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Die große und die kleine Ente

Es war einmal eine große und kleine Ente,


die saßen am tiefen Wasser.
Da sagte die große Ente zu der kleinen Ente:
“Gehe nie allein ans tiefe Wasser,
denn dann kommt der große Fisch mit dem großen Maul und –schnapp– frisst dich auf.“

Da musste die große Ente einmal einkaufen gehen


und da ging die kleine Ente doch ans tiefe Wasser.
Und da kam der große Fisch mit dem großen Maul
und – schnapp - fraß er die kleine Ente auf.

Da kam die große Ente vom Einkaufen wieder


und suchte die kleine Ente ü berall und fand sie nicht.
Da setzte sie sich ans tiefe Wasser und weinte.
Und da kam der große Fisch mit dem großen Maul
und – gä hnte
und tippelditapp kam die kleine Ente wieder herausgewatschelt.
Und nun sitzen die große Ente und die kleine Ente am tiefen Wasser und quaken.

In unserem Häuschen (Hoffmann von Fallersleben)

In unserem Häuschen

sind schrecklich viele Mäuschen.

Sie pfeifen und rappeln,

sie trippeln und trappeln

in Kisten und Schränke,

auf Tischen und Bänke.

Sie stehlen und naschen.

Und will man sie haschen:

Wupp, - sind sie alle fort.


Der große und der kleine Bär

Der große Bär, der tappt daher,

er ist ganz dick und auch sehr schwer.

Mit großen Schritten tapp, tapp, tapp,

so wandert er bergauf, bergab.

Und dann kommt auch der kleine Bär,

der tappelt eifrig hinterher.

Mit kleinen Schritten tapp, tapp, tapp,

so wandert er bergauf, bergab.

Wenn die Bären Kolo tanzen

Wenn die Bären Kolo tanzen,

müssen sie sich umdrehn.

Tanzen, tanzen, Kolo tanzen

Tanzbär muss im Kreis gehen.

Wolln mal sehn, wolln mal sehn,

wen sucht sich der Tanzbär aus?

Welchen allerschönsten Bären

führt er in sein Bärenhaus?

Er hat keine goldnen Kleider,

er hat keine goldnen Schuh,

aber er kann Kolo tanzen,

hat ein goldnes Herz dazu.


Spatzengedicht

Auf dem Zaun,


Da sitzt ein Spatz.
Kommt die Katz',
Macht einen großen Satz.

Will ihn fangen.


Er fliegt weg.
Doch er zittert nach diesem großen Schreck.

Das Federchen und das Nilpferd

Ein Federchen flog durch das Land,


Ein Nilpferd schlummerte im Sand.

Die Feder sprach: "Ich will es wecken!"


Sie liebte, andere zu necken.

Aufs Nilpferd setzte sich die Feder


Und streichelte sein dickes Leder.

Das Nilpferd sperrte auf den Rachen


Und musste ungeheuer lachen.

Der Schmetterling

Ich war einmal ein grünes Ding.


Ich kroch von Blatt zu Blatt.
Ich fraß und fraß von Tag zu Tag,
doch wurd' ich niemals satt.

Dann fielen mir die Augen zu.


Ganz dunkel wurd' es ringsumher.
Ich schlief ganz fest den Winter lang,
von Eis und Schnee merkt' ich nichts mehr.

Es wurde warm und hell um mich


nach langer dunkler Nacht.
Ich streckte mich und weckte mich,
dann bin ich aufgewacht.

Ich krieche aus der Höhle raus


und spür' den Sonnenschein.
Weit breite ich die Flügel aus
und flieg' in den Frühling hinein.