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Dr.

Sotirios Despotis

DIE BIBEL

FÜR DIE KINDER


Nach der Exegese der Hl. Vätern

WIESBADEN 2005
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1Einleitung für die Eltern

Ein Vater stand, mit seinem Kind in seinen Armen, vor einem Spiegel. Das Kind versuchte

sein Gesichtchen, was es vor sich im Spiegel sah, zu berühren und mit seinen Augen zu

umarmen. Einige Minuten später begann es sich zu vergegenwärtigen, daß das, was vor ihm

war, kein Fenster war. Es begriff, daß dieses hübsche Gesichtchen, kein anderes war, als sein

eigenes. Das gleiche geschieht auch, wenn wir uns mit der Heiligen Schrift beschäftigen.

Wir erleben sie, wie ein offenes Fenster, mit Blick auf die Vergangenheit. Und wir sehen die

Personen, die darin vorkommen in keiner Beziehung zu unserer Wirklichkeit. Sobald wir

uns länger mit der Heiligen Schrift befassen wird uns mit Erstaunen klar, daß die

Hauptpersonen der Bibel wir selbst sind und unsere Welt.

Das versuche ich mit dem Buch zu erreichen. Ich versuche nicht den Kindern bestimmte

Tatsachen, die sich in der Vergangenheit zugetragen haben zu erzählen, sondern ich möchte

mich bemühen ihnen zu zeigen, was diese Tatsachen gegenwärtig zu bedeuten haben, für

uns selber und für unser Leben. Aus dieser Sicht, ist die Bibel für die Kinder etwas

grundlegendes Neues. Das ist auch die Art und Weise mit der unsere Väter die Bibel

interpretiert ( ausgelegt ) haben.

Unsere Kirche hat nie die Bibel, als eine Reliquie des Altertums betrachtet, die von

Wissenschaftlern zerlegt werden muß, sondern sie sieht sie als einen lebenden Organismus,

welchen wir mit der Kommunion in uns aufnehmen, lebensfähig machen, und ihn täglich

praktizieren müssen. Aus diesem Grund legt die Kirche die Heilige Schrift auf den Altar

neben den Heiligen Kelch.

So wie das Brot und der Wein mit Einwirkung des Heiligen Geistes zu Leib und Blut von

Jesus Christus werden, so wird auch das Wort Gottes, während wir betend die Heilige

Schrift lesen, in uns täglich zu Leib und Blut.

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2. Die Erschaffung der Welt ( Gen.1+2 )

Jeden Sommer haben wir die Möglichkeit, die kleine beengte Wohnung zu verlassen, hinaus

aus dem bewölkten Deutschland nach Griechenland zu fahren, ans Meer, dort wo die

Helligkeit der Sonne stärker ist und es schöne Landschaften und Berge gibt

Sicherlich werden wir uns schon einmal gefragt haben, wer das ganze mit so viel Liebe und

Harmonie, nicht nur die Erde, aber auch den ganzen Weltraum, mit seinen vielen Galaxien

und Sternen erschaffen hat. Alles purer Zufall? Ist es möglich, daß sowohl ein riesiger

Kosmos, als auch ein kleines Häuschen grundlos entsteht?

Die Bibel erzählt uns, daß Gott mit Liebe unsere Welt aus dem Nichts erschaffen hat. Gott

hat alles schön und ordentlich gestaltet.

Am Anfang war es überall dunkel. Und Gott sagte ,,es solle Licht werden‘‘. Und nur mit dem

Wort Gottes entstand das Licht. Dann machte er den blauen Himmel. Am dritten Tag trennte

er das Land vom Meer. Am vierten Tag schuf Gott die Sonne, den Mond und die Sterne. Nun

war nicht nur der Tag, sondern auch die Nacht mit ihrem Sternenhimmel und dem Mond.

Am fünften Tag

schuf Gott die Fische der Meere und verschiede Vogelarten. Die Atmosphäre füllte sich vom

wohlklingenden Gezwitscher und Gesang der Vögel, und so priesen sie, auf ihrer Art und

Weise, ihren Schöpfer Am sechsten Tag schuf Gott die Tiere auf dem Festland, vom

Elefanten und Löwen bis hin zum kleinsten Insekt.

Am gleichen Tag schuf Gott den Menschen aus Erde und Ton. Um den Menschen lebendig

zu machen, hauchte er ihnen seinen Geist ein, und es bildete sich unsere Seele die

unsterblich ist.

Unser Vater baut für uns ein kleines Haus, einen kleinen Palast, damit wir angenehm leben

können. Genauso hat unser großer Gottvater einen großen Palast und zwar die Welt

erschaffen, damit wir es auch in dieser großen Welt schön haben.

Doch leider richten wir diesen großen Palast zugrunde. Wir zerstören die Welt, diesen

wertvollen von Gott erschaffenen Schmuck. Als der Mensch auf Gott hörte und der Mensch

das Abbild, das Spiegelbild Gottes war, da sorgte Gott sich um die

Menschen und um die Welt. Aber seitdem sich der Mensch durch die Sünde beschmutzt hat,

begann die Welt wütend zu werden. Einst lebte ein Hundebesitzer, mit seinem kleinen
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Hund.

Eines Tages, als der Mann von der Arbeit verschmutzt nach Hause kam, erkannte ihn sein

Hund nicht mehr und griff ihn an. Dies ist ein Beispiel, weshalb unsere schöne Welt ab und

an wütend auf uns wird und uns nicht erkennt, da wir verschmutzt sind.

Gott hat die Welt so schön erschaffen, damit wir seine Kinder auch eine Lehre davon tragen

können. Die Vögel lehren uns Gott zu loben. Die Sterne lehren uns mit ihrer Ordnung und

ihrer Harmonie, Gott Gehorsam zu sein. Und obwohl wir die Erde ständig betreten gibt sie

uns, wie eine Mutter, die Bäume und deren Früchte und lehrt uns zu lieben und Geduld zu

haben. Doch wir schauen nicht auf diese schönen Dinge, die Gott erschaffen hat.

Fragen: 1)Wer und warum schuf er die Welt?

2) Warum ist die Welt eine Lehre?

Die Verbannung aus dem Paradies ( Gen. 3)

Gott hat das Paradies für den Menschen erschaffen und alle Bäume standen zu seiner

Verfügung. Der Mensch lebte im Lichte Gottes. Adam durfte nur von einem Baum nicht

essen. Sein Vater-Gott wußte, daß die Frucht dieses Baumes Adam nicht von nutzen sein

würde. Scheut sich unser Vater nicht genauso uns einen Apfel zu geben? Warum macht er

das?

Jemand steckte die ersten Menschen mit Neid an. Die Freude und das Glück der Menschen

machten den Teufel neidisch. Er ging schlau, wie eine Schlange vor die, bevor sie zubeißt

sich versteckt. ,, Ist es wahr, daß Gott euch erlaubt hat von allen Bäumen zu essen, aber nur

von einem Baum nicht?‘‘ Fragte der schlaue und böswillige Teufel Eva. Und Eva, wie

eigentlich jeder von uns, fiel auf seine Falle rein. Der Teufel vergiftet gezielt unser Herz. ,,

Gott hat euch nicht lieb. Er ist nicht euer Vater. Er ist ein König, der neidisch auf euch ist. Er

weiß, daß sobald ihr von diesem Baum eßt, ihr Götter werdet‘‘. Anstatt Adam und Eva auf

ihren Gottvater gehört hätten, hörten sie auf den bösen Teufel, der auf alle neidisch ist und

nie auf Gott hörte, weil er hochmütig wurde. Gott ist derjenige dem es sehr schlecht geht,

wenn er sieht, daß wir nicht auf ihn hören.

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Als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen, verloren sie die Gnade Gottes, die

beide umhüllte und wundervoll schmückte. Da Gott unser Vater ist, eilte er gegen Abend

seinen Sohn zu finden, und fragte ihn mit voller Besorgnis,,, Adam wo bist Du? Obwohl Gott

alles bereits wußte hat er Adam liebevoll ge-

fragt, damit er ihm die Möglichkeit gab seinen schweren

Fehler zuzugeben und Reue zu zeigen. Gott fragte weiter

,, Wer hat dir gesagt, daß du nackt bist?

Und was taten beide, nichts anderes, als daß was wir auch tun würden. Sie gaben sich

gegenseitig die Schuld. Und so trennt sich der Mensch von Gott und seiner Schöpfung

seinem Paradies. So ist der Tod sein Weggefährte. Durch die mühevolle Arbeit, die der

Mensch jeden Tag meistern muß, sieht er nicht nur ein wie sehr er die Hilfe Gottes braucht,

sondern auch wie klein und hilflos er alleine ist.

Und wieder gibt Gott seinem Sohn Hoffnung. Denn es kommt der Augenblick, sagt Gott zur

Schlange, wo das Kind einer

Frau (Jungfrau Maria ), deinen Kopf zerschmettern wird, und damit wird er dich vollständig

vernichten. Das wird geschehen in dem Moment, wo du versuchen wirst mit dem Kreuz und

mit dem Martyrium in seine Ferse zu beißen. Wahr ist, daß die Frau, die Jungfrau Maria, von

Johakim und Anna geboren war. Und Jungfrau Maria hat Jesus Christus geboren, derjenige

der die Werke des Teufels zerstörte. Mit einem Holz hat der Teufel den Menschen betrogen,

mit einem anderen Holz, das Holz des Kreuzes hat er sich aber auch selbst betrogen.

Wir seine heutigen Kinder, sollten beichten gehen und den Leib und das Blut in uns

aufnehmen, damit wir Gott, das Paradies und die Freude in unserem Herzen haben.

Gleichgültig was wir tun, wir wissen, daß Gottes Liebe ein Ozean ist, der unsere Sünden

löscht.

Fragen: 1) Wie versuchte der Teufel Adam und Eva aus

dem Paradies zu vertreiben?

2) Was machte Gott am Spätnachmittag?

3) Was war die Hoffnung der ersten Menschen, und wie gelangen wir ins

Paradies?

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Kain und Abel (Gen.4)

Adam befindet sich nun trostlos außerhalb des Paradieses. Um den Menschen lebendig zu

machen, hauchte Gott seinen Geist in ihn ein, und es bildete sich unsere Seele die unsterblich

ist.

Diese Hoffnung gibt ihm Mut. Seine Frau nennt er Eva,

d.h. ,, Leben‘‘. Sie ist sein einziger Lebensgefährte in diesem Unglück. Sie bekommen zwei

Kinder, Kain und Abel. Ihren Kindern brachten sie Liebe bei, die sie Gott auch zeigen

müßten. Abel war Hirte von Beruf und Kain Bauer. Und beide gaben einen Teil ihrer Arbeit

Gott ab, damit er sie segnete.

Gott hat die Geschenke nicht nötig. Wichtig für Gott ist es, daß das Herz desjenigen, der das

Geschenk Gott anbietet, rein ist.

Abel liebte wahrhaftig Gott. Er liebte ihn wie sein eigenen Vater. Er war ihm sehr dankbar

für seine Geschenke. Doch Kain empfand Haß Gott gegenüber. Er machte ihn dafür verant-

wörtlich, dass er nun mit schweißtreibender Mühe seine Arbeit verrichten mußte, nicht zu

vergleichen mit dem sorglosen Leben im Paradies. Er hat Gott als einen König betrachtet, der

ihm einen Teil seines Vermögens geben mußte, damit er ihn nicht härter bestraft. Er meinte,

daß Gott auf sein Vermögen angewiesen ist. Und gleichzeitig fühlte er, daß seine Opfer nicht

wertvoll genug seien im Vergleich, mit denen seines Bruders Abel. Ein ungeheuerer Haß

und Neid gegen seinen Bruder, entbrannte in seinem Herzen.

Gott aber ist voller Liebe. Gott eilte schnell zu ihm und tröstete ihn: ,,Kain, warum hast du

dich vom Kummer beherrschen lassen? Du hast gesündigt. Doch das macht nichts. Was

geschehen ist, ist geschehen. Beruhige dich. Sei nicht wütend auf Abel, denn es ist nicht seine

Schuld‘‘. Gottes Liebe ist sehr groß. Nicht Kain ging zu Gott, sondern Gott ging zu Kain. Er

ging nicht zu ihm, als ein Oberhaupt, sondern als Freund. Aber Gott schaffte es nicht ihn zu

besänftigen. Kain tötete seinen Bruder nach Plan. In dem Augenblick, als beide spazieren

gingen, richtete er sich auf und erschlug seinen Bruder Abel.

Den ersten Tod den Eva gesehen hatte, war der ihres lieben Sohnes. Je weiter sich jemand

von Gott entfernt, desto weiter entfernt er sich auch von seinen Mitmenschen und Brüdern.
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Gott eilte wieder zu Kain, um ihn zu helfen und ihm zu vergeben.

,,Wo ist dein Bruder‘‘, fragte Gott Kain. Doch Kain antwortete unverschämt und verachtend:

,,Ich habe keine Idee! Ich bin doch nicht der Wächter meines Bruders! Kain mußte bestraft

werden, damit er sein Verbrechen einsieht und alle andere die es sehen eine Lehre daraus

ziehen. Du wirst ständig zittern und seufzen, solange du auf der Welt bist, damit du an das

Übel denkst das du begangen hast. Überall wirst du ein Fremder sein und ein Flüchtling!

Trotz der Sünde vernichtete Gott nicht sein Kind. Er brandmarkte ihn so, daß keiner ihn

tötete. Kain flüchtete alleine und einsam. Er bemühte sich aus der Erde ein Treibhaus zu

machen, ein nachgeahmtes Paradies zu errichten, um Gott und

seinen Bruder zu vergessen. Er baute große Städte. Die klagende Stimme des Gewissens

konnten trotz der süßen Melodie der Gitarren die aus den Städten zu hören waren und trotz

des heftigen Lärmes der Arbeiter nicht übertönt werden.

Eva gebar, damit sie den Verlust des Abels verkraften konnte, ihr drittes Kind namens Seth.

Der Name bedeutet „Ersatz“. Die Kinder des Seths liebten Gott und wurden auch von Gott

geliebt. Einer von ihnen war Enoch. Enoch, der ein sehr guter Mensch war, stieg gleich zum

Himmel auf, ohne daß er gestorben ist. Wenn wir Gott genauso lieben, wie Enoch, dann

werden wir auch in den Himmel kommen.

Fragen:

1.Weshalb war das Opfer Kains weniger wertvoller, als Abels Opfer?

2. Wie geht Gott mit Kain um?

3. Wie versuchte Kain Gott zu vergessen und was schaffte er damit?

Noah (Gen.6)

Der Mensch entfernte sich immer weiter weg von Gott. Er sündigte und befolgte nicht den

Willen Gottes. Wie eine ansteckende Krankheit verbreitete sich die Sünde in der ganzen Welt

aus. So wie ein Vater traurig wird, wenn sein Kind unartig ist, genau so wurde auch Gott

traurig. Denn obwohl er den Menschen erschaffen hatte und ihm viele Geschenke zuteil

werden ließ, sündigte der Mensch. Gott sagte:,, Ich werde den Dreck der Sünde von der Erde

reinigen! Und so wie wir Menschen es nicht dulden wenn unser Haus schmutzig ist, so

duldet auch Gott nicht, daß seine schöne Welt von der Sünde beschmutzt wird.
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Unter den vielen starken und egoistischen Menschen, den Giganten, sieht Gott einen

Menschen, der seine Gebote befolgt. Dieser Mensch hieß Noah, er hatte eine Frau und drei

Kinder. So wie ein Vater zu seinem Sohn spricht, so sprach Gott mit Noah und offenbarte

ihm was er vorhatte. Noah mußte ein großes Schiff mit viereckigem Holz ( Balken ) bauen,

welches drei Decks haben mußte. In diesem Schiff würde die Familie Noahs und die Tiere

Platz finden. Konnte Gott keine Engel schicken, um Noah und seine Familie zu retten?

Auch Noah mußte, um sein Leben mühevoll kämpfen. Gott liebt uns. Und deshalb müssen

auch wir ihm unsere Liebe zeigen. Als Noah mit dem Bau des Schiffes beschäftigt war,

lachten ihn nicht nur die Menschen aus seinem Ort aus, sondern auch die am Bau beteiligten

Handwerker. Doch Noah kümmerte sich nicht darüber was die anderen Menschen über ihn

dachten, er vertraute voll und ganz Gott. Heutzutage werden wir auch ausgelacht, wenn wir

vor dem Essen ein Kreuz schlagen. Wir müssen beständig mit unserem Glauben sein. Und

bei Noah war es nicht anders. Die ganzen Jahre, als die Arche-Noah gebaut wurde, versuchte

Gott den ungläubigen Menschen eine Chance zu geben sich ihm zu nähern, damit sie

gerettet werden. Gott wartet sehr geduldig auf uns und möchte uns helfen. Deshalb ist es

unsere Aufgabe Gott zu bitten, uns zu helfen.

Noah hat, mit Hilfe Gottes, die Arche-Noah erbaut, und Christus unsere Kirche. Wenn

Christus unser Vater ist, dann ist unsere Kirche, in der wir getauft wurden und die

Kommunion in uns aufnahmen, unsere Mutter. Alle diejenigen, die in die Kirche gehen und

auf Christus hören, brauchen sich im Leben vor nichts zu fürchten. Die Gläubigen zittern

nicht vor Furcht vor den Wogen des Bösen, da Gott bei ihnen ist. Noah schämte sich nicht,

den Willen seines Gottvaters zu befolgen und deswegen wurde er mit seiner Familie gerettet.

Alle anderen, die ihn und seine Familie auslachten und nur auf sich selbst vertrauten,

verloren ihr Leben in den Wellen der Sintflut. Wir sollten deshalb versuchen uns Christus

und seiner Kirche zu nähern, damit wir unser Heil und Freude finden

Fragen:

1) Warum entschloß sich Gott die Welt zu zerstören?

2) Warum mußte Noah die Arche bauen?

3) Welche ist unsere Arche?


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Die Sintflut ( Gen. 7 )

Die Bauzeit der Arche war nun zu Ende. Ganze 120 Jahre hatte Gott den Sündern Zeit

gegeben ihre Sünden zu bereuen. Doch die Menschen änderten sich nicht im geringsten. So

wie ein Vater sein Kind vor einer drohenden Gefahr beschützen möchte, genau

so handelt auch Gott. Und Gott sagte zum gerechten Noah ,,Gehe in die Arche‘‘. Obwohl

nicht eine Wolke am Himmel zu sehen war gehorchte Noah Gott und ging mit seiner Familie

und sieben Paare von den zahmen und ein Paar von den wilden Tieren in das Schiff.

Genauso wie die Vögel im Herbst, die wärmeren Gebiete aufsuchen, um den Winter zu

überbrücken, so rannten auch die Tiere in die dunkle Arche hinein.

Alle Tiere lebten im großen Schiff, ohne sich gegenseitig zu verletzen, trotz des beengten

Raumes. Die Tiere hören auf Gott. Wir Menschen dagegen oftmals nicht. Es war November,

als sich die himmlischen Wasserfälle hinab auf die Erde stürzten. Noah war 600 Jahre alt, als

dies passierte. Die riesige Tür der Arche verschloß sich und mit ihr auch die Möglichkeit der

Bekehrung der Sünder. Die Meere, die Seen und die Flüsse begannen zu kochen und zu

tosen von dem starken Wellengang der über der ganzen Erde herrschte. Der Himmel

donnerte und blitzte. Der stürmische Regen dauerte 40 Tage lang. Das, für die Vegetation

und die Tiere, lebensspendende Wasser zerstörte nun die alte Welt.

Am Anfang, als es zu regnen begann, hatten die Menschen sicherlich gedacht, daß es nicht

lange andauern würde. ,,Der Regen hört bestimmt bald auf‘‘, das haben die Menschen

wahrscheinlich zu sich gesagt. Als jedoch das Wasser immer höher und höher stieg, suchten

sie nach höheren gelegenen Orten. Doch das Wasser verfolgte sie auch dort, langsam, aber

stetig. Um so mehr stiegen auch die Verzweiflung und die Furcht. Viele haben vielleicht

versucht sich an der Arche festzuhalten und auf das Dach der Arche zu klettern. Einige

haben wahrscheinlich auch Noah gebeten, sie in die Arche zu lassen. Sicherlich hat Noah das

Herz sehr weh getan. Doch die Tür ging nicht mehr auf. Wahrscheinlich haben auch einige

versucht, mit Gewalt die Tür zu öffnen. Aber es war nicht möglich. 120 Jahre lang hat ihr

Freund Noah sie gewarnt, doch was taten sie - sie lachten ihn aus. Die gleiche Hand, die die
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himmlischen Wasserfälle öffnete, sperrte nun das Tor der Arche zu. Die Erde war zu einem

endlosen Meer geworden. Mit den Menschen zusammen starben auch viele unschuldige

Tiere. Sonst würde der Mensch nach der Sintflut mit dieser Überzahl an Tieren nicht

überleben können. Das Wasser bedeckte länger als ein halbes Jahr die Erde. Sehr oft kommen

auch in unserem Leben Gewitter auf uns zu. Aber Gott vergißt nie diejenigen, die ihn, von

ganzem Herzen lieben.

Es regnete immer mehr, und mit dem Wasser stieg auch die Arche-Noah. So steigen auch

wir, wenn es uns schlecht geht, durch das Gebet hoch in den Himmel und bitten um die

Hilfe Gottes. Wir sind auch im Taufbecken eingetaucht worden und somit Kinder Gottes

geworden. Jeden Sonntag in seiner Arche(in der Kirche) essen wir seinen Leib und trinken

sein Blut. Wir müssen jedoch, jeden Tag mit unserer Höflichkeit und unsere Güte zeigen,

wem wir alles zu verdanken haben, wer unser großer Vater ist.

Fragen: 1) Wie gingen die Tiere in die Arche hinein?

2) Was ist die Sintflut?

3) Weshalb kommen auch in unserem Leben Gewitter vor?

Der Regenbogen (Gen.8+9)


Gott hatte Noah nicht vergessen. Er befahl dem Wind, den Himmel von den Wolken zu

befreien und das Wasser verdunsten zu lassen. Eine leichte Brise wehte auf die Erde. Die

Erde war rein vom Schmutz der Sünde. Die Sonnenstrahlen konnten wieder ungehindert zur

Erde gelangen, um sie zu erwärmen. Der Himmel war wieder schön und sternenklar. Es war

April und die Spitzen der Berge begannen sich wieder zu zeigen. Die Arche ließ sich trotz

ihres Gewichtes ganz sanft auf dem Gebirge Ararat nieder. Noah ging hinauf auf das oberste

Deck und schaute durch das Fenster in die neue Welt hinaus. Zuerst schickte er einen Raben,

um zu sehen, ob das Wasser versickert war. Doch der Rabe kam nicht wieder zurück.

Wahrscheinlich hatte er irgendwo einen Kadaver gefunden und vergaß zurück zu fliegen.

Dann ließ Noah mit dem gleichen Auftrag eine Taube fliegen. Doch die Taube fand keinen

Platz, wo sie hätte landen können. Überall war es matschig und voller Sümpfe, deshalb flog

sie zurück zur Arche. Noah streckte seine Hand aus einem Fenster und nahm die müde

Taube zu sich auf. Nach sieben Tagen ließ er die Taube wieder fliegen. Die Bäume begannen

wieder zu blühen. Das dritte Mal kehrte die Taube nicht zurück. Es gibt Menschen, die sich,
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wie der Rabe, auf dem Matsch der Sünde hinsetzen und sich weiter besudeln. Es gibt aber

auch Menschen, die, wie die Taube, Rast und Erquickung nur bei Christus finden. Noah

hatte nur einen Teil der Arche geöffnet, damit er und seine Familie und die Tiere besser

atmen konnten. Erst nach einem Jahr konnten alle wieder die Erde sehen. Einst hatte Noah

jeden Tag die Erde sehen können, aber damals hatte er sie nicht genug geliebt. Doch nach der

Sintflut achtete er dieses Geschenk Gottes um so mehr, denn er verstand, wie wertvoll das

Leben ist. Wir handeln oft genauso, erst wenn wir die Geschenke Gottes verlieren, beginnen

wir sie zu schätzen. Noah mußte zuerst auf die Weisung Gottes warten, um die Arche

verlassen zu können. Als erstes baute Noah nicht etwa ein Haus, als er seinen Fuß auf die

Erde setzte, sondern er beeilte, sich Gott zu danken und ihn anzubeten. Es war der erste Tag

im neuen Jahr, als Noah die Dunkelheit der Arche verließ. Das war der beste und schönste

Neujahrstag. Gott war sehr zufrieden mit Noah, und er segnete ihn er solle viele Nachfahren

haben, die sich auf der ganzen Erde verbreiten sollten. Die Tiere, die sich gegen den

Menschen erhoben, sollten wieder dem Menschen dienen. Damit sich der Mensch nicht in

Zukunft schon bei dem geringsten Regen schon zu Tode fürchten muß, gab Gott auch das

Versprechen, daß er nie wieder die Erde mit Wasser oder einer Sintflut zerstören würde.

Gott gab uns auch ein Zeichen dieses Versprechens, und zwar den Regenbogen. Jedes Mal

nach einem Regen, wenn der Regenbogen am Himmel erscheint, ist er das Symbol der

unendlichen Liebe, die Gott für uns empfindet. Er ist eine Unterschrift, ein Stempel Gottes.

Immer wenn wir einen Regenbogen sehen, sollten wir Gott preisen für seine große Liebe und

für seine Geduld, die er uns entgegenbringt.

Fragen: 1) Welche Vögel und warum ließ Noah aus der Arche fliegen?

2) Welcher war der beste Neujahrstag der Welt?

3) Was machte Noah zu allererst, als er mit seinem Fuß die Erde betrat?

4) Was versteht man unter den Begriff ,,Regenbogen‘‘ ?

Der Turmbau zu Babel ( Gen.11 )

Die Menschen begannen wieder, Gott zu vergessen. Sie glaubten nicht mehr an sein

Versprechen, daß er die Welt nie wieder zerstören würde. Als die Menschen eine fruchtbare

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Ebene fanden, die jeden einzelnen reichlich ernähren konnte, ließen sie sich dort nieder. Sie

begannen, Gott als einen Feind zu betrachten und sie

waren in Aufruhr, als ob ein Krieg bevor stünde. Obwohl sie friedlich den Acker bestellen

konnten, bauten sie einen riesigen Turm. Sie wollten sich nicht mehr ihrem Gott

anvertrauen. Sie meinten, besser alleine leben zu können. Sie glaubten mit dem Bau des

Turmes berühmt zu werden, obwohl er ihnen so viele Mühe und so viele Kosten bereiten

würde.

Um den Turm fertigzustellen, vergeudeten die Menschen ihre ganze körperliche und

geistige Kraft für ein sinnloses Werk, für einen Wolkenkratzer. Ziegelsteine und Teer

wurden hergestellt. ,,Kommt, laßt uns zusammen eine Stadt und einen Turm bauen, der bis

zum Himmel reichen soll !‘‘ sagte der eine zum anderen. Was war den Böses daran, einen

Turm zu bauen? Das Böse daran war der Egoismus. Je höher der Turm wurde, desto

eingebildeter und hochmütiger wurden die Menschen. Gott kam herunter, um zu sehen, was

die Menschen dort machten. So wie ein Vater sich bückt, um nach einen Turm zu schauen,

den sein Kind mit Sand baut, so schaut auch Gott auf uns. Gott verurteilt nie einen

Menschen, ohne genau gesehen zu haben, was dieser gemacht hat. Gott bestraft uns nicht

aus Rache, er macht es aus Liebe. Gott läßt es zu, daß wir Menschen Leid erfahren, damit wir

dadurch zur Besinnung kommen und uns über unsere Fehler Gedanken machen.

Ein Vater schlägt sein Kind weder grundlos noch aus Haß, sondern weil er damit verhindern

möchte, daß seinem Kind ein größeres Übel zustößt. So versucht auch Gott, uns vor mehr

Sünden zu bewahren. Gott zerstört den Turmbau nicht mit einem Erdbeben, auch läßt er

vom Himmel keine Blitze werfen, wie es Zeus gemacht hat, sondern er verwirrt nur die

Sprache, damit sie mit diesem törichten Bau aufhören. Aber auch, damit sich die Menschen

in die ganze Welt zerstreuen, um sich nicht zu vereinen und wieder etwas tun zu wollen,

was gegen den Willen Gottes wäre. Viele Jahre später kam der Heilige Geist und machte alle

Menschen zu Brüdern. Alle konnten miteinander sprechen, und zwar mit der Sprache der

Liebe, der Selbstauf-

opferung, die Jesus Christus gelehrt hatte. Etwas ist aber übrig geblieben vom Turm zu

Babel. Wenn wir Menschen etwas tun wollen ohne den Segen Gottes, wird das Werk am

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Ende zerstört werden. Deshalb solltest Du immer Gott in deinem Herz haben, dann wirst Du

dort ankommen, wo die Bauarbeiter zu Babel nicht hinkamen, bis hoch zum Himmel.

Fragen: 1) Warum bauten die Menschen den Turm zu Babel?

2) Was war ihr Fehler?

3) Wie und warum bestraft Gott?

4) Wie schaffen wir es, in den Himmel zu gelangen?

Abraham (Gen.11-14)

Wir alle haben sicherlich schon einmal erlebt, wie es ist, wenn man eine Wohnung wechselt.

Was es heißt, von seinen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten weg zu ziehen. Die

Trennung vom lieben Opa, von der lieben Oma, vom Vater oder von der Mutter. Solch ein

Leid hat auch Abraham erlebt. Abraham war das dritte Kind von Terach. In Gottes Augen

jedoch ist Abraham der ,,Beste‘‘ geworden. Sein Vater war Götzenanbeter. Als Abraham

klein war, bemerkte er, daß es nur einen und wahren Gott gibt, den man lieben und

vertrauen soll. Gott bat Abraham, seine Heimat und seine Verwandten zu verlassen, um in

ein für Abraham unbekanntes und fernes Land zu gehen. Obwohl er 75 Jahre alt war, machte

er sich auf die weite Reise, denn er vertraute und glaubte an Gott. Unsere Augen trügen uns

viele Male, doch unser Gott nie! Abraham hatte auf seiner weiten Reise tüchtige Begleiter,

seine Frau Sarai, seinen verwaisten Neffen namens Lot und viele Diener. Abraham kam nun

in das von Gott verheissene Land. In diesem fremden Land lebten Menschen, die an Götzen

glaubten und auch ihr Häuschen hatten. Abraham dagegen war ständig unterwegs. Er war

ein Fremder und ein Auswanderer, der kein Häuschen hatte. Abraham hatte aber einen

Freund, einen starken Freund und zwar Gott, der sich ihm zum ersten Mal offenbarte. Gott

versprach ihm, die Welt, die Abraham vor sich sah, nicht ihm, sondern seinen Kindern zu

vererben. Abraham baute überall Altäre für seinen großen Freund Gott. Die nächste

Versuchung stand Abraham bevor. Die Hirten Lots und die Hirten Abrahams stritten sich

über Weideflächen. Als Onkel und Enkel arm waren, waren sie freundlich zueinander. Doch

als sie reich wurden, begann der Neid, und ab diesem Zeitpunkt hieß es ,, das ist meines‘‘,

und ,,das ist deines‘‘. Aber, da Abraham sehr demütig war, sagte er zu Lot, wähle du zuerst,

das Land welches du haben möchtest‘‘. Statt noch demütiger zu werden, da er ja auch jünger
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war als sein Onkel Abraham, wurde Lot hochmütig und wählte als erster die fruchtbarsten

Gebiete. Das waren Sodom und Gomorra. Dafür wurde er bestraft. Könige nahmen Lot und

seine Familie gefangen, fesselten sie mit Ketten und brachten sie weit weg. Abraham blieb

nicht unberührt von

den Geschehnissen, und zusammen mit 318 treuen Dienern kämpfte er nachts mit Hilfe

Gottes gegen die mächtigen Könige und gewann gegen das große Heer des Feindes. Noch

nie in der Geschichte hatte es solch eine Schlacht gegeben. Es war keine Schlacht aus Haß,

auch nicht aus selbstsüchtigen Motiven, sondern aus Liebe zu einer Person, die ihm weh

getan hatte. Als Lot sich vom gutmütigen Abraham trennte und Abraham von der Schlacht

zurückkehrte, begegnete ihm Gott. Gott sprach zu Abraham und gab ihm ein Versprechen,

daß seine Nachkommen so zahlreich wie der Sand des Meeres und wie die Sterne des

Himmels werden würden und die Erde ihnen gehören wird. Zu dieser großen Familie

Abrahams gehören auch wir alle, die Gott lieben und die ihm vertrauen und ihre Augen gen

Himmel gerichtet haben und nicht wie Lot nach unten richten.

Fragen: 1)Wie brach Abraham als alter Greis auf, um in fremde Länder zu ziehen?

2)Wer wartete auf ihn in der Fremde?

3)Wie unterschieden sich Abraham und Lot von-einander?

Die Gastfreundschaft Abrahams ( Gen. 18-19 )

Gott versprach seinem Freund Abraham mit seiner Frau sehr viele Kinder zu haben. Doch

wie sollte es dazu kommen, denn beide waren in einem fortgeschrittenen Alter. Abraham

glaubte, was Gott ihm sagte, denn er vertraute ihm mehr als seinem Verstand. Es war zur

Mittagszeit, als Abraham unter einer Eiche saß und in der Ferne drei fremde Männer stehen

sah. Abraham, der sehr gastfreundlich war, sprang trotz seines Alters auf und lief zu ihnen,

um sie willkommen zu heißen. Er warf sich huldigend zur Erde nieder und bat sie, seine

Gastfreundschaft anzunehmen. Die drei fremden Männer nahmen seine Gastfreundschaft

an. Abraham sagte zu seiner Frau, sie solle Brot backen, und er ließ das beste Kalb schlachten

und zubereiten. Er gab ihnen Wasser zu trinken, und er wusch auch ihre Füße, als sei er ein

Diener. Denn Abraham wußte, was es heißt, ein Fremder zu sein, deshalb kümmerte er sich

um jeden Fremden.
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Die drei Männer, die vor ihm standen, waren keine einfachen Fremde, sondern es war Jesus

Christus mit zwei Engeln. Abraham wußte es aber nicht. Die ,,Fremden‘‘ hatten auch ein

Geschenk für den gastfreundlichen Abraham, eine frohe Botschaft wollten sie verkünden,

daß Sara nächstes Jahr ihr erstes Kind bekommen würde. Sara lachte, als sie dies hörte, denn

sie war doch schon ,,Oma‘‘. Doch Sara wurde tatsächlich schwanger und gebar ein gesunden

Sohn, den sie Isaak nannten. Isaak bedeutet, das Kind, das fröhlich ist und lacht. Jesus

Christus belohnt immer die Gastfreundschaft. Christus bestieg das Boot von Petrus, um zu

predigen, und das Boot füllte sich mit Fischen. Er ging nach Kanaan, und die Krüge füllten

sich mit Wein. Wie gut ist es gastfreundlich zu sein? In solchen Momenten der

Gastfreundschaft haben wir in unserem Herzen einen Gast, und zwar Jesus Christus. Gott

schenkte dem Stammvater noch etwas, er sagte zu ihm, daß er die Städte Sodom und

Gomorra, welche sein Neffe Lot ausgewählt hatte, um dort zu leben, zerstören würde. Als

der gutmütige Abraham dies von Gott hörte, begann er vor Furcht um seinen Neffen, zu

zittern. Die Engel brachen auf, um nach Sodom zu gehen. Sie erreichten Sodom gegen

Abend. Lot saß alleine, außerhalb der sündigen Stadt. Lot entfernte sich von den Sündern

und fand Gesellschaft bei den Engeln, ohne daß er wußte, daß es Engel waren, er hielt sie für

zwei Fremde. Er handelte genau so wie sein Onkel Abraham; er stand auf und lief zu ihnen,

damit er ihnen seine Gastfreundschaft anbieten konnte. Sie nahmen seine Gastfreundschaft

an und gingen in sein Haus. Als jedoch die Sünder der Stadt, sowohl die Jungen, als auch die

Alten, die Fremden sahen, wollten sie den Fremden und dem Lot Böses antun.

Doch die Engel ließen es nicht zu, sie streckten ihre Arme aus, packten Lot und zogen ihn in

sein Haus, machten hinter sich die Tür zu und schlugen alle Sünder mit Blindheit. Die bösen

Menschen bereuten immer noch nicht ihr fehlerhaftes Verhalten. Dann befahlen die Engel

Lot, sofort die Stadt zu verlassen, weil Gott die Stadt zerstören würde. Lot konnte sich vor

Schreck nicht rühren, und so packten die Engel ihn an seinen Armen mitsamt seiner Familie

und zerrten sie aus Sodom hinaus. ,, Nun rennt zum Berg hinauf und schaut nicht nach

hinten!‘‘ forderten die Engel sie auf. Als der gerechte Lot die Stadt verließ, begann es Feuer

und Schwefel zu regnen.

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Diese wunderschöne Landschaft wurde nun mit einem Schlag zu einem kochenden See, zu

einem Grab, der bis heute kein Leben mehr in sich birgt. Der See ist heute unter dem Namen

„das Tote Meer“ bekannt. Deshalb, laßt uns vom Bösen und von der Sünde weit weg gehen,

indem wir uns an der Hand Jesus Christus festhalten, denn dann brauchen wir keine Angst

vor Naturkatastrophen oder einer anderen Art von Zerstörung zu haben.

Fragen: 1) Mit welchen Geschenken bedankten sich die Fremden für die

Gastfreundschaft?

2) Warum und wie wurde die schöne Stadt Sodom zerstört?

3) Wie können wir einer möglichen Zerstörung entkommen?

Der Gehorsam und der Glaube Abrahams ( Gen.22 )

,,Abraham, Abraham!‘‘ rief Gott nach seinem Freund. Der Stammvater sprang vor Freude

auf. Er dachte, daß Gott ihm etwas Neues und Frohes offenbaren wollte. Doch Gott verlangte

von Abraham, seinen einzigen Sohn, der ihn immer zum Lachen brachte, zu opfern. Bis

dahin hatte Abraham alles für Gott gemacht. Er verließ seine Verwandten, und jetzt

verlangte Gott von ihm alles, was er hatte, seinen lieben und einzigen Sohn, Isaak. Abraham

mußte mit seinen eigenen Händen seinen Sohn opfern. Doch Abraham vertraute auch hier

Gott. Derjenige, der Isaak aus Saras alten Bauch entstehen ließ, würde es auch schaffen, ihn

wieder auferstehen zu lassen. Abraham zögerte nicht, zu tun was Gott von ihm verlangte,

denn Zögern schwächt die Bereitwilligkeit. Frühmorgens stand er auf. Zu seiner Frau Sara

sagte er nichts. Denn ihr mütterliches und schwaches Herz würde solch eine Nachricht nicht

verkraften. Auch zu den Dienern sagte der alte Abraham nichts. Das ganze Gewicht der

Trauer hatte der alte Abraham alleine zu tragen und nicht nur für ein paar Stunden, sondern

für ganze drei Tage.

Nach dem anstrengenden Fußmarsch verlangte Abraham von den Dienern, allein mit seinem

Sohn Isaak gelassen zu werden. Isaak war 20 Jahre alt. Er war in der Blütezeit seines Lebens.

Isaak trug die Holzscheite und sein Vater Abraham den Kienspan mit dem Feuer und das

Messer für die Opfergabe. ,,Vater‘‘ ! fragte Isaak besorgt. Abrahams Herz zerbrach, als er das

Wort Vater hörte. ,,Was ist mein Sohn‘?‘‘ antwortete Abraham. Du hast das Feuer und ich
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die Holzscheite. Wo aber ist das Opferlamm?. ,,Mein Sohn‘‘, entgegnete Abraham, ,,Gott

wird dafür sorgen‘‘. Woher hatte Abraham nur die Kraft, die schweren Steine zu heben, um

einen Altar zu bauen? Woher hatten seine alten Hände die Kraft gefunden, die Beine und die

Hände seines Sohnes zu fesseln? Was mag Abraham seinem Sohn in dieser schweren Stunde

wohl gesagt haben? Aber auch - mit welcher Geduld und Ausdauer gehorchte Isaak?

Nun war es soweit, Abraham hob das Messer hoch. Die Strahlen der Sonne ließen das

Messer sehr hell funkeln. Er war bereit, er sammelte seine letzten Kräfte und...? ...plötzlich

hörte er eine Stimme. ,,Abraham, Abraham, tue deinem Sohn nichts an!‘‘ Da du wirklich

vorhattest, deinen einzigen Sohn für mich zu opfern, verspreche ich, dir alle Güter der Erde

zu geben. Deine Nachkommen werde ich unzählig wie die Sterne am Himmel und die

Sandkörner am Meeresstrand machen. Als Abraham aufblickte, sah er einen Schafbock, der

sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Abraham sah seinen Sohn, seinen

Traum und seinen Schatz schon geopfert, doch Gott gab ihm das tausendfache zurück. Gott

mit seiner unendlichen Liebe ließ es nicht zu, daß Abraham seinen Sohn opferte, doch er

opferte uns zuliebe seinen eigenen und einzigen Sohn Jesus Christus. Isaak ist zum Schluß

nicht geopfert worden, doch Jesus Christus hat für unseren Heil den Kelch des Kreuzes bis

zum letzten Tropfen ausgetrunken. Ist es also nicht Wert, daß wir auch unser Leben für Jesus

Christus opfern?

Fragen: 1) Warum hat Gott Abraham befohlen, seinen Sohn für ihn zu opfern?

2) Wer opferte seinen einzigen Sohn für uns Menschen?

3) Erzähle mit eigenen Worten die Geschichte der Opferung Isaaks.

Die Zwillinge Jakob und Esau

Sara starb mit 127 Jahren. So vieles hatte der Stammvater Abraham erleben müssen, ohne

eine Träne zu vergießen. Doch jetzt, da er von seiner geliebten Frau Abschied nehmen

mußte, weinte er sehr. Abraham hatte noch nicht einmal ein Stück Land, um seine Frau zu

beerdigen. Abraham wußte, daß er nur vorübergehend hier auf der Erde weilen würde,

deshalb kümmerte er sich nur darum, wie er einen Palast in seiner himmlischen Heimat

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erlangen konnte. Das einzige was Abraham hier bekam, war ein Denkmal für seine geliebte

Frau. Kurz nach dem Tod seiner Frau kam eine gute Nachricht. Sein einziger Sohn

Isaak wollte heiraten. Abraham konnte vor Sehnsucht kaum abwarten, bis er sein Enkelkind

in seinen Armen halten würde. Isaak wollte eine Frau aus seiner Heimat heiraten. Und da

Abraham ein Greis war, konnte er nicht selbst nach einer Frau für seinen Sohn suchen,

deshalb schickte er einen Diener in die ferne Stadt Haran. Unterwegs machte der Diener eine

Pause an einem Brunnen und betete zu Gott, daß die passende Frau für seinen Herr

gefunden werden würde. Und siehe da, eine schöne Frau namens Rebekka kam auf ihn zu.

Obwohl Rebekka reich war, ging sie selber zum Brunnen, um Wasser für die Tiere ihres

Vaters zu holen, das war nicht ihre einzige Tugend. Als sie den übermüdeten Fremden sah,

kümmerte sie sich um ihn. Sie gab nicht nur ihm Wasser zu trinken, sondern auch seinen

Kamelen. Außerdem bot sie ihm auch ihre Gastfreundschaft an. Somit war mit Hilfe Gottes

die Frau für Isaak gefunden worden. Rebekka gebar dem Abraham zwei Enkelkinder, die

Zwillinge Esau und Jakob. Esau kam zuerst auf die Welt.

Jakob, der als Zweiter das Licht der Welt erblickte, griff seinem Bruder bei der Geburt an die

Ferse. Dieses Ereignis gab der Mutter zu verstehen, daß das zweite Kind stärker werden

würde als das erste. Esau war ein harter Junge. Es gefiel ihm sehr, sich in der Natur

aufzuhalten, um Tiere zu jagen. Jakob dagegen war ein ruhiges und sanftes Kind, das sich

gerne zu Hause aufhielt. Damals war es üblich, daß der Erstgeborene automatisch zum

Familienoberhaupt wurde. Er bekam auch das Doppelte vom Vermögen. Als Esau eines

Tages sehr hungrig von der Jagd nach Hause kam, sah er Jakob, der einen Teller

Linsensuppe vor sich hatte. ,,Gib mir zu essen!‘ ‘sagte Esau zu Jakob. ,,Nein, ich möchte dir

nichts davon abgeben‘‘, erwiderte Jakob. Doch ich werde dir mein Essen geben, wenn du mir

alle deine Rechte als Erstgeborener an mich abtrittst. Esaus Gefräßigkeit verleitete ihn,

seinem Bruder Jakob alle seine Rechte zu geben - und das für einen Teller Linsensuppe. Als

Isaak älter wurde und er kaum noch etwas sehen konnte, rief er Esau zu sich. ,,Mein Kind‘‘,

sagte Isaak zu Esau, ,,ich bin nun alt geworden, und bevor ich sterben muß, werde ich dir

meinen letzten Segen geben. Doch zuerst gehe und erlege ein Stück Wild für mich und

bereite es für mich zu, damit ich davon essen kann.“ Esau ging auf die Jagd. Rebekka hörte,

was Abraham zu Esau sagte, und da sie Jakob mehr liebte, zog sie ihm die Kleider Esaus an

und bereitete zwei kleine Ziegen zu. Dann umwickelte sie die Arme Jakobs mit Ziegenleder,
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damit sich seine weiche Haut so rauh wie die seines Bruders anfühlte. Sie gab ihm das fertige

Essen, und Jakob brachte es seinem Vater. Isaak umarmte Jakob und glaubte, daß es der

Erstgeborene sei, und so segnete er ihn. „Mein Sohn ich wünsche mir, daß Gott dir alles gibt,

was du möchtest und auch alle deine Wünsche in Erfüllung gehen. Mögen alle Völker dir

dienen und dir huldigen.“ Als Esau kam, war es zu spät. Doch wer betrügt, betrügt auch sich

selbst. Für diese Tat war er gezwungen, seine Mutter zu verlassen, damit sein Bruder ihn

nicht tötete.

Er mußte für seinen Onkel als Hirte arbeiten und ihm 20 Jahre dienen. Aber auch er mußte

sich eines Tages von seinem geliebten Sohn Josef trennen. Trotz dieser Schwierigkeiten

wurde er von Gott gesegnet. Draußen in der Wüste, als er aus dem Elternhaus flüchtete,

legte er sich auf den Boden, um sich von der Anstrengung auszuruhen, denn es war bereits

Nacht. Er nahm einen Stein als Kopfkissen. Als Unterlage diente jetzt die kalte Erde, und als

Zelt hatte er den Himmel, der voll mit Sternen war. Er fühlte sich einsam und allein. Aber in

diesem schwierigen Moment kam Gott zu ihm. Jakob sah eine Treppe, die wie eine Brücke

von der Erde bis zum Himmel ragte. Er sah Engel, die hinab zur Erde stiegen und andere,

die hinauf zum Himmel stiegen. Ganz oben am Himmel stand Gott.

Gott gibt jedem, der sich auf dieser Welt selbst als einen Gast betrachtet, Hoffnung, Freude

und Zuversicht. Die Treppe, die uns mit dem Himmel, verbindet ist die Jungfrau Maria, die

Mutter von Jesus Christus.

Fragen: 1) Weshalb kam Abraham nicht zu einem Stück Land?

2) Wie bezahlte Jakob für seine Hinterlist?

3) Wohin brachte die Gefräßigkeit Esau?

4) Welche ist unsere Treppe (Klimax), die uns zu Jesus führt?

Das Abenteuer Josefs ( Gen.37 )

Jakob und seine Frau hatten 12 Kinder. Jakobs geliebte Frau Rachel gebar ihm zum Schluß

noch zwei Kinder, Josef und Benjamin. Rachels Freude war unbeschreiblich, denn sie konnte
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seit langer Zeit kein Kind bekommen. Rachel nahm an, daß Gott sie mit weiteren Kinder

segnen würde. Doch während der Geburt tat sie ihren letzten Atemzug. Josef war seit seiner

Kindheit mit allen Tugenden geschmückt. Er war brav, gehorsam und fleißig. Er war Hirte

und arbeitete sehr hart bei der Schafherde seines Vaters. Deshalb liebte ihn sein Vater mehr

als die anderen Kinder. Jakob ließ für sein Kind eine langes und buntes Gewand anfertigen.

Das führte dazu, daß seine Brüder neidisch wurden. Sie haßten ihn so sehr, daß sie sogar

planten, ihn umzubringen. Der Neid seiner Brüder wurde noch größer, als Josef ihnen eines

Tages zwei Träume erzählte, die er in der Nacht zuvor gehabt hatte. Er träumte, daß die

Garben seiner Brüder sich vor seiner Garbe niederknieten. Der andere Traum zeigte, wie sich

die Sonne, der Mond und die Sterne, alle miteinander, vor dem kleinen Josef verbeugten. Als

seine Brüder die Träume hörten, liefen sie rot vor Wut an. ,,Glaubst du wirklich, daß du

König wirst und über uns herrschen wirst‘‘?. Auch sein Vater meinte, daß Josef nun wirklich

etwas übertrieb, und schimpfte mit ihm.

Doch woher sollte er wissen, was Gott mit Josef vorhatte. Eines Tages, als seine Brüder weit

weg die Schafe hüteten, bat Jakob seinen Sohn Josef, zu seinen Brüdern zu gehen, um

nachschauen, was sie taten. Drei Tage brauchte Josef, bis er seine Brüder traf. Als sie ihn von

weitem sahen, riefen alle zusammen: ,,Da ist er! Da kommt der, der die schönen Träume

gesehen hat! Das ist die Gelegenheit, ihn loszuwerden, ein für alle Mal. Wir bringen ihn um,

und dann werfen wir ihn in den Brunnen.“ Nur der Älteste der Brüder, Ruben, widersprach.

,,Laßt uns unsere Hände nicht mit unseres Bruders Blut beschmutzen. Laßt uns ihn lebendig

in den Brunnen werfen‘‘. Der gute Ruben suchte nach einer Möglichkeit, sein Brüderlein zu

retten. Statt ihren kleinen Bruder, der sehr müde von der langen anstrengenden Reise war,

zu umarmen, zogen sie ihm unbeherrscht sein Gewand aus und warfen ihn, wie

abgesprochen, in den dunklen Brunnen hinein.

Die Hilferufe Josefs waren vergebens. Doch das war nicht das Einzige, was sie ihm antaten.

Als Ruben nicht da war, verkauften sie ihren kleinen Bruder für wenig Geld an Ismailiten,

die mit einer Karawane vorbeizogen. Bei der Rückkehr schlachteten sie eine kleine Ziege,

und tränkten das schöne Gewand in dem Blut. ,,Schau her‘‘ , sagten die Brüder zu ihrem

Vater Jakob, ,,wilde Tiere haben dein Kind zerfleischt‘‘. Diese Nachricht war für den Vater

wie ein Messerstich mitten in sein Herz. Wie Josef, das Lieblingskind Jakobs, zu seinen
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Brüder ging, um ihnen zu helfen, so kam auch der einzige und vom Gottvater geliebte Sohn,

Jesus Christus, damit er uns vor der Sünde und vor Satan beschützen soll. So wie Josef von

seinen Brüdern verraten und verkauft wurde, so wurde auch Jesus Christus verraten und

von uns undankbaren Menschen gekreuzigt worden. Josef wurde erhöht und gerühmt.

Genau wie Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist und für uns den Tod besiegt

hat.

Fragen: 1) Warum waren Josefs Brüder neidisch auf ihn?

2) Wie behandelten ihn seine Brüder?

3) In welcher Hinsicht ähneln sich Josef und Jesus Christus?

Josef in der Verbannung ( Gen.39-49 )

Josef wurde an Potifar, einen Fürsten in Ägypten, verkauft. Josef war aber nicht alleine –

Gott war bei ihm. Josef betete und glaubte an Gott. Er kam als Diener alleine und ohne

jeglichen Besitz nach Ägypten. Doch in seinem Inneren hatte er den Schatz seiner Seele. Er

war immer mit Gott verbunden, deshalb hatte er immer den Segen Gottes. Obwohl er ein

Fremder war, ein Jude, obendrein noch jung und ein Diener, übernahm er die Verwaltung

des Vermögens seines Herren. Seinetwegen füllte sich das Haus des Ägypters mit allen

kostbaren, irdischen Gütern. Der Erfolg Josefs machte den Teufel neidisch. Er benutzte die

Frau Potifars, um Josef zu Fall zu bringen. Potifars Frau hatte jedes Mittel eingesetzt, um

Josef zur Sünde zu treiben - um ihn zu verführen. Doch Josef widerstand den Versuchungen.

,,Wie soll ich Gott betrügen, der mir soviel vertraut.

Wie könnte ich sündigen vor seinen Augen‘‘. Josefs Sinne waren so lebendig, daß er den

Blick Gottes immer und überall spürte. Josef fühlte sich nie allein, er wußte, daß Gottes

Augen alles sehen. Deswegen zog es Josef vor, nackt - da sie ihm die Kleider vom Leib

gerissen hatte - von ihr fortzulaufen, anstatt zu sündigen. Die Frau des Fürsten sann nun auf

Rache. Die Liebe wurde zu Haß. Sie erzählte ihrem Mann Lügen: Daß Josef schmutzige

Wörter zu ihr sagte und sie anfassen wollte. Ihre Sünden schob sie Josef unter. Josef fand sich

in Ketten wieder - im Gefängnis des Herrenhauses. Doch Josef beschwerte sich nicht. Er

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schlug auch nicht aus Verzweiflung um sich. Er blickte nach oben zum Himmel, um Kraft

und Trost zu finden. Wie eine Perle ihren Glanz auch im Schlamm bewahrt, genauso erhellte

Josefs tugendreiche Seele die tiefe Dunkelheit des Gefängnisses.

Der Gefängniswärter begann ihn, mit der Zeit zu achten und beförderte ihn zum Aufseher

des Gefängnisses. Jetzt standen alle Gefangene unter seinem Befehl. Im Gefängnis befanden

sich auch zwei zuverlässige und treue Adlige des Pharaos. Eines Nachts hatten die Adligen

schreckliche Träume. Mit der Hilfe Gottes erklärte Josef ihnen die Träume. Einer der Adligen

würde sehr bald an der Seite des Pharaos stehen. Josef sagte zu ihm, ,,vergiß mich nicht,

wenn du aus dem Gefängnis entlassen wirst, und wenn du vor dem Pharao stehst, dann bitte

ihn, mich aus diesem dunklen Gefängnis zu befreien‘!“ Als der Adlige jedoch aus dem

Gefängnis entlassen wurde, vergaß er seinen Wohltäter. Aber Gott vergaß ihn nicht!

Fragen: 1) Wie hilft Gott dem kleinen Josef?

2) Warum konnte und wollte Josef keine Sünde begehen?

Josef der Machthaber Ägyptens ( Gen. 41 )

Zwei Jahre waren vergangen, seit der Adlige des Pharaos befreit war. Der Tag an dem der

sanfte Josef zu Ruhm kommen sollte, war nicht mehr fern. Der Pharao, der Name bedeutet

Sonne, hatte in einer Nacht zwei fürchterliche Träume. Er träumte, er stünde vor dem großen

Fluß Ägyptens, dem Nil. Aus dem Fluß stiegen sieben schöne und wohlgenährte Kühe und

weideten an den Ufern des Nils. Gleich danach stiegen aus dem Wasser sieben häßliche und

bis auf die Knochen abgemagerte Kühe, die plötzlich die ersten Kühe auffraßen. Der Pharao

wachte erschrocken auf. Als er wieder einschlief, sah er sieben pralle und schöne Ähren, die

an einem einzigen Halm wuchsen. Danach sah er im Traum, daß sieben kümmerliche, vom

heißen Wüstenwind ausgedörrte Ähren wuchsen und die ersten prallen Ähren auffraßen.

Was hatten diese Träume wohl zu bedeuten?

Kein Weiser konnte ihm die Träume erklären. Die Weisheit des Menschen ist ohne die

Erleuchtung Gottes gleich Null. Da erst erinnerte sich der Adlige an Josef, seinen Wohltäter.

Gott kennt den richtigen Moment, um zu handeln. Falls Josef früher aus dem Gefängnis

entlassen worden wäre, dann wäre er sicher in seine Heimat zurückgekehrt und ein
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einfacher Mann geblieben. Doch mit seiner Geduld und seinem Kampf bereitete er sich nun

vor, den Siegeskranz auf seinen Kopf gesetzt zu bekommen. Mit sauberer und weißer

Kleidung erschien Josef vor dem König und seinen Hofleuten und Ratgebern. Als erstes

sagte er mutig dem Pharao, daß er nur mit der Hilfe Gottes die Träume deuten kann. Dann

begann er: ,,König, es werden sieben fruchtbare Jahre in dein Land kommen. Das ist die

Deutung von den sieben schönen Kühen und den sieben prallen Ähren. Danach werden

schwierige Zeiten über Ägypten kommen: Zeiten des Hungers und der Not. Beauftrage

einen vernünftigen und einflußreichen Mann, 1/5 der Güter in der fruchtbaren Zeit in

Speichern einzulagern, damit das Volk in den sieben schweren Jahren nicht Hunger leidet.“

Als der Pharao, der König ganz Ägyptens, die Worte des jungen Sklaven vernahm, stand er

auf und umarmte ihn. Er zog seinen Siegelring aus und steckte ihn Josef an die Hand. Dann

legte er ihm seine goldene Kette um den Hals, als Zeichen der Macht zu richten und zu

herrschen. Er bekleidete ihn mit seinem weißen und königlichen Gewand. Danach stellte er

ihm einen Wagen bereit und befahl einen Ausrufer, vor Josef zu laufen und in die Menge zu

rufen: ,,Kniet vor ihm nieder, das ist euer König!“ Von einem Gefangenen und Flüchtling

wurde Josef zum Herrscher über ganz Ägypten. Dazu kam es nur, weil sein Glaube zu Gott

absolut rein war und Gott voll und ganz vertraute. Aber auch, weil er, obwohl er die

Möglichkeit hatte, es nicht zuließ, daß sein seelisches Gewand beschmutzt wurde. Denn er

fühlte sich immer von Gott beobachtet. Josef erreichte den Gipfel des Ruhmes, weil er 11

Jahre als Diener bei Potifar und 3 Jahre dessen Gefangener war. Und weil er nie schlimme

Sachen über seine Brüder sagte. Josef heiratete die schöne Asenet, und sie bekamen zwei

Kinder, Manasse und Efraim. Obwohl er jung war und einen sehr hohen Rang hatte, stieg

ihm das Ganze nicht zu Kopf. Als die schlimmen Jahre kamen, die Jahre des Hungers, da ließ

er die Speicher öffnen, um das Volk zu sättigen.

Fragen: 1) Welche Träume plagten den Pharao und was hatten sie zu bedeuten?

2) Wie kam es dazu, daß Josef ein hochangesehener Mann wurde?

Josef trifft seine Brüder ( Gen 42-45 )

Der Hunger wütete nicht nur in Ägypten, sondern auch im verheißenen Land Kanaan. Das

Blatt hatte sich nun gewendet. Jetzt war Josef ein König und seine Brüder litten großen
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Hunger. Eines Tages hörten seine Brüder von einem König in einem fernen Land, der allen

Menschen Essen gab. Sie beschlossen, auch zum König zu gehen. Als sie dort ankamen,

warfen sie sich mit dem Gesicht zur Erde nieder und huldigten ihm. Die Träume, die er als

kleiner Junge sah, wurden nun wahr. Seine zehn Brüder erkannten nicht, daß er ihr kleiner

Bruder war, den sie gequält und verkauft hatten. Josef erkannte seine Brüder und war

gerührt.

Doch Josef sah seinen kleinen Bruder nicht bei ihnen. Viele Fragen gingen durch seinen

Kopf. Hatten sie ihn vielleicht auch verkauft? Oder sogar umgebracht? Er spielte den

Ahnungslosen. Er tat so, als wüßte er von nichts, um alles im nachhinein von ihnen selbst zu

erfahren. Er glaubte ihnen nicht, daß Benjamin mit seinem alten Vater daheim geblieben war.

Er warf ihnen vor, Spione zu sein, die hierher geschickt worden waren, um

Staatsgeheimnisse auszukundschaften. Er ließ sie für drei Tage in das dunkle Gefängnis

einsperren. Dann ließ er neun von ihnen frei, um Benjamin aus ihrem Land hierher zu

bringen. Den anderen namens Simeon behielt er als Sicherheit in seinem Kerker gefangen,

damit sie auch zurückkommen. In dieser Bedrängnis sahen alle Brüder ein, daß Gott sie jetzt

bestrafte, für die Sünde, die sie damals an ihrem kleinen Bruder begingen. Als der alte Jakob

erzählt bekam, daß Simeon im Kerker ist und daß der König auch noch seinen kleinen Sohn,

seinen Trost, haben wollte, begann er vor Furcht zu zittern. Er hatte aber keine andere Wahl,

als ihn, den kleinen Benjamin, so hieß der kleine Junge, gehen zu lassen. Der Hunger und

das Unglück waren groß. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich Jakob von seinem

Kind. Die Brüder nahmen auch Geld und Geschenke mit, um beim König Erbarmen zu

finden, daß er sie nicht töten läßt. Josef war gerührt als er seinen Bruder sah. Sein Herz tat

weh.

Aber er behielt die Nerven. Er nahm sie in sein Haus auf und bewirtete sie. Dem kleinen

Benjamin gab er das fünffache an Fleisch. Danach ließ er ihnen die Säcke mit Lebensmittel

füllen, und ohne, daß es einer sah steckt er einen silbernen Kelch mit hinein. Am nächsten

Morgen, als sie bereits auf den Weg nach Hause waren, wurden sie von Soldaten gestoppt.

,,Ihr seid undankbar‘‘ , sagten die Soldaten zu ihnen, ,,wieso habt ihr den Kelch unseres

Königs gestohlen? ‚,Wir sind keine Diebe‘‘, entgegneten die Brüder. Die Soldaten

entgegneten wiederum: ,, Derjenige, bei dem wir den Kelch finden, wird mit dem Tode
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bestraft“. Als die Soldaten die Säcke durchsuchten, fanden sie den Kelch bei Benjamin. Es

war so, als ob sie einen Messerstich in ihre Herzen bekamen. Alle wurden zum König

gebracht. Die Brüder begannen, den König anzuflehen, er möge sie töten statt Benjamin. Jetzt

erst erkannte Josef, daß sie sich geändert hatten und daß sie ihren kleinen Bruder wirklich

liebten. Er ließ alle Ägypter aus dem Saal schicken. Und als sie alleine waren brach, er in

Tränen aus und schluchzend sagte er zu ihnen sie sollen näher kommen. Die Brüder

erschraken. ,, Ich bin es Josef, euer Bruder, den ihr verkauft habt!

Werdet nicht traurig und habt keine Angst. Gott hat mich vor euch hierher geschickt, um

euch zu retten. Geht hin und bringt unseren Vater hierher. Sagt ihm, daß ich noch lebe und

König geworden bin.“ Dann legte er seinen Kopf auf Benjamins Schulter und weinte vor

Rührung und Liebe.

Fragen: 1) Wie erfüllte sich der Traum Josefs?

2) Weshalb hatte er seine Brüder so geplagt?

3) Wie offenbarte sich Josef seinen Brüdern?

Moses ( Ex. 1-2 )

Nach sehr vielen Prüfungen und Kummer in seinem Leben kam der alte Jakob mit 75

Kindern und Enkelkindern in Ägypten an. In Ägypten wurde Jakob, von seinem verlorenen

Sohn, der jetzt König von ganz Ägypten war, empfangen. Obwohl er König wurde, hatte er

sich die Demut und die Ehrerbietung zu Gottvater in seinem Herzen lebendig bewahrt.

Jakob und Josef entschliefen und gingen zu dem, dem sie ihr Leben anvertraut hatten - zu

Jesus. Die Jahre vergingen und Gott hielt sein Versprechen. Die Israeliten vermehrten sich,

innerhalb von 200 Jahren hatten sich die 70 Nachfahren Abrahams über ganz Ägypten

ausgebreitet. Der neu ernannte Pharao bekam es mit der Angst zu tun, weil sie so zahlreich

wurden und ihm und seinem Land hätten gefährlich werden können. Deshalb zwang er sie,

schwere und anstrengende Arbeiten zu verrichten. Sie mußten Städte bauen und gleichzeitig

die Felder bestellen. Aber je stärker sie unterdrückt wurden, desto zahlreicher wurden sie.

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Nichts anderes ist auch mit der Kirche Christi viele Jahre später geschehen. Die Römer

versuchten, die Kirche im Blut ihrer Kinder zu ertränken. Doch dadurch erreichten sie nur,

daß die Kirche größer wurde. Als Pharao sah, daß sich die Israeliten vermehrten, befahl er

alle neugeborenen jüdischen Söhne von nun an zu töten. Doch das half auch nichts. Die

Hebammen versteckten die Babys. Und als der Pharao die Hebammen nach den Babys

fragte, sagten sie, daß die jüdischen Frauen schnell und ohne ihre Hilfe die Kinder zur Welt

bringen. Zu der Zeit als Jesus Christus geboren wurde, befahl auch Herodes, alle

neugeborene Babys, zu töten. Als dieser Plan fehlschlug, befahl der Pharao: ,,Die Mütter

sollen ihre Kinder selbst in den Fluß hinein werfen.“ Unter den Neugeborenen war auch ein

sehr hübsches Baby, und weil es so hübsch war, behielt es seine Mutter für drei Monate bei

sich versteckt. Damit aber die Ägypter das Kind nicht entdeckten und töteten, beschloß sie,

das Kind in einen mit Pech abgedichteten Korb zu legen und es im Fluß treiben zu lassen.

Davor betete sie und setzte den Korb in den Nil. Mariam, die Schwester des Kindes,

beobachtete alles sehr genau, um zu sehen, was mit dem Baby geschehen würde. Das Kind

wäre verloren gewesen, wenn es ein Ägypter entdeckt hätte. Aber noch wahrscheinlicher

würde ein Krokodil das Baby auffressen. Doch Gottvater hatte mit dem Baby etwas anderes

vor, als es so sterben zu lassen. Zum richtigen Zeitpunkt ging die Tochter des Pharaos zum

Flußufer und hörte zufällig das Weinen des Babys, das aus einem Korb kam. Sie schwamm

zum Korb hin, öffnete ihn, und wie sie das kleine schöne jüdische Baby erblickte, war sie mit

einem Schlag, in das kleine Wesen verliebt und nahm es als ihr eigenes Kind an. Doch wie

sollte sie es ernähren, sie konnte es nicht stillen. In diesem Augenblick sprang Mariam, die

Schwester des Babys, die sich hinter einem Schilfgebüsch versteckt hielt, hervor und sagte:

,,Prinzessin wir können für dich das Kind stillen‘‘.

Woher sollte die Mutter des hübschen Kindes wissen, daß Gott wieder ihr Kind in ihre Arme

geben würde? Als das Kind etwas älter wurde, übergaben sie es der königlichen Familie. Die

Prinzessin gab ihm den Namen Moses, da es aus dem Wasser gerettet wurde. Moses wuchs

wie ein Prinz auf. Er mußte lernen ein Volk zu führen. Moses lernte aus den Büchern und

von der Weisheit der Ägypter, aber auch nur das, was für sein Herz von Nutzen sein würde.

Er vergaß nie, wer er war und an wen er glaubte. Obwohl er fern von seinen Eltern und von

seiner Heimat war, fühlte er immer den Blick Gottes und den seiner Großväter und seiner

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Vorfahren auf sich. Er wartete auf den günstigen Zeitpunkt, um seine Landsleute von dem

hartherzigen Pharao zu befreien. Moses wurde ständig reicher an Erfahrung.

Fragen:

1) Wie versuchte der Pharao, die Vermehrung der Israeliten zu bremsen und was

erreichte er damit?

2) Wie wurde Moses gerettet und wie wuchs er auf?

3) Wodurch wuchs Moses Erfahrung und wodurch wurde er bekannt?

Moses in der Wüste (Ex. 2-3)

Moses lebte 40 Jahre lang im Palast. Eines Tages, als er durch die Stadt ging, sah er, wie ein

Ägypter einen Juden mit einer Peitsche erbarmungslos schlug. Diese Ungerechtigkeit ließ

ihn nicht gleichgültig. Er schlug den Ägypter, und dieser starb. Am nächsten Tag sah er zwei

Landsmänner, und er stellte fest, daß der eine den anderen ungerecht behandelte. Obwohl

Moses den bösen Israeliten hätte töten können, um sich für seine gestrige Tat zu

rechtfertigen, versuchte er, sie zu beschwichtigen: ,,Warum schlägst du deinen Bruder?‘‘

fragte Moses den ungerechten Juden. Statt sich zu entschuldigen, antwortete er frech: „Wer

hat dich zu unserem Richter bestellt? Willst du mich etwa auch töten wie gestern den

Ägypter?“ Moses stellte nun fest, daß seine gestrige Tat bereits bekannt war. Der Pharao

würde ihn bald für den Tod des Ägypters bestrafen. Moses floh in die Wüste, um sich vor

den Männern des Pharaos zu verstecken. Nun gelangte Moses vom königlichen Palast in die

Hütten der Wüstenbewohner, um Schafe zu hüten, und das nicht nur für ein oder zwei

Jahre, sondern für 40 Jahre. Für jede Prüfung, die uns Gott stellt, gibt es einen Grund. Moses

war nun weit weg vom Lärm der Stadt und von der Obhut des Palastes. Jetzt konnte Moses

in Ruhe Gott anbeten und mit ihm sprechen. Im Palast hatte sich Moses die Sprache und die

Weisheit der Menschen angeeignet. In der Wüste lernte er die Weisheit Gottes, bis er eines

Tages Zeuge eines ungewöhnlichen Ereignisses wurde. Ein Busch war von einem Feuer

umhüllt, aber er brannte nicht. Moses näherte sich diesem geheimnisvollen Ereignis. Und

plötzlich hörte er eine laute und angsteinflößende Stimme: ,,Moses, Moses!“ Moses begriff,

daß das die Stimme von Jesus war. ,,Dieser Ort, auf dem du gerade stehst, ist ein heiliger

Ort! „Komm nicht näher!‘‘ Als Moses die Stimme Gottes hörte, zog er seine staubigen Schuhe

aus, wie es alle Diener und Sklaven taten, wenn sie in den Palast ihres Herren gingen. Wir

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können uns nicht Gott nähern, wenn wir von der Sünde beschmutzt sind. Moses warf sich

aus Ehrerbietung mit dem Gesicht zu Boden, er kniete sich sehr tief. Wir sollten auch mit

Ehrerbietung und Achtung in das Haus Gottes gehen. Es hätte auch ein großer Baum sein

können, doch das Feuer umhüllte einen kleinen Busch.

Das Feuer ist Gott, der alles erhellt, aber auch brennen läßt. Gott wählt sich demütige

Menschen aus, um sich zu offenbaren und zu uns zur Erde zu kommen. Er wählte einen

Hirten aus, namens Moses, um sein Volk von der Tyrannei zu befreien. Jesus wurde von

einer unbekannten jungen Frau geboren, der Jungfrau Maria. Die Jungfrau Maria ähnelte

dem Busch. Denn sie behielt Gott für 10 Monate in ihrem Bauch, ohne sich zu verbrennen.

Wir Christen sind wie der Busch klein und demütig. Und mit der göttlichen Kommunion

empfangen wir Jesus Christus, und er erleuchtet uns, und wir fühlen uns glücklich. Wir

müssen jedoch auch wie Moses dafür sorgen, daß unsere Seele rein bleibt. Vor der

Kommunion müssen wir uns demütig vor Gott nieder knien und unsere Sünden beichten.

Gott befahl Moses, zum Pharao zu gehen und ihn zu bitten, sein Volk freizugeben, damit es

in die Wüste gehen und zu seinem Gott beten kann. Der demütige Hirte Moses wird nun der

Vertreter, der Gesandte Gottes.

Fragen: 1) Wieso flüchtet Moses aus Ägypten?

2) Wieso ließ Gott zu, daß Moses vom Palast in die Wüste fortgehen mußte,?

3) Wieso umhüllte das Feuer den Busch?

Moses vor dem Pharao (Ex.3-4)

Moses wollte es nicht wahrhaben, daß er von Gott ausersehen war, der König seines

leidgeprüften Volkes zu werden. Trotz seiner Bildung fühlte er sich nicht in der Lage und

hielt sich für unfähig, ein König zu sein. So demütig war Moses. ,,Fürchte dich nicht!‘‘ sagte

Gott zu Moses. ,,Ich werde immer bei dir sein‘‘. Vor wem brauchen wir uns zu fürchten,

wenn Gott bei uns ist? ,,Wenn mich dein Volk nach deinem Namen fragen sollte, was soll ich

ihnen antworten?‘‘ entgegnete Moses. Gott sprach: „Du wirst ihnen sagen, daß dich

derjenige gesandt hat, der immer existiert hat und immer existieren wird‘‘. Gott hatte einst

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Abraham versprochen, seine Nachfahren so zahlreich wie die Sandkörner des Meeres und

wie die Sterne am Himmel werden zu lassen. Gott wendet sich weder ab noch vergißt er den

Menschen. Dies tun nur die Menschen. Gott bleibt derselbe bis in alle Ewigkeit.

Moses wußte sehr genau wie mißtrauisch seine Landsleute waren, und er fragte wieder.

,,Herr, sag mir bitte, was ich machen soll, falls sie mir nicht glauben, daß du dich mir

offenbart hast?‘‘

,,Was hältst du in deiner Hand?‘‘ fragte Gott. ,,Einen Stab‘‘, erwiderte Moses. –,,Wirf ihn auf

die Erde!“ Moses gehorchte und warf ihn auf die Erde, und sofort verwandelte sich der Stab

in eine riesige Schlange. Moses erschrak, als er dies sah. ,, So und jetzt pack die Schlange

beim Schwanz!“ sagte Gott. Und die Schlange wurde wieder zum Stab. ,,Steck nun deine

Hand in dein Gewand!‘‘ befahl Gott. Moses gehorchte, er steckte seine Hand in sein Gewand,

und als er seine Hand wieder hervorzog, war sie weiß wie Schnee. Als er sie wieder in sein

Gewand steckte und herausholte, wurde sie wieder normal. ,,Falls sie dir wieder nicht

glauben sollten‘‘, sagte Gott ,,dann nimmst du etwas Wasser aus dem großen Fluß Nil und

schüttest es auf den Boden, und es wird zu Blut.“ ,,Gott, du weißt, daß ich nicht gut sprechen

kann, wie soll ich vor dem schrecklichen Pharao auftreten.“ ,,Habe keine Angst‘‘, tröstete ihn

Gott, „dein Bruder Aaron wird bei dir sein. Siehe, dort kommt er schon voller Freude, dich

zu treffen. Außerdem werde ich euch den Weg zeigen. Ich werde dafür sorgen, daß ihr die

richtigen Worte sagt! Ich werde euch führen und euch anleiten!‘‘

Als der Pharao die Bitte Moses und Aarons hörte, er solle ihr Volk für drei Tage in die Wüste

gehen lassen, um zu seinem Gott zu beten, antwortete er sehr ungehalten und entrüstet:

,,Wer ist euer Gott, dem ich zu gehorchen habe?‘‘ Der Pharao war sehr hochmütig. ,,Ich

kenne ihn nicht, auch habe ich keine Angst vor ihm! Habe ich jemals auf euch oder euer Volk

oder euren Gott Rücksicht genommen? Macht, daß ihr fortkommt! Geht an eure Arbeit!‘‘ Der

Pharao befahl seinen Soldaten, den Israeliten doppelt so viel Arbeit zu geben. Sie sollten jetzt

das Heu zur Herstellung der Ziegelsteine für die ägyptischen Städte selbst herbeischaffen,

ohne fremde Hilfe. Die Israeliten begannen, vor Anstrengung zu stöhnen. Sie warfen Moses

vor, daß er daran Schuld sei. Sie hatten auf bessere Zeiten gehofft, aber jetzt mußten sie

erleben wie sich die Qual verdoppelte. Moses war enttäuscht, und voller Unruhe lief er

wieder zu Gott, um mit ihm zu sprechen, um sich Kraft und Mut zu holen. Jetzt hatte er
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nicht nur die Ägypter, sondern auch seine eigenen Leute gegen sich. Da rannte Moses in den

sicheren Hafen, in die Arme seines Gottvaters.

Fragen: 1) Mit welchen Wundern bestärkte Gott Moses?

2) Warum hatte Moses nun auch so viele

Landsleute gegen sich?

Die zehn Plagen (Ex. 7-8)

Moses war 80 Jahre alt, als er von Gott auserwählt wurde, sein Volk Israel von den Ägyptern

zu befreien. Josef war 30 Jahre alt, als er König von Ägypten wurde. Moses wurde der

Vertreter Gottes. Moses trat wieder vor Gott, da der Pharao anders als erwartet handelte.

Auch wollte er, über die Israeliten, die wütend auf ihn waren, mit Gott sprechen. ,,Herr, wie

kann ich mich mit dem anmaßenden König Pharao anlegen? Ich bin klein und demütig, wie

soll ich mit dem Pharao sprechen?‘‘ fragte Moses voller Besorgnis Gott.

Und Gott sprach: ,,Fürchte dich nicht, ich werde dich, vor ihm wie einen Gott erscheinen

lassen. Mit meiner Macht wirst du befehlen. Plagen werden über Ägypten, das Land des

Pharaos, herfallen, mit denen er sich dann auseinandersetzen muß. Die Plagen werden ihm

über den Kopf wachsen. Alles was ihr beide, du und Aaron, zum Pharao sagen und tun

werdet, wird er mißachten, weil ich, sein steinernes Herz noch mehr erhärten werde. Meine

allmächtige Hand werde ich auf Ägypten legen und mein Volk Israel befreien‘‘.

Dieses Mal trat Moses furchtlos vor den Pharao. Der Pharao verlangte ein Wunder. Moses

warf seinen Stab zu Boden und augenblicklich verwandelte er sich in eine Schlange. Das

gleiche taten auch die Magier des Pharaos. Doch die Schlange Moses verschlang die anderen

Schlangen. Der Pharao glaubte ihm nicht, weil die Augen seines Herzens verschlossen

waren. Gleich am nächsten Tag, in der Frühe, traf Moses den Pharao, der einen Spaziergang

am Ufer des Nils machte. Moses berührte mit seinem Wunderstab den Nil, und das Wasser

wurde sofort zu Blut. Den Ägyptern wurde nicht nur ihr kostbares Wasser entzogen,

sondern auch die Fische des Flusses, denn sie verendeten im Blut. Die Ägypter mußten

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hilflos zusehen, wie ihre schöne Landschaft zu einem entsetzlichen Friedhof wurde. Der Nil

wurde zu einer Quelle von Schmutz und Krankheiten. Das einzige was die Magier Pharaos

erreicht hatten, war, daß das Wasser des Nils noch schlechter wurde. Es war nicht allzu

lange her, daß die Ägypter den Fluß mit dem Blut der kleinen jüdischen Kinder gefärbt

hatten, indem sie die Kinder in den Fluß geworfen hatten. Jetzt wurden sie dafür bestraft.

Ihre Dummheit kannte keine Grenzen, denn sie verehrten den Nil wie einen Gott. Moses

brauchte ihren ,,Gott‘‘, nur mit dem Stab zu berühren und er ertrank im Blut.

Die folgenden Plagen waren nicht anders. Die Ägypter glaubten an Frösche. Sieben Tage

nach der ersten Bestrafung schickte Gott die zweite Plage. In Ägypten wimmelte es nur so

von Fröschen. Es waren so viele Frösche, daß wenn ein Ägypter sich in sein Bett legen

wollte, um zu schlafen, legte er sich ungewollt auf einem Meer von Fröschen. Und wenn

einer vom Teller essen wollte, war es das Gleiche. Der Teller war voll mit Fröschen. Man

konnte kein Schritt vor den anderen tun, ohne auf einen Frosch zu treten. Der Pharao

begann, demütig zu werden. Er bat Moses, er solle mit dieser Plage aufhören. Moses betete

zu Gott, und Gott befreite das Land von den Fröschen. Die Ägypter kehrten selbst Haufen

von toten Fröschen zusammen, um zu sehen, daß es keine Fantasie war, sondern eine vom

wahren Gott geschickte Plage. Als die Froschplage vorbei war, wurde der Pharao wieder

starrsinnig, wie zuvor. Er vergaß wohl, mit wem er es zu tun hatte. Wie unbedeutend sind

doch die Mücke und die Pferdebremse. Es sind kleine Insekten. Aber diese kleinen Insekten

wurden zu Schwärmen und bedeckten Ägypten und machten aus dem Land die Hölle auf

Erden. Am Anfang gab der Pharao nach, doch als die Plage wieder vorbei war, brach er

erneut sein Wort. Gott legte diesmal seine Hand auf das Vieh, und die fünfte Plage brach

über das Land herein. Die Tiere der Israeliten blieben unberührt von der Plage. Die Tiere der

Ägypter, wie Pferde, Esel, Schafe und alle Rinder verendeten.

Alles geschah nur deshalb, weil die Ägypter nicht auf Gott hören wollten und weiterhin die

Juden unterjochten. Die sechste Plage war noch schrecklicher, als die vorigen fünf. Sie

berührte die Körper der Ägypter. Moses warf auf Anweisung Gottes Asche in die Luft, und

diese verteilte sich über ganz Ägypten. Da entstanden bei den Ägyptern Geschwüre, die zu

offenen Wunden wurden und sehr schmerzten. Sogar die Magier der Ägypter, die vor

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kurzem nicht gegen Gott, sondern gegen Moses gekämpft hatten, konnten vor Schmerz nicht

auf ihren Beinen stehen.

Der Pharao bleibt uneinsichtig (Ex.9-11)

Der Pharao gab nicht nach. Je mehr Wunder ein ungläubiger Mensch sieht, desto schlimmer

wird er. In der Heiligen Schrift steht geschrieben, daß Gott das Herz des Pharaos härter

gemacht hat. Gott gleicht der Sonne, die die Erde und alle Menschen, sowohl die Bösen als

auch die Guten, erhellt. Die Sonnenstrahlen erweichen die Kerze, den Schlamm aber

erhärten sie. Gott erhellt die Herzen, die rein sind wie die Kerzen, dagegen läßt Er die

Herzen, die schmutzig sind wie die des Pharaos, hart werden. Auf der einen Seite stand ein

König mit einem starken und bewaffneten Heer und auf der anderen Seite stand ein Hirte

mit seiner einzigen Waffe, einem Holzstab. Obwohl Gott ihn von Beginn an hätte töten

können, gab Er dem Pharao die Möglichkeit, sich zu ändern. Bei der siebten Plage sieht man,

wie gutmütig Gott ist. Moses sagte auf Anweisung Gottes zu seinen Feinden und zu seinen

Freunden, daß ein schwerer Hagel auf das Land fallen würde. Er warnte sie, sie sollten ihre

Tiere in die Ställe einschließen. Denn Gott sprach: ,,Alle Menschen und Tiere, die nicht ins

Haus gehen, werden vom Hagel erschlagen!‘‘ Doch die meisten blieben stur und

verspotteten weiterhin Gott und seine treuen Diener. Der Zorn Gottes brach über Ägypten

herein. Der Hagel setzte ein, er zerschlug sogar Bäume. Es blitzte und es donnerte so laut,

daß man bei diesem Getöse taub werden konnte. Überall wütete der Hagelsturm, nur nicht

in der Provinz Goschen, dort wo die Israeliten lebten. Wer ist schuld? Gott, der die

Menschen, vor der eintreffenden Gefahr warnt, oder die Menschen, die ihn verspotten?

Tatsache ist, daß der Trotz und die Sünde, die Logik des Menschen schwinden lassen. Ein

Mensch kann noch so klug sein wie er möchte, wenn ihn der Egoismus packt, wird er

leichtsinnig. Die nächsten zwei Plagen hatten die gleichen Folgen. Scharenweise fielen

Heuschrecken über Ägypten ein und nicht nur auf die Felder und Gärten, sondern auch in

die Häuser der Ägypter. Dann wurde es finster in Ägypten, und es war so dunkel, daß dies

die Ägypter in Angst und Schrecken versetzte. Ägypten verwandelte sich in ein großes

Gefängnis. Keiner konnte den anderen sehen. Nur die herzzerreißenden Schreie der Kinder

waren aus den Palästen der Ägypter zu hören. Dagegen gab es in den armseligen Hütten der

Israeliten Licht und Freude. Wozu große Paläste, wenn im Innern kein Licht und kein Leben

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( Jesus Christus ) ist? Gott hört nicht auf, den Pharao zu warnen und der Pharao hört auch

nicht auf, härter zu werden. Gott sprach: ,,Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten

gehen. Dann wird jeder Erstgeborene, vom Erstgeborenen des Pharaos bis zum

Erstgeborenen der Magd sterben‘‘. Doch der trotzige und eigensinnige Pharao änderte nicht

seine Meinung. Wenn es ihn kalt ließ, wie fremde Kinder starben, so müßte sich jedoch sein

Herz für sein eigenes Kind erweichen lassen. Die Folge der Sünde ist der Tod. Die Israeliten

mußten sich bereit halten. Denn in der selben Nacht, wenn die Ägypter in der Dunkelheit,

um ihre toten Kinder weinen würden, wie einst auch die Israeliten um ihre Kinder weinten,

würden die Sklaven

( die Israeliten ), für immer fortziehen. Jede Familie mußte ein einjähriges einwandfreies

Lamm schlachten. Dann mußten sie mit dem Blut des Tieres den Türrahmen bestreichen,

damit der Engel nicht auch ihre Kinder tötete. Sie mußten fertig bekleidet sein, bereit zur

Flucht, davor noch das Lamm essen, ohne seine Knochen zu zerbrechen. So wie das

unschuldige Lamm geschlachtet werden mußte, um die Hebräer zu retten genauso hatte sich

Christus für uns geopfert, um uns, mit seinem Blut zu retten. So wie die Hebräer damals das

Lamm aßen und das Fest Passa feierten, um Kraft zu tanken und mit vollem Lebensmut in

die Freiheit aufzubrechen, so nehmen auch wir nicht nur jedes Jahr sondern jeden Sonntag

mit der heiligen Kommunion Christus in uns auf, um Kraft und Lebensmut zu tanken. Das

Unschuldslamm ist für uns Christus. Wir müssen uns auch von Ägypten entfernen, weg von

der Sünde, um in der Nähe des Lammes, Christus, zu leben.

Die Teilung des Meeres (Ex.12-14)

Der Engel zog durch die Gassen Ägyptens. Jammerschreie und Wehklagen konnte man aus

den Häusern der Ägypter hören. Früher hatten die Ägypter, unbarmherzig die Kinder ihrer

Sklaven, getötet. Jetzt geschah bei ihnen das Gleiche. Der Pharao selbst befahl Moses, aus

seinem Land mit allen Israeliten fortzuziehen. 430 Jahre Sklaventum und nun war die

Freiheit da! Sie kam nach vielen Prüfungen, bitteren Erfahrungen, todschwerer Arbeit und

nach vielen Opfern. Es scheint manchmal so, daß Gott uns in unserem Leid vergißt. Aber

Gott denkt immer an uns und kümmert sich auch um uns. Gott befahl den Israeliten, nicht

den kürzesten Weg zu wählen, denn dort lauerten bereits gefährliche Feinde auf sie. Sie

mußten den längeren Weg wählen durch die staubige und heiße Wüste. Nicht immer ist der

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kürzeste Weg der beste. Gott war ihr Führer. Am Tag fühlten die Israeliten die Anwesenheit

Gottes als eine kleine Wolke, die sie kühlte und sie vor der starken Hitze schützte, und in der

Nacht war er wie eine Säule aus Feuer, die ihnen den Weg wies. So wie Gott sich hinter der

kleinen Wolke und dem Feuer verbarg, genau so verbirgt sich Christus hinter dem Wein und

dem stück Brot der Kirche. Aber auch hinter dem Wasser des Taufbeckens verbirgt sich die

Kraft des Heiligen Geistes, der uns von den Sünden reinigt. Die Israeliten vergaßen nicht, die

Reliquien ( die Überreste von Jakob und Josef ) mitzunehmen. Die Wolke führte sie zu einem

sehr ausweglosen Ort. Vor ihnen das Meer. Rechts und links von ihnen hohe, steile Berge.

Hinter ihnen die Wüste und die Reiter des Pharaos. Der Pharao hatte wieder seine Meinung

geändert. Gott bereitete sich für den endgültigen Kampf gegen den unverbesserlichen König

Pharao.

,,Wer wird unsere Arbeiten machen wenn die Sklaven fortziehen?“ dachten sich die Ägypter.

Die besten Streitwagen des Pharaos, 600 an der Zahl, stürmten auf die Hebräer zu, um sie

lebendig zu fangen und zurückzubringen. Panik brach bei den Hebräern aus, und sie

begannen, sich bei Moses zu beklagen. Doch Moses blieb ruhig, gelassen und sanft, ohne

ihnen etwas zu sagen. Er rief nur: Gott! Er betete. Und mit einem Mal stand die Wolke

zwischen den Ägyptern und den Israeliten. Von der Seite der Ägypter war sie dunkel, von

der Seite der Israeliten hell. Moses schlug dann mit dem Stab auf das Meer ( das Rote Meer ).

Ein starker Südwind teilte das Wasser in zwei. Vor den Hebräern öffnete sich ein riesiger 10

Kilometer langer Weg. Die Israeliten rannten um ihr Leben. Hinter ihnen die Ägypter, ihre

Feinde. Als das letzte Kind der Israeliten das Ufer auf der anderen Seite erreicht hatte, schlug

Moses wieder mit dem Stab auf das Meer, und das Meer wurde wieder eins. Alle stolzen

Krieger des Pharaos ertranken. Wir Christen sind auch durch das Wasser gerettet! Und zwar

das Wasser aus dem Taufbecken. Dort ertrank der Teufel und mit ihm auch alle unsere

Feinde. So wie Mariam mit allen anderen Mädchen ein Lied zu Gott sangen, so sollten auch

wir Gott preisen, der uns täglich vor vielen Gefahren beschützt.

Fragen: 1) Wie führte Gott die Israeliten durch die heiße Wüste und wie zeigt er sich

auch uns?

2) Wie durchquerten die Israeliten das Rote Meer, und wie können auch wir

dem Bösen entkommen und gerettet werden?

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Die Israeliten in der schrecklichen Wüste ( Ex. 15-18 )

Das Leben in der Wüste war hart. Drei ganze Tage marschierten sie unter der sengenden

Sonne ohne ein Schluck Wasser. Plötzlich sahen sie aus der Ferne einen Ort, der Mara hieß.

Sie rannten darauf zu, mit der Hoffnung, ihren Durst zu stillen. Doch groß war die

Enttäuschung. Das Wasser war bitter und salzig wie das des Meeres. Und wieder gaben sie

Moses die Schuld. Moses wandte sich zu Gott, seinem Wohltäter. Daraufhin befahl Gott

Moses, den Stab, mit dem er auch das Meer geteilt hatte, ins Wasser zu tun. Moses befolgte,

was Gott ihm sagte, und das Wasser wurde süß und trinkbar. Das Holz, das unser Leben

auch glücklich machen kann, ist das Holz des Kreuzes. Das Kreuz ist nicht nur ein Stück

Holz, so wie auch unsere Fahne kein bloßes Leinen ist. Es ist das Symbol der Aufopferung

unseres Erlösers Jesus Christus. Nachdem sie 20 Kilometer zurückgelegt hatten, erreichten

die Israeliten die Wüste Sinai. Der Hunger und die Müdigkeit plagten sie, und wieder

erhoben sie sich alle gegen Moses.

,,Warum habt ihr uns hierher in die Wüste geführt, um zu sterben. Es wäre klüger, wenn wir

in Ägypten geblieben wären, denn dort saßen wir vor vollen Fleischtöpfen. Gott machte

wieder ein Wunder. Jeden Morgen war die Wüste mit kleinen weißen Kügelchen übersät, die

wie Eierkuchen schmeckten. Die Israeliten wußten nicht genau, was es war, und sie nannten

es Mana. Jeden Abend füllte sich die Wüste mit Wachteln. Wachteln ähneln den

Turteltauben. Wachteln sind Zugvögel. Sie wandern aber nicht im Sommer, sondern im

Frühling. So hatten die Israeliten alle Jahre der Wanderschaft in der Wüste zu essen, sowohl

Fleisch als auch Brot. Das einzige was Gottvater von den ständig empörten Israeliten wollte,

war daß sie nicht mehr Mana sammelten als sie brauchten, denn der Überschuß würde

beginnen schlecht zu werden und übel zu riechen. Nur am Abend des Samstags durften sie

das Doppelte an Mana aufsammeln, denn der Sonntag war Gott gewidmet. Gott möchte, daß

man ihm vertraut. So wie ein Kind sich für den nächsten Tag nicht sorgt, weil es einen Vater

hat, so sollten wir uns auch nicht für den nächsten Tag Sorgen machen. Gott hat uns viel

Liebe gezeigt, denn er hat uns Christen nicht das Mana gegeben, sondern sein einzigen Sohn.

Jeden Sonntag essen wir seinen Leib und trinken sein Blut, und dadurch erlangen wir nicht

nur dieses kurze Leben, sondern auch das ewige Leben. Als sie wieder nichts zu trinken

hatten, begannen sie sich erneut zu beklagen. Da schlug Moses mit dem Stab auf einen

Felsen und aus dem Felsen quoll Wasser. Doch das war nicht das einzige Wunder. Sie
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wurden von den gefürchteten Amalekiter angegriffen, und solange Moses seine Hände

betend gen Himmel erhoben hatte und mit seinem Körper ein Kreuz bildete, gewannen die

Israeliten. Aber als seine Hände langsam schwerer wurden und in Richtung Boden sanken,

gewannen die Feinde. Deshalb hielten Aaron und Hur seine Hände hoch. Beim

Sonnenuntergang verließen die Amalekiter beschämt den Kampfplatz, da sie den Kampf

verloren hatten. Und als die Israeliten in der Wüste von giftigen Schlangen gebissen wurden

und daran starben, nahm Moses eine Schlange und hängte sie an den Stab. Alle die danach

von Schlangen gebissen wurden und auf das Holz schauten wurden gerettet.

___???????___________.

Wenn wir das Kreuz am Hals und in unserem Herzen tragen, können wir den Teufel

besiegen, und wir werden in diesem und im anderen Leben Sieger sein.

Fragen: 1) Schreib mit einigen Wörtern, wie Gottvater für sein Volk sorgte.

2) Welches ist unser Mana und unser Holz, das uns Kraft gibt?

Die Zehn Gebote Gottes ( Ex. 19-20 )

Zwei Monate waren nun vergangen, seit die Israeliten aus dem Land der Sklaverei, Ägypten,

fortgezogen waren. Sie kamen an den Fuß eines Berges, welcher bis heute noch den Namen

Sinai trägt. Gott, der öfters bewiesen hatte, daß er sich um seine Kinder kümmerte, rief zu

Moses: „Das Volk muß sich waschen, sich reinigen und drei Tage fasten.“ Am dritten Tag

besuchte Gott sein Volk. Morgens begann es, wie Donner zu hallen. Blitze erhellten den Ort.

Eine dunkle Wolke kam über den Berg, und eine Stimme erdröhnte so laut wie aus einer

Posaune. Der Berg Sinai war in Rauch gehüllt, als ob ein Schmelzofen brannte, denn der

Gott, der Feuer ist, kam auf den Berg hinab, um Moses die Gebote zu geben. Das Volk war

vor Furcht und Schreck erstarrt.

Und Gott sprach folgende Worte:

Mein liebes Volk. Ich bin kein unbekannter Gott. Ich bin derjenige, der dich aus der Sklaverei

befreite, wie ein Adler seine Jungen davonträgt, um sie vor einer Gefahr zu retten.

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Deshalb sollst du keinen anderen außer mir anbeten.

Auch sollst du keine Götzen aus Stein anbeten, wie andere Menschen und Völker es tun,

denn dieses Übel wird bestraft.

Du wirst meinen Namen ehrenvoll gebrauchen und nicht für unnütze Sachen mißbrauchen.

Du wirst nicht vergessen, mir immer den siebten Tag, und zwar den Sonntag, zu widmen.

An den anderen sechs Tagen wirst du arbeiten müssen. Den Sonntag aber werden du, deine

Kinder und die Tiere nur mir widmen. Ich, Gott, habe den Kosmos in sechs Tagen

erschaffen, und am siebten ruhte ich mich aus.

Du wirst deine Eltern ehren und respektieren, wenn du viele Jahre auf der Erde im

versprochenen Land leben möchtest.

Du wirst nie einem anderen Mann die Frau wegnehmen.

Du wirst nie stehlen.

Du wirst nie töten.

In einem Gericht wirst du nie Lügen über deinen Mitmenschen aussagen.

Du wirst weder etwas wegnehmen, was einem anderen gehört, noch wirst du, mit deinen

Gedanken, die Frau, das Haus, den Grund und Boden, welches Gott deinem Mitmenschen

gab, haben wollen.

So wie die Schilder uns in den richtigen Weg zeigen und uns vor Unfälle bewahren, so

bewahren uns auch die Gebote Gottes vor dem Abgrund und führen uns mit Sicherheit in

den Himmel, dorthin, wo das ewige Glück ist.

Die Israeliten verehren ein Kalb ( Ex. 32 )

Als Moses mit Gott auf dem Berg Sinai sprach, lief das wartende Volk, wegen der langen

Verspätung ihres Anführers Moses, ins Verderben. Sie gingen zu Aaron und forderten ihn

auf, ihnen neue Götter zu machen, weil ihr Gott sie verlassen hätte. Die neuen Götter

würden sie aus der Wüste hinaus führen. Wie schnell vergaßen sie die Wohltaten Gottes?

Wie schnell vergaßen sie doch die Wunder, die Gott machte, um sie vor der drohenden

Gefahr zu retten: Gott teilte das Meer, er gab ihnen Wasser vom Felsen zu trinken, und er

gab ihnen Brot vom Himmel und Fleisch zu essen. Die Menschen haben die Anwesenheit

Gottes gesehen und miterlebt, das war die kleine Wolke, die ihnen Schatten spendete und

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die Feuersäule! Und trotzdem verlangten dieselben Menschen nach einem anderen Gott.

Und was für einen Gott? Ein goldenes Kalb, welches sich selber nicht bewegen konnte.

Aaron hatte vor der aufgebrachte Menschenmasse Angst bekommen und versuchte Zeit zu

gewinnen, indem er zu ihnen sagte, sie sollen alle goldenen Ohrringe zu ihm bringen.

Vielleicht dachte er sich dabei, daß sich die Frauen nicht von ihrem Schmuck trennen

würden. Und falls doch, dann würde es natürlich lange dauern, bis sie das Gold zusammen

hätten, und bis dahin wäre Moses wahrscheinlich schon zurück. Doch das Gold sammelt sich

sehr schnell, wenn man etwas Böses vorhat und sich dadurch gegen Gott versündigt. Das

goldene Kalb, das einer Ägyptischen Gottheit ähnelte, erhob sich in der Mitte des Lagers. Sie

bauten auch einen Altar. Sie setzten sich in die Nähe des goldenen Kalbes, sie aßen, tranken

und schließlich begannen sie wie außer sich zu tanzen. Wir benehmen uns heutzutage nicht

besser, denn wir lieben viele Sachen mehr als Christus. Wie viele Götzen verehren wir heute,

nicht etwa in der Wüste sondern in den Städten?

Gott sprach gerade mit Moses, als er die Undankbarkeit und Gotteslästerung seines Volkes

wahrnahm, und Gott sprach zu Moses: Gehe schnell hinunter, denn dein Volk hat sich von

mir abgewandt und betet nun ein goldenes Kalb an! Und versuch nicht, mich davon

abzuhalten, sie zu vernichten, sie zu Staub zu machen, laß sie mich ausrotten.

Wie gutmütig doch Gott ist. Obwohl Moses Gott nicht daran hindern konnte, falls er das

wirklich vorhätte, die Menschen zu vernichten, sagte Gott zu Moses: “Laß mich!“ Doch das

sagte er, damit Moses für sein Volk betet und es dadurch rettet. Tatsächlich! Moses fiel vor

Gott auf seine Knie, und bittend sagte er zu Gott: „Vergib uns Herr! Und bitte erinnere dich

was du Abraham und Isaak versprachst! Was werden denn wohl unsere Feinde über dich

sagen, wenn sie sehen und hören, daß dein Volk hilflos in dieser Wüste umkam.“ Gott

erbarmte sich ihrer und zeigte nochmals, wie groß seine Liebe zu den Menschen ist.

Als Moses unten am Berg ankam, ertrug er nicht den Anblick, wie sein Volk das Kalb

verehrte! Völlig enttäuscht und voller Zorn zerschmetterte er die Tafeln an den Felsen am

Fuß des Berges. Er ließ das Gold im Feuer einschmelzen. Diejenigen, die das Kalb angefertigt

hatten, wurden getötet. 3000 Menschen starben an diesem Tag. So wie der Zahnarzt, auch

wenn es weh tut, den faulen Zahn herauszieht, damit die anderen Zähne nicht auch

verfaulen, genauso handelt Gott mit seinem Körper, seinem Volk: Er zieht die faulen, die
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schlechten Mitglieder heraus, damit der übrige Körper nicht zerstört wird. Gott warnt uns

sehr oft davor. Er erträgt uns und wartet auf uns. Doch wenn wir auf der Krankheit ( der

Sünde ), bestehen, dann bestraft uns Gott, oder besser gesagt, wir bestrafen und zerstören

uns selbst. Deshalb war auch die Schwester von Moses an Lepra erkrankt, denn sie hatte

über ihren Bruder Moses gelästert. Oder als viele gegen Moses rebellierten, öffnete sich

plötzlich die Erde und verschlang alle! Deshalb ließ Gott alle, die sich gegen ihn gestellt

hatten, nicht in das verheißene Land kommen. Gott ist nicht irgendein alter Mann, der seine

Augen vor der Ungerechtigkeit und vor dem Bösen schließt! Er ist auch nicht mit König Zeus

zu vergleichen, der mit dem Schwert in der Hand die Menschen bestraft. Er ist ein Vater

voller Liebe und Gerechtigkeit.

Fragen: 1) Warum haben die Hebräer das goldene Kalb anfertigen lassen?

2) Gibt es heutzutage Götzen?

3) Weshalb bestraft Gott?

Die Eroberung Jerichos (Josua 6)

Trotz der großen Undankbarkeit seiner Kinder führte Gott sie, in das Land, wo Honig und

Milch flossen. Moses entschlief. Er ging nahe zu Gott, den er so liebte. Das Volk führte nun

Josua, der Sohn Nuns. Gott teilte den Fluß Jordan, so wie er auch das Rote Meer teilte, damit

sein Volk ihn überqueren konnte. Die erste große Stadt, die sie in ihrer neuen Heimat

einnehmen mußten, war die Stadt Jericho. Den Namen Jericho bekam sie aus dem Grund,

weil sie sehr viele Dattelpalmen hatte. Die Mauer der Stadt war so dick, daß man sogar

Häuser darauf baute. Als die Einwohner der Stadt hörten, daß die Israeliten auf ihre Stadt

zukamen, um sie einzunehmen, bekamen sie Angst und begannen vor Furcht zu zittern.

Denn der starke Gott, der den Jordan teilte und viele Wunder machte, war auf der Seite der

Israeliten. Die Israeliten schickten Kundschafter, um die Stadt zu erkunden. Die Einwohner

von Jericho erfuhren es und schickten Soldaten los, um sie zu töten. Da war aber eine Frau,

die viele Sünden begangen hatte, aber sich vor Gott fürchtete. Diese Frau versteckte in dieser

Nacht die Kundschafter vor den Soldaten bei sich zuhause, und nachts seilten sich die

Kundschafter in die Freiheit ab.

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Der Herr sagte zu Josua: „Hier Josua ich gebe dir Jericho! Deine Soldaten sollen sich um die

Stadt postieren und mit ihnen das ganze Volk.“ Sechs Tage lang geschah eine merkwürdige

Litanei. Sieben Priester, mit Posaunen in den Händen, gingen vor und bliesen damit ganz

laut. Danach folgten Männer mit der Bundeslade. Die Bundeslade war eine heilige Kiste, in

der die Tafeln mit den Geboten Gottes aufbewahrt wurden, die Gott Moses wieder gegeben

hatte, außerdem noch das Manna aus der Wüste und andere heilige Gegenstände. Hinter

den Männern mit der Bundeslade folgten die Soldaten und das Volk, alt und jung, Frau und

Kind. Die Einwohner Jerichos haben sich wahrscheinlich über die Menschenmenge, die

schweigsam und betend um die Stadt herum zog, lustig gemacht. Doch am siebten Tag sagte

Josua zu seinen Leuten: „Bereitet euch vor! Denn heute wird Gott ohne unser Zutun diese

große Stadt in unsere Hände geben. Alles Gold und Silber, das ihr in der Stadt finden

werdet, werdet ihr unserem Gott übergeben. Ihm gehört es!‘‘ Und wahrhaftig, als die

Priester die langen Posaunen bliesen, und das Volk so laut schrie, wie es nur konnte, da fiel

die Mauer der großen und überheblich gewordenen Stadt nieder - als sei sie aus Papier.

Jemand namens Achan hörte nicht auf das Gebot Gottes. Er hielt im hinteren Teil seines

Zeltes Geld einen Stab aus Gold und ein buntes Gewand versteckt, die er aus der Stadt

mitgenommen hatte, was nur und allein Gott gehörte. Die Israeliten versuchten, ein kleines

Dörflein zu erobern, doch es gelang ihnen nicht. Jericho nahmen sie nur mit der Hilfe Gottes

ein. Doch ohne die Hilfe Gottes schafften sie es nicht einmal, ein kleines Dorf einzunehmen.

Josua eilte schnell zu Gott und fragte ihn: ,,Wieso?‘‘ Und der Herr wies ihn daraufhin, daß er

ihnen nicht zur Seite stehen wird, wenn der Sünder nicht vom übrigen Volk entfernt wird.

Ganz früh am Morgen machte sich Josua auf die Suche nach dem Täter. Der Schuldige

wurde ausfindig gemacht und kurz danach, zur Abschreckung, damit sich kein anderer

gegen Gott versündigt, gesteinigt. Man kann mit Christus kein Versteckspiel betreiben.

Christus sieht alles. Er wartet geduldig, daß wir Reue zeigen und beichten gehen, so daß uns

nicht das Gleiche geschieht wie Achan. Denn wenn wir unsere schlimmen und weniger

schlimmen Taten bereuen und beichten, dann sind wir immer in der Nähe von Jesus

Christus.

Fragen

1) Auf welche Art und Weise fiel Jericho in die Hand der Israeliten?

2) Welche Sünde beging Achan, und wie wurde er dafür bestraft?

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Die Richter

1. Gideon ( Ri. 6-7 )

Als sich die Israeliten iin dem Land niederließen, das Gott ihren Vätern versprochen hatte,

da vergaßen sie, wie die Menschen in den Nachbarorten, die an Götzen glaubten, des öfteren

den wahren und einzigen Gott Damit sie endlich zur Vernunft kommen, ließ Gott es zu, daß

sie immer wieder von Feinden überfallen wurden. Einer der Feinde waren auch die

Midianiter, die in der Wüste lebten. Jedesmal, wenn die Israeliten Getreide gesät hatten,

fielen die Midianiter auf ihren Kamelen, in das Land ein und zerstörten alles, ohne etwas

eßbares zurückzulassen. Sie waren so zahlreich wie Heuschrecken. Keiner konnte sie

stoppen. In ihrer Not, erinnerten sie sich an Gott. Und Gottvater sandte einen Engel in ein

ärmliches Haus. In diesem Haus lebte Gideon, das jüngste Kind der Familie. Gideon war

gerade dabei, heimlich Ähren zu dreschen, damit die Midianiter es nicht merkten. Als

Gideon den Engel sah, erschrak er. „Gott, der Allmächtige ist mit dir!“ sagte der Engel mit

starker Stimme.‘‘

,, Wenn Gott mit uns ist, wieso geschehen dann alle diese schrecklichen Dinge mit unserem

Volk?“ erwiderte Gideon traurig. „Gott hat dich auserwählt, sein Volk von den Midianitern

zu befreien,“ sagte der Engel. „Aber ich bin doch das jüngste Kind in unserer Familie,“

antwortete tapfer der kleine Gideon, „doch wenn du die Wahrheit sagst, dann warte bitte,

damit ich dir eine Gabe von meinem Haus bringe.“ Als Gideon das Tier zubereitet zum

Engel brachte, da berührte der Engel mit dem Stab, den er in seiner Hand hielt, die

dargereichten Opfergaben, und mit einem Mal sprang ein Feuer aus dem Felsen heraus und

verzehrte alles. ,,Damit dein Volk befreit werden kann, mußt du die Götzen, an die dein

Vater glaubt vernichten‘‘. In der Nacht tat Gideon so wie es Gott sagte, er vernichtete

furchtlos die Götzen, die sein Vater verehrte.

Am nächsten Morgen stürmten die Nachbarn und Bewohner dieses Ortes herbei, um Gideon

zu töten, denn er hatte die Frechheit gehabt, die Götzen umzustürzen. Sein Vater jedoch

handelte klug und sagte zu der aufgehetzten Meute ,,Wenn sich die Götzen nicht selbst

verteidigen und meinen Sohn bestrafen können, wollt ihr ihn dann bestrafen?“ Der heilige

Geist gab ihm die nötige Kraft und es versammelten sich viele Israeliten, um gegen die

Midianiter zu kämpfen. Doch Gideon glaubte noch immer nicht, daß er sie mit der Hilfe

Gottes besiegen würde. Er bat demütig Gott, noch ein Wunder zu vollbringen oder ihm ein
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Zeichen zu geben, um seinen Glauben zu kräftigen. Er nahm einen Schwamm und meinte zu

Gott, daß der Schwamm am morgigen Tag ganz naß sein sollte und der Boden dagegen ganz

trocken. Tatsächlich war es auch so am nächsten Tag, wie er es verlangt hatte. Und am Tag

danach war es genau umgekehrt, überall war es auf der Erde naß, aber der Schwamm war

trocken.

Es hatten sich 32000 Leute gegen die Midianiter versammelt. Doch Gott wollte nicht so viele.

,,Ich möchte nicht, daß einer sagen wird, daß ihr alleine die Midianiter besiegt habt‘‘. Dann

befahl Gideon allen, die nicht soviel Mut hatten, wegzugehen. Es blieben dann nur 10000

übrig. Aber das waren noch immer zu viele. Deshalb sagte Gott zu Gideon: ,,Schick sie alle

zur Quelle, um Wasser zu trinken, und diejenigen die das Wasser mit der Zunge auflecken

wie ein Hund, die kommen mit dir‘‘. Die anderen sollen nach Hause gehen. Von den 32000

Männern blieben nur 300 übrig. In der Nacht ging Gideon und sein Diener ganz vorsichtig

zum feindlichen Lager, um zu kundschaften. Sie hörten dann, wie ein Midianiter einen

Traum erzählte. Er sah wie ein Gerstenbrot vom Berg herab auf ihr Lager rollte und das Zelt

ihres Anführers dem Erdboden gleichmachte. Der andere Soldat deutete ihm den Traum. Er

sagte zu ihm, daß das Gerstenbrot nichts anderes wäre, als das Schwert von Gideon, und

Gott würde die Midianiter in seine Gewalt geben.

Dann stieg Gideon auf den Berg, und als er hinab blickte, sah er wie zahllos seine Feinde

waren, wie der Sand des Meeres. Jeder Israelit hatte es mit 450 Feinden aufzunehmen. Aber

Gott war mit ihm, er hatte nichts zu fürchten. Jeder Soldat nahm ein Posaune, eine

angezündete Fackel und einen leeren Krug, um die Fackel darin zu verstecken. Als Gideon

kräftig in die Posaune blies, begannen alle zusammen sehr laut zu rufen: ,,Das Schwert

Gottes und Gideons‘‘. Sofort zerschlugen Gideons Männer mit Gewalt die Krüge, damit ein

lauter Lärm entstand und rannten auf die Midianiter zu. Als die Midianiter den Lärm hörten

und die Lichter von überall kommen sahen, gerieten sie dermaßen in Panik, daß sich viele

unter ihnen gegenseitig mit ihren Waffen umbrachten. Alle anderen rannten vor Furcht weg.

Auf diesem Wege gab Gott seinen Kindern den Sieg. Die Israeliten hatten noch nicht einmal

ein kleines Messer bei sich. Wie ein Kind bei Gefahr seine kleine Hand der Mutter reicht,

damit sie es beschützt, so sollten auch wir unsere Hand Gott anvertrauen, und nicht nur bei

einer drohenden Gefahr. Gott wird dann, wie bei Gideon auch, für uns den Sieg

davontragen.

42
Simson (Richter 13-16)

Die Israeliten vergaßen wieder Gott. Nun waren es die Philister, die die Israeliten 40 Jahre

lang tyrannisierten. Ein Engel Gottes erschien einer armen Frau, die keine Kinder bekommen

konnte. Der Engel sagte zu ihr: ,,Du wirst ein Kind bekommen. Von nun an darfst du kein

Wein oder sonstiges alkoholisches Getränk trinken. Du sollst auch fasten, so wie es Gott

möchte. Dem Kind, welches du gebären wirst, sollst du nicht die Haare schneiden. Das Kind

wird von der Geburt an Gott geweiht sein, deshalb darfst du ihm nicht die Haare schneiden.

Er wird sehr stark werden und sein Volk von den Philistern befreien.“ Das Kind wurde

größer und größer, und seine Kraft nahm auch zu, denn Gott hatte es gesegnet, weil der

heilige Geist in seinem Herzen ruhte. Jahre später, als Simson fast erwachsen war, ging er

öfters in die Städte der bösen Philister, obwohl ihm dies von seinen Eltern verboten war.

Simson wollte sogar eine Philisterin heiraten. Eines Tages wollte Simson sie in ihrer Stadt

besuchen. Als er auf dem Weg in die Stadt war, griff ihn ein Löwe an. Der Heilige Geist

strömte in den Körper von Simson, und er erwürgte den Löwen mit bloßen Händen, als sei

der Löwe ein Zicklein. Einige Zeit später, als Simpson wieder an der Stelle vorbeiging, sah

er, wie sich bereits ein Bienenvolk in dem Mund des toten Löwen eingenistet hatte, und

süßer Honig war auch schon da. Später, im Haus seiner Frau, gab er den Philistern folgendes

Rätsel auf: ,,Welche Nahrung kann im Maul eines wilden Tieres entstehen, welches selbst

alles verschlingt?. Derjenige von euch, der mir die Lösung nennt, wird von mir 30 neue

Gewänder bekommen. Falls ihr es nicht schaffen solltet, dann wird ein jeder von euch mir

ein Gewand geben‘‘. Da die Philister das Rätsel nicht lösen konnten, schnappten sie die Frau

von Simson und setzten sie unter Druck, um die Lösung aus ihr heraus zu bekommen. Die

Frau bekam Angst und verriet ihnen die Lösung. Die Philister gingen daraufhin zum Simson

und sagten ihm die Lösung: ,,Was ist süßer als Honig und was stärker als ein Löwe‘‘? ,,

Wenn ihr meiner Frau keine Angst eingeflößt hättet, so hättet ihr die Lösung nie gefunden‘‘,

antwortete wütend Simson. Er gab ihnen die 30 versprochenen Gewänder. Einige Zeit

danach, es war gerade um die Erntezeit, fing Simson 30 Füchse. Er band jeweils zwei an den

Schwänzen zusammen und steckte eine brennende Fackel in den Knoten und ließ dann die

Füchse auf die Getreidefelder der Philister los. Das ganze Getreide ging in Flammen auf.

Nach dieser Katastrophe versammelten sich alle Philister und sagten zu den Israeliten:

„Wenn ihr uns Simson nicht übergebt, dann werdet ihr sterben müssen‘‘. So handelten auch
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die Israeliten. Sie banden Simson mit zwei neuen Seilen. Als die Philister Simson gefangen

sahen, stürmten sie mit Jubelrufe auf ihn zu. Doch der Heilige Geist gab Simson Kraft. Die

Seile waren jetzt für Simson wie aus Papier. Simson sprengte die Seile mit der ihm

verliehenen Kraft und befreite sich aus ihrer Gewalt. Er sah sich kurz um, sah einen

herumliegenden Eselunterkiefer, schnappte ihn, und mit der Hilfe Gottes schlug er alle

hochmütigen Feinde nieder. Einige Zeit danach ging Simson öfters in die Stadt seiner Feinde

und versuchte dabei unauffällig zu bleiben. Doch seine Widersacher erfuhren, daß er sich in

ihrer Stadt aufhielt und verloren keine Sekunde, um ihn festzunehmen. Sofort stellten die

Philister ihm am Tor ihrer Stadt eine Falle. ,,Wir warten hier bis zum Morgen, und dann

wird er uns schon von alleine in die Hände fallen‘‘, dachten sich die Philister dabei. Simson

schlief nur bis zur Mitternacht. Zog sich an, ging zum Stadttor und riß das riesige Tor mit

dem Rahmen heraus und trug es bis auf den Berg hinauf.

Die Tage vergingen und Simson vergaß, daß die Kraft, die ihm verliehen war, ein Geschenk

Gottes war, das sich in seinem Haar verbarg. Wie schlimm wir uns dabei fühlen, wenn wir

einem ein Geheimnis anvertrauen, und derjenige es weiter erzählt. Diesen Fehler beging

auch Simson. Er verliebte sich in eine Philisterin namens Delila. Die Philister gaben Delila

viel Geld, damit sie für die Philister das Geheimnis von Simsons Kraft entlockt und es ihnen

preisgab. ,,Wieso nennst Du mir nicht das Geheimnis deiner Kraft? Dabei liebe ich dich so

sehr, sag mir bitte woher hast Du Deine Kraft‘‘? fragte Delila Simson ständig. Und Simson

gab ihr eine Lüge zur Antwort: „Wenn man mich mit ganz neuen Stricken fesselt, dann

werde ich nur so stark sein wie ein normaler Mensch‘‘. In der Nacht, als Simson schlief,

kamen die Philister und fesselten seine Füße mit Stricken, wie es ihnen Delila verraten hatte.

Am nächsten Tag erwachte Simson aus dem Schlaf und durchtrennte die Stricke, als seien es

Fäden. Simson kam nicht zur Vernunft. Delila kam wieder zu ihm: ,,Warum hast Du Dich

über mich lustig gemacht? Wenn Du mich wirklich liebst, dann sag mir die Wahrheit.“

Simson erzählte ihr wieder eine Lüge: „Wenn die Philister mir die Haare an einem Pflock

befestigen, dann bin nur so kräftig wie ein normaler Mensch.“ In der kommenden Nacht

machten die Philister es genau so, wie sie von Delila erfahren hatten. Aber ohne Erfolg. Das

dritte Mal jedoch verriet er ihr sein Geheimnis, da er Delila, eine Frau des Feindes, mehr

liebte als Gott. Er verriet das Geheimnis, welches Gott ihm anvertraut hatte, und der Heilige

Geist entfloh aus seinem Herzen. Die Philister schnitten ihm alle seine Haare ab und der

starke Simson war jetzt so schwach wie ein kleines Kind. Die Feinde jubelten. Sie stachen
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seine Augen aus und brachten ihn in ihren Tempel und fesselten ihn an den Säulen, die den

Tempel trugen. Das Fest begann. 7000 Philister nahmen an der Feier teil. Jetzt hatte jeder die

Möglichkeit, sich über Simson lustig zu machen, klein und groß. Sie schlugen ihn und

verspotteten ihn. Erst jetzt merkte Simson, was er für einen großen Fehler begangen hatte. Er

betete zu Gott und bat ihn um Verzeihung. Dann legte er seine Hände an die beiden Säulen,

an denen er gefesselt war, und rief: ,,Ihr Philister werdet zusammen mit mir sterben‘‘. Der

Tempel wurde bis auf den Grund zerstört. Simson und die Philister starben dabei.

David: Der kleine Hirtenjunge, der König wurde (A. Kön.16)

Die Israeliten wurden neidisch auf die fremden Völker, denn sie hatten starke und schöne

Könige. Sie gingen deshalb zum Propheten Samuel, der bereits ein hohes Alter erreicht hatte

und verlangten von ihm, daß sie auch einen starken und schönen König haben wollen, der

gegen die Feinde kämpfen und auch über sie herrschen soll. Die Israeliten zeigten wieder

einmal ihre Undankbarkeit gegenüber Gott, der sie in der Wüste nicht verlassen hatte und

ihre Feinde auch bestrafte, wenn diese seinem Volk auf irgendeine Weise schaden wollten.

Gott möchte, daß wir ihn aus freiem Willen lieben und anbeten. Gott gab den Israeliten einen

König, den sie sich gewünscht hatten, gleichzeitig warnte er sie jedoch, daß er ihnen die

Kinder wegnehmen werde, um sie in den Krieg zu schicken. Auch wird er die besten Felder

seinen Dienern geben. Außerdem wird er 1/10 der Traubenlese und des Getreides für sich

behalten. Der Tag ist nicht fern, an dem ihr, weil ihr leiden werdet, zu mir gelaufen kommt,

damit ich euch helfe. Dann werde ich euch nicht helfen.“ Der erste König war so, wie ihn

sich die Israeliten vorgestellt hatten. Er war von großer und kräftiger Statur, hatte breite

Schultern und war auch hübsch. Sein Name war Saul. Samuel entdeckte ihn, als Saul dabei

war, die Esel seines Vaters zu suchen. Zu Beginn hatte Samuel den Heiligen Geist in seinem

Herzen, doch später, da er die Gebote Gottes mißachtete, verließ der Heilige Geist Saul. An

seine Stelle trat ein böser Geist. Samuel, der Mensch Gottes, empfing von Gott das Gebot,

nach Bethlehem zu gehen, um den neuen König zu treffen. Samuel ging heimlich in die Stadt

in das Haus von Isai, der sieben Kinder hatte. Als er das erste Kind sah, war er von seiner

Gestalt sehr beeindruckt. Gott schaut aber nicht auf das Äußere, sondern in das Innere eines

Menschen - ins Herz. Keines von den sechs Kindern, die anwesend waren, war würdig,

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König zu werden. „Hast Du noch andere Kinder?‘‘ fragte Samuel. „Ich habe noch ein Kind,

doch im Augenblick ist es draußen und paßt auf die Schafherde auf‘‘, entgegnete Isai

respektvoll. ,,Gut‘‘ sagte Samuel, ,,laß ihn herkommen, bis wir mit dem Essen anfangen.‘‘

Kurze Zeit später kam auch der kleine David. Er hatte eine rötliche Haut und schöne Augen.

Für Gott war er der hübscheste. Der Prophet Samuel nahm sofort das Gefäß mit dem Öl, goß

es über ihn und salbte ihn zum König.

Saul wurde von einem bösen Geist gequält. So ließ er, als er davon erfuhr, David

herbeiholen, weil er sehr schön Harfe spielen konnte, und die Melodie wirkte sehr

beruhigend auf ihn. So hat Gott David in den Palast geholt. Immer wenn es Saul nicht gut

ging, spielte der kleine David mit seiner Harfe und sang fröhliche Lieder, die sein Gemüt

beruhigten. In diesen Tagen bereiteten sich die gefürchteten Philister zum Kampf gegen die

Israeliten vor. Auch der Krieger Goliath war dort. Er war 2,5 Meter groß. Allein sein Helm

und Brustpanzer wogen 50 Kg. Er sah aus wie eine wandelnde Festung. Er trat aus der Reihe

hervor, und völlig hochmütig rief er den Israeliten zu: ,,Wer will gegen mich antreten! Wenn

ich im Zweikampf verliere, dann werden wir eure Sklaven. Aber gewinne ich, dann werdet

ihr unsere Sklaven !‘‘ Als die Israeliten dies hörten, erschraken sie und hatten große Angst.

Eines Tages ging auch David ins Armeelager, da er für seine Brüder Essen bringen sollte. Als

er die furchteinflössende Stimme Goliaths vernahm, da rannte er zu Saul und sagte: ,,Sei

nicht traurig, ich werde gegen Goliath antreten!“ Saul lächelte:

,,Du bist noch ein kleines Kind, und Goliath ist ein erwachsener Mann, der schon seit seiner

Jugend kämpft!‘‘. ,,König‘‘ entgegnete David entschlossen, ,,als ich die Schafherde meines

Vaters hütete, kam es vor, daß ein Löwe oder Bär sich ein Tier von der Herde wegschnappen

wollte. Da habe ich auf das wilde Tier geschlagen bis es das Schaf freigab! Dieser ungläubige

Goliath darf nicht mehr über Gott lästern! Gott hat mich vor den wilden Tieren geschützt, er

wird mich auch vor Goliath beschützen‘‘. Saul gab nach. Er gab ihm einen Helm und Waffen.

David konnte kaum noch gehen, denn er war es nicht gewohnt. Er legte die Waffen wieder

ab. Er nahm Hirtenstock und Schleuder. Vom Fluß nahm er noch fünf Steine und steckte sie

in seine Hirtentasche, dann ging er dem Philister entgegen. Goliath begann zu lachen, als er

ihn sah. ,, Was willst Du denn mit deinem Stock, bin ich etwa ein Hund? Die wilden Tiere

und die Geier sollen Dich auffressen, wenn Du mir näher kommst‘‘. David gab zur Antwort:

„Du hast Speer und Schwert. Ich dagegen habe Gott bei mir, den Du ständig verhöhnst!‘‘

Goliath ging wie ein Besessener auf ihn los, um den kleinen David zu zermalmen. David
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holte schnell einen Stein aus seiner Tasche und schleuderte ihn auf Goliath. Der Stein

durchschlug den Helm Goliaths und prallte mit großer Kraft auf seine Stirn. Goliath fiel

vornüber zu Boden. Dann lief David zu ihm hin, nahm ihm sein Schwert ab, und mit der

Kraft Gottes machte mit ihm ein Ende. Alle Philister liefen wie die Hasen davon. Die

Israeliten priesen Gott, der die Egoisten erniedrigt und die Demütigen, die auf ihn vertrauen,

erhöht.

Der Ruhm und der Fall Davids ( I Könige 18- II Könige 11 )

Als David in die Stadt zurückkehrte, waren dort bereits viele Frauen, die aus allen Städten

Israels herbei kamen, um ihn mit Trommeln und Zimbeln, zu empfangen und ihn mit

folgenden Worten zu besingen: „Saul hat tausend Feinde besiegt, aber David zehntausend‘‘.

Als Saul dies hörte, wurde er sehr zornig. Er begann, neidisch auf David zu werden, der

eigentlich sein Wohltäter war. Und anstatt David zu ehren, suchte er nach einem Weg, um

ihn zu töten. Das sind die Folgen der Eifersucht und des Neides. Also ließ Saul ihn zum

Befehlshaber ernennen und schickte ihn in schwere Kämpfe, damit er im Kriege fallen sollte.

Doch David besiegte immer seine Feinde und wurde dadurch immer ruhmreicher. Zweimal

versuchte Saul David, als dieser auf der Harfe spielte, mit einem Speer zu töten. Doch beide

Versuche schlugen fehl. Jonathan, der Sohn von Saul, liebte David wie sich selbst. Wenn

wieder eine Gefahr von seinem neidischen Vater drohte, dann versteckte er David und

bemühte sich, seinen Vater zu besänftigen. Saul erfuhr eines Tages, in welchem Haus David

schlief, und schickte seine Leute dorthin, um David im Morgengrauen zu töten. Michal, die

Tochter Sauls und Ehefrau von David, legte eine Puppe ins Bett und deckte sie zu. David

entkam aus einem Fenster. Morgens stürmten die Soldaten ins Zimmer, um ihn gefangen zu

nehmen. Doch im Bett war nur die ,,schöne‘‘ Puppe. Gott beschützt immer seine Kinder.

David mußte in die Wüste fliehen und sich dort verstecken. Er verabschiedete sich von

seinem besten Freund Jonathan, und mit 400 Männern hielt er sich von nun an in den Bergen

und Höhlen versteckt. Doch Saul verfolgte ihn auch dort. Viele Male hatte David die

Möglichkeit, Saul umzubringen. Eines Tages ging Saul unwissend in eine Höhle, in der sich

auch David versteckt hielt. David näherte sich ihm vorsichtig, und ohne ihn zu berühren,

schnitt er ihm ein Stück von seinem Gewand ab. Ein anderes Mal maskierte er sich und

schlich nachts ins Lager Sauls. Er nahm Sauls Waffen und stieg auf den gegenüberliegenden

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Berggipfel. Traurig rief er: ,,König – hier ist ein Stück von deinem Gewand und hier sind

auch deine Waffen. Ich möchte dir nichts Böses antun, da ich nichts gegen dich habe. Wie ist

es möglich, daß du, ein König, einem Schwächling und winzigem Floh hinterher jagst“!.

David, der den Riesen Goliath bezwang und vor dem sich alle seine Feinde fürchteten,

erniedrigte sich selbst. Wie groß muß seine Demut wohl gewesen sein? Die wirklich Starken

sind die, die demütig sind, denn sie wissen, daß sie alles Gott zu verdanken haben. Saul war

von Davids Demut gerührt und sah ein, daß er im Unrecht war, denn David hatte die

Möglichkeit gehabt, ihn zu töten.

Da Saul jedoch unverändert blieb, verließ Gott ihn endgültig. In einem Kampf gegen die

Philister drohte Saul in ihre Hände zu fallen, und um das zu vermeiden, nahm er sich das

Leben, indem er sich in sein Schwert stürzte. Jonathan, der Freund Davids, starb ruhmreich

während des Kampfes. David weinte sehr um seinen Freund, aber auch um den Verlust

seines Königs. Das ganze Volk Israel wählte David zum König. Gott segnete ihn. Alle Feinde

Israels schlug er in die Flucht. David versündigte sich sehr schwer gegen Gott. Die Bibel sagt

uns über jeden die Wahrheit. Sie versteckt nicht die Fehler der großen Männer. Deshalb

sollten wir ihr Vertrauen schenken.

Eines Tages schickte David sein Heer in den Krieg. Er selbst blieb in seinem Palast, weil er es

nicht für nötig hielt dabei zu sein. Das stehende Gewässer wird mit der Zeit schmutzig. So

geschah es auch. David ging, nach einem Mittagsschläfchen, auf der Terrasse seines Palastes

und sah, wie sich eine sehr schöne Frau auf der gegenüberliegenden Seite badete. Obwohl

sie bereits verheiratet war, heiratete David sie und schickte ihren Ehemann in den Krieg, an

der Front, damit er stirbt. Als dieser starb nahm er sie offiziell zur Frau.

Sowie David noch klein war, war er Sanftmütig und gut. Doch als er erwachsen wurde,

ungefähr 50 Jahre alt, hat er vor den Augen Gottes gesündigt. Gott wollte ihn bekehren und

schickte den Propheten Natan zu ihm. ,,König, was würdest du tun, wenn ein wohlhabender

Herr einem armen Mann das einzige Lamm was er besitzt stiehlt und es dann schlachtet?“

fragte Natan David. „ Ich würde ihn umbringen!“ antwortete sofort David. Du bist derjenige,

der diese Strafe verdient!“ entgegnete der Prophet. David erkannte seinen Fehler. Mit tränen

in den Augen fiel er in die Knie und sagte. „ Ich habe mich gegen Gott versündigt!“ Gott

vergab David. David vergaß nie seinen Fehler, und daß er Gott damit traurig gemacht hat.,

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der ihm so viele Geschenke gab. Öfters sang er einen Psalm, der auch uns, bis zum heutigen

Tag, zu rühren bringt: „Gott erbarme dich meiner....“

Abschalom

Ein Kind das verletzte und selbst verletzt wurde (I Kön. 15-19)

David mußte teuer für seine Sünde bezahlen, vor allem da er das Gesetz Gottes gebrochen

hatte, welches die Vielehe (Polygamie) nicht erlaubte. Seine schöne Frau gebar ihm ein Kind,

doch es lebte nicht lange. Die anderen Kinder die folgten, stritten sich so heftig, daß einige

von ihnen sogar an den Folgen starben. Doch ein Kind unterschied sich von den übrigen. Er

hieß Abschalom. Er hatte einen wohlgeformten Körper und hatte lange glänzende Haare.

Aber in seinem Inneren war er schlau wie ein Fuchs. Die Schönheit des Körpers ist öfters der

Grund, wieso viele Menschen zu Egoisten werden. Aber von der Schönheit der Seele

entwickelt man sich nie zu einem Egoisten. Abschaloms Seele war schlau. Er wollte sogar

seinen Vater vom Thron stoßen. Damit er sein Ziel erreichte, machte er folgendes: Er setzte

sich vor das Stadttor Jerusalems, und sobald einer in die Stadt hinein gehen wollte, um den

König David zu besuchen, da fing Abschalom ihn, mit einem falschen Lächeln, ab und sagte

zum Fremden: „ Das was du vom König verlangst, ist richtig, sogar sehr richtig. Doch

Schade, daß ich kein König bin, ich hätte mich sofort dafür eingesetzt, daß du dein Recht

bekommst.“ Danach umarmte er den Fremden als sei er sein bester Freund und

verabschiedete sich von ihm. So gelang es ihm viele zu verführen und sie auf seiner Seite zu

holen /ziehen. Wie schnell doch auch wir unsere Wohltäter vergessen, sobald wir von

anderen, fremden Menschen schöne Worte hören und sie uns damit nur hinters Licht führen

wollen! Abschalom machte sogar vor den Heiligtümern kein halt! Er verlangte von seinem

Vater ihn in eine große Stadt gehen zu lassen, um dort ein Versprechen erfüllen, was er Gott

gab. Der König freute sich, als er dies von seinem lebhaften Sohn hörte und willigte ein.

Abschalom und einige seiner Freunde bestiegen ihre Pferde und ritten zur Stadt. Als er dort

ankam wurde er gleich zum König ernannt. Viele Menschen folgten ihn. Sein Vater erfuhr es

und war sehr traurig darüber, welchen Weg sein Sohn eingeschlagen hatte.

David mußte aus Jerusalem, die Stadt Gottes, fliehen, damit sie durch Abschalom nicht

zerstört würde. David wollte sein Heer neu organisieren. Nur einige Fremde folgten ihm.
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Ungefähr 1000 Jahre später auf dem Ölberg, wo Jesus weinen wird, weint nun auch David.

Er weint wegen seinen Sünden und wegen seinem Sohn. Auf dem Gipfel des Ölberges, dort

wo Jesus zum Himmel emporgehoben wurde, kniete sich David, in Richtung seiner geliebten

Stadt Jerusalem, vor dem Herrn. All dieser Schmerz reichte nicht aus und wurde noch in der

Verbannung von einem Verwandten des Königs Sauls beschimpft und mit Steinen beworfen.

Obwohl David ein König war, hat er diese Beschimpfung demütig und voller Sanftheit über

sich ergehen lassen, da Gott ihn für den Tod des Urijas strafte, den David in den Krieg an die

Front schickte und dabei starb, um an seine Frau heran zu kommen.

Abschalom ging mit seine Leuten ungestört in die heilige Stadt und entehrte ohne eine Spur

von Scham seinen Vater. Und obwohl David aus der Stadt geflüchtet war, um eine

Auseinandersetzung mit seinem Sohn aus dem weg zu gehen, bereitete sich Abschalom

seinen Vater in der Verbannung zu jagen. Doch auch die Flucht Davids nützte wenig, es kam

zur Konfrontation. David wußte, daß er auch diesmal mit der Hilfe Gottes seine Feinde

gewinnen würde. Vor dem Kampf bat er seinen Soldaten seinem Sohn lebendig zu lassen. Er

sprach wie ein Vater nicht wie ein König. Denn tief in seinem Herzen fühlte er, daß er für

alles Schuld ist und nicht Abschalom. Die Soldaten Davids gewannen den Kampf.

Abschalom ritt auf seinem Maulesel in den Wald, um sich dort zu verstecken. Im Wald

verfingen sich aus versehen seine Haare in den Ästen einer Eiche und blieb am Baum

hängen. Abschalom hatte sich gegen seine Eltern gestellt, nun hängt er an einem Baum.

Weder der Himmel noch die Erde wollte einen solchen Menschen haben, der seine Eltern

verfolgte. Der General Davids, der Joab hieß, befolgte die Bitte seines Königs nicht und stieß

drei Speere in das böse Herz von Abschalom. Danach bedeckte er den Leichnam mit Steinen.

Den das Gesetz Könige 18-

ð Ũ Ǡ ɘ ː ͈ π и Ұlangte, die ihr eigenen Eltern entehren zu steinigen. Als der Bote zum

David ging, fragte David zu aller erst nach seinem Sohn. Und als er von seinem Tod erfuhr

da brach sein Herz in zwei: „Mein Kind Abschalom, mein Kind Abschalom, wenn doch ich

an deiner Stelle sterben dürfte, mein Kind, mein Kind?“ Nach diesem Sieg ging David in

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seiner Stadt zurück. Er verzieh all seinen Feinden und Frieden und Ruhe kehrte wieder in

sein großes Land.

Fragen: 1) Wie versuchte Abschalom den Thron seines Vaters zu entreißen?

2) Warum und wieso weinte der Prophet David?

Der weise Salomon

Als David starb hatte er ein hohes Alter erreicht. Sein Kind Salomon erbte den Thron seines

Vaters. Salomon ließ einen Tempel für Gott bauen und er setze das fort, was sein Vater

begann, daß in Israel weiter Frieden herrschte. Eines Nachts hatte Salomon einen Traum.

Gott erschien ihm und fragte ihn er solle sich das wünschen was er gerne hätte. Salomon war

20 Jahre alt als dies geschah. Salomon stimmte dem Angebot Gottes zu und antwortete mit

einem Gebet. Obwohl sein Vater David ihn den weisen nannte sagte Salomon demütig:“ Gott

du hast meinem Vater soviel Gutes zukommen lassen und ich bin Vergleich zu ihm ein

kleines Kind, das nicht weiß wie es sich zu benehmen hat und wie soll ich ein Volk führen.

Deshalb würde ich mir von dir wünschen, daß du mir Demut und Weisheit schenken

würdest, damit ich das Gute von dem Bösen unterscheiden kann. Denn wie soll ich das Volk

regieren, es sind zu viele Menschen. Salomon wünschte sich Weisheit von Gott, er wünschte

sich Weisheit, nicht damit das andere Gefallen an ihm finden sondern damit er fähig ist das

Gute vom Bösen zu trennen. Er verlangte keinen Ruhm auch kein Geld nur Weisheit wollte

er habe. Gott gefiel es was Salomon sich wünschte und er machte ihm noch weiser als die

anderen Herrscher die vor ihm lebten. Er gab ihm auch das was er nicht haben wollte.

Nämlich Reichtümer und Ruhm. Derjenige der Erleuchtung und Weisheit von Gott verlangt

der bekommt auch alles andere. Der Mensch der Macht und Geld hat und Gott nicht achtet,

kann für andere Menschen gefährlich werden. Gott gibt außerdem solange sie seine Gebote

befolgen, noch ein anderes Geschenk und zwar ein langes Leben. Zu der Zeit lebten auch 2

Frauen in einem Haus, die fast zur gleichen Zeit Kinder gebaren. Eines Nachts erdrückte die

eine Frau aus Versehen ihr Kind und es starb. Als die Mutter dies bemerkte, nahm sie das

Kind der anderen Mutter. Am nächsten Morgen liefen beide zum weisen Salomon. „ Dieses

lebende Baby gehört mir!“ schrien beide Mütter. Keine wollte das tote Baby haben. Wie sollte

nun der weise Salomon die Wahrheit heraus finden, denn es gab ja keine Zeugen und
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Beweise. Er konnte auch nicht die Frauen foltern um die Wahrheit zu erfahren. Alle meinten

Salomon würde durch das Los entscheiden wer der beiden Mütter das lebende Baby erhält.

Doch der König Salomon löste nicht das Problem durch das Los sondern mit dem.... Schwert!

Er faßte den Schluß das Kind zu entzweien. Alle Anwesenden erschraken als sie dies hörten

da sie nicht verstanden was Salomon damit bezweckte. Als Salomon den Befehl gab das

Baby in zwei Teile zu trennen da fiel die eine der Frauen auf die Knie und schrie: „ Gebt es

der anderen aber laßt es leben.“ Der König gab ihr das Kind denn so wußte er das dies die

richtige Mutter war. Salomon strahlte vor Demut und Weisheit. Die Weisheit Salomons

wurde so bekannt, daß sogar eine Königin aus Saba die ungefähr 2000 km weit entfernt lebte,

mit ihren Dienern auf ihren Kamelen zu Salomon ritten. Salomon sprach mir ihr über den

wahren und einzigen Gott und zeigte ihr den wunderschönen Tempel den er bauen ließ. Die

Königin von Saba war beeindruckt von allem was sie sah und hörte. Zum ersten Mal sah sie

das ein König obwohl er so viele Reichtümer besaß, sehr weise und gottesfürchtig war. Sie

brachte ihm Gold, Edelsteine und wertvolle Hölzer, genauso wie viele Jahre später die drei

Magier zu Christus gingen um ihm auch Geschenke zu bringen. Salomon verwendete die

Geschenke der Königin für die weitere Ausschmückung des Tempels und ließ auch

Musikinstrumente bauen. Er zeigte den anderen durch sein Verhalten, das unendliche Reich

Gottes.

Fragen: 1) Welches Geschenk wollte Salomon von Gott haben und weshalb?

2) Wo sah man seine Weisheit und Besonnenheit.

Der Prophet Elia (III Kön. 12-17)

Das Volk hatte wieder Gott vergessen ihren Wohltäter. Dieses Mal beteten sie die Bäume in

den Wäldern und auf den Bergen an. Zu dieser Zeit machte ein tatkräftiger Prophet in Israel

von sich Reden. Er besuchte einen König der auch an diese Götzenbilder glaubte und sagte

mutig zu ihm:“ Mein Herr Gott lebt er ist nicht tot und taub wie deine Götzen das wirst du

merken, weil ich veranlassen werde drei Jahre keinen Regentropfen auf die Erde fallen zu

lassen. Doch nur dann wenn ich es sagen werde. Dies machte Elia damit das Volk von der

Sünde und der Unsinnigkeit erwacht, da sie die Natur verehrten und nicht deren Erschaffer.
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Auf Befehl Gottes versteckte sich Elia an einem Gießbach. Er versteckte sich deshalb, damit

das Volk ihn nicht findet und ihn bittet das Übel zu verringern. Gott sorgte für sein Kind

Elia. Er schickte ihm Fleisch mit einem Raben. Gott hätte ihm auf eine andere Art Essen

schicken können zum Beispiel so wie er es in der Wüste mit Moses gemacht hatte. Es heißt

auch das die Raben die freßgierigste Vogelart ist. Trotzdem gehorchen sie Gott und ernähren

einen Fremden. Beim Noah war die Taube nützlicher als der Rabe. Beim Elia sollte es der

Rabe sein, deshalb damit wir Gläubige die Gutmütigkeit Gottes sehen und auch wie sehr er

sich um uns sorgt. Die Raben ernähren sich von Aas, doch Elia brachten sie gesunde

Nahrung. Gott wollte, daß Elia dadurch lernt. Gott befahl den Raben Elia zu ernähren, damit

Elia begreift, daß er Liebe, Erbarmen und Gutmütigkeit zeigt und nicht so hart zu seinen

Landsleuten sein muß und mit dem Übel aufhört. Wie groß doch die Liebe Gottes ist! Eines

Tages trocknete der Bach aus, aus dem der Elia Wasser trank. Doch die Gutmütigkeit Gottes

trocknet nie aus. Gott führte Elia in einem fernen Land dort lebten Menschen, die an Götzen

glaubten. Im selben Land ist auch Christus, einige Jahrhunderte später, hingereist/

gewandert um den Menschen zu zeigen, daß er nicht nur die Israeliten liebt, sondern die

ganze Menschheit. In diesem Land lebte eine böse Frau namens Isebel, die den Elia sehr

haßte. Elia wurde von Gott dorthin geführt, damit er uns zeigt wie unsinnig es ist gute

Menschen zu verfolgen. Elia sollte sich in der Nähe von Isebel versteckt halten, damit er

ständig auf der Flucht ist, und dadurch er zu Besinnung gelangt, wie sehr die Menschen

unter der Trockenheit leiden und es wieder regnen ließ. Das Haus wo er sich verstecken

sollte, war nicht etwa das Haus eines Reichen, sondern einer armen Frau, die er traf als sie

dabei war einige Holzscheite auflas um ein letztes Mahl für sie und für ihren einzigen Sohn

zuzubereiten. Obwohl Elia ihr Feind war und das Mahl ihr letztes war, versorgte sie zuerst

Elia und dann ihr einziges Kind und sich selbst. Solch einen Glauben von einer Frau gab es

nicht einmal bei den gläubigen Israeliten. Ihre Gastfreundschaft war größer als die des

Abrahams. Durch diese Tat sollte sich Elias Herz für seine Landsleute erweichen. Die alte

Frau wurde von Gott reichlich belohnt. Für den kleinen Fladen den sie Elia zu essen gab,

fehlte schließlich für zwei Jahre weder das Mehl noch das Öl aus ihrem Haus, und in ihrem

Haus hatte sie auch einen Propheten Gottes. Alles lief gut, bis eines tages ein großes Unglück

über ihr Haus einbrach. Ihr einziger Sohn starb. Und in ihrer großer Trauer gab sie Elia die

Schuld, obwohl er nicht damit zu tun hatte. Sie vergaß was er für sie getan hatte. Sie schrie

ihn an: „ Was willst Du von mir, Mensch Gottes. Kamst du hierher, daß du Gott meine
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Sünden aufzeigst und er mich dafür bestraft.“ Elia erschüttert vom Tod des Kindes, nahm es

in seine Arme und brachte es dort hin, wo es schlief. Dann betete er mit Tränen in den

Augen zu Gott: „Gott warum verletzt du diese Frau so sehr?“ Er beugte sich über das tote

Kind und pustete drei Mal in sein Gesicht. „Bitte Gott laß die Seele dieses Kindes wieder

zurückkehren.“ Und das Kind erwachte. Jetzt sollte auch Elia aufhören, das Kind Gottes

Israel, zu quälen. Dieses Wunder, die Auferstehung des Kindes, war der erste Schlag gegen

den Tod. Der Tod stirbt nun von alleine bis Christus ihn völlig zertreten hat.

Fragen: 1) Warum schickte Gott Elia Essen mit einem Raben?

2) Wieso war die Gastfreundschaft der Witwe größer als die des Abrahams?

3) Weshalb es zu , daß ihr Kind starb?

Elia zerstört die Götzen (III Kön.18)

Die Zeit war um da es wieder regnen zu lassen. Doch bevor die Erde, mit dem gesegneten

Wasser besprengt werden sollte, mußte sie erst von der Sünde gereinigt werden. Im Palast

des Königs lebte ein heiliger Mensch. Als das ganze Volk nach etwas eßbarem für die Tiere

des Königs suchte erschien Elia vor diesem Mann. Der König Ahab interessierte sich mehr

für seine Tiere, als für seine unsterbliche Seele. Elia überzeugte den heiligen Mann, dem

König auszurichten, daß er zu Elia unbedingt gehen müsse. Der hartherzige Ahab hielt den

Hunger und den Durst nicht mehr aus und ging zu Elia. Als der König Elia traf sagte er zu

ihm, daß er das Volk aufwiegeln würde. Da entgegnete Elia furchtlos: „Du wiegelst das Volk

auf und nicht ich. Damit du siehst wie groß die Kraft Gottes ist versammle Leute auf den

Berg Karmel alle die, die den Götzengott Baal anbeten. Damit wir nun sehen wer der

wirkliche Gott ist!“

Alle versammelten sich auf dem Berg mit Ihnen auch 400 Priester des Baals. Und Elia sagte

zu ihnen: „ Wie lange schwangt ihr noch und her bis wann werdet ihr sowohl an den wahren

Gott glauben und gleichzeitig an Baal? Wählt einen aus!“ Er wendete sich zu den Priestern

die an Baal glaubten und schlug ihnen vor: „ Ich bin alleine und ihr seit sehr viele. Richtet

einen Opferplatz her, ich werde dasselbe tun und derjenige der Feuer vom Himmel holt,

dessen Gott ist der Wahre.“ Von morgens bis mittags bemühten sich die falschen und
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lächerlichen Priester mit Tänzen und Geschrei Feuer vom Himmel zu holen. Doch weil ihnen

dies nicht gelang begannen sie sich selbst mit Messern sowie Schwertern ihre Körper an zu

ritzen da sie dachten, daß sie mit ihrem Blut, von Baal alles verlangen könnten. Und am

Mittag als die Sonne brannte an die sie auch glaubten immer heißer wurde, begann Elia sich

über sie lustig zu machen: „ Schreit lauter! Vielleicht ist eurer Gott weggegangen oder macht

einen Mittagsschlaf, deshalb schreit lauter damit ihr ihn aufweckt!“ Gegen Abend war Elia

an der Reihe und rief alle zu sich, da die anderen es nicht schafften Feuer vom Himmel zu

holen. Er las 12 Steine auf und baute einen Opferplatz dann legte Holzscheite auf den Altar

und zerlegte die Opfergabe einen Stier. „ Bringe mir 4 Eimer Wasser sagte er zu einem

Jungen. Dies machte er 3 Mal. Er übergoß alles mit Wasser, damit das Wunder noch größer

erschien. Er hob dann seine Hände gen Himmel und rief nach dem Herrn und Gott: „ Herr,

schick Feuer vom Himmel, damit alle sehen können, daß du der wahre Herr bist.“ Kaum

war er mit seinem Gebet zu Ende, begann es Feuer vom Himmel zu regnen. Das Feuer

verzerrte nicht nur das Wasser und das Holz sondern auch die Opfergabe und die Stein

sowie den Sand. Das ganze Volk fiel auf den Boden und alle riefen: „ Wahrhaftig das ist der

wahre Gott!“ Sie nahmen die lügnerischen Priester gefangen, die sogar Babys an ihren

falschen Gott opferten und töteten sie alle. Das kleine Kind, welches in seiner Nähe war, sah

bereits, wie eine kleine Wolke am Himmel aufzog. Etwas später verdunkelte sich der

Himmel. Es wurde windig und ein flutartiger Regen setzte ein um der Erde das kühle Naß

wieder zu geben.

Die böse und schlaue Königin blieb trotz allen Ereignissen unvernünftig und begann ihn zu

jagen, um ihn zu töten. Elia, der es nicht zu ließ zu regnen, der Tote zum Leben auferweckte,

der Feuer vom Himmel regnen ließ und 400 Priester besiegte, lief nun ängstlich vor einer

Frau davon. Das ließ Gott zu, damit Elia kein Vertrauen auf sich selbst hat, sondern nur auf

Gott. Damit er auch seine Mitmenschen denkt und sie nicht weiter quält. Elia war so

verängstigt, daß er sogar von Gott verlangte ihm das Leben zu nehmen. Auch hier in dieser,

für Elia aussichtsloser Situation ließ Gott ihn nicht im Stich. Er sandte einen Engel zu ihm,

der ihm Brot und Wasser brachte, das ihn körperlich und seelisch stärken sollte. Die

Menschen bleiben immer im Blickfeld Gottes. Auch wenn sie sich in die Wüste verirren eilt

Gott dorthin, um uns zu helfen.

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Fragen: 1) Mit welchen Wunder überzeugte er die Israeliten, daß es nur einen

wahren Gott gibt?

2) Wie oft und warum begoß Elia den Altar mit Wasser?

3) Warum fürchtete er sich vor der schlauen Isebel?

Elia im Himmel (Könige III 19)

Elia nahm das Brot und das Wasser, welches ihm der Engel gab, an. Das Essen hatte ihm

solche Kraft verliehen, daß er ganze 40 Tage und Nächte lang, durch die fruchtbare Wüste

wanderte.

Wir haben zwar keinen Engel, der uns ernährt, aber wir haben die heilige Kommunion, mit

der wir Christus in uns aufnehmen, und dadurch die Schwierigkeiten des Lebens meistern

können. Elia erreichte den Berg Sinai. Da hörte er plötzlich die Stimme Gottes: „ Elia Du bist

ein großer Prophet was suchst Du hier? Du derjenige der so tapfer war rennt nun vor einer

Frau davon und versteckt sich in einer Höhle?

Und völlig verzweifelt sagte er zu Gott: „ Die Israeliten haben dich verlassen. Deine

Propheten haben sie umgebracht und ich bin nun der einzige Überlebende! Gott sprach nicht

nur mit Elia sondern er zeigte sich ihm. Elia ging aus der Höhle hinaus und sah wie ein

starker Sturm den Berg hin und her rüttelte. Die Erde begann zu beben und sich unter seinen

Füßen zu bewegen. Dann kam Feuer. Doch Gott war weder im Sturm noch im Erdbeben

auch nicht im Feuer wie damals bei Moses. Er war versteckt in einem einer Kühle und

leichter Brise die das erschreckte Gesicht Elias steichelte. Gott ist Liebe, Barmherzig und

voller Verständnis. Er jagt keinem Angst und Schrecken ein. Er ist voller Sanftmütigkeit und

Elia muß dies begreifen.

„ Fürchte dich nicht“ sagte Gott zu Elia. „Du bist nicht alleine! Es sind noch weitere 7000

Männer die nicht vor Götzenbilder niedergekniet sind.“ Als Elia den Berg verließ, traff er

Elischa, als dieser gerade seine Felder pflügte. Er wurde sein Freund und Schüler. Elia

bekam neuen Lebensmut. Der König und seine böse Frau zögerten nicht einen Menschen

umzubringen um sein kleines Grundstück weg zu nehmen. Elia erschien vor Ihnen und mit
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vollem Mut sagte er, daß auf diesem Stück Land Hunde die Knochen dieses ungerechten

Königs auffressen werden. Und so geschah es auch.

Elia sah ein, daß er die Welt nun verlassen mußte. Er wollte alleine fortgehen weit weg über

den Jordan. Doch Elischa wollte ihn nicht gehen lassen. Elia zog sein Gewand aus welches

aus Schafleder war und schlug damit auf das Wasser des Jordans. Der Fluß teile sich in zwei

Teile. Und beide Propheten gingen durch den Jordan ohne dabei naß zu werden. Da sagte

Elia zu Elischa:

„ Verlange etwas von mir was du gerne haben möchtest, bevor ich ihn den Himmel aufsteige

und ich werde deinen Wunsch erfüllen.

Elischa verlangte von seinem Lehrmeister, daß er ihm die doppelte Kraft verleihen sollte die

er hatte, damit er alle Hindernisse und Schwierigkeiten besser meistern konnte.

Als sich die beiden unterhielten da erschien plötzlich ein Streitwagen aus Feuer mit Pferden

aus Feuer die Elia in einem Wirbelsturm in den Himmel fuhren. Elischa brach in Tränen aus!

„ Vater, Vater wie kannst Du Führer unseres Landes einfach so verlassen. Elia und Enoch

sind die einzigen Menschen die über die Klippe des Todes sprangen ohne dabei zu sterben.

Dies machte Gott damit auch wir genau soviel Mut und Eifer in unserem Leben zeigen wie

es auch Elia machte, um an der Seite Gottes aufzuerstehen. Elischa kehrte zurück, doch er

mußte wieder den Jordan überqueren. Er warf das Gewand des Elias um zu sehen ob er auch

die Kraft hatte den Jordan zu teilen. Und es geschah diesmal auch, daß sich der Fluß teilte.

Nicht nur das Wort und die Körper der Heiligen sondern auch die Kleider und ihr Schatten

bewirken Wunder. Elischa bewirkte doppelt so viele Wunder wie Elia. Als er zurück in die

Stadt kehrte kamen 42 kleine Kinder auf ihn zu und lachten ihn aus! „ Los du Glatzkopf fahr

auch du in den Himmel.“ Zwei Bären kamen aus dem Wald und fraßen alle auf. Ein anderes

Mal starb ein Kind und seine Mutter war untröstlich, da dies ihr einziges Kind war. Da

schickte Elischa seinen Schüler und gab ihm einen Stab um den toten Jungen wieder zum

Leben zu erwecken. Doch der Schüler Elischas bewirkte damit nichts. Dann kam der Prophet

Elischa selbst. Er ging ins Haus und alleine in das Zimmer des toten Jungen schloß die Tür

und begann zu beten. Er umarmte den toten Jungen. Der Junge öffnete seine Augen und

lächelte ihn an. Ein anderes Mal geschah ein Wunder und zwar als ein General aus dem

fernen Syrien zu Elischa kam, damit er seinen mit Lebra befallenen Körper heilen sollte.

Elischa sagte zu ihm, er solle sich sieben Mal im Jordan Fluß waschen. Als der kranke
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General dies hörte, daß er sich im Jordan Fluß sieben Mal waschen sollte, da wollte er

fortgehen denn er dachte sich in seinem Land gibt es ja auch Flüße die besser sind als der

Jordan Fluß. Doch schließlich gab er nach und machte was Elischa ihm sagte. Die Lebra

verschwand sofort von seinem Körper. Der Prophet wollte kein Geld und keine Geschenke,

doch sein Schüler bettelte heimlich um viel Geld beim König. Elischa sah das mit den Augen

seiner Seele und sofort sprang die Lebra vom Körper des Generals auf den Körper des

geldgierigen Schülers Elischas. Diese und viele andere Wunder bewirkt Gott durch die

Menschen die ihn lieben.

Die drei Kinder In Babel (Dan. 1-6)

Und wieder sündigten die Israeliten. Jerusalem wurde zerstört und sie wurden in Ketten in

die Verbannung geschickt. Der König befahl dem Obersten seiner Hofbeamten, er solle

gesunde und kluge israelitische Kinder in seinem Palast bringen, damit sie ihm dienen

sollten. Diese Kinder würden von der gleichen Tafelkost des Königs essen und würden auch

ihre Schrift, die chaldäische Schrift und ihre Weisheit erlernen. Unter den vielen jüdischen

Kindern waren auch vier, die Daniel, Hananja, Mischael und Asarja hießen. Daniel wollte

im Palast fasten und er wollte sich nicht von dem Essen ernähren welches ihm Gott verboten

hatte. Daniel bat dem Oberkoch, ihm kein Fleisch und Wein zu geben. Der Oberkoch jedoch

fürchtete sich vor seinem König, daß er ihn hätte töten ließ, wenn er davon erfahren würde.

Daniel machte dem Oberkoch einen andern Vorschlag: ,,Laß uns eine Versuch starten. Zehn

Tage lang wirst duuns Hülsenfrüchte und Wasser geben. Danach wirst du unsere Gesichter

mit den Gesichtern der anderen Kindern vergleichen, die Fleisch und Wein zu sich nahmen.

Zehn Tage später sah der Oberkoch, daß die vier Kinder, die sich nicht von Fleisch und Wein

ernährten, die gesündesten und hübschesten Kinder von allen waren. Und weil sie fasteten,

waren sie nicht nur die kräftigsten, sondern auch die klügsten von allen andern Kindern. Der

König bewunderte ihre Weisheit und von allen anderen wählte er sie in seiner Nähe zu sein,

um ihn zu dienen. Wahrhaftig, die Kraft die man vom Fasten erlangt ist groß. Solange Adam

fastete war er nah beim Gott. Solange Simpson fastete konnte keiner ihn besiegen. Die drei

Kinder, die fasteten waren die kräftigsten und die klügsten unter allen andern, die ständig

Fleisch und Wein zu sich nahmen. Der König ließ sich eines Tages ein großes Bild von sich

aus Gold anfertigen. Es war so groß wie ein 12 Meter großes Gebäude. Er ließ alle Fürsten
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und Menschen bei sich rufen und sobald es begann von den trommeln und von der ganzen

Orchester zu ertönen, sollten alle vor das goldene Bild niederknien und es anbeten. Das

ganze Volk tat was der König befahl, weil es sich vor ihm fürchtete. Nur die drei Freunde

knieten nicht vor dem Bild. Sie machten nicht das was die anderen machten. Sie machten nur

das was Gott zu ihnen sagte. Die Leute die neidisch auf sie waren eilten schnell zum König,

um sie zu verraten. Ist es war, daß ihr euch nicht vor dem goldenen Bild niederwirft?“ fragte

sie der König. ,,Wir werfen uns nur vor dem wahren Gott nieder, und glauben auch ganz fest

an ihn!“ antworteten die Kinder. Als der König diese Antwort hörte, befahl er seinen Leuten

den Feuerofen sieben Mal mehr zu heizen als üblich.

Der König befahl seine stärksten Soldaten die drei Kinder, Füße und Hände zu knebeln und

in den brennenden Feuerofen zu werfen. Doch ein Wunder geschah. Das Feuer berührte ihre

Körper nicht. Sie gingen im Feuer spazieren als wären sie auf einer Wiese und sangen auch

Lieder für Gott! Die Soldaten jedoch, die sie hinein warfen, verbrannten. Das die Kinder

sangen und hin und her gingen war nicht das einzige seltsame Ereignis. Eine göttliche

Gestallt erschien im Feuer. Der König erschrak und war völlig verwirrt: „Haben wir nicht

drei hinein geworfen? Wie ist es möglich, daß jetzt vier Männer im Feuer sind?“ Der König

wußte nicht, daß bei den tapferen Kindern ihr Freund Christus war. Der König rief die

Kinder aus dem Feuer. Nicht ein Haar war vom Feuer angesengt. Auch ihre Kleider hatten

kein Geruch vom Feuer bekommen. Der König, der von den anderen verlangte sich

niederwerfen und ihn anbeten, fiel nun selbst vor den tapferen Kindern und rief:

„Wahrhaftig, es gibt keinen anderen wahren Gott als euren, der Leben rettet und beschützt“.

Diese Kraft gibt Gott nur denen, die sich der Mode der Welt widerstehen und ihm treu

bleiben.

Daniel wurde der größte Fürst von Persien. Obwohl er viel beschäftig war, machte er immer

sein Gebet, morgens, mittags und abends. Weil die meisten neidisch auf ihn waren

verklagten sie ihn beim König. Der König jedoch liebte ihn sehr. Aber er konnte nicht sein

eigenes Gesetz verletzen, welches besagte, daß jeder den König anbeten mußte. Er ließ ihn in

eine Grube mit hungrigen Löwen hinein werfen. „Ich wünsche mir, daß dich dein Gott

rettet“, sagte er zum Daniel und ging weg. Die Öffnung der Grube wurde mit einem Stein

geschlossen. Die Löwen fraßen Daniel nicht auf, sondern leckten und streichelten ihn wie
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Schoßhündchen. Der König lief am nächsten am nächsten Morgen schnell zur Grube, um zu

sehen was mit Daniel geschehen ist. Als der König sah, daß sie ihm nichts angetan haben,

warf er die Männer, die ihn verklagt hatten mit ihnen ihren Frauen und Kinder in die Grube

mit den hungrigen Löwen. Dann schickte der König ein Rundschreiben überall in seinem

Königreich: „ Euer Friede sei groß! Ich erteile hiermit den Befehl den Gott Daniels zu ehren

und anzubeten“. Das ist der wahre und ewige gott. Das ist unser Erretter und Erlöser!“.

Fragen: 1)Wie half Gott den Kindern die fasteten?

2)Warum verbrannten die Kinder nicht und weshalb geschah nichts in der

Grube?

3)Welchen Befehl schickte überall in seinem Königreich und weshalb?

Jonas verschwindet vom Blick Gottes

„Jonas steh auf und gehe in die große Stadt und verkündige dort den Leuten Buße zu tun,

denn ihre Respektlosigkeit ist hoch bis zum Himmel gestiegen!“ Befahl Gott seinen

Propheten Jonas. Doch Jonas tat nicht das, was Gott ihm auftrug zu tun. Er meinte sich vor

den Augen Gottes verstecken zu können. Er ging heimlich auf ein Schiff, welches nach

Spanien fuhr in die entgegengesetzte Richtung die Gott ihm sagte. Jonas bezahlte das die

Fahrkarte und ging hinunter zum Schiffsraum. Dort legte er seine Koffer ab und da er sich

sehr gelassen und unbeobachtet fühlte schlief er seelenruhig ein. Als das Schiff auf hoher See

war, kam ein schwerer Sturm auf. Das Schiff drohte zu sinken. Die erschrockenen Matrosen

warfen alles über Bord, damit das Schiff leichter wurde. Der Sturm ließ nicht ab, im

Gegenteil er wurde immer stärker und mächtiger, das Schiff treibte, wie eine Nußschale hin

und her. Alle begannen sofort zu ihrem Gott zu beten, um sie zu erretten. Der Kapitän lief

hin und her und sah dabei den Jonas wie er ganz fest schlief und dabei noch schnarchte:

„Wach auf und steh sofort auf und bete auch du zu deinem Gott, vielleicht erbarmt er sich

unser und rettet uns, vor dem sicheren Tod!“ schrie er ihn an. Aber auch die Gebete Jonas
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bewirkten nichts . Der Kapitän bemerkte irgendwie, daß einer sich sehr schwer gegen Gott

versündigt hatte. „Kommt laßt uns Losen und dann wird zeigen wer von uns der Schuldige

ist!“

Das Los fiel auf Jonas. Die Matrosen forderten ihn auf ihnen zu sagen wer er sei und woher

er komme. Jonas sagte zu ihnen, daß er Hebreär sei und daß er den Gott ehrt und fürchtet,

der den Himmel und die Erde erschuf. Daraufhin fragten sie ihn: „Was sollen wir nun mit

dir machen, damit sich das Meer beruhigt?“

Werft mich ins Meer und sofort wird sich das Meer beruhigen. Die Seeleute versuchten noch

einmal mit den Rudern die Küste zu erreichen, doch sie schafften es nicht. Dann beteten sie

zu Gott: „Gott, laß uns wegen dieses Mannes nicht sterben und bestrafe uns nicht, wenn wir

ihn ins Meer hinein werfen!“

Und so geschah es, Jonas wurde ins Meer hinein geworfen. Gott befahl einen großen Wal

Jonas hinunter zu schlucken. Drei Tage und drei Nächte blieb Jonas in seinem dunklen

Magen, genau so lange wie auch Jesus Christus drei Tage im Magen des Hades blieb.

Jonas streckte seine Arme gen Himmel und begann zu beten: „Mein Gott aus der Tiefe des

Hades erhöre mein Gebet. Der ganze Sturm und alle Wellen sind über mich gekommen.

Dein Wille geschehe!“ Der Wal spie daraufhin Jonas aufs trockene Land.

Jonas ging in die große Stadt Ninive und begann laut zu schreien: Noch vierzig Tage und

Ninive wird zerstört werden!“ Jonas fürchtete sich nicht vor den Menschen. Obwohl der

Prophet fremd und unbekannt war glaubten die Einwohner der großen Stadt an seine

Prophezeiung. Sie begannen zu fasten. Auch die Tiere blieben ohne Essen. Die Menschen

zogen Trauerkleider an. Sie beteten mit Tränen in den Augen sie zu erbarmen und sie zu

verschonen. „Vielleicht ändert Gott seine Meinung und läßt uns am Leben!“ dachten sie.

Und Gott der nicht die Zerstörung, sondern die Errettung des Menschen möchte, sah ihre

Tränen und ihre Reue und änderte seine Meinung, er vernichtetet sie nicht. Jonas wurde

traurig, weil Gott ihn als einen Lügner nun stehen ließ. Er wurde traurig, weil die Stadt nicht

zerstört wurde, da die Einwohner dieser Stadt mit seiner Stadt verfeindet waren.

„Gott ich wußte, daß deine Liebe sehr groß ist, deswegen wollte ich auch weg laufen. Ich

wußte, daß du sie nicht vernichten würdest! Nun nimm mich fort! So sterbe ich sofort! „ Und

Gott antwortete: „es ist nicht gut wenn du zornig wirst!“.

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Jonas ging aus der Stadt. Er baute sich eine kleine Hütte. Neben seiner Hütte pflanzte er

einen Kürbis. Jonas freute sich über die Pflanze, da sie ihm Schatten spendete. Doch eines

Nachts fraß ein Wurm die Wurzel und sie trocknete aus. Als die Sonne den höchsten Punkt

erreichte, begann ein heißer Wind zu wehen und Jonas begann wieder völlig ermattet zu

Gott zu beten und ihn bitten sein Leben zu nehmen. Dann sagte Gott zu ihm: „Jonas, du bist

für einen Kürbis traurig geworden, wobei du dich gar nicht angestrengt hast die Pflanze auf

zu ziehen. Nachts entstand er. Nachts ging er zu Grunde. Und du verlangst von mir, daß ich

nicht traurig werde, wenn ich eine Stadt zerstöre in der 120 tausend Menschen leben, die

meinen willen nicht kannten und ihn von dir erfahren mußten, damit sie gerettet werden?“.

Das ist die Barmherzigkeit Gottes. Er hat nicht gezögert einen seiner Propheten als Lügner

da stehen zu lassen, als daß er eine Stadt zerstört hätte! Wenn der Mensch beginnt sich zu

ändern und Reue zu zeigen, dann beginnt auch... Gott selbst Reue zu zeigen!

Fragen: 1)Wie versuchte Jonas vor Gott zu fliehen?

2)Welche Gemeinsamkeit hat Christus mit Jonas?

3)Wie zeigte wieder Gott, daß er die Menschen liebt?

62
S.8

Dies machte Kain neidisch

S.9

Kain schlug seinen Bruder vor auf seine Felder zu gehen ( Gen. 4)

S.10

Als sie dort ankamen griff Kain Abel an

S.12

Gott befahl Noah von jedem Lebewesen jeweils ein männliches und ein weibchliches Tier in

die Arche zu nehmen.

S.13

Paarweise gingen sie in die Arche hinein, wo sie in Sicherheit vor der großen Sintflut wären.

( Gen.6)

S. 14

Alle Menschen sollten ausgelöscht werden, außer der gerechte Noah und seine Kinder nicht,

die beim Bau der Arche mit geholfen haben, so wie Gott es befohlen hatte. ( Gen.6 )

S.16

Die Sintflut kam für vierzig Tage und vierzig Nächte lang.

S.17

Jedes Lebewesen auf der Erde ertrank ( Gen. 7 )

S.18

Am siebten Tag kehrte die Taube in die Arche zurück in ihrem Schnabel hatte sie einen

Olivenzweig, daß war ein Zeichen, daß die Sintflut aufgehört hatte.

S20.
63
Noah baute dem Herrn einen Alter und opferte Brandopfer auf dem Alter. Gott nahm mit

Gefallen das Opfer an.

S21

Der Regenbogen sollte das Zeichen sein. Gott versprach Noah, daß er nie wieder die Welt

durch Wasser zerstören würde. Ein Regenbogen am Himmel, war das Zeichen seiner

Versprechung

( Gen 8 )

S22

Gott verwirrte ihre Sprache. Nun konnten sie sich nicht mehr verständigen und sie brachen

mit dem Bau des Turmes, der bis zum Himmel reichen sollte, ab.

S28

Als Abraham und seine Frau Sara bereits ein hohes Alter erreicht hatten, wurden sie von

drei Engeln besucht. Die Engel sagten zu ihnen, daß Gott ihnen einen Sohn schenken würde.

S32

Indem sie aus der Stadt flohen retteten sie ihr Leben. Die Frau Lots wurde zur Salzsäule, da

sie zurück auf die brennenden Städte blickte. ( Gen. 19 )

S33

... Seinen einzigen Sohn zu opfern, den Isaak. Obwohl sein Herz mit Schmerz erfüllt war

gehorchte er. Doch im letzten Augenblick hielt der Engel Gottes ihn auf und gab ihm einen

Widder zu opfern anstelle Isaak.

S34

Gott sagte: zähle die Sterne am Himmel. Genau so viele Nachfahren wirst du haben. ( Gen.

15)

S38
64
Nachts als Jakob auf den Weg zu seinem Onkel war, legte er sich hin um zu schlafen. Er

hatte einen Traum, er träumte von einer Treppe, die bis zum Himmel reichte ( Gen. 28 )

S39

Engel gingen hinauf andere kamen herunter Jakob hörte die Stimme Gottes, die zu ihm

sagte: Auf dieser Erde auf der du liegst werde ich eines Tages dir und deinen Nachfahren

geben

(Gen. 32 )

S40

Bevor sie in Kanaan ankamen kämpfte Jakob gegen eine Engel Gottes. Da Jakob nicht

aufgab, gab Gott ihm den Namen Israel, der Name bedeutet Glaubwürdig ( Gen.32)

S41 Josef vom Kerker auf dem Thron

S44

Die Geschwister vom Josef waren sehr neidisch auf ihn und sie planten ihn zu töten ( Gen. 37

S45

Seine Geschwister warfen ihn in einem ausgetrockneten Brunnen. Ohne Essen und ohne

Wasser. Dann kamen einige Händler ( Gen 37 )

Zuerst 44 und dann 46

S52

Dann sagte Josef wer er wirklich war und begann zu weinen.

( Gen. 45 )

S53

65
In Ägypten hat Jakob mit Freude Josef wieder getroffen. Jakob erinnerte sich, das was Gott

ihm einst versprochen hatte, daß er sie aus Ägypten hinaus führen wird und aus Israel eine

große Nation macht.

S55

Moses der geistige Vater

S63

Gott ließ aus dem Stab des Moses eine Schlange werden lassen, damit Moses sieht, daß Gott

ihm die Macht geben wird sein Volk die Israeliten aus Ägypten zu führen. (Ex. 4)

S64

Moses befahl die Israeliten ihre Türen mit dem Blut eines fehlerlosen Schafes zu streichen.

Der Engel Gottes ging an den israelischen Häusern vorbei, ohne jemanden zu verletzen. (

Ex.12)

S68

Moses brachte seine Landsleute aus Ägypten hinaus. Als sie die Küste des Roten Meeres

erreichten, da teilte sich das Meer in zwei, damit sie passieren konnten. Das Heer des

Pharaos, das die Israeliten verfolgte, ertrank mitten im Meer.

S76

Moses wurde wütend und, weil sie Gott mißtrauten... ( Ex. 32 )

S77

... warf er die Tafeln mit den zehn Geboten Gottes auf das goldene Kalb. ( Ex. 32 )

S80

Die Israeliten bliesen so fest sie nur konnten in den Posaunen

( Josua)

S81
66
...und die Stadtmauer brach zusammen.

S88

Sowie Simpson seine Kraft verlor wurde er von den Philistern gefangen genommen und

nahmen ihm auch sein Augenlicht. Gott erfüllte aber auch seinen letzten Wunsch und gab

ihm wieder seine Kraft zurück. ( Richter 16 )

S89

Simpson stemmte sich, mit der Kraft die er nun wieder hatte, gegen die zwei tragenden

Säulen an denen er gefesselt war.

S94

Im Namen des Gottes tötete... ( A Samuel 17 )

S95

... den Giganten Goliath mit einer Steinschleuder (A Samuel 17 )

S96

Da das Volk den David sehr liebte versuchte Samuel vergeblich ihn zu töten. David hat kein

Mal versucht seinen König umzubringen ( A Samuel 17 )

S100

Als David starb sagte er zu seinem Sohn Salomon, er solle die Gebote Gottes befolgen und

das Volk mit Weisheit führen.

( A Könige 2)

S102

Als zwei Mütter jede für ein und das selbe Baby haben wollten, da entschied sich Salomon

das Kind zu entzweien und jede Mutter sollte eine Hälfte bekommen.

S103

67
Die wahre Mutter bat Salomo dem Kinde nichts anzutun und es der anderen Mutter zu

geben.

S104

Sowie Salomon starb begannen die Israeliten wieder Götzen zu verehren. Elia blieb

weiterhin Gott treu. Als in Judäa der Hunger ausbrach, schickte Gott dem Elia mit Raben

Essen, damit er nicht verhungert.

S106

Auf dem Berg Karmel betete Elia zu Gott, und sagte: ,,Es soll bekannt werden, daß du der

wahre Gott bist!“. Gott antwortete indem er Feuer schickte und das Opfer niederbrannte.

(A Könige 18)

S108

König Ahab raubte jemandes Feld und ließ alle seine bedienstete töten. Elia sagte zu Ahab:

„Für das, was du gemacht hast, wirst sterben müßen!“. ( A Könige 21 )

S110

Elischa sah wie der feurige Wagen Gottes...

S111

Elia mitnahm und ihn weit weg brachte. ( B Könige 2 )

S115

Sie warfen ihn in die Löwengrube. Alle Fürsten waren erstaunt sprachlos, als sie sahen, daß

die Löwen den Daniel nicht auffraßen, denn Gott ließ es nicht zu. ( Daniel 6 )

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