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BETRIEBSANLEITUNG

Leeb 4 AX

ORIGINALBETRIEBSANLEITUNG
VOR INBETRIEBNAHME SORGFÄLTIG LESEN!
BETRIEBSANLEITUNG AUFBEWAHREN!
ART.: 8090 0131
AUSGABE: 08/2018
- Original der Betriebsanleitung -

Identifikation der Maschine


Bei der Übernahme der Maschine tragen Sie die entsprechenden Daten
in die nachfolgende Liste ein:

Seriennummer: ................................................
Maschinentyp: .................................................
Baujahr: .................................................
Ersteinsatz: ..................................................
Zubehör: ..................................................
..........................................................................
..........................................................................
..........................................................................

Ausgabedatum der Betriebsanleitung: 08/2018 8090 0131 de


Letzte Änderung: Leeb 4 AX

Händler-Adresse : Name: ......................................................................


Straße: ......................................................................
Ort: ......................................................................
Tel.: ......................................................................

Kd. Nr. Händler: ......................................................................

HORSCH-Adresse: HORSCH Maschinen GmbH


92421 Schwandorf, Sitzenhof 1
92401 Schwandorf, Postfach 1038

Tel.: +49 (0) 9431 / 7143-0


Fax: +49 (0) 9431 / 7143-9200
E-Mail: info@horsch.com

Kd. Nr.: HORSCH:


......................................................................

Maschinenempfangsbestätigung
Der Gewährleistungsanspruch wird nur wirksam, wenn der Maschinenersteinsatz innerhalb einer
Woche an die HORSCH Maschinen GmbH gemeldet wird.

Auf www.horsch.com unter SERVICE PARTNERBEREICH steht dazu ein interaktives PDF-Formular zum
Download zur Verfügung (nicht in allen Sprachen verfügbar).
Durch Klicken auf Senden wird abhängig vom installierten E-Mail-Programm automatisch ein E-Mail-
Entwurf mit dem ausgefüllten Formular erzeugt. Alternativ kann das Formular als E-Mail-Anhang
an machine.registration@horsch.com gesendet werden.
Eine abweichende Form der Registrierung (postalisch, per Fax, etc.) kann nicht berücksichtigt werden.

EG-Konformitätserklärung

Die

HORSCH LEEB Application Systems GmbH


Plattlinger Straße 21, D-94562 Oberpöring

erklärt hiermit in alleiniger Verantwortung als Hersteller, dass das nachfolgend genannte
Produkt:

Gezogene Pflanzenschutzspritze

Typ: Leeb 4 AX

den einschlägigen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der


Richtlinien 2006/42/EG und 2009/127/EG entspricht.

Oberpöring, 05.06.2018
Klaus Winkler
Dokumentationsbevollmächtigter
HORSCH Maschinen GmbH
Sitzenhof 1
D-92421 Schwandorf


_________________________
Theodor Leeb
Geschäftsführer
Inhaltsverzeichnis

Einführung.....................................................4 Komponenten..............................................35
Vorwort............................................................4 Deichsel und Anhängung..............................35
Hinweise zur Darstellung.................................4 Lenkdeichsel.................................................36
Service............................................................5 Gelenkwelle...................................................36
Sachmängelbearbeitung.................................5 Stützfuß.........................................................37
Folgeschäden..................................................5 Absperrventil.................................................38
Brühebehälter................................................38
Sicherheit und Verantwortung.....................6 Aufstieg.......................................................38
Bestimmungsgemäße Verwendung................6 Podest.........................................................39
Personalqualifikation.......................................7 Dom............................................................39
Kinder in Gefahr..............................................8 Frischwasserbehälter....................................40
Persönliche Schutzausrüstung........................8 Handwaschbehälter....................................41
Sicherheit im Verkehr......................................8 Flüssigkeitskreislauf......................................42
Sicherheit im Betrieb.......................................9 Funktion......................................................42
Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger.......13 Kolbenmembranpumpe..............................44
Umweltschutz................................................14 Einspülschleuse..........................................44
Nachrüstungen und Umbauten.....................14 Rührwerk....................................................46
Pflege und Wartung.......................................14 Filter............................................................46
Gefahrenbereich............................................16 Bedieneinheit.................................................48
Sicherheitsaufkleber......................................17 Armaturen...................................................48
Anschlüsse.................................................48
Inbetriebnahme............................................21
Außenbedieneinheit....................................48
Anlieferung....................................................21
Hauptbedienterminal...................................49
Transport.......................................................21
Multifunktionsgriff........................................50
Installation.....................................................21
Standardbelegung Multifunktionsgriff.........51
Erstinbetriebnahme der
Transport- und Sicherheitsbehälter...............52
Betriebsbremsanlage....................................22
Gestänge.......................................................53
Räder montieren............................................22
Klappvarianten............................................54
Hydrauliksystem am Hydraulikblock
BoomControl...............................................55
einstellen.......................................................22
Transportsicherung.....................................56
Technische Daten........................................23 Anfahrsicherung..........................................57
Typenschild...................................................24 Spritzleitung................................................58
Abmessungen...............................................25 Düsenkörper...............................................59
Gewicht und Bereifung..................................26 Düsenauswahl............................................62
Anforderungen an den Schlepper.................28
Zusatzausrüstung........................................68
Aufbau..........................................................30 Bremsanlage.................................................68
Übersicht.......................................................30 Pneumatische Bremsanlage.......................68
Hydraulik.......................................................31 Öltank mit zapfwellengetriebener Pumpe......71
Flüssigkeitskreislauf - Bauelemente..............32 GPS-Empfänger............................................71
Beleuchtung..................................................33 Randdüsen....................................................73
Instruktionsaufkleber.....................................34 NightLight......................................................73
Außenwascheinrichtung................................74

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Bedienung....................................................75 Wartung der Achse......................................122
Inbetriebnahme / Schlepperwechsel.............75 Lagerspiel der Radnabe prüfen
Anhängen/Abstellen......................................75 (Werkstattarbeit).......................................122
Anhängen......................................................76 Fett der Radnabenlagerung wechseln......122
Transportstellung...........................................77 Wartung der Hydraulikanlage......................123
Abstellen........................................................78 Inspektionskriterien für
Rangieren der abgekuppelten Maschine....78 Hydraulik-Schlauchleitungen....................124
Klappen des Gestänges................................79 Ein- und Ausbau von
Ausklappen.................................................80 Hydraulik-Schlauchleitungen....................125
Einklappen..................................................80 Kalibrieren des Durchflussmessers.............125
Spritzbetrieb vorbereiten...............................81 Räder...........................................................126
Spritzbrühe ansetzen..................................82 Luftdruck Bereifung...................................127
Einfüll-/Nachfüllmengen berechnen............83 Radwechsel (Werkstattarbeit)...................127
Befüllen mit Wasser....................................85 Öltank mit zapfwellengetriebener Pumpe....128
Einspülen von Präparaten..........................88 Prüfung der Pflanzenschutzspritze..............128
Kanister reinigen.........................................91 Prüfung der Pumpenleistung....................128
Spritzbetrieb..................................................92 Prüfung des Durchflussmessers...............129
Gestängesteuerung....................................93 Einlagern.....................................................129
Steuern und Regeln von Spritzfunktionen...93 Am Ende der Saison.................................130
Düsenauswahl............................................95 Entwässern...............................................130
Restmengen................................................102 Einwintern des Spritzsystems...................130
Technische Restmenge............................102 Vor Beginn der neuen Saison...................132
Ablassen der technischen Restmenge.....102
Verdünnte Restmenge..............................103 Entsorgung................................................134
Ablassen des Frischwasserbehälters.......104
Anhang.......................................................135
Reinigung....................................................104
Anzugsdrehmoment....................................135
Reinigung der Filter..................................106
Spurweite verstellen....................................137
Reinigung bei entleertem Brühebehälter..107
Flüssigdüngerbetrieb...................................138
Reinigung bei gefülltem Brühebehälter....107
Anpassen der Gelenkwelle..........................140
Außenreinigung (optional)........................108
Bestimmen der Betriebslängen.................140
Pflege und Wartung...................................109 Kürzen der Gelenkwelle............................141
Wartungsübersicht....................................... 112
Index...........................................................144
Wartung der Bremsanlage...........................120
Bremsbelagkontrolle.................................121
Bremseneinstellung..................................121
Luftkessel..................................................121
Prüfanleitung für Zweileitungs-
Betriebsbremsanlage (Werkstattarbeit)....121

3
Einführung Hinweise zur Darstellung
Warnhinweise
Vorwort In der Betriebsanleitung wird zwischen drei
verschiedenen Warnhinweisen unterschieden.
Wir danken für Ihr Vertrauen, das Sie uns mit
dem Kauf dieser Maschine entgegengebracht Folgende Signalworte mit Warnsymbol wer-
haben. Sie haben damit ein Qualitätsprodukt den verwendet:
aus dem Hause HORSCH erworben.

Die Betriebsanleitung vor Inbetriebnahme der GEFAHR


Maschine sorgfältig durchlesen und beachten. Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder
Dadurch vermeiden Sie Gefahren, vermindern schwerer Verletzung führt, wenn sie nicht ver-
Reparaturkosten und Ausfallzeiten, erhöhen Zu- mieden wird.
verlässigkeit und Lebensdauer Ihrer Maschine.
Beachten Sie die Sicherheitshinweise!
WARNUNG
Für Schäden und Betriebsstörungen, die sich Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder
aus der Nichtbeachtung der Betriebsanleitung schwerer Verletzung führen kann, wenn sie
ergeben, übernimmt HORSCH keine Haftung. nicht vermieden wird.

Diese Betriebsanleitung soll Ihnen erleichtern, VORSICHT


Ihre Maschine kennenzulernen und die be-
stimmungsgemäßen Einsatzmöglichkeiten zu Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Verletzungen
nutzen. führen kann, wenn sie nicht vermieden wird.

Die Betriebsanleitung ist von jeder Person zu Lesen Sie alle in dieser Betriebsanleitung ent-
lesen und anzuwenden, die mit Arbeiten an oder haltenen Warnhinweise!
mit der Maschine beauftragt ist, z. B.:
Instruktionen
• Betrieb (einschließlich Vorbereitung, Stö-
rungsbehebung im Arbeitsablauf, Pflege)
HINWEIS
• Instandhaltung (Wartung, Inspektion)
• Transport Kennzeichnet wichtige Hinweise.

Durch geschultes Personal unserer Service- und Handlungsanweisungen werden durch Pfeilspit-
Vertriebspartner werden Sie in die Bedienung zen angezeigt:
und Pflege Ihrer Maschine eingewiesen. Mit
Abgabe der Empfangsbestätigung haben Sie ¾¾ ...
die ordnungsgemäße Übernahme der Maschine
bestätigt.
¾¾ Die Reihenfolge der Anweisungen einhalten.
Die Gewährleistungszeit beginnt mit dem Lie-
Alternativ können die Anweisungen durchnum-
fertermin.
meriert sein.
Bei Abbildungen sowie Angaben über technische
Daten und Gewichte in dieser Betriebsanleitung Die Bezeichnungen rechts, links, vorn und hinten
sind Änderungen, die der Verbesserung dienen, gelten in Fahrtrichtung gesehen.
vorbehalten.

Die Abbildungen in dieser Betriebsanleitung zei-


gen unterschiedliche Ausführungen des Anbau-
geräts und verschiedene Ausstattungsvarianten.

4
Service Folgeschäden
Die Firma HORSCH wünscht, dass Sie mit Ihrer Die Maschine wurde von HORSCH mit Sorgfalt
Maschine und mit uns völlig zufrieden sind. hergestellt. Trotzdem können auch bei bestim-
mungsgemäßer Verwendung Abweichungen
Bei einem Problem wenden Sie sich bitte an bei der Ausbringmenge bis zum Totalausfall
Ihren Vertriebspartner. verursacht werden durch z. B.:
Die Kundendienstmitarbeiter unserer Vertriebs-
partner und die Kundendienstmitarbeiter der • Beschädigung durch äußere Einwirkung
Firma HORSCH stehen zu Ihrer Unterstützung • Abnutzung von Verschleißteilen
bereit. • Fehlende oder beschädigte Werkzeuge
• Falsche Fahrgeschwindigkeiten
Um technische Mängel schnellstmöglich zu
lösen, bitten wir Sie, uns zu unterstützen. • Falsche Einstellung des Gerätes (unkorrekter
Anbau, Nichtbeachten der Einstellhinweise)
Helfen Sie dem Kundendienstpersonal durch • Nichtbeachtung der Betriebsanleitung
folgende Angaben, unnötige Rückfragen zu • Verstopfungen oder Brückenbildung
vermeiden. • Unterlassene oder unsachgemäße Pflege
und Wartung
• Kundennummer
• Name des Kundenbetreuers Überprüfen Sie daher vor jedem Einsatz und
• Name und Anschrift auch während des Einsatzes Ihre Maschine auf
• Maschinenmodell und Seriennummer richtige Funktion und ausreichende Ausbring-
• Kaufdatum und Betriebsstunden bzw. genauigkeit.
Flächenleistung
Ein Anspruch auf Ersatz von Schäden, die nicht
• Art des Problems
an der Maschine entstanden sind, ist ausge-
schlossen. Hierzu gehört auch, dass eine Haf-
Sachmängelbearbeitung tung für Folgeschäden aufgrund von Fahr- und
Bedienungsfehlern ausgeschlossen ist.
Sachmängelanträge müssen über Ihren
HORSCH-Vertriebspartner bei HORSCH ein-
gereicht werden.

5
Sicherheit und Alle darüber hinausgehenden Verwendungs-
arten der Maschine, die in Widerspruch dazu
Verantwortung stehen, insbesondere
• das Anhängen/das Anbauen an eine nicht
geeignete landwirtschaftliche Zugmaschine
Die folgenden Gefahren- und Sicherheitshinwei- • das Beregnen von Flächen
se gelten für alle Kapitel in der Betriebsanleitung. • das Befüllen der Maschine mit anderen als
den im Rahmen der Betriebsanleitung frei-
Die Maschine ist nach dem Stand der Technik gegebenen Flüssigkeiten
und den anerkannten sicherheitstechnischen
• das Überschreiten der zulässigen technischen
Regeln gebaut. Dennoch können bei der Ver-
Gesamtmasse
wendung Gefahren für Leib und Leben des Be-
nutzers oder Dritte bzw. Beeinträchtigungen der • das Betreiben der Maschine, solange sich
Maschine oder anderer Sachwerte entstehen. Personen im Gefahrenbereich aufhalten
(hierzu zählt insbesondere die Mitfahrt auf
Lesen und beachten Sie die folgenden Si- der Maschine)
cherheitshinweise, bevor Sie die Maschine • das Durchführen von Wartungs- und/oder
verwenden! Reparaturarbeiten an einer nicht stillgesetz-
ten und gegen Wiederanlauf gesicherten
Maschine
Bestimmungsgemäße gelten als nicht bestimmungsgemäß.
Verwendung
Für Schäden, die aus nicht bestimmungsge-
Die Maschine ist für Transport, Durchmischung, mäßer Verwendung der Maschine resultieren,
Dosierung und Ausbringung von Pflanzen- übernimmt Horsch keine Haftung.
schutzmitteln und flüssigem Dünger auf land-
wirtschaftlichen Nutzflächen bestimmt. Zur
bestimmungsgemäßen Verwendung gehören Ersatzteile
auch die Kenntnisnahme und das Beachten der
Originalersatzteile und Zubehör von HORSCH
im Rahmen dieser Betriebsanleitung gegebenen
sind speziell für diese Maschine konzipiert.
Hinweise und Anweisungen, das Beachten
Andere Ersatzteile und Zubehör sind nicht von
aller Piktogramme und Warnhinweise an der
HORSCH geprüft und freigegeben.
Maschine, das Beachten aller Wartungs- und
Der Einbau oder die Verwendung HORSCH-
Instandhaltungsintervalle sowie das Einhalten
fremder Produkte kann daher u. U. konstruktiv
der definierten technischen Grenzen und An-
vorgegebene Eigenschaften der Maschine ne-
wendungsbereiche.
gativ verändern und dadurch die Sicherheit von
Mensch und Maschine beeinträchtigen.
Bei der Teilnahme mit der Maschine am öffent-
Für Schäden, die durch die Verwendung von
lichen Straßenverkehr ist zudem das jeweilige
Nicht-Originalteilen und Zubehör entstehen, ist
nationale Zulassungs- und Verkehrsrecht zu
jede Haftung von HORSCH ausgeschlossen.
beachten.
Wenn an dem auszutauschendem Bauteil Si-
cherheitsaufkleber angebracht sind, müssen
diese ebenfalls bestellt und an dem Ersatzteil
angebracht werden.

6
Betriebsanleitung Der Betreiber muss
Die Betriebsanleitung ist Teil der Maschine! ¾¾ Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und
Wenn die Betriebsanleitung nicht beachtet wird, Überwachung des Personals regeln.
können Personen schwer verletzt oder getötet ¾¾ das Personal ggf. schulen und unterweisen.
werden. ¾¾ dem Bediener die Betriebsanleitung zugäng-
lich machen.
¾¾ Vor der Arbeit die jeweiligen Abschnitte der
¾¾ sich vergewissern, dass der Bediener die
Betriebsanleitung lesen und beachten.
Betriebsanleitung gelesen und vollständig
¾¾ Die Betriebsanleitung aufbewahren und ver-
verstanden hat.
fügbar halten.
¾¾ Die Betriebsanleitung an nachfolgende Benut-
zer weitergeben. Bedienergruppen
Personen, die mit der Maschine arbeiten, müs-
sen für die verschiedenen Tätigkeiten entspre-
Personalqualifikation chend ausgebildet werden.

Wenn die Maschine unsachgemäß verwendet Unterwiesene Bediener


wird, können Personen schwer verletzt oder getö- Diese Personen müssen vom Betreiber oder
tet werden. Um Unfälle zu vermeiden, muss jede entsprechend qualifiziertem Fachpersonal für
Person, die mit der Maschine arbeitet, folgende die jeweiligen Tätigkeiten ausgebildet worden
allgemeine Mindestanforderungen erfüllen: sein. Dies betrifft folgende Tätigkeiten:
¾¾ Sie ist körperlich fähig, die Maschine zu kon- • Straßentransport
trollieren. • Einsetzen und Einrichten
¾¾ Sie kann die Arbeiten mit der Maschine im • Betrieb
Rahmen dieser Betriebsanleitung sicherheits- • Wartung
gerecht ausführen.
• Störungssuche und -behebung
¾¾ Sie versteht die Funktionsweise der Maschine
im Rahmen Ihrer Arbeiten und ist über die
Von der Firma HORSCH ausgebildete Bediener
damit verbundenen Gefahren unterrichtet.
Sie kann die Gefahren der Arbeit erkennen Darüber hinaus müssen Personen für bestimmte
und vermeiden. Tätigkeiten durch Schulungsmaßnahmen oder
Außendienstmitarbeiter von HORSCH aus-
¾¾ Sie hat die Betriebsanleitung verstanden und
gebildet worden sein. Dies betrifft folgende
kann die Informationen in der Betriebsanlei-
Tätigkeiten:
tung entsprechend umsetzen.
¾¾ Sie ist mit dem sicheren Führen von Fahrzeu-
• Verladen und Transport
gen vertraut. • Inbetriebnahme
¾¾ Für Straßenfahrten kennt sie die relevanten • Störungssuche und -behebung
Regeln des Straßenverkehrs und verfügt über • Entsorgung
die vorgeschriebene Fahrerlaubnis.
¾¾ Eine anzulernende Person darf nur unter Bestimmte Arbeiten zur Wartung und Instand-
Aufsicht mit der Maschine arbeiten. haltung dürfen nur von einer Fachwerkstatt
durchgeführt werden. Diese Arbeiten sind mit
dem Zusatz Werkstattarbeit gekennzeichnet.

7
Kinder in Gefahr ¾¾ Atemschutzmaske
¾¾ Wirksame Schutzausrüstungen in ordnungs-
Kinder können Gefahren nicht einschätzen und gemäßem Zustand bereitstellen.
verhalten sich unberechenbar. Dadurch sind ¾¾ Nie Ringe, Ketten und anderen Schmuck tragen.
Kinder besonders gefährdet:

¾¾ Kinder fernhalten. Beim Reinigen der Pflanzenschutzspritze, die im


Sicherheitsdatenblatt des letzten verwendeten
¾¾ Besonders vor dem Anfahren und dem Aus-
Pflanzenschutzmittels vorgeschriebene persön-
lösen von Maschinenbewegungen sicherstel-
len, dass sich keine Kinder im Gefahrenbe- liche Schutzausrüstung verwenden.
reich aufhalten.
¾¾ Vor dem Verlassen Schlepper stillsetzen. HINWEIS
Kinder können gefährliche Bewegungen an
der Maschine auslösen. Eine unzureichend Der Betreiber muss die erforderliche persönliche
gesicherte und unbeaufsichtigt abgestellte Schutzausrüstung nach Angaben des Herstel-
Maschine ist eine Gefahr für spielende Kinder! lers des verwendeten Pflanzenschutzmittels
bereitstellen.
Persönliche
Schutzausrüstung HINWEIS
Die Traktorkabine nicht mit kontaminierter
WARNUNG Schutzausrüstung betreten!
Gefährdungen der Gesundheit durch unbe-
absichtigten Kontakt mit Pflanzenschutzmit-
teln oder Spritzbrühe!
Sicherheit im Verkehr
Persönliche Schutzausrüstung tragen:
¾¾ beim Ansetzen der Spritzbrühe GEFAHR
¾¾ beim Reinigen / Auswechseln der Spritzdü- Mitfahren auf der Maschine verboten!
sen, beim Spritzbetrieb, bei allen Arbeiten
zum Reinigen der Pflanzenschutzspritze und
nach dem Spritzbetrieb. ¾¾ Zulässige Transportbreiten und -höhen beach-
ten. Vor allem bei Brücken und tiefhängenden
Stromleitungen die Transporthöhe beachten.
Zum Tragen der erforderlichen Schutzausrü-
stung immer die Gebrauchsanleitung und das
¾¾ Beim Benutzen öffentlicher Verkehrswege
Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Pflan-
sind die jeweiligen nationalen Straßenver-
zenschutzmittels beachten.
kehrsvorschriften zu beachten!
Fehlende oder unvollständige Schutzausrü- ¾¾ Auf zulässige Achslasten, Reifentragfähig-
stungen erhöhen das Risiko von Gesundheits- keiten und Gesamtgewichte achten, damit
schäden. Persönliche Schutzausrüstungen sind eine ausreichende Lenk- und Bremsfähigkeit
beispielsweise: erhalten bleibt. Die Vorderachse muss min-
destens mit 20 % des Schleppergewichts
¾¾ chemikalienfester Overall belastet sein.
¾¾ chemikalienfeste Schutzhandschuhe
¾¾ chemikalienfestes Schuhwerk ¾¾ BeiMaschinen ohne Bremse das Gewicht
des Schleppers und die Geschwindigkeit so
¾¾ Gesichtsschutz
wählen, dass die Maschine unter allen Be-
¾¾ Schutzbrille zum Schutz gegen Spritzer dingungen sicher beherrscht werden kann.

8
¾¾ DerTraktor muss die ausreichende Versor-
gung der Bremsanlage des angehängten
Sicherheit im Betrieb
Fahrzeugs gewährleisten.
Inbetriebnahme
¾¾ Fahrverhalten, Lenk- und Bremsfähigkeit wer-
Ohne ordnungsgemäße Inbetriebnahme ist die
den durch angebaute oder angehängte Ge-
Betriebssicherheit der Maschine nicht gewähr-
räte und Ballastgewichte beeinflusst. Daher
leistet. Dadurch können Unfälle verursacht und
auf ausreichende Lenk- und Bremsfähigkeit
Personen schwer verletzt oder getötet werden.
achten!

¾¾ Vor Straßenfahrten, den ordnungsgemäßen ¾¾ Die Maschine darf erst nach Einweisung
Anschluss der Versorgungsleitungen über- durch Mitarbeiter der Vertriebspartner, Werks-
prüfen: vertreter oder Mitarbeiter der Firma HORSCH
in Betrieb genommen werden.
• die Brems- und Hydraulikanlage auf augen-
fällige Mängel ¾¾ Die Empfangsbestätigung ist ausgefüllt an die
Firma HORSCH zurückzuschicken.
• ob die Feststellbremse vollständig gelöst ist
• die Funktion der Betriebsbremse
Die Maschine nur einsetzen, wenn alle Schutz-
einrichtungen und sicherheitsbedingte Einrich-
Bei Straßentransport muss sich die Maschine tungen wie z. B. lösbare Schutzeinrichtungen
in Transportstellung befinden. Das Gestänge (Unterlegkeile etc.) vorhanden und funktions-
muss eingeklappt und gesichert sein. Der Hub tüchtig sind.
des Parallelogrammes und die optionale Len-
kung müssen bei Straßenfahrt immer über das ¾¾ Muttern und Schrauben, besonders die der
Absperrventil gesperrt werden. Räder und der Arbeitswerkzeuge regelmäßig
auf festen Sitz prüfen und gegebenenfalls
¾¾ Die Beleuchtung, Warn- und Schutzeinrich- nachziehen.
tungen auf Funktion und Sauberkeit kontrol- ¾¾ Reifenluftdruck regelmäßig kontrollieren,
lieren. siehe Wartungsübersicht.

Bei Transport auf öffentlichen Straßen


die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Schäden an der Maschine
der Betriebserlaubnis beachten! Schäden an der Maschine können die Betriebs-
sicherheit der Maschine beeinträchtigen und
Maßgebend als bauartbedingte Höchst- Unfälle verursachen. Dadurch können Personen
geschwindigkeit sind die Angaben in schwer verletzt oder getötet werden.
der Betriebserlaubnis bzw. in den tech- Für die Sicherheit besonders wichtig sind die
nischen Daten. folgenden Teile der Maschine:

Die Fahrweise immer den Straßenver- ¾¾ Hydraulik


hältnissen anpassen, um Unfälle und ¾¾ Bremsen (sofern vorhanden)
Schäden am Fahrwerk zu vermeiden. ¾¾ Verbindungseinrichtungen
Persönliche Fähigkeiten, Fahrbahn-,
¾¾ Schutzvorrichtungen
Verkehrs-, Sicht- und Witterungsverhält-
nisse berücksichtigen. ¾¾ Beleuchtungen

Zusätzlich die Hinweise im Kapitel Inbe-


triebnahme beachten!

9
Bei Zweifeln am sicherheitsgerechten Zustand Hydraulik
der Maschine, beispielsweise bei auslaufenden
Betriebsstoffen, sichtbaren Schäden oder uner- Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck.
wartet verändertem Fahrverhalten: Austretende Flüssigkeit kann die Haut durch-
dringen und schwere Verletzungen verursachen.
¾¾ Die Maschine sofort abschalten und sichern. Bei Verletzungen sofort einen Arzt aufsuchen.
¾¾ Wenn möglich, Schäden gemäß dieser Be-
triebsanleitung ermitteln und beheben. Die Hydraulik der Maschine hat mehrere Funk-
¾¾ Mögliche Ursachen für Schäden beseitigen tionen, die bei Fehlbedienungen zu Schäden an
(z.B. Verschmutzungen beseitigen oder lo- Mensch und Maschine führen können.
ckere Schrauben festziehen).
¾¾ Die Hydraulikschläuche erst an den Schlepper
¾¾ Schäden durch eine qualifizierte Fachwerk-
an- / abschließen, wenn die Hydraulik traktor-
statt beheben lassen, wenn sie sich auf die
und geräteseitig drucklos ist.
Sicherheit auswirken können und nicht selbst
behoben werden können. ¾¾ Vor allen Arbeiten an der Hydraulikanlage alle
hydraulisch betätigten Teile verriegeln. Die
Hydraulik traktor- und geräteseitig drucklos
An- und Abkuppeln machen.
¾¾ Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck.
Durch fehlerhaftes Kuppeln von Maschine
und Zugvorrichtung des Schleppers entstehen Alle Leitungen, Schläuche und Verschrau-
Gefahren, die schwere Unfälle verursachen bungen regelmäßig auf Undichtigkeiten
können. und äußerlich erkennbare Beschädigungen
überprüfen!
¾¾ Alle Betriebsanleitungen befolgen: ¾¾ Nur geeignete Hilfsmittel bei der Suche nach

• Diese Betriebsanleitung (Kapitel Anhängen,


Leckstellen verwenden. Beschädigungen
Transportstellung und Abstellen) umgehend beseitigen! Herausspritzendes Öl
kann zu Verletzungen und Bränden führen!
• Betriebsanleitung des Schleppers
¾¾ Um Fehlbedienungen auszuschließen, sollten
• ggf. Betriebsanleitung der Gelenkwelle
Steckdosen und Stecker der hydraulischen
Verbindungen gekennzeichnet werden.
¾¾ Beim Zurücksetzen des Schleppers ist beson-
¾¾ Bei Verletzungen sofort einen Arzt aufsuchen!
dere Vorsicht geboten. Der Aufenthalt zwi-
¾¾ Steuergeräte am Schlepper bei Nichtge-
schen Schlepper und Maschine ist verboten.
brauch sichern oder verriegeln!
¾¾ Die Maschine nur auf ebenem und festem Un-
¾¾ Hydraulikschläuche spätestens nach sechs
tergrund abstellen. Die angehängte Maschine
vor dem Abhängen auf dem Boden abstellen. Jahren tauschen, siehe Wartungsübersicht.
¾¾ Maschine gegen Wegrollen sichern.
Druckspeicher
¾¾ Die Maschine nicht mit ausgeklappten Ge-
stänge, bei leeren Brühebehälter abkuppeln. In der Hydraulikanlage sind evtl. Druckspeicher
Die Pflanzenschutzspritze kann durch nega- eingebaut.
tive Stützlast kippen.
¾¾ Die Druckspeicher nicht öffnen oder bear-
beiten (schweißen, bohren). Auch nach dem
Entleeren sind die Behälter mit Gasdruck
vorgespannt.

Die Hydraulik muss vor der Wartung drucklos sein!

10
Bremsanlage Verhalten bei Spannungsüberschlag
Spannungsüberschläge verursachen außen an
Die Maschinen können je nach Ausstattung mit
der Maschine hohe elektrische Spannungen. Am
einer pneumatisch oder hydraulisch betätigten
Boden um die Maschine entstehen große Span-
Betriebsbremsanlage ausgestattet sein.
nungsunterschiede. Große Schritte, Hinlegen
auf den Boden oder Abstützen mit den Händen
Die Bremsanlage muss bei Straßenfahrt immer
auf dem Boden können lebensgefährliche elek-
angeschlossen und funktionsfähig sein.
trische Ströme verursachen (Schrittspannung).
¾¾ Nach Ankuppeln der Maschine und vor Trans-
¾¾ Kabine nicht verlassen.
portfahrten immer erst die Funktion und den
Zustand der Bremsanlage prüfen. ¾¾ Keine Metallteile berühren.

¾¾ Die Einstellung am Bremskraftregler prüfen. ¾¾ Keine leitende Verbindung zur Erde herstellen.

¾¾ Vor Abfahrt immer erst die Feststellbremse ¾¾ Personen warnen: NICHT der Maschine
lösen. nähern. Elektrische Spannungen am Boden
können zu schweren Stromschlägen führen.
¾¾ Vor dem Abhängen immer erst die Maschine
gegen Wegrollen sichern und die Feststell- ¾¾ Auf Hilfe durch professionelle Rettungskräfte
bremse anziehen. warten. Die Freileitung muss abgeschaltet
werden.
Einstell- und Reparaturarbeiten an der Brems- Wenn Personen die Kabine trotz Spannungsü-
anlage nur von einer Fachwerkstatt oder einem berschlag verlassen müssen, beispielsweise weil
von HORSCH dafür ausgebildeten Bediener unmittelbare Lebensgefahr durch Brand droht:
ausführen lassen.
¾¾ Von der Maschine wegspringen. Dabei in den
sicheren Stand springen. Maschine nicht von
Freileitungen außen berühren.
Die Maschine kann beim Aus- / Einklappen ¾¾ In kleinen Schritten von der Maschine ent-
und Heben des Gestänges die Höhe von Frei- fernen.
leitungen erreichen. Dadurch kann Spannung
auf die Maschine überschlagen und tödlichen
Stromschlag oder Brand verursachen.
Zapfwelle / Gelenkwelle
Personen können von der Zapfwelle bzw.
¾¾ Beim Aus- / Einklappen und Heben des Ge- Gelenkwelle erfasst, eingezogen und schwer
stänges ausreichenden Abstand zu elektri- verletzt werden.
schen Hochspannungsleitungen halten. Vor dem Einschalten der Zapfwelle:
¾¾ Nie das Gestänge in der Nähe von Strom-
masten und Stromleitungen aus- oder ein- ¾¾ Sicherstellen, dass der Gelenkwellenschutz-
klappen. angebracht und funktionsfähig ist.
¾¾ Mit ausgeklappten und angehobenen Gestän- ¾¾ Sicherstellen, dass die gewählte Drehzahl und
ge ausreichenden Abstand zu elektrischen Drehrichtung der Zapfwelle bzw. Gelenkwelle
Hochspannungsleitungen halten. mit den zulässigen Werten für die Maschine
¾¾ Nie unter Freileitungen die Maschine ver- übereinstimmen.
lassen oder besteigen, um mögliche Strom- ¾¾ Sicherstellen, dass sich niemand im Ge-
schlaggefahr durch Spannungsüberschlag fahrenbereich der Zapfwelle bzw. Gelenk-
zu vermeiden. welle befindet. Die Zapfwelle nie bei ausge-
¾¾ Beim Spritzbetrieb unter Hochspannungslei- schaltetem Schleppermotor einschalten bzw.
tungen BoomControl deaktivieren und den einkuppeln.
Hangausgleich manuell bedienen. ¾¾ Bei zu großen Abwinklungen die Zapfwelle
abschalten. Die Maschine kann beschädigt
werden. Teile können weggeschleudert wer-
den und Personen verletzen.

11
¾¾ Die Zapfwelle abschalten, wenn sie nicht ¾¾ Vor dem Anfahren und vor Inbetriebnahme
benötigt wird. den Nahbereich der Maschine kontrollieren
¾¾ Ausreichende Überdeckung von Profilrohr (Kinder!). Auf ausreichende Sicht achten.
und Gelenkwellenschutz einhalten. ¾¾ Vor Einsatz den Zustand des Gestänges und
¾¾ Gelenkwellenverschlüsse einrasten lassen. deren Befestigung überprüfen.
¾¾ Gelenkwellenschutz durch Einhängen der ¾¾ Auf ausreichende Stabilität der Maschine
Ketten gegen Mitlaufen sichern. bei Längs- und Querneigung in unebenem
¾¾ Vor Montage/Demontage der Gelenkwelle
Gelände achten. Die Grenzwerte für den
sowie vor allen Eingriffen an der Maschine: Schlepper beachten.
Zapfwelle auskuppeln (von der Schlepper- ¾¾ Keine der vorgeschriebenen und mitgeliefer-
kabine aus stillsetzen), Schleppermotor ten Schutzvorrichtungen darf entfernt werden.
ausschalten, Zündschlüssel abziehen und ¾¾ Es dürfen sich keine Personen im Schwenk-
Stillstand aller beweglichen Teile abwarten. bereich hydraulisch betätigter Teile aufhalten.
¾¾ Betriebsanleitung der Gelenkwelle beachten. ¾¾ Aufstiegshilfen und Trittflächen nur im Stand
nutzen.
¾¾ Beim Vorgewende die Fahrgeschwindigkeit
Technische Grenzwerte reduzieren und das Spritzen dabei ausschal-
Wenn die technischen Grenzwerte der Maschine ten.
nicht eingehalten sind, kann die Maschine ¾¾ Durch starke ruckartige Lenkbewegungen
beschädigt werden. Dadurch können Unfälle am Beginn und Ende einer Kurve wird das
verursacht und Personen schwer verletzt oder Gestänge stark belastet.
getötet werden. ¾¾ Bei feinen Tröpfchen und starkem Wind kann
Für die Sicherheit besonders wichtig sind fol- das Spritzmittel verwehen. Damit kann Scha-
gende technische Grenzwerte: den für Mensch und Natur verursacht werden!
• zulässiges Gesamtgewicht ¾¾ Wenn der Boden sehr trocken ist, kann das
• maximale Achslasten Spritzmittel mit Staub verwehen und Schäden
• maximale Stützlast verursachen. Auf ausreichende Feuchtigkeit
des Bodens achten!
• Höchstgeschwindigkeit
¾¾ Bei Kabinentraktoren mit Belüftungsgebläsen
Siehe Kapitel Technische Daten, Typenschild und
Filter für Frischluftzufuhr durch Aktivkohlefil-
Betriebserlaubnis.
ter ersetzen! Hinweise und Anleitungen des
Traktorenherstellers beachten.
¾¾ Ebenso die maximalen Lasten des Schlep-
pers beachten. ¾¾ Sicherstellen, dass die Kategorie der
Traktorkabine für das jeweils verwendete
Pflanzenschutzmittel zugelassen ist.
Feldeinsatz
¾¾ Stets ausreichend Wasser mitführen, um
im Notfall Pflanzenschutzmittel abspülen zu
GEFAHR können.
Mitfahren auf der Maschine verboten! ¾¾ Daten zu aktuell verwendeten Präparaten
müssen zur Information für Rettungsdienste
bei Unfällen in der Dokumentenrolle mitgeführt
¾¾ Die nationalen Gesetze und Vorschriften zum
werden.
Pflanzenschutz beachten!
¾¾ Die in den Sicherheitsdatenblättern der Spritz-
mittelhersteller vorgeschriebene Persönliche
Schutzausrüstung ist mitzuführen und bei
Anwendung zu tragen.

12
Ausrüstungen / Verschleißteile ¾¾ Zum Zeitpunkt der Herstellung der Pflan-
zenschutzspritze sind dem Hersteller nur
wechseln
wenige zugelassene Pflanzenschutzmittel
¾¾ Es dürfen ausschließlich Zugvorrichtungen bekannt, die schädliche Einwirkungen auf die
angebaut werden, die den technischen An- Werkstoffe der Pflanzenschutzspritze haben
forderungen gemäß dieser Betriebsanleitung können.
genügen. ¾¾ Alle relevanten Informationen über die ver-
Für Schäden, die aufgrund des Anbaus un- wendeten Pflanzenschutzmittel (Sicherheits-
passender Zugvorrichtungen sowie dem nicht datenblätter, Gebrauchsanleitungen etc.) in
fachgerechten Anbau resultieren, übernimmt der Dokumentenrolle ablegen.
die Firma HORSCH keinerlei Haftung. ¾¾ Die Wasserqualität (vor allem Wasserhärte
¾¾ Bei Maschinen mit gültiger Betriebserlaubnis und Mineralstoffgehalte) beeinflusst das Ver-
dürfen nur Zugvorrichtungen angebaut wer- halten einiger Dünger und Pflanzenschutzmit-
den, die von der Betriebserlaubnis abgedeckt tel. Durch Ausfällungen und Ausflockungen
sind. Der Anbau von Zugvorrichtungen, die können sich Ablagerungen in Filtern oder
nicht von der Betriebserlaubnis abgedeckt Düsen bilden.
sind, führt zum Erlöschen der Zulassung. Beispiel: Stark kalkhaltiges Wasser reagiert
¾¾ Die Maschine gegen unbeabsichtigtes Weg- mit sulfathaltigem Dünger zu Calciumsulfat
rollen sichern! (Gips) und führt zu weißen Ablagerungen in
¾¾ Angehobene Rahmenteile, unter denen Sie den Filtern.
sich aufhalten, durch geeignete Stützen ab- Zur Vermeidung die Anwendungsbedin-
sichern! gungen und Kombinationsmöglichkeiten der
¾¾ Vorsicht! Bei hervorstehenden Teilen (z.B. jeweiligen Hersteller beachten!
Gestängeteile) besteht Verletzungsgefahr! ¾¾ Die Angaben zur Verträglichkeit von Pflan-
¾¾ Bei allen Montagearbeiten ergonomische zenschutzmitteln mit Werkstoffen der Pflan-
Arbeitshaltungen einnehmen. zenschutzspritze beachten!
¾¾ Keine Pflanzenschutzmittel ausspritzen, die
Beim Aufsteigen auf die Maschine nicht auf be- zum Verkleben oder Erstarren neigen!
wegliche oder andere drehbare Teile aufsteigen. ¾¾ Beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln ge-
Sie könnten sich durch einen Sturz schwerste eignete Schutzkleidung tragen.
Verletzungen zuziehen. ¾¾ Während der Arbeit mit Pflanzenschutzmitteln
nicht essen, trinken oder rauchen!
Pflanzenschutzmittel und ¾¾ Pflanzenschutzgeräte und Pflanzenschutz-
mittel von Kindern fernhalten!
Flüssigdünger ¾¾ Stets ausreichend Wasser mitführen, um
im Notfall Pflanzenschutzmittel abspülen zu
Unsachgemäßer Umgang mit Pflanzenschutz-
können.
mitteln und Flüssigdünger kann Vergiftungen
und Tod verursachen. ¾¾ Bei Körperkontakt mit Pflanzenschutzmitteln
ggf. Arzt aufsuchen.
¾¾ Angaben und Anweisungen im Sicherheitsda- ¾¾ Nach Abschluss der Arbeit Hände und Ge-
tenblatt des Pflanzenschutzmittelherstellers sicht gründlich reinigen.
befolgen. Sicherheitsdatenblatt bzw. Sicher- ¾¾ Längere Einwirkzeit von Pflanzenschutzmit-
heitshinweise gegebenenfalls beim Händler teln kann zu Beschädigungen von Kunst-
anfordern. stoffkomponenten der Pflanzenschutzspritze
¾¾ Persönliche Schutzausrüstungen nach den führen. Hinweise der Pflanzenschutzmittel-
Angaben des Pflanzenschutzmittelherstellers hersteller beachten.
festlegen und bereitstellen. ¾¾ Beim Mischen von unterschiedlichen Pflan-
zenschutzmitteln sind die Anwendungshin-
weise der Pflanzenschutzmittelhersteller zu
beachten.

13
Umweltschutz ¾¾ Die Landesvorschriften für die Gewichte, Ge-
wichtsverteilung und die Ausmaße einhalten.
Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger, sowie
Betriebsstoffe wie Hydrauliköl, Schmierstoffe Bei Ausstattungen, die auf das Gewicht oder die
etc. können die Umwelt und die Gesundheit von Gewichtsverteilung Einfluss haben, müssen die
Personen schädigen. Vorschriften für die Anhängevorrichtung, Stütz-
und Achslast geprüft und eingehalten werden.
¾¾ Betriebsstoffe nicht in die Umwelt gelangen Bei Maschinen ohne Bremse muss bei Über-
lassen. schreitung der Gewichtsgrenzen evtl. auch eine
Bremsanlage nachgerüstet werden.
¾¾ Ausgelaufene Betriebsstoffe mit saugfähigem
Material oder mit Sand aufnehmen, in einen Bei Änderungen, die die Angaben am Typen-
flüssigkeitsdichten gekennzeichneten Be- schild betreffen, muss ein neues Typenschild
hälter füllen und gemäß den behördlichen mit den aktuellen Daten angebracht werden.
Vorschriften entsorgen.
¾¾ Pflanzenschutzspritzen nicht mit Wasser aus Bei Änderungen, die Angaben in der Betriebs-
offenen Gewässern befüllen. erlaubnis betreffen, muss die Betriebserlaubnis
¾¾ Abhängig vom verwendeten Pflanzenschutz- erneuert werden.
mittel ist das Befüllen in Wasserschutzzonen
nicht erlaubt! Zur Sicherheit die „Untere Was- Pflege und Wartung
serbehörde“ befragen!
¾¾ Die nationalen und länderspezifischen Vor- Unsachgemäße Pflege und Wartung gefährdet
schriften und Normen beachten (z. B. Was- die Betriebssicherheit der Maschine. Dadurch
serschutzgebiete). können Unfälle verursacht und Personen schwer
verletzt oder getötet werden.

Nachrüstungen und
GEFAHR
Umbauten
¾¾ Vergiftungsgefahr – nicht in den Brühebe-
Bauliche Veränderungen, die nicht von der hälter steigen!
Firma HORSCH freigegeben sind, können die
Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit der
Maschine beeinträchtigen und führen zum Er- ¾¾ Vorgeschriebene Fristen für wiederkehrende
löschen der Gewährleistungsansprüche. Prüfungen oder Inspektionen einhalten.
¾¾ Die Maschine gemäß Wartungsplan warten,
Für Schäden an Leib und Leben sowie Sach- siehe Kapitel Pflege und Wartung.
schäden, die sich auf Grund von nicht freige- ¾¾ Ausschließlich die Arbeiten durchführen, die
gebenen Nachrüstungen und Umbauten erge- in dieser Betriebsanleitung beschrieben sind.
ben, ist die Firma HORSCH nicht zur Haftung
verpflichtet. ¾¾ Vor Wartungs- und Pflegearbeiten die Maschi-
ne auf ebenem und tragfähigem Untergrund
¾¾ Führen Sie keine baulichen Änderungen an abstellen und gegen Wegrollen sichern. Die
der Zugvorrichtung der Maschine durch. Pflanzenschutzspritze reinigen, vor allem die
mit Spritzbrühe verunreinigten Teile. Bei der
¾¾ Führen Sie keine baulichen Änderungen oder
Reinigung die vorgeschriebene Schutzaus-
Erweiterungen durch, die nicht von HORSCH
rüstung tragen.
freigegeben wurden.
¾¾ Hydraulisch betätigte Teile verriegeln und die
¾¾ Von HORSCH freigegebene Änderungen und
Hydraulikanlage drucklos machen.
Erweiterungen nur von einer autorisierten
Fachwerkstatt oder einem von HORSCH ¾¾ Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage diese
dafür ausgebildeten Bediener vornehmen von der Stromzufuhr trennen.
lassen.

14
¾¾ Bei Schweißarbeiten an der Maschine die ¾¾ Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler
Kabel von den Computern und anderen oder Hochdruckreiniger waschen. Der Lack
elektronischen Bauteilen abklemmen. Die ist erst nach ca. 3 Monaten ausgehärtet und
Masseverbindung möglichst nahe an der könnte vorher beschädigt werden.
Schweißstelle anbringen. ¾¾ Bei der Reparatur von Pflanzenschutzsprit-
¾¾ Alle Betriebsmedien wie Druckluft und Hy- zen, die zur Flüssigdüngung mit Ammo-
draulik gegen unbeabsichtigte Inbetriebnah- nitrat-Harnstoff-Lösung benutzt wurden, ist
me sichern. zu beachten:
¾¾ Die angehobene Maschine bzw. angeho- Rückstände von Ammonitrat-Harnstoff-
bene Maschinenteile gegen unbeabsich- Lösungen können durch Verdunstung des
tigtes Absenken sichern, bevor Wartungs-, Wassers auf oder in dem Brühebehälter Salz
Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten bilden. Hierdurch entsteht reines Ammonitrat
vorgenommen werden! und Harnstoff. In reiner Form ist Ammonitrat
¾¾ Reparaturarbeiten im Brühebehälter dürfen in Verbindung mit organischen Stoffen, z.B.
nur nach gründlicher Reinigung und Schutz- Harnstoff explosiv, wenn bei Reparaturar-
ausrüstung mit Atemschutzmaske erfolgen. beiten (z.B. Schweißen, Schleifen) die kri-
Aus Sicherheitsgründen muss eine zweite tischen Temperaturen erreicht werden.
Person die Arbeiten von außerhalb des Brü- Durch eine gründliche Reinigung des Brü-
hebehälters überwachen! Auf ausreichende hebehälters bzw. der zu reparierender Teile
Belüftung des Brühebehälters achten! mit Wasser kann diese Gefährdung beseitigt
¾¾ Vor dem Reinigen der Maschine mit Hoch- werden, da das Salz der Ammonitrat- Harn-
druckreiniger alle Öffnungen abdecken, in stoff-Lösung wasserlöslich ist.
die aus Sicherheits- und Funktionsgründen ¾¾ Alle übrigen Instandhaltungs- und Repa-
kein Wasser, Dampf oder Reinigungsmittel raturarbeiten, die nicht in dieser Betriebs-
eindringen darf. Den Wasserstrahl nicht direkt anleitung beschrieben sind, nur von einer
auf elektrische bzw. elektronische Bauteile autorisierten Fachwerkstatt oder einem
und Lager richten. von HORSCH dafür ausgebildeten Bedie-
¾¾ Beim Reinigen mit Hochdruck- oder Dampf- ner vornehmen lassen.
strahler immer min. 50 cm Abstand zu den
Maschinenteilen einhalten.
¾¾ Nach der Reinigung alle Hydraulikleitungen
auf Undichtigkeiten und gelockerte Verbin-
dungen prüfen.
¾¾ Scheuerstellen und Beschädigungen untersu-
chen. Festgestellte Mängel sofort beheben!
¾¾ Bei Pflege- und Wartungsarbeiten gelöste
Schraubenverbindungen wieder festziehen.
¾¾ Öle, Fette und Filter vorschriftsgemäß ent-
sorgen!
¾¾ Unterliegen Schutzeinrichtungen einem Ver-
schleiß, sind diese regelmäßig zu kontrollie-
ren und rechtzeitig auszutauschen

15
Gefahrenbereich
Während des Betriebes der Maschine darf sich Gefahrenbereich aktive Deichsellenkung:
keine Person im Gefahrenbereich aufhalten!

ra
di
us
Im Gefahrenbereich der Maschine bestehen

2
m
folgende Gefährdungen:

• Durch unbeabsichtigtes Betätigen der Hy-


draulik können gefährliche Maschinenbewe-
gungen ausgelöst werden.
• Bei eingeschaltetem Antrieb können Maschi-
Wenn der Gefahrenbereich nicht beachtet wird,
nenteile drehen oder schwenken.
können Personen schwer verletzt oder getötet
• Hydraulisch angehobene Maschinenteile werden.
können unbemerkt und langsam absinken.
¾¾ Nicht unter angehobenen Lasten verweilen.
Lasten zuerst absetzen.
Gefahrenbereich bei Betrieb der Maschine:
¾¾ Vor allen Maschinenbewegungen Personen
aus dem Gefahrenbereich der Maschine und
10 m des Schleppers verweisen.
5m 5m ¾¾ Vor allen Arbeiten im Gefahrenbereich der
Maschine und zwischen Maschine und
10 m Schlepper: Schlepper stillsetzen!
Dies gilt auch für kurzzeitige Kontrollarbeiten.
Viele schwere Unfälle passieren durch Un-
Gefahrenbereich beim Klappen des Gestänges: achtsamkeit und laufende Maschinen!
¾¾ Angaben in allen Betriebsanleitungen be-
achten.
10 m
10 m 10 m

10 m

Gefahrenbereich bei eingeschalteter Gelenk-


welle:
ra
di
us
2
m

16
Sicherheitsaufkleber
Sicherheitsaufkleber an der Maschine warnen ¾¾ Verschmutzte Sicherheitsaufkleber reinigen.
vor Gefährdungen an Gefahrenstellen und sind ¾¾ Beschädigte und unkenntlich gewordene Si-
wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung cherheitsaufkleber sofort erneuern.
der Maschine. Fehlende Sicherheitsaufkleber
¾¾ Ersatzteile mit den vorgesehenen Sicherheits-
erhöhen das Risiko von schweren und tödlichen
aufklebern versehen.
Verletzungen für Personen.

Das Mitfahren auf der Maschine Niemals in den Quetschge-


ist verboten! fahrenbereich greifen, solange
sich dort Teile bewegen können!

04001455 04001683

Vor Inbetriebnahme der Ma- Nicht im Schwenkbereich


schine die Betriebsanleitung klappbarer Maschinenteile auf-
lesen und beachten! halten!

04002983 04002625

Schutzeinrichtungen bei lau- Druckspeicher steht unter Gas-


fendem Motor nicht öffnen oder und Öldruck. Ausbau und Re-
entfernen! paratur nur nach Anweisung
im technischen Handbuch vor-
nehmen.

04002983 04001679

Vorsicht bei austretender Hoch- Vor Wartungs- und Reparatur-


druckflüssigkeit, Hinweise in der arbeiten Motor abstellen und
Betriebsanleitung beachten! Schlüssel abziehen.

04002983 04002983

17
Nicht im Bereich einer ange- Vergiftungsgefahr - Niemals in
hobenen ungesicherten Last den Brühebehälter steigen.
aufhalten.

04002626
00385738
04001456

Ausreichenden Abstand zu Der Aufenthalt im Schwenkbe-


elektrischen Hochspannungs- reich der Deichsel zwischen
leitungen halten. Traktor und angehängter Ma-
schine ist verboten!
2E05598 00385738
1:1 50 x 96 mm 2,5 mm
2014-07-29
gelb, schwarz
CX4
he Draisstraße 19 a - b · 76461 Muggensturm

04002622
04002983

Maschine vor dem Abkoppeln Vor Inbetriebnahme der Maschi-


oder Abstellen mit Unterlegkei- ne die Betriebsanleitung lesen
len sichern. und beachten!

i
04002983 04003747

Ausreichend Sicherheitsab- Vergiftungsgefahr - kein Trink-


stand zum Schwenkbereich der wasser!
Maschine einhalten.

04001454 04002623

Genügend Abstand von heißen Kontakt mit gesundheitsgefähr-


Flächen halten. denden Stoffen vermeiden!
Schutzkleidung tragen!

04001453 04003745

18
Handwaschbehälter nur mit
klarem Wasser befüllen!

04002628

Der maximale Betriebsdruck


der Hydraulikanlage beträgt
200 bar.

04002983

Verladehaken;
bei Verladearbeiten Lastauf-
nahmemittel (Ketten, Seile
usw.) hier einhängen.
00380880

Max. Antriebsdreh-
zahl der Gelenkwelle
(max. 540 1/min) und
deren Drehrichtung
beachten! 04006236

Bei Direktbefüllung
des Brühebehälters
die max. Durchfluss-
menge 1000 l/min
nicht überschreiten! 04004094

19
Position der Sicherheitsaufkleber
(je nach Ausstattung)

2x 2x
00385738

2E05598 00385738
1:1 50 x 96 mm 2,5 mm
2014-07-29
gelb, schwarz
CX4
he Draisstraße 19 a - b · 76461 Muggensturm

2x

2x

2x
i

2x 2x rechte Maschinenseite

Sicherheitsaufkleber mit dem Zusatz „2x“ befinden sich jeweils auf beiden Seiten der Maschine.

20
Inbetriebnahme Transport
Der Transport auf öffentlichen Straßen kann,
je nach Landesvorschriften und Arbeitsbreite,
HINWEIS angehängt an einen Schlepper oder auf einem
Anhänger oder Tieflader erfolgen.
Diese Arbeiten dürfen nur Personen ausführen, die
von der Firma HORSCH dazu ausgebildet wurden. Die
¾¾ zulässigen Abmessungen und Gewichte
für den Transport sind einzuhalten.
¾¾ Der Schlepper muss groß genug gewählt
WARNUNG werden, damit eine ausreichende Lenk- und
Bei der Inbetriebnahme besteht erhöhte Unfall- Bremsfähigkeit erhalten bleibt.
¾¾ Auf einem Anhänger oder Tieflader muss
gefahr.
die Maschine mit Spanngurten oder anderen
¾¾ Beachten Sie die Hinweise im Sicherheits- Hilfsmitteln gesichert werden.
kapitel. ¾¾ Die Lastanschlagmittel nur an den gekenn-
zeichneten Stellen einhängen.

Anlieferung Installation
Die Maschine wird in der Regel komplett mon-
Die Einweisung des Bedieners und die Erstin-
tiert mit einem Tieflader angeliefert.
stallation der Maschine werden von unseren
Sind für den Transport Teile oder Baugruppen Kundendienstmitarbeitern oder Vertriebspart-
demontiert, so werden diese durch unsere Ver- nern durchgeführt.
triebspartner oder unsere Werksmonteure vor
Jede vorhergehende Benutzung der Maschine
Ort montiert.
ist untersagt.
Je nach Ausführung des Tiefladers kann die Ma-
Erst durch die Einweisung der Kundendienst-
schine mit einem Schlepper heruntergefahren
mitarbeiter / Vertriebspartner und das Lesen
oder muss mit geeigneten Hebegeräten (Stapler
oder Kran) heruntergehoben werden. der Betriebsanleitung kann die Maschine zur
Bedienung freigegeben werden.
¾¾ NurHubgeräte und Hebezeuge mit ausrei-
chender Tragkraft und Zulassung verwenden! WARNUNG
Die Lastaufnahme- und Verzurrpunkte sind mit Bei Installations- und Wartungsarbeiten besteht
Aufklebern gekennzeichnet. erhöhte Unfallgefahr.
Für andere Anhängepunkte muss auf den ¾¾ Vor diesen Arbeiten die Betriebsanleitung lesen
Schwerpunkt und die Gewichtsverteilung geach- und sich mit der Maschine vertraut machen.
tet werden. In jedem Fall dürfen diese Punkte
nur am Rahmen der Maschine sein. Je nach Ausstattungsumfang
¾¾ Die lose mitgelieferten Teile von der Maschine
Bei allen Maschinen sind die hydraulischen herunternehmen!
Funktion ohne zusätzliche Installation möglich. ¾¾ Alle wichtigen Schraubverbindungen kon-
trollieren!
¾¾ Alle Schmiernippel abschmieren!
¾¾ Luftdruck in den Reifen prüfen.
¾¾ Alle Hydraulikverbindungen und Schläuche
auf Befestigung und Funktion prüfen!
¾¾ Aufgetretene Mängel sofort beseitigen oder
beseitigen lassen!

21
Erstinbetriebnahme der Hydrauliksystem am
Betriebsbremsanlage Hydraulikblock einstellen
HINWEIS HINWEIS
Führen Sie eine Probebremsung im leeren und Die Einstellung darf nur im drucklosen Zustand
beladenen Zustand der Pflanzenschutzspritze erfolgen!
durch und testen Sie so das Bremsverhalten
von Traktor und angekuppelter Pflanzenschutz-
spritze.

Wir empfehlen die Durchführung einer Zu-


gabstimmung zwischen Traktor und Pflanzen-
schutzspritze für optimales Bremsverhalten und
minimalen Bremsbelagverschleiß durch eine
Fachwerkstatt.

Räder montieren
Einstellschraube

WARNUNG
Der Hydraulikblock für die Maschine und das
Es darf nur eine zugelassene Bereifung entspre- Gestänge befindet sich an der Maschine hinten
chend technischer Daten verwendet werden. im Mittelrahmen.

Das vorhandene Hydrauliksystem des Traktors


Die zur Bereifung passenden Felgen müssen bestimmt die Einstellung der Schraube am Hy-
eine rundum verschweißte Felgenscheibe auf- draulikblock.
weisen!
¾¾ Traktor mit LS-System: Schraube komplett
einschrauben und mit Kontermutter sichern.
¾¾ Traktor ohne LS-System: Schraube bis zur
Markierung herausdrehen und mit Konter-
mutter sichern.

22
Technische Daten
HINWEIS
Nutzlast = zulässiges Gesamtgewicht - Grundgewicht

GEFAHR
Die Überschreitung der zulässigen Nutzlast ist verboten. Es droht Unfallgefahr durch instabile Fahrsituation!
Ermitteln Sie sorgfältig die Nutzlast und somit die zulässige Befüllung Ihrer Maschine. Nicht alle
Befüllmedien erlauben eine komplette Befüllung des Behälters.

Maschinentyp Leeb 4 AX
Leergewicht (kg) 4250
Stützlast leer (kg) 925
max. zulässige Stützlast (kg) 2000
Achslast leer (kg) 3325
max. zulässige Achslast leer (kg) 7200
max. Gesamtlänge in Transportstellung (m) 6,65
Transportbreite in Transportstellung (m) 2,86
Transporthöhe (m) 3,90
Spurweiten (m) 1,50 - 2,25 / 1,80 - 2,25
Bodenfreiheit (m)* 0,66
min./max. Teilbreiten (Stück) 7/9
Arbeitshöhe (m)* 0,3 - 2,5
Pumpenleistung Membranpumpe (Liter/min) 270
max. Arbeitsdruck (bar) 8
Arbeitsgeschwindigkeit (km/h) 4 - 20
Tank
Brühebehälter Nennvolumen (Liter) 3800
Brühebehälter Istvolumen (Liter) 4100
Frischwasserbehälter (Liter) 400
Handwaschbehälter (Liter) 15
Spritzgestänge
Arbeitsbreiten 21 / 12 5-teilig
24 / 12 5-teilig
27 / 14 5-teilig
28 / 14 5-teilig
30 / 15 5-teilig
23
Maschinentyp Leeb 4 AX
Technische Restmenge inkl. Pumpe **
• Ebene
• Schichtlinie
15 % Fahrtrichtung nach links
15 % Fahrtrichtung nach rechts
• Falllinie
15 % hangaufwärts
15 % hangabwärts
Zentralschaltung elektrische Teilbreitenschaltung
Spritzdruckverstellung elektrisch
Spritzdruck - Einstellbereich 1 - 8 bar
Spritzdruckanzeige digital
Druckfilter 50 (80) Maschen
Rührwerk manuell einstellbar
Ausbringmengen-Regelung Geschwindigkeitsabhängig über Jobrechner
Düsenhöhe 300 - 2500 mm
Alle Maße und Gewichte abhängig von Gestängebreite, Bereifung und Ausstattung.
* Daten mit Bereifung 480/80 R 42
** abhängig von Gestängevariante, inkl. Verwendung der Air-Funktion

HINWEIS: • Abweichungen infolge technischer Weiterentwicklungen vorbehalten.


• Die Abmessungen können je nach Ausstattung der Maschine und Ausführung des Gestänges abweichen.
• Das Gewicht der Maschine ist abhängig von der Ausstattung.
• Die zulässigen Transporthöhen und Transportbreiten im öffentlichen Straßenverkehr können von Land zu Land unter-
schiedlich sein. Die nationalen Zulassungsvorschriften beachten.

Typenschild
Das Typenschild mit der CE-Kennzeichnung
befindet sich am Rahmen der Maschine.
Angaben auf dem Typenschild: Frischwasserinhalt
Fahrgestellnummer Spritzbrüheinhalt
Baujahr
Modellbezeichnung

Made in Germany
HORSCH LEEB Application Systems GmbH
EG-Fahrzeugtyp Plattlinger Straße 21, D-94562 Oberpöring Tel. +49 (0) 9937 / 95963-0 www.HORSCH.com
EG-Fahrzeugtyp Frischwasser l
Fgst.-Nr. Spritzbrühe l
Baujahr Arbeitsdruck bar
zulässiges Gewicht
80

zul. Gewicht Leergewicht kg Systemdruck bar


Stützlast
Stützlast T-1 T-2 T-3
Achslast
Achse 1 B-1
Achse 2 B-2
Achse 3 B-3
B-4

Leergewicht Arbeitsdruck
185
Systemdruck
24
Aufkleber Folie
Lfd. Nr. Stück Benennung DIN Rohmaß Werkstoff
Abmessungen
Angaben in mm

Leeb 4 AX

3896
4200 2860
2358 4262
6620

HINWEIS: • Abweichungen infolge technischer Weiterentwicklungen vorbehalten.


• Die Abmessungen können je nach Ausstattung der Maschine und Ausführung des Gestänges abweichen.
• Das Gewicht der Maschine ist abhängig von der Ausstattung.
• Die zulässigen Transporthöhen und Transportbreiten im öffentlichen Straßenverkehr können von Land zu Land unter-
schiedlich sein. Die nationalen Zulassungsvorschriften beachten.

Oberfläche / Beschichtung Allgemeintoleranzen Werkstückkan


-0,3 +
DIN ISO 2768-mK
....
DIN EN ISO 13920 BF DIN ISO 137

Rohmaß in mm .... Gewicht in kg

Fertigmaß in mm .... Norm


Datum
Konstr. 05.06.18
Freig. tt.mm.jj

Plattlinger Stra
94562 Oberpö
... .... ...... tt.mm.jj .... www.horsch.c
Index Änderung Änd.Nr. Datum Name

25
Gewicht und Bereifung
Das zulässige Gesamtgewicht der Maschine ist abhängig von der
¾¾ zulässigen Stützlast
¾¾ zulässigen Achslast
¾¾ zulässigen Reifentragfähigkeit pro Rad

Das zulässige Gesamtgewicht ist die Summe aus


¾¾ der zulässigen Stützlast und
¾¾ dem kleineren Wert aus
• zulässiger Achslast
• Reifentragfähigkeit der beiden Räder

Die Werte zur Ermittlung des zulässigen Gesamtgewichtes sind den folgenden Tabellen zu ent-
nehmen.

Zulässige Stützlast: 2000 kg

Zulässige Achslast der Festachse


Spur [mm] 1500 - 2250 1800 - 2250
Achslast [kg]
7200 7200
(25 km/h)
Achslast [kg]
7200 7200
(40 / 50 km/ h)
Flanschmaß [mm] 1750 - 2100 1750 - 2100

Bei abnehmendem Reifenluftdruck reduziert sich die Reifentragfähigkeit!


Dabei die reduzierte Nutzlast der Maschine beachten!

26
Tragfähigkeit pro Rad
Reifen Last-Index 25 km/h 40 km/h 50 km/h
zulässige bei zulässige bei zulässige bei
Tragfähig- Luftdruck Tragfähig- Luftdruck Tragfähig- Luftdruck
keit (kg) (bar) keit (kg) (bar) keit (kg) (bar)
1 A l l i a n c e 151A8/151B 2800 1,0 2620 1,0 2620 1,0
480/80 R42 3110 1,2 2910 1,2 2910 1,2
3410 1,4 3190 1,4 3190 1,4
3690 1,6 3450 1,6 3450 1,6
2 BKT 159A8/159B 1910 0,8 1785 0,8 1785 0,8
380/90 R46 3280 2,0 3065 2,0 3065 2,0
4150 3,2 3875 3,2 3875 3,2
4685 4,0 4375 4,0 4375 4,0
3 BKT 150A8/150B 1510 0,8 1410 0,8 1410 0,8
320/90 R50 2620 2,0 2450 2,0 2450 2,0
3050 2,8 2850 2,8 2850 2,8
3585 3,6 3350 3,6 3350 3,6

HINWEIS
Die mögliche Höchstgeschwindigkeit ist abhängig von der Zulassung des Fahrzeuges!

WARNUNG
Niemals geringeren Luftdruck als den jeweils niedrigsten in obiger Tabelle wählen.
Unfallgefahr! Die Fahrzeugstabilität ist nicht mehr gewährleistet.

27
Anforderungen an den Schlepper
WARNUNG
Unfallgefahr!
¾¾ Die zulässigen Werte des Schleppers für Achslasten, Gesamtgewicht, Reifentragfähigkeit, und
Luftdruck einhalten.

¾¾ Die Eignung des Schleppers vor Inbetriebnahme prüfen.

Um die Maschine bestimmungsgemäß verwenden zu können, muss der Schlepper folgende An-
forderungen erfüllen:

Geräteanbau
Leeb 4 AX
Hitch-Ring Ø 50 mm
Zugöse Ø 40 mm
Kugelkopf K 80

¾¾ Unten- und Obenhängung möglich!

Motorleistung

Leeb 4 AX

ab (kW / PS) 75 / 102

Elektrik / Steuerung

Spannungsversorgung 12 V

Beleuchtung: Steckdose 7-polig, siehe Kapitel Beleuchtung

Steuerung ISOBUS-Steckdose

28
Hydraulik

maximaler Systemdruck 200 bar

Ölsorte mineralisches Hydrauliköl

Förderleistung 50 l/min bei 190 bar

Förderleistung Parallelogrammhub 20 l/min

Förderleistung Lenkung 10 l/min

Anzahl Steuergeräte 1x Load-Sensing-Steuerleitung


1x Load-Sensing-Arbeitsleitung

druckloser Rücklauf (max. 5 bar) 1x

Anschlüsse Bremse

pneumatische Bremse Anschluss rot für Vorratsleitung

Anschluss gelb für Bremsleitung

Gelenkwelle

Drehzahl 540 1/min

29
Aufbau
Übersicht

2
5
1
10

8 7
3 9

4
11
12 13
6

Leeb 4 AX

1 Brühebehälter
2 Einfülldom Brühebehälter
3 Außenbedieneinheit
4 Schwenkbare Einspülschleuse
5 Frischwasserbehälter
6 Befüllanschlüsse
7 Podest
8 Handwaschbehälter
9 Fahrwerk
10 Aufstiegsleiter
11 Deichsel
12 Stützfuß (rechte Maschinenseite)
13 Staufach (rechte Maschinenseite)

GEFAHR
Gefahr von schweren Unfällen
Die Mitfahrt auf der Maschine, insbesondere am Aufstieg bzw. am Podest ist verboten!

30
Hydraulik

WARNUNG
Ungewollte Hydraulikbewegungen (z.B. durch
Beifahrer oder Kinder) können zu schweren
Unfällen und Verletzungen führen!
¾¾ Die Steuergeräte am Schlepper sichern oder
verriegeln.
¾¾ Personen aus dem Schwenkbereich von
klappbaren Maschinenteilen verweisen.
¾¾ Vor dem Wiedereinschalten des Schleppers
alle Steuergeräte in Sperrstellung schalten.
¾¾ Hydraulikleitungen nur anschließen, wenn
die Hydraulik maschinen- und geräteseitig
drucklos ist.

HINWEIS
¾¾ Die Maschine mit Mineralölen betreiben.
Keine Vermischung von Mineralölen mit Bio-
oder Estherölen!
Im Hydraulikkreislauf des Schleppers muss
sich mineralisches Hydrauliköl befinden.
¾¾ Ölreinheit nach ISO 4406: 18/16/13
¾¾ Immer alle hydraulischen Leitungen anstecken!
Wegen zusammenhängenden Funktionen kön-
nen sonst Bauteile beschädigt werden.
¾¾ AufSauberkeit und festen Sitz der Steckver-
bindungen achten!
¾¾ Beiallen Hydraulikbewegungen Steuergerät
vor Anschlag der Maschinenteile drosseln.
¾¾ Die Hinweise zu Hydraulik und Druckspeicher
im Kapitel Sicherheit und Verantwortung beachten!

31
Flüssigkeitskreislauf - Bauelemente

24 16
18
28 11 15
14
25 12 17
19

2 1 27
13
20

10
26

21 8 9 23
3

4 5 6
22 7

1. Brühebehälter 15. Durchflussmesser


2. Frischwasserbehälter 16. 3-Wegehahn Zirkulation
3. Mechanischer 4-Wegehahn Saugseite 17. Gestänge
4. Brühebehälter Befüllen über Ansaugen 18. Injektor
5. Restablass 19. Innenreinigung
6. Frischwasser Befüllen 20. Rührwerk
7. Direktbefüllung (optional) 21. Einspülschleuse
8. Saugfilter mit Ablasshahn 22. Anschluss externe Befüllgeräte
9. Kolbenmembranpumpe 23. Außenreinigung (optional)
10. Überdruckventil 24. Umschalthahn Druckabgang/Außenreinigung
11. Druckregler 25. Bypass Rührwerk
12. Drucksensor 26. Umschalthahn Restablass
13. Mechanischer 6-Wegehahn Druckseite 27. Teilbreitenventile
14. Druckfilter 28. Druckabgang

32
Beleuchtung
WARNUNG
Verkehrsunfälle durch defekte Beleuchtung.
¾¾ Die Beleuchtung vor Fahrtantritt überprüfen.
¾¾ Die Warntafeln und Beleuchtungseinrich-
tungen auf Sauberkeit überprüfen.

LED:
¾¾ Die Steckverbindungen an allen Beleuch-
tungseinheiten auf festen Sitz prüfen:

1. Stecker 7- polig
2. Rücklicht rechts
2.1 Lampe Blinker
2.2 Lampe Rücklicht
2.3 Lampe Bremslicht
3. Rücklicht links
3.1 Lampe Bremslicht
3.2 Lampe Rücklicht
3.3 Lampe Blinker

Stecker und Kabelbelegung


Nr. Bez. Farbe Funktion
1 L gelb Blinker links
2 54 g --- ---
3 31 weiß Masse
4 R grün Blinker rechts
5 58 R braun Rücklicht rechts
6 54 rot Bremslicht
7 58 L schwarz Rücklicht links

33
Instruktionsaufkleber Mit max 15 kg. belasten.

¾¾ Verschmutzte Aufkleber reinigen.


¾¾ Beschädigte und unkenntlich gewordene
Aufkleber sofort erneuern.
¾¾ Ersatzteile mit den vorgesehenen Aufklebern
versehen.

Erstmals nach 50 km oder 10 Stunden die


max. 15 kg
Radmuttern / Radschrauben nachziehen. 04006797
04006797
Täglich nachziehen - siehe Wartungsü-
bersicht.

10.01.2017
Format: 60 x 60 (R5) mm
Druck: schwarz

00380359
00380359

Mit Drehmoment anziehen

Trägerfolie weiß, Schrift schwarz


510
00385489

00385489

Der Rücklaufdruck der Hydraulik von der


Feldspritze zumDIN Traktor darf 5 bar nicht
übersteigen.
fd. Nr. Stück Benennung Rohmaß Werkstoff
HORSCH Maschinen GmbH
Sitzenhof 1 Allgemein- Werkstück- Maßstab:
toleranz kanten
A4 3D
92421 Schwandorf Urheberschutz: Für diese technische Unterlage
Landwirtschaft aus Leidenschaft DIN 6784 behalten wir uns alle Rechte vor.
www.horsch.com
Datum Name (Benennung)
Bearb. 06.06.2005 Muck
Gepr. Radschrauben nachziehen
Norm

(Zeichnungsnummer) Blatt
© Horsch Maschinen GmbH
Änderungen sind untersagt
a Piktogramm geänd. 02.08.2011 jt 00380359 Bl
ndex Änderung Datum Name Bemaßungen in mm Gewicht (kg): Fehler: Keine Referenz

04004899

34

Auftrag: 2B09140 Artikel: 00385489


Komponenten Wechsel zwischen Oben- und Untenan-
hängung

Deichsel und Anhängung WARNUNG

HINWEIS Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfas-


sen, Einziehen und Stoß durch unbeabsichtigtes
Der Kupplungsbolzen ist nach dem Anhängen Abfallen der Deichsel beim Demontieren der
der Pflanzenschutzspritze formschlüssig zu Schrauben. Die Deichsel muss vor dem Lösen
sichern! der Schrauben gegen Abfallen gesichert werden.

Es stehen 4 Varianten zur Anhängung der Pflan- 1. Maschine abstellen.


zenschutzspritze zur Verfügung: 2. Deichsel gegen Abfallen sichern.
• Zugöse Ø 40 mm für Obenanhängung 3. Die Schrauben zur Deichselbefestigung
• Kugelkopf K80 für Obenanhängung demontieren.
• Kugelkopf K80 für Untenanhängung 4. Die Deichsel auf Oben- oder Untenanhän-
• Hitch-Ring Ø 50 mm für Untenanhängung gung ausrichten.
5. Die Schrauben zu Deichselbefestigung wie-
der montieren und festziehen.
6. Die Schrauben zur Befestigung der
Anhängung lösen.
7. Die Anhängung waagrecht zur Zugmaschine
ausrichten.
8. Die Schrauben der Anhängung wieder fest-
ziehen.

Zugösenanhängung
HINWEIS
¾¾ DieSchrauben der Deichsel- und Anhän-
gungsbefestigung regelmäßig auf festen Sitz
prüfen.

Kugelkopfanhängung

HINWEIS
¾¾ Die Anhängungen sind regelmäßig auf Ver-
schleiß zu prüfen!
¾¾ Ist eine Anhängung verschlissen, muss diese
umgehend ausgetauscht werden.

35
Lenkdeichsel Gelenkwelle
Die Lenkdeichsel bewirkt einen spurgetreuen Die Länge der Gelenkwelle muss an den
Nachlauf der Maschine hinter der Zugmaschine. Schlepper anpasst sein, siehe Kapitel Anpassen
der Gelenkwelle sowie die Betriebsanleitung für
die Gelenkwelle.
GEFAHR
Unfallgefahr durch Umkippen der Maschine! WARNUNG
Für Straßen- und Transportfahrten die Lenk-
deichsel in Transportstellung bringen. Zusätzlich Gefahr von Verletzungen durch die Gelenkwelle
muss das Absperrventil an der vorderen Ma- ¾¾ Die Gelenkwelle nur durch eine Fachwerkstatt
schinenseite bei Straßenfahrt zur Sperrung der kürzen lassen!
Hydraulikfunktionen immer geschlossen sein!
¾¾ Gelenkwellenschutz mit der Kettensicherung
gegen Mitdrehen sichern.
¾¾ Gelenkwellenschutz und Kettensicherung
VORSICHT
prüfen und ggf. erneuern.
Unfallgefahr durch Umkippen der Maschine bei ¾¾ Auf ausreichende Überlappung der Schutz-
zu hohen Geschwindigkeiten in Kurven z.B. am einrichtungen von Schlepper bzw. Maschine
Vorgewende. Kurvenfahrten nur mit angemes- und der Gelenkwelle achten (mind. 5 cm).
sener Geschwindigkeit durchführen. ¾¾ Im Betrieb ausreichenden Sicherheitsabstand
zur Gelenkwelle halten. Personen aus dem
Die Konsole mit dem Drehgelenk ermöglicht das Gefahrenbereich verweisen.
Lenken mit einem Hydraulikzylinder. ¾¾ Die zulässigen Abwinkelungen der Gelenk-
Der Hydraulikzylinder kann mit dem Terminal welle beachten.
manuell oder automatisch gesteuert werden. ¾¾ Keine erhitzten Bauteile an der Gelenkwelle
berühren.
Für die Straßenfahrt gilt: Zusätzlich die Sicherheitshinweise zur Gelenk-
¾¾ die Deichsel muss in die Mittelstellung ge- welle im Kapitel „Sicherheit“ beachten..
bracht werden.
¾¾ im Terminal muss der Straßenmodus aktiviert Gelenkwellen sowie Überlast- und Freilaufkupp-
werden. lungen sind geräte- und leistungsabhängig.
¾¾ das Absperrventil muss auf Straßenfahrt Sie dürfen nicht durch andere Ausrüstungen
gestellt werden. ersetzt werden.
Die Gelenkwelle nur bei stehendem Motor und
Lasthalteventile und die Software der Steuerung ausgeschalteter Zapfwelle anbauen.
sorgen für einen sicheren Betrieb der Lenkung. Nur Gelenkwellen mit vorschriftsmäßiger
Schutzausrüstung verwenden!
Die Gelenkwellensicherungen müssen sicher
einrasten.

36
Zapfwellen-/Gelenkwellenschutz Stützfuß
Es darf keinerlei Adapter eingebaut werden, der
die Funktion der Schutzeinrichtungen an Zapf- ¾¾ Stützfuß nach dem Ankuppeln der Pflanzen-
bzw. Gelenkwellen beeinträchtigt. schutzspritze an den Traktor anheben.
Der schlepperseitige Zapfwellenschutz muss die ¾¾ Stützfuß vor dem Abkuppeln der Pflanzen-
Stummel an Zapfwelle und Adapter um mind. schutzspritze vom Traktor absenken.
85 mm (6/21 Nuten) bzw. 100 mm (20 Nuten)
überdecken. Der Stützfuß der Maschine kann mit Hilfe der
Kurbel nach oben oder unten gedreht werden.
Betriebslänge

Betriebslänge der Gelenkwelle

Größtmögliche Überdeckung anstreben. Die


Gelenkwelle darf im Betrieb nur um die Hälfte a
der im zusammengeschobenen Zustand Lz
vorhandenen Schiebeprofilüberdeckung Pu
auseinandergezogen werden.

Für die Länge der Gelenkwelle ist die Hubwerks-


geometrie und der minimale/maximale Abstand 1. Bolzen (a) herausziehen.
über den gesamten Hubweg maßgeblich. 2. Stützfuß mittels Griff anheben / absenken.
3. Stützfuß mit Bolzen (a) abstecken.
HINWEIS 4. Die Kurbel ausklappen und in die gewünschte
Richtung drehen.
¾¾ Die Gelenkwelle für jeden Schlepper indivi-
duell prüfen und ggf. anpassen. Sie darf nicht 5. Mit der Handkurbel (b) den Stützfuß
zu lang und nicht zu kurz sein. • weiter absenken bis Kuppelpunkt entlastet
Daher bei Schlepperwechsel unbedingt die ist.
Länge der Gelenkwelle prüfen! • komplett anheben.
¾¾ Zur Anpassung der Gelenkwelle das Kapitel 6. Die Kurbel in Transportposition bringen,
Anpassen der Gelenkwelle sowie die Betriebsan- wenn sie nicht benötigt wird.
leitung für die Gelenkwelle beachten!
¾¾ Drehzahl der Gelenkwelle max. 540 min-1
WARNUNG
Unfallgefahr bei Transportfahrten mit abge-
senkten Stützfuß!
Vor Transportfahrten sicherstellen, dass der
Stützfuß komplett eingefahren und angehoben
ist!

37
Absperrventil Brühebehälter
An der vorderen Maschinenseite ist ein Absperr-
hahn verbaut, um die Hydraulikfunktionen wäh- WARNUNG
rend der Straßenfahrt zu sperren. Bei der Fahrt
Vergiftungsgefahr – nicht in den Brühebe-
im Feld muss der Absperrhahn in die richtige
hälter steigen!
Stellung gebracht werden, um die Bedienung
der Hydraulikfunktionen freizugeben.
Der Brühebehälter ist zur Aufnahme von Was-
ser, Spritzmitteln und Düngemitteln.
Mit dem Belüftungssystem und Entlüftungs-
system wird der Brühebehälter beim Spritzen
belüftet und beim Befüllen entlüftet.
Mit den Innenreinigungsdüsen wir der Brühebe-
hälter mit Frischwasser nach dem Spritzvorgang
gereinigt.
Das Rührwerk durchmischt die Spritzbrühe im
Brühebehälter und sorgt für ein homogenes
Stellung des Absperrventils bei Straßenfahrt Gemisch.
Über die Füllstandsanzeige kann der momen-
tane Inhalt des Brühebehälters abgelesen
werden.

Aufstieg
Der Dom des Spritzbrühebehälters kann
über den klappbaren Aufstieg erreicht werden.
Stellung des Absperrventils bei Fahrt im Feld

WARNUNG
Unfallgefahr durch Umkippen der Maschine!
¾¾ Das Absperrventil muss bei Straßenfahrt
immer geschlossen sein!

Klappbarer Aufstieg - federbelasteter Rastbolzen (a)

38
¾¾ Den federbelasteten Rastbolzen (a) ziehen Dom
und die Aufstiegsleiter mit der anderen Hand
herunterklappen.
GEFAHR
¾¾ Die Leiter nach Benutzung und vor allem
vor Transportfahrten nach oben klappen, ¾¾ Verletzungsgefahr durch giftige Dämpfe!
bis der federbelastete Rastbolzen (a) sicher Nicht in den Brühebehälter steigen!
einrastet.

HINWEIS
WARNUNG
Das Domsieb muss täglich kontrolliert und bei
Gefahr von Verkehrsunfällen.
Bedarf gereinigt werden!
¾¾ Die
Aufstiegsleiter vor Transportfahrten im-
mer in Transportstellung hochklappen.

WARNUNG
Quetschgefahr beim Klappen der Aufstiegsleiter.

¾¾ Niemals in den Quetschbereich der Leiter


greifen.

Podest

GEFAHR Dom

Schwere Unfälle durch Absturz!

¾¾ Mitfahrenauf der Maschine verboten!


¾¾ Beim Aufsteigen auf das Podest ständig mit
mindestens 3 Punkten (Hände oder Füße) in
Kontakt mit dem Aufstieg bleiben.

Domsieb

Podest

39
Frischwasserbehälter An der Oberseite befindet sich der Tankdeckel
mit Entlüftung für den Frischwassertank.
Der Frischwasserbehälter ist zur Aufnahme
von Frischwasser. Der Inhalt beträgt 400 Liter.
Dieses wird verwendet für:
¾¾ Verdünnen der Restmenge im Spritzbrühe-
behälter.
¾¾ Reinigen (Spülen) der gesamten Pflanzen-
schutzspritze .
¾¾ Reinigen der Saugarmatur sowie der Spritz-
leitungen bei gefülltem Behälter.
¾¾ Außenreinigung der Maschine.

Über die Füllstandsanzeige kann der momen-


tane Inhalt des Frischwasserbehälters abgele-
Entlüftung
sen werden.

WARNUNG
Unfallgefahr bei Wartungsarbeiten am Frisch-
wasserbehälter! Die Wartungsöffnung nur für
Wartungsarbeiten und durch geschultes Per-
sonal verwenden.

Füllstandsanzeige

Der Befüllanschluss befindet sich links neben


der Einspülschleuse.

Befüllanschluss

40
Handwaschbehälter
Der Handwaschbehälter ist zur Aufnahme von
klaren Wasser.

WARNUNG
Vergiftungsgefahr durch unreines Wasser
im Handwaschbehälter!
Das Wasser des Handwaschbehälters nicht als
Trinkwasser nutzen!

Handwaschbehälter

Der Handwaschbehälter mit Ablasshahn befin-


det sich am Podest.

Neben dem Handwaschbehälter befindet sich


ein Seifenspender zur Reinigung der Hände.

Seifenspender

41
Flüssigkeitskreislauf
Funktion

o
h
f 2
e 1
n g

d c

i b

Befüllen Spritzbetrieb
Die extern angesaugte Flüssigkeit wird im Füll- Die Kolbenmembranpumpe (a) saugt Flüssigkeit
betrieb über die Kolbenmembranpumpe (a) über die Saugarmatur (b) aus dem Brühebehäl-
entweder ter (c) (Spritzbetrieb) bzw. aus dem Frischwas-
• direkt in den Brühebehälter (c) serbehälter (d) (Reinigung des Spritzsystems).
oder
• zum Rührwerk des Brühebehälters (m)
oder k
• zum Injektor (h) und zur Einspülschleuse
(i) geleitet.
Dadurch werden Präparate aus der i
Einspülschleuse in den Brühebehälter gesaugt.
Die Flüssigkeit versorgt die Spüldüsen (k) und
die Kanisterspülung der Einspülschleuse.

42
o
h
f 2
e 1
n g

d c

i b

Spritzbetrieb Zirkulation
Die angesaugte Flüssigkeit wird im Spritzbe- Bei ausgeschalteten Düsen ist das Zirkulati-
trieb über den Druckfilter (e) und den Durch- onsventil (o) in Stellung (2), so dass die Spritz-
flussmesser (f) in die Düsenleitung (g) geleitet. flüssigkeit über das Zirkulationssystem zurück
in den Brühebehälter fließt. Dadurch werden
Das Zirkulationsventil (o) ist in Stellung (1), Ablagerungen vermieden. Beim Einschalten
so dass sich Druck in der Zirkulationsleitung steht sofort Spritzflüssigkeit an den Teilbreiten-
aufbaut und die Spritzflüssigkeit von beiden ventilen an.
Seiten zu den Teilbreitenventilen gedrückt Durch die permanente Zirkulation der Wirkstoff-
wird. lösung durch das komplette Zirkulationsrohr bei
abgeschalteter Spritze befindet sich ständig
Spritzflüssigkeit an allen Teilbreitenventilen.
Auch beim erstmaligen Einschalten von einzel-
nen Teilbreiten oder der gesamten Spritzleitung
steht die Wirkstofflösung unmittelbar und durch-
gemischt zur Verfügung.
Ablagerungen und Verstopfungen werden durch
die Zirkulation erfolgreich verhindert.

43
Kolbenmembranpumpe Einspülschleuse
Die Kolbenmembranpumpe befindet sich im vor- Die schwenkbare Einspülschleuse dient zum
deren Bereich unter dem Frischwasserbehälter. Einschütten, Auflösen und Einsaugen von Pflan-
Sie führt alle Funktionen des Wassersystems zenschutzmitteln und Harnstoff.
aus. Die Einspülschleuse lässt sich am Handgriff in
Arbeits- und Transportstellung schwenken.
Die Kolbenmembranpumpe besitzt 4 Reihen-
zylinder, welche halbhydraulisch gestützt sind.
Zusätzlich besitzt sie außenliegende Saug-
druckkanäle.

4
2
2
Kolbenmembranpumpe DB 274

Technische Daten:
Typ DB 274
Fördermenge in l/min bei 450 U/min 220 Einspülschleuse mit Kunststofftrichter

max. Fördermenge in l/min bei 550 U/min 270 1 Klappdeckel


Maximaldruck in bar 15 2 Handgriff zum Schwenken der Einspülschleuse
3 Parallelogramm-Arm zum Schwenken der
Einspülschleuse in Arbeits- und Transport-
stellung
4 Umschaltarmatur für Kanisterspülung, Ring-
spülleitung, Stoßdüse und Waschpistole
5 Umschalthahn für Absaugen und Anschluss
für externe Befüllgeräte
6 Anschluss externe Befüllgeräte
7 Waschpistole
8 Kanisterspülung aktivieren/deaktivieren
9 Waschpistole aktivieren/deaktivieren
10 Spüldüse aktivieren/deaktivieren
¾¾ Es wird eine Spüldüse im unteren Bereich
der Einspülschleuse aktiviert.
11 Spüldüsen aktivieren/deaktivieren

44
Waschpistole
Mit der Waschpistole kann nach dem Befüllen
die Einspülschleuse gereinigt werden. Außer-
dem können abgelagerte Reste aus den Kani-
stern gespült werden.

8
9
10
11

6
9 17

16
15 Waschpistole

14 ¾¾ Zum Feststellen der Griffbetätigung den


12 Knopf (17) während des Betriebes drücken.
¾¾ Zum Lösen den Griff betätigen.
¾¾ Nach dem Ausschalten (9) den Restdruck
ablassen.

13

12 Füllskala
13 Absaugöffnung
14 Spüldüsen zum Auflösen und Einspülen von
Pflanzenschutzmittel
15 Druckplatte
16 Rotierende Düse zum Ausspülen von Kani-
stern oder sonstigen Behältnissen

HINWEIS
Wasser tritt bei eingeschalteter Kanisterspülung
aus der Spüldüse (16) aus, wenn die Druckplatte
(15) nach unten gedrückt wird.

45
Rührwerk Filter
Der Brühebehälter verfügt über ein hydrau-
lisches Rührwerk. Zur Verstärkung der Rührin- HINWEIS
tensität sind am Rührwerksrohr spezielle
Alle vorgesehenen Filter der Filterausrüstung
Injektordüsen angebracht. Das eingeschaltete
benutzen. Die Filter regelmäßig reinigen.
Rührwerk durchmischt die Spritzbrühe im Brühe-
behälter und erzeugt ein homogenes Gemisch.
Eine störungsfreie Arbeit der Pflanzenschutz-
Um die Restmenge im Brühebehälter zu mi- spritze wird nur durch einwandfreie Filtrierung
nimieren, kann das Rührwerk auch komplett der Spritzbrühe erreicht. Eine einwandfreie
abgeschalten werden. Filtrierung beeinflusst in erheblichem Maße
den Behandlungserfolg der Pflanzenschutz-
Den mechanischen 6-Wegehahn der Druckseite maßnahme.
auf Rührwerk stellen.
Die Zapfwelle einschalten. Es wird mit der vollen Die zulässigen Kombinationen der Filter bzw.
Leistung gerührt. der Maschenweiten sind zu beachten. Die Ma-
schenweiten vom selbstreinigenden Druckfilter
Die Intensität des Rührwerks kann manuell und den Düsenfiltern (optional) müssen immer
über den Bypasshahn während dem Zirkulie- kleiner sein, als die Düsenöffnung der verwen-
ren / Spritzen und bei Straßenfahrt eingestellt deten Düsen.
werden. Hierfür muss der mechanische 6-We-
gehahn der Druckseite auf Zirkulation/Spritzen Die Verwendung der Druckfiltereinsätze mit 80
gestellt und die Zapfwelle eingeschaltet werden. bzw. 100 Maschen/Zoll sind bei einigen Pflan-
zenschutzmitteln zu beachten, da dies Wirkstoff-
Ausfilterungen bewirken kann.
Hinweise der Pflanzenschutzmittelhersteller
beachten.

Druckfilter
Der Druckfilter verhindert, dass Verunreini-
gungen in die Düsenleitung gelangen. Je nach
Anwendung sind unterschiedliche Feinheiten
erhältlich. Serienmäßig ist der Filter mit einem
80 Maschen/Zoll Einsatz bestückt.
Bei Applikationen mit Flüssigdünger oder bei
Verwendung größerer Düsen empfiehlt sich ein
gröberer Einsatz, um den Druckabfall im Filter
möglichst gering zu halten.

Domsieb
Das Domsieb verhindert das Eindringen von
Verunreinigungen beim Befüllen des Brühebe-
hälters über den Dom. Serienmäßig hat das Sieb
eine Maschenweite von 1 mm.

46
Saugfilter Übersicht Düsenfilter
Durch den Saugfilter wird das Wasser / die
Brühe vor der Kolbenmembranpumpe gefiltert 24 Maschen/Zoll
(Maschenweite 0,9 mm). Je nach Anwendung
ab Düsengröße: 06’ und größer
sind unterschiedliche Maschenweiten erhältlich.
Filterfläche: 5,00 mm²
Maschenweite: 0,50 mm
Übersicht Druckfiltereinsätze
50 Maschen/Zoll
für Düsengröße: 02’ bis ‚05’
Maschen/ Maschenweite Filterfläche: 5,07 mm²
Düsengröße
Zoll [mm] Maschenweite: 0,35 mm
32
50 ab ‚03’ 0,35 100 Maschen/Zoll
80 ‚02’ 0,20 für Düsengröße: 015’ und kleiner
100 bis ‚015’ 0,15 Filterfläche: 5,07 mm²
Maschenweite: 0,15 mm
Reinigung der Filter siehe Kapitel Pflege und
Wartung.

Düsenfilter (optional)
Die Düsenfilter (a) verhindern ein Verstopfen
der Spritzdüsen.

47
Bedieneinheit Außenbedieneinheit
Die Pflanzenschutzspritze wird über die mecha-
Armaturen nischen Wegehähne zur Steuerung der Saug-
Auf der linken Maschinenseite befinden sich die und Druckseite bedient.
Befüllanschlüsse, die Außenbedieneinheit, und
die Einspülschleuse.

3 4

1 Hahn zur manuell einstellbaren Intensität des Rühr-


werkes während des Zirkulation-/Spritzbetriebes
Anschlüsse 2 Hahn zur Befüllung des Frischwasserbehälters
3 Mechanischer 6-Wegehahn Druckseite
Übersicht der Anschlüsse
4 Mechanischer 4-Wegehahn Saugseite

Mechanischer 4-Wegehahn Saugseite

4 3 5
2 1 6
7 2

3
1 Druckfilter
2 Direktbefüllung Brühebehälter (optional)
3 Sauganschluss Brühebehälterfüllung
4 Befüllanschluss Frischwasserbehälter
5 Restablass Brühebehälter
6 Druckabgang Brühebehälter
7 Saugfilter

1 Brühebehälter befüllen
2 Wasser aus Frischwasserbehälter saugen
3 Wasser/Gemisch aus Brühebehälter saugen

48
Mechanischer 6-Wegehahn Druckseite Hauptbedienterminal
Der Spritzbetrieb und die Steuerung des Ge-
stänges wird über das Terminal in der Traktor-
kabine gesteuert.
Auf der grafischen Bedienoberfläche werden
1
5 aktuelle Einstellungen und Messwerte im Spritz-
betrieb angezeigt und gesteuert.
¾¾ Eingabe und Überwachung der Daten beim
Spritzbetrieb.
2 Serienmäßig wird bei der Feldspritze das
4
ISOBUS-fähige Terminal Touch 800 verwendet.
Alternativ können auch andere ISOBUS-fähige
3 Terminals verwendet werden. Hierzu muss je-
doch vor der Verwendung Rücksprache mit dem
HORSCH-Service gehalten werden.

HINWEIS
Maschinen die über den ISOBUS des Schlep-
pers betrieben werden, sind über die Kl.15
des Schleppers immer aktiv, auch wenn das
Maschinenterminal deaktiviert ist!
1 Brühebehälter befüllen
2 Zirkulation/Spritzen
3 Innenreinigung
4 Rührwerk 1
5 Einspülschleuse 2
3
4

Terminal Touch 800

1 Terminal ein- / ausschalten


2 Screenshots erstellen
3 Speichert die Fensteranordnung
4 Touchdisplay

HINWEIS
¾¾ Die Bedienung des Terminals ist der mitge-
lieferten Betriebsanleitung zu entnehmen!
¾¾ Bei Verwendung eines alternativen Termi-
nals ist die jeweilige Betriebsanleitung des
Herstellers zu beachten!

49
Multifunktionsgriff
Der Multifunktionsgriff ist ein Isobus-fähiges
Bedienelement und kann zur Erleichterung der
Bedienung zusätzlich an das Terminal ange-
schlossen werden.
Er enthält die während der Arbeit am häufigsten
benötigten Funktionen. Diese sind dadurch
einfach, schnell und ohne Blickkontakt wählbar.
Die Anzahl der Masken wird durch die Verwen-
dung des Multifunktionsgriffes reduziert und
schafft dadurch einen besseren Überblick.

Der Multifunktionsgriff beinhaltet auf der Vorder-


seite 8 Tasten und an der rechten Seite einen
Schalter (2).
Mit diesem kann zwischen 3 Ebenen gewech-
selt werden. Die aktuell eingestellte Ebene wird
auf der Vorderseite mit einer farbigen LED (1)
angezeigt.

Schalter-
stellung
Farbe Status-LED

Rot

Gelb

Grün

HINWEIS
Weitere Informationen zur Bedienung und
Konfiguration des Multifunktionsgriffes sind
der HORSCH Betriebsanleitung Terminal zu
entnehmen.

50
Standardbelegung
Multifunktionsgriff

(a) Deichsellenkung „Automatikbetrieb“


(b) Deichsellenkung „EIN / AUS“

d (c) Deichsellenkung zentrieren


a
(d) Gestänge automatisch Einklappen
b (e) Gestänge automatisch Ausklappen
c e
(f) Lenkung „manuell“ Fahrtrichtung „links“
f g (g) Lenkung „manuell“ Fahrtrichtung „rechts“

(h) Spritzmenge „100 %“


(i) Spritzbetrieb „EIN / AUS“

k l (k) Teilbreiten- „ZUSCHALTUNG“ von „links“


h (l) Teilbreiten- „ZUSCHALTUNG“ von „rechts“

i (m) Teilbreiten- „ABSCHALTUNG“ von „links“


m n
(n) Teilbreiten- „ABSCHALTUNG“ von „rechts“

o p (o) Spritzmengen- „REDUZIERUNG“ um 10 %


(p) Spritzmengen- „ERHÖHUNG“ um 10 %

(r) Automatische Gestängeführung aktivieren

s t (s) Gestänge bzw. Parallelogramm anheben


(t) Gestänge bzw. Parallelogramm anheben
r
(u) Gestänge bzw. Parallelogramm absenken
u v (v) Gestänge bzw. Parallelogramm absenken

(w) Hangausgleich „links“ auf


w x
(x) Hangausgleich „rechts“ auf

Tastenbelegung am Multifunktionsgriff in Ab-


hängigkeit der Schalterstellung bzw. Farbe der
Status-LED

51
Transport- und
Sicherheitsbehälter
Auf der rechten Maschinenseite befindet sich ein
Transport- und Sicherheitsbehälter. Dieser dient
zur Aufbewahrung der persönlichen Schutzaus-
rüstung und Zubehör. Teile der Persönlichen
Schutzausrüstung dürfen alledings nur mit dem
Gerät mitgeführt werden, wenn diese flüssig-
keitsdicht verpackt werden.

WARNUNG
Um eine Kontamination der Schlepperkabine
zu vermeiden, darf diese nicht mit benutzter
Schutzausrüstung betreten werden!
Die persönliche Schutzausrüstung ist in dem da-
für vorgesehenen Transport- und Sicherheitsbe-
hälter flüssigkeitsdicht verpackt aufzubewahren.

¾¾ Im Transportbehälter befindet sich zusätzlich


ein Werkzeughalter, an dem ein Dosierbe-
cher, Filterschlüssel, Montageschlüssel, etc.
sicher aufbewahrt werden kann.

52
Gestänge HINWEIS
Der ordnungsgemäße Zustand des Spritzge-
Die Spritzhöhe (Abstand zwischen Düsen und
stänges sowie die Aufhängung haben einen
Bestand) nach den aktuellen Richtlinien ein-
erheblichen Einfluss auf die Verteilgenauigkeit
stellen.
der Spritzbrühe.
Eine vollkommene Überlappung wird bei richtig
Das Spritzgestänge immer parallel zum Boden
eingestellter Spritzhöhe des Gestänges zum
ausrichten, nur dann wird die vorgeschriebene
Bestand erreicht.
Spritzhöhe an jeder Düse erreicht.

Alle Einstellarbeiten am Spritzgestänge gewis-


4 senhaft durchführen.

7 3
6
5
2

1 Spritzgestänge mit Spritzleitungen


2 Parallelogramm
3 Mittelteil
4 Anfahrsicherung
5 Gestängeablage
6 Hangausgleich
7 Teilbreitenventile

WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen und Stoß
für Personen, beim Anheben oder Absenken
der Höhenverstellung vom Spritzgestänge!
Personen aus dem Gefahrenbereich der Ma-
schine verweisen, bevor das Spritzgestänge
über die Höhenverstellung angeheben oder
abgesenkt wird.

53
Klappvarianten

Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 12 m

12 m

21/ 24 m

Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 14 m

14 m

27 / 28 m

Gestänge: 5-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite 15 m

15 m

30 m

54
BoomControl

WARNUNG
Gefahr durch unerwartete Bewegungen
im Automatikbetrieb. Sich niemals den
Ultraschallsensoren nähern, während sich
BoomControl im Automatikmodus befindet!

Beim Spritzbetrieb unter Hochspannungslei-


Ultraschallsensor am Gestänge
tungen BoomControl deaktivieren und den
Hangausgleich manuell bedienen!
HINWEIS
Es dürfen sich keine Personen unter dem
Gestänge und im Gefahrenbereich aufhalten! Beim Abschalten des Spritzgestänges am
Vorgewende hebt sich das Spritzgestänge au-
tomatisch um einen vorher definierten Wert an.
Die Gestängesteuerng BoomControl dient zur
Beim Einschalten senkt sich das Spritzgestänge
automatischen Abstandsregelung des Spritz-
auf die eingestellte Höhe zurück.
gestänges.
Über Ultraschallsensoren wird der Abstand zum
Boden bzw. dem Bestand gemessen und das
Gestänge entsprechend der Abstandssollwerte
eingestellt. Das Gestänge passt sich somit den
Abstand zum Bestand durch eine automatische
Höhen- und Neigungsregelung an. Der Bestand
muss geschlossen sein und darf keine Lücken
aufweisen. Für eine einwandfreie Funktion ist
eine ausreichende Hydraulikleistung und Pneu-
matikleistung des Schleppers erforderlich.

Die Abtastbreite eines Sensors beträgt ca. 0,5m.


Sollte sich unter einem Sensor eine Bestands-
lücke oder ein Graben breiter 0,5m befinden,
wird das entsprechende Gestängesegment
abgesenkt (Gefahr von Beschädigungen).
Beim Überfahren von sehr glatten Oberflächen
z.B. Wassertümpel, kann das Ultraschallsignal
reflektiert werden. Die Steuerung ist in diesem
Bereich zu deaktivieren.
¾¾ BoomControl entbindet den Fahrer nicht von
der Verantwortung die Lage des Gestänges
ständig zu kontrollieren und bei Bedarf ma-
nuell einzugreifen!

Das Gestänge kann mit 2 oder 4 Sensoren für


Höhenverstellung und Hangausgleich ausge-
stattet sein.

55
Transportsicherung Hangausgleich
Das Gestänge wird über den Hangausgleich
WARNUNG waagerecht ausgerichtet.
Bei unebenem Gelände lässt sich der Schwer-
Das Gestängepaket muss bei jeder Straßenfahrt punkt des Gestänges mit dem pneumatischen
verriegelt sein und überprüft werden! oder hydraulischen Hangausgleich ändern. Die
Änderung des Schwerpunktes ermöglicht am
Hang eine bodenparallele Lage des Gestänges.
Gestängeablage Der Hangausgleich wird über das Bedienter-
Die Gestängeablage dient zur Verriegelung des minal eingestellt. Der Hangausgleich muss bei
eingeklappten Gestänges bei Straßenfahrten. Straßenfahrten immer verriegelt sein.
Sie verhindert unbeabsichtigtes Ausklappen.

Hangausgleich entriegelt

Gestängeablage

Hangausgleich verriegelt

Eine gleichmäßige Querverteilung wird nur bei


entriegeltem Hangausgleich erreicht.

HINWEIS
Gestänge abgelegt Vor Beginn der Straßenfahrt darauf achten, dass
das Gestänge in der Gestängeablage sicher auf-
liegt, das Parallelogramm und der Hangausgleich
verriegelt sind.

56
Anfahrsicherung
Die Anfahrsicherung schützt das Gestänge vor
Beschädigungen, wenn diese auf ein festes
Hindernis treffen. Der Gelenkmechanismus er-
möglicht ein Ausweichen in Fahrtrichtung und
entgegen der Fahrtrichtung.

Nach dem Auslenken schwenkt die Anfahrsiche-


rung wieder in die Ausgangslage zurück.

HINWEIS
Anfahrsicherung nur bei voller Arbeitsbreite.
Bei reduzierter Arbeitsbreite auf Hindernisse im
Außenbereich achten!

57
Spritzleitung
Die Spritzleitung ist als Edelstahlrohr ausgeführt.
Die Schaltung der Teilbreiten wird bei allen Aus-
führungen über elektrische Ventile ausgeführt.

Die Spritzleitung lässt sich mit Einfach- und


Mehrfachdüsenkörper bestücken.

Zirkulationssystem
Durch die Zirkulation der Wirkstofflösung über
die Ringleitung zu den einzelnen Stichleitungen
des Gestänges befindet sich bei abgeschalteter
Pflanzenschutzspritze Brühegemisch an den
Teilbreitenventilen.
Beim erstmaligen Einschalten von einzelnen
Teilbreiten oder der gesamten Spritzleitung steht
die Wirkstofflösung sofort zur Verfügung.
Ablagerungen und Verstopfungen werden durch
die Zirkulation erfolgreich verhindert.

Reinigung Düsenrohr und Düsen


Durch das Zirkulationssystem wird die Spritzlei-
tung gereinigt. Hierzu muss die Saugseite der
Pflanzenschutzspritze auf Frischwasser gestellt
werden. Die Düsenleitung wird mit Frischwasser
gespült.
Um die Düsen selbst zu reinigen genügt es diese
ca. 5 Sek. zu aktivieren.

58
Düsenkörper Mehrfachdüsenkörper manuell 3-fach
Der 3-fach Düsenkörper wird verwendet, wenn
Einfachdüsenkörper mit Membrantropf- mehr als ein Düsentyp zum Einsatz kommt.
stopventil Es wird jeweils die senkrecht stehende Düse
Flüssigkeit tritt immer an allen Düsen einer gespeist.
Teilbreite aus, sobald das elektrisch schaltende Durch Verdrehen des Düsenkörpers wird eine
Teilbreitenventil geöffnet wird. andere Düse zum Einsatz gebracht.
In den Zwischenpositionen ist der Düsenkörper
abgeschaltet.

1
3 HINWEIS
2

Die Spritzleitungen und die aktive Düse sind vor


dem Verdrehen des 3-fach Düsenkopfes auf
7 einen anderen Düsentyp zu spülen!

Flüssigkeit tritt immer an allen Düsen einer


4 Teilbreite aus, sobald das elektrisch schaltende
Teilbreitenventil geöffnet wird.

5 1 3
2

6
7
4
1 Düsenkörper
2 Membrane 5
3 Membrantropfstopventil
4 Düsenfilter (optional)
8
5 Gummidichtung
6 Düse
7 Bajonett-Anschluss 6
8 Bajonett-Kappe

1 Düsenkörper
2 Membrane
3 Membrantropfstopventil
4 Düsenfilter (optional)
5 Gummidichtung
6 Düse
7 Bajonett-Anschluss
8 Bajonett-Kappe

59
Mehrfachdüsenkörper manuell 5-fach Düsen montieren und reinigen
Der 5-fach Düsenkörper wird verwendet, wenn Düsen montieren
mehr als ein Düsentyp zum Einsatz kommt.
Es wird jeweils die senkrecht stehende Düse VORSICHT
gespeist.
Durch Verdrehen des Düsenkörpers wird eine VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe!
andere Düse zum Einsatz gebracht. Geeignete Schutzausrüstung verwenden.
In den Zwischenpositionen ist der Düsenkörper Spritzbrühe mit geeignetem Behälter auffangen
abgeschaltet. und entsorgen.

HINWEIS 1. Den Düsenfilter (optional) (4) von unten in


den Düsenkörper (1) einsetzen.
Die Spritzleitungen und die aktive Düse sind vor 2. Die Düse (6) in die Bajonett-Kappe (8) einlegen.
dem Verdrehen des 5-fach Düsenkopfes auf
einen anderen Düsentyp zu spülen! 3. Gummidichtung (5) oberhalb der Düse (6)
einlegen.

Flüssigkeit tritt immer an allen Düsen einer 4. Gummidichtung (5) in den Sitz der Bajonett-
Teilbreite aus, sobald das elektrisch schaltende Kappe (8) eindrücken.
Teilbreitenventil geöffnet wird. 5. Bajonett-Kappe (8) auf den Bajonett-An-
schluss (7) ansetzen.
6. Bajonett-Kappe (8) bis zum Anschlag ver-
1 drehen.
2

3 1
3
2
7

4
7
5

4
8

5
6

8
1 Düsenkörper
2 Membrane
6
3 Membrantropfstopventil
4 Düsenfilter (optional)
Beispiel einer Düse in Einzelteilen
5 Gummidichtung
6 Düse
HINWEIS
7 Bajonett-Anschluss
8 Bajonett-Kappe Bei der Montage auf richtigen Einbau der Düse
und des Düsenfilters achten! Die Angaben des
Düsenherstellers beachten.
60
Düsen wechseln Ausbau des Membranventils bei nach-
¾¾ Düsen zum Abnehmen und Einsetzen jeweils tropfenden Düsen
ca. 45° drehen (bis Endstellung). Ablagerungen am Membransitz (6) sind die
¾¾ Dazu das mitgelieferte Werkzeug verwenden: Ursache für Nachtropfen der Düsen beim Ab-
schalten des Gestänges.

In diesem Fall die entsprechenden Membrane


wie folgt reinigen:
1. Das Membrantropfstopventil (7) vom Düsen-
körper (2) abschrauben.
2. Die Membrane (8) herausnehmen.
3. Den Membransitz (6) reinigen.
4. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge.
Düsen reinigen
¾¾ Die Düsen bei Bedarf reinigen. VORSICHT
¾¾ Beim Reinigen die Düsen und Düsenfilter
nicht beschädigen. VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe!
Geeignete Schutzausrüstung verwenden.
Spritzbrühe mit geeignetem Behälter auffangen
VORSICHT und fachgerecht entsorgen.

VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe!


Die Düsen niemals mit den Mund ausblasen.

61
Düsenauswahl Vorgehensweise
¾¾ Tabellengelten für 50 cm Düsenabstand.
HINWEIS ¾¾ Düsengrößen und Farbkennzeichnung nach
ISO 10625
Zur Auswahl und Anwendung der Düsen zu-
sätzlich die Angaben und Empfehlungen des
Mit Diagramm und Universaltabelle
jeweiligen Düsenherstellers beachten!
1. Aufwandmenge, Fahrgeschwindigkeit und
Allgemeines Zerstäubungscharakteristik festlegen.

In diesem Kapitel werden zwei Möglichkeiten Düsentyp Diagramm (a):


zur Ermittlung der passenden Düsen und deren 2. Den Betriebspunkt bestimmen. Der Be-
Kennwerte nach ISO 10625 erläutert. triebspunkt ist der Schnittpunkt aus Fahr-
geschwindigkeit und Aufwandmenge.
3. Vom Betriebspunkt aus nach unten loten.
HINWEIS 4. Den passenden Düsentyp für die erforder-
Alle in den Spritztabellen aufgeführten liche Zerstäubungscharakteristik auswäh-
Aufwandmengen (in l/ha) gelten für Wasser. len.
Für Flüssigdünger die angegebenen Aufwand- Dazu Einteilung links im Diagramm beach-
mengen zuerst umrechnen: ten (fein-, mittel-, grobtropfig). Mögliche
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf AHL Düsengrößen beachten.
mit 0,88 multiplizieren.
Kennwerte Universaltabelle:
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf NP-
Zur genaueren Ermittlung der Kennwerte in
Lösung mit 0,85 multiplizieren.
Universaltabelle wechseln.
x 0,88 x 0,85 5. In der Spalte mit der festgelegten Auf-
H 2O AHL H 2O NP-Lösung
x 1,14 x 1,18 wandmenge die Zeile mit der festgelegten
Fahrgeschwindigkeit aufsuchen (ggf. Nähe-
rungswert verwenden).
Das Diagramm (a) dient zur Auswahl des ge- 6. In der Zeile rechts den Düsenausstoß, und
eigneten Düsentyps. die geeigneten Düsengrößen mit dem je-
Der Düsentyp wird bestimmt durch weils zugehörigen Druck ablesen.

¾¾ die vorgesehene Fahrgeschwindigkeit Beispiel:


¾¾ die erforderliche Aufwandmenge
¾¾ die erforderliche Zerstäubungscharakteristik
(fein-, mittel- oder grobtropfig) des für die zu 1. Aufwandmenge: 200 l/ha
durchzuführende Pflanzenschutzmaßnahme Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
eingesetzten Pflanzenschutzmittels. Zerstäubungscharakteristik: grobtropfig
zu 2./3. Siehe Diagramm (a)
Die Universaltabelle (b) dient zur Ermittlung zu 4. Düsentyp: ID/AL
mögliche Düsengrößen: -025 oder -03
¾¾ derDüsengröße
zu 5. Siehe Universaltabelle
¾¾ des erforderlichen Spritzdrucks
zu 6. Düsenausstoß: 1,35 l/min
¾¾ des erforderlichen Einzeldüsenausstoßes Düsen: Größe 025 mit 5,5 bar
zum Auslitern der Pflanzenschutzspritze. Größe 030 mit 3,8 bar

62
Diagramm (a) mit Beispiel

63
Aufwandmenge l/ha Düsen- Düsengröße
ausstoß
l/min

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Universaltabelle (b) mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

64
Mit Ausbringmengentabelle
1. Ausbringmenge und Fahrgeschwindigkeit
festlegen.
2. In der Ausbringmengentabelle die Spalte
mit der erforderlichen Fahrgeschwindigkeit
aufsuchen.
3. Die Zeile(n) mit der erforderlichen Ausbring-
menge aufsuchen (ggf. Näherungswerte
verwenden).
4. Düsengröße, Druck und Düsenausstoß
ablesen.

Beispiel:

1. Ausbringmenge: 200 l/ha


Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
2. Siehe Ausbringmengentabelle
3. Siehe Ausbringmengentabelle
4. Düsen: a) Größe: 025
Druck 5,0 bar
Düsenausstoß: 1,29 l/min

b) Größe: 03
Druck: 4,0 bar
Düsenausstoß: 1,39 l/min

65
Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h
l/min l/min
Farbe bar Farbe bar

-01 -05
orange braun

-015 -06
grün grau

-02 -08
gelb weiß

-025 -10
lila schwarz

-12
türkis
-03
blau

-16
violett

-04
-20
rot
hellblau

Universaltabelle mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

66
Druckbereiche verschiedener Düsen

Düsentyp Düsengröße Zulässiger Druckbereich [bar]


min. Druck max. Druck
LU / XRC - Düsen 015 1 1,5

LU / XRC - Düsen 02 1 2,5

LU / XRC - Düsen 03 1 3,0

LU / XRC - Düsen 04 - 08 1 5,0

AD / DG / TT alle Größen 1,5 6

AI alle Größen 2 8

ID alle Größen 2 8

Air Mix-Düsen alle Größen 1 6

IDK / IDKN alle Größen 1 6

TTI alle Größen 1 6

AVI alle Größen 2 8


Zulässige Druckbereiche verschiedener Düsentypen und Düsengrößen

67
Zusatzausrüstung Pneumatische Bremsanlage

Bremsanlage 1 2

GEFAHR
Unkontrolliertes Wegrollen der Maschine kann 3 3
schwere Verletzungen durch Einquetschen oder
Überrollen verursachen.
¾¾ Maschine nur auf ebenem und tragfähigem
Untergrund abstellen. 4
¾¾ Vor dem Lösen der Bremse die Maschine mit
Unterlegkeilen gegen Wegrollen sichern.

5
WARNUNG 7 7

Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfas-


6
sen, Einziehen und Stoß durch nicht ordnungs-
gemäß funktionierende Bremsanlage!
Vor jeder Fahrt Funktionstest der Bremsanlage
durchführen!

HINWEIS
Pneumatische Bremse
Einstell- und Reparaturarbeiten an der Bremsan-
lage nur von einer Fachwerkstatt oder einem 1 Kupplungskopf „Bremse“ gelb
von HORSCH dafür ausgebildeten Bediener
2 Kupplungskopf „Vorrat“ rot
ausführen lassen.
3 Rohrleitungsfilter
4 Anhängerbremsventil mit Bremskraftregler
5 Luftkessel
6 Entwässerungsventil
7 Federspeicherbremszylinder

HINWEIS
Beim Abkuppeln oder Abreißen der Maschine
entlüftet die Vorratsleitung zum Anhänger-
Bremsventil.
Das Anhängerbremsventil schaltet automatisch
um und betätigt in Abhängigkeit von der Auto-
matisch-lastabhängigen-Bremskraftregelung
die Betriebsbremsanlage.

68
Anhängen
HINWEIS
Vor dem Ankuppeln der Brems- und Vorratslei-
tung ist sicherzustellen, dass Der Bedienknopf zum Lösen der pneumatischen
¾¾ die Maschine an den Traktor angekuppelt ist. Bremse ist nur zu kurzzeitigen Arbeiten z.B. zum
¾¾ die Dichtringe der Bremskupplungsköpfe Rangieren der Maschine oder im Notfall zu be-
sauber sind. nutzen. Nach Beendigung ist die pneumatische
¾¾ die Dichtringe der Bremskupplungsköpfe nicht
Bremse wieder einzulegen.
beschädigt sind.
¾¾ Beschädigte Dichtringe müssen umge-
hend ausgetauscht werden.
¾¾ Den Luftkessel vor der ersten täglichen
Fahrt entwässern.
¾¾ Mit der angekuppelten Maschine erst 1 2
anfahren, wenn der erforderliche Betriebs-
druck zum Lösen der Bremse erreicht ist
(Manometer am Traktor).

1. Zuerst Kupplungskopf „Bremse“ (gelb) Bedienknopf zum Lösen der pneumatischen Bremse
anschließen. 1 Federbremse
2. Danach Kupplungskopf „Vorrat“ (rot) an- 2 Parkbremse
schließen.
¾¾ Beim Ankuppeln der Vorratsleitung (rot)
drückt der vom Traktor kommende Vor- WARNUNG
ratsdruck den Betätigungsknopf für das
Löseventil am Anhänger-Bremsventil Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfas-
automatisch heraus. sen, Einziehen und Stoß durch unbeabsichtigtes
Wegrollen der Maschine! Bei zu geringen Füll-
stand des Luftkessel wird die Federspeicher-
Abhängen bremse eingelegt.
1. Zuerst Kupplungskopf „Vorrat“ (rot) abnehmen.
2. Danach Kupplungskopf „Bremse“ (gelb) Federbremse:
abnehmen. Bis zum Anschlag hineindrücken und die Be-
triebsbremsanlage lösen, z.B. zum Rangieren
Beim Abkuppeln der Maschine vom Traktor, der abgekuppelten Pflanzenschutzspritze.
legt die pneumatische Bremse der Pflanzen- Durch Herausziehen des Bedienknopfes bis
schutzspritze automatisch die Bremsstellung zum Anschlag ist die Pflanzenschutzspritze
ein. Durch Hineindrücken des Bedienknopfes betriebsbereit und die Federbremse gelöst.
bis zum Anschlag ist die pneumatische Bremse
der Pflanzenschutzspritze gelöst. Durch Heraus- Parkbremse:
ziehen bis zum Anschlag wird die pneumatische Durch Hineindrücken des Bedienknopfes bis
Bremse bei gefüllten Luftkessel wieder aktiviert. zum Anschlag ist die Pflanzenschutzspritze
betriebsbereit. Durch Herausziehen bis zum
Anschlag wird die Parkbremse aktiviert.

69
Wartung
¾¾ Luftkessel bei Betrieb täglich entwässern.
¾¾ Die Rohrleitungsfilter bei Bedarf, mindestens
aber einmal jährlich reinigen. 2 1
¾¾ Die Bremse ist selbstnachstellend; die Brems-
backen müssen regelmäßig auf Verschleiß
geprüft und bei Bedarf erneuert werden.
¾¾ Zur Funktionssicherheit der Ventile sollte der
Druckluft ein Frostschutzmittel beigemischt 1 Leitungsfilter der Bremsleitung (gelb)
werden. Betriebsanleitung des Schleppers 2 Leitungsfilter der Vorratsleitung (rot)
beachten!
¾¾ Zur Verhinderung von Feuchtigkeitsschäden
sollten die Kupplungsköpfe mit Blinddeckeln Mechanischer Bremskraftregler
oder einer Kunststofftüte verschlossen werden.
Der Bremskraftregler mit Handhebel dient zum
¾¾ Die Bremse lösen. Bremsbacken könnten
Einstellen der Bremskraft. Die Einstellung der
sonst an der Trommel verkleben und die Wie-
Bremskraft erfolgt in Abhängigkeit vom Bela-
derinbetriebnahme erschweren.
dungszustand der Pflanzenschutzspritze. Der
Bremskraftregler passt den an der Achse erfor-
derlichen Bremsdruck an. Der Einstellhebel kann
auf Brühebehälter befüllt (2), Brühebehälter teil befüllt (3)
oder Brühebehälter leer (4) gestellt werden. Der Pfeil
1 (1) zeigt die entsprechende Einstellung an.

2 2 4

4
1 Luftkessel
2 Spannbänder 3
3 Entwässerungsventil für Kondenswasser 2
4 Prüfanschluss für Manometer
1

Brühebehälter befüllt

HINWEIS
Den Einstellhebel vor Straßenfahrten je nach
Beladung einstellen:
• Brühebehälter befüllt bei komplett gefülltem Brü-
Position der Leitungsfilter hebehälter
• Brühebehälter teil befüllt bei teilgefülltem Brühe-
behälter
oder
• Brühebehälter leer bei leerem Brühebehälter

70
Öltank mit zapfwellenge- GPS-Empfänger
triebener Pumpe Beschreibung
Bei zu geringer Hydraulikleistung des Schlep- Der GPS-Empfänger dient zur Ermittlung der
pers kann ein Öltank mit zapfwellengetriebener genauen Position der Maschine.
Pumpe an der Pflanzenschutzspritze verbaut
werden.
1
Die Pumpe erzeugt damit den kompletten
Hydraulikkreislauf der Pflanzenschutzspritze.
Schlepperseitig ist somit kein Ölanschluss bzw.
keine Hydraulikleistung mehr erforderlich.
4
2

3
5

1 GPS-Empfänger
2 Metallplatte
3 Magnetfuß
Öltank
4 Verbindungskabel
5 Klebeplatte

Bedeutung der LED-Leuchte

Der GPS-Empfänger zeigt die Qualität der Ver-


bindung über eine Status-LED an:

• Rot: Der GPS-Empfänger ist an das Terminal


Ölpumpe
angeschlossen, kann jedoch kein GPS-Signal
empfangen
Die Ölpumpe wird über den Durchtrieb der
• Orange: Der GPS-Empfänger kann GPS-
zapfwellengetriebenen Kolbenmembranpumpe
Signale empfangen, es fehlt jedoch das
angetrieben.
Differentialsignal. Die Genauigkeit ist daher
sehr gering.
HINWEIS • Grün: Der GPS-Empfänger empfängt GPS-
Signale und Differentialsignale.
¾¾ Vor Einschalten der Zapfwelle sicherstellen,
dass die gewählte Zapfwellendrehzahl des
Traktors mit der zulässigen Drehzahl des
Gerätes übereinstimmt.
¾¾ max. zulässige Drehzahl 540 min-1
¾¾ Die Schraubverbindungen in regelmäßigen
Abständen kontrollieren.

71
Montage Montagezubehör

VORSICHT 3
1
Quetschgefahr durch sehr starken Magneten
am Fuß des GPS-Empfängers!
Bei der Montage den GPS-Empfänger fest
mit beiden Händen halten und drauf achten, 4
dass keine Finger zwischen dem Magnetfuß
des GPS-Empfängers und einer Metallfläche 2
geraten!

HINWEIS
Der GPS-Empfänger benötigt eine freie Sicht
zum Himmel!
Den GPS-Empfänger auf dem Dach der Fahr- 1 Klebeplatte
zeugkabine oder auf dem Brühebehälter der 2 Magnetfuß
Feldspritze montieren. Dort befindet sich ein vor- 3 Metallplatte
montierte Halterung für den GPS-Empfänger. 4 GPS-Empfänger
Abschattungen des GPS-Empfängers sind zu
vermeiden.
1. Die Stelle, auf der der GPS-Empfänger
montiert werden soll, gründlich mit Alkohol
reinigen.
¾¾ bei Montage auf dem Schlepper: vorne
mittig auf dem Dach
¾¾ bei Montage auf der Feldspritze: auf dem
Brühebehälter
2. Die doppelseitige Klebeplatte (1) auf die
gereinigte Fläche kleben.
3. Die Metallplatte (3) reinigen.
4. Das Papier von der Klebeplatte (1) abziehen
Halterung für den GPS-Empfänger und darauf die Metallplatte (3) kleben.
5. Den Magnetfuß (2) in den GPS-Empfänger
(4) schrauben.
6. Den GPS-Empfänger (4) mit dem Magnetfuß
auf die Metallplatte (3) aufsetzen.

GPS-Empfänger auf Brühebehälter montiert

72
GPS-Empfänger an Terminal anschließen Randdüsen
VORSICHT Bei folgenden Düsenkörperaufteilungen ist eine
zusätzliche elektrisch schaltbare Randdüse op-
Der Stecker des Terminals steht unter Span- tional verfügbar. Diese kann über das Terminal
nung. Durch einen Kurzschluss können Schä- zugeschalten werden.
den am Terminal auftreten.
Das Terminal ausschalten, bevor das Verbin- • 1-0 mit Einfachdüsenkörper
dungskabel des GPS-Empfängers daran an-
• 1-0 mit Mehrfachdüsenkörper manuell 3-fach
geschlossen wird!
• 1-0 mit Mehrfachdüsenkörper manuell 5-fach

1. Das Terminal ausschalten.


2. Das Verbindungskabel des GPS-Empfängers
in die Fahrzeugkabine führen.
3. Am Anschluss RS232 am Terminal das Ver-
NightLight
bindungskabel anschließen. Dies ist ein stark gebündeltes Licht (LED-
¾¾ Weitere Informationen zum passenden Strahler) für die Ausleuchtung der Spritzkegel.
Anschluss sind der HORSCH Betriebs- Die Steuerung der LED-Strahler erfolgt über
anleitung Terminal TOUCH 800 zu ent- das Terminal.
nehmen.
4. Beim ersten Start kann es bis zu 30 Minuten
dauern bis der GPS-Empfänger Empfang
hat. Bei jedem weiteren Start dauert es nur
ca. 1 - 2 Minuten.

HINWEIS
Informationen zur Konfiguration des GPS-Emp-
fängers sind der HORSCH Kurzanleitung GPS-
Einstellung zu entnehmen.

Technische Daten
Eigenschaften

Betriebsspannung 7 - 36V DC
NightLight
Stromaufnahme 249mA bei 12V DC
Leistungsaufnahme < 3W bei 12V DC
GPS-Standard NMEA 0183

Konfiguration

Frequenzen 5 Hz (GPGGA, GPVTG)


1 Hz (GPGSA, GPZDA)
Übertragungsrate 19200 Baud
Datenbits 8
Parität nein
Stoppbits 1
Flusssteuerung keine

73
Außenwascheinrichtung Schlauch mit Schlauchtrommel und Wasch-
pistole
Mit der Außenwascheinrichtung werden uner-
wünschte Verschmutzungen entfernt und das
unbeabsichtigte Abtropfen von anhaftenden 2
Pflanzenschutzmitteln verhindert.
3
HINWEIS
Die Außenwascheinrichtung wird über die Kol- 1
benmembranpumpe mit Frischwasser versorgt.

1 Schlauchhaspel
WARNUNG 2 Druckschlauch
3 Waschpistole
Gefährdungen durch unbeabsichtigten Kontakt
mit Spritzbrühe!
¾¾ Wasser tritt aus der Waschpistole aus, solan-
Persönliche Schutzausrüstung tragen! ge der Griff betätigt wird.
¾¾ Zum Feststellen der Griffbetätigung den
Stößel während des Betriebes drücken.
VORSICHT
¾¾ Zum Lösen den Griff betätigen.
Gefährdungen durch Austreten von Flüssig- ¾¾ Nach dem Ausschalten den Restdruck ab-
keiten unter Druck. lassen.
Die Außenwascheinrichtung kann mit Spritzbrü-
heablagerungen verschmutzt sein!

Die Waschpistole mit der Verriegelung gegen


unbeabsichtigtes Sprühen sichern:
¾¾ vorjeder Sprühpause
¾¾ bevor die Waschpistole nach den Reinigungs-
arbeiten in der Halterung abgelegt wird.

HINWEIS
Bei der Reinigung geeignete Schutzausrüstung
tragen. Vorgaben der Pflanzenschutzmittelher-
steller beachten.
Das Reinigungswasser darf nicht in Oberflä-
chengewässer oder in die Kanalisation gelan-
gen.
Die Reinigung daher auf einer unversiegelten
und bewachsenen Fläche durchführen.

74
Bedienung Anhängen/Abstellen
Bei allen Arbeiten an der Maschine
die dazugehörigen Sicherheitshin- GEFAHR
weise im Kapitel „Sicherheit und
Unfallverhütung“ sowie die Unfallver- Personen können zwischen Maschine und
hütungsvorschriften beachten! Schlepper eingeklemmt und schwer verletzt
werden!
¾¾ Personen aus dem Bereich zwischen Schlep-
Inbetriebnahme / per und Maschine verweisen.
Während der Schlepper sich der Maschine
Schlepperwechsel nähert bzw. von ihr weg bewegt, darf sich kei-
ne Person zwischen Maschine und Schlepper
Bei der Erstinbetriebnahme und bei Schlepper- befinden!
wechsel muss die Maschine an den Schlepper
angepasst werden.

GEFAHR
WARNUNG Gefahr von schweren Unfällen beim Rangieren.
Herabfallende oder herabsinkende Maschi- Die Umgebung im Auge behalten.
nenteile können schwere Quetschungen etc. ¾¾ Personen(Kinder!) aus dem Rangierbereich
verursachen! der Maschine verweisen.
¾¾ Personen aus dem Gefahrenbereich verwei-
sen.
¾¾ Die Unfallverhütungsvorschriften beachten.
WARNUNG
Austretende Hydraulikflüssigkeit kann schwere
Verletzungen verursachen! Verletzungsgefahr
durch ungewollte Maschinenbewegungen.
¾¾ Hydraulikleitungen nur anschließen und ab-
nehmen, wenn die Hydraulik maschinen- und
geräteseitig drucklos ist.

75
Anhängen Maschinen mit Kugelkupplung:
• Die Zugdeichsel bzw. Kalotte durch Kurbeln
Die Maschine muss vor allen Maschinenbewe- am Stützfuß auf die Kugel absenken.
gungen vorschriftsgemäß an einen Schlepper • Den Niederhalter positionieren.
angehängt werden. • Das Spaltmaß zwischen Niederhalter und
Kalotte prüfen und einstellen, siehe Kapi-
tel Wartungsübersicht.
GEFAHR
4. Die Schläuche der Hydraulik, die Leitungen
Schwere Unfälle durch wegrollende Maschine! der Bremsanlage und die Beleuchtung an-
¾¾ Die Maschine nicht ohne angeschlossene schließen.
Bremsleitung bewegen. 5. Die Spritzensteuerung an die ISOBUS Steck-
¾¾ Beim Anhängen von Maschinen mit Druckluft- dose am Schlepper anschließen.
bremse immer zuerst den gelben Anschluss
6. Die Gelenkwelle an der Zapfwelle des Trak-
(Bremsleitung) anschließen.
tors ankuppeln. Die Gelenkwelle dazu soweit
auf die Zapfwelle schieben, bis sie einrastet.
Den Gelenkwellenschutz gegen Mitdrehen
HINWEIS sichern.
¾¾ AlleKabel, Leitungen und Schläuche so ver- 7. Stützfuß in Transportstellung heben. Dazu
legen, dass sie im Betrieb (Kurvenfahrt) nicht das Kapitel Stützfuß beachten.
beschädigt werden. 8. Unterlegkeile entfernen und in die vorgese-
¾¾ Bei allen Steckverbindungen (hydraulisch, henen Halter stecken und sichern.
elektrisch und pneumatisch) auf Sauberkeit
und festen Sitz achten.
Durch verschmutzte Stecker gelangt Schmutz Hydraulik anschließen
in die durchfließenden Medien. Dadurch
werden die Stecker undicht und in den an- ¾¾ Die Hydraulik nur anschließen, wenn das
geschlossenen Baugruppen kommt es zu System schlepper- und maschinenseitig
Funktionsstörungen und Ausfällen. drucklos ist. Die Hydraulikanlage steht unter
hohem Druck.
¾¾ Austretende Flüssigkeit kann die Haut durch-
1. Die Zugeinrichtungen von Maschine und
dringen und schwere Verletzungen verur-
Schlepper reinigen und auf Verschleiß prü-
sachen. Bei Verletzungen sofort einen Arzt
fen.
aufsuchen.
2. Den Traktor an die Pflanzenschutzspritze
Um Fehlanschlüsse auszuschließen sind die
heranfahren und gegen unbeabsichtigtes
Steckkupplungen gekennzeichnet.
Starten und Wegrollen sichern.
¾¾ Beiallen Hydraulikbewegungen das Steu-
3. Die Maschine ankuppeln.
ergerät vor Anschlag der Maschinenteile
Maschinen mit Zugöse: drosseln.
• Die Höhe der Zugöse durch Kurbeln am
Stützfuß so anpassen, dass die Maschine
aufgenommen werden kann.
• Die Maschine aufnehmen.
• Bolzen einstecken und sichern.

76
Transportstellung WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Erfas-
WARNUNG
sen, Einziehen oder Stoß durch unzureichende
Gefahr von Verkehrsunfällen durch Verlieren Standfestigkeit und Umkippen.
der Maschine oder Maschinenteilen.
¾¾ Die persönliche Fahrweise so einrichten, dass
¾¾ Die Steuergeräte bei Transportfahrten je nach der Traktor mit oder ohne angehängter Pflan-
Ausführung mechanisch oder elektrisch ver- zenschutzspritze jederzeit sicher beherrscht
riegeln. Nie auf Schwimmstellung schalten. werden kann.
¾¾ Vor Fahrtantritt alle Verriegelungen kontrol- Die persönlichen Fähigkeiten, die Fahrbahn-,
lieren. Verkehrs-, Sicht- und Witterungsverhältnisse,
¾¾ Die Betriebsbremse prüfen (Option). die Fahreigenschaften des Traktors sowie die
¾¾ Prüfen, ob alle Sicherungselemente der Einflüsse durch die angehängte Maschine sind
Anhängung vorhanden und korrekt eingestellt zu berücksichtigen.
sind.
¾¾ Bauteile der Anhängung auf Verschleiß prü-
fen. Vor dem Straßentransport zusätzlich folgende
¾¾ Bei Kugelkupplung die Hinweise im Kapitel Einstellungen vornehmen:
Wartungsübersicht befolgen.
¾¾ Kontrolle durchführen, ob dieEinspülschleu-
se in Transportposition geschwenkt ist.
¾¾ Die Aufstiegsleiter muss gegen unbeabsich-
HINWEIS
tigtes Herunterklappen gesichert sein.
¾¾ Vor Fahrten auf öffentlichen Straßen si-
cherstellen, dass die Maschine alle jeweils
geltenden nationalen Vorschriften für den
Straßenverkehr erfüllt.

HINWEIS
Vor Straßenfahrten ist zu überprüfen:
¾¾ das Absperrventil muss auf Straßenfahrt
gestellt sein.
¾¾ den ordnungsgemäßen Anschluss der Ver-
sorgungsleitungen.
¾¾ die Lichtanlage auf Beschädigungen, Funkti-
on und Sauberkeit
¾¾ die Brems- und Hydraulikanlage auf augen-
fällige Mängel.
¾¾ die Funktion der Bremsanlage.
¾¾ dass das Gestänge in der Gestängeablage
sicher aufliegt, das Parallelogramm und der
Hangausgleich verriegelt sind.
¾¾ die gesamte Maschine auf Sauberkeit.

77
Abstellen 7. Die Maschine abhängen.
Maschinen mit Zugöse
• Die Zugdeichsel durch Kurbeln am Stützfuß
GEFAHR positionieren, um den Bolzen lösen zu
Schwere Unfälle durch wegrollende Maschine! können.
¾¾ Die Maschine auf einem ebenen, befestigten • Den Bolzen lösen und Maschine frei fahren.
Untergrund abstellen. Maschinen mit Kugelkupplung
¾¾ Die Maschine vor dem Abhängen mit Unter- • Den Niederhalter lösen.
legkeilen sichern. • Die Zugdeichsel durch Kurbeln am Stützfuß
¾¾ Beim Abhängen von Maschinen mit Druckluft- anheben, bis die Kugel frei ist.
bremse immer zuerst den roten Anschluss 8. Den Luftkessel der pneumatischen Brems-
(Vorratsleitung) abstecken. anlage entwässern (Option).

WARNUNG
Unfallgefahr durch Abkuppeln der Feldspritze Rangieren der abgekuppelten
bei ausgeklapptem Gestänge! Maschine
Die Maschine kann durch negative Stützlast
kippen!
GEFAHR
Besondere Vorsicht ist geboten bei Rangierar-
HINWEIS beiten mit gelöster Betriebsbremsanlage, da die
Pflanzenschutzspritze jetzt ausschließlich vom
¾¾ Vor dem Abstellen über einen längeren Zeit- Rangierfahrzeug gebremst wird.
raum die Maschine reinigen und entsprechend Die Maschine muss mit dem Rangierfahrzeug
vorbereiten, siehe Kapitel Pflege und Wartung. verbunden sein, bevor das Löseventil am An-
hängerbremsventil betätigt wird.
Das Rangierfahrzeug muss eingebremst sein.
1. Maschine an geeigneter Stelle positionieren
und Schlepperbremse einlegen.
HINWEIS
2. Die Maschine mit Unterlegkeilen gegen Weg-
rollen sichern. Die Betriebsbremsanlage lässt sich nicht mehr
3. Stützfuß in Abstellposition senken. Dazu das über das Löseventil lösen, wenn der Luftdruck
Kapitel Stützfuß beachten. im Luftkessel auf unter 3 bar absinkt (z.B. durch
4. Die Gelenkwelle von der Zapfwelle des Trak- mehrmaliges Betätigen des Löseventils oder
tors abkuppeln und in der Haltung ablegen. durch Undichtigkeiten im Bremssystem).

5. Bremsleitungen, ISOBUS und Beleuchtung


abstecken und in die Halterung hängen. Ab-
deckkappen anbringen. Zum Lösen der Betriebsbremse:
6. Die Hydraulikleitungen drucklos machen und ¾¾ den Luftkessel füllen.
abstecken. ¾¾ das Bremssystem am Entwässerungsventil
des Luftkessels vollständig entwässern.

78
1. Die Maschine mit dem Rangierfahrzeug
verbinden.
Klappen des Gestänges
2. Das Rangierfahrzeug einbremsen.
WARNUNG
3. Unterlegkeile entfernen
Herabfallende oder herabsinkende Maschi-
4. nur bei Druckluft-Bremsanlage:
nenteile können schwere Quetschungen etc.
Den Betätigungsknopf (Federbremse und verursachen!
Parkbremse) am Löseventil bis zum Anschlag
¾¾ Personen dürfen sich nicht unter angeho-
hineindrücken.
benen Maschinenteilen aufhalten!
¾¾ Die Betriebsbremsanlage öffnet sich und
¾¾ Personen aus dem Gefahrenbereich der
die Maschine lässt sich rangieren.
Maschine verweisen. Sich vor dem Klappen
Ist der Rangiervorgang beendet, den Betäti- vergewissern, dass sich keine Person im
gungsknopf (Federbremse und Parkbremse) Gefahrenbereich aufhält.
am Löseventil bis zum Anschlag herauszie-
¾¾ Die Unfallverhütungsvorschriften beachten.
hen.
5. Das Rangierfahrzeug erneut einbremsen,
wenn der Rangiervorgang beendet ist.
VORSICHT
6. Die Maschine mit Unterlegkeilen gegen Weg-
rollen sichern. Beschädigungen an der Maschine und am
7. Die Maschine und das Rangierfahrzeug Untergrund
entkuppeln.
¾¾ DieMaschine nur auf ebenem und festem
Untergrund klappen.

WARNUNG
Gefährdungen durch Quetschen, Einziehen,
Fangen oder Stoß für Bediener und dritte
Personen, wenn sich diese beim Aus- und
Einklappen des Gestänges im Schwenkbe-
reich des Gestänges aufhalten und von den
beweglichen Teilen des Gestänges erfasst
werden!
Diese Gefährdungen können schwerste Verlet-
zungen mit möglicher Todesfolge verursachen.
Ausreichenden Sicherheitsabstand zu beweg-
lichen Teilen der Maschine halten, solange der
Motor läuft.
Darauf achten, dass Personen einen ausrei-
chenden Sicherheitsabstand zu beweglichen
Teilen der Maschine einhalten.
Personen aus dem Schwenkbereich der Ma-
schine verweisen.
Das Stellteil zum Aus- und Einklappen des Ge-
stänges sofort loslassen, wenn eine Person den
Schwenkbereich des Gestänges betritt.

79
Das Gestänge wird über das Terminal geklappt.
GEFAHR Hierzu die Seite Klappung aufrufen.
Optional kann das Gestänge über den Multifunk-
Beim Aus- und Einklappen des Spritzgestänges tionsgriff geklappt werden.
immer genügend Abstand zu Freilandleitungen
halten! Ein Kontakt mit Freilandleitungen kann
zu tödlichen Verletzungen führen.
Ausklappen
1. Am Terminal das Klappmenü aufrufen.
VORSICHT
2. Die Funktion Heben des Gestänges anwäh-
An allen hydraulisch betätigten Klappteilen be- len.
finden sich Scher- und Quetschstellen! Verboten 3. Das Gestänge bis zum Anschlag anheben.
ist das Ein- und Ausklappen des Spritzgestän-
4. Die Funktion Gestänge ausklappen anwäh-
ges während der Fahrt!
len.
Nur in verriegelter Transportstellung mit der
Maschine fahren. 5. Das Gestänge vollständig ausklappen.
6. Die Funktion Hangausgleich öffnen anwäh-
len.
HINWEIS 7. Der Hangausgleich wird entriegelt.
Die Bedienung des Gestänges erfolgt über das
Terminal.
Im eingeklappten Zustand ist das Gestänge Einklappen
mechanisch verriegelt.
Im ausgeklappten Zustand halten die Hydrau- 1. Am Terminal das Klappmenü aufrufen.
likzylinder der Gestängeklappung die Endpo- 2. Das Gestänge bis zum Anschlag anheben.
sitionen.
3. Die Funktion Hangausgleich schließen an-
wählen.
HINWEIS 4. Der Hangausgleich wird verriegelt.
5. Die Funktion Gestänge einklappen anwählen.
Der Klappvorgang ist bei Stillstand der Maschine
durchzuführen, da es sonst zu Beschädigungen 6. Das Gestänge vollständig einklappen.
oder Bruch des Gestänges kommen kann. 7. Das Gestänge absenken bis beide Gestän-
gehälften in der Ablage vollständig abgesenkt
und verriegelt sind.
HINWEIS
¾¾ Die Bedienung des Terminals ist der mitge- HINWEIS
lieferten Betriebsanleitung zu entnehmen!
¾¾ VorStraßenfahrten die Maschine in Trans-
portstellung bringen, siehe Transportstellung.

80
Spritzbetrieb vorbereiten ¾¾ Die zulässigen Kombinationen der Filter bzw.
der Maschenweiten beachten.
Die Maschenweiten vom Druckfilter und den
WARNUNG Düsenfiltern müssen immer kleiner sein als
die Düsenöffnung der verwendeten Düsen.
Gefährdungen durch unbeabsichtigten Kontakt
Hinweise des Pflanzenschutzmittelherstellers
mit Pflanzenschutzmitteln / Spritzbrühe!
sind zu beachten und einzuhalten.
Persönliche Schutzausrüstung tragen Der serienmäßig eingebaute Druckfilterein-
¾¾ beim Ansetzen der Spritzbrühe. satz des Druckfilters besitzt eine Maschenwei-
¾¾ beim Reinigen / Auswechseln der Spritzdüsen.
te von 0,18 mm bei einer Maschenzahl von 80
Maschen/Zoll. Geeignet ist dieser Druckfilter-
¾¾ bei allen Arbeiten zum Reinigen der Feldsprit-
einsatz für eine Düsengröße ab ‚02‘.
ze nach dem Spritzbetrieb.
Erforderlich für die Düsengröße ‚015‘ und ‚01‘
Zum Tragen der erforderlichen Schutzausrü- ist der Druckfiltereinsatz mit 100 Maschen/Zoll
stung sind immer die Angaben des Herstellers, (Sonderausstattung).
der Produktinformation, der Gebrauchsanlei-
¾¾ Bei der Verwendung von Druckfiltereinsät-
tung, des Sicherheitsdatenblattes oder der
Betriebsanweisung des zu verarbeitenden zen mit 100 Maschen/Zoll ist zu beachten,
Pflanzenschutzmittels zu beachten. dass es bei einigen Pflanzenschutzmitteln
zu Wirkstoffausfilterungen kommen kann. Im
Einzelfall beim Pflanzenschutzmittelhersteller
erkundigen.
HINWEIS
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze grundsätzlich reini-
Grundvoraussetzung für eine sachgerechte gen, bevor ein anderes Pflanzenschutzmittel
Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln ist ausgebracht wird.
die ordnungsgemäße Funktion der Pflanzen- ¾¾ Düsenleitung und Düsen spülen:
schutzspritze. • bei jedem Düsenwechsel
• vor dem Einbau anderer Düsen
¾¾ Die vorgeschriebenen Wartungen und gesetz- • vor dem Verdrehen des manuell Dreifach- /
lichen Vorschriften zu Pflanzenschutzspritzen oder Fünffachdüsenkopfes auf eine an-
sind einzuhalten. Eventuell auftretende Män- dere Düse.
gel sofort beheben. Die vorgeschriebenen ¾¾ Die Pflanzenschutzspritze vorschriftsmäßig
Spritzenprüfungen durchführen lassen. an den Traktor ankuppeln (siehe Kapitel An-
¾¾ Vor Spritzbeginn folgenden Wert am Bedien- hängen/Abstellen).
terminal kontrollieren: ¾¾ Entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn
• Der im Terminal festgelegte Spritzdruck- im Spritzbetrieb eine Fehlermeldung auf dem
bereich muss mit dem zulässigen Spritz- Display erscheint.
druckbereich der eingebauten Spritzdüsen ¾¾ Den angezeigten Spritzdruck beim Spritzbe-
übereinstimmen. trieb kontrollieren.
¾¾ Alle vorgesehenen Filter benutzen. ¾¾ Darauf achten, dass der angezeigte Spritz-
¾¾ Die Filter regelmäßig reinigen. druck in keinem Fall um mehr als ± 25%
Eine störungsfreie Arbeit der Pflanzenschutz- von dem angestrebten Spritzdruck aus der
spritze wird nur durch einwandfreie Filtrierung Spritztabelle abweicht, z.B. beim Verändern
der Spritzbrühe erreicht. Eine einwandfreie der Aufwandmenge
Filtrierung beeinflusst in erheblichem Maße ¾¾ Größere Abweichungen von dem angestrebten
den Behandlungserfolg der Pflanzenschutz- Spritzdruck erlauben keinen optimalen Be-
maßnahme. handlungserfolg der Pflanzenschutzmaßnah-
me und/oder führen zu Umweltbelastungen.
¾¾ Die Fahrgeschwindigkeit so lange verringern
oder erhöhen, bis der zulässige Spritzdruck-
bereich (des angestrebten Spritzdruckes)
wieder erreicht wird.
81
Spritzbrühe ansetzen
HINWEIS
GEFAHR Neben den hier aufgeführten, allgemein gültigen
Hinweisen auch die in den Gebrauchsanwei-
Gefährdungen durch unbeabsichtigten sungen der Pflanzenschutzmittel beschrie-
Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln und/oder benen, produktspezifischen Vorgehensweisen
Spritzbrühe! beachten!
Beim Ansetzen der Spritzbrühe besteht das
größte Risiko, mit dem Pflanzenschutzmittel in
Berührung zu kommen. ¾¾ Die vorgeschriebenen Wasser- und Präparat-
¾¾ Die vorgeschriebene Schutzusrüstung ver- aufwandmengen der Gebrauchsanweisung
wenden! des Pflanzenschutzmittels beachten.
¾¾ Hinweise des Pflanzenschutzmittelherstellers ¾¾ Die Gebrauchsanweisung des Präparates
beachten. und aufgeführte Sicherheitsmaßnahmen
beachten!
¾¾ Die nationalen und länderspezifischen Vor-
schriften und Normen beachten (z. B. Was- ¾¾ Die benötigte Einfüll- bzw. Nachfüllmenge zur
serschutzgebiete). Vermeidung von Restmengen sorgfältig ermit-
teln, um eine umweltschonende Beseitigung
von Restmengen zu vermeiden.
¾¾ Die Pflanzenschutzmittel grundsätzlich über
Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmen-
die Einspülschleuse in den Brühebehälter
ge für die letzte Brühebehälterbefüllung die
einspülen.
Befülltabelle für Restflächen benutzen. Hier-
¾¾ Die Einspülschleuse in die Befüllposition bei die technische, unverdünnte Restmenge
schwenken, bevor Mittel in die Einspülschleu- aus dem Spritzgestänge von der errechneten
se eingefüllt werden. Nachfüllmenge abziehen.
¾¾ Beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und ¾¾ Siehe hierzu Kapitel Befülltabelle für Restflä-
beim Ansetzen der Spritzbrühe Schutzvor- chen.
schriften beachten: Dazu die Gebrauchsan-
¾¾ Entleerte Präparatbehälter sorgfältig aus-
leitung der Pflanzenschutzmittel lesen.
spülen (z.B. mit Kanisterspülung) und das
¾¾ Die Spritzbrühe nicht in der Nähe von Brunnen Spülwasser der Spritzbrühe beimengen!
oder Oberflächengewässern ansetzen.
¾¾ Leckagen und Kontaminationen mit Pflan-
zenschutzmitteln und/oder Spritzbrühe durch
sachgerechtes Verhalten und einen entspre- Allgemeine Vorgehensweise
chenden Körperschutz vermeiden.
1. Die erforderliche Wasser- und Präparatauf-
¾¾ Die angesetzte Spritzbrühe, unverbrauchte
wandmenge aus der Gebrauchsanweisung
Pflanzenschutzmittel, ungereinigte Pflan-
des Pflanzenschutzmittels ermitteln.
zenschutzmittelkanister und die ungereinigte
Pflanzenschutzspritze nicht unbeaufsichtigt 2. Die Einfüll- bzw. Nachfüllmengen für die zu
lassen, um Gefahren für dritte Personen behandelnde Fläche berechnen.
abzuwenden. 3. Den Brühebehälter halb mit Wasser befüllen.
¾¾ Die verunreinigten Pflanzenschutzmittelka- 4. Rührwerk einschalten.
nister und die verunreinigte Pflanzenschutz-
spritze vor Niederschlag schützen. 5. Berechnete Präparatmenge zugeben.
¾¾ Auf ausreichende Sauberkeit bei und nach 6. Fehlende Wassermenge auffüllen.
dem Ansetzen der Spritzbrühe achten, um die 7. Die Spritzbrühe vor dem Spritzbetrieb nach
Risiken so gering wie möglich zu halten (z. B. Anweisungen der Pflanzenschutzmittelher-
benutzte Handschuhe vor dem Ausziehen steller aufrühren.
gründlich abwaschen und dann entsorgen.
Das Waschwasser und die Reinigungsflüs-
sigkeit ordnungsgemäß entsorgen).

82
Einfüll-/Nachfüllmengen Frage 1:
berechnen Wieviel l bzw. kg Präparat müssen für eine Be-
hälterfüllung zugeteilt werden?
HINWEIS
Berechnungsformel und Lösung zu
Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmenge für Frage 1:
die letzte Brühebehälterbefüllung die Befülltabelle für
Wassernachfüllmenge [l] x Konzentration [%]
Restflächen benutzen.
100
= Präparatzugabe [l] bzw. [kg]
Beispiel 1: Einfüllmengen
Gegeben sind: (1000-2000) [l] x 0,15 [% l/l bzw. kg/l]
Behälter-Nennvolumen 1000 l 100
Restmenge im Behälter 0 l
Wasseraufwand 400 l/ha = 1,2 [l] bzw. [kg]

Präparatbedarf je ha
Mittel A 1,5 kg Frage 2:
Mittel B 1,0 l Wie groß ist die Fläche in ha, die sich mit einer
Fassfüllung bespritzen lässt, wenn der Behälter
Frage: bis auf eine Restmenge von 20 l leer gespritzt
Wieviel l Wasser, wie viel kg vom Mittel A und werden kann?
wieviel l vom Mittel B müssen Sie einfüllen, wenn
die zu behandelnde Fläche 2,5 ha groß ist? Berechnungsformel und Lösung zu
Frage 2:
Berechnungsformel und Lösung
Verfügbare Brühemenge [l] - Restmenge [l]
Komponente [Menge/ha] x Fläche [ha] Wasseraufwand [l/ha]
= benötigte Menge [l] bzw. [kg] = Fläche [ha]

Wasser: 4 00 l/ha x 2,5 ha = 1000 l


1000 [l] (Nennvolumen) - 20 [l] (Restmenge)
Mittel A: 1
,5 kg/ha x 2,5 ha = 3,75 kg
Mittel B: 1
,0 l/ha x 2,5 ha = 2,5 l 500 [l/ha] (Wasseraufwand)
= 1,96 [ha]

Beispiel 2: Präparatzugabe, Fläche


Gegeben sind:
Behälter-Nennvolumen 1000 l
Restmenge im Behälter 200 l
Wasseraufwand 500 l/ha
Empfohlene Konzentration 0,15 % l/l bzw. kg/l

83
Befülltabelle für Restflächen

HINWEIS
¾¾ Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmen-
ge für die letzte Spritzbrühebehälter-Füllung
die „Befülltabelle für Restflächen“ benutzen.
¾¾ Ziehen Sie von der errechneten Nachfüllmen-
ge die Restmenge aus der Spritzleitung ab!
¾¾ Die angegebenen Nachfüllmengen gelten für
eine Aufwandmenge von 100 l/ha.
¾¾ Für andere Aufwandmengen erhöht sich die
Nachfüllmenge um ein Mehrfaches.

Nachfüllmengen [l] für Spritzgestänge:

Arbeitsbreite[m] 21 m 24 m 27 m 28 m 30 m
Fahrweg [m]

10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
200
300
400
500

84
Befüllen mit Wasser ¾¾ Die Pflanzenschutzspritze beim Befüllen nie
unbeaufsichtigt lassen.
HINWEIS ¾¾ Den Brühebehälter niemals über das Nenn-
volumen hinaus befüllen.
Beim Befüllen die zulässige Nutzlast der Pflan- ¾¾ Beim Befüllen des Brühebehälters nie die
zenschutzspritze beachten! zulässige Nutzlast der Pflanzenschutzspritze
überschreiten.
Beim Befüllen der Pflanzenschutzspritze die
¾¾ Das jeweilige spezifische Gewicht der einzu-
verschiedenen spezifischen Dichten [kg/l] der
füllenden Flüssigkeit beachten.
einzelnen Flüssigkeiten berücksichtigen!
¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige
beobachten, um ein Überfüllen des Brühebe-
Flüssigkeit Dichte [kg/l] hälters zu vermeiden.
Wasser 1 ¾¾ Beim Befüllen des Brühebehälters auf ver-
Harnstoff 1,11 siegelten Flächen darauf achten, dass keine
Spritzbrühe in das Abwassersystem gelangen
AHL 1,28
kann.
NP-Lösung 1,38
¾¾ Beim Befüllen darf kein Schaum aus dem
Brühebehälter austreten.
Beispiel: Bei 4000 l AHL wird der Spritzbrü-
Die Zugabe eines Schaumstopppräparates
hebehälter mit einer Masse von
verhindert ein Überschäumen des Brühebe-
4000 l x 1,28 kg/l = 5120 kg befüllt!
hälters.
Die Befüllung der Pflanzenschutzspritze kann Befüllung über Befüllanschluss
über die Befüllanschlüsse oder dem Dom er- ¾¾ Der Befüllanschluss der Pflanzenschutzsprit-
folgen. ze ist derart ausgestaltet, dass ein Rückfluss
aus dem Brühebehälter zur Entnahmestelle
verhindert wird.
WARNUNG
Befüllung über den Dom
Gefährdungen für Personen / Tiere durch ¾¾ Das Ende des Füllschlauches mindestens
unbeabsichtigten Kontakt mit Spritzbrühe 10 cm über dem Dom des Brühebehälters
beim Befüllen des Brühebehälters! fixieren.
¾¾ Die nationalen und länderspezifischen Vor- Der so entstehende freie Auslauf bietet das
schriften zur Befüllung von Pflanzenschutz- Höchstmaß an Sicherheit gegen das Zurück-
spritzen sind zu beachten! fließen von Spritzbrühe in die Trinkwasser-
¾¾ Persönliche Schutzausrüstung bei Verarbei- leitung.
tung von Pflanzenschutzmitteln oder Ablas- Das Domsieb muss immer im Brühebehälter
sen von Spritzbrühe aus dem Brühebehälter eingesetzt sein.
tragen.
Die erforderliche persönliche Schutzausrü-
stung richtet sich nach den Angaben des HINWEIS
Herstellers, der Produktinformation, der Ge-
brauchsanleitung, dem Sicherheitsdatenblatt Das Befüllen am Feldrand ist nur unter be-
oder der Betriebsanweisung des zu verarbei- stimmten Vorraussetzungen erlaubt. Abhängig
tenden Pflanzenschutzmittels. vom verwendeten Pflanzenschutzmittel ist das
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze vor jeder Befüllung
Befüllen in Wasserschutzgebieten nicht erlaubt!
auf Beschädigungen überprüfen, z.B. auf Zur Sicherheit die „Untere Wasserbehörde“
undichte Behälter und Schläuche sowie auf befragen!
korrekte Positionen aller Bedienelemente.

85
Brühebehälter befüllen über Befüllan- Direktbefüllung / Fremdbefüllung (opti-
schluss onal)
Die nationalen Gesetze und einschlägigen Vor- Am Dirkektbefüllanschluss kann Flüssigkeit
schriften bei der Befüllung des Brühebehälters aus einem externen Behälter in den Brühetank
über den Saugschlauch aus offenen Wasseren- gedrückt werden.
tnahmestellen beachten.
¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige
¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige beobachten.
beobachten. ¾¾ Das Befüllen des Brühebehälters spätestens
¾¾ Das Befüllen des Brühebehälters spätestens stoppen wenn die Befüllgrenze erreicht wird.
stoppen wenn die Befüllgrenze erreicht wird. ¾¾ Auf maxmial zulässigen Durchfluss achten.
Dieser darf 1 m3/min nicht überschreiten.

Befüllanschluss für Brühebehälter


Direktbefüllanschluss

1. Saugschlauch an Befüllanschluss anschlie-


ßen. 1. Befüllschlauch anschließen.
2. Befüllhahn öffnen. 2. Befüllhahn öffnen.
3. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehäl- 3. Brühebehälter befüllen.
ter befüllen stellen. 4. Befüllhahn schließen.
4. Den Wegehahn der Druckseite auf Brühebe- 5. Schlauch abkuppeln.
hälter befüllen stellen.
6. Anschluss mit Kappe verschließen.
5. Durch Einschalten der Zapfwelle wird die
Kolbenmembranpumpe aktiviert und der
Befüllvorgang startet.
6. Füllstand des Brühebehälters beobachten
und bei Erreichen des gewünschten Füll-
standes oder bei Erreichen des Nennvolu-
mens die Zapfwelle abschalten.
Der Befüllvorgang kann jederzeit durch Ab-
schalten der Zapfwelle unterbrochen werden.
7. Befüllhahn schließen.
8. Saugschlauch abkuppeln.
9. Anschluss mit Kappe verschließen.

86
Befüllen über den Dom Frischwasserbehälter befüllen über Be-
¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige füllanschluss
beobachten.
¾¾ Das Befüllen des Brühebehälters spätestens
WARNUNG
stoppen wenn die Befüllgrenze erreicht wird. Unzulässige Kontamination des Frischwas-
serbehälters mit Pflanzenschutzmitteln oder
1. Die exakte Einfüllmenge ermitteln. Hierzu Spritzbrühe vermeiden!
das Kapitel Einfüll-/Nachfüllmengen berechnen
beachten.
2. Den Deckel des Einfülldoms vom Podest HINWEIS
aus öffnen.
Den Frischwasserbehälter nur mit klarem Was-
3. Den Brühebehälter über die Einfüllöffnung
ser befüllen, niemals mit Pflanzenschutzmittel
mittels Wasserleitung im „freien Auslauf“
oder Spritzbrühe!
befüllen.
4. Das Befüllen des Brühebehälters stoppen,
¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige
sobald die Befüllgrenze erreicht ist.
beobachten.
5. Den Deckel des Einfülldoms von Podest aus
¾¾ Das Befüllen des Frischwasserbehälters
schließen.
spätestens stoppen wenn die Befüllgrenze
erreicht wird.

Einfülldom
Befüllanschluss für Frischwasserbehälter

1. Befüllschlauch anschließen.
2. Befüllhahn öffnen.
3. Frischwasserbehälter befüllen.
4. Das Befüllen des Frischwasserbehälters
stoppen, sobald die Befüllgrenze erreicht ist.
5. Befüllhahn schließen.
6. Schlauch abkuppeln.
7. Anschluss mit Kappe verschließen.
Domsieb

Beim Einsatz der Pflanzenschutzspritze immer


HINWEIS genügend Frischwasser mitführen. Bei der Be-
füllung des Brühebehälters auch den Frischwas-
Das Domsieb muss täglich kontrolliert und bei serbehälter kontrollieren und befüllen.
Bedarf gereinigt werden!

87
Einspülen von Präparaten
Einspülschleuse

GEFAHR
Zum Einspülen der Präparate entsprechende
1
persönliche Schutzausrüstung tragen. 2
Vorschriften und Hinweise des Pflanzenschutz-
mittelherstellers beachten!
3
4
HINWEIS
Um ein homogenes Gemisch beizubehalten, 5
sollte das Rührwerk bis zum Ende des Spritz-
betriebes aktiviert bleiben. Die Intensität des
Rührwerks kann manuell über den Bypasshahn
während dem Zirkulieren / Spritzen eingestellt 1 Kanisterspülung aktivieren/deaktivieren
werden.
2 Waschpistole aktivieren/deaktivieren
Vorschriften und Hinweise des Pflanzenschutz-
mittelherstellers beachten! 3 Spüldüse aktivieren/deaktivieren
¾¾ Es wird eine Spüldüse im unteren Bereich der Ein-
spülschleuse aktiviert.
In der Einspülschleuse werden Pflanzenschutz- 4 Spüldüsen aktivieren/deaktivieren
mittel und Harnstoff eingeschüttet, aufgelöst und
5 Umschalthahn Absaugen / Anschluss Externe Befüll-
eingesaugt. geräte
Die Einspülschleuse durch Ziehen am Handgriff
nach unten schwenken.
HINWEIS
Beim Reinigen der Einspülschleuse ist darauf zu
achten, dass keine unerwünschten Punkteinträge
von Präparaten entstehen!

Das jeweilige Präparat über die Einspülschleuse


in das Wasser des Brühebehälters einspülen.
Unterschieden wird hierbei zwischen dem
Einspülen von flüssigen und pulverförmigen
Präparaten bzw. Harnstoff.

88
Flüssige Präparate einspülen während
des Befüllvorgangs
1. Saugschlauch an Befüllanschluss anschließen.

a
b

c
d

Befüllanschluss

2. Befüllhahn öffnen. Während des Befüllvorgangs steht an der


3. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehäl- Einspülschleuse das über den Saugschlauch
ter befüllen stellen. angesaugte Wasser an.
Um die Einspülschleuse nach der Befüllung
4. Den Wegehahn der Druckseite auf Brühebe-
zu reinigen, den Wegehahn der Saugseite
hälter befüllen stellen.
auf Frischwasserbehälter und den Wegehahn der
5. Durch Einschalten der Zapfwelle wird die Druckseite auf Einspülschleuse stellen.
Kolbenmembranpumpe aktiviert und der
Befüllvorgang startet. Um alle verbleibenden Reste an der Einspüls-
6. Den Wegehahn der Druckseite auf Einspüls- chleuse zu entfernen, die Waschpistole ver-
chleuse stellen. wenden. Dazu Hebel (b) ziehen und die Pistole
betätigen.
7. Deckel der Einspülschleuse öffnen.
Darauf achten, dass keine unerwünschten
8. Den für die Behälterbefüllung berechneten Punkteinträge von Präparaten entstehen!
und abgemessenen Präparatbedarf in die
Einspülschleuse füllen.
9. Umschalthahn (e) auf Stellung zum Absau-
gen drehen. Den Inhalt vollständig aus der
Einspülschleuse absaugen lassen.
10. Umschalthahn (e) wieder schließen. Vor-
gang ggf. wiederholen, falls der Präparat-
bedarf auf einen Vorgang nicht eingespült
werden konnte.
11. Einspülschleuse mit Spüldüsen (d) vorrei-
nigen.
12. Umschalthahn (e) öffnen und Inhalt absau-
gen lassen.
13. Umschalthahn (e) wieder schließen.
14. Den Wegehahn der Druckseite wieder auf
Brühebehälter befüllen stellen.
15. Fehlende Wassermenge auffüllen.
16. Gewünschte Rührleistung einstellen.

89
Flüssige Präparate einspülen bei voll 14. Den Wegehahn der Saugseite wieder auf
oder teilweise befülltem Brühebehälter Brühebehälter stellen.
15. Den Wegehahn der Druckseite auf Rührwerk
stellen.
16. Gewünschte Rührleistung einstellen.

Pulverförmige Präparate und Harnstoff


a einspülen
b

HINWEIS
c
d Besondere Vorsicht im Umgang mit pulverför-
migen Präparaten oder Harnstoff! Persönliche
Schutzausrüstung tragen! Vorschriften und
e Hinweise des Pflanzenschutzmittelherstellers
beachten!

Den Harnstoff vor dem Spritzen durch aktiviertes


1. Deckel der Einspülschleuse öffnen. Rührwerk vollständig auflösen. Beim Auflösen
größerer Harnstoffmengen kommt es zu starker
2. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe- Temperaturabsenkung der Spritzbrühe, hier-
hälter stellen. durch löst sich der Harnstoff nur langsam auf.
3. Den Wegehahn der Druckseite auf Einspüls- Je wärmer das Wasser ist, desto schneller und
chleuse stellen. besser löst sich der Harnstoff auf.
4. Durch Einschalten der Zapfwelle wird die
Kolbenmembranpumpe aktiviert. 1. Brühebehälter mit ca. 500 Liter Wasser füllen.
5. Den für die Behälterbefüllung berechneten 2. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
und abgemessenen Präparatbedarf in die hälter stellen.
Einspülschleuse füllen. 3. Den Wegehahn der Druckseite auf Einspüls-
6. Umschalthahn (e) auf Stellung zum Absau- chleuse stellen.
gen drehen. Den Inhalt vollständig aus der 4. Durch Einschalten der Zapfwelle wird die
Einspülschleuse absaugen lassen. Kolbenmembranpumpe aktiviert.
7. Umschalthahn (e) wieder schließen. Vorgang 5. Deckel der Einspülschleuse öffnen.
ggf. wiederholen, falls der Präparatbedarf 6. Umschalthahn (e) auf Stellung zum Absau-
auf einen Vorgang nicht eingespült werden gen drehen.
konnte.
7. Spüldüsen (d) einschalten.
8. Sind alle Präparate eingespült worden, den
Wegehahn der Saugseite auf Frischwasserbe- 8. Spüldüse (c) einschalten.
hälter stellen. 9. Den für die Behälterbefüllung berechneten
9. Einspülschleuse mit Spüldüsen (d) vorrei- und abgemessenen Präparatbedarf langsam
nigen. in die Einspülschleuse füllen.
10. Umschalthahn (e) öffnen und Inhalt absau- 10. Umschalthahn (e) nach vollständigen Ab-
gen lassen. saugen schließen.
11. Einspülschleuse mit Waschpistole reinigen. 11. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
serbehälter stellen.
12. Umschalthahn (e) wieder schließen.
12. Einspülschleuse mit Spüldüsen (d) vorrei-
13. Die Zapfwelle abschalten. nigen.

90
13. Umschalthahn (e) öffnen und Inhalt absau-
gen lassen. HINWEIS
14. Einspülschleuse mit Waschpistole reinigen. Wasser bzw. Brühe tritt aus der Kanister-
15. Umschalthahn (e) wieder schließen. Spüldüse aus, wenn die Druckplatte nach unten
16. Die Zapfwelle abschalten. gedrückt wird.
17. Den Wegehahn der Saugseite wieder auf
Brühebehälter befüllen stellen.
18. Den Wegehahn der Druckseite auf Rührwerk Kanister reinigen mit Frischwasser
stellen.
HINWEIS
19. Die fehlende Wassermenge auffüllen.
20. Gewünschte Rührleistung einstellen. Das Reinigen der Kanister mit Frischwasser ver-
dünnt die Konzentration der Spritzbrühe!

Kanister reinigen
1. Deckel der Einspülschleuse öffnen.
Kanister vorreinigen mit Spritzbrühe 2. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
serbehälter und den Wegehahn der Druckseite
auf Einspülschleuse stellen.
3. Die Zapfwelle einschalten.
4. Umschalthahn (e) auf Absaugen stellen.
5. Kanisterspülung einschalten (a).
a 6. Den Kanister oder sonstige Behältnisse über
b die Kanisterspülung stülpen und mindestens
30 Sek. nach unten drücken. Die Behältnisse
dabei drehen.
c
d 7. Kanisterspülung wieder ausschalten (a).
8. Einspülschleuse mit Waschpistole reinigen.

e 9. Umschalthahn (e) wieder schließen.


10. Die Zapfwelle abschalten. Den Wegehahn
der Saugseite auf Brühebehälter stellen.

1. Deckel der Einspülschleuse öffnen. HINWEIS


2. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
Wasser tritt aus der Kanisterspülung aus, wenn
hälter und den Wegehahn der Druckseite auf
die Druckplatte nach unten gedrückt wird.
Einspülschleuse stellen.
3. Die Zapfwelle einschalten.
4. Umschalthahn (e) auf Absaugen stellen.
5. Kanisterspülung einschalten (a).
6. Den Kanister oder sonstige Behältnisse über
die Kanisterspülung stülpen und mindestens
30 Sek. nach unten drücken. Die Behältnisse
dabei drehen.
7. Kanisterspülung wieder ausschalten (a).
8. Umschalthahn (e) wieder schließen.
9. Die Zapfwelle abschalten.

91
Leere Präparatbehälter ¾¾ Hierzu siehe Kapitel Düsenauswahl.
¾¾ Leere Präparatbehälter sorgfältig spülen, un- ¾¾ Die erforderliche Düsengröße vor Spritzbe-
brauchbar machen, sammeln und vorschrifts- ginn aus der Spritztabelle auswählen – unter
mäßig entsorgen. Nicht für andere Zwecke Berücksichtigung
wiederverwenden. • der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit.
¾¾ Steht zum Spülen der Präparatbehälter nur • der erforderlichen Aufwandmenge.
Spritzbrühe zur Verfügung, hiermit zunächst • dem angestrebten Spritzdruck.
eine Vorreinigung vornehmen. ¾¾ Hierzu siehe Kapitel Düsenauswahl.
Eine sorgfältige Spülung dann vornehmen, ¾¾ Eine langsame Fahrgeschwindigkeit und
wenn klares Wasser verfügbar ist, z. B. vor einen niedrigen Spritzdruck zum Vorbeugen
dem Ansetzen der nächsten Brühebehälter- von Abdriftverlusten wählen!
füllung bzw. beim Verdünnen der Restmenge
¾¾ Hierzu siehe Kapitel Düsenauswahl.
der letzten Brühebehälterfüllung.
¾¾ Zusätzliche Maßnahmen zur Abdriftminde-
rung bei Windgeschwindigkeiten von größer
oder gleich 3 m/s ergreifen.
Wurden alle Präparete eingespült, die Einspüls-
chleuse und alle Behälter gereingt, den Deckel ¾¾ Hierzu siehe Kapitel Maßnahmen zur Abdrif-
der Einspülschleuse wieder schließen. Die Ein- tminderung.
spülschleuse am Handgriff wieder nach oben in ¾¾ Behandlungen bei durchschnittlichen Windge-
Transportstellung schwenken. schwindigkeiten von über 5 m/s unterlassen.
¾¾ Die Düsen nur während der Fahrt ein- und
ausschalten, um Überdosierungen zu ver-
meiden.
Spritzbetrieb ¾¾ Überdosierungen durch Überlappungen ver-
meiden
¾¾ Vor Spritzbeginn die erforderliche Aufwand- • bei nicht exaktem Anschlussfahren von
menge exakt anhand der Gebrauchsanlei- Spritzbahn zu Spritzbahn und/oder
tung des Pflanzenschutzmittelherstellers • bei Kurvenfahrten auf dem Vorgewende mit
ermitteln. eingeschaltetem Spritzgestänge!
¾¾ Die erforderliche Aufwandmenge (Sollmenge)
¾¾ Wenn der Rand der Bearbeitungsfläche
vor Spritzbeginn am Terminal eingeben. schräg zur Bearbeitungsfläche verläuft, äu-
¾¾ Die erforderliche Aufwandmenge [l/ha] beim ßere Teilbreiten abschalten.
Spritzbetrieb exakt einhalten, ¾¾ Beim Spritzbetrieb ständig den tatsächlichen
• um einen optimalen Behandlungserfolg der Verbrauch der Spritzbrühe in Bezug zur be-
Pflanzenschutzmaßnahme zu erreichen. handelten Fläche kontrollieren. Den Durch-
• um unnötige Umweltbelastungen zu ver- flussmesser bei Abweichungen zwischen der
meiden. tatsächlichen und der angezeigten Ausbring-
¾¾ Den erforderlichen Düsentyp vor Spritzbe- menge kalibrieren.
ginn aus der Spritztabelle auswählen – unter ¾¾ Den Wegsensor (Impulse pro 100 m) bei
Berücksichtigung Abweichungen zwischen der tatsächlichen
• der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit. und der angezeigten Wegstrecke kalibrieren.
Diese Tätigkeit sollte immer im Feld durchge-
• der erforderlichen Aufwandmenge.
führt werden.
• der erforderlichen Zerstäubungscharakte-
¾¾ Bei witterungsbedingter Unterbrechnung
ristik (fein-, mittel oder grobtropfig) des
des Spritzbetriebs unbedingt die Filter, die
für die durchzuführende Pflanzenschutz-
Pumpe, die Armatur und die Spritzleitungen
maßnahme eingesetzten Pflanzenschutz-
reinigen!
mittels.
• von Abstandsauflagen.

92
Gestängesteuerung Wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Dü-
sengröße und gleichbleibendem Spritzdruck
erhöht, verringert sich die Ausbringmenge.
WARNUNG
Wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Dü-
Gefährdungen durch Quetschen und Stoß
sengröße und gleichbleibendem Spritzdruck
für Personen, die sich beim Anheben oder
verringert, erhöht sich die Ausbringmenge.
Absenken der Höhenverstellung vom Spritz-
gestänge im Gefahrenbereich aufhalten!
Die Fahrgeschwindigkeit ist frei wählbar, auf-
Personen aus dem Gefahrenbereich der Ma- grund der automatischen, flächenbezogenen
schine verweisen, bevor das Spritzgestänge Ausbringmengenregelung über den Spritzcom-
über die Höhenverstellung angehoben oder puter.
abgesenkt wird.
Das Rührwerk bleibt normalerweise vom
Befüllen bis zum Ende des Spritzbetriebes
HINWEIS eingeschaltet. Vorschriften und Hinweise des
Pflanzenschutzmittelherstellers beachten.
Die Spritzhöhe (Abstand zwischen Düsen und
Bestand) nach den aktuellen Richtlinien ein-
stellen.
Beispiel:
Das Spritzgestänge immer parallel zum Boden
ausrichten, nur dann wird die vorgeschriebene
Spritzhöhe an jeder Düse erreicht. Erforderliche Aufwandmenge: 200 l/ha
Vorgesehene
Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
Düsentyp: AI / ID
Steuern und Regeln von Düsengröße: 03
Spritzfunktionen Zulässiger Druckbereich der 3 bar (min.) -
eingebauten Spritzdüsen: 8 bar (max)
Spritzdruck, Düsengröße, Ausbringmen- Angestrebter Spritzdruck: 3,7 bar
ge, Fahrgeschwindigkeit, Rührwerk Zulässige Spritzdrücke: 3,7 bar ±25%
Der Brühebehälter ist leer, wenn der Spritzdruck 2,8 bar (min.) -
plötzlich deutlich abfällt. 4,6 bar (max.)

Saug- oder Druckfilter sind verstopft, wenn der


Spritzdruck bei sonst unveränderten Bedin-
gungen abfällt.

Spritzdruck und Düsengröße beeinflussen die


Tropfengröße und das ausgespritzte Flüssig-
keitsvolumen.
Je höher der Spritzdruck, desto kleiner der
Tröpfchendurchmesser der ausgespritzten
Spritzbrühe. Die kleineren Tröpfchen unterliegen
einer verstärkten, unerwünschten Abdrift!
¾¾ Wird der Spritzdruck erhöht, erhöht sich
auch die Ausbringmenge.
¾¾ Wird der Spritzdruck verringert, verringert
sich auch die Ausbringmenge.

93
Spritzen Fahrt zum Feld mit eingeschaltetem Rühr-
werk:
1. Das Terminal einschalten.
2. Spritzbrühe vorschriftsmäßig nach Angaben ¾¾ Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
des Pflanzenschutzmittelherstellers ansetzen hälter und den Wegehahn der Druckseite auf
und aufrühren. Zirkulation / Spritzen stellen.
3. Die Intensität des Rührwerks kann manuell ¾¾ Über den Bypasshahn kann die Intensität des
über den Bypasshahn während dem Zirku- Rührwerkes eingestellt werden.
lieren / Spritzen eingestellt werden.
4. Das Spritzgestänge ausklappen. Die benötigte Rührleistung ist abhängig von
5. Die Arbeitshöhe des Spritzgestänges (Ab- den verwendeten Präparaten und muss vom
stand zwischen Düsen und Bestand) in Ab- Anwender kontrolliert werden.
hängigkeit der verwendeten Düsen nach der
Spritztabelle einstellen. Nach dem Befüllen kann das Rührwerk über den
Bypasshahn auf maximale Intensität eingestellt
6. Im Terminal die Werte „min. Druck“ und „max. werden, um bei längeren Transportfahrten ein
Druck“ für den zulässigen Spritzdruckbereich Entmischen zu vermeiden! Dazu muss die
(der eingebauten Spritzdüsen) kontrollieren. Zapfwelle beim Transport eingeschaltet sein.
7. Den Wert „Sollmenge“ für die erforderliche Auf die max. zulässige Zapfwellendrehzahl von
Aufwandmenge in das Terminal eingeben 540 1/min ist zu achten!
bzw. den gespeicherten Wert kontrollieren.
8. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe- Die für die Fahrt eingestellte Rührintensität
hälter und den Wegehahn der Druckseite auf vor dem Spritzbetrieb wieder zurückstellen,
Spritzen stellen. wenn diese von der erforderlichen Rührin-
tensität für den Spritzbetrieb abweicht!
9. Die Zapfwelle einschalten.
10. Spritzen über das Terminal einschalten.
Maßnahmen zur Abdriftminderung
¾¾ Die Behandlungen in die frühen Morgen- bzw.
in die Abendstunden verlegen (im allgemei-
HINWEIS
nen weniger Wind).
Es sind die länderspezifischen Vorgaben zu ¾¾ Spritzdruck verringern.
beachten! Abstandsauflagen insbesondere zu ¾¾ Größere Düsen und höhere Wasseraufwand-
Gewässern und angrenzenden Flächen sind mengen wählen.
einzuhalten! ¾¾ Gestängearbeitshöhe exakt einhalten, da mit
zunehmendem Düsenabstand die Abdriftge-
fahr stark ansteigt.
¾¾ Fahrgeschwindigkeit reduzieren (auf unter
8 km/h).
¾¾ Einsatz sogenannter Antidrift (AD)-Düsen
oder Injektor (ID)-Düsen (Düsen mit erhöhtem
Grobtropfenanteil).
¾¾ Abstandsauflagen der jeweiligen Pflanzen-
schutzmittel beachten.

94
Entleeren des Brühebehälters über den Düsenauswahl
Druckabgang
HINWEIS
Zur Auswahl und Anwendung der Düsen zu-
sätzlich die Angaben und Empfehlungen des
a jeweiligen Düsenherstellers beachten!
b
Allgemeines
In diesem Kapitel werden zwei Möglichkeiten
zur Ermittlung der passenden Düsen und deren
Kennwerte nach ISO 10625 erläutert.
(a) Kugelhahn für Druckabgang
(b) Druckabgang HINWEIS

1. Einen Entleerungsschlauch mit 1″-Camlock- Alle in den Spritztabellen aufgeführten


Kupplung auf den Druckabgang (b) kuppeln. Aufwandmengen (in l/ha) gelten für Wasser.
Für Flüssigdünger die angegebenen Aufwand-
2. Den Kugelhahn (a) öffnen.
mengen zuerst umrechnen:
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf AHL
HINWEIS mit 0,88 multiplizieren.
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf NP-
Über den Kugelhahn (a) kann die Entleerlei- Lösung mit 0,85 multiplizieren.
stung geregelt werden.
Bei voll geöffnetem Hahn fördert die Kolben- x 0,88 x 0,85
membranpumpe mit voller Leistung über den H 2
O AHL H 2
O NP-Lösung
x 1,14 x 1,18
Druckabgang.

3. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-


hälter und den Wegehahn der Druckseite auf Das Diagramm (a) dient zur Auswahl des ge-
Zirkulation stellen. eigneten Düsentyps.
Der Düsentyp wird bestimmt durch
4. Die Zapfwelle einschalten.
¾¾ die vorgesehene Fahrgeschwindigkeit
5. Den Brühebehälter entleeren.
¾¾ die erforderliche Aufwandmenge
6. Die Zapfwelle abschalten.
¾¾ die erforderliche Zerstäubungscharakteristik
7. Den Kugelhahn (a) schließen und den Ent- (fein-, mittel- oder grobtropfig) des für die
leerungsschlauch abnehmen. durchzuführende Pflanzenschutzmaßnahme
8. Druckabgang (b) mit Kappe verschließen. eingesetzten Pflanzenschutzmittels.

Die Universaltabelle (b) dient zur Ermittlung


¾¾ derDüsengröße
¾¾ des erforderlichen Spritzdrucks
¾¾ des erforderlichen Einzeldüsenausstoßes
zum Auslitern der Pflanzenschutzspritze.

95
Vorgehensweise
¾¾ Tabellengelten für 50 cm Düsenabstand.
¾¾ Düsengrößen und Farbkennzeichnung nach
ISO 10625

Mit Diagramm und Universaltabelle


1. Aufwandmenge, Fahrgeschwindigkeit und
Zerstäubungscharakteristik festlegen.
Düsentyp Diagramm (a):
2. Den Betriebspunkt bestimmen. Der Be-
triebspunkt ist der Schnittpunkt aus Fahr-
geschwindigkeit und Aufwandmenge.
3. Vom Betriebspunkt aus nach unten loten.
4. Den passenden Düsentyp für die erforder-
liche Zerstäubungscharakteristik auswäh-
len.
Dazu Einteilung links im Diagramm beach-
ten (fein-, mittel-, grobtropfig). Mögliche
Düsengrößen beachten.

Kennwerte Universaltabelle:
Zur genaueren Ermittlung der Kennwerte in
Universaltabelle wechseln.
5. In der Spalte mit der festgelegten Auf-
wandmenge die Zeile mit der festgelegten
Fahrgeschwindigkeit aufsuchen (ggf. Nähe-
rungswert verwenden).
6. In der Zeile rechts den Düsenausstoß, und
die geeigneten Düsengrößen mit dem je-
weils zugehörigen Druck ablesen.

Beispiel:

zu 1. Aufwandmenge: 200 l/ha


Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
Zerstäubungscharakteristik: grobtropfig
zu 2./3. Siehe Diagramm (a)
zu 4. Düsentyp: ID/AL
mögliche Düsengrößen: -025 oder -03
zu 5. Siehe Universaltabelle
zu 6. Düsenausstoß: 1,35 l/min
Düsen: Größe 025 mit 5,5 bar
Größe 030 mit 3,8 bar

96
Diagramm (a) mit Beispiel

97
Aufwandmenge l/ha Düsen- Düsengröße
ausstoß
l/min

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Universaltabelle (b) mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

98
Mit Ausbringmengentabelle
1. Ausbringmenge und Fahrgeschwindigkeit
festlegen.
2. In der Ausbringmengentabelle die Spalte
mit der erforderlichen Fahrgeschwindigkeit
aufsuchen.
3. Die Zeile(n) mit der erforderlichen Ausbring-
menge aufsuchen (ggf. Näherungswerte
verwenden).
4. Düsengröße, Druck und Düsenausstoß
ablesen.

Beispiel:

1. Ausbringmenge: 200 l/ha


Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
2. Siehe Ausbringmengentabelle
3. Siehe Ausbringmengentabelle
4. Düsen: a) Größe: 025
Druck 5,0 bar
Düsenausstoß: 1,29 l/min

b) Größe: 03
Druck: 4,0 bar
Düsenausstoß: 1,39 l/min

99
Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h
l/min l/min
Farbe bar Farbe bar

-01 -05
orange braun

-015 -06
grün grau

-02 -08
gelb weiß

-025 -10
lila schwarz

-12
türkis
-03
blau

-16
violett

-04
-20
rot
hellblau

Universaltabelle mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

100
Druckbereiche verschiedener Düsen

Düsentyp Düsengröße Zulässiger Druckbereich [bar]


min. Druck max. Druck
LU / XRC - Düsen 015 1 1,5

LU / XRC - Düsen 02 1 2,5

LU / XRC - Düsen 03 1 3,0

LU / XRC - Düsen 04 - 08 1 5,0

AD / DG / TT alle Größen 1,5 6

AI alle Größen 2 8

ID alle Größen 2 8

Air Mix-Düsen alle Größen 1 6

IDK / IDKN alle Größen 1 6

TTI alle Größen 1 6

AVI alle Größen 2 8


Zulässige Druckbereiche verschiedener Düsentypen und Düsengrößen

101
Restmengen Ablassen der technischen
Restmenge
Unterschieden werden zwei Arten von Rest-
mengen:
HINWEIS
¾¾ Überschüssige Restmenge bei Beendigung
des Spritzbetriebes, z.B. durch Fehler in der Es ist zu beachten, dass die Restmenge in den
Berechnung der Aufwandmenge, in der Be- Stichleitungen der Teilbreiten noch in unver-
füllung oder im Spritzbetrieb. dünnter Konzentration ausgespritzt wird.
¾¾ Technische Restmenge, die nach deutlichem
Spritzdruckabfall noch in Spritzbrühebehälter, ¾¾ Die Restmenge in der Spritzleitung auf eine
Saugarmatur und Spritzleitung verbleibt. Die unbehandelte Fläche ausspritzen.
Saugarmatur besteht aus den Baugruppen
¾¾ Die benötigte Fahrstrecke zum Ausspritzen
Umschalthähne, kurze Leitungen und Pumpe.
der Restmenge in der Spritzleitung ist dem
Kapitel Technische Restmenge zu entnehmen.
Die Restmenge in der Spritzleitung ist ab-
Technische Restmenge hängig von der Arbeitsbreite des Gestänges.
¾¾ Das Rührwerk über den Bypasshahn zum
Es ist zu beachten, dass die Restmenge in den
Leerspritzen des Brühebehälters ausschal-
Stichleitungen der Teilbreiten noch in unver-
ten, wenn die Restmenge im Brühebehälter
dünnter Konzentration ausgebracht wird. Dies
nur noch 100 Liter beträgt.
ist der Fall, wenn bei angeschalteten Düsen auf
Frischwasser umgeschalten wird. Bei eingeschaltetem Rührwerk erhöht sich
Diese Restmenge der Spritzleitung ist unbedingt die technische Restmenge gegenüber den
auf eine unbehandelte Fläche auszuspritzen. angegebenen Werten.
Die Restmenge der Spritzleitung ist von der ¾¾ Die Maßnahmen zum Anwenderschutz gelten
Gestängebreite abhängig. beim Entleeren von Restmengen. Die Anord-
nungen der Pflanzenschutzmittelhersteller
beachten und persönlich Schutzausrüstung
tragen.
¾¾ Die aufgefangene Restmenge der Spritz-
brühe nach den einschlägigen, rechtlichen
Vorschriften entsorgen.
¾¾ Die Restmenge der Spritzbrühe in geeigneten
Behältern sammeln.
¾¾ Die Restmenge der Spritzbrühe der vorge-
schriebenen Abfallbeseitigung zuführen.

102
Zum Ablass der technischen Restmenge ist Verdünnte Restmenge
unter dem Brühebehälter ein Anschluss ange-
bracht. Das Verdünnen und Ausspritzen der Restmenge
im Brühebehälter bei Beendigung des Spritzbe-
triebes wie folgt durchführen:

Vorgehensweise
1. Die unverdünnte Restmenge aus der Spritz-
leitung auf eine unbehandelte Restfläche
ausspritzen.
2. Die Restmenge im Brühebehälter mit 200
Liter Frischwasser verdünnen.
3. Die verdünnte Restmenge ebenfalls auf eine
Anschluss mit Verschlusskappe unbehandelte Restfläche ausspritzen.
4. Die Schritte 2 und 3 ein zweites (ggf. auch
1. Die Verschlusskappe abnehmen. ein drittes) Mal wiederholen.
2. Zum Ablassen der Restmenge geeignetes
Auffanggefäß unter den Anschluss stellen.
3. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehäl- Verdünnen der Restmenge
ter befüllen stellen.
1. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
4. Für ca. 10 Sek. die Zapfwelle einschalten, serbehälter stellen.
um den Sauganschluss zur Befüllung des
2. Den Wegehahn der Druckseite auf Rühwerk
Brühebehälters zu entleeren.
stellen.
5. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
3. Die Zapfwelle einschalten.
hälter stellen.
4. Die gewünschte Menge Frischwasser in den
6. Den Ablasshahn für den Restablass öffnen.
Brühebehälter umpumpen.
7. Den Wegehahn der Druckseite auf Zirkulation/
5. Die Zapfwelle wieder abschalten.
Spritzen stellen.
6. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
8. Nach vollständigem Ablassen den Ablass-
hälter stellen.
hahn wieder schließen.
7. Den Wegehahn der Druckseite auf Spritzen
9. Den Anschluss nach jedem Öffnen mit der
stellen.
Verschlusskappe wieder verschließen!
10. Die aufgefangene Restmenge vorschrifts-
Bei Mehrfachdüsenkörpern müssen beim
gemäß entsorgen!
Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet
werden. Bei Nichtbeachtung besteht die
Gefahr von Ablagerungen!

103
Ablassen des Reinigung
Frischwasserbehälters
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei-
den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln, Ein-
ziehen, Fangen und Stoß durch
¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener,
ungesicherter Maschinenteile
¾¾ unbeabsichtigtes Starten und Wegrollen der
Traktor-Maschine-Kombination.
Den Traktor und die Pflanzenschutzspritze ge-
gen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsich-
Anschluss Frischwasserbehälter
tigtes Wegrollen sichern, bevor an der Maschine
Reinigungsarbeiten ausgeführt werden.
Der Anschluss des Frischwasserbehälters
befindet sich links neben der Einspülschleuse. Vor Reinigungsarbeiten unterhalb des Parallelo-
Dieser ist zum Befüllen des Frischwasserbehäl- gramms bei eingeklappten Gestänge ist die Ver-
ters als auch zum Ablassen des Frischwassers. riegelung des Parallelogramms zu kontrollieren.
Zum Ablassen die Verschlusskappe abnehmen,
Kugelhahn öffnen und Wasser ablaufen lassen.
Anschließend Hahn wieder schließen und den WARNUNG
Anschluss mit der Verschlusskappe wieder
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei-
verschließen.
den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln,
Einziehen und Fangen durch ungeschützte
WARNUNG Gefahrenstellen!
¾¾ Schutzeinrichtungen, die zum Reinigen der
Vergiftungsgefahr durch unreines Wasser im Maschine entfernt wurden wieder anbringen.
Frischwasserbehälter!
¾¾ Defekte Schutzeinrichtungen durch neue
Das Wasser des Frischwasserbehälters nicht
ersetzen. Dazu nur HORSCH Originalteile
als Trinkwasser nutzen!
verwenden.

VORSICHT
Verunreinigung mit Pflanzenschutzmitteln. Beim
Reinigen der Pflanzenschutzspritze die Persön-
liche Schutzausrüstung tragen!

¾¾ Brems-, Luft- und Hydraulikschlauchleitungen


besonders sorgfältig überwachen.
¾¾ Brems-, Luft- und Hydraulikschlauchleitungen
niemals mit Benzin, Benzol, Petroleum oder
Mineralölen behandeln.
¾¾ Nach der Reinigung alle Hydraulikleitungen
auf Undichtigkeiten und gelockerte Verbin-
dungen prüfen.

104
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze nach der Reini- Reinigen der Pflanzenschutzspritze
gung abschmieren, insbesondere nach der
Reinigung mit einem Hochdruckreiniger / HINWEIS
Dampfstrahler oder fettlöslichen Mitteln.
¾¾ Die gesetzlichen Vorschriften für die Handha- Das regelmäßige Reinigen der Pflanzenschutz-
bung und Beseitigung von Reinigungsmitteln spritze ist Voraussetzung für eine sachgerechte
beachten. Wartung und erleichtert das Bedienen.
¾¾ Scheuerstellen und Beschädigungen untersu-
chen. Festgestellte Mängel sofort beheben! Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Pflanzen-
¾¾ Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage diese schutzspritze hängen im Wesentlichen von der
von der Stromzufuhr trennen. Einwirkdauer der Pflanzenschutzmittel auf die
Werkstoffe ab.
Reinigen mit Hochdruckreiniger / Dampf-
¾¾ Die Einwirkdauer der Spritzbrühe so kurz wie
strahler möglich halten, z. B. durch tägliches Reinigen
nach Beendigung des Spritzbetriebes.
HINWEIS
¾¾ Die Spritzbrühe nicht unnötig lange Zeit im
Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler Spritzbrühebehälter lassen, z.B. nicht über
oder Hochdruckreiniger waschen. Nacht.
Der Lack ist erst nach ca. 3 Monaten ausgehär- ¾¾ Die Pflanzenschutzspritze grundsätzlich reini-
tet und könnte vorher beschädigt werden. gen, bevor ein anderes Pflanzenschutzmittel
ausgebracht wird.
¾¾ Die Restmenge im Brühebehälter verdünnen
Bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger/
Dampfstrahler unbedingt die folgenden Punkte und die verdünnte Restmenge anschließend
beachten: ausspritzen.
¾¾ Vor der eigentlichen Reinigung eine Vorreini-
¾¾ Keine elektrischen Bauteile reinigen. gung der Pflanzenschutzspritze auf dem Feld
¾¾ Keine verchromten Bauteile reinigen.
durchführen.
¾¾ Nach jeder Reinigung der Pflanzenschutz-
¾¾ Vor dem Reinigen der Maschine alle Öff-
nungen abdecken, in die aus Sicherheits- und spritze die anfallenden Reinigungsrückstände
Funktionsgründen kein Wasser, Dampf oder umweltgerecht entsorgen.
Reinigungsmittel eindringen darf. ¾¾ Die Spritzdüsen mindestens einmal pro Sai-
¾¾ Den Wasserstrahl nie direkt auf elektrische
son ausbauen.
oder elektronische Bauteile und Lager richten. ¾¾ Die Verschmutzung der ausgebauten Spritz-
¾¾ Den Reinigungsstrahl des Hochdruckreini-
düsen kontrollieren, evtl. die Spritzdüsen mit
gers/Dampfstrahlers nie direkt auf Schmier- weicher Bürste reinigen.
und Lagerstellen, Leitungen und Aufkleber ¾¾ Die Spritzleitungen ohne eingebaute Spritz-
halten. düsen spülen.
¾¾ Immer einen Mindestabstand von 300 mm
zwischen Reinigungsdüse und Maschine
einhalten.
¾¾ Die Verwendung von Dreckfräsen am Hoch-
druckreiniger vermeiden, ggf. größeren Ab-
stand halten.
¾¾ Die Sicherheitsbestimmungen beim Umgang
mit Hochdruckreinigern beachten.

105
Reinigung der Filter Saugfilter

Druckfilter VORSICHT

VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe! Persönliche Schutz-


ausrüstung tragen!
Auslaufende Spritzbrühe! Persönliche Schutz-
ausrüstung tragen! HINWEIS
¾¾ Filter nach dem Ansaugen von verschmutz-
Der Druckfilter befindet sich unterhalb der Au-
tem Wasser reinigen.
ßenbedieneinheit.
¾¾ Um ein festsetzen des Schmutzes im Saugfil-
Der Wert für den Druck am Gestänge wird am
Terminal angezeigt. ter zu vermeiden, sollte dieser täglich gereingt
werden. Zusätzlich sollte der Druckabgang
¾¾ Den Filter täglich reinigen. gespült werden.

Der Saugfilter befindet sich unterhalb der Au-


ßenbedieneinheit.

Druckfilter

1. Gestängezirkulation ausschalten.
Saugfilter
2. Kugelhahn für Druckabgang schließen.
3. Das Filtergehäuse entwässern. Dazu Hahn 1. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehäl-
öffnen. ter befüllen stellen.
4. Den Deckel des Filtergehäuses abschrauben. 2. Den Wegehahn der Druckseite auf Befüllung
5. Den Filter entnehmen und reinigen. Die Abla- stellen.
gerungen mit geeignetem Behälter auffangen 3. Das Filtergehäuse entwässern. Dazu Hahn
und fachgerecht entsorgen. öffnen.
6. Den gereinigten Filter wieder einsetzen und 4. Den Deckel des Filtergehäuses abschrauben.
das Filtergehäuse mit dem Deckel verschlie-
5. Den Filter entnehmen und reinigen/wechseln.
ßen. Absperrhahn wieder schließen.
Die Ablagerungen mit geeignetem Behälter
auffangen und fachgerecht entsorgen.
6. Den gereinigten/neuen Filter wieder einset-
zen und das Filtergehäuse mit dem Deckel
verschließen. Absperrhahn wieder schließen.

HINWEIS
Das Gewinde des Filtergehäuses bei Ver-
schmutzung reinigen.

106
Reinigung bei entleertem
HINWEIS
Brühebehälter
Bei Mehrfachdüsenkörpern müssen alle vorhan-
HINWEIS denen Düsen gereinigt werden. Bei Nichtbe-
achtung besteht die Gefahr von Ablagerungen!
Die am Anfang ausgebrachte Restmenge ist in
den Stichleitungen der Teilbreiten unverdünnt.
Daher die Restmenge auf unbehandelter Fläche
ausbringen!
Brühebehälter nach Benutzung reinigen! Reinigung bei gefülltem
Brühebehälter
1. Den Frischwasserbehälter mit ca. 100 l Was-
ser befüllen. HINWEIS
2. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
Die am Anfang ausgebrachte Restmenge ist
serbehälter stellen.
unverdünnt. Daher die Restmenge auf unbe-
3. Durch Einschalten der Zapfwelle wird die handelter Fläche ausbringen!
Kolbenmembranpumpe aktiviert. Die Saugarmatur und die Spritzleitung bei wit-
4. Mit dem Wegehahn der Druckseite können terungsbedingter Unterbrechung des Spritzbe-
Direktbefüllung, Rührwerk, Innen-/Außen- triebes reinigen!
reinigung, Einspülschleuse und Gestänge
jeweils mit Frischwasser gereinigt werden. ¾¾ Die Reinigung auf dem Feld mit Wasser aus
5. Bei der Reinigung der Einspülschleuse den dem Frischwasserbehälter durchführen.
Umschalthahn auf Absaugen stellen. ¾¾ Benötigte Fahrstrecke zum Ausspritzen dieser
6. Die Kanisterspüldüse einschalten und mit unverdünnten Restmenge ist dem Kapitel
einem geeignetem Behälter den Kanister- Technische Restmenge zu entnehmen.
spüler solange betätigen bis nur noch klares
Wasser austritt. 1. Die Düsen abschalten.
7. Die Spüldüsen solange aktivieren bis nur 2. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
noch klares Wasser austritt. serbehälter stellen.
8. Die Spüldüse im unteren Bereich der Ein- 3. Den Wegehahn der Druckseite auf Gestänge
spülschleuse solange aktivieren bis nur noch stellen.
klares Wasser austritt. 4. Die Zapfwelle einschalten.
9. Die Waschpistole anschalten und in die 5. Die Zirkulation über den Bypasshahn ein-
Einspülschleuse spritzen bis klares Wasser schalten.
austritt.
6. Die benötigte Fahrstrecke mit angeschal-
10. Nach der Reinigung die Zapfwelle abschal- teten Düsen (auf unbehandelter Restfläche)
ten. abfahren.
11. Den Wegehahn der Druckseite auf Zirkulation/ 7. Die Zapfwelle abschalten.
Spritzen stellen.
8. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
12. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe- hälter stellen.
hälter stellen.
13. Die Restmenge auf eine unbehandelte
Restfläche ausspritzen. HINWEIS
14. Die Schritte 1-13 ein zweites Mal (ggf. ein
Bei Mehrfachdüsenkörpern müssen alle vorhan-
drittes Mal) wiederholen (Verdünnungsprin-
denen Düsen gereinigt werden. Bei Nichtbe-
zip).
achtung besteht die Gefahr von Ablagerungen!
15. Saug- und Druckfilter reinigen.

107
Außenreinigung (optional)
Mit der Außenreinigung werden unerwünschte
Verschmutzungen entfernt und das unbeab-
sichtigte Abtropfen / Ablaufen von anhaftenden
Pflanzenschutzmitteln wird verhindert.

HINWEIS
Bei der Außenreinigung ist die Persönliche
Schutzausrüstung zu tragen. Vorgaben und
Hinweise der Pflanzenschutzmittelhersteller
beachten!
Das Reinigungswasser darf nicht in Oberflä-
chengewässer oder in die Kanalisation gelan-
gen.
Die Reinigung daher auf einer unversiegelten
und bewachsenen Fläche durchführen.

Die Außenreinigung ist erforderlich:


• wenn die Pflanzenschutzspritze mit Spritzbrü-
he verschmutzt ist.
• bei einem Wechsel des Pflanzenschutzmittels.
• vor dem Einwintern.
• vor der Pflege / Wartung der Maschine.

1. Alle Spritzfunktionen ausschalten.


2. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas-
serbehälter stellen.
3. Der Schlauch der Außenreinigung am Druck-
abgang anschließen
4. Den Wegehahn der Druckseite auf Zirkulation
/ Spritzen stellen.
5. Umschalthahn am Druckabgang auf Druckab-
gang / Außenreinigung stellen
6. Die Zapfwelle einschalten.
7. Druckschlauch von der Haspel ziehen und
Maschine mit der Waschpistole reinigen.
8. Nach Beendigung der Reinigung den Druck-
schlauch auf der Haspel wieder aufwickeln
und die Waschpistole in der Halterung ab-
legen.
9. Die Zapfwelle abschalten.
10. Umschalthahn am Druckabgang wieder auf
Zirkulation stellen.
11. Den Schlauch der Außenreinigung vom
Druckabgang abschließen, aufrollen und
verstauen.

108
Pflege und Wartung HINWEIS
¾¾ Eine regelmäßige und sachgemäße Wartung
WARNUNG hält die Pflanzenschutzspritze lange einsatz-
bereit und verhindert frühzeitigen Verschleiß.
Gefahren durch Quetschen, Scheren,
Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Aufwi-
ckeln, Einziehen, Fangen und Stoß durch
Ihre Maschine wurde auf maximale Leistung,
¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener, Wirtschaftlichkeit und Bedienerfreundlichkeit
ungesicherter Maschinenteile. unter einer Vielzahl von Betriebsbedingungen
¾¾ unbeabsichtigtes Starten und Wegrollen ausgelegt und montiert.
der Traktor-Maschine-Kombination.
Den Traktor und die Pflanzenschutzspritze Vor der Auslieferung wurde Ihre Maschine im
gegen unbeabsichtigtes Starten und unbe- Werk und von Ihrem Vertragshändler geprüft,
absichtigtes Wegrollen sichern, bevor an der um sicherzustellen, dass Sie die Maschine im
Maschine Arbeiten zur Pflege, zum Warten oder optimalen Zustand erhalten. Zur Aufrechter-
Instandhalten ausgeführt werden. haltung eines störungsfreien Betriebes ist es
wichtig, dass die Pflege- und Wartungsarbeiten
Vor Arbeiten unterhalb des Parallelogramms bei in den empfohlenen Abständen eingehalten
eingeklappten Gestänge ist die Verriegelung werden.
des Parallelogramms zu kontrollieren.
¾¾ Vorgeschriebene oder in der Betriebsanlei-
tung angegebene Fristen für wiederkehrende
WARNUNG Prüfungen oder Inspektionen einhalten.
¾¾ Für Wartungs- und Pflegearbeiten die Maschi-
Gefahren durch Quetschen, Scheren, ne auf ebenem und tragfähigem Untergrund
Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Aufwi- abstellen und gegen Wegrollen sichern.
ckeln, Einziehen und Fangen durch unge- ¾¾ Nur von HORSCH freigegebene Ersatzteile
schützte Gefahrenstellen! verwenden.
¾¾ Schutzeinrichtungen, die zur Pflege, zum ¾¾ Nur von HORSCH freigegebene Ersatz-
Warten und Instandhalten der Maschine schläuche und bei der Montage Schlauch-
entfernt wurden wieder anbringen. klemmen aus Edelstahl verwenden.
¾¾ Defekte Schutzeinrichtungen durch neue ¾¾ Umweltschutzmaßnahmen bei der Durch-
ersetzen. Dazu nur HORSCH Originalteile führung von Pflege- und Wartungsarbeiten
verwenden. beachten.
¾¾ Gesetzliche Vorschriften bei der Entsorgung
von Betriebsstoffen wie z.B. Öle und Fette
GEFAHR beachten. Ebenfalls von diesen gesetzlichen
Vorschriften betroffen sind Teile, die mit die-
¾¾ Bei der Durchführung von Pflege-, Wartungs-
sen Betriebsstoffen in Berührung kommen.
und Instandsetzungsarbeiten die Sicherheits-
¾¾ Abschmierdruck von 400 bar beim Abschmie-
hinweise beachten!
ren mit Hochdruckschmierpressen nicht
¾¾ Wartungs- und / oder Instandhaltungsarbeiten
überschreiten.
unter angehobenen, beweglichen Maschinen-
¾¾ Schutzmaßnahmen einleiten (z.B. Abdecken
teilen dürfen nur durchgeführt werden, wenn
der Leitungen oder Ausbau der Leitungen an
diese gegen unbeabsichtigtes Absenken mit
besonders kritischen Stellen)
Hilfe geeigneter formschlüssiger Sicherungen
gesichert sind. • bei Schweiß-, Bohr- und Schleifarbeiten
• bei Arbeiten mit Trennscheiben in der Nähe
von Kunststoffleitungen und elektrischen
Leitungen.

109
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze vor jeder Reparatur Wartungsintervalle
oder Wartung gründlich reinigen, vor allem die
Die Wartungsintervalle werden von vielen ver-
mit Spritzbrühe verunreinigten Teile.
schiedenen Faktoren bestimmt.
¾¾ Reparaturarbeiten nur bei stillgesetzten und So beeinflussen die verschiedenen Einsatz-
gegen Wiederanlauf gesicherten Maschinen bedingungen, Witterungseinflüsse, Fahr- und
ausführen. Arbeitsgeschwindigkeiten, Staubanfall und Art
¾¾ Bei allen Pflege- und Wartungsarbeiten das des Bodens, verwendetes Saatgut, Dünger und
Maschinenkabel und die Stromzufuhr vom Beize usw. die Wartungsintervalle. Aber auch
Bordcomputer trennen. die Qualität der verwendeten Schmier- und
Dies gilt besonders bei Schweißarbeiten an Pflegemittel bestimmen die Zeit bis zur nächsten
der Maschine. Die Masseverbindung mög- Pflegearbeit.
lichst nahe an der Schweißstelle anbringen.
¾¾ Bei Pflege- und Wartungsarbeiten gelöste
Die angegebenen Wartungsintervalle können
Schraubenverbindungen wieder festziehen. deshalb nur ein Anhaltspunkt sein.
Bei Abweichungen von normalen Einsatzbedin-
gungen müssen die Intervalle den Bedingungen
Spezielle Fachkenntnisse sind die Voraus-
angepasst werden.
setzung für die Ausführung von Prüf- und
Wartungsarbeiten. Diese Fachkenntnisse
Die regelmäßige Wartung ist die Grundlage für
werden im Rahmen dieser Betriebsanleitung
eine einsatzfähige Maschine. Gepflegte Maschi-
nicht vermittelt!
nen vermindern das Ausfallrisiko und sichern
einen wirtschaftlichen Einsatz und Betrieb der
Maschinen.
Grundsätzlich verboten ist:
¾¾ das Bohren am Fahrgestell
¾¾ das Aufbohren bestehender Löcher am Fahr-
rahmen
¾¾ das Schweißen an tragenden Bauteilen

Umbauten haben Auswirkungen auf Anga-


ben in der Betriebsanleitung.

HINWEIS
Vor jeder Inbetriebnahme
¾¾ Schläuche, Rohre und Verbindungsstücke auf
augenfällige Mängel und undichte Anschlüs-
se kontrollieren.
¾¾ Scheuerstellen an Schläuchen und Rohren
beheben.
¾¾ Verschlissene oder beschädigte Schläuche
und Rohre sofort austauschen.
¾¾ Undichte Anschlüsse sofort beseitigen.

110
Maschine abschmieren Marke Schmierstoff-Bezeichnung
Die Maschine sollte regelmäßig und nach jeder Normale
Reinigung abgeschmiert werden. Einsatzbedingungen
Dies sichert die Einsatzbereitschaft und mindert ARAL Aralub HL 2
Reparaturkosten und Ausfallzeiten.
FINA FINA Marson L2

VORSICHT ESSO ESSO Beacon 2


SHELL SHELL Ratinax A
Hygiene
Bei vorschriftsmäßiger Verwendung stellen
Schmierstoffe und Mineralölprodukte keine
Gefahr für die Gesundheit dar. Marke Schmierstoff-Bezeichnung
Längerer Hautkontakt oder Einatmen der Extreme
Dämpfe sollte jedoch vermieden werden. Einsatzbedingungen
ARAL Aralub HLP 2
Umgang mit Schmierstoffen
Schützen Sie sich vor direktem Kontakt mit Ölen FINA FINA Marson EPL-2
durch Handschuhe oder Schutzcremes. ESSO ESSO Beacon EP 2
Waschen Sie Ölspuren auf der Haut gründlich
mit warmen Wasser und Seife ab. SHELL Tetinax AM

Die Maschine in den angegebenen Abständen


abschmieren / fetten. Schmierstellen und Fett- Bremswellenlagerung, außen und innen
presse vor dem Abschmieren sorgfältig reinigen,
damit kein Schmutz in die Lager gepresst wird.
Das verbrauchte Fett in den Lagern vollständig VORSICHT
herauspressen und gegen neues ersetzen!
Es darf kein Fett oder Öl in die Bremse gelan-
Schmierstoffe gen. Nur lithiumverseiftes Fett mit einem Tropf-
punkt oberhalb 190° C verwenden.

HINWEIS
¾¾ Für die Abschmierarbeiten ist ein lithiumver-
seiftes Mehrzweckfett mit EP-Zusätzen zu
verwenden.
¾¾ Nur gereinigtes Hydrauliköl nach erforder-
licher Reinheitsklasse verwenden:
• Reinheitsklasse 9 nach NAS 1638
• Reinheitsklasse 18/16/13 nach ISO 4406

111
Wartungsübersicht Leeb 4 AX
Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Nach 10 Betriebsstunden
Alle Schraub- und Steckverbindungen Auch fest angezogene Schraubverbindungen können Einmalig
und Hydraulikverbindungen nachziehen. locker werden (z.B. wegen Materialsetzungen oder
Lackresten zwischen den Verschraubungen). Dies
kann zu losen Schraubverbindungen und undichten
Hydraulikverbindungen führen.
Alle Radmuttern nachziehen ¾¾ erstmals nach 10 Stunden oder 50 km
M18 x 1,5 - 300 Nm ¾¾ nochmal nach 10 Stunden oder 50 km
M22 x 1,5 - 510 Nm
¾¾ danach täglich nachziehen, bis sich die Schrauben gesetzt haben und
ein weiteres Nachziehen nicht mehr möglich ist.
¾¾ danach immer vor Saisonbeginn und alle weiteren 50 Stunden im
Einsatz.
Vor der Saison
Gesamte Maschine Betriebsanleitung zur Wiederholung aufmerksam lesen.
Festen Sitz aller Schraubverbindungen prüfen und ggf. nachziehen
Zustand und Funktion aller Schutzeinrichtungen prüfen und ggf. erneuern
Elektrische Leitungen auf Beschädigungen prüfen und ggf. erneuern.
Hydraulikanlage und Wassersystem auf Funktion und Dichtheit prüfen.
Im Einsatz
Hydraulik
WARNUNG Vor allen Arbeiten an der Hydraulikanlage alle hydraulisch betätigten
Teile verriegeln. Die Hydraulik traktor- und geräteseitig drucklos
machen! Die Druckspeicher entleeren.
Im Betrieb erhitztes Hydrauliköl und Hydraulikkomponenten vor allen
Arbeiten an der Hydraulikanlage abkühlen lassen.
Die Hinweise zur Hydraulik im Kapitel Sicherheit und Verantwortung
beachten.
Hydraulische Anlage und Bauteile Funktion, Dichtheit, Befestigung und Scheuerstellen aller 50 h
hydraulischen Bauteile und der Schläuche prüfen
Hydraulik-Schlauchleitungen Die Hydraulikschläuche regelmäßig auf Beschädigungen (Risse,
Scheuerstellen etc.) prüfen.
Beschädigte und schadhafte Schlauchleitungen sofort auswechseln.
Die Hydraulikschläuche nach 6 Jahren auswechseln. Dazu das
Herstelldatum auf der Presshülse (Jahr/Monat) und am Schlauch
(Quartal/Jahr) beachten:

Presshülse Schlauch
Je nach Einsatzbedingungen (z.B. Witterungseinflüsse) oder bei
erhöhter Beanspruchung kann jedoch ein früherer Wechsel notwendig
werden.
Die Hydraulikanlage mindestens jährlich durch einen Sachkundigen
prüfen lassen.
Zusätzlich die länderspezifischen Vorgaben und Vorschriften beachten.

112
Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Elektrik
Elektrische Leitungen Auf Beschädigungen prüfen 50 h
Beleuchtung auf Funktion prüfen täglich
Wassersystem
Kolbenmembranpumpe Reinigen, Spülen täglich
Brühebehälter
Druckfilter
Saugfilter
Domsieb
Leitungsfilter in den Düsenleitungen
Spritzdüsen
Kolbenmembranpumpe auf Dichtheit prüfen täglich
Verschlauchung auf Dichtheit prüfen 50 h
Leitungsfilter Beschädigte Filtereinsätze tauschen 50 h
Kolbenmembranpumpe Druck und Ölstand kontrollieren 50 h
Spritzdüsen verschlissene Düsen austauschen jährlich
Durchflussmesser Durchflussmesser kalibrieren jährlich

HINWEISE: • Das Wartungsintervall täglich bezeichnet die arbeitstägliche Wartung vor jedem Einsatz der Maschine.
• Zusätzlich die Wartungshinweise in den jeweiligen Kapiteln beachten.

113
Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Kugelkupplung
Vor dem Anhängen: Kugel und Kalotte reinigen. täglich
Den Schaumstoffring bei Beschädigung und/oder starker täglich
Verschmutzung erneuern.
Den Schaumstoffring aufsetzen. täglich
Den Verschleiß von Kugel und Kalotte prüfen. Die 40 h
Verschleißgrenze ist erreicht, wenn die Lehre ganz auf der
Kugel aufsitzt bzw. in die Kalotte eintaucht. Die Lehre zur
Prüfung längs zur Fahrtrichtung halten:

Fahrtrichtung

Kugel ok
Kugel verschlissen
40 h
Fahrtrichtung

Kalotte ok Kalotte verschlissen


Evtl. vorhandene Verschleißgrenze am Niederhalter 40 h
kontrollieren:

Die Kugelpfanne schmieren. bei Bedarf


Nach dem Anhängen: Den Abstand des Niederhalters zur Kugel auf max. 0,5 mm täglich
einstellen:

max. 0,5 mm max. 0,5 mm

Dazu je nach Ausführung z.B.


- obere Anschlagschraube verdrehen und mit Mutter
sichern oder
- Niederhalter entnehmen und untere Einstellschraube
verdrehen.
Niederhalter anschließend mit Bolzen und Splinten sichern.
Nach dem Abhängen: Schutzkappe auf der Kugel anbringen. täglich

114
Wartungsort Arbeitshinweise Intervall

Gestänge
Gesamte Maschine Kontrolle auf augenfällige Mängel täglich
Gestänge / Parallelogramm Sichtkontrolle der Klappgelenke auf Spielfreiheit, 50 h
augenfällige Mängel und Verschleiß. Bei Spiel oder
gelockerten Bauteilen die Mängel von HORSCH-
Kundendienst beheben lassen.
Gestänge Einstellungen prüfen jährlich
Räder / Bremsen
Fahrwerk / Räder Zustand auf Beschädigungen (Risse etc.) prüfen täglich
Befestigung prüfen / Radmuttern nachziehen - siehe oben siehe oben
Luftdruck prüfen täglich
Lager der Radnabe Spiel kontrollieren und ggf. nachstellen (darf nur von 200 h
Fachwerkstatt durchgeführt werden)
Bremsanlage Einstellung und Funktion prüfen täglich
Luftkessel entwässern täglich
Bremsleitungen und Schläuche auf Beschädigungen, täglich
Quetsch- und Knickstellen prüfen
auf Dichtheit prüfen 200 h
Druck im Luftkessel prüfen 200 h
Druck der Bremszylinder prüfen 200 h
Gelenke an Bremsventilen, Bremszylinder und 200 h
Bremsgestänge prüfen
Bremseinstellungen am Gestängesteller prüfen 200 h
Bremsbelagkontrolle 200 h
Rohrleitungsfilter reinigen 200 h
Bremseinstellungen prüfen jährlich
Bremstrommel auf Verschmutzung kontrollieren jährlich
Öltank mit zapfwellengetriebener Pumpe
Öltank Hydrauliköl und Filter wechseln jährlich
Gelenkwelle
Gelenkwelle Reinigung der Gelenkwelle und Antriebswelle auf jährlich
Beschädigungen prüfen
Sicherheitseinrichtungen
Beleuchtung und Warntafeln Zustand und Funktion prüfen täglich
Warn- und Sicherheitsaufkleber Vorhandensein und Lesbarkeit prüfen 50 h
Nach der Saison
Gesamte Maschine Pflege- und Reinigungsarbeiten durchführen; Kunststoffteile nicht mit Öl
o.Ä. einsprühen
Kolbenstangen der Hydraulikzylinder mit geeigneten Mitteln gegen
Korrosion einsprühen
Alle Schraub- und Steckverbindungen auf festen Sitz prüfen (siehe
Drehmomenttabelle)
Rahmen und Verbindungsteile auf Zustand und festen Sitz prüfen
Elektrische Leitungen auf Beschädigungen prüfen und ggf. erneuern.
Terminal trocken einlagern
Bremsanlage Luftkessel entwässern, Bremsleitungen verschließen, Einstellung prüfen

115
Schmierstellen (Schmierfett: DIN 51825 KP/2K-40) - Anzahl der Schmierstellen in Klammern
Stützfuß schmieren (1) 100 h
Achse schmieren (beidseitig je 2) 100 h
Kugelpfanne schmieren (1) 100 h
Wegehähne schmieren (2) 100 h
Lenkdeichsel schmieren (4) 50 h
Gelenkwelle schmieren (4) 50 h
Parallelogramm schmieren (beidseitig je 6) 50 h
Mittelteil schmieren (beidseitig je 3) 50 h
Mittelteil schmieren (1) 50 h
Hangausgleich schmieren (2) 50 h
Innenflügel / Mittelteil schmieren (beidseitig je 4) 50 h
Innenflügel / Außenflügel schmieren (beidseitig je 7) 50 h
Anfahrsicherung schmieren (beidseitig je 2) 50 h

Schmierstellen mit dem Zusatz „2x“ befinden sich jeweils auf beiden Seiten der Maschine.

Stützfuß

Achse

116
Kugelpfanne

Lenkdeichsel

Wegehähne

Gelenkwelle

Lenkdeichsel

Gelenkwelle

Lenkdeichsel

117
Parallelogramm

Gelenkwelle

Mittelteil

Parallelogramm

Mittelteil

Parallelogramm

Hangausgleich

Parallelogramm

118
Innenflügel / Mittelteil

Innenflügel / Außenflügel

Innenflügel / Außenflügel

Anfahrsicherung

119
Wartung der Bremsanlage Allgemeine Sichtprüfung

WARNUNG
HINWEIS
Eine allgemeine Sichtprüfung der Bremsan-
Wir empfehlen die Durchführung einer Zugab- lage ist durchzuführen!
stimmung für optimales Bremsverhalten und mi-
Dabei sind folgende Kriterien zu überprüfen und
nimalen Verschleiß der Bremsbeläge zwischen
zu beachten:
dem Traktor und der Pflanzenschutzspritze.
¾¾ Rohr-, Schlauchleitungen und Kupplungs-
köpfe dürfen äußerlich nicht beschädigt oder
¾¾ Die Zugabstimmung ist nach angemessener korrodiert sein.
Einfahrzeit der Betriebsbremsanlage von ¾¾ Gelenke, z.B. an Gabelköpfen müssen
einer Fachwerkstatt vornehmen zu lassen. sachgemäß gesichert, leichtgängig und nicht
¾¾ Zur Vermeidung von Bremsschwierigkeiten ausgeschlagen sein.
sämtliche Fahrzeuge nach EG-Richtlinie Seile und Seilzüge
71/320 EWG einstellen!
¾¾ müssen einwandfrei geführt sein.
¾¾ dürfen keine erkennbaren Anrisse aufweisen.
WARNUNG ¾¾ dürfen nicht geknotet sein.
¾¾ Kolbenhub an den Bremszylindern prüfen,
¾¾ Reparatur- und Einstellarbeiten an der Be- gegebenenfalls nachstellen.
triebsbremsanlage darf nur ausgebildetes
Fachpersonal durchführen. Der Luftkessel darf
¾¾ nicht beschädigt sein.
¾¾ Besondere Vorsicht ist bei Schweiß-, Brenn-
und Bohrarbeiten in der Nähe von Bremslei- ¾¾ keine äußeren Korrosionsschäden aufweisen.
tungen geboten. Bremstrommel auf Verschmutzung kontrol-
¾¾ Nach allen Einstell- und Instandsetzungsar- lieren (Werkstattarbeit)
beiten an der Bremsanlage ist grundsätzlich ¾¾ Bremstrommel demontieren.
eine Bremsprobe durchzuführen. ¾¾ Eventuell eingedrungenen Schmutz und
Pflanzenreste entfernen.
¾¾ Den Zustand der Bremstrommel und die Be-
HINWEIS lagdicke prüfen.
Die Bremsen laufend auf Verschleiß und Funk- ¾¾ Bei Annäherung an die Verschleißkante muss
tion überprüfen! die Trommel ausgemessen werden. Bei Errei-
chen des max. Ausnutzungsgrades ist diese
sofort auszutauschen.
¾¾ Die Bremstrommel wieder montieren.

VORSICHT
Unfallgefahr durch eingedrungenen Schmutz
auf den Bremsbelägen! Dieser kann sich dort
absetzen und die Bremsleistung wesentlich
verschlechtern.
Befindet sich Schmutz in der Bremstrommel
sind die Bremsbeläge durch eine Fachwerk-
statt zu überprüfen. Hierzu müssen Rad und
Bremstrommel demontiert werden.

120
Bremsbelagkontrolle Luftkessel
Durch Aufklappen der Gummilasche das Schau-
loch zur Prüfung der Bremsbelagdicke öffnen. HINWEIS
Der Bremsbelag muss erneuert werden, wenn
Der Luftkessel ist täglich zu entwässern!
die Unterkante der Verschleißtasche erreicht ist.
Die Restbelagdicke muss min. 2 mm betragen.
Nach der Kontrolle die Gummilasche wieder Das Entwässerungsventil (3) solange ziehen,
einsetzen. bis kein Wasser mehr über das Ventil aus dem
Luftkessel fließt.

Bei Verschmutzungen das Entwässerungsventil


(3) aus dem Luftkessel herausschrauben und
Luftkessel reinigen.

2 2 4

Bremseneinstellung 1 Luftkessel

Der Verschleiß und die Funktion der Bremsen 2 Spannbänder


sind laufend zu prüfen und ggf. ist eine Nach- 3 Entwässerungsventil
stellung vorzunehmen. 4 Prüfanschluss für Manometer
Eine Nachstellung ist bei einer Ausnutzung von
ca. 2/3 des max. Zylinderhubes bei Vollbrem-
sung erforderlich. Prüfanleitung für Zweileitungs-
Die Einstellarbeiten sind durch Fachpersonal
einer Werkstatt vornehmen zu lassen! Betriebsbremsanlage
(Werkstattarbeit)
1. Dichtheitsprüfung
¾¾ Alle Anschlüsse, Rohr-, Schlauch- und
Schraubenverbindungen auf Dichtheit
prüfen.
¾¾ Undichtigkeiten beseitigen.
¾¾ Scheuerstellen an Rohren und Schläu-
chen beheben.
¾¾ Poröse und defekte Schläuche austau-
schen.
¾¾ Die Zweileitungs-Betriebsbremsanlage gilt
als dicht, wenn innerhalb von 10 Minuten
der Druckabfall nicht mehr als 0,15 bar
beträgt.
¾¾ Undichte Stellen abdichten bzw. undichte
Ventile austauschen.

121
2. Druck im Luftkessel prüfen 3. Kronenmutter bei gleichzeitigem Drehen der
¾¾ Ein Manometer an den Prüfanschluss vom Radnabe mit Drehmomentschlüssel anzie-
Luftkessel anschließen. hen. Wird hierfür ein Achsmutterschlüssel
verwendet, die Kronenmutter anziehen bis
Sollwert 6,0 bis 8,1+ 0,2 bar
der Lauf der Radnabe leicht gebremst wird.
3. Druck der Bremszylinder prüfen
4. Die Kronenmutter zum nächstmöglichen
¾¾ Ein Manometer an den Prüfanschluss vom Splintloch zurückdrehen. Bei Deckungs-
Bremszylinder anschließen. gleichheit bis zum nächsten Loch (max. 30°)
Sollwerte bei unbetätigter Bremse 0,0 bar drehen.
4. Sichtprüfung an Bremszylinder 5. Den Splint einsetzen und diesen leicht auf-
¾¾ Den Bremszylinder auf Beschädigungen biegen.
prüfen. 6. Nabenkapsel mit etwas Langzeitfett befüllen.
¾¾ Beschädigte Teile austauschen. 7. Das Gewinde der Kapsel mit Langzeitfett
5. Gelenke an Bremsventilen, Bremszylindern einstreichen und in die Radnabe aufschlagen
und Bremsgestängen müssen leichtgängig bzw. mit Drehmomentschlüssel einschrauben.
gleiten. 8. Räder wieder montieren.
¾¾ Gegebenenfalls abschmieren oder leicht
einölen.
Fett der Radnabenlagerung
wechseln
Wartung der Achse WARNUNG
Lagerspiel der Radnabe prüfen Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei-
(Werkstattarbeit) den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln,
Einziehen, Fangen und Stoß durch unbeab-
sichtigtes Starten/Wegrollen der Traktor-Ma-
WARNUNG schine-Kombination oder falsches Aufbocken
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei- der Maschine.
den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln, Bevor Arbeiten an der Maschine ausgeführt wer-
Einziehen, Fangen und Stoß durch unbeab- den, den Traktor und die Pflanzenschutzspritze
sichtigtes Starten und Wegrollen der Traktor- gegen unbeabsichtigtes Starten/Wegrollen
Maschine-Kombination. sichern. Die Maschine unfallsicher Aufbocken
Den Traktor und die Pflanzenschutzspritze ge- und gegen Absturz sichern!
gen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsich-
tigtes Wegrollen sichern, bevor an der Maschine 1. Die Maschine unfallsicher Aufbocken und die
Arbeiten ausgeführt werden. Bremse lösen.
2. Räder und Staubkappen demontieren.
Um das Lagerspiel der Radnaben zu prüfen, 3. Die Splinte entfernen und die Achsmutter
muss die Achse soweit angehoben werden, bis abschrauben.
die Reifen frei sind. Danach die Bremse lösen.
Zwischen Reifen und Boden einen Hebel anset- 4. Die Radnabe mit Bremstrommel, Kegel-
zen und das Spiel prüfen. rollenlager sowie Dichtungselemente mit
geeigneten Abzieher von Achsschenkel
Bei fühlbarem Lagerspiel ist dieses einzu- abmontieren.
stellen.
1. Räder und Nabenkapseln demontieren.
2. Splint aus der Kronenmutter entfernen.

122
HINWEIS HINWEIS
Demontierte Radnaben und Lager kennzeich- ¾¾ Für das Abschmieren der Radnabenlagerung
nen, damit diese bei der Montage nicht ver- darf nur Spezial-Langzeitfett mit einem Tropf-
tauscht werden! Die Lagerinnenringe mit Rollen punkt oberhalb 190°C verwendet werden.
müssen bei der Montage wieder auf die gleiche ¾¾ Falsche Fette oder zu große Mengen können
Nabe aufgesetzt werden! zu Schäden führen.
¾¾ Die Vermischung von lithiumverseiftem mit
5. Die abmontierte Bremse reinigen. Zusätzlich natronverseiftem Fett kann durch Unverträg-
muss diese auf Verschleiß, Unversehrtheit lichkeit zu Schäden führen.
und Funktion überprüft werden. Verschlies-
sene Teile müssen sofort ersetzt werden.
Die Innenseite der Bremse muss frei von
Verunreinigungen und Schmierstoffen ge-
halten werden. Wartung der
6. Die Radnaben gründlich innen und außen
reinigen. Altes Fett muss restlos entfernt
Hydraulikanlage
werden. Dichtungen und Lager ebenfalls
gründlich reinigen und auf Wiederverwend- WARNUNG
barkeit prüfen.
Infektionsgefahr durch in den Körper ein-
7. Die Lagersitze leicht einfetten und alle Teile in dringendes, unter hohem Druck stehendes
umgekehrter Reihenfolge wieder montieren. Hydrauliköl der Hydraulikanlage!
8. Ohne Verkanten und Beschädigung sind die Gefahr von schweren Verletzungen!
Teile auf Presssitz mit Rohrbuchsen vorsich-
tig aufzutreiben. Bei Verletzungen durch Hydrauliköl sofort
9. Die Lagerschale in der montierten Nabe einen Arzt aufsuchen!
einfetten.
¾¾ Nur eine Fachwerkstatt darf Arbeiten an der
10. Zwischen Kegelrollen und Käfig des Lagers
Hydraulikanlage durchführen!
Fett einfüllen, bis die Rollen völlig verdeckt
sind. ¾¾ Die Hydraulikanlage drucklos machen, bevor
mit den Arbeiten an der Hydraulikanlage
11. Altes Fett von der Staubkappe entfernen begonnen wird!
und gründlich reinigen.
¾¾ Geeignete Hilfsmittel bei der Suche nach
12. Die Kappe vor der Wiedermontage mit Leckstellen verwenden!
Langzeitfett befüllen.
¾¾ Undichte Hydraulik-Schlauchleitungen nicht
13. Die Radnabe und die Achsmutter wieder versuchen mit der Hand oder den Fingern
montieren. abzudichten!
14. Lagereinstellung und Bremseinstellung ¾¾ Auf korrekten Anschluss der Hydraulik-
vornehmen. Schlauchleitungen achten.
15. Nach der Einstellung ist eine Funktionsprü- ¾¾ Regelmäßig alle Hydraulik-Schlauchleitungen
fung und entsprechende Testfahrt durchzu- und Kupplungen auf Beschädigungen und
führen. Festgestellte Mängel sind sofort zu Verunreinigungen überprüfen.
beseitigen. ¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen mindestens
einmal jährlich durch einen Sachkundigen auf
ihren arbeitssicheren Zustand prüfen lassen!
¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen bei Beschä-
digungen und Alterung austauschen! Nur ori-
ginal HORSCH Hydraulik-Schlauchleitungen
verwenden!

123
Inspektionskriterien für
HINWEIS
Hydraulik-Schlauchleitungen
Beim Anschluss der Schlauchleitungen an die
Zugmaschinenhydraulik darauf achten, dass HINWEIS
die Hydraulik sowohl zugmaschinen- als auch
anhängerseitig drucklos ist! Die folgenden Inspektionskriterien zur eigenen
Sicherheit und zum Reduzieren von Umwelt-
Auch bei sachgemäßer Lagerung und zuläs- schäden beachten!
siger Beanspruchung unterliegen Schläuche
und Schlauchverbindungen einer natürlichen Schläuche ersetzen, wenn der jeweilige
Alterung. Dadurch ist ihre Lagerzeit und Ver- Schlauch mindestens ein Kriterium aus der
wendungsdauer begrenzt. folgenden Auflistung aufweist:

Abweichend hiervon kann die Verwendungs- ¾¾ Beschädigungen der Außenschicht bis zur
dauer entsprechend den Erfahrungswerten, Einlage (z.B. Scheuerstellen, Schnitte, Risse).
insbesondere unter Berücksichtigung des ¾¾ Versprödung der Außenschicht (Rissbildung
Gefährdungspotentials, festgelegt werden. Für des Schlauchmaterials).
Schläuche und Schlauchleitungen aus Thermo-
¾¾ Verformungen, die der natürlichen Form des
plasten können andere Richtwerte maßgebend
Schlauchs nicht entsprechen. Sowohl im
sein.
drucklosen als auch im druckbeaufschlagten
Zustand oder bei Biegung (z.B. Schichten-
Die Verwendungsdauer der Hydraulik-
trennung, Blasenbildung, Quetschstellen,
Schlauchleitungen sollte sechs Jahre nicht
Knickstellen).
überschreiten, einschließlich einer eventu-
ellen Lagerzeit von höchstens zwei Jahren. ¾¾ Undichte Stellen.
¾¾ Anforderungen an den Einbau nicht beachtet.
Je nach Einsatzbedingungen (z.B. Witterungs- ¾¾ Die Verwendungsdauer von 6 Jahren ist
einflüsse) oder bei erhöhter Beanspruchung überschritten.
kann jedoch ein früherer Wechsel notwendig Entscheidend ist das Herstelldatum der
werden. Hydraulik-Schlauchleitung auf der Armatur
plus 6 Jahre. Beträgt das auf der Armatur
¾¾ Altöl vorschriftsmäßig entsorgen. Die jewei- angegebene Herstelldatum „2014“, endet die
ligen Landesvorschriften beachten. Verwendungsdauer im Januar 2020.
¾¾ Hydrauliköl sicher vor Kindern aufbewahren!
¾¾ Darauf achten, dass kein Hydrauliköl ins Erd-
reich oder Wasser gelangt! HINWEIS
¾¾ Zusätzlich die länderspezifischen Vorgaben Undichte Schläuche / Rohre und Verbindungs-
und Vorschriften beachten. stücke werden häufig verursacht durch:
¾¾ fehlende O-Ringe oder Dichtungen

HINWEIS ¾¾ beschädigte oder schlecht sitzende O-Ringe


¾¾ spröde oder deformierte O-Ringe bzw. Dich-
Die Serviceabteilung von HORSCH gibt Aus- tungen
kunft für weitere Angaben zur Hydraulikanlage ¾¾ Fremdkörper
(Schaltpläne etc.).
¾¾ nicht festsitzende Schlauchschellen

124
Ein- und Ausbau von Hydraulik-
HINWEIS
Schlauchleitungen
Bei Anschluss einer Hydraulik-Schlauchleitung
HINWEIS an sich bewegende Teile muss die Schlauch-
länge so bemessen sein, dass im gesamten
Nur original HORSCH Ersatzschläuche ver- Bewegungsbereich der kleinste zulässige
wenden. Biegeradius nicht unterschritten und/oder die
Diese Ersatzschläuche halten den chemischen, Hydraulik-Schlauchleitung nicht auf Zug bean-
mechanischen und thermischen Beanspru- sprucht wird.
chungen stand.
¾¾ Bei der Montage von Schläuchen grund-
sätzlich Schlauchschellen aus Edelstahl
verwenden.
Beim Ein- und Ausbau von Hydraulik-Schlauch- Kalibrieren des
leitungen die folgenden Hinweise beachten. Durchflussmessers
Auf Sauberkeit achten! Der Durchflussmesser wird mit Hilfe der Tank-
Hydraulik-Schlauchleitungen müssen so einge- methode kalibriert. Dabei wird über eine be-
baut werden, dass in allen Betriebszuständen stimmte Zeit eine größere Menge Wasser aus
folgendes eingehalten wird: dem Brühebehälter ausgebracht.

• keine Zugbeanspruchung, ausgenommen Mit Hilfe einer simulierten Fahrgeschwindigkeit


durch Eigengewicht und der Spritzdauer kann die Wegstrecke der
Maschine errechnet werden.
• keine Stauchbelastung bei kurzen Längen
• kein Unterschreiten der zulässigen Bieger- Wegstrecke = Fahrgeschwindigkeit x Spritz-
adien dauer
• Vermeidung äußerer mechanische Einwir-
kungen auf die Hydraulik-Schlauchleitungen Multipliziert mit der Arbeitsbreite erhält man die
• kein Scheuern der Schläuche an Bauteilen Fläche, die bei der simulierten Fahrgeschwin-
oder untereinander durch zweckmäßige An- digkeit und der Spritzzeit bearbeitet würde.
ordnung und Befestigung
Bearbeitete Fläche = Wegstrecke x Arbeitsbreite
• ggf. Sicherung durch Schutzüberzüge
• Abdeckung scharfkantiger Bauteile Anschließend kann die benötigte Menge Spritz-
brühe berechnet und mit der tatsächlich ausge-
¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen an den vor- brachten Menge verglichen werden.
gegebenen Befestigungspunkten befestigen.
¾¾ Schlauchhalterungen sind an Stellen zu Benötigte Ausbringmenge =
vermeiden, wo natürliche Bewegungen und bearbeitete Fläche x Ausbringmenge
Längenänderungen des Schlauches behin-
dert werden können. Hierbei wird der Korrekturfaktor für die ein-
¾¾ Verboten ist das Überlackieren von Hydraulik- gestellten Impulse/100 l ermittelt. Dies ist die
Schlauchleitungen! benötigte Menge geteilt durch die tatsächlich
ausgebrachte Menge.

benötigte Menge
Korrekturfaktor =
ausgebrachte Menge

125
¾¾ Abschließend den Wert unter Paramter 457 Die ausgebrachte Menge ist zu groß, also muss
korrigieren und eine erneute Kalibrierung mit der Wert unter Parameter 457 korrigiert werden.
den neuen Werten durchführen.
Bei der Pflanzenschutzspritze beträgt der Neuer Wert (Impulse/100 l):
Standardwert 2.100 Impulse/100 l.
2.100 x 0,973 = 2.043
Beispiel:

Die Zahlenwerte im Beispiel sind willkürlich


gewählt und können in der Praxis abweichen. Räder
• Maschine mit 36 m Arbeitsbreite.

• Einstellung im Terminal: 2.100 Impulse / 100 l HINWEIS


¾¾ Als Ausbringmenge 200 l / ha einstellen.
Das erforderliche Anzugsmoment der Radmut-
¾¾ Als simulierte Fahrgeschwindigkeit 10 km/h tern / -schrauben beträgt 510 Nm.
einstellen.
¾¾ Den Füllstand des Brühebehälters notieren. Regelmäßig den Festsitz der Radmuttern kon-
¾¾ Den Wert unter Parameter 457 (Impulse/100 l) trollieren!
im Terminal ablesen und notieren.
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze einschalten und für ¾¾ Bei Arbeiten an den Rädern ist darauf zu
15 Minuten laufen lassen. achten, dass das Gerät sicher abgestellt ist
und gegen Wegrollen und unbeabsichtigtes
Die Wegstrecke beträgt demnach: Absenken gesichert wurde (Unterlegkeile).
¾¾ Täglich die Bereifung auf Schäden prüfen
10 km/h x 0,25 h = 2.500 m und den Luftdruck kontrollieren, da die Le-
bensdauer der Räder vom Luftdruck abhängt.
Multipliziert man diese mit der Arbeitsbreite ¾¾ Schnitte oder Brüche in der Bereifung schnell-
erhält man die bearbeitete Fläche: stens reparieren oder Bereifung wechseln.
¾¾ Räder keinen Ölen, Fetten, Kraftstoffen oder
2.500 m x 36 m = 90.000 m2 = 9 ha
Chemikalien sowie zu langer Sonneneinstrah-
lung aussetzen.
Das Produkt aus dieser Fläche und der ein-
gestellten Ausbringmenge ergibt die benötigte ¾¾ Vorsichtig fahren! Das Überfahren von scharf-
Menge an Spritzbrühe: kantigen Steinen oder Kanten möglichst
vermeiden.
9 ha x 200 l/ha = 1.800 l ¾¾ Nur die von HORSCH freigegebenen Räder
und Felgen dürfen verwendet werden.
Dieser Wert wird nun ins Verhältnis zur tatsäch- ¾¾ Reparaturarbeiten dürfen nur Fachkräfte mit
lich ausgebrachten Menge gesetzt. Die tatsäch- dafür geeignetem Montagewerkzeug durch-
lich ausgebrachte Menge ist die Differenz aus führen.
dem Füllstand des Brühebehälters vor und nach ¾¾ Die Montage setzt ausreichende Kenntnisse
der Kalibrierung. und vorschriftsmäßiges Werkzeug voraus.
Der tatsächlich ausgebrachte Wert beträgt hier:
1.850 l

Der Korrekturfaktor beträgt dann:

1.800 l
Korrekturfaktor = = 0,973
1.850 l

126
Luftdruck Bereifung Radwechsel (Werkstattarbeit)
Der erforderliche Luftdruck der Räder ist
abhängig von: WARNUNG
• Radgröße Lebensgefahr durch Quetschungen und Stoß
• Tragfähigkeit der Räder bei unsachgemäßer oder falscher Bedienung.
• Fahrgeschwindigkeit
Personen während der Arbeiten an der Ma-
schine aus dem Arbeits- bzw. Gefahrenbereich
verweisen!
Verringert wird die Laufleistung der Räder
durch:
• Überlastung HINWEIS
• zu geringen Luftdruck der Räder
¾¾ Den Radwechsel nur bei ausreichenden
• zu hohen Luftdruck der Räder
Fachkenntnissen und mit vorschriftsmäßigem
Montagewerkzeug durchführen.
HINWEIS ¾¾ Nur auf ebenem und tragfähigem Untergrund
arbeiten.
Der Luftdruck der Bereifung ist regelmäßig vor ¾¾ Den Radwechsel unter Beachtung der Unfall-
der Fahrt zu kontrollieren. verhütungsvorschriften durchführen.
Der Unterschied des Luftdrucks in den Rädern ¾¾ Bei der Montage von neuen Reifen immer
einer Achse darf nicht größer als 0,1 bar sein. neue Schlauchlosventile bzw. Schläuche
verwenden.
Der Luftdruck kann sich bei schneller Fahrt
oder warmer Umgebungstemperatur um bis zu ¾¾ An den Radsitzflächen der Felgen befindliche
1 bar erhöhen. Den Luftdruck nicht reduzieren, Korrosionserscheinungen entfernen, bevor
da dieser beim Abkühlen sonst zu gering wird! ein neues / anderes Rad montiert wird.
¾¾ Im Fahrbetrieb können Korrosionserschei-
nungen Felgenschäden verursachen.
¾¾ Immer Ventilkappen mit eingesetzter Dich-
tung auf die Ventile aufschrauben.
¾¾ Die Radbefestigungsschrauben mit 510 Nm
anziehen.

127
Öltank mit zapfwellenge- Prüfung der
triebener Pumpe Pflanzenschutzspritze
Nur autorisierte Stellen dürfen die Prüfung der
HINWEIS Pflanzenschutzspritzen durchführen. Die natio-
nal gesetzlich vorgeschriebenen Prüfintervalle
Bei einem Ölwechsel ist die Persönliche Schutz-
sind einzuhalten!
ausrüstung zu tragen!

Prüfung der Pumpenleistung


1. Prüfschlauch auf Druckabgang anschließen
(1“ Camlock-Kupplung erforderlich)

2 4
1
3
Öltank

1 Schauglas
2 Einfüllöffnung
3 Ablassschraube
4 Filter

1. Geeignetes Auffanggefäß unter die Ablass- Druckabgang


schraube stellen.
2. Umschalthahn am Druckabgang auf Druckab-
2. Ablassschraube vorsichtig herausdrehen.
gang stellen.
3. Gesamtes Öl auffangen und vorschriftsge-
3. Hahn öffnen.
mäß entsorgen.
4. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
4. Ablassschraube wieder einschrauben.
hälter und den Wegehahn der Druckseite auf
5. Die Filter wechseln. Zirkulation stellen. Anschließend die Zapfwelle
6. Neues Öl (HVLP 46, ca. 30 Liter) über die mit 540 min-1 einschalten.
Einfüllöffnung einfüllen. 5. Nach abgeschlossener Prüfung die Zapfwelle
7. Den Öltank auf Dichtheit prüfen. abschalten.
6. Umschalthahn am Druckabgang wieder auf
Zirkulation stellen.
7. Hahn schließen.
8. Prüfschlauch am Druckabgang abkuppeln.
9. Druckabgang mit Kappe verschließen.

128
Prüfung des Durchflussmessers 8. Die Schlauchverbindung am Durchflussmes-
ser am Mittelteil der Maschine wieder her-
¾¾ Zur Prüfung des Durchflussmessers kann bei stellen. Auf eine korrekte und wasserdichte
HORSCH das Prüfadapterset bestellt werden. Verbindung achten!

1. Am Mittelteil die Schlauchverbindung zum


Durchflussmesser trennen.

2. Den ersten Schlauch des Prüfadaptersets


an den Durchflussmesser anschließen. Den
Einlagern
zweiten Schlauch des Prüfadaptersets an ¾¾ Die Maschine gründlich reinigen. Spreu und
den zuvor abmontierten Schlauch am Durch- Schmutz ziehen Feuchtigkeit an, was zu
flussmesser anschließen. Korrosion führt.
¾¾ Die Maschine in einer Halle abstellen und mit
Unterlegkeilen gegen Wegrollen sichern.
¾¾ Das Terminal abstecken und an einem tro-
ckenen Ort lagern.
¾¾ Die Maschine gegen Rost schützen. Zum
Einsprühen nur biologisch leicht abbaubare
Öle verwenden.
¾¾ Die Kolbenstangen der Hydraulikzylinder
gegen Korrosion schützen.

3. Die beiden anderen Enden der Schläuche HINWEIS


des Prüfadaptersets an das Prüfgerät an-
¾¾ DieKunststoff- und Gummiteile nicht mit Öl
schließen.
oder Korrosionsschutzmittel einsprühen. Die
4. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe- Teile könnten spröde werden und brechen.
hälter und den Wegehahn der Druckseite auf
Zirkulation stellen. Anschließend die Zapfwelle
mit 540 min-1 einschalten und am Terminal
die Zirkulation aktivieren.
5. Nach abgeschlossener Prüfung die Zirkulati-
on am Terminal wieder deaktivieren.
6. Die Zapfwelle abschalten.
7. Beide Schläuche des Prüfadaptersets am
Prüfgerät und an der Spritze abkuppeln.

129
Am Ende der Saison Entwässerung Frischwasserbehälter
1. Verschlusskappe am Anschluss zur Frisch-
HINWEIS wasserbefüllung abnehmen und den Kugel-
hahn öffnen.
Wird zur Reinigung ein Hochdruckreiniger 2. Das Frischwasser auslaufen lassen.
verwendet, den Wasserstrahl nicht auf Lager,
Elektrik-/Elektronikkomponenten sowie auf 3. Zum Schluss den Kugelhahn wieder schlie-
empfindliche Verkleidungen richten. ßen und den Anschluss mit der Verschluss-
kappe verschließen.

¾¾ Die Filtereinsätze von Saug- und Druckseite


reinigen.
¾¾ Die Pflanzenschutzspritze gemäß Schmier-
Einwintern des Spritzsystems
plan abschmieren.
Maschine mit Frischwasser reinigen
¾¾ Sichtbare Gewinde von Einstellschrauben und
dergleichen einfetten. ¾¾ Siehe Kapitel Reinigung.
¾¾ Alle Hebelgelenke und Lagerstellen ohne
Schmiermöglichkeit mit Öl benetzen. Maschine restlos entleeren
¾¾ Saugfilter entwässern und säubern.
¾¾ Druckfilter entleeren und säubern.
HINWEIS
¾¾ Handwaschbehälter entleeren. Hierzu die
Alle bis zur nächsten Saison durchzuführenden Verschlussschraube an der Unterseite des
Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten Behälters öffnen und anschließend wieder
notieren und frühzeitig bei Ihrem HORSCH verschließen.
Vertriebspartner in Auftrag geben. Ihr HORSCH-
Händler kann außerhalb der Saison den
Wartungsdienst und eventuell notwendige
Reparaturen besser durchführen.

Entwässern
Entwässerung Brühebehälter
1. Alle Funktionen ausschalten.
2. Den Saugfilter öffnen. Verschlussschraube Handwaschbehälter
3. Verschlusskappe am Restablass abnehmen.
4. Geeignetes Auffanggefäß unter den Ablass
stellen.
5. Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebe-
hälter und den Wegehahn der Druckseite auf
Zirkulation/Spritzen stellen. Den Kugelhahn für
den Restablass öffnen.
6. Druckfilter über Hahn entleeren.
7. Anschließend Kugelhahn für den Restablass
wieder schließen und den Anschluss mit der
Verschlusskappe verschließen.
8. Aufgefangene Restbrühe vorschriftsmäßig
entsorgen.

130
¾¾ Verschlusskappe und Befüllhahn des Restablass
Frischwassertanks öffnen, um diesen komplett
¾¾ Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehälter
zu entleeren.
befüllen stellen.
Verschlusskappe und Befüllhahn der Di-
¾¾ Für ca. 10 Sek. die Zapfwelle einschalten,
rektbefüllung öffnen, um den Anschluss zu
um den Sauganschluss zur Befüllung des
entleeren.
Brühebehälters zu entleeren.
Verschlusskappe und Befüllhahn des Saugan-
¾¾ Den Wegehahn der Saugseite auf Brühebehälter
schlusses zur Befüllung des Brühebehälters
stellen.
öffnen.
¾¾ Den Ablasshahn für den Restablass öffnen.
¾¾ Den Wegehahn der Druckseite auf Zirkulation/
Spritzen stellen.
¾¾ Brühebehälter und die Leitungen vollständig
entleeren. Befüllhahn für die Direktbefüllung,
Befüllung des Frischwassertanks, Saug-
anschluss zur Befüllung des Brühebehäl-
ters, Restablass und Druckabgang wieder
schließen. Die Verschlusskappe auf den
Druckabgang, Direktbefüllung, Befüllung des
Frischwassertanks, Sauganschluss zur Befül-
Befüllanschlüsse lung des Brühebehälters und den Restablass
wieder aufsetzen.
¾¾ Verschlusskappe und Ablasshahn des Re-
stablass öffnen.
Einwintern
1. Je nach gewünschter Frostschutztempe-
ratur, die entsprechende Anzahl an Liter
Frostschutzmittel und Klarwasser in den
Frischwassertank einfüllen. Es werden min.
60 Liter des fertigen Gemisches benötigt.

HINWEIS

Restablass
Nach dem Entleeren der Maschine (ohne Air
Funktion) verbleiben noch ca. 20 - 40 Liter
¾¾ Verschlusskappe und Ablasshahn des Wasser in den Leitungen! Diese Restmenge
Druckabgangs öffnen, um den Anschluss zu vermischt sich beim Einwinterungsvorgang mit
entleeren. dem Frostschutzgemisch und senkt dadurch die
Frostschutztemperatur nochmals ab!

Frostsicher Frostschutz-
Klarwasser
bis mittel
-20°C 30 L 20 L
-27°C 35 L 15 L
-40°C 45 L 10 L
Diese Tabelle dient nur als Hinweis!

Druckabgang

131
Vor Beginn der neuen Saison
HINWEIS
Vor Beginn der Saison sollte die Maschine einer
Die Angaben des verwendeten Frostschutzmit- eingehenden Überprüfung unterzogen werden.
tels beachten, um die gewünschte Konzentrati- Ein technisch einwandfreier Zustand schließt
on anzumischen! während der Saison kostspielige Betriebsstö-
Nur zugelassene Frostschutzmittel verwenden! rungen aus.
Die Maschine gründlich innen und außen rei-
2. Den Wegehahn der Saugseite auf Frischwas- nigen.
serbehälter stellen. Den Wegehahn der Druck-
seite auf Reinigung und den Umschalthahn auf ¾¾ Das Frostschutzmittel über den Restablass in
Außenreinigung stellen. Durch Einschalten der ein geeignetes Auffanggefäß ablassen.
Zapfwelle wird die Kolbenmembranpumpe
aktiviert. Die Spritzpistole solange mit Druck
beaufschlagen bis ein Frostschutzgemisch
austritt.
3. Mit dem Wegehahn der Druckseite die Ma-
schinenfunktionen Brühebehälter befüllen,
Rührwerk, Gestängezirkulation und Innen-
reinigung jeweils mit Frischwasser spülen.
4. Ist der Frischwassertank entleert, den Wege-
hahn der Saugseite auf Brühebehälter stellen.
5. Den Wegehahn der Druckseite auf Einspül- Restablass
schleuse stellen. Im Anschluss jeweils die
Spüldüsen, Kanisterspülung und Reini- ¾¾ Das Frostschutzmittel aufbewahren bzw.
gungspistole solange mit Druck beaufschla- vorschriftsmäßig nach Herstellerangaben
gen bis ein Frostschutzgemisch austritt. entsorgen.
6. Ist die Einspülschleuse vollständig mit Frost- ¾¾ Die Flüssigkeit in der Druckarmatur über den
schutz gespült, kann an dieser der Frost- Druckabgang ebenfalls in ein geeignetes
schutzgehalt mit Hilfe eines Frostschutzprü- Auffanggefäß ablassen.
fers festgestellt werden. Anschließend das
Frostschutzgemisch aus der Einspülschleuse
vollständig absaugen.
7. Sollte die Frostsicherheit nicht ausreichend
sein, kann eine entsprechende Menge
Frostschutzmittel über die Einspülschleuse
eingespült werden.
8. Sind alle Funktionen vollständig mit Frost-
schutzgemisch gespült worden, den Wegehahn
der Druckseite auf Zirkulation/Spritzen stellen.
Druckabgang
9. Am Ende jede Teilbreite solange öffnen
bis ein Frostschutzgemisch an den Düsen
¾¾ Das Spritzsystem gründlich mit Frischwasser
austritt.
reinigen. Nur so ist sicherzustellen, dass sich
10. Die Zapfwelle wieder abschalten. kein Frostschutzgemisch mehr in der Pflan-
11. Das Wassersystem ist nun fertig einge- zenschutzspritze befindet.
wintert. Alle Funktionen des Spritzsystems über die
12. Den Luftkessel entleeren. Wegehähne der Saug- und Druckseite mit
Frischwasser reinigen.
13. Den Wasserabscheider und die Druckluft-
reglerkombination entleeren.

132
¾¾ Nach Schmierplan Maschine vollständig ab-
schmieren.
¾¾ Kontrollieren, ob alle Bolzen angezogen und
alle Splinte vorhanden sind.
¾¾ Reifendruck kontrollieren!

133
Entsorgung
HINWEIS
Die gesamte Pflanzenschutzspritze sorgfältig
innen und außen reinigen, bevor diese entsorgt
wird!

Öle, Fette und damit behaftete Abfälle stellen


eine große Gefahr für die Umwelt dar und müs-
sen entsprechend der gesetzlichen Vorschriften
umweltgerecht entsorgt werden.
Informieren Sie sich ggf. bei der örtlichen Ver-
waltung.

Bei Einsatz und Wartung der Maschine fallen


verschiedene Stoffe an, die sachgerecht ent-
sorgt werden müssen.
Bei der Entsorgung von Hilfs-, Betriebsstoffen
und anderen Chemikalien sind die Vorgaben der
jeweiligen Sicherheitsdatenblätter zu beachten.

Außerbetriebnahme
Ist die Maschine nicht mehr einsatzfähig und
soll entsorgt werden, muss sie außer Betrieb
genommen werden. Die Maschinenteile müssen
nach Werkstoffen getrennt und einer umwelt-
gerechten Entsorgung oder Wiederverwertung
zugeführt werden. Dazu sind die geltenden
Vorschriften zu beachten.

Die Außerbetriebnahme und Entsorgung darf


nur von durch HORSCH ausgebildete Bediener
vorgenommen werden.
Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt zu einem Ent-
sorgungsunternehmen auf.

134
Anhang
Anzugsdrehmoment
HINWEIS
• Die Drehmomente sind nur ein Anhalt und gelten allgemein. Vorrang haben konkrete Angaben
an den entsprechenden Stellen in der Betriebsanleitung.
• Die Schrauben und Muttern dürfen nicht mit Schmiermitteln behandelt werden, da diese den
Reibwert verändern.

Metrische Schrauben
Anzugsdrehmomente - Metrische Schrauben in Nm
Größe Steigung Ausführung der Schrauben - Festigkeitsklassen Radmuttern
ø mm mm 4.8 5.8 8.8 10.9 12.9
3 0,50 0,9 1,1 1,8 2,6 3,0
4 0,70 1,6 2,0 3,1 4,5 5,3
5 0,80 3,2 4,0 6,1 8,9 10,4
6 1,00 5,5 6,8 10,4 15,3 17,9
7 1,00 9,3 11,5 17,2 25 30
8 1,25 13,6 16,8 25 37 44
8 1,00 14,5 18 27 40 47
10 1,50 26,6 33 50 73 86
10 1,25 28 35 53 78 91
12 1,75 46 56 86 127 148
12 1,25 50 62 95 139 163
14 2,00 73 90 137 201 235
14 1,50 79 96 150 220 257
16 2,00 113 141 214 314 369
16 1,50 121 150 229 336 393
18 2,50 157 194 306 435 509
18 1,50 178 220 345 491 575 300
20 2,50 222 275 432 615 719
20 1,50 248 307 482 687 804
22 2,50 305 376 502 843 987
22 1,50 337 416 654 932 1090 510
24 3,00 383 474 744 1080 1240
24 2,00 420 519 814 1160 1360
27 3,00 568 703 1000 1570 1840
27 2,00 615 760 1200 1700 1990
30 3,50 772 995 1500 2130 2500
30 2,00 850 1060 1670 2370 2380

135
Zollschrauben
Anzugsdrehmomente - Zollschrauben in Nm
Schrauben- Festigkeit 2 Festigkeit 5 Festigkeit 8
durchmesser Keine Markierung am Kopf 3 Markierungen am Kopf 6 Markierungen am Kopf
Zoll mm Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde
1/4 6,4 5,6 6,3 8,6 9,8 12,2 13,5
5/16 7,9 10,8 12,2 17,6 19,0 24,4 27,1
3/8 9,5 20,3 23,0 31,2 35,2 44,7 50,2
7/16 11,1 33,9 36,6 50,2 55,6 70,5 78,6
1/2 12,7 47,5 54,2 77,3 86,8 108,5 122,0
9/16 14,3 67,8 81,3 108,5 122,0 156,0 176,3
5/8 15,9 95,0 108,5 149,1 169,5 216,0 244,0
3/4 19,1 169,5 189,8 271,1 298,3 380,0 427,0
7/8 22,2 176,3 196,6 433,9 474,5 610,0 678,0
1 25,4 257,6 278,0 650,8 718,6 915,2 1017
1 1/8 28,6 359,3 406,8 813,5 908,4 1302 1458
1 1/4 31,8 508,5 562,7 1139 1261 1844 2034
1 3/8 34,9 664,4 759,3 1491 1695 2414 2753
1 1/2 38,1 881,3 989,8 1966 2237 3128 3620

Edelstahlschrauben
Anzugsdrehmomente - Edelstahlschrauben in Nm
Größe Steigung Ausführung der Schrauben
ø mm mm Festigkeitsklasse 50 Festigkeitsklasse 70 Festigkeitsklasse 80
5 0,80 1,7 3,5 4,7
6 1,00 3,0 6,0 8,0
8 1,25 7,1 16 22
10 1,50 14 32 43
12 1,75 24 56 75
16 2,00 59 135 180
20 2,50 114 280 370
24 3,00 198 455 605
30 3,50 393 1050 1400

136
Spurweite verstellen 6. Den Dreibeinbock auf die richtige Länge ein-
stellen und unter die Achse stellen.
Die Halbachsen des Fahrwerks können stufen-
los auf das Flanschmaß 1,75 - 2,10 m eingestellt
werden. b

WARNUNG a a

Verkehrs- und Arbeitsunfälle durch unsachge- a a


mäße Montage!
¾¾ Die Achse nur verstellen, wenn die Maschine
am Schlepper angehängt ist und stabil steht. 7. Die Schrauben (a) lösen:
¾¾ Die Achse nur verstellen, wenn alle benöti- 8. Die Achse in die gewünschte Position schie-
gten Werkzeuge vorhanden sind. ben (b).
¾¾ Die Verstellung der Achse von einer qualifi- 9. Die Schrauben anziehen, Anzugsdrehmo-
zierten Werkstatt oder einem Reifenservice ment 1000 ± 50 Nm.
durchführen lassen, falls keine ausrei-
10. Den Dreibeinbock unter der Achse wieder
chenden Kenntnisse vorhanden sind und/
entfernen.
oder Werkzeuge fehlen.
¾¾ Das angegebene Anzugsdrehmoment be-
11. Die Maschine mit dem Wagenheber wieder
achten. ablassen.
¾¾ Die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften 12. Die zweite Halbachse nach dem gleichen
des jeweiligen Landes beachten. Vorgang auf dasselbe Maß einstellen.

Benötigtes Werkzeug HINWEIS


• Ringschlüssel SW 24, SW 30, SW 36 ggf. mit
Verlängerung Es müssen beide Halbachsen mit je dem glei-
chen Maß verstellt werden.
• Drehmomentschlüssel 1000 Nm
• Wagenheber mit Hubkraft min. 5.000 kg
• Dreibeinbock mit zulässiger Traglast min. WARNUNG
5.000 kg
¾¾ Die Maschine nie ungesichert mit demon-
Halbachse verstellen tierten Achsen abstellen!

1. Die Maschine auf einer ebenen und befe-


stigten Fläche positionieren.
2. Die Bremse einlegen.
3. Den Wagenheber am Ansetzpunkt der Achse
platzieren.
4. Bei Verwendung eines hydraulischen Wa-
genhebers ohne Sicherung zusätzlich einen
geeigneten Dreibeinbock oder eine ähnliche
Stützvorrichtung zur Sicherung gegen Absin-
ken verwenden.
5. Mit dem Wagenheber die Achse anheben
bis das Rad frei ist, aber den Boden noch
leicht berührt.

137
Flüssigdüngerbetrieb Für alle nachfolgend aufgeführten 3-Strahl-
Düsen ausschließlich die schwarzen Bajonett-
Zur Flüssigdüngung stehen derzeit im Wesent- muttern verwenden.
lichen zwei verschiedene Flüssigdüngersorten
zur Verfügung: Verschiedene 3-Strahl-Düsen und ihre Ein-
satzbereiche (bei 8 km/h)
¾¾ Ammonitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) mit 3 - Strahl - gelb 50 - 80 l/ha (AHL)
28 kg N pro 100 kg AHL.
¾¾ Eine NP-Lösung 10-34-0 mit 10 kg N und
3 - Strahl - rot 80 - 126 l/ha (AHL)
34 kg P2O5 pro 100 kg NP-Lösung. 3 - Strahl - blau 115 - 180 l/ha (AHL)
3 - Strahl - weiß 155 - 267 l/ha (AHL)
Bei Verwendung von Flachstrahldüsen die ent-
sprechenden Werte für die Aufwandmenge (l/
ha) aus der Spritztabelle bei AHL mit 0,88 und
HINWEIS
bei NP-Lösungen mit 0,85 multiplizieren. Die
aufgeführten Aufwandmengen (l/ha) gelten nur Nach jedem Flüssigdüngerbetrieb muss die
für Wasser. Pumpe mit Frischwasser gespült werden. Bei
Unterlassung des Spülvorgangs mit Frischwas-
Grundsätzlich gilt: ser kann es zu Beschädigungen der Pumpen-
Flüssigdünger grobtropfig ausbringen, um Ver- dichtungen führen!
ätzungen an Pflanzen zu vermeiden. Zu große
Tropfen rollen vom Blatt ab und zu kleine ver-
stärken den Brennlupeneffekt.
Zu hohe Düngergaben können aufgrund von
Salzkonzentration des Düngers zu Verätzungs-
erscheinungen auf den Blättern führen.

3-Strahl-Düsen (optional)
Die Verwendung von 3-Strahl-Düsen zur Flüs-
sigdüngerausbringung ist vorteilhaft, wenn der
Flüssigdünger mehr über die Wurzel als über
das Blatt in die Pflanze gelangen soll.

Die in der Düse integrierte Dosierblende sorgt


über ihre Öffnung für eine fast drucklose, grob-
tropfige Verteilung des Flüssigdüngers. Hier-
durch wird der nicht erwünschte Spritznebel und
die Bildung kleiner Tropfen verhindert. Die von
der 3-Strahl-Düse gebildeten groben Tropfen
treffen mit geringer Energie auf die Pflanzen
und rollen von ihrer Oberfläche ab.

Obwohl hierdurch weitestgehend Ätzschä-


den vermieden werden, bei der Spätdüngung
auf den Einsatz von 3-Strahl-Düsen verzich-
ten und Schleppschläuche verwenden.

138
Umrechnungstabelle für das Spritzen
von Flüssigdünger AHL
(Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung)

HINWEIS
Beim Befüllen die verschiedenen Dichten [kg/l]
der einzelnen Flüssigkeiten und die zulässige
Nutzlast der Feldspritze beachten!

N Sol. N Sol. N N Sol. N Sol. N N Sol. N Sol. N


kg liter kg kg liter kg kg liter kg
10 27,8 35,8 70 194,5 250,0 130 361,0 465,0
12 33,3 42,9 72 200,0 257,2 132 367,0 471,0
14 38,9 50,0 74 204,9 264,2 134 372,0 478,0
16 44,5 57,1 76 211,6 271,8 136 378,0 485,0
18 50,0 64,3 78 216,5 278,3 138 384,0 493,0
20 55,5 71,5 80 222,1 285,8 140 389,0 500,0
22 61,6 78,5 82 227,9 292,8 142 394,0 507,0
24 66,7 85,6 84 233,3 300,0 144 400,0 515,0
26 75,0 92,9 86 233,3 307,5 146 406,0 521,0
28 77,8 100,0 88 242,2 314,1 148 411,0 529,0
30 83,4 107,1 90 250,0 321,7 150 417,0 535,0
32 89,0 114,2 92 255,7 328,3 155 431,0 554,0
34 94,5 121,4 94 261,2 335,8 160 445,0 572,0
36 100,0 128,7 96 266,7 342,7 165 458,0 589,0
38 105,6 135,9 98 272,0 350,0 170 472,0 607,0
40 111,0 143,0 100 278,0 357,4 175 486,0 625,0
42 116,8 150,0 102 283,7 364,2 180 500,0 643,0
44 122,2 157,1 104 285,5 371,8 185 514,0 660,0
46 127,9 164,3 106 294,2 378,3 190 527,0 679,0
48 133,3 171,5 108 300,0 386,0 195 541,0 696,0
50 139,0 178,6 110 305,6 393,0 200 556,0 714,0
52 144,6 186,0 112 311,1 400,0
54 150,0 193,0 114 316,5 407,5
56 155,7 200,0 116 322,1 414,3
58 161,1 207,3 118 328,0 421,0
60 166,7 214,2 120 333,0 428,0
62 172,3 221,7 122 339,0 436,0
64 177,9 228,3 124 344,0 443,0
66 183,4 235,9 126 350,0 450,0
68 188,9 243,0 128 356,0 457,0

Dichte: 1,28 kg/l, d.h. ca. 28 kg N auf 100 kg Flüssigdünger bzw.


36 kg N auf 100 Liter Flüssigdünger bei 5 - 10 °C

139
Anpassen der ¾¾ DieInnenschutzhälfte der Gelenkwelle an-
zeichnen. Im kürzesten Betriebszustand muss
Gelenkwelle ein Abstand von mindestens 40 mm zum
Schutztrichter bestehen:
Bestimmen der Betriebslängen
¾¾ Die Maschine an den Schlepper anhängen.
¾¾ Maschine und Schlepper so zueinander posi-
tionieren, dass die kleinste Betriebslänge der
Gelenkwelle erreicht wird.
¾¾ Eine Hälfte der Gelenkwelle auf die Zapfwelle min. 40 mm
des Traktors schieben, bis der Verschluss
einrastet:
¾¾ DieGelenkwellenhälften aneinanderhalten
und das Maß auf die Außenschutzhälfte
übertragen:

¾¾ Dieandere Hälfte der Gelenkwelle auf die


Zapfwelle der Maschine schieben und den
Verschluss verriegeln:

¾¾ DieMaschine so zum Schlepper positio-


nieren, dass die größte Betriebslänge der
Gelenkwelle erreicht wird. Die Überdeckung
der Gelenkwelle in dieser Stellung prüfen.
Die Überdeckung muss nach dem Kürzen
mindestens 200 mm betragen.
min. 200 mm
¾¾ Zum Anpassen der Länge die beiden Hälften
der Gelenkwelle nebeneinander halten:

140
Kürzen der Gelenkwelle Das elastische Element mit einem geeigneten
Werkzeug aushängen:
¾¾ Den Schutztrichter mit geeignetem Werkzeug,
etwa einem Schraubendreher, entriegeln:

¾¾ Den Schutztrichter abziehen:

¾¾ Das elastische Element und das Außen-


schutzrohr gegeneinander verdrehen, um
diese zu entriegeln:

¾¾ Das Innenschutzrohr abziehen:

¾¾ Das Außenschutzrohr zusammen mit dem


elastischen Element abnehmen.
¾¾ Innen- und Außenschutzrohr kürzen:

¾¾ DieBefestigungsschrauben am elastischen
Element rundum lösen:

Innenschutzrohr

141
¾¾ Den Dichtring auf das Profilrohr schieben und
mit zwei Schrauben befestigen:

Außenschutzrohr

Aufschieben des Dichtrings


¾¾ Gelenkwellen mit Dichtring
Die Schrauben am Dichtring entfernen und den
Dichtring vom äußeren Profilrohr abnehmen:

Befestigen des Dichtrings

¾¾ Das Innenschutzrohr auf das Profilrohr schieben:

¾¾ Das innere und das äußere Schiebeprofil um


die gleiche Länge wie das jeweilige Schutz-
rohr kürzen.
¾¾ Die beiden Schiebeprofile jeweils an der In-
nen- und der Außenseite sorgfältig entgraten,
die Späne entfernen und die Profile gründlich
reinigen.
¾¾ Gelenkwellenmit Dichtring
Die Bohrungen zur Befestigung des Dichtrings
in einem Abstand von 7 mm vom Rohrende
anreißen und bohren. Der Bohrungsdurch- ¾¾ Den Schutztrichter aufschieben bis er einrastet:
messer beträgt 6 mm.

Ø 6 mm
m
7m

Maße für die Bohrungen zur Befestigung des Dichtrings

142
¾¾ Das Außenschutzrohr zusammen mit dem ¾¾ Die Befestigungsschrauben anziehen:
elastischen Element vollständig auf das an-
dere Profilrohr aufschieben:

¾¾ Das elastische Element mit geeignetem Werk-


zeug wieder einhängen:

Position Außenschutzrohr - nicht eingerastet

¾¾ Das elastische Element und das Außen-


schutzrohr gegeneinander verdrehen, damit
beide Bauteile einrasten:

¾¾ Außenfläche des Innenschutzrohrs schmieren.

¾¾ Beide Gelenkwellenhälften zusammenschieben.

¾¾ DieGelenkwelle an allen Schmierstellen


abschmieren.

Die Gelenkwelle kann nun in Betrieb genommen


werden.

Position Außenschutzrohr - eingerastet

143
Index
A Bremseneinstellung 121
Bremstrommel 120
Abdrift 92,94
Brühebehälter 38,46,86,107
Abhängen 69
Abmessungen 25 D
Abschmierdruck 109
Dampfstrahler 105
Absperrventil 38,77
Deichsel 35
Abstellen ,78
Dichte 85
Achse 122
Dichtung, Düse 60
Achslast 26
Direktbefüllung 48,86
AHL 62,138,139,85,95
Dom 39,87
Anfahrsicherung 57
Domsieb 46
Anhang 135
Druck 23,81,92,94
Anhängen 69,75,76
Druckabgang 48,95
Anhängung 35
Druckbereiche 101
Anlieferung 21
Druckfilter 46,48,93
Anschluss Externe Befüllgeräte 32
Druckfiltereinsätze 46
An- und Abkuppeln 10
Druckluft-Bremsanlage 79
Anzugsdrehmoment 135
Druckplatte 91
Arbeitsdruck 23
Druckschlauch 74
Arbeitshöhe 94
Druckspeicher 10
Aufbau 30
Durchflussmesser 125,92,129
Aufkleber 17,34
Düsen 46,62,138,92,96
Aufstieg 38
Düsenauswahl 62,95
Aufwandmenge 62,82,92,95
Düsenfilter 47
Ausbringmenge 93
Düsengröße 47
Ausbringmengentabelle 65,99
Düsenkörper 59
Ausklappen 80
Düsen montieren 60
Außenreinigung 108
Düsenöffnung 46
Außerbetriebnahme 134
Düsen reinigen 61
B Düsen wechseln 61
Bajonettmutter 60 E
Bedienung 75
Edelstahlschrauben 136
Befüllanschluss 40,89
Einfachdüsenkörper 59
Befüllanschluss Frischwassertank 48
Einfüllmenge 82
Befüllen 42,89
Einfüll-/Nachfüllmengen 83
Befülltabelle 84
Einklappen 80
Beispiele, Einfüll-/Nachfüllmengen 83
Einlagern 129
Beleuchtung 33
Einspülen ,90
Bereifung 26
Einspülschleuse ,89,90,91
Betriebsbremsanlage 11,22
Einwintern 130,131
Betriebserlaubnis 9
Elektrik 28
Bohren 110
Elektrische Anlage 105
BoomControl 55
Entleeren, Maschine 130
Breite 23
Entsorgung ,109
Bremsanlage 11,68,120,77,115
Entwässern 130
Bremsbelagkontrolle 121
Entwässerung 70
Bremse 29,78
Ersatzteile 6,109

144
F K
Fahrgeschwindigkeit 62,65,92,95,99 Kabel 33
Feldeinsatz 12 Kalotte 114
Flansch 26 Kanister 91
Flüssigdüngerbetrieb 138 Kanisterspülung 44,45,91
Flüssige Präparate 90 Klappen 79
Flüssigkeit 42 Klappvarianten 54
Flüssigkeitskreislauf 32,42 Komponenten 35
Fremdbefüllung 86 Kugel 114
Frischwasser 130 Kugelkopf ,28
Frischwasserbehälter 40,89 Kugelkupplung 114
G L
Garantie 4 Lagerspiel 122
Gefahrenbereich 16,93 Länge 23
Gelenkmechanismus 57 Leere Präparatbehälter 92
Gelenkwelle ,29,140 Lenkdeichsel 36
Geräteanbau 28 Lichtanlage 77
Gesamtlänge 23 LS-System 22
Geschwindigkeit ,23,62,92,95,99 Luftdruck 127
Gestänge 53 Luftkessel 70,121
Gestängeablage 56
M
Gestängesteuerung 93
Gewicht 26 Maschen 46,47
GPS-Empfänger 71,73 Maschenweite 46,47
Mechanischer Bremskraftregler 70
H Mehrfachdüsenkörper 59,60
Haftung 4 Membrane 61
Handwaschbehälter 41 Membranventils 61
Hangausgleich 51,56 Metrische Schrauben 135
Harnstoff 90 Mindestabstand 105
Hitch-Ring 35 Motorleistung 28
Hochdruckreiniger 105 Multifunktionsgriff, Belegung 51
Höchstgeschwindigkeit 9
N
Hydraulik 10,29,31,112,113
Hydraulikanlage 123,77 Nachfüllmenge 82,84
Hydraulikblock ,22 Niederhalter 114
Hydraulik, Reinigung 104 NightLight 73
Hydrauliksystem 22 NP-Lösung 62,138,85,95
Nutzlast 139,85
I
O
Inbetriebnahme 21,75
Installation 21 Öltank 71
Öltank mit zapfwellengetriebener Pumpe 71

145
P Sicherheitsaufkleber 17
Sicherheitsbehälter 52
Persönliche Schutzausrüstung 85
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen 109
Pflanzenschutzmittel 62,81,87,92,94,95,102
Spannbänder 70
Pflege 14
Spritzbetrieb 42,43,51,81,92
Pneumatische Bremsanlage 68
Spritzbrühe ,81,74,82,85,110
Podest 39
Spritzdruck 81,92,94
Präparate 90
Spritzen 94
Probebremsung 22
Spritzgestänge 93,94
Prüfanschluss 70
Spritzhöhe 93
Pumpenleistung 128
Spritzleitung 58
R Spritztabelle 94
Spüldüse 90
Räder 22,126
Spur 26
Räder / Bremsen 115
Spurweite 137
Radmuttern 112
Stecker 33
Radnabe 122
Stoßdüse 44,45
Radnabenlagerung 122
Straßenfahrt 11
Radwechsel 127
Straßentransport 9
Randdüsen 73
Stützfüß 37
Rangierfahrzeug 79
Stützlast 26
Reifen 27
Reifentragfähigkeit 26 T
Reinigung 104,105,107
Tabelle 62,64,66,95,98,100
Restablass 48,131
Technische Daten 23
Restfläche 84
Technische Restmenge 102
Restmenge 24,102,103
Teilbreiten 23
Restmengen 102
Terminal 80,81,92,94
Ringspülleitung 44,45
Tragfähigkeit ,26
Rührintensität 46
Traktor 22,77,81
Rührwerk 93
Transport 21
S Transportbreite 8
Transporthöhe 23
Sauganschluss Brühebehälterfüllung 48
Transportsicherung 56
Saugfilter 47,48,93,106
Transportstellung 77
Schäden 4
Trinkwasser 104
Schaum 85
Typenschild 24
Schlauchhaspel 74
Schlauchklemmen 109 U
Schlepperwechsel 75
Ultraschallsensor 55
Schmierstellen 116
Umrechnungstabelle 139
Schraubenverbindungen 15,110
Umschalthahn 89,90,91
Schutzausrüstung 74,81
Umwelt 134
Schweißen 110
Unterlegkeile 79
Seifenspender 41
Seile und Seilzüge 120
Sensor 92
Service 5
Sicherheit 6

146
V
Verdünnte Restmenge 103
Verkehr 8
Verschmutzung 105
Versorgungsleitungen 77
Volumen 23
Vorgewende 92
Vorwort 4
W
Warnung 85
Wartung 14,70,112,122
Waschpistole 44,45,46,74,89
Wegsensor 92
Werkzeughalter 52
Wiederverwertung 134
Windgeschwindigkeit 92
Z
Zapfwelle 86,89,90,107
Zirkulation 43
Zirkulationssystem 58
Zollschrauben 136
Zubehör 6
Zugabstimmung 22,120
Zugöse 35
Zusatzausrüstung 68
Zweileitungs-Bremsanlage 68,121

147
Alle Angaben und Abbildungen sind annähernd und unverbindlich.
Technische bzw. konstruktive Änderungen sind vorbehalten.

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