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eingetragene Marke oder eine Marke
der Microsoft Corporation in den USA
und/oder anderen Ländern.

ISBN 978-3-411-05508-1
44,99 v (D) · 46,30 v (A)

www.duden.de 8.
Auflage

978-3-411-05508-1_DDUW_8.Aufl._U1_U4.indd Alle Seiten 06.07.15 10:25


Duden Deutsches Universalwörterbuch
Duden
Deutsches Universalwörterbuch
8. , überarbeitete und erweiterte Auflage
Herausgegeben von der Dudenredaktion

Dudenverlag
Berlin
Redaktionelle Bearbeitung der 8. Auflage
Dr. Werner Scholze-Stubenrecht (Projektleitung),
Ilka Pescheck

Unter Mitarbeit von Prof. Dr. Rudolf Hoberg und Dr. Ursula Hoberg
(Kurze Grammatik der deutschen Sprache), Jürgen Folz

Herstellung Ursula Fürst

Die Duden-Sprachberatung beantwortet Ihre Fragen zu Rechtschreibung,


Zeichensetzung, Grammatik u. Ä. montags bis freitags zwischen 09:00 und 17:00 Uhr.
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek


Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.d-nb.de abruf bar.

Das Wort Duden ist für den Verlag Bibliographisches Institut GmbH als Marke geschützt.

Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Einwilligung des Verlages in irgendeiner
Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren), auch nicht für Zwecke der
Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme
verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Alle Rechte vorbehalten.


Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.

X Duden 2015 D C B A
Bibliographisches Institut GmbH, Mecklenburgische Straße 53, 14197 Berlin

Typografisches Konzept Iris Farnschläder, Hamburg


Satz Dörr + Schiller GmbH, Stuttgart
Druck und Bindung Druckerei C.H. Beck, Bergerstraße 3, 86720 Nördlingen
Printed in Germany
ISBN 978-3-411-05508-1
www.duden.de
Vorwort

Das »Deutsche Universalwörterbuch« des Dudenverlags bietet seit seiner ersten Auflage aus
dem Jahr 1983 eine umfassende und kompakte Darstellung des allgemeinen Wortschatzes
der deutschen Gegenwartssprache.
Für die 8. Auflage dieses Standardwerks wurden alle Einträge überprüft und in vielen Fäl-
len überarbeitet. Die Redaktion hat den Stichwortbestand gründlich aktualisiert und erwei-
tert, wobei das Dudenkorpus, eine umfangreiche digitalisierte Textsammlung mit derzeit
rund 3,4 Milliarden laufenden Wortformen, mithilfe modernster elektronischer Abfrage-
technik ausgewertet wurde.
Das »Deutsche Universalwörterbuch« ist ein Nachschlagewerk für alle, die sich im Rah-
men ihrer Aus- und Weiterbildung, aus beruflichen oder privaten Gründen in besonderem
Maße für die deutsche Sprache interessieren. Das schließt professionell Schreibende, Leh-
rende und Lernende sowie Muttersprachler und Nichtmuttersprachler ein.
Hauptanliegen ist es, Fragen zur Bedeutung und Verwendung von Wörtern und Rede-
wendungen im konkreten sprachlichen Gebrauchszusammenhang – wie sie sowohl beim
Verfassen als auch beim Lesen und Hören deutschsprachiger Texte immer wieder auftau-
chen – umfassend und verlässlich zu beantworten. Darüber hinaus bietet das Wörterbuch
eine Fülle von Angaben zur Rechtschreibung, Aussprache, Herkunft und Grammatik der
Stichwörter.
Neu aufgenommen wurden über tausend Wörter und Redewendungen, die entweder in
jüngerer Zeit erst entstanden sind oder in den letzten Jahren zunehmend geläufiger und ge-
bräuchlicher wurden (z. B. Alphamädchen, CO2-Fußabdruck, emergent, liken, auf der Kante
laufen), dazu zahlreiche neue Wortbedeutungen (z. B. bei liefern, mobil oder neu).
Die Dudenredaktion dankt allen Benutzerinnen und Benutzern früherer Auflagen, die
durch ihre Rückmeldungen und Anregungen zur Optimierung des »Deutschen Universal-
wörterbuchs« beigetragen haben.
Berlin, im August 2015
Die Dudenredaktion
Inhalt

Hinweise für die Wörterbuchbenutzung 9

Anlage und Aufbau der Artikel 13


Stichwortauswahl 13
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 14
Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen 26

Kurze Grammatik der deutschen Sprache 31


Wörter und Wortarten 31
Das Verb 33
Das Substantiv 49
Das Adjektiv 59
Das Adverb 64
Die Präpositionen 66
Die Konjunktionen 68
Die Interjektionen 68
Der Satz 69

Wörterverzeichnis A–Z 77

Anhang 2117
Wörter des Jahres 2117
Unwörter des Jahres 2118
Im Deutschen besonders häufig falsch geschriebene Wörter 2119
Sprache in Zahlen 2122
9

HINW E IS E F  R D I E W Ö RT E R BU C H B E NUTZUNG

1. a) Die Stichwörter sind alphabetisch angeordnet. auf|klapp|bar ...


Dabei werden die Umlaute ä, ö, ü wie die ihnen auf|klap|pen ...
zugrunde liegenden Vokale a, o, u behandelt. auf|kla|ren ...
Ziffern folgen nach dem Buchstaben z; dies gilt auf|klä|ren ...
jedoch nicht für Indizes und Exponenten.
b) Jedes Stichwort, auch eine Wortzusammen- by|zan|ti|nis|tisch ...
setzung, erhält einen eigenen Eintrag, d. h. , jedes By|zanz ... ˙
Stichwort beginnt auf einer neuen Zeile. ˙
bz. ...
Nur einige Ableitungen und Zusammensetzun- Bz. ...
gen, die dem zugehörigen Stichwort unmittelbar bzw. ...
alphabetisch folgen und keine eigene Bedeu- B2B ...
tungserläuterung haben, beginnen keine neue B2B-Ge|schäft ...
Zeile. c ...

2. Hat das Stichwort eine im Alphabet unmittelbar ab|schwat|zen, (bes. südd.:) ab|schwät|zen 〈sw. V.; hat〉
˙ (ugs.) ... ˙
folgende Variante, erscheint diese, durch Komma
getrennt, ebenfalls halbfett. Zusatzangaben zur
Variante stehen in runden Klammern davor.
Handelt es sich um rein rechtschreibliche Varianten, ken|nen|ler|nen, ken|nen ler|nen ...
˙ ˙
steht die Schreibweise, die von der Dudenredaktion
empfohlen wird, an erster Stelle.

3. Folgt die Variante eines Stichworts alphabetisch Fo|to|syn|the|se, Photosynthese ...



nicht unmittelbar nach der Hauptform, wird sie
dort trotzdem, aber nur in gewöhnlicher Schrift ge-
zeigt. An ihrer alphabetischen Stelle erscheint sie Pho|to|syn|the|se: ↑ Fotosynthese.

halbfett als Stichwort mit Verweis auf die Haupt-
form.

4. Bei Schreibvarianten, die an unterschiedlichen Stel- Del|phin, Del|phi|na|ri|um usw.: ↑ Delfin, Delfinarium
¯ 
len des Alphabets stehen, verweist ein senkrechter usw.
Pfeil auf die Schreibung, unter der sich der Hauptein-
trag befindet.
1
5. Hochgestellte Ziffern vor dem Stichwort differen- Band, das; -[e]s, Bänder u. -e ...
˙
zieren zwischen gleich geschriebenen, aber seman- 2
Band, der; -[e]s, Bände ...
tisch oder grammatikalisch völlig unterschied- 3
˙
Band [bnt, engl.: bænd], die; -, -s ...
lichen Wörtern.

6. Die vertikalen Striche (|) im Stichwort geben die hi|n|ein|ge|hen


Möglichkeiten der Worttrennung am Zeilenende Kas|ten
˙
ma|g|ne |tisch
an.
rümp|fen
˙
7. Ein unter den Vokal gesetzter Punkt gibt betonte ab|be|din|gen 〈st. V.; hat〉 (Rechtsspr.): ...
˙
Kürze, ein Strich betonte Länge an. Aben|teu|er ...

8. Mit dem Zeichen Y am Ende eines Stichwortes wer- JeepY [di:p], der; -s, -s ...
den Namen und Bezeichnungen kenntlich gemacht, 
die als eingetragene Marken geschützt sind. Aus
dem Fehlen dieses Zeichens darf jedoch nicht ge-
schlossen werden, dass das Stichwort als Handels-
name frei verfügbar ist.
Hinweise für die Wörterbuchbenutzung 10

9. Die Aussprache folgt dem Stichwort und steht in Tat|too [ttu ], ...
eckigen Klammern. Sie steht nur bei Wörtern oder
Wortteilen, deren Aussprache Schwierigkeiten
bereiten kann.
Gleich gebliebene Teile einer vorhergehenden Eta|ge [eta 
, österr. meist ... ] ...
Ausspracheangabe oder unproblematische Wortteile Eta|gen|bett [eta n...], ...
werden durch drei Punkte wiedergegeben.

10. Grammatische Angaben folgen – außer beim ab|brau|chen 〈sw. V.; hat〉: ...
˙
Substantiv – dem Stichwort in Winkelklammern. Sie aus|schrei|ten 〈st. V.〉 (geh.): 1. 〈hat〉 ... 2. ... 〈ist〉
können jedoch auch unter einzelnen Bedeutungs-
punkten stehen, sofern sie nur an dieser Stelle rele-
vant sind.
Beim Substantiv stehen die Angaben des Genus Ana|nas, die; -, - u. -se: ...
˙
(Geschlechts) mit der, die, das und die Endungen Du|pli|kat, das; -[e]s, -e: ...
des Genitivs Singular und des Nominativs Plural 
nicht in Winkelklammern. Fakultative Wortbestand-
teile sind in eckige Klammern gesetzt.

11. Angaben über die Herkunft der Wörter folgen auf Hap|tik, die; - [zu griech. háptein = heften, berühren,
˙
die grammatischen Angaben in eckigen Klammern. angreifen] ...
Sie können jedoch auch unter einzelnen Bedeutungs- Ku|ckuck, der; -s, -e: 1. [aus dem Niederd.-Md. <
punkten stehen, sofern sie sich nur auf diese Lesart ˙
mniederd. kukuk; lautm.] ... 2. [iron. Bez. für
beziehen. den früher auf das Siegel aufgedruckten Wappen-
adler] ...

12. Stilistische Bewertungen, räumliche und zeitliche Schwarz|ma|le|rei, die (ugs.) ...
Zuordnungen, Zuordnungen zu Bereichen und Fach- Kö|ter, der; -s, - [aus dem Niederd.; urspr. lautm.] (ab-
und Sondersprachen folgen den grammatischen und 
wertend) ...
etymologischen Angaben in runden Klammern.

13. Bedeutungsangaben werden mit einem Doppel- ab|bie|gen 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 sich von einer eingeschlagenen
˙
punkt angekündigt, sind kursiv gedruckt und werden Richtung entfernen, eine andere Richtung einschlagen:
mit arabischen Zahlen und (bei enger ich, das Auto bog [von der Straße, nach links] ab;
zusammengehörenden Bedeutungen) mit Kleinbuch- die Straße biegt [nach Norden] ab. 2. 〈hat〉 a) in eine
staben gegliedert. andere Richtung biegen: einen Finger nach hinten a.;
b) (ugs.) einer Sache geschickt eine andere Wendung
geben u. dadurch eine unerwünschte Entwicklung
verhindern: sie bog das Gespräch ab; er hat die Sache
noch einmal abgebogen (mit Geschick abgewendet).
1
14. Bedeutungsschattierungen, Kontextbedeutungen Fut|ter, das; -s, - 〈Pl. selten〉 [mhd. vuoter, ahd. fuotar,
˙
und die Bedeutungen der idiomatischen Aus- verw. mit lat. pascere, ↑ Pastor]: Nahrung für
drücke stehen in runden Klammern hinter dem [Haus]tiere: dem Hund, den Hühnern [das] F. geben;
betreffenden Wort oder der betreffenden Fügung dieses F. (salopp: Essen) passt dir wohl nicht?; der Mit-
und sind kursiv gedruckt. arbeiter braucht neues F. (ugs.; neue Arbeit); * gut im F.
sein/stehen (ugs.; gut genährt sein).
11 Hinweise für die Wörterbuchbenutzung

15. Die Beispiele sind grob nach eigentlichem und über- ab|wra|cken 〈sw. V.; hat〉: (bes. Schiffe) zerlegen u. ver-
˙
tragenem Gebrauch gegliedert. Beispiele für den schrotten: ein Schiff a.; ein abgewrackter Komiker ...
eigentlichen Gebrauch stehen vor den Beispielen für
den übertragenen Gebrauch. Diese werden durch
 (= bertragung) angekündigt. In den Beispielen
und den idiomatischen Ausdrücken wird das Stich-
wort im Allgemeinen mit dem Anfangsbuchstaben
oder mit der Beugungsendung abgekürzt.
Adjektive und Substantive sind zusätzlich nach hei|ser 〈Adj.〉 [mhd. heis(er), ahd. heis(i), urspr. = rau]:
syntaktischen Gesichtspunkten gegliedert. Bei (von der menschlichen Stimme) durch Erkäl-
Adjektiven ist die Reihenfolge attributiv, prädikativ, tung od. durch vieles Reden, Singen, Schreien u. Ä. rau u.
adverbial. Verwendungsweisen, die in runden Klam- fast tonlos [u. flüsternd]: ein -es Lachen; eine -e
mern erklärt werden (Kontextbedeutungen o. Ä.), Stimme haben; ich bin heute ganz h.; h. sprechen; sich
erscheinen gewöhnlich am Ende der attributiven, h. schreien; sie sprach h.
prädikativen bzw. adverbialen Beispiele. Beim Arm ...: kräftige, behaarte -e; ihr linker A. ist steif; die -e
˙
Substantiv erscheint das Stichwort zunächst in der aufstützen, [nach jmdm.] ausstrecken, [über der
Subjektrolle, dann – beginnend mit dem Akkusativ- Brust] kreuzen; jmds. A. nehmen ( jmdn. unterhaken);
objekt – in der Objektrolle und schließlich als im Krieg hatte er einen A. verloren; sie schlang ihre -e
Bestandteil präpositionaler Verbindungen. um seinen Hals; beide -e voll haben (bepackt sein u.
Kontextbedeutungen o. Ä. werden gewöhnlich der daher nichts anderes mit den Armen machen können);
syntaktischen Reihenfolge entsprechend aufgeführt. wir können hier noch zwei starke -e ( jmdn., der kräftig
zupacken, helfen kann) gebrauchen; ich habe mir den
A. gebrochen; er nahm, packte ihn am/beim A.; ein
Kind auf den A. nehmen; sie riss sich aus seinen -en
[los]; jmdn. in den A. nehmen (umarmen); jmdn. im A.,
in den -en halten; A. in A. mit jmdm. gehen; sie lagen
sich gerührt in den -en; den Mantel über den A. neh-
men, über dem A. tragen; er nahm die Mappe unter
den A.; der A. (die Reichweite) des Gesetzes; ...

16. Idiomatische Ausdrücke (feste Verbindungen und Arm ... * jmds. verlängerter Arm sein (im Auftrag u.
˙
Wendungen) werden bei der Bedeutung aufge- anstelle von jmdm. handeln, dessen Anliegen
führt, zu der sie gehören, und stehen dort immer am zu erfüllen suchen); ...
Ende aller Beispiele. Sie erscheinen halbfett gedruckt,
wobei der erste idiomatische Ausdruck mit einem *
gekennzeichnet wird.

17. Bei Ländernamen, die mit dem Artikel gebraucht Schweiz, die; -: Staat in Mitteleuropa ...
werden, steht der Artikel vor dem Genitiv. Bel|gi|en; -s: Staat in Westeuropa.
Bei artikellos gebrauchten Ländernamen, die gene- ˙
rell Neutra sind, wird nur der Genitiv aufgeführt.
Die Definitionen (Erklärungen) von Namen sind im To|kio: Hauptstadt Japans.
Gegensatz zu den Bedeutungsangaben nicht kursiv 
Ös|ter|reich; -s: Staat im südlichen Mitteleuropa.
gesetzt. Einwohnerbezeichnungen werden nicht 
definiert, sondern durch Ew. gekennzeichnet. Ös|ter|rei|cher; der; -s, -: Ew. ...

Hinweise für die Wörterbuchbenutzung 12

18. Abkürzungen werden gewöhnlich nach einem B. A. = Bachelor of Arts.


Gleichheitszeichen nur mit ihrer einfachen Auflösung BBC [bi bi si ], die; - [Abk. für: British Broadcasting
registriert. Wird die Bedeutung aus der bloßen Auf- Corporation]: britische Rundfunkgesellschaft.
lösung nicht ersichtlich, werden die Abkürzungen
definiert und mit Ausspracheangabe, Artikel und
Genitivangabe versehen. Die Auflösung erscheint in
diesen Fällen wie eine etymologische Angabe.

19. Verweise auf einen anderen Wörterbucheintrag wer- Klang, der; -[e]s, Klänge [mhd. klanc, zu ↑ klingen]: ...
˙
den in der Regel durch einen nach oben gerichteten konn|te: ↑ können.
Pfeil (↑) angezeigt, der vor dem Wort steht, auf das ˙
Leh|re|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Lehrer.
verwiesen wird. Wenn erforderlich, ist ergänzend der 
relevante Unterpunkt in runden Klammern angege- phra|sie|ren 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Phrase (2 b)] ...

ben.
Innerhalb einer Bedeutungsangabe erfolgt ein Ver- Leib|schmerz, der ...: Schmerz im Bereich des Leibes (2).
weis auf einen anderen Begriff lediglich durch An- Lei|chen|fled|de|rei, die ...: das Fleddern (a) einer Leiche.
gabe des relevanten Bedeutungspunkts in runden
Klammern hinter dem betreffenden Wort.
Mit vgl. wird innerhalb des Wörterbuches auf den Nord|wes|ten, der; ... 2. vgl. Norden (2 a).
Eintrag eines inhaltlich oder formal eng verwandten ˙
vier 〈Kardinalzahl〉 ...: vgl. acht: ...
Begriffs verwiesen, der wichtige ergänzende Anga-
ben zur Herkunft, Bedeutung, Grammatik o. Ä. ent-
hält.
Verweise auf andere Einträge mit s. (siehe) erfolgen be|kannt ge|ben, be|kannt|ge|ben: s. bekannt (2).
˙ ˙
in Fällen, in denen bei bestimmten Varianten der Ge-
trennt- und Zusammenschreibung die gesuchte In-
formation zu finden ist.
13

AN L AG E U N D AU F BAU D E R A RT I K E L

Stichwortauswahl
Das Deutsche Universalwörterbuch will den aktuellen Wortschatz des modernen Deutsch möglichst um-
fassend darstellen, wobei sich Verlag und Bearbeiter der Tatsache bewusst sind, dass Vollständigkeit bei
geschätzten 500 000 Wörtern der Alltagssprache und einer nach oben unbegrenzten Zahl von fachsprach-
lichen, regionalen und heute nicht mehr sehr gebräuchlichen Bezeichnungen schlechterdings unmöglich
ist.
Das Deutsche Universalwörterbuch verzeichnet zusätzlich zum zentralen Wortschatz des Deutschen,
der mit rund 70 000 Wörtern zu veranschlagen ist, auch Wörter außerhalb des sprachlichen Kern-
bereiches, soweit es der begrenzte Raum eines einbändigen Wörterbuches zulässt. Es handelt sich dabei
durchaus auch um Wörter aus Fachsprachen (abteufen), aus vom Standard abweichenden Sprachebenen
(rotzen), aus unterschiedlichen Sprachregionen (Rundstück) und Wörter, die veraltet sind, also sprachhis-
torischen Wert besitzen (dünken).
Aufgenommen wurden auch gängige Abkürzungen (GmbH) und Kurzwörter (Kripo), ebenso wichtige
geografische Begriffe (Bosporus), die Namen von Institutionen und Organisationen (Greenpeace) sowie Ei-
gennamen aus Astronomie (Andromeda), Mythologie (Hephaistos) und Ethnologie (Etrusker).
Personennamen oder Warenzeichen fanden nur Aufnahme, wenn sie als Gattungsbezeichnungen oder
wie Wörter der natürlichen Sprache gebraucht werden, z. B. Blaubart oder JeepY.
Verkleinerungsformen wurden vor allem dann aufgenommen, wenn sich durch sie der Stamm des
Wortes verändert, z. B. Äffchen (zu Affe) oder Döschen (zu Dose).
Berücksichtigt wurden zudem produktive Wortbildungselemente des Deutschen, wie etwa a-, super-,
-abel oder -muffel. Die Darstellung der Wortbildungselemente vermittelt zum einen ein Bild vom Aufbau
des modernen Wortschatzes und hilft so, die in ihrer Zahl ständig zunehmenden Ad-hoc-Bildungen zu
verstehen, zum andern gibt sie ein »Werkzeug« an die Hand, selbst produktiv mit dem Deutschen umzu-
gehen.
In den letzten Jahren fand in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens eine rasante Entwicklung statt,
die sich im Wandel der Sprache spiegelt. Daher wurde in dieser Neubearbeitung des Deutschen Universal-
wörterbuchs eine Vielzahl an Neuwörtern (Neologismen) aufgenommen, bei denen aufgrund der Beleg-
stellenlage die realistische Annahme zu rechtfertigen ist, dass es sich dabei nicht nur um kurzlebige Mo-
mentprägungen handelt.
Die Basis für die lexikografische Erfassung und Bearbeitung des deutschen Wortschatzes war für die
bisherigen Auflagen dieses Wörterbuchs unsere über Jahrzehnte bewährte, seit 1998 elektronisch ge-
pflegte Sprachkartei mit ihren etwa drei Millionen Belegen. Heute nutzt die Dudenredaktion in erster Li-
nie das 2001 begründete und seither kontinuierlich wachsende Dudenkorpus. Diese digitale Volltext-
sammlung umfasst bereits rund drei Milliarden mit sprachbezogenen Informationen versehene Wortfor-
men aus Texten der letzten fünfzehn Jahre, die eine große Zahl unterschiedlicher Textsorten (Romane,
Sachbücher, Zeitungs- und Zeitschriftenjahrgänge u. a.) repräsentieren. Darüber hinaus werden auch die
Möglichkeiten genutzt, die das Internet für die Recherche nach Wörtern, Wortformen und Wortbedeu-
tungen bietet. So stehen dem Bearbeitungsteam des Duden-Universalwörterbuchs heute eine Vielzahl
von Quellen zur Verfügung, um verlässliche Informationen zum aktuellen Stand der deutschen Sprache
zu gewinnen.
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 14

Anordnung und Behandlung der Stichwörter


Jeder Stichworteintrag beginnt auf einer neuen Zeile; das heißt, dass auch zusammengesetzten Wörtern
(Komposita) und Ableitungen (Derivaten) in der Regel Stichwortstatus eingeräumt wird. So werden um-
fangreiche »Wortnester« vermieden, die in Ihrer Komplexität das schnelle Auffinden des gesuchten Wor-
tes erschweren.
Abi|tur ...

Abi|tu|ri|ent ...
˙
Abi|tu|ri|en|tin ...
˙
Abi|tur|klas|se ...

Abi|tur|no|te ...

Abi|tur|prü|fung ...

Die Stichwörter sind alphabetisch angeordnet. Dabei werden die Umlaute ä, ö und ü – anders als in Tele-
fonbüchern – wie die ihnen zugrunde liegenden Vokale a, o und u behandelt. Ziffern wurden dem Buch-
staben z nachgeordnet; dies gilt allerdings nicht für Indizes und Exponenten.
Rau|cher|ecke ...
Rau|che|rei ...
Räu|che|rei ...
Rau|cher|ent|wöh|nung ...
Räu|cher|fisch ...
Räu|cher|ge|fäß ...
Rau|cher|hus|ten ...

For|mel|spra|che ...
˙
For|mel|zei|chen ...
˙
For|mel-1-Ren|nen ...

Grundsätzlich weisen die Einträge folgende Struktur auf:


An erster Stelle steht in halbfetter Schrift das Stichwort. In mehrsilbigen Wörtern sind durch vertikale
Striche die Stellen angegeben, an denen ein Wort am Zeilenende getrennt werden darf.
In Stichwörtern ohne eigene Lautschriftangabe werden durch unter dem Wort platzierte Punkte
(kurze Silbe) bzw. Striche (lange Silbe) Hinweise zur Betonung gegeben.
Gegebenenfalls steht nach dem Stichwort in eckigen Klammern die Angabe der Aussprache unter Ver-
wendung des Zeichensystems der International Phonetic Association (IPA).
Es folgen die grammatische Information und gegebenenfalls die etymologischen Angaben, sodann die
Zuordnung des Wortes nach Sprachebene, Fachgebiet und regionalem Ursprung.
Zentral in jedem Eintrag ist die genaue Bestimmung des Bedeutungsgehalts des Stichworts. Den typi-
schen Gebrauch eines Wortes zeigen Anwendungsbeispiele und idiomatische Wendungen.
Angaben, die nicht das gesamte Stichwort betreffen, sondern etwa nur eine Unterbedeutung, werden
an der betreffenden Stelle angeführt.
Ohne Bedeutungserläuterung bleiben nur einige Ableitungen und Zusammensetzungen, die einem
Stichwort, aus dem sie sich leicht erklären lassen, unmittelbar alphabetisch folgen (und keine neue Zeile
beginnen).
an|wend|bar ... Dazu: An|wend|bar|keit, die; -.
˙ ˙
15 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

1. Die Schreibung
Ein Stichwort wird im Allgemeinen in seinen möglichen Schreibweisen gezeigt; an jeweils erster Stelle ist
diejenige Variante angeführt, die der Rechtschreibduden empfiehlt:
Or|tho|gra|fie, Orthographie, die . . .
po|ten|zi|ell, potentiell 〈Adj.〉 . . .
˙
Kaf|fee-Er|satz, Kaf|fee|er|satz, der . . .
˙ ˙
Feed|back, Feed-back [fi:dbæk], das . . .

Aus Platzgründen wird bei Doppelschreibungen, die an verschiedenen Alphabetstellen stehen, der
Haupteintrag nur an der Stelle gezeigt, an der die von der Dudenredaktion empfohlene Schreibweise zu
finden ist. An der anderen Alphabetstelle ist ein Verweisartikel angesetzt:
Jacht, Yacht, die . . .
˙
Yacht usw.: ↑ Jacht usw.
˙
Wenn für eine Wortverbindung Getrennt- und Zusammenschreibung korrekt ist, wird entweder das
Stichwort zweimal angesetzt oder es wird auf den Stichwortartikel zum Erstglied verwiesen oder die
Schreibweisen werden in typischen syntaktischen Kontexten an verschiedenen Stellen gezeigt:
Soft|drink, der; -s, -s, Soft Drink, der . . .
˙ ˙ ˙
zu|grun|de, zu Grun|de 〈Adv.〉: in den Verbindungen . . .
˙ ˙
be|kannt ma|chen, be|kannt|ma|chen: s. bekannt (2).
˙ ˙
Auf|se|hen, das . . . ein [viel, großes] A. erregender Film . . .
auf|se|hen|er|re|gend, Auf|se|hen er|re|gend 〈Adj.〉: . . . seine wissenschaftlichen Arbeiten waren äußerst
a. . . .
Varianz in der Groß- und Kleinschreibung eines nicht substantivischen Stichworts wird nur gezeigt,
wenn dessen Gebrauch als Substantiv oder als Benennungseinheit naheliegend ist:
kurz 〈Adj.〉 . . . *binnen Kurzem/kurzem (innerhalb kurzer Zeit)
˙
ein 〈Kardinalz.; betont〉 . . . der -e oder/und [der] andere . . . <subst.:> es gibt nur den Einen (Gott)
groß 〈Adj.〉 . . . eine Große/große Koalition (Politik; Koalition der [beiden]

zahlenmäßig stärksten Parteien im Parlament)
Für Schreibungen unterhalb der Stichwortebene – also in den etymologischen Angaben, Definitionen,
Anwendungsbeispielen usw. – ist durchgehend die Empfehlungsschreibung der Dudenredaktion ge-
wählt:
Mel|tau, der; -[e]s [urspr. identisch mit ↑ Mehltau, dann orthografisch geschieden]: Honigtau.

kund|ge|ben 〈st. V.; hat〉 (geh.): bekannt geben; mitteilen . . .
˙
neu|lich 〈Adj.〉 [mhd. niuwelı̄che]: . . . vor Kurzem, kürzlich.

Neben orthografischen Doppelformen werden auch Wortbildungsvarianten eines Stichwortes gezeigt:


mo|de|rig, modrig 〈Adj.〉 . . .

zau|be|risch, (selten:) zaubrisch 〈Adj.〉 . . .
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 16

2. Die Aussprache
Die Angaben zur Aussprache erfolgen bei Wörtern oder Wortteilen, deren Aussprache Schwierigkeiten
bereiten könnte. Bei den übrigen Stichwörtern – und dies sind die meisten – werden auf die oben be-
schriebene Weise Hinweise zur Betonung gegeben.
Die folgende Tabelle zeigt Lautzeichen und Lautzeichenkombinationen, wie sie im Wörterbuch Ver-
wendung finden. In der ersten Spalte steht das Lautzeichen bzw. die Lautzeichenkombination, in der
zweiten Spalte ein dazu passendes Beispiel, in der dritten Spalte dessen korrekte Aussprache.

a hat hat ˜  Timbre t ˜br  lang la s Hast hast


a Ba˙ hn ban  halte halt o ˙
Mora l moral ˙ l
scha al
  
 Ober ob f Fa˙ ss fas o Boot bot t Tal tal

 U hr u g Ga˙ st gast o loyal loajal ts Zahl tsal
      
ã Centime sãtim h ha˙ t hat õ Fondue fõdy t Matsch
 t
ma
ã Abonnement ab nmã i ˙ l
vita vital õ Fond fõ u kula˙ nt 
kulant

ai weit vait i viel fil Post p st u Hut˙ hut

au Haut haut i Studie  tudi ø ˙
Ökono m økonom u aktuell aktu l
     
b Ball

bal  Birke brk ø Öl øl  Pult ˙ plt
˙ ˙  ˙s
c ich c j ja ja œ göttlich gœtlc v wa vas
¸ ˙ nn ¸  ˙ ¸
d da dan k kalt kalt œ̃ chacun à akœ̃asõgu x Ba˙ch bax
d Gin˙ d n l La˙ st last son goût y ˙ k
Physi fyzik
˙ ˙ bel ¯
e Metha n 
metan l Na nabl œ̃ Parfum parfœ̃ y Rübe ryb

m  
e Beet bet Mast mast
y Heu h y y̆ Etui ety̆i
˙ ßem ¯
hätte h t m gro grosm p Pakt 
pakt  füllen fln
˙ hlen  ˙ hl ˙ se
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pf Pfa pfal z Ha haz
   
˜ timbrieren t ˜brirn n baden badn r Rast

rast Genie eni


˙

Von diesen Zeichen und ihren Kombinationen werden [ ai au d l m n y pf ts t ] nicht für fremdsprach-
  


 
liche Aussprache verwendet.
Die folgende Tabelle zeigt Lautzeichen, wie sie im Englischen verwendet werden. Wegen des zuneh-
menden Eindringens englischer Wörter in unsere Alltagssprache, und nicht nur in beruflich bedingten
»Jargon«, wird die Kenntnis der korrekten englischen Aussprache bestimmter Wörter immer wichtiger.

 Sergeant engl. sd nt  on the rocks engl. n  r ks


æ Acid engl. æsd  Synthesizer engl. snsaz
 Trucker engl. trk w Tweed engl. twid

Sonstige Lautschriftzeichen:
| Der Stimmritzenverschlusslaut (»Knacklaut«) im Deutschen, wie z. B. in CO-Test [tse:|o:...], wird vor
Vokalen, die am Wortanfang stehen, weggelassen. Die Lautschrift zum Stichwort Effet erscheint also als
[ fe] und nicht als [| fe].
 Das Längezeichen bezieht sich auf den unmittelbar davor stehenden Vokal, wie etwa in Chrom [kro:m].
~
Die hochgestellte Tilde über Lauten kennzeichnet deren nasalierte Aussprache, z. B. in Fond [fõ].
 Das Betonungszeichen steht unmittelbar vor der betonten Silbe: Exposé [ kspoze].
 Das Zeichen für silbische Konsonanten steht unmittelbar unter diesen, wie in 2han|deln [h ndln].
˘Unter- oder übergestellte Halbkreise kennzeichnen unsilbische Vokalbildung, wie in Milieu
[miliø]
 
oder Etui [ety̆i].
17 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

3. Grammatische Angaben
Zu jedem Stichwort werden die erforderlichen grammatischen Informationen gegeben – mit Ausnahme
bei denjenigen Stichwörtern, von denen aus lediglich auf einen anderen Eintrag verwiesen wird.
knif|fe|lig: ↑ knifflig.
Bei Substantiven steht im Allgemeinen der bestimmte Artikel mit den Deklinationsendungen für Genitiv
Singular und Nominativ Plural. Substantivkomposita erhalten in der Regel nur die Artikelangabe, sofern
die Deklinationsendungen von Zusammensetzung und Grundwort übereinstimmen.
Tisch, der; -[e]s, -e ...
˙
Aber nur:
Schreib|tisch, der ...

Die Verben werden als schwache, starke oder (im engeren Sinne) unregelmäßige gekennzeichnet; außer-
dem erhalten sie eine Angabe zur Perfektbildung mit »haben« (hat) oder »sein« (ist).
lau|ern 〈sw. V.; hat〉 ...
vor|her|ge|hen 〈unr. V.; ist〉 ...

Bei Präpositionen wird der von ihnen regierte Kasus angegeben.
nach 〈Präp. mit Dativ〉 ...

per 〈Präp. mit Akk. od. Dativ〉 ...
˙
Die übrigen Stichwörter sind meist nur ihrer Wortart zugeordnet.
be|reits 〈Adv.〉 ...
hei 〈Interj.〉 ...
li|be|ral 〈Adj.〉 ...

weil 〈Konj.〉 ...

4. Etymologische Angaben
Jedes Wort hat seine Geschichte – und darüber geben die etymologischen Angaben Auskunft. Sie gehen,
was die rein grammatische Form angeht, nicht über das Althochdeutsche hinaus. Was die Bedeutung an-
belangt, wird bei sogenannten »wichtigen« Wörtern die ursprüngliche und damit eigentliche Bedeutung
angegeben, um das Verständnis der heutigen Verwendung zu unterstützen. Die Entwicklung von Lehn-
oder Fremdwörtern wird gewöhnlich bis in die Ursprungssprache zurückverfolgt.
Das Deutsche Universalwörterbuch erfüllt damit eine doppelte Funktion. Es dokumentiert den Ist-
Zustand der deutschen Sprache (synchroner Ansatz) und liefert zusätzlich Informationen zur Sprach-
geschichte (diachroner Ansatz).
Die etymologischen Angaben folgen in eckigen Klammern nach den grammatischen Angaben oder,
sofern sie sich nur auf eine von mehreren Lesarten beziehen, unmittelbar nach der halbfetten arabischen
Ziffer:
Einigkeit, die: - [mhd. einecheit = Einigkeit; Einzigkeit: ahd. einigheit = Einzigkeit, Einsamkeit] . . .

Bei allen deutschen Grundwörtern werden die mittelhochdeutschen (mhd.) wie auch die althochdeut-
schen (ahd.) Formen angeführt, wenn sie belegt sind. Der mhd. Form folgt nach einem Komma die ahd.
Form, wenn sich die Bedeutungen entsprechen: Bad, das; -[e]s, Bäder [mhd. bat, ahd. bad] ... Sind sowohl
Bedeutung wie Schreibung identisch, wird der Einfachheit halber zusammengefasst: 1Bank, die; -, Bänke
[mhd., ahd. banc ...].
Bei den etymologischen Angaben zu Lehn- und Fremdwörtern werden bedeutungsgleiche Entlehnun-
gen in anderen Sprachen durch das Zeichen < verbunden: Bar|bier ... [mhd. barbier < frz. barbier < mlat.
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 18

barbarius ...]; Butter, die: - [mhd. buter, ahd. butera, über das Vlat. < lat. butyrum < griech. boútyron, ...
eigtl. = Quark aus Kuhmilch]. Gehört die Wurzel eines Wortes einer anderen Wortart an, steht die Prä-
position »zu«: basieren ... [frz. baser, zu: base < lat. basis, ↑ Basis] ... Der Verweispfeil zeigt hier an, dass
weitere Angaben zur Etymologie unter dem Stichwort Basis zu finden sind.
Komposita erhalten nur dann etymologische Angaben, wenn die Wortteile oder ein Wortteil als solche
nicht im Wörterbuch vorkommen (Manuskript) oder wenn sie durch ihre sprachgeschichtliche Entwick-
lung hindurch stets als Einheit interpretiert wurden (Maulwurf). Auch wenn die Kompositumbildung eine
besondere semantische Qualität aufweist, werden die etymologischen Angaben angeführt (Weißbuch).

5. Stilistische Angaben, regionale bzw. zeitliche Zuordnung sowie Zugehörigkeit


zu Fach- und Sondersprachen
a) Stilistische Angaben
Es unterliegt meist dem individuellen Sprachgefühl, in welcher Qualität Wörter wie »Scheiße«, »blöd«,
»Dreckspatz«, »saukalt«, »affengeil« oder »beölen« wahrgenommen werden. Was manchen Benutzern
normalsprachlich – weil dem eigenen vertrauten Lebens- und Sprachalltag entstammend – erscheint, ist
für andere schon »ugs.« (= umgangssprachlich), ja gar »derb« oder sogar »vulg.« (= vulgär). Ähnlich ver-
hält es sich mit Bewertungen wie »geh.« (= gehoben) oder »fachspr.« (= fachsprachlich).
Angaben zum Sprachstil, zur Sprachebene, sind immer wertend und damit oft subjektiv. Dies gilt bis
zu einem gewissen Grad auch für dieses Wörterbuch, obgleich es sich auf eine Fülle statistisch ausgewer-
teten Materials berufen kann und so mit empirisch abgesicherten Daten die Ebene der rein subjektiven
Bewertung hinter sich lässt.
Im Stichwortartikel folgen die stilistischen Angaben in runden Klammern auf die etymologischen Hin-
weise (falls vorhanden) bzw. direkt auf die grammatikalischen Informationen oder, wo sie sich nur auf
eine Bedeutungskategorie beziehen, unmittelbar hinter der halbfetten arabischen Ziffer; auch idiomati-
sche Wendungen werden gegebenenfalls entsprechend markiert:
Ant|litz, das; -es, -e 〈Pl. selten〉 [mhd. antlitze, ahd. antlizzi ...] (geh.) ...
˙
Em|por|kömm|ling, der; -s, -e (abwertend) ...
Af|fe, der; -n, -n [...] 1. (zu einer Unterordnung der Primaten gehörendes) Säugetier ...
˙
2. (derb) dummer Kerl ...
Fuß, der; -es, Füße [...] 1. ... * wie eingeschlafene Füße schmecken (salopp; ...) ...

Normalsprachliche Wörter werden nicht besonders gekennzeichnet. Sie bilden im Sinne der oben ange-
deuteten Wertungsskala den statistischen Durchschnitt und haben vor allem den bei Weitem größten
Anteil am Gesamtwortschatz. Oberhalb dieser Schicht ist eine Ausdrucksweise angesiedelt, die mit ge-
wissen überdurchschnittlichen Kenntnissen bzw. einer höheren als der durchschnittlichen Bildung zu-
sammenhängt. Sie wird oft mit »bildungsspr.« (= bildungssprachlich) markiert. Es handelt sich dabei
meist um Fremdwörter, die weder einer Fachsprache noch der Umgangssprache angehören, etwa Affront,
homogen oder nobilitieren.
Daran angrenzend trifft man auf Wörter, wie sie bei feierlichen Anlässen und gelegentlich in der Lite-
ratur verwendet werden. Diese gehobene (»geh.«) Ausdrucksweise, zu der Wörter wie Augurenlächeln,
sich befleißigen oder emporlodern gehören, wirkt im sprachlichen Alltag mitunter übertrieben, zumindest
feierlich.
Verwandt damit sind veraltete Wörter, wie sie eigentlich nur noch in literarischen Texten vorkommen,
wie Azur, beglänzen oder Odem. Diese werden mit »dichter.« (= dichterisch) markiert.
»Unterhalb« des angenommenen sprachlichen Durchschnitts trifft man auf eine größere Vielfalt an
Stilebenen. Die mit der Abkürzung »ugs.« markierte »Umgangssprache« ist der Sprachstil, wie man ihn
im alltäglichen »Umgang« zwischen den Menschen – vor allem – h ö r t bzw. dort liest, wo individuelle Ab-
weichungen von der Norm der Hochsprache üblich sind, etwa in persönlichen Briefen und mittlerweile
19 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

auch in Chatroom- und E-Mail-Texten. Umgangssprachliche Ausdrücke dieser Art sind z. B. abknapsen,
quietschgrün oder Uzname.
Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Massenmedien während der letzten zwanzig Jahre hat
unsere Gesellschaft auf den Weg zu einer Multimediagesellschaft gebracht, die prägend in den täglichen
Umgang der Menschen miteinander eingreift und damit auch auf die »Umgangssprache« ausstrahlt.
Stellvertretend dafür sei das Präfix Mega- genannt, dessen ursprüngliche Bedeutung als Maßbezeichnung
für eine Million, wie in Megavolt oder Megabyte, erweitert wurde zur Funktion eines Steigerungselements
wie in Megahit oder Megastar.
So gesehen, beginnt die Markierung »ugs.« zunehmend die negative Aura zu verlieren, die ihr traditio-
nell in Wörterbüchern anhaftet. Sie beschreibt eher einen Umgang mit der Sprache, der zwar von der
Sprachnorm abweicht, jedoch eine hohe Frequenz wie auch eine breite Akzeptanz aufweist.
Anders verhält es sich mit den folgenden stilistischen Markierungen. Recht nachlässige und oft auch
negativ motivierte und verwendete Wörter wie abmurksen, Aufreißer oder bekloppt werden als »salopp«
eingestuft. Noch stärker negativ besetzte Begriffe wie Arsch, furzen oder Fresse gelten als »derb«. Die Mar-
kierung »vulg.« (= vulgär) erhalten Wörter, die eindeutig sexuell-obszön sind, wie Fotze oder Ficker.
Eine eigene Gruppe bilden diejenigen Wörter oder Wendungen, die man für gewöhnlich nur im enge-
ren Freundeskreis oder innerhalb der Familie antrifft, da sie nur verwendet werden, wenn ein besonderer
Grad an Vertrautheit gegeben ist. Sie werden im Wörterbuch mit »fam.« (= familiär) markiert und zu ih-
nen gehören z. B. Bäuerchen, einkuscheln, Dummerchen oder die Wendung bitte, bitte machen unter dem
Stichwort bitte.
Wörter, die zwar im alltäglichen Gebrauch nachgewiesen sind, jedoch nur selten verwendet werden,
erhalten die entsprechende Markierung »selten«, wie einkeilen oder Rüdheit.
Zu diesen stilistischen Bewertungen wie zu den normalsprachlichen Wörtern und Verwendungen
können Informationen zum Gebrauch bzw. zur Sprechintention treten. Es handelt sich um Angaben wie
»scherzhaft, spöttisch, ironisch, abwertend, nachdrücklich, gespreizt, verhüllend, Schimpfwort« etc.

b) Regionale bzw. zeitliche Zuordnung


Wörter und Wendungen, die nicht im gesamten Verbreitungsgebiet der deutschen Sprache Bestandteil
des Normalsprachlichen sind, sondern nur regional Verwendung finden, werden entsprechend markiert.
Eine räumliche Zuordnung findet sich wie eine stilistische Markierung in runden Klammern hinter ei-
ner etymologischen Angabe – sofern vorhanden – oder unmittelbar im Anschluss an eine halbfette arabi-
sche Ziffer:
Kas|sier, der; -s, -e [ital. cassiere, zu: cassa, ↑ Kassa] (südd., österr., schweiz.): ...
büt|zen 〈sw. V.; hat〉 ... (rhein.): ...
˙
2
Hei|de, die; -, -n: 1. ... 2. ... 3. (nordd., ostmd.) ...

Ein Brötchen wird so in einem Teil des deutschen Sprachgebiets zum Rundstück ... (nordd.), in einem an-
deren Teil zum Weck ... (bes. südd.). Und was dem einen sein Hendl ... (bayr., österr.), ist dem andern sein
Broiler ... (regional). Für Tomate wird in Österreich das Wort Paradeiser ... (österr.) verwendet, in der
Schweiz sagt man Saaltochter ... (schweiz.), wenn man Bedienung meint.
Lässt sich ein nur regional verwendetes Wort bzw. eine Wendung nicht eindeutig einer bestimmten
Region zuordnen, wird die Markierung »landsch.« (= landschaftlich) verwendet.
Die sprachlichen Eigenheiten der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik werden mit
»DDR« gekennzeichnet, wenn es sich um Dinge, Einrichtungen, Organisationen usw. handelt, die nach
der Vereinigung der beiden deutschen Staaten nicht mehr existieren, etwa Abschnittsbevollmächtiger, FDJ
oder Volkskammer. DDR-typische Wörter und Verwendungsweisen, die auch nach der Vereinigung in den
neuen Bundesländern weiterhin üblich sind, erhalten die Markierung »regional« (siehe oben Broiler, oder
auch Feinfrost, Plaste etc.).
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 20

Die zeitliche Zuordnung von Wörtern oder Verwendungsweisen kennzeichnet sprachliche Elemente,
die nicht mehr zum aktuellen Wortschatz gehören.
So bedeutet die Markierung »veraltend«, dass das damit bezeichnete Wort nicht mehr zur allgemein
benutzten Gegenwartssprache gehört, sondern, wie etwa Aussteuer oder chloroformieren, meist bzw. aus-
schließlich von der älteren Generation verwendet wird.
Wörter, die allenfalls noch in älteren literarischen Texten zu finden sind, ansonsten aber nicht mehr
oder wenn, dann mit ironischer oder scherzhafter Absicht verwendet werden, erhalten die Markierung
»veraltet«, wie supplieren, Brachet, Muhme oder Gevatter.
Mit »(Geschichte)« werden Wörter markiert, die etwas bezeichnen, was einer bestimmten vergange-
nen historischen Epoche angehört, z. B. Absolutismus, Gegenreformation oder Doge.
Wörter, die mit »nationalsoz.« (= nationalsozialistisch) markiert sind, gehören zum typischen Voka-
bular der nationalsozialistischen Ideologie und des auf ihr basierenden staatlichen und gesellschaftlichen
Systems, z. B. BDM, Rassenschande oder Sturmbann.
Die Angabe »früher« steht bei Wörtern, die Sachen oder Sachverhalte beschreiben, die es so nicht
mehr gibt, wie Hungerturm, Leibeigenschaft, Lehrherr oder 3Regal.

c) Zugehörigkeit zu Fach- und Sondersprachen


Die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik und das rasche Fortschreiten der damit in Ver-
bindung stehenden gesellschaftlichen Veränderungen hat eine Fülle von sprachlichen Elementen in die
Alltagssprache einfließen lassen. In gleichem Maße gewinnt die Kompetenz hinsichtlich fachsprachli-
cher Termini zunehmend an Bedeutung, nicht nur beruflich, sondern auch in der täglichen Kommunika-
tion mit anderen Menschen und im Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Medien.
Das Wörterbuch grenzt daher das Allgemeinsprachliche vom Fachsprachlichen ab und kennzeichnet
genau die semantischen Bereiche, in denen die jeweiligen Wörter verwendet werden:
Tho|rax, der; -[es], -e, Fachspr. ...aces ... (Anat.): ...
 
Bin|der, der; -s, -: ... 3. (Bauw.) ...
˙
Ozon|schicht, die (Meteorol.): ...

Wörter, deren Sachgebietszugehörigkeit aus der Bedeutungserklärung bzw. Definition eindeutig ab-
lesbar ist, werden nicht besonders markiert, etwa Esche oder Fasan.
Sondersprachen sind etwa die spezifisch kindlichen Äußerungen wie Muhkuh oder Pipi bzw. der spe-
zielle Jargon bestimmter Personengruppen, wie der Jäger (2Losung, Löffel 2.).
Auch hier werden die jeweils zutreffenden Zuordnungen vorgenommen, im ersten Fall durch die Mar-
kierung »Kinderspr.«, im zweiten Fall durch »Jägerspr.«.
21 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

Die in diesem Wörterbuch vorkommenden Sachgebiete und deren Fach- und Sondersprachen:

Akustik Funkwesen Metallbearbeitung Sprachwissenschaft


Amtssprache Gartenbau Metallurgie Sprengtechnik
Anatomie Gastronomie Meteorologie Statistik
Anthropologie Gaunersprache Militär Steuerwesen
Arbeitsrecht Geldwesen Mineralogie Stilkunde
Arbeitswissenschaft Genealogie Mode Straßenbau
Archäologie Genetik Münzkunde Studentensprache
Architektur Geografie Musik Tabakindustrie
Astrologie Geologie Mythologie Technik
Astronomie Geometrie Nachrichtentechnik Telefonie
Bäckerei Gerberei Naturwissenschaften Textilindustrie
Bakteriologie Geschichte Optik Theater
Ballett Gießerei Pädagogik Theologie
Ballistik Handarbeiten Paläontologie Tiermedizin
Bankwesen Handwerk Parlamentssprache Tierzucht
Bautechnik Hauswirtschaft Pharmazie Tischlerei
Bauwesen Heraldik Philatelie Touristik
Bergbau Hochschulwesen Philosophie Uhrmacherei
Bergmannssprache Holzverarbeitung Physik Verfassungswesen
Biochemie Hotelwesen Physiologie Verhaltensforschung
Biologie Hüttenwesen Politik Verkehrswesen
Bodenkunde Imkersprache Polizeiwesen Verlagswesen
Börsenwesen Informationstechnik Postwesen Vermessungswesen
Botanik Jagdwesen Prähistorie Versicherungswesen
Böttcherei Jägersprache Psychoanalyse Verslehre
Buchbinderei Jugendsprache Psychologie Verwaltungssprache
Buchführung Kartenspiel Raumfahrt Viehzucht
Bürowesen Kaufmannssprache Rechtssprache Völkerkunde
Chemie Kerntechnik Religion Völkerrecht
Dichtkunst Kfz-Technik Rentenversicherung Volkskunde
Diplomatie Kfz-Wesen Rundfunk Waffentechnik
Druckersprache Kindersprache Rundfunktechnik Wasserbau
Druckwesen Kino Schiffbau Wasserwirtschaft
Eisenbahn Kirchensprache Schifffahrt Weberei
Elektronik Kochkunst Schneiderei Werbesprache
Elektronische Daten- Kommunikations- Schriftwesen Winzersprache
verarbeitung forschung Schülersprache Wirtschaft
Elektrotechnik Kosmetik Schule Zahnmedizin
Fernsehen Kunsthandwerk Seemannssprache Zahntechnik
Fertigungstechnik Kunstwissenschaft Seewesen Zeitungswesen
Film Kürschnerei Sexualkunde Zimmerei
Finanzwesen Kybernetik Soldatensprache Zollwesen
Fischereiwesen Landwirtschaft Sozialpsychologie Zoologie
Fliegersprache Literaturwissenschaft Sozialversicherung
Flugwesen Malerei Soziologie
Forstwirtschaft Mathematik Sport
Fotografie Mechanik (Boxen, Fußball,
Frachtwesen Medizin Reiten usw.)
Funktechnik Meereskunde Sportmedizin
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 22

6. Bedeutungsangaben
Wir können uns sprachlich verständigen, weil wir von Kindheit an lernen, bestimmten lautlichen oder
schriftlichen Zeichen Bedeutungen zuzuordnen. In der Muttersprache geschieht dies im Prozess der
Erziehung bzw. Sozialisation, bei Fremdsprachen sind dafür unter Umständen spezielle Hilfsmittel
(Wörterbücher etc.) oder Techniken (Intensivkurse etc.) erforderlich. Die Bedeutungen, die semantische
Dimension menschlicher Äußerungen, machen das Wesen, den Kern jeglicher auf Sprache basierenden
Kommunikation aus. Ohne die Kompetenz, sie lautlich wie schriftlich zu realisieren, ist Kommunikation
mittels Sprache unmöglich.
Daher gilt das Hauptaugenmerk des »Deutschen Universalwörterbuchs« neben der grammatikali-
schen Einordnung der Wörter der möglichst genauen, das jeweilige semantische Spektrum abdeckenden
Bedeutungsbeschreibung. (Bei Wörtern, die aus der Fachterminologie in den allgemeinen Wortschatz
übernommen wurden, wird keinerlei enzyklopädische Vollständigkeit angestrebt. Die allgemeinsprach-
liche Bedeutung dieser Wörter kann sich gegenüber der fachlichen verändert haben.)
Auf der Basis umfangreicher Materialsammlungen, besonders des Dudenkorpus, wurden dabei die Be-
deutungsnuancen bis ins Detail analysiert, bewertet und – wo durch aussagekräftige Frequenzbefunde
gerechtfertigt – im Wörterbuch dargestellt.
a) Wörter, die nur eine Bedeutung tragen, die sozusagen »unmissverständlich« sind:

Oxy|mo|ron, das; -s, ...ra [griech. oxýmoron ...] (Rhet., Stilk.): Zusam-
menstellung zweier sich widersprechender Begriffe in einem Kompo-
situm od. in einer rhetorischen Figur (z. B. bittersüß, eile mit Weile!).

b) Vor allem die häufiger gebrauchten Wörter haben meist mehrere, unter Umständen viele Bedeutun-
gen, die von der jeweiligen Situation abhängen, in der sie verwendet werden, oder die von der Sprecher-
intention und anderen Faktoren beeinflusst werden:
zie|hen ... 14. ... c) bewirken, dass sich etw. (als Reaktion auf ein
bestimmtes Verhalten o. Ä.) auf einen bzw. etw. richtet: alle Blicke auf
sich z.; jmds. Unwillen, Zorn auf sich, auf seine Kinder z.; sie versuchte
seine Aufmerksamkeit auf einen anderen Fall zu z.

c) Im Gegensatz zu den Erklärungen in Enzyklopädien, die den Benutzern Informationen zu Dingen, his-
torischen Begebenheiten, Personen etc. (also: Sachinformationen) bieten, findet man in einem Wörter-
buch üblicherweise Informationen zur Sprache und ihren Bedeutungen. In diesem Werk werden in be-
stimmten Fällen, z. B. bei Namen, auch Sachinformationen zu finden sein:
Ku|ba; -s: Inselstaat im Karibischen Meer.

Zeus: (griech. Myth.) höchster Gott.

Doch ist die Darstellung der sprachlichen Bedeutungsstrukturen das eigentliche Anliegen dieses Wör-
terbuchs.

d) Die Bedeutungsangaben enthalten im Allgemeinen nur Wörter, die der normalsprachlichen Ebene
angehören und in der Regel im Wörterbuch selbst als Stichwörter erscheinen, also erklärt werden. Sie
sind leicht verständlich formuliert und erlauben es den Benutzern damit auch, die Bedeutung des
Stichworts nachzuvollziehen, wenn es in Redewendungen bzw. Sprichwörtern oder übertragenen An-
wendungsbeispielen gebraucht wird.
Steu|er|be|ra|ter, der: staatlich zugelassener Berater u. Vertreter in
Steuerangelegenheiten (Berufsbez.).
23 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

Wo es angebracht ist, kann die Bedeutungsangabe auch aus einem Synonym bestehen.
ab|nib|beln 〈sw. V.; ist〉 ...: sterben: ich nibb[e]le bald ab.
˙
e) Mitunter werden situations- bzw. kontextabhängige Zusatzinformationen in eckigen Klammern ge-
geben:
Ar|beits|tref|fen, das: [informelles] Treffen zur gemeinsamen Arbeit an
˙
einer Aufgabe.
Je nach Situation und Kontext kann ein Arbeitstreffen also informell sein oder auch nicht, stets ist es
jedoch ein Treffen zur gemeinsamen Arbeit an einer Sache.
Ist die Benutzung eines Wortes nur in Bezug auf bestimmte Lebewesen oder Objekte möglich, werden
diese in runden Klammern mit angegeben:
ko|a|lie|ren 〈sw. V.; hat〉 ... (von Bündnispartnern, bes. Parteien) sich zu
einer Koalition zusammenschließen, -geschlossen haben; eine Koalition
bilden: mit einer Partei k.; die beiden Parteien wollen k.
Ebenfalls in runden Klammern innerhalb der Bedeutungsangabe stehen Sach- und Zusatzinformatio-
nen, die über die reine Bedeutungserklärung hinausgehen, sie präzisieren oder besser verständlich ma-
chen:
Bocks|bart, der: ... 2. (Bot.) (zu den Korbblütlern gehörende) Pflanze mit
˙
schmalen, hellgrünen Blättern u. großen, gelben, strahlenförmigen
Blüten.
Mar|gi|na|lie, die; -, -n: ... b) auf den Rand einer [Buch]seite gedruckter
Verweis (mit Quellen, Zahlen, Erläuterungen o. Ä. zum Text) ...

f) Die Bedeutungsangaben stehen nach einem Doppelpunkt und erscheinen in kursivem Druck. Bei
Wörtern mit mehreren Unterbedeutungen werden sie mit arabischen Ziffern untergliedert. Wo
Unterbedeutungen semantisch eng verwandt sind, wird mithilfe von Kleinbuchstaben unterschieden:
ab|ko|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (seltener) bis zum Garsein kochen: Futter-
˙
kartoffeln, Eier für den Salat a.; b) durch Kochen keimfrei machen:
wir mussten das Trinkwasser a.; c) durch Kochen einen Extrakt aus etw.
gewinnen: [Heil]kräuter a. ...

g) Die Erklärungen zu bestimmten Nebenbedeutungen, die sich nur aus konkreten Kontexten ergeben
bzw. in idiomatischen Wendungen zutreffen, werden in runden Klammern hinter dem entsprechen-
den Wort oder der Redewendung angegeben:
Gras, das; -es, Gräser [mhd., ahd. gras, eigtl. = das Keimende, Hervor-
stechende]: 1. ... R wo der hinhaut/hintritt/hinfasst, da wächst kein
G. mehr (ugs.; er ist in seinem Tun ziemlich grob, hat eine ziemlich grobe
Art); * das G. wachsen hören (ugs. spött.; an den kleinsten od. auch an
eingebildeten Anzeichen zu erkennen glauben, wie die Lage ist od. sich
entwickelt) ...
Anordnung und Behandlung der Stichwörter 24

7. Anwendungsbeispiele und Phraseologie


Die Anwendungsbeispiele in diesem Wörterbuch zeigen den Gebrauch der Stichwörter im Textzusam-
menhang. Damit leisten sie sowohl beim (passiven) Verstehen wie auch beim (aktiven) Verfertigen von
Texten wertvolle Hilfestellung.

a) Die Beispiele, die die konkrete Bedeutung zeigen, stehen an erster Stelle. Ihnen folgen, für gewöhnlich
mit »« angekündigt, die Beispiele mit übertragener Bedeutung:
Wol|ke, die; -, -n [mhd. wolke, ahd. wolka, eigtl. = die Feuchte (d. h. »die
˙
Regenhaltige«)]: 1. sichtbar in der Atmosphäre schwebende Ansamm-
lung, Verdichtung von Wassertröpfchen od. Eiskristallen (von verschie-
denartiger Form u. Farbe): weiße, schwarze, tief hängende, dicke -n; -n
ziehen auf, türmen sich auf, regnen sich ab; ... das Flugzeug fliegt über
den -n;  dunkle -n ziehen am Horizont auf (geh.; unheilvolle Ereignisse
bahnen sich an); ...

b) Bei Adjektiven werden die Beispiele in der Regel so angegeben, dass der attributive Gebrauch vor dem
prädikativen steht und beide vor dem adverbialen Gebrauch gezeigt werden:
brav 〈Adj.〉 [frz. brave < ital. bravo = wacker; unbändig, wild, über das
Vlat. zu lat. barbarus = fremd; ungesittet, ↑ Barbar]: 1. (von Kindern)
sich so verhaltend, wie es die Erwachsenen erwarten od. wünschen;
gehorsam; artig: ein -es Kind; sei b.!; b. sitzen bleiben. 2. ...

c) Substantive werden in der Regel zunächst als Subjekt (mit vorangestelltem oder folgendem Attribut)
gezeigt, dann in ihrer Funktion als Akkusativobjekt und schließlich als Teil präpositionaler Wendun-
gen. Der Gebrauch als Teil einer Redensart folgt danach und wird mit einem »R« signalisiert:
Bein, das; -[e]s, -e (landsch., südd., österr. auch: -er) [mhd., ahd. bein,
H. u.]: 1. zum Stehen u. Forbewegen dienende Gliedmaße bei Mensch u.
Tier (die beimWirbeltier u. beim Menschen vom Hüftgelenk bis zu den
Zehen reicht): das rechte, linke B.; gerade -e; ein künstliches B.; die -e
spreizen, von sich strecken, übereinanderschlagen; sich mühsam auf
die -e stellen; R auf einem B. kann man nicht stehen (ein Glas Alkohol
genügt nicht [bei der Aufforderung od. dem Wunsch, ein zweites Glas
zu trinken]); ...

d) Bestimmte Wendungen erlangen als semantische Einheit eine Bedeutung, die mehr ist, als die Summe
der Einzelbedeutungen der die Wendung ausmachenden Wörter, etwa *den Löffel sinken lassen/fallen
lassen/hinlegen/wegwerfen/wegschmeißen/abgeben (salopp; sterben). Diese idiomatischen Wendungen
stehen am Ende der Anwendungsbeispiele eines Stichworts und werden mit dem Zeichen »*« mar-
kiert:
Bein, das; -[e]s, -e, (landsch., südd., österr. auch: -er) [mhd., ahd. bein]:
1. [...]; R auf einem B. kann man nicht stehen (ein Glas Alkohol genügt
nicht [bei der Aufforderung od. dem Wunsch, ein zweites Glas zu
trinken]); *kein Bein (schweiz., sonst landsch.; kein Mensch); jmdm.
[lange] -e machen (ugs.; 1. jmdn. fortjagen. 2. jmdn. antreiben, sich
schneller zu bewegen); jüngere -e haben (ugs.; besser als eine ältere
Person laufen können); ...
25 Anordnung und Behandlung der Stichwörter

Idiomatische Wendungen stehen für gewöhnlich unter dem ersten auftretenden Substantiv, bei Wen-
dungen ohne Substantiv unter dem ersten semantisch signifikanten Wort:
Au|ge, das; -s, -n [...]: 1. Sehorgan des Menschen u. vieler Tiere: blaue,
mandelförmige, tief liegende -n; die -n strahlen, ... *das A. des Gesetzes
(scherzh.; Polizei); so weit das A. reicht (so weit man sehen kann) ...
dick 〈Adj.〉 [...]: 1. von beträchtlichem, mehr als normalem Umfang;
˙
massig, nicht dünn: ... 2.b) ... *mit jmdm. durch d. und dünn gehen
( jmdm. in allen Lebenslagen beistehen ...); d. auftragen (ugs. abwertend;
übertreiben ...); es nicht so d. haben (ugs.; nicht über viel Geld ver-
fügen) ...
26

Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen


A Attr. Attribut Dipl. Diplomatie
Ausspr. Aussprache Druckerspr. Druckersprache
Abk. Abkürzung aztek. aztekisch Druckw. Druckwesen
Abl. Ableitung dt. deutsch
adj. adjektivisch
B
Adj. Adjektiv
E
adv. adverbial babyl. babylonisch
Adv. Adverb Bakteriol. Bakteriologie ebd. ebenda
aengl. altenglisch Bankw. Bankwesen EDV Elektronische Daten-
afries. altfriesisch Bantuspr. Bantusprache verarbeitung
afrik. afrikanisch Bauw. Bauwesen ehem. ehemalig
afrz. altfranzösisch bayr. bayrisch Eigenn. Eigenname
ägypt. ägyptisch Bed. Bedeutung[en] eigtl. eigentlich
ahd. althochdeutsch Bergmannsspr. Bergmannssprache eingef. eingeführt
aind. altindisch berlin. berlinisch einschl. einschließlich
air. altirisch Berufsbez. Berufsbezeichnung Elektrot. Elektrotechnik
aisl. altisländisch bes. besonders engl. englisch
aital. altitalienisch best. bestimmt entspr. entsprechend,
Akk. Akkusativ Best. Bestimmungswort entspricht
akkad. akkadisch Bez. Bezeichnung[en] entw. entweder
Akk.-Obj. Akkusativobjekt bibl. biblisch erw. erweitert
alat. altlateinisch bildungsspr. bildungssprach- eskim. eskimoisch
alchemistenlat. alchemisten- lich etw. etwas
lateinisch Biol. Biologie ev. evangelisch
alemann. alemannisch Börsenw. Börsenwesen Ew. Einwohner-
allg. allgemein Bot. Botanik bezeichnung
altgriech. altgriechisch bras. brasilianisch
alttest. alttestamentlich bret. bretonisch F
amerik. amerikanisch Bruchz. Bruchzahl
amtl. amtlich Buchf. Buchführung fachspr. fachsprachlich
Amtsspr. Amtssprache bulgar. bulgarisch Fachspr. Fachsprache
Anat. Anatomie Bürow. Bürowesen fam. familiär
anglofrz. anglofranzösisch byzant. byzantinisch Familienn. Familienname
angloind. angloindisch bzw. beziehungsweise Fantasiebez. Fantasie-
anord. altnordisch bezeichnung
Anthropol. Anthropologie C Fem. Femininum
apoln. altpolnisch Finanzw. Finanzwesen
aprovenz. altprovenzalisch chem. chemisch finn. finnisch
arab. arabisch chin. chinesisch Fischereiw. Fischereiwesen
aram. aramäisch christl. christlich fläm. flämisch
Arbeitswiss. Arbeitswissenschaft Fliegerspr. Fliegersprache
Archäol. Archäologie D Flugw. Flugwesen
Archit. Architektur Forstwirtsch. Forstwirtschaft
dän. dänisch
armen. armenisch Fotogr. Fotografie
DDR Deutsche
Art. Artikel Frachtw. Frachtwesen
Demokratische
aruss. altrussisch fränk. fränkisch
Republik
asächs. altsächsisch fries. friesisch
Demonstrativ- Demonstrativ-
aschwed. altschwedisch frühnhd. frühneuhoch-
pron. pronomen
Astrol. Astrologie deutsch
dgl. dergleichen
Astron. Astronomie frz. französisch
d. h. das heißt
A. T. Altes Testament Funkt. Funktechnik
dichter. dichterisch
attr. attributiv Funkw. Funkwesen
27 Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen

G Indianerspr. Indianersprache kopt. koptisch


Indik. Indikativ korean. koreanisch
gäl. gälisch indon. indonesisch Kosef. Koseform
galloroman. galloromanisch Inf. Infinitiv Kosew. Kosewort
gaskogn. gaskognisch Informationst. Informationstechnik kreol. kreolisch
Gastron. Gastronomie Interj. Interjektion kroat. kroatisch
Gattungsz. Gattungszahlwort intr. intransitiv kuban. kubanisch
gaunerspr. gaunersprachlich ir. irisch Kunstwiss. Kunstwissenschaft
Gaunerspr. Gaunersprache iran. iranisch Kurzf. Kurzform
geb. geboren iron. ironisch
geb. gebildet islam. islamisch L
gebr. gebräuchlich, isländ. isländisch
gebraucht ladin. ladinisch
ital. italienisch
gegr. gegründet Lallw. Lallwort
geh. gehoben landsch. landschaftlich
J
gek. gekürzt Landwirtsch. Landwirtschaft
Geldw. Geldwesen Jagdw. Jagdwesen lat. lateinisch
gelegtl. gelegentlich Jägerspr. Jägersprache latinis. latinisiert
gemeingerm. gemeingermanisch jap. japanisch lautm. lautmalend
Gen. Genitiv Jes. Jesaja lit. litauisch
Geogr. Geografie Jh. Jahrhundert Literaturwiss. Literaturwissenschaft
Geol. Geologie jidd. jiddisch L Lehnübersetzung
Geom. Geometrie jmd. jemand luxemb. luxemburgisch
gepr. geprägt jmdm. jemandem
germ. germanisch jmdn. jemanden M
gewöhnl. gewöhnlich jmds. jemandes
Gewerbespr. Gewerbesprache jüd. jüdisch m. männlich
Ggb. Gegenbildung Jugendspr. Jugendsprache ma. mittelalterlich
Ggs. Gegensatz MA. Mittelalter
gleichbed. gleichbedeutend K malai. malaiisch
got. gotisch marx. marxistisch
griech. griechisch kanad. kanadisch Mask. Maskulinum
Kardinalz. Kardinalzahl math. mathematisch
H karib. karibisch Math. Mathematik
katal. katalanisch md. mitteldeutsch
Handarb. Handarbeiten kath. katholisch med. medizinisch
hebr. hebräisch Kaufmannsspr. Kaufmannssprache Med. Medizin
hess. hessisch kaukas. kaukasisch mengl. mittelenglisch
Hochschulw. Hochschulwesen kelt. keltisch Meteorol. Meteorologie
Holzverarb. Holzverarbeitung Kfz-Technik Kraftfahrzeug- Metallbearb. Metallbearbeitung
Hotelw. Hotelwesen technik mex. mexikanisch
hottentott. hottentottisch Kfz-Wesen Kraftfahrzeugwesen mfrz. mittelfranzösisch
H. u. Herkunft ungeklärt Kinderspr. Kindersprache mgriech. mittelgriechisch
Hüttenw. Hüttenwesen kirchenlat. kirchenlateinisch mhd. mittelhochdeutsch
kirchenslaw. kirchenslawisch militär. militärisch
I Kirchenspr. Kirchensprache mind. mittelindisch
kirchl. kirchlich Mineral. Mineralogie
iber. iberisch klass. klassisch mir. mittelirisch
idg. indogermanisch Kommuni- Kommunikations- mlat. mittellateinisch
Imkerspr. Imkersprache kationsf. forschung mniederd. mittelniederdeutsch
ind. indisch kommunist. im kommunistischen mniederl. mittelniederländisch
Indefinitpron. Indefinitpronomen Sprachgebrauch mong. mongolisch
indekl. indeklinabel Komp. Komparativ mundartl. mundartlich
indian. indianisch Konj. Konjunktion Mythol. Mythologie
Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen 28

N P röm. römisch
roman. romanisch
Nachrichtent. Nachrichten- Päd. Pädagogik rückgeb. rückgebildet
technik Paläontol. Paläontologie rumän. rumänisch
Naturwiss. Naturwissenschaften Papierdt. Papierdeutsch Rundfunkt. Rundfunktechnik
Nebenf. Nebenform Parapsychol. Parapsychologie russ. russisch
Neutr. Neutrum Parlamentsspr. Parlamentssprache
ngriech. neugriechisch Part. Partizip
S
nhd. neuhochdeutsch Perf. Perfekt
niederd. niederdeutsch pers. persisch s. siehe
niederl. niederländisch Personenn. Personenname sächs. sächsisch
nlat. neulateinisch pfälz. pfälzisch sanskr. sanskritisch
Nom. Nominativ Pharm. Pharmazie scherzh. scherzhaft
nord. nordisch Philat. Philatelie schles. schlesisch
nordamerik. nordamerikanisch philos. philosophisch schott. schottisch
nordd. norddeutsch Philos. Philosophie schriftspr. schriftsprachlich
nordostd. nordostdeutsch Physiol. Physiologie Schriftw. Schriftwesen
nordwestd. nordwestdeutsch pik. pikardisch Schülerspr. Schülersprache
norm. normannisch Pl. Plural schw. schwach [gebeugt]
norw. norwegisch polit. politisch schwäb. schwäbisch
nationalsoz. nationalsozia- Polizeiw. Polizeiwesen schwed. schwedisch
listisch poln. polnisch schweiz. schweizerisch
N. T. Neues Testament polynes. polynesisch seem. seemännisch
port. portugiesisch Seemannsspr. Seemannssprache
O Postw. Postwesen Seew. Seewesen
Prähist. Prähistorie semit. semitisch
o. ohne Präp. Präposition serb. serbisch
o. Ä. oder Ähnliche[s], Präp.-Obj. Präpositionalobjekt serbokroat. serbokroatisch
Ähnlichem Präs. Präsens Sg. Singular
o. Art. ohne Artikel Prät. Präteritum singhal. singhalesisch
obersächs. obersächsisch preuß. preußisch slaw. slawisch
Obj. Objekt Pron. Pronomen slowak. slowakisch
od. oder provenz. provenzalisch slowen. slowenisch
o. dgl. oder dergleichen Ps. Psalm Soldatenspr. Soldatensprache
Off. Offenbarung Psychol. Psychologie sorb. sorbisch
Ökol. Ökologie
Sozialpsychol. Sozialpsychologie
ökum. ökumenisch (Ökume- R Sozialvers. Sozialversicherung
nisches Verzeichnis
Soziol. Soziologie
der biblischen R Redensart
span. spanisch
Eigennamen nach Y Warenzeichen
spätahd. spätalthochdeutsch
den Loccumer Richt- (Etwaiges Fehlen die-
spätgriech. spätgriechisch
linien. Stuttgart ses Zeichens besagt
spätlat. spätlateinisch
1971) nicht, dass ein Wort
spätmhd. spätmittelhoch-
o. Pl. ohne Plural von jedermann frei
deutsch
Ordinalz. Ordinalzahl benutzt werden
spött. spöttisch
Ortsn. Ortsname kann.)
Spr Sprichwort
ostd. ostdeutsch Rechtsspr. Rechtssprache
Sprachwiss. Sprachwissenschaft
österr. österreichisch refl. reflexiv
Staatsphilos. Staatsphilosophie
Österr. Österreich rel. religiös
standardspr. standardsprach-
ostfrz. ostfranzösisch Rel. Religion
lich
ostmd. ostmitteldeutsch relatinis. relatinisiert
Steuerw. Steuerwesen
ostniederd. ostniederdeutsch Rentenvers. Rentenversicherung
Studentenspr. Studentensprache
ostpreuß. ostpreußisch rhein. rheinisch
st. V. starkes Verb
Rhet. Rhetorik
29 Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen

subst. substantivisch, V Zeitungsw. Zeitungswesen


substantiviert Zollw. Zollwesen
v. a. vor allem
Subst. Substantiv Zool. Zoologie
venez. venezianisch
südamerik. südamerikanisch Zus. Zusammen-
verächtl. verächtlich
südd. süddeutsch setzung[en]
Verbindungsw. Verbindungswesen
südtir. südtirolerisch Zusb. Zusammen-
Verfassungsw. Verfassungswesen
südwestd. südwestdeutsch bildung[en]
Verhaltensf. Verhaltensforschung
sumer. sumerisch zusger. zusammengerückt
verhüll. verhüllend
Sup. Superlativ zusgez. zusammengezogen
Verkehrsw. Verkehrswesen
sw. V. schwaches Verb z. T. zum Teil
Verlagsw. Verlagswesen
zw. zwischen
Vermes- Vermessungs-
T sungsw. wesen
Tabakind. Tabakindustrie Versiche- Versicherungs-
tahit. tahitisch rungsw. wesen
tamil. tamilisch verw. verwandt
tat. tatarisch Verwaltungs- Verwaltungs-
techn. technisch spr. sprache
Textilind. Textilindustrie Vgr. Vergrößerungsform
Theol. Theologie viell. vielleicht
thüring. thüringisch Vkl. Verkleinerungsform
tib. tibetisch vlat. vulgärlateinisch
Tiermed. Tiermedizin volksetym. volksetymologisch
tirol. tirolisch volkst. volkstümlich
tr. transitiv Vorn. Vorname
tschech. tschechisch vulg. vulgär
tungus. tungusisch
türk. türkisch W
turkotat. turkotatarisch
w. weiblich
Waffent. Waffentechnik
U
wahrsch. wahrscheinlich
u. und Wasserwirtsch. Wasserwirtschaft
 bertragung weidmänn. weidmännisch
u. a. und and[e]re, Werbespr. Werbesprache
und and[e]res, westd. westdeutsch
unter and[e]rem, westfäl. westfälisch
unter ander[e]n westgerm. westgermanisch
übertr. übertragen westmd. westmitteldeutsch
ugs. umgangssprach- westniederd. westniederdeutsch
lich westslaw. westslawisch
Ugs. Umgangssprache Winzerspr. Winzersprache
ukrain. ukrainisch wiener. wienerisch
umbr. umbrisch Wirtsch. Wirtschaft
unbest. unbestimmt Wissensch. Wissenschaft
unflekt. unflektiert Wissen- Wissen-
ung. ungarisch schaftsspr. schaftssprache
ungebr. ungebräuchlich
unpers. unpersönlich Z
unr. V. unregelmäßiges Verb
Zahlw. Zahlwort
urspr. ursprünglich
Zahnmed. Zahnmedizin
urverw. urverwandt
Zahnt. Zahntechnik
usw. und so weiter
z. B. zum Beispiel
30
31

KU RZ E G RA M M AT I K D E R D E U T S C H E N SPRACHE

Wörter und Wortarten

Die Form der Wörter


Neben unveränderlichen Wörtern (und, auf, über, bis ...) gibt es eine große Anzahl von Wörtern, die sich je
nach ihrer Funktion im Satzzusammenhang in ihrer Form verändern können. Diese Formveränderung
nennt man Flexion (Beugung). Die Flexion wird unterteilt in Deklination, Konjugation und Steigerung (Kom-
paration).

Deklination:
Dekliniert werden Substantive, Adjektive, Artikel, das alte Schloss die alten Schlösser
Pronomen nach Geschlecht (Genus: männlich, weiblich, des alten Schlosses der alten Schlösser
sächlich), Zahl (Numerus: Einzahl, Mehrzahl) und Fall dem alten Schloss den alten Schlössern
(Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ). das alte Schloss die alten Schlösser

Konjugation:
Konjugiert werden Verben nach Person, Zahl, Zeit, Aus- ich sage wir werden sagen
sageweise und Handlungsart (Aktiv, Passiv). du sagst ihr sagtet
er/sie/es sagte sie hätten gesagt
es wird gesagt

Steigerung:
Die Steigerung ist eine besondere Art der Formverände- kühl viel
rung bei Adjektiven (und einigen Adverbien). Es gibt drei kühler mehr
Steigerungsstufen: Grundstufe, Höherstufe, Höchststufe. der kühlste [Tag] am meisten

Der Aufbau der Wörter

Vorsilbe(n) Stamm Nachsilbe Flexionsendung


Wörter setzen sich meist aus Wortteilen (Morphemen) un klar
zusammen. Man unterscheidet gewöhnlich: Stamm,
Vorsilbe (Präfix), Nachsilbe (Suffix), Flexionsendung.
Klar heit
Viele Wortteile kommen nicht für sich allein vor; sie haben klär t
aber doch eine eigene Bedeutung, mit der sie zur Gesamt-
bedeutung eines Wortes beitragen. Ver klär ung

un-er klär lich e


Kurze Grammatik der deutschen Sprache 32

Die Wortbildung
Aus einem Grundbestand aus Wörtern und Wortteilen können nach bestimmten Regeln oder Mustern
neue Wörter gebildet werden. Man unterscheidet zwei Hauptarten von Wortbildung, die Zusammenset-
zung (Komposition) und die Ableitung (Derivation).

1. Zusammensetzung (Kompositum, Pl. Komposita):


Ein zusammengesetztes Wort besteht aus zwei oder mehreren selbstständig Tisch - bein Hunde - futter
vorkommenden Wörtern, gewöhnlich aus einem Grundwort und einem voran- heim - gehen wasser - dicht
gehenden Bestimmungswort.

2. Ableitung (Derivat, Pl. Derivate):


Eine Ableitung besteht aus einem selbstständig vorkommenden Wort (bzw. er - kennen ur - alt
seinem Stamm) und einem oder mehreren unselbstständigen Wortteilen. Mess - ung lieb - lich

Die Wortarten
Wörter lassen sich anhand bestimmter Merkmale in Klassen einteilen, die man Wortarten nennt:

Wortart Merkmale

der Form der Verwendung im Satz der Bedeutung

Verb flektierbar: Rolle: v. a. Prädikat (Satzaussage) Zustände, Vorgänge,


Konjugation Verteilung: in bereinstimmung mit dem Subjekt Tätigkeiten, Handlungen
(Personalform)

Substantiv flektierbar: Rolle: Subjekt (Satzgegenstand), Objekt Lebewesen, Sachen (Dinge),


Deklination (Ergänzung), adverbiale Bestimmung Begriffe (Abstrakta)
(Umstandsangabe), Attribut (Beifügung)
Verteilung: mit Artikel

Adjektiv flektierbar: Rolle: Attribut (Beifügung), adverbiale Be- Eigenschaften, Merkmale


Deklination stimmung (Umstandsangabe)
(Steigerung) Verteilung: mit Substantiv bzw. Verb

Artikel, flektierbar: Rolle: Attribut (Beifügung) oder selbst- Verweis,


Pronomen Deklination ständig nähere Bestimmung
Verteilung: mit Substantiv oder anstelle eines
Substantivs

Adverb nicht Rolle: Attribut (Beifügung) oder Umstands- nähere Umstände


flektierbar angabe
Verteilung: mit Substantiv, Adjektiv, Verb

Präposition nicht Rolle: Präpositionalkasus (Präpositionalfall) Verhältnisse, Beziehungen


flektierbar Verteilung: vor Substantiven (Pronomen)

Konjunktion nicht Rolle: Verbindung, Einleitung, Unterordnung Verknüpfung im logischen,


flektierbar zeitlichen, begründenden,
modalen u. ä. Sinn
Verteilung: zwischen Sätzen, innerhalb von Satz-
gliedern und Attributen

Interjektion nicht gewöhnlich syntaktisch isoliert; dialogsteuernde und Empfindungen, Gefühle,


flektierbar -gliedernde Funktion Stellungnahmen
33 Das Verb

Das Verb (Tätigkeitswort, Tu[n]wort, Zeitwort)


Neben einfachen Verben (trinken, lesen ...) gibt es viele Verben, die durch Ableitung oder Zusammenset-
zung entstanden sind (be-kommen, teil-nehmen ...). Zusammengesetzte Verben gehören in der Regel zu
den trennbaren Verben (nahm ... teil); Verben mit Vorsilbe sind teils trennbar, teils untrennbar. Nach ihrer
Grundbedeutung unterscheidet man:

1. Zustandsverben; Claudia ist krank. Der Schaden beträgt 3 000 EUR.


2. Vorgangsverben; Ich konnte nicht einschlafen. Er ist spät aufgewacht.
3. Tätigkeitsverben. Die Fahrerin wollte abbiegen. Die Kinder spielen.

Vollverben:
Vollverben sind alle Verben, die allein im Satz vorkommen Sie liebt ihn. Der Fahrer übersah den entgegenkom-
können. menden Bus. Der Unfall forderte zwei Verletzte.

Hilfsverben (haben, sein, werden):


Hilfsverben kommen zusammen mit einem Vollverb vor Die Kinder haben geschlafen/sind aufgewacht, hatten
und dienen dazu, bestimmte Zeitformen (haben, sein: geschlafen/waren aufgewacht, werden schlafen; wer-
Perfekt, Plusquamperfekt; werden: Futur) und das Passiv den/wurden geweckt.
(werden) zu bilden.

Haben, sein und werden können auch selbstständig, als Ich habe keine Zeit. Gestern waren wir im Kino. Sie
Vollverben, auftreten. wird Ingenieurin. Werde bald wieder gesund.

Modalverben:
Modalverben drücken in Verbindung mit einem Vollverb im Können wir uns morgen treffen? Ich muss den Termin
Infinitiv aus, dass etwas möglich, notwendig, gewollt, er- absagen. Wir möchten/wollen ins Kino gehen. Darf
laubt, gefordert ist. ich rauchen? Wir sollen uns gedulden.

Modifizierende Verben:
Modifizierende Verben wandeln in Verbindung mit einem Er drohte (war im Begriff) zu ertrinken. Es schien
Vollverb im Infinitiv mit zu dessen Inhalt ab. (hatte den Anschein) zu glücken. Auf dem Foto war
nichts zu erkennen (konnte man nichts erkennen).
Ich habe noch zu arbeiten (muss noch arbeiten).

Funktionsverben:
Funktionsverben verlieren in Verbindung mit bestimmten zum Abschluss bringen;
Substantiven ihre eigentliche Bedeutung. Die Verbindun- zur Verteilung gelangen;
gen mit einem Funktionsverb (Funktionsverbgefüge) zur Anwendung kommen;
stehen gewöhnlich als Umschreibung für ein einfaches in Erwägung ziehen.
Verb: zur Aufführung bringen = aufführen.

Persönliche und unpersönliche Verben:


Persönliche Verben können in allen drei Personen ge- Ich laufe. Du lachst. Sie arbeitet.
braucht werden.
Unpersönliche Verben können nur mit es verbunden wer- Es regnet/nieselt/donnert/blitzt/schneit.
den. Bei übertragenem Gebrauch können sie auch ein Die Küche blitzt vor Sauberkeit.
anderes Pronomen oder Substantiv bei sich haben.
Kurze Grammatik der deutschen Sprache 34

Reflexive Verben:
Echte reflexive Verben treten immer mit einem Reflexiv- Ich schäme mich. Freust du dich nicht?
pronomen, das sich auf das Subjekt des Satzes bezieht, auf. Sie schafft sich ein Auto an.
Unechte reflexive Verben können statt mit einem Reflexiv- (Reflexiv:) Sie wäscht sich.
pronomen auch mit einem Substantiv oder Pronomen (Nicht reflexiv:) Sie wäscht das Kind/es.
gebraucht werden.

Das Verb und seine Ergänzungen


Jedes Verb fordert (»regiert«) eine bestimmte Anzahl von Ergänzungen. Diesen Sachverhalt bezeichnet
man als Wertigkeit (Valenz) des Verbs. Man unterscheidet:

– Verben, die nur ein Subjekt haben; Das Baby schläft. Die Sonne scheint.
– Verben mit Subjekt und Akkusativobjekt; Er repariert sein Auto. Sie liest einen Roman.
– Verben mit Subjekt und Dativobjekt; Das Buch gehört mir. Sie dankte den Rettern.
– Verben mit Subjekt, Dativ- und Akkusativobjekt; Sie schenkt ihm ein Buch.
– Verben mit Subjekt und Genitivobjekt; Sie gedachten der Toten.
– Verben mit Präpositionalobjekt; Inge achtete auf ihre Schwester.
– Verben mit einem Prädikatsnomen; Das Essen schmeckt gut. Er wird Maurer. Sie ist
intelligent.
– Verben mit Subjekt und Raum-, Zeit- oder Artergänzung. Die Sitzung dauerte zwei Stunden.

Transitive und intransitive Verben:


Verben, die eine Akkusativergänzung haben und von Die Feuerwehr löschte den Brand.
denen ein Passiv gebildet werden kann, nennt man transi- (Passiv:) Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht.
tive (»zielende«) Verben. Alle anderen Verben nennt man
intransitive (»nicht zielende«) Verben.

Die Konjugation
Die wichtigsten Unterschiede in der Konjugation der Verben bestehen in den Formen des Präteritums
und des Partizips II. Nach den Bildungsweisen dieser beiden Formen unterscheidet man:

Stammformen
1. regelmäßige (»schwache«) Konjugation:
Bei den schwachen Verben bleibt der Stammvokal in allen Infinitiv 1. Pers. Sg. Prät. Partizip II
Formen gleich; das Präteritum wird mit -t- zwischen dem sagen sagte gesagt
Stamm und den Endungen gebildet, das Partizip II mit der
Vorsilbe ge- und mit der Endung -t. lieben liebte geliebt
2. unregelmäßige (»starke«) Konjugation: reiten ritt geritten
Bei den starken Verben wechselt der Stammvokal (Ablaut);
sprechen sprach gesprochen
das Partizip II wird mit der Vorsilbe ge- und mit der Endung
-en gebildet. binden band gebunden
werfen warf geworfen
Bei den im engeren Sinn unregelmäßigen Verben verändert ziehen zog gezogen
sich auch der auf den Stammvokal folgende Konsonant.
stehen stand gestanden
Eine weitere Gruppe der unregelmäßigen Verben hat im brennen brannte gebrannt
Präteritum und Partizip II Vokal- (und Konsonanten)wech-
denken dachte gedacht
sel, wird aber in den Endungen regelmäßig konjugiert.
bringen brachte gebracht
77 a – Abandon
aa|len, sich 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = sich winden wie Aas|kä|fer, der: Käfer, der sich von Aas (1 b)
ein Aal] (ugs.): sich behaglich ausgestreckt aus- nährt. A
ruhen: sich am Strand, in der Sonne a. Aas|krä|he, die: Rabenvogel (Nebelkrähe u.
Aal|fang, der 〈o. Pl.〉: das Fangen von Aalen: die Rabenkrähe), der u. a. Aas (1 b) frisst.
Männer sind alle beim A. Aas|sei|te, die (Gerberei): Fleischseite der tieri-
aal|glatt 〈Adj.〉: 1. (selten) überaus glatt: -e Griffe. schen Haut.
˙
2. (abwertend) schwer zu fassen; fähig od. geeig- Aast, das; -[e]s, Äster (landsch.): Aas (2).
net, sich aus jeder Situation herauszuwinden: Aas|vo|gel, der:Vogel, der sich von Aas (1 b)

A ein -er Typ; mit -em Charme.


Aal|korb, der: einem Korb ähnliches Gerät zum
Aalfang.
Aal|lei|ter, die: Fischpass für Aale.
Aal|mut|ter, die 〈Pl. -n〉 [nach der Ähnlichkeit der
1
ernährt.
ab 〈Präp. mit Dativ〉 [mhd. ab(e), ahd. ab(a), verw.
˙ mit griech. apó = von, ab]: 1. 〈räumlich〉 (bes.
Kaufmannsspr., Verkehrsw.) von ... an, von ...
weg: [frei] ab Werk; ab [unserem] Lager; wir
a, A [a], das; - (ugs.: -s), - (ugs.: -s) [mhd., ahd. a]: Jungen mit jungen Aalen]: (in kalten Meeren, fliegen ab allen deutschen Flughäfen. 2. 〈zeit-
1. erster Buchstabe des Alphabets: ein kleines a, teilweise in großen Tiefen lebender) Fisch, der lich; bei artikellosen Substantiven mit adj.
ein großes A; eine Broschüre mit praktischen lebende Junge zur Welt bringt. Attribut gelegtl. auch mit Akk.〉 von ... an: ab
Hinweisen von A bis Z (unter alphabetisch Aal|quap|pe, die [nach dem aalförmigen Körper]: dem 35. Lebensjahr; Jugendliche ab 18 Jahren/
angeordneten Stichwörtern); R wer A sagt, 1. Rutte. 2. (bes. nordd.) Aalmutter. (auch:) Jahre; ab kommendem/(auch:) kom-
muss auch B sagen (wer etwas beginnt, muss es Aal|rau|pe, die [2. Bestandteil (in Anlehnung an menden Montag; ab Mai; ab 1990; ab heute
fortsetzen u. auch unangenehme Folgen auf sich ↑ Raupe) mhd. ruppe, rutte < mlat. rubeta < lat. [Nacht]; ab morgen wird gefastet. 3. 〈bei artikel-
nehmen); * das A und O, (seltener:) das A und rubeta = Kröte]: Rutte. losen Substantiven mit adj. Attribut gelegtl.
das O (die Hauptsache, Quintessenz, das Aal|reu|se, die: Reuse für den Aalfang. auch mit Akk.〉 bei einer Reihenfolge, Rangfolge
Wesentliche, Wichtigste, der Kernpunkt; Aal|speer, der: einem Speer ähnliches Gerät mit o. Ä.; von ... an: die Dienstgrade ab Unteroffi-
urspr. = der Anfang und das Ende, nach dem mehreren Zinken zum Aalstechen. zier; ab nächster/(auch:) nächste Ausgabe.
2
ersten [Alpha] und dem letzten [Omega] Buch- Aal|ste|chen, das; -s, -: das Fangen von Aalen ab 〈Adv.〉 [vgl. 1 ab]: 1. weg, fort, entfernt: gleich
staben des griech. Alphabets); von A bis Z (ugs.; durch Stechen mit dem Aalspeer. ˙ hinter der Kreuzung links ab; nicht sehr weit ab
von Anfang bis Ende, ganz und gar, ohne Aus- Aal|strich, der [nach der schmalen, länglichen vom Weg liegen; die Hütte soll weit von jeder
nahme; nach dem ersten u. dem letzten Buch- Form] (Zool.): längs über die Rückenmitte ver- menschlichen Behausung ab sein; zwei Kilome-
staben des dt. Alphabets). 2. 〈das; -, -〉 (Musik) laufender dunkler Streifen im Fell von [Wildfor- ter ab [von dieser Stelle]; (Verkehrsw.:) Darm-
sechster Ton der C-Dur-Tonleiter: der Kammer- men von] Pferden, Rindern, Eseln, Ziegen u. stadt ab 7:30; Bayrischer Bahnhof ab, ab Bayri-
ton a, A. anderen Säugetieren. scher Bahnhof; (oft in Aufforderungen:) los, ab
ä, Ä [], das; - (ugs.: -s), - (ugs.: -s) [mhd. æ]: Aal|sup|pe, die: deftige, reichhaltige Suppe mit ins Bett!; (als Bühnenanweisung:) ab (geht ab,
Buchstabe, der für den Umlaut aus a steht. Stücken vom Aal u. Gemüse. soll abgehen); * ab trimo/trümo (landsch.; weg,
1
a = a-Moll; Ar. Aal|tier|chen, das: Älchen (2). ab; verschwinde! ; H. u.).2. a) herunter,
 hinunter,
2
a 〈Präp.〉 [ital. a < lat. ad = zu]: auf, mit, zu (in ital. a. a. O. = am angeführten, angegebenen Ort. nieder (gewöhnlich in militär. Kommandos):
Fügungen, z. B. a conto, a tempo). Aar, der; -[e]s, -e [mhd. ar(e), ahd. aro, daneben Gewehr ab!; Helm ab zum Gebet!; b) losgelöst,
a. = am (bei Ortsnamen, z. B. Frankfurt a. Main); mhd., ahd. arn, verw. mit griech. órnis = Vogel] abgetrennt, abgegangen: der Knopf wird bald ab
alt (schweiz.; vor Amts- u. Berufsbezeichnun- (dichter. veraltet): Adler. sein; die Farbe ist fast ganz ab. 3. * ab und zu
gen, z. B. a. Bundesrat). Aa|r|au: Hauptstadt des Kantons Aargau. Dazu: (1. gelegentlich; von Zeit zu Zeit. 2. veraltend;
a. = anno. Aa|r|au|er, der; -s, -; Aa|r|au|e|rin, die; -, -nen. [in Bezug auf eine Bewegung] weg u. wieder
A = A-Dur; Ampere; Autobahn. Aa|re, die; -: Fluss in der Schweiz. herbei; aus u. ein: die Bedienung ging ab und
Aar|gau, der; -[e]s: Schweizer Kanton. Dazu: Aar- zu); ab und an (bes. nordd.; gelegentlich; von
a- [griech. a- = nicht, un-]: verneint in Bildun- gau|er, der; -s, -; Aar|gau|e|rin, die; -, -nen. Zeit zu Zeit: er kommt ab und an mal vorbei).
gen mit Adjektiven deren Bedeutung: apoli- Aas, das; -es, -e u. Äser [im nhd. Wort sind AB [abe], der; -[s], -s, selten -: Anrufbeantworter:
tisch, asinnlich, atypisch. zusammengefallen mhd., ahd. az = Essen, eine Nachricht auf den AB sprechen, auf dem
Speise; Futter u. mhd. as = Fleisch zur Fütte- AB hinterlassen.
a, A: ↑ Alpha. rung der Hunde u. Falken, Aas; beides zu ↑ essen A. B. = Augsburger Bekenntnis.
à [a] 〈Präp.〉 [frz. à < lat. ad = zu]: 1. (Kaufmanns- u. eigtl. = Essen, Fraß]: 1. a) 〈Pl. Aase〉 [verwe- Aba, die; -, -s [arab.
aba’]: weiter, kragenloser
spr., ugs.) [das Stück] zu: zehn Marken à 45 sende] Tierleiche, Kadaver; b) 〈o. Pl.〉 Fleisch 
Mantel der Araber mit angeschnittenen
Cent. 2. nach, um (in formelhaft gebrauchten verendeter Tiere: A. fressende Tiere. 2. 〈Pl. Äser〉 Ärmeln.
frz. Fügungen, z. B. à la carte, à tout prix). (ugs. abwertend, oft als Schimpfwort) a) durch- Aba|ka [abaka], der; -[s] [span. abaca < Tagalog
Å, (früher auch:) A, ÅE = Ångström. triebener, gemeiner, niederträchtiger Mensch:  Sprache auf den Philippinen) abaká]:
(eine
n [t; urspr. auf amerik. Schreibmaschinentasta- so ein A.!; sie ist ein freches, raffiniertes, faules Manilahanf.
turen das Zeichen für »(commercial) at« = à]: A.; (mitleidig:) du armes A.!; (mit dem Unterton Aba|kus [a()bak s], der; -, -se u. ...ki [lat. abacus
1. meist als trennendes Zeichen in E-Mail- widerstrebender Anerkennung:) ein tolles A.; < griech. ábax (Gen.: ábakos); H. u.]: 1. a) Re-
Adressen verwendetes Symbol. 2. in Bezug auf * ein A. auf der Bassgeige sein (salopp; chen- od. Spielbrett der Antike; b) Rechengerät,
(bes. in E-Mails, Chatrooms o. Ä.): n Schweine- ↑ Ass 2 a); kein A. (ugs.; kein Mensch, niemand: bei dem die Zahlen durch auf Stäben verschieb-
grippe: sehe ich genauso ... 3. Zeichen, das eine kein A. ist gekommen); b) widerspenstiges bare Kugeln dargestellt werden. 2. (Archit.)
einzelne Person aus einer Gruppe mehrerer [Haus]tier: das A. hat mich gebissen. obere Platte auf dem Säulenkapitell.
Adressaten adressiert (in E-Mails o. Ä.). Aas|blu|me, die: Blume mit nach Aas (1) riechen- Aba|lo|ne, die; -, -n [engl. abalone, zu gleichbed.
a. a. = ad acta. der Blüte, die Aasfliegen anzieht (z. B. Aronstab, span. (nordamerik.) abulones, Pl. von: abulón,
1
Aa [a|a], das; -[s] [lautm.] (Kinderspr.): feste Stapelie u. a.). aus einer Indianerspr. des südöstl. Nordame-
menschliche Ausscheidung, Kot: Aa machen aa|sen 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Aas] (landsch.): (mit etw.) rika] (Gastron.): eine essbare Meeresschnecke.
(seine große Notdurft verrichten); musst du Aa verschwenderisch umgehen: mit dem Geld, mit ab|än|der|bar 〈Adj.〉: sich abändern lassend: -e
[machen]? seinen Kräften a. ˙ Entscheidungen; a. sein. Dazu: Ab|än|der|bar-
2
Aa, die; -: Name europäischer Flüsse u. Bäche. Aa|ser: ↑ Aser. keit, die; -. ˙
AA = Auswärtiges Amt; Anonyme Alkoholiker. Aas|flie|ge, die: größere Fliege, deren Weibchen ab|än|der|lich 〈Adj.〉 (veraltet): abänderbar. Dazu:
Aa|chen: Stadt in Nordrhein-Westfalen. die Eier an Aas (1) ablegt u. deren Larve von ˙ Ab|än|der|lich|keit, die; -.
1
Aa|che|ner, der; -s, -: Ew. Aas lebt. ab˙|än|dern 〈sw. V.; hat〉: 1. ein wenig, in Teilen
2
Aa|che|ner 〈indekl. Adj.〉: A. Printen. aas|fres|send, Aas fres|send 〈Adj.〉: sich von ˙ ändern: das Testament, den Antrag, Beschluss,
Aa|che|ne|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ 1 Aache- Aas (1 b) ernährend: -e Tiere. das Programm a. 2. (Biol.) (durch Mutation od.
ner. Aas|fres|ser, der: Tier, das sich von Aas (1 b) Umwelt) in den Artmerkmalen variieren, sich
Aal, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. al; H. u.]: in Süß- ernährt (z. B. Hyäne). wandeln: die Farben der Blüten ändern stark
wasser u. Meer lebender, schlangenförmiger Aas|gei|er, der: 1. von Aas (1 b) lebender Geier. ab.
Fisch mit schlüpfriger Haut: A. grün (Koch- 2. (ugs. abwertend) Mensch, der darauf aus ist, Ab|än|de|rung, die; -, -en: das Abändern.
kunst; gedünsteter Aal); A. blau (Kochkunst; sich [am Unglück anderer] zu bereichern. A˙ b|än|de|rungs|an|trag, der (Parlamentsspr.):
gekochter, durch bergießen mit heißem Essig- Aas|ge|ruch, der: Geruch von Aas (1). ˙ Antrag auf Abänderung eines Gesetzentwurfs
wasser blau verfärbter Aal); -e fangen, ste- aa|sig 〈Adj.〉: 1. vom Aas (1) herrührend, faulig: o. Ä.
chen; * glatt wie ein A. sein (abwertend; nicht ein -er Hauch. 2. von Niedertracht, Infamie Aban|don [abãdõ], der; -s, -s [frz. abandon <
zu fassen sein, sich aus jeder Situation erfüllt; gemein: ein -es Lächeln. 3. 〈intensivie- afrz. a bandon = zur freien Verfügung] (Rechts-
geschickt herauszuwinden verstehen); sich rend bei Verben u. Adjektiven〉 (landsch.) über spr.): (bes. bei Gesellschaftsverhältnissen, in der
[drehen und] winden, krümmen wie ein A. alles Maß, sehr: es war a. kalt; a. frieren. Seeversicherung, auch im Börsenwesen) Ver-
(sich aus einer unangenehmen, schwierigen Aas|jä|ge|rei, die; - (abwertend): unweidmänni- zicht auf ein Recht zugunsten einer Gegenleis-
Lage zu befreien suchen). sches Jagen. tung.
abängstigen – abbilden 78
ab|ängs|ti|gen, sich 〈sw. V.; hat〉 (veraltend): sich Ab|bau, der; -[e]s, -e u. -ten: 1. 〈o. Pl.〉 Zerlegung ren leer pf lücken: wir haben den letzten Strauch
A ˙ im bermaß ängstigen. ˙ von Aufgebautem in seine Einzelteile; Abbruch: noch nicht abgebeert.
ab|ar|bei|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch eine der A. von Gerüsten, Baracken, Ständen. ab|be|hal|ten 〈st. V.; hat〉: die Kopfbedeckung
˙ Arbeitsleistung nach u. nach abtragen, tilgen: 2. 〈o. Pl.〉 Herabsetzung, Senkung: ein A. von ˙ nicht wieder aufsetzen: den Hut a.
Schulden, einen Vorschuss, das Essen a.; Privilegien, Rückständen, Vorurteilen; dem ab|bei|ßen 〈st. V.; hat〉: (ein Stück von etw.) mit
b) durch Arbeiten erledigen; als Arbeitszeit hin- sozialen A. (der Verschlechterung der Lebens- ˙ den Zähnen abtrennen: einen Bissen vom Brot
ter sich bringen: sein Pensum, die Wochentage bedingungen) entgegenwirken. 3. 〈o. Pl.〉 all- a.; jmdn. von etw. a. lassen; ihm wurde von
a. 2. a) durch schwere körperliche Arbeit stark mähliche Beseitigung, Auflösung: der A. der einem Hund ein Ohr abgebissen; du hast dir
beanspruchen: du hast dir die Finger abgearbei- Müllhalde. 4. 〈o. Pl.〉 Verringerung im Bestand, wieder einen Fingernagel abgebissen; * einen a.
tet; 〈oft im 2. Part.:〉 abgearbeitete Hände; völlig in der Zahl der Personen: ein A. der Verwal- (landsch., bes. nordd.; ein Glas eines alkoholi-
abgearbeitet aussehen; b) durch Arbeit [mit tung, von Beamten, von Lehrstellen, Arbeits- schen Getränks trinken; eigtl. = ein Glas abtrin-
einem Gerät] fortschaffen, beseitigen: die vor- plätzen, Planstellen. 5. 〈o. Pl.〉 (Chemie, Biol.) ken).
stehenden Enden a. 3. 〈a. + sich〉 längere Zeit Zerlegung komplizierter Moleküle, Strukturen ab|bei|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Farbe o. Ä.) mit einem
im bermaß arbeiten; sich abplagen: ich in einfachere: A. von Traubenzucker, von ˙ chemischen Lösungsmittel entfernen: den alten
arbeite mich ab, und du schaust zu; sich an Eiweiß, Stärke; der A. des Alkohols im Blut. Anstrich, die Farbe a. 2. mit einem chemischen
einem Problem a. (sich damit abmühen). 6. (Bergbau) a) 〈o. Pl.〉 Förderung, Gewinnung Lösungsmittel (von Farbe o. Ä.) befreien, reini-
Ab|ar|bei|tung, die; -, -en: das Abarbeiten. von Erzen u. Mineralien im Tief- od. Tagebau: gen: ich habe die Tür abgebeizt.
A˙ b|art, die; -, -en (bes. Biol.): ähnliche, sich nur der A. von Kohle; der A. (das Ausbeuten 1 a) der Ab|beiz|mit|tel, das: Mittel zum Abbeizen.
˙ durch wenige Merkmale unterscheidende Art; Flöze; Kali in A. nehmen (abbauen); b) 〈Pl. -e〉 a˙ b|be|kom|men 〈st. V.; hat〉: 1. sein Teil von etw.
Spielart; Varietät: das Tannhörnchen ist eine A. Ort des bergmännischen Abbaus (6 a): ältere -e. ˙ bekommen: [die Hälfte von] etw. a.; nichts von
des Eichhörnchens. 7. 〈o. Pl.〉 a) Rückgang (von Kulturpf lanzen) im dem Erbe a. 2. a) der Einwirkung von etw. (Posi-
ab|ar|tig 〈Adj.〉: 1. (emotional abwertend) (bes. in Ertrag u. in der Qualität, Schwund: die Weizen- tivem) unterliegen: nicht genug Sonne a.;
˙ sexueller Hinsicht) vom als normal Empfunde- sorte unterliegt dem A.; b) Schwund, Rückgang b) (einen Schaden) davontragen, (etw. Nachteili-
nen abweichend; pervers (1): -e Neigungen, Vor- von Kräften: ein biologischer A.; der körperliche ges) hinnehmen müssen: der Wagen hat nichts
lieben haben; auf etwas a. reagieren; sich a. ver- A. im Alter. 8. 〈Pl. -ten〉 (landsch., bes. nord- abbekommen (ist nicht beschädigt worden).
halten. 2. (ugs. emotional verstärkend) (auf ostd.) abseits der übrigen Gebäude liegendes 3. etw. fest Haftendes, fest Aufgeschraubtes o. Ä.
absurde Weise) unangemessen, merkwürdig: Anwesen, Einzelgehöft, das zu einer größeren lösen: die Farbe nicht von den Fingern a.; den
einen a. hohen Preis für etw. verlangen. Siedlung gehört. Deckel nicht a.
Ab|ar|tig|keit, die; -, -en: Abnormität, Widerna- ab|bau|bar 〈Adj.〉: sich biologisch abbauen las- ab|be|ru|fen 〈st. V.; hat〉: zum Zwecke der Amts-
˙ türlichkeit. ˙ send: leicht, schwer -e Stoffe. Dazu: Ab|bau|bar- ˙ enthebung od. Versetzung von seinem Posten
Ab|ar|tung, die; -, -en (Biol.): Mutation einer keit, die; -. ˙ zurückrufen: einen Botschafter [von seinem
˙ Tier- od. Pflanzenart. ab|bau|en 〈sw. V.; hat〉: 1. Aufgebautes unter Posten] a.;  Gott hat ihn [aus diesem Leben, in
ab|äsen 〈sw. V.; hat〉 (Jägerspr.): a) durch Äsen ˙ Erhaltung des Materials zwecks Wiederverwen- die Ewigkeit] abberufen (geh. verhüll.; er ist
˙ kahl fressen: das Reh äste die ganze Stelle ab; dung in seine Einzelteile zerlegen: Gerüste, gestorben). Dazu: Ab|be|ru|fung, die; -, -en.
b) äsend fressen, abfressen: Blätter a. Zelte, Maschinen, Fabrikanlagen a.;  (Kunst- ab|be|stel|len 〈sw. V.;˙ hat〉: 1. eine Bestellung,
ab|as|ten, sich 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ asten] (salopp): kraftsport:) eine Pyramide a. 2. herabsetzen, ˙ einen Auftrag zurücknehmen, widerrufen: die
˙ sich [schwer tragend] längere Zeit hindurch senken: die Gehälter, Löhne, Preise a. 3. a) all- Zeitung, ein Hotelzimmer a. 2. eine Person, die
sehr mit etw. abplagen: ich astete mich mit dem mählich beseitigen, abschaffen: Steuervergüns- jmd. wegen einer auszuführenden Arbeit zu sich
Koffer ab; * sich einen a. (ugs.; sich mit etwas tigungen wieder a.; Vorurteile, Feindbilder a.; bestellt hat, nicht kommen lassen: den Klemp-
Schwerem abplagen: ich habe mir mit der Kiste Ängste, Schuldgefühle, Aggressionen a.; b) 〈a. + ner a.
einen abgeastet). sich〉 allmählich verschwinden, sich auflösen: Ab|be|stel|lung, die; -, -en: das Abbestellen.
ab|äs|ten 〈sw. V.; hat〉: einen Baum von [überflüs- die Vorurteile bauen sich immer stärker ab. a˙ b|bet|teln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): durch Betteln od.
˙ sigen] Ästen befreien: einen gefällten Baum a. 4. (in der Personenzahl) verkleinern, verrin- ˙ drängendes Bitten von jmdm. erlangen: der
Aba|ta: Pl. von ↑ Abaton. gern: die Firma baut Personal ab. 5. (Bergbau) Mutter Geld für ein Eis a.
1
Aba|te, der; -[n], -n u. (ital.:) ...ti [ital., span. abate a) (Erze, Mineralien) fördern, gewinnen: Erze, ab|beu|teln 〈sw. V.; hat〉 (bayr., österr.): abschüt-
<spätlat. abbas, ↑ Abt]: Weltgeistlicher in Italien Kohle, Schiefer a.; b) ausbeuten (1 a): die Flöze ˙ teln.
u. Spanien. wurden im Tagebau abgebaut. 6. a) (Chemie, Ab|be|vil|li|en [ab vli˜], das; -[s] [nach dem
2
Aba|te, die; -, -[n], Aba|te|bir|ne, die [eigtl. Biol.) komplizierte Moleküle, Strukturen in ein- frz. Fundort Abbeville]: früheste Kulturstufe der

Abate Fetel, nach dem  frz. Abt Fétél]: größere, fachere zerlegen: Kohlehydrate zu Milchsäure Altsteinzeit in Westeuropa.
überwiegend gelbe Birne von länglicher Form a.; b) 〈a. + sich〉 in niedrige Bauelemente zerfal- ab|be|zah|len 〈sw. V.; hat〉: 1. (eine geschuldete
mit aromatischem süßem Fruchtfleisch. len: der Stoff baut sich nur langsam ab. 7. (Land- ˙ Summe) in Teilbeträgen zurückzahlen: seine
ab|at|men 〈sw. V.; hat〉 (Med.): durch Atmen wirtsch.) (von Kulturpflanzen) im Ertrag u. in Schulden [in Raten] a. 2. (eine Ware) in Teilbe-
˙ abgeben, ausatmen: Kohlendioxid a. Dazu: Ab- der Qualität zurückgehen: diese Kartoffelsorte trägen bezahlen: den Fernseher a.
at|mung, die; -, -en 〈Pl. selten〉. ˙ hat [infolge einer Viruskrankheit] abgebaut. Ab|be|zah|lung, die; -, -en: das Abbezahlen.
Aba|ton [a()bat n], das; -s, Abata [griech. ába- 8. in der Leistung nachlassen, an Kraft, Konzen- ˙ab|bie|gen 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 sich von einer einge-
ton, zu: ábatos = unzugänglich] (Rel.): Allerhei- tration verlieren: einige Zuhörer bauten stark ˙ schlagenen Richtung entfernen, eine andere
ligstes (1), bes. der Altarraum in den Kirchen ab; im Alter körperlich und geistig a. Richtung einschlagen: ich, das Auto bog [von
mit orthodoxem Ritus. Ab|bau|er|schei|nung, die: Anzeichen, Merkmal, der Straße, nach links] ab; die Straße biegt
a batt. = a battuta. ˙ das ein Abbauen (7, 8) erkennen lässt. [nach Norden] ab. 2. 〈hat〉 a) in eine andere
a bat|tu|ta [ital., zu: battuta = das Schlagen (mit Ab|bau|feld, das (Bergbau): Bereich des Richtung biegen: einen Finger nach hinten a.;

dem Taktstock)] (Musik): (wieder streng) im ˙ Abbaus (6 b). b) (ugs.) einer Sache geschickt eine andere Wen-
Takt (Abk.: a batt.). Ab|bau|ge|rech|tig|keit, die (Rechtsspr.): Recht dung geben u. dadurch eine unerwünschte Ent-
ab|ät|zen 〈sw. V.; hat〉: a) durch ätzende Mittel ˙ zum Abbau (6 a) von Mineralien auf fremdem wicklung verhindern: sie bog das Gespräch ab;
˙ entfernen: den Lack a.; b) durch ätzende Mittel Grundstück. er hat die Sache noch einmal abgebogen (mit
reinigen: den Marmor a. Ab|bau|pro|dukt, das: durch Abbau (5) entste- Geschick abgewendet).
Ab|ät|zung, die; -, -en: das Abätzen. ˙ hendes Produkt. Ab|bie|ger, der; -s, -: a) Verkehrsteilnehmer, der
˙Abb. = Abbildung. Ab|bau|pro|zess, der: Prozess des Abbau- ˙ mit einem Fahrzeug abbiegt (1); b) Fahrzeug,
Ab|ba [spätlat. abba(s) < spätgriech. abba(s) < ˙ ens (3–8). das abbiegt (1).
˙ aram. ab a’ = Vater; Lallw.]: 1. Anrede Gottes Ab|bau|recht, das (Rechtsspr.): Abbaugerechtig- Ab|bie|ge|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abbie-
im N. T. 2.˙ (früher) Anrede von Geistlichen der ˙ keit. ˙ ger (a).
Ostkirche. Ab|bau|stel|le, die (Bergbau): Stelle des Ab|bie|ge|spur, die: Spur einer Fahrbahn, die für
ab|ba|cken 〈unr. V.; bäckt ab/backt ab, backte/ ˙ Abbaus (6 a); Abbauort. ˙ das Links- bzw. Rechtsabbiegen bestimmt ist.
˙ (veraltend:) buk ab, hat abgebacken〉: durch Ab|bau|ver|mö|gen, das 〈o. Pl.〉 (Chemie, Biol.): Ab|bie|gung, die; -, -en: 1. das Abbiegen (1).
Backen fertigstellen: Kuchen, Plätzchen bei ˙ Fähigkeit zum Abbau (5). ˙ 2. Stelle, an der ein Weg, eine Straße die Rich-
mittlerer Hitze a. ab|bau|wür|dig 〈Adj.〉: würdig, lohnend, berg- tung ändert.
ab|bag|gern 〈sw. V.; hat〉: mit dem Bagger beseiti- ˙ männisch abgebaut zu werden. Ab|bild, das; -[e]s, -er: getreues Bild, genaue Wie-
˙ gen: eine Sandbank a. Dazu: Ab|bag|ge|rung, Ab|bé [abe], der; -s, -s [frz. abbé < spätlat. abbas, ˙ dergabe, Spiegelbild: ein getreues A. der Natur;
die; -, -en. ˙ ↑ Abt]: Weltgeistlicher in Frankreich.  ein verklärtes A. der Wirklichkeit.
ab|bal|gen 〈sw. V.; hat〉 (Jägerspr.): einem Tier ab|be|din|gen 〈st. V.; hat〉 (Rechtsspr.): durch ab|bild|bar 〈Adj.〉: sich abbilden lassend. Dazu:
˙ den Balg abziehen: einen Hasen a. ˙ Vertrag außer Kraft setzen: diese Vorschriften ˙ Ab|bild|bar|keit, die; -, -en 〈Pl. selten〉.
ab|bal|lern 〈sw. V.; hat〉 (salopp): abschießen, nie- können nicht abbedungen werden. Dazu: Ab- ab˙|bil|den 〈sw. V.; hat〉: nachbildend, bildlich dar-
˙ derschießen: im Computerspiel Monster a. be|din|gung, die; -, -en. ˙ ˙ stellen, nachgestalten: jmdn., einen Gegenstand
ab|bal|zen 〈sw. V.; hat〉 (Jägerspr.): (vom Feder- ab|bee|ren 〈sw. V.; hat〉 (landsch.): a) Beeren von naturgetreu a.; er ist auf dem Titelblatt abgebil-
˙ wild) die Balz beenden: der Hahn balzt ab. ˙ den Stielen lösen: Johannisbeeren a.; b) von Bee- det (dargestellt).
79 Abbildung – Abbruchgenehmigung
Ab|bil|dung, die; -, -en: 1. 〈Pl. selten〉 das Abbil- schen, abgeschaltet werden: die Scheinwerfer ab|brem|sen 〈sw. V.; hat〉: die Geschwindigkeit
˙ den; bildliches Darstellen: sich nicht für eine A. blendeten ab; b) (Fotogr.) die Öffnung der ˙ [von etw.] herabsetzen, [bis zum Stillstand] ver- A
eignen;  die Erkenntnis beruht auf der A. Blende kleiner stellen u. dadurch den Eintritt ringern: die Fallgeschwindigkeit auf 400 km/h
(Widerspiegelung) der objektiven Realität im des Lichts durch die Linse verringern: zu stark a.; der Fahrer konnte gerade noch a. Dazu: Ab-
Bewusstsein des Menschen. 2. das Abgebildete, a.; c) (Film) eine Aufnahme, Einstellung been- brem|sung, die; -, -en. ˙
bildliche Wiedergabe, einem Buch- od. Zeit- den: bitte a.! ab|bren|nen 〈unr. V.〉: 1. a) 〈hat〉 durch Brand zer-
schriftentext beigegebene bildliche Darstellung, Ab|blend|licht, das: abgeblendetes (1 b) Schein- ˙ stören, niederbrennen: eine alte Baracke a.;
die im Text Behandeltes veranschaulicht; Bild: ˙ werferlicht bei Kraftfahrzeugen: mit A. fahren. ganze Dörfer wurden abgebrannt; b) 〈ist〉
das Lexikon enthält viele -en. 3. (Math.) Zuord- Ab|blen|dung, die; -, -en: das Abblenden. herunterbrennen: das Feuer brennt langsam ab;
nung, durch die für jedes Element einer Menge x a˙ b|blit|zen 〈sw. V.; ist〉 [urspr. = (vom Pulver) wir- die Kerzen sind abgebrannt; (Kernt.:) abge-
genau ein zugeordnetes Element einer Menge y ˙ kungslos von der Pfanne des Gewehrs abbren- brannte (verbrauchte) Brennstäbe, Brennele-
festgelegt wird: eine A. f der Menge A in die nen] (ugs.): mit etw. abgewiesen werden, keine mente; c) 〈hat〉 durch Feuer von etw. befreien,
Menge B. Gegenliebe finden: bei jmdm. mit einer Bitte a.; reinigen, säubern: Felder, Wiesen, ein Moor a.;
Ab|bil|dungs|feh|ler, der (Optik): Fehler bei der er ist bei ihr abgeblitzt. Geflügel a. (absengen); d) 〈hat〉 durch Feuer
˙ Abbildung eines Gegenstandes durch ein opti- ab|blo|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (bes. Boxen, Vol- beseitigen, entfernen: Benzinreste a.; e) 〈hat〉
sches System. ˙ ley-, Basket-, Handball) (einen gegnerischen anzünden u. verbrennen, explodieren lassen:
Ab|bil|dungs|frei|heit, die: Freiheit der Presse, Angriff, Schlag, Wurf, Schuss) durch Blo- ein Feuerwerk a. 2. 〈hat〉 (österr. ugs. veraltend)
˙ Abbildungen bekannter Persönlichkeiten zu cken (3 a) abwehren: den Ball am Netz, den lin- bräunen: sich [von der Sonne] a. lassen. 3. 〈ist〉
veröffentlichen. ken Haken a.; b) (Ballspiele) (einen gegnerischen a) durch Brand zerstört werden, niederbrennen:
ab|bim|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Fachspr.) mit Bims- Spieler) an einer beabsichtigten Aktion hindern: die Gebäude sind bis auf die Grundmauern
˙ stein reinigen, glätten. 2. abschreiben (1 c). als er zum Wurf ansetzen wollte, wurde er abge- abgebrannt; b) (ugs.) durch Brand geschädigt
ab|bin|den 〈st. V.; hat〉: 1. etw., was gebunden od. blockt. 2. abrupt, ungerührt abwehren, verhin- werden, Hab u. Gut verlieren: wir sind schon
˙ angebunden ist, losbinden, lösen, abnehmen: dern: Fragen, Forderungen, Initiativen a. zweimal abgebrannt; * abgebrannt sein (ugs.;
die Schürze, das Kopftuch a. 2. a) abschnüren: ab|blü|hen 〈sw. V.; hat/ist〉 (geh.): aufhören zu kein Geld mehr haben: ich bin völlig abge-
eine Arterie a.; die Nabelschnur a.; das verletzte ˙ blühen, verblühen: die Rosen haben/sind abge- brannt).
Bein wurde abgebunden (an einer Stelle mit blüht. Ab|bre|vi|a|tur, die; -, -en [wohl zu ↑ abbreviie-
einer Schnur fest umwickelt, um das Blut am ab|bö|schen 〈sw. V.; hat〉: mit einer Böschung ver- 
ren; mlat. abbreviatura = kurze Notariatsauf-
Ausfließen zu hindern); ein Kind a. (bei der ˙ sehen: das Ufer a. zeichnung] (bildungsspr.): abgekürztes Wort in
Geburt abnabeln); b) zubinden, zusammenbin- Ab|bö|schung, die; -, -en: 1. das Abböschen. Schrift u. Druck; Abkürzung [in der Noten-
den: Wurstenden, Äste a.; das Haar am Hinter- ˙ 2. Böschung; abgeböschte Stelle. schrift].
kopf a. 3. a) (Zimmerei) (Bauhölzer) durch Ab|brand, der; -[e]s, Abbrände: 1. (selten) das ab|bre|vi|ie|ren 〈sw. V.; hat〉 [spätlat. abbreviare,
Bearbeiten passend machen u. probeweise ˙ Abbrennen, Verbrennen. 2. (Kernt.) Umwand- zu lat. brevis = kurz] (veraltet): (bes. ein Wort)
zusammenfügen, verbinden: den Dachstuhl a.; lung der spaltbaren Atomkerne im Reaktor. [mit einem Zeichen] abkürzen.
b) (Böttcherei) (Fässer) durch Reifen zusam- 3. (Hüttenw.) a) Metallverlust durch Oxidation ab|brin|gen 〈unr. V.; hat〉: 1. dazu bringen, von
menbinden: das Fass muss neu abgebunden u. Verflüchtigung beim Schmelzen; b) Rück- ˙ etw. od. jmdm. abzulassen od. von etw. abzuge-
werden. 4. (Gastron.) (mit einem Bindemittel) stand nach dem Rösten sulfidischer Erze. hen: jmdn. von einem Weg, von einer Richtung
verdicken: die Suppe mit Mehl a. 5. (bes. Bauw.) 4. (Raketentechnik) das Abbrennen fester Treib- a.; er ist durch nichts von ihr, von seinem Plan
(von bestimmten Stoffen) hart werden: der stoffe. abzubringen. 2. (ugs.) (Anhaftendes) von etw.
Beton hat noch nicht abgebunden; der Mörtel, ab|brau|chen 〈sw. V.; hat〉: durch ständigen lösen: bringst du den Flecken vom Tischtuch
Gips, Kalk bindet gut, schlecht ab. ˙ Gebrauch abnutzen: 〈meist im 2. Part.:〉 abge- nicht ab? 3. (Seemannsspr.) (ein auf Grund
Ab|bin|dung, die; -, -en: das Abbinden (2, 3, 5). brauchte Münzen. gelaufenes od. gestrandetes Schiff) wieder f lott-
A˙ b|biss, der; -es, -e (Jägerspr.): a) vom Wild durch ab|brau|sen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 mit der Brause machen: mit zwei Schleppern konnte der Tan-
˙ Abbeißen beschädigte Stelle an Pf lanzen; ˙ abspülen; duschen: den Salat a.; ich habe mich, ker abgebracht werden.
b) vom Wild abgebissener Pf lanzentrieb: das Kind abgebraust. 2. 〈ist〉 (ugs.) geräuschvoll ab|brö|ckeln 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 sich brockenweise, in
Abbisse von Fichten bedecken den Boden. u. rasch davonfahren: das Motorrad brauste ab. ˙ Bröckchen lösen u. abfallen: der Verputz war
Ab|bit|te, die; -, -n 〈Pl. selten〉: ( förmliche) Bitte ab|bre|chen 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) (einen Teil von abgebröckelt; abgebröckeltes Erdreich. 2. 〈ist〉
˙ um Verzeihung: jmdm. A. leisten, schulden; ˙ etw.) brechend lösen, abtrennen: einen Zweig, (Börsenw.) (von Kursnotierungen) leicht zurück-
öffentlich A. tun. [sich] einen Stock a.; den Stiel von etw. a.; (mit gehen: die Notierungen bröckeln überwiegend
ab|bit|ten 〈st. V.; hat〉: jmdn. ( für ein zugefügtes der Nebenvorstellung des Unabsichtlichen:) ich leicht ab.
˙ Unrecht) förmlich um Verzeihung bitten: ich habe mir den Fingernagel abgebrochen; * sich Ab|brö|cke|lung, Ab|bröck|lung, die; -, -en: das
habe ihm vieles abzubitten. 〈Dativ〉 einen a. (ugs.: 1. sich bei etw. sehr unge- ˙ Abbröckeln. ˙
ab|bla|sen 〈st. V.; hat〉: 1. a) durch Blasen entfer- schickt anstellen. 2. sich übermäßig anstrengen. Ab|bruch, der; -[e]s, Abbrüche: 1. 〈o. Pl.〉 das
˙ nen; wegblasen: den Staub von etw. a.; b) durch 3. übertrieben vornehm tun); b) (etw. Aufgebau- ˙ Abbrechen (1 b), Zerlegen in einzelne Teile: der
Blasen von Staub o. Ä. reinigen: Bücher, den tes) in seine Einzelteile zerlegen: ein Gerüst, die A. der Zelte, des Lagers. 2. 〈o. Pl.〉 das Abbre-
Tisch a. 2. (Technik) a) (unter Druck Stehendes) Zelte a.; c) ab-, niederreißen: ein altes Haus a.; chen (1 c), Abreißen: der A. des alten Hauses;
aus einem Behälter entweichen lassen: Dampf  die Brücken zur Vergangenheit a. 2. 〈hat〉 der Bau ist reif für den A., zum A.; * etw. auf A.
a.; b) (eine [industrielle] Feuerungsanlage) unvermittelt, vorzeitig beenden; mit etw. aufhö- verkaufen (ein abbruchreifes, für den Abbruch
außer Betrieb setzen: einen Hochofen a. 3. a) (Jä- ren: die diplomatischen Beziehungen zu einem vorgesehenes Gebäude zum entsprechenden
gerspr., Militär) durch Blasen eines Signals Staat, ein Experiment, Verhandlungen a.; seinen Gegenwert verkaufen). 3. a) 〈Pl. selten〉 das
beenden: die Jagd, ein Manöver a.; b) (ugs.) (von Urlaub a.; (Med.:) eine Schwangerschaft a.; der Abgebrochen-, Beendetwerden; plötzliche, uner-
geplanten, angekündigten od. angelaufenen Kampf musste in der 3. Runde abgebrochen wartete oder vorzeitige Beendigung: mit dem A.
Aktionen) absagen, abbrechen: sie haben das werden; abgebrochene (halb unterdrückte, der diplomatischen Beziehungen drohen; der A.
ganze Unternehmen abgeblasen. unzusammenhängende) Sätze. 3. 〈ist〉 sich bre- des Studiums; (Boxen:) durch A. unterliegen;
ab|blas|sen 〈sw. V.; ist〉 (geh.): blass, farblos wer- chend lösen, durch einen Bruch entzweigehen: * auf A. heiraten (ugs. scherzh.; in Erwartung
˙ den; [ver]bleichen: die Farben blassen ab. der Henkel, das Stuhlbein brach ab; der Absatz des baldigen Todes des Ehepartners heiraten);
ab|blät|tern 〈sw. V.〉: 1. (von Pf lanzen, Blüten) ist [mir] abgebrochen; der Bleistift ist abgebro- b) Kurzf. von ↑ Schwangerschaftsabbruch.
˙ einzelne Blätter verlieren: die Rosen sind abge- chen (die Spitze des Bleistifts ist durch einen 4. a) das Abbrechen (3); [Los]lösung: der A. von
blättert. 2. 〈ist〉 sich in Blättchen lösen u. abfal- Bruch entzweigegangen). 4. a) 〈hat〉 in, mit etw. Eis bei einem Gletscher; b) bei einem
len: die Farbe, der Bewurf blättert ab. 3. 〈hat〉 unvermittelt, vorzeitig aufhören, in einer Tätig- Abbruch (4 a) abgebrochenes Stück: an dieser
(landsch.) (die Blätter) von etw. entfernen: die keit nicht fortfahren: sie lachte laut, brach aber Stelle muss ein A. niedergegangen sein. 5. 〈o. Pl.;
Rüben a. mitten im Lachen ab; b) 〈ist〉 unvermittelt auf- nur in Verbindung mit Verben〉 Beeinträchti-
ab|blei|ben 〈st. V.; ist〉 (ugs., bes. nordd.): sich an hören, enden, ein plötzliches, nicht erwartetes gung, Schaden: etw. erfährt, erleidet durch etw.
˙ einem nicht bekannten Ort auf halten, befinden, Ende haben: die Unterhaltung, der Brief, die [keinen] A.; das Regenwetter tat ihrer Fröhlich-
zurückbleiben: wo mag er nur abgeblieben sein? Verbindung brach ab; die Musik brach nach keit keinen A. (beeinträchtigte sie nicht).
Ab|blen|de, die; - (Film): allmählicher bergang wenigen Takten ab. 5. 〈ist〉 (von Erhebungen, Ab|bruch|ar|beit, (österr.:) Abbruchsarbeit, die
˙ von normaler Belichtung zu völliger Schwärze. Aufragendem) [steil] abfallen: der Felsen bricht ˙ 〈meist Pl.〉: bei einem Abbruch (2) anfallende
ab|blen|den 〈sw. V.; hat〉: 1. a) eine Lichtquelle fast senkrecht ab. Arbeit.
˙ (mit einer Blende) verdecken, möglichst Ab|bre|cher, der; -s, -: jmd., der eine Ausbildung, Ab|bruch|bir|ne, die (seltener): Abrissbirne.
unsichtbar machen; abschirmen, abdunkeln: ˙ eine Therapie o. Ä. vorzeitig abbricht. ˙Ab|bruch|fir|ma, die: Firma, die Abbrüche (2)
die Lampe, Laterne, die Fenster a.; b) (Ver- Ab|bre|che|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abbre- ˙ ausführt.
kehrsw.) die Abstrahlung von Scheinwerfern so ˙ cher. Ab|bruch|ge|län|de, das: ↑ Gelände (b), dessen
einstellen, dass Entgegenkommende nicht Ab|bre|cher|quo|te, die: Prozentsatz der eine ˙ Bebauung abgebrochen (1 c) wird oder zum
geblendet werden: die Scheinwerfer a.; ich blen- ˙ Ausbildung, Therapie o. Ä. vorzeitig Abbrechen- Abbruch vorgesehen ist.
dete sofort ab. 2. a) (von Lichtquellen) verlö- den. Ab|bruch|ge|neh|mi|gung, (österr.:) Abbruchs-
˙
Abbruchhaus – abdrucken 80
genehmigung, die: Genehmigung zum Schüler, nach lat. tiro = Rekrut, Anfänger]: Ab|deck|plat|te, die: Platte (1) zum Abde-
A Abbruch (2). Schulanfänger. ˙ cken (2).
Ab|bruch|haus, das: Haus, das zum Abbruch (2) Abc-Schüt|zin, die: w. Form zu ↑ Abc-Schütze. Ab|deck|stift, der: getönter Stift zum Abde-
˙ vorgesehen ist, abgerissen wird. ABC-Staa|ten 〈Pl.〉 [nach den Anfangsbuchstaben ˙ cken (2) von Hautunreinheiten.
Ab|bruch|ma|te|ri|al, das: durch einen der drei Staatennamen Argentinien, Brasilien u. Ab|de|ckung, die; -, -en: das Abdecken (2, 4, 5, 6).
˙ Abbruch (2) angefallenes Material. Chile]: aus Argentinien, Brasilien u. Chile beste- a˙ b|dich|ten 〈sw. V.; hat〉: dicht, undurchlässig
ab|bruch|reif 〈Adj.〉: (von Bauwerken) in einem hende Staatengemeinschaft. ˙ machen: ein Leck a.; etw. mit Filz, Kitt, Hanf a.;
˙ Zustand, der einen Abbruch (2) nötig macht, ABC-Waf|fen 〈Pl.〉 [ABC = Abkürzung für ato- Wände gegen Feuchtigkeit a.
nötig erscheinen lässt. mar, biologisch, chemisch]: atomare, biologi- Ab|dich|tung, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 das Abdichten:
Ab|bruchs|ar|beit: ↑ Abbrucharbeit. sche, chemische Waffen. ˙ die A. der Rohre war nicht einfach. 2. etw., was
A˙ b|bruchs|ge|neh|mi|gung: ↑ Abbruchgenehmi- ABC-Waf|fen-frei 〈Adj.〉: von ABC-Waffen frei: etw. abdichtet: die A. hält das Grundwasser
˙ gung. eine -e Zone schaffen. fern.
Ab|bruch|sieg, der (Boxen): Sieg durch ab|däm|men 〈sw. V.; hat〉: [durch geeignete Mate- ab|die|nen 〈sw. V.; hat〉: (eine vorgeschriebene
˙ Abbruch (3) des Kampfes. ˙ rialien od. Baumaßnahmen] gegen das Eindrin- ˙ Dienst-, Ausbildungszeit o. Ä.) voll ableisten.
Ab|bruch|un|ter|neh|men, das: Abbruchfirma. gen von etw. (z. B. Wasser, Lärm) od. das Ent- ab|ding|bar 〈Adj.〉 (Arbeitsrecht): durch (abwei-
a˙ b|brü|hen 〈sw. V.; hat〉: durch Brühen mit weichen von etw. (z. B. Wasser, Wärme) schüt- ˙ chende) freie Vereinbarung ersetzbar: -e Ver-
˙ kochendem Wasser zur Weiterverarbeitung vor- zen: Hauswände, einen Teich a. Dazu: Ab|däm- tragsteile. Dazu: Ab|ding|bar|keit, die; -.
bereiten: Tomaten, ein geschlachtetes mung, die; -, -en. ˙ ab|do|cken 〈sw. V.;˙ hat〉 (Raumfahrt): sich [im
Schwein a. Ab|dampf, der; -[e]s, Abdämpfe (Technik): in ˙ Weltall] abkoppeln: das Shuttle hat von der
ab|brum|men 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) eine Freiheits- ˙ einem Arbeitsvorgang bereits genutzter [abge- Raumstation abgedockt.
˙ strafe in einer Haftanstalt verbüßen: eine drei- leiteter] Dampf. Ab|do|men, das; -s, - u. ...mina [lat. abdomen,
jährige Strafe, fünf Jahre a.; b) (Sport) eine Zeit- ab|damp|fen 〈sw. V.〉: 1. a) 〈ist〉 Dampf abgeben: viell. zu: abdere = verbergen u. eigtl. = Verbor-
strafe, Wettkampfsperre o. Ä. verbüßen: eine ˙ die heiße Flüssigkeit a. lassen; b) 〈ist〉 (Chemie) genes, nicht Sichtbares]: 1. (Med.) Bauch,
Zwei-Minuten-Strafe, eine Rote Karte a. als Dampf, Gas abgeschieden werden: Alkohol Unterleib: akutes A. (plötzlich auftretende hef-
ab|bu|chen 〈sw. V.; hat〉 (Bankw.): von der Haben- dampft ab; c) 〈hat〉 (Chemie) das Lösungsmittel tige Schmerzen im Bauch). 2. (Zool.) Hinterleib
˙ seite eines Kontos wegnehmen: die Bank buchte einer Lösung durch Erhitzen u. Verdampfen bes. der Gliederfüßer.
den Betrag von meinem Konto ab. vom gelösten Stoff trennen: das Wasser a. und ab|do|mi|nal 〈Adj.〉: 1. (Med.) das Abdomen (1)
Ab|bu|chung, die; -, -en (Bankw.): 1. das Abbu- dadurch das Salz gewinnen. 2. 〈ist〉 [urspr. mit betreffend, von ihm ausgehend. 2. (Zool.) das
˙ chen. 2. abgebuchter Betrag. dem Dampfschiff od. mithilfe der Dampfloko- Abdomen (2) betreffend, von ihm ausgehend.
ab|bü|cken 〈sw. V.; hat〉 (Turnen): mit einer Bücke motive] (ugs.) abfahren, abreisen; sich entfer- ab|drän|gen 〈sw. V.; hat〉: von einer Stelle, aus
˙ vom Gerät abgehen, einen bungsteil mit einer nen: die Urlauber sind heute abgedampft. ˙ einer eingeschlagenen Richtung drängen: sich
Bücke abschließen: vom Reck, aus dem Hand- ab|dämp|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. [in seiner Wirkung] nicht von seinem Platz abdrängen lassen.
stand a. ˙ mildern: den Schall durch Isolierung a.; einen ab|dre|hen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch Drehen
ab|bü|geln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): [umstandslos] Aufprall a. 2. abdampfen (1 a) lassen: Kartof- ˙ einer entsprechenden Vorrichtung ausschal-
˙ ablehnen, zurückweisen: einen Antrag, eine feln, Gemüse a. ten, abstellen: das Radio, den Heizofen, die
Beschwerde, unzufriedene Kunden a. Ab|dampf|scha|le, die (Chemie): flaches Gefäß, Lampe a.; den Wasserhahn a. (zudrehen);
ab|bum|meln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): (geleistete unbe- ˙ in dem flüssige Stoffe abdampfen können. b) durch Drehen einer entsprechenden Vor-
˙ zahlte Mehrarbeit) durch Freistunden, Freizeit Ab|dampf|wär|me, die: 1. (Technik) im richtung die Zufuhr von etw. unterbinden:
ausgleichen: berstunden a. ˙ Abdampf enthaltene Wärme. 2. (Chemie) zum den Strom, das Gas, das Wasser a. 2. 〈hat〉
ab|bürs|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. a) mit einer Bürste Abdampfen eines Stoffes aufzuwendende Wär- durch eine drehende Bewegung von etw.
˙ von etw. entfernen: jmdm., sich die Fusseln von memenge. abtrennen, lösen: den Stiel vom Apfel, einen
der Jacke a.; b) mit der Bürste säubern: ich habe ab|dan|ken 〈sw. V.; hat〉: 1. von einem Amt Knopf vom Mantel a. 3. 〈hat〉 wegdrehen,
[ihm] den Mantel, habe ihn abgebürstet. ˙ zurücktreten: der König dankte ab (verzichtete abwenden: das Gesicht a.; er hatte sich halb
2. (ugs.) in scharfer, unfreundlicher Form auf den Thron); der Minister hat freiwillig abge- abgedreht. 4. 〈hat〉 (einen Film, Filmszenen)
zurechtweisen, schelten: einen Untergebenen a. dankt. 2. (veraltet) (bes. Soldaten u. Dienstbo- [ fertig] drehen: einen Spiel-, Dokumentarfilm
ab|bus|seln 〈sw. V.; hat〉 (ugs., bes. österr.): abküs- ten) verabschieden, aus dem Dienst entlassen: a.; die bereits abgedrehten Passagen. 5. 〈ist/
˙ sen. 〈nur noch im 2. Part.:〉 abgedankte Offiziere. hat〉 eine andere Richtung einschlagen, einen
ab|bü|ßen 〈sw. V.; hat〉: 1. (bes. Rel.) büßend wie- 3. (schweiz., sonst landsch.) die kirchliche Trau- anderen Kurs nehmen: das Flugzeug, das
˙ dergutmachen: eine Schuld a. 2. (bes. Rechts- erfeier halten. Schiff dreht [nach Osten] ab. 6. 〈ist〉 (ugs.) sich
spr.) eine Straftat sühnen, die Strafe dafür auf Ab|dan|kung, die; -, -en: 1. a) das Zurücktreten aufregen, die Beherrschung verlieren: wenn
sich nehmen u. voll ableisten: eine lange Frei- ˙ von einem Amt, Rücktritt: seine A. erklären, ich so was höre, könnte ich a.
heitsstrafe a. vollziehen; b) (veraltet) Entlassung: die A. des ab|dre|schen: ↑ abgedroschen.
Abc [a()be()tse], das; -[s], -[s] 〈Pl. selten〉 [mhd. Generals. 2. (schweiz., sonst landsch.) Trauer- A˙ b|drift, die; -, -en 〈Pl. selten〉 (bes. Seemanns-
 den ersten drei Buchstaben des
abece, abc, nach feier. ˙ spr., Fliegerspr.): durch Wind od. Strömung her-
Alphabets]: 1. festgelegte Reihenfolge aller Ab|deck|creme, Ab|deck|crème, die: Creme zum vorgerufene Abweichung bes. eines Schiffes,
Buchstaben der deutschen Sprache, Alphabet: ˙ Abdecken (2) von ˙ Hautunreinheiten u. Ä. Flugzeugs von seinem Kurs, von der eingeschla-
das A. lernen, aufsagen. 2. Buch mit alphabe- ab|de|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (etw. Bedeckendes) genen Richtung: eine starke A.
tisch geordneten Stichwörtern. 3. Anfangs- ˙ von etw. weg-, herunternehmen: die Bettdecke ab|drif|ten 〈sw. V.; ist〉: Abdrift erleiden, vom
gründe; Grundlage: dieses Wissen gehört zum a.; b) von etw. Bedeckendem, darauf Befindli- ˙ Kurs, von der eingeschlagenen Richtung abwei-
Abc der Wirtschaft. chem frei machen: das Bett a.; den Tisch a. chen: das Boot driftete ab;  die Partei ist nach
ABC-Ab|wehr, die [ABC = Abk. für atomar, bio- (abräumen); der Sturm hat viele Dächer abge- rechts abgedriftet.
logisch, chemisch]: Abwehr gegen ABC-Kampf- deckt (die Ziegel, Teile des Daches f logen ab|dros|seln 〈sw. V.; hat〉 (Technik): a) im
mittel. herunter). 2. [zum Schutz] mit etw. Bedecken- ˙ Zustrom hemmen, die Zufuhr von etw. verrin-
ABC-Alarm, der: bei Einsatz von ABC-Kampfmit- dem versehen; zudecken, bedecken, verde- gern od. ganz unterbinden: den Dampf a.;  den
teln ausgelöster Alarm. cken: ein Grab mit Zweigen a.; einen Schacht Verkehr a.; b) durch Drosseln des Betriebsstoffes
ab|ca|shen [...kn] 〈sw. V.; hat〉 [zu engl. cash, [mit Brettern] a. 3. (Sport) schützen, abschir- verlangsamen od. ganz zum Stillstand bringen:
˙ ↑ Cash] (ugs., bes. österr.): [in rücksichtsloser od. men: den Ball mit dem Körper, den linken Tor- den Motor a.; c) so weit schließen, dass der
fragwürdiger Weise] Geld [von jmdm.] kassie- pfosten a.; (Schach:) die Dame durch, mit dem Zustrom von etw. aufhört: den Gashahn a.
ren: mit einem neuen Tarifsystem ordentlich a. Turm a. 4. (Sport) decken (8): die gegnerischen Ab|dros|se|lung, Ab|dross|lung, die; -, -en: das
Abc-Code [abetsekot, ...ko d], der 〈o. Pl.〉: auf Stürmerinnen a. 5. (bes. Kaufmannsspr.) aus- ˙ Abdrosseln. ˙

dem Abc basierender Code (1). gleichen, tilgen, bezahlen: bestehende Ver- 1
Ab|druck, der; -[e]s, -e: 1. 〈o. Pl.〉 das Abdrucken,
Ab|cha|si|en [apxa...]; -s: autonome Republik pflichtungen a. 6. befriedigen (1 a): Bedürf- ˙ Abgedrucktwerden: der A. des Romans beginnt
innerhalb Georgiens. Dazu: Ab|cha|si|er, der; -s, nisse a. 7. vollständig umfassen, erfassen, aus- im nächsten Heft. 2. etw. Abgedrucktes: von
 |sisch
-; Ab|cha|si|e|rin, die; -, -nen; ab|cha füllen, einnehmen: der gesamte Bereich, das dem Bild wurden mehrere -e hergestellt.
〈Adj.〉.   ganze Spektrum des Impressionismus wird in 2
Ab|druck, der; -[e]s, Abdrücke: 1. 〈o. Pl.〉 das
ab|che|cken 〈sw. V.; hat〉: a) nach einem bestimm- dieser Ausstellung abgedeckt; die Firma deckt ˙ Abdrücken (5 a): der A. in Wachs dauert nicht
˙ ten Verfahren o. Ä. prüfen, kontrollieren: Funk- mit ihren Produkten ein Drittel des Marktes lange. 2. etw. Abgedrücktes; durch Eindrücken
tionen a.; b) die auf einer Liste aufgeführten ab. od. Berühren auf od. in etw. hinterlassene Spur:
Personen usw. kontrollierend abhaken: die Pas- Ab|de|cker, der; -s, - (veraltend): jmd., der veren- Abdrücke ihrer Finger, ihrer Füße im Sand.
sagiere a.; c) (ugs.) überprüfen, klären: hast du ˙ dete Tierkörper verwertet und beseitigt. ab|dru|cken 〈sw. V.; hat〉: in einer Zeitung, Zeit-
abgecheckt, wann der Film anfängt? Ab|de|cke|rei, die; -, -en (veraltend): Arbeits- ˙ schrift gedruckt erscheinen lassen, edieren: etw.
ABC-Kampf|mit|tel 〈Pl.〉: ABC-Waffen. stätte des Abdeckers, der Abdeckerin. gekürzt, unverändert, wörtlich, in der Zeitung
abc|lich 〈Adj.〉 (selten): alphabetisch. Ab|deck|pla|ne, die: Plane, mit der sich etw. a.; ein Gedicht, einen Roman a.; die hier abge-
Abc-Schüt|ze, der [veraltet Schütze = junger ˙ abdecken (2) lässt. druckten Bilder.
81 abdrücken – Abendzeit
ab|drü|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Drücken, und Guten/guten A. allerseits!; [zu] jmdm. Abend|licht, das 〈o. Pl.〉: abendliches, während
˙ Zudrücken o. Ä. im Zuströmen hemmen: sie Guten/guten A. sagen); zu A. essen (die Abend-  der Dämmerung herrschendes Licht (1 a). A
umarmte ihn so stürmisch, dass es ihm fast die mahlzeit einnehmen); der Heilige A. ([Tag u.] Abend|luft, die 〈Pl. selten〉: abendliche Luft.
Luft abdrückte; b) etw. so drücken, dass der Abend des 24. Dezember); er usw. kann mich A bend|mahl, das [mhd. abentmal]: 1. (geh. veral-
Zustrom von etw. gehemmt wird; abpressen: ich am A. besuchen (salopp; er usw. soll mich in  tend) Abendessen. 2. 〈o. Pl.〉 Abschiedsmahl
habe [mir] die Ader abgedrückt. 2. drückend Ruhe lassen). 2. [geselliges] Beisammensein am Christi mit seinen Jüngern in der Passahnacht.
von etw. entfernen; wegdrücken: er drückte das Abend: ein gemütlicher A.; der musikalische A. 3. 〈o. Pl.〉 (ev. Kirche) Sakrament, bei dem mit
Boot mit dem Fuß vom Ufer ab. 3. a) den Abzug (die musikalische Soiree) beim französischen Bezug auf Jesu Abendmahl (2) für den Gläubi-
einer Schusswaffe betätigen, um den Schuss Botschafter; * bunter A. (veraltend; Abendver- gen Christus in Brot u. Wein gegenwärtig ist:
auszulösen: das Gewehr a.; der Verbrecher anstaltung mit heiterem, abwechslungsreichem das A. empfangen, nehmen; am A. (an der
drückte sofort ab; auf jmdn. a.; b) den Auslöser Programm). 3. 〈o. Pl.〉 (veraltet, noch altertü- Abendmahlsfeier) teilnehmen; zum A. gehen.
beim Fotoapparat betätigen: aufs Display melnd) Westen: der Wind weht von A. her. Abend|mahl|brot: ↑ Abendmahlsbrot.
schauen und a. 4. (ugs.) im berschwang heftig Abend|aka|de|mie, die: Abendkurse anbietendes A bend|mahl|fei|er: ↑ Abendmahlsfeier.
an sich drücken u. küssen: die Kinder wurden  Lehrinstitut, oft an Volkshochschulen. A bend|mahl|ge|mein|schaft: ↑ Abendmahlsge-
von Oma und Opa abgedrückt. 5. a) durch Ein- Abend|an|dacht, die: Andacht (2) am Abend.  meinschaft.
drücken in eine weiche Masse nachbilden: A bend|an|zug, der: Gesellschaftsanzug. Abend|mahl|ge|rät: ↑ Abendmahlsgerät.
Zähne in Gips, einen Schlüssel in Wachs a.; A bend|aus|ga|be, die: abends erscheinende A bend|mahl|got|tes|dienst: ↑ Abendmahlsgot-
b) 〈a. + sich〉 sich abzeichnen: die Spur hatte  [Ausgabe einer] Zeitung.  tesdienst.
sich im Erdboden abgedrückt. 6. (ugs.) (eine Abend|blatt, das: Abendzeitung. Abend|mahl|kelch: ↑ Abendmahlskelch.
Geldsumme) bezahlen: mein Alter hat 100 A bend|brot, das 〈Pl. selten〉 [mhd. abentbrot]: A bend|mahls|brot, Abendmahlbrot, das 〈Pl. sel-
Mäuse abgedrückt.  abends eingenommenes [bescheideneres]  ten〉 (ev. Kirche): den Leib Christi symbolisieren-
ab|du|cken 〈sw. V.; hat〉 (Boxen): dem Schlag Essen, zumeist mit Brot: das A. machen, richten; des Brot, das beim Abendmahl (3) verteilt wird.
˙ eines Gegners durch Ducken ausweichen: er zum A. bleiben; möchtest du mit uns A. essen?; Abend|mahls|fei|er, Abendmahlfeier, die (ev.
duckte blitzschnell ab. was gibts heute zum A.?  Kirche): Feier des heiligen Abendmahls.
Ab|duk|ti|on, die; -, -en [spätlat. abductio = das Abend|brot|tisch, der 〈Pl. selten〉: für das Abend- Abend|mahls|ge|mein|schaft, Abendmahlge-
Wegführen]  (Med.): das Bewegen eines Körper-  brot gedeckter Tisch.  meinschaft, die (christl. Kirche): Teilnahme von
teils von der Körperachse weg. Abend|däm|me|rung, die: Dämmerung am Angehörigen verschiedener Kirchen am gemein-
Ab|duk|tor, der; -s, ...oren (Med.): Muskel, der  Abend. samen Abendmahl (3) bzw. Beteiligung von
 dem Abspreizen dient.
eine˙ Abduktion bewirkt, aben|de|lang 〈Adj.〉: sich über mehrere Abende Geistlichen verschiedener Kirchen an der Lei-
ab|dun|keln 〈sw. V.; hat〉: a) gegen den Einfall od.  hinziehend: -e Gespräche. tung des Gottesdienstes od. an der Austeilung
˙ die Aussendung hellen Lichts abschirmen: die Abend|emp|fang, der: Empfang (3 b), den jmd. des Abendmahls (3).
Positionslaternen a.; abgedunkelte Fenster;  am Abend gibt. Abend|mahls|ge|rät, Abendmahlgerät, das (ev.
b) (bes. eine Farbe) dunkler machen: das Weiß abend|es|sen 〈unr. V.; hat; nur im Inf. u. 2. Part.〉  Kirche): Karaffe, Kelch u. Teller, die beim
zu einem Hellgrau a.  (österr.): zu Abend essen: wir gehen a.; habt ihr Abendmahl (3) verwendet werden.
Ab|dun|ke|lung, Ab|dunk|lung, die; -, -en: 1. das schon abendgegessen? Abend|mahls|kelch, Abendmahlkelch, der (ev.
˙ Abdunkeln, Abgedunkeltwerden.
˙ 2. Vorrichtung Abend|es|sen, das [mhd. abenteen]: abends  Kirche): Kelch, mit dem der Wein beim Abend-
zum Abdunkeln (1 a).  eingenommene Mahlzeit: das A. zubereiten, ser- mahl (3) ausgeteilt wird.
ab|du|schen 〈sw. V.; hat〉: durch Duschen der [rei- vieren; jmdn. zum A. einladen. Abend|mahls|wein, Abend|mahl|wein, der 〈Pl.
˙ nigenden] Wirkung des Wassers aussetzen: wir Abend|frie|de, Abend|frie|den, der 〈o. Pl.〉  selten〉 (ev. Kirche): Wein,
 der bei der Abend-
duschten uns, die Kinder warm ab.  (geh.): abendlicher
 Friede (2 c). mahlsfeier verwendet wird.
ab|dü|sen 〈sw. V.; ist〉 (ugs.): sich rasch [mit einem abend|fül|lend 〈Adj.〉: (von Darbietungen) den Abend|mahl|zeit, die: am Abend eingenommene
˙ Fortbewegungsmittel] entfernen: in den Ur-  ganzen Abend ausfüllend: ein -er Film; ein -es  Mahlzeit.
laub a. Thema; * nicht a. sein (ugs.; eher langweilig Abend|mes|se, die (kath. Kirche): Feier der
ab|eb|ben 〈sw. V.; ist〉: mit der Zeit an Intensität sein, auf die Dauer wenig Interessantes bieten:  Eucharistie am Abend.
˙ verlieren; abnehmen: der Lärm, der Sturm, die Wiederholung alter Witze ist nicht a.). Abend|mu|sik, die: kleines Konzert am Abend
seine Erregung ebbt langsam ab. Abend|gar|de|ro|be, die: Garderobe (1) für festli-  [mit geistlicher Musik].
Abe|ce: ↑ Abc.  che od. offizielle Anlässe; Gesellschaftskleidung. Abend|nach|rich|ten 〈Pl.〉: von Rundfunk u. Fern-
ab|eg|gen 〈sw. V.; hat〉 (Landwirtsch.): 1. mit der Abend|ge|bet, das: Gebet vor der Nachtruhe.  sehen am Abend gesendete Nachrichten.
˙ Egge entfernen: er eggte das Kartoffelkraut ab. A bend|ge|sell|schaft, die: vgl. Abendempfang. Abend|öff|nung, die: Öffnung eines Geschäfts,
2. etw. in seiner Länge mit der Egge bearbeiten: A bend|got|tes|dienst, der: vgl. Abendandacht.  eines Museums o. Ä. in den Abendstunden.
den Acker a. A bend|gym|na|si|um, das: Abendschule, die Abend|pro|gramm, das: abendliches [Rund-
 berufstätige Erwachsene zum Abitur führt.  funk-, Fernseh]programm.
-a|bel [frz. -able < lat. -abilis]: drückt in Bil- Abend|hauch, der (dichter.): kühler Abendwind. Abend|ro|be, die: vgl. Abendgarderobe.
 dungen mit Verben (Verbstämmen) die
A bend|him|mel, der: Himmel zur Zeit des Son- A bend|rot, das; -s, Abend|rö|te, die 〈o. Pl.〉: rote
Möglichkeit oder Bereitschaft aus, etw. zu  nenuntergangs.  Färbung des westlichen Himmels durch den
machen: akzeptabel, spendabel, transporta- Abend|kar|te, die: 1. verbilligte Eintrittskarte, Sonnenuntergang.
bel.  die erst für die Abendstunden gültig ist. 2. (Gas- abends 〈Adv.〉: zur Zeit des Abends (Abk.: abds.):
tron.) Speisekarte für das Abendessen im Res-  a. um 8 [Uhr]; von morgens bis a.; dienstags a.
Abel|mo|schus [auch: abl...], der; -, -se [nlat. taurant. Abend|schu|le, die: Bildungsstätte, an der sich
˙
abelmoschus < arab. abu’l-misk = Vater des Abend|kas|se, die (bes. Theater, Kino): unmittel-  bes. berufstätige Menschen im Abendunterricht
Moschus]: (zu den Malvengewächsen gehö-  bar vor einer Abendvorstellung geöffnete Kasse: weiterbilden.
rende) Pflanze mit nach Moschus duftenden es gibt noch Karten an der A. Abend|se|gen, der [mhd. abentsegen]: kurze
Samenkörnern, die zum Räuchern dienen. Abend|kleid, das: [bodenlanges] festliches Kleid  Abendandacht.
Abend, der; -s, -e [mhd. abent, ahd. aband,  für den Abend. Abend|son|ne, die: abendliche Sonne.
 eigtl. = der hintere od. spätere Teil des Tages, Abend|klei|dung, die: festliche Kleidung für A bend|spa|zier|gang, der: Spaziergang am
wahrsch. verw. mit ↑ After]: 1. Tageszeit um die  abendliche Veranstaltungen.  Abend.
Dämmerung, das Dunkelwerden vor Beginn der Abend|kurs, Abend|kur|sus, der: abends (meist Abend|stern, der; -[e]s: als auffallend hell leuch-
Nacht: ein warmer, kühler, klarer, sommerlicher  für berufstätige
 Erwachsene) stattfindender  tender Stern erscheinender Planet Venus am
A.; der letzte, folgende A.; heute, gestern, mor- Kurs. westlichen Himmel nach Sonnenuntergang.
gen A.; es wird A.; es ist schon später A. (die Abend|land, das 〈o. Pl.〉 [zu ↑ Abend (3)]: durch Abend|stim|mung, die: abendliche Stim-
Nacht hat bereits begonnen, es ist schon Nacht);  Antike u. Christentum geformte kulturelle Ein-  mung (2).
es war gestern ein langer A. bei euch (es dauerte heit der europäischen Völker; Europa; Alte Abend|stun|de, die: Zeit, Stunde am Abend.
bis [tief ] in die Nacht); der A. kommt, naht, Welt; Okzident. Dazu: Abend|län|der, der; -s, -; A bend|un|ter|hal|tung, die: am Abend stattfin-
bricht herein; jeden, keinen A., alle -e fernsehen; Abend|län|de|rin, die; -, -nen.  dende, Unterhaltung (5 a) bietende Veranstal-
viele -e warten; wie hast du den A. verbracht?; 
abend |län|disch 〈Adj.〉: das Abendland betref- tung.
die Bedienung hat ihren freien A.; des -s (geh.;  fend: das -e Denken; die -e Kultur, Kunst, Tradi- Abend|un|ter|richt, der: abends (meist für
abends); eines [schönen] -s; am A. [vorher]; am tion; -er Geist.  Berufstätige) stattfindender Unterricht.
frühen, späten, gestrigen, gleichen A.; am A. des Abend|läu|ten, das; -s: abendliches Läuten der Abend|ver|an|stal|tung, die: abendliche Veran-
31. März; es geht dem A., auf den A. zu; bis  Kirchenglocke[n].  staltung.
heute, morgen A.!; A. für A.; gegen A.; vom Mor- abend|lich 〈Adj.〉 [mhd. abentlich, ahd. abandlı̄h]: Abend|vor|stel|lung, die: Aufführung eines
gen bis zum A.; während des -s; R je später der  in die Abendzeit fallend; abends stattfindend,  Theaterstücks o. Ä. am Abend.
A., desto schöner die Gäste (höflich-scherzhafte auftretend, erscheinend; für den Abend charak- Abend|wind, der: abends auf kommender Wind.
Begrüßung eines später hinzugekommenen teristisch: das -e Bad; -e Kühle, Stille; -e Gäste; A bend|zeit, die 〈o. Pl.〉: die Abendstunden umfas-
Gastes); * Guten/guten A. (Grußformel: hallo zu -er Stunde.  sende Zeit: ein Spaziergang in der A., zur A.
Abendzeitung – Abfahrtsweltcup 82
Abend|zei|tung, die: abends erscheinende Zei- schaften; a., a.! (nicht doch!, was soll das?); a. wertbare od. überschüssige Gase durch Abbren-
A  tung.
3
ich bitte dich! nen beseitigen od. unschädlich machen: Gas,
Abend|zug, der: abends verkehrender Eisen- aber 〈Adv.〉 [vgl. 1 aber] (veraltet): wieder[um] Kohlenwasserstoffe über den Schornstein a.
 bahnzug.  (noch in festen Wortverbindungen): a. und 2. (ugs.) abbrennen, niederbrennen: unbekannte
Aben|teu|er, das; -s, - [mhd. abentiure, aventiure abermals (immer wieder). Täter haben versucht das Haus abzufackeln.
 < afrz. aventure, über das Vlat. zu lat. advenire, Aber, das; -[s], -[s]: 1. Einwand, Bedenken: kein Ab|fa|cke|lung, Ab|fack|lung, die; -, -en: das
↑ Advent]: 1. mit einem außergewöhnlichen,  A.!; er hat sich dafür entschieden ohne jedes ˙ Abfackeln. ˙
erregenden Geschehen verbundene gefahrvolle Wenn und A. 2. bedenklicher Punkt; beein- ab|fahr|be|reit 〈Adj.〉: bereit zum Abfahren (1 a):
Situation, die jmd. zu bestehen hat: A. bestehen, trächtigende Gegebenheit, Schwierigkeit; ˙ die -en Gäste; der Zug ist a.
suchen; sich in ein gefährliches A. stürzen. Haken: die Sache hat ihr A. ab|fah|ren 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 a) (von Personen od.
2. außergewöhnliches, erregendes Erlebnis: die Aber|glau|be, der; -ns, (seltener:) Aber|glau- ˙ Fahrzeugen) einen Ort zu einer bestimmten Zeit
Fahrt war ein A. 3. (auch abwertend) riskantes  ben, der; -s [zu ↑ 1 aber in der veralteten
 Bed. fahrend verlassen; weg-, davonfahren: der Zug,
Unternehmen: wir beschlossen, uns auf das A. »falsch, schlecht«; vgl. Abersinn, Aberwitz] der Bus fährt gleich ab; ich fahre in ein paar
Hausbau einzulassen. 4. Liebesabenteuer: ein (abwertend): als irrig angesehener Glaube an Tagen ab; b) durch Einschlagen einer anderen
flüchtiges, erotisches A. die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in Richtung fahrend verlassen: an der nächsten
Aben|teu|er|buch, das: Buch, in dem Aben- bestimmten Menschen u. Dingen: ein verbreite- Ausfahrt von der Autobahn a.; c) abwärtsfah-
 teuer (1) geschildert werden. ter, dummer, törichter A.; einem Aberglauben ren, bes. auf Skiern: ins Tal a.; d) [wohl urspr.
Aben|teu|er|film, der: vgl. Abenteuerbuch. anhängen; aus Aberglauben. Fechterspr., eigtl. = mit der Klinge abgleiten
A ben|teu|er|ge|schich|te, die: vgl. Abenteuer- aber|gläu|big 〈Adj.〉 (seltener; meist von Perso- lassen] (salopp) abgewiesen werden (oft in Ver-
 buch.  nen): abergläubisch. bindung mit »lassen«): er war auf blamable Art
Aben|teu|e|rin: ↑ Abenteurerin. aber|gläu|bisch 〈Adj.〉: im Aberglauben befangen; abgefahren; sie ließ ihn a. 2. a) 〈hat〉 mit einem
A ben|teu|er|land, das 〈Pl. selten〉: 1. Land (3, 5),  dem Aberglauben entspringend: -e Scheu; er ist Fahrzeug abtransportieren: Müll, Bauschutt a.
 in dem man Abenteuer erleben kann. 2. Spiel-, ein -er Mensch; vorzeitige Glückwünsche lehnt [lassen]; b) 〈hat/ist〉 an etw., jmdm. zum Zweck
Vergnügungspark mit Attraktionen, die ein sie a. ab. der Besichtigung od. Kontrolle entlang fahren;
Gefühl von Abenteuer (1) vermitteln. Aber|hun|dert, aber|hun|dert 〈unbest. Zahlw.; von einem Fahrzeug aus besichtigen, absuchen:
aben|teu|er|lich 〈Adj.〉: 1. Abenteuer (1, 2) ent-  indekl.〉 [zu ↑ 1 aber]
 (geh.): viele Hundert: A. die Beamten haben/sind die nähere Umgebung
 haltend: -e Geschichten erzählen. 2. (gelegtl. Lichter. abgefahren; c) 〈ist〉 (ein Gelände) abwärtsfah-
abwertend) gewagt; riskant: ein -es Unterneh- Aber|hun|der|te, aber|hun|der|te 〈Pl.〉 (geh.): ren: einen steilen Hang a.; d) 〈hat〉 durch An-,
men, Vorhaben. 3. ungewöhnlich, seltsam, fan-  viele Hunderte: vor  -n von Jahren. berfahren abtrennen, abreißen: ich fuhr mit
tastisch, malerisch, bizarr: ein -er Hut; in -er ab|er|ken|nen 〈unr. V.; erkennt ab/(bes. dem Wagen ein Stück von der Mauer ab; e) 〈hat〉
Vermummung; auf der Reise ging es recht a. ˙ schweiz.:) aberkennt, erkannte ab/(bes. durch vieles Fahren abnutzen: die Reifen a.;
zu. schweiz.:) aberkannte, hat aberkannt〉: ( jmdm. f) 〈a. + sich; hat〉 sich durch vieles Fahren
Aben|teu|er|lich|keit, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 aben- etw.) [durch einen (Gerichts)beschluss] abspre- abnutzen: der rechte Hinterreifen hat sich, ist
 teuerliche Art. 2. (selten) abenteuerliches Vor- chen: jmdm. die bürgerlichen Ehrenrechte a. am stärksten abgefahren; g) 〈hat〉 (ugs.) (eine
kommnis. Dazu: Ab|er|ken|nung, die; -, -en. zum [mehrmaligen] Fahren berechtigende
Aben|teu|er|lust, die 〈o. Pl.〉: Verlangen, Aben- aber|ma˙|lig 〈Adj.〉: erneut, nochmalig: eine -e Karte) aufbrauchen: hast du deine Mehrfahr-
 teuer zu erleben; Lust am Abenteuer.  Verlängerung der Dienstzeit; ein -er Versuch. tenkarte schon abgefahren?; abgefahrene
aben|teu|er|lus|tig 〈Adj.〉: von dem Verlangen aber|mals 〈Adv.〉: von Neuem, wieder[um]: er ver- (benutzte) Fahrscheine; h) 〈hat〉 (Film, Rund-
 erfüllt, Abenteuer zu erleben; voller Lust am  lor a. funk, Fernsehen) [zu] spielen [beginnen]: die
Abenteuer. Aber|mil|li|ar|den 〈Pl.〉 [zu ↑ 3 aber] (geh.): viele MAZ a. 3. 〈ist〉 (ugs.) von jmdm., etw. persönlich
aben|teu|ern 〈sw. V.; ist〉: auf Abenteuer (1, 2)  Milliarden. besonders stark beeindruckt sein, sich ange-
 ausgehen, -ziehen: durch die Welt a. Aber|mil|lio|nen 〈Pl.〉 [zu ↑ 3 aber] (geh.): viele Mil- sprochen fühlen: auf eine Musik, auf eine Band
Aben|teu|er|ro|man, der: [volkstümlicher]  lionen. a.; die meisten Jungs sind auf die neue Mitschü-
 Roman, in dem der Held viele Abenteuer zu ab|ern|ten 〈sw. V.; hat〉: a) in seiner Gesamtheit lerin sofort voll abgefahren.
bestehen hat. ˙ ernten: man erntete das Getreide ab; b) durch Ab|fah|rer, der; -s, - (ugs.): Abfahrtsläufer.
Aben|teu|er|spiel|platz, der: Spielplatz, der Ernten der Frucht völlig leer machen: das A˙ b|fah|re|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abfahrer.
 nicht mit den üblichen Geräten o. Ä. ausgestat- Feld a. A˙ b|fahrt, die; -, -en: 1. das Abfahren (1 a): die A.
tet ist, sondern auf dem sich die Kinder mit zur Ab|er|ra|ti|on, die; -, -en [lat. aberratio = Abwei- ˙ verzögert sich; die A. des Zuges ist um 8.11 Uhr.
Verfügung gestelltem Material selbstständig 
chung]: 1. (Biol.) [starke] Abweichung von der 2. (Ski, Rodeln) a) abwärtsführende Fahrt; Lauf:
bauend usw. betätigen können. normalen Art durch strukturelle Änderung die A. war gefährlich; in der A. (im Abfahrts-
Aben|teu|er|ur|laub, der: [von einem Reiseunter- eines Chromosoms od. der Chromosomenzahl. lauf) ist er stärker als im Riesenslalom;
 nehmen organisierte] Urlaubsreise mit 2. (Astron.) scheinbare Ortsveränderung eines b) abwärtsführende Strecke: der Berg mit sei-
bestimmten, von den normalen touristischen Gestirns in Richtung der Erdbewegung: tägliche, nen steilen -en; c) Ort, Stelle, wo abgefahren
Angeboten abweichenden [nicht alltäglichen] jährliche A. 3. (Optik) Abweichung der Strahlen wird: zur A. der Rodelbahn hinaufgehen.
Unternehmungen. vom idealen Bildpunkt eines optischen Instru- 3. (Amtsspr.) Abtransport, Abfuhr: die A. von
Aben|teu|rer, der; -s, - (abwertend): jmd., der das ments: sphärische, chromatische A. Holz, Sperrmüll. 4. Autobahnausfahrt: die A.
 Abenteuer (1–3) liebt; Glücksritter. Aber|sinn, der; -[e]s [vgl. Aberglaube] (selten, [nach] Wiesbaden.
Aben|teu|re|rin, (auch:) Abenteuerin, die; -,  altertümelnd): Widersinn, Aberwitz. Dazu: ab|fahrt|be|reit 〈Adj.〉: zur Abfahrt (1) bereit;
 -nen: w. Form zu ↑ Abenteurer. aber|sin|nig 〈Adj.〉. ˙ abfahrbereit.
1
aber 〈Konj.〉 [mhd., ahd. aber, aver, eigtl. = weiter  |tau|send, aber|tau|send 〈unbest. Zahlw.;
Aber Ab|fahrt|gleis (fachspr.), Ab|fahrts|gleis, das:
 weg; später; noch einmal wieder]: 1. a) drückt  indekl.〉 [zu ↑ 3 aber]
 (geh.): viele Tausend: A. ˙ Gleis, auf dem ein Zug o.˙ Ä. abfährt.
einen Gegensatz aus; [ je]doch, dagegen: heute Lichter. Ab|fahrt|si|g|nal: ↑ Abfahrt[s]signal.
nicht, a. morgen; er schlief, sie a. wachte; Aber|tau|sen|de, aber|tau|sen|de 〈Pl.〉 (geh.): A˙ b|fahrts|lauf, der (Ski): das Abfahren (1 d) als
b) drückt aus, dass etw. der Erwartung nicht  viele Tausende: A.  von Menschen. ˙ Disziplin des alpinen Skilaufs.
entspricht; indessen, [ je]doch: es wurde dunkel, Aber|witz, der; -es [vgl. Aberglaube] (geh.): Ab|fahrts|läu|fer, der: jmd., der Abfahrtslauf
a. wir machten kein Licht. 2. a) drückt eine Ein-  Unsinnigkeit, Wahnwitz: welch ein A.! ˙ betreibt.
schränkung, einen Vorbehalt, eine Berichti- aber|wit|zig 〈Adj.〉 (geh.): unsinnig; wahnwitzig: Ab|fahrts|läu|fe|rin, die: w. Form zu ↑ Abfahrts-
gung, Ergänzung aus; doch, jedoch, allerdings:  ein -er Mensch, Plan. ˙ läufer.
arm, a. nicht unglücklich; b) drückt die ab|er|zie|hen 〈unr. V.; hat〉: jmdm. etw. durch Ab|fahrts|pis|te, die: Piste, die für Abfahr-
Anknüpfung, die Weiterführung aus; jedoch: als ˙ erzieherische Maßnahmen abgewöhnen: einem ˙ ten (2 b) vorgesehen ist.
es a. dunkel wurde, machten sie Rast. 3. drückt Kind eine Unart a. Ab|fahrts|ren|nen, das (Ski): Rennen im
einen Einwand, eine Entgegnung aus: einer von ab|es|sen 〈unr. V.; hat〉: 1. a) von etw. herunter-, ˙ Abfahrtslauf.
uns muss es a. gewesen sein; a. warum denn?; ˙ wegessen: wer hat die Streusel vom Kuchen Ab|fahrt[s]|si|g|nal, (fachspr.:) Abfahrtsignal,
»Es wird schon klappen.« »A. wenn es doch abgegessen?; b) [säuberlich] leer essen: den Tel- ˙ das: Zeichen zur Abfahrt (1).
schiefgeht?«. ler a.; c) (ugs.) (einen für den Verzehr bestimm- Ab|fahrts|stre|cke, die (Ski): Strecke für den
2
aber 〈Partikel; unbetont〉 [vgl. 1 aber]: a) drückt ten Geldbetrag) auf brauchen: die hundert Euro ˙ Abfahrtslauf.
 eine Verstärkung aus: a. ja; a. gern; alles, a. auch kann man hier gar nicht a. 2. 〈meist nur in den Ab|fahrts|ta|fel, (fachspr.:) Abfahrttafel, die:
alles würde er tun; verschwinde, a. dalli!; a. geh! Vergangenheitsformen〉 die Mahlzeit [durch ˙ Tafel mit den Abfahrtszeiten der Züge.
(österr.; abweisende Formel, mit der etwas nicht Verzehr des Essens] beenden: wir hatten gerade Ab|fahrts|ter|min, (fachspr.:) Abfahrttermin, der:
ernst Genommenes abgeschüttelt wird); b) nur abgegessen; es ist abgegessen;  das Thema ist ˙ vgl. Abfahrtszeit.
emphatisch zur Kennzeichnung der gefühlsmä- längst abgegessen (nicht mehr aktuell, erledigt). Ab|fahrts|trai|ning, das (Ski): Training für den
ßigen Anteilnahme des Sprechers, der Spreche- Abes|si|ni|en; -s: 1. ältere Bez. für ↑ Äthiopien.  Abfahrtslauf.
rin und zum Ausdruck von Empfindungen: du ¯ scherzh., veraltet) Nacktbadestrand.
2. (ugs. Ab|fahrts|welt|cup, der (Ski): Wettbewerb im
spielst a. gut!; die sind a. dick!; a., meine Herr- ab|fa|ckeln 〈sw. V.; hat〉: 1. (Technik) nicht ver- ˙ Abfahrtslauf, der nach den Platzierungen in
˙
83 Abfahrtszeichen – abfließen
mehreren Einzelwettbewerben einer Saison ent- ab|fäl|schen 〈sw. V.; hat〉 (Ballspiele, Eishockey): Reihe nach a.; die Reisenden [am Schalter] a.
schieden wird. ˙ den Ball, die Scheibe durch [unabsichtliche] (ihre Formalitäten erledigen). 3. (ugs.) jmdn., A
Ab|fahrts|zei|chen, (fachspr.:) Abfahrtzeichen, Berührung aus einer vorgegebenen Richtung der ein Anliegen hat, unfreundlich behandeln:
˙ das: Abfahrtssignal. lenken: einen Schuss, den Ball [zur Ecke] a. jmdn. kurz, schroff, an der Tür a.; er wollte mich
Ab|fahrts|zeit, (fachspr.:) Abfahrtzeit, die: Zeit- ab|fan|gen 〈st. V.; hat〉: 1. a) nicht sein Ziel, sei- mit 20 Euro a. (abspeisen). 4. (Sport) überlegen
˙ punkt der Abfahrt (1). ˙ nen Bestimmungsort erreichen lassen [u. in schlagen: die Gastmannschaft wurde klar 6 : 1
Ab|fahrt|ta|fel: ↑ Abfahrtstafel. seine Gewalt bringen]: einen Brief, eine Nach- abgefertigt. 5. (österr.) abfinden: bei seinem
A˙ b|fahrt|ter|min: ↑ Abfahrtstermin. richt, einen Agenten a.; b) jmdn., auf den jmd. Ausscheiden hat man ihn abgefertigt.
A˙ b|fahrt|zei|chen: ↑ Abfahrtszeichen. gewartet hat, aufhalten, um sich wegen etw. an Ab|fer|ti|gung, die; -, -en: 1. das Abfertigen, das
A˙ b|fahrt|zeit: ↑ Abfahrtszeit. ihn zu wenden; abpassen: den Briefträger a.; ˙ Abgefertigtwerden. 2. (österr.) Abfindung.
A˙ b|fall, der; -[e]s, Abfälle: 1. Reste, die bei der c) (Sport) jmdn. ein- u. überholen u. dadurch Ab|fer|ti|gungs|ge|bäu|de, das: Gebäude, in
˙ Zubereitung od. Herstellung von etw. entstehen; seinen Sieg verhindern: jmdn. erst auf den letz- ˙ dem Reisende, Gepäck, Fracht abgefertigt (1)
unbrauchbarer berrest: Kübel mit übel rie- ten zwanzig Metern a.; d) einen Gegner, etw. von werden.
chendem A.; radioaktive Abfälle. 2. 〈o. Pl.〉 (bes. ihm Ausgehendes auf halten, abwehren: den Ab|fer|ti|gungs|hal|le, die: Halle, in der Rei-
Rel., Politik) Lossagung von einem Glauben, Vorstoß des Feindes, den Feind a.; (Sport:) den ˙ sende, Gepäck, Fracht abgefertigt (1) werden.
einem Bündnis, einer bestehenden Bindung; Gegner, einen Angriff a.; e) (Bauw., Technik) Ab|fer|ti|gungs|schal|ter, der: Schalter in einer
das Abtrünnigwerden gegenüber jmdm., etw.: etw., was durch sein Gewicht drückt, durch Bal- ˙ Abfertigungshalle o. Ä.
ein A. von Gott, vom Glauben, von der Partei. ken u. a. abstützen: bei dem Umbau der unteren ab|feu|ern 〈sw. V.; hat〉: a) (eine Feuerwaffe)
3. 〈Pl. selten〉 Abnahme, Rückgang: der A. seiner Stockwerke müssen die oberen abgefangen wer- ˙ abschießen: eine Kanone a.; b) (ein Geschoss)
Leistungen, in seiner Leistung ist unverkenn- den; f) wieder unter Kontrolle [u. in die normale abschießen: eine Rakete, Salutschüsse a.
bar. Richtung od. Lage] bringen: die Maschine, einen ab|fie|seln 〈sw. V.; hat〉 [zu veraltet fiseln =
Ab|fall|be|häl|ter, der: Behälter für Abfälle (1). schleudernden Wagen, sich a. 2. [zu weidmänn. ˙ nagen]: 1. (südd., österr. ugs.) abnagen: einen
A˙ b|fall|be|sei|ti|gung, die (Fachspr.): Gesamt- Fang = Stoß] (Jägerspr.) angeschossenem Wild Knochen a. 2. (ugs.) deutlich, vernichtend besie-
˙ heit der Maßnahmen u. Methoden zur Verrin- mit dem Hirschfänger den Fang (3) geben. gen: im Hinspiel hatten sie den Erzrivalen mit
gerung, Ablagerung, Umwandlung od. Weiter- Ab|fang|jä|ger, der (Militär): Jagdflugzeug der 5 : 1 abgefieselt.
u. Wiederverwendung von festen, flüssigen u. ˙ großräumigen Luftverteidigung mit bes. großer ab|fil|men 〈sw. V.; hat〉: auf Film aufnehmen [u.
gasförmigen Abfallstoffen. Steig fähigkeit, das gegen feindliche Bomben- ˙ damit dokumentieren]: alte Fotos a.; eine
Ab|fall|con|tai|ner, der: Container für flugzeuge eingesetzt wird. Demonstration, ein Konzert, ein Theaterstück a.;
˙ Abfälle (1). Ab|fang|ra|ke|te, die (Militär): der Luftverteidi- sie hatte den Alltag dieser Menschen abgefilmt.
Ab|fall|ei|mer, der: Eimer für den Abfall (1). ˙ gung dienende Rakete, die gegen feindliche ab|fin|den 〈st. V.; hat〉: 1. durch eine einmalige
a˙ b|fal|len 〈st. V.; ist〉: 1. a) bei der Zubereitung od. Flugzeuge u. Raketen eingesetzt wird. ˙ Geldzahlung, Sachleistung für etw. [teilweise]
˙ Herstellung von etw. übrig bleiben: in der Küche ab|fär|ben 〈sw. V.; hat〉: 1. die eigene Farbe (uner- entschädigen: jmdn. großzügig a. 2. 〈a. + sich〉
fällt immer viel ab; beim Zuschneiden ist kaum ˙ wünscht) auf etw. anderes übertragen: der a) sich einigen, vergleichen: ich fand mich mit
Stoff abgefallen; b) jmdm. nebenher als Anteil, blaue Pyjama färbte beim Waschen ab, färbte den Gläubigern ab; b) sich mit jmdm., etw.
Gewinn zufallen: wenn er mir beim Verkaufen auf die andere Wäsche ab. 2. Einfluss auf jmdn., zufriedengeben; sich in etw. fügen: sich mit den
hilft, fallen auch ein paar Euro für ihn ab. 2. sich etw. ausüben: der schlechte Umgang färbt auf Gegebenheiten a.; ich fand mich mit meinem
von etw. loslösend herunterfallen, sich lösen: den Jungen ab. Schicksal ab; schließlich hat er sich abgefunden.
der Mörtel fällt [von der Wand] ab;  all seine ab|fas|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. einem vorgegebenen, Ab|fin|dung, die; -, -en: 1. das Abfinden (1): die
Hektik war von ihm abgefallen. 3. (bes. Rel., ˙ nicht allzu umfangreichen Stoff die entspre- ˙ A. der Gläubiger. 2. zum Abfinden (1)
Politik) sich von jmdm., etw. lossagen; jmdm., chende sprachliche Form geben: ein Testament bestimmte Summe: er hat eine einmalige A. von
einer Sache gegenüber abtrünnig werden: von a.; ein teils deutsch, teils französisch abgefasster 50 000 Euro bekommen.
Gott, vom Glauben, von der Partei a. 4. schräg Brief. 2. (ugs.) [bei etw. Verbotenem] abfan- Ab|fin|dungs|an|spruch, der: Anspruch (1, 2) auf
nach unten verlaufen: das Gebirge fällt nach gen (1 a), ergreifen: einen Dieb a. ˙ eine Abfindung.
Osten ab; abfallende Wege, Dächer, Schultern. Ab|fas|sung, die; -, -en: das Abfassen (1). Ab|fin|dungs|sum|me, die: Abfindung (2).
5. a) an Intensität, Leistung o. Ä. verlieren, a˙ b|fau|len 〈sw. V.; ist〉: sich durch Fäulnis[einwir- a˙ b|fin|gern 〈sw. V.; hat〉: überall mit den Fingern
abnehmen: der Wasserdruck, die Leistung des ˙ kung] lösen: die Blätter, die Wurzeln faulen ab. ˙ betasten: Münzen, Geld a.
Motors fiel ab; b) (bes. Sport) im Vergleich zu ab|fe|dern 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (einen Stoß, eine ab|fi|schen 〈sw. V.; hat〉: (ein Gewässer) leer
anderen zurückbleiben, schwächer werden, ˙ Erschütterung, ein Gewicht, Hindernis) federnd ˙ fischen: den Teich a.
einen schlechteren Eindruck machen: der Läu- abfangen: jede Bodenwelle a.;  soziale Härten, ab|fla|chen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 f lach[er] machen: die
fer fällt ab; gegen seinen Freund fiel er sehr ab. die Folgen der Arbeitslosigkeit a. (abmildern); ˙ Seitenkanten der Steine a. 2. 〈a. + sich; hat〉
6. (Seemannsspr.) den Kurs so ändern, dass der b) (Sport, bes. Turnen) mit Armen od. Beinen a) f lacher werden: die Schwellung flachte sich
Wind voller (mehr von hinten) in das Segel fällt; federn, um aus der nach unten gerichteten langsam ab; 〈häufig im 2. Part.:〉 abgeflachte
vom Kurs nach Lee abgehen. Bewegung eine nach oben gerichtete einzulei- Höhenzüge; b) an Quantität verlieren, abneh-
Ab|fall|ent|sor|ger, der: Unternehmen o. Ä., das ten: mit den Beinen vom niederen Holm a.; men: der Zuwachs der Produktion wird sich
˙ Abfälle entsorgt. c) (Leichtathletik) nachfedern. 2. (Technik) mit weiter a. 3. 〈ist〉 im Niveau sinken: die Unterhal-
Ab|fall|ent|sor|gung, die: Entsorgung von einer Federung versehen: man hat die Achsen tung flachte später merklich ab.
˙ Abfall (1). schlecht abgefedert. Ab|fla|chung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Abfla-
Ab|fall|gru|be, die: Erdgrube zur Aufnahme von Ab|fe|de|rung, die; -, -en: das Abfedern (1 a, 2). ˙ chen.
˙ Abfallstoffen. a˙ b|fe|gen 〈sw. V.〉: 〈hat〉 (bes. nordd.) a) durch ab|flan|ken 〈sw. V.; hat〉 (Turnen): mit einer
Ab|fall|hau|fen, der: aus Abfällen (1) beste- ˙ Fegen entfernen; 2 abkehren (a): den Schnee ˙ Flanke (vom Gerät) abgehen: vom Reck a.
˙ hender Haufen: etw. auf den A. werfen. [vom Geländer] a.; der Hirsch fegt den Bast ab ab|flau|en 〈sw. V.; ist〉: 1. allmählich schwächer
ab|fäl|lig 〈Adj.〉 [wohl als Gegenwort zu ↑ beifällig (Jägerspr.; streift ihn vom Geweih durch Reiben ˙ werden, nachlassen: der Wind war abgeflaut.
˙ geb.]: (in Bezug auf Äußerungen) ablehnend, an Baumstämmen od. Ästen ab); b) durch Fegen 2. geringer werden, sinken: die Begeisterung,
missbilligend, abschätzig: eine -e Bemerkung; reinigen; 2 abkehren (b): den Flur, die Fenster- der Verkehr, das Geschäft flaute ab; 〈subst.:〉 das
sich a. über jmdn., etw. äußern. bank a. Interesse an der Ausstellung war schon im
Ab|fäl|lig|keit, die; -, -en: abfällige Bemerkung, ab|fei|ern 〈sw. V.; hat〉: 1. (Jargon) (Mehrarbeit) Abflauen.
Haltung. ˙ durch Freistunden, Freizeit ausgleichen: ber- ab|flie|gen 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 a) (von Vögeln) weg-,
Ab|fall|korb, der: meist im Freien aufgestellter stunden a. 2. (ugs.) ausgiebig feiern [und tan- ˙ davonfliegen: die Taube flog ab; b) (von Flug-
˙ [korbartiger] Behälter für Abfälle (1). zen]: die Besucher des Klubs haben ordentlich zeugen u. Personen) seinen Ort zu einer
Ab|fall|kü|bel, der (bes. österr.): Abfalleimer. abgefeiert. bestimmten Zeit f liegend verlassen: er, seine
A˙ b|fall|pro|dukt, das: 1. aus Abfällen hergestell- ab|fei|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Feilen beseiti- Maschine fliegt noch in der Nacht Richtung
˙ tes Produkt. 2. bei der Herstellung zusätzlich ˙ gen: ich feilte die scharfen Zacken ab; b) durch Berlin ab. 2. 〈hat〉 a) [aus einer bedrohlichen
abfallendes Produkt. Feilen [von etw.] entfernen: er feilte die Kram- Situation] mit dem Flugzeug wegbringen: man
Ab|fall|stoff, der (Fachspr.): Abfall (1), Rück- pen [von der Kiste] ab; c) durch Feilen glätten: flog die Verwundeten [aus dem Kessel] ab;
˙ stand (1), der bei Produktion, Konsum oder ich feilte [mir] den eingerissenen Fingernagel b) zum Zweck der Besichtigung od. Kontrolle
Energiegewinnung entsteht, gelegentlich auch ab; d) durch Feilen verkürzen: ich habe den überfliegen: die Front a.
als Nebenprodukt genutzt wird. Schlüsselbart ein Stück abgefeilt. 2. (ugs.) ab|flie|ßen 〈st. V.; ist〉: 1. a) herab-, herunterf lie-
Ab|fall|ton|ne, die: vgl. Abfalleimer. abschreiben (1 c): bei der Klassenarbeit a.; er hat ˙ ßen: der Regen fließt vom Dach ab; b) sich flie-
˙Ab|fall|ver|mei|dung, die 〈Pl. selten〉: das Ver- ganze Passagen abgefeilt. ßend entfernen, weg fließen: das Wasser im
˙ meiden des Entstehens überflüssiger ab|fer|keln 〈sw. V.; hat〉 (Landwirtsch.): fer- Waschbecken fließt nicht, nur langsam ab; aus
Abfälle (1). ˙ keln (1): die Sau hat abgeferkelt. der Wunde floss Eiter ab; das Regenwasser ist
Ab|fall|ver|wer|tung, die: Recycling. ab|fer|ti|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. zur Beförderung, nicht abgeflossen (versickert);  der Verkehr
˙Ab|fall|wirt|schaft, die: Abfallbeseitigung [u. ˙ zum Versand, zur Fahrt fertig machen: Briefe, fließt schlecht ab; das Geld fließt ins Ausland
˙ -verwertung]. Pakete a. 2. jmdn. bedienen: die Kunden der ab (wird ins Ausland transferiert). 2. sich durch
Abflug – abgeben 84
Abf ließen (des Wassers) leeren: die Wanne ab|füh|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. a) jmdn., der ergriffen nicht behindern; ein dramatischer A. (von der
A fließt sehr schlecht ab. ˙ wurde, weg führen; bes. jmdn., der festgenom- Bühne); der von Beifall umrauschte A. des
Ab|flug, der; -[e]s, Abflüge: 1. 〈o. Pl.〉 das Weg-, men wurde, in polizeilichen Gewahrsam brin- berühmten Schauspielers; * einen A. machen
˙ Davonfliegen: der weiche A. der Eule. 2. Start gen: die Gangster wurden abgeführt; b) ablei- (ugs.; fortgehen, verschwinden); sich einen
eines Flugzeugs: der A. verzögert sich; den A. ten: Abgase, Abwärme a.; c) von etw. weg führen, guten o. ä. A. verschaffen (beim Weggehen
einer Maschine bekannt geben; * einen A. abbringen: dieser Weg führt uns von unserem einen guten Eindruck hinterlassen); b) das Ver-
machen (ugs.; fortgehen, verschwinden: sei so Ziel ab;  dieser Gedankengang führt nur vom lassen eines Wirkungskreises, das Ausscheiden:
gut und mach ’nen A.). Thema ab; d) von etw. abzweigen: an dieser nach dem A. von der Schule; der A. des Minis-
Ab|flug|ha|fen, der: Flughafen, von dem ein Stelle führt der Weg von der Hauptstraße ab; ters aus seinem Amt; c) jmd., der ausscheidet,
˙ Flugzeug startet. e) Gelder an jmdn., etw. abliefern, zahlen: Steu- einen Wirkungskreis verlässt: an unserer Schule
Ab|flug|hal|le, die: Halle eines Flughafens, in der ern an das Finanzamt a. 2. a) den Stuhlgang för- haben wir 5 Abgänge; d) (bes. Militär, Med.)
˙ die abfliegenden Passagiere abgefertigt werden. dern: Rhabarber führt ab; abführende Mittel; Todesfall, Tod: es gab viele Abgänge. 2. (veral-
Ab|flug|zeit, die: Zeitpunkt des Abflugs (2). b) den Darm leeren: sie konnte schon drei Tage tend) Abfahrt: kurz vor A. des Zuges, Schiffes,
A˙ b|fluss, der; -es, Abflüsse: 1. 〈o. Pl.〉 das Abflie- nicht a. 3. (Schrift- u. Druckw.) (einen Satz, Flugzeuges. 3. 〈o. Pl.〉 Absendung: der A. der
˙ ßen (1 b): den A. des Wassers erleichtern. Textteil) mit einem schließenden Anführungs- Post, der Waren. 4. (Turnen) das Abgehen von
2. Stelle, an der etw. abfließt: der A. der Bade- zeichen versehen. 4. (Jägerspr.) zum Jagdhund einem Turngerät: die Riesenfelge am Reck mit
wanne ist verstopft. ausbilden. gegrätschtem A. 5. a) 〈o. Pl.〉 Ausscheidung: das
Ab|fluss|ka|nal, der: Kanal, durch den etw. Ab|führ|mit|tel, das: den Stuhlgang förderndes Mittel befördert den A. der Steine; b) (Med.)
˙ abf ließen kann. ˙ 1 Mittel (2 a). Tot-, Fehlgeburt, 2 Abort: einen A. haben;
Ab|fluss|loch, das: vgl. Abflusskanal. Ab|füh|rung, die; -, -en: das Abführen. c) (salopp) [unwillkürlicher] Samenerguss:
A˙ b|fluss|re|gime, das (Geogr.): das vom Klima A˙ b|füll|an|la|ge, die: technische Anlage zum einen A. haben, kriegen. 6. Nachgeschmack,
˙ abhängige, auf ein monatliches Mittel umge- ˙ Abfüllen von Stoffen. bes. von Weinen: große, ausgereifte Weine
rechnete Auftreten von Hoch- u. Niedrigwasser ab|fül|len 〈sw. V.; hat〉: a) [im Rahmen eines haben immer einen lange anhaltenden A.
eines Flusses während eines Jahres. ˙ Gewerbebetriebs] (Gefäße nacheinander) fül- 7. 〈o. Pl.〉 (Kaufmannsspr.) Absatz (3): diese
Ab|fluss|rohr, das: vgl. Abflusskanal. len: man füllte die Flaschen [mit Apfelwein] ab; Ware hat, findet reißenden A. 8. 〈Pl. selten〉
˙Ab|fluss|ven|til, das: Absperrventil für Abwasser.  er hat ihn in eine Bar geschleppt und abgefüllt (Kaufmannsspr., sonst veraltet) Weg fall, Ver-
a˙ b|foh|len 〈sw. V.; hat〉 (Landwirtsch.): fohlen. (ugs.; betrunken gemacht); b) aus einem größe- lust: der A. muss wieder ersetzt werden; beim
A˙ b|fol|ge, die; -, -n: Aufeinander-, Reihenfolge: ren Behälter in kleinere füllen: Wein a.; in Glä- Obsthandel gibt es viel A. 9. (österr. Amtsspr.)
˙ die A. der Ereignisse; in chronologischer, ser abgefülltes Gelee. Fehlbetrag: den A. von 10 Euro musste die Kas-
rascher, logischer A. Ab|fül|lung, die; -, -en: 1. das Abfüllen. 2. etw. siererin ersetzen.
ab|for|dern 〈sw. V.; hat〉: von jmdm. nachdrück- ˙ Abgefülltes. Ab|gän|ger, der; -s, - (bes. Amtsspr.): Schüler, der
˙ lich fordern; jmdm. abverlangen: jmdm. höhere 1
ab|füt|tern 〈sw. V.; hat〉: a) die Fütterung von Tie- ˙ von der Schule abgeht.
Leistungen, mehr Konzentration a.; der End- ˙ ren vornehmen: ich füttere [das Vieh] ab; Ab|gän|ge|rin, die; -, -nen: w. Form zu Abgänger.
spurt hatte ihr alle Kraft abgefordert; dem b) (salopp) (Menschen in der Gruppe) zu essen a˙ b|gän|gig 〈Adj.〉: 1. (landsch.) überzählig, über-
Händler wurden hohe Schutzgelder abgefor- geben: die Kinder waren schon abgefüttert. ˙ flüssig, weil unbrauchbar: es wurden meist -e
2
dert. ab|füt|tern 〈sw. V.; hat〉: (ein Kleidungsstück) mit alte Kühe geschlachtet. 2. (Amtsspr., bes.
ab|for|men 〈sw. V.; hat〉: durch Eindrücken in eine ˙ Futterstoff versehen: einen Rock a. österr.) (von Personen) nicht mehr vorhanden;
˙ weiche Masse, durch Formen einer weichen 1
Ab|füt|te|rung, die; -, -en: das 1 Abfüttern. vermisst, verschollen: es werden alle -en Perso-

Masse nachbilden: jmds. Züge in Gips a. Ab|füt|te|rung, die; -, -en: das 2 Abfüttern. nen registriert.
Ab|for|mung, die; -, -en: 1. das Abformen. 2. etw. ˙
Abg. = Abgeordnete[r]. Ab|gangs|ent|schä|di|gung, die (bes. schweiz.):
˙ Abgeformtes. Ab|ga|be, die; -, -n: 1. 〈o. Pl.〉 das Abgeben (1 a): ˙ Abfindung (2).
ab|fo|to|gra|fie|ren 〈sw. V.; hat〉: durch Fotogra- ˙ die A. der Stimmzettel, der Prüfungsarbeiten; Ab|gangs|klas|se, die: Klasse der Schulabgänger.
˙ fieren abbilden, eine Fotografie von jmdm., etw. gegen A. der Coupons. 2. 〈meist Pl.〉 einmalige A˙ b|gangs|zeug|nis, das: Zeugnis, das ein Schüler
machen: die Familie a.; abfotografiertes Thea- od. laufende Geldleistung an ein öffentlich- ˙ ohne Schulabschluss statt eines Abschlusszeug-
ter. rechtliches Gemeinwesen; Steuer: hohe, jährli- nisses erhält.
Ab|fra|ge, die: a) Ermittlung (a) bestimmter che, soziale -n; -n entrichten. 3. (Wirtsch.) Ver- Ab|gas, das; -es, -e 〈meist Pl.〉: bei technischen od.
˙ Informationen durch eine Anfrage, Umfrage, kauf: größere -n an der Börse. 4. (Ballspiele, ˙ chemischen Prozessen (bes. bei Verbrennungs-
statistische Erhebung o. Ä.: eine automatische, [Eis]hockey) a) das Abgeben (4), Abspielen: er prozessen) entstehendes, meist nicht mehr
elektronische, richterlich angeordnete Abfrage; hat mit der A. [des Balles] an den Linksaußen zu nutzbares Gas: die -e der Motoren.
b) (EDV) Gewinnung von Daten aus einem lange gezögert; b) abgespielter Ball: der gegneri- ab|gas|arm 〈Adj.〉: (von Kraftfahrzeugen) nur
Datenspeicher od. Feststellung von Informatio- sche Läufer konnte die A. erlaufen; c) Verlust: ˙ noch wenig [schädliche] Abgase produzierend:
nen auf bestimmten Speicherplätzen. die A. eines Satzes, Punktes, Titels. 5. 〈o. Pl.〉 das -e Autos, Fahrzeuge.
ab|fra|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. jmds. Kenntnisse durch Abgeben (5), Abfeuern: bei der A. eines Schus- Ab|gas|emis|si|on, die: Emission, Ausstoß von
˙ Fragen [über]prüfen: ich fragte ihn/ihm lateini- ses. 6. das Abgeben (6), Ausströmen, Ausstrah- ˙ Abgasen.
sche Vokabeln ab; das Einmaleins a.; der Lehrer len: unter A. von Wärme, Energie. 7. das Abge- ab|gas|frei 〈Adj.〉: a) frei von Abgasen, keine
hat mich abgefragt. 2. (Elektrot., EDV) [ermit- ben (7), Äußern: die A. einer Erklärung, eines ˙ Abgase enthaltend: -e Luft; b) keine Abgase pro-
teln, feststellen und] sich geben lassen: Informa- Urteils. duzierend: ein -es Auto.
tionen, den Kontostand über den Computer a. Ab|ga|be|druck, der (Börsenw.): (bei Wertpapie- Ab|gas|grenz|wert, der: Abgaswert (b).
ab|frä|sen 〈sw. V.; hat〉: mit einer Fräse, einem ˙ ren) sich durch die Situation des Marktes erge- A˙ b|gas|ka|ta|ly|sa|tor, der: Katalysator (2), mit
˙ Fräser entfernen: den Asphalt von der Fahrbahn bender Druck, der Anleger zum Verkauf drängt. ˙ dessen Hilfe die Abgase von Kraftfahrzeugen
abfräsen. Ab|ga|ben|er|hö|hung, die: Erhöhung der Abga- entgiftet werden.
ab|fres|sen 〈st. V.; hat〉: a) von etw. weg fressen: ˙ ben (2). Ab|gas|norm, die: die zulässigen Abgaswerte
˙ die Hasen fraßen den Kohl (die Kohlblätter) ab; ab|ga|ben|frei 〈Adj.〉: frei von Abgaben (2), keine ˙ festlegende Norm (1 c).
(derb, meist abwertend von Menschen:) wer hat ˙ Abgaben erfordernd. Dazu: Ab|ga|ben|frei- Ab|gas|rei|ni|gung, die: Verminderung der
die Streusel [vom Kuchen] abgefressen?; b) kahl heit, die; -. ˙ ˙ Emission von Schadstoffen in Abgasen durch
fressen: die Vögel fressen die Holundersträu- Ab|ga|ben|last, die: Belastung durch Steuern, technische Maßnahmen u. Vorrichtungen wie
cher ab. ˙ Sozialabgaben o. Ä. Katalysator (2) oder Filter.
ab|frie|ren 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 durch Frost absterben Ab|ga|ben|ord|nung, die (Rechtsspr.): grundle- Ab|gas|tur|bi|ne, die: Turbine, die mit Abgasen
˙ [und abfallen]: die Knospen froren ab; die ˙ gendes, die Steuern betreffendes Gesetzeswerk ˙ getrieben wird.
Ohren waren [ihm] abgefroren. 2. 〈a. + sich; (Abk.: AO). Ab|gas|un|ter|su|chung, die: Kraftfahrzeugun-
hat〉 (ugs. übertreibend) an einer Körperstelle ab|ga|ben|pflich|tig 〈Adj.〉: verpflichtet, Abga- ˙ tersuchung, bei der der Gehalt an Kohlenmono-
Frost bekommen: wir werden uns hier noch die ˙ ben (2) zu entrichten. xid im Abgas bei Leerlauf des Motors gemessen
Füße a.; * sich 〈Dativ〉 einen a. (ugs.; sehr frie- Ab|ga|ben|quo|te, die (Wirtsch.): Verhältnis von wird (Abk.: AU).
ren: ich habe mir bei der Warterei [ganz schön] ˙ Steuern u. Sozialabgaben zur gesamten Wirt- Ab|gas|wert, der 〈meist Pl.〉: a) gemessener Wert
einen abgefroren). schaftsleistung. ˙ der Abgase in der Luft: eine berprüfung der -e
ab|früh|stü|cken 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): erledigen: Ab|ga|ben|sen|kung, die: das Senken von Abga- eines Fahrzeugs; b) zulässiger Grenzwert für
˙ das Thema ist längst abgefrühstückt. ˙ ben (2). Abgase: Personenwagen auf die vorgeschriebe-
Ab|fuhr, die; -, -en: 1. Abtransport: die A. von ab|ga|be|pflich|tig 〈Adj.〉: 1. (Wirtsch.) zur nen -e einstellen.
˙ Müll, Sperrgut, Holz. 2. [nach dem »Abführen«, ˙ Abgabe (3) verpflichtet. 2. ↑ abgabenpflichtig. Ab|gas|wol|ke, die: Wolke (2) von Abgasen.
d. h. der vorzeitigen Niederlage eines Teilneh- Ab|ga|be|preis, der: Preis, zu dem eine Ware od. a˙ b|gau|nern 〈sw. V.; hat〉 (ugs. abwertend): jmdm.
mers bei einer Mensur (2)] a) entschiedene ˙ Dienstleistung angeboten wird. ˙ etw. durch Gaunerei[en] abnehmen: jmdm.
Abweisung: jmdm. eine A. erteilen; sich eine A. Ab|ga|be|ter|min, der: Termin der Abgabe (1). etw. a.
holen; b) (Sport) [hohe] Niederlage: sich eine A˙ b|gang, der; -[e]s, Abgänge: 1. a) 〈o. Pl.〉 das ab|ge|ar|bei|tet: ↑ abarbeiten.
schwere A. holen. ˙ Weg-, Fortgehen: Sie dürfen den A. vom Schalter ˙ab|ge|ben 〈st. V.; hat〉: 1. a) etw. dem zuständigen
˙
85 abgeblasst – Abgesang
Empfänger [od. jmdm., der es an den Empfän- nen, einen Schauplatz verlassen: er drehte sich ab|ge|neigt 〈Adj.〉 [zu veraltet sich abneigen =
ger weiterleitet] geben, übergeben, aushändi- um und ging schimpfend ab; (Theater:) ... geht ˙ sich wegwenden]: in der Verbindung jmdm., A
gen: einen Brief, ein Geschenk [persönlich, über den Korridor nach links ab; b) an jmdm., einer Sache a. sein ( jmdm., einer Sache gegen-
eigenhändig], den Stimmzettel, die Klassenar- etw. prüfend o. ä. entlanggehen; bei einem über ablehnend eingestellt sein: einem Plan,
beit a.; er gab die Waren beim Nachbarn für Rundgang besichtigen: einen Weg noch einmal Bündnis a. sein; nicht a. sein, etwas zu tun; er
mich ab;  die bearbeiteten Daten werden per a.; der Bahnwärter geht die Strecke ab; c) aus zeigte sich [nicht] a.; 〈auch attr.:〉 die der moder-
Mausklick an den Zentralspeicher abgegeben; einem Wirkungsbereich ausscheiden; eine Aus- nen Literatur -en Leser).
b) zur Aufbewahrung geben: den Mantel in der bildungsstätte, bes. eine Schule, verlassen: nach Ab|ge|neigt|heit, die; -: das Abgeneigtsein.
Garderobe a. 2. a) mit jmdm. teilend freiwillig der zehnten Klasse a. 2. einen Platz, Ort, eine ˙ab|ge|nu|delt: ↑ abnudeln (2).
überlassen, abtreten: er hat mir die Hälfte des Stelle [ fahrplanmäßig] verlassen (um irgend- a˙ b|ge|nutzt: ↑ abnutzen.
Kuchens, vom Kuchen abgegeben; er gibt von wohin zu gelangen): das Schiff, der Zug geht A˙ b|ge|ord|ne|te, die/eine Abgeordnete; der/ei-
seinem Verdienst keinen Cent an den Haushalt gleich ab. 3. abgeschickt werden: das Schreiben ˙ ner Abgeordneten, die Abgeordneten/zwei
ab; b) jmdm. etw. od. jmdn. [gezwungenerma- ist abgegangen; die Waren werden mit dem Abgeordnete [zu ↑ abordnen]: vom Volk für eine
ßen] überlassen, abtreten: die Leitung, den Vor- nächsten Schiff a. 4. (Turnen) ein Gerät mit festgelegte Zeit in eine parlamentarische Insti-
sitz a.; Personal, Mitarbeiter a. müssen; (Sport:) einem Schwung, Sprung o. Ä. verlassen u. damit tution gewählte Vertreterin; Deputierte, Dele-
die Spitze, zwei Punkte a. 3. verkaufen: Obst, eine bung beenden: mit einem Grätschab- gierte (Abk.: Abg.): eine neue A.; einige, mehrere
Eier a.; gebrauchter Kinderwagen günstig abzu- schwung vom Reck a. 5. a) von etw. ausgehen, A.; viele A. (selten: viele -n); beide -n (seltener:
geben. 4. (Ballspiele, [Eis]hockey) (den Ball abzweigen: der Weg geht von der Hauptstraße beide A.); alle -n (selten: alle A.); sie ist als A.
o. Ä.) an einen Mitspieler geben; abspielen: den ab; b) in anderer Richtung verlaufen: der Weg gewählt worden; der Wahlkreis der [Frau] -n
Ball an den Verteidiger a.; er muss schneller a. geht dann links, nach Norden ab. 6. sich Müller; Frau -r (auch: Frau -n) Müller das Wort
5. (einen Schuss) abfeuern: einen Warnschuss a. lösen (1 b): hier ist der Putz, die Farbe abgegan- erteilen; der -n Müller; genannter -n (veraltet:
6. von sich geben; ausströmen, ausstrahlen: der gen; mir ist ein Knopf abgegangen; der Fleck genannter -r) wurde ein Vorwurf gemacht; ihr
Ofen gibt genügend Wärme ab; das Blut gibt geht nicht ab (lässt sich nicht entfernen). 7. aus- als -r (auch: als -n); an Frau A. Müller; sie sprach
Kohlensäure ab. 7. verlauten lassen, äußern: geschieden, abgesondert werden: die Würmer mit Frau -r (auch: Frau -n) Müller; der Besuch
sein Urteil, eine Erklärung, ein Statement a.; das gehen mit dem Stuhlgang ab; * jmdm. geht von -r (= der Abgeordneten) Müller; sie ist A.;
U-Boot hatte einen Funkspruch abgegeben; einer ab (salopp; jmd. hat [ohne Geschlechts- (österr.:) A. zum Nationalrat, Bundesrat, Land-
seine Stimme [bei der Wahl] a. (abstimmen, verkehr auszuüben] einen Samenerguss). tag, Gemeinderat.
wählen). 8. (ugs.) a) eine bestimmte Rolle auf 8. (von einem Schuss) sich lösen (6 b): plötzlich Ab|ge|ord|ne|ten|bank, die 〈Pl. ...bänke〉: Platz
der Bühne spielen; jmdn. darstellen, geben: den ging ein Schuss ab. 9. Absatz finden: die Ware ˙ für Regierungsmitglieder mit Sitz im Parlament.
Wilhelm Tell a.; b) jmdn. darstellen, als jmd., geht reißend ab. 10. abgezogen, abgerechnet Ab|ge|ord|ne|ten|di|ä|ten 〈Pl.〉: Diäten.
etw. figurieren: einen guten Familienvater a.; werden: von dem Gewicht geht noch die Verpa- A˙ b|ge|ord|ne|ten|haus, das: 1. Körperschaft der
c) die Grundlage für etw. bilden; 1 ergeben (1): ckung ab. 11. jmdm. fehlen, mangeln: jmdm. ˙ Abgeordneten. 2. Tagungsgebäude der Abgeord-
den Rahmen, den Hintergrund für etwas a. 9. 〈a. geht der Humor, jedes Taktgefühl ab. 12. von neten.
+ sich〉 (meist abwertend) a) sich mit etw., etw. Abstand nehmen: von einer Gewohnheit, Ab|ge|ord|ne|ten|kam|mer, die: vgl. Abgeordne-
jmdm. beschäftigen, befassen: sich mit Garten- einem Grundsatz a. 13. in einer bestimmten ˙ tenhaus.
arbeit a.; sich viel mit kleinen Kindern, mit Tie- Weise ablaufen (5 c): es ist noch einmal glimpf- Ab|ge|ord|ne|ten|man|dat, das: Mandat eines
ren a.; damit gebe ich mich nicht ab; b) mit lich, ohne Geschrei abgegangen. 14. (ugs.) sich ˙ od. einer Abgeordneten.
jmdm. Umgang pflegen; sich mit jmdm. einlas- abspielen; los sein: er ist überall zu finden, wo Ab|ge|ord|ne|ten|sitz, der: 1. Abgeordneten-
sen: sich mit Prostituierten, mit Ganoven a. etwas abgeht. ˙ bank. 2. Abgeordnetenmandat.
ab|ge|blasst: ↑ abblassen. ab|ge|ho|ben: ↑ abheben (4). Ab|ge|ord|ne|ter, der Abgeordnete/ein Abgeord-
a˙ b|ge|brannt: abbrennen (3 b). a˙ b|ge|hun|gert: ↑ abhungern (3). ˙ neter; des/eines Abgeordneten, die Abgeordne-
a˙ b|ge|braucht: ↑ abbrauchen. a˙ b|ge|kämpft: ↑ abkämpfen (2). ten/zwei Abgeordnete [↑ Abgeordnete]: vom
a˙ b|ge|bro|chen: ↑ abbrechen (2). a˙ b|ge|kar|tet: ↑ abkarten. Volk für eine festgelegte Zeit in eine parlamen-
a˙ b|ge|brüht 〈Adj.〉 [zu ↑ abbrühen, eigtl. = mit a˙ b|ge|klärt 〈Adj.〉: aufgrund von Lebenserfah- tarische Institution gewählter Vertreter; Depu-
˙ heißem Wasser übergossen] (ugs.): [zynisch] ˙ rung über den Dingen stehend; ausgeglichen tierter, Delegierter (Abk.: Abg.): ein neuer A.;
abgestumpft, unempfindlich gegen etw.: ein -er und weise; voller Besonnenheit; eine entspre- einige, mehrere Abgeordnete; viele Abgeordnete
Bursche; du scheinst ja ziemlich a. zu sein. chende Geisteshaltung erkennen lassend: ein (selten: viele Abgeordneten); beide Abgeordne-
Dazu: Ab|ge|brüht|heit, die; -. -er Mensch; ein -es Urteil; a. über etw. sprechen. ten (seltener: beide Abgeordnete); alle Abgeord-
˙
ab|ge|dankt: ↑ abdanken (2). Ab|ge|klärt|heit, die; -, -en: abgeklärtes Wesen; neten (selten: alle Abgeordnete); er ist als A.
˙ab|ge|dreht 〈Adj.〉 [2. Part. von ↑ abdrehen] (ugs.): ˙ besonnene Ruhe: die A. des Alters. gewählt worden; der Wahlkreis des [Herrn]
˙ absonderlich, skurril, verrückt, überspannt: ein ab|ge|la|gert: ↑ ablagern (2). Abgeordneten Müller; Herrn Abgeordneten
total -er Typ. a˙ b|ge|lau|fen [zu ↑ ablaufen (6)] (ugs.): mit über- Müller das Wort erteilen; dem Abgeordneten
ab|ge|dro|schen 〈Adj.〉 [zu veraltet abdreschen, ˙ schrittenem Verfallsdatum versehen: -e Milch; Müller; genanntem Abgeordneten (veraltet:
˙ eigtl. = leer wie ausgedroschenes Getreide] die Konserve war längst a. genanntem Abgeordnetem) wurde ein Vorwurf
(ugs.): bis zum berdruss gebraucht, phrasen- Ab|geld, das (Bankw.): Disagio. gemacht; ihm als Abgeordnetem (auch: als
haft: -e Redensarten; diese Ausdrücke sind ˙ab|ge|lebt 〈Adj.〉 (geh.): 1. vom langen Leben ver- Abgeordneten); an Herrn Abgeordneten Müller;
schon sehr a. ˙ braucht, entkräftet; alt u. kraftlos: -e Greise. er sprach mit Herrn Abgeordneten Müller; der
Ab|ge|dro|schen|heit, die; -: das Abgedroschen- 2. überlebt, überholt, altmodisch: eine -e Moral, Besuch von Abgeordnetem (= dem Abgeordne-
˙ sein. Tradition. ten) Müller; er ist A.; (österr.:) A. zum National-
ab|ge|fah|ren 〈Adj.〉 [zu ↑ abfahren (3)] (ugs.): Ab|ge|lebt|heit, die; -: das Abgelebtsein. rat, Bundesrat, Landtag, Gemeinderat.
˙ a) beeindruckend, hervorragend, begeisternd: ˙ab|ge|le|dert 〈Adj.〉 [zu ↑ abledern (1)] (landsch.): ab|ge|plat|tet: ↑ abplatten.
eine -e Rockband; b) außergewöhnlich, unkon- ˙ abgerissen (1 a). ˙ab|ge|ra|ten 〈st. V.; ist〉 (veraltend): sich, ohne es
ventionell: -e Klamotten. ab|ge|le|gen 〈Adj.〉: abseits, entfernt liegend: ein ˙ zu merken, von etwas entfernen; abkommen: sie
ab|ge|feimt 〈Adj.〉 [zu veraltet abfeimen, eigtl. = ˙ -es Dorf; der Ort ist sehr a.; a. wohnen. Dazu: waren vom Weg abgeraten.
˙ von unreinem Schaum befreit u. dadurch gerei- Ab|ge|le|gen|heit, die; -. ab|ge|rech|net: ↑ abrechnen.
nigt, zu ↑ 1 Feim]: in allen Schlichen u. Schlech- ab˙|ge|lei|ert: ↑ ableiern (2). ˙ab|ge|ris|sen 〈Adj.〉: 1. zerlumpt: -e Kleidung.
tigkeiten erfahren, in unmoralischer Weise ˙ab|gel|ten 〈st. V.; hat〉: [pflicht-, ordnungsgemäß] ˙ 2. unzusammenhängend, zusammenhanglos: -e
schlau: ein -er Schurke; eine -e Bosheit. ˙ ausgleichen; eine empfangene Leistung durch Sprachfetzen, Gedanken; a. (abgehackt, stoß-
Ab|ge|feimt|heit, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 abgefeimte eine gleichwertige andere ersetzen: mit dieser weise) sprechen.
˙ Art, Handlungsweise. 2. abgefeimte Handlung. Zahlung sind alle Ansprüche abgegolten; eine Ab|ge|ris|sen|heit, die; -: das Abgerissensein.
ab|ge|fuckt [...fakt] 〈Adj.〉 [zu engl. to fuck = Schuld in Devisen a. Dazu: Ab|gel|tung, die; -, a˙ b|ge|run|det: ↑ abrunden.
˙ koitieren (wohl nach dem Muster von »abge- -en. ˙ A˙ b|ge|sand|te, die/eine Abgesandte; der/einer
wichst«)] (derb): in üblem Zustand, herunterge- Ab|gel|tungs|steu|er, Ab|gel|tung|steu|er, die ˙ Abgesandten, die Abgesandten/zwei Abge-
kommen: ein -er Typ; ein -es Hotel; total a. sein. ˙ (Steuerw.): auf die einen˙ bestimmten Freibetrag sandte: weibliche Person, die mit einem
ab|ge|grif|fen: ↑ abgreifen (1 a). überschreitenden Zinserträge erhobene pau- bestimmten Auftrag, mit einer [offiziellen] Bot-
a˙ b|ge|hackt 〈Adj.〉 [2. Part. von ↑ abhacken]: (in schale Steuer, durch deren Entrichtung die Steu- schaft zu jmdm. geschickt wird.
˙ Bezug auf Sprechweise, Bewegungen o. Ä.) nicht erpf licht erlischt. Ab|ge|sand|ter, der Abgesandte/ein Abgesand-
f ließend, sondern ständig stockend, für einen ab|ge|macht: ↑ abmachen (2). ˙ ter; des/eines Abgesandten, die Abgesandten/
Augenblick aussetzend: a. sprechen. ˙ab|ge|ma|gert: ↑ abmagern (1). zwei Abgesandte: Person, die mit einem
ab|ge|half|tert: ↑ abhalftern (2). a˙ b|ge|mel|det: ↑ abmelden (3). bestimmten Auftrag, mit einer [offiziellen] Bot-
a˙ b|ge|han|gen: ↑ 1 abhängen (1). a˙ b|ge|mer|gelt: ↑ abmergeln. schaft zu jmdm. geschickt wird: die Abgesand-
a˙ b|ge|härmt: ↑ abhärmen. a˙ b|ge|mes|sen 〈Adj.〉 (geh.): gleichmäßig, ruhig, ten des Königs.
a˙ b|ge|här|tet: ↑ abhärten. ˙ gemessen: sich a., in -em Schritt bewegen. Ab|ge|sang, der; -[e]s, Abgesänge: 1. (Verslehre)
a˙ b|ge|hen 〈unr. V.; ist〉: 1. a) sich gehend entfer- Ab|ge|mes|sen|heit, die; -: abgemessene Art. ˙ abschließender, dritter Teil der Strophe in den
˙ ˙
abgeschabt – abgucken 86
Liedern des Minne- u. Meistersangs: der A. folgt wonnen; b) abnötigen, abringen; durch inten- ab|göt|tisch 〈Adj.〉: 1. (veraltend) götzendiene-
A auf Stollen und Gegenstollen. 2. (geh.) Aus- sive Bemühungen entlocken: dem Meer Land a.; ˙ risch: ein hölzernes Bild a. verehren. 2. 〈intensi-
klang, [wehmütiger] Abschied: das ist der A. des jmdm. ein Lächeln abzugewinnen versuchen; vierend bei Adjektiven u. Verben〉 jedes normale
Herbstes;  die Ode ist der A. des greisen Dich- c) etw. Gutes, Positives an einer Sache finden: Maß übersteigend; wie einen Abgott: -e Liebe,
ters auf sein Jahrhundert. diesem Vorschlag kann ich nichts a. Verehrung; jmdn. a. lieben.
ab|ge|schabt: ↑ abschaben (2). ab|ge|wirt|schaf|tet: ↑ abwirtschaften. Ab|gott|schlan|ge, die; -, -n [die Schlange genoss
a˙ b|ge|schie|den 〈Adj.〉 [mhd. abegescheiden = a˙ b|ge|wo|gen: ↑ abwägen. ˙ in ihrer Heimat, bes. in Mexiko, wegen ihrer
˙ zurückgezogen] (geh.): 1. entlegen, einsam, A˙ b|ge|wo|gen|heit, die; -: das Abgewogensein. Stärke und Schönheit göttliche Verehrung]: (im
abgelegen: ein abgeschiedenes Dorf; das Gehöft a˙ b|ge|wöh|nen 〈sw. V.; hat〉: jmdn., sich dazu tropischen Amerika lebende) meist dunkel-
ist, liegt a. 2. verstorben, tot: -e Seelen (die See- ˙ bringen, eine [schlechte] Gewohnheit abzulegen: braun gefleckte Riesenschlange.
len Verstorbener). jmdm. das Fluchen a.; ich habe mir das Rauchen ab|gra|ben 〈st. V.; hat〉: 1. mit dem Spaten o. Ä.
Ab|ge|schie|de|ne, die/eine Abgeschiedene; der/ abgewöhnt; 〈subst.:〉 einen noch zum Abgewöh- ˙ abtragen: er grub das Erdreich ab. 2. durch Gra-
˙ einer Abgeschiedenen, die Abgeschiedenen/ nen (scherzh.; noch ein letztes alkoholisches ben, durch Gräben ableiten: Wasser a.
zwei Abgeschiedene (geh.): Verstorbene. Getränk); * zum Abgewöhnen (ugs.; sehr ab|gra|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. Gras, Kräuter o. Ä. von
Ab|ge|schie|de|ner, der Abgeschiedene/ein schlecht u. daher keinen Reiz mehr bietend: sie ˙ etw. abfressen; abweiden: das Vieh graste die
˙ Abgeschiedener; des/eines Abgeschiedenen, die sahen Fußball zum A). Böschung ab;  dieser Themenkreis ist schon
Abgeschiedenen/zwei Abgeschiedene (geh.): ab|ge|wohnt: ↑ abwohnen (1). abgegrast (ugs.; bietet keine Möglichkeiten mehr
Verstorbener. a˙ b|ge|wrackt: ↑ abwracken. für eine Bearbeitung). 2. (ugs.) eine Gegend,
Ab|ge|schie|den|heit, die; -: das Abgeschieden- a˙ b|ge|zählt: ↑ abzählen (a). Haus für Haus o. Ä. nach etw. absuchen, wegen
˙ sein: sie lebten in der A. einer sommerlichen a˙ b|ge|zehrt: ↑ abzehren. etw. aufsuchen: die ganze Umgebung a.
Idylle. a˙ b|ge|zir|kelt: ↑ abzirkeln. ab|grät|schen 〈sw. V.; ist〉 (Turnen): mit einer
ab|ge|schlafft: ↑ abschlaffen (b). a˙ b|ge|zockt 〈Adj.〉 (salopp): kaltschnäuzig, routi- ˙ Grätsche vom Gerät abgehen: er grätschte [vom
a˙ b|ge|schla|gen 〈Adj.〉: 1. (bes. Sport) vom Sieger ˙ niert; nur schwer zu überraschen od. zu überlis- Barren] ab.
˙ hinter sich gelassen, klar besiegt: der weit -e ten: eine -e Profimannschaft. Dazu: Ab|ge- ab|grei|fen 〈st. V.; hat〉: 1. a) durch häufiges
Favorit; sie landete a. auf dem letzten Platz. zockt|heit, die; -. ˙ ˙ Anfassen abnutzen: viele Finger haben den
2. (landsch.) ermattet, erschöpft: einen -en Ein- ab|gie|ßen 〈st. V.; hat〉: 1. a) einen Teil einer Flüs- alten Einband abgegriffen; ein abgegriffener
druck machen; ich bin völlig a. 3. (von Geschirr) ˙ sigkeit, der als zu viel erscheint, aus einem Türknauf; b) 〈a. + sich〉 durch häufiges Anfas-
mit kleinen Beschädigungen: -e Tassen. Gefäß heraus-, weggießen: gieß Wasser [aus sen abgenutzt werden: die Farbe greift sich
Ab|ge|schla|gen|heit, die; -: das Abgeschlagen- dem Eimer] ab!; b) durch das Herausgießen von rasch ab. 2. greifend abtasten: die Ärztin griff
˙ sein (2): die Erkältung ging mit Kopfschmerzen Flüssigkeit den Inhalt eines Gefäßes verringern: die Körperstelle, den Knochen ab. 3. [greifend
und A. einher. den Eimer a. 2. a) von etwas gießen, weggießen: zwischen zwei Finger o. Ä. nehmen und
ab|ge|schlif|fen: ↑ abschleifen. das Wasser von den Nudeln a.; b) etw. Gekochtes dadurch] messen, ausmessen: ich griff die Ent-
˙ab|ge|schlos|sen 〈Adj.〉: 1. abgesondert, isoliert, vom Kochwasser befreien: die Kartoffeln a. fernung mit dem Zirkel ab. 4. (Elektrot., Elek-
˙ von der Welt getrennt: ein -es Leben führen; 3. (bild. Kunst; Gießerei) durch einen Guss for- tronik) feststellen; wahrnehmen: eine Spannung
mein Leben ist still und a. 2. in sich geschlossen men, nachbilden: eine Büste a. 4. (Gießerei) a.; ein Signal a. 5. (salopp) ohne Skrupel neh-
[u. deshalb für Fremde nicht ohne Weiteres (eine Form) mit f lüssigem Metall füllen: eine men, sich bedenkenlos geben lassen: wer
zugänglich]: eine -e Anlage, Wohnung. 3. abge- Form a. Umsatz machte, konnte hohe Prämien a.
rundet, durchgestaltet, in sich vollendet: ein -es Ab|glanz, der; -es: 1. Reflex glänzender Lichter, ab|grenz|bar 〈Adj.〉: sich abgrenzen lassend: klar
Werk. ˙ Farben; Widerschein: der A. der Abendröte. ˙ -e Teile eines Ganzen.
Ab|ge|schlos|sen|heit, die; -: das Abgeschlossen- 2. etw., worin etwas anderes von gleicher ab|gren|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. von etw. durch eine
˙ sein (1, 3). Wesensart noch spürbar ist; Nachklang: ein ˙ Grenze abtrennen: einen Garten vom Nachbar-
ab|ge|schmackt 〈Adj.〉 [zu gleichbed. veraltet schwacher, matter A. vergangener Pracht. grundstück [mit einem Zaun, einer Hecke] a.
˙ abgeschmack; vgl. Geschmack; schmecken]: Ab|gleich, der; -[e]s, -e 〈Pl. selten〉: 1. a) das 2. etw., sich durch genaue Bestimmung von etw.,
dem Empfinden zuwider; fade, geistlos, töricht, ˙ Abgleichen (2 a): ein Programm für den flexi- jmdm. trennen, absetzen: die Aufgabengebiete
albern: -e Reden, Komplimente; seine Worte blen Abgleich von PC und Mobilgerät; b) das sind genau abgegrenzt. 3. 〈a. + sich〉 sich dis-
waren äußerst a.; etw. a. finden. Dazu: Ab|ge- Abgleichen (2 b). 2. (Funkt., Elektronik) das tanzieren, von jmdm., einer Sache absetzen:
schmackt|heit, die; -, -en. ˙ Abgleichen (3). sich von Terror und Gewalt a.
ab|ge|schnit|ten: ↑ abschneiden (1, 2, 3). ab|glei|chen 〈st. V.; hat〉: 1. (Bauw., Handwerk) in Ab|gren|zung, die; -, -en: das Abgrenzen.
˙Ab|ge|schnit|ten|heit, die; -: das Abgeschnitten- ˙ der Höhe, im Verlauf gleichmachen: den Beton ˙Ab|gren|zungs|kri|te|ri|um, das: Kriterium für
˙ sein. a. 2. a) (Fachspr.) vergleichend auf etw. abstim- ˙ eine Abgrenzung.
ab|ge|se|hen: ↑ absehen (4). men: die Maße der einzelnen Module a.; b) ver- Ab|gren|zungs|pro|b|lem, das: Schwierigkeit, etw.
a˙ b|ge|son|dert: ↑ absondern (1). gleichen, um Abweichungen od. bereinstim- ˙ od. sich von etw. od. jmdm. abzugrenzen (2, 3).
a˙ b|ge|spannt 〈Adj.〉 [urspr. vom Bogen oder von mungen zu erkennen: den Istbestand mit dem Ab|griff, der; -[e]s, -e (Elektrot., Elektronik):
˙ Saiteninstrumenten, deren Spannung nachge- Sollbestand a.; per Computer werden die Passa- ˙ 1. 〈o. Pl.〉 das Abgreifen (4): die Geschwindigkeit
lassen hat]: (nach großer körperlicher od. geisti- gierlisten mit Fahndungslisten abgeglichen. des -s. 2. Vorrichtung zum Abgreifen (4): pneu-
ger Anstrengung) angegriffen, müde, erschöpft: 3. (Funkt., Elektronik) Spulen, Kondensatoren matische -e, fotoelektrische -e.
einen -en Eindruck machen; er sieht a. aus, ist auf den richtigen Wert einstellen, um die Eigen- Ab|grund, der; -[e]s, Abgründe [mhd., ahd.
sehr a. Dazu: Ab|ge|spannt|heit, die; -. frequenzen von Schwingkreisen in bereinstim- ˙ abgrunt, eigtl. = abwärtsgehender (Erd)boden]:
ab|ge|speckt: ↑˙ abspecken (2). mung zu bringen: einen Rundfunkempfänger a. 1. unermessliche, gefährliche Tiefe: ein A. tat
˙ab|ge|spielt: ↑ abspielen (1 b). 4. (Optik) (zwecks richtiger Brillenbestimmung) sich vor mir auf; in den A. stürzen. 2. (geh.)
a˙ b|ge|stan|den 〈Adj.〉 [zu veraltet, noch landsch. die Sehschärfen beider Augen einander anpas- a) 〈häufig Pl.〉 unergründlicher Bereich: die
˙ abstehen = schal, schlecht werden; zugrunde sen. Abgründe der menschlichen Seele; b) unvorstell-
gehen]: 1. a) durch langes Stehen schal gewor- Ab|glei|chung, die; -, -en: das Abgleichen. bares Ausmaß von etw.: ein A. von Gemeinheit;
den: -er Kaffee; das Bier ist, schmeckt a.; a˙ b|glei|ten 〈st. V.; ist〉 (geh.): 1. die Haftung, den c) Untergang, Verderben: am Rande des -s; an
b) nicht mehr frisch, verbraucht: -e Luft; die ˙ Halt verlieren u. von etw. unbeabsichtigt seit- den Rand des -s geraten; das Volk in den A. füh-
Wärme, der Geruch war a. 2. fade, nichtssa- wärts [und nach unten] gleiten: sie glitt vom ren; d) unüberbrückbare Kluft, Gegensatz: einen
gend: -e Phrasen. Beckenrand ab. 2. a) von etw. abirren, abschwei- A. zwischen Ost und West aufreißen.
ab|ge|stimmt: ↑ abstimmen (2). fen: ihre Gedanken glitten immer wieder ab; ab|grund|häss|lich 〈Adj.〉 (emotional): überaus
a˙ b|ge|stor|ben: ↑ absterben (1 a, 2). b) (unbeabsichtigt) allmählich in einen schlech- ˙ hässlich. ˙
a˙ b|ge|stumpft: ↑ abstumpfen (2). teren Zustand geraten: das Land drohte in ab|grün|dig 〈Adj.〉 (geh.): 1. geheimnisvoll, rätsel-
A˙ b|ge|stumpft|heit, die; -: das Abgestumpftsein. Anarchie abzugleiten. ˙ haft [u. gefährlich] in seiner Unergründlichkeit:
a˙ b|ge|ta|kelt 〈Adj.〉 (salopp abwertend): vom ab|glie|dern 〈sw. V.; hat〉: [sich] als Teil eines ein -es Geheimnis; a. lächeln. 2. abgrundtief: -e
˙ Leben mitgenommen; verlebt, ausgedient, ˙ Ganzen räumlich abgrenzen, absondern: die Wut; eine -e Verachtung.
heruntergekommen: ein -er Showstar. Essecke ist vom Wohnbereich abgegliedert. Ab|grün|dig|keit, die; -: abgründige Art.
ab|ge|tan: ↑ abtun (3). Dazu: Ab|glie|de|rung, die; -, -en. a˙ b|grund|tief 〈Adj.〉 (emotional): (meist in Bezug
a˙ b|ge|tra|gen: ↑ abtragen (3). Ab|gott,˙ der; -[e]s, Abgötter [mhd., ahd. abgot, ˙ auf negative Empfindungen) unermesslich
a˙ b|ge|tre|ten: ↑ abtreten (4). ˙ wahrsch. zu einem alten Adj. mit der Bed. »gott- [tief ]: -er Hass; jmdn. a. verachten.
a˙ b|ge|trie|ben: ↑ abtreiben (4). los« (vgl. got. afguÞs, das griech. asebés = gott- ab|grup|pie|ren 〈sw. V.; hat〉: in eine niedrigere
a˙ b|ge|wetzt: ↑ abwetzen (1 b). los wiedergibt)]: 1. (veraltet) falscher Gott; ˙ Lohn- od. Gehaltsgruppe einstufen: jmdn. [in
a˙ b|ge|wichst 〈Adj.〉 (salopp): in üblem Zustand, Götze: sie umtanzen ihren hölzernen A. 2. ver- eine niedrigere Lohnstufe] a. Dazu: Ab|grup-
˙ heruntergekommen: ein -er Typ. göttertes Wesen; etw. leidenschaftlich Verehrtes: pie|rung, die; -, -en. ˙
ab|ge|win|nen 〈st. V.; hat〉: a) von jmdm. im Spiel dieses Kind ist der A. seiner Eltern. ab|gu|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. (ugs.) durch genaues
˙ oder [Wett]kampf als Gewinner, Sieger erlan- Ab|göt|tin, die; -, -nen: 1. w. Form zu ↑ Abgott (1). ˙ Hinsehen von jmdm. lernen, übernehmen: bei
gen: sie hat ihm [im Kartenspiel] viel Geld abge- ˙ 2. abgöttisch geliebte weibliche Person. wem hast du dir denn das abgeguckt?; jmdm.
87 Abguss – Abhieb
ein Kunststück, einen Trick a. 2. (Schülerspr.) Steaks. 2. (selten) a) herunterhängen; b) abfal- Winde] abwickeln, abspulen: ich hasp[e]le den
(in der Schule, bei einer Prüfung) unerlaubt von len (4): ein nach Osten abhängendes Gelände. Faden ab. 2. hastig, ohne rechte Betonung auf- A
jmdm. abschreiben: sie ließ nur ihre Freundin 3. a) durch etw. bedingt sein; jmds. Willen od. sagen, vortragen: eine Rede, einen Vortrag a.
a.; darf ich bei dir, von dir a.? 3. * jmdm. nichts Macht unterworfen sein: etw. hängt von den 3. 〈a. + sich〉 (landsch.) sich abhetzen.
a. (ugs.; in Aufforderungen, sich beim Ausziehen Umständen, vom Wetter, vom Zufall ab; ihre ab|hau|en 〈unr. V.; haute/(geh.:) hieb ab, abge-
nicht zu genieren: du brauchst keine Angst zu Zukunft hing von dieser Entscheidung ab; ˙ hauen/(bayr., österr.): abgehaut〉: 1. 〈hat〉
haben, ich guck dir nichts ab!). b) auf jmdn. od. etw. angewiesen, von jmdm. od. a) abschlagen: die Maurer hauten den Putz ab;
Ab|guss, der; -es, Abgüsse: 1. (landsch.) Ausguss. etw. abhängig sein: viele Studierende hängen b) abtrennen: ich hieb/(ugs.:) haute die Äste mit
˙ 2. (bild. Kunst) durch Gießen hergestellte Nach- finanziell von ihren Eltern ab. 4. (Jugendspr.) der Axt ab; beinahe hätte er sich den Daumen
bildung: der A. einer Büste; einen A. in Gips, in [in entspannter Atmosphäre] seine Freizeit ver- abgehauen. 2. 〈nur: haute; hat〉 [eigtl. = flüchtig
Bronze anfertigen. 3. (Gießerei) Gussstück im bringen: im Urlaub einfach nur a. herunterhauen, vgl. abschmieren (2 a)] (Schü-
2
Rohzustand. ab|hän|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. von einem Haken, lerspr.) (in der Schule, in einer Prüfung) uner-
Abh. = Abhandlung. ˙ Nagel [ab-, herunter]nehmen: ich hängte das laubt [schnell u. nicht sauber] abschreiben: er
ab|ha|ben 〈unr. V.; hat〉 (ugs.): 1. 〈meist im Inf.〉 Bild ab. 2. aus der Verbindung mit etw. lösen: haute die Rechenaufgaben [von mir] ab. 3. 〈nur:
˙ (einen Teil von etw.) erhalten: willst du was a.? der Speisewagen wird in München abgehängt. haute; ist〉 [zu veraltet hauen = eilen, laufen,
2. abgenommen, abgezogen haben: er hatte den 3. a) (salopp) jmdn. loswerden, die Bindung zu vom Einhauen der Sporen in die Weichen des
Schlips, den Hut, die Brille ab. 3. (etwas fest Haf- ihm lösen: sie hat ihn einfach abgehängt; Pferdes] (salopp) sich davonmachen, ver-
tendes) gelöst, entfernt haben: hast du den b) (ugs., bes. Sport) jmdn. abschütteln, hinter schwinden: er haute mit dem ganzen Geld ab;
Fleck, den Verschluss ab? sich lassen: er hat alle Konkurrenten abgehängt. Mensch, hau bloß, endlich ab!; sie sind über die
ab|ha|cken 〈sw. V.; hat〉: einer Sache od. jmdm. 4. (veraltend) den Telefonhörer auflegen u. Grenze abgehauen; von zu Hause a.
˙ [einen Teil von] etw. mit einem scharfen Werk- damit das Gespräch beenden: der Teilnehmer ab|häu|ten 〈sw. V.; hat〉: einem Tier die Haut
zeug abschlagen, abtrennen: sie hackte dem hat abgehängt. 5. (Bauw.) die Decke eines Rau- ˙ abziehen: einen Hasen, ein Lamm a.
Huhn den Kopf ab; beinahe hätte ich mir den mes niedriger machen: eine Decke a. ab|he|ben 〈st. V.; hat〉: 1. a) anheben u. entfernen;
Daumen abgehackt; (emotional:) eher lasse ich ab|hän|gig 〈Adj.〉: 1. a) durch etw. bedingt, ˙ ab-, herunternehmen: den Deckel, den Hörer a.;
mir die Hand a., als dass ich mich dafür hergebe. ˙ bestimmt; von etw. entscheidend beeinf lusst: Karten [von einem Kartenspiel] a.; eine Masche
ab|ha|ken 〈sw. V.; hat〉: 1. von einem Haken das ist von den Umständen a.; der Ausflug ist a. (Stricken; durch berziehen einer Masche
˙ abnehmen, aus einer Öse o. Ä. loshaken: den vom Wetter a.; etw. von einer Bedingung a. über die davorliegende die Gesamtmaschen-
Tragriemen von der Tasche a.; die Fensterläden machen ( für etw. eine bestimmte Bedingung zahl um eins reduzieren); du musst noch a. (vor
a. 2. als erledigt, ausgeführt, zur Kenntnis stellen); b) auf jmdn. od. etw. angewiesen, an Spielbeginn einen Teil der [bereits gemischten]
genommen mit einem Haken (1 b) kennzeich- jmdn. od. etw. gebunden: von den Eltern [finan- Karten vom Stapel herunternehmen u. die übrig
nen: die Namen in einer Liste, eine Liste a.; ziell] a. sein; von einem Land wirtschaftlich a. gebliebenen obenauf legen); b) 〈a. + sich〉 sich
 die Streitfragen in der Sache waren rasch sein; c) in krankhafter Weise körperlich stark ablösen: die Kruste hebt sich ab. 2. [für älter:
abgehakt (erledigt). an Genuss-, Rauschmittel o. Ä. gebunden, heben, nach ital. levare] sich etw. auszahlen las-
ab|half|tern 〈sw. V.; hat〉: 1. (selten) einem Zug- darauf angewiesen: er ist vom Alkohol, von sen: Geld [vom Konto] a. 3. a) 〈a. + sich〉 gegen-
˙ tier das Halfter abnehmen: ich halfterte das Drogen a. 2. unselbstständig: in -er Stellung über einem Hinter-, Untergrund, seiner Umge-
Pferd ab. 2. (ugs.) aus seiner Stellung entfernen, sein; a. Beschäftigte, Erwerbstätige (Amtsspr.; bung deutlich unterscheidbar hervortreten: die
seines Postens, Einflusses berauben: man hat Personen, die nicht selbstständig, sondern als Bäume hoben sich vom/gegen den Abendhim-
sie einfach abgehalftert; ein abgehalfterter Angestellte, Beamte, Arbeiter od. Auszubil- mel ab; b) etw. optisch gegenüber etw. hervortre-
(abwertend; heruntergekommener) Rockstar. dende arbeiten); (Sprachwiss.:) -er (untergeord- ten lassen: etw. unterstreichen und es dadurch
ab|hal|ten 〈st. V.; hat〉: 1. a) in Händen Gehalte- neter) Satz (Neben-, Gliedsatz), -e (indirekte) von seiner Umgebung a. 4. (Fliegerspr.) (von
˙ nes von jmdm., sich od. etw. weg-, entfernt hal- Rede, -er (obliquer) Fall. 3. (veraltet) abfallend, Flugzeugen, Raketen) sich in die Luft erheben:
ten: die Zeitung beim Lesen weiter [von sich] a.; geneigt: ein -es Gelände. die Rakete hat von der Startrampe abgehoben.
b) (ein Kind) so halten, dass es seine Notdurft 5. [übertr. zu 4] den Bezug zur Realität verlie-
verrichten kann: der Vater hielt die Kleine ab. -ab|hän|gig 〈drückt in Bildungen mit Sub- ren: er ist Realist geblieben, hat innerlich nicht
2. a) nicht herankommen od. eindringen lassen; stantiven eine Abhängigkeit aus〉: 1. durch abgehoben. 6. [wohl aus der Schützensprache]
abwehren: die Fliegen von dem schlafenden etw. bestimmt, von etw. entscheidend beein- auf etw. nachdrücklich Bezug nehmen, in einem
Säugling a.; die Scheibe hält den Wind ab; flusst: konjunktur-, leistungs-, zeitabhängig. gegebenen Zusammenhang hinweisen: die
b) von etw. zurückhalten; an etw. hindern: 2. körperlich und psychisch von etw. abhän- Fraktionsvorsitzende hat bewusst auf die
jmdn. von einer unüberlegten Handlung a.; die gend, auf etw. angewiesen: heroin-, rausch- Gewissensentscheidung jedes und jeder einzel-
Kinder vom Lernen a.; sie hielt ihn davon ab, gift-, tablettenabhängig. nen Abgeordneten abgehoben.
noch mehr zu trinken. 3. eine Veranstaltung, ab|he|bern 〈sw. V.; hat〉 (bes. Chemie): eine Flüs-
Zusammenkunft durchführen: eine Konferenz, Ab|hän|gi|ge, die/eine Abhängige; der/einer ˙ sigkeit aus etw. mit einem Heber entnehmen.
eine Versammlung a.; Wahlen a. 4. (Seemanns- ˙ Abhängigen, die Abhängigen/zwei Abhängige: Ab|he|bung, die; -, -en: das Abheben (2).
spr.) a) den Kurs so ändern, dass er von etwas weibliche Person, die von jmdm. oder etw. a˙ b|hef|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. etw. in einen Hefter ein-
weg führt; wegsteuern: das Schiff hat von der abhängig (1) ist. ˙ ordnen: Rechnungen in einem Ordner a. 2. etw.
Klippe abgehalten; b) abfallen (6): die Jolle hält Ab|hän|gi|ger, der Abhängige/ein Abhängiger; mit Heftstichen befestigen: sie hefteten die Fal-
[vom Wind] ab. ˙ des/eines Abhängigen, die Abhängigen/zwei ten ab.
Ab|hal|tung, die; -, -en: 1. Verhinderung: ich Abhängige: jmd., der von jmdm. oder etw. Ab|hef|tung, die; -, -en: das Abheften.
˙ hatte eine dringende A. 2. Durchführung: die A. abhängig (1) ist. a˙ b|hei|len 〈sw. V.; ist〉: verheilen [u. verschwin-
von Wahlen. Ab|hän|gig|keit, die; -, -en: 1. das Abhängig- ˙ den]: der Ausschlag heilte [nicht] ab; gut abhei-
ab|han|deln 〈sw. V.; hat〉: 1. jmdm. nach längerem ˙ sein (1 b): die wirtschaftliche, politische A. von lende Wunden.
˙ Handeln abkaufen: sie hat ihm die alte Uhr einem anderen Land; jmdn. seine A. fühlen las- Ab|hei|lung, die; -, -en: das Abheilen.
schließlich für die Hälfte abgehandelt;  ich sen; in A. von jmdm. geraten. 2. das Abhängig- a˙ b|hel|fen 〈st. V.; hat〉: eine Notlage, ein bel
lasse mir von meinem Recht nichts a. 2. [wissen- sein (1 a, 2). ˙ beheben; sich einer Sache annehmen u. den
schaftlich] darstellen, gründlich behandeln: ein Ab|hän|gig|keits|ge|fühl, das: Gefühl des Grund zur Unzufriedenheit o. Ä. beseitigen:
Thema, einen Gegenstand a. ˙ Abhängigseins. einem bel, einem Missstand, berechtigten
ab|han|den|kom|men 〈st. V.; ist〉 [eigtl. = von Ab|hän|gig|keits|ver|hält|nis, das: Verhältnis, Beschwerden a.; dem ist leicht abzuhelfen.
den˙ Händen weg kommen]: verloren gehen: mir ˙ bei dem jmd. von einem andern abhängig ist: in ab|het|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Wild, Pferde, Hunde)
ist meine Brieftasche abhandengekommen; die ein A. geraten. ˙ durch ständiges Antreiben erschöpfen: er hat
abhandengekommene Brieftasche. ab|har|ken 〈sw. V.; hat〉 (nordd.): a) mit der Harke die Pferde abgehetzt. 2. 〈a. + sich〉 sich bis zur
Ab|hand|lung, die; -, -en: 1. das Abhandeln (2). ˙ entfernen: Laub a.; b) mit der Harke säubern: Erschöpfung beeilen: ich habe mich so abge-
˙ 2. schriftliche [wissenschaftliche] Darstellung; den Rasen a. hetzt, um den Zug noch zu erreichen; abgehetzt
längerer Aufsatz (Abk.: Abh.): eine A. über die ab|här|men, sich 〈sw. V.; hat〉: sich jmds., einer aussehen.
einheimische Fauna; eine A. verfassen, schrei- ˙ Sache wegen stark härmen: ich härmte mich ab|heu|ern 〈sw. V.; hat〉: 1. (Seemannsspr.) aus
ben. seinetwegen/um ihn ab; 〈oft im 2. Part.:〉 abge- ˙ dem Dienst auf einem Schiff entlassen: ein
Ab|hang, der; -[e]s, Abhänge: sich neigende Seite härmt aussehen. Besatzungsmitglied a. 2. (Seemannsspr.) den
˙ einer Bodenerhebung, eines Gebirges: ein ab|här|ten 〈sw. V.; hat〉: an Beanspruchungen Dienst auf einem Schiff aufgeben; abmustern:
schroffer A.; den A. hinunterrutschen. ˙ durch raues Wetter, Kälte, Entbehrungen der zweite Steuermann hat abgeheuert. 3. (ugs.)
ab|han|gen 〈st. V.; hat〉 (mundartl., schweiz., gewöhnen u. dadurch widerstandsfähig [ jmdm.] jmdn. abwerben: [einem Unterneh-
˙ sonst veraltet): ↑ 1 abhängen. machen: seinen Körper durch Sport a.; sich men] Arbeitskräfte a.
1
ab|hän|gen 〈st. V.; hat; südd., österr., schweiz.: gegen Erkältungen a.; die Kinder sind abgehär- Ab|hieb, der; -[e]s (Forstwirtsch.): 1. das
˙ ist〉: 1. (bes. von Schlachtfleisch) durch längeres tet;  abgehärtet und gleichgültig wirken. ˙ Abhauen, Fällen von Bäumen: vor dem A. des
Hängen mürbe werden: der Hase kann mehrere Ab|här|tung, die; -, -en: das Abhärten. Bestandes. 2. Stelle, an der ein Baum abge-
Tage a.; 〈meist im 2. Part.:〉 gut abgehangene ˙ab|has|peln 〈sw. V.; hat〉: 1. [von einer Rolle, hauen worden ist: drei Meter über A.
˙
Abhilfe – abklatschen 88
Ab|hil|fe, die; -, -n: das Abhelfen: A. versprechen, ab|hus|ten 〈sw. V.; hat〉: durch Husten Schleim b) 〈a. + sich〉 sich in einer Art Kapsel dicht
A ˙ schaffen; auf A. sinnen; für A. sorgen. ˙ aus der Lunge entfernen: ich kann nicht a.; du abschließen: die Würmer kapseln sich in der
ab|ho|beln 〈sw. V.; hat〉: 1. mit dem Hobel glätten: musst erst einmal ordentlich [den Schleim] a. Muskulatur ab. 2. 〈a. + sich〉 sich gegenüber der
˙ die Kanten von etw. a. 2. mit dem Hobel entfer- Abi, das; -s, -s 〈Pl. selten〉 (Schülerspr.): kurz für Umwelt absondern, abschließen: ich kaps[e]le
nen: ich hob[e]le noch 1 cm vom Brett ab. 3. mit ˙ ↑ Abitur (a). mich gegen meine Umwelt, von der Welt ab;
dem Hobel dünner, kleiner machen: die Tür- Abi|d|jan [abidan]: Regierungssitz von 1 Elfen- abgekapselt leben.
kante a. beinküste.  Ab|kap|se|lung, (selten:) Ab|kaps|lung, die; -,
ab|ho|cken 〈sw. V.; ist〉: 1. (Turnen) mit einer abio|tisch [auch: a...] 〈Adj.〉 (Fachspr.): die unbe- ˙ -en: das Abkapseln. ˙
˙ Hocke vom Gerät abgehen: in den Stand a.  Natur betreffend; leblos.
lebte ab|kar|ren 〈sw. V.; hat〉: mit der Karre abtranspor-
2. (Ski) in die Hocke gehen: vor dem Sprung ab|ir|ren 〈sw. V.; ist〉 (geh.): von der Richtung ˙ tieren: Sand, Steine a.
tief a. ˙ abkommen: in der Dunkelheit vom Weg a.; ihr ab|kar|ten 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = die Karten nach
ab|hold 〈Adj.〉 [mhd. abholt = feindlich gesinnt, Blick, ihre Augen irrten ab;  ihre Gedanken irr- ˙ heimlicher Verabredung einsehen] (ugs.): zum
˙ aus ↑ 1 ab u. ↑ hold]: in der Verbindung jmdm., ten immer wieder ab. Nachteil eines anderen heimlich verabreden:
einer Sache a. sein (geh.; jmdm., einer Sache Ab|ir|rung, die; -, -en: das Abirren. die Sache war abgekartet; 〈häufig im 2. Part.:〉
abgeneigt sein: großen Worten a. sein; er war ˙ab|iso|lie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Fachspr.): die Isolie- ein abgekartetes Spiel.
dem Alkohol nicht a.; 〈auch attr.:〉 ein allen ˙ rung von einem Kabelende entfernen. ab|kas|sie|ren 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): Geld von jmdm.
Phrasen -er Politiker). Ab|iso|lier|zan|ge, die: besondere Zange zum ˙ kassieren: die Fahrgäste a.; die Bedienung hat
ab|ho|len 〈sw. V.; hat〉: 1. (Bereitliegendes) sich ˙ Entfernen der Isolierung von einem Kabelende. [alle Tische, die Getränke] bereits abkassiert;
˙ geben lassen u. mitnehmen: ein Paket auf der Ab|i|tur, das; -s, -e 〈Pl. selten〉 [zu nlat. abiturire,  bei den Kunden, den Bürgern a. (zu hohe
Post, Theaterkarten an der Kasse a. 2. jmdn. an 
↑ Abiturient]: a) Abschlussprüfung an einer Gebühren verlangen).
einem vereinbarten Ort treffen u. mit ihm weg- höheren Schule; Reifeprüfung: das, sein A. ab|kau|en 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch ständiges
gehen: jmdn. zum Spaziergang a.; sie holte mich machen; das A. bestehen, nachholen; durchs A. ˙ Beknabbern, Kauen verunstalten, hässlich aus-
am Bahnhof, von der Bahn ab. 3. (ugs. verhüll.) fallen; b) höherer Schulabschluss; Berechtigung, sehen lassen: Nägel a.; abgekaute Bleistifte;
verhaften: jmdn. nachts a. 4. (bes. Kaufmanns- an einer Hochschule zu studieren: [das, kein] A. b) durch häufiges Beißen abnutzen: das Mund-
spr.) auf jmdn. zugehen u. [in direkter Anspra- haben. stück der Pfeife a.; abgekaute Zähne. 2. (vulg.)
che] als Interessenten für ein Produkt, eine Ab|i|tu|ri|ent, der; -en, -en [nlat. abituriens fellationieren: jmdm. einen a.
Dienstleistung o. Ä. zu gewinnen suchen: wir ˙
(Gen.: abiturientis), 1. Part. von: abiturire = ab|kau|fen 〈sw. V.; hat〉: von jmdm. kaufen: jmdm.
müssen die Kunden dort a., wo sie sind. (von der Schule) ab-, weggehen werden, zu lat. ˙ ein altes Radio a.; er kaufte ihr einen Blumen-
Ab|ho|ler, der; -s, -: Person, die etw. abholt (1). abire = abgehen]: Schüler kurz vor, im u. nach strauß ab;  was du da sagst, kauft dir keiner ab
A˙ b|ho|le|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abholer. dem Abitur. (ugs.; glaubt dir niemand).
A˙ b|hol|markt, der: Verkaufsstelle, bei der die Ab|i|tu|ri|en|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abitu- Ab|kehr, die; -: Abwendung von jmdm., etw.: eine
˙ Käufer[innen] Waren, die sonst üblicherweise rient. ˙ ˙ A. von der bisherigen Politik.
1
geliefert werden, selbst abholen. Ab|i|tur|klas|se, die: Schulklasse, die das Abitur ab|keh|ren 〈sw. V.; hat〉: abwenden: sie kehrte ihr
Ab|ho|lung, die; -, -en: das Abholen.  oder [gerade] hinter sich hat.
vor sich ˙ Gesicht ab; ich kehrte mich von ihr, vom Fens-
a˙ b|hol|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Bäume) in einem Ab|i|tur|no|te, die: Gesamtnote im Abitur (a). ter ab; die uns abgekehrte Seite des Mondes;
˙ Gebiet fällen: Bäume, Wälder a. 2. ein Gebiet Ab|i|tu r|prü|fung, die: Abitur (a).  sich von der Welt a.
durch Kahlschlag seines Baumbestandes berau- Ab|i|tu r|zei|tung, die: von Abiturienten in Form 2
ab|keh|ren 〈sw. V.; hat〉 (bes. südd.): a) durch 2 Keh-
ben: die Hänge waren teilweise abgeholzt. einer Zeitung zusammengestellte Beiträge, in ˙ ren [von etw.] entfernen; abfegen (a): ich kehrte
Ab|hol|zung, die; -, -en: das Abholzen. denen humorvoll an Personen und Ereignisse den Schmutz [von der Treppe] ab; b) durch 2 Keh-
A˙ b|hör|an|la|ge, die: vgl. Abhörgerät: eine A. des zurückliegenden Schullebens erinnert wird. ren säubern; abfegen (b): die Treppe a.
˙ installieren. Ab|i|tur|zeug|nis, das: Zeugnis, mit dem Abitu- ab|ket|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. von der Kette lösen: ich
ab|hor|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) mit dem Ohr auf 
rientinnen u. Abiturienten nach bestandener ˙ kettete den Hund ab. 2. (Maschen) zu einem
˙ Geräusche prüfen: den Boden a.; b) durch Prü- Reifeprüfung die höhere Schule verlassen; Reife- festen Rand verbinden.
fen bestimmter Geräusche im Körper untersu- zeugnis. ab|kip|pen 〈sw. V.〉: 1. a) 〈hat〉 kippend nach
chen: das Herz, die Lunge a. 2. (selten) heimlich ab|ja|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. jmdm. etw. nach länge- ˙ unten fallen lassen: die Bordwand des Lieferwa-
überwachen, mit anhören: Telefongespräche a. ˙ rer Verfolgung entreißen, abnehmen: die Polizei gens a.; b) 〈ist〉 nach unten fallen, abrutschen:
Ab|hör|ein|rich|tung, die: vgl. Abhörgerät. konnte den Dieben die Beute noch rechtzeitig der Balken kippte plötzlich ab;  die Maschine
a˙ b|hö|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. jmdn. etw. Gelerntes a.; der Stürmer jagte ihm wieder den Ball ab; ist abgekippt (Fliegerspr.; ist aus der normalen
˙ ohne Vorlage aufsagen lassen, um festzustellen,  jmdm. Kunden a. 2. a) durch ständiges Fluglage gekippt). 2. 〈hat〉 [Müll o. Ä.] abladen,
ob er es beherrscht: die Schülerinnen u. Schü- Antreiben erschöpfen: die Pferde a.; b) 〈a. + beseitigen: Müll, Sand, Säure a.
ler/den Schülerinnen u. Schülern die Vokabeln sich〉 (ugs.) sich abhetzen (2): sie hatte sich ab|klap|pen 〈sw. V.; hat〉: 1. nach unten klappen:
a.; jmdn., einander, sich [gegenseitig] a.; der abgejagt, um den Zug noch zu erreichen. ˙ die Seitenwände a. 2. (von Müll o. Ä.) abladen,
Lehrer hat die Vokabeln abgehört. 2. abhor- Abk. = Abkürzung. beseitigen.
chen (1 b), auskultieren: die Lunge a.; die Ärztin ab|ka|cken 〈sw. V.〉 (derb): 1. 〈hat〉 [schnell] seine ab|klap|pern 〈sw. V.; hat〉 [viell. nach dem Klap-
hörte den Kranken ab. 3. zur berprüfung, zum ˙ große Notdurft verrichten. 2. 〈ist〉 [plötzlich] ˙ pern der Holzpantoffeln von Hausierern, die
Wissenserwerb, zum Vergnügen o. Ä. anhören: völlig versagen: ihm ist der Motor abgekackt; ihre Kunden abgingen] (ugs.): (eine Anzahl Per-
eine Aufnahme, ein Band a. 4. heimlich überwa- die beiden Angeber sind am Ende total abge- sonen, Orte) der Reihe nach aufsuchen: Kunden
chen, mit anhören: die Telefonleitung, ein kackt. a.; er hatte die halbe Stadt [nach einem Zim-
Gespräch a.; sie (ihre Gespräche) wurden abge- ab|kal|ben 〈sw. V.; hat〉 (Landwirtsch.): kalben. mer] abgeklappert.
hört. 5. wegen eines Verbots heimlich hören, um ˙ab|käm|men 〈sw. V.; hat〉: 1. mit dem Kamm [aus ab|klä|ren 〈sw. V.; hat〉: völlig klären:  einen
sich zu informieren: ausländische Sender a. ˙ dem Haar] entfernen. 2. systematisch absuchen: ˙ Sachverhalt, Tatbestand a.
Ab|hör|ge|rät, das: hochempfindliches, mit ein Waldstück [nach einem Sträfling] a. Ab|klä|rung, die; -, -en (bes. schweiz.): das Abklä-
˙ Mikrofon u. Sender ausgestattetes Gerät zum ab|kämp|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. (veraltend) jmdm., ˙ ren.
Abhören von [Telefon]gesprächen. ˙ sich abringen: ich habe ihm seine Zustimmung Ab|klatsch, der; -[e]s, -e: a) (Kunstwiss.) Nachbil-
ab|hör|si|cher 〈Adj.〉: gegen Abhören (4) gesi- mit großer Mühe abgekämpft. 2. 〈a. + sich〉 sich ˙ dung, Negativ einer Vorlage: der A. eines
˙ chert: -e Telefone. Dazu: Ab|hör|si|cher|heit, bis zur Erschöpfung anstrengen: die Raufenden Reliefs; b) (abwertend) bloße, minderwertige
die, -. ˙ haben sich abgekämpft; abgekämpft sein. Nachahmung eines Vorbildes; Kopie.
Ab|hö|rung, die; -, -en: das Abhören. ab|kan|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. scharfe Kanten bei etw. ab|klat|schen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Klatschen in
A˙ b|hör|wan|ze, die (Jargon): Abhörgerät in Form ˙ beseitigen: ein Brett a. 2. die Kante von etw. ˙ die Hände jmdn., der gerade mit einem andern
˙ eines kleinen Senders, der in einem Raum ver- umbiegen: die Bleche sind abgekantet worden. tanzt, für sich als Tanzpartner[in] erbitten u.
steckt angebracht wird. 3. mit einer Kante versehen: einen Stein scharf erhalten: sie klatschte mehrmals den Tanzpart-
ab|hot|ten 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Hot] (salopp): sich a. 4. über die Kante abladen: Geräte vom ner ihrer Freundin ab. 2. (Theater, Film) durch
˙ tanzend austoben. Wagen a. Klatschen in die Hände jmdn. in etw. unterbre-
Ab|hub, der; -[e]s: (veraltend abwertend) ab|kan|zeln 〈sw. V.; hat〉 [urspr. = jmdn. von der chen: die Akteure bei der Probe a.; der Regisseur
˙ Abschaum: jmdn. zum A. der Gesellschaft erklä- ˙ Kanzel (1) herab rügen] (ugs.): (bes. einen musste mehrmals a. 3. (Ballspiele) (einen Ball)
ren. Untergebenen) betont unhöflich, scharf tadeln: mit f lachen Händen abwehren, zurückschlagen:
ab|hun|gern 〈sw. V.; hat〉: 1. 〈a. + sich〉 sich durch er musste sich vor allen Anwesenden a. lassen. den Ball a. 4. (Sport) (zur Aufmunterung, als
˙ Hungern absparen, ermöglichen: ich habe mir Ab|kan|ze|lung, (seltener:) Ab|kanz|lung, die; -, Zeichen der Anerkennung o. Ä.) die Handflä-
das Geld dazu, die Reise abgehungert. 2. durch ˙ -en (ugs.): das Abkanzeln. ˙ chen gegen die eines Mitspielers, Mannschafts-
Hungern bewirken, dass das Körpergewicht ab|kap|pen 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ kappen]: 1. die kameraden o. Ä. schlagen: jmdn. a. 5. a) (Kunst-
geringer wird: ich habe [mir] fünf Kilo, einige ˙ Spitze von etw. abschneiden: die oberen Zweige wiss.) in einem Abklatsch (a) nachbilden: ein
Pfunde abgehungert. 3. 〈a. + sich〉 sehr hungern; a. 2. kappen (1): er kappte das Tau ab. Relief a.; b) (abwertend) kopieren (4); unverar-
sich durch Hunger entkräften: er hat sich im ab|kap|seln 〈sw. V.; hat〉: 1. a) in einer Art Kapsel beitet, unreflektiert wiedergeben: in seinen
Lager abgehungert; abgehungert aussehen. ˙ dicht abschließen: die Krankheitserreger a.; Romanen klatscht er das Leben nur ab.
89 abkleben – ablagern
ab|kle|ben 〈sw. V.; hat〉: mit Klebeband o. Ä. abde- küssen: er knutschte sie, sie knutschten sich im men (1): ein Stück, nichts a.; keine [Frau], kei-
˙ cken. Hausflur ab. nen [Mann] a. (unverheiratet, Single bleiben). A
ab|klem|men 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Klemmen ab-, ab|ko|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (seltener) bis zum 2. in einer gefahrvollen Situation einen Schaden
˙ durchtrennen: das Telefon [von der Leitung] a.; ˙ Garsein kochen: Futterkartoffeln, Eier für den erleiden: das Schiff hatte zwei Torpedotreffer
(mit der Nebenvorstellung des Unabsichtlichen) Salat a.; b) durch Kochen keimfrei machen: wir abgekriegt; ich habe etwas abgekriegt (ugs.; ich
ich hätte mir beinahe einen Finger abgeklemmt. mussten das Trinkwasser a.; c) durch Kochen bin in Mitleidenschaft gezogen worden).
2. a) [mit einer Klemme] zusammenpressen: einen Extrakt aus etw. gewinnen: [Heil]kräuter 3. etwas Haftendes, Festsitzendes mit Mühe
eine Ader, die Nabelschnur a.; b) von einer a. 2. (salopp) ( jmdn.) zermürben, erledigen, fer- lösen können, losbekommen: den Deckel
Klemme, von Klemmen lösen: die Verteiler- tigmachen: sich nicht a. lassen. 3. (salopp) nicht a.
kappe a. schröpfen, ausnehmen: sie haben ihn beim Skat ab|ku|cken (nordd.): ↑ abgucken.
Ab|klem|mung, die; -, -en: das Abklemmen. ganz gehörig abgekocht. 4. (Sportjargon) vor a˙ b|küh|len 〈sw. V.; hat〉: 1. auf eine niedrigere
A˙ b|kling|be|cken, das (Reaktortechnik): durch einem Kampf [durch Schwitzen] sein Körperge- ˙ Temperatur bringen: die Milch a.; ich habe mich
˙ dicke Betonschichten abgeschirmtes Wasserbe- wicht in kurzer Zeit verringern [um für eine vor dem Schwimmen rasch abgekühlt;  das
cken, in dem Brennelemente aus Reaktoren bestimmte Klasse zugelassen zu werden]: eine Erlebnis hat seine Liebe abgekühlt. 2. 〈a. + sich〉
nach dem Ausbau gelagert werden, bis ihre Woche vor dem Fight musste der Europameis- kühl[er] werden, an Wärme verlieren: nach dem
Radioaktivität auf einen bestimmten Wert ter noch [2 Kilo] a. Regen hat es sich stark abgekühlt; das Badewas-
gesunken ist. ab|kom|man|die|ren 〈sw. V.; hat〉 (meist Militär): ser hat sich inzwischen, ist nun abgekühlt;
ab|klin|geln 〈sw. V.; hat〉: 1. (ugs.) an mehreren ˙ dienstlich zur Erfüllung einer besonderen Auf- 〈auch ohne »sich«:〉 der Motor, die Suppe muss
˙ Haus-, Wohnungstüren nacheinander klingeln: gabe entsenden; abstellen, abordnen: jmdn. an noch a.;  ihre Beziehungen kühlten [sich] ab.
alle Haustüren, die ganze Straße a. 2. (landsch.) die Front, für etw., nach Südamerika, zum Ab|küh|lung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: 1. das Abküh-
durch Klingeln das Zeichen zur Weiterfahrt Ölschaufeln an der Küste a. ˙ len, Sichabkühlen. 2. Temperaturrückgang.
geben: die Schaffnerin klingelte ab. Ab|kom|man|die|rung, die; -, -en: das Abkom- ab|kün|di|gen 〈sw. V.; hat〉 (Kirche): von der Kan-
ab|klin|gen 〈st. V.; ist〉: 1. in der Lautstärke ˙ mandieren. ˙ zel herab bekannt geben: der Pfarrer kündigte
˙ abnehmen, leiser werden: der Lärm klingt ab. Ab|kom|me, der; -n, -n [zu veraltet abkommen = die Brautpaare ab.
2. weniger werden; schwinden, nachlassen: die ˙ abstammen] (veraltet): Nachkomme: er ist ein Ab|kün|di|gung, die; -, -en: das Abkündigen.
Erregung, das Fieber klingt ab. 3. (Physik) in der direkter A. des Kurfürsten. ˙Ab|kunft, die; - [zu ↑ 1 abkommen; 2. Bestandteil
radioaktiven Strahlung nachlassen. ab|kom|men 〈st. V.; ist〉: 1. a) sich, ohne es zu ˙ veraltet Kunft, mhd. kunft, kumft, ahd. chumft,
ab|klop|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Klopfen ent- ˙ merken, ohne es verhindern zu können, von ↑ 1 künftig]: Abstammung, Herkunft: ein Dichter
˙ fernen: den Putz von den Wänden, den Schnee einer eingeschlagenen Richtung entfernen: vom indischer A.; bescheidener, bürgerlicher A. sein.
vom Mantel a.; b) durch Klopfen säubern: ich Weg[e], vom Kurs, bei Glatteis von der Fahr- ab|kup|fern 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = einen Kupfer-
klopfte [mir] den Mantel ab, klopfte mich ab. bahn a.; b) abschweifen (2): vom Thema a.; ˙ stich vervielfältigen] (ugs. abwertend): uner-
2. klopfend liebkosen: das Pferd a. 3. (bes. Med.) c) etw. aufgeben: von einem Plan wieder a. laubt übernehmen, abschreiben: einen Artikel
durch Klopfen untersuchen, prüfen; perkutieren: 2. a) (Sport) einen Wettkampf, eine sportliche aus einem Lexikon a.; bei jmdm., von jmdm. a.
die Ärztin klopft den Patienten, die Brust des bung in bestimmter Weise beginnen: der ab|kup|peln 〈sw. V.; hat〉: abkoppeln (2).
Patienten [mit dem Finger] ab; Fässer a.;  eine Springer ist gut [von der Sprungschanze] abge- a˙ b|kür|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. räumlich kürzer
Aussage auf ihre Glaubwürdigkeit a. 4. (vorge- kommen; b) (Schießen) bei der Abgabe des ˙ machen: einen Weg a.; [den Weg] ein Stück a.;
tragene Musik) durch Klopfen mit dem Takt- Schusses eine bestimmte Zielrichtung haben: er in abgekürztem (verhaltenem) Trab. 2. in seiner
stock auf das Dirigentenpult unterbrechen: der ist zu tief, ist 8 hoch links abgekommen. Zeitdauer beschränken; vorzeitig beenden: eine
Dirigent klopfte nach den ersten Takten ab. 3. 〈meist im Inf.〉 eine Tätigkeit unterbrechen: Rede, ein Verfahren a.; er hatte seinen Besuch
5. [nach dem Klopfen an die Haustür] (ugs.) für ein paar Stunden [vom Dienst] a. können. abgekürzt. 3. (in Sprache u. Schrift) kürzer aus-
(Orte, Gebäude u. Ä.) der Reihe nach aufsuchen: 4. außer Gebrauch, aus der Mode kommen: drücken, in einer verkürzten Form wiedergeben:
die Nachtlokale a. diese Sitte ist heute ganz abgekommen. ein Wort, einen Namen a.
ab|klop|pen 〈sw. V.; hat〉 (landsch. salopp): Ab|kom|men, das; -s, - [zu veraltet abkommen = Ab|kür|zung, die; -, -en: 1. das Abkürzen, Verkür-
˙ 1. abklopfen (5). 2. abschreiben (1 c). ˙ zu einer Abmachung kommen, mhd. abeko- ˙ zen. 2. eine Entfernung, Wegstrecke abkürzen-
ab|knab|bern 〈sw. V.; hat〉 (ugs., fam.): 1. in klei- men = (von einer Schuld) durch eine Abma- der Weg: eine A. kennen, nehmen. 3. abgekürz-
˙ nen Bissen abbeißen: ich knabbere gern die chung loskommen]: [vertragliche] bereinkunft tes Wort, abgekürzte Folge von Wörtern (Abk.:
knusprige Brotrinde ab. 2. leer knabbern; abna- [bes. zwischen Staaten, wirtschaftlichen Insti- Abk.): die A. Lkw bedeutet Lastkraftwagen.
gen (2): einen Knochen a. tutionen o. Ä.]: ein geheimes A. zwischen zwei Ab|kür|zungs|ver|zeich|nis, das: Verzeichnis, in
ab|knal|len 〈sw. V.; hat〉 (salopp abwertend): hem- Staaten; ein A. [mit jmdm., über etw.] treffen, ˙ dem Abkürzungen (3) aufgeführt u. erklärt wer-
˙ mungslos, kaltblütig niederschießen: jmdn. eis- schließen. den.
kalt a. ab|kömm|lich 〈Adj.〉: imstande, sich von einer Ab|kür|zungs|wort, das: Kurzwort, Buchstaben-
ab|knap|pen 〈sw. V.; hat〉 (landsch.): abknapsen. ˙ Tätigkeit frei zu machen; entbehrlich: ich bin im ˙ wort, verkürztes Wort.
a˙ b|knap|sen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): (einen Teil von Moment nicht, schlecht a. Dazu: Ab|kömm|lich- Ab|kür|zungs|zei|chen, das: Sigel.
˙ etw.) wegnehmen: für den Urlaub knapst sie keit, die; -. ˙ a˙ b|küs|sen 〈sw. V.; hat〉: oft u. heftig küssen: sie
jeden Monat ein paar Euro vom Haushaltsgeld Ab|kömm|ling, der; -s, -e: 1. [vgl. Abkomme] ˙ küsst den Jungen ab; sie küssten sich [gegensei-
ab. ˙ (bes. Rechtsspr.) Nachkomme: der A. einer alten tig] ab.
ab|knei|fen 〈st. V.; hat〉: (mit einer Zange, mit den Familie. 2. (Chemie) abgeleitete Verbindung; ab|la|chen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): ausgiebig u. herz-
˙ Fingernägeln) abtrennen. Derivat. ˙ haft lachen.
ab|knib|beln 〈sw. V.; hat〉 (landsch. ugs.): mit ab|kön|nen 〈unr. V.; hat; meist verneint〉 (bes. ab|la|den 〈st. V.; hat〉: 1. a) von einem Transport-
˙ den Fingerspitzen entfernen, ablösen: ein Eti- ˙ nordd. ugs.): a) leiden können, ertragen können: ˙ mittel laden: das Gepäck, Fässer [vom Wagen]
kett a. den, das kann ich einfach nicht ab; b) aushal- a.;  wo kann ich Sie a.? (ugs. scherzh.; abset-
ab|kni|cken 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 nach unten knicken ten, vertragen: ein Glas wirst du doch noch a.; es zen); seinen Kummer im Wirtshaus a. (loswer-
˙ [u. abtrennen]: einen Stiel, dünne Zweige a. ist unglaublich, was der alles abkann. den); die Schuld auf einen anderen a. (abwäl-
2. 〈ist〉 einen Knick machen, bilden: in der Hüfte ab|kop|peln 〈sw. V.; hat〉: 1. (ein Tier) von der zen); b) durch Herunternehmen der Ladung leer
a. (bei der Gymnastik); abknickende Vorfahrt ˙ 2 Koppel (3) losmachen: ich kopp[e]le die Hunde machen: einen Lastwagen, Waggon a. 2. (Seew.)
(Verkehrsw.; Vorfahrt einer nach rechts od. ab. 2. (einen Wagen o. Ä. von einem anderen) ein Schiff mit Waren beladen: Schiffe a.
links abbiegenden Straße). durch Lösen der Kupplung (2) trennen: den Ab|la|ge, die; -, -n: 1. 〈o. Pl.〉 das Ablegen: das
Ab|kni|ckung, die; -, -en: 1. das Abknicken. Anhänger, die Mondlandefähre [von der Kom- ˙ Weibchen wurde bei der A. der Eier gestört;
˙ 2. abgeknickte Stelle. mandokapsel] a. Akten zur A. geben; A. machen (Bürow.; Schrift-
ab|knip|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. (etwas Dünnes, Klei- Ab|kop|pe|lung, Ab|kopp|lung, die; -, -en: das stücke o. Ä. zur Aufbewahrung in einen Ordner
˙ nes mit einer Schere, Zange o. Ä.) abtrennen: ˙ Abkoppeln. ˙ legen). 2. Raum, Stelle, Vorrichtung, wo etw.
eine Blüte, das Ende der Zigarre a. 2. (ugs.) foto- ab|kra|gen 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Krage] (Bauw.): abgelegt wird: Akten in die A. bringen; * Ablage
grafieren (1 b). ˙ (einen Stein) abschrägen: ein nach unten abge- rund; Ablage P (ugs. scherzh.; Papierkorb: die
ab|knöp|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Angeknöpftes) kragter Stein. Briefe landeten ungelesen in der Ablage P).
˙ abnehmen: dem Kind, sich die Kapuze von der ab|krat|zen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch Kratzen von 3. 〈meist Pl.〉 (selten) abgelegtes Schriftstück.
Jacke a. 2. [viell. mit Bezug auf Wertsachen, die ˙ etw. entfernen: das Preisschild, alte Farbe a.; 4. (schweiz.) Annahme-, Zweigstelle: den Toto-
(wie z. B. Uhren) am Knopfloch befestigt waren] b) durch Kratzen reinigen: die Schuhe a. 2. 〈ist〉 schein zur A. bringen. 5. (schweiz.) das Abla-
(ugs.) jmdm., ohne dass er sich dagegen recht [urspr. mundartl. = weggehen (u. dabei einen gern; Ablagerung (3).
wehren, sträuben kann, einen Geldbetrag Kratzfuß machen)] (derb) sterben: er wird wohl ab|la|gern 〈sw. V.; hat〉: 1. a) sich absetzen,
abnehmen: jmdm. beim Kartenspielen 5 Euro bald a. ˙ ansammeln lassen: der Fluss lagert hier viel
a.; du hast dir für den gebrauchten Wagen zu Ab|krat|zer, der; -s, -: neben Haustüren ange- Geröll ab; b) 〈a. + sich〉 sich absetzen, ansam-
viel a. lassen. ˙ brachtes Eisen zum Abkratzen (1 a) des Schmut- meln: der Stoff lagert sich im Bindegewebe ab.
ab|knut|schen 〈sw. V.; hat〉 (salopp, oft abwer- zes von den Schuhen. 2. durch (längeres) Lagern an Qualität gewin-
˙ tend): jmdn. unter Umarmungen fortgesetzt ab|krie|gen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): 1. abbekom- nen: das Holz muss a., hat abgelagert; 〈meist im
˙
Ablagerung – ablenken 90
2. Part.:〉 abgelagerte Weine. 3. etw. zur Lage- ßen (2): die Badewanne läuft schlecht ab. 3. 〈ist〉 o. Ä. legen); die Daten in einem Speicher a.
A rung geben, deponieren: Fässer a. a) von etw. herab-, herunterfließen, -rinnen: der (EDV; speichern); Herzass a. (Kartenspiele; bei-
Ab|la|ge|rung, die; -, -en: 1. a) das Ablagern (1); Regen läuft [am Mantel, vom Schirm] ab;  an seitelegen, weil die Karte nicht mehr benötigt
˙ b) etw. Abgelagertes, Anhäufung fester Stoffe: ihm läuft alles ab (alles lässt ihn gleichgültig); wird); b) (bes. Jägerspr.) (einen Hund) sich nie-
eiszeitliche -en. 2. das Ablagern (2), Lagerung. * jmdn. a. lassen (ugs. selten; kühl ab-, zurück- derlegen u. warten lassen. 3. 〈in Verbindung mit
3. das Abladen, Deponieren. weisen; wohl aus der Fechterspr., von der Klinge bestimmten Substantiven〉 [urspr. = (das Geld
ab|lam|men 〈sw. V.; hat〉 (Landwirtsch.): lammen. des Gegners, die abgleitet, ohne zu verwunden); für) eine geschuldete Summe hinlegen
a˙ b|lan|dig 〈Adj.〉 (Seemannsspr.): (vom Land b) durch das Ablaufen des Wassers trocken wer- (= bezahlen)] vollziehen, leisten, machen: eine
˙ weg) seewärts gerichtet: -er Wind; die Strö- den: die Weintrauben müssen noch a.; das Prüfung a. (machen); einen Eid a. (schwören);
mung ist a. Geschirr a. lassen. 4. 〈ist〉 a) (Eisenbahn) den die Beichte a. (geh.; beichten); ein Gelübde a.
Ab|lass, der; -es, Ablässe [mhd. apla, ahd. abla] Ablaufberg hinunterfahren: in 24 Stunden bis (geloben); ein Geständnis a. (gestehen); ein
˙ (kath. Kirche): Nachlass von auferlegten Stra- zu 5 000 Waggons a. lassen; b) (Seemannsspr.) Bekenntnis [über etwas] a. ([etw.] bekennen);
fen, die von dem Sünder nach seiner Umkehr vom Stapel laufen: das Schiff seitlich a. lassen. für jmdn. od. etw. Zeugnis a. ( für jmdn. zeugen,
noch zu verbüßen sind. 5. 〈ist〉 a) sich (von Anfang bis Ende) abrollen, etw. bezeugen); Rechenschaft [über etwas] a.
Ab|lass|brief, der (MA.): Urkunde über erteilten abwickeln: das Kabel ist [von der Trommel] (geben); einen Beweis [für etwas] a. ([etw.]
˙ Ablass. abgelaufen; das Tonband, den Film a. lassen; beweisen). 4. (veraltet, noch landsch.) es auf
ab|las|sen 〈st. V.; hat〉: 1. a) abfließen, herauslau- b) mechanisch zu Ende laufen u. dann stehen etw. anlegen, absehen. 5. (Seemannsspr.) vom
˙ fen lassen: das Öl [aus dem Motor] a.; Wasser bleiben: die Uhr ist abgelaufen; c) in bestimmter Kai o. Ä. weg fahren: das Schiff hatte in der
aus der Wanne a.; b) ausströmen, entweichen Weise vonstattengehen, vor sich gehen, verlau- Nacht abgelegt.
lassen: Dampf ablassen; die Luft aus einem Rei- fen: alles ist gut, glimpflich abgelaufen; wie ist Ab|le|ger, der; -s, - [eigtl. = Trieb, der vom Baum
fen a.;  seinen Ärger, seinen Frust a.; (ugs.:) die Diskussion abgelaufen? 6. 〈ist〉 zu Ende ˙ abgemacht u. in die Erde gelegt wird]: 1. a) vor-
Sprüche a.; c) durch Ablassen (1 a) entleeren: gehen; zu bestehen, zu gelten auf hören: die jähriger Trieb, der zwecks vegetativer Vermeh-
einen Teich a.; die Kessel müssen vor der Repa- Frist, die Amtszeit läuft am 1. Januar ab; das rung in ganzer Länge waagerecht in eine Rille
ratur abgelassen werden. 2. sich in Bewegung Visum, der Pass, der Ausweis ist abgelaufen; gelegt u. festgehakt wird; b) Steckling. 2. Zweig-
setzen lassen: Brieftauben a.; einen Zug a. 3. aus wann läuft der Vertrag ab? 7. 〈ist〉 (selten) abge- stelle: der deutsche A. des amerikanischen Kon-
Gefälligkeit abgeben: jmdm. die Hälfte seiner hen, abzweigen: von der Landstraße läuft ein zerns.
Portion a. 4. [ jmdm.] einen bestimmten Preis- Weg ab. 8. 〈ist/hat〉 a) an etw. zum Zweck der ab|leh|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Angebotenes) nicht
nachlass gewähren: er lässt [ihr] von dem Preis Besichtigung od. Kontrolle entlanggehen, -lau- ˙ annehmen: jmds. Einladung a.; ein Geschenk a.;
15 % ab. 5. (ugs.) nicht [wieder] befestigen, nicht fen: den ganzen Weg a.; b) der Reihe nach nach er hat die Wahl abgelehnt. 2. einer Forderung
[wieder] anlegen: das Schildchen a. 6. a) von jmdm., etw. absuchen: alle Läden, Lokale, Kun- o. Ä. nicht stattgeben: einen Antrag a.; die Zah-
etw. absehen u. es nicht weiterverfolgen, von den a.; ich habe/bin die ganze Gegend (Haus für lung von tausend Euro a. 3. nicht gelten lassen,
etw. abgehen u. sich nicht mehr daran halten: Haus) abgelaufen. 9. 〈hat〉 a) durch vieles nicht gutheißen; missbilligen: jede Gewalt a.; die
von einem Vorhaben a.; b) sich nicht mehr mit Gehen, Laufen abnutzen: du hast die Absätze moderne Malerei a.; er lehnt seinen Schwieger-
jmdm. befassen: von dem Unterlegenen a. schon wieder ganz abgelaufen; b) 〈a. + sich〉 sohn ab. 4. [eigtl. = die Lehne (= Stütze) von
Ab|lass|schrau|be, die: Schraube an einem sich durch vieles Gehen, Laufen abnutzen: die etw. wegnehmen] als nicht in Betracht kom-
˙ Behälter, die dazu dient, etw. abzulassen. Sohlen haben sich schnell abgelaufen. mend zurückweisen: ich muss jede Verantwor-
Ab|la|tiv [ab..., ap...], der; -s, -e [lat. (casus) abla- Ab|lauf|plan, der: Plan, nach dem ein bestimm- tung a.; jmdn. als Zeugen a. 5. sich weigern, etw.
tivus = die Trennung ausdrückend(er Fall), zu: ˙ tes Programm ablaufen soll. zu tun; verweigern: die Ausführung eines
ablatum, 2. Part. von: auferre = wegnehmen] Ab|lauf|rin|ne, die: Rinne, durch die eine Flüssig- Befehls a.; er lehnte es ab, einen mitzutrinken;
(Sprachwiss.): 1. Kasus in bestimmten Spra- ˙ keit ablaufen kann. eine ablehnende Antwort; sich ablehnend ver-
chen, der einen Ausgangspunkt, eine Entfer- ab|lau|gen 〈sw. V.; hat〉: a) mit Lauge behandeln, halten.
nung oder Trennung angibt (Abk.: Abl.). 2. Wort ˙ reinigen: die Tür a.; b) mit Lauge entfernen: die ab|leh|nend 〈Adj.〉: abweisend, reserviert: eine -e
im Ablativ. Farbe a. ˙ Reaktion; eine -e Haltung einnehmen.
Ab|la|ti|vus ab|so|lu|tus [auch: ...tiv s -], der; - Ab|lau|gung, die; -, -en: das Ablaugen. Ab|leh|nung, die; -, -en: das Ablehnen.
˙ -, ...vi ...ti [↑ Ablativ, ↑ absolut] (Sprachwiss.): (in ˙ab|lau|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. (ugs.) jmdm. die Läuse A˙ b|leh|nungs|front, die: Front (3), die etw. ent-
der lat. Sprache) syntaktisch einem Nebensatz ˙ absuchen: der Affe laust die Jungen, dem Jungen ˙ schieden ablehnt: gegen dieses Vorhaben hat
gleichwertige Ablativkonstruktion. den Kopf ab. 2. (salopp) listig [Stück für Stück] sich eine breite A. gebildet.
ab|lat|schen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 (ugs.) (Schuhwerk) abnehmen, ablisten: sie haben sich ihre Millio- ab|lei|ern 〈sw. V.; hat〉 (ugs. abwertend): 1. (etw.
˙ [durch nachlässigen Gang] abnutzen: seine nen a. lassen. ˙ auswendig Gelerntes, einen Text) eintönig vor-
Schuhe a.; abgelatschte Stiefel. 2. 〈ist/hat〉 (ugs.) Ab|laut, der; -[e]s, -e 〈Pl. selten〉 (Sprachwiss.): tragen: ich leiere das Gedicht ab. 2. (anderen
a) (eine Entfernung) zu Fuß zurücklegen; ablau- ˙ gesetzmäßiger Vokalwechsel in der Stammsilbe bereits Bekanntes) immer wieder vorbringen:
fen (8 a): viele Kilometer a.; b) (eine Anzahl Per- etymologisch verwandter Wörter. 〈meist im 2. Part.:〉 abgeleierte Phrasen.
sonen, Orte) der Reihe nach aufsuchen; ablau- ab|lau|ten 〈sw. V.; hat〉 (Sprachwiss.): Ablaut auf- ab|leis|ten 〈sw. V.; hat〉: [voll u. ganz, bis zum
fen (8 b): alle Geschäfte, Kunden a. ˙ weisen: wie lautet dieses Verb ab?; ablautende ˙ Ende] leisten: den Wehrdienst, ein Probejahr,
ab|lat|zen 〈sw. V.; hat〉 (salopp emotional): bezah- Verben. ein Praktikum a.
˙ len: in der City muss man fürs Parken ordent- ab|läu|ten 〈sw. V.; hat〉: a) (bes. Sport) durch Läu- Ab|leis|tung, die; -, -en: das Ableisten.
lich a. ˙ ten beenden: eine Runde a.; b) (ugs.) durch Läu- a˙ b|lei|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. in eine andere Richtung
Ab|lauf, der; -[e]s, Abläufe: 1. 〈o. Pl.〉 (Sport) ten das Zeichen zur Weiterfahrt geben: der ˙ leiten: den Rauch [durch den Schacht] a.; einen
˙ Startplatz, Start: sich am A. einfinden; die Schaffner läutete ab. Bach a.; der Blitz wurde abgeleitet. 2. a) von etw.
Pferde am A. versammeln; an den A. gehen. ab|le|ben 〈sw. V.〉 (veraltend): 1. 〈hat〉 einen Zeit- od. jmdm. herleiten: einen Anspruch, ein Vor-
2. a) 〈o. Pl.〉 das Ablaufen (2): für schnellen A. ˙ raum (bis zu Ende) leben, durchleben: er lebte recht aus seiner Stellung a.; ein Wort a. (Sprach-
des Wassers sorgen; b) Stelle, an der etw. die restlichen Jahre im Exil ab. 2. 〈ist〉 (geh.) wiss.; zu einem anderen Wort bilden); eine For-
abläuft: den A. mit einem Tuch verstopfen. sterben: in dem Jahr, als sie abgelebt ist. mel a. (entwickeln); eine Gleichung a. (Math.;
3. (Seemannsspr.) Stapellauf. 4. a) Verlauf: der Ab|le|ben, das; -s (geh.): Tod: das frühe A. des ermitteln); b) auf jmdn., etw. als seinen
A. der Ereignisse, des Programms; die ˙ Staatsoberhauptes. Ursprung zurückführen: seine Herkunft von den
geschichtlichen Abläufe; b) (Rundfunk, Fernse- ab|le|cken 〈sw. V.; hat〉: a) durch Lecken entfer- Einwanderern a.; c) 〈a. + sich〉 sich herleiten (b):
hen) Abfolge von Programmpunkten. 5. 〈o. Pl.〉 ˙ nen: das Blut mit der Zunge a.; b) durch Lecken der Anspruch leitet sich aus ererbten Privilegien
Beendigung einer Zeit, Erlöschen einer Frist: säubern; an jmdm., etw. leckend entlang fahren: ab; (Sprachwiss.:) das Wort leitet sich aus dem
nach, vor A. der gesetzten Frist. 6. (Leichtathle- mit der Zunge die Zähne a.; der Hund hat mich Griechischen ab.
tik) Start des den Stab übernehmenden Läufers abgeleckt. Ab|lei|tung, die; -, -en: 1. das Ableiten (1, 2).
bei Staffelwettbewerben. ab|le|dern 〈sw. V.; hat〉: 1. (veraltend) einem Tier ˙ 2. abgeleitetes Wort: »hämmern« ist eine A. von
Ab|lauf|berg, der (Eisenbahn): (auf Verschiebe- ˙ das Fell abziehen. 2. (landsch.) heftig verprü- »Hammer«.
˙ bahnhöfen) Gefällstrecke mit Gleisverzweigun- geln: jmdn. a. 3. (ugs.) etw. mit einem Ledertuch Ab|lei|tungs|mor|phem, das (Sprachwiss.): der
gen, auf der Waggons zur Zusammenstellung trocken wischen u. blank putzen: das gewa- ˙ Bildung neuer Wörter dienendes Morphem.
von Güterzügen ablaufen (4 a) können. schene Auto a. ab|len|ken 〈sw. V.; hat〉: 1. in eine andere Rich-
Ab|lauf|da|tum, das (bes. österr.): Verfallsda- ab|le|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (ein Kleidungsstück ˙ tung lenken: den Ball [zur Ecke] a.; die Licht-
˙ tum (1 a). ˙ o. Ä.) ausziehen, abnehmen: den Mantel a.; strahlen werden abgelenkt. 2. a) von etw.
ab|lau|fen 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 a) (selten) sich laufend willst du nicht a.?; b) (bes. Kleidung) nicht mehr abbringen, wegbringen: jmdn. [von der Arbeit]
˙ von einer Stelle entfernen: alle liefen rasch ab tragen: die Trauerkleidung a.; abgelegte Sachen; a.; jmds. Aufmerksamkeit a.; vom Thema a. (die
von dem Platz; b) (Sport) starten: das Feld der  seinen Namen a.; alte Gewohnheiten a. (sie Aufmerksamkeit auf etw. anderes [weniger
Marathonläufer lief ab; c) (Seemannsspr.) einen aufgeben); sie hatte ihre Nervosität, Scheu abge- Heikles] lenken); er versuchte, den Verdacht von
[anderen] Kurs nehmen; abdrehen. 2. 〈ist〉 legt (sich davon frei gemacht). 2. a) an einen Ort sich abzulenken; b) auf andere Gedanken brin-
a) ab-, weg fließen: das Wasser aus der Wanne a. legen: den Hörer a.; den Schriftwechsel a. gen; zerstreuen: jmdn., sich mit etw. abzulenken
lassen; ablaufendes Wasser bei Ebbe; b) abflie- (Bürow.; zur Aufbewahrung in einen Ordner versuchen; sie blätterte in einer Zeitschrift, um
91 Ablenkung – abmoderieren
sich abzulenken; c) das Gesprächsthema wech- b) 〈a. + sich〉 sich lösen: die Sohle hat sich abge- Ab|marsch, der; -[e]s, Abmärsche 〈Pl. selten〉: das
seln: er lenkte schnell ab. löst. 2. die Tätigkeit, den Dienst, die Stellung ˙ Abmarschieren: Vorbereitungen für den A. tref- A
Ab|len|kung, die; -, -en: 1. das Ablenken (1): die von jmdm. [im Wechsel] übernehmen: einen fen.
˙ A. der Magnetnadel. 2. Zerstreuung: das ist eine Kollegen [bei der Arbeit] a.; der Vorsitzende ab|marsch|be|reit 〈Adj.〉: zum Abmarsch bereit.
willkommene A.; A. brauchen, suchen. muss abgelöst (verhüll.; aus seinem Amt ent- ˙ab|mar|schie|ren 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 a) (Militär) in
Ab|len|kungs|ma|nö|ver, das: Maßnahme, fernt) werden. 3. a) (Geldw.) durch eine einma- ˙ Formation u. im Gleichschritt abziehen, abrü-
˙ Handlung, die jmdn. geschickt, unauffällig von lige Zahlung tilgen, abgelten: eine Hypothek a.; cken: die Soldaten sind abmarschiert; b) (ugs.)
etw. ablenken, seine Aufmerksamkeit, Konzen- eine Rente a. (durch eine Abfindung mit einer weggehen, sich entfernen; aufbrechen (3): er ist
tration o. Ä. auf etw. anderes lenken soll. bestimmten Summe ersetzen); b) (österr.) eine beleidigt abmarschiert. 2. 〈ist/hat〉 zur Kon-
ab|les|bar 〈Adj.〉: sich 2 ablesen (2, 3) lassend: auf, Ablöse (2 c) zahlen: beim Kauf der Wohnung trolle [marschierend] abgehen: das ganze
˙ an etw. a. sein. löste er die Küche ab. Gebiet a.
1
ab|le|sen 〈st. V.; hat〉: a) [ein]sammelnd einzeln Ab|lö|se|sum|me, die (Berufssport): Geldsumme, ab|meh|ren 〈sw. V.; hat〉 [vgl. Mehr (2)] (schweiz.):
˙ von etw. abnehmen: er liest Kartoffelkäfer ab; ˙ die dem Verein, den ein Berufssportler verlässt, ˙ 1. durch eine mit Handerheben festgestellte
b) durch 1 Ablesen (a) von etwas leer, frei von dem neuen Verein, zu dem er überwechselt, Mehrheit verwerfen, abschaffen: die Gemeinde
machen: Kartoffelpflanzen a. gezahlt wird. mehrte den Antrag ab. 2. durch Handerheben
2
ab|le|sen 〈st. V.; hat〉: 1. nach einer schriftlichen Ab|lö|sung, die; -, -en: 1. das Ablösen (1 a). über etw. abstimmen, beschließen: eine Vor-
˙ Vorlage sprechen: seine Rede [vom Blatt] a.; der ˙ 2. a) das Ablösen (2); b) Person, die jmdn. lage a.
Redner liest ab. 2. a) den Stand eines Messgerä- ablöst; ablösende Personengruppe: wann ab|mei|ern 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Meier] (Geschichte):
tes feststellen: den Stromzähler a.; b) die ver- kommt unsere A.? 3. (Geldw.) Tilgung, Abgel- ˙ jmdm. das Pachtgut, den Erbhof entziehen: man
brauchte Menge, die [zurückgelegte] Entfernung tung einer Schuld: die A. einer Rente, einer meierte die Pächter ab. Dazu: Ab|mei|e|rung,
o. Ä. an einem Messgerät feststellen: Strom, die Hypothek. die, -, -en. ˙
Entfernung a. 3. a) [bei jmdm. od. etw.] durch Ab|lö|sungs|sum|me, die: (Berufssport) Ablöse- ab|mei|ßeln 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Meißeln entfer-
genaue Beobachtung erkennen: jmdm. jeden ˙ summe. ˙ nen: ich meiß[e]le die scharfe Kante ab. 2. durch
Wunsch von den Augen a.; b) aus etw. erschlie- ab|luch|sen 〈sw. V.; hat〉 (salopp): 1. durch berre- Meißeln kleiner machen: einen Stein stück-
ßen: die Bedeutung des Ereignisses kann man ˙ dung von jmdm. erhalten; ablisten: sie hat dem chenweise a.
daran a., dass alle erschienen waren. Großvater wieder Geld abgeluchst. 2. durch auf- Ab|mei|ße|lung, (seltener:) Ab|meiß|lung, die; -,
Ab|le|ser, der; -s, -: Person, die etw. 2 abliest (2). merksame Beobachtung von jmdm. erfahren: ˙ -en: das Abmeißeln. ˙
˙Ab|le|se|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Ableser. jmdm. ein Geheimnis a. ab|mel|den 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (bes. Militär) den
A˙ b|le|sung, die; -, -en: das 2 Ablesen (2). Ab|luft, die; -, Ablüfte (Technik): 1. 〈o. Pl.〉 ver- ˙ Weggang ordnungsgemäß melden: sich, die
a˙ b|leuch|ten 〈sw. V.; hat〉: a) mit einer Lichtquelle ˙ brauchte Luft, die aus Räumen abgesaugt wird: Kameraden bei seinem Kommandeur a.; b) die
˙ absuchen: ich habe mit der Taschenlampe den Reinigung der A. 2. von einem Industrieunter- Aufgabe des Wohnsitzes bei der dafür zuständi-
Hof [nach ihm] abgeleuchtet; b) (Berg- nehmen o. Ä. in die Außenluft abgegebene Luft. gen Stelle melden: hast du dich, deine Familie
mannsspr.) die Luft in einer Grube (3 a) auf Ab|luft|trock|ner, der: Wäschetrockner (1), der schon [bei der Gemeindeverwaltung] abgemel-
Methangehalt untersuchen. ˙ die feuchte Abluft über einen Schlauch ins Freie det?; c) das Ausscheiden bei der zuständigen
ab|leug|nen 〈sw. V.; hat〉: mit großem Nachdruck leitet. Stelle melden: seinen Sohn von der Schule, sich
˙ leugnen: seine Schuld a. ab|lut|schen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) durch Lutschen bei seinem Verein a.; sich beim, vom Amt a.
Ab|leug|nung, die; -, -en: das Ableugnen. ˙ entfernen: er hat die Marmelade [von den Fin- (ugs.; der Agentur für Arbeit mitteilen, dass
a˙ b|lich|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. fotokopieren: er lich- gern] abgelutscht; b) durch Lutschen von etw. man nicht mehr arbeitslos ist); d) der zuständi-
˙ tete die Buchseite ab. 2. (ugs.) fotografieren. säubern, befreien: Pflaumenkerne a.;  ein gen Stelle melden, dass etw. nicht mehr benutzt
Ab|lich|tung, die; -, -en: 1. das Ablichten. 2. Foto- abgelutschtes Thema; c) durch Lutschen ver- wird, nicht [mehr] in Betrieb ist: das Fernsehge-
˙ kopie: eine A. machen, anfertigen. zehren: der Bonbon war schon zur Hälfte abge- rät, das Auto a.; e) (EDV) sich ausloggen; eine
ab|lie|fern 〈sw. V.; hat〉: 1. pflichtgemäß [einem lutscht. Community im Internet [dauerhaft] verlassen:
˙ zuständigen Empfänger] übergeben, aushändi- ABM [abe|m], die; -, -[s] = Arbeitsbeschaf- dieser Benutzer hat sich leider von unserem
gen: Waren bei der Firma a.;  sie hat eine fungsmaßnahme. Forum abgemeldet. 2. (Sportjargon) seinen Geg-
bemerkenswerte Show abgeliefert (präsentiert, ab|ma|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. (ugs.) von etw. loslösen ner nicht zur Entfaltung kommen lassen, ihn
dargeboten). 2. (ugs.) an einen vereinbarten Ort ˙ u. entfernen: den Rost a.; das Schild [von der beherrschen: der Verteidiger hatte den eng-
bringen, einer zuständigen Stelle übergeben: die Tür] a. 2. vereinbaren: einen neuen Termin a.; lischen Linksaußen völlig abgemeldet. 3. * [bei
Kinder bei den Eltern a. wir hatten abgemacht, dass jeder die Hälfte zah- jmdm.] abgemeldet sein (ugs.; nicht mehr [von
Ab|lie|fe|rung, die; -, -en: das Abliefern. len soll; 〈häufig im 2. Part.〉 (bekräftigend, jmdm.] beachtet werden, seine Gunst verloren
˙Ab|lie|fe|rungs|ter|min, der: Termin für die zustimmend in Bezug auf den Abschluss einer haben).
˙ Ablieferung von etw. Vereinbarung:) abgemacht! 3. (in bestimmter Ab|mel|dung, die; -, -en: das Abmelden (1).
ab|lie|gen 〈st. V.; hat〉: 1. (von etw.) entfernt lie- Weise) klären, ins Reine bringen: etwas gütlich a˙ b|mel|ken 〈st. u. sw. V.; melkt/(veraltet:) milkt
˙ gen: der nächste Ort liegt drei Kilometer [weit] a.; wir wollen die Sache unter uns a.; das musst ˙ ab, melkte/(veraltend:) molk ab, hat abgemelkt/
ab. 2. 〈ist〉 (südd., österr.) durch längeres Liegen du mit dir selbst a. (du musst selbst sehen, wie (häufiger:) abgemolken〉 (Landwirtsch.):
mürbe werden, an Qualität gewinnen: das du damit fertig wirst). 4. (ugs.) ableisten, hinter 1. a) (bes. einer Kuh) durch Melken Milch
Fleisch ist noch nicht [lange genug] abgelegen. sich bringen: seine Dienstzeit abgemacht haben. abnehmen: der Kuh ein wenig Milch a.; b) (bes.
ab|lis|ten 〈sw. V.; hat〉: jmdn. mit List dazu brin- Ab|ma|chung, die; -, -en: Vereinbarung: mit eine Kuh beim Trächtigsein) bis zum letzten
˙ gen, etw. herzugeben: jmdm. sein Geld a. ˙ jmdm. [über etw.] eine A., -en treffen; sich nicht Tropfen melken: das Tier ist abgemolken (steht
ab|lo|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. [durch Schmeicheln, an die -en halten. trocken). 2. das Melken beenden.
˙ berreden] abgewinnen, ablisten: etw. lockt ab|ma|gern 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 mager werden: sie ist Ab|melk|wirt|schaft, die; -, -en (Landwirtsch.):
jmdm. Bewunderung ab; er hat mir 50 Euro ˙ [bis auf die Knochen, zu einem Skelett] abgema- ˙ 1. 〈o. Pl.〉 Rinderhaltung nur zur Milchgewin-
abgelockt. 2. weglocken: jmdn. vom Weg a. gert. 2. 〈hat〉 das Volumen, den Gehalt von nung. 2. Betrieb mit Abmelkwirtschaft (1).
ab|lö|schen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (einen Brand) etwas verringern: eine abgemagerte Ausstat- ab|mer|geln, sich 〈sw. V.; hat〉 [↑ ausmergeln]
˙ löschen: das Feuer konnte erst am Morgen tung. ˙ (landsch.): sich durch übermäßige Arbeit u.
abgelöscht werden; b) (Kochkunst) einer Sache Ab|ma|ge|rung, die; -, -en: das Abmagern. ständige Sorge erschöpfen: ich merg[e]le mich
kalte Flüssigkeit zusetzen: das angebratene ˙Ab|ma|ge|rungs|kur, die: Kur, die der Verringe- ab; 〈meist im 2. Part.:〉 abgemergelte Gesichter.
Fleisch mit einem Glas trockenem Weißwein a. ˙ rung des Körpergewichts dienen soll. ab|mes|sen 〈st. V.; hat〉 [vgl. abgemessen]: 1. nach
2. mit einem Löschblatt trocknen: die Tinte a. ab|mä|hen 〈sw. V.; hat〉: 1. mit der Sense, Mähma- ˙ einem bestimmten Maß (Länge, Größe, Umfang
Ab|lö|se, die; -, -n: 1. (selten) Ablösung (2 a). ˙ schine abschneiden: das Gras a. 2. (eine Wiese o. Ä.) bestimmen: eine Strecke a.;  das Ausmaß
˙ 2. a) (Jargon) Kurzf. von ↑ Ablösesumme; o. Ä.) durch Mähen von hohem Gras frei eines Schadens noch nicht a. (abschätzen, beur-
b) (österr., sonst ugs.) Summe, die an den Vor- machen: eine abgemähte Wiese. teilen) können. 2. messend abteilen u. wegneh-
mieter oder Verkäufer für übernommene Ein- ab|mah|nen 〈sw. V.; hat〉: (Rechtsspr.) zu vertrags- men: einen Meter Stoff [vom Ballen] a.
bauten, Einrichtungsgegenstände o. Ä. gezahlt ˙ od. gesetzesgemäßem Verhalten auffordern, Ab|mes|sung, die; -, -en: 1. das Abmessen (1).
wird. eindringlich [er]mahnen: die Firma ist vom ˙ 2. [Aus]maß, Dimension: einheitliche -en; die
ab|lö|se|frei 〈Adj.〉: a) (Berufssport) nicht die Bundeskartellamt abgemahnt worden. -en des Schrankes.
˙ Zahlung einer Ablösesumme erfordernd; Ab|mah|nung, die; -, -en: (Rechtsspr.) a) das ab|mil|dern 〈sw. V.; hat〉: abschwächen: den Auf-
b) (österr.) nicht die Zahlung einer Ablöse (2 c) ˙ Abmahnen; b) Schreiben, das eine Abmah- ˙ prall a.; etw. in seinen Folgen abzumildern ver-
erfordernd. nung (a) enthält: die A. ist bereits abgeschickt. suchen.
ab|lo|sen [...lu...] 〈sw. V.; hat〉 [zu engl. to lose = ab|ma|len 〈sw. V.; hat〉: 1. malend genau wieder- Ab|mil|de|rung, die; -, -en: das Abmildern.
˙ verlieren] (salopp): versagen, keinen Erfolg ˙ geben, genau nach der Vorlage malen: ich habe a˙ b|mi|schen 〈sw. V.; hat〉 (Film, Rundfunk, Fern-
haben. das Haus abgemalt; sich a. lassen. 2. 〈a. + sich〉 ˙ sehen): mischen (6): den Sound, ein Album a.
ab|lö|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) von seinem Unter- (geh.) sich in etw. widerspiegeln, zum Ausdruck Ab|mo|de|ra|ti|on, die (Rundfunk, Fernsehen):
˙ grund lösen; abmachen: die Briefmarke behut- kommen: in seinem Gesicht malte sich Verle- ˙ das Abmoderieren: die A. machen.
sam a.; er löste das Fleisch von den Knochen ab; genheit ab. ab|mo|de|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Rundfunk, Fernse-
˙
abmontieren – abortiv 92
hen): als Moderator[in] einer Sendung die (sich von jmdm. ein Versprechen geben lassen); ren: die Bürste hat sich rasch abgenutzt;
A abschließenden Worte sprechen: [eine Sen- der Priester nahm ihm die Beichte ab (ließ ihn  große Worte nutzen sich ab.
dung] a. sie ablegen). 4. von jmdm. für eine Gegenleis- Ab|nut|zung, (südd., österr. u. schweiz. meist:)
ab|mon|tie|ren 〈sw. V.; hat〉: [einen Teil von] etw. tung fordern: er will mir für die Reparatur nur ˙ Ab|nüt|zung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Abnut-
˙ mit technischen Hilfsmitteln entfernen: ein Rad 50 Euro a. 5. nach Fertigstellung, vor der Zulas- ˙
zen.
[vom Auto], eine Antenne a. sung prüfen, ob alles den Vorschriften ent- Ab|nut|zungs|er|schei|nung, (südd., österr. u.
ABM-Stel|le, die: Stelle (4), die im Zuge einer spricht; prüfend begutachten: einen Neubau, ˙ schweiz. meist:) Ab|nüt|zungs|er|schei|nung,
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geschaffen ein Fahrzeug a.; die Parade a.; wer hat die Prü- ˙
die: vgl. Verschleißerscheinung.
wird. fung abgenommen? 6. a) [widerrechtlich] weg- Abo, das; -s, -s (ugs.): kurz für ↑ Abonnement.
ab|mü|hen, sich 〈sw. V.; hat〉: sich (mit etw., nehmen, entreißen: jmdm. die Brieftasche a.; ˙Ab|o|li|ti|on, die; -, -en [lat. abolitio = Abschaf-
˙ jmdm.) bis zur Erschöpfung mühen: sich an der Mann nahm ihm die Uhr ab; der Polizist hat 
fung, Aufhebung] (Rechtsspr.): Niederschla-
einer Aufgabe, mit jmdm., etw. a. ihm den Führerschein abgenommen (hat ihn gung eines Strafverfahrens vor seinem rechts-
ab|murk|sen 〈sw. V.; hat〉 [urspr. Studentenspr., zu beschlagnahmt); b) im Spiel oder Wettkampf kräftigen Abschluss.
˙ niederd. murken = töten < mniederd. mor- abgewinnen: jmdm. beim Skat viel Geld a. Abon|ne|ment [schweiz. auch: ... mnt, auch,
ken = zerdrücken]: 1. (salopp) umbringen: 7. jmdm. abkaufen: der Händler will uns die österr. meist: ab nmã, ab n mã], das; -s, -s,
jmdn. a.;  den Motor a. (ugs.; durch unsachge- alten Sachen a. 8. [übertr. zu 7] (ugs.) für wahr schweiz. auch: -e [frz. abonnement, zu: abonner,
mäßes Schalten od. Bremsen zum Stillstand halten, glauben: diese komische Geschichte ↑ abonnieren]: für eine längere Zeit vereinbarter
bringen). 2. 〈a. + sich〉 (ugs.) sich (mit etw.) nehme ich ihm nicht ab. 9. von einem Original und deshalb meist verbilligter Bezug von Zei-
abmühen. übertragen: Fingerabdrücke a. 10. (Handarb.) tungen, Zeitschriften, Eintrittskarten, Mittages-
ab|mus|tern 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = aus der Muster- Maschen zusammenstricken, um ihre Zahl zu sen o. Ä.: das A. des »Sprachspiegels«/(bes.
˙ rolle gestrichen werden] (Seemannsspr.): a) aus verringern: ich muss jetzt [Maschen] a. 11. an schweiz.:) auf den »Sprachspiegel« beginnt,
dem Dienst auf einem Schiff entlassen: den Körpergewicht verlieren: ich muss noch einige endet, erlischt am 1. Januar; ein A. haben; sein
Schiffskoch a.; b) den Dienst auf einem Schiff Pfund a.; sie hat in der letzten Zeit sehr, stark A. (Anrecht) für die Oper erneuern, verlängern.
aufgeben: ich kann morgen schon a. abgenommen. 12. an Größe, Umfang, Substanz, Abon|ne|ment|preis, Abonnementspreis, der:
Ab|mus|te|rung, die; -, -en: das Abmustern. Stärke o. Ä. verlieren; sich verringern: die Preis für ein Abonnement.
˙
ABM-Ver |trag [ebi|m...], der [ABM = Abk. für Geschwindigkeit, die Helligkeit nimmt ab; die Abon|ne|ment|ser|vice [...s vs], der, österr.
engl. anti-ballistic-missile = antiballistische Vorräte nehmen ab; seine Kräfte nahmen rasch auch: das: a) als Dienstleistung angebotene
Rakete] (Politik): Vertrag über die Begrenzung ab; die Tage nehmen ab (werden kürzer); bei Möglichkeit, etw. im Abonnement zu beziehen;
von Raketenabwehrsystemen. abnehmendem Mond (in der Zeit zwischen b) Abteilung, die Abonnentinnen und Abonnen-
ab|na|beln 〈sw. V.; hat〉: 1. (ein neugeborenes Vollmond u. Neumond). ten bedient.
˙ Kind) von der Nabelschnur trennen: ich Ab|neh|mer, der; -s, -: 1. Person, die [als Zwi- Abon|ne|ments|preis: ↑ Abonnementpreis.
nab[e]le das Neugeborene ab. 2. 〈a. + sich〉 sich ˙ schenhändler] eine Ware kauft. 2. jmd., der etw. Abon|nent, der; -en, -en: Inhaber eines Abonne-
von etw. lösen: sich vom Elternhaus a.; 〈auch von einem anderen annimmt: für etw. keinen A. ments:˙ neue -en werben.
ohne »sich«:〉 von diesem Traum konnte er nur finden (niemanden finden, der etw. Bestimm- Abon|nen|ten|zahl, die: Anzahl der Abonnenten
schwer a. tes, das jmd. abgeben will, gerne haben ˙
u. Abonnentinnen.
Ab|na|be|lung, (seltener:) Ab|nab|lung, die; -, möchte). Abon|nen|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abon-
˙ -en: das Abnabeln, das Sichabnabeln.
˙ Ab|neh|me|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abneh- nent. ˙
ab|na|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Nagen entfernen: ˙ mer. abon|nie|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. s’abonner (à), zu:
˙ die Maus hat ein Stück [von dem Speck] abge- Ab|neh|mer|land, das 〈Pl. ...länder〉: Land, in das abonner = etw. für jmdn. abonnieren, älter =
nagt. 2. leer nagen: die Knochen sauber a. ˙ Waren aus einem anderen Land exportiert wer- eine zeitlich begrenzte Leistung vereinbaren <
ab|nä|hen 〈sw. V.; hat〉: durch eine keilförmige den. afrz. bonne, Nebenf. von: borne, ↑ borniert]: im
˙ Naht, durch das Einnähen einer Falte in den Ab|nei|gung, die; -, -en [vgl. abgeneigt]: deutlich Abonnement beziehen: eine Zeitung a.; wir
Stoff enger machen: sie nähte den Rock ab. ˙ bewusste Empfindung, jmdn. od. etw. nicht zu haben im Theater abonniert; * auf etw. abon-
Ab|nä|her, der; -s, -: keilförmige Naht, eingenähte mögen: gegen jmdn., etw. eine unüberwindliche niert sein (1. etw. abonniert haben; ein Abonne-
˙ Falte, mit der ein Kleidungsstück enger gemacht A. haben, empfinden. ment haben. 2. etw. immer wieder haben,
wird. ab|nib|beln 〈sw. V.; ist〉 [H. u.; viell. zu niederd. bekommen, erringen: auf Erfolg abonniert sein;
Ab|nah|me, die; -, -n [2. Bestandteil mhd. name, ˙ nibbeln = mit den Lippen, Zähnen kleine Stü- die Mannschaft ist auf Sieg abonniert).
˙ ahd. nama = das (gewaltsame) Nehmen, Ver- cke von etw. lösen] (salopp, bes. berlin.): ster- ab|oral [auch: ap...] 〈Adj.〉 [zu lat. ab- = weg u. os
balabstraktum von ↑ nehmen]: 1. das Abneh- ben: ich nibb[e]le bald ab. (Gen.: oris) = Mund] (Med.): vom Mund entfernt
men (1), Entfernung: die A. des Kronleuchters, ab|ni|cken 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = mit einem Kopf- [u. damit zum After hin] liegend od. gerichtet
des Verbandes; die A. (Amputation) eines Bei- ˙ nicken zustimmen] (ugs.): [ohne Einwände, Dis- (von einzelnen Teilen des Verdauungstraktes im
nes. 2. Verminderung: eine merkliche A. des kussion, Kritik] genehmigen, befürworten: die Verhältnis zu anderen od. von Vorgängen).
Gewichts. 3. das Abnehmen (7); Kauf: bei A. Geschäftsleitung hat großzügig alle Forderun- ab|ord|nen 〈sw. V.; hat〉 [eigtl. = jmdn. aus einer
größerer Mengen gewähren wir Rabatt; * A. fin- gen des Betriebsrats abgenickt. ˙ Gruppe mit einem Auftrag absondern]: dienst-
den (sich verkaufen lassen: die Ware findet rei- ab|norm 〈Adj.〉 [lat. abnormis, zu: norma, lich zur Erfüllung einer Aufgabe entsenden:
ßende A.). 4. 〈Pl. selten〉 das Abnehmen (3): die ˙
↑ Norm]: 1. vom Normalen abweichend; krank- jmdn. nach Berlin, zu einer Konferenz a.
A. eines Versprechens. 5. a) das Abnehmen (5): haft: dieser Trieb, diese Veranlagung ist a. 2. das Ab|ord|nung, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 das Abordnen:
die A. der Parade; die A. aller Handwerkerleis- gewohnte Maß übersteigend, vom blichen ˙ die A. eines Bevollmächtigten befürworten.
tungen am Bau; b) 〈Pl. selten〉 mit der abweichend, ungewöhnlich: -e Ausmaße; der 2. Gruppe von abgeordneten Personen: eine A.
Abnahme (5 a) betraute Personen: die A. hat den Junge ist a. dick. empfangen.
1
Wagen beanstandet. ab|nor|mal 〈Adj.〉 [aus lat. ab- = weg-, ent-, un-, Ab|o|ri|gi|ne [ap|oriine, engl.: æb rdni],
Ab|nah|me|ga|ran|tie, die: Garantie für die ˙ miss- u. ↑ normal] (bes. österr., schweiz.): nicht der; -s, -s [engl. aborigine < lat. Aborigines
˙ Abnahme (3) von etw. normal: ein -es Kind; sich a. verhalten. (Pl.) = Name der Ureinwohner von Latium, zu:
Ab|nah|me|prü|fung, die: bei einer Abnahme (5) Ab|nor|mi|tät, die; -, -en [lat. abnormitas]: ab origine = vom Ursprung an]: Ureinwohner
˙ stattfindende Prüfung. 
1. Abweichung vom Normalen, Fehlbildung: der [Australiens].
2
ab|nehm|bar 〈Adj.〉: sich abnehmen (1) lassend: Psychiater stellte eine A. im Gehirn des Ange- Ab|o|ri|gi|ne, die; -, -s: w. Form zu ↑ 1 Aborigine.
˙ -e Ärmel; der Deckel ist leicht a. klagten fest. 2. fehlgebildetes Wesen: früher 1
Ab|ort [auch: ab rt, schweiz. nur: ab rt], der;
ab|neh|men 〈st. V.; hat〉: 1. von einer Stelle fort-, stellte man auf Jahrmärkten oft -en zur Schau. ˙ -[e]s, -e [wohl aus dem Niederd., eigtl. = abgele-
˙ herunternehmen: den Hut a.; den Deckel a.; die ab|nö|ti|gen 〈sw. V.; hat〉 (geh.): bewirken, dass gener Ort] (wird heute standardsprachlich
Wäsche von der Leine a.; niemand nahm [den ˙ jmd. sich zu einem bestimmten Verhalten o. Ä. gemieden, ist in der Amts- u. Fachspr. aber noch
Hörer] ab (nahm das Telefongespräch entge- genötigt sieht; zwingend abgewinnen: sein Ver- gebräuchlich): Toilette (2).
2
gen); ich nahm mir den Bart ab (rasierte ihn mir halten nötigt mir Respekt ab. Ab|ort, der; -s, -e [lat. abortus, zu: aboriri, ↑ abor-
ab); Beeren, Äpfel a. (abpf lücken, ernten); das ab|nu|deln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): 1. völlig ausdrucks- ˙
tieren] (Med.): 1. Fehlgeburt (1). 2. Schwanger-
Bein musste [ihm] schließlich abgenommen ˙ los spielen, vortragen; abspielen: sein Reper- schaftsabbruch.
3
(amputiert) werden. 2. a) jmdm. helfend etw. toire, die Nationalhymne a. 2. abnutzen, ver- Ab|ort, der; -s, -s [engl. abort < lat. abortus,
[Schweres] aus der Hand nehmen: jmdm. die schleißen: die Reifen durch scharfes Bremsen a.; ˙
↑ 2 Abort] (Raumfahrt): Abbruch eines Raumf lu-
Pakete, die Tasche a.; b) etw., was jmdm. aufge- eine abgenudelte Filmkopie, Schraube;  ein ges.
bürdet ist, an seiner Stelle übernehmen. 3. sich abgenudeltes Thema. Ab|ort|gru|be, die: Grube beim Haus, die die
etw. von jmdm. geben lassen; etw. von jmdm. ab|nut|zen, (südd., österr. u. schweiz. meist:) ab- ˙
Fäkalien aus den Toiletten aufnimmt.
entgegennehmen: dem Briefträger das Päckchen ˙ nüt|zen 〈sw. V.; hat〉: a) durch Gebrauch, Bean- ˙ ab|or|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [zu lat. abortum, 2. Part.
a.; sie nahm ihm die Blumen nicht ab;  sie lie- spruchung im Wert, in der Brauchbarkeit min- von: aboriri = (von der Leibesfrucht) abgehen]
ßen sich [von der Krankenschwester, von der dern: die Autoreifen a.; 〈häufig im 2. Part.:〉 ein (Med.): einen 2 Abort haben.
Ärztin] Blut a.; jmdm. einen Eid a. ( jmdn. einen abgenutzter Teppich; b) 〈a. + sich〉 durch ab|or|tiv 〈Adj.〉 [lat. abortivus] (Med.): einen
Eid ablegen lassen); jmdm. ein Versprechen a. Benutzung an Wert und Brauchbarkeit verlie- 2
Abort¯ bewirkend; abtreibend.
93 Aboservice – Abreibung
Abo|ser|vice [...s vs], der, österr. auch: das: und Landwirtschaft) bei der Produktion entste- einen od. mehrere Preise gewinnt; Gewinner (1).
˙ kurz für ↑ Abonnementservice (a, b). hende Abfälle. 3. jmd., der in einer Gaststätte für das Abräu- A
ab ovo [ap ovo; lat., eigtl. = vom Ei an] (bil- ab|puf|fern 〈sw. V.; hat〉: abmildern, abfedern: die men (1 a) der Tische zuständig ist.
dungsspr.): von Anfang an; von vornherein. ˙ Auswirkungen von etw. nicht mehr a. können. Ab|räu|me|rin: w. Form zu ↑ Abräumer.
ab|pa|cken 〈sw. V.; hat〉 (Kaufmannsspr.): (eine ab|pum|pen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Pumpen entfer- ˙Ab|raum|hal|de, die (Bergbau): Halde (2 a).
˙ Ware) für den Verbraucher in einer bestimmten ˙ nen: Öl, Wasser a.; sie pumpt ihre Milch ab und A˙ b|raum|kip|pe, die: Abraumhalde.
Menge verpacken: Zucker a.; abgepackte Waren. füllt sie in ein Fläschchen. 2. (salopp) von jmdm. a˙ b|rau|schen 〈sw. V.; ist〉 (ugs.): a) sich rasch (mit
ab|pas|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. [vgl. aufpassen] a) (den leihen, borgen. ˙ Auto, Motorrad o. Ä.) entfernen; b) sich auffällig
˙ passenden Zeitpunkt) abwarten: den richtigen ab|put|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Wischen o. Ä. entfernen: die Diva rauschte ab.
Zeitpunkt a.; b) auf jmdn. warten u. ihn aufhal- ˙ säubern, von etw. den Schmutz entfernen: sich Ab|ra|xas 〈o. Art.〉 [spätgriech. Abráxas, H. u.]:
ten, um sich wegen etw. an ihn zu wenden: den die Hände a.; hast du dir die Schuhe richtig ˙
Zauberformel.
Briefträger a. 2. (veraltend) in Bezug auf etw. abgeputzt?; das Kind a. (von Kot säubern); ab|re|agie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Psychol.): 1. (eine
abstimmen u. passend anfertigen: den Rock, b) (seltener) wischend, bürstend entfernen: die ˙ psychische Spannung o. Ä.) durch eine
den Vorhang in der Länge a. Flecken a. 2. verputzen: ein Haus a. 3. (landsch.) bestimmte Reaktion verringern, ableiten, zum
ab|pa|t|rouil|lie|ren 〈sw. V.; hat〉: [zum Zweck der tadeln, zurechtweisen. Verschwinden bringen: Aggressionen, seine
˙ berwachung] patrouillierend abgehen, abfah- ab|quä|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) 〈a. + sich〉 sich so schlechte Laune [an den Kindern] a. 2. 〈a. +
ren: die Straßen a. ˙ abmühen, dass es einem zur Qual wird: sich sich〉 sich durch eine bestimmte Reaktion beru-
ab|pau|sen 〈sw. V.; hat〉: mit Pauspapier übertra- lange [mit einer Arbeit] a.; b) sich mühsam higen: nach dem Ärger hat er sich beim Joggen
˙ gen: eine Zeichnung a. abzwingen: ich quälte mir ein Lächeln ab. abreagiert.
ab|pel|len 〈sw. V.; hat〉 (landsch., bes. nordd.): pel- 2. (veraltet) quälend erschöpfen: seinen Geist a. Ab|re|ak|ti|on, die; -, -en (Psychol.): a) Beseiti-
˙ len (1 a): Kartoffeln, die Wurst a. ab|qua|li|fi|zie|ren 〈sw. V.; hat〉: abfällig beurtei- ˙ gung psychischer Hemmungen u. Spannungen
ab|per|len 〈sw. V.; ist〉: (von Flüssigkeit) an etw. in ˙ len; in der Qualifizierung herabsetzen: ein durch das bewusste Nacherleben; b) Entladung
˙ Perlen herunterrinnen: das Wasser perlt an dem Buch, eine politische berzeugung a.; er hat sie psychischer Spannungen u. gestauter Affekte in
Mantel ab. als Dilettantin abqualifiziert. Handlungen.
ab|pfei|fen 〈st. V.; hat〉 (Sport): a) (vom Schieds- Ab|qua|li|fi|zie|rung, die; -, -en: das Abqualifi- ab|rech|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. von einer Summe
˙ richter bei einem Spiel) durch Pfeifen unterbre- ˙ zieren. ˙ abziehen: die Mehrwertsteuer a.;  das abge-
chen: das Spiel wegen Abseits a.; der Schieds- ab|quat|schen 〈sw. V.; hat〉 (salopp): jmdn. über- rechnet (nicht berücksichtigt), bin ich einver-
richter hatte schon vorher abgepfiffen; b) (vom ˙ reden, etw. herzugeben. standen. 2. a) eine Schlussrechnung aufstellen:
Schiedsrichter bei einem Spiel) durch Pfeifen ab|quet|schen 〈sw. V.; hat〉: durch Quetschen die Kasse a.; sie hat schon abgerechnet; b) mit
beenden: die erste Halbzeit a.;  die ganze ˙ abtrennen: ich habe mir um ein Haar den Finger jmdm. eine Geldangelegenheit in Ordnung brin-
Aktion wurde wieder abgepfiffen. abgequetscht. gen: mit dem Taxifahrer a. 3. sich mit jmdm.
Ab|pfiff, der; -[e]s, -e (Sport): Pfiff als Zeichen ab|ra|ckern, sich 〈sw. V.; hat〉 (salopp): sich abmü- wegen einer moralischen Schuld auseinander-
˙ zur Beendigung eines Spiels. ˙ hen, abarbeiten: ich rackerte mich [mit dem setzen, jmdn. zur Rechenschaft ziehen: nach all
ab|pflü|cken 〈sw. V.; hat〉: a) pf lückend von einer schweren Koffer] ab; sich für jmdn. a. diesen Ereignissen werden wir mit denen a.
˙ Pf lanze, einem Baum entfernen: sie hat die Kir- Ab|ra|ham: in der Wendung wie in -s Schoß Ab|rech|nung, die; -, -en: 1. das Abrechnen,
schen abgepflückt; b) eine Pflanze, einen Baum  (ugs.; sicher u. geborgen; gut aufgehoben; nach ˙ Abzug: nach A. der Unkosten; * etw. in A. brin-
von etw. leer machen: die Stachelbeersträucher Luk. 16, 22). gen (Papierdt.; etw. abziehen); in A. kommen
sind alle abgepflückt. ab|rah|men 〈sw. V.; hat〉: die Fettschicht von der (Papierdt.; abgezogen werden). 2. a) Rechen-
ab|pin|nen 〈sw. V.; hat〉 (Schülerspr.): abschrei- ˙ Milch abschöpfen: die Milch vorher a.;  da hat schaft über Einnahmen u. Ausgaben, Schluss-
˙ ben: vom Nachbarn a. jemand [alles] abgerahmt (ugs.; das Beste für rechnung: die A. machen; b) Blatt mit einer
ab|pi|pet|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Fachspr.): (eine sich genommen). Abrechnung (2 a): er hat die A. unterschrieben.
˙ Flüssigkeit) mit einer Pipette entnehmen: nach Ab|ra|ka|da|b|ra [auch: a...da...], das; -s: 3. a) Vergeltung, Rache: mit jmdm. od. etw. A.
dem Zentrifugieren wurde das Blutplasma abpi- 1. 〈o. Art.〉 [spätlat. abracadabra, H. u.] Zauber- halten; b) [abschließende] kritische Auseinan-
pettiert. formel. 2. sinnloses, unverständliches, unsinni- dersetzung (1): das Buch ist eine gnadenlose A.
ab|pla|cken, sich 〈sw. V.; hat〉 (landsch.): sich ges Gerede. mit dem Regime.
˙ abplagen. ab|ra|sie|ren 〈sw. V.; hat〉: a) (Haare) mit dem Ab|rech|nungs|stel|le, die: Stelle (4), die Abrech-
ab|pla|gen, sich 〈sw. V.; hat〉: sich mit etw., jmdm. ˙ Rasiermesser, -apparat unmittelbar an der ˙ nungen (2) vornimmt.
˙ abmühen, mühselige Arbeit verrichten: sich mit Haut abschneiden: ich rasierte [ihm, ihr] die Ab|rech|nungs|sys|tem, das: für die Abrechnung
den unartigen Kindern a.; ich habe mich mein Haare ab; b) (ugs.) dem Erdboden gleichma- ˙ genutztes System (2, 5).
ganzes Leben lang abgeplagt. chen: die Luftminen haben ganze Straßenzüge Ab|rech|nungs|ter|min, der: Termin für
ab|plat|ten 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 platt[er] machen: abrasiert. ˙ bestimmte Abrechnungen (2 a).
˙ Rundungen a. 2. 〈ist〉 platt[er] werden: die Ober- Ab|ra|sio, die; -, ...ones [spätlat. abrasio = Ab|re|de, die; -, -n: 1. 〈Pl. selten〉 (veraltend) Ver-
fläche plattet ab. 
Abschabung]  Ausschabung, Auskrat-
(Med.): ˙ abredung, Vereinbarung: keiner A. bedürfen.
ab|plät|ten 〈sw. V.; hat〉 (nordd., md.): durch zung (bes. der Gebärmutter). 2. * etw. in A. stellen (bildungsspr.; be-, abstrei-
˙ Bügeln auf einen Stoff übertragen: ein Muster a. Ab|ra|si|on, die; -, -en [spätlat. abrasio = Abscha- ten).
ab|plat|zen 〈sw. V.; ist〉: [einen Riss bekommen u.] bung]: 1. (Fachspr.) Abschabung. 2. (Geol.) ab|re|geln 〈sw. V.; hat〉 (Fachjargon): die Leistung
˙ sich ruckartig von etw. lösen: Gips platzt ab; mir Abtragung der Küste durch die Brandung. ˙ eines Motors o. Ä. durch Feinabstimmung regu-
ist ein Knopf von der Jacke abgeplatzt. 3. (Med.) Abrasio. lieren, begrenzen [u. dadurch der Geschwindig-
ab|pols|tern 〈sw. V.; hat〉: (zum Schutz gegen Stoß ab|ra|siv [zu lat. abradere = abkratzen, aus ab = keit eines Fahrzeugs eine Grenze setzen]:
˙ od. Schlag, zum Abdämpfen von Geräuschen ¯ u. radere, ↑ radieren] (bes. Technik):
los, weg Ruckeln wird durch das sanft abregelnde Trieb-
o. Ä.) mit einer Polsterung versehen: etw. mit a) von reibender, schleifender Wirkung u. werk verhindert.
alten Autoreifen a. dadurch glättend, reinigend od. abnutzend: -e ab|re|gen, sich 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): sich beruhigen:
ab|prä|gen 〈sw. V.; hat〉: in etw. prägend abbilden: Materialien, Feststoffe, Eigenschaften; b) durch ˙ nun reg[e] dich wieder ab!
˙ der Künstler prägte ihre Gestalt in Metall ab; Reiben, Schleifen bewirkt: -er Verschleiß. ab|reg|nen, sich 〈sw. V.; hat〉: in Form von Regen
 das Wesen des Menschen prägt sich in seiner ab|ra|ten 〈st. V.; hat〉: raten, etw. nicht zu tun: ˙ niedergehen: die Wolken haben sich an der
Geschichte ab. ˙ [jmdm.] von der Lektüre eines Buches a.; sie riet Küste abgeregnet; 〈auch ohne »sich«:〉 die Wol-
Ab|prall, der; -[e]s, -e 〈Pl. selten〉: das Abprallen. ihm [davon] ab, allein dorthin zu gehen; das ken regnen ab.
˙ab|pral|len 〈sw. V.; ist〉: beim harten Auftreffen rate ich dir ab. Ab|re|go, der; -s, -s [span. ábrego < lat. (ventus)
˙ auf etw. [ federnd] zurückgeworfen werden: die Ab|raum, der; -[e]s: 1. (Bergbau) [abgeräumte]  africus, eigtl. = afrikanischer (Wind)]: Südwest-
Geschosse prallten an der Mauer ab; der Ball ˙ Deckschicht ohne nutzbare Mineralien über wind in Südspanien.
prallte von der Latte ab;  die Vorwürfe prallten Lagerstätten. 2. (landsch.) Abfall (1). ab|rei|ben 〈st. V.; hat〉: 1. a) durch Reiben entfer-
an ihm ab. ab|räu|men 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (von einer Oberflä- ˙ nen, beseitigen: den Rost [von dem Metall] a.;
Ab|pral|ler, der; -s, - (Ballspiele): vom Torpfosten, ˙ che) weg-, herunternehmen [um Platz zu schaf- b) durch Reiben säubern: ich rieb [mir] die
˙ Spieler abprallender Ball: den A. aufnehmen, fen]: die Teller, das Frühstück a.; 〈auch ohne Hände an den Hosen ab. 2. a) trocken reiben:
einschießen. Akk.-Obj.:〉 der Kellner räumt ab;  sie hat das Kind nach dem Baden a.; die Pferde wurden
ab|pres|sen 〈sw. V.; hat〉: 1. herauspressen; unter schon beim ersten Wurf abgeräumt (Kegeln; mit Stroh abgerieben; b) frottieren: jmdn. mit
˙ Druck absondern: die Hitze presste ihm man- alle Kegel umgeworfen); b) (Bergbau) (Abraum) einem nassen Handtuch a. 3. durch Reiben
chen Schweißtropfen ab. 2. abnötigen, abzwin- wegschaffen: die Deckschicht a. 2. durch Abräu- abnutzen: das Polster ist an dieser Stelle stark
gen: jmdm. ein Versprechen, ein Geständnis a.; men (1 a) von etw. leer machen: den Tisch a. abgerieben; 〈auch a. + sich:〉 der Gummi hat
ich presste mir ein Lächeln ab. 3. abschnü- Ab|räu|mer, der; -s, -: 1. (Fußballjargon) Spieler, sich abgerieben. 4. [die Schale von etw.] mit dem
ren (1): diese Vorstellung presste ihm den Atem ˙ der [durch kompromisslose Spielweise] das Reibeisen entfernen: eine Muskatnuss a.; abge-
ab. Spiel der gegnerischen Mannschaft besonders riebene Zitronenschale.
Ab|pres|sung, die; -, -en: das Abpressen. effektiv stört. 2. (ugs.) Person od. Sache, die bei Ab|rei|bung, die; -, -en: 1. das Abreiben (2 b),
˙Ab|pro|dukt, das (Fachspr.): (bes. in Industrie einer Preisverleihung, einer Verlosung o. Ä. ˙ Frottieren: eine feuchte A. 2. (ugs.) a) [zu
˙
abreichern – absagen 94
landsch. abreiben = prügeln] Prügel: jmdm. 2. rinnend verschwinden: das Regenwasser Konto) abheben, sich auszahlen lassen: eine
A eine A. verpassen; b) scharfe Zurechtweisung. rinnt nur langsam ab. bestimmte Summe vom Konto a.; c) (bes. Sport)
ab|rei|chern 〈sw. V.; hat〉 (Fachspr.): einen Anteil ab|rip|pen 〈sw. V.; hat〉 [nach gleichbed. engl. to zur Wirkung bringen: im richtigen Moment die
˙ in einem Stoffgemisch o. Ä. verringern. ˙ rip off, eigtl. = klauen]: 1. jmdm. Kleider od. bestmögliche Leistung a. können.
Ab|rei|se, die; -, -n: Aufbruch, Abfahrt zu einer Wertgegenstände vom Leib reißen, um sie zu ab|run|den 〈sw. V.; hat〉: 1. rund machen, in runde
˙ Reise: die A. erfolgte, vollzog sich wie vorgese- stehlen: beide hatten andere Schüler auf dem ˙ Form bringen: die Ecken a.; alle Kanten sind
hen; seine A. um einen Tag verschieben. Heimweg mehrfach abgerippt. 2. (bei einem sorgfältig abgerundet. 2. Landbesitz durch den
ab|rei|sen 〈sw. V.; ist〉: 1. eine Reise antreten: in Handel) betrügen, übervorteilen: war er abge- Erwerb angrenzenden Landes vergrößern;
˙ aller Frühe nach München a. 2. die Rückreise rippt worden oder hatte er vielleicht sogar ein arrondieren: seinen Grundbesitz a. können.
antreten, einen Aufenthalt beenden u. abfahren: Schnäppchen gemacht? 3. (eine Zahl) durch Abziehen od. Hinzufügen
ich reise morgen [wieder] ab. Ab|riss, der; -es, -e [vgl. Reißbrett]: 1. a) 〈o. Pl.〉 auf die nächste runde Zahl bringen: 81,5 auf 81
Ab|rei|se|tag, der: Tag der Abreise. ˙ das Ab-, Niederreißen: der A. des Hauses; od. 82 a.; eine Summe a. (häufiger durch Abzie-
A˙ b|reiß|block, der 〈Pl. ...blöcke u. ...blocks〉: b) Teil, der von etw. (z. B. von Eintrittskarten) hen auf die nächste runde Zahl bringen).
˙ Schreibblock mit Blättern (2 a), die durch Reißen abgerissen werden soll: ohne A. ungültig. 2. (ver- 4. a) (eine Sache) durch Hinzufügen von etw.
am oberen od. seitlichen Rand leicht entfernt altet) [Umriss]zeichnung: einen A. von etw. ausgewogener, vollständiger machen: einen
werden können. machen. 3. knappe Darstellung, bersicht, Bericht mit etw. a.; Milch oder Sahne runden
ab|rei|ßen 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch [ruckhaftes] Zusammenfassung, auch als kurz gefasstes den Geschmack ab; 〈häufig im 2. Part.:〉 eine sti-
˙ Reißen [von jmdm., sich od. etw.] lösen, abtren- Lehrbuch; Kompendium: der Hauptteil enthält listisch abgerundete Erzählung; b) 〈a. + sich〉
nen: ein Kalenderblatt, ein Pflaster, ein Plakat einen A. der Lautlehre. eine abschließende, vervollständigte, ausgewo-
[von der Hauswand] a.; b) [bei jmdm., sich od. Ab|riss|ar|bei|ten 〈Pl.〉: Arbeiten, die mit einem gene Form bekommen: mein Eindruck rundet
etw.] hastig, mit einem Ruck entfernen: ich riss ˙ Abriss (1 a) verbunden sind. sich allmählich ab.
[mir] rasch den Kopfhörer ab. 2. 〈ist〉 a) sich Ab|riss|bir|ne, die: beim Abriss von Häusern o. Ä. Ab|run|dung, die; -, -en: 1. das Abrunden.
[infolge starker Belastung, Beanspruchung] von ˙ verwendete Stahlkugel, die an einem Kran ˙ 2. abgerundete Form.
jmdm. od. etw. ablösen, abgehen; entzweigehen, hängt u. durch dessen Bewegung mit Wucht ab|rup|fen 〈sw. V.; hat〉: [auf unachtsame, lieblose
zerreißen: der Schnürsenkel riss ab; ein abgeris- gegen das Mauerwerk geschleudert wird, das ˙ Weise] ruckartig abreißen: Blumen a.
sener Knopf; b) plötzlich unterbrochen werden, auf diese Weise zum Zusammenstürzen ab|rupt 〈Adj.〉 [lat. abruptus, adj. 2. Part. von:
aufhören: die Funkverbindung riss ab; Kontakte gebracht wird. ˙
abrumpere = abreißen]: 1. plötzlich und unver-
nicht a. lassen; der Strom der Flüchtlinge riss Ab|riss|haus, das: Haus, das abgerissen werden mittelt, ohne dass jmd. damit gerechnet hat:
nicht ab (nahm kein Ende). 3. 〈hat〉 (ein baufäl- ˙ soll oder wird. alles fand ein -es Ende; etw. a. unterbrechen.
liges od. nicht mehr gebrauchtes Bauwerk) ab|ro|cken 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) mit großer Hin- 2. ohne erkennbaren Zusammenhang: a. ant-
durch Niederreißen beseitigen: ein baufälliges ˙ gabe Rockmusik spielen; b) ausgelassen zu worten.
Haus a. [lassen]. 4. 〈hat〉 (salopp) (einen Dienst Rockmusik u. ä. Musik tanzen. ab|rüs|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. die Rüstung, die Streit-
o. Ä., eine vorgeschriebene [Dienst-, Ausbil- ab|rol|len 〈sw. V.〉: 1. a) 〈hat〉 von einer Rolle ˙ kräfte vermindern: die Großmächte haben
dungs]zeit) lustlos und ohne eigenes Engage- ˙ [ab]wickeln: ein Kabel, Tau a.; b) 〈ist〉 sich von abgerüstet; 〈seltener mit Akk.-Obj.:〉 die Atom-
ment ableisten: seinen Militärdienst a. einer Rolle abwickeln, ablaufen: der Film, die waffen a. 2. (Bauw.) von einem Bauwerk das
Ab|reiß|ka|len|der, der: Kalender mit Blättern, Leine rollt ab. 2. a) 〈hat〉 (mit dem Fuß) eine rol- Gerüst wegnehmen: wir haben das Haus schon
˙ die durch Reißen am [oberen] Rand leicht ent- lende Bewegung von der Ferse zu den Zehen längst abgerüstet.
fernt werden können. ausführen: beim Laufen über den ganzen Fuß Ab|rüs|tung, die; -, -en: das Abrüsten (1): eine
ab|rei|ten 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 a) weg-, davonreiten: sie a.; b) 〈ist〉 (Turnen) eine Rolle machen: nach ˙ totale, allgemeine, atomare A.
˙ sind eben abgeritten; b) (Jägerspr.) (von Auer- vorn, über den rechten Arm a. 3. a) 〈hat〉 Ab|rüs|tungs|kon|fe|renz, die: Konferenz, bei
und Birkwild) weg fliegen: der Auerhahn reitet (Fachspr.) (Frachtgut mit einem Fahrzeug) ˙ der zwei od. mehrere Staaten über Fragen der
ab. 2. a) 〈hat/ist〉 an etw. zum Zwecke der abtransportieren: Bierfässer a.; der Spediteur Abrüstung beraten.
Besichtigung od. Kontrolle entlangreiten, etw. hat die Kisten abgerollt; b) 〈ist〉 sich (auf Ab|rüs|tungs|ver|hand|lung, die 〈meist Pl.〉: vgl.
bei einem Ritt besichtigen: die Front der Rädern o. Ä.) rollend entfernen: das Flugzeug ˙ Abrüstungskonferenz.
Schwadron, die Posten, Stellungen a.; b) 〈hat〉 rollt zum Start ab. 4. 〈ist〉 ablaufen, vonstatten- ab|rut|schen 〈sw. V.; ist〉: 1. abgleiten (1 a),
(ein Pferd) müde reiten; c) 〈hat〉 (Seemannsspr.) gehen, sich abspielen: das Programm rollt rei- ˙ abwärts- od. seitwärtsrutschen: vom Becken-
(schlechtes Wetter, raue See) vor Anker liegend bungslos ab; ihr Leben rollte noch einmal vor rand a.; das Messer ist mir abgerutscht.
auf See überstehen: wir müssen den Sturm ihren Augen ab. 2. a) nach unten rutschen: Erdmassen sind
draußen a. ab|rub|beln 〈sw. V.; hat〉 (landsch., bes. nordd.): abgerutscht;  der Verein ist auf den letzten
ab|ren|nen 〈unr. V.〉 (ugs.): 1. 〈hat, seltener: ist〉 ˙ rubbelnd trocken reiben: ich habe mir nach dem Tabellenplatz abgerutscht; b) nachlassen,
˙ eine Anzahl Orte od. Personen der Reihe nach Bad den Körper, habe mich abgerubbelt. schlechter werden: ihre Leistungen rutschen
wegen etw. eilig aufsuchen: alle Läden, die ganze ab|rü|cken 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 von jmdm., etw. weg- immer mehr ab; in seinen Leistungen a.;
Stadt nach etw. a. 2. 〈a. + sich; hat〉 sich durch ˙ schieben: ich rückte das Bett [von der Wand] ab. c) [moralisch] herunterkommen: sie ist völlig
Rennen ermüden: warum rennst du dich so ab? 2. 〈ist〉 sich von jmdm., etw., von seinem Platz abgerutscht.
Ab|ri, der; -s, -s [frz. abri = Obdach, Schutz, zu rückend, ein kleines Stück entfernen: ich rückte Ab|ruz|zen 〈Pl.〉: 1. Gebiet im südlichen Mittelita-
¯ abrier = bedecken < lat. apricari = sich (in
afrz. ein wenig von ihm ab. 3. 〈ist〉 sich von jmdm., lien.˙ 2. Abruzzischer Apennin.
der Sonne) wärmen]: altsteinzeitliche Wohn- etw. distanzieren, lossagen: er ist von seinen Ab|ruz|zi|sche Apen|nin, der Abruzzische Apen-
stätte unter Felsvorsprüngen od. in Felsnischen. Äußerungen abgerückt. 4. 〈ist〉 (bes. Militär) in nin;˙ des Abruzzischen¯ Apennins: Teil des Apen-
ab|rich|ten 〈sw. V.; hat〉: (ein Tier, bes. einen geschlossener Formation abmarschieren: in die nins.
˙ Hund) zu bestimmten Leistungen od. Fertigkei- Quartiere, in die Kaserne a.;  später rückte er Abs. = Absatz; Absender.
ten erziehen; dressieren: einen Hund [falsch, heimlich ab (ugs.; ging er heimlich weg). ABS [abe|s], das; -: Antiblockiersystem.
richtig] a.; er richtete den Falken zur Beize ab. Ab|ruf, der; -[e]s, -e 〈Pl. selten〉: 1. Aufforderung, ab|sä|beln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): [in großen Stücken]
Ab|rich|tung, die; -, -en: das Abrichten, Dressur. ˙ sich von einem Ort, einer Stelle wegzubegeben; ˙ ungeschickt, nicht säuberlich abschneiden: ich
A˙ b|rieb, der; -[e]s, -e: 1. 〈o. Pl.〉 das [Sich]abrei- Abberufung: sich auf A. ( für die Weisung zu säb[e]le [mir] ein Stück von der Wurst ab.
˙ ben: der A. ist bei Winterreifen besonders stark. kommen) bereithalten. 2. (Kaufmannsspr.) Wei- ab|sa|cken 〈sw. V.; ist〉 (ugs.): 1. a) nach unten
2. etw. Abgeriebenes: der A. von Steinkohle bei sung des Käufers an den Verkäufer, eine Ware ˙ sacken: der Boden, das Fundament sackt ab;
der Aufbereitung; die -e von Gummireifen auf zu einem bestimmten Zeitpunkt zu liefern: eine b) (von Schiffen) sinken, untergehen; c) an Höhe
der Fahrbahn. Ware auf A. kaufen, bestellen; den Käufer zum verlieren: das Flugzeug sackt ab. 2. a) absinken:
ab|rieb|fest 〈Adj.〉: gegen Abrieb (1) unempfind- A. (zum Abrufen) der Ware auffordern. das Thermometer, sein Blutdruck sackt ab; der
˙ lich: -e Reifen, Beläge. 3. (Bankw.) Abheben vom Konto: der A. einer Umsatz ist abgesackt; b) nachlassen, schlechter
ab|rie|geln 〈sw. V.; hat〉: a) mit einem Riegel Summe. werden, abrutschen (2 b): er ist [in seinen Leis-
˙ [ver]sperren: den Stall a.; riegeln Sie bitte die ab|ruf|bar 〈Adj.〉: sich abrufen lassend. tungen, in Mathematik] stark abgesackt;
Tür ab!; b) den Zugang blockieren, absperren: ˙ab|ruf|be|reit 〈Adj.〉: bereit zum Abgerufenwer- c) [moralisch] herunterkommen, abrut-
alle Zufahrtswege wurden hermetisch abgerie- ˙ den. schen (2 c): in der Großstadt sackte er völlig ab.
gelt. ab|ru|fen 〈st. V.; hat〉: 1. a) veranlassen, sich von Ab|sa|cker, der; -s, - (ugs.): am Ende eines
Ab|rie|ge|lung, Ab|rieg|lung, die; -, -en: 1. das ˙ einem Ort, einer Stelle wegzubegeben: jmdn. aus ˙ Zusammenseins oder vor dem Schlafengehen
˙ Abriegeln. 2. a) ˙Riegel (1, 2); b) Sperre (1 a). einer Sitzung a.; b) (seltener) von einem Posten getrunkenes letztes Glas eines alkoholischen
ab|rin|gen 〈st. V.; hat〉: von jmdm., etw. durch zurückrufen, abberufen: einen Funktionär [von Getränks.
˙ intensive Bemühung erlangen; abzwingen: dem seinem Posten] a. 2. a) (EDV) abfragen (2): Ab|sa|ge, die; -, -n: a) Zurücknahme [eines ber-
Meer neues Land a.; ich habe ihm das Verspre- Informationen, Daten a.; b) (Flugw.) zur Lan- ˙ einkommens], ablehnender Bescheid: eine A.
chen abgerungen, nicht mehr zu rauchen; sich dung auffordern: eine Maschine a. 3. a) (Kauf- erhalten; b) Ablehnung, Zurückweisung: eine
ein Lächeln a. mannsspr.) (vom Käufer) den Verkäufer anwei- klare A. an totalitäre Politik; jmdm. eine A.
ab|rin|nen 〈st. V.; ist〉: 1. an etw. abwärtsrinnen: sen, eine bereitgestellte Ware zu liefern: den erteilen.
˙ das Wasser rann an der, von der Zeltbahn ab. Rest einer Ware a.; b) (Bankw.) (Geld von einem ab|sa|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. nicht stattfinden lassen:
˙
95 absägen – Abschiedskuss
eine Veranstaltung, das Training a. 2. (von ab|scha|ben 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Schaben ent- physischer Ekel: sein A. vor Spinnen ist unbe-
einem Vorhaben) mitteilen, dass es nicht statt- ˙ fernen: mit einem Spachtel den Putz [von der schreiblich; b) heftiger Widerwille, starke A
findet: seinen Besuch, die Teilnahme a. Mauer] a.; b) durch Schaben von etw. frei [moralische] Abneigung: seinen/(auch:) seine A.
3. jmdm. mitteilen, dass etw. Vereinbartes nicht machen: die Wand a. 2. abwetzen (1 b): ein über, gegen etw. zum Ausdruck bringen; vor
stattfindet: ich habe dem Mann, mit dem ich abgeschabter Kragen. einem Menschen A. haben; jmds. A. erregen;
mich treffen wollte, abgesagt. 4. (geh.) etw. auf- ab|schaf|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) aufheben (3 a), bei, in jmdm. A. erregen; eine [großen] A. erre-
geben, einer Sache entsagen: dem Alkohol a. ˙ außer Kraft setzen, beseitigen, was bisher gende Handlungsweise; etw. erfüllt jmdn. mit A.
ab|sä|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Sägen entfernen, bestand, üblich war: ein Gesetz, die Todesstrafe ab|scheu|ern 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Scheuern
˙ abtrennen: einen Baum, einen Ast a. 2. (ugs.) a.; b) aus der Welt schaffen: die Autos müssten ˙ entfernen: den Schmutz a.; b) durch Scheuern
von seinem Posten entfernen, um seine Stellung alle abgeschafft werden; c) etw., was jmd. reinigen: den Fußboden, den Tisch a. 2. durch
bringen; jmdm. kündigen: einen Beamten, den besitzt, für immer fortgeben: den Hund, sein starkes Reiben ablösen: ich habe mir die Haut
Trainer a. Auto a. 2. 〈a. + sich〉 (südwestd., schweiz.) sich am Arm abgescheuert. 3. a) durch beständiges
ab|sah|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. (landsch.) den Rahm abarbeiten: du schaffst dich zu sehr ab, bist Reiben abnutzen: du hast den rechten Ärmel
˙ von der Milch entfernen: die Milch a. 2. (ugs.) abgeschafft. abgescheuert; b) 〈a. + sich〉 durch beständiges
sich (etw. Wertvolles, das Beste) [in nicht ganz Ab|schaf|fung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Reiben abgenutzt werden, sich abnutzen: der
korrekter Weise] aneignen: der Staat sahnt wie- ˙ Abschaffen (1): die A. der Sklaverei, aller Privile- Kragen hat sich abgescheuert.
der [Steuern] ab. gien. ab|scheu|er|re|gend, Ab|scheu er|re|gend
ab|sam|meln 〈sw. V.; hat〉: 1. Stück für Stück von ab|schä|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Schälen von ˙ 〈Adj.〉: jmds. Abscheu ˙erregend: eine äußerst -e
˙ etw. wegnehmen; 1 ablesen (a). 2. (landsch., bes. ˙ etw. entfernen: die Rinde a.; b) 〈a. + sich〉 sich in Tat; dieser Geruch ist a.
südd., österr.) durch Absammeln (1) von etw. kleinen Stücken ablösen: die Haut schält sich ab|scheu|lich 〈Adj.〉: a) ekelhaft, widerwärtig: ein
leer machen. ab. 2. durch Schälen von etw. frei machen: einen -er Geruch, Anblick; a. schmecken; ich finde die
ab|sat|teln 〈sw. V.; hat〉: (einem Pferd) den Sattel Baumstamm a. Umgebung der Stadt a. (hässlich); b) [mora-
˙ abnehmen: das Pferd a.; wir haben schon abge- ab|schal|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Betätigung lisch] verwerflich, schändlich: eine -e Tat; sich
sattelt. ˙ eines Schalters unterbrechen, ausmachen: den a. benehmen; c) 〈intensivierend bei Adjektiven
Ab|satz, der; -es, Absätze: 1. erhöhter Teil der Strom a.; er schaltete die Musik ab; b) abstellen, u. Verben〉 (ugs.) sehr, überaus: es ist a. kalt; a.
˙ Schuhsohle unter der Ferse: flache, hohe, spitze ausschalten: das Radio, den Motor a.; ein Kern- wehtun.
Absätze; die Absätze (unterste Schicht der kraftwerk, einen Reaktor a. (vorübergehend od. Ab|scheu|lich|keit, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 das
Absätze) ablaufen, schief treten; * sich auf dem endgültig stilllegen). 2. (ugs.) a) nicht mehr kon- Abscheulichsein: die A. eines Verbrechens.
A. umdrehen, umwenden; auf dem A. kehrt- zentriert auf das achten, was eigentlich die Auf- 2. abscheuliche Handlung; abscheuliche Sache:
machen (sogleich umkehren). 2. a) Unterbre- merksamkeit beansprucht; unaufmerksam, wir werden die in diesem Krieg begangenen -en
chung in einem fortlaufend gedruckten od. geistesabwesend sein: einige Zuhörer hatten nicht vergessen.
geschriebenen Text (nach der mit einer neuen bereits abgeschaltet; b) Abstand gewinnen, sich ab|schi|cken 〈sw. V.; hat〉: a) ab-, versenden:
Zeile begonnen wird): einen A. machen; entspannen: im Urlaub einmal richtig a.; gut, ˙ Waren, Post a.; b) mit einem bestimmten Auf-
b) Abschnitt eines Textes auf einer gedruckten nicht a. können. trag wegschicken: einen Boten a.
od. geschriebenen Seite (Abk.: Abs.): Kapitel III, Ab|schal|tung, die; -, -en: das Abschalten (1). Ab|schie|be|haft: Abschiebungshaft.
vorletzter A. 3. (Kaufmannsspr.) Verkauf: der A. a˙ b|schat|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. abschattieren. 2. mit a˙ b|schie|ben 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) von seinem bishe-
der Waren stockte; reißenden A. finden (gut ˙ Schatten (1 b) versehen, abdunkeln: einen ˙ rigen Standort [weg]schieben, schiebend entfer-
verkauft werden). 4. Unterbrechung einer Flä- Raum a. nen: das Bett von der Wand a.;  die Verantwor-
che, von etw. Fortlaufendem: der A. eines Ber- ab|schat|tie|ren 〈sw. V.; hat〉: durch Schattieren tung, die Schuld auf andere abzuschieben
ges, einer Treppe, einer Mauer. 5. 〈Pl. selten〉 ˙ abheben, nuancieren: den Hintergrund eines suchen; b) gerichtlich des Landes verweisen,
(Geol.) Ablagerung. Bildes a. ausweisen: jmdn. aus einem Land, über die
Ab|satz|chan|ce, die: Chance, eine Ware abzuset- Ab|schat|tie|rung, die; -, -en: das Abschattieren. Grenze, in sein Heimatland a.; er wurde ohne
˙ zen, zu verkaufen. ˙Ab|schat|tung, die; -, -en: das Abschatten. genaue Angabe des Grundes abgeschoben;
Ab|satz|flau|te, die (Kaufmannsspr.): Flaute im a˙ b|schätz|bar 〈Adj.〉: sich abschätzen lassend: die c) (ugs.) jmdn., um ihn seines Einflusses zu
˙ Absatz (3). ˙ Kosten für das Projekt sind nur schwer a. berauben od. weil er als lästig empfunden wird,
Ab|satz|för|de|rung, die: Förderung des Absat- ab|schät|zen 〈sw. V.; hat〉: a) (nach Größe, Menge aus seiner Umgebung entfernen: einen Funktio-
˙ zes (3). ˙ usw.) prüfend schätzen, veranschlagen, taxie- när [in die Provinz] a.;  man wollte den inva-
Ab|satz|for|schung, die: den Absatz (3) betref- ren: die Entfernung, die Kosten nicht richtig a. lide gewordenen Arbeiter in die Frührente a.
˙ fende Forschung. [können]; b) nach bestimmten Gesichtspunkten 2. 〈ist〉 (salopp) weggehen: er schob beleidigt ab;
Ab|satz|ge|biet, das (Kaufmannsspr.): Gebiet, in beurteilen: er versuchte sein Gegenüber abzu- schieb ab!
˙ dem etw. abgesetzt (9) wird. schätzen; sie schätzten einander ab, sich Ab|schie|be|pra|xis, die: Praxis (1 b), übliche
Ab|satz|ka|nal, der (Kaufmannsspr.): Absatzweg. [gegenseitig] ab. ˙ Vorgehensweise bei Abschiebungen.
A˙ b|satz|markt, der: Markt (3), auf dem Produkte ab|schät|zig 〈Adj.〉 [urspr. schweiz., zu veraltet Ab|schie|be|stopp, der (ugs.): (vorläufiges) Aus-
˙ abgesetzt werden können. ˙ abschätzen = eine Ware als minderwertig beur- ˙ setzen der Abschiebung.
Ab|satz|men|ge, die (Kaufmannsspr.): Menge, teilen]: geringschätzig, abfällig: -e Bemerkun- Ab|schie|bung, die; -, -en: das Abschieben (1);
˙ Volumen (2) des Absatzes. gen; die Äußerung ist nicht a. gemeint; sich a. ˙ das Abgeschobenwerden.
Ab|satz|plus, das 〈o. Pl.〉 (Kaufmannsspr.): Steige- zu etw. äußern. Ab|schie|bungs|haft, die: vom Richter angeord-
˙ rung des Absatzes (3) (gegenüber einem Ver- Ab|schät|zung, die; -, -en: das Abschätzen (a). ˙ nete Haft, durch die erreicht werden soll, dass
gleichszeitraum). a˙ b|schau|en 〈sw. V.; hat〉 (bes. südd., österr., eine Person abgeschoben (1 b) werden kann.
Ab|satz|rück|gang, der: Rückgang beim ˙ schweiz.): absehen (1, 5, 6). Ab|schied, der; -[e]s, -e [zu ↑ abscheiden]: 1. 〈Pl.
˙ Absatz (3); Absatzeinbuße. Ab|schaum, der; -[e]s (abwertend): als minder- ˙ geh.〉 Trennung von jmdm., etw.: der erste A. von
Ab|satz|schwie|rig|keit, die 〈meist Pl.〉: Schwie- ˙ wertig betrachteter Teil von einer Gesamtheit zu Hause fiel ihm sehr schwer; ein A. für immer;
˙ rigkeit, Problem beim Absatz (3). (gewöhnlich von Menschen): A. der Menschheit; jmdm. zum A. winken; * A. nehmen (geh.:
Ab|satz|stei|ge|rung, die: Steigerung des Absat- dieser Kerl ist A. 1. sich vor einer längeren Trennung verabschie-
˙ zes (3). ab|schäu|men 〈sw. V.; hat〉 (Kochkunst): den den: von den Freunden, von der Heimat A. neh-
Ab|satz|vo|lu|men, das (Kaufmannsspr.): Volu- ˙ unreinen Schaum von etw. entfernen: die Brü- men. 2. einem Toten den letzten Gruß entbieten:
˙ men des Absatzes (3); Absatzmenge. he a. die Bevölkerung nahm A. von dem Verstorbe-
Ab|satz|weg, der: Form, in der der Absatz (3) ab|schei|den 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) (selten) von nen). 2. 〈Pl. selten〉 (veraltet) Entlassung (bes.
˙ eines Produktes stattfindet. ˙ jmdm. absondern, abtrennen: die kranken Tiere von Offizieren, Beamten): den A. erteilen,
ab|satz|wei|se 〈Adv.〉: in Absätzen (2 b). von den gesunden a.; er scheidet sich von der geben; als Major seinen A. nehmen; seinen A.
A˙ b|satz|zahl, die 〈meist Pl.〉: die Höhe des Absat- Gruppe ab; b) (Fachspr.) ausscheiden: die (sein Entlassungsgesuch) einreichen.
˙ zes (3) angebende Zahl: sinkende, stagnierende, Wunde scheidet Eiter ab; die Lösung hat Salz Ab|schieds|brief, der: Brief, in dem jmd. für län-
steigende -en. abgeschieden. 2. 〈ist〉 (geh. verhüll.) sterben: in ˙ gere Zeit od. für immer von jmdm. Abschied
ab|sau|fen 〈st. V.; ist〉: 1. a) (salopp) untergehen: Frieden a.; 〈subst.:〉 vor, nach seinem Abschei- nimmt.
˙ der Kutter ist abgesoffen; b) (derb) ertrinken: den. Ab|schieds|fei|er, die: Feier zu Ehren eines
fünf Matrosen soffen ab. 2. (ugs.) (vom Kfz-Mo- Ab|schei|dung, die; -, -en: das Abscheiden (1 b). ˙ Abschiednehmenden.
tor) nicht mehr laufen, weil dem Vergaser zu a˙ b|schen|ken 〈sw. V.; hat〉 (Sportjargon): [ fast] Ab|schieds|ge|schenk, das: a) Geschenk des Ver-
viel Benzin zugeführt wird: im Leerlauf säuft ˙ ohne Gegenwehr verloren geben: völlig demora- ˙ abschiedenden an den Abschiednehmenden;
der Motor ab. 3. (bes. Bergmannsspr.) sich mit lisiert hatte die Mannschaft das Spiel in der b) Geschenk des Abschiednehmenden an den
Wasser füllen: die Grube ist abgesoffen. zweiten Halbzeit abgeschenkt. Verabschiedenden.
ab|sau|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Saugen entfer- ab|sche|ren 〈st. V.; hat〉: durch 1 Scheren (1 b) völ- Ab|schieds|gruß, der: Gruß zum, beim
˙ nen: die Pumpe saugt das Wasser ab. 2. durch ˙ lig entfernen: den Schafen wurde die Wolle ˙ Abschied (1).
Saugen von etw. frei machen, säubern: den Tep- abgeschoren; ich schor mir den Bart ab. Ab|schieds|kuss, der: Kuss zum, beim
pich a. Ab|scheu, der; -s u. die ; - [zu ↑ Scheu]: a) (selten) ˙ Abschied (1).
˙
Abschiedsrede – Abschlusszeugnis 96
Ab|schieds|re|de, die: a) Rede des Abschiedneh- lige Fläche, von der aus bei jedem zu spielenden das Zimmer, die Wohnung, den Schrank a.; das
A ˙ menden; b) Rede des Verabschiedenden. Loch mit dem Schlagen des Balles begonnen Auto a.; das Fahrrad a. (mit einem Fahrrad-
Ab|schieds|schmerz, der 〈Pl. selten〉: Schmerz (2) wird: der Golfer ging am ersten A. in Position. schloss gegen Diebstahl sichern); die Tür war
˙ über den Abschied (1) von jmdm. 2. a) (Kaufmannsspr.) Senkung eines Preises, abgeschlossen; 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 du musst
Ab|schieds|spiel, das (bes. Fußball): Spiel, mit Preisrückgang: bei verschiedenen Waren ist ein noch a.; b) (landsch.) wegschließen, verschlie-
˙ dem sich ein Spieler od. Trainer verabschiedet: A. [des Preises] festzustellen; b) Disagio. 3. [zu ßen: Geld a. 2. von etw., jmdm. absondern, tren-
Pelés A. wurde fast in der ganzen Welt übertra- veraltet abschlagen = (ratenweise) abzahlen] nen: etw. luftdicht, hermetisch a. 3. einen
gen. Abschlagszahlung, Teilzahlung, Rate: ein A. auf Abschluss von etw. bilden: das Theater schloss
Ab|schieds|tour|nee, die: Tournee, mit der sich den Lohn; etw. auf A. kaufen, liefern. 4. (Prä- die eine Seite des Platzes ab. 4. beenden, zum
˙ Künstler[innen], Artist[inn]en od. Sportler[in- hist.) als Werkzeug benutzter, von Knollen des Abschluss bringen, zu Ende führen: ein
nen] von ihrem Publikum verabschieden. Feuersteins u. Flussgeröll abgeschlagener Teil: Gespräch, seine Studien, einen Roman a.; die
Ab|schieds|vor|stel|lung, die: letzte Vorstel- herumliegende Abschläge und Knochensplitter. Bücher, ein Konto a. (Kaufmannsspr., Bankw.;
˙ lung (3) eines scheidenden Künstlers. 5. (Fachspr.) Ableitung eines Wasserlaufs. Bilanz ziehen); ihr Rücktritt schloss eine Epo-
Ab|schieds|wort, das 〈Pl. -e〉: Wort[e] zum 6. (Bergbau) freier Raum, der unter Tage che ab; die Reisevorbereitungen sind abge-
˙ Abschied: ich will nicht ohne ein A., ohne -e abschnittweise durch Sprengarbeit entsteht. schlossen; ein abgeschlossenes Universitätsstu-
gehen. 7. (veraltet) abschlägiger Bescheid. dium. 5. a) mit etw. enden, auf hören, seinen
ab|schie|ßen 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) losschießen, ab|schla|gen 〈st. V.; hat〉: 1. etw. durch Schlagen Abschluss finden: die Tapete schließt mit einer
˙ abfeuern: einen Pfeil, Torpedo a.;  wütende Bli- ˙ gewaltsam von etw. trennen, abhauen: Äste goldenen Borte ab; der Roman schließt mit dem
cke a.; die Reporter schossen ihre Fragen ab; vom Baum a.; den Putz [von den Wänden] a.; Tod des Helden ab; mit einem Fehlbetrag, mit
b) (eine Schusswaffe) betätigen, abfeuern: ein jmdm. den Kopf a. 2. (landsch.) (Aufgebautes) Gewinn a. (Kaufmannsspr.; Bilanz ziehen);
Gewehr a. 2. 〈hat〉 a) [hinterlistig] durch Schie- in seine Teile zerlegen, auseinandernehmen; b) mit jmdm., etw. zu einem Ende kommen, die
ßen töten: krankes Wild a.; jmdn. kaltblütig aus abbrechen: eine Bude, ein Gerüst a.; sie schlu- Beziehungen zu jmdm., etw. abbrechen: ich
dem Hinterhalt a.; * zum Abschießen ausse- gen die Möbel für den Transport ab. 3. a) (Fuß- habe mit ihr abgeschlossen; mit dem Leben, der
hen, sein (salopp; überaus komisch, grotesk ball) (vom Torwart) den Ball durch Welt abgeschlossen haben (nichts mehr vom
aussehen); b) (ugs.) aus seiner Stellung entfer- Abschlag (1 a) ins Spiel bringen: der Torwart Leben erwarten, resignieren). 6. (durch Vertrag
nen: den Trainer, einen Politiker a. 3. 〈hat〉 ein schlug [den Ball] weit und genau ab; o. Ä.) vereinbaren: einen Vertrag mit jmdm.,
Kriegsgerät, bes. ein Flugzeug, durch Schießen b) (Hockey) den ins Toraus gegangenen Ball eine Versicherung, Geschäfte a.; eine Wette [mit
kampfunfähig machen, zerstören: einen Panzer, vom Schusskreis durch einen Schlag mit dem jmdm., auf etw.] a. (mit jmdm., in Bezug auf etw.
ein Flugzeug a.; er ist über dem Atlantik abge- Schläger ins Spiel bringen. 4. (bes. Militär) wetten).
schossen worden. 4. 〈hat〉 ein Körperglied mit abwehren, zurückschlagen, -weisen: einen ab|schlie|ßend 〈Adj.〉: letzt..., zum Schluss [erfol-
einem Schuss wegreißen: man hat ihm im Krieg Angriff des Feindes, den Feind a. 5. ablehnen, ˙ gend]: ein -es Urteil; eine -e Bemerkung; ... sagte
beide Beine abgeschossen. 5. 〈ist〉 (südd., verweigern, nicht gewähren: jmdm. eine Bitte a.; er a.
österr.) in den Farben verblassen, verschießen: er hat mein Anliegen glatt, rundweg abgeschla- Ab|schluss, der; -es, Abschlüsse: 1. Verschluss:
der Stoff ist abgeschossen. 6. 〈hat〉 (Ballspiele) gen. 6. 〈a. + sich〉 sich niederschlagen: die ˙ einen luftdichten A. herstellen. 2. abschließen-
einen Ball wuchtig schießen: er schoss aus lin- Feuchtigkeit hat sich an den Scheiben abge- der Teil, Verzierung u. Ä.: der [obere] A. eines
ker Position kraftvoll ab. 7. 〈hat〉 (Boxen) jmdm. schlagen. Kleides, der Tapete. 3. a) 〈o. Pl.〉 Ende, Beendi-
den entscheidenden Schlag versetzen, jmdn. ab|schlä|gig 〈Adj.〉 [zu ↑ abschlagen (5)] gung: der A. der Arbeiten; den A. bilden; in etw.
k. o. schlagen. ˙ (Amtsspr.): ablehnend, verweigernd: eine -e seinen krönenden A. finden; die Verhandlungen
ab|schif|fen 〈sw. V.; ist〉 (ugs.): ein angestrebtes Antwort erteilen; er wurde a. beschieden nähern sich dem A., stehen kurz vor dem A.;
˙ Ziel nicht erreichen, keinen Erfolg haben, schei- (erhielt einen ablehnenden Bescheid); ihre Bitte nach A. des Studiums; zum A. kommen/gelan-
tern: ein Projekt a. lassen; bei, mit etw. a. ist a. beschieden (ist abgelehnt) worden. gen (nachdrückl.; abgeschlossen, beendet wer-
ab|schil|fern 〈sw. V.; ist〉 (landsch.): (besonders Ab|schlags|sum|me, die: Abschlag (3). den); etw. zum A. bringen (nachdrückl.; etw.
˙ von der Haut) sich in kleinen Schuppen ablösen. ˙Ab|schlags|zah|lung, (BGB:) Ab|schlag|zah- abschließen, beenden); b) (Wirtsch., Kauf-
ab|schin|den, sich 〈unr. V.; schindete sich ab, hat ˙ lung, die: (erster) Teil einer zu
˙ leistenden Zah- mannsspr.) Bilanz mit Gewinn-und-Verlust-
˙ sich abgeschunden〉: (ugs.) sich längere Zeit lung; Teilzahlung: eine A. auf sein Gehalt erhal- Rechnung: der A. der Bücher, Konten; c) (Ball-
übermäßig schinden: ich habe mich jahrelang ten. spiele) Beendigung eines Spielzuges durch einen
für den Jungen abgeschunden. ab|schläm|men 〈sw. V.; hat〉: 1. Bodenteilchen Schuss aufs Tor: beim A. Pech haben;
Ab|schirm|dienst, der (Militär): Geheimdienst, ˙ wegspülen und als Schlamm absetzen (6 a). d) Abschlusszeugnis, -examen: keinen A., einen
˙ der mit dem Schutz der eigenen Streitkräfte 2. von Schlamm o. Ä. befreien: Gold a. und so guten A. haben; einen A. anerkennen.
gegen Ausspähung, Sabotage u. Zersetzung vom Gestein trennen. 4. a) 〈o. Pl.〉 das Abschließen, Vereinbaren;
beschäftigt ist. ab|schle|cken 〈sw. V.; hat〉 (südd., österr., abschließende Vereinbarung: der A. eines
ab|schir|men 〈sw. V.; hat〉: 1. a) vor jmdm., etw. ˙ schweiz.): ablecken. Bündnisses, Vertrages; bei den Tarifverhandlun-
˙ schützen, gegen jmdn., etw. absichern: seine ab|schlei|fen 〈st. V.; hat〉: 1. a) durch Schleifen gen kam man zu keinem A.; b) (Kaufmannsspr.)
Augen mit der Hand a.; jmdn. gegen schädliche ˙ (von etw.) entfernen: Unebenheiten a.; ich habe geschäftliche, ein Geschäft abschließende Ver-
Einflüsse a.; sein Privatleben a.; b) isolieren, den Rost [vom Messer] abgeschliffen; b) durch einbarung: einen vorteilhaften A. [über 200
nicht zur Wirkung kommen lassen: der feindli- Schleifen glätten: die Kanten der Bretter a.; das Tonnen Getreide] tätigen.
che Spion wurde von unserem Geheimdienst Parkett a. (glätten u. dabei reinigen). 2. 〈a. + Ab|schluss|ar|beit, die: einen Ausbildungsgang
abgeschirmt. 2. a) (Licht) durch etw. zurückhal- sich〉 durch Reibung abgenutzt werden, nach ˙ abschließende Arbeit (4 a).
ten: das grelle Licht mit einem Tuch, durch ein und nach schwinden: der Belag schleift sich im Ab|schluss|ball, der: 2 Ball, mit dem etw. abge-
Tuch a.; b) etw., was Licht aussendet, mit etw. Laufe der Zeit ab;  seine rauen Seiten werden ˙ schlossen (4) wird.
verdecken, sodass es nicht stört: eine Lampe sich schon noch a. (mildern). Ab|schluss|be|richt, der: abschließender Bericht:
mit einem Tuch a. Ab|schlepp|dienst, der (Kfz-Wesen): Unterneh- ˙ der A. der Forschungsgruppe wird nächste
Ab|schir|mung, die; -, -en: 1. das Abschirmen; ˙ men, das fahruntüchtig (2) gewordene Kraft- Woche veröffentlicht werden.
˙ das Abgeschirmtwerden. 2. etw., was etw. fahrzeuge abschleppt. Ab|schluss|er|klä|rung, die: abschließende
abschirmt. ab|schlep|pen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) ein Fahrzeug mit ˙ gemeinsame Erklärung (2) der Teilnehmer einer
ab|schir|ren 〈sw. V.; hat〉: (einem Zugtier) das ˙ einem anderen Fahrzeug irgendwohin ziehen, Konferenz, eines [politischen] Treffens o. Ä.
˙ Geschirr (2) abnehmen: er schirrte das Pferd ab. abtransportieren: ein Auto, ein Schiff a.; ich Ab|schluss|fei|er, die: Feier nach einem
ab|schlach|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. (Tiere [vorzeitig, musste mich a. lassen; b) (salopp scherzh.) ˙ Abschluss (3 d).
˙ notgedrungen]) schlachten: die erkrankten jmdn. (oft wider dessen Willen) irgendwohin Ab|schluss|klas|se, die: letzte Klasse vor dem
Schweine mussten abgeschlachtet werden. bringen: einen Betrunkenen a.; jmdn. noch für ˙ Ende der Schule od. Ausbildung.
2. grausam töten: der Despot hat Tausende a. ein Bier, in eine Kneipe a.; er wollte sie [in seine Ab|schluss|kon|zert, das: eine Veranstaltung
lassen. Wohnung] abschleppen. 2. 〈a. + sich〉 (ugs.) sich ˙ abschließendes Konzert.
ab|schlaf|fen 〈sw. V.〉 (ugs.): a) 〈hat〉 matt, kraft- mit dem Tragen eines schweren Gegenstandes Ab|schluss|kund|ge|bung, die: Kundgebung am
˙ los, schlaff machen: das endlose Gerede hatte abmühen: ich habe mich mit dem Koffer, an ˙ Ende einer Veranstaltung.
ihn abgeschlafft; b) 〈ist〉 müde, erschöpft sein u. dem Koffer abgeschleppt. Ab|schluss|prü|fung, die: 1. letzte Prüfung vor
deshalb matt, kraftlos, schlaff werden, sich ent- Ab|schlepp|seil, das: Seil zum Abschleppen eines ˙ Verlassen einer Klasse, Schule. 2. (Wirtsch.)
spannen: nach einem langen Tag a., endlich a. ˙ Kraftfahrzeugs. Prüfung des Jahresabschlusses.
können;  langsam geistig a.; 〈oft im 2. Part.:〉 Ab|schlepp|wa|gen, der: kleinerer Lastkraftwa- Ab|schluss|trai|ning, das (Sport): letztes Trai-
ein abgeschlaffter Typ (ein energieloser, unent- ˙ gen mit einer Vorrichtung zum Abschleppen von ˙ ning vor einem Wettkampf.
schlossener Mensch, der keine Initiative, Unter- Kraftfahrzeugen. Ab|schluss|ver|an|stal|tung, die: vgl. Abschluss-
nehmungslust hat). ab|schließ|bar 〈Adj.〉: sich abschließen (1, 2, 6) ˙ kundgebung.
Ab|schlag, der; -[e]s, Abschläge: 1. a) (Fußball) ˙ lassend. Ab|schluss|zeug|nis, das: nach Absolvieren eines
˙ Abstoß des Torwarts aus der Hand; b) (Hockey) ab|schlie|ßen 〈st. V.; hat〉: 1. a) (einen Raum o. Ä.) ˙ bestimmten Ausbildungsgangs erworbenes
das Abschlagen (3 b); c) (Golf) kleine rechtwink- ˙ mit einem Schlüssel [ver]sperren, zuschließen: Zeugnis.
97 abschmälzen – Abschussbasis
ab|schmäl|zen 〈sw. V.; hat〉 (Kochkunst): (eine unter kräftigem Abstoßen vom Boden springen: warnend: ein -es Beispiel; die Maßnahmen, die
˙ Speise) mit gebräunter Butter [u. gerösteten ich schnellte mich vom Brett ab. 2. 〈ist〉 Strafen sollen a. wirken; b) abstoßend: ein -es A
Zwiebeln od. Bröseln] übergießen: Nudeln a. a) schnellend weg fliegen: der Pfeil schnellte Äußeres; sie ist a. (sehr, überaus) hässlich; a.
ab|schme|cken 〈sw. V.; hat〉: a) den Geschmack [von der Sehne] ab; b) sich kräftig vom Boden (sehr, überaus) hohe Steuertarife.
˙ einer zubereiteten Speise prüfen und danach o. Ä. abstoßend springen: er schnellt [vom Brett] Ab|schre|ckung, die; -, -en: das Abschrecken;
würzen: die Soße [mit Wein] a.; das Essen ist ab. ˙ abschreckende Wirkung.
gut abgeschmeckt; b) schmeckend prüfen: er ab|schnip|peln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): [unsachgemäß] Ab|schre|ckungs|mit|tel, das: Mittel zum
schmeckt [den Wein] ab. ˙ schnippelnd [in kleinen Stücken] abschneiden: ˙ Abschrecken (1).
ab|schmei|ßen 〈st. V.; hat〉 (ugs.): abwerfen (1 a, b, ich habe [mir] von dem harten Käse mühsam Ab|schre|ckungs|stra|fe, die (Rechtsspr.): Strafe,
˙ 2 a, c). ein paar Stücke abgeschnippelt. ˙ die abschreckend (1) wirken soll.
ab|schmel|zen 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 (von Eis, Metallen) Ab|schnitt, der; -[e]s, -e: 1. Teil[stück] von etw. Ab|schre|ckungs|waf|fe, die (Militär): Waffe, mit
˙ f lüssig werden u. zerlaufen: das Blei schmilzt ˙ Geschriebenem od. Gedrucktem; Kapitel, Pas- ˙ der ein potenzieller Gegner abgeschreckt wer-
ab; Wasser von abschmelzendem Eis. 2. 〈hat〉 sus (Abk.: Abschn.): hier endet der erste A.; die den soll.
(Eis, Metalle) f lüssig machen u. zerlaufen las- Schrift zerfällt in mehrere -e. 2. a) Teil eines Ab|schre|ckungs|wir|kung, die: abschreckende
sen: die Hitze schmolz das Blei ab;  der Schul- Gebietes, eines Geländes, eines Weges o. Ä.: ˙ Wirkung von etw.
denberg muss abgeschmolzen werden. einen A. nicht einsehen können, verteidigen; ab|schrei|ben 〈st. V.; hat〉: 1. a) (von etw., was
Ab|schmel|zung, die; -, -en: das Abschmelzen. b) (DDR) [Wohn]bereich, Bezirk. 3. Zeitspanne, ˙ schriftlich od. gedruckt vorliegt) eine Abschrift
a˙ b|schmet|tern 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): entschieden, Periode: ein neuer A. im Leben des Künstlers. machen: [sich] eine Stelle aus einem Buch a.;
˙ schroff ablehnen: einen Antrag, eine Forde- 4. a) abgeschnittenes Stück: ein A. Heftpflaster; b) etw. [was im Konzept vorliegt] ins Reine
rung a. b) abtrennbarer Teil eines Formulars, einer Ein- schreiben; noch einmal schreiben: das Ganze
ab|schmie|ren 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 (Technik) (eine trittskarte o. Ä.: der A. der Postanweisung. noch einmal sauber a.; c) (bes. in der Schule)
˙ Maschine o. Ä. [an den Schmierstellen]) mit Fett 5. abgegrenzter Teil eines Organs, eines Orga- [unerlaubt] von jmds. Vorlage schreibend über-
versehen: die Achsen, das Auto a. 2. 〈hat〉 (Schü- nismus o. Ä.: im oberen A. des Darms. nehmen: von einem Mitschüler a.; diese Stelle
lerspr.) a) etw. unsauber abschreiben; b) uner- Ab|schnitts|be|voll|mäch|tig|te 〈vgl. Bevoll- hat er wörtlich aus dem Buch eines Kollegen
laubt abschreiben. 3. 〈ist〉 a) (Fliegerspr.) abkip- ˙ mächtigte〉 (DDR): für einen bestimmten abgeschrieben. 2. (Wirtsch.) a) (einen Gegen-
pen [u. abstürzen]: das Segelflugzeug schmierte Abschnitt (2 b) zuständige Volkspolizistin (Abk.: stand des bewertbaren Anlagevermögens)
plötzlich in 30 m Höhe ab; b) (ugs.) abstürzen: ABV). wegen Abnutzung im bilanzmäßigen Wert
die Partei, der Sportler, der Dax, der Aktienkurs Ab|schnitts|be|voll|mäch|tig|ter 〈vgl. Bevoll- herabsetzen: Maschinen a.; b) (einen Betrag)
ist abgeschmiert. ˙ mächtigter〉 (DDR): für einen bestimmten streichen, abziehen: ich habe den Betrag [von
ab|schmin|ken 〈sw. V.; hat〉: 1. das Gesicht, sich Abschnitt (2 b) zuständiger Volkspolizist (Abk.: ihrer Rechnung] abgeschrieben. 3. brieflich
˙ von Schminke säubern: ich muss [mir] noch das ABV). absagen: ich muss dir leider a. 4. a) durch
Gesicht a.; ich schminkte mich ab. 2. 〈a. + sich〉 Ab|schnitts|glie|de|rung, die: [alpha]numeri- Schreiben abnutzen: einen Bleistift a.; b) 〈a. +
(ugs.) etw. aufgeben, auf etw. verzichten: die ˙ sche Gliederung eines Abschnitts (1) [nach sich〉 durch Schreiben abgenutzt werden: der
Reise schminken wir uns besser ab; das kannst bestimmten Richtlinien]. Bleistift schreibt sich schnell ab. 5. (ugs.) aufge-
du dir gleich a. (das kommt nicht infrage). ab|schnitts|wei|se, ab|schnitt|wei|se 〈Adv.〉: in ben, verloren geben; mit jmdm., etw. nicht mehr
ab|schmir|geln 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Schmirgeln ˙ Abschnitten: etw. a.˙ gliedern; 〈mit Verbalsub- rechnen: den verlorenen Ring kannst du a.; er ist
˙ glätten, polieren: das Werkstück a. 2. durch stantiven auch attr.:〉 a. Gliederung. so krank, dass ihn schon alle abgeschrieben
Schmirgeln entfernen: Unebenheiten a. ab|schnü|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. durch festes Zusam- haben.
ab|schmü|cken 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): den Weih- ˙ menziehen einer Schnur o. Ä. das Strömen, Zir- ab|schreib|fä|hig: ↑ abschreibungsfähig.
˙ nachtsschmuck entfernen. kulieren von etw. unterbrechen: jmdm. die Luft A˙ b|schrei|bung, die; -, -en (Wirtsch.): 1. das
Abschn. = Abschnitt. a.; das Gummiband schnürt [mir] das Blut ab; ˙ Abschreiben (2 a). 2. abzuschreibender Betrag.
ab|schnal|len 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Öffnen der  Angst und Verzweiflung schnürten ihr die ab|schrei|bungs|fä|hig, (österr.:) abschreibfähig
˙ Schnalle[n], Lösen von Riemen, eines Gurtes Kehle ab. 2. den Zugang blockieren, abriegeln: ˙ 〈Adj.〉: sich abschreiben (2 a) lassend.
[mit einer Schnalle] abnehmen: [jmdm., sich] Panzer schnüren die Ausfallstraßen ab. Ab|schrei|bungs|mög|lich|keit, die (Wirtsch.):
die Ski a. 2. durch Öffnen der Schnalle[n], Lösen Ab|schnü|rung, die; -, -en: das Abschnüren. ˙ Möglichkeit, etw. abzuschreiben (2).
von Riemen, eines Gurtes [mit einer Schnalle] a˙ b|schöp|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. (etw. oben Befindli- ab|schrei|ten 〈st. V.〉 (geh.): 1. a) 〈hat/ist〉 an etw.
befreien; losschnallen: sich im Auto a.; nach der ˙ ches schöpfend von etw.) herunternehmen: ˙ [zur Kontrolle, prüfend o. ä. mit langsamen
Landung schnallte ich mich ab. 3. (ugs.) nicht Schaum, Fett, den Rahm von der Milch a. Schritten] entlanggehen: der General hat/ist die
mehr mitmachen, nicht mehr [geistig] folgen 2. a) (Wirtsch.) (eine Geldmenge) aus dem Ver- Front abgeschritten; b) 〈hat〉 mit Schritten
können: restlos, völlig a.; R da schnallst du ab kehr ziehen: Gewinne, Kaufkraft a.; b) (Jargon) abmessen: die Entfernung a. 2. 〈ist〉 (geh.) mit
(da bist du fassungslos vor Staunen; das ist [Marktanteile, Gewinne, Stimmen] erlangen, gemessenen Schritten davongehen.
nicht zu glauben). den Konkurrenten abnehmen: die Strategen Ab|schrift, die; -, -en: etw. Abgeschriebenes; Dop-
ab|schnap|pen 〈sw. V.〉: 1. a) 〈ist/hat〉 (selten) wollen bei anderen Parteien Wählerpotenzial a. ˙ pel, Kopie: beglaubigte -en von Zeugnissen und
˙ plötzlich abbrechen, aufhören: die Musik 3. (Jargon) sich ( jmdn., etw.) zunutze machen; Bescheinigungen; eine A. von etw. anfertigen.
schnappte ab; b) 〈ist〉 (salopp) sterben: vor einer jmdn. aushorchen: sich von einem Spitzel a. las- ab|schrub|ben 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) mit einer
Stunde ist er abgeschnappt. 2. 〈hat〉 (ugs.) im sen. ˙ Bürste reinigen: den Fensterrahmen a.; ich
letzten Augenblick noch erreichen, abfangen: Ab|schöp|fung, die; -, -en: 1. das Abschöpfen. schrubbe mich, mir den Rücken mit einer
ich schnappte ihn an der Haustür gerade noch ˙ 2. (von der EU verordnete) Abgabe auf Waren, Bürste ab; b) durch Schrubben von etw. entfer-
ab. die aus nicht der EU angehörenden Ländern nen: den Dreck a.
ab|schnei|den 〈unr. V.; hat〉: 1. a) durch Schnei- eingeführt wurden. ab|schuf|ten, sich 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): längere Zeit
˙ den von etw. trennen: Stoff [vom Ballen], ein ab|schot|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. (bes. Schiffbau) mit ˙ übermäßig arbeiten u. sich dadurch erschöpfen;
paar Blumen, ein Stück Brot a.; b) kürzer schnei- ˙ einem 2 Schott, mit Schotten versehen. 2. gegen sich abarbeiten: mein ganzes Leben lang habe
den, bis zum Ansatz wegschneiden: jmdm. die äußere Einflüsse, gegen die Außenwelt abschlie- ich mich [für euch] abgeschuftet.
Haare, den Bart a.; ich habe mir die Fingernägel ßen: jmdn., sich gegen jmdn., von jmdm. a. ab|schup|pen 〈sw. V.; hat〉: 1. (einen Fisch) von
abgeschnitten. 2. jmdn. [wider seinen Willen] Ab|schot|tung, die; -, -en: das Abschotten. ˙ Schuppen befreien. 2. (von der Haut) sich in
von jmdm., etw. trennen, isolieren: man lebt hier ˙ab|schrä|gen 〈sw. V.; hat〉: schräg (1), schräger Schuppen lösen: die Hautpartikel schuppen ab;
völlig von der Welt abgeschnitten. 3. (bereits ˙ machen: Balken a.; eine abgeschrägte Wand. 〈auch a. + sich:〉 an dieser Stelle schuppen sich
Eingeleitetes) vereiteln, unterbinden, jmdm. ab|schrau|ben 〈sw. V.; hat〉: a) etw. (mit einem die Hautpartikel vermehrt ab.
etw. entziehen: einen Einwurf, das Wort, alle ˙ Gewinde Versehenes) von etw. schrauben, aus Ab|schup|pung, die; -, -en: das Sichabschuppen.
Einwände a.; die Möglichkeit zu Auslandsreisen etw. herausschrauben: die Kappe [von der a˙ b|schür|fen 〈sw. V.; hat〉: a) durch Schürfen ver-
war abgeschnitten. 4. a) (den Weg) ab-, verkür- Tube], den Deckel a.; b) etw., was an einer ˙ letzen, aufreißen: du hast dir die Haut am Ellbo-
zen: dieser Pfad schneidet [den Bogen der bestimmten Stelle an-, festgeschraubt ist, durch gen abgeschürft; b) durch Schürfen an der
Straße] ab; wir schneiden ab, wenn wir hier Lösen der Schrauben entfernen: das Türschild a. Oberfläche leicht verletzen: ich habe mir bei
gehen; b) (den Weg) [kreuzen u. dadurch] ver- ab|schre|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. (durch bestimmte dem Sturz die Knie abgeschürft.
sperren: die Autobahn schneidet den Weg ab; ˙ Eigenschaften o. Ä.) vor etw. zurückschrecken Ab|schür|fung, die; -, -en: 1. das Abschürfen.
dem Einbrecher waren alle Fluchtwege abge- lassen, von etw. zurückhalten, abbringen: der ˙ 2. abgeschürfte Stelle, Schürfwunde.
schnitten; * jmdm. den Weg a. (↑ Weg 2 b). hohe Preis, die Kälte, der weite Weg schreckte Ab|schuss, der; -es, Abschüsse: 1. a) das Abschie-
5. [eigtl. wohl = vom Kerbholz abschneiden, ihn ab; er lässt sich durch nichts a. 2. a) (Tech- ˙ ßen (1 a): der A. des Torpedos; b) das Abschie-
d. h. als Schulden tilgen] in bestimmter Weise nik) (Metall u. Ä.) beschleunigt abkühlen, um ßen (1 b): die Abschüsse der Kanonen. 2. das
Erfolg haben: bei einer Prüfung gut, schlecht a.; bestimmte Eigenschaften zu erzielen: glühen- Abschießen (2 a): der A. von Wild. 3. das Abschie-
er hat bei diesem Vergleich nicht gut abge- den Stahl a.; b) (Kochkunst) nach dem Kochen ßen (3): der A. eines Flugzeugs. 4. * das ist der A.!
schnitten. mit kaltem Wasser be-, übergießen, in kaltes (ugs.; das ist unglaublich, unerhört [ frech]).
ab|schnel|len 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch Schnellen Wasser tauchen: die gekochten Eier a. Ab|schuss|ba|sis, die: Basis (4), von der Raketen
˙ weg fliegen lassen: einen Pfeil a.; b) 〈a. + sich〉 ab|schre|ckend 〈Adj.〉: a) als Warnung dienend, ˙ abgeschossen werden.
˙
abschüssig – abservieren 98
ab|schüs|sig 〈Adj.〉 [zu veraltet Abschuss = stei- 2. (Ski) mit einem Schwung die Fahrtrichtung eine Idee für a. halten; c) in den Bereich der Per-
A ˙ ler Abhang]: stark abfallend: eine -e Straße, ändern [und langsamer fahren].
1
version gehörend: -e Neigungen haben.
Strecke. ab|schwir|ren 〈sw. V.; ist〉: a) (von Vögeln, Insek- ab|seits 〈Präp. mit Gen.〉 [älter: abseit; ↑ -seits]:
Ab|schüs|sig|keit, die; -: das Abschüssigsein. ˙ ten) schwirrend weg fliegen: die Libelle, der ˙ (ein wenig) entfernt von etw.: a. des Weges, des
˙Ab|schuss|lis|te, die (Jagdw.): Liste, die Art und Kolibri schwirrte ab; b) (salopp) weggehen, weg- Verkehrs; sie wohnen a. jeglicher Zivilisation;
˙ Zahl des innerhalb eines bestimmten Zeitrau- fahren, sich entfernen: nun schwirrt endlich ab,  er bewegte sich damals a. des Rechts.
2
mes erlegten Wildes enthält: geschossenes Wild ihr beide! ab|seits 〈Adv.〉: a) beiseite, fern, außerhalb: das
in die A. eintragen;  jmdn. auf die A. setzen ab|schwit|zen 〈sw. V.; hat〉: durch Schwitzen das ˙ Haus befindet sich etwas a.; a. von jeder
(zur Entlassung vorsehen); sie steht auf der A. ˙ Körpergewicht verringern: a. müssen; 〈mit menschlichen Behausung; b) [nach engl. off-
(ihre Entlassung steht bevor). Akk.-Obj.:〉 er hat Gewicht, die überflüssigen side] (Ballspiele) im Abseits (1): a. sein.
Ab|schuss|ram|pe, die: Gerüst zum Abschießen Pfunde abgeschwitzt; * sich einen a. (ugs.; stark Ab|seits, das; -, - (Ballspiele): 1. (beim Fußball)
˙ von Raketen. schwitzen). ˙ regelwidrige Stellung eines Spielers, dem der
Ab|schuss|vor|rich|tung, die: Startvorrichtung ab|schwö|ren 〈st. V.; hat〉: 1. sich von jmdm., etw. Ball zugespielt wird, wenn er sich näher an der
˙ für Raketen. ˙ (mit einem Schwur) lossagen: seinem Glauben gegnerischen Torlinie befindet als zwei gegneri-
ab|schüt|teln 〈sw. V.; hat〉: 1. a) durch Schütteln a.;  dem Alkohol a. (ihn aufgeben). 2. (veral- sche Spieler od. (beim Eishockey) wenn ein Spie-
˙ entfernen, herunterschütteln: den Schnee [von tend) ableugnen: eine Schuld a. ler vor dem Puck in das Angriffsdrittel gelaufen
sich, vom Mantel] a.;  ein Joch, die Knecht- Ab|schwung, der; -[e]s, Abschwünge: 1. (bes. ist: im A. stehen; ins A. laufen;  im technologi-
schaft a. (sich davon befreien); b) durch Schüt- ˙ Turnen) das Abschwingen (1): ein A. vom Bar- schen, politischen, gesellschaftlichen A. stehen.
teln von etw. säubern: das Tischtuch, die Zelt- ren. 2. (Ski) das Abschwingen (2): einen A. 2. Verstoß gegen die Abseitsregel: der Schieds-
plane a. 2. a) sich von etw. frei machen; über- machen. 3. (Wirtsch.) Rückgang der Konjunk- richter pfiff A.
winden: die Müdigkeit, den Ärger, seine Sorgen tur, Rezession: ein wirtschaftlicher A. droht; das Ab|seits|fal|le, die (Ballspiele): Taktik, mit der
a.; b) es fertigbringen, jmdn. (dessen Nähe einen Unternehmen, die Konjunktur ist im A. ˙ die Abwehrspieler den angreifenden Gegner ins
stört, der einem lästig ist o. Ä.) loszuwerden: er ab|se|geln 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 (von Segelschiffen, Abseits (1) locken.
hat den zudringlichen Menschen abgeschüttelt; ˙ -booten) sich segelnd entfernen: der Schoner Ab|seits|po|si|ti|on, die (Ballspiele): Abseitsstel-
c) durch größere Schnelligkeit, durch geschick- segelte Ende des Monats von Hamburg ab. ˙ lung.
tes Taktieren o. Ä. einem Verfolger entkommen: 2. 〈hat〉 a) (eine Strecke) segelnd zurücklegen: Ab|seits|re|gel, die (Ballspiele): das Abseits (1)
seine Verfolger, die Polizei a. [eine Strecke von] 10 000 km a.; b) an etw. mit ˙ betreffende Regel.
ab|schüt|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. a) einen Teil einer dem Segelschiff, -boot entlang fahren: die Küste ab|seits|ste|hen 〈unr. V.; hat; südd., österr.,
˙ Flüssigkeit, der als zu viel erscheint, aus einem a. 3. 〈hat〉 (Segeln) zum letzten Mal gemein- ˙ schweiz. auch: ist〉: 1. außerhalb, fern, entfernt
Gefäß schütten: die Hälfte des Wassers aus dem schaftlich in der Saison segeln: wir haben noch von etw. stehen, sich befinden: die Hütte stand
Eimer a.; b) durch Herausschütten von Flüssig- nicht abgesegelt; 〈subst.:〉 morgen ist Absegeln. abseits. 2. (Ballspiele) im Abseits (1) stehen: bei
keit den Inhalt eines Gefäßes verringern: den ab|seg|nen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): die Ausführung diesem Treffer stand der Stürmer abseits.
Eimer a. 2. a) von etw. schütten: das Wasser von ˙ eines Vorhabens o. Ä. (als höhere Instanz) Ab|seits|stel|lung, die (Ballspiele): Stellung, bei
den Kartoffeln a.; b) (etw. Gekochtes) vom Koch- befürworten, genehmigen: das Vorhaben wurde ˙ der ein Spieler im Abseits (1) steht.
wasser befreien: die Kartoffeln a. noch nicht offiziell abgesegnet. Ab|seits|tor, das (Ballspiele): von einem im
ab|schwä|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. [allmählich] Ab|seg|nung, die; -, -en (ugs.): das Absegnen. ˙ Abseits (1) stehenden Spieler erzieltes, nicht
˙ schwächer, geringer machen; mildern: die Wir- ˙ab|seh|bar 〈Adj.〉: sich absehen (2) lassend: die anerkanntes Tor.
kung, einen bestimmten Eindruck von etw. a.; ˙ -en Folgen seines Handelns; in -er (nicht zu lan- ab|seits|ver|däch|tig 〈Adj.〉 (Ballspiele): ein
etw. in abgeschwächter Form wiederholen. ger) Zeit; das Ende ist noch nicht a. ˙ Abseits (1) vermuten lassend: ein Tor aus -er
2. 〈a. + sich〉 a) schwächer werden, sich mil- ab|se|hen 〈st. V.; hat〉: 1. beobachtend, zusehend Position erzielen.
dern: der Lärm schwächte sich ab; b) (Meteo- ˙ von jmdm. lernen: das Kunststück hat er sei- Ab|sence [apsãs], die; -, -n [...sn] [frz. absence <
rol.) an Wirkung verlieren: das Hoch über Ost- nem Bruder abgesehen. 2. im Voraus erkennen, lat. absentia, ↑ Absenz] (Med.):(bes. bei Epilep-
europa schwächt sich ab. voraussehen: die Folgen lassen sich nicht a. sie auftretender) kurzer Verlust des Bewusst-
Ab|schwä|chung, die; -, -en: das [Sich]abschwä- 3. auf etw. verzichten, von etw. Abstand neh- seins (ohne Sturz); Absenz (d): eine A. haben.
˙ chen. men: von einer Anzeige, einem Besuch, von Bei- ab|sen|den 〈unr. V.; sandte/(seltener:) sendete ab,
ab|schwat|zen, (bes. südd.:) ab|schwät|zen leidsbekundungen a. 4. etw. nicht in Betracht ˙ hat abgesandt/(seltener:) abgesendet〉: a) etw.
˙ 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): von jmdm.˙ durch berredung ziehen, außer Acht lassen: wenn man von die- (an einen Empfänger) schicken; abschicken:
erlangen: er hat ihm 300 Euro abgeschwatzt. sem Einwand absieht; 〈oft im 2. Part.:〉 von weni- eine E-Mail, ein Paket a.; b) jmdn. (mit einem
ab|schwei|fen 〈sw. V.; ist〉: 1. (geh.) den einge- gen Ausnahmen abgesehen; abgesehen davon Auftrag) losschicken: einen Boten, einen Fahr-
˙ schlagenen Weg [vorübergehend] verlassen: sie (ungeachtet dessen), dass ... 5. (von Schülern) radkurier a.
waren vom Weg abgeschweift und hatten sich unerlaubt vom Heft o. Ä. des Platznachbarn Ab|sen|der, der; -s, -: 1. jmd., der etw. absendet,
verlaufen. 2. (in Gedanken, in einer Erörterung abschreiben: er hat [die Lösung der Aufgabe] ˙ abschickt: er ist der A. des Briefes. 2. (auf einer
o. Ä.) [vorübergehend] vom eigentlichen Ziel, bei mir abgesehen. 6. (von Gehörlosen u. Postsendung angegebene) Adresse von jmdm.,
von seinem Thema abkommen: jmd. schweift, Schwerhörigen) durch Beobachtung der Mund- der etw. absendet, abschickt (Abk.: Abs.): steht
jmds. Gedanken schweifen [von etw.] ab. bewegungen des Sprechers verstehen: die Kin- ein A. auf dem Brief ?
Ab|schwei|fung, die; -, -en: das Abschweifen. der lernen a. 7. * es auf etw. abgesehen haben Ab|sen|de|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Absen-
a˙ b|schwel|len 〈st. V.; ist〉: a) (durch Abbau von (etw. als Ziel im Auge haben); es auf jmdn., etw. ˙ der (1).
˙ Flüssigkeit im Gewebe od. in den Gefäßen) an abgesehen haben (auf jmdn., etw. begierig sein; Ab|sen|dung, die; -, -en: das Absenden.
Umfang abnehmen: das verletzte Knie schwoll jmdn., etw. gerne für sich haben wollen: die Frau a˙ b|sen|gen 〈sw. V.; hat〉: a) durch Sengen entfer-
ab; b) allmählich auf ein normales Maß hat es auf ihn, [nur] auf sein Geld abgesehen); es ˙ nen: die Augenbrauen, Haare an den Ohrmu-
zurückgehen; abebben: die Flüsse schwellen ab; auf jmdn. abgesehen haben ( jmdn. fortgesetzt scheln a.; b) durch Sengen von Resten von
 das Gebrüll schwillt ab (wird leiser). schikanieren: der Chef hat es heute auf dich Flaum od. Federn befreien: ein Huhn a.
ab|schwen|ken 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 durch eine abgesehen). ab|sen|ken 〈sw. V.; hat〉: 1. 〈a. + sich〉 sich mit
˙ Schwenkung die Richtung ändern: die Kolonne ab|sei|fen 〈sw. V.; hat〉: mit [Wasser u.] Seife reini- ˙ einem bestimmten Gefälle senken, neigen: das
schwenkt links ab;  du bist schon wieder vom ˙ gen: den Holztisch a.; sie seifte ihm den Rücken Gelände senkt sich zum Fluss hin ab. 2. niedri-
Thema abgeschwenkt. 2. 〈hat〉 a) durch Hin- ab. ger, tiefer legen: das Grundwasser, einen Stausee
und-her-Schwenken von etw. entfernen: die ab|sei|hen 〈sw. V.; hat〉: durch ein Sieb gießen [u. a.;  den Verbrauch, die Produktion, die Tempe-
Tropfen [von den Gläsern] a.; b) durch Hin-und- ˙ dadurch reinigen od. von festen Bestandteilen ratur a.
her-Schwenken reinigen: die Gläser a. befreien]: Milch, Bratensaft a. Ab|sen|kung, die; -, -en: das [Sich]absenken.
ab|schwim|men 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 a) sich schwim- ab|sei|len 〈sw. V.; hat〉: 1. an einem Seil herunter- ˙ |sent 〈Adj.〉 [lat. absens (Gen.: absentis), 1. Part.
ab
˙ mend entfernen, wegschwimmen: er schwamm ˙ lassen: ich seilte ihn, mich ab. 2. 〈a. + sich〉 von:˙ abesse = abwesend sein] (veraltet): abwe-
vom Boot ab und winkte noch einmal; (ugs.) weggehen, sich davonmachen, verschwin- send.
b) (landsch.) sich entfernen, weggehen: eben ist den: die Ganoven hatten sich längst mit dem Ab|senz, die; -, -en [lat. absentia]: a) (bildungs-
er abgeschwommen. 2. 〈hat〉 a) (ugs.) durch Schmuck abgeseilt. spr.)˙ das Fehlen, Nichtvorhandensein von etw.:
Schwimmen verlieren: überflüssige Pfunde a.; Ab|sei|te, die; -, -n [eigtl. = Seite, die von etw. die A. von Störungen, von Lärm; eine A. aller
b) (als bung) eine bestimmte Strecke od. Zeit ˙ abliegt]: 1. (Textilind.) linke Seite eines Gewe- Werte; b) (bes. österr., schweiz.) das Abwesend-
schwimmen: ich hatte meine halbe Stunde bes. 2. Rückseite: die A. eines Gebäudes. sein von einem Ort: sich für seine -en entschul-
abgeschwommen. 3. abseits gelegener Bereich, abseits liegende digen; c) geistige Abwesenheit; d) (Med.)
ab|schwin|deln 〈sw. V.; hat〉: von jmdm. durch Zone, Schattenseite: eine Wanderung durch die Absence.
˙ Schwindelei erlangen: er hat ihr tausend Euro Pariser -n;  die -n der Psyche, der Gesellschaft. ab|ser|vie|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (gebrauchtes
abgeschwindelt. ab|sei|tig 〈Adj.〉: a) (geh.) abseitsliegend: eine -e ˙ Geschirr) vom Tisch abräumen: das Geschirr a.;
ab|schwin|gen 〈st. V.; hat〉: 1. (bes. Turnen) mit ˙ Gasse;  er bewegte sich in Gedanken auf -em 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 würden Sie bitte a.;
˙ einem Schwung von etw. (einem Gerät) abge- Terrain; b) dem blichen, Normalen nicht ent- b) (einen Tisch) von Geschirr frei machen: den
hen: ich schwang vorwärts in den Stand ab. sprechend; ausgefallen, abwegig: -e Interessen; Tisch a. 2. a) (ugs.) seines Einf lusses, seiner Wir-
99 absetzbar – absondern
kung od. Position berauben; kaltstellen: ich gen gegen etw. schützen: ich sicherte mich ver- durch vieles Sitzen abnutzen: du hast das Pols-
lasse mich doch nicht so a.; sie hat ihren Freund traglich ab. ter bereits abgesessen. 5. 〈ist〉 (schweiz.) sich A
abserviert; b) (ugs.) unhöflich abweisen, fort- Ab|si|che|rung, die; -, -en: das Absichern; das [hin]setzen, sich niederlassen: sitz doch bitte
schicken: der Vertreter wurde an der Haustür ˙ Abgesichertsein. ab!
abserviert; c) (salopp) ermorden: ein Killer hat Ab|si|che|rungs|ge|schäft, das (Wirtsch., ab|so|lut 〈Adj.〉 [(frz. absolu <) lat. absolutus,
ihn abserviert. ˙ Bankw.): Hedgegeschäft. adj. 2.Part. von: absolvere, ↑ absolvieren]:
ab|setz|bar 〈Adj.〉: 1. (Steuerw.) sich von dem zu Ab|sicht, die; -, -en [zu ↑ absehen (7)]: Bestreben; 1. allein herrschend, souverän; unumschränkt:
˙ versteuernden Einkommen absetzen (10) las- ˙ Wollen: edle, böse -en haben; das war nie meine ein -er Herrscher; die -e Monarchie. 2. unbe-
send: die Zinsen sind [steuerlich] a. 2. (Kauf- A.; es war nicht meine A., das zu tun; ich hatte dingt, uneingeschränkt, unangefochten, völlig:
mannsspr.) sich absetzen (9) lassend, verkäuf- nicht die A. (hatte nicht vor), sie zu informieren; -e Glaubens- und Gewissensfreiheit; hier ist -es
lich: leicht -e Ware. 3. (vom Träger eines Amtes man weiß nicht, welche -en er hegt (was er vor- Halteverbot. 3. vollkommen, in höchster Weise
o. Ä.) der Möglichkeit unterliegend, abge- hat, plant); die A. (der Plan) besteht allerdings; ideal, ungetrübt, ungestört: die Suche nach
setzt (7) zu werden: der Papst ist nicht a. jmds. -en erkennen, durchschauen, vereiteln; dem -en Glück. 4. nicht mehr steigerbar, über-
Ab|setz|bar|keit, die; -: das Absetzbarsein. das lag nicht in meiner A. (das wollte ich nicht); bietbar: eine -e Grenze erreichen; der -e Höhe-
˙ab|set|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. etw., was jmd. auf dem sie trägt sich mit der A. (geh.; beabsichtigt) zu punkt; -er Nullpunkt (Physik; die tiefste
˙ Kopf, auf der Nase trägt, abnehmen, herunter- verreisen; mit A. (absichtlich, vorsätzlich, wil- überhaupt mögliche Temperatur, —273,15 °C);
nehmen: den Hut, die Brille a. 2. etw. [Schweres], lentlich); ohne A. (absichtslos); von einer A. weit -e Temperatur (Physik; auf den absoluten
was jmd. in Händen hält, auf den Boden, an entfernt sein; * -en [auf jmdn.] haben (ugs. ver- Nullpunkt bezogene Temperatur); etw. ist
eine Stelle setzen: das Gepäck, den Koffer a. altend; jmdn. heiraten wollen: er hat ernste -en eine -e Notwendigkeit, etw. besitzt -e Priorität.
3. von einer Stelle wegnehmen u. dadurch etw. auf sie). 5. völlig, gänzlich, vollständig: für -e Ruhe,
unterbrechen od. beenden: das Gewehr, den ab|sicht|lich [nachdrücklich auch: ...zct...] Sicherheit sorgen. 6. (meist Philos.) rein,
Geigenbogen, das Glas vom Mund a.; sie trinkt, ˙ 〈Adj.〉: mit Absicht [gezeigt, geschehend ¸ usw.]; beziehungslos, für sich betrachtet: -es Denken;
ohne abzusetzen (in einem Zug). 4. jmdn. an vorsätzlich: eine -e Kränkung; das hat er a. das -e Sein; -e Kunst, Musik. 7. unabhängig;
einer bestimmten Stelle aus einem Fahrzeug getan. ohne Hilfsmittel, Bindungen, Beeinflussungen
aussteigen lassen: jmdn. in seinem Wagen mit- Ab|sicht|lich|keit [auch: ...z...], die; -, -en 〈Pl. [auskommend]: -e Größen. 8. (Naturwiss.)
nehmen und am Bahnhof a. 5. (Fachspr.) absen- ˙ selten〉: das Absichtlichsein. chemisch [ fast] rein: -er Alkohol, Äther.
den, übermitteln, von sich geben: einen Notruf Ab|sichts|er|klä|rung, die (Rechtsspr., Wirtsch.): 9. 〈intensivierend bei Adjektiven u. Verben〉
a. 6. a) [langsam] sinken lassen, ablagern: der ˙ Erklärung, durch die eine spezielle Absicht [offi- überhaupt, ganz und gar: das ist a. unsinnig;
Fluss setzte eine Masse Geröll ab; b) 〈a. + sich〉 ziell] mitgeteilt od. schriftlich dokumentiert das kann ich a. nicht leiden.
sich irgendwo niederschlagen u. dort verblei- wird: eine A. unterzeichnen, abgeben. Ab|so|lut|heit, die; -, -en: das Absolutsein; abso-
ben: eine Menge Staub hat sich hier abgesetzt. ab|sichts|los 〈Adj.〉: ohne besondere Absicht; lute (2, 6, 7) Beschaffenheit.
7. aus Amt od. Stellung entfernen: einen Minis- ˙ nicht absichtlich; unabsichtlich: er drehte sich Ab|so|lut|heits|an|spruch, der: Anspruch auf
ter a.; die Regierung wurde abgesetzt. 8. a) (An- ganz a. um. absolute Richtigkeit od. Gültigkeit: einen A.
beraumtes, Angekündigtes) absagen, nicht Ab|sichts|lo|sig|keit, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das erheben.
stattfinden lassen: etw. von der Tagesordnung ˙ Absichtslossein. Ab|so|lu|ti|on, die; -, -en [lat. absolutio = das
a.; ein Theaterstück, ein Fußballspiel a.; ab|sichts|voll 〈Adj.〉: mit voller Absicht [gesche- Freisprechen  (vor Gericht), zu: absolvere,
b) abbrechen, nicht weiterführen: eine Therapie, ˙ hend]: sie sah ganz a. weg, als er vorbeikam. ↑ absolvieren] (kath. Kirche): Vergebung von
Behandlung a.; c) nicht weiter einnehmen: ein ab|sie|deln 〈sw. V.; hat〉: 1. 〈hat〉 (Med.) Metasta- Sünden nach der Beichte: die A. erhalten;
Medikament, die Pille a. 9. (Kaufmannsspr.) [in ˙ sen bilden; metastasieren: der Tumor hat Toch- jmdm. [die] A. erteilen;  denk nicht, dass wir
größeren Mengen] verkaufen: wir haben alle tergeschwülste abgesiedelt. 2. (bes. südd., dir für deine Extravaganzen A. erteilen (oft
Exemplare a. können. 10. (Steuerw.) etw., was österr.) a) 〈hat〉 umsiedeln (1): die Bevölkerung, scherzh.; dass wir sie verzeihen).
nicht versteuert wird, von der zu versteuernden die Gewerbebetriebe a.; b) 〈ist〉 umsiedeln (2): Ab|so|lu|tis|mus, der; - [frz. absolutisme]
Summe abziehen: die Kosten für etw. [von der der Betrieb ist abgesiedelt; c) 〈hat〉 durch ˙
(Geschichte): a) Regierungsform, bei der eine
Lohnsteuer] a. können. 11. a) 〈a. + sich〉 sich Umsiedeln frei machen: eine Fläche a. Person als Träger der Staatsgewalt eine von
abheben (3 a): das Gebäude setzt sich von der/ Ab|sie|de|lung, Ab|sied|lung, die; -, -en: anderen Personen od. Institutionen nicht kon-
gegen die Umgebung ab; b) abheben (3 b), ˙ 1. (Med.) Metastase.
˙ 2. (bes. südd., österr.) das trollierte Macht ausübt; b) Epoche des europäi-
unterscheiden: der Grauton setzt die Wand gut Absiedeln (2), Abgesiedeltwerden. schen Absolutismus im 17. u. 18. Jh.: der aufge-
ab. 12. 〈a. + sich〉 ein Stück zwischen sich u. die ab|sin|gen 〈st. V.; hat〉: 1. von Anfang bis Ende klärte A.
Verfolger legen, einen Vorsprung gewinnen: an ˙ singen: alle Strophen eines Liedes a.; 〈subst.:〉 sie Ab|so|lu|tist, der; -en, -en (Geschichte):
der Spitze des Feldes setzte sich die Polin ab. zogen unter Absingen schmutziger Lieder a) Anhänger ˙ des Absolutismus; b) Herrscher
13. 〈a. + sich〉 abrücken, sich distanzieren, zu (scherzh.; mit großem Hallo, ausgelassen, fröh- mit unumschränkter Macht.
jmdm., etw. auf Distanz gehen: sich von der Par- lich [singend]) weiter. 2. vom Blatt singen, ohne Ab|so|lu|tis|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Absolu-
teilinie a. 14. 〈a. + sich〉 a) (ugs.) sich [heimlich] geübt zu haben: sie singt [alle Lieder] vom Blatt tist. ˙
davonmachen: ich hatte mich nach Österreich, ab. ab|so|lu|tis|tisch 〈Adj.〉: a) den Absolutismus
ins Ausland, über die Grenze abgesetzt; b) (Mili- ab|sin|ken 〈st. V.; ist〉: 1. a) in die Tiefe, auf Grund ˙
betreffend, auf ihm beruhend: der -e Staat;
tär) sich zurückziehen. 15. (Landwirtsch.) (ein ˙ sinken; [im Wasser] versinken: das Boot sank in b) unumschränkt: ein -er Herrscher.
junges Tier) entwöhnen: ein Kalb a. Sekundenschnelle ab; b) sich [allmählich] sen- Ab|sol|vent, der; -en, -en [lat. absolvens (Gen.:
16. a) (Schrift- u. Druckw.) als neue Zeile begin- ken [u. dadurch niedriger werden]: der Wasser- ˙
absolventis), 1. Part. von: absolvere, ↑ absolvie-
nen lassen: eine Zeile, die folgenden Zeilen, die spiegel ist abgesunken. 2. a) schwächer, niedri- ren]: jmd., der die vorgeschriebene Ausbildung
Verse a.; b) (Druckw.) den Drucksatz von etw. ger werden: der Blutdruck, das Fieber, die Tem- an einer Schule erfolgreich abgeschlossen hat:
anfertigen: ein Manuskript a. lassen. 17. (See- peratur sinkt ab; etw. sinkt um ein Drittel, auf die -en der Kunstschule.
mannsspr.) von der Anlegestelle o. Ä. abstoßen, die Hälfte ab; b) schwächer, geringer werden: Ab|sol|ven|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Absol-
wegdrücken: das Boot von der Brücke, vom das Interesse sinkt weiter ab; c) nachlassen, vent. ˙
Schiff a. 18. mit etw. besetzen, verzieren: einen schlechter werden: in seinen Leistungen a.; ab|sol|vie|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (eine Schule o. Ä.)
Saum mit einer Borte, eine Täfelung mit einer d) [moralisch] herunterkommen: er sinkt immer durchlaufen, [erfolgreich] beenden: das Gymna-
Leiste a.; 〈oft im 2. Part.:〉 mit Samt abgesetzte mehr ab. sium, einen Lehrgang a.; b) verrichten, bewälti-
Ärmel. 19. (von einem Reittier) den Reiter Ab|sinth, der; -[e]s, -e [frz. absinthe < lat. absint- gen, ableisten: einen Achtstundentag a. müs-
abwerfen: das Pferd setzte ihn ab. hium˙ < griech. apsı́nthion = Wermut]: grünli- sen; ein Training, ein anstrengendes Programm
Ab|setz|pos|ten, der (Steuerw. österr.): Posten, cher Branntwein aus Wermut mit Zusatz von a.; c) (eine Prüfung) bestehen: hat er sein
˙ Betrag, der abzusetzen, abzuziehen ist. Anis u. Fenchel. Examen absolviert? 2. (kath. Rel.) jmdm. Abso-
Ab|set|zung, die; -, -en: das Absetzen (bes. 7, 8); ab|sit|zen 〈unr. V.〉: 1. 〈hat〉 (ugs.) a) (die Zeit an lution erteilen: jmdn. a.
˙ das Abgesetztwerden. ˙ einem bestimmten Ort) widerwillig, nur durch Ab|sol|vie|rung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Absol-
ab|si|chern 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (eine Gefahrenstelle sein Anwesendsein hinter sich bringen: er sitzt vieren.
˙ o. Ä.) gegen mögliche Unfälle sichern: eine Bau- in seinem Büro die Dienststunden ab; b) (eine ab|son|der|lich 〈Adj.〉: vom Gewöhnlichen, bli-
stelle a.; die Unfallstelle mit Warnzeichen a.; Strafe, eine Zeit als Strafe) im Gefängnis o. Ä. chen˙ abweichend: -e Reaktionen; ein -er
b) jmdn., etw. gegen mögliche Gefahren sichern: verbüßen: er hat seine Strafe abgesessen; neun Mensch; sein Verhalten wirkte ziemlich a.
gefährdete Personen a.; einen Tresorraum a.; Monate Gefängnis a. 2. 〈ist〉 a) von einem Reit- Ab|son|der|lich|keit, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 das
 einen Direktkandidaten auf der Landesliste a. tier steigen: er saß [vom Pferd] ab; (Reitkom- ˙
Absonderlichsein. 2. absonderliche Sache,
(ihm für den Fall, dass er nicht direkt gewählt mando:) abgesessen!; b) (Turnen) (von einem Erscheinung, absonderlicher Vorgang: die -en
wird, einen sicheren Listenplatz geben); tarif- Gerät) aus dem Sitz in den Stand auf den des Lebens.
lich abgesicherte (durch einen Tarifabschluss Boden springen: vom Kasten a.; c) (von einem ab|son|dern 〈sw. V.; hat〉: 1. 〈a. + sich〉 sich von
festgelegte, gesicherte) Löhne. 2. untermauern: Fahrzeug) absteigen, abspringen: sie saßen [von ˙ jmdm., etw. fernhalten; Kontakte meiden; lieber
eine Methode wissenschaftlich a. 3. 〈a. + sich〉 ihren Rädern] ab. 3. 〈hat〉 von etw. entfernt sit- für sich bleiben: sie sonderte sich meist von
sich bei etw. durch entsprechende Vorkehrun- zen: du sitzt viel zu weit [vom Tisch] ab. 4. 〈hat〉 ihren Mitschülerinnen ab. 2. isolieren, mit
Absonderung – Abstammungsmerkmal 100
anderen nicht zusammenkommen lassen: die abspannen = weglocken, zu mhd. spanen, ab|spre|chend 〈Adj.〉 (seltener): abfällig, ableh-
A an Diphtherie Erkrankten a. 3. von sich geben, ↑ Gespenst]: in der Verbindung jmdm. jmdn., ˙ nend, tadelnd: ein -es Urteil.
ausscheiden: Gifte a.; Schleim, Schweiß, eine etw. a. machen ( jmdn. dazu bringen, sich von ab|sprei|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. (ein Körperglied) seit-
Flüssigkeit a.;  er hat wieder lauter Unsinn, hat einem anderen abzuwenden; jmdn. durch ber- ˙ wärts wegstrecken: die Arme, den kleinen Fin-
zynische Sprüche abgesondert (geredet, geäu- reden dazu bringen, etw., was er besitzt, herzu- ger a. 2. (Bauw.) (senkrecht verlaufende Bau-
ßert). geben: er hat ihm die Freundin, die Kundschaft, teile) waagrecht gegeneinander abstützen.
Ab|son|de|rung, die; -, -en: 1. das [Sich]abson- seinen Wagen a. gemacht). ab|spren|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. von etw. losspren-
˙ dern. 2. ausgeschiedener Stoff; Ausscheidung. ab|sper|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. (österr., südd., ˙ gen: ein Gesteinsstück, den Hitzeschild a. 2. von
Ab|sor|bens, das; -, ...benzien u. ...bentia [lat. ˙ westmd.) (einen Raum o. Ä.) mit einem Schlüs- einem Ganzen trennen u. isolieren: den äußers-
˙
absorbens, ˙ absorbere, ˙↑ absorbie-
1. Part. von: sel zu-, abschließen: das Zimmer, die Woh- ten rechten Rand der Partei a.; abgesprengte
ren] (Physik, Chemie): absorbierender Stoff. nungstür a.; der Schrank war abgesperrt. 2. (den Einheiten.
Ab|sor|ber, der; -s, - [engl. absorber, zu: to Zugang zu etw.) sperren, etw. abriegeln: die ab|sprin|gen 〈st. V.; ist〉: 1. a) sich aus einem
˙ = auf-, einsaugen < lat. absorbere,
absorb Unglücksstelle hermetisch a. 3. (das Fließen, ˙ Anlauf, dem Stand heraus abdrücken u. sprin-
↑ absorbieren] (Physik): 1. Absorbens. 2. Vorrich- Strömen von etw.) unterbrechen, abdrosseln: gen: sie springt mit dem linken Bein ab; b) von
tung zum Absorbieren von Gasen, Strahlen. [jmdm.] das Wasser, das Gas a. einem [ fahrenden] Fahrzeug, einem Reittier
ab|sor|bie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. absorbere = ver- Ab|sperr|git|ter, das: Gitter, das dazu dient, etw. o. Ä. herunterspringen: von der Straßenbahn,
schlucken; aufsaugen]: 1. (Naturwiss.) aufsau- ˙ abzusperren (2). vom Pferd a.; der Pilot ist mit dem Fallschirm
gen, in sich aufnehmen: Strahlen, Licht a.; Ab|sperr|hahn, der (Technik): Hahn, mit dem abgesprungen; c) sich plötzlich von etw. lösen:
Schall, Geräusche a. (schlucken). 2. (geh.) in ˙ etw. abgesperrt (3) wird. die Fahrradkette ist abgesprungen; d) von etw.
Anspruch nehmen: jmds. Aufmerksamkeit völ- Ab|sperr|ket|te, die: Kette von Menschen, Poli- abplatzen: an einigen Stellen war der Lack
lig a.; von etw. absorbiert sein. ˙ zisten, die etw. absperren (2). abgesprungen; e) von etw. abprallen, zurück-
Ab|sorp|ti|on, die; - [spätlat. absorptio = das Ab|sper|rung, die; -, -en: 1. das Absperren. springen: der Ball sprang vom Pfosten ab.

Verschlingen]: das Absorbieren. ˙ 2. Sperre, Barriere, durch die ein Bereich abge- 2. (ugs.) von etw. Abstand nehmen, sich von etw.
Ab|sorp|ti|ons|fä|hig|keit, die 〈o. Pl.〉: Fähigkeit, sperrt (2) wird: die -en durchbrechen. unvermittelt zurückziehen; zurücktreten; sich

etw. zu absorbieren. ab|spie|geln 〈sw. V.; hat〉: a) als Spiegelbild wie- von etw. lösen: von der Unterzeichnung eines
ab|sorp|tiv 〈Adj.〉 (Naturwiss.): zur Absorption ˙ dergeben, spiegelnd zurückwerfen: das Wasser Vertrages a.; ein Teil der Kundschaft wird a.
fähig. ¯ spiegelt den Baum ab; b) 〈a. + sich〉 als Spiegel- ab|sprit|zen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) ( jmdn., sich, etw.)
ab|spal|ten 〈unr. V.; spaltete ab, hat abgespalten/ bild zu sehen sein: der Baum spiegelt sich [im ˙ durch Bespritzen mit Wasser nass machen, rei-
˙ (auch:) abgespaltet〉: 1. durch Spalten von etw. Wasser] ab. nigen: ich habe den Wagen abgespritzt; er
trennen: ich habe ein Stück Holz abgespalten/ Ab|spie|ge|lung, (selten:) Ab|spieg|lung, die; -, spritzte sich mit dem Gartenschlauch ab; b) mit-
(auch:) abgespaltet;  Teilbereiche werden von ˙ -en: das [Sich]abspiegeln.˙ hilfe eines Wasserstrahls entfernen: ich werde
der Muttergesellschaft abgespalten/(auch:) Ab|spiel, das; -s, -e (Ballspiele): 1. das Abspie- den Dreck [mit dem Schlauch] a.; c) (Pf lanzen)
abgespaltet. 2. 〈a. + sich〉 sich von jmdm., etw. ˙ len (3): der Verteidigerin unterlief ein schlampi- mit einer chemischen Lösung besprühen: die
lösen: eine Minderheit hat sich von der Partei ges A. 2. abgespielter Ball: sein schlechtes A. Sträucher a. 2. 〈hat〉 durch eine Injektion töten:
abgespalten/(auch:) abgespaltet. 3. (Chemie) landete beim Gegner. einen Hund vom Tierarzt a. lassen. 3. 〈ist〉 von
(einen Teil eines Moleküls, Moleküle durch che- ab|spie|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) [von Anfang bis etw. spritzend abprallen: die Wassertropfen
mische Reaktion) abtrennen: das Enzym hat ˙ Ende] spielen, ablaufen lassen: eine CD, eine spritzten von der Scheibe ab. 4. 〈ist〉 (salopp)
Phosphat abgespaltet. Kassette, ein Band a.; die Nationalhymne a.; eilig davongehen, -fahren: sie spritzte ab.
Ab|spal|tung, die; -, -en: das [Sich]abspalten. b) durch vieles Spielen abnutzen: du hast die 5. 〈hat〉 (derb) ejakulieren. 6. 〈hat〉 (Kochkunst)
A˙ b|spann, der; -[e]s, -e u. ...spänne (Fernsehen): Videokassette schon ganz schön abgespielt; mit ein paar Tropfen von etw. würzen, abschme-
˙ Nachspann. 〈meist im 2. Part.:〉 abgespielte Karten, Tennis- cken: den Drink gut gekühlt und abgespritzt
ab|span|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. (einem Zugtier, Zug- bälle. 2. vom [Noten]blatt spielen, ohne geübt zu mit frischer Zitrone servieren.
˙ tieren) das Geschirr (2) lösen: hast du die Pferde haben: er kann alles vom Blatt a. 3. (Ballspiele) Ab|sprung, der; -[e]s, Absprünge: 1. a) das
abgespannt?; den Wagen a. (das Zugtier, die (den Ball, die Scheibe einem Spieler der eigenen ˙ Abspringen (1 a): den Körper nach dem A. weit
Zugtiere vom Wagen nehmen). 2. (selten) sich Mannschaft) abgeben, zuspielen: der Verteidi- nach vorn werfen; b) das Herunterspringen: A.
von einer Spannung lösen, entspannen: die Glie- ger muss früher, schneller a.; [den Ball] an den vom Sprungturm. 2. das Sichloslösen; Loslö-
der, sich nach einem langen Tag a. 3. (Technik) Linksaußen a. 4. 〈a. + sich〉 (als Vorgang) [in sung: der A. des Sponsors, des Investors, der
(in die Luft Ragendes) mit gespannten Seilen bestimmter Weise] seinen Verlauf nehmen; vor Geldgeber bereitete uns Probleme; den A.
sichern: einen Pylon mit Schrägseilen a. sich gehen: alles spielte sich rasend schnell, vor wagen; nach einer langen Drogenkarriere hat er
Ab|spann|seil, das: Seil zum Abspannen (3). ihren Augen ab; etw. spielt sich hinter den den rechtzeitigen A. doch noch geschafft; vor
˙Ab|span|nung, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 körperliche, Kulissen, auf einer anderen Ebene ab; R da/hier dem A. [zum Konkurrenzverein] stehen.
˙ geistige Ermüdung: das Gesicht drückte spielt sich nichts ab! (ugs.; das kommt nicht Ab|sprung|bal|ken, der (Leichtathletik): in den
äußerste A. aus. 2. a) das Abspannen (3); infrage, daraus wird nichts). ˙ Boden eingelassener Balken, von dem aus beim
b) (Technik) Abspannseil; Gesamtheit der Ab|spiel|ge|rät, das: Gerät zum Abspielen von Weit- u. Dreisprung abgesprungen werden
Abspannseile: die A. ist gerissen. ˙ CDs, DVDs usw. muss.
ab|spa|ren, sich 〈sw. V.; hat〉: [unter Entbehrun- ab|split|tern 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 in Splittern von etw. ab|spu|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) 〈a. + sich〉 sich von
˙ gen] sparen u. für den Kauf von etw. erübrigen: ˙ ablösen: der Blitz splitterte den Ast ab. 2. 〈ist〉 ˙ einer Spule o. Ä. abwickeln: der Faden, das Garn
ich habe mir das Geld für das Rad [von meinem sich in Splittern ablösen: der Lack, ein Stück spult sich ab; b) von einer Spule o. Ä. abwickeln,
Taschengeld] abgespart; den Pelzmantel musste Knochen ist abgesplittert; abgesplitterte Farbe. herunterwickeln: das Garn a.; einen Film a. (von
sie sich regelrecht vom Munde a. (das Geld für 3. 〈a. + sich; hat〉 sich abspalten: die kleine der Filmspule abrollen lassen, vorführen).
den Pelzmantel musste sie unter großen Ent- Gruppe splitterte sich von der Partei ab. 2. (ugs.) in einfallsloser, immer gleicher Weise
behrungen zurücklegen). Ab|split|te|rung, die; -, -en: das [Sich]absplit- tun, hinter sich bringen: sein übliches Pro-
ab|spe|cken 〈sw. V.; hat〉 (salopp): 1. eine Abma- ˙ tern. gramm, immer die gleichen Sprüche a.
˙ gerungskur machen, abnehmen: unter ärztli- Ab|spra|che, die; -, -n: das [Sich]absprechen (2); ab|spü|len 〈sw. V.; hat〉: a) durch Spülen entfer-
cher Aufsicht a.; überflüssige Pfunde, 15 Kilo a.; ˙ Vereinbarung: eine A. [mit jmdm.] treffen; ohne ˙ nen, mit Wasser o. Ä. wegspülen: den Seifen-
 das Unternehmen muss a. (Einsparungen vor- vorherige A.; sich nicht an die getroffene A. hal- schaum mit Wasser a.; b) durch Spülen von etw.
nehmen). 2. Streichungen vornehmen, kürzen: ten. reinigen, frei machen: die Arme a.; den Teller
die Installation etwas a., damit genug Platz für ab|spra|che|ge|mäß 〈Adj.〉: einer getroffenen mit heißem Wasser a.; c) (landsch., westösterr.)
Anwendungen bleibt; 〈häufig im 2. Part.:〉 eine ˙ Absprache entsprechend: zur Pause wurde ich a. (in der Küche) den Abwasch machen: er spült
abgespeckte Version des Protokolls. ausgewechselt. nicht gerne ab.
ab|spei|chern 〈sw. V.; hat〉 (EDV): (Daten) in ab|spre|chen 〈st. V.; hat〉: 1. a) aufgrund eines Ab|spü|lung, die; -, -en (Geol.): Abtragungstätig-
˙ einen Speicher (2 b) eingeben u. auf bewahren: ˙ [gerichtlichen] Urteils aberkennen: jmdm. die ˙ keit des an der Oberfläche der Erde abfließen-
Daten, Musik a.; etw. auf Magnetband a.; einen bürgerlichen Ehrenrechte a.; b) behaupten, dass den Wassers.
Text auf der Festplatte, auf Diskette a.;  diese jmdm. eine bestimmte Eigenschaft o. Ä. fehlt: er ab|stam|men 〈sw. V.; hat〉: der Nachfahre einer
Informationen sind bei mir im Gehirn abgespei- sprach ihm jede Sachkenntnis ab; jmdm. ein ˙ Person, eines Lebewesens sein: er stammte in
chert. Recht zu etw. a. (streitig machen). 2. a) 〈a. + direkter Linie von Karl dem Großen ab.
ab|spei|sen 〈sw. V.; schweiz. auch st. V.; hat〉: a) (in sich〉 sich im Gespräch über eine Frage einigen Ab|stam|mung, die; -, -en: Herkunft, Abkunft: er
˙ liebloser Weise) mit einer Mahlzeit versorgen, u. einen gemeinsamen Beschluss fassen: ich ˙ ist adliger A.; der Erwerb der Staatsbürgerschaft
beköstigen: die Kinder werden in der Küche hatte mich mit ihr abgesprochen; sie hatten sich durch A.; sie ist Britin indischer A.
abgespeist; b) (ugs.) mit weniger, als erhofft od. abgesprochen (einen gemeinsamen Beschluss Ab|stam|mungs|leh|re, die (Biol.): Lehre von der
erwartet, abfertigen: jmdn. mit Redensarten, gefasst); b) besprechen u. festlegen, vereinbaren: ˙ Abstammung aller die Erde bewohnenden
mit Vertröstungen a.; ich lasse mich nicht mehr eine Sache, neue Maßnahmen a.; sie haben ihre Organismen von niederen Arten durch allmäh-
mit Versprechungen a. Aussagen offensichtlich miteinander abgespro- liche Umbildung.
ab|spens|tig [eigtl. = weggelockt, zu älter chen. Ab|stam|mungs|merk|mal, das: (bei Zuchttie-
˙ ˙
101 Abstand – abstimmen
ren) die Abstammung kennzeichnendes, für die cke) mit in den Boden gesteckten Pfählen, Fähn- 2. gesellschaftliches, beruf liches, wirtschaftli-
Abstammung signifikantes Merkmal. chen u. Ä. abgrenzen: die Zeltplätze a.; den Kurs ches o. ä. Abseits: die Versetzung in eine andere A
Ab|stand, der; -[e]s, Abstände: 1. a) räumliche für ein Skirennen a.;  seine Position a. (umrei- Abteilung bedeutete das berufliche A. für ihn;
˙ Entfernung zwischen zwei Punkten, Körpern; ßen); den finanziellen Rahmen für etw. a.; seine auf dem A. stehen, sich befinden; * jmdn. aufs
Zwischenraum, Distanz (1): der A. beträgt Kompetenzen, Ziele klar a. 2. (Schneiderei) (ein A. schieben (ugs.; jmdn. seines Wirkungsberei-
3 Meter; der A. zwischen ihnen hatte sich ver- nicht passendes Kleidungsstück) mit Steckna- ches, Einflusses berauben).
kleinert, vergrößert; in 50 Meter A.; über einen deln so stecken, dass es danach passend genäht Ab|stell|hahn, der: Hahn zum Abstellen (4 a).
A. von sechs Metern hinweg;  der soziale A. werden kann: die Schneiderin steckt das Kleid A˙ b|stell|kam|mer, die: Abstellraum.
(die gesellschaftlichen Rangunterschiede); * mit ab. 3. (etw. Festgestecktes) wieder abnehmen: A˙ b|stell|platz, der: Platz zum Abstellen (2 b).
A. (weitaus, bei Weitem: sie war mit A. die die Brosche, eine Nadel, eine Plakette a. A˙ b|stell|raum, der: kleiner [Neben]raum, in dem
Beste); von etw. A. nehmen (geh.; etw. nicht tun, ab|ste|hen 〈unr. V.; hat; südd., österr., schweiz. ˙ Dinge, die nicht [mehr] benutzt werden, unter-
von etw. absehen, auf etw. verzichten); ˙ auch: ist〉: 1. a) in einem bestimmten Abstand gebracht werden können.
b) Spanne zwischen zwei Zeitpunkten: ein A. stehen: der Schrank steht zu weit [von der Ab|stel|lung, die; -, -en: das Abstellen; das Abge-
von 14 Sekunden; der A. beträgt 6 Minuten; Wand] ab; b) nicht anliegen: die Zöpfchen stan- ˙ stelltwerden.
jmdn. in regelmäßigen Abständen besuchen; den weit [von ihrem Kopf] ab; 〈oft im 1. Part.:〉 ab|stem|peln 〈sw. V.; hat〉: 1. mit einem Stempel
mit einem deutlichen A. von zwei Sekunden sie- abstehende Ohren. 2. (geh.) von etw. ablassen, ˙ versehen: Briefmarken, den Ausweis, eine
gen;  es fehlt ihm noch der innere A. zu den etw. aufgeben: von einem Plan, einer Absicht a. Karte a. 2. mit einer meist negativen Wertung
Ereignissen (es ist noch nicht genug Zeit verstri- 3. (ugs.) (eine Zeit) stehend hinter sich bringen: versehen u. darauf festlegen: jmdn. zum, als
chen, die ihm eine klarere, ruhigere Beurteilung zwei Stunden Wache a. 4. (bes. von einer Flüs- Außenseiter a.; eine Bewegung als reaktio-
der Ereignisse erlaubte). 2. Zurückhaltung, sigkeit) längere Zeit stehen: zum Blumengießen när a.
gebührender Respekt im Umgang mit anderen soll das Wasser über Nacht in der Gießkanne a. Ab|stem|pe|lung, Ab|stemp|lung, die; -, -en: das
Menschen; Distanz (2 b): den gebührenden A. ab|stei|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. (Bauw.) durch Balken ˙ Abstempeln; das Abgestempeltwerden.
˙
wahren; er kann nicht genügend A. halten. ˙ o. Ä. stützen, abfangen: die Mauer, der Schacht ab|step|pen 〈sw. V.; hat〉: mit Steppnähten ver-
3. (ugs.) Abstandssumme, Abfindung: einen A. muss abgesteift werden. 2. (Kochkunst) (durch ˙ sehen: Falten a.; ein abgesteppter Kragen.
zahlen, verlangen. Erhitzen, Kühlen od. Zufügen von Gelatine) ab|ster|ben 〈st. V.; ist〉: 1. a) (von Teilen des
Ab|stand|hal|ter, der: seitlich am Fahrrad ange- [halb]steif machen. ˙ menschlichen, tierischen od. pf lanzlichen Orga-
˙ brachter waagerechter Arm (2), der überho- Ab|stei|ge, die; -, -n (ugs. abwertend): billiges nismus) allmählich aufhören zu leben: die Zel-
lende Autofahrer veranlassen soll, den richtigen ˙ [Stunden]hotel: sie sind in einer schäbigen A. len, Blätter sterben ab; abgestorbene Bäume,
Abstand zu halten. untergekommen. Äste; b) verschwinden, aufhören [zu existieren,
Ab|stands|sum|me, die [zu veraltet Abstand = ab|stei|gen 〈st. V.; ist〉: 1. a) von etw. herunterstei- zu funktionieren]: das alte Brauchtum stirbt all-
˙ das Aufgeben eines Rechts]: a) Summe, die ˙ gen: vom Rad, vom Pferd a.; vom Reck a. (Tur- mählich ab. 2. (von Gliedern) durch Frost od.
jmdm. gezahlt wird, damit er auf einen Besitz, nen; vorzeitig durch einen Fehler abgehen 4) mangelhafte Durchblutung gefühllos werden,
ein Recht verzichtet: eine A. leisten; b) Summe, müssen; b) nach unten steigen, abwärtssteigen: die Empfindung verlieren: die Zehen sind vor
die beim Auszug einer Mietpartei von der nach- ins Tal a.; c) abwärtsgehen, nach unten verlau- Kälte [wie] abgestorben. 3. (ugs.) (vom Kfz-Mo-
folgenden Mietpartei für überlassene Einrich- fen: 〈oft im 1. Part.:〉 ein absteigendes Heizungs- tor) ausgehen (11 b): vor der Ampel, durch die
tungsgegenstände gezahlt werden muss. rohr;  die absteigende Linie (Genealogie; Kälte starb der Motor immer wieder ab. 4. (sel-
ab|stat|ten 〈sw. V.; hat〉 [zu mhd. staten = an eine Nachkommenschaft); eine absteigende Ton- ten) sterben: die Leichname der hier abgestor-
˙ Stelle bringen]: etw. offiziell, formell, aus folge. 2. in einem Gasthof, Hotel [einkehren u.] benen Personen.
Pf lichterfüllung tun: jmdm. Bericht a. (berich- übernachten: in einem billigen Hotel a. Ab|stich, der; -[e]s, -e: das Abstechen (2, 3).
ten); jmdm. einen Besuch a. ( jmdn. besuchen); 3. (Sport) in eine niedrigere Leistungsklasse ein- A˙ b|stieg, der; -[e]s, -e: 1. a) das Abwärtssteigen
jmdm. seinen Dank a. ( jmdm. danken). gestuft werden: der Verein ist in der vorigen Sai- ˙ von einer Erhöhung, aus der Höhe: ein mühsa-
ab|stau|ben 〈sw. V.; hat〉: 1. vom Staub befreien: son in die Kreisklasse abgestiegen. 4. (ugs.) mer A.; der A. vom Gipfel war recht beschwer-
˙ die Möbel, die Bilder a.; 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 einen Niedergang erleben: wer zu Wohlstand lich; b) abwärtsführender Weg: ein steiler A.
gründlich a. 2. (salopp) sich auf nicht ganz kor- gelangte, stieg bald darauf wieder ab. 2. a) Niedergang: einen wirtschaftlichen, sozia-
rekte Weise aneignen, irgendwo unbemerkt mit- Ab|stei|ge|quar|tier, (österr.:) Absteigquartier, len A. erleben; b) (Sport) das Eingestuftwerden
nehmen: ein paar Zigaretten, eine Uhr a. 3. (bes. ˙ das: 1. Hotel od. Privatquartier, in dem jmd. auf in eine niedrigere Leistungsklasse: gegen den A.
Fußball) durch Ausnutzen eines glücklichen einer Reise absteigt (2). 2. Absteige. kämpfen.
Zufalls, durch Fehler des Gegners od. durch Ab|stei|ger, der; -s, -: 1. (Sport) Mannschaft, die ab|stiegs|be|droht 〈Adj.〉: abstiegsgefährdet.
Vorarbeit der Mitspieler mühelos ein Tor erzie- ˙ absteigt (3). 2. (salopp) Person, Institution, ˙Ab|stiegs|ge|fahr, die (Sport): aufgrund eines
len: zum 1 : 0 a. 4. (landsch.) ausschimpfen. Firma o. Ä., die einen Niedergang erlebt. ˙ schlechten Tabellenrangs drohender
ab|stäu|ben 〈sw. V.; hat〉 (landsch.): abstau- Ab|stei|ge|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abstei- Abstieg (2 b): nach der Heimniederlage geriet
˙ ben (1, 4). ˙ ger (2). die Mannschaft erstmals in A.
Ab|stau|ber, der; -s, -: 1. (bes. Fußball) a) Spieler, Ab|steig|quar|tier, das (österr.): ↑ Absteigequar- ab|stiegs|ge|fähr|det 〈Adj.〉: a) (Sport) vom
˙ der ein Tor durch Abstauben (3) erzielt; ˙ tier. ˙ Abstieg (2 b) bedroht: eine -e Elf; b) (salopp)
b) durch Abstauben (3) erzieltes Tor. 2. (salopp) ab|stel|len 〈sw. V.; hat〉: 1. (etw., was jmd. trägt, in vom Abstieg (2 a) bedroht, einem Niedergang
jmd., der etw. abstaubt (2); Schmarotzer, Nutz- ˙ der Hand hält) niedersetzen, an einen sich entgegensehend: das -e Unternehmen.
nießer. gerade anbietenden Platz stellen: einen Korb, Ab|stiegs|kampf, der (Sport): a) das Kämpfen
Ab|stau|be|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abstau- ein Tablett a.; er stellte seinen Koffer neben sich, ˙ gegen den drohenden Abstieg (2 b); angestrengte
˙ ber (1 a, 2). auf dem Bürgersteig ab. 2. a) (etw., was nicht Bemühung, einen Abstieg abzuwenden: der A.
ab|ste|chen 〈st. V.; hat〉: 1. (ein Schlachttier) [mehr] benutzt wird) an einen sonst nicht unter den Vereinen spitzt sich zu; b) Spiel (1 d),
˙ durch das Durchstechen der Halsschlagader genutzten Ort stellen: die alten Möbel in der bei dem der Verlierer absteigen (3) muss: der A.
töten: ein Schwein, einen Hammel a.; (derb von Dachkammer a.; b) vorübergehend an einem wurde nach einem Remis durch Elfmeterschie-
Menschen:) er hat seine Opfer brutal abgesto- geeigneten Platz unterbringen, hinstellen: das ßen entschieden.
chen. 2. (mit einem scharfen Gegenstand) aus Fahrrad an der Wand, das Auto im Hof a. Ab|stiegs|kan|di|dat, der: 1. (Sport) abstiegsge-
einem zusammenhängenden Ganzen heraus- 3. abrücken, weiter entfernt stellen: wir müssen ˙ fährdete (a) Mannschaft. 2. (salopp) von einem
trennen: die Grasnarbe [mit dem Spaten] a.; den Schrank ein wenig von der Wand a. Niedergang bedrohte Person, Institution, Firma
Torf a.; Teig mit einem Löffel a. 3. a) (etw. Flüssi- 4. a) das Fließen, Strömen o. Ä. von etw. unter- o. Ä.
ges) durch eine Öffnung in einem Behälter o. Ä. brechen: das Wasser, das Gas a.; b) (die Vorrich- Ab|stiegs|kan|di|da|tin, die: w. Form zu
abf ließen lassen: Bier a.; Stahl a.; b) das tung, die Maschine o. Ä. , mit der etw. betrieben ˙ ↑ Abstiegskandidat (2).
Abf lussloch o. Ä. öffnen: einen Hochofen a. 4. zu wird) außer Betrieb setzen: das Radio, den Ab|stiegs|platz, der (Sportjargon): Tabellenplatz,
jmdm., etw. einen Kontrast bilden, sich [stark] Motor, die Heizung, die Klingel a.; den Haupt- ˙ der dazu führt, dass eine Mannschaft nach dem
abheben: sie stach durch ihr gepflegtes Ausse- hahn a. (zudrehen). 5. unterbinden, beheben: Saisonende absteigt (3).
hen von den anderen ab; eine abstechende eine Unsitte, Missstände a. 6. abkommandieren, ab|stil|len 〈sw. V.; hat〉: das Stillen eines Säuglings
Farbe. 5. (seltener) a) ausstechen (5); b) ste- beordern, zur Verfügung stellen: einen Häftling ˙ endgültig beenden, ihn entwöhnen: du musst
chen (17). [für Außenarbeiten] a.; (Sport:) einen Spieler die Kleine a.; sie hat abgestillt.
Ab|ste|cher, der; -s, - [aus dem Niederd., eigtl. = [für die Nationalmannschaft, für ein Länder- ab|stim|men 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Abgabe der
˙ kurze Fahrt mit dem (Bei)boot, zu veraltet see- spiel] a. 7. a) auf etw. gründen; nach etw. aus- ˙ Stimmen eine Entscheidung über etw. herbei-
männ. abstechen = staken (1 a)]: das Aufsuchen richten, einstellen: die Produktion auf den führen: geheim, mit Ja od. Nein a.; über einen
eines abseits von der Reiseroute liegenden Ziels: Publikumsgeschmack a.; b) sich auf etw. bezie- Antrag abstimmen, beraten. 2. [etw.] in Ein-
einen kurzen A. nach Berlin, zu den Tempeln hen, auf etw. Rücksicht nehmen, einer Sache klang mit etw. bringen: seine Rede auf die Zuhö-
von Karnak machen, unternehmen;  die Auto- Rechnung tragen: er hatte bereits auf diesen rer a.; sie stimmen den Urlaub immer aufeinan-
rin macht an dieser Stelle einen A. in die Einwand abgestellt. der ab; 〈häufig im 2. Part.:〉 eine sehr fein abge-
moderne Psychologie. Ab|stell|gleis, das: 1. totes Gleis, auf dem Eisen- stimmte Mischung. 3. 〈a. + sich〉 sich mit jmdm.
ab|ste|cken 〈sw. V.; hat〉: 1. (ein Gebiet, eine Stre- ˙ bahnwagen od. -züge abgestellt (2 b) werden. absprechen: wir müssen uns [miteinander,
˙
Abstimmung – abstürzen 102
untereinander] a.; ich habe mich darüber, in die- abgestoßen (abgeschürft); b) durch Anstoßen hundert Euro ab. 3. 〈hat〉 absuchen: Polizisten
A ser Frage mit ihr abgestimmt. beschädigen: die Möbel a.; abgestoßene Teller, mit Spürhunden strichen das Gelände ab. 4. (Jä-
Ab|stim|mung, die; -, -en: 1. das Abstimmen (1); Tassen. 5. 〈hat〉 mit Widerwillen, Abscheu, Ekel gerspr.) a) 〈ist〉 (bes. vom Federwild) weg fliegen;
˙ Stimmabgabe: eine geheime A. vornehmen; eine erfüllen: dieser Mensch, sein Wesen, seine Art b) 〈hat〉 (bes. von Greifvögeln) im Flug nach
Wahl durch A.; zur A. schreiten; zwei Anträge stößt mich ab; 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 ihr Beute absuchen. 5. 〈hat〉 durch einen Strich
der Opposition gelangten, kamen zur A. (wur- Geruch stößt ab. kenntlich machen, aussondern, entfernen; strei-
den durch Stimmabgabe einer Entscheidung ab|sto|ßend 〈Adj.〉: abscheulich, ekelhaft: ein -es chen (3): Namen auf einer Liste, Tage im Kalen-
zugeführt); * A. mit den Füßen (ugs.; Entschei- ˙ Benehmen, Äußere[s]; etw. a. finden; er war a. der a.
dung für od. gegen etw. durch Hingehen, Wegge- (sehr) hässlich. ab|strei|fen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch Herunter-
hen od. Wegbleiben). 2. das Abstimmen (2), In- Ab|sto|ßung, die; -, -en: das Abstoßen (2, 3). ˙ streifen von etw. entfernen, ablegen, von sich
Einklang-Bringen: die A. von Interessen, Plä- A˙ b|sto|ßungs|ge|fahr, die: Gefahr, dass ein tun: die Asche [von der Zigarre], seine Arm-
nen; die A. (Kaufmannsspr.; Kontrolle) der Kon- ˙ Transplantat abgestoßen wird. banduhr, die Handschuhe, das Kleid a.; b) able-
ten. Ab|sto|ßungs|re|ak|ti|on, die: Zerstörung eines gen; sich einer Sache entledigen: Vorurteile,
Ab|stim|mungs|er|geb|nis, das: Ergebnis des ˙ Transplantats durch das Immunsystem des Unarten a. 2. 〈hat〉 (ein Gelände) absuchen: Poli-
˙ Abstimmens (1). Empfängers. zisten streifen die ganze Umgegend nach flüch-
Ab|stim|mungs|kampf, der (schweiz.): von Par- ab|stot|tern 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) in [kleineren] tigen Gefangenen ab. 3. 〈hat〉 (landsch., österr.,
˙ teien od. Interessengruppen vor einer Volksab- ˙ Raten bezahlen: das Auto mussten sie mühsam schweiz.) durch Herunterstreifen von etw. reini-
stimmung ausgetragene politische Auseinan- a.; b) (einen bestimmten Betrag) ratenweise gen: ich habe [mir] die Füße, Schuhe abgestreift.
dersetzung, die vor allem der Werbung um zahlen: seine Schulden a. 4. 〈ist〉 (seltener) sich umherstreifend von etw.
Stimmen dient. Ab|s|tract [pstrkt], der od. das; -s, -s [engl. abs- entfernen: vom Weg[e] a.
Ab|stim|mungs|nie|der|la|ge, die: Niederlage tract, zu spätlat. abstractus, ↑ abstrakt]: kurzer ab|strei|ten 〈st. V.; hat〉: 1. in Abrede stellen, leug-
˙ bei einer Abstimmung (1). Abriss (3), kurze Inhaltsangabe eines Artikels ˙ nen, bestreiten: jede Beteiligung an etw. a.
Ab|stim|mungs|ver|fah|ren, das: Verfahrens- od. Buches. 2. streitig machen, absprechen, aberkennen: er
˙ weise bei einer Abstimmung (1). ab|stra|fen 〈sw. V.; hat〉: mit einer Strafe belegen, ist ein guter Organisator, das kann ihm keiner a.
Ab|stim|mungs|ver|hal|ten, das: typisches Ver- ˙ bestrafen: die Soldaten wurden mit Streichung Ab|strich, der; -[e]s, -e: 1. a) 〈meist Pl.〉 Strei-
˙ halten bei einer Abstimmung (1), bei Abstim- bestimmter Vergünstigungen abgestraft;  die ˙ chung, Kürzung, Abzug: ein A. am Etat;  man
mungen; Art u. Weise, wie sich jmd. bei einer Regierung, die Partei a.; Bankaktien wurden muss im Leben oft -e machen (zurückstecken);
Abstimmung, bei Abstimmungen verhält. abgestraft. b) 〈Pl.〉 Einschränkungen: einige -e an Bequem-
ab|s|ti|nent 〈Adj.〉 [lat. abstinens (Gen.: abstinen- Ab|stra|fung, die; -, -en: das Abstrafen. lichkeit muss man bei diesem Wagen in Kauf
˙
tis), 1. Part. von: abstinere = sich enthalten]: ˙ |s|tra|hie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. abstrahere =
ab nehmen;  der Torhüter überzeugte, mit -en
auf bestimmte Genüsse (bes. alkoholische ab-, wegziehen] (bildungsspr.): 1. aus dem (Vorbehalt) auch die Verteidigung. 2. (Med.)
Getränke) völlig verzichtend; enthaltsam: a. Besonderen das Allgemeine entnehmen, verall- a) Entnahme von Haut, Schleimhaut o. Ä. für
leben; er ist ein Alkoholiker, der a. geworden ist. gemeinern: aus etw. Normen, Begriffe, Prinzi- eine Untersuchung: einen A. machen; b) durch
Ab|s|ti|nent, der; -en, -en (schweiz., sonst selten): pien a.; der Maler begann in seinem Spätwerk Abstrich (2 a) gewonnene Haut, Schleimhaut
Person, ˙die abstinent lebt. stark zu a. (abstrakt zu malen). 2. von etw., von o. Ä.: den A. einfärben. 3. (Schriftw.) Strich nach
Ab|s|ti|nen|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Absti- sich absehen, auf etw. verzichten: die Darstel- unten. 4. (bei Streichinstrumenten) abwärtsge-
nent. ˙ lung abstrahiert völlig von konkreten Beispie- führter Bogenstrich.
Ab|s|ti|nenz, die; - [(unter Einfluss von engl. abs- len. ab|strö|men 〈sw. V.; ist〉: 1. strömend abfließen:
tinence ˙<) lat. abstinentia]: das Abstinentsein: Ab|s|tra|hie|rung, die; -, -en (bildungsspr.): ˙ endlich strömte das Wasser ab;  die Menge
jmdn. zur A. anhalten; A. halten; in A. leben. 1. das Abstrahieren; das Abstrahiertwerden. strömte aus dem Stadion ab. 2. (selten) von etw.
Ab|s|ti|nenz|ler, der; -s, - (oft abwertend): Per- 2. abstrahierte Form; Ergebnis einer Abstrahie- herabströmen, herabf ließen: abströmender
son, die˙Abstinenz übt; Antialkoholiker. rung (1). Regen.
Ab|s|ti|nenz|le|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abs- ab|strah|len 〈sw. V.; hat〉: in Form von Strahlen, ab|s|t|rus 〈Adj.〉 [lat. abstrusus = verborgen, adj.
tinenzler. ˙ ˙ Wellen aussenden: Sonnenwärme a.; der Ofen 2. Part. von: abstrudere = verbergen]: verworren
Ab|s|ti|nenz|tag, der (kath. Kirche): Tag, an dem strahlt behagliche Wärme ab; diese Programme u. daher unverständlich: eine -e Idee; -e Vorstel-
˙
die Gläubigen kein Fleisch essen dürfen: werden über Satelliten abgestrahlt. lungen von etw. haben; die Sache ist völlig a.
Aschermittwoch und Karfreitag sind -e. Ab|strah|lung, die; -, -en: das Abstrahlen. Ab|s|t|ru|si|tät, die; -, -en: 1. abstruse Beschaf-
ab|stin|ken 〈st. V.; ist〉 (salopp): den Kürzeren zie- ˙ |s|trakt 〈Adj.〉 [spätlat. abstractus, adj. 2. Part.
ab 
fenheit. 2. abstruse Sache, abstruses Ding.
˙ hen, unterliegen, ausgestochen werden: gegen ˙
von: abstrahere, ↑ abstrahieren]: 1. (bes. Philos.) ab|stu|fen 〈sw. V.; hat〉: 1. in Stufen abteilen, stu-
Mephisto kann Faust, gegen New York kann die wesentlichen, gesetzmäßigen o. ä. Züge aus ˙ fenförmig machen: einen Hang in Terrassen a.
München nur a. etw. Konkretem, sinnlich Wahrnehmbarem 2. a) staffeln (2 a): die Gehälter a.; nach einem
ab|stop|pen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (Fahrzeuge, ableitend: -e Begriffe; -es Denken. 2. sich [nur] abgestuften System vorgehen; b) abtönen (1):
˙ Maschinen o. Ä.) zum Stehen, zum Stillstand im Gedanklichen, Theoretischen bewegend [u. ein vielfältig abgestuftes Grau. 3. eine od. meh-
bringen: das Auto, die Maschine a.; b) zum Still- keinen unmittelbar feststellbaren Bezug zur rere Stufen herabsetzen: die Lagerarbeiter a.; die
stand kommen, [an]halten: der Wagen, die Fah- Wirklichkeit habend]: -es Wissen; die Lehrsätze Ratingagenturen stuften das Unternehmen ab.
rerin stoppte plötzlich ab; der Stürmer konnte waren ihm zu a. 3. (von Kunstwerken des Ab|stu|fung, die; -, -en: 1. das Abstufen. 2. stufen-
noch rechtzeitig a. (im Laufen anhalten). 20. Jh.s) nicht etw. sinnlich Wahrnehmbares, ˙ artige Gliederung, Staffelung. 3. Nuance, ber-
2. a) mit der Stoppuhr messen: die Zeit a.; sondern den gedanklichen, abstrakten (1) gang: Stoffe in allen -en der Farbenskala.
b) (selten) (die Geschwindigkeit von jmdm., Gehalt von etw. darzustellen suchend: -e Kunst; ab|stump|fen 〈sw. V.〉: 1. a) 〈hat〉 stumpf machen:
etw.) mit der Stoppuhr messen: die Läufer a. a. malen. ˙ die Spitze, Kante etwas a.; b) 〈ist〉 (selten)
Ab|stoß, der; -es, Abstöße: 1. Stoß von etw. weg: Ab|s|trakt|heit, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Abs- stumpf werden: die Schneide ist abgestumpft.
˙ ein kräftiger A. [vom Boden, Ufer]. 2. (Fußball) ˙
traktsein. 2. a) 〈hat〉 gefühllos, teilnahmslos machen: die
Beförderung des Balles aus dem Strafraum ins Ab|s|trak|ti|on, die; -, -en [spätlat. abstractio] Not hat sie abgestumpft; die monotone Tätig-
Spielfeld: einen weiten A. machen; den A. aus-  a) das Abstrahieren (1): zu kei-
(bildungsspr.): keit stumpft ab; b) 〈ist〉 gefühllos, teilnahmslos
führen; der A. landete beim Gegner. ner A. fähig sein; b) verallgemeinerter, unan- werden: sie stumpfte allmählich völlig ab; abge-
ab|sto|ßen 〈st. V.〉: 1. a) 〈hat〉 mit einem kräftigen schaulicher Begriff: eine A. aus etw. gewinnen. stumpfte Menschen.
˙ Stoß von etw. wegbewegen: er hat das Boot, hat Ab|s|trak|ti|ons|ver|mö|gen, das (bildungsspr.): Ab|stump|fung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das
sich vom Ufer abgestoßen; ich stieß mich mit 
(geistige) Fähigkeit zu abstrahieren (1). ˙ Abstumpfen.
den Füßen [vom Boden] ab; b) 〈ist/hat〉 sich mit Ab|s|trak|tum, das; -s, ...ta [lat.]: 1. (Philos.) etw. Ab|sturz, der; -es, Abstürze: 1. das Abstürzen;
einem kräftigen Stoß von etw. entfernen: die ˙
Abstraktes (1), abstrakte Idee. 2. (Sprachwiss.) ˙ Sturz in die Tiefe: der A. des Flugzeuges; das
Boote, die Segler stoßen ab; die Stelle, von der abstraktes Substantiv; Hauptwort, das etw. Geländer soll Abstürze verhindern;  der A. von
das Boot abgestoßen war/hatte. 2. 〈hat〉 von nicht Gegenständliches benennt: »Freiheit« ist der Tabellenspitze, in die zweite Liga; ein A. in
sich wegstoßen, abwerfen: die Schlange stößt ein A. eine tiefe Depression; nach dem Karriereende
ihre alte Haut ab;  Transplantate werden oft ab|stram|peln, sich 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): a) sich folgte der A. 2. sehr steiler [Ab]hang: ein fast
vom Organismus abgestoßen (sie verwachsen ˙ beim Betätigen von Pedalen, beim Radfahren senkrechter A. 3. (EDV-Jargon) das Abstür-
nicht damit); das Gewebe stößt den Schmutz ab o. Ä. sehr anstrengen: ich fahre ständig gegen zen (3); Systemabsturz, -zusammenbruch.
(lässt ihn nicht eindringen). 3. 〈hat〉 a) durch den Wind, stramp[e]le mich ab; b) sich abmü- ab|stür|zen 〈sw. V.; ist〉: 1. aus großer Höhe
Bezahlen loswerden: seine Schulden abzusto- hen: ich stramp[e]le mich hier ab, und du liegst ˙ herunterstürzen, in die Tiefe stürzen: er, das
ßen suchen; b) (aus Gründen der Rentabilität) auf der faulen Haut. Flugzeug stürzte ab; abgestürzte Felstrümmer;
verkaufen: Aktien a. 4. 〈hat〉 a) durch einen ab|strei|chen 〈st. V.〉: 1. 〈hat〉 a) durch Strei-  die Aktienkurse sind abgestürzt; er stürzte ab
beschädigenden Stoß von etw. abtrennen: Kan- ˙ chen (1 b) von etw. entfernen: den Dreck von in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. 2. steil
ten, Spitzen, Ränder a.; die Politur von den den Schuhen a.; b) durch Streichen (1 b) von etw. abfallen: der Hang stürzt fast senkrecht zum
Möbeln a.; (mit der Nebenvorstellung des Unab- frei machen: den Pinsel am Lappen a. 2. 〈hat〉 Meer ab. 3. (EDV-Jargon) (von einem Computer-
sichtlichen:) ich habe mir die Haut am Knöchel abziehen (14): er streicht von seiner Forderung programm) durch ein Computervirus, einen
103 Absturzopfer – abtrennen
Fehler im Programm od. einen falschen Befehl ab|tau|schen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (Schach) (etwa Ab|trag, der; -[e]s, Abträge: 1. 〈o. Pl.〉 (geh.)
des Anwenders abgebrochen werden, keine ˙ gleichwertige Figuren) wechselseitig schlagen: ˙ Beeinträchtigung, Minderung: etw. ohne A. A
Zugriffsmöglichkeit mehr bieten, funktionsun- die Damen a.; b) von jmdm. tauschend erwer- genießen; keinen A. erleiden. 2. a) das Abtra-
fähig werden. ben: diese Marken habe ich [ihm] abgetauscht. gen (1 a, b); b) etw., was abgetragen (1 a, b) wird.
Ab|sturz|op|fer, das: Opfer eines Flugzeug-, Hub- 2. (österr., schweiz.) tauschen: den Platz mit 3. (geh.) a) 〈o. Pl.〉 das Abtragen (2); Abbau (2):
˙ schrauberabsturzes o. Ä. od. eines Absturzes jmdm. a. der A. von Schulden; b) Summe, die abgetra-
beim Bergwandern, Bergsteigen o. Ä. ab|ta|xie|ren 〈sw. V.; hat〉: abschätzen; einzu- gen (2) wird.
ab|stüt|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. gegen Einsturz stüt- ˙ schätzen versuchen: die Möglichkeiten für etw. ab|tra|gen 〈st. V.; hat〉: 1. a) (eine Geländeerhe-
˙ zen: einen Stollen mit Balken, eine Decke a. a.; jmdn. kritisch a. ˙ bung, etw. an einer Stelle Aufgehäuftes) beseiti-
2. 〈a. + sich〉 sich stützend von etwas weghalten, Ab|tei, die; -, -en [mhd. abbeteie, ahd. abbateia < gen, einebnen: einen Erdhaufen, einen Hügel a.;
sich auf etw. stützen: sich mit einem Fuß a.; ich kirchenlat. abbatia, zu: abbas, ↑ Abt]: Kloster[ge- das Wasser trägt das Erdreich ab; b) abbrechen,
stützte mich von der Wand ab. biet], dem ein Abt od. eine Äbtissin vorsteht. abreißen: eine Mauer, Ruine a.; c) (geh.) vom
Ab|stüt|zung, die; -, -en: 1. das [Sich]abstützen. Ab|teil [auch: a...], das; -[e]s, -e: 1. a) [gek. aus Esstisch wegtragen: die Speisen, die Teller a.
˙ 2. Vorrichtung zum Abstützen. ↑ Abteilung (1 b), für ↑ Coupé (1)] abgeteilter 2. (geh.) nach und nach bezahlen, zurückzah-
ab|su|chen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) suchend durchstrei- Raum in einem Personenwagen der Eisenbahn: len: eine Schuld a. 3. durch Tragen abnutzen,
˙ fen: die Polizei suchte [mit Hunden] die Gegend ein A. erster, zweiter Klasse; das A. ist besetzt; verschleißen: du hast den Anzug ziemlich rasch
ab; b) den Blick suchend über etw. gleiten las- b) (ugs.) Gesamtheit aller Insassen eines abgetragen; abgetragene Sachen, Kleider.
sen: den Himmel [nach Fallschirmen] a.; Abteils (1 a): das ganze A. schlief. 2. durch etw. 4. (Math.) [auf eine Gerade] übertragen: die
c) gründlich durchsuchen: das ganze Haus nach abgeteilter Platz, Stelle: das hinterste A. des Kel- Strecke [auf der Geraden] a.
der Brille a. 2. a) suchend ablesen: Läuse a.; Rau- lers. ab|träg|lich 〈Adj.〉: nachteilig, schädlich: eine -e
pen [von den Sträuchern] a.; b) durch gründli- ab|tei|len 〈sw. V.; hat〉: in einzelne Teile teilen, tei- ˙ Bemerkung, Äußerung; das direkte Sonnenlicht
ches Untersuchen, Absammeln von etw. ˙ lend voneinander trennen, abtrennen: durch ist dem empfindlichen Stoff a.
befreien: die Sträucher a.; die Affen suchen ein- eine Trennwand einen Abstellraum a.; in einer Ab|träg|lich|keit, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das
ander, sich gegenseitig [nach Läusen] ab. abgeteilten Ecke des Raumes. ˙ Abträglichsein.
ab|surd 〈Adj.〉 [lat. absurdus, eigtl. = unrein klin- Ab|teil|tür, die: Tür eines Abteils (1 a). Ab|tra|gung, die; -, -en: 1. das Abtragen. 2. etw.,
˙ zusgez. aus: absonus = misstönend u.
gend, Ab|tei|lung, die; -, -en: 1. [aptail ] a) das Abtei- ˙ was abgetragen (1a, b, 2) worden ist.
surdus = taub; nicht verstehend]: gesundem 
len; b) abgeteilte Stelle, abgeteilter Raum: in der ab|trai|nie|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Training
Menschenverstand völlig fern: eine -e Idee; a. hinteren A. des Raums. 2. [aptail ] a) (Militär) ˙ bewirken, dass [ber]gewicht abgebaut wird:
sein, klingen; etw. a. finden. geschlossene Gruppe von Soldaten  u. Ä.; einige Pfunde a. müssen;  jmdm. die Angst,
Ab|sur|di|s|tan, das; -s 〈meist o. Art.〉 (ugs. b) (Militär) dem Bataillon entsprechender Ver- einem Tier die Aggressivität, sich das Nuscheln a.
˙
scherzh.): fiktives Land, in dem absurde Ver- band bei bestimmten Einheiten (bis 1945); (durch Training davon frei machen). 2. das Trai-
hältnisse herrschen. c) relativ selbstständiger Teil einer größeren ning auslaufen lassen; immer weniger trainieren
Ab|sur|di|tät, die; -, -en [spätlat. absurditas]: Organisationseinheit (Unternehmen, Waren- [bis zum völligen Einstellen des Trainings].
 Absurdsein. 2. etw. Absurdes.
1. 〈o. Pl.〉 das haus, Krankenhaus u. a.) (Abk.: Abt.): die chi- Ab|trans|port, der; -[e]s, -e: das Abtransportie-
Ab|s|zess, der, österr. auch: das; -es, -e [lat. rurgische A.; A. für Haushaltswaren; d) (Geol.) ˙ ren; das Abtransportiertwerden: die Möbel war-
˙
abscessus, zu: abscedere (2. Part.: abscessum) = nächstfolgende Untergliederung einer Forma- teten auf ihren A.
sich ablagern] (Med.): Ansammlung von Eiter tion; e) (Forstwirtsch.) Gliederung eines Reviers. ab|trans|por|tie|ren 〈sw. V.; hat〉: mit einem
im Gewebe; eitriges Geschwür: einen A. haben. Ab|tei|lungs|lei|ter, der: Leiter einer Abtei- ˙ Fahrzeug wegbringen: die Möbel mit einem
Ab|s|zis|se, die; -, -n [nlat. (linea) abscissa = lung (2 c) (Abk.: Abt.-Leiter). Lastwagen a.; die Gefangenen wurden abtrans-
˙
abgeschnitten(e Linie)] (Math.): 1. auf der Abs- Ab|tei|lungs|lei|te|rin, die: w. Form zu ↑ Abtei- portiert.
zissenachse abgetragene erste Koordinate eines lungsleiter (Abk.: Abt.-Leiterin). ab|trei|ben 〈st. V.〉: 1. a) 〈hat〉 Person od. Sache,
Punktes. 2. Abszissenachse. ab|te|le|fo|nie|ren 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): 1. telefo- ˙ die schwimmt od. f liegt, in eine andere, nicht
Ab|s|zis|sen|ach|se, die (Math.): horizontale ˙ nisch absagen: sie hat abtelefoniert, weil sie gewünschte Richtung treiben: die Strömung
Achse ˙ eines Koordinatensystems. Besuch bekommt. 2. (zu einem bestimmten trieb mich, das Boot ab; der Wind hat den Bal-
Abt, der; -[e]s, Äbte [mhd. abt, ahd. abbat < spät- Zweck) eine größere Zahl von Personen, Stellen lon weit abgetrieben; b) 〈ist〉 (von etw. Schwim-
˙ lat. abbas (Gen.: abbatis), ↑ Abba]: Vorsteher anrufen: ich habe bestimmt dreißig Makler mendem od. Fliegendem, von jmdm., der
eines Klosters für Mönche. abtelefoniert – ohne Erfolg. 3. (z. B. eingewor- schwimmt) in eine nicht gewünschte Richtung
Abt. = Abteilung. fene Münzen od. das Guthaben einer Telefon- geraten, vom Kurs abkommen: das Boot, der
ab|ta|keln 〈sw. V.; hat〉 (Seemannsspr.): die Take- karte) durch Telefonieren aufbrauchen: bereits Schwimmer treibt vom Ufer ab. 2. 〈hat〉 a) bewir-
˙ lage von einem Schiff entfernen [u. dieses elf Euro abtelefoniert haben. ken, dass etw. aus dem Körper ausgeschieden
dadurch außer Dienst stellen]: ein Schiff a. müs- ab|te|le|gra|fie|ren 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): telegra- wird: das Mittel hat die Würmer, die Gallen-
sen. ˙ fisch absagen. steine abgetrieben; b) (eine Schwangerschaft)
ab|tan|zen 〈sw. V.〉 (salopp): 1. 〈ist〉 fortgehen (2): ab|teu|fen 〈sw. V.; hat〉 [zu bergmannssprachlich durch Bewirken einer Fehlgeburt od. durch Ent-
˙ die beiden sind schon abgetanzt. 2. 〈hat〉 a) sich ˙ Teufe < spätmhd. teuf(fe) = Tiefe] (Bergbau): fernung eines Embryos od. Fetus aus der Gebär-
beim Tanzen völlig verausgaben, sich tanzend einen Schacht in die Tiefe bauen: einen mutter abbrechen [lassen]: ein Kind a.; sie hat
austoben (1 b): dort kann man voll a.; b) durch Schacht a. ihr Kind a. lassen; sie hat abgetrieben. 3. 〈hat〉
Tanzen überwinden: seinen Frust a. ab|tip|pen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): (einen vorliegenden (Vieh) von der Hochweide zu Tal treiben.
ab|tas|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. tastend befühlen [um ˙ Text) eintippen, auf der Schreibmaschine 4. 〈hat〉 (veraltet) (ein Zugtier) durch ständiges
˙ nach etw. zu suchen]: jmds. Schädel a.; den abschreiben: ein Manuskript a. Antreiben erschöpfen: die Pferde a.; 〈meist im 2.
Mann nach versteckten Waffen a.;  das Licht Äb|tis|sin, die; -, -nen [mhd. eppetisse, ahd. abba- Part.:〉 ein abgetriebener Klepper.
der Taschenlampe tastete die Wände ab. ˙ < kirchenlat. abbatissa, zu: abbas, ↑ Abt]:
tissa Ab|trei|bung, die; -, -en: das Abtreiben (2 b);
2. (Technik) mithilfe bestimmter elektronischer Vorsteherin eines Nonnenklosters. ˙ Schwangerschaftsabbruch: eine A. vornehmen,
o. ä. Vorrichtungen (z. B. Scanner, Laserlicht) ab|tö|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. Farben ein wenig abän- durchführen.
erfassen: die Zahlen werden von elektrischen ˙ dern, nuancieren [u. aufeinander abstimmen]: Ab|trei|bungs|geg|ner, der: jmd., der Abtreibun-
Fühlern abgetastet. Lack a. 2. (Töne von Musik) nuancieren: einen ˙ gen aus moralischen Gründen ablehnt [u. aktiv
Ab|tast|na|del, die: Nadel (2 g) am Tonabnehmer Klang a. bekämpft]: radikale, militante A.
˙ eines Plattenspielers zum Abtasten der rotie- Ab|tö|nung, die; -, -en: 1. das Abtönen. Ab|trei|bungs|geg|ne|rin, die: w. Form zu
renden Schallplatte. ˙ 2. Nuance; abgetönte Feinheit. ˙ ↑ Abtreibungsgegner.
Ab|tas|tung, die; -, -en: das Abtasten. Ab|tö|nungs|par|ti|kel, die (Sprachwiss.): 1 Parti- Ab|trei|bungs|kli|nik, die (ugs.): Klinik, in der
a˙ b|tau|chen 〈sw. V.; ist〉: 1. (Seemannsspr.) (von ˙ kel (2), die dazu dient, der eigenen Aussage eine ˙ Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen wer-
˙ U-Booten) unter Wasser gehen: das Boot bestimmte subjektive Tönung zu geben od. auf den.
tauchte langsam ab. 2. (Jargon) in den Unter- vorangegangene Äußerungen in bestimmter Ab|trei|bungs|pa|ra|graf, Ab|trei|bungs|pa|ra-
grund gehen: nach der Haftentlassung ist er Weise mit Zustimmung, Ablehnung, Einschrän- ˙ graph, der (ugs.): die Abtreibung
˙ betreffender
abgetaucht; in den Untergrund a. 3. (Boxen) kung, Erstaunen o. Ä. Bezug zu nehmen; Modal- Paragraf des Strafgesetzbuchs.
abducken. partikel (z. B. eben, halt, ja). Ab|trei|bungs|pil|le, die: Pille (1 a), durch deren
ab|tau|en 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) von Eis befreien: die ab|tor|fen 〈sw. V.; hat〉: Torf abbauen: ein Moor ˙ Einnahme eine Fehlgeburt ausgelöst wird.
˙ Fensterscheibe, den Kühlschrank a.; b) Eis zum ˙ a.; ein abgetorftes Gelände. Ab|trei|bungs|recht, das (ugs.): 1. 〈o. Pl.〉 den
Abschmelzen bringen: das Eis von den Scheiben ab|tör|nen 〈sw. V.; hat〉 [Ggb. zu ↑ antörnen] ˙ Schwangerschaftsabbruch betreffende Gesetz-
a. 2. 〈ist〉 a) von Eis frei werden: der Hang taute ˙ (ugs.): aus der Stimmung bringen: junge Frauen gebung. 2. Recht einer Schwangeren auf einen
ab; b) [weg]schmelzen: das Eis taute ab. befragen, was sie abtörnt. Schwangerschaftsabbruch.
Ab|tausch, der; -[e]s, -e u. Abtäusche: 1. Schlag- ab|tö|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. Mikroorganismen, Zel- Ab|trei|bungs|ver|bot, das: Verbot abzutrei-
˙ abtausch. 2. (Schach) das Abtauschen (1 a): A. ˙ len o. Ä. vernichten: Bakterien a. 2. ausschalten, ˙ ben (2 b).
der Türme. 3. (österr., schweiz.) Tausch: A. von tilgen: Gefühle a. ab|tren|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. a) (An-, Festgenähtes)
Grundstücken. Ab|tö|tung, die; -, -en: das Abtöten. ˙ von etw. trennen, lösen: die Knöpfe, die Ärmel
˙
Abtrennung – abwaschen 104
a.; b) (an einer dafür vorgesehenen Stelle) von Ab|trün|ni|ge, die/eine Abtrünnige; der/einer gig machen: der Vorsitzende wurde von den
A etw. loslösen: die Quittung, den Kassenzettel ˙ Abtrünnigen, die Abtrünnigen/zwei Abtrün- Mitgliedern abgewählt; er wurde im ersten
[vom Block], eine Briefmarke vom Bogen a.; nige: abtrünnige weibliche Person. Wahlgang als Sprecher abgewählt. 2. (Schule)
c) (ein Körperglied, einen Körperteil) [gewalt- Ab|trün|ni|ger, der Abtrünnige/ein Abtrünniger; (ein Fach) nicht mehr belegen: sie hat Latein
sam] vom Körper trennen: bei dem Unfall ˙ des/eines Abtrünnigen, die Abtrünnigen/zwei abgewählt.
wurde ihm ein Bein abgetrennt. 2. a) von jmdm., Abtrünnige: jmd., der abtrünnig ist. ab|wäl|zen 〈sw. V.; hat〉: 1. durch Wälzen von
etw. räumlich trennen: von der Truppe abge- Abts|stab, der: einem Abt als Zeichen seiner ˙ einer Stelle entfernen. 2. (Lästiges, Unangeneh-
trennt werden; b) (einen Teil eines Raumes, ˙ Macht u. Würde verliehener Stab. mes, Unerwünschtes) von sich schieben und
Gebietes von dem anderen) trennen: ein Vor- ab|tun 〈unr. V.; hat〉: 1. (ugs.) ablegen (1 a), abset- einem anderen auf bürden: die Verantwortung,
hang trennt einen Teil des Raumes ab;  einen ˙ zen (1): den Schlips, die Schürze, die Brille a. Schuld auf einen anderen a.
Anklagepunkt von dem Hauptverfahren a. 2. a) einer [unangenehmen, lästigen] Sache Ab|wäl|zung, die; -, -en: das Abwälzen.
(Rechtsspr.; gesondert behandeln). keine Bedeutung beimessen u. sie von sich a˙ b|wan|deln 〈sw. V.; hat〉: leicht verändern, teil-
Ab|tren|nung, die; -, -en: das Abtrennen; das schieben, beiseiteschieben: jmds. Einwände mit ˙ weise anders machen, variieren: ich wand[e]le
˙ Abgetrenntwerden. einer Handbewegung a.; etw. als unwichtig, das Thema ab; einen Ausspruch in abgewandel-
ab|tre|ten 〈st. V.〉: 1. 〈ist〉 [auf Befehl hin] eine unbegründet a.; b) jmdm. die Anerkennung ver- ter Form wiederholen.
˙ bestimmte Stelle verlassen: Sie können a.; unter weigern, ihn geringschätzig behandeln, ihn Ab|wan|de|lung (seltener): ↑ Abwandlung.
starkem Applaus trat die Schauspielerin ab (ver- übergehen: jmdn. arrogant a. 3. (seltener) erledi- A˙ b|wan|de|rer, der; -s, -: jmd., der irgendwo
ließ sie die Bühne). 2. a) 〈hat〉 seinen Wirkungs- gen: eine Sache so schnell wie möglich a.; 〈meist ˙ abwandert (2, 3).
kreis verlassen, sich zurückziehen: als sie abtrat, im 2. Part. + sein:〉 die Affäre war abgetan. Ab|wan|de|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abwan-
hinterließ sie eine große Lücke; b) 〈ist〉 (ugs.) ab|tup|fen 〈sw. V.; hat〉: a) [mit einem saug fähi- ˙ derer.
sterben; c) 〈a. + sich; hat〉 sich durch Begehen ˙ gen Stoff ] tupfend entfernen: ich tupfte das Blut ab|wan|dern 〈sw. V.〉: 1. a) 〈ist〉 (selten) sich von
abnutzen: der Teppich tritt sich sehr schnell ab. [mit Watte] ab; b) tupfend säubern: ich tupfte ˙ einem Ort [wandernd] entfernen: er wanderte
3. 〈hat〉 a) überlassen, zur Verfügung stellen: mir die Stirn ab. morgens ab; b) 〈hat/ist〉 ein Gebiet durchwan-
jmdm. seinen Platz a.; b) (das Schuhwerk) von ab|tur|nen [aptøn n, ...tœrn...] 〈sw. V.; hat〉 dern: wir wanderten den ganzen Schwarzwald
anhaftendem Schmutz o. Ä. säubern: hast du (ugs.): abtörnen.  ab. 2. 〈ist〉 (in einen anderen [Lebens- od.
[dir] die Stiefel/(ugs.:) die Füße an der Fußmatte Abu [auch: abu]: Vater (in arabischen Eigenna- Berufs]bereich) überwechseln: viele arme Bau-
abgetreten?; c) auf jmdn. [ juristisch] übertra-  men). ern sind [in die Stadt] abgewandert;  die Inse-
1
gen: seine Ansprüche, Rechte einem anderen, Abu Dha|bi; - -s: Scheichtum der Vereinigten renten wandern von den Tageszeitungen ab.
an einen anderen a. 4. 〈hat〉 a) durch häufiges 
˙ Arabischen Emirate. 3. 〈ist〉 (Sport) seinen Verein verlassen, um bei
2
Begehen abnutzen: den Teppich a.; b) Schuh- Abu Dha|bi: Hauptstadt von 1 Abu Dhabi. einem anderen zu spielen: einige Spielerinnen
werk u. Ä. durch langen Gebrauch abnutzen: 
˙Abu|ja [abu da]: Hauptstadt von Nigeria. sind abgewandert.
seine Schuhe rasch a.; abgetretene Absätze. ab|un|dant 〈Adj.〉  [lat. abundans (Gen.: abundan- Ab|wan|de|rung, die; -, -en: das Abwandern (1 b,
5. 〈hat〉 (auf etw. tretend) den Schmutz o. Ä. von ˙
tis), 1. Part. von: abundare = überfließen] (bil- ˙ 2, 3).
den Schuhen entfernen: hast du [dir] den dungsspr., Wissenschaftsspr.): häufig [vorkom- Ab|wan|de|rungs|ten|denz, die: Tendenz abzu-
Schnee abgetreten? 6. 〈hat〉 durch Darauf-, mend], reichlich: das -e Vorkommen von etw.; ˙ wandern (2).
Darantreten losreißen: eine Wechte, ein eine -e Zahl (Math.; natürliche Zahl, deren Dop- Ab|wand|lung, die; -, -en: 1. das Abwandeln.
Schneebrett a.; er hat ihr auf der Treppe den peltes kleiner ist als die Summe aller ihrer Tei- ˙ 2. abgewandelte Form, Variation: ein Muster in
Absatz abgetreten. ler). vielfachen -en.
Ab|tre|ter, der; -s, -: Fußmatte od. kleinerer Git- Ab|un|danz, die; - [lat. abundantia] (bildungsspr., Ab|wär|me, die (Technik): bei einem wärmetech-
˙ terrost zum Abtreten des Schmutzes von den ˙
Wissenschaftsspr.): [große] Häufigkeit; Häufig- ˙ nischen Prozess entstehende, aber bei diesem
Schuhen. keit, Dichte des Vorkommens, Fülle. nicht genutzte Wärme: die A. von Kernkraftwer-
Ab|tre|tung, die; -, -en: das Abtreten (3). ab ur|be con|di|ta [lat.]: seit Gründung der Stadt ken; die A. nutzen, verwerten.
˙Ab|trieb, der; -[e]s, -e: das Treiben des Viehs von ˙
[Rom] ˙
(altrömische Zeitrechnung, beginnend Ab|wart, der; -s, -e, (seltener:) Abwärte
˙ der Hochweide zu Tal: der A. des Viehs von der 753 v. Chr.; Abk.: a. u. c.). ˙ (schweiz.): Hausmeister, Hauswart.
Alm. ab|ur|tei|len 〈sw. V.; hat〉: 1. a) [in einer Gerichts- ab|war|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. auf das Eintreffen,
Ab|trift usw.: ↑ Abdrift usw. ˙ verhandlung] verurteilen: der Täter wurde vom ˙ Eintreten von etw., das Eintreffen von jmdm.
a˙ b|trin|ken 〈st. V.; hat〉: a) (aus einem bis zum Schwurgericht abgeurteilt; b) mit einem warten: eine günstige Gelegenheit, jmds. Ant-
˙ Rand vollen Trinkgefäß) vorsichtig ein wenig Gerichtsurteil belegen: eine Straftat a. 2. ver- wort a.; den Briefträger a.; man musste untätig
trinken: trink erst ab, damit du nichts verschüt- dammen: als Laie kann man diese Sache nicht a.; sich abwartend verhalten. 2. auf das Ende
test!; b) (das Oberste von etw.) wegtrinken: die einfach a. von etw. warten: das Unwetter a.
Blume vom Bier a. Ab|ur|tei|lung, die; -, -en: das Aburteilen. Ab|war|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abwart.
Ab|tritt, der; -[e]s, -e: 1. das Abtreten (1); Abgang: ˙ |usus [ap|uz s], der; -, - [...zus] [mlat. abu-
Ab a˙ b|wärts 〈Adv.〉 [↑ -wärts]: nach unten, hinunter,
˙ der A. von der Bühne. 2. das Abtreten (2). 3. (ver- sus] (bildungsspr., auch Med.): Missbrauch, ˙ hinab: a. dahinfließen;  vom Major [an] a.
altend, noch landsch.) [einfacher] 1 Abort. übermäßiger Gebrauch (z. B. von bestimmten Ab|wärts|be|we|gung, die: nach unten führende
ab|trock|nen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) (mit einem Arznei- od. Genussmitteln). ˙ Bewegung.
˙ Handtuch o. Ä.) trocken reiben: Geschirr a.; die ABV = Abschnittsbevollmächtigte[r]. Ab|wärts|ent|wick|lung, die: vgl. Abwärtstrend.
Mutter trocknete sich, das Kind ab; ich trock- Ab|ver|kauf, der; -[e]s, ...käufe: a) (bes. österr.) a˙ b|wärts|fah|ren 〈st. V.; ist〉: nach unten fahren;
nete mir die Hände ab; 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 ˙ Verkauf von Waren unter ihrem Wert; b) (Kauf- ˙ hinab-, hinunterfahren: wir wollen mit der Seil-
sie half ihm a.; b) (Nasses, Feuchtes) wegwi- mannsspr.) Verkauf in großen Mengen. bahn a.
schen: ich trocknete mir, dem Kind die Tränen ab|ver|kau|fen 〈sw. V.; hat〉: a) (bes. österr.) einen ab|wärts|ge|hen 〈unr. V.; ist〉: nach unten gehen,
ab. 2. 〈ist/(auch:) hat〉 trocken werden: die ˙ Abverkauf veranstalten: Ausstellungsstücke a.; ˙ hinab-, hinuntergehen: * mit jmdm., etw. geht
Straße trocknet ab; nach dem Regen ist/hat es b) (Kaufmannsspr.) in großen Mengen verkau- es abwärts ( jmds. Situation o. Ä. verschlechtert
schnell wieder abgetrocknet. fen. sich: mit ihr, mit ihrer Gesundheit, ihren
ab|trop|fen 〈sw. V.; ist〉: 1. a) in Form von Tropfen ab|ver|lan|gen 〈sw. V.; hat〉: [mit Dreistigkeit] von Geschäften geht es abwärts).
˙ herabfallen: der Regen tropft von den Bäumen ˙ jmdm. für eine Gegenleistung fordern, als Preis Ab|wärts|spi|ra|le, die: Wiederholung eines
ab; b) anhaftende [Reste von] Flüssigkeit von verlangen: er hat ihr für das alte Auto einen viel ˙ Geschehens, Zustandes o. Ä., die immer auf
etw. ablaufen lassen: die Nudeln werden abge- zu hohen Preis abverlangt;  du verlangst dir oft einem jeweils niedrigeren Niveau beginnt.
tropft; c) Flüssigkeit in Form von Tropfen abge- zu viel ab; ihr Verhalten verlangt uns Respekt Ab|wärts|trend, der: Trend zum Schlechteren
ben: die Wäsche muss erst a. 2. (Sportjargon) ab. ˙ hin: ein wirtschaftlicher A.; der A. setzt sich
(vom Ball) gegen den Körper od. einen Körper- ab|wä|gen 〈st. u. sw. V.; wog/(auch:) wägte ab, fort, ist nicht zu stoppen.
teil prallen u. von dort fast senkrecht nach ˙ hat abgewogen/(auch:) abgewägt〉: 1. verglei- 1
Ab|wasch, der; -[e]s, Abwäsche (ugs.): a) das
unten fallen: den Ball von der Brust a. lassen. chend u. prüfend genau bedenken, überlegen: ˙ Abwaschen: den A. übernehmen, erledigen;
ab|trot|zen 〈sw. V.; hat〉: (von jmdm.) durch das Pro und Kontra einer Sache a.; man muss a., machst du den A.?; R das ist ein A.; das geht,
˙ Beharrlichkeit, Trotz erzwingen: sie hat den was wichtiger ist; etw. kritisch abwägend erör- das machen wir in einem A. (↑ Aufwasch);
Eltern die Erlaubnis abgetrotzt. tern; sorgfältig abgewogene Worte. 2. (veraltet) b) 〈o. Pl.〉 zu spülendes bzw. gespültes Geschirr:
ab|tru|deln 〈sw. V.; ist〉: 1. (Fliegerspr.) (von Flug- das Gewicht, Maß von etw. feststellen. wir lassen den A. im Becken stehen.
˙ zeugen) trudelnd abstürzen: das Flugzeug tru- Ab|wä|gung, die; -, -en: das Abwägen. 2
Ab|wasch, die; -, ...wäschen (österr.): Spülbecken.
delte [über den Schwanz] ab. 2. (salopp) wegge- ˙Ab|wahl, die 〈Pl. selten〉: das Abwählen; das a˙ b|wasch|bar 〈Adj.〉: sich abwaschen lassend.
hen: ich trud[e]le ab. ˙ Abgewähltwerden: er hat die Vorwände für A˙ b|wä|sche, die; -, -n (österr.): Spülbecken (1).
ab|trün|nig 〈Adj.〉 [mhd. abetrünnec, ahd. seine A. selbst geliefert. a˙ b|wa|schen 〈st. V.; hat〉: 1. mit Wasser [und Seife
˙ ab(a)trunnı̄g, eigtl. = wer sich von etw. trennt]: ab|wähl|bar 〈Adj.〉: 1. sich abwählen lassend: ein ˙ o. Ä.] entfernen, wegwaschen: den Schmutz
ungetreu, treulos: ein -er Vasall; sie ist [der Par- ˙ -es Schulfach. 2. absetzbar (3): der Papst ist [vom Gesicht] a. 2. mit Wasser [und Seife, Reini-
tei] a. geworden (hat sich [von ihr] abgewendet, nicht a. gungsmittel o. Ä.] reinigen: das Gesicht a.; das
ist abgefallen). ab|wäh|len 〈sw. V.; hat〉: 1. jmds. Wahl rückgän- Geschirr a.; 〈auch ohne Akk.-Obj.:〉 wollen wir
˙
105 Abwäscher – abwetzen
gleich a.?; R das ist ein Abwaschen; das geht, einen Eckball a. 2. erfolgreich abwenden; verei- einen Bettler, die Besucher, Neugierigen a.;
das machen wir in einem Abwaschen (salopp; teln: ein Unheil, eine Gefahr a.; das Schlimmste jmdn. abweisend behandeln; b) ablehnen: jmds. A
↑ Aufwasch 1). konnte ich a. 3. von sich weisen; zurückweisen; Angebot, einen Antrag, eine Klage a.; c) zurück-
Ab|wä|scher, der; -s, -: jmd., der Geschirr spült. sich gegen etw. wehren: eine Zumutung, einen schlagen, abwehren: die Angreifer, einen An-
˙Ab|wä|sche|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abwä- Verdacht, jmds. Dank a. 4. nicht zulassen; fern- griff a.
˙ scher. halten; verscheuchen: einen Besucher, einige Ab|wei|sung, die; -, -en: das Abweisen; das Abge-
Ab|wasch|fet|zen, der (österr.): [Schwamm]tuch Neugierige, Fliegen von jmdm. a. 5. auf etw. ˙ wiesenwerden.
˙ zum Geschirrabwaschen. ablehnend reagieren: als sie das hörte, wehrte ab|wen|den 〈unr. V.〉: 1. 〈wandte/wendete ab, hat
Ab|wasch|was|ser, das 〈Pl. ...wässer oder ...was- sie erschrocken ab; abwehrend die Hand heben. ˙ abgewandt/abgewendet〉 (sich, etw.) nach der
˙ ser〉: 1. für den 1 Abwasch bestimmtes Wasser. Ab|wehr|hal|tung, die: Haltung (2 a, b) des inne- anderen Seite wenden, von etw. wegwenden:
2. trübes Wasser, das zum 1 Abwasch gebraucht ˙ ren Widerstands: er hat eine A. gegenüber allem den Blick, die Augen, den Kopf a.; ich wandte/
wurde. Fremden. wendete mich schnell ab; er wendet sich ent-
Ab|was|ser, das 〈Pl. Abwässer oder Abwasser〉 Ab|wehr|kampf, der: Kampf, Maßnahme, mit setzt ab; mit abgewandtem/abgewendetem
˙ (Technik): durch häuslichen, gewerblichen od. ˙ der etw. abgewehrt wird. Gesicht dasitzen;  sie hat sich [innerlich] von
industriellen Gebrauch verunreinigtes abf lie- Ab|wehr|ket|te, die (Sport): bei einem gegneri- ihren Freunden abgewandt/abgewendet.
ßendes Wasser: A. reinigen, aufbereiten; ˙ schen Angriff in abgestimmter Raumaufteilung 2. 〈wendete ab, hat abgewendet〉 a) ablenken,
Abwässer in einen Fluss einleiten. spielende Gruppe von Abwehrspielern: eine ableiten: einen Hieb, Schlag a.; b) verhindern,
Ab|was|ser|auf|be|rei|tung, die (Technik): das dichte A. durchbrechen. von jmdm. fernhalten: eine Katastrophe,
˙ Aufbereiten von Abwasser. Ab|wehr|kraft, die 〈meist Pl.〉: 1. (bes. Physiol.) Gefahr, drohendes Unheil a.
Ab|was|ser|be|sei|ti|gung, die: das Beseitigen ˙ Fähigkeit des Organismus, Krankheitserreger, Ab|wen|dung, die; -, -en 〈Pl. selten〉: 1. Abkehr
˙ von Abwasser. Allergene u. Ä. abzuwehren: zur Stärkung der ˙ von jmdm., etw.: die A. von einer bestimmten
Ab|was|ser|ka|nal, der: Kanal für Abwasser. Abwehrkräfte empfehlen sich Saunabäder. Politik. 2. Verhinderung: die A. der Not, Gefahr.
A˙ b|was|ser|lei|tung, die: vgl. Abwasserkanal. 2. 〈Pl.〉 (Militär) mit der Abwehr (1 c) betraute ab|wer|ben 〈st. V.; hat〉 (bes. Wirtsch.): jmdn.
A˙ b|was|ser|rei|ni|gung, die: Reinigung von Streitkräfte. ˙ einer Firma, Mannschaft o. Ä. durch Unterbrei-
˙ Abwasser (mithilfe von Kläranlagen o. Ä.). Ab|wehr|maß|nah|me, die 〈meist Pl.〉: zur tung eines guten Angebots abspenstig machen,
Ab|was|ser|rohr, das: Kanalrohr, durch das ˙ Abwehr von etw. ergriffene od. zu ergreifende um ihn für die eigene zu gewinnen: Arbeits-
˙ Abwasser abgeleitet wird. Maßnahme. kräfte a.
ab|wat|schen 〈sw. V.; hat〉 [zu ↑ Watsche] (bayr., Ab|wehr|me|cha|nis|mus, der: 1. (Psychoana- Ab|wer|bung, die; -, -en: das Abwerben.
˙ österr. ugs.): a) heftig ohrfeigen: er hat ihn ˙ lyse) unbewusste Verhaltensweise gegenüber a˙ b|wer|fen 〈st. V.; hat〉: 1. a) aus der Höhe herab-
erbärmlich abgewatscht; b) heftig kritisieren: er Triebforderungen, die von der Kontrollinstanz ˙ fallen lassen, herunterwerfen: Bomben, Flug-
musste sich für seine Äußerungen öffentlich a. (dem sog. ber-Ich) nicht gebilligt werden. blätter, Ballast a.; b) (etw. Lästiges) von sich wer-
lassen. 2. (Physiol.) im Körper wirksamer Mechanis- fen: seinen Mantel, die Bettdecke a.; das Pferd
ab|wech|seln, sich 〈sw. V.; hat〉: 1. im Wechsel mus, der in der Abwehr fremder Stoffe besteht. warf die Reiterin ab;  Zwänge a.; c) (Karten-
˙ aufeinanderfolgen: Regen und Sonnenschein Ab|wehr|re|ak|ti|on, die (bes. Physiol., Verhal- spiele) (eine Karte, Farbe) ablegen: eine Farbe,
wechselten sich/(auch:) einander ab; 〈auch ˙ tensf.): Reaktion, mit der etw. abgewehrt werden den König a.; d) sich von etw. Bedrückendem
ohne »sich«:〉 die Farben der Beleuchtung wech- soll. befreien: das Joch der Sklaverei, eine Bürde a.
selten ständig ab; 〈oft im 1. Part.:〉 sie heulte und Ab|wehr|schlacht, die (Militär): heftige, der Ver- 2. a) (Sport) herunterstoßen: beim Hochsprung
fluchte abwechselnd. 2. sich bei etw. ablösen, ˙ teidigung dienende Schlacht:  das Fußballspiel die Latte a.; b) (Fußball) (vom Torwart) den Ball
miteinander wechseln: ich wechs[e]le mich bei war eine einzige A. ins Spielfeld werfen: der Torwart wirft ab;
der Wache immer mit ihr ab; wir wechselten Ab|wehr|spie|ler, der (Sport): Verteidiger. c) (Schlag-, Völkerball) einen Gegenspieler
uns/(auch:) einander ab; 〈auch ohne »sich«:〉 A˙ b|wehr|spie|le|rin, die: w. Form zu ↑ Abwehr- durch einen Wurf mit dem Ball treffen u. so
die beiden wechseln in der Pflege des Kranken ˙ spieler. ausschalten. 3. [urspr. von Früchten, die ein
ab. Ab|wehr|stoff, der (Med.): Antikörper. Obstbaum zur Erde wirft] ( finanziell, als
Ab|wech|se|lung (selten), Ab|wechs|lung, die; -, A˙ b|wehr|sys|tem, das: 1. (Militär) System von Ertrag) einbringen: Gewinne a.
˙ -en: Unterbrechung des Einerleis:
˙ eine willkom- ˙ militärischen Ein-, Vorrichtungen, die dazu die- ab|wer|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. (Geldw.) a) die Kauf-
mene A.; keine A. haben; A. in etw. bringen; das nen, jmdn., etw. abzuwehren. 2. (Med.) System ˙ kraft von etw. herabsetzen, vermindern: den
Leben hier bietet wenig A.; für A. sorgen; zur A. der Abwehr von Krankheitserregern od. deren Dollar a.; b) an Wert verlieren, im Wert geringer
fährt sie mal alleine fort; * die A. lieben (ugs.; Giften. werden; fallen, sinken: der Yen wertet weiter ab.
häufig den Partner, die Partnerin wechseln). Ab|wehr|zau|ber, der (Völkerkunde): magische 2. in seinem Wert, in seiner Bedeutung herab-
ab|wechs|lungs|los 〈Adj.〉: ohne Abwechslung; ˙ Handlung od. magisches Mittel zur Abwehr setzen: Ideale a.; er wertet alles ab; eine -de Kri-
˙ eintönig. böser Geister. tik.
1
ab|wechs|lungs|reich 〈Adj.〉: reich an Abwechs- ab|wei|chen 〈sw. V.〉: a) 〈hat〉 (Haftendes, Festge- ab|wer|tend 〈Adj.〉: geringschätzig, herabwürdi-
˙ lung; nicht eintönig: ein -es Programm; es waren ˙ klebtes) durch Feuchtigkeit weich machen u. ˙ gend: eine -e Kritik; das Wort »begaffen« wird a.
-e Tage. ablösen: das Etikett [von der Flasche] a.; b) 〈ist〉 gebraucht.
Ab|weg, der; -[e]s, -e 〈meist Pl.〉: moralisch oder (von etw. Haftendem, Festgeklebtem) durch Ab|wer|tung, die; -, -en: das Abwerten, Abgewer-
˙ gedanklich falscher Weg, Irrweg: auf -e geraten. Feuchtigkeit weich werden u. sich ablösen: das ˙ tetwerden.
ab|we|gig 〈Adj.〉: irrig, verfehlt: ein -er Gedanke; Plakat weichte ab. ab|we|send 〈Adj.〉: 1. [aus dem Niederd., für lat.
˙ eine -e Frage; ich finde das nicht so a. 2
ab|wei|chen 〈st. V.; ist〉: 1. eine eingeschlagene ˙ absens, ↑ absent] nicht an dem erwarteten Ort
Ab|we|gig|keit, die; -, -en 〈Pl. selten〉: das Abwe- ˙ Richtung verlassen, sich von ihr entfernen: vom befindlich, nicht zugegen, nicht vorhanden,
˙ gigsein. vorgeschriebenen Kurs, von der Straße a.;  sie nicht da: der -e Geschäftsführer; er war viel von
Ab|wehr, die; -: 1. a) ablehnende Haltung, inne- ist niemals von ihren Grundsätzen abgewichen zu Hause a. 2. in Gedanken verloren, nicht bei
˙ rer Widerstand gegen jmdn., etw.: er spürte ihre (ihnen nicht untreu geworden). 2. verschieden der Sache, unaufmerksam: mit -en Blicken,
stumme A.; auf A. stoßen; mit innerer A. reagie- sein, sich unterscheiden: die Fassung weicht im Augen; a. lächeln.
ren; b) das Abwehren von etw., Zurückweisung: Wortlaut von der anderen ab. Ab|we|sen|de, die/eine Abwesende; der/einer
die A. staatlicher Eingriffe; c) Verteidigung ab|wei|chend 〈Adj.〉: unterschiedlich: -e Ansich- ˙ Abwesenden, die Abwesenden/zwei Abwe-
gegen jmdn., etw.: die A. des Feindes war nur ˙ ten, Meinungen vertreten; eine -e Regelung, sende: weibliche Person, die abwesend (1) ist.
gering;  die körpereigene A. stärken. 2. (Mili- Vereinbarung wurde getroffen; sich a. von den Ab|we|sen|der, der Abwesende/ein Abwesender;
tär) a) Widerstand leistende Truppe: die A. Erwartungen verhalten. ˙ des/eines Abwesenden, die Abwesenden/zwei
wurde vernichtet; b) kurz für ↑ Abwehrdienst. Ab|weich|ler, der; -s, - [für russ. uklonist]: jmd., Abwesende: jmd., der abwesend (1) ist.
3. (Sport) a) Gesamtheit der verteidigenden ˙ der von einer [politischen] Lehrmeinung o. Ä. Ab|we|sen|heit, die; -, -en: 1. körperliches Abwe-
Spieler einer Mannschaft: eine stabile A.; die abweicht. ˙ sendsein: ferienbedingte, häufige -en; jmds. A.
gegnerische A. überlaufen; b) Aktion, mit der Ab|weich|le|rin, die; -, -nen: w. Form zu zu etw. nutzen; in, während meiner A.; jmdn. in
der Ball abgewehrt wird: eine riskante A. ˙ ↑ Abweichler. A. verurteilen;  die A. (das Fehlen) störender
Ab|wehr|ak|ti|on, die: Aktion des Abwehrens. ab|weich|le|risch 〈Adj.〉: in der Weise eines Einflüsse; * durch A. glänzen (iron.; ↑ Abwesen-
a˙ b|wehr|be|reit 〈Adj.〉: bereit, etw. abzuweh- ˙ Abweichlers, einer Abweichlerin [handelnd]: heit 1; durch Abwesenheit auffallen; nach frz.
˙ ren (1, 2). ein -er Kurs. briller par son absence, dies nach Tacitus,
Ab|wehr|chef, der: 1. (Militär) Kommandant der Ab|wei|chung, die; -, -en: 1. das 2 Abweichen: eine Annalen III, 76). 2. geistiges Abwesendsein: er
˙ Abwehr (2). 2. (Sportjargon) Spieler, der die ˙ A. von der Regel; linke, rechte -en von der Par- saß in völliger A. da.
Abwehr (3 a) lenkt, steuert, dirigiert. teilinie. 2. Unterschied, Differenz: es gibt erheb- Ab|wet|ter 〈Pl.〉 (Bergbau): verbrauchte Gruben-
Ab|wehr|che|fin, die: w. Form zu ↑ Abwehrchef. liche -en in ihrer Auffassung von der Sache. ˙ luft: die A. abführen.
A˙ b|wehr|dienst, der: Geheimdienst zur Verhin- ab|wei|den 〈sw. V.; hat〉: a) weidend abfressen: ab|wet|tern 〈sw. V.; hat〉 (Seemannsspr.): (einen
˙ derung von Spionage. ˙ das Gras a.; b) abgrasen (1): Wiesen, Hänge a. ˙ Sturm) auf See überstehen (bes. von Segelschif-
ab|weh|ren 〈sw. V.; hat〉: 1. abschlagen, zurück- ab|wei|sen 〈st. V.; hat〉: a) nicht zu sich lassen, fen, -booten): einen Sturm a.;  die Rezession a.
˙ schlagen: den Feind, einen Angriff a.; (Sport:) ˙ nicht vorlassen; von sich weisen, zurückweisen: ab|wet|zen 〈sw. V.〉: 1. 〈hat〉 a) (seltener) durch
˙
abwickeln – abzocken 106
Wetzen entfernen: den Rost [von der Sense] a.; Autobesitzer für die Verschrottung seines alten Ab|zeich|nung, die; -, -en: das Abzeichnen (2).
A b) (von Kleidungsstücken, Polstern o. Ä.) durch Autos beim Kauf eines Neuwagens vom Staat A˙ b|zieh|bild, das: Bild, das spiegelverkehrt auf
˙ ein wasserlöslich grundiertes Papier gedruckt
Reiben bewirken, dass etw. dünn, speckig glän- gewährt wird.
zend wird: du hast den Mantel an der Seite mit Ab|wra|ckung, die; -, -en: das Abwracken. ist u. nach Anfeuchten auf einen Gegenstand
der Tasche ganz abgewetzt; abgewetzte Hosen, ˙Ab|wurf, der; -[e]s, Abwürfe: 1. das Abwer- übertragen werden kann, wobei das Papier
Sitze. 2. 〈ist〉 (ugs.) schnell davonlaufen: er ist ˙ fen (1 a): der A. einer Wasserstoffbombe. abgezogen wird: -er abziehen.
eben zum Bus abgewetzt. 2. a) (Sport) das Abwerfen (2 b); b) (Fußball) ab|zie|hen 〈unr. V.〉: 1. 〈hat〉 a) [von, aus etw.] zie-
ab|wi|ckeln 〈sw. V.; hat〉: 1. (Aufgewickeltes, Auf- vom Torwart abgeworfener Ball; c) (Schlag-, ˙ hend entfernen, weg-, herunter-, herausziehen:
˙ gerolltes) vom Knäuel, von der Rolle u. Ä. Völkerball) Wurf, mit dem ein Gegenspieler den Zündschlüssel a.; einen Ring vom Finger a.;
wickeln: ein Kabel a.; ich wick[e]le den Faden getroffen u. ausgeschaltet wird. b) (landsch.) (bes. eine Kopfbedeckung) abneh-
ab; ich wickelte [mir] den Verband ab. 2. a) ord- ab|wür|gen 〈sw. V.; hat〉: 1. (selten) durch Würgen men, ablegen: die Mütze a. 2. 〈hat〉 a) (von einem
nungsgemäß ausführen, erledigen: ein Geschäft, ˙ töten: der Marder würgte das Huhn ab. 2. (ugs.) Tier) das Fell, die Haut entfernen: dem Hasen
einen Auftrag a.; b) ordnungsgemäß ablaufen (autoritär, mit undemokratischen Mitteln) das Fell a.; b) (vom Körper eines erlegten,
lassen: eine Veranstaltung a. 3. 〈a. + sich〉 unmöglich machen, unterdrücken: eine Diskus- geschlachteten Tieres) das Fell, die Haut ziehend
ordnungsgemäß hintereinander ablaufen: sion, eine Forderung, einen Streik a. 3. (ugs.) entfernen: den Hasen a. 3. 〈hat〉 durch Weg-,
der Verkehr wickelt sich reibungslos ab. (den Kfz-Motor) durch Einlegen eines zu großen Herunterziehen von etw. frei machen: Pfirsiche,
1
4. (Wirtsch.) liquidieren (1 a): eine Firma, ein Ganges (6 a) od. durch zu schnelles Loslassen Tomaten a.; die Bohnen müssen abgezogen (von
Unternehmen a. der Kupplung beim Anfahren od. durch Unter- den Fäden befreit) werden. 4. 〈hat〉 a) die Bettwä-
Ab|wi|cke|lung: ↑ Abwicklung. lassen des Auskuppelns beim Anhalten zum sche vom Bett abnehmen: das Bettzeug, den
˙Ab|wick|lung, Abwickelung, die; -, -en: das Stillstand bringen: den Motor a. Bezug a.; b) ein Bett von der Bettwäsche frei
˙ [Sich]abwickeln; das Abgewickeltwerden. Abys|sus, der; - [mhd. abyss(e) < spätlat. abyssus machen: die Betten a. 5. 〈hat〉 den Abzug einer
Ab|wick|lungs|bank, die 〈Pl. -en〉 (Bankw.): Kre- ˙
< griech. ábyssos = Abgrund] (veraltet): Waffe o. Ä. betätigen: die Handgranate a.; er lud
˙ ditinstitut, das eigens gegründet wurde, um von 1. Abgrund (1). 2. Unterwelt. durch und zog ab. 6. 〈hat〉 [durch Abschleifen]
einer anderen Bank Kredite zahlungsunfähiger ab|zah|len 〈sw. V.; hat〉: a) in Raten bezahlen: ein von Unebenheiten glätten: das Parkett [mit
Schuldner sowie risikoreiche Wertpapiere zu ˙ Auto, die Wohnungseinrichtung a.; b) zurück- Stahlspänen] a. 7. 〈hat〉 (eine Klinge) schärfen (1):
übernehmen u. abzuwickeln (4). zahlen: ich muss das Darlehen [mit monatlich das Messer auf einem Stein a. 8. 〈hat〉 a) (Fotogr.)
ab|wie|geln 〈sw. V.; hat〉: 1. (seltener) jmdn. hundert Euro] a. einen Abzug (2 a) machen: ein Negativ a. lassen;
˙ (meist eine aufgebrachte Menschenmenge) ab|zäh|len 〈sw. V.; hat〉: a) zählen, um die vorhan- b) (Druckw.) einen Abdruck von etw. machen,
beschwichtigen: er versuchte, die erboste Menge ˙ dene Anzahl festzustellen: die Anwesenden a.; vervielfältigen: einen Text [20 Mal] a. 9. 〈hat〉
abzuwiegeln. 2. jmds. (berechtigte) Erregung, Wäsche a. (die Anzahl der jeweiligen Stücke (Kochkunst) mit etw. (bes. Eidotter) verrühren u.
bestimmte Erwartungen o. Ä. durch Herunter- feststellen); das Geld abgezählt (passend) dadurch eindicken; legieren: die Suppe a.
spielen, Verharmlosung ihrer Ursachen dämp- bereithalten; b) (Sport, Militär) Gruppen bilden, 10. 〈hat〉 a) (aus einem Fass o. Ä. entnehmen u.)
fen: in der Diskussion versuchte er immer wie- indem fortlaufend immer nur bis zu einer in Flaschen abfüllen: Wein, Most [auf Flaschen]
der abzuwiegeln. bestimmten Anzahl gezählt wird: [zu zweien, zu a.; b) (Winzerspr.) (von jungem Wein) von einem
Ab|wie|ge|lung, Abwieglung, die; -, -en: das vieren] a.!; c) eine bestimmte Anzahl zählend Fass in ein anderes umfüllen u. dadurch vom
˙ Abwiegeln. von einer Menge wegnehmen: Zigaretten, Bodensatz trennen. 11. 〈hat〉 (Textilind.) (eine
ab|wie|gen 〈st. V.; hat〉: 1. so viel von einer größe- Knöpfe, Nägel, Schrauben a.; d) durch Zählen Farbe aus einem Stoff) herausziehen: die alte
˙ ren Menge wiegen, bis die gewünschte Menge entscheiden: die Kinder zählen ab (bestimmen dunkle Farbe a. 12. 〈hat〉 (Militär) (Truppen, Waf-
erreicht ist: Äpfel, Kartoffeln, die Zutaten a. mithilfe eines Abzählreims), wer Räuber, wer fen) zurückziehen: Truppen a. 13. 〈hat〉 weglo-
2. durch genaues Wiegen das präzise Gewicht Gendarm sein soll. cken, entziehen: die vielen Ablenkungen zogen
von jmdm., einer Sache feststellen: die Ernte a. Ab|zähl|reim, der: Abzählvers. ihn von seiner Arbeit ab, zogen seine Aufmerk-
Ab|wieg|lung: ↑ Abwiegelung. A˙ b|zah|lung, die; -, -en: Raten-, Teilzahlung: etw. samkeit ab. 14. 〈hat〉 a) von etw. abrechnen,
˙ab|wim|meln 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): (eine Person od. ˙ auf A. [ver]kaufen. durch Subtraktion wegnehmen, subtrahieren: 20
˙ Sache, die als lästig empfunden wird) von sich Ab|zah|lungs|ver|pflich|tung, die: Verpflich- von 100 a.; b) den Preis berechnen u. kassieren:
schieben, abweisen: eine Arbeit, einen Auftrag ˙ tung, Abzahlungen zu leisten. können Sie bitte der Kundin rasch noch den Liter
a.; ich wimm[e]le den Frager ab. Ab|zähl|vers, der: Reim (b), mit dessen Hilfe ein Milch a.? 15. 〈hat〉 (salopp) vonstattengehen las-
Ab|wind, der; -[e]s, -e: 1. (Meteorol.) abwärtsge- ˙ Kind durch eine Zufallsentscheidung für etw. sen, routinemäßig durchführen, veranstalten:
˙ richtete Luftströmung. 2. (Flugw.) abwärtsge- (ein Spiel) bestimmt wird; Abzählreim. eine Party, eine Fete a. 16. 〈ist〉 von einer Luft-
richteter Luftstrom im Bereich eines Trag flü- ab|zap|fen 〈sw. V.; hat〉: a) zapfend entnehmen: strömung weggetragen werden; wegziehen: der
gels. ˙ Wein, Bier a.; jmdm. Blut a. (ugs.; aus der Vene Rauch, der Nebel, die Gewitterfront zieht ab.
ab|win|keln 〈sw. V.; hat〉: so halten, dass ein Win- abnehmen);  jmdm. Geld a. (ugs.; es unbeschei- 17. 〈ist〉 a) (Militär) abrücken, abmarschieren:
˙ kel entsteht: das Bein a. den, dreist von ihm fordern u. erhalten); b) (sel- die Truppen zogen ab; b) (ugs.) weggehen, sich
ab|win|ken 〈sw. V.; hat; 2. Part. abgewinkt, auch, ten) zapfend allmählich leeren: ein Fass a. entfernen: das kleine Mädchen zog strahlend ab.
˙ bes. ugs.: abgewunken〉: 1. [mit einer Handbe- ab|zäu|men 〈sw. V.; hat〉: einem Reit- od. Zugtier 18. 〈hat〉 (Sportjargon) plötzlich wuchtig schie-
wegung] seine Ablehnung zum Ausdruck brin- ˙ das Zaumzeug abnehmen. ßen, werfen o. Ä. der Torjäger zog entschlossen
gen, zu verstehen geben: dankend, ärgerlich, ab|zäu|nen 〈sw. V.; hat〉: durch einen Zaun ab.
ungeduldig a. 2. (Motorsport) a) durch ein ˙ abtrennen: ein Grundstück, Lager a. ab|zie|len 〈sw. V.; hat〉: zum Ziel haben, anstre-
Winkzeichen beenden: ein Rennen a.; * bis zum Ab|zäu|nung, die; -, -en: 1. das Abzäunen; das ˙ ben; auf etw. hinzielen, gerichtet sein: sie zielt
Abwinken (ugs.; in Hülle u. Fülle, bis zum ber- ˙ Abgezäuntwerden. 2. Zaun: die A. wurde nie- mit ihren Worten auf das Mitgefühl der Zuhö-
druss: es gab Champagner bis zum Abwinken); dergerissen. renden ab; eine auf Gewinn abzielende Taktik.
b) durch ein Winkzeichen zum Anhalten bewe- ab|zeh|ren 〈sw. V.; hat; meist im 2. Part.〉: abma- ab|zin|sen 〈sw. V.; hat〉 (Bankw.): das Anfangska-
gen: einen Rennfahrer a. ˙ gern lassen, allmählich entkräften: die Krank- ˙ pital aus einem gegebenen Endkapital ermit-
ab|wirt|schaf|ten 〈sw. V.; hat〉: a) durch schlech- heit hatte ihn völlig abgezehrt; abgezehrt sein, teln: später fällige Zahlungen a.; abgezinste
˙ tes Wirtschaften herunterkommen, seine Exis- aussehen; ein abgezehrter Körper. Wertpapiere.
tenzgrundlage vernichten: die Firma, der Unter- Ab|zei|chen, das; -s, - [urspr. = (Kenn)zeichen]: Ab|zin|sung, die; -, -en: das Abzinsen.
nehmer hat abgewirtschaftet;  diese Partei hat ˙ a) Anstecknadel als Kennzeichen einer Zugehö- ˙ab|zipp|bar 〈Adj.〉: sich abzippen lassend.
[bei den Wählern] abgewirtschaftet; b) durch rigkeit, Mitgliedschaft: ein A. am Revers tragen; a˙ b|zip|pen 〈sw. V.; hat〉 [vgl. zippen]: (ein mit
schlechtes Wirtschaften herunterbringen: sei- b) Plakette: wir verkaufen morgen A. für die ˙ einem Reißverschluss verbundenes Kleidungs-
nen Hof abgewirtschaftet haben; ein abgewirt- Caritas; c) [Erkennungs-, Kenn]zeichen, Merk- teil) vom Kleidungsstück abnehmen, entfernen.
schaftetes Gut. mal, Attribut: er trug die A. eines Generals; ab|zir|keln 〈sw. V.; hat〉: [mit dem Zirkel] genau
ab|wi|schen 〈sw. V.; hat〉: a) durch Wischen ent- d) (Viehzucht) bei Haustieren von der Grund- ˙ abmessen: eine Entfernung auf der Karte a.;
˙ fernen: den Staub, jmds. Tränen, sich den farbe abweichender, meist weißer Fleck im Fell. Beete, Wege genau a.;  seine Worte a. (abwä-
Schweiß von der Stirn a.; b) durch Wischen rei- ab|zeich|nen 〈sw. V.; hat〉: 1. zeichnend genau gen, wohlüberlegt setzen).
nigen: den Tisch mit einem Tuch a.; ich wischte ˙ wiedergeben, genau nach einer Vorlage zeich- Ab|zir|ke|lung, Ab|zirk|lung, die; -, -en: das
mir die Hände an der Hose ab. nen: eine Blume, ein Bild a. 2. mit seinem ˙ Abzirkeln. ˙
ab|woh|nen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): 1. durch langes Namenszeichen versehen; als gesehen kenn- ab|zi|schen 〈sw. V.; ist〉 (salopp): sich schnell ent-
˙ Wohnen abnutzen, verwohnen: eine Wohnung zeichnen: einen Bericht a. 3. 〈a. + sich〉 a) sich ˙ fernen: zisch ab!
a.; abgewohnte Räume. 2. eine im Voraus abheben, in seinen Umrissen [deutlich] erkenn- Ab|zo|cke, die; -, -n (salopp): das Abzocken; das
gezahlte Geldsumme mit der Miete verrechnen: bar sein: die Konturen, Umrisse von etw. zeich- ˙ Abgezocktwerden.
einen Baukostenzuschuss a. nen sich auf einem Hintergrund ab; b) sich ab|zo|cken 〈sw. V.; hat〉 (salopp): a) ausneh-
ab|wra|cken 〈sw. V.; hat〉: (bes. Schiffe) zerlegen u. andeuten; erkennbar werden: eine Entwicklung, ˙ men (3 a): wir wollen uns hier nicht a. lassen; die
˙ verschrotten: ein Schiff a.;  ein abgewrackter Tendenz, Gefahr zeichnet sich ab; c) sich wider- Kunden wurden abgezockt; b) abgaunern:
Komiker. spiegeln, sichtbar werden: in seinem Gesicht wegen abgezockter öffentlicher Mittel vor
Ab|wrack|prä|mie, die (ugs.): Prämie, die einem zeichnete sich ein plötzliches Erschrecken ab. Gericht stehen.
˙
107 Abzocker – Achselgriff
Ab|zo|cker, der; -s, - (salopp): jmd., der andere Aca|de|my-Award [ kd mi w d], der; -, -s derung, des [freudigen] Erstaunens, des
˙ [auf hinterlistige, unredliche Weise] finanziell [engl. Academy award = Preis der Akademie, Unmuts: a., das ist mir neu!; a., ist das schön!; A
übervorteilt, sie um ihr Geld bringt: er ist als A. ↑ Award]: von der amerikanischen »Akademie a., lassen wir das; c) als Ausdruck des Verlan-
bekannt. für künstlerische und wissenschaftliche Filme« gens o. Ä.: a., wäre doch schon Feierabend!;
Ab|zo|cke|rei, die; -, -en (salopp): das Abzocken; in verschiedenen Kategorien jährlich verliehe- d) als Ausdruck des Verstehens (ach + so).
das Abgezocktwerden. ner Filmpreis; Oscar. 3. 〈unbetont〉 als Ausdruck der Verneinung (ach
Ab|zo|cke|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Abzocker. a cap|pel|la [ital., zu: cappella = 1 Kapelle, d. h. in + wo[her], was; ugs.): a. wo, wir waren zu
A˙ b|zug, der; -[e]s, Abzüge: 1. Hebel an Schuss- der Art˙ eines hier singenden Chores] (Musik): Hause; a. was, das ist doch gar nicht wahr.
˙ waffen zum Auslösen des Schusses: den Finger (vom Chorgesang) ohne Begleitung von Instru- Ach, das; -s, -[s]: Ausruf, mit dem jmd. Betroffen-
am A. haben. 2. a) (Fotogr.) von einem Negativ menten: die Chöre sind alle a c.; a c. singen. ˙ heit, Bedauern, Verwunderung o. Ä. ausdrückt:
od. einem Digitalfoto hergestelltes Bild (1 b): A-cap|pel|la-Chor, der: Chor, der ohne Instru- ein A. des Bedauerns; sein ewiges A. und Weh
Abzüge machen lassen; b) (Druckw.) ˙
mentalbegleitung singt. (Klagen, Gejammer) fällt mir auf die Nerven;
1
Abdruck (2). 3. a) das Abziehen (14 a); Abrech- acc. c. inf. = accusativus cum infinitivo (↑ Akku- * A. und Weh schreien (ugs.; jammern u. kla-
nung: nach A. der Unkosten; * etw. in A. brin- sativ). gen); mit A. und Krach (ugs.; mit Mühe und
gen (Papierdt.; etw. bei einer Berechnung abzie- ac|cel. = accelerando. Not; nur unter großen Schwierigkeiten: mit A.
hen); b) 〈Pl.〉 Steuern, Abgaben: meine Abzüge ac|ce|le|ran|do [atelerando] 〈Adv.〉 [ital., zu: und Krach hat sie das Examen geschafft).
sind sehr hoch. 4. a) 〈o. Pl.〉 das Abziehen (16): 
accelerare = beschleunigen] (Musik): schneller Achä|er, der; -s, -: Angehöriger eines altgrie-
wir müssen für ausreichenden A. [der Gase] sor- werdend (Abk.: accel.). 
chischen Volksstammes.
gen; b) Vorrichtung, Öffnung, durch die etw. Ac|cent ai|gu [aksãty], der; - -, -s -s [aksã- Achä|e|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Achäer.
abziehen (16) kann: ein A. für den Rauch. 5. 〈Pl. zgy] [frz. accent aigu, aus: accent (< lat. 
Acha|ia; -s: griechische Landschaft im Nordwes-
selten〉 (bes. Militär) das Abrücken, der accentus, ↑ Akzent) u. aigu < lat. acutus = ten des Peloponnes.
Abmarsch: der A. der Besatzungstruppen. scharf, spitz]: Akut im Französischen (Zeichen: Achat, der; -[e]s, -e [mhd. achat(es) < lat. achates
ab|züg|lich 〈Präp. mit Gen.〉 (bes. Kaufmanns- ´, z. B. é). 
< griech. achátes; H. u.] (Mineral.): gebänderter
˙ spr.): nach, unter Abzug (3 a): a. des gewährten Ac|cent cir|con|flexe [aksãsirkõflks], der; - -, -s Chalzedon von verschiedener Färbung.
Rabatts; 〈ein folgendes allein stehendes, stark -s [aksãsirkõflks] [frz. accent circonflexe, aus: acha|ten 〈Adj.〉: aus Achat bestehend.
gebeugtes Subst. im Sg. bleibt ungebeugt:〉 a. accent (↑ Accent aigu) u. circonflexe < lat. cir- Achen  |see, der; -s: See in Nordtirol.
Rabatt; 〈mit Dat. bei allein stehendem Subst. im cumflexum, 2. Part. von: circumflectere = A che|ron, der; -[s] [griech. Achéron (Gen.: Achér-
Pl.:〉 a. Getränken. umbiegen, eine Silbe lang betonen]: Zirkumf lex ˙ ontos)] (griech. Mythol.): Fluss der Unterwelt.
ab|zugs|fä|hig 〈Adj.〉 (Steuerw.): sich bei der im Französischen (Zeichen: ˆ, z. B. â). Achil|les|fer|se [axls...], die; -, -n 〈Pl. selten〉
˙ Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens Ac|cent grave [aksãrav], der; - -, -s -s [aksã- [nach der einzigen verwundbaren Stelle am
abziehen lassend: -e Ausgaben. grav] [frz. accent grave, aus: accent (↑ Accent Körper des griech. Sagenhelden Achilles] (bil-
ab|zugs|frei 〈Adj.〉: frei von Steuerabzügen. aigu) u. grave < lat. gravis, ↑ Gravis]: Gravis im dungsspr.): jmds. verwundbare Stelle; empfind-
˙Ab|zugs|gra|ben, der: Abf luss-, Entwässerungs- Französischen (Zeichen: `, z. B. è). licher, schwacher Punkt.
˙ graben. Ac|cess [kss], der; -[es], - [engl. access = Achil|les|seh|ne, die; -, -n [analog zu ↑ Achilles-
Ab|zugs|hau|be, die: Dunstabzugshaube. Zutritt < lat. accessus, zu: accessum, 2. Part. ˙ (Anat.): Sehne, die zwischen Fersenbein
ferse]
A˙ b|zugs|he|bel, der: Hahn (4). von: accedere = hinzukommen] (EDV): 1. Netz- und Wadenmuskel verläuft.
A˙ b|zugs|schacht, der (Bauw.): Schacht zum zugang. 2. Zugriff, Zugriffsmöglichkeit auf Ach|laut, Ach-Laut, der: Laut, wie er im Deut-
˙ Abzug von Dämpfen, Gasen, Gerüchen. Daten, die in einem Speicher abgelegt sind. ˙ schen nach ˙ a, o, u gesprochen wird (z. B. ach,
Ab|zugs|vor|rich|tung, die: Vorrichtung zum Ac|ces|soire [akssoa], das; -s, -s [aks- Koch, Geruch).
˙ Abziehen (5, 16). soa(s)] 〈meist Pl.〉  accessoires (Pl.),
 [frz. a. Chr. [n.] = ante Christum [natum].
ab|zup|fen 〈sw. V.; hat〉: a) durch Zupfen von etw.  = Nebensachen, zu lat. accessum, 2. Part.
eigtl. Achs|ab|stand, der: Abstand zwischen zwei Ach-
˙ lösen, abtrennen: die [Blüten]blätter, Beeren, von: accedere = hinzukommen]: modisches ˙ sen; Radstand.
Stiele a.; b) durch Zupfen von etw. frei machen: Zubehör zur Kleidung, zur Wohnung, zum Auto Achs|an|trieb, der (Kfz-Technik): Antrieb der
abgezupfte Traubenstiele. u. Ä.: die -s aufeinander abstimmen. ˙ Treibachse durch das vom Getriebe kommende
ab|zwa|cken 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): 1. abkneifen: ein Ac|count [ kaunt], der od. das; -s, -s [engl. Drehmoment.
˙ Stück Draht a. 2. [aus Kleinlichkeit] abziehen, account = Konto  < afrz. account = das Zählen, Achs|druck, der 〈Pl. meist ...drücke〉: Achslast.
entziehen; abknapsen: vom Haushaltsgeld zehn zu: aco(u)nter = zählen, zu: counter, ↑ Count- A˙ ch|se, die; -, -n: 1. (Technik) a) [mhd. a(c)hse,
Euro für Kosmetik a.;  sich ein wenig Zeit für down] (EDV): Zugangsberechtigung zum Inter- ˙ ahd. ahsa, urspr. = Drehpunkt (der geschwunge-
etw. a. net, einem Intranet, einer Mailbox o. Ä. nen Arme)] Teil, das zwei in Fahrtrichtung
Ab|zweig, der; -[e]s, -e: 1. (Verkehrsw.) abzwei- Ac|coun|tant [ ka nt nt], der; -[s], -s [engl. nebeneinanderliegende Räder eines Fahrzeugs,
˙ gende Strecke, abzweigender Weg: ein A. von accountant = Buchhalter(in) < afrz. Wagens verbindet: die A. ist gebrochen, hat sich
der Autobahn. 2. (Technik) Teilstück, das zum aco(u)ntant, 1. Part. von: aco(u)nter, ↑ Account] heiß gelaufen; * auf [der] A. sein (ugs.; unter-
Abzweigen einer Rohrleitung verwendet wird. (Wirtsch.): Rechnungs- od. Wirtschaftsprüfer. wegs, auf Reisen, auf Geschäftsreise sein);
Ab|zweig|do|se, die (Elektrot.): (bei elektrischen Ac|count-Ma|nage|ment, Ac|count|ma|nage- b) stabförmiges [mit Zapfen versehenes] Maschi-
˙ Installationen) einer Dose ähnlicher, mit ment [...mændm nt], das [engl. account nenteil zum Tragen u. Lagern von Rollen,
Löchern versehener Gegenstand zum Abzwei- management] (Wirtsch.): auf Kunden[gruppen] Rädern, Scheiben, Hebeln u. a.: die A. der Schleif-
gen elektrischer Leitungen; Verteilerdose. ausgerichtete Form der Betriebsführung mit scheibe. 2. [gedachte] Mittellinie, um die sich ein
ab|zwei|gen 〈sw. V.〉: 1. 〈ist〉 a) (von Wegen o. Ä.) kundenspezifischer Auftragsbearbeitung und Körper dreht; Drehachse. 3. a) (Math.) Gerade,
˙ seitlich abgehen, in eine andere Richtung füh- Beratung [u. der Möglichkeit, sich besonders auf die bei einer Drehung ihre Lage nicht verändert;
ren: dort zweigt ein Weg zum Dorf ab; von die- Schlüsselkunden zu konzentrieren]. Koordinaten-, Symmetrieachse; b) (Geol.)
sem Weg zweigte ein schmaler Pfad ab; b) (selte- Ac|count-Ma|na|ger, Ac|count|ma|na|ger, der gedachte Linie, um die die Schichtung herumge-
ner) (von Personen) sich von einer als Haupt- (Wirtsch.): jmd., der Account-Management bogen ist; c) (Archit.) Linie senkrechter od. waa-
richtung angesehenen Richtung entfernen, sie betreibt. gerechter Richtung, auf die Bauwerke, Grund-
verlassen: weiter unten zweigt er vom Weg ab. Ac|count-Ma|na|ge|rin, Ac|count|ma|na|ge|rin, risse o. Ä. bezogen sind. 4. (Bot.) Sprossachse.
2. 〈hat〉 zu einem bestimmten Zweck von etw. die: w. Form zu ↑ Account-Manager, Acountma- 5. Verbindung, Verbindungslinie: die Bahnlinie
wegnehmen: einen Teil des Geldes für den nager. als A. zwischen dem Norden und dem Süden des
Urlaub a. Ac|cra: Hauptstadt von Ghana. Landes;  die A. Berlin–Rom (Bezeichnung für
Ab|zwei|gung, die; -, -en: 1. Stelle, an der von ˙Ac|cro|cha|ge [akr a , österr. meist: ...], die; die enge außenpolitische Zusammenarbeit zwi-
˙ einer Straße o. Ä. eine andere abzweigt. 2. Stre- -, -n [...n] [frz. accrochage = das Aufhängen, schen dem faschistischen Italien u. dem natio-
cke, Leitung o. Ä., die von einer zentralen Stre- 
zu: accrocher = aufhängen]: Ausstellung aus nalsozialistischen Deutschland; 1936 von Mus-
cke, Leitung o. Ä. abzweigt. den eigenen Beständen einer Privatgalerie. solini in einer Rede geprägt); die A. des Bösen
ab|zwi|cken 〈sw. V.; hat〉: abkneifen: ein Stück Acet|al|de|hyd: ↑ Azetaldehyd. (Verbund von Nordkorea, Iran u. Irak, die angeb-
˙ Draht a. Ace |tat usw.: ↑ Azetat usw. lich terroristische Ziele verfolgen; 2002 von
ab|zwin|gen 〈st. V.; hat〉: durch intensive Bemü- Ace|to n: ↑ Azeton. George W. Bush in einer Rede geprägt).
˙ hung, durch einen gewissen Zwang erhalten, Ace|ty |len usw.: ↑ Azetylen usw. Ach|sel, die; -, -n: 1. a) [mhd. ahsel, ahd. ahsla,
erreichen; jmdm., sich abnötigen, abringen: Ace|tyl|sa  |li|cyl|säu|re: ↑ Azetylsalizylsäure. ˙ vgl. Achse (1 a)] Schulter (1): die -n hochziehen,
dem Gegner Bewunderung a.; jmdm. ein Ver- ach 〈Interj.〉 [mhd.  ach, ahd. ah]: 1. als Ausdruck fallen lassen; die A., mit den -n zucken (↑ Schul-
sprechen, ein Zugeständnis a.; ich zwang mir ˙ des Schmerzes, der Betroffenheit, des Mitleids ter 1); b) Achselhöhle: die -n ausrasieren; das
ein Lächeln ab (zwang mich zu lächeln). o. Ä.: a., musste das wirklich so kommen?; a. je; Gewehr in die A. schieben; in, unter der A. Fie-
ab|zwit|schern 〈sw. V.; ist〉 (salopp): davongehen, a., die Armen; * a. und weh schreien (ugs.; jam- ber messen; c) (Schneiderei veraltend) Schul-
˙ sich entfernen: lasst uns nach dem Frühstück a. mern u. klagen). 2. 〈meist betont〉 a) als Aus- ter (2) an einem Kleidungsstück: die A. muss
a c. = a conto. druck des [ironischen] Bedauerns: a., wie gehoben werden. 2. (Bot.) Blattachsel.
Ac = Actinium. schade!; (verstärkend vor »so« + Adj.): ein a. so Ach|sel|griff, der: bei der Rettung eines Ertrin-
à c. = à condition. beliebtes Thema!; b) als Ausdruck der Verwun- ˙ kenden angewandter Griff unter die Achseln.
Achselhaar – Achtkampf 108
Ach|sel|haar: in der Achselhöhle wachsendes ben b); auf jmdn., etw. A. geben/(geh.:) A. acht Ruderer od. Ruderinnen (mit je einem Rie-
A ˙ Haar: die -e ausrasieren. haben (s. achtgeben a, s. achthaben a: die aller- men) u. einen Steuermann od. eine Steuerfrau;
Ach|sel|höh|le, die: (beim Menschen) grubenar- größte A. auf die Gesundheit geben/(geh.:) b) (Eis[kunst]lauf, Rollschuhlauf, Reiten) Figur
˙ tige Vertiefung unter dem Schultergelenk. haben); auf etw./(auch:) einer Sache 〈Gen.〉 A. in Form einer 1 Acht (a). 2. (landsch.) a) 1 Acht (a);
Ach|sel|klap|pe, die 〈meist Pl.〉: Schulterklappe. haben (geh. veraltend; s. achthaben b: hab b) 1 Acht (b): sie hat einen A. im Vorderrad (das
A˙ ch|sel|knos|pe, die (Bot.): in den Blattachseln große A. auf den Verkehr!); etw. außer A./(sel- Vorderrad ist zur Form einer 8 verbogen);
˙ angelegte seitliche Knospe. tener:) aus der A., außer aller A. lassen (etw. c) 1 Acht (e): der A. (die [Straßen]bahn, der
ach|seln 〈sw. V.; hat〉 (veraltend): schultern. nicht beachten); etw. in A. nehmen (etw. vor- Omnibus der Linie 8) fährt zum Bahnhof.
˙Ach|sel|schweiß, der: von den Achseldrüsen sichtig, sorgsam behandeln); sich in A. nehmen Ach|ter|bahn, die: (auf Jahrmärkten, Volksfesten
˙ abgesonderter Schweiß. (vorsichtig sein, aufpassen). ˙ o. Ä.) mit großer Geschwindigkeit auf- u.
Ach|sel|stück, das: Schulterstück (1). acht|ar|mig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-armig): mit acht abwärtsfahrende Bahn mit Kurven, die z. T. die
A˙ ch|sel|zu|cken, das; -s: kurzes Hochziehen der ˙ Armen (2) versehen: ein -er Leuchter. Form einer 1 Acht (a) haben.
˙ Schultern (als Gebärde des Nichtwissens od. der acht|bän|dig 〈Adj.〉: acht Bände umfassend: ein Ach|ter|bahn|fahrt, die: 1. Fahrt mit der Achter-
Gleichgültigkeit): ein A. war die Antwort. ˙ -es Lexikon. ˙ bahn. 2. Schwanken zwischen Extremen; Auf
ach|sel|zu|ckend 〈Adj.〉: mit einem Achselzucken acht|bar 〈Adj.〉 [mhd. aht(e)bære, zu ↑ 3 Acht]: und Ab: eine A. der Gefühle; die A. der Börsen-
˙ [aufgenommen]: ein -es Bedauern; etw. a. sagen. ˙ a) Achtung, Anerkennung, Wertschätzung ver- kurse setzte sich fort.
Ach|sen|bruch, der: Bruch der Achse (1 a). dienend: -e Leute; eine -e Leistung; b) beacht- Ach|ter|deck, das [zu (m)niederd. achter, ↑ ach-
A˙ ch|sen|dre|hung, die: Drehung um die [eigene] lich: 2 : 3 ist ein -es Resultat; sie hat sich a. ˙ terlich] (Seemannsspr.): Hinterdeck.
˙ Achse: die A. der Erde. geschlagen, ihre Rolle a. gespielt. Ach|ter|kno|ten, der [nach der Form, die das Seil
Ach|sen|kreuz, das (Math.): von den Achsen Acht|bar|keit, die; - (geh.): das Achtbarsein. ˙ in diesem Knoten bildet] (Fachspr.): Knoten, mit
˙ eines ebenen Koordinatensystems gebildetes ˙acht|blätt|rig 〈Adj.〉 (Bot.) (mit Ziffer: 8-blättrig): dem eine besonders sichere Schlaufe geknüpft
Kreuz. ˙ acht Blütenblätter aufweisend. wird (z. B. beim Bergsteigen, Segeln).
ach|sig 〈Adj.〉: axial. Acht|eck, das; -[e]s, -e: Figur mit acht Ecken; ach|ter|lei 〈best. Gattungsz.; indekl.〉 [↑ -lei]:
A˙ ch|sig|keit, die; -, -en 〈Pl. selten〉: Axialität. ˙ Oktogon. ˙ a) 〈attr.〉 von achtfach verschiedener Art: in a.
A˙ chs|la|ger, das 〈Pl. ...lager〉 (Technik): acht|eckig 〈Adj.〉: acht Ecken aufweisend: ein -er Farben; auf a. Weise; a. Sorten Papier; b) 〈allein
˙ Lager (6 a), in dem eine Achse (1 a) liegt. ˙ Bau. stehend〉 acht verschiedene (Dinge, Handlun-
Achs|last, die: von einer Achse (1 a) auf Fahrbahn acht|ein|halb 〈Bruchz.〉 (in Ziffern: 8 1/2): vor a. gen): a. zu besorgen haben.
˙ od. Schiene ausgeübte Kraft; Achsdruck. ˙ Jahren. ˙ ach|ter|lich 〈Adj.〉 [zu (m)niederd. achter = hin-
achs|recht 〈Adj.〉: axial. ach|tel 〈Bruchz.〉 (als Ziffer: /8): den achten Teil ˙ ter, niederd. Form von mhd. after, ↑ After] (See-
A˙ chs|schen|kel, der (Kfz-Technik): Verbindung ˙ einer genannten Menge ausmachend: ein a. mannsspr.): von hinten kommend: -e See.
˙ zwischen dem Ende der Vorderachse u. dem Zentner; drei a. Liter. ach|tern 〈Adv.〉 [zu (m)niederd. achter, ↑ achter-
Vorderrad. 1
Ach|tel, das, schweiz. auch: der; -s, - [mhd. ahtel, ˙ lich] (Seemannsspr.): hinten: das Wasser läuft a.
Achs|sturz, der 〈Pl. ...stürze〉 (Kfz-Technik): von ˙ ahteil, ahd. ahto teila]: 1. achter Teil einer ab; nach a.
˙ der Senkrechten abweichende Neigung eines Menge, Strecke: ein A. Butter; ich habe zwei A. Ach|ter|rei|he, die: a) von acht Personen od.
Rades. Rotwein getrunken; drei A. des Weges. ˙ Gegenständen gebildete Reihe: sich in einer A.
Achs|wel|le, die: a) als Achse dienende Welle (5); 2. (Musik) 2 Achtel; Achtelnote. aufstellen; die Stühle standen in -n hintereinan-
˙ b) (Kfz-Technik) Antriebswelle eines Kraftfahr- 2
Ach|tel, die; -, - (Musik): Achtelnote. der; b) Reihe (im Einmaleins), die sich aus mit 8
zeugs. A˙ ch|tel|fi|nal, der (schweiz.), Achtelsfinal, der multiplizierten Zahlen ergibt.
1
acht 〈Kardinalz.〉 [mhd. aht, ahd. ahto; wohl ˙ (schweiz.), Ach|tel|fi|na|le, das (Sport): Aus- Ach|ter|ste|ven, der (Seemannsspr.): Hinterste-
˙ eigtl. = die beiden Viererspitzen (nämlich der scheidungsrunde ˙ der sechzehn Mannschaften, ˙ ven.
Hände ohne Daumen); urspr. Zahl eines alten die sich in einem Meisterschafts- od. Pokalwett- acht|fach 〈Vervielfältigungsz.〉 (mit Ziffer: 8-fach,
Vierersystems] (als Ziffer: 8): a. und eins ist/ bewerb qualifiziert haben. ˙ 8fach): achtmal genommen, ausgeführt u. Ä.:
macht/gibt neun; wir sind a. Personen, zu -en, Ach|tel|li|ter, der: achter Teil eines Liters: einen die -e Menge, Portion; etw. a. aufeinanderlegen,
(geh.:) unser a.; die ersten, letzten a.; das kostet ˙ A. Wein bestellen. ausfertigen.
a. Euro; es ist, schlägt a. [Uhr]; um a., Punkt a., ach|teln 〈sw. V.; hat〉: in acht Teile teilen, in Achtel Acht|fa|ches, das Achtfache/ein Achtfaches; des/
(ugs.:) Schlag a.; ein Viertel vor/(seltener:) auf/ ˙ zerlegen: Tomaten a. ˙ eines Achtfachen (mit Ziffer: 8-Faches, 8faches):
nach a.; halb a.; sie kommt gegen a. [Uhr]; alle a. Ach|tel|no|te, die (Musik): Note, die den achten achtfache Menge, Größe (von etw.): etw. um das
Tage; sie wird heute a. [Jahre], a. Jahre alt; im ˙ Teil des Zeitwertes einer ganzen Note hat. Achtfache erhöhen.
Jahre a. nach Christus; ich fahre mit der Linie a.; Ach|tel|pau|se, die (Musik): Pause für die Dauer Acht|flach, das, Acht|fläch|ner, der; -s, -
die Mannschaft gewann a. zu vier (8 : 4). ˙ einer Achtelnote. ˙ (Geom.): Oktaeder. ˙
2
acht: in der Fügung zu a. (als Gruppe von acht Ach|tels|fi|nal: ↑ Achtelfinal. Acht|fü|ßer, Acht|füß|ler, der; -s, - (Zool.): Okto-
˙ Personen: sie kamen zu a.). a˙ ch|ten 〈sw. V.; hat〉: 1. jmdm. Achtung entgegen- ˙ pode. ˙
acht... 〈Ordinalz. zu ↑ 1 acht〉 [mhd. aht..., ahted..., ˙ bringen; jmdn. respektieren: das Gesetz, das acht|ge|ben, Acht ge|ben 〈st. V.; hat〉 [zu
˙ ahd. ahtod...] (als Ziffer: 8.): das achte Kapitel; Alter, die Gefühle anderer a. 2. a) [mhd. ahten, ˙ ↑ Acht]: a) auf
3 ˙ etw. achten, aufpassen: gib gut
heute ist der achte Januar; 〈subst.:〉 jeder Achte; ahd. ahton, zu ↑ 3 Acht] jmdm., einer Sache auf deine Gesundheit acht; b) vorsichtig, acht-
er ist der Achte, den ich treffe; sie wurde Achte Beachtung, Aufmerksamkeit schenken; jmdn., sam sein: man muss verteufelt achtgeben, um
im Weitsprung; heute ist der Achte (der achte eine Sache beachten (2): er achtete nicht auf die nicht zu fallen.
Tag des Monats); am Achten [des Monats]; Passanten; er sprach weiter, ohne auf die Zwi- acht|ge|schos|sig, (südd., österr.:) acht|ge|scho-
Heinrich der Achte. schenrufe zu achten; 〈geh. veraltend mit Gen. u. ˙ ßig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-geschossig, ˙ 8-gescho-
1
Acht, die; -, -en: a) Ziffer 8: eine A. schreiben; die veraltet mit Akk.; gewöhnlich in verneinten Sät- ßig): mit acht Geschossen gebaut: ein -es Hoch-
˙ Zahl, Ziffer A.; eine arabische, römische A.; eine zen:〉 er achtete nicht des Schmerzes, die haus.
A. schießen; b) etw. von der Form der Ziffer 8: Gefahr; b) aufpassen, achtgeben: auf das Kind acht|glie|de|rig, acht|glied|rig 〈Adj.〉 (mit Ziffer:
sein Fahrrad hatte hinten eine A. (ugs.; die hin- a.; auf Pünktlichkeit a. 3. [mhd. ahten, ahd. ˙ 8-glied[e]rig): mit ˙ acht Gliedern versehen.
tere Felge des Fahrrads war zur Form einer 8 ahton, zu ↑ 3 Acht] (geh. veraltend) für jmdn., acht|ha|ben, Acht ha|ben 〈unr. V.; hat〉 (geh.):
verbogen); c) (ugs. scherzh.) Handschellen: etw. halten, erachten: etw. für Betrug a.; jmdn., ˙ a) achtgeben˙ (a); b) (veraltend) einer Sache Auf-
jmdm. die [stählerne] A. anlegen; d) Spielkarte etw. für wenig, nichts a. merksamkeit schenken, etw. beachten: hab gut
mit acht Zeichen: die A. abwerfen; e) (ugs.) äch|ten 〈sw. V.; hat〉: a) [mhd. æhten, ahd. ahten; auf den Verkehr acht!
[Straßen]bahn, Omnibus der Linie 8; f) Figur, ˙ zu ↑ 2 Acht] (Geschichte) über jmdn. die 2 Acht acht|hun|dert 〈Kardinalz.〉 (in Ziffern: 800): vgl.
die die Form einer 8 beschreibt: auf dem Eis eine verhängen: er wurde [vom Kaiser] geächtet; ˙ 1 acht.˙
A. laufen; g) mit der Ziffer 8 in einer Liste o. Ä. b) aus einer Gemeinschaft ausstoßen: die ande- acht|jäh|rig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-jährig): a) acht
Gekennzeichnetes: ich nehme die A. und die ren Häftlinge ächteten ihn; ich fühlte mich ˙ Jahre alt: ein -es Mädchen; b) acht Jahre dau-
Vierzehn (die Gerichte Nummer 8 u. 14 auf der geächtet; c) (als gemeinschaftsfeindlich) ver- ernd: eine -e Amtszeit.
Speisekarte). dammen: ein Land wegen seiner Rassenpolitik Acht|jäh|ri|ge, die/eine Achtjährige; der/einer
2
Acht, die; - [mhd. ahte, ahd. ahta; H. u.] ä.; die Todesstrafe ä. ˙ Achtjährigen, die Achtjährigen/zwei Achtjäh-
˙ (Geschichte): Ausschluss einer Person vom Acht|en|der, der (Jägerspr.): Hirsch, dessen rige (mit Ziffer: 8-Jährige): Mädchen von acht
Rechtsschutz, wodurch sie vogelfrei wird: über ˙ Geweih an jeder Stange vier Enden hat. Jahren.
jmdn. die A. verhängen; jmdn. mit der A. bele- ach|tens 〈Adv.〉 (als Ziffer: 8.): als achter Punkt, Acht|jäh|ri|ger, der Achtjährige/ein Achtjähri-
gen; * jmdn. in A. und Bann tun (1. Geschichte; ˙ an achter Stelle. ˙ ger; des/eines Achtjährigen, die Achtjährigen/
aus der weltlichen u. kirchlichen Gemeinschaft ach|tens|wert 〈Adj.〉: wert, geachtet od. beachtet zwei Achtjährige (mit Ziffer: 8-Jähriger): Junge
ausschließen. 2. geh.; aus einer Gemeinschaft ˙ zu werden; [Be]achtung verdienend: -e Leistun- von acht Jahren.
ausschließen, verdammen). gen; ein -er Mann. acht|jähr|lich 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-jährlich): sich
3
Acht, die; - [mhd. ahte, ahd. ahta, eigtl. = das ach|ter 〈Adj.〉 (Seemannsspr.): hinten befindlich: ˙ alle acht Jahre wiederholend: in -em Turnus.
˙ Nachdenken] (veraltet): Aufmerksamkeit: in ˙ der -e Mast; die -en Aufbauten. Acht|kampf, der (Sport): Mehrkampf im Turnen
bestimmten Wendungen A. geben (s. achtge- Ach|ter, der; -s, -: 1. a) (Rudern) Rennboot für ˙ für Frauen, bei dem an vier verschiedenen
˙
109 achtkantig – Ackerbau
Geräten je eine Pflicht- u. eine Kürübung ausge- acht|täg|lich 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-täglich): sich Acht|zig, die; -, -en: Zahl 80.
führt werden. ˙ alle acht Tage wiederholend: die Mülltonnen a˙ cht|zi|ger 〈indekl. Adj.〉 (mit Ziffern: 80er):
˙ 1. (ugs.) die Zahl, die Nummer, das Jahr, den
A
acht|kan|tig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-kantig): mit acht werden a. geleert.
˙ Kanten versehen: -e Muttern; * jmdn. a. acht|tau|send 〈Kardinalz.〉 (in Ziffern: 8 000): vgl. Wert achtzig betreffend: eine a. Briefmarke,
hinauswerfen/hinausschmeißen/rausschmei- ˙ tausend. Schraube; der a. Bus; das ist ein a. Jahrgang (ein
ßen (salopp; jmdn. [handgreiflich u.] ausge- Acht|tau|sen|der, der: Gipfel von u. über 8 000 m Jahrgang aus dem Jahr achtzig eines Jahrhun-
sprochen grob aus dem Haus, dem Zimmer wei- ˙ Höhe: einen A. bezwingen. derts). 2. a) das die Jahre 80 bis 89 umfassende
sen, entlassen). acht|tei|lig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-teilig): aus acht Jahrzehnt eines bestimmten Jahrhunderts
Acht|kläs|ser, der; -s, - (ugs. seltener): Schüler der ˙ Teilen bestehend: ein -es Service. betreffend: in den a. Jahren des vorigen Jahrhun-
˙ achten Klasse. Acht|ton|ner, der; -s, - (mit Ziffer: 8-Tonner): derts; b) das zwischen achtzigstem u. neunzigs-
Acht|kläs|se|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Acht- ˙ Lastwagen mit acht Tonnen Ladegewicht. tem Geburtstag liegende Lebensjahrzehnt
˙ klässer. Acht|uhr|vor|stel|lung, die (mit Ziffer: 8-Uhr- betreffend: in den a. Jahren sein.
acht|klas|sig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-klassig): aus ˙ Vorstellung): Vorstellung in Theater, Kino o. Ä., Acht|zi|ger, der; -s, -: 1. a) Mann von achtzig Jah-
˙ acht Schulklassen bestehend. die abends um acht Uhr beginnt. ˙ ren; b) Mann in den Achtzigerjahren: er ist ein
Acht|klass|ler (österr.), Acht|kläss|ler, der; -s, -: Acht|uhr|zug, der (mit Ziffer: 8-Uhr-Zug): Zug, guter, hoher A.; c) (südd., österr.) achtzigster
˙ Schüler der achten Klasse.
˙ 
der morgens od. abends um acht Uhr abfährt. Geburtstag; d) 〈Pl.〉 Kurzf. von ↑ Achtziger-
Acht|klass|le|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Acht- acht|und|ein|halb 〈Bruchzahl〉: verstärkend für jahre (1); e) 〈Pl.〉 Kurzf. von ↑ Achtzigerjahre (2):
˙ klassler. ˙ ↑ achteinhalb. ˙ seit Mitte der A. 2. (ugs.) Wein aus dem Jahre
Acht|kläss|le|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Acht- Acht|und|sech|zi|ger, der; -s, - (mit Ziffer: 68er): achtzig eines bestimmten Jahrhunderts.
˙ klässler. jmd., der an˙ der Studentenrevolte zu Ende der Acht|zi|ge|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Achtzi-
acht|köp|fig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-köpfig): aus Sechzigerjahre des 20. Jh.s aktiv teilgenommen ˙ ger (1a, b).
˙ acht Personen bestehend: eine -e Familie, Jury; od. mit ihr sympathisiert hat. Acht|zi|ger|jah|re, acht|zi|ger Jah|re [auch:
ein -es Team. Acht|und|sech|zi|ge|rin, die; -, -nen (mit Ziffer: ˙ a...ja...] 〈Pl.〉: 1. zwischen
˙ achtzigstem u. neun-
acht|los 〈Adj.〉 [zu ↑ 3 Acht]: ohne jmdm., einer 68erin): w.˙ Form zu ↑ Achtundsechziger. zigstem Geburtstag liegendes Lebensjahrzehnt:
˙ Sache Beachtung zu schenken; unachtsam, Acht|und|vier|zi|ger [...fr...], der; -s, - (mit Zif- in den -n sein. 2. die Jahre 80 bis 89 eines
gleichgültig: etw. a. wegwerfen. fer: 48er): Person, die an der deutschen Revolu- bestimmten Jahrhunderts umfassendes Jahr-
Acht|lo|sig|keit, die; -, -en: das Achtlossein; acht- tion von 1848 teilgenommen od. mit ihr sympa- zehnt: in den -n des zwanzigsten Jahrhunderts.
˙ loses Verhalten. thisiert hat. acht|zig|jäh|rig 〈Adj.〉: vgl. achtjährig.
acht|mal 〈Wiederholungsz., Adv.〉 (mit Ziffer: Acht|und|vier|zi|ge|rin [...fr...], die; -, -nen (mit a˙ cht|zigst... 〈Ordinalz. zu ↑ achtzig〉 (in Ziffern:
˙ 8-mal): acht Male: ich bin a. in München gewe- Ziffer: 48erin): w. Form zu ↑ Achtundvierziger. ˙ 80.): vgl. acht...
sen; dieses Grundstück ist a. so groß wie das Ach|tung, die; - [mhd. ahtunge, ahd. ahtunga acht|zigs|tel 〈Bruchz.〉 (in Ziffern: /80): vgl. achtel:
andere; acht- bis neunmal. ˙ = Meinung, Schätzung, zu ↑ achten]: 1. Hoch-, ˙ in einer a. Sekunde.
acht|ma|lig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-malig): acht Male Wertschätzung, Respekt: das gebietet die gegen- Acht|zigs|tel, das, schweiz. auch: der; -s, -: vgl.
˙ stattfindend: -es Niederknien; nach -er Wieder- seitige A.; eine A. gebietende (imponierende) ˙ 1 Achtel.
holung. Persönlichkeit; jmdm. A. entgegenbringen; die acht|zöl|lig, achtzollig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-zöllig,
Acht|me|ter, der: Strafstoß beim Hallenfußball. A. der Kollegen genießen; vor jmdm., etw. A. ˙ 8-zollig): acht Zoll lang: ein -es Rohr.
acht|mo |na|tig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-monatig): haben; aus A. vor seinen Eltern; sie ist in unse- Acht|zy|lin|der, der (ugs.): a) Kurzf. von ↑ Achtzy-
˙ a) acht Monate alt: ein -es Fohlen; b) acht rer A. gestiegen, gefallen, gesunken, steht hoch ˙ lindermotor; b) Kraftwagen mit Achtzylinder-
Monate dauernd: ein -er Aufenthalt. in unserer A.; * alle A.! (das verdient Anerken- motor.
acht|mo|nat|lich 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-monatlich): nung!). 2. als Ruf od. Aufschrift, um zur Vor- Acht|zy|lin|der|mo|tor, der; -s, -en, auch: -e: Kfz-
˙ sich alle acht Monate wiederholend: a. wech- sicht od. Aufmerksamkeit zu mahnen: A.!; A., ˙ Motor mit acht Zylindern (2).
seln. Stufe!; A., Hochspannung!; A., Aufnahme! 3. als acht|zy|lin|d|rig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-zylindrig):
Acht|mo|nats|kind, das: nach nur achtmonatiger militärisches Ankündigungskommando: A., ˙ acht Zylinder aufweisend: ein -er Motor.
˙ Schwangerschaft geborenes Kind. präsentiert das Gewehr! äch|zen 〈sw. V.; hat〉 [mhd. echzen, achzen,
Acht|pfün|der, der; -s, - (mit Ziffer: 8-Pfünder): Äch|tung, die; -, -en: a) [mhd. æhtunge, ahd. ˙ eigtl. = (oft) Ach sagen]: vor Schmerzen od. bei
˙ etw., was acht Pfund wiegt. ˙ ahtunga, zu ↑ ächten] (Geschichte) Verhängung einer körperlichen Anstrengung kurz u. mit
acht|pfün|dig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-pfündig): acht der 2 Acht über jmdn.; b) Verdammung, Verfe- gepresst klingendem Laut ausatmen: leise, laut
˙ Pfund wiegend. mung, Boykott: der sozialen, gesellschaftlichen ä.; ächzend aus dem Wagen steigen;  die Wirt-
Acht|pol|röh|re, die (Elektrot.): Elektronenröhre Ä. entgehen wollen, verfallen. schaft ächzt unter den hohen Energiepreisen;
˙ mit acht Elektroden; Oktode. Ach|tung ge|bie|tend, ach|tung|ge|bie|tend eine ächzende Tür.
acht|pro|zen|tig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-prozentig, ˙ 〈Adj.〉: Anspruch auf Achtung
˙ (1) erhebend; Äch|zer, der; -s, - (ugs.): ächzender Laut: einen Ä.
˙ 8%ig): acht Prozent aufweisend, enthaltend, mit imponierend. ˙ von sich geben.
acht Prozent. Ach|tungs|ap|plaus, der: nur aus Achtung für die a. c. i. = accusativus cum infinitivo (↑ Akkusativ).
acht|sam 〈Adj.〉 [zu ↑ 3 Acht] (geh.): a) aufmerk- ˙ Darbietenden, nicht aus Begeisterung über das Acid [æsd], das; -s: 1. [engl. acid, eigtl. = Säure]
˙ sam, wachsam: ein -es Auge auf jmdn., etw. Dargebotene gespendeter Applaus. (Jargon) LSD. 2. (Musik) von schnellen [compu-
haben; b) vorsichtig, sorg fältig: mit etw. a. Ach|tungs|er|folg, der: Erfolg, der jmdm. zwar tererzeugten] Rhythmen geprägter Tanz- u.
umgehen. ˙ Achtung einbringt, der aber nicht sehr bedeu- Musikstil, der die Tanzenden in einen rauschar-
Acht|sam|keit, die; -: das Achtsamsein; achtsa- tend ist: das 1:1 war immerhin ein A. tigen Zustand versetzen soll.
˙ mes Wesen, Verhalten. ach|tungs|voll 〈Adj.〉: [große] Achtung erkennen
acht|sei|tig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-seitig): 1. acht ˙ lassend; respektvoll: mit -en Mienen; jmdm. a. Acid... [atsit...; lat. acidus = scharf, sauer]
˙ Seiten (1 a) aufweisend: ein -es Vieleck. 2. acht  Bestandteil von zusammenge-
(Fachspr.):
begegnen.
Seiten (6 a, b) enthaltend, umfassend: ein -er acht|wö|chent|lich 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-wöchent- setzten Wörtern, die sich auf Säure bezie-
Prospekt. ˙ lich): sich alle acht Wochen wiederholend. hen.
acht|sil|big 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-silbig): aus acht acht|wö|chig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-wöchig): a) acht
˙ Silben bestehend: ein -es Wort. ˙ Wochen alt: ein -es Baby; b) acht Wochen dau- Acid House [æsd haus], das; - - [engl. acid
acht|spän|nig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-spännig): mit ernd. house, aus: acid, adj. Bildung zu ↑ Acid, u. house;
˙ acht Pferden bespannt: eine -e Kutsche; a. fah- acht|zehn 〈Kardinalz.〉 (in Ziffern: 18): vgl. 1 acht. 2. Bestandteil viell. nach der Diskothek »The
ren. ˙acht|zehn|hun|dert 〈Kardinalz.〉 (in Ziffern: Warehouse« in Chicago]: Abart des Acids (2).
acht|spu|rig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-spurig): acht ˙ 1 800): eintausendachthundert:
˙ der Berg ist a. Aci|di|tät, Azidität, die; - [zu lat. acidus = sauer,
˙ Fahrspuren aufweisend: -e Highways. Meter hoch; im Jahr a. scharf] (Chemie): Säuregrad einer Flüssigkeit.
acht|stel|lig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-stellig): aus acht acht|zehn|jäh|rig 〈Adj.〉 (mit Ziffern: 18-jährig): Aci|do|se, Azidose, die; -, -n (Med.): krankhafte
˙ hintereinander angeordneten Zahlen bestehend ˙ a) achtzehn Jahre alt: ein -es Mädchen; b) acht- 
bersäuerung des Körpers.
[die als Einheit zu lesen sind]: eine -e Zahl. zehn Jahre dauernd: nach -er Ehe. Acker, der; -s, Äcker u. (Feldmaß:) - [mhd. acker,
acht|stö|ckig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-stöckig): acht acht|zei|lig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-zeilig): aus acht ˙ ahd. ackar; urspr. = Viehweide]: 1. mit dem
˙ Stockwerke aufweisend: ein -es Haus. ˙ Zeilen (1) bestehend. Pflug bearbeitete, für den Anbau von Nutz-
Acht|stun|den|tag, der (mit Ziffer: 8-Stunden- acht|zig 〈Kardinalz.〉 [mhd. ah(t)zec, ahd. ahto- pf lanzen bestimmte Bodenfläche: ein fruchtba-
˙
Tag): acht Stunden dauernder Arbeitstag. ˙ zug] (in Ziffern: 80): sie ist Mitte [der] a.; in die rer, ertragreicher, lehmiger A.; die Äcker liegen
acht|stün|dig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-stündig): acht a. kommen; mit a. bin ich dafür zu alt; sie ist brach; den A. bestellen, düngen, pflügen; * sich
˙ Stunden dauernd: ein -er Arbeitstag. über a. [Jahre alt]; a. (ugs.; 80 Stundenkilometer) vom A. machen (salopp; sich davonmachen,
acht|stünd|lich 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-stündlich): fahren; * auf a. sein, kommen (ugs.; sehr ärger- weggehen, verschwinden: ich mache mich jetzt
˙ sich alle acht Stunden wiederholend: a. wech- lich, wütend sein, werden); jmdn. auf a. brin- vom A.). 2. altes Feldmaß: 10 A. Land.
seln. gen (ugs.; sehr ärgerlich, wütend machen); zwi- Acker|bau, der 〈o. Pl.〉: systematische Bebauung
acht|tä|gig 〈Adj.〉 (mit Ziffer: 8-tägig): acht Tage schen a. und scheintot sein (ugs. scherzh.; sehr ˙ des Ackers mit Nutzpflanzen; Feldbau, Agrikul-
˙ dauernd: ein -er Kongress. alt sein). tur: A. treiben; die A. treibenden Völker; * von
Ackerbauer – Adduktion 110
A. und Viehzucht keine Ahnung haben (ugs.; nos) = Strahl]: radioaktives Metall (chemisches Ad|ap|ta|bi|li|tät, die; - (Fachspr.): Fähigkeit,
A von einer Sache nicht das Geringste verstehen). Element; Zeichen: Ac). sich zu adaptieren  (1).
Acker|bau|er, der; -n (selten: -s), -n: 1. Bauer, Ac|tion [kn], die; - [engl. action < frz. action < Ad|ap|ta|ti|on, die; -, -en [mlat. adaptatio, zu lat.
˙ Landwirt, der insbesondere Ackerbau betreibt. 
lat. actio, ↑ Aktion]: spannende Handlung, tur- 
adaptare, ↑ adaptieren]: 1. (Biol.) Anpassung des
2. 〈meist Pl.〉 (Völkerkunde) jmd., der Ackerbau bulente Szenen, Aktion (in einer Erzählung, im Organismus, von Organen an die jeweiligen
treibt, dessen Existenzgrundlage der Ackerbau Film u. a.): dieser Film hat nicht genug A.; Umweltbedingungen. 2. 〈o. Pl.〉 (Soziol.) Anpas-
ist.  hier ist mir zu wenig A. (ugs.; hier ist nichts sung des Menschen an die soziale Umwelt: die
Acker|bäu|e|rin, die: w. Form zu ↑ Ackerbauer. los); im Urlaub ist A. angesagt; A. machen, in A. des Menschen an seinen Lebensraum.
˙Acker|bau trei|bend, acker|bau|trei|bend A. sein. 3. (Literaturwiss.) Adaption (3).
˙ 〈Adj.〉: mit Ackerbau beschäftigt,
˙ vom Ackerbau Ac|tion|film, der: Spielfilm mit spannungsreicher Ad|ap|ter, der; -s, - [engl. adapter, zu: to adapt =
lebend. Handlung u. turbulenten, oft gewaltbetonten ˙
anpassen < lat. adaptare, ↑ adaptieren] (Tech-
Acker|beet, das: zwischen zwei Furchen liegen- Szenen. nik): Zusatz- od. Verbindungsteil, das den
˙ der erhöhter Teil eines Ackers. Ac|tion|held, der: männliche Hauptperson in Anschluss eines Gerätes od. Geräteteils an ein
Acker|bo|den, der: landwirtschaftlich nutzbarer einem Actionfilm. Hauptgerät od. an den elektrischen Strom
˙ Boden: das Land ist arm an A. Ac|tion|hel|din, die: w. Form zu ↑ Actionheld. ermöglicht.
Äcker|chen, das; -s, -: Vkl. zu ↑ Acker. Ac|tion|ko|mö|die, die: Actionfilm, der statt ad|ap|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. adaptare = anpas-
A˙ cker|flä|che, die: für den landwirtschaftlichen gewaltbetonter komödienhafte, belustigende sen, passend herrichten]: 1. (Fachspr.) anpas-
˙ Anbau genutzte Fläche. Szenen enthält. sen; einer Adaptation (1) unterziehen. 2. a) (bes.
Acker|fur|che, die: Furche (1). Ac|tion-Pain|ting, Ac|tion|pain|ting [...pent], eine Wohnung, ein Haus) renovieren, sanieren;
A˙ cker|gaul, der (abwertend): Ackerpferd. das; -[s], -s [engl. action painting, eigtl. = Akti- b) (österr.) (bes. eine Wohnung, ein Haus) für
A˙ cker|ge|rät, das 〈meist Pl.〉: Gerät zur Bodenbe- onsmalerei] (Kunstwiss.): 1. 〈o. Pl.〉 (im ameri- einen bestimmten Zweck einrichten, herrichten:
˙ arbeitung u. Pflege der Saat. kanischen abstrakten Expressionismus) ein Schloss als Museum a.
Acker|kru|me, die (Landwirtsch.): oberste Methode des Malens, bei der das Bild Ergebnis Ad|ap|tie|rung, die; -, -en: das Adaptieren; das
˙ Schicht des bearbeiteten Ackerbodens mit eines spontanen Malvorgangs ist. 2. durch Ac- Adaptiertwerden.
hohem Humusgehalt. tion-Painting (1) hergestelltes Bild. Ad|ap|ti|on, die; -, -en [zu: ↑ adaptieren]: 1. (Biol.)
Acker|land, das 〈o. Pl.〉: als Acker genutztes Land: Ac|tion|thril|ler, der: Thriller mit turbulenten, oft Adaptation  (1). 2. (Soziol.) Adaptation (2).
˙ das A. neu verteilen. gewaltbetonten Szenen. 3. (Literaturwiss.) Umarbeitung eines literari-
ackern 〈sw. V.; hat〉: 1. [mhd. ackern] a) den Acker ad [lat. ad = (bis) zu, (bis) nach]: in formelhaft schen Werkes mit der Absicht, es den Erforder-
˙ bestellen: die Bauern ackern; b) mit dem Pf lug ˙ gebrauchten lat. Fügungen (z. B. ad absurdum, nissen einer anderen literarischen Gattung od.
bearbeiten: das Feld a. 2. (ugs.) a) viel u. mühse- ad acta): ad 1: ..., ad 2: ... (zu Punkt 1, zu eines anderen Kommunikationsmediums (z. B.
lig arbeiten: er hat sein ganzes Leben lang für Punkt 2). Film, Fernsehen) anzupassen.
das Häuschen geackert; b) 〈a. + sich〉 sich müh- a d. = a dato. ad|ap|tiv 〈Adj.〉 (Fachspr.): auf Adaptation beru-
sam durcharbeiten. a. d. = an der (bei Ortsnamen, z. B. Frankfurt a. d. hend; ¯sich anpassend; anpassungsfähig.
Acker|pferd, das: in der Landwirtschaft als Zug- Oder). ad|äquat 〈Adj.〉 [zu lat. adaequatum, 2. Part. von:
˙ tier bes. für Ackergeräte eingesetztes schweres, a. D. = außer Dienst. 
adaequare = angleichen] (bildungsspr.): ange-
kräftiges Pferd. A. D. = Anno Domini. messen, entsprechend: ein -er Ausdruck; etw. ist
Acker|schach|tel|halm, der: bes. auf Äckern u. Ada|bei, der; -s, -s [aus mundartl. a dabei = auch jmdm., einer Sache nicht a.
˙ an Wegrändern wachsender Schachtelhalm.  dabei] (bayr., österr. ugs.): jmd., der überall Ad|äquat|heit, die; - 〈Pl. selten〉 (bildungsspr.):
Acker|schol|le, die: beim Pf lügen eines Ackers dabei sein will, sich überall wichtig u. dazuge- 
das Adäquatsein.
˙ aufgeworfene Scholle (1 a). hörig fühlt. a da|to [aus lat. a = von u. ↑ dato] (Wirtsch.): vom
Acker|wa|gen, der: in der Landwirtschaft ad ab|sur|dum [zu ↑ ad u. ↑ absurd]: in den Wen-  der Ausstellung an (Abk.: a d.).
Tage
˙ gebrauchter Wagen (1 a) als Anhänger. dungen ˙ etw., (selten:) jmdn. ad a. führen (bil- ad ca|len|das grae|cas [lat.; zu ↑ ad, ↑ Kalenden
Acker|wal|ze, die: aus mehreren Walzen (2) dungsspr.; das Widersinnige, die Sinnlosigkeit ˙
u. graecus, ↑ Graecum; eigtl. = an den grie-
˙ bestehendes Ackergerät zum Walzen des Acker- von etw. nachweisen, die Unsinnigkeit von etw. chischen Kalenden, d. h. niemals; die Griechen
bodens. aufzeigen; jmdn. des Widersinns seiner kannten keine Kalenden] (bildungsspr.): nie-
Acker|win|de, die: auf Äckern, an Zäunen wach- Behauptung o. Ä. überführen: dadurch werden mals, am Sankt-Nimmerleins-Tag: das
˙ sende kleine Winde mit weißen od. rosafarbe- die Reformen ad a. geführt); sich ad a. führen geschieht ad c. g.
nen Blüten. (bildungsspr.; sich als widersinnig, sinnlos, ad|den [ædn] 〈sw. V.; hat〉 [zu engl. to add = hin-
Ack|ja, der; -[s], -s [schwed. ackja < finn. ahkio]: unsinnig erweisen: Gebühren zu erheben hat 
zufügen] (EDV-Jargon): (in sozialen Netzwerken
˙ 1. lappländischer Schlitten, der die Form eines sich im Zeitalter des Internets ad a. geführt). im Internet) zu den eigenen Kontakten hinzufü-
Bootes hat. 2. Rettungsschlitten der Bergwacht. ADAC [ade|atse], der; -[s]: Allgemeiner Deut- gen: ich habe sie auf Facebook geaddet.
à con|di|ti|on [a kõdisiõ; frz., zu: condition = 
scher Automobil-Club. ad|die|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. addere = hinzutun,

Bedingung < lat. conditio, ↑ Kondition] (Kauf- ad ac|ta [lat.; ↑ Akte]: (Abk.: a. a.) in der Wendung zu: ad = (hin)zu u. dare = geben]: a) zusam-
mannsspr.): (bes. im Buchhandel) mit Rückga- ˙ ad a. legen (1. veraltet; ablegen, zu den
etw. menzählen: Zahlen a.; b) zu etw. hinzufügen:
berecht im Falle von ausbleibendem Weiterver- Akten legen. 2. bildungsspr.; eine [lästige] Sache, etw. zu etw. a.; c) 〈a. + sich〉 sich zu etw. sum-
kauf [geliefert, bezogen] (Abk.: à c.). Angelegenheit als erledigt betrachten). mieren: die Kosten addieren sich auf 100 000
a con|to [ital., zu: conto, ↑ Konto] (Bankw.): auf ada|gio [adado] 〈Adv.〉 [ital., eigtl. = auf lang- Euro.
˙
[laufende] Rechnung, auf Konto von ... (Abk.: a same Art, zu:agio = Bequemlichkeit, letztlich Ad|dis Abe|ba [- a()beba, auch: - abeba]:
c.): eine Zahlung a c. leisten. zu lat. adiacere = in der Nähe liegen] (Musik): ˙ Hauptstadt von Äthiopien.
Ac|ro|le|in: ↑ Akrolein. langsam, ruhig. Ad|di|ti|on, die; -, -en [lat. additio, zu: addere,
Ac|ryl, das;¯ -s [zu ↑ Akrolein u. griech. hýle = Ada|gio, das; -s, -s (Musik): 1. langsames, ruhiges 
↑ addieren]: das Addieren, Zusammenzählen.

Materie, Stoff] (Chemie): zur Herstellung von Tempo. 2. Musikstück mit der Tempobezeich- ad|di|ti|o|nal 〈Adj.〉 (bildungsspr.): zusätzlich,
Textilien verwendete Chemiefaser aus hochmo- nung »adagio«. nachträglich. 
lekularen Stoffen. Adam, der; -[s], -s [hebr. adam = der erste, von ad|di|tiv 〈Adj.〉 (bes. Fachspr.): auf Addition
Ac|ryl|amid, das; -[e]s, -e [kurz für Acrylsäure-  Gott erschaffene Mensch ˙ ˙im Alten Testament]: ¯
beruhend, durch Addition entstanden; hinzufü-
amid; zu ↑ Akrolein u. griech. hýle = Materie, 1. (ugs. scherzh.) Mann [als Partner der Frau]. gend, aneinanderreihend: ein -es Verfahren; -e
Stoff u. Kunstwort aus ↑ Ammoniak u. -id] (Che- 2. * bei A. und Eva anfangen/beginnen (ugs.; in Farbmischung (berlagerung von Farben,
mie): krebserregende Substanz, die bei der einem Vortrag, bei seinen Ausführungen sehr durch die eine neue Farbe entsteht).
Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel entsteht: weit ausholen); seit -s Zeiten (ugs.; seit je, von Ad|di|tiv, das; -s, -e [engl. additive, subst. aus:
A. in Lebensmitteln; Angst vor A. jeher, solange man denken kann); von A. und ¯ = hinzufügbar < spätlat. additivus, zu
additive
Ac|ryl|far|be, die: (auf Acrylsäure basierende) Eva abstammen (ugs.; [von Dingen] sehr alt lat. addere, ↑ addieren] (Chemie): Zusatz zu

wasserlösliche Farbe. sein). Mineralölen, Kunststoffen, Waschmitteln u. a.
Ac|ryl|fa|ser, die: Chemiefaser wie Dralon u. a. Adam Rie|se: in der Fügung nach A. R. (ugs. zur Abschwächung unerwünschter od. zur Ver-
Ac|ry l|säu|re, die: (Ausgangsmaterial für viele  scherzh.; richtig gerechnet; nach dem Rechen- stärkung erwünschter Eigenschaften.

Kunststoffe u. Lacke bildende) stechend rie- meister Adam Ries[e], 1492–1559: das macht ad|di|zie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. addicere, aus: ad =
chende Karbonsäure. nach A. R. zehn Euro). zu u. dicere = sagen, sprechen]: (bes. einen
ACS = Automobil-Club der Schweiz. Adams|ap|fel, der [nach der Vorstellung, dass Frühdruck, ein Gemälde) zuschreiben: einem
Act [kt], der; -s, -s [engl. act = Darbietung, Num-  Adam das Kerngehäuse des verbotenen Apfels Maler ein Gemälde a.
mer, zu ↑ 1 Akt (3)]: 1. (Musikjargon) a) Pop- od. im Halse stecken geblieben sei] (ugs. scherzh.): Add-on [æd| n], das; -[s], -s [engl. add-on]
Rockgruppe, Rockband, -interpret; b) Auftritt, hervortretender Schildknorpel des männlichen (EDV): a) Hilfsprogramm, mit dem ein Anwen-
Veranstaltung, bes. der Pop- od. Rockmusik. Kehlkopfes. dungsprogramm erweitert wird; b) Zubehörteil
2. (salopp) großer Aufwand: der Umzug war Adams|kos|tüm: in der Wendung im A. (ugs. der Hardware, mit dem die Fähigkeiten eines
vielleicht ein A.!  scherzh. von männlichen Personen; nackt: im Rechners gesteigert werden.
Ac|ti|ni|um, das; -s [zu griech. aktı́s (Gen.: aktı̃- A. herumlaufen). Ad|duk|ti|on, die; -, -en [spätlat. adductio = das
¯ 
111 Adduktor – Adler
(Her)anziehen, zu lat. adducere = (her)anzie- von: adipisci = erreichen, erfassen]: a) (früher) ADHS = Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivi-
hen] (Med.): das Heranziehen einer Gliedmaße in geheime Wissenschaften u. Künste (bes. in tätsstörung. A
zur Körperachse hin. die Mysterien u. in die Alchemie) Eingeweihter; adi|a|ba|tisch 〈Adj.〉 [griech. adiábatos = nicht
Ad|duk|tor, der; -s, ...oren (Med.): Muskel, der b) (bildungsspr. scherzh.) [als Schüler, Lernen- 
hindurchtretend] (Physik, Meteorol.): (von Gas,

eine˙ Adduktion bewirkt. der] bes. in eine Wissenschaft Eingeweihter: ein Luft) ohne Wärmeaustausch verlaufend: ein
Ad|duk|to|ren|zer|rung, die (Med.): (bes. im A. der Wissenschaft und der Künste. Gas a. verdichten.

Sport vorkommende) Verletzung in Gestalt einer Ad|ep|tin, die; -, -nen: w. Form zu Adept (b). adi|eu [adiø; frz. adieu (= à dieu) = zu Gott,
Zerrung des Adduktors am Bein. Ader, ˙ die; -, -n: 1. [mhd. ader, ahd. ad(e)ra, 
Gott befohlen, vgl. ade] (landsch., sonst veral-
ade [mhd. ade < altfrz. adé = zu Gott, Gott  eigtl. = Eingeweide, urspr. Bez. für alle Gefäße tend): auf Wiedersehen!, leb[t] wohl! : jmdm. a.

befohlen! < lat. ad deum; vgl. adieu] (veraltend, u. inneren Organe des menschlichen Körpers] sagen; * einer Sache a. sagen (↑ Adieu).
noch landsch.): auf Wiedersehen!, leb[t] wohl! : Blutgefäß: die -n traten an seinen Schläfen her- Adi|eu, das; -s, -s: Lebewohl (Abschiedsgruß):
jmdm. a. sagen; * einer Sache a. sagen (↑ Ade). vor; ihre -n klopften; eine A. bei der Operation jmdm. A. sagen, ein A. zurufen; * einer Sache A.
Ade, das; -s, -s (veraltend, noch landsch.): Lebe- abklemmen, unterbinden; * sich 〈Dativ〉 die -n sagen (Abstand von etw. nehmen, etw. aufge-
 (Abschiedsgruß): jmdm. A. sagen, ein A.
wohl öffnen (geh.; durch Öffnen der Pulsader[n] ben).
zurufen; * einer Sache A. sagen (ugs.; Abstand Selbstmord begehen); jmdn. zur A. lassen ad in|fi|ni|tum 〈in Verbindung mit bestimmten
von etw. nehmen, etw. aufgeben). (1. früher; jmdm. zur Heilbehandlung Blut aus Verben od.¯ nachgestellt bei Verbalsubstantiven〉
der Vene abnehmen. 2. ugs. scherzh.; jmdm. [lat., aus: ad (↑ ad) u. infinitum = das Unendli-
-a|de, die; -, -n [frz.] (selten): bezeichnet in Geld abnehmen). 2. 〈o. Pl.〉 Veranlagung, Bega- che] (bildungsspr.): bis ins Unendliche, unbe-
 Bildungen mit Substantiven (meist Namen) bung: sie hat eine dichterische A.; er hat eine grenzt [sich fortsetzen lassend]: diese Aufzäh-
eine Handlung, eine Tätigkeit, eine künstle- soziale A.; keine A. für etw. haben (ugs.; für etw. lung kann man ad i. fortsetzen; eine Verlänge-
rische Darbietung, die in der bestimmten keinen Sinn haben, nicht aufgeschlossen sein); rung ad i.
Art von jmdm. ausgeführt wird: Chaplinade, eine leichte A. haben (leichtlebig sein). adi|os [span. adiós, aus: a Dios (seas/seáis) = zu
Harlekinade, Valentinade. 3. a) (Bot.) Blattader; b) (Zool.) feine Röhre in ˙ Gott befohlen!, vgl. ade] (salopp): auf Wie-
Gott,
den Flügeln der Insekten; c) (Holztechnik) dersehen! ; leb[t] wohl! (spanischer Gruß):
Ade|bar, der; -s, -e [mhd. odebar, ahd. odebero, schmale Verzierung aus andersartigem Holz jmdm. a. sagen.
 eigtl. = Segensbringer, wohl umgedeutet aus zur Belebung der Fläche; d) (Geol., Mineral., Adi|os, das; -, - (salopp): Lebewohl (Abschieds-
dem germ. Wort für »Sumpfgänger«] (volks- Bergbau) kluftähnlicher kleiner Gang, der mit ˙ jmdm. A. sagen, ein A. zurufen.
gruß):
tüml. scherzh.): Storch: * Meister A. (↑ Meis- Mineralien, Erz o. Ä. ausgefüllt ist; e) (Elektrot.) adi|pös 〈Adj.〉 [zu lat. adeps (Gen.: adipis) = Fett]
ter 7). einzelner, isolierter, Strom führender Leiter in  a) fett[reich]; b) fettleibig; verfettet.
(Med.):
Adel, der; -s: 1. a) Klasse, Gesamtheit von Fami- Kabeln. Adi|po|si|tas, die; - [nlat.] (Med.): a) Fettleibig-
 lien, die [durch Geburt] einem in früherer Zeit Äder|chen, das; -s, -: Vkl. zu ↑ Ader. keit;b) Fettsucht.
mit bestimmten Vorrechten ausgestatteten A der|ge|flecht, das: Gef lecht (b) von Adern, das Ad|jek|tiv, das; -s, -e [spätlat. (nomen) adiecti-
Stand angehören: dem A. angehören; b) adlige  unter der Haut erkennbar ist. ˙ vum, eigtl. = zum Beifügen dienend(es Nomen),
Familie[n]: aus verarmtem A. stammen. ade|rig, äde|rig, adrig, ädrig 〈Adj.〉 (Fachspr.): zu: adicere (2. Part.: adiectum) = bei-, hinzufü-
2. [mhd. adel, ahd. adal = Geschlecht, Abstam-  mit [vielen]
 Adern versehen: eine -e Hand; sich gen] (Sprachwiss.): Wort, das ein Wesen od.
mung; H. u.] adlige Herkunft, adliges a., ä. verzweigen. Ding, ein Geschehen, eine Eigenschaft od. einen
Geschlecht: von A. sein; R A. verpflichtet (eine Ader|lass, der; -es, ...lässe: a) [mhd. aderla, ader- Umstand als mit einem bestimmten Merkmal,
höhere gesellschaftliche Stellung verpflichtet zu  læe] (Med.) Entnahme einer [größeren] Blut- mit einer bestimmten Eigenschaft versehen
Verhaltensweisen, die von anderen nicht unbe- menge aus einer Vene als Heilbehandlung: bei kennzeichnet; Eigenschaftswort.
dingt erwartet werden; bersetzung von frz. jmdm. einen A. vornehmen; b) Einbuße, spür- ad|jek|ti|vie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Sprachwiss.): (ein
↑ noblesse oblige). 3. Adelstitel: den erblichen A. barer Verlust: ein finanzieller, personeller A. Substantiv, Adverb) zu einem Adjektiv machen
erwerben. 4. (geh.) vornehme, edle Gesinnung; ädern, (fachspr.:) adern 〈sw. V.; hat〉 (selten): mit (z. B. ernst, schuld, spitze; selten).
Würde, Vornehmheit: der A. des Herzens.  
Adern (1, 3 a–c) versehen. Ad|jek|ti|vie|rung, die; -, -en (Sprachwiss.): das
ade|lig: ↑ adlig. Äde|rung, (seltener:) Ade|rung, die; -, -en: das Adjektivieren; Verwendung (eines Substantivs,
A de|li|ge: ↑ Adlige.  Ädern; das Geädertsein.  Adverbs) als Adjektiv.
A de|li|ger: ↑ Adliger. à deux mains [adøm˜; frz., aus: à = mit, deux = ad|jek|ti|visch [auch: ...ti...] 〈Adj.〉 (Sprach-
a deln 〈sw. V.; hat〉: 1. in den Adelsstand erheben, zwei u. mains = Hände] (Musik): mit zwei Hän- ˙ wiss.): das Adjektiv betreffend; als Adjektiv
 jmdm. den Adelstitel verleihen: er wurde für den, zweihändig [zu spielen]. gebraucht; eigenschaftswörtlich.
seine Verdienste vom König geadelt. 2. (geh.) ADFC [ade|ftse], der; -[s]: Allgemeiner Deut- ad|jus|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [relatinisiert aus frz.
(geistig, sittlich) über etw., jmdn. erheben; 
scher Fahrrad-Club. ajuster, zu: juste = genau, richtig < lat. iustus]:
jmdm., einer Sache Adel (4) verleihen: diese ad|hä|rent 〈Adj.〉 [lat. adhaerens, 1. Part. von 1. (Technik) a) [Werkstücke] zurichten; b) justie-
Gesinnung adelt sie. ˙
adhaerere, ↑ adhärieren] (bes. Fachspr.): ren. 2. a) (österr., sonst veraltet, Amtsspr.)
Adels|brief, der: Urkunde, durch die die Erhe- 1. anhaftend, anhängend. 2. (von Geweben, jmdn., sich dienstmäßig kleiden, ausrüsten: Sol-
 bung in den Adelsstand bestätigt wird. Pf lanzenteilen) angewachsen, verwachsen. daten a.; b) (österr.) für einen bestimmten
Adels|fa|mi|lie, die: adlige Familie. ad|hä|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. adhaerere, aus: Zweck zurechtmachen; c) (österr.) richten, in
Adels|ge|schlecht, das: adliges Geschlecht (3 c). ad = an, zu u. haerere = (fest)hängen, haften] Ordnung bringen.
A dels|haus, das: Adelsgeschlecht: die europäi- (bildungsspr. veraltet): an etw. hängen, haften. Ad|jus|tie|rung, die; -, -en: 1. ([Mess]technik)
 schen Adelshäuser. Ad|hä|si|on, die; -, -en [lat. adhaesio]: 1. (Physik) das Adjustieren. 2. (österr.) a) dienstmäßige
Adels|herr|schaft, die: Herrschaft des Adels (1 a). 
das Aneinanderhaften zweier Stoffe od. Körper; Kleidung, Uniform: die Ordonnanz in ihrer
A dels|ka|len|der, der: genealogisches Handbuch 1
Haftung (1). 2. (Med.) Verklebung od. Verwach- dienstlichen A.; b) (scherzh.) Aufmachung: in
 adliger (1 b) Familien. sung zweier Organe nach Operationen od. Ent- sonderbarer A. auftreten.
Adels|prä|di|kat, das: dem Adel (1 a) zukom- zündungen. 3. (Bot.) Verwachsung in der Blüte Ad|ju|tant, der; -en, -en [span. ayudante, subst. 1.
 mende Rangbezeichnung. einer Pflanze (z. B. des Staubblatts mit dem ˙
Part. von: ayudar = helfen < lat. adiutare, zu:
Adels|stand, der: Stand (5 c) des Adels (1 a). Fruchtblatt). adiuvare = helfen]: 1. (Militär) dem Komman-
A dels|ti|tel, der: dem Adel (1 a) zukommender Ad|hä|si|ons|kraft, die (Physik): an Berührungs- deur einer militärischen Einheit zur Unterstüt-
 Titel. flächen wirksam werdende molekulare Anzie- zung beigegebener Offizier. 2. (salopp) Helfer,
Ade|lung, die; -, -en: das Adeln (1); das Geadelt- hungskraft. Unterstützer, Gehilfe.
 werden. Ad|hä|si|ons|ver|schluss, der (Fachspr.): mit Ad|ju|tan|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Adjutant.
Aden: Hafenstadt in Jemen. 
einer Haftschicht versehener Verschluss an Ad|ju|tan ˙ |tur, die; -, -en (Militär): Dienststelle
 |nin, das; -s, -e [zu griech. adén = Drüse]
Ade Briefumschlägen o. Ä., der geöffnet u. wieder 
eines Adjutanten (1).
¯
(Biochemie): Bestandteil der Nukleinsäure. geschlossen werden kann. Ad|ju|vans [auch: ...ju...], das; -, ...anzien u.
Ade|ni|tis, die; -, ...itiden [zu griech. adén = ad|hä|siv 〈Adj.〉 (Fachspr.): auf Adhäsion (1) ˙ ...antia [lat. adiuvans, 1. Part. von: adiuvare,
¯ ¯
Drüse] (Med.): Drüsenentzündung. ¯
beruhend, anhaftend, [an]klebend. ↑ Adjutant] (Med.): Bestandteil eines Arzneimit-
Ade|nom, das; -s, -e (Med.): meist gutartige, im ad hoc [at h k, at hok] 〈in Verbindung mit tels, der selbst nicht therapeutisch wirksam ist,
Inneren  von Organen abgekapselte, vom Drü- bestimmten Verben〉 [lat., eigtl. = zu diesem] aber die Wirkung des Hauptbestandteils unter-
sengewebe ausgehende Geschwulst. (bildungsspr.): a) zu diesem Zweck, dafür: einen stützt.
ade|no|ma|tös 〈Adj.〉 (Med.): mit der Bildung von Ausdruck ad h. bilden; b) aus dem Augenblick ad l. = ad libitum.

Adenomen verbunden; adenomartig. heraus [entstanden]: sich ad h. ein Urteil über Ad|la|tus, der; -, ...ten [aus lat. ad latus = zur
Ade|no|sin, das; -s, -e (Biochemie): organische etw. bilden.  (scherzh., veraltet): meist jüngerer
Seite]
Verbindung¯ aus Adenin u. Ribose. Ad-hoc-Bil|dung, die: ad hoc gebildetes Wort. [Amts]gehilfe, untergeordneter Helfer: der Trai-
Ade|no|sin|tri|phos|phat, das (Biochemie): für Ad|hor|ta|tiv [auch: ...tif], der; -s, -e [spätlat. ner und sein A.
¯
den Zellstoffwechsel wichtigstes energiereiches ˙ adhortativus = mahnend, zu: adhortari = mah- Ad|ler, der; -s, -: 1. [mhd. adler, adelar(e), eigtl. =
Nukleotid (Abk.: ATP). nen] (Sprachwiss.): Imperativ, der zu gemeinsa-  Edelaar, zu mhd. ar (↑ Aar), das auch die
Ad|ept, der; -en, -en [lat. adeptus, subst. 2. Part. mer Tat auffordert (z. B. hoffen wir es!). »unedlen« Jagdvögel wie Bussard u. Sperber
˙
Adlerauge – Adriatisches Meer 112
bezeichnete] großer Greifvogel mit kräftigem stelle u. Verwaltungsbehörde einer Kriegsma- tet ist, für den etw. bestimmt ist; Empfänger
A Hakenschnabel, befiederten Läufen u. starken rine. [einer Postsendung]: der A. ist nicht zu ermit-
Krallen: * den A. machen (salopp: 1. hinfallen. Ad|mi|ra|li|täts|in|seln 〈Pl.〉: zum Bismarckar- teln; seine Kritik galt einem ganz anderen -en.
2. rasch verschwinden. 3. entzwei gehen, nicht chipel gehörende  Inselgruppe. Ad|res|sa|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Adressat.
mehr funktionieren). 2. stilisierter Adler (als Ad|mi|ral|stab, der (Militär): oberster Führungs- 
Ad|ress|buch, das: 1. alphabetisches Verzeichnis
Wappentier): der preußische A. 3. 〈o. Pl.〉 Stern-  Kriegsmarine.
stab einer der˙ geschäftlichen oder privaten Kontakte einer
bild beiderseits des Himmelsäquators. Ad|nex, der; -es, -e [lat. adnexum, Nebenf. von: Person: ein elektronisches A.; sein A. öffnen; sie
Ad|ler|au|ge, das: scharfes, durchdringend bli- ˙
annexum, ↑ Annex]: 1. (bildungsspr. veraltet) hat in ihrem A. geblättert. 2. alphabetisches
 ckendes Auge (eines Menschen). Anhang. 2. (Med.) Fortsatz bes. der Gebärmut- Verzeichnis der Adressen der Einwohner, Fir-
Ad|ler|blick, der: scharfer, durchdringender Blick ter (Eierstock, Eileiter) od. eines anderen men, Behörden u. Ä. einer Stadt od. eines größe-
 (eines Menschen). Organs. ren Gebiets: das A. der Stadt Nürnberg.
Ad|ler|horst, der: Horst (1) eines Adlers. ad|no|mi|nal 〈Adj.〉 [zu ↑ ad u. ↑ Nomen] (Sprach- Ad|res|se, die; -, -n [frz. adresse, eigtl. = Rich-
A d|ler|na|se, die: große, gebogene Nase (eines wiss.): zum Nomen (Substantiv) hinzutretend u. tung,˙ zu: adresser, ↑ adressieren]: 1. a) Angabe
 Menschen). von ihm abhängig: -es Attribut. von jmds. Namen u. Wohnung, Anschrift (Abk.:
ad lib. = ad libitum. ado|les|zent 〈Adj.〉 [lat. adolescens, adj. 1. Part. Adr.): die A. ist, lautet ...; [jmdm.] seine A. hin-
ad li|bi|tum [aus ↑ ad u. spätlat. libitus = ˙
von: adolescere = heranwachsen] (bildungsspr., terlassen; jmds. A. notieren, ausfindig machen;
¯
Wunsch]: a) (bildungsspr.) nach Belieben: Fachspr.): heranwachsend, in jugendlichem  das Vorortviertel ist eine teure A. (das Woh-
einige Beispiele ad l. herausgreifen; b) (Musik) Alter stehend. nen ist dort sehr kostspielig); eine Warnung an
Vortragsbezeichnung, mit der das Tempo eines Ado|les|zent, der; -en, -en [lat. adolescens (Gen.: die A. der Aggressoren; das Unternehmen
Stücks dem Interpreten freigestellt wird (Abk.: ˙
adolescentis)] (Med.): Heranwachsender, gehört zu den ersten -n (den führenden Firmen)
ad l., ad lib., a. l.). Jugendlicher. auf diesem Sektor; * sich an die richtige A.
ad|lig, (geh.:) adelig 〈Adj.〉 [mhd. adellich, ahd. Ado|les|zen|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Adoles- wenden (ugs.; sich an die zuständige Stelle wen-
 adallı̄h]: 1. a) den Adel (1, 2) betreffend, ihm zent. ˙ den); bei jmdm. an die falsche/verkehrte/un-
gemäß: von -er Herkunft sein; b) dem Adel (1) Ado|les|zenz, die; - [lat. adolescentia] (Med.): rechte A. kommen, geraten (ugs.; an den Fal-
angehörend: eine -e Dame. 2. (geh.) von inne- Endphase ˙ des Jugendalters. schen kommen, scharf abgewiesen werden); bei
rem Adel (4) zeugend: eine -e Gesinnung. Ado|nai [hebr. ădônay = mein Herr] (alttest.): jmdm. an der falschen/verkehrten A. sein
3. (geh.) vornehm, edel, hoheitsvoll: eine -e Hal- 
Name Gottes. ˙ (ugs.; sich an den Falschen gewendet haben);
1
tung. Ado|nis (griech. Mythol.): schöner, von Aphrodite b) Kurzf. von ↑ Internetadresse; c) Kurzf. von
Ad|li|ge, die/eine Adlige; der/einer Adligen, die 
geliebter Jüngling. ↑ E-Mail-Adresse. 2. [engl. address, zu frz. adres-
 Adligen/zwei Adlige, (geh.:) Adelige, die/eine 2
Ado|nis, der; -, -se (bildungsspr.): schöner junger ser, ↑ adressieren] (bildungsspr.) a) schriftlich
Adelige; der/einer Adeligen, die Adeligen/zwei 
Mann: er ist ein A.; ihr Freund war nicht gerade formulierte [politische] Meinungsäußerung,
Adelige: Angehörige des Adelsstandes, des ein A. Willenskundgebung, die von einzelnen Personen
3
Adels (1 a). Ado|nis, die; -, - (Bot.): Adonisröschen. od. Gruppen an das Staatsoberhaupt od. die
Ad|li|ger, der Adlige/ein Adliger; des/eines Adli- Ado |nis|rös|chen, das [1 Adonis wurde von Regierung gerichtet wird: die Regierung lehnte
 gen, die Adligen/zwei Adlige, (geh.:) Adeliger, 
Aphrodite nach seinem Tod in eine Blume ver- es ab, diese A. entgegenzunehmen; b) offizielles
der Adelige/ein Adeliger; des/eines Adeligen, wandelt] (Bot.): (zu den Hahnenfußgewächsen Gruß-, Dank- od. Huldigungsschreiben [an eine
die Adeligen/zwei Adelige: Angehöriger des gehörende) Pflanze mit gefiederten Blättern u. höhere Stelle]: eine A. an den Parteitag richten.
Adelsstandes, des Adels (1 a). gelben od. roten Blüten. 3. (EDV) Nummer einer bestimmten Speicher-
Ad|mi|nis|t|ra|ti|on, die; -, -en [lat. administra- ad|op|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. adoptare, eigtl. = zelle im Speicher einer Rechenanlage.

tio, eigtl. = Dienstleistung, zu: administrare, hinzuerwählen, aus: ad = (hin)zu u. optare, Ad|res|sen|bü|ro, das: Betrieb, der Adressen (1)
↑ administrieren]: 1. a) Verwaltung (1); b) ver- ↑ optieren]: 1. als eigenes Kind annehmen: ein von˙ Personen od. Firmen ermittelt, zusammen-
waltende Behörde; Verwaltung (2 a): die neue A. Kind a. 2. übernehmen, sich zu eigen machen: stellt u. an Interessenten verkauft.
in Washington (Politik; der Regierungs- u. Ver- jmds. Namen a.; die amerikanische Lebens- Ad|res|sen|händ|ler, der: Person od. Firma, die
waltungsapparat des Präsidenten der USA). form a. ˙
Adressen (1) anderer Personen od. Firmen
2. (DDR abwertend) bürokratisches Anordnen, Ad|op|ti|on, die; -, -en [lat. adoptio]: das Adop- ermittelt, zusammenstellt u. an Interessenten
Verfügen. 3. (Militär) Regelung militärischer tieren (1),  Adoptiertwerden. verkauft.
Angelegenheiten außerhalb von Strategie u. Ad|op|tiv|el|tern 〈Pl.〉: Eltern eines Adoptivkin- Ad|res|sen|händ|le|rin, die: w. Form zu ↑ Adres-
Taktik. des. ¯ ˙
senhändler.
ad|mi|nis|t|ra|tiv 〈Adj.〉: 1. a) zur Verwaltung Ad|op|tiv|kind, das: adoptiertes Kind. Ad|res|sen|lis|te, die: vgl. Adressverzeichnis.
¯
gehörend: -e Aufgaben; etw. verursacht einen Ad|op|ti¯v|mut|ter, die: Mutter eines Adoptivkin- Ad|re˙ s|sen|samm|lung, die: vgl. Adressverzeich-
hohen -en Aufwand; b) behördlich. 2. (DDR des. ¯ nis.˙
abwertend) bürokratisch, von oben her Ad|op|tiv|sohn, der: adoptierter männlicher Ad|res|sen|ver|zeich|nis, das: ↑ Adressverzeich-
[bestimmt]. ¯
Nachkomme. nis.˙
Ad|mi|nis|t|ra|tor, der; -s, ...oren [lat. adminis- Ad|op|tiv|toch|ter, die: adoptierter weiblicher ad|res|sie|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. adresser, über das

trator]: 1. a) Verwalter, Verwaltungsangestellter: ¯
Nachkomme. Vlat. zu lat. directum, 2. Part. von: dirigere,
ein geschickter A.; b) (kath. Kirche) Pfarrverwe- Ad|op|tiv|va|ter, der: Vater eines Adoptivkindes. ↑ dirigieren]: 1. mit einer Adresse (1) versehen:
ser: er ist A. der Benediktinerabtei; c) selbststän- ad|o|ra|¯bel 〈Adj.; ...abler, -ste〉 [lat. adorabilis] einen Brief falsch a. 2. an jmds. Adresse (1) rich-
diger Verwalter eines größeren Landwirt- 
(bildungsspr. veraltet): anbetungswürdig: ado- ten: der Brief, die Rechnung ist an dich adres-
schaftsbetriebs bes. in Norddeutschland. rable Heilige. siert;  seine Worte waren an mich adressiert
2. (EDV) Betreuer eines Rechnersystems bzw. Ad|o|ra|ti|on, die; -, -en: a) [lat. adoratio] (bil- ( für mich bestimmt). 3. (Ballspiele) (mit einer
eines Netzwerks (z. B. eines Intranets) mit dungsspr.) Anbetung, Verehrung; b) (kath. Kir- Flanke, einem Pass) einen Mitspieler anspielen:
besonderen Zugriffsrechten. che) dem neu gewählten Papst erwiesene Huldi- der Spieler adressiert seine Pässe haargenau.
Ad|mi|nis|t|ra|to|rin, die; -, -nen: w. Form zu gung der Kardinäle (durch Kniefall u. Fußkuss). 4. (veraltet) sich an jmdn. wenden; gezielt
↑ Administrator. ad|o|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. adorare, eigtl. = ansprechen.
ad|mi|nis|t|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. administrare, jmdn. anreden, zu: orare, ↑ Orakel] (bildungs- Ad|res|sier|ma|schi|ne, die: halb- od. vollauto-
zu: ministrare, ↑ Ministrant]: 1. verwalten. spr.): verehren, anbeten. matische Maschine, die regelmäßig gebrauchte
2. (DDR abwertend) bürokratisch anordnen, Adr. = Adresse. Adressen (1 a) aufdruckt.
verfügen. ad|re|nal 〈Adj.〉 (Med.): die Nebennieren betref- Ad|res|sie|rung, die; -, -en: das Adressieren.
ad|mi|ra|bel 〈Adj.; ...abler, -ste〉 [lat. admirabilis] fend.  Ad|ress|raum, der (bes. EDV): Segment, Teil[be-
 bewundernswert.
(veraltet): Ad|re|na|lin, das; -s [zu lat. ad = (hin)zu, bei u. ˙ -stück] einer Adresse (1, 3).
reich,
Ad|mi|ral, der; -s, -e, auch ...räle: 1. [frz. amiral ren = Niere] ¯ (Med.): Hormon des Nebennieren- Ad|ress|ver|zeich|nis, das: Verzeichnis von

(afrz. admiral) < arab. amr (ar-rahl) = Befehls- marks. ˙
Adressen (1 a).
haber (des Transports), ↑ Emir] (Militär)˙ Ad|re|na|lin|kick, der (ugs.): Adrenalinstoß. ad|rett 〈Adj.〉 [älter: adroitt < frz. adroit =
a) 〈o. Pl.〉 [höchster] Dienstgrad der höchsten Ad|re|na|li¯n|spie|gel, der (Med.): Grad des Vor- ˙
geschickt, über das Vlat. zu lat. dirigere (2. Part.:
Rangordnung der Offiziere (bei der Marine); handenseins ¯ von Adrenalin im Blut. directum), ↑ dirigieren]: sauber u. ordentlich in
b) Offizier dieses Dienstgrades. 2. 〈Pl. nur: -e〉 Ad|re|na|lin|stoß, der (Med.): verstärkte Aus- der äußeren Erscheinung u. deshalb einen
(Zool.) schwarzbrauner Tag falter mit weißen ¯
schüttung von Adrenalin bei Stress o. Ä., die zu gefälligen, angenehmen, netten Eindruck
Flecken u. orangeroter Bänderung. 3. 〈o. Pl.〉 erhöhtem Blutdruck u. gesteigerter Herztätig- machend: ein -er junger Mann; sie ist immer a.
(Kochkunst) warmes Getränk aus Rotwein, keit führt. [gekleidet].
Eiern, Zucker u. Gewürzen. Ad|res|sant, der; -en, -en (veraltet): Absender Ad|ria, die; -: Adriatisches Meer.
Ad|mi|ra|lin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Admi- ˙
[einer Postsendung].  |ri|a|ti|sches Meer, das Adriatische Meer; des
Ad

ral (1 b). Ad|res|san|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Adres- 
Adriatischen Meer[e]s: Teil des Mittelländi-
Ad|mi|ra|li|tät, die; -, -en (Militär): a) Gesamt- sant. ˙ schen Meeres zwischen Balkan- u. Apenninen-

heit der Admirale (1 b); b) oberste Kommando- Ad|res|sat, der; -en, -en: jmd., an den etw. gerich- halbinsel.

113 adrig – Affe
ad|rig, äd|rig 〈Adj.〉: ↑ aderig, äderig. [aus Tannengrün] mit vier Kerzen für die vier einem dafür vorgesehenen Gerät) eine Rasen-

ADS 
[ade|s], das; - (Med., Psychol.): Aufmerk- Adventssonntage. fläche mit Löchern versehen, um den Boden zu A
samkeitsdefizit-Syndrom. Ad|vents|lied, das: [Kirchen]lied, das in der lockern.
Ad|sor|bens, das; -, ...nzien u. ...ntia (Physik, ˙
Adventszeit gesungen wird.
˙
Chemie): Mittel, das eine Adsorption bewirkt. Ad|vent|sonn|tag (österr.): ↑ Adventssonntag. ae|ro-, Ae|ro-, (vor Vokalen meist:) aer-, Aer-
ad|sor|bie|ren 〈sw. V.; hat〉 [zu lat. ad = (hin)zu u. Ad|ve˙ nts|sams|tag, der: Samstag vor einem [zu griech. aér = Luft]: Best. in Zus. mit der
sorbere = schlürfen] (Physik, Chemie): Gase, ˙
Adventssonntag. Bed. Luft (z. B. Aeronautik).
Dämpfe od. gelöste Stoffe an der Oberfläche fes- Ad|vents|sin|gen, das; -s, - 〈Pl. selten〉: Veran-
ter, bes. poröser Körper anlagern, binden. ˙
staltung in der Adventszeit, in der meist ein ae|rob [aerop, auch: ...] 〈Adj.〉 [zu ↑ Aerobier]
Ad|sorp|ti|on, die; -, -en (Physik, Chemie): das Chor Adventslieder darbietet. (Biol.): Luftsauerstoff benötigend, auf Sauer-
Adsorbieren,  Adsorbiertwerden. Ad|vents|sonn|tag, der: einer der vier Sonntage stoff aus der Luft angewiesen.
Ad|sorp|ti|ons|koh|le, die (Chemie, Med.): Aktiv- der ˙Adventszeit. Ae|ro|bic [robk, r bk], das; -s, auch: die; -
kohle.  Ad|vents|zeit, (österr.:) Ad|vent|zeit, die: 〈meist o. Art.〉, (seltener:) Ae|ro|bics, das; -
ad|sorp|tiv 〈Adj.〉 (Physik, Chemie): zur Adsorp- ˙
Advent (a). ˙ 〈meist o. Art.〉 [engl.-amerik. aerobics, zu: aero-
¯
tion fähig, nach Art einer Adsorption. Ad|verb, das; -s, -ien [lat. adverbium, eigtl. = das bic = unter Einfluss von Sauerstoff stattfin-
Ad|sorp|tiv, das; -s, -e (Physik, Chemie): adsor- ˙
zum Verb Gehörende, zu ↑ ad u. lat. verbum, dend]: Fitnesstraining, bei dem durch tänzeri-
bierter Stoff.¯ ↑ Verb] (Sprachwiss.): [unflektierbares] Wort, sche u. gymnastische bungen der Umsatz von
Ad|strin|gens [...ns], das; -, ...genzien u. ...gen- das ein im Satz genanntes Verb, ein Substantiv, Sauerstoff im Körper verstärkt werden soll.
tia [lat.˙ a(d)stringens, 1. Part. von:˙ a(d)stringere,
˙ ein Adjektiv od. ein anderes Adverb seinem Ae|ro|bi|er [aero...], der; -s, - [zu griech. aér =
↑ adstringieren] (Med.): auf Schleimhäute od. Umstand nach näher bestimmt; Umstandswort. Luft u. bı́os = Leben] (Biol.): Organismus, der
Wunden zusammenziehend wirkendes (entzün- ad|ver|bal 〈Adj.〉 (Sprachwiss.): 1. zum Verb hin- nur mit Luftsauerstoff leben kann.
dungshemmendes, blutstillendes) Mittel. zutretend, zu ihm gehörend: -er Kasus. Ae|ro|bi|ont [aero...], der; -en, -en [zu griech.
Ad|strin|gent, das; -s, -s (Fachspr.): Gesichtswas- 2. ↑ adverbial. ˙ bioũntos), 1. Part. von: bioũn =
biõn (Gen.:
ser, das ein ˙ Zusammenziehen der Poren ad|ver|bi|al 〈Adj.〉 [spätlat. adverbialis] (Sprach- leben] (Biol.): Aerobier.
bewirkt. wiss.): zum  Adverb gehörend, als Adverb Ae|ro|club: ↑ Aeroklub.
ad|strin|gie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. a(d)stringere = gebraucht: -e Bestimmung; ein Wort a. gebrau- Ae |ro|dy|na|mik [aero...], die; - (Physik): 1. Wis-
zusammenziehen] (Med.): als Adstringens wir- chen. senschaft von den strömenden Gasen, bes. von
ken, zusammenziehen: ein adstringierender Ad|ver|bi|al, das; -s, -e (Sprachwiss.): Adverbial- der strömenden Luft. 2. Verhalten, Eigenschaf-
Stoff. bestimmung.  ten in Bezug auf den Luftwiderstand: die A.
Adu|lar, der; -s, -e [ital. adularia, nach dem Ad|ver|bi|al|be|stim|mung, die (Sprachwiss.): einer Karosserie verbessern.

Gebirgsmassiv Adula in den Alpen] (Mineral.): Ergänzung  od. freie Angabe, die einen im Satz ae|ro|dy|na|misch 〈Adj.〉 (Physik, Technik): a) zur
(zu den Feldspaten gehörender) farbloser od. genannten Umstand bezeichnet; Umstandsbe- Aerodynamik  gehörend; b) den Gesetzen der
weißlicher bis bläulicher Schmuckstein mit iri- stimmung. Aerodynamik unterliegend, sie berücksichti-
sierendem Glanz. Ad|ver|bi|a|le, das; -s, ...lien (Sprachwiss.): gend: eine a. geformte Karosserie.
adult 〈Adj.〉 [zu lat. adultum, 2. Part. von: adules- 
Adverbialbestimmung. Ae|ro|flot, die; -: russische Luftfahrtgesellschaft.
˙ (adolescere), ↑ adoleszent] (Med.): 2 erwach-
cere Ad|ver|bi|al|satz, der (Sprachwiss.): Gliedsatz, Ae|ro|klub,˙ Aeroclub, der; -s, -s: Verein für Flug-
sen (2); geschlechtsreif. 
der den Umstand angibt, unter dem das 
sport.
A-Dur [auch: adu], das (Musik): auf dem Geschehen im Hauptsatz verläuft; Umstands- Ae|ro|me|ter [aero...], das; -s, - (Physik): Gerät
 Grundton A beruhende  Durtonart (Zeichen: A). satz. 
zum Messen von Dichte u. Gewicht der Luft.
A-Dur-Ton|lei|ter, die: auf dem Grundton A ad|ver|bi|ell 〈Adj.〉 (seltener): adverbial. Ae|ro|nau|tik, die; -: 1. (veraltet, noch bildungs-
beruhende Durtonleiter. Ad|ver|ti|sing˙ [ædv taiz], das; -s, -s [engl. spr.) Luftfahrt (1 a). 2. Luftfahrt (2).
Ad|van|tage [ dvntd], der; -s, -s [engl. advan- advertising, zu: advertise  = ankündigen, zu frz. Ae|ro|no|mie, die; - [griech. nómos = Gesetz]
tage < frz. avantage, zu: avant = vor < spätlat. avertir = benachrichtigen < lat. advertere = (Physik, Meteorol.): Wissenschaftsgebiet, das
abante] (Tennis): engl. Bez. für: Vorteil (2). aufmerksam machen] (bes. Fachspr.): Wer- sich mit der Erforschung der obersten Erdatmo-
Ad|vent, der; -[e]s, -e 〈Pl. selten〉 [mhd. advent(e) bung (1 a). sphäre befasst.
˙ adventus = Ankunft, zu: advenire =
< lat. Ad|vo|ca|tus Dei, der; - -, ...ti - [lat. = Anwalt Ae|ro|pau|se, die; - [zu griech. paũsis = Ende]
ankommen; sich ereignen] (christl. Rel.): a) vier- Gottes, zu: advocatus
 (↑ Advokat) u. deus = (Physik, Meteorol.): bergangszone zwischen
wöchige Zeit vor dem Weihnachtsfest (mit vier Gott]: Geistlicher, der im katholischen kirchli- der Erdatmosphäre u. dem Weltraum.
Sonntagen): im, vor, nach A.; b) 〈mit vorange- chen Prozess für eine Heilig- od. Seligsprechung Ae|ro|sa|lon, der; -s, -s: Luftfahrtausstellung.
stellter Ordinalzahl〉 Sonntag in der Adventszeit, eintritt. Ae |ro|sol [aero...], das; -s, -e [zu lat. solutio =
Adventssonntag: erster, zweiter, dritter, Ad|vo|ca|tus Di|a|bo|li, der; - -, ...ti - [lat. =  a) (Physik) feinste Verteilung schwe-
Lösung]:
vierter A. Anwalt des Teufels, zu kirchenlat. diabolus, bender fester od. f lüssiger Stoffe in Gasen, bes.
Ad|vent|ge|mein|de, die: adventistische Kir- ↑ Diabolos]: a) Geistlicher, der im katholischen in der Luft (z. B. Rauch, Nebel); b) (Med.) zur
˙
chengemeinde. kirchlichen Prozess Gründe gegen eine Heilig- Einatmung bestimmtes, nebelförmig verteiltes
Ad|ven|tis|mus, der; - [engl. adventism] (Rel.): oder Seligsprechung vorbringt; b) (bildungsspr.) Medikament.
˙
Glaubenslehre der Adventisten. jmd., der um der Sache willen mit seinen Argu- Ae|ro|ta|xi: ↑ Aerotaxe.
Ad|ven|tist, der; -en, -en [engl. adventist] (Rel.): menten die Gegenseite vertritt, ohne selbst zur AF = Air France.
Angehöriger ˙ einer der Glaubensgemeinschaf- Gegenseite zu gehören, od. jmd., der bewusst Af|fai|re [afr ]: ältere Schreibung für ↑ Affäre.
ten, die an die baldige Wiederkehr Christi glau- Gegenargumente in eine Diskussion einbringt, Af|fä|re, die; -, -n [frz. affaire, Zusammenrückung
ben. um sie zu beleben: den A. D. spielen. aus (avoir) à faire »zu tun haben«]: a) unange-
Ad|ven|tis|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Adven- Ad|vo|kat, der; -en, -en [lat. advocatus, eigtl. = nehme Angelegenheit; peinlicher, skandalöser
tist. ˙ 
der Herbeigerufene, zu: advocare = herbeiru- [Vor-, Zwischen]fall: die A. um die Vorsitzende;
ad|ven|tis|tisch 〈Adj.〉 (Rel.): den Adventismus fen] (bildungsspr.): [Rechts]anwalt: Richter und eine A. lückenlos aufklären; in dunkle, peinliche
betreffend. ˙ -en;  die -en (Fürsprecher) der sozialen Markt- -n verwickelt, verstrickt sein; jmdn. in eine A.
Ad|ven|tiv|pflan|ze, die (Bot.): Pflanze eines wirtschaft. mit hineinziehen; * sich [mit etw.] aus der A.
Gebietes, ¯ die dort ursprünglich nicht heimisch Ad|vo|ka|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Advokat. ziehen (ugs.; sich geschickt u. ohne Schaden
war. Ad|vo|ka |tur, die; -, -en: a) 〈o. Pl.〉 (Fachspr., sonst [mit etw.] aus einer unangenehmen Situation
Ad|vent|ka|len|der (österr.): ↑ Adventskalender. veraltend) Amt des [Rechts]anwalts, herauswinden); b) Liebschaft, Verhältnis: sie
Ad|ve˙ nt|kranz (österr.): ↑ Adventskranz. [Rechts]anwaltschaft; b) (schweiz., sonst veral- hatte eine kurze A. mit ihrem Chef; c) [frz.
ad|ve˙ nt|lich 〈Adj.〉: zum Advent gehörend: -e tend) Anwaltsbüro: sie arbeitet in einer A. affaire, zusger. aus: (avoir) à faire = zu tun
˙
Bräuche, Musik. Ad|vo|ka|tur|bü|ro, das (schweiz.): Anwaltsbüro. (haben)] (ugs.) Sache, Angelegenheit: das ist
Ad|vent|lied, das (österr.): ↑ Adventslied. Ad|ware [ædw ], die; -, -s 〈Pl. selten〉 [aus engl. eine A. von höchstens zwei Stunden, von tau-
˙
Ad|vent|sams|tag, der (österr.): ↑ Adventssams- advertisement =  Anzeige, Werbung u. ↑ Soft- send Euro.
tag.˙ ware] (EDV): Sammelbez. für Programme, die Äff|chen, das; -s, -: Vkl. zu ↑ Affe (1, 2 b).
Ad|vent|sin|gen (österr.): ↑ Adventssingen. in Computersysteme eindringen u. uner- A˙ f|fe, der; -n, -n: 1. [mhd. affe, ahd. affo; H. u.] (zu
Ad|ve˙ nts|ka|len|der, der: [ für Kinder bestimm- wünschte Werbung einblenden: A. stellt zuneh- ˙ einer Unterordnung der Primaten gehörendes)
ter]˙Kalender mit Bildern o. Ä. hinter 24 mend eine Bedrohung dar. Säugetier mit zum Greifen geeigneten Händen
geschlossenen Fensterchen, von denen zwischen AE = astronomische Einheit. u. gelegentlich mit aufrechter Körperhaltung,
dem 1. und 24. Dezember täglich eines geöffnet ÅE = Ångström[einheit]. das vorwiegend in den Tropen u. meist auf Bäu-
wird. men lebt: die -n im Zoo anschauen, füttern; der
Ad|vents|ker|ze, die: zur Feier des Advents ent- aer-, Aer-: ↑ aero-, Aero-. Mensch stammt vom -n ab; sich benehmen wie
˙
zündete Kerze [auf dem Adventskranz]. ein wild gewordener A.; R [ich denke,] mich
Ad|vents|kranz, der: von der Decke herabhän- ae|ri|fi|zie|ren [aeri...] 〈sw. V.; hat〉 [zu lat. aer laust der A.! (salopp; das überrascht mich sehr;
˙
gender od. auf einem Tisch stehender Kranz (↑ 1 Air) u. facere = machen] (Gartenbau): (mit nach den von Gauklern mitgeführten Affen, die
Affekt – Afrikanerin 114
sich an einzelne Zuschauer heranmachten u. Af|fen|lie|be, die (ugs.): übertriebene, blinde Af|fi|ni|tät, die; -, -en [lat. affinitas, zu ↑ affin]:
A unter allgemeinem Spott bei ihnen scheinbar ˙ Liebe: mit wahrer A. an jmdm. hängen. 
1. Wesensverwandtschaft, Ähnlichkeit u.
nach Läusen suchten); * dasitzen wie ein A. auf Af|fen|mensch, der (Paläontol.): den bergang dadurch bedingte Anziehung: zu jmdm., etw.
dem Schleifstein (ugs. scherzh.; krumm sitzen, ˙ zum Urmenschen bildender affenähnlicher Vor- eine A. haben, fühlen. 2. a) (Chemie) Neigung
eine unglückliche Figur machen; wohl bezogen mensch. von Atomen od. Atomgruppen, sich miteinan-
auf den früher von wandernden Scherenschlei- Af|fen|pin|scher, der [nach der affenähnlichen der zu vereinigen bzw. sich umzusetzen;
fern oftmals mitgeführten Affen); seinem -n ˙ Form u. Behaarung des Kopfes]: Zwerghund mit b) (Geom.) affine (2) Abbildung.
Zucker geben (ugs.; immer wieder über sein struppigem Fell u. kugeligem Kopf. Af|fir|ma|ti|on, die; -, -en [lat. affirmatio] (bes.
Lieblingsthema sprechen; seiner Marotte, Af|fen|schan|de: in der Wendung eine A. sein 
Logik): Bejahung, Versicherung.
Schwäche nachgeben); wie vom wilden -n ˙ (ugs. emotional
˙ verstärkend; unerhört, empö- af|fir|ma|tiv 〈Adj.〉 [lat. affirmativus] (bes.
gebissen (salopp; ganz von Sinnen, verrückt). rend, unglaublich sein). ¯
Logik): bejahend, bestätigend: eine -e Antwort;
2. (derb) a) dummer Kerl (oft als Schimpfwort): Af|fen|schau|kel, die: 1. (Soldatenspr. scherzh.) ein -es Urteil (Logik; Urteil, das einem Subjekt
dieser blöde A. soll mich in Ruhe lassen; b) eit- ˙ Fangschnur (b), Schulterschnur. 2. 〈meist Pl.〉 ein Prädikat zuspricht); ein -er Aussagesatz.
ler, gezierter Mensch; Geck: ein geleckter A. (ugs.) zu beiden Seiten des Kopfes in Form einer äf|fisch 〈Adj.〉: nach der Art eines Affen, affen-
3. [H. u.] (salopp) Rausch: einen -n haben; Schlinge herabhängender Zopf: das Mädchen ˙ ähnlich: ein -es Wesen.
* einen -n [sitzen] haben (betrunken sein). trägt -n. Af|fix [auch: ...fks], das; -es, -e [zu lat. affixus =
4. [nach dem Affen, der früher auf der Schulter Af|fen|tem|po, das (ugs.): große Geschwindig- ˙ angeheftet, adj. 2. Part. von: affigere = anhef-
des Gauklers saß] (ugs. veraltend) Tornister. ˙ keit, große
˙ Eile: mit einem A. fahren. ten] (Sprachwiss.): Bildungselement, das zur
Af|fekt, der; -[e]s, -e: a) [lat. affectus, zu: afficereAf|fen|the|a|ter, das (ugs. abwertend): im Wurzel od. zum Stamm eines Wortes hinzutritt
(2. ˙Part.: affectum) = in eine Stimmung verset- ˙ Zusammenhang mit einer bestimmten Angele- (Präfix, Suffix).
zen] heftige Erregung, Gemütsbewegung; genheit stehendes, als unsinnig, lästig od. über- Af|fi|xo|id, das; -s, -e [zu griech. -oeidés = ähn-
Zustand außergewöhnlicher psychischer Ange- trieben empfundenes Tun: dieses A. mache ich ¯
lich] (Sprachwiss.): affixähnlicher Bestandteil
spanntheit: im A. handeln; b) 〈Pl.〉 (bildungs- nicht mehr länger mit. eines Wortes.
spr.) Leidenschaften: jmds. -e aufrühren. Af|fen|zahn, der 〈o. Pl.〉 (salopp): sehr hohe af|fi|zie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. afficere, ↑ Affekt]:
Af|fekt|aus|bruch, der: das Hervorbrechen eines 
˙ Geschwindigkeit: der Wagen hatte einen A. 1. (bildungsspr.) bewegen, reizen; auf jmdn.
˙
Affektes (a). drauf, raste mit einem A. vorbei. Eindruck machen, sich übertragen. 2. (Med.)
Af|fekt|hand|lung, die: im Affekt (a) begangene Af|fen|zeck, der (ugs. abwertend): Affentheater. angreifen, krankhaft verändern.
˙
strafbare Handlung. ˙ |fe|rent 〈Adj.〉 [lat. afferens (Gen.: afferentis),
af Af|fri|ka|ta, Af|fri|ka|te, die; -, ...ten [zu lat.
af|fek|tiert 〈Adj.〉 [zu veraltet affektieren = sich ˙ von: afferre = hinbringen] (Physiol.,
1. Part. affricare = anreiben,  zu: fricare (2. Part.:
zieren, verstellen] (bildungsspr.): gekünstelt, Med.): zu einem Organ hinführend. fric[a]tum) = reiben] (Sprachwiss.): Verschluss-
geziert: ein -es Benehmen. Af|fe|renz, die; -, -en (Physiol., Med.): Impuls, der laut mit folgendem Reibelaut (z. B. pf, z [= ts]).
Af|fek|tiert|heit, die; -, -en (bildungsspr.): über die˙ afferenten Nervenfasern vom periphe- 
Af|front [afrõ, auch: afr nt], der; -s, -s [afrõs]
1. 〈o. Pl.〉 affektiertes Benehmen, Wesen. 2. ein- ren (2) zum Zentralnervensystem geführt wird. u. (schweiz.:) -e [afr nt ] [frz. affront, zu:
zelne affektierte Handlung, Äußerung. af|fet|tu|o|so 〈Adv.〉 [ital. affettuoso < spätlat. affronter = beleidigen, vor den Kopf stoßen, zu:
Af|fek|ti|on, die; -, -en [aus lat. affectio »Einwir- 
affectuosus, zu lat. affectus, ↑ Affekt] (Musik): front, ↑ Front] (bildungsspr.): Schmähung,

kung, Beeinflussung; Neigung«]: 1. (Med.) leidenschaftlich, bewegt. herausfordernde Beleidigung, Kränkung: ein
Befall eines Organs mit Krankheitserregern. Af|fi|che [af , auch: afi ], die; -, -n [frz. affi- gezielter A. gegen ihn, gegen sein Land, gegen-
2. [frz. affection < lat. affectio] [Bezeigung von] che, zu: afficher, ↑ affichieren] (Werbespr. u. über seiner Person, seinem Land; etw. als einen
Wohlwollen, Neigung, Gunst; Liebhaberei. schweiz., österr., sonst veraltet): Anschlag, Pla- A. betrachten, empfinden.
af|fek|tiv 〈Adj.〉 [spätlat. affectivus] (Psychol.): kat. Af|ghan, der; -[s], -s: überwiegend aus dem nörd-
¯
gefühlsbetont, durch Affekte gekennzeichnet. af|fi|chie|ren [afir n] 〈sw. V.; hat〉 [frz. afficher, lichen Afghanistan kommender handgeknüpf-
Af|fek|ti|vi|tät, die; -, -en (Psychol.): 1. 〈Pl. sel- zu: ficher, ↑ 1 Fiche] (österr., schweiz., sonst ver- ter, meist dunkelroter Wollteppich mit geometri-

ten〉 das Affektivsein; Neigung, emotional bis altet): (Plakate) ankleben, befestigen. scher Musterung.
affektiv auf Umweltreize zu reagieren. 2. Grund- af|fig 〈Adj.〉 [zu ↑ Affe] (ugs. abwertend): übermä- Af|gha|ne, der; -n, -n: 1. Ew. zu ↑ Afghanistan.
stimmung. ˙ ßig auf sein Äußeres bedacht; eitel u. geziert  Afghanistan stammender) Windhund
2. (aus
wirkend: ein -es Benehmen. mit langem, seidigem Fell unterschiedlicher
af|fen-, Af|fen- (ugs. emotional verstärkend): Af|fig|keit, die; -, -en (ugs. abwertend): a) 〈o. Pl.〉 Färbung u. langem, meist in einem Ringel
˙ in Bildungen mit Adjektiven eine
˙ 1. drückt ˙ affiges Wesen, affige Art; b) affige Handlung endendem Schwanz.
Verstärkung aus; sehr: affenschnell, affen- o. Ä.: lass diese -en! Af|gha|ni, der; -[s], -[s]: Währungseinheit in
stark. 2. drückt in Bildungen mit Substan- Af|fi|li|a|ti|on, die; -, -en [mlat. affiliatio = Adop- 
Afghanistan (1 Afghani = 100 Pul; Währungs-
tiven einen besonders hohen Grad von 
tion, zu kirchenlat. filiatio = die Sohnwerdung, code: AFN).
etw. aus: Affengeduld, -geschwindigkeit, zu lat. filius = Sohn]: 1. (bildungsspr.) (religiöse, Af|gha|nin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Afghane (1).
-kälte. soziale) Bindung; Zugehörigkeit. 2. (bildungs- af|gha |nisch 〈Adj.〉: Afghanistan, die Afghanen
spr.) Annäherung. 3. (Wirtsch.) Kauf, Gründung 
betreffend.
äf|fen 〈sw. V.; hat〉 [mhd. effen, zu ↑ Affe]: 1. (geh.) einer Tochtergesellschaft. 4. (Sprachwiss.) Ver- Af|gha|ni|s|tan; -s: Staat in Vorderasien.
˙ irreführen, täuschen: man hat uns geäfft. 2. (sel- wandtschaftsverhältnis von Sprachen, die sich Af|la|to |xin, das; -s, -e [Kurzwort aus Aspergillus
ten) nachahmen. aus einer gemeinsamen Grundsprache entwi- flavus (=¯ ein auf Lebensmitteln wachsender
af|fen|ähn|lich 〈Adj.〉: einem Affen, den Affen ckelt haben. 5. (Freimaurerei) Wechsel der Schimmelpilz) und ↑ Toxin] (Biol., Med.): durch
˙ ähnlich. Loge (2 a) eines Mitgliedes u. das folgende bestimmte Schimmelpilze erzeugtes Gift.
Af|fen|arsch, der (derb abwertend, meist als Ritual der Aufnahme in die neue Loge. AFN [e|f|n], der; - [American Forces Network]:
˙ Schimpfwort): jmd., der als verachtenswert af|fin 〈Adj.〉 [lat. affinis, eigtl. = angrenzend, zu: Rundfunkanstalt der außerhalb der USA statio-
angesehen wird. ¯ ↑ Finis]: 1. (bildungsspr.) mit etw. ver-
finis, nierten amerikanischen Streitkräfte.
Af|fen|art, die: Art von Affen. wandt; auf Affinität (1) beruhend: ihre Ideolo- a fres|co [ital., zu: fresco = frisch; vgl. Fresko]:
a˙ f|fen|ar|tig 〈Adj.〉: in der Art u. Weise eines gie war der der Kommunisten a. 2. (Math.) (von ˙ Malereien) auf den noch feuchten Verputz
(von
˙ Affen sich vollziehend; wie bei einem Affen: eine geometrischen Figuren) durch Parallelprojek- einer Wand: ein Bild a f. malen.
-e Behändigkeit; mit -er (ugs.; sehr großer) tion einer Ebene auf eine zweite auseinander Af|ri|ka [afrika, auch, österr. u. schweiz. nur:
Geschwindigkeit liefen alle davon; sich a. bewe- hervorgehend. af...]; -s: drittgrößter Erdteil.
gen. Af|ri|kaan|der, der; -s, - [afrikaans, eigtl. = Afri-
Af|fen|brot|baum, der: (bes. in den Steppenge- -af|fin (bildungsspr.): drückt in Bildungen mit kaner]: in der Republik Südafrika geborener,
˙ bieten Afrikas wachsender) hoher Baum mit Substantiven aus, dass die beschriebene Per- Afrikaans sprechender Weißer.
ungewöhnlich dickem Stamm, starken, waage- son oder Sache in enger Beziehung zu etw., Af|ri|kaan|de|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Afri-
recht ausladenden Ästen u. gurkenförmigen, seltener zu jmdm. steht, einen Hang, eine kaander.
essbaren Früchten; Baobab. Vorliebe für etw., seltener für jmdn. hat, af|ri|kaans 〈Adj.〉 [eigtl. = afrikanisch]: 1. in Afri-
af|fen|geil 〈Adj.〉 [zu ↑ geil (3)] (salopp, bes. Ju- einer Sache, jmdm. nahesteht, zugeneigt ist: kaans gesprochen od. geschrieben, kaphollän-
˙ gendspr.): in besonders begeisternder Weise kultur-, medienaffin, ÖVP-affin. disch: -e Literatur; a. sprechen. 2. die Afrikaan-
schön, gut; äußerst großartig, ganz toll: das war der betreffend: die -e Bevölkerung.
ein -er Film; sie trägt immer die -sten Klamot- Äf|fin, die; -, -nen [mhd. effinne, affinne, ahd. Af|ri|kaans, das; -: aus niederländischen Dialek-
ten. ˙ affinna]: w. Form zu ↑ Affe (1). ten entstandene Sprache der Buren in Süd-
Af|fen|haus, das: Gebäude im Zoo, in dem die Af|fi|neur [...nø], der; -s, -e [frz. affineur, zu: afrika.
˙ Affen untergebracht sind. 
affiner = verfeinern, zu: le fin = Ende, Grenze, Af|ri|kan|der: ↑ Afrikaander.
Af|fen|hit|ze, die (ugs. emotional verstärkend): Vollkommenheit, aus lat. finis (↑ Finis), od. zu: Af|ri|ka˙ |ner, der; -s, -: aus Afrika stammende
˙ sehr große
˙ Hitze. fin = fein] (Kochkunst): Spezialist auf dem Person  [von schwarzer Hautfarbe].
Af|fen|kä|fig, der: Käfig [im Zoo], in dem Affen Gebiet der Käseveredelung. Af|ri|ka|ne|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Afrika-
˙ gehalten werden. Af|fi|neu|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Affineur. ner. 
115 afrikanisch – Aggressionskrieg
af|ri|ka|nisch 〈Adj.〉: Afrika, die Afrikaner betref- Aga Khan, der; - -s, - -e [aus ↑ Aga u. ↑ Khan]: jmdn., etw. vermittelt: A. für Arbeit (staatliche
fend;in Afrika gelegen, aus Afrika stammend:  Oberhaupt der islamischen Sekte der Hodschas Stelle mit den Aufgaben der Arbeitsvermittlung, A
die -en Staaten; im -en Dschungel. in Indien u. Ostafrika u. dessen erblicher Titel. der Gewährung von Arbeitslosengeld u. a.);
af|ri|ka|ni|sie|ren 〈sw. V.; hat〉: unter afrikani- Aga|mo|go|nie, die; - [zu griech. goné = Erzeu- b) Geschäftsstelle, Büro eines Agenten (2).
schen Einf luss bringen, unter afrikanische Herr- gung] (Biol.): ungeschlechtliche Vermehrung 2. Kurzf. von ↑ Nachrichtenagentur.
schaft stellen. durch Zellteilung. Agen|tur|be|richt, der: vgl. Agenturmeldung.
Af|ri|ka|ni|sie|rung, die; -: das Afrikanisieren. Aga|pe, die; -, -n [kirchenlat. agape < spätgriech. Agen|tu r|mel|dung, die: Meldung einer Agen-
Af|ri|ka|nis|tik, die; -: Wissenschaft von der Kul-  , eigtl. = Liebe] (christl. Rel.): 1. 〈o. Pl.〉
agápe tur (2): nach einer A., einer A. zufolge.
tur u. den˙ Sprachen der afrikanischen Völker. selbstlose, nicht sinnliche Liebe (z. B. die Liebe Agen|zi|en: Pl. von ↑ Agens (1, 2, 3).
Af|ro|ame|ri|ka|ner [af..., auch: af...], der; -s, -: Gottes, die Nächstenliebe, die Feindesliebe). Ag|˙glo|me|rat, das; -[e]s, -e [zu lat. agglomera-
Amerikaner schwarzer Hautfarbe, dessen Vor- 2. a) (Geschichte) abendliches Mahl der früh- tum, 2. Part. von: agglomerare, ↑ agglomerieren]:
fahren aus Afrika stammen. christlichen Gemeinde [mit Speisung der 1. (bildungsspr.) Anhäufung von etw. 2. a) (Me-
Af|ro|ame|ri|ka|ne|rin [af..., auch: af...], die; -, Bedürftigen]; b) (Rel.) gemeinsames Mahl nach tallurgie) aus feinkörnigen Erzen durch
-nen: w. Form zu ↑ Afroamerikaner. einem Gottesdienst; c) (österr.) Sektempfang, Behandlung zu groben Stücken gefertigtes Erz;
af|ro|ame|ri|ka|nisch [af..., auch: af...] 〈Adj.〉: bes. nach einer (kirchlichen od. standesamtli- b) (Geol.) meist unverfestigte Anhäufung loser,

1. Afrika u. Amerika betreffend: -e Beziehun- chen) Trauung. eckiger, grober Gesteinsstücke aus vulkani-
gen. 2. die Afroamerikaner betreffend: -e Musik. Agar-Agar, der od. das; -s [malai.]: getrocknete u. schem Auswurf.
af|ro|asi|a|tisch [af..., auch: af...] 〈Adj.〉: Afrika ˙ gebleichte,
˙ in heißem Wasser lösliche Gallerte Ag|glo|me|ra|ti|on, die; -, -en [mlat. agglomera-
u. Asien betreffend. aus verschiedenen Rotalgenarten. 
tio]: 1. (bildungsspr.) Anhäufung, Zusammen-
af|ro|deutsch [af..., auch: af...] 〈Adj.〉: die Afro- Aga|ve, die; -, -n [frz. agave < griech. agaué, ballung: -en hässlicher Betonklötze.
deutschen betreffend.  = die Edle]: Pf lanze mit dickfleischigen,
eigtl. 2. (schweiz.) Ballungsgebiet.
Af|ro|deut|sche [af..., auch: af...] 〈vgl. 1 Deut- oft dornig-gezähnten Blättern. ag|glo|me|rie|ren 〈sw. V.〉 [lat. agglomerare] (bil-
sche〉: Deutsche von afroamerikanischer od. Agen|da, die; -, ...den [lat. agenda = Dinge, die zu dungsspr., Fachspr.): a) 〈hat〉 anhäufen, zusam-
schwarzafrikanischer Herkunft. ˙ sind, zu: agere, ↑ agieren]: 1. Buch, in das die
tun menballen; b) 〈ist〉 sich anhäufen, sich zusam-
Af|ro|deut|scher [af..., auch: af...] 〈vgl. Deut- zu erledigenden Dinge eingetragen werden; menballen: die Teilchen agglomerieren nicht so
scher〉: Deutscher von afroamerikanischer od. Notizbuch. 2. Liste von Gesprächs-, Verhand- leicht bei niedrigen Temperaturen; 〈auch a. +
schwarzafrikanischer Herkunft. lungspunkten: etw. auf die A. setzen; auf jmds. sich; hat:〉 diese Partikel haben sich agglome-
af|ro|ka|ri|bisch [af..., auch: af...] 〈Adj.〉: von A. stehen; A. 21 (bes. Politik; international riert.
den schwarzhäutigen Menschen der Karibik beschlossenes weltweites Programm, das ent- Ag|glu|ti|na|ti|on, die; -, -en [spätlat. agglutina-
stammend, ausgehend; eine Mischung schwarz- wicklungs-, wirtschafts- u. umweltpolitische 
tio = das Ankleben]: 1. (Med.) Verklebung, Ver-
afrikanischer u. karibischer Elemente betref- Themen des 21. Jahrhunderts zum Inhalt hat); klumpung von Zellen, Blutkörperchen u. Ä.
fend.  ganz oben auf der politischen A. stehen (zu 2. (Sprachwiss.) a) Verschmelzung (z. B. des
Af|ro|look [af..., auch: af...], der; -s, -s: Frisuren- den vordringlichsten politischen Aufgaben Artikels od. einer Präposition mit dem folgen-
mode, bei der das Haar in stark gekrausten, gehören). 3. 〈nur Pl.〉 (bes. österr.) zu erledi- den Substantiv); b) Anfügung von Bildungsele-
dichten Locken nach allen Seiten hin absteht. gende Aufgaben, Obliegenheiten. menten (Affixen) an den mehr od. weniger
Af|ter, der; -s, - [mhd. after, ahd. aftero, eigtl. = Agen|de, die; -, -n: 1. (ev. Kirche) a) Buch, in dem unveränderten Wortstamm.
˙ Hinterer, Substantivierung von mhd. after, ahd. ˙
Riten, Gebete u. a. für den Gottesdienst u. got- ag|glu|ti|nie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. agglutinare =
aftero = hinter, nachfolgend, zu mhd. after, ahd. tesdienstliche Handlungen aufgezeichnet sind; ankleben]: 1. (Med.) eine Agglutination (1) her-
aftar (Adv. u. Präp.)]: hinterer, der Ausscheidung b) Gottesdienstordnung. 2. 〈Pl.〉 (bes. österr.) zu beiführen: Blutkörperchen, Zellen a. 2. (Sprach-
dienender Ausgang des Darms (bei der Mehr- erledigende Aufgaben, Obliegenheiten: die frem- wiss.) eine Agglutination (2) herbeiführen:
zahl der Tiere u. beim Menschen); Anus. denpolizeilichen -n wahrnehmen. agglutinierende Sprache.
Af|ter|drü|se, die (Zool.): in den od. am After Agens [ans], das u. (Sprachwiss. selten:) der; -, Ag|gre|gat, das; -[e]s, -e [zu lat. aggregare = hin-
˙ mündende Drüse. Agenzien u. (Sprachwiss.:) -, (Med. auch:) zunehmen;  ansammeln]: 1. (Technik) Satz (6)
Af|ter|flos|se, die (Zool.): in der Aftergegend lie- ˙
Agentia [zu lat. agens, 1. Part. von: agere, ↑ agie- von zusammenwirkenden einzelnen Maschi-
˙ gende Flosse bei Fischen. ren]: 1. 〈Pl. Agenzien〉 (bildungsspr.) treibende nen, Apparaten, Teilen, bes. in der Elektrotech-
Af|ter|fur|che, die (Med.): Einkerbung zwischen Kraft: die europäische Integration sollte das nik: ein A. für elektrischen Strom. 2. (Math.)
˙ den beiden Gesäßhälften, in deren Zentrum der wichtigste A. in der deutschen Politik sein. mehrgliedriger Ausdruck, dessen einzelne Glie-
After liegt. 2. 〈Pl. Agenzien〉 (Philos.) wirkendes, handeln- der durch + od. — verknüpft sind. 3. (Geol.)
Af|ter|sau|sen, das; -s (derb): a) Abgang von Blä- des, tätiges Wesen od. Prinzip. 3. 〈Pl. Agenzien, Verwachsung von Mineralien gleicher od.
˙ hungen: der hat chronisches A.; b) Angst: du auch: Agentia〉 (Med.) a) medizinisch wirksa- ungleicher Art. 4. [nach engl. aggregate]
hast wohl A.?; nun krieg mal bloß kein A. mer Stoff; b) krank machender Faktor: Benzpy- (Soziol.) bloße Summe von Personen, die (z. B.
Af|ter|shave [aftev], das; -[s], -s [engl. after ren ist ein gefährliches A. 4. 〈Pl. -〉 (Sprachwiss.) bei statistischen Untersuchungen) ausgewählt
shave = nach der Rasur]: nach der Rasur zu Träger eines durch das Verb ausgedrückten werden, ohne in einer sozialen Beziehung zuei-
verwendendes Gesichtswasser. aktiven Verhaltens. nander zu stehen. 5. (Chemie) Aggregation (2).
Af|ter|shave-Lo|ti|on, Af|ter|shave|lo|ti|on Agent, der; -en, -en [ital. agente < lat. agens Ag|gre|ga|ti|on, die; -, -en [lat. aggregatio]:
 [meist: ...lo n], die: Aftershave.
 ˙
(Gen.: agentis), ↑ Agens]: 1. Person, die im 
1. (bes. Fachspr.) Anhäufung: eine A. von
Af|ter-Show-Par  |ty, Af|ter|show|par|ty Geheimauftrag einer Regierung, einer militäri- Kenntnissen, Fakten. 2. (Chemie) lockere
[aft()o pati], die; -, -s [aus engl. after schen od. politischen Organisation o. Ä. Zusammenlagerung von Molekülen od. Ionen.
show = nach der  Vorführung u. ↑ Party]: nach bestimmte, meist illegale Aufträge ausführen 3. (Biol., Med.) a) Anhäufung (1), Zusammen-
einem Konzert, einer Show o. Ä. stattfindende soll; Spion: einen -en einschleusen, überführen, schluss von Teilchen, Kleinstlebewesen o. Ä.:
Party [ für einen ausgewählten Kreis von Einge- verhaften; einen -en auf jmdn. ansetzen. eine A. von Blutplättchen; b) Anhäufung (2),
ladenen]. 2. a) (Wirtsch. veraltend) jmd., der – meist auf Ansammlung (1 b) von Teilchen, Kleinstlebewe-
Af|ter-Sun-Lo|ti|on, Af|ter|sun|lo|ti|on [meist: Provisionsbasis – Geschäfte vermittelt u. sen o. Ä. 4. (Statistik) Zusammenfassung von
aft()snlo n], die [aus engl. after = nach u. abschließt; [Handels]vertreter; b) jmd., der Daten nach mathematisch-statistischen Metho-

sun = Sonne]: Hautpf legemittel zur Anwen- berufsmäßig Künstlern Engagements vermit- den.
dung nach dem Sonnenbad. telt: die Künstlerin sucht einen neuen -en. Ag|gre|gat|zu|stand, der (Chemie): Erschei-
Af|ter|wis|sen|schaft, die (bildungsspr.): Schein- 3. (Dipl.) Person im diplomatischen Dienst ohne nungs- u. Zustandsform, in der die Materie
˙ wissenschaft. diplomatischen Charakter. existiert: fester, flüssiger, gasförmiger A.
Af|ter-Work-Par|ty, Af|ter|work|par|ty Agen|ten|ring, der: Ring (4) von Agenten (1). Ag|gres|si|on, die; -, -en [lat. aggressio = Angriff,
[aft()w k...], die; -, -s [aus engl. after work = Age˙ n|ten|ro|man, der: Roman, in dessen Mittel- 
zu: aggressum, 2. Part. von: aggredi = angrei-
nach der Arbeit u. ↑ Party]: am frühen Abend, ˙
punkt die Tätigkeit von Agenten (1) steht. fen]: 1. (Völkerrecht) rechtswidriger militäri-
nach der üblichen Arbeitszeit beginnende [kom- Agen|ten|tä|tig|keit, die: Tätigkeit als Agent (1): scher Angriff auf ein fremdes Staatsgebiet:
merzielle] Party. ˙
ein Verfahren wegen geheimdienstlicher A. feindliche, militärische -en gegen Nachbarstaa-
a. G. = auf Gegenseitigkeit; als Gast (an einem Agen|tia: Pl. von ↑ Agens. ten. 2. (Psychol.) a) durch Affekte ausgelöstes,
Theater). Age˙ n|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Agent. auf Angriff ausgerichtetes Verhalten des Men-
Ag = Argentum. ˙ Pro|vo|ca|teur, Agent pro|vo|ca|teur
Agent schen, das auf einen Machtzuwachs des
AG = Aktiengesellschaft; Amtsgericht; Arbeits- [aã provokatø], der; - -, -s -s [aã provoka- Angreifers bzw. eine Machtverminderung des
gemeinschaft. tø] [frz., eigtl. = provozierender Agent]: Angegriffenen zielt; b) feindselige, ablehnende
Aga, der; -[s], -s [türk. ağa = Herr] (früher): Titel Agent (1), der verdächtige Personen zu strafba- Einstellung, Haltung: jmd. ist voller -en; etw.
 höherer, dann auch niederer Offiziere u. Zivil- ren Handlungen verleiten od. Zwischenfälle od. löst -en aus; seine -en nicht steuern, mit seinen
beamter in der Türkei. kompromittierende Handlungen beim Gegner -en nicht umgehen können; jmdm. gegenüber
Ägä|is, die; -, Ägä|i|sches Meer, das Ägäische provozieren soll; Lockspitzel. -en haben, entwickeln; -en abbauen, ausleben;

Meer; 
des Ägäischen Meer[e]s: Meer zw. Bal- Agen|tur, die; -, -en [zu ↑ Agent]: 1. (bes. die Empörung schlug in A. um.
kanhalbinsel u. Kleinasien. 
Wirtsch.) a) Institution, die jmdn., etw. vertritt, Ag|gres|si|ons|krieg, der: Angriffskrieg.

Aggressionslust – Agreement 116
Ag|gres|si|ons|lust, die: Neigung zu Aggressio- die Agitation (a) betreibt; b) (DDR) Person, die 2. (Archit.) klammerförmige Verzierung an
A nen: jmds. A.; die A. eines Diktators, eines Kin- Agitation (b) betreibt: ein A. der Partei. Rundbogen als Verbindung mit einem darüber-
des. Agi|ta|to|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Agitator. liegenden Gesims. 3. (Med. früher) Wundklam-
Ag|gres|si|ons|po|li|tik, die: auf eine Aggres- agi|ta|to |risch 〈Adj.〉: a) die Agitation betreffend: mer. 4. (schweiz.) Krampe. 5. (Kochkunst)

sion (1) abzielende Politik: eine A. verfolgen, -e Mittel  einsetzen; eine -e Rede halten; b) den Drahtgestell, -geflecht, das einen Sektkorken in
betreiben. Agitator betreffend. der Flasche zurückhält.
Ag|gres|si|ons|trieb, der (Psychol., Verhaltensf.): agi|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [engl. agitate < lat. agi- Ag|ram: früherer dt. Name von Zagreb.
Antrieb (2) für Aggressionen (2): das unge- tare = eifrig betreiben, zu: agere, ↑ agieren]: Ag|rar|be|reich, der: landwirtschaftlicher
hemmte Ausleben des -s. a) (abwertend) Agitation betreiben: für Streik a.; 
Bereich (b).
ag|gres|siv 〈Adj.〉 [nach frz. agressif, zu lat. gegen jmdn. a.; b) auf jmdn. agitatorisch ein- Ag|rar|be|trieb, der: landwirtschaftlicher
aggressum, ¯ ↑ Aggression]: 1. a) angriffslustig, wirken: die Werktätigen a. 
Betrieb (1 a).
streitsüchtig: ein -er Mensch; ein -es Verhalten; Agit|prop, die; - [Kurzwort für: ↑ Agitation (b) Ag|rar|er|zeug|nis, das: landwirtschaftliches
seine Frau war sehr a.; a. reagieren; b) auf ˙
und ↑ Propaganda (1)] (marx.): ideologisch-pro- 
Erzeugnis.
Aggression (1) gerichtet: eine -e Politik; pagandistische Arbeit mit dem Ziel, die Massen Ag|rar|ex|port, der: landwirtschaftlicher Export.
c) herausfordernd [wirkend]: ein -er Tonfall; -e zur Entwicklung des revolutionären Bewusst- Ag|ra r|fa|b|rik, die (meist abwertend): landwirt-
Songs. 2. a) (von Dingen) aufdringlich: -e Far- seins zu führen u. zur aktiven Teilnahme am 
schaftlicher Großbetrieb.
ben; ein -er Duft; b) in schädigender Weise auf Klassenkampf zu veranlassen. Agrar|för|de|rung, die; -, -en: wirtschaftspoliti-
etw. einwirkend; zerstörend: -e Stoffe, chemi- Agit|prop|the|a|ter, das: Laientheater der Arbei-  Maßnahme[n] zur Steigerung der Leis-
sche
sche Substanzen; weiches Wasser ist gegen ˙
terbewegung in den 1920er-Jahren. tungs- u. Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaft-
Metalle -er als hartes. 3. sich gezielt-kräftig auf Ag|ni: indischer Gott des Feuers. licher Betriebe.
etw., jmdn. richtend: ein -es Marketing; eine -e ˙Ag|no|men, das; -s, ...mina [lat. agnomen, zu ↑ ad Ag|rar|ge|sell|schaft, die: agrarische Gesell-
Preispolitik; -e Werbemethoden. 4. rücksichts-  nomen, ↑ Nomen]: (im antiken Rom) Bei-
u. lat.  (1).
schaft
los, hemmungslos u. nicht auf Sicherheit name, der persönliche Eigenschaften od. beson- Ag|ra|ri|er, der; -s, - [zu lat. agrarii (Pl.) =
bedacht: -e (andere Verkehrsteilnehmer gefähr- dere Verdienste kennzeichnet (z. B. P. Cornelius 
Freunde der Ackergesetze u. Ackerverteilung,
dende) Fahrweise; er fährt sehr a. Scipio Africanus). zu: agrarius = zu den Äckern, Feldern gehö-
Ag|gres|si|vi|tät, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 a) (Psy- Ag|no|sie, die; - [griech. agnosı́a = Unkenntnis]: rend; Acker-, Feld-]: 1. Großgrundbesitzer, Guts-
chol.) mehr od.  weniger unbewusste, sich nicht (in der Philosophie) Nichtwissen (als Ausgangs- besitzer, Landwirt. 2. Experte auf dem Gebiet
immer offen zeigende aggressive Haltung eines punkt od. Endergebnis allen Philosophierens). des Agrarwesens.
Menschen: seine A. beim Sport ausleben; Ag|nos|ti|ker, der; -s, -: Vertreter des Agnostizis- Ag|ra|ri|e|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Agrarier.
b) offen aggressive Haltung, aggressives Verhal- mus. ˙ ag|ra |risch 〈Adj.〉: landwirtschaftlich: -e Erzeug-
ten; Angriffslust: die Mannschaft hat von Ag|nos|ti|ke|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Agnos-  ein -er Staat (Agrarstaat).
nisse;
Anfang an eine hohe A. gezeigt. 2. einzelne tiker.˙ Ag|rar|kom|mis|sar, der (Politik): für den Agrar-
aggressive Handlung: er neigt zu -en. 3. zerstöre- ag|nos|tisch 〈Adj.〉: den Agnostizismus betref- 
bereich zuständiges Mitglied der Europäischen
rische Wirkung, aggressives (2 b) Verhalten. fend,˙ ihn vertretend, von ihm ausgehend. Kommission.
Ag|gres|sor, der; -s, ...oren [lat. aggressor] (Völ- Ag|nos|ti|zis|mus, der; - [zu griech. ágnostos = Ag|rar|kom|mis|sa|rin, die: w. Form zu ↑ Agrar-
˙
kerrecht):  eines Staates, der eine
Staat, Führer ˙
nicht erkennbar] (Philos.): Weltanschauung, 
kommissar.
Aggression (1) begeht: die faschistischen -en. nach der die Möglichkeit einer Existenz des Ag|rar|land, das 〈Pl. ...länder〉: 1. Agrarstaat.
Ag|gres|so|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aggres- Göttlichen bzw. bersinnlichen rational nicht  Pl.〉 (selten) landwirtschaftlich genutzter
2. 〈o.
sor.  zu klären ist, also weder bejaht noch verneint Boden.
Ägi|de, die; - [lat. aegis < griech. aigı́s (Gen.: aigı́- wird. Ag|rar|markt, der: Markt (3 a) für Agrarprodukte.
¯ = Schild des Zeus]: in der Fügung unter
dos) Ag|nus Dei, das; - -, - - [lat. = Lamm Gottes, zu: Ag|ra r|mi|nis|ter, der: Landwirtschaftsminister.
jmds. Ä. (bildungsspr.; unter jmds. Schirmherr- ˙ agnus = Lamm u. deus = Gott]: a) 〈o. Pl.〉 Ag|ra r|mi|nis|te|rin, die: w. Form zu ↑ Agrarmi-
schaft, Leitung). (christl. Rel.) Bezeichnung Christi im Neuen 
nister.
agie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. agere = (an)treiben] Testament (Joh. 1, 29); b) (kath. Kirche) (in der Ag|rar|mi|nis|te|ri|um, das: Landwirtschaftsmi-
(bildungsspr.): 1. handeln, tätig sein, wirken: 1
Messe 1) dreifacher Bittruf um Sündenverge- 
nisterium.
selbstständig zu a. versuchen; als Bremser, auf bung u. Frieden; c) (kath. Kirche) Wachstäfel- Ag|rar|po|li|tik, die: Gesamtheit der staatlichen
der politischen Bühne, gegen jmdn., mit unlau- chen mit einem eingeprägten (mit bestimmten 
Maßnahmen zur Regelung u. Förderung der
teren Mitteln a. 2. a) (veraltend) eine bestimmte Attributen versehenen) Lamm sowie Namen u. Landwirtschaft.
Rolle (5 a) spielen: die komische Alte a.; b) als Regierungsjahr des Papstes. ag|rar|po|li|tisch 〈Adj.〉: die Agrarpolitik betref-
Schauspieler auftreten: über 120 Nebendarstel- à go|go [a o; engl. a gogo = in Hülle und 
fend.
ler a. lassen. 3. etw. lebhaft bewegen; gestikulie- Fülle, aus frz. à gogo, zu: gogo = scherzh. Ver- Ag|rar|preis, der 〈meist Pl.〉: Preis (1) von land-
ren: mit den Händen a. doppelung der Anfangssilbe von afrz. gogue = 
wirtschaftlichen Produkten.
agil 〈Adj.〉 [frz. agile < lat. agilis] (bildungsspr.): Scherz]: in Hülle und Fülle, nach Belieben: Hits Ag|rar|pro|dukt, das: landwirtschaftliches
¯ großer Beweglichkeit zeugend; regsam u.
von à g. 
Erzeugnis.
wendig: ein -er Geschäftsmann; sie ist trotz Agon, der; -s, -e [griech. agón, eigtl. = Versamm- Ag|rar|re|form, die: landwirtschaftliche Reform
ihres Alters körperlich und geistig noch sehr a. 
lung] (griech. Antike): 1. sportlicher u. musi-  Bodenreform).
(z. B.
Agi|li|tät, die; - [frz. agilité < lat. agilitas] (bil- scher Wettkampf. 2. Streitgespräch als Haupt- Ag|rar|sek|tor, der: landwirtschaftlicher Sektor,

dungsspr.): agiles Wesen, agile Art. bestandteil der attischen Komödie. 
Bereich.
Agio [ado, auch: aio], das; -s, -s u. Agien ago|nal 〈Adj.〉 (bildungsspr.): kämpferisch, streit- Ag|rar|staat, der: Staat, dessen Wirtschaft über-

[...i n] [älter ital. agio, zu griech. allagé = bar; auf [Wett]kampf ausgerichtet. 
wiegend durch die Landwirtschaft bestimmt

Tausch] (Bankw., Börsenw.): Betrag, um den der Ago|nie, die; -, -n [kirchenlat. agonia < griech. wird.
Preis eines Wertpapiers über dem Nennwert, agonı́a = Kampf, auch: Angst] (bildungsspr., Ag|rar|struk|tur, die: Struktur (1) der Landwirt-
der Kurs einer Geldsorte über der Parität (2) Med.): Todeskampf: in der A. liegen;  in A.  eines Landes.
schaft
liegt; Aufgeld. (Passivität) verfallen. Ag|rar|sub|ven|ti|on, die 〈meist Pl.〉: Subvention
Agio|ta|ge [aiota , österr. meist: ...], die; - Ago|nist, der; -en, -en: 1. [griech. agonistés] Teil- im Agrarbereich.
[frz. agiotage]:  1. (Börsenw.) Spekulationsge- nehmer ˙ an einem Agon (1). 2. [rückgeb. aus Ag|rar|tech|nik, die: Technik der Bodenbearbei-
schäft durch Ausnutzung von Kursschwankun- ↑ Antagonist] (Anat.) Muskel, der eine Bewe- tung u. -nutzung.
gen an der Börse. 2. (österr.) unerlaubter Han- gung bewirkt, die der des Antagonisten (2) ent- Ag|rar|wen|de, die: Wende in der Agrarpolitik.
del mit Eintrittskarten. gegengesetzt ist. Ag|ra r|wirt|schaft, die: die Landwirtschaft
agio|tie|ren [aiotir n] 〈sw. V.; hat〉 [frz. agioter] 1
Ago|ra, die; -, -s u. Agoren [griech. agorá]: Markt- 
umfassender Wirtschaftszweig.
(Börsenw.): Agiotage (1) treiben. 
platz der altgriechischen Stadt. Ag|rar|wis|sen|schaft, die: Agronomie.
Agi|ta|ti|on, die; -, -en [engl. agitation < lat. agi- 2
Ago|ra, die; -, Agorot [hebr. ăgôrä]: israelische 
Ag|rar|wis|sen|schaf|ter, der (österr., schweiz.):

tatio = das In-Bewegung-Setzen, zu: agitare, ˙ ˙
Währungseinheit (100 New Agorot ˙ = 1 Sche- 
Agrarwissenschaftler.
↑ agitieren]: a) (abwertend) aggressive Tätigkeit kel). Ag|rar|wis|sen|schaf|te|rin, die (österr.,
zur Beeinflussung anderer, vor allem in politi- Ago|ra|pho|bie, die; -, -n [aus ↑ 1 Agora u. ↑ Pho- 
schweiz.): w. Form zu ↑ Agrarwissenschafter.
scher Hinsicht; Hetze: A. betreiben; eine radi- bie] (Med., Psychol.): zwanghafte, mit Schwä- Ag|rar|wis|sen|schaft|ler, der: Wissenschaftler
kale A. gegen alle bestehenden Ordnungsbe- chegefühl od. Schwindel verbundene Angst, 
auf dem Gebiet der Agrarwissenschaft.
griffe; b) politische Aufklärungstätigkeit; Propa- freie Plätze o. Ä. zu überqueren; Platzangst (2). Ag|rar|wis|sen|schaft|le|rin, die; -, -nen: w.
ganda für bestimmte politische od. soziale Ago|ras, Ago|ren: Pl. von ↑ 1 Agora. Form zu ↑ Agrarwissenschaftler.
Ziele: A. für eine Koalition. Ago|ro t: Pl. von  ↑ 2 Agora. ag|rar|wis|sen|schaft|lich 〈Adj.〉: die Agrarwis-
agi|ta|to [aditato] 〈Adv.〉 [ital.] (Musik): sehr Ag|raf˙|fe [schweiz. auch: a...], die; -, -n [frz. 
senschaft betreffend.
bewegt, erregt.  ˙ = Spange, zu: agrafer = an-, zuhaken, zu
agrafe Ag|ree|ment [ rim nt, rimnt], das; -s, -s
Agi|ta|tor, der; -s, ...oren [ag...; engl. agitator < afrz. grafe = Haken < ahd. krapho]: 1. als [engl. agreement < frz. agrément = Einwilli-

lat. agitator = Treiber  (eines Tieres)]: a) Person, Schmuckstück dienende Spange od. Schnalle. gung, zu: agréer = einwilligen]: 1. (Jargon)
117 Agrément – Aids
a) (bes. im Geschäftsleben) mündliche Verein- nicht beeinf lusst, außerhalb der Historie ste- erlebt; und Ähnliche[s]; etwas Ähnliches. 2. 〈in
barung, bereinkunft: [mit jmdm.] ein A. tref- hend: eine -e Betrachtungsweise. der Funktion einer Präp. mit Dativ〉 wie das A
fen; b) schriftliche Vereinbarung: ein A. unter- Ah|le, die; -, -n: a) [mhd. ale, ahd. ala, verw. mit nachfolgend Genannte; dem nachfolgend
zeichnen. 2. (Völkerrecht) zwischen Staatsmän-  aind. ára = Ahle, alter idg. Werkzeugname] Genannten vergleichbar: ä. einer Stilistik/einer
nern getroffene bereinkunft auf Treu u. Glau- Werkzeug, mit dem Löcher in Leder, Pappe usw. Stilistik ä. gibt dieses Buch gute sprachliche
ben, die nicht der parlamentarischen Zustim- gestochen werden; Pfriem; b) Werkzeug des Ratschläge.
mung od. Ratifikation bedarf. Schriftsetzers bei der Ausführung von Korrektu- Ähn|lich|keit, die; -, -en: ähnliches Aussehen,
Ag|ré|ment [aremã], das; -s, -s [frz. agrément, ren; c) Reibahle.  ähnlicher Zug: mit jmdm., einer Sache Ä.
↑ Agreement]: 1. (Dipl.) Zustimmung einer ähm, ähem [auch: hm] 〈Gesprächspartikel〉: haben; es besteht eine Ä. zwischen beiden.
Regierung zur Ernennung eines ausländischen  dient dazu, kurze Sprechpausen od. Verlegen- ähn|lich|schau|en 〈sw. V.; hat〉 (südd., österr.):
diplomatischen Vertreters in ihrem Land: heit zu überbrücken.  ähnlichsehen: das schaut dir ähnlich!
jmdm., für jmdn. das A. als Botschafter erteilen. Ahn, der; -[e]s u. -en, -en [mhd. an(e), ahd. ano, ähn|lich|se|hen 〈st. V.; hat〉 (ugs.): zu jmds. Cha-
2. 〈Pl.〉 (Musik) Verzierungen (z. B. Triller, Tre-  urspr. Lallwort der Kinderspr. für ältere Perso-  rakter, sonstigem Verhalten passen; jmdm.
molo). nen aus der Umgebung des Kindes]: 1. 〈meist zuzutrauen sein: eine solche Gemeinheit würde
Ag|ri|kul|tur, die; - [lat. agricultura, zu: ager = Pl.〉 (geh.) Vorfahr. 2. (veraltet, noch landsch.) ihm ä.

Acker u. cultura, ↑ Kultur]: Ackerbau, Landwirt- Großvater. Ah|nung, die; -, -en [zu ↑ 1 ahnen]: 1. undeutli-
schaft. ahn|den 〈sw. V.; hat〉 [mhd. anden, ahd. anto n, zu  ches, dunkles Vorgefühl: eine dunkle, düstere
Ag|ro|busi|ness, das; -: 1. Vermarktung u. Verar-  mhd. ande = Kränkung; Unwille, ahd. anto = A.; eine A. des kommenden Unheils; meine
 beitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch das Eifern; Eifersucht; Ärger; Zorn, wahrsch. zu bösen -en trogen mich nicht. 2. intuitives Wis-
große private Unternehmen. 2. Gesamtheit aller ↑ 1 an u. eigtl. = das, was einen ankommt] (geh.): sen, Vermutung, Vorstellung von etw.: von etw.
die Landwirtschaft betreffenden Wirtschaftsbe- (eine missliebige Verhaltensweise o. Ä.) bestra- absolut keine A., keine blasse, nicht die
reiche. fen: ein Unrecht, Vergehen streng a.; einen Ver- geringste, mindeste, entfernteste A. haben;
Ag|ro|nom, der; -en, -en: a) [griech. agronó- stoß mit einer Geldbuße a. hast du eine A. (ugs.; weißt du), wo sie hinge-
mos = Aufseher über die Stadtländereien, zu: Ahn|dung, die; -, -en: das Ahnden: die strafrecht- gangen ist?; keine A. (ugs.; als Antwort auf eine
agrós = Acker] akademisch ausgebildeter  liche A. eines Verbrechens. Frage; ich weiß es nicht); hast du eine A.! (ugs.;
1
Landwirt, Diplom-Landwirt; b) [nach russ. Ah|ne, der; -n, -n: ↑ Ahn. da irrst du dich aber sehr! ; wenn du wüsstest!);
2
agronom] (DDR) Landwirtschaftssachverstän- Ah|ne, die; -, -n [mhd. ane, ahd. ana]: w. Form zu eine A. von etw. bekommen; der Bericht ver-
diger in der LPG.  ↑ Ahn. mittelt eine A. davon, was sich damals abge-
Ag|ro|no|mie, die; - [zu griech. nómos = Gesetz]: äh|neln 〈sw. V.; hat〉 [für älter: ähnlichen, mhd. spielt hat.
wissenschaftliche Lehre vom Ackerbau; Land-  anelı̄chen, zu ↑ ähnlich]: ähnlich sehen, sein: er ah|nungs|los 〈Adj.〉: nichts ahnend, völlig unwis-
wirtschaftswissenschaft. ähnelt seinem Bruder; die Geschwister ähneln  send: der -e Betrachter, Besucher; völlig a. sein;
Ag|ro|no|min, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Agro- sich/(geh.:) einander. a. hereinkommen.
nom.  ah|nen 〈sw. V.; hat〉 [mhd. anen, wohl zu ↑ 1 an u. Ah|nungs|lo|sig|keit, die; -, -en: Unwissenheit in
ag|ro|no|misch 〈Adj.〉: die Agronomie betreffend,  eigtl. = einen an- oder überkommen]: 1. ein  Hinblick auf etw. Bestimmtes; das Ahnungslos-

dazu gehörend, darauf beruhend. undeutliches Vorgefühl von etw. Kommendem sein.
Ägyp|ten; -s: arabischer Staat in Nordostafrika. haben: ein Unglück, nicht das Mindeste a.; ah|nungs|voll 〈Adj.〉 (geh.): von Ahnung (1)
˙
Ägyp|ter, der; -s, -: Ew. (geh.:) mir ahnte nichts Gutes; die nichts  erfüllt; etw. [Schlimmes] ahnend: ein -er Blick.
Ägy˙p|te|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Ägypter. ahnenden Besucher. 2. a) ein undeutliches Wis- ahoi 〈Interj.〉 [engl. ahoy, zu: hoy = he!] (See-
ägy˙p|tisch 〈Adj.〉: a) Ägypten, die Ägypter betref- sen von etw. haben, vermuten: die Wahrheit a.; mannsspr.): Anruf eines Schiffes (dem Namen
˙ von den Ägyptern stammend, zu ihnen
fend; sie ahnte dunkel ein Geheimnis; wer konnte das des Schiffes od. der Bezeichnung der Schiffsart
gehörend; b) in der Sprache der alten Ägypter a.!; (geh.:) ihm ahnte nichts von den Schwierig- folgend): »Pfeil« a.!; Boot a.!
[verfasst]. keiten; * [ach,] du ahnst es nicht! (ugs.; Ausruf Ahorn, der; -s, -e [mhd., ahd. ahorn, verw. mit lat.
Ägyp|tisch, das; -[s], (nur mit best. Art.:) Ägyp|ti- der unangenehmen berraschung); b) 〈im Infi-  acer = scharf, spitz (nach den spitz eingeschnit-
˙ das; -n: die Sprache der alten Ägypter.˙
sche, nitiv mit zu〉 (nur) undeutlich, schwach zu tenen Blättern)]: 1. (in mehreren Arten vorkom-
Ägyp|to|lo|ge, der; -n, -n [zu griech. lógos, erkennen: die Gestalt war in der Dunkelheit nur mender) Laubbaum mit meist gelappten Blät-
↑ Logos]:Wissenschaftler auf dem Gebiet der zu a., mehr zu a. als zu sehen. tern u. zweigeteilten, geflügelten Früchten.
Ägyptologie. Ah|nen|bild, das: 1. Bild, Gemälde, das einen 2. 〈o. Pl.〉 Holz des Ahorns: ein Schlafzimmer in
Ägyp|to|lo|gie, die; - [zu griech. lógos, ↑ Logos]:  Ahnen od. eine 2 Ahne darstellt. 2. (Völker- A. dunkel.
Wissenschaft von Kultur u. Sprache der alten kunde) Ahnenfigur. Ahorn|blatt, das: Blatt des Ahorns (1).
Ägypter. Ah|nen|fi|gur, die (Völkerkunde): figürliche Dar- Ahorn|si|rup, der: Sirup, der aus dem Saft des
Ägyp|to|lo|gin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Ägypto-  stellung, in der der Ahne gegenwärtig ist.  Zuckerahorns gewonnen u. vor allem als Süß-
loge.  Ah|nen|for|schung, die: Genealogie. mittel verwendet wird.
ägyp|to|lo|gisch 〈Adj.〉: die Ägyptologie betref- A h|nen|ga|le|rie, die: Galerie mit Ahnenbil- Ahr, die; -: linker Nebenfluss des Rheins.
fend.   dern (1). Ähr|chen, das; -s, -: 1. Vkl. zu ↑ Ähre. 2. Teilblüten-
ah 〈Interj.〉 [mhd. a]: a) Ausruf der Verwunde- Ah|nen|kult, der (Völkerkunde): kultische Vereh-  stand der zusammengesetzten Ähre der Gräser.
 rung, der [bewundernden] berraschung, der  rung einer Reihe vorhergegangener Generatio- Äh|re, die; -, -n [mhd. eher, ahd. ehir, verw. mit
Freude: ah, das wusste ich nicht!; ah, wie nen.  lat. acer = scharf, spitz (nach den spitzen Gran-
schön!; b) Ausruf zum Ausdruck des plötzli- Ah|nen|rei|he, die: Reihe, Gesamtheit der nach- nen)]: 1. (Bot.) Blütenstand mit unverzweigter
chen Verstehens: ah so [ist das]!; ah deshalb!; ah  weisbaren Vorfahren. Hauptachse, an der die ungestielten Blüten sit-
ja! Ah|nen|ta|fel, die: 1. (geh.) genealogische Tafel, zen. 2. oberster Teil des Getreidehalms, an dem
Ah, das; -s, -s: Ausruf der Verwunderung o. Ä., der  auf der die Ahnen einer Person in aufsteigender die Körner sitzen: reife, volle, schwere -n; -n
 Freude, des plötzlichen Verstehens: ein lautes Linie angegeben sind. 2. (Tierzucht) nach Gene- lesen.
Ah ertönte. rationen geordnete bersicht der Vorfahren Äh|ren|feld, das (geh.): in Ähren stehendes
Ah = Amperestunde. eines Zuchttieres mit Angaben über die jeweili-  Getreidefeld.
1
äh [()] 〈Interj.〉: Ausruf des Ekels: äh, das kann gen Eigenschaften. Äh|ren|le|se, die: Sammeln der bei der Ernte auf
ich nicht sehen! Ah|nen|ver|eh|rung, die: Ahnenkult.  dem Feld zurückgebliebenen Ähren.
2
äh [()] 〈Gesprächspartikel〉: dient dazu, bei Ahn|frau, die (geh. veraltend): Stammmutter AHS [aha|s], die; -, - (österr.): allgemeinbil-
unkonzentriertem Sprechen kurze Sprechpau-  eines Geschlechts. dende höhere Schule, Gymnasium.
sen zu überbrücken. Ahn|herr, der (geh. veraltend): Stammvater eines Ai, das; -s, -s [port. aı́ < Tupi (südamerik. India-
aha [auch: aha] 〈Gesprächspartikel〉: dient dazu,  Geschlechts.  nerspr.) ai]: in verschiedenen Arten vorkom-
˙ Information zu bestätigen, auszudrücken,
eine Ahn|her|rin, die: w. Form zu ↑ Ahnherr. mendes Faultier mit drei sichelförmigen Krallen
dass man etw. verstanden hat: a., so hängt das A h|nin, die; -, -nen: 2 Ahne. an den Vordergliedmaßen.
zusammen! ä hn|lich 〈Adj.〉 [vermischt aus mhd. ane-, enlich = Aide [t], der; -n, -n [dn] [frz. aide, zu: aider =
Aha-Er|leb|nis, Aha|er|leb|nis, das (Psychol.):  ähnlich, gleich (für ahd. anagilih, zu ↑ 1 an u. 
helfen < lat. adiutare]: Mitspieler, Partner beim
plötzliches Erkennen eines Zusammenhanges ↑ 1 gleich) u. mhd. einlich, ostmd. enlich »ein- Kartenspiel, bes. im Whist.
zweier Vorgänge o. Ä. heitlich« (zu ↑ 1 ein)]: 1. in bestimmten Merkma- Aide-Mé|moire [tmemoa], das; -[s], -[s] [frz.,
Ahas|ver [ahasve, auch: ahasv], der; -s, -s u. -e len übereinstimmend: -e Interessen, Gedanken; eigtl. = Gedächtnishilfe,zu:mémoire,
[Ahasverus = der Ewige Jude < Ăhašwerôš, ein sehr -es Porträt; auf -e Weise; ein inhaltlich ↑ Memoiren] (Dipl., Politik): auf diplomati-
˙
hebr. Form von Xerxes]: ruhelos umherirrender -er Vortrag; sie ist ihrer Schwester sehr wenig ä., schem Wege zugestellte Niederschrift einer Stel-
Mensch. wird ihr immer -er; es erging mir ä. wie damals; lungnahme, eines Sachverhalts, um Missver-
ahd. = althochdeutsch. jmdm., einer Sache täuschend, zum Verwech- ständnisse od. Unklarheiten zu beseitigen.
ähem: ↑ ähm. seln, kaum, auffallend ä. sehen; (südd., österr.:) Aids [ets], das; - 〈meist o. Art.〉 [Kurzwort für
a his|to|risch 〈Adj.〉 [aus griech. a- = nicht, un- u. die beiden schauen sich sehr ä.; ä. schöne Bilder; 
engl. acquired immune deficiency syndrome]
˙ ↑ historisch]: nicht historisch, von der Historie 〈subst.:〉 wir haben schon Ähnliches (solches) (Med.): Erkrankung, die zu schweren Störungen
aidsinfiziert – Akkordant 118
im Abwehrsystem des Körpers führt und meist ajour [au] 〈Adv.〉: österr. für: ↑ à jour (2–4). ákanthos, zu: ákantha = Dorn] (Bot.) Bären-
A tödlich verläuft. à jour [au  ; frz., aus: à = zu u. jour = Tag < lat.
klau (1). 2. (Kunst) Ornament nach dem Vorbild
aids|in|fi|ziert 〈Adj.〉: mit dem Aidsvirus infiziert. diurnum = Tagesration, zu: diurnus = täglich, der Blätter des Akanthus (1), bes. am korinthi-
aids|krank [ets...] 〈Adj.〉: an Aids erkrankt: ein Tages-]: 1. [eigtl. = bis zum (heutigen) Tag] schen Kapitell.
-er Bluter.  a) aktualisiert: etw. ist à j.; etw. à j. bringenAkan|thus|blatt, das: Akanthus (2).
Aids|kran|ke [ets...] 〈vgl. Kranke〉: weibliche Per- (aktualisieren); b) (Buchf.) auf dem Laufenden, akau˙ |sal [auch: ...zal] 〈Adj.〉 [aus griech. a- =
son, die an Aidserkrankt ist. ohne Buchungsrückstand. 2. [zu frz. jour in der ˙ nicht u. ↑ kausal] (Philos.): nicht kausal; ohne
Aids|kran|ker [ets...] 〈vgl. Kranker〉: jmd., der an Bed. »Fenster«, eigtl. = durchbrochen] (von ursächlichen Zusammenhang.
Aids erkrankt ist. Edelsteinen) nur an den Kanten, am Rand u. Aka|zie, die; -, -n [lat. acacia < griech. akakı́a]:
Aids|test [ets...], der: medizinisches Untersu- 1. (zu den Mimosengewächsen gehörender)
mit freier Rückseite: à j. gefasst. 3. [zu frz. jour in
chungsverfahren  zur Feststellung von Aids: sie der Bed. »Fenster«, eigtl. = durchbrochen] Baum od. Strauch mit gefiederten Blättern u.
will [sich] einen A. machen lassen. (Textilind.) (von Spitzen, Geweben) durchbro- meist gelben od. weißen, in Büschen dicht bei-
aids|ver|seucht [ets...] 〈Adj.〉: durch das Aidsvi- chen, mit Durchbrüchen. 4. [zu frz. jour in der einanderstehenden kleinen, kugeligen Blüten.
rus verseucht: -es Blut. Bed. »Fenster«, eigtl. = durchbrochen] (Archit.) 2. (volkstüml.) Robinie.
Aids|vi|rus [ets...], das, außerhalb der Fachspr. (von Ornamenten u. Bauteilen) frei gegen den Ake|lei, die; -, -en [mhd. ackelei, ahd. agaleia <
auch: der: HIV.  Raum stehend. mlat. aquile(g)ia, H. u.]: (zu den Hahnenfußge-
Ai|g|ret|te [rt ], die; -, -n [frz. aigrette < pro- Ajour|ar|beit, die: a) à jour (2) gearbeitete Fas- wächsen gehörende) Pflanze mit großen, meist
venz. aigreta, zu: aigron = Reiher]: 1. als sung (1 a) für Edelsteine; b) (Textilind.) Durch- blauen, orange od. gelben Blüten, deren innere
Schmuck im Haar od. am Hut getragenes, in brucharbeit (1); c) (Archit.) Fläche mit Orna- Blütenblätter in einen nach hinten gerichteten
einem Ring aus Edelmetall zusammengefasstes menten, die à jour (4) gestaltet sind. Sporn auslaufen.
Bündel von [Reiher]federn. 2. büschelförmiges ajou|rie|ren [aurir n] 〈sw. V.; hat〉 (österr.): AKH [akaha], das; -[s], -[s]: Allgemeines Kran-
Gebilde bei Feuerwerken. 1. Ajourarbeit (b) machen. 2. (österr., sonst bil- kenhaus.
Ai|ki|do, das; -[s] [jap., aus: ai = Harmonie, ki = dungsspr.) auf dem Laufenden halten, aktuali- Aki|ne|sie, die; - [griech. akinesı́a, zu: a- = nicht,
¯
(lenkende) Kraft u. do = Weg]: in Japan entwi- sieren: das Handbuch muss in kurzen Abstän- un- u. kı́nesis = Bewegung] (Med.): Bewegungs-
ckelte, betont defensive Form der Selbstverteidi- den ajouriert werden. hemmung, -unfähigkeit.
gung. Ajour|sti|cke|rei [au...], die (Textilind.): Akk. = Akkusativ.
Ai|o|li [auch: aj li], die; - od. das; -[s] [frz. aı̈oli <  bei der eine Durch-
1. 〈o. Pl.〉 Stickereitechnik, Ak|kla|ma|ti|on, die; -, -en [lat. acclamatio, zu:

provenz. aioli, aus: ai = Knoblauch u. oli = Öl]: brucharbeit (1) entsteht. 2. Durchbruchar- acclamare, ↑ akklamieren]: 1. (bildungsspr., bes.
Knoblauchsoße, -mayonnaise. beit (1), bei der durch Ausziehen, Ausschneiden österr., schweiz.) Beifall; Zustimmung. 2. (bil-
1
Air [], das; -s, -s 〈Pl. selten〉 [frz. air < lat. aer < u. Umsticken von Fäden eines Stoffs ein dungsspr., bes. österr., schweiz.) Abstimmung
griech. aér = Luft(schicht), Dunstkreis] (bil- bestimmtes Muster entstanden ist. durch Zuruf od. Beifallklatschen: jmdn. durch/
dungsspr.): a) Aussehen, Haltung: sich ein welt- Ajour|stil [au...], der 〈o. Pl.〉 (Archit.): für die per A. [wieder] wählen. 3. (christl. Rel.) (im Got-
männisches A. geben; b) Hauch, Fluidum: er gotische u. die islamische Baukunst charakte- tesdienst) Zuruf des Geistlichen od. Erwiderung
war vom A. des Abenteurers umgeben. ristischer Stil, bei dem Oberflächen siebartig der Gemeinde.
2
Air, das; -s, -s [frz. air < ital. aria, ↑ Arie] (Musik): durchbrochen sind. ak|kla|mie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. acclamare, zu:
vorwiegend für den vokalen, aber auch für den A-Ju|gend [a...], die [A nach der Reihenfolge im ad = zu u. clamare = rufen] (bildungsspr.):
instrumentalen Vortrag bestimmte, einfach Alphabet] (Sport): älteste Altersgruppe der 1. (bes. österr.) a) mit Beifall bedenken, aufneh-
angelegte Komposition ohne formale Bindung. Jugendlichen im Sport. men: der Solist, die Szene wurde heftig akkla-
Air|bag [bk], der; -s, -s [engl. air bag, aus: air A-Ju|gend|li|che [ajuntlc ] 〈vgl. Jugendliche〉 miert; b) zustimmen, beipf lichten: »Gut
< (a)frz. air = Luft (↑ 1 Air) u. bag = Beutel, (Sport): weibliche Person, ¸ der A-Jugend
 die gesagt!«, akklamierte ihm der Vater. 2. in einer
Sack]: Luftkissen im Auto, das sich bei einem angehört. Versammlung durch Zuruf wählen: das Volk
Aufprall automatisch aufbläst, um die Insassen A-Ju|gend|li|cher [ajuntlc] 〈vgl. Jugendli- akklamierte den Kaiser.
vor schweren Verletzungen zu schützen. cher〉 (Sport): jmd., der der ¸
 A-Jugend Ak|kli|ma|ti|sa|ti|on, die; -, -en: 1. (Biol.) Anpas-
angehört.
Air|brush [bra], der; -[s], -s, auch: die; -, -s A-Ju|gend|mann|schaft [ajuntmanaft], die sung von Lebewesen  an veränderte klimatische
[engl. airbrush  = Spritzpistole, aus: air (↑ Air- (Sport): Mannschaft der A-Jugend.  Verhältnisse: den Organismus zur A. bringen.
bag) u. brush = Bürste, Besen, Pinsel]: Farb- A-Ju|ni|or [ajunio], der (Sport): A-Jugendli- 2. (bildungsspr.) Gewöhnung an veränderte
sprühgerät, mit dessen Hilfe besondere grafi- cher.   Lebensumstände.
sche Effekte erzielt werden können. A-Ju|ni|o|rin [ajuniorn], die: w. Form zu ↑ A-Ju- ak|kli|ma|ti|sie|ren, sich 〈sw. V.; hat〉 [(unter Ein-
air|bru|shen 〈sw. V.; hat〉 (ugs.): grafische Arbei- nior.  fluss von frz. acclimater) zu ↑ Klima] (bildungs-
ten in Airbrushtechnik ausführen. AK= Aktienkapital; Armeekorps. spr.): 1. sich an veränderte klimatische Verhält-
Air|brush|tech|nik, die: bes. in der Werbegrafik AK, die; -, -s: Arbeiterkammer. nisse anpassen: akklimatisiere dich erst mal!
u. der Kunst verwendete Technik zur Erzielung aka 〈Adv.〉 [Abk. für engl. also known as]: alias. 2. sich an veränderte Lebensumstände gewöh-
bestimmter grafischer Effekte.  |de|mie, die; -, -n: 1. a) [frz. académie < lat.
Aka nen: sich in Amerika völlig akklimatisiert
Air|busY, der; -[ses], -se [engl. airbus, aus: air (< Academia < griech. Akadémeia = Lehrstätte haben.
frz. air, ↑ 1 Air) u. bus, ↑ Bus]: Großraumf lugzeug Platons bei Athen] wissenschaftliche Gesell- Ak|kli|ma|ti|sie|rung, die; -, -en: Akklimatisa-
eines gleichnamigen europäischen Herstellers. schaft; Vereinigung von Gelehrten, Künstlern tion.
Air|con|di|tion, Air-Con|di|tion [k ndn], od. Dichtern: A. der Wissenschaften, der Ak|kom|mo|da|ti|on, die; -, -en [frz. accommo-
die; -, -s [zu engl. air conditioner, air  conditio-
 Künste; b) Gebäude, in dem eine Akademie (1 a) 
dation < lat. accommodatio = das Anpassen]:
ning]: Klimaanlage. ihren Sitz hat. 2. Fach[hoch]schule. 3. (österr. 1. (Physiol.) a) Anpassung; b) Einstellung des
Air|con|di|tio|ner, Air-Con|di|tio|ner [...( )n], veraltend) literarische od. musikalische Veran- Auges auf die jeweilige Entfernung. 2. (Theol.)
der; -s, - [engl. air conditioner]: Klimaanlage. staltung. Angleichung einer Religion an die Ideen u.
Air|con|di|tio|ning, Air-Con|di|tio|ning [...k n- Aka|de|mie|mit|glied, das: Mitglied einer Aka- Werte einer anderen.
d( )n], das; -s, -s [engl. air conditioning]: demie (1 a). ak|kom|mo|die|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. accommo-
Klimaanlage. Aka|de|mi|ker, der; -s, -: 1. jmd., der eine Univer- der < lat. accommodare] (Physiol.): a) anpassen:
Aire|dale|ter|ri|er [del...], der; -s, - [nach  od. Hochschulausbildung hat. 2. [nach
sitäts- dadurch wird das Auge akkommodiert; b) 〈a. +
einem »Airedale« genannten  Talabschnitt des russ. akademik = Akademiemitglied] (selten) sich〉 sich anpassen, sich einfügen: die Muskeln
Aire (England), zu engl. dale = Tal]: größerer, Mitglied einer Akademie (1 a). akkommodieren sich den gegebenen Verhält-
muskulöser Hund mit kurzem, rauhaarigem, Aka|de|mi|ke|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aka- nissen.
hellbraunem, am Rücken u. an der Oberseite 
demiker. Ak|kord, der; -[e]s, -e [frz. accord, zu: accorder =
von Hals u. Schwanz dunkelgrauem bis schwar- Aka|de|mi|ker|kreis, der: ↑ Kreis (3 b) von Akade- ˙
(Instrumente) stimmen, ↑ akkordieren]:
zem Fell.  ein reiner A.; in -en war das längst
mikern: 1. (Musik) Zusammenklang von mehr als zwei
Air France [frãs], die; - -: französische Luft- bekannt. Tönen mit verschiedener Tonhöhe: volle, disso-
fahrtgesellschaft (Abk.: AF). aka|de|misch 〈Adj.〉: 1. an einer Universität od. nante -e; -e anschlagen;  ein A. von Düften.
Air|line [lain], die; -, -s [engl. airline]: Flugli- 
Hochschule erworben, erfolgend, üblich, vor- 2. (Wirtsch.) a) Bezahlung nach der erzeugten

nie, Fluggesellschaft. handen: eine -e Position; a. [vor]gebildet sein. Stückzahl; Stücklohn: einen schlechten A.
Air|mail [mel], die; -: engl. Bez. für: Luftpost. 2. a) (bild. Kunst abwertend) herkömmlich u. haben; die -e herabsetzen; b) Arbeitsverhältnis,
Air|port [p rt, ...pot], der; -s, -s [engl. air- formal musterhaft, aber unlebendig u. ohne in dem jmd. nach Stückzahlen entlohnt wird:

port]: Flughafen.  Verve: eine Kunst von -er Blässe; ein a. gemaltes im, (selten auch:) in, auf A. arbeiten.
ais, Ais, das; -, -: um einen halben Ton erhöhtes a, Porträt; b) (abwertend) lebensfern, trocken, 3. a) (Rechtsspr.) bereinkommen, Vergleich,
 A (2).
 theoretisch, voller Abstraktionen: ein in -em Stil Vereinbarung: einen A. mit seinen Gläubigern
Aja|tol|lah, (engl. Schreibung:) Ayatollah, der; verfasster Aufsatz; c) müßig, überf lüssig: wenn abschließen; b) (veraltet) bereinstimmung,
-[s],˙-s [pers. ayatullah = Zeichen Gottes]: es bei diesem Preis bleibt, werden alle inhaltli- Einklang: ein A. der Atommächte.
Ehrentitel für geistliche Würdenträger im schii- chen Fragen sowieso a. Ak|kor|dant, der; -en, -en: 1. (selten) jmd., der im
tischen Islam. Akan|thus, der; -, -: 1. [lat. acanthus < griech. Akkord (2)˙ arbeitet. 2. (schweiz.) kleiner Unter-
˙
119 Akkordantin – Akteneinsicht
nehmer (bes. im Bauwesen u. Ä.), der Aufträge zu: cumulare, ↑ kumulieren] (bildungsspr., keit u. Gewandtheit erfordern, beherrscht [u. im
zu einem Pauschalpreis je Einheit auf eigene Fachspr.): a) ansammeln, anhäufen, zusam- Zirkus od. Varieté vorführt]. A
Rechnung übernimmt. mentragen: Kapital, Wissen a.; kleine Mengen Ak|ro|ba|tik [österr. auch: ...bat...], die; -: a) Kör-
Ak|kor|dan|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Akkor- der Pflanzenschutzmittel werden durch die 
perbeherrschung u. Geschicklichkeit, große kör-
dant. ˙ Meerestiere akkumuliert; b) 〈a. + sich〉 sich perliche Gewandtheit: eine bewundernswerte
Ak|kord|ar|beit, die: Arbeit im Akkord (2). anhäufen, in großer Zahl zusammenkommen: A.; b) Kunst, Leistung, Gesamtheit der bungen
Ak|ko˙ rd|ar|bei|ter, der: jmd., der Akkordarbeit die Risiken akkumulierten sich; 〈auch ohne eines Akrobaten: sie sieht gern A.
˙
verrichtet. »sich«:〉 die Forderungen akkumulieren. Ak|ro|ba|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Akrobat.
Ak|kord|ar|bei|te|rin, die: w. Form zu ↑ Akkord- 1
ak|ku|rat 〈Adj.〉 [lat. accuratus = sorgfältig, zu: ak|ro|ba |tisch [österr. auch: ...bat...] 〈Adj.〉:
˙
arbeiter. accurare = mit Sorgfalt tun, zu: curare, ↑ kurie- 
a) Akrobaten, Akrobatinnen u. ihre Leistung
Ak|kor|de|on, das; -s, -s [1829 (als »Accordion«) ren]: 1. sorg fältig, ordentlich: ein -er Mensch; betreffend; b) körperlich besonders gewandt,
geb.˙ zu ↑ Akkord von dem österr. Instrumenten- äußerst a. gekleidet sein. 2. exakt, genau: die -e geschickt: -e Figuren, Tanzeinlagen.
macher C. Demian]: bes. für Volks- u. Unterhal- Führung der Gesangsstimmen; ein -er Scheitel. Ak|ro|le|in, (chem. fachspr.:) Acrolein, das; -s [zu
tungsmusik verwendetes Harmonikainstrument 2
ak|ku|rat 〈Adv.〉 [zu ↑ 1 akkurat] (landsch.): genau, ¯
griech. ákros (↑ Akrobat) u. lat. olere = riechen]
mit gleichem Ton bei Zug u. Druck; Schifferkla- gerade:  a. das habe ich gemeint; es ist a. sechs (Chemie): scharf riechender Aldehyd, der den
vier: A. spielen. Uhr. beißenden Geruch von angebranntem Fett ver-
Ak|kor|de|o|nist, der; -en, -en: jmd., der [berufs- Ak|ku|ra|tes|se, die; - [geb. mit frz. Endung] (bil- ursacht.
mäßig] Akkordeon ˙ spielt. dungsspr.): ˙ Sorg falt, Genauigkeit: mit äußerster Ak|ro|nym, das; -s, -e [zu griech. ákros = Spitze,
Ak|kor|de|o|nis|tin, die; -, -nen: w. Form zu A. gemalt sein. äußerstes  Ende u. ónyma = Name] (Sprach-
↑ Akkordeonist. ˙ Ak|ku|sa|tiv, der; -s, -e [lat. (casus) accusati- wiss.): aus den Anfangsbuchstaben mehrerer
ak|kor|die|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. accorder, zu lat. ˙ vus = die Anklage betreffend(er Fall), zu: accu- Wörter gebildetes Kurzwort (z. B. EDV aus elek-
cor (Gen.: cordis) = Herz, Verstand, Gestimmt- sare = anklagen; falsche lat. bersetzung von tronische Datenverarbeitung).
heit]: a) (österr., sonst veraltet) etw. vereinba- griech. (ptõsis) aitiatiké = Ursache u. Wirkung Ak|ro|po|lis, die; -, Akropolen [griech. akrópolis]:
ren, verabreden: sie akkordierten Gewinnbetei- betreffend(er Fall)] (Sprachwiss.): 1. 〈o. Pl.〉 a) 〈o. 
 Pl.〉 Burg oberhalb Athens; b) (in vielen
ligung; b) 〈a. + sich〉 (österr., sonst veraltet) sich Kasus, in dem bes. das Objekt eines transitiven griechischen Städten der Antike) auf einem
mit jmdm. einigen: ich akkordierte mich mit Verbs u. bestimmte Umstandsangaben stehen; Hügel oberhalb einer Stadt gelegene Burg.
meinen Gläubigern; c) (österr.) aufeinander Wenfall, vierter Fall (Abk.: Akk.): A. mit Infini- Ak|ros|ti|chon, das; -s, ...chen u. ...cha [zu griech.
abstimmen, gemeinsam festlegen. tiv (lat.: accusativus cum infinitivo; eine gram- ˙ = Höchstes, Spitze u. stı́chos = Vers, ers-
akron
ak|kor|disch 〈Adj.〉 (Musik): a) den Akkord (1) matische Konstruktion, in der ein mit einem ter Buchstabe eines Verses] (Literaturwiss.):
˙
betreffend; b) in Akkorden (1) geschrieben. Infinitiv verbundener Akkusativ für einen a) Gedicht, bei dem die Anfangsbuchstaben,
Ak|kord|leh|re, die 〈o. Pl.〉 (Musik): Harmonie- Objektsatz steht) (Abk.: acc. c. inf., a. c. i.); die -silben od. -wörter der Verszeilen od. Strophen
˙
lehre. Präposition »gegen« regiert den A.; das Wort ein Wort od. einen Satz ergeben; b) Gesamtheit
Ak|kord|lohn, der (Wirtsch.): Stücklohn. steht im A. 2. Wort, das im Akkusativ (1) steht: der Anfangsbuchstaben, -silben od. -wörter der
Ak|ko˙ rd|zu|schlag, der (Wirtsch.): Zuschlag zum der Satz enthält zwei -e. Verszeilen od. Strophen, die ein Wort od. einen
˙
Akkordlohn. Ak|ku|sa|tiv|ob|jekt, das (Sprachwiss.): Ergän- Satz ergeben.
ak|kre|di|tie|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. accréditer, zu: ˙ zung eines (transitiven) Verbs im Akkusativ. Ak|ro|ter, der; -s, -e, (älter:) Ak|ro|te|rie, die; -,
crédit, ↑ 1 Kredit]: 1. (bes. Dipl.) einen [diploma- Ak|ne, die; -, -n [falsche Lesart von griech. akmé, -n, Ak| ro|te|ri|on, das; -s, ...ien, Ak |ro|te|ri-
tischen] Vertreter beglaubigen, bevollmächti- ˙ urspr. wohl = Spitze] (Med.): mit Knötchen- u. um, das; -s, ...ien [lat. acroterium < griech. 
gen: einen Botschafter a.; bei der Kammer Pustelbildung einhergehende Entzündung der akrotérion]: (in der antiken Architektur) bekrö-
akkreditiert sein; ein akkreditierter Korrespon- Talgdrüsen. nende Verzierung auf dem First u. an den
dent. 2. (Bankw.) jmdm. Kredit einräumen, ein Ako|lyth, der; -en u. -s, -en [mlat. acolythus, aco- Ecken des Giebels repräsentativer Bauten.
Akkreditiv (2) stellen: jmdn. für den Gesamtbe- luthus < griech. akólouthos = Begleiter, Diener] Ak|ryl usw.: ↑ Acryl usw.
trag von 50 000 Euro a. (kath. Kirche): 1. Laie (2), der während der 
Akt, der; -[e]s, -e u. -en [lat. actus, zu: agere
Ak|kre|di|tie|rung, die; -, -en: das Akkreditieren, 1
Messe (1) bestimmte Dienste am Altar verrich- ˙ (2. Part. actum) = handeln, tätig sein]: 1. 〈Pl. -e〉
Akkreditiertsein. tet. 2. (früher) Kleriker im 4. Grad der niederen a) Handlung, Vorgang, Tat: ein schöpferischer
Ak|kre|di|tiv, das; -s, -e: 1. (Dipl.) Beglaubigungs- Weihen. A.; rechtswidrige -e; ein A. des Willens, der
schreiben ¯eines diplomatischen Vertreters, das Ako|nit, das; -s, -e [lat. aconitum < griech. akóni- Nächstenliebe, der Gerechtigkeit; b) Feierlich-
dem Staatsoberhaupt des fremden Landes ton] ¯(Bot.): Eisenhut (1). keit, Zeremonie: dem A. der Einweihung bei-
überreicht wird. 2. (Bankw.) Anweisung eines Akon|to, das; -s, ...ten u. -s [↑ a conto] (österr., wohnen; c) juristisches Verfahren, Rechtsvor-
Kunden an seine Bank, auf seine Rechnung ˙
schweiz.): Anzahlung: ein A. leisten. gang. 2. 〈Pl. -e〉 Aufzug (4): ein Schauspiel in fünf
einem benannten Dritten einen bestimmten Akon|to|zah|lung, die (Bankw.): Anzahlung, -en; im ersten A. 3. 〈Pl. -e〉 (im Zirkus, Varieté)
Betrag zur Verfügung zu stellen: ein A. stellen, ˙
Abschlagszahlung. Darbietung, Nummer: ein akrobatischer A.
eröffnen. ak|qui|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. acquirere]: 4. 〈Pl. -e〉 (bild. Kunst) künstlerisch [stilisiert]
Ak|ku, der; -s, -s: kurz für ↑ Akkumulator (1). 1. erwerben, an-, herbeischaffen, beibringen: dargestellter nackter menschlicher Körper: sie
˙Ak|ku|lauf|zeit, die (ugs.): bestimmte Zeit, die ein Aufträge a. 2. (Wirtsch.) als Akquisiteur tätig malt einen A. 5. 〈Pl. -e〉 Kurzf. von
˙ Akku benötigt, um den gespeicherten Strom sein, Kunden werben: er akquiriert auf dem rus- ↑ Geschlechtsakt. 6. 〈Pl. -en〉 (bes. südd., österr.)
abzugeben. sischen Markt. Akte.
Ak|kul|tu|ra|ti|on, die; -, -en [zu lat. ad u. ↑ Kul- Ak|qui|se, die; -, -n: Akquisition (2). Ak|tant, der; -en, -en [frz. actant]: 1. (Sprach-
tur] (Völkerkunde,  Sozialpsychol.): bernahme Ak|qui¯|si|teur [akvizitø], der; -s, -e [französie- ˙ [vom Verb] abhängiges Satzglied. 2. (bil-
wiss.)
von Elementen einer fremden Kultur durch den rende Bildung]: a) (Wirtsch.) jmd., der Akquisi- dungsspr., Soziol.) Akteur (1). 3. (Literaturwiss.)
Einzelnen od. eine Gruppe; kultureller Anpas- tion betreibt; b) (Zeitungsw.) Person, die Anzei- a) Person, die in irgendeiner Weise am Litera-
sungsprozess. gen für eine Zeitung einholt. turbetrieb beteiligt ist, teilnimmt (z. B. Autor,
ak|kul|tu|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 (Völkerkunde, Sozi- Ak|qui|si|teu|rin [...tørn], die; -, -nen: w. Form Leser, Kritiker); b) literarische Figur, Gestalt.
alpsychol.): einer Akkulturation unterziehen: zu ↑ Akquisiteur. Ak|tan|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aktant (2, 3).
eine fremde Religion a. Ak|qui|si|ti|on, die; -, -en [(frz. acquisition <) lat. Akt|auf˙ |nah|me, die: fotografische Aufnahme
Ak|ku|mu|la|ti|on, die; -, -en [lat. accumulatio = acquisitio]: 1. Erwerbung, Anschaffung. ˙ eines Aktes (4).
Aufhäufung]: 1.  (bildungsspr.) [An]häufung, 2. (Wirtsch.) Gewinnung von Kunden, Aufträ- Akt|bild, das: Bild, das einen Akt (4) darstellt.
[Auf ]häufung, [An]sammlung, Speicherung: gen, Fördergeldern o. Ä.: Talent zur A. von Kun- A˙ kt|dar|stel|lung, die: [Art u. Weise der] Darstel-
eine A. von Insektiziden. 2. a) (Wirtsch.) den haben. 3. (Wirtsch.) Kauf, bernahme ˙ lung eines Aktes (4).
Anhäufung von Reichtum, bes. von Produkti- eines Unternehmens[bereichs]. Ak|te, die; -, -n [rückgeb. aus: Akten (Pl.) < lat.
onsmitteln: die A. von Kapital; b) (Geol.) ak|qui|si|to|risch 〈Adj.〉: die Akquisition (2) ˙ acta, eigtl. = das Verhandelte, die Ausführun-
mechanische Anhäufung von Gesteinsmaterial betreffend:  -e Fähigkeiten haben. gen] (bes. Verwaltung, Gericht), Akt: [Samm-
durch Flüsse, Meer, Wind u. a.; c) (Stilkunde) Ak|ri|bie, die; - [kirchenlat. acribia < griech. akrı́- lung von] Unterlagen zu einem geschäftlichen
syndetische od. asyndetische Aneinanderrei- beia] (bildungsspr.): höchste Genauigkeit, Sorg- od. gerichtlichen Vorgang: eine A. anlegen, ein-
hung mehrerer Unterbegriffe vor einem falt in Bezug auf die Ausführung von etw.: wis- sehen, bearbeiten, ablegen; in einer A. blättern;
[gedachten] zusammenfassenden Oberbegriff. senschaftliche A.; A. im Detail. das kommt in die -n (wird als Notiz in die Akten
Ak|ku|mu|la|tor, der; -s, ...oren [lat. accumula- ak|ri|bisch 〈Adj.〉 (bildungsspr.): peinlich genau, eingetragen); * über etw. die -n schließen (etw.

tor = Anhäufer] (Technik):  1. auf elektrochemi- ¯
höchst sorg fältig, äußerst gründlich: -es Quel- für erledigt erklären, über etw. nicht mehr ver-
scher Basis arbeitender Stromspeicher: der A. lenstudium; etw. a. kontrollieren. handeln); etw. zu den -n legen (ugs.; etw. als
ist leer. 2. (z. B. bei hydraulischen Pressen vor- Ak|ro|bat [österr. auch: ...bat], der; -en, -en [zu erledigt betrachten).
handener) Behälter mit Druckwasser o. Ä., der griech. akróbatos = auf den Fußspitzen gehend, Ak|ten|de|ckel, der: gefalzter Karton, in dem
mechanische Energie speichert. 3. (EDV) Spei- zu: ákros = äußerst..., oberst...; spitz]: jmd., der ˙ Akten u. andere Papiere aufbewahrt werden.
cherzelle einer Rechenanlage. turnerische, gymnastische od. tänzerische Ak|ten|ein|sicht, die (Verwaltungsspr.): Ein-
ak|ku|mu|lie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. accumulare, bungen, die besondere körperliche Beweglich- ˙ sicht (1 b) in eine Akte: jmdm. A. gewähren.
Aktenkoffer – Aktiva 120
Ak|ten|kof|fer, der: kleinerer Koffer zum Trans- Ak|ti|en|kurs, der: Kurs (4) von Aktien: die -e Ak|ti|ons|ein|heit, die: gemeinsames Vorgehen
A ˙ port von Akten, Schriftstücken u. Ä. ˙ steigen, fallen, erholen sich, ziehen an. 
politischer Kräfte: A. der Arbeiterklasse.
ak|ten|kun|dig 〈Adj.〉 (Amtsspr.): in Akten ver- Ak|ti|en|markt, der: 1. Börse, an der Aktien ak|ti|ons|fä|hig 〈Adj.〉: zur Aktion (2) fähig,
˙ merkt, durch eine Akte beweisbar, belegbar: ihre ˙ gehandelt werden: die wichtigsten Aktien- 
handlungsfähig: a. sein, bleiben.
Psychose ist a. märkte. 2. 〈o. Pl.〉 Handel mit Aktien. Ak|ti|ons|feld, das: Tätigkeitsfeld.
Ak|ten|la|ge, die 〈Pl. selten〉: sich in den Akten Ak|ti|en|markt|in|dex, der (Börsenw.): Index der Ak|ti|o ns|ge|mein|schaft, die: zum Zweck des
˙ widerspiegelnder Stand der Dinge: die A. hat ˙ durchschnittlichen Kurswerte der wichtigsten 
gemeinsamen Vorgehens gebildete Gemein-
sich nicht geändert; ich kenne die A.; Aktien des Aktienmarktes. schaft.
(Amtsspr.:) nach A. Ak|ti|en|mehr|heit, die: den Aktienbesitz betref- Ak|ti|ons|ko|mi|tee, das: Aktionsgemeinschaft.
Ak|ten|map|pe, die: 1. Sammelmappe aus Pappe ˙ fende Mehrheit eines Gesellschafters: die A. Ak|ti|o ns|kunst, die 〈o. Pl.〉: Kunstform, die künst-
˙ für Akten. 2. (nordd.) Aktentasche. besitzen.  Aktionen an die Stelle von Kunstobjek-
lerische
Ak|ten|no|tiz, die: Notiz, Vermerk in einer Akte: Ak|ti|en|op|ti|on, die (Börsenw.): Wertpapier, ten stellt.
˙ eine A. machen. ˙ das zum Kauf von Aktien eines bestimmten Ak|ti|ons|künst|ler, der: bildender Künstler, der
Ak|ten|ord|ner, der: Ordner (2) für Akten. Unternehmens zu einem festgelegten Preis 
Aktionskunst hervorbringt.
A˙ k|ten|schrank, der: Schrank zum Aufbewahren innerhalb einer zeitlichen Frist berechtigt. Ak|ti|ons|künst|le|rin, die: w. Form zu ↑ Aktions-
˙ von Akten. Ak|ti|en|pa|ket, das: größerer Posten von Aktien 
künstler.
Ak|ten|stück, das: einzelne Akte, Vorgang (2): in ˙ eines Unternehmens in einer Hand. Ak|ti|ons|plan, der: Plan, nach dem Aktionen
˙ einem A. blättern. Ak|ti|en|recht, das: 1. 〈o. Pl.〉 Gesamtheit der 
vorgenommen, Maßnahmen ergriffen werden
Ak|ten|ta|sche, die: größere Tasche mit Trage- ˙ Aktiengesetze. 2. Recht zum Erwerb von Aktien. sollen.
˙ griff für Akten, Bücher, Schriftstücke u. Ä. Ak|ti|en|spe|ku|la|ti|on, die: Spekulation (2) mit Ak|ti|ons|po|ten|zi|al, Ak|ti|ons|po|ten|ti|al,
Ak|ten|ver|merk, der (Verwaltungsspr.): Ver- ˙ Aktien. 
das (Physiol.): 
elektrische Spannungsänderung
˙ merk in einer Akte: einen A. machen. Ak|ti|en|wert, der (Börsenw.): Wert einer Aktie mit Aktionsströmen bei Erregung von Nerven,
Ak|ten|zahl, die: Aktenzeichen. ˙ od. der Aktien einer Aktiengesellschaft. Muskeln, Drüsen.
A˙ k|ten|zei|chen, das: Signatur zur Kennzeich- Ak|tin, das; -s, -e [zu lat. agere (actum) = han- Ak|ti|ons|preis, der: herabgesetzter Verkaufs-
˙ nung einer Akte (Abk.: AZ). ¯ tätig sein] (Biochemie): Eiweißverbindung
deln, preis im Rahmen einer Sonderaktion: Brathähn-
Ak|teur [aktø], der; -s, -e [frz. acteur < lat. im Muskel. chen zum A.

actor]: 1. (bildungsspr.) Handelnder, an einem Ak|ti|nie, die; -, -n [zu griech. aktı́s (Gen.: aktı̃- Ak|ti|ons|pro|gramm, das: Programm für Aktio-
bestimmten Geschehen Beteiligter; handelnde ¯ = Strahl] (Zool.): sechsstrahlige Koralle;
nos) nen, die einem bestimmten Ziel dienen sollen:
Person. 2. a) (bildungsspr.) Schauspieler: ein Seeanemone. ein landesweites A. gegen den Alkoholmiss-
großartiger A.; b) (Sportjargon) Spieler, Wett- Ak|ti|ni|um: ↑ Actinium. brauch.
kämpfer: die -e von Bayern München. Ak|ti¯|on, die; -, -en [lat. actio, ↑ Aktie]: Ak|ti|ons|ra|di|us, der: 1. Wirkungsbereich,
Ak|teu|rin [...tørn], die; -, -nen: w. Form zu 
1. [gemeinschaftlich geplante] Unternehmung, 
Reichweite. 2. Entfernung, die ein Schiff,
↑ Akteur. Maßnahme: eine gemeinsame, gewaltfreie, [Kampf ]f lugzeug, Fahrzeug zurücklegen kann,
Akt|fo|to, das, schweiz. auch: die: Aktaufnahme. militärische A. planen; die A. kommt nicht in ohne neuen Treibstoff aufzunehmen; Fahr-,
A˙ kt|fo|to|graf, Aktphotograph, der: Fotograf, der Gang, wird eingestellt; eine konzertierte A. Flugbereich.
˙ auf Aktdarstellungen spezialisiert ist. (bes. Politik; durch bereinstimmung aller Ak|ti|ons|tag, der: Tag, an dem eine bestimmte
Akt|fo|to|gra|fie, Aktphotographie, die: 1. 〈o. Pl.〉 Partner erzieltes gemeinsames Vorgehen; 1967 Aktion (1) durchgeführt wird.
˙ Bereich der Fotografie, der die Aktdarstellung geprägt von Karl Schiller). 2. das Handeln, ak|ti|ons|un|fä|hig 〈Adj.〉: nicht aktionsfähig.
zum Gegenstand hat. 2. Aktfoto. Tätigsein: A. und Kontemplation; * in A. (in Ak|ti|o  ns|wo|che, die: Woche, in der von
Akt|fo|to|gra|fin, Aktphotographin, die: w. For- Tätigkeit: in A. sein, setzen, treten; etw. in A. 
bestimmten Gruppierungen, Organisationen in
˙ men zu ↑ Aktfotograf, Aktphotograph. zeigen). 3. (Reiten) bestimmte charakteristi- gemeinschaftlichen Aktionen für eine
Ak|tie [aktsi ], die; -, -n [niederl. actie < lat. sche Beinbewegung beim Pferd; Gangart. bestimmte Sache geworben, gearbeitet wird:

actio = Tätigkeit; klagbarer Anspruch] 4. (Physik) Wirkung. 5. (österr., schweiz.) Son- eine A. durchführen.
(Wirtsch.): Urkunde, in der das Anteilsrecht am derangebot. Ak|ti|ons|zen|t|rum, das: 1. Zentrum, von dem
Grundkapital einer Aktiengesellschaft festgelegt Ak|ti|o|när, der; -s, -e [frz. actionnaire, zu: eine Aktion (1) ausgeht. 2. (Meteorol.) die Groß-
u. der Anspruch auf einen bestimmten Teil des action = Aktie]: Gesellschafter einer Aktienge- wetterlage bestimmendes Gebiet überwiegend
Gewinnes verbrieft ist: die -n steigen, fallen; sein sellschaft; Aktieninhaber. hohen od. tiefen Luftdrucks.
Vermögen in -n anlegen; R wie stehen die -n? Ak|ti|o|na|ri|at, das, -s, -e (schweiz.): Gesamtheit ak|tiv [auch: a...] 〈Adj.〉 [lat. activus, zu: agere
(ugs. scherzh.; wie gehts?); * jmds. -n steigen der Aktionäre  und Aktionärinnen. (2.¯Part.: actum), ↑ Akt]: 1. a) tätig, rührig, ziel-
(ugs.; jmds. Aussichten auf Erfolg werden bes- Ak|ti|o|nä|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aktionär. strebig, eifrig, unternehmend, tatkräftig: ein -er
ser). Ak|ti|o|nä rs|schüt|zer, der (ugs.): jmd., der die Teilnehmer; politisch, sexuell a. sein; b) selbst in
Ak|ti|en|an|teil, der: 1. Anteil, den Aktien am Interessen der Aktionäre, bes. der Kleinaktio- einer Sache tätig, sie ausübend (im Unterschied
˙ gesamten Vermögen, am gesamten Besitz, an näre, meist gegenüber der Unternehmensleitung zum bloßen Erdulden o. Ä. von etw.); nicht pas-
den gesamten finanziellen Mitteln ausmachen: vertritt. siv: eine -e Rolle spielen; -e Sterbehilfe; a. betei-
ein Fonds mit einem kleinen A. 2. Anteil an den Ak|ti|o|närs|schüt|ze|rin, die: w. Form zu ligt sein; a. Politik betreiben; bei etw. a. werden
gesamten Aktien eines Unternehmens o. Ä.: sei- 
↑ Aktionärsschützer. (etw. unternehmen); c) in besonderer Weise
nen A. verkaufen wollen. Ak|ti|o|närs|tref|fen, das: Treffen der Aktionäre wirksam: biologisch -es Insulin; die Kur wirkt a.
Ak|ti|en|aus|ga|be, die: das Ausgeben (1 c) von 
einer Aktiengesellschaft. auf Haar und Kopfhaut; d) durch Aktivitäten (1)
˙ Aktien. Ak|ti|o|närs|ver|samm|lung, die: zu bestimmten gekennzeichnet: -e Erholung, Nachbarschafts-
Ak|ti|en|be|sitz, der: Besitz in Form von Aktien. Terminen  einberufene Versammlung der Aktio- hilfe; -er Umweltschutz; im -en Ruhestand
A˙ k|ti|en|bör|se, die: Effektenbörse. näre. leben. 2. (Militär) a) [als Berufssoldat] im Mili-
A˙ k|ti|en|fonds, der (Wirtsch.): Investmentfonds, Ak|ti|o|närs|ver|tre|ter, der: jmd., der die Inter- tärdienst stehend: ein -er Offizier; a. dienen;
˙ der überwiegend in Aktien anlegt. essen der  Aktionäre vertritt. b) den militärischen Pf lichtdienst betreffend: -e
Ak|ti|en|ge|schäft, das: Geschäft mit Aktien. Ak|ti|o|närs|ver|tre|te|rin, die: w. Form zu Dienstzeit. 3. a) als Mitglied einer Vereinigung
A˙ k|ti|en|ge|sell|schaft, die: Handelsgesell- 
↑ Aktionärsvertreter. die von ihr geforderten Tätigkeiten regelmäßig
˙ schaft, deren Grundkapital von einzelnen Ak|ti|o|nis|mus, der; -: 1. (oft abwertend) über- ausübend: -es Mitglied; sie ist a. in der Tier-
Gesellschaftern aufgebracht wird, die in Höhe ˙
triebener Betätigungsdrang: blinder A. 2. Bestre- schutzbewegung; b) (Sport) als Mitglied einer
ihrer Einlage an dem Unternehmen beteiligt ben, das Bewusstsein der Menschen od. beste- Sportgemeinschaft an bungen u. Wettkämpfen
sind (Abk.: AG). hende Zustände durch [provozierende, revolu- teilnehmend: ein -er Sportler; in seiner -en Zeit
Ak|ti|en|ge|setz, das (Rechtsspr.): Aktiengesell- tionäre, künstlerische] Aktionen zu verändern. spielte er Rechtsaußen. 4. (Chemie) besonders
˙ schaften betreffende Gesetzgebung (Abk.: Ak|ti|o|nist, der; -en, -en: Vertreter des Aktionis- reaktionsfähig. 5. (Sprachwiss.) aktivisch: -e
AktG). mus (2).˙ Verbformen.
1
Ak|ti|en|han|del, der: Handel mit Aktien. Ak|ti|o|nis|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aktio- Ak|tiv, das; -s, -e 〈Pl. selten〉 [lat. (genus) acti-
A˙ k|ti|en|in|dex, der 〈Pl. ...dizes, auch: ...dices〉 nist. ˙ ˙ vum] (Sprachwiss.): Verbform, die eine vom
˙ (Börsenw.): Index der durchschnittlichen Kurs- ak|ti|o|nis|tisch 〈Adj.〉: 1. (oft abwertend) Aktio- Satzgegenstand her gesehene Richtung einer
werte der wichtigsten an der Börse gehandelten nismus˙(1) verbreitend. 2. den Aktionismus (2), Tätigkeit, eines Verhaltens, eines Geschehens
Aktien. den od. die Aktionisten betreffend: -e Gruppen. o. Ä. ausdrückt (z. B. Fritz schlägt den Hund; die
Ak|ti|en|in|ha|ber, der: Aktionär. Ak|ti|ons|art, die (Sprachwiss.): Art u. Weise, wie Rosen blühen): das Verb steht im A.
˙Ak|ti|en|in|ha|be|rin, die: w. Form zu ↑ Aktienin- 
die Aktion (2), das durch das Verb ausgedrückte 2
Ak|tiv, das; -s, -s, (seltener:) -e [russ. aktiv]
˙ haber. Geschehen vor sich geht (z. B. durativ, iterativ). ¯
(DDR): Gruppe von Personen, die sich für eine
Ak|ti|en|ka|pi|tal, das: in Aktien gestückeltes Ak|ti|ons|be|reich, der: Tätigkeitsbereich. wirtschaftliche, gesellschaftspolitische od. kul-
˙ Grundkapital einer Aktiengesellschaft (Abk.: Ak|ti|o ns|bünd|nis, das: Zusammenschluss turelle Aufgabe innerhalb eines Kollektivs, einer
AK).  od. mehrerer Gruppen zu gemeinsamen
zweier Organisation u. Ä. besonders aktiv einsetzen.
Ak|ti|en|kauf, der: Kauf von Aktien. Aktionen. Ak|ti|va: Pl. von ↑ 1 Aktivum.
˙ ¯
121 Aktivbezug – akzentlos
Ak|tiv|be|zug, der (österr. Amtsspr.): Gehalt von schaftliche -en; weltweite -en (geschäftliche Aku|punk|tur, die; -, -en [zu lat. punctura = der
¯
Beamten. Aktionen, Unternehmungen); jede A. ist hier ver- Stich] (Med.): (aus China u. Japan stammende) A
Ak|tiv|bür|ger, der (schweiz.): Bürger mit akti- boten. 3. (Chemie) wirksame chemische Kon- Heilbehandlung, bei der durch Einstiche mit fei-
vem ¯ Wahlrecht; Staatsbürger, der in vollem zentration. 4. Radioaktivität. nen Nadeln in bestimmte Hautstellen Schmer-
Besitz seiner politischen u. bürgerlichen Rechte Ak|tiv|koh|le, die (Chemie): aktivierte (2) staub- zen od. andere Beschwerden (1 b) beeinflusst
ist. ¯ poröse Pflanzenkohle.
feine, werden sollen.
Ak|tiv|bür|ge|rin, die: w. Form zu ↑ Aktivbürger. Ak|tiv|pos|ten, der: 1. (Buchf.) auf der Aktivseite Aku|punk|tur|punkt, der: bestimmte Hautstelle,
Ak|ti¯v|bür|ger|schaft, die (schweiz.): Gesamtheit der¯ Bilanz aufgeführter Vermögensposten. in die bei der Akupunktur mit feinen Nadeln
der¯ Aktivbürger u. Aktivbürgerinnen. 2. (ugs.) Gewinn, Bereicherung: solche Vorzüge eingestochen wird.
1
Ak|ti|ve, die/eine Aktive; der/einer Aktiven, die sind ein wichtiger, wertvoller A.; sie zählt zu den Akus|tik, die; -, -en: 1. (Physik) Lehre vom Schall,
¯
Aktiven/zwei Aktive: 1. aktiv Sport treibende A. dieser Regierung. ˙ den Tönen. 2. Beschaffenheit, Eigenschaft
von
weibliche Person, die ständig an Wettkämpfen Ak|tiv|sei|te, die (Buchf.): linke Seite, Stelle eines eines Raumes hinsichtlich der den Klang, den
teilnimmt. 2. weibliche Person, die irgendwo ¯
Kontos, einer Bilanz, auf der die Vermögenspos- Schall betreffenden Gegebenheiten, der klangli-
[noch] aktiv mitmacht, tätig ist. ten aufgeführt sind. chen Wirkung: der Konzertsaal hat eine gute A.
2
Ak|ti|ve, die/eine Aktive; der/einer Aktiven, die Ak|tiv|stoff, der (Chemie): Stoff von großer che- Akus|ti|ker, der; -s, -: Fachmann auf dem Gebiet
¯
Aktiven/zwei Aktive (ugs. veraltet): nicht selbst ¯
mischer Reaktionsfähigkeit. ˙ Akustik.
der
1
gedrehte Zigarette. Ak|ti|vum [schweiz.: ak...], das; -s, ...va u., bes. Akus|ti|ke|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Akustiker.
Ak|ti|ven: Pl. von ↑ 1 Aktivum. ¯
österr., ...ven 〈meist Pl.〉 [subst. Neutr. von lat. aku˙ s|tisch 〈Adj.〉 [zu griech. akoustikós = das
Ak|ti¯|ver, der Aktive/ein Aktiver; des/eines Akti- activus, ↑ aktiv] (Wirtsch.): auf der Aktivseite ˙
Gehör betreffend]: 1. die Akustik betreffend.
ven,¯ die Aktiven/zwei Aktive: 1. aktiv Sport trei- der Bilanz eines Unternehmens stehender Ver- 2. den Schall, Klang betreffend, klanglich,
bende Person, die ständig an Wettkämpfen teil- mögenswert. klangmäßig, durch das Gehör: -e Signale; etw. a.
2
nimmt. 2. jmd., der irgendwo [noch] aktiv mit- Ak|ti|vum, das; -s, ...va (veraltet): 1 Aktiv. wahrnehmen.
macht, tätig ist. Ak|ti¯ v|ur|laub, der: Urlaub mit sportlichen Akti- akut 〈Adj.〉 [lat. acutus, eigtl. = scharf, spitz, adj.
Ak|tiv|ge|schäft, das (Bankw.): Bankgeschäft, bei ¯
vitäten. 2. Part. von: acuere = schärfen, spitzen]: 1. im
dem ¯ die Bank Kredite an Dritte gewährt. Akt|ma|le|rei, die: 1. 〈o. Pl.〉 das Malen von Augenblick herrschend; vordringlich, brennend;
ak|ti|vie|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. activer, zu: actif = ˙ Akten (4). 2. gemalter Akt (4). unmittelbar: eine -e Frage; eine -e Gefahr bil-
tätig, aktiv < lat. activus, ↑ aktiv]: 1. a) zu größe- Akt|mo|dell, das: Modell für einen Akt (4). den; dieses Problem wird jetzt a.; du musst a.
rer Aktivität (1) veranlassen, zu aktivem Verhal- A˙ kt|pho|to|graph usw.: ↑ Aktfotograf usw. (unmittelbar, für den Augenblick) etwas unter-
ten bewegen: die Jugend, die Mitglieder a.; b) in ˙ |t|ri|ce [aktris ], die; -, -n [frz. actrice, w.
Ak nehmen. 2. (Med.) unvermittelt [auftretend],
Gang, Schwung bringen; die Wirkung von etw. Form von: acteur, ↑ Akteur]: Schauspielerin. schnell u. heftig [verlaufend]: eine -e fieberhafte
verstärken; etw. wirksamer machen; einer Akt|stu|die, die: Studie zu einem Akt (4). Erkrankung; a. auftreten.
Sache zu größerer Wirksamkeit verhelfen: die ˙ak|tu|a|li|sie|ren 〈sw. V.; hat〉 (bildungsspr.): Akut, der; -[e]s, -e [lat. acutus (accentus) =
Arbeit an einem Projekt a.; durch dieses Präpa- a) auf die Gegenwart beziehen, in die gegenwär- 
scharf(e Betonung)]: 1. (Sprachwiss.) steigende
rat wird die Drüsentätigkeit aktiviert. 2. (Che- tige Wirklichkeit überführen, für die Gegenwart Stimmführung anzeigender Akzent.
mie) Elemente od. Verbindungen in einen verwirklichen: einen alten Film wieder a.; b) auf 2. (Schriftw.) diakritisches Zeichen (´ ), das
besonders reaktionsfähigen Zustand bringen. den neuesten Stand bringen: ein Lehrbuch, (z. B. im Französischen) die geschlossene Aus-
3. (Physik) stabile Atomkerne durch Beschuss Daten, Texte a. sprache eines e angibt.
mit energiereichen Teilchen zu künstlich radio- Ak|tu|a|li|sie|rung, die; -, -en: 1. das Aktualisie- Akut|dienst, der: Bereitschaftsdienst für Akut-
aktiven Atomkernen machen. 4. (Wirtsch.) in ren. 2. aktualisierte Form; etw., was einer 
kranke.
der Bilanz als Aktivposten erfassen, in die Aktualisierung (1) unterzogen wurde. Akut|kli|nik, die: Klinik für Akutkranke.
Bilanz als Vermögensteil einsetzen, durch buch- Ak|tu|a|li|tät, die; -, -en: 1. 〈o. Pl.〉 [nach frz. Aku t|kran|ke 〈vgl. Kranke〉: weibliche Person, die
halterische Belastung ausgleichen: eine Werter- actualité, zu ↑ aktuell] gegenwärtige Wirklich- an einer akuten Krankheit leidet.
höhung, Kosten a. 5. (EDV) (eine nicht arbei- keit, Bedeutsamkeit für die unmittelbare Gegen- Akut|kran|ken|haus, das: Krankenhaus für
tende Komponente eines Computersystems wart, Gegenwartsbezogenheit, Zeitnähe: der 
Akutkranke.
o. Ä.) in einen aktiven Zustand bringen: die Film ist von außerordentlicher A.; etw. gewinnt, Akut|kran|ker 〈vgl. Kranker〉: jmd., der an einer
Software a. verliert an A., büßt an A. ein. 2. 〈Pl.〉 Tagesereig- 
akuten Krankheit leidet.
Ak|ti|vie|rung, die; -, -en: das Aktivieren; das nisse, jüngste Geschehnisse. AKW [akave], das; -[s], -s, selten: -: Atomkraft-
Aktiviertwerden. Ak|tu|a|li|tä|ten|ki|no, das (veraltend): Film- werk.
Ak|ti|vie|rungs|ener|gie, die: 1. (Physik, Che- theater mit [durchgehend laufendem] aus Kurz- AKW-Geg|ner [akave...], der: Atomkraftwerk-
mie) Energiemenge, die für die Einleitung filmen verschiedener Art gemischtem aktuellem gegner.
gehemmter chemischer u. physikalischer Reak- Programm. AKW-Geg|ne|rin, die: w. Form zu ↑ AKW-Gegner.
tionen nötig ist. 2. (Kernphysik) Energie, die Ak|tu|ar, der; -s, -e [lat. actuarius = Buchhalter]: Ak|ze|le|ra|ti|on, die; -, -en [lat. acceleratio =
einem atomaren System zugeführt werden 
1. (schweiz.) Schriftführer eines Vereins. 2. Ver- Beschleunigung]:  1. a) (bildungsspr.) Beschleu-
muss, um es in einen angeregten Energiezu- sicherungs- u. Wirtschaftsmathematiker. nigung des Wachstums u. Vorverlagerung der
stand zu bringen. Ak|tu|a|rin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aktuar. sexuellen Reife bei Jugendlichen; b) (Biol.)
ak|ti|visch [auch: ak...] 〈Adj.〉 (Sprachwiss.): das ak|tu|e ll 〈Adj.〉 [frz. actuel < spätlat. actualis = Beschleunigung in der Aufeinanderfolge der
1 ¯
Aktiv betreffend, im 1 Aktiv stehend: die -en tätig,˙ wirksam]: 1. gegenwärtig vorhanden, Entwicklungsvorgänge bei Tieren. 2. (Fachspr.)
Formen des Verbs; den Satz a. konstruieren. bedeutsam für die unmittelbare Gegenwart; allmähliche Beschleunigung eines Vorgangs.
Ak|ti|vis|mus, der; -: 1. aktives (1) Verhalten, gegenwartsbezogen, -nah, zeitnah, zeitgemäß: 3. (Astron.) Zunahme der Umlaufgeschwindig-
˙
[ fortschrittliches] zielstrebiges Handeln, Betäti- ein -es Thema; dieses Problem ist heute nicht keit des Mondes.
gungsdrang. 2. (Literaturwiss.) (von etwa 1915 mehr a.; eine -e ( für aktuelle Themen ak|ze|le|rie|ren 〈sw. V.; hat〉 [lat. accelerare, zu:
bis 1920 herrschende) die Literatur als Mittel bestimmte) Fragestunde im Bundestag. celer = schnell] (Fachspr.): beschleunigen,
zur Durchsetzung bestimmter Ziele begreifende 2. (Mode, Wirtsch.) ganz neu, modisch, up to vorantreiben; fördern.
geistig-politische Bewegung. date, en vogue: bei den Sakkos sind feine Strei- Ak|zent, der; -[e]s, -e [lat. accentus, eigtl. = das
Ak|ti|vist, der; -en, -en: 1. bes. politisch akti- fen sowie Fischgräten a. An-,˙ Beitönen, zu: accinere = dazu tönen, dazu
ver (1)˙ Mensch, zielstrebig Handelnder. 2. [russ. Akt|zeich|nen, das; -s: Zeichnen von Akten (4). singen, zu: canere = singen]: 1. (Sprachwiss.)
aktivist] (DDR) Person, die im sozialistischen ˙Akt|zeich|nung, die: Zeichnung, die einen Akt (4) a) Betonung (einer Silbe, eines Wortes, eines
Wettbewerb durch wesentliche Erhöhung der ˙ darstellt. Satzes): dynamischer, musikalischer A.; der A.
Leistungen u. durch neue Arbeitsmethoden die Aku|i|tät, die; - [frz. acuité = Schärfe, Heftigkeit, liegt auf der zweiten Silbe; den A. tragen; b) Zei-
Produktion steigert: A. der sozialistischen zu lat. acutus, ↑ akut] (Med.): akuter (2) Verlauf chen über einem Buchstaben, das Aussprache
Arbeit. einer Krankheit; akutes (2) Krankheitsbild. od. Betonung angibt. 2. 〈o. Pl.〉 bestimmter Ton-
Ak|ti|vis|ten|be|we|gung, die (DDR): Bewegung, Aku|pres|sur, die; -, -en [zu lat. acus = Nadel u. fall, Aussprache, Sprachmelodie: mit ausländi-
˙ die höchstmögliche Produktionssteige-
die sich pressura = Druck]: (mit der Akupunktur ver- schem A. sprechen. 3. Betonung, Nachdruck,
rung in einem Betrieb o. Ä. zum Ziel gesetzt hat. wandtes) Verfahren, bei dem durch kreisende Gewicht, Schwerpunkt, Bedeutsamkeit: modi-
Ak|ti|vis|tin, die; -, -nen: w. Form zu ↑ Aktivist (1). Bewegungen der Fingerkuppen – unter leichtem sche -e sind Rückengurte, Schlitze; auf etw.
ak|ti|vi˙s|tisch 〈Adj.〉: 1. die Aktivisten (1) betref- Druck – auf bestimmten Stellen des Körpers einen besonderen A. legen; nur -e setzen (nur
fend. ˙2. den Aktivismus betreffend, ihn vertre- Schmerzen od. andere Beschwerden (1 b) beein- Hinweise, Anregungen geben); das Jahr 1989 hat
tend. flusst werden sollen. neue -e gesetzt (gezeigt, was in Zukunft sein
Ak|ti|vi|tät, die; -, -en [(frz. activité <) mlat. acti- Aku|punk|teur [...tø], der; -s, -e: jmd., der aku- wird, hat eine neue Richtung gewiesen).
vitas]: 1. 〈o. Pl.〉 aktives Verhalten, Betätigungs- punktiert.  ak|zent|frei 〈Adj.〉: ohne Akzent (2); frei von
drang, Energie; Wirksamkeit: die politische A. Aku|punk|teu|rin [...tørn], die; -, -nen: w. Form ˙
Akzent: sie spricht das Russische a.
der Partei hat sich verstärkt; A. entfalten. zu ↑ Akupunkteur. ak|zent|los 〈Adj.〉: 1. (selten) akzentfrei.
2. 〈meist Pl.〉 Handlung, Tätigkeit, Maßnahme: aku|punk|tie|ren 〈sw. V.; hat〉: mit Akupunktur ˙
2. a) keine Betonung (1) aufweisend, ohne Beto-
illegale, terroristische -en; sportliche, wirt- behandeln. nung: ich verstand sie kaum, da sie fast alle
Akzentsetzung – Albatros 122
Wörter a. aussprach; b) keinen Akzent (1 b) auf- ak|zi|den|tell, ak|zi|den|ti|ell 〈Adj.〉 [frz. acci- Alarm|an|la|ge, die: Anlage, durch die Alarm
A weisend: eine -e Schreibweise wie »Separee«. ˙
dentel < mlat. accidentalis]:˙ a) (Philos., bil- ˙
ausgelöst wird: optische, akustische -n.
3. ohne Akzentuierung, Hervorhebung; eintönig, dungsspr.) zufällig; unwesentlich; b) (Med.) alarm|be|reit 〈Adj.〉: einsatzfähig; auf Abruf ste-
monoton: eine -e Rede. 4. keine Besonderheit zufällig auftretend; nicht unbedingt zum Krank- ˙hend: ein stets -er Löschzug; man war, hielt
aufweisend, ohne besondere Kennzeichen: seine heitsbild gehörend. sich a.
Entwürfe werden immer -er. Ak|zi|den|ti|en: Pl. von ↑ Akzidens (b). Alarm|be|reit|schaft, die 〈o. Pl.〉: alarmbereiter
Ak|zent|set|zung, die (bildungsspr.): Setzung von Ak|zi|de˙ nz, die; -, -en: 1. [urspr. = gelegentliche ˙
Zustand: in A. stehen, sein; die Truppen in A.
˙
Akzenten (3). ˙
(Druck)arbeit] (Druckw.) Druck-Erzeugnis, das versetzen; die Polizei hielt sich in höchster A.
ak|zen|tu|ie|ren 〈sw. V.; hat〉 [mlat. accentuare, nicht zum Buch- od. Zeitschriftendruck gehört Alarm|glo|cke, die: vgl. Alarmklingel: -n läuten,
zu lat. accentus, ↑ Akzent]: 1. (einen Buchsta- (z. B. Anzeige, Formular, Prospekt). 2. [lat. acci- ˙
schrillen;  als kein Anruf von ihm kam,
ben, eine Silbe, ein Wort) betonen, scharf aus- dentia] (Philos.) Akzidens (a). schrillte bei ihr die A. (rechnete sie sofort mit
sprechen: [die Wörter] genau a.; deutlich und Ak|zi|den|zi|en: Pl. von ↑ Akzidens. etwas Bedrohlichem, Unerfreulichem o. Ä.).
akzentuiert sprechen. 2. (geh.) a) hervorheben, al [ital.,˙aus: a (↑ 2 a) u. il = m. Form des best. Art.] alar|mie|ren 〈sw. V.; hat〉 [frz. alarmer, zu: alarme
deutlich zeigen: diese Duftnote akzentuiert das ˙ (bes. Musik): (in italienischen Fügungen bes. < ital. allarme, ↑ Alarm]: 1. (eine Hilfsorganisa-
Gefühl des Wohlbefindens; b) etw. besonders aus der Musik) [bis] zu, auf (z. B. al fine, al pari). tion) zum Einsatz, zu Hilfe rufen: die Feuerwehr,
kennzeichnen; einer Sache eine besondere a. l. = ad libitum. Polizei a. 2. a) aufschrecken, warnen: das nächt-
Bedeutung geben: weiße Nähte akzentuieren die Al = Aluminium. liche Klingeln alarmierte alle; sie alarmierte den
Tasche; c) 〈a. + sich〉 deutlich werden; sich ä. L. = ältere[r] Linie. Chef mit einer beunruhigenden Mitteilung;
nachdrücklich zeigen: eine Frage hat sich à la [ala; aus ↑ à u. frz. la = w. Form des best. Ar