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Die sozial-liberale Regierung 1969-1982: Nach der Verabschiedung der

Notstandsgesetze war die Gemeinsamkeit der Koalitionspartner bald erschöpft. Strittige


Probleme in der Deutschland- und Ostpolitik, wie das Verhältnis zur DDR und die
Entspannungspolitik gegenüber dem Warschauer Pakt, in der Innen- und Finanzpolitik,
wurden nicht mehr gelöst, sondern - so eine Formel von Bundeskanzler Kurt Georg
Kiesinger - ausgeklammert. In der SPD nahm die Zahl der Gegner der Großen Koalition
zu; immer mehr Mitglieder - auch der Parteiführung - traten für eine Koalition mit der
FDP ein. Das Wahlergebnis von September 1969 hat es der SPD ermöglicht, auch ohne
Bündnis mit den Unionsparteien an der Regierung zu bleiben. Zusammen mit dem
neuen Koalitionspartner, der Liberalen FDP, stellte sie die Bundesregierung auf. Die
CDU/CSU war nach zwanzigjähriger Regierungszeit gezwungen, in die Opposition zu
gehen. Die sozial-liberale Koalition blieb an der Regierung bis 1982, zunächst und bis
1974 unter der kanzlerschaft von willy brandt, dann Helmut Schmidt. Der
Regierungswechsel des Jahres 1969 ist von Beteiligten und Beobachtern als tiefe Zäsur
empfunden worden: erstmals löste eine Partei und der völlig friedlichen Bedingungen
eine andere an der Spitze des Parlaments ab. Damit hatte die immer noch junge
Republik ihre Bewährungsprobe als parlamentarische Demokratie bestanden. Der
machtwechsel galt denen, die ihn befürworteten, als Befreiungsschlag aus einer langen
Leinargie. [Reformprogramm]Die neue Koalition unter dem SPD-Vorsitzenden Willy
Brandt als Bundeskanzler und dem FDP-Vorsitzenden Walter Scheel, als
außerministerrat als Reformregierung an und versuchte, das Grundanliegen der
außerparlamentarischen Opposition - mehr Demokratie in Staat und Gesellschaft - in ihr
politisches Programm einzubeziehen. Das Regierungsprogramm enthielt eine Reihe von
Reformvorhaben, die in diesem Sinne interpretiert werden können: umfassende Reform
des Bildungswesen, Herabsetzung des Wahl und mündigkeitsalters, Reform des Ehe- und
Familienrechts, Strafrechtsreform und Strafvollzugsreform, Ausbau sozialer
Einrichtungen, Monopolkontrolle und Ausweitung der Mitbestimmung. Das
innenpolitische Reformprogramm, das die Koalition von SPD und FDP allein bis 1972
umsetzt, ist ehrgeizig und umfangreich. Es umfasst: Mehr demokratische Mitwirkung:
Das aktive und passive Wahlalter wird auf 18 Jahre gesenkt. Betriebs- und Personalräte
erhalten mehr Mitbestimmungsrechte. Bildungsreformen: Das
Bundesausbildungsförderungsgesetz verbessert die Bildungs- und Berufschancen für
Kinder aus einkommensschwachen Familien deutlich und öffnet breiten Schichten den
Zugang zu Abitur und Studium. Erweiterung von Freiheitsrechten: Ein neues Ehe- und
Familienrecht unterstützt die Emanzipation und die Gleichstellung der Frauen. Das Recht
auf sexuelle Selbstbestimmung wird gestärkt, insbesondere durch die weitere
Entkriminalisierung von Homosexualität. Erhöhung und Ausweitung von
Sozialleistungen: Durch den Ausbau der Sozialversicherung erhalten viele Bürgerinnen
und Bürger mehr Schutz bei Krankheit und höhere Renten. Die Förderung der
Vermögensbildung von Arbeitnehmern wird verbessert. Familien bekommen mehr
Kindergeld. Erste Maßnahmen zum Schutz der Umwelt: Um Lärm und Abgase
einzudämmen, Schadstoffe in Lebensmitteln zu verringern und Wasser sauberer
machen, wird ein Sofortprogramm beschlossen. Bekämpfung des Terrorismus: Als
Reaktion auf den nationalen und internationalen Linksterrorismus wird der
Sicherheitsapparat enorm ausgebaut und die Gefahrenabwehr auf Bundesebene zentral
organisiert. Reformen prägen die Amtszeit des ersten sozialdemokratischen Kanzlers der
Bundesrepublik Deutschland: Die sozial-liberale Koalition unter Willy Brandt erweitert
Freiheitsrechte, ermöglicht mehr demokratische Mitwirkung und baut den Sozialstaat
aus. Die Opposition bekämpft die Politik der Regierung Brandt/Scheel mit aller Härte.
CDU und CSU scheitern jedoch damit, den Bundeskanzler zu stürzen. Mit dem klaren
Wahlsieg von SPD und FDP erreicht die „Ära Brandt“ 1972 ihren Zenit. Die
Wirtschaftskrise von 1973/1974: [Ursachen]die kurze Ära Brandt (1969-1974) hatte
nicht nur in der Auswärtigen Politik die Ära Adenauer abgelöst. Auch das
Wirtschaftswunder Erhard neigte sich dem Ende zu. Im israelisch-arabischen Krieg vom
Oktober 1973 (Jom-Kippur-Krieg) setzen die arabischen Staaten erstmals Erdöl als
politisches Druckmittel ein. Mit einem Lieferboykott und Senkungen der Ölexporte
suchen die erdölfördernden arabischen Staaten die als israelfreundlich geltenden Länder
und Japan zu einer Änderung ihrer Haltung im Nahost-Konflikt zu zwingen.Die
betroffenen Westmächte reagieren mit umfassenden Sparprogrammen, um den
Energieverbrauch deutlich zu senken. Die Ölkrise macht schlagartig die Abhängigkeit der
Wachstumsgesellschaft von Erdölimporten deutlich. Sie ist einer der entscheidenden
Faktoren durch die in den westlichen Industriestaaten die schwerste Wirtschaftskrise
seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ausgelöst wird. 20 Jahre nachkriegsboom
endeten binnen Monatsfrist. Investitionen, Zinssätze, Gewinne und Arbeitsmarkt haben
sich bis heute vom diesem Schlag nicht erholt.Eine weitere Ursache für die schwere
Rezession der Weltwirtschaft liegt im Zusammenbruch der internationalen
Währungsordnung. Sie wird ausgelöst durch das hohe amerikanische
Zahlungsbilanzdefizit als Folge des Kapitalexports im Rahmen des Vietnamkriegs und der
daraus resultierenden Dollar-Schwäche. [Folgen] Infolgedessen stieg der Preis für Erdöl
extrem an. Dies war ein schwerer Schlag für die westlichen Industrieländer, so auch für
Deutschland. In der Bundesrepublik wurden 55 Prozent des benötigten Erdöls aus
anderen Ländern importiert.Als erste große Maßnahme beschloss die Bundesregierung
unter Bundeskanzler Willy Brandt am 10. November 1973, dass es an vier Sonntagen im
November und Dezember nicht erlaubt sein sollte, mit dem Auto zu fahren. Zudem
setzte man eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Kilometern pro Stunde auf der
Autobahn und 80 auf den Landstraßen durch. Ausgenommen waren davon
Berufsgruppen wie Taxi- und Busfahrer oder Ärzte. So hoffte man den Energieverbrauch
senken und Erdöl sparen zu können. In Deutschland waren davon alleine 13 Millionen
Menschen betroffen, die ein Auto besaßen.Für die deutsche Wirtschaft und den
Arbeitsmarkt hatte die Ölkrise verheerende Folgen. Zu Beginn des Jahres 1974 war der
Preis für Rohöl schon vier Mal so hoch wie vor der Krise. Die Autoindustrie machte über
25 Prozent Einbußen und einige Unternehmen mit hohem Energieverbrauch mussten
ihre Produktion so weit zurückfahren, dass zahlreiche Menschen nur noch in Kurzarbeit
arbeiten konnten oder sogar entlassen werden mussten. Dadurch verdoppelte sich die
Arbeitslosenzahl und in Deutschland gab es nun anstatt 273.000 Menschen mehr als
eine Million Arbeitslose .Die Massenarbeitslosigkeit im Industrieland BRD ist zum großen
Teil aber auch die großen Fortschritte der Informatik und Robotik zurückzuführen
(Struktureller Wandel).Willy Brandts neue Ostpolitik : Entspannung und Öffnung nach
Osten: Als Ostpolitik im engeren Sinne wird die im Rahmen des Ost-West-Konflikts auf
Ausgleich mit der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten zielende Außenpolitik
der Bundesrepublik Deutschland, beginnend mit der Regierung Willy Brandt und Walter
Scheel, zwischen 1969 und 1989 bezeichnet. Die Neue Ostpolitik leitete eine
Entspannungsphase ein und wurde grundlegend für die deutsch-deutsche
Wiedervereinigung 1990. Nach der deutschen Teilung 1949 wurden BRD und DDR
jeweils eng in zwei unterschiedliche Systeme integriert [Kalter Krieg]. Bundeskanzler
Konrad Adenauer band die BRD durch die Westintegration politisch und wirtschaftlich an
die westliche Staatengemeinschaft. In der DDR kam es auf Betrieben der Sowjetunion
hingegen zum Aufbau des Sozialismus, der eine Einparteienherrschaft, unfreie Wahlen
und Planwirtschaft zur Folge hatte. Eine Annäherung beider deutscher Teilstaaten wurde
dadurch unmöglich gemacht, dass die Bundesregierung den Alleinvertretungsanspruch
erließ. Die Neue Ostpolitik markierte eine historische Wende des Ost/West-Konflikts, da
die unterzeichnenden Staaten erstmals den Status quo akzeptierten. Die wichtigsten
Beschlüsse zwischen BRD und DDR beinhaltete der Grundlagenvertrag. Beide Teilstaaten
entwickelten folglich gutnachbarliche Beziehungen zueinander, akzeptierten die
Grenzen als unverletzlich und verpflichteten sich dazu, den jeweiligen anderen Staat
nicht international vertreten zu dürfen. Auch die Reiseeinschränkungen zwischen Ost
und West konnten wieder erleichtert werden. Die Neue Ostpolitik leitete eine
Entspannungsphase des Kalten Kriegs ein und konnte die Beziehungen normalisieren.
Dadurch wurden BRD und DDR 1973 in die Vereinten Nationen aufgenommen. Auf den
westdeutschen Vorstoß reagierte der DDR-Staat interessiert (Es lockten nicht zuletzt
wirtschaftliche Vorteile, die man sich von der vorsichtigen Annäherung mit der Reichen
BRD versprach). Schon im März 1970 kam es zu einem aufsehenerregenden ersten
deutsch-deutschen Treffen auf hoher Ebene: in Erfurt trafen sich Willy Brandt und der
ostdeutsche Ministerratsvorsitzende Willi Stoph zusammen, um die Verhandlungen
aufzunehmen. Gleichzeitig bemühte sich Bonn aktiv um eine Normalisierung der
Beziehung mit Moskau. Im August 1970 wurde ein Vertrag mit der Sowjetunion
unterzeichnet, in dem sich beide Teile dazu verpflichteten, ihre streitfragen
ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen und auf Gewalt zu verzichten. Einige
Monate später wurde ebenfalls das Verhältnis mit Polen offiziell geregelt. Nach der
Unterzeichnung des Moskauer Vertrages betont die Bundesregierung, dass dessen
Ratifizierung nur bei positiven Ergebnissen in Berlin erfolgen werde. Nun kommt
Bewegung in die Verhandlungen, und am 3. September 1971 unterzeichnen die
Botschafter das Viermächte-Abkommen über Berlin. Erstmals seit 1945 garantiert die
Sowjetunion darin den ungehinderten Transitverkehr auf Straße, Schiene und zu Wasser
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin. Moskau akzeptiert mit dem
Viermächte-Abkommen die gewachsene Lage, nämlich die faktische Zugehörigkeit West-
Berlins zur Wirtschafts-, Gesellschafts- und Rechtsordnung der Bundesrepublik
Deutschland. Gleichzeitig wird jedoch auch festgeschrieben, dass der Westteil Berlins
"wie bisher kein Bestandteil" der Bundesrepublik ist. Bonn muss daraufhin seine Präsenz
in West-Berlin reduzieren. Für seine Ostpolitik, die (vor dem Hintergrund des Kalten
Krieges) zugleich eine Entspannungs- und Friedenspolitik war, wurde Willy Brandt 1971
mit dem Nobelpreis für Frieden ausgezeichnet. Das bekräftigte seinem Ruhm als
“friedenskanzler”. W.Brandts Rücktritt: Die Guillaume-Affäre: Im Mai 1974 legte Willy
Brandt sein Amt als Bundeskanzler nieder und trat zurück. Unmittelbarer Grund war die
Entdeckung, dass einer seiner engen Mitarbeiter im Kanzleramt, ein gewisser Günther
Guillaume, ein DDR-Spion war. Wie er in seiner Rücktrittserklärung schrieb, übernahm
Brandt die “politische Verantwortung” der peinlich schädlichen Affäre. Den 9.
November 1989 Fall der Berliner Mauer: Die Berliner Mauer rund um Westberlin
bildete die Grenze zwischen Ost und West. Bewachung durch Grenzsoldaten,
Stacheldraht, Minen und Selbstschussanlagen machten diese Grenzbefestigung nahezu
unüberwindlich. Sie war das abschreckende Symbol des Ost-West-Konflikts und mehr als
ein Vierteljahrhundert Symbol der Teilung Deutschlands. Am 9. November 1989 fiel die
Mauer. Dieser 9. November ist fest mit der Deutschen Einheit verknüpft. Bis zum Jahr
1990 war Deutschland in zwei Länder geteilt: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im
Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Die DDR war eine
Diktatur. In ihr herrschte nur eine Partei, die SED, und die Menschen durften nicht frei
ihre Meinung sagen und wurden durch die Mauer am Verlassen des Landes gehindert.
Ein Aufstand ohne Gewalt ist eine friedliche Revolution. In Deutschland meinen wir
damit die Friedliche Revolution 1989. Die Menschen in der DDR gingen auf die Straße
und protestierten gegen die DDR. Sie wollten Meinungsfreiheit und freie Wahlen. Und
sie wollten wieder in den Westen reisen können. Die Friedliche Revolution war
erfolgreich, denn es gab den im November den Mauerfall. Reaktionen im Westen: auch
in der westlichen Welt wurde die plötzliche Entwicklung und nun naheliegende
Eventualität einer deutschen Wiedervereinigung nicht überall mit Freunde begrüßt.
Teilweise löste sie Befürchtungen und Ablehnung aus. Geobatschows Perestroika als
wichtige Ursache des Mauerfalls: [bideya] Mehrere Faktoren und Entwicklungen
machten letztlich 1989 den Fall der Mauer und damit die Vereinigung Deutschlands
möglich. So erzwangen die Reformen des sowjetischen Staatspräsidenten Michail
Gorbatschow, die Wirtschaftskrise, die Massenflucht der Menschen in den Westen und
die friedlichen Demonstrationen der DDR-Bürgerinnen und -Bürger das Ende der DDR-
Diktatur]. Mit der Wahl Michail Gorbatschows 1985 zum Generalsekretär des
Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) änderte sich
langsam die Politik in der UDSSR. Gorbatschows Reformen, Perestroika (Umbau) und
Glasnost (Offenheit) sollten das stalinistische System in der Sowjetunion erneuern. Seine
innenpolitischen Absichten dabei waren technischer Fortschritt, Kampf gegen
Korruption, die Schließung verlustreicher Unternehmen, weniger Bürokratie und eine
Verbesserung der Konsumgüterversorgung. Außenpolitisch wollte Gorbatschow
Abrüstungsmaßnahmen, Entspannungspolitik und eine wirtschaftliche Zusammenarbeit
mit Westen erreichen. Der Weg zum Einigungs-Vertrag: auch in der nun direkt
Betroffenen Bundesrepublik war man auf die neue, durch den Mauerfall
heraufbeschworene Situation nicht gut vorbereitet.Tatsache war zunächst, dass sich die
Chance endlich angeboten hat, das im Grundgesetz verankerte Einigungsgebot zu
erfüllen. “Die Geschichte” so der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble, der damals im
Kabinett Kohl Innenminister war und für die Ausarbeitung des am 3. Oktober 1990 in
Kraft getretenen Einigungsvertrags zuständig war, hat den Deutschen eine kaum noch
für möglich gehaltene Chance eröffnet. Es galt alles zu tun, was dem Ziel der Einheit
förderlich war, und alles zu unterlassen, was dem großen Anliegen abträglich war.Die
Aufgabe war in der Tat äußerst kompliziert. Es galt, die Russen zu überzeugen, die
Freunde zu beschwichtigen, die letzten Widerstände in Rest-SED zu überwinden, die
rechtlichen Bedingungen zu überprüfen, die materiellen Voraussetzungen zu
überlegen.Einigung mit den ehemaligen vier Besatzungsmächten : der 2+4 – Vertrag:
Die Deutsche Einheit kann nur mit Zustimmung der Siegermächte des Zweiten
Weltkriegs vollzogen werden. Nach den Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz
entscheiden sie über "Deutschland als Ganzes". Auch müssen die außenpolitischen
Aspekte der Einheit Deutschlands geregelt werden. Die Außenminister von
Bundesrepublik, DDR, Sowjetunion, USA, Frankreich und Großbritannien verhandeln von
Mai bis September 1990 hierüber. Sie unterzeichnen am 12. September 1990 in Moskau
den Zwei-Plus-Vier-Vertrag, der außenpolitisch den Weg zu Einheit . Nach mehreren
Verhandlungsrunden wurde am 12. September 1990 der zwei plus vier Vertrag über die
abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland unterzeichnet. “Der Vertrag regelte in
10 Artikeln die außenpolitischen Aspekte der deutschen Vereinigung und kam damit
einem Friedensvertrag zwischen Deutschland und den Siegermächten des Zweiten
Weltkriegs gleich. Das Ergebnis war die Wiederherstellung der Deutschen Einheit und
die Wiedererlangung der vollen Souveränität Deutschlands über seine inneren und
äußeren Angelegenheiten.” Deutschland und Europa: Die Bundesrepublik Deutschland
ist Mitglied der Europäischen Union/Die Europäische Union ist 1992 offiziell gegründet
worden, als in der holländischen Stadt Maastricht ein Einigungsvertrag von den (damals
zwölf) Mitgliedstaaten unterzeichnet und von deren Parlamenten ratifiziert wurde./Zur
zeit zählt die Europäische Union 15 Mitgliedstaaten./Vor 1992 gab es die 1957 von
Frankreich , Deeutschland und 4 anderen europäischen Ländern gegründete
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft./Unter Konrad Adenauer hatte sich die (1949
gegründete) Bundesrepublik Deutschland von Anfang an Für die europäische Integration
Schlacht eingesetzt./Mit dem Vertrag von Maastricht wurde auch eine Wirtschaftsunion
(z.b. Keine Zölle zwischen den Mitgliedstaaten, Vereinheitlichung des Europäischen s…)
und eine Währungsunion begründet: anstelle der verschiedenen nationalen Währungen
(Franc, Lira, mark, Schilling, Krone…) sollte eine einheitliche Währung für die
Europäische Union eingeführt werden./Die neue Währung der EU heißt der Euro./ Schon
seit Januar 1999 ist der Euro als Währung der EU gültig./ Aber erst ab 1. Januar 2002
kommen die Euro-Scheine und -Münzen im Umlauf. Ab diesem Datum beginnt man in
Deutschland (und den anderen EU-Ländern), mit diesem neuen Geld zu bezahlen./Die
Deutsche Mark bleibt noch einige Monate gültig./ Ab 1. Juli 2002 ist die DM nicht mehr
gültig. Ab diesem Datum wird in Deutschland nur in Euro bezahlt. Die 1948 angefürte
DM ist dann nicht mehr gültig./Mit Euro kann ein deutscher aber auch in Frankreich
Österreich Italien und der gesamten Euro-Zone (sie umfasst eine Bevölkerung von fast
300 Millionen Menschen) seine Einkäufe bezahlen./Es gibt eine Europäische Zentralbank
(EZB). Ihr Sitz ist in Frankfurt am Main./Mit der Währungsunion bestreben die Europäer,
“sich im globalisierten Weltbewerb besser zu behaupten. Mit dem Euro wird Europa
(neben den USA) eine globale Finanzmacht ersten Ranges.” /Mit dem Schengener
Abkommen von März 1995 sind die Grenzkontrollen zwischen (zur zeit 9) EU-Landern
aufgehoben worden. “Damit ist eine freie Fahrt (für Menschen und waren) von Hamburg
nach Liesborn möglich geworden.”