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Konfliktmanagement im Unterneh- Lernziele

men – wozu?
Ziel dieses Vertiefungsmoduls ist es, dass Stu-
Wo Menschen zusammen sind, entstehen Kon- dierende die rechtlichen Voraussetzungen
und Maßnahmen des Forderungsmanage-
Vertiefungsprogramm flikte. Für Unternehmen bergen Konflikte ein ho-
hes Risikopotential. Die Bewältigung von Kon- ments eines kaufmännischen Gewerbebetriebs,
flikten bindet Personal, kostet Zeit und Geld moderne Konfliktlösungsmethoden und die
Ganzheitliche Unterneh- und lenkt vor allem vom Kerngeschäft ab. Handlungsoptionen eines Unternehmens au-
ßergerichtlich und gerichtlich kennen und ver-
mensführung Gerade dort, wo hierarchische Strukturen in Un- stehen.
ternehmen abgebaut werden, besteht die Ge-
Modul fahr von Konflikten zwischen Mitarbeitern. Ne- Das Wissen wird auf praktische Fragestellun-
ben solchen internen Konflikten zwischen Be- gen übertragen und konkret angewandt.
schäftigten oder in der Geschäftsleitung behin-
„Konfliktmanagement im dern vor allem auch externe Konflikte mit Lie-
Forschendes Lernen
feranten, Geschäftspartnern und Kunden eine
Unternehmen“ effiziente Geschäftstätigkeit. Unternehmen ler-
Das Modul findet im Format des „forschenden
nen daher in jüngster Zeit, dass die Minimie-
Lernens“ statt. Bemerkenswerte Besonderheit
rung sozialer Konfliktpotentiale sowie die
UF 8 Steuerung aufgetretener Störungen ökono-
ist beim „forschenden Lernen“, dass die Stu-
dierenden sich ihr Wissen unter Einsatz be-
misch wie sozial notwendige Elemente nach-
sonderer didaktischer Methoden selbst erar-
haltiger Unternehmensführung sind. Dazu
Prof. Dr. Peter Förschler dienen Konfliktmanagementsysteme und ne-
beiten. Es findet ein ständiger Austausch zwi-
schen den Studierenden und dem „Coach“ in
ben den „klassischen“ Streitverfahren vor Ge-
Präsenzphasen, in Videokonferenzen und mit-
Prof. Dr. Claudia Stachel richt sind alternative Konfliktlösungsverfah-
ren wie etwa die Mediation entstanden.
hilfe des Intranets StudIP/neo statt.

Das hoch aktuelle und moderne Vertiefungsmo-


dul „Konfliktmanagement“ beschäftigt sich mit
allen Facetten solcher unternehmerischer Ma-
nagementsysteme im Allgemeinen und im Be-
sonderen. Dabei sind die Veranstaltungen in ho-
hem Maße an der Unternehmenspraxis orien-
tiert, die Ergebnisse unmittelbar praktisch um-
setzbar.
Modulteil „Konfliktmanagement I“ Modulteil „Konfliktmanagement II“ Prüfungsform
(3 SWS) (3 SWS)
Während des Semesters erfolgen keine Prü-
Professor Dr. jur. Peter Förschler Professorin Dr. jur. Claudia Stachel fungsleistungen, den Abschluss bildet eine aus
dem von den Studierenden erarbeiteten Stoff
Der erste Modulteil beschäftigt sich mit der häu- In diesem Modulteil geht es um Möglichkeiten
gebildete Klausur (45 Min KM I / 45 Min KM II).
figsten Ursache von Konflikten, nämlich der Ent- der alternativen Streitbeilegung und um die
stehung offener Forderungen gegenüber Frage, wie Unternehmen ein Konfliktmanage-
Kunden, sowie mit den streitigen Konfliktlö- mentsystem entwickeln können. Dabei wer-
sungsverfahren vor Gericht. den alternative Streitbeilegungsmethoden auch Die Dozenten
mit der Konfliktentscheidung durch Gerichte ver-
Alle Unternehmen bedürfen eines Forderungs- glichen. Prof. Dr. jur. Peter Förschler ist seit 2001 Pro-
managementsystems, das die Entstehung von fessor für Wirtschaftsrecht und Corporate Com-
Außenständen präventiv verhindert und offene Als alternative Streitbeilegungsmethoden kom- pliance an der HfWU, Honorarprofessor an der
Forderungen effizient eintreibt. men vor allem die Methoden der Mediation, Universität Hohenheim und ehemaliger Staats-
Schlichtung, Schiedsgericht und -gutachten, anwalt sowie Richter am Landgericht Stuttgart.
Dies umfasst die Steuerung des ganzen Pro-
Verhandeln, Adjudikation und Moderation in Er arbeitet mit Compliance-Management-Syste-
zesses von der Bonitätsprüfung zukünftiger
Betracht. men in der Unternehmenspraxis, zu denen auch
Geschäftspartner über das Forderungsin-
Forderungsmanagement-Systeme gehören.
kasso und die Beauftragung von Rechtsanwäl-
In diesem Zusammenhang wird die Frage rele- Aufgrund seiner früheren richterlichen Tätigkeit
ten bis hin zu gerichtlichem Mahnverfahren und
vant, ob Unternehmen die Möglichkeit haben, ist er Experte im gerichtlichen Forderungsma-
Zivilklage vor Gericht.
ihre Konflikte systematisch anzugehen. Es nagement und Autor mehrerer Fachbücher zu
Stichworte Forderungsmanagement im Un- wird daher untersucht, wie ein Konfliktmanage- diesem Thema.
ternehmen: Bonitätsprüfung, Schufa, Scoring, mentsystem im Unternehmen aufgebaut wer-
Prof. Dr. jur. Claudia Stachel ist seit 2014 Pro-
kaufmännisches Mahnverfahren, Inkassounter- den kann und welches die Designelemente ei-
fessorin für Wirtschaftsrecht und Konfliktma-
nehmen, Rechtsanwalt und deren Kosten. nes solchen Systems sind.
nagement an der HfWU. Zuvor war sie Rechts-
Stichworte Unternehmen im Rechtsstreit: anwältin und Unternehmensjuristin. 2013 erwarb
Nicht zuletzt wird auch untersucht, welche Mög-
Prozessvorbereitung, Gerichtliches Mahnver- sie den „Master of Mediation“. Aufgrund ihrer be-
lichkeiten der Prävention von Konflikten es
fahren, Anwaltszwang, Gerichtszuständigkeiten, ruflichen Unternehmenstätigkeit und ihrer Aus-
gibt.
Zivilprozess und mündliche Verhandlung, Ex- bildung zur Mediatorin ist auch sie Expertin für
kursion zum Gericht. Konfliktmanagement im Unternehmen.

Literatur: Förschler, Der Zivilprozess – eine Ein-


führung in Forderungsmanagement, Zivilpro-
zess und Zwangsvollstreckung, 4. Aufl. 2018
München

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