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621.316.17.002.2:621.3.027.26:629.1.066
621.316.17.002.2:621.3.027.26:629.1.066:629.11/
:629.11/12:621.311.4:379.83/.84:614.8
12:621.311.4:379.83/.84:614.8 DEUTSCHE NORM April 1984
Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V
Caravans, Boote und Jachten sowie ihre Stromversorgung ß
auf Camping- bzw. an Liegeplätzen
[VDE-Bestimmung]
57100
Teil 721

DieseDiese
NormNormist
ist zugleich
zugleich eineeine VDE-Bestimmung
VDE-Bestimmung im Sinne
im Sinne von VDE
VDE
von VDE
VDE00220022
und inund in das VDE-Vorschriftenwerk
das VDE-Vorschriftenwerk
hender Nummer Nummer
aufgenommen.
unter nebenste- unter 0100
0100
nebenstehender aufgenommen. Teil 721
Teil 721

Erection of power installations Ersatz für Ausgabe 11.80


with rated voltages up to 1000 V;
Caravans, boats and yachts, as well as power
supply thereof at camping sites and berths
[VDE Specification]

Es besteht ein Zusammenhang mit HD 23 CENELCOM 64(SEC)13/72 und IEC-Publikation 585-1 (1977).
Die Änderungen gegenüber der Ausgabe 11.80 waren veröffentlicht als Kurzverfahren in den DIN-Mitt. 62.1983, Nr. 6.

Beginn der Gültigkeit


Diese als VDE-Bestimmung gekennzeichnete Norm gilt ab 1. April 1984 1).
Für elektrisch in Betrieb befindliche Anlagen müssen die Maßnahmen nach Abschnitte 4, 5 und 6.1 bis 30. April 1986
durchgeführt werden.

1
) Genehmigt vom Vorstand des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) e.V. und
bekanntgegeben in der etz Elektrotechnische Zeitschrift.
Entwicklungsgang siehe Abschnitt „Frühere Ausgaben“ und Beiblatt 1 zu DIN 57100/VDE 0100.

Fortsetzung Seite 2 bis 4

Deutsche Elektrotechnische Kommission im DIN und VDE (DKE)

DIN VDE 0100 Teil 721 Apr 1984 Preisgr. 5 K


VDE-Vertr.-Nr. 0100036
Beuth-Vertr.-Nr. 2405
Seite 2 DIN 57100 Teil 721/VDE 0100 Teil 721

1 Anwendungsbereich 5.2 Die Länge darf nicht mehr als 25 m betragen. Län-
gen unter 20 m sind nur unter der Voraussetzung zuläs-
Diese als VDE-Bestimmung gekennzeichnete Norm gilt
sig, daß Verlängerungsleitungen nicht benötigt werden.
für die Errichtung von Caravans, Booten und Jachten
sowie für ihre Stromversorgung auf Camping- bzw. an 6 Installation der Einheiten
Liegeplätzen.
Sie gilt nur in Verbindung mit den entsprechenden 6.1 Anschluß
anderen Normen der Reihe DIN 57100/VDE 0100 sowie Der Anschluß muß über einen Gerätestecker mit
mit den noch nicht ersetzten Paragraphen von Schutzkontakt nach DIN 49462 Teil 2 mit den Daten nach
VDE 0100. Abschnitt 4.1 vorgenommen werden.
6.1.1 Am Caravan muß der Gerätestecker außen in
2 Begriffe einer Vertiefung angeordnet und durch einen Deckel
Allgemeine Begriffe siehe DIN 57100 Teil 200/VDE 0100 geschützt sein.
Teil 200. 6.1.2 Bei Booten und Jachten ist der Gerätestecker so
hoch wie möglich und oberhalb des durch Schanzkleid
3 Allgemeine Anforderungen und Scherstock begrenzten Raumes an Stellen freien
Elektrische Starkstromanlagen von Caravans, Booten Luftzutritts anzuordnen.
und Jachten sowie deren Stromversorgung an Camping- 6.2 Schutz gegen direktes und bei indirektem
und Liegeplätzen sind so zu errichten und Betriebsmittel Berühren
so auszuwählen, daß Personen nicht gefährdet werden.
6.2.1 Der Schutz gegen direktes Berühren und bei indi-
rektem Berühren ist nach DIN 57100 Teil 410/VDE 0100
4 Stromversorgung
Teil 410 sicherzustellen.
4.1 Für die Stromversorgung ist für jeden Stell- oder 6.2.2 In den Stromkreisen ist ein Schutzleiter mitzu-
Liegeplatz eine Steckdose mit Schutzkontakt nach führen.
DIN 49 462 Teil 1 mit folgenden Daten vorzusehen:
Anmerkung: Dies schließt die Verwendung von Geräten
Betriebsspannung 220 bis 240 V der Schutzklasse II (schutzisolierte Geräte) nicht
Nennstrom 16 A aus.
Anzahl der Pole 2+X
6.2.3 Es dürfen nur Steckdosen mit Schutzkontakt ver-
Ausführung spritzwassergeschützt r
wendet werden.
4.2 Die Steckdosen müssen so angeordnet sein, daß 6.2.4 Berührbare leitfähige Teile der Einheit, die Fehler-
sie sich im 20-m-Bereich eines jeden Stell- oder Liege- spannung oder Erdpotential annehmen können, z.B.
platzes befinden. Fahrgestell, Oberbau, Rohrsysteme, müssen über
Es dürfen bis zu höchstens 6 Steckdosen in einer Potentialausgleichsleiter miteinander und mit dem
Steckdosengruppe zusammengefaßt werden. Schutzleiter verbunden werden. Der Potentialausgleichs-
4.3 Jeder Steckdosengruppe muß eine Fehlerstrom- leiter muß einen Nennquerschnitt von mindestens 4 mm2
schutzeinrichtung nach DIN 57664 Teil 1/VDE 0664 Cu haben und feindrähtig sein (z.B. H07V-K nach
Teil 1 oder DIN 57644 Teil 2/VDE 0664 Teil 2 mit einem DIN 57281 Teil 103/VDE 0281 Teil 103).
Nennfehlerstrom von I∆n ≤ 30 mA vorgeschaltet sein. Dies gilt nicht für Metallteile an Caravans, Booten oder
Anmerkung: Es wird empfohlen, jeder Steckdose eine Jachten, die von Isolierstoff umgeben sind.
solche Fehlerstrom-Schutzeinrichtung vorzu- 6.2.5 An Booten aus nichtmetallenen Werkstoffen ist
schalten. zum Schutz gegen kapazitive Entladungen eine Potenti-
alausgleichsleitung zwischen den Metallteilen des Boo-
4.4 Jede Steckdose muß durch eine Überstrom-Schutz-
tes über und im Wasser (z.B. Kiel) herzustellen.
einrichtung mit maximal 16 A Nennstrom geschützt sein.
Abhängig vom Stromversorgungssystem kann ein 6.3 Leitungen und Zubehör
2poliger Schutz erforderlich sein. 6.3.1 Die Leitungen müssen so verlegt werden, daß
4.5 Es müssen Vorkehrungen getroffen sein, daß die eine mechanische Beschädigung infolge der Fahrzeug-
Steckdosen weder Gezeiten noch Wellengang ausge- bewegung verhindert wird.
setzt sind. Wenn sie auf Schwimmkörpern eingebaut 6.3.2 Leitungen, die mit 220 bis 240 V betrieben wer-
werden, muß die Anschlußleitung gegen die Bewegun- den, müssen von mit Kleinspannung (6, 12, 24 V) betrie-
gen durch Gezeiten und Wellengang geschützt sein. benen Leitungen, z.B. für Fahrzeugbeleuchtung,
Behelfsbeleuchtung, getrennt verlegt werden, so daß die
5 Anschlußleitung Gefahr einer leitenden Verbindung zwischen ihnen aus-
geschlossen ist.
5.1 Zur Anschlußleitung der Einheiten gehören:
6.3.3 Folgende Leitungstypen oder gleichwertige
5.1.1 Stecker mit Schutzkontakt nach DIN 49462 Teil 2 andere Ausführungen mit einem Mindestquerschnitt von
mit den Daten nach Abschnitt 4.1. 1,5 mm2 sind zulässig.
5.1.2 Dreiadrige flexible Gummischlauchleitung nach 6.3.3.1 PVC-Aderleitung H07V-K 1,5 nach DIN 57281
DIN 57282 Teil 810/VDE 0282 Teil 810, Typ H07RN- Teil 103/VDE 0281 Teil 103 in Isolierrohr.
F 3G2,5, oder gleichwertig. 6.3.3.2 Schwere Gummischlauchleitung H07RN-
5.1.3 Kupplungsdose mit Schutzkontakt nach DIN 49462 F 3G1,5 nach DIN 57282 Teil 810/VDE 0282 Teil 810,
Teil 1 mit den Daten nach Abschnitt 4.1. wenn Vorsorge getroffen wird, daß keine mechanische
DIN 57100 Teil 721/VDE 0100 Teil 721 Seite 3

Beschädigung durch scharfkantige Teile oder durch Dosen müssen aus flammwidrigem Werkstoff nach
Abrieb auftreten kann. DIN 57606/VDE 0606 bestehen.
6.3.4 Anschlüsse und Verbindungen der Leitungen
müssen in mechanisch geschützten Dosen ausgeführt 6.4 Verbrauchsmittel
werden. Bei versenktem Einbau müssen Verbindungsdo-
sen, Geräte- und Geräteverbindungsdosen sowie mit 6.4.1 Soweit möglich, sollten nur Verbrauchsmittel der
Geräten kombinierte Anschluß dosen den Prüfanforde- Schutzklasse II (schutzisolierte Geräte) verwendet
rungen für Hohlwanddosen nach DIN 57606/VDE 0606 werden.
entsprechen und die Kennzeichnung a nach DIN 30600,
Reg.-Nr 1656 tragen. 6.4.2 In Leuchten für Lampen mit verschiedenen Span-
6.3.5 Es müssen Rohre mit den Kennzeichen ACF oder nungen muß die Unverwechselbarkeit der Lampen durch
BCF nach DIN 57605/VDE 0605 verwendet werden. unterschiedliche Fassungen sichergestellt werden.

Zitierte Normen und andere Unterlagen


VDE 0100 Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V
DIN 57100 Teil 200/ Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V;
VDE 0100 Teil 200 Allgemeingültige Begriffe [VDE-Bestimmung]
DIN 57100 Teil 410/ Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V;
VDE 0100 Teil 410 Schutzmaß nahmen; Schutz gegen gefährliche Körperströme [VDE-Bestimmung]
Übrige Normen der Reihe DIN 57100/ siehe Beiblatt 2 zu
DIN 57100/ Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V;
VDE 0100 Verzeichnis der einschlägigen Normen
DIN 57281 Teil 103/ PVC-isolierte Starkstromleitungen;
VDE 0281 Teil 103 PVC-Aderleitungen [VDE-Bestimmung]
DIN 57282 Teil 810/ Gummi-isolierte Starkstromleitungen;
VDE 0282 Teil 810 Gummischlauchleitungen 07RN [VDE-Bestimmung]
DIN 57605/ Elektro-Installationsrohre und Zubehör [VDE-Bestimmung]
VDE 0605
DIN 57606/ VDE-Bestimmung für Verbindungsmaterial bis 750 V, Installations-Kleinverteiler und Zählerplätze
VDE 0606 bis 250 V
DIN 57664 Teil 1/ Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen; Fehlerstrom-Schutzschalter bis 500 V Wechselspannung und
VDE 0664 Teil 1 bis 63 A Nennstrom [VDE-Bestimmung]
DIN 57664 Teil 2/ Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen; Fehlerstrom-Schutzschalter mit Überstromauslöser (FI/LS-
VDE 0664 Teil 2 Schalter) bis 415 V Wechselspannung und bis 63 A Nennstrom [VDE-Bestimmung]
DIN 30600 Bildzeichen Reg.-Nr 1656: Hohlwand
DIN 49462 Teil 1 Mehrpolige Kragensteckvorrichtung mit Schutzkontakt, 16 und 32 A, über 42 bis 750 V;
Steckdosen, abgedeckt, spritzwassergeschützt, wasserdicht, Hauptmaß e
DIN 49462 Teil 2 Mehrpolige Kragensteckvorrichtung mit Schutzkontakt, 16 und 32 A, über 42 bis 750 V;
Stecker, abgedeckt, spritzwassergeschützt, wasserdicht, Hauptmaß e

Frühere Ausgaben
DIN 57100 Teil 721/VDE 0100 Teil 721: 11.80
Vorheriger Entwicklungsgang siehe Beiblatt 1 zu DIN 57100/VDE 0100.

Änderungen
Gegenüber der Ausgabe November 1980 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Angleichung des formalen Aufbaus an übrige Normen der Reihe DIN 57100/ VDE 0100.
b) Redaktionelle Überarbeitung.
c) Verlängerung der Anpassungsfrist.

Erläuterungen
Diese Norm wurde ausgearbeitet vom Komitee 221 „Errichten von Starkstromanlagen bis 1000 V“ der Deutschen
Elektrotechnischen Kommission im DIN und VDE (DKE).
Auf Wunsch der Betreiber wurde wegen terminlicher Schwierigkeiten die Frist der Anpassung auf den 30. April 1986
verlängert. Die Ankündigung erfolgte im Kurzverfahren im Juni 1983.
Eine Reihe schwerer Unfälle auf Campingplätzen führte auf internationaler Ebene zu der Forderung nach einheitlichen
Sicherheitsbestimmungen für elektrische Anlagen für Wohnwagen und Campingplätze.
Zunächst hat sich die für Errichtungsbestimmungen zuständige CENELCOM-Expertengruppe mit dem Thema befaß t und
Seite 4 DIN 57100 Teil 721/VDE 0100 Teil 721

grundlegende Sicherheitsbestimmungen für die Installation von Campingplätzen und Wohnwagen sowie der Verbindung
zwischen beiden erarbeitet. Das Ergebnis dieser Arbeiten wurde durch VDE 0100i/....72, Entwurf 1, der Öffentlichkeit
bekanntgegeben.
Nachdem die Internationale Vereinigung der Wohnwagenhersteller und -betreiber (SICC) auf die Notwendigkeit
weltweiter Bestimmungen hingewiesen hat, hat sich die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) der Thematik
angenommen. Die Aufgabe hat das Technische Komitee 64 der IEC übernommen und einer besonderen Arbeitsgruppe
übertragen. Bei den Arbeiten zeigte sich, daß auch Boote und Jachten sowie deren Anlegeplätze beachtet werden
muß ten. Das erste Ergebnis dieser Arbeiten wurde der Öffentlichkeit durch VDE 0100u/...75, Entwurf 1,
bekanntgegeben.
Nachdem 1977 der IEC-Bericht 585-1 „Leitfaden für Anschluß und Installation von Caravans, Booten und Jachten“
erschienen ist, konnte unter Berücksichtigung der zu den Entwürfen VDE 0100i und VDE 0100u eingegangenen
Einsprüche, die entweder berücksichtigt wurden oder ausgeräumt werden konnten, eine Herausgabe als Norm mit
zusätzlicher Kennzeichnung als VDE-Bestimmung nach langer Zeit verwirklicht werden.
Die vorliegenden Festlegungen stellen einen Anfang dar, die dem auf Camping- und an Liegeplätzen erforderlichen
Sicherheitsniveau Rechnung tragen. Es bleibt zu hoffen, daß trotz der zweifellos höheren Aufwendungen bei Neuanlagen
oder den Aufwendungen, die bei einer Anpassung entstehen, Hersteller, Betreiber, Aufsichtsbehörde und andere daran
Interessierte sich für eine baldige Durchführung einsetzen werden.

Internationale Patentklassifikation
H 02 B 11-00
B 60 P 3-32
B 63 B 35-72