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VOB/B 2019 –

Textausgabe/Text Edition
Vergabe- und Vertragsordnung für
Bauleistungen, Teil B / German
Construction Contract Procedures, Part B
3. Auflage
VOB/B 2019 – Textausgabe/Text Edition
Springer Fachmedien Wiesbaden
(Hrsg.)

VOB/B 2019 –
Textausgabe/Text Edition
Vergabe- und Vertragsordnung für
Bauleistungen, Teil B / German
Construction Contract Procedures, Part B
3. Auflage
Hrsg.
Springer Fachmedien Wiesbaden
Wiesbaden, Deutschland

ISBN 978-3-658-29623-0 ISBN 978-3-658-29624-7  (eBook)


https://doi.org/10.1007/978-3-658-29624-7

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen


Basisparagraphen (§§ 1–18). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
§ 1 Art und Umfang der Leistung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
§ 2 Vergütung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
§ 3 Ausführungsunterlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
§ 4 Ausführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
§ 5 Ausführungsfristen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
§ 6 Behinderung und Unterbrechung der Ausführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
§ 7 Verteilung der Gefahr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
§ 8 Kündigung durch den Auftraggeber. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
§ 9 Kündigung durch den Auftragnehmer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
§ 10 Haftung der Vertragsparteien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
§ 11 Vertragsstrafe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
§ 12 Abnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
§ 13 Mängelansprüche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
§ 14 Abrechnung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
§ 15 Stundenlohnarbeiten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
§ 16 Zahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
§ 17 Sicherheitsleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
§ 18 Streitigkeiten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

V
VI Inhaltsverzeichnis

General conditions of contract relating to the execution of construction work


Basic Articles (§§ 1–18). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
§ 1 Nature and extent of work. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
§ 2 Remuneration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
§ 3 Documentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
§ 4 Execution of work. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
§ 5 Completion deadlines. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
§ 6 Hindrance and interruption of work. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
§ 7 Distribution of risk. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
§ 8 Termination by client. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
§ 9 Termination by contractor. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
§ 10 Liabilities of contracting parties. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
§ 11 Penalties. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
§ 12 Acceptance. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
§ 13 Warranty claims. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
§ 14 Settlement of accounts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
§ 15 Hourly wage work. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
§ 16 Payment. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
§ 17 Bond. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
§ 18 Disputes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Allgemeine Vertragsbedingungen für die
Ausführung von Bauleistungen
Basisparagraphen (§§ 1–18)
Fassung 2016

§ 1 Art und Umfang der Leistung

(1) Die auszuführende Leistung wird nach Art und Umfang durch den Vertrag bestimmt.
Als Bestandteil des Vertrags gelten auch die Allgemeinen Technischen Vertrags-
bedingungen für Bauleistungen (VOB/C).
(2) Bei Widersprüchen im Vertrag gelten nacheinander:
1. die Leistungsbeschreibung,
2. die Besonderen Vertragsbedingungen,
3. etwaige Zusätzliche Vertragsbedingungen,
4. etwaige Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen,
5. die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen,
6. die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen.
(3) Änderungen des Bauentwurfs anzuordnen, bleibt dem Auftraggeber vorbehalten.
(4) Nicht vereinbarte Leistungen, die zur Ausführung der vertraglichen Leistung
erforderlich werden, hat der Auftragnehmer auf Verlangen des Auftraggebers mit
auszuführen, außer wenn sein Betrieb auf derartige Leistungen nicht eingerichtet ist.
Andere Leistungen können dem Auftragnehmer nur mit seiner Zustimmung über-
tragen werden.

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Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), VOB/B 2019 – Textausgabe/Text Edition,
https://doi.org/10.1007/978-3-658-29624-7_1
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§ 2 Vergütung

(1) Durch die vereinbarten Preise werden alle Leistungen abgegolten, die nach der
Leistungsbeschreibung, den Besonderen Vertragsbedingungen, den Zusätzlichen
Vertragsbedingungen, den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen, den
Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen und der gewerb-
lichen Verkehrssitte zur vertraglichen Leistung gehören.
(2) Die Vergütung wird nach den vertraglichen Einheitspreisen und den tatsächlich aus-
geführten Leistungen berechnet, wenn keine andere Berechnungsart (z. B. durch
Pauschalsumme, nach Stundenlohnsätzen, nach Selbstkosten) vereinbart ist.
(3) 1. Weicht die ausgeführte Menge der unter einem Einheitspreis erfassten Leistung
oder Teilleistung um nicht mehr als 10 v. H. von dem im Vertrag vorgesehenen
Umfang ab, so gilt der vertragliche Einheitspreis.
2. Für die über 10 v. H. hinausgehende Überschreitung des Mengenansatzes ist auf
Verlangen ein neuer Preis unter Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten
zu vereinbaren.
3. Bei einer über 10 v. H. hinausgehenden Unterschreitung des Mengenansatzes
ist auf Verlangen der Einheitspreis für die tatsächlich ausgeführte Menge
der Leistung oder Teilleistung zu erhöhen, soweit der Auftragnehmer nicht
durch Erhöhung der Mengen bei anderen Ordnungszahlen (Positionen) oder in
anderer Weise einen Ausgleich erhält. Die Erhöhung des Einheitspreises soll
im Wesentlichen dem Mehrbetrag entsprechen, der sich durch Verteilung der
Baustelleneinrichtungs- und Baustellengemeinkosten und der Allgemeinen
Geschäftskosten auf die verringerte Menge ergibt. Die Umsatzsteuer wird ent-
sprechend dem neuen Preis vergütet.
4. Sind von der unter einem Einheitspreis erfassten Leistung oder Teilleistung
andere Leistungen abhängig, für die eine Pauschalsumme vereinbart ist, so kann
mit der Änderung des Einheitspreises auch eine angemessene Änderung der
Pauschalsumme gefordert werden.
(4) Werden im Vertrag ausbedungene Leistungen des Auftragnehmers vom Auftrag-
geber selbst übernommen (z. B. Lieferung von Bau-, Bauhilfs- und Betriebsstoffen),
so gilt, wenn nichts anderes vereinbart wird, § 8 Absatz 1 Nummer 2 entsprechend.
(5) Werden durch Änderung des Bauentwurfs oder andere Anordnungen des Auf-
traggebers die Grundlagen des Preises für eine im Vertrag vorgesehene Leistung
geändert, so ist ein neuer Preis unter Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten
zu vereinbaren. Die Vereinbarung soll vor der Ausführung getroffen werden.
(6) 1. Wird eine im Vertrag nicht vorgesehene Leistung gefordert, so hat der Auftrag-
nehmer Anspruch auf besondere Vergütung. Er muss jedoch den Anspruch dem
Auftraggeber ankündigen, bevor er mit der Ausführung der Leistung beginnt.
Basisparagraphen (§§ 1–18) 5

2. Die Vergütung bestimmt sich nach den Grundlagen der Preisermittlung für die
vertragliche Leistung und den besonderen Kosten der geforderten Leistung. Sie
ist möglichst vor Beginn der Ausführung zu vereinbaren.
(7) 1. Ist als Vergütung der Leistung eine Pauschalsumme vereinbart, so bleibt die Ver-
gütung unverändert. Weicht jedoch die ausgeführte Leistung von der vertraglich
vorgesehenen Leistung so erheblich ab, dass ein Festhalten an der Pauschal-
summe nicht zumutbar ist (§ 313 BGB), so ist auf Verlangen ein Ausgleich unter
Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten zu gewähren. Für die Bemessung
des Ausgleichs ist von den Grundlagen der Preisermittlung auszugehen.
2. Die Regelungen der Absatz 4, 5 und 6 gelten auch bei Vereinbarung einer
Pauschalsumme.3. Wenn nichts anderes vereinbart ist, gelten die Nummern 1 und
2 auch für Pauschalsummen, die für Teile der Leistung vereinbart sind; Absatz 3
Nummer 4 bleibt unberührt.
(8) 1.  Leistungen, die der Auftragnehmer ohne Auftrag oder unter eigenmächtiger
Abweichung vom Auftrag ausführt, werden nicht vergütet. Der Auftragnehmer
hat sie auf Verlangen innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen; sonst
kann es auf seine Kosten geschehen. Er haftet außerdem für andere Schäden, die
dem Auftraggeber hieraus entstehen.
2. Eine Vergütung steht dem Auftragnehmer jedoch zu, wenn der Auftraggeber
solche Leistungen nachträglich anerkennt. Eine Vergütung steht ihm auch zu,
wenn die Leistungen für die Erfüllung des Vertrags notwendig waren, dem
mutmaßlichen Willen des Auftraggebers entsprachen und ihm unverzüglich
angezeigt wurden. Soweit dem Auftragnehmer eine Vergütung zusteht, gelten die
Berechnungsgrundlagen für geänderte oder zusätzliche Leistungen der Absätze 5
oder 6 entsprechend.
3. Die Vorschriften des BGB über die Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677 ff.
BGB) bleiben unberührt.
(9) 1. Verlangt der Auftraggeber Zeichnungen, Berechnungen oder andere Unterlagen,
die der Auftragnehmer nach dem Vertrag, besonders den Technischen Vertrags-
bedingungen oder der gewerblichen Verkehrssitte, nicht zu beschaffen hat, so hat
er sie zu vergüten.
2. Lässt er vom Auftragnehmer nicht aufgestellte technische Berechnungen durch
den Auftragnehmer nachprüfen, so hat er die Kosten zu tragen.(10) Stundenlohn-
arbeiten werden nur vergütet, wenn sie als solche vor ihrem Beginn ausdrücklich
vereinbart worden sind (§ 15).

§ 3 Ausführungsunterlagen

(1) Die für die Ausführung nötigen Unterlagen sind dem Auftragnehmer unentgeltlich
und rechtzeitig zu übergeben.
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(2) Das Abstecken der Hauptachsen der baulichen Anlagen, ebenso der Grenzen des
Geländes, das dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt wird, und das Schaffen der
notwendigen Höhenfestpunkte in unmittelbarer Nähe der baulichen Anlagen sind
Sache des Auftraggebers.
(3) Die vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Geländeaufnahmen und
Absteckungen und die übrigen für die Ausführung übergebenen Unterlagen sind für
den Auftragnehmer maßgebend. Jedoch hat er sie, soweit es zur ordnungsgemäßen
Vertragserfüllung gehört, auf etwaige Unstimmigkeiten zu überprüfen und den Auf-
traggeber auf entdeckte oder vermutete Mängel hinzuweisen.
(4) Vor Beginn der Arbeiten ist, soweit notwendig, der Zustand der Straßen und
Geländeoberfläche, der Vorfluter und Vorflutleitungen, ferner der baulichen Anlagen
im Baubereich in einer Niederschrift festzuhalten, die vom Auftraggeber und Auf-
tragnehmer anzuerkennen ist.
(5) Zeichnungen, Berechnungen, Nachprüfungen von Berechnungen oder andere
Unterlagen, die der Auftragnehmer nach dem Vertrag, besonders den Technischen
Vertragsbedingungen, oder der gewerblichen Verkehrssitte oder auf besonderes Ver-
langen des Auftraggebers (§ 2 Absatz 9) zu beschaffen hat, sind dem Auftraggeber
nach Aufforderung rechtzeitig vorzulegen.
(6) 1. Die in Absatz 5 genannten Unterlagen dürfen ohne Genehmigung ihres Urhebers
nicht veröffentlicht, vervielfältigt, geändert oder für einen anderen als den verein-
barten Zweck benutzt werden.
2. An DV-Programmen hat der Auftraggeber das Recht zur Nutzung mit den verein-
barten Leistungsmerkmalen in unveränderter Form auf den festgelegten Geräten.
Der Auftraggeber darf zum Zwecke der Datensicherung zwei Kopien herstellen.
Diese müssen alle Identifikationsmerkmale enthalten. Der Verbleib der Kopien
ist auf Verlangen nachzuweisen.
3. Der Auftragnehmer bleibt unbeschadet des Nutzungsrechts des Auftraggebers zur
Nutzung der Unterlagen und der DV-Programme berechtigt.

§ 4 Ausführung

 (1) 1. 
Der Auftraggeber hat für die Aufrechterhaltung der allgemeinen Ordnung
auf der Baustelle zu sorgen und das Zusammenwirken der verschiedenen
Unternehmer zu regeln. Er hat die erforderlichen öffentlich-rechtlichen
Genehmigungen und Erlaubnisse – z.  B. nach dem Baurecht, dem
Straßenverkehrsrecht, dem Wasserrecht, dem Gewerberecht – herbeizuführen.
2. Der Auftraggeber hat das Recht, die vertragsgemäße Ausführung der Leistung
zu überwachen. Hierzu hat er Zutritt zu den Arbeitsplätzen, Werkstätten und
Lagerräumen, wo die vertragliche Leistung oder Teile von ihr hergestellt oder
die hierfür bestimmten Stoffe und Bauteile gelagert werden. Auf Verlangen sind
ihm die Werkzeichnungen oder andere Ausführungsunterlagen sowie die Ergeb-
Basisparagraphen (§§ 1–18) 7

nisse von Güteprüfungen zur Einsicht vorzulegen und die erforderlichen Aus-
künfte zu erteilen, wenn hierdurch keine Geschäftsgeheimnisse preisgegeben
werden. Als Geschäftsgeheimnis bezeichnete Auskünfte und Unterlagen hat er
vertraulich zu behandeln.
3. Der Auftraggeber ist befugt, unter Wahrung der dem Auftragnehmer zustehenden
Leitung (Absatz 2) Anordnungen zu treffen, die zur vertragsgemäßen Ausführung
der Leistung notwendig sind. Die Anordnungen sind grundsätzlich nur dem Auf-
tragnehmer oder seinem für die Leitung der Ausführung bestellten Vertreter zu
erteilen, außer wenn Gefahr im Verzug ist. Dem Auftraggeber ist mitzuteilen, wer
jeweils als Vertreter des Auftragnehmers für die Leitung der Ausführung bestellt
ist.
4. Hält der Auftragnehmer die Anordnungen des Auftraggebers für unberechtigt
oder unzweckmäßig, so hat er seine Bedenken geltend zu machen, die
Anordnungen jedoch auf Verlangen auszuführen, wenn nicht gesetzliche oder
behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Wenn dadurch eine ungerecht-
fertigte Erschwerung verursacht wird, hat der Auftraggeber die Mehrkosten zu
tragen.
 (2) 1. Der Auftragnehmer hat die Leistung unter eigener Verantwortung nach dem
Vertrag auszuführen. Dabei hat er die anerkannten Regeln der Technik und die
gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen zu beachten. Es ist seine Sache,
die Ausführung seiner vertraglichen Leistung zu leiten und für Ordnung auf
seiner Arbeitsstelle zu sorgen.
2. Er ist für die Erfüllung der gesetzlichen, behördlichen und berufsgenossen-
schaftlichen Verpflichtungen gegenüber seinen Arbeitnehmern allein verantwort-
lich. Es ist ausschließlich seine Aufgabe, die Vereinbarungen und Maßnahmen
zu treffen, die sein Verhältnis zu den Arbeitnehmern regeln.
  (3) Hat der Auftragnehmer Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung (auch
wegen der Sicherung gegen Unfallgefahren), gegen die Güte der vom Auftrag-
geber gelieferten Stoffe oder Bauteile oder gegen die Leistungen anderer Unter-
nehmer, so hat er sie dem Auftraggeber unverzüglich – möglichst schon vor Beginn
der Arbeiten – schriftlich mitzuteilen; der Auftraggeber bleibt jedoch für seine
Angaben, Anordnungen oder Lieferungen verantwortlich.
 (4)  Der Auftraggeber hat, wenn nichts anderes vereinbart ist, dem Auftragnehmer
unentgeltlich zur Benutzung oder Mitbenutzung zu überlassen:
1.  die notwendigen Lager- und Arbeitsplätze auf der Baustelle,
2.  vorhandene Zufahrtswege und Anschlussgleise,
3. vorhandene Anschlüsse für Wasser und Energie. Die Kosten für den Verbrauch
und den Messer oder Zähler trägt der Auftragnehmer, mehrere Auftragnehmer
tragen sie anteilig.
 (5) Der Auftragnehmer hat die von ihm ausgeführten Leistungen und die ihm für
die Ausführung übergebenen Gegenstände bis zur Abnahme vor Beschädigung
und Diebstahl zu schützen. Auf Verlangen des Auftraggebers hat er sie vor
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­ interschäden und Grundwasser zu schützen, ferner Schnee und Eis zu beseitigen.


W
Obliegt ihm die Verpflichtung nach Satz 2 nicht schon nach dem Vertrag, so regelt
sich die Vergütung nach § 2 Absatz 6.
  (6) Stoffe oder Bauteile, die dem Vertrag oder den Proben nicht entsprechen, sind auf
Anordnung des Auftraggebers innerhalb einer von ihm bestimmten Frist von der
Baustelle zu entfernen. Geschieht es nicht, so können sie auf Kosten des Auftrag-
nehmers entfernt oder für seine Rechnung veräußert werden.
  (7) Leistungen, die schon während der Ausführung als mangelhaft oder vertragswidrig
erkannt werden, hat der Auftragnehmer auf eigene Kosten durch mangelfreie zu
ersetzen. Hat der Auftragnehmer den Mangel oder die Vertragswidrigkeit zu ver-
treten, so hat er auch den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Kommt der
Auftragnehmer der Pflicht zur Beseitigung des Mangels nicht nach, so kann ihm
der Auftraggeber eine angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels setzen und
erklären, dass er nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Vertrag kündigen werde
(§ 8 Absatz 3).
 (8) 1.  Der Auftragnehmer hat die Leistung im eigenen Betrieb auszuführen. Mit
schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers darf er sie an Nachunternehmer
übertragen. Die Zustimmung ist nicht notwendig bei Leistungen, auf die der
Betrieb des Auftragnehmers nicht eingerichtet ist. Erbringt der Auftragnehmer
ohne schriftliche Zustimmung des Auftraggebers Leistungen nicht im eigenen
Betrieb, obwohl sein Betrieb darauf eingerichtet ist, kann der Auftraggeber ihm
eine angemessene Frist zur Aufnahme der Leistung im eigenen Betrieb setzen
und erklären, dass er nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Vertrag kündigen
werde (§ 8 Absatz 3).
2. Der Auftragnehmer hat bei der Weitervergabe von Bauleistungen an Nachunter-
nehmer die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teile B und C
zugrunde zu legen.
3. Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber die Nachunternehmer und deren
Nachunternehmer ohne Aufforderung spätestens bis zum Leistungsbeginn
des Nachunternehmers mit Namen, gesetzlichen Vertretern und Kontaktdaten
bekannt zu geben. Auf Verlangen des Auftraggebers hat der Auftragnehmer für
seine Nachunternehmer Erklärungen und Nachweise zur Eignung vorzulegen.
 (9) Werden bei Ausführung der Leistung auf einem Grundstück Gegenstände von
Altertums, Kunst- oder wissenschaftlichem Wert entdeckt, so hat der Auftrag-
nehmer vor jedem weiteren Aufdecken oder Ändern dem Auftraggeber den Fund
anzuzeigen und ihm die Gegenstände nach näherer Weisung abzuliefern. Die Ver-
gütung etwaiger Mehrkosten regelt sich nach § 2 Absatz 6. Die Rechte des Ent-
deckers (§ 984 BGB) hat der Auftraggeber.
(10) Der Zustand von Teilen der Leistung ist auf Verlangen gemeinsam von Auftrag-
geber und Auftragnehmer festzustellen, wenn diese Teile der Leistung durch die
weitere Ausführung der Prüfung und Feststellung entzogen werden. Das Ergebnis
ist schriftlich niederzulegen.
Basisparagraphen (§§ 1–18) 9

§ 5 Ausführungsfristen

(1) Die Ausführung ist nach den verbindlichen Fristen (Vertragsfristen) zu beginnen,
angemessen zu fördern und zu vollenden. In einem Bauzeitenplan enthaltene Einzel-
fristen gelten nur dann als Vertragsfristen, wenn dies im Vertrag ausdrücklich verein-
bart ist.
(2) Ist für den Beginn der Ausführung keine Frist vereinbart, so hat der Auftraggeber
dem Auftragnehmer auf Verlangen Auskunft über den voraussichtlichen Beginn zu
erteilen. Der Auftragnehmer hat innerhalb von 12 Werktagen nach Aufforderung zu
beginnen. Der Beginn der Ausführung ist dem Auftraggeber anzuzeigen.
(3) Wenn Arbeitskräfte, Geräte, Gerüste, Stoffe oder Bauteile so unzureichend sind,
dass die Ausführungsfristen offenbar nicht eingehalten werden können, muss der
Auftragnehmer auf Verlangen unverzüglich Abhilfe schaffen.
(4) Verzögert der Auftragnehmer den Beginn der Ausführung, gerät er mit der Voll-
endung in Verzug, oder kommt er der in Absatz 3 erwähnten Verpflichtung nicht
nach, so kann der Auftraggeber bei Aufrechterhaltung des Vertrages Schadensersatz
nach § 6 Absatz 6 verlangen oder dem Auftragnehmer eine angemessene Frist zur
Vertragserfüllung setzen und erklären, dass er nach fruchtlosem Ablauf der Frist den
Vertrag kündigen werde (§ 8 Absatz 3).

§ 6 Behinderung und Unterbrechung der Ausführung

(1) Glaubt sich der Auftragnehmer in der ordnungsgemäßen Ausführung der Leistung
behindert, so hat er es dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich anzuzeigen.
Unterlässt er die Anzeige, so hat er nur dann Anspruch auf Berücksichtigung der
hindernden Umstände, wenn dem Auftraggeber offenkundig die Tatsache und deren
hindernde Wirkung bekannt waren.
(2) 1.  Ausführungsfristen werden verlängert, soweit die Behinderung verursacht ist:
a) durch einen Umstand aus dem Risikobereich des Auftraggebers,
b) durch Streik oder eine von der Berufsvertretung der Arbeitgeber angeordnete
Aussperrung im Betrieb des Auftragnehmers oder in einem unmittelbar für
ihn arbeitenden Betrieb,
c) durch höhere Gewalt oder andere für den Auftragnehmer unabwendbare
Umstände.
2. Witterungseinflüsse während der Ausführungszeit, mit denen bei Abgabe des
Angebots normalerweise gerechnet werden musste, gelten nicht als Behinderung.
(3) Der Auftragnehmer hat alles zu tun, was ihm billigerweise zugemutet werden
kann, um die Weiterführung der Arbeiten zu ermöglichen. Sobald die hindernden
Umstände wegfallen, hat er ohne weiteres und unverzüglich die Arbeiten wieder auf-
zunehmen und den Auftraggeber davon zu benachrichtigen.
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(4) Die Fristverlängerung wird berechnet nach der Dauer der Behinderung mit einem
Zuschlag für die Wiederaufnahme der Arbeiten und die etwaige Verschiebung in
eine ungünstigere Jahreszeit.
(5) Wird die Ausführung für voraussichtlich längere Dauer unterbrochen, ohne dass die
Leistung dauernd unmöglich wird, so sind die ausgeführten Leistungen nach den
Vertragspreisen abzurechnen und außerdem die Kosten zu vergüten, die dem Auf-
tragnehmer bereits entstanden und in den Vertragspreisen des nicht ausgeführten
Teils der Leistung enthalten sind.
(6) Sind die hindernden Umstände von einem Vertragsteil zu vertreten, so hat der andere
Teil Anspruch auf Ersatz des nachweislich entstandenen Schadens, des entgangenen
Gewinns aber nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Im Übrigen bleibt der
Anspruch des Auftragnehmers auf angemessene Entschädigung nach § 642 BGB
unberührt, sofern die Anzeige nach Absatz 1 Satz 1 erfolgt oder wenn Offenkundig-
keit nach Absatz 1 Satz 2 gegeben ist.
(7) Dauert eine Unterbrechung länger als 3 Monate, so kann jeder Teil nach Ablauf
dieser Zeit den Vertrag schriftlich kündigen. Die Abrechnung regelt sich nach den
Absätzen 5 und 6; wenn der Auftragnehmer die Unterbrechung nicht zu vertreten
hat, sind auch die Kosten der Baustellenräumung zu vergüten, soweit sie nicht in der
Vergütung für die bereits ausgeführten Leistungen enthalten sind.

§ 7 Verteilung der Gefahr

(1) Wird die ganz oder teilweise ausgeführte Leistung vor der Abnahme durch höhere
Gewalt, Krieg, Aufruhr oder andere objektiv unabwendbare vom Auftragnehmer
nicht zu vertretende Umstände beschädigt oder zerstört, so hat dieser für die aus-
geführten Teile der Leistung die Ansprüche nach § 6 Absatz 5; für andere Schäden
besteht keine gegenseitige Ersatzpflicht.
(2) Zu der ganz oder teilweise ausgeführten Leistung gehören alle mit der baulichen
Anlage unmittelbar verbundenen, in ihre Substanz eingegangenen Leistungen,
unabhängig von deren Fertigstellungsgrad.
(3) Zu der ganz oder teilweise ausgeführten Leistung gehören nicht die noch nicht ein-
gebauten Stoffe und Bauteile sowie die Baustelleneinrichtung und Absteckungen.
Zu der ganz oder teilweise ausgeführten Leistung gehören ebenfalls nicht Hilfs-
konstruktionen und Gerüste, auch wenn diese als Besondere Leistung oder selbst-
ständig vergeben sind.

§ 8 Kündigung durch den Auftraggeber

(1) 1. Der Auftraggeber kann bis zur Vollendung der Leistung jederzeit den Vertrag
kündigen.
Basisparagraphen (§§ 1–18) 11

2. Dem Auftragnehmer steht die vereinbarte Vergütung zu. Er muss sich jedoch
anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Kosten erspart
oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft und seines Betriebs
erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt (§ 649 BGB).
(2) 1. Der Auftraggeber kann den Vertrag kündigen, wenn der Auftragnehmer seine
Zahlungen einstellt, von ihm oder zulässigerweise vom Auftraggeber oder einem
anderen Gläubiger das Insolvenzverfahren (§§ 14 und 15 InsO) beziehungsweise
ein vergleichbares gesetzliches Verfahren beantragt ist, ein solches Verfahren
eröffnet wird oder dessen Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird.
2. Die ausgeführten Leistungen sind nach § 6 Absatz 5 abzurechnen. Der Auftrag-
geber kann Schadensersatz wegen Nichterfüllung des Restes verlangen.
(3) 1. Der Auftraggeber kann den Vertrag kündigen, wenn in den Fällen des § 4 Absätze
7 und 8 Nummer 1 und des § 5 Absatz 4 die gesetzte Frist fruchtlos abgelaufen
ist. Die Kündigung kann auf einen in sich abgeschlossenen Teil der vertraglichen
Leistung beschränkt werden.
2. Nach der Kündigung ist der Auftraggeber berechtigt, den noch nicht vollendeten
Teil der Leistung zulasten des Auftragnehmers durch einen Dritten ausführen zu
lassen, doch bleiben seine Ansprüche auf Ersatz des etwa entstehenden weiteren
Schadens bestehen. Er ist auch berechtigt, auf die weitere Ausführung zu ver-
zichten und Schadensersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen, wenn die Aus-
führung aus den Gründen, die zur Kündigung geführt haben, für ihn kein
Interesse mehr hat.
3. Für die Weiterführung der Arbeiten kann der Auftraggeber Geräte, Gerüste, auf
der Baustelle vorhandene andere Einrichtungen und angelieferte Stoffe und Bau-
teile gegen angemessene Vergütung in Anspruch nehmen.
4. Der Auftraggeber hat dem Auftragnehmer eine Aufstellung über die entstandenen
Mehrkosten und über seine anderen Ansprüche spätestens binnen 12 Werktagen
nach Abrechnung mit dem Dritten zuzusenden.
(4) Der Auftraggeber kann den Vertrag kündigen,
1. wenn der Auftragnehmer aus Anlass der Vergabe eine Abrede getroffen hatte, die
eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellt. Absatz 3 Nummer 1 Satz 2
und Nummer 2 bis 4 gilt entsprechend.
2. sofern dieser im Anwendungsbereich des 4. Teils des GWB geschlossen wurde,
a) wenn der Auftragnehmer wegen eines zwingenden Ausschlussgrundes zum
Zeitpunkt des Zuschlags nicht hätte beauftragt werden dürfen. Absatz 3
Nummer 1 Satz 2 und Nummer 2 bis 4 gilt entsprechend.
b) bei wesentlicher Änderung des Vertrages oder bei Feststellung einer schweren
Verletzung der Verträge über die Europäische Union und die Arbeitsweise der
Europäischen Union durch den Europäischen Gerichtshof. Die ausgeführten
Leistungen sind nach § 6 Absatz 5 abzurechnen. Etwaige Schadensersatzan-
sprüche der Parteien bleiben unberührt.
c) Die Kündigung ist innerhalb von 12 Werktagen nach Bekanntwerden des
Kündigungsgrundes auszusprechen.
12 Springer Fachmedien Wiesbaden

(5) Sofern der Auftragnehmer die Leistung, ungeachtet des Anwendungsbereichs des 4.
Teils des GWB, ganz oder teilweise an Nachunternehmer weitervergeben hat, steht
auch ihm das Kündigungsrecht gemäß Absatz 4 Nummer 2 Buchstabe b zu, wenn
der ihn als Auftragnehmer verpflichtende Vertrag (Hauptauftrag) gemäß Absatz 4
Nummer 2 Buchstabe b gekündigt wurde. Entsprechendes gilt für jeden Auftrag-
geber der Nachunternehmerkette, sofern sein jeweiliger Auftraggeber den Vertrag
gemäß Satz 1 gekündigt hat.
(6) Die Kündigung ist schriftlich zu erklären.
(7) Der Auftragnehmer kann Aufmaß und Abnahme der von ihm ausgeführten
Leistungen alsbald nach der Kündigung verlangen; er hat unverzüglich eine prüfbare
Rechnung über die ausgeführten Leistungen vorzulegen.
(8) Eine wegen Verzugs verwirkte, nach Zeit bemessene Vertragsstrafe kann nur für die
Zeit bis zum Tag der Kündigung des Vertrags gefordert werden.

§ 9 Kündigung durch den Auftragnehmer

(1) Der Auftragnehmer kann den Vertrag kündigen:


1. wenn der Auftraggeber eine ihm obliegende Handlung unterlässt und dadurch
den Auftragnehmer außerstande setzt, die Leistung auszuführen (Annahmeverzug
nach §§ 293 ff. BGB),
2. wenn der Auftraggeber eine fällige Zahlung nicht leistet oder sonst in Schuldner-
verzug gerät.
(2) Die Kündigung ist schriftlich zu erklären. Sie ist erst zulässig, wenn der Auftrag-
nehmer dem Auftraggeber ohne Erfolg eine angemessene Frist zur Vertragserfüllung
gesetzt und erklärt hat, dass er nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Vertrag
kündigen werde.
(3) Die bisherigen Leistungen sind nach den Vertragspreisen abzurechnen. Außerdem
hat der Auftragnehmer Anspruch auf angemessene Entschädigung nach § 642 BGB;
etwaige weitergehende Ansprüche des Auftragnehmers bleiben unberührt.

§ 10 Haftung der Vertragsparteien

(1) Die Vertragsparteien haften einander für eigenes Verschulden sowie für das Ver-
schulden ihrer gesetzlichen Vertreter und der Personen, deren sie sich zur Erfüllung
ihrer Verbindlichkeiten bedienen (§§ 276, 278 BGB).
(2) 1. Entsteht einem Dritten im Zusammenhang mit der Leistung ein Schaden, für den
auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen beide Vertragsparteien haften,
so gelten für den Ausgleich zwischen den Vertragsparteien die allgemeinen
gesetzlichen Bestimmungen, soweit im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist.
Soweit der Schaden des Dritten nur die Folge einer Maßnahme ist, die der Auf-
Basisparagraphen (§§ 1–18) 13

traggeber in dieser Form angeordnet hat, trägt er den Schaden allein, wenn ihn
der Auftragnehmer auf die mit der angeordneten Ausführung verbundene Gefahr
nach § 4 Absatz 3 hingewiesen hat.
2. Der Auftragnehmer trägt den Schaden allein, soweit er ihn durch Ver-
sicherung seiner gesetzlichen Haftpflicht gedeckt hat oder durch eine solche zu
tarifmäßigen, nicht auf außergewöhnliche Verhältnisse abgestellten Prämien und
Prämienzuschlägen bei einem im Inland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Ver-
sicherer hätte decken können.
(3) Ist der Auftragnehmer einem Dritten nach den §§ 823 ff. BGB zu Schadensersatz
verpflichtet wegen unbefugten Betretens oder Beschädigung angrenzender Grund-
stücke, wegen Entnahme oder Auflagerung von Boden oder anderen Gegenständen
außerhalb der vom Auftraggeber dazu angewiesenen Flächen oder wegen der Folgen
eigenmächtiger Versperrung von Wegen oder Wasserläufen, so trägt er im Verhältnis
zum Auftraggeber den Schaden allein.
(4) Für die Verletzung gewerblicher Schutzrechte haftet im Verhältnis der Vertrags-
parteien zueinander der Auftragnehmer allein, wenn er selbst das geschützte Ver-
fahren oder die Verwendung geschützter Gegenstände angeboten oder wenn der
Auftraggeber die Verwendung vorgeschrieben und auf das Schutzrecht hingewiesen
hat.
(5) Ist eine Vertragspartei gegenüber der anderen nach den Absätzen 2, 3 oder 4 von der
Ausgleichspflicht befreit, so gilt diese Befreiung auch zugunsten ihrer gesetzlichen
Vertreter und Erfüllungsgehilfen, wenn sie nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig
gehandelt haben.
(6) Soweit eine Vertragspartei von dem Dritten für einen Schaden in Anspruch
genommen wird, den nach den Absätzen 2, 3 oder 4 die andere Vertragspartei zu
tragen hat, kann sie verlangen, dass ihre Vertragspartei sie von der Verbindlichkeit
gegenüber dem Dritten befreit. Sie darf den Anspruch des Dritten nicht anerkennen
oder befriedigen, ohne der anderen Vertragspartei vorher Gelegenheit zur Äußerung
gegeben zu haben.

§ 11 Vertragsstrafe

(1) Wenn Vertragsstrafen vereinbart sind, gelten die §§ 339 bis 345 BGB.
(2) Ist die Vertragsstrafe für den Fall vereinbart, dass der Auftragnehmer nicht in der
vorgesehenen Frist erfüllt, so wird sie fällig, wenn der Auftragnehmer in Verzug
gerät.
(3) Ist die Vertragsstrafe nach Tagen bemessen, so zählen nur Werktage; ist sie nach
Wochen bemessen, so wird jeder Werktag angefangener Wochen als 1/6 Woche
gerechnet.
(4) Hat der Auftraggeber die Leistung abgenommen, so kann er die Strafe nur ver-
langen, wenn er dies bei der Abnahme vorbehalten hat.
14 Springer Fachmedien Wiesbaden

§ 12 Abnahme

(1) Verlangt der Auftragnehmer nach der Fertigstellung – gegebenenfalls auch vor
Ablauf der vereinbarten Ausführungsfrist – die Abnahme der Leistung, so hat sie der
Auftraggeber binnen 12 Werktagen durchzuführen; eine andere Frist kann vereinbart
werden.
(2) Auf Verlangen sind in sich abgeschlossene Teile der Leistung besonders abzu-
nehmen.
(3) Wegen wesentlicher Mängel kann die Abnahme bis zur Beseitigung verweigert
werden.
(4) 1. Eine förmliche Abnahme hat stattzufinden, wenn eine Vertragspartei es verlangt.
Jede Partei kann auf ihre Kosten einen Sachverständigen zuziehen. Der Befund
ist in gemeinsamer Verhandlung schriftlich niederzulegen. In die Niederschrift
sind etwaige Vorbehalte wegen bekannter Mängel und wegen Vertragsstrafen auf-
zunehmen, ebenso etwaige Einwendungen des Auftragnehmers. Jede Partei erhält
eine Ausfertigung.
2. Die förmliche Abnahme kann in Abwesenheit des Auftragnehmers stattfinden,
wenn der Termin vereinbart war oder der Auftraggeber mit genügender Frist
dazu eingeladen hatte. Das Ergebnis der Abnahme ist dem Auftragnehmer
alsbald mitzuteilen.
(5) 1. Wird keine Abnahme verlangt, so gilt die Leistung als abgenommen mit Ablauf von
12 Werktagen nach schriftlicher Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung.
2. Wird keine Abnahme verlangt und hat der Auftraggeber die Leistung oder einen
Teil der Leistung in Benutzung genommen, so gilt die Abnahme nach Ablauf von
6 Werktagen nach Beginn der Benutzung als erfolgt, wenn nichts anderes verein-
bart ist. Die Benutzung von Teilen einer baulichen Anlage zur Weiterführung der
Arbeiten gilt nicht als Abnahme.
3. Vorbehalte wegen bekannter Mängel oder wegen Vertragsstrafen hat der Auf-
traggeber spätestens zu den in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Zeitpunkten
geltend zu machen.
(6) Mit der Abnahme geht die Gefahr auf den Auftraggeber über, soweit er sie nicht
schon nach § 7 trägt.

§ 13 Mängelansprüche

(1) Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber seine Leistung zum Zeitpunkt der
Abnahme frei von Sachmängeln zu verschaffen. Die Leistung ist zur Zeit der
Abnahme frei von Sachmängeln, wenn sie die vereinbarte Beschaffenheit hat und
den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Ist die Beschaffenheit nicht verein-
bart, so ist die Leistung zur Zeit der Abnahme frei von Sachmängeln,
Basisparagraphen (§§ 1–18) 15

1. wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte, sonst
2. für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die
bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Auftraggeber nach der Art der
Leistung erwarten kann.
(2) Bei Leistungen nach Probe gelten die Eigenschaften der Probe als vereinbarte
Beschaffenheit, soweit nicht Abweichungen nach der Verkehrssitte als bedeutungs-
los anzusehen sind. Dies gilt auch für Proben, die erst nach Vertragsabschluss als
solche anerkannt sind.
(3) Ist ein Mangel zurückzuführen auf die Leistungsbeschreibung oder auf Anordnungen
des Auftraggebers, auf die von diesem gelieferten oder vorgeschriebenen Stoffe oder
Bauteile oder die Beschaffenheit der Vorleistung eines anderen Unternehmers, haftet
der Auftragnehmer, es sei denn, er hat die ihm nach § 4 Absatz 3 obliegende Mit-
teilung gemacht.
(4) 1. Ist für Mängelansprüche keine Verjährungsfrist im Vertrag vereinbart, so beträgt
sie für Bauwerke 4 Jahre, für andere Werke, deren Erfolg in der Herstellung,
Wartung oder Veränderung einer Sache besteht, und für die vom Feuer berührten
Teile von Feuerungsanlagen 2 Jahre. Abweichend von Satz 1 beträgt die Ver-
jährungsfrist für feuerberührte und abgasdämmende Teile von industriellen
Feuerungsanlagen 1 Jahr.
2. Ist für Teile von maschinellen und elektrotechnischen/elektronischen Anlagen,
bei denen die Wartung Einfluss auf Sicherheit und Funktionsfähigkeit hat,
nichts anderes vereinbart, beträgt für diese Anlagenteile die Verjährungsfrist
für Mängelansprüche abweichend von Nummer 1 zwei Jahre, wenn der Auf-
traggeber sich dafür entschieden hat, dem Auftragnehmer die Wartung für die
Dauer der Verjährungsfrist nicht zu übertragen; dies gilt auch, wenn für weitere
Leistungen eine andere Verjährungsfrist vereinbart ist.
3. Die Frist beginnt mit der Abnahme der gesamten Leistung; nur für in sich
abgeschlossene Teile der Leistung beginnt sie mit der Teilabnahme (§ 12 Absatz 2).
(5) 1. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, alle während der Verjährungsfrist hervor-
tretenden Mängel, die auf vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind,
auf seine Kosten zu beseitigen, wenn es der Auftraggeber vor Ablauf der Frist
schriftlich verlangt. Der Anspruch auf Beseitigung der gerügten Mängel verjährt
in 2 Jahren, gerechnet vom Zugang des schriftlichen Verlangens an, jedoch nicht
vor Ablauf der Regelfristen nach Absatz 4 oder der an ihrer Stelle vereinbarten
Frist. Nach Abnahme der Mängelbeseitigungsleistung beginnt für diese Leistung
eine Verjährungsfrist von 2 Jahren neu, die jedoch nicht vor Ablauf der Regel-
fristen nach Absatz 4 oder der an ihrer Stelle vereinbarten Frist endet.
2. Kommt der Auftragnehmer der Aufforderung zur Mängelbeseitigung in einer
vom Auftraggeber gesetzten angemessenen Frist nicht nach, so kann der Auftrag-
geber die Mängel auf Kosten des Auftragnehmers beseitigen lassen.
16 Springer Fachmedien Wiesbaden

(6) Ist die Beseitigung des Mangels für den Auftraggeber unzumutbar oder ist sie
unmöglich oder würde sie einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern und
wird sie deshalb vom Auftragnehmer verweigert, so kann der Auftraggeber durch
Erklärung gegenüber dem Auftragnehmer die Vergütung mindern (§ 638 BGB).
(7) 1. Der Auftragnehmer haftet bei schuldhaft verursachten Mängeln für Schäden aus
der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
2. Bei vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Mängeln haftet er für alle
Schäden.
3. Im Übrigen ist dem Auftraggeber der Schaden an der baulichen Anlage zu
ersetzen, zu deren Herstellung, Instandhaltung oder Änderung die Leistung
dient, wenn ein wesentlicher Mangel vorliegt, der die Gebrauchsfähigkeit erheb-
lich beeinträchtigt und auf ein Verschulden des Auftragnehmers zurückzuführen
ist. Einen darüber hinausgehenden Schaden hat der Auftragnehmer nur dann zu
ersetzen,
a) wenn der Mangel auf einem Verstoß gegen die anerkannten Regeln der
Technik beruht,
b) wenn der Mangel in dem Fehlen einer vertraglich vereinbarten Beschaffenheit
besteht oder
c) soweit der Auftragnehmer den Schaden durch Versicherung seiner gesetz-
lichen Haftpflicht gedeckt hat oder durch eine solche zu tarifmäßigen, nicht
auf außergewöhnliche Verhältnisse abgestellten Prämien und Prämien-
zuschlägen bei einem im Inland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Ver-
sicherer hätte decken können.
4. Abweichend von Absatz 4 gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen, soweit sich
der Auftragnehmer nach Nummer 3 durch Versicherung geschützt hat oder hätte
schützen können oder soweit ein besonderer Versicherungsschutz vereinbart ist.
5. Eine Einschränkung oder Erweiterung der Haftung kann in begründeten Sonder-
fällen vereinbart werden.

§ 14 Abrechnung

(1) Der Auftragnehmer hat seine Leistungen prüfbar abzurechnen. Er hat die
Rechnungen übersichtlich aufzustellen und dabei die Reihenfolge der Posten
einzuhalten und die in den Vertragsbestandteilen enthaltenen Bezeichnungen
zu verwenden. Die zum Nachweis von Art und Umfang der Leistung erforder-
lichen Mengenberechnungen, Zeichnungen und andere Belege sind beizufügen.
Änderungen und Ergänzungen des Vertrags sind in der Rechnung besonders kennt-
lich zu machen; sie sind auf Verlangen getrennt abzurechnen.
(2) Die für die Abrechnung notwendigen Feststellungen sind dem Fortgang der Leistung
entsprechend möglichst gemeinsam vorzunehmen. Die Abrechnungsbestimmungen
in den Technischen Vertragsbedingungen und den anderen ­Vertragsunterlagen sind
Basisparagraphen (§§ 1–18) 17

zu beachten. Für Leistungen, die bei Weiterführung der Arbeiten nur schwer fest-
stellbar sind, hat der Auftragnehmer rechtzeitig gemeinsame Feststellungen zu
beantragen.
(3) Die Schlussrechnung muss bei Leistungen mit einer vertraglichen Ausführungsfrist
von höchstens 3 Monaten spätestens 12 Werktage nach Fertigstellung eingereicht
werden, wenn nichts anderes vereinbart ist; diese Frist wird um je 6 Werktage für je
weitere 3 Monate Ausführungsfrist verlängert.
(4) Reicht der Auftragnehmer eine prüfbare Rechnung nicht ein, obwohl ihm der Auf-
traggeber dafür eine angemessene Frist gesetzt hat, so kann sie der Auftraggeber
selbst auf Kosten des Auftragnehmers aufstellen.

§ 15 Stundenlohnarbeiten

(1) 1. Stundenlohnarbeiten werden nach den vertraglichen Vereinbarungen abgerechnet.


2. Soweit für die Vergütung keine Vereinbarungen getroffen worden sind, gilt
die ortsübliche Vergütung. Ist diese nicht zu ermitteln, so werden die Auf-
wendungen des Auftragnehmers für Lohn- und Gehaltskosten der Baustelle,
Lohn- und Gehaltsnebenkosten der Baustelle, Stoffkosten der Baustelle, Kosten
der Einrichtungen, Geräte, Maschinen und maschinellen Anlagen der Baustelle,
Fracht-, Fuhr- und Ladekosten, Sozialkassenbeiträge und Sonderkosten, die bei
wirtschaftlicher Betriebsführung entstehen, mit angemessenen Zuschlägen für
Gemeinkosten und Gewinn (einschließlich allgemeinem Unternehmerwagnis)
zuzüglich Umsatzsteuer vergütet.
(2) Verlangt der Auftraggeber, dass die Stundenlohnarbeiten durch einen Polier oder
eine andere Aufsichtsperson beaufsichtigt werden, oder ist die Aufsicht nach
den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften notwendig, so gilt Absatz 1 ent-
sprechend.
(3) Dem Auftraggeber ist die Ausführung von Stundenlohnarbeiten vor Beginn anzu-
zeigen. Über die geleisteten Arbeitsstunden und den dabei erforderlichen, besonders
zu vergütenden Aufwand für den Verbrauch von Stoffen, für Vorhaltung von Ein-
richtungen, Geräten, Maschinen und maschinellen Anlagen, für Frachten, Fuhr- und
Ladeleistungen sowie etwaige Sonderkosten sind, wenn nichts anderes vereinbart
ist, je nach der Verkehrssitte werktäglich oder wöchentlich Listen (Stundenlohn-
zettel) einzureichen. Der Auftraggeber hat die von ihm bescheinigten Stundenlohn-
zettel unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 6 Werktagen nach Zugang,
zurückzugeben. Dabei kann er Einwendungen auf den Stundenlohnzetteln oder
gesondert schriftlich erheben. Nicht fristgemäß zurückgegebene Stundenlohnzettel
gelten als anerkannt.
(4) Stundenlohnrechnungen sind alsbald nach Abschluss der Stundenlohnarbeiten,
längstens jedoch in Abständen von 4 Wochen, einzureichen. Für die Zahlung gilt
§ 16.
18 Springer Fachmedien Wiesbaden

(5) Wenn Stundenlohnarbeiten zwar vereinbart waren, über den Umfang der Stunden-
lohnleistungen aber mangels rechtzeitiger Vorlage der Stundenlohnzettel Zweifel
bestehen, so kann der Auftraggeber verlangen, dass für die nachweisbar aus-
geführten Leistungen eine Vergütung vereinbart wird, die nach Maßgabe von
Absatz 1 Nummer 2 für einen wirtschaftlich vertretbaren Aufwand an Arbeitszeit
und Verbrauch von Stoffen, für Vorhaltung von Einrichtungen, Geräten, Maschinen
und maschinellen Anlagen, für Frachten, Fuhr- und Ladeleistungen sowie etwaige
Sonderkosten ermittelt wird.

§ 16 Zahlung

(1) 1. Abschlagszahlungen sind auf Antrag in möglichst kurzen Zeitabständen oder zu


den vereinbarten Zeitpunkten zu gewähren, und zwar in Höhe des Wertes der
jeweils nachgewiesenen vertragsgemäßen Leistungen einschließlich des aus-
gewiesenen, darauf entfallenden Umsatzsteuerbetrages. Die Leistungen sind
durch eine prüfbare Aufstellung nachzuweisen, die eine rasche und sichere
Beurteilung der Leistungen ermöglichen muss. Als Leistungen gelten hierbei
auch die für die geforderte Leistung eigens angefertigten und bereitgestellten
Bauteile sowie die auf der Baustelle angelieferten Stoffe und Bauteile, wenn dem
Auftraggeber nach seiner Wahl das Eigentum an ihnen übertragen ist oder ent-
sprechende Sicherheit gegeben wird.
2. Gegenforderungen können einbehalten werden. Andere Einbehalte sind nur
in den im Vertrag und in den gesetzlichen Bestimmungen vorgesehenen Fällen
zulässig.
3. Ansprüche auf Abschlagszahlungen werden binnen 21 Tagen nach Zugang der
Aufstellung fällig.
4. Die Abschlagszahlungen sind ohne Einfluss auf die Haftung des Auftragnehmers;
sie gelten nicht als Abnahme von Teilen der Leistung.
(2) 1. Vorauszahlungen können auch nach Vertragsabschluss vereinbart werden; hier-
für ist auf Verlangen des Auftraggebers ausreichende Sicherheit zu leisten. Diese
Vorauszahlungen sind, sofern nichts anderes vereinbart wird, mit 3 v. H. über
dem Basiszinssatz des § 247 BGB zu verzinsen.
2. Vorauszahlungen sind auf die nächstfälligen Zahlungen anzurechnen, soweit
damit Leistungen abzugelten sind, für welche die Vorauszahlungen gewährt
worden sind.
(3) 1. Der Anspruch auf Schlusszahlung wird alsbald nach Prüfung und Feststellung
fällig, spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Schlussrechnung. Die
Frist verlängert sich auf höchstens 60 Tage, wenn sie aufgrund der besonderen
Natur oder Merkmale der Vereinbarung sachlich gerechtfertigt ist und aus-
drücklich vereinbart wurde. Werden Einwendungen gegen die Prüfbarkeit unter
Angabe der Gründe nicht bis zum Ablauf der jeweiligen Frist erhoben, kann der
Basisparagraphen (§§ 1–18) 19

Auftraggeber sich nicht mehr auf die fehlende Prüfbarkeit berufen. Die Prüfung
der Schlussrechnung ist nach Möglichkeit zu beschleunigen. Verzögert sie sich,
so ist das unbestrittene Guthaben als Abschlagszahlung sofort zu zahlen.
2. Die vorbehaltlose Annahme der Schlusszahlung schließt Nachforderungen aus,
wenn der Auftragnehmer über die Schlusszahlung schriftlich unterrichtet und auf
die Ausschlusswirkung hingewiesen wurde.
3. Einer Schlusszahlung steht es gleich, wenn der Auftraggeber unter Hinweis auf
geleistete Zahlungen weitere Zahlungen endgültig und schriftlich ablehnt.
4. Auch früher gestellte, aber unerledigte Forderungen werden ausgeschlossen,
wenn sie nicht nochmals vorbehalten werden.
5. Ein Vorbehalt ist innerhalb von 28 Tagen nach Zugang der Mitteilung nach den
Nummern 2 und 3 über die Schlusszahlung zu erklären. Er wird hinfällig, wenn
nicht innerhalb von weiteren 28 Tagen – beginnend am Tag nach Ablauf der
in Satz 1 genannten 28 Tage – eine prüfbare Rechnung über die vorbehaltenen
Forderungen eingereicht oder, wenn das nicht möglich ist, der Vorbehalt ein-
gehend begründet wird.
6. Die Ausschlussfristen gelten nicht für ein Verlangen nach Richtigstellung der
Schlussrechnung und -zahlung wegen Aufmaß-, Rechen- und Übertragungs-
fehlern.
(4) In sich abgeschlossene Teile der Leistung können nach Teilabnahme ohne Rück-
sicht auf die Vollendung der übrigen Leistungen endgültig festgestellt und bezahlt
werden.
(5) 1.  Alle Zahlungen sind aufs Äußerste zu beschleunigen.
2. Nicht vereinbarte Skontoabzüge sind unzulässig.
3. Zahlt der Auftraggeber bei Fälligkeit nicht, so kann ihm der Auftragnehmer
eine angemessene Nachfrist setzen. Zahlt er auch innerhalb der Nachfrist nicht,
so hat der Auftragnehmer vom Ende der Nachfrist an Anspruch auf Zinsen in
Höhe der in § 288 Absatz 2 BGB angegebenen Zinssätze, wenn er nicht einen
höheren Verzugsschaden nachweist. Der Auftraggeber kommt jedoch, ohne dass
es einer Nachfristsetzung bedarf, spätestens 30 Tage nach Zugang der Rechnung
oder der Aufstellung bei Abschlagszahlungen in Zahlungsverzug, wenn der Auf-
tragnehmer seine vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt und den
fälligen Entgeltbetrag nicht rechtzeitig erhalten hat, es sei denn, der Auftraggeber
ist für den Zahlungsverzug nicht verantwortlich. Die Frist verlängert sich auf
höchstens 60 Tage, wenn sie aufgrund der besonderen Natur oder Merkmale der
Vereinbarung sachlich gerechtfertigt ist und ausdrücklich vereinbart wurde.
4. Der Auftragnehmer darf die Arbeiten bei Zahlungsverzug bis zur Zahlung ein-
stellen, sofern eine dem Auftraggeber zuvor gesetzte angemessene Frist erfolglos
verstrichen ist.
(6) Der Auftraggeber ist berechtigt, zur Erfüllung seiner Verpflichtungen aus den
Absätzen 1 bis 5 Zahlungen an Gläubiger des Auftragnehmers zu leisten, soweit
sie an der Ausführung der vertraglichen Leistung des Auftragnehmers aufgrund
20 Springer Fachmedien Wiesbaden

eines mit diesem abgeschlossenen Dienst- oder Werkvertrags beteiligt sind, wegen
Zahlungsverzugs des Auftragnehmers die Fortsetzung ihrer Leistung zu Recht ver-
weigern und die Direktzahlung die Fortsetzung der Leistung sicherstellen soll. Der
Auftragnehmer ist verpflichtet, sich auf Verlangen des Auftraggebers innerhalb einer
von diesem gesetzten Frist darüber zu erklären, ob und inwieweit er die Forderungen
seiner Gläubiger anerkennt; wird diese Erklärung nicht rechtzeitig abgegeben, so
gelten die Voraussetzungen für die Direktzahlung als anerkannt.

§ 17 Sicherheitsleistung

(1) 1. Wenn Sicherheitsleistung vereinbart ist, gelten die §§ 232 bis 240 BGB, soweit
sich aus den nachstehenden Bestimmungen nichts anderes ergibt.
2. Die Sicherheit dient dazu, die vertragsgemäße Ausführung der Leistung und die
Mängelansprüche sicherzustellen.
(2) Wenn im Vertrag nichts anderes vereinbart ist, kann Sicherheit durch Einbehalt oder
Hinterlegung von Geld oder durch Bürgschaft eines Kreditinstituts oder Kreditver-
sicherers geleistet werden, sofern das Kreditinstitut oder der Kreditversicherer
1. in der Europäischen Gemeinschaft oder
2. in einem Staat der Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum oder
3. in einem Staat der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das
öffentliche Beschaffungswesen
zugelassen ist.
(3) Der Auftragnehmer hat die Wahl unter den verschiedenen Arten der Sicherheit; er
kann eine Sicherheit durch eine andere ersetzen.
(4) Bei Sicherheitsleistung durch Bürgschaft ist Voraussetzung, dass der Auftraggeber
den Bürgen als tauglich anerkannt hat. Die Bürgschaftserklärung ist schriftlich unter
Verzicht auf die Einrede der Vorausklage abzugeben (§ 771 BGB); sie darf nicht auf
bestimmte Zeit begrenzt und muss nach Vorschrift des Auftraggebers ausgestellt
sein. Der Auftraggeber kann als Sicherheit keine Bürgschaft fordern, die den Bürgen
zur Zahlung auf erstes Anfordern verpflichtet.
(5) Wird Sicherheit durch Hinterlegung von Geld geleistet, so hat der Auftragnehmer
den Betrag bei einem zu vereinbarenden Geldinstitut auf ein Sperrkonto einzu-
zahlen, über das beide nur gemeinsam verfügen können („Und-Konto“). Etwaige
Zinsen stehen dem Auftragnehmer zu.
(6) 1. Soll der Auftraggeber vereinbarungsgemäß die Sicherheit in Teilbeträgen von
seinen Zahlungen einbehalten, so darf er jeweils die Zahlung um höchstens
10 v. H. kürzen, bis die vereinbarte Sicherheitssumme erreicht ist. Sofern
Rechnungen ohne Umsatzsteuer gemäß § 13 b UStG gestellt werden, bleibt die
Umsatzsteuer bei der Berechnung des Sicherheitseinbehalts unberücksichtigt.
Den jeweils einbehaltenen Betrag hat er dem Auftragnehmer mitzuteilen und
Basisparagraphen (§§ 1–18) 21

binnen 18 Werktagen nach dieser Mitteilung auf ein Sperrkonto bei dem verein-
barten Geldinstitut einzuzahlen. Gleichzeitig muss er veranlassen, dass dieses
Geldinstitut den Auftragnehmer von der Einzahlung des Sicherheitsbetrags
benachrichtigt. Absatz 5 gilt entsprechend.
2. Bei kleineren oder kurzfristigen Aufträgen ist es zulässig, dass der Auftraggeber
den einbehaltenen Sicherheitsbetrag erst bei der Schlusszahlung auf ein Sperr-
konto einzahlt.
3. Zahlt der Auftraggeber den einbehaltenen Betrag nicht rechtzeitig ein, so kann
ihm der Auftragnehmer hierfür eine angemessene Nachfrist setzen. Lässt der
Auftraggeber auch diese verstreichen, so kann der Auftragnehmer die sofortige
Auszahlung des einbehaltenen Betrags verlangen und braucht dann keine Sicher-
heit mehr zu leisten.
4. Öffentliche Auftraggeber sind berechtigt, den als Sicherheit einbehaltenen Betrag
auf eigenes Verwahrgeldkonto zu nehmen; der Betrag wird nicht verzinst.
(7) Der Auftragnehmer hat die Sicherheit binnen 18 Werktagen nach Vertragsabschluss
zu leisten, wenn nichts anderes vereinbart ist. Soweit er diese Verpflichtung nicht
erfüllt hat, ist der Auftraggeber berechtigt, vom Guthaben des Auftragnehmers einen
Betrag in Höhe der vereinbarten Sicherheit einzubehalten. Im Übrigen gelten die
Absätze 5 und 6 außer Nummer 1 Satz 1 entsprechend.
(8) 1. Der Auftraggeber hat eine nicht verwertete Sicherheit für die Vertragserfüllung
zum vereinbarten Zeitpunkt, spätestens nach Abnahme und Stellung der Sicher-
heit für Mängelansprüche zurückzugeben, es sei denn, dass Ansprüche des Auf-
traggebers, die nicht von der gestellten Sicherheit für Mängelansprüche umfasst
sind, noch nicht erfüllt sind. Dann darf er für diese Vertragserfüllungsansprüche
einen entsprechenden Teil der Sicherheit zurückhalten.
2. Der Auftraggeber hat eine nicht verwertete Sicherheit für Mängelansprüche nach
Ablauf von 2 Jahren zurückzugeben, sofern kein anderer Rückgabezeitpunkt ver-
einbart worden ist. Soweit jedoch zu diesem Zeitpunkt seine geltend gemachten
Ansprüche noch nicht erfüllt sind, darf er einen entsprechenden Teil der Sicher-
heit zurückhalten.

§ 18 Streitigkeiten

(1) Liegen die Voraussetzungen für eine Gerichtsstandvereinbarung nach § 38 Zivil-
prozessordnung vor, richtet sich der Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Vertrag
nach dem Sitz der für die Prozessvertretung des Auftraggebers zuständigen Stelle,
wenn nichts anderes vereinbart ist. Sie ist dem Auftragnehmer auf Verlangen mitzu-
teilen.
22 Springer Fachmedien Wiesbaden

(2) 1. Entstehen bei Verträgen mit Behörden Meinungsverschiedenheiten, so soll der


Auftragnehmer zunächst die der auftraggebenden Stelle unmittelbar vorgesetzte
Stelle anrufen. Diese soll dem Auftragnehmer Gelegenheit zur mündlichen Aus-
sprache geben und ihn möglichst innerhalb von 2 Monaten nach der Anrufung
schriftlich bescheiden und dabei auf die Rechtsfolgen des Satzes 3 hinweisen.
Die Entscheidung gilt als anerkannt, wenn der Auftragnehmer nicht innerhalb
von 3 Monaten nach Eingang des Bescheides schriftlich Einspruch beim Auftrag-
geber erhebt und dieser ihn auf die Ausschlussfrist hingewiesen hat.
2. Mit dem Eingang des schriftlichen Antrages auf Durchführung eines Verfahrens
nach Nummer 1 wird die Verjährung des in diesem Antrag geltend gemachten
Anspruchs gehemmt. Wollen Auftraggeber oder Auftragnehmer das Verfahren
nicht weiter betreiben, teilen sie dies dem jeweils anderen Teil schriftlich mit.
Die Hemmung endet 3 Monate nach Zugang des schriftlichen Bescheides oder
der Mitteilung nach Satz 2.
(3) Daneben kann ein Verfahren zur Streitbeilegung vereinbart werden. Die Verein-
barung sollte mit Vertragsabschluss erfolgen.
(4) Bei Meinungsverschiedenheiten über die Eigenschaft von Stoffen und Bauteilen, für
die allgemein gültige Prüfungsverfahren bestehen, und über die Zulässigkeit oder
Zuverlässigkeit der bei der Prüfung verwendeten Maschinen oder angewendeten
Prüfungsverfahren kann jede Vertragspartei nach vorheriger Benachrichtigung der
anderen Vertragspartei die materialtechnische Untersuchung durch eine staatliche
oder staatlich anerkannte Materialprüfungsstelle vornehmen lassen; deren Fest-
stellungen sind verbindlich. Die Kosten trägt der unterliegende Teil.
(5) Streitfälle berechtigen den Auftragnehmer nicht, die Arbeiten einzustellen.
General conditions of contract relating to the
execution of construction work
Basic Articles (§§ 1–18)
2016 Edition

§ 1 Nature and extent of work

(1) The nature and extent of the work to be executed shall be set out in the contract. The
“General technical specifications in construction contracts (ATV)” also form part of
the contract.
(2) In the event of inconsistencies in the contract, its separate parts shall take
precedence in the following order:
1. the specification of works,
2. the special conditions of contract,
3. any supplementary conditions of contract,
4. any supplementary technical specifications,
5. the “General technical specifications in construction contracts” (DIN 18299),
6. the general conditions of contract relating to the execution of construction work.
(3) The client has the right to order alterations to the design.
(4) Work which, though not included in the original contract, is found to be necessary
for its completion, shall also be carried out by the contractor at the client’s request
unless the contractor’s business is not equipped for the purpose. Other work may
only be allocated to a contractor with its consent.

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Mail id: Karina.Danulat@springer.com

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Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), VOB/B 2019 – Textausgabe/Text Edition,
https://doi.org/10.1007/978-3-658-29624-7_2
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§ 2 Remuneration

(1) The contract sum shall remunerate the contractor for all work forming part of the
contractual performance under the terms of the specification of works, the special
conditions of contract, the supplementary conditions of contract, the supplementary
technical specifications, the general technical specifications in construction contracts
and in accordance with usual business practice.
(2) The sum payable shall be calculated on the basis of the unit prices specified in the
contract and of the work actually executed if no other method of calculation (e.g.
lump sum payment, hourly wage rates, cost reimbursement) has been agreed.
(3) 1. If the quantity of a work or part work for which a unit price has been agreed
differs on completion from that provided for in the contract by no more than
10 %, then the unit price agreed shall apply.
2. If, on completion, the quantity of a work exceeds that originally estimated by
more than 10 %, a new price shall be agreed on request which takes the increase
or reduction in costs into account.
3. If, on completion, the quantity of the work done is more than 10 % lower than
that originally estimated, the unit price for the quantity of the actual work or
part work executed shall be increased on request unless the contractor can be
compensated by increasing the quantity of works under other items, or in some
other way. The unit price increase shall be more or less equal to the increment
given by reapportioning the site facilities’ costs, the site overheads, and the
general business costs to the reduced quantity of work. Value-added tax shall be
refunded on the basis of the new price.
4. If other works for which a lump sum has been agreed are contingent upon the
execution of a work or part work for which a unit price has been agreed, then
an appropriate adjustment of the lump sum may be demanded if the unit price is
changed.
(4) If work stipulated in the contract for execution by the contractor is taken on by the
client himself (e.g. supply of construction materials, auxiliary materials, fuel or
power), then, unless otherwise agreed, § 8 subsection (1) no. 2 shall apply accordingly.
(5) If, as a result of alterations to the design or other instructions given by the client, the
basis of the price calculation provided for in the contract has also changed, a new
price shall be agreed to allow for the increase or reduction in costs of works. Agree-
ment on this price shall be reached prior to the execution of the work.
(6) 1. If the contractor is called upon to undertake work not provided for in the contract,
then it shall be entitled to receive special remuneration for such work. It is, however,
required to notify the client of its claim before proceeding with the work. 2. The
special remuneration shall be determined on the basis of the price calculation for
the contractual work and of the extra costs entailed by the work in question. Where
possible, the sum due shall be agreed before proceeding with the work.
Basic Articles (§§ 1–18) 27

(7) 1. If a lump sum has been agreed as remuneration, it shall remain unchanged. If,
however, the work executed differs from the work provided for in the contract
to such an extent that the client or the contractor cannot reasonably be expected
to be bound by the lump sum (§ 313 of the Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
(German Civil Code)), then compensation shall be granted on request to allow
for the increase or reduction in costs. The amount of compensation shall be
determined on the basis of the original price calculation.
2. The specifications of subsections (4), (5) and (6) above also apply where a lump
sum has been agreed.
3. Unless otherwise agreed, subsection (7) nos. 1 and 2 above shall also apply
for lump sums agreed for parts of the work, subsection (3) no. 4 remaining
unaffected.
(8) 1. 
Work executed by the contractor without instructions to do so, or as an
unauthorized departure from the provisions of the contract, will not be
remunerated. The contractor shall undo the work on request within a reasonable
period; otherwise, this may be done at its expense. The contractor shall also be
liable for any consequential damages which the client may suffer from this.
2. However, the contractor is entitled to receive remuneration for such work if the
client subsequently accepts it. It is also entitled to remuneration if the work was
necessary for the completion of the contract, might be considered to comply
with the presumed intention of the client, and if the latter was given immediate
notice of it. If the contractor is entitled to remuneration, subsection (5) or (6)
above shall apply. 3. The provisions of the Bürgerliches Gesetzbuch relating to
agency without authority (§§ 677 ff.) shall remain unaffected.
(9) 1. If the client requires the contractor to submit drawings, calculations, or other
documents which it is not required to submit under the terms of the contract—
particularly under those of the technical specifications—or according to usual
business practice, then these shall be paid for.
2. If the client requires the contractor to check technical calculations made by
third parties, then the former shall meet the costs incurred.
(10) Work shall only be remunerated on an hourly wage rate basis if this has been
expressly agreed before the work commences (cf. § 15).

§ 3 Documentation

(1) All documents pertaining to the execution of the work shall be supplied to the
contractor free of charge and in good time.
(2) The client shall be responsible for setting out the principal axes of the planned
structure, for marking out the boundaries of the site to be used by the contractor, and
for establishing the necessary site datums in the immediate vicinity of the planned
structures.
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(3) The surveys of the site and its demarcation as provided by the client, and the other
documents supplied in connection with the execution of the work shall be binding
on the contractor. It shall, however, check them for inconsistencies, in so far as
this is necessary for fulfilling the contract, and draw the client’s attention to any
deficiencies discovered or suspected.
(4) Prior to starting the work, the state of the roads and the ground surface, of the
receiving waters and outfall drains, and of any existing structures on the site, shall,
where necessary, be recorded in a document to be acknowledged by both client and
contractor.
(5) On demand, the contractor shall submit promptly to the client all drawings,
calculations, control calculations, or other documents which it is required to submit
under the terms of the contract, and in particular under those of the technical
specifications, or according to normal business practice, or at the special request of
the client (cf. § 2 subsection (9)).
(6) 1. The documents referred to in subsection (5) above shall not be published,
reproduced, altered or used for any purpose other than that agreed without the
prior consent of their originator.
2. With respect to computer programs, the client shall have the right to use a given
program within the scope of its agreed performance characteristics, without
modifications, on the designated equipment. For data security purposes, the
client shall be permitted to make two backup copies with all identification
characteristics of the original. Evidence of the whereabouts of the copies shall be
provided on request.
3. Notwithstanding its having granted the right of use to the client, the contractor
shall retain the right to use the documents and computer programs.

§ 4 Execution of work

(1) 1. The client is responsible for maintaining order on the site and coordinating the
activities of the various contractors. The client shall also procure any licences
and permits required under public law (e.g. building and road traffic legislation,
water regulations, trade law).
2. The client is entitled to monitor the execution of the work. For this purpose, it is
to be given access to the workplaces, workshops, and store rooms in or at which
the contractual works or parts thereof are being executed, or where the associated
materials and components are stored. The client shall, on request, be permitted
to inspect drawings or other relevant documents, as well as the results of quality
testing, and shall be provided with all relevant information, except where that
would entail the disclosure of confidential trade secrets. Any information or
documents designated as a confidential trade secret shall be treated by the client
accordingly.
Basic Articles (§§ 1–18) 29

3. The client is entitled, without prejudice to the work for which the contractor
is responsible (cf. subsection (2) below), to issue any instructions as may be
necessary for the work to be executed in accordance with the contract. Such
instructions shall only be given to the contractor or to representatives appointed
by him to supervise the execution of the work, except in an emergency. The client
is to be informed of the name of any representative appointed by the contractor to
supervise the execution of the work.
4. If the contractor considers the client’s instructions to be unreasonable or
inexpedient, it shall make its objections known. However, if the client so
requires, and if the instructions are not in conflict with statutory or other official
provisions, the contractor shall implement them, the client then being obliged
to bear any extra cost if their implementation unduly impedes completion of the
contract.
(2) 1. The contractor shall execute the work in accordance with the contract on its own
responsibility and in compliance with the recognized technical rules and the
relevant statutory and official provisions. It is its responsibility to supervise the
execution of its contractual work and to maintain order at its workplace.
2. It is solely accountable for the discharge of its liabilities towards its employees
arising from statutory, official and employers’ liability insurance provisions. It
is its responsibility alone to make the arrangements and reach the agreements
required to regulate its dealings with its employees.
(3) If the contractor has doubts about the proposed method of execution (including
any measures proposed for reducing the risk of accidents), or about the quality of
the materials or components supplied by the client, or about the performance of
other contractors, then it shall inform the client in writing of its doubts without
delay, preferably before work has been started; such action shall not affect the
accountability of the client for information, orders, or supplies of which it is the
originator.
(4) Unless otherwise agreed, the client shall grant the contractor free of charge the sole
or joint use of the following:
1. the necessary on-site storage facilities and workplaces,
2. existing access roads and railway sidings,
3. existing connections to water and power supplies, the costs of metering equip-
ment and consumption being borne by the contractor, or shared when more than
one contractor is involved.
(5) The contractor shall protect the work executed by it, and any objects placed at
its disposal for its execution, against theft and damage until the work has been
completed and accepted. At the request of the client, it shall also protect it against
winter damage and ground water, and clear it of snow and ice. If the contractor’s
responsibility for this is not set out in the contract, then it shall be remunerated, the
sum being determined in accordance with § 2 subsection (6).
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(6) Materials or components which are not in conformity with the contract or with
the specimens submitted are, upon the client’s instructions, to be removed from
the site within a given period. If this is not done, they may be removed at the
contractor’s expense, or disposed of to the benefit of its account.
(7) Works which are found to be faulty or in violation of the contract before
completion shall be replaced by proper works at the contractor’s expense.
If the contractor is answerable for the fault or for contravening the contract,
then it shall make good any consequential damage. If the contractor fails to
meet its obligation to make good the fault, the client may set a reasonable
time limit for the fault to be made good and serve notice that it will terminate
the contract after the failure of the fault to have been made good (cf. § 8
subsection (3).
(8) 1. The contractor shall employ its own resources in the execution of the work,
but subcontracting is permitted subject to the written consent of the client. The
client’s consent is not necessary in the case of work which the contractor’s
business is not equipped to undertake. If the contractor subcontracts work
without the written consent of the client in spite of being equipped to carry
it out himself, the client may set a reasonable time limit for the contractor to
undertake the work using its own resources, and may serve notice of its intention
to withdraw the contract if, on expiration of the deadline, the work has not been
carried out accordingly (cf. § 8 subsection (3)).
2. When subcontracting work, the contractor shall do so on the basis of VOB/B and
VOB/C.
3. Without having been requested to do so, the contractor must provide the client
with the names, legal representatives and contact data of the subcontractors
and their subcontractors at the latest at the commencement of work by the
subcontractors. At the client’s request, the contractor shall submit certificates and
documentation concerning its subcontractors.
(9) If, during execution of the work, objects of archaeological, aesthetic, or scientific
value are discovered on site, the find shall be reported to the client before any
further excavation or disturbance of the site proceeds, and the objects found shall
be surrendered to the client as and when it may direct. The reimbursement of any
extra costs incurred thereby shall be regulated in accordance with § 2 subsection
(6). The rights of discovery (§ 984 of the Bürgerliches Gesetzbuch) belong to the
client.
(10) The condition of parts of the works shall, on request, be checked by the contractor
and client in union, if the subsequent execution of the work means these parts
will not be covered by later checks. A written record of the check shall be
made.
Basic Articles (§§ 1–18) 31

§ 5 Completion deadlines

(1) Execution of the work shall be commenced, duly advanced and completed within
the periods stipulated in the contract as binding (contractual periods). Individual
time limits set in a works progress schedule shall only count as contractual deadlines
if this is expressly agreed in the contract.
(2) If no date has been set for execution of the work to commence, the client shall
inform the contractor of the probable starting date upon request. The contractor shall
commence work within twelve working days of being requested to do so. The client
shall be notified that work has started.
(3) If the workforce, equipment, scaffolding, materials or components are so inadequate
that it is evident that the deadline set for execution cannot be met, then the
contractor shall provide means of remedy without delay, if so requested.
(4) If the contractor delays the start of work, or if it does not complete it on time, or
if it does not meet the obligations under subsection (3) above, the client may, if it
upholds the contract, seek damages in accordance with § 6 subsection (6), or set the
contractor a reasonable deadline to fulfil the contract and serve notice of its intention
to terminate the contract after the contractor’s failure to duly fulfil it by the deadline
(cf. § 8 subsection (3).

§ 6 Hindrance and interruption of work

(1) If the contractor considers that it is being hindered in the proper execution of the
work, it shall inform the client of this in writing without delay. If it fails to make
such notification, it shall only be entitled to claim allowance for the hindrance of the
work if its cause and effect were obvious to the client.
(2) 1. Deadlines set for execution of work shall be extended where the interruption is
caused:
a) by circumstances within the client’s sphere of liability,
b) by strike action or by a lock-out initiated by an employers’ trade association
and imposed on the contractor’s firm or on a firm working directly for him,
c) by force majeure or other circumstances beyond the control of the contractor.
2. Weather conditions during the period of completion shall not count as a
hindrance if they are normal for the time of year and should thus have been
allowed for when preparing the tender.
(3) The contractor shall do everything that can reasonably be expected of him to enable
work to continue. As soon as the cause of the interruption has been resolved, it shall
resume work without further prompting and notify the client accordingly.
(4) Any extension of deadlines shall be based on the duration of the interruption,
adding a margin to allow for the resumption of operations and for adverse weather
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conditions if the delay means that work will continue into a season when such
conditions are to be expected.
(5) If execution of the work is likely to be interrupted for an extended period, but with
resumption at some later date remaining a possibility, the work actually executed
shall be paid for at the contract prices, those costs also being reimbursed which the
contractor has already incurred and which are included in the contract prices for the
part of the work not yet executed.
(6) If one party to the contract is answerable for the cause of the interruption, then
the other party shall be entitled to indemnification for any damages which have
demonstrably been sustained, indemnification for loss of profit, however, only being
claimable in the case of intent or gross negligence. The entitlement of the contractor
to appropriate compensation in accordance with § 642 of the Bürgerliches Gesetz-
buch remains unaffected, as long as the client is duly notified in accordance with
subsection (1) sentence 1 above or where the provisions of subsection (1) sentence 2
above apply.
(7) If an interruption lasts longer than three months, either party may, on expiration
of this period, give written notice to terminate the contract. Settlement of
accounts shall be effected in accordance with subsections (5) and (6) above. If the
contractor is not responsible for the interruption, then the cost of site evacuation
shall also be reimbursed unless included in the remuneration for the work already
executed.

§ 7 Distribution of risk

(1) If the work which has been either wholly or partly executed is damaged
or destroyed prior to its acceptance by force majeure, war, riot, or other
circumstances objectively considered to be beyond the control of the contractor,
the latter shall be entitled to claim under § 6 subsection (5) for the parts of the
work which have been executed. No mutual liability to pay compensation exists
in respect of other damage.
(2) All work, irrespective of its degree of completion, which was directly connected
with the structure or incorporated in its substance, shall be deemed included in the
wholly or partly executed work within the meaning of no. 1 above.
(3) Materials and components that were not thus incorporated in the structure, site
equipment and setting-out equipment shall not be deemed included in the wholly or
partly executed work. The same applies to auxiliary equipment and scaffolding even
when this is the subject of a special task or separate job.
Basic Articles (§§ 1–18) 33

§ 8 Termination by client

(1) 1. The client may terminate the contract at any time before completion of the work.
2. The contractor is entitled to receive the agreed remuneration. It shall, however,
accept that its savings on outgoings as a result of the cancelled contract be set
off, as shall the sums which it can earn from the alternative deployment of its
workforce and business operations, or which it wilfully fails to earn (§ 649 of the
Bürgerliches Gesetzbuch).
(2) 1. The client may terminate the contract if the contractor suspends payments, if the
contractor or, where so permitted, the client or another creditor has applied for
insolvency or other similar legal proceedings to be initiated (cf. §§ 14 and 15 of
the Insolvenzordnung—InsO (German Insolvency Act)), if such proceedings have
been initiated, or if their initiation has been refused because of lack of assets.
2. The work actually executed shall then be paid for in accordance with § 6
subsection (5). The client may seek damages for non-fulfilment of the rest.
(3) 1. The client may terminate the contract if, in the cases referred to in § 4 subsection
(7) and subsection (8) no. 1 and § 5 subsection (4) the deadline set has expired
without effect. The withdrawal may be limited to a single completed part of the
contractual performance.
2. After termination, the client is entitled to have the uncompleted part of the work
executed by a third party at the contractor’s expense and without prejudice to its
claims for any consequential damage. It is also entitled to forego further execution
of the work and to claim damages for non-fulfilment, if, for the reasons which led
to the termination of the contract, it has no further interest in its completion.
3. In order to continue the works, the client may use equipment, scaffolding, and
other facilities available on site as well as materials and components that have
been delivered in return for appropriate payment.
4. The client shall send the contractor a statement of the extra costs incurred and of
its other claims within twelve working days of settlement with the third party.
(4) The client may terminate the contract
1. if the contractor has, to gain the contract, entered into an agreement which
amounts to an unacceptable restraint of competition. Subsection (3) Point 1
Sentence 2 and Points 2 to 4 apply accordingly.
2. insofar as said agreement was concluded in the context of application of the
fourth part of the GWB,
(a) if the contractor, due to urgent grounds for exclusion, should not have been
contracted at the time of the award. Subsection (3) Point 1 Sentence 2 and
Point 2 to 4 apply accordingly.
(b) Upon a significant change in the contract or if it is established that there
has been a serious breach of contract through the European Union and the
work methods of the European Union by the European Supreme Court. The
executed work is to be settled in accordance with in § 6 Subsection 5. Any
claims for damages of the parties remains unaffected.
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The notice of termination is to be given within 12 workdays after the grounds for
termination have been announced.
(5) Insofar as the contractor has subcontracted the work, irrespective of the realm of
application of Section 4 of the GWB, partially or entirely to subcontractors, he
also has a right of termination in accordance with Paragraph 4 Point 2 letter b if he
was given notice as contractor of a binding contract (main contract) in accordance
with Paragraph 4 Point 3 letter b. The same applies for each client of the chain
of subcontractors, insofar as its relevant client has given notice on the contract in
accordance with Sentence 1.
(6) Notice of termination shall be given in writing.
(7) The contractor may require the work executed by him to be measured and accepted
directly after notice of termination has been received; it shall submit without delay a
verifiable bill of costs for its work.
(8) A time penalty incurred as a result of delay may only be imposed for the time up to
the date on which the contract was terminated.

§ 9 Termination by contractor

(1) The contractor may terminate the contract


1. if the client neglects to perform an action incumbent on him, thereby making it
impossible for the contractor to execute the work (default in acceptance within
the meaning of §§ 293 ff. of the Bürgerliches Gesetzbuch),
2. if the client fails to make a due payment, or otherwise defaults as a debtor.
(2) Notice of termination shall be given in writing. Termination is only allowed if the
contractor has previously set the client a reasonable deadline for fulfilment of the
contract without success, and has declared its intention of terminating the contract if
it remains unfulfilled on expiry of the deadline.
(3) The work already executed shall be charged at the contract prices. The contractor is
also entitled to appropriate compensation in accordance with § 642 of the Bürger-
liches Gesetzbuch; any further claims of the contractor are not thereby affected.

§ 10 Liabilities of contracting parties

(1) The contracting parties are liable to each other for their own fault and for the faults
of their legal representatives and of persons whose services they employ in the
fulfilment of their commitments (§§ 276 and 278 of the Bürgerliches Gesetzbuch).
(2) 1. If, in connection with the performance of the contract, a third party sustains
loss or damage for which both contracting parties are liable under the statutory
liability provisions, then the general statutory provisions shall apply for the
settlement between the contracting parties, unless otherwise agreed in individual
Basic Articles (§§ 1–18) 35

cases. If the loss or damage sustained by the third party is solely a direct
consequence of a measure which the client has instructed to be so performed,
then the latter shall be solely liable for the loss or damage if the contractor has,
in accordance with § 4 subsection (3) drawn its attention to the risk involved in
executing the work as instructed.
2. The contractor shall be solely liable for the loss or damage if it has provided
cover for it by insuring against its statutory liability, or could have provided cover
for it with an insurer authorized to conduct business in the Federal Republic of
Germany at normal rates of premium (i.e. not calculated to cover exceptional
conditions).
(3) If the contractor is liable under § 823 ff. of the Bürgerliches Gesetzbuch to
indemnify a third party for trespass on, or damage to, property adjoining the site,
for removing or piling soil or other materials outside the areas designated for this
purpose by the client, or for the consequences of unauthorized blocking of roads or
watercourses, then it shall be solely liable for the loss or damage vis-à-vis the client.
(4) In the relationship between the contracting parties, the contractor shall be solely
liable for the violation of any patent or proprietary rights if it proposed the use of
procedures or items thus protected, or if their use has been specified by the client,
but with due reference to established rights.
(5) If one of the contracting parties is exempted from liability to compensate the other
in accordance with subsection (2), (3) or (4) above, then this exemption shall also
extend to that party’s legal representatives and agents, unless these have acted with
intent or with gross negligence.
(6) If one of the contracting parties is presented by a third party with a claim for
damages which under subsections (2), (3) or (4) is to be met by the other contracting
party, then the first party may require the other to release it from its obligations
to the third party. The first party shall not acknowledge or meet the claim without
having first given the other party to the contract an opportunity to make a statement.

§ 11 Penalties

(1) If penalties have been agreed, § 339 to § 345 of the Bürgerliches Gesetzbuch shall
apply.
(2) If a penalty has been agreed for the case where the contractor fails to complete the
work within the period set for its execution, then it shall become payable when the
contractor is in default due to delayed performance.
(3) If the penalty is calculated on the basis of days, then only working days shall count;
if it is calculated on a weekly basis, each working day of an incomplete week shall
count as one-sixth of a week.
(4) If the client has accepted the work it may only demand payment of the penalty if it
has reserved this right at the time of acceptance.
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§ 12 Acceptance

(1) If, on completion of the work, which may be prior to the deadline set for its
execution, the contractor calls on the client to inspect the work for acceptance
purposes, the latter shall do so within twelve working days, unless a different dead-
line is agreed.
(2) On request, parts of the work which are complete in themselves shall be accepted
separately.
(3) If serious faults are discovered on inspection of the work, acceptance may be
refused until they have been made good.
(4) 1. Formal acceptance shall be carried out if so required by any of the parties to the
contract, who may call in an expert at their own expense. The findings shall be
recorded in writing, the wording being agreed by the parties concerned. Any
reservations in respect of known faults or penalties shall be included in this
report, as well as any objections made by the contractor. Each party shall receive
one copy of the report.
2. Formal acceptance may be carried out in the absence of the contractor if the
date of acceptance was agreed, or if the client’s invitation to the contractor to
attend was made in good time. The result of the acceptance inspection shall be
communicated to the contractor as soon as possible.
(5) 1. If an acceptance inspection is not requested, the work shall be deemed accepted
twelve working days after written notification of its completion has been given.
2. If an acceptance inspection is not requested and if the client has begun to use
the work or part of the work, then it shall be deemed accepted six days after its
first utilization, unless otherwise agreed. The use of parts of a structure already
completed in order to proceed with the execution of the rest shall not count as
acceptance.
3. The client shall present any reservations in respect of known faults or penalties
not later than designated in nos.1 and 2 above.
(6) On acceptance, the risk shall pass to the client unless it already bears it in
accordance with § 7.

§ 13 Warranty claims

(1) The contractor shall, at the time of acceptance, make available its work to the
client in a state free from faults or defects, which is the case if it possesses the
characteristics agreed upon and conforms with the recognized technical rules. If
particular characteristics of the work have not been agreed upon, the work shall be
deemed free from faults or defects at the time of acceptance if
1. it is suitable for the purpose foreseen in the contract, or
Basic Articles (§§ 1–18) 37

2. it is suitable for normal purposes, and possesses characteristics typical of work of


this nature and which the client can rightly expect.
(2) In the case of work executed to a specimen, the characteristics of the specimen shall
be deemed to be the characteristics agreed upon, except for discrepancies which in
commercial usage may be regarded as negligible. This also applies to specimens
which are accepted as such subsequent to the conclusion of the contract.
(3) If the cause of a fault or defect is attributable to the specification of works or to
the instructions given by the client, or to the materials or components supplied or
specified by him, or to the quality of an advance performance of another contractor,
then the contractor shall be liable, except where it has notified the client of the
anticipated defects, as it is obliged to do under § 4 subsection (3).
(4) 1. If no limitation period for warranty claims has been agreed in the contract, then this
shall be taken to be four years for structures, two years for other works which are
the result of construction, maintenance or alteration work, and two years for parts
of heating installations in contact with fire, except for parts of industrial furnaces in
contact with fire or flue gases, where the above period shall be one year.
2. Where no other agreement has been made pertaining to parts of machinery,
electrical or electronic equipment that require maintenance in order to ensure its
safety and functional integrity, the limitation period for such shall, as a departure
from no. 1, be two years if the client has decided not to charge the contractor
with maintenance during the limitation period; this also applies where another
limitation period has been agreed for further services.
3. The limitation period shall commence with the acceptance of the whole work;
it only commences for parts of the work if these are complete in themselves (cf.
§ 12 subsection (2)).
(5) 1. The contractor is obliged to make good at its own expense all defects occurring
during the defects liability period which can be attributed to improper per-
formance, if the client so requires in writing prior to expiry of the period. Any
claim for the making good of such defects shall become invalid by prescription
on expiry of a period of two years, calculated from the receipt of the written
demand, but not prior to expiry of the standard periods specified in subsection
(4) above or other agreed period. After the work carried out to make good the
defects has been accepted, the limitation period shall recommence, expiring after
two years but not prior to expiring of the standard periods specified in subsection
(4) above or other agreed period.
2. If the contractor fails to comply with a demand to make good faults within a
reasonable period set by the client, then the client shall be entitled to have the
faults made good at the expense of the contractor.0
(6) If it is unreasonable to expect the client to make good the defect, or if it is
impossible to make good the defect, or if the contractor refuses to do so because it
would be disproportionately expensive, the client may notify to the contractor that it
will reduce the remuneration (§ 638 of the Bürgerliches Gesetzbuch).
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(7) 1. The contractor will be held liable for any damage to health, life and limb due to
defects attributable to its fault.
2. The contractor is liable for any defects which are the result of wilful action or
gross negligence.
3. The contractor shall also be obliged to compensate the client for damage to the
works, the construction, maintenance, or alteration of which the faulty work was
intended to serve, if there is a serious defect which significantly impairs fitness
for use and is attributable to a contractor’s fault. The contractor is only obliged to
compensate for damage over and above this if
a) the fault is the result of a breach of recognized technical rules,
b) the fault results in the lack of a characteristic that has been agreed upon, or
c) the contractor has provided cover for the faulty work through its statutory
liability insurance, or could have provided cover for it with an insurer
authorized to conduct business in the Federal Republic of Germany at normal
rates of premium (i.e. not calculated to cover exceptional conditions).
4. In deviation from subsection (4) above, the statutory limitation periods shall
apply if the contractor has or could have provided insurance cover in accordance
with no. 3, or if special insurance cover has been agreed.
5. Limitation or extension of liability may be agreed in special cases where justified.

§ 14 Settlement of accounts

(1) The contractor shall present accounts for executed work in a form that can be
verified. The invoices shall be clearly itemized in the proper sequence, using
the designations stipulated in the contract document. Calculations of quantities,
drawings and other documentary evidence needed to verify the nature and extent
of the work executed shall be submitted with the invoices. Amendments of,
and supplements to, the contract shall be identified in the invoice, and invoiced
separately on request.
(2) The assessment of the work which is required for invoicing shall, wherever
possible, be made jointly by the client and the contractor as the work progresses, in
compliance with the provisions regarding settlement of accounts laid down in the
technical specifications and other contract documents. The contractor shall apply in
good time for a joint assessment of works which will become increasingly difficult
to assess as the work progresses.
(3) Unless otherwise agreed, the final invoice shall be submitted at the latest twelve
working days after completion in the case of works which are due to be executed
within not more than three months, this period being extended by six days for each
three month increase of the period set for execution.
Basic Articles (§§ 1–18) 39

(4) If the contractor does not submit a verifiable invoice, although the client has set him
a reasonable deadline for doing so, then the client may draw up the invoice himself
at the expense of the contractor.

§ 15 Hourly wage work

(1) 1. Hourly wage work shall be charged for in accordance with the contractual agreement.
2. If no agreement has been reached for the remuneration due, then the local
rates shall be paid. If these cannot be established, then the contractor shall be
reimbursed for site-related wage and salary costs and incidental site-related
wage and salary costs, material costs, and costs of plant, equipment, on-
site machinery and installations, freight, carriage and loading charges, social
security contributions and additional costs consistent with efficient management.
Reasonable extra sums to cover overheads and profit (including contractor’s risk),
plus value-added tax, shall be included.
(2) If the client requires that the hourly wage work be supervised by a foreman
or another supervisor, or if supervision is required by the applicable accident
prevention regulations, then subsection (1) above shall apply accordingly.
(3) The client shall be notified of the intended execution of hourly wage work before
it begins. Unless otherwise agreed, the contractor shall submit daily or weekly
time sheets (depending on usual business practice) showing the hours worked and
lists detailing the costs due for separate reimbursement incurred from the use of
materials, provision of equipment, plant, machinery and mechanical installations,
freight, carriage and loading charges, as well as any special costs. The client shall
return the time sheets after it has approved them without delay, at the latest six
working days after receipt. It may then give separate written notice of any objections
or record them on the time sheets. Time sheets not returned within this time limit
shall be deemed to be accepted.
(4) Invoices for hourly wage work are to be submitted as soon as possible after
completion of the work, and in any case at intervals not exceeding four weeks. § 16
shall apply for payment.
(5) If hourly wage work has been agreed, but doubts arise with regard to the extent
of the work actually executed owing to delayed submission of the corresponding
time sheets, the client may require that remuneration be agreed for the work
verifiably executed, the amount of such remuneration being determined in
accordance with subsection (1) no. 2, to cover economically justifiable expenses
for the hours worked, consumption of materials, provision of equipment, plant,
machinery and installations, freight, carriage or loading charges, and any special
costs.
40 Springer Fachmedien Wiesbaden

§ 16 Payment

(1) 1. Upon application, interim payments shall be allowed for the work verifiably
executed at that time in accordance with the contract, with the corresponding
value-added tax itemized separately. Such payments shall either be effected at the
shortest intervals practicable or at the intervals agreed. The work executed shall
be documented in a verifiable schedule which must enable a rapid and reliable
assessment of the work concerned. Components specially manufactured and
supplied for the work, and any materials and components delivered to the site
shall also count as works qualifying for interim payment, if ownership of them
has either been transferred to the client or appropriate security has been provided,
at the client’s preference.
2. Set-offs may be withheld from payments due. Other retentions are only
permissible in the cases provided for in the contract, and in statutory
provisions.
3. Interim payments shall be effected within 21 days of receipt of the schedule.
4. Interim payments do not affect the general liability or defects liability of the
contractor; they do not count as acceptance of parts of the work.
(2) 1. Advance payments may also be agreed after conclusion of the contract; if the
client so requests, adequate security shall be provided for such payments. They
shall, unless otherwise specified, yield interest at 3 % above the base interest
stipulated in § 247 of the Bürgerliches Gesetzbuch.
2. Advance payments shall be deducted from the next payments, in so far as the
work for which payment is to be made is that for which advance payments were
agreed.
(3) 1. The final payment shall be effected as soon as possible after the final invoice
submitted by the contractor has been checked and approved, and no later than
30 days after its receipt. This period shall be extended to no more than 60 days
if this is objectively justified due to the special nature or features of the contract
and has been expressly agreed. If objections regarding the verifiability of the
invoice, along with the reasons for these, are not made within the relevant period
laid down as above, the client shall not refer to a lack of verifiability at a later
time. The checking of the final invoice shall be duly expedited. If checking
is protracted, then the uncontested credit balance shall be paid on account
forthwith.
2. Acceptance of the final payment without reservations shall exclude subsequent
claims if the contractor has been informed in writing of the final payment and
has been advised of the exclusion of subsequent claims consequent upon its
acceptance without reservations.
Basic Articles (§§ 1–18) 41

3. If the client, referring to payments already made, makes written declaration of


its final refusal to effect any further payments, this shall be deemed equivalent to
final payment.
4. Claims already lodged but not yet satisfied are also excluded unless they are
made a proviso once more.
5. A proviso shall be made within 28 working days of receipt of the notification of
final payment referred to under nos. 2 and 3. However, such a proviso shall be
rendered null and void unless a verifiable invoice is submitted within a further
period of 28 working days—beginning on the day after the first 28 working-
day period mentioned in the first sentence above has expired—in respect of the
claims behind the proviso, or, if that is not feasible, unless adequate justification
for the proviso is furnished.
6. The terms given above for the exclusion of claims do not apply to a request for
correction of the final account and final payment on the grounds of errors in
measurement, calculation or transmission.
(4) Completed parts of the work, duly accepted as such, may be finally assessed and
paid for irrespective of the state of completion of the remaining work.
(5) 1. All payments are to be effected as quickly as possible.
2. Discounts are not permitted unless they have been agreed.
3. If the client fails to effect payment when due, the contractor may set him a
reasonable period of grace. If the client fails to effect payment within this period, the
contractor shall be entitled to claim interest as of expiration of the period of grace
at a rate stipulated in § 288 subsection (2) of the Bürgerliches Gesetzbuch, unless
it can provide evidence of greater damage due to the default. However, whether
or not a period of grace has been granted, payment by the client shall be deemed
to be in default no later than 30 days after receipt of the invoice, or after receipt of
the schedule in the case of interim payments, if the contractor has discharged its
contractual and statutory obligations and has not received the required payment
within due time, except where the client is not responsible for the delay in payment.
This period shall be extended to no more than 60 days if, due to the special nature or
particular feature of the agreement, this is objectively justified and has been expressly
agreed. 4. Where there is a default in payment, the contractor may suspend work if the
client fails to effect payment within the reasonable period set by the contractor.
(6) The client is entitled, in discharging its liabilities under subsections (1) to (5) above, to
make payment to creditors of the contractor, in so far as these have participated in the
execution of the contractual work of the contractor under the terms of a service or a
works contract concluded with him, and in so far as they have rightly refused to continue
providing their services or work because the contractor is in default with payments
due to them and the immediate payment is intended to ensure the continuance of their
service or work. The contractor is obliged to declare, at the client’s request, and within
a period specified by him, whether and to what extent it acknowledges the claims of its
creditors. If this declaration is not made in due time, then the claims shall be deemed
acknowledged and the default on payment confirmed.
42 Springer Fachmedien Wiesbaden

§ 17 Bond

(1) 1. If it is agreed that a bond is to be provided, §§ 232 to 240 of the Bürger-
liches Gesetzbuch shall apply, except where the following provisions stipulate
otherwise.
2. The purpose of a bond is to ensure that the work is executed in accordance with
the contract and that warranty claims can be satisfied.
(2) Unless otherwise agreed in the contract, a bond may be provided by retention or
deposition of money, or by a guarantee offered by a credit institution or insurer
authorized to conduct business
1. in the European Community or
2. in a country which is a party to the Agreement on the European Economic Area, or
3. in a country which is a party to the WTO Agreement on public procurement.
(3) The contractor may choose between the various types of surety and may substitute
one for another.
(4) A bond may be a guarantee only if the client has acknowledged this to be
acceptable. The declaration of suretyship shall be given in writing, with the
guarantor waiving the defence of failure to pursue remedies (§ 771 of the Bürger-
liches Gesetzbuch); it shall not specify a time limit and shall be drawn up in
accordance with the client’s instructions. However, the client cannot oblige the
guarantor to pay on first demand.
(5) If security is provided by deposition of money, the contractor shall pay the amount
concerned into a blocked account at an agreed financial institution for which both
parties are to sign (“both-to-sign” joint account). Any interest shall accrue to the
contractor.
(6) 1. If, in accordance with the contract, the client is to retain security in instalments
from its payments, such payments may be reduced by no more than 10 % until
the agreed sum has been reached. Where invoices are drawn up which do not
include value-added tax, in accordance with § 13 b of the Umsatzsteuergesetz—
UStG (German VAT Act), the amount of the value-added tax shall be disregarded
when calculating the retained security. The client shall notify the contractor of
each sum retained and pay it into the blocked account at the agreed financial
institution within 18 working days of notification. At the same time, it shall
arrange for the financial institution to advise the contractor that the sum has been
paid in towards the security. Subsection (5) above shall apply accordingly.
2. In the case of minor or short-term contracts, the client shall be permitted to wait
until the final payment before paying the retained sum into the blocked account.
3. If the client does not pay in the sum retained promptly, the contractor may set
him a reasonable period of grace. If the client allows this period to expire without
taking action, the contractor may demand immediate payment of the sum retained
and need no longer provide a surety.
Basic Articles (§§ 1–18) 43

4. Public sector contracting authorities are entitled to pay the sum retained as
security into their own deposit account; such sums bear no interest.
(7) The contractor shall provide security within 18 working days of conclusion of the
contract, unless otherwise agreed. If it fails to do so, the client shall be entitled
to retain from the credit balance due to the contractor a sum equal to the agreed
amount. In other respects, subsections (5) and (6), except for the first sentence of no.
1, shall apply accordingly.
(8) 1. The client shall return unused security against non-fulfilment of the contract
by the agreed time, at the latest after acceptance and provision of security for
warranty claims. It may, however, retain an appropriate part of the security if, at
this point in time, it still has outstanding claims not covered by the surety.
2. The client shall return unused security for warranty claims after a period of two
years unless another date has been agreed. It may, however, retain an appropriate
part of the security if, at this point in time, its asserted claims have not yet been
satisfied.

§ 18 Disputes

(1) Given the conditions required for an agreement on the place of jurisdiction
according to § 38 of the Zivilprozessordnung (German Civil Procedure Code), the
venue for disputes arising out of the contract shall be that corresponding to the legal
domicile of the party responsible for the legal representation of the client, unless
otherwise agreed. The contractor shall, at its request, be informed of the venue.
(2) 1. If disputes occur in connection with contracts concluded with government
agencies or other official bodies, the contractor shall appeal in the first instance
to the immediate superiors of the office awarding the contract. These shall
give the contractor an opportunity to put forward its case in person and shall,
wherever possible, give him written notification of their decision within two
months of its appeal, drawing its attention to the legal consequences of sentence
3 of this paragraph. The decision shall be deemed accepted if the contractor does
not file a written objection with the client within three months of receiving this
notification, in spite of the client drawing its attention to the period of exclusion.
2. With the beginning of the procedure as described under no. 1, the statute of
limitations is suspended. If the client or contractor decides not to proceed
further, it shall inform the other party of such in writing. Suspension terminates
three months after receipt of this information or of the written notification as in
sentence 2.
(3) In addition, a method for settling disputes may be agreed; this should be done upon
conclusion of the contract.
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(4) In the case of disputes in connection with the characteristics of materials and
components for which generally accepted test methods exist, and in connection
with the admissibility or reliability of the machines or methods used for the test,
then each party to the contract may, after prior notification of the other party, entrust
a state testing laboratory, or a testing laboratory accredited by state authorities to
perform the necessary tests; the findings of this laboratory shall be binding. The
unsuccessful party shall bear the costs.
(5) Disputes do not entitle the contractor to suspend work.