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SOL

Geschichte 26.02.

Kunst in der Renaissance - Die Zentralperspektive


Vorab-Info:

1) Du brauchst dieses Dokument nicht auszudrucken.


2) Die Aufgaben finden sich auf den folgenden Seiten verteilt. Sie sind nummeriert.
Schreibe jeweils sowohl die Aufgabenstellung als auch die Antwort in dein Heft.

Neben architektonischen Veränderungen, brachte die Renaissance auch einen Umschwung


in der Kunst. Wir haben bereits über Michelangelos „David“ und Leonardo da Vincis Studien
im Bereich Anatomie und Militärgeräte gesprochen (siehe S.89 und S.97 im Schulbuch).


Zwei an Michelangelos „David“ angelehnte, moderne Werbungen

Ein wichtiges neues Stilmittel wurde die Darstellung in der Zentralperspektive mit zwei
Fluchtpunkten. Mit dieser Technik wirkten die gezeichneten Bilder dreidimensional und
verstärkten den realistischen Eindruck. Zudem wurden die Bilder aus der Perspektive des
betrachtenden Individuums gemalt.


Aufgabe 1: Beschreibe Merkmale der Zentralperspektive.
Dreidimensionalität und damit realistischer Eindruck. Zudem wurden die Bilder aus der
Perspektive des betrachtenden Individuums gemalt.

Bei der Zentralperspektive verlaufen sämtliche Linien, die in die Tiefe des Raumes gehen, auf
einen Fluchtpunkt zu, der auf der Horizontlinie liegt. Man spricht in diesem Zusammenhang
von einer Verkürzung, da die Linien, welche in die Tiefe gehen, kürzer dargestellt werden.

Aufgabe 2: Welche zeichnerischen Tricks werden dazu angewandt?

Sämtliche, in die Tiefe verlaufenden Linien gehen auf einen Fluchtpunkt zu, der auf der
Horizontlinie liegt.

Die Zentralperspektive sorgt also letzten Endes dafür, dass die Objekte, die im Hintergrund
eines Bildes sind, immer kleiner werden, wohingegen die Dinge, die im Vordergrund sind,
größer erscheinen.

Aufgabe 3: Welcher Effekt wird durch die Zentralperspektive erzeugt?

Objekte im Hintergrund des Bildes erscheinen klein, im Vordergrund hingegen sind sie
größer.

Im nachfolgenden Bild wird dieser Effekt durch eine einfache geometrische Figur erzeugt.
(Gelb = Fluchtpunkt; Blau = Horizontlinie)

Im linken Beispiel ist die Horizontlinie über dem Objekt angesetzt, wodurch der Eindruck
entsteht, man würde von oben auf den Körper schauen (Vogelperspektive). Ist die
Horizontlinie in der Mitte des Objekts, scheint es so, also würde der Betrachter genau vor
dem Objekt stehen (Frontalperspektive). Ist die Horizontlinie unter dem jeweiligen Objekt
angesetzt (rechtes Beispiel), wandert die Perspektive nach unten (Froschperspektive). Es
scheint nun so, als ob der Betrachter das Objekt von unten sehen würde.

A B


Aufgabe 4: Ordne die Beispiele A-C (oben) den Blickwinkeln zu: Vogelperspektive,
Frontalperspektive und Froschperspektive.
A = Frontalperspektive; B = Vogelperspektive; C = Frontalperspektive

Zuvor im Mittelalter bediente man sich in der Malerei zumeist zweier Ebenen: einem
Hintergrund und einem Vordergrund. Objekte, die im Vordergrund standen, verdeckten alle
Objekte, die auf der Hintergrundebene angelegt waren. Dadurch entstand allerdings noch
nicht der Eindruck von Dreidimensionalität. In der Renaissance hingegen entstand mittels
der Zentralperspektive erstmalig der Eindruck, als würden sich die Objekte eines Bildes so
verhalten, wie sie es auch unter Sehbedingungen in der Wirklichkeit tun würden.
A B


C D


E

F G


Aufgabe 5: Ordne die Beispiele A-G entweder dem Mittelalter oder der Renaissance zu.
Mach dazu eine kleine Tabelle.
Mittelalter: A, C, F
Renaissance: B, D, F, G
Aufgabe 6: Beschreibe Unterschiede zwischen den Kunstwerken aus dem Mittelalter und der
Renaissance.
Mittelalter: einfachere Zeichnungen
Renaissance: 3D-Effekt, komplexere Zeichnungen, vielfältige Themen
Aufgabe 7: Fertige selbst eine perspektivische Zeichnung an.
Individuelle Produkte

Beispiele und Textteile entnommen von: https://wortwuchs.net/zentralperspektive/