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PolicyBrief

Familie und Bildung: Politik vom Kind aus denken | November 2018

Vorurteile ausräumen und


Kinderarmut überwinden
Wer mehr Geld für Familien fordert, dem wird oft entgegen gehalten, dass dies gar
nicht bei den Kindern ankommt, sondern von den Eltern „zweckentfremdet“ wird.
Eine aktuelle Studie räumt dieses Vorurteil aus und spricht damit auch für ein
Teilhabegeld für Kinder und Jugendliche zur Vermeidung von Kinderarmut.

In Deutschland ist seit Jahren fast jedes vierte Kind Die derzeitigen familienpolitischen Leistungen schaf­
von Armut betroffen, für zwei Drittel von ihnen ist fen es nicht, Kinderarmut wirksam zu vermeiden. So
Armut ein Dauerzustand. Vor allem diese andauernden wird das Kindergeld mit den SGB-II-Regelbedarfen
Armutserfahrungen haben weitreichende Folgen für verrechnet und kommt bei Kindern aus Familien im
das Aufwachsen der betroffenen Kinder und Jugend­ Sozialleistungsbezug nicht an. Bei Leistungen wie dem
lichen. Mangel und Verzicht gehören für sie zum Alltag. Kinderzuschlag gibt es viel Bürokratie und erhebliche
Sie haben häufiger gesundheitliche Probleme, fühlen Schnittstellenprobleme. Daher ist es höchste Zeit, einen
sich ausgegrenzt und beschämt. Im Gegensatz zu Paradigmenwechsel in der Politik einzuleiten: Arme
anderen Gleichaltrigen haben sie nur eingeschränkte Kinder und Jugendliche müssen zielgerichtet finan­
Möglichkeiten an Freizeitaktivitäten und am sozialen zielle Leistungen erhalten, um der Armut und ihren
Leben teilzuhaben. Auch im Bildungssystem und später Folgen zu entkommen. Doch genau diesen Schritt geht
im Erwerbsleben sind ihre Chancen schlechter – mit die Politik bisher noch nicht. Zu groß ist der ­Verdacht,
erheblichen Folgen für unsere Gesellschaft. dass das Geld nicht bei den Kindern ankommt, sondern
von den Eltern für Zigaretten, Alkohol oder Flachbild­
fernseher „zweckentfremdet“ wird.
PolicyBrief Vorurteile ausräumen und Kinderarmut überwinden

Doch dieser Verdacht beruht auf Einzelfällen und Grundlage ist eine neue Bedarfserhebung
Vorurteilen. Das belegt eine neue Studie des Zentrums
für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag Als Grundlage für die Bestimmung der Höhe des
der Bertelsmann Stiftung. Sie zeigt, dass finanzielle Teilhabegelds ist eine neue, repräsentative und
Leistungen wie das Kindergeld durchaus für das
­ kontinuierliche Bedarfserhebung mit und für Kinder
­
Wohlergehen der Kinder verwendet werden. Sie wer­ und Jugendliche notwendig. Denn aktuell wissen wir
den u. a. in größere Wohnungen sowie die Betreuung, zu wenig über die Bedarfe von jungen Menschen diffe­
Bildung und Freizeitaktivitäten der Kinder investiert. renziert nach Alter und Familienform. Die Ergebnisse
Eine Zweckentfremdung der Leistungen kann nicht der Bedarfserhebung liefern gemeinsam mit weite­
­nachgewiesen werden. ren bestehenden Statistiken die Grundlage, um eine
gesellschaftliche Diskussion darüber zu führen, was
Ein Teilhabegeld als neue finanzielle Leistung für wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen und welche
Kinder und Jugendliche wäre daher ein wichtiger
­ Handlungsspielräume wir ihnen eröffnen wollen. Eine
Schritt, um Armut gezielt zu überwinden und allen Festlegung der Höhe des Teilhabegelds basiert dabei
Kindern und Jugendlichen die Chance auf gutes immer auf normativen, politischen Entscheidungen.
­Aufwachsen, Bildung und Teilhabe zu eröffnen. Letztendlich muss demokratisch bestimmt werden,
wer auf welcher Grundlage die Höhe des Teilhabegelds
vorschlägt, festlegt und regelmäßig prüft. Denkbar
Das Teilhabegeld für Kinder und Jugendliche – wäre hier z. 
B. eine beratende Sachverständigen­
was verbirgt sich dahinter? kommission, in der Kinder und Jugendliche von Beginn
an eingebunden sind und mitbestimmen können.
Das Teilhabegeld ist ein Vorschlag der Bertelsmann
Stiftung, wie eine neue finanzielle Leistung für ­Kinder
und Jugendliche aussehen könnte, die von den Bedar­ Unterstützt arme Kinder gezielt
fen der Kinder und Jugendlichen selbst ausgeht und
gezielt armutsvermeidend wirkt (Expertenbeirat und Mit steigendem Einkommen der Eltern wird das Teil­
Projekt „Familie und Bildung“ 2018). Es soll steuer­ habegeld abgeschmolzen, um Kinder und Jugendliche
finanziert sein, einige bisherige Leistungen ersetzen in Armut gezielt zu unterstützen. Das Abschmelzen
(z. B. Kindergeld, SGB-­II­-Regebedarfe für Kinder, teil­ erfordert eine Einkommensprüfung des Haushalts, die
weise Leistungen des Bildungs-­und Teilhabepakets, unbürokratisch und transparent erfolgen muss, damit
Kinderzuschlag) und mit steigendem Einkommen der alle anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen
Eltern abgeschmolzen werden. Anspruchsberechtigt das Teilhabegeld auch beziehen.
sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (bzw. 25 Jahre,
wenn sie in Ausbildung sind). Neben dem Teilhabegeld werden die im Steuerrecht
verankerten Kinderfreibeträge zur grundgesetzlich
Die Höhe des Teilhabegelds orientiert sich nicht an gebotenen Verschonung des Existenzminimums ein­
einem Existenzminimum, sondern daran, was für schließlich des Betreuungs­-, Erziehungs-­und Ausbil­
Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft zu dungsbedarfs aufrechterhalten. Ihre Höhe ist jedoch
gutem Aufwachsen dazugehört. Neben grundlegenden, nicht an die Höhe des neuen Teilhabegelds gekoppelt.
existenziellen Bedarfe (z. 
B. Ernährung, Kleidung, Zudem werden steuerrechtliche und sozialrechtliche
Körperpflege, Mobilität, Zugang zu Medien, Freizeit­ Regelungen klar getrennt und nicht wie heute bei Kin­
gestaltung, Taschengeld) sind das z. B. auch Kosten, dergeld und Kinderfreibetrag miteinander verknüpft.
die im Zusammenhang mit der Nutzung von Bildungs­
institutionen, Freizeitangeboten sowie des Unterstüt­ Mit dem Teilhabegeld können nicht alle spezifischen
zungssystems anfallen. Mit dem Teilhabegeld werden Bedarfe von Kindern und ihren Familien abgedeckt
Kindern und Jugendlichen Handlungsspielräume eröff­ werden. So ist z. B. ein Mehrbedarfszuschlag für Allein­
net, die ihnen Zugänge zu selbstbestimmten und ihren erziehende bzw. getrennt lebende Familien notwendig,
Bedarfen und Interessen entsprechenden Lebens-­und der die zusätzlich entstehenden Kosten absichert. Auch
Erfahrungsorten ermöglichen. Wechselwirkungen mit Blick auf das Unterhaltsrecht
müssen berücksichtigt werden.

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Die Bedarfe für Unterkunft und Heizung sollten neben weiter als die bereits vorliegenden Studien. Sie deckt
dem Teilhabegeld weiter nach dem SGB II bzw. dem tatsächliche Ursache-­Wirkungs-Zusammenhänge auf,
Wohngeldgesetz gewährt werden. Dies geschieht bes­ d. h. sie analysiert, wie Geldleistungen auf die Einkom­
ser auf Haushaltsebene als mit speziellen Beträgen für men und Ausgaben der Haushalte, den Alkohol- und
Kinder und Jugendliche. Mit Blick auf die große Bedeu­ Tabakkonsum der Eltern sowie die Betreuung und
tung, die Wohnen und das Wohnumfeld für Kinder, Freizeitaktivitäten der Kinder wirken. Dazu können
Jugendliche und Familien haben, besteht hier dringen­ für zwei bestehende Leistungen – das Landeserzie­
der Handlungsbedarf. Weil es bei diesem komplexen hungsgeld und das Kindergeld – empirische Strategien
Thema um weit mehr geht als um Familienpolitik und entwickelt werden, um den kausalen Effekt von Geld­
um Teilhabemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, leistungen auf die verschiedenen Zielgrößen abzu­
haben wir es aus unseren Überlegungen allerdings schätzen. Datenbasis der Untersuchung ist in beiden
ausgeklammert. Fällen das Sozio-oekonomische Panel.

Anders als beim bisherigen Kindergeld sind beim


Teilhabegeld nicht die Eltern, sondern die Kinder und Wirkungen des Landeserziehungsgelds
Jugendlichen anspruchsberechtigt. Es handelt sich
damit europarechtlich nicht um eine Leistung, die mit Das Landeserziehungsgeld ist eine Geldleistung für
dem Beschäftigungsverhältnis der Eltern verknüpft ist. Familien, die von fünf Bundesländern gewährt wird
Daher bestünde keine europarechtliche Verpflichtung, bzw. wurde. Anspruchsberechtigt sind Familien im
die Leistung auch an Kinder und Jugendliche zu erbrin­ unteren Einkommensbereich. Das Landeserziehungs­
gen, die sich nicht in Deutschland aufhalten. geld wird meistens im zweiten und dritten Lebensjahr
des Kindes gezahlt und ist je nach Bundesland an
bestimmte Bedingungen geknüpft: Zumindest ein
Aber kommt ein Teilhabegeld auch bei den Elternteil darf eine bestimmte Wochenarbeitszeit nicht
Kindern an? überschreiten; in einigen Bundesländern wird zudem
gefordert, dass sich die Kinder, für die die Leistung
Das Teilhabegeld wird als eine Form der Kindergrund­ gewährt wird, nicht in einer staatlich geförderten
sicherung für Kinder und Jugendliche im unteren Ein­ Betreuungseinrichtung befinden.
kommensbereich eine höhere finanzielle Unterstützung
bedeuten als bislang. Daher ist die Frage berechtigt, Die Analysen zeigen, dass Familien mit Anspruch
ob dieses Geld tatsächlich bei den Kindern ankommt auf Landeserziehungsgeld ihr Arbeitseinkommen
(siehe für die folgenden Ausführungen Stichnoth et al. ­reduzieren. Sie kaufen sich mit dem Geldtransfer also
2018). Zeit. Dies ist ein durchaus intendierter Effekt, wenn
man die oben genannten Bedingungen für den Bezug
Es gibt bereits qualitative Studien für Deutschland, berücksichtigt. Aufgrund des Rückgangs des Arbeits­
die darauf hinweisen, dass Eltern in schwierigen Ein­ einkommens steigt das Haushaltsnettoeinkommen
kommenslagen eher bei sich selbst sparen als bei ihren durch das Landeserziehungsgeld in einem geringeren
Kindern. Darüber hinaus zeigen auch quantitative
­ Umfang, als es die durchschnittliche Höhe des Landes­
Studien, dass Eltern sogar bei angespannter Einkom­ erziehungsgelds vermuten ließe.
menssituation den Ausgaben für ihre Kinder Priorität
einräumen. Zwar sind die Ausgaben für Bildung, Aus­ Das Landeserziehungsgeld hat keine Auswirkungen
bildung und Kinderbetreuung in armutsgefährdeten auf den Kauf oder Besitz von Unterhaltungselektronik
Familien in absoluten Zahlen niedriger als im Durch­ (Fernseher oder DVD-Spieler). Ebenso führt es nicht
schnitt der Bevölkerung. Im Verhältnis zu den Einkom­ zu einem gesteigerten Alkoholkonsum. Für Frauen in
men bzw. den gesamten Konsumausgaben messen die Haushalten mit Anspruch auf Landeserziehungsgeld
Familien diesen Bereichen aber die gleiche Bedeutung ist die Wahrscheinlichkeit zu rauchen in den Jahren
bei wie Haushalte mit höheren Einkommen. 2002 bis 2008 erhöht. Seit 2009 findet sich allerdings
kein solcher Effekt mehr.
Die neue Studie von Holger Stichnoth und seinen
­Kolleginnen und Kollegen am Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung geht methodisch einen Schritt

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PolicyBrief Vorurteile ausräumen und Kinderarmut überwinden

DAS GELD KOMMT BEI DEN KINDERN AN!


Direkte finanzielle Leistungen an Familien führen dazu, dass Kinder häufiger von folgenden Aktivitäten profitieren.
Pro 100 € Kindergeld steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder teilnehmen an …

BETREUUNG* KINDERTURNEN MUSIKERZIEHUNG


außerhalb der Familie in Zwischen
Unter
pädagogischen Einrichtungen 6 Jahren 6 und 16 Jahren

+5 Prozent-
punkte +8 Prozent-
punkte +7 Prozent-
punkte + 11 Prozent-
punkte

* Seit dem Jahr 2000 beträgt der Zuwachs sogar plus 10 Prozentpunkte.
Quelle: Berechnungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (H. Stichnoth u.a.) auf der Grundlage von SOEP Daten 1984-2016.

Wirkungen des Kindergelds Ein Teil des Kindergelds wird zudem für die Bildung,
Betreuung und Freizeitaktivitäten der Kinder einge­
Einen Anspruch auf Kindergeld haben in Deutschland setzt: Kinder werden mit einer um fünf Prozentpunkte
alle Familien mit Kindern unter 18 Jahren (bzw. 25 Jah­ erhöhten Wahrscheinlichkeit außerhalb der Familie
ren, wenn sich die Kinder noch in Ausbildung befinden). betreut. Unter Sechsjährige gehen mit einer um acht
Die Untersuchungen zeigen, dass eine Erhöhung des Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit zum Kin­
Kindergelds das Haushaltsnettoeinkommen nahezu im derturnen. Auch die Wahrscheinlichkeit, an Musiker­
Verhältnis eins zu eins erhöht. Beim Kindergeld lässt ziehung teilzunehmen bzw. ein Instrument zu lernen,
sich demnach kein Effekt auf das Erwerbsverhalten der steigt: für unter Sechsjährige um sieben Prozentpunkte
Eltern feststellen – Eltern gehen also nicht weniger und für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren um elf Pro­
arbeiten, wenn sie mehr Kindergeld erhalten. zentpunkte.

Auch beim Kindergeld kann kein Effekt auf den Kauf


von Unterhaltungselektronik oder Alkohol nachgewie­ Fazit: Das Geld kommt bei den Kindern an!
sen werden. Der Anteil an Rauchern steigt durch das
Kindergeld nicht. Männer, die bereits rauchen, steigern Zusammenfassend deuten weder bereits vorliegende
ihren Zigarettenkonsum zwischen 1998 und 2006 um Studien noch die neuen empirischen Untersuchungen
durchschnittlich vier Zigaretten pro Tag pro 100 € Kin­ von Stichnoth u. a. auf eine systematische Zweckent­
dergeld. Seit 2008 ist keine derartige Steigerung mehr fremdung von Geldleistungen durch die Eltern hin.
nachweisbar. Vielmehr zeigt gerade die Analyse des Kindergelds, dass
dieses sinnvoll für Bildungs- und Freizeitaktivitäten
Familien geben durch das Kindergeld mehr für die der Kinder eingesetzt wird und dazu beiträgt, dass sich
Miete aus. Die Wohnfläche der Familien steigt pro 100 die Wohnsituation der Familie verbessert. Die Sorge vor
Euro Kindergeld im Schnitt um gut zwei Quadratmeter. einer massiven Zweckentfremdung besserer finanziel­

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ler Leistungen für Kinder und Jugendliche im unteren


Einkommensbereich ist aufgrund der hier ­vorliegenden Unser Vorschlag für ein solches Konzept besteht
empirischen Ergebnisse nicht gerechtfertigt. Vielmehr aus den drei Bausteinen
beruhen die Vorurteile gegenüber Familien auf nega­
tiven Einzelbeispielen, die es immer geben wird, die 1. Bedarfserhebung mit und für Kinder
einen Generalverdacht gegenüber allen Familien aber und Jugendliche,
nicht begründen können und dürfen.
2. Teilhabegeld und
Berücksichtigt man zudem, dass auch Sach- und
zweckgebundene Geldleistungen wie beim Bildungs- 3. guter Infrastruktur und Unterstützung
und Teilhabepaket wegen der hohen Verwaltungs­ vor Ort.
ausgaben (rund 30 Prozent der Fördermittel) nie in
voller Höhe bei den Kindern ankommen, spricht daher
Einiges für eine bessere und zielgenauere finanzielle Dieses Gesamtkonzept sollte angegangen werden, um
Leistung für Kinder und Jugendliche. Ein Teilhabegeld Kinderarmut endlich zu überwinden. Von Vorurteilen
wäre ein bedeutender Schritt, um Kinderarmut zu sollten wir uns nicht weiter leiten lassen.
vermeiden und allen Kindern und Jugendlichen die
Chance auf gutes Aufwachsen, Bildung und Teilhabe zu
eröffnen.

Ein Gesamtkonzept gegen Kinderarmut

Die Einführung eines Teilhabegelds ist ein wichtiger


Schritt gegen Kinderarmut. Die zusätzliche finanzi­
elle Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus
Familien im unteren Einkommensbereich käme ihnen
direkt zugute, würde Bildung, Freizeit und Wohnen
verbessern und Handlungsspielräume eröffnen. Doch
mehr finanzielle Sicherheit alleine reicht nicht aus,
um gutes Aufwachsen, Bildung und Teilhabe für alle
Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. Gute Kitas
und Schulen sind ebenfalls unerlässlich. Auch hier
sind Investitionen in den qualitativen und quantita­
tiven Ausbau notwendig. Darüber hinaus brauchen
junge Menschen und ihre Eltern Rat, unbürokratische
Unterstützung und Hilfe aus einer Hand. Dazu müssen
sowohl für Eltern als auch für Kinder und Jugendliche
vor Ort lebensweltnahe, vertrauensvolle Anlaufstellen
eingerichtet werden, an die sie sich mit allen Belangen
wenden können, die sie informieren und unterstützen.
Dort muss es für Kinder und Jugendliche unabhängig
von ihrer sozialen Herkunft Möglichkeiten geben,
sich für ihre Belange stark zu machen und folgenreich
beteiligt zu werden.

Notwendig ist damit ein Gesamtkonzept gegen


­Kinderarmut, das Kinder und Jugendliche, ihre Bedarfe,
Rechte und Interessen in den Mittelpunkt stellt (Exper­
tenbeirat und Projekt „Familie und Bildung“ 2018).

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Literaturhinweise Impressum

Expertenbeirat und Projekt „Familie und Bildung. © November 2018


Politik vom Kind aus denken“ (2018). Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Konzept für eine Teilhabe gewährleistende
Existenzsicherung für Kinder und Jugendliche. Bertelsmann Stiftung
Kurzfassung. Carl-Bertelsmann-Straße 256
Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. 33311 Gütersloh
www.bertelsmann-stiftung.de
Stichnoth, Holger, Sebastian Camarero Garcia,
Philipp Dörrenberg, Carina Neisser, Lukas Riedel, Verantwortlich i.S.d.P.
Martin Ungerer und Nils Wehrhöfer (2018). Anette Stein
Kommt das Geld bei den Kindern an? Director
Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. Programm Wirksame Bildungsinvestitionen
DOI: 10.11586/2018055 Bertelsmann Stiftung
Telefon 05241 81-81274
Mobil 0173 7050039
anette.stein@bertelsmann-stiftung.de

Autoren | Kontakt
Antje Funcke
Senior Expert
Programm Wirksame Bildungsinvestitionen
Bertelsmann Stiftung
Telefon 05241 81-81243
Mobil 0172 2649827
antje.funcke@bertelsmann-stiftung.de

Sarah Menne
Senior Project Manager
Programm Wirksame Bildungsinvestitionen
Bertelsmann Stiftung
Telefon 05241 81-81260
Mobil 0172 2867445
sarah.menne@bertelsmann-stiftung.de

Gestaltung
Markus Diekmann, Bielefeld

Titelfoto
Adobe Stock / vallejo123

Infografik
Markus Diekmann, Bielefeld

Druck
Matthiesen Druck, Bielefeld