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DEUTSCHE NORM Januar 2006

DIN EN 473
X
ICS 19.100 Ersatz für
DIN EN 473:2001-03

Zerstörungsfreie Prüfung –
Qualifizierung und Zertifizierung von Personal der zerstörungsfreien
Prüfung –
Allgemeine Grundlagen;
Deutsche Fassung EN 473:2000 + A1:2005
Non destructive testing –
Qualification and certification of NDT personnel –
General principles;
German version EN 473:2000 + A1:2005
Essais non destructifs –
Qualification et certification du personnel END –
Principes généraux;
Version allemande EN 473:2000 + A1:2005
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Gesamtumfang 38 Seiten

Normenausschuss Materialprüfung (NMP) im DIN

© DIN Deutsches Institut für Normung e.V. • Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit
Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet.
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
Preisgruppe 15
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www.beuth.de
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9636330
DIN EN 473:2006-01

Nationales Vorwort

Dieses Dokument (EN 473:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 138 „Zerstörungsfreie Prüfung"
erarbeitet, dessen Sekretariat von AFNOR (Frankreich) gehalten wird. Das zuständige deutsche Gremium ist
der NMP 821 im Normenausschuss Materialprüfung (NMP).

Dieses Dokument enthält die Deutsche Norm DIN EN 473:2001-03 einschließlich der eingearbeiteten
Änderung A1:2005, die von CEN getrennt verteilt wurde. Die Änderungen sind durch Striche am Rand
gekennzeichnet.

Bemerkung zu Tabelle 2

CEN/TC 138 hat auf seiner Sitzung am 2005-09-13 festgestellt, dass die Fußnoten d und e der Tabelle 2 nur
alternativ gelten.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 473:2001-03 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) die überarbeiteten Abschnitte 9, 10, der Anhang ZA sowie das Vorwort der Änderung A1:2005 wurden
übernommen;

b) die Norm wurde redaktionell überarbeitet.

Frühere Ausgaben

DIN EN 473 Beiblatt 1: 1996-11


DIN EN 473: 1993-07, 2001-03
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EUROPÄISCHE NORM EN 473
Oktober 2000
EUROPEAN STANDARD
+A1
Oktober 2005
NORME EUROPÉENNE

ICS 19.100

Deutsche Fassung

Zerstörungfreie Prüfung —
Qualifizierung und Zertifizierung von Personal der
zerstörungsfreien Prüfung —
Allgemeine Grundlagen
Non-destructive testing — Essais non destructifs —
Qualification and certification of NDT personnel — Qualification et certification du personnel END —
General principles Principes généraux

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 17. September 2000 angenommen.

Die Änderung A1 wurde von CEN am 29. August 2005 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
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CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2005 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 473:2000 + A1:2005 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Vorwort A1 ...........................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................5
4 Verfahren und Symbole ........................................................................................................................8
5 Allgemeine Grundsätze .........................................................................................................................9
6 Zulassung zur Zertifizierung...............................................................................................................12
7 Qualifizierungsprüfungen ...................................................................................................................16
8 Zertifizierung ........................................................................................................................................23
9 Erneuerung...........................................................................................................................................24
10 Rezertifizierung ....................................................................................................................................24
11 Unterlagen-(Akten-)Sammlung...........................................................................................................25
12 Übergangsperiode ...............................................................................................................................25
Anhang A (informativ) Sektoren ......................................................................................................................27
Anhang B (normativ) Prüfungsstücke .............................................................................................................28
Anhang C (normativ) Strukturiertes Kreditsystem für die Stufe 3-Rezertifizierung ..................................30
Anhang D (informativ) Anleitung zum Inhalt von Prüfungsstückdokumentationen ..................................32
Anhang ZA (informativ) Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den
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grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie 97/23/EG ...........................................................35


Literaturhinweise ..............................................................................................................................................36

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde im Technischen Komitee CEN/TC 138 „Zerstörungsfreie Prüfung“ erarbeitet,
dessen Sekretariat von AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis 2001-04 und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis 2001-04 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument ersetzt EN 473:1993-07 und CR 12459:1996

Diese Europäische Norm wurde unter einem Mandat erarbeitet, welches dem CEN von der Kommission der
Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, und unterstützt
grundlegende Anforderungen der Richtlinie (n).

Zusammenhang mit EU-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieser Norm ist.

Die Anhänge A und D sind informativ; die Anhänge B und C sind normativ.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland,
Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal,
Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.
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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Vorwort A1
Dieses Dokument (EN 473:2000/A1:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 138 „Zerstörungsfreie
Prüfung“ erarbeitet, dessen Sekretariat von AFNOR gehalten wird.

Diese Änderung zur Europäischen Norm EN 473:2000 muss den Status einer nationalen Norm erhalten,
entweder durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis April 2006, und
etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis April 2006 zurückgezogen werden.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische
Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.
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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

1 Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm legt ein System für die Qualifizierung und Zertifizierung von Personal fest, das
industrielle zerstörungsfreie Prüfungen (ZfP) durchführt. Der Begriff „industrielle“ bedeutet den Ausschluss der
Anwendung in der Medizin.

ANMERKUNG Immer wenn geschlechtsspezifische Wörter wie „seine“, „ihre“, „er“ oder „sie“ in dieser Norm
erscheinen, ist dies auch auf das andere Geschlecht anzuwenden.

Wenn die Zertifizierung von ZfP-Personal in Produktnormen, Gesetzen, Verordnungen, Regelwerken oder
Anforderungen festgelegt wird, wird empfohlen, Personal in Übereinstimmung mit dieser EN 473 zu
zertifizieren.

Die Zertifizierung schließt die Vertrautheit mit der Anwendung eines oder mehrerer der folgenden Verfahren
ein:

a) Schallemissionsprüfung;

b) Wirbelstromprüfung;

c) Dichtheitsprüfung (ausgenommen Wasserdruckprüfungen);

d) Magnetpulverprüfung;

e) Eindringprüfung;

f) Durchstrahlungsprüfung;

g) Ultraschallprüfung;

h) Sichtprüfung (ausgenommen direkte Sichtprüfung ohne Hilfsmittel und Sichtprüfungen, die während der
Anwendung eines anderen ZfP-Verfahrens durchgeführt werden).
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Das in dieser Norm beschriebene System darf auch für andere ZfP-Verfahren angewendet werden, soweit ein
anerkanntes Zertifizierungsprogramm besteht.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die
Publikationen sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder
Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder
Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug
genommenen Publikation (einschließlich Änderungen).

EN 45013:1989, Allgemeine Kriterien für Stellen, die Personal zertifizieren

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1
Qualifizierung
nachgewiesene Ausbildung, fachliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrung sowie körperliche Eignung,
durch die ZfP-Personal in die Lage versetzt wird, Prüftätigkeiten fachgerecht durchzuführen

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

3.2
Zertifizierung
Vorgang, der zum Nachweis der Qualifizierung von ZfP-Personal in einem Verfahren, einer Stufe und einem
Sektor dient und zu einem Zertifikat führt. Die Zertifizierung schließt nicht die Prüferautorisierung ein

3.3
Zertifizierungsstelle
eine Stelle, die das Verfahren zur Zertifizierung von ZfP-Personal nach den Anforderungen dieser Norm
durchführt und welche die Anforderungen nach EN 45013 erfüllt

3.4
Autorisierte Qualifizierungsstelle
eine Stelle, die unabhängig von Einzelinteressen ist und die von der Zertifizierungsstelle autorisiert ist, die
Qualifizierungsprüfungen für das ZfP-Personal vorzubereiten und durchzuführen

ANMERKUNG Die Autorisierte Qualifizierungsstelle und das Prüfungszentrum ist ein Teil des von der
Zertifizierungsstelle geregelten Systems.

3.5
Prüfungszentrum
Zentrum, das von der Zertifizierungsstelle entweder direkt oder durch die Autorisierte Qualifizierungsstelle
anerkannt ist und in dem Qualifizierungsprüfungen durchgeführt werden

ANMERKUNG Das Prüfungszentrum ist ein Teil des von der Zertifizierungsstelle geregelten Systems

3.6
Prüfungsbeauftragter
eine Person, die für das Verfahren, in dem sie prüft, in der Stufe 3 zertifiziert ist und die durch die
Zertifizierungsstelle autorisiert ist, ZfP-Qualifizierungsprüfungen durchzuführen, zu überwachen und zu
bewerten

3.7
Zertifikat
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das Dokument, das nach den Regeln des Zertifizierungssystems nach dieser Norm ausgestellt ist und das
ausweist, dass angemessenes Vertrauen besteht, dass die angegebene Person fähig ist, im Zertifikat
festgelegte ZfP-Aufgaben durchzuführen

3.8
ZfP-Kandidat
eine Person, die die Qualifizierung und Zertifizierung beantragt und die unter der Aufsicht von geeignet
qualifiziertem Personal arbeitet, um angemessene Erfahrungen bei der Qualifizierung zu sammeln (siehe
3.24)

3.9
Arbeitgeber
das Unternehmen, in dem der Kandidat beschäftigt ist; ein Arbeitgeber kann auch gleichzeitig Kandidat sein

3.10
Prüferautorisierung
eine vom Arbeitgeber ausgestellte schriftliche Erklärung. Grundlage der Prüferautorisierung ist die Kompetenz,
die für die Person mit dem Zertifikat bestätigt wird. Zusätzlich zur Zertifizierung sollten neben anderem die
tätigkeitsspezifischen Kenntnisse, Fertigkeiten und die körperliche Eignung für die spezielle Aufgabe bewertet
werden

3.11
ZfP-Verfahren
Verfahren, das ein bestimmtes physikalisches Prinzip für die zerstörungsfreie Prüfung anwendet (z. B.
Ultraschallprüfung)

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

3.12
ZfP-Technik
eine spezielle Art, ein ZfP-Verfahren anzuwenden (z. B. Ultraschalltauchtechnik)

3.13
ZfP-Verfahrensbeschreibung
eine schriftliche Beschreibung aller wesentlichen Parameter und Maßnahmen, die zu beachten sind, wenn
eine ZfP-Technik für eine spezielle Prüfung nach einem festgelegten Regelwerk, einer Norm oder
Spezifikation eingesetzt wird. Eine ZfP-Verfahrensbeschreibung kann die Anwendung von mehr als einem
ZfP-Verfahren oder einer ZfP-Technik enthalten

3.14
ZfP-Prüfanweisung
eine schriftliche Festlegung der exakten Schritte, die zu befolgen sind, um nach einer festgelegten Norm,
einem Regelwerk, einer Spezifikation oder einer ZfP-Verfahrensbeschreibung zu prüfen

3.15
Spezifikation
ein Dokument, das Anforderungen festlegt

[ISO 8402:1994]

3.16
Sektor
ein bestimmter Teil der Industrie oder der Technik, bei denen besondere ZfP-Praktiken benutzt werden, die
spezielle projektbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten, Geräte oder Ausbildung erfordern. Ein Sektor darf auf ein
Produkt (Schweißverbindungen, Guss ...) oder auf einen Industriezweig (Luftfahrt, wiederkehrende
Prüfungen) bezogen sein (siehe Anhang A)

3.17
Auswahlantwort-Aufgabe
eine Aufgabenstellung mit vier möglichen Antworten, von denen nur eine richtig ist und die restlichen drei
falsch oder unvollständig sind
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3.18
Qualifizierungsprüfung
eine Prüfung, die von der Zertifizierungsstelle oder der Autorisierten Qualifizierungsstelle durchgeführt wird
und die die allgemeinen und speziellen Kenntnisse sowie die für die Praxis erforderlichen Fertigkeiten und
Kenntnisse des Kandidaten beurteilt

3.19
allgemeine Prüfung
eine Prüfung, die sich mit den Grundlagen eines ZfP-Verfahrens befasst

3.20
spezielle Prüfung
eine Prüfung, die sich mit den Prüftechniken, die in einem speziellen Sektor angewendet werden, sowie mit
den Objektkenntnissen und Kenntnissen der anzuwendenden Normen, Regelwerke, Spezifikationen und
Zulässigkeitskriterien befasst

3.21
(a) praktische Prüfung (Stufen 1 und 2)
eine Fertigkeitsprüfung, in der der Kandidat zeigt, dass er mit der notwendigen Prüfeinrichtung vertraut ist und
fähig ist, sie zu handhaben

3.21
(b) praktische Prüfung (Stufe 3)
eine Prüfung, in der der Stufe 3-Kandidat die Fähigkeit zeigt, eine oder mehrere ZfP-Verfahrensbe-
schreibungen zu erstellen

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

3.22
Prüfung der Grundlagenkenntnisse
eine Prüfung in der Stufe 3, die die Kenntnisse des Kandidaten in Werkstoffkunde und Werkstofftechnik im
Tätigkeitsbereich der Stufe 3, die Kenntnis dieses Qualifizierungs- und Zertifizierungssystems und der für die
Stufe 2 geforderten Grundlagen der ZfP-Verfahren bestätigt

3.23
Prüfung im ZfP-Hauptverfahren
eine Prüfung in der Stufe 3, die die allgemeinen und speziellen Kenntnisse des Stufe 3-Kandidaten im ZfP-
Hauptverfahren und die Fähigkeit, eine ZfP-Verfahrensbeschreibung zu erstellen, bestätigt

3.24
industrielle ZfP-Erfahrung
Erfahrung im anzuwendenden ZfP-Verfahren und im betroffenen Sektor, die zu den geforderten Fähigkeiten
und Kenntnissen führt

3.25
wesentliche Unterbrechung
ein Fehlen oder Wechsel in der Tätigkeit, welches die zertifizierte Person

a) für einen zusammenhängenden Zeitabschnitt von mehr als 365 Tagen oder

b) für zwei oder mehr Zeitabschnitte mit einer Gesamtzeit, die zwei Fünftel der Gesamtzeit der
Gültigkeitsperiode des Zertifikates entspricht,

daran hindert, in der Stufe in dem Verfahren und dem(den) Sektor(en), für die sie zertifiziert ist, die
entsprechenden Aufgaben auszuführen

ANMERKUNG Gesetzliche Urlaubstage, Krankheitstage oder Schulungen von weniger als 30 Tagen werden nicht in
die Berechnung der Unterbrechung einbezogen.

3.26
Prüfungsstück
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Gegenstand für praktische Prüfungen. Die Gegenstände sollten für die im betroffenen Sektor typischerweise geprüften
Produkte repräsentativ sein und können mehr als einen Prüfbereich oder ein Prüfvolumen umfassen.

4 Verfahren und Symbole


Für die Anwendung dieser Europäischen Norm werden die folgenden Symbole zur Kennzeichnung der ZfP-
Verfahren verwendet.

Tabelle 1 — Verfahren und Symbole

ZfP-Verfahren Symbol
Schallemissionsprüfung AT
Wirbelstromprüfung ET
Dichtheitsprüfung LT
Magnetpulverprüfung MT
Eindringprüfung PT
Durchstrahlungsprüfung RT
Ultraschallprüfung UT
Sichtprüfung VT

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

5 Allgemeine Grundsätze
5.1 Anforderungen an die Zertifizierungsstelle, die Autorisierte Qualifizierungsstelle und das
Prüfungszentrum

5.1.1 Die Zertifizierungsstelle muss die Anforderungen nach EN 45013 erfüllen.

5.1.2 Die Autorisierte Qualifizierungsstelle muss:

a) unter der Lenkung der Zertifizierungsstelle arbeiten;

b) notwendige Mittel zur Durchführung von Prüfungen in den Prüfungszentren bereitstellen, einschließlich
der Kalibrierung und Überwachung von Geräten;

c) Prüfungen unter der Verantwortung eines Prüfungsbeauftragten vorbereiten und überwachen;

d) unabhängig von Einzelinteressen sein;

e) ein schriftlich festgelegtes Qualitätsmanagementsystem, das von der Zertifizierungsstelle genehmigt ist,
anwenden;

f) notwendige Mittel und Sachkenntnisse zur Einrichtung von Prüfungszentren bereitstellen;

g) sicherstellen, dass Prüfungsstücke nicht in der Ausbildung verwendet werden.

Falls eine Autorisierte Qualifizierungsstelle einen Sektor abdeckt, so muss die Autorisierte
Qualifizierungsstelle für mehr als ein Unternehmen zuständig sein, die in dem betreffenden Sektor aktiv sind.

Falls es keine Autorisierten Qualifizierungsstellen gibt, müssen die Anforderungen an die Autorisierten
Qualifizierungsstellen von der Zertifizierungsstelle erfüllt werden.
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5.1.3 Das Prüfungszentrum muss:

a) unter der Lenkung der Zertifizierungsstelle oder einer Autorisierten Qualifizierungsstelle arbeiten;

b) eine von der Zertifizierungsstelle anerkannte Qualitätssicherungsvorschrift anwenden;

c) zur Durchführung von Prüfungen die notwendigen Mittel einschließlich der für die Kalibrierung und
Überwachung von Geräten bereitstellen;

d) Prüfungen unter Verantwortung eines von der Zertifizierungsstelle autorisierten Prüfungsbeauftragten


vorbereiten und durchführen;

e) sicherstellen, dass Prüfungsstücke nicht in der Ausbildung verwendet werden.

5.2 Aufgaben und Verantwortlichkeiten

5.2.1 Zertifizierungsstelle

Die Zertifizierungsstelle

a) muss das Zertifizierungssystem nach dieser Norm einführen, fördern, erhalten und verwalten;

b) darf unter ihrer direkten Verantwortung die Ausführung des Qualifizierungsverfahrens in allen
Einzelheiten an die Autorisierten Qualifizierungsstellen übertragen, die Sektoren vertreten können;

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

c) muss personell und gerätetechnisch angemessen ausgestattete Prüfungszentren anerkennen, die sie
regelmäßig überwachen muss;

d) muss ein Archiv einrichten, in dem die sachbezogenen Unterlagen für mindestens eine
Zertifizierungsperiode (10 Jahre) aufbewahrt werden müssen;

e) muss die Verantwortung für die Ausgabe aller Zertifikate übernehmen; die Vorbereitung von Stufe 1- und
Stufe 2-Zertifikaten darf aber an die Autorisierten Qualifizierungsstellen delegiert werden;

f) muss verantwortlich für die Festlegung der Sektoren (siehe Anhang A) sein;

g) muss in Übereinstimmung mit einem schriftlich festgelegten Verfahrensablauf alle delegierten Funktionen
überwachen.

5.2.2 Autorisierte Qualifizierungsstellen

Autorisierten Qualifizierungsstellen müssen:

a) die Qualitätssicherungsvorschrift der Zertifizierungsstelle anwenden;

b) Prüfungszentren einrichten und überwachen;

c) die Qualifizierungsprüfungen vorbereiten und überwachen;

d) sachbezogene Unterlagen über die Qualifizierung und Prüfung nach den Anforderungen der
Zertifizierungsstelle aufbewahren.

5.2.3 Prüfungszentrum

Ein Prüfungszentrum kann in den Räumen eines Arbeitgebers eingerichtet sein. In diesem Fall dürfen die
Prüfungen nur in der Anwesenheit und unter Aufsicht eines autorisierten Vertreters der Zertifizierungsstelle
durchgeführt werden.

Jedes Prüfungszentrum muss:


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a) angemessen qualifiziertes Personal sowie angemessene Räumlichkeiten und Geräte haben, um


ordnungsgemäße Qualifizierungsprüfungen in den betreffenden Stufen, Prüfverfahren und Sektoren
sicherzustellen;

b) nur solche Unterlagen und Aufgabensammlungen für die Prüfung benutzen, die von der
Zertifizierungsstelle aufgestellt oder anerkannt sind;

c) nur Prüfungsstücke benutzen, die für die Praktische Prüfung, die in diesem Zentrum durchgeführt wird,
durch die Zertifizierungsstelle bereitgestellt oder anerkannt sind;

d) sachbezogene Unterlagen über die Qualifizierung und Prüfung nach den Anforderungen der
Zertifizierungsstelle aufbewahren.

Falls mehr als ein Prüfungszentrum existiert, müssen in jedem Prüfungszentrum Prüfungsstücke mit
vergleichbarem Schwierigkeitsgrad und ähnlichen Inhomogenitäten zu Verfügung stehen. Unter keinen
Umständen dürfen Prüfungsstücke für die Ausbildung verwendet werden.

5.2.4 Arbeitgeber

Der Arbeitgeber muss den Kandidaten bei der Zertifizierungsstelle oder bei der Autorisierten
Qualifizierungsstelle anmelden, die Gültigkeit der vorgelegten personenbezogenen Angaben bestätigen und
eine Erklärung über die Schulbildung, Ausbildung und die Erfahrung, die für die Zulassung des Kandidaten
gefordert werden, abgeben. Der Arbeitgeber darf aber nicht direkt in die Qualifizierungsprüfung einbezogen
werden.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

In Bezug auf die zertifizierten Personen muss der Arbeitgeber verantwortlich sein für:

a) die Ausstellung der Prüferautorisierung;

b) die Prüfung der Sehfähigkeit nach 6.3;

c) die Bestätigung der fortgesetzten Tätigkeit in der Anwendung des ZfP-Verfahrens ohne wesentliche
Unterbrechung.

Wenn die Person erwerbsmäßig selbständig ist, muss sie die gesamte Verantwortung übernehmen, wie sie
für den Arbeitgeber beschrieben ist.

5.2.5 Kandidat

Die Kandidaten dürfen erwerbsmäßig, selbständig oder arbeitslos sein, sofern sie selbst für den dokumentari-
schen Nachweis sorgen, dass sie Erfahrung unter der Aufsicht von zertifiziertem Personal erworben haben.

5.3 Qualifizierungsstufen

Eine Person, die nach dieser Norm zertifiziert ist, muss entsprechend ihrer jeweiligen Qualifizierung in eine
oder mehrere von den drei folgenden Stufen eingestuft werden.

5.3.1 Stufe 1

Eine Person, die in der Stufe 1 zertifiziert ist, hat ihre Fähigkeit nachgewiesen, ZfP-Arbeiten nach einer Prüf-
anweisung unter der Aufsicht von Stufe 2- oder Stufe 3-Personal auszuführen.

Das Stufe 1-Personal darf innerhalb des auf dem Zertifikat festgelegten Aufgabenbereiches autorisiert werden,

a) ZfP-Geräte einzustellen;

b) zerstörungsfreie Prüfungen durchzuführen;


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c) Prüfergebnisse zu protokollieren und auf der Grundlage schriftlicher Bewertungskriterien einzuordnen;

d) über die Ergebnisse zu berichten.

Stufe 1-Personal darf weder für die Auswahl des anzuwendenden Prüfverfahrens oder der Prüftechnik noch
für die selbständige Bewertung von Prüfergebnissen verantwortlich sein.

5.3.2 Stufe 2

Eine Person, die in der Stufe 2 zertifiziert ist, hat ihre Fähigkeit nachgewiesen, zerstörungsfreie Prüfungen
nach aufgestellten oder allgemein anerkannten Verfahrensweisen durchzuführen.

Das Stufe 2-Personal darf innerhalb des auf dem Zertifikat festgelegten Aufgabenbereiches autorisiert werden:

a) die ZfP-Prüftechnik für das anzuwendende Prüfverfahren auszuwählen;

b) die Anwendungsbereiche des Prüfverfahrens abzugrenzen;

c) ZfP-Normen und Spezifikationen in Prüfanweisungen umzuwandeln;

d) Geräte einzustellen und die Einstellungen zu überprüfen;

e) Prüfungen durchzuführen und zu überwachen;

11
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

f) Prüfergebnisse nach anzuwendenden Normen, anderen Regelwerken oder Spezifikationen auszulegen


und zu bewerten;

g) schriftliche ZfP-Prüfanweisungen zu erstellen;

h) alle Tätigkeiten der Stufe 1 durchzuführen und zu überwachen;

i) Personal in oder unterhalb der Stufe 2 anzuleiten;

j) Prüfergebnisse von zerstörungsfreien Prüfungen zusammenzustellen und zu dokumentieren.

5.3.3 Stufe 3

5.3.3.1 Eine Person, die in der Stufe 3 zertifiziert ist, hat seine Fähigkeit nachgewiesen, jede ZfP-Tätigkeit
auszuüben und zu leiten, für die sie zertifiziert ist.

Eine in der Stufe 3 zertifizierte Person darf

a) die volle Verantwortung für eine Prüfeinrichtung oder ein Prüfungszentrum und die Belegschaft
übernehmen;

b) ZfP-Prüfanweisungen und -Verfahrensbeschreibungen aufstellen und in Kraft setzen;

c) Normen, Regelwerke, Spezifikationen und Verfahrensbeschreibungen auslegen;

d) speziell zu verwendende Prüfverfahren, Techniken und Verfahrensbeschreibungen festlegen;

e) alle Pflichten der Stufe 1und Stufe 2 übernehmen und überwachen.

5.3.3.2 Stufe 3-Personal hat nachgewiesen,

a) dass es fähig ist, Prüfergebnisse nach gültigen Regeln, Normen und Spezifikationen auszulegen und zu
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bewerten;

b) dass es mit ausreichender praktischer Erfahrung über die verwendeten Werkstoffe, Herstellungs- und
Produkttechniken Prüfverfahren auswählen und Prüftechniken einsetzen kann sowie in der Lage ist, bei
der Aufstellung von Beurteilungskriterien mitzuwirken, falls keine verfügbar sind;

c) dass es über allgemeine Vertrautheit mit anderen ZfP-Verfahren verfügt;

d) Personal unterhalb der Stufe 3 führen zu können.

5.3.3.3 Stufe 3-Personal darf, falls es durch die Zertifizierungsstelle autorisiert ist, in ihrem Namen
Qualifikationsprüfungen leiten und verantwortlich beaufsichtigen.

6 Zulassung zur Zertifizierung


Um zur Zertifizierung zugelassen zu werden, muss der Kandidat erfolgreich die relevante
Qualifizierungsprüfung nach Abschnitt 7 beenden und die Anforderungen für die Ausbildung, für die
industrielle ZfP-Erfahrung und für die zufrieden stellende Sehfähigkeit erfüllen, die in diesem Abschnitt
festgelegt sind.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

6.1 Ausbildung

6.1.1 Stufe 1 und Stufe 2

Der Kandidat muss nachweisen, dass er einen Ausbildungskurs, der den Anforderungen der Zertifizierungs-
stelle genügt, in dem Verfahren und der Stufe erfolgreich abgeschlossen hat, für die die Zertifizierung
gewünscht wird.

Als Orientierung dürfen die Empfehlungen des Internationalen Komitees für zerstörungsfreie Prüfung ICNT
WH 16-85 bis 21-85 als Basis für Lehrpläne und Prüfungsfragenkataloge der Zertifizierungsstelle verwendet
werden (siehe Literaturhinweise).

Die Mindestausbildungsdauer muss den Festlegungen für das betreffende ZfP-Verfahren in der Tabelle 2
entsprechen.

Tabelle 2 — Mindestanforderungen an die Ausbildung

Stufe 1 Stufe 2
ZfP-Verfahren ade abde
h h
c c
AT 40 64
c c
ET 40 40
A-Grundwissen 8 16
LT B-Druckmessverfahren 14 28
C-Testgasverfahren 18 36
MT 16 24
PT 16 24
c c
RT 40 80
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c c
UT 40 80
VT 16 24
a
Die Unterrichtsstunden umfassen praktischen und theoretischen Unterricht.
b
Direkter Zugang zur Stufe 2-Prüfung erfordert die gesamte Stundenzahl, die für Stufe 1 und Stufe 2 angegeben
ist.
c
Unabhängig von nationalen Regelungen sind für eine Arbeitswoche 40 Stunden als äquivalent anzusetzen.
d
Die Ausbildungsdauer darf um bis zu 50 % reduziert werden, wenn die in Aussicht genommene Zertifizierung
im Geltungsbereich eingeschränkt ist (z. B. automatisierte ET, MT, UT von Langprodukten, Rohren und Draht
oder Senkrechteinschallung zur Ultraschallwanddickenmessung und Dopplungsprüfung an gewalzten Stahlblechen)
oder Prüftechniken ( z. B. RT nur mit Radioskopie).
e
Eine Reduzierung der insgesamt erforderlichen Anzahl Ausbildungszeiten um bis zu 50 % darf von der
Zertifizierungsstelle akzeptiert werden für solche Kandidaten, die den Abschluss einer Technischen Hochschule
oder Universität haben oder mindestens zwei Jahre eines Ingenieur- oder Wissenschaftstudiums an einer
Hochschule oder Universität abgeschlossen haben.

6.1.2 Stufe 3

Kandidaten für die Stufe 3-Zertifizierung dürfen sich unter Berücksichtigung ihrer wissenschaftlichen und
technischen Fähigkeiten auf verschiedene Weise vorbereiten: durch Teilnahme an Ausbildungskursen, durch
Teilnahme an Konferenzen und Seminaren (die von Industrieverbänden oder unabhängigen Verbänden
organisiert werden), durch das Studium von Lehrbüchern, periodischen Fachzeitschriften und anderer
spezieller Fachliteratur.

13
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Als Orientierung darf für die Ausarbeitung des Lehrplanes und Prüfungskataloges für die Stufe 3-Schulung
und -Prüfung die Empfehlung des Internationalen Komitees für Zerstörungsfreie Prüfung ICNT WH 16-85 bis
21-85 verwendet werden (siehe Literaturhinweise).

Der Kandidat muss der Zertifizierungsstelle einen für sie akzeptablen schriftlichen Nachweis der Ausbildung
und Vorbereitung vorlegen.

6.2 Industrielle ZfP-Erfahrung

Industrielle ZfP-Erfahrung darf entweder vor oder nach erfolgreich abgeschlossener Qualifizierungsprüfung
erworben werden.

Für den Fall, dass die Erfahrung erst nach der erfolgreichen Prüfung gesammelt wird, dürfen die Ergebnisse
der Prüfung nur für ein Jahr gültig bleiben.

Ein schriftlicher Nachweis über die Erfahrung muss durch den Arbeitgeber bestätigt und an die
Zertifizierungsstelle oder Autorisierte Qualifizierungsstelle übermittelt werden.

6.2.1 Stufe 1 und Stufe 2

Die Mindestanforderungen an die Dauer der vor der Zertifizierung zu sammelnden Erfahrung haben den
Festlegungen in der Tabelle 3 zu entsprechen.

6.2.2 Stufe 3

Die Verantwortlichkeiten in der Stufe 3 erfordern Kenntnisse über die technischen Grundlagen eines jeden
speziellen ZfP-Verfahrens. Dieser breite Kenntnisstand darf durch vielfältige Kombination von
Allgemeinbildung und Erfahrungen erworben werden. Tabelle 4 zeigt im Einzelnen die Mindest-
Erfahrungszeiten abhängig von der Allgemeinbildung. Alle Kandidaten für die Stufe 3-Zertifizierung in
irgendeinem ZfP-Verfahren müssen die praktische Prüfung der Stufe 2 in dem zugeordneten Sektor und
Verfahren erfolgreich abgeschlossen haben (mit einer Wichtung ≥ 70 %); ausgenommen die Aufstellung von
ZfP-Prüfanweisungen für Stufe 1 (siehe 7.1.3.9).
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Tabelle 3 — Mindestanforderungen an die Erfahrungszeit

acdef
Erfahrungszeit (Monate)
ZfP-Verfahren b
Stufe 1 Stufe 2
AT 6 12
ET 3 9
Gesamterfahrung 3 9
LT Teilerfahrung nur für Druckmessverfahren 2 6
Teilerfahrung nur für Testgasverfahren 2 6
MT 1 3
PT 1 3
RT 3 9
UT 3 9
VT 1 3
a
Die Erfahrungszeit in Monaten beruht auf einer nominellen 40-Stunden-Woche oder der gesetzlichen Arbeitswoche.
Wenn eine Person mehr als 40 Stunden/Woche arbeitet, darf ihr die Erfahrungszeit auf Grund der gesamten
Stunden angerechnet werden, aber sie muss verpflichtet werden, einen Nachweis über diese Erfahrungszeit zu
führen.
b
Im Sinne dieser Europäischen Norm erwirbt die in der Stufe 1 zertifizierte Person die für die Stufe 2-Zertifizierung
erforderliche Erfahrungszeit. Wenn eine Person direkt für die Stufe 2 qualifiziert wird, ist die Erfahrungszeit die
Summe aus den für die Stufe 1 und Stufe 2 geforderten Erfahrungszeiten.
c
Die Erfahrungsdauer darf um bis zu 50 %, jedoch nicht auf weniger als einen Monat reduziert werden, wenn die in
Aussicht genommene Zertifizierung im Geltungsbereich eingeschränkt ist (z. B. automatisierte Prüfungen).
d
Eine Anrechnung für Erfahrungszeit darf gleichzeitig in zwei oder mehreren ZfP-Verfahren nach dieser
Europäischen Norm erworben werden, wobei eine Verringerung der gesamten geforderten Erfahrungszeit wie folgt
festgelegt wird:
— Zwei Prüfverfahren - Verringerung der gesamten geforderten Erfahrungszeit um 25 %;
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— Drei Prüfverfahren - Verringerung der gesamten geforderten Erfahrungszeit um 33 %;


— Vier und mehr Prüfverfahren - Verringerung der gesamten geforderten Erfahrungszeit um 50 %.
Der Kandidat muss in allen Fällen nachweisen, dass er für jedes der Prüfverfahren, für dass er um
Zertifizierung nachsucht, wenigstens die Hälfte der Erfahrungszeit nach Tabelle 3 durchlaufen hat.
e
Bis zu 50 % der Erfahrungszeit dürfen durch die gleiche Dauer eines geeigneten Praktikums erreicht werden, wobei
die Dauer mit einem Faktor von maximal fünf (5) gewichtet werden darf. Diese Vorgehensweise darf nicht in
c
Verbindung mit Anmerkung angewendet werden. Das Praktikum muss auf die praktische Lösung häufig
vorkommender Prüfprobleme konzentriert sein, und das Programm muss von der Zertifizierungsstelle oder der
Autorisierten Qualifizierungsstelle anerkannt sein.
f
Die höchste Verringerung darf 50 % sein.

6.3 Anforderungen an die Sehfähigkeit — alle Stufen

Der Kandidat muss den Nachweis zufrieden stellender Sehfähigkeit, die durch einen Augenarzt, Augenoptiker
oder eine sonstige medizinisch anerkannte Person ermittelt wurde, in Übereinstimmung mit den folgenden
Anforderungen erbringen:

a) Die Nahsehfähigkeit muss ausreichen, um die Jaeger-Nummer 1-Buchstaben oder Times Roman N 4,5
oder gleichwertige Sehzeichen in einem Abstand von nicht weniger als 30 cm mit mindestens einem
Auge, mit oder ohne Sehhilfe, lesen zu können.

b) Das Farbsehvermögen muss ausreichend sein, dass der Kandidat die Farben bzw. Farbunterschiede
erkennen kann, die bei den betreffenden ZfP-Verfahren — wie vom Arbeitgeber festgelegt — benutzt
werden.

15
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Die dokumentierten Prüfungen der Sehfähigkeit nach 6.3a) müssen mindestens jährlich durchgeführt werden.

7 Qualifizierungsprüfungen
Ein Prüfungsbeauftragter darf nicht der einzige Prüfungsbeauftragte für irgendeinen Kandidaten sein, den er
persönlich für diese bestimmte Prüfung ausgebildet hat, oder wenn er und der Kandidat bei derselben Firma
beschäftigt sind oder dieser angehören.

7.1 Inhalt und Wichtung der Prüfung für die Stufen 1 und 2

7.1.1 Allgemeine Prüfung

7.1.1.1 Die Allgemeine Prüfung darf nur aus Aufgaben bestehen, die nach dem Zufallsprinzip aus der
zum Zeitpunkt der Prüfung gültigen, von der Zertifizierungsstelle oder der Autorisierten Qualifizierungsstelle
anerkannten Aufgabensammlung für die Allgemeine Prüfung ausgewählt wurden. Der Kandidat muss auf
mindestens die in Tabelle 5 angegebene Anzahl der Aufgaben Antworten geben.

7.1.1.2 Die dem Kandidaten zugestandene Zeit für jede Prüfung muss sich nach der Anzahl und dem
Schwierigkeitsgrad der Aufgaben richten. Der Mittelwert der zugestandenen Zeit darf nicht kürzer als eine
Minute und nicht länger als zwei Minuten je Auswahlantwort-Aufgabe sein.

7.1.1.3 Dort wo nichts anderes durch nationales Regelwerk festgelegt ist, muss für das Durchstrahlungs-
prüfverfahren eine zusätzliche Prüfung für den Strahlenschutz abgelegt werden.

7.1.1.4 Abhängig von den Verfahrensweisen der Zertifizierungsstelle dürfen die Prüfungen im
Durchstrahlungsprüfverfahren entweder die Röntgenstrahlung oder die Gammastrahlung oder aber beides
beinhalten.
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Tabelle 4 — Mindestanforderungen an die Erfahrungszeit, Stufe 3

abc
Art des Zugangs Grad der Allgemeinbildung Erfahrungszeit (Monate)
Erfolgreicher Abschluss
(Graduierung) eines mindestens
dreijährigen anerkannten
Bildungsganges and einer
12
Wissenschaftlichen oder
Technischen Höheren Lehranstalt,
Hochschule oder an einer
Universität
Zugang zur Stufe 3 als zertifizierter
Erfolgreicher Abschluss einer
Stufe 2-Prüfer
Technikerausbildung oder ein
mindestens zweijähriges Technik-
oder Wissenschaftsstudium an 24
einer anerkannten Höheren
Lehranstalt,
Hochschule/Universität
Keiner der vorgenannten
48
Bildungsgänge
Erfolgreicher Abschluss
(Graduierung) eines mindesten
dreijährigen anerkannten
Bildungsganges an einer
24
Wissenschaftlichen oder
Technischen Höheren Lehranstalt,
Hochschule oder an einer
Direkter Zugang zur Stufe 3 (der
Universität
Kandidat muss die praktische
Prüfung für die Stufe 2 in dem Erfolgreicher Abschluss einer
ZfP-Verfahren erfolgreich abgelegt Technikerausbildung oder ein
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haben) mindestens zweijähriges Technik-


oder Wissenschaftsstudium an 48
einer anerkannten Höheren
Lehranstalt,
Hochschule/Universität
Keiner der vorgenannten
72
Bildungsgänge
a
Falls der von der Höheren Lehranstalt, Hochschule oder Universität zuerkannte Grad in zerstörungsfreier Prüfung
erworben wurde, darf die für den Zugang zur Stufe 3 erforderliche Erfahrugnszeit um 50% reduziert werden.
b
Die Erfahrung für Stufe 3-Zertifizierung muss als in der Stufe 2 zertifizierter Prüfer erworben werden. Bei direktem
Zugang ohne Stufe 2-Zertifikat muss der Kandidat in der Erfahrungszeit auf einem mit der Stufe 2 vergleichbaren
Niveau gearbeitet haben.
c
Ein Teil der in der Praxis gesammelten Erfahrungen ist anrechenbar, falls sie gleichzeitig in zwei oder mehreren
der ZfP-Verfahren nach dieser Europäischen Norm gesammelt wurden, und zwar mit folgender Reduzierung der
gesamten erforderlichen Erfahrungszeit:
— Zwei Prüfverfahren — Reduzierung der gesamten erforderlichen Erfahrungszeit um 25%;
— Drei Prüfverfahren — Reduzierung des gesamten erforderlichen Erfahrungszeit um 33%;
— Vier oder mehr Prüfverfahren — Reduzierung der gesamten erforderlichen Erfahrungszeit um 50%.
Der Kandidat muss in allen Fällen mindestens die Hälfte der nach Tabelle 4 geforderten Erfahrungszeiten
nachweisen, und zwar für jedes der Prüfverfahren, für das er sich um eine Zertifizierung bemüht.

17
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Tabelle 5 — Mindesterforderliche Aufgabenzahl — Allgemeine Prüfung

Aufgabenzahl
ZfP-Verfahren Stufe 1 Stufe 2
AT 40 40
ET 40 40
PT 30 30
LT 30 30
MT 30 30
RT 40 40
UT 40 40
VT 30 30

7.1.2 Spezielle Prüfung

7.1.2.1 Die spezielle Prüfung darf nur solche Prüfungsaufgaben beinhalten, die aus der aktuellen Sammlung
spezieller Prüfungsaufgaben der Zertifizierungsstelle oder der Autorisierten Qualifizierungsstelle ausgewählt sind,
die auf den/die betreffenden Sektor(en) bezogen sind.

7.1.2.2 Die dem Kandidaten zugestandene Bearbeitungszeit für jede Prüfung muss sich nach der Anzahl und
dem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben richten. Der Mittelwert der erlaubten Zeit darf nicht mehr als drei Minuten pro
Auswahlantwort-Aufgabe betragen. Der Mittelwert der erlaubten Zeit für frei zu formulierende Antworten muss von
der Zertifizierungsstelle festgelegt werden.

7.1.2.3 Während der speziellen Prüfung muss der Kandidat auf mindestens die in Tabelle 6 festgelegte Anzahl
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von Aufgaben Antworten geben einschließlich solcher Aufgaben, die Berechnungen, Verfahrensbeschreibungen
und Fragen zu Regelwerken, Normen und Spezifikationen einschließen.

7.1.2.4 Falls die spezielle Prüfung zwei oder mehr Sektoren abdeckt, muss die Mindestzahl der Aufgaben, auf
die betreffenden Sektoren gleichmäßig verteilt, mindestens 30 betragen.

Tabelle 6 — Mindesterforderliche Aufgabenzahl —


Spezielle Prüfung

Verfahren Stufe 1 Stufe 2


AT 20 20
ET 20 20
LT (Druckmessverfahren) 20 20
LT (Testgasverfahren) 20 20
MT 20 20
PT 20 20
RT 20 20
UT 20 20
VT 20 20

18
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7.1.3 Praktische Prüfung

7.1.3.1 Die praktische Prüfung muss die Anwendung des Prüfverfahrens für die vorgegebenen
Prüfungsstücke, die Aufzeichnung (und für die Stufe 2-Kandidaten die Deutung) der Informationen im erforderlichen
Umfang sowie die Protokollierung der Ergebnisse in der geforderten Form beinhalten.

7.1.3.2 Jedes Prüfungsstück muss unverwechselbar gekennzeichnet sein; für jedes muss eine
Prüfungsstückdokumentation vorliegen, in der alle Geräteeinstellungen für den Nachweis der aufgeführten
Inhomogenitäten enthalten sind. Die Prüfungsstückdokumentationen müssen auf der Grundlage von mindestens
zwei unabhängigen Prüfungen erstellt werden und durch einen autorisierten Stufe 3-Zertifikat-Inhaber freigegeben
werden. Dies gilt ab sofort für alle Prüfungsstücke, die nach Veröffentlichung dieser Norm eingeführt werden und für
alle schon vorher vorhandenen innerhalb der folgenden fünf Jahre.

7.1.3.3 Prüfungsstücke müssen solche charakteristischen Inhomogenitäten enthalten, die während der
Fertigung oder durch Betriebsbeanspruchung entstehen. Sie dürfen natürlich sein, künstlich erzeugt oder
eingebracht werden. Für praktische Prüfungen in Stufe 1 und ET-Stufe 2 dürfen die Prüfungsstücke künstliche
Inhomogenitäten enthalten. In RT werden Aufnahmen mit Abbildungen von Inhomogenitäten ausgewertet/
bewertet. Deswegen brauchen die Prüfungsstücke für die Anfertigung der Durchstrahlungsaufnahmen keine
Inhomogenitäten zu enthalten.

7.1.3.4 Die Anzahl der zu prüfenden Bereiche oder Volumina müssen der jeweils betroffenen Stufe, dem
ZfP-Verfahren und Sektor angemessen sein. Die Anforderungen bezüglich der Anzahl der in der Praktischen
Prüfung in den Stufen 1 und 2 zu prüfenden Prüfungsstücke sind im Anhang B (normativ) wiedergegeben.

7.1.3.5 Der Stufe 1-Kandidat muss den vom Prüfungsbeauftragten bereitgestellten ZfP-Prüfanweisungen
folgen.

7.1.3.6 Der Stufe 2-Kandidat muss die anzuwendende ZfP-Technik auswählen und bezogen auf
gegebenes Regelwerk, Normen oder Spezifikationen die Bedingungen für den Prüfablauf festlegen.

7.1.3.7 Für die AT-Prüfungen sind die Inhomogenitäten üblicherweise durch künstliche Quellen ersetzt.
Der Stufe 1-Kandidat muss seine Fähigkeit nachweisen, den Prüfapparatur einzurichten, die Empfindlichkeit
zu überprüfen und die Prüfdaten aufzuzeichnen. Der Stufe 2-Kandidat muss außerdem seine Fähigkeit
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nachweisen, die vorher aufgezeichneten Prüfdaten zu deuten und zu bewerten.

7.1.3.8 Die durchschnittlich zugestandene Bearbeitungszeit muss von der Zertifizierungsstelle festgelegt
werden. Die zugestandene Zeit für die Prüfung hängt von der Anzahl Prüfungsstücke und ihrer Kompliziertheit
ab. Die empfohlene Maximalzeit, die für jeden Bereich oder jedes Volumen zugestanden wird, beträgt

a) für die Stufe 1, zwei Stunden;

b) für die Stufe 2, drei Stunden.

7.1.3.9 Stufe 2-Kandidaten müssen mindestens eine für Stufe 1-Personal angemessene ZfP-
Prüfanweisung entwerfen. Die empfohlene Maximalzeit, die für diesen Teil der Prüfung zugestanden wird,
beträgt zwei Stunden.

7.1.4 Bewertung von Qualifizierungsprüfungen für die Stufe 1 und Stufe 2

7.1.4.1 Für die Bewertung von Prüfungen muss ein Prüfungsbeauftragter verantwortlich sein, auch für den
Vergleich der Ergebnisse mit den Musterantworten. Die allgemeinen, speziellen und praktischen Prüfungen müssen
getrennt bewertet werden.

7.1.4.2 Die praktische Prüfung sollte nach den Punkten 1 bis 4 in Tabelle 7 mit der für die Stufe
empfohlenen Wichtung bewertet werden (als Beispiel siehe Anhang D.2, Tabelle D.1). Diese Punkte sollten
vom Prüfungsbeauf-tragten angemessen berücksichtigt werden.

19
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Tabelle 7 — Themen und Wichtungsfaktoren für die Bewertung – Praktische Prüfung

Wichtung
Teil Thema Stufe 1 Stufe 2
% %
Kenntnis des Gerätes einschließlich der Funktion und
1 20 10
Überprüfung der Einstellung des Gerätes
Die Anwendung der ZfP am Prüfungsstück. Diese besteht aus
den folgenden Teilschritten:
a) für die Stufe 2 aus der Auswahl der Technik und der
Festlegung der Prüfbedingungen;

2 b) aus der Vorbereitung (Oberflächenzustand) und der 35 20


Sichtprüfung des Prüfungsstückes;
c) aus der Einstellung des Gerätes;
d) aus der Durchführung der Prüfung und
e) aus der Nachbereitung der Prüfung.
Das Auffinden und Protokollieren der Inhomogenitäten sowie
3 für die Stufe 2 ihre Charakterisierung (Lage, Orientierung, 45 55
Maße und Art) und die Auswertung.
4 Für die Stufe 2 die Prüfanweisung für die Stufe 1. – 15

7.1.4.3 Um zur Zertifizierung zugelassen zu werden, muss der Kandidat in jedem Prüfungsteil
mindestens 70 % und als Gesamtergebnis mindestens 80 % erreichen. Das Gesamtergebnis N muss nach
folgender Gleichung berechnet werden:

N = 0,25 ng + 0,25 ns + 0,50 np


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Dabei ist

ng Bewertung der allgemeinen Prüfung;

ns Bewertung der speziellen Prüfung;

np Bewertung der praktischen Prüfung.

7.2 Prüfungsinhalt und Bewertung für die Stufe 3

7.2.1 Prüfung der Grundlagenkenntnisse

7.2.1.1 In dieser schriftlichen Prüfung müssen die Grundlagenkenntnisse des Kandidaten an Hand der in
Tabelle 8 geforderten Mindestanzahl von Prüfungsaufgaben bewertet werden. Die Prüfungsfragen müssen
aus der zur Zeit der Prüfung gültigen Sammlung der Zertifizierungsstelle oder der autorisierten
Qualifizierungsstelle ausgewählt werden.

20
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Tabelle 8 — Mindesterforderliche Anzahl an Grundlagenkenntnisaufgaben

Teil Thema Anzahl der Fragen


A1 Technische Kenntnisse aus der Werkstoffkunde und Verarbeitung. 25
Kenntnisse des auf dieser Norm beruhenden Qualifizierungs- und
A2 Zertifizierungssystems der Zertifizierungsstelle. Bei dieser Prüfung dürfen 10
Ausbildungsunterlagen zugelassen werden.
Allgemeine Kenntnisse aus mindestens vier Verfahren, so wie sie für die
15
Stufe 2 gefordert sind und vom Kandidaten aus den in Abschnitt 1
B für jedes Verfahren
aufgeführten Verfahren ausgewählt wurden, die mindestens ein
(gesamt 60)
volumetrisches Verfahren (UT oder RT) einschließen müssen.

7.2.1.2 Es wird empfohlen, erst die Prüfung der Grundlagenkenntnisse abzulegen, die unter der
Voraussetzung gültig bleibt, dass danach innerhalb von fünf Jahren die erste Prüfung im Hauptverfahren
abgelegt wird.

7.2.2 Prüfung im Hauptverfahren

7.2.2.1 In dieser schriftlichen Prüfung müssen die Kenntnisse im Hauptverfahren des Kandidaten an
Hand der in Tabelle 9 geforderten Mindestanzahl von Prüfungsaufgaben bewertet werden. Die
Prüfungsfragen sind Auswahlantworten-Fragen und müssen aus der zur Zeit der Prüfung gültigen Sammlung
der Zertifizierungsstelle oder der Autorisierten Qualifizierungstelle ausgewählt werden.

7.2.2.2 Stufe 3-Kandidaten, die kein dem Verfahren zugeordnetes Stufe 2-Zertifikat haben, müssen eine
entsprechende praktische Prüfung in der Stufe 2 ablegen, jedoch ohne den Entwurf einer ZfP-Prüfanweisung.

Tabelle 9 — Mindesterforderliche Anzahl der Aufgaben zum Hauptverfahren


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Anzahl der
Teil Thema
Fragen
C1 Stufe-3-Kenntnisse für das gewählte Prüfverfahren 30
Anwendung des ZfP-Verfahrens in dem betroffenen Sektor einschließlich der
anzuwendenden Regelwerke, Normen und Spezifikationen. Bei dieser Prüfung dürfen
C2 20
Ausbildungsunterlagen wie Regelwerke, Normen und Spezifikationen zugelassen
werden.
Entwurf einer oder mehrerer ZfP-Verfahrensbeschreibungen in dem entsprechenden
C3 Sektor. Die anzuwendenden Regelwerke, Normen und Spezifikationen müssen dem –
Kandidaten zur Verfügung stehen.

7.2.3 Bewertung von Qualifizierungsprüfungen für die Stufe 3

Die Prüfungen in den Grundlagenkenntnissen und in den Hauptverfahren müssen getrennt bewertet werden.
Um zertifiziert werden zu können, muss der Kandidat beide Prüfungen, die für die Grundlagenkenntnisse und
die für das Hauptverfahren bestehen.

7.2.3.1 Prüfung der Grundlagenkenntnisse

Gesamtbewertung NB = 0,5 na + 0,5 nb

21
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Dabei ist

na Bewertung der Teile A1 und A2 (siehe Tabelle 8);

nb Bewertung des Teiles B (siehe Tabelle 8).

Um diese Prüfungen erfolgreich abzuschließen, muss der Kandidat in jedem Teil mindestens 70 % und eine
Gesamtbewertung NB von mindestens 80 % erreichen.

7.2.3.2 Prüfung im Hauptverfahren

a) Die Gesamtbewertung NC für die Prüfung im Hauptverfahren muss nach der folgenden Gleichung
berechnet werden:

NC = (nC1 + nC2 + nC3) / 3

Dabei ist

nC1 Bewertung des Teiles C1 (siehe Tabelle 9);

nC2 Bewertung des Teiles C2 (siehe Tabelle 9);

nC3 Bewertung des Teiles C3 (siehe Tabelle 9).

b) Um diese Prüfung erfolgreich abzuschließen, muss der Kandidat in jedem Teil mindestens 70 % und eine
Gesamtbewertung NC von mindestens 80 % erreichen.

7.3 Durchführung der Prüfungen

7.3.1 Alle Prüfungen müssen in Prüfungszentren durchgeführt werden, die von der Zertifizierungsstelle —
direkt oder indirekt durch eine Autorisierte Qualifizierungsstelle — eingerichtet, anerkannt und überwacht
werden.
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7.3.2 Während der Prüfung muss der Kandidat im Besitz eines gültigen Identifikationsnachweises und einer
offiziellen Einladung zur Prüfung sein, welche dem Prüfungsbeauftragtem oder dem Aufsichtsführenden auf
Verlangen vorgezeigt werden muss.

7.3.3 Jeder Kandidat, der während des Prüfungsablaufes nicht die Prüfungsordnung befolgt, täuscht oder
zu betrügen versucht, muss von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden.

7.3.4 Prüfungen müssen durch einen Prüfungsbeauftragten anerkannt werden. Die Prüfung muss von
einem Prüfungsbeauftragten oder von einem oder mehreren geschulten, autorisierten und unter der
Verantwortung des Prüfungsbeauftragten stehenden Aufsichtsführenden beaufsichtigt und bewertet werden.

7.3.5 Ein Prüfungsbeauftragter muss dafür verantwortlich sein, dass die Prüfung im Einklang mit den von
der Zertifizierungsstelle aufgestellten Regeln bewertet wird.

7.3.6 In der praktischen Prüfung darf ein Kandidat sein eigenes Gerät benutzen.

7.3.7 Stufe 3-Prüfungen müssen von mindestens zwei Prüfungsbeauftragten abgehalten und bewertet
werden.

7.4 Prüfungswiederholung

7.4.1 Ein Kandidat, der wegen unethischen Verhaltens durchfällt muss vor der Wiederbeantragung
mindestens 12 Monate warten.

22
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7.4.2 Ein Kandidat der nicht das für die Zertifizierung geforderte Ergebnis erreicht, darf jeden der
Prüfungsteile (den allgemeinen, speziellen oder praktischen) einmal wiederholen, vorausgesetzt, dass vom
Zeitpunkt der nicht bestandenen Prüfung die Wiederholungsprüfung nicht früher als einen Monat und nicht
später als 12 Monate stattfindet. Sofern der Kandidat eine zusätzliche, von der Zertifizierungsstelle akzeptierte
Ausbildung Erfolg versprechend durchlaufen hat, darf die Wiederholungsprüfung nach dieser Ausbildung
durchgeführt werden.

7.4.3 Ein in der Wiederholungsprüfung durchgefallener Kandidat muss sich erneut für die Prüfung
anmelden und diese ablegen. Hierbei gelten die für Erstkandidaten aufgestellten Regeln.

7.5 Prüfungsbefreiungen

7.5.1 Eine in der Stufe 1 oder Stufe 2 zertifizierte Person, die im selben ZfP-Verfahren von einem Sektor zu
einem anderen wechselt, muss für dieses Verfahren nur die den neuen Sektor betreffende Spezielle und
Praktische Prüfung ablegen.

7.5.2 Eine in der Stufe 3 zertifizierte Person, die im selben ZfP-Verfahren von einem Sektor zu einem
anderen wechselt, ist von der Wiederholung der Prüfung der Grundlagenkenntnisse und in der Prüfung zum
Hauptverfahren von dem Teil der Stufe 3-Kenntnisse (C1 aus Tabelle 9) befreit.

8 Zertifizierung

8.1 Verwaltung

Einem Kandidaten, der alle Zertifizierungsbedingungen erfüllt, muss von der Zertifizierungsstelle ein Zertifikat
oder eine entsprechende Ausweiskarte ausgestellt werden.

8.2 Zertifikate oder Ausweiskarten

Zertifikate und entsprechende Ausweiskarten müssen mindestens die folgenden Angaben enthalten:
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a) den Nachnamen und den/die Vornamen der zertifizierten Person;

b) das Datum der Zertifizierung;

c) das Datum, an dem die Zertifizierung verfällt;

d) die Stufe der Zertifizierung;

e) den Namen der Zertifizierungsstelle;

f) das (die) ZfP-Verfahren;

g) der/die betroffene(n) Sektor(en);

h) eine unverwechselbare Identifikationsnummer;

i) die Unterschrift der zertifizierten Person;

j) im Fall der Ausweiskarte ein Bild der zertifizierten Person;

k) ein Mittel, um die Fälschung der Ausweiskarte zur verhindern, z. B. Prägestempel, Plastikein-
schweißung…;

l) die Unterschrift eines benannten Vertreters der Zertifizierungsstelle auf dem Zertifikat.

23
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ANMERKUNG Auf dem Zertifikat oder der Ausweiskarte darf ein besonderer Bereich für die Angabe von
Einschränkungen sowie für die Unterschrift und den Stempel des Arbeitgebers sein, um den Zertifikatsinhaber für seine
Tätigkeit und die Übernahme der Verantwortung für die Prüfergebnisse zu autorisieren (siehe 3.10).

8.3 Gültigkeit

Die Gültigkeitsdauer beträgt maximal fünf Jahre. Die Gültigkeitsperiode muss beginnen, wenn alle
Anforderungen für die Zertifizierung (Ausbildung, Erfahrung, erfolgreiche Prüfung, ausreichende Sehfähigkeit)
erfüllt sind.

Das Zertifikat muss seine Gültigkeit verlieren:

a) auf Grund einer Entscheidung der Zertifizierungsstelle, z. B. nach einer Prüfung der Vorwürfe über
unethisches Verhalten, das nicht mit den Regeln der Zertifizierung im Einklang steht;

b) falls die Person körperlich unfähig wird, ihre Aufgaben zu erfüllen, und zwar auf Grund des Ergebnisses
der jährlich unter der Verantwortung ihres Arbeitgebers durchzuführenden Sehfähigkeitsuntersuchung;

c) falls eine wesentliche Unterbrechung (siehe 3.25) in dem Verfahren stattfindet, für das die Einzelperson
zertifiziert ist.

9 Erneuerung
9.1 Nach Ablauf der ersten Gültigkeitsdauer und alle zehn Jahre danach darf die Zertifizierung durch die
Zertifizierungsstelle für eine weitere Gültigkeitsdauer von fünf Jahren erneuert werden, unter Vorlage

a) eines schriftlichen Nachweises der innerhalb der letzten 12 Monate zufrieden stellend ausgefallenen
Sehfähigkeitsuntersuchung;

b) eines schriftlichen Nachweises fortgesetzter zufrieden stellender Berufstätigkeit im zertifizierten Verfahren


ohne wesentliche Unterbrechung (siehe 3.25).
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9.2 Werden die im Abschnitt 9.1 b) festgelegten Kriterien nicht erfüllt, ist der Person eine Rezertifizierung zu
erlauben.

10 Rezertifizierung
10.1 Inhaber von Zertifikaten in den Stufen 1 und 2, die eine Rezertifizierung anstreben, müssen die
Bedingungen 9.1 a) und b) für die Erneuerung und 10.1.1 erfüllen. Wenn die Kandidaten nach sich
wiederholenden, gleich bleibenden Prozeduren Prüfungen in Sektoren mit Massenprodukten durchführen,
darf eine Rezertifizierung nach 10.1.2 statt 10.1.1 angewendet werden; diese alternative Vorgehensweise
erlaubt nur eine Rezertifizierung mit einem von der Zertifizierungsstelle festgelegten begrenzten
Geltungsbereich.

10.1.1 Es muss eine nach einem vereinfachten Verfahren durchgeführte praktische Prüfung erfolgreich
abgeschlossen werden, die die fortlaufende Kompetenz innerhalb des im Zertifikat festgelegten
Geltungsbereiches nachweist. Dazu gehören die Prüfung von Prüfungsstücken, die dem Geltungsbereich der
zu verlängernden Zertifizierung angepasst sind, und in der Stufe 2 die Anfertigung einer schriftlichen
Prüfanweisung, nach der Stufe 1-Personal arbeiten kann. Falls die Person nicht mindestens ein Ergebnis von
70 % für jedes zu prüfende Prüfungsstück und ein Gesamtergebnis von 80 % erreicht (nach den Anleitungen in
Tabelle 7 gewichtet), ist eine Wiederholung der gesamten Rezertifizierungsprüfung frühestens nach sieben
Tagen und spätestens vor Ablauf von sechs Monaten zu erlauben. Falls diese eine erlaubte Wiederholungs-
prüfung nicht bestanden wird, darf das Zertifikat nicht verlängert werden. Um die Zertifizierung für diese Stufe,
den Sektor und das Verfahren wieder zu erlangen, muss der Kandidat eine neue Zertifizierung beantragen. In
diesem Fall dürfen keine Prüfungsbefreiungen zugestanden werden, die mit anderen gültigen Zertifizierungen
begründet werden könnten.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

10.1.2 Es muss durch ein Audit der Zertifizierungsstelle am Arbeitsplatz, dem der Arbeitgeber schriftlich
zustimmen muss, der Nachweis über die andauernde Kompetenz erbracht werden, die Aufgaben aus dem
zertifizierten Geltungsbereich zufrieden stellend ausführen zu können. Das Audit muss von einem von der
Zertifizierungsstelle autorisierten und bestellten Prüfungsbeauftragten durchgeführt werden. Bei diesem Audit
muss überprüft werden ob der Kandidat weiterhin die Kompetenz besitzt, die Aufgaben aus dem zu
zertifizierenden Geltungsbereich zufrieden stellend ausführen zu können. Der Prüfungsbeauftragte muss
einen vollständig dokumentierten Bericht mit Empfehlungen zur Begrenzung des Geltungsbereiches der
Rezertifizierung erstellen. Die Zertifizierungsstelle muss auf der Grundlage dieses Berichtes den Umfang und
den Geltungsbereich der Rezertifizierung festlegen. Einem Kandidaten, der die Rezertifizierung nach 10.1.2
anstrebt, aber die Anforderungen nicht erfüllt, muss eine Rezertifizierung nach 10.1.1 erlaubt werden.

10.2 Personen mit einem Stufe-3-Zertifikat, die eine Rezertifizierung wollen, müssen die Bedingungen 9.1 a)
und b) für die Erneuerung und in Abhängigkeit von der Wahl der zertifizierten Person entweder erfolgreich
eine schriftliche Prüfung abschließen, die mindestens 20 Aufgaben zur Anwendung des Prüfverfahrens im(n)
betroffenen Sektor(en) (mindestens vier davon müssen frei formulierte Antworten fordern, aus denen das
Verständnis für geläufige ZfP-Verfahren, Normen, Regelwerke oder Spezifikationen sowie angewendete
Techniken hervorgeht) und nach Wahl der Zertifizierungsstelle mindestens fünf Fragen zu den Anforderungen
aus dem Zertifizierungsprogramm umfassen, oder die Anforderungen eines Strukturierten Kreditsystems erfüllen
(nach Anhang C (normativ)). Folglich muss die Zertifizierungsstelle beide Möglichkeiten anbieten: Schriftliche
Prüfung und Strukturiertes Kreditsystem. Falls die Person nicht mindestens ein Ergebnis von 80 % in der
Rezertifizierungsprüfung erreicht, ist eine Wiederholung der gesamten Rezertifizierungsprüfung frühestens nach
sieben Tagen und spätestens vor Ablauf von sechs Monaten zu erlauben. Falls diese eine erlaubte
Wiederholungsprüfung nicht bestanden wird, darf das Zertifikat nicht verlängert werden. Um die Zertifizierung für
den Sektor und das Verfahren wiederzuerlangen, muss der Kandidat die Prüfung im entsprechenden
Hauptverfahren erfolgreich ablegen. Einem Kandidaten, der nicht die Anforderungen des Kreditsystems erfüllt,
muss ein Versuch mit der schriftlichen Prüfung zur Rezertifizierung erlaubt werden.

11 Unterlagen-(Akten-)Sammlung
Die Zertifizierungsstelle oder ihre Autorisierte Qualifizierungsstelle muss entweder als Handakte, auf Mikrofilm
oder in nur lesbarer, digitalisierter Form folgendes aufbewahren:
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a) eine aktuelle Liste aller zertifizierten Personen, sortiert nach Stufe, Prüfverfahren und Sektoren;

b) eine individuelle Unterlagensammlung für jede zertifizierte Person und für jede Person, deren Zertitizie-
rung entzogen wurde, die im einzelnen enthält:

1) Antragsunterlagen;
2) Prüfungsunterlagen einschließlich der Prüfungsaufgaben, der Antworten, Beschreibung der
Prüfungsstücke, Aufzeichnungen, Prüfergebnisse, Verfahrensbeschreibungen und Bewertungs-
blätter;
3) Erneuerungs- und Rezertifizierungsunterlagen einschließlich der Nachweise Eignung über die
Sehfähigkeit und die fortgesetzte Betätigung.

Personenbezogene Unterlagen müssen unter angemessenen Sicherheits- und Vertraulichkeitsbedingungen


mindestens solange aufbewahrt werden, wie das Zertifikat gültig bleibt und mindestens zehn Jahre nachdem
die Zertifizierung ausgelaufen ist.

12 Übergangsperiode
Ziel dieses Abschnittes ist es, die Aufnahme weiterer ZfP-Verfahren oder Sektoren in das System zu
gestatten. Die Zertifizierungsstelle darf entsprechend qualifiziertes Personal als Prüfungsbeauftragte für einen
Zeitraum, der fünf Jahre nicht übersteigt, einsetzen.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

ANMERKUNG „Entsprechend qualifiziertes Personal“ bedeutet, dass dieses Personal

⎯ über elementare ZfP-Kenntnisse und spezielle auf den Sektor bezogene Kenntnisse verfügt,

⎯ über industrielle Erfahrung in der Anwendung dieses ZfP-Verfahrens verfügt,

⎯ über die Fähigkeit verfügt, Prüfungen zu leiten,

⎯ Prüfungsaufgaben und Prüfungsergebnisse interpretieren kann.


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Anhang A
(informativ)

Sektoren

Falls ein Sektor eingerichtet wird, so wird empfohlen, dass die Zertifizierungsstelle die folgende Referenzliste
der Sektoren berücksichtigt:

Produktsektoren

⎯ Gussstücke (c)

⎯ Schmiedestücke (f)

⎯ geschweißte Produkte (w)

⎯ Rohre, einschließlich der Flachprodukte, aus denen geschweißte Rohre hergestellt werden (t)

⎯ Walzerzeugnisse (wp)

Industriesektoren

Sektoren, die mehrere Produktsektoren für alle oder einige Produkte oder besondere Materialien (z.B. Eisen-
und Nichteisenwerkstoffe oder nichtmetallische Werkstoffe wie technische Keramik, Kunststoff und Ver-
bundwerkstoffe) enthalten.

⎯ Metallerzeugung und Herstellung (enthält c, f, t, w und wp)

⎯ Dienstleistung an Ausrüstungen, Anlagen und Bauwerken (enthält c, f, t, w und wp)


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⎯ Eisenbahn-Instandhaltung (enthält f, t, wp und andere Produktsektoren)

⎯ Luft- und Raumfahrt (enthält c, f, w, t, wp und andere Produktsektoren)

Falls ein Industriesektor eingerichtet wird, muss die Zertifizierungsstelle in ihren veröffentlichten
Dokumentationen genau beschreiben, welche Sektorkombination aus obiger Liste ausgewählt worden ist.

Eine in einem Industriesektor zertifizierte Person muss so betrachtet werden, als wäre sie für die
Einzelsektoren zertifiziert, aus denen der Industriesektor zusammengesetzt ist.

Sektorielle Zertifizierung darf in allen drei Stufen für alle ZfP-Verfahren verfügbar sein oder darf auf besondere
Verfahren oder Stufen beschränkt werden. In jedem Fall muss der Geltungsbereich auf dem Zertifikat genau
beschrieben sein.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Anhang B
(normativ)
Prüfungsstücke

Tabelle B.1 — Mindestanzahl und Art der Prüfungsstücke für die Praktische Prüfung in den Stufen 1 und 2

Verfahren/Stufe
Produktsektoren (n)
AT1 AT2 ET1 ET2 LT1 LT2 MT1 MT2 PT1 PT2 RT1 RT2 UT1 UT2 VT1 VT2
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1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 + 12 2 2 2 2
Gussstücke (c)
Datensätze Durchstrahlungsbilder
1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 + 12 2 2 2 2
Schmiedestücke (f)
Datensätze Durchstrahlungsbilder
1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 + 12 2 2 2 2
Geschweißte Produkte (w)
Datensätze Durchstrahlungsbilder
1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 + 12 2 2 2 2
Rohre (t)
Datensätze Durchstrahlungsbilder
1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 + 12 2 2 2 2
Walzprodukte (wp)
Datensätze Durchstrahlungsbilder
Industriesektoren (zwei AT1 AT2 ET1 ET2 LT1 LT2 MT1 MT2 PT1 PT2 RT1 RT2 UT1 UT2 VT1 VT2
oder mehr Produktsektoren
enthaltend)

Metallerzeugung und 1 1+2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 +12 2 2 2 2


-herstellung Durchstrahlungs-
Datensätze
bilder

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Tabelle B.1 (fortgesetzt)

Verfahren/Stufe
Produktsektoren (n)
AT1 AT2 ET1 ET2 LT1 LT2 MT1 MT2 PT1 PT2 RT1 RT2 UT1 UT2 VT1 VT2
Dienstleistung an 1 1+2 3 3 3 3 3 3 3 3 2 2 cw + 24 3 3 3 3
Ausrüstungen, Anlagen
c/f t w Datensätze tw tw c/f w c/f w c/f w c/f w cw Durchstrahlungsbilder c/f w c/f w c/f w c/f w
und Bauwerken
c/f t w
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Eisenbahn-Instandhaltung 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2

Raum- und Luftfahrt 1 1+2 3 3 2 2 2 2 2 2 + 12 3 3 2 2


Datensätze Durchstrahlungsbilder

— Wird mehr als ein Prüfungsstück in der Praktischen Prüfung gefordert, so muss das zweite und jedes weitere sich in seiner Art von den vorangegangenen
unterscheiden, z. B. durch die Produktform, Materialeigenschaften, Form, Größe und Fehlerart.
— Falls hinter der Zahl geforderter Prüfungsstücke Produktsektoren mit ihren Kennbuchstaben angegeben sind, so muss die Praktische Prüfung
Prüfungsstücke aus diesen Sektoren enthalten.
— Bei Prüfungen in der Durchstrahlungsprüfung müssen Stufe 1- und Stufe 2-Kandidaten mindestens zwei Durchstrahlungsprüfungen durchführen; Stufe 2-
Kandidaten sind davon ausgenommen, wenn sie in der Stufe 1 zertifiziert sind; diese müssen mindestens eine Durchstrahlungsprüfung durchführen.
— Falls die Dichtheitsprüfung sowohl das Druckdifferenz als auch das Testgasverfahren umfasst, muss mindestens ein Prüfgegenstand für jedes Verfahren
geprüft werden.
— Falls die Prüfung in einem Sektor mehr als eine zu prüfende Produktart umfasst, müssen die Prüfungsstücke repräsentativ für alle Produkte sein oder nach
dem Zufallsprinzip vom Prüfungsbeauftragten aus der Produktgruppe oder den Materialien ausgewählt werden, die für diesen Sektor zusammengestellt
worden sind.
Legende c Gussstücke f Schmiedestücke w geschweißte Produkte t Rohre c/f Gussstücke oder Schmiedestücke

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Anhang C
(normativ)

Strukturiertes Kreditsystem für die Stufe 3-Rezertifizierung

Nach diesem System sammelt der Stufe 3-Kandidat während der fünf Jahre vor der Rezertifizierung Kredit für
die Teilnahme in den verschiedenen ZfP-Aktivitäten nach Tabelle C.1. Grenzen werden für die maximale Zahl
der Punkte festgelegt, die in jedem Jahr und an diesen Aktivitäten über fünf Jahre gewonnen werden können,
um eine gleichmäßige Verteilung von Aktivitäten sicherzustellen.

Um für die Rezertifizierung berechtigt zu sein,

⎯ müssen während der fünfjährigen Gültigkeit des Zertifikates mindestens 70 Punkte gesammelt werden,

⎯ werden maximal 25 Punkte je Jahr anerkannt.

Zusätzlich zum Rezertifizierungsantrag muss der Kandidat ausreichend belegen, dass er die Bedingungen
Tabelle C.1 erfüllt:

⎯ Tagesordnung und Teilnehmerliste von den unter den Posten 1 bis 4 aufgeführten Veranstaltungen;

⎯ eine kurze Beschreibung von Forschung und Entwicklung unter Posten 5;

⎯ Referenzen technischer oder wissenschaftlicher Veröffentlichungen unter Posten 5;

⎯ eine Zusammenstellung über ausgeübte Ausbildung unter Posten 6;

⎯ für jedes Zertifikat den Beleg über aktive Arbeit unter Posten 7.
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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Tabelle C.1 — Strukturiertes Kreditsystem für Stufe 3-Rezertifizierung

Gewährte Maximale
Punkte für Maximale Punktzahl
Posten Tätigkeit jeden Posten Punktzahl je innerhalb von
(oder Jahr 5 Jahren je
Aufgaben) Posten
Teilnahme an Seminaren, Symposia, Tagungen
a
1 oder Kursen die ZfP behandeln und verwandte 1 3 8
Wissenschaften und Technologien
a
2.1 Teilnahme an internationalen und nationalen 1 3 8
Normenausschüssen
ab
2.2 Vorsitz von Normenausschüssen 1 3 8
a
3.1 Teilnahme an Sitzungen anderer ZfP- 1 3 8
Ausschüsse
ab
3.2 Vorsitz von Sitzungen anderer ZfP-Ausschüsse 1 3 8
a
4.1 Teilnahme an Sitzungen von ZfP-Arbeitsgruppen 1 5 15
ab
4.2 Vorsitz von ZfP-Arbeitsgruppen 1 5 15
cd
5.1 ZfP-bezogene technisch/wissenschaftliche 3 6 20
Beiträge oder Veröffentlichungen
cd
5.2 ZfP-bezogene veröffentlichte Forschungsarbeit 3 6 15
cd
5.3 ZfP-Forschungstätigkeit 3 6 15
ZfP-Ausbildung (je 2 Stunden) oder ZfP- d
6 1 10 30
Prüfungsbeauftragter (je Prüfung)
7 Industrietätigkeit
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d
7.1 Volle Verantwortlichkeit für eine Prüfeinrichtung 10 10 40
oder ZfP-Verfahren in einen Prüfungszentrum (für
jedes volle Jahr)
d
7.2 Reklamationsfälle mit Kunden behandeln 1 5 15
d
7.3 Entwicklung von ZfP-Anwendungen 1 5 15
a
Maximale Punktzahl für die Teilnahme an den Posten 1 bis 4: 20.
b
Punkte für gleichzeitigen Vorsitz und Teilnahme.
c
Falls mehr als ein Autor, muss der Hauptautor die Anzahl der Punkte für die anderen Autoren festlegen.
d
Maximale Punktzahl für jeden der Posten 5 und 6: 30; für Posten 7: 50.

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Anhang D
(informativ)

Anleitung zum Inhalt von Prüfungsstückdokumentationen

(mit Angaben zu Inhomogenitäten, die der Kandidat protokollieren muss, um zertifiziert zu werden)

INHALT

Prüfungsstückdokumentation für die praktische Prüfung – Anleitung zum minimalen Inhalt

Bewertung der praktischen Prüfung in den Stufen 1 und 2 – Anleitung zur prozentualen Wichtung

Bewertung der ZfP-Verfahrensbeschreibung im Teil D.3 der Stufe 3-Prüfung – Anleitung zur prozentualen
Wichtung

Jede Prüfungsstückdokumentation wird von einem Stufe 3-Zertifikatsinhaber aus mindestens zwei vonein-
ander unabhängigen Prüfprotokollen zusammen gestellt und genehmigt, die von entsprechend zertifiziertem
Stufe 2- oder Stufe 3-Personal mit mindestens zweijähriger Erfahrung in dem ZfP-Verfahren, für das das
Prüfungsstück benutzt werden soll, angefertigt worden sind.

Die voneinander unabhängigen Prüfprotokolle, aus denen die Prüfungsstückdokumentation zusammengestellt


ist, sollten als Unterlagen aufbewahrt werden.

Es wird nicht als notwendig erachtet, dass die Personen, die die unabhängigen Prüfungen durchführen, die
Prüfungstückdokumentation unterschreiben, wenn die Prüfprotokolle dazu aufbewahrt werden. Die
Prüfungsstückdokumentation muss aber von dem von der Zertifizierungsstelle dafür bevollmächtigten Stufe 3-
Zertifikatsinhaber mit seiner datierten Unterschrift bestätigt werden.
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D.1 Mindestinhalt
Name und Emblem der Zertifizierungsstelle

Prüfungsstück-Identifikationsnummer

Produktart

Werkstoff

Maße

Genaue Angabe zu angewendeten ZfP-Verfahren/-Techniken

ZfP-Verfahrensbeschreibung (Geräte, Justierung/Einstellung Betriebsbedingungen)

Enthaltene Inhomogenitäten

Inhomogenitäten, die vom Kandidaten protokolliert werden müssen (obligatorisch)

Zusammengestellt aus unabhängigen Prüfungen durch: (Identifikation zweier Prüfer)

Bestätigt durch: (Bevollmächtigter der Stufe 3)

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

D.2 Anleitungen zur prozentualen Wichtung praktischer Prüfungen in den Stufen 1


und 2

Tabelle D.1 — Anleitung zur prozentualen Wichtung praktischer Prüfungen in den Stufen 1und 2

Thema (Einzelheiten zu EN 473, Tabelle 7) Stufe1 Stufe 2


Teil 1: Kenntnisse über die ZfP-Geräte
a) Systemkontrolle und Funktionsprüfung 10 5
b) Überprüfung der Einstellungen 10 5
Zwischensumme 20 10
Teil 2: Anwendung des ZfP-Verfahrens
a) Vorbereitung des Prüfgegenstandes (z.B. Oberflächenzustand einschließlich 5 2
Sichtprüfung) n/a 7
b) Für Stufe 2, die Auswahl der ZfP-Techniken und die Festlegung der Prüfbedin-
gungen 15 5
c) Einstellen des Gerätes 10 5
d) Durchführung der Prüfung 5 1
e) Nachträgliche Arbeiten (z.B. Entmagnetisierung, Reinigung, Konservierung) 35 20
Zwischensumme
a
Teil 3: Nachweis und Protokollierung von Inhomogenitäten
a) Nachweis obligatorisch zu protokollierender Inhomogenitäten 20 15
b) Beschreibung (Art, Lage, Orientierung, vermeintliche Abmessungen usw.) 15 15
c) Stufe 2: Bewertung nach Regelwerk, Norm, Spezifikation oder Prüfanweisung n/a 15
d) Protokollgestaltung 10 10
Zwischensumme 45 55
b
Teil 4: Schriftliche Prüfanweisungen (Stufe 2-Kandidaten)
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a) Vorwort (Geltungsbereich, verwendete Unterlagen) Status und Verbindlichkeit 1


b) Personal 1
c) Zu benutzendes Gerät einschließlich Einstellungen 3
d) Produkt (Beschreibung oder Zeichnung einschließlich der Bereiche, die von 2
Interesse sind und den Zweck der Prüfung)
e) Prüfbedingungen einschließlich der Prüfvorbereitung 2
f) Ausführliche Anweisung zur Durchführung der Prüfung 3
g) Aufzeichnung und Klassierung der Prüfergebnisse 2
h) Prüfprotokoll 1

Zwischensumme 15
Gesamtbewertung für praktische Prüfungsstücke 100 % 100 %
a
Der Kandidat, der unter den in der Prüfungsstückdokumentation festgelegten Bedingungen eine dort als
obligatorisch zu protokollierende Inhomogenität nicht protokolliert, erhält für den Teil 3 der Praktischen Prüfung für
das jeweilige Prüfungsstück null Punkte.
b
Vom Stufe-2-Kandidaten wird gefordert, eine Prüfanweisung für ein vom Prüfungsbeauftragten ausgewähltes
Prüfungsstück zu erstellen, die von Stufe 1-Personal anwendbar ist. Falls ein Stufe 2-Kandidat ein Prüfungsstück
prüft, für das keine ZfP-Prüfanweisung erforderlich ist, so wird das Ergebnis als Prozentsatz von den
verbleibenden 85 Punkten berechnet.

33
EN 473:2000 + A1:2005 (D)

D.3 Anleitungen zur prozentualen Wichtung der praktischen Prüfung in der Stufe 3
(Entwurf einer ZfP-Verfahrensbeschreibung)

Tabelle D.2 — Anleitung zur prozentualen Wichtung des Teiles 3 der praktischen Prüfung in der Stufe
3 (Entwurf einer ZfP-Verfahrensbeschreibung)

Teil 1 % Maximum
Teil 1: Allgemein
a) Anwendungsbereich (Geltungsbereich, Produkt) 2
b) Prüfung der Unterlagen 2
c) Normative Verweisungen und ergänzende Informationen 4
Zwischensumme 8
Teil 2: ZfP-Personal 2
Teil 3: Material, das zur Durchführung der Prüfung benötigt wird
a) Wichtigste ZfP-Geräte (einschließlich Festlegung der Justierung und Voruntersuchung 10
der Prüfbarkeit)
b) Zusätzliche Ausrüstung (Vergleichs- und Justierkörper, Verbrauchsmaterial, Messwerk- 10
zeug, Sehhilfen usw.)
Zwischensumme 20
Teil 4: Prüfgegenstand
a) Bearbeitungszustand und Prüfflächenvorbereitung (Temperatur, Zugänglichkeit, Entfer- 1
nung von Schutzüberzügen, Rauheit usw.)
b) Beschreibung des Prüfvolumens, einschließlich Maßbezugspunkt 1
c) Gesuchte Inhomogenitäten 3
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Zwischensumme 5
Teil 5: Prüfdurchführung
a) Angewendete ZfP-Verfahren und -Techniken 10
b) Geräteeinstellung 10
c) Durchführung der Prüfung (mit Hinweis auf Prüfanweisungen) 10
d) Beschreibung der Inhomogenitäteneigenschaften 10
Zwischensumme 40
Teil 6: Zulässigkeitskriterien 7
Teil 7: Nachträgliche Arbeiten
a) Aufstellung über die nicht den Anforderungen entsprechenden Stücke (Kennzeichnung, 2
Aussortierung)
b) Wiederherstellung der Schutzüberzüge (wenn gefordert) 1
Zwischensumme 3
Teil 8: Protokollgestaltung 5
Teil 9: Gesamteindruck 10
Endsumme 100

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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Anhang ZA
(informativ)

Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den


grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie 97/23/EG

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen
Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet, um ein Mittel zur Erfüllung der
grundlegenden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption 97/23/EG (PED) bereitzustellen.

Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen der betreffenden Richtlinie in
Bezug genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist,
berechtigt die Übereinstimmung mit den in Tabelle ZA aufgeführten Abschnitten dieser Norm innerhalb der
Grenzen des Anwendungsbereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Übereinstimmung mit den
entsprechenden grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften
gegeben ist.

Tabelle ZA.1 — Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm


und der Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EG

Abschnitte/Unterabschnitte Grundlegende Anforderungen


Erläuterungen/Anmerkungen
dieser Europäischen Norm der Richtlinie 97/23/EG
Abschnitte 6, 7, 8.3, 9 und 10 Anhang I
Abschnitt 3.1.3 „Zerstörungsfreie
Prüfung“

WARNHINWEIS — Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere EU-
Richtlinien anwendbar sein.
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EN 473:2000 + A1:2005 (D)

Literaturhinweise

ISO 8402:1994, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung — Begriffe

ICNT WH 15-85 bis 23-85 (die Dokumente ICNT WH 16-85 bis 21-85 decken ZfP-Verfahren ab),
Zusammengestellt vom Internationalen Komitee für zerstörungsfreie Prüfung: Die vollständigen Empfehlungen
über die internationale Harmonisierung der Ausbildung, Qualifizierung und Zertifizierung von Personal der ZfP
(November 1985)

ICNT WH 15-85, Grundlegende Anforderungen an die nationalen Personal-Qualifizierungs- und


Zertifizierungssysteme*)

ICNT WH 16-85, Ultraschallprüfung*)

ICNT WH 17-85, Durchstrahlungsprüfung*)

ICNT WH 18-85, Wirbelstromprüfung*)

ICNT WH 19-85, Magnetpulverprüfung*)

ICNT WH 20-85, Eindringprüfung*)

ICNT WH 21-85, Dichtheitsprüfung*)

ICNT WH 22-85, Richtlinien für Ausbildungszeiten und die Wichtung der Qualifizierungs- und
Zertifizierungssysteme für ZfP-Personal*)

ICNT WH 23-85, Mustervereinbarungen über die gegenseitige Anerkennung der Qualifizierungs- und
Zertifizierungssysteme für ZfP-Personal*)
Normen-Download-Beuth-SGS Gottfeld NDT Services GmbH-KdNr.6984572-LfNr.3061738001-2006-01-12 08:51

*) Herausgegeben von: SKO, Foundation for the Qualification of Non Destructive Testing Personnel, Postbox 190,
NL-2700 AD Zoetermeer, The Netherlands.

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