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Leistungselektronik

12 Vorlesung am 24.06.2021

Wechselrichter (Inverter)
Probst (Seiten: 252-308), Specovius (Seiten: 211-288), Mohan (Seiten: 200-248)

PWM- Drehstromwechselrichter
Um einen Sinusverlauf des Ausgangsstromes zu erhalten, muss man PWM Verfahren verwenden.

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Strangspannung (Rot), Grundschwingung der Strangspannung (Blau), Laststrom (Grün)

Fourier Analyse der Strangspannung. Die Grundschwingung liegt bei 50 Hz und die erste Oberwelle tritt bei
der Schaltfrequenz auf.

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Die 3 Strangströme: sie sind perfekt sinusförmig.

Das Modulationsgrad M kann zwischen 0 und 1 eingestellt werden. In diesem Fall arbeitet den
Wechselrichter im linearen Bereich.

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Übermodulation
Wenn das Modulationsgrad größer als 1 ist, hat man die sogenannte Übermodulation (Overmodulation)
und die Ströme sind nicht mehr sinusförmig (verzerrt). Wenn M größer als 3 ist, arbeitet den
Wechselrichter praktisch schon im Blockbetrieb

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Die Ströme sind nicht mehr sinusförmig (wie im Blockbetrieb).

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Raumzeiger Modulation (Space Vector Modulation) für Drehstromwechselrichter
Man möchte die Amplitude der Ausgangsspannung erhöhen und gleichzeitig im linearen Bereich blieben.
Es wird einen sinusförmigen Verlauf (Grundschwingung) mit einer Oberwelle 3. Ordnung addiert.

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Bei einem Drehstromsystem die Oberwellen 3. Ordnung sind alle phasengleich, d.h. die Ströme die in Bezug
auf diese Oberwellen verursacht werden, können nicht fließen (Summe der Ströme auf einen Knoten soll
immer Null sein).

Steuerspannung (Grün): sie ist nicht mehr sinusförmig, aber bleibt im Bereich +1V - -1V. Dreieckige
Spannung (Rot), PWM in Sinne von Raumzeiger Modulation (Geld). Grundschwingung von der
Steuerspannung (Blau): die Amplitude dieser Spannung ist 1,15, d.h. man gewinnt 15% mehr Spannung im
Vergleich zum PWM Sinus.

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Steuersignale für die 3 Stränge

Fourier Analyse der Steuerspannung: sie besteht aus der Grundschwingung (50Hz) und der Oberwelle 3.
Ordnung (150Hz).

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Grundschwingung 1. Strang (Blau), Grundschwingung 2. Strang (Rot), Grundschwingung 3. Strang (Gelb), 3
Oberwellen 3. Ordnung alle phasengleich (Braun), Steuerspannung für 1. Strang (Grün).

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Strangspannung (Grün) und Grundschwingung (Rot).

Fourier Analyse der Strangspannung

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Fourier Analyse der Strangspannung (Grün): sie besteht aus der Grundschwingung und der Oberwelle 3.
Ordnung. Die Amplitude der Grundschwingung ist M*(Ud/2), aber jetzt ist M = 1,15.
Fourier Analyse des Strangsstromes (Rot): sie besteht nur aus der Grundschwingung, d.h sinusförmig, weil
die Strome der Oberwellen 3. Ordnung nicht fließen können (sie sind alle phasengleich). Auch die Summe
von diesen Strömen muss Null sein, aber die einzige Möglichkeit ist dass sie Null sind.

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Graphische Darstellung als Raumzeiger

Blockbetrieb

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Zwischenkreiskondensator
Wenn die Quelle aus einem Akku besteht, muss man trotzdem eine Kondensator parallel anschließen.
Natürlich nicht um die Gleichspannung zu glätten. Die Spannung Ud ist konstant. Wozu braucht man diesen
Kondensator?

An der Maschine haben wir eine Wirkleistung P. Diese ist in Bezug mit dem Strom der Maschine (mit PWM
oder RZM ist sinusförmig) und mit der Grundschwingung der Strangspannung. Zwischen Grundschwingung
der Spannung und Strom haben wir die Phasenverschiebung 1 . Es entsteht eine
Grundschwingungsblindleistung Q1. Da die Strangspannung verzerrt ist, entsteht auch eine
Verzerrungsblindleistung D.
Die Wirkleistung der Maschine kommt aus der Quelle (Akku), weil die Größe sind hier Gleichgröße.
Die Blindleistung muss auch erzeugt werden. Ein Akku kann nicht eine Blindleistung erzeugen. Wer ist in
der Lage eine Blindleistung zu erzeugen? Ein Kondensator. Der Kondensator nimmt eine kapazitive
Blindleistung auf, aber man kann auch sagen, dass ein Kondensator eine induktive Blindleistung erzeugt.
Der Kondensator erzeugt auch die Verzerrungsblindleistung.

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Der Strom aus dem Wechselrichtereingang ändert sehr schnell, weil in Verbindung mit der Schaltfrequenz
ist. Ein Akku ist nicht in der Lage diese schnelle Stromänderung zu folgen, weil eine Innenimpedanz immer
dabei ist. Besonders wichtig ist die Inneninduktivität, die die schnelle Änderung des Stromes verhindert.

Der Wechselrichtereingangstrom Id, ändert sehr schnell.

Wechselrichtereingangstrom
Dieser Strom besteht aus einem Gleichanteil und aus einem Wechselanteil.

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Der Gleichanteil kommt aus der Quelle (Akku) und der Wechselanteil fließt in den Kondensator.
Das Problem hat man auch wenn die Gleichspannung aus einem Gleichrichter kommt, weil die Dioden sehr
langsamer Dioden sind. Sie arbeiten bei der Netzfrequenz (50 Hz) und sie sind in der Lage ein- und aus zu
schalten bei der Schaltfrequenz (10 kHz oder höher). Deswegen auch in diesem Fall muss aus dem
Gleichrichter nur den Gleichanteil (konstant) des Wechselrichtereingangsstromes. Ein Kondensator nimmt
den Wechselanteil auf.

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