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Grundstähle

Die Klasse der Grundstähle wurde mit der Neufassung der


Norm im Juli 2000 abgeschafft.
Das waren Stähle, die – abgesehen von ihrer relativ geringen
Festigkeit – auf keine Anforderungen festgelegt waren.
Sowohl unlegierte, als auch legierte Stähle (nicht rostfreie)
werden in Qualitäts- und Edelstähle unterteilt:
Qualitätsstähle

Für Qualitätsstähle gelten festgelegte Anforderungen, wie


Zähigkeit, Schweißeignung und Umformbarkeit.
Sie sind aber nicht für eine gezielte Wärmebehandlung
geeignet (Vergüten, Härten). Seine Qualität erhält der Stahl
durch ein feinkörniges Gefüge und die geforderte Reinheit von
max. 0,045 % Phosphor und Schwefel
Beispiele für Qualitätsstähle

Stahlsorte DIN EN Werkstoff-nummer Alte Bezeichnung C- Gehalt


10027
S235JO 1.0114 St37-3U ≤ 0,17%
S235J2G3 1.0116 St37-3N ≤ 0,17%
S235J2G4 1.0117 ≤ 0,17%
S275JO 1.0143 St44-2 ≤ 0,18%
S275J2G3 1.0144 St44-3N ≤ 0,18%
S275J2G4 1.0145 ≤ 0,18%
S355JO 1.0553 St52-3U ≤ 0,20%
S355J2G3 1.0570 St52-3(N) ≤ 0,20%
S355J2G4 1.0577
S355K2G3 1.0595 ≤ 0,20%
S355K2G4 1.0596 ≤ 0,20%
Bezeichnung nach Verwendungszweck
und Streckgrenze

Meist wird in der ersten Ziffer der Anwendungsbereich


angegeben danach kommt die Mindestreckgrenze Re gefolgt
von der Kerbschlagzähigkeit und diversen
Zusatzeigenschaften
Bezeichnung nach Verwendungszweck
und Streckgrenze

zum Beispiel

S235JR+C

S = Stähle für Stahlbau


235 = Mindestreckgrenze 235 N/mm²
JR = 27J Kerbschlagzähigkeit +20°
C = Kaltumformbar
Werkstoffnorm DIN EN 10 027

 Qualitätsstähle

Kennbuchstabe Streckgrenze Gruppe1 Gruppe2

E 355 G1 C

Maschinenbaustahl 355N/mm² unberuhigt mit besonderer


vergossen Kaltumformbarkeit

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Anwendungsbereich

Kennziffer Anwendungsbereich
D kaltumformbare Stähle
E Maschinenbaustähle
H Hochfeste Flacherzeugnisse
L Stähle für Leitungsrohre
P Stähle für Druckbehälter
R Schienenstähle
S Stähle für Stahlblau
Kerbschlagzähigkeit

+20°C 0°C -20°C -30°C -40°C -50°C -60°C


JR J0 J2 J3 J4 J5 J6 27 J
KR K0 K2 K3 K4 K5 K6 40 J
LR L0 L2 L3 L4 L5 L6 60 J

1 Joule= 1 Newtonmeter= 1Wattsekunde


Kerbschlagbiegeversuchsmaschine
Kerbschlagbiegeversuch

Der Kerbschlagbiegeversuch ist ein 1905 von Augustin


Georges Albert Charpy eingeführtes Verfahren der
Werkstoffprüfung, das nach DIN EN 10045 relativ schnell und
einfach Zähigkeitseigenschaften von Werkstoffen bestimmt.
Dabei wird das Verhalten eines länglichen Quaders, der
einseitig gekerbt (meist V-, seltener U-Kerbe) und im
temperierten Zustand (gekühlt oder erwärmt) ist, bei hoher
Verformungsgeschwindigkeit (Schlagbeanspruchung)
untersucht.
Kerbschlagbiegeversuch

Der Versuch besteht darin, dass ein Pendelhammer mit einer


bestimmten Energie auf die Rückseite der Probe trifft und sie
dabei zerschlägt. Dabei wird im Moment des Aufschlagens auf
die Probe ein Teil der Energie des Hammers durch
Verformungsprozesse in der Probe absorbiert.
Kerbschlagbiegeversuch

Entsprechend der Energie, die während des Zerschlagens von


der Probe absorbiert wird, schwingt der Pendelhammer auf der
anderen Seite weniger hoch. Würde er widerstandsfrei
durchschwingen, würde er dieselbe Höhe wie am Anfang
erreichen.
Ermittelt wird somit die Kerbschlagarbeit W in Joule, für einen
bestimmten Werkstoff bei einer bestimmten Temperatur.
Kerbschlagbiegeversuch

W=m*g*(h`-h)
W: Kerbschlagarbeit in Joule
m: Masse des Pendelhammers in kg
g: Fallbeschleunigung (Erde: 9,81 m/s²)
h' − h: Fallhöhe - Steighöhe des Pendelhammers
Kerbschlagbiegeversuch

Das Verformungsvermögen eines Werkstoffes kann unter


unterschiedlichen Beanspruchungsbedingungen verschieden
sein. Deshalb ist die Kenntnis über das Verformungsverhalten
des Werkstoffs ein wichtiges Kriterium für die
Werkstoffbeurteilung bzw. Werkstoffauswahl. In zahlreichen
Fällen hat es sich gezeigt, dass vor allem krz-Werkstoffe, die
bei der üblichen Festigkeitsprüfung im (statischen) Zugversuch
die Anforderungen erfüllen, in der Praxis zum Beispiel bei
mehrachsiger Beanspruchung und tieferen Temperaturen
durch Sprödbruch versagen können. Vor Kenntnis der
möglichen starken Temperaturabhängigkeit der Zähigkeit sind
wiederholt Schiffe (wie z. B. die Liberty-Frachter) bei niedriger
Temperatur auf ruhiger See spröde auseinandergebrochen.
Kerbschlagbiegeversuch

Zähigkeit und Sprödigkeit sind also Eigenschaften, die nicht


allein vom Werkstoff abhängen, sondern auch von den
Beanspruchungsbedingungen wie Spannungszustand,
Verformungsgeschwindigkeit und Temperatur. Wegen des
Auftretens mehrachsiger und/oder schlagartiger
Beanspruchung in der technischen Praxis ist es notwendig,
neben Bruchdehnung und Brucheinschnürung, die im
Zugversuch bestimmt werden, das Werkstoffverhalten auch
unter Sprödbruchbedingungen zu untersuchen.
Kerbschlagbiegeversuch

Die im Kerbschlagbiegeversuch ermittelte Kerbschlagarbeit W


geht ebenso wie die Verformungskennwerte A (Bruchdehnung)
und Z (Brucheinschnürung) aus dem Zugversuch nicht direkt in
die Festigkeitsberechnung ein. Daher ist mit Hilfe dieser Größen
nur eine qualitative Aussage bzw. eine Klassifizierung bezüglich
des Energieabsorptionsvermögens des Werkstoffs möglich
Zusatzeigenschaften Gruppe 1

M thermomechanisch gewalzt
N normalgeglüht
Q vergütet
andere Merkmale mit 1 oder
G
mehreren Ziffern
Zusatzeigenschaften Gruppe 2

C
kaltumformbar

L für tiefe Temperaturen


H für Halbprofile
W Wetterfest
Edelstähle
unlegierte- und legierte Stähle

Bei Edelstählen sind die festgelegten Anforderung höher als die


bei Qualitätsstählen.
Sie erreichen höhere Festigkeitswerte und sind für gezielte
Wärmebehandlung (besonders Härten und Vergüten) geeignet.
Die Qualität der nochmals verbesserten Reinheit wird durch
besondere Herstellungsverfahren wie das Elektroschlacke-
Umschmelzverfahren erreicht. Schlackeeinschlüsse werden
weitgehend entfernt, der Gehalt an Schwefel und Phosphor
darf höchstens 0,025 % betragen
Edelstähle
unlegierte Stähle- und legierte Stähle

Die normgerechte Bezeichnung beginnt mit C (chemisches


Zeichen für Kohlenstoff), dann folgt eine Zahl die den
Kohlenstoffgehalt angibt und dann kommen die Sonderzeichen
(siehe Tabelle).
Außerdem hat jeder unlegierte Stahl nach dieser Norm einen
Mangangehalt < 1% (ausgenommen Automatenstähle).
Werkstoffnorm DIN EN 10 027

 Unlegierte Stähle

Kennbuchstabe Kennzahl Zusatzsymbol


C-Gehalt

C 35 E
unlegierter Stahl 0,35% C vorgeschriebener
max. S-Gehalt

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Werkstoffnorm DIN EN 10 027

Zusatzsymbol Bedeutung
E Maximaler Schwefelgehalt
R Bereich des Schwefelgehalts
C Gut zum Kaltumformen NMBV
G Besondere Merkmale
S für Federn
U für Werkzeuge
W für Schweißdraht
D zum Drahtziehen
Eisen-Gusswerkstoffe
EN-GJS-350-22

EN = Europäische Norm
G = Guss…
J = …Eisen
S = Kugelig (Struktur)

L = Lamellar
M = Temperkohle
S = Kugelig
A = Austenit
F = Ferrit
P = Perlit
W = entkohlend geglüht

350 = Mindestzugfähigkeit (Rm in N/mm²) oder Chemische Zusammensetzung


22 = Bruchdehnung A in % ( S getrennt gegossen C am Werkstück entnommen )

Zusatz Anforderung(immer angefügt)


H = Wärmebehandelt
W = für Schweißen Geeignet
Schnellarbeitsstahl

Der Name HSS leitet sich vom englischen „High Speed Steel“
ab, was häufig mit Hochleistung-Schnellschnittstahl übersetzt
wird. Sie sind äußerst verschleißfest und widerstandsfähig
gegen hohe Temperaturen und Temperaturwechsel. Sie werden
für Bohrer, Fräser und Drehmeißel in der Zerspanung
eingesetzt. Eine deutliche Verbesserung von Schnittleistung
und Standfestigkeit des Werkszeugs wird durch eine
Beschichtung mit Hartmetall erreicht. Besonders häufig wird
dazu Titannitrit (TiN, zu erkennen an der goldene Färbung)
oder Titancarbid (TiC) verwendet.
Schnellarbeitsstähle

Die normgerechte Bezeichnung beginnt mit den Ziffern HS


dahinter werden in einer bestimmten Reihenfolge ( W, Mo, V, Co ) die
Legierungsmetalle in Prozent angegeben
Beispiel
HS 10-4-3-10
HS = Schnellarbeitsstahl

10 = 10% Wolfram

4 = 4% Molybdän

3 = 3 % Vanadium

10 = 10% Kobalt

11 Hydrobelaxid
Niedriglegierte Stähle

Niedriglegierte Stähle erkannt man daran, dass sie mit der


Angabe des Kohlenstoffgehalts als zweistelliger Zahl beginnen.
(z.B. 17Cr3 = 0,17 % Kohlenstoff). Danach kommen die
Legierungselemente (Siehe Bsp. unten). Deren Anteil wird
durch einen Faktor dividiert, der aus der Tabelle zu entnehmen
ist. Ohne Angabe ist der Anteil geringfügig, aber dennoch
wichtig für die Eigenschaften der Legierung
Niedriglegierte Stähle
Als niedriglegiert bezeichnet man Stähle, bei denen kein
Legierungselement einen mittleren Gehalt von 5 Massenprozent
überschreitet.

Bezeichnung:

Ganz vorne der Kohlenstoffgehalt in Massenprozent mal 100, gefolgt


von den chemischen Elementsymbolen der Legierungselemente in der
Reihenfolge sinkender Massenanteile, und am Ende in der gleichen
Reihenfolge, getrennt durch Bindestriche die Massenanteile der zuvor
aufgeführten Legierungselemente, die mit folgenden Faktoren
multipliziert wurden, um auf größere ganze Zahlen zu kommen:
×1000: B
×100: C, N, P, S, Ce
×10: Al, Cu, Mo, Ti, V, Be, Ta, Zr, Nb, Pb
×4: Cr, Co, Mn, Ni, Si, W
Niedriglegierte Stähle

Beispiel:

30NiCrMo12-6
0,3 % Kohlenstoff (0,3=30:100)

3 % Nickel (Ni: 3=12:4)

1,5 % Chrom (Cr: 1,5=6:4)

und geringem, nicht genanntem Anteil Molybdän (Mo).


Legierte Stähle

Legierte Stähle werden weiter in niedrig- und hochlegierte


Stähle eingeteilt. Sobald der Gehalt eines Legierungselements
über 5 % liegt ist der Stahl hochlegiert. Diese Grenze wurde
relativ willkürlich festgelegt und dient „nur“ der guten
Lesbarkeit in der Werkstoffbezeichnung
Werkstoffnorm DIN EN 10 027

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Rostfreie Stähle

Rostfreie Stähle sind durch den hohen Chromgehalt passiviert


– das heißt, besonders reaktionsträge und
korrosionsbeständig.
Je nach Legierungselementen weisen sie verschiede
Gefügeformen auf:
Rostfreie Stähle

Austenitische Stähle – Sie sind die mit Abstand am weitesten


verbreiteten rostfreien Stähle.
Der bekannteste Vertreter ist X5CrNi18-10, auch bekannt als
V2A. Austenitische Stähle sind nicht magnetisch, schwer zu
zerspanen aber gut umformbar und besitzen gute
Schweißeignung. Sie sind sehr weich und nicht härtbar.
(V4A wird unter der Bezeichnung 18/10 gerne für Kochtöpfe
und Besteck verwendet, jedoch nie für Messer)
Rostfreie Stähle

Ferritische Stähle – Sind magnetisierbar, schwer zerspanbar


und schweißgeeignet. Von großer Bedeutung ist ihre
Warmfestigkeit
Rostfreie Stähle

Martensitische Stähle- sie weisen die höchste Festigkeit unter


den rostfreien Stählen auf und können die größte Härte
erreichen. Sie werden unter anderem für Messer und andere
Schneidwerkzeuge in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Sie
sind magnetisierbar und leicht zu zerspanen, aber können nur
schlecht geschweißt werden.
Systematik der Werkstoffnummern

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Allgemeiner Baustahl

mit einem C-Gehalt von 0,15 - 0,5 %.


Für Bauteile mit normaler Temperaturbeanspruchung.
Günstiger Werkstoff für allgemeine Konstruktionen.
Schweißgeeigneter Feinkorn-Baustahl
Wie allg. Baustahl, jedoch mit Zusätzen zur Verfeinerung des
Korns. Verbesserte Zähigkeit und Festigkeit.
Einsatzstahl

0,05 - 0,2 %-C; teilweise legiert mit Cr, Mn, Mg, Ni.
An sich nicht härtbar. Beim Einsatzhärten wird die Oberfläche
gezielt mit Kohlenstoff angereichert und gehärtet, der Kern
bleibt zäh.
Verwendung für Wellen, Zahnräder, Nocken, Kettenglieder
Einsatzstahl

Zu den Einsatzstählen gehören die unlegierten und


niedriglegierten Stähle bis zu einem maximalen
Kohlenstoffgehalt von 0,20 %. Da Einsatzstähle zu wenig
Kohlenstoff aufweisen, um beim martensitischen Härten
nennenswerte Festigkeitssteigerungen zu erzeugen, werden
diese in eine kohlenstoffhaltige Atmosphäre „eingesetzt“
(Einsatzhärten) und hierzu auf Temperaturen zwischen 880 °C
und 1050 °C erhitzt (geglüht).
Beispiele für Einsatzstähle

C15E: Edelstahl 0,15 % C; weichgeglüht (nur an der überholten


Normbezeichnung "Ck 15 G" erkennbar); unlegiert

25 Mo Cr 4 BF:

20MnCr5

17CrNiMo6

16MnCr5 (Euronorm: EC80)

15CrNi6
Vergütungsstahl

0,22 - 0,6 %-C, teilweise legiert mit Cr, Ni, Mo, V.


Werkstoffe, die zum Vergüten vorgesehen sind. Dabei wird der
Stahl gehärtet und angelassen – dass heißt, die Spannungen
im Stahl werden teilweise wieder abgebaut. Sehr hohe
Festigkeit bei guter Zähigkeit. Ein besonderes Merkmal ist die
Vergütungstiefe, also wie weit die Vergütung unter die
Oberflache reicht.
Antriebs- und Getriebewellen, Bolzen, Radreifen (Bahn)
Beispiele für Vergütungsstähle

Kurzname Werkstoffnummer Streckgrenze Zugfestigkeit


Re N/mm² min Rm N/mm²
C22E 1.1151 290 470- 620
C45E 1.1191 370 630- 780
34CrS4 1.7037 460 700- 850
25CrMoS4 1.7213 450 700- 850
42CrMo4 1.7225 650 900-1100
30CrNiMo8 1.6580 900 1100-1300
51CrV4 1.8159 700 900- 1100
Nitrierstahl

0,31 - 0,41 %-C, legiert mit den Nitridbildnern Al, Cr, Ti.
Beim Nitrieren wird die Oberfläche mit Stickstoff behandelt, es
bilden sich extrem harte Nitride, welche die Oberfläche
verschleißfest machen.
Für Zahnräder, Nocken, Ventile (Motorkopf)
Automatenstahl

durch Zulegieren von Blei oder Schwefel wird der Stahl für die
Bearbeitung auf Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren
optimiert. Werkzeugverschleiß und Zerspanungskräfte werden
reduziert, Späne in kurzen Abständen gebrochen. Die Bildung
langer Fließspäne, welche die Maschinen „verstopfen“, wird
verhindert.
Für Zerspanungsteile in Massenfertigung.
Blankstahl

keine eigene Klasse nach der Zusammensetzung.


Blankgezogene Teil weisen durch Kaltverformung erhöhte
Festigkeit auf und habe glatte Oberflächen mit hoher
Maßgenauigkeit
Kostenreduzierte Fertigung von Maschinenteilen, ohne weitere
Oberflächenbearbeitung
Unlegierte Werkzeugstähle

Härtbarkeit und Festigkeit werden im Wesentlichen durch den


Kohlenstoffgehalt bestimmt. Die Einhärtetiefe ist nur gering und
bei Temperatur ab 200 °C tritt ein deutlicher Härteabfall ein.
Verwendung für Stempel und Schneidplatten von Stanzen
(nicht zu verwechseln mit Wendeschneidplatten für
Drehmaschinen), sowie für Biege- und Ziehwerkzeuge.
Legierte Kaltarbeitsstähle

Durch Legierungszusätze wie Cr, V, W und Si werden


Zähigkeit, Druckfestigkeit und der Verschleißwiderstand erhöht.
Außerdem wird der Härteverzug reduziert. Die
Arbeitstemperatur ist auch hier auf max. 200 °C beschränkt.
Verwendung für Zangen, Maulschlüssel und andere
Handwerkzeuge
Legierte Warmarbeitsstähle

Zusätzlich mit Co, Mo und Ni legiert wird die Arbeitstemperatur


auf max. 400 °C gesteigert.
Einsatz für Schmiede-Gesenkformen und Spritzgussformen
Legierungselemente
 Einfluss der Legierungselemente
 Molybdän :
 verbessert die Verschleißfestigkeit des Stahles, wird also gern in Wellen und Zahnrädern mit
hoher Beanspruchung eingesetzt
 Blei:
 Wird fast nur bei Automatenstählen eingesetzt, die zum Drehen geeignet sind, um eine bessere
Oberfläche zu erhalten
 Schwefel:
 Wird gern wegen seinen kurz brechenden Spänen in Automatenstählen eingesetzt Allerdings
führt Schwefel zu einer schlechteren Umformbarkeit.
 Chrom :
 Wird oft bei hochbeanspruchten Teilen benutzt aber auch als verbesserter Korrosionsschutz und
Wärmefestigkeit
 Mangan :
 Erhöht die Zugfestigkeit und somit auch die Belastbarkeit sie werden gern bei Automatenstählen
und bei Kunstoffpressen eingesetzt
 Wolfram:
 Sehr hitzebeständig (Schmelzpunkt bei 3422 °C ) meist in Werkzeugstählen oft
Warmarbeitstählen (hohe Dichte 19,25 kg/dm3 )
 Nickel:
 Hohe Festigkeit und Hitzebeständigkeit wird gern in hoch beanspruchtem Stahl benutzt Aber
auch in Chemie Tanks findet es Verwendung
 Vanadium:
 Sehr Hart sehr hitzebeständig Wird meistens in Werkzeugstähle eingesetzt 54