende 2 stellt eine
2 Frage.

A Die Moderatorin sagt: „Machen Sie eine Bitte!“

B Die Moderatorin greift nicht ein, die Kommunikation wird nicht unterbrochen.

Beispiel Die Teilnehmende 2 stellt eine fehlerhafte Frage. Sie bemerkt ihren Fehler und
3 verstummt.

A Die Moderatorin wartet ab.

B Die Moderatorin bittet den Partner zu antworten.

Beispiel Der Teilnehmende 1 formuliert eine fehlerhafte Bitte, die Teilnehmenden 2, 3


4 und 4 benutzen genau die gleiche Struktur.

A Die Moderatorin greift nicht ein, die Kommunikation wird nicht


unterbrochen.

B Die Moderatorin sagt zur Teilnehmenden 2: „Machen Sie eine andere Bitte
mit einem anderen Verb“.

Beispiel Die Teilnehmende 3 buchstabiert ein anderes Wort, als die Moderatorin
5 gewünscht hatte.

A Das Wort war fehlerlos buchstabiert, die Aufgabe ist erfüllt.


Die Moderatorin greift nicht ein.

B Die Moderatorin bittet die Teilnehmende, das andere Wort zu buchstabieren.


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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 7: Fragen zum Prüferverhalten

Situation Reaktion des/der Prüfenden Richtig Falsch

1. Der/Die Teilnehmende stellt sich in Der Moderator/Die Moderatorin greift nicht


drei kurzen, fehlerlosen Sätzen vor, ein.
die auswendig gelernt wirken.

2. Der/Die Teilnehmende stockt Der Moderator/Die Moderatorin bittet


mitten im Satz, weil ihm/ihr eine darum, den Satz neu anzufangen:
Vokabel fehlt. „Sagen Sie es anders“.

3. Der/Die Teilnehmende stellt eine Der Moderator/Die Moderatorin bittet


unverständliche Frage. den/die Teilnehmende/-n, die Frage neu zu
Der/Die Partner/-in gibt Zeichen von formulieren: „Noch einmal bitte“.
Hilflosigkeit.

4. Der/Die Teilnehmende hat zweimal Der Moderator/Die Moderatorin bittet


ohne Erfolg versucht, eine verständ- den/die Teilnehmende/-n, eine neue
liche Frage mit einem bestimmten Wortkarte zu wählen.
Wort zu formulieren.

5. Der/Die Teilnehmende zeigt seine Der Moderator/Die Moderatorin nennt noch


Wortkarte und sagt. „Ich kenne das einmal das vorgegebene Thema und bittet,
Wort nicht“. eine Frage zu stellen. „Versuchen Sie es
bitte: Stellen Sie eine Frage“.

6. Der/Die Teilnehmende benutzt ein Der Moderator/Die Moderatorin fragt nach,


falsches Wort für den Gegenstand auf wie dieser Gegenstand richtig heißt.
der Bildkarte.

7. Der/Die Teilnehmende antwortet Der Moderator/Die Moderatorin greift nicht


auf die Bitte des/der Partners/-in mit ein.
einer unverständlichen Geste.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Arbeitsblatt 8: Moderation des Prüfungsteils Sprechen

Schneiden Sie die Textabschnitte auf der rechten Seite einzeln aus.
Ordnen Sie dann die Abschnitte in der richtigen Reihenfolge zu.

Einführung
Guten Tag. Herzlich willkommen Das ist mein Kollege ... /
zur Prüfung Start Deutsch 1. meine Kollegin ...
Mein Name ist ...

Diese Prüfung hat drei Teile. Guten Tag.


Wir beginnen mit Teil 1.

Teil 1
Sich vorstellen 1 Als Erstes stelle ich mich vor. 1 Wir möchten uns kennenlernen.
Erzählen Sie uns: Wer sind Sie?
Hier sind ein paar Wörter als Hilfe.

1 Mein Name ist ...


Ich komme aus ... 1 Und Sie, wer sind Sie, bitte?
Ich lebe in ...
Ich bin ... von Beruf.
Ich spreche Deutsch, ...
Mein Hobby ist ... /
Meine Hobbys sind …

Teil 1
Buchstabieren 1 Können Sie das bitte 1 Wie ist Ihr Vorname /
buchstabieren? Familienname?

1 Sie wohnen in der 1 Woher kommen Sie?


XYZ-Straße.

Teil 1
Zahlen 1 Haben Sie Telefon? Wie ist 1 Haben Sie ein Handy?
Ihre Telefonnummer? Wie ist Ihre Nummer?

1 Wie ist Ihre Postleitzahl? 1 Danke. Das war Teil 1.


Nun kommt Teil 2.

1 Wie ist die Telefonnummer


von XYZ?
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

noch Arbeitsblatt 8: Moderation des Prüfungsteils Sprechen

Teil 2
Informationen erfragen 2 Wo kann ich einen Stadtplan 2 Danke.
und geben bekommen? Das war Teil 2. Wir kommen
jetzt zum dritten Teil.
An der Information im Bahnhof.

2 In Teil 2 sollen Sie zu einem


2 Danke. Thema Fragen stellen oder
Unser zweites Thema ist beantworten.
................. Unser erstes Thema ist ...
Wir machen ein Beispiel.
Ich ziehe eine Karte.

2 Möchten Sie anfangen?


Bitte ziehen Sie eine Karte.
Fragen Sie Ihren Partner/ 2 Bitte fragen Sie noch einmal
Ihre Partnerin. Bitte denken nach Informationen.
Sie an das Thema ............

Teil 3
Bitten 3 Nun Sie. Ziehen Sie eine Karte. 3 Ein Glas Wasser, bitte!
Beginnen Sie!
Ja, natürlich. Bitte.

3 Bitte noch einmal. / 3 In Teil 3 sprechen Sie wieder


Weiter bitte. mit Ihrem Partner/Ihrer
Partnerin. Sie haben eine Bitte.
Hier ein Beispiel ...

Abmoderation
Das war der dritte Teil.
Wir sind nun fertig. Herzlichen
Dank. Wir wünschen Ihnen noch
einen schönen Tag.
Auf Wiedersehen.
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GOETHE-ZERTIFIKAT A1 START DEUTSCH 1
PRÜFERTRAINING

Lösungen zu 3.5 Arbeitsblätter

Lösung Arbeitsblatt 2

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
A1 A2 A2 A2 A2 A2 A2 A1 A2 A1 A1 A2 A1 A2

Lösung Arbeitsblatt 3
Niveaustufen A1 oder A2

A1 A2 A1
A1 A1 A1
A2 A2 A2

Mögliche Notizen

Mohammed Monolog
positiv: meine Wohnung liegt / meine Wohnung ist klein / ich kann nicht schlafen
negativ: Kuche / und Ruhe / in Abend

Mohammed Dialog
positiv: magst du Brot / immer / kann die Kommunikation aufrecht erhalten
negativ: essen Fleisch? / in Morgen / essen ich / antwortet nicht auf „wann“

Kim Dialog
positiv: Lieblingsessen / ich esse Fleisch manchmal / jeden Tag
negativ: wann esst du?

Einstufung:
Mohammed Monolog: A1
Mohammed Dialog: A1, stellenweise besser
Kim Dialog: A2

Ausführliche Kommentare im Heft „Mündlich, Mündliche Produktion und Interaktion Deutsch“,


Langenscheidt ISBN 978-3-468-49409-3

Lösungen Arbeitsblatt 6

1B – Eingriffe führen erfahrungsgemäß nicht zu positiven Resultaten. Wenn allerdings noch beim
folgenden Dialog auf die Karte gesehen bzw. die Karte gezeigt wird, muss der Moderator/
die Moderatorin darauf hinweisen, dies zu unterlassen.
2A – Die Moderatorin erinnert den Teilnehmenden an die Aufgabenstellung.
Wird diese erneut missachtet, erfolgt Punktabzug. Greift die Moderatorin nicht ein, kann der Fehler
dem Teilnehmenden nicht angelastet werden.
3A – Der Teilnehmerin muss genügend Zeit gegeben werden, den eigenen Fehler zu korrigieren.
4B – Die Moderatorin soll verhindern, dass fehlerhafte Strukturen nachgesprochen werden.
Wenn sich abzeichnet, dass fehlerhafte Strukturen wiederholt werden, soll der Moderator/
die Moderatorin eingreifen.
5A und B – Beide Lösungen sind richtig: Entweder die Moderatorin greift nicht ein, dann erhält die
Teilnehmerin volle Punktzahl. Oder die Moderatorin bittet darum, das erstgenannte Wort zu
buchstabieren. Dann wird nur die zweite Leistung bewertet.
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Lösungen Arbeitsblatt 7

1 falsch: Die Prüfenden brauchen zur Bewertung eine ausreichende Textmenge.


Dies ist bei drei Sätzen nicht gegeben. Der Moderator/Die Moderatorin bittet darum,
weitere Informationen zur Person zu geben und verweist auf die Stichworte.
2 richtig: Der/Die Teilnehmende (TN) soll eine zweite Chance bekommen.
Das Suchen nach einer vergessenen Vokabel führt erfahrungsgemäß nicht zum Erfolg.
3 richtig: Der/Die TN erhält eine zweite Chance die Frage so zu formulieren, dass
der/die Partner/-in antworten kann.
4 falsch: Wenn auch der zweite Versuch fehlschlägt, greift der/die Moderator/-in ein:
„Ich helfe Ihnen ....“ und stellt eine Frage, damit der/die Partner/-in antworten kann.
5 richtig: Wenn der/die TN eine angemessene Frage zum vorgegebenen Thema stellt und
damit zeigt, dass er über die geforderten sprachlichen Mittel verfügt, ist die Kenntnis oder
Unkenntnis einer einzelnen Vokabel nicht entscheidend.
6 falsch: Es geht in der Prüfung nicht um das Abfragen von Vokabeln. Die Handlungskarten
sind als Stimuli zur Kommunikation zu betrachten.
7 falsch: Die Prüfenden brauchen „Material“ zur Bewertung. Wenn die Reaktion nicht zu
deuten ist, fordert der/die Moderator/-in den/die TN auf: „Und was sagen Sie?“

Lösung Arbeitsblatt 8

Vergl. Transkript zur Gesprächsführung und Moderation unter 2.1 Materialien


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Seite 75
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A1_SD1_Pruefertrain_10
Felix Brandl | München
© Goethe-Institut 2012

Materialien zu Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1


Start Deutsch 1 Modelltest, CD ISBN 978-3-939670-77-3
Start Deutsch 1 Prüfungsziele,
Testbeschreibung ISBN 978-3-939670-76-6
Start Deutsch 1 Wortliste ISBN 978-3-939670-79-7

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1. Auflage
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