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Ortsentwicklung

Haas macht Druck beim Kleverhof


Von Gabriele Krüper, 08.04.11, 11:42h

Das Planungsgebiet "Kleverhof" soll einen kräftigen Impuls


erhalten. Für den Schwerpunkt der Ortskern-Entwicklung
Muchs haben die Investoren einen Plan vorgelegt, der auch das
Kirchengrundstück miteinbezieht.

Bei der Neugestaltung von Parkplatz und Raiffeisen-Areal geht es seit Jahren nicht voran. Jetzt wird nach
einer abgespeckten Lösung gesucht. (Bild: Gabriele Krüper)
Much Stillstand herrscht seit 2003 - jetzt soll sich etwas bewegen. Bürgermeister Alfred Haas will der
Zukunft des Plangebietes Kleverhof einen kräftigen Impuls geben. Die Losung lautet: Entweder kommt jetzt
der "große Wurf" oder aber es bleibt eine kleine Variante übrig, die möglichst bald umgesetzt wird.

Der "Kleverhof" ist als ein Schwerpunkt der Ortskern-Entwicklung Muchs seit 2003 in der Planung. 2008
hatten der Mucher Georg Höller und andere Investoren das Gelände in der Hoffnung gekauft, noch in
Privatbesitz befindliche Grundstücke erwerben zu können - was der Gemeinde zuvor in fünf Jahren nicht
gelungen war. Laut Bürgermeister Haas ist aber noch immer keine Einigung erzielt worden. Der Pachtvertrag
mit dem Raiffeisenmarkt wurde daher bis Ende 2011 verlängert.

Inzwischen gebe es, so Haas mehrere Interessenten, die in dieses Gelände investieren wollen, einer habe
einen Plan vorgelegt. Dieser bezieht auch das Kirchengrundstück ein, das sich vom Marktplatz bis zur Straße
Am Beiemich zieht. Sollte diese "große Lösung" kurzfristig nicht realisierbar sein, fordert Alfred Haas auch
von den Investoren die Beschränkung auf eine "kleine Lösung" ohne die Privatgrundstücke, damit im
Ortskern endlich eine Entwicklung stattfindet.

1,5 Millionen Euro sind vom Land für diesen Prozess zugesagt. Sollen sie in den Kleverhof fließen, müsste bis
Juni ein Plan vorliegen. "Die Zuschüsse gehen aber nicht verloren, wir können sie auch umleiten, zum Beispiel
zum Bauhofgelände", erläuterte der Bürgermeister.

Ihm schwebt eine weitere Vision vor: Der Abriss der Raiffeisenbank wäre für ihn "die beste Lösung". Denn
sie würde eine Öffnung von der Kirche Richtung Parkplatz - der dann zentraler Dorfplatz werden soll -
ermöglichen. "Aber das lässt sich vermutlich nicht rechnen", so Haas. Andre Schmeis, Chef der
Raiffeisenbank, meint lapidar zu dem Vorschlag: "Es wäre schön gewesen, man hätte vorher mit uns darüber
gesprochen."

http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/jrsa/artikel.jsp?id=1301838025960

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