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Solarstrom

Feuerwehreinsatz
an Photovoltaikanlagen

TE
SAT ZKR ÄF
R M A T IO N FÜR EIN
INF O UND
RW E H R E N
VON FEUE NS TEN
H N IS C H E N HILFS IE
D
T EC
Erstellt mit Unterstützung von:
Bundesverband Solarwirtschaft e. V. — BSW-Solar
Berufsfeuerwehr München
Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e. V.
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. — DGUV, Abt. Sicherheit & Gesundheit
Deutscher Feuerwehrverband e. V. — DFV
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. — GDV
und der Expertenkommission „Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung“ im Projekt
„PV Brandvorbeugung und -bekämpfung“ des BSW-Solar

Diese Broschüre wurde 2010 von der Expertenkommission „Brandbekämpfung und technische Hilfe-
leistung“ im Rahmen des Projektes „PV Brandvorbeugung und -bekämpfung“ mit größter Sorgfalt
erstellt. Eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit und Eignung der Hinweise im Einzelfall besteht
gleichwohl nicht. Eine eigene sorgfältige Prüfung der im Falle eines konkreten Einsatzes zu beach-
tenden Umstände und Regelungen bleibt daher unverzichtbar.

Die Vervielfältigung der Broschüre für nicht-kommerzielle Zwecke ist gestattet. Die Verfasser und
Herausgeber übernehmen keine Haftung für Fehler in Zusammenhang mit der Vervielfältigung
oder bei der Reproduktion.

1. Auflage, November 2010


Schlussredaktion/Lektorat: perspectis
Gestaltung: Berliner Botschaft
Druck: Laserline/Berlin
Einleitung

Auf immer mehr Dächern installieren erkannten Regeln der Technik und die
Hausbesitzer heute Photovoltaik-Anlagen Empfehlungen von Experten aus der
(PV-Anlagen). Familien, Schulen, Firmen Photovoltaikbranche, von Feuerwehren,
und Landwirtschaftliche Betriebe — sie Brandschutzexperten, Gutachtern, Versi-
alle nutzen die Kraft der Sonne, um Strom cherern, Berufsgenossenschaften und der
und Wärme zu erzeugen. Mit wachsender Fachgruppe „Feuerwehren-Hilfeleistung"
Zahl der PV-Anlagen steigt aber auch die der DGUV.
Möglichkeit, dass bei einem Gebäudebrand
eine PV-Anlage beteiligt ist. Die Broschüre enthält den neuesten Stand
zu Gefahren und erfolgreich erprobten
Unfälle aufgrund elektrischer Gefahren Vorgehensweisen. Sie finden darin wich-
sind bei Feuerwehr-Einsätzen selten, kön- tige Informationen zum Aufbau von PV-
nen aber schwerwiegende Folgen haben. Anlagen, Hinweise für die Einsatzvorbe-
Das Gute: Das Thema ist mit entsprechen- reitung, solche zum Schutz im Einsatzfall
der Schulung der beteiligten Einsatzkräfte sowie Details zum Einsatzende. Ziel ist es,
gut beherrschbar. Brandbekämpfung und Einsatzkräfte für den Ernstfall umfassend
technische Hilfeleistung bei Bränden mit vorzubereiten.
PV-Anlagen sind immer möglich, unter Be-
achtung der Regeln für Einsätze an elek-
trischen Anlagen. Im Falle von Schäden
an PV-Anlagen sind für das Vorgehen die
Regeln nach DIN VDE 0132 und der GUV-
I 8677 „elektrische Gefahren an der Ein-
satzstelle“ anzuwenden.

Mit dieser Broschüre geben wir Ihnen


das spezielle Fachwissen für den Ein-
satz an die Hand; verfasst von langjäh-
rig erfahrenen Fachleuten für Praktiker.

Sie entstand 2010 im Rahmen des Pro-


jektes „PV Brandvorbeugung und -be-
kämpfung“. Basis sind die allgemein an-

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Sonnenenergie — so wird sie genutzt

1. Sonnenenergie —
so wird sie genutzt

Solarenergie vom eigenen Hausdach


schreibt Erfolgsgeschichte: Ende 2009
waren in Deutschland bereits mehr als
zwei Millionen Solaranlagen installiert. Die
meisten von ihnen auf Dächern von Ge-
bäuden, weitere als Freiflächenanlagen.
Ein Viertel wird zur Stromerzeugung ge-
nutzt. 1,5 Millionen Anlagen zur Wärmege-
winnung. Insgesamt verläuft die Entwick-
lung des Zubaus von Solaranlagen rasant.
Abb. 2: PV-Anlage S. Winterling

Photovoltaik — die Sonne als Kraftwerk Solarthermie — Wärme von der Sonne
PV-Anlagen wandeln Sonnenstrahlen in Solarwärme-Anlagen wandeln in den Kol-
elektrische Energie um. Dabei wird aus lektoren Sonnenlicht in Wärme. Diese wird
dem auftreffenden Licht von PV-Modulen mit Hilfe eines Wasser-Glykolgemischs in ei-
Gleichstrom erzeugt. nen Speichertank geleitet. Die gespeicher-
te Wärme kann für die Warmwasserberei-
tung und zum Heizen verwendet werden.

Abb. 1: Jährliche Neuinstallation von PV-Anlagen


in MWp.
BSW-Solar
Abb. 3: Installierte Solarthermie-Anlagen in
Millionen Quadratmeter.
BSW-Solar

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Sonnenenergie — so wird sie genutzt

Abb. 4: Solarthermie-Anlage R. Upmann

Solarthermie:
Wärme von der Sonne

PV-Anlage:
Strom von der Sonne

Abb. 5: Beide Nutzungsformen von Sonnenenergie auf einem Gebäude.


H. Thiem

Gebäude mit Solarthermie-Anlagen un- achten. Elektrische Gefahren gehen von


terscheiden sich im Brandfall nicht we- Solarthermie-Anlagen nicht aus.
sentlich von anderen Gebäuden. Einsatz-
kräfte müssen auch hier auf möglicherwei- Diese Broschüre konzentriert sich auf Pho-
se herabfallende Teile, (übliche) Atemgifte tovoltaik-Anlagen. Bei ihnen ist mit Gefahr
und eine teilweise Abdeckung des Daches durch elektrische Spannung zu rechnen.
5
Anwendungsbereiche von Photovoltaik-Anlagen

2. Anwendungsbereiche von
Photovoltaik-Anlagen

Netzeinspeisende Anlagen
So gut wie alle PV-Anlagen in Deutsch-
land sind an das öffentliche Stromnetz
angeschlossen. Überwiegend werden sie
auf Dächern von Ein- und Mehrfamilien-
häusern sowie gewerblich oder landwirt-
schaftlich genutzten Gebäuden errichtet.
Man spricht auch von „Aufdachanlagen“.
Bauliche Besonderheiten sind PV-Anla-
gen, die in Hausfassaden („Fassadenan-
lagen“) oder in die Dachhaut integriert
sind. Als „Freiflächenanlagen" werden Abb. 7: PV-Anlagen auf gewerblichen Immobili-
Solarparks bezeichnet, die meist größere en können große Flächen aufweisen.
Sharp
Dimensionen aufweisen.

Abb. 6: PV-Anlage auf einem freistehenden Ge- Abb. 8: PV-Anlage auf landwirtschaftlich ge-
bäude. nutztem Gebäude.
Sharp SMA Solar Technology AG

6
Anwendungsbereiche von Photovoltaik-Anlagen

Abb. 9: Fassadenanlagen können oft nicht auf


Anhieb erkannt werden. Sie können auch halb
transparent ausgeführt sein.
Sharp

Abb. 10: Module auf Freiflächen können starr am


Boden befestigt in eine Richtung ausgerichtet,
oder an ein bewegliches Gestellsystem montiert
sein und dann dem Sonnenstand nachgeführt
werden. Freiflächenanlagen sind in der Regel
durch Zaunanlagen vor unbefugtem Zugriff ge-
schützt.
Sharp

7
Anwendungsbereiche von Photovoltaik-Anlagen

Inselanlagen
PV-Anlagen, die nicht mit dem öffentlichen
Stromnetz verbunden sind, sondern die
erzeugte Energie in Akkumulatoren spei-
chern, werden als Inselanlagen bezeich-
net. Der Solarstrom kann als Gleichstrom
direkt genutzt oder über einen Wechsel-
richter in Wechselstrom gewandelt wer-
den.

Die Einsatzbereiche von Inselanlagen rei- Abb. 12: An der Größe des einzelnen Moduls
chen vom Parkschein-Automaten über Wo- lässt sich erkennen, dass hier nur sehr wenig
Energie benötigt wird. Das Gleichstromsystem
chenend-Häuser oder Berghütten bis hin eines Parkscheinautomaten ist in etwa mit dem
zur selbständigen Stromversorgung tech- eines KFZ vergleichbar.
Fotolia
nischer Einrichtungen, wie zum Beispiel
Beleuchtungs- oder Funkanlagen. Auch
als so genannte Ersatzstromversorgung
werden PV-Batteriesysteme (Akkumulato-
ren) eingesetzt und versorgen technische
Einrichtungen im Unterbrechungsfall mit
Strom.

Abb. 13: Hier versorgt das Photovoltaik-System


eine Hütte mit elektrischer Energie. Dabei ist
von außen nicht erkennbar, ob es sich im Gebäu-
de um ein reines Gleichstromnetz handelt oder
ein Wechselrichter eingesetzt wird.
SMA Solar Technology AG

Abb. 11: Straßenbeleuchtung


Sharp

8
Aufbau von Photovoltaik-Anlagen

3. Aufbau von
Photovoltaik-Anlagen

Abb. 14: Funktionsweise einer PV-Anlage Agentur für Erneuerbare Energien

Die Grundeinheit einer Photovoltaik-Anlage eine Spannung erzeugt, die Strom fließen
sind PV-Module, in denen zahlreiche in lässt. Der Gleichstrom wird über Leitungen
Kunststoff verpackte Solarzellen elektrisch in Generatoranschlusskästen zusammen-
verschaltet sind. Module gibt es sowohl mit geführt und zum Wechselrichter geleitet.
Rahmen als auch rahmenlos. Mehrere Mo- Dieser wandelt ihn in Wechselstrom um,
dule werden zum so genannten Solarge- der bei einer netzgekoppelten PV-Anlage
nerator verbunden. Bei Lichteinfall wird in über einen Zähler ins öffentliche Strom-
ihnen durch den photovoltaischen Effekt netz eingespeist wird.

9
Aufbau von Photovoltaik-Anlagen

Abb. 15: Module besitzen auf der Vorderseite Abb. 17: Auf der Modulrückseite sind die Zellen
eine Glasabdeckung. Diese schützt vor mecha- in den meisten Fällen durch eine weitere fest
nischen Einflüssen und Witterung. Darunter eingebundene Folie vor Umwelteinflüssen wie
sind die stromerzeugenden Zellen und deren Feuchtigkeit geschützt. Andere Module haben
Verbindungskontakte zwischen zwei dünnen auch auf der Rückseite eine Glasabdeckung.
Folien verpackt. Dadurch wird die elektrische Ebenfalls rückseitig angebracht sind Anschluss-
Isolation gewährleistet. dose, Leitungen und Stecker.
Sharp Kostal

Abb. 16: Durch das Montagegestell sind die Abb. 18: Mehrere Leitungen des
Module fest mit dem darunter liegenden Dach PV-Modulfeldes werden in Gene-
verbunden. Die eingesetzten Verbindungstech- ratoranschlusskästen zusammenge-
niken können nicht ohne weiteres entfernt wer- führt. Von hier aus gelangen die Hauptleitungen
den, damit sie Schnee und Sturm standhalten. zum Wechselrichter. Die einzelnen Modulleitun-
Die Befestigung stellt auch einen wichtigen Teil gen sind untereinander mit Steckverbindern
des Diebstahlschutzes dar. gekoppelt. Diese dürfen nicht geöffnet werden,
S. Winterling da dabei die Gefahr eines Lichtbogens besteht.
SMA Solar Technology AG

10
Aufbau von Photovoltaik-Anlagen

Kostal

Abb. 20: Wechselrichter mit unterschiedlich


ausgeführten, integrierten DC-Freischaltern.
Danfoss

Abb. 19: Wechselrichter können, je nach Gebäu-


desituation, wie hier im Hausanschlussraum
oder aber auch an anderer Stelle installiert sein.
Links unten an den Wechselrichtern sind die in-
tegrierten DC-Freischalter zu erkennen.
SMA Solar Technology AG

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

4. Brandbekämpfung und
technische Hilfeleistung

Grundlagen

Brandbekämpfung und technische Hil-


feleistung sind an PV-Anlagen möglich,
wenn die üblichen Einsatzgrundsätze und
die Regeln für Einsätze an elektrischen
Anlagen beachtet werden. Grundlage hier-
für ist die GUV-I 8677 und die DIN VDE
0132 „Brandbekämpfung und Hilfeleis-
tung im Bereich elektrischer Anlagen“. Sie
„...dient zur Unterweisung der Personen,
die für die Brandbekämpfung und Hilfe-
leistung in elektrischen Anlagen und in de-

PV
ren Nähe zuständig sind“ und wird bei der
Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte der
Feuerwehr herangezogen.

Erkennen eines PV-Systems

Wie erkenne ich, dass sich eine PV-


Anlage am Einsatzort befindet? Abb. 21: Die farbliche Gestaltung des Schildes
Durch… ist mit den Feuerwehren abgestimmt. Es sollte
nicht kleiner als DIN A 6 für den Hausanschluss-
t EJF*OGPSNBUJPOJN;VHFEFS"MBSNJFSVOH kasten sein. Nicht alle PV-Anlagen verfügen
(Alarmschreiben oder Einsatzleitrechner) über eine Kennzeichnung im Hausanschluss-
oder raum. Das Schild kann bei Energieversorgern,
Versicherern und dem BSW-Solar bezogen wer-
t EJSFLUFT&SLFOOFOEFT174ZTUFNTCFJEFS den.
Anfahrt/vor Ort (Besonderheit Flachdä-
cher: Anlagen sind hier evtl. nur aus wei- TIPP: Schulungen und Seminare werden
terer Entfernung sichtbar — Blickwinkel!). von Feuerwehrschulen, Herstellern und
t Erkunden der Einsatzstelle oder Systemanbietern durchgeführt.
t &SLFOOFO FJOFT )JOXFJTTDIJMEFT JN #F-
reich der Hausverteilung oder des Haus-
anschlusses.

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Gefahren und Schutzmaßnahmen

Befindet sich eine PV-Anlage auf einem t (FGBISFOEVSDI"UFNHJGUF


Gebäude, müssen Einsatzkräfte im Brand- t (FGBISFOEVSDI&JOTUVS[[VT´U[MJDIIFS-
fall verschiedene Gefahrenpotenziale ken- abfallende Teile
nen. Von PV-Anlagen können in der Regel t (FGBISFOEVSDI&MFLUSJ[JU´U
im Schadensfall folgende Gefährdungen t (FGBISFOEFS"VTCSFJUVOH
ausgehen:

Gefahrenschema der Feuerwehr


Atomare Strahlung

Chemische Stoffe
Angstreaktionen

Erkrankungen/
Verletzungen
Ausbreitung

Elektrizität
Atemgifte

Explosion

Gefahren

Einsturz
durch

für

Welche Gefahren müssen bekämpft werden?

Menschen    

Tiere    

Umwelt 

Sachwerte 

Vor welchen Gefahren müssen sich Einsatzkräfte schützen?

Mannschaft   

Gerät 

Abb. 22: Ermittlung der Gefahren unter Verwendung des Gefahrenschemas der Feuerwehren

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Atemgifte Einsturz /herabfallende Teile

t #FJ FJOFN #SBOE NJU #FUFJMJHVOH FJOFS t ,PNQPOFOUFO WPO 17"OMBHFO TJOE JO
PV-Anlage werden toxische Verbren- der Regel nicht über Baustoffklassen
nungsprodukte freigesetzt. Hierbei han- definiert. Eine generelle Aussage über
delt es sich größtenteils um die bei Ge- das Brandverhalten ist nicht möglich.
bäudebränden auftretenden Atemgifte. t %BT 7FSCVOEHMBT LBOO EVSDI &SIJU[FO
t *O 17.PEVMFO FJOHFTFU[UF #BVTUPGGF und /oder auftreffendes Löschwasser
sind u. a. Glas, Silizium, Metalle, Schwer- bersten und in Teilen herabfallen.
metalle, Gießharz, Ethylen, Vinylacetat, t #JTIFSJHF &SGBISVOHFO [FJHFO  EBTT EJF
Silikon, Folienverbünde und verschiede- PV-Dachanlagen nach Abbrand der dar-
ne sonstige Kunststoffe. unter liegenden Dachkonstruktion durch
den Brand beschädigt werden und über-
wiegend nach innen fallen.
Schutzmaßnahmen t"CFS BVDI IFSBCGBMMFOEF 5FJMF TJOE FJO
t 6NMVGUVOBCI´OHJHFO "UFNTDIVU[ Gefahrenherd — vergleichbar mit ande-
einsetzen! ren Gebäudebränden.
t -ÉGUVOHTBOMBHFOBCTDIBMUFO
t 1FSTPOFOBVTEFOCFUSPGGFOFO#FSFJ-
chen retten! Schutzmaßnahmen
t %FO EVSDI IFSBCGBMMFOEF 5FJMF HF-
fährdeten Bereich meiden und ab-
sperren (Trümmerschatten)!
t #FJ*OOFOBOHSJGGVOE/BDIMÄTDIBSCFJ-
ten erhöhte Dachlast beachten!

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Elektrizität PV-Generator

Eine elektrische Gefährdung besteht bei


Wechselstromsystemen (AC) ab einer Be-
rührungsspannung von 50 Volt und bei
Gleichstromsystemen (DC) ab einer Be-
Modulanschlussleitung
rührungsspannung von 120 Volt (DIN VDE (Gleichstromverkabelung)
Gleichstrom-Freischalter Wechsel-
0100- 410 und IEC 60479 - 1). (Pflicht seit 2006) strom-
Sicherung
Wechselrichter
Selbst bei geringem Lichteinfall produzie-
ren Solarmodule elektrische Spannung:
t %JFNBYJNBMF#FSÉISVOHTTQBOOVOHWPO
120 Volt (DC) ist bei PV-Anlagen in der
Regel weit überschritten. Abb. 23: PV-Anlage (schematisch)
t 17.PEVMF  JOLMVTJWF EFS WFSCJOEFOEFO
Leitungen und weiterer Komponenten,
Niederspannung Hochspannung
lassen sich derzeit nicht komplett span- (N) (H)
nungsfrei schalten. Wechselspannung Wechselspannung
bis 1 kV oder über 1 kV oder
t %JF -FJUVOHFO VOE ,PNQPOFOUFO [XJ- Strahlrohr Gleichspannung Gleichspannung
DIN bis 1,5 kV über 1,5 kV
schen Modulen und Wechselrichtern 14365- (” AC 1 kV oder ” (> AC 1 kV oder >
stehen deshalb unter Spannung. Eine CM DC 1,5 kV) DC 1,5 KV)

Gefährdung ist jedoch nur bei Isolations- Sprüh- 1m 5m


schäden zu erwarten. Hier ist vor allem strahl
die Gefährdung durch beschädigte Anla-
genkomponenten inkl. der elektrischen Vollstrahl 5m 10 m
Leitungen zu beachten.
t 6OTBDIHFN´•FT5SFOOFOWPO-FJUVOHFO Abb. 24: Die farblich hinterlegten Strahlrohrab-
und Steckverbindern, Isolationsschäden stände für den Niederspannungsbereich gelten
für PV-Anlagen. Hinweis: Für andere Löschmit-
oder Leitungsunterbrechungen können
tel als Wasser gelten andere Abstände (siehe
zur Entstehung von Lichtbögen führen DIN VDE 0132); Schaumeinsatz nur in span-
(Gefahr von Verbrennungen und Sekun- nungsfreien Anlagen!
därunfällen).

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Schutzmaßnahmen
t 7FSIBMUFOVOE.B•OBINFOHFN´•%*/ t 3FHFMO GÉS EJF "OXFOEVOH WPO
VDE 0132! Löschmitteln in Gegenwart elektri-
t ;V (FGBISFO VOE 7PSHFIFOTXFJTF CFJ scher Spannung gemäß DIN VDE 0132
der Brandbekämpfung in elektrischen beachten! (Abb. 24)
Anlagen die Hinweise der GUV- I 8677 t "MMF 4DIBMUWPSH´OHF BO EFS "OMBHF
„Elektrische Gefahren an der Einsatz- über nicht intakte Schalter oder das
stelle“ beachten! Trennen der PV-Module nur durch
t .JOEFTUFOT FJOFO .FUFS "CTUBOE [V Elektro-Fachpersonal durchführen
potenziell spannungsführenden Tei- lassen! (siehe Abb. 25)
len einhalten. Auch zu benachbarten t (FGBISFO EVSDI FWFOUVFMM FJOESJOHFO-
metallischen Konstruktionen, die un- des Löschwasser in elektrische Anla-
ter Spannung stehen. Herabhängende gen beachten!
elektrische Leitungen und sonstige t °CFSGMVUFUF#FSFJDIF"CTUBOEIBMUFO
Anlagenteile nicht berühren (sichern leitfähige Teile nicht berühren!
durch Absperren)!

Wann liegt gefährliche Spannung an? t 7PO VOCFTDI´EJHUFO 1IPUPWPMUBJL"OMB-


t #FJKFHMJDIFN-JDIUFJOGBMM"VDICFJ%´N- gen geht keine Gefahr für den Menschen
merung oder Einsatzstellenbeleuchtung aus.
ist eine elektrische Gefährdung nicht t %FS[FJU TJOE 4ZTUFNTQBOOVOHFO CJT [V
auszuschließen. 1.000 Volt Gleichspannung üblich und
t .JU [VOFINFOEFN -JDIUFJOGBMM  [ # JO liegen somit im Niederspannungsbe-
den Morgenstunden, steigt die Span- reich gemäß DIN VDE 0132.
nung sprunghaft an. t "$)56/( #FJ EFS ;FSTUÄSVOH EFS 17
t (SVOET´U[MJDI JTU EBWPO BVT[VHFIFO  Module besteht die Gefahr des elektri-
dass eine PV-Anlage unter Spannung schen Schlages. Diese Maßnahme dient
steht, solange die Spannungsfreiheit keinesfalls der Spannungsfreischaltung.
nicht festgestellt wurde.

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Ausbreitung
Lichtbögen
t #SBOEHFGBIS EVSDI -JDIUCPHFO CFJ CF- Lichtbögen sind elektrische Entladun-
schädigten Anlagen. gen mit starker Lichtausstrahlung, ho-
t ,BNJOFGGFLU CFJ "VGEBDIBOMBHFO VOE her Temperatur und charakteristischer
Fassadenkonstruktionen. Es besteht un- Geräuschentwicklung. Diese können bei
ter Umständen die Gefahr der Brandaus- Isolationsschäden im nicht freigeschal-
breitung. teten Gleichstrombereich auftreten.
t 8FJUHFIFOE HFTDIMPTTFOF 17.PEVMGM´-
chen können zu Behinderung bei Lösch- Von einem Lichtbogen gehen bei Be-
oder Hilfeleistungsarbeiten führen, rührung die Gefahr einer Verbrennung
· falls die Öffnung der Dachhaut erfor- und eines elektrischen Schlages aus.
derlich sein sollte,
· falls das Dach betreten werden muss Bei Auftreten eines Lichtbogens sind
(Module dürfen grundsätzlich nicht die Regeln der DIN VDE 0132 zu befol-
betreten werden!), gen.
· falls die Brandabschnitte (Brandwän- Löschmittel können eingesetzt werden,
de) vorschriftswidrig durch brennbare um Brände im Umfeld des Lichtbogens
Anlagenteile (auch Leitungen) über- zu löschen. Es sind die Sicherheitsab-
brückt werden. stände und Löschmittelhinweise in DIN
VDE 0132 zu beachten. Der Lichtbogen
kann nur durch Abschalten des betrof-
Schutzmaßnahmen fenen Stromkreises gelöscht werden.
t #FSFJDI VN -JDIUCPHFO TJDIFSO
und Elektrofachkraft mit Abschaltung Die hohen Temperaturen und der Fun-
beauftragen! kenflug bergen die Gefahr eines Bran-
t -FJUVOHTUSFOOVOH C[X TPOTUJHF des von entzündlichen Stoffen in der
Schaltvorgänge dürfen nur durch Umgebung.
eine Elektrofachkraft durchgeführt
werden! (siehe Abb. 25)
t .ÄHMJDIF #SBOEBVTCSFJUVOHFO CFPC-
achten, z. B. mit Wärmebildkamera!

17
Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Einsatz schaltungen vornehmen kann — siehe


Abb. 25 „Schalthandlungen“).
Einsatzvorbereitung t %JFTF#SPTDIÉSFXFJUFSHFCFO

Maßnahmen der Feuerwehr Empfehlungen an PV-Anlagenbetreiber


t 7PSIBOEFOF17"OMBHFOVOEHHGEFSFO t &JO °CFSTJDIUTQMBO WPO FJOFS 1IPUPWPM-
Lage im Objekt erfassen. taik-Anlage (Beispiel siehe Anhang) hilft
t #FJ 0CKFLUFO NJU WPSIBOEFOFO 'FVFS- den Einsatzkräften. Darin ist schnell er-
wehrplänen sind diese zu überarbeiten kennbar dokumentiert, wo sich im Ob-
(ggf. inklusive Art und Lage von Frei- jekt spannungsführende Teile befinden.
schalteinrichtungen). Der Übersichtsplan für Einsatzkräfte
t "OMBHFOCFTJDIUJHVOHFOGÉS&JOTBU[LS´G- sollte gemeinsam mit dem Anlagenplan
te anbieten, um exemplarisch Technik für Elektrofachkräfte in einem wetterge-
und Aufbau von PV-Anlagen zu schulen. schützten Bereich in der Hausverteilung
t &JHFOF .ÄHMJDILFJUFO QSÉGFO (JCU FT JO bzw. am PV-Einspeisepunkt aufbewahrt
den eigenen Reihen Elektrofachkräfte werden.
mit PV-Kenntnissen? t %BT )JOXFJTTDIJME TJFIF "CC 
 XFJTU
t 1SÉGFO  die Einsatzkräfte eindeutig auf die Exis-
· welche Ausrüstung für Einsätze an tenz der PV-Anlage hin. Diese Schilder
elektrischen Anlagen bei der eigenen sollten am Hausanschlusskasten sowie
Feuerwehr vorhanden ist, in oder an der Hauptverteilung ange-
· ob die Ausrüstung für die zu erwar- bracht werden.
tenden Aufgaben geeignet ist (siehe t 17"OMBHFO NÉTTFO OBDI EFO HÉMUJHFO
DIN 14885 „Feuerwehr-Elektrowerk- baurechtlichen Bestimmungen geplant
zeugkasten mit bis 1.000 Volt (DC) iso- und errichtet werden. Dazu gehört die
lierten Werkzeugen“), Einhaltung des vorbeugenden Brand-
· ob ein Spannungsprüfer bis 1.000 Volt und Gefahrenschutzes.
DC Messbereich vorhanden ist.
t /VS HFQSÉGUF VOE GÉS FMFLUSJTDIF "OMB-
gen zugelassene Strahlrohre verwenden.
t 3VGOVNNFSOWFS[FJDIOJT NJU "OTQSFDI-
partnern für den Notfall erstellen (z. B.
lokaler PV-Anlagen-Installateur, der Frei-

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Einsatzdurchführung t "$4JDIFSVOHFOBVTTDIBMUFOVOEHFHFO
Wiedereinschalten sichern.
t °CFSCMJDL ÉCFS EJF WPSIBOEFOF 17"O- t *O"CI´OHJHLFJUWPN7PSIBOEFOTFJOEFS
lage verschaffen. Hierbei ist zu berück- DC-Freischalter wie folgt vorgehen:
sichtigen:
· Ausmaß des Schadens: Sind Teile oder t DC-Freischalter vorhanden und zu-
die gesamte PV-Anlage vom Brand be- gänglich
troffen? Ist die PV-Anlage unversehrt, · In diesem Fall sind die DC-Freischalter
besteht keine Gefahr. auszuschalten und gegen Wiederein-
schalten zu sichern.
· Lage der Komponenten lokalisieren: · Bei Lichteinfall muss damit gerechnet
· Wechselstrom-(AC)-Sicherung zur werden, dass Kabel und Bauteile der
Trennung vom Versorgungsnetz PV-Anlage bis zum DC-Freischalter
· Gleichstrom-(DC)-Freischalter ständig elektrische Spannung führen.
· Leitungsführung
· PV-Module t DC-Freischalter nicht vorhanden oder
· ggf. Verteiler (Generatoranschluss- nicht zugänglich
kästen) · Bei Lichteinfall muss damit gerechnet
· Wechselrichter werden, dass Kabel und Bauteile der
· ggf. Akkumulatoren PV-Anlage bis zum Wechselrichter
ständig elektrische Spannung führen.
t ,M´SFO XFMDIF"OMBHFOCBVUFJMFCFTDI´-
digt sind oder im Rahmen der Arbeiten t 'ÉS EFO &JOTBU[ WPO -ÄTDINJUUFMO GPM-
beschädigt werden können. Nachfolgen- gende Regeln beachten:
de Grundsätze beachten: · Abstände zu spannungsführenden
· Einsatzkräfte auf die erkannten Ge- Teilen gemäß 1-5/5-10 Regel nach DIN
fahren hinweisen. VDE 0132 einhalten (siehe Abb. 24).
· Wechselseitige Information zwischen · Der Schaumeinsatz ist nur in span-
Führungskräften und eingesetzter nungsfreien Anlagen zulässig (siehe
Mannschaft. DIN VDE  0132).
· Ggf. Gefährdungsbereiche absperren. · Ergänzende Informationen siehe GUV-
I 8677 „Elektrische Gefahren an der
Einsatzstelle“.

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Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Wie schalte ich ein PV-System ab?


Module nicht beschädigen · Durch Abschaltung der Wechselstrom-
Das aktive Beschädigen von Modulen seite (Hauptschalter, LS-Schalter, Si-
und Leitungen führt nicht zur Freischal- cherungen in der Unterverteilung) so-
tung, sondern zur Erhöhung der elektri- wie Abschaltung der Gleichstromseite
schen Gefährdung am Einsatzort. Nicht (DC-Freischalter, falls vorhanden), wenn
auf Module treten! möglich durch Betreiber.
· Es ist zu beachten, dass Teile der Anla-
ge weiterhin Spannung führen können.
Schaltvorgänge / Herstellen der Spannungsfreiheit nach DIN VDE 0132
Spannungsfreiheit muss durch Elektrofachkraft oder elek-
trotechnisch unterwiesene Person fest-
Wann muss ein PV-System abgeschal- gestellt werden.
tet werden? Eine sichere Spannungsfreiheit ist nur
t 8FOO [V WFSNVUFO JTU  EBTT EVSDI durch die Freischaltung des DC-Stromkrei-
Löschwasser, Brand- oder andere Ein- ses möglich. Abdecken oder Beschäumen
wirkungen die Isolation beschädigt wer- der Module ist nicht geeignet.
den könnte bzw. bereits beschädigt ist.
t #FJ M´OHFS BOEBVFSOEFO &JOT´U[FO DC-Freischalter
rechtzeitige Freischaltung veranlassen Seit 07/2006 errichtete PV-Anlagen sind
und gegen Wiedereinschalten sichern. in der Regel mit einem DC-Freischalter
am oder im Wechselrichter ausgestattet.
Wer sollte die Abschaltung durchführen? Auch bei einer Freischaltung bleiben die
· Elektrofachkraft Anlagenteile zwischen Modul und DC-Frei-
· In der Hausinstallation übliche Schaltge- schalter weiterhin unter Spannung.
räte (Hauptschalter, LS-Schalter, Siche-
rungen in der Unterverteilung) können Vereinzelt sind zusätzliche DC-Freischalter
von Einsatzkräften geschaltet werden. in PV-Anlagen vorhanden, die es ermögli-
Alle anderen Schaltvorgänge sind nur chen, weitere Anlagenteile freizuschalten.
durch Elektrofachkräfte durchzuführen Die freischaltbaren Bereiche sind der An-
(siehe Abb. 25). lagendokumentation zu entnehmen.

20
Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Steckverbindun-
Schaltvorgänge
tions-typischen

Zustand setzen
Spannungsfrei-
heit feststellen
hausinstalla-

Öffnen von

in sicheren
PV-Anlage
Schaltvor-
gänge an

sonstige
Geräten

Wer darf welche


Schalthandlungen

gen
durchführen?

Elektrofachkraft √ √ √ √ √

Elektrisch unter-
wiesene Person √ √
nach DIN VDE
0105-100

Feuerwehreinsatz- √
kraft

Abb. 25: Schalthandlungen an PV-Anlagen dürfen nur von geeigneten Personen durchgeführt
werden.

21
Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

PV-Anlage Unabhängig von den hier gegebe-


vorhanden? nen Empfehlungen sind die üblichen
Einsatzgrundsätze sowie die Gefah-
renmatrix weiterhin maßgebend.
Ja
Anlagenbauteile
unversehrt? Nein

Wechselstrom-
Sicherungen
ausschalten

Gleichstrom-
Freischaltstelle Nein
Ja vorhanden?
Ja
Gleichstrom-
Freischaltstelle Nein
zugänglich?
Ja
Gleichstrom-
Freischaltstelle
ausschalten

Keine Gefahr Leitungen und Bauteile der Leitungen und Bauteile der
durch PV-Anlage PV-Anlage führen bis zur PV-Anlage führen bis zum
Gleichstrom-Freischalt- Wechselrichter bei Licht-
stelle bei Lichteinfall ständig einfall ständig elektrische
elektrische Spannung. Spannung.
Hinweis: Leitungen Besondere Vorsicht erfor- Besondere Vorsicht erfor-
und Bauteile der derlich: Sicherheitsabstand derlich: Sicherheitsabstand
PV-Anlage führen bei Licht- von 1m zu elektrischen von 1 m zu elektrischen
einfall ständig elektrische Anlagenteilen einhalten und Anlagenteilen einhalten und
Spannung Löschabstände beachten. Löschabstände beachten

Überflutete Bereiche: Überflutete Bereiche:


Abstand einhalten Abstand einhalten und
PV-Anlage freischalten

Abb. 26: Checkliste

22
Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Beendigung des Einsatzes


Schutzmaßnahmen nach dem
t %JF&JOTBU[TUFMMFEBSGOVSJNHFTJDIFSUFO Einsatz
Zustand verlassen werden. t 4JDIFSIFJUTBCTU´OEFHFN´•%*/7%&
t #FJ#FEBSGJTUWPSEFN7FSMBTTFOEFS&JO- 0132 einhalten — es besteht die Ge-
satzstelle die Spannungsfreiheit durch fahr, dass andere Metallteile unter
eine PV-Fachfirma herzustellen und Spannung stehen!
t EJF&JOTBU[TUFMMFBOEJF[VTU´OEJHF1FS- t .VUNB•MJDIVOUFS4QBOOVOHTUFIFOEF
son (Anlagenbetreiber, eine von ihm be- Bereiche gegen Zutritt von Personen
auftragte Person, Hauseigentümer, ggf. sichern!
Elektrizitätswerk oder Polizei) mit den t 4QBOOVOHTGSFJIFJUEVSDI&MFLUSPGBDI-
nötigen Sicherheitshinweisen zu über- kraft (bevorzugt mit Photovoltaik-
geben. Kenntnissen) herstellen lassen!
t 7PN #SBOE [FSTUÄSUF 17"OMBHFOUFJMF
sind als Brandschutt zu behandeln.
t 3FDZDMJOHNÄHMJDILFJUFO GÉS NFDIBOJTDI
beschädigte PV-Module können über
das Rücknahmesystem PV-Cycle (www.
pvcycle.org) erfragt werden.

23
Hinweise auf weiterführende Informationen

24
Hinweise auf weiterführende Informationen

5. Hinweise auf weiterführende


Informationen

t )´VGJHF 'SBHFO VOE JISF BLUVFMMFO "OU- t 'FVFSXFIS.ÉODIFO


worten zum Thema sind unter Vortrag unter:
www.solarwirtschaft.de/brandvorbeugung www.feuerwehr.muenchen.de
zu finden. (¬ Ausbildung ¬ Download Bereich)

t 'FVFSXFISTDIVMFO -FISH´OHF[#[VN
Thema Energietechnik etc.)

t 1IPUPWPMUBJL3FDZDMJOHTZTUFN17$ZDMF
Abnahmestellen und Ansprechpartner
unter www.pvcycle.org

t VOUFSXXXEHVWEF
· UVV „Grundsätze der Prävention“
(GUV-V A1)
· UVV „Feuerwehren“ (GUV-V C53)
· „Sicherheit im Feuerwehrdienst“
(GUV-I 8651)
· „Elektrische Gefahren an der Einsatz-
stelle (GUV-I 8677)

t #484PMBSTIPQXXXCTXTPMBSTIPQEF
(¬ Unternehmen/Akteure)
· Taschenkarte
· Merkblatt
· Hinweisschild

t /PSNFO
· DIN VDE 0132
· DIN VDE 0100-410
· DIN VDE 0105-100
· IEC 60479-1

25
Anhang

Anhang

Photovoltaik-Anlage-Übersichtsplan im Gebäude wiedergeben, jedoch nicht


für Einsatzkräfte der Hilfeleistungs- maßstäblich sein.
organisationen t GBSCJHF ,SFJTNBSLJFSVOH EFT *OTUBMMB
tionsortes der DC-Freischalter mit Kom-
Gliederung: mentar „DC-Freischalteinrichtung"
Der Anlagenplan sollte auf eine DIN-A4- t WFSTU´OEMJDIF #F[FJDIOVOH EFS 3´VNF
Seite ausgelegt werden. Die Seite wird in (z. B. Küche, Garage usw.)
drei Abschnitte unterteilt.
Unterer Teil : Schriftfeld
Oberer Teil: Draufsicht des Gebäudes t %BUVNEFS&STUFMMVOH
nordweisend t 1SPKFLUOVNNFS
t 17(FOFSBUPS TDISBGGJFSU NJU #F[FJDI- t ,VOEFOOBNFVOE5FMFGPOOVNNFS .PCJM
nung „PV" telefon)
t EJF OJDIU BCTDIBMUCBSFO -FJUVOHTXFHF t #F[FJDIOVOH°CFSTJDIUTQMBOGÉS&JOTBU[-
rot einzeichnen, die Zeichnung muss kräfte der Hilfeleistungsorganisationen
den tatsächlichen Verlauf der Leitungen t /PUGBMMOVNNFSEFT&MFLUSPGBDICFUSJFCFT
im Gebäude wiedergeben, jedoch nicht (Mobiltelefon)
maßstäblich sein. t LPNQMFUUF "ESFTTF EFT "OMBHFOIFSTUFM-
t GBSCJHF ,SFJTNBSLJFSVOH EFT *OTUBMMBUJ- lers
onsortes der DC-Freischalter mit Kom- t "VGTUFMMPSUEFS17"OMBHF "ESFTTF

mentar „DC-Freischalteinrichtung" t -VGUCJMEEFT(FC´VEFT [#(PPHMFNBQT


t SPUFS ,PNNFOUBS v%JF SPU EBSHFTUFMMUFO
Leitungen sind immer spannungsführend" Legende:
t .BSLJFSVOHEFS)JNNFMTSJDIUVOH t SPUF -JOJF TQBOOVOHTGÉISFOEF -FJUVOH 
t WFSTU´OEMJDIF #F[FJDIOVOH EFS 3´VNF nicht abschaltbar
(z. B. Küche. Garage usw.) t SPUF-JOJFNJUHSÉOTDISBGGJFSUFS&JOGBT-
sung: feuerfest verlegte, spannungsfüh-
Mittlerer Teil: Schematische Seiten- rende Leitung
ansicht des Gebäudes t CMBVTDISBGGJFSUF'M´DIF17(FOFSBUPS
t 17(FOFSBUPSNJU#F[FJDIOVOHv17 t HFMC HFGÉMMUFS ,SFJT 1PTJUJPO EFS %$
t EJF OJDIU BCTDIBMUCBSFO -FJUVOHTXFHF Freischalteinrichtung
rot einzeichnen, die Zeichnung muss
den tatsächlichen Verlauf der Leitungen

26
Anhang

Die rot dargestellten Leitungen sind immer spannungsführend!

Garagen
A

Stall
DC-Freischalteinrichtung

PV
Wohnhaus

Ansicht A PV

Garagen

Wohnhaus Stall
DC-Freischalteinrichtung

Datum: Übersicht: Projekt: Aufstellort der


Datum der Erstellung Luftbild des Gebäudes PV-Anlage:
Projekt-Nummer
Adresse

Legende: Kunde:
spannungs- Name und Mobilfunknummer
führende Leitung

spannungsführende Inhalt: PV-Anlage Erstellt durch:


Leitung (feuerfest
verlegt) Übersichtsplan für Einsatzkräfte Komplette
Adresse und
PV-Generator Telefonnummer
Notfallnummer: des Anlagen-
Position der DC- Name und Mobilfunknummer herstellers
Freischalteinrichtung

Abb. 27: Überblick über die Position der verschiedenen Komponenten einer Photovoltaik-Anlage.

27
Strom. Wärme. Zukunft

Wir sind einer der Solarpioniere der ersten Stunde und arbeiten
seit vielen Jahren erfolgreich mit der Sonne zusammen.

Als Systemanbieter stehen wir für zuverlässige, ökologische


und wirtschaftliche Lösungen in den Bereichen Photovoltaik,
Solarwärme und Pelletheizungen.

Die Sicherheit unserer Anlagen liegt uns am Herzen.


Das betrifft den täglichen Betrieb ebenso wie den Fall der Fälle.

Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit


mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW),
dem Deutschen Feuerwehrverband
und der Wagner & Co Solartechnik GmbH

Überreicht durch:
Händlerstempel