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MISS SARGFABRIK
Missindorfstraße 10
1140 Wien, Österreich

© Hertha Hurnaus

MISS SARGFABRIK SAMMLUNG


Architekturzentrum Wien
Das Projekt MISS SARGFABRIK ist die Erweiterung des bestehenden Wohnheims
Goldschlagstraße / Matznergasse, des größten selbstinitiierten und selbstverwalteten ARCHITEKTIN
BKK-3 Architektur
Wohn- und Kulturprojekts Österreichs, der „Sargfabrik“.
MISS SARGFABRIK ist sowohl in konzeptiver, planerischer, gestalterischer und BAUHERRIN

typologischer Hinsicht als auch im Hinblick auf Bauökonomie, Bautechnik und Verein für integrative
Lebensgestaltung
Umweltstandards eine konsequente Weiterführung des bestehenden Wohnprojektes. Auf
STATIK
der zur Missingdorfstraße zugewandten Fassade spiegelt sich durch die geknickten
Fröhlich & Locher und Partner
Fensterbänder das Innenleben des Gebäudes wieder: die schrägen Geschossdecken
FUNKTION
werden nach außen hin sichtbar. Das Raumerlebnis der Atelierwohnungen ist durch
Wohnbauten
Deckenschrägen geprägt - die Deckenschräge des einen Stockwerks entspricht jeweils der
Fußbodenschräge der nächsten Etage. PLANUNG
1998
Der einheitliche Baukörper in frischem Orange hat keine Trennung zwischen Fassade und AUSFÜHRUNG

Dach, der Putz reicht bis an den Horizont. Aufgrund der durchgängigen Fensterbänder 1999 - 2000
scheint die Fassade des viergeschossigen Baus wie quergestreift. MITARBEIT PLANUNG
Regina Gschwendtner, Christoph
Mörkl
Das Raumerlebnis im Inneren des Gebäudes wird durch eine ebenso sinnvolle, wie
einfache Idee erreicht. Die Wände zwischen den Wohnungen sind geknickt, sodass jeweils Aufgrund der Bildrechte kann es zu Unterschieden
zwischen der HTML- und der Printversion kommen.
zwei unterschiedliche Raumkonfigurationen entstehen: eine mit erweiterter
Wohnungsmitte, eine andere „Extrovertierte“ mit größerer Öffnung zur Fassade hin. Hinzu
kommen noch die unterschiedlichen Raumhöhen in den einzelnen Wohnungen, so dass
auch schräge Ebenen eingezogen werden können. Bei den größeren Wohnungen erhöht
sich der räumliche Reichtum weiter; dort gibt es auch Galerien und zwei Wohngeschosse.
Keine Wohnung gleicht der anderen.

Nur eines haben alle Wohnungen gemeinsam. Durch die unorthodoxe Raumaufteilung
und die Fenster, die sich jeweils über die gesamte Außenfront ziehen, wirken sie größer
als sie sind. Zusätzlich zu den bereits bestehenden gemeinschaftlichen und
(teil)öffentlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Badehaus, Seminarräume,
Veranstaltungssaal, Café-Restaurant, Gästewohnung kommen im Wohnheim
Missindorfstraße ein „Clubraum“ - vor allem für Jugendliche -, Bibliotheks-, Lese- und
Medienraum, Gemeinschaftsküche mit Essplatz und die Waschküche hinzu.

Dem wachsenden Bedarf an Möglichkeiten, Wohnen und Arbeiten zu verbinden, soll auch
hier gerecht werden; daher wurden fünf Wohneinheiten im Erdgeschoss mit
Ateliercharakter als „Home Office“ und Telearbeitsplätze, welche direkt angrenzend an
den gemeinschaftlichen Bibliotheks- und Medienbereich situiert sind, ausgeführt. Zurecht
wurde diesem Bau der Architekturpreis der Österreichischen Zementindustrie zuerkannt.

© Hertha Hurnaus © Hertha Hurnaus © Hertha Hurnaus

https://www.nextroom.at/building.php?id=66&sid=4163, 01.09.2021
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MISS SARGFABRIK

Architekturzentrum Wien, 31.07.2001

WEITERE TEXTE

Koketter Bau im Gründerzeitquartier, Gert Walden, Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2001


Was sich daheim alles abspielt, Judith Eiblmayr, Spectrum, 08.09.2001
Traum in Orange, Sabine Oppolzer, ORF.at, 20.09.2000
Besser als der Karl-Marx-Hof, Gert Walden, Der Standard, 02.12.2000
Der Trick mit dem Knick, Gert Walden, Der Standard, 27.09.2000
'Miss Sargfabrik', Gert Walden, Der Standard, 12.05.1999

© Hertha Hurnaus © Hertha Hurnaus

https://www.nextroom.at/building.php?id=66&sid=4163, 01.09.2021

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