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Inhalt

Einleitung...............................................................................................................................................2
Themenwahl.......................................................................................................................................2
Zielsetzung.........................................................................................................................................2
Die sechs Methoden...............................................................................................................................3
Auswertung Bingo..............................................................................................................................6
Auswertung Rätsel.............................................................................................................................7
Auswertung Vokabelgymnastik..........................................................................................................8
Auswertung Partnerinterview............................................................................................................9
Auswertung Assoziogramm..............................................................................................................10
Auswertung Wortpaarspiel..............................................................................................................11
Schlussfolgerungen..............................................................................................................................12

Anhang
Quellenangaben

Sitzungsprotokolle

Dokumentation der Durchführung der Methoden

1
Einleitung
Themenwahl
Als Kursleiterinnen möchten wir für unsere Teilnehmer effiziente Methoden für das
nachhaltige Erlernen der Fremdsprache kennenlernen. Um sich in einer Sprache ausdrücken
und mit der Zeit auch wohl fühlen zu können, ist es unumgänglich, einen möglichst grossen
Wortschatz zu besitzen. Hier möchten wir anknüpfen und haben deshalb als Thema für
unsere Gruppenarbeit „Methoden zur Repetition von Wortschatz“ gewählt. Die Methoden
werden unter Berücksichtigung folgender Erkenntnisse gewählt: Man hat herausgefunden,
dass wir Lerninhalte folgendermassen aufnehmen:

 10% von dem, was wir lesen

 20% von dem, was wir hören

 30% von dem, was wir sehen

 50% von dem, was wir hören und sehen

 70% von dem, was wir selbst sagen

 90% von dem, was wir selbst tun

Je nach Lerntyp gibt es da auch Abweichungen, aber wir können daraus ablesen, wie wichtig
es ist, selber etwas zu sagen und selber etwas zu tun.

Zielsetzung
Wir erarbeiten demnach Methoden, die verschiedene Sinneskanäle ansprechen und den
Sprechanteil der Teilnehmer begünstigen. Das Manuelle, d.h. selber etwas tun, ist im
Sprachunterricht vielleicht etwas schwieriger. Wir möchten aber auch diesen Aspekt
möglichst berücksichtigen.

Die gewählten Methoden sollen in verschiedenen Themenbereichen und auf verschiedenen


Stufen angewandt werden können. Zu den Methoden erstellen wir einen Anleitungskatalog.

Als erstes beschreiben wir die sechs ausgewählten Methoden. Marion, Barbara und Kathrin
probieren die verschiedenen Methoden nach ihrem Ermessen und ihrer Planung aus, d.h.
teilnehmer- und lehrplanorientiert. Sie beschreiben ihre Unterrichtssequenzen und werten
sie anschliessend aus. Aus diesen Analysen ziehen wir eine gemeinsame Schlussfolgerung.

2
Die sechs Methoden
Nach intensiven Recherchen haben wir folgende Methoden gewählt und das Format A5 bestimmt. Die Methoden werden in einem Ringordner abgelegt.

Bingo Quellennachweis: dms-portal.bildung.hessen.de

Lernziel Die TN lernen oder festigen Wortschatz. Sie erstellen Rätsel


eigene Wortsammlungen.
Lernziel Die TN lernen oder festigen Wortschatz. Sie präsentieren
Fertigkeiten
Wortschatz mimisch, verbal oder akustisch.
Sozialform Plenum Fertigkeiten
Materialien  Bingokarten (Kopiervorlage mit 9 Feldern) und eine
Sozialform Plenum
kleine Schachtel Materialien Bild- oder Wortkarten (2 Bilder pro Schüler) zu einem
 Zettel für 30 Begriffe und Zettel zum Abdecken der bestimmten Thema
Bingofelder Durchführung:
TN in zwei Gruppen einteilen. Die Teams erhalten alternierend jeweils eine Karte, die

Durchführung: ein TN beschreibt. Sei es mit Mimik, mit Geräuschen oder verbal. Die TN in seiner

30 Begriffe mündlich sammeln (je nach Thema: Verben, Adjektive, Nomen) und an die Gruppe dürfen raten, um welchen Begriff es geht. Achtung, es darf nur einmal geraten

Tafel schreiben (nummerieren von 1 bis 30). Durch Anzahl der anwesenden TN aufteilen werden. Ist die Antwort richtig, erhält das Team einen Punkt. Ist die Antwort falsch,

und Begriffe auf Zettel schreiben lassen. Alle Begriffe in eine Schachtel legen. TN wählen kommt das Gegenteam zum Zug.

neun von den 30 Begriffen, die an der Tafel stehen und schreiben diese auf ihre
Falls das eigene Team das Wort nicht findet, darf ebenfalls das andere Team raten und
Bingokarte.
erhält somit die Möglichkeit zusätzliche Punkte zu machen.

Die KL zieht einen Zettel nach dem anderen aus der Schachtel und liest den Begriff laut
Beispiel:
vor. Jeder TN, der diesen Begriff auf seiner Bingokarte vorfindet, repetiert ihn laut und
Schüler: ‚Ich kann damit Brot schneiden. Es ist lang. Es ist aus Metall.‘
deckt ihn mit einem Zettel ab. Wer als erstes alle Begriffe auf der Bingokarte abgedeckt
Anderer Schüler: ‚Das Messer‘.
hat, ruft Bingo und gewinnt das Spiel.

Quellennachweis: dms-portal.bildung.hessen.de

Vokabelgymnastik Lernziel TN üben bzw. festigen Wortschatz aus einem

3
Text/ Dialog ect. Die TN lernen/ vertiefen Wörter über
Bewegung (kinästhetischer Lernkanal)
Fertigkeiten

Sozialform Plenum
Materialien Text, Blanko-Moderationskarten, Leuchtmarker
Durchführung:
TN markieren für sie relevante Begriffe/ Ausdrücke im Text, Austausch in KG
(V: Wortschatz an WT sammeln), danach je einen Begriff auf insgesamt etwa 10 Karten
schreiben lassen. KL legt Karten verdeckt hinter sich auf Tisch.
Stehkreis: KL zeigt Gestik zu erstem Begriff und spricht vor.
TN sind Echo und Spiegel der KL. KL zeigt die Karte, alle sind Echo und Spiegel der KL. KL
legt Karte für alle sichtbar vor sich hin.
Ab der dritten Karte: wechselnde Reihenfolge der Begriffe, wechselnder
Sprechrhythmus /Intonation, Ton abdrehen (KL setzt schweigend Gesten fort, TN machen
mit und sprechen, dann spricht KL wieder mit).

Abschluss: nach zwei bis drei Durchgängen Karten verdeckt auf Bodenlegen, TN ziehen
Karten. Stille Darstellung der Begriffe, Gruppe errät die Karte. Dann Karte zeigen und offen
auf Boden legen, nochmals gemeinsam sprechen und pantomimisch darstellen.

Quelle: Brigitte Calenge, Vokabelgymnastik

Partnerinterview
Lernziel Die TN festigen den Wortschatz durch Anwendung und
Interaktion.

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Fertigkeiten Variante: Von einer Frage ausgehen, z.B. "Was machst du (nicht)gern?", TN notieren
persönliche Antworten in gemischter Reihenfolge, tauschen die Liste mit ihrem Partner
Sozialform Partnerarbeit, Plenum
und fragen: A: Ich denke, du spielt gern Fussball, stimmt das? B: Ja, das stimmt. /Nein,
Materialien ein Notizblatt für jeden TN
tut mir leid, das stimmt nicht. Vorher evtl. Redemittel niveaugerecht auf WT notieren.
Durchführung:
Im PL Fragen zum Thema sammeln, auf WT/HP schriftlich festhalten (je nach Stufe
schreiben KL oder TN). Fünf Fragen auswählen.
Jeder TN notiert seine persönliche Antworten. In PA folgt das Interview, Antworten des
Partners ebenfalls in Stichworten festhalten. Anschliessend gegenseitige Vorstellung im
PL. Um die Gruppe zum Mithören und Mitdenken anzuregen, stellt die KL nach jeder
Person eine Frage. Ist die Aussage richtig oder falsch?

Quelle: Peter Bimmel, Deutschunterricht planen, Klett-Verlag

stellen die TN ihr Plakat den anderen TN vor und erklären schwierige Wörter. Die KL
Assoziogramm
kann dabei helfen.
Lernziel Die TN verknüpfen schon gelernten Wortschatz mit
Variante 1: Die TN erhalten in einem Kuvert den entsprechenden Wortschatz zu ihren
Oberbegriffen. Sie repetieren die Wörter in einem
Oberbegriffen und müssen die Wortkarten nur noch den Oberbegriffen richtig
thematischen Zusammenhang.
Fertigkeiten zuordnen.

Variante 2: TN, die gerne zeichnen, können zu den Unterbegriffen ein Bild malen.
Sozialform Paararbeit
Materialien A2-Blätter mit Oberbegriffen zum entsprechenden Variante 3: Die TN erhalten in einem Kuvert Bildkarten zu ihren Oberbegriffen und

Wortschatz beschriftet. müssen die Bildkarten den Oberbegriffen richtig zuordnen und die entsprechenden
Wörter dazuschreiben.
Variante 1: Wortkarten mit Unterbegriffen
Variante 2: Bildkarten als Unterbegriffe
Durchführung: Quellennachweis: dms-portal.bildung.hessen.de

Jedes Team erhält 1-2 Plakate mit Oberbegriffen. Die TN erarbeiten in Paararbeit die
entsprechenden Unterbegriffe und schreiben die Wörter auf das Plakat. Anschliessend
Das Wortpaarspiel
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Lernziel Die TN verbinden die Wörter im Kopf mit dem jeweiligen
Gegenteil oder mit der Entsprechung in einer anderen
Wortart.
Fertigkeiten

Sozialform Plenum
Materialien Blankokarten / Bildkarten
Durchführung:
Jeder TN erhält ca. 2 – 10 Blankokarten (je nach Grösse der Klasse). Der KL nennt ein
Adjektiv und fordert einen TN auf, es auf die Blankokarte zu schreiben. Der TN, der als
erstes das Gegenteil weiss, schreibt es auf seine Blankokarte (klein – gross). KL nennt ein
weiteres Adjektiv, der schnellste TN schreibt das Antonym auf seine Blankokarte usw.
Gleiches Verfahren für alle weiteren Karten. Am Ende werden alle Karten eingesammelt
und durchmischt. Anschliessend zieht jeder TN eine Karte und sucht sich seinen Partner.

Variante mit Wortarten


KL nennt Verben und TN formen daraus die Nomen (trinken – das Getränk). Auch
möglich mit Nomen und Adjektiven (Sturm – stürmisch). Gleiches Verfahren wie mit
Antonymen.

Variante für Firmenkurs


Alle TN schreiben auf die eine Seite der Karte das genannte Adjektiv und auf die andere Seite
das entsprechende Antonym. Anschliessend werden die Lösungen im Plenum besprochen.

Quellennachweis: dms-portal.bildung.hessen.de

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Auswertung Bingo

Zielgruppe von Barbara: Die 10 TN dieses A1/2 Integrationskurses sind berufstätig (Bau, Hotellerie,
Reinigungsdienst, Hausfrau/Mutter) und besuchen einen wöchentlichen Abendkurs à 90 Minuten.

• Thema: Was machst du gern in deiner Freizeit? Was hast du am Wochenende gemacht?
• Lernziel: Infinitive und entsprechende Partizip II aus der letzten Lektion repetieren, festigen
• Verlauf/Fazit: Im PL sammeln die TN eifrig Infinitive. KL notiert am HP. In PA schreiben die TN je 5
Perfektsätze dazu: Erinnerung wachrufen, im Lernerheft nachschlagen. Dadurch sind mehr TN
aktiv eingebunden und das Begriffe raten wird reduziert. Wettbewerbscharakter gefällt den TN,
jeder ist aktiv gefordert. Genaues Zuhören ist wichtig. Anpassungen an Kursniveau sind sehr gut
möglich. Genügend Zeit einplanen.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs für Fremdsprachige A1 (viele Asylsuchende), 12 TN


• Thema: Kein bestimmtes Thema. Dafür 3 Wortarten (Verben, Nomen, Adjektive).
• Lernziele: TN beteiligten sich bei der Erstellung einer Wortsammlung. Bereits gelernten
Wortschatz auf spielerische Weise repetieren und so festigen.
• Verlauf/Fazit: Aktive Beteiligung bei der Sammlung der Wörter im Plenum. Es wurde viel gelacht
und es waren alle motiviert bis zum Schluss. Wichtig sind die genauen Instruktionen und es ist
hilfreich, sich zu versichern, dass alle begriffen haben, worum es geht (vorbeischauen). Eine tolle
Methode.

Zielgruppe von Marion: Firmenkurs


• Thema: Repetition von 30 Wörtern zum Thema Alltag und Thema Reisen (L.5+6, Begegnungen
A1+)
• Lernziel: Die TN wiederholen durch das Spiel Bingo 30 Begriffe zum Thema Alltag und Reisen
• Verlauf / Fazit: Die Teilnehmer reagierten anfangs reserviert und gehemmt. Das Eis musste zuerst
gebrochen werden. Aber als das Bingo losging, waren sie doch gerne dabei und amüsierten sich.
Das nächste Mal werde ich den TN im Vorfeld gut erklären, warum dieses Spiel ihnen beim
Spracherwerb helfen kann. Ich werde die TN auch im Voraus in einfachen Worten über den
Spielablauf informieren und diesen visualisieren.

Erkenntnisse
Genaue Instruktionen geben und genügend Zeit einplanen. Anpassung ans Kursniveau ist sehr gut
möglich. Für Firmenkurs Nutzen genau erklären.

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Auswertung Rätsel

Zielgruppe von Barbara: Integrationskurs A1


• Thema: Berufe raten anhand von Bildern und Wortkarten
• Lernziel: Die TN kennen die korrekten Berufsbezeichnungen für Frauen und Männer in einigen
ausgewählten Berufen.
• Verlauf /Fazit: Als Einstieg in GA männl. und weibl. Berufsbezeichnungen notiert, Berufsbilder als
visueller Anker bereits sichtbar. Je eine Runde mit Bild- und Wortkarten gespielt. Pantomimen
und Geräusche wurden bevorzugt, nur wenige TN wollten am HP zeichnen. KL übernimmt hier die
Rolle des Schiedsrichters. Die Übung ist sehr dynamisch und weckt müde "Geister", der
Wettbewerbscharakter spricht einige TN sehr an, andere wiederum verleitet es, sich abzusetzen.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs A1

• Thema: Alltagsgegenstände im Haus (Möbel, Küchenutensilien etc.)


• Lernziele: Die TN können Wortschatz verbal oder mimisch präsentieren. Wortschatz festigen.
• Verlauf/Fazit: Zwei ehrgeizige Teams haben die Klingen gekreuzt, sehr aktive Beteiligung und viel
Spass. Der Wortschatz wurde vor allem mimisch und verbal präsentiert. Geräusche machen, kam
eher etwas zu kurz. Als KL und ‚Schiedsrichter‘ ist man gefordert, da alle unbedingt Punkten
möchten.

Zielgruppe von Marion: Firmenkurs

 Thema: Thema Wetter und Jahreszeiten (L.5, Begegnungen A1+)


 Lernziel: Die TN festigen ihren Wortschatz durch eigene Erklärung von Begriffen zum Thema
Wetter und Jahreszeiten
 Verlauf / Fazit: Die TN haben motiviert erklärt und erraten. Obwohl ich erklärt hatte, dass sie
verschiedenen Optionen zum Erklären haben, nämlich entweder Sprechen, Zeichnen oder
Pantomime, haben sich alle Teilnehmer ausschliesslich für die mündliche Erklärung entschieden.
Sie betonten, sie wollten ihren mündlichen Ausdruck verbessern. Diese Methode ist für einen
Firmenkurs gut geeignet. Zeichnen und Pantomime könnte man für diesen Kurs auch weglassen.

Erkenntnisse
Wegen des Wettbewerbscharakters ist diese Methode sehr dynamisch. Auch gut geeignet für
Firmenkurse.

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Auswertung Vokabelgymnasti k

Zielgruppe von Barbara: Integrationskurs A1

• Thema: Jan Käsers Lebensgeschichte (kurzer Text über Karriereverlauf)


• Lernziel: Die TN vertiefen 9 Begriffe aus dem Arbeitsleben über Bewegung
• Verlauf /Fazit: Die TN hatten zu Beginn Schwierigkeiten, die Aufgabenstellung zu verstehen, aber
fanden Gefallen an der Bewegungsübung. KL-Rolle: aktiv, präsent, leitend, motivierend mit
direkter Einflussnahme auf das Unterrichtsgeschehen. Zur Entlastung des KL sollte im Anschluss
an diese Übung eine Kurspause oder eine stille Beschäftigung folgen.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs A1


• Thema: Gespräch beim Arzt
• Lernziele: Die TN können über Krankheitssymptome Auskunft geben. TN repetieren Wortschatz
über den kinästhetischen Lernkanal.
• Verlauf/Fazit: Der Text hat sich bestens geeignet für die Vokabelgymnastik und war eine gute
Vorbereitung für das Spiel. Die TN haben die Gesten schnell begriffen und die Wiedergabe von
Wortschatz verknüpft mit Gesten hat gut funktioniert. Eine spannende Methode, die ich in
Zukunft wieder anwenden werde. Meiner Meinung nach ist nicht jeder Text dafür geeignet.

Zielgruppe von Marion: Kleine Gruppe aus Adoleszenten Flüchtlingen von Afghanistan und Iran

• Thema: Thema Beruf und Schule (L.6, Schritte 3)


• Lernziel: Die TN repetieren 8 Wörter aus der Lektion 6 als Vorbereitung auf den Lektionstest 6
• Verlauf / Fazit: Sie getrauten sich zuerst nicht, die Gesten zu imitieren. Nach und nach lockerte
sich die Atmosphäre und sie machten begeistert mit. Ich war überrascht, wie schnell sie sich die
Nomen mit Artikel zur entsprechenden Geste merken konnten. Diese Methode eignet sich gut für
Flüchtlinge, denn sie haben in ihrer Heimat in der Schule durch Nachsprechen und Imitieren
gelernt. Für einen Firmenkurs eignet sich die Methode nicht.

Erkenntnisse
Ideal für Flüchtlinge, da man in ihren Herkunftsländern durch Imitieren lernt. Nicht jeder Text ist
geeignet. Zu spielerisch für Firmenkurs.

9
Auswertung Partnerinterview

Zielgruppe von Barbara: Integrationskurs A1


• Thema: an einem Anstellungsgespräch teilnehmen
• Lernziel: Die TN können zeitliche Angaben zu ihrem Lebenslauf machen
• Verlauf /Fazit: Foto (s. Anhang) als visueller Anker: KL notiert laufend die im PL gesammelten
Fragen auf HP in korrekter Form. Beim anschliessenden Partnerinterview bietet der KL
Unterstützung wo nötig. Teilnehmerorientierte Methode, Kommunikation führt zu einem
Ergebnis: notwendige Infos werden ausgetauscht. Bei der Präsentation: KL übernimmt passive
Kontrolle, Fehler notieren möglich, um diese in weitere Unterrichtsplanung einzubeziehen.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs A1


• Thema: Sich kennen lernen.
• Lernziele: TN kennen den Wortschatz, den es beim Kennenlernen braucht und können ihn
wiedergeben. TN können über ihre Partnerin/ihren Partner Auskunft geben.
• Verlauf/Fazit: TN haben im Plenum alle Fragen für das Partnerinterview gesammelt. Die
Stimmung war sehr offen und die Interaktion unter den TN sehr spontan und lebendig. Die
Methode eignet sich gut am Anfang eines Kurses, bewährt sich sicher auch zu einem anderen
Thema während des Kurses.

Zielgruppe von Marion: Firmenkurs, sehr gebildete TN aus Europa, zwischen 25 und 40 Jahre alt,
Anzahl TN zwischen 4 und 8

• Thema: Reisen
• Lernziel: TN festigen den Wortschatz zum Thema Reisen aus Lekt. 6 (Begegnungen A1+)
• Verlauf / Fazit: Die TN waren zwar motiviert, aber hatten Angst beim Sprechen Fehler zu machen.
Um die Angst vor Fehlern zu nehmen, werde ich den TN in einer Lektion an Beispielen aufzeigen,
wie wichtig und natürlich Fehler im Lernprozess sind. Diese Methode eignet sich gut für den
Firmenkurs, aber auch für andere Zielgruppen.

Erkenntnisse
Sehr gut geeignet für den Anfang eines Kurses. KL hat passive Rolle, dadurch ist Fehler notieren
möglich. Viel Interaktion.

10
Auswertung Assoziogramm

Zielgruppe von Barbara: Integrationskurs A1

• Thema: Wortschatzfelder "Familie", "Wohnen", "Lebensmittel", "Freizeit"


• Lernziel: TN festigen Wortschatz aus dem Lehrmittel Schritte 1
• Zusatzziel binnendifferenziert: Nomen mit korrekter Artikelfarbe unterstreichen
• Verlauf/Fazit: Es galt die Regel des „wandernden“ Stiftes. Stationenwechsel nach 5 Minuten. TN
konnten so Wörter noch ergänzen (steigende Schwierigkeit mit jeder Station). Die KL gab wo nötig
Frage-Inputs z. Bsp. "Was haben Sie zu Hause im Kühlschrank?" TN-Assoziationen lösten bei
andern TN weitere Ideen aus. Bei der letzten Station durften als Motivationsspritze Smartphones-
Wörterbücher benutzt werden, aber Achtung Ablenkungspotenzial. Auch mündlich
zurückhaltende TN waren aktiv dabei.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs A1

• Thema: ‚Der Laden‘ und ‚der Bauernhof‘


• Lernziele: Erstellen eines Assoziogramms in PA. TN können dieses im Plenum präsentieren.
• Verlauf/Fazit: Analog eines Beispiels haben die TN in PA selber ein Assoziogramm (entweder nur
mit Wörtern oder kombiniert mit Zeichnungen) erstellt und im Plenum präsentiert. Sie waren
sichtlich stolz auf ihr Werk. Eine gute Methode für PA ab Niveau A1. Der Einstieg über die Bilder
war sehr hilfreich.

Zielgruppe von Marion: Firmenkurs


• Thema: Thema Wetter und Jahreszeiten (L.5, Begegnungen A1+)
• Lernziel: Die TN repetieren durch Ergänzen von Assoziogrammen Begriffe zum Thema Wetter und
Jahreszeiten
• Verlauf / Fazit: Es erschienen nur 3 Teilnehmer. Das hat dazu geführt, dass ich die geplante
Sozialform von Paararbeit zu Einzelarbeit ändern musste. Durch die geringe Anzahl Teilnehmer bei
meiner Durchführung der Methode ist ein intensiveres Lernklima entstanden. Brainstorming ist
den TN im Firmenkurs aus der Arbeitswelt bekannt.Diese Methode ist für einen Firmenkurs sehr
gut geeignet.

Erkenntnisse
Selbständigkeit wird gefördert, schüchterne TN aus der Reserve gelockt. Gute Methode für
Partnerarbeit ab A1. Einstieg über Bilder hilfreich. Beim Firmenkurs intensives Lernklima.

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Auswertung Wortpaarspiel

Zielgruppe von Barbara: Integrationskurs A1

• Thema: Freizeitaktivitäten: Was hast du am Wochenende gemacht?

• Lernziel: Die TN festigen die Perfektform der bekannten Verben in der 1. Person Singular

• Verlauf / Fazit: Der KL deckt am HP ein Feld auf (zeigt Kärtchen), Wortfeld "Freizeit" (siehe Bingo).
KL fragt: Was machst du in deiner Freizeit? Was hast du am Wochenende gemacht? Im PL drei
Bsp., KL notiert auf HP. Dann in PA auf je ein Kärtchen drei Präsens- / Perfektsätze schreiben
(Redemittel anstatt Partizip II), Kontrolle im PL. Um mehr TN aktiv einzubinden, lässt die KL
Kärtchen in PA schreiben. Die Partnerfindung am Schluss bildet die neue Ausgangslage für eine
weitere PA.

Zielgruppe von Kathrin: Konversationskurs A1


• Thema: verschieden Adjektive (zu Bildern)
• Lernziele: Die TN können Adjektive zuordnen und Wortpaare bilden.
• Verlauf/Fazit: Zum Aufwärmen haben die TN Bilder erhalten, zu denen sie Adjektive und deren
Antonym suchten. Es ist eine gute Mischung aus neuen und bereits bekannten Wortpaaren
entstanden. Der Schluss war für die TN etwas unklar. Sie fragten, was zu tun sei, wenn sie auf die
Person treffen, die das Gegenteil zu ihrem Adjektiv hat. Evtl. könnte noch eine Frage eingebaut
werden, die die TN zusammen beantworten müssen, wenn sie einander gefunden haben.

Zielgruppe von Marion: Firmenkurs

• Thema: Thema Wetter und Reisen (L.5, Begegnungen A1+)


• Lernziel: Die TN repetieren Wortschatz durch die Wortfamilie
• Verlauf / Fazit: TN arbeiteten mit einem vorbereiten Arbeitsblatt zu den Wortarten (Nomen und
Verben). Die TN waren motiviert und äusserten, dass sie diese Übung als hilfreich empfinden. Die
Unterscheidung zwischen Nomen und Verben stellte für sie kein Problem dar, da sie die
Wortarten aus ihrer Muttersprache kennen. Die Wortarten sind eine wichtige Hilfe beim
Wortschatzerwerb.

Erkenntnisse
Kärtchen in PA schreiben lassen. Methode ist ausbaubar. Sehr gute Methode für Firmenkurs.

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Schlussfolgerungen

Abschliessend kann man sagen, dass alle sechs Methoden sehr wirksam sind, um Wortschatz zu
repetieren. Bei allen Methoden wurde der Sprechanteil der Teilnehmer begünstigt, und sogar
schüchterne Teilnehmer wurden aus der Reserve gelockt. Die Methoden wurden von den
Kursleiterinnen in verschiedenen Themenbereichen – je nach Lehrplan – angewandt, was gut
funktioniert hat. Wenn man die verschiedenen Berichte vergleicht, fällt auf, dass es am wichtigsten
ist, die Methode an die Bedürfnisse des Zielpublikums anzupassen. Weiter ist eine klare
Formulierung des Auftrags an die Teilnehmer unerlässlich, es empfiehlt sich auch zu überprüfen, ob
die Aufgabe richtig verstanden wurde (Aufgabe in eigenen Worten formulieren lassen/ KL macht
Runde durch die Klasse). Am besten ist es, wenn man die Instruktionen visualisiert und dazu ein
Beispiel macht.

Die Methoden geben den Teilnehmern auch einen gewissen Freiraum und bieten
Entscheidungsmöglichkeiten. Forschungen haben ergeben, dass so neue Vernetzungen im Gehirn
entstehen, die helfen, das Gelernte länger im Gedächtnis zu behalten.

Beim Rätsel wählten die Teilnehmer aus Marions Firmenkurs die Option „Erklären“, um den
mündlichen Ausdruck zu verbessern. Die TN aus Barbaras Kurs wiederum bevorzugten die
Pantomime, vor allem deshalb, weil sie nicht gerne zeichnen wollten. Obwohl wir als KL stets darauf
bedacht sind, die Lektionen abwechslungsreich zu gestalten, müssen wir uns doch bewusst sein, dass
gerade spielerisches Lernen nicht bei allen TN gleich gut ankommt. Die TN aus Marions Firmenkurs
zum Beispiel waren zuerst vom Bingo nicht sehr begeistert. Sie konnten mit der spielerischen
Methode nicht viel anfangen. Es war deshalb wichtig, ihnen den Nutzen für ihren Spracherwerb
aufzuzeigen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dann auch die „spielungewohnten“ Teilnehmer Freude
an solchen Methoden haben können.

Wir kennen nun verschiedene kreative Methoden, um Wortschatz zu repetieren und sind uns einig,
dass wir diese auch in Zukunft oft anwenden werden. Unser Ziel haben wir also erreicht. Wir hatten
uns auch vorgenommen, dass wir möglichst viele Sinne unserer Teilnehmer aktivieren wollten. Wir
haben durch diese 6 Methoden hauptsächlich Gehörsinn oder/und den Sehsinn aktiviert und
ausserdem Bewegung und lockere Stimmung ins Klassenzimmer gebracht. Bei wiederholter
Anwendung dieser Methoden kann sich bei den Teilnehmern eine gewisse Vorfreude und
Vertrautheit einstellen. Methoden für die anderen Sinne auszuprobieren bleibt uns als willkommene
Herausforderung für die Zukunft im Klassenzimmer.

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