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IM Executive Lunch Meeting

Luxembourg, 19. Oktober 2007

Die Reform des Investmentgesetzes


aus der Sicht des BVI

Stefan Seip
Hauptgeschäftsführer
BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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I. Ausgangslage und Ziele der Novellierung (1)

Wie alles begann


1957 Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften
1990 - 2002 1. bis 4. Finanzmarktförderungsgesetz
2004 Investmentmodernisierungsgesetz

Schritte zur Novellierung


April 2005 Konsultationspapier des BMF
Jan. 2007 Vorlage Diskussionsentwurf
April 2007 Vorlage Kabinettsentwurf (BR-Drs. 274/07)
Okt. 2007 Einigung im Finanzausschuss (?)
Dez. 2007 Ausfertigung/Verkündung Investmentänderungs-
gesetz (?)

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I. Ausgangslage und Ziele der Novellierung (2)

Ziele des Gesetzgebers

• 1:1 Umsetzung der konsolidierten OGAW-RL (85/611/EWG)

• 1:1 Umsetzung der Durchführungs-Richtlinie (2007/16/EG)

• Stärkung des Investmentfondsstandortes Deutschland

• Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Fondsbranche

• Verbesserung der Innovationstätigkeit

• Entgegenwirken der Abwanderung von Fondsvermögen an andere


Standorte

• Schaffung eines modernen und leistungsfähigen Regulierungs- und


Aufsichtsrahmens

• Anlegerschutz

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Investmentstandort Deutschland:
Trendwende bei der Wahl des Auflagelandes?

ausländische Fonds deutscher Provenienz

Summe der neu in Deutschland aufgelegte Fonds


aufgelegten BVI-Fonds 83%

70% 71% 70% 72%


62%

38%
30% 29% 30% 28%

17%

436 236 293 404 619 442


130 306 68 168 49 244 153 251 188 431 124 318
2002 2003 2004 2005 2006 2007
Angaben in Prozent und in Stückzahl der neu aufgelegten BVI-Publikumsfonds
inklusive Dachfonds (ohne Offene Immobilienfonds); Quelle: BVI, Stichtag: 31. August 2007

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I. Ausgangslage und Ziele der Novellierung (3)

Wesentliche Ziele der Investmentbranche

Deregulierung
Beschleunigung für Genehmigungsverfahren und Erleichterung bei
Berichtspflichten, Zulassung von flexiblen Modellen der Beratungs-
vergütung bei Sparplänen

Erweiterte Anlagemöglichkeiten
durch Lockerung der Anlagevorschriften für nicht richtlinienkonforme
Sondervermögen und Schaffung neuer Fondstypen

Optimierung der Regelungen für Offene Immobilienfonds


durch Beseitigung von Wettbewerbsnachteilen gegenüber ausländischen
Rechtsordnungen

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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II. Deregulierung (1)

Kapitalanlagegesellschaften

Wegfall der Kreditinstitutseigenschaft, § 2 Abs. 6 InvG-E


als Folge der 1:1 Umsetzung der konsolidierten OGAW-RL (85/611/EWG)

Absenkung der Anfangskapitalausstattung, § 11 InvG-E


von mindestens 750.000 Euro auf mindestens 300.000 Euro sowie
Senkung der Bezugsgröße für Berechnung der Kapitalerhöhung von
3 Milliarden Euro auf 1,125 Milliarden Euro

Verkürzung der Bekanntmachungsfristen, § 43 Abs. 5 InvG-E


für Änderungen von Vertragsbedingungen und Kostenklauseln
- statt 3 Monaten nur noch 1 Tag
- statt 13 Monaten nur noch 6 Monate (bei Änderungen der
Anlagegrundsätze)

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II. Deregulierung (2)

Kapitalanlagegesellschaften

Gesetzliche Maximalfristen für Fondsgenehmigungen, § 43 Abs. 2 InvG-E


• Genehmigungsfrist: vier Wochen nach Eingang des Antrages, wenn
Vertragsbedingungen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen
• Mitteilung der BaFin über unvollständige oder unsachgerechte
Genehmigungsanträge innerhalb der Genehmigungsfrist erforderlich;
mit Eingang vollständiger Unterlagen beginnt Genehmigungsfrist erneut
• Genehmigung gilt als erteilt, wenn über Genehmigungsantrag nicht
innerhalb der Genehmigungsfrist entschieden worden ist und Mitteilung der
BaFin nicht erfolgt ist

Vorausgenehmigungen für richtlinienkonforme Fonds, § 43 a InvG-E


durch Genehmigung vorformulierter alternativer Musterklauseln

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II. Deregulierung (3)

Investment-Aktiengesellschaft

• Ausgestaltung als (neben einem Sondervermögen) gleichwertige


organisationsrechtliche Form für ein Investmentprodukt

• Rücknahme und Neuausgabe von Anteilen wird problemlos möglich

• Auch Fremdverwaltung wird erlaubt

• Bildung von Teilfonds ist möglich

• Emission zweier unterschiedlicher Aktiengattungen:


„Unternehmensaktien“ (Anteile des Produzenten mit Stimmrecht)
sowie „Anlageaktien“ (Anteile der Anleger)

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II. Deregulierung (4)

Spezialfonds, § 2 Abs. 3 InvG-E

Neue Definition
• keine Beschränkung der Anlegerzahl mehr vorgesehen
• früher: Begrenzung auf maximal 30 Anleger

Neue Praxis
• Zwei natürliche Personen können sich zu einer BGB-Gesellschaft
zusammenschließen und Anleger eines Spezialfonds sein.

Neue Anlagegrenzen, § 91 Abs. 3 InvG-E


• Abkehr von bisherigen Anlagegrenzen, aber Bindung an Fondstypen

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II. Deregulierung (5)

Publikumsfonds

„Börsenliste“ - § 47 Abs. 1 Nr. 2 und 4 InvG-E


• Bislang: spezieller Anhang zu Vertragsbedingungen erforderlich, um
Erwerb von Wertpapieren, die außerhalb der EU/EWR-Staaten gehandelt
oder dort in organisierten Markt einbezogen wurden, zuzulassen
Folge: jede Ergänzung der Börsenliste war eine genehmigungspflichtige
Änderung der Vertragsbedingungen
• Nunmehr: dynamischer Verweis in Vertragsbedingungen auf die von BaFin
zugelassenen Börsen und organisierten Märkte ausreichend

Anpassung der Anlagemöglichkeiten an OGAW-RL, § 60 InvG-E


• Erweiterung der Anlagemöglichkeiten in Schuldverschreibungen,
Schuldscheindarlehen und Geldmarktinstrumenten von Drittstaaten und
internationalen Organisationen
• Streichung spezieller Anlagegrenzen für Geldmarktinstrumente, die von
Unternehmen ausgegeben wurden

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II. Deregulierung (6)

Konzentration der Aufsicht auf die BaFin

Reduzierung der Aufsichtsfunktionen der BaFin


durch Aufhebung der Meldepflichten nach § 10 InvG und Übertragung der
Kontrolle der Einhaltung der Anlagegrenzen und Anlagegrundsätze auf
Depotbank

Folge:
Beschränkung auf materielle und risikoorientierte Aufsicht möglich

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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III. Erweiterung der Produktmöglichkeiten (1)

Infrastrukturfonds, §§ 90 a bis 90 f InvG-E

Neues Fondsvehikel, das


• Zugangshindernisse im Bereich der Finanzierung von (staatlichen)
Infrastrukturprojekten beseitigt und
• Zugangsmöglichkeiten für Privatanleger zum ÖPP-Markt schafft

Erwerbbare Vermögensgegenstände:
• Beteiligungen an ÖPP-Projektgesellschaften (für Publikumsfonds nur in der
Betreiberphase nach Fertigstellung des Projekts) und Immobilien
• Wertpapiere (zur Vorhaltung mittelfristiger Liquidität)
• Geldmarktinstrumente, Bankguthaben und Investmentanteile (zur Vorhaltung
kurzfristiger Liquidität)
• Derivate nur zur Absicherung

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III. Erweiterung der Produktmöglichkeiten (2)

Sonstige Sondervermögen, §§ 90 g bis 90 k InvG-E


Schaffung einer neuen Asset-Klasse,
die Chancen für Auflage von innovativen Produkten bietet durch:
• Erweiterte Anlagemöglichkeiten gegenüber herkömmlichen
Sondervermögen (Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Derivate ohne
Beschränkung nach § 51 Abs. 1 InvG, Bankguthaben,
Unternehmensbeteiligungen jeglicher Art, Edelmetalle, unverbriefte
Darlehensforderungen)
• Aber: Leerverkäufe (short sales) sowie Kreditaufnahmen zur Erzielung
von Hebeleffekten (leverage) sind nicht zulässig
• Gewisse Anlagegrenzen bleiben (z. B. max. 30 % Anteile an Single-
Hedgefonds, max. 20 % Unternehmensbeteiligungen insgesamt bzw.
max. 5 % des Wertes des Sondervermögens in dasselbe Unternehmen,
Anteil der gehaltenen Edelmetalle darf 30 % des Sondervermögens nicht
überschreiten)

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III. Erweiterung der Produktmöglichkeiten (3)

„Eligible Assets“ – Durchführungs-Richtlinie (2007/17/EG)

Bereits jetzt als Wertpapier erwerbbar (keine Zerlegung):


• Zertifikate, die 1:1 Basiswert abbilden
• …auch auf Edelmetalle als Basiswert
• …auch auf Hedgefonds als Basiswert
• …auch auf Baskets als Basiswert
• Anteile an geschlossenen Fonds
• Synthetische ABS (ggf. auch Geldmarktinstrument)

Bereits jetzt erwerbbar (keine Zerlegung):


• Derivate auf Indizes mit nicht OGAW-konformen Bestandteilen

• Derivate auf „Merkmale“


(z. B. Volatilität, Dividende, Katastrophen-/ Event-Linked)

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III. Erweiterung der Produktmöglichkeiten (4)

Mikrofinanz-Fonds

Besondere Form der „sonstigen Sondervermögen“

• Bis zu 75 % des Fondsvermögens können unverbriefte


Darlehensforderungen von „Mikrofinanz-Instituten“ sein
• Mikrofinanzinstitute müssen zugelassene und beaufsichtigte Banken
bzw. Finanzinstitute sein
• 60 % der Darlehen dürfen nicht höher sein als 5.000 €
• Summe der Darlehen mindestens 10 Mio €
• mind. 5 % des Kapitals des Mikrofinanzinstituts müssen von einer
OECD-Entwicklungsbank gehalten werden
• Rückgabemöglichkeit in der Regel mind. einmal monatlich

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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Offene Immobilienfonds: Gestärkt nach schwieriger Phase
(Monatliches Netto-Mittelaufkommen in Mrd. Euro)

1,9

1,5

1,0 1,0
0,8
0,5 0,5
0,3 0,4
0,2
0,1 0,1

1/06 2/06 3/06 4/06 5/06 6/06 7/06 8/06 9/06 10/06 11/06 12/06 1/07 2/07 3/07 4/07 5/07 6/07 7/07 8/07

-0,1 -0,1
-0,4 -0,5 -0,3

-1,2

-2,1
*

-4,2

* im März 2006: Sondereffekt in Höhe von minus 1,3 Mrd. Euro aufgrund
Wiederaufnahme der Anteilausgabe und -rücknahme eines Offenen Immobilienfonds
Quelle: BVI

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IV. Stärkung der Offenen Immobilienfonds (1)

Liquiditätssteuerung

Höchst- und Mindestliquidität bleiben unverändert, § 80 InvG-E

Ergänzung um neue Nr. 5 in § 80 Abs. 1 InvG-E,


wonach Aktien von REIT-Aktiengesellschaften oder vergleichbare Anteile
ausländischer juristischer Personen erworben werden dürfen, soweit der
Wert dieser Aktien oder Anteile einen Betrag von 5 % des Wertes des
Sondervermögens nicht überschreitet (Voraussetzung: diese Anteile sind
Wertpapiere im Sinne der OGAW-RL)

Erweitertes Instrumentarium bei Anteilrücknahme, § 80c InvG-E


Die Vertragsbedingungen können vorsehen, dass die Rücknahme von
Anteilen nur einmal monatlich zu einem in den Vertragsbedingungen
bestimmten Termin erfolgt, soweit im Zeitpunkt der Rückgabe der Anteil der
Summe der Werte der zurückgegebenen Anteile einen in den
Vertragsbedingungen bestimmten Betrag überschreitet.

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IV. Stärkung der Offenen Immobilienfonds (2)

Transparenz

Zusätzliche Angaben im ausführlichen Verkaufsprospekt,


§ 80 d Abs. 1 InvG-E

Drucktechnisch hervorgehobenen Hinweis auf evtl. Abweichungen


von der börsentäglichen Anteilrücknahme

Zusätzliche Angaben in den Berichten, § 79 Abs. 1

Z. B. Verkehrswert, Anschaffungsnebenkosten, wesentliche


Ergebnisse der Gutachten

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IV. Stärkung der Offenen Immobilienfonds (3)

Bewertungsvorschriften und Sachverständige

Neuregelung des Sachverständigenausschusses, § 77 InvG-E

Jeder Ausschuss muss genau 3 Mitglieder haben

Geschäftsordnung
• … regelt auch Einzelheiten über Bestellung von Sachverständigen
• … ist mit BaFin abzustimmen

Erstbewertung § 67 Abs. 5 InvG-E


• Bisher: Sachverständigenausschuss war sowohl für Bewertung der
Vermögensgegenstände vor Erwerb als auch nach Erwerb bei
jährlicher Regelbewertung zuständig
• Nunmehr: Erstbewertung durch Gutachter, der nicht zum Ausschuss
gehört

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IV. Stärkung der Offenen Immobilienfonds (4)

Erweiterung der Anlagemöglichkeiten

Aufgabe der Drei-Objekt-Grenze, § 68 Abs. 5 Nr. 1 InvG-E


dadurch Erhöhung der Risikostreuung und Kosteneinsparung

Gleichstellung von 100 %-Beteiligungen an Immobiliengesellschaften


mit direkt gehaltenen Immobilien
durch Neuregelung von § 68 Abs. 6 InvG-E
(Anlagegrenze von bis 49 % gilt nicht mehr)

Mehrstöckige Immobiliengesellschaft zulässig


sofern die Immobiliengesellschaft an anderen Immobiliengesellschaften
zu 100 % beteiligt ist

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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V. Anlegerschutz (1)

Unabhängige Aufsichtsräte, § 6 Abs. 2 a InvG-E

Stärkung der Corporate Governance


durch Einführung einer neuen gesetzlichen Verpflichtung zur Bildung
eines unabhängigen Aufsichtsrates:
• Mindestens ein unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat
• Keine gesetzliche Konkretisierung des Begriffs „unabhängig“

Ausnahme
Verpflichtung soll nicht für Spezialfonds gelten:
• mangelnde Schutzwürdigkeit der institutionellen Anleger
• andere Einflussmöglichkeiten zur Wahrung der Anlegerinteressen
(z. B. im Anlageausschuss)

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V. Anlegerschutz (2)

Vermeidung von Interessenkonflikten bei Depotbanken,


§ 22 InvG-E

Neue gesetzliche Verpflichtung


„Die Depotbank hat durch Vorschriften zu Organisation und Verfahren
sicherzustellen, dass bei Wahrnehmung ihrer Aufgaben Interessenkonflikte
zwischen der Depotbank und der Kapitalanlagegesellschaft vermieden
werden.“

Beispiele
• Durchgängige Sicherstellung der ordnungsgemäßen Wahrnehmung der
Kontrollfunktion der Depotbank bei Konzernzugehörigkeit
• Vereinbarung von Geschäftsbedingungen wie mit unabhängigen Dritten

Überwachung der Vorschriften


durch unabhängige Stelle bis auf Ebene der Geschäftsführung

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V. Anlegerschutz (3)

Vorabprovisionierung bei Sparplänen, § 125 InvG-E

Ausgangslage
Beschränkung der Höhe der Kostenvorausbelastung bei Investment-
Sparplänen, keine Regelung zur Kostenvorausbelastung für EG-
Investmentanteile

Forderung
Gleichbehandlung des Investment-Sparplanes mit vergleichbaren
Produkten

InvG-neu
Verschärfung der bisherigen Regelung, Ausnahme für EU-
Investmentanteile entfällt.
„Wurde die Abnahme von Anteilen für einen mehrjährigen Zeitraum vereinbart, so
darf von jeder der für das erste Jahr vereinbarten Zahlungen höchstens ein Drittel
für die Deckung von Kosten verwendet werden, die restlichen Kosten müssen auf
alle späteren Zahlungen gleichmäßig verteilt werden.“

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V. Anlegerschutz (4)

Transaktionskosten, § 41 Abs. 2 a Satz 2 InvG-E

Ursprünglich im InvG-E geplant


Regelung in Vertragsbedingungen bei Publikumssondervermögen,
dass unter Berücksichtigung des Wertes des Sondervermögens und
der Anlegerstruktur die Benachteiligung von Anlegern durch
Transaktionskosten ausgeschlossen sind.
Folge: Unüberschaubares Haftungsrisiko der KAG

Kommende Regelung, § 9 Abs. 3 InvG-E


• Organisationspflicht der KAG, durch entsprechende Maßnahmen
eine Beeinträchtigung von Anlegerinteressen durch
Transaktionskosten zu vermeiden
• z. B. Vorkehrungen zur Vermeidung einer unangemessenen
Umschlaghäufigkeit des Portfolios oder Maßnahmen gegen Nachteile
durch rücknahmebedingte Transaktionskosten

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Agenda

I: Ausgangslage und Ziele der Novellierung

II: Deregulierung

III: Erweiterung der Produktmöglichkeiten

IV: Stärkung der Offenen Immobilienfonds

V: Anlegerschutz

VI: Fazit und Ausblick

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VI. Fazit und Ausblick

Fazit: Ein Schritt nach vorn


durch weitgehende Beseitigung von Wettbewerbsungleichheiten mit
anderen europäischen Ländern sowie Deregulierung
Aber: nicht alle Wünsche der Investmentbranche wurden erfüllt und
das Verbot der Kostenvorausbelastung nach § 125 InvG ist ein
schwerwiegender Nachteil.

Ausblick:
„Nach dem Gesetz ist vor dem Gesetz“: Die nächste Novellierung
kommt bestimmt.
Und: Luxemburg wird ein wesentlicher Standort für die deutsche
Investmentindustrie bleiben.

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