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Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Institut für Physikalische und Theoretische Chemie


Prof. Engels/Dr. Petersen
30.04.2019

PC-SBL: Symmetrie, chemische Bindung und Licht


Übungsblatt 1

1. Zeigen Sie, dass für den eindimensionalen harmonischen Oszillator der Symmetrieoperator
P̂ (Paritäts-Operator) den Hamilton-Operator invariant lässt. Der Paritäts-Operator ist
dadurch definiert, dass er die Vorzeichen aller Koordinaten umkehrt. Seine Wirkung auf
eine Wellenfunktion ist wie folgt gegeben:

P̂ ψ(x) = ψ(−x).

Bestimmen Sie den Eigenwert von P̂ für die zwei niedrigsten Eigenfunktionen des harmo-
nischen Oszillators (n = 0, 1) und zeigen Sie explizit, dass in diesen beiden Fällen der
Erwartungswert von Ĥ durch die Paritätsoperation nicht verändert wird.

2. Bestimmen Sie die Symmetrieelemente und die Punktgruppe von

(a) Chinolin
(b) Ethan in der ekliptischen Konformation
(c) Ethan in der gestaffelten Konformation
(d) Ethan mit 30° gegeneinander verdrehten CH3 -Gruppen
(e) Allen (CH2 =C=CH2 )
(f) Dichlormethan
(g) para-Dichlorbenzol

3. Stellen Sie für die Gruppe C2h die Multiplikationstafel auf und weisen Sie mit deren Hilfe
die Gruppenaxiome nach. Denken Sie sich ein Molekül aus, das C2h -Symmetrie besitzt.

4. Zeigen Sie, dass Drehspiegelachsen Sn nur dann eigenständige Drehspiegelungen erzeugen


(d.h. dass es nicht auch einzeln die entsprechenden Drehungen Cn und die Spiegelungen σh
gibt), wenn n eine gerade Zahl ist.

5. Zeigen Sie, dass die Menge der reellen Zahlen (ohne Null) eine abelsche (kommutative)
Gruppe bezüglich der Multiplikation bildet.

6. Zeigen Sie, dass die Menge der ganzen Zahlen (ohne Null) keine Gruppe bezüglich der Mul-
tiplikation bildet. Dazu genügt es, ein Beispiel zu finden, bei dem eines der Gruppenaxiome
verletzt wird.