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Italien Deutschland

Carta costituzionale Grundgesetz


Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar

Nationalstaat? (mit einigen autonomen Provinzen oder Bundesstaat (16 Länder, darunter Stadtstaaten wie
Regionen) Berlin, Hamburg)

Kompetenz zu Schule, Universität, Polizei, Naturschutz


bei den Ländern

Kompetenz zu Pass, Migration, Zentral Polizei (z.B.


Antiterrorismus), Waehrung, Warenverkehr bei der
Zentralregierung

Aber: Steuern werden auch verteilt, damit alle Länder


funktionieren können

Wahlberechtigt mit 18 Jahren Wahlberechtigt mit 18 Jahren


(25 fuer den Senato) (einige Landtage schon mit 16)

beide Kammern haben die gleich Funktion Bundestag (690 Abgeordnete), Bundesrat (69
(bicameralismo perfetto) Abgeordnete-oft ist hier das Interesse der Länder
Camera: 630 Abgeordnete wichtiger als das der Parteien, wird nie aufgelöst)
Senato: 315 Abgeordnete
Bundestag wichtiger als Bundesrat und nur der
Bundestag wählt den Kanzler

d.h. Gesetze werden schneller verabschiedet

beide Kammern werden direkt gewählt Bundestag direkt gewählt, Bundesrat durch die
Landtage entschieden (indirekt gewählt)

Presidente dello Stato Staatspräsident durch die Bundesversammlung gewählt


(beide Kammern zusammen wählen ihn) = Bundestag + gleich viele Vertreter der Länder,
darunter auch der Kultur und des Sports (1.200
Abgeordnete)

Presidente del Consiglio Bundeskanzler


(destruktives Misstrauensvotum) (konstruktives Misstrauensvotum: Misstrauen nur
möglich, wenn schon ein neuer Kanzler da ist)

Konsequenz: Stabilität

acht Parteien, darunter gruppo misto mit vielen Parteien


Unterteilungen CDU/CSU
https://www.camera.it/leg18/46sechs SPD
Die Linke
Die Gruenen
AfD
FDP
Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland
Die wahlberechtigten Bürger (ab 18 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit, ca. 60 Millionen) wählen alle 4 Jahre
die Abgeordneten des deutschen Parlaments, des Bundestages. Sie wählen also nicht etwa direkt Kanzler oder
Kanzlerin. Die Abgeordneten einer Partei bilden eine Bundestagsfraktion. Die stärkste Partei muss einen
Koalitionspartner suchen, mit dem eine Mehrheit für die Wahl des Kanzlers (der Kanzlerin) gebildet werden kann.
Der/die Kanzler/in sucht aus der eigenen Partei und der des Koalitionspartners die Minister zusammen, die dann vom
Bundespräsidenten ernannt werden. Die Parteien, die nicht in der Regierung sind, sind Oppositionsparteien. Die
Kanzlerin und die Ministerien bilden zusammen die Regierung, das Treffen von Kanzler und Ministern nennt man
Kabinett(sitzung). Auch in jedem der 16 Bundesländer gibt es ein Parlament. In den 13 Flächenstaaten heißt es
Landtag.
Die Landtage werden nicht alle auf einmal gewählt, sondern zeitlich versetzt, pro Jahr drei bis fünf. Natürlich gibt es
auch eine Regierung, die Landesregierung. Die Regierungschefs heißen nicht etwa Landeskanzler, sondern
Ministerpräsidenten (in den drei Stadtstaaten: Bürgermeister). Es gibt also drei Bürgermeister in Deutschland im
Rang von Ministerpräsidenten.
Die Landesregierungen schicken 3 (so die bevölkerungsärmsten Bundesländer) bis 6 (so die bevölkerungsreichsten)
Vertreter aus der jeweiligen Landeshauptstadt nach Berlin in den Bundesrat. Der Bundesrat ist die Vertretung der
Bundesländer. Bei den wichtigen Gesetzen hat der Bundesrat legislative Funktion, d.h. er kann z.B. ein Gesetz, dass
der Bundestag beschließen will, durch ein Veto stoppen. Die Machtverteilung zwischen Zentralgewalt (Bund) und den
Ländern nennt man Föderalismus. Deutschland ist also ein föderativer Bundesstaat. (Markieren Sie in dem Schema
die Linie, die Bundes- und Landespolitik trennt!).
Das höchste (aber nicht das mächtigste) Verfassungsorgan ist der Bundespräsident. Er wird alle fünf Jahre von der
Bundesversammlung gewählt. Diese besteht aus allen Mitgliedern des Bundestages und ebenso vielen, die nach
einem Schlüssel von den Landesparlamenten geschickt werden. Das sind aber nicht immer nur Abgeordnete,
sondern oft auch vertrauenswürdige Prominente oder andere ausgewählte Personen aus der Mitte des Volkes. Alle
Gesetze müssen vom Präsidenten unterschrieben werden. Wenn der Präsident Zweifel hat, ob das Gesetz mit dem
Grundgesetz übereinstimmt, verweigert er die Unterschrift und schickt sie an das Bundesverfassungsgericht. Dies ist
das höchste deutsche Gericht und hat seinen Sitz nicht in Berlin, sondern in Karlsruhe. Dieses Gericht hütet das
Grundgesetz. Ist jemand (Politiker oder normaler Bürger) nicht sicher, ob ein Gesetz oder eine politische Handlung
verfassungskonform ist oder nicht, kann er das Verfassungsgericht anrufen. An die Entscheidung dieser Richter
müssen sich alle halten. Das deutsche Verfassungsgericht hat im Vergleich zu ähnlichen Gerichten in anderen
Demokratien eine sehr starke Stellung. Die Bundesverfassungsrichter werden je zur Hälfte vom Bundestag und
Bundesrat gewählt.