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Verb Indikativ? Konjunktiv I? Konjunktiv II?

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Der Hase und der Igel


An einem schönen Herbsunorgen kam ein Igel auf den Ge- Indikativ
danken, einen Spaziergang auf das nahe Rübenfeld zu ma-
chen. Er hatte eben sein Haus verlassen und wollte gerade Indikativ / Indikativ
um den Schlehenbusch auf den Acker biegen, da hoppette Indikativ
ihm ein Hase entgegen, der ein Kohlfeld besuchen wollte. Indikativ
Den Gruss des Igels nicht beachtend, fragte er, wie es Indikativ
komme, dass er hier schon so früh herumlaufe. Als dieser Konjunktiv I / Konjunktiv I
erwiderte, er gehe spazieren,lachte der Hase und Indikativ / Konj. I / Indikativ
meinte, er, der lgel, könnte seine Beine auch zu Besserem Indikativ / Konjunktiv II
gebrauchen. Das verdross den Igel sehr. Er bilde sich wohl Indikativ / Konjunktiv I
ein, sagte er, er könne mit seinen Läufen schneller vorw?irts Indikativ / Konjunktiv I
kommen als er selbst. Aber der Hase täusche sich. Wenn er, Konjunktiv I
der Igel, mit ihm um die Wette liefe, Konjunktiv II
würde er ihn sogar überholen; das wolle er ihm beweisen. Konjunktiv II / Konjunktiv I
Er solle in einer Stunde wiederkommen. Er, der lgel, Konjunktiv I
müsse erst frühstücken, denn er habe noch nichts gggEssq. Konjunktiv I / Konjunktiv I
Der Hase sagte, den Vorschlag nehme er an. Der Igel Indikativ / Konjunktiv I
wusste längst, wie er den Hasen überlisten wollte, und das Indikativ / Indikativ
Frühstück war nur ein Vorwand gewesen, um seine Frau zu Indikativ
holen. Als er ins Haus trat, sagte er zu ihr, sie Indikativ / Indikativ
solle sich schnell anziehen und mit ihm aufs Feld kommen. Konjunktiv I
Was es denn gebe, fragte die Igelin voller Neugier. Das Konjunktiv I / Indikativ
werde er ihr unterwegs erzählen. Mittlerweile trotteten sie Konjunktiv I I Indikativ
los, und der Igel sagte, der Hase habe ihn ge?irgert und er Indikativ / Konjunktiv I
habe sich mit ihm zu einem Wettlauf auf dem langen Acker Konjunktiv I
verabredet. Der Hase laufe in der einen Furche, er selbst in Konjunktiv I
der anderen. Sie solle sich ans Ende dieser Furche legen Konjunktiv I
und, wenn sie den Hasen kommen sehe, aufspringen und Konjunktiv I
ihm entgegenrufen, er, der Igel, sei schon da. So Konjunktiv I
geschah es. Der Igel selbst lief nur drei Schritte, dann Indikativ / Indikativ
duckte er sich, und seine Frau am anderen Ende der Furche Indikativ
spielte die Rolle des Siegers. Sooft sie den Lauf auf Verlan- Indikativ
gen des Hasen wiederholten, jedes Mal rief der Igel oder Indikativ / Indikativ
seine Frau, er sei schon da. Der Hase merkte die Täuschung Konjunktiv I / Indikativ
nicht und bekannte schliesslich, Indikativ
das hätte er nicht erwartet. Konjunktiv II
Nach Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen.
Verb Indikativ? Konjunktiv I? Konjunktiv II? +WA-V-T|-4 WA-VlOL

Till Eulenspiegel
Gestern hatte ich unerwartet Besuch von meinem Freund Indikativ
Christian. Ich solle ihm helfen, waren seine ersten Worte. Konjunktiv I / Indikativ
Er müsse einen Text schreiben über Till Eulenspiegel. Ob Konjunktiv I
ich ihm helfen könne und was ich von ihm oder über ihn Konjunktiv I
selesen hätte. Eulenspiegel, erwiderte ich, Konjunktiv II / Indikativ
habe, wenn überhaupt, im 14. Jahrhundert gglebl Konjunktiv I
Er sei ein Schalksniur gewesen, seine Streiche Konjunktiv I
hätten die meisten Völker Europas belustigt. Konjunktiv II
Sie beruhten oftmals darauf, dass er eine Redensart wört- Konjunktiv II
lich genommen habe und entsprechend Konjunktiv I
ausgeführt habe; sie zeigten die Überlegenheit der Konjunktiv I / Konjunktiv II
Bauernschläue über das städtische Handwerk.
So habe er in Braunschweig einen Bäckermeister an der Konjunktiv I
Nase herumgeführt, in Ni,irnberg
habe er sich als Wunderdoktor ausgegeben. In Bremen Konjunktiv I
habe er die Milchfrauen in grosse Aufregung versetzt und Konjunktiv I
sei von den Bürgern wegen seiner Schalkheit noch eelobt Konjunktiv I
worden. Andere Geschichten berichteten davon, wie er Konjunktiv II
auch edle Herren, selbst den König von Dänemark,
hereingelegt habe. Dieser habe ihm aufgetragen, Konjunktiv I / Konjunktiv I
er solle seinem Pferd den allerbesten Hufbeschlag geben Konjunktiv I
lassen. Eulenspiegel habe gefragt, ob er das wirklich so Konjunktiv I
meine; er handle genau nach dem Wort und, was er Konjunktiv I I Konjunktiv I
befehle, führe er wörtlich aus. Als der König den Aufrag Konjunktiv I / Konjunktiv I
wiederholt habe, sei Eulenspiegel zu einem Goldschmied Konjunktiv I I Konjunktiv I
geritten und habe befohlen, das Pferd mit goldenen Huf- Konjunktiv I
eisen und silbernen Nägeln zu beschlagen.
Ich könnte ihm noch mehr solcher Streiche erzählen, aber Konjunktiv II
ich besässe ein Buch über den Narren, das ich ihm Konjunktiv II
mitgeben wolle. Darin werde er sicherlich genügend Stoff Konjunktiv I I Konjunktiv I
für einen Text finden. Die Eulenspiegeleien würden ihn Konjunktiv II
sicher amüsieren, mir hätten sie äusserst gefallen. Konjunktiv II
Gestorben sei Eulenspiegel in Schleswig-Holstein, Konjunktiv I
jedenfalls werde sein Grabstein noch heute am Dom zu Konjunktiv I
Mölln gezeigt.
Christian bedankte sich und entfernte sich schnell, das Indikativ / Indikativ
Buch unter dem Arm.
Indirekte Rede Setze in die indirekte Rede. Verzichte auf ,,dass". -) IR-TI IR-2L

1. Sie sagt, er lese (lesen) gern.


2. Sie sagte, er lese (lesen) gern.
3. Er hat gesagt, er trage (tragen) den Koffer zum Bahnhof.
4. Er sagte, ich würde ... tragen (trüge) (ragen) das Unglück mit Fassung.
5. Sie behaupteten, sie selbst hätten (haben) keine Sorgen.
6. Sie haben heute gesagt, Sie würden uns helfen (uns helfen).
7. Unsere Nachbarn meinten, es gefalle (gefallen) ihnen.
8. Er versprach, er werde (werden) sich selbstverständlich um diese Angelegenheiten
kümmern.
9. Karl schreibt, seine Eltern und er würden sich ... freuen (freuten sich) (sich freuen)
auf meinen Besuch.
10. Er sägte, ich hätte (haben) darüber zu bestimmen.
11. Ich teilte ihm mit, ich hätte (haben) keine Znit.
12. Er versicherte mir, er komme (kommen) am Abend.
13. Sie sagten, sie selbst kämen (würden... kommen) (kommen) später.
14. Schliesslich gab er zv, er müsse (müssen) die Prüfung wiederholen.
15. Er hat gesagt, die Erwachsenen wüssten (wissen) alles besser.
16. Du hast mir geschrieben, deine Tante sei vor einer Woche aus Afrika zurückgekommen
(zurückkommen).
17. Er schreibt, er könne (können) nicht kommen.
18. Sie schreiben, sie selbst kämen (würden ... kommen) (kommen) später.
19. Er behauptete, er habe soeben den Dieb gesehen (sehen).
20. Sie schreiben, Sie hätten unseren Brief am 3. Marz erhalten (erhalten).
21. Er rief uns zu, wir kämen (würden ... kommen) (kommen) gerade recht, er
brauche (brauchen) Hilfe.
22. Du wirfst mir vor, ich hätte mich letzte Woche nicht genug um meine Arbeit
gekümmert (sich kümmern).
23. Wenn du noch einmal behauptest, du sei(e)st (sein) ein Fachmann auf diesem Gebiet,
dann lache ich nur noch.
24. Ich erinnere mich genau, dass du gesagt hast, du wollest (wollen) mit der ganzen
Geschichte nichts zu tun haben.
25. Er hat mir vorgehalten, ich hätte ihm letzte Woche seinen ganzen schönen Plan
vermasselt (vermasseln).
26. Sie sagten, sie selbst hätten (haben) keine Bedenken.
21. lch fragte ihn, ob er auch mitkomme (mitkommen).
28. Sie entgegneten, das sei (sein) doch ganz klar.
29. Sie rieten uns, wir sollten (sollen) auf unserer Forderung bestehen.
30. Er sagte, ich möge (mögen) mir das doch noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Indirekte Rede Setze in die indirekte Rede. Verzichte auf ,,dass". --+ IR-TI IR-5L

1. Sie fragte ihn: ,,Warum hörst du nicht auf, Lehrer zu sein, wenn diese Tätigkeit dich doch hohl
und bucklig macht?"
Sie fragte ihn, warum er nicht aufrröre, Lehrer zu sein, wenn diese Tätigkeit ihn doch hohl
und bucklig mache.

2. Und alle andern fragten ihn ebenfalls: ,,Warum hörst du nicht auf, Lehrer zu sein, wenn diese
Tätigkeit dich doch hohl und bucklig macht?"
Und alle andern fragten ihn ebenfalls, warum er nictrt aufhöre, Lehrer zu sein, werm diese
Tätigkeit ihn doch hohl und bucklig mache.

3. Er entgegnete nur: ,,Rede und Antwort stehen zu müssen, das ist zwar das Gegenteil von
Seligkeit, aber ich habe meinen Beruf nicht aus pädagogischer Passion ergriffen, sondern aus
Mangel an Alternativen, bestenfalls darum, weil ich selbst in meiner Jugend unsäglich unter
der Schule gelitten habe."
Er entgegnet€ nur, Rede und Antwort stehen zu müssen, das sei zrwar das Gegenteil von
Seligkeit, aber er habe seinen Beruf nicht aus pädagogischer Passion ergriffen, sondern aus
Mangel an Alternativen, bestenfalls darum, weil er selbst in seiner Jugend unsäglich unter
der Schule gelitten habe.

4. Er sagte: ,,Was nasen- und augenf?illig ist, wird keck und wortreich beklappert; was aber
verborgen ist und noch nicht sichtbar, nötigt uns stumme Ehrfurcht ab."
Er sagte, was nasen- und augenfällig sei, werde keck und wortreich beklappert; was aber
verborgen sei und noch nicht sichtbar, nötige uns stumme Ehrfurcht ab.

5. Sie bemerkten: ,,Wir wollen unsere Ruhe, wir haben die Nase voll, wir sind übersättigt, wir
haben genug."
Sie bemerkten, sie wollten ihre Ruhe, sie hätten die Nase voll, sie seien übersättigf sie
hätten genug.

6. Aber die andern fragten weiter: ,,Warum wollt ihr eurc Ruhe haben, warum ...?"
Aber die andern fragten weiter, warum sie ihre Ruhe haben wollten, warum...

7. Und dann schrien sie in einer furchtbaren Lautstärke: ,,Lasst uns doch endlich in Ruhe!"
Und dann schrien sie in einer furchtbaren Lautstärke, sie sollten sie doch endlich in Ruhe
lassen.

8. Weitere kamen hinzu und fragten voller Entsetzen: ,,Warum schreien denn alle so?"
Weitere kamen hinzu und fragten voller Entsetzen, warum denn alle so schreien würden
(schrien).