Sie sind auf Seite 1von 1

Die stationäre Aufnahme der Patientin erfolgte wegen einer Verschlechterung des

Allgemeinzustandes und Schwindel bei hypertensiver Entgleisung. Initial dachten wir über
eine hypertensive Enzephalopathie. Nach der Blutdrucksenkung ist die
Schwindelsymptomatik geblieben. Mittels durchgeführter CCT haben wir zentrale Genese des
Schwindels ausgeschlossen. Laut neurologischem Konsil konnte hier ein Meniere Syndrom
bei Hochdruck als Grund für die Beschwerde sein.
Im weiteren Verlauf beobachteten wir rezidivierende Kollaps/Synkopenerreignisse der
Patientin meistens nach dem Aufstehen unterwegs auf die Toilette. Im Ruhe- EKG
dokumentierten wir einen kompletten Rechtsschenkelblock (Wilson-Typ). Die durchgeführte
LZ-EKG zeigte mehrere Pausen und Bradykardien bis 29/Min tagsüber. Die initiale ßeta-
Blocker-Therapie wurde pausiert.
Bei symptomatischer Bradykardie sahen wir eine Indikation zur Implantation eines 2-
Kammer-Herzschrittmachers. Dieser konnte am 07.02.2014 komplikationslos implantiert
werden.
Postoperativ hatte die Patientin kein Schwindel mehr, obwohl der allgemeine Zustand noch
nicht gut war. Hier trat eine Hyponatriämie mit Hypokaliämie auf. Wir haben die bisherige
diuretische Therapie mit Tiazide (HCT) beendet.
Hypotone Dehydratation therapierten wir mittels intravenöser Elektrolytlösung mit 10%-iger
NaCl-Gabe, Hyponatriämie-mit intravenöser KCl-Gabe. Bei TSH-Spiegel lag im
Normbereich, der Kortisol-Spiegel war erhöht.
Während des gesamten stationären Aufenthalts beobachteten wir intermitierendes Erbrechen
unter PPI Therapie. Gastroskopisch kam eine Refluxösophagitis und Antrumgastritis zur
Darstellung. Der HUT war negativ.
Die ganze Zeit wurde die Hyponatriämie mit oraler NaCl-Gabe mittels Schwedentabletten
behandelt und sie hat auch normal gegessen und getrunken.
Darüber hinaus stellten wir die Patienten bei unklarer Hyponatriämie mit V.a. Cushing-
Syndrom vor, hier wurde leider die Verdachtsdiagnose einer SIADH nicht bestätigt.
Nach intensivierten krankengymnastischen Maßnahmen konnte Frau Schulte wieder
mobilisiert werden. Wir bitten um fachärztliche Abklärung der therapieresistenten
Hyponatriämie und bedanken uns für die prompte Übernahme der Patientin.