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Messtechnik und Sensorik: Übungsaufgaben

Übungsaufgaben Messtechnik und Sensorik

1 Geschwindigkeitsmessung mittels Laserlaufzeitverfahren


Es soll eine Geschwindigkeitskontrolle mittels „Laserpistole“ durchgeführt werden. Dabei
werden Laserpulse ausgesendet, die vom Fahrzeug reflektiert und von einem Sensor detektiert
werden. Aus der Laufzeitmessung zwischen Senden und Empfangen ergibt sich die
Entfernung. Zwei aufeinanderfolgende Entfernungsmessungen ermöglichen schließlich die
Berechnung der Geschwindigkeit.
a) Stellen Sie die gemessene Geschwindigkeit v = x in
Abhängigkeit der Laufzeiten t1 und t2 der beiden
Entfernungsmessungen sowie des zeitlichen Abstands der
beiden Messungen t2 − t1 auf.
b) Bei der Messung ist  unbekannt und wird zugunsten des
Fahrers auf  = 0 geschätzt. Wie groß darf der Winkel
 maximal sein, damit der Fehler der Geschwindigkeit
kleiner als 1% ist?
c) Wie groß ist der maximale absolute Fehler der
Geschwindigkeit, wenn bei der Laufzeitmessung ein
Fehler von ±2 ns auftritt und der zeitliche Abstand der
beiden Messungen t2 − t1 = 1 s beträgt (  = 0 ).

Lösung mit Lösungshinweis (wird nicht in der Prüfung angegeben):


a)
Zurückgelegte Strecke der Laserpulse 1 und 2:
2𝑥1 = 𝑐 ⋅ Δ𝑡1
2𝑥2 = 𝑐 ⋅ Δ𝑡2
Geschwindigkeitskomponente des Wagens in Richtung der Laserpistole:
𝑥2 − 𝑥1 𝑐(Δ𝑡2 − Δ𝑡1 )
𝑣 = 𝑥̇ = ≈
(𝑡2 + ∆𝑡2 /2) − (𝑡1 + ∆𝑡1 /2) 2(𝑡2 − 𝑡1 )
b)

𝑣 𝑣𝑟𝑒𝑎𝑙
𝛼 𝑣 = 𝑣𝑟𝑒𝑎𝑙 ⋅ cos 𝛼
|𝑣 − 𝑣𝑟𝑒𝑎𝑙 |
= |1 − cos 𝛼 | ≤ 1 %
𝑣𝑟𝑒𝑎𝑙
|𝛼| ≤ 8,1°
𝑚
d) Δ𝑣𝑚𝑎𝑥 = 0,6 𝑠

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Messtechnik und Sensorik: Übungsaufgaben

2 Optische inkrementelle Winkelmessung


Zur Winkel- und Drehzahlmessung soll ein optischer b
Inkrementalgeber ähnlich der dargestellten Codescheibe
verwendet werden. Die Inkremente werden mit dem
Impulszählverfahren ausgewertet. Bei einer Torzeit von
T = 0,1s werden 50 Inkremente gezählt. Geben Sie den r
während der Zeit T überstrichenen Winkel ε und die
Winkelgeschwindigkeit ω (in rad/s) in Abhängigkeit der
Inkrementbreite b und des Scheibenradius r an.
Hinweis: Die hier dargestellte Codescheibe stellt eine
schematische Zeichnung dar und spiegelt nicht die
tatsächlichen Verhältnisse wider.
Lösung:
b
 = 50 
r
 b
= =  500 s −1
T r

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3 Fourier-Reihe einer Rechteckfunktion mit veränderbarem Puls-


Pausen-Verhältnis
Gegeben sei die Rechteckfunktion:

a) Welche der Fourierkoeffizienten sind ohne weitere Rechnung identisch gleich Null?
b) Bestimmen Sie die reellen Fourierkoeffizienten von x(t) in Abhängigkeit des
Tastverhältnisses d und der Periodendauer T.
1
c) Berechnen Sie die Fourier-Reihe für den Fall d = und d = 1 .
2
Lösung mit Lösungshinweis (wird nicht in den Prüfungen angegeben):
a) Koeffizienten für Sinus sind Null (Funktion ist gerade):
b) Fourierkoeffizienten:
a0 = 2d xˆ
2 xˆ
an = sin ( n  d   )
n
1
c) Fourier-Reihe für d = :
2
1 2 1 1 1 
x(t ) = xˆ + xˆ  cos ( 0t ) − cos ( 30t ) + cos ( 50t ) − cos ( 70t ) + ... 
2  3 5 7 
Fourier-Reihe für d = 1 :
x(t ) = xˆ

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4 Fourier-Reihe einer Dreiecksfunktion


Gegeben ist die T-periodische Dreiecksfunktion:

 2  xˆ
 T  t + xˆ t  0
x (t ) = 
 − 2  xˆ  t + xˆ t  0
 T

a) Bestimmen Sie die reellen Fourierkoeffizienten von x ( t ) .

b) Berechnen Sie die komplexen Fourierkoeffizienten von x ( t ) mithilfe der Eulergleichung


(siehe Vorlesung) für n  0 .
c) Bestätigen Sie Ihr Ergebnis aus b) durch direkte Berechnung der komplexen
Fourierkoeffizienten.

Lösung mit Lösungshinweis (wird nicht in den Prüfungen angegeben):


a) Reelle Fourierkoeffizienten:
a0 = xˆ
 4 xˆ
 für n ungerade
an =  n 2 2
 0 für n gerade

Reelle Fourier-Reihe:
xˆ 4  1 1 1 
x(t ) = + xˆ 2  cos ( 0t ) + 2 cos ( 30t ) + 2 cos ( 50t ) + 2 cos ( 70t ) + ... 
2   3 5 7 

b) und c) Komplexe Fourierkoeffizienten:


2
X n = xˆ , für n = −, ,   n ungerade
n 2
2

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5 Fourier-Transformation
Berechnen Sie für a  0 die Fourier-Transformation von
e− at für t  0
x1 (t ) = 
0 für t  0
sowie
−a t
x2 (t ) = e

und bestimmen Sie ihre Beträge.

Lösung mit Lösungshinweis (wird nicht in den Prüfungen angegeben):


Fourier-Transformation von x1 (t ) :

1 
 x1 (t ) = X1 ( j ) = −j .
1+  2
1+ 2
Fourier-Transformation von x2 (t ) :

2
 x2 (t ) = X 2 ( j ) = .
1+ 2
Beträge der Fourier-Transformierten:
1
X 1 ( j ) = Re{ X 1 ( j )}2 + Im{ X 1 ( j )}2 = ,
1+ 2

2
X 2 ( j ) =
1+ 2

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