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Wirtschaft ist zu schade,

um sie nicht mit zu gestalten!

Darum betreiben wir einen Verbund, in dem Waren, Dienstleistungen,


Erfahrung und Wissen miteinander geteilt werden können. Um das zu
erleichtern, gibt es eine gemeinsame Verrechnungseinheit als Zahlungs-
mittel. Damit können sich Menschen, Projekte und Firmen weiträumig
miteinander vernetzen - zum Vorteil aller Beteiligten!

Wir suchen Menschen, die den


Kooperationsring aktiv mitgestalten wollen.

Machen auch Sie mit,


indem Sie Mitglied
in unserer Genossenschaft werden!

Lesen Sie die nachfolgenden ersten Informationen. Ihre Fragen


beantworten wir sehr gern auch persönlich!
Wirtschaft einmal anders
Mit einer eigenen, selbst verwalteten Währung
neue Wege gehen.

Wirtschaft ist im ganzen Leben gegenwärtig. Jede/r hat mit ihr


zu tun. Eine Familie kann ebenso als Wirtschaftsunternehmen
bezeichnet werden, wie eine große Fabrik. Überall wo Waren
produziert oder Leistungen erbracht werden, wo sie getauscht
oder sonst wie gehandelt werden findet Wirtschaft statt.

Die „großen“ Wirtschaftsunternehmen sind meistens mit den Bedingungen


des Marktes und mit den Spielregeln, die ihnen z.B. der Gesetzgeber
auferlegt zufrieden. Aber die kleinen Unternehmen, auch die Familien und
Lebensgemeinschaften, insofern man sie als Wirtschaftsunternehmen
bezeichnet, finden immer mehr Bereiche, in denen sie unzufrieden damit
sind, wie „es“ läuft.

Ob nun eine Familie dringend in die neuen Winterschuhe der Kinder


investieren muss oder das kleine Fachgeschäft in eine neue Kühltheke:
Geld ist schwer zu beschaffen und meistens zu wenig vorhanden. Der
Zugang zu Geld ereignet sich (meistens) über die Vermarktung von
Arbeitskraft oder über Darlehen von Banken. Beides, Arbeit als Ware oder
verzinste Darlehen, sind dem natürlichen Wirtschaftsprozess des
solidarischen Teilens unter Menschen wesensfremd. Die damit
zusammenhängenden Probleme spitzen sich für immer mehr Menschen
zu.

Ist es möglich, Wirtschaft anders zu gestalten? Können wirtschaftliche


Formen entwickelt und gehandhabt werden, die zu mehr Gerechtigkeit und
Solidarität beitragen? Und nicht zuletzt: Kann eine nicht staatliche
Währung, die von den Verwender/innen selbst verwaltet wird solcher
Wirtschaft dienen? Alle drei Fragen bejahen wir aus vollem Herzen – und
darum liegt uns so viel am Coinstatt-Kooperationsring!
Kooperation statt Konkurrenz
Gemeinsam sind wir stark.

Ein verbreitetes Vorurteil besteht darin, dass viele Menschen


glauben, Wirtschaft würde nur mit den Ellenbogen
funktionieren. Zu oft wird geglaubt, dass der Stärkere siegen
soll, den guten Deal macht und dabei steinreich wird. Das gilt
vielleicht für manche Bereiche, der von Menschen
geschaffenen Wirtschaft (und wird erlebbar immer problematischer), aber
es gilt zum Beispiel nicht für Wirtschaftsformen, die sich aus den
Lebensphänomenen der Natur ableiten lassen. Dort überwiegen Modelle
der Kooperation, Konkurrenz ist eine Randerscheinung. Warum nehmen
wir Menschen uns daran so selten ein Beispiel?

Es gab allerdings immer schon Verbindungen, in denen das Prinzip der


Kooperation erfolgreich und beispielhaft gehandhabt wurde. Die
genossenschaftlich organisierten Unternehmungen sind dafür Beispiele.
Aber auch traditionelle Lebensformen, z.B. die der (intakten) Familie oder
lebendiger Freundeskreise legen Zeugnis dafür ab, dass ein gepflegtes
Miteinander Menschen in Gemeinschaft erfolgreicher und zufriedener sein
lässt.

Neuerdings entstehen wieder vermehrt solche Verbindungen, in denen


Menschen zusammen wirtschaften oder leben oder auch beides. Der
wirtschaftliche Erfolg wird täglich sichtbar und beweist: Kooperation ist
besser, als die sonst übliche Konkurrenz!
Komplementäre Währungen
Die eigne Welt mit neuem Geld

Wenn man Sie danach fragt, was Geld ist, werden Sie
vielleicht erstmal antworten: bei uns die Euros. Aber wenn Sie
etwas länger darüber nachdenken, fallen Ihnen
möglicherweise noch einige weitere Zahlungsmittel ein, die
auch Sie (hin und wieder) nutzen: Rabattpunkte, Bonusmeilen
oder vielleicht Tauschscheine, Stunden usw. usf. Alles, was neben dem
Euro als Zahlungsmittel verwendet wird, auch die Schweizer Franken, die
Sie aus dem Urlaub übrig haben, und die Ihre Fahrradwerkstatt für die
Reparatur annimmt, ist eine so genannte Komplementärwährung (von
franz. Komplement = Ergänzung).

Eine Komplementärwährung kann von einer Menschengemeinschaft


geschaffen und selbst verwaltet werden. Sie kann besondere
Eigenschaften bekommen und andere verlieren. Zum Beispiel kann der
Zugang zu so einem nicht staatlichen Zahlungsmittel leichter sein, Zinsen
gibt es nicht und die Gemeinschaft der Verwender/innen steht auch sonst
kooperativ füreinander ein.

Wir haben damit begonnen, eine solche Komplementärwährung zu


schaffen und in den Umlauf zu bringen. Dabei haben wir die ersten
gewerblichen und privaten Verwender/innen gefunden und viele
Erfahrungen gesammelt. Nun haben wir das bisher erarbeitete in den
Rahmen einer Genossenschaft gestellt, damit es noch weiter und
erfolgreicher wirksam werden kann.
Coinstatt: Wie alles anfing
„Es gibt nicht Gutes, außer man tut es.“ Erich Kästner

Fünf Menschen hatten 2007 gemeinsam die Idee und


begannen damit, sie umzusetzen: Eine eigene Verrech-
nungseinheit als „Währung“ in einem Verbund von Menschen,
die entweder als Gewerbetreibende oder auch als Privatleute
aktiv Wirtschaft anders gestalten. So entstand Coinstatt.

Kernanliegen waren (und sind), dass unsere „Währung“

-frei von Zinsen ist,


-besonders nachhaltig wirtschaftenden Firmen zugute kommt,
-dazu verwendet wird, bürgerschaftliches Engagement
zu fördern und
-vor allem leicht zu erhalten ist.

Die Strukturen und das zur Verwendung der „Währung“ erarbeitete Wissen
steht allen frei zur Verfügung, die es für die eigenen Zwecke im Sinne der
Gründer/innen von Coinstatt verwenden wollen. Wenn das Teilen von
Wissen und Begeisterung, von spekulativen Interessen befreit, zu einem
lebendigen Faktor einer Gemeinschaft wird, kann von ihr ausgehen, woran
uns so sehr gelegen ist: Wirtschaft kann anders, gesünder und gerechter
funktionieren, als es uns tagtäglich so vieler Orts vorgemacht wird.
Coinstatt: Wie es weitergehen soll
Auch große Ideen fangen klein an

Anfang 2010 fassten wir den Beschluss, uns um eine breitere


Basis für Coinstatt zu kümmern. Wir diskutierten
verschiedene Möglichkeiten und entschlossen uns für die
Gründung einer Genossenschaft, in der alle natürlichen und
juristischen Personen Mitglied werden können, die unser
Anliegen teilen. Die Genossenschaft bildet den Rahmen für den Coinstatt-
Kooperationsring.

Die Gründung der Genossenschaft wurde für Herbst vorgesehen (erfolgte


im Oktober 2010). Nun luden wir eine Reihe von Personen zu einer
„September-Konferenz“ nach Witten ein, um – jeweils aus eigener Sicht –
einen gemeinsamen inhaltlichen Input für den Coinstatt-Kooperationsring
zu erarbeiten. Die Ergebnisse sind als Buch erhältlich und können in
einem Internetforum diskutiert werden.

Es geht um „Neue Formen im Umgang mit Geld“, denn die alten, bislang
bekannten sind überholungsbedürftig. Und es geht um ein Geld, das
demokratisch verwaltet und leistungsgedeckt als Ergänzung neben dem
Euro existiert. Außerdem geht es um den Versuch, eine Plattform dafür zu
schaffen, auf der sich viele kleine Initiativen mit gleichem Anliegen
miteinander verbinden können, um ohne zu starke institutionelle Regeln
und Zwänge gemeinsam ein „Banking“ für die eigenen
Verrechnungseinheiten zu betreiben.
Die Genossenschaft
Gestalten auch Sie den Kooperationsring mit

Die Coinstatt-Kooperationsring eG i.G. (die Eintragung beim


Registergericht ist beantragt) bietet einen rechtlichen Rahmen
für die Organisation und die laufende Betreuung der
Verwendung einer eigenen Verrechnungseinheit als
Komplementärwährung neben dem Euro. Die Mitglieder der
Genossenschaft und alle Menschen, die die Coin-Währung verwenden,
bilden eine soziale Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft kooperiert durch
gemeinsames Wirtschaften und das freie Teilen von Wissen und Ideen
(Copy-Left). Der Kooperationsring soll weitgehend entinstitutionalisiert als
Assoziation von privaten und gewerblichen Verwendern/innen der Coin-
Währung bestehen.

Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die


das Anliegen der Genossenschaft unterstützen möchten. Hierfür können
Satzung und Beitrittsformular angefordert oder in unserem Internetauftritt
herunter geladen werden.

Um die weitere Ausbreitung von Coinstatt zu ermöglichen, sind wir darauf


angewiesen, dass möglichst viele Genossenschaftsanteile erworben
werden. Unser Budget für das Jahr 2011 kalkulieren wir mit 30.000 Euro.
Darin enthalten sind alle Kosten und die Vergütung für zwei angestellte
Mitarbeiter. Unterstützen Sie uns! Werden auch Sie Mitglied in der
Coinstatt-Kooperationsring eG i.G., in dem Sie einen oder mehrere Anteile
an ihr erwerben.
In unserem Internetauftritt finden Sie viele weitere Informationen, u.a. auch die
Satzung und das Beitrittsformular zum herunterladen.

Coinstatt-Kooperationsring eG i.G.
Bergweg 50

58313 Herdecke

www.coinstatt.org
kontakt@coinstatt.de

Tel.: 02330 - 608038