Sie sind auf Seite 1von 40

PRESSE.

ALLGEMEINES
WÖRTER UND WORTKOMBINATIONEN
1. die Presse (o. Pl.) печать
2. das Presseorgan (-e) орган печати
3. das Massenmedium (-medien) средство массовой информации
4. die Zeitung газета
~ bestellen, beziehen, abonieren
in der Z. lesen
aus der Z. erfahren
etw. steht in der Z.
die Tageszeitung ежедневная газета
die Abendzeitung вечерняя газета
die Wochenzeitung еженедельная газета
die Bildzeitung иллюстрированная газета
die Illustrierte (-n)
5. die Zeitschrift (-en) журнал
6. die Wochenschrift еженедельник
7. der Artikel (-)= der Beitrag (-träge) статья
der Leitartikel передовая статья
8. der Bericht (-e)
9. die Nachricht (-en) сообщение, информация
amtliche N. официальное сообщение
der Nachrichtendienst служба информации
Diese N. ist durch alle Zeitungen eingegangen. Это известие обошло все газеты.
10. der Kommentar (-e) комментарий
11. die Zeitung (die Zeitschrift) erscheint, выходит
kommt heraus
wird herausgegeben издается
täglich ежедневно
sonntags по воскресеньям
am Abend по вечерам
wöchentlich, einmal in der Woche еженедельно, раз в неделю
außer Montag кроме понедельника
12. die Zeitung veröffentlicht, bringt (einen публикует; помещает
Artikel, einen Beitrag, einen Leitartikel, eine
Korrespondenz, die Information, eine Nachricht,
einen Kommentar, ein Interview, eine
Wochenschau)
13. in ihrer jüngsten Ausgabe в последнем номере
auf der Titelseite на первой полосе
auf Seite 2 на второй странице
unter der Überschrift, unter dem Titel под заголовком
in großer Aufmachung под крупным(и) заголовком(ами)
an hervorragender Stelle на видном месте
14. die Zeitung schreibt über (von) пишет о
teilt über (von)... mit сообщает о...
berichtet über (von)
meldet von
informiert über (von) информирует...
kommentiert (Akk.) комментирует
15. der Artikel, der Beitrag usw. Macht mit .. знакомит с...
bekannt
macht mit ... vertraut
behandelt (Akk.} обсуждает
befasst sich mit (beschäftigt sich рассматривает, разбирает
mit)
ist (Dat.) gewidmet посвящена
kritisiert (Akk.) критикует
setzt sich mit... auseinander разбирает, полемизируете...
erläutert (Akk.) разъясняет
nimmt zu (Dat.) Stellung высказывается о... (по...)
erörtert (Akk.) обсуждает
schreibt über die aktuellen Probleme пишет об актуальных проблемах
(Fragen) (von den aktuellen Problemen (Fragen) (вопросах)
über die jüngsten Ereignisse o последних событиях
16. die Meldung (-en) сообщение
17. die Beilage (-n) приложение
18. der Inhalt (-e) содержание
19. der Grundgedanke (-n) основная (главная) идея
20. die Wochenschau обзор за неделю
21. wie bereits berichtet как сообщалось ранее
22. mit Hinweis auf (Akk), unter Berufung auf ссылаясь на..
(Akk)
23. in dem Artikel (dem Bericht... usw.) heißt es в статье (корреспонденции ... и т.д.) в
unter anderem ... частности говорится....
24. die Auflage тираж
25. die Überschrift = der Titel заголовок
der Untertitel подзаголовок
26. die Schlagzeile крупный(лозунговый) заголовок
27. die Tatsache факт
unbestreitbare T. бесспорный факт
Tatsachen gegenüberstellen (vergleichen) сопоставлять факты
28. die Zeile (-n) строка
29. die Spalte (-n) колонка
30. der Chefredakteur(-e) главный редактор

LEXIKALISCH-GRAMMATISCHE VORÜBUNGEN
l. Lesen und übersetzen Sie folgende zusammengesetzte Substantive. Beachten Sie die
Betonung.
Die 'Tageszeitung das 'Wirtschaftsleben
Der 'Leitartikel die 'Zeitschritt
Die 'Wochenzeitung die 'Wochenschrift
Die 'Abendzeitung die Wochenschau
2. Nennen Sie die Grundformen und die Rektion der Verben:
schreiben, mitteilen, berichten, melden, informieren, kommentieren, erläutern, sich befassen,
behandeln, bekannt machen, betonen, unterstreichen, feststellen, einschätzen
3. Bilden Sie so viele Sätze wie möglich. Lesen Sie die Sätze vor. Beachten Sie auch die
Rektion der Verben.
a) die Tageszeitung erscheint Sonntags, täglich, am
die Wochenzeitung wird ... herausgegeben Abend, wöchentlich
die Abendzeitung kommt ... heraus (einmal in der Woche)

b) die Zeitung veröffentlicht einen interessanten Artikel


die Zeitschrift bringt einen wichtigen Bericht
die Wochenschrift kurze Nachrichten
die Wochenschau eine Information aus Moskau
c)die Zeitung „Neues Leben“ teilt über ... mit einen Bericht ihres Pariser
die Zeitschrift „Spiegel" schreibt über Korrespondenten
die Wochenschrift „Neue berichtet über die internationale Konferenz
Zeit" informiert über in Helsinki
schreibt von den internationalen
Schriftstellerkongress
die Lage in dem Iran
das Wirtschaftsleben des
Landes
die jüngsten Ereignisse in
Europa
d) die Zeitung Kommentiert die aktuellen Probleme der
die Zeitschrift Politik
die Resultate der Wahlen
4. Bilden Sie die Sätze:
a) der Artikel Behandelt die Politik von Deutschland
der Leitartikel Kritisiert den politischen Kurs der USA
der Redaktionsartikel die Erfolge und Perspektiven der
Zusammenarbeit.
b) der Artikel Befaßt sich mit der Lage in Europa
der Leitartikel Beschäftigt sich mit aktuellen Fragen der internationalen
der Redaktionsartikel Macht mit ... bekannt Politik
Macht mit ... vertraut dem Krieg im Iran
Setzt sich mit ... dem Terrorismus
Auseinander
c) der Bericht Teilt von ... mit den jüngsten Ereignissen
die Information Teilt über ... mit den neuen Erfolgen der Wissen-
die Nachricht schaft
dem Leben des Komponisten
d) der Kommentar Erörtert die Lage in Afrika
Erläutert die ökonomische Krise
das Treffen mit dem Präsidenten

5. Gebrauchen Sie die folgenden lexikalischen Mitteln in Beispielsätzen:


1. Газета разоблачает … . 2. Автор осуждает … 3. В статье речь идет о … 4. В этой
связи хотелось бы сказать … . 5. Факты свидетельствуют … 6. Статья была опубликована
… 7. Тема статьи … 8. Автор высказывается о … 9. Из этого следует … 10. Автор ставит
актуальную проблему …11. Автор положительно оценивает … 12. Автор подчеркивает …
13. Статья вышла под заголовком … 14. Автор выражает …
6. Übersetzen Sie ins Deutsche:
1. Газета выходит тиражом 1000 экземпляров. 2. Наша семья давно выписывает
еженедельную газету. 3. Это сообщение обошло все местные газеты. 4. Газета выходит
ежедневно. 5. На второй странице газеты помещен доклад министра. 6. Газета
комментирует последние события. 7. Корреспондент сопоставляет факты и делает
выводы. 8. В последнем номере газеты ты можешь найти обзор событий за неделю. 9.
Каким тиражом выходит газета? 10. Прочитай заголовок передовой статьи.

Massenmedien. Die Presselandschaft


Das lateinische Wort „medium“ bedeutet „Mittel“.
Bekanntlich spielen die Massenmedien (Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen) eine groβe Rolle
in unserem Leben, denn wir beziehen durch die Massenmedien nicht nur Informationen, sondern
auch Meinungen, Unterhaltung und Bildung. Man bezeichnet die Presse- und im weiteren Sinne
alle Massenmedien als "vierte Gewalt" neben Parlament, Regierung und Gerichtswesen.
Die Presse ist das älteste und neben Rundfunk und Fernsehen das wichtigste
Massenmedium. Ohne Zeitung ist das Leben heute nicht denkbar. Die wichtigste Aufgabe der
Zeitung ist es, über die bedeutenden Ereignisse im Lande und im Leben der Gesellschaft zu
informieren, um auf diese Weise den Gesichtskreis der Menschen zu erweitern. Großen Platz
räumen die Zeitungen dem Wirtschaftsleben ein. Sie machen ihre Leser auch mit Neuigkeiten
des kulturellen Lebens bekannt, mit Literatur, Theater, Film, Sport.
In der Zeitungsdichte (Zahl der Zeitungen je 1000 Einwohner) liegt Deutschland hinter
Japan, Großbritannien, Österreich und der Schweiz an der fünften Stelle. Täglich werden rund
30 Mio. Exemplare verkauft. 81% der Deutschen lesen täglich Presse im Durchschnitt 30
Minuten lang.
In Deutschland gibt es ungefähr 400 Tageszeitungen. Die meisten sind regionale Zeitungen,
die nur in einem kleinen Unikreis gelesen werden. Sie berichten jedoch nicht nur über Lokales,
sondern auch über das Weltgeschehen. Einige dieser Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine
Zeitung oder die Süddeutsche Zeitung sind in ganz Deutschland verbreitet und haben großen
Einfluss auf die Meinungsbildung. Wochenzeitungen wie Die Zeit oder das Nachrichtenmagazin
Der Spiegel bieten Hintergrundinformationen,Analysen und Reportagen zu aktuellen Themen.
In jedem Zeitungskiosk sieht man,wie riesig das Angebot an deutschsprachigen Zeitschriften
und Illustrierten ist. Es gibt Fachzeitschriften für bestimmte Berufe oder Hobbys,Zeitschriften für
Frauen und Jugendliche und jede Menge Zeitschriften mit Radio-und Fernsehprogrammen.

FRANKFURTER ALLGEMEINE
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verfügt von allen deutschen Zeitungen über den größten
Korrespondentenstab. Das macht Informationen zuverlässig, und Verläßlichkeit bestimmt die
Qualität jeglicher Information: Nachrichtenquellen, Fakten, Hintergründe und Analysen aus
erster Hand. Deshalb haben Berichterstattung und Kommentare aus Politik und Wirtschaft einen
schon legendären Ruf. In der FAZ finden Sie täglich das für die deutsche Kulturszene wichtige
Zeitungsfeuilleton mit drei Seiten Kultur, Literatur, Musik, Kunst. Und freitags als Beilage das
vierfarbige FAZ-Magazin.
Die Zeitung eröffnet sich mit einem Leitartikel oder einem Redaktionsartikel, der ein
aktuelles politisches, kulturpolitisches oder wirtschaftliches Thema des Tages zum Inhalt hat.
Die erste Seite bringt auch wichtige Information sowohl über das innere Leben des Staates als
auch über die internationalen Ereignisse. Oft enthält die erste Seite nur den Anfang eines
Berichtes oder eine kurze, zusammenfassende Nachricht über das Geschehnis. Die Fortsetzung
oder eine ausführlichere Behandlung folgt dann auf den weiteren Seiten. Die allerletzte Seite
bringt das Inserat. Das sind verschiedenartige Bekanntmachungen von Organisationen und
Privatpersonen, Reklamen, Werbungen, Angebote.

DIE NACHRICHT - kurze Information über ein aktuelles Ereignis. Die Nachricht
beschränkt sich vorwiegend auf die knappe Mitteilung von Tatsachen. Nach Möglichkeiten soll
aus der Nachricht hervorgehen, wer, wann, wo, was, wie und warum gemacht hat (Regel der
sechs „W“).
DER BERICHT - trägt ebenso wie die Nachricht informatorischen Charakter. Seine
Besonderheit aber besteht darin, dass er neben den konkreten Tatsachen auch Urteile, Schlüsse
sowie Gefühlsäußerungen des Autors vermittelt. Im Bericht tritt der Autor mehr oder weniger
selbst mit seiner persönlichen Meinung als Augenzeuge eines Ereignisses in Erscheinung. Er
stellt die Ereignisse vollständiger und umfassender dar, hebt ihm wichtig erscheinende Momente
besonders hervor und verallgemeinert sie. Der Bericht gestattet dem Autor, durch Einschätzung
der Vorgänge sowie durch Wiedergabe persönlicher Eindrücke den Leser zu von ihm besonders
gewünschten Schlußfolgerungen zu führen. Man unterscheidet vom Inhalt her die
verschiedensten Arten von Berichten, so Parlaments- und Versammlungsberichte, Sport-,
Gerichts-, Reiseberichte usw.
DER KOMMENTAR. Die Aufgabe des Kommentars besteht in der Erklärung und
Erläuterung von Tatsachen oder Vorgängen im gesellschaftlichen Leben.
Nachricht und Kommentar sind insofern inhaltlich verwandt, als sie sich beide auf aktuelle
Tatsachen beziehen, sich also an das Informationsbedürfnis des Lesers oder Hörers wenden. In
der Methode unterscheiden sich die beiden Genres jedoch erheblich: Ist es bei der Abfassung
einer Nachricht nicht gestattet, eigene Reflexionen zu äußern, zu polemisieren, an bestimmte
Menschengruppen zu appellieren oder Aufgaben zu stellen, so ist es die Pflicht des
Kommentators, gerade auf diese Weise die Meinung der Zeitung zu vertreten.
DER LEITARTIKEL - der wichtigste Artikel jeder Ausgabe der Zeitung, der die
Meinung der Redaktion zu dem wichtigen aktuellen Thema oder Ereignis wiedergibt. Er hat
deshalb auch einen besonderen gleichbleibenden Platz in der Zeitung, in der Regel auf der ersten
Seite.
DER ARTIKEL - die gewöhnlich auf den Innenseiten der Zeitung erscheinenden
verschiedenen Beiträge, die oft nicht von Redakteuren, sondern von sachkundigen Autoren
geschrieben werden. Sein Hauptzweck ist in erster Linie die grundliche Argumentation.
DER TITEL – die Überschrift des Artikels, die den Inhalt zusammenfasst.
DER UNTERTITEL – der (kleiner gedruckte) zweite Teil des Titels, der genauere
Informationen über den Inhalt angibt.
DIE SCHLAGZEILE - die Überschrift (in groβen Buchstaben) in der Zeitung über dem
Text.

ÜBUNGEN
1. Antworten Sie auf die Fragen.
- Was versteht man unter den Massmedien?
- Welche Rolle spielen die Zeitungen? Was ist der Unterschied zwischen einer Zeitung und
einer Zeitschrift?
- Wie sieht die Zeitung aus?
- Welche Zeitungen, Zeitschriften, Magazine und Illustrierten aus den deutschsprachigen
Ländern sind Ihnen bekannt? Welche gibt es in Ihrem Land zu kaufen? Welche lesen Sie
regelmäßig oder gelegentlich?
- Man unterscheidet Zeitungstypen nach drei Kriterien:
l. Erscheinungsweise (Morgen-, Tages-, Abend-, Sonntags- und Wochenzeitung), 2.
Verbreitung (lokal, regional, überregional) und 3. Vertrieb (Abonnement, Straßenverkauf).
Charakterisieren Sie die Zeitungslandschaft Ihres Landes nach diesen Kriterien.
2. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter:
1 Eine Zeitschrift mit vielen Bildern und Fotos nennt man ________.
2. _________ erscheint nur in einer bestimmten Region und berichtet vor allem über dortige
Ereignisse.
3 Die Frankfurter ________ ist die größte der Welt.
4 Wichtigstes Medium in (fast) allen deutschen Wohnzimmern: _______.
5 Fett gedruckte Überschrift auf einer Zeitungsseite: ________.
6. ________ erscheinen wöchentlich ind vermitteln Hintergrundinformationen zu
verschiedenen Ereignissen und nehmen dazu Stellung.
7. ________ ist der wichtigste Artikel jeder Ausgabe der Zeitung.
8. Die Zeitung, die sonntags herauskommt, nennt man ________.
9. __________ ist ein Druckzeugnis in Form von mehreren groβen Blättern mit Berichten
über aktuellen Ereignisse, mit Werbung usw., das regelmäβig erscheint.
3. Nehmen Sie ein paar deutschsprachige Zeitungen und untersuchen Sie ihre
Gliederung.
l. Suchen Sie auf der Front- oder Titelseite:
a) den Kopf mit dem Namen der Zeitung, dem Untertitel und dem Impressum (Datum,
Herausgeber, Jahrgang, laufende Nummer, Erscheinungsort, Preis);
b) den Leitartikel, den Kommentar, Kurznachrichten über die aktuellsten Ereignisse und
eventuell eine Übersicht über die wichtigsten Themen mit Seitenzahl;
2. Blättern Sie in den Zeitungen, lesen Sie die Seitenüberschriften und notieren Sie: Welche
Ressorts enthalten die Zeitungen? Gibt es Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft,
Kultur, Sport, Anzeigen oder Inserate, Fernsehprogramm, Wetterbericht, Lokales?
3. Lesen Sie die Schlagzeilen (Überschriften) von einigen Artikeln und sagen Sie: Was
bringt heute die Zeitung? Worum geht es in den einzelnen Artikeln?

Die erste Seite enthält einige (Artikel, Meldungen, Nachrichten, Berichte) über...
Auf den Seiten... werden... veröffentlicht.
Die Seite(n) ... macht(-en) die Leser mit... bekannt.
Unter der Rubrik... informiert die Zeitung ihre Leser über...
Die Seite(n) bringt(-en) (Informationen, Artikel, Anzeigen).
Unter der Rubrik... finden die Leser...
Auf der letzten Seite werden... veröffentlicht.
Am interessantesten finde ich Seite..., weil ...
Lesenswert ist/sind auch der Artikel, die Nachricht über..., der Bericht über...
Von großem Interesse ist für mich der Artikel, die Nachricht, die Meldung usw.

4. Was passt zusammen?


Zeitung A und Zeitung B bringen die gleichen Nachrichten, aber unter verschiedenen
Überschriften. Ordnen Sie zu!
Zeitung A Zeitung B
1. Ein Zent mehr pro Kilowattstunde A. Umweltminister uneins zu
2. HOCH „DIETER" BRINGT HITZE Atomausstieg
3. Hauptstrasse bleibt gesperrt B. Musiker an Grippe erkrankt
4. Umweltministerkonferenz tagt: C. Strompreise steigen
Streit über Kernenergie D. Sommer kommt wieder
5. Tournee abgesagt E. Weiter Umleitung in Stadtmitte
6. Erneunter Regierungswechsel in F. HANDBALL Pokal-Finale in
Italien Alsterhalle
7. Handball-Höhepunkt in Hamburg G. Rom Parlament vor der
Auflösung
Was ist das Thema der verschiedenen Nachrichten?
Beispiel: Der Strompreis wird um 1 Zent pro Kilowattstunde teurer.
5. Lesen Sie die Überschriften. Finden Sie die Signalwörter und klären Sie sie.
Ultranationalisten holten die meisten Stimmen
Angst von Jobverlusten
Terrorist sprengt sich und 5 Geheimdienstmitarbeiter in die Luft
Firmengründer festgenommen
Kleine Skigebiete, kleine Preise
12250 Tierarten akut vom Aussterben bedroht
Klimawandel
6. Was erwarten Sie aufgrund dieser Überschriften vom Ihnalt. Stellen Sie fest, ob der
Textinhalt Ihren Erwartungen entspricht.
1. Fahrrad-Urlaub

2. Jugendliche haben 457 Euro im Monat

1. Radreisen bleiben Trend: Mehr als zwei Millionen Deutsche haben 2002 ihren Urlaub im
Sattel verbracht (Steigerung:
12,7 %). Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club kennt auch schon die beliebtesten Touren-
Ziele für 2003: Nach einer Umfrage sind das die Strecken an der Elbe, gefolgt von den Regionen
Weser, Donau, Ostseeküste, Bodensee. (Bild der Frau, 7.04.03)
2. Müncnen (TU). Jugendliche in Deutschland haben einer Studie zufolge trotz der Wirt-
schaftsflaute in diesem Jahr deutlich mehr Geld in der Tasche als im vergangenen Jahr. Die 13-
bis 24-Jährigen verfügten 2003 über 62,1 Milliarden Euro und damit etwa zehn Milliarden Euro
mehr als 2002, teilte das Institut für Jugendforschung in München mit. Durchschnittlich hätten
sie 457 Euro im Monat. Grund dafür sei zum einen, dass die Geldgeschenke für die Jugendlichen
bis 17 Jahre im Wert gestiegen seien. Andererseits seien bei älteren Jugendlichen die Einnahmen
aus regelmäßigen Gehältern weiter gewachsen.
Allerdings gibt es der Studie zufolge je nach Alter große Unterschiede beim Einkommen.
Während in der Gruppe der 13- bis 17-Jährigen die Monatseinnahmen im Schnitt 152 Euro
betrügen, lägen sie bei den 21- bis 24-Jährigen bei 820 Euro. Das frei verfügbare Geld werde von
den Jugendlichen in erster Linie für das Auto beziehungsweise Mofa, Kleidung, Lebensrnittel
und Süßigkeiten ausgegeben. Zugleich stiegen die Ausgaben für Telefon- und Handyrechnungen
sowie Zigaretten weiter an. (Märkischer Sonntag, 6. Juli, 2003, S. 15)

6. Lesen Sie genau den Auszug aus dem Gedicht von Horst Bienek „Anweisung für
Zeitunesleser".
Prüft jedes Wort
prüft jede Zeile
vergesst niemals
man kann
mit einem Satz
auch den Gegen-Satz ausdrücken.
Misstraut den Überschriften
den fettgedruckten
sie verbergen das Wichtigste
misstraut den Leitartikeln
den Inseraten
den Kurstabellen
den Leserbriefen
Und den Interviews am Wochenende
auch die Umfragen der Meinungsforscher
sind manipuliert
die Vermischten Nachrichten von findigen
Redakteuren erdacht
mißtraut dem Feuilleton
den Theaterkritiken die Bücher
sind meistens besser als ihre Rezensenten lest das was sie verschwiegen haben mißtraut auch
den Dichtern
bei ihnen hört sich alles
schöner an auch zeitloser
aber es ist nicht wahrer nicht gerechter.

Horst Bienek hat sein Gedicht fast ohne Satzzeichen geschrieben. Setzen Sie selber die
fehlenden Satzzeichen.
Suchen Sie alle Zeitungsrubriken heraus, die in diesem Gedicht erwähnt werden.
Beschreiben Sie, welches Ziel diese Rubriken jeweils verfolgen.

7. Referieren Sie den Zeitungsartikel, stützen Sie sich auf den Plan und die
lexikalischen Mittel zum Referieren eines Zeitungsartikels.
Plan und lexikalische Mittel zum Referieren eines Zeitungsartikels
I.Quellenangabe
1. Der Artikel ist der Zeitung „ ...“ entnommen.
2. Der Artikel wurde ... (wann?) veröffentlicht.
3. Es ist ein kurzer politischer Bericht (ein Interview, ein Kommentar, ein Auszug aus der
Rede von ...)
4. Der Artikel erschien unter dem Titel ...
II. Das Problem
Der Autor wirft in diesem Artikel ein akutes politisches Problem auf, das Problem der
Beziehungen ....
III. das Thema des Artikels
1. Der Autor behandelt folgendes Thema...
2. Der Autor informiert über ...
3. Das Thema des Artikels ist das stattgefundene Zusammentreffen (die geführten
Verhandlungen, die Gespräche zwischen ...)
IV. Der Haupteil
Der Autor informiert (informierte) über Akk.
betont (betonte) - подчеркивает
unterstreicht (unterstrich)
hebt hervor (hob hervor)
behauptet (behauptete) - утверждает
konstatiert (konstatierte) - констатирует
stellt fest (stellte fest)
erläutert (erläuterte) - поясняет
kommentiert (kommentierte)
weist darauf hin, dass - указывает на что-л.
(wies darauf hin, dass ...)
verweist darauf (verwies darauf)
äußert sich (äußerte sich) über Akk - высказывается чём-л.
geht (ging) darauf ein ... - останавливается на...
bringt (brachte) zum Ausdruck - выражает
billigt (billigte) Akk. -одобряет
unterstützt ( unterstützte ) Akk - поддерживает
schätzt ein (schätzte ein) Akk - оценивает
(hoch, positiv)
beschuldigt (beschuldigte)Akk –обвиняет
entlarvt (entlarvte) Akk. - разоблачает
verurteilt (verurteilte) Akk - осуждает
Im Artikel geht es um Akk.
handelt es von Dat. - речь идет o
ist die Rede von Dat.
wird betont, unterstrichen, dass ....
wird festgestellt, dass ....
Im Artikel heiβt es unter anderem.
Aus dem Artikel geht hervor ....
Der Artikel behandelt aktuelle Fragen.
Die Tatsachen beweisen, dass ... - факты свидетельствуют о том, что
Die Tatsachen zeugen davon, dass ...
Daraus folgt, dass ... - из этого следует, что...
Abschlieβend sei betont, ...
V. Zusammenfassung
Das Gesagte zusammenfassend möchte ich folgendes sagen.
In diesem Zusammenhang möchte ich folgendes sagen.
Von dem Gesagten ausgehend möchte ich noch einmal betonen, dass ...
Abschließend würde ich sagen, dass ...
Aus dem Gesagten kann man folgende Schluβfolgerungen machen (ziehen)
Daraus kann man schließen, dass ...
Das Problem kann gelöst werden, wenn ....

7. Welches Рrоblem wird in dem Artikel behandelt?


8. Bestimmen Sie die Schwerpunkte des Artikels, schreiben Sie eine Gliederung.
9. finden Sie Absätze, die Information zu den Schwerpunkten dar Gliederung enthalten.
10.Schreiben Sie zu jedem Schwerpunkt der Gliederung Stichwörter heraus.
12.Geben Sie den Inhalt jedes Schwerpunktes in 5-4 kurzen Sätzen wieder, gebrauchen Sie
dabei die herausgeschriebenen Stichwörter.
Bitte kreuzen Sie in den Spalten rechts an, was richtig ist.

DIE WELTKARTE
Merken Sie sich die Namen von
Länder in Europa
Neutra
Ländernamen Hauptstadt Eigenschaft Bewohner
(das) Rußland Moskau russisch der Russe
(das) Deutschland Berlin deutsch der Deutsche
(das) England London englisch der Engländer
(das) Irland Dublin irländisch der Ire
(das) Frankreich Paris französisch der Franzose
(das) Italien Rom Italienisch der Italiener
(das) Spanien Madrid spanisch der Spanier
(das) Portugal Lissabon portugiesisch der Portugiese
(das) Belgien Brüssel belgisch der Belgier
(das) Holland Amsterdam holländisch der Holländer
(das) Dänemark Kopenhagen dänisch der Däne
(das) Schweden Stockholm schwedisch der Schwede
(das) Finnland Helsinki finnisch der Finne
(das) Norwegen Oslo norwegisch der Norweger
(das) Island Reykjawik isländisch der Isländer
(das) Österreich Wien österreichisch der Österreicher
(das) Luxemburg Luxemburg luxemburgisch der Luxemburger
(das) Liechtenstein Vaduz liechtensteinisch
(das) Ungarn Budapest ungarisch
(das) Polen Warschau polnisch der Pole
(das) Bulgarien Sofia bulgarisch der Bulgare
(das) Rumänien Bukarest rumänisch der Rumäne
(das) Albanien Tirana albanisch der Albaner
(das) Griechenland Athen griechisch der Grieche
(das) Tschechien Рrag tschechisch der Tscheche
Feminina
die Schweiz Bern schweizerisch der Schweizer
die Slowakei Bratislava slowakisch der Slowene
Pluralform
die Niederlande Amsterdam niederländisch
Auf dem Territorium der früheren Sowjetunion
die Ukraine - der Ukrainer
(das) Weiflrussland/(das) Belorussland - der Weiβrusse
(das) Moldova/die Moldau/(das) Moldawien - der Moldauer
(das) Lettland - der Lette
(das) Litauen - der Litauer
(das) Estland - der Este
Auf dem Territorium des früheren Jugoslawien
(das) Jugoslawien (der Jugoslawe), (das) Serbien (der Serbe), (das) Kroatien (der Kroate) ,
(das) Slovenien (der Slowene), (das) Mazedonien (der Mazedonier)
In Asien
(das) China Peking chinesisch der Chinese
(das) Japan Tokio japanisch der Japaner
(das) Korea Söul koreanisch der Koreaner
(das) Indien Delhi indisch der Indianer
(das) Indonesien Djakarta indonesisch der Tunesier
(das) Afghanistan Kabul afghanisch der Afghane
(das) Pakistan Islamabad pakistanisch
(das) Syrien Damaskus syrisch der Syrer
(das) Thailand Bangkok thailändisch
(das) Laos Vientiane laotisch der Laote
(das) Vietnam Hanoi vietnamesisch der Vietnamese
Darunter auf dem Territorium der früheren Sowjetunion
(das) Georgien Tiflis (Tbilissi) georgisch der Georgier
(Grusien) (grusmisch)
(das) Armenien Jerewan (Eriwan) armenisch der Armenier
(das) Aserbaidshan Baku aserbaidshanisch der Aserbaidshaner
(das) Kasachstan Astana (Alma- kasachisch der Kasache
Ata)
(das) Kirgistan Bischkek kirgisisch der Kirgise
(Kirgisien)
(das) Tadshikistan Duschanbe tadshikisch der Tadshike
(das) Aschchabad turkmenisch der Turkmene
Turkmenistan Taschkent usbekisch der Usbeke
(das) Usbekistan
die Mongolei Ulan-Bator mongolisch der Mongole
die Türkei Ankara türkisch der Türke
der Iran
der Irak Teheran iranisch der Iraner
der Libanon Bagdad irakisch der Iraker
Beirut libanesisch der Libanese

Andere Ländernamen
In Afrika
(das)Ägypten (das) Liberia (das) Namibia
(das) Uganda (das) Guinea (das) Nigeria
u.a. (das) Senegal der Sudan
In Amerika
(das)Kanada (der Kanadier) (das) Jamaika (das) Nikaragua
(das)Mexiko (der Mexikaner) (das) Honduras (der (das) Kuba (der Kubaner)
Honduraner) (das) Brasilien (der
(das) Chile (der Chilene) (das) Peru (der Peruaner) Brasilianer) u.a.
die Vereinigten Staaten von Amerika = die USA
Erdteile Bewohner Eigenschaft
(das) Europa der Europäer (-s, -) europäisch
(das) Asien der Asiat (-en, -en) asiatisch
(das) Afrika der Afrikaner (-s, -) afrikanisch
(das) Amerika der Amerikaner(-s,-) amerikanisch
(das) Australien der Australier (-s, -) australisch
die Antarktika
(das) Eurasien eurasisch

Phonetische Vorübungen
l. Lesen Sie richtig die geographischen Bezeichnungen vог; beachten Sie die Betonung;
a)Afgh'anistan (und Afghanist'an) 'Chile
Hond'uras 'China
Brasilien 'Israel
Bulg'arien 'Japan
Rum'änien 'Kanada
Großbritanien 'Holland
b) 'Libanon die Türk'ei
'England die Mongol'ei
'Österreich 'Syrien
'Frankreich Äg'ypten
2. Üben Sie die Aussprache der Adjektive mit den Suffixen
a)- nisch
brasilianisch, chilenisch, hondurenisch, polnisch,
b) -sisch
chinesisch, französisch, libanesisch, portugiesisch, vietnamesisch, tadshikisch, europäisch
c) - isch (ysch)
bulgarisch, griechisch, israelisch, japanisch, laotisch, libysch, österreichisch, schweizerisch,
tschechisch, lichtensteinisch, australisch
Übungen zum Wortschatz
1. Bauen Sie die Sätze:
Muster: Österreich grenzt im Osten an Ungarn.
Die Schweiz grenzt im Süden an Italien.
Deutschland im Osten der Iran im Westen
Spanien im Osten China im Norden
Italien im Nordwesten Kanada im Süden
die Mongolei im Süden Kasachstan im Norden
Russland im Südosten die Niederlande im Osten
Deutschland im Norden die USA im Norden
2. Woher kommt Ihr ausländischer Freund?
Muster: Er kommt aus England.
die Schweiz Brasilien die Türkei Korea
die Mongolei Dänemark der Iran Liechtenstein
die USA Indonesien Griechenland der Libanon
Österreich Italien Argentinien England
Frankreich Pakistan Spanien Philippinen
Indien Finnland Portugal Schweden
3. Woher kommen die ausländischen Gäste? Schreiben Sie nach dem Moster weiter:
aus aus dem aus der aus den
aus England aus dem Sudan aus der BRD aus den USA
4. Wohin möchten Sie reisen?
Muster: Ich will nach/in ... reisen. Und ich nach/in....
Schweiz Marokko Finnland Argentinien
Mongolei England Mexiko Spanien
USA Brasilien Korea Portugal
Österreich Dänemark Türkei Schweden
Frankreich Indonesien Iran Japan
die BRD Italien Griechenland Indien
5. Ergänzen Sie:
Muster: Meine Bekannten möchten in diesem Sommer nach dem Westen reisen (d.h. in die
westlichen Länder).
Das Flugzeug nahm Kurs auf Norden (d.h. in nördlicher Richtung).
l. Die Touristengruppe reist nach ... .2. Ich und meine Freunde wollen nach ... wandern
gehen. 3. ... Westen zieht uns an, aber das Reisegeld ist knapp. 4. Unser Zimmer liegt nach ...,
wir haben Morgensonne. 5. Mein Bekannter kommt aus .... 6. Die Vögel ziehen nach ... . 7.
Menschen fahren nach ... und ..., nach ... und ... .8. Stellen Sie sich vor, dieser Fachmann ist nach
... gegangen. 9. Dieser Park befindet sich im ... von Bochum. 10. Wissen Sie, dass Ihr Bekannter
vom ... kommt? 11. Die Fenster meiner Wohnung gehen ... .12. Ich stamme aus ... Russlands.
13.... ganze ... spricht darüber.
6. Woher kommen diese Leute? Nennen Sie das Land und die Himmelsrichtung.
Herr L. fährt mit dem Rad und kocht Reis.
Frau D. trinkt Tee mit Milch und spricht eine Weltsprache.
Frau R. hat einen Punkt auf der Stirn.
Herr F. spielt Gitarre und singt.
Herr I. isst Kartoffeln und Sauerkraut.
Herr G. reist mit drei Fotoapparaten.
Herr S. trägt einen riesigen Hut.
7. Üben Sie!
Muster l: Ist London die Hauptstadt von Frankreich?
- Nein, London ist nicht die Hauptstadt von Frankreich.
Die Hauptstadt von Frankreich ist Paris.
1. Ist Budapest die Hauptstadt von Rumänien?
2. Ist Rom die Hauptstadt von Spanien?
3. Ist Bern die Hauptstadt von Schweden?
4. Ist Oslo die Hauptstadt von Finnland?
5. Ist München die Hauptstadt der BRD?
6. Ist Madrid die Hauptstadt von Italien?
7. Ist Sofia die Hauptstadt der Slowakei?
8. Ist Tirana die Hauptstadt der Türkei?
9. Ist Peking die Hauptstadt von Japan?
10. Ist Kopenhagen die Hauptstadt von Island?
11. Ist Brüssel die Hauptstadt der Niederlande?
12. Ist Kairo die Hauptstadt des Irak?
13. Ist Beirut die Hauptstadt des Iran?
Muster 2: ein Herr aus Bern
Ein Herr aus Bern, also aus der Schweiz.
Ein Gast aus (London), ein Bekannter aus (Budapest), ein Paket nach (Ankara), ein
Wissenschaftler aus (Berlin), ein junger Mann aus (Lissabon), eine Sängerin aus (Moskau), ein
Briefpartner aus (Amsterdam), Virtuosen aus (Wien), ein Besuch aus (Essen), eine Reise nach
(Paris), ein Zug nach (Rom), eine Fahrt nach (Frankfürt), ein Flug nach (Tokio), ein
Stadtbummel durch (Köln), eine Fahrkarte bis (Hannover), eine Schlacht bei (Leipzig), die
Universität zu (Bonn)
Muster 3: Liegt Griechenland in Asien?
- Nein, Griechenland liegt nicht in Asien, sondern in Europa.
1. Liegt die Türkei in Afrika?
2. Liegt Kuba in Asien?
3. Liegt Angola in Mitteleuropa?
4. Liegt die BRD in Südeuropa?
5. Liegt Norwegen in Westeuropa?
6. Liegt Rumänien in Nordeuropa?
7. Liegt Schweden in Südeuropa?
8. Liegt Österreich in Australien?
9. Liegt Luxemburg in Amerika?
10. Liegt Nikaragua in Afrika?
Muster 4: Reist du bald wirklich in die Türkei? - Nein, ich reise nach San Marino.
Sag, wo liegt es? (Weißt du auch, wo es liegt?) - In Südeuropa.
l. die Niederlande - Ungarn, 2. Rumänien - die Mongolei, 3. Schweden -die Schweiz, 4.
Frankreich - Malaysia, 5. China - der Irak, 6. der Iran - der Libanon, 7. Indien - Portugal, 8.
Vietnam - der Jemen, 9. Andorra -Liechtenstein, 10. Ägypten - Algerien, 11. Bulgarien - der
Sudan,
12. Italien - die Ukraine, 13. die Krim - Karelien, 14. Sibirien – Usbekistan.
Muster 5: Kennen Sie die Landschaften (Spanien)?
Kennen Sie die Landschaften Spaniens (von Spanien)?
l. die Städte (Deutschland), 2. die Natur (Österreich), 3. das Klima (Dänemark), 4. die
Museen (England), 5. die Berge (Italien), 6. die Steppen (die Mongolei), 7. die Seen (Ungarn), 8.
die Schönheiten (die Schweiz), 9. die Moscheen (die Türkei), 10. der Staatsaufbau (der Libanon),
11. die Sehenswürdigkeiten (der Iran), 12. die Filme (Indien), 13. die Pyramiden (Ägypten), 14.
die Flüsse (Sibirien), 15. die Kurorte (die Krim)
Muster 6: Kennen Sie die historischen Stätten (Rom)?
Kennen Sie die historischen Stätten Roms (von Rom)?
l. die Universitäten (Berlin), 2. die Architektur (Tokio), 3. die Brücken (London), 4. die
Kulturstätten (Weimar), 5. die internationalen Messen (Frankfürt am Main), 6. die
Sehenswürdigkeiten (Amsterdam), 7. das Zentrum (Madrid), 8. die Hauptstraße (Düsseldorf), 9.
der Hafen (Hamburg), 10. die Denkmäler (Bremen)
Muster 7: Kennen Sie die Länder (Asien)?
Kennen Sie die Länder Asiens (von Asien)?
l. die Flüsse (Afrika), 2. die Natur (Australien), 3. die Geschichte (Amerika), 4. die
Hauptstädte (Europa), 5. die Wunder (Mittelasien), 6. das Klima (Nordafrika), 7. die Kurorte
(Mittelamerika), 8. die Probleme (Osteuropa), 9. die Tänze (Südamerika), 10. die Hitze
(Mittelasien), 11. die Tierwelt (die Antarktis), 12. die Industrie (Westeuropa), 13. die
Landschaften (Südaustralien), 14. die Staaten (Mitteleuropa)
8. Vervollständigen Sie:
Muster 1: Unser Professor verbrachte einige Jahre in (Китай, Пекин).
Unser Professor verbrachte einige Jahre in China, in Peking.
l. Mein neuer Briefpartner lebt in (Франция, Париж). 2. Unser Kollege ist zur Zeit in
(Швейцария, Женева). 3. Dieser Geschäftsmann hat sein Büro in (Швеция, Стокгольм). 4. Er
träumt davon, sich in (Чехия, Карловы Вары) zu erholen. 5. Diese Frau lebt schon lange in
(США, Филадельфия). 6. Ich will ein Jahr in (Испания, Мадрид) studieren. 7. Unsere Stu-
denten waren einen ganzen Monat in (Англия, Лондон). 8. Dieser Dozent war auf Dienstreise in
(Япония, Токио). 9. Mein Lieblingssänger gastierte in (Италия, Рим, Венеция и Милан). 10.
Vor zwei Wochen waren wir in (Нидерланды, Амстердам). 11. Ich möchte gern alles
Sehenswerte in (Греция, Афины) kennenlernen. 12. Es wäre interessant, die orientalischen
Bräuche in (Турция, Стамбул) mit eigenen Augen zu sehen. 13. Unsere Bekannten waren auf
Einladung in (Австрия, Вена). 14. Er muss noch ein paar Tage in (Ирак, Багдад) bleiben. 15.
Im vorigen Jahr verbrachte er einen halben Monat in (Иран, Тегеран).
Muster 2: Ich fahre bald (Канада, Монреаль).
Ich fahre bald nach Kanada und zwar nach Monreal.
l. Ich schicke diesen Brief (Англия, Оксфорд). 2. Meine Seminargruppe möchte (ФРГ,
Эссен) reisen. 3. Die Ballettänzer niegen (Франция, Париж). 4. Unser Kollege fährt auf
Dienstreise (США, Сан-Франциско). 5. Wir reisen zurück (Россия, Москва). 6. Ich schicke das
Telegramm (Швейцария, Берн). 7. Dieser Herr macht sich auf den Weg (Индия - Дели). 8. Wir
begeben uns (Чехия, Прага). 9. Die Sekretärin faxt (Турция, Анкара). 10. Unsere
Touristengruppe fährt (Греция, Афины) und (Египет, Каир). 11. Mein Chef fliegt (Япония,
Токио) und dann (Монголия, Улан-Батор). 12. Unsere Fußballmannschaft fliegt (Украина,
Киев). 13. Meine Bekannten fahren (Крым, Симферополь). 14. Die Betriebsleitung fliegt
(Урал, Екатеринбург). 15. Dieser junge Mann reist (Сибирь, Иркутск).
9. Kennen Sie diese Sprichwerter? Versuchen Sie, ihre Bedeutung zu erklären:
Rom ist nicht an einem Tag erbaut.
Alle Wege führen nach Rom.
Eulen nach Athen tragen. (Man braucht nicht, Eulen nach Athen zu tragen.)
10. Erläutern Sie die Bedeutung des Sprichworts:
Ost oder West, daheim am best.
Vergleichen Sie es mit dem Russischen: „ Дон, Дон, а лучше дом".
Merken Sie sich:
Язык до Киева доведет.— Mit Fragen kommt man nach Rom.
11. Übersetzen Sie ins Deutsche:
1. Города ФРГ, промышленность Англии, горы Италии, курорты Австрии, климат
Испании, пейзажи Швейцарии, озера Венгрии, реки Индии, жители Болгарии и Румынии,
памятники Греции, базары Турции, пирамиды Египта, традиции Польши, дороги
Германии, автомобили Японии и США, предприятия Белоруссии и Украины, сельское
хозяйство Нидерландов, экономика Кубы, степи Монголии, леса Финляндии, побережье
Дании, территория Бельгии, экономика России, проблемы Латвии, Литвы и Эстонии,
провинция (die Provinz) Канады, президент США, музеи Франции, население Китая,
королева Великобритании, князь (der Fürst) Лихтенштейна, герцог (der Herzog)
Люксембурга.
2. Страны Европы, природа Азии, животный мир Австралии, ветры Северной
Америки, полезные ископаемые Африки, холод Антарктиды, климат Южной Америки,
путешествие по Азии, круиз вокруг Европы, вдвоем по Америке, на автомобиле по
Африке, на велосипеде по Австралии, поездка по южной Европе, ралли (die Rallye) по
Северной Африке.
3. Поездка в Англию, путешествие во Францию, дорога в Польшу, путевка (der
Ferienschein) в Италию и Швейцарию, скорый поезд в Турцию, письмо в ФРГ, почта во
Францию, телеграмма в Словакию, ответ из Канады, судно из Польши, картина из Греции,
министр из Англии, человек из Индии, инженер из Венгрии, менеджер из Нидерландов,
господин Вернике из Австрии, друг из США, юноша из Бразилии, весть (die Nachricht) из
Франции, приглашение из Китая, письмо из Швеции, автомобиль из ФРГ, аппаратура из
Японии, певец из Италии, посылка из Бельгии, апельсины из Марокко.
4. Достопримечательности Берлина, музеи Дрездена, набережная Франкфурта, мосты
Лондона, театры Мюнхена, бульвары (der Boulevard, -s, -s) Парижа, исторические здания
Амстердама, культурные места Веймара, порт Гамбурга, архитектура Рима, поездка в
Нью-Йорк, студенты из Вены, телеграмма в Прагу, гость из Мадрида, предприниматель из
Токио, поздравление в Афины, делегация в Рим, леса Тюрингии, сельское хозяйство
Баварии, горы Саксонии, города земли Северный Рейн-Вестфалия, климат Нижней
Саксонии, столица Саксонии-Ангальт, побережье земли Мекленбург-Померания,
город в Тюрингии, реки в Нижней Саксонии, промышленность в Северной Рейн-
Вестфалии, горы в Южной Баварии, климат в Шлезвиг-Гольштейне.
5. Старая Англия, объединенная Германия, живописная (malerisch) Швейцария,
музыкальная Австрия, маленький Люксембург, солнечная Италия, огромный Китай,
бывшая Югославия, пестрая Индия, нейтральная Швеция, развитая Япония, разделенный
Йемен, жаркий Судан, богатая традициями Испания.
12. Wie heißt der Einwohner der genannten Stadt?
Muster: Mein Bruder lebt in Berlin. Er ist Berliner.
I. Mein Briefpartner lebt in Paris. 2. Unser Geschäftsführer hat sein Hauptquartier in
Warschau. 3. Ihr neuer Bekannter ist in Rom zu Hause. 4. Mein Bruder ist nach Moskau
umgezogen. 5. Der Freund meines Mannes hat in New York seine Zelte aufgeschlagen. 6. Unser
Kollege lebt schon lange in Petersburg. 7. Unser deutscher Sponsor ist in Düsseldorf zu Hause. 8.
Ein tätiges Mitglied unseres Vereins lebt jetzt in Dortmund. 9. Mein deutscher Kollege kommt
aus Essen. 10. Unser tschechischer Bekannter lebt in Prag. 11. Der Leiter der neuen Firma
befindet sich zur Zeit in London. 12. Der österreichische Gast von gestern lebt und arbeitet in
Wien. 13. Dieser Wissenschaftler kommt aus Leipzig. 14. Mein Freund lebt in Dresden, aber sein
Cousin in München.
13. Antworten Sie:
Muster: Wie heißt die Frau von Paris? - Sie heißt Pariserin.
London, Berlin, Prag, Leipzig, Moskau, Petersburg, Kiew, Tula, Twer, Kasan, Dresden,
München, Köln, Wien, Genf, Madrid, Mailand
14. Wie heißt die Pluralform der weiblichen Bezeichnungen? Deklinieren Sie diese
Namen im Plural. Bilden Sie Sätze damit.
Muster: die Berlinerin - die Berlinerinnen
die Pariserin, die Römerin, die Pragerin, die Genferin, die Madriderin, die Wienerin, die
Londonerin, die Leipzigerin, die Dresdnerin, die Bremerin, die Münchnerin, die Potsdamerin, die
Moskauerin, die Minskerin, die Kasanerin, die Kiewerin
15. Kennen Sie die Namen der Einwohner? Nennen Sie den Singular:
l. In England ist es (ein) Engländer, in Frankreich (ein) Franzose, in Italien (ein) Italiener, in
Deutschland (ein) Deutscher, in Österreich ..., in Spanien ..., in Luxemburg ..., in
Griechenland ..., in der Türkei ..., in Schweden ..., in Finnland ..., in Norwegen ..., in
Dänemark ..., in Holland ..., in Bulgarien .... in Polen ..., in der Schweiz ..., in Rußland .... in der
Ukraine ..., in Kasachstan ..., in Georgien ..., in Armenien .... in Aserbaidshan ..., in
Usbekistan ..., in Turkmenistan .... in Kirgisien ...., in China ist es (ein) Chinese, in Portugal
(ein) Portugiese, in Vietnam ..., in Kongo ...; in Japan ist es (ein) Japaner, in Korea ..., in
Kuba ..., in Nikaragua ..., in Mexiko ..., in Marokko ...;
Der Einwohner von Europa heißt Europäer, der von Asien - Asiat, der von Amerika ..., der
von Afrika ... und der von Australien ....
16. Nennen Sie die weibliche Variante und die Pluralformen für die genannten
Bezeichnungen.
17. Übersetzen Sie:
вежливый англичанин, модная француженка, пунктуальный немец, приветливый
японец, веселый итальянец, скромный мексиканец, разговорчивая полька, работящий
вьетнамец, светлый финн, добродушный (gutmütig) швед, красивая кубинка, грустный чех,
добрый австралиец, любезная китаянка
18. Übersetzen Sie die folgenden Kurzdialoge:
1. — Ваш друг поляк?
— Нет, он француз.
— Но он хорошо говорит по-польски.
— Вы правы. Он довольно долго жил в Польше.
2. — Вы англичанин?
— Нет, американец. Но я жил и учился в Англии. Мои родственники живут под
Лондоном. Я очень люблю старый Лондон. Здесь, в США, я не чувствую себя как дома.
3. — Извините, вы австриец по национальности?
—Да.
— А ваша жена немка?
— Нет, чешка.
—В самом деле?
— Да-да. А вы русская?
— Моя мать полька, а отец русский.
— Значит, чистая славянка?
— Прадед был чех, а прабабушка австрийка.
L9. Antworten Sie.
Muster1: Spricht man in Österreich deutsch?
Ja, in Österreich wird deutsch gesprochen.
Spricht man in Schweden schwedisch?
Ungarn ungarisch?
Kuba spanisch?
Australien englisch?
der BRD deutsch?
Japan japanisch?
Vietnam vietnamesisch?
Dänemark dänisch?
Brasilien portugiesisch?
Muster 2: Welche Sprache wird in den USA gesprochen?
In den USA wird Englisch gesprochen.
Welche Sprache wird in Holland gesprochen?
Tschechei
Polen
der Türkei
Rumänien
Griechenland
Korea
Belgien
der Schweiz
Muster 3: Spricht man in Frankreich englisch?
Nein, in Frankreich spricht man französisch.
a) Spricht man in Italien spanisch?
England italienisch?
Brasilien englisch?
Kuba französisch?
b) Wird in Korea vietnamesisch gesprochen?
Indien mongolisch
Australien spanisch
Osteireich österreichisch
Algerien spanisch
den USA amerikanisch
der Schweiz schweizerisch

20. Sagen Sie, in welchen Ländern wird Englisch gesprochen? In welchen Ländern wird
Französisch gesprochen? Wissen Sie, wo Spanisch und Portugiesisch gesprochen wird? Wo wird
Russisch gesprochen?
21. Bilden Sie Adjektive.
Muster: ein Mädchen aus Indien - ein indisches Mädchen
eine Adresse aus Österreich, ein Film aus Frankreich, ein Theater aus Luxemburg, ein Bild
aus Kanada, eine Firma aus Italien, ein Fachmann aus Schweden, ein Meister aus Griechenland,
eine Ware aus China, eine Frucht aus Rumänien, ein Päckchen aus Ägypten, ein Brief aus
Dänemark, eine Sendung aus der Schweiz, ein Souvenir aus Russland, ein Kostüm aus Polen
22. Wie heißt das auf deutsch?
немецкая точность, английская вежливость, итальянский темперамент, шведское
хладнокровие (die Kaltblütigkeit), японская услужливость (die Dienstfertigkeit), французская
фирма, испанский праздник, индийский танец, египетская пирамида, швейцарские часы,
китайский чай, вьетнамская шляпа, корейский рисунок, болгарские розы, бразильский
кофе, румынские фрукты, турецкий базар, итальянские спагетти, греческий порт,
мексиканский мальчик
23. Übersetzen Sie den folgenden Dialog ins Deutsche.
— Извините, Вы не из Германии?
— Да, из Кельна. А Вы из России?
— Именно так.
— Москвичка?
— Нет, в Москве я проездом. Я с Волги.
—Да?
— Я живу в Нижнем Новгороде. Там я учусь.
— Вы хорошо говорите по-немецки.
— Вовсе нет. Я всего год назад начала изучать немецкий — как второй язык.
— А где Вы учитесь?
— В Лингвистическом университете.
— Вы изучаете и другие языки?
— Да-да. Мой первый иностранный язык — английский. В университете изучают
также другие языки: французский, испанский, японский, итальянский, турецкий,
португальский и, конечно, латинский. Даже по желанию древнегреческий.
— Вы были в США или Англии?
— Да, несколько месяцев назад я работала в летнем детском лагере во Флориде.
— Это очень интересно. Вам понравилась поездка?
— Конечно. Я узнала много нового о стране, увидела своими глазами то, что изучала
много лет и целых два месяца общалась с носителями языка (mit Muttersprachlern
sprechen).
— Что ж, теперь Вы даже знаете американский вариант английского, не так ли?
- Да, пожалуй.
-Ав каких странах еще бывают или были Ваши студенты?
- В ФРГ, Швейцарии, Австрии, Франции...
- Скажите, а к вам приезжают гости?
- Разумеется. У нас нередко бывают гости из США, Германии, Франции, Австрии.
— Из каких стран в Вашем университете учатся студенты или аспиранты?
— Из ФРГ, США, Австрии. Даже были на стажировке (einen Studienaufenthalt haben)
молодые люди из Азии, например, из Японии.
— Вот как.

THEMA "UMWELT"
1.die Umwelt ,-
die Umwelt schützen,te,t (h)
der Unweltschutz,-(e)s
Verschmutzung der Umwelt, der Luft, des Wassers
die Umweltverschmutzung
die Unweit verschmutzen, te ,t (h)
das Waldsterben , - s
der Müll,-s
Vernichtung von Pflanzen und Tieren
Sauerstoff abgeben,a,s (h)-
die Luft reinigen,te,t (h)
der Staub, (s)s
klares Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen haben
dem Menscnen dienen,te,t (h)
ein ökologisches System bilden,ete,et (h)
der Abfall,-s,die Abfälle
zu 98 Prozent in Abfälle gehen
Reproduktion der Naturresscurcen
die Weiterverarbeitung,-,en
die Abfälle zu natürlichen Stoffen verarbeiten,ete,t (h)
2. die Abwässer (Pl.)
die Abgase (Pl.)
der Rauch,(e)s
der Qualm, (e)s
der Lärm,(e)s
das Gift,-(e)s,-e
die Vergiftung
die Dunstglocke,-,n
der Nebel,-s.-, -
die Untersuchung,-,en
das Untersuchungsergebnis ,-ses ,-se
der Verschmutzungsgrad , (e)s ,-e
das Einströmen, -s (s)
die Belästigung,-,-en
die Gefährdung,-,en
etwas (=Akk)verunreinigen,te,t (h)
etwas (=Akk) verursachen ,te ,t (h)
etwas (=Akk) verseuchen ,te ,t (h)
etwas (=AKK )vergiften ,te,t (h)
jdn/etwas (=Akk.)schädigen ,te,t (h)
etwas (=Akk) ausschlachten ,te,t (h)
ein Problem lösen,te,t (h)
eine Maßnahmne ergreifen , i, i (h)
jdn (=Akk )warnen,te,t (h) vor Dat.
sich umstellen, te,t (h) auf Akk.
etwas (=Akk)bewahren,te,t (h)
einen Kampf durchfechten,o,o (h)
aussterben,a ,o (s)
3.durch Schadstoffe belastet sein
Schwefel enthalten , i , a (h)
das Schwefeldioxid,(a)s,-e
das Kohlendioxid
das Schwefeldioxid verbindet sich in der Luft mit Wasser zu einer Säure
die Schwefelsäure,-,-n
der saure Regen –
Pflanzen, Boden und Materialien zerstören,te,t (h)
den Lebewesen schaden,te,t (h)
die Düngung,-,-en
der Dünger,-s,-.
eine große Gefahr geht von etwas (=Dat.)aus
das hochgiftige, krebserzeugende Benzol,-s,-e
vorhanden sein in Dat.
das Ozonloch wird anwachsen
die Radioaktivität
Radioaktivität ausstrahlen,te, t (h)

1. Mit welchen angegebenen Verben läßt sich das Wort „die Umwelt“ binden?
Nennen Sie Verben, mit denen dieses Substantiv nicht gebraucht wird.
erhalten, verschönern, zerstören, belasten, brauchen, helfen, tun, schützen, gefährden,
gebrauchen, verändern, assieren, pflegen
2. Ordnen Sie die folgenden Verben sinngemäß zu.
Der Umweltschützer Der Umweltsünder
verseuchen, kämpfen für, belasten, nicht untätig zusehen, verschmutzen, gefährden, sich
engagieren, sich einsetzen für, an einem Projekt mitarbeiten, vergeuden, verschwenden
Bilden Sie nun mit diesen Verben Beispielsätze:
Was tut der Umweltschützer, was der Umweltsünder?
3. Ordnen Sie den folgenden Substantiven passende Verben zu. Achten Sie auf die
Rektion der Verben. Bilden Sie mit den Wortverbindungen Beispielsätze.
Das Abwasser - die saubere Natur –
Die Aktion - die Erhaltung der Natur –
Der Schaden - Waldschäden –
Das Umweltbewusstsein - Energieverschwendung -
B) sich einsetzen, beitragen, bekämpfen, reinigen, unterstützen, verursachen, anerziehen,
verzichten, schärfen
4. Ergänzen Sie die Synonyme.
umweltbewusst - gelangen - schädigen -
5. Ergänzen Sie die Antonyme.
die Umweltgefährdung - säubern –
der Umweltsünder - schädlich –
verbessern - verunreinigt –
vermindern -
6. Lesen Sie folgende Wörter rasch durch. Decken Sie sie dann mit einem Blatt Papier
ab und schreiben Sie so viele davon auf, wie Sie behalten haben:
Umweltschutz — Umweltbewusstsein - umweltfreundlich - Umweltgifte –Umnweltgerecht
- Umweltkatastrophe - Umweltschutzverband - Umwelt-Schäden - Umweltschutzgruppe -
Umweltbelastung - Umwelteinfluss - Umweltforschung - umweltschädlich -
Umweltmaßnahmen - Umweltschutzpapier - Umweltverschmutzung - umweltbewusst -
Umweltzerstörung - Umweltskandal - umweltschädlich - Umweltsünder

TEXT 1
Umwelt
Beschäftigen wir uns heute mit unserer Umwelt, denkt wohl fast jeder automatisch eher an
Umweltnutzung - Belastung - Umweltschutz als an Natur.
Wir sind alle relativ gut informiert über den Zustand unserer Umwelt; die Medien vermitteln
uns eine Schreckenbilanz der Umweltzerstörung und man braucht kein Experte zu sein, um
selber zu erkennen, wie wir Raubbau an der Umwelt treiben.
In den 80er Jahren schockierten Artikel mit erschreckenden Zahlen die Öffentlichkeit. Von
den Millionen Einwohnern leben 20 % in gefährdeten Gebieten. Aber wie sieht diese Gefährdung
aus?
Weitreichende, vor allen Dingen noch nicht abschätzbare Konsequenzen birgt z.B. die
Luftverunreinigung; das Klima verschlechtert sich durch Kohlendioxidzunahme und andere Gase
in der Atmosphäre. Außerdem wird die uns schützende Özonschicht immer dünner, so dass wir
der ultravioletten Strahlung immer mehr ausgesetzt sind.
Überall ist auch das Waldsterben bemerkbar: ein Drittel des deutschen Waldes, rund 2,5
Millionen Hektar, wurden in den 80er Jahren schon krank gemeldet. Die Folgen des
Waldsterbens sind Erosionen, Senkung des Grundwasserspiegels; die fehlenden gesunden
Baumkronen können die Luft nicht mehr reinigen, atmen weder Feuchtigkeit noch Sauerstoff
aus. Somit regnet es weniger, der Grundwasserspiegel fällt weiter. Ein Teufelkreis. Das Ende
dieser Horrorvision ist eine Art Mondlandschaft, die es z.B. im Erzgebirge schon gibt.
Nicht nur der Wald ist bedroht, 7 % Boden der BRD gelten als verseucht. Alte Mülldeponien
entpuppen sich als neue Gefahrenquellen, in den Flußmündungen sammeln sich schwer oder
gar nicht abzubauende Rückstände aus Industrieabwässern. Diese Liste kann beliebig erweitert
werden.
Wir benutzen Stoffe aus unserer Umwelt für unsere Versorgung mit Energie, Nahrung usw.
und es werden ständig neue Techniken entwickelt, um die Rohstoff - und Energiequellen der
Erde intensiver nutzen zu können.
Und alles was wir an Energie und Rohstoffen in den Wirtschaftsprozess eingeben, wird in
irgendeiner Form an die Umwelt zurückgegeben.

Öko-Begriffe
Umweltbelastung - die negative (belastende) Beeinflussung und Veränderung der
natürlichen Umwelt durch physikalische, chemische und technische Eingriffe. Verunreinigungen
(durch Staub, Mikroorganismen, Chemikalien, Strahlen) können zur Umweltverschmutzung
führen.
Umweltschutz - die auf Umweltforschung und Umweltrecht basierende Gesamtheit der
Maßnahmen, die dazu dienen, die natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanze, Tier und Mensch
zu erhalten oder ein gestörtes ökologisches Gleichgewicht wieder auszugleichen.
Ökologie - aus der Biologie hervorgegangene Wissenschan, die sich milden
Wechselbeziehungen zwischen den Organismen und der unbelebten (Klima, Boden) und der
belebten Umwelt befaßt.
Greenpeace - "grüner Frieden", internationale, unabhängige und überparteiliche
Umweltschutzorganisation, die mit gewaftfreien, direkten Aktionen weltweit auf
Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung aufmerksam machten und zur Beseitigung ihrer
Ursachen beitragen will. Greenpeace wurde 1971 in Kanada gegründet. Hauptanliegen sind:
Beendigung aller Kernwaffentests, Einstellung der Versenkung von Chemie-und Atommüll in
den Meeren, Schutz bedrohter Tierarten, Bekämpfung der Verseuchung der Umwelt, Schutz der
Antarktis.
Abgase entwickeln sich, wenn etwas verbrennt, zum Beispiel Benzin im Auto- oder Flug
zeugmotoi, oder Öl und Kohle in den Heizanlagen. Die Abgase enthalten giftige Teilchen. Wenn
wir sie längere Zeit einatmen, werder wir krank
Gas nennt man einen meist unsichtbaren Stoff aus winzigen Teilchen. Wir können Gas
riechen, schmecken und fühlen.
Smog ist ein englisches Wort, das eigentlich aus zwei Wörtern besteht aus smoke (sprich
smouk) = Rauch und aus fog = Nebel. Smog bedeutet also Rauch der so dicht ist wie Nebel. In
Großstädten wird heute manchmal Smog-Alarm gegeben. Dann ist die Luft so vergiftet, dass sie
Gesundheitsschädlich ist
Saurer Regen enthält Sauren aus der verschmutzten Luft. Regenwasser ist von Natur aus
immer ein wenig sauerhaltig, aber der saure Regen schädigt Gewässer und Wälder. Die
Chemikalien in der Luft stammen von den Autos und Fabriken der Industrieländer und werden
vom Wind verteilt, so dass sie oft auch Nachbarländer erreichen.
Was geschah in Tschernobyl?
Im Jahr 1986 ereignete sich in dem Kernkraftwerk von Tschernobyl ein Unfall. Der Reaktor
wurde zu heiß, entzündete sich und brannte zehn Tage lang. Er fing an zu schmelzen, und
radioaktive Gase wurden in die Luft freigesetzt. Über 130 000 Menschen mussten ihre Häuser
verlassen. Es gab über 30 unmittelbare Todesopfer, und viele weitere Personen erkrankten und
werden mit ziemlicher Sicherheit auch noch in Zukunft an Strahlenschaden erkranken. Den
beschädigten Reaktor umgab man mit einem Betonmantel, der aber auch schon wieder defekt ist.

TEXT 2
Der Wald
Reporter der Schülerzeitung PING-PONG befragen Förster Schubert zum Thema. Forster
Schubert ist verantwortlich für 49 000 Hektar Wald bei Müllrose im Land Brandenburg.
1. Was ist eigentlich ein Wald?
Ein Wald ist wie eine große Familie. Diese Familie hat ganz viele Mitglieder, riesengroße
und winzigkleine, sehr alle und ganz junge, sichtbare und unsichtbare. Alle Pflanzen und Tiere
haben ihren Platz in dieser Familie und eine Aufgabe. Der Wald braucht den Menschen
eigentlich nicht, er wächst von allein.
2. Wie leben denn Pflanzen und Tiere im Wald zusammen?
Der Wald ist wie ein Wohnhaus mit vielen Stockwerken, in dem Pflanzen und Tieie
zusammen wohnen. Das Sonnenlicht ist der Baumeister von diesem Wohnhaus. Mit dem
Sonnenlicht stellen die grünen Pflanzen in den Blättern ihre Nahrung her. Mit ihren Wurzeln
holen die Pflanzen Wasser und Nahrung aus der Erde. Tote Blätter und totes Holz sind Nahrung
für winzigkleine, unsichtbare Lebewesen. Diese Lebewesen räumen den Wald auf und machen
aus diesem Abfall wieder Erde. Aus dieser Erde holen die Pflanzen dann wieder neue Nahrung.
Von diesen Pflanzen leben dann wieder alle Tiere, die Pflanzenfresser sind und von den
Pflanzenfressern leben alleTieie, die Fleischfresser sind. So geht in diesem Wohnhaus nichts
verloren. Das Ende einer Pflanze oder eines Tieres ist immer der Anfang für andere Lebewesen.
3. Wie lange gibt es schon Wälder?
Bei uns in Deutschland isl der Wald vor 12000 Jahren entstanden. Die ältesten Bäume bei
uns sind die Kiefer und die Linde. Damals gab es in Europa riesige Urwälder.
4. Gibt es heute noch Urwald in Deutschland?
Nein, heute sind unsere Wälder wie große Gärten mit Wegen und Straßen. In diesen
Wäldern werden junge Bäume vom Menschen gepflanzt und gepflegt, bis sie groß sind. Dann
werden diese Bäume gefällt, und ihr Holz wird verkauft. Unser Wald besteht heute aus 20%
Laubbäumen und 80% Nadelbäumen wie die Kiefer. Nadelbäume wachsen nämlich schneller
und bringen mehr Holz als Laubbäume.
5. Wieviel Wald gibt es eigentlich in Deutschland?
Deutschland hat etwa 30% Waldfläche. In Bayern und in Baden-Württemberg ist die Fläche
am größten und in Hamburg, Bremen und Berlin ist die Waldfläche am kleinsten.
6. Was bedeutet eigentlich „Waldsterben"?
Viele Sachen, die für uns das Leben leichter und einfacher machen, sind für die Natur sehr
gefährlich. Bei ihrer Produktion und bei ihrem Verbrauch entstehen mehr als 4000 Gifte, die dem
Wald schaden. Diese Gifte werden von Fabriken, Autos, Heizungen und Haushalten produziert.
Besonders gefährlich ist es für den Wald, wenn aus Schwefeldioxid – SO 2 - und Regenwasser der
saure Regen entsteht. Wenn dann der saure Regen auf die Wälder regnet, wird der Waldboden
„sauer", das heißt, wichtige Nahrung für die Bäume und auch ihre Wurzeln werden zerstört.
Wenn die Bäume dann schwach sind, haben Baumkrankheiten und schädliche Insekten ein
leichtes Spiel. Wenn nützliche und schädliche Tiere im Gleichgewicht sind, ist der Wald gesund.
Wenn es mehr schädliche als nützliche Tiere gibt, muss der Wald sterben.
7. Wie erkennt man, dass der Wald krank ist?
Die Blätter und Nadeln werden gelb und fallen ab. Blätter und Nadeln sind kleiner, und man
kann durch die Baumkronen den Himmel sehen. Die Bäume haben auch viele tote Zweige.
8. Wie können wir den Wald schützen?
Es ist natürlich erlaubt, durch den Wald zu wandern oder Picknick zu machen. Aber wenn
ihr im Wald Picknick macht, dürft ihr euren Abfall nicht einfach wegwerfen. Brecht keine Äste
und Zweige ab und pflückt keine Blumen. Macht keinen Krach und stört die Tiere nicht. Bleibt
auf den Wegen und lauft nicht quer durch den Wald. Hunde müsst ihr an die Leine nehmen, sie
dürfen nicht frei laufen. Versucht mit Energie sparsam zu sein, dann gibt es auch weniger
Abgase und mehr frische Luft.

TEXT 3
EIN WALD IST MEHR ALS TAUSEND BÄUME.
DER WALD ALS ÖKOSYSTEM
„Er sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr", besagt ein Sprichwort. Damit wird
ausgedrückt, dass wir oft zu sehr auf viele Einzelheiten achten und dabei das große Ganze aus
den Augen verlieren. Das Sprichwort ist aber nicht nur in diesem übertragenen Sinne richtig,
sondern auch dann, wenn wir es wörtlich nehmen: „Wald" ist für die meisten Menschen nur eine
Ansammlung von Bäumen, die dicht nebeneinander wachsen. Dass der Wald Holz liefert,
Schatten spendet und Erholungsmöglichkeiten bietet, fällt vielen Leuten wohl auch noch ein.
Andere erinnern sich daran, etwas von Luftreinigung, Wasserspeicherung und Lärmschutz durch
den Wald gehört zu haben, vielleicht auch davon, daß es ein „Waldsterben" gibt. Damit jedoch
sind die Kenntnisse meist schon erschöpft. Wie steht es denn nun konkret mit der Bedeutung des
Waldes für den Menschen?
Im Wald hat sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Tiere und Pflanzen
bilden eine Lebensgemeinschaft; Pflanzen- und Tierwelt sowie Boden und Luftraum bilden das
„Ökosystem Wald", das mit seiner artenreichen Natur eine unverzichtbare Lebensgrundlage für
den Menschen darstellt.
Auch für den Wasserhaushalt ist der Wald von großer Bedeutung. Der durchwurzelte
Waldboden wirkt wie ein riesiger Wasserspeicher, der das Wasser filtert, Quellen und Flüsse
speist und uns mit reinem Trinkwasser versorgt. Der Wald reinigt auch die Luft; die Bäume mit
ihren vielen Nadeln und Blättern wirken wie riesige Filter. Außerdem reichern sie die Luft mit
dem für uns so wichtigen Sauerstoff an: Der Wald ist unser Sauerstofflieferant Nr.l.
Auf offenen Ackerflächen tragen Sturmwinde, starke Regenfälle und Schneeschmelze oft
die fruchtbare Humusschicht ab. Der Wald hingegen schützt den Boden vor Austrocknung und
Bodenabtragungen (Erosion) durch Wasser und Wind.
Der Wald liefert auch den immer knapper werdenden, jedoch so wertvollen Rohstoff Holz
für die Bau- und Möbelindustrie, für Papier und vieles andere. Nicht zuletzt aber ist der Wald
für uns Menschen einer der schönsten Orte der Erholung; er bietet uns Ruhe und frische Luft,
ein angenehmes Klima und herrliche Wandermöglichkeiten, wobei wir unsere Körbe noch mit
Pilzen und Beeren füllen können.
Der Wald ist also weit mehr als eine Vielzahl von Bäumen. Bei uns in Europa ist er die
letzte große, noch weitgehend natürliche Lebensgemeinschaft. Anders als Gärten, Wiesen,
Felder und Parks kann er ohne das Zutun von Menschen entstehen und sich auf Dauer halten.
Der Wald braucht uns nicht... aber wir brauchen den Wald sehr dringend: „Stirbt der Wald, so
stirbt der Mensch". In diesem alten Sprichwort kommt die große Bedeutung des Waldes für den
Menschen zum Ausdruck. Für die direkt in waldreichen Gebieten lebenden Menschen heißt das:
Zerstörung des Ökosystems Wald, Versteppung mit allen schlimmen Folgen für Trinkwasser,
Boden, Klima, für Forst-und Landwirtschaft des Gebietes, in manchen Gegenden auch für den
Fremdenverkehr.
Doch das Waldsterben in Europa und möglicherweise auf der gesamten nördlichen
Erdhalbkugel hat für die Bevölkerung insgesamt - für uns alle! - weitreichende Folgen, die nicht
wiedergutzumachen sind. Naturschützer und Ökologen sehen in der Vernichtung der Wälder
„die gigantischste Umweltkatastrophe, die es je gab".

1. Suchen Sie aus den folgenden sechs Sätzen die drei Hauptthesen des Textes heraus.
Bringen Sie diese Thesen in eine logische Reihenfolge.
- Im Wald hat sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt erhalten.
- Das Waldsterben hat für uns alle weitreichende Folgen.
- In Europa ist der Wald die letzte große, noch weitgehend intakte natürliche
Lebensgemeinschaft.
- Der Wald ist weit mehr als eine Vielzahl von Bäumen.
- Pflanzen- und Tierwelt sowie Boden und Luftraum bilden das „Ökosystem Wald".
- Der Wald braucht uns nicht, aber wir brauchen den Wald.
2. Suchen Sie zu diesen Hauptthesen die wichtigsten Informationen heraus und
notieren Sie sie in Stichworten.
3. Füllen Sie die Lücken aus.
Pflanzen- und Tierwelt sowie Boden und Luftraum ..., das mit seiner artenreichen Natur
eine stabile Lebensgrundlage für den Menschen .... Der Wald .... die Luft: Die Bäume mit ihren
vielen Nadeln und Blättern wirken ... . Der Wald ist unser ... . Der Wald ... Holz. Der Wald ...
vor Austrocknung und Bodenabtragungen durch Wasser und Wind. Nicht zuletzt ist der Wald
für die Menschen einer der schönsten Orte der Erholung; er....
4. Bereiten Sie einen Kurzvortrag zum Thema „Nicht nur der Wald ringt nach Luft...
"vor. Der Vortrag soll nicht länger als fünf Minuten dauern. Hier sind einige Hinweise.
a) Sammeln Sie alle Informationen, die für das Thema relevant erscheinen, und notieren Sie
sie sich in Stichwörtern.
b) Schreiben Sie die Hauptthesen auf und ordnen Sie die Stichwörter diesen Hauptthesen
zu.
c) Versuchen Sie, sich Ihre eigene Meinung zu bilden und diese überzeugend zu vertreten.

TEXT 4
1. Lesen Sie das Gedicht.
Im Zentrum auf der Kreuzung
Im Zentrum, auf der Kreuzung, da steht ein Lindenbaum.
Man parkt in seinem Schatten, dicht, ohne Zwischenraum
Man fährt an seine Rinde, man schreit ein lautes Wort.
Der Lindenbaum muß leiden, er wünscht sich ganz weit fort.
Verkehr, Benzin und Autos bis in die tiefe Nacht.
Der Baum hat nicht geatmet, kein Auge zugemacht.
Und seine Zweige rauschen, als riefen sie uns zu:
„Hört auf, sonst muß ich sterben! Ich finde keine Ruh."
Die sauren Tropfen regnen der Linde ins Gesicht.
Die Blätter fall'n zu Boden, die Wurzeln wachsen nicht.
Der Baum hat manche Stunde gelebt an diesem Ort.
Nicht lang mehr hört man's rauschen, er stirbt in einem fort.

2.Ergänzen Sie die Sätze wie in den Beispielen und schreib in dein Heft. Der Kasten hilft dir dabei.
saures Regenwasser trinken laut schreien
die Baumrinde zerstören wieder am Brunnen vor dem Tore stehen
auf der Kreuzung stehen Krach machen
die Blätter verlieren Ruhe haben
krank werden Verkehrslärm hören
schnell fahren ohne Zwischenraum parken
kranke Wurzeln haben ganz weit fort sein
im Baumschatten parken Abgase atmen

Der Lindenbaum wünscht sich, ...


Die Linde finden es gut,...
Der Baum findet es Die Autofahrer
furchtbar, ... stört es nicht, ...

Beispiele:
Die Linde wünscht sich, ganz weit fort zu sein. Die Autofahrer finden es gut, im Baumschatten
Der Lindenbaum findet es furchtbar, ... zu parken.
Die Autofahrer stört es nicht, ...
2. Lesen Sie das Gedicht von Bertolt Brecht.
Die Wälder wachsen noch
Die Äcker tragen noch.
Die Städte stehen noch.
Die Menschen atmen noch.
Wovon warnt uns Bertolt Brecht?
Was ist zu tun, damit die Wälder noch wachsen, die Äcker noch tragen, die Städte noch
stehen, die Menschen noch atmen? Welche Maßnahmen müssen getroffen werden? Was muss
man machen, damit unsere Gewässer sauber werden? Was kann man tun, damit der
Umweltschutz zur Sache aller wird?
3. Ein altes indianisches Sprichwort sagt: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der
letzte Fluß vernichtet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld
nicht essen kann“. Nehmen Sie Stellung dazu.
4. Beschreiben Sie die folgenden Bilder!

5. Wörter herausbuchstabieren

6. Achten Sie einmal zu Hause oder unterwegs auf Müll und Abfälle. Bilden Sie 3er
oder 4er Gruppen und versucht, sich einen Müllberg vorzustellen. Was wäre darauf zu
finden? Welches Gebäude in Ihrer Umgebung könnte er eventuell zudecken? Machen Sie
ein Poster oder eine Collage!
TEXT 5
Greenpeace
Natürlich haben Sie viel über die „Grünen" gehört und gelesen. Sie sind eine politische
Partei in der Bundesrepublik Deutschland. Das Zeichen der Grünen ist eine Sonnenblume. Ihre
Mitglieder stammen vielfach aus engagierten Gruppen wie Bürgerinitiativen und Betriebsräten
oder aus Studentenkreisen. Was ist eine Bürgerinitiative? Wenn Bürger in der Bundesrepublik
mit Entscheidungen oder Planungen der Behörden und Politiker nicht zufrieden sind, bilden sie
häufig entsprechende Bürgerinitiative. Sehr bekannt geworden sind Aktionen gegen
Atomkraftwerke, gegen Flughafen-Startbahnen, gegen Lärm oder Verschmutzung der Umwelt.
Jeder kann in einer Bürgerinitiative mitarbeiten.
Wer sich für den Umweltschutz engagieren möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen
Umweltschutzverbänden. Einerseits gibt es die vielen kleinen Gruppen, die meistens auf
Privatinitiative zurückgehen; sie heißen zum Beispiel: „Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz",
„Bürger gegen Giftmüllverbrennung", „Bürgerinitiative zur Erhaltung von Natur und Umwelt".
Andererseits gibt es die großen Verbände wie „Greenреасе", „Robin Wood" oder den „BUND"
(Bund für Umwelt und Naturschutz), die eine überregionale, manchmal sogar internationale
Rolle spielen und ihre Kontaktgruppen in vielen Orten der Bundesrepublik haben
Seit 1971 gibt es Greenpeace, die weltweit ebenso geschätzte wie gefürchtete
Umweltorganisation. Geschätzt, weil sich die Greenpeace-Leute mit ihrem eigenen Körper in
direkter Konfrontation mit Umweltsündern für eine saubere Natur einsetzen. Gefürchtet, weil
Greenpeace öffentlich macht, was im verborgenen bleiben sollte: Verschmutzung, Verseuchung,
Gefährdung der Natur. Greenpeace ist auch in Deutschland aktiv.

1. Beantworten Sie die folgenden Fragen:


Was ist eine Bürgerinitiative?
Wofür engagieren sich die Umweltschützer?
Nennen Sie bitte einige Umweltschutzverbände.
Wofür setzt sich die Organisation Greenpeace ein?
2. Lesen Sie, was die verschiedenen Aktionsgruppen machen!
Aktion Ameise
Diese Gruppe ist schon sieben Jahre alt. Sie kümmert sich um die bedrohten Tiere
und den Wald.
K.U.K.I.
Diese Gruppe ist anderthalb Jahre alt. Große Firmen sponsern sie.
Sie machen Aktionen wie zum Beispiel „Die Müllvermeidung".
S.A.U.
Das ist eine aktive Gruppe in Schulen. In Göttingen haben
sie zum Beispiel die Getränke in Plastik- und
Einwegflaschen boykottiert.
Greenteam
Das sind Kindergruppen von Greenpeace. Die Kinder denken,
wenn viele Kinder an vielen Orten viele kleine Dinge tun,
ändert sich was.
29

Öko-Scouts in Braunschweig
Umweltaktion in der Braunschweiger City. Der Zebrastreifen, den eine Gruppe von
Jugendlichen hier malt, ist illegal, Protest gegen die Übermacht des Autos in einer immer
menschenfeindlicher werdenden Welt. Die Staatsgewalt rückt an, doch alles bleibt gelassen.
Aktiver, aber doch friedlicher Protest, fast wie bei einer Greenpeace-Aktion, doch hier wird keine
internationale Umweltorganisation einspringen, wenn für diesen unerlaubten Eingriff in den
Straßenverkehr Bußgelder fällig werden. Wie der 21jährige Uve Hildenbrandt, halten hier alle ihren
Kopf selber hin. Wie er, kommen die meisten der Akteure aus der Pfadfinderbewegung.
Uve Hildenbrandt: Es ist halt auch ein Motto der Pfadfinderarbeit, die Welt besser zu
verlassen, als man sie vorgefunden hat, und das ist für uns auch ein ganz
entscheidender Punkt.
Der Lagerfeuerromantik vergangener Tage sind sie entwachsen. Sie haben den Pfadfindern den
Rücken gekehrt, weil in dieser Organisation kein Platz für solche politischen Aktionen war. Rund
20 junge Leute, Schüler und Studenten, gründeten eine eigene Gruppe mit dem Ziel, sich aktiv für
den Umweltschutz einzusetzen. Und weil sie mit den Idealen der Pfadfinder nach wie vor
verbunden sind, nennen sie sich Öko-Scouts, Pfadfinder für eine bessere Umwelt.
Die Aktion in der Braunschweiger City dauert nur knapp zwei Stunden. Die Polizei macht
Druck. Wenn die Scouts den Zebrastreifen nicht selbst wieder beseitigen, wird viel Geld für eine
Straßenreinigung fällig. Der Klügere gibt nach. Trotzdem haben sie erreicht, was sie wollten:
Aufmerksamkeit und breite Zustimmung in der Öffentlichkeit für eines ihrer Fernziele, die autofreie
Innenstadt. So können die Öko-Scouts im Nachhinein auch diese Aktion als Erfolg verbuchen.
Schlagzeilen in der Braunschweiger Presse sind ihnen sicher, wie schon so oft in den knapp
zwei Jahren ihres Bestehens. So zum Beispiel, bei einer großen Fahrraddemo oder beim Protest
gegen die Entsorgungspolitik der Stadt, bei der sie dem Bürgermeister eine Wagenladung Müll vors
Rathaus kippten. Und bei der Aktion gegen einen amerikanischen Hamburger-Konzern. Ihm
kreideten die Öko-Scouts die Abholzung der Regenwälder für riesige Rindweideflächen an.
Über all diese Aktionen stimmen sie demokratisch ab. Gegen Hierarchien haben die Öko-
Scouts eine Aversion. Auch ein Grund, warum sie sich nicht einfach einer bestehenden
Umweltorganisation anschließen wollten. Sie tüfteln ihre Aktionen lieber selber aus. Und da muss
es ja auch nicht unbedingt immer spektakulär zugehen. Bei ihrem jüngsten Projekt geht es zwar
auch um Umweltschutz, aber mehr noch steht hier die alltägliche gute Tat im Vordergrund, die bei
den Pfadfindern ja gradezu sprichwörtlich dazugehört.
Die Öko-Scouts helfen den älteren Menschen bei der Abfallbeseitigung, und dabei zeigen sie
ihnen, wie man Müll getrennt sortiert, damit so viel wie möglich wieder verwertet werden kann.
Braunschweigs inzwischen vorbildliches Müllrecyclingsystem hilft ihnen. Das Engagement der
jungen Braunschweiger Gruppe ist vielfältig. Und dabei wollen sie in Zukunft noch mehr über den
Tellerrand der regionalen Probleme hinaussehen.
Uve Hildenbrandt: Wir fänden's sehr schön, wenn sich auch in anderen Landern so ähnliche
Gruppen bilden würden, und noch mehr, solche Gruppen, und die
vielleicht sogar auch zu uns Kontakt aufnehmen könnten, weil man dann
auch zu internationalen Problemen wie Walfang oder Ozonloch auch gut
zusammenarbeiten könnte.
Das Interesse junger Leute an Problemen der Umwelt scheint in Deutschland ausgeprägter zu
sein als anderswo auf der Welt. Auch wenn bei vielen der Jugendlichen ein bißchen Romantik mit
im Spiel sein mag, Nüchternheit überwiegt bei den meisten, denn sie haben erkannt: soll unsere
Welt auch in 50 Jahren noch bewohnbar sein, dann muß sich an unserem Verhalten schleunigst
etwas ändern.

Texterläuterungen:
der Greenpeace: eine internationale Umweltorganisation, die sich mit friedlichen Aktionen
für den Umwelt- und Naturschutz einsetzt
die Pfadfinderbewegung: Jugendbewegung, entstand in Großbritannien Anfang des XX.
30
Jahrhunderts, in der ganzen Welt verbreitet; (engl.): Seouls, (Pl.)
der Pfadfinder: Mitglied der Scouts-Organisation
die Öko-Scouts, (Pl.): Abk. für ökologische Seouls, die sich vor allem für eine bessere
Umwelt einsetzen
die Aversion: Abneigung, Abscheu
die Abfallbeseitigung: Entsorgen bzw. Wegschaffen des Mülls
das Müllrecyclingsysfem: ein System für sekundäre Verarbeitung von Müll zum Zwecke seiner
Wiederverwendung
das Ozonloch: das Vorhandensein eines sogenannten Lochs in der Atmosphäre der Erde, läßt
die Sonnenstrahlen ungefiltert zur Erde, was sie erwärmt.

KURZFASSUNG DES INHALTS:


1. Naturschutz im Harz
Der Film erzählt von der Belastung der Natur des Harzes durch den Tourismus, durch die
Altlasien der Industrie sowie davon, wie sich die Menschen in Sachen Naturschutz engagieren.
2. Damit die Emscher wieder plätschert
Am Beispiel der Sanierung der Emscher im Ruhrgebiet berichtet die Filmsequenz über das
Bauprojekt "Emscher Park", das die Grundlagen für eine umfassende Sanierung des
Industriegebietes im Bundesland Nordrhein-Westfalen schaffen soll.
3. Öko-Scouts in Braunschweig
Die Filmsequenz zeigt eine der zahlreichen Umweltak+ionen der Öko-Scou+s in der
Braunschweiger City und erzählt von ihren Aktivitäten bei der Lösung der Umweltschutzprobleme.
4. Probleme des Öko-Motors
Die Entwicklung eines naturfreundlichen Pflanzenölmotors, seine Vorzüge und Nachteile sind
das Hauptthema der Filmsequenz, die auch die Probleme der Nutzung natürlicher Rohstoffe
anschneidet.
5. Umweltaufsicht in Rostock
Die Filmsequenz handelt von der Arbeit der Umweltpolizei in Rostock sowie von den
Umweltschutzproblemen in den neuen Bundesländern.
6. Atomkraftwerk am Niederrhein
Ausgehend von den Protestaktionen der Einwohner des Ortes Kaikar am Niederrhein gegen den
Bau des Atomkraftwerkes vom Typ "Schneller Brüter" berichtet die Filmsequenz über die Probleme
der Atomenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland und im Zusammenhang damit über die
Bewahrung der Natur am Niederrhein.

TEXT 6
Wird die Menschheit überleben?
Ein Pessimist unterhält sich mit einem Ontimisten über Überlebensbedingungen der
Menschheit. Lesen Sie das Gespräch genau.
P.: Die Technik zerstört unsere Umwelt, und das geht immer so weiter und wird immer
schlimmer. Es könnte nur aufhören, wenn die Menschen ganz auf die Technik verzichten, und das
werden wir nie erleben.
Op.: Wir wünschen uns Harmonie zwischen der menschlichen Gesellschaft, der Technik und
der Natur. Wir sind gegenüber Wissenschaft und Technik nicht grundsätzlich feindlich eingestellt.
P.: Ich kann mir nicht vorstellen, wie eine solche Harmonie aussehen soll. Nehmen wir als
Beispiel die Atomkraftwerke. Wieviel Unheil kann nur ein einziges von ihnen anrichten! Wenn ein
Unfall passiert, ist das ein Umweltkatastrophe größten Ausmaßes: Es werden nicht nur unzählige
Menschen schwer geschädigt, sondern auch riesige Gebiete für alle nachfolgenden Generationen
verseucht. Und den Atommüll hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln als schlimmes Erbe.
Op.: Ach, da wird schon nichts passieren. Atomkraft ist die sauberste und billigste
Energiequelle, und die Werke werden doch alle bestens gewartet. Wir können es uns nicht leisten,
die Kernkraftwerke einfach stillzulegen. Und außerdem kann man doch umweltfreundliche
Energiequellen erschließen (Wind, Wasser, Erdwärme), um weitere Naturzerstörung zu vermeiden.
31
P.: Das sehe ich nicht so optimistisch... Aber nehmen wir ein anderes Beispiel: die industrielle
Produktion! Es werden für unsere Überflussgesellschaft furchtbar viele Sachen produziert, die
eigentlich niemand wirklich braucht, und das belastet natürlich die Umwelt. Wie wollen Sie denn
das ändern?
Op.: In erster Linie müsste man an die Vernunft der Verbraucher appellieren. Und darüber, was
produziert werden soll, muss in Zukunft demokratisch entschieden werden. Außerdem müssen
Vorteile und Nachteile des technischen Fortschritts auf alle gleichmäßig verteilt werden.
P.: Das heißt also, die Unternehmer können dann nicht mehr selber entscheiden, was und
wieviel sie produzieren wollen. Das wäre dann eine staatlich gelenkte Wirtschaft... Aber lassen wir
das mal. Die Industrie ist ja nicht der einzige Umweltsünder. Wir Privatleute sind auch nicht besser.
Ich denke da zum Beispiel an Energieverschwendung im Haushalt oder im Straßenverkehr. Haben
Sie da auch ein Rezept?
Op.: Nicht nur die Technik muss sich den Bedürfnissen der Umwelt anpassen, auch das
Umweltbewusstsein der Leute muss geschärft werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass öffentliche
Verkehrsmittel (die Bahn, die Stadtbusse) auf Kosten der privaten (die Privatautos) gefördert
werden. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel müsste kostenlos sein, die Städte sollten
sichere radwege bauen.
Р.: Sicher. Etwas Erfolg hätte man damit. Aber wenn sich die Menschheit so wie bisher
vermehrt, nützt das alles nichts.
Op.: Unbedingt notwendig ist eine Geburtenkontrolle. Das heißt, dass sich jede Familie auf ein
bis zwei Kinder beschränkt. Damit diese Kinder nicht als „Einzelkinder" aufwachsen, müssen sich
die Familien zu Familiengruppen zusammenschließen.
P.: Nehmen wir einmal an, das wäre möglich. Aber auch dann brauchte noch jeder viele
Produkte - zum Beispiel Fahrräder, Radios, Heidung, Schuhe, Kochtöpfe, Füller, Möbel und so
weiter.
Op.: Die Gebrauchsgegenstände müssten stabiler und haltbarer sein.
P.: Dann würden diese Produkte aber teurer, viele Arbeitsplätze würden wegfallen, und das
Abfallproblem gäbe es trotzdem noch. Und überhaupt: Klappt es denn mit der Wiederverwertung
des Abfalls, des Mülls...?
Op.: Oh ja, wir sind doch keine Wegwerfgesellschaft mehr! Die Menschen haben begriffen,
daß Müll ein wichtiger Wertstoff ist, und jeder beteiligt sich auf seine Art am Recycling...
Aus; „Standpunkte"
1. Beantworten Sie die folgenden Fragen.
Warum verlangt der Pessimist, dass alle Atomkraftwerke stillgelegt werden sollten?
Warum meint der Optimist, dass die Menschen sich das nicht leisten können und auch nicht
darauf verzichten müssen?
Warum besteht der Pessimist darauf, dass die beherrschende Rolle von Technik und Industrie
eingeschränkt werden muss? Wie kann sich nach Meinung des Optimisten die Technik den
Bedürfnissen der Umwelt anpassen?
Wie können die Verbraucher beitragen, um die Umweltbelastungen zu verringern?
Warum meinen beide, Geburtenkontrolle sei unbedingt notwendig? Wie könnte - aus der
Sicht des Optimisten - das Abfallproblem gelöst werden?
2. Bilden Sie zwei Parteien: a) Anhanger der Atomenergie und b) Gegner der
Atomenergie. Sammeln Sie in Gruppen Argumente dafür und dagegen:
a) Gruppe 1. Argumente der Anhänger der Atomenergieverwendung (zu friedlichen
Zwecken):
b) Gruppe 2. Argumente der Gegner der Atomenergieverwendung:
Versuchen Sie, die andere Partei von Ihrer Meinung zu überzeugen.

TEXT 7
Zum Geburtstag ein Stück Regenwald
Moritz hat zu seinem 9. Geburtstag ein neues Skateboard bekommen. Außerdem liegt eine
Urkunde neben der 5 Torte mit neun Kerzen. Darauf steht, daß Moritz eines der Kinder ist. die
32
durch eine Spende von 200 Mark einen Hektar Regenwald für immer gerettet haben. Bezahlt haben
natürlich seine Eltern - die sind nämlich ziemlich umweltbe-wußt. Moritz möchte, wenn er groß ist.
Umweltschützer werden und wie seine 17jährige Schwester Stephanie Aktionen machen,
Flugblätter schreiben und alles Mögliche an die Presse verpetzen.
Moritz überlegt, ob er die Urkunde übers Bett nageln soll. Schon seil lungern interessiert er
sich für den Regenwald. In der Schule hat er gehört, daß es dort die unglaublichsten Tierarten geben
soll und Pflanzen, die so verrückt aussehen, dass man es sich fast nicht vorstellen kann. Und viele
davon sind unbekannt, weil sie irgendwo hocken, wo die Menschen noch gar nicht hingekommen
sind. Außerdem gibt es dort Indianer und andere Naturvölker, von denen er sich Fotos an die
Wandgepinnt hat.
Moritz hat auch mitgekriegt, dass die Regenwälder mit einer unglaubliehen Geschwindigkeit
zerstört werden: Von Firmen, die große Schneisen in den Wald schlagen, um an die wertvollen,
alten Bäume zu gelangen. Von armen Bauern, die nichts zu essen haben und deshalb entlang dieser
Schneisen in den Regenwald eindringen, um Ackerland zu gewinnen. Von Gesellschaften, die im
Regenwald nach Bodenschätzen suchcn und den Großgrundbesitzern, die riesige Flächen
brandroden, um Viehlulter anzubauen. Und jetzt ist Moritz also Besitzer eines Stückchens
Regenwald.
Sein Vater erklärt ihm. dass der gekaufte Regenwald in Cosla Rica, einem Land in
Mittelamerika, liege. Schon viele Kinder haben gespendet. damit ein Teil des Waldes geschützt
werden kann. Die Leute, die sich das Ganze ausgedacht haben, eine Naturschutzorganisation in
Costa Rica, wünschen sich, daß irgendwann auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Brasilien,
Mexiko oder auf den Philippinen Regenwaldslücke von Kindern gekauft werden.
Morilz fruet sich jedenfalls sehr über das Geschenk und versucht, sich „seinen" Regenwald
vorzustellen: Gritzegrün ist er und voll mit merkwürdig aussehenden Tieren und Pflanzen. Den
ganzen Tag über quakt und kreischt, raschelt, zischt, gluckst, rauscht und raunzt, fiept und knarrzt
es - und mittendrin sieht er sich selbst als kleinen Indianerjungen. der gerade ein paar von den
köstlichen Urwaldfrüchten auslutscht. Selbstverständlich weiß er, was lecker schmeckt und von
welchen Pflanzen man besser die Finger lassen sollte. Alle Indianer wissen das. Die wohnen ja
schon immer dort.
In seiner Phantasie sieht sich Moritz nicht nur als im Dschungel umherstreifenden
Indianerjungen. Er würde auch gegen die Abholzer kämpfen: den Holztransportern die Reifen
zerstechen oder den Baumfällern Affenhorden auf den Hals hetzen. Er würde sich mutig vor die
Bäume stellen, damit sie nicht umgesägt werden können. Er würde mit seinem Indianerstamm
beraten, was man alles tun könnte, um diejenigen zum Weggehen zu bewegen, die nichts zu suchen
haben im Wald. Ja, wenn er da wohnte, wüßte er schon, was zu tun wäre. „Kauten die
Indianerkinder eigentlich auch Regenwald?" Diese Frage schießt ihm plötzlich durch den Kopf.
„Wie finden die das. wenn wir Kinder ihren Wald kaufen'? Ich fände das komisch, wenn zum
Beispiel die Eskimos den Schwarzwald kaufen würden." „Aber das läßt sich doch gar nicht
vergleichen", sagt Moritz' Vater. „Erstens kaufen die Indianerkinder keinen Regenwald, weil sie
kein Geld haben und die Eskimos interessieren sich herzlich wenig für den Schwarzwald, der
außerdem auch nicht bedroht ist."
„Isser wohl!", mault jetzt Stephanie dazwischen. „Er ist sauer wie ein Essigfaß und die Nadeln
schmeißt er von sich - aber da nützt kauten wohl nix. Und ob die Kauferei in anderen Ländern was
nützt -na, ich weiß nicht so recht. In Malaysia schmeißen sie die Leute, die die Holztransporte
blockieren, einfach ins Gefängnis. Die Holzfirmen würden sich kapultlachen, wenn da ein
Schildchen wäre. auf dem steht, dass der Regenwald den Kindern gehört. Irgendwie muss man die
Leute da anders unterstützen. Geld brauchen die natürlich nicht. Und hier muss man Dampf
machen, dass die Leute sich keine Möbel, Klodeckel und so'n Zeugs aus Tropenholz mehr kaufen.
Was passiert eigentlich, wenn von den armen Bauern trotzdem jemand zum Zündeln in den Wald
zieht und Ackerland schaffen will? Wird der dann verhauen?"
Diese Frage kann auch der Vater nicht beantworten. „Irgendwas werden sich die Organisatoren
schon überlegt haben", meint er schließlich etwas genervt darüber, dass das Geschenk leicht
kritisch hinterfragt wird.
33
Moritz ist nachdenklich geworden. Er überlegt krampfhaft, wie er als Indianer es fände, wenn
der Wald, in dem er wohnt, verkauft werden würde. Ob dann tatsächlich ein Zaun drumherum
gemacht wird? Klar, das ist immer noch besser, als wenn der Wald an Holzfirmen verschachert
wird. Jedenfalls steht in der Urkunde, dass der Wald auf immer geschützt sein wird. Und wenn die
Organisation das verspricht, dann wird ja wohl was dran sein. Dann sind die bestimmt stärker als
die Holzfirmen und die Viehtutterfarmen. Trotzdem ist Moritz beunruhigt. Was passiert denn mit
dem restlichen Wald? Soviel Geld gibt's doch gar nicht, dass man alles kaufen kann. Bleiben dann
nur die Flecken stehen, die von Kindern gekauft wurden? Moritz rechnet auf seinem neuen
Computer aus, wieviel Taschengeld jedes Kind kriegen müßte, um,... Aber mit so vielen Nullen
kann er nicht umgehen.Außerdem: Was ist, wenn die Organisation die Indianer gar nicht gefragt hat
und die jetzt beleidigt sind? Das wäre ziemlich blöd, denn wenn Moritz groß ist, will er auch mal
bei den Indianern leben. Außerdem haben sich die Indianer bestimmt etwas überlegt, wie sie den
Wald schützen können. Denn sie brauchen ihn ja zum Leben.
Moritz beschließt für sich, daß die Indianer nicht beleidigt sind. Als er abends ins Bett geht,
nagelt er seine Urkunde an die Wand. Er hat vielleicht ein kleines Stückchen Regenwald gereitet.
Aber um den Rest wird er sich anders kümmern müssen. Mit dem Gedanken, dass er demnächst mal
rumfragen wird, was die Indianer so machen und wie man mit ihnen zusammen was unternehmen
kann, um den Regenwald zu schützen, schläft er ein.
Helga Bachmann
GREENPEACE MAGAZIN V/91

1. Was bedeuten die unterstrichenen Ausdrücke im Text?


1. an die Presse verpetzen (Z. 17)
2. er hat auch mitgekriegt (Z. 33)
3. von welchen Pflanzen man besser die Finger lassen sollte (Z. 78)
4. Affenhorden auf den Hals hetzen (Z. 88)
5. diese Frage schießt ihm plötzlich durch den Kopf (Z. 99)
6. die Holzfirmen würden sich kaputtlachen (Z. 123)
7. hier muß man Dampf machen (Z. 129)
8. er überlegt krampfhaft (Z. 145)
9. wenn der Wald verschachert wird (Z. 151)
10. dann wird ja wohl was dran sein (Z. 156)
2. Vergleichen Sie die Aussagen im Text mit den folgenden Behauptungen. Steht das im
Text oder nicht?
1. Moritz' Eltern spenden für den Regenwald, weil sie sehr umweltbewusst sind.
2. Moritz hat in der Schule gelernt, dass es im Regenwald seltene Tierarten und phantastisch
aussehende Pflanzen gibt.
3. Die armen Bauern fällen die Bäume, weil sie nichts zu essen haben.
4. Große Teile des Waldes werden von den Plantagenbesitzern zur Vergrößerung ihrer
Ländereien abgebrannt.
5. In vielen südamerikanischen Ländern werden heute Regenwaldstücke von Kindern gekauft.
6. Wenn Moritz ein Indianer wäre, wüßte er genau, wie man den Wald schützen könnte.
7. Moritz' Vater sagt, dass die Eskimos für den Schwarzwald überhaupt kein Interesse haben.
8. Stephanie behauptet, dass der Schwarzwald auch gefährdet ist.
9. Stephanie ist der Meinung, dass man in jedem Land zum Schutz des Waldes andere
Methoden braucht.
10. Moritz' Vater wird nervös, weil seine Kinder so kritisch sind.
11. Moritz glaubt, die Organisation kann nur das versprechen, was sie auch halten kann.
12. Die Naturschutzorganisationen haben mehr Macht und Einfluß als die Holzfirmen und die
Plantagenbesitzer.
13. Moritz hat noch nicht gelernt, mit sehr hohen Zahlen zu rechnen.
14. Beim Einschlafen überlegt Moritz, wie er sich weiter über den Regenwald informieren
34
kann.

DAS UMWELTQUIZ
Dieses Frage- und Antwortquiz hilft dir, die Natur und unsere Umwelt näher
kennenzulernen. Zu jeder Frage gibt es fünf Antworten, von denen nur eine Antwort richtig
ist. Bitte ankreuzen.

1. Wie heißt die Natur auf lateinisch?


a) nature
b) natura
c) naturaleza
d) natur
e) natureza
2. Was ist ein Naturalist?
a) ein Naturfreund
b) ein Anhänger, Vertreter des Naturalismus
c) jemand, der eine natürliche Lebensweise vertritt
d) ein in der Naturforschung arbeitender Wissenschaftler
e) ein Naturphilosoph
3. Welches Wort ist hier der Oberbegriff?
a) Abfallbeseitigung
b) Lärmbekämpfung
c) Umweltschutz
d) Reinhaltung der Luft
e) Energieeinsparung
4. Welches Wort gehört nicht in diese Reihe?
a) Naturschutz
b) Friedensschutz
c) Umweltschutz
d) Lawinenschutz
e) Staatsschutz
5. Was ist Smog?
a) saurer Regen
b) ein Giftgas
c) ein Luftzug
d) ein Schadstoff
e) mit Abgasen, Rauch gemischter Dunst oder Nebel
6. Smog entsteht vor allem bei folgenden Wetterverhältnissen
a) bei starkem Wind
b) bei Frost
c) bei Regen
d) bei Inversion
e) bei Hitze
7. Wieviel Trinkwasser verpestet 1 Liter Altöl?
a) 1 Mio Liter
b) 10 000 Liter
c) 1000 Liter
d) 100 000 Liter
e) 100 Liter
8. Gebrauchte Batterien gehören
a) in den Müll
b) auf die Straße
c) in Sammelstellen
35
d) in den Fluß
e) auf den Komposthaufen
9. Welches Fahrzeug ist auf Kurzstrecken bis zu 4 km das umweltfreundlichste?
a) das Motorrad
b) das Fahrrad
c) der Pkw
d) der Lkw
e) der Bus
10. Was bedeutet „grüne Politik machen"?
a) oft ins Grüne fahren
b) nichts mit der Politik zu tun haben wollen
c) viel Grünes essen
d) gern grüne Kleider tragen
e) umweltfreundliche Politik machen
11. Wie heißt die größte internationale Umweltschutzorganisation?
a) die Grünen
b) Naturschützer
c) Greenpeace
d) Grünes Kreuz
e) Grünes Gewölbe
12. Womit beschäftigt sich die Ökologie?
a) mit Naturkatastrophen
b) mit den Erscheinungen und Gesetzmäßigkeiten in der Natur
c) mit der Entwicklung und dem Bau der Erde
d) mit den Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt
e) mit der Beschreibung der Erdoberfläche, der Länder, Meere u.a.
13. Was ist Ozon?
a) dicker Nebel
b) dreiatomiger Sauerstoff
c) frische Luft
d) dunstige Luft
e) keine Luft, sondern Rauch
14. Wie hoch über der Erde liegt die Ozonschicht?
a) in 60 - 80 km Höhe
b) in 20 - 40 km Höhe
c) in 100 - 120 km Höhe
d) in 200 - 220 km Höhe
e) ganz in der Nähe
15. Wann war die ökologische Katastrophe in Tschernobyl?
a) am 26. April 1987
b) am 18. Mai 1985
c) am 26 April 1986
d) am 20. April 1988
e) am 3. Mai 1984
16. Wie heißt das sauberste Meer der Welt?
a) die Nordsee
b) die Weddelsee
c) das Kaspische Meer
d) das Japanische Meer
e) das Ochotsker Meer
17. Wie heißt das größte Meer der Welt?
a) das Rote Meer
b) das Schwarze Meer
36
c) das Gelbe Meer
d) die Ostsee
e) das Südchinesische Meer
18. Welcher Fluß ist der längste der Welt?
a) der Rhein
b) die Wolga
c) der Nil
d) der Mississippi
e) der Amazonas

TEXTE ZUM REFERIEREN


Umweltschutz - was hört man nicht alles darüber! Es tun ja schon viele viel dafür-aber immer
noch nicht genug. Sie-wir alle könnten aber noch viel mehr machen, um unsere Umwelt lebenswert
zu erhalten. Sagen Sie ja nicht: Ach, an mir liegt es bestimmt nicht. Lesen Sie erst mal, was jeder
einzelne tun kann. Sie können in die Waschmaschine soviel Pulver reinschütten, wie Sie wollen -
weißer wird die Wäsche dadurch bestimmt nicht. Teller und Tassen glänzen nach dem Abwasch im
Geschirrspüler auch nicht mehr, wenn Sie das Reinigungsmittel üppig dosieren. Weniger ist hier
also mehr - für den Umweltschutz. Die sehr aktiven chemischen Substanzen in Putz- und
Waschmitteln sind nämlich nur dann unschädlich, wenn sie bei Gebrauch in der vorgeschriebenen
Menge benutzt werden. Sämtliche Überschüsse jedoch kommen in unser Abwasser und damit oft in
Flüsse und Seen. Die Folge: Fische und Pflanzen sterben. Baden kann man dann häufig auch nicht
mehr. Und aus diesen chemisch verschmutzten Gewässern bekommen wir letzten Endes unser
Trinkwasser. Noch eins: Wasch- und Geschirrspülmaschine regelmäßig entkalken! Eine Buche tut
mehr Gutes, als Sie vielleicht denken. An einem Sonnentag produziert so ein Baum den Sauerstoff
für 65 Menschen. Und ein Buchenwald ist als „Abstauber" noch beachtlicher: Die Bäume binden 68
Tonnen Staub aus der Luft.
Aber drei Bäume müssen sterben, um eine Tonne Papier zu produzieren. Also, wenn Sie
Buchen und andere Bäume mögen, dann sollten Sie etwas sorgsamer mit Altpapier umgehen. Mit
den Zeitungen von gestern, mit gebrauchtem Einwickelpapier und alten Kartons. Denn dieses
Altpapier kann wieder zu Neupapier gemacht werden. Deswegen: Altpapier sammeln. Wie schnell
und gedankenlos wird gegen die Umwelt gesündigt: einmal Nagellack oder Lippenstift abgewischt,
Papiertaschentuch in die Toilette, spülen-zehn Liter Wasser sind vergeudet. Und zwar wirklich
sinnlos.
Genauso schlimm: die Zigarettenkippen in die Toilette werfen. Sie lösen sich nämlich nicht auf
und verstopfen das Rohr. Na gut-Ihr Schaden. Aber die Kippe enthält auch Giftstoffe, die unser
aller Wasser schädigen. Nicht in die Toilette oder in den Ausguß-das gilt auch für Teeblätter, den
Kaffeesatz, Speisereste und Öl, das Sie im Haushalt nicht mehr brauchen.
Werfen Sie nicht gleich alles in den Mülleimer. Denn was da so alles täglich landet, mag für
Sie nutz- und wertlos sein. Für andere jedoch nicht. Ihre Altkleider kann das Rote Kreuz
gebrauchen, mit Küchen- und Gemüseabfällen können Sie, falls Sie einen Garten haben, einen
Komposthaufen anlegen (einen besseren Blumendünger gibt es nicht), Metalle braucht der
Schrotthändler.
In den 260 Millionen Tonnen Abfall, die wir jährlich produzieren, stecken wahre Schätze.
Aluminium in Schokoladenpapier, Weißblech (wird immer teurer) in Konservenbüchsen, Blei in
alten Batterien. Aber wer macht sich schon die Mühe, den Abfall nach Rohstoffen zu sortieren?
Aus: „Mozaika"

Klimawandel
Die Leiden der Natur
Auch eine weiße Weihnacht kann darüber nicht hinweg täuschen: Es wird wärmer auf der
Erde, wie die Temperaturaufzeichnungen der letzten 100 Jahre drastisch zeigen. Und die
Anzeichen mehren sich, dass langsam aber sicher auch Flora und Fauna darauf reagieren.
Kaum ein Thema hat die Forschung aber auch die breite Öffentlichkeit zuletzt so nachhaltig
37
beschäftigt wie der weltweite Klimawandel. Und kaum ein Jahr ist vergangen, in dem nicht neue
beunruhigende Details über die globale Erwärmung, ihre Ursachen und ihre Folgen bekannt
wurden.
Vor zwei Jahren stellte ein von der Uno beauftragtes Forschergremium die (Mit-)Schuld des
Menschen an den steigenden Temperaturen fest. Dann mussten Wissenschaftler eingestehen, dass
die weltweite Wärme den Gletschern gehörig zusetzt. Und auch 2003 haben es die neuen
Erkenntnisse rund ums Weltklima wieder in Liste der "wissenschaftliche Durchbrüche" geschafft,
die das Fachmagazin "Science" am Ende eines jeden Jahres aufstellt.
Denn die schmelzenden Gletscher sind lediglich ein Anzeichen dafür, wie sehr die Erde unter
den steigenden Temperaturen leidet. Vielleicht nicht so augenfällig, dafür mindestens so
verheerend, sind die Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen, wie Forscher dieses Jahr
belegt haben.
So konnten Wissenschaftler der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric
Administration im Januar zeigen, dass die dramatische Dürre, die von 1998 bis 2002 die USA,
Südeuropa und den Südwesten Asiens heimgesucht hatte, auf ungewöhnlich hohe Temperaturen im
Westpazifik und im Indischen Ozean zurückgeführt werden kann. Das Wasser war dort noch nie so
warm - woran in der erster Linie der Treibhauseffekt Schuld sein dürfte.
Auch haben in den letzten 70 Jahren die sechs größten Flüsse in Europa und Asien sieben
Prozent mehr Wasser in den arktischen Ozean gepumpt - eine Folge stärkerer Niederschläge in den
nördlichen Breiten. Das zusätzliche Frischwasser jedoch kann die warmen, nach Norden gerichteten
Meeresströmungen stören und so das Klima zusätzlich durcheinander bringen.
Pflanzen und Tiere müssen ebenfalls reagieren. Viele sind, den kühlen Temperaturen folgend,
nach Norden gezogen oder haben ihre Blüten- beziehungsweise Brutperioden verschoben. Pro
Jahrzehnt betrug die durchschnittliche Wanderung dabei 6,1 Kilometer, die Fruchtbarkeit verlagerte
sich um 2,3 Tage nach vorne, wie Forscher der University of Texas anhand von 1700 untersuchten
Arten festgestellt haben.
Auch in der Landwirtschaft wirkt sich der Klimawandel aus: Die stark gestiegene Produktivität,
die die amerikanischen Mais- und Soja-Farmer in den vergangenen zwei Jahrzehnten registrieren
konnten, muss zu einem großen Teil auf die steigenden Temperaturen zurückgeführt werden - und
nicht etwa auf verbesserte landwirtschaftliche Methoden, wie Ökologen der Stanford University im
Februar feststellten.
Alexander Stirn
SPIEGEL - 24. Dezember 2003
 
Jetzt beginnt der Alltag in Puodong
Die Magnetschnellbahn Transrapid zum internationalen Flughafen Pudong in Schanghai hat
am Montag ihren regulären Betrieb aufgenommen. Am Ende waren die Bautrupps sogar drei
Tage früher fertig als geplant.
Schanghai - Drei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung geht der Transrapid zunächst in einen
Halbtagsbetrieb, wie die chinesischen Betreiber berichteten. In der Woche fährt die Magnetbahn
vormittags und am Wochenende den ganzen Tag. Der reguläre Betrieb wurde ohne jede
Feierlichkeiten aufgenommen. Wann der Transrapid auch in der Woche den ganzen Tag gefahren
wird, war noch unklar.
Seit der Probefahrt von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem damaligen
Ministerpräsidenten Zhu Rongji am Silvestertag vor einem Jahr ist die Bahn bereits im Probebetrieb
gefahren - allerdings mit teilweise Monate langen Unterbrechungen für technische Anpassungen.
Trotzdem hatten bereits mehr als 500.000 Passagiere - Touristen und organisierte Gruppen - die
Gelegenheit, mit der neuen Attraktion der Hafenmetropole zu fahren. Die 30 Kilometer lange
Doppelstrecke führt allerdings nur bis zum Stadtrand. Von dort müssen Reisende in die U-Bahn
oder ein Taxi umsteigen, um in die Innenstadt zu kommen.
SPIEGEL - 29. Dezember 2003 
38
WWF schlägt Alarm
12.250 Tierarten akut vom Aussterben bedroht
Um die Fauna auf Erden ist es schlecht bestellt. Viele Tierarten wird es in ein paar Jahren
höchstwahrscheinlich nicht mehr geben. Grauwale, Luchse, Nashörner & Co. sind in akuter
Gefahr. Im vergangenen Jahr kamen rund tausend weitere Spezies auf die rote Liste.
Frankfurt am Main - Derzeit stünden etwa 12.250 Arten auf den obersten drei der neun
Gefährdungsstufen der so genannten Roten Liste, teilte der World Wide Fund For Nature (WWF)
heute in Frankfurt am Main mit. Verantwortlich dafür, dass die Artenvielfalt schneller schrumpft
denn je, sei unter anderem die Abholzung der Wälder, die Trockenlegung von Feuchtgebieten sowie
die Übernutzung vieler Arten.
Dramatisch verringert hat sich laut WWF unter anderem der Bestand an Nashörnern, von denen
es in Afrika nur noch 13.000 Exemplare gebe. Ursprünglich wurden auf dem schwarzen Kontinent
eine Million Tiere gezählt. Die Zahl der Grauwale im Westpazifik ist der
Umweltschutzorganisation zufolge auf 100 Tiere gesunken. Die verbliebenen Grauwale seien durch
den Bau von Pipelines und Plattformen für Öl und Gas im Seegebiet nördlich von Japan extrem
gefährdet.
Auch für andere Meeresbewohner sieht es dem WWF zufolge düster aus. 75 Prozent der
Bestände in den Weltmeeren seien überfischt oder bis an ihre Grenzen ausgereizt, hieß es.
Zusätzliche Probleme bereite die Verschmutzung durch Öl. Jedes Jahr gelangten 260.000 Tonnen
davon ins Meer. Allein die Ostsee müsse jährlich 60 000 Tonnen verkraften.
Um 95 Prozent geschrumpft ist laut dem WWF die Population der Nilpferde im Virunga
Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Dort leben nur noch 1300 der Dickhäuter.
Vor 30 Jahren zählten die Naturschützer noch 29 000 Exemplare. Grund für den Rückgang seien
der florierende Handel mit den Eckzähnen der Nilpferde auf Elfenbeinmärkten und der Verkauf des
Fleisches.
Positive Nachrichten aus der Arktis
Äußerst ungewiss ist den Angaben zufolge auch die Zukunft der Luchse in Norwegen. 2003
wurden dort 85 Tiere zum Abschuss freigegeben. Inzwischen gibt es nur noch 350 Exemplare.
Damit die Luchse in Norwegen überhaupt überleben können, werden aber mindestens 200
Weibchen gebraucht, schätzt der WWF.
Verbessert hat sich die Situation der Eisbären. Dank eines seit 30 Jahren bestehenden
internationalen Schutzabkommens hat sich der Bestand von 10.000 auf 22.000 Tiere erhöht. Für die
letzten 1000 noch lebenden Panda-Bären seien in diesem Jahr in China fünf neue Schutzgebiete
ausgewiesen worden, hieß es. Ebenfalls unter Schutz gestellt worden sei das mit 130
Quadratkilometern größte Kaltwasserkorallenriff der Erde, das Röst Riff in Norwegen.
Eine weitere gute Nachricht ist die Unterschutzstellung von fast 3000 Hektar Regenwald in
Zentralafrika. Noch immer gehen nach Angaben des WWF jedoch weltweit jedes Jahr 15 bis 20
Millionen Hektar Wald durch Einschlag, Feuersbrünste und Waldumwandlung zu Grunde. Das
entspricht der drei- bis vierfachen Fläche der Schweiz.
SPIEGEL - 28. Dezember 2003

 NERGIEGEWINDE KÖNNTE FRIEDEN SICHERN


Umweltminister Trittin im Einsatz für Sonne, Winde und Wasser
Energiegewinnung aus Wind, Sonne oder Wasser könnte zum Frieden beitragen. Die
Entwicklung weg von fossilen Energieträgern wie Kohle oder Öl hin zu erneuerbaren Energien ist
aus „friedenspolitischen Gründen dringend erforderlich“, sagte der grüne Bundesumweltminister
Jürgen Trittin kürzlich in Berlin.
Angesichts der Begrenztheit gerade der Ölvorräte der Welt trägt eine nachhaltige
Energieversorgung dazu bei, sich von der Abhängigkeit vom Öl befreien, so Trittin. Anlass für
diese Feststellung war das Ener-giewende-Gutachten, das der Wissenschaftliche Beirat der
Bundesregierung für globale Umweltveränderungen unter dem Titel „Welt im Wandel -
Energiewende zur Nachhaltigkeit“ vorgelegt hat. Darin fordert der Beirat Deutschland und die EU
auf, »kräftiger Motor« bei der Energiewende zu sein. Energiegewinnung aus Wind, Sonne oder
39
Wasser bringe eine deutliche „Friedensdividende“, sagte der Vorsitzende des Beirats, Professor
Hart-mut Graßl. „Wer die Sonne anzapft, ist nicht mehr abhängig von Ölreserven“. Laut Gutachten
sollte bis 2050 der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien auf 50 Prozent gesteigert werden.
Bis dahin sollte weltweit der Ausstieg aus der Atomenergie beendet sein. Dazu müssten bis 2010
steuerliche Vergünstigungen für Kernkraftwerke abgebaut werden
(Campus grün, Sommer, 2003)

UN schlagen Alarm:
WASSERNOT WIRD ENTWICKLUNG BREMSEN
NEW YORK - Mangel an Frischwasser wird die wirtschaftliche und gesellschaftliche
Entwicklung der Welt bremsen und ernste Konflikte zwischen den Ländern heraufbeschwören.
Diese Warnung ist in einem Bericht der Vereinten Nationen enthalten, der sich auf Ermittlungen
einzelner UN-Behörden stützt.
Wenigstens 80 Länder mit einem Anteil von 40 Prozent der Weltbevölkerung litten derzeit
unter ernster Wasserknappheit, die häufig der Grund für ihre schleppende Entwicklung sei. Rund
1,2 Milliarden Menschen lebten in Ländern mit mittleren bis großen Wasserproblemen. Das heißt,
dass dort 20 bis 40 Prozent des verfügbaren Frischwassers für die Landwirtschaft, Industrie und
Nutzung in den Haushalten benutzt werden. Als optimal gelten höchstens 20 Prozent.
Mit dem erwarteten Zuwachs der Weltbevölkerung auf 8,3 Milliarden dürften bis zum Jahr
2025 zwei Drittel aller Menschen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt sein, warnen die
UN. Als Maßnahmen empfehlen sie, Wasservorräte effizienter zu nutzen, die Verschmutzung von
Flüssen und Seen zu stoppen und bereits genutztes Wasser zum erneuten Gebrauch zu reinigen.
Die befürchtete Wassernot in weiten Teilen der Welt soll auch im Juni auf einer
Sondersitzung der UN-Vollversammlung erörtert werden.
WASSER - Quelle des Lebens
• Wasser, eine schlichte Verbindung aus Wasserstoff, in der chemischen Formel H2O
zusammengefasst, eine farblose bis bläuliche Flüssigkeit, dennoch Quelle des Lebens. Dreiviertel
der Erde sind von Wasser bedeckt, ohne diese simple Flüssigkeit wäre auf dieser Erde kein Leben
möglich; der menschliche Körper besteht zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser, Pflanzen gar bis zu 95
Prozent.
• Dem Menschen gilt Wasser seit Urzeiten als wichtiges Element, es enthielt für den antiken
Menschen Mächte, die Leben, Gesundheit und Fruchtbarkeit verhießen, Götter wohnten und
wachten seiner Meinung nach in diesem lebensnotwendigen Stoff. Wie wichtig dem Menschen
von heute das Wasser ist, das zeigten zahllose Bauwerke, die errichtet wurden, um den
chemischen Stoff zu erhalten: Schächte und Brunnen sollen versikkerndes Regenwasser auffangen
und fassen, Aquädukte es transportieren, Wasservorräte werden gesammelt in Stauseen und Was-
sertürmen, es dient als Transportweg wie auch als Energiequelle bei Mühl- und
Wasserkraftwerken. Lange Zeit glaubte die Menschheit, bei den vorhandenen, ungeheuren
Wassermassen einen idealen Platz für Schmutz und Abfall gefunden zu haben. Heute sind nahezu
alle unsere Gewässer (Seen, Flüsse und Meere) auf die unterschiedlichste Weise verschmutzt und
verseucht. Obwohl Wasser in der Natur nie chemisch rein vorkommt, haben der Antel an
faulenden und radioaktiven Stoffen, Dünge- und Waschmitteln, Säuren, Schwermetallen,
Pflanzenschutz- und Lösungsmitteln heute bereits katastrophale Ausmaße angenommen.
• Mittlerweile sind auch unsere Grundwasservorräte in höchster Gefahr. Da immer mehr
Bodenflächen überbaut und somit versiegelt werden, kann Regenwasser nicht mehr auf natürliche
Weise versickern, sondern geht über Kanalisationssysteme und Kläranlagen direkt in die
Gewässer. Der natürliche Kreislauf für die dringend notwendige Grundwassererneuerung ist durch
die fehlende Niederschlagsversickerung empfindlich gestört. Hinzu kommen bei starken Re-
genfällen überlaufende Kanalisationen und Klärbecken und - in jüngster Zeit immer wieder -
Hochwasser.
• In den Industrienationen steigt der Wasserverbrauch kontinuierlich an, in nahezu gleichem
Maße sinkt der Grundwasserspiegel; wertvolles Trinkwasser landet in Putzeimern und Spülkästen,
die Kosten für die Trinkwassergewinnung und Abwasserableitung und -reinigung steigen
40
unaufhaltsam, zusätzlich dazu müssen riesige Summen für Renaturierungsmaßnah-men von
Gewässern und Flüssen eingesetzt werden. Nicht umsonst setzen sich in unserer heutigen Zeit
Umweltverbände für den vernünftigen Einsatz des Wassers ein. Sie suchen nach Alternativen (wie
z.B. Renaturierungsmaßnahmen, Regenauffangbecken, Einsatz von Sparmöglichkeiten in Haus-
halt und Industrie) und versuchen mit Hilfe von Vorschriften, Auflagen und Gesetzen zum
Schütze aller Gewässer, uns das kostbare Element zu erhalten. (Zeitung für Dich, 2000, N 12)

Das könnte Ihnen auch gefallen