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Gemeinderatsfraktion

An die
Gemeinde Tscherms
z.Hd. Frau Bürgermeister
Astrid Kuprian, MBA
Gampenstraße 17
39010 Tscherms

Tscherms, am 3. Mai 2021

Stellungnahme
Vorsorge gegen das Verbreiten der Tigermücke

Seit bereits einigen Jahren breitet sich die Tigermücke – eine aggressive
Stechmücke – vermehrt in Südtirol aus und macht vielen Menschen vor allem in
den Sommermonaten schwer zu schaffen. Erhebungen bestätigen hierzulande
einen konstanten Anstieg der Tigermückenpopulationen. Im Unterland, Überetsch
und auch im Burggrafenamt ist die Tigermücke inzwischen homogen verbreitet.
Ein weiterer Zuwachs lässt sich nicht ausschließen.1 Umso wichtiger ist es, mit
effizienten Vorsorgemaßnahmen der Ausbreitung der Tigermücke
entgegenzuwirken.

Ihre Eier legen Tigermücken in unmittelbarer Nähe von stehendem Wasser ab. Die
ausschlüpfenden Larven begeben sich anschließend ins Wasser, in dem sie sich bis
zur erwachsenen Mücke weiterentwickeln. Deshalb gilt es, sämtliche
Wasseransammlungen im Freien unbedingt zu vermeiden. Um im Sommer eine
Tigermückenplage zu verhindern, müssen geeignete Maßnahmen bereits im
Frühjahr getroffen werden. 2 So heißt es auf dem Internet-Auftritt der Südtiroler
Landesagentur für Umwelt- und Klimaschutz:

„(…) von April bis Oktober gilt: Im Freien unbedingt stehendes Wasser vermeiden!
Im Frühjahr fallen einzelne Tigermücken noch nicht auf. Wenn man jedoch bis zum
Auftreten der Tigermücken-Plage im Spätsommer wartet, ist das Problem kaum
mehr in den Griff zu bekommen.“3

Einige Ratschläge und hilfreiche Hinweise können auf der Homepage genannter
Landesagentur konsultiert werden.

1
Vgl Landesagentur für Umwelt- und Klimaschutz, Die Erhebung der Tigermücke in Südtirol, unter
https://umwelt.provinz.bz.it/umwelt-gesundheit/tigermuecke-erhebung.asp, (02.05.2021).
2
Vgl Landesagentur für Umwelt- und Klimaschutz, Vorsorge gegen die Tigermückenplage, unter
https://umwelt.provinz.bz.it/umwelt-gesundheit/tigermuecke-vorsorge.asp, (02.05.2021).
3
Vgl ebd.

-1-
Auch die Gemeinde Tscherms hat in den vergangenen Jahren versucht, die
Bevölkerung über das Auftreten der Tigermücke und über Möglichkeiten der
Vorbeugung zu informieren. An dieser Stelle muss betont werden, dass den
Tigermücken in den vielen Gullys der Straßen bzw. im dort angesammelten
Wasser nicht Platz zur Verbreitung gegeben werden darf. Auch die Südtiroler
Landesagentur für Umwelt- und Klimaschutz weist darauf hin, dass das
Regenwasser in den Gullys deshalb ungehindert abfließen können sollte.

Wenn das Wasser aufgrund der Gegebenheit/Machart des Gullys nicht abfließen
kann bzw. liegen bleibt, müssten folglich die Gullys an sich in einer anderen Art
und Weise konstruiert bzw. abgeändert werden. Wenn dies zum heutigen
Zeitpunkt nicht gewollt oder möglich sein sollte, so gibt es dennoch zwei
Alternativen, um den Wasseransammlungen in den Gullys und dem damit
zusammenhängenden Verbreiten der Tigermücke präventiv entgegenwirken zu
können:

 Entweder werden nach jedem Regenfall – wenn dies nicht regelmäßig


eingehalten wird, könnten sich die Tigermücken trotzdem immer wieder
ungehindert vermehren – sogenannte „Brausetabletten“, erhältlich in vielen
Gartenmärkten, in die Wasseranstauung innerhalb des Gullys geworfen;

 Oder es werden über alle jene Gullys, die Platz für eine Wasseransammlung
geben, sehr feine Netze gespannt. Diese lassen das Wasser passieren und
infolgedessen wird auch eine Wasseransammlung entstehen. Jedoch ist
dieses Netz so fein, dass es Tigermücken nicht schaffen, dieses zu
durchdringen. Solch ein Netz müsste voraussichtlich einmal jährlich
ausgetauscht werden;

Es wäre deshalb wünschenswert, wenn über diese Vorschläge näher


diskutiert würde und dem Verbreiten der Tigermücke dadurch ein Stück
mehr präventiv entgegengewirkt werden kann; dem Wohlergehen der
Bevölkerung zuliebe!

Mit freundlichen Grüßen


die Gemeinderätin Melanie Mair

-2-