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Glossar

Inhaltsverzeichnis

Erläuterungen zu häufig verwendeten A Erregerfrequenz 7


Begriffen in Verbindung mit unseren Abklingkoeffizient [1/s] 4
Werkstoffen. Abrieb [mm3] 4 F
Abstimmfrequenz [Hz] 4 Federkennlinie 7
Abstimmungsverhältnis 4 Federkraft [N] 7
Amplitude 4 Federsteifigkeit [kN/mm] 7
Amplitudenabhängigkeit 4 Federweg [mm] 7
Finite Elemente Methode (FEM) 7
B Formfaktor (q) 7
Bettungsmodul [N/mm3] 4 Freiheitsgrad 7
Beurteilungspegel [dB] 4 Frequenz [Hz] 8
Bruchdehnung im Zugversuch [%] 4
Bruchspannung H
im Zugversuch [N/mm2] 5 Hooksches Gesetz 8

D I
Dämmung 5 Impedanz [Ns/m] 8
Dämpfung 5 Isoliergrad [%] 8
Dauerschwellversuch 5 Isolierwirkung 8
Deformationsenergie [Nm] 5
Dekade 5 K
Dezibel [dB] 5 Komplexer E-Modul [N/mm2] 8
Dichte [kg/m3] 5 Körperschall 8
Druckverformungsrest [%] 5 Körperschalldämmung [dB] 8
Dynamikbereich 5
Dynamische Belastung 6 L
Lärm 8
E Lastspitzen [N/mm2] 8
Eigenfrequenz [Hz] 6 Lehrsches Dämpfungsmaß (D) 8
Eigenmode 6 Luftschall 9
Einfederung [mm] 6
Einfügungsdämmmaß [dB] 6 M
Einfügungsdämmung 6 Masse-Feder-System (MFS) 9
Einmassenschwinger 6 Massenschwerpunkt 9
Einsatztemperatur [°C] 6 Mechanischer Verlustfaktor 9
Elastizität 7 Mehrmassenschwinger 9
Elastizitätsmodul [N/mm2] 7 Mittelungspegel 9
Empfängerisolation 7 Modalanalyse 9
Energieabsorption [Nm] 7

2
O Schwingungsamplitude 12 Verlustfaktor () 15
Oktave 9 Schwingungsdämmung 12 Verlustmodul 15
Schwingungsdämpfung 12 Verlustwinkel [Grad] 15
P Schwingungsisolation 12 Versteifungsfaktor 15
Pegel [dB] 9 Schwingungstilgung 12 Vorlast [N] 15
Periodendauer [s] 9 Sekantensteifigkeit [kN/mm] 12
Plastizität 9 Sekantenmodul [N/mm3] 12 W
Pressung [N/mm2] 9 Shorehärte 12 Wärmeleitfähigkeit [W/mK] 15
Poisson-Zahl () 9 Speichermodul 13 Weiterreißfestigkeit [N/mm] 15
Polyurethan 9 Spektrum 13
Spezifischer Durchgangs- Z
Q widerstand [Ωcm] 13 Zugfestigkeit [N/mm2] 15
Quasistatische Federkennlinie 10 Stationäre Belastungen 13
Quasistatische Verformung 10 Statischer Einsatzbereich [N/mm2] 13
Quellenisolation 10 Statisches Dauerstandverhalten [%] 13
Stauchhärte [N/mm2] 13
R Stauchung [%] 13
Reibwert 10 Steifigkeit [kN/mm] 13
Reißdehnung [%] 10 Störfrequenz [Hz] 13
Reißfestigkeit [N/mm2] 10 Stoß 14
Resonanz 10 Stoßdämpfung 14
Resonanzfrequenz [Hz] 10 Stoßisolation [%] 14
Stoßreduzierung 14
S Stoßverzehrelemente 14
Schall 10 Summenpegel Ltot 14
Schalldämmmaß [dB] 10
Schalldruck [Pa] 10 T
Schalldruckpegel [dB] 11 Tangentenmodul [N/mm3] 14
Schallemission 11 Tangentensteifigkeit [kN/mm] 14
Schallimmission 11 Terz 14
Schallspektrum 11 Trittschallpegel [dB] 14
Schallwelle 11 Trittschalldämmmaß [dB] 14
Scheitelfaktor (Crest-Faktor) 11
Schnellepegel [dBv] 11 U
Schock 11 Übertragungsfunktion 14
Schockisolation 11 Übertragungsmaß [dB] 14
Schubmodul [N/mm2] 12
Schubspannung [N/mm2] 12 V
Schwingungen 12 Verlustarbeit [Nm] 15

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A-B

Abklingkoeffizient [1/s] quenz ist, desto höher ist die ¬Schwin- produkten (Gummigranulat) sind dage-
gungsisolation. gen erhebliche Abhängigkeiten der
Maß zur Charakterisierung der ge- dynamischen Steifigkeit von der Erre-
schwindigkeitsproportionalen Dämp- geramplitude zu beobachten.
fung eines freien Schwingers; wird Abstimmungsverhältnis
auch als zeitliches Dämpfungsmaß
bezeichnet;  kennzeichnet das Verhältnis der ¬Störfrequenz zur ¬Ab- Bettungsmodul [N/mm3]
(exponentielle) zeitliche Abklingen stimmfrequenz eines elastisch gelager-
eines Schwingungsvorgangs vom ten Systems; auch als Frequenzverhält- Auch: Flächenbezogene ¬Steifigkeit;
Anfangswert A0 (t=0) auf den Wert A nis bezeichnet; die Störfrequenz und Verhältnis der ¬Pressung zu dem sich
zur Zeit t A=A0 . e- t
.
die Abstimmfrequenz müssen mindes- einstellenden ¬Federweg; zu unter-
tens um den Faktor 2 auseinander scheiden ist der ¬Sekantenmodul und
Anmerkung: zu unterscheiden vom liegen, um eine Dämmung des Systems der ¬Tangentenmodul.
räumlichen Abklingkoeffizienten  zu erreichen.
(z. B. Absorptionsgrad in der Raum-
akustik). Beurteilungspegel [dB]
Amplitude
Zur Beschreibung und Beurteilung von
Abrieb [mm3] Eine charakterisierende Größe einer Immissionssituationen wird häufig auf
¬Schwingung; sie ist die maximale den ¬Mittelungspegel zurückgegriffen,
Kennwert für die Beurteilung des Ab- Auslenkung einer physikalischen Größe der über einen definierten Bezugszeit-
riebes (abrassiver Verschleiß) gegen aus ihrer Ruhelage (Null-Punkt) bis zu raum (Beurteilungszeit) aus den fre-
reibende Abnutzung; Abrieb ist der einem positiven oder negativen Wert; quenz- und zeitbewerteten Einzelpe-
Volumensverlust in mm3 eines über die Amplitude wird in einer physikali- geln durch energetische Mittelung ge-
einen Prüfschmirgelbogen mit defi- schen Größe angegeben (z. B. als bildet wird. Der Beurteilungspegel wird
nierter Angriffsschärfe, bestimmter Kraft, Weg). als Beurteilungsgrundlage für die
Anpresskraft und über einen bestimm- Lärmsituation mit bestimmten Richt-
ten Reibweg geführten definierten werten verglichen.
Prüfkörpers. Amplitudenabhängigkeit
Der Abrieb ist nur bedingt auf Ver-
schleißverhalten in der Praxis über- Die Amplitudenabhängigkeit be- Bruchdehnung im
tragbar. schreibt die Abhängigkeit der dynami- Zugversuch [%]
schen Steifigkeit von der Schwingungs-
amplitude. Dies ist eine stark material- Auch: Reißdehnung; Dehnung, bei der
Abstimmfrequenz [Hz] spezifische Eigenschaft. Sylomer®- und das Elastomer mit einer genormten
Sylodyn®werkstoffe weisen eine ver- Querschnittsfläche reißt; die Angabe
Niedrigste vertikale ¬Eigenfrequenz nachlässigbare Amplitudenabhängig- der Bruchdehnung ist ein Mindestwert;
eines elastisch gelagerten Systems keit auf. Bei anderen elastischen Werk- Prüfverfahren nach DIN EN ISO 527.
(Maschine, Eisenbahnoberbau, Gebäu- stoffen wie z. B. kompakten, ge-
de u. a.); je niedriger die Abstimmfre- schäumten und gebundenen Kautschuk-

4
B-D

Bruchspannung im Zug- zeitverhaltens eines Elastomers unter Leistung proportional sind, so wird
versuch [N/mm2] Einwirkung einer permanenten und üblicherweise die 2 des Quadrates un-
einer überlagerten dynamischen Last; ter dem Logarithmus vor diesen ge-
Auch: Reißfestigkeit; Kraft, die pro Ein- im Bahnbereich sind dazu üblicherwei- setzt, so dass sich jetzt 20 log(...) er-
heit der genormten Querschnittsfläche se bis zu 12,5 Mio. Lastwechsel gibt.
aufgebracht werden muss, damit das (Schwingungen) erforderlich.
Elastomer reißt; die Angabe der Beispiel: der ¬Schnellepegel:
Bruchspannung ist ein Mindestwert; Lv = 10 . log(v2/v02) = 10 . log(v/v0)2 =
Prüfverfahren nach DIN EN ISO 527. Deformationsenergie [Nm] 20 . log(v/v0)dB.

Energie die notwendig ist, um ein Elas-


Dämmung tomer zu deformieren; kann aus der Dichte [kg/m3]
siehe ¬Schwingungsisolation. Fläche unterhalb der Kraft-Verfor-
mungskennlinie (¬Federkennlinie) Die Dichte (Raumgewicht oder spezifi-
ermittelt werden. sche Masse) ist der Quotient aus Mas-
Dämpfung se und Volumen; Prüfverfahren für
Elastomere nach DIN 53420.
Umwandlung von Bewegungsenergie in Dekade
eine andere, für das Schwingungssys-
tem nicht mehr relevante (wiederge- Intervall, bei dem die obere Intervall- Druckverformungsrest [%]
winnbare) Energieform (z. B. Wärme grenze 10 mal höher liegt als die unte-
durch Reibung, plastische Verfor- re; die Dekade wird für Zeiten oder Maß für die Rückstellfähigkeit eines
mung...); durch Dämpfung (Energiedis- auch für Frequenzen verwendet. Das Elastomers; Verhältnis aus der Probe-
sipation) wird dem mechanischen Sys- Intervall von z. B. 100 bis 1000 hat eine körperhöhe vor und nach dem Zusam-
tem Energie entzogen. Bandbreite von einer Dekade, das In- mendrücken; Prüfverfahren nach EN
tervall von z. B. 50 bis 5000 hat eine ISO 1856; Versuchsbedingungen: De-
Um Schwingungen im Resonanzfall in Bandbreite von zwei Dekaden. formation auf 50 % bei 23 °C, Dauer
annehmbaren Grenzen zu halten, be- der Belastung 70 h und Beurteilung
nötigen mechanische Systeme ausrei- 30 min nach Entlastung.
chende Dämpfung. Schwingungs- Dezibel [dB]
dämpfung und ¬Schwingungsdäm-
mung sind zwei unterschiedliche Maß- Einheit für ein mit dem 10-fachen de- Dynamikbereich
nahmen der Schwingungsisolation. kadischen Logarithmus ermittelten
Siehe auch ¬Verlustfaktor, ¬Lehr’sches Verhältnis physikalischer Größen Stellt den Belastungsbereich für Elas-
Dämpfungsmaß. 10 log(v1/v2). Logarithmierte Größen- tomerlager dar, der sowohl die ¬statio-
verhältnisse werden als Pegel oder als nären Belastungen als auch die ¬dyna-
Maße bezeichnet, z. B. ¬Schnellepegel, mischen Belastungen umfasst; statio-
Dauerschwellversuch ¬Einfügungsdämmaß u. a. m. Handelt näre Belastungen sollten maximal bis
es sich z. B. um das Verhältnis von zur Obergrenze des ¬statischen Ein-
Methode zur Bestimmung des Lang- Schallfeldgrößen, deren Quadrat einer satzbereiches reichen; für die dynami-

5
D-E

schen Belastungen ist der Bereich zwi- Eigenmode jenigen mit dem/der zu untersuchen-
schen maximalem statischen Einsatz- den elastischen Element/elastischen
bereich und maximalem Dynamikbe- Schwingungsfähige Systeme besitzen Lagerung.
reich vorgesehen. Eigenmoden, welche durch ¬Eigenfre-
quenz, Eigendämpfung und Schwin- Anmerkung: die Einfügungsdämmung
In diesem Bereich reagiert ein Elasto- gungsform beschrieben werden. Ein ist nur dann vom gewählten Messort
merlager besonders weich, d.h. die System kann Eigenmoden in Form ei- weitgehend unabhängig, wenn die
¬schwingungsdämmende Wirkung des ner Translation, Rotation oder auch als Randbedingungen (z. B. Untergrund,
Elastomers wird maximal ausgenützt. Biegung besitzen. Gebäudekonstruktion, Tunnelkonstruk-
tion u. a.) gleichartig sind.

Dynamische Belastung Einfederung [mm]


Einmassenschwinger
Das Elastomer wird mittels erzwunge- Weg, um den ein Elastomer zusammen-
ner Sinusschwingung belastet. Para- gedrückt wird, wenn eine bestimmte Häufig werden Anwendungen zur
meter sind dabei die ¬Frequenz, die ¬Pressung oder Kraft aufgebracht wird. Schwingungsisolation auf ein schwin-
¬Vorlast wie auch die ¬Amplitude. gungsfähiges System mit einem ¬Frei-
heitsgrad idealisiert, bestehend aus
Aus dem Kraft- bzw. Verformungsver- Einfügungsdämmmaß [dB] einer Masse und einer Feder.
lauf kann die dynamische ¬Steifigkeit,
der dynamische ¬Elastizitätsmodul Zehnfacher dekadischer Logarithmus
oder der dynamische ¬Bettungsmodul der ¬Einfügungsdämmung. Kenngröße Einsatztemperatur [°C]
sowie der ¬mechanische Verlustfaktor zur Charakterisierung der Wirksamkeit
abgeleitet werden. von Maßnahmen zur Körperschalldäm- Die Gebrauchstemperatur von Elasto-
mung. meren von Getzner liegt zwischen
In den Datenblättern werden Frequen- -30 °C und +70 °C. Die Angaben in den
zen von 10 Hz und 30 Hz mit ¬Schnell- Das Einfügungsdämmmaß kann als Werkstoffdatenblättern gelten für die
epegel von 100 dBv verwendet. Prüf- Differenz der Körperschallpegel ohne Raumtemperatur.
verfahren in Anlehnung an DIN 53513. und mit elastischer Lagerung gemes-
sen werden. Das Einfügungsdämmmaß Die mechanischen Eigenschaften von
ist frequenzabhängig. Elastomeren sind temperaturabhängig.
Eigenfrequenz [Hz] Über der Maximaltemperatur tritt eine
dauerhafte Schädigung des Elastomers
¬Frequenz, mit der ein schwingungsfä- Einfügungsdämmung ein, unterhalb der Minimaltemperatur
higes System nach einmaliger Anre- friert der Elastomer ein.
gung frei ausschwingt; die Zeitdauer Verhältnis der Leistung der Schwin-
des Ausschwingvorgangs ist abhängig gungen (z. B. Körperschalleistung), die Die maximale Anwendungstemperatur
von der ¬Dämpfung. ohne ein elastisches Element/eine gibt die Temperatur an, der ein Werk-
elastische Lagerung in die angrenzen- stoff ohne zu altern ausgesetzt werden
de Struktur eingeleitet wird, zu der- kann, d.h. ohne dass die elastischen

6
E-F

Eigenschaften übermäßig abnehmen. Schwingungen aus der Umgebung Verformungen aller Art im elastischen
Minimale Anwendungstemperatur: geschützt wird. und plastischen Bereich.
Tiefe Temperaturen führen dazu, dass
die Beweglichkeit der Molekülketten
eingeschränkt wird, dadurch verliert Energieabsorption [Nm] Formfaktor (q)
das Elastomer an Elastizität (dieser Siehe ¬Verlustarbeit.
Prozess ist bei Sylomer® und Sylodyn® Der Formfaktor ist ein geometrisches
reversibel). Maß für die Form eines Elastomerla-
Erregerfrequenz [Hz] gers und ist als Quotient aus belaste-
Siehe ¬Störfrequenz. ter Fläche zu den Mantelflächen des
Elastizität Lagers definiert. Elastomere mit Form-
faktoren größer 6 können als flächig
Materialeigenschaft, welche ein Elasto- Federkennlinie bezeichnet werden.
mer nach einer Verformung wieder in Siehe ¬quasistatische Federkennlinie.
die ursprüngliche Form versetzt. Zellige Werkstoffe wie z. B. Sylomer®
SR11, SR18 und SR28 sind volumen-
Federkraft [N] kompressibel und der Einfluss des
Elastizitätsmodul [N/mm2] Formfaktors auf die ¬Steifigkeit kann
Rückstellkraft eines Elastomers gegen- somit vernachlässigt werden.
Der Elastizitätsmodul (E-Modul) ist über einer von außen einwirkenden Kraft
eine Werkstoffeigenschaft und be- durch dessen elastische Eigenschaft. Hingegen spielt der Formfaktor bei
schreibt das Verhältnis zwischen zunehmender Kompaktheit des Elasto-
¬Pressung und ¬Stauchung (¬Hook- mers eine immer wichtigere Rolle. Da
sches Gesetz). Der E-Modul eines Federsteifigkeit [kN/mm] in diesem Fall eine Druckbelastung zu
Elastomers ist abhängig von der Siehe ¬Steifigkeit. einer Ausbauchung des Elastomers
¬Pressung und der Belastungsge- führt und dadurch Querkräfte im Elas-
schwindigkeit. tomer auftreten, führt dies dazu, dass
Federweg [mm] abhängig vom Formfaktor die Kraft
Zu unterscheiden ist der statische E- Siehe ¬Einsenkung. bzw. die Pressung variieren kann, um
Modul (¬quasistatische Verformung) das Elastomer zu verformen.
und der dynamische E-Modul (¬dyna-
mische Belastung). Prüfverfahren in Finite Elemente Methode
Anlehnung an DIN 53513. Siehe auch (FEM) Freiheitsgrad
¬komplexer E-Modul.
Die Finite Elemente Methode (Methode Beschreibt die möglichen Bewegungs-
der endlich großen Elemente) ist ein richtungen eines schwingungsfähigen
Empfängerisolation leistungsfähiges Verfahren zur numeri- Systems; es gibt 3 translatorische Frei-
schen Berechnung von Problemen ver- heitsgrade in den 3 Raumachsen, so-
Schwingungsisolation, bei der ein schiedener physikalischer Disziplinen, wie 3 rotatorische Freiheitsgrade um
System (Empfänger) gegen störende insbesondere von Spannungen und die 3 Raumachsen.

7
F-L

Frequenz [Hz] Isolierwirkung Lärm


Siehe ¬Isoliergrad.
Anzahl der Schwingungen pro Sekunde Als Lärm wird ¬Luftschall bezeichnet,
in einem periodischen Signal. der störend, belästigend, gefährdend
Komplexer E-Modul und schädigend sein kann. Die Wahr-
[N/mm2] nehmung von Geräuschen bzw. Lärm
Hooksches Gesetz ist dabei als ganz individuell und sub-
Beschreibt die Eigenschaften der „Fe- jektiv anzusehen.
Beschreibt den linearen Zusammen- der“ und „Dämpfer“ in einer komple-
hang zwischen ¬Pressung und ¬Stau- xen Schreibweise E*=E (1 + i . ); der
chung; gilt für Sylomer® und Sylodyn® Realteil des komplexen ¬E-Moduls wird Lastspitzen [N/mm2]
nur im linearen Bereich der ¬Feder- als Speichermodul E bezeichnet (Fe-
kennlinie. deranteil), der Imaginärteil wird als Sind kurzzeitig und selten einwirkende
Verlustmodul bezeichnet (i . E . , Belastungen; zellige Elastomere kön-
Dämpferanteil). nen Lastspitzen mit Belastungen weit
Impedanz [Ns/m] über dem 20-fachen des in den Werk-
stoffdatenblättern angegebenen ¬sta-
Auch Schallwellenkennwiderstand; je Körperschall tischen Einsatzbereiches aufnehmen,
größer der Unterschied zwischen zwei ohne dass sie geschädigt werden.
Schallwellenkennwiderständen zweier Sind ¬Schwingungen, die über ein fes- Kompaktere Elastomere können Last-
Medien ist, desto mehr Schallenergie tes oder flüssiges Medium übertragen spitzen mit Belastungen vom 5 bis
wird an der Grenzfläche zwischen den werden. 10-fachen des statischen Einsatzberei-
beiden Medien reflektiert, d. h. desto ches aufnehmen.
weniger Schallenergie wird transmit-
tiert – dies bedeutet wiederum eine Körperschalldämmung [dB]
bessere ¬Schwingungsisolation; bei Lehrsches Dämpfungsmaß
einer guten Dämmung liegt ein soge- Körperschalldämmung ist die Verhin- (D)
nannter Impedanzsprung vor, also ein derung der Ausbreitung von ¬Körper-
deutlicher Unterschied zwischen den schall durch Reflexion an einem Impe- Maß zur Charakterisierung der Dämp-
Schallwellenkennwiderständen der danzsprung, in der Praxis meist an fung eines freien Schwingers mit einer
beiden beteiligten Medien. einer elastischen Schicht. Generell geschwindigkeitsproportionalen Dämp-
kann man sagen, dass die Körper- fung; auch als Dämpfungsgrad be-
schalldämmung umso größer ist, je zeichnet.
Isoliergrad [%] weicher die elastische Zwischenschicht
ist, d. h. je geringer ihre ¬Impedanz Das Lehrsche Dämpfungsmaß steht in
Charakterisiert bei der ¬Schwingungs- (im Verhältnis zur Impedanz der sie direkter Beziehung mit dem ¬Verlust-
isolation die ¬Isolierwirkung als Ver- umgebenden Medien) ist. Nicht zu ver- faktor  über die Gleichung
hältnisgröße zwischen Eingangs- und wechseln mit der Körperschalldämp-
Ausgangskräften bzw. Eingangs- und fung. D=
Ausgangsamplituden.

8
L-P

Luftschall ¬Eigenfrequenzen wie es Teilsysteme Pegel [dB]


hat.
Schall, der sich in der Luft in Form von Logarithmisches Verhältnis einer Größe
¬Schallwellen ausbreitet – im Gegensatz bezogen auf eine Bezugsgröße der sel-
dazu Flüssigkeits- oder Körperschall. Mittelungspegel ben Dimension; siehe auch ¬Dezibel.

Im Mittelungspegel werden zeitlich un-


Masse-Feder-System (MFS) terschiedlich auftretende Geräuscher- Periodendauer [s]
eignisse in einem Einzahlenwert gemit-
Ein MFS ist eine Oberbauart, beste- telt abgebildet. In den Mittelungspegel Zeitdauer für eine volle harmonische
hend aus einem Stahlbetontrog oder gehen Stärke und Dauer jedes Einzelge- Schwingung; der reziproke Wert ent-
einer -platte und einer Feder (z. B. räusches während eines bestimmten spricht der ¬Frequenz.
Elastomerlager). Die hohe Masse des Beurteilungszeitraumes ein.
Stahlbetontroges ermöglicht eine sehr
tiefe Abstimmfrequenz. Plastizität
Modalanalyse
Materialeigenschaft, welche ein Elasto-
Massenschwerpunkt Methode, um auf experimentellem Weg mer nach einer Verformung in einem
die modalen Größen wie z. B. ¬Eigenfre- verformten Zustand belässt.
Mittelpunkt in Bezug auf die Schwer- quenzen und Eigendämpfungen eines
kraft; der Massenschwerpunkt ist für komplexen ¬Mehrmassenschwingers
die Auslegung einer elastischen (Schwingungssystems) zu bestimmen; Pressung [N/mm2]
Maschinenlagerung von größter das quasi rechnerische Pendant zur
Wichtigkeit. Modalanalyse ist die ¬FEM-Analyse (Me- Auf eine Fläche bezogene Kraft.
thode der Finiten Elemente).

Mechanischer Verlustfaktor Poisson-Zahl ()


Siehe ¬Verlustfaktor. Oktave
Verhältnis der seitlichen Verformung
Eine Oktave ist der Bereich (Frequenz- bezogen auf die axiale Verformung; die
Mehrmassenschwinger band) zwischen einer beliebigen ¬Fre- Poisson-Zahl (auch: Querdehnzahl) für
quenz und der doppelten oder halben Elastomere ist stark von der Zelligkeit
Schwingfähiges System, welches aus Frequenz, also fo= 2 . fu bzw. fu= 1/2 . fo . und der Belastung abhängig.
mehreren miteinander gekoppelten Eine Oktave über bzw. unter der Fre-
schwingfähigen Teilsystemen mit un- quenz von 1000 Hz liegt also bei der
terschiedlichen Massen und Federn Frequenz 2000 Hz bzw. 500 Hz. In der Polyurethan
besteht, wobei ein Teilsystem aus einer akustischen Messtechnik sind genorm-
Masse und einer Feder besteht te Oktavmittenfrequenzen fm üblich Abkürzung PUR; Polyurethane werden
(¬Einmassenschwinger); ein Mehrmas- (fm = 16, 31.5, 63, 125, 250, 500, 1000, durch Polyaddition von Isocyanaten
senschwingsystem hat genau so viele 2000 Hz). und Polyalkoholen hergestellt und kön-

9
P-Sch

nen von zelligen Strukturen bis hin zu schwingungsfähiges System elastisch gehalten werden. Die Nachgiebigkeit
einer kompakten Struktur hergestellt gelagert wird, sodass keine störenden gegenüber einer Wechselkraft ist im
werden. Zu unterscheiden sind Poly- Schwingungen an die Umgebung abge- Bereich der Resonanz besonders groß.
etherurethane und Polyesterurethane. geben werden.

Resonanzfrequenz [Hz]
Quasistatische Reibwert
Federkennlinie Frequenz, bei der ¬Resonanzen auftre-
Der Reibwert stellt das Verhältnis des ten.
Beschreibt den Zusammenhang zwi- Reibwiderstandes zur Normalkraft dar.
schen ¬Pressung und ¬Federweg in Der Reibwert eines Elastomers kann
grafischer Form; je nach Belastungs- gegenüber Materialien wie Stahl, Schall
geschwindigkeit spricht man von einer Beton, Holz, ... ermittelt werden.
quasistatischen oder von einer dyna- Kleinste Druck- und Dichteschwankun-
mischen Federkennlinie. Man unterscheidet zwischen Haft- und gen in einem elastischen Medium im
Gleitreibung; in den Werkstoffdaten- Hörbereich des Menschen von ca.
In den Datenblättern sind die Feder- blättern wird der Wert für die Gleitrei- 16 Hz bis 20.000 Hz, z. B. Luftschall,
kennlinien meist bis 40 % Druckverfor- bung angegeben. Körperschall, Flüssigkeitsschall.
mung dargestellt, wobei die Dauer der
Be- und Entlastung jeweils etwa 20 s Bei tieferen Frequenzen spricht man
beträgt. Reißdehnung [%] von Infraschall, bei höheren von Ultra-
Siehe ¬Bruchdehnung. schall.
Üblicherweise wird das Elastomer mit
zwei Vorzyklen vorbelastet und der
dritte Zyklus aufgezeichnet. Reißfestigkeit [N/mm2] Schalldämmmaß [dB]
Siehe ¬Bruchspannung.
Das Schalldämmaß ist als 10-facher
Quasistatische Logarithmus des Quotienten der auf
Verformung Resonanz einen Bauteil (außen) auffallenden
Schallenergie (Leistung: W1) zur durch
Einmalige Aufbringung einer Last auf Wenn eine ¬Störfrequenz eines Sys- den Bauteil übertragenen Schallener-
ein Elastomer, wobei die Dauer der tems gleich einer System-Eigenfre- gie (Leistung: W2) definiert.
Aufbringung der Maximallast 20 s be- quenz ist, tritt Resonanz auf. Das Auf-
trägt; siehe auch ¬Quasistatische Fe- treten einer Resonanz kann zur Zer- R = 10 • log(W1/W2)
derkennlinie. störung des gesamten schwingungsfä-
higen Systems führen.
Schalldruck [Pa]
Quellenisolation Durch ¬Dämpfung des Schwingungs-
systems können die Schwingungen im Veränderung des statischen Luft-
Schwingungsisolation, bei der ein Resonanzfall in annehmbaren Grenzen drucks aufgrund von Schwingungen

10
Sch

der Luftmoleküle in einem Schallfeld. fänger einwirkende ¬Körper- oder tivwert einer Schwingung. Für sinus-
¬Luftschall, wobei der Ort der ¬Schall- förmige Schwingungen ist er 2 = 1,41.
emission (der Körperschall- oder Luft-
Schalldruckpegel [dB] schallquelle) beliebig sein kann.
Schnellepegel [dBv]
Ist der 20-fache dekadische Logarith- Den Standpunkt des Empfängers be-
mus von der Verhältnisgröße momen- zeichnet man als Immissionsort; der In der Akustik verwendete Angabe der
taner Schalldruck zum Bezugsschall- hier vorhandene Schallpegel wird Im- Schwinggeschwindigkeit in Form eines
druck (Hörschwelle); in der Praxis der missionspegel genannt. ¬Pegels (logarithmische Verhältnisgrö-
Lärmbekämpfung und –beurteilung ße); ist definiert als der 20-fache Loga-
wird die Frequenzempfindlichkeit des rithmus des Quotienten aus der effek-
Ohres durch die sogenannte „A-Bewer- Schallspektrum tiven Schwinggeschwindigkeit zur Be-
tung“ realisiert, man spricht vom A-be- zugsgeschwindigkeit von 5 . 10-8 m/s.
werteten Schallpegel (auch: „Schallpe- Darstellung von Schallpegeln in Ab-
gel in dB[A]“). Neben dieser Frequenz- hängigkeit von der Frequenz. Je nach Ein Schnellepegel von 100 dBv ent-
bewertung gibt es noch drei unter- Art des bei der Analyse verwendeten spricht bei einer ¬Frequenz von 10 Hz
schiedliche Zeitbewertungen, die bei Frequenzfilters unterscheidet man einer ¬Schwingamplitude (Scheitel-
Messungen gewählt werden können. hauptsächlich ¬Spektren in ¬Oktaven, wert) von ca. 0,1 mm, bzw. bei einer
¬Terzen oder Schmalbandspektren. Frequenz von 100 Hz von ca. 0,01 mm.
Es sind dies die Einstellungen: Fast:
Anstiegszeit = 125 ms; Abfallzeit = 125 Beim Vergleich verschiedener Spekt-
ms, Slow: Anstiegszeit = 1,0 s; Abfall- ren ist insbesondere die Bandbreite Schock
zeit = 1,0 s; Impulse: Anstiegszeit = 35 der bei der Analyse verwendeten Filter
ms; Abfallzeit = 1,5 s; die Angabe der zu beachten. Plötzlich einsetzende, nichtperiodische
Zeitbewertung ist besonders wichtig ¬Schwingung (meist verursacht durch
bei impulshaltigen und kurzdauernden Stoßanregung), die im Allgemeinen
Schallereignissen. Schallwelle durch einen dreieckförmigen Impuls
der Beschleunigung charakterisiert
Eine Bewegung mit periodischer Positi- werden kann. Die Anstiegszeit ist meist
Schallemission onsänderung von Molekülen (Schwin- kürzer als die Abklingzeit.
gungen), wobei sich die Energie dieser
Unter Schallemission versteht man den ¬Schwingungen mit Schallgeschwin-
von einer Schallquelle abgestrahlten digkeit ausbreitet, während die einzel-
¬Körper- oder ¬Luftschall; die Schall- nen Moleküle (z. B. Luftmoleküle) um Schockisolation
quelle befindet sich am Emissionsort. eine Ruhelage pendeln.
Elastische Lagerung zur passiven
¬Schwingungsisolation von Maschinen
Schallimmission Scheitelfaktor (Crest-Faktor) und Anlagen, die vor der Einwirkung
von ¬Schocks zu schützen sind.
Schallimmission ist der bei einem Emp- Verhältnis von Scheitelwert zu Effek-

11
Sch-Sh

Schubmodul [N/mm2] Schwingungsdämmung Sekantensteifigkeit [kN/mm]


Siehe ¬Schwingungsisolation.
Elastomerlager können Schubkräfte Angabe der ¬Steifigkeit eines Elasto-
bzw. ¬Schubspannungen aufnehmen. merlagers; durch die Schnittpunkte
Das Verhältnis zwischen Schubspan- Schwingungsdämpfung zweier definierter Sekantenpunkte
nung und horizontaler Auslenkung des Siehe ¬Dämpfung. (Kräfte) mit der ¬Federkennlinie wird
Elastomers wird als Schubmodul be- eine Sekante gelegt; die Steigung der
zeichnet. Grundsätzlich reagiert ein Sekante wird als Sekantensteifigkeit
Elastomerlager auf Schubbelastung Schwingungsisolation bezeichnet.
weicher als auf Druckbelastung. Das
Verhältnis von Druck- zu Schubsteifig- Verminderung der Übertragung me-
keit kann je nach Zelligkeit und Geo- chanischer Schwingungen durch den Sekantenmodul [N/mm3]
metrie des Elastomerlagers zwischen Einbau von elastischen Zwischenbau-
Faktor 4 bis 10 betragen. Die quasista- teilen; zu unterscheiden ist die Vermin- Angabe der flächenbezogenen ¬Stei-
tische Schubkennlinie zeigt ein relativ derung der Schwingungsübertragung figkeit eines Elastomerlagers; durch
lineares Verformungsverhalten. Ein eines Schwingungserregers in die Um- die Schnittpunkte zweier definierter
dynamischer Schubmodul kann aus gebung (Emmissionsschutz, Isolierung Sekantenpunkte (¬Pressungen) mit der
einer dynamischen Schubbelastung des Erregers) und die Abschirmung ¬Federkennlinie wird eine Sekante ge-
berechnet werden. Prüfverfahren in eines zu schützenden Objektes gegen legt. Die Steigung der Sekante wird als
Anlehnung an DIN ISO 1827. die Schwingungseinwirkung aus der Sekantenmodul oder ¬Bettungsmodul
Umgebung (Immissionsschutz, bezeichnet.
Abschirmung eines Objektes).
Schubspannung [N/mm2]
Siehe auch ¬Empfänger- und Shorehärte
Auf die Fläche des Elastomers bezoge- ¬Quellenisolierung.
ne Schubkraft. Die Shorehärte ist ein Maß für die Här-
te von z.B. Gummi und kann bei ge-
Schwingungstilgung schäumten Elastomeren nur bedingt
Schwingungen verwendet werden. Das Maß für die
Methode zur Schwingungsreduktion, Shorehärte ist die Eindringtiefe einer
Schwingungen sind Vorgänge, bei de- bei der einem schwingungsfähigen definierten Prüfspitze, wobei die Kraft
nen sich eine physikalische Größe peri- System durch Ankoppelung eines durch eine geeichte Feder aufgebracht
odisch in Abhängigkeit von der Zeit än- Schwingungstilgers Energie entzogen wird. Es gibt zwei Härteskalen: die A-
dert; diese physikalischen Größen kön- wird; der Tilger besteht aus einem Skala ist für weiche (gummiartige)
nen Auslenkungen, Beschleunigungen, schwingungsfähigen System (z. B. Mas- Werkstoffe, die D-Skala ist für härtere
Kräfte, Momente o. ä. sein. se, Feder und Dämpfer) und schwingt Werkstoffe vorgesehen. Das Maß für
in seiner Resonanz. die Härte bzw. die Elastitzität ge-
schäumter Elastomere ist hingegen
Schwingungsamplitude der ¬Elastizitätsmodul.
Siehe ¬Amplitude.

12
Sp-St

Speichermodul Stationäre Belastungen auch bei Elastomer-Brückenlagern


Siehe ¬komplexer E-Modul. festgelegt. Prüfverfahren nach DIN ISO
Das Elastomer wird mit einer stati- 8013.
schen, zeitlich unveränderlichen Last
Spektrum belastet. Sind ¬Pressung und der sich
einstellende ¬Federweg bekannt, so Stauchhärte [N/mm2]
Darstellung einer physikalischen Größe kann auf die statische ¬Steifigkeit, den
(Ordinate) in Abhängigkeit von der statischen ¬Elastizitätsmodul oder den ¬Pressung die erforderlich ist, um ein
¬Frequenz (Abszisse). Eine reine Sinus- statischen ¬Bettungsmodul geschlos- Elastomer auf eine gewisse ¬Stau-
schwingung ergibt z. B. in der Darstel- sen werden. Üblicherweise beginnt bei chung zusammenzudrücken.
lung als Linienspektrum eine Linie. Elastomeren nach dem Aufbringen der
Last ein Kriechen.
Praktisch auftretende Schwingungen Stauchung [%]
sind nur in seltenen Fällen reine Sinus-
schwingungen, daher ist zur Feststel- Statischer Einsatzbereich Bei Belastung das sich einstellende
lung der Frequenzen, bei denen die [N/mm2] Verhältnis der Verformung zur unbe-
größten Schwingungsanteile auftreten, lasteten Dicke des Elastomers.
die Darstellung als Spektrum nützlich Für stationäre Belastungen definierte
bzw. erforderlich. Die größten Anteile maximale Druckspannung, für die ein
werden bei den ¬Eigenfrequenzen Elastomer die elastischen Eigenschaf- Steifigkeit [kN/mm]
sichtbar. ten dauerhaft aufrechterhält; elasti-
sche Lager werden in der Regel auf die Beschreibt den Widerstand eines Elas-
obere Grenze des statischen Einsatz- tomers gegen Verformung durch eine
Spezifischer Durchgangs- bereiches ausgelegt, um eine maxima- Kraft und kann mittels Kraft-Wegmes-
widerstand [Ωcm] le ¬Schwingungsisolation zu erreichen. sung ermittelt werden; die Steilheit der
Kraft-Wegkurve (siehe ¬Federkennline)
Wird bestimmt durch den Widerstand entspricht der Steifigkeit; die Steifig-
eines Elastomers, das zwischen zwei Statisches Dauerstand- keit ist von der Belastungsgeschwin-
Elektroden mit einer bestimmten Span- verhalten [%] digkeit (quasistatisch oder dynamisch)
nung angebracht ist, multipliziert mit abhängig.
der Dicke des Elastomers bzw. der Ent- Verformungszunahme unter konstan-
fernung der beiden Elektroden; der ter, langzeitiger Belastung. Wird Sylo- Zu unterscheiden ist die ¬Sekantenst-
spezifische Durchgangswiderstand ist mer® und Sylodyn® in dem in den eifigkeit und die ¬Tangentensteifigkeit.
stark von der Temperatur und Feuch- Werkstoffdatenblättern angegebenen
tigkeit abhängig. Prüfverfahren in An- ¬statischen Einsatzbereich belastet, so
lehnung an DIN IEC 93. liegt die Verformungszunahme selbst Störfrequenz [Hz]
nach 10 Jahren unter 20 %.
¬Frequenz mit der ein schwingungsfä-
Verformungszunahmen in dieser Grö- higes System erregt wird; z. B. zykli-
ßenordnung werden beispielsweise sche Kräfte einer Maschine.

13
St-U

Stoß eingesetzt werden und die Aufprall- Trittschallpegel [dB]


energie der Aufprallmasse in Wärme
Kurzzeitig auftretender Kraftimpuls; und zusätzliche ¬Deformationsenergie Maß für die Störgeräusche bei Körper-
wird charakterisiert durch Stoßdauer, umwandeln. schallanregung bei Decken; wird in dB
maximaler Stoßkraft und Stoßform angegeben; hierbei ist zu beachten,
(Halbsinus, Rechteck). dass hohe Werte einen niedrigen Tritt-
Summenpegel Ltot schallschutz bedeuten.

Stoßdämpfung Werden durch Addition von n Teilpe-


Siehe ¬Stoßreduzierung. geln Li (Schalldruckpegel) nach der Trittschalldämmmaß [dB]
Formel Ltot =10 log 100,1Li gebildet;
sinnvoll bei mehreren Schallquellen. Maß für die Güte der Dämmwirkung
Stoßisolation [%] durch ein Trennelement, welches zwi-
schen Estrich bzw. Fußboden und Roh-
Verminderung der Kraftübertragung Tangentenmodul [N/mm3] decke angebracht ist; das Trittschall-
eines kurzzeitig wiederholt auftreten- dämmmaß ist frequenzabhängig.
den Stoßimpulses durch eine elasti- Siehe ¬Tangentensteifigkeit, jedoch ist
sche Lagerung; Umwandlung des kurz- die Steifigkeit auf die Elastomerfläche
zeitig auftretenden Stoßimpulses in bezogen. Übertragungsfunktion
einen länger dauernden, mit geringe-
ren Kräften verbundenen Stoß. Charakterisiert bei der ¬Schwingungs-
Tangentensteifigkeit isolation die Isolierwirkung als Verhält-
[kN/mm] nisgröße zwischen Eingangs- und Aus-
Stoßreduzierung gangskräften bzw. Eingangs- und Aus-
Angabe der ¬Steifigkeit eines Elasto- gangsamplituden.
Das Ziel der Stoßreduzierung ist es, merlagers an einem bestimmten Ar-
bei einmaligen oder gegebenenfalls beitspunkt; im Arbeitspunkt wird die
wiederkehrenden Stößen den Weg bzw. Steilheit der Tangente an die ¬Feder- Übertragungsmaß [dB]
die Verzögerung der Aufprallmasse kennlinie bestimmt.
oder die Kraftübertragung zu reduzie- Charakterisiert bei der ¬Schwingungs-
ren. Dabei wird die Aufprallenergie der isolation die Isolierwirkung als Loga-
Aufprallmasse in Wärme bzw. ¬Defor- Terz rithmus der Verhältnisgröße zwischen
mationsenergie umgewandelt. Eingangs- und Ausgangskräften bzw.
Bereich (Band) zwischen zwei Frequen- Eingangs- und Ausgangsamplituden.
zen, die in einem Verhältnis von etwa
Stoßverzehrelemente 4:5 stehen, genau fo = 3 2fu; in einer
logarithmischen Darstellung beträgt Verlustarbeit [Nm]
Bauteile, die für ein- und mehrmalige die Breite einer Terz ein Drittel der
wiederkehrende Stoßbelastungen zur Breite einer ¬Oktave. Aus dem System entzogene (kinetische
Kraft/Weg/Verzögerungsreduzierung oder potentielle) und in Wärme umge-

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V-Z

wandelte Energie je Belastungszyklus; Vorlast [N]


wird aus der Hysteresefläche der ¬Fe-
derkennlinie berechnet. Statische Last, die auf ein Elastomer
aufgebracht wird, bevor das Elastomer
dynamisch belastet wird.
Verlustfaktor ()
Die Dämpfung innerhalb eines Werk- Wärmeleitfähigkeit
stoffes wird mit dem mechanischen [W/mK]
Verlustfaktor  beschrieben. Verhält-
nisgröße aus Verlustarbeit und For- Wird bestimmt durch den Wärmestrom
mänderungsarbeit je Zyklus; Prüfver- in Watt, der durch eine 1 m2 große und
fahren in Anlehnung an DIN 53513; 1 m dicke ebene Schicht eines Stoffes
siehe auch ¬D Lehrsches Dämpfungs- hindurchgeht, wenn die Temperaturdif-
maß. ferenz der Oberfläche in Richtung des
Wärmestromes 1 Kelvin beträgt; Prüf-
verfahren nach DIN IEC 60093.
Verlustmodul
Siehe ¬komplexer E-Modul.
Weiterreißfestigkeit
[N/mm]
Verlustwinkel [Grad]
Maximale Festigkeit, die ein genormter
Phasenverschiebung zwischen Kraft Probenkörper dem Weiterreißen ent-
und Verformung; kann als Maß für die gegensetzt; die Angabe der Weiterreiß-
Werkstoffdämpfung herangezogen festigkeit ist ein Mindestwert; Prüfver-
werden. fahren nach DIN 53515.

Versteifungsfaktor Zugfestigkeit [N/mm2]


Siehe ¬Bruchspannung.
Die Federeigenschaften von Elastome-
ren sind von der Verformungsge-
schwindigkeit abhängig. Das Verhältnis
zwischen dynamischer und statischer
¬Steifigkeit wird als Versteifungsfaktor
(oder Verhältnis dynamisch zu sta-
tisch) bezeichnet.

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