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Genf: Eine saharawische NGO stellte das Zwangsverschwinden in den

Lagern Tinduf an den Pranger

Genf–Die Präsidentin des saharawischen Vereins gegen die Straffreiheit in den


Lagern Tinduf, Lemaadla Mohamed Salem El-Koury, hat am Dienstag in Genf
das Zwangsverschwinden und die durch die bewehrten Milizen der Front
Polisario in den Lagern Tinduf begangenen Verstöße an den Pranger gestellt, die
ungeschmälerte Haftung des algerischen Staates in diesen etlichen verübten
Verbrechen auf dessen Hoheitsgebiet ins rechte Licht rückend.

Sich im Rahmen des interaktiven Dialogs mit der Arbeitsgruppe des forcierten
und des unfreiwilligen Verschwindens (GTDFI) im Rahmen der 48. Sitzung des
Menschenrechtsrates äußernd, hat Frau Lemaadla El Khoury, sie selbst Tochter
eines der Opfer des forcierten Verschwindens in den Lagern Tinduf im Süden
Algeriens, die Straffreiheit angeprangert, welche den Folterknechten und den
Anstiftern schwerwiegender Verstöße gegen die Menschenrechte und
Entführungsakte in den Lagern der Separatisten der Front Polisario
zugute kommt.

Sie hat angegeben, dass ihr Verein bis zu diesem Tage 134 Fälle von Personen
unter Hunderten von Saharawis aufgezählt und identifiziert hat, welche als
vermisst gemeldet werden, welche bis zu ihrem Tode durch die Dirigenten der
Front Polisario im heimlichen Einverständnis mit den algerischen
Geheimdiensten in den heimlichen Verwahrungszentren im Besonderen in den
Gefängnissen Erraachid und Dhaybiya in der Nähe der Lager Tinduf entführt
und gefoltert wurden und werden.

„Ungeachtet unserer Bemühungen, das Los unserer Nahestehenden ans Licht zu


bringen, inbegriffen vermittels des Rückgriffs auf internationale Mechanismen,
verweigert sich der algerische Staat, welcher für die begangenen Verbrechen auf
dessen Hoheitsgebiet entsprechend dem Völkerrecht und den Abkommen,
welche er abgeschlossen hat, einsteht, immer dieses Dossier unter die Lupe zu
nehmen, den Opferfamilien jeglichen Rückgriff auf die Gerechtigkeit
entziehend“, hat sie beobachten lassen.

Dieses Gebaren der algerischen Behörden, fuhr sie fort, bietet somit den
Folterknechten in den Lagern Tinduf einen absoluten Schutz gegen etliche
Strafverfolgung an, zum gleichen Zeitpunkt sie dazu ermutigend, weiterhin bei
den Praktiken der Entführung, des forcierten Verschwindens und der Repression
des Rechts auf Meinungsfreiheit und auf Manifestation gegen die
schwerwiegenden durch die algerische Armee und durch die Milizen der
Separatisten der Population dieser Lager entgegen verübten Verstöße zu
beharren.

Sie hat die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen dazu eingeladen, „die
notwendige Aufmerksamkeit der Frage des Verschwindens unserer
Nahestehenden in den Lagern Tinduf zu schenken“ und auf die algerische
Regierung Druck auszuüben, zwecks dessen „das Los der verschwundenen
Personen zu entlauben und die Habschaften sowie deren Überbleibsel der
verstorbenen Personen unter ihnen einzutreiben, zwecks dessen ihnen eine
Bestattung in Würde anbieten zu dürfen“.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com