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Geeignet für 3.

Klasse
Inhaltsverzeichnis

Seite

Hinweise zur Ernährungspyramide 1

Hintergrundinformationen und didaktische Anregungen 2

Informationen zu den Stufen der Ernährungspyramide 3–4

Symbolverzeichnis 5

Anleitung zu den Aufgabenblättern 6

Aufgabenblätter 7–8

Lösungsblatt 9

Impressum 10
Liebe Lehrerinnen
Liebe Lehrer

Mit dieser Arbeitsmappe, der Holzpyramide mit Spielzeuglebensmitteln, den Karten und dem Pos-
ter können Sie mit Ihrer Klasse die Ernährungspyramide praktisch erarbeiten. Spielen Sie auch das
«Rüebli, Zimt & Co. Quartett» mit Ihren Schülerinnen und Schülern!
Auf den folgenden Seiten finden Sie einige fachliche Hintergrundinformationen zur Ernährungspyra-
mide und didaktische Anregungen, wie Sie die Pyramide in der Klasse besprechen können.
Auch im Buch «Was ist Was: Ernährung» finden Sie spannende und kindgerecht aufgearbeitete Infor-
mationen zu den Themen Nährstoffe, Lebensmittelgruppen und Mahlzeitenpyramide.

Arbeitsmappe
Das Arbeitsblatt zur Pyramide ist gleich aufgebaut wie die «Rüebli, Zimt & Co. Ernährungswerkstatt» für
die 1. und 2. Klasse. In der Arbeitsmappe sowie auf der CD finden Sie Anleitungen und Kopiervorlagen.
Mit dem Arbeitsblatt können die Kinder mit Hilfe der Karte und des Posters der Ernährungspyramide
erarbeiten, auf welche Stufe welche Lebensmittel gehören. Oder das Arbeitsblatt kann als Lernkontrolle
verwendet werden, nachdem Sie die Ernährungspyramide mittels Holzpyramide und Spielzeuglebens-
mittel in der Klasse besprochen haben.

Holzpyramide mit Spielzeuglebensmitteln


Die Holzpyramide ist einfach zusammenzusetzen. Die dazugehörigen Spielzeuglebensmittel finden Sie
in der Ernährungskiste.

Karten & Poster «Ernährungspyramide»


Die Karte und das Poster «Ernährungspyramide» zeigen illustrativ, welche Lebensmittel auf welche
Stufe gehören. Auf der Rückseite der Karte finden Sie auch Informationen zu den einzelnen Stufen. Das
Poster eignet sich zum Aufhängen im Klassenzimmer. In der Kiste befinden sich einige Karten, die Sie an
die Schülerinnen und Schüler verteilen können. Weitere Exemplare sowie das Poster können Sie gratis
bei uns beziehen (Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Tel. 061 267 45 20,
E-mail: abteilung.praevention@bs.ch).

«Rüebli, Zimt & Co. Quartett»


Mit dem Quartett aus 42 Karten können Ihre Schülerinnen und Schüler die Ernährungspyramide spie-
lerisch kennenlernen. Die drei verschiedenen Spielvarianten werden in Gruppen von 2 – 6 Kindern
gespielt. In der Kiste finden Sie fünf Kartensets.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern viel Spass
mit der Ernährungspyramide!

Dr. med. Katharina Staehelin, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Basel-Stadt

Tanja Faedi, Basler Znünistiftung

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Hintergrundinformationen und didaktische Anregungen zur Ernährungspyramide

Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit allen notwendigen Nähr- und Schutzstoffen und un-
terstützt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Die «Rüebli, Zimt & Co. Ernährungspyramide»
veranschaulicht bildlich eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Sie orientiert sich dabei
an der Schweizer Lebensmittelpyramide und an den Ernährungsempfehlungen für Kinder der Schwei-
zerischen Gesellschaft für Ernährung.
Die Ernährungspyramide besteht aus sechs Stufen, die jeweils verschiedene Lebensmittelgruppen zu-
sammenfassen. Die Lebensmittel der unteren Pyramidenstufen sollen in grösseren, diejenigen der obe-
ren Stufen in kleineren Mengen gegessen werden. Die Empfehlungen müssen nicht jeden Tag, sondern
sollen eher langfristig über den Verlauf einer Woche/eines Monats eingehalten werden. Keine Lebens-
mittel sind verboten. Auch dürfen die Freude und der Genuss am Essen nicht fehlen.

Mit der «Rüebli, Zimt & Co. Ernährungspyramide» lernen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen
einer ausgewogenen Ernährung kennen. Das eigene Essverhalten kann reflektiert und die Zusammen-
stellung eines sinnvollen und gesunden Menuplans diskutiert werden.
Um die Schülerinnen und Schüler im Unterricht an die Ernährungspyramide heranzuführen, kann bei-
spielsweise jedes Kind ein Plastiklebensmittel auswählen und es auf die entsprechende Stufe der Py-
ramide legen. Danach können Sie mit Hilfe der folgenden Fragen die Ernährungspyramide in der Klasse
besprechen:


1. Was befindet sich auf der ersten, zweiten etc. Stufe? Was gehört nicht auf diese Stufe?

2. Wieviel sollte man pro Tag resp. pro Woche von dieser Lebensmittelgruppe essen/trinken?
Wie lauten die Empfehlungen?

3. Wofür braucht unser Körper die Lebensmittel dieser Stufe? Was haben sie für eine
Funktion?

4. Wie war das gestern/in der letzten Woche bei euch? Wovon habt ihr mehr gegessen
als empfohlen, wovon weniger? Was könnte euch helfen, die Empfehlungen besser
einzuhalten?

5. Wie könnte eine ausgewogene Mahlzeit (z.B. ein Mittagessen) zusammengestellt sein?

6. Überlegt euch verschiedene Menuvariationen einer abwechslungsreichen und genussvollen
Ernährung! Entwerft einen sinnvollen Speiseplan eines Tages!

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Informationen zu den Stufen der Ernährungspyramide

1. Stufe: Getränke
Auf diese Stufe gehören Wasser (Hahnenwasser, Mineralwasser), ungesüsster Tee und verdünnte
Frucht- und Gemüsesäfte (im Verhältnis Wasser zu Saft 2:1). Der Körper besteht zu mehr als der Hälf-
te aus Wasser. Tagtäglich verliert man Flüssigkeit über die Haut (Schwitzen, Verdunstung), die Lunge
(Abatmung), Tränen, Speichel, Urin und Stuhlgang. Damit der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen bleibt,
muss ausreichend getrunken werden. Dies bildet die Grundlage für eine hohe Konzentrationsfähigkeit
und das gute Funktionieren verschiedener Vorgänge im Körper (z.B. Verdauung).
Kinder im Alter von 7-9 Jahren benötigen etwa einen Liter Flüssigkeit pro Tag (Erwachsene: 1.5-2 Liter).
Beim Sport oder bei heissen Temperaturen sollte mehr getrunken werden. Da nicht auf Vorrat getrun-
ken werden kann, ist es am besten, regelmässig über den Tag verteilt, zu den Mahlzeiten und auch in
der Schulpause zu trinken.
Nicht auf diese Stufe gehören Süssgetränke, Energy Drinks, Light/Zero-Getränke (Stufe 6), unverdünn-
te Fruchtsäfte (Stufe 2 und 6) und Milch (Stufe 4).

2. Stufe: Früchte und Gemüse


Fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag wären super (2 Portionen Früchte, 3 Portionen Gemüse/
Salat), aber auch schon 3-4 Portionen am Tag sind gut. Eine Portion entspricht einer Handvoll. Am
einfachsten ist es, zu jeder Mahlzeit ein Gemüse oder eine Frucht zu essen. Man darf natürlich auch
mehrere Portionen pro Mahlzeit zu sich nehmen. Auch für den kleinen Hunger zwischendurch ist eine
Frucht oder z.B. rohes Gemüse sehr geeignet. Eine Portion pro Tag kann mit einem Glas ungezuckertem
Frucht- oder Gemüsesaft (100% Fruchtanteil) ersetzt werden.
Gemüse und Früchte liefern viele Mineralstoffe und Vitamine, die der Körper nicht selbst herstellen
kann und die er zum Beispiel für ein gutes Abwehrsystem braucht. Gemüse und Früchte enthalten auch
reichlich Nahrungsfasern, welche die Verdauung unterstützen. Auch tiefgekühltes Gemüse oder tiefge-
kühlte Früchte enthalten viele Vitamine.

3. Stufe: Getreideprodukte und Kartoffeln


Zu den Lebensmitteln auf dieser Stufe gehören Kartoffeln, Getreideprodukte (z.B. Brot, Müesli, Teigwa-
ren, Reis, Mais, Couscous, Bulgur) und Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Kichererbsen). Es wird empfohlen,
täglich 3-4 Portionen davon zu sich zu nehmen (z.B. zu jeder Hauptmahlzeit). Die Portionengrösse
richtet sich nach dem Energiebedarf, der unter anderem von Grösse, Geschlecht, Alter und körperlicher
Aktivität abhängig ist. Als Richtwert sollten ungefähr 2/5 einer Hauptmahlzeit resp. des Tellers aus
Getreideprodukten/Kartoffeln/Hülsenfrüchten bestehen. Die restlichen 2/5 resp. 1/5 bilden Früchte/
Gemüse resp. Eiweissprodukte.
Getreideprodukte und Kartoffeln enthalten Kohlenhydrate (Stärke), welche dem Körper Energie für eine
gute Ausdauer und hohe Konzentration liefern. Vollkornprodukte sättigen länger und enthalten mehr
Nährstoffe als Weissmehlprodukte.
Für Zwischenmahlzeiten sind zum Beispiel Knäckebrot, Vollkornkräcker oder Reiswaffeln geeignete Ge-
treideprodukte.
Pommes Chips und gesüsste Cornflakes gehören wegen ihres hohen Fett- resp. Zuckergehalts nicht auf
diese, sondern auf die oberste Stufe der Pyramide (Süssigkeiten und Snacks).

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4. Stufe: Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte
Auf diese Stufe gehören Fleisch, Fisch andere Meerestiere, Eier, Tofu, Seitan, Quorn und Milchprodukte
(z.B. Milch, Käse, Joghurt, Quark). Bei den Milchprodukten wird empfohlen, drei Portionen pro Tag zu
sich zu nehmen (Bsp. ein Glas Milch, ein Joghurt nature und ein Stück Käse). Bei Fleisch, Fisch, Eier und
Tofu etc. reicht eine Portion je ein- bis zweimal pro Woche; am besten im Wechsel.
Die Lebensmittel dieser Stufe sind sehr eiweissreich. Eiweiss ist ein wichtiger Baustoff für den Körper,
z.B. für die Muskeln. Milchprodukte enthalten auch reichlich Calcium, das für den Aufbau der Knochen
und Zähne benötigt wird. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie genügend Milch-
produkte und somit Calcium zu sich nehmen, da sie sich noch im Wachstum befinden. Fleisch liefert
beispielsweise Eisen, was für die Blutbildung notwendig ist. Fische enthalten hochwertige Fettsäuren,
die unter anderem für die Entwicklung des Gehirns eine wichtige Rolle spielen.
Einige Lebensmittel auf dieser Stufe enthalten relativ viel Fett oder Zucker. So sind zum Beispiel Bünd-
nerfleisch oder gekochter Schinken für ein Znüni-Sandwich besser geeignet als Wurst oder Salami.
Anstatt eines Früchtejoghurts (hoher Zuckergehalt) kann Joghurt nature mit frischen Früchten gemischt
werden. Zu den Eiern sollte beachtet werden, dass sie oft «versteckt» auch in Kuchen, Mayonnaise,
Zopf oder Teigwaren enthalten sind. Feine Kombinationen von Milchprodukten mit Früchten, Gemüse
oder Kartoffeln sind zum Beispiel Gschwellti mit Kräuterquark, Salat mit Hüttenkäse, rohes Gemüse mit
Dip oder Milchshakes mit frischen/tiefgekühlten Früchten.

5. Stufe: Fette und Öle


Auf diese Stufe gehören Butter, Margarine, Öl, Nüsse, Mandeln, Kerne und auch Oliven.
Fette und Öle liefern lebensnotwendige Fettsäuren und helfen, fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Da
diese Lebensmittel sehr energiereich sind, sollten sie sparsam verwendet werden.
Hochwertige Fettsäuren sind zum Beispiel in Olivenöl, Rapsöl, Nüssen und Mandeln vorhanden. Eine
Handvoll ungesalzene Nüsse oder Mandeln sind zum Znüni oder Zvieri sehr geeignet.

6. Stufe: Süssigkeiten und Snacks


Kuchen, Gutzi, Schokolade, Pommes Chips, Ketchup, Pommes Frites, Zucker, Nutella, Konfitüre und
viele andere Süssigkeiten und Snacks gehören auf diese Stufe. Auch Süssgetränke sind aufgrund ihres
hohen Zuckergehaltes dazuzuzählen (5dl Cola enthalten 14 Würfelzucker; 5dl Eistee 10 Würfelzucker;
5dl Energy Drink 14 Würfelzucker). Zudem enthalten Süssgetränke zahnschmelzschädigende Säuren,
die das Risiko für Karies erhöhen. Das in Cola, Eistee und Energy Drinks vorhandene Koffein (5dl Cola,
5dl Eistee und 2.5dl Energy Drink enthalten je gleich viel Koffein wie 1-2 Tassen Espresso) ist für Kinder
zusätzlich ungeeignet. Auch Light Getränke gehören auf diese Stufe. Sie enthalten auch zahnschädi-
gende Säuren und der Körper gewöhnt sich an den süssen Geschmack, wodurch natürliche Lebens-
mittel nicht mehr als süss wahrgenommen werden. Die Süssungsmittel in Light-Getränken werden
nicht immer ganz verdaut und können Blähungen und Durchfall auslösen. Gezuckerter Fruchtsaft und
Fruchtnektar gehören ebenso auf diese Stufe.
Diese Lebensmittel haben gemeinsam, dass sie sehr fett- oder zuckerreich sind und dem Körper kaum
wichtige Nährstoffe liefern. Sie sind deshalb kein zwingender Bestandteil einer gesunden Ernährung. Sie
sind aber auch nicht verboten und sollen ihren Platz in einem ausgewogenen Speiseplan haben. Es wird
empfohlen, nur kleine Mengen Süssigkeiten, Snacks oder Süssgetränke zu sich zu nehmen (eine Portion
pro Tag). Zum Beispiel passt es sehr gut, nach dem Mittagessen in Ruhe etwas Süsses zu geniessen.

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Symbolverzeichnis

Besprechen mit der Lehrperson


im Kreis

Beilage

Seite 5
Ernährungspyramide

Material
Arbeitsblätter
Buntstifte
Karte Ernährungspyramide
Poster Ernährungspyramide
Holzpyramide
Spielzeuglebensmittel

Vorbereitung
Karte und Poster der Ernährungspyramide
besorgen und verteilen.

Bestelladresse:
Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
St. Alban-Vorstadt 19
4052 Basel
Tel 061 267 45 20
Fax 061 272 36 88
abteilung.praevention@bs.ch

Zielsetzung
Thematisierung der Ernährungspyramide.
Bedeutung der einzelnen Lebensmittel-
gruppen kennen lernen.

Seite 6
Ernährungspyramide
Male die Lebensmittel an.
Versuche, sie auf die richtige A
Stufe der Ernährungspyramide
zu schreiben.

Fleisch Verdünnter Fruchtsaft


Fisch
Eier Reis

Kartoffeln
Butter
Öl Gurke

Beeren
Käse Birne
Kräuter-/ Früchtetee
Glace
Milch
Wasser
Tomate Nüsse Täfeli

Banane Brot
Spaghetti

Rüebli Salat Apfel


Kuchen

Rüebli, Zimt & Co. – Ernährungspyramide www.gesundheit.bs.ch Seite 7


Hier siehst du die
Ernährungspyramide mit den
Ernährungspyramide
B
verschiedenen Stufen.

Stufe 6

Von welcher Stufe isst du am liebsten? Welche Stufen sind am


wichtigsten? Besprecht es in eurer Klasse.

Rüebli, Zimt & Co. – Ernährungspyramide www.gesundheit.bs.ch Seite 8


Hier siehst du die
Ernährungspyramide mit den
Ernährungspyramide
B
verschiedenen Stufen.

u n g
L ös
Stufe 6
Kuchen,
Täfeli, Glace
5 Butter, Öl,
Nüsse

Fleisch, Fisch,
4 Eier, Käse, Milch

3 Brot, Reis, Spaghetti,


Kartoffeln

Apfel, Birne, Beeren, Banane,


2 Rüebli, Gurke, Salat, Tomate

Wasser, verdünnter Fruchtsaft,


1
Früchtetee, Kräutertee

Von welcher Stufe isst du am liebsten? Welche Stufen sind am


wichtigsten? Besprecht es in eurer Klasse.

Rüebli, Zimt & Co. – Ernährungspyramide www.gesundheit.bs.ch Seite 9


Impressum:
Titel: Rüebli, Zimt & Co. – Ernährungspyramide

Redaktion:
Tanja Faedi, Katrin Oehling, Christina Karpf, Katharina Staehelin

Illustrationen: Hugo Bossard


Fotos: Fotostudio Pascal Hegner
2016 / Anzahl 50
3. Auflage

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