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JUGEND UND MODE

Wörter aktiv

'anbieten (o, o) (h) j-m (Dat.) etw. (Akk.) – предлагать кому-л. что-л.; das Angebot
'andrehen (-te, -t)(h) j-m (Dat.) etw. (Akk.) – навязывать кому-л. что-л.; Syn.: j-m (Dat.) etw.
(Akk.) aufzwingen/aufdrängen; sich von jemandem nichts andrehen lassen = sich nicht zum Kauf
überreden lassen
'anhaben (-te, -t) (h) etw. (Akk.) – быть одетым, иметь на себе что-либо: ein Jackett, eine Hose,
einen Rock anhaben; Syn.: etw. (Akk.) angezogen haben
'ankommen (a, o) (s) auf etw. (Akk.) – зависеть от чего-л.; z.B.: Das kommt auf die Stimmung an. –
Это зависит от настроения. Darauf kommt es nicht an. – Не в этом дело. Es kommt darauf an,
dass ... – Это зависит от того, что …
sich 'anpassen (Dat.) – приспосабливаться, подстраиваться; sich den anderen anpassen; sich den
Umständen anpassen – приспосабливаться к обстоятельствам
sich 'anziehen (o, o) (h) – одеваться; Syn.: sich (irgendwie) kleiden/ (irgendwie) gekleidet sein:
sich geschmackvoll, passend, richtig, attraktiv, schick, unordentlich, schlampig, nach der neuesten
Mode kleiden/…… gekleidet sein
auffallen (ie, a) (s) j-m (Dat.) – бросаться в глаза; z.B.: Ist dir etwas aufgefallen? – Ты заметил
что-нибудь?; (un)auffällig – (не)броский, (не)заметный; sich auffällig (auffallend) kleiden
'ausgehen (i, a) (s) – выходить, отправляться в гости
'auswählen (-te, -t) (h) etw. (Akk.) – выбирать; die Kleidung nach bestimmten Grundsätzen
auswählen; die Auswahl an etw. (Dat.)
beraten (ie, a) (h) j-n (Akk.) – помогать советами кому-л.
be'vorzugen (-te, -t ) (h) etw. (Akk.) – предпочитать, отдавать преимущество; bevorzugt – имеющий
преимущество, предпочитаемый, любимый: die bevorzugten Kneipen, Discos, Partys, das
bevorzugte Konzert
bezeichnen (-te, -t) (h) etw. (Akk.) als (Akk.) – обозначать, называть: etwas als Jugendmode
bezeichnen
langlebig – долговечный, живучий, ноский (об одежде)
neigen zu etw. (Dat.) – иметь склонность к чему-л.: Er/Sie neigt zu Depressionen/Erkältungen/
Übertreibungen/ Übergewicht.
die Neigung zu (Dat.); die Neigung zur Korpulenz
passen (Dat.) – a) быть в пору; b) быть к лицу; Syn.: stehen (Dat.) – идти, быть к лицу; z.B.: Diese
Farbe würde ihr stehen. – Ей подойдет (подошел бы) этот цвет. Это ее цвет; c) подходить,
устраивать
passen zu etw. (Dat.) – подходить к чему-то, гармонировать с чем-л.: Die Halskette passt gut zum
Kleid.
sich richten nach etw./j-m (Dat.) – руководствоваться чем-либо: Bei der Wahl der Kleidung richte
ich mich nach meinem Geschmack (nach meinen Freunden).
der Trend (-s, -s) zu etw. (Dat.) – тенденция, главное направление развития: Welche Rolle spielen
für euch aktuelle Modetrends?; der Trend zu den langen Haaren; Der (modische) Trend geht wieder
zu kurzen Röcken.; Der Trend geht dahin, … тенденция идёт к тому , что …
rückläufig – снижающийся, сокращающийся: Der Trend zu den langen Haaren bei Jungen ist jetzt
rückläufig.
der Schmuck (-es, Schmucksachen, Schmuckwaren) – украшения, драгоценности: etwas durch
Schmuck ergänzen
sich 'umsehen (a, e) (h) – осматриваться; Syn.: sich 'umschauen
großen Wert auf (Akk.) legen – придавать большое значение чему-л.
j-m auf der Tasche liegen – жить на чей-л. счет, находиться на чьем-л. иждивении; сидеть на шее
у кого-либо: den Eltern mit einem Wunsch auf der Tasche liegen
mit jedem Groschen knausern (umg.) – скупиться, экономить на всем
das Make-up 'auftragen (u, a) (h) – краситься; Syn.: das Make-up auflegen, sich schminken
jmdn. (Akk.) od. etwas nicht leiden können – не переносить, не переваривать, не терпеть что-
л./кого-л.: Ich kann ihn überhaupt nicht leiden, weil er so ein Angeber ist; Sie konnte es nie leiden,
wenn man über sie lachte.
seinen eigenen / persönlichen Stil haben / finden, vertreten, entwickeln
sich (Dat.) etwas (Akk.) leisten können, – позволить себе что-л.; z.B.: Ich kann mir diese teure
Tasche nicht leisten.
Aufgaben zum Wortschatz

1. Leiten Sie Nomina von den folgenden Verben ab.

anbieten, auswählen, verstehen, anziehen, neigen, wünschen, schmücken, ausgeben, ergänzen, leiden

2. Bestimmen Sie das grammatische Geschlecht und geben Sie ihre Pluralform an. Mit welchen
Adjektiven lassen sich diese Substantive verbinden?

Geschmack, Trend, Make-up, Pulli, Disco, Rock, Kleidung, Umstand, Aspekt, Stiefel, Schuh, Schmuck

lässig, geschnürt, ausgesucht, flach, besonder, bequem, bevorzugt, praktisch, auffällig, aktuell,
passend, knielang

3. Ersetzen Sie die kursiv gedruckten Satzteile durch Synonyme oder sinnverwandte Wörter.

1. Einige können Schuhe mit hohen Absätzen nicht ausstehen.


2. Ich lasse mir nichts von meinen Freunden andrehen.
3. Die meisten Jugendlichen streben danach, die Mode mitzumachen.
4. Es hängt davon ab, was das Mädchen kaufen will.
5. Meine Freundin berät mich immer bei der Auswahl der Kleidung.
6. Meine Schwester spart jeden Rubel, um etwas Schickes zu kaufen.
7. Nach welchem Prinzip suchst du die Kleidung aus?
8. Ich studiere noch und bin auf meine Eltern angewiesen.
9. Der Trend zu langen Haaren ist bei Jungen rückläufig.

Die russische Studentin Lena unterhält sich mit ihrer deutschen Freundin, der 18-jährigen
Gymnasiastin Carolin. Lesen Sie bitte den Text und versuchen Sie die Probleme herauszufinden,
die hier berührt werden.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE MODE IM LEBEN DER JUGEND?

Nun, gibt es auch noch die Jugendmode. Alterstypische, zweckmäßige, farbenfrohe, vielfältig
kombinierbare Kleidung verbirgt sich dahinter, die sich überdies noch ergänzen lässt durch
entsprechende Kosmetika und passenden Schmuck. Wer bestimmt, was Jugendmode ist? Viele?

L e n a . Sag mal, Carolin, welche Rolle spielt eigentlich Mode in deinem Leben?
C a r o l i n . Keine besonders große. Ich trage nur das, was mir gefällt, nicht unbedingt das, was
„man“ trägt. Und selbst wenn der ganze Schrank voll wäre – man trägt doch nur die Lieblingsstücke.
L e n a . Und nach welchem Prinzip suchst du Kleidung aus? Wer berät dich?
C a r o l i n . Ich weiß eigentlich selbst, was mir steht und gefällt, aber ich nehme trotzdem meist eine
Freundin mit. Und dann überlege ich, zu welcher Gelegenheit ich dieses oder jenes Kleidungsstück
tragen möchte. Es kommt darauf an, wohin man geht: In der Schule tragen wir meistens Jeans, T-
Shirts, Sweatshirts* oder Pullover. Wenn ich aber in die Tanzschule gehe, muss es schon etwas feiner
sein – ein Hosenanzug oder ein langer Rock mit einer hübschen Bluse zum Beispiel. In die Disco zieht
man meist Jeans und eine Bluse an, etwas, worin man sich wohl fühlt. Zu ganz besonderen
Gelegenheiten, zum Beispiel für die Oper, muss es schon richtig festlich sein; und zum Abi-Ball werde
ich mein Ballkleid anziehen.
L e n a . Aha, ihr unterscheidet also zwischen lässiger und offizieller Kleidung. Und spielt der
praktische Aspekt auch eine Rolle?
C a r o l i n . Also – Langlebigkeit ist kein Aspekt, aber Bequemlichkeit schon. In die Schule zieht man
am liebsten Jeans und bequeme Pullis an und dazu flache Schuhe aus Leder oder Leinenturnschuhe,
und bei schlechtem oder kaltem Wetter kurze geschnürte Stiefel. Hohe Absätze trägt man in der
Schule normalerweise nicht, sondern nur zum Ausgehen.
L e n a . Gehst du oft in Modegeschäfte?
C a r o l i n . Ja, manchmal auch nur zum Spaß, um mich umzusehen.
L e n a . Wieviel Geld gibst du für die Kleidung aus, und wer bezahlt sie?
C a r o l i n . Ich selbst gebe nicht besonders viel dafür aus, meine Eltern kaufen mir, was ich brauche.
Aber auch wenn meine Mutter mitgeht, lasse ich mir nichts von ihr andrehen. Ich entscheide nach
meinem eigenen Geschmack. Und wenn ich etwas besonders Schickes sehe und meine, das muss ich
unbedingt haben, dann jobbe ich schon mal extra, um es mir leisten zu können – sogar dann, wenn
meine Mutter es nicht leiden mag. Außerdem tausche ich mit meiner Schwester, die hat die gleiche
Figur und denselben Geschmack – da haben wir die doppelte Auswahl.
L e n a . Und was meinst du ganz allgemein: Ist Mode Diktat oder Spaß?
C a r o l i n . Für mich ist sie eher Spaß, aber für manche ist sie ein richtiges Diktat – die meinen, sie
müssten wahnsinnig viel Geld für Markenklamotten ausgeben, um dazuzugehören. Du weißt schon, ich
meine solche Kleidungsstücke mit Firmen-Logos* drauf, Marken, die gerade Mode sind.
L e n a . Wie wird denn etwas zur Mode?
C a r o l i n . Schwer zu sagen – einerseits hängt es wesentlich davon ab, was in einer Saison von den
Geschäften angeboten wird. Aber es gibt auch immer Leute, die Vorbildfunktion haben und
bestimmen, was gerade „in“ ist.
L e n a . Gibt es denn überhaupt etwas, was man als „Jugendmode“ bezeichnen könnte?
C a r o l i n . Es gibt sogar viele Jugendmoden – verschiedene Jugendgruppen haben auch ihre eigene
Mode oder Stilrichtung, je nach politischen Interessen, der Musikrichtung, je nachdem, wo man
hingeht. Jede Gruppe hat ihre bevorzugten Kneipen*, Discos, Partys und Konzerte – die Linken gehen
natürlich nicht dahin, wo die Skinheads* hingehen, und die Punks wollen mit den Poppern* nichts zu
tun haben. Deshalb kann man von „der“ Jugendmode eigentlich nicht sprechen.
L e n a . Und zuletzt noch eine Frage: Wie ist es mit Frisur, Make-up, Schmuck?
C a r o l i n . Also, man schminkt sich sehr wenig, meistens nur die Augen – es sollte nicht auffallen.
Pfundweise dickes Make-up auftragen, das macht man nicht mehr. Das Make-up muss unauffällig sein.
Schmuck wird viel getragen, viel Modeschmuck oder dicker Silberschmuck mit auffälligen Steinen
drauf – sogar die Jungen tragen Silberringe.
L e n a . Und die Haare?
C a r o l i n . Die meisten Mädchen haben im Moment lange Haare, damit kann man viel machen und ist
nicht vom Friseur abhängig. Der Trend zu langen Haaren bei Jungen ist eher rückläufig – na ja, in der
Schule haben wir noch alle Freiheiten, aber beim Bewerbungsgespräch hört der Spaß auf. In Büro und
Beruf gelten ganz andere Regeln. Dann gewöhnen sie sich sogar an Jackett und Krawatte, in die sie
sich sonst nur zu besonderen Gelegenheiten hineinquälen.

Wortschatzhilfen

das Sweatshirt ['swɛtʃə:t] – langärmeliges, weit geschnittenes, pulloverartiges Baumwollhemd


das Logo – Marken- / Firmenzeichen
die Kneipe (umg.) – ein kleineres Lokal, in dem vor allem Getränke (und kleine Gerichte) serviert
werden
der Skinhead ['skinhɛd] (-s, -s) (meist. Pl.) – Angehöriger einer Gruppe gewalttätiger, meist dem
Rechtsextremismus nahe stehender Jugendlicher mit kurz oder kahl geschorenem Kopf, Lederstiefeln
und militantem Verhalten
der Popper (-s, -) [zu Pop]: (besonders in den 80er-Jahren des 20. Jh.s) Jugendlicher, der sich durch
gepflegtes Äußeres modische Kleidung bewusst von einem Punker ['paŋkɐ] abheben will. = "поппер"
Aufgaben zum Text

1. Haben Sie den Text gut verstanden? Testen Sie sich bitte. Wählen Sie die richtige Variante.

1. a) Carolin passt sich den anderen an.


b) Carolin vertritt ihren eigenen Stil.
c) Carolin hat Spaß daran, jede Mode mitzumachen.
2. a) Sie kauft sich pausenlos neue Sachen.
b) Wenn es nicht um die Grundgarderobe geht, möchte sie ihren Eltern nicht mit jedem
Extrawunsch auf der Tasche liegen.
c) Sie knausert mit jedem Groschen, wenn es darum geht, sich etwas Schickes zu
leisten.
3. a) Die Mode ist für sie ein lästiges Diktat.
b) Sie gibt viel Geld für Markenkleidung aus, um „in“ zu sein.
c) Ihr macht die Mode Spaß.
4. a) Eigentlich ist es ganz egal, was ein Junge anzieht.
b) Punk oder Popper – sie tragen doch alle dasselbe.
c) Verschiedene Jugendgruppen haben ihre eigene Mode oder Stilrichtung.
5. a) Carolin trägt pfundweise dickes Make-up auf.
b) Carolin schminkt sich sehr wenig.
c) Sie schminkt sich nur die Augen, um sich von anderen abzuheben.

2. Ergänzen Sie die Sätze durch Informationen aus dem Text.

1. Carolin legt nicht viel Wert auf Kleidung, sie trägt ... .
2. Bei der Auswahl der Kleidung geht Carolin davon aus, ... .
3. In die Disko ... .
4. Zu ganz besonderen Gelegenheiten, z.B. in die Oper ... .
5. Carolin geht in die Modegeschäfte, um ... .
6. Wenn ihre Mutter mitgeht, ... .
7. Wenn sie etwas Schickes sieht, ... .
8. Für einige ist die Mode ... .
9. Der Trend zu langen Haaren bei Jungen ... .
10. Im Büro und Beruf ... .
11. Dann gewöhnen sie sich ... .

3. Erzählen Sie im Namen von Carolin, welche Rolle die Mode in ihrem Leben spielt.

Redematerial: nicht viel Wert legen, sich anpassen, beraten, sich richten, überlegen, es kommt darauf
an, sich wohl fühlen, „in“ sein, vorziehen, sich umsehen, jemandem auf der Tasche liegen, nicht
leiden können, jemandem etwas andrehen, sich (Dat.) etw. (Akk.) leisten können, jobben, nach
seinem eigenen Geschmack entscheiden, Geld ausgeben, sich schminken, auffallen, Make-up
auftragen

4. Diskutieren Sie zu folgenden Fragen in Plenum.


1. Wie ist Ihre Einstellung zur Mode? Was ist Mode für Sie?
2. Kleiden Sie sich nach Stimmung?
3. Legen Sie großen Wert auf Kleidung?
4. Wonach richten Sie sich bei der Auswahl der Kleidung? Wer berät Sie dabei?
5. Welchen Kleidungsstil bevorzugen Sie?
6. Was tun Sie, wenn Sie etwas Schickes kaufen wollen?
7. Was halten Sie von Make-up?
8. Was halten Sie von langen Haaren bei jungen Leuten?
9. Kann sich jeder kleiden, wie er will? Kann man Jeans zu allen Gelegenheiten anziehen?
10. Ist Mode nur Frauensache?

5. Wir basteln Dialoge

a) Sammeln Sie entsprechende Schlüsselwörter zu den folgenden Themen.

b) Erdenken Sie Dialoge damit und spielen Sie sie.

 Die 16-jährige Tochter findet Mode sehr wichtig. Sie bittet die Mutter ständig um Geld, um jede
Woche ein neues Kleidungsstück kaufen zu können. Das ist für sie wie eine Sucht. Ihre Sachen stapeln
sich schon im Schrank zu einem Berg. Die Geduld der Mutter ist am Ende. Sie ist empört und bemüht
sich, ihre Tochter zur Vernunft zu bringen.

 Ihre jüngere Schwester will unbedingt das tragen, was gerade „in“ ist. Sie meint, ein Mädchen, das
nicht nach dem letzten Schrei der Mode gekleidet ist, wird in seiner Gruppe oder Klasse von niemand
anerkannt. Versuchen Sie, der Schwester zu erklären, dass Mode kein Diktat ist.