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Corona-Pandemie

Zusammenfassung der Hilfsmaßnahmen für EPU und KMU


Stand: 29.4.2020

Inhaltsverzeichnis:

1. Härtefallfonds - Phase 1:

2. Härtefallfonds - Phase 2:

3. Corona-Hilfs-Fonds
Garantien:
Zuschüsse:

4. Überbrückungsfinanzierungen für EPU/KMU (außer Tourismus)

5. Steuerstundungen, Herabsetzung der Steuervorauszahlungen, Abstandnahme von


Nachforderungszinsen, Stundungszinsen und Säumniszuschlägen

6. Sozialversicherung der Selbständigen (SVS): Stundungen, Ratenzahlungen, Herabsetzen


von Beitragsgrundlagen und Nachsicht von Verzugszinsen sind möglich.

7. Abmeldung des Gewerbes und Bezug von Arbeitslosengeld

8. Aussetzung der Einhebung der Grundumlage

9. Aktuelle Informationen zu Einschränkungen in den Betrieben

10. Musterschreiben - Mietzinsminderung / Entfall der Mietzinszahlungsverpflichtung


wegen behördlich verhängten Betretungsverbots über das Geschäftslokal

11. Soforthilfe-Wirtschaftspaket der Stadt Graz

12. Information zum Epidemiegesetz 1950

13. SFG-Förderungen

14. Förderung für Home-Office-Plätze in Steiermark

15. Wirtschaftskammer Wien: WK Wien Zuschüsse für Kleinbetriebe

16. Petition der Grünen Wirtschaft “Notfallfonds aus Überschüssen der Wirtschaftskammer
für Betriebe in Österreich“

17. „Digital Team Österreich“

18. Covid 19-Gesetz

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19. Unternehmen, die dringend Arbeitskräfte suchen

20. Wann ist ein Unternehmen ein EPU?

21. Einkaufen in Zeiten von Corona

22. Wie geht’s weiter? Herdenimunität - flatten the curve - Hammer und Tanz ...

23. Gastgewerbe: Abholung seit 3.4. erlaubt

24. COVID-Paket für Start-ups und Venture Capital Fonds

Coronavirus Infopoint der WKO Steiermark

T: 0316/601-601

(Mo-Fr 8:00–16:00 Uhr)

E: rechtsservice@wkstmk.at

Zusätzliche Corona-Hotline

Montag bis Freitag (16:00–20:00 Uhr)

T: 05/90900-4352

Corona-Informationsportal der WKÖ

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/coronavirus-wirtschaftskammer-als-
anlaufstelle.html

Alle Förderungen und Unterstützungsmöglichkeiten für steirische Unternehmen im


Überblick:

https://www.sfg.at/unterstuetzungsmassnahmen-fuer-unternehmen-zu-covid-19-im-
ueberblick/

Die wichtigsten Antworten zu Corona für EPU:

FAQ für Ein-Personen-Unternehmen: https://www.wko.at/service/netzwerke/epu-corona-


faq.html

Coronavirus FAQ: WKÖ-Informationen für Unternehmen

https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_Kompensation

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1. Härtefallfonds - Phase 1:
Beantragung ab Freitag, 27.3.2020, 17:00 Uhr, möglich

letztmöglicher Tag der Beantragung: 17.4.!!!

danach (mit dem Start der Phase 2) ist kein Ansuchen für Phase 1 mehr möglich!

Antworten auf alle offenen Fragen und das Formular findest du hier:

https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html

Der Härtefall-Fonds mit einem Volumen von vorerst einer Milliarde Euro ist eine rasche
Erste-Hilfe Maßnahme der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Corona-
Krise. Er unterstützt all jene Selbständigen, die jetzt keine Umsätze haben, bei der
Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten. Das Geld ist ein einmaliger Zuschuss und muss nicht
zurückgezahlt werden.

Beim Härtefall-Fonds wird auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin abgestellt. Eine
Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung. Antragsberechtigt sind folgende
Gruppen:

● Ein-Personen-Unternehmer
● Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen und max. 2
Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen.
● Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
● Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten,
Psychotherapeuten
● Freie Dienstnehmer wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer
● Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

Kriterien:
Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind nachfolgende Punkte zu erfüllen (gilt analog für freie
Dienstnehmer):

● Rechtmäßig selbstständiger Betreiber eines gewerblichen Unternehmens oder eines


freien Berufes (egal ob Kammermitglied oder nicht)
● Unternehmensgründung bis 31.12.2019 - Zeitpunkt: Eintragung der
Gewerbeberechtigung oder Aufnahme unternehmerische Tätigkeit
● Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
● Härtefall: Nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder behördlich
angeordnetes Betretungsverbot oder Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum
Vergleichsmonat des Vorjahres
● Obergrenze: im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr darf Einkommen max. 80%
der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen -

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wenn kein Einkommenssteuerbescheid vorhanden, dann eigene Schätzung der
Einkünfte
● Untergrenze: Pflichtversicherung in der Krankenversicherung - Einkünfte von
zumindest 5.527,92 Euro p.a.
● Keine weiteren monatlichen Einkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze (460,66
Euro), z.B. aus Vermietung und Verpachtung
● Keine Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung
● Keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund von COVID-19
● Die Inanspruchnahme von Garantien und Kurzarbeit (für etwaige
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer bei Kleinstunternehmen) UND des Härtefall-Fonds
ist ausdrücklich möglich.
● Keine kumulierte Inanspruchnahme von Härtefall-Fonds UND der mit 15 Milliarden
Euro dotierten Notfallhilfe für betroffene Branchen – eine spätere Anrechnung ist
möglich
● Kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Reorganisierungsbedarf - die URG
Kriterien (Eigenmittelquote weniger als 8%, fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15
Jahre) dürfen im vergangenen Wirtschaftsjahr nicht verletzt worden sein
Von einer Förderung ausgenommen sind Personen, die zum Antragszeitpunkt eine Leistung
aus der Arbeitslosenversicherung oder aus der gesetzlichen Pensionsversicherung beziehen.

Höhe des Zuschusses


Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss
und besteht aus zwei Phasen:

● Phase 1 – Soforthilfe (Antragstellung ab 27.03., 17:00 Uhr)


○ Bei einem Nettoeinkommen von mehr als 5.527,92 Euro p.a. und weniger als
6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 500 Euro
○ Bei einem Nettoeinkommen ab 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 1.000 Euro
○ Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen
Zuschuss von 500 Euro.
● Phase 2 (genaue Kriterien und Zeitpunkt sind seitens Regierung noch in
Ausarbeitung):
○ Der Zuschuss wird max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate
betragen.
○ Der Zuschuss richtet sich nach der Höhe der Einkommenseinbuße.
Der Steuerbescheid muss zumindest für das Steuerjahr 2017 oder jünger vorliegen.

Antragsunterlagen:

● Haben Sie einen WKO-Benutzeraccount? Falls ja, geben Sie diesen beim Einstieg ins
Formular an. Dann ersparen Sie sich das Ausfüllen einiger Daten. Sie können aber
auch ohne WKO-Benutzeraccount einsteigen.
● Ihre persönliche Steuernummer

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● Ihre KUR ODER GLN: Die KUR ist Ihre Kennziffer des Unternehmensregisters. Sie
finden diese im eigenen Account des Unternehmensservice-Portals (USP). Nach dem
Login im Unternehmensservice-Portal klicken Sie im Block „Mein USP“ auf
„Unternehmensdaten anzeigen“.
Auch Ihre Global Location Number (GLN) finden Sie im Unternehmensserviceportal in
Ihren Unternehmensdaten. Wirtschaftskammer-Mitglieder finden ihre GLN auch
öffentlich unter: firmen.wko.at
Als Freier Dienstnehmer müssen Sie weder KUR noch GLN eintragen.
● Halten Sie bitte auch Ihren gültigen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein
zur Identifikation bereit. Nachdem Sie den Antrag fertig ausgefüllt und abgeschickt
haben, werden Sie ein Mail bekommen, in dem Sie um diesen
Identifikationsnachweis gebeten werden.
● Sind die Daten eingetragen, klicken Sie am Ende des Formulars auf “Einreichen”.
● Danach erhalten Sie ein Bestätigungs-E-Mail. Aber Achtung: Das ist noch keine
Zusage für die Förderung.
● In diesem Mail erhalten Sie auch einen Link, wo Sie binnen 72 Stunden Ihren
Identifikationsnachweis hochladen müssen. Andere Variante: Sie laden den
unterschriebenen Antrag hoch.
Sobald die Prüfung Ihres Antrags abgeschlossen ist, erhalten Sie eine E-Mail-
Benachrichtigung, und bei Erfüllen der Förderrichtlinien wird das Geld auf Ihr Konto
überwiesen.

2. Härtefallfonds - Phase 2:
Antrag ab 20.4. möglich

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Musterformular:
https://wko.at/mk/HaertefaelleFonds/Screen_Hartefallfonds2_150420.pdf?
_ga=2.184525926.1328737774.1586933898-748316685.1564577517

Fahrplan:

● 16. April: Als Orientierungshilfe stellen wir ein Musterformular mit Informationen zu
den für den Antrag benötigten Daten online.
● 20. April: Start der Einreichmöglichkeit für den Härtefall-Fonds Phase 2.
● Die Antragstellung für den Härtefall-Fonds läuft bis 31. Dezember 2020.

Wie viel?

Der Förderzuschuss beträgt maximal 2.000 Euro pro Monat über maximal drei Monate – also
gesamt bis zu 6.000 Euro. Die Förderung erfolgt im Nachhinein.
Basis zur Berechnung ist der Nettoeinkommensentgang. Der Betrachtungszeitraum für den
Nettoeinkommensentgang ist das jeweilige Monat der Corona-Krise, der erste
Betrachtungszeitraum ist von 16. März bis 15. April 2020.
Die Betrachtungszeiträume sind fix vorgegeben:

● Betrachtungszeitraum 1: 16. März 2020 – 15. April 2020;


● Betrachtungszeitraum 2: 16. April 2020 – 15. Mai 2020;
● Betrachtungszeitraum 3: 16. Mai 2020 – 15. Juni 2020;
Für jeden Betrachtungszeitraum ist ein gesonderter Antrag zu stellen.
Förderzuschüsse, die bereits in Phase 1 gewährt wurden, werden in Phase 2 ehestmöglich
angerechnet.

Wer ist berechtigt?


Beim Härtefall-Fonds wird unverändert auf den Unternehmer bzw. die Unternehmerin
abgestellt, allerdings wurden die Förderkriterien ausgeweitet. Eine
Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung.
Antragsberechtigt sind weiterhin folgende Gruppen:

● Ein-Personen-UnternehmerInnen
● KleinstunternehmerInnen, die weniger als 10 MitarbeiterInnen beschäftigen
● Erwerbstätige GesellschafterInnen, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind

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● Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und KünstlerInnen, JournalistInnen,
Psychotherapeuten
● Freie DienstnehmerInnen wie TrainerInnen oder Vortragende
● Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)
Ein Einkommensteuerbescheid muss vorliegen, und in diesem Einkommenssteuerbescheid
müssen positive Einkünfte aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb vorhanden
sein. Liegt noch kein Einkommensteuerbescheid vor, müssen Förderungswerber ihre
Einkommensteuererklärung abgeben. Der Einkommensteuerbescheid muss rechtskräftig
sein.
Ausnahme: GründerInnen, die zwischen 1. Jänner und 15. März 2020 gegründet haben,
benötigen keinen Einkommensteuerbescheid und erhalten pauschal 500 Euro pro Monat
(d.h. Betrachtungszeitraum), wenn sie ihren Nettoeinkommensentgang selbständig ermitteln
und plausibel darstellen können.

Kriterien neu:
Neu ist die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung. Es ist außerdem nicht mehr
notwendig, dass die Pflichtversicherung durch selbstständige Tätigkeit begründet ist.
Ausgenommen ist die Mitversicherung als Angehöriger.
Dies wird automatisch per Schnittstelle anhand der angegebenen Sozialversicherungs-
Nummer überprüft.
Einkommensgrenzen: Die bisherige Einkommensobergrenze entfällt ebenso wie die
bisherige Einkommensuntergrenze. Es müssen jedoch in einem rechtskräftigen
Einkommensteuerbescheid aus dem Zeitraum 2015 bis 2019 positive Einkünfte aus
selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb vorhanden sein.
Leistung aus der Pensionsversicherung: Der Bezug einer Leistung aus der
Pensionsversicherung ist kein Ausschlussgrund mehr. Bezüge werden als Nebeneinkünfte bei
der Ermittlung des Zuschusses angerechnet.
Nebeneinkünfte möglich: Neben Einkünften aus selbstständiger Arbeit und/oder
Gewerbebetrieb dürfen weitere Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 3 EStG zB. aus
unselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus
Kapitalvermögen, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft und sonstige Einkünfte vorliegen.
Nebeneinkünfte werden jedoch bei der Ermittlung des Förderzuschusses angerechnet und
können die Förderhöhe entsprechend reduzieren.
Mehrfachversicherung möglich: Mehrfachversicherungen in der Kranken- und/oder
Pensionsversicherung sind zulässig.
GründerInnen: förderberechtigt sind auch Unternehmen bei einer Gründung zwischen 1.
Jänner und 15. März 2020. Sie erhalten pauschal 500 Euro pro Monat (d.h.
Betrachtungszeitraum), wenn sie ihren Nettoeinkommensentgang selbständig ermitteln und
plausibel darstellen können.

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Versicherung: Eine Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung durch eigene Tätigkeit
muss vorliegen. Das kann sowohl eine Pflichtversicherung oder nun auch eine freiwillige
Versicherung sein.

Nachbesserungen vom 26.4.2020:

Am 26.4.2020 hat die Bundesregierung weitere Verbesserungen für den Härtefall-Fonds


angekündigt. Die Neuerungen werden, sobald die aktualisierten Förderrichtlinien vorliegen,
so rasch wie möglich in die FAQ und die Online-Beantragung des Härtefall-Fonds
eingearbeitet.
Sollten Sie noch nicht eingereicht haben, warten Sie bitte unbedingt die Umsetzung der
Richtlinienänderung ab.
Bereits eingereichte Anträge müssen vorerst nicht erneut eingereicht werden. Nach
Vorliegen der neuen Richtlinie wird über Ihren Antrag entschieden. Es könnte sich
möglicherweise eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation ergeben.
Wenn Sie Ihren Antrag zurückziehen möchten (z.B. weil der Antrag erst für einen späteren
Betrachtungszeitraum gestellt werden soll), dann schreiben Sie bitte an die für Ihren Antrag
zuständige Landeskammer eine Nachricht. Bitte geben Sie unbedingt Ihre Geschäftsfall-Zahl,
die Sie per Mail erhalten haben, an.
Erweiterung des Betrachtungszeitraumes:
● Damit Unternehmerinnen und Unternehmer, die jetzt noch Zahlungseingänge haben
und einen Umsatzeinbruch erst später darstellen können, erfasst werden, wird der
dreimonatige Betrachtungszeitraum um drei Monate verlängert (bis 15.09.2020).
● Innerhalb der insgesamt sechs Monate können drei beliebige Monate für die
Beantragung gewählt werden - die drei Monate müssen nicht zwingend aufeinander
folgen.
Einführung einer Mindestförderhöhe (gilt auch für Jungunternehmen ab 2018):
● In Phase 2 wird eine Mindestförderhöhe von 500 Euro pro Monat eingeführt.
● Davon profitieren alle Unternehmen, die aufgrund von Investitionen oder
Anlaufverlusten bei Gründung keinen Gewinn erwirtschaften konnten.
● Es muss weder im letzten noch in den letzten drei Steuerbescheiden bzw. in den
letzten fünf Jahren ein positives Ergebnis vorliegen.
● Jungunternehmerinnen und -unternehmer, die nach dem 01.01.2018 (bisher
01.01.2020) gegründet haben, können auch ohne Steuerbescheid 500 Euro
beantragen.
● Alle Unternehmerinnen und Unternehmer haben über die automatisierte
Berechnung weiterhin die Möglichkeit bis zu 2.000 Euro pro Monat Förderung zu
erhalten
Berücksichtigung Familienhärteausgleich:
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Der Corona-Familienhärteausgleich wird vom Doppelförderungsverbot ausgenommen.
Eine Förderung aus dem Corona-Familienhärteausgleich ist damit kein Ausschlussgrund
mehr für die Beantragung einer Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds.
Versicherungsleistungen sind kein Ausschlusskriterium mehr:
COVID-19-bezogene Versicherungsleistungen sind kein Ausschlusskriterium mehr, sondern
können als Nebeneinkünfte angegeben werden.
Wie wird berechnet?
Die Phase 2 des Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt
werden muss, wenn alle Voraussetzungen eingehalten werden. Beim Zuschuss wird anteilig
auf den Nettoeinkommensentgang von Einkünften aus selbständiger Arbeit und/oder
Gewerbebetrieb abgestellt.
Die Berechnung des Nettoeinkommensentgangs erfolgt automatisiert. Angeben muss der
Förderungswerber dafür nur:

● die tatsächlichen Betriebseinnahmen und


● sofern vorhanden, Netto-Nebenverdienste
für den jeweiligen Betrachtungszeitraum.
Die anderen Werte werden über eine Schnittstelle zu Finanz-Online automatisch bezogen
bzw. berechnet.
Der Nettoeinkommensentgang aus dem jeweiligen Betrachtungszeitraum (z.B.
Betrachtungszeitraum 1: 16. März bis 15. April) wird zu 80 Prozent ersetzt, gedeckelt mit
max. 2.000 Euro monatlich und unter Anrechnung der Netto-Nebeneinkünfte.
Die Förderung gibt es maximal für drei Monate, die Gewährung erfolgt im Nachhinein.

Was kann ich vorbereiten?


Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online via Formular mit automatisierter
Datenübermittlung von FinanzOnline. Die Antragstellung für Phase 2 ist ab Montag, 20. April
2020 auf der Seite der WKO möglich.
Ab Donnerstag, 16. April 2020 steht auf dieser Website ein Muster-Formular zur Einreichung
zur Verfügung. Folgende Werte muss der Förderungswerber im Online-Formular selbst
angeben:

● Erträge/Betriebseinnahmen (Waren-/Leistungserlöse) des Betrachtungszeitraums


(z.B. 16. März bis 15. April)
● Nebeneinkünfte (netto) des Betrachtungszeitraums (z.B. Einkünfte aus
Vermietung/Verpachtung oder unselbständiger Arbeit nach Steuern).

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● Aus Vereinfachungsgründen können die Nebeneinkünfte desjenigen Kalendermonats
herangezogen werden, in welchem der Betrachtungszeitraum beginnt. Darüber
hinaus kann aus Vereinfachungsgründen der durchschnittliche Steuersatz des
Vergleichsjahres für die Ermittlung der Netto-Nebeneinkünfte herangezogen werden.
Der Durchschnittssteuersatz kann aus dem Einkommensteuerbescheid abgeleitet
werden: Einkommensteuer dividiert durch Einkommen = Durchschnittsteuersatz.
Zur Identifikation werden folgende Angaben des Förderungswerbers benötigt:

● Persönliche Steuernummer
● Sozialversicherungsnummer
● KUR oder GLN (Freie Dienstnehmer ausgenommen).
Newsletter abonnieren und aktiv informiert werden: https://www.wko.at/service/haertefall-
fonds-epu-kleinunternehmen.html#heading_Anmeldung

3. Corona-Hilfs-Fonds

Beantragung der Kreditgarantien über die Hausbank ab 8.4.2020 möglich.


Registrierung beim aws für Fixkostenzuschüsse ab 15.4.2020 möglich.

Informationen unter:
https://www.bmf.gv.at/public/top-themen/corona-hilfspaket-faq.html

Fixkostenzuschuss: https://www.aws.at/fixkostenzuschuss-1/?ref=topnews

Der Gesamtrahmen aller Maßnahmen des Corona Hilfs-Fonds beträgt 15 Milliarden Euro, die
flexibel je nach unmittelbarem Bedarf einerseits für Fixkostenzuschüsse, anderseits für
Garantien verwendet werden können. Alle Maßnahmen haben ein Ziel: die Liquidität von
Unternehmen sicherzustellen.

Für wen?

Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote,


Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind und
Liquiditätsprobleme haben. Darüber hinaus hilft der Corona Hilfs-Fonds Unternehmen, die in
Folge der Corona-Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer
Geschäftsgrundlage konfrontiert sind.

Garantien:

Die Garantie der Republik deckt 90% der Kreditsumme ab. Damit werden
Betriebsmittelkredite besichert. Die Obergrenze dafür sind maximal 3 Monatsumsätze oder
maximal 120 Mio. Euro. Diese kann nur in begründeten Ausnahmefällen erhöht werden. Die
Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um bis zu 5 Jahre verlängert werden.

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Es kommt ein Kreditzinssatz von höchstens 1% sowie Garantieentgelte, die von der EU
vorgeschrieben sind und je nach Größe des Unternehmens und Laufzeit der Garantie
zwischen 0,25 und 2% betragen, zur Anwendung.

Die Garantie kann gezogen werden, wenn der Kreditnehmer mit seinen
Zahlungsverpflichtungen unter dem Kreditvertrag säumig ist oder ein Insolvenzverfahren
über den Kreditnehmer eröffnet wurde oder die Eröffnung mangels Masse unterblieben ist.

Für wen?

Der Standort und die Geschäftstätigkeit müssen in Österreich sein, und es muss ein
Liquiditätsbedarf für den heimischen Standort bestehen. Für Aktiengesellschaften gilt, dass
Boni nur bis zu 50% der letztjährigen Boni an Vorstände ausgeschüttet werden und keine
Dividendenzahlungen von 16.3.2020 bis 16.3.2021 aus dieser Liquiditätshilfe getätigt werden
dürfen.

Wie?

Single-Point of Contact ist die Hausbank. Diese füllt gemeinsam mit dem Unternehmen den
Antrag aus. Je nach Unternehmen wird dieser Antrag dann an die Oesterreichische
Kontrollbank (Großunternehmen), an die Austria Wirtschaftsservice GmbH (Klein- und
Mittelbetriebe) oder an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH
(Tourismusunternehmen) weitergeleitet.
Über diese drei Förderstellen werden von der COFAG Kreditgarantien für von Banken an
Unternehmen vergebene Kredite ausgestellt. Von der COFAG werden von der Kreditsumme
90% garantiert.

Zuschüsse:

Dabei werden Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten für Unternehmen in der Corona Krise
gewährt.

Fixkosten?

Grundsätzlich Geschäftsraummieten (wenn der Mietzins nicht reduziert werden konnte und
in unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit steht), Versicherungsprämien,
Zinsaufwendungen (sofern diese nicht gestundet werden konnten), betriebsnotwendige,
vertragliche Zahlungsverpflichtungen (die nicht gestundet oder reduziert werden konnten),
Lizenzkosten, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation.
Daneben: Wertverlust bei verderblichen/saisonalen Waren, sofern diese während der
Covid-Maßnahmen mind. 50 % des Wertes verlieren.
Plus ein angemessener Unternehmerlohn in Höhe von maximal 2000 Euro pro Monat
(analog der Regelungen aus dem Härtefallfonds.

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Wer?

● Der Standort und die Geschäftstätigkeit müssen in Österreich sein und Fixkosten
müssen in Österreich operativ angefallen sein
● Das Unternehmen erleidet im Jahr 2020 während der Corona-Krise einen
Umsatzverlust von zumindest 40%, der durch die Ausbreitung von COVID-19
verursacht ist
● Unternehmen müssen sämtliche zumutbare Maßnahmen setzen, um die Fixkosten zu
reduzieren und die Arbeitsplätze in Österreich zu erhalten.
● Unternehmen, die vor der Covid-19-Krise ein gesundes Unternehmen waren
Ausgeschlossen sind Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter zum 31.12.2019 beschäftigt
haben und Mitarbeiter gekündigt haben statt Kurzarbeit nach Ausbruch der COVID-19-Krise
in Anspruch zu nehmen. Ausgenommen ist zudem der gesamte Finanz- und
Versicherungsbereich (Banken, Kreditinstitute, Versicherungen, Wertpapierfirmen und
andere Finanzunternehmen, die prudentiellen Aufsichtsbestimmungen unterliegen)

Wie hoch?
Der Fixkostenzuschuss ist gestaffelt und abhängig vom Umsatzausfall des Unternehmens,
wenn diese binnen 3 Monaten 2.000 Euro übersteigen, zahlt der Bund:

● 40 – 60% Ausfall: 25% Ersatzleistung


● 60 – 80% Ausfall: 50% Ersatzleistung
● 80-100% Ausfall: 75% Ersatzleistung
Bemessungsgrundlage sind die Fixkosten und Umsatzausfälle des Unternehmens zwischen
15. März 2020 und Ende der Covid-Maßnahmen.
Die Anträge haben eine Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten und der
tatsächlich eingetretenen Umsatzausfälle zu enthalten.
Der Fixkostenzuschuss ist pro Unternehmen mit maximal 90 Mio. Euro beschränkt.

Wie?
Der Antrag ist auf einen Fixkostenzuschuss bei dem online Tool der AWS zu stellen. Die
Auszahlung erfolgt über die Hausbank in Abstimmung mit der AWS.
Die Registrierung eines Antrags ist bis 31.12.2020 möglich, die Abgabe des vollständigen
Antrags bis 31.8.2021.
Der Fixkostenzuschuss muss – vorbehaltlich korrekter Angaben betreffend Umsatz und Höhe
der Fixkosten – nicht rückerstattet werden.

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4. Überbrückungsfinanzierungen für EPU/KMU (außer
Tourismus)
Am 4. März hat die Bundesregierung nach einem Gespräch mit den Sozialpartnern
Unterstützungen für Liquiditätsengpässe, die durch Umsatzausfälle als Folge des Corona-
Virus entstehen, angekündigt. Konkret werden Garantien für Überbrückungsfinanzierungen
im Ausmaß von 10 Mio. Euro durch das aws angeboten.

Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen (das sind Unternehmen mit weniger als
250 Mitarbeiter/innen, max. 50 Mio. Euro Umsatz oder 43 Mio. Euro Bilanzsumme) aller
Branchen.

Mit der Garantie werden 80 % eines Überbrückungskredites besichert.

Die Laufzeit der Überbrückungsfinanzierung beträgt 5 Jahre.

Die Einreichung erfolgt über die finanzierende Hausbank, die Förderstelle, die Austria
Wirtschaftsservice (aws), entscheidet über die Vergabe der Haftung.

Antragsstellungen für betroffene EPU/KMU (außer Tourismus) sind ab sofort unter aws
Garantien für Überbrückungsfinanzierungen möglich.

https://www.aws.at/aws-garantie/ueberbrueckungsgarantie/

5. Steuerstundungen, Herabsetzung der Steuervorauszahlungen,


Abstandnahme von Nachforderungszinsen, Stundungszinsen und
Säumniszuschlägen
Durch wirtschaftliche Notlage oder Liquiditätsengpässe aufgrund der Covid-19 Krise gibt es
die Möglichkeit eine Stundung bzw. eine Ratenzahlung der Steuern, darunter auch die
Kammerumlage 1 und Kammerumlage 2, zu beantragen. Zusätzlich kann beantragt werden,
dass die Stundungszinsen auf null herabgesetzt werden.

Sonderregelungen: https://www.wko.at/service/steuern/sonderregelung-coronavirus.html

https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2020/maerz/sonderregelungen-
coronavirus.html

Antrag: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/coronavirus-hilfe.html

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6. Sozialversicherung der Selbständigen (SVS): Stundungen,
Ratenzahlungen, Herabsetzen von Beitragsgrundlagen und
Nachsicht von Verzugszinsen sind möglich.
Wer vom Coronavirus direkt oder indirekt durch Erkrankung und Quarantäne betroffen ist
oder mit massiven Geschäftseinbußen rechnet und dadurch Zahlungsschwierigkeiten hat,
wird von der SVS unterstützt. Betroffene sollen sich direkt und unkompliziert bei der SVS
melden. Die SVS bietet allen SVS-Versicherten im Bedarfsfall folgende Möglichkeiten:

● Stundung der Beiträge


● Ratenzahlung der Beiträge
● Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage
● Gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen·

Die Anträge zur Stundung und Ratenzahlung können formlos schriftlich per E-Mail
eingebracht werden. Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann mittels
Online-Formular beantragt werden.

https://www.svs.at/cdscontent/?
contentid=10007.843257&portal=svsportal&viewmode=content

7. Abmeldung des Gewerbes und Bezug von Arbeitslosengeld

Unternehmer, die bereits vor dem 1.1.2009 selbstständig erwerbstätig waren, behalten
ihren durch eine unselbstständige Tätigkeit erworbenen Anspruch auf Arbeitslosengeld
zeitlich unbeschränkt.

● Das gilt auch für Unternehmer*innen, die nach dem 1.1.2009 eine selbstständige
Tätigkeit begonnen und vor ihrer Selbstständigkeit zumindest fünf Jahre
unselbstständig erwerbstätig waren.
https://www.ams.at/arbeitsuchende/arbeitslos-was-tun/arbeitslosigkeit-
selbstaendig-erwerbstaetiger#steiermark

● Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Arbeitslosenunterstützung ist die


Ruhendmeldung des Gewerbes bei der WKO und Abmeldung von der SVS. Ihre
Pflichtversicherung endet mit dem Letzten des Kalendermonats, in der die
Gewerbeberechtigung bei der Wirtschaftskammer ruhend gemeldet oder bei der
Gewerbebehörde zurückgelegt wurde.

● Informationen zur Ruhendlegung und Ablauf finden Sie unter:


https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/ruhendmeldung-
wiederaufnahme-gewerbeausuebung.html.

Achtung: Einigen EPU ist es passiert, dass das AMS für die Aufnahme der Arbeitslosigkeit die
Zurücklegung des Gewerbes verlangt hat. Nach Auskunft der WKO reicht die
Ruhendmeldung.
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„Gewerbetreibende können Arbeitslosengeld auch dann beziehen, wenn sie das Gewerbe nur
ruhend gemeldet haben. Eine Zurücklegung ist nicht notwendig. Sozialhilfe kann
Gewerbetreibenden sogar auch dann gewährt werden, wenn die Gewerbeberechtigung
aufrecht und nicht ruhend gemeldet ist. Diese Sozialhilferegelung ermöglicht es
Gewerbetreibenden daher, weiter tätig zu bleiben und trotzdem nicht unter ein
Mindesteinkommen zu fallen.“

Also darauf bestehen! Wenn das AMS die Zurücklegung verlangt, bitte Meldung an uns!

https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/ruhendmeldung-
wiederaufnahme-gewerbeausuebung.html

Achtung allerdings: Info der WKO: Die genauen Bedingungen verschiedener


Hilfsmaßnahmen sind noch nicht im Detail bekannt. Möglicherweise ist zur
Inanspruchnahme der Notlagenfonds bspw. eine aufrechte Gewerbeberechtigung nötig. Wir
hoffen, hier in Bälde mehr Informationen anbieten zu können. Bitte besuchen Sie unsere
Infohomepage www.wko.at/corona regelmäßig, da sich immer wieder Neuerungen bei den
Maßnahmen ergeben, die wir dann so schnell wie möglich veröffentlichen.

8. Aussetzung der Einhebung der Grundumlage

Die Grundumlagen werden den Kammermitgliedern für das Jahr 2020 bis auf Weiteres nicht
vorgeschrieben. Bereits erfolgte Vorschreibungen für das Jahr 2020 sind als gegenstandslos
zu betrachten.

9. Aktuelle Informationen zu Einschränkungen in den


Betrieben
Das Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten des Handels, von
Dienstleistungsunternehmen sowie von Freizeit- und Sportbetrieben zum Zweck des Erwerbs
von Waren, der Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder der Benützung von Freizeit-
und Sportbetrieben ist untersagt (siehe Verordnung vom 15.3.)

A4-Aushang: Geschäft geschlossen wegen Corona

Viele Betriebe sind von diesem Verbot zumindest teilweise ausgenommen. Hier finden Sie
eine Liste aller Fälle, bei denen Fragen aufgetreten sind: Kriterienliste als pdf . Es handelt sich
dabei um eine Interpretation der Wirtschaftskammer der Verordnung per Stand 23.03.2020,
22:30 Uhr.

https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_einschraenkungen

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10. Musterschreiben - Mietzinsminderung / Entfall der
Mietzinszahlungsverpflichtung wegen behördlich verhängten
Betretungsverbots über das Geschäftslokal

Information der WKO: Basierend auf den geltenden Regelungen (insb. §§ 1096, 1104, 1105
ABGB) kann im Falle der aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung voraussichtlich eine
Mietzinsminderung bzw. in Ausnahmefällen auch der gänzliche Mietzinsentfall für die Dauer
der Beschränkung durchsetzbar sein.

Nach der uns bekannten Rechtslage gehen wir derzeit davon aus, dass in der aktuellen
Situation eine mögliche Mietzinsminderung auch alle Bestandteile der Mietforderung
umfasst. Also neben dem Mietzins im engeren Sinne auch die Betriebskosten und alle
sonstige mit der Miete regelmäßig im Zusammenhang stehenden Aufwendungen.

Zu beachten ist, dass die gesetzlichen Regelungen nicht zwingend sind und vertraglich
geändert werden können. Es ist daher in jedem Einzelfall zu überprüfen, ob und inwieweit
hier im jeweiligen Bestandvertrag vom gesetzlichen Modell abgewichen wurde. Ferner bleibt
abzuwarten, ob die unabhängigen Gerichte der obigen Rechtsauffassung folgen werden.

Inwieweit der Gesetzgeber weitere zeitlich beschränkte Maßnahmen ergreifen wird, ist
derzeit nicht absehbar

Hier gehts zum Download des Musterschreibens: https://newsletter.wko.at/sys/r.aspx?


sub=mBuQr_1oYich&tid=0-2aDU30-
SSclZ&link=a2lj&fbclid=IwAR12SjRPBnVWo0kpi5YbZFggtB9cbPW157FZ_44mhvvvjVgYzDVCF6
34Oig

11. Soforthilfe-Wirtschaftspaket der Stadt Graz

● Für den Betrieb von Gastgärten im öffentlichen Raum fallen für Grazer Gastronomen
ab der Eröffnung bis zum Jahresende 2020 keine Nutzungsgebühren an. Bereits
eingezahlte Beiträge werden den Gastronomen baldigst rückerstattet. (Höhe der
erlassenen Gebühren: 600.000 Euro)
● Die Stadt Graz reduziert für betroffene Grazer Unternehmen die Abgaben für Wasser
bis Ende des Jahres 2020 um 20 %. (Höhe der erlassenen Abgaben: 700.000 Euro)
● Die Energie Graz richtet für Stromabgaben einen Notfonds für Wirtschaftstreibende
ein, die aufgrund des Coronavirus in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Außerdem
finden bei Zahlungsverzug keine Stromabschaltungen bei Grazer Unternehmen statt.
(Höhe des Fördertopf 200.000 Euro)
● Die Nutzungsentgelte für den öffentlichen Raum, die für geplante Veranstaltungen im
heurigen Jahr an die Stadt Graz erfolgen sollten, werden zur Gänze rückerstattet bzw.
nicht eingehoben. (Höhe der erlassenen Entgelte: 150.000 Euro)
● Die Standgebühren bei Bauernmärkten werden für die nächsten zwei Monate
ausgesetzt. (Höhe der erlassenen Gebühren: 300.000 Euro)
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● Unternehmen, die von den Auswirkungen des Coronavirus stark betroffen und in
städtischen Objekten eingemietet sind, wird die Miete für die Dauer der
Verkehrsbeschränkung erlassen. Die Stadt Graz appelliert auch an andere
VermieterInnen, sich mit den Grazer Unternehmen in dieser Ausnahmesituation
solidarisch zu zeigen und den Mietzins zu reduzieren oder ebenfalls zu erlassen.
(Höhe der erlassenen Mietkosten: 400.000 Euro)
● Zur Stärkung des Einzelhandels wird eine Kampagne ins Leben gerufen, die die Grazer
Bevölkerung dafür sensibilisieren soll, erst nach der Wiedereröffnung der Geschäfte
bei Händlern in Graz einzukaufen. (Kosten: 80.000 Euro)
● Damit Grazer Wirtschaftstreibende weiter liquide bleiben, wird allen Unternehmen,
die eine Mietförderung der Stadt Graz bewilligt bekamen, die bis zum Jahr 2020
zugesagte Fördersumme sofort ausbezahlt. (Auszahlungen in Höhe von: 300.000 Euro)
● Auch Wirtschaftstreibenden, die die Coworking-Space-Förderung der Stadt Graz
erhalten, wird die zugesagte Fördersumme für das Jahr 2020 umgehend ausbezahlt. Da
in Coworking-Spaces vermehrt Einzelunternehmer eingemietet sind, unterstützt diese
Maßnahme vor allem die Erhaltung der Liquidität bei Grazer EPU. (Auszahlungen in
Höhe von: 120.000 Euro)
● Bis auf Widerruf finden keine Kontrollen der Tickets in den öffentlichen
Verkehrsmitteln und der Parktickets in der blauen und grünen Zone der Stadt Graz
statt. So werden Unternehmen unterstützt, deren MitarbeiterInnen nach wie vor zu
ihrem Arbeitsort gelangen müssen.

Eine eigens eingerichtete Corona Service-Hotline der Abteilung für Wirtschafts- und
Tourismusentwicklung gibt speziell Grazer Unternehmen Auskunft über Unterstützungs-
und Fördermöglichkeiten.

Die Hotline ist rund um die Uhr besetzt unter: 0316 872-4804 oder +43 664 60 872 4884.

https://www.graz.at/cms/beitrag/10347186/8106444/Coronavirus_Soforthilfe_Wirtschaftsp
aket_der_Stadt.html

Forderung der Grünen Wirtschaft und des Grünen Gemeinderatsklubs an die Stadt Graz:

Bestehende Mietförderung dahingehend adaptieren, dass auch Betriebe ohne


Mietförderung der Stadt Graz bis ein Monat nach dem Wiederaufsperren ihres Geschäfts in
den Genuss einer Mietförderung in Höhe von 250,- € monatlich kommen.

12. Information zum Epidemiegesetz 1950


Das Epidemiegesetz stammt aus 1955 und ist auf regionale Epidemien ausgelegt. Es regelt
die Schließung von einzelnen Betrieben, wenn von ihnen Gefahr ausgeht per Bescheid,
beispielsweise wenn in einem Betrieb Milzbrand grassiert. Diese gesetzliche Grundlage ist
für die gegenwärtige Situation nicht geeignet - einerseits weil ja keine Gefahr von den
Betrieben ausgeht, sondern von den dort stattfindenden sozialen Kontakten, andererseits
weil es die Ausstellung von zehntausenden einzelnen Bescheiden erfordern würde - das ist in

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der derzeitigen Situation nicht möglich. Deshalb wurde ein eigenes Gesetz beschlossen. Das
letzte Mal dass in Österreich eine Krankheit wie Corona verbreitet wurde war vor über 100
Jahren - die spanische Grippe.
Mit dem 4-Milliarden-Paket sollen für alle Betriebe, die von Corona betroffen sind,
Maßnahmen gesetzt werden. Würde nur das Epidemiegesetz zur Anwendung kommen,
würden immense Summen für die einzelnen Betriebe aufgewendet werden müssen. Vor 65
Jahren war das Gesetz gedacht für kleine Fleischereien, Tischlereien, Greißler, etc. Wäre das
Gesetz anwendbar, würden heute wahrscheinlich besonders internationale Textilketten und
andere Großkonzerne profitieren. Betriebe, die den geschlossenen Betrieben zuliefern,
würden ebenso leer ausgehen wie Veranstaltungsbetriebe und -vereine, die aufgrund des
Veranstaltungsverbots ihre Einnahmen verlieren - diese hätten laut Epidemiegesetz keinen
Anspruch auf Zahlungen.

Ob Entschädigungsansprüche nach Epidemiegesetz möglich sind, wird kontrovers diskutiert:


in diesem Link findet ihr Vorlagen für einen ANTRAG auf Zuerkennung einer Vergütung
gemäß § 32 Epidemiegesetz 1950:
https://www.oehv.at/themen-recht/corona/entschaedigungsansprueche/

Die Wirtschaftskammer Steiermark hat am 24.4.2020 einen Vergleich Epidemiegesetz und


Covid-19-Maßnahmengesetz veröffentlicht, in dem auch zwei Musteranträge beinhaltet
sind:
https://www.wko.at/service/stmk/epidemiegesetz-contra-covid19-massnahmengesetz-
stmk.html

Achtung: Frist beachten. Am besten so rasch wie möglich beantragen.

13. SFG-Förderungen
Im speziellen die Digitalisierungsförderung bzw. auch die Förderung „LebensNah“ von der
SFG.

Hier die Info von Helmut Römer:

Bei letzterer werden Webprojekte bis 3000e mit 50% gefördert und diese Förderung sollte
bis Ende des Jahres laufen. Unter „Webprojekt“ ist alles zu verstehen, was im Internet für
den Firmenauftritt verwendbar ist (Erstellung Website, Webshop,
Suchmaschinenoptimierung, Erstellung SocialMedia-Seite, Fotografie für´s den
Internetauftritt etc.).

Gerade die Zielgruppe der kleinen Unternehmen profitiert sehr von der Förderung und wir
haben die meisten Projekte damit abgewickelt – ich glaube, die Unternehmen hätten sonst
das Geld für den Webauftritt nicht in die Hand genommen. Wenn das aufrecht bliebe, wäre
es eine große Unterstützung, sowohl für die Kreativen als auch für die Unternehmer/innen,

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die einen modernen Webauftritt bekommen – vor allem in Hinblick auf die Positionierung
nach der akuten Krise.

https://www.sfg.at/f/nahversorgung/
https://www.sfg.at/foerderungen/

14. Förderung für Home-Office-Plätze in Steiermark


In Kooperation mit der Arbeiterkammer Steiermark werden Klein- und Kleinstbetriebe bei
der Errichtung von Telearbeitsplätze gefördert. Ziel ist es eine bessere Vereinbarkeit von
Beruf und Familie zu erreichen und notwendige Strukturen zur Chancengleichheit zu
ermöglichen. Die Förderungsquote beträgt 50% und zusätzlich ist ein Zuschuss in der Höhe
von 30%, finanziert von der Arbeiterkammer Steiermark, möglich.

https://www.sfg.at/f/homeoffice/

15. Wirtschaftskammer Wien: WK Wien Zuschüsse für


Kleinbetriebe
Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien leisten akut einen Zuschuss in Höhe von jeweils 10
Millionen EUR in den „Notlagenfonds der Wirtschaftskammer Wien“, der eigens für
Krisensituationen eingerichtet wurde. Damit stehen Wiener EPUs und Kleinstunternehmen,
die durch die globale Coronavirus-Pandemie in Not geraten sind, in Summe 20 Millionen
Euro als Soforthilfe zur Verfügung. Aus diesem Notlagenfonds können Ein-Personen- und
Kleinst-Unternehmen bis zu 10 MitarbeiterInnen eine Unterstützung bei starker
Betroffenheit (Umsatzrückgang > 50%) erhalten.

Anträge bitte erst ab 1.4.2020 stellen, da Umsatzrückgänge für den gesamten März 2020
nachgewiesen werden müssen.

Antragsberechtigt sind:

● Mitglieder der WK Wien


● aufrechte Gewerbeberechtigung seit mindestens 2 Jahren
● maximal 10 unselbständig Beschäftigte (Vollzeitäquivalent)

Infoblatt: https://www.wko.at/service/w/Infoblatt-Corona.pdf

Förderrichtlinien: https://www.wko.at/service/w/Richtlinie-Sonderfoerderung-COVID.pdf

Antrag: https://www.wko.at/service/w/Antrag-COVID19.pdf

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16. Petition der Grünen Wirtschaft “Notfallfonds aus
Überschüssen der Wirtschaftskammer für Betriebe in Österreich“
Die Coronakrise bringt viele EPU und KMU in eine die Existenz bedrohende Situation. Die
Wirtschaftskammer hat enorme Rücklagen. Diese Mittel sollen in einen Notfallfonds fließen
und unbürokratisch an die Betriebe zurückfließen.

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/notfallsfonds-aus-ueberschuessen-der-
wirtschaftskammern-fuer-betriebe-in-oesterreich

17. „Digital Team Österreich“


Aufgrund der aktuellen Corona Krise müssen viele Unternehmen auf mobiles Arbeiten
umstellen, damit Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter von zu Hause ihrer Arbeit nachgehen
können. Die notwendigen digitalen Werkzeuge sind bei zahlreichen Unternehmen jedoch
nicht verfügbar.

Das Digital Team Österreich bietet digitale Dienste für Klein- und Mittelunternehmen (KMU)
für zumindest 3 Monate kostenlos an. Die Bestellung der Services erfolgt über die Website
der jeweiligen Anbieterinnen/Anbieter.

https://www.oesterreich.gv.at/kmu.html

18. Covid 19-Gesetz


https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:7b474a83-b9bc-4cba-bb28-
4ccd2316ac25/BGBLA_2020_I_12.pdfsig.pdf

19. Unternehmen, die dringend Arbeitskräfte suchen


● Sofort-Jobs Österreich: https://sofort.jobs.at
● REWE: https://rewe-group.jobs/jobs?jobGroupIds=45
● SPAR: https://www.spar.at/karriere/jobboerse
● Arbeitsvermittlung der Landwirtschaftskammer: https://stmk.lko.at/online-plattform-
für-arbeitsvermittlung+2500+3203705

20. Wann ist ein Unternehmen ein EPU?


Definition der Ein-Personen-Unternehmen in der WKO:

Wesentliche Eigenschaften:

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● Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
● Orientierung am Markt, Ausrichtung der Tätigkeit auf Dauer
● kein Mitunternehmertum, dh im Wesentlichen nur Einzelfirmen und Ein-Personen-
GmbH
● aktuell keine fest angestellten MitarbeiterInnen - unabhängig davon ob früher
MitarbeiterInnen beschäftigt waren. "Fest angestellt" bezieht sich dabei auf eine
dauerhafte Anstellung (ab 5 Monaten/Jahr), dh zu Spitzenzeiten kann auch Teil- oder
Vollzeitpersonal beschäftigt werden. Damit zählen Unternehmen mit einem während
des ganzen Jahres geringfügig Beschäftigtem nicht zu den EPU, während
Unternehmen mit drei Teilzeitbeschäftigten zB während des Schlussverkaufs im
Handel als EPU definiert werden.

21. Einkaufen in Zeiten von Corona


Regionalität stärken. Hier ein paar Beispiele:

Kleine Zeitung: #wirstehenzusammen: https://www.kleinezeitung.at/service/5786473/

Falter: Onlineshop Fibel: https://www.falter.at/onlineshop-fibel

Nachhaltig in Graz: https://nachhaltig-in-graz.at

Nunus alternative Plattform für den österreichischen Handel und Dienstleistungen in


Zeiten von Corona https://nunukaller.com/?fbclid=IwAR1-
7_BCxFZhAlnH268XtXzQi1CSoSBJrWWfvTTWnREEu_jjo99HzTc-Eec

Wirtschaftskammer: "Wir kaufen auch online steirisch":


https://news.wko.at/news/steiermark/online-steirisch-einkaufen.html?
_ga=2.31074614.888985717.1584959120-1473006317.1507882363

22. Wie geht’s weiter? Herdenimunität - flatten the curve -


Hammer und Tanz ...

Hier ein paar Links und Infos aus dem Wissenschaftsbereich:

Quarks

https://www.youtube.com/watch?v=uz1gBTLdIGE
https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-virus-das-wissen-wir/

Der Hammer und der Tanz


https://medium.com/tomas-pueyo/coronavirus-der-hammer-und-der-tanz-abf9015cb2af

Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten

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Sars-CoV-2, das neue Coronavirus, hat sich zuerst in China ausgebreitet und ist nun Tag für
Tag in den Schlagzeilen. Doch wie können wir so viele Menschen wie möglich so fundiert wie
möglich informieren - ohne dabei unnötige Panik zu verbreiten? NDR Info
Wissenschaftsredakteurinnen Korinna Hennig und Anja Martini sprechen jeden Tag mit
einem der führenden Virus-Forscher Deutschlands: Christian Drosten, dem Leiter der
Virologie in der Berliner Charité.
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Virologe-Drosten-im-NDR-Info-
Podcast,podcastcoronavirus100.html

23. Gastgewerbe: Abholung seit 3.4. erlaubt


Ja, Lieferservice und Abholensind zulässig. Betriebsinhabern und Betriebsmitarbeitern ist der
Zugang im Zusammenhang mit der Durchführung von Lieferservice für alle Betriebsarten des
Gastgewerbes möglich.
Die Abholung und Zustellung kann auch durch Lieferdienste erfolgen. Es ist sicherzustellen,
dass zwischen den agierenden Personen ein Abstand von mindestens einem Meter
eingehalten wird.
Das Betretungsverbot für den Kundenbereich des Gastgewerbebetrieb gilt nicht, wenn
Speisen abgeholt (BGBLA 2020/II Nr. 130 vom 2. April 2020) werden, die

● vorbestellt wurden
● nicht vor Ort konsumiert werden
● bei der Übergabe der auch sonst vorgeschriebene Mindestabstand von 1 m
eingehalten wird.
Achtung: Durch diese Regelung ist der Gassenverkauf weiterhin verboten!

24. COVID-Paket für Start-ups und Venture Capital Fonds


https://www.aws.at/covid-paket-fuer-start-ups/?ref=topnews
Die Richtlinien sind durch den Bund noch in Ausarbeitung und werden derzeit finalisiert.

aws COVID-19 Startup Hilfsfonds:


● Im Fokus stehen österreichische innovative Startups, die aufgrund der Corona-Krise
in Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme geraten sind.
● Die Architektur sieht vor: Privates Kapital (von 10.000 bis 800.000 Euro) wird durch
Zuschüsse verdoppelt. Die Zuschüsse sind im Erfolgsfall rückzahlbar
● Ziel ist es, unseren wirtschaftspolitisch wichtigen Startups (nicht älter als fünf Jahre)
in Corona-Zeiten entsprechenden Flankenschutz zu bieten, da die bisherigen von der
Regierung gesetzten Maßnahmen (Härtefallfonds, Überbrückungsgarantien) für
Startups nicht immer passend sind.

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● Voraussetzung: innovatives Startup, von Corona-Krise betroffen, 1:1 Zuschuss bei
gleichem privaten Kapital, keine verdeckte Rückvergütung durch temporären
Kapitalabzug innerhalb von fünf Jahren
● Volumen: EUR 50 Mio. (Bundesmittel) – diese werden durch private Investitionen
verdoppelt
● Antragsstellung: hochautomatisiert über aws
● Besonderheit: EU Beihilferecht – Der befristete EU-Beihilferahmen (‚COVID-19
Rahmen‘) sieht eine Beihilfenobergrenze von 800.000 Euro vor.

Venture Capital Fonds:


● Im Fokus stehen österreichische Startups, die ohne Covid-19 mit großer
Wahrscheinlichkeit eine Finanzierungsrunde abschließen könnten
● Die Architektur sieht vor: Das Kapital eines privater VC Fonds wird zu 50 Prozent
staatlich garantiert
● Fondsvolumen: 50 Millionen Euro (privates Kapital)
● Finanzierung pro Unternehmen 200.000 Million bis zu einer Million Euro
● Besonderheit: Fondsmanagement wird öffentlich ausgeschrieben — inhaltliche
Bewertung und Auswahl der Startups erfolgt durch diesen privaten Fondsmanager
(langfristiger Fokus)

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