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BETRIEBSANLEITUNG

Express TD

ORIGINALBETRIEBSANLEITUNG
VOR INBETRIEBNAHME SORGFÄLTIG LESEN!
BETRIEBSANLEITUNG AUFBEWAHREN!
ART.: 8083 0104
AUSGABE: 08/2018
- Original der Betriebsanleitung -

Identifikation der Maschine


Bei der Übernahme der Maschine tragen Sie die entsprechenden Daten
in die nachfolgende Liste ein:

Seriennummer: ................................................
Maschinentyp: .................................................
Baujahr: .................................................
Ersteinsatz: ..................................................
Zubehör: ..................................................
..........................................................................
..........................................................................
..........................................................................

Ausgabedatum der Betriebsanleitung: 08/2018 8083 0104 de


Letzte Änderung: Express TD

Händler-Adresse : Name: ......................................................................


Straße: ......................................................................
Ort: ......................................................................
Tel.: ......................................................................

Kd. Nr. Händler: ......................................................................

HORSCH-Adresse: HORSCH Maschinen GmbH


92421 Schwandorf, Sitzenhof 1
92401 Schwandorf, Postfach 1038

Tel.: +49 (0) 9431 / 7143-0


Fax: +49 (0) 9431 / 7143-9200
E-Mail: info@horsch.com

Kd. Nr.: HORSCH:


......................................................................

Maschinenempfangsbestätigung
Der Gewährleistungsanspruch wird nur wirksam, wenn der Maschinenersteinsatz innerhalb einer
Woche an die HORSCH Maschinen GmbH gemeldet wird.

Auf www.horsch.com unter SERVICE PARTNERBEREICH steht dazu ein interaktives PDF-Formular zum
Download zur Verfügung (nicht in allen Sprachen verfügbar).
Durch Klicken auf Senden wird abhängig vom installierten E-Mail-Programm automatisch ein E-Mail-
Entwurf mit dem ausgefüllten Formular erzeugt. Alternativ kann das Formular als E-Mail-Anhang
an machine.registration@horsch.com gesendet werden.
Eine abweichende Form der Registrierung (postalisch, per Fax, etc.) kann nicht berücksichtigt werden.

EG-Konformitätserklärung

Die

HORSCH Maschinen GmbH


Sitzenhof 1, D-92421 Schwandorf

erklärt hiermit in alleiniger Verantwortung als Hersteller, dass das nachfolgend genannte
Produkt:


Maschine:
Sämaschine


Typ: Express 3 TD
Express 3,5 TD

den einschlägigen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der


Richtlinie 2006/42/EG entspricht.

Schwandorf, 24.10.2017
Klaus Winkler
Dokumentationsbevollmächtigter


_________________________ _________________________
Michael Horsch Philipp Horsch
Geschäftsführer Geschäftsführer
Inhaltsverzeichnis

Einführung.....................................................4 Bedienung....................................................32
Vorwort............................................................4 Anhängen/Abstellen......................................32
Hinweise zur Darstellung.................................4 Anhängen......................................................32
Service............................................................5 Transportstellung...........................................33
Sachmängelbearbeitung.................................5 Abstellen........................................................34
Folgeschäden..................................................5 Feldeinsatz....................................................35
Arbeitsgeschwindigkeit...............................36
Sicherheit und Verantwortung.....................6 Vorgewende................................................36
Bestimmungsgemäße Verwendung................6 Kontrollen....................................................36
Personalqualifikation.......................................7 Nach der Aussaat.......................................37
Kinder in Gefahr..............................................8
Persönliche Schutzausrüstung........................8 Einstellungen...............................................38
Sicherheit im Verkehr......................................8 DiscSystem....................................................38
Sicherheit im Betrieb.......................................9 Hydraulische Verstellung (Option)..............38
Düngemittel und gebeiztes Saatgut.............. 11 Spurlockerungsscheiben............................39
Umweltschutz................................................12 Seitenschilde..............................................39
Nachrüstungen und Umbauten.....................12 FarmFlex Packer........................................40
Pflege und Wartung.......................................13 Pneumatik.....................................................41
Gefahrenbereich............................................14 Gebläse......................................................41
Sicherheitsaufkleber......................................15 Direktantrieb...............................................42
Zapfwellenantrieb (Option).........................43
Technische Daten........................................17 Kontrollen und Wartung..............................44
Typenschild...................................................17 Tank............................................................45
Anforderungen an den Schlepper.................18
Ballastierung berechnen................................21 Dosiergerät..................................................47
Rotoren..........................................................47
Aufbau..........................................................23 Rotorwechsel................................................48
Übersicht.......................................................23 Rotorwechsel mit Absperrschieber................48
Hydraulik.......................................................24 Rotorwechsel bei vollem Tank
Markierung der Hydraulikschläuche..............24 ohne Absperrschieber...................................49
Beleuchtung..................................................28 Dichtlippe einstellen......................................49
Instruktionsaufkleber.....................................29 Rotoren für Feinsämereien............................50
Rapsbürsten..................................................51
Inbetriebnahme............................................31
Grobsaaten....................................................52
Anlieferung....................................................31
Wartung am Dosiergerät...............................53
Transport.......................................................31
Abdrehen....................................................54
Installation.....................................................31
Säschare.....................................................56
Übersicht.....................................................56
Tiefeneinstellung.........................................59
Schardruckeinstellung................................59

2
Zusatzausrüstung........................................61
Spuranreißer.................................................61
Vorauflaufmarkierer.......................................62
Spurlockerungszinken ..................................63

Pflege und Wartung.....................................64


Reinigung......................................................64
Wartungsintervalle.........................................64
Einlagern.......................................................65
Wartungsübersicht.........................................66

Entsorgung..................................................69

Anhang.........................................................70
Anzugsdrehmoment......................................70
Pneumatik - Schlauchanordnung..................72

Index.............................................................74

3
Einführung Hinweise zur Darstellung
Warnhinweise
Vorwort In der Betriebsanleitung wird zwischen drei
verschiedenen Warnhinweisen unterschieden.
Die Betriebsanleitung vor Inbetriebnahme der
Maschine sorgfältig durchlesen und beachten. Folgende Signalworte mit Warnsymbol wer-
Dadurch vermeiden Sie Gefahren, vermindern den verwendet:
Reparaturkosten und Ausfallzeiten, erhöhen Zu-
verlässigkeit und Lebensdauer Ihrer Maschine.
Beachten Sie die Sicherheitshinweise! GEFAHR
Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder
Für Schäden und Betriebsstörungen, die sich schwerer Verletzung führt, wenn sie nicht ver-
aus der Nichtbeachtung der Betriebsanleitung mieden wird.
ergeben, übernimmt HORSCH keine Haftung.

Diese Betriebsanleitung soll Ihnen erleichtern, WARNUNG


Ihre Maschine kennenzulernen und die be- Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder
stimmungsgemäßen Einsatzmöglichkeiten zu schwerer Verletzung führen kann, wenn sie
nutzen. nicht vermieden wird.

Die Betriebsanleitung ist von jeder Person zu VORSICHT


lesen und anzuwenden, die mit Arbeiten an oder
mit der Maschine beauftragt ist, z. B.: Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Verletzungen
führen kann, wenn sie nicht vermieden wird.
• Betrieb (einschließlich Vorbereitung, Stö-
rungsbehebung im Arbeitsablauf, Pflege) Lesen Sie alle in dieser Betriebsanleitung ent-
• Instandhaltung (Wartung, Inspektion) haltenen Warnhinweise!
• Transport
Instruktionen
Durch geschultes Personal unserer Service- und
Vertriebspartner werden Sie in die Bedienung HINWEIS
und Pflege Ihrer Maschine eingewiesen. Mit
Kennzeichnet wichtige Hinweise.
Abgabe der Empfangsbestätigung haben Sie
die ordnungsgemäße Übernahme der Maschine
bestätigt. Handlungsanweisungen werden durch Pfeilspit-
Die Gewährleistungszeit beginnt mit dem Lie- zen angezeigt:
fertermin.
¾¾ ...
Bei Abbildungen sowie Angaben über technische
Daten und Gewichte in dieser Betriebsanleitung
¾¾ Die Reihenfolge der Anweisungen einhalten.
sind Änderungen, die der Verbesserung dienen,
Alternativ können die Anweisungen durchnum-
vorbehalten.
meriert sein.
Die Abbildungen in dieser Betriebsanleitung zei-
gen unterschiedliche Ausführungen des Anbau- Die Bezeichnungen rechts, links, vorn und hinten
geräts und verschiedene Ausstattungsvarianten. gelten in Fahrtrichtung gesehen.

4
Service Folgeschäden
Die Firma HORSCH wünscht, dass Sie mit Ihrer Die Maschine wurde von HORSCH mit Sorgfalt
Maschine und mit uns völlig zufrieden sind. hergestellt. Trotzdem können auch bei bestim-
mungsgemäßer Verwendung Abweichungen
Bei einem Problem wenden Sie sich bitte an bei der Ausbringmenge bis zum Totalausfall
Ihren Vertriebspartner. verursacht werden durch z. B.:
Die Kundendienstmitarbeiter unserer Vertriebs-
partner und die Kundendienstmitarbeiter der • Beschädigung durch äußere Einwirkung
Firma HORSCH stehen zu Ihrer Unterstützung • Abnutzung von Verschleißteilen
bereit. • Fehlende oder beschädigte Arbeitswerkzeuge
• Falsche Fahrgeschwindigkeiten
Um technische Mängel schnellstmöglich zu
lösen, bitten wir Sie, uns zu unterstützen. • Falsche Einstellung des Gerätes (unkorrekter
Anbau, Nichtbeachten der Einstellhinweise)
Helfen Sie dem Kundendienstpersonal durch • Nichtbeachtung der Betriebsanleitung
folgende Angaben, unnötige Rückfragen zu • Unterlassene oder unsachgemäße Pflege
vermeiden. und Wartung

• Kundennummer Überprüfen Sie daher vor jedem Einsatz und


• Name des Kundenbetreuers auch während des Einsatzes Ihre Maschine auf
• Name und Anschrift richtige Funktion und ausreichende Ausbring-
• Maschinenmodell und Seriennummer genauigkeit.
• Kaufdatum und Betriebsstunden bzw.
Ein Anspruch auf Ersatz von Schäden, die nicht
Flächenleistung
an der Maschine entstanden sind, ist ausge-
• Art des Problems schlossen. Hierzu gehört auch, dass eine Haf-
tung für Folgeschäden aufgrund von Fahr- und
Bedienungsfehlern ausgeschlossen ist.
Sachmängelbearbeitung
Sachmängelanträge müssen über Ihren
HORSCH-Vertriebspartner bei HORSCH ein-
gereicht werden.

5
Sicherheit und Alle darüber hinausgehenden Verwendungs-
arten der Maschine, die in Widerspruch dazu
Verantwortung stehen, gelten als nicht bestimmungsgemäß,
insbesondere.

Die folgenden Gefahren- und Sicherheitshinwei- • das Anhängen/das Anbauen an eine nicht
se gelten für alle Kapitel in der Betriebsanleitung. geeignete landwirtschaftliche Zugmaschine
• das Verwenden der Maschine als Transport-
Die Maschine ist nach dem Stand der Technik mittel
und den anerkannten sicherheitstechnischen • das Betreiben der Maschine, solange sich
Regeln gebaut. Dennoch können bei der Ver- Personen im Gefahrenbereich aufhalten
wendung Gefahren für Leib und Leben des Be- (hierzu zählt insbesondere die Mitfahrt auf
nutzers oder Dritte bzw. Beeinträchtigungen der der Maschine)
Maschine oder anderer Sachwerte entstehen.
• das Durchführen von Wartungs- und/oder
Reparaturarbeiten an einer nicht stillgesetz-
Lesen und beachten Sie die folgenden Si-
ten und gegen Wiederanlauf gesicherten
cherheitshinweise, bevor Sie die Maschine
Maschine
verwenden!

Bestimmungsgemäße Für Schäden, die aus nicht bestimmungsge-


mäßer Verwendung der Maschine resultieren,
Verwendung übernimmt Horsch keine Haftung.
Die Maschine ist für die Bodenbearbeitung
Ersatzteile
sowie die Dosierung und Ausbringung von
Saatgut und rieselfähigem Dünger auf land- Originalersatzteile und Zubehör von HORSCH
wirtschaftlichen Nutzflächen bestimmt. Zur sind speziell für diese Maschine konzipiert.
bestimmungsgemäßen Verwendung gehören Andere Ersatzteile und Zubehör sind nicht von
auch die Kenntnisnahme und das Beachten der HORSCH geprüft und freigegeben.
im Rahmen dieser Betriebsanleitung gegebenen Der Einbau oder die Verwendung HORSCH-
Hinweise und Anweisungen, das Beachten fremder Produkte kann daher u. U. konstruktiv
aller Piktogramme und Warnhinweise an der vorgegebene Eigenschaften der Maschine ne-
Maschine, das Beachten aller Wartungs- und gativ verändern und dadurch die Sicherheit von
Instandhaltungsintervalle sowie das Einhalten Mensch und Maschine beeinträchtigen.
der definierten technischen Grenzen und An- Für Schäden, die durch die Verwendung von
wendungsbereiche. Nicht-Originalteilen und Zubehör entstehen, ist
jede Haftung von HORSCH ausgeschlossen.
Bei der Teilnahme mit der Maschine am öffent-
lichen Straßenverkehr ist zudem das jeweilige Wenn an dem auszutauschendem Bauteil Si-
nationale Zulassungs- und Verkehrsrecht zu cherheitsaufkleber angebracht sind, müssen
beachten. diese ebenfalls bestellt und an dem Ersatzteil
angebracht werden.

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Betriebsanleitung Der Betreiber muss
Die Betriebsanleitung ist Teil der Maschine! ¾¾ Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und
Wenn die Betriebsanleitung nicht beachtet wird, Überwachung des Personals regeln.
können Personen schwer verletzt oder getötet ¾¾ das Personal ggf. schulen und unterweisen.
werden. ¾¾ dem Bediener die Betriebsanleitung zugäng-
lich machen.
¾¾ Vor der Arbeit die jeweiligen Abschnitte der
¾¾ sich vergewissern, dass der Bediener die Be-
Betriebsanleitung lesen und beachten.
triebsanleitung gelesen und verstanden hat.
¾¾ Die Betriebsanleitung aufbewahren und ver-
fügbar halten.
¾¾ Die Betriebsanleitung an nachfolgende Benut-
Bedienergruppen
zer weitergeben. Personen, die mit der Maschine arbeiten, müs-
sen für die verschiedenen Tätigkeiten entspre-
chend ausgebildet werden.
Personalqualifikation
Unterwiesene Bediener
Wenn die Maschine unsachgemäß verwendet Diese Personen müssen vom Betreiber oder
wird, können Personen schwer verletzt oder getö- entsprechend qualifiziertem Fachpersonal für
tet werden. Um Unfälle zu vermeiden, muss jede die jeweiligen Tätigkeiten ausgebildet worden
Person, die mit der Maschine arbeitet, folgende sein. Dies betrifft folgende Tätigkeiten:
allgemeine Mindestanforderungen erfüllen:
• Straßentransport
¾¾ Sie ist körperlich fähig, die Maschine zu kon- • Einsetzen und Einrichten
trollieren. • Betrieb
¾¾ Sie kann die Arbeiten mit der Maschine im • Wartung
Rahmen dieser Betriebsanleitung sicherheits-
• Störungssuche und -behebung
gerecht ausführen.
¾¾ Sie versteht die Funktionsweise der Maschine
Von der Firma HORSCH ausgebildete Bediener
im Rahmen Ihrer Arbeiten und ist über die
damit verbundenen Gefahren unterrichtet. Darüber hinaus müssen Personen für bestimmte
Sie kann die Gefahren der Arbeit erkennen Tätigkeiten durch Schulungsmaßnahmen oder
und vermeiden. Außendienstmitarbeiter von HORSCH aus-
gebildet worden sein. Dies betrifft folgende
¾¾ Sie hat die Betriebsanleitung verstanden und
Tätigkeiten:
kann die Informationen in der Betriebsanlei-
tung entsprechend umsetzen. • Verladen und Transport
¾¾ Sie ist mit dem sicheren Führen von Fahrzeu- • Inbetriebnahme
gen vertraut. • Störungssuche und -behebung
¾¾ Für Straßenfahrten kennt sie die relevanten • Entsorgung
Regeln des Straßenverkehrs und verfügt über
die vorgeschriebene Fahrerlaubnis. Bestimmte Arbeiten zur Wartung und Instand-
¾¾ Eine anzulernende Person darf nur unter haltung dürfen nur von einer Fachwerkstatt
Aufsicht mit der Maschine arbeiten. durchgeführt werden. Diese Arbeiten sind mit
dem Zusatz Werkstattarbeit gekennzeichnet.

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Kinder in Gefahr Sicherheit im Verkehr
Kinder können Gefahren nicht einschätzen und
verhalten sich unberechenbar. Dadurch sind GEFAHR
Kinder besonders gefährdet: Mitfahren auf der Maschine verboten!
¾¾ Kinder fernhalten.
¾¾ Besonders vor dem Anfahren und dem Aus-
¾¾ Zulässige Transportbreiten und -höhen beach-
lösen von Maschinenbewegungen sicherstel-
ten. Vor allem bei Brücken und tiefhängenden
len, dass sich keine Kinder im Gefahrenbe-
reich aufhalten. Stromleitungen die Transporthöhe beachten.
¾¾ Vor dem Verlassen Schlepper stillsetzen. ¾¾ Auf zulässige Achslasten, Reifentragfähig-
Kinder können gefährliche Bewegungen an keiten und Gesamtgewichte achten, damit
der Maschine auslösen. Eine unzureichend
eine ausreichende Lenk- und Bremsfähigkeit
gesicherte und unbeaufsichtigt abgestellte
erhalten bleibt. Die Vorderachse muss min-
Maschine ist eine Gefahr für spielende Kinder!
destens mit 20 % des Schleppergewichts
belastet sein.
Persönliche
¾¾ BeiMaschinen ohne Bremse das Gewicht
Schutzausrüstung des Schleppers und die Geschwindigkeit so
wählen, dass die Maschine unter allen Be-
Fehlende oder unvollständige Schutzausrü- dingungen sicher beherrscht werden kann.
stungen erhöhen das Risiko von Gesundheits-
schäden. Persönliche Schutzausrüstungen sind
beispielsweise: Bei Straßentransport muss sich die Maschine in
Transportstellung befinden. Die Maschine muss
¾¾ Eng anliegende Kleidung / Schutzkleidung, eingeklappt und gesichert sein, siehe Kapitel
ggf. Haarnetz Einklappen, Anhängen und Transportstellung.
¾¾ Sicherheitsschuhe
¾¾ Vor dem Einklappen müssen die Klappbe-
¾¾ Schutzhandschuhe reiche von Erde gereinigt werden. Es könnten
¾¾ Schutzbrille zum Schutz gegen Staub oder sonst Schäden an der Mechanik verursacht
Spritzer beim Umgang mit Dünger oder werden.
Flüssigdünger (die Vorschriften der Dünger- ¾¾ Falls vorhanden: Die Hydraulikzylinder von
hersteller beachten) Fahrwerk und Zugdeichsel in Transportstel-
¾¾ Atemschutzmasken und Schutzhandschuhe lung gegen unkontrollierte Bewegungen mit
beim Umgang mit Beize oder gebeiztem Alu-Clips sichern, siehe Kapitel Anhängen und
Saatgut (die Vorschriften der Beizhersteller Transportstellung.
beachten) ¾¾ Die Beleuchtung, Warn- und Schutzeinrich-
¾¾ Persönliche Schutzausrüstungen für den tungen anbauen und die Funktion kontrollieren.
jeweiligen Arbeitseinsatz festlegen. ¾¾ Vor Straßenfahrt die gesamte Maschine von
¾¾ Wirksame Schutzausrüstungen in ordnungs- aufgenommener Erde reinigen.
gemäßem Zustand bereitstellen.
Das Fahrverhalten wird durch Anbaugeräte
¾¾ Nie Ringe, Ketten und anderen Schmuck tragen. beeinflusst.
¾¾ Besonders bei Kurvenfahrt die weite Ausla-
dung und die Schwungmasse des Anbauge-
rätes sowie die Befüllung berücksichtigen.
Angehobene Maschinen (Dreipunkthydraulik):
¾¾ Die beeinträchtigte Standfestigkeit und Lenk-
barkeit des Schleppers berücksichtigen.

8
Bei Transport auf öffentlichen Straßen Schäden an der Maschine
nur mit leerem Sätank fahren.
Schäden an der Maschine können die Betriebs-
sicherheit der Maschine beeinträchtigen und
Bei Transport auf öffentlichen Straßen Unfälle verursachen. Dadurch können Personen
die zulässige Höchstgeschwindigkeit in schwer verletzt oder getötet werden.
der Betriebserlaubnis beachten! Für die Sicherheit besonders wichtig sind die
folgenden Teile der Maschine:
Maßgebend als bauartbedingte Höchst-
geschwindigkeit sind die Angaben in ¾¾ Hydraulik
der Betriebserlaubnis bzw. in den tech- ¾¾ Bremsen (sofern vorhanden)
nischen Daten.
¾¾ Verbindungseinrichtungen
¾¾ Schutzvorrichtungen
Die Fahrweise immer den Straßenver-
hältnissen anpassen, um Unfälle und ¾¾ Beleuchtungen
Schäden am Fahrwerk zu vermeiden.
Persönliche Fähigkeiten, Fahrbahn-, Bei Zweifeln am sicherheitsgerechten Zustand
Verkehrs-, Sicht- und Witterungsverhält- der Maschine, beispielsweise bei auslaufenden
nisse berücksichtigen. Betriebsstoffen, sichtbaren Schäden oder uner-
wartet verändertem Fahrverhalten:

Sicherheit im Betrieb ¾¾ Die Maschine sofort abschalten und sichern.


¾¾ Wenn möglich, Schäden gemäß dieser Be-
Inbetriebnahme triebsanleitung ermitteln und beheben.
¾¾ Mögliche Ursachen für Schäden beseitigen
Ohne ordnungsgemäße Inbetriebnahme ist die (z.B. grobe Verschmutzungen beseitigen oder
Betriebssicherheit der Maschine nicht gewähr- lockere Schrauben festziehen).
leistet. Dadurch können Unfälle verursacht und
¾¾ Schäden durch eine qualifizierte Fachwerk-
Personen schwer verletzt oder getötet werden.
statt beheben lassen, wenn sie sich auf die
¾¾ Die Maschine darf erst nach Einweisung Sicherheit auswirken können und nicht selbst
durch Mitarbeiter der Vertriebspartner, Werks- behoben werden können.
vertreter oder Mitarbeiter der Firma HORSCH
in Betrieb genommen werden.
¾¾ Die Empfangsbestätigung ist ausgefüllt an die
Firma HORSCH zurückzuschicken.

Die Maschine nur einsetzen, wenn alle Schutz-


einrichtungen und sicherheitsbedingte Einrich-
tungen wie z. B. lösbare Schutzeinrichtungen
(Unterlegkeile etc.) vorhanden und funktions-
tüchtig sind.

¾¾ Mutternund Schrauben, besonders die der


Räder und der Arbeitswerkzeuge regelmäßig
auf festen Sitz prüfen und gegebenenfalls
nachziehen.

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An- und Abkuppeln ¾¾ Um Fehlbedienungen auszuschließen, sollten
Steckdosen und Stecker der hydraulischen
Durch fehlerhaftes Kuppeln von Maschine Verbindungen gekennzeichnet werden.
und Zugvorrichtung des Schleppers entstehen ¾¾ Bei Verletzungen sofort einen Arzt aufsuchen!
Gefahren, die schwere Unfälle verursachen ¾¾ Steuergeräte am Schlepper bei Nichtge-
können. brauch sichern oder verriegeln!
¾¾ Hydraulikschläuche spätestens nach sechs
¾¾ Alle Betriebsanleitungen befolgen:
Jahren tauschen, siehe Wartungsübersicht.
• Diese Betriebsanleitung (Kapitel Anhängen,
Transportstellung und Abstellen)
Druckspeicher
• Betriebsanleitung des Schleppers
In der Hydraulikanlage sind evtl. Druckspeicher
¾¾ Beim Zurücksetzen des Schleppers ist beson- eingebaut.
dere Vorsicht geboten. Der Aufenthalt zwi-
schen Schlepper und Maschine ist verboten. ¾¾ Die Druckspeicher nicht öffnen oder bear-
beiten (schweißen, bohren). Auch nach dem
¾¾ Die Maschine nur auf ebenem und festem Un-
Entleeren sind die Behälter mit Gasdruck
tergrund abstellen. Die angehängte Maschine
vorgespannt.
vor dem Abhängen auf dem Boden abstellen.
¾¾ Maschine gegen Wegrollen sichern.
Die Hydraulik muss vor der Wartung drucklos sein!

Hydraulik Zapfwelle / Gelenkwelle


Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck. Personen können von der Zapfwelle bzw.
Austretende Flüssigkeit kann die Haut durch- Gelenkwelle erfasst, eingezogen und schwer
dringen und schwere Verletzungen verursachen. verletzt werden.
Bei Verletzungen sofort einen Arzt aufsuchen. Vor dem Einschalten der Zapfwelle:

Die Hydraulik der Maschine hat mehrere Funk- ¾¾ Sicherstellen, dass der Gelenkwellenschutz
tionen, die bei Fehlbedienungen zu Schäden an angebracht und funktionsfähig ist.
Mensch und Maschine führen können. ¾¾ Sicherstellen, dass die gewählte Drehzahl und
Drehrichtung der Zapfwelle bzw. Gelenkwelle
¾¾ Die Hydraulikschläuche erst an den Schlepper mit den zulässigen Werten für die Maschine
anschließen, wenn die Hydraulik traktor- und übereinstimmen.
geräteseitig drucklos ist. ¾¾ Sicherstellen, dass sich niemand im Ge-
¾¾ Vor allen Arbeiten an der Hydraulikanlage alle fahrenbereich der Zapfwelle bzw. Gelenk-
hydraulisch angehobenen Teile (z.B. Flügel, welle befindet. Die Zapfwelle nie bei ausge-
Packer, Fahrwerk, etc.) auf den Boden absen- schaltetem Schleppermotor einschalten bzw.
ken. Die Hydraulik traktor- und geräteseitig einkuppeln.
drucklos machen. ¾¾ Bei zu großen Abwinklungen die Zapfwelle
¾¾ Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck. abschalten. Die Maschine kann beschädigt
Alle Leitungen, Schläuche und Verschrau- werden. Teile können weggeschleudert wer-
bungen regelmäßig auf Undichtigkeiten den und Personen verletzen.
und äußerlich erkennbare Beschädigungen ¾¾ Die Zapfwelle abschalten, wenn sie nicht
überprüfen! benötigt wird.
¾¾ Nur geeignete Hilfsmittel bei der Suche nach ¾¾ Ausreichende Überdeckung von Profilrohr
Leckstellen verwenden. Beschädigungen und Gelenkwellenschutz einhalten.
umgehend beseitigen! Herausspritzendes Öl ¾¾ Gelenkwellenverschlüsse einrasten lassen.
kann zu Verletzungen und Bränden führen! ¾¾ Gelenkwellenschutz durch Einhängen der
Ketten gegen Mitlaufen sichern.

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¾¾ Vor Montage/Demontage der Gelenkwelle Ausrüstungen / Verschleißteile
sowie vor allen Eingriffen an der Maschine:
Zapfwelle auskuppeln (von der Schlepper-
wechseln
kabine aus stillsetzen), Schleppermotor
¾¾ Es dürfen ausschließlich Zugvorrichtungen
ausschalten, Zündschlüssel abziehen und
angebaut werden, die den technischen An-
Stillstand aller beweglichen Teile abwarten.
forderungen gemäß dieser Betriebsanleitung
¾¾ Betriebsanleitung der Gelenkwelle beachten. genügen.
Für Schäden, die aufgrund des Anbaus un-
passender Zugvorrichtungen sowie dem nicht
Technische Grenzwerte fachgerechten Anbau resultieren, übernimmt
Wenn die technischen Grenzwerte der Maschine die Firma HORSCH keinerlei Haftung.
nicht eingehalten sind, kann die Maschine ¾¾ Bei Maschinen mit gültiger Betriebserlaubnis
beschädigt werden. Dadurch können Unfälle dürfen nur Zugvorrichtungen angebaut wer-
verursacht und Personen schwer verletzt oder den, die von der Betriebserlaubnis abgedeckt
getötet werden. sind. Der Anbau von Zugvorrichtungen, die
Für die Sicherheit besonders wichtig sind fol- nicht von der Betriebserlaubnis abgedeckt
gende technische Grenzwerte: sind, führt zum Erlöschen der Zulassung.
• zulässiges Gesamtgewicht ¾¾ Die Maschine gegen unbeabsichtigtes Weg-
• maximale Achslasten rollen sichern!
• maximale Stützlast ¾¾ Angehobene Rahmenteile, unter denen Sie
• Höchstgeschwindigkeit sich aufhalten, durch geeignete Stützen ab-
Siehe Kapitel Technische Daten, Typenschild und sichern!
Betriebserlaubnis. ¾¾ Vorsicht! Bei hervorstehenden Teilen (z.B.
Scharen) besteht Verletzungsgefahr!
¾¾ Ebenso die maximalen Lasten des Schlep- ¾¾ Bei allen Montagearbeiten ergonomische
pers beachten. Arbeitshaltungen einnehmen.

Feldeinsatz Beim Aufsteigen auf die Maschine nicht auf


die Packerreifen oder andere drehbare Teile
aufsteigen. Diese könnten durchdrehen, und
GEFAHR
Sie könnten sich durch einen Sturz schwerste
Mitfahren auf der Maschine verboten! Verletzungen zuziehen.

¾¾ Vor dem Anfahren und vor Inbetriebnahme


den Nahbereich der Maschine kontrollieren Düngemittel und
(Kinder!). Auf ausreichende Sicht achten. gebeiztes Saatgut
¾¾ Vor Einsatz den Zustand der Arbeitswerk-
zeuge und deren Befestigung überprüfen. Unsachgemäßer Umgang mit Düngemitteln und
¾¾ Auf ausreichende Stabilität der Maschine gebeiztem Saatgut kann Vergiftungen und Tod
bei Längs- und Querneigung in unebenem verursachen.
Gelände achten. Die Grenzwerte für den
Schlepper beachten. ¾¾ Angaben im Sicherheitsdatenblatt des Her-
stellers der Mittel befolgen. Sicherheitsda-
¾¾ Keine der vorgeschriebenen und mitgeliefer-
tenblatt bzw. Sicherheitshinweise gegebe-
ten Schutzvorrichtungen darf entfernt werden.
nenfalls beim Händler anfordern.
¾¾ Es dürfen sich keine Personen im Schwenk-
¾¾ Persönliche Schutzausrüstungen nach den
bereich hydraulisch betätigter Teile aufhalten. Angaben des Herstellers festlegen und be-
¾¾ Mit abgesenkter Maschine nicht rückwärtsfah- reitstellen.
ren. Die Bauteile sind nur für die Vorwärtsbe-
wegung im Feld ausgelegt und könnten beim
Rückwärtsfahren beschädigt werden.

11
Umweltschutz Nachrüstungen und
Betriebsstoffe wie Hydrauliköl, Schmierstoffe Umbauten
etc. können die Umwelt und die Gesundheit von
Personen schädigen. Bauliche Veränderungen, die nicht von der
Firma HORSCH freigegeben sind, können die
¾¾ Betriebsstoffe nicht in die Umwelt gelangen Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit der
lassen. Maschine beeinträchtigen und führen zum Er-
löschen der Gewährleistungsansprüche.
¾¾ Ausgelaufene Betriebsstoffe mit saugfähigem
Material oder mit Sand aufnehmen, in einen
Für Schäden an Leib und Leben sowie Sach-
flüssigkeitsdichten gekennzeichneten Be-
schäden, die sich auf Grund von nicht freige-
hälter füllen und gemäß den behördlichen
gebenen Nachrüstungen und Umbauten erge-
Vorschriften entsorgen.
ben, ist die Firma HORSCH nicht zur Haftung
verpflichtet.

¾¾ Führen Sie keine baulichen Änderungen an


der Zugvorrichtung der Maschine durch.
¾¾ Führen Sie keine baulichen Änderungen oder
Erweiterungen durch, die nicht von HORSCH
freigegeben wurden.
¾¾ Von HORSCH freigegebene Änderungen und
Erweiterungen nur von einer autorisierten
Fachwerkstatt oder einem von HORSCH
dafür ausgebildeten Bediener vornehmen
lassen.
¾¾ Die Landesvorschriften für die Gewichte, Ge-
wichtsverteilung und die Ausmaße einhalten.

Bei Ausstattungen, die auf das Gewicht oder die


Gewichtsverteilung Einfluss haben, müssen die
Vorschriften für die Anhängevorrichtung, Stütz-
und Achslast geprüft und eingehalten werden.
Bei Maschinen ohne Bremse muss bei Über-
schreitung der Gewichtsgrenzen evtl. auch eine
Bremsanlage nachgerüstet werden.

Bei Änderungen, die die Angaben am Typen-


schild betreffen, muss ein neues Typenschild
mit den aktuellen Daten angebracht werden.

Bei Änderungen, die Angaben in der Betriebs-


erlaubnis betreffen, muss die Betriebserlaubnis
erneuert werden.

12
Pflege und Wartung ¾¾ Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler
oder Hochdruckreiniger waschen. Der Lack
Unsachgemäße Pflege und Wartung gefährdet ist erst nach ca. 3 Monaten ausgehärtet und
die Betriebssicherheit der Maschine. Dadurch könnte vorher beschädigt werden.
können Unfälle verursacht und Personen schwer ¾¾ Alleübrigen Instandhaltungs- und Repa-
verletzt oder getötet werden. raturarbeiten, die nicht in dieser Betriebs-
anleitung beschrieben sind, nur von einer
¾¾ Vorgeschriebene Fristen für wiederkehrende autorisierten Fachwerkstatt oder einem
Prüfungen oder Inspektionen einhalten. von HORSCH dafür ausgebildeten Bedie-
¾¾ Die Maschine gemäß Wartungsplan warten, ner vornehmen lassen.
siehe Kapitel Pflege und Wartung.
¾¾ Ausschließlich die Arbeiten durchführen, die
in dieser Betriebsanleitung beschrieben sind.
¾¾ Vor Wartungs- und Pflegearbeiten die Maschine
auf ebenem und tragfähigem Untergrund
abstellen und gegen Wegrollen sichern.
¾¾ Die Hydraulikanlage drucklos machen und
das Arbeitsgerät ablassen oder abstützen.
¾¾ Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage diese
von der Stromzufuhr trennen.
¾¾ Bei Schweißarbeiten an der Maschine die
Kabel von den Computern und anderen
elektronischen Bauteilen abklemmen. Die
Masseverbindung möglichst nahe an der
Schweißstelle anbringen.
¾¾ Vor dem Reinigen der Maschine mit Hoch-
druckreiniger alle Öffnungen abdecken, in
die aus Sicherheits- und Funktionsgründen
kein Wasser, Dampf oder Reinigungsmittel
eindringen darf. Den Wasserstrahl nicht direkt
auf elektrische bzw. elektronische Bauteile,
auf Lager oder das Gebläse richten.Beim
Reinigen mit Hochdruck- oder Dampfstrahler
immer min. 50 cm Abstand zu den Maschi-
nenteilen einhalten.
¾¾ Tank, Dosiergeräte, Schläuche und Säscha-
re werden mit Düngemitteln und gebeiztem
Saatgut verunreinigt. Bei der Reinigung
geeignete Schutzausrüstung verwenden.
Kontakt vermeiden und Abluft nicht einatmen.
¾¾ Nach der Reinigung alle Hydraulikleitungen
auf Undichtigkeiten und gelockerte Verbin-
dungen prüfen.
¾¾ Scheuerstellen und Beschädigungen untersu-
chen. Festgestellte Mängel sofort beheben!
¾¾ Bei Pflege- und Wartungsarbeiten gelöste
Schraubenverbindungen wieder festziehen.

13
Gefahrenbereich
Die rote Fläche kennzeichnet den Gefahrenbe- Wenn der Gefahrenbereich nicht beachtet wird,
reich der Maschine: können Personen schwer verletzt oder getötet
werden.
¾¾ Nicht unter angehobenen Lasten verweilen.
Lasten zuerst absetzen.
¾¾ Personen aus dem Gefahrenbereich der Ma-
schine und des Schleppers verweisen.
¾¾ Vor allen Arbeiten im Gefahrenbereich der
Maschine und zwischen Maschine und
Schlepper: Schlepper stillsetzen!
Dies gilt auch für kurzzeitige Kontrollarbeiten.
Viele schwere Unfälle passieren durch Un-
achtsamkeit und laufende Maschinen!
¾¾ Angaben in allen Betriebsanleitungen berück-
Im Gefahrenbereich der Maschine bestehen sichtigen.
folgende Gefährdungen:

• Durch unbeabsichtigtes Betätigen der Hy-


draulik können gefährliche Maschinenbewe-
gungen ausgelöst werden.
• Bei eingeschaltetem Antrieb können Maschi-
nenteile drehen oder schwenken.
• Hydraulisch angehobene Maschinenteile
können unbemerkt und langsam absinken.

14
Sicherheitsaufkleber
Sicherheitsaufkleber an der Maschine warnen ¾¾ Verschmutzte Sicherheitsaufkleber reinigen.
vor Gefährdungen an Gefahrenstellen und sind ¾¾ Beschädigte und unkenntlich gewordene Si-
wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung cherheitsaufkleber sofort erneuern.
der Maschine. Fehlende Sicherheitsaufkleber
¾¾ Ersatzteile mit den vorgesehenen Sicherheits-
erhöhen das Risiko von schweren und tödlichen
aufklebern versehen.
Verletzungen für Personen.

Das Mitfahren auf der Maschine Beim Anhängen der Maschine


ist verboten! und beim Betätigen der Hydrau-
lik dürfen sich keine Personen
zwischen den Maschinen auf-
halten.

00380054 00380145

Vor Inbetriebnahme der Maschi- Vor Wartungs- und Reparatur-


ne die Betriebsanleitung lesen arbeiten Motor abstellen und
und beachten! Schlüssel abziehen.

00380055 00380294

Vorsicht bei austretender Hoch- Nicht auf drehbare Teile auf-


druckflüssigkeit, Hinweise in der steigen. Nur vorgesehene Auf-
Betriebsanleitung beachten! stiegshilfen benutzen.

00380133 00380299

Nicht im Schwenkbereich Der Aufenthalt im Gefahren-


klappbarer Maschinenteile auf- bereich ist nur bei eingelegter
halten! Hubzylindersicherung zulässig.

00380135 00380896

15
Verladehaken;
bei Verladearbeiten Lastaufnahmemittel
(Ketten, Seile usw.) hier einhängen.

Lage der Sicherheitsaufkleber

16
Technische Daten
Express 3 TD 3,5 TD
Arbeitsbreite (m) 3,00 3,50
Transportbreite (m) 3,00 3,50
Einfüllhöhe (m) 2,21 2,21
Länge ohne Vorauflaufmarkierer (m) 3,67 3,67
Länge mit Vorauflaufmarkierer (m) 4,00 4,00
Gewicht ab (kg) 2 600 2 965
Saattankinhalt (l) 1 500 1 500
Abmessung Einfüllöffnung (m) 0,88 x 2,42 0,88 x 2,42
Anzahl Säschare 20 24
Schardruck Säschare (kg) 5 - 120 5 - 120
ø Säschare (cm) 34 34
ø Druckrollen (cm) 32 32
Reihenabstand (cm) 15 14,5

ø FarmFlex Packer (cm) 54 54

Arbeitsgeschwindigkeit (km/h) 10 - 20 10 - 20

HINWEIS: • Abweichungen infolge technischer Weiterentwicklungen vorbehalten.


• Das Gewicht des Anbaugeräts ist abhängig von der Ausstattung; Angabe in Minimalausstattung
• Die zulässigen Transporthöhen und Transportbreiten im öffentlichen Straßenverkehr können von Land zu Land unter-
schiedlich sein. Die nationalen Zulassungsvorschriften beachten.

Typenschild
 


Das Typenschild mit der CE-Kennzeichnung  !


"#$ %&'() "#

*+ ,('-./'(01(&.
befindet sich am Rahmen der Maschine. 2 3 ,('-./'(0(4(

Angaben auf dem Typenschild:


Seriennummer 

zulässiges
Gesamtgewicht
Stützlast (=SL) 

Achslast 

Maschinentyp 

Baujahr  
 

 

17
Anforderungen an den
Schlepper

WARNUNG
Unfallgefahr!
¾¾ Die zulässigen Werte des Schleppers für
Achslasten, Gesamtgewicht, Reifentragfä-
higkeit, und Luftdruck einhalten.

¾¾ Die Eignung des Schleppers vor Inbetrieb-


nahme prüfen.

Um die Maschine bestimmungsgemäß verwen-


den zu können, muss der Schlepper folgende
Anforderungen erfüllen:

Geräteanbau *

Express 3 TD 3,5 TD

Dreipunkt Kat. III/III Kat. III/III

* Geräteanbau Kat. III/III: - Oberlenker Kat. III mit Bolzen-ø 32 mm


- Unterlenker Kat. III mit Bolzen-ø 37 mm

Motorleistung

Express 3 TD 3,5 TD

min. (kW / PS) 90 / 125 105 / 145

max. (kW / PS) 140 / 190 160 / 220

Elektrik / Steuerung

Spannungsversorgung 12 V

Beleuchtung: Steckdose 7-polig, siehe Kapitel Beleuchtung

Steuerung ISOBUS-Steckdose

18
Hydraulik

maximaler Systemdruck 210 bar

Ölsorte mineralisches Hydrauliköl

Förderleistung 20-25 l/min bei 180 bar

Steuergeräte doppeltwirkend

- Direktantrieb Gebläse (Option) 1

- Verstellung DiscSystem (Zusatzausrüstung) 1

- Spuranreißer (Zusatzausrüstung) 1

- Schardruckverstellung (Zusatzausrüstung) 1

druckloser Rücklauf (max. 5 bar) 1 (bei Direktantrieb Gebläse)

Zapfwelle

Drehzahl max. 1 000 1/min

19
Express 3 TD

2420 2630

2220

2400
2020

ø 540
3000
2310
3590 bis 3670 (mit Striegelzinken)
4000

Express 3,5 TD

2420

2550
2140

2615 bis 2630


2010

540
3500
2310
3545 bis 3670 (mit Striegelzinken)
4000

20
Ballastierung berechnen Benötigte Daten:

Das Anbauen bzw. Anhängen von Geräten darf


nicht zu einer Überschreitung des zulässigen
Gesamtgewichtes, der zulässigen Achslasten
und der Reifentragfähigkeiten des Traktors
führen.
Die Vorderachse des Traktors muss immer mit
mindestens 20 % des Leergewichts des Traktors
belastet sein.
¾¾ Vor einem Straßentransport kontrollieren, ob
der eingesetzte Traktor nicht überlastet und
für dieses Gerät geeignet ist.
TL Leergewicht des Traktors
¾¾ Das Gerät separat wiegen. Da unterschied-
TV Vorderachslast des leeren Traktors
liche Ausstattungen möglich sind, muss das
Gewicht des Geräts durch Wiegen bestimmt TH Hinterachslast des leeren Traktors
werden. GH • Gesamtgewicht Heckanbaugerät
• Bei angehängten Maschinen:
Maximal zulässige Stützlast für den
Straßentransport.
GV Gesamtgewicht Frontanbaugerät

a Abstand von Schwerpunkt Frontanbau-


gerät (Frontballast) bis Mitte Vorderachse
b Radstand des Traktors
c • Abstand von Mitte Hinterachse bis
Mitte Unterlenkerkugel
• Bei angehängten Maschinen:
Abstand von Mitte Hinterachse bis
Mitte Anhängepunkt.
d • Abstand von Mitte Unterlenkerkugel
bis Schwerpunkt Heckanbaugerät
(Heckballast)
Für den Schwerpunkt siehe Kapitel
„technische Daten“; auf die richtige
Wahl des Schwerpunktes achten!
• Bei angehängten Maschinen gilt:
d=0
x Angaben des Traktorherstellers für
Mindestballastierung Heck. Falls keine
Angaben vorliegen, 0,45 eintragen.

Alle Gewichtsangaben in (kg)


Alle Maßangaben in (m)

21
1. Berechnung der Mindestballastierung 4. Berechnung des tatsächlichen Gesamt-
Front bei Heckanbaugerät: gewichts

GH• (c + d) - TV • b + 0,2 • TL • b Gtat= GV + TL + GH


GV min=
a+b
Das Ergebnis des berechneten Gesamtgewichts
und das zulässige Gesamtgewicht aus der Be-
Das Ergebnis in die Tabelle eintragen. triebsanleitung für den Traktor in die Tabelle
eintragen.

2. Berechnung der Mindestballastierung 5. Berechnung der tatsächlichen Hinter-


Heck bei Frontanbaugerät: achslast:

GV• a - TH • b + x • TL • b TH tat= Gtat - TV tat


GH min=
b+c+d
Das Ergebnis der berechneten tatsächlichen
Hinterachslast und die zulässige Hinterachslast
Das Ergebnis in die Tabelle eintragen. aus der Betriebsanleitung für den Traktor in die
Tabelle eintragen.
3. Berechnung der tatsächlichen Vorder- Berechnungen kontrollieren
achslast Die berechneten Werte zusätzlich durch Wiegen
kontrollieren:
GV• (a + b) + TV • b - GH •(c + d) Am gesamten Traktor (mit Anbaugerät und
Tv tat = Ballastierung) die Vorderachslast sowie die
b
Hinterachslast wiegen. Die gemessenen Werte
Das Ergebnis der berechneten tatsächlichen mit den zulässigen Werten vergleichen:
Vorderachslast und die zulässige Vorderachs- • zulässiges Gesamtgewicht
last aus der Betriebsanleitung für den Traktor in
• maximale Vorder- und Hinterachslast
die Tabelle eintragen.
• Mindestvorderachslast (20 % des Leerge-
wichts des Traktors)

Tabelle
Die berechneten Werte dürfen nicht größer als die zulässigen Werte sein.

Tatsächlicher Wert lt. Zulässiger Wert lt. Doppelte zulässige


Berechnung Betriebsanleitung Reifentragfähigkeit
Mindestballastierung
Front (bei Heckan- GV min= kg
baugerät)
Mindestballastierung
Heck (bei Frontan- GH min= kg
baugerät)

Gesamtgewicht Gtat= kg < kg

Vorderachslast TV tat= kg < kg < kg

Hinterachslast TH tat= kg < kg < kg

22
Aufbau
Übersicht

11
10

1
7
5 9
6
12

4 3
2

Express TD

1 Geräteanbau Dreipunkt 7 Aufstieg und Podest


2 DiscSystem zweireihig 8 Verteiler
3 Packer 9 Gebläse
4 Säschare 10 Tank
5 Beleuchtung 11 Spuranreißer
6 Einstellung Schardruck 12 Radarsensor

GEFAHR WARNUNG
Gefahr von schweren Unfällen Verletzungsgefahr
Die Mitfahrt auf der Maschine, insbesondere am ¾¾ Nicht in den Nahbereich des Radarsensors
Aufstieg und am Podest (7) ist verboten! (12) blicken.

23
Hydraulik Markierung der
Hydraulikschläuche
Das Symbol befindet sich immer über dem
WARNUNG
Schlauch, der Druck benötigt, um die Maschi-
Ungewollte Hydraulikbewegungen (z.B. durch ne in Transportstellung zu bringen (Ausheben,
Beifahrer oder Kinder) können zu schweren Einklappen usw. ).
Unfällen und Verletzungen führen!
¾¾ Die Steuergeräte am Schlepper sichern oder
Gebläse
verriegeln.
¾¾ Personen aus dem Schwenkbereich von
klappbaren Maschinenteilen verweisen.
¾¾ Vor dem Wiedereinschalten des Schleppers
alle Steuergeräte in Sperrstellung schalten.
Spuranreißer

HINWEIS
¾¾ Die Maschine mit Mineralölen betreiben.
Keine Vermischung von Mineralölen mit Bio-
oder Estherölen!
Im Hydraulikkreislauf des Schleppers muss Werkzeuge (Option Schardruckverstellung /
sich mineralisches Hydrauliköl befinden. DiscSystem)
¾¾ Ölreinheit nach ISO 4406: 18/16/13
¾¾ Immer alle hydraulischen Leitungen anstecken!
Wegen zusammenhängenden Funktionen kön-
nen sonst Bauteile beschädigt werden.
¾¾ Auf Sauberkeit und festen Sitz der Steckver-
bindungen achten!
¾¾ Die Hinweise zu Hydraulik und Druckspeicher
im Kapitel Sicherheit und Verantwortung beachten!

24
Gebläse - Direktantrieb

4
1

2 B
5
A
6

3
1 Steuergerät Schlepper
2 Hydraulikkupplung Vorlauf
3 Hydraulikkupplung Rücklauf
4 Manometer
5 Zahnradmotor 6 cm³
6 Druckbegrenzungsventil (im Motor)

Gebläse - Zapfwellenantrieb

2
3
P A

1 B
B
4
A
5

1 Zahnradpumpe 61 cm³ 5 Druckbegrenzungsventil (im Motor)


2 Stromregelventil 6 Ölkühler
3 Manometer 7 Filter Rücklauf
4 Zahnradmotor 11 cm³ 8 Tank

25
Gebläse Direktantrieb mit Vorauflaufmarkierer (ohne Spuranreißer)

4 8
2
3

B 2
1
1 9
5
A
6

3 7

1 Steuergerät Schlepper
2 Hydraulikkupplung Vorlauf
3 Hydraulikkupplung Rücklauf
4 Manometer
5 Zahnradmotor 6 cm³
6 Druckbegrenzungsventil
7 Drossel ø 1 mm
8 3/2 - Wegeventil
9 Hydraulikzylinder Vorauflaufmarkierer

Vorauflaufmarkierer und Spuranreißer 6

7
C1 C2

5
9
V1 V2
2
8
A
P/T 1
1 2
2
4
B 7
1 3

V1 V2

C1 C2

1 Steuergerät Schlepper
2 Hydraulikkupplung - Ausklappen
3 Hydraulikkupplung - Einklappen
4 Wechselventil Spuranreißer
5 Sperrventil doppeltwirkend
6 Hydraulikzylinder Spuranreißer
7 Drossel ø 1,5 mm (nur bei Zusatzausrüstung Vorauflaufmarkierer)
8 2/2 - Wegeventil (nur bei Zusatzausrüstung Vorauflaufmarkierer)
9 Hydraulikzylinder Vorauflaufmarkierer (nur bei Zusatzausrüstung Vorauflaufmarkierer)

26
Hydraulische Tiefenverstellung DiscSystem

5
4
2
V1 C1

V2 C2
1

1 Steuergerät Schlepper 4 Sperrventil doppeltwirkend


2 Hydraulikkupplung - Senken 5 Hydraulikzylinder
3 Hydraulikkupplung - Heben

Hydraulische Schardruckverstellung

3 4
2

1 Steuergerät Schlepper 4 Schalter Arbeitssignal


2 Hydraulikkupplung 5 Hydraulikzylinder
3 Manometer

27
Beleuchtung WARNUNG
Verkehrsunfälle durch defekte Beleuchtung.
¾¾ AufSauberkeit und festen Sitz der Steckver-
bindung achten.
¾¾ Die Beleuchtung vor Fahrtantritt überprüfen.
¾¾ Die Warntafeln und Beleuchtungseinrich-
tungen auf Sauberkeit überprüfen.

1. Stecker 7- polig
2. Rücklicht rechts
2.1 Lampe Blinker
2.2 Lampe Rücklicht
2.3 Lampe Bremslicht
3. Rücklicht links
3.1 Lampe Bremslicht
3.2 Lampe Rücklicht
3.3 Lampe Blinker

Stecker und Kabelbelegung


Nr. Bez. Farbe Funktion
1 L gelb Blinker links
2 54 g --- ---
3 31 weiß Masse
4 R grün Blinker rechts
5 58 R braun Rücklicht rechts
6 54 rot Bremslicht
7 58 L schwarz Rücklicht links

28
Instruktionsaufkleber
¾¾ Verschmutzte Aufkleber reinigen.
¾¾ Beschädigte und unkenntlich gewordene
Aufkleber sofort erneuern.
¾¾ Ersatzteile mit den vorgesehenen Aufklebern
versehen.

Bei Rücklaufdruck über 2 bar Filter erneu- Hydraulische Schardruckverstellung


ern und ggf. Öl wechseln. Die Erhöhung des Schardrucks wird am
Manometer angezeigt.

0
bar

+
0
bar

Der Rücklaufdruck am Gebläseantrieb darf Gebläsedrehzahlen


5 bar nicht übersteigen; der Hydraulikmotor
könnte sonst zerstört werden. Gebläseantrieb Fein- Getreide (kg/ha)
Fan drive saaten Grain (kg/ha)
12
-
km/h
Fine
<150 >150 1/min
seeds

3 KR o x 2500
3,5 KR o x 3200
4 KR o x 3500
Maschine Zeichnung Zeichnungsnummer Dateiname Entw. Dat
Pronto Schardruck 3 TD
o
o
o
o
x
00380354
x
2500
3200
ed Ma
3,5 TD
o o x 3500
Singular o x x x 4000
System o x x x ≥4000

Beim Abdrehen hier die Waage einhängen. Öltyp und Maximaltemperatur beachten.
Der Füllstand im Tank muss sich zwischen
min. und max. befinden.

ON
OFF
ZERO

00380879

29
An-/ Abkuppeln
(nur für Frankreich)

O „ Atteler à un tracteur dont le relevage est équipé


de dispositifs de blocage latéraux et verticaux“.

O „Pour circuler sur la route, respecter la hauteur


d’attelage spécifiée dans la notice d’utilisation
et bloquer le relevage“.
00380900

Mit leerem Sätank fahren


(Nur für Frankreich)


rouler avec
trémie vide“

00380885

30
Inbetriebnahme Der
¾¾ Schlepper muss groß genug gewählt
werden, damit eine ausreichende Lenk- und
Bremsfähigkeit erhalten bleibt.
¾¾ Ist die Maschine im Zweipunkt angehängt,
HINWEIS müssen die Unterlenker gegen seitliches
Pendeln blockiert werden.
Diese Arbeiten dürfen nur Personen ausführen, die ¾¾ Auf einem Anhänger oder Tieflader muss
von der Firma HORSCH dazu ausgebildet wurden. die Maschine mit Spanngurten oder anderen
Hilfsmitteln gesichert werden.
¾¾ Die Lastanschlagmittel nur an den gekenn-
WARNUNG zeichneten Stellen einhängen.
Bei der Inbetriebnahme besteht erhöhte Unfall- ¾¾ Die Hinweise im Kapitel Ballastierung beachten.
gefahr.
¾¾ Beachten Sie die Hinweise im Sicherheits-
kapitel.
Installation
Die Einweisung des Bedieners und die Erstin-
stallation der Maschine werden von unseren
Anlieferung Kundendienstmitarbeitern oder Vertriebspart-
nern durchgeführt.
Die Maschine mit Anbaugeräten wird in der
Regel komplett montiert mit einem Tieflader Jede vorhergehende Benutzung der Maschine
angeliefert. ist untersagt!
Sind für den Transport Teile oder Baugruppen Erst durch die Einweisung der Kundendienst-
demontiert, so werden diese durch unsere Ver- mitarbeiter / Vertriebspartner und das Lesen
triebspartner oder unsere Werksmonteure vor
der Betriebsanleitung kann die Maschine zur
Ort montiert.
Bedienung freigegeben werden.
Je nach Ausführung des Tiefladers kann die Ma-
schine mit einem Schlepper heruntergefahren WARNUNG
oder muss mit geeigneten Hebegeräten (Stapler
oder Kran) heruntergehoben werden. Bei Installations- und Wartungsarbeiten besteht
erhöhte Unfallgefahr.
¾¾ NurHubgeräte und Hebezeuge mit ausrei-
¾¾ Vor diesen Arbeiten die Betriebsanleitung lesen
chender Tragkraft und Zulassung verwenden!
und sich mit der Maschine vertraut machen.
Die Lastaufnahme- und Verzurrpunkte sind mit
Aufklebern gekennzeichnet.
Je nach Ausstattungsumfang
Für andere Anhängepunkte muss auf den
¾¾ Die lose mitgelieferten Teile von der Maschine
Schwerpunkt und die Gewichtsverteilung geach-
tet werden. In jedem Fall dürfen diese Punkte herunternehmen!
nur am Rahmen der Maschinen sein. ¾¾ Alle wichtigen Schraubverbindungen kon-
trollieren!
¾¾ Alle Schmiernippel abschmieren!
Transport ¾¾ Luftdruck in den Reifen prüfen.
¾¾ Alle Hydraulikverbindungen und Schläuche
Der Transport auf öffentlichen Straßen kann, auf Befestigung und Funktion prüfen!
je nach Landesvorschriften und Arbeitsbreite,
¾¾ Aufgetretene Mängel sofort beseitigen oder
angehängt an einen Schlepper oder auf einem
Anhänger oder Tieflader erfolgen. beseitigen lassen!

Die
¾¾ zulässigen Abmessungen und Gewichte Die Installation der Sämaschinensteuerung
für den Transport sind einzuhalten. entnehmen Sie bitte der entsprechenden
Anleitung.

31
Bedienung WARNUNG
Bei allen Arbeiten an der Maschine Austretende Hydraulikflüssigkeit kann schwere
die dazugehörigen Sicherheitshin- Verletzungen verursachen! Verletzungsgefahr
weise im Kapitel „Sicherheit und durch ungewollte Maschinenbewegungen.
Unfallverhütung“ sowie die Unfallver- ¾¾ Hydraulikleitungen nur anschließen und ab-
hütungsvorschriften beachten! nehmen, wenn die Hydraulik maschinen- und
geräteseitig drucklos ist.

Anhängen/Abstellen Anhängen
1. Die Zugeinrichtungen von Maschine und
Schlepper reinigen und auf Verschleiß prü-
GEFAHR fen.
Personen können zwischen Maschine und 2. Den Schlepper an die Maschine heranfahren
Schlepper eingeklemmt und schwer verletzt
und Bremse einlegen.
werden!
¾¾ Personen aus dem Bereich zwischen Schlep- 3. Die Maschine am Dreipunkt des Schleppers
per und Maschine verweisen. ankuppeln.
Während der Schlepper sich der Maschine - Die Maschine am Unterlenker aufnehmen.
nähert bzw. von ihr weg bewegt, darf sich kei- - Die Sicherung der Fanghaken einlegen.
ne Person zwischen Maschine und Schlepper
befinden! - Unterlenker gegen seitliches Pendeln
verriegeln.
- Den Oberlenker in der Bohrung (1) ein-
GEFAHR hängen und mit Splint sichern (Dreipunkt-
Gefahr von schweren Unfällen beim Rangieren. hydraulik in Schwimmstellung).
Die Umgebung im Auge behalten. Bei sehr leichten, schiebfähigen Böden
oder unter nassen Bedingungen kann
¾¾ Personen (Kinder!) aus dem Rangierbereich
der Oberlenker am Langloch (2) ange-
der Maschine verweisen.
schlossen werden (Dreipunkthydraulik in
Lageregelung).

4. Die Hydraulikleitungen anschließen, siehe


Kapitel Hydraulik.

32
5. Bei Gebläse mit Zapfwellenantrieb:
HINWEIS
- Die Zapfwellenpumpe auf den Zapfwellen-
stummel des Schleppers stecken. ¾¾ Vor Fahrten auf öffentlichen Straßen sicher-
- Die Zapfwellenpumpe mit dem Halter stellen, dass die Maschine alle Vorschriften der
gegen Verdrehen sichern, siehe Kapitel jeweils geltenden Straßenverkehrsordnung
Pneumatik. erfüllt.

6. Die Beleuchtung und ISOBUS anschließen.


Vor dem Straßentransport zusätzlich folgende
7. Den Stützfuß nach oben stellen und mit Bol- Einstellungen vornehmen:
zen und Splint sichern.
8. Vor Fahrtbeginn prüfen, ob die Maschine 1. Die Maschine anheben.
ordnungsgemäß angehängt und gesichert ist. 2. Die Spuranreißer nach oben klappen.
3. Den Aufstieg nach oben klappen.
4. Den E-Manager ausschalten.
Transportstellung

WARNUNG
Gefahr von Verkehrsunfällen durch Verlieren
der Maschine oder Maschinenteilen.
¾¾ Die Steuergeräte bei Transportfahrten je nach
Ausführung mechanisch oder elektrisch verrie-
geln. Nie auf Schwimmstellung schalten.
¾¾ Vor Fahrtantritt alle Verriegelungen kontrol-
lieren.
¾¾ Prüfen, ob alle Sicherungselemente der Anhän-
gung vorhanden und korrekt eingestellt sind.
¾¾ Bauteile der Anhängung auf Verschleiß prüfen.

Stellung der Steuergeräte bei Straßenfahrten

Position Schwimmstellung Sperrstellung Vorlauf


Steuergerät

Gebläse

Werkzeuge

Spuranreißer

Dreipunkthydraulik

33
Abstellen

GEFAHR
Unfallgefahr durch unzureichende Standsicherheit
¾¾ Die Maschine auf ebenem, befestigtem Un-
tergrund abstellen.

HINWEIS
Vor dem Abstellen über einen längeren Zeitraum:
¾¾ Die Maschine in einer Halle oder unter einer
Überachung abstellen.
¾¾ Die Maschine reinigen und entsprechend
vorbereiten, siehe Kapitel Pflege und Wartung.

1. Die Maschine an geeigneter Stelle positionie-


ren und Schlepperbremse einlegen.
2. Die Steuergeräte verriegeln.
3. Hydraulische und elektrische Verbindungen
trennen und in der Schlauchgarderobe ab-
legen.
4. Den Stützfuß nach unten stellen und mit
Bolzen und Splint sichern.
5. Den Sätank entleeren.
6. Den Oberlenker entlasten und abkuppeln.
7. Die Unterlenker abkuppeln und absenken.
8. Bei Gebläse mit Zapfwellenantrieb:
- Die Zapfwelle ausschalten.
- Die Zapfwellenpumpe abnehmen und in
die Halterung stecken.
9. Die Schardruckverstellung zurückdrehen, um
die Gummis zu entlasten.
10. Das Dosiergerät entleeren und reinigen.
11. Die Tankabdeckung verschließen.
12. Das Terminal trocken aufbewahren.

34
Feldeinsatz HINWEIS
1. Die Maschine anhängen, siehe Anhängen.
Zu beachten:
Dabei je nach Feldbedingungen den Anhän-
gepunkt des Oberlenkers anpassen. • Zur Steuerung der Aussaat siehe Betriebs-
anleitung für den E-Manager
2. Die Arbeitstiefe des DiscSystems und der
Spurlockerungsscheiben einstellen bzw. • Die Maschine muss beim Feldeinsatz
kontrollieren, siehe Einstellungen. waagrecht stehen.
• Mit abgesenkter Maschine nicht rückwärts-
3. Falls vorhanden, die Arbeitstiefe der Spur-
fahren.
lockerungszinken einstellen, siehe Zusatz-
ausrüstung. Die Bauteile sind nur für die Vorwärtsbewegung
im Feld ausgelegt und könnten beim Rück-
4. Die Sätiefe und den Schardruck an den Scha- wärtsfahren beschädigt werden.
ren einstellen, siehe Einstellungen.
5. Die Striegel einstellen, siehe Einstellungen.
6. Falls vorhanden, Vorauflaufmarkierer und Spu-
ranreißer einstellen, siehe Zusatzausrüstung.
7. Die Trittstufen einklappen.
8. Die Gebläsedrehzahl einstellen, siehe Pneumatik.

Stellung der Steuergeräte beim Feldeinsatz

Position Schwimmstellung Sperrstellung Vorlauf


Steuergerät

Gebläse

Werkzeuge

Spuranreißer

Dreipunkthydraulik
Oberlenker an Boh- Oberlenker an Lang-
rung angehängt loch angehängt

35
Arbeitsgeschwindigkeit Kontrollen
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist von den Feldbe-
dingungen (Bodenart, Ernterückstände usw.), HINWEIS
dem Saatgut, der Saatgutmenge, den Scharen
¾¾ Die Ablagequalität bei Arbeitsbeginn (nach
und anderen Faktoren abhängig.
einigen Metern Aussaat) und bei größeren
Feldern auch zwischendurch an allen Scha-
HINWEIS ren kontrollieren:

¾¾ Bei schwierigen Bedingungen tendenziell • Saattiefe


langsamer fahren. • Längsverteilung des Saatguts
• Querverteilung des Saatguts

Vorgewende
Die Arbeitsqualität der Säarbeit hängt wesentlich
¾¾ Die Maschine ausheben und Schare nach von den Einstellungen und Kontrollen vor und
oben stellen. während der Aussaat und der regelmäßigen
¾¾ Den Spuranreißer einklappen.
Pflege und Wartung der Maschine ab.
¾¾ Nach dem Wenden die Schare ca. 2 - 5 m vor
¾¾ Vor Arbeitsbeginn alle Wartungs- und Einstell-
dem Saatbett bei entsprechender Gebläse- arbeiten durchführen.
drehzahl mit Druck absenken. Das Saatgut
benötigt etwas Zeit vom Dosiergerät bis zu
den Scharen.
Der Arbeitsschalter gibt das Signal erst frei, Maschine
wenn die Maschine ganz abgesenkt ist. ¾¾ Ist die Maschine richtig angehängt und sind
¾¾ Den Spuranreißer ausklappen. die Anhängevorrichtungen verriegelt?
Durch ein Wechselventil wird automatisch ¾¾ Sind die Unterlenker gegen seitliches Pendeln
jeweils der Spuranreißer auf der anderen verriegelt?
Maschinenseite ausgeklappt. ¾¾ Sind die Hydraulikleitungen verwechslungs-
frei angeschlossen?
HINWEIS ¾¾ Sind die Spuranzeiger auf die richtige Länge
eingestellt?
Die Drehzahl bei der Aussaat erst kurz vor dem ¾¾ Ist die Maschine in Arbeitsstellung eben aus-
Ausheben der Maschine drosseln. gerichtet und die Saattiefe richtig eingestellt?
Die Gebläseleistung kann sonst zu stark abfal-
len und die Schläuche verstopfen. Arbeitswerkzeuge
Sind
¾¾ alle Arbeitswerkzeuge noch in ge-
brauchsfähigem Zustand?
- DiscSystem
- Packer
- Schare
- Striegel
- Zusatzausrüstung

¾¾ Sind alle Arbeitswerkzeuge richtig eingestellt?


¾¾ Besitzendie Sechscheiben genügend Vor-
spannung und drehen sich leichtgängig?

36
Gebläse Nach der Aussaat
Ist die Gebläsehydraulik an einen drucklosen
¾¾
Den Tank und das Dosiergerät nach der Aussaat
Rücklauf angeschlossen?
entleeren und reinigen.
¾¾ Sind das Gebläserad und das Gebläsegitter Saatgut und Beize können sonst feucht werden,
sauber? verkleben und Brückenbildung im Tank und den
¾¾ Ist das Gebläserad fest auf der Welle? Rotoren verursachen. Dadurch können Dosier-
¾¾ Wird die Gebläsedrehzahl eingehalten? und Saatfehler entstehen.

¾¾ Den Sätank an der Entleerungsklappe an der


Pneumatik
Seite entleeren. Dazu einen geeigneten Behäl-
Sind
¾¾ die Fahrgassenklappen in den richtigen ter unterstellen und den Entleerungsschieber
Saatleitungen für die Fahrgassen eingebaut. öffnen, siehe Kapitel Tank.
Ist der Fahrgassenrythmus eingestellt und ¾¾ Restbestände können durch die Fallschleuse
schließen die Klappen? entleert werden.
Hängen die Saatschläuche nicht durch und
¾¾
sind frei von Wasser und Ablagerungen?
Sind alle Luftschläuche vom Gebläse bis zu
¾¾
den Scharen dicht und fest angebracht?
Tritt Luft aus allen Scharen gleichmäßig aus?
¾¾
Ist die Luftmenge am Gebläse richtig einge-
¾¾
stellt? Springen die Körner aus der Ablage
oder bleiben sie in den Schläuchen liegen?

Dosiergerät
¾¾ Ist der passende Rotor eingebaut?
¾¾ Sind die Dichtlippen eingestellt und noch
gebrauchsfähig?
¾¾ Ist bei Feinsaat die Reinigungsbürste einge-
baut und in Ordnung?
¾¾ Ist bei Grobsaaten das Abstreiferblech ein-
gebaut?
¾¾ Sind alle Anschlüsse und die Entleerungs-
klappe fest und dicht verschlossen?
¾¾ Kommt Saatgut aus allen Scharen?
¾¾ Kommt es im Tank zu Brückenbildung (be-
sonders bei spelzigem Saatgut)?
¾¾ Wird speziell bei Feinsaat die richtige Saat-
menge ausgebracht?

37
Einstellungen Hydraulische Verstellung (Option)
Mit der hydraulischen Verstellung kann die
Arbeitstiefe des DiscSystems während des
WARNUNG Feldeinsatzes stufenlos verstellt werden.
Unfallgefahr durch unbefugtes Starten des
Schleppers und Auslösen von Maschinenbe- Die Einstellung des DiscSystems wird auf der
wegungen. Skala angezeigt:

¾¾ Vor allen Einstellarbeiten den Schlepper


abschalten und gegen Wiedereinschalten
sichern. Manuelle Steuergeräte in Sperrstel-
lung verriegeln.

VORSICHT
Verletzungsgefahr beim Arbeiten an der
Maschine(z.B. an funktionsbedingten scharfen
Kanten).
Bei allen Reparatur-, Wartungs- und Einstellar-
beiten geeignete Schutzausrüstung verwenden.
Stellung 0: oberste Position

...

DiscSystem Stellung 7: maximale Arbeitstiefe

Die Arbeitstiefe des DiscSystems muss an die


Bodenbedingungen angepasst werden. Sie wird
über zwei Einstellspindeln eingestellt:

¾¾ Zum Verstellen den Griff lösen, in die Führung


klappen und mit Splint sichern.
¾¾ Beide Einstellspindeln gleich einstellen.
¾¾ Den Griff in die Parkposition klappen und mit
Splint sichern.
¾¾ Das Arbeitsergebnis des DiscSystems im
Feldeinsatz prüfen und die Einstellung bei
Bedarf anpassen.

38
Spurlockerungsscheiben ¾¾ Die Arbeitstiefe der Spurlockerungsscheiben
über das Lochbild einstellen.
Um die Schlepperspuren zu lockern und einzueb- ¾¾ Schraube und Mutter (3) festziehen.
nen, können bestimmte Scheibenpaare des Disc-
Systems tiefer gestellt werden. ¾¾ Das Arbeitsergebnis der Spurlockerungs-
scheiben nach dem Feldeinsatz prüfen und
die Einstellung bei Bedarf anpassen.

2 1 Seitenschilde
Die Seitenschilde verhindern eine Wallbildung
zwischen den Anschlussspuren.
Die Einstellung muss an die Bodenverhältnisse
angepasst werden. Es darf kein Erdwall und
keine Furche zwischen den Spuren entstehen.

1
3
1 2

2
Fahrtrichtung

¾¾ Die äußeren Scheibenpaare (1) tiefer stel- ¾¾ Nach der Einstellung des DiscSystems die
len, um die Schlepperspuren zu lockern und Höhe der Seitenschilder prüfen und bei Be-
einzuebnen. darf anpassen.
Dabei wird Erde von den Schlepperspuren in
den Bereich zwischen den Schlepperspuren ¾¾ Die Höhe der Schilde über die Lochreihen
verlagert. (1) einstellen.
¾¾ Die Scheibenpaare zwischen den Schlepper- ¾¾ DieNeigung der Schilde einstellen (2).
spuren (2) tiefer stellen, um den Bereich der Dazu die Kontermutter (3) lösen und die Nei-
Schlepperspuren wieder aufzufüllen. gung über die sichtbare Länge (a) der Schrau-
be einstellen. Die Kontermutter festziehen.
¾¾ BeiVerschleiß die Seitenschilde erneuern.
3
Die Verschleißgrenze ist erreicht, wenn das
Arbeitsergebnis in unterster Position nicht
mehr zufriedenstellend ist (Wallbildung).

einstellbare Spurlockerungsscheiben

¾¾ Zum Einstellen Schraube und Mutter (3) lösen


und entfernen.

39
FarmFlex Packer

FarmFlex Packer

Gummiwalze mit sehr guter Rückverfestigung


auf mittleren Böden. Hinterlässt ein Wellenprofil.
Unempfindlicher gegen Nässe als DoubleDisc
Packer. Besonders geeignet für steinige Böden.

Abstreifer

¾¾ Den Abstreifer bei Verschleiß über das Lang-


loch nachstellen (ca. 5-7 mm Abstand zum
Packer).
¾¾

HINWEIS
¾¾ Den Abstand zum Packer am gesamten
Umfang einhalten, um Beschädigungen am
Packer zu vermeiden.
Die Abstreifer dürfen an keiner Stelle am
Packer scheuern!

40
Pneumatik Der erzeugte Luftstrom befördert das Saatgut
von der Fallschleuse zu den Scharen. Die nötige
Die pneumatische Anlage besteht aus Luftmenge ist vom Saatgut (Art und Gewicht),
der Saatmenge, der Arbeitsbreite und der
• Gebläse Sägeschwindigkeit abhängig.
Eine Vorgabe für die richtige Gebläsedrehzahl
• Tank
ist deshalb nicht möglich und muss im Feldver-
• Dosiergerät such ermittelt werden.
• Verteilerturm
¾¾ Als Richtwerte für die passende Gebläse-
drehzahl den Aufkleber an der Maschine
beachten:
WARNUNG
Gefährdung durch gesundheitsschädlichen Arbeitsgeschwindigkeit
Staub (Dünger, Beize) an den Komponenten
der Pneumatikanlage Gebläseantrieb Fein- Getreide
Gebläseantrieb Fein- Getreide (kg/ha)
Fan drive saaten (kg/ha)
saaten Grain (kg/ha)
12
-
km/h
Fine
¾¾ Bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten ge- seeds
<150 >150 1/min

eignete Schutzkleidung tragen (Schutzbrille, 3 KR o x 2500


Atemschutzmasken, Schutzhandschuhe). 3,5 KR o x 3200
4 KR o x 3500
o o x 2500
3 TD
o o x 3200
3,5 TD
HINWEIS o o x 3500
Singular o x x x 4000
System o x x x ≥4000
¾¾ Die Gebläseeinstellung, der Saatguttransport
und die Saatgutablage müssen bei Säbeginn
und bei großen Flächen auch zwischendurch
regelmäßig an allen Scharen kontrolliert Zu beachten
werden.
• Zur Drehzahlregelung muss das Steuergerät
im Schlepper mit einem Stromregelventil
Gebläse ausgestattet sein.
• Der Luftstrom darf nicht zu groß sein, damit
VORSICHT Saatgut bzw. Dünger nicht aus der Saatrille
herausgeblasen wird.
Veletzungsgefahr am Gebläse • Der Luftstrom darf auch nicht zu gering sein,
¾¾ Im Betrieb erhitzte Hydraulikkomponenten damit Saatgut bzw. Dünger nicht in den
nicht berühren. Schläuchen liegen bleibt und diese verstopft.
¾¾ Das Gebläse nur mit montiertem Schutzgitter Es sollte deshalb eine möglichst hohe Geblä-
betreiben. sedrehzahl eingestellt werden.
¾¾ Wartungsarbeiten am Gebläse und Öffnen • Drehzahl max. 3 500 1/min
des Schutzgitters nur bei stillstehender Ma-
schine durchführen.

Das hydraulische Gebläse wird direkt von der


Schlepperhydraulik angetrieben.

41
Hydraulik anschließen
HINWEIS
¾¾ Der Gebläseflügel und das Schutzgitter müs- VORSICHT
sen regelmäßig auf Schmutzablagerungen
kontrolliert und gereinigt werden. Schäden am Gebläsemotor - Zahnradmotor
Ablagerungen am Schutzgitter führen durch ¾¾ Die Rücklaufleitung am drucklosen Rücklauf
Luftverluste zu Verstopfungen in den Sä- des Schleppers anschließen!
schläuchen. ¾¾ Rücklaufdruck der Leckölleitung von max.
Ablagerungen am Gebläserad führen zu 5 bar beachten!
Unwucht. Die Lagerung kann überlastet und
beschädigt werden.

Direktantrieb

Anschluss Zahnradmotor

Kontrollen und Wartung


Gebläse mit Direktantrieb
¾¾ Das Gebläse nur bei montiertem Schutzgitter
Die Gebläsedrehzahl wird durch die Ölmenge laufen lassen:
am Stromregelventil im Schlepper eingestellt.
Die Hydraulikpumpe muss genügend Öl
fördern, damit die Gebläsedrehzahl auch bei
Drehzahlabfall des Schleppers oder beim
Betätigen anderer Hydraulikfunktionen nicht
abfällt.

Gebläse mit Schutzgitter

¾¾ Das Schutzgitter regelmäßig reinigen, um den


Luftstrom nicht zu vermindern und dadurch
Verstopfungen zu vermeiden.
¾¾ Den Gebläseflügel von Ablagerungen reini-
gen, um Unwucht und Schäden am Flügelrad
und der Lagerung zu vermeiden.
¾¾ Klemmkonus an der Gebläsewelle nachzie-
hen (siehe Kapitel Gebläseflansch nachziehen).

42
Zapfwellenantrieb (Option) Gebläsedrehzahl einstellen

Alternativ kann das Gebläse von einer Zapfwel-


lenpumpe angetrieben werden. 2

Zapfwellenpumpe montieren
1
GEFAHR
Verletzungsgefahr bei der Montage
¾¾ Vor der Montage Traktor abstellen und Zünd-
schlüssel abziehen!
¾¾ Zapfwelle nie bei abgestelltem Motor ein- 1 Stromregelventil
schalten! 2 Rücklauf- und Entlüftungsfilter
¾¾ Vor Einschalten der Zapfwelle darauf achten,
dass sich niemand im Gefahrenbereich des ¾¾ Passende Drehzahl der Zapfwelle am Schlep-
Gerätes befindet. per wählen.
¾¾ Am einstellbaren Stromregelventil (1) die ge-
¾¾ Die Pumpe auf den Zapfwellenstummel stecken. wünschte Gebläsedrehzahl einstellen.
¾¾ DieUniversal-Verdrehsicherung an den
Schlepper anpassen und sicher befestigen.
Parkposition
Die Pumpe darf sich bei Betrieb nicht bewegen, ¾¾ Nach dem Abstellen der Maschine die Pumpe
sonst können die Welle und die Lager beschä- auf die Halterung stecken:
digt werden!

HINWEIS
¾¾ Vor Einschalten der Zapfwelle sicherstellen,
dass die gewählte Zapfwellendrehzahl des
Traktors mit der zulässigen Drehzahl des
Gerätes übereinstimmt.
¾¾ max. zulässige Drehzahl der Zapfwelle:
1 000 1/min
¾¾ max. Drehzahl Gebläse: 3 500 1/min
¾¾ Die Schraubverbindungen in regelmäßigen Zapfwellenpumpe in Parkposition
Abständen kontrollieren.

WARNUNG
Unfallgefahr bei Fahrt mit Zapfwellenpumpe in
Parkposition
¾¾ Die Parkposition nur bei abgestellter Maschi-
ne verwenden!
¾¾ Bei Straßenfahrt oder im Feld die Pumpe
immer an den Traktor montieren!

43
Kontrollen und Wartung Gebläseflansch nachziehen
Der Klemmkonus fixiert das Lüfterrad und
WARNUNG klemmt sich zugleich auf der Antriebswelle fest.
Der Klemmkonus am Gebläseantrieb kann sich
Verletzungsgefahr durch laufendes Gebläse lösen. Das Gebläserad kann dadurch auf der An-
triebswelle wandern und das Gebläse zerstören.
¾¾ Das Schutzgitter am Gebläse nur bei Still-
stand der Maschine demontieren! Der Betrieb
des Gebläses ohne Schutzgitter ist nicht HINWEIS
zulässig.
¾¾ Bei demontierten Pneumatikschläuchen nicht ¾¾ Den Klemmkonus am Gebläseflansch nach
vom Gebläse anblasen lassen. ca. 50 Stunden nachziehen und jährlich kon-
trollieren.

HINWEIS
¾¾ Der Gebläseflügel und das Schutzgitter müs-
sen regelmäßig auf Schmutzablagerungen
kontrolliert und gereinigt werden.
Ablagerungen am Schutzgitter führen durch
Luftverluste zu Verstopfungen in den Sä-
schläuchen.
Ablagerungen am Gebläserad führen zu
Unwucht. Die Lagerung kann überlastet und
beschädigt werden.
Klemmkonus

Zu beachten:
¾¾ Das Gebläserad wandert beim Anziehen der
Schrauben, vor allem bei Neumontage, zum
Gehäuse in Richtung Schutzgitter.
¾¾ Ein lockerer Flansch muss deshalb näher zum
hydraulischen Motor hin ausgerichtet werden.
¾¾ Die Klemmflächen müssen öl- und fettfrei
sein.
¾¾ Die Klemmschrauben müssen absolut gleich-
mäßig und in mehreren Schritten angezogen
werden. Dazwischen sollte mit leichten Schlä-
gen auf den Flansch (Kunststoffhammer oder
Hammerstiel) das Aufziehen auf den Konus
erleichtert werden.
¾¾ Die Zollschrauben in der Ausführung
No. 10- 24 4.6 dürfen dabei nur mit max. 6,8 Nm
angezogen werden.
¾¾ Das Lüfterrad nach dem Festziehen auf freien
und gleichmäßigen Rundlauf prüfen.

44
Tank Entleerungsschieber
Seitlich am Tank ist ein Entleerungsschieber
3 angebracht:

6
5
1

Tank
1 Aufstieg
2 Podest
3 Abdeckung

¾¾ DieVerriegelung (5) lösen.


Abdeckung ¾¾ Den Entleerungsschieber (6) nach oben zie-
hen, um den Tank zu entleeren.
Der Tank ist mit einer Abdeckung verschlossen.

Podest
WARNUNG
Verletzungsgefahr beim Öffnen und Schließen
GEFAHR
der Abdeckung
¾¾ Die Hand bzw. die Finger nicht zwischen Mitfahren auf der Maschine verboten!
Deckel und Tank einklemmen.

¾¾ Die Abdeckung (3) ständig geschlossen WARNUNG


halten, um das Saatgut vor Verschmutzung,
Unfallgefahr am Podest
Staub und Feuchtigkeit zu schützen.
Bei starker Staubentwicklung kann sich Staub ¾¾ Auf dem Podest vorsichtig bewegen und arbei-
im Tank ablagern und die Rotorzellen füllen. ten, insbesondere im Bereich des Verteilers.
Dies führt zu Dosierfehlern und unnötigen ¾¾ Personen aus dem Gefahrenbereich ver-
Verschleiß im Dosiergerät. weisen. Vor Bewegungen an der Maschine
sicherstellen, dass sich keine Personen auf
dem Podest aufhalten.
Befüllung

Der Tank kann von hinten mit einem Frontlader WARNUNG


oder Big Packs bzw. Sackware befüllt werden. Gefahr von Verkehrsunfällen durch herunterge-
Der Tank kann seitlich mit Big Packs befüllt klappten Aufstieg.
werden. ¾¾ Den Aufstieg vor Straßentransport immer
hochklappen.
¾¾ Die Verriegelung muss nach dem Hochklap-
pen des Aufstiegs immer hör- und sichtbar
einrasten.

45
4

¾¾ Zum Betreten des Podests die Verriegelung (4)


lösen und den Aufstieg nach unten klappen.
¾¾ Nach dem Verlassen des Podests den Auf-
stieg nach oben klappen und einrasten.

46
Dosiergerät Rotoren
Das HORSCH Dosiergerät besteht aus wenigen Für die verschiedenen Saatarten mit einer Viel-
Einzelteilen und ist ohne Werkzeug zerlegbar. zahl von geometrischen Formen und Korngrö-
ßen, sowie Dünger in Pulver- oder Granulatform
6 gibt es eine große Auswahl an Rotoren.
7 Für Dünger, Fein- und Grobsaaten gibt es auch
5 Rotoren mit speziellen Eigenschaften.

Die Auswahl der einzelnen Rotoren für die ver-


4 schiedenen Anwendungen, Arbeitsbreiten und
1 Fördervolumen ist in der Anleitung "E-Manager"
2 beschrieben.

3 Die Zellrotoren werden nach Fördermenge in


cm³ je Umdrehung eingeteilt.

Rotoren für Doppelfallschleusen


Dosiergerät
Bei Maschinen mit Doppelfallschleuse und zwei
1 Gehäuse Sätürmen muss bei Einsatz eines geteilten Ro-
2 Antriebsmotor tors immer die Ausführung mit einer symmetri-
3 Entleerungsklappe mit Dichtlippe
schen Teilung verwendet werden.
4 Rotor
5 Seitendeckel mit Rotorlagerung Sonst ist die Aussaat ungleichmäßig auf beide
6 Seitendeckel für Drucktank mit Abstreiferblech Hälften verteilt.
7 Seitendeckel für Normaltank mit Rapsbürsten

HINWEIS
VORSICHT
Bei allen Arbeiten am Dosiergerät muss auf ab-
Quetschgefahr am Dosiergerät solute Dichtigkeit der Bauteile geachtet werden.
¾¾ Nicht in das drehende Dosiergerät greifen. Undichtigkeiten führen zu Dosierfehlern.

¾¾ Den Motor bei allen Montagearbeiten immer Bei Montage des Dosiergerät müssen die An-
mit der Bohrung nach unten montieren, damit lageflächen abgedichtet werden.
kein Wasser ins Gehäuse eindringen kann. Das Gehäuse darf beim Anschrauben nicht
verspannt werden.
Nach unten wird das Dosiergerät von der Fall-
schleuse abgeschlossen. In ihr wird das Saatgut
vom Luftstrom mitgenommen.

Beim Abdrehen wird das Saatgut durch die


Öffnung in der Fallschleuse dem Dosiergerät
entnommen.
Die Abdeckung muss danach wieder dicht und
fest verschlossen werden.

47
Rotorwechsel Rotorwechsel mit
Absperrschieber
Nach Auswahl des Rotors aus der Tabelle muss
dieser ins Dosiergerät eingebaut werden.
Wenn ein Absperrschieber oberhalb des Do-
¾¾ Den Sätank vor dem Rotorwechsel möglichst
siergerätes vorhanden ist, kann der Rotor bei
entleeren. gefülltem Tank einfacher gewechselt werden.
Seitendeckel abschrauben.
¾¾
¾¾ Den Absperrschieber herausziehen (1).
Rotor mit Antriebswelle herausziehen.
¾¾

1
2
Absperrschieber ausgezogen

Rotorwechsel ¾¾ Den Rotor wechseln wie unter Rotorwechsel


beschrieben.
Sicherungs- und Unterlegscheibe abnehmen.
¾¾ ¾¾ Den Absperrschieber einschieben und einra-
Antriebswelle
¾¾ herausziehen und in neuen sten lassen (2).
Rotor einbauen.

Axiales Spiel der Antriebswelle im Rotor ist für


die Selbstreinigung des Rotors im Dosiergehäu-
se notwendig.

Rotor wechseln

Nach jedem Rotorwechsel muss die Einstellung


der Dichtlippe und der Rundlauf des Rotors
kontrolliert werden.

48
Rotorwechsel bei vollem Dichtlippe einstellen
Tank ohne Absperrschieber
HINWEIS
Eine defekte Dichtlippe oder ein falsch mon-
tiertes Abstützblech führen zu Dosierfehlern in
der Aussaat.

¾¾ Die Dichtlippe darf nicht eingerissen oder


beschädigt sein - Dichtlippe min. 1 x jähr-
lich erneuern.
Seitendeckel mit Dichtlippe ins Dosiergehäu-
¾¾
se einbauen. Die Dichtung muss satt am Ro-
tor anliegen und mit ca. 1 mm Vorspannung
Rotorwechsel bei vollem Tank eingebaut werden.

Flügelschrauben
¾¾ an Seitendeckel und An-
triebsmotor abschrauben. Seitendeckel und
Motor abnehmen.
Sicherungs- und Unterlegscheibe von der
¾¾
Antriebswelle abnehmen.
Neuen Zellrotor auf Antriebswelle aufstecken
¾¾
und damit den alten Rotor auf der Motorseite ca. 1 mm
herausschieben.
Antriebswelle umbauen, Seitendeckel und
¾¾
Motor aufstecken und befestigen.

Dichtlippe

Das Halteblech für die Dichtlippe ist asymme-


trisch geteilt.

Bei allen Normal- und Feinsaaten muss die


breite Seite zum Rotor zeigen.
Bei Störungen mit Grobsaaten wie Mais, Bohnen
usw. kann das Halteblech und die Dichtlippe
gegen eine breitere Ausführung ausgetauscht
werden.
¾¾ Den Rotor herausnehmen.
¾¾ Den Seitendeckel mit neuer Dichtlippe ein-
setzen. Die Dichtlippe nur soweit festziehen,
dass sie noch verschiebbar bleibt.
¾¾ Die Lippe soweit verschieben, dass sie ca.
1 mm in die Rotoraussparung hineinragt.
¾¾ Den Seitendeckel abnehmen. Die Lippe nicht
mehr verschieben und festziehen.
¾¾ Den Seitendeckel montieren, die Einstellung
nochmals kontrollieren und den Rotor wieder
einbauen.

49
Rotoren für Rotor Feinsaaten aus- bzw. ein-
bauen
Feinsämereien
Beim Ein- und Ausbau der Rotoren müssen die
Verdrehsicherungen zur Aussparung im Gehäu-
Die Rotoren für die Feinsämereien bestehen se gedreht werden.
aus den Zellscheiben, Distanzstücken und der
Antriebswelle.

Um Funktionsstörungen bei der Aussaat der


Feinsämereien zu vermeiden, werden die Zell-
rotoren im Werk komplett vormontiert.

Die Rotoren können mit einer oder zwei Zell-


scheiben montiert werden.
Mit zwei Zellscheiben am Rotor verdoppelt sich
das Fördervolumen.
Die Zellscheiben sind mit 3,5 cm³, 5 cm³ ,10 cm³
und 25 cm³ Fördervolumen erhältlich.
Beim Säen drehen sich nur die Zellscheiben im Montage Rotor für Feinsämereien
Rotor. Die Distanzstücke werden durch Anschlä-
ge am Gehäuse blockiert. Wartung
Die Rotoren für die Feinsämereien müssen
täglich auf ihre Funktion und Gebrauchsfähigkeit
HINWEIS
geprüft werden.
Bei Maschinen mit Doppelfallschleuse und 2
Sätürmen dürfen nur Rotoren mit 2 Zellscheiben ¾¾ Zwischen den Zellscheiben darf kein Spalt
verwendet werden. sein. Ist der Spalt zu groß, müssen zusätz-
Ansonsten ist die Aussaat ungleichmäßig auf liche Passscheiben eingelegt werden.
beide Hälften verteilt. ¾¾ Die Zellscheiben müssen sich leicht drehen
lassen. Beize oder Ähnliches darf die Zell-
scheiben oder die Lager nicht blockieren.
¾¾ Die Sicherungsclips müssen vorhanden und
richtig montiert sein, damit kein Spalt entsteht.

Montagehinweis
Damit kein Saatgut zwischen die Zellscheiben
und Distanzstücke eindringen kann, werden die
Zellscheiben und Distanzstücke mit Passschei-
ben spielfrei montiert.

Rotor für Feinsämereien

50
In die Distanzstücke sind Lager eingebaut.
Je nach Fertigungstoleranz werden Passschei-
Rapsbürsten
ben eingelegt, damit die Zellscheiben nicht an
den Distanzstücken reiben. Die Rapsbürsten reinigen die Zellscheiben in
den Rotoren für die Feinsämereien.
Nach Montage aller Teile wird der verbleibende
Zwischenraum bis zur Sicherungsscheibe mit Vor Aussaat der Feinsämereien müssen die
Passscheiben aufgefüllt. Rapsbürsten in den Seitendeckel eingebaut und
Anschließend die Sicherungsscheibe aufschieben. die Funktion kontrolliert werden.

Bei richtiger Montage des Rotors sind die Zell-


scheiben zwischen den Distanzstücken gerade
noch frei drehbar. Die Teile dürfen nicht an-
einander reiben. Dabei sollte das Spiel möglichst
klein sein.

Bei einer Kontrolle gegen das Licht sollte der


Spalt gerade noch sichtbar sein.

Funktionsprobe Rapsbürsten eingebaut

Nach Einbau des neuen Rotors muss dieser auf Rundlauf


¾¾ und Befestigung kontrollieren.
Funktion und Rundlauf geprüft werden. Zustand und Reinigungswirkung der Bürsten
¾¾
prüfen.
Dazu den Rotor wie im Abschnitt "Abdrehprobe"
Seitendeckel mit Bürsten ins Dosiergerät
¾¾
einschalten.
einbauen.
Der
¾¾ Antriebsmotor muss gleichmäßig "rund" Die Bürsten müssen an den Zellscheiben
¾¾
laufen. Es dürfen keine schwergängigen anliegen und sich mit dem Rotor mitdrehen.
Stellen hörbar sein.
¾¾ Den Rundlauf des Motors prüfen. Bei unrun- HINWEIS
dem Lauf wird die Dosierung ungenau und
der Motor kann überlastet werden. Die Funktion und Reinigungswirkung der Raps-
bürsten muss vor Säbeginn und zwischendurch
¾¾ Wenn möglich, die schwergängige Stelle
regelmäßig kontrolliert werden.
herausfinden.
¾¾ Beschädigte Teile überarbeiten (abschleifen, Verklebte Zellscheiben führen zu Dosierfehlern
abdrehen ...) oder erneuern. in der Aussaat. Es wird weniger Saatgut aus-
¾¾ Schrauben an den Seitendeckeln für Antriebs- gebracht.
motor und Rotorlagerung lösen und Seiten-
deckel neu ausrichten, um Verspannungen Der Seitendeckel mit den Rapsbürsten kann
zu lösen. auch bei vollem Sätank abgenommen werden.
¾¾ Ist die Antriebswelle verbogen, diese ausrich- Verklebte Zellscheiben können dabei auch im
ten oder erneuern. eingebauten Zustand gereinigt werden.
¾¾ Sind Fremdkörper zwischen Rotor und Ge-
Die Rapsbürsten müssen bei Normalsaaten
häuse eingeklemmt, diese entfernen.
ausgebaut werden. Die Gehäusebohrungen
¾¾ Ist im Rotor Staub oder Beize zwischen Zell- müssen verschlossen werden.
scheiben und Distanzscheiben eingedrungen,
Rotor zerlegen und reinigen.

51
Grobsaaten ¾¾ Dem Saatgut bei Bedarf Talkum oder Gra-
phitpulver beimischen.
Für die Aussaat von Grobsaaten (Mais, Bohnen, Große Saatkörner rieseln teilweise schlecht
Erbsen usw.) muss das Dosiergerät umgebaut und füllen die Rotorzellen nicht vollständig.
werden.
¾¾ Bei Verwendung des Adapterrahmens muss
¾¾ Anstelle der Rapsbürsten muss ein Abweiser eine breitere Dichtlippe eingebaut und einge-
eingebaut werden. stellt werden - siehe Dichtlippe einstellen.
Der Abweiser verhindert, dass sich große
Saatkörner zwischen dem Rotor und dem ¾¾ Als Rotoren sollten die speziellen Rotoren für
Gehäuse einklemmen und beschädigt werden Grobsaaten verwendet werden.
oder den Rotor blockieren. Diese sind in unterschiedlichen Größen für
die verschiedenen Arbeitsbreiten und Saat-
mengen erhältlich.

Abweiser

¾¾ Bei sehr großen Körnern kann ein Adapter-


rahmen eingebaut werden. Dadurch wird den
großen Körnern der Zulauf zum Dosiergerät
erleichtert und Schäden an den Körnern wer-
den vermindert.

Option, siehe Ersatzteilkatalog

Allgemein-
toleranz
Werkstück-
kanten
A4 3D
Urheberschutz: Für diese technische Unterlage
DIN 6784 behalten wir uns alle Rechte vor.

17.04.2012 Haselhoff
Adapter Bohnen
für Dosiergerät PP
52 © Horsch Maschinen GmbH
Änderungen sind untersagt
01508300 Bl
Bemaßungen in mm Gewicht (kg): 6,115 kg
Dosiergerät mit Injektorschleuse Wartung am Dosiergerät
Die Dosiergeräte in Maschinen mit Normaltank
und Injektorfallschleuse sind mit einem Deckel
(V2A) mit Ausfräsungen ausgestattet. Das Dosiergerät bedarf keiner besonderen
Wartung.
An der Injektordüse besteht im Betrieb Unter- Zur Vermeidung von reparaturbedingten Aus-
druck. Durch diesen Deckel wird dem Luftstrom fallzeiten sollte das Dosiergerät und der An-
zusätzlich Luft zugeführt. triebsmotor nach der Saison gereinigt und die
Funktion kontrolliert werden.
Insbesondere die Lager im Seitendeckel und
am Antriebsmotor können durch Beizstaub be-
schädigt und schwergängig werden.
Falls nötig, die Lager rechtzeitig erneuern oder
auf Vorrat bereitlegen.

Dosiergerät mit Deckel für Injektordüse


2
Die Abstimmung der Injektordüse mit dem De-
ckel funktioniert bis zu einer max. möglichen
Saatmenge.
Wird diese Menge überschritten, entsteht an Antriebsmotor
der Injektordüse ein Staudruck. Dadurch kann 1 Schrauben
durch das Gitterblech Saatgut ausgeblasen 2 Wellendichtung und Lager
werden, was zu einem streifenartigen Aufgang
des Saatguts führt. Steckerbelegung am Motor
Diese Körner sind an der Feldoberfläche sicht- Bei Kabelbruch oder Reparaturarbeiten am
bar, bevor sie vom Packer oder Striegel verdeckt Stecker können die Kabel angelötet werden.
werden. Es wird aber die Verwendung von Krimpkontak-
Im Extremfall kann der Überdruck den Saatfluss ten empfohlen.
im Tank blockieren. Dies führt zum Ausfall der
Aussaat.
Pin Nr. Kabel
HINWEIS
1 blau
Die Funktion des Pneumatiksystems und die 2 rot
Saatablage immer, besonders aber bei hohen
Ausbringmengen und hohen Arbeitsgeschwin- 3 weiß
digkeiten, kontrollieren. 4 braun
Es dürfen keine Körner auf der Feldoberfläche
liegen. 5 grün

Werden Körner ausgeblasen, muss die Geblä-


6 gelb
sedrehzahl erhöht (kurzzeitig bis 4000 U/min)
oder die Arbeitsgeschwindigkeit verringert
werden, bis das Injektorsystem wieder korrekt
arbeitet.

53
Abdrehen Verteiler
Für die Saatverteilung ist ein Verteilerturm hin-
ten am Sätank angebaut.
VORSICHT
Quetschgefahr am Dosiergerät HINWEIS
¾¾ Nicht in das drehende Dosiergerät greifen.
Alle Bauteile an den Verteilern müssen dicht
sein. Bereits geringe Undichtheiten und Luft-
HINWEIS verluste führen zu ungleichmäßiger Verteilung.

¾¾ Nur bei abgesenkter und sicher abgestellter


Maschine abdrehen. 2
¾¾ Beim Saatgut keine klebrigen Beizen verwen-
den. Diese beeinflussen die Dosiergenauigkeit.
¾¾ Auf Fremdkörper im Saatgut und im Tank 1
achten!

Je
¾¾ nach Saatgut die Rapsbürsten oder bei
Grobsaaten den Adapterrahmen, das Abwei-
Verteilerturm
serblech und die breite Dichtlippe einbauen.
Bei Getreide und Dünger die Zubehörteile 1
Saatflusssensoren
ausbauen. Alle Seitendeckel am Dosiergerät 2 Fahrgassenklappen
kontrollieren.
Entsprechend der Saatmenge den passenden
¾¾
Klappen für die Fahrgassensteuerung
Rotor einbauen und auf Rundlauf prüfen.
Dichtlippe auf Zustand und Einstellung prüfen.
¾¾
Am Verteiler sind die Klappen für die Fahrgas-
sensteuerung angebaut.
Saatgut in den Tank einfüllen. Bei Feinsaaten
¾¾
Die Anordnung hängt von der Arbeitsbreite,
nur geringe Mengen einfüllen. dem Fahrgassenrhythmus, der Spurbreite der
Pflegemaschine und der Anzahl der Klappen
je Spur ab.

Die Funktion der Klappen kann am Luftstrom


an den Säscharen oder bei einer Saatablage
2 an der Oberfläche geprüft werden.

Die Klappen haben an der Unterseite auf der


1
Welle eine kleine Markierung, die die Stellung
Die
¾¾ Klappe bzw. Abdeckung unter dem Do- der Klappen anzeigt.
siergeräten öffnen (1). Hier kann die Drehbewegung der Klappe und
die Endstellung kontrolliert werden.
¾¾ D i e R o h r e a u f A b l a g e r u n g e n u n d
liegengebliebenes Saatgut prüfen und
entfernen.
¾¾ Den Abdrehsack an den Haken (2) einhän-
gen.
¾¾ Die Maschine abdrehen (siehe Anleitung für
den E-Manager).
¾¾ Die Klappe / Abdeckung schließen. Auf Dicht-
heit achten!

54
Markierung Fahrgassenklappe (Stellung offen)

Falls die Fahrgassenverteilerbox mit einer


Spurbreitenumschaltung ausgestattet ist, darf
die Spurbreite nur umgeschaltet werden, wenn
alle Klappen offen sind. Dies kann man am
Terminal kontrollieren (es darf keine Fahrgasse
geschaltet sein) oder man prüft die Markierung
an den Klappen.

Saatflussüberwachung (Option)
Mit den Saatflusssensoren können bis zu 120
Saat- und Düngerschläuche überwacht werden.
Die Sensoren werden in Reihe angeschlossen
und die Nummern zeigen die Reihenfolge an.
Die Sensornummern erleichtern bei Alarmmel-
dungen die Fehlersuche in den Schläuchen.

Sind bei den überwachten Saatschläuchen auch


Klappen für die Fahrgassensteuerung einge-
baut, müssen diese Nummern auch im Terminal
im Menü der Fahrgassenrhythmen in eine Liste
eingetragen werden - siehe Anleitung E- Manager.

55
Säschare
HINWEIS
Übersicht
• Bei nassen oder lockeren Böden darf die
Vorspannung der Sechscheiben nicht zu groß
sein, damit die Scheiben nicht blockieren und
7 einseitig abgenutzt werden.
• Die Sechscheiben müssen an der Schneide
etwas vorgespannt sein. Sie müssen sich
aber noch ohne Kraftaufwand leicht drehen
2 lassen.
1
• Beim Drehen einer Scheibe muss sich die
andere zuverlässig mitdrehen.
6 5 4 3
• Falls die Scheiben wegen falscher Vorspan-
nung, zu lockerem Boden oder Verschleiß
1 Scharkörper
2 Gummilagerung Scharkörper (wartungsfrei) stehen bleiben und blockieren, kommt es zu
3 Sechscheiben büschelweiser Ablage des Saatguts.
4 Uniformer
5 Druckrolle
6 Striegel
7 Schardruckeinstellung (manuell)
Verschleiß
Bei Verschleiß der Sechscheiben verringert sich
Mit den Säscharen wird das Saatgut ausgebracht: die Vorspannung bzw. die Scheiben berühren
sich nicht mehr.
• Die Sechscheiben (3) durchschneiden das
¾¾ In diesem Fall die Sechscheiben erneuern
Saatbett und legen den Saathorizont frei.
oder die Vorspannung durch Entfernen der
• Das Saatgut wird zwischen den Sechscheiben Unterlegscheibe wieder einstellen.
abgelegt. Die Schrauben für die Lager der Sechschei-
• Der Uniformer (4) fixiert das Saatgut in der ben (Innensechskant-Schraube M 16 x 1,5)
Saatrille. mit 130 - 150 Nm anziehen.
• Die Druckrolle (5) führt das Schar in der Tiefe Die Schrauben für die Sechscheiben (je
und sorgt für Bodenschluss. 6 x M 8) mit 38 Nm anziehen.
• Der Striegel (6) bedeckt die Saatrille mit Erde
und beruhigt den Erdstrom. Abstreifer
Die Abstreifer halten jeweils Sechscheiben und
Der Scharkörper ist in wartungsfreien Gum- Druckrollen von Verschmutzung frei.
milagerungen (2) befestigt. Er verbindet die
Säschare und die Druckrolle und überträgt den ¾¾ Die Funktion, den Verschleiß und die Nach-
Schardruck. stellung (Abstreifer Sechscheiben) an den
Abstreifern regelmäßig kontrollieren.
Sechscheiben
Die Sechscheiben sind vorne unter einer leichten
Vorspannung winkelig zueinander angeordnet.
Dies ermöglicht eine leichte Zugarbeit und eine
exakte Öffnung des Saatkanals.

56
Abstreifer Sechscheiben Uniformer
Der Abstreifer besitzt an den Kanten Hartme- Der Uniformer fixiert das Saatgut im Saatbeet
tallplatten und ist selbstnachstellend. und drückt es leicht an.
Bei feuchten Bedingungen und klebrigen Böden
¾¾ Auf ein gleichmäßiges, leicht winkeliges kann der Uniformer Rückstände aufnehmen.
Anliegen über den gesamten Bereich der Dann sollte er ausgebaut werden.
Sechscheibe achten:

HINWEIS
¾¾ Mit abgesenkter Maschine nicht rückwärts
fahren, damit die Uniformer nicht beschädigt
werden.

Druckrollen

Abstreifer Sechscheiben WARNUNG

Abstreifer Druckrollen Verletzungsgefahr durch drehende Druckrollen


Der Abstreifer kann bei Verschleiß nachgestellt ¾¾ Nicht auf die drehbaren Druckrollen steigen.
werden.
Die Druckrollen übernehmen die Tiefenführung
¾¾ Zum Nachstellen die Schraube (1) lösen. der Saatablage, bedecken das Saatgut mit
¾¾ Den Abstreifer über das Langloch einstellen. Feinerde und drücken diese an das Saatgut.

Die Höhe der Druckrollen kann in zwei Positio-


nen eingestellt werden.

2
3
1

Abstreifer Druckrollen
4
¾¾ Den Abstreifer möglichst nah an die Druck- Druckrolle verstellen
rolle stellen (ca. 2 mm Abstand). Dabei die
Druckrolle drehen und den freien Lauf prüfen. ¾¾ Die vordere Schraube (2) lösen.
Der Abstreifer darf an keiner Stelle an der ¾¾ Die Stopfen (3) und die hintere Schraube (4)
(sauberen) Druckrolle scheuern. entfernen.
¾¾ Die Druckrolle positionieren und mit Schraube
im anderen Loch festschrauben.
¾¾ Beide Schrauben mit je 100 Nm anziehen und
die Stopfen einstecken.

57
¾¾ Anstellwinkel (Aggressivität) erhöhen: Die
HINWEIS Säschiene leicht anheben und die Schraube
(2) in der oberen Position hinter dem Striegel
¾¾ Die Druckrolle bei tiefer Saatgutablage in die anschrauben.
obere Position stellen.
¾¾ Alle Striegel gleich einstellen.
Das Schar wird dadurch waagrecht ausgerichtet.

Wenn bei weichen oder sandigen Bodenverhält-


Wartung
nissen die Druckrollen die Tiefenführung nicht
gewährleisten, können sie gegen 7,5 cm breite ¾¾ Druckrollen auf Zustand, Leichtgängigkeit und
Druckrollen ausgetauscht werden (Option). festen Sitz prüfen.
¾¾ Den Abstreifer an den Druckrollen bei Bedarf
Gummilagerung nachstellen.
¾¾ Abstreifer und Uniformer auf Zustand, festen
Sitz und Einstellung kontrollieren.
HINWEIS
¾¾ Sechscheiben und Lager auf Verschleiß,
¾¾ Die Gummilager von Öl freihalten. Leichtgängigkeit und Vorspannung prüfen.
Öle und Fette können den Gummi schädigen ¾¾ Die Schrauben für die Lager der Sechschei-
und die Funktion beeinträchtigen. ben (M 16 x 1,5) mit 130 - 150 Nm anziehen.
Die Schrauben für die Sechscheiben (je
6 x M 8) mit 38 Nm anziehen.
Striegel
Gummilagerung prüfen und bei Alterung oder
Der Striegel kann bei Bedarf in der Höhe und nachlassender Spannkraft erneuern.
im Anstellwinkel verstellt werden.

¾¾ Höhe verstellen: Die Schraube (1) lösen und


den Halter in der nächsten Position wieder
anschrauben.

58
Tiefeneinstellung
HINWEIS
Die Sätiefe wird von der Tiefeneinstellung und
¾¾ Die Einstellungen von Sätiefe und Schardruck
dem Schardruck an den Säscharen bestimmt.
beeinflussen sich gegenseitig. Nach jeder
Die Sätiefe wird mechanisch über zwei Zahn-
Veränderung der Ablagetiefe den Schardruck
stangen eingestellt.
im Feld überprüfen.
¾¾ DieAbstimmung an die Bodenbedingungen,
die Arbeitsgeschwindigkeit, die Ernterück-
stände und die Lockerungsarbeit der Sech-
scheiben anpassen.
Sie kann nur im Feld in Arbeitsstellung ge-
2
funden werden.
1 ¾¾ Beijeder Veränderung die Sätiefe und die
Wirkung der Druckrollen auf Rückverfesti-
gung und Tiefenführung kontrollieren.
¾¾ Die Sätiefe bei Arbeitsbeginn und im Einsatz
¾¾ DenSchlepper gegen Wegrollen sichern, regelmäßig kontrollieren.
Steuergeräte sichern.
¾¾ DieSäschiene absenken, bis sie auf dem
Boden aufliegt. Schardruckeinstellung
Die Höhe der Säschiene ggf. leicht variieren,
um die Einstellung zu erleichtern. Beim Absenken der Maschine werden die Scha-
re in den Boden gedrückt bis die Druckrollen die
¾¾ Die Bolzen an beiden Seiten entfernen (1).
Tiefenführung übernehmen.
¾¾ Die Höhe der Säschiene an den Zahnstangen Dabei werden die Gummis an der Führung
mit dem mitgelieferten Ringschlüssel (SW 24) gespannt und der nötige Schardruck erzeugt.
einstellen (2).
Beide Zahnstangen auf die gleiche Höhe Je härter der Boden ist und je tiefer die Saat
einstellen. Die Höhe so einstellen, dass die ausgebracht werden soll, umso mehr Druck ist
Bolzen eingesteckt werden können. erforderlich.
¾¾ Die Bolzen an den Lochreihen einstecken und
mit Splinten sichern. Den Schardruck so einstellen, dass die einge-
stellte Saattiefe erreicht wird und die Schare bei
der Feldarbeit ruhig laufen.
Zu hoher Schardruck verschlechtert die Abla-
gegenauigkeit des Saatguts und erhöht den
Verschleiß an den Scharen.

59
Manuelle Schardruckverstellung
HINWEIS
Der Schardruck kann durch Herausdrehen der
Einstellspindel erhöht werden. Mit der hydraulischen Erhöhung des Schar-
drucks wird automatisch die Ausbringmenge
¾¾ Die eingravierte Einstellskala beachten. des Saatguts erhöht.
¾¾ Alle Einstellspindeln gleich einstellen. Die Ausbringmenge wird auf die Grundeinstel-
lung bzw. den Ausgangswert zurückgesetzt,
wenn das Steuergerät auf Schwimmstellung
geschaltet wird.
¾¾ Siehe Betriebsanleitung für den E-Manager.

Zusammenhang von Schardruck und


Sätiefe
Veränderungen der Sätiefe wirken sich überwie-
gend in der Sätiefe, aber auch auf den Schar-
druck und die Druckrollen aus.
Einstellspindel Schardruck mit Einstellskala Veränderungen an der Schardruckverstellung
wirken sich überwiegend auf die Schare und
die Druckrollen aus, beeinflussen aber auch
Hydraulische Schardruckverstellung die Sätiefe.
(Option)
¾¾ Nach dem Verändern der Sätiefe den Schar-
Mit der hydraulischen Schardruckverstellung druck prüfen.
kann der Schardruck bei wechselnden Boden-
¾¾ Nach dem Verändern des Schardrucks die
verhältnissen während der Feldarbeit angepasst
bzw. erhöht werden. Sätiefe prüfen.

Reicht die Druckverstellung für die Saattiefe


nicht aus, muss die Säschiene an der Zahn-
stange tiefer gestellt und der Schardruck erneut
abgestimmt werden.

Kontrolle

¾¾ Sämaschine absenken bis der Packer am


Boden aufliegt.
¾¾ Mit der Sämaschine einige Meter in Arbeits-
Hydraulische Schardruckverstellung stellung fahren.
¾¾ Die Saatablage, die Saattiefe und die Rück-
¾¾ Zur Grundeinstellung die Hydraulikzylinder verfestigung durch die Druckrollen kontrol-
einfahren und den Schardruck mit der Ein- lieren.
stellspindel einstellen.
¾¾ Den Schardruck und die Tiefeneinstellung
¾¾ Den Schardruck je nach Bodenverhältnissen ggf. anpassen, bis die richtige Abstimmung
über die Hydraulikzylinder vergrößern bzw. gefunden ist.
verringern.
Bei Verstellungen der Vorarbeitswerkzeuge die
Saatablage erneut kontrollieren
Alle Spindeln und Zahnstangen müssen gleich-
mäßig verstellt werden.

60
Zusatzausrüstung Aggressivität einstellen

Spuranreißer

WARNUNG
Verletzungsgefahr durch den Spuranreißer.
¾¾ Personen aus dem Schwenkbereich der
Spuranreißer verweisen.

Die Spuranreißer müssen bei der Erstinstallati- Einstellung Spuranreißerscheibe


on auf die Arbeitsbreite eingestellt werden. Die
¾¾ Die Aggressivität der Spuranreißer je nach
Markierung erfolgt schleppermittig.
Bodenverhältnissen einstellen.
Die Einstelllänge der Spuranreißer (l, gemessen ¾¾ Dazu die Sechskantschrauben (a) lösen, die
ab Mitte der äußersten Reihe) ergibt sich aus Spuranreißerscheibe durch Verdrehen der
der halben Arbeitsbreite (b) plus dem halben gekröpften Stange verstellen und die Sechs-
Reihenabstand. kantschrauben (a) wieder festziehen.
¾¾ Das Arbeitsbild des Spuranreißers im Feld
prüfen und bei Bedarf korrigieren.
Länge des Spuranreißers l (cm)

Spuranreißergewichte
Reihenabstand (cm)
Arbeitsbreite b (cm)

¾¾ Aufschweren Böden die Spuranreißerge-


wichte montieren, um ein sicheres Eindringen
der Scheiben in den Boden zu gewährleisten.

3,00 15 157,5
3,50 15 182,5

b
Tiefenbegrenzung
Auf sehr leichten Böden kann die optionale
Tiefenbegrenzung angebracht werden. Dadurch
wird ein Einsinken der Scheibe verhindert.
l

61
Vorauflaufmarkierer Tiefeneinstellung
Die Vorauflaufmarkierer können in 4 Stufen
WARNUNG eingestellt werden:
Verletzungsgefahr • Stufe 1 - flachste Stellung
¾¾ Vor dem Betätigen des Vorauflaufmarkierers • Stufe 4 - tiefste Stellung
sicherstellen, dass sich keine Personen im
Gefahrenbereich aufhalten.
1 ....... 4

Die Vorauflaufmarkierer markieren die Fahr-


gassen vor Aufgang der Saat. Sie können
auch nachträglich an die Sechhalter angebaut
werden.
Die Sechhalter werden hydraulisch angehoben
und elektrisch von der Fahrgassensteuerung
angesteuert.

Die Wirkung der Sechscheiben kann durch


Verdrehen des Halters den Bodenbedingungen
und der gewünschten Markiertiefe angepasst 1
2
werden.

¾¾ Dazu den Halter lösen und den Vierkant ver-


drehen bis die gewünschte Winkelstellung der 1
Sechscheibe erreicht wird. Die Markierung
3
2

4
sollte nicht tiefer als nötig erfolgen.
¾¾ Danach die Schrauben wieder anziehen.
3

Vorauflaufmarkierer - Stufe 1 eingestellt.

¾¾ Den Splint (1) lösen.


¾¾ Durch Drehen am Griff (2) die gewünschte
Stufe einstellen (3).
¾¾ Mit Splint sichern.
¾¾ An beiden Vorauflaufmarkierern die gleiche
Stufe einstellen.
¾¾ Markierung bei Arbeitsbeginn und regelmäßig
während der Feldarbeit prüfen.
Vorauflaufmarkierer - Markiertiefe anpassen

62
Spurlockerungszinken Arbeitstiefe einstellen

Durch Lockerung tiefer Schlepperspuren ist eine Die Arbeitstiefe muss an die jeweiligen Boden-
geringere Arbeitstiefe des Scheibensystems verhältnisse und den verwendeten Schlepper
möglich. angepasst werden.
Die Spurlockerungszinken sind mit Federn ge-
gen Überlastung gesichert. ¾¾ Splint lösen und Bolzen herausziehen (2).
¾¾ Spurlockerungszinken über die Lochreihe (3)
in der Höhe verstellen.
WARNUNG ¾¾ Bolzen einstecken und mit Splint sichern.
Verletzungsgefahr durch hängengebliebenen ¾¾ Alle Zinken gleich einstellen.
und dadurch verspannten Zinken.
¾¾ Die Verspannung von Zinken nur abgewandt Zinken wechseln
von der Federrichtung mit geeignetem Werk-
zeug lösen. ¾¾ Die Schraube (4) lösen.
¾¾ Nie mit der Hand in ein verspanntes Feder- ¾¾ Die neuen Zinken in der richtigen Position
paket greifen. einsetzen und Schrauben anziehen.

HINWEIS
¾¾ Darauf achten, dass die Spurlockerungszin-
ken beim Abstellen ohne Beschädigungen
in den Boden eingedrückt werden können.
Die Maschine jedoch auf ebenem und festem
Boden abstellen. Die Spurlockerungszinken
ggf. nach oben stellen.
¾¾ Die Zinken müssen an die Position der je-
weiligen Schlepperreifen angepasst werden.
Zum Verstellen die Klemmschrauben (1)
lösen und die Zinken ausrichten. Die Schrau-
ben am Flansch festziehen.

1
2

Spurlockerungszinken

63
Pflege und Wartung ¾¾ Die Maschine von außen mit Wasser reini-
gen. Damit eingeflossenes Wasser abfließen
kann, die Fallschleuse unter dem Dosiergerät
WARNUNG öffnen.
¾¾Das Zellenrad im Dosiergerät mit einer Bürste
Verletzungsgefahr bei Wartungsarbeiten und Druckluft reinigen.
¾¾Schare, Saatleitungen, Saatguttank, Dosier-
¾¾ Beachten Sie die Sicherheitshinweise für
gerät und Gebläse mit Druckluft ausblasen.
Pflege und Wartung!
¾¾ Bei Einsatz mit Dünger die Bauteile gründlich
¾¾ Schlepper abschalten und gegen Wiederein- durchspülen. Die Dünger sind sehr aggressiv
schalten sichern. Manuelle Steuergeräte in und können Korrosion verursachen.
Sperrstellung verriegeln.
¾¾ Maschine gegen Absinken und unerwartete
Bewegungen sichern. Maschine abschmieren
¾¾ Der Aufenthalt unter angehobenen Maschi- Die Maschine sollte regelmäßig und nach jeder
nenteilen ist verboten. Angehobene Maschi- Druckwäsche abgeschmiert werden.
nenteile gegen Absinken sichern. Dies sichert die Einsatzbereitschaft und mindert
¾¾ Maschinenteile bei der Demontage gegen Reparaturkosten und Ausfallzeiten.
Herabfallen sichern.
¾¾ Die Komponenten der Pneumatik können Hygiene
mit gebeiztem Saatgut und Dünger in Kon- Bei vorschriftsmäßiger Verwendung stellen
takt kommen. Bei der Reinigung persönliche Schmierstoffe und Mineralölprodukte keine
Schutzausrüstung verwenden, Kontakt mit Gefahr für die Gesundheit dar.
ausströmender Abluft vermeiden. Längeren Hautkontakt oder Einatmen der
Dämpfe vermeiden.
Ihre Maschine wurde auf maximale Leistung,
Wirtschaftlichkeit und Bedienerfreundlichkeit
unter einer Vielzahl von Betriebsbedingungen
Wartungsintervalle
ausgelegt und montiert. Die Wartungsintervalle werden von vielen ver-
schiedenen Faktoren bestimmt.
Vor der Auslieferung wurde Ihre Maschine im So beeinflussen die verschiedenen Einsatz-
Werk und von Ihrem Vertragshändler geprüft, bedingungen, Witterungseinflüsse, Fahr- und
um sicherzustellen, dass Sie die Maschine im Arbeitsgeschwindigkeiten, Staubanfall und Art
optimalen Zustand erhalten. Zur Aufrechterhal- des Bodens, verwendetes Saatgut, Dünger und
tung eines störungsfreien Betriebes ist es wichtig, Beize usw. die Wartungsintervalle. Aber auch
dass die Pflege- und Wartungsarbeiten in den die Qualität der verwendeten Schmier- und
empfohlenen Abständen eingehalten werden. Pflegemittel bestimmen die Zeit bis zur nächsten
Pflegearbeit.
Reinigung Die angegebenen Wartungsintervalle können
deshalb nur ein Anhaltspunkt sein.
Die Maschine regelmäßig und nach Saisonende
Bei Abweichungen von normalen Einsatzbedin-
gründlich reinigen.
gungen müssen die Intervalle den Bedingungen
angepasst werden.

HINWEIS Die regelmäßige Wartung ist die Grundlage für


eine einsatzfähige Maschine. Gepflegte Maschi-
Die elektrischen Bauteile und Gebläse, sowie
nen vermindern das Ausfallrisiko und sichern
Hydraulikzylinder und Lager nicht mit einem
einen wirtschaftlichen Einsatz und Betrieb der
Hochdruckreiniger oder direktem Wasserstrahl
Maschinen.
reinigen. Die Gehäuse, Verschraubungen und
Lager sind bei Hochdruck nicht wasserdicht.

64
Einlagern
Soll die Maschine für einen längeren Zeitraum
stillgelegt werden:

¾¾Wenn möglich, die Maschine unter einem


Dach abstellen.
¾¾Den Saatgut- und Düngertank vollständig
entleeren und reinigen.
¾¾ Die Schardruckverstellung zurückdrehen, um
die Gummis zu entlasten.
¾¾Die Entleerungsklappe öffnen.
¾¾Das Terminal abstecken und an einem tro-
ckenen Ort lagern.
¾¾Die Maschine gegen Rost schützen. Zum
Einsprühen nur biologisch leicht abbaubare
Öle verwenden.
¾¾Die Räder entlasten.
¾¾ Die Kolbenstangen der Hydraulikzylinder
gegen Korrosion schützen.

HINWEIS
¾¾ DieKunststoff- und Gummiteile nicht mit Öl
oder Korrosionsschutzmittel einsprühen. Die
Teile könnten spröde werden und brechen.

65
Wartungsübersicht Express TD

Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Nach 10 Betriebsstunden
Alle Schraub- und Steckverbindungen Auch fest angezogene Schraubverbindungen können locker Einmalig
und Hydraulikverbindungen nachziehen. werden (z.B. wegen Materialsetzungen oder Lackresten zwi-
schen den Verschraubungen). Dies kann zu losen Schraub-
verbindungen und undichten Hydraulikverbindungen führen.
Vor der Saison
Gesamte Maschine Betriebsanleitung zur Wiederholung aufmerksam lesen.
Festen Sitz aller Schraubverbindungen prüfen und ggf. nachziehen
Zustand und Funktion aller Schutzeinrichtungen prüfen und ggf. erneuern
Elektrische Leitungen auf Beschädigungen prüfen und ggf. erneuern.
Im Einsatz
Hydraulik
WARNUNG Vor allen Arbeiten an der Hydraulikanlage alle hydraulisch
angehobenen Teile (z.B. Flügel, Packer, Fahrwerk, etc.) auf den Boden
absenken. Die Hydraulik traktor- und geräteseitig drucklos machen! Die
Druckspeicher entleeren.
Im Betrieb erhitztes Hydrauliköl und Hydraulikkomponenten vor allen
Arbeiten an der Hydraulikanlage abkühlen lassen.
Die Hinweise zur Hydraulik im Kapitel Sicherheit und Verantwortung beachten.
Hydraulische Anlage und Bauteile Funktion, Dichtheit, Befestigung und Scheuerstellen aller 40 h
hydraulischen Bauteile und der Schläuche prüfen
Hydraulik-Schlauchleitungen Die Hydraulikschläuche regelmäßig auf Beschädigungen (Risse,
Scheuerstellen etc.) prüfen.
Beschädigte und schadhafte Schlauchleitungen sofort auswechseln.
Die Hydraulikschläuche nach 6 Jahren auswechseln. Dazu das
Herstelldatum auf der Presshülse (Jahr/Monat) und am Schlauch
(Quartal/Jahr) beachten:

Presshülse Schlauch
Je nach Einsatzbedingungen (z.B. Witterungseinflüsse) oder bei
erhöhter Beanspruchung kann jedoch ein früherer Wechsel notwendig
werden.
Die Hydraulikanlage mindestens jährlich durch einen Sachkundigen
prüfen lassen.
Zusätzlich die länderspezifischen Vorgaben und Vorschriften beachten.
Elektrik
Elektrische Leitungen Auf Beschädigungen prüfen 40 h
Pneumatik
Gebläse, Säschläuche und Fallschleuse Dichtheit, Quetsch- und Scheuerstellen, Verstopfung täglich
Verteiler Dichtheit, Verstopfung prüfen, Verteiler reinigen täglich
Motorklappen Schaltfunktion prüfen täglich

66
Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Gebläse
Gebläse Dichtheit, Funktion, Drehzahleinstellung täglich
Gebläseschutzgitter von Verschmutzung reinigen bei Bedarf
Flügelrad Zustand und Befestigung prüfen, von Ablagerungen reinigen täglich
Antriebsflansch nachziehen (erstm. 50 Std) jährlich
Rücklauf Lecköl Rücklaufdruck max. 5 bar täglich
Gebläse mit Zapfwellenantrieb (Option) Rücklauf- und Entlüftungsfilter auf Sauberkeit prüfen und 40 h
ggf. erneuern.
Öl und Ölfilter wechseln (Werkstattarbeit) 1000 h /
jährlich vor
der Saison
Dosiergerät
Rotor und Dichtlippe Zustand, Einstellung und Verschleiß prüfen - die Dichtlippe täglich
min. 1x jährlich erneuern.
Rotor Auf verklebte Zellen prüfen und reinigen täglich
Lager im Motor und Gehäusedeckel Zustand und Leichtgängigkeit prüfen täglich
Rapsbürste Zustand und Funktion prüfen; bei Nichtgebrauch ausbauen täglich
Grobsaaten Abweiserblech einbauen täglich
Arbeitswerkzeuge
Gummilagerung Zustand prüfen und bei Alterung oder nachlassender 40 h
Spannwirkung erneuern
Sechscheiben Zustand, Verschleiß, Lagerspiel und Leichtgängigkeit 40 h
prüfen. Die Scheiben müssen von Hand drehbar sein.
Schare und Druckrollen Zustand, festen Sitz und Verschleiß prüfen täglich
Abstreifer an Scharen, Druckrollen und Zustand, Einstellung und Veschleiß prüfen täglich
Packer
Spuranreißer, Vorauflaufmarkierer (Option) Zustand, festen Sitz, Funktion und Leichtgängigkeit prüfen täglich
Striegel Zustand, festen Sitz, Einstellung und Verschleiß prüfen täglich
Einstellspindel Einstellung und Leichtgängigkeit prüfen, Spindel ölen täglich
Packerwelle Zustand, Befestigung und Leichtängigkeit prüfen täglich
Sicherheitseinrichtungen
Beleuchtung und Warntafeln Zustand und Funktion prüfen täglich
Warn- und Sicherheitsaufkleber Vorhandensein und Lesbarkeit prüfen täglich
Nach der Saison
Gesamte Maschine Pflege- und Reinigungsarbeiten durchführen; Kunststoffteile nicht mit Öl
o.Ä. einsprühen
Kolbenstangen der Hydraulikzylinder mit geeigneten Mitteln gegen
Korrosion einsprühen
Alle Schraub- und Steckverbindungen auf festen Sitz prüfen (siehe
Drehmomenttabelle)
Rahmen und Verbindungsteile auf Zustand und festen Sitz prüfen
Elektrische Leitungen auf Beschädigungen prüfen und ggf. erneuern.
Terminal trocken einlagern
Unterlenkerwelle Verschleiß prüfen
HINWEISE: • Das Wartungsintervall täglich bezeichnet die arbeitstägliche Wartung vor jedem Einsatz der Maschine.
• Zusätzlich die Wartungshinweise in den jeweiligen Kapiteln beachten.

67
Schmierstellen (Schmierfett: DIN 51825 KP/2K-40) - Anzahl der Schmierstellen in Klammern
Lagerung Spuranreißer (2x) schmieren (1) 40 h
Hydraulikzylinder Spuranreißer (2x) schmieren (je 2) 40 h
Einstellkurbeln Schardruck und schmieren (je 1) jährlich
DiscSystem (je 2x)

68
Entsorgung
Öle, Fette und damit behaftete Abfälle stellen
eine große Gefahr für die Umwelt dar und müs-
sen entsprechend der gesetzlichen Vorschriften
umweltgerecht entsorgt werden.
Informieren Sie sich ggf. bei der örtlichen Ver-
waltung.

Bei Einsatz und Wartung der Maschine fallen


verschiedene Stoffe an, die sachgerecht ent-
sorgt werden müssen.
Bei der Entsorgung von Hilfs-, Betriebsstoffen
und anderen Chemikalien sind die Vorgaben der
jeweiligen Sicherheitsdatenblätter zu beachten.

Außerbetriebnahme
Ist die Maschine nicht mehr einsatzfähig und
soll entsorgt werden, muss sie außer Betrieb
genommen werden. Die Maschinenteile müssen
nach Werkstoffen getrennt und einer umwelt-
gerechten Entsorgung oder Wiederverwertung
zugeführt werden. Dazu sind die geltenden
Vorschriften zu beachten.

Die Außerbetriebnahme und Entsorgung darf


nur von durch HORSCH ausgebildete Bediener
vorgenommen werden.
Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt zu einem Ent-
sorgungsunternehmen auf.

69
Anhang
Anzugsdrehmoment

HINWEIS
• Die Drehmomente sind nur ein Anhalt und gelten allgemein. Vorrang haben konkrete Angaben
an den entsprechenden Stellen in der Betriebsanleitung.
• Die Schrauben und Muttern dürfen nicht mit Schmiermitteln behandelt werden, da diese den
Reibwert verändern.

Metrische Schrauben

Anzugsdrehmomente - Metrische Schrauben in Nm


Größe Steigung Ausführung der Schrauben - Festigkeitsklassen Radmuttern
ø mm mm 4.8 5.8 8.8 10.9 12.9
3 0,50 0,9 1,1 1,8 2,6 3,0
4 0,70 1,6 2,0 3,1 4,5 5,3
5 0,80 3,2 4,0 6,1 8,9 10,4
6 1,00 5,5 6,8 10,4 15,3 17,9
7 1,00 9,3 11,5 17,2 25 30
8 1,25 13,6 16,8 25 37 44
8 1,00 14,5 18 27 40 47
10 1,50 26,6 33 50 73 86
10 1,25 28 35 53 78 91
12 1,75 46 56 86 127 148
12 1,25 50 62 95 139 163
14 2,00 73 90 137 201 235
14 1,50 79 96 150 220 257
16 2,00 113 141 214 314 369
16 1,50 121 150 229 336 393
18 2,50 157 194 306 435 509
18 1,50 178 220 345 491 575 300
20 2,50 222 275 432 615 719
20 1,50 248 307 482 687 804
22 2,50 305 376 502 843 987
22 1,50 337 416 654 932 1090 510
24 3,00 383 474 744 1080 1240
24 2,00 420 519 814 1160 1360
27 3,00 568 703 1000 1570 1840
27 2,00 615 760 1200 1700 1990
30 3,50 772 995 1500 2130 2500
30 2,00 850 1060 1670 2370 2380

70
Zollschrauben

Anzugsdrehmomente - Zollschrauben in Nm
Schrauben- Festigkeit 2 Festigkeit 5 Festigkeit 8
durchmesser Keine Markierung am Kopf 3 Markierungen am Kopf 6 Markierungen am Kopf
Zoll mm Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde
1/4 6,4 5,6 6,3 8,6 9,8 12,2 13,5
5/16 7,9 10,8 12,2 17,6 19,0 24,4 27,1
3/8 9,5 20,3 23,0 31,2 35,2 44,7 50,2
7/16 11,1 33,9 36,6 50,2 55,6 70,5 78,6
1/2 12,7 47,5 54,2 77,3 86,8 108,5 122,0
9/16 14,3 67,8 81,3 108,5 122,0 156,0 176,3
5/8 15,9 95,0 108,5 149,1 169,5 216,0 244,0
3/4 19,1 169,5 189,8 271,1 298,3 380,0 427,0
7/8 22,2 176,3 196,6 433,9 474,5 610,0 678,0
1 25,4 257,6 278,0 650,8 718,6 915,2 1017
1 1/8 28,6 359,3 406,8 813,5 908,4 1302 1458
1 1/4 31,8 508,5 562,7 1139 1261 1844 2034
1 3/8 34,9 664,4 759,3 1491 1695 2414 2753
1 1/2 38,1 881,3 989,8 1966 2237 3128 3620

71
Pneumatik -
Schlauchanordnung

Die Abgänge an den Verteilern sind den ein-


zelnen Ausgängen an der Säschiene durch
Nummerierung zugeordnet.

HINWEIS
Eine gleichmäßige Saatablage ist nur bei funk-
tionierendem Saatguttransport zu den Scharen
gewährleistet.
¾¾ Die korrekte Schlauchverlegung beachten.

Express 3 TD 1 20
2
3 19
Verteiler
4 18

5 17 Fahrtrichtung

6 16

7 15

8 14
9 13
10 11 12

Ausgang
Verteiler Nr. 8 9 10 7 6 5 2 4 1 3 18 20 17 19 16 15 14 11 12 13

Schar Nr. 11 2 2 33 4 4 5 5 6 7 8 9 10 11 12 1313 1414 1515 1616 1717 1818 1919 20

Fahrgassenklappen

Breite Fahrspur Fahrgassenklappen


(Schar Nr.)
1,5 m 5, 6, 15, 16
1,8 m 4, 5, 16, 17
2,0 m 3, 4, 17, 18
2,2 m 3, 4, 17, 18

72
Express 3,5 TD 2 1 24
3 23
4 22
Verteiler
5 21

6
Fahrtrichtung
20

7 19

8 18

9 17

10 16
11 15
12 13 14

Ausgang
Verteiler Nr. 10 2 1 9 8 7 6 3 11 5 12 4 21 13 22 14 19 20 18 17 16 24 23 15

Schar Nr. 11 2 2 33 4 4 5 5 6 7 8 9 10 11 12 1313 1414 1515 1616 1717 1818 1919 20 21 22 23 24 27

Fahrgassenklappen

Breite Fahrspur Fahrgassenklappen


(Schar Nr.)
1,5 m 7, 8, 17, 18
1,8 m 6, 7, 18, 19
2,0 m 5, 6, 19, 20
2,2 m 4, 5, 20, 21

73
Index
A F
Abdrehen 54 Fahrgassenklappe 55
Abschmieren 64 Fahrgassenklappen 72
Abstellen 34 Fahrgassensteuerung 54
Abstreifer 56,57,67 Fallschleuse 47
Abweiser 52 FarmFlex Packer 17,40
Adapterrahmen 52 Feinsaaten 47,49
Anhängen 32 Feldeinsatz 11,35
Anlieferung 31 Flansch 44
Anzugsdrehmomente 70 Flügelrad 67
Arbeitsbreite 17 Flügelschrauben 49
Arbeitsgeschwindigkeit 17,36 Fremdkörper 51
aufkleber 29 Frontballast 21
Aufkleber 15
Außerbetriebnahme 69 G
Garantie 4
B
Gebläse 25,37,41
Ballastierung 21 Gebläse Dünger 67
Beleuchtung 28,67 Gebläseflansch 44
Betriebserlaubnis 9 Gebläseflügel 42,44
breite 17 Gefahrenbereich 14
geschwindigkeit 9
D
Gewicht 17
Deckel 48 Grobsaaten 47,49,52,67
Dichtlippe 48,49,52,67 Gummilagerung 58
Direktantrieb 42
DiscSystem 27,38 H
Distanzstücke 50 Haftung 4
Dosierfehler 51 Höchstgeschwindigkeit 9
Dosiergerät 37,47 Hydraulik 10,19,24,42,66
Dosiergerät Dünger 67 Hydraulische Schardruckverstellung 60
Drehmomente 70
Drehzahl 41 I
Druckrollen 17,57,67 Inbetriebnahme 31
Druckspeicher 10 Injektordüse 53
Injektorschleuse 53
E
Installation 31
Einfüllhöhe 17
Einlagern 65 K
Einstellspindel 67 Kabel 28
Elektrik 18 Klemmkonus 44
E-Manager 47 Kontrollen 36
Entsorgung 69 kuppeln 10
Ersatzteile 6
L
Lippe 49

74
M T
Montage 50 Tank 45
Motorleistung 18 Technische Daten 17
Tiefeneinstellung 59,62
P
transport 8
Packer 11,40,67 Transport 31
Passscheiben 50 Transportbreite 8,17
Pflege 13,64 Transportstellung 33
Pneumatik 37,41,66 Typenschild 17
Podest 45
U
R
Umwelt 69
Rapsbürste 67 Uniformer 57
Rapsbürsten 51 Unterlenkerwelle 67
Reinigung 64
Rotor 47,50,67
V
Rotoren 47 Verkehr 8
Rotorwechsel 48,49 Verteiler 54,66,72,73
Rundlauf 51 Vorauflaufmarkierer 26,62,67
Vorderachse 21
S
Vorderachslast 22
Saatflusssensoren 54 Vorgewende 36
Saatflussüberwachung 55 Vorwort 4
Särohr 72,73
Säschare 17,56
W
Säschläuche 66 Warntafeln 67
Schäden 4 Wartung 13,50,53,64,66
Schardruck 17,59 Wiederverwertung 69
Schardruckverstellung 27
Z
Schare 67
Schlauchanordnung 72 Zapfwelle 19,43
Schlepper 18 Zapfwellenantrieb 43,67
Schmierstellen 68 Zellscheiben 50
Schrauben 70 Zubehör 6
Schraubenverbindungen 13
Sechscheiben 56,57,67
Seitenschilde 39
Service 5
Sicherheit 6
Sicherheitsaufkleber 15,67
Spalt 50
Spiel 51
Spuranreißer 26,61,67
Spurlockerungsscheiben 39
Spurlockerungszinken 63
Stecker 28
Steckerbelegung 53
Steuergeräte 33,35
Straßentransport 8
Striegel 58,67

75
Alle Angaben und Abbildungen sind annähernd und unverbindlich.
Technische bzw. konstruktive Änderungen sind vorbehalten.

HORSCH Maschinen GmbH Tel.: +49 94 31 7143-0


Sitzenhof 1 Fax: +49 94 31 7143-9200
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