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09/2021

ED.01

MYKOTHERAPIE
DIE HEILKRAFT
DER VITALPILZE

KATHARINA OTTO
DR. JÖRG SCHWEIKART

VITALSTOFFRATGEBER

NATURE MEETS SCIENCE


© 2021 Dr. Schweikart Verlag, 10785 Berlin, Deutschland

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1. Auflage September 2021


Erschienen im Dr. Schweikart Verlag
NATURE MEETS SCIENCE
NMS-0021

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass dies-


er Ratgeber nicht den Rat oder die Behandlung durch einen
Arzt oder Heilpraktiker ersetzen kann oder soll. Die Informa-
tionen in diesem Ratgeber wurden mit großer Sorgfalt und
nach bestem Gewissen recherchiert und dargestellt. Das
Wissen um die gesundheitliche Bedeutung von Vitalstoffen
unterliegt einem laufenden Wandel durch Forschung und
klinische Erfahrung. Trotz größter Sorgfalt können Druckfe-
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einigen Fällen auf die geschlechtsspezifische Schreibweise
verzichtet werden. Die in diesen Fällen gewählte männliche
Form soll immer zugleich weibliche, männliche und diverse
Personen inkludieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung.............................................................................................. 4
2. Die wichtigsten Inhaltsstoffe................................................................................ 5
3 Überblick Indikationen & Anwendung.................................................................. 7
3.1 Wirkschwerpunkte............................................................................................... 7
3.2 Organsystem-Zuordnung..................................................................................... 10
3.3 Indikationsbezogene Kombinationen................................................................... 11
3.4 Exkurs: begleitend in der Krebstherapie.............................................................. 17
3.5 Extrakte oder Pulver............................................................................................. 21
3.6 Dosierung und Einnahme..................................................................................... 23
3.7 Nebenwirkungen & Gegenanzeigen.................................................................... 24
4. Vitalpilze Einzelprofile.......................................................................................... 25
4.1 Reishi (Ganoderma lucidum, Ling Zhi)................................................................. 25
4.2 Shiitake (Lentinula Edodes, Hua Gu).................................................................. 28
4.3 Cordyceps sinensis (Raupenpilz)......................................................................... 30
4.4 Agaricus blazei murrill (ABM, Mandelpilz)............................................................ 32
4.5 Hericium erinaceus (Löwenmähne, Igel-Stachelbart).......................................... 33
4.6 Pleurotus ostreatus (Austernpilz, Austernseitling)................................................ 35
4.7 Chaga (Schiefer Schillerporling)........................................................................... 37
4.8 Polyporus umbellatus (Eichhase)......................................................................... 38
4.9 Auricularia polytricha (Mu-Err, Judasohr)............................................................. 39
4.10 Maitake (Grifola frondosa, Klapperschwamm)..................................................... 41
4.11 Tremella fuciformis (Silberohr)............................................................................. 43
4.12 Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)........................................................ 44
4.13 Coprinus comatus (Schopftintling)....................................................................... 46
4.14 Champignon (Agaricus)....................................................................................... 47
4.15 Zunderschwamm (Fomes fomentarius)............................................................... 48
4.16 Enoki (Flammulina velutipes)............................................................................... 49
5. Quellen................................................................................................................ 51

3
1. ZUSAMMENFASSUNG

Vitalpilze gehören zu den mächtigsten Organismen, die die Natur für die Gesundheit zu bieten
hat. Die Nutzung von Pilzen als Heilmittel hat eine lange Tradition innerhalb der Volksmedizin
und ist vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein fester Bestandteil.
Heute bestätigen mehr und mehr Ergebnisse aus der Wissenschaft die vielseitigen Wirkungen.
Inzwischen werden Heilpilze von vielen Medizinern bei einer enorm großen Bandbreite an
Symptomen und Beschwerden eingesetzt, insbesondere auch bei schweren Erkrankungen wie
Krebs finden sie als adjuvante Therapie Anwendung. Auch im Zusammenhang mit dem Covid-
19-Virus wird der Einsatz von Vitalpilzen heute viel diskutiert [1–3]. Durch die immunstärkende
bzw. -ausgleichende Wirkung der Heilpilze eignen sie sich als starke Adaptogene für eine
breite Palette an Behandlungen, um nur einige zu nennen: (virale) Infektionen, Allergien sowie
Autoimmunerkrankungen. Die adaptogene Wirkung von Vitalpilzen beruht auf deren natürlicher
Vielfalt an enthaltenen Aminosäuren, Provitaminen, Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen,
Spurenelementen und Mykonährstoffen, insbesondere spezieller Pilz-Polysaccharide, der Beta-
Glucane. Sie sorgen für eine Wiederherstellung der Homöostase im Körper, einer natürlichen
Balance aller Körpersysteme. Ungünstige Reaktionen im Körper werden unterdrückt, während
ausgleichende bzw. gesundheitsfördernde Reaktionen begünstigt werden. Vitalpilze fördern
daher nicht immer eine unmittelbare, rein symptomatisch ausgerichtete Wirkung. Es werden
vielmehr Bedingungen hergestellt und Prozesse angeregt, die eine Gesundung des Organismus
aus sich selbst heraus erleichtert.

Doch ist das hohe Wirkpotenzial der Pilze im Immunsystem noch lange nicht erschöpft.
Dank ihrer vielseitigen und physiologisch aktiven Inhaltsstoffe können sie auch auf andere
Körpersysteme einen regulierenden Einfluss nehmen, wie unter anderem den Blutdruck, die
Blutgefäße, den Cholesterinspiegel, die Verdauung, das Hormon- sowie das Nervensystem.
Zudem wird von Blutzucker-senkenden, anti-thrombotischen, anti-entzündlichen und anti-
depressiven Eigenschaften berichtet. Durch ihren Gehalt an Enzymen wie SOD und Katalase
fördern Vitalpilze darüber hinaus die Entgiftung und unterstützen das antioxidative Schutzsystem
des Körpers. Gleichzeitig wird die körpereigene Synthese dieser antioxidativ wirksamen Enzyme
durch Vitalpilze angeregt, weshalb sie sich vor allem auch bei Entgiftungsschwäche hervorragend
eignen.

Der Einsatz von Vitalpilzen lohnt sich, ihre Wirkungen sind jedoch hochkomplex. Allein unter den
16 gängigsten Vitalpilzen, die in dieser ersten Edition vorgestellt werden, deckt jeder Pilz für sich
genommen einen äußerst großen Anwendungsbereich ab. Noch tieferes Detailwissen ist gefragt,
wenn mehrere Vitalpilze miteinander kombiniert zur Anwendung kommen sollen. Hierbei können
synergistische und sich ergänzende Wirkungen ausgenutzt und komplexe Erkrankungen von
verschiedenen Seiten präventiv sowie therapeutisch sinnvoll unterstützt werden. Diese Publikation
soll einen kompakten Einstieg in die Welt der Vitalpilze bieten. Die wichtigsten Wirkungen werden
zunächst im Überblick herausgearbeitet, bevor tiefer auf die komplexen Wirkspektren der 16
bewährtesten Vitalpilze eingegangen wird. Dabei orientiert sich dieser Leitfaden sowohl an
modernen wissenschaftlichen Studienergebnissen, an Überlieferungen aus der TCM, als auch
am praxisnahen Erfahrungsschatz verschiedener Mediziner und Therapeuten.
2. DIE WICHTIGSTEN INHALTSSTOFFE

Pilze sind eine überaus vielfältige Organismengruppe, die ein riesiges Reservoir an medizinisch
wirksamen Inhaltsstoffen enthält.

Grund dafür ist ihre Lebensweise als Symbionten, Parasiten und Folgezersetzer. Wie Pflanzen
können sich Pilze nicht bewegen, im Gegensatz zu ihnen, müssen sie ihre Nährstoffe jedoch von
außen beziehungsweise einem Partner beziehen. Im Laufe der Evolution haben Pilze daher die
Fähigkeit entwickelt, biologisches Material abzubauen und zu recyceln. Hierbei synthetisieren sie
aus verschiedenen Ausgangsstoffen komplex aufgebaute Enzyme, Vitamine und großmolekulare
Sekundärstoffe.

Gleichzeitig müssen sie sich gegen Konkurrenten und Fressfeinde zur Wehr setzen. Dafür
besitzen Pilze die Fähigkeit zur Herstellung hocheffektiver, antibakterieller, antiviraler und
antimykotischer Inhaltsstoffe.

Die mit Säugetieren gemeinsam stattgefundene Evolution führte dazu, dass für beide ein
nahezu identisches mikrobielles „Feindbild“ entstand – so wirken manche Pilzsubstanzen auch
gegen menschenpathogene Erreger. Der bekannteste Vertreter eines solchen Wirkstoffs ist das
Penicillin [4].

Eine wichtige Wirkstoffgruppe für die vielgestaltigen Wirkungen von Vitalpilzen stellen die
sogenannten Polysaccharide dar:

Polysaccharide (Beta-Glucane)

Bei Polysacchariden handelt es sich um langkettige Zuckermoleküle, eine Untergruppe der


Kohlenhydrate. Besonders bedeutsam sind hierbei die Beta-1-3- und Beta-1-6-Glucane,
bestimmte Polysaccharide, die aus Glucose (im Gegensatz zu anderen Zuckerverbindungen wie
Mannose oder Galactose) zusammengesetzt sind und eine bestimmte räumliche Konfiguration
aufweisen [5].

Glycoproteine

Polysaccharide kommen in der Natur hauptsächlich im Verbund mit Proteinen vor. Die
entsprechenden chemischen Verbindungen nennen sich Glycoproteine, Glycopeptide oder auch
Proteoglucane. Es besteht die These, dass Polysaccharide in dieser natürlichen Konfiguration
zusammen mit Proteinen stärkere Effekte erzeugen [5].

Wie wirken Polysaccharide?

Die Polysaccharide der Vitalpilze ähneln den Polysacchariden auf der äußeren Zellwand von
Pathogenen, die das das Eindringen von Erregern in die Körperzellen vermitteln. Sie docken an
bestimmte Rezeptoren auf Immunzellen an und führen zu einer unspezifischen Aktivitätserhöhung.
Das Immunsystem wird hierdurch sozusagen trainiert. Wenn nun tatsächlich eine Infektion oder
ein tumoröses Geschehen im Gange ist, wird eine schnellere und gezieltere zelluläre sowie
humorale Immunantwort ermöglicht, und zwar in Bezug auf die angeborene sowie die erworbene
Immunantwort.

5
Tabelle 1: Wirkungen von Polysacchariden auf Immunzellen und -mediatoren [6]

Rezeptortyp Immunzellen Wirkung

Dektin-1-Rezeptor Makrophagen, neutrophile Aktivierung der Phagozytose,


Granulozyten, dendritische welche die Produktion von
Zellen und T-Zellen ROS, TNF-Alpha, IL-2, IL-10
und IL-12 steigert

Komplementrezeptor neutrophile Granulozyten, vermittelt zytotoxischen Effekt


Monozyten und natürliche gegenüber Krebszellen
Killerzellen

Scavenger-Rezeptor Endothelzellen, Monozyten und aktiviert verschiedene Kinasen


Granulozyten und eNOS

LacCer Neutrophile Granulozyten sowie Bildung von ROS, TNF-Alpha


Epithelzellen und NFKB

TLR Makrophagen, Lymphozyten, Bildung von NFKB sowie


dendritische Zellen und verschiedener Zytokine
Epithelzellen

Darüber hinaus wirken Beta-Glucane auch direkt zytotoxisch auf Krebszellen (in-vitro-Studien),
senken den Cholesterinspiegel, die Triglyzeridwerte und den Blutzucker [7].
Vitalpilze besitzen neben den Polysacchariden aber noch viele weitere bioaktive Inhaltsstoffe,
die wichtig sind für die Gesamtwirkung der Pilze:

Tabelle 2: Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Vitalpilzen und ihre Wirkung [7, 8]

Inhaltsstoffe Wirkungen

Triterpene, z. B. Betulin, breites Wirkspektrum, z.B. antiviral, antibakteriell,


Betulinsäure und Lupeol antimykotisch, antioxidativ und krebshemmend

Sterole, z. B. Ergosterol dienen als Grundgerüst für viele Syntheseprodukte wie


oder Lanosterol Hormone; Ergosterol im Speziellen ist eine Vorstufe von
Vitamin D2

Polyphenole, z. B. Senkung der Cholesterinaufnahme im Darm;


Flavonoide Präbiotika; Chitin wird in Glucosamin aufgespalten
und ist ein Grundbaustoff von Knorpeln, Sehnen und
Knochenstrukturen; Chitin aktiviert zudem die Makrophagen

Statine, z. B. Lovastatin cholesterinsenkend

Enzyme, z. B. CYP450, entgiftend und antioxidativ


Laccase, Peroxidase, SOD,
KAT
3. ÜBERBLICK INDIKATIONEN & ANWENDUNG

Nachfolgend werden die 16 wichtigsten Vitalpilze und ihre Wirkung sowie die in ihnen
enthaltenen Inhaltsstoffe ausführlich vorgestellt. Dennoch ist eine vollumfängliche Darstellung
aufgrund der enorm großen Vielfalt der Wirkspektren und Anwendungsmöglichkeiten kaum
möglich - vielmehr handelt es sich im Folgenden um eine Zusammenfassung möglicher
Wirkschwerpunkte und der damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten.

3.1 WIRKSCHWERPUNKTE

Die Wirkungen der Vitalpilze sind extrem vielfältig. Um den Einstieg zu erleichtern, möchten
wir Sie daher schrittweise in das Thema einführen, wobei der Komplexitätsgrad sukzessive
zunehmen wird bis die einzelnen Vitalpilze schließlich im Detail samt ihrer Inhaltsstoffe
dargestellt werden:
• Anwendungsgebiete
• Wirkprofile (die 5 wichtigsten Wirkungen)

Abbildung 1: Die 16 bedeutsamsten Pilze und ihre Anwendungsgebiete

Reishi Shiitake Cordyceps ABM


Leber Energie Nieren Immunmodulation
Energie Infektionen Lunge Allergien
Stress Diabetes

Hericium Pleurotus Chaga Polyporus


Schleimhäute Verdauung Immunsystem Lymphe
Nerven Herz-Kreislauf Verdauung Haut

Auricularia Maitake Tremella Coriolus


Herz-Kreislauf Stoffwechsel Nervenschutz Immunstärkung
Diabetes Nerven Antiviral
Übergewicht Strahlenschutz Energie

Coprinus Champignon Zunderschwamm Enoki


Diabetes Verdauung Entzündungs- Leber
Bauchspeicheldrüse Bewegungsapparat hemmung Herz-Kreislauf
Abnehmen Diabetes

Tabelle 3: Wirkprofile der 16 bedeutsamsten Vitalpilze

Leber: entgiftungsfördernd, hepatoprotektiv, anti-Hepatitis B, fördert die


Umwandlung von T4 in T3
Energie: vertreibt Müdigkeit und Antriebsschwäche, fördert die
Stressresistenz
Reishi Lunge: fördert die Sauerstoffaufnahme, schleimlösend
Immunsystem: immunregulierend, fördert TH1/TH2-Balance,
antientzündlich, antiallergisch, antiviral, adjuvante Krebstherapie
Nerven/ Psyche: mindert vegetative Fehlregulierungen, stimuliert das
Nervenwachstum, schützt die Nerven
7
Energie: wirkt tonisierend bei Überarbeitung und Müdigkeit
Immunsystem: immunstärkend, vermindert TH2-Dominanz, antiviral,
antibakteriell, antimykotisch, adjuvante Krebstherapie
Herz-Kreislauf: senkt LDL-, hebt HDL-Cholesterin, senkt Triglyceride,
Shiitake blutdrucksenkend
Bewegungsapparat: stärkt die Gelenke, senkt den Harnsäurespiegel
Hormonsystem: wirkt ausgleichend auf die Hypothalamus-Hypophysen-
Nebennieren-Achse, reguliert die Catecholamine (Adrenalin, Noradrenalin)

Nieren: stärkend, ausscheidungsfördernd, vermindert Ablagerungen von


Immunkomplexen in den Nierengängen
Lunge: fördert die Sauerstoffaufnahme, forciert Abatmung von CO2,
durchblutungsfördernd, schleimlösend
Cordyceps Psyche: mindert das Stresserleben, antidepressiv
Hormonsystem: mindert Fehlsteuerungen (Steroidhormone), reduziert
Stress
Energie: verbesserte Sauerstoffversorgung, verbesserte ATP-Bildung

Immunsystem: wirkt modulierend, dämpft überschießende, stimuliert


zu schwache Immunantwort, fördert Th1/TH2-Balance, chronische
Entzündungen, Allergien, Autoimmunerkrankungen, CFS, Fibromyalgie,
adjuvante Krebstherapie
ABM Diabetes/ Bauchspeicheldrüse: senkt Blutzucker, schützt die Beta-Zellen,
bei Diabetes Typ I und II
Leber: schützt die Leber, hemmt Entstehung von Fettleber, bei Hepatitis
und Leberzirrhose, sowie Unterstützung der Entgiftung
Herz-Kreislauf: senkt Cholesterin und Triglyzeridwerte

Verdauung: Schleimhautaufbau, Magen-Darm-Erkrankungen,


hemmt H. Pylori, Entzündungshemmung, ausgleichend auf das enterale
Nervensystem
Nervensystem: schützt das Nervensystem, stimuliert das
Hericium Nervenwachstum, mindert Unruhe, Vergesslichkeit und Schlafstörungen,
ausgleichend auf autoimmune Prozesse
Psyche: lindert Stresssymptome und Ängste
Haut: bei allen Arten von allergischen Hauterkrankungen
Immunsystem: stärkt das Immunsystem, adjuvante Krebstherapie

Verdauung: präbiotisch, stärkt darmassoziertes Immunsystem, mindert


Allergien und Entzündungen
Herz-Kreislauf: senkt LDL, fördert HDL-Cholesterin, Homocysteinabbau,
blutdrucksenkend
Pleurotus
Diabetes: senkt den Nüchtern- und Langzeitblutzucker, schützt die Nieren
Bewegungsapparat: stärkt Sehnen und Bänder
Energie: enthält viele B-Vitamine, fördert die Energiegewinnung durch
Fette, Proteine und Kohlenhydraten

Immunsystem: entzündungshemmend, fördert TH1-/TH2-Balance,


antiviral, antibakteriell, CFS, adjuvante Krebstherapie
Verdauung: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, reguliert das
Chaga Darmmikrobiom
Haut: bei allergischen Hauterkrankungen
Leber: bei entzündlichen Erkrankungen der Leber und der Milz
Lymphsystem: bei Erkrankungen des lymphatischen Systems
Tabelle 3: (Fortsetzung) Wirkprofile der 16 bedeutsamsten Vitalpilze

Lymphsystem: unterstützt das Lymphsystem bei der Entgiftung,


Erkrankungen des Lymphsystems, Lymphödeme
Haut: allgemeine Verbesserung des Hautbildes, bei Akne durch
Überlastung des Lymphsystems oder Testosteronüberschuss
Polyporus Haare: Förderung des Haarwachstums
Niere: wirkt diuretisch, baut Ödeme ab
Harnwege: laut TCM bei Blasenleiden und Harnverhalt, Prävention von
Steinleiden, antibakteriell gegenüber Chlamydien

Herz-Kreislauf: gerinnungshemmend, gefäßerweiternd, kräftigende


Wirkung auf die Gefäße, senkt Gesamtcholesterin, verbessert HDL/LDL-
Verhältnis
Diabetes: mindert Insulinresistenz, schützt die insulinproduzierenden
Zellen und wirkt regulierend auf ihre Insulinproduktion; unterstützt die
Auricularia
Glykogenproduktion in der Leber, bei Diabetes Typ II
Verdauung: laut TCM befeuchtende Wirkung auf die Magenschleimhaut,
traditionell bei Magenleiden eingesetzt
Entgiftung/antioxidativer Schutz: fördert die Aktivität des Enzyms SOD in
der Leber und im Gehirn
Diabetes/ Bauchspeicheldrüse: senkt Blutzucker, mindert
Insulinresistenz, verbessert die Insulinproduktion, Diabetes Typ II
Abnehmen/Stoffwechsel: unterstützt die Gewichtsabnahme
Herz-Kreislauf: senkt das Gesamtcholesterin, verbessert das LDL-/HDL-
Maitake Verhältnis sowie Triglyzeride, senkt Blutdruck
Immunsystem: immunaktivierend und -modulierend, dämpft eine
überschießende TH2-Immunantwort, antientzündlich, antiviral
Leber: hemmt Einlagerung von Triglyceriden in die Leber, schützt vor nicht-
alkohol-bedingter Fettleber

Nervensystem: verbessert Lern- und Gedächtnisleistung, stimuliert


Nervenwachstum
Strahlenschutz: mindert durch Strahlung verursachte Schäden
Herz-Kreislauf: cholesterinsenkend
Tremella Diabetes: blutzuckersenkend
Lunge: Laut TCM bei Behandlung der oberen und unteren Atemwege wie
Asthma, chronische Bronchitis und Allergien, beruhigend, schleimlösend
und leicht auswurffördernd

Immunsystem: immunaktivierend (vor allem TH1 Immunantwort) und


-ausgleichend, antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend, CFS,
adjuvante Krebstherapie
Energie: hilft bei Müdigkeit und Erschöpfung
Coriolus Nervensystem: fördert Vernetzung der Nervenzellen, antientzündlich
Leber: schützt die Leber, wirkt bei viraler Hepatitis
Verdauung: wirkt positiv auf das Darmmikrobiom, wirkt gegen pathogene
Bakterien (E. coli) und Pilze (Candida albicans)

Diabetes/ Bauchspeicheldrüse: blutzuckersenkend, mindert


Insulinresistenz, schützt die Beta-Zellen, Diabetes Typ II
Abnehmen: erhöht das Sättigungsgefühl
Coprinus Verdauung: stuhlregulierend, krampflösend, entzündungshemmend
Leber: leberschützend
Nervensystem: schützt die Nerven

9
Verdauung: verdauungsunterstützend, hemmt E. coli und H. pylori, bindet
Gifte
Bewegungsapparat: harnsäuresenkend, schmerzhemmend bei Gicht
Champignon Diabetes: blutzuckersenkend
Immunsystem: immunaktivierend, antiviral, antibakteriell, adjuvante
Krebstherapie
Herz-Kreislauf: cholesterinsenkend, blutdruckregulierend

Immunsystem: entzündungs- und schmerzhemmend


Zunder-
Diabetes: blutzuckersenkend
schwamm
Herz-Kreislauf: cholesterinsenkend

Leber: unterstützt die Leberfunktion und wird bei Lebererkrankungen


eingesetzt
Herz-Kreislauf: blutdrucksenkend, cholesterinsenkend
Enoki Verdauung: wirksam gegen H. pylori
Immunsystem: immunaktivierend, immunmodulierend, tumorhemmend,
antiviral

3.2 ORGANSYSTEM-ZUORDNUNG

Nachfolgend sind die wichtigsten Vitalpilze den entsprechenden Organ- bzw. funktionellen
Systemen zugeordnet. Diese Zuordnung sollte jedoch lediglich als Versuch einer studien- und
erfahrungsbasierten, holzschnittartigen Kategorisierung verstanden werden, die keinesfalls
Anspruch auf Vollständigkeit und Ausschließlichkeit erheben möchte. Die Vitalpilze sollten
in der therapeutischen Praxis immer individuell am Patienten ausgetestet werden.

Tabelle 4: Zuordnung zu den Organen bzw. funktionellen Systemen

Organ/ Funktionelles
Pilze
System
Nervensystem Reishi, Hericium, Tremella, Champignon, Coprinus,
Coriolus
Leber Reishi, Shiitake, ABM, Cordyceps, Chaga, Tremella,
Coriolus, Coprinus, Enoki
Psyche Cordyceps, Reishi, Hericium

Bauchspeicheldrüse ABM, Maitake, Coprinus, Auricularia, Tremella, Reishi,


ABM, Coriolus, Cordyceps, Champignon, Zunderschwamm

Immunsystem ABM, Coriolus, Chaga, Reishi, Shiitake, Maitake,


Champignon, Pleurotus, Hericium, Polyporus, Tremella,
Zunderschwamm, Enoki

Haut/ Schleimhaut Hericium, Polyporus, Reishi, Chaga

Hormonsystem Cordyceps, Reishi, Shiitake

Entgiftung/ antioxidatives Hericium, Polyporus, Pleurotus, Reishi, Cordyceps, ABM,


Schutzsystem Shiitake, Chaga, Auricularia, Coriolus
Organ/ Funktionelles
Pilze
System

Lunge Cordyceps, Reishi, Tremella

Harnwege Polyporus, Shiitake, Auricularia

Verdauung Hericium, Pleurotus, Champignon, Chaga, Maitake,


Reishi, Auricularia, Coprinus, Enoki

Knochen Maitake

Bewegungsapparat Pleurotus, Shiitake, Reishi

Herz-Kreislaufsystem Auricularia, Pleurotus, Maitake, Shiitake, Reishi, Tremella,


Cordyceps, ABM, Hericium

Energie Reishi, Shiitake, Cordyceps, Pleurotus, Coriolus

Lymphsystem Polyporus, Chaga

Niere Cordyceps, Reishi, Polyporus, Champignon

3.3 INDIKATIONSBEZOGENE KOMBINATIONEN

Verschiedene Vitalpilze verfügen über einerseits ähnliche, gleichzeitig aber auch über sehr
individuelle Wirkprofile. Die richtige Kombination von Vitalpilzen kann sich somit auf bestimmte
Einzelwirkungen fokussieren, aber auch auf die Behandlung, Linderung und Prävention von
komplexen Krankheitsbildern abgestimmt werden. Das breite Wirkspektrum der Vitalpilze -
sowohl einzeln als auch in Kombination - stellt somit einen wahren Arzneischrank der Natur
dar, aus dem sich je nach Therapieziel gezielt bedient werden kann. Es ist jedoch wichtig,
nicht wahllose Kombinationen von Vitalpilzen einzunehmen, sondern darauf zu achten,
welche Pilze zusammenpassen, sich ergänzen oder Synergien ausbilden.
Synergistische Wirkungen von Vitalpilzen

Trotz teils verschiedener Inhaltsstoffe besitzen unterschiedliche Vitalpilze ähnliche


Wirkungen – jene Wirkungen werden dann jedoch über unterschiedliche Wirkmechanismen
erzielt. Hintergrund ist, dass der Körper komplexen Regulationsmechanismen unterliegt
– es gibt also immer mehrere Angriffspunkte, um bestimmte Wirkungen zu erzeugen.
Beispielsweise haben viele Vitalpilze einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte. Hier
kann an verschiedenen Angriffspunkten angesetzt werden: Beispielsweise beeinflusst das
im Shiitake enthaltene Eritadenin den Fettstoffwechsel in der Leber [9–11], das im Pleurotus
enthaltene Lovastatin wirkt dagegen als natürlicher HMG-CoA-Hemmer, der die Synthese
von Cholesterin hemmt [5]. Der Maitake verstärkt die Aktivität gewisser Enzyme, die für die
Umwandlung von Cholesterin in Gallensäure zuständig sind, die dann durch Ballaststoffe im
Darm gebunden und ausgeschieden werden können [12]. Hier greifen wieder alle Vitalpilze,
da sie einen hohen Gehalt an Ballaststoffen enthalten.

Sich ergänzende Wirkungen von Vitalpilzen


Vitalpilze besitzen jedoch jeweils auch ganz eigene Eigenschaften, wodurch sie – richtig
zusammengestellt – die meist sehr komplexen Ursachen von Erkrankungen möglichst
umfassend adressieren, was nachfolgend am Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
exemplarisch verdeutlicht werden soll.
11
Der Shiitake nimmt einen positiven Einfluss auf die Gefäße, da er in der Lage ist, sämtliche
Blutfettwerte positiv zu beeinflussen [9–11]. Darüber hinaus hemmt er die Bildung von
Homocystein [11], einem eigenständigen Risikofaktor für die Koronare Herzerkrankung. Der
reiche Gehalt an B-Vitaminen des Pleurotus hingegen hilft überschüssiges Homocystein
abzubauen.

Auricularia wirkt stark blutgerinnungshemmend, wodurch die Fließeigenschaften des Blutes


verbessert werden. Gleichzeitig wirkt der Pilz gefäßerweiternd, wodurch der Blutdruck gesenkt
wird und die Gefäße geschont werden [5, 8]. Der Polyporus trägt durch seine entwässernde
Wirkung zur Senkung des Blutdrucks bei [13]. Der Reishi beruhigt das Nervensystem,
wirkt entspannend auf den Tonus der Blutgefäße und reguliert somit den Blutdruck [8].
Gleichzeitig wirkt Reishi antientzündlich und hilft so, chronischen Entzündungsherden an
den Gefäßwänden vorzubeugen [14].

Zudem ist zu viel Bauchfett ein Risikofaktor für Bluthochdruck. Der Maitake wirkt hier
stoffwechselanregend und unterstützt die Gewichtsabnahme [15]. Der Cordyceps stärkt
und schützt die Nieren [16]. Störungen und Schäden der Nieren sind sowohl Folge als auch
Ursache für Bluthochdruck und verstärken sich gegenseitig.

Fazit: Vitalpilze können synergistisch zusammenwirken, indem sie eine konkrete


Symptomatik systematisch von verschiedenen Seiten adressieren. Verschiedene Vitalpilze
können so kombiniert werden, dass sie sich gegenseitig ergänzen und die meist sehr
komplexen Ursachen von Erkrankungen gleichzeitig ansprechen.

Optimale Kombinationen - je nach Indikation


Durch die vorgenannten Prinzipien lässt sich für jede Indikation eine optimale
Zusammenstellung finden. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die zahlreichen
Anwendungsgebiete der wichtigsten Vitalpilze. Es handelt sich hierbei um eine Integration
verschiedener Überblickswerke in Schrift und Bild, ergänzt um eine eigene Recherche [5,
8, 17]. Dabei sind sowohl Praxiserfahrung, Erfahrungen aus der TCM, sowie studienbelegte
Wirkungen eingeflossen.

Die wichtigsten Vitalpilze für eine Indikation sind jeweils farblich besonders hervorgehoben
und markieren Kombinationen, die für den Kern des Beschwerdebildes besonders bedeutsam
sind. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass die individuellen Entstehungsbedingungen
einer Erkrankung und deren Symptome von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein können.
Die Tabellen können daher nur als eine grobe Orientierung gelten. Bitte wenden Sie sich
daher an einen fachkundigen Arzt oder Heilpraktiker.
Tabelle 5: Vitalpilze - indikationsbezogene Kombinationen

Zunderschwamm
Champignon
Auricularia

Cordyceps

Polyporus
Pleurotus
Coprinus

Hericium

Tremella
Coriolus

Shiitake
Maitake
Chaga

Reishi

Enoki
ABM
Immunsystem
Th1-/TH2-Imbalance x x x x
TH2-Dominanz x x x
Infektprophylaxe x x x x x x x x
allergische Reaktionen x x x x x x x
Histaminintoleranz x x x x x x x x x
entzündungshemmend x x x x x x x x x
Nervensystem
Nervenschutz x x x x x x x
Demenz x x x x x x x x x x x
Vaskuläre Demenz x x x x x x x x x x x
Multiple Sklerose x x x x
Parkinson x x x
Herzkreislaufsystem
Arteriosklerose x x x x x x x x x x x x x x x
Hypercholesterinämie x x x x x x x x x x x x
Triglyzeridämie x x x x x
Durchblutungsstörungen x x x x x
Hypertonie x x x x x x x x x x x
Atemwege
Asthma x x x x x
Trockener Reizhusten x x x
Bronchitis x x x x x
Grippale Infekte x x x
Sinusitis x x x
Allergische Rhinitis x x x x
Psyche
Depressionen x x x x x x

13
Zunderschwamm
Champignon
Auricularia

Cordyceps

Polyporus
Pleurotus
Coprinus

Hericium

Tremella
Coriolus

Shiitake
Maitake
Chaga

Reishi

Enoki
ABM
Stress/ Burnout x x x x x x
Schlafstörungen x x
Diabetes
Diabetes Typ 1 x x x x
Diabetes Typ 2 x x x x x x x x x x x x
Multi-Systemerkrankungen
Fibromyalgie x x x x x x
Borreliose x x x x x
Migräne x x x x x
Frauengesundheit
HPV x x
Zervixdyplasie x x
Zystenbildung x x x
PCO-Syndrom x x x
Myome x x x x x
Endometriose x x x x
Menstruationsbeschwerden x x
Wechseljahresbeschwerden x x x x x x
Männergesundheit
Prostatabeschwerden x x x
Libidoverlust x x x
Harnwege
Blasenentzündung x x x x
Blasenschwäche x
Nierenerkrankungen x x
Nephritits x x x x
Kopf
Augenerkrankungen x x x
Tinnitus x x x x
Hauterkrankungen
Akne allg. x x
Zunderschwamm
Champignon
Auricularia

Cordyceps

Polyporus
Pleurotus
Coprinus

Hericium

Tremella
Coriolus

Shiitake
Maitake
Chaga

Reishi

Enoki
ABM
Akne, hormonell bedingt x x
Akne, Darmflorastörungen x x x x
Akne bei PCO x x x x
Akne stressbedingt x x x
Herpes x x x x x
Juckreiz x x
Neurodermitis x x x x x x x x
Psoriasis x x x x x x x x
Magendarmtrakt
Gastritis x x x x x
Sodbrennen x x x
Verstopfung x x x x x x
Durchfall x x x x x
Colitis Ulzerosa u. Morbus x x x x
Crohn
Leaky gut x x x x x
H. Pylori hemmend x x x
Knochengesundheit
Osteoporose x x x
Gelenkserkrankungen
Rheumatoide Arthritis x x x x
Arthrose x x x x x
Gicht x x x x x x
Nebennieren
Nebennierenschwäche x x
Schilddrüse
allgemeine Überfunktion x x
Morbus Basedow x x x x
allgemeine Unterfunktion x x
Hashimoto x x x x
Leber, Galle und Pankreas

15
Zunderschwamm
Champignon
Auricularia

Cordyceps

Polyporus
Pleurotus
Coprinus

Hericium

Tremella
Coriolus

Shiitake
Maitake
Chaga

Reishi

Enoki
ABM
Gallenabflusstörungen x x x x
Pankreatitis x x x x x x x
Entgiftung und antioxidativer Schutz
Unterstützung der Entgiftung x x x x x x x x
Ammoniakentgiftung x x x
Antioxidativer Schutz x x x x x x x x x
Weitere Anwendungsgebiete
Ausdauer und Sport x x
Gewichtsabnahme Apfeltyp x x x
Gewichtsabnahme Birnentyp x x x x
Haarausfall x x x x x x x
Schmerzen allg. x x x x x x
3.4 EXKURS: BEGLEITEND IN DER KREBSTHERAPIE

Der begleitende Einsatz innerhalb der Krebstherapie gilt als eines der wichtigsten
Anwendungsgebiete von Vitalpilzen. Hierbei wird auf zweierlei abgezielt. Einerseits
unterstützen Vitalpilze die körpereigene Abwehr gegenüber der Krebserkrankung und können
Studien zufolge in manchen Fällen die Wirksamkeit der Chemo- bzw. Strahlentherapie
verbessern [6, 18].
Zum anderen gibt es jedoch auch Hinweise, dass eine konventionelle Krebsbehandlung
durch den Einsatz von Vitalpilzen besser vertragen wird [5, 8].

Unterstützung der körpereigenen Abwehr

Bei der krebshemmenden Wirkung von Vitalpilzen spielt vor allem die immunstärkende
Wirkung der Polysaccharide und Glycoproteine eine wichtige Rolle. Die genauen
Mechanismen sind äußerst komplex und nur in Teilen verstanden. Wissenschaftlich
gezeigt wurden als unmittelbare Wirkung jedoch der deutliche Anstieg der Zytotoxizität von
Makrophagen gegenüber Tumorzellen, die Stimulierung der Interleukin-Produktion, die
Steigerung der Zytotoxizität von natürlichen Killerzellen und zytotoxischen T-Lymphozyten,
sowie die Zunahme des Tumornekrosefaktors und die Steigerung der Interferon-Produktion
[7].

Insgesamt kommt es hierdurch zur [6, 7]:


· Wirkverstärkung von Krebsmedikamenten
· Hemmung der Proliferation (Vermehrung) von Krebszellen
· Hemmung der Metastasierung
· Hemmung der Angiogenese (Zugang zum Gefäßsystem)
· Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod) der Krebszellen
· Wiederherstellung der TH1/TH2 Balance
· direkten zytotoxischen Wirkung auf die Krebszellen (in Zellkulturen nachgewiesen)

Folgende Pilze, enthalten besonders viele in Bezug auf Krebserkrankungen interessante


Polysaccharide/ Glycoproteine:

Tabelle 6: Vitalpilze mit speziellen Polysacchariden [8, 19]

Polysaccharid/ Wirkung
Vitalpilz
Glycoprotein
Maligne Zellen verfügen über einen
Schutzmechanismus, indem sie die Synthese von
Shiitake Lentinan TH1-Zytokinen blockieren; Lentinan stimuliert die
Makrophagen und TH1-Zellen und aktiviert so auf
alternativem Weg das Komplementsystem
Steigert unter anderem die Produktion von
Maitake Grifon D
Zytokinen durch Makrophagen
Höchster Steigert die Ausschüttung von IL-12, einem
ABM Polysaccharidanteil wichtigen Zytokin bei der Regulation der zellulären
unter Vitalpilzen Immunantwort

17
Polysaccharid/ Wirkung
Vitalpilz
Glycoprotein
Steigerung der Funktion der NK-Zellen, der
T-Zellen, der Makrophagen sowie diverser Zytokine
Coriolus PSK und PSP
und Interferone; kann einen TH1-/TH2-Shift
bewirken
Hoher Steigerung der Lymphozytenproliferation sowie der
Chaga
Polysaccharidanteil Produktion von TNF-Alpha

Linderung von Nebenwirkungen

Vitalpilze besitzen auch wichtige unterstützende Wirkungen zur Begleitung einer


Krebstherapie:

Tabelle 7: Vitalpilze mit unterstützenden Wirkungen [3]

Vitalpilz Wirkung
• unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion mit ihren
leberschützenden Triterpenen; Zellgifte und abgestorbene Krebszellen
müssen entgiftet, das heißt ausscheidungsfähig gemacht werden
Reishi
• unterstützt die Sauerstoffversorgung; durch Chemotherapien wird die
Blutbildung verringert, was zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung
führen kann
• unterstützt die Niere in ihrer Ausscheidungsfunktion; wasserlösliche
Cordyceps
entgiftete Giftstoffe werden über die Niere ausgeschieden
• unterstützt den Lymphfluss; während der Chemotherapie entstehen
starke Zellgifte, die über das Lymphsystem abtransportiert
Polyporus werden müssen, gleiches gilt für die während einer Chemo- oder
Strahlentherapie abgestorbenen Zellfragmente, was besonders wichtig
ist, wenn bereits Lymphknoten entfernt werden mussten
• Unterstützt den Aufbau der Magen- und Darmschleimhaut;
Hericium Schleimhäute werden aufgrund der hohen Teilungsrate ihrer Zellen von
Chemotherapien besonders stark angegriffe
• Verhindert die Thrombosebildung; Krebszellen, die sich im Blut
verteilen, können die Bildung von Thrombosen begünstigen und an den
Auricularia
Zellwänden haften bleiben, hierdurch gelangen Krebszellen leichter aus
der Blutbahn in Körperzellen
• Unterstützt die Regeneration des Knochenmarks; konventionelle
Therapien führen oft zu einer Störung der Bildung von Erythrozyten
ABM
und Leukozyten. Sie kompromittieren so das Immunsystem und die
Sauerstoffversorgung

Vitalpilze bei verschiedenen Krebserkrankungen

Nachfolgende Tabelle gibt einen kleinen, keinesfalls vollständigen Überblick, über Vitalpilze,
die in Studien bei bestimmten Krebserkrankungen positive Effekte gezeigt haben, wobei
nach Art der Studie unterschieden wird; T steht hierbei für eine Tierversuchsstudie, H für
eine Humanstudie. In vielen Studien wurden aufgereinigte Einzelwirkstoffe aus Pilzen
eingesetzt. Der entsprechende Wirkstoff ist in diesen Fällen in Klammern aufgeführt.

Tabelle 8: Studienergebnisse der Wirkungen von Vitalpilzen bei Krebserkrankungen

Krebsart Effekte Quelle Studienart


Brustkrebs
• Verringertes Tumorwachstum
• Abnahme des Tumorgewichtes um 36 %
Coriolus [20] T
• Abnahme der Metastasierung um 70,8 %
• Schutz vor Knochenabbau
Maitake
• Verringertes Tumorwachstum [21] T
(D-Fraktion)
Shiitake
• Verbesserung der Prognose [22] H
(Lentinan)
• Hemmung der Tumorzellproliferation und des
Champignon [23] T
-wachstums
Polyporus • Abnahme der Tumorgröße [24] T

Gebärmutterhalskrebs, Ovarialkrebs
Coriolus (PSK) • Verbesserte Wirkung der Strahlentherapie [25] H

• Verbesserung der Immunfunktion


• Milderte Nebenwirkungen wie Haarausfall,
ABM verringerten Appetit und generelles [26] H
Schwächegefühl und verbesserte die
emotionale Stabilität

Darmkrebs
Maitake • Verringertes Tumorwachstum
[27] T
(YM-2A) • Gesteigerte Überlebenszeit
Maitake • Verringertes Tumorwachstum
[28] T
(LMW) • Gesteigerte Immunfunktion
Maitake • Verringertes Tumorwachstum
[29] T
(MZF) • Gesteigerte Immunfunktion
• Verbesserte Wirksamkeit von Cisplatin
Maitake • Verringerte Nebenwirkungen wie
[18] T
(MD-Fraktion) Gewichtsabnahme, Abnahme des Milzgewichts
sowie Abnahme immunkompetenter Zellen
Hericium • Verringertes Tumorwachstum [30] T

Chaga • Verringertes Tumorwachstum [30] T


• Verlängerung der rezidivfreien Zeit und
Coriolus Erhöhung der Überlebensrate bei Patienten mit [32] H
kurativer Darmresektion
Shiitake
• Verbesserung der Lebensqualität [33] H
(Lentinan)

19
Krebsart Effekte Quelle Studienart
Darmkrebs
• Verzögertes Tumorwachstum
ABM [32] T
• Steigerung der Überlebensrate

Magenkrebs

Hericium • Verringertes Tumorwachstum [30] T

• Erhöhung der 5-Jahres-Überlebensrate bei


Coriolus (PSK) [35] H
Patienten mit kurativer Magenresektion
Shiitake
• Verlängerung der Überlebenszeit [36] H
(Lentinan)
Leukämie
Coriolus • Verringertes Tumorwachstum [37] T

Leberkrebs
ABM • Verzögertes Tumorwachstum [38] T
• Verlängerung der Überlebenszeit [39] H
Shiitake
• Verlängerung der Überlebenszeit und
(Lentinan)
Senkung der Rezidivrate in Kombination mit [37] H
Standardtherapie

Maitake • Einnahme nach Ende der Chemotherapie führte


(MD-Fraktion + bei 58% der Patienten zur Krebsregression [41] H
ganzes Pulver) oder signifikanter Symptomverbesserung

Melanome
• Hemmung des Tumorwachstums: 3-fach
Chaga geringeres Tumorwachstum im Vergleich zur [45] T
Kontrollgruppe bei 20 mg/kg/Tag
• Reduzierung der Lungenmetastasierung
ABM [38] T
• Verlängerung der Überlebenszeit

Prostatakrebs
• Verringerte Tumorgröße sowie
Champignon Tumorzellproliferation [38] T
• Steigerung der Apoptoserate der Tumorzellen
• Verringertes Tumorwachstum durch Hemmung
ABM der Tumorzellproliferation und Angiogenese [47] T
und Förderung der Apoptose
• Kombination von PSK mit Docetaxel führte zur
Steigerung der Tumorhemmung einschließlich
Hemmung der Proliferation und gesteigerten
Coriolus (PSK) Apoptoserate der Tumorzellen [48] T
• Die Kombination führte zu einer geringeren
Abnahme weißer Blutkörperchen und einer
Steigerung der Immunantwort
Krebsart Effekte Quelle Studienart
Blasenkrebs
• Fallbericht: Patient nahm nach transutheraler
Maitake
Resektion Maitake D-Fraktion und Vitamin C
(D-Fraktion) [49] H
(2000 mg) täglich ein, in einem follow-up von 2
Jahren kam es zu keinem Rezidiv

Magenkrebs
• Verlängerung der Überlebenszeit und
Shiitake Verbesserung der Lebensqualität
[37] H
(Lentinan) bei Patienten mit fortgeschrittenem
Bauchspeicheldrüsenkrebs

3.5 EXTRAKTE ODER PULVER

Um von den gesundheitsfördernden und therapeutischen Effekten von Vitalpilzen


bestmöglich zu profitieren, kann neben der Integration gesundheitlich wertvoller Speisepilze
in die tägliche Ernährung auf verschiedene Vitalpilzpräparate zurückgegriffen werden:
Extrakte, Rohkostpulver und Kombipräparate.

Extrakte
Bei Extrakten werden unter Verwendung von Wasser und/oder Alkohol die löslichen
Inhaltsstoffe aus dem Fruchtkörper, dem Myzel oder beidem extrahiert.

Rohkostpulver
Rohkostpulver entsteht durch eine schonende Trocknung und Vermahlung von Fruchtkörper,
Myzel oder beidem. Das hieraus gewonnene Pulver kann entweder direkt oder verkapselt
eingenommen werden.

Kombipräparate
Bei Kombipräparaten werden die beiden Bestandteile innerhalb einer Kapsel kombiniert.

Exkurs: Die Anatomie von Pilzen – das kleine Pilzlexikon


Pilze bestehen aus Pilzmyzel, Pilzfruchtkörper und manchmal auch Sklerotien.

Das Pilzmyzel ist ein feines Geflecht, welches seine Nährsubstrate oder Symbiose-Partner
als Pilzgeflecht fein durchspinnt, es handelt sich hierbei um den eigentlichen Pilz. Direkt
sichtbar sind meist nur die Fruchtkörper, welche fälschlicherweise als Pilze bezeichnet
werden, aber ausschließlich der Vermehrung und der Verbreitung der Pilzsporen dienen.

Als Sklerotium bezeichnet man eine bei Pilzen auftretende verhärtete Dauerform. Der Pilz
befindet sich hier in einem Ruhezustand und beginnt erst bei günstigen Bedingungen wieder
zu wachsen oder aus dem Sklerotium Fruchtkörper zu bilden. Viele Pilzarten sind in der
Lage, Sklerotien auszubilden.

Sowohl Extrakte, Rohkostpulver als auch Kombipräparate verfügen über verschiedene


Vorteile:

21
Vitalpilzextrakte

• Vitalpilzextrakte enthalten alle löslichen Pilzbestandteile in konzentrierter Form. Der


genaue Gehalt wichtiger Inhaltsstoffe wie beispielsweise den Beta-Glucanen lässt sich
hierbei standardisieren. Dies ermöglicht zum einen mehr Kontrolle über die zu erwartende
Wirkung, außerdem lassen sich bei gleicher Dosierung stärkere therapeutische Effekte
erzeugen als mit Rohkostpulver.

• Da Rohkostpulver für manche Menschen schwer verdaulich ist, sind für eben diese
Patienten Extrakte besser geeignet.

• Die Beta-Glucane sind aufgrund des Extraktionsprozesses aus dem Chitingerüst gelöst,
wodurch sie vom Körper besser aufgenommen werden können.

Rohkostpulver

• Durch bestimmte Vermahlungstechniken, können auch beim Rohkostpulver die Vitalstoffe


vollständig aus den Zellen des Pilzes gelöst und so dem Körper zugänglich gemacht
werden.

• Es wird vermutet, dass die Inhaltsstoffe von Vitalpilzen eine Art „Co-Enzymfunktion“
für die Wirkungsentfaltung der wichtigen Beta-Glucane, Triterpene und anderer
Inhaltsstoffe ausüben. Rohkostpulver enthalten den gesamten Komplex aus bioaktiven
Pflanzenstoffen, so beispielsweise auch unlösliche Substanzen wie zum Beispiel
unlösliche Ballaststoffe.

• Durch rein mechanische Verarbeitung bleiben temperatursensible Inhaltsstoffe erhalten:


Entgiftungsenzyme und antioxidative Enzyme sowie Enzyme, die bei der Unterdrückung
der Zellvermehrung bei Krebs mitwirken.

Kombiprodukte

• Kombiprodukte vereinen die vorgenannten Vorteile

Tabelle 9: Anwendungsschwerpunkte

Vitalpilzpräparat Besonderheiten
• Standardisierte Polysaccharide / Beta-Glucane
Extrakte • Einsatz im therapeutischen Bereich, besonders für hochdosierte
Wirkungen der Polysaccharide / Beta-Glucane

• Natürliches Breitband-Spektrum aller Pilz-Vitalstoffe


Rohkost- • Prävention
pulver • Wenn die adaptogenen, entgiftenden und antioxidativen
Eigenschaften im Vordergrund stehen

• Kombination beider Vorteile: konzentrierte Polysaccharide / Beta-


Kombi- Glucane + natürliches Breitbandspektrum
produkte • Therapeutischer Einsatz und gezielte Kuren
• Wenn gleichzeitig auch Entgiftung und antioxidativer Schutz wichtig
sind
Des Weiteren sollte auf folgende Punkte beim Kauf von Vitalpilz-Produkten geachtet werden:

• Vorteilhaft ist die Angabe des Gehaltes wichtiger Inhaltsstoffe wie den Beta-Glucanen.
Nur dann kann der Therapeut sicher sein, ein Vitalpilzpräparat zu erhalten, welches die
gewünschten gesundheitsrelevanten Wirkungen in der gewünschten Dosierung zeigt.

• Das Vitalpilzprodukt sollte aus dem ganzen Fruchtkörper hergestellt worden sein:
- Die Triterpene, welche zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören, kommen
ausschließlich im Fruchtkörper vor.
- Der Fruchtkörper enthält eine höhere Gesamtmenge sowie eine höhere Anzahl
verschiedener Polysaccharide, welche in Studien das Immunsystem stärker
beeinflussen konnten als einzelne Polysaccharide.
- Pilze akkumulieren eben jene Mineralstoffe, die im Substrat enthalten waren, auf
denen sie gewachsen sind. Wird für ein Produkt ausschließlich das Pilzmyzel
verwendet, wächst dieses meist auf Getreide, wodurch der Pilz nicht die natürliche
Bandbreite an Mineralstoffen enthält [8]

• Das Vitalpilzpulver sowie die -extrakte sollten standardmäßig in einem unabhängigen


Labor auf Verunreinigungen, Schwermetalle und Pestizide geprüft werden.

• Idealerweise stammen die Vitalpilze aus Anbau ohne Verwendung von chemischen
Düngemitteln und Pestiziden, bzw. aus Bio-Anbau.

3.6 DOSIERUNG UND EINNAHME

Folgende Dosierungsbereiche können für die verschiedenen Indikationen (Vorbeugung -


Therapie - Hochdosistherapie) eine Orientierung bieten:

Tabelle 10: Dosierungsempfehlung [5]

Rohkostpulver Extrakt

Vorbeugung 450 bis 1500 mg 125 bis 500 mg

Therapie 750 bis 3000 mg 250 bis 1000 mg

Hochdosistherapie 1500 bis 6000 mg 250 bis 1000 mg

Bei Verwendung von mehreren Vitalpilzen, sollten die Dosierungen der einzelnen Pilze
entsprechend angepasst werden, sodass sich die Gesamtmenge auf die einzelnen Vitalpilze
verteilt.

Empfohlen wird die Einnahme zeitnah zum Essen – d. h. 10 Minuten bis 30 Minuten nach
dem Essen, damit auch fettlösliche Bestandteile gut resorbiert werden können. Da Pilze
sehr viel Wasser binden können, ist es wichtig auf eine genügende Wasserzufuhr zu achten.
Je besser die Pilze aufquellen, desto besser werden sie aufgenommen. Bei Einnahme von
Kapseln sollte pro Kapsel mindestens 100 ml Wasser getrunken werden [8].

23
3.7 NEBENWIRKUNGEN & GEGENANZEIGEN

Allgemein wird in der Literatur meist berichtet, dass sich die Nebenwirkungen bei der
Einnahme von Vitalpilzen auf Symptome im Rahmen der Erstverschlimmerung begrenzen.
Vor allem die entgiftende Wirkung von Vitalpilzen kann dazu führen, dass zu schnell zu
viele Giftstoffe gelöst werden, welche dann die Ausscheidungssysteme überfordern. Dies
kann anfänglich zu negativen Erscheinungen wie Durchfällen, Übelkeit, Schwindelgefühlen,
Bauchdruck und Hautunreinheiten führen. Diese Erscheinungen sind meist vorübergehend
(2 bis 7 Tage) und spiegeln eine Überlastung der Ausscheidungsorgane wieder.

Es wird daher empfohlen, die Vitalpilze einzuschleichen, um die Ausscheidungskapazitäten


des Körpers nicht zu überfordern. Darüber hinaus empfiehlt sich eine konkrete Unterstützung
der Ausscheidungsorgane Leber, Lymphe, Niere und Darm:

• Unterstützung des Darms: z.B. Zeolith, Bentonit, Aktivkohle, Chlorella


• Unterstützung des Lymphsystems: z. B. Klettenwurzel, Rosskastanie, Löwenzahnwurzel
• Unterstützung der Leber: z.B. Mariendistel, Löwenzahn, Desmodiumblatt, Artischocken-
Blatt
• Unterstützung der Niere: z.B. Brennesselblätter, Ackerschachtelhalm, Goldrute,
Eibischwurzel

Erfahrungen in der Praxis zeigen jedoch auch, dass potentielle negative Begleiterscheinungen
der Vitalpilze nicht ausschließlich auf Erstverschlimmerungen zu begrenzen sind. Vielmehr
sollte bei jedem Patienten individuell geprüft werden, ob er selbst niedrige Dosierungen
eines Vitalpilzes verträgt, bzw. die Einnahme vom Körper “gewünscht” wird.

Zum Punkt Gegenanzeigen bedürfen folgende Aspekte einer besonderen Aufmerksamkeit


[7]:

• Bei der Einnahme von Antidiabetika, Insulin, Antihypertonika, Antikoagulantien,


Lipidsenkern und anderen Arzneimitteln müssen bei gleichzeitiger Einnahme von
Vitalpilzen im Einzelfall die Dosierungen überprüft und gegebenenfalls angepasst
werden.
• Während einer immunsuppressiven Therapie ist die Einnahme von Vitalpilzen aufgrund
seiner mitunter starken Wirkungen auf das Immunsystem abzuwägen.

Ganz konkret gelten überdies folgende Gegenanzeigen:

Tabelle 11: Gegenanzeigen [7]:

Vitalpilz Gegenanzeigen/Hinweise
Aufgrund seiner thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung wird von
Auricularia
der Einnahme in der Frühschwangerschaft abgeraten
Nach chinesischer Überlieferung wird die Einnahme bei hochakuten
Cordyceps
Infektionen und Entzündungen nicht empfohlen
Kann bei Darmreizungen Diarrhöen verursachen, besonders bei floriden,
Hericium entzündlichen Darmerkrankungen. Durch eine entzündungshemmende
Vorbehandlung ist dieser Effekt vermeidbar.
Bei besonders hoch dosierten ABM-Extrakten ist aufgrund seiner
ABM immunmodulatorischen Wirkung von einer Dauereinnahme ohne Pause über
Wochen oder Monate abzuraten
4. VITALPILZE EINZELPROFILE

4.1 REISHI (GANODERMA LUCIDUM, LING ZHI)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B1, B2, B6, E Mineralstoffe: Mangan, Kupfer,
Leber Germanium
Aminosäuren: verschiedene
Energie Fettsäuren: Ölsäure, Stearinsäure,
Polysaccharide: Beta-Glucane Palmitinsäure, Linolensäure
Lunge Glycoproteine: verschiedene Monoterpene: Carvon, trans-
Anethol, Alpha-Pinen, 1,8-Cineol,
Immunsystem Triterpene/Triterpenoide: Fenchon, o-Cymen, Alpha-Thujon,
Ganodersäure, Ganoderensäure, Alpha- Pinenepoxid, Campher,
Lucidensäure, Ganodermsäure, Alpha-Bisabolol
Nerven/ Psyche
Ganolucidin, Applanoxidsäuren,
Lucidone, Ganoderale Ballaststoffe: Chitin
und mehr...
Enzyme: Laccase

Kaum ein anderer Pilz wird in Ostasien so verehrt wie der Reishi oder lateinisch Ganoderm
Lucidum. Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin gilt er als Garant für ein langes
Leben und stärkt die universelle Lebensenergie, weshalb er auch “Pilz des langen Lebens”
oder “Großer Beschützer” genannt wird. Diese Verehrung lässt sich auch aus heutiger Sicht
gut nachvollziehen, da viele der Heilwirkungen, die mit dem Reishi in Verbindung gebracht
werden, heute wissenschaftlich belegt sind. Von allen heilkundlich verwendeten Pilzen ist er
derjenige mit der größten medizinischen Bandbreite, weshalb er sich kombiniert mit anderen
Vitalpilzen bei vielen Beschwerdebildern einsetzen lässt. Der Reishi wächst weltweit auf
verschiedenen Bäumen, wird seit den 1960ern aber auch gezielt angebaut.

Leber
Der Reishi hat einen großen Organbezug zur Leber. Er unterstützt bei ihrer Entgiftungsarbeit
und schützt das Organ vor oxidativem Stress und Entzündungen und wirkt antiviral gegen
das Hepatitis-B-Virus [51, 52]. Auch zur Vorbeugung bzw. Behandlung einer Fettleber ist
der Reishi hilfreich [53]. Er fördert zudem die Umwandlung des Schilddrüsenhormons
Trijodthyronin (T3) zu Thyroxin (T4) in der Leber.

Energie
Reishi gilt als Tonikum, das allgemein stärkend und vitalitätsfördend wirkt. Er vertreibt
Müdigkeit, Antriebsschwäche und fördert die Stressresistenz [54].

Lunge
Zudem besitzt der Reishi innerhalb der TCM einen starken Bezug zur Lunge. Er entfaltet
seine Wirkung bei Asthma, Heuschnupfen, chronischer Bronchitis, Husten und Atemnot. Vor
allem bei Atemwegserkrankungen mit verminderter Sauerstoffversorgung ist der Reishi eine
gute Unterstützung, denn er verbessert die Sauerstoffsättigung des Blutes durch seinen
Gehalt an Germanium. In einer Studie an 900 Soldaten, die sich in Tibet in einer Höhe von
4700 Metern aufhielten, zeigten diejenigen, die Reishi eingenommen hatten im Vergleich

25
zur Kontrollgruppe wesentlich weniger Anzeichen der Höhenkrankheit wie Erbrechen und
Kopfschmerzen. Auch lindert er Husten, löst Schleim und verbessert die Atmung [8].

Immunsystem
Reishi ist der wichtigste Pilz für Allergien aller Art, beispielsweise Asthma, Heuschnupfen
und Neurodermitis [54]. Durch seinen hohen Gehalt an Triterpenen, vermindert er die
Histaminausschüttung und lindert Entzündungen [14]. Reishi hilft zudem, Autoimmunprozesse
zu reduzieren sowie die TH1-TH2-Immunbalance zu fördern [55].
Reishi wirkt auch antiviral, gezeigt werden konnte dies für HBV, HPV, Herpes Simplex und
das HI-Virus [51, 56–58]. Der Reishi wird daher auch zur Steigerung der Infektabwehr
eingesetzt.

Reishi soll bei verschiedenen Krebsarten einen positiven Einfluss ausüben. Ein großes
Problem bei der Behandlung mit konventionellen Chemotherapeutika ist die Entwicklung
einer Resistenz der Krebszellen gegenüber dem Medikament. Anfangs zeigt sich oft eine
deutliche Reduktion der Tumormasse. Einige Krebszellen sind jedoch weniger empfindlich
gegenüber den giftigen Substanzen. Diesen Selektionsvorteil geben sie dann aufgrund
ihrer schnellen Teilungsrate an die aus ihnen gebildeten Zellen weiter, sodass der Tumor
nun zunehmend nicht mehr auf die Behandlung anspricht. Eine Studie konnte zeigen, dass
Reishi die Empfindlichkeit von Lungenkrebszellen gegenüber Chemotherapeutika fördert
beziehungsweise nach Resistenzentwicklung wiederherstellen kann [48]. Die japanische
Regierung empfiehlt Reishi daher als begleitende Einnahme bei der Krebstherapie [2].

Nervensystem/ Psyche
Gerade bei stressinduzierten, gesundheitlichen Störungen, wirkt der als adaptogen
wirkende Reishi harmonisierend und hilft die Balance wiederherzustellen [5]. Durch
die ausgleichende und entspannende Wirkung auf das Nervensystem, kann Reishi zur
Verbesserung neurologischer Leiden beitragen und wird insbesondere bei Kraftlosigkeit,
Erschöpfungszuständen Nervenschwäche, Vergesslichkeit, innerer Unruhe, Ängsten und
Schlaflosigkeit eingesetzt [5, 59, 60]. Er schützt zudem die Nerven und wirkt stimulierend
auf den Nervenwachstumsfaktor, welcher auch für die Regeneration von Nerven von
Bedeutung ist. Dies ist bei peripheren Nervenschäden durch Traumata oder ungünstige
Stoffwechselprozesse besonders wertvoll, kann jedoch auch bei Schädigungen des
zentralen Nervensystems nach einem Schlaganfall oder neurodegenerativen Erkrankungen
unterstützen. Zudem schützt der Shiitake vor Ablagerungen im Gehirn [61, 62].

Herz-Kreislaufsystem
Durch den verbesserten Leberstoffwechsel kommt es zur Senkung der Blutfettwerte. Die
enthaltenen Triterpene hemmen zudem die Cholesterinsynthese und die Lipidakkumulation,
senken den Blutdruck, wirken der Thrombozytenaggregation entgegen und erweitern die
Blutgefäße, weshalb er sich zur begleitenden Behandlung der Koronaren Herzkrankheit
eignet [63]. Durch die Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Körpers wirkt sich der
Reishi auch positiv auf die Herzaktivität aus.

Bewegungsapparat
Der Reishi wird zudem bei verschiedenen entzündlichen sowie schmerzhaften Gelenks- sowie
Muskelerkrankungen eingesetzt. Auch bei Fibromyalgie ist der Einsatz des Vitalpilzes von
Vorteil. Die häufig mit der Erkrankung einhergehenden vegetativen Symptome werden günstig
beeinflusst, indem der Pilz bei sympathikotonen Zuständen ausgleichend auf das vegetative
Nervensystem wirkt. Bei Fibromyalgie häufig auftretende Dauerspannungszustände der
Muskulatur können durch das im Reishi enthaltene Adenosin wirksam gelindert werden. Die
Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskulatur wird herabgesetzt, wodurch sich die
Muskulatur entspannt [8]

Haut
Durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften ist der Reishi sehr hilfreich bei akuten
Entzündungen der Haut und hat sich beispielsweise bei Neurodermitis bewährt.

Hormonsystem
Der Reishi kommt seit jeher bei hormonellen Dysbalancen zum Einsatz, beispielsweise bei
Schilddrüsenüber- und unterfunktion, sowie bei einer aus der Balance geratenen Stressachse.
Während der Wechseljahre kann Reishi die Symptome hormoneller Dysbalancen abmildern
und das vegetative Nervensystem ausgleichen, was besonders hilfreich bei Hitzewallungen,
Schlaflosigkeit und Unruhe ist. [64]

Diabetes
Aufgrund seiner Fähigkeit den Blutzucker zu senken, wird der Vitalpilz auch bei Diabetes Typ
II angewendet [65]. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften machen ihn ebenfalls zu
einer guten Ergänzung bei Diabetes Typ I.

Niere und Harnwege


Der Reishi schützt die Nieren und unterstützt ihre Funktion [66–68]. Er wurde schon
erfolgreich beim polyzystischen Nierensyndrom eingesetzt [54].

Verdauung
Reishi fördert den Aufbau einer gesunden Darmschleimhaut bei Leaky gut und hemmt das
Wachstum von Candida albicans [54]. Er ist in der Lage die Vielfalt der Darmbakterien zu
steigern sowie das Verhältnis von ​​Bacteroidetes und Firmicutes zu verbessern [69]. Dies
sind zwei Bakteriengruppen, die mit über 90 % die menschliche Darmflora dominieren. Es
zeigen sich Zusammenhänge zwischen einem höheren Anteil an Firmicutes und höherem
Körpergewicht. Firmicutes sind in der Lage durch den Abbau von eigentlich weitgehend
unverdaulichen Nahrungsbestandteilen (Ballaststoffen) weitere Kohlenhydrate und somit
zusätzliche Kalorien zur Verfügung zu stellen. Bacteroidetes dagegen scheiden Zucker, der
nicht gebraucht wird, aktiv aus dem Darm aus. Der Einfluss von Reishi hilft daher auch
Übergewicht vorzubeugen und zu regulieren [70].

Durch seine antientzündliche Wirkung ist er ideal bei entzündlichen Erkrankungen des
Magen-Darm-Traktes wie häufigen Magenschleimhaut- und Darmentzündungen [71, 72].

Bauchspeicheldrüse
Reishi konnte bei Pankreatitis im Tierversuch die allgemeinen Entzündungswerte sowie die
Blut-Lipase-Werte reduzieren, welche eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse anzeigen
[69].

Prostata
Des Weiteren zeigen sich positive Effekte bei Prostatavergrößerung, welche oft zu
vermehrtem und quälendem Harndrang führt [50].

Entgiftung/Antioxidatives Schutzsystem
Reishi fördert die endogene Synthese von GST, einem wichtigen Enzym der Phase II
der Entgiftung sowie dem antioxidativem Enzym SOD. Zudem ist Reishi in der Lage die
Ablagerung von Cadmium in der Leber zu vermindern [73]
27
4.2 SHIITAKE (LENTINULA EDODES, HUA GU)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B-Vitamine, C und D Mineralstoffe: Calcium, Kalium,
Energie Zink
Aminosäuren (derivate):
Immunsystem Glutaminsäure,Thioprolin Fettsäuren: verschiedene

Polysaccharide: Lentinan Sterole: Ergosterol (Vorstufe von


Herz-Kreislauf Vitamin D2)
Glycoproteine: Peptidomanan
Bewegungs- Enzyme: Laccase, Peroxidasen,
apparat Nucleoside: Eritadenin Tyrosinase

Ballaststoffe: Chitin 6 % der Weitere Inhaltsstoffe: Adenin,


Hormonsystem Trockenmasse Lenthionin

und mehr...

Der Shiitake ist zusammen mit dem Kulturchampignon und dem Austernpilz einer der
bedeutendsten Zuchtpilze. Wild wächst er in den Wäldern Japans und Chinas auf
Laubbäumen mit hartem Holz.
In Deutschland wurde man erst vor ca. 30 Jahren auf diesen leckeren, aber vor allem auch
gesundheitlich förderlichen Vitalpilz aufmerksam. Der Shiitake gilt auch als „König der
Heilpilze“, da er besonders vielseitig eingesetzt werden kann.

Energie
In der TCM zählt er zu den stärkenden, tonisierenden Vitalpilzen. Er fördert die Vitalität und
ist daher bei Müdigkeit, Überarbeitung, Schwäche, Schwindel, Appetitlosigkeit und in der
Rekonvaleszenz besonders hilfreich [8, 74].

Immunsystem
Der Shiitake enthält ein Beta-Glucan namens Lentinan, welches in der Lage ist das
Immunsystem anzuregen und eine TH2-dominante Immunlage zu normalisieren [75].
Hierdurch wird die antivirale, antibakterielle, antimykotische sowie antiparasitäre Abwehr
verbessert. Die Schleimhäute, vor allem der Atemwege werden zur Sekretion von IgA
angeregt, wodurch das Eindringen von Erregern erschwert wird [74]. In aufgereinigter Form
wird Lentinan in Japan als Begleittherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt [42] und gehört
dort zu den 10 häufigsten Wirkstoffen, die bei der Krebsbehandlung Anwendung finden [5].
Der Shiitake schützt zusätzlich durch seine immunaktivierenden Eigenschaften vor viralen
und bakteriellen Infektionen wie Grippe und Tuberkulose, besitzt aber auch direkte viruzide
sowie bakterizide Wirkung [76–80].

Herz-Kreislaufsystem
Der Shiitake hat einen sehr günstigen Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem. Das im
Shiitake besonders reich enthaltene Eritadenin beeinflusst den Fettmetabolismus in der
Leber und senkt so das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin, die Triglyceride und
steigert das schützende HDL-Cholesterin [9–11]. Die Entstehung von Homocystein, einem
eigenständigen Risikofaktor der Koronaren Herzerkrankung, wird ebenfalls gehemmt [11].
Das im Pilz enthaltene Enzym Tyrosinase wirkt blutdrucksenkend [81, 82]. Insgesamt eignet
sich der Shiitake daher ideal zum Schutz des Herz-Kreislauf-Systems – hierin liegt auch
sein Hauptanwendungsgebiet in der westlichen Mykotherapie. Da durch den Shiitake die
Durchblutung über die Beeinflussung des Gefäßtonus reguliert wird, eignet sich der Shiitake
auch gut zur Behandlung von Migräne und Tinnitus [8].

Bewegungsapparat
Der Shiitake hat sich in der mykologischen Praxis zudem besonders bei Arthritis, Gicht
und Rheuma bewährt [74]. Erfahrungsgemäß stärkt er die Gelenke und liefert durch seinen
hohen Gehalt an Chitin ein wichtiges Glucosamin für den Knorpelaufbau [8]. Die Einnahme
des Vitalpilzes kann sich zudem senkend auf einen erhöhten Harnsäurespiegel auswirken
[83]. Dies ist ebenfalls für die Gesundheit der Gelenke bedeutsam, da sich bei zu hohen
Harnsäurewerten Harnsäurekristalle bilden, die in den Gelenken Entzündungen verursachen.
Shiitake mindert die Entzündung und kann hier einen Rückgang der Schmerzen und der
Bewegungseinschränkungen bewirken [8].

Hormonsystem
Der Shiitake wirkt ausgleichend auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und
nimmt so einen regulierenden Einfluss auf die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin
und Noradrenalin [74].

Leber
Der Shiitake gilt als ein starkes Lebertonikum. Er ist in der Lage die Leber zu schützen
und ihre Funktion zu verbessern [84–86]. Der Pilz steigert die Antikörperzahl gegenüber
Hepatitis B-Viren [85] und wurde schon bei Patienten mit chronischer Hepatitis-B-Erkrankung
erfolgreich eingesetzt [87].

Entgiftung/Antioxidatives Schutzsystem
Der Vitalpilz aktiviert körpereigene Entgiftungs- sowie antioxidative Enzyme wie GPx, SOD
und Katalase. Er ist in der Lage Schwermetalle wie Cadmium zu binden [88]. Erwähnenswert
ist des Weiteren der hohe Thioprolin-Gehalt des Shiitake. Diese schwefelhaltige Aminosäure
hilft, über die Nahrung aufgenommenes Nitrit im Darm zu binden und reduziert so die Bildung
von krebserzeugenden Nitrosaminen [8].

Harnwege
Die Einnahme von Shiitake wirkt ausgesprochen günstig bei Blasenschwäche [8].

29
4.3 CORDYCEPS SINENSIS (RAUPENPILZ)

Gut für Inhaltsstoffe [5]

Nieren Vitamine: E, A und K, B1, B2 und Mineralstoffe: verschiedene


B12
Fettsäuren: verschiedene
Lunge
Aminosäuren: alle essentiellen
Aminosäuren Sterole: Ergosterol, Sitosterol,
Psyche Daucosterol, Campesterol
Polysaccharide: Beta-Glucane
Hormonsystem Weitere Inhaltsstoffe:
Nucleoside: Adenosin, Uridin, Cordycepinsäure
Inosin, Cordycepin
Energie

und mehr...

Der auch als chinesischer Raupenpilz bekannte Cordyceps genießt in der Volksmedizin
Asiens ein hohes Ansehen und gilt dem Ginseng als ebenbürtig. Er gehört nicht wie die meisten
anderen Vitalpilze zu den Ständerpilzen, sondern zu den Schlauchpilzen (Ascomycota). Das
Myzel des Cordyceps entwickelt sich in der Erde als Parasit innerhalb von Mottenlarven,
die hierdurch absterben. Im Frühjahr wächst hieraus dann oberirdisch der Fruchtkörper.
Er wächst vornehmlich in den Graslandschaften des Himalaya in einer Höhe von 3.000 bis
5.000 Metern Höhe. Aufgrund des hohen Preises von wild gesammeltem Cordyceps haben
verschiedenen Firmen begonnen, das Myzel des Cordyceps zu kultivieren [89].

Nieren
Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Cordyceps dem Funktionskreis
der Niere zugeordnet. Er schützt die Niere [16], regt die Nierentätigkeit an und fördert die
Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen. Erhöhte Kreatininwerte können unter seiner
Anwendung normalisiert werden. Auch die Ablagerung von Immunkomplexen in den
Nierengängen bei Autoimmunerkrankungen der Nieren, werden verhindert [8, 90].

Lunge
Er besitzt laut TCM zudem einen positiven Effekt auf die Atmungsorgane. Er steigert die
Sauerstoffaufnahme in der Lunge, die Abatmung von CO₂, verbessert dank seines Gehaltes
an Adenosin die Durchblutung und wirkt schleimlösend. Antivirale und antibakterielle
Wirkungen des Pilzes sind ebenfalls bekannt. Seine Anwendung ist bei allen chronischen
Lungenerkrankungen mit Husten, Schleimbildung und Atemnot von Vorteil, wie beispielsweise
Asthma, Bronchitis und COPD [8, 91–93].

Psyche
Des Weiteren wirkt der Vitalpilz antidepressiv und fördert die Willenskraft und Motivation. In
Tierversuchsstudien zeigte der Cordyceps eine antidepressive Wirkung vermittelt über das
adrenerge und dopaminerge, nicht aber das serotonerge System [94]. Weiteren Studien
zufolge hemmt Cordyceps die Monoaminooxidase (MAO) [95]. MAO-Hemmer werden auch
in der Behandlung von Depressionen, Angst, Zwangsstörungen und Parkinson eingesetzt
[3].
Hormonsystem
Cordyceps besitzt eine regulierende Wirkung auf die Cortisol-Ausschüttung der Nebennieren
[96]. Cordyceps ist daher in Zeiten von Dauerbelastungen empfehlenswert, da er den
Symptomen von Stress entgegenwirkt und dabei hilft, Müdigkeit und Erschöpfung zu
reduzieren [3].

Cordyceps wird traditionell auch zur Verbesserung der sexuellen Leistungs- und
Reproduktionsfähigkeit eingesetzt [97]. Er wirkt sich stärkend auf die Geschlechtsorgane
aus und fördert die Produktion der Geschlechtshormone, darunter Testosteron, Estradiol und
Progesteron [98–101], weshalb er sich auch zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden
eignet.

Energie
Cordyceps verbessert allgemein die physische Ausdauer und die sportliche Leistungsfähigkeit
[102, 103], beispielsweise durch einen geringeren Verbrauch von Glykogen (Speicherzucker)
[104] und eine verzögerte Laktatbildung in den Muskeln [105].

Beeinflusst wird dies vermutlich durch seinen positiven Einfluss auf die Blutbildung sowie
eine bessere Durchblutung und Sauerstoffaufnahme in der Lunge. Hierdurch ist mehr
Sauerstoff verfügbar. Darüber hinaus wird der Sauerstoff besser für die Energieproduktion
verwertet [106].

Studien an Mäusen zeigen eine erhöhte ATP-Bildung unter der Einnahme von Cordyceps
[107, 108].

Der Vitalpilz fördert die Regeneration nach erschöpfender Tätigkeit, unterstützt die Genesung
nach Erkrankungen und wirkt durch seine antientzündlichen, antioxidativen und entgiftenden
Eigenschaften dem Alterungsprozess entgegen [89].

Leber
Cordyceps steigert die Durchblutung der Leber und fördert die lebereigene ATP-Bildung. Er
verbessert die Funktion der kupfferschen Sternzellen jene Zellen, die in der Leber für die
Eliminierung von Fremdstoffen zuständig sind (Makrophagen). Zudem ist er wirksam bei
Hepatitis B und C [109].

Herz-Kreislaufsystem
Durch seine Anwendung können das Gesamtcholesterin gesenkt, das HDL- zu LDL-
Verhältnis verbessert und auch der Triglyzeridwert gesenkt werden. Daher wird Cordyceps
auch zur Vorbeugung und Behandlung von Arteriosklerose eingesetzt [110]. Positive
Erfahrungen liegen beispielsweise auch bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
vor.

Diabetes
Der Vitalpilz besitzt zudem eine blutzuckersenkende Wirkung, erhöht die Insulinwirkung und
verbessert den Glucose-Stoffwechsel, wodurch sich auch zum Einsatz bei Diabetes eignet
[111].

Immunsystem
Cordyceps hilft das Immunsystem zu regulieren, wirkt stimulierend bei schwacher
Immunlage, jedoch dämpfend bei überschießenden Reaktionen und ist in der Lage die

31
TH1/TH2-Immunbalance wiederherzustellen [112]. Cordyceps wirkt zudem antibakteriell,
antiviral und antimykotisch [89].

Entgiftung/Antioxidatives Schutzsystem
Wie alle Adaptogene besitzt auch Cordyceps eine entgiftende und antioxidative Wirkung
durch beispielsweise die Aktivierung antioxidativer Enzyme wie SOD und GPx [8].

4.4 AGARICUS BLAZEI MURRILL (ABM, MANDELPILZ)

Gut für Inhaltsstoffe [5]

Immunsystem Polysaccharide: Beta-Glucane Sterole: Ergosterol, Blazein


(mit bis zu 14 % am höchsten unter
den Vitalpilzen), z. B. Riboglucane, Enzyme: CYP450,GSH-Reduktase,
Diabetes/
Glucomannane SOD, Katalase, Tyrosinase
Bauchspeichel-
drüse Glycoproteine: verschiedene weitere Inhaltsstoffe
Agaricoglyzeride, Blazeispiran A
Leber

Herz-Kreislauf

Der Agaricus blazei murrill (ABM), auch Mandelpilz genannt, ist ursprünglich in Brasilien
beheimatet und ist dort ein natürlicher Bestandteil der Ernährung und wird auch als
Tee getrunken. Die Einheimischen nutzten ihn zur Stärkung von Körper und Geist in
Stresssituationen.

Immunsystem
Eine der Hauptwirkungen des ABM ist seine adaptogene Wirkung auf das Immunsystem
[113]. Einerseits aktiviert ABM das Immunsystem durch Stimulierung diverser Immunzellen
sowie Interleukine und Interferone, mildert jedoch auch eine überschießende gegen
den Körper gerichtete Immunantwort. Er ist zudem in der Lage die TH1/TH2-Balance
wiederherzustellen [114, 115]. Aus diesem Grund ist sein Einsatz sinnvoll bei Erkrankungen,
bei denen das Immunsystem entweder über- oder unteraktiviert ist [8].

Dies prädestiniert ihn vor allem für den Einsatz bei chronischen Entzündungen, Allergien,
Asthma, Bronchitis, Migräne sowie Autoimmunerkrankungen beispielsweise Hashimoto
Thyreoditis, Diabetes Typ I, multipler Sklerose, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
und Rheuma [114, 116, 117]. Auch bei CFS, Fibromyalgie, Alzheimer und Morbus Parkinson
wird der ABM angewendet [2, 3].

Durch die immunstimulierende Wirkung schützt der ABM vor viralen und bakteriellen
Infektionen, besitzt überdies jedoch auch direkte viruzide Wirkungen. Nachgewiesen wurde
dies unter anderem bei Herpes- und Hepatitis-Viren [118, 119].
Der Pilz wird zudem auch zur begleitenden Therapie bei Krebserkrankungen angewendet
[120]. Vor allem in Japan und den USA kommt der Vitalpilz hierzu auch innerhalb der
Schulmedizin zum Einsatz [5].

Diabetes
Die Einnahme des Vitalpilzes zeigt positive Wirkungen bei Diabetes Typ I und II. Einerseits
kann der Pilz das Enzym Alpha-Glucosidase hemmen [121], wodurch es zu einer verminderten
Kohlenhydrataufnahme kommt. Darüber hinaus verbessert er die Insulinresistenz [122].
In einer Studie an 72 Patienten mit Diabetes Typ II verminderte sich im Vergleich zur
Kontrollgruppe die Insulinresistenz stärker als in der Kontrollgruppe [123]. Zudem ist der
ABM in der Lage zur Regeneration der Beta-Zellen des Pankreas beizutragen sowie diese
vor oxidativem Stress zu schützen [124].

Leber
Der ABM schützt die Leber vor toxischen Belastungen [125]. Auch bei Lebererkrankungen
wie Hepatitis und Leberzirrhose eignet sich der ABM. In einer kleinen Studie führte die
Einnahme von 1.500 mg ABM über ein Jahr hinweg zu einer starken Verminderung
pathologischer Leberwerte bei Patienten mit einer Hepatitis-B-Erkrankung [126]. Durch die
blutfettsenkenden Eigenschaften beugt der ABM auch der Entstehung einer Fettleber vor.

Herz-Kreislaufsystem
Der ABM kann helfen einen erhöhten Cholesterin- sowie Triglyzeridspiegel zu senken [127],
welcher einen Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose darstellt.

Entgiftung/Antioxidatives Schutzsystem
ABM enthält ein hohes Maß an Entgiftungs- und antioxidativen Enzymen, welche die
Entgiftungsleistung sowie den antioxidativen Schutz des Körpers erheblich verbessern
können [128–130].

4.5 HERICIUM ERINACEUS (LÖWENMÄHNE, IGEL-STACHELBART)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: verschiedene Mineralstoffe: hoher Gehalt an
Verdauung Kalium, Phosphor, auch Zink, Selen
Aminosäuren: alle essentiellen und Germanium
Nervensystem Aminosäuren außer Methionin und
Tryptophan Fettsäuren: verschiedene
Psyche
Polysaccharide: Beta-Glucane Sterole: Ergosterol (Vorstufe von
Vitamin D2)
Haut Glycoproteine: verschiedene
Enzyme: CYP450, Laccase,
Immunsystem Ballaststoffe:Chitin Peroxidase, GSH-Reduktase, SOD,
Katalase

und mehr.. weitere Inhaltsstoffe: Hericenone,


Erinacine

Der Hericium erinaceus, auch Igel-Stachelbart genannt, lebt auf alten abgestorbenen
Laubhölzern. Da diese immer seltener werden, findet sich der Pilz in der Natur nur noch
selten und wird häufiger gezüchtet.

Verdauung
Der Hericium ist ein besonders wichtiger Pilz für die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes.
Er unterstützt den Aufbau der Magen- und Darmschleimhaut, wodurch er gerade bei Leaky
gut und damit in Zusammenhang stehenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten ideal

33
einsetzbar ist [8]. Er besitzt auch eine hemmende Wirkung auf H. Pylori [131].

Der Pilz wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die Speiseröhren-, Magen-
und Darmschleimhaut und ist daher bei Gastritis, Reflux, Aufstoßen, Völlegefühl,
Oberbauchschmerzen sowie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis
Ulcerosa und Morbus Crohn anwendbar.

Da er auch auf das enterale Nervensystem einwirkt, eignet sich der Hericium ebenfalls bei
Reizmagen und Reizdarm.

Auch bei Schleimhautschädigungen durch Chemo- oder Strahlentherapie, kann der Vitalpilz
hilfreich sein, da er die angegriffene und gereizte Haut beruhigen und stärken kann [8].

Nervensystem
Hericium unterstützt das Nervensystem. Studien zeigen, dass Hericium durch seine
Inhaltsstoffe Hericenon und Erinacin den Nervenwachstumsfaktor (NGF) stimuliert [132,
133] und die Regeneration von Nerven fördert [134].

Hericium enthält zudem eine Substanz, welche die Nervenzellen vor Absterben durch Beta-
Amyloid und anderen Stressoren schützt. Vorläufige Studien zeigen, dass die Einnahme
des Pilzes die Fähigkeit zur Bewältigung des Alltages bei Demenzerkrankten verbessert
und den Krankheitsverlauf verzögert. Auch bei Gesunden konnte eine Verbesserung der
geistigen Fähigkeiten unter Einnahme des Pilzes nachgewiesen werden [135–137]. NGF
reguliert zudem die TH1/TH2-Immunantwort im zentralen Nervensystem. Vor allem bei
autoimmunen Prozessen des Nervensystems wie Multipler Sklerose ist dies von Vorteil [8].
Erinacin besetzt zudem die Opiatrezeptoren im Gehirn und kann daher möglicherweise bei
der Behandlung von Schmerzzuständen helfen [138].

Psyche
Hericium kann bei Ängsten, Depressionen, Stress, Unruhe, Schlaflosigkeit und
Gedächtnislücken eingesetzt werden [139], insbesondere auch dann, wenn sich übermäßiger
Stress auf den Magen-Darm-Trakt in Form von Reizmagen oder Reizdarm auswirkt [8] aber
auch im Zusammenhang mit den Wechseljahren. [64]
Immunsystem /Haut

Da die Darmschleimhaut zudem wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem hat, wirkt sich
die Einnahme des Hericium auch bei allen Arten von Allergien, wie zum Beispiel allergisch
bedingten Hauterkrankungen sowie bei Immunschwäche positiv aus [8].
Durch seine immunstimulierende Wirkung kann der Pilz auch besonders bei
Tumorerkrankungen des Verdauungstraktes zur Stärkung des Immunsystems unterstützend
eingenommen werden [5, 30].

Herz-Kreislaufsystem
Durch die enthaltenen Ergosterole hilft der Hericium das Gesamtcholesterin zu senken,
sowie das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin zu verbessern. Darüber hinaus senkt er
die Triglyzeridwerte sowie den Blutzucker und wirkt antithrombotisch sowie blutdrucksenkend
[5, 8, 140].

Entgiftung/ Antioxidatives Schutzsystem


Hericium enthält viele Entgiftungs- bzw. antioxidative Enzyme wie CYP450, Laccase
Peroxidasen, GSH- Reduktase,SOD und Katalase [8].
4.6 PLEUROTUS OSTREATUS (AUSTERNPILZ, AUSTERNSEITLING)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: Alle B-Vitamine außer Mineralstoffe: insgesamt 10 %;
Verdauung B12, vor allem B1, B2 und B5, vor allem Calcium, Kalium, Eisen,
Vitamin C und D Magnesium, Phosphor Selen und
Herz-Kreislauf Zink
Aminosäuren(derivate):
sämtliche essentielle Aminosäuren, Fettsäuren: Ölsäure, Linolsäure
Diabetes Ergothionein
Sterole: Ergosterol (Vorstufe von
Bewegungs- Polysaccharide: Alpha- und Beta- Vitamin D2)
apparat Glucane, darunter Pleuran
Statine: Lovastatin 0,4 bis 2,8%
Glykoproteine: verschiedene
Energie Enzyme: CYP450, Laccase,
Ballaststoffe: Chitin Peroxidase, GSH-Reduktase, SOD,
und mehr... KAT

Der Pleurotus ostreatus, auch Austernpilz genannt wird seit den siebziger Jahren in
riesigen Mengen gezüchtet und ist mittlerweile das ganze Jahr über im Gemüsefachhandel
erhältlich. Wenig bekannt ist jedoch, dass der begehrte Speisepilz auch über medizinische
Wirkungen verfügt. Er ist der Pilz mit dem breitesten Enzymspektrum. In der Natur lässt er
sich vorzugsweise im Spätherbst und Winter sammeln. Er wächst auf den verschiedensten
Substraten, häufig jedoch auf Bäumen.

Verdauung
Der wichtigste Wirkschwerpunkt des Pleurotus ist der Darm. Pleurotus besitzt aufgrund
seines hohen Ballaststoffgehaltes eine günstige Wirkung auf das Darmmikrobiom, da er die
Ansiedlung von Lakto- und Bifidobazillen fördert. Dies ist vor allem auch bei der Therapie
von Allergien bedeutsam, da die Verbesserung des Darmmillieus hier eine wichtige
Therapiesäule darstellt. Überdies wirkt der Pleurotus entzündungshemmend [8].

Herz-Kreislaufsystem
Der Pleurotus ist ein natürlicher Cholesterinsenker, was er seinem Gehalt an Lovastatin
verdankt. Lovastatin wirkt als natürlicher HMG-CoA-Hemmer, wodurch die Synthese
von Cholesterin gehemmt wird. Durch seinen hohen Ballaststoffgehalt fördert er die
Cholesterinausscheidung über die Galle [5].

Bei Ratten, die zusätzlich zu ihrem normalen Futter 1 % bis 5% Pleurotus erhielten,
senkte sich der Gesamtcholesterinspiegel um 41 % bis 65 %. Das gefäßschützende HDL-
Cholesterin stieg hingegen während sich arteriosklerotische Plaques reduzierten [141, 142].
Eine blutdrucksenkende Wirkung konnte ebenfalls nachgewiesen werden [143]. Durch
seinen hohen Gehalt an B-Vitaminen, darunter auch Folsäure, ist der Pleurotus in der Lage
den Homocysteinwert im Blut zu senken [8]. Sowohl ein ungünstiges Verhältnis von HDL-
und LDL-Cholesterin, Bluthochdruck als auch hohe Homocysteinwerte sind ein Risikofaktor
für Arteriosklerose und damit assoziierter Erkrankungen. Der Pleurotus ist daher ideal zur
Prävention als auch zur Behandlung von Arteriosklerose.

35
Diabetes
In einer Studie zeigte sich, dass dreimal 1 g Pleurotus-Pulver täglich eingenommen über drei
Monate bei Diabetikern den Langzeit- sowie den Nüchternblutzucker senken konnte [143].
Dank seiner antioxidativen Eigenschaften, hilft es zudem die Nieren vor diabetesbedingten
Schäden zu schützen [144]

Bewegungsapparat
Pleurotus besitzt auch positive Effekte auf den Bewegungsapparat und wird hier bei allen
Erkrankungen eingesetzt, welche die Muskulatur, die Sehnen und Bänder sowie Knorpel
und Gelenke betrifft wie beispielsweise Arthrose, Arthritis oder auch Fibromyalgie. In der
TCM wird er traditionell zur Therapie bei Lumbago (Hexenschuss) eingesetzt [8, 144].

Energie
Durch seinen hohen Gehalt an B-Vitaminen unterstützt der Pleurotus die Energiegewinnung
des Körpers aus Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen [8].

Immunsystem
Der Pleurotus stimuliert das Immunsystem ohne jedoch eine überschießende Immunantwort
zu provozieren. Er kann daher die antivirale Abwehr steigern, beispielsweise gegen
Herpesviren. Das wässrige Pilzextrakt hat eine starke Hemmwirkung gegenüber
verschiedenen Krebszelllinien gezeigt, besonders erforscht wird hier das Beta-Glucan
Pleuran [5].

Entgiftung/ Antioxid. Schutzsystem


Des Weiteren enthält bzw. aktiviert der Pilz die Entgiftungs- sowie antioxidativen Enzyme
GPx, SOD und Katalase, wodurch die antioxidative Kapazität und die Entgiftungsleistung
verbessert werden [8]. Pleurotus ist in der Lage reduziertes Glutathion in der Leber zu
erhöhen [144].

Venen
Pleurotus stärkt auch die Venen, wodurch sich seine Anwendung bei Krampfadern bewährt
hat.

Nerven
Das Aminosäurederivat Ergothionein kann sich im Nervensystem anreichern und die
Nervenzellen vor oxidativem Stress schützen: Nervenzellen verfügen über ein eigenes
Transportsystem zur Aufnahme von Ergothionein. Man hat zeigen können, dass Patienten
mit milden kognitiven Störungen niedrige Ergothioneinspiegel im Blut aufwiesen [145].
4.7 CHAGA (SCHIEFER SCHILLERPORLING)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B5, B3, B2, D2 Mineralstoffe: Kalium, Natrium,
Immunsystem Mangan, Calcium, Silizium, Eisen,
Aminosäure(derivate): Magnesium, Zink Kupfer
Verdauung verschiedene
Fettsäuren: verschiedene
Polysaccharide: Beta-Glucane
Haut Flavonoide: Apigenin, Naringenin,
Glykoproteine: Xylogalactoglukane Quercetin
Leber
Triterpene/Triterpenoide: Betulin, Sterole: Ergosterol, Lanosterol
Betulinsäure, Lupeol, Lupenon,
Lymphsystem
Inotodiol Enzyme: Laccase, SOD

und mehr.. Ballaststoffe: Chitin Weitere Inhaltsstoffe: Melanin-


Komplex

Der legendäre Chaga-Pilz, zu deutsch schiefer Schillerporling, der auf verschiedenen


Kiefernarten wächst, wurde außerhalb von Osteuropa lange Zeit kaum beachtet. Erst seit
einigen Jahren tritt dieser durchaus auch bei uns beheimatete Vitalpilz in das Bewusstsein
ein und hält Einzug in die Alternativmedizin. In Sibirien ist er jedoch selbstverständlicher
Bestandteil der Medizin und wird auch in Japan und China intensiv erforscht. Das Sklerotium,
die Dauerform des Chaga sieht knollenartig aus und erscheint in der aufgebrochenen Rinde
von Birken. Er lässt sich in vielen Regionen Europas finden, jedoch bildet der Pilz bei Kälte
(bis zu -40 °C), besonders viele Inhaltsstoffe, weshalb Chaga aus Russland, Skandinavien
und Kanada oft bevorzugt verwendet wird [5, 146]. Hier sollte jedoch auf die Belastung
mit Radioaktivität geachtet werden, da unsere Erfahrungen mit Labortests verschiedener
Produkte relativ häufig hohe Werte zeigten.

Immunsystem
Die begleitende Krebsbehandlung gilt als das wichtigste Anwendungsgebiet des Chaga
[147]. Aufgrund der vielfältigen positiven Eigenschaften empfiehlt die Moskauer Akademie
der Medizinwissenschaften den Chaga als begleitendes Mittel im Rahmen einer kombinierten
Krebsbehandlung [5].

Der Pilz wirkt zudem antibakteriell und antiviral – nachgewiesen beispielsweise für Influenza-
Viren, Herpes-Viren und Hepatitis-C-Viren [148–150]. Er wird daher auch zur Behandlung
des Chronic Fatigue Syndroms eingesetzt, eine multikausale Erkrankung, für die jedoch
chronische virale Infektionen als mitursächlich angesehen werden [5]. Der Chaga wirkt
zudem entzündungshemmend [151] sowie ausgleichend auf die TH1-TH2-Immunbalance
[152].

Verdauung
Der Chaga wirkt präbiotisch [153] und ist ein gutes Mittel zur Behandlung sämtlicher
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, darunter Geschwüre und Entzündungen des
Magens, des Zwölffingerdarms, Dünndarms, Dickdarms und Mastdarms. Auch bei Polypen
im Magen oder Darm, die sich zu Darmkrebs entwickeln können, ist der Chaga wirksam
[5]. Darüber hinaus wirkt er regulierend auf das Darmmikrobiom ein, hierbei steigerte er die

37
Anzahl von Bacteroidetes und reduziertierte Firmicutes [154].

Haut
Durch die sanierende Wirkung auf das Verdauungssystem, ist der Chaga gut geeignet
zur Behandlung von allergischen Hauterkrankungen wie Ekzemen, Neurodermitis oder
Schuppenflechte. Er kann hier auch äußerlich angewendet werden [5, 146].

Leber/Lymphsystem
Der Chaga wirkt antientzündlich und schmerzhemmend [155] und kann bei entzündlichen
Erkrankungen der Leber und der Milz oder bei Erkrankungen des lymphatischen Systems
eingesetzt werden.

Entgiftung/ Antioxid. Schutzsystem


Der Pilz schützt dank seines hohen Gehalts an Melanin, Antioxidantien sowie antioxidativen
Enzymen die Zellmembranen, Proteine und das Erbgut vor oxidativen Prozessen [156].

4.8 POLYPORUS UMBELLATUS (EICHHASE)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B1, B7 Mineralstoffe: Kalium, Calcium und
Lymphsystem Eisen, Mangan, Zink und Kupfer
Aminosäuren: Alle mit Ausnahme
Haut/Haare von Tryptophan Fettsäuren: Cerebronsäure

Polysaccharide: verschiedene Sterole: Ergosterol (Vorläufer von


Niere Vitamin D2)
Glycoproteine: verschiedene
Harnwege Enzyme: CYP450, GSH-Reduktase,
Triterpene: Polyporusterone A-G SOD, KAT
Entgiftung/
antioxid. Schutz

und mehr..

Der Polyporus, auch Eichhase genannt, ist ein büschelförmiger Pilz, der in China bereits seit
2000 Jahren zu medizinischen Zwecken genutzt wird. Er wächst als Parasit auf lebenden
Bäumen, vor allem Eichen und Buchen und findet sich in der gemäßigten Klimazone. In
Deutschland kann man ihn zwischen Juni und Oktober in alten Eichen- und Buchenbeständen
finden [5].

Lymphsystem
Der Polyporus unterstützt die Lymphzirkulation. Da die Lymphe Giftstoffe aus den Zellen
zu den Blutgefäßen transportiert, damit diese über Niere und Leber ausgeschieden werden
können, unterstützt der Polyporus somit die Entgiftung des Körpers. Die Unterstützung der
Lymphe ist auch bei Akne und Gelenkschwellungen von Vorteil [157]. Er hat sich ebenfalls
bei weiteren Erkrankungen des Lymphsystems, wie beispielsweise Lymphödemen, bewährt
[8].
Haut/Haare
Die in diesem Vitalpilz enthaltenen Polyporussterone des Typs A und B besitzen einen
positiven Einfluss auf die Haut weshalb er zur allgemeinen Verbesserung des Hautbilds und
bei Akne eingesetzt wird. Auch das Haarwachstum soll durch den Pilz gefördert werden [8,
158].

Niere
Der Polyporus ist ein natürliches Diuretikum und besitzt eine stark entwässernde Wirkung,
die mit synthetischen Diuretika vergleichbar ist [13]. Diese Wirkung ist zumindest zum
Teil über eine Hemmung der Aldosteronwirkung vermittelt. Im Gegensatz zu manchen
Diuretika, kommt es durch den Polyporus nicht zum Verlust von Kalium, sondern nur zu der
gewünschten Reduktion von Natrium und Chlorid. Eine erhöhte Wasserausscheidung bei
gleichzeitiger Rückhaltung von Kalium senkt den Blutdruck, entlastet das Herz, reduziert
Wassereinlagerungen und Ödeme und ist wichtig bei gestörter Nierenfunktion [5].

Harnwege
Der Polyporus befreit laut TCM die Blase. Seit jeher wird er dort vor allem bei
Blasenbeschwerden, Harnverhalt und zur Prävention von Steinleiden mit guten Ergebnissen
eingesetzt. Polyporus wirkt auch antibakteriell gegenüber Clamydia trachomatis [8, 157].
Entgiftung/Antioxidativer Schutz

Polyporus enthält wie alle Vitalpilze Entgiftungs- sowie antioxidative Enzyme und ist zudem
in der Lage das wichtige Enzym GST der Phase II der Entgiftung zu induzieren [8].

Immunsystem
Seit etwa 25 Jahren macht man bei Krebserkrankungen in China positive Erfahrungen mit
der Kombination aus konventioneller Therapie und Extrakten aus dem Pilz [5].

4.9 AURICULARIA POLYTRICHA (MU-ERR, JUDASOHR)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B1 Mineralstoffe: Eisen, Kalium,
Herz-Kreislauf Calcium und Silizium
Aminosäuren(derivate): Fettsäuren: wertvolle ungesättigte
Diabetes verschiedene Fettsäuren
Sterole: Ergosterol (Vorstufe von
Polysaccharide: Beta- Vitamin D2)
Entgiftung/
Glucane,Heteropolysaccharide
antioxid. Schutz
Glycoproteine: verschiedene

Nucleoside: Adenosin

Der Auricularia wird im deutschen Sprachgebrauch wenig schmeichelhaft als Judasohr


bezeichnet. Er ist ein beliebter Zuchtpilz mit einem Anteil von 17 % an der Speisepilzproduktion.
Wildwachsend findet man ihn im Herbst oft an alten Holunderbäumen. Er gilt als der
Blutverdünner unter den Heilpilzen.

39
Herz-Kreislaufsystem
Es konnte nachgewiesen werden, dass Auricularia eine starke blutgerinnungshemmende
Wirkung besitzt. Auf diese Weise verbessert er die Durchblutung und beugt Thrombosen
vor. Auch das Verhältnis von HDL- zu LDL-Cholesterin verbessert sich. Zusätzlich ist der
Auricularia in der Lage den Blutdruck zu senken, weshalb sich der Vitalpilz vorzüglich zur
Behandlung der Arteriosklerose eignet [5].

Das im Auricularia enthaltene Adenosin wirkt zudem gefäßerweiternd. Auch die Produktion
des gefäßerweiternden Stickoxids weitet die Gefäße. Durch die entspannende Wirkung
auf die Gefäße und der Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes können
Herzproblematiken gelindert, einer vaskulären Demenz vorgebeugt, sowie der peripheren
arteriellen Verschlusskrankheit entgegengewirkt werden. Auch bei langen Flugstunden,
Bewegungsmangel, Bettlägerigkeit, Migräne, Tinnitus sowie grundsätzlich allen
Beschwerdesituationen, bei denen eine Verbesserung der Mikrozirkulation wünschenswert
ist, sind eben jene Wirkungen besonders günstig [5, 8].

Durch seine kräftigende Wirkung auf die Gefäße soll er auch Blutungen an den Schleimhäuten
(Nase, Zahnfleisch) und in der Unterhaut (blaue Flecken) sowie blutende Hämorrhoiden
verhindern helfen. Bei Venenleiden, wie beispielsweise Krampfadern, wird der Vitalpilz
ebenfalls eingesetzt.

Vorsicht ist geboten bei Patienten die Blutverdünner wie Marcumar oder Aspirin dauerhaft
einnehmen, da die Wirkung der Medikamente durch die Einnahme von Auricularia verstärkt
werden und letztendlich zu inneren Blutungen führen kann. Aus dem gleichen Grund sollte
die Einnahme vor Operation eingestellt werden [2].

Diabetes
Studien zeigen, dass die wasserlöslichen Polysaccharide des Auricularia bei Diabetes Typ II
positive Effekte erzielen. Er mindert die Insulinresistenz, schützt die insulinproduzierenden
Zellen in der Bauchspeicheldrüse und wirkt regulierend auf ihre Insulinproduktion ein. In der
Leber unterstützt der Pilz die Regulation der Glykogenproduktion [5].

Verdauung
Durch seinen hohen Gehalt an Ballaststoffen ist der Auricularia ein guter Verdauungshelfer.
Er wird traditionell bei Magenleiden wie Reizmagen eingesetzt und besitzt laut TCM
befeuchtende Wirkung auf die Magenschleimhaut. Auch auf die Darmschleimhaut wirkt
er befeuchtend, sodass er bei Verstopfung ebenfalls Anwendung findet. Aufgrund seiner
antientzündlichen Wirkung ist sein Einsatz bei Entzündungen des Dickdarms dokumentiert
[5, 159].

Entgiftung/antioxidativer Schutz
Auricularia unterstützt die Aktivität des Enzyms SOD im Gehirn und der Leber und schützt
diese daher vor den schädigenden Auswirkungen eines Übermaßes an freien Radikalen [5].

Weitere Anwendungen
Da der Auricularia laut TCM befeuchtend wirkt, ist der Auricularia hilfreich bei trockenem
Husten, Blasenentzündungen, trockenen Schleimhäuten wie sie z.B. im Zusammenhang mit
den Wechseljahren auftreten können und weiteren in dieser Therapieform mit Trockenheit
verbundenen Beschwerdebildern.

40
4.10 MAITAKE (GRIFOLA FRONDOSA, KLAPPERSCHWAMM)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B1, B2, B3, B5, D
Diabetes/
Bauchspeichel- Aminosäuren(derivate): verschiedene
drüse
Polysaccharide: Alpha- und Beta-Glucane, Grifon D
Abnehmen/Stoff- Glycoproteine: verschiedene
wechsel
Nucleotide: verschiedene
Herz-Kreislauf
Mineralstoffe: Kalium

Immunsystem Fettsäuren: verschiedene

Leber Sterole: Ergosterol

Der Maitake, auch Klapperschwamm genannt, genießt in Asien aufgrund seiner


gesundheitlichen Wirkungen große Wertschätzung. Die medizinische Verwendung reicht
in China bis 206 vor Christus zurück, in Japan ist er seit dem 11. Jahrhundert bekannt [5].
Er zählt zu den Baumpilzen und wächst vor allem auf abgestorbenen oder gefällten Eichen
in der Nähe des Erdbodens. Der Maitake wächst nicht nur Asien, sondern auch in Europa,
Nordamerika und Kanada - vor allem an warmen, nährstoffreichen und grundwassernahen
Standorten. In Deutschland ist der Pilz aufgrund der seltener werdenden alten Eichen und
der Beseitigung von Totholz aus den Wäldern äußerst selten geworden.

Stoffwechsel/ Gewichtsabnahme/ Diabetes/Bauchspeicheldrüse


Der Maitake kann die Gewichtsabnahme positiv beeinflussen [5] und das Bauchfett
reduzieren [15]. Zudem senken die Alpha-Glucane des Maitake den Blutzucker, mildern die
Insulinresistenz und verbessern die Insulinausschüttung [160–164]. Der Maitake eignet sich
daher vor allem bei Diabetes Typ II. Zusammen mit seiner blutfett- sowie blutdrucksenkenden
Wirkung, kann er daher sehr gut eingesetzt werden, um dem Metabolischen Syndrom
entgegenzuwirken. Dies ist gekennzeichnet durch das gemeinsame Auftreten von
Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und einem krankhaft erhöhten
Blutzuckerspiegel infolge von Insulinresistenz (Diabetes Typ 2). Darüber hinaus wird er
auch bei Lipödemen eingesetzt [15].

Herz-Kreislaufsystem
Der Maitake ist in der Lage sämtliche Blutfette zu verringern, darunter die Triglyzeride als auch
das Gesamtcholesterin sowie das schädliche LDL-Cholesterin [15, 165]. Dies ist über zwei
verschiedene Mechanismen vermittelt. Zum einen hemmt der Maitake bestimmte Enzyme,
die an der Biosynthese von Cholesterin beteiligt sind, des Weiteren verstärkt er dagegen
die Aktivität gewisser Enzyme die für die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäure
zuständig sind. Diese werden dann vor allem bei ballaststoffreicher Ernährung im Darm
gebunden und können so den Körper verlassen. Auch auf den Blutdruck hat der Maitake
einen positiven Einfluss, da der Pilz die Bildung von Renin und damit auch Angiotensin
hemmt, einem wichtigen Prohormon zur Erhöhung des Blutdrucks [12].

41
Immunsystem
Neben dem ABM besitzt der Maitake die höchste Konzentration an Polysacchariden,
wodurch er eine starke immunmodulierende Wirkung besitzt. Er ist hierdurch in der Lage
eine TH2-Immundominanz zu vermindern [166].

Durch aktivitätssteigernde Effekte auf die zelluläre Immunantwort, die vor allem für die
Tumorabwehr sowie die virale Abwehr bedeutsam sind, eignen sich Maitake-Extrakte im
Verbund mit einer konventionellen Behandlung auch vielversprechend für die Behandlung
von Krebserkrankungen. Die spezielle Polysaccharidfraktion Grifon D erhielt unter eben
diesem Markennamen 1998 die Zulassung von der amerikanischen FDA (Food and Drug
Administration) für eine Phase-II-Studie bezüglich des Einsatzes bei Brust- und Prostatakrebs
[5]. Auch virale Infektionen wie Hepatitis B können positiv beeinflusst werden [167]. Darüber
hinaus ist der Maitake in der Lage die Enzyme COX-1 und COX-2 zu hemmen, welche eine
wichtige Rolle bei entzündlichen Prozessen wie zum Beispiel Rheuma spielen [168].

Leber
Da der Pilz der Einlagerung von Triglyzeriden in die Leberzellen entgegenwirkt, ist Maitake
bei einer Fettleber empfehlenswert [8]. Er wirkt hier zudem antientzündlich und mindert das
Risiko einer nicht alkohol-bedingten Fettleber.

Knochen
Durch seinen Ergosterolgehalt fördert der Maitake die Calciumaufnahme und ist überdies
in der Lage die Osteoblasten zu aktivieren und damit den Knochenaufbau zu fördern.
Gleichzeitig hemmt er die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenabbau. Hierdurch
schützt der Vitalpilz vor Osteoporose [8].

Bewegungsapparat
Der Maitake wirkt harnsäuresenkend, indem er die Bildung von Harnsäure hemmt sowie
die Ausscheidung fördert. Harnsäureablagerungen in den Gelenken können zu sehr
schmerzhaften Entzündungen (Gicht) führen [15].

Verdauung
Die Einnahme des Pilzes führt zur Verfestigung des Stuhles und kann daher bei chronischen
Durchfällen, wie sie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen häufig auftreten,
hilfreich sein. Er wirkt hier antientzündlich und immunregulierend und kann dank seiner
antiviralen Eigenschaften auch bei viral bedingten Entzündungen des Darms eingesetzt
werden [8]. Darüber hinaus hilft der Maitake das Darmmikrobiom zu regulieren [169].
4.11 TREMELLA FUCIFORMIS (SILBEROHR)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B1, B2, B3, Vitamin C
Nervensystem
Polysaccharide: Tremellastin, Heteropolysaccharide
Strahlenschutz
Glycoproteine: verschiedene
Herz-Kreislauf Mineralstoffe: Kalium

Diabetes Sterole: Ergosterol (Vorstufe von D2)

Lunge

und mehr...

Der Tremella fuciformis, auch als Silberohr bekannt, gilt in Asien seit jeher als geschätzter
Heilpilz, der seit vermutlich über 2000 Jahren angewendet wird. Der Tremella bevorzugt
warmes Klima und wächst in subtropischen sowie tropischen Regionen, weshalb er in
Deutschland nicht anzutreffen ist.

Nervensystem
Heißwasserextrakte des Pilzes konnten bei Ratten die Lern- und Gedächtnisleistung
verbessern, vermutlich, da er die Bildung des Nervenwachstumsfaktors (NGF) stimuliert
und so die Regeneration geschädigter Nervenzellen fördert [170].

Strahlenschutz
Tremella bietet wie einige andere Pilze eine beträchtliche Schutzwirkung gegenüber
radioaktiver Strahlung. In einer Studie, in welcher Tremella Hunden verabreicht wurde, die
zuvor einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt wurden, erhöhte sich die Überlebenszeit um
40 % gegenüber der Vergleichsgruppe [171]. Berichten zufolge bevorratet die chinesische
Zivilschutzbehörde Polysaccharidpräparate für den Fall einer nuklearen Katastrophe [5].

Herz-Kreislaufsystem/ Diabetes
In Japan wird der Pilz als funktionelles Lebensmittel zur Vorbeugung von Arteriosklerose
eingesetzt [5]. Die nachgewiesenen Exopolysaccharide zeigen eine cholesterinsenkende
Wirkung, auch blutzuckersenkende Eigenschaften sind belegt [172, 173].

Lunge
In der TCM wird der Tremella zur Behandlung der oberen und unteren Atemwege wie Asthma,
chronische Bronchitis und Allergien angewendet. Er wirkt beruhigend, schleimlösend und
leicht auswurffördernd [8].

Immunsystem
Die im Pilz enthaltenen Heteropolysaccharide besitzen eine tumorhemmende sowie
immunstimulierende Wirkung [174].

43
Leber
Polysaccharide aus dem Tremella werden auch zur Behandlung von chronischer Hepatitis
eingesetzt [5].

4.12 CORIOLUS VERSICOLOR (SCHMETTERLINGSTRAMETE)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Polysaccharide: Colorian
Immunsystem
Glycoproteine: PSK (Krestin) und PSP
Energie
Enzyme: Peroxidase, Laccase
Nervensystem

Leber

Verdauung

Der Coriolus versicolor, auch als Schmetterlingstramete bezeichnet, wird in asiatischen


Ländern aufgrund seiner immunstimulierenden Effekten seit Jahrzehnten intensiv erforscht
und gilt als der meisterforschte Vitalpilz überhaupt. Hunderte klinische Studien untermauern
seinen positiven Einfluss auf das Immunsystem [5].

Immunsystem
Der Coriolus besitzt starke immunmodulierende Eigenschaften. Diese Effekte verdankt er
vor allem den in ihm enthaltenen Glycoproteinen, darunter die bekanntesten namens PSK
(Krestin) und PSP. Sie modulieren die TH1-/TH2-Balance in Richtung TH1 und stärken somit
die zelluläre Abwehr, die besonders bei der Abwehr von Viren und Tumoren von Bedeutung
ist [175].

Seit den 70er Jahren ist in Japan ein Präparat mit dem Einzelwirkstoff Krestin auf dem
Markt, welches dort vor allem als Immunstimulanz in der Krebstherapie eingesetzt wird [5].
PSK hemmt im Tierversuch die Anlagerung, Wanderung und Beweglichkeit von Krebszellen
und förderte die Apoptose der Krebszellen. Auch die Angiogenese, also die Bildung von
Blutgefäßen innerhalb des Tumorgewebes sowie die Metastasierung wird gehemmt [176].
Die begleitende Gabe von Coriolus kann die Effektivität einer konventionellen Behandlung
beispielsweise mit Cyclophosphamid verstärken [177]. Wichtig ist aber, dass eine begleitende
Einnahme des Vitalpilzes das Immunsystem allgemein stärkt [5]. Viele Krebspatienten sterben
nicht an der Krebserkrankung selbst, sondern in Folge des geschädigten Immunsystems
und anderer hierdurch hervorgerufener Nebenwirkungen [5]. Werden konventionelle
Krebsmedikamente mit Polysaccharid-Extrakten kombiniert, kann unter Umständen die
symptomfreie Zeit und die Überlebensdauer verlängert werden [32].

Der Coriolus hat eine starke antivirale Wirkung, besonders bei Herpes- und Grippeviren,
HPV, EBV und dem Zytomegalie-Virus [5, 178]. Bei HIV und viraler Hepatitis kann der
Coriolus zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen [178].

Viren können ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen. So treten durch
Epstein-Barr-Viren gehäuft Lymphome und Brustkrebs auf [179, 180]. HPV wird in Verbindung
mit Gebärmutterhalskrebs gebracht [181]. Eine Studie zeigte, dass durch die Einnahme
von Coriolus der zuvor positive HPV-Befund nach einem Jahr negativ war; auch bereits
bestehende Läsionen am Muttermund reduzierten sich im Verlauf der Einnahme [182].

Bei Patienten mit der Diagnose CFS, konnte innerhalb einer Studie eine Zunahme der T-Zellen
beobachtet werden. Die genauen Ursachen von CFS sind nach wie vor unzureichend geklärt.
Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass EBV oder das Herpes-Virus und bakterielle Erreger an
der Pathogenese beteiligt sind [5]. Zudem zeigt dieser Vitalpilz positive Wirkungen bei der
Behandlung von Borreliose [178].

Der Pilz wirkt nicht einseitig auf die TH1-Immunantwort, sondern hat auch einen
entzündungshemmenden Einfluss, welcher über regulatorische B-Zellen vermittelt wird.
Daher ist Coriolus auch bei Autoimmunerkrankungen nicht kontraindiziert [178, 183].

Energie
Der Pilz ist überdies vorteilhaft bei Müdigkeit und Erschöpfung [8, 184].

Nervensystem
Coriolus fördert im Tierversuch die Vernetzung der Neuronen im Hippocampus [185].
Das im Coriolus neu entdeckte Lipoxin A4 hemmt die Neuroinflammation [186], die mit
neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Morbus Alzheimer in Verbindung
steht [187].

Leber
Coriolus stärkt die Leber und schützt sie vor viralen Belastungen. Bei Hepatitis wurde eine
deutliche Verbesserung durch den Einsatz von Coriolus festgestellt [5, 8].

Verdauung
Der Coriolus eignet sich auch besonders, wenn es zu Verschiebungen des bakteriellen
Gleichgewichts im Dünn- bzw. Dickdarm durch Bakterien-Fehlbesiedlung gekommen ist
(Dünndarmüberwucherung) – eine häufige Ursache für das Reizdarmsyndrom [8]. Bestimmte
Glykoproteine des Coriolus nehmen einen positiven Einfluss auf das Verhältnis von
Firmicutes zu Bacteroidetes im Darm, was in Tierversuchsstudien eine Gewichtsabnahme
bewirkte [188].

Es konnte eine antibakterielle bzw. antimykotische Wirkung bei Escherichia coli und Candida
albicans beobachtet werden [189].

Diabetes
Der Coriolus ist in der Lage den Blutzuckerspiegel zu senken und die Insulintoleranz
zu verbessern [178]. Zudem schützte er in einer Tierversuchsstudie vor diabetischer
Kardiomyopathie, dem Absterben von Herzmuskelzellen [190].

45
4.13 COPRINUS COMATUS (SCHOPFTINTLING)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: C, B1, B2 und B3
Diabetes/
Bauchspeichel- Aminosäuren(derivate): Ergothionein
drüse
Mineralstoffe: Eisen, Kalium, Magnesium und Calcium, Zink, Mangan
und Kupfer, Vanadium
Abnehmen
Statine: Lovastatin
Verdauung
Weitere Inhaltsstoffe: Comatin
Leber

Nervensystem

Der Coprinus comatus, auch als Schopftintling bezeichnet, wird in China als gesundes
Lebensmittel in großen Mengen verzehrt, ist aber auch einer der wenigen Pilze, die Teil
der deutschen Naturheilkunde sind. Er wächst in den Sommermonaten bei ausreichend
Feuchtigkeit und findet sich auf Wiesen, Parks und Grünanlagen – sogar in der Stadt.
Hier ist jedoch wegen der hohen Fähigkeit von Pilzen Schwermetalle zu binden, Vorsicht
geboten und der Pilz sollte nur an Standorten gesammelt werden, die möglichst wenigen
Umweltbelastungen ausgesetzt sind. Der Coprinus wird wegen des spargelähnlichen
Geschmacks auch Spargelpilz genannt.

Diabetes/Bauchspeicheldrüse
Von besonderer Bedeutung ist die blutzuckerregulierende Wirkung des Vitalpilzes [191–
193], weshalb er auch als Diabetes-Pilz bezeichnet und häufig bei Diabetes Typ I sowie II
eingesetzt wird. Dies verdankt er seinem Gehalt an Vanadium, welches die Körperzellen für
Insulin sensibilisiert. Die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse werden
gleichzeitig geschützt und regeneriert. Hierdurch wird der Blutzuckerspiegel gesenkt und
auch der Langzeitzuckerwert (HbA1c) verbessert [192].

Auch das in diesem Vitalpilz enthaltene Comatin besitzt einen blutzuckersenkenden Effekt
[191]. Bei Diabetikern konnte festgestellt werden, dass die Einnahme von Coprinus im
gleichen Maße zur Senkung des Blutzuckerspiegels führt wie gängige Antidiabetika [8]. Da
der Pilz gleichzeitig auch regulierend auf die Blutfettwerte einwirkt, ist seine Einnahme beim
metabolischen Syndrom ebenfalls empfehlenswert [194].

Abnehmen
Darüber hinaus verfügt der Coprinus Comatus über Inhaltsstoffe, die die Sättigung fördern
und dadurch das Abnehmen erleichtern [194].

Verdauung
Der Coprinus hat auch stuhlregulierende Eigenschaften. Er wirkt hier krampflösend und
entzündungshemmend [194].

Leber
Der Coprinus Comatus wirkt aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften leberschützend
[195].
Nerven
Durch das in ihm enthaltene Ergothionin, trägt der Coprinus auch zum Schutz des
Nervensystems vor oxidativem Stress bei [145].

Schmerzen
Eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung konnte belegt werden [196,
197].

4.14 CHAMPIGNON (AGARICUS)

Gut für Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: Sämtliche B-Vitamine, C, Mineralstoffe: Calcium, Kalium,
Verdauung D A, K, E Magnesium, Phosphor, Eisen,
Kupfer, Mangan, Zink und Iod
Aminosäuren(derivate): Alle
Bewegungsapp. essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren: Alpha-Linolensäure,
Ergothionein ungesättigte Fettsäuren

Diabetes Glykoproteine: Champignon- Statine: Lovastatin


Lektine
Enzyme: Tyrosinase
Immunsystem Ballaststoffe: Chitin
Weitere Inhaltsstoffe: Argaritin,
Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Argaritinal, Campestrin,
Herz-Kreislauf Magnesium, Phosphor, Eisen, L-Argaridoxin
Kupfer, Mangan, Zink und Iod

Der Champignon, einer der bekanntesten Zuchtpilze überhaupt, besitzt auch


gesundheitsfördernde Effekte.

Verdauung
Der Champignon unterstützt die Verdauung. Das in ihm enthaltene antibiotisch wirksame
Campestrin besitzt eine hemmende Wirkung gegenüber Salmonella Typhi und Escherichia
Coli sowie Helicobakter Pylori. Der Champignon ist durch einen Ballaststoffgehalt zudem
in der Lage bestimmte Fäulnisgifte, die bei der Eiweißverdauung entstehen, zu binden. Er
wirkt auch entzündungshemmend [5].

Bewegungsapparat
Der Champignon wirkt günstig bei Gichterkrankungen. Er senkt Harnsäure (weshalb er sich
auch nierenschützend auswirkt) und wirkt schmerzlindernd bei Gichtanfällen [198].

Diabetes
Der Champignon ist in der Lage den Blutzuckerspiegel zu senken [5].

Immunsystem
Aufgrund seiner bakteriziden Wirkung nutzte man den Pilz früher bei der Behandlung von
Tuberkulose und eitriger Stirnhöhlenentzündung. Der Champignon ist eine Quelle zur
Entwicklung neuer Antibiotika; bereits 45 antibakteriell wirksame Stoffe wurden auf diese
Weise entdeckt [198].

47
Eine spezielle Catecholverbindung des Champignons, das L-Agaridoxin, ist wirksam gegen
bestimmte Viren wie z.B. Polioviren, dem Erreger der Kinderlähmung [5]. Der Champignon
stimuliert die Sekretion von IgA im Speichel sowie im Darm [199]. Diese Antikörper stellen
die erste Abwehrbarriere gegenüber oral aufgenommenen Erregern dar.

Im Zusammenhang einer potenziell krebshemmenden Wirkung spielen vor allem


Pilzinhaltsstoffe eine Rolle, die hemmend auf das Enzym Aromatase einwirken [23].
Das Enzym spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Östrogen und Testosteron. Bei
Krebserkrankungen der Brust, der Geschlechtsorgane und der Prostata besteht ein enger
Zusammenhang zwischen Gewebewachstum und Hormonspiegel.

Darüber hinaus vermag der Champignon das angeborene zellvermittelte Immunsystem zu


stimulieren [200]. In einer Humanstudie konnten hohe Dosen von Champignon-Pulver die
PSA-Werte von Patienten mit Prostatakrebs verbessern [201].

Herz-Kreislauf
Aufgrund des enthaltenen Lovastatins wirkt auch der Champignon cholesterinsenkend. Das
Enzym Tyrosinase hilf einen erhöhten Blutdruck zu regulieren [198].

Leber
Der Champignon hat auch einen schützenden Einfluss auf die Leber und beeinflusst den
Fettstoffwechsel in der Leber positiv.

Nerven
Durch das enthaltene Ergothionein können Champignons einen Beitrag zum Schutz der
Nerven leisten [145].

Vitalität
Champignons können bei allgemeiner Schwäche und zur Anregung des Appetits eingesetzt
werden [5].

4.15 ZUNDERSCHWAMM (FOMES FOMENTARIUS)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: B2, B3, B5, D Mineralstoffe: Kupfer, Eisen, Kalium
Immunsystem und Selen
Polysaccharide: Beta-Glucane
wie Mannofukogalaktan und Sterole: Erogsterol, Fungisterol,
Glucuronoglucan Fungisteron, Isoergosteron
Herz-Kreislauf
Terpen: 6-Protoilluden und Beta- Weitere Inhaltsstoffe: Fomentarol
Barbaten A-D, Fomentarsäure
Diabetes
Ballaststoffe: Chitin

Der Zunderschwamm oder lateinisch Fomes fomentarius, leitet sich von seiner früheren
Verwendung als Zunder zur Entfachung von Feuer ab. Der Zunderschwamm war in
frühen Zeiten in vielen Ländern, darunter Deutschland, Ungarn, China und Indien, Teil der
traditionellen Arzneibücher. Er wurde als Wundauflage zur Blutstillung und zum Schutz
vor Infektionen eingesetzt. Regional unterschiedlich wurde er auch bei Blasenleiden,
schmerzhaften Regelblutungen (Deutschland) oder bei Lungenerkrankungen wie
Asthma und Magenverstimmungen eingesetzt sowie bei Speiseröhren, Magen- und
Gebärmutterhalskrebs (China). In Japan kennt man den Zunderschwamm als Tee zur
Behandlung von Erkältungskrankheiten, Grippe, Bronchitis und Schwächezuständen. In
Indien schreibt man dem Pilz wassertreibende, abführende und nervenstärkende Wirkungen
zu [5].

Immunsystem
Im Tierversuch zeigte sich das Methanolextrakt des Zundeschwamms entzündungs- und
schmerzhemmend aufgrund der Hemmung der induzierbaren Stickstoffoxidsynthase (iNOS)
und COX-2 [202].

Diabetes/ Herz-Kreislauf
Der Zunderschwamm zeigte im Tierversuch blutzuckersenkende und cholesterinsenkende
Wirkungen [203].

4.16 ENOKI (FLAMMULINA VELUTIPES)

Gut für: Inhaltsstoffe [5]


Vitamine: einige B-Vitamine, vor Proteine: Flammulin, Flammin,
Immunsystem allem B3, Vitamin C Velin, Velutin

Leber Polysaccharide: Beta-Glucane, Sterole: Ergosterol, Lichesterol


Xylomannane
Enzyme: Stickstoffoxidsynthase
Herz-Kreislauf
Terpen: Enokipodine A-D
Weitere Inhaltsstoffe: FIP-five
Verdauung Ballaststoffe: Chitin

Der Enoki, oder auch gemeiner Samtfußrübling bzw. lateinisch Flammulina velutipes, ist ein
hierzulande wenig bekannter Speisepilz, der in Ostasien jedoch sehr beliebt ist und neben
dem Shiitake zu den wichtigsten Zuchtpilzen gehört. Der lateinische Name Flammulina
nimmt Bezug auf die in der Natur oft flammend rot-orangen Pilzhüte, der Name Enoki ergibt
sich durch seinen Wuchsort, da der Enoki in Japan häufig auf dem Enokibaum wächst [5].

Leber
Der Enoki unterstützt die Leberfunktion und wird bei Lebererkrankungen eingesetzt [5].

Herz-Kreislauf
Die Inhaltsstoffe des Enoki wirken als sogenannte ACE-Hemmer. ACE-Hemmer werden
auch synthetisch hergestellt und wirken blutdrucksenkend, indem sie das Angiotensin
Converting Enzym hemmen, das für die Steigerung des Blutdrucks eine wichtige Rolle spielt
[204]. Die Ballaststoffe des Pilzes helfen den Cholesterin-Werte zu senken [205].

Verdauung
Auch bei Magenschleimhautentzündungen kann der Enoki helfen, da er wirksam gegen das
Bakterium Heliobacter pylori ist [206].

49
Immunsystem
Die enthaltenen Polysaccharide haben eine tumorhemmende Wirkung, da sie die Anzahl
von Immunzellen wie T-Lymphozyten und Botenstoffen wie Interferon steigern. Darüber
hinaus haben sich in In-vitro-Studien hemmende Wirkungen auf bestimmte Tumorzelllinien
gezeigt. Der Enoki enthält ein bestimmtes immunmodulierendes Protein namens FIP-
five. In Tierversuchen konnte eine vorbeugende Wirkung von FIP-five in Hinblick auf
Nahrungsmittelallergene gezeigt werden [207, 208]. Die Proteine Velutin und Flammin
besitzen antivirale Effekte auf HIV und andere Viren [209].
5. QUELLEN

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61
09/2021
ED.01
MYKOTHERAPIE
DIE HEILKRAFT DER VITALPILZE

Vitalpilze gehören zu den mächtigsten Organismen, die die Natur für die Gesundheit zu bieten
hat. Die Nutzung von Pilzen als Heilmittel hat eine lange Tradition innerhalb der Volksmedizin
und ist vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein fester Bestandteil.
Heute bestätigen mehr und mehr Ergebnisse aus der Wissenschaft die vielseitigen Wirkungen.
Inzwischen werden Heilpilze von vielen Medizinern bei einer enorm großen Bandbreite an
Symptomen und Beschwerden eingesetzt, insbesondere auch bei schweren Erkrankungen wie
Krebs finden sie als adjuvante Therapie Anwendung. Auch im Zusammenhang mit dem Covid-
19-Virus wird der Einsatz von Vitalpilzen heute viel diskutiert [1–3]. Durch die immunstärkende
bzw. -ausgleichende Wirkung der Heilpilze eignen sie sich als starke Adaptogene für eine
breite Palette an Behandlungen, um nur einige zu nennen: (virale) Infektionen, Allergien sowie
Autoimmunerkrankungen. Die adaptogene Wirkung von Vitalpilzen beruht auf deren natürlicher
Vielfalt an enthaltenen Aminosäuren, Provitaminen, Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen,
Spurenelementen und Mykonährstoffen, insbesondere spezieller Pilz-Polysaccharide, der Beta-
Glucane. Sie sorgen für eine Wiederherstellung der Homöostase im Körper, einer natürlichen
Balance aller Körpersysteme. Ungünstige Reaktionen im Körper werden unterdrückt, während
ausgleichende bzw. gesundheitsfördernde Reaktionen begünstigt werden. Vitalpilze fördern
daher nicht immer eine unmittelbare, rein symptomatisch ausgerichtete Wirkung. Es werden
vielmehr Bedingungen hergestellt und Prozesse angeregt, die eine Gesundung des Organismus
aus sich selbst heraus erleichtert.

Doch ist das hohe Wirkpotenzial der Pilze im Immunsystem noch lange nicht erschöpft.
Dank ihrer vielseitigen und physiologisch aktiven Inhaltsstoffe können sie auch auf andere
Körpersysteme einen regulierenden Einfluss nehmen, wie unter anderem den Blutdruck, die
Blutgefäße den Cholesterinspiegel, die Verdauung, das Hormon- sowie das Nervensystem.
Zudem wird von Blutzucker-senkenden, anti-thrombotischen, anti-entzündlichen und anti-
depressiven Eigenschaften berichtet. Durch ihren Gehalt an Enzymen wie SOD und Katalase
fördern Vitalpilze darüber hinaus die Entgiftung und unterstützen das antioxidative Schutzsystem
des Körpers. Gleichzeitig wird die körpereigene Synthese dieser antioxidativ wirksamen Enzyme
durch Vitalpilze angeregt, weshalb sie sich vor allem auch bei Entgiftungsschwäche hervorragend
eignen.

Der Einsatz von Vitalpilzen lohnt sich, ihre Wirkungen sind jedoch hochkomplex. Allein unter den
16 gängigsten Vitalpilzen, die in dieser ersten Edition vorgestellt werden, deckt jeder Pilz für sich
genommen einen äußerst großen Anwendungsbereich ab. Noch tieferes Detailwissen ist gefragt,
wenn mehrere Vitalpilze miteinander kombiniert zur Anwendung kommen sollen. Hierbei können
synergistische und sich ergänzende Wirkungen ausgenutzt und komplexe Erkrankungen von
verschiedenen Seiten präventiv sowie therapeutisch sinnvoll unterstützt werden. Diese Publikation
soll einen kompakten Einstieg in die Welt der Vitalpilze bieten. Die wichtigsten Wirkungen werden
zunächst im Überblick herausgearbeitet, bevor tiefer auf die komplexen Wirkspektren der 16
bewährtesten Vitalpilze eingegangen wird. Dabei orientiert sich dieser Leitfaden sowohl an
modernen wissenschaftlichen Studienergebnissen, an Überlieferungen aus der TCM, als auch
am praxisnahen Erfahrungsschatz verschiedener Mediziner und Therapeuten.