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ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und

STUDIUM GENERALE
Lehrangebote, Veranstaltungen,
Öffentliche Wissenschaft
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft
Studium Generale
Qualifikationsmodule
Schlüsselqualifikationen
Sommersemester 2011

Vorlesungen, Seminare und Workshops für Studierende aller Fakultäten, KIT-Angehörige und Gasthörer

KIT – Universität des Landes Baden-Württemberg und


nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft
www.zak.kit.edu
»Was wir wissen, ist ein
Tropfen; was wir nicht
wissen, ein Ozean.«
Isaac Newton

Das ZAK im Sommersemester 2011


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Prof. Dr. Caro


line Y. Robertson
-von Trotha

3
Inhaltsverzeichnis
Das ZAK 7
Öffentliche Wissenschaft 11
Überblick: Veranstaltungen SoSe 2011
Colloquium Fundamentale 16
KIT im Rathaus 18
Internationales Forum: Arabische Filmnacht 18
Karlsruher Filmwochen 2011 19

Studienangebote des ZAK 21



Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft 25
Die Bausteine im Überblick 31
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SoSe 2011 35
Überblick
1. Grundzüge moderner Kulturinstitutionen 39
2. Historische Dimension der Kulturpraxis / Kulturelles Erbe 40
3. Medienkommunikation 41
4. Interkulturelle Kommunikation / Interkulturelles Lernen / Multikulturalität 44
5. Wissenschaft und Kultur 48
6. Wertewandel / Verantwortungsethik 49
7. Kulturpolitik 51
8. Kultursoziologie / Kulturwissenschaft / Cultural Studies 52
9. Kulturökonomik / Kulturmanagement 54
10. Architektur und Stadtplanung als Kulturpraxis 55
11. Arbeitswissenschaft 56
12. Theorie und Praxis der Kulturästhetik 59
13. Allgemeine Ökologie / Umwelt- und Ressourcenökonomik 61
14. Technikentwicklung / Technikgeschichte 62
65
4
Qualifikationsmodule 68
Inter-Act – Internationalisierung und interkulturelle Handlungskompetenz 69
MeKKo – Medien-Kultur-Kommunikation: Europäische Medienkultur und Öffentlichkeit 70
FunD – Führungskompetenz und unternehmerisches Denken 71
DiMa – Diversity Management 72
EURIIS – European Integration and Institutional Studies 73
Studium Generale klassisch
75
Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen 76
Wahlbereich „Kultur - Politik - Wissenschaft - Technik“ 78
Wahlbereich „Kompetenz- und Kreativitätswerkstätten“
81
Studium Generale 84
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SoSe 2011
Überblick Interdisziplinäre Themenfelder 95
Mensch & Gesellschaft 109
Natur & Technik 137
Kultur & Medien 157
Wirtschaft & Recht 179
Politik & Globalisierung 193
Einblicksveranstaltungen 197
Basiskompetenzen & EDV 209
Kreativitätswerkstätten 215
Orchester & Chor
221
Index

5
6
Das ZAK

7
Das ZAK Ziele und Aufgaben
Das interdisziplinär ausgerichtete ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwis-
senschaft und Studium Generale erbringt als wissenschaftliche Einrichtung
des KIT zentrale Leistungen für die Zielstellung des KIT. Aus kulturwissen-
schaftlicher Perspektive leistet das ZAK einen Beitrag, den interdisziplinären
Austausch am KIT und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft,
Stadt und Region zu fördern. Es stärkt die Hochschulausbildung des KIT durch
Zusatzqualifikationen für Studium, Beruf und Gesellschaft. Das ZAK fördert
damit die individuelle Bildung sowie das Verantwortungsbewusstsein der Stu-
dierenden und Absolventen und unterstützt die institutionelle gesellschaftli-
che Verantwortung (Corporate Social Responsibility) des KIT.

Zu seinen Aufgaben gehören:


Das ZAK

• den Dialog zwischen den Disziplinen im Bereich


gesellschaftsrelevanter Themen zu intensivieren,
• die Entwicklung und Organisation geeigneter Veranstaltungen im
Rahmen der Öffentlichen Wissenschaft, um den Austausch
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu unterstützen,
• die Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Bereich des
Kompetenzerwerbs aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu
erforschen,
• die fachübergreifende Lehre an der Universität zu fördern und
Orientierungswissen in Anlehnung an die Tradition der Liberal Arts
zu vermitteln,
• den Erwerb von praxisorientierten Studien- und berufsorientierten
Schlüsselqualifikationen zu ermöglichen,
• innovative Lehr- und Lernmodule in der fachübergreifenden Lehre
zu entwickeln und anzubieten.

8
Einige Kooperationspartner des
ZAK in Karlsruhe

Das ZAK
9
Kollegium am ZAK House of Competence (HoC)
Von den etwa 200 Lehrveranstaltungen eines Semesterprogramms Das ZAK kooperiert in dem Bereich Schlüsselqualifikationen mit
des Studium Generale werden etwa 60 von den DozentInnen des dem House of Competence (HoC), das die Universität Karlsruhe
ZAK-Kollegiums geleitet. Bei den DozentInnen handelt es sich um (TH) und das Land Baden-Württemberg gegründet haben, um im
universitäre und außeruniversitäre ExpertInnen aus Wissenschaft, Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes den Spitzenplatz der
Forschung, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Politik, die eine Universität in Forschung und Lehre zu stärken.
hohe fachliche Kompetenz und eine breite berufliche Erfahrung in Das ZAK untersucht die Zusammenhänge von Globalisierung, Iden-
ihre Seminare einbringen. tität, technisch-kulturellem Wandel und interkultureller Kommuni-
Die Qualität der Lehre am ZAK wird durch die regelmäßige Lehrev- kation. Im Rahmen seiner Aufgaben öffnet das ZAK ausgewählte
aluation der einzelnen Veranstaltungen und durch die didaktische Lehrveranstaltungen für den Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifi-
Weiterbildung der Lehrbeauftragten sichergestellt. kationen für das Lehrangebot des House of Competence (HoC).

Angewandte Kulturwissenschaft
in den Studiengängen
Angewandte Kulturwissenschaft wird als Ergänzungsfach unter
anderem in dem Diplomstudiengang Informatik angeboten. Das
Ergänzungsfach umfasst insgesamt 14 Semesterwochenstunden
inklusive eines zweiwöchigen Praktikums und einer mündlichen
Abschlussprüfung von 40 Minuten. Grundlage für das Lehrange-
bot sind die 14 Bausteine des ZAK-Begleitstudiums.
Im Rahmen des Bachelorstudienangebots der Fakultät für Geistes-
und Sozialwissenschaften wird das Ergänzungsfach „Angewandte
Kulturwissenschaft/Kulturarbeit“ als praxisorientierte Ausbildung
im Ergänzungsbereich angeboten. Das ZAK bietet hierzu verschie-
dene Lehrveranstaltungen an. Viele Fakultäten erkennen darüber
hinaus auf Anfrage „Angewandte Kulturwissenschaft“ als Neben-
bzw. Ergänzungs- oder Vertiefungsfach an. Lehrveranstaltungen
des ZAK können überdies von Studierenden des Maschinenbaus
Kollegium-Treffen 2009 und der Elektrotechnik als Nichttechnisches Wahlpflichtfach
belegt werden.

10
„Es ist fast unmöglich, die Fackel
der Wahrheit durch ein Gedränge zu
tragen, ohne jemandem den Bart
zu sengen.“

Georg Christoph Lichtenberg

Öffentliche Wissenschaft

11
Öffentliche Wissenschaft
Mit der Öffentlichen Wissenschaft macht das ZAK Ergebnisse und Entwick-
lungen aus Forschung und Wissenschaft der interessierten Öffentlichkeit
zugänglich und stellt diese zur Diskussion. Öffentliche Vortragsreihen, Podi-
umsdiskussionen und internationale Symposien wecken Neugier und vertie-
fen das Problembewusstsein und Verständnis der Interessierten. Damit wird
die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an naturwissenschaftlich-techni-
Öffentliche Wissenschaft

schen Fragestellungen sowie an aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten


ermöglicht und gesellschaftliche Impulse werden an die Wissenschaft heran-
getragen und in ihr erörtert. Zugleich erbringt das ZAK mit der Öffentlichen
Wissenschaft eine integrative Wirkung innerhalb des KIT und für das KIT in
Stadt und Region.

Viele Beiträge aus den Veranstaltungen im Bereich Öffentliche


Wissenschaft werden in unseren Publikationsreihen veröffentlicht.
Videomitschnitte und Fotos der Veranstaltungen können auf
der Homepage des ZAK angesehen werden.

www.zak.kit.edu

12
Karlsruher Gespräche
Colloquium Fundamentale

Öffentliche Wissenschaft
KIT im Rathaus
Internationales Forum
Jean Monnet Keynote Lecture
Europäische Kulturtage

13
Karlsruher Gespräche
Die seit 1997 jährlich stattfindenden Karlsruher Gespräche grei-
fen jeweils ein aktuelles Thema auf, das unter Einbeziehung von
Karlsruher Kulturinstitutionen auf diskursiv-reflektierende und
ästhetisch-künstlerische Weise behandelt wird. Der Kongress
ermöglicht damit gleichermaßen einen fundierten Überblick
sowie die sinnliche Erschließung des Themenbereichs. So werden
neben dem interdisziplinären Symposium mit Grundsatzrefera-
ten, Kurz-Statements und Gesprächsrunden sowie einer Podi-
umsdiskussion künstlerische Elemente wie Theater, Film, Lesung
Öffentliche Wissenschaft

und Musik in das Programm integriert. Die Karlsruher Gespräche


sollen durch Anregung des gesellschaftlichen Dialogs und durch Daniel Domscheid-berg und Andrew Keen bei den KG15
den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur
und Medien überkommene Denkweisen aufbrechen und die
Suche nach neuen Wegen und Erkenntnissen fördern. Colloquium Fundamentale
Die Karlsruher Gespräche werden gefördert durch die Sparda- Das Colloquium Fundamentale findet jedes Semester statt und stellt
Bank Baden-Württemberg eG und ihre Stiftung Kunst und Kultur ein Thema in Vorträgen, Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen
und unterstützt durch die Stadt Karlsruhe sowie viele Kulturinsti- interdisziplinär in den Mittelpunkt. Das Colloquium Fundamentale ist
tutionen vor Ort. seit jeher eine der zentralen Vortragsreihen der Universität Karlsruhe
(TH). Das Karlsruher Institut für Technologie führt diese Tradition fort
und wendet sich mit dem Colloquium Fundamentale an Studierende
Stiftung Kunst und Kultur der und Mitglieder des KIT sowie an die interessierte Öffentlichkeit.
Jeweils im Wintersemester wird ein Thema von gesellschaftspoliti-
scher Relevanz fokussiert. Im Sommersemester steht ein natur- oder
ingenieurwissenschaftlicher Forschungsbereich mit seiner gesell-
schaftlichen Wirkung im Mittelpunkt des Colloquium Fundamentale.

14
KIT im Rathaus Jean Monnet Keynote Lecture
In der Nachfolge der Veranstaltungsreihe Universität im Rathaus, bei
Das Jean Monnet-Programm der Europäischen Kommission
der die Universität seit dem Wintersemester 2002/03 regelmäßig im
fördert Lehrangebote und Forschungsvorhaben zur euro-
Rathaus der Stadt Karlsruhe zu Gast war, stellt sich seit dem Som-
päischen Integration an Hochschulen und ist Teil des Ange-
mersemester 2008 das KIT mit seinen Zentren, Schwerpunkten und
bots zum lebenslangen Lernen. Das ZAK bietet neben einem
Kompetenzbereichen vor. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsru-
Ringseminar zusätzlich einmal pro Semester eine Jean Monnet
he und die Präsidenten des KIT laden herzlich in den Bürgersaal des
Keynote Lecture an. Studierende und Mitglieder des KIT sowie
Rathauses ein. Die Veranstaltung KIT im Rathaus bietet eine Platt-
die interessierte Öffentlichkeit haben die Möglichkeit, mit her-
form des Austauschs zwischen dem KIT und der Stadt Karlsruhe,
vorragenden Experten über Themen der europäischen Integra-
zwischen Wissenschaft und einer breiten Öffentlichkeit.

Öffentliche Wissenschaft
tion und europäischer Institutionen in Dialog zu treten.

Internationales Forum Europäische Kulturtage Karlsruhe


Das Internationale Forum bietet eine Plattform für den internatio- Die Europäischen Kulturtage Karlsruhe (EKT) bilden seit 1983
nalen Kulturaustausch am KIT, das die Tradition von Universität und einen besonderen Höhepunkt im kulturellen Leben der Stadt
Forschungszentrum als Orte interkultureller Begegnungen fortsetzt. Karlsruhe. Die beteiligten Kulturinstitutionen in Stadt und Re-
Über 3000 ausländische Studierende und viele hundert Gastwissen- gion befassen sich im zweijährigen Turnus mit der historischen
schaftler sind an den verschiedenen Instituten und Einrichtungen und zeitgenössischen Kultur des europäischen Kontinents und
tätig. Sie repräsentieren nicht nur die internationale Attraktivität stellen hierbei jeweils eine Region oder ein bestimmtes Thema
Karlsruhes als Wissenschafts- und Forschungsstandort, sondern in den Mittelpunkt.
auch die Offenheit von Stadt und Region gegenüber heutigen inter- Das zweitägige wissenschaftliche Symposium zu den Europä-
kulturellen Lebensformen. Das Internationale Forum am ZAK dient ischen Kulturtagen wird seit 1992 vom ZAK mit unterschied-
im Austausch zwischen KIT und Öffentlichkeit als ein Präsentations- lichen Kooperationspartnern wie beispielsweise dem ZKM |
und Diskussionsforum für diese kulturelle Vielfalt. Zentrum für Kunst und Medientechnologie oder dem Badi-
In Zusammenarbeit mit Karlsruher Hochschul- und Kultureinrich- schen Staatstheater veranstaltet. Inhaltlich greift das ZAK die
tungen werden Vorträge und Workshops, aber auch Ausstellungen, Thematik der Europäischen Kulturtage auf und beleuchtet sie
Lesungen und Filmvorführungen organisiert. Wir laden insbesonde- aus Sicht von Wissenschaft, Forschung, Politik, Wirtschaft, Ge-
re unsere Gastwissenschaftler und ausländischen Studierenden ein, sellschaft und Kultur in Form von wissenschaftlichen Vorträ-
sich aktiv an dem Forum zu beteiligen. gen, Diskussions- und Gesprächsrunden sowie künstlerischen
Beiträgen.

15
Veranstaltungsüberblick im Sommersemester 2011
Colloquium Fundamentale
Volle Fahrt voraus?
Die mobile Gesellschaft zwischen Technik-Euphorie und Protest
In diesem Sommersemester wird das Colloquium Fundamentale den Blick auf die Zusammenhänge zwischen Geschichte, Technik und
Gesellschaft der Mobilität und, noch präziser: auf die mobile Gesellschaft richten, die wir inzwischen geworden sind. Mobilität bildet
eine der Voraussetzungen individueller Teilhabe an der Gesellschaft und fungiert gleichzeitig als Gradmesser ihrer Entwicklung – und als
Öffentliche Wissenschaft

Ausdruck von Lebensqualität.

In der Geschichte lassen sich immer wieder Phasen beobachten, die gekennzeichnet sind durch hohe Mobilität und zumeist Umbrüche
oder sogar historische Zäsuren markieren. Mit der aufkommenden Industrialisierung änderte sich nicht nur das menschliche Verständnis
von Mobilität, sondern auch das Gefühl für Zeit. Entfernungen, für die man zuvor noch viele Tage benötigt hatte, schrumpften mit der
Einführung der Eisenbahn sichtbar zusammen und verloren fast an Bedeutung. Für Wirtschaft, Technik und Gesellschaft bedeuteten
diese Entwicklungen tiefgreifende, geradezu revolutionäre Einschnitte.

Als individuelle Komponente der Fortbewegung kam wenig später das Automobil hinzu, dessen 125. Jubiläum wir in diesem Jahr feiern
und dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft erst heute richtig ermessen werden kann. Dass diese Technologie durch die enorme
Abgasbelastung zu ökologischen Problemen führen würde, sah damals noch niemand voraus. Auch heutzutage wird das Auto dennoch
und so stark wie nie zuvor genutzt. Der Bundesverkehrswegeplan prognostiziert bis 2015 eine Zunahme des Personenverkehrs um
nochmals 20 Prozent. Daher sollen vor diesem Hintergrund auch Visionen und Trends emissionsarmer Fortbewegungsmittel in den Blick
genommen werden. Welche zukünftigen Entwicklungen sind etwa in der E-Mobilitätssparte denkbar?

Ein leistungsfähiges Verkehrssystem ist für eine wettbewerbsfähige Volkswirtschaft unverzichtbar und ermöglicht darüber hinaus den
Menschen eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben: Umso prekärer nehmen sich etwa Verspätungen, Kapazitätsengpässe,
lückenhafte Sicherheitsstandards oder eine mangelnde Informationspolitik bei den Transportsystemen aus – defekte Klimaanlagen in
einigen Zügen der Deutschen Bahn im Sommer oder eingefrorene Weichen im Winter mögen dafür nur zwei Beispiele von vielen sein.

16
Auf gesellschaftlicher Ebene artikulieren sich Proteste gegen verkehrstechnische Großprojekte wie Stuttgart 21 immer heftiger. Längst
sind es jedoch keine Aktivistengruppen mehr, die gegen solche Unternehmungen zu Felde ziehen – die Projektgegner von Stuttgart 21
setzen sich aus Bürgerinnen und Bürgern weit über den Kreis der Betroffenen hinaus zusammen. Experten sprechen in diesem Zusam-
menhang von sogenannten „Aktivbürgern“. Haben wir es hier mit einer neuen Protestkultur zu tun?

Öffentliche Wissenschaft
Gefragt werden soll dabei auch danach, ob sich an den neuen Formen des Protestes tatsächlich eine Art von Technikfeindlichkeit mani-
festiert, wie sie der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich unlängst den Westdeutschen vorwarf. Sind die Proteste Ausdruck einer
Fortschritts- und Technikfeindlichkeit oder spiegelt sich darin eher die Unzufriedenheit der Bevölkerung gegenüber den Akteuren der
Politik wider?

Die Vortragsreihe möchte einen facettenreichen Einblick in die interdependenten Entwicklungen von Mobilität und Gesellschaft geben
und aktuelle Debatten rund um die mobile Gesellschaft aufgreifen.

Weitere Informationen über die Vortragsreihe Colloquium Fundamentale können Sie unserer Homepage:
www.zak.kit.edu entnehmen.

Veranstalter: ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale


Leitung: Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK
Organisation: Rubina Zern M.A.
Pressearbeit: Anna Kwiatkowski M.A.
Ort: NTI-Hörsaal, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Geb. 30.10, Engesserstrasse 5, EG
Wollen Sie aktuelle Informationen zu den
Termin: Donnerstags, meist 14-täglich, 18h00-19h30 Veranstaltungen des ZAK? Schicken Sie eine
E-Mail mit dem Stichwort „ZAK-NEWS“ an:
zak@zak.kit.edu

17
Veranstaltungsüberblick im Sommersemester 2011 Veranstaltungsüberblick im Sommersemester 2011

Internationales Forum
KIT im Rathaus
„Arab Shorts“ – Arabische Filmnacht
Aus Anlass des aktuellen Wissenschaftsjahres Gesundheits-
forschung präsentiert das KIT im Sommersemester 2011 Internationales Forum des ZAK im Rahmen der Veranstaltungs-
seinen Kompetenzbereich Angewandte Lebenswissenschaf- reihe „Mittelmeer vor Ort“ des deutschen Netzwerks der
ten, der das komplexe Zusammenspiel von Biologie, Chemie, Anna-Lindh-Stiftung
Toxikologie, Medizin und Ingenieurswissenschaften in sich
„Arab Shorts“ ist eine neue Plattform des jungen, unabhängigen
vereint. Die Forschungsfelder des Kompetenzbereichs rei-
Öffentliche Wissenschaft

arabischen Kurzfilms. Elf Kuratoren aus der arabischen Welt haben


chen von Roboter-unterstützter Chirurgie und Telemedizin,
im Auftrag des Goethe-Instituts Kairo über 50 Spiel-, Dokumen-
über die Risikoevaluierung von Lebensmittelinhaltsstoffen,
tar-, Animations- und Experimentalfilme ausgewählt, die die reich-
bis hin zur biologischen Nutzung von Nanostrukturen in
haltige und dynamische Filmkultur der arabischen Welt spiegeln.
Medizin, Lebensmittelproduktion sowie Biotechnologie. Der
Eine Auswahl wurde von dem künstlerischen Leiter des Projektes,
Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und die Präsidenten
dem Berliner Kurator und Filmemacher Marcel Schwierin, für ein
des KIT laden herzlich zu dieser Veranstaltung in den Bürger-
abendfüllendes Programm zusammengestellt. Auf Einladung des
saal ein. Ganz besonders willkommen sind Schülerinnen und
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium
Schüler. Im Anschluss an die Vorträge findet ein Empfang
Generale zeigt und begleitet Marcel Schwierin das Programm
mit der Möglichkeit zur Diskussion im oberen Foyer des Rat-
auch in Karlsruhe, wo ein Fokus auf den Ländern Tunesien und
hauses statt.
Ägypten liegen wird.
Genauere Informationen zum Termin In Kooperation mit dem Goethe-Institut Ägypten
und Programm entnehmen Sie bitte unserer Homepage und einem örtlichen Kino.
www.zak.kit.edu.
Termin: 11. Mai 2011, 19:00 Uhr
Ort: wird bekannt gegeben unter www.zak.kit.edu
Kontakt: Rubina Zern M.A., Swenja Zaremba M.A.
veranstaltungen@zak.kit.edu

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Veranstaltungsüberblick im Sommersemester 2011 Fr 20. Mai, 20 Uhr Fritz Lang: Dr. Mabuse der Spieler, Teil 1.
D 1922, Stummfilm mit Livemusik
Karlsruher Filmwochen 2011 Sa 21. Mai, 20 Uhr Alfred Hitchcock: The Lodger/ Der Mieter.
FRITZ LANG & ALFRED HITCHCOCK GB 1926, Stummfilm mit Premiere der Neuvertonung von Luke
Styles
Freitag, 20. Mai bis Sonntag, 5. Juni 2011
Fr 3. Juni, 20 Uhr Fritz Lang: Dr. Mabuse, der Spieler, Teil 2.
Deutschland 1922, Stummfilm mit Livemusik
Die Entstehung einer globalen
Filmsprache – zweimal fünf Filme Weitere Filme, darunter: Alfred Hitchcock, Blackmail, Fritz Lang, M,
und eine Premiere: vier Stumm- Alfred Hitchcock, The Man Who Knew Too Much, Alfred Hitchcock,

Öffentliche Wissenschaft
filme mit Livemusik, die ersten North by Northwest
Tonfilme von Lang und Hitchcock Die genauen Termine werden bekannt gegeben.
– elf Filmklassiker aus Europa und Ort: Schauburg Karlsruhe, Marienstr.16
Hollywood.
Begleitende Veranstaltungen:
Fritz Lang entwickelte in Filmen wie Dr. Mabuse und M eine eigenstän- Seminar des ZAK: „Karlsruher Filmwochen 2011 – Alfred Hitchcock &
dige, offene Zeichensprache des Kinofilms. Zu seinen frühen Bewunde- Fritz Lang. Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik“, S. 150
rern gehörte Alfred Hitchcock (The Lodger; Der Mann der zuviel wußte). Seminar der AWWK: „Traumfabrik: Karlsruher Filmwochen 2011.
Beide Filmautoren waren innovative Grenzgänger zwischen den Filmkul- Alfred Hitchcock und Fritz Lang – Spuren suchen, Zeichen deuten“
turen Europas und Hollywoods; sie schufen eine kulturenübergreifende (Beginn 29.04.2011, Anmeldung: AWWK)
Aesthetik, die unseren praktischen Umgang mit Medien bestimmt. Die
Eine Zusammenarbeit von:
Karlsruher Filmwochen 2011 in der Schauburg erkunden die Beziehun-
gen zwischen ausgesuchten Filmwerken von Lang und Hitchcock, die bis
heute Maßstäbe setzen: Gelegenheit, zwei Klassiker neu zu entdecken
und zu vergleichen: ihre frühen Stummfilme, ihre ersten Tonfilme, Filme
aus Deutschland, Großbritannien und den USA.
Alle Stummfilme werden mit Livemusik aufgeführt. Zum Thema der Karls- AFK (Akademischer Filmkreis Karlsruhe)
ruher Filmwochen 2011 bieten ZAK und AWWK Seminare an. Höhepunkt Schauburg Kino & Theater
Mit freundlicher Unterstützung der Georg-Fricker-Stiftung
ist die Premiere der Filmmusik zu Hitchcocks erstem Stummfilmerfolg The
Lodger, komponiert von Luke Styles, der u.a. an der Karlsruher Musikhoch-
Weitere Informationen:
schule bei Wolfgang Rihm studierte, international mit zahlreichen Musik- www.zak.kit.edu
preisen ausgezeichnet wurde und heute in London lebt. www.awwk-karlsruhe.de
www.schauburg.de
19
20
Studienangebote des ZAK

21
Hinweise zum Erwerb von ECTS-Punkten
Bei den in dieser Broschüre aufgeführten Lehrangeboten handelt
es sich sowohl um Angebote des ZAK als auch um eine Auswahl Die Studienangebote
von Lehrveranstaltungen aus den Fakultäten.
des ZAK sind:
ECTS-Punkte können von Studierenden in allen ZAK-Veranstal-
tungen erworben werden. Bitte klären Sie zu Beginn des Seme- • das Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft
sters mit dem jeweiligen Dozenten, welchen Leistungsnachweis als Zusatzqualifikation mit Praktikum, Abschlussprüfung
Sie erwerben wollen: und Hochschulzertifikat des KIT
• die Qualifikationsmodule, die einen thematisch fundierten
• 2 ECTS-Punkte: Regelmäßige aktive Teilnahme und ggf. Qualifikationsnachweis ermöglichen
Mitwirkung durch ein Kurzreferat etc.
• 3 ECTS-Punkte: Regelmäßige aktive Teilnahme und • Lehrangebote im Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen
zusätzlich ein Referat, Protokoll, Reflexionsbericht oder für Bachelor- und Master-Studiengänge in Zusammenarbeit
eine kleine Hausarbeit mit dem House of Competence (HoC)
• 4 ECTS-Punkte: Regelmäßige aktive Teilnahme, mündliches • die für alle Interessierten offenen Angebote im Studium Generale,
Referat und ausgearbeitete Seminararbeit (8-10 Seiten) die in fünf interdisziplinäre Themenfelder sowie in
oder mündliche Prüfung (25-30 min.) oder Klausur Einblicksveranstaltungen, Basiskompetenzen & EDV,
• 6 ECTS-Punkte: Regelmäßige aktive Teilnahme, mündliches Kreativitätswerkstätten, Orchester & Chor gegliedert sind.
Referat und ausgearbeitete Seminararbeit (15-20 Seiten)

Inwiefern Sie ECTS-Punkte in den Veranstaltungen erwerben


können, die nicht vom ZAK angeboten werden, ist mit dem
jeweils zuständigen Dozenten abzusprechen.

22
Überblick über die Studienangebote am ZAK
Begleitstudium
Qualifikationsmodule Studium Generale
“Angewandte Kulturwissenschaft“

Studierende aller Fachbereiche Studierende, Studierende, Gasthörer u.


Zugangsberechtigung
(auch der Musikhochschule und der Graduiertenkollegs, Universitätsangehörige
Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Doktoranden (Einschränkungen s. Veranstaltungskommentare)
Graduiertenkollegs, Doktoranden

Strukturiertes 14 Themenbausteine aus dem derzeit 6 Module mit offenes Angebot von etwa
Curriculum Fächerspektrum der verschiedenen Grundlagen- und 180 Veranstaltungen
Disziplinen unter dem Leitbild des Vertiefungsteil (interdisziplinäre Lernbereiche)
erweiterten Kulturbegriffs

Quantitativer Ringvorlesung zur Einführung und fünf 4 (Projekt)Seminare offen


Studienumfang benotete Seminare (12 SWS) (8-10 SWS)
zweiwöchiges Praktikum,
mündliche Abschlussprüfung
Studienbegleitende
5 benotete Seminararbeiten, Praktikum 2-4 benotete Keine
Leistungsprüfung Seminararbeiten / Projektarbeit

Abschlussprüfung mündlich, 40 Minuten Keine Keine

Hochschulzertifikat und Zeugnis Zertifikat Siehe Qualifikationsmodul


Zertifikat Studium Generale klassisch

Seit dem WS 2007/2008 bietet das ZAK darüber hinaus Lehrveranstaltungen an, die für den Wahlpflichtbereich
Schlüsselqualifikationen der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge angerechnet werden können.
Eine Übersicht und Erläuterungen finden Sie ab S. 75.

23
24
Begleitstudium
Angewandte Kulturwissenschaft

25
Begleitstudium
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Angewandte Kulturwissenschaft
Das Konzept
Das Studium der Angewandten Kulturwissenschaft ist ein überfach-
liches Begleitstudium und versteht sich als Ergänzung zum jewei-
ligen Fachstudium. Neben interdisziplinärem Grundlagenwissen
werden an kulturwissenschaftlichem Denken orientierte Kompe-
„Der interdisziplinäre Diskurs und tenzen im Rahmen eines fachübergreifenden Orientierungswissens
die Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven vermittelt, die für alle Berufe zunehmend an Bedeutung gewinnen.
sind eine gute Vorbereitung auf das Arbeitsleben und
Das Konzept, Angewandte Kulturwissenschaft als Zusatzqualifika-
die Verantwortung in Führungsaufgaben.“ tion anzubieten, ist nach wie vor bundesweit einzigartig. Es wurde
bereits im Wintersemester 1990/91 eingeführt. Im internationalen
(Alumnus Roland Stähler) Vergleich lehnt sich das Begleitstudium an das anglo-amerikanische
Studium der Liberal Arts an.

Zielgruppe
Das Begleitstudium steht den Studierenden aller Fakultäten des KIT
offen. Auch Teilnehmende der Graduiertenkollegs sowie Doktoran-
dinnen und Doktoranden können das Begleitstudium absolvieren.
Dabei richtet es sich gleichermaßen an Studierende der Ingenieur-,
Technik- und Naturwissenschaften wie auch der Geistes- und Sozi-
alwissenschaften. Studierende der Hochschule für Gestaltung Karls-
ruhe (HfG) und der Staatlichen Hochschule für Musik (HfM) können
ebenfalls am Begleitstudium teilnehmen. Hierdurch wird die inter-
disziplinäre Zusammensetzung des Lernumfeldes garantiert.

26
5 Seminare

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft


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27
Studienabschluss Studierende im Begleitstudium
Nach erfolgreichem Abschluss des Begleitstudiums erhalten die
Studierenden ein benotetes Zertifikat und ein Zeugnis des KIT. (nach Anmeldungen 2008-2010)
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Studieninhalte
Im Rahmen des Studiums der Angewandten Kulturwissenschaft
erhalten Studierende einen fundierten Einblick in verschiedene
kulturwissenschaftliche und interdisziplinäre Themenbereiche im
Spannungsfeld von Kultur, Technik und Gesellschaft. Insgesamt 14
thematische Bausteine behandeln Bedingungen, Verfahren und Kon-
zepte zur Analyse und Gestaltung grundlegender gesellschaftlicher
Entwicklungsaufgaben. Der kulturwissenschaftliche Ansatz erweist
sich als besonders geeignet, aktuelle gesellschaftliche und interdiszi-
plinäre Themen aufzugreifen und in Seminaren zu diskutieren. Dabei
werden die Studierenden mit unterschiedlichen Definitionen und
Dimensionen von Kultur vertraut gemacht. Am ZAK wird ein erwei-
terter Kulturbegriff vertreten, der unter Kultur nicht nur Hochkultur
im Sinne von Malerei, Literatur, Theater und Musik versteht, sondern
auch weitere Kulturpraktiken, gemeinsame Werte und Normen sowie
historische Dimensionen in den Blick nimmt.
Von Bedeutung ist aber auch der Erwerb zusätzlicher praktischer und
beruflicher Qualifikationen, z.B. für Führungsaufgaben, Tätigkeiten
im internationalen Umfeld, Projektmanagement, Öffentlichkeitsar-
beit und kulturorientierte Managementberufe. Lernformen in kleinen
Seminargruppen vermitteln Techniken des wissenschaftlichen Arbei-
tens wie beispielsweise Recherche, wissenschaftliches Schreiben und
die anschließende Präsentation von Arbeitsergebnissen. Im interdis-
ziplinären Lernumfeld werden zudem Teamarbeit, Argumentations-
technik und fachübergreifende Kommunikation geübt.

28
Studienanforderungen Leitfaden für Seminararbeiten
Das Begleitstudium umfasst insgesamt 12 SWS und ein Zur Anleitung und Unterstützung bei der Erstellung von Seminarar-
zweiwöchiges Praktikum. beiten steht ein Leitfaden zur Verfügung, der am ZAK erhältlich ist.

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft


• Teilnahme an der Ringvorlesung „Einführung in die
Angewandte Kulturwissenschaft” (jeweils im WS)
• Besuch von 5 Seminaren aus mindestens 3 der 14 Bausteinen.
Jeweils Bearbeitung eines Seminarthemas (Vortrag und
schriftliche Ausarbeitung).
• Nachweis eines Praktikums im Bereich Kultur, Soziales oder
Medien (mind. 2 Wochen)
• mündliche Abschlussprüfung in zwei Studienbausteinen
Einzelheiten zu den Studienanforderungen sind in den Richtlinien
des KIT zum Erwerb des Zertifikats „Begleitstudium Angewandte
Kulturwissenschaft“ geregelt, die am ZAK erhältlich sind. Es wird
nicht gefordert, innerhalb eines definierten Zeitraums das Begleit-
studium abzuschließen. Bei der Anmeldung zur Abschlussprüfung
muss allerdings eine Immatrikulation noch vorliegen.

Downloads und Vorlesungsverzeichnis


Alle genannten Publikationen - Richtlinien, Anmeldeformular und
Leitfaden - sind auch als Download im Internet unter:
www.zak.kit.edu zu finden.
Das aktuelle kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Begleitstudi-
ums finden Sie auf S. 35.

Anmeldung
Für eine Teilnahme am Begleitstudium ist eine schriftliche Anmel-
dung erforderlich. Die Anmeldung ist jederzeit möglich.

29
14 Wahlmöglichkeiten
aus den Bausteinen
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

... eine mögliche Kombination:

Kulturökonomik
Kulturpolitik
Arbeitswissenschaft
Wissenschaft und Kultur
Bildquellen: Rechts: pip/ Photocase.com, Medienkommunikation
30 Links: zettberlin/ Photocase.com
Die Bausteine im Überblick staatlicher Bildungsauftrag und strategische Wirkungsabsicht
bestimmt, stellt dies heute keine hinreichende Beschreibung
mehr dar. Als neue, wichtige Elemente der Medienkommuni-
BS 1 - Grundzüge moderner

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft


kation sind Wandel der technischen Grundlagen, Globalisie-
Kulturinstitutionen rung, Deregulierung und Ökonomisierung hinzugekommen.
Der Begriff Kulturinstitutionen umfasst ein breites Spektrum an In den Veranstaltungen wird die historische Entwicklung der
kulturellen Einrichtungen, von Museen und Bibliotheken über Medien als politisches Handlungsfeld thematisiert. Daneben
Theater bis zu Kinos. In den Seminaren werden die histori- wird die Frage erörtert, welche Probleme, aber auch Chancen
sche Entwicklung verschiedener Kulturinstitutionen aufgezeigt sich aus einer globalisierten Medienkommunikation ergeben.
sowie Probleme der Gegenwart und Zukunftsperspektiven
erörtert. Die Entstehungsgeschichte und die Erscheinungsfor-
men dieser kulturellen Einrichtungen zeigen die Anpassung an
BS 4 - Interkulturelle Kommunikation /
den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. Interkulturelles Lernen / Multikulturalität
Kultur ist stets ein Ergebnis von schöpferischer Auseinan-
dersetzung, Assimilation und Integration anderer Kulturen.
BS 2 - Historische Dimensionen der Probleme ergeben sich dadurch, dass gerade in einer multi-
Kulturpraxis/ Kulturelles Erbe kulturell geprägten Gesellschaft das Verständnis fremder Kul-
Jeder Gesellschaft liegt ein kulturelles Erbe zugrunde, das immer turen immer schwerer fällt. Einerseits soll die Integration und
noch weite Teile unseres Denkens und Handelns bestimmt. Verständigung zwischen den Kulturen vorangetrieben werden,
Viele Institutionen der Kulturarbeit befassen sich daher mit andererseits besteht das Recht auf eine eigene Entwicklung auf
der geschichtlichen Dimension und dem Erhalt von Kultur. Die der Grundlage universeller Menschenrechte. Im Zeitalter von
mögliche Verbindung von materiellem und geistigem Kultur- Globalisierung und weltweiter Migration gewinnen Fragen
erbe in der Praxis ist Gegenstand der Diskussion. In den Semi- und Probleme von interkultureller Kommunikation und Zusam-
naren wird zudem die Bedeutung der Vergangenheit für unsere menleben immer mehr an Bedeutung. Das Miteinander der
Gegenwart praktisch veranschaulicht und die Vielschichtigkeit Kulturen, die Veränderung der Werte und Normen von Min-
und Widersprüchlichkeit des kulturellen Erbes thematisiert. derheit und Aufnahmegesellschaft sind Schwerpunktthemen.

BS 3 - Medienkommunikation BS 5 - Wissenschaft und Kultur


Medienkompetenz zählt zu den wichtigsten Schlüsselqualifi- Wissenschaft und Kultur stehen in ständiger Wechselwirkung.
kationen einer demokratischen Gesellschaft. War der Umgang So sind das Menschenbild und das Verständnis von menschli-
mit Medien traditionell durch die drei Pole Meinungsfreiheit, chem Handeln sehr stark vom jeweiligen Entwicklungsstand
der Wissenschaften und ihren vorherrschenden Paradigmen
31
geprägt. Diese Prägung schlägt sich zum Beispiel in der sozialer Veränderungen. Es wird der Frage nachgegangen,
Kunst, der Literatur oder der Musik nieder. Umgekehrt ist wer ihre Akteure sind, in welchem Verhältnis sie zueinan-
Wissenschaft selbst Teil und Ausdruck einer kulturellen der stehen und wie die Aufgaben verteilt sind.
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Praxis. Im Rahmen der Veranstaltungen findet eine Ana-


lyse der Wissenschaft im kulturellen Kontext sowie ihrer
Einbettung in den größeren Rahmen der gesellschaftlichen
BS 8 - Kultursoziologie /
Ordnung statt. Kulturwissenschaft / Cultural Studies
Grundlage dieser zum Teil multidisziplinär ausgerichteten
Nachbardisziplinen ist der erweiterte Kulturbegriff. Dieser
BS 6 - Wertewandel / umfasst die Gesamtheit von Produkten, Wertorientierun-
Verantwortungsethik gen und Sinnzuschreibungen spezifischer menschlicher
Schwerpunkte sind die wichtigsten Positionen der Ethik, Gruppen. Kultur wird auf diese Weise zu einem sozialwis-
Wertphilosophie, die Verantwortungsethik und die Ent- senschaftlichen Phänomen. Neben der Vermittlung von
stehung und Entwicklung von Technik-, Wirtschafts-, Hintergrundwissen über kulturtheoretische Thesen dienen
Wissenschafts- und Medienethik. Unter anderem wird die Seminare der theoretischen, der praktischen und der
auf die Problematik der Wert- und Normenkonflikte ein- empirischen Auseinandersetzung mit kulturellen Phänome-
gegangen und verschiedene Arten von Verantwortung nen. Ziel ist es dabei, in die Ansätze und Methoden der
(z.B. die Verantwortung eines Unternehmens) herausge- Kulturanalyse einzuführen.
arbeitet. Die Analyse des Wertewandels in gesellschaft-
lichen Systemen der Technik, der Wirtschaft und der
Wissenschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der Semi-
BS 9 - Kulturökonomik /
nare. Kulturmanagement
Über ihre gesellschaftliche Funktion hinaus kommen Kunst
und Kultur eine immer stärkere ökonomische Bedeutung
BS 7 - Kulturpolitik zu. Dabei ist der Kultursektor ein zunehmend bedeutender
Aus dem Selbstverständnis, einer Kulturnation anzuge- Wirtschaftsfaktor. Die Zunahme der Umsätze mit entspre-
hören, wurde die Kultur mit dem Entstehen der Natio- chenden Auswirkungen auf die Beschäftigung und die stei-
nalstaaten zum Handlungsfeld öffentlicher Politik. Auf gende Bedeutung von Kultur als Standortfaktor machen
Grund des Ideals künstlerischer Freiheit wurde zugleich diese Entwicklung deutlich. Die Volkswirtschaft hat auf
aber auch der Zugriff der Politik auf die Kultur einge- diese Tendenzen mit dem noch jungen Forschungsgebiet
schränkt. Thematisiert werden die Gegenstände der Kul- der Kulturökonomik reagiert. Privatwirtschaftliche Rechts-
turpolitik im Wandel technologischer, ökonomischer und formen und betriebswirtschaftliche Methoden gewinnen

32
im Management von Kultureinrichtungen immer größere Personalpolitik im gesellschaftlichen und unternehmenspoli-
Bedeutung. Im Baustein werden verschiedene Manage- tischen Prozess, personalpolitische Planungsinstrumente und
menttools für Kulturunternehmen untersucht. Dabei wird Personalstrukturen.

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft


problematisiert, inwiefern betriebswirtschaftliche Metho-
den in den Kulturbereich übertragbar sind. BS 12 - Theorie
und Praxis der Kulturästhetik
BS 10 - Architektur und Stadtplanung Der Baustein umfasst historische wie aktuelle Reflexionen
als Kulturpraxis zur Wissenschaft und Lehre vom Schönen. Herausgearbei-
Der Kulturbereich Architektur ist geprägt durch eine enge tet werden die ästhetischen Theorien, die der allgemeinen
Beziehung zu den anderen bildenden Künsten, aber auch kulturpolitischen Praxis zugrunde liegen. Die Entwicklungs-
durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen, geschichte der deutschen Kultur wird bis zur Kultur in der
Ideologien oder Staatsformen. Im Rahmen des Bausteins modernen Industriegesellschaft behandelt. Ästhetik wird
werden daher die Möglichkeiten und Grenzen einer poli- auch als Aisthesis verstanden, d.h. die Ebene der sinnli-
tischen, soziologischen und kulturellen Interpretation von chen Wahrnehmung wird einbezogen. Daraus resultierend
Architektur aufgezeigt und hinterfragt. In den Veranstal- widmet sich die kulturkritische Betrachtung der Dialektik
tungen werden Grundlagen der Stadtplanung, historische des Ästhetischen. Ausgewählte historische und aktuelle
und aktuelle Städtebaukonzeptionen, wie auch Ökonomie Texte dienen als Einstieg in die theoretischen Grundlagen
und Leitbilder der heutigen Stadt vorgestellt und die vielfäl- kulturpolitischer Praxis und kultureller Institutionen.
tigen Kriterien für die Planung diskutiert.
BS 13 - Allgemeine Ökologie /
BS 11 - Arbeitswissenschaft Umwelt- und Ressourcenökonomie
Die Arbeitswissenschaft beschäftigt sich mit der Analyse, Beur- Durch die stetig steigende Produktion und Konsumtion
teilung und Gestaltung menschlicher Arbeit und den tech- werden immer mehr Naturressourcen verbraucht und die
nischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Umwelt wird in immer stärkerem Maße belastet. Der Stu-
Arbeitsprozessen. Sie ist interdisziplinär orientiert und umfasst dienbaustein hat zum Ziel, die Zusammenhänge zwischen
Humanwissenschaften sowie physikalische, ingenieurwissen- Ökonomie und Ökologie sowie deren kulturelle und soziale
schaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Disziplinen. Der Bedingtheit aufzuzeigen. Darüber hinaus werden die syste-
Studienbaustein bietet die Möglichkeit, Konzepte zur Ent- mimmanenten Ursachen für das Auftreten und Anwach-
wicklung der Leistungsfähigkeit zu erstellen und Programme sen von Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch
zur Organisation und Unternehmensführung zu erarbeiten. erläutert. In diesem Baustein wird vor allem auf aktuelle
Weitere Themenbereiche sind neue Managementformen, die

33
umweltpolitische Diskussionen eingegangen, um hier-
bei auch die Aufgaben der Politik im Umweltbereich
zu diskutieren. Die Bedeutung von kulturell geprägten
Verhaltensweisen sowie deren Beeinflussbarkeit und
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Wandel stehen dabei im Vordergrund.

BS 14 - Technikentwicklung /
Technikgeschichte
Technik ist eine zentrale kulturelle Komponente. Die
Veranstaltungen behandeln neben der Methodologie
des Fachs Technikgeschichte den Themenkomplex der
historischen Umweltforschung in seiner Verbindung zur
Technikgeschichte. Hierbei stehen sowohl die program-
matischen Arbeiten zur Umweltgeschichte als auch
konkrete Fallstudien auf dem Programm. Als konkrete
Themen werden Sachverhalte wie Technikgenese und
Technologiepolitik, Steuerung des technischen Wandels
oder Ressourcen schonende Technologiepolitik zur Dis-
kussion gestellt. Es werden zudem sozialwissenschaft-
liche Perspektiven der Technikentwicklung, Fragen der
Steuerbarkeit des technischen Wandels sowie techno-
logiepolitische Fragestellungen behandelt. Dies führt in
die Theorie und Praxis industrieller Innovationen ein.

34
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft
SoSe 2011
Das Begleitstudium
Angewandte
Kulturwissenschaft

35
Angebot des Begleitstudiums Angewandte Kulturwissenschaft
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Baustein 1 – Grundzüge moderner Kulturinstitutionen 39


Oper: Plädoyer für das „unmögliche“ Kunstwerk [Poremba, Thorwald] 39
UN-Diplomatie in Theorie und Praxis im Rahmen einer Verhandlungssimulation [Seidl] 39

Baustein 2 – Historische Dimensionen der Kulturpraxis / Kulturelles Erbe 40


Kulturelle Überlieferung - digital. Wandel und Herausforderung im 21. Jahrhundert [Hauser] 40
Karlsruher Filmwochen 2011:
Alfred Hitchcock & Fritz Lang. Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik [Petroll] 40
Jean Monnet Ringseminar: Europäische Integration und Institutionen [Robertson-von Trotha, u.a.] 41

Baustein 3 – Medienkommunikation 41
Wie Bücher entstehen [Buchmann, Kohler] 41
Moderation & Interview [Fuchs] 42
Eine Sendung und ihre Teile - Wie arbeitet eine Radio-Magazin-Redaktion? [Recht] 42
Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik für Radioanfänger und akustisch Interessierte [Rein] 43
Pressearbeit praktisch - Kommunikation mit Medien am Beispiel von ARTE [Sippel] 43

Baustein 4 – Interkulturelle Kommunikation / Interkulturelles Lernen / Multikulturalität 44


Leadership In A Borderless World [Banda] 44
Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Africa [Banda] 44
Interkulturelles Projektmanagement [Laraia] 45
Gesprächs- und Verhandlungsstrategien
für die interkulturelle Gesprächspraxis am Beispiel Russland [Mkhitaryan] 45
Interkulturelle Kommunikation: Japan [Postert] 46
Grundlagen Interkultureller Kommunikation [Robertson-von Trotha, Müller Albán] 46
Multikulturalität in Deutschland und Europa [Robertson-von Trotha] 47
36
Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive
Kommunikation über kulturelle und persönliche Grenzen hinweg [Sieber] 47
Indien verstehen - Erfolgreiche interkulturelle Kommunikation und Handlungskompetenz [Westermann] 48

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft


Baustein 5 – Wissenschaft und Kultur 48
WerWieWas - WiesoWeshalbWarum?
Wissenschaftskommunikation in den Medien - und im Selbstversuch [Diemand] 48
Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation:
Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point [Petroll] 49

Baustein 6 – Wertewandel / Verantwortungsethik 49


Islamic Finance [Hadjiani] 49
Computer- und Informationsethik [Heesen] 50
Ethik in den Wissenschaften (EPG 2) [Maring, Lenk] 50
Wie soll ich handeln? - Grundkurs Angewandte Ethik [Müller] 51

Baustein 7 – Kulturpolitik 51
Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum [Galvani] 51
Chinas Weg zum Global Player [Mahlmann] 52

Baustein 8 - Kultursoziologie / Kulturwissenschaft / Cultural Studies 52
Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? - Transkulturelle (Re-)Lektüren [Hecht, Zaremba] 52
Bedeutung der Familie für die Gesundheit [Lehmann] 53
Wer ist Ich? Selbstentwurf und Selbstbestimmung nach der Aufklärung [Schönherr] 53

Baustein 9 – Kulturökonomik / Kulturmanagement 54


Kommunales Kulturmanagement. Aufgaben - Strukturen - Perspektiven [Determann] 54
Workshop Praktisches Kulturmanagement [Hoffmann] 54
Kulturökonomik: KIT als Impulsgeber für Karlsruhe
und TechnologieRegion Karlsruhe [Dziembowska-Kowalska, Kowalski, Meyborg] 55
37
Baustein 10 – Architektur und Stadtplanung als Kulturpraxis 55
Architektur der 50er und 60er Jahre [Gerbing] 55
Städtebau I [Wall] 56
Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

Baustein 11 – Arbeitswissenschaft 56
Strukturiert neue Ideen entwickeln. Einführung in das Innovationsmanagement [Jungmann] 56
Effiziente Kommunikation in Führung und Team [Magyarosi] 57
Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg) [Richter-Kaupp] 57
Kommunikations-Labor - Personalentwicklung und Reentry-Kommunikation [Schlötter] 58
Konstruktive Konfliktlösung. Mediation und mediative Kompetenzen [Schubert-Panecka, von Oertzen] 58
Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement [Steck] 59

Baustein 12 – Theorie und Praxis der Kulturästhetik 59


Freunde. Seminar zum kreativen Schreiben [Hoffmann] 59
Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City. Intermedialität, Interkulturalität, Aesthetik [Petroll] 60
Alles Design: Theorie und Geschichte der Gestaltung [Steiner] 60

Baustein 13 – Allgemeine Ökologie / Umwelt- und Ressourcenökonomik 61


Ökologie und Energieaufwand der Verkehrssysteme [Hendrichs] 61
Umweltschutz und -politik in Deutschland und in Europa (Sachgebiete: Recht, Wirtschaft, Politik) [Majer] 61

Baustein 14 – Technikentwicklung / Technikgeschichte 62


Wissenschaftsgeschichte vom philosophischen Standpunkt in der Neuzeit und Moderne [Gorokhov] 62
Technikentwicklung im Zeichen zukünftiger gesellschaftlicher Anforderungen (Beispiel Luftfahrt) [Walter] 62
Philosophie intelligenter Welten [Wiegerling] 63

38
Seminar Seminar

Theater als gesellschaftliches Medium - UN-Diplomatie in Theorie und Praxis


Oper: Plädoyer für das „unmögliche“ Kunstwerk im Rahmen einer Verhandlungssimulation
Margrit Poremba, Achim Thorwald Tobias Seidl
Ort Was ist eine Oper? Die Rationalisten unter den Ort Die Bedeutung internationaler Organisationen in
Opernverächtern haben es leicht, die Oper der Weltpolitik wächst stetig. In einem Planspiel
Badisches abzulehnen, wegen ihrer extremen Künstlich- 18.04.2011: Geb. 50.35 werden wir uns mit der Funktion und den Abläu-
Staatstheater Karlsruhe keit, ihrem Mangel an einleuchtenden Hand- SR am Fasanengarten (R 101) fen der Vereinten Nationen näher beschäftigen.
Baumeisterstraße 11 lungsmotivationen, ihrer Textunverständlichkeit, Neben der Einarbeitung in ein tagespolitisches
Treffpunkt: Bühneneingang kurz: wegen ihrer Unglaubwürdigkeit. Den- 03.06., 04.06.2011: Thema stehen dabei die Verhandlungsführung,
noch war es gerade die Oper, die im Jahrhun- Geb. 30.96 sowohl theoretisch als auch praktisch, und das
dert der Aufklärung zum Schauplatz SR ZOM (R 006) Debattieren im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Termin Termin
aesthetischer Debatten wurde, die sich bis ins Die Studierenden repräsentieren im Planspiel ein-
Beginn: 18.04.2011 Politische erstreckten. Das Seminar möchte Mo 18.04.2011 09h45-17h15 zelne Staaten, deren Position und Interessen

Begleitstudium
einen inhaltlichen Bogen über die Entwicklung Fr 03.06.2011 09h00-16h30 recherchiert und ausgearbeitet werden müssen.
Mo 17h00-18h30 der Oper spannen, um den Beweis zu erbrin- Sa 04.06.2011 09h00-16h30 Die Tagesordnung besteht zum einen aus forma-
gen, dass dem „unmöglichen“ Kunstwerk len Debatten, zum anderen aus informellen
wöchentlich nichts unmöglich ist. Praktisch angereichert Arbeitsphasen, in denen im Dialog verhandelt
wird das Ganze durch Aufführungs- und Pro- wird und gemeinsame Entwürfe für Konfliktlö-
benbesuche laufender und neu entstehender sungsstrategien erarbeitet werden.
Produktionen am Badischen Staatstheater
Anmeldung Karlsruhe. Anmeldung Die Teilnehmer lernen dabei nicht nur die Arbeits-
weisen der internationalen Politik kennen, son-
Erforderlich Erforderlich
dern trainieren auch ihre rhetorischen Fähigkeiten
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
und können sich in Verhandlungssituationen
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu
erproben. Die so erworbenen Kenntnisse sind
Institution Institution über das Seminar hinaus von hoher Relevanz für
Studium und Beruf.
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt
margrit.poremba@
seidlt@uni-mainz.de
bstaatstheater.de
gaby.huber@bstaatstheater.de
0721.3557.230 o. 3557.213/14

Baustein 1 Grundzüge moderner Kulturinstitutionen Baustein 1 Grundzüge moderner Kulturinstitutionen 39


Seminar Seminar

Kulturelle Überlieferung - digital. Karlsruher Filmwochen 2011:


Wandel und Herausforderung im Alfred Hitchcock & Fritz Lang.
21. Jahrhundert Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik
Dr. Robert Hauser Wolfgang Petroll
Im Rahmen des Seminars soll ein besseres Ver- Von den Regisseuren, die den klassischen Kino-
Ort Ort
Ort
ständnis für das komplexe Thema der (digita- film nachhaltig prägten, nehmen Fritz Lang
Geb. 01.93 len) kulturellen Überlieferung und die Geb. 10.81 und Alfred Hitchcock eine Schlüsselrolle ein.
SR 1.OG Bedeutung des kulturellen Erbes gewonnen HS 62 (R 513) Beide vollziehen, auf verschiedene Weise, den
Kronenstr. 32 werden. Der Fokus liegt auf Fragen im Kontext Übergang von der europäischen zur amerikani-
des „Modus“ der digitalen kulturellen Überlie- Karlsruher Filmwochen 2011: schen Filmkultur; beide entwickeln, mit syste-
ferung etwa nach Veränderungen und Heraus- Schauburg Kino und matischen aesthetischen Experimenten in ihren
forderungen für die bisherigen Theater, Marienstr.Termin
16 Filmen, die Bildsemiotik zu einer offenen Zei-
Termin Gedächtniserhaltenden Institutionen und Termin chensprache. Geschichten werden mehr mit
damit auch der „Wissensgesellschaft“. Es Bildern statt mit Worten erzählt, Gegenstände
Beginn: 20.04.2011 Beginn: 19.04.2011 und Zeichen spielen tragende Rollen. Dabei
werden dabei die mehr theoretischen Fragen
Begleitstudium

wie z.B. „Was ist das kulturelle Gedächtnis?“, wird starrer Akademismus vermieden und der
Mi 13h30-15h00 Di 15h45-17h15 Weg zum nachklassischen und postmodernen
„Was verstehen wir unter kulturellem Erbe?“
„Wie hängen Gedächtnis und Erbe zusam- Kino bereitet. Filmkunst wird zu einem offenen
wöchentlich Fr 20.05.–So 05.06.2011: Dialog, einem Sprachspiel zwischen Regisseur
men?“ mit konkreten Fragestellungen aus der
Karlsruher Filmwochen 2011 und Publikum in mehrfachen Codes.
Praxis – etwa nach den Rahmenbedingungen
für die Langzeitarchivierung im digitalen Kon- Mit den Karlsruher Filmwochen Ende Mai 2011
Anmeldung text, Standards, Formaten, Objekttypen, Erhal- Anmeldung im Filmtheater Schauburg werden Kernpositio-
tungsstrategien und den praktischen nen der Filmaesthetik thematisiert. Höhepunkt
Erforderlich Anwendungsfeldern – miteinander verknüpft. Erforderlich
über die ZAK-Homepage: ist die Neuvertonung des Hitchcock-Klassikers
Anhand des Fallbeispiels „Bibliothek“ soll über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu „The Lodger“. Neben Stummfilme werden
anschließend gemeinsam erarbeitet werden, www.zak.kit.edu
Tonfilme aus verschiedenen Schaffensphasen
welche konkreten Herausforderungen von beider Regisseure gestellt. Das Seminar nimmt
Institution Institution
dieser Institution gemeistert werden müssen, vergleichende Analysen vor und bietet Gele-
ZAK | Zentrum für Ange- wie diesen bereits begegnet wird, aber auch ZAK | Zentrum für Ange- genheit zur Teilnahme an Vorbereitung und
wandte Kulturwissenschaft welche Potentiale sich erwa aus der Digitalisie- wandte Kulturwissenschaft filmwissenschaftlicher Aufarbeitung dieses
und Studium Generale rung ergeben. Durch einen oder mehrere Gast- und Studium Generale cineastischen Events.
vorträge soll Alltagspraxis aufgezeigt und
Kontakt Möglichkeit zum Expertengespräch gegeben Kontakt Geeignet für Studierende aller Fachrichtungen
werden. und Semester; Gäste sind willkommen, soweit
robert.hauser@kit.edu wolfgang.petroll@zak.kit.edu
Plätze vorhanden.
0721.608.4.8251 0721.608.42043

40 Baustein 2 Historische Dimensionen der Kulturpraxis /


Baustein 2 Historische Dimensionen der Kulturpraxis /
Kulturelles Erbe Kulturelles Erbe
Seminar Seminar

Jean Monnet Ringseminar: Wie Bücher entstehen


Europäische Integration und Institutionen
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, u.a. Michael Buchmann, Michael Kohler
Ort Das Jean Monnet Ringseminar „Europäische Inte- Ort Wie entstehen Bücher und wie werden sie ver-
gration und Institutionen“ bietet eine grundle- breitet? Dazu wird der aktuelle Literaturbetrieb
Geb. 01.93 gende Einführung in die großen sozialen, Geb. 30.91 mit allen seinen maßgeblichen Wirtschaftsstu-
SR 1.OG politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Ent- R 012 fen und Teilbereichen wie Verlag, Lektorat, Ver-
Kronenstr. 32 wicklungen Europas und ihren Zusammenhang trieb, Agenturen, Buchhandel usw. vorgestellt.
mit dem Prozess der Globalisierung und der Euro-
Und wie ist der Literaturbetrieb entstanden? Die
päischen Integration.
Geschichte des Literaturbetriebs wird anhand
Die folgenden Themen werden von verschiede-
Termin Termin einiger Einzelbeispiele von der Antike bis zur
nen Experten unterschiedlicher Universitäten und
Gegenwart nachgezeichnet.
Fr 06.05.2011 Institutionen vorgestellt. Beginn: 18.04.2011

Begleitstudium
Um darüber hinaus den Literaturbetrieb in
Fr 20.05.2011 • Europas kulturelles Fundament:
seinem Einfluss auf die Texte selbst wissen-
Fr 27.05.2011 Sozio-historische Hintergründe Europas Montag 17h30-19h00
schaftlich analysieren zu können, werden einige
Fr 03.06.2011 (Dr. Hansjörg Frommer, Karlsruhe)
Modelle und Methoden skizziert.
Fr 10.06.2011 • Europäische Öffentlichkeitssphäre: wöchentlich
Fr 01.07.2011 Kommunikation, Medien, Wissensgesellschaft Das Seminar empfiehlt sich nicht nur für diejeni-
Fr 08.07.2011 (Prof. Dr. Thomas Wägenbaur, Universität gen, die eine Karriere in der Buchhandels- und
jeweils 14h00-17h30 Stuttgart) Verlagsbranche anstreben, sondern auch für all
Anmeldung • Europa von außen betrachtet: Europa und Anmeldung diejenigen, die einen Text gezielt und gewinn-
seine Rolle in der Welt (Prof. Dr. Dirk Wentzel, bringend veröffentlichen möchten.
Erforderlich Erforderlich
HS Pforzheim, Jean Monnet Chair) über die ZAK-Homepage:
über die ZAK-Homepage:
• Rechtliche Aspekte der Europäischen www.zak.kit.edu
www.zak.kit.edu
Integration (Ass. jur. Simone Traub, ZAR, KIT)
Institution • Die Europäische Union: Institutionelle Institution
Ausgestaltung, Demokratiedefizit und
ZAK | Zentrum für Ange- Reformmöglichkeiten (Dipl.-Pol. Monika ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft Oberle, PH Karlsruhe) wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale • Wirtschaftliche Aspekte der Europäischen und Studium Generale
Kontakt Integration (Prof. Dr. Jan Kowalski, IWW, KIT) Kontakt
• Identität und Diversität: Einheit in Vielfalt als
stg@zak.kit.edu eine europäische Vision (Prof. Dr. Caroline Y. michael.buchmann@
0721.608.42043 Robertson-von Trotha, ZAK, KIT) kit.edu

Baustein 2 Historische Dimensionen der Kulturpraxis /


Kulturelles Erbe Baustein 3 Medienkommunikation 41
Seminar Seminar

Moderation & Interview Eine Sendung und ihre Teile -


Wie arbeitet eine Radio-Magazin-Redaktion?
Dr. Stefan Fuchs Christiane Recht
Ort Wer eine Botschaft hat, hat noch keine Zuhö- Ort Magazinredaktionen sind - auch wenn ihr
Ort Schwerpunkt vielleicht auf der Vermittlung
rer. Wer im medialen Rauschen der Informati-
Vortragsraum der onsgesellschaft wahrgenommen werden will, Vortragsraum der wissenschaftlicher Inhalte liegt - selten Fachre-
KIT-Bibliothek Süd, muss das kleine ABC der Kommunikation KIT-Bibliothek Süd, daktionen. Das Spektrum reicht weit und kann
Neubau, 3.OG beherrschen. Der sachgerechte Umgang mit Neubau, 3.OG viele andere Bereiche tangieren. Zudem
den verschiedenen Kommunikationskanälen können im Magazin alle radiophonen Darstel-
ist damit nicht mehr allein Aufgabe journalisti- lungs- und Sendeformen enthalten sein. Man-
scher Profis. Der Ingenieur, der seine Pro- Termin cher Inhalt lässt sich in vielen Formaten
Termin duktentwicklung durch verschiedene Termin unterbringen, ein anderer scheint aber gerade
Sa 07.05.2011 Entscheidungsinstanzen bis zu einer erfolgrei- für das eine oder andere Format prädestiniert
Beginn: 21.04.2011
So 08.05.2011 chen Präsentation bringen will, ebenso wie der zu sein. Dies zu erkennen und im Zweifelsfall
Begleitstudium

Wissenschaftler, der ein Forschungsvorhaben eine nahezu fertige Arbeit nach Wunsch der
Do 17h30-19h00
jeweils 09h00-18h00 vor einem öffentlichen Forum rechtfertigen Redaktion kurzfristig ändern zu können, macht
muss: die Arbeitswelt der Zukunft verlangt jeden Mitarbeiter im täglichen Umgang mit
wöchentlich
gerade von den technisch-naturwissenschaftli- Team-Kollegen und Vorgesetzten sicherer.
chen Eliten verstärkt auch kommunikative
Zu einer Magazinsendung gehört die Themen-
Kompetenzen.
findung, die Dramaturgie der Sendung, das
Anmeldung Anmeldung
Wie man die Inhalte richtig „über die Rampe“ Führen von Interviews, das Fertigen von Beiträ-
Erforderlich bringt, wie man sich klar macht, was man im Erforderlich gen mit O-Ton-Einspielung über die Reportage
über die ZAK-Homepage: gegebenen Kommunikationskanal vermitteln über die ZAK-Homepage: bis zum Kurzfeature oder der kurzen Szene.
www.zak.kit.edu will und was nicht, wie man mit Gesprächs- www.zak.kit.edu Auch sollte jede Rundfunkjournalistin/ jeder
partnern interagieren muss, das kann man Rundfunkjournalist in der Lage sein, seinen
Institution während dieses Workshops in ganz prakti- Institution Text gut artikuliert auf einen Tonträger bringen
schen Übungen am Beispiel Radio erfahren. zu können. Am Ende einer solchen Arbeit steht
ZAK | Zentrum für Ange- Dabei ist der richtige Umgang mit dem eige- ZAK in Kooperation mit dann die Sendung.
wandte Kulturwissenschaft nen Nervenkostüm eine nicht zu vernachlässi- dem SWR
und Studium Generale gende Fähigkeit.
Kontakt Kontakt
dr.stefan.fuchs@arcor.de christiane.recht@swr.de
07221.28664 0172.7164831

42 Baustein 3 Medienkommunikation Baustein 3 Medienkommunikation


Seminar Seminar

Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik Pressearbeit praktisch -


für Radioanfänger und akustisch Interessierte Kommunikation mit Medien am Beispiel von ARTE
Wolfgang Rein Marion Sippel
Ort Wer mit dem Mikrofon fürs Radio unterwegs Ort Wie kommt der Film in die Zeitung, der Sende-
ist, hat sich der Qualität verschrieben - inhaltlich hinweis in den Hörfunk oder die Programmkri-
Vortragsraum der und technisch. Um diesem Anspruch auf Quali- Geb. 30.96 tik ins Internet? Pressearbeit wird in einer sich
KIT-Bibliothek Süd, tät gerecht zu werden, braucht es ausgefeiltes SR ZOM (R 006) immer stärker verzweigenden Medienland-
Neubau, 3.OG radiofones Handwerkszeug. Das lässt sich schaft schwieriger, gewinnt aber auch an
lernen. Bedeutung: Redaktionen sind personell oft so
Radiofon erzählen heißt: informieren, Geschich- dünn besetzt, dass sie vermehrt auf die Infor-
ten erzählen, Emotionen wecken, Sinnliches mationen und den Service von Pressestellen
Termin erleben. Unsere Materialien dafür sind Sprache, Termin zurückgreifen. Anderseits sind die Informati-
Mo 18.07.2011 Geräusche und Musik. onsmöglichkeiten der Journalisten so vielfältig,
Sa 21.05.2011

Begleitstudium
Di 19.07.2011 dass sie nicht auf das Angebot von Seiten der
Das Ganze wird am großen Feature demon- So 22.05.2011
Do 21.07.2011 „Pressearbeiter“ angewiesen sind. Wie kann
striert, der Königsdisziplin des Radios, das reale
Fr 22.07.2011 Pressearbeit gelingen, und was kann sie im
Geschichten erzählt und sich dabei aller akusti- jeweils 09h00-18h00
besten Fall leisten?
schen Ausdrucksmöglichkeiten bedient.
jeweils 09h30-16h00 „Pressearbeit praktisch“ vermittel einen Ein-
Wie vermittelt man Inhalte fürs Ohr? Wir
kommen auf die grundlegenden Fragen akusti- blick in die konkrete Pressearbeit des deutsch-
scher Gestaltung, die sich auf andere auditive französischen Senders ARTE: Was ist überhaupt
Anmeldung Anmeldung
oder audiovisuelle Medien übertragen lassen. Pressearbeit? Wen will sie erreichen? Welche
Erforderlich Erforderlich Instrumente gibt es? Wie sieht ein guter Presse-
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Technik - Mikro-
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: text aus? Das Seminar vermittelt praktische
fone, Rekorder und Audio-Schnittsysteme. Wie
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu Kenntnisse im Formulieren von Pressetexten,
nimmt man auf? Welches Mikrofon? Welches
Organisieren von Presseveranstaltungen und
Aufnahmegerät? Hier erhalten Sie Antworten
Institution Institution übt den Blick auf die Bedürfnisse der verschie-
auf praktische Fragen zum Schneiden und zur
denen Medien.
ZAK | Zentrum für Ange- Montage Ihrer Aufnahmen - und exemplarische ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft Aufgaben. wandte Kulturwissenschaft Am Beispiel verschiedener ARTE-Dokumenta-
und Studium Generale und Studium Generale tionen übt das Seminar konkret die Umsetzung
von Theorie in Praxis.
Kontakt Kontakt
wolfgang.rein@swr.de m-sippel@arte-tv.de
07224.654100 oder 0171.5404804
0172.7670772

Baustein 3 Medienkommunikation Baustein 3 Medienkommunikation 43


Seminar Seminar

Leadership In A Borderless World Interkulturelle Kommunikation


mit Schwerpunkt Africa
H.E. Thoko M. Banda H.E. Thoko M. Banda
As global power structures continue to shift Despite its abundant resources, vibrant cultures,
Ort Ort
Ort
from traditional nation states and corporations rich histories, and decades of ‚donated‘ deve-
Geb. 50.41 to topical, borderless alliances, which leader- Geb. 50.41 lopment assistance, the African continent conti-
R -133 ship cultures will emerge as divisive or inclu- R -133 nues to be caught in poverty-conflict-debt
sive, which as regressive or progressive? cycles that appear irreversible.
While building an understanding of different While remaining sensitive to historical and eco-
cultures of leadership, this course will explore nomic trends, both global and localized, this
the role of leadership in a globalized world, Termin course will explore the social belief systems of
Termin Termin
transcending political, corporate, civil society, some African regions in order to identify the
Fr 06.05.2011 11h00-17h00 and social constellations. Sa 07.05.2011 10h00-16h00 roles they can play in communicating transfor-
Fr 13.05.2011 11h00-17h00 Sa 14.05.2011 10h00-16h00 mational potentials for those communities in a
Begleitstudium

The need for a growing multicultural sensitivity


Fr 27.05.2011 11h00-18h30 Sa 28.05.2011 10h00-17h30 globalized, multicultural context.
to the impact of leadership style and content
on different audiences (geographic, ethnic,
and religious, for example) cannot be oversta-
ted.

Anmeldung Anmeldung

Erforderlich Erforderlich
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu

Institution Institution

ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-


wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt

zaniphilosophy@gmail.com zaniphilosophy@gmail.com

44 Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /


Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /
Interkulturelles Lernen / Multikulturalität Interkulturelles Lernen / Multikulturalität
Seminar Seminar

Interkulturelles Projektmanagement Gesprächs- und Verhandlungsstrategien für die


interkulturelle Gesprächspraxis am Beispiel Russland
Ernesto Laraia Irina Mkhitaryan
Internationale Zusammenarbeit ist mit beson- Haben Sie schon mal in Ihrem Leben die Mög-
Ort Ort lichkeit gehabt, bei einer Verhandlung mitzu-
deren Herausforderungen verbunden und for-
08.07.2011: dert spezielle Fähigkeiten, um die erfolgreiche Geb. 20.14 wirken? Waren Ihre Verhandlungen erfolgreich?
Geb. 50.41 R -134 Durchführung von Projekten zu sichern. Die R 214 Haben Sie dabei Ihre Ziele erreicht? Welche Ver-
09.07.2011: Geb. 01.93 Zusammenarbeit mit Menschen mit verschie- handlungsstrategien haben Sie angewendet?
SR 1.OG Kronenstr. 32 denen kulturellen Hintergründen, die nicht
In diesem Seminar werden wir das Thema
15.07., 16.07.2011: dieselbe Sprache sprechen und aus verschie-
„Gesprächs- und Verhandlungsstrategien für
Geb. 30.96 denen Ländern und Kontinenten kommen,
die interkulturelle Geschäftspraxis am Beispiel
SR ZOM (R 006) Termin muss erlernt werden. Sensibilität für verschie- Termin Russland“ gemeinsam unter die Lupe nehmen
dene Kommunikationsstile ist in multikulturel-
Fr 08.07.2011 14h00-18h00 Fr 06.05.2011 und die Verhandlungen selbst führen.

Begleitstudium
len Arbeitsgruppen in besonderer Weise
Sa 09.07.2011 09h00-17h00 Sa 07.05.2011
erforderlich, nicht nur um ein Scheitern zu Verhandeln ist eine komplexe Interaktion, die
Fr 15.07.2011 14h00-18h00 Fr 27.05.2011
vermeiden, sondern auch um das Potential aus sprachlichen und nicht-sprachlichen Ele-
Sa 16.07.2011 09h00-17h00 Sa 28.05.2011
kultureller Vielfalt zu nutzen. menten besteht. Bei interkulturellen Verhand-
lungen (zwischen Angehörigen verschiedener
Der Kurs basiert auf praktischen Erfahrungen jeweils 10h00-18h00
Kulturen) kommen die individuellen und kultu-
und Untersuchungen im internationalen
rell bedingten Unterschiede hinzu, die Quellen
Diversity-Management. Er enthält traditionelle
Anmeldung Anmeldung möglichen Missverstehens sind.
und experimentelle Lehreinheiten und Lern-
stile. Auf der Grundlage von Fallbeispielen Erforderlich Zu den unabdingbaren Grundvoraussetzungen
Erforderlich
sollen in Arbeitsgruppen das Problembewusst- über die ZAK-Homepage: einer erfolgversprechenden Verhandlung
über die ZAK-Homepage:
sein für interkulturelles Management geweckt www.zak.kit.edu gehört die entsprechende Information über das
www.zak.kit.edu
und Lösungswege entwickelt und gemeinsam soziale, wirtschaftliche und kulturelle Umfeld, in
Institution erlernt werden. Institution dessen Kontext diese komplizierte Kommunika-
tionshandlung stattfindet.
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für
wandte Kulturwissenschaft Angewandte Kulturwissen- Die Kenntnisse und Erfahrungen, die Sie in
und Studium Generale schaft und Studium diesem Seminar erwerben, können Sie als
Generale Grundlage für Ihre zukünftigen Verhandlungen
Kontakt Kontakt (unabhängig vom Herkunftsland der Partner)
ernesto.laraia@ irina.mkhitaryan@gmx.de anwenden.
kraus-und-partner.de 0173.9944358
07121.9437593
Interkulturelle Kommunikation /
Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /
Interkulturelles Lernen / Multikulturalität Baustein 4 Interkulturelles Lernen / Multikulturalität 45
Seminar Seminar

Interkulturelle Kommunikation: Japan Grundlagen Interkultureller Kommunikation

Michael Postert Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Gerardo Müller Albán
Das Seminar „Interkulturelle Kommunikation:
Ort Ort Interkulturelle Kompetenz ist gerade in unserer
Japan“ vermittelt grundlegendes Wissen über Ort
global vernetzten Business-Welt eine der wich-
Geb. 01.12 die japanische Kultur & Gesellschaft sowie Geb. 30.96 tigsten Schlüsselqualifikationen. Mitarbeiter bzw.
Mensa am Adenauerring über Grundregeln der japanischen Kommuni- SR ZOM (R 006) Bewerber, die über diese Fähigkeit verfügen,
Sitzungszimmer im kation und die Wahrnehmung, Denk- und Ver-
können sich im internationalen Umfeld besser
Mensa-Foyer haltensweise der Japaner. In der ersten Stunde
auf mögliche Hindernisse einstellen und verbin-
wird eine kleine Einführung in die japanische
dende Brücken bauen.
Sprache angeboten.
Das Seminar vermittelt eine solide Basis der inter-
Das Seminar vermittelt einen Überblick über Termin
Termin Termin kulturellen Kommunikation. Ziel ist es, die Teil-
wesentliche Aspekte Japans, wie es von der
nehmer mithilfe einer Kombination von
Do 05.05.2011 09h00-12h00 Außenwelt wahrgenommen wird. Erarbeitet Mo 11.05.2011 16h00-17h30 theoretischen Grundlagen und Praxis-Beispielen
Do 12.05.2011 09h00-12h00 werden vor dem Hintergrund exemplarisch Mo 27.06.2011 14h00-19h30 aus der Wirtschaft für die Herausforderungen
Begleitstudium

Do 19.05.2011 09h00-12h00 ausgewählter Themen der japanischen Mi 29.06.2011 10h00-19h30 interkultureller Interaktionssituationen zu sensi-
Do 26.05.2011 09h00-12h00 Geschichte, Gesellschaft, Religion, Geschichte, Fr 01.07.2011 10h00-17h00 bilisieren.
Do 09.06.2011 09h00-12h00 Wirtschaft etc. kulturelle Eigenarten der japa-
Do 30.06.2011 09h00-12h00 nischen Gesellschaft und Menschen. Fokus
• Kultur als Dimension unseres Handelns: Erwei-
Do 07.07.2011 09h00-12h00 wird dabei darauf gelegt, inwieweit diese auf
terter Kulturbegriff • Konzepte zur Systematisie-
Do 14.07.2011 09h00-12h00 die Japanische Gegenwart einwirkt. Dies ins-
rung kultureller Unterschiede: Kulturdimensionen,
besondere auf typische Lebenssituationen, die
Anmeldung Anmeldung Kulturstandards • Reflexion eigen- vs. fremdkul-
ausländische Studierende und Berufstätige im
tureller Orientierungssysteme • Selektivität von
Erforderlich über die heutigen Japan antreffen. Erforderlich Wahrnehmungsprozessen: Selbst- und Fremdbil-
ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: der, Stereotype • Kulturschock • Verbale, non-
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu verbale und paraverbale Kommunikation •
Übungen zu direkter und indirekter Kommunika-
Institution Institution tion • Überwindung der Sprachbarriere: Lingua-
Franca-Kommunikation und Sprachmittlung •
ZAK | Zentrum für ZAK | Zentrum für Ange- Chancen und Risiken der Zusammenarbeit in
Angewandte Kulturwis- wandte Kulturwissenschaft multinationalen Teams • Analyse problemati-
senschaft und Studium und Studium Generale scher interkultureller Interaktionssituationen
Generale Kontakt Kontakt anhand von Kulturassimilatoren, Videosequen-
zen und Transkripten • Komponenten interkul-
postert@ g.mueller@inbel.eu tureller Kompetenz • Typologisierung
studentenwerk-karlsruhe.de 0721.6659863 interkultureller Trainings
0721.6909.100
46 Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /
Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /
Interkulturelles Lernen / Multikulturalität Interkulturelles Lernen / Multikulturalität
Seminar Seminar

Multikulturalität in Deutschland und Europa Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive


Kommunikation über kulturelle und persönliche
Grenzen hinweg
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha Dr. Michael Sieber
Multikulturalität – das Zusammenleben unter- Der Berufsalltag in der sich rapide weiter globa-
Ort Ort
schiedlicher Kulturangehöriger ist im Zuge der Glo- lisierenden Weltwirtschaft setzt zunehmend die
Geb. 02.95 balisierung und Internationalisierung Kennzeichen 07.05., 08.05.2011: Fähigkeit zur Kommunikation über kulturelle
ID SR 202 moderner europäischer Gesellschaften geworden. Geb. 30.96 Grenzen hinweg voraus. Und dies nicht nur
Die Akzeptanz anderer Kulturen setzt einerseits die SR 1.OG (R 104) bilateral mit speziellen Ländern und Kulturen,
Bereitschaft zum Kulturdialog voraus, andererseits sondern immer mehr auch mit einer Vielzahl
impliziert sie aber auch Grenzen der Toleranz 28.05., 11.06.2011:
und Vielfalt von Partnern verschiedenster Her-
gegenüber Werten und Normen fremder Kulturen, Geb. 30.96
kunft. Um darauf vorzubereiten, soll mit dem
die im Widerspruch zu den geltenden Werten und SR ZOM (R 006)
Termin Termin „Cross-Cultural Dialogue“ in diesem Seminar
Normen eines Aufnahmelandes stehen können. eine Kommunikationsmethode vorgestellt und
Beginn: 20.04.2011 Mit Blick auf die europäische Entwicklung multikul- Sa 07.05.2011

Begleitstudium
geübt werden. Unabhängig von den spezifisch
tureller Gesellschaften werden folgende Schwer- So 08.05.2011 betroffenen Kulturen soll die Fähigkeit zur kul-
Mi 14h00-15h30 punkte der politischen und gesellschaftlichen Sa 28.05.2011
Maßnahmen im Hinblick auf das multikulturelle turübergreifenden Verständigung entwickelt
Sa 11.06.2011 werden.
wöchentlich Zusammenleben im Seminar behandelt:
Migrationsgeschichte im europäischen Kontext; Im Seminar treten wir in einen gemeinsamen
jeweils 10h00-19h00
Integrationsvorstellungen von Migranten und Übungs- und Entwicklungsprozess, den Dialog-
Migrantinnen unterschiedlicher Generationen;
prozess ein. Zur Einführung knüpfen wir an den
Anmeldung Gesetzliche und kulturelle Rahmenbedingungen im Anmeldung konkreten Erfahrungen der Teilnehmer in inter-
europäischen Vergleich; Integrationspolitik der Auf-
Erforderlich nahmegesellschaften; Analyse unterschiedlicher kulturellen Kommunikationssituationen an und
Erforderlich
über die ZAK-Homepage: europäischer Integrationsmaßnahmen und ihre setzen diese zu den wichtigsten Konzepten von
über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu Praxis. Martin Buber und David Bohm in Beziehung.
www.zak.kit.edu
Das Seminar gliedert sich in einen theoretischen Teil, Spezifische Übungen machen uns mit den
Institution der in die Begrifflichkeiten zur aktuellen Multikultu- Institution grundlegenden Qualitäten des Dialogs vertraut.
ralitätsdebatte in Europa einführt. In einem zweiten
ZAK | Zentrum für Ange- Teil sollen europäische Integrationsmodelle anhand Teilnehmer: Mindestens die Hälfte der Teilneh-
ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft von empirischem Datenmaterial vergleichend ana- mer sollte einen internationalen Hintergrund
wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale lysiert werden. Ziel des Seminars ist, den gesell- haben, so dass wir den interkulturellen Aspekt
und Studium Generale
schaftspolitischen Diskurs zur Multikulturalität in dieser Arbeit konkret erfahren und übend mit
Kontakt Europa zu beleuchten und zu hinterfragen. Kontakt ihm umgehen können. Sehr gute bis gute
stg@zak.kit.edu Hinweis: sieber@ Deutschkenntnisse sind Teilnahmevorausset-
0721.608.42043 Das Seminar wird in Deutsch und Englisch gehalten. consulting-across-cultures.com zung.
07071.2536911
Interkulturelle Kommunikation / Interkulturelle Kommunikation /
Baustein 4 Interkulturelles Lernen / Multikulturalität Baustein 4 Interkulturelles Lernen / Multikulturalität
47
Seminar Seminar

Indien verstehen - Erfolgreiche interkulturelle WerWieWas - WiesoWeshalbWarum?


Kommunikation und Handlungskompetenz Wissenschaftskommunikation in den Medien -
und im Selbstversuch
Nicola Westermann Vanessa Diemand
Ob im universitären, beruflichen oder privaten Ergebnisse und Problemstellungen in der Wissenschaft
Ort Ort
Ort werden von vielen Personengruppen als alltagsfern
Kontext - überall spielen interkulturelle Themen
zunehmend eine Rolle. Im Rahmen dieses Geb. 01.93 bzw. unverständlich wahrgenommen - obgleich sie
Geb. 30.96
Workshops geht es sowohl darum, länderspe- SR 1.OG jeden einzelnen der Gesellschaft tagtäglich direkt
SR ZOM (R 006)
zifische Besonderheiten der kommenden Wirt- Kronenstr. 32 betreffen. Der Elfenbeinturm-Vorwurf richtet sich glei-
schaftsmacht Indien kennenzulernen, als auch chermaßen an die Geistes- und die Naturwissenschaf-
ten und ruft u.a. Probleme bezüglich der Akzeptanz
darum, ein generelles Verständnis der Chancen
von Forschung, aber auch der Gewinnung von Nach-
und Stolpersteine interkultureller deutsch-indi-
Termin wuchs hervor. Wissenschaft, Politik und Journalismus
Termin scher Begegnungen und Zusammenarbeit zu Termin reagieren zunehmend und mit unterschiedlichen
erwerben. Das Trainingsprogramm hilft den Lösungsansätzen auf diese Herausforderung: TV-For-
Fr 08.07.2011 14h00-18h00 Teilnehmern, indische Werte, Normen, Sitten Einführung:
mate wie „Galileo“, Internetangebote wie die „Scien-
Sa 09.07.2011 10h00-18h00 Fr 29.04.2011 15h15-16h45
Begleitstudium

und Gebräuche besser zu verstehen, angemes- ceBlogs.de“, aber auch spezielle Rhetorikseminare für
So 10.07.2011 10h00-18h00 sen handeln und erfolgreich mit indischen Wissenschaftler oder die „Wissenschaftsjahre“ des
Partnern kommunizieren und zusammenarbei- Blockseminar nach Bundesministeriums für Bildung und Forschung
ten zu können. Absprache im Juni 2011 bestimmen das weite Feld der Wissenschaftskommu-
nikation.
Das Seminar wird anhand von Fallbeispielen die unter-
schiedlichen Herangehensweisen erarbeiten und hin-
Anmeldung Anmeldung terfragen. Heiligt der Zweck tatsächlich alle Mittel,
Erforderlich Erforderlich wenn es beispielsweise um die Vermischung von Inhalt
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: und Werbung oder die Entertainerqualitäten eines Pro-
www.zak.kit.edu fessors geht? Was kann, soll, muss Wissenschaftskom-
www.zak.kit.edu
munikation leisten bzw. vermeiden? Dass
Institution Institution Wissenschaftskommunikation gerade für Wissen-
schaftler selbst kein Leichtes ist, werden die Teilnehmer
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange- am eigenen Leib erfahren: Sie werden vor die Aufgabe
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft gestellt, ein selbstgewähltes Thema aus ihrer eigenen
und Studium Generale Fachdisziplin an eine bestimmte Zielgruppe zu vermit-
und Studium Generale
teln.
Kontakt Kontakt Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrich-
tungen, Voraussetzung für den Scheinerwerb ist die
nicola.westermann@ vanessa.diemand@gmx.de
Teilnahme an der ersten Sitzung und am Blockseminar
web.de (2 Wochenenden) sowie die Übernahme eines Referates.

48 Baustein 4 Interkulturelle Kommunikation /


Baustein 5 Wissenschaft und Kultur
Interkulturelles Lernen / Multikulturalität
Seminar Seminar

Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation: Islamic Finance


Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point
Wolfgang Petroll Armin Hadjiani
Effektive Wissens- bzw. Wissenschaftskommu- Der Begriff Islamic Finance umfasst sämtliche
Ort nikation ist Voraussetzung erfolgreicher Tätig- Ort Arten von Finanzgeschäften, die mit den ein-
Geb. 30.96 keit in Anwendung, Forschung und Lehre von Geb. 01.93 schlägigen religiösen Regeln in Einklang stehen.
SR 1.OG (R 104) Wissen. Ihre Wirksamkeit beruht auf der Logik SR 1.OG Zum Beispiel setzt ein aus Kapital gezogener
von Evidenz und der Aesthetik von Wahrneh- Kronenstr. 32 Gewinn im Allgemeinen voraus, dass der
mung und Kommunikation. Im Zeitalter Kapitalgeber am unternehmerischen Risiko par-
der Bildmedien und zunehmend komplexer tizipiert („verbotene Zinsgeschäfte“). Ethische
Systemanalysen wird visuelle Kompetenz zu Finanzinstrumente wurden schon vor Auftreten
Termin einer Schlüsselfertigkeit bei der Erstellung und Termin der Finanzkrise zunehmend nachgefragt. Heute
kritischen Bewertung von Präsentationen und ist das Wissen über Islamic Finance nicht nur für
Beginn: 19.04.2011 damit für wissenschaftliche und soziale Ent- Beginn: 20.04.2011

Begleitstudium
internationale Finanzdienstleister von besonde-
scheidungsprozesse. Ihre Grundlage haben sie rer Relevanz. Für alle Handelsaktivitäten stellt
Di 11h30-13h00 in physiologischem, kognitionspsychologi- Mi 17h00-18h30 die Kenntnis des islamischen Rechts einen
schem, semiotischem und wissenssoziologi- Wettbewerbsvorteil dar: von der strategischen
wöchentlich schem Grundlagenwissen sowie experimentellen wöchentlich Ausrichtung des Unternehmens im In- und Aus-
Befunden. land über die nachfrageorientierte Produktent-
Im Seminar soll Grundwissen vermittelt, durch wicklung bis hin zum Waren- oder
Sekundäranalysen von Präsentationen und Dienstleistungsabsatz. Verbote der Herstellung
Anmeldung Anmeldung
Publikationen vertieft und in eigenen Präsenta- und des Vertriebs bestimmter Produkte lassen
Erforderlich tionen erprobt werden. Geeignet für Studie- Erforderlich sich rational mit dem Prinzip der Schadensprä-
über die ZAK-Homepage: rende aller Fachrichtungen und Semester; über die ZAK-Homepage: vention erklären.
www.zak.kit.edu Gäste sind willkommen, soweit Plätze vorhan- www.zak.kit.edu
den. Der Kurs gliedert sich in Vorlesungs- und Semi-
Institution Institution narabschnitte. Inhaltlich werden zuerst die
Grundlagen des islamischen Wirtschaftskon-
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange- zepts untersucht sowie die Kategorien Moral,
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft Recht, gesellschaftliche Normkonvention und
und Studium Generale und Studium Generale kultureller Kontext dargestellt. Davon ausge-
hend lassen sich auch die Ziele des Islamic
Kontakt Kontakt
Finance an konkreten Beispielen bestimmen.
wolfgang.petroll@zak.kit.edu armin.hadjiani@kit.edu
0721.608.42043

Baustein 5 Wissenschaft und Kultur Baustein 6 Wertewandel / Verantwortungsethik 49


Seminar Seminar

Computer- und Informationsethik Ethik in den Wissenschaften (EPG 2)

Dr. Jessica Heesen Prof. Dr. Matthias Maring, Prof. Dr. Dr. Hans Lenk

Ort Informationstechniken sind zunehmend Ort Schwerpunkt des Seminars bilden die allge-
Bestandteil unseres täglichen Lebens. Regeln Ort meine Wissenschaftsethik und die angewandte
Geb. 30.96 der Ethik haben auch in den Handlungsumge- Geb. 20.12 bzw. anwendungsorientierte interdisziplinäre
SR 1.OG (R 104) bungen einer vernetzten Welt Bedeutung. Das R 110 Ethik in den Wissenschaften. In Anbindung an
Seminar vermittelt Kompetenzen für die Iden- die jeweiligen Studienfächer sollen Detailpro-
30.06.2011: tifizierung und Bewertung von ethischen und bleme der modernen Welt, insbesondere der
Geb. 50.41 datenschutzrechtlichen Problemen im Zusam- Wissenschaft, Technik und Wirtschaft unter-
R 045/046 menhang der Internetnutzung. sucht werden. Das Selbstverständnis der Studi-
Termin
Termin Folgende Themen stehen im Mittelpunkt: Termin enfächer, ihr Bezug zu Ethik und Philosophie,
Do 28.04.2011 17h00-18h30 Fallbeispiele und Fallstudien sollen hierbei im
• Grundlagen der Computer- und Beginn: 13.04.2011
Do 26.05.2011 09h00-13h00 Vordergrund stehen.
Informationsethik
Begleitstudium

Do 09.06.2011 09h00-13h00 • Web 2.0 Mi 11h30-13h00


Do 30.06.2011 09h00-13h00 • Netzwerkkommunikation und Governance
Do 07.07.2011 09h00-13h00 • Überwachung wöchentlich
• Informationelle Selbstbestimmung
• Ortungstechnologie
• Hackerethik
Anmeldung • Journalistische Ethik (z.B. WikiLeaks) Anmeldung
Erforderlich • Autonome Systeme, Robotik Keine
über die ZAK-Homepage: • Ubiquitous Computing/ Ambient
www.zak.kit.edu Intelligence

Institution Weitere Themen können bei Interesse der Teil- Institution


ZAK | Zentrum für Ange- nehmer/innen gerne aufgenommen werden. Institut für Philosophie
wandte Kulturwissenschaft Voraussetzungen für die Teilnahme: Bereit-
und Studium Generale schaft zur Übernahme eines Referats, teils in
Gruppenarbeit; Kenntnisse zum Verständnis
Kontakt englischsprachiger Texte Kontakt
jessica.heesen@ matthias.maring@kit.edu
izew.uni-tuebingen.de 0721.608.46918

50 Baustein 6 Wertewandel / Verantwortungsethik Baustein 6 Wertewandel / Verantwortungsethik


Seminar Seminar

Wie soll ich handeln? - Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum


Grundkurs Angewandte Ethik
Prof. Dr. Alfons Müller Dr. Consuelo Galvani
Ort In Entscheidungsinstitutionen stellt sich die Ort Aufbauend auf dem 1995 eingeleiteten Barce-
Frage, ob es eine konkrete Hilfe gibt, um sich lona-Prozess, der die Partnerschaft zwischen
Geb. 10.23 Geb. 01.93
ethisch verantwortungsvoll zu verhalten. Was den EU-Staaten und den Mittelmeeranrainern
SR I (R 104) SR 1.OG
soll ich tun und wie soll ich handeln? Dieser (EUROMED) vorsah, hat die 2008 in Paris
Kronenstr. 32
praxisorientierte Aspekt ist ein spezifisches gegründete Mittelmeerunion im März 2010
Anliegen der angewandten Ethik mit ihrem ihre Arbeit aufgenommen mit dem Ziel, allge-
komplexen Aufgabenfeld. Es geht sowohl um mein Frieden, Demokratie und wirtschaftlichen
persönliche als auch um öffentliche und somit Fortschritt in der Region voranzutreiben und
Termin Termin
für das Gemeinwohl weitreichende Probleme, konkret Kooperationsprojekte einzuleiten.
Beginn: 19.04.2011 für die bei Konflikten eine ethisch überzeu- Beginn: 20.04.2011 Somit rücken Europa, Afrika und der Nahe

Begleitstudium
gende Lösung gefunden werden muss. Die Osten ein Stück näher im Hinblick auf eine
Di 17h30-19h00 konkret und exemplarisch ausgerichtete Ethik Mi 09h45-11h15 künftige regionale Integration. Das Mittelmeer,
bemüht sich um die Anwendung von theoreti- das „mare nostrum“ der Antike, steht wieder
wöchentlich schen Modellen, die ihr von der allgemeinen wöchentlich im Vordergrund der EU-Politik, Nord und Süd
Ethik angeboten werden. Dieser Transfer als „gleichberechtigt“ betrachtet.
geschieht in kritischer Würdigung und mit
Die mediterrane Region war jedoch seit jeher
umsichtiger Erprobung. Es geht also um die
Anmeldung Anmeldung Kreuzweg mehrerer Zivilisationen und Labora-
Zuordnung von allgemeinen Moralprinzipien
torium der Koexistenz in der Vielfalt der Lebens-
und konkreten Handlungsabläufen. Theoreti-
Erforderlich Erforderlich formen, Bühne militärischer Kämpfe und
scher und praktischer Bezug können in der
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: Projektionsraum der Sehnsucht nach Schönheit
Individual- und Sozialethik zu einer Konver-
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu und Kultur. Sie war und ist, je nach Blickrich-
genz, aber auch zu auffallenden Differenzen
tung, westlich, östlich und afrikanisch. Das
Institution und Spannungen zwischen den ethischen Institution Meer ist kein einfacher geographischer Ort,
Positionen führen. Deshalb soll auch die
sondern ein „Übersetzungs-Raum“, eine imagi-
ZAK | Zentrum für Ange- besonderen Begründungsformen und Beurtei- ZAK | Zentrum für Ange-
näre Grenze, die Völker zugleich trennt und
wandte Kulturwissenschaft lungskriterien herausgearbeitet werden, die wandte Kulturwissenschaft
zusammenführt. Diese Kreuzblicke von Europa
und Studium Generale für die angewandte Ethik von Bedeutung sind. und Studium Generale
und nach Europa, zwischen Widerspiel und
Kontakt Kontakt Nachbarschaft, gilt es historisch, politisch und
kulturwissenschsaftlich im Seminar zu erkun-
07275.1485 consuelo.galvani@kit.edu
den.

Baustein 6 Wertewandel / Verantwortungsethik Baustein 7 Kulturpolitik 51


Seminar Seminar

Chinas Weg zum Global Player Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? -
Transkulturelle (Re-)Lektüren
Gisela Mahlmann Janina Hecht, Swenja Zaremba
Der internationale Einfluss Chinas ist in den Literaturen sind unabhängig von ihren natio-
Ort Ort
Ort
letzten Jahren stetig gewachsen, sowohl im nalen Entstehungskontexten in einem jeweils
Geb. 30.96 wirtschaftlichen als auch im politischen und Geb. 01.93 spezifischen kulturellen Kontext entstanden
SR 1.OG (R 104) kulturellen Bereich. Um diese Entwicklung zu ZAK Bibliothek und dabei durch eben diese Kontexte geprägt.
verstehen, soll der historische Weg Chinas bis Kronenstr. 32 Dabei fungieren kulturelle Dynamiken - ob sie
11.05., 06.07.2011: zum Wirtschaftsboom der 90er Jahre nachge- nun als Folge von Globalisierungen angesehen
Geb. 30.96 zeichnet werden. Wichtige historische Statio- werden oder in eine Tradition des Kulturtrans-
SR ZOM (R 006) nen (Konfuzianismus u.a., Opiumkrieg, Mao fers gestellt werden können - stets als spezielle
Termin
Termin Tsetung) sowie aktuelle Zustände und Prozesse Termin Impulsgeber und Motoren für literarische
werden in den Blick genommen. Thematisiert Texte.
Beginn: 20.04.2011 Sa 16.04.2011 11h00-12h30
werden z.B. die durch den Wirtschaftsboom
Sa 07.05.2011 11h00-14h00 Das Seminar möchte sich durch Lektüre und
Begleitstudium

verursachten ökologischen und sozialen Pro-


Mi 11h30-13h00 Sa 28.05.2011 10h30-14h00 Relektüre mit diesem Phänomen auseinander-
bleme, die aktuelle Lage der Minderheiten, der
wöchentlich Sa 04.06.2011 10h30-14h00 setzten und verschiedene bekannte, weniger
Aufbruch in eine Zivilgesellschaft. Außerdem
Sa 25.06.2011 10h30-14h00 bekannte und bekannt geglaubte Texte auf
sollen die Großereignisse der Olympischen
11.05., 06.07.2011: Sa 02.07.2011 10h30-14h00 Inter- und Transkulturalität hin lesen und analy-
Spiele 2008 und der Expo 2010 hinsichtlich
10h00-13h00 sieren. Dabei sollen nicht nur Texte einer
des Selbst- und Außenbildes analysiert werden.
„Migrations-“ oder „Reiseliteratur“ berück-
Anmeldung Gisela Mahlmann ist Journalistin und Chinaex- Anmeldung sichtigt werden, sondern auch Texte ins Blick-
Erforderlich pertin, die seit 1974 regelmäßig über China Erforderlich feld rücken, die nicht primär diesen „Genres“
über die ZAK-Homepage: gearbeitet hat. Sie war von 1988-1994 ZDF- über die ZAK-Homepage: zugeordnet werden und dennoch transkultu-
www.zak.kit.edu Chinakorrespondentin in Peking und ist seit- www.zak.kit.edu relle Phänomene behandeln und sich National-
dem auch jedes Jahr wieder in China. In den zuordnungen verweigern.
Institution Seminaren werden auch eigene Fernsehdoku- Institution Geplant ist u.a. die Lektüre folgender Werke
mentationen herangezogen. (bzw. Auszüge aus diesen):
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft Daniel Defoe: Robinson Crusoe; Ilija Trojanow:
und Studium Generale und Studium Generale Der Weltensammler; Yoko Tawada: Übersee-
zungen; Goethe: West-östlicher Divan; Feridun
Kontakt Kontakt Zaimoglu: Zwölf Gramm Glück; Herta Müller:
stg@zak.kit.edu janina.hecht@zak.kit.edu Niederungen
0721.608.42043 swenja.zaremba@zak.kit.edu

52 Baustein 7 Kulturpolitik Baustein 8 Kultursoziologie / Kulturwissenschaft /


Cultural Studies
Seminar Seminar

Bedeutung der Familie für die Gesundheit Wer ist Ich? Selbstentwurf
und Selbstbestimmung nach der Aufklärung
Dr. Bianca Lehmann Dr. Hartmut Schönherr
Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, Ob in Gestalt von Avataren im Cyberspace oder
Ort welche Bedeutung die Familie für die Gesund- Ort
bei Debatten um eine „europäische Identität“:
Geb. 20.12 heit und das Wohlbefinden des Einzelnen hat. Geb. 30.96 Identität ist in der Gegenwart fraglich gewor-
R 214 Ausgangspunkt dabei ist eine differenzierte SR 1.OG (R 104) den, sei es als subjektive Vergewisserung, sei es
Betrachtung von Gesundheits- und Krank- als kollektive Zugehörigkeit. Und die Frage wird
heitskonzepten. Vor dem Hintergrund soziolo- rasch persönlich: „Wer bin ich?“.
gischer Theorieansätze und aktueller
Stuart Hall, namhafter Vertreter der „Cultural
empirischer Studien wird diskutiert, wie Fami-
Studies“, benennt fünf „Dezentrierungen“ des
Termin lienstruktur, Traditionen und Rituale, Arbeits- Termin Subjektes in der Moderne, denen allen gemein-
teilung und Familiengeschichte die Gesundheit
Fr 08.07.2011 15h00-19h30 Beginn: 20.04.2011 sam die Antwort ist: „Nicht der, für den du dich
beeinflussen. Ebenfalls beleuchtet werden soll,

Begleitstudium
Sa 09.07.2011 10h00-18h30 hältst.“
welchen Einfluss die Gesundheit resp. die Krank-
So 10.07.2011 10h00-18h30 heit einzelner Familienmitglieder auf das Fami- Mi 09h45-11h15 Nach der einführenden Beschäftigung mit den
lienleben hat. Nicht zuletzt geht es auch Vorstellungen der menschlichen Identität in der
darum, Ansätze der Gesundheitsförderung wöchentlich Aufklärung werden diese „Dezentrierungen“
und Prävention vor dem Hintergrund der an grundlegenden Texten aus Psychoanalyse,
Bedeutung der Familie zu diskutieren. Soziologie und Strukturalismus im Seminar vor-
gestellt und diskutiert.
Anmeldung Anmeldung
In der Auseinandersetzung mit literarischen
Erforderlich Erforderlich Beispielen (v.a. Robert Musils „Der Mann ohne
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: Eigenschaften“ und Ingeborg Bachmanns
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu „Malina“) untersuchen wir die daraus resultie-
rende „crisis of identity“ (Hall) näher. Dabei
Institution Institution lernen wir verschiedene Ansätze kennen, Iden-
tität dennoch erfolgreich zu behaupten.
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt

lehmann@uni-landau.de artefact@aol.com

Kultursoziologie / Kulturwissenschaft / Kultursoziologie / Kulturwissenschaft / 53


Baustein 8 Cultural Studies Baustein 8 Cultural Studies
Seminar Seminar

Kommunales Kulturmanagement. Workshop Praktisches Kulturmanagement


Aufgaben - Strukturen - Perspektiven
Dr. Robert Determann Dr. Erwin Hoffmann
Kommunales Kulturmanagement reicht vom Kulturmanagement befasst sich mit der Frage,
Ort Ort
Ort
Betrieb kultureller Einrichtungen wie Museen, wie es gelingen kann, die Rahmenbedingungen
Geb. 50.41 Musikschulen, Theatern, Orchestern über die 14.05., 15.05., 03.07.2011: für eine Produktion von Kunst und Kultur zu
R -134 Organisation von Veranstaltungen und Projek- Geb. 01.93 sichern. Kulturmanagement soll Kunst und
ten bis hin zur Kulturförderung. Einerseits ein- SR 1.OG Kronenstr. 32 Kultur nicht selbst schaffen, sondern sie ermög-
gebunden in kulturpolitische Strategien und lichen. Im Workshop wird es darum gehen, das
18.06., 19.06.2011:
Prozesse, andererseits marktorientiert in Pro- Zusammenspiel von Kultur und Management
Geb. 30.96
jektmanagement und Kulturmarketing, hat zu erarbeiten und zu erleben, um einen Einblick
SR ZOM (R 006) Termin
Termin Kulturmanagement heute eine tragende Termin in die Vielschichtigkeit des Berufsbildes „Kultur-
Funktion in der Stadtpolitik. Das Seminar ver- manager“ zu erhalten. Der Workshop richtet
Fr 13.05.2011 15h00-18h00 mittelt Grundlagen des kommunalen Kultur- Sa 14.05.2011 10h00-18h00 sich an engagierte Studentinnen und Studen-
Sa 14.05.2011 09h00-17h00 So 15.05.2011 10h00-15h00
Begleitstudium

managements und befasst sich exemplarisch ten, die einen fundierten praxisorientierten Ein-
Fr 27.05.2011 15h00-18h00 mit kulturellen Betrieben und Veranstaltungs- Sa 18.06.2011 10h00-18h00 stieg in die Gesamtthematik bekommen und
Sa 28.05.2011 09h00-17h00 management. So 19.06.2011 10h00-15h00 sich hierzu in ein semesterbegleitendes Plan-
So 03.07.2011 10h00-15h00 spiel einbringen möchten.
Das Seminar findet zum Teil auch vor Ort in
kulturellen Einrichtungen statt.

Anmeldung Anmeldung
Erforderlich Erforderlich
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu

Institution Institution

ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-


wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt

r.determann@arcor.de erwinhoffmann@gmx.de

54 Baustein 9 Kulturökonomik / Kulturmanagement Baustein 9 Kulturökonomik / Kulturmanagement


Seminar Seminar

Kulturökonomik: KIT als Impulsgeber für Karlsruhe Architektur der 50er und 60er Jahre
und TechnologieRegion Karlsruhe
Dr. Jolanta Dziembowska-Kowalska, Prof. Dr. Jan Kowalski,
Mirja Meyborg Dr. Chris Gerbing
Kultur - ein Thema mit vielen Aspekten. Zual- Aufgrund der verheerenden Zerstörungen, die
Ort Ort vor allem in den letzten Kriegsmonaten des 2.
lererst spricht Kultur für sich selbst, drückt das
aus, was der Schöpfer, den Künstler, bewegt. Geb. 30.96 Weltkriegs die deutschen Städte trafen, werden
Wird bekanntgegeben
Und dadurch prägen sie, die Kulturschaffen- SR ZOM (R 006) diese besonders von der Architektur der 1950er
den, das Leben der Menschen mit, regen zum und 60er Jahre geprägt. Das durch den Mar-
Nachdenken an, zum Gespräch, zur Reflexion, shallplan ausgelöste Wirtschaftswunder brachte
zur Selbsterkenntniss, zuweilen auch zum Mit- am Bauhaus und dessen nüchterner Formen-
machen. So werden Kunstangebote im einzel- sprache orientierte Architektur hervor, aber
Termin nen und in ihrer Vielfalt, in ihren Termin auch Bauschmuck, der noch nichts mit „Kunst
unteschiedlichen inhaltlichen und qualitativen am Bau“ zu tun zu haben scheint. Allerdings
Beginn: 19.04.2011 Di 19.04.2011 09h45-11h15 wird diese Architektur auch heute noch häufig

Begleitstudium
Ausprägungen, zu einem bestimmten Lebens-
Di 24.05.2011 09h45-11h15 abwertend betrachtet, da sie mit den städtepla-
gefühl, das eine Stadt bzw. Region ihren
Di 14h00-17h15 Di 05.07.2011 Exkursion nerischen Ansätzen der „autogerechten Stadt“
Bewohnern und Gästen vermittelt, der Wohn-
Mi 06.07.2011 Exkursion eng verbunden ist. Am Beispiel ausgewählter
und Lebensqualität. Im Seminar sollen die
wöchentlich Zusammenhänge zwischen Kultur, Wirtschaft Bauten in Pforzheim - der im 2. Weltkrieg in
und Stadtentwicklung am Beispiel der Rolle Relation zur Bevölkerungsdichte am meisten
der Hochschule als Impulsgeber für Stadt und zerstörten Stadt -, Karlsruhe und Stuttgart
Region behandelt werden. sollen die Architektur des Wiederaufbaus, städ-
Anmeldung Anmeldung
teplanerische Ansätze und baukünstlerische
Informationen zur Erforderlich Aspekte vor Ort erörtert werden.
Anmeldung entnehmen Sie über die ZAK-Homepage:
der Homepage: www.zak.kit.edu
www.iww.kit.edu
Institution Institution
Institut für ZAK | Zentrum für Ange-
Wirtschaftspolitik und wandte Kulturwissenschaft
Wirtschaftsforschung (IWW) und Studium Generale
in Kooperation mit dem
ZAK Kontakt Kontakt

mirja.meyborg@kit.edu kunstgeschichte-gerbing@
0721.608.45754 gmx.de

Baustein 9 Kulturökonomik / Kulturmanagement Baustein 10 Architektur und Stadtplanung als Kulturpraxis 55


Vorlesung Seminar

Städtebau I Strukturiert neue Ideen entwickeln.


Einführung in das Innovationsmanagement
Prof. Dr. Alexander Wall Kerstin Jungmann
Architecture and the City in the era of urbaniza- Neue Ideen sind in vielen Bereichen der Schlüs-
Ort Ort
Ort
tion and climate change - Lecture series with sel zu dauerhaftem Erfolg. Dies gilt selbstver-
Geb. 20.40 Archive research and presentation. Geb. 30.96 ständlich im wissenschaftlichen Bereich, für die
HS 9 This semester Städtebau 1, “The Contemporary SR ZOM (R 006) Erstellung von Diplomarbeiten oder Dissertatio-
City” is devoted to the question, what do the nen, für die berufliche Tätigkeit, bei der es um
processes of urbanization, climate change and die Entwicklung stets neuer Produkte und Ver-
the sustainability bring to the design and resul- fahren geht, aber auch für tägliche Arbeiten,
ting performance of building or urban die in manchen Fällen durch eingefahrene Pro-
Termin
Termin ensemble? After an overview of climate change Termin zesse starr und uneffektiv geworden sind.
Beginn: 12.04.2011 and sustainability basics, we will examine how Mo 11.07.2011 17h00-21h00 Aber wie entwickelt man Ideen? Mit Sicherheit
cities, infrastructures, neighborhoods and buil- Di 12.07.2011 09h00-17h00 sind Ideen nicht ausschließlich Sache der „Krea-
Begleitstudium

Di 11h30-13h00 dings may adapt to new conditions. Case stu- Mi 13.07.2011 09h00-17h00 tiven“ und des Zufalls! Im Rahmen dieses Semi-
dies of completed projects will demonstrate the nars werden zunächst theoretische Aspekte
wöchentlich questions and problems generated by this des Kreativitätsbegriffs, der Ideenfindung und
transformation of building, planning and thin- des Innovationsprozesses beleuchtet. Darüber
king. hinaus werden ausgewählte Methoden der
Our code words are science, design, infrastruc- strukturierten Ideenfindung dargestellt und
Anmeldung ture, cities and buildings, adaptation and innova- Anmeldung praktisch erprobt, wie unter anderem die 635
Keine tion. Erforderlich Methode, der morphologischen Kasten, die
Besides attendance at the lectures, students will über die ZAK-Homepage: Reizwort-Analyse oder die SIL-Methode.
develop an “archive” on an urbanization and www.zak.kit.edu Wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung ist
climate change issue as it relates to design and dann die praktische Entwicklung von Ideen im
Institution planning. There will be two tutorials for the Institution Team.
development of the archive and a final presen-
Institut für Regional- und ZAK | Zentrum für Ange-
tation. Final hand-in for the archive will be after
Landschaftsplanung, Lehr- wandte Kulturwissenschaft
the end of the semester.
stuhl für Städtebau und und Studium Generale
Entwerfen Städtebau I is bi-lingual. Lectures will be given
Kontakt in English, archive papers and presentation may Kontakt
alexander.wall@kit.edu be in English or German. stg@zak.kit.edu
0721.608.42171 0721.608.42043

56 Baustein 10 Architektur und Stadtplanung als Kulturpraxis Baustein 11 Arbeitswissenschaft


Seminar Seminar

Effiziente Kommunikation in Führung und Team Konstruktiv Klartext reden - der Gesundheit zuliebe!
Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg)
Erika Magyarosi Silvia Richter-Kaupp
Wir kommunizieren, ob wir wollen oder nicht Ärger, Unmut, Unzufriedenheit, Frust, Enttäu-
Ort –, indem andere unser Verhalten wahrneh- Ort schung sind starke Gefühle, die einerseits Aus-
24.06.2011: men, es interpretieren und schließlich – in Eisenlohrstraße 21 druck großer Lebendigkeit sind und andererseits
Geb. 30.96 welcher Weise auch immer – darauf reagie- 76135 Karlsruhe vielen Menschen Probleme bereiten. Vor allem
SR 1.OG (R 104) ren. Tatsächlich liegt es nicht in unserer Hand, im Arbeitsleben werden Gefühle dieser Art oft
25.06., 26.06.2011: ob wir auf unsere Umgebung wirken. Ledig- unterdrückt oder heruntergeschluckt, mit der
Geb. 01.93 lich bezüglich der Frage, wie wir wahrgenom- Folge, dass das Problem ungelöst bleibt und die
SR 1.OG Kronenstr. 32 men werden, haben wir gewisse Betroffenen darüber krank werden. Werden die
Termin Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei stellen Termin Emo-tionen hingegen ungezügelt ausgelebt,
sprachliche Äußerungen nur die Spitze des schafft dies zwar kurzfristig Erleichterung, mit-
Fr 24.06.2011 13h00-18h30 kommunikatorischen Eisbergs dar. Unter der Mo 06.06.2011

Begleitstudium
telfristig wird das Miteinander dadurch jedoch
Sa 25.06.2011 09h00-18h00 Oberfläche nehmen sowohl auf Sender- als Di 07.06.2011 zum täglichen Kampf.
So 26.06.2011 09h00-18h00 auch auf Empfängerseite eine Reihe von non- Mo 20.06.2011
verbalen, bewussten und unterbewussten Mo 27.06.2011 Das Problem sind jedoch nicht die Konflikte
Aspekten Einfluss auf Kommunikationsverlauf Di 28.06.2011 selbst, ohne die es schließlich keine Entwick-
und -erfolg. Diese ermöglichen einerseits eine Mo 04.07.2011 lung gäbe, sondern der Umgang mit ihnen.
sehr genaue und nuancierte Vermittlung von Ungelöste Konflikte kosten Zeit, Geld und Ener-
Inhalten, bereiten andererseits aber auch den jeweils 17h30-21h00 gie und beeinträchtigen die Leistung, Zufrie-
Anmeldung Anmeldung denheit und Gesundheit. Es lohnt sich also, die
Boden für Missverständnisse, Manipulationen
Erforderlich und Konflikte. Wachstumschance zu nutzen, die in Konflikten
Erforderlich
über die ZAK-Homepage: steckt und zu lernen, Klartext zu reden – aber
über die ZAK-Homepage:
Dementsprechend beruht eine planvolle und konstruktiv!
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu
erfolgreiche Gesprächsführung zum einen auf
der Kenntnis und dem zielgerichteten Einsatz Das Seminar ist interaktiv aufgebaut und för-
Institution Institution dert die Umsetzung des Gelernten in selbst
kommunikationstheoretischer Modelle und
Mechanismen, zum anderen aber auch auf erlebten Situationen. Jedes Seminarmodul
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
der aufmerksamen Beobachtung und Wert- beinhaltet Kleingruppenarbeit, Rollenspiele,
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
schätzung der Situation und der Sichtweise Paarübungen und dergleichen. Ein regelmäßi-
und Studium Generale und Studium Generale
des Gesprächspartners. Ganz im Sinne der ges Teilnehmen und aktives Mitwirken am
Kontakt Kontakt Unterricht ist daher eine wesentliche Vorausset-
ursprünglichen Bedeutung des Wortes Kom-
stg@zak.kit.edu munikation – communicare: mitteilen, teilen, zung für das Erreichen des Seminarziels.
silvia@richter-kaupp.de
0721.608.42043 gemeinsam machen, vereinigen. 0721.9374810

Baustein 11 Arbeitswissenschaft Baustein 11 Arbeitswissenschaft 57


Seminar Seminar

Kommunikations-Labor - Konstruktive Konfliktlösung.


Personalentwicklung und Reentry-Kommunikation Mediation und mediative Kompetenzen
Dr.-Ing. Peter Schlötter Dr. Katarzyna Schubert-Panecka, Dr. Jürgen von Oertzen
Ort High-tech ist immer hochkomplex und ohne Ort Im europäischen Raum wird Mediation meistens
Ort
intensive Zusammenarbeit von Fachleuten als ein außergerichtliches, mehrstufiges Streit-
03.05., 14.05., 15.05.2011: nicht zuverlässig realisierbar. Aus vielfältigen Geb. 30.96 beilegungsverfahren verstanden, in dem ein
Geb. 30.96 SR ZOM (R 006) vielseitig parteilicher Dritter ohne inhaltliche
Gründen kommt der Qualität der Kommunika-
SR ZOM (R 006) Entscheidungsbefugnis die freiwillig teilneh-
tion in den Teams in einem Unternehmen im
28.05., 29.05.2011: 21. Jahrhundert immer größere Bedeutung zu. menden Konfliktparteien darin unterstützt,
Geb. 01.93 Auch diese Qualität im zwischenmenschlichen eigenverantwortlich (rechtsverbindliche) Lösun-
SR 1.OG Kronenstr. 32 Bereich kann man beeinflussen, und man kann gen zu entwickeln. Das Mediationsmodell und
Termin
Termin lernen, dies zu tun. Termin der darauf gestützte Prozess wird in unter-
Di 03.05.2011 17h30-19h30 Do 09.06.2011 schiedlichen Kontexten eingesetzt, von Familie
Im Kommunikations-Labor lernen Sie gewis- und Schule über Wirtschaft und Arbeit bis zu
Sa 14.05.2011 09h00-18h00 Fr 10.06.2011
Begleitstudium

sermaßen noch einmal neu, zu reden. Sie Umwelt und Strafrecht. Und wie differenziert
So 15.05.2011 09h00-18h00 Do 16.06.2011
lernen, sich selbst und andere beim Reden zu die Anwendungsfelder der Mediation sein
Sa 28.05.2011 09h00-18h00 Fr 17.06.2011
beobachten. Dieses Beobachten bleibt in dem können, so vielfältig sind auch die Möglichkei-
So 29.05.2011 09h00-18h00
Seminar aber kein Selbstzweck, sondern sie ten des mediativen Handelns, das als Ziel die
sollen noch einmal besser verstehen lernen, jeweils 09h00-18h00
konstruktive Auseinandersetzung der Median-
was gute Kommunikation ausmacht, welche ten mit Problemen und Konflikten hat und
Anmeldung Werte bedeutsam sind, was man in Unterneh- Anmeldung gleichzeitig einen persönlichen Kompetenzen-
men tun sollte und also auch, was man lassen zuwachs, insbesondere in Bezug auf Kommuni-
Erforderlich sollte. Erforderlich kations- und Problemlösungsfähigkeit,
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
Einer Universität angemessen werden wir uns bedeuten kann.
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu
auch mit maßgeblichen Theorien bezüglich Diese Vielfalt und Kompetenzentwicklung
Institution ‚Lernender Organisation‘ (Argyris/ Senge) und Institution wahrzunehmen und an dieser zu partizipieren,
der ‚Modernen Theorie Sozialer Systeme‘ (Luh- wird den Teilnehmenden anhand von theoreti-
ZAK | Zentrum für Ange- mann) beschäftigen. Sie werden diese Theo- ZAK | Zentrum für Ange-
schen Beiträgen und praktischen Übungen
wandte Kulturwissenschaft rien in Teams erarbeiten, soweit das in 4 Tagen wandte Kulturwissenschaft
ermöglicht.
und Studium Generale eben gut machbar ist. Auf diesem Weg können und Studium Generale
Kontakt Sie unmittelbar schauen, ob und wie Ihnen die Kontakt
Theorie jeweils praktisch weiterhilft. Sie
ps@p-schloetter.de können diese Zusammenarbeit in Ihrem jewei- katarzyna.schubert-panecka@kit.edu,
0721.403548 ligen Team als Praxis-Labor für Kommunikation von.oertzen@einigungshilfe.de
0721.608.44797
nutzen.
58 Baustein 11 Arbeitswissenschaft Baustein 11 Arbeitswissenschaft
Seminar Seminar

Netzwerkkompetenz Freunde. Seminar zum kreativen Schreiben


und Netzwerkmanagement
Felicitas Steck Sandra Hoffmann
Vernetzung und Netzwerke sind mehr als Alle haben (hoffentlich) eine oder einen: beste
Ort Ort
moderne Schlagworte, sie sind eine neue Freundin, Busenfreundin, ältesten Freund,
Geb. 01.93 Organisationsform zur Bündelung kollektiver Geb. 50.41 Jugendfreund, Kumpel, Freund zum Tischkicker
SR 1.OG Strategien. Netzwerke bestimmen unsere R -134 spielen, Freundin zum Tee trinken, eine, die
Kronenstr. 32 Gesellschaft, in der sich alle relevanten Pro- man verloren hat, einen, mit dem man sich ver-
zesse um die Organisationsform Netzwerk for- stritten hat, eine, die man eigentlich genau
mieren. Unternehmen schließen sich in genommen liebt, einen, der einen in Wirklich-
Unternehmensnetzwerken zusammen, Städte keit zur Frau haben will. Aber was macht sie
Termin und Unternehmen kooperieren in Clustern, Termin denn aus, die Freundschaft, die sich eben doch
und kleinere und mittlere Unternehmen bilden von der Liebe unterscheidet, was sind die Erleb-
Beginn: 20.04.2011 Fr 29.04.2011

Begleitstudium
Projekt-Netzwerke. Im Netzwerkmanagement nisse, die uns zu Freunden machen oder wieder
Fr 20.05.2011
wird in Theorie und Praxis vermittelt, wie trennen? Was erleben wir zusammen, und wor-
Mi 11h30-13h00 Fr 10.06.2011
Akteurs- und Organisationsnetzwerke aufge- über sprechen wir mit Freunden?
Fr 01.07.2011
baut und organisiert sind. In Form von
wöchentlich Fr 15.07.2011 Das wollen wir erkunden, indem wir uns versu-
Praxisbeispielen wird die Kunst der „Netzwerk-
chen am Schreiben von kürzesten und kurzen
steuerung“ in vielfältigen Beispielen veran-
jeweils 14h00-17h45 Texten, kleinen Erzählungen über Erlebnisse,
schaulicht.
Episoden, Dialoge zum Freund(in) sein und
Anmeldung In jedem Berufszweig wird man heutzutage Anmeldung haben. Schön wäre es, wenn wir beim Bespre-
Erforderlich mit Netzwerken konfrontiert. Um erfolgreich in Erforderlich chen nicht nur herausfinden, was einen Text gut
über die ZAK-Homepage: Netzwerken zu arbeiten, ist die Netzwerkkom- über die ZAK-Homepage: oder stark oder bewegend macht, sondern
www.zak.kit.edu petenz wichtig, sich strategisch zu positionie- www.zak.kit.edu auch noch etwas über die Sprache der Freund-
ren. Wir lernen die unterschiedlichen Phasen schaft.
Institution des Netzwerkmanagements kennen. Die Sta- Institution
keholderanalyse dient der Identifikation geeig-
ZAK | Zentrum für Ange- neter Kooperationspartner, und zur Diagnose ZAK | Zentrum für Ange- Man muss das nicht vorher lesen, aber man darf
wandte Kulturwissenschaft des Vernetzungsstatus nutzen wir die Netzwer- wandte Kulturwissenschaft es tun: Dirk Kurbjuweit: Zweier ohne. Oder
und Studium Generale kanalyse. und Studium Generale Wolfgang Herrndorf: Tschick. Oder Judith Her-
Kontakt Kontakt mann: Sommerhaus später.
Das Seminar gliedert sich in eine theoretische
steck@ Themeneinführung der Netzwerkbegriffe, stg@zak.kit.edu
netzwerk-gesellschaft.de danach besprechen wir Netzwerkbeispiele und 0721.608.42043
0721.8200647 im dritten Teil berichten Netzwerkmanager.

Baustein 11 Arbeitswissenschaft Baustein 12 Theorie und Praxis der Kulturästhetik 59


Seminar Seminar

Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City. Alles Design:
Intermedialität, Interkulturalität, Aesthetik Theorie und Geschichte der Gestaltung
Wolfgang Petroll Dr. Theo Steiner
Das „sozusagen chemisch reinste Destillat der Die Sache der Gestaltung ist ins Zentrum des
Ort Ort
Ort
filmischen Möglichkeiten“ nannte der Kunsthi- gesellschaftlichen Interesses gerückt. Ob nun
storiker Erwin Panofsky 1947 die frühen Dis- 07.05.2011: Geb. 50.41 politische Arbeit, Babys oder Medienauftritte:
Geb. 10.81
neyfilme, und er merkte an: „Das Nilpferdballett R - 108 Design ist heute scheinbar alles und alles ist
HS 62 (R 513)
in Fantasia war wunderbar.“ Heute spielen bei 25.06., 16.07.2011: Geb. Design. Und von den „klassischen“ Vertretern
wachsenden Möglichkeiten digitaler Bildbear- 30.96 SR 1.OG (R 104) unter den gestalteten Dingen - Architektur,
beitung die zeichnerischen Qualitäten der Film- 02.07.2011: Geb. 30.96 Inneneinrichtung und Konsumgütern - werden
gestaltung eine immer größere Rolle. Sie führen SR ZOM (R 006) Termin mittlerweile geradezu Wunderdinge erwartet,
Termin zu einer neuen Filmaesthetik, etwa in der Verfil- Termin vorausgesetzt sie haben das richtige Design:
mung von Frank Millers „Sin City“ durch Robert Der Neubau inmitten der Altstadt soll die
Beginn: 19.04.2011 Rodriguez. Während Regisseure wie Tim Burton Sa 07.05.2011 10h00-11h30
gesamte Stadt hypen, der visuelle Relaunch
Sa 25.06.2011 10h00-17h00
Begleitstudium

selbst über beachtliche zeichnerische Fähigkei- soll den Absatz von Rasierapparaten steigern
Di 17h30-19h00 ten verfügen, spielt im allgemeinen Storyboar- Sa 02.07.2011 10h00-17h00
und die neue Designerbrille den Erfolg in Beruf
ding für Filmproduktion und -aesthetik eine Sa 16.07.2011 10h00-17h00
und Liebesleben sichern.
wöchentlich wesentliche Rolle. Wie beeinflussen sich die
unterschiedlichen „Bildsprachen“ von Film und In diesem Seminar untersuchen wir die Design-
Comic gegenseitig? Wie wird aus einer populä- debatten ab 1900: vorindustrielles Handwerk
ren Ausdrucksform eine Kunst? Was zeichnet oder industrielle Produktion? Nachahmung
Anmeldung Anmeldung alter Stile („Kunstanklebung“) oder die
die gelungene Adaption eines Comic in einem
Erforderlich Film aus und umgekehrt? Wie können Comics Erforderlich „Schönheit der Maschine“? Imponiermöbel
über die ZAK-Homepage: ihre Verfilmung vertragen und Filme ihre Comic- über die ZAK-Homepage: für eine kleine Zielgruppe oder ästhetische
www.zak.kit.edu adaption? Welchen Einfluss haben verschie- www.zak.kit.edu Erziehung der gesamten Gesellschaft? Das
dene Bildkulturen wie die der USA, Europas Design war (und ist) bezogen auf die Ideale
Institution oder Japans? Institution des Funktionalismus: Zweckmäßigkeit, mess-
bare Schönheit, Rationalisierung und optimier-
ZAK | Zentrum für Ange- Im Seminar werden Realverfilmungen und Ani- ZAK | Zentrum für Ange- bare Konstruktion. Seit einigen Jahrzehnten
wandte Kulturwissenschaft mationsfilme nach Comics sowie Comicadap- wandte Kulturwissenschaft werden verstärkt die breiteren gesellschaftli-
und Studium Generale tionen von Filmen, aus verschiedenen und Studium Generale chen und kulturellen Zusammenhänge in den
Kontakt Jahrzehnten und verschiedenen Comic- und Kontakt Blick genommen - Parameter wie Emotionali-
Filmkulturen, vergleichend analysiert. Geeignet tät, Geschlecht, Nachhaltigkeit, Qualität,
wolfgang.petroll@zak.kit.edu für Studierende aller Fachrichtungen und theo.steiner@tukul.de Glück oder Lebensstil.
0721.608.42043 Semester; Gäste sind willkommen, soweit
Plätze vorhanden.
60 Baustein 12 Theorie und Praxis der Kulturästhetik Baustein 12 Theorie und Praxis der Kulturästhetik
Vorlesung Seminar

Ökologie und Energieaufwand Umweltschutz und -politik in Deutschland und in


der Verkehrssysteme Europa (Sachgebiete: Recht, Wirtschaft, Politik)
PD Dr.-Ing. Wolfgang Hendrichs Prof. Dr. Diemut Majer
Ort Die Entwicklung der Verkehrsträger im Laufe Ort Der Schutz der Umwelt als Lebensgrundlage
der Geschichte der Technik wird aufgezeigt der Menschen sowie Umweltethik (Verantwor-
Geb. 20.40 und die einzelnen Komponenten des Land-, Geb. 10.50 tungsethik) gehören zu den wichtigsten
Jordan HS Luft-, und Seeverkehrs miteinander verglichen. R 602 Themen der Innen- und Außenpolitik. Der Kli-
Dabei sollen die Umweltverträglichkeit aufge- mawandel erscheint unabwendbar. Das Schei-
zeigt und neue Wege für ein sozialverträgli- tern der Klimakonferenz von Kopenhagen 2009
ches Verkehrskonzept angesprochen werden. und der mäßige Erfolg von Cancún 2010 zeigt,
dass dieser nur mit Hilfe aller Staaten einge-
Termin Die Vorlesung läuft 2-semestrig, so dass sie Termin dämmt werden kann.
trotz des 14-täglichenTurnus als Veranstaltung
Beginn: 06.05.2011 mit 2 SWS zum Scheinerwerb angerechnet Beginn: 19.04.2011 Viele Staaten haben zahlreiche Vorkehrungen

Begleitstudium
werden kann. Der Beginn ist sowohl im SoSe (Regelwerke) zum Schutz der Lebensgrundla-
Fr 14h00-15h30 als auch im WiSe möglich. Di 17h30-19h00 gen (Wasser, Luft, etc.) getroffen, um das Span-
nungsfeld zu ökonomischen Interessen
14-täglich wöchentlich auszugleichen. Für Deutschland wird den Stu-
dierenden ein Überblick über die wichtigsten
Bereiche vermittelt.
Anmeldung Anmeldung Die nationalen Anstrengungen allein sind
jedoch nicht ausreichend. Daher erfolgt im
Erforderlich Erforderlich
zweiten Teil ein Überblick über die Anstrengun-
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
gen der Europäischen Union (EU) sowie über
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu
die globalen Projekte der Vereinten Nationen.
Institution Institution

ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Angewandte


wandte Kulturwissenschaft Kulturwissenschaft und
und Studium Generale Studium Generale
Kontakt Kontakt
05703.2141 majer@kanzlei-karlstr62.de

Allgemeine Ökologie / Allgemeine Ökologie /


Baustein 13 Umwelt- und Ressourcenökonomie Baustein 13 Umwelt- und Ressourcenökonomie 61
Seminar Seminar

Wissenschaftsgeschichte vom philosophischen Technikentwicklung im Zeichen zukünftiger


Standpunkt in der Neuzeit und Moderne gesellschaftlicher Anforderungen (Beispiel Luftfahrt)
Prof. Dr. Vitaly Gorokhov Dr. Günter H. Walter
Ort 1. Wissenschaft als Gegenstand der Forschung Ort Rohstoff- und Energieverknappung, steigende
(historisch und philosophisch): Ort Anforderungen an Umweltschutz und Mobili-
Geb. 20.12 2. Die Hauptkonzeptionen der modernen Geb. 50.41 tät, aber auch Auswirkungen der allgemeinen
R 214 Wissenschaftstheorie: R -108 Entwicklung (Stichworte Wirtschaftskrise, Ter-
• Kritik der klassischen Naturwissenschaft und rorismus) führen in den nächsten Jahren in
die Entstehung der nicht-klassischen vielen Technologiebereichen zu tief greifenden
Naturwissenschaft Veränderungen. Dies gilt insbesondere für die
• Wissenschaftstheorie als Logik der Forschung Luftfahrtindustrie. Auch der Innovationsdruck
• Positivismus – Neo- und Postpositivismus Termin
Termin Termin steigt - kleine Innovationsschritte wie in der
• Dynamische Modelle der Vergangenheit reichen zukünftig oft nicht
Beginn: 28.04.2011 Wissenschaftsstruktur, -genesis sowie Beginn: 18.04.2011 mehr aus. Welche Risiken und Chancen beste-
revolutionäre und evolutionäre
Begleitstudium

hen für die europäische Industrie in diesem


Do 17h30-19h00 Wissenschaftsentwicklung (P. Feyerabend, A. Mo 17h30-19h00
Koyre, T. Kuhn, I. Lakatos, K. Popper, W. globalen Technologiewettbewerb?
wöchentlich Stegmüller, S. Toulmin u.a.) wöchentlich Das Seminar gibt - auch anhand praktischer
3. Naturforschung in der Kulturgeschichte: Beispiele - einen Einblick in die damit zusam-
• Die Entstehung der modernen menhängenden Probleme und führt in Theorie
wissenschafts-technischen Weltanschauung
und Praxis von Innovation ein. Themen sind
Anmeldung • Die ersten wissenschaftlichen Anmeldung
Forschungsprogramme als „immer wieder- dabei Grundlagen der Luftfahrt, Entwicklung
Keine kehrende Denkmodelle“ Erforderlich innovativer Ideen von der Erfindung bis zum
• Die Anfänge naturwissenschaftlicher über die ZAK-Homepage: neuen Produkt, luftfahrttechnische Entwick-
Methoden (Tendenz zur Mathematisierung www.zak.kit.edu lung im Zeichen industrieller Wettbewerbsfä-
bzw. Geometrisierung der Physik bei Nikolaus higkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche
Institution von Oresme und Leonardo da Vinci, Institution Akzeptanz usw. Geklärt werden auch mit dem
Experimentalismus von Roger Bacon und technischen Wandel zusammenhängende
Institut für William Gilbert) ZAK | Zentrum für Ange- Fragen zu Veränderung individueller Lebensge-
Technikfolgenabschätzung • Klassisches Forschungsprogramm der wandte Kulturwissenschaft staltung (Konsumverhalten) bzw. zur Rolle der
und Systemanalyse (ITAS) experimentellen und mathematisierten und Studium Generale Politik.
Kontakt Wissenschaft Kontakt
4. Die modernen Tendenzen in der Natur- und
vitaly.gorokhov@kit.edu Technikforschung: Techno-science und guenter.walter@zak.kit.edu
Technikfolgenforschung 0160.93523404

62 Baustein 14 Technikentwicklung / Technikgeschichte Baustein 14 Technikentwicklung / Technikgeschichte


Seminar

Philosophie intelligenter Welten

Prof. Dr. Klaus Wiegerling


Ort Es werden modernste informatische Technolo- Ort
gieentwicklungen untersucht, die mit perspek-
Geb. 01.93 tivischen Verschiebungen vor allem unter den
SR 1.OG Stichworten Ubiquitous Computing und Ambi-
Kronenstr. 32 ent Intelligence gefasst werden. Diese sollen
Lebenswelten intelligent machen, indem sie uns
überall und jederzeit zur Verfügung stehen und
die Dinge, die uns umgeben, unsere Informan-
Termin ten, Kommunikations- und Organisationspart- Termin
29.04.-24.06.2011 ner werden.

Begleitstudium
Es werden die Grundprobleme dieser Technolo-
Fr 09h30-12h00 gieentwürfe, wie etwa ein möglicher Wider-
ständigkeits- und damit Wirkichkeitsverlust,
wöchentlich identifiziert, ihre Verbindungen untereinander
sichtbar gemacht und ihre Folgen für unser
Welt- und Selbstverständnis aufgewiesen. Ins-
besondere geht es um die Erörterung metaphy-
Anmeldung Anmeldung
sischer und weltanschaulicher Positionen bei
Erforderlich der Entwicklung der Systeme sowie um grund-
über die ZAK-Homepage: legende ethische Fragen, die damit verbunden
www.zak.kit.edu sind.

Institution Institution

ZAK | Zentrum für Ange-


wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale
Kontakt Kontakt
wiegerlingklaus@aol.com

Baustein 14 Technikentwicklung / Technikgeschichte 63


64
Qualifikationsmodule

65
Die sechs Module im Überblick
Qualifikationsmodule
INTER-ACT
Internationalisierung und Interkulturelle
Hintergrund Handlungskompetenz
Die thematisch ausgerichteten Qualifikationsmodule bieten
den Studierenden die Möglichkeit zum Erwerb einer über-
fachlichen Zusatzqualifikation am KIT. Diese Initiative trägt MeKKo
sowohl der vielfach geforderten Verzahnung von speziali- Medien-Kultur-Kommunikation:
sierter Fachausbildung und Allgemeinbildung Rechnung als Europäische Medienkultur und Öffentlichkeit
Qualifikationsmodule

auch dem Ansatz der Berufsbefähigung (Enabling Skills).


Somit dienen die Qualifikationsmodule dem Ausbau der
Interdisziplinarität im Studium und der Verbesserung der FunD
Berufsaussichten. Sie bieten allen Studierenden neue Mög- Führungskompetenz
lichkeiten zur Kompetenzerweiterung auf freiwilliger Basis und unternehmerisches Denken
mit einem klaren Anforderungsprofil und einer nachweis-
baren Qualifikation.
DiMa
Bei den Qualifikationsmodulen handelt es sich um eine Diversity Management
inhaltlich begründete Profilierung interdisziplinärer Lehran-
gebote des ZAK.
Sie richten sich mit Blick auf das technische Profil des KIT
EURIIS
European Integration and Institutional Studies
auf interdisziplinäre Schlüsselthemen. Als berufsbezogene
(Jean Monnet - Förderprogramm)
Qualifikation bieten sie eine anschlussfähige interdiszipli-
näre Ergänzung für die meisten Fachdisziplinen.

Studium Generale klassisch

66
Zielgruppen Zertifizierung
Adressaten des Studienangebots sind Studierende aller Fachrich- Die belegten Lehrveranstaltungen und erbrachten Studienlei-
tungen sowie Gasthörer, die sich intensiver mit dem jeweiligen stungen innerhalb eines Moduls werden als Zusatzqualifikation
Themenfeld eines Moduls auseinandersetzen und so ihr Fachprofil zertifiziert. Das Zertifikat wird bei erfolgreicher Teilnahme und
erweitern wollen. Alle Module bearbeiten die Themen aus einer bei Erreichen der Mindestleistung von 8 SWS durch das ZAK ver-
interdisziplinären Perspektive. Sie verlangen daher keine spezifische geben. Eine Zertifizierung der Module ist für Studierende aller
Fachvorbildung, jedoch ein grundsätzliches Interesse an einer kul- Hochschulen in Karlsruhe möglich, für Gasthörer aber derzeit
turwissenschaftlich orientierten Analyse der betreffenden Themen. noch nicht.

Qualifikationsmodule
Art und Umfang der Studienleistungen Studienrichtlinien und Anmeldung
Die thematisch ausgerichteten Qualifikationsmodule haben jeweils Einen genauen Überblick über die zu erbringenden Leistungen
einen Umfang von 8 bis 10 Semesterwochenstunden (SWS). Sie glie- finden Sie in den „Studienrichtlinien zum Erwerb des Zertifikats
dern sich in einen einführenden Grundlagenteil mit zwei obligatori- Interdisziplinäres Qualifikationsmodul im Studium Generale“,
schen Überblicksveranstaltungen sowie einen Vertiefungsteil mit 4 die am ZAK erhältlich sind.
SWS, davon in der Regel ein Seminar mit Praxisorientierung.
Zwei benotete Leistungsnachweise sind über Seminararbeiten zu Zur Teilnahme an den Qualifikationsmodulen ist es notwendig,
erbringen. Der dritte Leistungsnachweis wird auf der Grundlage sich einmalig am ZAK anzumelden. Die Anmeldung ist jederzeit
eines Referats bzw. einer mündlichen Prüfung, der vierte auf der möglich.
Grundlage einer praxisorientierten Arbeit bzw. einer Projektarbeit
mit einem Abschlussbericht erworben.

Studium Generale klassisch


Zum Erwerb des Zertifikats „Studium Generale klassisch“ ist eine indi-
viduelle Schwerpunktbildung aus allen Lehrveranstaltungen der fünf
interdisziplinären Themenfelder (S. 95-220) des Studium Generale
möglich. Dazu müssen vier Veranstaltungen aus mindestens drei ver-
schiedenen Themenfeldern belegt werden, die nach eigenen Interessen
ausgewählt werden können. In zwei Lehrveranstaltungen ist ein benote-
ter Leistungsnachweis, zu erbringen. In zwei weiteren Veranstaltungen
wird die Leistung mit Hörerscheinen (Sitzungsprotokoll) belegt. Weiter-
hin wird die regelmäßige Teilnahme an der Vortragsreihe Colloquium
Fundamentale mit der Abfassung eines Thesenpapiers vorausgesetzt.
67
Modul // INTER-ACT // Lehrangebote im SoSe 2011
Internationalisierung und
Interkulturelle Grundlagenteil
Handlungskompetenz Leadership In A Borderless World [Banda]  S. 180
Grundlagen Interkultureller Kommunikation
[Robertson-von Trotha, Müller Albán]  S. 186
Die Zusammenarbeit in internationalen Projekten und interkul-
turellen Teams ist in vielen Arbeitsfeldern heute der Normalfall. Multikulturalität in Deutschland und Europa
In Verbindung mit dem jeweiligen Fachstudium soll das Studi- [Robertson-von Trotha]  S. 187
enmodul INTER-ACT besonders die internationale und interkul- Jean Monnet Ringseminar: Europäische Integration
Qualifikationsmodule

turelle Dimension im Studium und der beruflichen Vorbereitung und Institutionen [Robertson-von Trotha, u.a.]  S. 186
betonen. Es dient der beruflichen Qualifizierung für die Zusam- UN-Diplomatie in Theorie und Praxis
menarbeit in internationalen Projekten und der Vorbereitung im Rahmen einer Verhandlungssimulation [Seidl]  S. 188
auf Auslandsaufenthalte und den Tätigkeiten in interkulturellen
Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive Kommunikation
Handlungskontexten im In- und Ausland.
über kulturelle und persönliche Grenzen hinweg [Sieber]  S. 207
Das Studienmodul gliedert sich in den Grundlagenteil „Interkul-
turelles Basiswissen“ und einen Vertiefungsteil „Interkulturelle Vertiefungsteil
Handlungsfelder“. Im Basisteil werden die Grundlagen interkultu- Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Africa
reller Kommunikation auf der Ebene individueller Kommunikation [Banda]  S. 180
und Interaktionen mit Angehörigen anderer Kulturen vermittelt Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum [Galvani]  S. 99
und die Grundfragen der Globalisierung und Multikulturalität
behandelt. Die Vertiefung „Interkulturelle Handlungsfelder“ Islamic Finance [Hadjiani] S. 163
erlaubt individuelle Schwerpunktsetzungen nach eigenen Inter- Interkulturelles Projektmanagement [Laraia]  S. 203
essen, z.B. in Hinblick auf bestimmte Zielregionen oder Arbeits- Chinas Weg zum Global Player [Mahlmann]  S. 182
bereiche. Die erworbenen Grundlagenkenntnisse sollen auf die Gesprächs- und Verhandlungsstrategien für die interkulturelle
Praxis eines bestimmten Arbeitsfeldes übertragen und in einem Gesprächspraxis am Beispiel Russland [Mkhitaryan]  S. 183
breiteren gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden.
Interkulturelle Kommunikation: Japan [Postert]  S. 185
Indien verstehen - Erfolgreiche interkulturelle Kommunikation
und Handlungskompetenz [Westermann]  S. 190

68
Lehrangebote im SoSe 2011
Modul // MeKKo // Grundlagenteil
Medien-Kultur-Kommunikation Wie Bücher entstehen [Buchmann, Kohler]  S. 138
WerWieWas - WiesoWeshalbWarum?
Wissenschaftskommunikation in den Medien -
Den Medien und der publizistischen Öffentlichkeit kommt eine und im Selbstversuch [Diemand]  S. 140
besondere Aufgabe bei der Auswahl, Vermittlung, Bewertung und Moderation & Interview [Fuchs]  S. 202
in zunehmendem Maße auch der Steuerung von gesellschaftli- Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City.

Qualifikationsmodule
chen Entwicklungen zu. Intermedialität, Interkulturalität, Aesthetik [Petroll]  S. 150
In diesem Maße entsteht und wächst auch das dazugehörige wis- Karlsruher Filmwochen 2011: Alfred Hitchcock & Fritz Lang.
senschaftliche Wissen über die Funktionsweisen, Instrumentarien Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik [Petroll]  S. 150
und komplexen Zusammenhänge des kulturellen Phänomens der Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation:
Medienkommunikation und in diesem Maße steigt seine Relevanz Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point
für die verschiedensten Berufsfelder in den Medien, aber auch [Petroll]  S. 151
weit darüber hinaus, da die mediale Vermittlung in allen Berufsfel-
dern bedeutend ist. Vertiefungsteil
Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? -
Ziel des Qualifikationsmoduls MeKKo Medien-Kultur-Kommunika-
Transkulturelle (Re-)Lektüren [Hecht, Zaremba]  S. 143
tion ist es, eine kritische Reflexion der Medien im Kontext der tech-
nischen Entwicklung, des Medienwechsels und der Globalisierung Computer- und Informationsethik [Heesen]  S. 101
von Medienangeboten und Kommunikationsmöglichkeiten vorzu- Theater als gesellschaftliches Medium - Oper: Plädoyer für
nehmen. Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen der mas- das „unmögliche“ Kunstwerk [Poremba, Thorwald]  S. 151
senmedialen Kommunikation wie auch darauf aufbauend die Eine Sendung und ihre Teile - Wie arbeitet eine
verschiedenen Rahmenbedingungen der Medienkommunikation Radio-Magazin-Redaktion? [Recht]  S. 152
behandelt. Studierende erhalten in diesem Modul Einblicke in die
Funktion moderner Mediensysteme und erwerben wichtige Kom- Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik für
petenzen für den Umgang mit und das Handeln in einer zuneh- Radioanfänger und akustisch Interessierte [Rein]  S. 153
mend professionalisierten Mediengesellschaft. Pressearbeit praktisch - Kommunikation
mit Medien am Beispiel von ARTE [Sippel]  S. 154
In enger Kooperation mit dem Radio KIT werden regelmäßig Semi-
nare mit dem Schwerpunkt Radioarbeit angeboten. Alles Design: Theorie und Geschichte der Gestaltung
[Steiner]  S. 155
69
Lehrangebote im SoSe 2011
Grundlagenteil
Modul // FunD // Lösungsorientiertes Erfolgs Coaching (LOTSE-Coaching) -
Führungskompetenz und Inhalt und Verfahren [Bader]  S. 198
unternehmerisches Denken Kommunales Kulturmanagement.
Aufgaben - Strukturen - Perspektiven [Determann]  S. 140
Die Anforderungen der Arbeitswelt an Universitätsabsolventen Effiziente Kommunikation in Führung
haben sich in den letzten Jahren geändert. Führungsaufgaben und Team [Magyarosi]  S. 204
sind komplexer geworden und erfordern den Erwerb von Kompe- Konstruktive Konfliktlösung. Mediation und mediative
tenzen im Bereich des unternehmerischen Denkens. Absolventen Kompetenzen [Schubert-Panecka, von Oertzen]  S. 206
Qualifikationsmodule

werden aber auch immer häufiger selbst Entrepreneure in sehr


unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen. Neben einer fundierten
Fachkompetenz nimmt die Forderung nach Verhaltenskompetenz
Vertiefungsteil
(Kommunikationsfähigkeit, Arbeitsorganisation, Projektmanage-
ment, Problemlösekompetenz, Führung) und Persönlichkeitskom- Leadership In A Borderless World [Banda]  S. 180
petenz (Dynamik, Leistungsmotive, Unternehmerisches Denken, Islamic Finance [Hadjiani]  S. 163
Management-Ethik) eine immer größere Rolle ein. Workshop Praktisches Kulturmanagement [Hoffmann]  S. 164
Als Teilnehmer kommen Studierende aller Fachrichtungen in Strukturiert neue Ideen entwickeln. Einführung in das
Betracht, die persönlichkeitsbezogene Kompetenzen erwerben Innovationsmanagement [Jungmann]  S. 212
wollen, welche sowohl für Existenzgründer, Unternehmer als auch
Interkulturelles Projektmanagement [Laraia]  S. 203
für zukünftige Führungskräfte von Bedeutung sind.
Kommunikations-Labor - Personalentwicklung
Im Basisteil werden die Grundlagen unternehmerischen Denkens und Reentry-Kommunikation [Schlötter]  S. 206
im interdisziplinären Umfeld sowie Management- und Führungs-
techniken vermittelt. In den Vertiefungsveranstaltungen können Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement
weitere Schwerpunkte gesetzt werden. Nach Möglichkeit ist eine [Steck]  S. 173
praxisorientierte Lernleistung zu erbringen.
Das Modul wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Karlsruher
Existenzgründungsimpuls (KEIMforum e.V.) konzipiert. Der
KEIMforum e.V. war ein regionales Netzwerk für Existenzgründung
und Innovationsmanagement aus Hochschule und Forschung.
Weitere Informationen für Existenzgründer:
www.innovation.kit.edu/unternehmensgruendungen.php
70
Lehrangebote im SoSe 2011
Grundlagenteil
Modul // DiMa // Lösungsorientiertes Erfolgs Coaching (LOTSE-Coaching) -
Diversity Management Inhalt und Verfahren [Bader]  S. 198
Leadership In A Borderless World [Banda]  S. 180
Grundlagen Interkultureller Kommunikation
Das Modul vermittelt Kenntnisse eines aus den USA stammenden [Robertson-von Trotha, Müller Albán]  S. 186
und in Deutschland sich durchsetzenden integrativen Führungs-
Multikulturalität in Deutschland und Europa
konzepts für Wirtschafts- und Verwaltungseinrichtungen. [Robertson-von Trotha]  S. 187

Qualifikationsmodule
Im Vordergrund steht dabei die bewusste Wahrnehmung und der UN-Diplomatie in Theorie und Praxis im Rahmen
produktive Umgang mit der Verschiedenheit der Eigenschaften einer Verhandlungssimulation [Seidl]  S. 188
von Menschen im Arbeitsumfeld wie z.B. Qualifikationen, sozio- Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive
kulturelle Faktoren, körperliche Eigenschaften u.a. – mit positiven Kommunikation über kulturelle und persönliche Grenzen hinweg
Effekten für den Betrieb bzw. die Institution, die Beschäftigten [Sieber]  S. 207
und – langfristig – für den Umgang mit der Diversität von Eigen-
schaften innerhalb einer Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die Vertiefungsteil
Diversitätsthemen ‚Gender Studies’ und ‚Interkulturelle Hand- Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Africa
lungskompetenz’. [Banda]  S. 180
Islamic Finance [Hadjiani]  S. 163
Im Basisteil werden die Grundlagen, die Entwicklung und Umset-
zungsmöglichkeiten des Diversitätskonzepts sowie ein Überblick Strukturiert neue Ideen entwickeln. Einführung
über die Thematik der Geschlechterforschung (Gender Studies) in das Innovationsmanagement [Jungmann]  S. 212
und der Interkulturellen Kompetenz vermittelt. Diese Handlungs- Interkulturelles Projektmanagement [Laraia]  S. 203
felder können dann jeweils in thematisch enger gefassten Semi- Interkulturelle Kommunikation: Japan [Postert]  S. 185
naren vertieft werden. Das Modul wird in Kooperation mit dem Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg)
Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) [Richter-Kaupp]  S. 205
veranstaltet. Kommunikations-Labor - Personalentwicklung
und Reentry-Kommunikation [Schlötter]  S. 206
Konstruktive Konfliktlösung. Mediation und mediative
Kompetenzen [Schubert-Panecka, von Oertzen]  S. 206
Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement
[Steck]  S. 173
71
Modul // EURIIS //
European Integration and
Institutional Studies

Ermöglicht durch die Förderung des Jean Monnet–Programms


der Europäischen Union, bietet das ZAK seit dem Winterse-
mester 2007/08 ein weiteres Qualifikationsmodul im Studium
Generale an, das für Studierende und Doktoranden aller Fakul-
Qualifikationsmodule

täten die Europakompetenz fördert. Ziel von EURIIS ist es, deut-
schen und auch ausländischen Studierenden des KIT einen Blick
auf die „europäische Dimension“ zu ermöglichen.
EURIIS bietet eine fundierte Einführung in die sozialen, politi-
schen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen Europas
im Kontext von Globalisierung und europäischer Integration
bieten. Zur Einführung wird das Jean Monnet Circle Seminar Lehrangebote des EURIIS im SoSe 2011
angeboten, in welchem ausgewiesene Experten und Expertin-
nen signifikante Themen aus dem Kontext European Integra- Grundlagenteil
tion and Institutional Studies behandeln. Es umfasst historische,
politische, wirtschaftliche, kulturelle und rechtliche Fragestel- Multikulturalität in Deutschland und Europa
lungen. [Robertson-von Trotha]  S. 187
Jean Monnet Ringseminar: Europäische Integration
Die Lehrveranstaltungen finden zum Teil in englischer Spra- und Institutionen [Robertson-von Trotha, u.a.]  S. 186
che statt. Ergänzt wird das Seminarprogramm durch die „Jean
Monnet Keynote Lecture”, in deren Rahmen jährlich zwei Vertiefungsteil
renommierte internationale Wissenschaftler oder Persönlich- Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum [Galvani]  S. 99
keiten des öffentlichen Lebens zu europa-relevanten Themen Internationale Wirtschaftspolitik [Kowalski]  S. 181
sprechen werden.
Umweltschutz und -politik in Deutschland und in Europa
[Majer]  S. 183

72
Modul //
Studium Generale klassisch

Das Modul „Studium Generale klassisch“ unterscheidet sich in seiner


Grundintention von den anderen fünf Modulen und zielt auf eine
klassische humanistische Allgemeinbildung ab, wie es seit jeher die

Qualifikationsmodule
Aufgabe des Studium Generale ist. Als Bildungsmodul im ursprüng-
lichen Sinne des Bildungsbegriffs steht hier kein interdisziplinäres
Thema im Zentrum, sondern die Ausrichtung wird bewusst offen
gehalten. Studierende können hier ihren Interessen folgen und sich
mit unterschiedlichen Themen beschäftigen, jedoch eine kulturwis-
senschaftliche Schwerpunktbildung verfolgen. Auch diese Form des
Erwerbs einer breitgefächerten Allgemeinbildung nach individuellen
Neigungen wird durch die Zertifikatsvergabe honoriert.
Das Grundschema der 8 SWS Lernleistungen als Voraussetzung
für den Zertifikatserwerb gilt auch für das Modul „Studium Gene-
rale klassisch“. Allerdings gibt es hier keine Gliederung in Grund-
lagen und Vertiefung. Studierende können stattdessen aus dem Lehrangebote im SoSe 2011
Gesamtangebot des Studium Generale wählen und reguläre Scheine
erwerben, wobei mindestens drei der fünf interdisziplinären Themen- Alle Lehrveranstaltungen des Studium Generale für das Modul
felder des Studium Generale in der Auswahl vertreten sein sollen. Studium Generale klassisch befinden sich unter den interdiszi-
Für den Erwerb des Zertifikats ist zu beachten, dass für mindestens plinären Themenfeldern:
zwei Seminare ein qualifizierter, benoteter Leistungsnachweis und
für mindestens zwei weitere Veranstaltungen eine unbenotete Teil- • Mensch & Gesellschaft  S. 95
nahmebescheinigung zu erbringen ist. Außerdem ist die Teilnahme • Natur & Technik  S. 109
mit regelmäßigem Veranstaltungsbesuch und der Abfassung eines • Kultur & Medien  S. 137
Thesenpapiers zur Vortragsreihe Colloquium Fundamentale in einem • Wirtschaft & Recht  S. 157
Semester verpflichtend. • Politik & Globalisierung  S. 179
73
74
Schlüsselqualifikationen

75
Das House of Competence (HoC) bietet in Abstimmung mit den
beteiligten Einrichtungen sechs Wahlbereiche für den SQ-Wahl-
Wahlpflichtbereich pflichtbereich an: „Kultur – Politik – Wissenschaft – Technik“,
Schlüsselqualifikationen „Kompetenz- und Kreativitätswerkstätten“, „Fremdsprachen“,
„Persönliche Fitness & emotionale Kompetenz“, „Tutorenpro-
für B.A./M.A.-Studierende gramme“ und „Mikrobausteine“.

Das Lehrangebot des ZAK und des Studium Generale für den
Die BA/MA-Studienordnungen weisen als neues Element Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen ist innerhalb der
den Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen auf. Das ersten beiden Wahlbereiche des HoC angesiedelt:
Schlüsselqualifikationen

ZAK bietet als einer der Partner des House of Competence


(HoC) eine Reihe von Veranstaltungen für diesen Wahlpflicht-
bereich an, die besonders die Integration gesellschaftlicher Wahlbereich
und kultureller Fragestellungen in das Studium ermöglichen.
Studierende erwerben Schlüsselqualifikationen für Studium, „Kultur - Politik - Wissenschaft - Technik“
Beruf und Gesellschaft. Dies sind die Bereiche, auf die sich Die Seminare dieses Wahlbereichs bieten den Studierenden
die Schlüsselqualifikationsförderung am KIT beziehen muss. interdisziplinäre Einblicke in andere Fachrichtungen. Fragen der
Dieser Kontextbezug ist an einer technisch ausgerichteten Ökonomie und der Arbeitswelt, der Kultur und der Medien, des
Universität unerlässlich, da sie für Berufsfelder ausbildet, Rechts und der Ethik, der Wissenschaft und Technik werden hier
deren Nutzen für und Wirken auf die Lebensbedingungen behandelt. Im Zentrum stehen dabei aktuelle Herausforderungen
von Menschen unmittelbar Einfluss haben. einer modernen Gesellschaft. Die vermittelten Kenntnisse erwei-
Das ZAK hat mit seinen Partnern von den Technischen Univer-
tern sinnvoll den fachlichen Hintergrund und bieten Orientierung
sitäten Darmstadt und München ein Verständnis von Schlüs-
für Studium, Beruf und Gesellschaft.
selqualifikationen entwickelt, das diesen Aspekt aufgreift und
weit über die Förderung von so genannten „soft skills“, auf
die Schlüsselqualifikationen häufig reduziert werden, hin-
ausgeht: Wir unterscheiden zwischen Orientierungswissen, Veranstaltungen im SoSe 2011:
Basiskompetenzen und Praxisorientierung und vertreten mit Leadership In A Borderless World [Banda]  S. 180
dem HoC den Anspruch, dass der Wahlpflichtbereich Schlüs-
selqualifikationen diese drei Bereiche umfassen muss. Wie Bücher entstehen [Buchmann, Kohler] S. 138
Kommunales Kulturmanagement.
Lehrangebote des ZAK Aufgaben - Strukturen - Perspektiven [Determann]  S. 140
für das House of Competence (HoC)
76
WerWieWas - WiesoWeshalbWarum? Karlsruher Filmwochen 2011: Alfred Hitchcock & Fritz Lang.
Wissenschaftskommunikation in den Medien - Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik [Petroll]  S.150
und im Selbstversuch [Diemand]  S. 140
Interkulturelle Kommunikation: Japan [Postert]  S. 185
Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum [Galvani]  S. 99
Jean Monnet Ringseminar: Europäische Integration
Architektur der 50er und 60er Jahre [Gerbing]  S. 143 und Institutionen [Robertson-von Trotha, u.a.]  S. 186
Islamic Finance [Hadjiani]  S. 163 Wer ist Ich? Selbstentwurf und Selbstbestimmung nach der
Kulturelle Überlieferung - digital. Wandel Aufklärung [Schönherr]  S. 187

Schlüsselqualifikatioenen
und Herausforderung im 21. Jahrhundert [Hauser]  S. 118 UN-Diplomatie in Theorie und Praxis
Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? - im Rahmen einer Verhandlungssimulation [Seidl]  S. 188
Transkulturelle (Re-)Lektüren [Hecht, Zaremba]  S. 143 Pressearbeit praktisch - Kommunikation mit Medien
Computer- und Informationsethik [Heesen]  S. 101 am Beispiel von ARTE [Sippel]  S. 154

Workshop Praktisches Kulturmanagement [Hoffmann]  S. 164 Alles Design: Theorie und Geschichte
der Gestaltung [Steiner]  S. 155
Theater als Ereignis und Faszination.
Einblicke in die Welt des Theaters [Kreiner]  S. 213 Technikentwicklung im Zeichen zukünftiger gesellschaftlicher
Anforderungen (Beispiel Luftfahrt) [Walter]  S. 135
Interkulturelles Projektmanagement [Laraia]  S. 203
Philosophie intelligenter Welten [Wiegerling]  S. 136
Bedeutung der Familie für die Gesundheit [Lehmann]  S. 103
Indien verstehen - Erfolgreiche interkulturelle
Chinas Weg zum Global Player [Mahlmann]  S. 182 Kommunikation und Handlungskompetenz [Westermann]  S. 190
Umweltschutz und -politik in Deutschland
und in Europa [Majer]  S. 183
Wie soll ich handeln? -
Grundkurs Angewandte Ethik [Müller]  S. 106
Grundlagen Interkultureller Kommunikation
[Robertson-von Trotha, Müller Albán]  S. 186
Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City. Intermedialität,
Interkulturalität, Aesthetik [Petroll]  S. 150
77
Wahlbereich Bodytalk. Körperausdruck
„Kompetenz- und Kreativitätswerkstätten“ und nonverbale Kommunikation [Essler]  S. 202
Im Zentrum steht hier die Stärkung individueller Fähigkeiten, Moderation & Interview [Fuchs]  S. 202
die auch in der heutigen Berufswelt eine zentrale Bedeutung Freihandzeichnen
gewonnen haben. Die eigene Kreativität, das eigene Auftreten, (Grundlagen und Übungen) [H.-Desrue]  S. 211
die Gesprächsführung, das Sprechen und Schreiben, der Umgang
mit fremden Kulturen, die soziale Kompetenz – das alles schei- 10 Gründe, warum man zeichnen sollte.
nen selbstverständliche Fähigkeiten zu sein und können doch Eine Anleitung zum Zeichnen [H.-Desrue]  S. 211
in diesen Seminaren neu erfahren und erweitert werden. Damit
Schlüsselqualifikationen

Freunde. Seminar zum kreativen Schreiben


bieten diese praxis- und anwendungsbezogenen Seminare den
[Hoffmann]  S. 212
Studierenden die Möglichkeit, ihre Kommunikations- und Hand-
lungsfähigkeit für Studium, Beruf und Gesellschaft langfristig Strukturiert neue Ideen entwickeln.
auszubauen. Einführung in das Innovationsmanagement [Jungmann]  S. 212
Körpersprache - Tanztheater und Bodywork [Lang]  S. 213
Veranstaltungen im SoSe 2011 Effiziente Kommunikation in Führung
und Team [Magyarosi] S. 204
Lösungsorientiertes Erfolgs Coaching (LOTSE-Coaching) -
Gesprächs- und Verhandlungsstrategien für die interkulturelle
Inhalt und Verfahren [Bader]  S. 198
Gesprächspraxis am Beispiel Russland [Mkhitaryan]  S. 183
Interkulturelle Kommunikation
Kreativitätstraining [Nees]  S. 214
mit Schwerpunkt Africa [Banda]  S. 180
Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation:
Argumentation und konstruktive
Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point [Petroll]  S. 151
Gesprächsführung [Bock]  S. 199
Eine Sendung und ihre Teile -
Besser frei reden -
Wie arbeitet eine Radio-Magazin-Redaktion? [Recht]  S. 152
Überzeugen durch Persönlichkeit [Bock]  S. 200
Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik
Präsentationstraining.
für Radioanfänger und akustisch Interessierte [Rein]  S. 153
Vorträge planen - gestalten - halten [Bock]  S. 200
Konstruktiv Klartext reden - der Gesundheit zuliebe!
Karlsruhe revisited. Fotografische Annäherungen Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg) [Richter-Kaupp]  S. 205
an ein bekanntes Terrain [Breede]  S. 210
78
Überzeugend präsentieren - Improvisationstraining zur Stärkung Durch den erfolgreichen Besuch der Veranstaltungen können
der Präsentationskompetenz [Sauter]  S. 205 Leistungsnachweise von 2 oder 3 ECTS-Punkten für den Wahl-
Kommunikations-Labor - pflichtbereich Schlüsselqualifikationen erworben werden.
Personalentwicklung und Reentry-Kommunikation [Schlötter]  S. 206 Die Anerkennung der jeweiligen Veranstaltung als SQ-Veran-
staltung muss im Einzelfall mit den Zuständigen des jeweiligen
Konstruktive Konfliktlösung. Mediation und mediative Dekanats geklärt werden, sofern nicht vorab bereits die entspre-
Kompetenzen [Schubert-Panecka, von Oertzen]  S. 206 chende Anerkennung bekanntgegeben wurde.
Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive Kommunikation
Alle Anmeldungen für die Lehrveranstaltungen des ZAK werden

Schlüsselqualifikatioenen
über kulturelle und persönliche Grenzen hinweg [Sieber]  S. 207
ab dem 6.04.2011, 12 Uhr, auf der Homepage des ZAK möglich
Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement [Steck]  S. 173 sein: www.zak.kit.edu.
Workshop Sprechtraining [Straehle]  S. 207
Rhetoriktraining mit der Debatte Karlsruhe
[Zimpelmann, Vogel]  S. 208

Das gesamte Lehrangebot des House of Competence (HoC) für


den Wahlpflichtbereich Schlüsselqualifikationen ist zu finden
unter:

www.hoc.kit.edu/sq-wahlbereiche.

79
Studium Generale des ZAK

Anbieter Anbieter des Studium Generale Wintersemester 2009/10:


des Studium Generale (Wintersemester 2009/10):
alle Fakultäten des KIT und andere Einrichtungen
alle Fakultäten des KIT und andere Einrichtungen
Studium Generale

80
Studium Generale

„Der deutsche Gelehrte hält die Bücher


zu lange offen, und der Engländer
macht sie zu früh zu.
Beides hat indessen
in der Welt seinen Nutzen.“

Georg Christoph Lichtenberg

81
Wir haben unsere Angebote fünf interdisziplinären Themenfel-
dern zugeordnet:
Das Studium Generale
• Mensch & Gesellschaft
Über- und außerfachliche Qualifikationen werden für den • Natur & Technik
Lebens- und Berufserfolg immer wichtiger. Mehrere Fakul- • Kultur & Medien
täten sehen vor, dass fachfremde Veranstaltungen als Teil
des Curriculums belegt werden müssen. Aber auch über • Wirtschaft & Recht
diese Pflicht- und Wahlpflichtbereiche hinaus empfehlen • Politik & Globalisierung
wir den Besuch von Angeboten, die Ihren persönlichen
Interessen und Neigungen besonders entsprechen. „Interdisziplinär“ bedeutet hier zweierlei: Zum einen sind viele
Studium Generale

Hier kann man nicht neugierig genug sein! Veranstaltungen „in sich“ fächerübergreifend angelegt. Zum
anderen ist die Zusammenstellung der Veranstaltungen inner-
Im Hinblick auf den sich stetig beschleunigenden welt- halb der Themenfelder interdisziplinär und regt an, über mehrere
weiten Wissenszuwachs wird es für jeden immer wich- Fächer hinweg Zusammenhänge zu erkennen. Dies entspricht
tiger, bei der Bewältigung von Problemen mit anderen einem ganzheitlichen Denken in gesamtgesellschaftlichen Zusam-
zusammenzuarbeiten sowie das eigene Fachwissen und menhängen.
Urteilsvermögen darzulegen und auf die Argumente
anderer eingehen zu können. In immer mehr Bereichen Hinzu kommen weitere Veranstaltungsbereiche:
verschwinden die Fach- und Ressortgrenzen. Die Fähig-
keiten einer interdisziplinären Kommunikation und die
Einordnung von Fachwissen in gesamtgesellschaftliche • Einblicksveranstaltungen bieten eine Einführung in
Zusammenhänge werden somit zu einer Kernkompetenz. das jeweilige Fachgebiet/Studienfach.

• Unter Basiskompetenzen & EDV bieten wir Seminare


zu Methodenkompetenz (Lernstrategien,
Präsentationstechniken etc.), Sozialkompetenz
(Team- und Konfliktfähigkeit) und Selbstkompetenz
(Management der eigenen Ressourcen, Kreativität)
sowie zu Multimedia und EDV an.

82
• Mit den Kreativitätswerkstätten schaffen wir
Freiräume, um das eigene kreative Potential zu
entdecken. Sie fordern auf, in unbekannten Situationen
zurechtzukommen, innovative Lösungen für neue
Problemstellungen zu finden.

• Auf die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich


Orchester & Chor möchten wir besonders hinweisen –
ein renommiertes Angebot der Universität.

• Wir freuen uns auch über eine Vielzahl von

Studium Generale
Studierendeninitiativen und -organisationen, mit
denen das ZAK projekt- und veranstaltungsorientiert
zusammenarbeitet.
Vorlesungsverzeichnis
Das aktuelle kommentierte
Teilnahmebedingungen / Gasthörer Vorlesungsverzeichnis
Berechtigt zur Teilnahme am Lehrangebot des Studium Generale finden Sie ab S. 84.
sind alle Studierenden des KIT sowie Universitätsangehörige, aus-
genommen im Bereich der Basiskompetenzen, der sich nur an
Studierende richtet.
Gasthörer sind zur Teilnahme am Studium Generale sehr will-
kommmen, sofern ausreichend Plätze vorhanden sind. Um einen
Gasthörerschein (Berechtigungsausweis) zu erhalten, muss der
von dem jeweiligen Dozenten genehmigte Antrag auf Zulassung
beim Studienbüro eingereicht werden. Für das Wintersemester
sind die Zulassungsanträge bis Ende Oktober im Studienbüro des
KIT (Kaiserstr. 12, Geb. 10.12) zu stellen.
Die Antragsformulare für Gasthörer sind ebenfalls im Studien-
büro der Universität erhältlich oder können im Internet auf der
Homepage des ZAK heruntergeladen werden. Außerdem ist eine
Semestergebühr für Gasthörer von Euro 75 zu entrichten. Die
Gasthörergebühr ist mit Beginn des Semesters fällig.
83
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SoSe 2011: Studium Generale
Wichtiger Hinweis: Die Teilnahmemöglichkeit am Studium Generale besteht bei allen Veranstaltungen nur soweit
Plätze vorhanden sind

1. Mensch & Gesellschaft 95



Die Legitimität bürgerlichen Ungehorsams in der Demokratietheorie [Arnswald] 96
Brauch und Missbrauch heiliger Schriften - am Beispiel Bibel und Koran [Engelsberger] 96
Studium Generale

Systemische Beratung [Fahrenholz] 97


Geschichte der Pädagogik [Fees] 97
Klassiker der Pädagogik [Fees] 98
Ethisch- Philosophisches Grundlagenstudium (EPG 2) [Fulda] 98
Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum [Galvani] 99
Geschlechtergerechtigkeit in der Schule (EPG 2) [Gemeinhardt] 99
Didaktik und Methodik der beruflichen Bildung [Gidion] 100
Einführungsveranstaltung MOV [Gröben] 100
Computer- und Informationsethik [Heesen] 101
Entscheidungstechnik [Heidemann] 101
Kundenorientierung im Öffentlichen Verkehr [Hohnecker] 102
Grundlagen der Sportpädagogik und Sportsoziologie [Knoll] 102
Das Wilhelminische Kaiserreich im europäischen Kontext: 1890-1918 [Kunze] 103
Bedeutung der Familie für die Gesundheit [Lehmann] 103
Kants praktische Philosophie [Link] 104
Ethisch-Philosophische Grundfragen (EPG 1) [Maring] 104
Ethik in den Wissenschaften (EPG 2) [Maring, Lenk] 105
Ethik als Schlüsselqualifikation: Buchprojekt – Ethik und globale öffentliche Güter [Maring] 105
Wie soll ich handeln? - Grundkurs Angewandte Ethik [Müller] 106
84
Urbanisierung der Seele [Nennen] 106
Wie das Neue ins Denken kommt [Nennen] 107

2. Natur & Technik 109

Anthropomatik: Humanoide Roboter [Asfour] 110


Verbrennung und Umwelt [Bockhorn] 110
Datenschutz und Privatheit in vernetzten Informationssystemen [Buchmann, Mülle] 111
Physische Geographie der BRD [Burger] 111
Grundlagen der Energietechnik [Cacuci, Badea] 112

Studium Generale
Grundlagen der Reaktorphysik [Dagan] 112
Fluss- und Auenökologie - Praxisbeispiele [Dister] 113
Kognitive Systeme mit Übung [Dillmann, Waibel, Herrmann, Stüker, Przybylski, Azad] 113
Raumplanung und Planungsrecht [Engelke, Jung] 114
Energiesystemanalyse [Eßer-Frey] 114
Technik und Gesellschaft. Vom ausgehenden Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert [Gleitsmann-Topp] 115
Karst-Hydrogeologie [Goldschneider] 115
Wissenschaftsgeschichte vom philosophischen Standpunkt in der Neuzeit und Moderne [Gorokhov] 116
Bahnsystemtechnik [Gratzfeld] 116
Schienenfahrzeugtechnik [Gratzfeld] 117
Geologie von Mitteleuropa [Greiling] 117
Angewandte Ethik: Ethische Fragen der Endlagerung atomarer Abfälle [Grunwald] 118
Kulturelle Überlieferung - digital. Wandel und Herausforderung im 21. Jahrhundert [Hauser] 118
Ökologie und Energieaufwand der Verkehrssysteme [Hendrichs] 119
Grundlagen Spurgeführter Systeme [Hohnecker] 119
Spurgeführter Personennahverkehr (SPNV) [Hohnecker] 120
Raum- und Infrastrukturentwicklung [Jehling] 120
Efficient Energy Systems and Electric Mobility [Jochem, McKenna] 121
Einführung in die Meeresbiologie [Jürges, Taraschewski, Lamparter] 121

85
Energie und Umwelt [Karl] 122
Sport und Gesundheit [Knoll] 122
Numerische Mathematik für das Lehramt [Lenhardt] 123
Grundlagen der Lebensmittelchemie für Studierende der Lebensmittelchemie
und des Chemieingenieurwesens [Loske] 123
Geographische Datenanalyse und GIS [Ludäscher] 124
Nachhaltiges Bauen: Bauökologie II [Lützkendorf] 124
Physiologie und Anatomie II [Müschen] 125
Stadtökologie [Norra] 125
Technische Informationssysteme [Ovtcharova, Rogalski] 126
Virtual Engineering [Ovtcharova] 126
Studium Generale

Virtual Reality Praktikum [Ovtcharova, Stoyanova] 127


Didaktik der Physik [Pohlig] 127
Moderne Physik für Lehramtskandidaten, Geophysiker, Meteorologen und Ingenieurpädagogen [Quast] 128
Robotik in der Medizin [Raczkowsky] 128
GirlsLab „Smart Textilien“ als Kontext für künstlerische Zugangsweisen
zur technischen Bildung mit Mädchen [Reimann] 129
Technische Biologie (BIW) [Rudat] 129
Minerale: Bausteine der Erde [Schilling] 130
Biotechnologie der Lebensmittel [Schuchmann] 130
Kernkraftwerkstechnik [Schulenberg, Starflinger] 131
Ökologie und Systematik der Pflanzen [Seyfried] 131
Verbrennungsmotoren B [Spicher] 132
Verbundfach: Automobil und Umwelt [Spicher, Kubach, Maas, Wirbser] 132
Grundlagen der Sportmotorik [Stein] 133
Gewässerökologie [Taraschewski, Petney] 133
Ökologie und Systematik der Tiere [Taraschewski, Petney] 134
Einführung in die Photogrammetrie [Vögtle] 134
Mobilkommunikation [Waldhorst, Furthmüller] 135

86
Technikentwicklung im Zeichen zukünftiger gesellschaftlicher Anforderungen (Beispiel Luftfahrt) [Walter] 135
Philosophie intelligenter Welten [Wiegerling] 136
Ausgewählte Kapitel der Luft- und Raumfahrttechnik I [Wittig] 136

3. Kultur & Medien 137

Theorie der Sportarten Fußball [Blicker] 138


Baugeschichte I: Bauen in der Renaissance [Böker] 138
Projektseminar Verlagsarbeit [Buchmann] 139
Wie Bücher entstehen [Buchmann, Kohler] 139

Studium Generale
Kommunales Kulturmanagement. Aufgaben - Strukturen - Perspektiven [Determann] 140
WerWieWas - WiesoWeshalbWarum?
Wissenschaftskommunikation in den Medien - und im Selbstversuch [Diemand] 140
Logische Propädeutik (Rationales Argumentieren) [Dürr] 141
Leitideen der Philosophie der Neuzeit II [Dürr] 141
Leitideen der Philosophie des Mittelalters [Dürr] 142
Wissenschaftsjournalismus im Radio [Fuchs] 142
Architektur der 50er und 60er Jahre [Gerbing] 143
Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? - Transkulturelle (Re-)Lektüren [Hecht, Zaremba] 143
musiktheater intégrale I. [Heidenreich, Hochmuth] 144
musiktheater intégrale II. Das instrumentale Theater Mauricio Kagels [Heidenreich] 144
musiktheater intégrale III. Schreiben über Musik – Lesen zur Musik [Heidenreich] 145
Der Film als Synthese von Kultur und Technik [Hendrichs] 145
Die Technik der Pfeifenorgel [Hendrichs] 146
Ausklang, große Pause und Neubeginn:
Deutsche Literatur von Otfrit und Notker bis zu Lambrechts ‚Alexander‘ (um 870-1150) [Herweg] 146
Die geplante Utopie. Architektur- und Städtebauvisionen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert [Krämer] 147
Der Tristan Gottfrieds von Straßburg und dessen ‚Vollendung‘ durch Heinrichs von Freiberg Tristan [Krause] 147
Das Mittelalter im Film [Krause] 148

87
Ausgewählte Kapitel der Kryptographie [Müller-Quade, Döttling] 148
Gastvorträge der Kunstgeschichte [Papenbrock] 149
Kunst im Exil 1933-1945 [Papenbrock] 149
Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City. Intermedialität, Interkulturalität, Aesthetik [Petroll] 150
Karlsruher Filmwochen 2011:
Alfred Hitchcock & Fritz Lang. Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik [Petroll] 150
Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation:
Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point [Petroll] 151
Theater als gesellschaftliches Medium -
Oper: Plädoyer für das „unmögliche“ Kunstwerk [Poremba, Thorwald] 151
Architekturkommunikation [Rambow] 152
Studium Generale

Eine Sendung und ihre Teile - Wie arbeitet eine Radio-Magazin-Redaktion? [Recht] 152
Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik für Radioanfänger und akustisch Interessierte [Rein] 153
Deutsche Literatur der Nachkriegszeit (1945-1959) [Scherer] 153
Architekturtheorie I [Sewing, Dreher] 154
Pressearbeit praktisch - Kommunikation mit Medien am Beispiel von ARTE [Sippel] 154
Aristoteles: Nikomachische Ethik (III) (Originalsprache) [Staffhorst] 155
Alles Design: Theorie und Geschichte der Gestaltung [Steiner] 155
Städtebau I [Wall] 156

4. Wirtschaft & Recht 157

Produktentstehung - Entwicklungsmethodik [Albers, Burkardt] 158


Spieltheorie I [Berninghaus] 158
Industrieökonomik [Berninghaus, Schosser] 159
Patentrecht [Bittner] 159
Europäisches und Internationales Recht [Brühann] 160
Steuerrecht II [Dietrich] 160
eEnergy: Markets, Services, Systems [van Dinther] 161

88
Kulturökonomik: KIT als Impulsgeber für Karlsruhe
und TechnologieRegion Karlsruhe [Dziembowska-Kowalska, Kowalski, Meyborg] 161
Entscheidungstheorie [Ehrhart] 162
Wärmewirtschaft [Fichtner] 162
Berufs- und Bauvertragsrecht [Gross] 163
Islamic Finance [Hadjiani] 163
Krankenhausmanagement [Hansis] 164
Workshop Praktisches Kulturmanagement [Hoffmann] 164
Energiehandel und Risikomanagement [Hufendiek] 165
Communications Economics [Kraemer, Seifert] 165

Studium Generale
Baubetriebswirtschaft [Lennerts] 166
Grundlagen des strategischen Facility Management [Lennerts] 166
Öffentliches Recht II - Öffentliches Wirtschaftsrecht [von Lewinski] 167
Telekommunikationsrecht [von Lewinski] 167
Unternehmensführung und Strategisches Management [Lindstädt, Fehre, Wolf] 168
Grundzüge des Lebensmittelrechts I [Marx] 168
Markenrecht [Matz] 169
Informationstechnologie und betriebswirtschaftliche Informationsgewinnung [Neibecker] 169
Workflow-Management [Oberweis] 170
Wohlfahrtstheorie [Puppe, Block] 170
Grundlagen der Produktionswirtschaft [Schultmann] 171
BGB für Fortgeschrittene [Sester, Uphoff] 171
Einführung für ausländische Studenten in das deutsche Recht [Sester, Matz] 172
Übung BGB für Anfänger: Einführung in die juristische Falllösungstechnik [Sester, Matz] 172
Vertragsgestaltung [Sester, Hoff] 173
Netzwerkkompetenz und Netzwerkmanagement [Steck] 173
Prozessgestaltung und Arbeitswirtschaft [Stowasser, Stock] 174
Geschäftsmodelle im Internet: Planung und Umsetzung [Weinhardt, Conte] 174
Market Engineering: Information in Institutions [Weinhardt, Caton, Adam] 175

89
Einführung in die Versicherungsbetriebslehre/ Principles of Insurance Management [Werner] 175
Grundlagen der Risikoforschung/ Multidisciplinay Risk Research [Werner] 176
Arbeitsplanung, Simulation und Digitale Fabrik [Zülch] 176
Service Operations Management (in Englisch) [Zülch] 177
Introduction to Ergonomics (in Englisch) [Zülch] 177
Produktionsmanagement II [Zülch] 178
Management- und Führungstechniken [Zülch, Hatzl] 178

5. Politik & Globalisierung 179

Leadership In A Borderless World [Banda] 180


Studium Generale

Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Africa [Banda] 180


Regionalplanung in Entwicklungsländern [Heidemann] 181
Internationale Wirtschaftspolitik [Kowalski] 181
Stadtgeographie und Politische Geographie [Mager] 182
Chinas Weg zum Global Player [Mahlmann] 182
Umweltschutz und -politik in Deutschland und in Europa (Sachgebiete: Recht, Wirtschaft, Politik) [Majer] 183
Gesprächs- und Verhandlungsstrategien für die interkulturelle Gesprächspraxis am Beispiel Russland [Mkhitaryan] 183
Der Kalte Krieg [Möser] 184
Einführung in die Wirtschaftspolitik [Ott] 184
Innovationstheorie und -politik [Ott] 185
Interkulturelle Kommunikation: Japan [Postert] 185
Grundlagen Interkultureller Kommunikation [Robertson-von Trotha, Müller Albán] 186
Jean Monnet Ringseminar: Europäische Integration und Institutionen [Robertson-von Trotha, u.a.] 186
Multikulturalität in Deutschland und Europa [Robertson-von Trotha] 187
Wer ist Ich? Selbstentwurf und Selbstbestimmung nach der Aufklärung [Schönherr] 187
UN-Diplomatie in Theorie und Praxis im Rahmen einer Verhandlungssimulation [Seidl] 188
Mathematische Theorie der Demokratie [Tangian] 188
Internationale Finanzierung [Uhrig-Homburg, Walter] 189

90
Regionale Probleme und Planungskonzepte unter den
Bedingungen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Transformation [Vogt] 189
Umwelt- und Ressourcenpolitik [Walz, Stohr] 190
Indien verstehen - Erfolgreiche interkulturelle Kommunikation und Handlungskompetenz [Westermann] 190
Energiepolitik [Wietschel] 191
Öffentliche Einnahmen [Wigger] 191
Weidewirtschaft und Konfliktmanagement in Westafrika [Zomahoun] 192

6. Einblicksveranstaltungen 193

Studium Generale
Einführung in die Bodenkunde [Burger] 194
Einführung in die Energiewirtschaft [Fichtner] 194
Einführung in die Informationswirtschaft [Geyer-Schulz, Weinhardt] 195
Einführung in Algebra und Zahlentheorie [Kühnlein] 195
Elektrotechnik II für Wirtschaftsingenieure [Menesklou] 196
Einführung in die Rheologie [Wilhelm] 196

7. Basiskompetenzen & EDV 197

Lösungsorientiertes Erfolgs Coaching (LOTSE-Coaching) - Inhalt und Verfahren [Bader] 198


Personal Fitness-Coaching (PFC) [Bader] 198
Next Generation Internet [Bless, Martin, Wippel] 199
Argumentation und konstruktive Gesprächsführung [Bock] 199
Besser frei reden - Überzeugen durch Persönlichkeit [Bock] 200
Präsentationstraining. Vorträge planen - gestalten - halten [Bock] 200
Einführungskurs LaTeX [Braune] 201
Programmieren: Einstieg in die Informatik und algorithmische Mathematik [Dörfler, Bohlender] 201
Bodytalk. Körperausdruck und nonverbale Kommunikation [Essler] 202
Moderation & Interview [Fuchs] 202

91
Streifzüge durch die Welt-Enzyklopädie - Journalistische Recherche im Internet [Fuchs] 203
Interkulturelles Projektmanagement [Laraia] 203
Schlüsselkompetenzen im Ingenieurberuf [Lehmann, Görisch] 204
Effiziente Kommunikation in Führung und Team [Magyarosi] 204
Konstruktiv Klartext reden - der Gesundheit zuliebe!
Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg) [Richter-Kaupp] 205
Überzeugend präsentieren - Improvisationstraining zur Stärkung der Präsentationskompetenz [Sauter] 205
Kommunikations-Labor - 206
Personalentwicklung und Reentry-Kommunikation [Schlötter]
Konstruktive Konfliktlösung. Mediation und mediative Kompetenzen [Schubert-Panecka, von Oertzen] 206
Cross-Cultural Dialogue: Effektive und sensitive
Studium Generale

Kommunikation über kulturelle und persönliche Grenzen hinweg [Sieber] 207


Workshop Sprechtraining [Straehle] 207
Grundlagen der Informatik I [Studer, Simperl] 208
Rhetoriktraining mit der Debatte Karlsruhe [Zimpelmann, Vogel] 208

8. Kreativitätswerkstätten 209

Auf dem falschen Dampfer? Aussteigen, umsteigen oder weitermachen?


Ein Seminar für Studierende, die Unlust am Studium verspüren. [Backhaus, Lange] 210
Karlsruhe revisited. Fotografische Annäherungen an ein bekanntes Terrain [Breede] 210
Freihandzeichnen (Grundlagen und Übungen) [H.-Desrue] 211
10 Gründe, warum man zeichnen sollte. Eine Anleitung zum Zeichnen [H.-Desrue] 211
Freunde. Seminar zum kreativen Schreiben [Hoffmann] 212
Strukturiert neue Ideen entwickeln. Einführung in das Innovationsmanagement [Jungmann] 212
Theater als Ereignis und Faszination. Einblicke in die Welt des Theaters [Kreiner] 213
Körpersprache - Tanztheater und Bodywork [Lang] 213
Kreativitätstraining [Nees] 214
Lernen ist mehr als Technik.

92
Eine Veranstaltung zur Verbesserung der Lernstrategien. [Rupp-Freidinger] 214

9. Orchester & Chor 215

Jazzchor des KIT [Hegenauer] 216


Collegium Musicum des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) [Heitz, Westerhaus] 216
KIT Big Band [Hellstern] 217
KIT Philharmonie [Indlekofer] 217
KIT Kammerchor [Indlekofer] 218
KIT Konzertchor [Indlekofer] 218

Studium Generale
Kammerorchester des KIT [Köhnlein] 219
Sinfonieorchester des KIT [Köhnlein] 219
Uni Tanzorchester am KIT [Mathes] 220
Chormusik aus Brasilien und Kuba [Pfaff] 220

93
94
Mensch und Gesellschaft
„Naturwissenschaftler wissen genau, wie zwei
Atome in einem Molekül zusammengehalten
werden. Was aber hält unsere Gesellschaft
zusammen?”

Elisabeth Noelle-Neumann

95
Seminar Seminar

Die Legitimität bürgerlichen Ungehorsams Brauch und Missbrauch heiliger Schriften -


in der Demokratietheorie am Beispiel Bibel und Koran
Mensch und
Gesellschaft

Ulrich Arnswald Prof. Eugen Engelsberger


Bürgerlicher oder Ziviler Ungehorsam ist wieder in aller Die Bibel hat für Christen wie der Koran für
Ort Ort
Munde. Mal wieder stellt sich eine breite Öffentlichkeit Muslime eine fundamentale Bedeutung. Aber
Geb. 20.12 die Frage, ab wann die Verletzung eines Gesetzes einem Geb.10.50 müssen die heiligen Schriften deswegen fun-
R 110 Akt zivilen Ungehorsams gleichzusetzen ist. Die in der HS 102 damentalistisch verstanden werden? Schon
Gesellschaft zirkulierenden Fragen lauten u.a.: Unter
innerhalb der einzelnen Glaubensgemein-
welchen Bedingungen zählt rechtswidriges Verhalten als
Akt zivilen Ungehorsams? Was legitimiert Widerstand schaft kann die Berufung auf die Schrift ganz
gegen positives Recht? Was legitimiert Ungehorsam verschiedene Funktionen haben. Unterschied-
gegenüber dem Staat? Etwa das Gewissen des Einzel- lich gestaltet sich auch das Verhältnis zu wei-
Termin nen? Oder ein immer schon gültiges Naturrecht? Wer Termin teren maßgeblichen Größen (Traditionen, ggf.
entscheidet, wann und mit welchen Mitteln diese Lehrinstanz). Die moderne, historisch-kritisch
Beginn: 15.04.2011 „ewigen Rechte“ geltend gemacht werden dürfen?
Beginn: 18.04.2011
arbeitende Bibelwissenschaft entwickelte im
Wann ist Ziviler Ungehorsam gar moralisch geboten?
Fr 15h45-17h15 Mo 17h30-19h00 Gefolge der Aufklärung ein reichhaltiges
Wie sollen die Gesetzeshüter, wie sollen die Politiker in
einem demokratischen Staat auf zivilen Ungehorsam methodisches Instrumentarium zur Erschlie-
wöchentlich reagieren? 14-täglich ßung der biblischen Schriften. Die Bibelher-
meneutik stellt die Frage nach den
Im Seminar wird ausgehend von den klassischen bis zu Voraussetzungen und Bedingungen eines
gegenwärtigen Texten die ideengeschichtliche Entwick-
lung des Konzepts des Zivilen Ungehorsams nachge-
angemessenen Verstehens. Dabei stellt sich
Anmeldung zeichnet. Die philosophischen Argumente pro und Anmeldung das Problem, wie sich die Einsicht in die zeit-
contra dieser bürgerlichen Widerstandsform sollen erör- geschichtliche Bedingtheit der biblischen
Keine tert werden. Zugleich soll aber auch die Bedeutung des Erforderlich Schriften zum Glauben an ihren Offenbarung-
Zivilen Ungehorsams als Rechtsbruch unter Hinnahme über die ZAK-Homepage: scharakter verhält. Beachtung verdienen die
der resultierenden Rechtskonsequenzen für den Einzel- www.zak.kit.edu Ansätze einer modernen Koranhermeneutik,
nen als Teil der Demokratietheorie Betrachtung finden. die sich mit derselben Problematik konfron-
Institution Indirekt zielt der Bürgerliche Ungehorsam auf wichtige Institution
Kernfragen moderner Demokratien: Dürfen Mehrheits-
tiert sehen. Die damit zusammenhängenden
entscheidungen bei Gewissensfragen Minderheiten auf- ZAK | Zentrum für Ange- Fragen ermöglichen aufschlussreiche Einblicke
Institut für Philosophie
oktroyiert werden? Ist der einzelne Bürger verpflichtet wandte Kulturwissenschaft in das Verhältnis von Religion und Kultur.
seinem Gewissen auch gegen den Staat zu folgen? Was und Studium Generale
sind Gewissensentscheidungen, was nicht? Muss man
Kontakt unmittelbar von der Entscheidung betroffen sein? Ist Kontakt
ziviler Ungehorsam nur die aktive Widersetzung gegen
arnswald@ eine Handlung oder bereits aktiver Protest? Gibt es
eugen.engelsberger@
philosophie.uni-karlsruhe.de Grenzen des zivilen Ungehorsams? t-online.de
0721.608.42149 0721.841932

96
Seminar Vorlesung

Systemische Beratung Geschichte der Pädagogik

Mensch und
Gesellschaft
Dr. Uta Fahrenholz Prof. Dr. Konrad Fees
Ort Systemische Beratung wird nicht nur schwer- Ort „Geschichte der Pädagogik“ wird üblicher-
punktmäßig in helfenden Berufen rezipiert, son- weise in zwei Arten von Geschichtsdarstellung
Geb. 50.41 dern zunehmend in Dienstleistungsbereichen Geb. 40.32 RPH unterschieden, in die Geschichte der Theorien
R -108 wie Unternehmen, Sozialmanagement, Verwal- R 045 und Ideen und in die Geschichte der Erzie-
tung und Politik genutzt. hung. In der Vorlesung sollen beide Aspekte
nebeneinander betrachtet werden. Es wird ein
Folgende Inhalte werden neben einführenden Bogen gespannt von der Begründung der
Grundlagen in das systemische Denken behan- abendländischen Pädagogik bei den antiken
Termin delt: Termin Griechen bis zur Begründung der modernen
Beginn: 11.04.2011 • Systemische Theorien Pädagogik im 19./20. Jahrhundert. Die Vorle-
Beginn: 11.04.2011
sung gibt auf diese Weise einen Überblick über
• Therapeutische Grundlagen die Grundzüge der abendländischen Erziehung
Mo 11h30-13h00 Mo 17h30-19h00
• Systemische Gesprächsformen und und Erziehungstheorie.
wöchentlich Interviewtechniken wöchentlich
• Beziehungsdiagnostik und systemische
Beschreibungsmuster
Anmeldung Anmeldung
• Unterschiedliche Anwendungsfelder wie z.B.
Keine Institutions- und Organisationsberatung Erforderlich unter:
www.estudium.org
• Praxis: Arbeit mit Einzelnen, Gruppen, Teams
und Organisationen z.B. Live-Interviews und
Falldarstellungen
Institution Institution
Sie lernen in diesem Seminar lösungs- und res-
Institut für Institut für
sourcenorientierte Vorgehensweisen bei der
Sport Berufspädagogik und
Bewältigung von Problemen in unterschiedli-
und Sportwissenschaft Allgemeine Pädagogik
chen Handlungsfeldern kennen.
Kontakt Kontakt
uta.fahrenholz@kit.edu konrad.fees@
paedagogik.uni-karlsruhe.de
0721.608.47157
97
97
Seminar Vorlesung

Klassiker der Pädagogik Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium (EPG 2)


Mensch und
Gesellschaft

Prof. Dr. Konrad Fees Dr. Ekkehard Fulda


Klassiker der Pädagogik sind solche Autoren wie Stärker als in früheren Zeiten prägen heutzutage wis-
Ort Ort senschaftliche Erkenntnisse und technologische Ent-
Platon, Aristoteles, Quintilian, Augustinus,
Luther, Melanchthon, John Locke, Rousseau, wicklungen Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt und
Geb. 50.41 Geb. 50.31
Salzmann, Pestalozzi, Herbart, Natorp, Spran- vor allem das Alltagsleben jedes einzelnen Menschen.
R -134 R 106
Dadurch werden viele Fragen nach dem richtigen Han-
ger, Petzelt u.a. In dem Seminar sollen promi-
deln aufgeworfen. Häufig ergeben sich moralische
nente Autoren der abendländischen Pädagogik
Probleme auch bereits im Forschungsprozess selbst,
vorgestellt und vor allem auch im Originaltext nicht erst, wenn die Forschungsresultate der Wissen-
gelesen und interpretiert werden. Das Seminar schaften veröffentlicht sind. Zum Bearbeiten wissen-
Termin ermöglicht auf diese Weise einen Einblick in Termin schaftsethischer Fragen und von Fallbeispielen sollten
Grundzüge des abendländischen Erziehungs- die Seminarteilnehmenden bereits über Kenntnisse in
Beginn: 13.04.2011 denkens. Beginn: 14.04.2011
allgemeiner Ethik und Kompetenzen im ethischen
Argumentieren verfügen. Ihr Wissen und ihre Fähigkei-
Mi 14h00-15h30 Do 09h45-11h15 ten wenden die Teilnehmenden dann selbständig an,
um anhand von Fallbeispielen relevante ethische Pro-
wöchentlich wöchentlich blemstellungen und Fragen ihres jeweiligen Studienfa-
ches, Aspekte des Studiums oder der Forschung sowie
der zukünftigen beruflichen, etwa pädagogischen
Praxis zu analysieren und zu beurteilen.
Anmeldung Anmeldung Die Ergebnisse werden als Referat präsentiert (20-30
Erforderlich unter: Minuten) und anschließend schriftlich ausgearbeitet
Erforderlich über ILIAS
www.estudium.org (Seminararbeit, ca. 15 Seiten). Themenauswahl (Vor-
oder per E-Mail, siehe
schläge der Teilnehmenden sind willkommen) und
Kontakt Festlegung der Referatstermine erfolgen zu Beginn des
Semesters.
Institution Institution
Literatur (verbindlich): Maring, Matthias (Hg.): Ethisch
Institut für Institut für Philosophie Philosophisches Grundlagenstudium. Ein Studienbuch.
Berufspädagogik und 2. Aufl., Münster (Lit) 2005. Maring, Matthias (Hg.):
Allgemeine Pädagogik Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium 2, Ein Pro-
jektbuch. Münster (Lit) 2005.
Kontakt Kontakt
Literatur (ergänzend empfohlen): Höffe, Otfried (Hg.):
konrad.fees@ ekkehard.fulda@kit.edu
Lexikon der Ethik. 7. Aufl. München (C.H. Beck) 2008.
paedagogik.uni-karlsruhe.de
0721.608.47157
98
Seminar Seminar

Das Mittelmeer: Dialog- und Kulturraum Geschlechtergerechtigkeit in der Schule (EPG 2)

Mensch und
Gesellschaft
Dr. Consuelo Galvani Jutta Gemeinhardt
Aufbauend auf dem 1995 eingeleiteten Barce- Zum Erwerb so genannter Gender-Kompeten-
Ort lona-Prozess, der die Partnerschaft zwischen den Ort zen gehört eine Übersicht der Gender-For-
Geb. 01.93 EU-Staaten und den Mittelmeeranrainern Geb. 30.91 schung, Sensibilität für geschlechtsbezogene
SR 1.OG (EUROMED) vorsah, hat die 2008 in Paris R 016 Zuschreibungen und das Erkennen des „heim-
Kronenstr. 32 gegründete Mittelmeerunion im März 2010 ihre lichen Lehrplans“. Gender Mainstreaming in
Arbeit aufgenommen mit dem Ziel, allgemein der Institution Schule sowie eine Implementie-
Frieden, Demokratie und wirtschaftlichen Fort- rung der Gender-Perspektive in die Lehrer-
schritt in der Region voranzutreiben und konkret Innenausbildung werden im Seminar
Termin Kooperationsprojekte einzuleiten. Somit rücken Termin thematisiert.
Europa, Afrika und der Nahe Osten ein Stück
Beginn: 20.04.2011 näher im Hinblick auf eine künftige regionale Beginn: 14.04.2011 Anhand von Referaten, abgestimmt auf die
Integration. Das Mittelmeer, das „mare nostrum“ verschiedenen Lehramtsfächer, wie Biologie,
Mi 09h45-11h15 der Antike, steht wieder im Vordergrund der EU- Do 11h30-13h00 Chemie, Geographie, Germanistik, Kunst,
Politik, Nord und Süd als „gleichberechtigt“ Mathematik, Physik, Sport etc., werden ver-
wöchentlich betrachtet. wöchentlich schiedene Erkenntnisziele verfolgt:

Die mediterrane Region war jedoch seit jeher • Bedeutung der Kategorie „Geschlecht“ für
Kreuzweg mehrerer Zivilisationen und Laborato- das jeweilige Schulfach
Anmeldung rium der Koexistenz in der Vielfalt der Lebensfor- Anmeldung • Wechselwirkungen zwischen dem
men, Bühne militärischer Kämpfe und Unterrichtsfach und den tatsächlichen
Erforderlich Erforderlich per E-Mail, Geschlechterverhältnissen
Projektionsraum der Sehnsucht nach Schönheit siehe Kontakt
über die ZAK-Homepage: • Verschiedene erkenntnistheoretische
und Kultur. Sie war und ist, je nach Blickrichtung,
www.zak.kit.edu Positionen der Frauen- und
westlich, östlich und afrikanisch. Das Meer ist
kein einfacher geographischer Ort, sondern ein Geschlechterforschung; inter- und
Institution Institution transdisziplinäres Arbeiten
„Übersetzungs-Raum“, eine imaginäre Grenze,
die Völker zugleich trennt und zusammenführt. Institut für Philosophie • Reflexion der fachlichen Lehrinhalte im
ZAK | Zentrum für Ange-
Diese Kreuzblicke von Europa und nach Europa, Studium aus der Geschlechterperspektive
wandte Kulturwissenschaft
zwischen Widerspiel und Nachbarschaft, gilt es • Hinterfragung postulierter
und Studium Generale
historisch, politisch und kulturwissenschsaftlich Geschlechtsneutralität des Faches
Kontakt Kontakt • Genderanalysen als „Eye-Opener“ für die
im Seminar zu erkunden.
Einbindung des Faches in gesellschaftliche
consuelo.galvani@kit.edu jutta.gemeinhardt@kit.edu
Handlungskontexte allgemein
0721.608.45231

EURIIS / INTER-ACT 99
99
Vorlesung Vorlesung

Didaktik und Methodik der beruflichen Bildung Einführungsveranstaltung MOV


Mensch und
Gesellschaft

Prof. Dr. Gerd Gidion Dr. Ferdinand Gröben


Inhalt der Vorlesung sind wesentliche Aspekte Im Rahmen der Einführungsveranstaltung wird
Ort des berufsbezogenen Lernens und Lehrens. Ort
ein praxisnaher und umfassender Überblick
Geb. 10.91 Dabei werden zunächst grundlegende Begriffs- Geb. 40.40 darüber gegeben, was man nach dem Sport-
Grashof HS klärungen, geschichtliche Entwicklungen, Rah- HS Sport (R 007) studium machen kann und welche beruflichen
menbedingungen und theoretische Konzepte Perspektiven sich ergeben.
behandelt, um darauf aufbauend drei grundle-
gende Formen des Lernens/ Lehrens zu vertiefen: Inhaltliche Fragestellungen:
die instruktive Vermittlung definierten Wissens, Welche Anforderungen werden im Beruf
Termin die Aneignung neuer Kenntnisse und Fertigkei- Termin gestellt?
ten durch konstruktives Handeln, beispielsweise Welche Inhalte des Studiums befähigen, den
Beginn: 12.04.2011 in Projekten, und das selbstorganisierte Lernen Beginn: 14.04.2011 Anforderungen zu genügen?
in der Arbeit. Der Rollen der beteiligten Akteure
Di 09h45-11h15 (Lernende, Lehrende, Organisatoren, Dienstlei- Do 11h30-13h00
ster), der Einsatz von Medien im beruflichen
wöchentlich Lehren und Lernen, die Prüfung des Lernerfolgs wöchentlich
und der Wirksamkeit sowie Forschungsfragen
und Zukunftsperspektiven sind weitere Themen
der Vorlesung.
Anmeldung Anmeldung
Keine Erforderlich per E-Mail,
siehe Kontakt

Institution Institution
Institut für Institut für
Berufspädagogik und Sport und
Allgemeine Pädagogik Sportwissenschaft
Kontakt Kontakt
gerd.gidion@kit.edu ferdinand.groeben@kit.edu
0721.608.44240 0721608.42611

100
Seminar Vorlesung

Computer- und Informationsethik Entscheidungstechnik

Mensch und
Gesellschaft
Dr. Jessica Heesen Prof. Dr.-Ing. Claus Heidemann
Lehrstoff:
Ort Informationstechniken sind zunehmend Bestand- Ort Entscheidung als überlegte und begründbare
teil unseres täglichen Lebens. Regeln der Ethik
Handlungswahl. Grundbegriffe zur Erfassung
Geb. 30.96 haben auch in den Handlungsumgebungen Geb. 10.40
und Darstellung von Entscheidungslagen:
SR 1.OG (R 104) einer vernetzten Welt Bedeutung. Das Seminar R 011
Akteure & Umstände, Einwirkungen & Auswir-
vermittelt Kompetenzen für die Identifizierung
30.06.2011: kungen, Handlungen & Folgen, Beschaffenhei-
und Bewertung von ethischen und datenschutz-
Geb. 50.41 ten & Zuschreibungen, Kenntnisse & Vorlieben,
rechtlichen Problemen im Zusammenhang der
R 045/046 Messung & Beurteilung, Verrechnung & Abwä-
Internetnutzung.
Termin Termin gung. Sachlogik & Wahllogik: Fehlerquellen &
Folgende Themen stehen im Mittelpunkt: Denkfallen.
Do 28.04.2011 17h00-18h30 • Grundlagen der Computer- und Beginn: 11.04.2011
Systematik der Entscheidungslagen: Monadi-
Do 26.05.2011 09h00-13h00 Informationsethik sche, dyadische und polyadische Handlungszu-
Do 09.06.2011 09h00-13h00 • Web 2.0 Mo 15h45-17h15
sammenhänge; Handlungen und Folgenvielfalt;
Do 30.06.2011 09h00-13h00 • Netzwerkkommunikation und Governance individuelle Entschlüsse und kollektive
Do 07.07.2011 09h00-13h00 • Überwachung wöchentlich
Beschlüsse; Probleme und Dilemmata.
• Informationelle Selbstbestimmung Entscheidungsheuristik: Maximen zum Umgang
• Ortungstechnologie mit Undurchsichtigkeit, Mehrdeutigkeit und
• Hackerethik Wechselhaftigkeit. Interaktive Entscheidungs-
Anmeldung • Journalistische Ethik (z.B. WikiLeaks) Anmeldung
technik: Erkundungsrechnungen als Abstüt-
Erforderlich • Autonome Systeme, Robotik Erforderlich per E-Mail, zung der Urteilsbildung; Verfahren zur
über die ZAK-Homepage: • Ubiquitous Computing/ Ambient siehe Kontakt Aufdeckung von Unstimmigkeiten. Spieltheo-
www.zak.kit.edu Intelligence retische Ansätze zur Maximengewinnung: All-
mendeproblematik und Gefangenendilemma
Institution Weitere Themen können bei Interesse der Teil- Institution als Einsichtsquellen.
nehmer/innen gerne aufgenommen werden. Vermittlungsform:
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für
Voraussetzungen für die Teilnahme: Bereitschaft Regionalwissenschaft Vorlesung mit gemeinsamer Behandlung von
wandte Kulturwissenschaft
zur Übernahme eines Referats, teils in Gruppen- Beispielen als Vorbereitung auf die Prüfung.
und Studium Generale
arbeit; Kenntnisse zum Verständnis englisch- Quellen etc. siehe:
Kontakt Kontakt www.heidemann-ifr.de/entscheidungstechnik.html
sprachiger Texte
jessica.heesen@ claus.heidemann@kit.edu
izew.uni-tuebingen.de 0721.608.42002

MeKKo 101
101
Vorlesung Vorlesung

Kundenorientierung im Öffentlichen Verkehr Grundlagen der Sportpädagogik und Sportsoziologie


Mensch und
Gesellschaft

Dr.-Ing. Eberhard Hohnecker Dr. Michaela Knoll


Die Lehrveranstaltung befasst sich mit den Wechsel- Die Vorlesung soll einen Überblick über Grund-
Ort wirkungen zwischen dem Kunden des Öffentlichen Ort lagen der Sportpädagogik und die Sportsozio-
Geb. 10.81 Verkehrs und den Verkehrsunternehmen, die Geb. 40.40 logie geben, wobei der Schwerpunkt im
HS 59 Öffentlichen Verkehr anbieten. Ziel ist die Vermitt- HS Sport (R 007) Bereich der Sportpädagogik liegt. Hier werden
lung von Kenntnissen über Methoden und Strate- Strukturen des Sports an der Schule in den Blick
gien, wie der Öffentliche Verkehr sowohl für den genommen und didaktisch-methodische
Kunden als auch für die Verkehrsunternehmen Aspekte des Schulsports thematisiert. Damit
selbst zufriedenstellend gestaltet werden kann. Im stellt die Vorlesung ein Bindeglied dar zwischen
Termin einzelnen sind dies folgende Themen: Termin der sportpädagogischen Theorieausbildung
• Qualitätsmanagement und und praxisrelevanten Unterrichtsanforderun-
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 12.04.2011 gen für Sportstudierende. Die Vorlesung führt
Wettbewerbsfähigkeit von Verkehrsunternehmen
• Kundenzufriedenheit und -bindung, von der Pädagogik, die den erzieherischen
Mi 11h30-13h00 Di 11h30-13h00 Rahmen bildet, über wichtige Ziele und syste-
Kundentypisierung
• Wichtigkeit und Handlungsrelevanz von matische Inhalte des Lehren und Lernens zu
14-täglich wöchentlich konkreten Methoden und Handlungsempfeh-
Einflussfaktoren auf die Kundenzufriedenheit
• Erhebungs- und Messverfahren für Ereignisse lungen des Unterrichtens im Sport. Im zweiten
und Merkmale von Dienstleistungen bzw. des Teil wird in die Grundlagen der Sportsoziologie
Öffentlichen Verkehrs eingeführt und ausgewählte sportsoziologische
Anmeldung Anmeldung
• Quality-Value-Ansatz im Themen, u.a. soziale Prozesse sowie Sozialfigu-
Keine Schienenpersonenfernverkehr zur Keine ren im Sport, vorgestellt. Dieser Teil der Vorle-
Strukturierung von Merkmalen einer Reise sung ist verknüpft mit der Vorlesung
• Phasen der Reisekette im ‚Einführung in die Sportmedien, Sportorganisa-
Schienenpersonenfernverkehr zur funktionalen tion und Sportgeschichte’, in der ebenfalls
Institution Gliederung der Wünsche und Belange eines Institution Themen der Sportsoziologie behandelt werden.
Kunden Die Vorlesung baut inhaltlich auf der Vorlesung
Institut für Straßen- Institut für Sport und
• Methodik der Skalierung und Analyse von Daten „Einführung in die Sportwissenschaft“ auf und
und Eisenbahnwesen Sportwissenschaft
aus Markterhebungen ist Teil des Vorlesungsangebots im Bereich der
• Beispiele und Ergebnisse aus Markterhebungen ‚Theoriefelder der Sozialwissenschaften des
Kontakt und Umfragen, aktuelle Messergebnisse des Kontakt Sports’ (neben den Vorlesungen ‚Einführung in
Kundenbarometer Deutschland die Sportmedien, -organisation und
eisenbahn@ise.kit.edu michaela.knoll@kit.edu
0721.608.42248 0721.608.43541 -geschichte’ sowie ‚Einführung in die Sportpsy-
chologie’).

102
Vorlesung Seminar

Das Wilhelminische Kaiserreich im Bedeutung der Familie für die Gesundheit


europäischen Kontext: 1890-1918

Mensch und
Gesellschaft
PD Dr. Rolf-Ulrich Kunze Dr. Bianca Lehmann
Für die Generation der Neuzeit-Historiker, die in Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage,
Ort den 1970er und 1980er Jahren die Perspektiven Ort welche Bedeutung die Familie für die Gesund-
Geb. 20.12 der deutschsprachigen Historiographie domi- Geb. 20.12 heit und das Wohlbefinden des Einzelnen hat.
R 110 nierten, war das Deutsche Kaiserreich von 1871 R 214 Ausgangspunkt dabei ist eine differenzierte
die Schlüsselepoche zum Verständnis des deut- Betrachtung von Gesundheits- und Krank-
schen ,Sonderweges’ in der Zeit der politisch- heitskonzepten. Vor dem Hintergrund soziolo-
industriellen Doppelrevolution im allgemeinen gischer Theorieansätze und aktueller
und des 30. Januar 1933 im besonderen. Die empirischer Studien wird diskutiert, wie Famili-
Termin Vorlesung führt mit Bezug auf diese Debatten in Termin enstruktur, Traditionen und Rituale, Arbeitstei-
ausgewählte innen- und außenpolitische Haupt- lung und Familiengeschichte die Gesundheit
Beginn: 12.04.2011 Fr 08.07.2011 15h00-19h30 beeinflussen. Ebenfalls beleuchtet werden soll,
probleme des Kaiserreichs von der Reichsgrün-
dung bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ein Sa 09.07.2011 10h00-18h30 welchen Einfluss die Gesundheit resp. die Krank-
Di 11h30-13h00 So 10.07.2011 10h00-18h30 heit einzelner Familienmitglieder auf das Fami-
und fragt nach Besonderheiten des „autoritär
verformten Nationalstaats“ (Wolfgang J. lienleben hat. Nicht zuletzt geht es auch darum,
wöchentlich Ansätze der Gesundheitsförderung und Prä-
Mommsen). Das tertium comparationis bildet
dabei eine sozialkonstruktivistische Perspektive vention vor dem Hintergrund der Bedeutung
für den Vergleich mit anderen europäischen der Familie zu diskutieren.
Pfaden in die politisch-industrielle Moderne.
Anmeldung Anmeldung
Keine Lit.-Empfehlungen: Ralf Dahrendorf, Gesell- Erforderlich
schaft und Demokratie in Deutschland, Mün- über die ZAK-Homepage:
chen/Zürich 1965; Thomas Nipperdey, Deutsche www.zak.kit.edu
Geschichte, 1866-1918, 3. Bde., München
Institution 1983-1992; Hans-Ulrich Wehler, Das Deutsche Institution
Kaiserreich, Göttingen 1973; ausführliche Aus-
Institut für Philosophie, wahlbibliographie als kostenloser Download: ZAK | Zentrum für Ange-
Institut für Geschichte http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/voll- wandte Kulturwissenschaft
texte/1000009252; bitte beachten Sie die aktu- und Studium Generale
Kontakt ellen Rezensionen bei H-Soz-u-Kult: http:// Kontakt
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/
rolf-ulrich.kunze@kit.edu lehmann@uni-landau.de
0721.608.45499

103
103
Vorlesung Vorlesung

Kants praktische Philosophie Ethisch-Philosophische Grundfragen (EPG 1)


Mensch und
Gesellschaft

Hans-Jürgen Link Prof. Dr. Matthias Maring


Immanuel Kant übte mit seinem Werk einen In der Veranstaltung sollen das Ethisch-Philo-
Ort immensen Einfluss auf die Entwicklung der Ethik Ort sophische Grundlagenstudium selbst, ethisch-
Geb. 20.12 aus und es hat bis heute wenig an Bedeutsam- Geb. 20.12 philosophische Grundlagenkompetenzen,
R 110 keit verloren. Zentrale Begriffe von Kants Moral- R 110 Grundlagen des Argumentierens, Aufgaben
philosophie sind der gute Wille, Pflicht, der zeitgemäßer Philosophie und Ethik, philoso-
Kategorische Imperativ, Achtung, Würde, Auto- phische und wissenschaftstheoretische
nomie und Freiheit. In der Vorlesung soll aufge- Grundbegriffe, Bedeutungen von Ethik und
zeigt werden, wie diese Aspekte ineinander Moral, Arten der Ethik, Ethik und Orientie-
Termin greifen, es soll aber auch beleuchtet werden, Termin rung („Was soll ich tun?“), die Beziehung von
welche Entwicklung Kants Theorie im Rahmen Tatsachen und Werten, Fragen nach der All-
Beginn: 15.04.2011 seiner Werke durchlaufen hat. Hierzu werden Beginn: 11.04.2011 gemeingültigkeit der Ethik und der Men-
unterschiedliche Texte zur praktischen Philoso- schenrechte, das Verhältnis von Fachunterricht
Fr 11h30-13h00 phie von Kant hinzugezogen. In der Hauptsache Mo 09h45-11h15 und Ethik sowie die allgemeine Wissenschaft-
orientiert sich die Veranstaltung allerdings an sethik behandelt werden.
wöchentlich seiner „Grundlegung zur Metaphysik der wöchentlich
Sitten“. Für eine erfolgreiche Teilnahme an der
Veranstaltung ist es daher Voraussetzung, die
ersten beiden Abschnitte dieses Buchs vorberei-
Anmeldung Anmeldung
tet zu haben.
Erforderlich über Ilias: Keine
https://
ilias.rz.uni-karlsruhe.de Als Sekundärliteratur empfiehlt sich: Schönec-
ker, D. & Wood, A.: Kants „Grundlegung zur
Institution Metaphysik der Sitten“. Ein einführender Kom- Institution
Institut für Philosophie mentar, 22008 (UTB) Institut für Philosophie

Kontakt Kontakt
link@ matthias.maring@kit.edu
philosophie.uni-karlsruhe.de 0721.608.46918
0721.608.47743
104
Seminar Seminar

Ethik in den Wissenschaften (EPG 2) Ethik als Schlüsselqualifikation:


Buchprojekt – Ethik und globale öffentliche Güter

Mensch und
Gesellschaft
Prof. Dr. Matthias Maring, Prof. Dr. Dr. Hans Lenk Prof. Dr. Matthias Maring
Schwerpunkt des Seminars bilden die allge- Im Seminar soll das Buchprojekt „Ethik und
Ort Ort
meine Wissenschaftsethik und die angewandte globale öffentliche Güter“ bearbeitet werden.
Geb. 20.12 bzw. anwendungsorientierte interdisziplinäre Geb. 20.12 Hierzu ist das Grobkonzept des Buches zu ent-
R 110 Ethik in den Wissenschaften. In Anbindung an R 003.1 wickeln. Mithilfe einer Literaturrecherche
die jeweiligen Studienfächer sollen Detailpro- sollen geeignete AutorInnen und entspre-
bleme der modernen Welt, insbesondere der chende Themen, Fälle usw. gefunden werden.
Wissenschaft, Technik und Wirtschaft unter- Hieran schließt sich die Erstellung einer Fein-
sucht werden. Das Selbstverständnis der Studi- gliederung an. AutorInnen und gegebenenfalls
Termin enfächer, ihr Bezug zu Ethik und Philosophie, Termin Abdruckrechte sollen dann gezielt angefragt
Fallbeispiele und Fallstudien sollen hierbei im werden. Eingegangene Manuskripte sollen
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 13.04.2011
Vordergrund stehen. dann zum Druck vorbereitet werden.
Mi 11h30-13h00 Mi 14h00-15h30

wöchentlich

Anmeldung Anmeldung
Keine Keine

Institution Institution
Institut für Philosophie Institut für Philosophie

Kontakt Kontakt
matthias.maring@kit.edu matthias.maring@kit.edu
0721.608.46918 0721.608.46918

105
105
Seminar Vorlesung

Wie soll ich handeln? - Urbanisierung der Seele


Grundkurs Angewandte Ethik
Mensch und
Gesellschaft

Prof. Dr. Alfons Müller PD Dr. Heinz-Ulrich Nennen


In Entscheidungsinstitutionen stellt sich die Im Diskurs der Anthropologie fehlt noch
Ort Ort
Frage, ob es eine konkrete Hilfe gibt, um sich immer der Versuch, die Menschwerdung als
Geb. 10.23 ethisch verantwortungsvoll zu verhalten. Was Geb. 10.50 Prozess der Bewusstwerdung zu verstehen.
SR I (R 104) soll ich tun und wie soll ich handeln? Dieser pra- R 701.3 Demnach dürfte zu Beginn dieser Entwick-
xisorientierte Aspekt ist ein spezifisches Anlie- lung zunächst einmal ein Bewusstsein ent-
gen der angewandten Ethik mit ihrem standen sein, das die Menschwerdung von
komplexen Aufgabenfeld. Es geht sowohl um Anfang an musste begleiten können.
persönliche als auch um öffentliche und somit Die damit entstandene Psyche erlaubte es
Termin für das Gemeinwohl weitreichende Probleme, Termin fortan, sich aus der biologischen Bindung an
Beginn: 19.04.2011 für die bei Konflikten eine ethisch überzeu- eine bestimmte Lebensweise ganz bewusst zu
Beginn: 12.04.2011
gende Lösung gefunden werden muss. Die kon- lösen. Es entstanden die künstlichen Lebens-
Di 17h30-19h00 kret und exemplarisch ausgerichtete Ethik räume der „Kultur“, die immer wieder neu
Di 15h45-17h15
bemüht sich um die Anwendung von theoreti- stabilisiert werden müssen. In diesen Eigen-
wöchentlich schen Modellen, die ihr von der allgemeinen welten konnte sich die Psychogenese immer
wöchentlich
Ethik angeboten werden. Dieser Transfer weiter fortsetzen, die Innenwelten der Kultur,
geschieht in kritischer Würdigung und mit aber auch die der Psyche wurden immer
umsichtiger Erprobung. Es geht also um die weiter ausdifferenziert.
Anmeldung Zuordnung von allgemeinen Moralprinzipien Anmeldung Mit Aufkommen der ersten Städte stiegen die
und konkreten Handlungsabläufen. Theoreti- Anforderungen an das Orientierungsvermö-
Erforderlich Keine
scher und praktischer Bezug können in der Indi- gen der einzelnen Psyche weiter. Wo zuvor
über die ZAK-Homepage:
vidual- und Sozialethik zu einer Konvergenz, noch Orientierung durch Tradition und Grup-
www.zak.kit.edu
aber auch zu auffallenden Differenzen und penidentitäten hinreichend war, musste nun
Spannungen zwischen den ethischen Positionen Individualität möglich werden.
Institution Institution
führen. Deshalb soll auch die besonderen
Begründungsformen und Beurteilungskriterien Die Urbanisierung der Seele und der Prozess
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für Philosophie
herausgearbeitet werden, die für die ange- der Zivilisation stehen daher in einem höchst
wandte Kulturwissenschaft
wandte Ethik von Bedeutung sind. interessanten Wechselwirkungsverhältnis.
und Studium Generale
Dabei überschneiden sich Psychologie und
Kontakt Kontakt Philosophie, es dürfte instruktiv sein, genauer
zu studieren, was in diesen Innenwelten
07275.1485 heinz-ulrich.nennen@ eigentlich vor sich geht.
t-online.de

106
Vorlesung

Wie das Neue ins Denken kommt

Mensch und
Gesellschaft
PD Dr. Heinz-Ulrich Nennen
Ort Diese Vorlesung soll sich eingehender mit Defi- Ort
ziten in der Experten-Kommunikation befas-
Geb. 20.12 sen. Im Hintergrund steht dabei das Modell
R 110 einer idealen Beratung. Demnach wäre es ent-
scheidend, dass Entscheidungsträger, Laien,
Klienten, Schüler oder auch Patienten selbst
beurteilen und auch entscheiden können soll-
ten, wie eine Situation gedeutet werden kann,
was überhaupt möglich und machbar wäre,
Termin Termin
was davon wann angeraten sein würde und zu
Beginn: 13.04.2011 guter Letzt, was sie selbst wünschen und was
nicht.
Mi 14h00-15h30 Vielen Experten fällt es jedoch schwer, Alterna-
tiven überhaupt anzubieten, geschweige denn,
wöchentlich sie gemeinsam und offen durchzuspielen. Man
glaubt allen Ernstes für andere entscheiden zu
dürfen und wartet nicht einmal auf Zustim-
mung. Insgesamt lässt die Qualität der Kom-
Anmeldung munikation im Gespräch zwischen Experten Anmeldung
und Klienten zu wünschen übrig. Es ist daher
Keine angebracht, diese Szenerien einmal eingehen-
der mit den Mitteln der Phänomenologie, der
Systemtheorie, des Konstruktivismus und der
Diskursanalyse zu sondieren.
Institution Wie kommt eigentlich das Neue ins Denken, Institution

Institut für Philosophie wie versteht man eigentlich, was man zuvor
noch nicht verstand? Wie müssen Erörterun-
gen vonstatten gehen, wenn andere ins Bild
gesetzt werden sollen? Wie steht es mit der
Kontakt Kunst, systematisch die Perspektiven zu wech- Kontakt
seln, um zunächst einmal überhaupt zu verste-
heinz-ulrich.nennen@ hen, was eigentlich Sache ist?
t-online.de

107
107
108
Natur und Technik
»Wir leben in einem gefährlichen
Zeitalter. Der Mensch beherrscht die
Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst
zu beherrschen.«

Albert Schweitzer 109


Vorlesung Vorlesung

Anthropomatik: Humanoide Roboter Verbrennung und Umwelt

Dr.-Ing. Tamim Asfour Prof. Dr.-Ing. Henning Bockhorn


In dieser Vorlesung werden aktuelle Arbeiten auf
Ort dem Gebiet der humanoiden Robotik vorgestellt, Ort Contents
Natur und

die sich mit der Implementierung komplexer sen-


Technik

Geb. 40.11 Introduction: Why environment and combustion?


Geb. 50.34 sorischer und motorischer Fähigkeiten in humano-
R -102 iden Robotern beschäftigen. In den einzelnen EBI HS (R 001) • Environmental problems associated with
Themenkomplexen werden verschiedene Metho- combustion
den und Algorithmen, deren Vor- und Nachteile • Carbon Dioxide: The global cycle and sources
sowie der aktuelle Stand der Forschung diskutiert: of Carbon Dioxide; Impact of Carbon
Entwurf humanoider Roboter Dioxide on Environment; Primary means for
Termin Termin the reduction of Carbon Dioxide emissions;
• Biomechanische Modelle des menschlichen
Körpers Carbon dioxide capture and sequestration
Beginn: 12.04.2011 Beginn wird per Aushang
• Mechatronik humanoider Roboter (CCS)
bekannt gegeben
Di 15h45-17h15 Aktive Perzeption • „Renewable energy“ (hydro-, wind-, solar-,
• Aktives Sehen und Abtasten Di 11h30-13h00 geothermal-power etc.)
wöchentlich • Visuo-haptische Exploration Greifen beim
• Reduction of energy/product; Conversion
Menschen und bei humanoiden Robotern
• Greifen beim Menschen losses; Energy savings
• Planung ein- und zweihändiger Greifaufgaben • Perspectives of fossil energies
Anmeldung Imitationslernen: Beobachtung, Repräsentation, Anmeldung • Storage of energy
Reproduktion von Bewegungen
Keine Keine
• Erfassung und Analyse menschlicher
Bewegungen
• Aktionsrepräsentationen: DMPs, HMMs, Splines
Institution • Abbildung und Reproduktion von Bewegungen Institution
Zweibeiniges Laufen
Institut für Engler-Bunte-Institut,
Anthropomatik • Laufen und Balancieren beim Menschen
Bereich
• Aktives Balancieren bei humanoiden Robotern
Verbrennungstechnik
Von Signalen zu Symbolen (EBI-VBT)
Kontakt Kontakt
• Von Merkmalen zu Objekten und von
asfour@kit.edu Bewegungen zu Aktionen. henning.bockhorn@kit.edu
0721.608.47379 • Object-Action Complexes: Semantische 0721.608.42570
sensomotorische Kategorien
110
Vorlesung Vorlesung

Datenschutz und Privatheit in vernetzten Physische Geographie der BRD


Informationssystemen
Dr.-Ing. Erik Buchmann, Jutta Mülle Prof. Dr. Dieter Burger
Die Studierenden besitzen ein grundlegendes Ver-
Ort Im Internet werden große Mengen personenbe- Ort

Natur und
ständnis der Reliefgenese und der Böden der Erde.

Technik
zogener Daten zusammengetragen, und aktu- Mit dem Verständnis des Zusammenhangs zwi-
Geb. 50.34 elle Entwicklungen in den Bereichen Geb. 30.45
schen Klima und Verwitterung und deren exoge-
R 301 Sensornetze, RFID oder Ubiquitous Computing AOC 101
nen Einflüsse auf die Litho- und Pedosphäre sind
sind dabei, eine Vielzahl von vernetzten, perso- die Studierenden in der Lage, sowohl die morpho-
nenbezogenen Dienstleistungen in das Alltags- dynamischen als auch die pedogenen Prozesse
leben breiter Bevölkerungsschichten nachzuvollziehen. Sie können aus dem Zyklus
einzuführen. In dieser Vorlesung soll vermittelt Abtragung-Transport-Sedimentation, bezogen auf
Termin werden, welchen Einfluss aktuelle und derzeit Termin die einzelnen Transportmedien, die daraus resul-
Beginn: 12.04.2011 in der Entwicklung befindliche Informationssy- Beginn: 12.04.2011 tierenden morphologischen Formen und die
steme auf die Privatheit ausüben. Diesen Her- Merkmale der typischen terrestrischen Sedimente
ausforderungen werden technische im Gelände erkennen und erklären. Mit den
Di 09h45-11h15 Di 08h00-09h30
Maßnahmen zum Datenschutz gegenüberge- Kenntnissen über die physikalischen, chemischen
stellt, die derzeit in der Forschung diskutiert und mineralogischen Eigenschaften, dem Aufbau,
wöchentlich wöchentlich der Entstehung und der Verbreitung von Böden
werden. Ein Exkurs zu den gesellschaftlichen
sind sie in der Lage, einfache bodenkundliche
Implikationen von Datenschutzproblemen und
Feldmethoden im Gelände anzuwenden. Durch
Datenschutztechniken rundet die Vorlesung ab. die vertieften Kenntnisse der chemischen Prozesse
Anmeldung Anmeldung und mineralogischen Zusammensetzung von Böden
Keine Keine sind die Studierenden in der Lage, Böden hinsicht-
lich ihrer Funktionen wie Standorteigenschaft oder
Puffer- und Filterfunktionen zu bewerten.
Inhalte: • Bodensystematik, -aufbau, - genese,
-schutz • Zonale Böden, Böden Südwestdeutsch-
Institution Institution
lands, anthropogene Böden • Methoden zur Erhe-
Institut für Institut für bung, Analyse und Interpretation von Bodendaten
Programmstrukturen und Geographie und • Bodenchemische und -bildende Prozesse, Pro-
Datenorganisation Geoökologie zesse in der Atmosphäre, Verwitterung, Abtra-
gung, Sedimentation, Transport durch Eis, Wind
Kontakt Kontakt und Wasser • Methoden zur Erhebung, Analyse
und Interpretation von Sedimenten • Stoffhaus-
buchmann@kit.edu dieter.burger@kit.edu halt, Mineralbestand, Nähr- und Schadstoffe von
0721.608.44065 0721.608.43828 Böden • Tonminerale und Sekundärmineralbil-
dung
111
111
Vorlesung Vorlesung

Grundlagen der Energietechnik Grundlagen der Reaktorphysik

Prof. Dr. Dan Gabriel Cacuci, Dr. Aurelian F. Badea Dr. Ron Dagan

Ort Ziel ist es, die Grundkenntnisse der Energietech- Ort Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit
Natur und

nik für Maschinenbauingenieure mit Vertie- grundlegenden Begriffen der Reaktorphysik:


Technik

Geb. 10.23 fungsrichtung Energie und Umwelt zu Geb. 10.91 Kernspaltung, Zerfallprozesse, Spaltprodukte,
Nusselt HS vermitteln. Oberer HS Kettenreaktion, Wirkungsquerschnitte, Kritika-
lität etc.
Die Vorlesung umfasst folgende Themenge-
biete: Vorkenntnisse: Mathematisch-physikalische
Grundkenntnisse (4. Semester)
• Energieformen und Energiequellen
Termin Termin
• Energiebedarf, -versorgung, -reserven
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 12.04.2011
• Energiebedarfsstrukturen
Do 14h00-17h15 Di 08h00-09h30
• Energiewandlung
wöchentlich • Transport von Energie wöchentlich

• Energiespeicher

Anmeldung • Grundlagen der Kostenrechnung Anmeldung


Keine • Prinzip thermisch/elektrischer Kraftwerke Erforderlich per E-Mail,
• Erneuerbare Energien siehe Kontakt

• Energieerzeugung und Umwelt


Institution Institution
Institut für Kerntechnik Institut für
und Reaktorsicherheit Neutronenphysik und
Reaktortechnik
Kontakt Kontakt
dan.cacuci@kit.edu ron.dagan@kit.edu
aurelian.badea@kit.edu,
0721.608.46746

112
Vorlesung Vorlesung / Übung

Fluss- und Auenökologie - Praxisbeispiele Kognitive Systeme mit Übung


Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Dillmann,
Prof. Dr. Alexander Waibel, Teresa Herrmann,
Prof. Dr. Emil Dister Dr.-Ing. Sebastian Stüker, Markus Przybylski, Dr.-Ing. Pedram Azad
Siehe Aushang am Institut.
Ort Ort

Natur und
Kognitive Systeme handeln aus der Erkenntnis

Technik
Geb. 10.81 heraus. Nach der Reizaufnahme durch Perzep-
Mo: Geb. 30.21
HS 93 toren werden die Signale verarbeitet und auf-
Gerthsen HS
grund einer hinterlegten Wissensbasis
gehandelt. In der Vorlesung werden die einzel-
Mi: Geb. 30.22
nen Module eines kognitiven Systems vorge-
Gaede HS
stellt. Hierzu gehören neben der Aufnahme
und Verarbeitung von Umweltinformationen
Termin Termin
(z.B. Bilder, Sprache) die Repräsentation des
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 11.04.2011 Wissens sowie die Zuordnung einzelner Merk-
male mit Hilfe von Klassifikatoren. Weitere
Do 14h00-15h30 Mo 14h00-15h30 Schwerpunkte der Vorlesung sind Lern- und
Mi 11h30-13h00 Planungsmethoden und deren Umsetzung. In
wöchentlich den Übungen werden die vorgestellten Metho-
wöchentlich den durch Aufgaben vertieft.

Anmeldung Anmeldung
Keine Keine

Institution Institution
Institut für Wasser und Institut für Anthropomatik
Gewässerentwicklung, (IFA)
Bereich Wasserwirtschaft
und Kulturtechnik
Kontakt Kontakt
emil.diester@iwg.uka.de sekrdill@anthropomatik.kit.edu
0721.608.43547

113
113
Vorlesung Vorlesung

Raumplanung und Planungsrecht Energiesystemanalyse

Dr.-Ing. Dirk Engelke, Dr.-Ing. Wolfgang Jung Anke Eßer-Frey


Ziel ist die Vermittlung eines ersten Überblicks der Lernziele der Vorlesung:
Ort Ort
Natur und

für die Raumplanung bedeutsamen Aufgaben • Was versteht man unter Energiesystemanalyse?
Technik

Geb. 10.81 und Grundlagen. Dazu gehört neben der Geb. 06.33 • Welche generellen Möglichkeiten zur
HS 93 Abschätzung quantitativer Elemente insbeson- (Standort West) Abbildung der Energiemärkte gibt es?
dere das Wissen um die notwendigen formellen R 017 • Wie kann man Energiesysteme modellieren
und informellen Instrumente der räumlichen Pla- bzw. optimieren?
nung. => Wie funktionieren die Energiemärkte und
Die Studierenden sollen am Ende des Semesters wie werden sich diese unter unterschiedlichen
Termin Termin Rahmenbedingungen entwickeln?
in der Lage sein, aus der Übersicht heraus einfa-
Beginn: 11.04.2011 chere Aufgaben, insbesondere im Bereich der ört- Beginn: 13.04.2011 • Verstehen, wo welche Methodik zum Einsatz
lichen Planung, zu lösen. kommen kann.
Mo 11h30-13h00 Mi 15h45-17h15 => Verständnis, was Modellierung leisten kann
In der Vorlesung werden folgende Themen und was nicht!
behandelt: • Besseres Verständnis der energiewirtschaftlichen
wöchentlich wöchentlich
• Aufgaben und Strategien in der Raumplanung Zusammenhänge durch Anwendung der
• Ortsplanung: Parzellierung, Bebauung von unterschiedlichen Methoden!
Grundstücken sowie Erschließung und • Umfangreicher Hintergrund zur
Anmeldung Infrastruktur Anmeldung Energiesystemanalyse!
• Ortsplanung: Bauleitplanung
Keine • Ortsplanung: Integrierte Siedlungsentwicklung, Keine
Flächennutzung und Erschließung
• Städtebau und Raumplanung im historischen
Kontext
Institution • Gesetzliche Grundlagen der Raumplanung; Institution
Aufgabentypen und Organisation
Institut für Städtebau und Institut für Industriebe-
• Regionalplanung und vorbereitende
Landesplanung triebslehre und Industrielle
Bauleitplanung
Produktion (IIP)
• Überörtliche Raumplanung - europäische,
Kontakt nationale und landesplanerische Ebene Kontakt

dirk.engelke@kit.edu anke.esser@kit.edu
wolfgang.jung@kit.edu 0721.608.44501
606.47964 o. 608.46223
114
Vorlesung Vorlesung

Technik und Gesellschaft. Karst-Hydrogeologie


Vom ausgehenden Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert
Prof. Dr. Rolf-Jürgen Gleitsmann-Topp Prof. Dr. Nico Goldscheider
Das ausgehende Mittelalter ist in wirtschafts- und technikhisto- In der Vorlesung werden die Grundlagen der
Ort Ort

Natur und
rischer Hinsicht nicht nur als Zeitalter allgemeiner Krisen zu

Technik
Karst-Hydrogeologie vermittelt, anhand zahl-
Geb. 10.21 charakterisieren, sondern auch als eine Zeit des Aufbruchs.
Siehe Aushang am Institut reicher Beispiele aus aller Welt illustriert und
Mit den Entdeckung Amerikas sowie des Seeweges nach
Benz HS Asien erschloss sich nun eine Neue Welt und ein neues durch integrierte Übungen (Zeichen- und
Denken. Eine statische Gesellschaft wurde mobil, eröffnete Rechenaufgaben) vertieft. Die wichtigsten
sich den Zugriff auf ergiebigste Ressourcen, die schließlich mit Inhalte der Vorlesung sind: Geologie und Mine-
dazu beitrugen, den großen Transformationsprozess der Indu- ralogie von Karstsystemen; Hydrologie,
striellen Revolution des 18. Jahrhunderts auszulösen. Quellen und Schwinden; Kalk-Kohlensäure-
Termin Im Rahmen der Vorlesung soll, ausgehend von der Mobilitäts- Termin Gleichgewicht und Calcit-Lösung; Speläoge-
technik des Spätmittelalters und ihrer Folgen, ein Einblick in die
Siehe Aushang am Institut nese und Höhlensysteme; Epikarst,
Beginn: 19.04.2011 Entwicklung der Technikpotentiale des 16. und 17. Jahrhun-
derts gegeben werden. Das Weltbild von Renaissance und Karstaquifere und Karstgrundwasser; Model-
Barock, die namhaften Techniker und Künstleringenieure (z.B. lierungsansätze; Wasserqualität und Kontami-
Di 14h00-15h30
Leonardo da Vinci) und ihre Leistungen, die Optimierung von nationsprobleme.
Produktionsverfahren im Sinne einer Protoindustrialisierung, Ergänzend aber unabhängig zur Vorlesung
wöchentlich das Aufkommen von manufakturell organisierten Arbeitspro- werden verschiedene Exkursionen zur Karst-
zessen, die Entwicklung neuer Kraftmaschinen oder auch der
Hydrogeologie angeboten.
Aufstieg eines naturwissenschaftlichen Denkens werden hier-
bei im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der Geolo-
Anmeldung Insbesondere wird es darum gehen, die Interdependenzen von Anmeldung gie, Hydrologie und Chemie.
Technik und Gesellschaft zu analysieren, Technikentwicklun- Geeignet für alle Studienfächer mit Bezug zu
Keine gen aufzuzeigen und die spezifischen Ursachen und Rahmen- Keine Wasser, Erde und Umwelt
bedingungen technischen Wandels sichtbar zu machen.
Hierbei wird festzustellen sein, dass „das Entstehen wie das Weitere Informationen unter:
Vergehen von Technik kein naturaler Prozess ist, sondern von
http://www.iah.org/karst/
Institution menschlichen Entscheidungen abhängt, von gesellschaftlichen Institution
Machtverhältnissen und von kulturellen Bedingungen.“ (W.
Institut für Geschichte König) In diesem Kontext ist zudem der Frage nachzugehen, in Institut für Angewandte
welchen Bereichen der spätmittelalterlichen und frühneuzeitli- Geowissenschaften
chen Gesellschaft technischer Fortschritt stattfand, wer ihn
vorantrieb, wer ihn gegebenenfalls aufzuhalten suchte und
Kontakt welche einschneidenden gesellschaftlichen Konsequenzen im Kontakt
alltäglichen Leben damit verbunden waren.
rolf-juergen.gleitsmann-topp@ nico.goldscheider@kit.edu
kit.edu 0721.608.45065

115
115
Seminar Vorlesung

Wissenschaftsgeschichte vom philosophischen Bahnsystemtechnik


Standpunkt in der Neuzeit und Moderne
Prof. Dr. Vitaly Gorokhov Prof. Dr.-Ing. Peter Gratzfeld
Ort 1. Wissenschaft als Gegenstand der Forschung Ort Die Betrachtung der Eisenbahn als Gesamtsystem
Natur und

(historisch und philosophisch): aus Schienenfahrzeug, Infrastruktur und Betrieb


Technik

Geb. 20.12 2. Die Hauptkonzeptionen der modernen Geb. 10.23 sowie die daraus resultierenden Anforderungen
R 214 Wissenschaftstheorie: Nusselt HS stehen im Fokus der Vorlesung Bahnsystemtechnik.
• Kritik der klassischen Naturwissenschaft und Die Vorlesung gliedert sich in folgende Abschnitte:
die Entstehung der nicht-klassischen • Einleitung: Zur Einführung werden die
Naturwissenschaft geschichtliche Entwicklung und die heutige
• Wissenschaftstheorie als Logik der Forschung wirtschaftliche Bedeutung von Bahnsystemen
Termin • Positivismus – Neo- und Postpositivismus Termin dargestellt.
• Dynamische Modelle der • Fahrdynamische Grundlagen: Die grundlegenden
Beginn: 28.04.2011 Wissenschaftsstruktur, -genesis sowie Beginn: 14.04.2011
Zusammenhänge der Fahrdynamik sowie ihre
revolutionäre und evolutionäre Auswirkungen auf die Fahrzeugauslegung,
Do 17h30 - 19h00 Wissenschaftsentwicklung (P. Feyerabend, A. Do 09h45-11h15 Reisezeiten und Energieverbauch werden erörtert.
Koyre, T. Kuhn, I. Lakatos, K. Popper, W. • Rad-Schiene-Kontakt: Der Rad-Schiene-Kontakt
wöchentlich Stegmüller, S. Toulmin u.a.) wöchentlich ist das zentrale Element eines jeden
3. Naturforschung in der Kulturgeschichte: Bahnsystems, in dem die Funktionen Tragen,
• Die Entstehung der modernen Treiben bzw. Bremsen und Führen umgesetzt
wissenschafts-technischen Weltanschauung werden.
Anmeldung • Die ersten wissenschaftlichen Anmeldung • Sicherungstechnik: Die Sicherung von Zugfolge
Forschungsprogramme als „immer wieder- und Fahrstraßen sind die Basis für die geringen
Keine kehrende Denkmodelle“ Keine
Unfallzahlen und im Allgemeinen hohe
• Die Anfänge naturwissenschaftlicher Zuverlässigkeit von Bahnsystemen.
Methoden (Tendenz zur Mathematisierung • Bahnstromversorgung: Das Transportaufkommen
bzw. Geometrisierung der Physik bei Nikolaus in Europa wird überwiegend mit elektrischer
Institution von Oresme und Leonardo da Vinci, Institution Traktion erbracht. In diesem Kapitel werden die
Experimentalismus von Roger Bacon und verschiedenen Versorgungssysteme mit ihren
Institut für Institut für
William Gilbert) spezifischen Eigenschaften und
Technikfolgenabschätzung Fahrzeugsystemtechnik,
• Klassisches Forschungsprogramm der Anwendungsgebieten vorgestellt.
und Systemanalyse (ITAS), Lehrstuhl für
experimentellen und mathematisierten • Fahrzeuge: Dieses Kapitel gibt einen Überblick
Institut für Philosophie Bahnsystemtechnik
Wissenschaft über die Einteilung von Schienenfahrzeugen
Kontakt Kontakt
4. Die modernen Tendenzen in der Natur- und anhand ausgewählter Beispiele.
vitaly.gorokhov@kit.edu Technikforschung: Techno-science und peter.gratzfeld@kit.edu
Technikfolgenforschung 0721.608.48610

116
Vorlesung Vorlesung

Schienenfahrzeugtechnik Geologie von Mitteleuropa

Prof. Dr.-Ing. Peter Gratzfeld Prof. Dr. Reinhard O. Greiling


Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen der Aufbau
Ort Ort

Natur und
Zeitliche und erdgeschichtliche Entwicklung
von Schienenfahrzeugen und die Funktionen der

Technik
der Region:
Geb. 10.91 wesentlichen Hauptsysteme. Geb. 50.41
Mittlerer HS (R 150) Die Vorlesung gliedert sich in folgende Abschnitte: R 045/046 Übersicht über die Gesteine, regionale Verbrei-
• Hauptsysteme von Schienenfahrzeugen: tung von Gesteinen und Mineralen als Grund-
In diesem Kapitel wird die grundsätzliche lagen für die angewandten Geowissenschaften,
Strukturierung eines Schienenfahrzeuges vor allem Lagerstättenkunde, Ingenieurgeolo-
beschrieben. Daraus werden die funktionalen gie und Hydrogeologie.
Termin Hauptsysteme abgeleitet. Termin
• Elektrische und nichtelektrische Antriebe: Die Vorlesung gliedert sich entsprechend der
Beginn 13.04.2011 Zentrales System eines Schienenfahrzeuges ist Beginn: 12.04.2011 erdgeschichtlichen Abfolge mit den folgenden
sein Antrieb. Die modernen elektrischen und wesentlichen Themen: Einleitung, Karten,
Mi 09h45-11h15 nichtelektrischen Antriebsarten werden Di 11h30-13h00 Literatur, Präkambrium, Balticas, Präkambrium
behandelt. Gondwanas, Kambrosilur Balticas, Kambrosi-
wöchentlich • Bremstechnik: Die Bremsen haben eine wöchentlich lur Gondwanas, Devon, Karbon, Perm, Meso-
besondere Bedeutung, da sie für die Sicherheit zoikum, Känozoikum der Alpen, Känozoikum
enorm wichtig sind. In diesem Kapitel werden Mitteleuropas, Oberrheingraben.
alle gängigen Bremssysteme und -verfahren
Anmeldung besprochen. Anmeldung
• Lauftechnik: Ein besonderes Merkmal des
Keine Keine
Schienenverkehrs ist die Spurführung. Ihre
Grundlagen werden erläutert und die
verschiedenen technischen Umsetzungen
vorgestellt.
Institution • Fahrzeugkonzepte des Nah- und Fernverkehrs: Institution
Institut für Die unterschiedlichen Anforderungen an die
Institut für Angewandte
Fahrzeugsystemtechnik, Fahrzeugkonzepte für den Nah- und
Fernverkehr werden diskutiert. An konkreten Geowissenschaften -
Lehrstuhl für Strukturgeologie und
Bahnsystemtechnik Beispielen von Straßenbahnen,
Regionaltriebzügen, Doppelstockwagen und Tektonophysik
Kontakt Kontakt
Lokomotiven werden die charakteristischen
peter.gratzfeld@kit.edu Merkmale herausgearbeitet. r.o.greiling@kit.edu
0721.608.48610

117
117
Seminar Seminar

Angewandte Ethik: Kulturelle Überlieferung - digital.


Ethische Fragen der Endlagerung atomarer Abfälle Wandel und Herausforderung im
21. Jahrhundert
Prof. Dr. Armin Grunwald Dr. Robert Hauser
Die Endlagerung radioaktiver, insbesondere hoch Im Rahmen des Seminars soll ein besseres Ver-
Ort radioaktiver Abfälle gehört seit langem zu den Ort
Natur und

ständnis für das komplexe Thema der (digita-


Technik

Geb. 20.12 großen Themen in der gesellschaftlichen Technik- Geb. 01.93 len) kulturellen Überlieferung und die
R 110 diskussion. Wie seit Jahrzehnten die Nutzung der SR 1.OG Bedeutung des kulturellen Erbes gewonnen
Kernenergie oder Freilandexperimente mit gen-
Kronenstr. 32 werden. Der Fokus liegt auf Fragen im Kon-
technisch veränderten Pflanzen liefert die Frage
nach dem langfristigen Verbleib radioaktiver text des „Modus“ der digitalen kulturellen
Abfälle Konfliktstoff. In diesen Konflikten über die Überlieferung etwa nach Veränderungen und
Endlagerung spielen normative und ethisch rele- Herausforderungen für die bisherigen
Termin vante Aspekte eine zentrale Rolle. Fragen der Termin Gedächtniserhaltenden Institutionen und
Beginn: 12.04.2011 Langzeitverantwortung, der Verteilungsgerechtig- Beginn: 20.04.2011 damit auch der „Wissensgesellschaft“. Es
keit sowie der Zumutbarkeit von Belastungen und werden dabei die mehr theoretischen Fragen
Risiken sind hier zu nennen. Ethische Fragen sind Mi 13h30-15h00 wie z.B. „Was ist das kulturelle Gedächtnis?“,
Di 15h45-17h15
vermischt mit weltanschaulichen Ansichten und „Was verstehen wir unter kulturellem Erbe?“
Interessen, z.B. der an dem möglichen Standort „Wie hängen Gedächtnis und Erbe zusam-
wöchentlich Gorleben ansässigen Bevölkerung. wöchentlich
men?“ mit konkreten Fragestellungen aus der
Im Seminar werden wir uns zunächst mit (a) Praxis – etwa nach den Rahmenbedingungen
grundlegenden technischen und geologischen für die Langzeitarchivierung im digitalen Kon-
Fragen der Endlagerung und (b) einführend auch text, Standards, Formaten, Objekttypen,
Anmeldung mit Technikethik allgemein befassen. Die Haupt- Anmeldung
Erhaltungsstrategien und den praktischen
Keine stoßrichtung des Seminars besteht in: Erforderlich Anwendungsfeldern – miteinander verknüpft.
• Analyse des Konflikts um radioaktive über die ZAK-Homepage: Anhand des Fallbeispiels „Bibliothek“ soll
Endlagerung in Bezug auf die ethischen www.zak.kit.edu anschließend gemeinsam erarbeitet werden,
Gehalte und Strukturierung des Feldes nach
welche konkreten Herausforderungen von
Institution Maßgabe ethischer Problemkategorien Institution dieser Institution gemeistert werden müssen,
Institut für Philosophie, • Befragung klassischer ethischer Traditionen im
Hinblick auf Hinweise zur Konfliktbewältigung ZAK | Zentrum für Ange- wie diesen bereits begegnet wird, aber auch
Institut für Technikfolgen- welche Potentiale sich erwa aus der Digitali-
abschätzung und und Orientierung wandte Kulturwissenschaft
• Untersuchung der ‚Bedingungen der und Studium Generale sierung ergeben. Durch einen oder mehrere
Systemanalyse (ITAS) Gastvorträge soll Alltagspraxis aufgezeigt und
Möglichkeit‘ einer diskursethischen
Kontakt Verständigung zwischen den Konfliktparteien Kontakt Möglichkeit zum Expertengespräch gegeben
armin.grunwald@kit.edu • Überlegungen zur Integration ethischer robert.hauser@kit.edu werden.
Überlegungen zur Endlagerung in politisches 0721.608.48251
Handeln.

118
Vorlesung Vorlesung/Übung

Ökologie und Energieaufwand Grundlagen Spurgeführte Systeme


der Verkehrssysteme
PD Dr.-Ing. Wolfgang Hendrichs Dr.-Ing. Eberhard Hohnecker
Die Entwicklung der Verkehrsträger im Laufe der Die Lehrveranstaltung umfasst in 4 SWS eine
Ort Ort

Natur und
Vorlesung mit darin eingebetteten Übungen.

Technik
Geschichte der Technik wird aufgezeigt und die
Geb. 20.40 einzelnen Komponenten des Land-, Luft-, und VL: Geb. 10.50 Hauptanliegen ist es, die verschiedenen Systeme
Jordan HS Seeverkehrs miteinander verglichen. Dabei sollen Kleiner HS des spurgeführten Verkehrs sowie derer Haupt-
komponenten Infrastruktur, Fahrzeuge und
die Umweltverträglichkeit aufgezeigt und neue
Betrieb als Gesamtsystem begreifbar zu machen.
Wege für ein sozialverträgliches Verkehrskon- ÜB: Geb. 10.81 Folgende Themen werden behandelt:
zept angesprochen werden. HS 62 (R 513)
• Einführung:
Termin Die Vorlesung läuft 2-semestrig, so dass sie trotz Termin Behandelt werden die verschiedenen Systeme
des 14-täglichenTurnus als Veranstaltung mit 2 des spurgeführten Verkehrs, die grundsätzli-
Beginn: 06.05.2011 SWS zum Scheinerwerb angerechnet werden Beginn: 11.04.2011 chen Merkmale von Schienenbahnen, die
kann. Der Beginn ist sowohl im SoSe als auch im technischen Spezifikationen von Eisenbahnen
Fr 14h00-15h30 WiSe möglich. VL: Mo 09h45-11h15 sowie Eisenbahnnetze in Deutschland und
ÜB: Mo 14h00-15h30 Europa.
14-täglich • Fahrzeuge:
wöchentlich Es wird ein Überblick über Eisenbahnfahrzeuge
(Triebfahrzeuge, Wagen) sowie Kupplungs-
und Bremssysteme vermittelt.
Anmeldung Anmeldung
• Fahrdynamik:
Erforderlich Keine Behandelt werden die Trag- und Führungs-
über die ZAK-Homepage: technik, Fahrzeuglauf im geraden und
www.zak.kit.edu gebogenen Gleis sowie die Zugkraft-/
Geschwindigkeits-/Widerstandsberechnungen.
Institution Institution • Linienführung und Trassierung:
Es werden Grundlagen über die Linienführung
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für Straßen- einer Eisenbahnstrecke und über die techni-
wandte Kulturwissenschaft und Eisenbahnwesen sche Trassierung in Grundriss und Aufriss
und Studium Generale vermittelt.
Kontakt Kontakt • Fahrweg:
Es werden die Elemente des Eisenbahnfahr-
05703.2141 eisenbahn@ise.kit.edu wegs, die Querschnittsgestaltung sowie die
0721.608.42248 Gleisverbindungen (Weichen, Kreuzungen)
behandelt.
119
119
Vorlesung Vorlesung

Spurgeführter Personennahverkehr (SPNV) Raum- und Infrastrukturentwicklung

Dr.-Ing. Eberhard Hohnecker Mathias Jehling


Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick Verkehrserschließung, Wasser- und Energie-
Ort über alle netzbezogenen, technischen und Ort versorgung sowie Telekommunikation sind
Natur und
Technik

Geb. 10.50 organisatorischen Elemente sowie Fahrzeuge Geb10.50 Grundvoraussetzungen für die Entwicklung
Kleiner HS des SPNV einschl. des nicht-spurgeführten R 403.1 eines Raumes. Dabei sind jedoch die Bedin-
ÖPNV (Busse). Folgende Themen werden gungen des Raumes, seine Topographie, Res-
behandelt: sourcen, Umweltbedingungen, Besiedelung
• Netzplanung: und Besonderheiten zu beachten, um einer-
Es werden Kenntnisse über die Netzgestal- seits eine wirkungsvolle, andererseits aber
Termin tung, Linienbildung und Netzverflechtung Termin auch nachhaltige Planung zu entwerfen. Ziel
vermittelt. ist, die Zusammenhänge zwischen räumlicher
Beginn: 12.04.2011 • Haltestellen: Beginn: 13.04.2011 Entwicklung und Infrastrukturplanung zu ver-
Behandelt werden die Funktionen, Einzugsbe- mitteln.
Di 11h30-13h00 reiche und Abstände von Haltestellen des Mi 09h45-11h15
ÖPNV sowie die technische Gestaltung von Nach einer Einführung zu den Begriffen Infra-
wöchentlich Bahnsteigen. wöchentlich struktur und Erschließung behandelt die Vor-
lesung die wichtigsten Infrastrukturen im
• Organisation:
Es werden Grundlagen über die verschiedenen Einzelnen: Straßenverkehrsanlagen, Eisen-
Aufgaben, Rechtsformen und Kooperationen bahnplanung, Flugverkehr, Gewässer, Wasser-
Anmeldung von Verkehrsunternehmen vermittelt. Anmeldung und Energieversorgung, Entwässerung,
Keine Telekommunikation, Entsorgung von Wert-
Keine • Bau und Betrieb:
Vorgestellt werden die wesentlichen und Reststoffen. Des Weiteren wird auf die
Sicherungs- und Trassierungsrichtlinien des Berechnung und Verteilung der Erschlie-
SPNV sowie von Straßenbahnstrecken im ßungskosten eingegangen.
Institution öffentlichen Verkehrsraum. Institution
• Fahrzeuge und Einsatzbereiche:
Institut für Straßen- Die verschiedenen Arten spurgeführter und Institut für Städtebau
und Eisenbahnwesen nicht-spurgeführter Fahrzeuge des ÖPNV und Landesplanung
werden vorgestellt; einschl. ihrer Einsatzberei-
Kontakt che und des Einflusses auf die Bahnsteig- und Kontakt
Haltestellengestaltung.
eisenbahn@ise.kit.edu mathias.jehling@kit.edu
0721.608.42248 0721.608.46223

120
Vorlesung Vorlesung

Efficient Energy Systems and Electric Mobility Einführung in die Meeresbiologie


Dr. Gabriele Jürges, Prof. Dr. Horst Taraschewski,
Dr. Patrick Jochem, Dr. Russell McKenna Prof. Dr. Tilman Lamparter
Ort This lecture series combines two of the most cen- Ort Die Studierenden lernen die Morphologie,

Natur und
Technik
tral topics in the field of energy economics at pre- Lebensweise und Diversität der marinen Proto-
Geb. 20.14 sent, namely energy efficiency and electric mobility. Geb. 10.40 zoen und Metazoen kennen. Ein besonderer
R 103.2 The objective of the lecture is to provide an intro- HS Botanik I Schwerpunkt der Vorlesung liegt dabei auf
duction and overview to these two subject areas, Tierstämmen und Tiergruppen, die es im Bin-
including theoretical as well as practical aspects, nenland nicht gibt und auf solchen, die in den
such as the technologies, political framework con- Lehrveranstaltungen des Grundstudiums nicht
ditions and broader implications of these for natio- behandelt werden.
Termin nal and international energy systems. Termin
Beginn: 12.04.2011 The energy efficiency part of the lecture provides Beginn: 12.04.2011
an introduction to the concept of energy effici-
Di 15h45-17h15 ency, the means of affecting it and the relevant Di 17h15-18h45
framework conditions. Further insights into eco-
wöchentlich nomy-wide measurements of energy efficiency, wöchentlich
and associated difficulties, are given with recourse
to several practical examples. The problems asso-
ciated with market failures in this area are also
Anmeldung Anmeldung
highlighted, including the Rebound Effect. Finally
Keine and by way of an outlook, perspectives for energy Keine
efficiency in diverse economic sectors are exami-
ned.
The electric mobility part of the lecture examines
Institution Institution
all relevant issues associated with an increased
Institut für penetration of electric vehicles including their Botanisches Institut,
Industriebetriebslehre und technology, their impact on the electricity system Lehrstuhl I
Industrielle Produktion (IIP) (power plants and grid), their environmental
impact as well as their optimal integration in the
Kontakt Kontakt
future private electricity demand (i.e. smart grids
jochem@kit.edu and V2G). Besides technical aspects the user horst.taraschewski@kit.edu
russell.mckenna@kit.edu acceptance and behavioral aspects are also
608.44590 o. 608.44582 discussed.

121
121
Vorlesung Vorlesung

Energie und Umwelt Sport und Gesundheit

Prof. Dr. Ute Karl Dr. Michaela Knoll


Die Vorlesung konzentriert sich auf die Umwelt- Die Erforschung der Wechselbeziehung von
Ort Ort Sport und Gesundheit sowie der Möglichkei-
Natur und

auswirkungen der energetischen Nutzung fossi-


Technik

Geb. 20.21 ler Brennstoffe und deren Bewertung. Die Geb. 40.40 ten einer Gesundheitsförderung durch sport-
RZ R 217 Themen umfassen: HS Sport (R 007) liche Aktivierung hat sich in den letzten
Jahren zu einem zentralen Thema in der
• Grundlagen der Energieumwandlung Sportwissenschaft entwickelt. Auch im Schul-
• Schadstoffentstehung bei der Verbrennung sport spielt das Thema „Sport und Gesund-
• Maßnahmen zur Emissionsminderung bei heit“ eine zunehmende Bedeutung. Im
fossil befeuerten Kraftwerken außerschulischen Bereich wurde der Gesund-
Termin Termin
• Maßnahmen zur Steigerung der heitsmarkt gleichzeitig zu einem wachsenden
Beginn: 11.04.2011 Energieeffizienz bei fossil befeuerten Beginn: 13.04.2011 Arbeitsfeld für Sportwissenschaftler sowohl
Kraftwerken im Bereich der Prävention in verschiedenen
Mo 09h45-11h15 • Externe Effekte der Energiebereitstellung Mi 11h30-13h00 Handlungsfeldern als auch in der (Sport-)
(Lebenszyklusanalysen ausgewählter Therapie. Die Sportanbieter sehen im
wöchentlich Energiesysteme) wöchentlich Gesundheitssport eine Chance für neue
• Integrierte Bewertungsmodelle zur Angebote und Zielgruppen.
Unterstützung der Europäischen
Luftreinhaltestrategie („Integrated In der Vorlesung wird aus dem Bereich der
Anmeldung Assessment Modelling“) Anmeldung ‚Themenfelder der Sportwissenschaft’ das
• Kosten-Wirksamkeits-Analysen und ausgewählte Themenfeld ‚Sport und Gesund-
Keine Keine
Kosten-Nutzen-Analysen eit’ aus unterschiedlichen wissenschaftlichen
• Monetäre Bewertung von externen Effekten Perspektiven beleuchtet. Die Teilnehmer
(externe Kosten) erhalten einen Einblick in den Stand der Dis-
Institution Institution kussionen über Theorien, Methoden, Wir-
kungen, Akzeptanz und Institutionalisierung
Die Unterlagenzusammenstellung der Institut für Sport und von Gesundheitssport.
Institut für
Vorlesung wird in ILIAS bereitgestellt. Sportwissenschaft
Industriebetriebslehre und
Industrielle Produktion (IIP)
Kontakt Kontakt

ute.karl@ michaela.knoll@kit.edu
eifer.uni-karlsruhe.de 0721.608.43541

122
Vorlesung Vorlesung

Numerische Mathematik für das Lehramt Grundlagen der Lebensmittelchemie für Studierende
der Lebensmittelchemie und des Chemieingenieurwesens
Dr. Ingrid Lenhardt Dr. Renate Loske
In der Vorlesung werden unter anderem fol- Die Vorlesung vermittelt Grundwissen über
Ort Ort

Natur und
gende Themen behandelt: Proteine, Kohlenhydrate und Lipide als Haupt-

Technik
Mo: Geb. 20.40 Geb. 50.41 bestandteile von Lebensmitteln. Der Schwer-
1. Algorithmen und Grundlagen des
HS 37 R -108 punkt liegt dabei auf der Beschreibung ihrer
Programmierens
chemischen Struktur, ihren Eigenschaften und
Mi: Geb. 30.41 2. Iterationsverfahren für nichtlineare möglichen Reaktionen im Lebensmittel. Die
Criegee HS (R 104) Gleichungssysteme sich in diesem Zusammenhang ergebenden
ernährungsphysiologischen, toxikologischen,
Termin 3. Lineare Gleichungssysteme Termin warenkundlichen und analytischen Aspekte
4. Approximation und Interpolation werden diskutiert.
Beginn: 11.04.2011 Beginn: 12.04.2011
5. Numerische Integration
Mo 11h30-13h00 Di 09h45-11h15
Mi 11h30-13h00 6. Gleitpunktrechnung, Kondition, Stabilität
wöchentlich
An geeigneten Stellen wird die Behandlung
dieser Themen im Mathematikunterricht am
wöchentlich Gymnasium angesprochen.
Anmeldung Zu dieser Veranstaltung wird es in jeder Woche Anmeldung
Keine ein Übungsblatt geben, das in einer Übungs- Keine
vorlesung (Dienstag 11:30 – 13:00 Uhr)
besprochen wird.
Begleitend zu dieser Veranstaltung wird ein
Institution Computerpraktikum angeboten. Die Einteilung Institution

Institut für dazu erfolgt in der ersten Vorlesungswoche. Institut für


Angewandte und Lebensmittelchemie
Numerische Mathematik und Toxikologie
Kontakt Kontakt
ingrid.lenhardt@kit.edu renate.loske@kit.edu
0721.608.42728

123
123
Vorlesung Vorlesung

Geographische Datenanalyse und GIS Nachhaltiges Bauen: Bauökologie II

Dr. Peter Ludäscher Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Lützkendorf


Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, die Stu- Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Bauökologie“
Ort Ort werden am Beispiel von Wohnbauten die Grund-
Natur und

dierenden mit den Grundlagen der deskriptiven


Technik

sätze des energiesparenden, ressourcen-schonen-


Geb. 10.50 Statistik vertraut zu machen. Dabei geht es um Geb. 20.14
den, gesundheitsgerechten und kostengünstigen
R 703.1 die Vermittlung quantitativer statistischer Verfah- R 103.2
Planens, Bauens und Betreibens von Gebäuden
ren. Zum anderen erfolgt eine Einführung in die erläutert. Neben der Darstellung technischer und
Möglichkeiten moderner IUK-Technologien und konstruktiver Zusammenhänge werden die Grund-
spezielle Informationssysteme und deren Einsatz lagen einer Grobdimensionierung sowie die Ergeb-
bei geographischen Fragestellungen. nisse der Beurteilung der ökonomischen und
Termin Termin ökologischen Vorteilhaftigkeit behandelt. Auf die
Rolle der am Bau Beteiligten bei der Auswahl und
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 13.04.2011 Bewertung von Lösungen wird eingegangen.
Do 14h00-15h30 Mi 09h45-13h00 Im Bereich der Behandlung von Fragen der Beur-
teilung der ökologischen Vorteilhaftigkeit und der
Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden
wöchentlich 14-täglich
werden Methoden vermittelt, Hilfsmittel vorge-
stellt und Zertifizierungssysteme erläutert.
Folgende Themen werden u.a. behandelt:
Anmeldung Anmeldung • Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die
Planung • Energiekonzepte • Niedrigenergie-
Erforderlich per E-Mail, Keine und Passivhausbauweise • Passive und aktive
siehe Kontakt Solar-Energienutzung • Auswahl und Bewertung
von Bauprodukten • Gesundheit und Behaglich-
keit • Planungs- und Bewertungshilfsmittel •
Institution Institution
Energieausweis und Gebäudepass • Zertifizie-
Institut für Geographie Stiftungslehrstuhl rungssysteme • Ökobilanzierung
und Geoökologie, Ökonomie und Ökologie Im Rahmen der Vorlesung werden zur Veran-
Bereich Humangeographie des Wohnungsbaus schaulichung Videos und Simulationstools einge-
setzt und Informationsmaterialien ausgegeben.
Kontakt Kontakt Ergänzende Unterlagen werden im Downloadbe-
peter.ludaescher@kit.edu thomas.luetzkendorf@ reich zur Verfügung gestellt. Vorlesungsinhalte
0721.608.43859 kit.edu werden in einer Übungsreihe vertieft und auf
0721.608.48336 Basis praktischer Beispiele erläutert.

124
Vorlesung Vorlesung

Physiologie und Anatomie II Stadtökologie

Dr. Ulrich Müschen PD Dr. Stefan Norra


Die Vorlesung erweitert das in der Physiologie Ökologie ist die Wissenschaft über das Bezie-
Ort Ort

Natur und
und Anatomie I vermittelte Wissen und stellt wei- hungsgeflecht von Organismen und Lebensge-

Technik
Geb. 30.34 tere physiologische Funktionen und Organe des Geb. 10.50 meinschaften mit ihrer Umwelt. Diese
LTI HS Menschen vor. R 703.1 Beziehungen können bis auf Stoff- und Ener-
gieflüsse herunter gebrochen werden und
Themen:
gelten auch in urbanen Systemen. In Städten
• Säure-/Basenhaushalt steht ein Organismus im offensichtlichen Vor-
dergrund: der Mensch. Seit 2008 lebt mehr als
Termin • Wasserhaushalt Termin die Hälfte der Menschheit in Städten, in
• Thermoregulation Deutschland sind es über 80%. Diesen Lebens-
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 21.04.2011 raum nachhaltig, bzw. ökologisch zu gestalten
• Verdauungssystem ist eine Herausforderung für die Zukunft. Die
Do 11h30-13h00 Do 09h45-11h15 Vorlesung gibt einen Überblick über die aktuel-
• Hormonelles System
len ökologischen Probleme hinsichtlich der in
wöchentlich wöchentlich Städten vorkommenden Umweltbelastungen
• Neurophysiologie II (Organisation des ZNS,
Somatosensorik, Motorik, Visuelles System) und den sich dort entwickelnden Wechselwir-
kungen zwischen Organismen und der vom
Anmeldung Anmeldung Menschen gestalteten unbelebten Umwelt. Es
werden Beispiele aus Deutschland neben Situa-
Keine Keine tionen in urbanen Systemen aus anderen Teilen
der Welt vorgestellt. Konzepte der ökologi-
schen Stadtentwicklung werden diskutiert.

Institution Institution

Institut für Institut für


Biomedizinische Technik Geographie
und Geoökologie
Kontakt Kontakt
ulrich.mueschen@kit.edu stefan.norra@kit.edu
0721.608.42651 0721.608.47850

125
125
Vorlesung/Übung Vorlesung

Technische Informationssysteme Virtual Engineering II

Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova, Dr.-Ing. Sven Rogalski Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova
Für Unternehmen sind heute mehr denn je schnelle, zielge- Die Vorlesung vermittelt die informationstechni-
Ort richtete Innovationsprozesse entscheidend, aus denen tech- Ort schen Aspekte und Zusammenhänge der virtuellen
Natur und
Technik

nisch und wirtschaftlich überlegene Produkte resultieren. Produktentstehung. Im Mittelpunkt stehen die ver-
Geb. 20.20 Das effektive und effiziente Management der Information, Geb. 10.91
LESC SR 062 Grashof HS wendeten IT-Systeme zur Unterstützung der Pro-
die in Engineering-Prozessen verarbeitet und kommuniziert
zesskette des Virtual Engineerings:
wird, ist maßgeblich mitbestimmend für den wirtschaftli-
chen Erfolg. Das Informationsmanagement übernimmt hier- • Product Lifecycle Management ist ein Ansatz der

Gesellschaft
bei die Aufgaben des Planens, Gestaltens, Überwachens und Verwaltung von produktbezogenen Daten und
Steuerns von Informationen im Unternehmen, zum Errei- Informationen über den gesamten Lebenszyklus

Mensch
chen der strategischen Ziele. In diesem Zusammenhang ist hinweg, von der Konzeptphase bis zur
Termin Termin

und
die Gewährleistung der Informations- und Kommunikations- Demontage und zum Recycling.
Beginn: 14.04.2011 fähigkeit in Unternehmen durch die Entwicklung, Aufrecht- Beginn: 12.04.2011 • CAx-Systeme ermöglichen die Modellierung des
erhaltung und den Betrieb der Informationsinfrastruktur von digitalen Produktes im Hinblick auf die Planung,
VL: Do 11h30-13h00 zentraler Bedeutung, weshalb Methoden, Techniken und Konstruktion, Fertigung, Montage und Wartung.
Di 14h00-15h30
Werkzeuge des Information Engineering zum Einsatz
ÜB: Do 14h00-15h30 • Validierungssysteme ermöglichen die
kommen.
wöchentlich Überprüfung der Konstruktion im Hinblick auf
In diesem Modul werden wesentliche Konzepte, Methoden
wöchentlich und Techniken zur Konzeption, Realisierung und Einführung Statik, Dynamik, Fertigung und Montage.
Technischer Informationssysteme vorgestellt. Zu diesem Ziel der Vorlesung ist es, die Verknüpfung von Kon-
Zweck soll nach einer vorausgehenden Klärung wesentlicher struktions- und Validierungstätigkeiten unter Nut-
Anmeldung Begrifflichkeiten, rund um das Thema Information, System Anmeldung zung Virtueller Prototypen und VR/
und Informationssystem, eine Einführung in das Informati- AR-Visualisierungstechniken in Verbindung mit
Keine onsmanagement gegeben werden, wobei deren Bedeutung Keine PDM/PLM-Systemen zu verdeutlichen. Ergänzt wird
und Komplexität herausgearbeitet wird. Ausgehend davon dies durch Einführungen in die jeweiligen Systeme
werden praxisrelevante Konzepte, Methoden und Techniken
anhand praxisbezogener Aufgaben.
zur Konzeption und Realisierung von Technischen Informa-
Die Vorlesung ist geeignet für Studenten (ciw,
Institution tionssystemen erläutert und anschließend eine methodische Institution
Herangehensweise zur Einführung von Informationssyste- inform, mach, wing) nach dem Vordiplom. Maschi-
men in bestehende IT-Strukturen in Unternehmen erklärt. nenbauer können die Vorlesung als Hauptfach,
Institut für Institut für
Den Abschluss bildet ein kleiner Exkurs über wesentliche Wahlfach oder Zusatzfach belegen. Wirtschafts-
Informationsmanagement Informationsmanagement wissenschaftler können die Vorlesung im Rahmen
Aspekte zum Datenschutz und zur Datensicherheit in Techni-
im Ingenieurwesen (IMI) schen Informationssystemen. im Ingenieurwesen (IMI) eines Informatik-Teilgebietes oder eines Ingenieur-
Kontakt Begleitend zur Vorlesung werden regelmäßige Rechner- Kontakt wissenschaften-Teilgebietes oder -Vollgebietes
übungen stattfinden, anhand derer die Studenten praktische hören. Im Rahmen des Masterstudiengangs
jivka.ovtcharova@kit.edu Einblicke im Umgang mit Technischen Informationssystemen jivka.ovtcharova@kit.edu können Maschinenbauer die Vorlesung im Schwer-
rogalski@fzi.de sowie den Werkzeugen zu deren IT-technischer Modellie- 0721.608.42984 punkt LifeCycle Engineering belegen.
0721.608.42984 rung (über UML, ER, ARIS) bekommen.

126
Praktikum Vorlesung

Virtual Reality Praktikum Didaktik der Physik

Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova, Jurica Katicic, Polina Stoyanova StD. Michael Pohlig
Die Standards für das Fach Physik in Baden-
Ort Oberziel: Nach dem Praktikum sind die Studieren- Ort

Natur und
Württemberg fordern, dass Schülerinnen und

Technik
den in der Lage die bestehende Hardware und
Geb. 20.20 Software für Virtual Reality (VR) Anwendungen Geb. 30.22 Schüler Strukturen und Analogien erkennen
LESC-Laborräume bedienen und benutzen zu können um: Kleiner HS A und mit bekannten Strukturen und Analogien
komplexere Fragestellungen bearbeiten
• die Lösung einer komplexen Aufgabenstellung
können. Ein wichtiger Teil der Vorlesung wird
im Team zu konzipieren,
• unter Berücksichtigung der Schnittstellen in sich deshalb mit „Analogien und Strukturen“
kleineren Gruppen die Teilaufgaben innerhalb befassen. Die physikalischen Größen „el.
Termin eines bestimmten Arbeitspaketes zu lösen und Termin Ladung*, Impuls“ und „Entropie“ spielen
• anschließend sie in ein vollständiges Endprodukt dabei eine zentrale Rolle. Die allgemein als
Beginn: 15.04.2011 zusammenzuführen. Beginn: 13.04.2011 schwierig eingestufte „Entropie“ wird in
Angestrebte Kompetenzen: Methodisches diesem Kurs so eingeführt, dass sie jeder Schul-
Fr 14h00-16h30 Mi 11h30 – 13h00 junge verstehen kann. Den zweiten Teil der
Vorgehen mit praxisorientierten Ingenieuraufga-
ben, Teamfähigkeit, Arbeit in interdisziplinären Vorlesung könnte man mit „Felder zum Anfas-
wöchentlich wöchentlich sen“ betiteln. Elektrische und magnetische
Gruppen, Zeitmanagement
Verlauf: Das Virtual Reality Praktikum besteht aus Felder sind hier keine mathematische Kon-
folgenden drei Phasen: strukte, sondern Systeme, die genauso real
1. Grundlagen: Einführung in VR (Hardware, sind wie gewöhnliche Körper.
Anmeldung Anmeldung
Software, Anwendungen) Die Vorlesung wird ergänzt und vertieft in
Erforderlich über ILIAS bis 2. Werkzeug: Virtools als Entwicklungsumgebung Keine
zum 08.04.2011: einem Übungsseminar, Fr 15h45-17h15, Geb.
3. Anwendung: Selbständige Weiterentwicklung
https:// 30.23 Raum 2/1.
eines VR-Fahrsimulators in Kleingruppen
ilias.rz.uni-karlsruhe.de Bei den Phasen ist teilweise eine zeitliche
Institution Überlappung vorgesehen. Der Gesamtaufwand Institution
beträgt 120 Stunden (4 Credits).
Institut für Institut für Theoretische
Art der Lernzielkontrolle: Die Note setzt sich wie
Informationsmanagement folgt zusammen: Festkörperphysik
im Ingenieurwesen (IMI) • Präsentation der Projektarbeit (40%),
Kontakt • Individuelles Projektportfolio für die Arbeit in der Kontakt
3. Phase (30%),
jivka.ovtcharova@kit.edu • Schriftliche Wissensabfrage (20%), pohlig@kit.edu
jurica.katicic@kit.edu • Soziale Kompetenzen (10%). 0721.608.43364
0721.608.42984

127
127
Vorlesung Vorlesung

Moderne Physik für Lehramtskandidaten, Robotik in der Medizin


Geophysiker, Meteorologen und Ingenieurpädagogen
Prof. Dr. Günter Quast Dr. Jörg Raczkowsky
Verständnis der grundlegenden experimentellen Zur Motivation werden verschiedene Szena-
Ort und mathematischen Methoden der Quanten- Ort rien des Robotereinsatzes in der Chirurgie
Natur und
Technik

Geb. 30.22 physik (Atome, Moleküle, Festkörper, Kerne und Geb. 50.34 erläutert und anhand von Beispielen klassifi-
Lehmann HS (R 022) Elementarteilchen) R -102 ziert. Es folgt die Vorstellung der verschiede-
nen Module der Prozesskette für eine
Einführung in den Mikrokosmos, spezielle Relati- robotergestützte Chirurgie. Diese beginnt
vitätstheorie, Wellen- und Teilchencharakter des mit der Bildgebung; den physikalischen
Lichts, quantisierte Größen, Welleneigenschaf- Grundlagen und messtechnischen Aussagen
ten von Teilchen, deBroglie-Beziehung, zur Anatomie und Pathologie. Die medizini-
Termin Termin
Heisenberg‘sche Unbestimmtheitsrelation, sche Bildverarbeitung mit Schwerpunkt auf
Beginn: 13.04.2011 Schrödingergleichung, Quantenmechanische Beginn: 13.04.2011 Segmentierung schließt sich an. Die geome-
Beschreibung von Atomen, Elektronen-Spin, trische 3D-Rekonstruktion anatomischer
Mi 08h00-09h30 Pauli-Prinzip, Periodensystem der Elemente, Mi 14h00-15h30 Strukturen mit der Modellierung von Gewe-
Fr 11h30-13h00 Wechselwirkung von Licht mit Atomen, Laser, beparametern bildet die Grundlage für ein
Chemische Bindung und Moleküle, Grundprinzi- wöchentlich attributiertes Patientenmodell für die Visuali-
wöchentlich pien der Festkörperphysik, Elektronengas, Wär- sierung und Operationsplanung. Am Begriff
mekapazität, Stromleitung, Bändermodell, der Planung wird die unterschiedliche Sicht-
Atomkerne, Radioaktivität und Kernkräfte, Kern- weise von Medizinern und Ingenieuren ver-
Anmeldung fusion, Kernmodelle, Kernzerfälle, Kernspaltung, Anmeldung
deutlicht. Neben der geometrischen Planung
Keine Physik der Sonne, Elementarteilchen als Bau- Keine wird die Rolle der Ablaufplanung erarbeitet.
steine der Welt, Astrophysik und Kosmologie Die Simulation dient der Verifikation der Ope-
Kenntnisse der physikalischen und mathemati- rationsplanung. Der intraoperative Teil der
schen Konzepte der klassischen Physik sind zum Prozesskette beinhaltet die Registrierung,
Institution Verständnis erforderlich. Institution Navigation, Erweiterte Realität und Chirur-
gierobotersysteme. Wichtige Unterpunkte
Institut für Institut für sind hier insbesondere Techniken zum robo-
Experimentelle Kernphysik Prozessrechentechnik, tergestützten Gewebeschneiden und die
Automation und Robotik Ansätze zu Mikro- und Nanochirurgie. Die
Kontakt Kontakt Vorlesung schließt mit einem Diskurs zu spe-
ziellen Sicherheitsfragen und rechtlichen
g.quast@kit.edu joerg.raczkowsky@kit.edu Aspekten von Medizinprodukten.
0721.608.47036 0721.608.44052

128
Seminar Vorlesung

GirlsLab "Smart Textilien" als Kontext für künstlerische Technische Biologie (BIW)
Zugangsweisen zur technischen Bildung mit Mädchen
Dr. Daniela Reimann Dr. Jens Rudat
Das Seminar findet im Rahmen des Forschungs- Themen und Inhalte der Vorlesung sind:
Ort Ort

Natur und
projekts „IBP-GirlsLab“ statt, das Mädchen im

Technik
Westhochschule MINT-Unterricht mittels künstlerischer Zugangs- Di: Geb. 40.32 Grundlagen:
Geb. 06.41 SR 218 weisen an die Auseinandersetzung mit digitalen Rudolf Plank HS (R 045) • Einführung und chemische Grundlagen
Medientechnologien heranführt, um bereits in • Wasser und Bioenergetik
Unterricht: der Schule Interesse an technischer Bildung, Pro- Do: Geb. 30.45 Biomoleküle:
Hebel-Realschule grammierung, Konstruktion und Gestaltung zu AOC 201 • Aminosäuren und Peptide
Moltkestr. 8 wecken. Die TeilnehmerInnen entwickeln nach
76133 Karlsruhe • Proteinstruktur und -funktion
Termin der praktischen Auseinandersetzung mit digita- Termin • Kohlenhydrate
len Medien - „Smart Textilien“, die eigenständig
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 12.04.2011 • Lipide, Membranen und Transport
gestaltet und mit einer kindgerechten Open
• Enzyme, Coenzyme und Vitamine
Source Software programmiert werden können
Do 17h30-19h00 - eigene Settings für Unterrichtsprojekte, die im Di 14h00-15h30 Stoffwechsel und Molekulare Physiologie:
wöchentlich regulären Schulunterricht durchgeführt und aus- Do 14h00-15h30 • Glykolyse und Gluconeogenese
gewertet werden. Smart Textilien bieten viele • Citratcyclus und Atmungskette
Unterricht: ab ca. Ende Möglichkeiten der kreativen Auseinanderset- wöchentlich • Photosynthese
April Fr 07h45-09h20 zung mit so genannten „intelligenten“ anzieh- • Lipidstoffwechsel
baren Medien (Wearable Computing). Sie bilden • Proteinstoffwechsel
Anmeldung Anmeldung • Nucleotidstoffwechsel
eine neue Generation eingebetteter Systeme.
Erforderlich per E-Mail, Verwendet werden können z.B. leitfähiges Garn, • Immunbiologie
Keine
siehe Kontakt winzige Sensoren, Motoren, LED-Leuchten und
(Teilnehmerzahl begrenzt) einnähbare Platinen (LilyPad). Neue Schnittstel-
len - genäht, gewebt oder gestickt - werden zwi-
Institution schen Körper, Bekleidung und Umgebung Institution
erlebbar. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem
Institut für Berufspäda- die Entwicklung eigener Projektideen, die im Institut für Bio- und
gogik und Allgemeine Seminar und in der Schule umgesetzt werden. Es Lebensmitteltechnik,
Pädagogik sind keine Vorkenntnisse bezüglich der Program- Bereich II: Technische
Kontakt mierung/Arduino erforderlich! Biologie Kontakt
daniela.reimann@kit.edu jens.rudat@kit.edu
0721.608.44973 0721.608.48428

129
129
Vorlesung/Übung Vorlesung

Minerale: Bausteine der Erde Biotechnologie der Lebensmittel

Prof. Dr. Frank Schilling Prof. Dr.-Ing. Heike P. Schuchmann

Ort Die Studierenden sollen das Verständnis für den Ort Die Studierenden lernen
Natur und

kristallographischen Aufbau, Kristallchemie und


Technik

Mo: Geb. 10.50 physikalische Eigenschaften von Mineralen Do: Geb. 40.11 • welche Mikroorganismen(gruppen) für die
Großer HS erhalten. Dies ist nicht nur für das geowissen- EBI HS (R 001) Sicherheit und die Herstellung von
schaftliche Verständnis vonnöten. Ebenso wich- Lebensmitteln wichtig sind
Do: Geb. 30.46 tig ist es, damit die Voraussetzungen und Fr: Geb. 20.40 • anhand ausgewählter historischer
Neue Chemie Möglichkeiten für die technische Nutzung und Neuer HS biotechnologischer Verfahren zur
Anwendung von Mineralen zu verstehen. Lebensmittelherstellung deren heutige
Unter diesem Aspekt werden folgende Lernin- technologischen Umsetzungsmöglichkeiten
Termin Termin
halte vermittelt: und Anwendung
Beginn: 11.04.2011 Beginn: 15.04.2011 • technische Möglichkeiten, die Sicherheit von
• Minerale als Kristalle
Lebensmitteln gewährleisten zu können
VL: Mo 16h15-17h00 • Entstehung von Kristallen Do 09h45-11h15 • anhand von aktuellen Fällen das Vorgehen
ÜB: Do 09h45-11h15 • Zusammenhang zwischen Kristallstruktur und wöchentlich eines Lebensmittelingenieurs in der Produkt-
Kristallbausteinen
und Prozessentwicklung.
wöchentlich • Kristallchemie Fr 09h45-11h15
• Wichtige Minerale und ihre Strukturen Begleitet wird die Vorlesung durch Übungsbei-
14-täglich
• Strukturell bedingte Eigenschaften der spiele, in denen v.a. Berechnungsgrundlagen
Kristalle für technische Prozessauslegungen eingeübt
Anmeldung Anmeldung
• Physikalische Eigenschaften der Kristalle werden, und durch produktorientierte Anwen-
Keine Erforderlich per E-Mail, dungsbeispiele, die von Studierendenteams zu
siehe Kontakt erarbeiten sind.

Institution Institution
Institut für Thermische Institut für Bio- und
Strömungsmaschinen Lebensmitteltechnik,
Bereich I: Lebensmittelver-
fahrenstechnik
Kontakt Kontakt
frank.schilling@kit.edu heike.schuchmann@kit.edu
0721.608.44725 0721.608.42497

130
Vorlesung Vorlesung

Kernkraftwerkstechnik Ökologie und Systematik der Pflanzen

Prof. Dr.-Ing. Thomas Schulenberg, Dr. Jörg Starflinger Dr. Max Seyfried
Ziel der Vorlesung ist eine Einführung in die Kon- Diese Vorlesung gibt einen Überblick über die
Ort Ort

Natur und
Vielfalt des Pflanzenreichs, beginnend bei ganz

Technik
struktion und Auslegung von Druckwasserreak-
Geb. 30.22 toren und Siedewasserreaktoren. Geb. 30.41 einfach gebauten Algen, über Moose und
Kleiner HS B HS III (R 105) Farne bis zu den Blütenpflanzen. Schwer-
Im Einzelnen werden vorgestellt: punkte liegen auf den Methoden der Systema-
• Physik der Kernspaltung und radioaktiver tik, mit denen diese Vielfalt strukturiert wird,
Zerfall auf den Leistungen der Pflanzen in ihrer
• Grundlagen der neutronenphysikalischen Umwelt und den Wechselwirkungen mit der
Termin Auslegung von Reaktoren Termin Umwelt. In dieser Vorlesung erfahren die Hörer
• Thermohydraulische Auslegung von auch viele Fakten über die in vielen Familien des
Beginn: 12.04.2011 Druck- und Siedewasserreaktoren Beginn: 14.04.2011 Pflanzenreichs auftretenden Nutzpflanzen und
• Konstruktion der wichtigsten Heilpflanzen.
Di 08h00-09h30 Kraftwerkskomponenten Do 11h30-12h15
• Dynamik eines Kernkraftwerks Fr 09h45-11h15 Viele Bilder aus der faszinierenden Welt der
wöchentlich • Sicherheitssysteme Pflanzen sollen helfen, dass neben den wissen-
wöchentlich schaftlichen Aspekten auch die Anschauung
Geplant sind ferner ein Reaktorpraktikum sowie nicht zu kurz kommt.
eine Besichtigung eines Kernkraftwerks am
Anmeldung Semesterende. Anmeldung
Keine Keine

Institution Institution

Institut für Botanisches Institut


Kern- und Energietechnik

Kontakt Kontakt
schulenberg@kit.edu max.seyfried@kit.edu
0721.608.23450 0721.608.42451

131
131
Vorlesung Vorlesung

Verbrennungsmotoren B Verbundfach: Automobil und Umwelt


Prof. Dr. Ulrich Spicher, Dr.-Ing. Heiko Kubach, Prof. Dr. Ulrich Maas,
Prof. Dr. Ulrich Spicher Dr.-Ing Heinrich Wirbser
Lernziele: Die Vorlesung zeigt zunächst, welche Anforde-
Ort Ort rungen an heutige Automobile gestellt werden,
Natur und
Technik

Geb. 10.91 Die Studenten vertiefen und ergänzen das Geb. 10.91 welche Entwicklungen im Straßenverkehr und
Grashof HS Wissen aus der Basisvorlesung Verbrennungs- Grashof HS bei alternativen Antriebsquellen erwartet
motoren A. werden. Es wird gezeigt, wie sich der Kraftstoff-
verbrauch und die schädlichen Abgasemissio-
Inhalt: nen in der Vergangenheit entwickelt haben und
• Abgasemissionen es werden Prognosen für die nahe Zukunft vor-
• Kraftstoffe gestellt. Ferner wird die grundlegende Arbeits-
Termin • Triebwerksdynamik Termin weise von Verbrennungsmotoren und
Beginn: 13.04.2011 • Konstruktionselemente des Beginn: 11.04.2011 Grundkenntnisse des thermodynamischen Pro-
Hubkolbenmotors zesses im Motor vermittelt. Zudem werden die
Mi 11h30-13h00 • Aufladung wichtigsten Kenngrößen von Verbrennungsmo-
Mo 09h45-11h15 toren sowie die unterschiedlichen Motorpro-
• Alternative Antriebskonzepte
• Sonderverfahren zesse erläutert. Abschließend werden die von
wöchentlich wöchentlich
• Kraftübertragung vom Verbrennungsmotor Verbrennungsmotoren erzeugten Abgasemis-
zum Antrieb sionen behandelt und die heute üblichen Ver-
fahren der Abgasreinigung besprochen.
Anmeldung Anmeldung Inhaltsverzeichnis:
1. Einführung, Allgemeines zum Automobil
Keine Keine 2. Entwicklung von Kraftstoffverbrauch und
Abgasemissionen
3. Arbeitsweise des Verbrennungsmotors,
Otto- und Dieselmotoren
Institution Institution 4. Thermodynamik des Verbrennungsmotors
5. Kenngrößen zur Beurteilung des
Institut für Institut für Betriebsverhaltens
Kolbenmaschinen Kolbenmaschinen, 6. Motorprozesse
Institut für Technische 7. Abgasemissionen
Kontakt Thermodynamik Kontakt 8. Reduktion von Abgasemission und
Kraftstoffverbrauch
ulrich.spicher@kit.edu ulrich.spicher@kit.edu
0721.608.42431 0721.608.44152

132
Vorlesung Vorlesung

Grundlagen der Sportmotorik Gewässerökologie

Dr. Thorsten Stein Prof. Dr. Horst Taraschewski, Dr. Trevor Petney
Ort Die Sportmotorik ist eine der Kerndisziplinen der Ort Lernziel:

Natur und
Technik
Sportwissenschaft. Es handelt sich dabei um ein Die Studierenden sollen die theoretischen
Geb. 40.40 interdisziplinäres Forschungsfeld, dass Theorien, Geb. 07.01 Grundlagen der Gewässerökologie erlernen.
HS Sport (R 007) Methoden und Befunde aus der Pädagogik, der R 107 Aufbauend auf diesem Wissen werden die Stu-
Psychologie, der Neurowissenschaft und den dierenden in die Lage versetzt, kompetent den
Ingenieurswissenschaften sowie der Informatik Zustand von Fließgewässern und Stillgewäs-
versucht zu integrieren. Konkret geht es darum, sern beurteilen zu können. Zudem erhalten sie
das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und einen Überblick über die in heimischen Gewäs-
Termin Muskelskelettsystem bei der Bewegungsausfüh- Termin sern vorkommenden Tier- und Pflanzenarten.
Beginn: 11.04.2011 rung zu verstehen und wie sich dieses Zusam-
09.05.- 24.06.2011 Lerninhalte:
menspiel durch Übungsprozesse bzw. im Laufe
• Überblick Tiergruppen
Mo 08h00-09h30 des Alters ändert. Darüber hinaus wird versucht
Mo 10h15-11h45 • Überblick Pflanzengruppen
auf der Basis dieser grundlegenden Erkennt-
• Probenahmetechniken
wöchentlich nisse, Handlungsempfehlungen für die Struktu-
wöchentlich • Gewässerzonierung
rierung von Trainings- und Übungsprozessen
• physikalische Wasserparameter
abzuleiten. In der Vorlesung werden die wichtig-
• chemische Wasserparameter
sten Begriffe, Theorien und Methoden vorge-
• Charakteristika stehender Gewässer
Anmeldung stellt und kritisch diskutiert. Anmeldung • Saprobiensystem
Keine Erforderlich per E-Mail, • Fische
siehe Kontakt • aquatische Parasiten

Institution Institution

Institut für Sport und Zoologisches Institut,


Sportwissenschaft Abteilung Ökologie und
Parasitologie
Kontakt Kontakt
thorsten.stein@kit.edu horst.taraschewski@kit.edu
0721.608.46674 petney@kit.edu
608.43105 o. 608.43913

133
133
Vorlesung Vorlesung / Übung

Ökologie und Systematik der Tiere Einführung in die Photogrammetrie

Prof. Dr. Horst Taraschewski, Dr. Trevor Petney Dr.-Ing. Thomas Vögtle
Die Photogrammetrie ist ein berührungsloses
Ort Lernziel: Ort 2D-/3D-Messverfahren mittels analoger bzw.
Natur und
Technik

Die Studierenden erwerben ein grundlegendes digitaler Bildinformation. Die Vorlesung und
Geb. 11.40 Geb. 20.40
Verständnis über die Morphologie, Lebensweise Übungen sollen die wesentlichen photo-
Tulla HS R 025
und Ökologie einheimischer Tiere sowie von den grammetrischen Verfahren von der Objekt-
phylogenetischen Beziehungen zwischen den Aufnahme bis zur Auswertung und der
verschiedenen Tiergruppen. Sie werden in die Präsentation der Ergebnisse aufzeigen. Die
Lage versetzt, anhand charakteristischer Struk- Teilnehmer sollen befähigt werden, die Ver-
turen eine systematische Zuordnung von Orga- fahren nach technischen wie wirtschaftlichen
Termin Termin
nismen zu bestimmten Tiergruppen Aspekten beurteilen und in der Praxis einset-
Beginn: 12.04.2011 vorzunehmen sowie Zusammenhänge zwischen Vorbesprechung: zen zu können. Die Veranstaltung gliedert
der Morphologie und Ökologie von Tieren zu Mo 18.04.2011: 13h30 sich in:
Di 09h45-11h15 erkennen.
4 Vorlesungs- und 4 Einführung: Erläuterung Photogrammetrie
Lerninhalteinhalte: Sensoren: Kameras/ Messkameras, Laserscanner
wöchentlich Überblick über die Morphologie, Systematik und Übungstermine nach
Lebensweise von • Mollusken • ausgewählten Vereinbarung Aufnahme- und Auswerteverfahren:
Arthropodenklassen • ausgewählten Insekten- • Einbildverfahren/ Entzerrung/ Orthophoto
ordnungen • ausgewählten Insektenlarven • • Stereobildverfahren/ rel. U. abs.
Anmeldung Anmeldung
Rynchoten • Coleopteren • Dipteren • Hymeno- Orientierung/ 3D-Analyse
Erforderlich per E-Mail, pteren • Myriopoden • Crustaceen • Chelicera- Erforderlich per E-Mail, • Mehrbildverfahren/ Bündelansatz/
siehe Kontakt ten • Pisces • Mammalia siehe Kontakt 3D-Analyse
(Teilnehmerzahl begrenzt) Übungen: Zu den drei Verfahren wird jeweils
eine Übung mit dem gesamten Auswertevor-
Institution Institution gang durchgeführt.
Zoologisches Institut, Institut für
Abteilung Ökologie und Photogrammetrie
Parasitologie und Fernerkundung
Kontakt Kontakt
horst.taraschewski@kit.edu thomas.voegtle@kit.edu
petney@kit.edu 0721.608.43675
608.43105 o. 608.43913
134
Vorlesung Seminar

Mobilkommunikation Technikentwicklung im Zeichen zukünftiger


gesellschaftlicher Anforderungen (Beispiel Luftfahrt)
Dr. Oliver Waldhorst, Jochen Furthmüller Dr. Günter H. Walter
Ort Die Vorlesung erläutert anhand von prominen- Ort Rohstoff- und Energieverknappung, steigende

Natur und
Technik
ten Beispielen verschiedene Architekturen für Anforderungen an Umweltschutz und Mobili-
Geb. 10.91 typische Mobilkommunikationssysteme, wie z.B. Geb. 50.41 tät, aber auch Auswirkungen der allgemeinen
Redtenbacher HS mobile Telekommunikationssysteme, drahtlose R -108 Entwicklung (Stichworte Wirtschaftskrise, Ter-
lokale, innerstädtische und persönliche Netze. rorismus) führen in den nächsten Jahren in
Die Realisierung von TCP/IP-basierter Kommuni- vielen Technologiebereichen zu tief greifenden
kation über mobile Netze sowie die Positionsbe- Veränderungen. Dies gilt insbesondere für die
stimmung mobiler Geräte sind weitere Themen Luftfahrtindustrie. Auch der Innovationsdruck
Termin mit aktuellem Forschungsbezug. Dabei ist das Termin steigt - kleine Innovationsschritte wie in der
Lernziel nicht die Vermittlung von Wissen über Vergangenheit reichen zukünftig oft nicht
Beginn: 12.04.2011 Beginn: 18.04.2011
einzelne Architekturen und Standards, sondern mehr aus. Welche Risiken und Chancen beste-
vielmehr die Beleuchtung grundlegender Pro- hen für die europäische Industrie in diesem
Di 11h30-13h00 Mo 17h30-19h00
blemstellungen und typischer Lösungsansätze. globalen Technologiewettbewerb?
wöchentlich Die notwendigen Grundlagen der digitalen
wöchentlich Das Seminar gibt - auch anhand praktischer
Signalübertragung wie Frequenzbereiche,
Beispiele - einen Einblick in die damit zusam-
Signalausbreitung, Modulation und Multiplex-
menhängenden Probleme und führt in Theorie
techniken werden in kompakter Form und moti-
und Praxis von Innovation ein. Themen sind
Anmeldung viert aus den Anwendungen ebenfalls vermittelt. Anmeldung dabei Grundlagen der Luftfahrt, Entwicklung
Keine Erforderlich innovativer Ideen von der Erfindung bis zum
über die ZAK-Homepage: neuen Produkt, luftfahrttechnische Entwick-
www.zak.kit.edu lung im Zeichen industrieller Wettbewerbsfä-
higkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche
Institution Institution Akzeptanz usw. Geklärt werden auch mit dem
technischen Wandel zusammenhängende
Institut für Telematik ZAK | Zentrum für Ange- Fragen zu Veränderung individueller Lebensge-
wandte Kulturwissenschaft staltung (Konsumverhalten) bzw. zur Rolle der
und Studium Generale Politik.
Kontakt Kontakt
oliver.waldhorst@kit.edu guenter.walter@zak.kit.edu
0721.608.46414 0160.93523404
0721.608.46403

135
135
Seminar Vorlesung

Philosophie intelligenter Welten Ausgewählte Kapitel der Luft- und Raumfahrttechnik I

Prof. Dr. Klaus Wiegerling Prof. Dr.-Ing. Sigmar Wittig


Ort Es werden modernste informatische Technolo- Ort Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Analyse
Natur und

gieentwicklungen untersucht, die mit perspekti- der Raumfahrtsysteme (ca. 16 SWS), gefolgt von
Technik

Geb. 01.93 vischen Verschiebungen vor allem unter den Geb. 10.91 einer Betrachtung der Luftfahrt und ihrer Einbin-
SR 1.OG Stichworten Ubiquitous Computing und Ambi- Mittlerer HS (R 150) dung in das Verkehrssystem (ca. 12 SWS) zur
Kronenstr. 32 ent Intelligence gefasst werden. Diese sollen Erfüllung zukünftiger Mobilitätsbedürfnisse. Ziel
Lebenswelten intelligent machen, indem sie uns ist das Verständnis der physikalisch-technischen
Grundlagen und der sich daraus ergebenden
überall und jederzeit zur Verfügung stehen und
Anwendungs-szenarien in der Raumfahrt wie
die Dinge, die uns umgeben, unsere Informan-
Termin Termin der ökonomischen und ökologischen Rahmen-
ten, Kommunikations- und Organisationspart- dingungen für die Luftfahrt.
29.04.-24.06.2011 ner werden. Beginn: 14.04.2011 Gestützt auf aktuelle Beispiele werden die den
Es werden die Grundprobleme dieser Technolo- Anwendungsbereichen - Erdbeobachtungen
Fr 09h30-12h00 gieentwürfe, wie etwa ein möglicher Widerstän- Do 14h00-15h30 und Kommunikation, Erkundung des Welt-
digkeits- und damit Wirkichkeitsverlust, raums, be-mannte Raumfahrt - entsprechenden
wöchentlich identifiziert, ihre Verbindungen untereinander wöchentlich Hauptkomponenten vorgestellt. Hierzu werden
sichtbar gemacht und ihre Folgen für unser die Grundgleichungen für die ein- und mehrstu-
Welt- und Selbstverständnis aufgewiesen. Insbe- figen Träger (Raketen) abgeleitet. Verschiedene
sondere geht es um die Erörterung metaphysi- Missionsszenarien sowie Satelliten- und Rück-
Anmeldung Anmeldung kehrsysteme bzw. Raumstationen und die Forde-
scher und weltanschaulicher Positionen bei der
rungen an Kontrollzentren werden vorgestellt.
Erforderlich Entwicklung der Systeme sowie um grundle- Keine
über die ZAK-Homepage: gende ethische Fragen, die damit verbunden Mit Bezug auf die Luftverkehrsentwicklung und
sind. unter Berücksichtigung der direkten Betriebsko-
www.zak.kit.edu
sten (DOC) werden im zweiten Teil der Vorlesung
die Folgerungen für die Gestaltung eines Flug-
Institution Institution
zeuges bzw. einer Flugzeugflotte (Aerodynamik,
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für Thermische Rumpf, Antriebe) abgeleitet.
wandte Kulturwissenschaft Strömungsmaschinen Die Vorlesung wendet sich in erster Linie an Stu-
und Studium Generale dierende (etwa ab 5. Semester) der Ingenieur-,
Natur- und Wirtschaftswissenschaften.
Kontakt Kontakt
Die Gliederung der Vorlesungsinhalte geht
wiegerlingklaus@aol.com sigmar.wittig@kit.edu davon aus, dass im Wintersemester eine weitere
0721.608.43247 Lehrveranstaltung (Ausgewählte Kapitel der
Luft- und Raumfahrttechnik II) angeboten wird.
136
»Die Aufgabe der Kunst besteht
darin, Türen zu öffnen, wo sie keiner
sieht.«

Kultur und Medien


Peter Weibel

137
Vorlesung Vorlesung

Theorie der Sportarten: Fußball Baugeschichte I: Bauen in der Renaissance

Dr. Dietmar Blicker Prof. Dr. Johann Josef Böker


Lernziele: Über das 15. Jahrhundert entwickelten die ita-
Ort Ort
• Einführung in die grundsätzlichen lienischen Städte und Fürstentümer einen auf
Geb. 40.40 Technikelemente im Fußball Geb. 20.40 der Rezeption historischer Bauformen, nament-
HS Sport (R 007) • Einführung in die grundsätzlichen HS 37 lich der römischen Antike, basierenden Archi-
Taktikelemente im Fußball tekturstil; gleichzeitig herrschte in den übrigen
Kultur und

• Erlernen der momentan aktuellen


Medien

europäischen Ländern ein neues Interesse an


Handlungsstrukturanalysen im Bereich der der Idee der gotischen Kathedrale. Beiden
Spielsysteme Bewegungen gemeinsam ist die Suche nach
Termin Inhalte: Termin neuen, dem neuzeitlichen Weltbild adäquaten
• Technikbausteine (Dribbling, Finten, Raumformen. Nach einer Übersicht über die
siehe Aushänge am Beginn: 12.04.2011
Ballannahme und Ballmitnahme, spätgotische Architektur in den nordischen
Sportinstitut
Schusstechniken) Ländern wird im ersten Teil die Entwicklung der
Di 17h30-19h00
• Taktikbausteine (Hinterlaufen, Doppelpass, italienischen Renaissance-Architektur in Städ-
Einmalige Blockveranstal-
ballorientiertes Verschieben, Doppeln) ten wie Florenz, Mailand, Mantua, Urbino,
tung, 4-stündig wöchentlich
• Spielsysteme (4er-Kette, 3er-Kette, Rimini, Venedig und Rom untersucht. Im zwei-
Rautenspiel Mittelfeld, 1-, 2- oder ten Teil stehen die Schloss- und Kirchenbauten
3-Stürmer Systeme) in England, Frankreich, den Niederlanden und
Anmeldung Anmeldung Deutschland im Blickpunkt, wobei das eigen-
willige Schwanken dieser Länder zwischen
Keine Keine spätgotischer und antiker Formensprache vor
dem Vordergrund der neuentwickelten Archi-
tekturtheorie dargestellt werden wird.
Institution Institution

Institut für Sport und Institut für Baugeschichte


Sportwissenschaft

Kontakt Kontakt

dietmar.blicker@kit.edu hans.boeker@kit.edu
0721.608.42608 0721.608.43332

138
Seminar Seminar

Projektseminar Verlagsarbeit Wie Bücher entstehen

Michael Buchmann Michael Buchmann, Michael Kohler


Das Projektseminar bietet den Studierenden die Wie entstehen Bücher und wie werden sie
Ort Ort
Gelegenheit, ein konkretes (Buch-)Projekt eines verbreitet? Dazu wird der aktuelle Literaturbe-
Geb. 30.91 Verlags zu begleiten und daran mitzuarbeiten. Geb. 30.91 trieb mit allen seinen maßgeblichen Wirt-
R 012 Dadurch werden Einblicke insbesondere in die R 012 schaftsstufen und Teilbereichen wie Verlag,
Verlagskalkulation, das Lektorat, die Herstel- Lektorat, Vertrieb, Agenturen, Buchhandel

Kultur und
usw. vorgestellt.

Medien
lung und den Vertrieb ermöglicht.
Ein über das gewöhnliche Maß hinaus gehen- Und wie ist der Literaturbetrieb entstanden?
des Engagement der Studierenden ist für das Die Geschichte des Literaturbetriebs wird
Termin Gelingen des Projekts unabdingbar. Außerdem Termin anhand einiger Einzelbeispiele von der Antike
Beginn: 18.04.2011 ist es von Vorteil, wenn die „Einführung in den Beginn: 18.04.2011 bis zur Gegenwart nachgezeichnet.
Literaturbetrieb“ bereits besucht wurde. Um darüber hinaus den Literaturbetrieb in
Mo 15h45-17h15 Montag 17h30-19h00 seinem Einfluss auf die Texte selbst wissen-
schaftlich analysieren zu können, werden
wöchentlich wöchentlich einige Modelle und Methoden skizziert.
Das Seminar empfiehlt sich nicht nur für dieje-
nigen, die eine Karriere in der Buchhandels-
und Verlagsbranche anstreben, sondern auch
Anmeldung Anmeldung
für all diejenigen, die einen Text gezielt und
Keine Erforderlich gewinnbringend veröffentlichen möchten.
über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu

Institution Institution
Studienzentrum Kulturar- ZAK | Zentrum für Ange-
beit (SZK) wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale
Kontakt Kontakt
michael.buchmann@kit.edu michael.buchmann@
kit.edu

MeKKo 139
139
Seminar Seminar

Kommunales Kulturmanagement. WerWieWas - WiesoWeshalbWarum?


Aufgaben - Strukturen - Perspektiven Wissenschaftskommunikation in den Medien -
und im Selbstversuch
Dr. Robert Determann Vanessa Diemand
Kommunales Kulturmanagement reicht vom Ergebnisse und Problemstellungen in der Wissen-
Ort Betrieb kultureller Einrichtungen wie Museen, Ort schaft werden von vielen Personengruppen als alltags-
Geb. 50.41 Musikschulen, Theatern, Orchestern über die Geb. 01.93 fern bzw. unverständlich wahrgenommen - obgleich
R -134 Organisation von Veranstaltungen und Projekten SR 1.OG sie jeden einzelnen der Gesellschaft tagtäglich direkt
bis hin zur Kulturförderung. Einerseits einge- betreffen. Der Elfenbeinturm-Vorwurf richtet sich glei-
Kronenstr. 32
Kultur und

bunden in kulturpolitische Strategien und Pro- chermaßen an die Geistes- und die Naturwissenschaf-
Medien

zesse, andererseits marktorientiert in ten und ruft u.a. Probleme bezüglich der Akzeptanz
Projektmanagement und Kulturmarketing, hat von Forschung, aber auch der Gewinnung von Nach-
wuchs hervor. Wissenschaft, Politik und Journalismus
Termin Kulturmanagement heute eine tragende Funk- Termin reagieren zunehmend und mit unterschiedlichen
tion in der Stadtpolitik. Das Seminar vermittelt
Fr 13.05.2011 15h00-18h00 Lösungsansätzen auf diese Herausforderung: TV-For-
Grundlagen des kommunalen Kulturmanage- Einführung:
Sa 14.05.2011 09h00-17h00 mate wie „Galileo“, Internetangebote wie die „Scien-
ments und befasst sich exemplarisch mit kultu- Fr 29.04.2011 15h15-16h45
ceBlogs.de“, aber auch spezielle Rhetorikseminare für
Fr 27.05.2011 15h00-18h00 rellen Betrieben und Veranstaltungsmanagement. Wissenschaftler oder die „Wissenschaftsjahre“ des
Sa 28.05.2011 09h00-17h00 Blockseminar nach Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Das Seminar findet zum Teil auch vor Ort in kul- Absprache im Juni 2011 bestimmen das weite Feld der Wissenschaftskommu-
turellen Einrichtungen statt.
nikation.
Das Seminar wird anhand von Fallbeispielen die unter-
schiedlichen Herangehensweisen erarbeiten und hin-
Anmeldung Anmeldung terfragen. Heiligt der Zweck tatsächlich alle Mittel,
Erforderlich Erforderlich wenn es beispielsweise um die Vermischung von
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: Inhalt und Werbung oder die Entertainerqualitäten
www.zak.kit.edu eines Professors geht? Was kann, soll, muss Wissen-
www.zak.kit.edu
schaftskommunikation leisten bzw. vermeiden? Dass
Institution Institution Wissenschaftskommunikation gerade für Wissen-
schaftler selbst kein Leichtes ist, werden die Teilneh-
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange- mer am eigenen Leib erfahren: Sie werden vor die
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft Aufgabe gestellt, ein selbstgewähltes Thema aus ihrer
und Studium Generale eigenen Fachdisziplin an eine bestimmte Zielgruppe
und Studium Generale
zu vermitteln.
Kontakt Kontakt Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrich-
tungen, Voraussetzung für den Scheinerwerb ist die
r.determann@arcor.de vanessa.diemand@gmx.de Teilnahme an der ersten Sitzung und am Blockseminar
(2 Wochenenden) sowie die Übernahme eines Refera-
tes.
140 FunD MeKKo
Vorlesung Vorlesung

Logische Propädeutik (Rationales Argumentieren) Leitideen der Philosophie der Neuzeit II

Dr. Renate Dürr Dr. Renate Dürr


„There is no royal way to logic“, schrieb Charles In dieser Vorlesung werden in einem ersten
Ort Sanders Peirce in der Abhandlung „How to make Ort
Teil die Entwicklungen in der nachkantiani-
Geb. 20.12 our ideas clear“. Wenn es denn schon keinen Geb. 20.12 schen Philosophie überblicksartig dargestellt.
R 110 Königsweg gibt, so wollen wir doch gemeinsam R 110 In einem zweiten Teil wird der Schwerpunkt
versuchen, eine gut begehbare Straße in und auf der so genannten analytischen Philosophie

Kultur und
durch das faszinierende Reich des rationalen

Medien
des 20. Jahrhunderts liegen.
Argumentierens zu finden, wobei wir uns neben
der „Klärung“ wesentlicher Begriffe mit der anti-
Termin ken (i.e. aristotelischen) und der modernen Termin
„Gestalt der Logik“ beschäftigen werden.
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 15.04.2011

Mi 09h45-11h15 Fr 09h45-11h15

wöchentlich wöchentlich

Anmeldung Anmeldung
Keine Keine

Institution Institution

Institut für Philosophie Institut für Philosophie

Kontakt Kontakt
renate.duerr@kit.edu renate.duerr@kit.edu
0721.608.44774 0721.608.44774

141
141
Vorlesung Seminar

Leitideen der Philosophie des Mittelalters Wissenschaftsjournalismus im Radio

Dr. Renate Dürr Dr. Stefan Fuchs


Ähnlich wie die Philosophie des christlichen Wie man wissenschaftliche Inhalte richtig
Ort Ort
Mittelalters in einer Auseinandersetzung mit „über die Rampe“ bringt, wie man sich klar
Geb. 20.12 den griechischen Philosophen entstanden ist, Vortragsraum der macht, wie viel Komplexität ein gegebener
R 110 wurzelt das philosophische Denken der Neuzeit KIT-Bibliothek Süd, Kommunikationskanal verträgt, wie man mit
auf vielen Gebieten im Mittelalter. Die Vorle- Neubau, 3.OG Gesprächspartnern interagieren muss, kann
Kultur und

sung behandelt im Wechsel von punktuellen, man in diesem Workshop am Beispiel des Hör-
Medien

exemplarischen Betrachtungen und strukturie- funks hautnah erfahren. In der redaktionellen


renden Überblicken diese Assimilations- und Arbeit für einen definierten Sendeplatz (KIT
Termin Vermittlungsprozesse, geht aber auch der Frage Termin Radio) mit seinen beiden unterschiedlichen
nach, was es im philosophischen Denken jener Formaten kann man Themenfindung und
Beginn: 12.04.2011 umfangreichen Epoche an Besonderem und Beginn: 11.04.2011 geschicktes Recherchieren ebenso erlernen
Eigenem gibt. Es geht also einerseits um philo- wie Moderation, Gesprächsführung, Inter-
Di 09h45-11h15 sophische Probleme und philosophische Syste- Mo 17h30-19h00 view- und Sprechtechnik, den Umgang mit
matik, aber andererseits auch um Fragen Sende- und Produktionstechnik und die jour-
wöchentlich philosophischer Überlieferung und Rezeption. wöchentlich nalistische Kunst des „Teasing“.
Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit in der
KIT Radio Redaktion aktiv mitzuarbeiten.
Anmeldung Anmeldung
Keine Keine

Institution Institution

Institut für Philosophie House of Competence


(HOC)

Kontakt Kontakt

renate.duerr@kit.edu dr.stefan.fuchs@arcor.de
0721.608.44774 07221.28664

142
Seminar Seminar

Architektur der 50er und 60er Jahre Zwischen den Zeilen, zwischen den Kulturen? -
Transkulturelle (Re-)Lektüren
Dr. Chris Gerbing Janina Hecht, Swenja Zaremba
Aufgrund der verheerenden Zerstörungen, die Literaturen sind unabhängig von ihren natio-
Ort Ort
vor allem in den letzten Kriegsmonaten des 2. nalen Entstehungskontexten in einem jeweils
Geb. 30.96 Weltkriegs die deutschen Städte trafen, werden Geb. 01.93 spezifischen kulturellen Kontext entstanden
SR ZOM (R 006) diese besonders von der Architektur der 1950er ZAK Bibliothek und dabei durch eben diese Kontexte geprägt.
und 60er Jahre geprägt. Das durch den Mar- Kronenstr. 32 Dabei fungieren kulturelle Dynamiken - ob sie

Kultur und
shallplan ausgelöste Wirtschaftswunder brachte

Medien
nun als Folge von Globalisierungen angesehen
am Bauhaus und dessen nüchterner Formen- werden oder in eine Tradition des Kulturtrans-
sprache orientierte Architektur hervor, aber fers gestellt werden können - stets als spezielle
Termin auch Bauschmuck, der noch nichts mit „Kunst Termin Impulsgeber und Motoren für literarische
am Bau“ zu tun zu haben scheint. Allerdings Texte.
Di 19.04.2011 09h45-11h15 Sa 16.04.2011 11h00-12h30
wird diese Architektur auch heute noch häufig
Di 24.05.2011 09h45-11h15 Sa 07.05.2011 11h00-14h00 Das Seminar möchte sich durch Lektüre und
abwertend betrachtet, da sie mit den städtepla-
Di 05.07.2011 Exkursion Sa 28.05.2011 10h30-14h00 Relektüre mit diesem Phänomen auseinander-
nerischen Ansätzen der „autogerechten Stadt“
Mi 06.07.2011 Exkursion Sa 04.06.2011 10h30-14h00 setzten und verschiedene bekannte, weniger
eng verbunden ist. Am Beispiel ausgewählter
Sa 25.06.2011 10h30-14h00 bekannte und bekannt geglaubte Texte auf
Bauten in Pforzheim - der im 2. Weltkrieg in
Sa 02.07.2011 10h30-14h00 Inter- und Transkulturalität hin lesen und analy-
Relation zur Bevölkerungsdichte am meisten
zerstörten Stadt -, Karlsruhe und Stuttgart sieren. Dabei sollen nicht nur Texte einer
sollen die Architektur des Wiederaufbaus, städ- „Migrations-“ oder „Reiseliteratur“ berück-
Anmeldung Anmeldung sichtigt werden, sondern auch Texte ins Blick-
teplanerische Ansätze und baukünstlerische
Erforderlich Aspekte vor Ort erörtert werden. Erforderlich feld rücken, die nicht primär diesen „Genres“
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: zugeordnet werden und dennoch transkultu-
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu relle Phänomene behandeln und sich National-
zuordnungen verweigern.
Institution Institution Geplant ist u.a. die Lektüre folgender Werke
(bzw. Auszüge aus diesen):
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft Daniel Defoe: Robinson Crusoe; Ilija Trojanow:
und Studium Generale und Studium Generale Der Weltensammler; Yoko Tawada: Übersee-
zungen; Goethe: West-östlicher Divan; Feridun
Kontakt Kontakt Zaimoglu: Zwölf Gramm Glück; Herta Müller:
kunstgeschichte-gerbing@ janina.hecht@zak.kit.edu Niederungen
gmx.de swenja.zaremba@zak.kit.edu

MeKKo 143
143
Seminar Seminar

musiktheater intégrale I musiktheater intégrale II


Das instrumentale Theater Mauricio Kagels
Dr. Achim Heidenreich, Dr. Uwe Hochmuth Dr. Achim Heidenreich
In der Ringvorlesung Sculpture Club nehmen Der Argentinier Mauricio Kagel, der am 24.12.2011
Ort Ort achtzig Jahre alt würde, kam Ende der 1950er Jahre nach
Experten Stellung zu aktuellen Fragen der
Köln und avancierte in der damaligen Welthauptstadt
HfG Skulpturalität von Musik. Hier soll versucht HfG der zeitgenössischen Musik mit seinem postseriellen
Hochschule für Gestaltung werden, die bislang klaffende Lücke zwischen Hochschule für Gestaltung instrumentalen Theater schnell zu einem der gefragte-
Lorenzstr. 15 einer entweder vorgestellten Skulpturalität Lorenzstr. 15 sten Komponisten. Die Musik wurde in seinem epocha-
Kultur und
Medien

R 303 Senatssaal von Musik oder deren tatsächlich installativem R 303 Senatssaal len Opus „Acustika“ selbst zum Protagonisten. Material
Charakter zu schließen. Während die vorge- war ihm dabei, was der Schrottplatz hergab ebenso wie
stellte, phänomenologisch betrachtete Skulp- das wohltemperierte Klavier. In seiner Gesamtsichtkom-
Termin Termin position „Staatstheater“, entstanden um 1970, wurde
turalität von Musik mit dem Begriff eines
der gesamte Theaterkomplex als Anti-Oper mit allen zen-
Do 28.04.2011 sprachfähigen Komponierens, wie ihn Adorno tralen und peripheren Handlungen inszenatorisch durch-
Beginn 14.04.2010
Do 12.05.2011 formulierte, gefasst werden kann, besteht der dekliniert und auskomponiert. Konvention und
Do 26.05.2011 installative Charakter aus der Konzeptkunst, künstlerische Setzung nimmt Kagel gnadenlos unter
Do 14h00-1600
Do 16.06.2011 Fluxus und/oder Medienkunst, meist in einer seinen soziologisch-gesellschaftskritischen, mikroskopi-
technischen Umgebung. Hier treffen zwei schen Blick. Ironische Brechung, Verfremdung und Über-
Do 30.06.2011 mit praktischer Übung und höhung der voneinander separierten szenischen Mittel
unterschiedliche Metiers aufeinander, zwi-
Aufführung bei den ARD führen zu einer Breughelschen Monumentalsicht auf
jeweils 18h30-20h00 schen denen es eine Brücke zu schlagen gilt:
Hörspieltagen alles, was das Theater als Spiegel dem empirischen Leben
Technik ist das Mittel zum Zweck der Musik. gegenüberstellt. „Staatstheater“ ist Komposition und
Anmeldung Anmeldung streng ritualisiertes Aktionstheater zugleich. Die Partitur
Termine: ist teilweise traditionell notiert, in langen Abschnitten
Keine 28.4.2011 Anmeldung erwünscht, aber auch als grafisch-sprachliche Handlungsanweisung
Bernd Leukert: Wie kommt Ton in die Musik siehe Kontakt skizziert. Mauricio Kagel hat in dem Abschnitt „Reper-
12.5.2011 toire“ die Szene selbst, das Utensil und die Requisite, als
den alleinigen Opernhelden stilisiert.
Peider Defilla: Donaumusik
Institution Institution Seine medialen Mittel sind heute zu aktualisieren und
26.5.2011 selbst einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Die Dar-
HfG N.N. steller sind dabei gewissermaßen nur die Hersteller und
Kooperation zwischen HfG
Hochschule für Gestaltung 16.6.2011 Wirte des szenografischen Details, das jetzt buchstäblich
Hochschule für Gestaltung
Wolfram Knauer: Die Skulptur im Jazz im Rampenlicht steht: Es gibt keine Objekt-Subjekt-Gren-
und HfM Hochschule für zen mehr.
30.6.2011
Kontakt Musik/IMWI Kontakt Die Teilnehmer sollen sich „Staatstheater“ reflektierend
Alfred Zimmerlin: Improvisation als Living
aneignen und Schritt für Schritt ein zeitgenössisches Büh-
aheidenreich@ Sculpture
aheidenreich@ nenkonzept aus der umfangreichen Partitur entwickeln.
hfg-karlsruhe.de hfg-karlsruhe.de Auffführung des Werks im Rahmen der ARD Hörspiel-
tage 9.-13.11.2011

144
Seminar Vorlesung

musiktheater intégrale III Der Film als Synthese von Kultur und Technik
Schreiben über Musik – Lesen zur Musik
Dr. Achim Heidenreich PD Dr.-Ing. Wolfgang Hendrichs
Jeder Künstler und Wissenschaftler muss sich täg- Ziel der Vorlesung ist es, eine Verbindung der
Ort Ort
lich mit Texten über Musik auseinandersetzen – professionellen Filmtechnik in den Studios mit
HfG entweder als Leser oder selbst als Autor. Für Geb. 20.40 der wesentlich einfacheren Technik der digita-
Hochschule für Gestaltung Dramaturgen und Journalisten gilt diese Feststel- Jordan HS len Filmverarbeitung zu schaffen, die uns die
Lorenzstr. 15 lung einmal mehr. Wirtschaft heute zur Verfügung stellt.

Kultur und
Medien
ComputerStudio Fraglos handelt es sich dabei um eine Darstellung
Seminarraum von Sachverhalten, Einschätzungen und Tenden- • Grundlagen der Fotografie
zen in einem dem Gegenstand gegenüber frem-
• Besonderheiten des bewegten Bildes
Termin den Medium. Dennoch muss man eine Sprache Termin
für Musik finden und kann es auch. • Gesetze der Kameraführung
Beginn 13.04.2011 Beginn: 06.05.2011
Die Spanne reicht von deskriptiven und werten-
den Analysen bis hin zur hermeneutischen Ausle- • Probleme des Direkt-Tonfilms
Mi 17h30– 20h00 Fr 18h00 - 19h30
gung, subjektiven Betrachtungen und • Zusammenschnitt eines Films
belletristischen Beschreibungen oder einem
14-täglich 14-täglich • Wege zum guten Drehbuch
Opernlibretto. Der Narration und Dichtung schei-
nen keine Grenzen gesetzt zu sein. Im Fokus sollte
Die Vorlesung läuft 2-semestrig, so dass sie
jedoch immer eine größtmögliche Nähe zum
trotz des 14-täglichen Turnus als Veranstaltung
Anmeldung klanglichen, kompositorischen Artefakt stehen. Anmeldung mit 2 SWS zum Scheinerwerb angerechnet
Sprache und ein sinnvolles Schreiben über Musik
werden kann. Beginn ist sowohl im SoSe als
Anmeldung erwünscht, kann hier den Weg zum „Verstehen“ – falls Erforderlich
auch im WiSe möglich.
siehe Kontakt begrifflich überhaupt möglich – des musikalischen über die ZAK-Homepage:
Kunstwerks verkürzen, bzw. erleichtern. Der www.zak.kit.edu
Autor als Autorität braucht sich dabei nicht hinter
Institution dem Opus verstecken, sondern darf getrost das Institution
Wort „Ich“ im Munde führen. Um nichts anderes
HfM ZAK | Zentrum für Ange-
geht es bei einem Schreiben über Musik, um die
Hochschule für Musik wandte Kulturwissenschaft
Wechselbeziehung zwischen Schaffensprozess,
und Studium Generale
musikalischer Konkretion in der Aufführung und
Kontakt dem Hörer. Im Seminar werden wir auch kreative Kontakt
Musiktexte verfassen und uns dabei unter dem
aheidenreich@ 05703.2141
Motto „Ist Hamlet ein Opernstoff?“ der Libretti-
hfg-karlsruhe.de
stik widmen.

145
145
Vorlesung Vorlesung

Die Technik der Pfeifenorgel Ausklang, große Pause und Neubeginn:


Deutsche Literatur von Otfrit und Notker bis zu Lambrechts
‚Alexander‘ (um 870-1150)
PD Dr.-Ing. Wolfgang Hendrichs Prof. Dr. Mathias Herweg
Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen die Vor- Die Vorlesung bietet einen Überblick über die spätalt-
Ort Ort hochdeutsche und frühmittelhochdeutsch-vorhöfische
aussetzungen künstlerischer und technischer
Geb. 20.40 Geb. 30.41 Epoche. Die Rahmendaten setzt Otfrit von Weißenburg
Art für den Bau einer Orgel. Für den Orgelbauer
auf der einen, Lambrechts Alexanderroman auf der
Jordan HS stellt sich immer wieder das Problem der soge- HS II (R 005)
anderen Seite. Exakt in der Mitte der Epoche, im 10./11.
nannten „Universal-Orgel“, die es aber wegen
Kultur und

Jh., räumt das literarisch gerade erst vernehmbar gewor-


Medien

der gravierenden Unterschiede der Musik-Stile dene Deutsche für ein Jahrhundert wieder ganz dem
nicht geben kann. Lateinischen das Feld. Davor und danach aber entstehen
• Die Orgel als Sonderform unter den hochrangige Texte: Ludwigslied (881), Ezzolied (um
Termin Termin 1060) und Annolied (1077/81), die Wissenschafts- und
Musikinstrumenten
Beginn: 06.05.2011 • Die gehörpsychologische Bewertung des Schultexte Notkers III. von St-Gallen, Bibeldichtungen
Beginn: 11.04.2011
musikalischen Klanges mit apokryphem Erzählgut wie die Wiener Genesis,
• Messungen von Schalldrücken und Lambrechts heroisch stilisierter Alexander, der Erzählkos-
Fr 16h00-17h30 Mo 17h30-19h00 mos der Kaiserchronik (beide um 1150) u.a.m. Mit dem
Klangspektren der Orgel
ersten deutschsprachigen Alexanderroman und der
14-täglich • Einfluss der Raumakustik auf den wöchentlich ersten volkssprachigen Reimchronik, die von Caesar bis
Gesamtklang
in die frühe Stauferzeit führt und dabei faszinierende
• Das Problem der Stimmtemperaturen in Einblicke in das Geschichtsdenken und -bewusstsein um
unserem musikalischen Tonsystem. 1150 gewährt, endet eine Epoche, und beginnt eine
Anmeldung Anmeldung
Die Vorlesung läuft 2-semestrig, so dass sie trotz neue. Denn als Herrscher- und Heldenvita bzw. Chronik
Erforderlich des 14-täglichen Turnus als Veranstaltung mit 2 Erforderlich über Ilias stehen beide Werke noch ganz im Banne der alleinigen
über die ZAK-Homepage: SWS zum Scheinerwerb angerechnet werden Legitimierung des Erzählens durch und als ‚Geschichte‘
kann. Beginn ist sowohl im SoSe als auch im (sei es biblischer oder weltlich-antiker). Als Roman aber
www.zak.kit.edu
WiSe möglich. und, im Fall der Kaiserchronik, als poetologisch raffinier-
tes Sammelbecken einer Fülle von Stoffen und Genres
Institution Institution
antiker Mythologie, christlicher Legende, heroisch-hei-
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für mischer (und mündlicher) Geschichtssage, Liebeskasui-
wandte Kulturwissenschaft stik, religiöser Apologetik, ungeschönter Kreuzzugsepik
Literaturwissenschaft
und Studium Generale - und nur zu einem kleinen Teil nüchtern chronikali-
schem Berichts - markieren sie zugleich den zukunfts-
Kontakt Kontakt weisenden Beginn einer neuen Erzählliteratur, die
allmählich auch die fiktionale ‚Welt‘ erschließt. Über
05703.2141 mathias.herweg@kit.edu Heinrich von Veldeke wird die Entwicklung um 1180/90
zum höfischen Roman führen.

146
Vorlesung Vorlesung

Die geplante Utopie. Architektur- und Der Tristan Gottfrieds von Straßburg und dessen
Städtebauvisionen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert ‚Vollendung‘ durch Heinrichs von Freiberg Tristan
PD Dr. Steffen Krämer Prof. Dr. Burkhardt Krause
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts betitelte der Eine Vorlesung über Gottfrieds Tristan und
Ort damalige Lordkanzler des englischen Königs, der Ort Isolde muss sich nicht eigens umständlich
Geb. 20.40 Jurist Thomas Morus, seine Schrift über das Geb. 30.41 begründen.
Eiermann HS ideale Staatswesen mit dem damals noch unbe- HS I Chemie (R 004) Die Vorlesung wird anhand ausgewählter
kannten Terminus „Utopia“. Seitdem sind fast wichtiger, Aufmerksamkeit heischender Passa-

Kultur und
zahllose utopische Staatsromane erschienen, gen eine Gesamtdarstellung des großen

Medien
und auch in Architektur und Städtebau hat sich Gottfried’schen Romans geben sowie für die
der Utopiebegriff bis in die Gegenwart etabliert. Tristan-Forschung zentrale Fragen aufgreifen
Termin Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert wurde Termin und (z.T. auch forschungsgeschichtlich) erör-
eine Fülle architektonischer und urbanistischer tern.
Beginn: 12.04.2011 Projekte konzipiert, die in unterschiedlicher Form Beginn: 12.04.2011 Nach Ulrichs von Türheim (um 1230/35) ‚Fort-
und Intensität einen utopischen Sinn- oder setzung‘ des Tristan verfasste auch Heinrich
Di 15h45-17h15 Bedeutungsgehalt übermitteln sollten. Das Di 11h30–13h00 von Freiberg (um 1290) eine durchaus gelun-
Spektrum reicht hierbei von Le Corbusiers gene Fortsetzung des Fragment gebliebenen
wöchentlich berühmten Idealstadtplänen der 1920er und wöchentlich Romans. Sie wird uns in der Vorlesung gleich-
30er Jahre über die in der Regel destruktiven falls beschäftigen und in ihren wesentlichen
Utopieprojekte in der europäischen Regimear- Partien besprochen werden.
chitektur bis zu virtuellen Stadtkonzepten im so
Anmeldung Anmeldung
genannten „Cyberspace“, wie etwa die digitale Eine Bibliographie können Sie in Kürze in ILIAS
Keine 3-D-Online-Stadt „Second Life“. Keine einsehen.
In der Vorlesung soll dieser Utopiediskurs in
Architektur und Städtebau seit dem Ende des
Institution 18. Jahrhunderts vorgestellt und anhand Institution
berühmter Idealentwürfe in chronologischer
Institut für Kunstgeschichte Abfolge erörtert werden. Im Mittelpunkt steht Institut für
dabei die wesentliche Frage, welche besonderen Literaturwissenschaft
historischen, politischen oder gesellschaftlichen
Umstände die Konzeption des jeweiligen utopi-
Kontakt Kontakt
schen Entwurfs motiviert haben.
steffen.kraemer@kit.edu burkhardt.krause@kit.edu
0721.608.43089

147
147
Vorlesung Vorlesung

Das Mittelalter im Film Ausgewählte Kapitel der Kryptographie

Prof. Dr. Burkhardt Krause Prof. Dr. Jörn Müller-Quade, Nico Döttling
Ort Nach der jahrhundertelangen und weiterhin Ort In dieser Vorlesung werden moderne Metho-
ungebrochen anhaltenden literarischen Rezep- den und Ergebnisse der Kryptographie vorge-
Geb. 30.41 tion mittelalterlicher Stoffe (bzw. ‚des‘ Mittelal- Geb. 50.34 stellt. Dabei soll den Studierenden vermittelt
HS I Chemie (R 004) ters als historischer Epoche allgemein) hat seit R 252 werden, dass die Kryptographie sich heutzu-
dem beginnenden 20. Jahrhundert das ‚neue‘ tage mit Fragen beschäftigt, die weit über die
Kultur und
Medien

Medium Film mit seinen innovativen techni- Frage nach guter Verschlüsselung hinausge-
schen Möglichkeiten der Mittelalterrezeption hen. Zunächst werden in der Vorlesung
weitere enorme Impulse und bis dahin unbe- grundlegende kryptographische Bausteine
Termin kannte künstlerische/ästhetische Darstellungs- Termin wie Einwegfunktionen vorgestellt und es wird
Beginn: 12.04.2011 formen vermittelt. gezeigt, wie sich damit elementare Protokoll-
Beginn: 15.04.2011
Am Beispiel mehrerer schon ‚klassischer‘ (zu probleme lösen lassen. Im weiteren werden
Di 14h00-15h30 denen natürlich Fritz Langs Nibelungen gehört, „Zero-Knowledge“-Beweissysteme unter-
Fr 11h30-13h00
ebenso, wenn auch weitaus jünger: Der Name sucht. Zum Schluss wird gezeigt wie sich mit
der Rose) und ‚moderner‘ Filme sollen in der VL den vorgestellten Bausteinen komplexe reale
wöchentlich
auf verschiedenen Ebenen der Betrachtung Protokollaufgaben, wie beispielsweise Auk-
Aspekte der Dramaturgie, des ‚Realitätsgehal- tionen oder elektronische Wahlen, lösen
tes‘, der ‚Textnähe‘, der spezifischen filmischen lassen.
Anmeldung ‚Semiotik‘ usf. dargestellt und besprochen Anmeldung Diese Vorlesung setzt kryptographische
werden. Grundkenntnisse voraus.
Keine Keine
Nähere Angaben zur VL sowie eine Liste der zu
behandelnden Filme (z.B. Fritz Langs Nibelun-
gen, Ingmar Bergmans Das siebente Siegel [Det
Institution sjunde inseglet], Uli Edels Der Ring der Nibelun- Institution
gen u.a.) entnehmen Sie bitte ILIAS (Ende März).
Institut für Institut für
Literaturwissenschaft Kryptographie
und Sicherheit
Kontakt Kontakt
burkhardt.krause@kit.edu doettling@kit.edu
info@iks.kit.edu

148
Sonstige Vorlesung

Gastvorträge der Kunstgeschichte Kunst im Exil 1933-1945

PD Dr. Martin Papenbrock PD Dr. Martin Papenbrock


In unregelmäßigen Abständen bietet das Fach- Thema der Vorlesung ist die Emigration bil-
Ort gebiet Kunstgeschichte Gastvorträge zu Themen Ort dender Künstler in der Zeit des Nationalsozia-
Geb. 20.40 der Kunst- und Architekturgeschichte an. Das Geb. 20.40 lismus. Es geht um die Strukturen und
HS 9 Programm und die genauen Termine werden zu Eiermann HS Organisationsformen des künstlerischen Exils
Beginn des Semesters bekanntgegeben. Die Teil- in Paris, Prag, London und anderswo, um die

Kultur und
nahme steht allen offen. Eine Anmeldung ist Exilbiographien von Künstlern wie Oskar

Medien
nicht erforderlich. Kokoschka, Max Beckmann, Paul Klee und
vielen anderen, vor allem aber um die Kunst-
Termin Termin werke, die in der Emigration entstanden sind
und die auf unterschiedliche Weise die Exiler-
Fr 15h45-17h15 Beginn: 13.04.2011 fahrung thematisieren. Dazu werden
neuere Ansätze der kunstgeschichtlichen
Termine werden Mi 15h45-17h15 Exilforschung vorgestellt und diskutiert.
bekanntgegeben Literatur zur Einführung: Widerstand statt
wöchentlich Anpassung. Deutsche Kunst gegen den
Faschismus 1933-1945, Ausst.-Kat. Badischer
Kunstverein Karlsruhe, Berlin 1980. - Kunst im
Exil in Großbritannien 1933-1945, Ausst.-Kat.
Anmeldung Anmeldung
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin,
Keine Erforderlich per E-Mail, Berlin 1986. - Exil. Flucht und Emigration euro-
siehe Kontakt päischer Künstler 1933-1945, Ausst.-Kat.
Staatliche Museen zu Berlin, München 1997.

Institution Institution
Institut für Kunst- und Institut für Kunst- und
Baugeschichte, Fachgebiet Baugeschichte, Fachgebiet
Kunstgeschichte Kunstgeschichte
Kontakt Kontakt
martin.papenbrock@ martin.papenbrock@
kit.edu kit.edu
0721.608.42190 0721.608.42190
149
149
Seminar Seminar

Film und Comic: Von Fantasia nach Sin City. Karlsruher Filmwochen 2011:
Alfred Hitchcock & Fritz Lang.
Intermedialität, Interkulturalität, Aesthetik
Semiotik & transkulturelle Filmaesthetik
Wolfgang Petroll Wolfgang Petroll
Das „sozusagen chemisch reinste Destillat der Von den Regisseuren, die den klassischen
Ort Ort Kinofilm nachhaltig prägten, nehmen Fritz
filmischen Möglichkeiten“ nannte der Kunsthi-
Geb. 10.81 storiker Erwin Panofsky 1947 die frühen Disney- Geb. 10.81 Lang und Alfred Hitchcock eine Schlüsselrolle
HS 62 (R 513) filme, und er merkte an: „Das Nilpferdballett in HS 62 (R 513) ein. Beide vollziehen, auf verschiedene Weise,
Fantasia war wunderbar.“ Heute spielen bei den Übergang von der europäischen zur
Kultur und

wachsenden Möglichkeiten digitaler Bildbearbei- amerikanischen Filmkultur; beide entwickeln,


Medien

Karlsruher Filmwochen 2011:


tung die zeichnerischen Qualitäten der Filmge- Schauburg Kino und mit systematischen aesthetischen Experimen-
ten in ihren Filmen, die Bildsemiotik zu einer
staltung eine immer größere Rolle. Sie führen zu Theater, Marienstr. 16
offenen Zeichensprache. Geschichten werden
Termin einer neuen Filmaesthetik, etwa in der Verfil- Termin mehr mit Bildern statt mit Worten erzählt,
mung von Frank Millers „Sin City“ durch Robert Gegenstände und Zeichen spielen tragende
Beginn: 19.04.2011 Beginn: 19.04.2011
Rodriguez. Während Regisseure wie Tim Burton Rollen. Dabei wird starrer Akademismus ver-
selbst über beachtliche zeichnerische Fähigkei- mieden und der Weg zum nachklassischen
Di 17h30-19h00 Di 15h45-17h15
ten verfügen, spielt im allgemeinen Storyboar- und postmodernen Kino bereitet. Filmkunst
ding für Filmproduktion und -aesthetik eine wird zu einem offenen Dialog, einem Sprach-
wöchentlich Fr 20.05.–So 05.06.2011:
wesentliche Rolle. Wie beeinflussen sich die spiel zwischen Regisseur und Publikum in
unterschiedlichen „Bildsprachen“ von Film und Karlsruher Filmwochen 2011 mehrfachen Codes.
Comic gegenseitig? Wie wird aus einer populä-
Mit den Karlsruher Filmwochen Ende Mai
Anmeldung ren Ausdrucksform eine Kunst? Was zeichnet die Anmeldung 2011 im Filmtheater Schauburg werden
gelungene Adaption eines Comic in einem Film Kernpositionen der Filmaesthetik themati-
Erforderlich aus und umgekehrt? Wie können Comics ihre Erforderlich
siert. Höhepunkt ist die Neuvertonung des
über die ZAK-Homepage: Verfilmung vertragen und Filme ihre Comicadap- über die ZAK-Homepage: Hitchcock-Klassikers „The Lodger“. Neben
www.zak.kit.edu tion? Welchen Einfluss haben verschiedene Bild- www.zak.kit.edu Stummfilme werden Tonfilme aus verschiede-
kulturen wie die der USA, Europas oder Japans? nen Schaffensphasen beider Regisseure
Institution Institution gestellt. Das Seminar nimmt vergleichende
Im Seminar werden Realverfilmungen und Ani-
Analysen vor und bietet Gelegenheit zur Teil-
ZAK | Zentrum für Ange- mationsfilme nach Comics sowie Comicadaptio- ZAK | Zentrum für Ange-
nahme an Vorbereitung und filmwissen-
wandte Kulturwissenschaft nen von Filmen, aus verschiedenen Jahrzehnten wandte Kulturwissenschaft
schaftlicher Aufarbeitung dieses cineastischen
und Studium Generale und verschiedenen Comic- und Filmkulturen, und Studium Generale Events.
Kontakt vergleichend analysiert. Geeignet für Studie- Kontakt
rende aller Fachrichtungen und Semester; Gäste Geeignet für Studierende aller Fachrichtun-
wolfgang.petroll@zak.kit.edu sind willkommen, soweit Plätze vorhanden. wolfgang.petroll@zak.kit.edu gen und Semester; Gäste sind willkommen,
0721.608.42043 0721.608.42043 soweit Plätze vorhanden.

150 MeKKo MeKKo


Seminar Seminar

Visuelle Kompetenz in der Wissenskommunikation: Theater als gesellschaftliches Medium -


Präsentation von Evidenz, jenseits von Power Point Oper: Plädoyer für das „unmögliche" Kunstwerk
Wolfgang Petroll Margrit Poremba, Achim Thorwald
Effektive Wissens- bzw. Wissenschaftskommu- Was ist eine Oper? Die Rationalisten unter den
Ort Ort
nikation ist Voraussetzung erfolgreicher Tätig- Opernverächtern haben es leicht, die Oper
Geb. 30.96 keit in Anwendung, Forschung und Lehre von Badisches abzulehnen, wegen ihrer extremen Künstlich-
SR 1.OG (R 104) Wissen. Ihre Wirksamkeit beruht auf der Logik Staatstheater Karlsruhe keit, ihrem Mangel an einleuchtenden Hand-
von Evidenz und der Aesthetik von Wahrneh- Baumeisterstraße 11 lungsmotivationen, ihrer Textunverständlichkeit,

Kultur und
Medien
mung und Kommunikation. Im Zeitalter Treffpunkt: Bühneneingang kurz: wegen ihrer Unglaubwürdigkeit. Den-
der Bildmedien und zunehmend komplexer noch war es gerade die Oper, die im Jahrhun-
Systemanalysen wird visuelle Kompetenz zu dert der Aufklärung zum Schauplatz
Termin einer Schlüsselfertigkeit bei der Erstellung und Termin aesthetischer Debatten wurde, die sich bis ins
Beginn: 19.04.2011 kritischen Bewertung von Präsentationen und Politische erstreckten. Das Seminar möchte
Beginn: 18.04.2011
damit für wissenschaftliche und soziale Ent- einen inhaltlichen Bogen über die Entwicklung
Di 11h30-13h00 scheidungsprozesse. Ihre Grundlage haben sie der Oper spannen, um den Beweis zu erbrin-
Mo 17h00-18h30
in physiologischem, kognitionspsychologi- gen, dass dem „unmöglichen“ Kunstwerk
wöchentlich schem, semiotischem und wissenssoziologi- nichts unmöglich ist. Praktisch angereichert
wöchentlich
schem Grundlagenwissen sowie experimentellen wird das Ganze durch Aufführungs- und Pro-
Befunden. benbesuche laufender und neu entstehender
Im Seminar soll Grundwissen vermittelt, durch Produktionen am Badischen Staatstheater
Anmeldung Sekundäranalysen von Präsentationen und Anmeldung Karlsruhe.
Publikationen vertieft und in eigenen Präsenta-
Erforderlich tionen erprobt werden. Geeignet für Studie- Erforderlich
über die ZAK-Homepage: rende aller Fachrichtungen und Semester; über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu Gäste sind willkommen, soweit Plätze vorhan- www.zak.kit.edu
den.
Institution Institution
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt
wolfgang.petroll@zak.kit.edu margrit.poremba@bstaatstheater.de
0721.608.42043 gaby.huber@bstaatstheater.de
0721.3557.230 o. 3557.213/14

MeKKo MeKKo 151


151
Vorlesung Seminar

Architekturkommunikation Eine Sendung und ihre Teile -


Wie arbeitet eine Radio-Magazin-Redaktion?
Prof. Dr. Riklef Rambow Christiane Recht
Die Vorlesung führt in das Fach Architekturkom- Magazinredaktionen sind - auch wenn ihr
Ort munikation ein und gibt einen Überblick über Ort
Schwerpunkt vielleicht auf der Vermittlung
Geb. 20.40 wichtige Gegenstands- und Anwendungsberei- Vortragsraum der wissenschaftlicher Inhalte liegt - selten Fach-
Eiermann HS che. Es wird verdeutlicht, welche Bedeutung KIT-Bibliothek Süd, redaktionen. Das Spektrum reicht weit und
Kommunikation für die Konzeption, Produktion Neubau, 3.OG kann viele andere Bereiche tangieren. Zudem
Kultur und

und Nutzung von Architektur und städtischem können im Magazin alle radiophonen Darstel-
Medien

Raum hat. Nach einer allgemeinen Einführung, lungs- und Sendeformen enthalten sein.
in der als theoretischer Rahmen das psychologi- Mancher Inhalt lässt sich in vielen Formaten
Termin sche Modell der Experten-Laien-Kommunikation Termin unterbringen, ein anderer scheint aber gerade
vorgestellt wird, widmen sich die einzelnen Vor- für das eine oder andere Format prädestiniert
Beginn: 14.04.2011 lesungen speziellen Tätigkeitsfeldern und Aufga- Beginn: 21.04.2011 zu sein. Dies zu erkennen und im Zweifelsfall
benbereichen: Entwurfspräsentation und Bau- eine nahezu fertige Arbeit nach Wunsch der
Do 11h30-13h00 herrenkommunikation, Architekturausstellun- Do 17h30-19h00 Redaktion kurzfristig ändern zu können,
gen, Institutionen der Architekturvermittlung macht jeden Mitarbeiter im täglichen Umgang
wöchentlich (Architekturmuseen und -zentren), der Öffent- wöchentlich mit Team-Kollegen und Vorgesetzten sicherer.
lichkeitsarbeit von Kammern, Verbänden und
Initiativen, Architekturführer und -führungen, Zu einer Magazinsendung gehört die The-
Architekturvermittlung mit Kindern und Jugend- menfindung, die Dramaturgie der Sendung,
Anmeldung Anmeldung das Führen von Interviews, das Fertigen von
lichen, Architektur in Film und Fernsehen, Bür-
Keine gerbeteiligung in Planungsprozessen u.a. Die Beiträgen mit O-Ton-Einspielung über die
Erforderlich
Vorlesung soll deutlich machen, wie vielfältig die Reportage bis zum Kurzfeature oder der
über die ZAK-Homepage:
Schnittstellen zwischen Architektur und Öffent- kurzen Szene. Auch sollte jede Rundfunkjour-
www.zak.kit.edu
lichkeit sind, und welche Bedeutung eine aktive, nalistin/ jeder Rundfunkjournalist in der Lage
Institution erfolgreiche Kommunikationsarbeit für die Qua- Institution sein, seinen Text gut artikuliert auf einen Ton-
lität unserer gebauten Umwelt hat. träger bringen zu können. Am Ende einer sol-
Institut Entwerfen, Kunst ZAK in Kooperation mit chen Arbeit steht dann die Sendung.
und Theorie dem SWR

Kontakt Kontakt
riklef.rambow@kit.edu christiane.recht@swr.de
0721.608.45280 0172.7164831

152 MeKKo
Seminar Vorlesung

Radiofones Gestalten und Mikrofon-Aufnahmetechnik Deutsche Literatur der Nachkriegszeit (1945-1959)


für Radioanfänger und akustisch Interessierte
Wolfgang Rein Prof. Dr. Stefan Scherer In Fortsetzung der Überlegungen zur VL Deutsche
Wer mit dem Mikrofon fürs Radio unterwegs ist, Literatur während der NS-Zeit vom SoSe 2010
Ort hat sich der Qualität verschrieben - inhaltlich Ort (deren Besuch jedoch nicht vorausgesetzt wird)
Vortragsraum der und technisch. Um diesem Anspruch auf Quali- Geb. 10.91 gibt die Vorlesung einen Überblick über die deut-
KIT-Bibliothek Süd, tät gerecht zu werden, braucht es ausgefeiltes Redt. HS sche Nachkriegsliteratur in allen drei Gattungen
Neubau, 3.OG radiofones Handwerkszeug. Das lässt sich Lyrik, Epik und Dramatik. Besondere Aufmerksam-

Kultur und
lernen. keit kommt den in der Literaturgeschichte disku-

Medien
tierten Phaseneinteilungen zu: Ausgehend von der
Radiofon erzählen heißt: informieren, Geschich- längst umstrittenen Rede von der sog. Stunde Null
ten erzählen, Emotionen wecken, Sinnliches werden Einschnitte in den Jahren 1952 oder 1959
Termin erleben. Unsere Materialien dafür sind Sprache, Termin erkannt: Spätestens 1959 habe die deutsche Lite-
Mo 18.07.2011 Geräusche und Musik. ratur mit Grass’ Die Blechtrommel, Bölls Billard um
Beginn: 15.04.2011
Di 19.07.2011 Das Ganze wird am großen Feature demon- halbzehn und Johnsons Mutmaßungen über
Do 21.07.2011 striert, der Königsdisziplin des Radios, das reale Fr 14h00-15h30 Jakob wieder den Anschluss an internationale Ent-
Fr 22.07.2011 Geschichten erzählt und sich dabei aller akusti- wicklungen gefunden. Damit setzt die Diskussion
schen Ausdrucksmöglichkeiten bedient. vom Ende der Nachkriegsliteratur ein, die dann zur
wöchentlich sog. Politisierung der Literatur in den 1960er
jeweils 09h30-16h00 Wie vermittelt man Inhalte fürs Ohr? Wir Jahren führen sollte. (Mit dieser Phase wird sich
kommen auf die grundlegenden Fragen akusti- dann die VL im SoSe 2012 beschäftigen.) Für die
scher Gestaltung, die sich auf andere auditive Zeit um 1945 beobachtet die Vorlesung aber eben
Anmeldung oder audiovisuelle Medien übertragen lassen. Anmeldung
auch Kontinuitäten der deutschen Literatur seit
Erforderlich Ein zweiter Schwerpunkt ist die Technik - Mikro- Keine den 1930er Jahren über den politischen Neube-
über die ZAK-Homepage: fone, Rekorder und Audio-Schnittsysteme. Wie ginn um 1945 hinweg, um so nicht zuletzt das
www.zak.kit.edu neue Epochenkonzept einer ‚Synthetischen
nimmt man auf? Welches Mikrofon? Welches
Moderne’ (1925-1955) zu profilieren. Auch wenn
Aufnahmegerät? Hier erhalten Sie Antworten
Institution Institution insgesamt der Akzent auf der westdeutschen Lite-
auf praktische Fragen zum Schneiden und zur ratur liegt, wird in einer eigenen Stunde auch die
Montage Ihrer Aufnahmen - und exemplarische Entwicklung der DDR-Literatur beleuchtet, die im
ZAK | Zentrum für Ange- Institut für
Aufgaben. WS 2011/12 dann in Form eines Hauptseminars zu
wandte Kulturwissenschaft Literaturwissenschaft
und Studium Generale diesem Thema genauer beobachtet werden soll.
Literatur zur Erstinformation (als beste Literaturge-
Kontakt Kontakt
schichte zum Thema):
wolfgang.rein@swr.de stefan.scherer@kit.edu Wilfried Barner u.a. (Hrsg.): Geschichte der deut-
07224.654100 oder 0721.608.45395 schen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart, 2.,
0172.7670772 aktual. u. erw. Aufl. München 2006.

MeKKo 153
153
Vorlesung Seminar

Architekturtheorie I Pressearbeit praktisch -


Kommunikation mit Medien am Beispiel von ARTE
Prof. Dr. Werner Sewing, Florian Dreher Marion Sippel
Gegenstand der Vorlesung ist die Entwicklung Wie kommt der Film in die Zeitung, der Sen-
Ort Ort
der Architekturtheorie von der Krise des Historis- dehinweis in den Hörfunk oder die Pro-
Geb. 20.40 mus bis hin zur klassischen Moderne in den Geb. 30.96 grammkritik ins Internet? Pressearbeit wird in
HS 37 Zwanziger Jahren und deren Differenzierungen SR ZOM (R 006) einer sich immer stärker verzweigenden
bis zum Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum steht Medienlandschaft schwieriger, gewinnt aber
Kultur und

auch an Bedeutung: Redaktionen sind perso-


Medien

dabei die Dialektik von Moderne und Traditiona-


lismus. nell oft so dünn besetzt, dass sie vermehrt auf
die Informationen und den Service von Pres-
Termin Termin sestellen zurückgreifen. Anderseits sind die
Informationsmöglichkeiten der Journalisten
Beginn: 12.04.2011 Sa 21.05.2011 so vielfältig, dass sie nicht auf das Angebot
So 22.05.2011 von Seiten der „Pressearbeiter“ angewiesen
Di 11h30-13h00 sind. Wie kann Pressearbeit gelingen, und
jeweils 09h00-18h00 was kann sie im besten Fall leisten?
14-täglich
„Pressearbeit praktisch“ vermittel einen Ein-
blick in die konkrete Pressearbeit des deutsch-
französischen Senders ARTE: Was ist
Anmeldung Anmeldung überhaupt Pressearbeit? Wen will sie errei-
Keine chen? Welche Instrumente gibt es? Wie sieht
Erforderlich
ein guter Pressetext aus? Das Seminar vermit-
über die ZAK-Homepage:
telt praktische Kenntnisse im Formulieren von
www.zak.kit.edu
Pressetexten, Organisieren von Presseveran-
Institution Institution staltungen und übt den Blick auf die Bedürf-
nisse der verschiedenen Medien.
Institut Entwerfen, Kunst ZAK | Zentrum für Ange-
und Theorie, Fachgebiet Am Beispiel verschiedener ARTE-Dokumenta-
wandte Kulturwissenschaft
Architekturtheorie tionen übt das Seminar konkret die Umset-
und Studium Generale
zung von Theorie in Praxis.
Kontakt Kontakt
werner.sewing@kit.edu m-sippel@arte-tv.de
dreher@kit.edu 0171.5404804
0721.608.42154
154 MeKKo
Seminar Seminar

Aristoteles: Nikomachische Ethik (III) Alles Design:


(Originalsprache) Theorie und Geschichte der Gestaltung
Dr. Ulrich Staffhorst Dr. Theo Steiner
In seinem Hauptwerk über die Ethik erklärt Ari- Die Sache der Gestaltung ist ins Zentrum des
Ort stoteles die Glückseligkeit als Ziel des menschli- Ort
gesellschaftlichen Interesses gerückt. Ob nun
Geb. 10.50 chen Lebens und findet sie in der „vernünftigen 07.05.2011: Geb. 50.41 politische Arbeit, Babys oder Medienauftritte:
HS 101 und tugendhaften Tätigkeit der Seele“. Eine R - 108 Design ist heute scheinbar alles und alles ist
Auswahl diesbezüglicher Originaltexte wird den 25.06., 16.07.2011: Geb. Design. Und von den „klassischen“ Vertretern

Kultur und
Teilnehmern des Seminars vorgelegt, gemein-

Medien
30.96 SR 1.OG (R 104) unter den gestalteten Dingen - Architektur,
sam übersetzt und interpretiert. 02.07.2011: Geb. 30.96 Inneneinrichtung und Konsumgütern - werden
SR ZOM (R 006) mittlerweile geradezu Wunderdinge erwartet,
Termin Termin vorausgesetzt sie haben das richtige Design:
Der Neubau inmitten der Altstadt soll die
Beginn: 29.04.2011 Sa 07.05.2011 10h00-11h30
gesamte Stadt hypen, der visuelle Relaunch
Sa 25.06.2011 10h00-17h00
soll den Absatz von Rasierapparaten steigern
Fr 17h30-19h00 Sa 02.07.2011 10h00-17h00
und die neue Designerbrille den Erfolg in Beruf
Sa 16.07.2011 10h00-17h00
und Liebesleben sichern.
wöchentlich
In diesem Seminar untersuchen wir die Desi-
gndebatten ab 1900: vorindustrielles Hand-
werk oder industrielle Produktion?
Anmeldung Anmeldung Nachahmung alter Stile („Kunstanklebung“)
Erforderlich Erforderlich oder die „Schönheit der Maschine“? Impo-
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage: niermöbel für eine kleine Zielgruppe oder
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu ästhetische Erziehung der gesamten Gesell-
schaft? Das Design war (und ist) bezogen auf
Institution Institution die Ideale des Funktionalismus: Zweckmäßig-
keit, messbare Schönheit, Rationalisierung
ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange- und optimierbare Konstruktion. Seit einigen
wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft Jahrzehnten werden verstärkt die breiteren
und Studium Generale und Studium Generale gesellschaftlichen und kulturellen Zusammen-
Kontakt Kontakt hänge in den Blick genommen - Parameter wie
Emotionalität, Geschlecht, Nachhaltigkeit,
0721.22303 theo.steiner@tukul.de Qualität, Glück oder Lebensstil.

MeKKo 155
155
Vorlesung

Städtebau I

Prof. Dr. Alexander Wall


Architecture and the City in the era of urbaniza-
Ort Ort
tion and climate change - Lecture series with
Geb. 20.40 Archive research and presentation.
HS 9 This semester Städtebau 1, “The Contemporary
City” is devoted to the question, what do the
Kultur und
Medien

processes of urbanization, climate change and


the sustainability bring to the design and resul-
ting performance of building or urban ensemble?
Termin After an overview of climate change and Termin
Beginn: 12.04.2011 sustainability basics, we will examine how cities,
infrastructures, neighborhoods and buildings
Di 11h30-13h00 may adapt to new conditions. Case studies of
completed projects will demonstrate the questi-
wöchentlich ons and problems generated by this transforma-
tion of building, planning and thinking.
Our code words are science, design, infrastructure,
cities and buildings, adaptation and innovation.
Anmeldung Anmeldung
Besides attendance at the lectures, students will
Keine develop an “archive” on an urbanization and cli-
mate change issue as it relates to design and
planning. There will be two tutorials for the
development of the archive and a final presenta-
Institution tion. Final hand-in for the archive will be after Institution
the end of the semester.
Institut für Regional- und
Städtebau I is bi-lingual. Lectures will be given in
Landschaftsplanung, Lehr-
English, archive papers and presentation may be
stuhl für Städtebau und
in English or German.
Entwerfen Kontakt Kontakt

alexander.wall@kit.edu
0721.608.42171

156
»Aller Anfang ist schwer,

Wirtschaft und Recht


am schwersten der Anfang der
Wirtschaft«

Johann Wolfgang von Goethe

157
Vorlesung Vorlesung

Produktentstehung - Entwicklungsmethodik Spieltheorie I

Prof. Dr.-Ing. Albert Albers, Norbert Burkardt Prof. Dr. Siegfried Berninghaus
Ort Die Vorlesung vermittelt Grundlagenwissen für Ort Die Spieltheorie versucht, menschliches Ent-
eine systematisierte Produktentwicklung. Ziel scheidungsverhalten zu modellieren. Sie
Mo: Geb. 10.21 Benz HS der Vorlesung ist es, die Arbeitsschritte der von Geb. 10.50 bedient sich dabei vornehmlich grundlegen-
Fr: Geb. 10.21 Daimler HS der Ideenfindung bis hin zum fertigen Produkt Kleiner HS (R 022) der mathematischer Konzepte und geht
Fr: Geb. 10.21 Benz HS reichenden Prozesskette transparent zu machen zunächst von streng rationalen Spielern aus.
und praxisbezogene und effizient einsetzbare
Methoden zu deren Bewältigung bereit zu stel- Dieser Kurs vermittelt fundierte Kenntnisse in
len. Anhand praxisnaher Beispiele werden u.a. dieser Theorie strategischer Entscheidungen.
Ein Hörer der Vorlesung soll in der Lage sein,
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

Kreativitätstechniken zur Ideen- und Lösungsfin-


dung, konkrete Gestaltungsrichtlinien für den allgemeine strategische Fragestellungen syste-
Beginn: 11.04.2011 Beginn: 14.04.2011 matisch zu analysieren und gegebenenfalls
Entwurf und, begleitend hierzu, geeignete Qua-
litätssicherungsmethoden für frühe Produktent- Handlungsempfehlungen für konkrete volks-
Mo 08h00-09h30 Do 09h45-11h15 wirtschaftliche Entscheidungssituationen (wie
wicklungsphasen vorgestellt. Fragen zur
Fr 14h00-15h30 Kostenentstehung und Kostenverantwortung kooperatives vs. egoistisches Verhalten) zu
wöchentlich geben.
im Konstruktionsprozess werden behandelt.
wöchentlich Aufbauend auf dieser Vorlesung wird zur Vertie-
fung das Hauptfach „Integrierte Produktent-
Anmeldung wicklung“ angeboten. Anmeldung

Keine Keine

Institution Institution

Institut für Produktentwick- Institut für


lung (IPEK) Wirtschaftstheorie und
Statistik
Kontakt Kontakt
albers@ipek.uka.de siegfried.berninghaus@
burkhardt@ipek.uka.de kit.edu
0721.608.42371 0721.608.43380
158
Vorlesung Vorlesung

Industrieökonomik Patentrecht

Prof. Dr. Siegfried Berninghaus, Stephan Schosser Peter Bittner


In der Vorlesung sollen in einem ersten Schritt Die Vorlesung Patentrecht vermittelt den Stu-
Ort Ort denten einen Gesamtüberblick über den
verschiedene Marktformen wie das Monopol,
Geb. 20.13 Oligopol und vollständiger Wettbewerb in ihren Geb. 50.34 Lebenszyklus einer Erfindung. Die relevanten
HS 001 Hauptmerkmalen verglichen werden. R 131 Aspekte des Arbeitnehmererfinderrechts mit
ihren eigentumsrechtlichen Konsequenzen
Darauf aufbauend werden in einem zweiten Teil, stehen dabei am Anfang dieses Lebenszyklus.
dem Hauptteil der Vorlesung, weiterführende Die Voraussetzungen, die eine Erfindung erfül-
Grundmodelle zu Themen wie Preisdiskriminierung len muss, um als Grundlage für ein Patent zu
von Konsumenten mit verschiedener Zahlungsbe- dienen, werden im Detail anhand von Beispielen

und Recht
Wirtschaft
Termin Termin diskutiert. Die verfahrensrechtlichen Aspekte
reitschaft, strategischer Produktdifferenzierung,
Beginn: 13.04.2011 Mo 11.04.2011 des Patenterteilungsverfahrens sowie der nach-
Kartellbildung, Markteintrittsentscheidung sowie
Mo 02.05.2011 gelagerten Verfahren werden anhand der Praxis
Forschung und Entwicklung behandelt.
Mi 09h45-11h15 Mo 16.05.2011 verschiedener Patentämter beleuchtet. Am
Mo 30.05.2011 Ende des Lebenszyklus erfolgt dann die Verwer-
Mo 27.06.2011 tung des auf der Erfindung beruhenden Patents.
wöchentlich
Mo 04.07.2011 Alternative Verwertungsansätze (Lizenzierung,
Mo 11.07.2011 Durchsetzung) werden gegenübergestellt. Die
jeweils 14h00-17h15 Studenten erhalten Gelegenheit in Form zweier
Workshops, selbst einen Patentanspruch für
Anmeldung Anmeldung eine Erfindung zu entwickeln und sich mit der
Keine Keine Thematik des Schutzbereichs von Patentansprü-
chen anhand eines konkreten Falls in einem
Streitverfahren auseinanderzusetzen. Bei der
Vorlesung steht die praktische Nutzung des
Patentrechts aus Unternehmenssicht im Vorder-
Institution Institution
grund. Deshalb finden sich immer wieder auch
Institut für Wirtschafts- Zentrum für Angewandte praxisorientierte IP Management-Themen (Stra-
theorie und Statistik Rechtswissenschaft (ZAR) tegie, Bewertung) an den Stellen des Lebenszy-
klus adressiert, an denen Unternehmen kritische
Entscheidungen treffen müssen. Das Ziel der
Kontakt Kontakt Vorlesung ist dabei in erster Linie, die Studenten
auf eine Nutzung des Patentsystems im Berufs-
siegfried.berninghaus@ peter.bittner@kit.edu leben vorzubereiten. Klausur: Multiple Choice
kit.edu 0721.608.43395
0721.608.43380
159
159
Vorlesung Vorlesung

Europäisches und Internationales Recht Steuerrecht II

Dr. Ulf Brühann Detlef Dietrich


Die Europäisierung des nationalen Rechts macht Inhalt:
Ort eine Auseinandersetzung mit dem Europarecht Ort Die Vorlesung umfasst das Unternehmens-
Geb.07.08 für jeden, der juristische Grundkenntnisse Geb. 20.13 steuerrecht und das Umsatzsteuerrecht. Sie
SR 313 erwerben will, unabdingbar. Von der Höhe der R 111 hat die Vertiefung zu den wichtigsten Einzel-
zulässigen Fördersummen für die VW-Werke in steuergesetzen, das Einkommensteuer-, das
Sachsen über den Umfang der zulässigen Körperschaftsteuer-, das Gewerbesteuer-
Importmengen an Bananen bis hin zur Zulässig- und das Umsatzsteuergesetz, aber auch die
keit des beschränkten Zugangs von Frauen zur Einführung zum Umwandlungssteuerrecht
Bundeswehr - kaum mehr ist eine nationale zum Inhalt. Neben Verweisen auf die Über-
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

Handlung ohne gemeinschaftsrechtliche Vorga- schusseinkünfte gilt das Hauptaugenmerk


Mo 23.05.2011 ben denkbar. Der Einfluss des internationalen Beginn: 15.04.2011 den Gewinneinkünften.
Rechts ist dagegen von noch geringerer Bedeu-
Mo 06.06.2011 Die Vorlesung setzt Grundkenntnisse des
tung. Fr 08h00-09h30
Mo 27.06.2011 Handels- und Gesellschaftsrechts sowie des
Vor diesem Hintergrund setzt sich die Vorlesung Ertragsteuerrechts voraus. In Themenblöcken
jeweils 09h00-17h00 vorrangig mit dem Europarecht auseinander: wöchentlich werden grundlegende und aktuelle Fragen
Dazu gehört im Ausgangspunkt eine knappe
der deutschen Unternehmensbesteuerung
Analyse der Akteure (Parlament, Kommission,
Rat, Gerichtshof der Europäischen Gemein- systematisch aufbereitet. Es besteht Gelegen-
schaften etc.), der Rechtsquellen und des heit zur Diskussion. Eine aktuelle Textsamm-
Anmeldung Anmeldung
Gesetzgebungsverfahrens. Den Schwerpunkt lung der Steuergesetze wird benötigt.
Keine der Vorlesung bilden sodann die Keine Ziele:
Grundfreiheiten, die einen freien innergemein- Ziel der Vorlesung ist es, auf den Gebieten der
schaftlichen Fluss der Waren (etwa von Bier, das Wirtschafts- und Rechtswissenschaft, aufbau-
nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht), end auf der Überblicksvorlesung „Einführung
Institution Personen (wie dem Fußballspieler Bosman), Institution in das Unternehmenssteuerrecht“, vertiefte
Dienstleistungen wie dem Rundfunk sowie von Kenntnisse in der betriebswirtschaftlichen
Zentrum für Angewandte Zahlungsmitteln ermöglichen. Ausführlicher Zentrum für Angewandte
Rechtswissenschaft (ZAR) Steuerlehre zu verschaffen. Die Studenten
Rechtswissenschaft (ZAR) werden auch die Grundrechte der EG und die
Wettbewerbsregeln behandelt. Ferner werden erhalten die Grundlage für eine wissenschaft-
die Grundrechte der Europäischen Menschen- liche Auseinandersetzung mit den steuerli-
Kontakt Kontakt chen Vorschriften und können die Wirkung
rechtskonvention vorgestellt. Abschließend wird
ein knapper Überblick über das Völkerrecht ins- dd@dietrich-dietrich.de auf unternehmerische Entscheidungen ein-
ulf.bruehann@kit.edu
besondere der Welthandelsorganisation (WTO) 0721.984870 schätzen.
0721.608.47759
gegeben.

160
Vorlesung Seminar

eEnergy: Markets, Services, Systems Kulturökonomik: KIT als Impulsgeber für Karlsruhe
und TechnologieRegion Karlsruhe
Dr. Jolanta Dziembowska-Kowalska, Prof. Dr. Jan Kowalski,
PD Dr. Clemens van Dinther Mirja Meyborg
Die Vorlesung eEnergy befasst sich mit ökonomi- Kultur - ein Thema mit vielen Aspekten. Zual-
Ort schen und informationswirtschaftlichen Aspekten Ort lererst spricht Kultur für sich selbst, drückt das
Geb. 11.40 von Energiemärkten. Die Einbindung einer wach- aus, was der Schöpfer, den Künstler, bewegt.
Wird bekanntgegeben
senden Zahl erneuerbarer Energieerzeugungsanla- Und dadurch prägen sie, die Kulturschaffen-
R 202
gen stellt neue Anforderungen an die Energiemärkte den, das Leben der Menschen mit, regen zum
und Stromnetze. Es ist notwendig, Erzeugungsanla- Nachdenken an, zum Gespräch, zur Reflexion,
gen und elektrische Verbraucher informationstech-
zur Selbsterkenntniss, zuweilen auch zum Mit-
nisch zu vernetzen, um eine bessere Koordination
machen. So werden Kunstangebote im einzel-
von Angebot und Nachfrage zu erreichen. Die aktu-

und Recht
nen und in ihrer Vielfalt, in ihren

Wirtschaft
Termin ellen Stromnetze werden um intelligente IT-Kompo- Termin
nenten erweitert und hin zum Smart Grid vernetzt. unteschiedlichen inhaltlichen und qualitativen
Beginn: 12.04.2011 Beginn: 19.04.2011 Ausprägungen, zu einem bestimmten Lebens-
Dabei müssen die bestehenden Strukturen in Märk-
ten für Elektrizität angepasst werden, um neue gefühl, das eine Stadt bzw. Region ihren
Di 11h30-13h00 Di 14h00-17h15 Bewohnern und Gästen vermittelt, der Wohn-
Konzepte wie das Demand Side Management,
erneuerbare Energieerzeuger oder Elektromobilität und Lebensqualität. Im Seminar sollen die
wöchentlich erfolgreich zu integrieren. Neben dem regulatori- wöchentlich Zusammenhänge zwischen Kultur, Wirtschaft
schen und ökonomischen Hintergrund werden in und Stadtentwicklung am Beispiel der Rolle
der Veranstaltung auch methodische Ansätze für der Hochschule als Impulsgeber für Stadt und
die Modellierung und Analyse von Energiemärkten Region behandelt werden.
Anmeldung mit Hilfe agentenbasierter Simulation vermittelt. Anmeldung
Keine Literatur zur Vorlesung: Informationen zur
1. Erdmann G, Zweifel P. Energieökonomik, Theorie Anmeldung entnehmen Sie
und Anwendungen. Berlin Heidelberg: Springer; der Homepage:
2007. www.iww.kit.edu
Institution 2. Grimm V, Ockenfels A, Zoettl G. Strommarktde- Institution
sign: Zur Ausgestaltung der Auktionsregeln an der Institut für
Institut für
EEX *. Zeitschrift für Energiewirtschaft. 2008:147- Wirtschaftspolitik und
Informationswirtschaft
161. Wirtschaftsforschung (IWW)
und -management in Kooperation mit dem
3. Stoft S. Power System Economics: Designing
Kontakt Markets for Electricity. IEEE; 2002. ZAK Kontakt
clemens.vandinther@kit.edu 4. Ströbele W, Pfaffenberger W, Heuterkes M. Ener- mirja.meyborg@kit.edu
0721.608.48381 giewirtschaft: Einführung in Theorie und Politik. 0721.608.45754
2nd ed. München: Oldenbourg Verlag; 2010:349.

161
161
Vorlesung Vorlesung

Entscheidungstheorie Wärmewirtschaft

Prof. Dr. Karl-Martin Ehrhart Prof. Dr. Wolf Fichtner


Ort In der Veranstaltung werden die Grundlagen Ort Inhalte:
ökonomischer Theorien und Konzepte zur 1. Einführung: Wärmemarkt
Geb. 20.40 Modellierung von „Entscheidungen bei Unsi- Geb. 20.14 2. KWK-Technologien
Neuer HS cherheit“ vermittelt. Im Mittelpunkt steht hier- R 103.1 (inkl. Wirtschaftlichkeitsberechnungen)
bei die Darstellung von axiomatischen 3. Heizsysteme
Entscheidungstheorien wie der Erwartungs- (inkl. Wirtschaftlichkeitsberechnungen)
nutzentheorie von Neumann und Morgenstern 4. Wärmeverteilung
sowie der Prospect-Theorie von Kahnemann 5. Raumwärmebedarf
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

und Tversky und darauf aufbauenden neueren und Wärmeschutzmaßnahmen


Beginn: 13.04.2011 Entwicklungen. In diesem Zusammenhang Beginn: 13.04.2011 6. Wärmespeicher
werden Konzepte für die Modellierung von Risi- 7. Gesetzliche Rahmenbedingungen
Mi 15h45-17h15 koeinstellungen, insbesondere der Risikoaver- Mi 11h30-13h00 8. Laborversuch Kompressionswärmepumpe
sion und Verlustaversion, sowie von Besitz-
wöchentlich tumseffekten und anderen entscheidungsrele- wöchentlich
vanten Faktoren eingeführt. Ergänzend werden
hierbei auch neuere Erkenntnisse der Neuro-
und Physioökonomie präsentiert. Bei allen Pro-
Anmeldung blemstellungen wird besonderer Wert auf die Anmeldung
experimentelle Überprüfung der theoretischen Keine
Keine
Resultate gelegt. Darüber hinaus wird in der
Veranstaltung ein Überblick über die Entwick-
lungsgeschichte und die Grundlagen der Epi-
Institution stemologie (Erkenntnistheorie) insbesondere Institution
in Hinblick auf die Entscheidungstheorie gege-
Institut für ben. Institut für Industriebe-
Wirtschaftstheorie und triebslehre und Industrielle
Statistik Produktion (IIP)
Kontakt Kontakt

ehrhart@kit.edu wolf.fichtner@kit.edu
0721.608.43487 0721.608.44460/44462

162
Vorlesung Seminar

Berufs- und Bauvertragsrecht Islamic Finance

Prof. Dr. Dr. Norbert Gross Armin Hadjiani


Die Vorlesung richtet sich vor allem an Studie- Der Begriff Islamic Finance umfasst sämtliche
Ort Ort
rende der Architektur mit praktischer Erfahrung Arten von Finanzgeschäften, die mit den ein-
Geb. 20.40 im Bauwesen, aber auch an Bauingenieure. Geb. 01.93 schlägigen religiösen Regeln in Einklang
HS 9 Behandelt werden die Grundzüge der rechtlichen SR 1.OG stehen. Zum Beispiel setzt ein aus Kapital
Zusammenhänge, denen der Architekt im Beruf Kronenstr. 32 gezogener Gewinn im Allgemeinen voraus,
und am Bau begegnet. Neben den Grundlagen dass der Kapitalgeber am unternehmerischen
des Bau- und Architektenvertrages mit VOB und Risiko partizipiert („verbotene Zinsgeschäfte“).
HOAI werden vor allem die unternehmerischen Ethische Finanzinstrumente wurden schon vor

und Recht
Wirtschaft
Termin Tätigkeitsformen der Ausübung des Architekten- Termin Auftreten der Finanzkrise zunehmend nachge-
berufs (z.B. Bürogemeinschaft, Gesellschafts- fragt. Heute ist das Wissen über Islamic Finance
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 20.04.2011
form, Partnerschaft), aber auch das nicht nur für internationale Finanzdienstleister
Architekten-Urheberrecht, die Berufshaftpflicht- von besonderer Relevanz. Für alle Handelsakti-
Mi 11h30-13h00 Mi 17h00-18h30
versicherung und der Architektenwettbewerb vitäten stellt die Kenntnis des islamischen
praxisorientiert behandelt. Rechts einen Wettbewerbsvorteil dar: von der
wöchentlich wöchentlich strategischen Ausrichtung des Unternehmens
im In- und Ausland über die nachfrageorien-
tierte Produktentwicklung bis hin zum Waren-
Anmeldung Anmeldung oder Dienstleistungsabsatz. Verbote der
Herstellung und des Vertriebs bestimmter Pro-
Keine Erforderlich dukte lassen sich rational mit dem Prinzip der
über die ZAK-Homepage: Schadensprävention erklären.
www.zak.kit.edu
Der Kurs gliedert sich in Vorlesungs- und Semi-
Institution Institution narabschnitte. Inhaltlich werden zuerst die
Grundlagen des islamischen Wirtschaftskon-
Institut Entwerfen von ZAK | Zentrum für Ange- zepts untersucht sowie die Kategorien Moral,
Stadt und Landschaft wandte Kulturwissenschaft Recht, gesellschaftliche Normkonvention und
und Studium Generale kultureller Kontext dargestellt. Davon ausge-
Kontakt Kontakt hend lassen sich auch die Ziele des Islamic
Finance an konkreten Beispielen bestimmen.
info@rabgh-gross.de armin.hadjiani@kit.edu
0721.21909

INTER-ACT / DiMa / FunD 163


163
Seminar Seminar

Krankenhausmanagement Workshop Praktisches Kulturmanagement

Prof. Dr. Martin Hansis Dr. Erwin Hoffmann


Das Seminar gibt einen Überblick über die Kulturmanagement befasst sich mit der
Ort Ort
unternehmerischen Vorgänge und Entscheidun- Frage, wie es gelingen kann, die Rahmenbe-
Städt. Klinikum Karlsruhe gen in einem Klinikum. Am Beispiel eines „mit- 14.05., 15.05., 03.07.2011: dingungen für eine Produktion von Kunst
Moltkestraße 90 telständischen Dienstleistungs-Unternehmens Geb. 01.93 und Kultur zu sichern. Kulturmanagement
Haus F der Gesundheitswirtschaft“ werden die allge- SR 1.OG Kronenstr. 32 soll Kunst und Kultur nicht selbst schaffen,
meinen Führungstechniken (Personalwirt- sondern sie ermöglichen. Im Workshop wird
18.06., 19.06.2011:
schaft, innere und äußere Budgetierung, es darum gehen, das Zusammenspiel von
Geb. 30.96
Portfoliomanagement, Risikomanagement, Kultur und Management zu erarbeiten und
SR ZOM (R 006)
Wirtschaft

Termin Öffentlichkeitsarbeit) gemeinsam erörtert. Vor- Termin zu erleben, um einen Einblick in die Viel-
und Recht

aussetzung für eine sinnvolle Teilnahme sind schichtigkeit des Berufsbildes „Kulturmana-
Fr 29.04.2011 einschlägige Kenntnisse der Betriebswirtschaft. Sa 14.05.2011 10h00-18h00 ger“ zu erhalten. Der Workshop richtet sich
Fr 06.05.2011 So 15.05.2011 10h00-15h00 an engagierte Studentinnen und Studenten,
Sa 18.06.2011 10h00-18h00 die einen fundierten praxisorientierten Ein-
jeweils 11h00-17h00 So 19.06.2011 10h00-15h00 stieg in die Gesamtthematik bekommen und
So 03.07.2011 10h00-15h00 sich hierzu in ein semesterbegleitendes Plan-
spiel einbringen möchten.

Anmeldung Anmeldung

Erforderlich per E-Mail, Erforderlich


siehe Kontakt über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu

Institution Institution

Institut für Operations ZAK | Zentrum für Ange-


Research (IOR) wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale
Kontakt Kontakt

martin.hansis@ erwinhoffmann@gmx.de
klinikum-karlsruhe.de
0721.608.46782
164 FunD
Vorlesung Vorlesung

Energiehandel und Risikomanagement Communications Economics

Dr. Kai Hufendiek Dr. Jan Krämer, Prof. Dr. Stefan Seifert
Ort Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick Ort The communications industry has become one
über den Energiehandel und die relevanten of the key drivers for economic development
Geb. 20.13 Commodity-Märkte Öl, Gas, Kohle, Strom und Geb. 11.40 and, following the liberalization of the sector in
R 109 Emissionen CO2. Dabei wird speziell auf die typi- R 214 the late twentieth century, it has undergone a
scherweise gehandelten Produkte, die Grund- tremendous transformation. The lecture
strukturen der Märkte, die dort ablaufenden „Communications Economics“ will not only
Mechanismen sowie die Zusammenhänge zwi- provide students with a basic economic under-
schen den Commodities eingegangen. standing of the communications sector by

und Recht
Wirtschaft
Termin Termin laying out the economic principles of network
Da für Unternehmen, die in volatilen Märkten industries and digital goods, but also seeks to
Beginn: 21.04.2011 (und die Energiemärkte sind Märkte mit beson- Beginn: 13.04.2011
investigate business strategies, such as handset
ders hohen Volatilitäten) tätig sind, das Manage- subsidies, flat rate tariffs or bundle pricing and
Do 14h00-17h15 ment der damit verbundenen Risiken Mi 15h45-17h15
regulatory challenges, such as Digital Conver-
erfolgsrelevant ist, werden die in der Praxis hier- gence, call termination fees, separation of net-
14-täglich für eingesetzten Konzepte vorgestellt und die wöchentlich
work infrastructure and services and efficient
Grundlagen für die Risikomessung vorgestellt. distribution of spectrum licenses.
Die Veranstaltung wird durch ein Planspiel zum The lecture will introduce into the theoretical
Anmeldung Stromgroßhandel und eine Exkursion zu einer Anmeldung
foundations. Exercises are characterized by
Keine Erzeugungsanlage abgerundet. Keine self-dependent literature work, as well as
reviews of recent academic findings and politi-
cal debates.

Institution Institution Advanced skills in mathematics (calculus) as


well as interest in working in groups and active
Institut für Institution für participation in both the lecture and the exerci-
Industriebetriebslehre und Informationswirtschaft und ses (presentations, role games, term paper) are
Industrielle Produktion (IIP) -management required. Basic knowledge in game theory and
Kontakt Kontakt industrial organization are advantageous.

info@iip.kit.edu kraemer@iism.uni-karlsruhe.de
katrin.grauer@kit.edu stefan.seifert@kit.edu
0721.608.48370
165
165
Vorlesung Vorlesung

Baubetriebswirtschaft Grundlagen des strategischen Facility Management

Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts


Die Anforderungen an Bauingenieure haben sich
Ort Ort Neben den „klassischen“ Zweigen im Bauinge-
in den letzten Jahren erheblich verändert. Neben
nieurwesen bieten auch andere Bereiche rund
Geb. 10.50 einer fundierten ingenieurwissenschaftlichen Geb. 50.31
um die Immobilie attraktive Beschäftigungs-
Kleiner HS Ausbildung werden von den Ingenieuren zuneh- R 012
möglichkeiten für Bauingenieure.
mend auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse
erwartet. Die Vorlesung gibt einen Überblick über das
Die Vorlesung vermittelt Grundlagenwissen der Wissens- und Arbeitsgebiet Facility Manage-
Betriebswirtschaftslehre für Bauingenieure. ment (FM) und vermittelt Grundlagen für ein
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

Schwerpunkte sind: FM-Verständnis. Schwerpunkte sind:


Beginn: 11.04.2011 • Bauwirtschaft und Baumarkt Beginn: 12.04.2011 • Verständnis des Facility Managements
• Begrifflichkeiten in der Betriebswirtschaftslehre • Grundlagen des infrastrukturellen, technischen
Mo 14h00-15h30 • Unternehmensführung und Organisation Di 09h45-11h15 und kaufmännischen Facility Managements
• Personalführung • EDV im Facility Management / CAFM
wöchentlich • Rechnungswesen wöchentlich • GEFMA Richtlinien
• Baukalkulation • Benchmarking im Facility Management
• Finanzierung und Investition • Managementmethoden
• Rechtsformen von Unternehmen • Vergabeverfahren und Verträge im Facility
Anmeldung Anmeldung Management
Keine • Aufbau- und Ablauforganisation
Keine

Institution Institution

Institut für Technologie Institut für Technologie


und Management im und Management im
Baubetrieb Baubetrieb
Kontakt Kontakt
kunibert.lennerts@kit.edu kunibert.lennerts@kit.edu
0721.608.48225 0721.608.48225

166
Vorlesung Vorlesung

Öffentliches Recht II - Öffentliches Wirtschaftsrecht Telekommunikationsrecht

Dr. Kai von Lewinski Dr. Kai von Lewinski


Das öffentliche Wirtschaftsrecht ist für die Steue- Die Telekommunikation ist die technische
Ort rung der deutschen Wirtschaft von erheblicher Ort
Grundlage der Informationswirtschaft. In wel-
Geb. 50.34 Bedeutung. Wer die Funktionsweise hoheitlicher Geb. 07.08 cher Art und Weise beispielsweise UMTS regu-
R -101 Eingriffe in die Marktmechanismen in einer SR 313 liert wird, ist von maßgeblicher Bedeutung für
durchnormierten Rechtsordnung verstehen will,
die Bereitstellung von Diensten in der Welt der
braucht entsprechende Kenntnisse. Diese sollen
mobilen Inhaltsdienste. Die zentralen
in der Vorlesung vermittelt werden. Dabei soll
vertieft das materielle Recht behandelt werden. Vorgaben der Telekommunikationsregulierung
Besondere formale Voraussetzungen, insb. finden sich im Telekommunikationsgesetz

und Recht
Wirtschaft
Termin Zuständigkeiten von Behörden, Aufsichtsmaß- Termin (TKG). Dieses ist infolge gemeinschaftsrechtli-
nahmen und die Rechtsschutzmöglichkeiten cher Vorgaben 2004 vollständig novelliert
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 13.04.2011
werden nur im Überblick behandelt (ergänzend worden. Die Vorlesung vermittelt dem Studen-
zu der Veranstaltung Öffentliches Recht I). Die ten die für das Verstehen der Rahmenbedingun-
Mi 08h00-09h30 Mi 11h30-13h00
Vorlesung verfolgt primär das Ziel, den Umgang gen der Informationsgesellschaft unablässigen
mit den einschlägigen spezialgesetzlichen telekommunikationsrechtlichen Kenntnisse.
wöchentlich Rechtsnormen einzuüben. Sie baut auf der Vor- wöchentlich
Die Vorlesung bietet einen Überblick über das
lesung Öffentliches Recht I auf.
neue TKG. Dabei wird die ganze Bandbreite
In einem ersten Schritt werden die wirtschafts- der Regulierung behandelt: Von den materiell-
Anmeldung verfassungsrechtlichen Grundlagen (wie die Anmeldung rechtlichen Instrumenten der wettbewerbs-
Finanzverfassung und die Eigentums- und schaffenden ökonomischen Regulierung
Keine Keine
Berufsfreiheit) dargestellt. In diesem Rahmen (Markt-, Zugangs-, Entgeltregulierung sowie
wird auch das Zusammenspiel zwischen dem besondere Missbrauchsaufsicht) und der nicht-
Grundgesetz und den Vorgaben des europä- ökonomischen Regulierung (Kundenschutz;
ischen Gemeinschaftsrechts näher erläutert. Rundfunkübertragung; Vergabe von Frequen-
Institution Sodann werden die verwaltungsrechtlichen Institution
zen, Nummern und Wegerechten; Fernmelde-
Steuerungsinstrumente analysiert. Als besondere
Zentrum für Angewandte Zentrum für Angewandte geheimnis; Datenschutz und öffentliche
Materien werden u.a. die Gewerbeordnung, das
Rechtswissenschaft (ZAR) Rechtswissenschaft (ZAR) Sicherheit) bis hin zur institutionellen Ausge-
sonstige Gewerberecht (Handwerksordnung;
Gaststättenrecht), die Grundzüge des Telekom- staltung der Regulierung. Zum besseren Ver-
munikationsgesetzes, die Förderregulierung und ständnis werden zu Beginn der Vorlesung die
Kontakt Kontakt
das Vergaberecht behandelt. Ein letzter Teil technischen und ökonomischen Grundlagen
recht@zar.kit.edu widmet sich der institutionellen Ausgestaltung recht@zar.kit.edu sowie die gemeinschafts- und verfassungs-
0721.608.43395 der hoheitlichen Wirtschaftsregulierung. 0721.608.43395 rechtlichen Vorgaben geklärt.

167
167
Vorlesung Vorlesung

Unternehmensführung Grundzüge des Lebensmittelrechts I


und Strategisches Management
Prof. Dr. Hagen Lindstädt, Dr. Kerstin Fehre, Michael Wolf Dr. Gerhard Marx
Die Studierenden lernen zentrale Konzepte und Zu den Vorlesungsinhalten gehören u.a. die
Ort Ort
Fallstudien des strategischen Managements ent- Grundzüge zu folgenden Themen für die Berei-
Geb. 10.91 lang des idealtypischen Strategieprozesses Geb. 50.41 che Lebensmittel, kosmetische Mittel, Bedarfs-
Redtenbacher HS kennen. Dies sind interne und externe strategi- R -134 gegenstände, Wasser und in einfachen
sche Analyse, Konzept und Quellen von Wettbe- Ausführungen auch zu Futtermitteln:
werbsvorteile, ihre Bedeutung bei der
• Gesetzgebung auf europäischer und
Formulierung von Wettbewerbs- und von Unter-
nationaler Ebene
nehmensstrategien sowie die Strategiebewer-
• Europäische und nationale
Wirtschaft

Termin tung und -implementierung. Dabei soll vor allem Termin


und Recht

Rahmengesetzgebung
ein Überblick grundlegender Konzepte und
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 11.04.2011 • Vorschriften zur Kennzeichnung, zur
Modelle des strategischen Managements gege-
Hygiene
ben, also besonders eine handlungsorientierte
Mi 11h30-13h00 Mo 16h30-18h00 • Rückstände, Kontaminante, Novel food,
Integrationsleistung erbracht werden.
Zulassung, Abgrenzung
wöchentlich 14-täglich • Anforderungen an die
Lebensmittelüberwachung
• Aufbau und Aufgaben der
Lebensmittelüberwachung und
Anmeldung Anmeldung Ausgestaltung am Beispiel
Keine Keine Baden-Württemberg

Institution Institution
Institut für Institut für Angewandte
Angewandte Betriebswirt- Biowissenschaften
schaftslehre und
Unternehmensführung
Kontakt Kontakt
lindstaet@ibu.uni-karlsruhe.de gerhard.marx@
0721.608.43389 cvuaka.bwl.de
0721.9263634
168
Vorlesung Vorlesung

Markenrecht Informationstechnologie
und betriebswirtschaftliche Informationsgewinnung
Dr. Yvonne Matz Prof. Dr. Bruno Neibecker
Markenrecht ist ein Teilgebiet des gewerblichen Der Kurs verdeutlicht den Zweck der systemati-
Ort Ort schen Informationsgewinnung im Unternehmen
Rechtsschutzes. Die Vorlesung führt in die struk-
Geb. 07.08 turellen Grundlagen des Markenrechts ein. Der Geb. 20.13 zur Vorbereitung und Unterstützung von Entschei-
SR 313 Hörer wird in der Lage sein, die steigende wirt- dungen. Hierbei wird der Prozesscharakter der
R 006
schaftliche Bedeutung von Marken für jede Art Marktforschung zur Gewinnung und Analyse von
Daten für Marketingentscheidungen betont. Der
von Unternehmen zu erkennen: Denn für jeden
Prozess der Marktforschung wird mit rechnerge-
unternehmerisch Tätigen ist es nicht nur wirt- stützten Übungen und Fallstudien vertieft. Insge-
schaftlich sinnvoll, eigene Marken anzumelden, samt wird ein breites Leistungsspektrum mit

und Recht
Wirtschaft
Termin sondern es ist auch unerlässlich, die Rechte Termin Fragestellungen der quantitativen und qualitativen
anderer Markeninhaber zu kennen. Gegen- Marktforschung abgedeckt. Die unterschiedlichen
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 11.04.2011
stand der Vorlesung wird damit insbesondere Bereiche der Absatzforschung sollen ausgewogen
das markenrechtliche Anmeldeverfahren sein vermittelt werden, inklusive der Konkurrenzfor-
Do 08h00-09h30 Mo 09h45-11h15
sowie Ansprüche, die sich aus der Verletzung schung, der Konsumentenforschung, der Handels-
von Markenrechten ergeben. Außerdem wird forschung und neueren methodischen
wöchentlich wöchentlich Entwicklungen der Onlinemarktforschung und
die Lizenzierung von Marken behandelt.
Informationstechnologie.
Der Kurs umfasst im Einzelnen:
Anmeldung Anmeldung • Begriff und Typologisierung von E-Commerce
• Methoden der Datengewinnung in der Pri-
Keine Keine märforschung • Psychologische Methoden •
Inhaltsanalyse und kognitive Reaktionen •
Experiment • Panel • Methoden der Datenge-
winnung in der Sekundärforschung • Marke-
Institution Institution ting-Entscheidungsunterstützungssysteme •
Fallstudie: Skalenentwicklung-Validierung-
Zentrum für Angewandte Institut für Neurmarketing • Moderatorversus Mediatorva-
Rechtswissenschaft (ZAR) Entscheidungstheorie und riablen: Theoriebildung in der empirischen
Unternehmensforschung Forschung.
Kontakt Kontakt
Weitere Hinweise, vor allem auch zur Literatur,
yvonne.matz@kit.edu bruno.neibecker@kit.edu finden Sie unter www.wiwi.kit.edu/downloads/
0721.608.44843 0721.608.44769 mhb_wiing_MSc_lang_de_aktuell.pdf,
Seite 305-306
169
169
Vorlesung Vorlesung

Workflow-Management Wohlfahrtstheorie

Prof. Dr. Andreas Oberweis Prof. Dr. Clemens Puppe, Veronica Block
Als Workflows bezeichnet man die Teile von Die Vorlesung Wohlfahrtstheorie beschäftigt
Ort betrieblichen Abläufen, die rechnergestützt aus- Ort
sich mit der Frage nach der Effizienz und den
Geb. 11.40 geführt werden. Workflow-Management Geb. 20.13 Verteilungseigenschaften von ökonomischen
R -116 umfasst die Gestaltung, Modellierung, Analyse, HS 001 Allokationen, insbesondere von Marktgleich-
Ausführung und Verwaltung von Workflows. gewichten. Ausgangspunkt der Vorlesung
Workflow-Managementsysteme sind Standard- sind die beiden Wohlfahrtssätze: Das 1. Wohl-
Softwaresysteme zur effizienten Steuerung von fahrtstheorem besagt, dass (unter schwachen
Abläufen in Unternehmen und Organisationen. Voraussetzungen) jedes Wettbewerbsgleich-
Kenntnisse von Workflow-Managementkonzep-
Wirtschaft

Termin Termin gewicht effizient ist. Gemäß des 2. Wohl-


und Recht

ten und -Systemen sind besonders beim Entwurf fahrtstheorems kann umgekehrt (unter
Beginn: 12.04.2011 administrativer Prozesse und bei der Entwicklung Beginn: 12.04.2011 stärkeren Voraussetzungen) jede effiziente
von Informationssystemen zur Unterstützung Allokation als ein Wettbewerbsgleichgewicht
VL: Di 09h45-11h15 dieser Prozesse erforderlich. Di 14h00-15h30 durch geeignete Wahl der Anfangsausstat-
Ü: Di 15h45-17h15 tung erhalten werden. Anschließend werden
Die Vorlesung umfasst die wichtigsten Konzepte wöchentlich die Begriffe der Neidfreiheit sowie das ver-
Vorlesung wöchentlich, des Workflow-Managements, stellt Modellie-
wandte Konzept der egalitären Äquivalenz im
Übung 14-täglich rungs- und Analysetechniken vor und gibt einen
Rahmen der allgemeinen Gleichgewichtstheo-
Überblick über die derzeitigen Workflow-
Anmeldung Anmeldung rie diskutiert. Der zweite Teil der Vorlesung
Managementsysteme. Basis der Vorlesung sind
kreist um den Begriff der „sozialen Gerechtig-
einerseits die Standards, die von der Workflow-
Keine Keine keit” (d.h. Verteilungsgerechtigkeit). Es
Management-Coalition (WfMC) vorgeschlagen
werden die grundlegenden Prinzipien des Uti-
wurden, und andererseits Petri-Netze, die als
litarismus, der Rawls’schen Theorie der
formales Modellierungs- und Analysewerkzeug
Gerechtigkeit sowie John Roemers Theorie
Institution für Geschäftsprozesse eingesetzt werden. Dane- Institution von Chancengleichheit vorgestellt und kritisch
ben wird die Architektur sowie die Funktionalität
beleuchtet.
Institut für Angewandte von Workflow-Managementsystemen diskutiert. Institut für
Informatik und Formale Zusätzlich zu den theoretischen Grundlagen Wirtschaftstheorie Literatur:
Beschreibungsverfahren wird auch praktisches Anwendungswissen zum und Statistik • J. Rawls: A Theory of Justice.
Thema Workflow-Management vermittelt. Harvard University Press (1971)
Kontakt Kontakt
• J. Roemer: Theories of Distributive Justice.
oberweis@kit.edu clemens.puppe@kit.edu Harvard University Press (1996)
0721.608.44516 0721.608.43077

170
Vorlesung Vorlesung

Grundlagen der Produktionswirtschaft BGB für Fortgeschrittene

Prof. Dr. Frank Schultmann Prof. Dr. Dr. Peter Sester, Tinka Uphoff
Die Veranstaltung gibt eine Einführung in das Aufbauend auf den in der Vorlesung BGB für
Ort Ort
Gebiet der industriellen Produktion und Logistik. Anfänger erworbenen Grundkenntnissen des
Geb. 20.40 Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen des stra- Geb. 50.35 Zivilrechts und insbesondere des allgemeinen
HS 37 tegischen Produktionsmanagements, die auch HS am Fasanengarten Teils des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)
unter nachhaltig zeitrelevanten Aspekten behandelt die Vorlesung die gesetzlichen Rege-
betrachtet werden. Die Aufgaben der industriel- lungen des allgemeinen und des besonderen
len Produktionswirtschaft und Logistik werden Schuldrechts, also zum einen die gesetzlichen
mittels interdisziplinärer Ansätze der System- Grundregelungen von Leistungsort und Lei-

und Recht
Wirtschaft
Termin theorie beschrieben. Die behandelten Frage- Termin stungszeit einschließlich der Modalitäten der
stellungen umfassen strategische Unterneh- Leistungsabwicklung und des Rechts der Lei-
Beginn: 12.04.2011 mensplanung, die Forschung und Entwicklung Beginn: 14.04.2011
stungsstörungen (Unmöglichkeit, Nichtlei-
(F&E) sowie die betriebliche Standortplanung. stung, verspätete Leistung, Schlechtleistung).
Di 14h00-15h30 Unter produktionswirtschaftlicher Sichtweise Do 14h00-15h30
Zum anderen werden die gesetzlichen Vertrag-
sind zudem inner- und außerbetrieblicheTrans- stypen (insbesondere Kauf, Miete, Werk- und
wöchentlich port- und Lagerprobleme von Interesse. Dabei wöchentlich
Dienstvertrag, Leihe, Darlehen), vorgestellt und
werden auch Fragen der Entsorgungslogistik Mischtypen besprochen (Leasing, Factoring,
und des Supply Chain Managements behandelt. neuere Computerverträge). Darüber hinaus
Anmeldung Anmeldung wird das Haftungsrecht in den Formen der Ver-
schuldens- und der Gefährdungshaftung
Keine Keine
besprochen. Im Sachenrecht geht es um Besitz
und Eigentum, um die verschiedenen Übereig-
nungstatbestände sowie um die wichtigsten
dinglichen Sicherungsrechte.
Institution Institution

Institut für Zentrum für Angewandte


Industriebetriebslehre und Rechtswissenschaft (ZAR)
Industrielle Produktion (IIP)
Kontakt Kontakt

frank.schultmann@kit.edu sester@kit.edu
0721.608.44469/44569 0721.608.48426

171
171
Vorlesung Vorlesung

Einführung für ausländische Studenten Übung BGB für Anfänger:


in das deutsche Recht Einführung in die juristische Falllösungstechnik
Prof. Dr. Dr. Peter Sester, Dr. Yvonne Matz Prof. Dr. Dr. Peter Sester, Dr. Yvonne Matz
Die Veranstaltung soll ausländischen Studieren- Die Vorlesung BGB für Anfänger ist die grund-
Ort Ort
den über Anfangsschwierigkeiten in Vorlesun- legende Einführungsveranstaltung in das
Geb. 50.34 gen zum deutschen Recht hinweghelfen. Geb. 50.34 Fachgebiet Recht. Sie ist in vielen Studienfä-
R -108 R -107 chern Teil des Pflichtumfangs, in vielen Wahl-
Das Ziel der Veranstaltung ist erreicht, wenn der fächern wird eine Teilnahme an ihr empfohlen.
Studierende aufgrund des Erlernten besser befä- Die Vorlesung führt in die Grundlagen des
higt ist, sich den Stoff der (deutschen) juristi- Rechts und der Rechtsanwendung ein. In
schen Vorlesungen anzueignen. einem ersten Teil befasst sie sich mit Fragen
Wirtschaft

Termin Termin der Rechtsgeltung, der Definition von Recht


und Recht

Die Vorlesung soll den ausländischen Studieren-


den helfen, sich in der deutschen Rechtssprache und Gerechtigkeit, mit dem Normenaufbau
Beginn: 13.04.2011 Beginn: 12.04.2011
und im Umgang mit Recht und Gesetzen und dem Zusammenspiel von nationalem,
zurechtzufinden. Insofern dient diese Vorlesung europäischem und internationalem Recht. Ein
Mi 09h45-11h15 Di 11h30-13h00
nur dazu, den ausländischen Studierenden den zweiter Teil behandelt die zivilrechtlichen
Arbeitsaufwand für jedes andere juristische Stu- Grundbegriffe (Rechtsfähigkeit, Willenserklä-
wöchentlich wöchentlich
dienfach zu reduzieren, den sie sonst alleine auf- rung, Rechtsgeschäft, Vertragsschluss, Stell-
zubringen hätten. Eigener Arbeitsaufwand fällt vertretung). Ein dritter Teil führt in die
nicht an. Systematik des Schuldrechts ein (behandelt
Anmeldung Anmeldung werden Aspekte der Vertragserfüllung und
In der Vorlesung werden der Aufbau der deut- Leistungsstörung, die einzelnen Vertragsty-
Keine schen Rechtsordnung und die Grundzüge des Keine pen sowie die Haftungsmodelle der Verschul-
deutschen Rechts erläutert. Zu verschiedenen dens- und der Gefährdungshaftung) und
Rechtsgebieten werden Texte analysiert und die erläutert Grundbegriffe des Sachenrechts
korrekte Verwendung der Rechtsterminologie (Eigentum und Eigentumserwerb; numerus
Institution eingeübt. Institution clausus der Sachenrechte).
Zentrum für Angewandte Zentrum für Angewandte
Rechtswissenschaft (ZAR) Rechtswissenschaft (ZAR)

Kontakt Kontakt
sester@kit.edu sester@kit.edu
yvonne.matz@kit.edu yvonne.matz@kit.edu
0721.608.44843 0721.608.48443
172
Vorlesung Seminar

Vertragsgestaltung Netzwerkkompetenz
und Netzwerkmanagement
Prof. Dr. Dr. Peter Sester, Dr. Alexander Joachim Hoff Felicitas Steck
Vernetzung und Netzwerke sind mehr als
Ort Die Vorlesung befasst sich mit den Grundfragen Ort
moderne Schlagworte, sie sind eine neue
der Vertragsgestaltung im Wirtschaftsrecht.
Geb. 07.08 Geb. 01.93 Organisationsform zur Bündelung kollektiver
Anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis
SR 313 SR 1.OG Strategien. Netzwerke bestimmen unsere
wird ein Überblick über typische Vertragsgestal-
Kronenstr. 32 Gesellschaft, in der sich alle relevanten Pro-
tungen vermittelt. Insbesondere werden die
zesse um die Organisationsform Netzwerk for-
GmbH, die OHG, die KG, die EWIV, der Verein
mieren. Unternehmen schließen sich in
und die Aktiengesellschaft behandelt. Dabei
Unternehmensnetzwerken zusammen, Städte
werden auch internationale und rechtsverglei-

und Recht
Wirtschaft
Termin Termin und Unternehmen kooperieren in Clustern,
chende Bezüge hergestellt.
und kleinere und mittlere Unternehmen bilden
Beginn: 14.04.2011 Beginn: 20.04.2011 Projekt-Netzwerke. Im Netzwerkmanagement
wird in Theorie und Praxis vermittelt, wie
Do 09h45-11h15 Mi 11h30-13h00 Akteurs- und Organisationsnetzwerke aufge-
baut und organisiert sind. In Form von
wöchentlich wöchentlich Praxisbeispielen wird die Kunst der „Netzwerk-
steuerung“ in vielfältigen Beispielen veran-
schaulicht.
Anmeldung Anmeldung In jedem Berufszweig wird man heutzutage
Keine Erforderlich mit Netzwerken konfrontiert. Um erfolgreich in
über die ZAK-Homepage: Netzwerken zu arbeiten, ist die Netzwerkkom-
www.zak.kit.edu petenz wichtig, sich strategisch zu positionie-
ren. Wir lernen die unterschiedlichen Phasen
Institution Institution des Netzwerkmanagements kennen. Die Sta-
keholderanalyse dient der Identifikation geeig-
Zentrum für Angewandte ZAK | Zentrum für Ange- neter Kooperationspartner, und zur Diagnose
Rechtswissenschaft (ZAR) wandte Kulturwissenschaft des Vernetzungsstatus nutzen wir die Netzwer-
und Studium Generale kanalyse.
Kontakt Kontakt Das Seminar gliedert sich in eine theoretische
peter.sester@kit.edu steck@ Themeneinführung der Netzwerkbegriffe,
0721.608.48426 netzwerk-gesellschaft.de danach besprechen wir Netzwerkbeispiele und
0721.8200647 im dritten Teil berichten Netzwerkmanager.

FunD / DiMa 173


173
Vorlesung Vorlesung

Prozessgestaltung und Arbeitswirtschaft Geschäftsmodelle im Internet:


Planung und Umsetzung
Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Patricia Stock Prof. Dr. Christof Weinhardt, Dr. Tobias Conte
Ort Lernziele: Ort Die Idee der Veranstaltung ist es, kreative
• Befähigung der Studenten zur effektiven und (Geschäfts-) Ideen für internetbasierte Dienst-
Geb. 40.29 effizienten Arbeitsablauf- und Geb. 11.40 leistungen im Team zu erarbeiten und unter
R006 Arbeitsprozessgestaltung R 214 Anwendung der erlernten theoretischen
• Ausbildung in arbeitswirtschaftlichen Methoden Grundlagen in werthaltige Lösungen zu trans-
(MTM-Grundsystem, Prozessbausteine, formieren, die von erfahrenen Industrievertre-
Datenermittlung u.a.)
tern kritisch unter die Lupe genommen
• Ausbildung in modernen Methoden und
werden. Damit werden in der Vorlesung die
Prinzipien der Arbeitswirtschaft, des IE und von
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

Produktionssystemen theoretischen und praktischen Grundlagen


16.05.-20.05.2011 • Die Studierende sind in der Lage, Methoden zur Beginn: 12.04.2011 für die Gründung eines Unternehmens für
Gestaltung von Arbeitsplätzen und -prozessen internetbasierte Dienstleistungen vermittelt.
jeweils 08h00-17h15 praktisch anzuwenden. Mi 11h30-13h00 In der Veranstaltung steht die Anwendung
• Die Studierende sind in der Lage, moderne des vermittelten Wissens im Vordergrund: die
Ansätze der Prozess- und Produktionsorganisation wöchentlich Gründerteams (3-4 StudentInnen) entwickeln
anzuwenden. einen Businessplan für ihre Geschäftsidee.
Inhalte: Dabei muss sich das Gründerteam vor exter-
1. Definition, Begriffe der Arbeitswirtschaft und des nen Gutachtern (Risikokapitalgeber (VC) und
Anmeldung Prozessmanagements Anmeldung erfolgreichen Unternehmensgründern)
2. Aufgabenfelder der Arbeitswirtschaft und des Möglich über Ilias (nicht behaupten, die die präsentierten Ideen bewer-
Persönliche Anmeldung
Industrial Engineering verpflichtend) ten. Neben einer schriftlichen Klausur gehen
im Sekretariat des ifab
3. Ansätze heutiger Produktionsorganisation Leistungen der Teamarbeit wie Kreativität,
Geb. 10.91 (Ganzheitliche Produktionssysteme, geführte
R 022 Teamfähigkeit, Engagement, Präsentationsstil
Gruppenarbeit u.a.)
Institution Institution usw. in die Bewertung des Leistungsnachwei-
4. Moderne Methoden und Prinzipien der
Arbeitswirtschaft, des Industrial Engineering und Institut für ses ein.
Institut für
von Produktionssystemen Diese Vorlesung erfordert überdurchschnittli-
Arbeitswissenschaft und Informationswirtschaft
5. Praxisbeispiele und -übungen zur Analyse und ches Engagement, unternehmerisches
Betriebsorganisation und -management
Gestaltung der Prozessgestaltung Denken und den Willen zur Umsetzung eige-
Kontakt Die Möglichkeit zur nicht-akademischen Kontakt ner visionärer Ideen.
Zertifizierung mit dem MTM-Grundschein ist
info@ifab.kit.edu gegeben. weinhardt@kit.edu Weitere Infos unter:
patricia.stock@kit.edu 0721.608.48370 http://www.im.uni-karlsruhe.de/GIP
0721.608.44839
174
Vorlesung Vorlesung

Market Engineering: Information in Institutions Einführung in die Versicherungsbetriebslehre/


Principles of Insurance Management
Prof. Dr. Christof Weinhardt, Dr. Simon Caton, Dr. Marc Adam Prof. Dr. Ute Werner
Die Fragen ‚Was ist Versicherung?’ bzw. ‚Wie
Ort Die Vorlesung Market Engineering steht unter Ort
ist es möglich, dass Versicherer Risiken von
der Prämisse des „Ökonomen als Ingenieur“, anderen übernehmen und dennoch recht
Geb. 11.40 Geb. 11.40
wie sie beispielsweise von Hal Varian und Al Roth sichere und rentable Unternehmen sind, in die
R 221 R 202
postuliert wurde (jeweils in 2002). Studierende Warren Buffett gerne investiert?’ wird auf
lernen Gestaltungsoptionen elektronischer mehreren Ebenen beantwortet:
Marktplattformen in ihrer Gesamtheit zu erfas-
sen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Sie Zunächst untersuchen wir die Funktion von
lernen die Integration von Märkten in traditio- Versicherungsschutz als risikopolitisches Instru-

und Recht
Wirtschaft
Termin Termin
nelle Geschäftsprozesse kennen und Lösungen ment auf einzel- und gesamtwirtschaftlicher
Beginn: 12.04.2011 für interdisziplinäre Fragestellungen zu entwic- Beginn: 13.04.2011 Ebene und lernen die rechtlichen Rahmenbe-
keln sowie zu implementieren. Durch Teamarbeit dingungen sowie die Technik der Produktion
Di 15h45 -17h15 an aktueller Literatur und Anwendungsfällen Mi 11h30-13h45 von Versicherungsschutz kennen. Dann erkun-
erhalten Studierende sowohl theoretische als den wir weitere Leistungen von Versicherungs-
wöchentlich auch praktische Erfahrung. wöchentlich unternehmen wie Risikoberatung,
Schadenmanagement und Kapitalanlage.
Die Vorlesung und Übung werden in englischer
Sprache gehalten. Die zentrale Finanzierungsfunktion (Wer finan-
Anmeldung Anmeldung ziert die Versicherer? Wen finanzieren die Ver-
Weitere Informationen finden Sie unter: sicherer? Über wie viel Kapital müssen
Möglich über Ilias (nicht Erforderlich per E-Mail, Versicherer mindestens verfügen, um die über-
http://www.im.uni-karlsruhe.de/MEI
verpflichtend) siehe Kontakt nommenen Risiken tragen zu können) stellt
einen weiteren Schwerpunkt dar. Abschließend
werden ausgewählte Aspekte wichtiger Versi-
Institution Institution cherungsprodukte vorgestellt.
Institut für Institut für Alle Teilnehmer tragen aktiv zur Veranstaltung
Informationswirtschaft Finanzwirtschaft, Banken bei, indem sie mindestens einen Vortrag prä-
und -management und Versicherungen (FBV) sentieren und eine Ausarbeitung dazu anferti-
Kontakt Kontakt gen.

weinhardt@kit.edu lehrstuhl-versicherungswissenschaft@
0721.608.48370 fbv.kit.edu
0721.608.44270
175
175
Vorlesung Vorlesung

Grundlagen der Risikoforschung/ Arbeitsplanung, Simulation und Digitale Fabrik


Multidisciplinay Risk Research
Prof. Dr. Ute Werner Prof. Dr.-Ing. Gert Zülch
Die Veranstaltung gliedert sich in zwei
Ort Ort Lernziele:
Abschnitte:
• Lerninhalte zum Thema
Geb. 01.93 Im theoretischen Teil werden Risikokonzeptionen Geb. 11.40 „Produktionsmanagement“ vertiefen
SR 1.OG verschiedener Disziplinen vorgestellt sowie Kate- R 221 • Kenntnisse über kurz- und langfristige Aufgaben
Kronenstr. 32 gorisierungen von Risiken (z.B. nach natürlicher der Arbeits- und Produktionssystemplanung
oder technischer Herkunft) und Risikoträgern erweitern
diskutiert. Empirische Forschungsarbeiten dienen • Grundlegende Techniken der Modellierung und
als Grundlage für die Beschreibung und Erklä- Simulation von Produktionssystemen verstehen
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

rung von Prozessen der Risikowahrnehmung • Bedeutung und Nutzen der Informatik im
und -bewertung sowie des Risk Taking auf indivi- Beginn: 12.04.2011 Maschinenbau erkennen
Beginn: 11.04.2011
dueller, institutionaler und globaler Ebene.
Mo 11h30-13h45 Der methodische Teil der Veranstaltung widmet Di 14h00-15h30 Inhalte:
sich Ansätzen der Hazardforschung, der Identifi- 1. Überblick und Einführung
wöchentlich kation und Kartierung von Risikokumulen sowie wöchentlich 2. Begriffsbestimmung und betriebliche
der Sicherheitskulturforschung. Unter Rückgriff Einordnung
auf empirische Studien werden Methoden zur 3. Gegenstandsbereiche der Arbeitsplanung
Erhebung von Risikowahrnehmung und -bewer- 4. Planung einer Bearbeitungsplanes
Anmeldung tung diskutiert, auch unter Berücksichtigung der Anmeldung 5. Erstellung eines Arbeitsplanes
spezifischen Probleme, die bei kulturübergreifen- Keine 6. Gestaltung eines Arbeitsplatzes
Erforderlich per E-Mail,
den Forschungsarbeiten auftreten. 7. Grundbegriffe der Simulation von
siehe Kontakt
Dadurch wird ein Überblick zur theoretischen, Produktionssystemen
empirischen und methodischen Vielfalt erarbei- 8. Materialflussorientierte Simulation
Institution tet, mit der Risiken erforscht werden. Gleichzei- Institution 9. Personalorientierte Simulation
tig lernt man disziplinspezifische Perspektiven 10. Planung und Simulation von
Institut für und Vorgehensweisen bei der Risikoforschung Institut für Montagesystemen
Finanzwirtschaft, Banken kennen und diese kritisch zu beurteilen. Arbeitswissenschaft und 11. Simulation von Unternehmensstrukturen
und Versicherungen (FBV) Betriebsorganisation (ifab) 12. Digitale Fabrik als Planungswerkzeug
Alle Teilnehmer tragen aktiv zur Veranstaltung
Kontakt bei, indem sie mindestens einen Vortrag präsen- Kontakt
tieren und eine Ausarbeitung dazu anfertigen.
lehrstuhl-versicherungswissenschaft@ info@ifab.kit.edu
fbv.kit.edu 0721.608.44250
0721.608.44270
176
Vorlesung Vorlesung

Service Operations Management (in Englisch) Introduction to Ergonomics (in Englisch)

Prof. Dr.-Ing. Gert Zülch Prof. Dr.-Ing. Gert Zülch


Learning objectives:
Ort The lecture focuses on aspects on how to ana- Ort
• Knowledge about prerequisites of human
lyse, control and plan operations in service and
Geb. 02.95 performance
administration. Operations Management is con- Geb. 02.95
ID SR 201 • Stress and strain
cerned with the design, planning control and ID SR 201
• Initial knowledge about human-centered
improvement of an organisation´s resources and
work organisation
processes to produce goods or services for custo-
• Basic knowledge about the management of
mers. Service engineering is occupied with deve-
occupational health and safety
lopment and design of services using adequate

und Recht
Wirtschaft
Termin Termin
process models methodologies and tools. Admi-
Content:
Beginn: 12.04.2011 nistration covers the necessary task of steering, Beginn: 12.04.2011
1. Introduction to the Course
maintaining and controlling in order to organize
2. Basic Concepts
Di 09h45-11h15 human life and society with respect to individual Di 08h00-09h30
3. Physiological Issues of Humans at Work
performance and all liabilities derived from them.
4. Psychological Issues of Work Design
wöchentlich It includes also the definition and realization of wöchentlich
5. Environmental Conditions
common goals and objectives.
6. Methods of Work Analysis
Learning objectives:
7. Workplace Design and Man Models
Anmeldung Anmeldung 8. Work Structuring and
• Insights into significance, objectives, and roles
Personnel-oriented Simulation
Keine of service enterprises
Keine 9. Ergonomic Product Design and
• Knowledge about analysis, design control,
Virtual Reality
and assessment of service operations
10. Occupational Health and Safety
• Initial knowledge about approaches to
Institution perpetual improvement Institution
Content:
Institut für 1. Significance of Services and Administration Institut für
Arbeitswissenschaft und 2. Definition and General Model Arbeitswissenschaft und
Betriebsorganisation (ifab) 3. Strategic Roles and Objectives Betriebsorganisation (ifab)
4. Analysis of Service Operations
Kontakt Kontakt
5. Design of Service Operations
info@ifab.kit.edu 6. Control of Service Workload info@ifab.kit.edu
0721.608.44250 7. Quality Planning and Control 0721.608.44250
8. Assessing and Improving Services
177
177
Vorlesung Vorlesung

Produktionsmanagement II Management- und Führungstechniken

Prof. Dr.-Ing. Gert Zülch Prof. Dr.-Ing. Gert Zülch, Hans Hatzl
Ort Kürzere Produktlebensdauer, hohe Lohnkosten, Ort Vermittlung von Management- und Füh-
neue Produkte und Verfahren sowie sozialer rungstechniken zur Vorbereitung auf
Geb. 10.91 und wirtschaftlicher Wandel zwingen alle Pro- Geb. 02.95 Management- und Führungsaufgaben.
Redtenbacher HS duktionsunternehmen zu laufenden Anpassun- ID SR 201
gen und Verbesserungen des gesamten Inhaltsverzeichnis:
Unternehmensgeschehens. Für betriebsorgani- • Einführung in das Thema
satorische Maßnahmen ist die Kenntnis der • Zielfindung u. Zielerreichung
immer vielfältigeren Produktionstechnik nicht • Managementtechniken in der Planung
Wirtschaft

Termin Termin
und Recht

mehr ausreichend; vielmehr gewinnen die • Kommunikation und Information


Beginn: 12.04.2011 organisatorischen, wirtschaftlichen, führungs- 09.05.-06.06.2011 • Entscheidungslehre
mäßigen und rechtlichen Aspekte zunehmende • Führung und Zusammenarbeit
Di 15h45-17h15 Bedeutung. Mo 14h00-17h15 • Selbstmanagement
• Konfliktbewältigung und -strategie
Die Vorlesung Produktionsmanagement II (Blockveranstaltung)
wöchentlich wöchentlich
behandelt Themen wie: Planung der Teileferti- • Fallstudie (Blockveranstaltung)
gung und Montage, Instandhaltung, Qualitäts-
sicherung, Grundlagen und Vorgehensweise Bemerkungen:
Anmeldung bei der Fabrikplanung, Projektmanagement, Anmeldung • Anwesenheitspflicht
Produktnutzung und Recycling sowie Manage- • Interaktive Beteiligung der Studenten
Keine mentsysteme. Voranmeldung am ifab
erforderlich bis zum
31.03.2011

Institution Institution

Institut für Institut für


Arbeitswissenschaft und Arbeitswissenschaft und
Betriebsorganisation (ifab) Betriebsorganisation (ifab)
Kontakt Kontakt

info@ifab.kit.edu info@ifab.kit.edu
0721.608.44250 0721.608.44250

178
Politik und Globalisierung
»Die Moderne hielt sich einst
für universal, nun hält sie sich für
global.«
Zygmunt Baumann

179
Seminar Seminar

Leadership In A Borderless World Interkulturelle Kommunikation


mit Schwerpunkt Africa
H.E. Thoko M. Banda H.E. Thoko M. Banda
As global power structures continue to shift Despite its abundant resources, vibrant cultu-
Ort from traditional nation states and corporations Ort
res, rich histories, and decades of ‚donated‘
Geb. 50.41 to topical, borderless alliances, which leadership Geb. 50.41 development assistance, the African conti-
R -133 cultures will emerge as divisive or inclusive, R -133 nent continues to be caught in poverty-con-
which as regressive or progressive? flict-debt cycles that appear irreversible.
While building an understanding of different cul- While remaining sensitive to historical and
tures of leadership, this course will explore the economic trends, both global and localized,
role of leadership in a globalized world, trans-
Termin Termin this course will explore the social belief
cending political, corporate, civil society, and systems of some African regions in order to
Fr 06.05.2011 11h00-17h00 social constellations. Sa 07.05.2011 10h00-16h00 identify the roles they can play in communi-
Fr 13.05.2011 11h00-17h00 Sa 14.05.2011 10h00-16h00 cating transformational potentials for those
Globalisierung

The need for a growing multicultural sensitivity


Politik und

Fr 27.05.2011 11h00-18h30 Sa 28.05.2011 10h00-17h30 communities in a globalized, multicultural


to the impact of leadership style and content on
different audiences (geographic, ethnic, and reli- context.
gious, for example) cannot be overstated.

Anmeldung Anmeldung
Erforderlich Erforderlich
über die ZAK-Homepage: über die ZAK-Homepage:
www.zak.kit.edu www.zak.kit.edu

Institution Institution

ZAK | Zentrum für Ange- ZAK | Zentrum für Ange-


wandte Kulturwissenschaft wandte Kulturwissenschaft
und Studium Generale und Studium Generale
Kontakt Kontakt
zaniphilosophy@gmail.com zaniphilosophy@gmail.com

180 INTER-ACT / DiMa / FunD INTER-ACT / DiMa


Seminar Vorlesung

Regionalplanung in Entwicklungsländern Internationale Wirtschaftspolitik

Prof. Dr.-Ing. Claus Heidemann Prof. Dr. Jan Kowalski


Die Themenschwerpunkte wechseln im jährli- Ergänzend zur Kernveranstaltung „Außenwirt-
Ort chen Turnus zwischen (a) der Behandlung der Ort schaft“ werden die folgenden Grundbegriffe
Geb. 10.40 Einrichtungen und Verfahren der Regionalpoli- Geb. 30.45 und Grundprobleme behandelt: Handelspoli-
R 011 tik und -planung in den Herkunftsländern der AOC 101 tik, Währungspolitik, internationale Entwick-
Seminarteilnehmer (Mustergliederung) und (b) lungsprobleme, Globalisierung der Wirtschaft,
der Vorstellung und Erörterung wichtiger Texte Supranationale Institutionen, regionale Wirt-
kanonischer wie kritischer Autoren zu Fragen schaftsintegration.
der theoretischen Grundlegung und prakti-
schen Ausführung von Entwicklungspolitik Literatur:
Termin und Entwicklungsplanung unter besonderer Termin World Bank: World Development Report.
Berücksichtigung des regionalen Maßstabs. Beginn: 13.04.2011 2000, 2001, 2002, 2003.
Beginn: 13.04.2011
Eingeleitet wird die Veranstaltung durch eine Wagner, M.: Einführung in die Weltwirtschafts-

Globalisierung
Erläuterung der Schlüsselbegriffe wie Region; politik. Oldenbourg 1995.

Politik und