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In seinem Buch A tramp abroad sagte Mark Twain, ein begabter Mensch könne Englisch

in dreißig Stunden lernen, Französisch in dreißig Tagen, Deutsch aber kaum in dreißig
Jahren: "Es ist ganz offenkundig, dass die deutsche Sprache zurechtgestutzt und renoviert
werden muss. Wenn sie so bleibt, wie sie ist, sollte man sie sanft zu den toten Sprachen
legen, denn nur die Toten haben genügend Zeit, sie zu lernen." Goethe benutzte 100.000
Wörter, im Duden stehen 145.000. Das Grimm’sche Wörterbuch hat 450.000 gesammelt.
Nicht minder zu beobachten ist, dass die deutsche Umgangssprache sich in den letzten
Jahrzehnten rasant verändert hat, bestreitet heute niemand mehr. Das gesprochene
Deutsch baut ordentlich grammatischen Ballast ab, der Satzbau wird einfacher und
effizienter. Noch nie war das gesprochene Deutsch von der Schulgrammatik so weit
entfernt wie heute, und die Schere geht immer weiter auseinander.

Trotz ist Deutsch eine der führenden Sprachen in der Wissenschaft. Es kann sich sehr
lohnen, sich mit Wissenschaftlern, Künstlern und Komponisten in deren eigener Sprache
zu beschäftigen. Wer Deutsch spricht, kann problemlos mit rund 100 Millionen
Europäern in ihrer Muttersprache kommunizieren, denn Deutsch wird nicht nur in
Deutschland, sondern auch in Österreich, in weiten Teilen der Schweiz, in Liechtenstein,
Luxemburg sowie Teilen Norditaliens, Ostbelgiens und Ostfrankreichs gesprochen.
Neben Russisch ist Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa und
gehört zu den zehn am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt.

Dazu stelle ich die Grafik vor, die „Deutsch als Fremdsprache vor allem in Polen
beliebt“ heißt. Die Grafik ist unter die Auswärtiges Amt veröffentlich worden. Die Daten
stammen aus 2015. Für die Darstellung wurde die Form des Balkenendiagramms
gewählt. Auf die y-Achse sind die Länder, in welchen die meisten Personen Deutsch als
Fremdsprache erlernen. Die Angaben werden in Absolut Zahlen angegeben. Fast 2,3
Millionen Polen lernten derzeitig Deutsch. Das geht aus Zahlen hervor, die das
Auswärtige Amt zusammengestellt hat. In keinem anderen nicht-deutschsprachigen Land
gebe es so viele Personen, die Deutsch erlernten. An zweiter Stelle folge das Vereinigte
Königreich. Dort, ebenso wie in Russland, lernten mehr als 1,5 Millionen Personen
Deutsch. Auch in Frankreich seien es mehr als eine Million. Während in den USA
immerhin auch eine halbe Million Menschen Deutsch lernten, überraschen andere
Staaten mit vielen Deutschschülern: So erlernten etwa auch in Usbekistan mehr als
500.000 Einwohner Deutsch, mehr als in der Türkei und mehr als in einigen
Nachbarländern Deutschlands. Nicht ganz so ausgeprägt ist das Interesse an Deutsch in
einigen afrikanischen Staaten, wie dem Kamerun (knapp 230.000) gebe es dafür mehr
Deutschlernende als in einigen europäischen Staaten. Ich vermute, dass so viele
Personen, welche Deutsch studieren möchten, von der Weltglobalisierung abhängen.
Deutsch ist zum Beispiel die Sprache von Goethe, Mozart, Freud und Luther. Sprache ist
die Eintrittskarte in die Kultur. Wenn man eine Sprache nicht kann, kann man nicht in die
Kultur eintauchen. Es geht nicht nur darum, beim Einkaufen zu reden. Man muss seine
Gefühle ausdrücken, kommunizieren, sich differenziert äußern.In der Forschung kommen
einige Nobelpreisträger aus Deutschland. Es ist die größte Wirtschaftsmacht der EU und
die drittgrößte der Welt. Firmen wie BASF und Mercedes Benz sind Aushängeschilder
für die einflussreichsten Firmen. Durch die Vergrößerung der EU liegt Deutschland nun
im Herzen Europas. Mehr und mehr Menschen auf der ganzen Welt sehen, dass es ihnen
einen großen Vorteil im Lebenslauf verschafft, wenn sie die deutsche Sprache sprechen
können. Leute, die ins Ausland gehen und mehrere Sprachen sprechen, haben oft größere
Chancen einen vielseitigen Job zu ergattern. Ein gutes Deutsch hilft im Job, wenn man
von einem internationalen Unternehmen eingestellt wird und geschäftliche Beziehungen
nach Deutschland hat.