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1.

Sekundär-, Teriärdentin:
Primärdentin: wird während der Entwicklungszeit des Zahnes gebildet. Diese Zeit ist durch
den Abschluss des Wurzelwachstums begrenzt.
Sekundärdentin: Wird zeitlebens unter normaler Abrasion durch Nahrung gebildet. Hierdurch
verkleinert sich das Pulpenkavum im Lauf des Lebens.
Reizdentin / Tertiärdentin: Durch konservative Behandlung induziert (Überkappung). In der
Pulpa existieren pluripotente Zellen, die sich in Odontoblasten differenzieren können. Diese
können neues Dentin anlagern, allerdings nicht mehr in seiner regulären Form.

2. Wie weit dringen Flüssigkeiten ins Dentin ein:


100μm
Bakterien dringen 1000 μm ein, Laser kommt noch weiter

3. Dentinkanälchen, was ist da wohl drinnen


- Tomes´sche Fortsatz (Odontoblastenfortsatz)
- Axone sensibler Nerven
- Dentinliquor
- Mikrofilamente
- Glykoproteinpfropf am peripheren Ende: Mechano-, Thermo-, Chemorezeptoren; kann sich
zusammenziehen → leitet Empfindung an Axon weiter

4. Imbrikationslinien
- Struktuelement des Schmelz
- Einziehungen an Zahnoberfläche
- Schnittpunkt eines Retzius-Streifen (Wachstumslinien mit versch. Mineralisationsgrad;
häufiger Hypo- als Hypermineralisation; „Baumjahresringe“) mit der Zahnoberfläche
- trennt Perikymatien (dachziegelartige, wellenförmige Schmelzwülste an Zahnoberfläche)

Hunter-Schreger´sche Streifen: Diazonien + Parazonien


→ Optisches Phänomen durch den Verlauf der Prismenstäbe
→ funktionelle Anpassungsstruktur, die die Schmelzspaltung während des Kauens
verhindert. Verläuft in corono-cervicaler Richtung

5. Dentikel
=Pulpenstein: freie, wandständig (adhärent), interstitielle Verkalkungen;
Passagehindernis für WB – Obturation
Echte – selten, apikal von HWS-Reste
Unechte – häufiger, in Kronenpulpa, degeneriertes Pulpengewebe

Sharpeysche Streifen
Strukturelement des Zements
Verankern im azellulären, fibrillären Zement, 28.000/mm2
Kollagene Faserbündel, Teil d. Desmodonts
Krafteinleitung ins Parodont/Knochen, gleichmäßige Kraftübertragung
Können unterschiedlich verlaufen (Straffung bei Belastung)

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6. Was ist die Neumannsche Scheide
Strukturloser, leerer Raum (da das peritubuläre Dentin während der Entkalkung verschwindet
und nur Spuren von organischer Matrix zurückbleiben) um den oft nicht gut erhaltenen
Odontoblastenfortsatz – lässt den Durchmesser des Dentinkanälchens viel größer erscheinen
als er in Wirklichkeit ist → histologischer Artefarkt
um Dentintubuli herum; peritubuläres Dentin (90% mineralisiert, kleidet Kanäle aus),
intertubuläres Dentin (60%)

7. Bestandteile des Speichels


- 99% Wasser
- Muzin: Eiweißhaltiger Schleim
- α-Amylase = Ptyalin: spaltet Polysaccharide in Dextrin (Maltose, Glukase)
- Sekretorisches IgA: IgA überzieht alle oralen SH; wird von den Speicheldrüsen sezerniert.
- Anionisches Glykoprotein: aktiv gegen Viren
- Kationisches Glycoprotein: in Parotis, Grundlage für exogenes Zahnoberhäutchen, fehlt
dieses bei freiliegenden Zahnhälsen, kommt es bei zusätzlicher Säureeinwirkung zu
Schmerzempfindung
- Anorganische Stoffe: Cl, Ph, Na, Ca, Nitrit, Ammoniak, Fl;
- Speichelkörperchen (= abgestorbene Leukozyten, abgeschilferte Epithelzellen)

Amylase (Ptyalin): Enzym zur Spaltung von Polysacchariden. Als Aktivatoren sind Cl- und
Ca2+Ionen nötig. Sie wandelt Dextrin (rechtsdrehendes Polysaccharid) in Maltose
(Malzzucker, ein Disaccharid) um (Anfang des Stärkeabbaus).

pH-Wert des Speichels 6,6 - 6,8, stimulierter Speichel hat einen pH-Wert um 8,0
Lichtreize steuern die Speichelsekretion in einem Tag-/Nachtrhythmus:
In der Nacht ist die Speichelproduktion herabgesetzt, dadurch wird mehr Plaque abgelagert.
Des Weiteren wird die Speichelsekretion auch von psychischen, optischen und olfaktorischen
Reizen beeinflusst.
Bei Karies kommt es zu einer signifikant verminderten Aktivität der zuckerabbauenden
Enzyme und der Oxidationsrate, daher längere Verweildauer größerer Zuckerrestmengen und
längere Dauer des Substratangebotes an die Plaque → Säurebildung

Tagesproduktion 500 - 1500ml; max. 10ml/min


Die Speichelsekretion ist stark vermindert bei
- Röntgenverödung der Speicheldrüsen,
- Sjögren- Syndrom
- endogenen Depressionen
- Facialislähmung (Innervation d. Gl. Submand. via Chorda tympani)#
- Xerostomie-fördernden Medikamenten (z.B. Zytostatika, Kortikosteroide, beta-
Blocker, Antihistaminika, NSAR, Tri- und Tetracyclischen Antidepressiva, Sedativa,
Analgetika)
-
Im Speichel: sekretorisches IgA für Abwehr von Bakterien u Neutralisation von Viren

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8. Colour reaction time test (CRT-Test) (Skript S 80)
Inhalt: Kristallviolett: 0,02% in wässriger Lösung
Salzsäure 0,1M
Filterpapier
Instrumente: Mikrospitze und Stoppuhr

→ Testen der Resistenz des Schmelzes gegenüber der Demineralisation durch Säure
Farbumschlag bei pH 4,5; gemessen wird die Zeit bis zum Farbumschlag; d.h. Zeit bis
zur Neutralisation der HCl durch Herauslösten der Schmelzmineralien

9. Winkelmerkmal
- besonders bei den Schneidezähnen→ distaler Winkel zw. Schneidekante und
Seitenkante ist stumpfer als der mesialer,
- mesial eher Winkel, distal eher Bogen, gleichsam abgerundet
- überall außer 14,24

Wurzelmerkmal: Wurzel weicht zur Zahnachse gering nach distal ab


Massenmerkmal (Krümmungsmerkmal): von inzisal weist Approximalfläche der Zähne ienen
größeren Krümmunsradius aus; Zähne sind mesial massiger
Linguale Kronenflucht im UK

12/22: Foramen Caecum (tiefe Einziehung am Fuß des Tuberculums, mitunter kanalartig)
31/41: kein Winkelmerkmal (bei 32/42 deutliches W.M.)
15/25: in 44% verkehrtes Krümmungsmerkmal
OK 6er: Tuberculum carabelli, Christa transversa, Schwarz´sches S,

10. Verlauf der Crista transversa


Entspricht einer durchgehenden Verbindung von distalen Grat des mp Höckers zum
Dreieckswulst des db Höckers beim OK 6er, teilt in ein mesiales und dist. Fissurensystem

11. Zahn 14
Okklusal: 2 Höcker, bukkale kräfitiger und höher, palatinale hat Tuberculum
(entwicklungsgeschichtlich emporgestiegen). Mes. + Dist. RL, zarte
Hilfsfissuren aus Längsfissur
Buccal: ähnelt oberem 3er, ML teilt 14 in 2 Facetten
Approx: Wölbungsmerkmal: distal konvex, mesial konkav (für 3er)
Merkmale: umgekehrtes Massen-, Winkel- und Krümmungsmerkmal, reguläres
Wurzelmerkmal –
Wurzel: 2 WU (b, p), 2 Kanäle, Wu brechen leicht bei Ex
Gesamtlänge: 21,7 mm

12. UK 6er beschreiben


Linguale Kronenflucht, mächtigster Zahn
5 Hö: ml, dl, mb, db, d
1 Längsfissur, 3 Querfissuren (mb, l, db), 2 RL
2 Wurzeln, 3 Kanäle (manchmal 4, mb 2)
Gesamtlänge 22,8mm

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13. Welcher Zahn hat verkehrtes Massen und Winkelmerkmal? → 14, 24

14. Flouridierung

- ein erwachsener Mensch nimmt tägl. ca 0,5-0,8 mg Fluorid auf.


- Fluorid hat eine spezielle Affinität zu Knochen und Zahnhartsubstanz
- Zahnschmelz=HA (Ca-P)
- Speichel= gesättigte Lsg. Von Ca und P; → Ionenaustausch zw. Schmelz u Speichel
- Während der primären Mineralisation und der präeruptiven Reifungsmineralisation
kommt es zu Fluorideinlagerungen in das Kristallgitter des Hydroxylapatits
- systemisch: Trinkwasser, Salz, Tablettenfluoridierung
- lokal: Zahnpasta, Gel, Lacke
- Fluoridverbindungen (lokal): Natriumfluorid: anorganisch, Na ist Trägersubstanz
Natriummonofluorphosphat
Aminfluorid: organisch, hohe Affinität zu HA
Zinnfluorid
Wirkung:
1. initiale Auflösung des Schmelzminerals an der Schmelzoberfläche und
Repräzipitation eines kalziumfluoridhaltigen Niederschlags, fluoridierten
Hydroxylapatits bzw Fluorapatits.
2. Diffusion in den Zahnschmelz und spezifische Adsorption von Fluoridionen
an freie Bindungsstellen der Kristalloberflächen im Zahnschmelz
3. Diffusion in den Zahnschmelz und unspezifische Bindung in der wässrigen
Hülle um die Kristalle.
Antikariogene Wirkung: - Verminderung der Säurelöslichkeit
- Hemmung der Demineralisation
- Förderung der Remineralisation

15. Welche Arten von Flouridierung


→ Gels, Tabletten, Trinkwasser, Lacke, Zahnpasta

16. Sensible Zahnhälse, was tun (S 419)


Zahnpaste, Bonding, Comp, Fuji, Chirurg, Kaliumnitrat

Fluoridverbindungen, Strontiumchlorid, Kaliumnitrat in Zahnpasten, sollen durch


Mineralisierung, Verätzung oder Imprägnierung die Dentinkanälchen verschließen, bzw.
Odontoblatsenfortsätze strukturell verändern
Im Bereich freiliegender Zahnhälse oder frei liegender Wurzeloberflächen
Ev. parochirurgische Maßnahmen, Rezessionsdeckung bei Miller klasse 1 und 2 oder
Überdeckung mit Composit bei Klasse 5 Kavitäten

Lokalbehandlung überempfindlicher Zahnhälse mit


• NaF-Lösung
• Zinnfluorid-Lösung
• 1%iger Prädnisolon-Lösung (wenig erfolgreich)
• Duraphat-Lack
• Cavity-Liner (Copalite od. Tector)
• Adhäsive Deckfüllung

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DAV= Dentine abraasive volume→ Abrasionsmessmethode

17. Entscheidendes bei Kältetest (274)


Kohlensäureschnee (-78,5°C) oder Dichloridfluormethan (ca. -25°C, Kältespray)
Kälte soll möglichst pulpennahe angebracht werden, bei korrekter, kurzzeitiger
Applikation ist mit keiner Schädigung zu rechnen (Veränderung um 2,5°C an Pulpa-
Dentin Grenze)
Aufgrund der schnellen Temeraturänderung kommt es zu einer Flüssigkeitsbewegung in
den Dentinkanälchen und nachfolgender Stimulation der A-Delta-Fasern
Entzündete Pulpa reagiert überempfindlich, nekrotische gar nicht
Kann heftige Schmerzen auslösen und zu Schmelzsprüngen führen (zu lange Appl.)

18. Marcoumarisierte Patienten


Antikoagulierte Pat.
Wichtig bei blutigen Eingriffen: INR (International Normalized Ratio)
Beim Gesunden 1
Für blutige Eingriffe Wert unter 3
Wert, um wie viel länger die Blutung andauert im Vergleich zum nicht antikoagulierten
Patienten
75% Embolieverringerung
Bei Absetzen: 4-fach höheres Risiko für Embolie

19. Hyperämie

- Beginn einer Entzündung/Pulpitis


- Erhöhter Blutdurchfluss eines Pulpenteiles → aktive Hyperämie
- od. Blutfülle durch Abflusshindernis im venösen Abschnitt → passive Hyperämie
- histolog. erweiterete Gefäße
- reversibel
- 5 Merkmale der Entzündung treffen zu: Rubor, Dolor, Calor, Tumor, Functio laesa
- Lokal kann so eine Entzündung jahrelang andauern, und nach Entfernung des Reizes
wieder ausheilen

Klinik: - Schmerzen auf äußere Reize als Kalt-(-od. Warm-)schmerz


- Schmerz auf osmotische Reize (süß, sauer, salzig) aufgrund des Wasserentzugs
- Sekundenschmerz
- kein Nachschmerz
- nicht klopfempfindlich

Ursachen:
Karies, Trauma, Füllungs- u. Unterlagematerial, Präparationstraumen, freiliegendes Dentin,
okklusale Interferenzen, parodontale Überbelastung, undichte Füllungen, etc.

Therapie:
- Entfernen des Reizes, Freiliegende Zahnhälse: Fluoridieren, Laser, Pasten
- Kein invasiv-endodontischer Eingriff; kons. Ursachen aufsuchen und entfernen.
- Nachkontrolle erforderlich! Muss nicht unbedingt ausheilen. Cave: irrev. Pulpennekrose

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- optimale Zahnreinigung
- Ersetzen undichter Füllungen
- legen schmerzstillender Unterfüllungen (ZnO-Eugenol)
- indirekte Überkappung bei pulpennaher Karies
- okklusales Einschleifen bei Interferenzen
- Lokalbehandlung überempfindlicher Zahnhälse mit
• NaF-Lösung
• Zinnfluorid-Lösung
• 1%iger Prädnisolon-Lösung (wenig erfolgreich)
• Duraphat-Lack
• Cavity-Liner (Copalite od. Tector)
• Adhäsive Deckfüllung
- Bei hochaktiver Pulpitis Präparation mit einer hochtourigen Turbine (450.000 U/min) keine
Schwingungsübertragung auf die Pulpa.

heilt dieser Zustand nicht aus kommt es zur →

Pulpitis acuta serosa


- histiozytäre Infiltrate, Vakuolenbildung, Toxine im Pulpagewebe, keine MO
- entzündliches Exudat und Ödembildung
1. Pulpitis acuta serosa partialis (nur Kronenpulpa)
- gut lokalisierbarer Spontanschmerz (oft nachts), v.a. auf kalt
- nicht klopfempfindlich
- nicht ausstrahlend
- überschreitet Reizdauer

2. Pulpitis acuta serosa totalis (gesamte Pulpa)


- Entzündung hat das apikale Parodont über F. apikale erreicht
- Dauerschmerz
- klopfempfindlich (Periost mitbeteiligt)
- Spontanschmerz
- Ausstrahlend: UK→ Ohr, OK → Augen, Schläfen
- nicht mehr lokalisierbar

20. Pulpitis acuta purulenta


- massive Leukozyteninfiltration, durch Enzyme Einschmelzung des nekrot. Materials
- US: P.a.p. partialis und totalis

Klinik: - Schmerz auf Wärme, Kälte lindert


- ausstrahlend
- Klopfschmerz (wenn Desmodont beteiligt ist)
- Nicht lokalisierbar
- Kann sich zum Abszess oder Phlegmone entwickeln → geschlossene Formen

wenn Verbindung von Pulpa zur Mundhöhle besteht→

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Pulpitis ulcerosa
- Pulpa unter Karies eröffnet → Ulcus → Abszess
- Entzündungen auf Krone beschränkt, Wurzelkanäle Hyperämie
Klinik: - geringe, rasch abklingende Beschwerden
- manchmal Kaltschmerz
- anamnestisch event. frühere Schmerzperioden

Pulpengangrän (nach zusätzlicher Infektion)


- infizierte Nekrose, Fäulnisbakterien zersetzen die Pulpa
- im geschlossenen oder offenen Pulpenkavum
Klinik: - deutlicher Klopfschmerz
- Berührungsempfindlichkeit
- Kein Kalt-Warmschmerz, da Gewebe nekrotisch
- Fötider Geruch durch Gase

21. Pulpitis granulomatosa (polyposa)


=Selbstheilungsversuch d. Organismus
Aus kariösem Defekt wölbt sich epithelisiertes Pulpagranulom (viele Zellen u Gefäße),
degenerierte Odontoblasten und kalkige Degeneration der Pulpa.
Klinik: - oft schmerzlos
- Blutung u Schmerz bei Berührung mit Sonde
- sehr selten ( 0,1-0,6% )
- Resorption des umgebenden Dentins
- klinisch: rötlich, durchscheinende Farbe; Sensibilität pos.

22. Prädilektionsstellen für Karies


Klasse I Kavitäten im Bereich der Grübchen und Fissuren
Klasse II Kavitäten im Bereich approximaler Flächen im Seitzahnberich
Klasse III Kavitäten im Bereich der appr. Flächen von Schneide- und Eckzähnen
Klasse IV Kavitäten im Bereich der appr. Flächen von Schneide- und Eckzähnen unter
Einbeziehung der Schneidekanten
Klasse V Kavitäten der bukkalen und lingualen Glattflächen, meist im gingivalen
Drittel der Zahnkrone liegend

23. OPG: Diagnose, Karies, WB

24. OPTG: 7er Karies profunda.


Reagiert auf CO2 schmerzfrei.

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25. Black´sche Präpregeln
a) Umrissform
Black: „extension for prevention“: Kavitätenränder sollten in Bezirke der natürlichen
Selbstreinigung verlegt werden, auch wenn dabei mehr Zahnhartsubstanz geopfert werden
muss. Besonders wichtig im kariesgefährdeten Gebiss mit schlechter Mineralisation, d.h. bei
approximalen Kavitäten. Ausdehnung der Ränder aus dem Interdentalraum hinaus in die
bukkalen u. lingualen Zonen und zervikal bis unter den Zahnfleischrand.
Anstatt „extension for prevention“ gilt also heute:
• Immer supragingival bleiben,
• Erweiterte Fissurenversiegelung,
• Mikropräparation okklusal
• Mikropräparation approximal
• Tunnelpräparation (Hunt & Knight) nur in Gerostomatologie: schräg durch die
Randleiste in Richtung approximal. Bei minimalen initialen kariösen Läsionen, bietet
jedoch oft nur ungenaue Kariesentfernung, Füllung der Tunnelpräparation entweder
mit Amalgam wie es ursprünglich gedacht war oder mit Compomeren in der Tiefe und
Composit darauf.
Da bei einer Mikropräparation keine vertikale Abstützung möglich ist, wird als
Füllungsmaterial Composit verwendet.
Wenn der Defekt nur am Kontaktpunkt lokalisiert ist, ist eine Präparation nur durch
die Randleiste in die Tiefe möglich.

b) Widerstandsform
Um Bruchgefahr durch ausreichende Dimensionierung der Füllung zu vermeiden und den
Kaudruck über den Kavitätenboden möglichst der Zahnachse entsprechend zu übertragen.
Form soll so sein, dass Füllung bei Belastung nicht zerstört wird: planer, ebener
Kavitätenboden unter Schonung der Zahnhartsubstanz.
Einseitiger Druck auf die Füllung wird auf den gesamten Boden verteilt. Der plane Boden
darf aber nicht durch zusätzliche Dentinentfernung, sondern nur durch Auftragen einer
Unterfütterung (Glasionomerzement, Phosphatzement) erreicht werden.
Das Adhäsionsverhalten von Füllungsmaterial an Schmelz und Dentin sowie zum Teil an den
Unterfüllungsmaterialien erhöht die Widerstandskraft der Füllung.

c) Retentionsform
Präparation, die es dem Füllungsmaterial erlaubt nicht mehr aus der Kavität
herauszuschlüpfen.
Es genügen zwei gegenüberliegende diskrete Unterschnitte, parallele Seitenwände sind für
plastische Füllungsmaterialen meist ausreichend. Unterschnitte im Randleistenbereich sind zu
vermeiden. Laut Prof. Sperr sind Hilfs- u. Nebenkavitäten (Schwalbenschwanz) obsolet!
Möglichkeiten zur Verbesserung der Retention:
• vertikale Retentionen: Unterschnitte bzw. Retentionsrillen
• horizontale Retentionen: Schwalbenschwanz bzw. Federnutpräparation

d) Erleichterungsform
Erleichtert das Einbringen von Füllungsmaterial in die Kavität.
Metallgussfüllungen, Keramikinlays und Compositinlays: Neigung der Seitenwände 4 - 6°.
Eine gute Metallgussfüllung sollte schon alleine durch Friktion halten.
Computergestützt hergestellte Keramikinlays können sogar – bis zu einem gewissen
Gradkonvergent gestaltet werden. Das CEREC-System nimmt mittels 3D-Kamera einen

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optischen Abdruck, wobei unter sich gehende Stellen nur als glatte Wände modelliert werden.
Allerdings wird dadurch die Klebefuge erheblich verbreitert. Mittels diesen 3D-Daten werden
Krone, Teilkrone, Inlay oder ein Onlay aus einem Keramikblock gefräst.

e) Entfernung des restlichen kariösen Dentins


Mit langsam rotierenden Rosenbohrer: Späne fein und trocken, Kariesfreiheit
Härte des Dentins mit einer spitzen Sonde prüfen (wenn die scharfe Klinge springt);
vorsichtiges entfernen von Karies mit scharfen Excavatoren.
Cave: Eröffnung der Pulpa.
indirekte Überkappung: fragliches Dentin belassen, mit Ca-Hydroxid überkappen und mit
GIZ versorgen. Beobachtungszeitraum: 6-8 Monate ( können auch noch nach 5 Jahren devital
werden)

f) Finieren der Kavitätenränder


Abhängig vom Füllungsmaterial:
Amalgam: alle ungestützten Schmelzprismen müssen entfernt werden, da diese früher
oder später ausbrechen können und sich so Spalten bilden. Bei Amalgam sollte
diskret und nicht dünn auslaufend geschrägt werden.
Composit: mit flammenförmigen Finierdiamanten od. Arcansassteinen Rundung der
Cavitätenränder. Die Entfernung der ungestützten Schmelzprismen kann bei
Säure-Ätz-Technik (SÄT)unterbleiben.
Front: Kanten abgerundet
Approximalbereich: Gingivalrandschräger.
Metallgussfüllungen: Ränder abgeschrägt („Hevel“) z. T. dünn auslaufend.

g) Reinigung der Kavität:


- H2O2 (nur 3% sonst verschmoren Dentinkanälchen)
- Alkohol (trocknet Kavität gut, tut aber weh)
- Äther (auch gut)
- EDTA (entfernt Smear-layer, mit Wattepellett auswischen).

26. Bild beschreiben, Kavität Mikropräpation

27. OPG: Was sieht man, kommt Pat zur Kontrolle oder hat er Schmerzen?

28. Fissurenversiegelung
Präventive Zahnheilkunde im bleibenden Gebiss. Ist die einzige prophylaktische
Füllungstherapie.
Der ideale Zeitraum für die erste Versiegelung ist innerhalb der ersten 6 Monate nach dem
Durchbruch des ersten bleibenden Molaren.
Procedere:
- Reinigung (abrasive Paste)
- Präparation (feiner Diamant, Laser, Sandstrahlung), event. Kofferdam
- Anätzung
- stabiler Füllstoff (Versiegelungs-Composit)

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- Fluoridlack

29. Klasse I Präparation


• Fissuren od. Grübchen im SZ-Bereich
• buccale Grübchen von UK 6 und 7 (F. coecum)
• occlusal

Bei geringem Kariesrisiko Mikropräparation


Bei leicht erhöhtem Kariesrisiko erweiterte Fissurenversiegelung
Bei erhöhtem Kariesrisiko Präparation des gesamten Fissurensystems bis in den

30. Warum an FZ selten kariöse Läsionen


→ gut putzbar, Speichelausführungsgänge!

31. Komposit
Füllmaterial, zahnfarben, nicht selbsthaftend, SÄT, Lichthärtung (Schrumpfung zur
Quelle, verbessert durch Füllkörper), Lichtmatritzen,
K. braucht eine Unterlage → CaOH2 (nicht ZOE)
Füllkörper sind entscheidend verantwortlich für die Festigkeit und Abrasion und haben
eine entscheidenden Einfluss auf die Schrumpfung beim Abbinden (Polymerisieren) der
Füllung. Eine Kunststoffmatrix ohne Füllkörper hätte eine Gesamtschrumpfung von 10 -
20 %; durch geeignete Füllkörper kann dieser Wert auf etwa 2-3% bei PEX sogar unter
1% reduziert werden.

32. Wann kein Komposit/Kontraindikation


- Extension der Kavität zu groß
- okklusionstragende Aufgaben
- subgingivale Kavitätenränder (ohne Korrekturmöglichkeit, Trockenhaltung)

33. WU Kanal Aufbereitung


Manuelle Aufbereitung:
Extirpation:
Extirpationsnadel: Instrument mit feinen Widerhaken, 1x-Artikel
Wurzelkanalerweiterer- Bohrer = Reamer: Symbol▲
sind schneidende Instrumente, haben ein flaches Gewinde,
Gates-Bohrer für Eingangstrichter

Wurzelkanalfeilen: Symbol ■
Unterscheidungsmerkmal zum Reamer: mehr Windungen zum glätten des Kanals,
vertikale Bewegungen,
Hedström-Feilen: Symbol ●

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schraubenartiges Gewinde, raspeln Kanalwand sehr effektiv ab, bruchgefährdet, für
gekrümmte Kanäle
Lentulo

Crown-down Methode
• Genormte Guttapercha-Points
• Aufbereitung von zervikal nach apical
• Passive und aktive Schneide (ProTaper-Feilen), bis zu 6x verwendbar
• NiTi-Feilen: hohe Bruchgefahr
Bei gekrümmten Kanälen: vorgebogene Stahlfeilen zur Sondierung der Arbeitslänge. Eine
Perforation des F. apikale ist zu vermeiden! Dabei kommt es zu einer Kontamination des
Periapex mit Mikroorganismen. Instrumente mit Stopps verwenden. Perforation und
Kontamination führen zu heftigen Schmerzattacken.

ProTaper
• Crown-Down und Step-back mit verschiedenen Konuswinkeln
• Trepanation großzügig um eine geradlinigen Zugang zu schaffen
• Sondieren der zervikalen 2/3 mit 10er od. 15er Feilen
• ProTaper- Feile S1: 2/3 erreichen, Glyde od. Na-Hypochlorid in den Kanal
• Sondierung mit Stahlfeilen (10, 15) bis zur Arbeitslänge
• ProTaper S1, S2
• ProTaper F1
• Stahlfeile 20er. Guter Sitz (sonst F2, F3)
• W-Füllung mit genormten Guttaperchapoints

Step-Back-Technik
Erweiterung mit Feilen:
Die erste Feile wird auch als initiale Apexfeile bezeichnet, das letzte Gerät, das die maximale
Kanallänge erreicht hat ist die apikale Meisterfeile. Immer mit Bohrer od. Feilen bis mind.
ISO 40 aufbereiten. Abrieb soll hell, fest und fein sein.
Das nächst größere Instrument bereitet den Kanal nun 1mm kürzer als die Arbeitslänge
beträgt auf. Es folgen immer größere Instrumente, die immer kürzer aufbereiten, dazwischen
wird der Kanal immer mit der Masterfeile geglättet um Stufenbildung zu vermeiden
konische Kanalaufbereitung.

• „Balanced force“ bringt die besten Resultate

Maschinelle Aufbereitung: Giromatic, Endolift, Racer


Aufbereitung mit Ultraschall
• Kavitationseffekt – durch Ultraschall entstehende Mikrovakuolen implodieren durch
den Luftdruck. Die dabei entstehenden Druckwellen reissen die Bakterienzellwände
ein – chemische Spülmittel dringe ein und zerstören die Zelle
• Wärmewirkung
• Gesteigerte chemische Wirkung der Spülmittel durch die Wärme

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34. Verlauf der WB
Klinischer Befund, Vitalitätstest
Rö – bei Bedarf (Beherdung, keine Sensibilität, Schmerzen)
LA (falls notwendig)
- Kariesentfernung/ Aufbaufüllung
- Zugangskavität
- Lokalisation der Kanaleingänge
- Sondierung des Wurzelkanals
- Längenbestimmung (Rö)
- Aufbereitung, Spülung, Trocknung
- Medikamentöse Einlage, prov. Verschluß
- Wu Füllung
- Rö
- Prov. oder def. Füllung
Arbeiten unter Kofferdam!!!!

35. Kontraindikation für Endo


- tiefzerstörter Zahn (Wurzelkaries) ohne Rekonstruktionsmöglichkeit
- Fistel, Abszess
- schwere parodontale Schäden (geringe Lebenserwartung)
- resorptive Veränderungen großen Ausmaßes
- Passagehindernis im W-Kanal
- Erschwerte Zugänglichkeit (8er)
- nicht abgeschlossenes Wurzelwachstum
- Compliance
- Längsfraktur

Bei Herzfehler, Endokarditis: AB-Abschirmung

36. Wann darf man einen Zahn definitiv abfüllen?


Trocken, geruchsfrei, schmerzfrei, fertig aufbereitet

37. Was verwendet man zum Überkappen


Ca-Hydroxid, Laser, Zinkoxid Eugenol, Bonding

38. Direkte und indirekte Überkappung?

Direkte Überkappung:
Indikation:
• Bei normaler od. reversibel geschädigter Pulpa, punktförmige Eröffnung der
Pulpenhöhle (1mm²).
• Um die eröffnete Pulpa muss klinisch hartes, ritzfestes Dentin vorliegen;

Kontraindikation:

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• Milchzähne fast immer
• alle Formen der Pulpitis
• Eröffnung mehr als 1mm²
Vorgehen:
• Unbedingte Trockenheit – Kofferdam
• Desinfektion des Kavums
• Druckloses Aufbringen von Ca(OH)2, bildet eine stark basische Barriere
• darüber fadenzieheder Phosphatzement
• danach die eigentliche Unterfüllung mit Phosphatzement
• definive Versorgung des Zahnes mit Füllung in der gleichen Sitzung möglich
• nach einer Woche Vitalitätstest, wenn neg. 􀃆 endodont. Behandlung
• in den ersten 48h nach Überkappung ist das Auftreten von ziehenden Schmerzen
möglich, die allerdings nachlassen müssen.
Cave: Kein ZnO-Eugenol verwenden, da pulpentoxisch
Überlebenschance ca. 40%,
• keine technischen Arbeiten innerhalb eines Jahres

Möglichkeiten der direkten Pulpenüberkappung:


• CO2-Laser + Ca(OH)2: höhere Überlebensrate der Pulpa (96%),
CO2-Laser hat eine Wellenlänge von 10,6 μm, Betriebsart c/w oder
pulsed, 1 Watt Power, Ziel ist nicht die resultierende Verschorfung
sondern die damit erreichte Keimfreiheit!
• Diodenlaser 􀃆 Verschorfung, Blutstillung, Abtötung, bis 2mm
• Ca(OH) 2-Präparat: Überlebensrate 86%

Indirekte Überkappung:
Indikation:
• dünne Stelle, an der Pulpa durchscheint
• nach Trauma
• Karies profunda im pulpennahen Drittel, wenn keine pulpitische Beschwerden
aufgetreten sind.

Kontraindikationen: alle Formen der Pulpitis


Prognose: bei strenger Indikation günstig

Oft stellt sich die Frage, ob das am Kavitätenboden noch belassene Dentin kariös verändert
ist.
Das Belassen von Karies sollte vermieden werden, gleichzeitig aber würde eine weitere
Präparation oftmals zur Pulpeneröffnun führen. Auf diesem Grat zw. vollständiger
Kariesentferungn und Schonung der Pulpa gilt es zu jonglieren. Allgemein wird die
Forderung gestellt, praktisch sämtliches, kariös erweichtes Dentin zu entfernen; das kariös
infizierte Dentin kann belassen werden, wenn dies zur Vermeidung einer Pulpeneröffnung
nötig ist.
Procedere:
• Karies so weit wie möglich entfernen
• infiziertes Dentin belassen
• H2O2- Spülung
• applizieren von Ca(OH)2 od. ZnO-Eugenol-Präparaten
• ev. Unterfüllung mit Überkappungsmaterial
• darüber provisorische Füllung (Phosphatzement)

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• nach frühestens 8 Wochen Revision der Füllung, Entfernung des
Überkappungsmaterials und Entfernung der Restkaries.
Man hofft somit, dass durch die Überkappung einerseits die Restkaries „austrocknet“ und sich
im Pulpenbereich Reizdentin gebildet hat, dadurch die Dentinschicht also dicker wird. Es hat
sich allerdings erst nach Jahren eine ordentliche Barriere ausgebildet, oft ist coronales
Gewebe bereits infiziert, was eine Amputation der Kronenpulpa erfordert!

39. Wofür CaOH?


- bei WB als Einlage unter definitiver Füllung.
- Direkte und indirekte Überkappung.
- Definitive Füllung von Milchzahn WB; kein Guttapercha Point, weil dieser nicht resorbiert
wird.
- Apexifikation: Wurzelwachstum beim Kind noch nicht angeschlossen.

40. Kanalspülung/ Indikation und Wirkung von EDTA, Alkohol, NaOHCl, H2O2
Spülung: gering toxisch
nekrotisches Gewebe auflösen
bakterizid
smear layer entfernen
Dentinspäne entfernen

- NaOCl: 1-5%, wirkt gewebsauflösend, ätzend, antibakteriell, baut Proteine ab;


Aufbewahrung in dunkeln, geschlossenen Gefäßen
- H2O2: 3%, alleine keine große Wirkung, mit NaOCl aufschäumend - dadurch erhöhte
Wirkung; Abwechselnd NaOCl und H2O2, letzte Spülung NaOCl.
- Alkohol: 70-95%; Einsatz: als letzte Spülung nach Kombinationsspülung, beschleunigt
Trocknung.
- EDTA: Calcinase: Komplexbildner, bildet mit metallischen Kationen, bes. mit Ca und
Mg wasserlösliche Metallchelate, Dentin wird entmineralisiert
Indikation: Zur Aufbereitung sklerosierter Kanäle und enger Kanäle
- CHX: Enterococcus faecalis

41. Fraktur im apikalen 1/3


wenn er schmerzt entweder WB und Frakturteil belassen, obliteriert selbstständig
oder WB +WSR

42. OPG: WSR / Schrödersche Lüftung


Seltene Behandlungsmethode bei einer Eiterung an der Zahnwurzelspitze. Statt über den
Wurzelkanal - wie bei der Trepanation - erfolgt die Druckentlastung chirurgisch direkt an der
Wurzelspitze des (akut) entzündeten Zahnes, indem der Knochen über der Abszesshöhle
eröffnet wird. Durch die Druckentlastung verschwindet der Schmerz.

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43. Welche 2 Arten von Abszessen
Endo + Paro.,
Urs. wenn Vitalität gegeben:
Paroläsion, wenn Zahn (noch) vital- zuerst WB, dann Parotherapie

44. Gold/ Keramikpräparation


Gold 4-6 Grad
Keramik 8 Grad
Abschrägung 40° nur bei Gold

45. Wo werden Payne-Köpfchen angebracht


Everett Payne hat als erster kleine Goldknöpfchen an die Inlays angebracht,
damit diese zum Probieren besser gefasst werden können. Müssen dort angebracht
werden, wo sie funktionelle Bewegungen nicht stören. Also paraokklusal.

46. Was überprüft man beim einzementieren techn. Arbeiten


Kontaktpunkt und Randschluss, Okklusion (CAVE: Keramik!!)

47. Wo mischt man Harvard Zement an


rauhe Seite der Glasplatte

48. Warum legt man Fäden


Retraktionsfäden, um Gingiva zu verdrängen
- Darstellung des (subgingivalen) Präparationsrand für
- Unterstützende Maßnahme zur Trockenlegung bei epi- oder subgingivaler
Kastenpräperation (bei Blutung Fäden in Adrenalin getränkt)
- Geringste Schädigung der Gingiva während des subgingivalen Beschliffs oder der
Kavitätenpräp

49. Inlay kommt vom Techniker, was machen Sie der Reihe nach, womit reinigen sie
Zahn?
1. Ko des Inlays am Modell
2. Falls möglich, keine LA (besserer Tastsinn)
3. Entfernung des Provisoriums
4. Reinigung der Kavität mit CHX und des Inlays mit Alkohol??
5. Relative (Watterollen) oder absolute (Kofferdam) Trockenlegung
6. Anprobe des Inlays, Kontaktpunkt, Okklusion (CAVE: Keramik), Randpassung
7. event. extraorales Einschleifen (v. a. KP, Politur)

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8. Nochmalige Reinigung des Inlays und komplette Reinigung und Trocknung der
Kavität
9. Anrühren, sahnige konsistenz von Zinkoxid- Phosphatzement (Harvard Zement)
10. Kavität und Innenseite der Restauration dünn beschicken
11. Einsetzen, unter kontinuierlich ansteigendem Druck, Reinigung, Aushärtung mit
Watterolle-Aufbiß,
12. sorgfältige Reinigung mit Scaler und Zahnseide,
13. Okklusionskontrolle
14. Pat. aufklären, dass Zahn temperaturempfindlich sein kann
15. Endko in 10 Tagen

50. Wie kann ein Zahn nach dem Einsetzen eines Inlays reagieren?
50% der Zähne die mit Phosphatzement einzementiert werden, werden devital

51. Woran erkennt man zu starke Kontakte


Kokarden → Farbe zur Seite gedrängt

52. Fistel beim Kind? → Ex

53. Milchzahnabszess?
Extraktion, event. Schäden am bleibenden Zahn möglich

54. Turner-Zahn
Missgebildeter bleibender Zahn (Schmelzhypoplasien od. deformierte Kronen und
Wurzeln), v.a. bei Schneidezähnen und Prämolaren
Ursache: vereiterter Milchzahn – Schädigung durch Infektion (ca. bei 25% der Fälle)
Folge: kosmetisch störende Schmelzverfärbung bis Missbildungen der ganzen
Zahnkrone und Wurzel
Therapie: bei kosmetischen Missbildungen - Komposit

Milchzahn-Merkmale:
- hellere Farbe, kreidig, opak bis bläulich-weiß, transluzent
- kleiner und kürzer
- relativ breit
- gingivaler Schmelzwulst
- Pulpenkavum größer
- Schnellere Abrasion
- Winkelmerkmal of deutlicher

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55. Bild: Abszess bei 61, Therapie der Wahl?
Ex bei Abszess im MG, keine Endo, da Gefahr eines Turner Zahnes besteht
(Schmelzschädigung)

56. OPG: Cap am Milchzahn


schädigt durch Entzündung bleibenden Zahn
Th. bei Abszess? → Ex

57. Trauma: Intrusion


7 J, 14 J; kommt beim 7 J eher durch Wachstum wieder heraus??

58. Intrusionstrauma 2/4J Kind, Therapie


Mit 2-4 Jahren sind bereits alle Zahnkeime vorhanden, liegen aber oraler als
Milchzahnwurzel daher werde ich abwarten und schauen, ob der Zahn von selbst wieder
rauskommt

59. 5J Kind, Milch 1er ausgeschlagen, was macht man?


Nicht reponieren, Infektionsgefahr und Verletzung des bleibenden Keims!!

60. 8J Kind, bl. 1 ausgeschlagen, was macht man?


Grob reinigen, reponieren, schienen (1-2 Wo semirigid, 6-8Wo rigide)

61. Milchgebiss und Karies, Füllungsmaterial

- GIZ
- Komposit
- Compomere: positive Eigenschaften von GIZ u Komposit vereinigt. Pulpennahe
Bereiche mit Ca(OH)2 abdecken
- IRM
- Phosphatzement, kein Amalgam

62. Vitalamputation
Siehe Zettel

63. Milchzahnendo?
Siehe Skript

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64. Rö-KB: 8/7/6, Milch 5 sichtbar, was fällt auf
Da der 8er schon da ist, aber noch Milch 5: Nichtanlage
Obwohl 6er 3wurzelig, ist es im UK! (KH nicht sondierbar)

65. OPTG beschreiben Wechselgebiss

66. Bleaching? (Hellwig S334)

• Bleachen: vorher immer Muhy (Entfernung exogener Verfärbungen), polieren


(Polierpaste darf keine Öle enthalten und kein Fluor); Gel im basischen Bereich
Office bleaching 30% H2O2, Home bleaching 10-16% H2O2; kann SH-irritierend sein;
Kontraindikation bei empfindlichen Zahnhälsen, Schmelzsprüngen und undichten
Füllungen; außerdem Photothermisches bleachen mit Laser oder anderen Lampen
(LET,..) Wärme beschleunigt O-Radikale, im Gel H2O2 und Adsorber für Licht
Photochemisches Bleachen
Geschichte des Bleachings
Antike: mit Harnsäure
Mittelalter: mit Aquafortis und Eisenraspel
1895 Westlake: Wasserstoffperoxid und Ether
interne Zahnverfärbungen: Verfärbungen in der Zahnsubstanz entstehen durch
Strukturanomalien, Störungen der Zahnentwicklung, Pulpenschädigung, Fluorose,
Tetrazykline oder altersbedingt
Externe Zahnverfärbungen: Ablagerungen auf der Zahnoberfläche entstehen durch den
Konsum von Tabak, Kaffee, Tee und Rotwein.
Sind die externen Verfärbungen nur oberflächlich, so können sie mit Hilfe einer
professionellen Mundhygiene entfernt werden.
Zahnverfärbungen verschiedenen Ursprungs werden meist entfernt um die Ästhetik zu
verbessern. Dazu stehen drei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
1.) home Bleaching: chemisches Bleaching mit niedriger Konzentration
2.) In office Bleaching: chemisches Bleaching mit hoher Konzentration
3.) Laser und Licht unterstütztes Bleaching:
- Photothermisches Bleaching mit Peroxyd Verbindungen und Licht bzw. Laser oder -
- photochemisches Bleaching mit Farbstoffen und Laser.
Weiters unterscheidet man zwischen einem oberflächlichem Effekt und einem
Tiefenwirkungseffekt.
Beim Bleaching werden C-H-O Verbindungen an der Zahnoberfläche und im Zahn
aufgebrochen. Es entstehen O- bzw. OH- Radikale. Alle home- bzw. in office Bleachinggels
verursachen abhängig von der Anwendungsdauer (die leider sehr lange ist um einen
brauchbaren Effekt zu erzielen) und dem Anteil der Peroxidverbindungen im Gel
mikroskopisch erkennbare Schmelzschäden. Bei bereits geschädigten Zähnen ist ein
besonders großer Angriff zu beobachten. Um eine Oberflächenschädigung zu vermeiden ist es
notwendig, dass die O- bzw. OH- Radikale rasch freigesetzt werden.

Home bleaching Produkte/ In office bleaching Produkte:


- Colgate Simply White Blue Mix Office
- Tres White Opalescence

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- Visalis whitening 7,5% Pola office 35%
- Vivastyle Paint on Visalys whitening 13,5%
- Vivastyle 7,5% Vivastyle 30%
- Vivastyle 16% Vivastyle 16% und 30%
- Whitestrips
Das Debridement der Fläche, die Konzentration des Wasserstoffperoxids, eine
abgeschlossene
Umgebung, der ph-Wert (im basischen Millieu arbeiten!) und vor allem die Expositionszeit
beeinflussen die Bleachingreaktion bei allen chemischen Bleachingverfahren.
Da es nach ca. 20 Minuten zu einer deutlich sichtbaren Schmelzschädigung kommt, muss
versucht werden, die chemische Reaktion zu beschleunigen und dadurch die Expositionszeit
zu verringern.
Photothermisches Bleaching
Die Energie wird durch Licht (Lampe oder Laser) zugeführt. Je mehr Anteile des Spektrums
von
dem Bleachinggel absorbiert werden, umso optimaler wird die Energie der Lampen genutzt.
Da nur die Energie oberhalb eines gewissen Schwellenwertes für die Abtragung genützt
werden kann, ist es am besten, wenn das Strahlenspektrum initial steil verläuft, dann in ein
Plateau übergeht und schließlich wieder steil abfällt. Unterhalb des Schwellenwertes erzeugt
der Laser nur Wärme. Aufgrund der Monochromasie wird das Laserlicht selektiv im Gel
absorbiert, das bedeute, dass es für jede Wellenlänge bzw. für jeden Laser ein spezifisches
Gel gibt. Unnötige Belastungen durch Verlustwärme werden so minimiert. Durch das schmale
Spektrum wird nahezu die gesamte Energie vom spezifischen Absorber aufgenommen und für
den Bleaching Vorgang genützt.
Laser:
Argonlaser: 488-515nm er ist der einzige Laser mit 2 Peaks
KTP Laser: 532nm
Diodenlaser: 805nm
Maßgebende Faktoren beim Laserbleaching
- Maximale Absorbtion der Laserstrahlung im Gel
- Rasche und vollständige Austreibung der Radikale aus dem Gel
- Rasche Diffusion der O- bzw. OH- Radikale in den Zahn
- Keine Pulpaschädigende Temperaturerhöhung der Zähne
- pH- Wert des Bleachinggels
Photochemisches Bleaching mit Hilfe des KTP Lasers und eines Bleachinggels hat eine sehr
hohe Effektivität (klinisch wesentlich wirksamer als beim rein photothermischen Verfahren).
Dadurch werden die Zahnhartsubstanz und die Pulpa geschont und der Temperaturanstieg ist
geringer.
Ein photothermischer Effekt und zwei verschiedene Arten photochemischer Effekte kommen
hierbei zur Wirkung.
Die photochemischen Effekte sind zum einen photochemische Reaktionen mit den
Farbstoffen im Bleachinggel (Rhodamin) unter zusätzlicher Produktion von wirksamen
Radikalen und zum anderen die direkte photochemische Wirkung auf die Verfärbungen im
Zahn (va. Tetrazykline!), was den Bleachingeffekt unterstützt.
Tetrazyklinverfärbungen wurden erstmals 1956 beobachtet. Tetrazyklinmolekühle binden
an Hydroxylappatitkristalle in Schmelz und Dentin.
Aureomycin: graubraune Verfärbung
Terramycin: gelbe Verfärbung
Achromycin: gelbe Verfärbung
Durch Tetracyclin verfärbte Zähne werden durch Sonnenlichtexposition dunkler. Eine weitere
Lichtexposition führt dann wiederum zur Aufhellung. Bei der Anwendung des KTP Lasers

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addieren sich die Effekte zu einer hocheffizienten Aufhellung.
Tetrazyklin 􀃆 Photooxydation 􀃆AODTC 􀃆 Photooxydation 􀃆 photolytischer Abbau

Behandlungsablauf
• Wangenhalter
• Trockenlegung
• Absaugung
• Reinigung
• Sicherheitsbrille
• Gel anmischen
• Gel auftragen: beginnend in der oberen Front in der Reihenfolge 3er, 4er, 1er, 2er auf
Grund der unterschiedlichen Schmelzdicke
• Laserbestrahlung: continous wave, defokussiert, 30 Sekunden pro Zahn, 1 Watt
• Gel absaugen
• Spülen
• Trocknen
• Vitamin E applizieren
• Prüfung des Erfolgs
• Ggf. nochmalige Wiederholung (max. 4x) oder nachbleachen einzelner Zähne
• Den Patienten in der Verwendung des Pflegegels unterweisen
• Termin für eine Kontrolluntersuchung nach zwei Wochen und eine weitere nach sechs
Monaten vereinbaren.

67. Schlüsselstift

68. DAV

69. US zwischen Sekundärkaries und Rezidivkaries

70. Sharpey´sche Fasern (Funktion, Anzahl, Vorkommen…)

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