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DEUTSCHE TOURISTEN IM IRAN

Immer mehr Touristen entdecken den Iran als Reiseziel. Auch deutsche Touristengruppen
reisen in den Iran. Sie berichten oft von ihren positiven Erlebnissen im Land. Die steigende
Zahl an Touristen lässt viele Iraner auf neue Jobs hoffen. Es gibt sogar Spezialreisebüros, in
denen sich die Mitarbeiter zum Beispiel mit deutschen Sprachkenntnissen um die Besucher
kümmern.

MANUSKRIPT

SPRECHER:
Eine Woche schon ist die deutsche Touristengruppe im Iran unterwegs. Die pulsierende
Hauptstadt Teheran – für die meisten der Höhepunkt, bevor es wieder nach Hause geht.
Museen stehen auf dem Programm und der große Basar. Den kennen sie schon von Fotos.
Aber das Land, die Menschen selbst zu erleben, das ist etwas ganz anderes.

TOURIST:
Total super, die Leute. Total höflich, nett, zuvorkommend. Fragen mich, woher ich
komme. Bieten mir ungefragt Tee an. Also meine nicht gemachten Erwartungen wurden
voll übertroffen.

TOURISTIN:
Wenn man zu Hause erzählt, man geht in den Iran – das ist erst mal riesiges Erstaunen.
Wie kann man nur nach … in den Iran fahren? Aber wenn man hierherkommt, man lebt
sofort einfach sich in dieses Leben rein. Also das ist einfach ganz normal plötzlich, sich
hier zu bewegen.

SPRECHER
Aber sie muss die islamischen Kleidungsvorschriften beachten. Und kann das Land nicht
auf eigene Faust bereisen, sondern nur in der Gruppe. Die 15-Millionen-Stadt Teheran ist
eine moderne Metropole. Nach dem Ende der internationalen Isolation sehen viele
Iraner im Tourismus DIE große Chance für ihr Land. Und manchmal auch eine
Einkommensquelle für sich selbst. Der Iran hat viele junge, gut ausgebildete Menschen.
Aber auch eine enorme Arbeitslosigkeit.

Reza Daneshvar hat Arbeit im Tourismus und sich auf deutsche Reisegruppen
spezialisiert. Er kennt Deutschland und spricht die Sprache fließend. Dieses Jahr kamen
mehr als fünf Millionen ausländische Touristen in den Iran, ein Viertel mehr als im Vorjahr.

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REZA DANESHVAR (Reisebüroleiter „Arg-e-Jadid-Travel“):


Wenn [der] Tourismus so gut weitergeht, bestimmt gibt es gute Chancen für diejenigen
natürlich, die in dieser Branche arbeiten wollen. Und ich kann mir vorstellen, dass nicht
nur in der Gastronomie, sondern auch bei [in] den Reisebüros, als Reiseleiter und so
weiter man gut arbeiten kann. Das ist bestimmt für die [das] Arbeitslosigkeits-Thema ein
ganz, ganz wichtiger, guter Faktor, das abzuschaffen oder zu minimieren.

SPRECHER:
Dafür aber braucht es mehr Hotels mit westlichem Standard. Der Nachholbedarf ist
riesig. Reza Daneshvar muss auch mit Beschwerden klarkommen. Regelmäßig bespricht
er mit Reiseleitern, wo es noch klemmt.

Seine deutsche Reisegruppe sieht sich zum Abschluss ihrer Stadtrundfahrt den Golestan-
Palast im Herzen von Teheran an. Früher der offizielle Regierungssitz des Schahs ist er
heute ein Museum.

Die Deutschen fanden den Iran sehenswert – und wollen ihren Freunden das Land als
Reiseziel weiterempfehlen.

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GLOSSAR

pulsierend – hier: lebendig

Basar, -e (m.) – ein Händlerviertel/der Markt in orientalischen Städten

die Erwartungen übertreffen – besser sein, als man vorher gedacht hat

zuvorkommend – hilfsbereit; aus Freundlichkeit Dinge oder Dienste anbietend

Erstaunen (n., nur Singular) – die Überraschung; die Verwunderung

sich in etwas rein|leben – umgangssprachlich für: sich in etwas einleben; sich an einen
neuen Ort/an eine neue Situation gewöhnen und sich dort/darin zurechtfinden

auf eigene Faust – alleine; ohne Begleitung

Metropole, -n (f.) – eine große Stadt

Isolation, -en (f.) – das Alleinsein ohne Kontakt zu anderen

Einkommensquelle, -n (f.) – eine Möglichkeit, Geld zu verdienen

enorm – hier: sehr groß

sich (auf etwas) spezialisieren – sich mit einer Sache besonders stark beschäftigen

Branche, -n (f.) – hier: der Wirtschaftsbereich

Gastronomie (f., nur Singular) – der Bereich der Wirtschaft, zu dem Restaurants und
Lokale gehören

Faktor, -en (m.) – hier: der Umstand; die Möglichkeit

etwas ab|schaffen – etwas aus der Welt schaffen; etwas verschwinden lassen

etwas minimieren – etwas verkleinern; etwas verringern; etwas auf die kleinstmögliche
Größe bringen

Standard, -s (m.) – hier: die Qualität; der Komfort

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Nachholbedarf (m.) – hier: die Notwendigkeit, etwas zu tun, das man lange Zeit nicht
getan hat

mit etwas klar|kommen – umgangssprachlich für: etwas schaffen; mit etwas umgehen
können

klemmen – hier: nicht funktionieren; noch nicht fertig sein

im Herzen von – in der Mitte von; im Zentrum von

Schah, -s (m.) – ein früherer Herrscher im Iran

Autor/Autorin: Dan Hirschfeld/Narîn Leder


Redaktion: Ingo Pickel

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