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DIN EN 13906-3:2014-06

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 13906-3:2014) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 407 „Projekt-Komitee —
Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drähten und Stäben — Berechnung und Konstruktion“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR (Frankreich) gehalten wird.

Das zuständige nationale Spiegelgremium ist der NA 026-00-01 AA „Federn“ des Normenausschusses
Federn, Stanzteile und Blechformteile (NAFS) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Weitere
Informationen über den NAFS im Internet unter www.nafs.din.de.

Die vorliegende Norm ist Teil einer mehrteiligen Normenreihe (EN 13906) über die Berechnung und
Konstruktion von zylindrischen Schraubenfedern aus runden Drähten und Stäben. Sie besteht aus den
folgenden Teilen:

Teil 1: Druckfedern
Teil 2: Zugfedern
Teil 3: Drehfedern

Mit Bezug auf die Gleichungen (4) und (5) fand nach Veröffentlichung der englischen Fassung von
EN 13906-3:2014 eine Umfrage zur Korrektur im zuständigen CEN/TC 407 „Projekt-Komitee —
Zylindrische Schrauben-federn aus runden Drähten und Stäben - Berechnung und Konstruktion“ statt. Es
ist daher zu erwarten, dass zeitnah eine Berichtigung beider Gleichungen veröffentlicht wird.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 13906-3:2002-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Norm (einschließlich Gleichungen und Abbildungen) redaktionell vollständig überarbeitet;

b) technische Korrekturen eingearbeitet;

c) Anwendungsbereich für kaltgeformte Drehfedern verändert und zudem auf warmgeformte Drehfedern
erweitert;

d) Begriffe in Abschnitt 3 redaktionell an relevante Begriffe aus DIN EN ISO 26909 angepasst;

e) Benennungen für einige Symbole in Tabelle 2 redaktionell angepasst;

f) Abschnitt 5.3 zur Befestigung der Drehfederschenkel neu aufgenommen;

g) Abschnitt 8 um eine neue Tabelle mit Referenzdaten für den Elastizitäts- und Schubmodul für
nichtrostenden Stahldraht nach DIN EN 10270-3 ergänzt;

h) die Abhängigkeit des Elastizitätsmoduls von der Arbeitstemperatur wurde in Abschnitt 8.2 anstelle mit
einer Abbildung nun mittels der Gleichung (8) dargestellt;

i) neue Anforderungen zum Kugelstrahlen von dynamisch beanspruchten, warmgeformten und


vergüteten Federn in Abschnitt 10.2 aufgenommen.

Frühere Ausgaben

DIN 2088: 1949-07, 1969-07, 1992-11


DIN EN 13906-3: 2002-07

2
EUROPÄISCHE NORM EN 13906-3
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Januar 2014

ICS 21.160 Ersatz für EN 13906-3:2001

Deutsche Fassung

Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drähten und Stäben —


Berechnung und Konstruktion —
Teil 3: Drehfedern

Cylindrical helical springs made from round wire and bar — Ressorts hélicoïdaux cylindriques fabriqués
Calculation and design — à partir de fils ronds et de barres —
Part 3: Torsion springs Calcul et conception —
Partie 3: Ressorts de torsion

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 10. November 2013 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN-CENELEC oder bei jedem CEN-
Mitglied auf Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, der ehemaligen jugoslawischen
Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der
Tschechischen Republik, der Türkei, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

CEN-CENELEC Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

© 2014 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 13906-3:2014 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Inhalt
Seite

Vorwort........................................................................................................................................................................ 4
1 Anwendungsbereich ................................................................................................................................... 5
2 Normative Verweisungen............................................................................................................................ 5
3 Begriffe, Symbole, Einheiten und Abkürzungen ..................................................................................... 6
3.1 Begriffe .......................................................................................................................................................... 6
3.2 Symbole, Einheiten und Abkürzungen ..................................................................................................... 7
4 Theoretisches Drehfederdiagramm ........................................................................................................ 10
5 Konstruktionsgrundlagen......................................................................................................................... 12
5.1 Allgemeines ................................................................................................................................................ 12
5.2 Ausführung der Schenkel ......................................................................................................................... 12
5.3 Befestigung der Schenkel ........................................................................................................................ 12
5.4 Ausführung des Federkörpers................................................................................................................. 13
6 Beanspruchungsarten .............................................................................................................................. 14
6.1 Allgemeines ................................................................................................................................................ 14
6.2 Statische und quasistatische Beanspruchungen ................................................................................. 14
6.3 Dynamische Beanspruchungen .............................................................................................................. 14
7 Spannungskorrekturfaktor q ................................................................................................................... 15

8 Werkstoff-Kennwerte für die Berechnung von Federn ........................................................................ 16


9 Berechnungsgleichungen ........................................................................................................................ 17
9.1 Annahmen für die Berechnung................................................................................................................ 17
9.2 Berechnungsgleichungen ........................................................................................................................ 17
9.2.1 Allgemeines ................................................................................................................................................ 17
9.2.2 Federmoment ............................................................................................................................................. 17
9.2.3 Federmomentrate....................................................................................................................................... 17
9.2.4 Gestreckte Länge der federnden Windungen ........................................................................................ 18
9.2.5 Nenndurchmesser des Drahtes oder des Stabes ................................................................................. 18
9.2.6 Innerer Windungsdurchmesser ............................................................................................................... 18
9.2.7 Äußerer Windungsdurchmesser ............................................................................................................. 18
9.2.8 Länge des Federkörpers ohne Windungsabstand: .............................................................................. 18
9.2.9 Anzahl der federnden Windungen ........................................................................................................... 18
9.2.10 Drehwinkel .................................................................................................................................................. 18
9.2.11 Federungsarbeit ......................................................................................................................................... 19
9.2.12 Nicht korrigierte Biegespannung ............................................................................................................ 19
9.2.13 Korrigierte Biegespannung ...................................................................................................................... 19
10 Zulässige Biegespannungen.................................................................................................................... 22
10.1 Zulässige Biegespannungen für Federn bei statischer oder quasistatischer Beanspruchung ..... 22
10.2 Zulässige Hubspannungen für Federn bei dynamischer Beanspruchung ....................................... 22
10.2.1 Dauerfestigkeitswerte ............................................................................................................................... 22
10.2.2 Bemessung der Hubspannung ................................................................................................................ 22
10.2.3 Linien gleicher Spannungsverhältnisse ................................................................................................. 23
Literaturhinweise ..................................................................................................................................................... 24

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Bilder Seite

Bild 1 — Theoretisches Drehfederdiagramm ...................................................................................................... 10


Bild 2 — Drehfeder mit Windungsabstand gewickelt ......................................................................................... 11
Bild 3 — Drehfeder mit tangentialen Schenkeln ................................................................................................. 11
Bild 4 — Drehfeder mit abgebogenen Schenkeln ............................................................................................... 11
Bild 5 — Fest eingespannte Schenkel .................................................................................................................. 13
Bild 6 — nicht fest eingespannter Schenkel ........................................................................................................ 13
Bild 7 — Spannungskorrekturfaktor q in Abhängigkeit vom Wickelverhältnis w bzw. vom
r
Abbiegeverhältnis ...................................................................................................................................... 15
d
! R
Bild 8 — in Abhängigkeit von bei abgebogenem Schenkel ................................................................... 20
D
!' R
Bild 9 — in Abhängigkeit von bei tangentialen Schenkel ..................................................................... 21
D
Bild 10 — Dauerfestigkeitsschaubild für kaltgeformte, zylindrische Federn aus patentiert-
gezogenem Federstahldraht der Sorte DH nach EN 10270-1, nicht kugelgestrahlt ............................... 23

3
DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 13906-3:2014) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 407 „Projekt-Komitee —
Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drähten und Stäben — Berechnung und Konstruktion“ erarbeitet,
dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juli 2014, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Juli 2014 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Elemente dieses Dokuments Patentrechte berühren
können. CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen
Patentrechte zu identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN 13906-3:2001.

Diese Europäische Norm wurde vom Europäischen Verband der Federnhersteller ESF (European Spring
Federation) initiiert.

Diese Europäische Norm stellt eine technische Überarbeitung der EN 13906-3:2001 dar. Die wichtigsten
Änderungen sind im Folgenden aufgelistet:

Aktualisierung der Normativen Referenzen;

technische Korrekturen.

EN 13906 besteht unter dem Haupttitel Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drähten und Stäben —
Berechnung und Konstruktion aus den folgenden Teilen:

Teil 1: Druckfedern;

Teil 2: Zugfedern;

Teil 3: Drehfedern.

Entsprechend der CEN-CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, die
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island,
Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn,
Vereinigtes Königreich und Zypern.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm gilt für die Berechnung und Konstruktion von kalt- und warmgeformten zylindrischen
Drehfedern, auch Schenkelfedern genannt, mit linearer Kennlinie aus runden Drähten und Stäben mit
konstantem Durchmesser mit Werten nach Tabelle 1.

Tabelle 1

kaltgeformte warmgeformte
Charakteristik Drehfeder a
Drehfeder

Draht- oder Stabdurchmesser d 20 mm d ! 10 mm


Anzahl der federnden Windungen n!2 n!2
Wickelverhältnis 4 w 20 4 w 12
a Der Anwender dieser Europäischen Norm muss bei der Konstruktion von warmgeformten Drehfedern auf die
Unterschiede zwischen Konstruktionsanforderungen und den Rahmenbedingungen während der Prüfung
achten.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die
Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene
Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments
(einschließlich aller Änderungen).

EN 10089, Warmgewalzte Stähle für vergütbare Federn — Technische Lieferbedingungen

EN 10270-1, Stahldraht für Federn — Teil 1: Patentiert gezogener unlegierter Federstahldraht

EN 10270-2, Stahldraht für Federn — Teil 2: Ölschlussvergüteter Federstahldraht

EN 10270-3, Stahldraht für Federn — Teil 3: Nichtrostender Federstahldraht

EN 12166, Kupfer und Kupferlegierungen — Drähte zur allgemeinen Verwendung

EN ISO 26909:2010, Federn — Begriffe (ISO 26909:2009)

ISO 26910-1, Springs — Shot peening — Part 1: General procedures

5
DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

3 Begriffe, Symbole, Einheiten und Abkürzungen

3.1 Begriffe

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach EN ISO 26909:2010 und die folgenden Begriffe.

3.1.1
Feder
mechanisches Teil, das bei Verformung Energie speichert und bei Entspannung die entsprechende
Energiemenge wieder abgibt

[QUELLE: EN ISO 26909:2010, 1.1]

3.1.2
Drehfeder
Feder, die einem Drehmoment um die Längsachse der Feder entgegenwirkt

[QUELLE: EN ISO 26909:2010, 1.4]

3.1.3
Schraubendrehfeder
Drehfeder, üblicherweise aus um eine Achse gewickeltem Draht mit rundem Querschnitt, deren Enden zur
Übertragung eines Drehmoments geeignet sind

[QUELLE: EN ISO 26909:2010, 3.14]

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

3.2 Symbole, Einheiten und Abkürzungen

Tabelle 2 enthält die Symbole, die Einheiten und die Abkürzungen, die in dieser Norm verwendet werden.

Tabelle 2 (1 von 3)

Symbole Einheiten Benennungen

AD mm Grenzabmaß des Windungsdurchmessers der unbelasteten Feder


a mm lichter Abstand zwischen den wirksamen Windungen der unbelasteten
Feder
De Di mm mittlerer Windungsdurchmesser
D!
2
Dd mm Arbeitsdorndurchmesser
De mm Außendurchmesser der Feder
De" mm Außendurchmesser, der um den Winkel " im Wickelsinn gedrehten Feder
Dh mm Arbeitshülsendurchmesser
Di mm Innendurchmesser der Feder
Di" mm Innendurchmesser, der um den Winkel " im Wickelsinn gedrehten Feder
Dp mm Prüfdorndurchmesser
d mm Nenndurchmesser des Drahtes (oder des Stabes)
d max mm oberes Abmaß von d
dR mm Durchmesser der Mitnehmerstifte
2
E N/mm Elastizitätsmodul (oder Young-Modul)
(MPa)
F N Federkraft
F1, F2 ... N Federkräfte, zugeordnet den Drehwinkeln "1, " 2 ... und zugehörigen
Hebelarmen RA , RB (bei einer Raumtemperatur von 20 °C)

Fn N Federkraft, zugeordnet dem zulässigen Drehwinkel "n und den


Hebelarmen RA , RB

LK mm Länge des unbelasteten, ohne Windungsabstand gewickelten Federkörpers


(ohne Federschenkel)
LK0 mm Länge des unbelasteten, mit Windungsabstand gewickelten Federkörpers
(ohne Federschenkel)

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Tabelle 2 (2 von 3)

Symbole Einheiten Benennungen

LK mm Länge des um verdrehten, ohne Windungsabstand gewickelten Federkörpers


(ohne Federschenkel)
l mm gestreckte Länge der federnden Windungen (ohne Federschenkel)
l A, lB mm Federschenkellängen

M N mm Federmoment
M 1, M 2 ... N mm Federmomente, zugeordnet den Drehwinkeln 1, 2 ... und den
zugehörigen Hebelarmen RA , RB (bei einer Raumtemperatur von 20 °C)
Mn N mm höchstes zulässiges Federmoment, zugeordnet dem Drehwinkel n

M max N mm höchstes zulässiges Federmoment, das gelegentlich im Betrieb, bei der


Prüfung oder einmalig beim Einbau der Feder auftritt
N — Lastspielzahl bis zum Bruch
n — Anzahl der federnden Windungen

q D
— Spannungskorrekturfaktor, in Abhängigkeit von
d
R, RA, RB mm Hebelarme der Federkräfte
2
Rm N/mm Mindestwert der Zugfestigkeit
(MPa)
RMR Nmm/Grad Federmomente (Zunahme des Federmomentes je Grad Drehwinkel)
r, rA, rB ... rn mm innere Abbiegeradien
3
W mm äquatoriales (axiales) Widerstandsmoment
W N mm Federungsarbeit
D
w! — Wickelverhältnis
d
z — Dezimalstellen zur Anzahl der federnden Windungen n
Grad Drehwinkel

1, 2 ... Grad Drehwinkel, zugeordnet den Federmomenten M 1, M 2 ... bzw. den


Federkräften F1, F2 ...

n Grad größter zulässiger Drehwinkel


" Grad korrigierter Drehwinkel bei einem abgebogenen langen, nicht fest
eingespannten Schenkel
"" Grad korrigierter Drehwinkel bei einem tangentialen langen, nicht fest
eingespannten Schenkel
h Grad Schwingwinkel (Hubwinkel) zwischen zwei Positionen 1 und !2
!max Grad größter Drehwinkel, der gelegentlich im Betrieb, bei der Prüfung oder
einmalig beim Einbau der Feder auftritt
" Grad Vergrößerung des Drehwinkels ! infolge Durchbiegung eines abgeboge-
nen langen, nicht fest eingespannten Schenkels
"# Grad Vergrößerung des Drehwinkels ! infolge Durchbiegung eines tangentia-
len langen, nicht fest eingespannten Schenkels

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Tabelle 2 (3 von 3)

Symbole Einheiten Benennungen

Grad Schenkelwinkel bei Federn ohne Federmomentvorgabe


!0 Grad Schenkelwinkel bei Federn mit Federmomentvorgabe
"0 Grad Mitnehmerwinkel der unbelasteten Feder
"1," 2 ..." n Grad Mitnehmerwinkel der belasteten Feder zur Federmomentmessung,
zugeordnet den Drehwinkeln #1,# 2 ...#n
$ kg/dm
3
Dichte
% N/mm
2
nicht korrigierte Biegespannung (ohne Berücksichtigung des Einflusses des
(MPa) Drahtkrümmung)
2
% 1, % 2 ... N/mm nicht korrigierte Biegespannung, zugeordnet den Federmomenten
(MPa) M 1, M 2 ...

%n N/mm2 nicht korrigierte Biegespannung beim Federmoment M n


(MPa)
2
%q N/mm korrigierte Biegespannung (unter Berücksichtigung des Spannungs-
(MPa) korrekturfaktors q )
2
% q1, % q2 ... N/mm korrigierte Biegespannungen, zugeordnet den Federmomenten M 1, M 2 ...
(MPa)
2
% qh N/mm korrigierte Hubspannung, zugeordnet dem Schwingwinkel (Hubwinkel) #h
(MPa)
2
% qH N/mm korrigierte Dauerhubfestigkeit im Dauerfestigkeitsschaubild
(MPa)
2
% qO N/mm korrigierte Oberspannung im Dauerfestigkeitsschaubild
(MPa)
2
% qU N/mm korrigierte Unterspannung im Dauerfestigkeitsschaubild
(MPa)
2
% zul N/mm zulässige Biegespannung
(MPa)
& A , &B , & C Grad Biegewinkel des Schenkels

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

4 Theoretisches Drehfederdiagramm
Die Darstellung der Drehfeder entspricht EN ISO 2162-1:1996, Bild 6.1. Das theoretische Drehfederdiagramm
ist in Bild 1 angegeben.

Bild 1 — Theoretisches Drehfederdiagramm

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Die Bilder 2 bis 4 zeigen unterschiedliche Typen von Drehfedern und/oder ihre Enden. Die empfohlenen
Ausführungen sind in 5.3 angegeben.

Bild 2 — Drehfeder mit Windungsabstand gewickelt

Bild 3 — Drehfeder mit tangentialen Schenkeln

! " A " B
Z#
360

2rA & d
A # arcsin
Di & 2$d & rA %

2rB & d
B # arcsin
Di & 2$d & rB %

Bild 4 — Drehfeder mit abgebogenen Schenkeln

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

5 Konstruktionsgrundlagen

5.1 Allgemeines

Für die Auslegung von Federn sind neben dem Einbauraum das verlangte höchste Federmoment M max , der
dabei geforderte Drehwinkel max und die zulässigen Biegespannungen bzw. Hubspannungen (siehe 10.1 und
10.2) entscheidend.

Wird die Feder auf einem Dorn oder in einer Hülse geführt, so ist darauf zu achten, dass zwischen Feder und
Führung genügend Spiel verbleibt.

Als Anhalt für den Durchmesser eines Arbeitsdornes gilt


(0 - %
& ** ** #
! "
Dd 3 0,95& / Di ) AD 2
n
a , ) d# (4)
&* n 1 max * #
'& *. 360 *+ $#
sowie für eine Arbeitshülse
(0 - %
& ** ** #
! "
Dh 3 1,05& / De ) AD 2
n
a , 1 d# (5)
&* n 1 max * #
&' .* 360 +* #$

Weiterhin sind die Festlegungen in 5.2 und 5.4 sowie in Abschnitt 6 zu berücksichtigen.

5.2 Ausführung der Schenkel

Die Schenkel können in mannigfacher Weise den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden. Im Interesse
einer wirtschaftlichen Fertigung sollte eine möglichst einfache Ausführung der Schenkel angestrebt werden, d. h.
tangentiale Schenkel. Im Hinblick auf eine reproduzierbare Federmomentrate und eine hinreichend genaue
Berechnungsmöglichkeit sollte immer die feste Einspannung beider Schenkel angestrebt werden. Als feste
Einspannung gilt jede Einspannung, die ein Kräftepaar einleitet (siehe auch 9.1).

Der kleinste innere Abbiegeradius r an den Schenkeln darf den Drahtdurchmesser d nicht unterschreiten.

Die Längen l A, lB ...ln gerader Schenkel oder gerader Schenkelstücke zwischen zwei Abbiegungen müssen
mindestens 3 d sein.

5.3 Befestigung der Schenkel

Die Bilder 5 und 6 zeigen die empfohlenen Ausführungen.

Belastete Schenkel sollten fest eingespannt werden.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

a) b) c)

Bild 5 — Fest eingespannte Schenkel

Bild 6 — Nicht fest eingespannter Schenkel

5.4 Ausführung des Federkörpers

Um Reibungskräfte zu vermeiden, sollten die Windungen auch bei beschränkter Länge des Einbauraumes nicht
oder nur mit wenig Spannung aneinander liegen. Soll durch Vergrößerung von a ein längerer Einbauraum
ausgefüllt werden, so ist der größte zulässige lichte Windungsabstand der unbelasteten Feder:

amax # 0,24w " 0,64! d 0,83 (6)

Zweckmäßiger sollten eine Verkleinerung des mittleren Windungsdurchmessers D und eine entsprechende
Erhöhung der Anzahl der Windungen betrachtet werden.

Die Windungsrichtung ist je nach der Konstruktion festzulegen. Federn werden in der Regel rechts gewickelt.
Falls Federn links gewickelt werden sollten, muss dies durch die Angabe „links gewickelt“ aus den Zeichnungen
oder den Anfrage- und Bestellunterlagen ersichtlich sein.

Federn sollten möglichst nur im Windungssinn belastet werden, so dass die Außenseite der Windungen auf Zug
beansprucht wird. Bei entgegengesetztem, also öffnendem Drehungssinn besteht wegen der natürlichen, von
der Federherstellung herrührenden Eigenspannungsverteilung über dem Querschnitt, die für diesen Fall
ungünstig liegt, eine größere Neigung zur Relaxation, und es tritt bei dynamischer Beanspruchung eine
Reduzierung der Lebensdauer ein.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

6 Beanspruchungsarten

6.1 Allgemeines

Vor der Berechnung sollte grundsätzlich geklärt werden, ob es sich bei der vorgesehenen Beanspruchungsart
um statische bzw. quasistatische oder um dynamische Beanspruchung handelt.

6.2 Statische und quasistatische Beanspruchungen

Als statische Beanspruchung bei Federn gilt:

zeitlich konstante Beanspruchung.

Als quasistatische Beanspruchungen bei Federn gelten:

zeitlich veränderliche Beanspruchungen mit vernachlässigbar kleinen Hubspannungen (Richtwert:


Hubspannung bis 10 % der Dauerhubfestigkeit);

zeitlich veränderliche Beanspruchungen mit zwar größeren Hubspannungen aber mit Lastspielzahlen
bis 104.

6.3 Dynamische Beanspruchungen

Als dynamische Beanspruchungen bei Federn gelten zeitlich veränderliche Beanspruchungen mit Lastspiel-
zahlen über 104 und Hubspannungen über 10 % der Dauerhubfestigkeit bei:

a) konstanter Hubspannung;

b) veränderlicher Hubspannung.

Je nach der verlangten Lastspielzahl N ohne Bruch unterscheidet man die beiden folgenden Fälle:

c) den Bereich der Dauerfestigkeit mit Lastspielzahlen

1) N ! 107 für kaltgeformte Federn

Hierbei ist die Hubspannung kleiner als die Dauerhubfestigkeit.

d) den Bereich der Zeitfestigkeit mit Lastspielzahlen

1) N " 107 für kaltgeformte Federn

Hierbei ist die Hubspannung größer als die Dauerhubfestigkeit und kleiner als die Zeithubfestigkeit.

Bei Federn mit zeitlich veränderlichen Hub- und Mittelspannungen (Beanspruchungskollektiven), deren
Höchstwerte über der Dauerhubfestigkeit liegen, kann die Lebensdauer mit Hilfe von Schadensakkumulations-
hypothesen nur angenähert berechnet werden und muss deshalb durch einen Betriebsfestigkeitsversuch
ermittelt werden.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

7 Spannungskorrekturfaktor q
Durch die Krümmung der Draht- oder Stabachse tritt beim Belasten von Federn im Draht- oder Stabquerschnitt
eine unsymmetrische Verteilung der Biegespannungen auf. Die Spannungsgleichung (25) berücksichtigt nicht
die durch die Krümmung hervorgerufene Spannungserhöhung an der Innenseite des Querschnittes. Wenn diese
Spannungserhöhung berücksichtigt werden soll, dann müssen die Biegespannungen mit dem Spannungs-
korrekturfaktor q multipliziert werden, siehe Gleichung (26).

Der Spannungskorrekturfaktor q ist abhängig vom Wickelverhältnis w bzw. bei Abbiegungen der Schenkel vom
r
Abbiegeverhältnis .
d

Mit Hilfe des Spannungskorrekturfaktor q , der vom Wickelverhältnis der Feder bzw. bei Abbiegung der
r
Schenkel vom Abbiegeverhältnis (siehe Bild 7) abhängig ist, kann die höchste rechnerische Spannung
d
angenähert ermittelt werden. Er muss bei der Berechnung von im Wickelsinn (Biegungssinn) dynamisch sowie
bei im öffnenden Sinne statisch oder dynamisch beanspruchten Federn berücksichtigt werden.

Im Allgemeinen kann der Faktor q mit der Näherungsgleichung (7) berechnet werden.

w " 0,07
q# (7)
w ! 0,75

Seine Abhängigkeit vom Abbiegeverhältnis kann mit der Gleichung (7a) berechnet werden.
r
2
" 1,07
q# d (7a)
r
2 " 0,25
d

Bild 7 — Spannungskorrekturfaktor q in Abhängigkeit vom Wickelverhältnis w bzw. vom


r
Abbiegeverhältnis
d

15
DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

8 Werkstoff-Kennwerte für die Berechnung von Federn


8.1 Die Werkstoff-Kennwerte gelten nur für Raumtemperatur und sind in Tabelle 3 und Tabelle 4 angegeben.

Tabelle 3

E
Werkstoff N/mm
2
kg/dm
3

(MPa)
Federstahldraht nach EN 10270-1 206 000 7,85
Federstahldraht nach EN 10270-2 206 000 7,85
Stahl nach EN 10089 206 000 7,85
Kupfer-Zinn-Legierung CuSn6 R950 nach EN 12166 federhart gezogen 115 000 8,73
Kupfer-Zink-Legierung CuZn36 R700 nach EN 12166 federhart gezogen 110 000 8,40
Kupfer-Beryllium-Legierung CuBe2 nach EN 12166 120 000 8,80
Kupfer-Cobalt-Beryllium-Legierung CuCo2Be nach EN 12166 130 000 8,80

ANMERKUNG Tabelle 4 ist ein Auszug der EN 10270-3, in welcher die Einheiten von GPa in MPa geändert wurden. Für
diese Norm wurde der Elastizitätsmodul E verwendet.

Tabelle 4 — Referenzdaten für den Elastizitäts- und Schubmodul (Mittelwerte) a, b, c für nichtrostenden
Stahldraht (nach EN 10270-3)
b
Stahlsorte Elastizitätsmodula Schubmodul
E G

Kurzname Werkstoff- Lieferzustand Zustand Lieferzustand Zustand


nummer HT HT

MPad MPad MPad MPad

X10CrNi18-8 1.4310 180 000 185 000 70 000 73 000


X5CrNiMo17-12-2 1.4401 175 000 180 000 68 000 71 000
X7CrNiAl17-7 1.4568 190 000 200 000 73 000 78 000
X5CrNi18-10 1.4301 185 000 190 000 65 000 68 000
X2CrNiMoN22-5-3 1.4462 200 000 205 000 77 000 79 000
X1NiCrMoCu25-20-5 1.4539 180 000 185 000 69 000 71 000
a Die Referenzdaten für den Elastizitätsmodul (E) wurden aus dem Schubmodul (G) nach der Formel G = E/2 (1+!) berechnet, wobei !
(Poisson-Konstante) mit 0,3 eingesetzt wurde. Die Werte gelten für die mittlere Zugfestigkeit von 1 800 MPa; bei einer mittleren
Zugfestigkeit von 1 300 MPa liegen die Werte um 6 GPa niedriger. Zwischenwerte können interpoliert werden.
b Die Referenzdaten für den Schubmodul (G) gelten für Messungen mittels Torsionspendel an Drähten mit " 2,8 mm Durchmesser bei
einer mittleren Zugfestigkeit von 1 800 MPa; bei einer mittleren Zugfestigkeit von 1 300 MPa, liegen die Werte um 2 GPa niedriger.
Zwischenwerte können interpoliert werden. Mittels Elastomat ermittelte Werte sind nicht immer mit den mit dem Torsionspegel
ermittelten Werten vergleichbar.
c An der fertigen Feder können niedrigere Werte ermittelt werden. Deshalb können in Normen für die Berechnung der Federn andere
als die hier angegebenen, auf Messungen an Draht basierenden Werte festgelegt sein.
d 1 MPa = 1 N/mm2, 1 GPa = 1 kN/mm2.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

8.2 Abhängigkeit des Elastizitätsmoduls von der Arbeitstemperatur ist mit folgender Gleichung angegeben,
Anhaltswerte gemittelt für die in Tabelle 3 und 4 aufgeführten Werkstoffe.

E & E20 % "1 $ r % t $ 20!# (8)

Mit den folgenden r Werten:

' 0,25 % 10$3 für Federstahldraht nach EN 10270-1, EN 10270-2 und EN 10089;

' 0,40 % 10$3 für Federstahldraht nach EN 10270-3;

' 0,40 % 10$3 für legierten Federstahldraht nach EN 12166.

9 Berechnungsgleichungen

9.1 Annahmen für die Berechnung

Die Berechnungsgleichungen gelten streng nur für Federn mit fest eingespannten, kreisförmig geführten
Federenden bei Reibungsfreiheit. Werden die Schenkel nicht fest eingespannt, muss die Feder auf einem Dorn
oder in einer Hülse geführt sein. Die Anlagekraft auf dem Dorn bzw. in der Hülse ergibt dann zusammen mit der
Federkraft F das Kräftepaar, welches das Moment M erzeugt. Die hierbei entstehende Reibung beeinflusst die
Federmomentrate (Hysteresisschleife). Letzteres gilt auch für Federn mit anliegenden Windungen.

Bei den nachfolgenden Berechnungsgleichungen ist zunächst der Teil des Drehwinkels vernachlässigt, der
durch die Durchbiegung der Schenkel entsteht. Bei Federn mit wenigen Windungen und/oder langen Schenkeln
muss der Einfluss der Schenkel berücksichtigt werden (siehe Gleichungen (20) bis (23)).

9.2 Berechnungsgleichungen

9.2.1 Allgemeines

Bei allen Berechnungsgleichungen ist der Drehwinkel im Gradmaß angegeben.

9.2.2 Federmoment

M & FR (9)

) d3
M & W % ( für Runddraht W & (10)
32

) d 3(
M & (11)
32

d 4 E*
M & (12)
3 667 D n

9.2.3 Federmomentrate

M d 4E
RMR & & (13)
* 3 667 D n

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EN 13906-3:2014 (D)

9.2.4 Gestreckte Länge der federnden Windungen

d 4E
l! (14)
1 167 M

9.2.5 Nenndurchmesser des Drahtes oder des Stabes

32 M
d !3 (15)
#"

9.2.6 Innerer Windungsdurchmesser

Dn
Di ! $d (16)
n%
360

9.2.7 Äußerer Windungsdurchmesser

Dn
De ! %d (17)
n$
360

9.2.8 Länge des Federkörpers ohne Windungsabstand:

& Federn mit eng anliegenden Windungen

LK ) 'n % 1,5 ( d max (18)

/ ,
LK ) - n % 1,5 % * d max (19)
. 360 +

& mit Windungsabstand

LK0 0 n 'a % d max ( % d max (20)

9.2.9 Anzahl der federnden Windungen

d 4E
n! (21)
3 667 D M

9.2.10 Drehwinkel

3 667 D M n
! (22)
E d4

bei abgebogenem nicht fest eingespanntem Schenkel:

F '2 R $ D (3 1)
2 1 48,63 (23)
E Rd4

1) Siehe hierzu auch die dimensionslosen Darstellungen in Bild 8 und Bild 9.

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bei tangentialem nicht fest eingespanntem Schenkel:

% $ # 97,27
!
F 4 R 2 " D 2 1)
(24)
E d4

&$ ( & ' % (25)

& $$ ( & ' % $ (26)

9.2.11 Federungsarbeit

M&)
W ( (27)
360
9.2.12 Nicht korrigierte Biegespannung

32 M
*( (28)
) d3
9.2.13 Korrigierte Biegespannung

* q ( q* (29)

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

! R
Bild 8 — in Abhängigkeit von bei abgebogenem Schenkel
D

20
DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

!' R
Bild 9 — in Abhängigkeit von bei tangentialen Schenkel
D

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EN 13906-3:2014 (D)

10 Zulässige Biegespannungen

10.1 Zulässige Biegespannungen für Federn bei statischer oder


quasistatischer Beanspruchung

Bei M n beträgt die zulässige Biegespannung ! zul 0,7 Rm .

Hierbei wird nur der Mindestwert der Zugfestigkeit Rm aus den in Tabelle 3 und Tabelle 4 zitierten Werkstoff-
normen eingesetzt. Die Festigkeitswerte sind für den angelassenen bzw. warm ausgelagerten Zustand
einzusetzen.

10.2 Zulässige Hubspannungen für Federn bei dynamischer Beanspruchung

10.2.1 Dauerfestigkeitswerte

Für dynamisch beanspruchte kaltgeformte Federn sollte vorzugsweise der patentiert-gezogene Federdraht
Sorte DH nach EN 10270-1 verwendet werden.

Dynamisch beanspruchte, warmgeformte und vergütete Federn müssen kugelgestrahlt werden, um eine
ausreichende Lebensdauer zu erzielen.

Im Dauerfestigkeitsschaubild, (siehe Bild 10), sind die Werte der korrigierten Dauerhubfestigkeit ! qH in
Abhängigkeit von der korrigierten Unterspannung ! qU für diesen Werkstoff angegeben.

ANMERKUNG Für Federn aus anderen Werkstoffen und für solche über 4 mm Drahtdurchmesser liegen z. Z. noch keine
ausreichenden Dauerfestigkeitswerte vor. Auf Wunsch können Hinweise von den Federnherstellern gegeben werden.

10.2.2 Bemessung der Hubspannung

Bei angegebenen ! q1 = ! qU muss ! q2 " ! qO sein, d. h. die korrigierte Hubspannung # h , ! qh für den
gewünschten Arbeitshub der Feder darf den Wert der korrigierten Dauerhubfestigkeit ! qH , der dem Bild 10 zu
entnehmen ist, nicht überschreiten.

Die korrigierte Dauerhubfestigkeit ! qH ist wesentlich von der Oberflächengüte und dem Reinheitsgrad des Werk-
stoffes sowie den Einbaubedingungen der Feder abhängig und ist damit größeren Streuungen unterworfen.

Das Kugelstrahlen lässt sich im Allgemeinen bei Federn mit einem Drahtdurchmesser d $ 1 mm und einem
Wickelverhältnis w " 15 durchführen.

Dynamisch beanspruchte, warmgeformte und vergütete Federn müssen nach ISO 26910-1 kugelgestrahlt
werden, um eine ausreichende Lebensdauer zu erzielen.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Legende
1 Drahtdurchmesser
2 mittleres Spannungsverhältnis

Bild 10 — Dauerfestigkeitsschaubild für kaltgeformte, zylindrische Federn aus patentiert-gezogenem


Federstahldraht der Sorte DH nach EN 10270-1, nicht kugelgestrahlt

10.2.3 Linien gleicher Spannungsverhältnisse

In Bild 10 sind an der oberen Querlinie in gleichmäßiger Teilung Zahlenwerte eingetragen, die das Verhältnis der
Federmomente M1/M2 angeben. Von den genannten Zahlenwerten aus sollten zum Koordinatennullpunkt
strahlenförmig Linien gezogen werden, die Linien gleicher Spannungsverhältnisse q1 / q2 genannt werden.
Jeder Strahl schneidet die Linie der korrigierten Oberspannung qO für einen bestimmten Drahtdurchmesser.
Senkrecht unter dem jeweiligen Schnittpunkt wird die korrigierte Dauerhubfestigkeit ! h , qh für das gegebene
M1/M2 abgelesen. Dieser Wert kann nun der Berechnung zugrunde gelegt werden.

Die Linien gleicher Spannungsverhältnisse sind auch von Vorteil beim Nachrechnen einer gegebenen Feder.

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DIN EN 13906-3:2014-06
EN 13906-3:2014 (D)

Literaturhinweise

[1] EN ISO 2162-1:1996, Technische Produktdokumentation — Federn — Teil 1: Vereinfachte Darstellung


(ISO 2162-1:1993)

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