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Mallnitz

Perle im Nationalpark Hohe Tauern

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND UND EUROPÄISCHER UNION

Europäischer
Landwirtschaftsfonds für
die Entwicklung des
ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in
die ländlichen Gebiete
Inhalt

Bergsteigerdörfer und Alpenkonvention 04


Vorworte 06
Mallnitz - Perle im Nationalpark Hohe Tauern 08
Geschichtliches 10
Besonderheiten  12
Tourentipps Sommer 14
Säuleck-Klettersteig (inkl. Topo) 28
Tourentipps Winter 30

Alternativen für weniger gutes Wetter 35


Anreise 36
Mobilität vor Ort 37
Partnerbetriebe 38
Alpenvereinshütten 39
Wichtige Adressen 40
Wanderkarten 41
Impressum, Bildnachweis, Literatur 42

PEFC zertifiziert

Dieses Papier stammt aus


nachhaltig bewirtschafteten
Wäldern und kontrollierten
Quellen.
www.pefc.org

- gedruckt nach der Richtlinie "Druckerzeugnisse des


Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Die Initiative „Bergsteigerdörfer” ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins und wird aus Mitteln
des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft
(Ministerium für ein lebenswertes Österreich) und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Ent-
wicklung des ländlichen Raums gefördert. 4. Auflage, Innsbruck 2016
4 5

Bergsteigerdörfer. Mosaiksteine
einer gelebten Alpenkonvention
!

Legend
National border
!
Augsburg
!
Linz
!
Wien legte schon bei der Auswahl der nunmehr wandern, Langlaufen und Rodeln stehen auf
20 Gemeinden und Talschaften in Österreich dem Programm. Auch schlechtes Wetter ist
München
GERMANY
!
Perimeter Alpine Convention
Freiburg
!
City
sowie Ramsau bei Berchtesgaden beson- kein Hindernis, sich draußen zu bewegen:
!

River Kempten
!
Salzburg
!

deres Augenmerk auf die Geschichte der von geführten geologischen oder ornitholo-
Lake Basel
! Bregenz Leoben
Glaciated area (> 3000 m) ! !
Zürich

Gemeinden, auf ihre Entscheidungen in der gischen Wanderungen, bis hin zum Besuch
!
Innsbruck
S WI TZ E R LAN D Vaduz
!
AUST RIA !
Graz

Vergangenheit und ganz besonders auf ihre von Bergwerksstollen, Museen und alten
Luzern !

Bern !
!
LIECHTENSTEIN

Lausanne
!
Thun

!
Villach !
Klagenfurt Maribor
! zukünftigen Entwicklungsziele, denn nicht Werkstätten gibt es eine Vielzahl von Mög-
jedes Bergsteigerdorf aus den Anfangsjahren lichkeiten. Oft reicht aber auch schon ein
! Bolzano Jesenice
! !

Kranj
Genève
des Alpintourismus ist bis heute ein solches warmes, trockenes Plätzchen am Ofen, eine
!
!
Ljubljana
Trento !
Nova Gorica

geblieben. Viele Gemeinden haben sich ganz Tasse Tee und ein gutes Buch - zum Beispiel
!
Annecy ! Zagreb

!
Lyon
!
SLOVENIA !

dem Wintertourismus verschrieben, haben über die Alpingeschichte der Region – um


Bérgamo Trieste
Chambéry ! !
!
Bréscia
Milano
Novara Pádova ! Venézia
die Berghänge planiert, entwässert, Speicher- einen verregneten Nachmittag zu genießen.
!
! Verona Rijeka
! ! ! !
Grenoble
!

!
Torino seen gegraben, gesprengt, Seilbahnen errich- Kurzum, die Bergsteigerdörfer sollen eine
ITALY !
Parma tet, Hotelburgen gebaut... alles für den Gast. Gästeschicht ansprechen, die sich Urlaubsor-
FRANCE
Génova !
Bologna Für die ortsansässige Bevölkerung resultiert te in Österreich aussuchen, in denen es noch
daraus die Abhängigkeit von einem sich im- einigermaßen „normal” zugeht. Gäste, die
!

La Spézia
!
mer schneller drehenden Erschließungs-Ka- einen Aktiv-Urlaub in der Natur erleben wol-
!
Nice !
Firenze
pital-Kreisels, dessen Höhepunkt noch nicht len, die Eigenverantwortung und Umweltbe-
Marseille
MONACO
erreicht scheint. wusstsein mitbringen, oder zumindest sehr
O
Scale: 1 : 3,300,000
!

0 25 50 100 150 200


km Mit den Bergsteigerdörfern nimmt sich der offen dafür sind. Und mit dem Besuch in ei-
Anwendungsbereich der Alpenkonvention; Quelle: 2. Alpenzustandsbericht der Alpenkonvention - Alpenverein mit den Sektionen und dem nem der Bergsteigerdörfer entsteht eine ech-
Wasser, 2008; Autor: Umweltbundesamt Austria Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention te Symbiose: Denn während der Gast endlich
sowie mit Hilfe einer Förderung des Minis- den Alltag hinter sich lassen kann, werden
teriums für ein lebenswertes Österreich und in den Gemeinden Arbeitsplätze gehalten,
Die Alpenkonvention – ein völkerrechtlicher die Alpenkonvention als Entwicklungsinstru- des Europäischen Landwirtschaftsfonds je- können kleine Gastronomiebetriebe ihr Aus-
Vertrag der acht Alpenstaaten und der Euro- ment neue Bedeutung. Es gilt, die Protokolle nen Gemeinden an, die sich bewusst für eine kommen finden, werden Nächtigungen auf
päischen Gemeinschaft; eine Vereinbarung der Alpenkonvention wo auch immer mög- nachhaltige, eigenständige und selbstbe- Schutzhütten gebucht, findet das regionale,
mit höch-sten Zielsetzungen für die nachhalti- lich anzuwenden, nicht nur im Rahmen von wusste Entwicklung entschieden haben. kulinarische Angebot seine Abnehmer – und
ge Entwicklung im alpinen Raum, ein Meilen- Genehmigungsverfahren, sondern insbeson- Merkmale aller Bergsteigerdörfer sind ihre genau DAS entspricht einer gelebten Umset-
stein in der Geschichte des Umweltschutzes... dere im Hinblick auf innovative Ideen für eine Kleinheit und Ruhe, ihre Lage im Alpenraum zung der „Alpenkonvention” – die Balance
möchte man meinen. Ganz so ist es aber leider nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung auf mit einer entsprechenden Reliefenergie, ihr zwischen Schutz der Gebirgsregionen und
nicht. lokaler Ebene. harmonisches Ortsbild, ihre alpine Geschich- einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.
Seit den 1950er Jahren, in denen die Idee Der Österreichische Alpenverein war maß- te, ihre gelebten Traditionen und ihre starke Oberstes Ziel ist es, die Wertschöpfung in der
zur Alpenkonvention erstmals in den Grün- geblich am Zustandekommen der Alpenkon- Alpinkompetenz. Zusammen mit den Sek- Region zu halten und nicht an irgendeinen
dungsdokumenten der internationalen Al- vention mit ihren Protokollen beteiligt. Seit tionen des Alpenvereins wird an einer um- regionsfremden Investor abzugeben.
penschutzkommission CIPRA aufscheint, bis jeher versucht er, die Alpenkonvention für die fangreichen Angebotspalette an Aktivitäten, Die Zeit wird zeigen, ob sich Geduld und
zum In-Kraft-Treten 1995 und bis zum Beginn breite Öffentlichkeit fassbar zu machen, sie die ohne technische Hilfsmittel auskommen, Fleiß auszahlen werden, aber wir – das Pro-
der Umsetzung 2002 war und ist es ein langer von dem – zugegebener weise zum Teil sehr gearbeitet. Je nach Charakter des Bergstei- jektteam Bergsteigerdörfer des Österreichi-
Weg. komplizierten Juristenlatein – loszulösen und gerdorfes, kann sich der Gast in einer wei- schen Alpenvereins – sind davon überzeugt:
Aber gerade jetzt, wo die sozialen Probleme in ganz konkreten Projekten mit der Bevölke- testgehend unverbrauchten Landschaft ak- Die Bergsteigerdörfer können eine echte Vor-
der Welt jeden Umweltschutzgedanken mehr rung umzusetzen. Eines dieser Beispiele ist die tiv erholen: Wandern, Bergsteigen, Klettern, reiterrolle für die Umsetzung der Alpenkon-
denn je in den Hintergrund drängen, gewinnt Initiative „Bergsteigerdörfer”. Der Alpenverein Bouldern, Skitourengehen, Schneeschuh- vention im Alpenraum einnehmen.
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Herzlich willkommen in Mallnitz! ÖAV-Bergsteigerdorf und


Alpine Perle Mallnitz

Als Bürgermeister der Nationalparkgemein- Zielsetzungen von Mallnitz im Einklang mit Als ich als damaliger Leiter des Tourismus- erscheint es ganz normal, dass das Wander-
de Mallnitz freut es mich, dass unser Ort vom dem Nationalpark Hohe Tauern und der Be- büros in Mallnitz 2007 von Karl-Heinz Hesse taxi für umweltfreundliche Mobilität sorgt.
Österreichischen Alpenverein ausgewählt wahrung der landschaftlichen Qualität. vom DAV auf die Bergsteigerdörfer aufmerk- Die Elektrofahrräder gehören bereits eben-
wurde, in die Reihen der österreichischen sam gemacht wurde, war mir diese Initiative so zum gewohnten Ortsbild. Und auch die
Bergsteigerdörfer aufgenommen zu werden. Als „Alpine Pearls-Gemeinde“ sind wir zudem des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) Gästestruktur beginnt sich zu wandeln. Das
Es ist ein Zeichen dafür, dass Mallnitz für bemüht, den Tourismus nach klimaneutralen noch fremd. Karl-Heinz riet mir damals, mei- sommerliche Ortsbild ist seit einigen Jahren
alle Bergsteiger und Bergsteigerinnen ein Gesichtspunkten auszurichten. Die Ein- ne Heimatgemeinde Mallnitz dem ÖAV zur wieder deutlich mitgeprägt von Menschen
lohnenswertes und authentisches Ziel mit schränkung des Individualverkehrs bedeutet Aufnahme in den Kreis der Bergsteigerdör- mit bergsteigerischer Ausrüstung. Einen
exzellenten alpinen Möglichkeiten in allen für unsere Gäste jedoch ein Mehr an komfor- fer zu empfehlen. Kurze Zeit danach kamen großen Teil dieser touristischen Renaissance
Schwierigkeitsgraden ist, von der leichten tabler, öffentlicher Mobilität im Ort und in Peter Haßlacher, Roland Kals und Christina verdanken wir den Bemühungen der Nati-
Wanderung am ebenen Talboden bis hin der Region. Wir sind stets bemüht, das Wan- Schwann zu einem „Lokalaugenschein“ nach onalparkverwaltung und deren Tourismus-
zum Klettersteig im Reich der Dreitausender. dertaxinetz auszubauen und noch attraktiver Mallnitz. Nach einer eingehenden Überprü- abteilung. Ein weiterer Teil ist der Arbeit der
zu gestalten, damit alle alpinen Wanderziele fung anhand des „Kriterienkatalogs der ös- Kooperation Alpine Pearls zu verdanken. Ei-
Ein weitläufiges Wanderwegenetz steht auch bequem und ohne eigenes Auto er- terreichischen Bergsteigerdörfer“ erhielten nen besonders wichtigen Anteil an diesem
dem Alpintouristen ebenso zur Verfügung reichbar sind. wir die Nachricht, dass unser Antrag von der Erfolg lässt sich aber auf die Arbeit der ÖAV-
wie eine Reihe echter alpiner Schutzhütten, Ein Urlaub im Bergsteigerdorf Mallnitz be- Kommission positiv bewertet werden würde. Bergsteigerdörfer zurückführen, wofür wir in
die dem Gast am Berg eine attraktive Beher- deutet daher alpines Erlebnis im Einklang Bei der „Startkonferenz Bergsteigerdörfer“ in Mallnitz sehr dankbar sind.
bergung bieten. Das alles in einer beeindru- von Mensch und Natur. Ginzling im Juli 2008 erfolgte dann auch die
ckenden und vielfältigen Gebirgslandschaft, formelle Aufnahme von Mallnitz durch Be-
mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Mit freundlichen Grüßen, schluss in der Hauptversammlung.

Die mehr als 100 jährige Tradition als Berg- Seitdem hat sich viel getan im Bergsteiger-
steigerdorf hat dem Ort viel alpine Kompe- dorf Mallnitz:
tenz verliehen, die Menschen hier aber auch Mallnitz ist den Umweltschutzvorreitern Mag. Peter Angermann
erkennen lassen, dass mit den natürlichen Bürgermeister „ALPINE PEARLS“, „E5“ und dem „Klimabünd- Obmann der Sektion Mallnitz
Ressourcen vorsichtig umzugehen ist. Mall- Günther Novak nis“ beigetreten. Seit vielen Jahren sind wir des Österreichischen Alpenvereins
nitz hat sich daher in seiner touristischen auch stolze Nationalparkgemeinde. Durch
Philosophie der Nachhaltigkeit und dem Er- diese Kette von einzelnen, sich in der Wir-
halt der natürlich gewachsenen Strukturen kung aber bestens ergänzenden Initiativen
verschrieben. So stehen die touristischen hat sich unser Bewusstsein gewandelt. Heute
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Mallnitz
Perle im Nationalpark Hohe Tauern

Platzhalter Lage
Das unmittelbar südlich des Alpenhauptkammes in Kärnten liegende Alpenvereinshütten Celler Hütte (2.237 m)
Mallnitz besteht aus 4 Tälern: Dem eigentlichen Mallnitztal, dem See- Arthur-von-Schmid-Haus (2.272 m) (N 47° 1,162´, O 13° 16,148´)
bachtal, das mit 14 km längste Seitental, sowie dem Tauern- und Dö- (N 46° 59,351´, O 13° 16,036´) DAV-Sektion Celle
sener Tal. Der Ort selbst liegt im nach Süden offenen Mallnitz-Hochtal, ÖAV-Sektion Graz
einem ebenen Tal auf 1.200 Metern Seehöhe, welches von acht Dreitausendern und über 20 Böseckhütte (2.594 m)
weiteren Gipfeln knapp unter 3.000 m umgeben wird. Hannoverhaus (2.566 m) (N 46° 59,159', O 13° 06,579')
(N 47° 2'26.19", O 13°12'55.69") DAV-Sektion Hagen
Ortschaften Wichtige Gipfel DAV-Sektion Hannover
Mallnitz Hochalmspitze (3.360 m) In der näheren Umgebung befinden sich
Stappitz, Rabisch, Dösen Großelendkopf (3.319 m) Hagener Hütte (2.446 m) weitere Schutzhütten wie die Kattowitzer
Seehöhe des Hauptortes: 1.190 m (Mallnitz) Ankogel (3.250 m) (N 47° 1,651´, O 13° 5,378´) Hütte, die Gießener Hütte, die Duisburger
Höchster Punkt: 3.360 m (Hochalmspitze) Säuleck (3.086 m) DAV-Sektion Hagen Hütte, das Niedersachsenhaus, das Weißsee-
Wohnbevölkerung im Gemeindegebiet: 848 Schneewinklspitze (3.015 m) haus, die Osnabrücker Hütte sowie die Poli-
Personen Mares'nspitze (2.915 m) Mindener Hütte (2.428 m) nik Hütte.
Geiselkopf (2.974 m) (N 47° 1,427´, O 13° 9,309´)
Gebirgsgruppen Gamskarlspitze (2.833 m) DAV-Sektion Minden
Hohe Tauern
Ankogelgruppe
Goldberggruppe
Reißeckgruppe
10 11

Geschichtliches
reitete der römischen Vorherrschaft ein Ende, Naturschönheiten, die bereits vor 100 Jahren 1888 erbaut, die übrigen Hütten rund um
aus dieser Zeit lässt sich auch der Ortsname die Touristen nach Mallnitz lockten. Mallnitz wurden in den ersten Jahren nach
Mallnitz ableiten. Das frühslawische „Malini- Eröffnung der Tauernbahn errichtet. Unter
ca” kann als „kleine Möll” gedeutet werden. den vielen Bergtouristen befand sich auch
Die Region des Mölltals war nur spärlich be- Alpingeschichte Edmund Mojsisovics von Mojsvár, einer der
siedelt, bis im Mittelalter die Blütezeit des Mitbegründer des Alpenvereins. Mojsisovics
Siedlungsbaus einsetzte. Auch die Tauern- Schon sehr früh entdeckten auch Bergsteiger, kam Jahr für Jahr als Urlaubsgast nach Mall-
übergänge gewannen erneut an Bedeutung, vor allem aus dem Norden Deutschlands, die nitz und verbrachte anschließend hier seinen
und so war es wieder-um die geografische wunderschöne Bergwelt rund um Mallnitz. Ruhestand.
Lage von Mallnitz am Übergang zum Gas- Die Sektionen des Deutschen und Oesterrei- Die ersten Gipfel rund um Mallnitz wurden
teinertal, die entscheidend zur Entwicklung chischen Alpenvereines waren es auch, die allerdings bereits lange vor der touristischen
beitrug. Durch die „Säumerei” fand ein Groß- in den bis dahin unerschlossenen Gebirgs- Erschließung bestiegen. Schon 1762 wurde
teil der Mallnitzer Bevölkerung eine einträgli- gruppen rund um Mallnitz ihre Schutzhüt- der Ankogel (3.250 m) vom Anlauftal aus
che Einkommensquelle zusätzlich zur Land- ten und Wege errichteten. Die Hüttennamen durch den Bauern Patschg bestiegen, was
wirtschaft. Grundlage für den Saumhandel würdigen den Einsatz und die mühevolle Ar- als früheste Besteigung eines Dreitausenders
bildeten der Salztransport aus den Salinen beit der Sektionen, die sich zum Großteil seit im Alpenraum gilt. Die frühe alpinistische
im Norden nach Süden sowie später der mehr als hundert Jahren in Mallnitz engagie- Erschließung dieser Region gipfelte in der
Transport von Wein und anderen Waren nach ren. Die erste Hannoverhhütte wurde bereits Besteigung der Hochalmspitze im Jahr 1855.
Norden. Die schweren Fuhrwerke wurden
auf Pferde und Maultiere umgeladen, um die
Waren über den Tauern ins benachbarte Gas-
teinertal zu bringen.
Erst 1909 wurde die Tauernbahn eröffnet und
Die Geschichte von Mallnitz ist eng mit seiner mit der Anbindung an den internationalen
geografischen Lage verbunden. Bereits seit Bahnverkehr verbesserte sich die Erreichbar-
Jahrtausenden wurden die Alpenpässe bei keit von Mallnitz wesentlich. Dadurch war
Mallnitz als Übergang benutzt, erste Funde auch eine wichtige Grundlage für die Ent-
lassen sich 5.000 Jahre zurückdatieren. wicklung des Tourismus in Mallnitz gegeben.
Funde keltischer Silbermünzen beiderseits So ist es wenig verwunderlich, dass in Mall-
des Mallnitzer Tauern belegen die Existenz nitz die erste Skischule Kärntens entstand
von Handelsrouten seit dem 3. vorchristli- und Ende der 40er Jahre ein erster Sessellift
chen Jahrhundert. Im 2. Jahrhundert nach errichtet wurde.
Christus waren es die Römer, die den Mall- Trotz dieser frühen touristischen Nutzung
nitzer Tauern als wichtigen Passübergang hat sich Mallnitz seinen ursprünglichen
nutzten, Römische Feldherren ließen hier die Charme bewahrt und setzt heute als Natio-
ersten befestigten Passstraßen errichten. Der nalparkgemeinde und Bergsteigerdorf auf
Einfall der Slawen um 600 nach Christus be- Sanften Tourismus, Naturerlebnis und die

Buchtipp:

Glantschnig, Erich: Alpingeschichte kurz und bündig – Bergsteigerdorf Mallnitz


Hrsg.: Österreichischer Alpenverein; Innsbruck 2011, 118 Seiten.
Erste Hannoverhütte,
Erhältlich im Info- und Buchungscenter Mallnitz.
Holzstich um 1890
12 13

Besonderheiten
BIOS – der Nationalpark „unter einem
Dach”
Völlig einzigartig im Nationalpark ist das
BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz. Das
BIOS Nationalparkzentrum bietet seinen Be-
suchern an rund 80 Stationen faszinierende
Einblicke in die verborgene alpine Welt und
ihre geheimnisvollen Lebewesen. Auf 600 m2
Ausstellungsfläche verkörpert und illustriert
BIOS das Leben und die Natur. Hier werden
Antworten auf die Frage „Was ist Leben?” ge-
sucht und gefunden. Die einzelnen Stationen
sprechen alle Sinne an.
Beim Sehen, Hören, Riechen und Tasten las-
sen sich die kleinsten, oft unbekannten Le- Als Alpine Pearls-Gemeinde setzt Mallnitz auf
bewesen entdecken, aber auch große Natur- innovative Fortbewegungsmittel.
schauspiele bestaunen.
„Live am fließenden Wasser, zwischen den Stei-
nen und im Moos, forschend unterm Mikroskop,
vieles spielerisch und alles echt.“

Alpine Pearls
Der Nationalpark Hohe Tauern ist das größte zusammenhängende Schutzgebiet der Alpen. Der Verein „Alpine Pearls“ umfasst zur Zeit
(Stand 2016) 25 Urlaubsorte im gesamten
Nationalpark Hohe Tauern Hohe Tauern wurde im Jahr 2006 als Schutz- Alpenraum. In Österreich dürfen sich fünf Ge-
Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit gebiet der Kategorie II („Schutzgebiet, das meinden (Hinterstoder, Werfenweng, Neukir-
1.856 km² das größte Schutzgebiet der Alpen hauptsächlich zur Erhaltung von Ökosyste- chen, Mallnitz und Weißensee) alpine Perlen
und der größte Nationalpark Mitteleuropas. men und zu Erholungszwecken verwaltet nennen. Die Ortschaften bemühen sich um
Drei österreichische Bundesländer – Salzburg, wird”) anerkannt. Interessant erscheint auch, einen nachhaltigen Tourismus und setzen Mit dem „Alpine Pearls-Wandertaxi” gelangt man
Tirol und Kärnten – haben Anteil am Natio- dass der Nationalpark Hohe Tauern, der Natur- dabei vor allem auf die umweltfreundliche leicht und bequem an den Ausgangspunkt
nalpark Hohe Tauern. Sie beschlossen 1971 park Rieserferner Ahrn und der Hochgebirgs- Anreise mit Bahn und Bus und garantieren vieler Wandertouren.
mit der „Vereinbarung von Heiligenblut” die Naturpark Zillertaler Alpen gemeinsam mit eine möglichst uneingeschränkte Mobilität
Errichtung des Nationalparks. Es sollte aber 2.500 km2 den größten länderübergreifenden vor Ort. Nationalpark-Wandertaxi, Gratis-Verleih von
10 Jahre dauern, bis in Kärnten der erste Na- Schutzgebietsverbund Europas darstellt. Seit 20. Juni 2009 sind die „Alpine Pearls“ au- E-Bikes und Mountainbikes sowie ermäßi-
tionalpark Österreichs schließlich verwirklicht Wilde Urlandschaften und die alte, bäuerlich ßerdem ein offizielles Umsetzungsprojekt der gten Segway-Verleih.
wurde. 1983 folgte Salzburg und 1991 auch geprägte Kulturlandschaft tragen zum viel- Alpenkonvention, was durch die Unterzeich-
Tirol. Bemerkenswert ist, dass der National- fältigen Erscheinungsbild des Nationalparks nung eines so genannten „Memorandum of Tauernhöhenweg
park fast ausschließlich auf privatem Grund- bei. Österreichs höchste Berggipfel mit ihren Understanding“ in Mallnitz feierlich zum Aus- www.tauernhoehenwege.org
besitz liegt. Gletschern sowie steile Felsformationen und druck gebracht wurde. Der ebenso schöne, wie faszinierende Tau-
Der Kärntner Teil des Nationalparks erhielt imposante Wasserfälle prägen das Aussehen Wer in Mallnitz in einem Alpine Pearls Mit- ernhöhenweg ist einer der eindrucksvollsten
2001 die internationale Anerkennung durch des Nationalparks, der mit seiner Vielfalt an gliedsbetrieb nächtigt, wird kostenlos vom hochalpinen Übergänge der Alpen. Alle am
die Weltnaturschutzorganisation IUCN, Lebensräumen Habitate für zahlreiche be- Bahnhof abgeholt und wieder hingebracht Alpenhauptkamm gelegenen Gebirgsgrup-
nachdem 75% der Kernzone außer Nutzung drohte und seltene Tier- und Pflanzenarten und kann den günstigen Mobilitätspass für pen wie Ankogel-, Goldberg-, Glockner- und
gestellt wurden. Der gesamte Nationalpark bietet. viele Vorteile erwerben: Freifahrten mit dem Granatspitzgruppe werden dabei durch-
14 15

quert. Sechs Tagesetappen dauert diese an- onen Kärnten, Slowenien und Friaul Julisch Hohe Geisel genießen. 1907 starb Mojsvár in begeistert ihre Gäste im Sommer und im
spruchsvolle ca. 70 km lange Überschreitung Venetien auf insgesamt 43 Etappen. Der seiner Villa in Mallnitz. Schon zu seinen Leb- Winter mit Natur und Bergerlebnissen auf
des Tauernhauptkammes von Heiligenblut Weitwanderweg führt vom Fuße des höch- zeiten wurde ihm zu Ehren der „Margareten- der Südseite der Alpen genussreich und viel-
bis nach Malta. Am Weg bieten sich zahl- sten Berges Österreichs, dem Großglockner, pavillon” (um 1903) von der OeDAV-Sektion fältig. Traumhafte intensive Bergpanoramen
reiche Möglichkeiten für Gipfelbesteigungen, durch die schönsten Kärntner Berg- und Mallnitz erbaut, der hoch über dem Tal auf des Nationalparks, abwechslungsreise Na-
wie zum Beispiel der Hocharn (3.254 m) oder Seengebiete zum Dreiländereck und weiter dem Winklerpalfen thront und im Jahre 2005 tur Aktiv- und Entspannungsangebote, vom
der Sonnblick (3.105 m). Die einzelnen Etap- bis zur Adria bei Muggia. Genusswandern vom Tourismusverein Mallnitz und der ÖAV- Großglockner über Gipfeltrekking, Magische
pen erfordern alpine Erfahrung und absolu- steht am Alpe-Adria-Trail im Vordergrund. Sektion Mallnitz neu errichtet wurde. Momente wie Wildtiersafari mit National-
te Trittsicherheit, da teilweise vergletscherte Der Alpe-Adria-Trail verläuft im nicht alpinen In einer halben Stunde ist der Margaretenpa- park-Rangern bis hin zum Wildwassersport,
Passagen und ausgesetzte Grate zu meistern Bereich und soweit möglich mit geringem villon über einen Steig erreichbar. Die Aus- begleitet von Hochgenuss Kulinarik. Nach-
sind. In Mallnitz führt der Tauernhöhenweg Höhenunterschied. Die Etappen sind bis zu sicht von dort auf den Alpenhauptkamm ist haltigkeit und Authentizität sind mehr als
(Weg 502) von der Duisburger Hütte am Möll- 20 km lang und erfordern eine Gehzeit von schlichtweg überwältigend. nur Schlagwort in der Nationalpark Region.
taler Gletscher zur Hagener Hütte und weiter rund 6 Stunden täglich. Unter der Marke „TauernAlpin“ entstand ein
zum Hannoverhaus. Die letzte Etappe in Mall- Der Weg erreicht Mallnitz vom Himmelbauer Hohe Tauern – die Nationalpark-Region effizientes Service-Center für Individualtou-
nitz führt zur Osnabrücker Hütte, wobei als kommend und führt durch die Rabisch- und in Kärnten risten und für Veranstalter. Dieses entwickelt
Variante die Überschreitung des Ankogels Groppensteinschlucht weiter nach Obervel- Hohe Tauern – die Nationalpark Region in und organisiert innovative und hochwertige
mit einem schönen Gratanstieg und einem lach. Kärnten – ist ein ganz besonderes Stück Erde, touristische Gesamtangebote mit größt-
herrlichen Panorama aufwarten kann. Von das sich zwischen dem höchsten Gipfel Ös- möglicher ökologischer Verträglichkeit und
der Osnabrücker Hütte steigt man hinab zum Historische Tauernübergänge terreichs, dem Großglockner (3.798 m) und hohen Erlebniswert. Für die klimafreund-
Kölbreinspeicher ins Maltatal. Besonders interessant sind die Tauernüber- den azurblauen Badeseen Kärntens erstreckt. liche Mobilität innerhalb der Region stehen
gänge zwischen dem Mallnitzer- und Gastei- In dieser Region tankt der Gast Kraft, spürt Nationalpark-Wandertaxi bereit und bringen
Mallnitz Circuit nertal. Steinbeilfunde vom Naßfeld und vom ihre Vitalität und genießt die Natur von ihrer jeden Gast zu den schönsten Wander- und
Mallnitz lässt sich in einer vier- bis sechstä- Korntauern bezeugen, dass hier bereits in der schönsten Seite. Die Nationalpark-Region Ausflugszielen.
gigen, hochalpinen Trekkingtour großzügig Jungsteinzeit Menschen gelebt haben. Auch
umrunden. Diese Tour, die so mancher be- die Kelten überquerten hier den Tauern. Ein- Die Nationalpark-Partnerbetriebe bieten attraktive Komplettangebote an,
rühmten Weitwanderroute in den Weltber- zigartig sind die gut erhaltenen Straßentras- wie zum Beispiel eine Trekkingtour rund um die Hochalmspitze.
gen wohl kaum nachsteht (und als Training sen aus der Römerzeit, die für den Handel
dafür genutzt werden kann!) folgt von Mall- errichtet wurden. Eine dieser Straßen führte
nitz über die Häusleralm, die unbewirtschaf- über den Korntauern, der damit zu den höch-
tete Böseckhütte bis zur Biwakschachtel auf sten Alpenübergängen jener Zeit zählt.
der Feldseescharte dem Westerfrölkeweg,
anschließend über die Hagener und die Min- Margaretenpavillon am Winklerpalfen
dener Hütte bis zum Hannoverhaus am Tau- Wie bereits im geschichtlichen Teil erläutert,
ernhöhenweg. Über den Celler Weg wird die zählt der Geologe und spätere Vizerektor der
Celler Hütte und die Lassacherwinkelscharte k. u. k. geologischen Reichsanstalt Edmund
(versichert, Klettersteig "C"!) erreicht. Nun Mojsisovics von Mojsvár zu den Gründungs-
entweder über den Detmolder Grat oder via mitgliedern des Oesterreichischen und Deut-
Gießener Hütte und Mallnitzer Scharte zum schen Alpenvereins. Er lernte Mallnitz und
Arthur-von-Schmid-Haus und durchs Dö- seine Bergwelt in den 60er Jahren des 19.
sener Tal hinab nach Mallnitz. Jahrhunderts kennen und lieben. Alljährlich
kehrte er nach Mallnitz zurück und ließ sich
Alpe-Adria-Trail – Wandern im Garten Eden nach seiner Pensionierung ständig hier nie-
Ein neuer Star unter den Weitwanderwegen! der. Von seiner Villa konnte er den überwäl-
Der Alpe-Adria-Trail verbindet die drei Regi- tigenden Ausblick auf den Ankogel und die
16 17

Tourentipps Sommer
Wandern auf den Spuren der Römer Auskunft zu den Bus- und Zugfahrplänen
Im wahrsten Sinne des Wortes auf den Spu- erhalten Sie im Info- & Buchungscenter Mall-
ren der Römer wandert man von Mallnitz nitz.
nach Sportgastein: der Weg folgt zum Teil
der historischen Römerstraße über den Mall- Blockgletscherweg Dösener Tal
nitzer Tauern. An 12 Haltepunkten wird auf Auf dem Blockgletscherweg durch das Dö-
Besonderheiten entlang des Weges hinge- sener Tal entdeckt man diese faszinierenden,
wiesen. Genauere Informationen dazu sind noch wenig bekannten Naturphänomene.
im Naturkundlichen Führer „Kulturweg Rö- Aus dem Naturkundlichen Führer „Block-
merstraßen“ des Österreichischen Alpenver- gletscherweg Dösener Tal“ erfährt man viel
eins nachzulesen. Dabei erfährt man nicht Wissenswertes über Temperaturentwicklung
nur Wissenswertes zum römischen Straßen- und Klimaschwankungen im Gebirge, den
wesen, sondern gewinnt auch interessante Permafrost und natürlich über die Entste-
Einblicke in Wirtschaftswesen, Handel und hung und die Eigenschaften von Blockglet-
Lebensweise der Römer in den Alpen. schern.
Vom Parkplatz bei der Jamnigalm wandert Die Wanderung führt vorbei an der Venezia-
man stetig bergauf zum Mallnitzer Tauern ner Säge, über den flachen Talboden entlang
(2.448 m). Die nahe gelegene Hagener Hütte des Dösenbaches zur Konradhütte (1.618 m)
bietet sich dabei optimal für eine Übernach- und weiter zur Dösener Hütte (1.976 m). An
tung an, bevor es hinab nach Sportgastein der Egger Alm vorbei und über die male-
geht. Von dort gelangt man mit Bus und rischen „Lackenböden“ geht es hinauf über
Wanderungen Bahn wieder zurück nach Mallnitz. eine letzte Steilstufe zum Dösener See und

Mallnitzer Talrundweg der durch das wildromantische Tal bis zu den Für den Blockgletscherweg Dösener Tal gibt es einen Naturkundlichen Führer des
Der Mallnitzer Talrundweg führt ausgehend Trombachfällen führt, einer Reihe von ein- Österreichischen Alpenvereins.
vom Ortszentrum ohne nennenswerte Stei- drucksvollen Wasserfällen.
gung sternförmig in die drei Mallnitzer Sei- Der idyllische Stappitzer See verdankt seine
tentäler- Tauern-, Seebach- und Dösener Entstehung einem großen späteiszeitlichen
Tal - hinein und bietet sich somit ideal zum Bergsturz, durch den sich der See aufstauen
Kennenlernen der Bergwelt rund um Mallnitz konnte. Heute ist der See eine wichtige Rast-
an. Umso mehr, als an den jeweiligen Wende- station für Zugvögel.
punkten in den Tälern große Panoramatafeln Die gemütliche Wanderung mit sehr gerin-
einen perfekten Überblick über die weiteren gen Höhenunterschieden dauert in etwa 3
Wandermöglichkeiten geben- im Talbereich, Stunden, eine Einkehrmöglichkeit bietet die
auf den Almen sowie im hochalpinen Bereich! urige Schwußnerhütte.
Dauer für gesamten Rundweg: 4 – 5 Stunden, Mit dem Büchlein „Naturführer Seebachtal“
natürlich können auch nur einzelne Teilab- des Österreichischen Alpenvereins erfährt
schnitte begangen werden (zwischen 1 und man an 18 Haltepunkten alles Wissenswerte
2,5 Stunden). über die naturkundlichen Besonderheiten
dieses Tales, wie zum Beispiel über den Stap-
Naturlehrpfad Seebachtal pitzer See, die Stelzwurzler, den „Betenden
Im Seebachtal beginnt direkt bei dem sehr Wald“ oder das Eisloch. (siehe Buchtipps Sei-
schön gelegenen Stappitzer See der im Früh- te 18).
jahr 2009 völlig renovierten Naturlehrweg,
18 19

Das Arthur-von-Schmid-Haus ist beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für zahlreiche Bergtouren.

zum Arthur-von-Schmid-Haus (2.272 m). Von den florenreichen Pleschischg. Über den
der Schutzhütte aus erreicht man in einer Törlriegel gelangt man schließlich zur un-
halben Stunde das eigentliche Ziel der Wan- bewirtschafteten Celler Hütte (2.237 m). Von
derung, den Dösener Blockgletscher. dort überblickt man sehr gut den gesamten
Talschluss des Seebachtales. Die Aussicht auf Bergtouren
Blumenwanderung in den Pleschischg die imposante Hochalmspitze ist grandios!
Ausgehend von der Talstation der Anko- Die Wanderung bis zur Celler Hütte dauert Auernig (2.130 m) querend in den breiten Sattel zwischen Lon-
gel-bahn erreicht man in ca. 10 Minuten etwa 6 Stunden, 1.000 HM sind zu überwin- Der Hausberg von Mallnitz kann ohne be- zahöhe und Lonzaköpfl führt. Weiter geht es
den Stappitzer See. Der Weg führt über die den. Alternativ kann diese Wanderung auch sondere Schwierigkeiten in etwa 2,5 Stunden unschwer nach Nordwesten über den Weg
Roßalmen, anschließend entlang des See- bei der Bergstation der Ankogelbahn bzw. bestiegen (1.000 HM) werden. Direkt vom 143 zum Gipfel (1.130 HM, 3,5 Stunden).
baches, der mit zahlreichen Wasserfällen beim Hannoverhaus begonnen und über Bahnhof geht es zuerst südlich den Hang Für den Absteig kann alternativ die Runde
beeindruckt, hinauf zu den Lassacher Almen den „Celler Weg” die Celler Hütte erreicht querend leicht bergauf und dann an den über Lonzahöhe (2.171 m) und Lassacherhö-
(1.300 m). Von hier ist es nicht mehr weit zur werden. Abstieg wie oben beschrieben. höchstgelegenen Bauernhöfen von Mall- he (1.162 m) gewählt werden. Sehr lohnend
Schwußnerhütte (Einkehrmöglichkeit). Auch wenn der Großteil der Tour so abstei- nitz (1.519 m) zur Wolliggerhütte (1.576 m). ist auch der Weiterweg von der Lonzahöhe
Weiter geht es oberhalb des Pleschischg- gend zurückgelegt wird, darf sie konditionell Hierher gelangt man auch bequem und kli- zum Alpengasthof Himmelbauer, von wo aus
baches über steile Serpentinen hinauf in keinesfalls unterschätzt werden! maschonend mit dem Nationalpark-Wander- es per Nationalpark-Wandertaxi zurück nach
taxi. Weiter dem Herzogsteig folgend über Mallnitz geht.
Buchtipps: Almwiesen bis zum Grat und weiter auf den
Österreichischer Alpenverein – Hrsg. (1995): Kulturwanderweg Römerstraßen. Naturkundlicher Führer Gipfel des Auernig. Törlkopf (2.446 m) und Mares'nspitze
zum Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 14; Innsbruck, 64 S. (2.915 m)
Österreichischer Alpenverein – Hrsg. (1998): Naturführer Seebachtal. Naturkundlicher Führer zum Lonzaköpfl (2.318 m) – Lonzahöhe (2.171 m) Vom Gipfel des Auernigs bietet sich die Mög-
Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 7, 2. Auflage; Innsbruck, 59 S. Zu dieser Bergtour startet man von Mallnitz lichkeit zur Wanderung auf den Törlkopf (ca.
Österreichischer Alpenverein – Hrsg. (2009): Naturkundlicher Führer Blockgletscherweg Dösener Tal, über den Weg 139, der in steilen Serpentinen 300 HM, 1 Stunde) und auf die Mares'nspitze.
Naturkundlicher Führer zum Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 21; 124 S. hinauf zur Häusleralm (1.872 m) führt. Von Der Weg wurde im Jahr 2010 neu markiert.
Erhältlich über shop@alpenverein.at und im Info- und Buchungscenter Mallnitz. der Alm folgt man dem Weg, der den Hang Die Länge der Tour (insgesamt 1.720 HM ab
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Celler Hütte, 2.237 m

Pferdeherde am Stappitzer See


im Seebachtal

Mares'nspitz, 2.915 m

Der spiegelglatte Dösener See


Torlköpfe, 2.448 m Säuleck, 3.086 m im Dösener Tal

Ausgehend von Mallnitz


Auernig, 2.130 m
Arthur-von-Schmid-Haus, sind das Seebachtal, das
2.272 m Tauerntal und das Dö-
sener Tal DIE Wandertäler,
Mallnitz die direkt in die Kernzone
des Nationalparks Hohe
Tauern führen.
Vor Ort werden viele ge-
führte Touren angeboten,
wie die Ankogel-Bestei-
gung mit Bergführer,
Wanderungen mit Nati-
onalpark-Rangern sowie
spannende Touren im
Rahmen der „Magische-
Momente-Exkursionen”.
Informationen gibt es im
BIOS Nationalparkzen-
trum sowie im örtlichen
Seebachtal und Dösener Tal. Ausschnitt aus der Alpenvereinskarte Hochalmspitze - Ankogel, Nr. 44, Info- und Buchungscenter
Originalmaßstab 1:25.000. der Nationalpark-Region.
22 23

Zwischen Häusleralm und Lonzaköpfl mit Blick auf das Mallnitzer Becken Unterwegs am Tauernhöhenweg

bei guter Fernsicht blickt man von den Nörd- hütte (2.594 m). Am Mauternitzkopf vorbei
lichen Kalkalpen bis zu den Dolomiten. bis zur Mauternitzscharte und von dort steil
und ausgesetzt zum Törlkopf und über den
Von der Hagener Hütte über den breiten Kamm zum Laserzkopf. Nach dessen
Westerfölkeweg nach Mallnitz Überschreitung unterhalb des Lonzaköpfls
Diese alpine bis hochalpine Wanderung vorbei, um anschließend in den Weg 139 zur
nimmt von der Hagener Hütte bis nach Mall- Häusleralm einzumünden. Nun die letzten
nitz ca. 10 - 12 Stunden Gehzeit in Anspruch. Serpentinen hinunter nach Mallnitz.
Von der Hagener Hütte wenig ansteigend Bitte bei dieser Tour folgendes beachten: Der
an den Osthängen des Westerfölkekogels 1932 errichtete Westerfrölkeweg wurde im
vorbei und anschließend unschwierig hinauf Sommer 2012 wieder in Stand gesetzt und
zur Feldseescharte (2.712 m). Nun von der neu markiert. Allerdings kommt es auf etwa
Rast bei der Dösener Hütte Feldseescharte entlang des breiten Grates 600 Metern zwischen der östlichen Oschenik- Auf dem Weg zum Lonzaköpfl
zum Gipfel des Feldseekopfes (2.864 m). scharte und der Böseckhütte immer wieder
In Kehren ein Stück hinunter dem Südgrat zu Hangrutschungen und der Weg ist daher
Mallnitz bzw. 1.320 HM ab der Wolliggerhütte folgend zur Hinteren Astromscharte, die an- an dieser Stelle teilweise etwas schwierig zu Auf dem Tauernhöhenweg
mit einer Aufstiegsgehzeit von ca. 5 Stunden schließend steiler werdend ins Astromkar begehen. Besondere Vorsicht ist bei Nebel Am ersten Tag geht es vom Hannoverhaus
sollte nicht unterschätzt werden. Kurz vor mündet. Unter einer Felsnase vorbei und angesagt. Wichtig ist es auch, für die Tour am Etschlsattel leicht absteigend in west-
dem Gipfel gibt es einige ausgesetzte Stellen, anschließend steil bergauf zur Westlichen ausreichend Trinkwasser mitzunehmen. Eine licher Richtung auf dem Göttinger Weg zum
Trittsicherheit und Bergerfahrung sind daher Oschenikscharte (2.564 m). Der Weg wird einfache Übernachtungsmöglichkeit (4 Lager) Luggetörl (2.384 m). Unterhalb des Korn-
unbedingt erforderlich. Am Gipfel wird man in weiterer Folge anspruchsvoller und führt bietet die Böseckhütte. Ratsam ist es, einen tauerns führt der Tauernhöhenweg auf dem
mit einer herrlichen Aussicht in das gesamte durch den West-Abfall der Astromspitzen zur ortsansässigen Bergführer für die Tour zu en- durch wildes Blockgelände führenden Steig
Seebachtal und ins Dösener Tal belohnt und Östlichen Oschenikscharte und zur Böseck- gagieren. zur Mindener Hütte (2.428 m). Von dieser
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Selbstversorgerhütte geht es weiter zur Woi- auch von der Feldseescharte zur Jamnigalm Vom Hannoverhaus ein kurzes Stück ost- einen Blockgrat geht es hinauf zum Gipfel.
sigen Scharte und anschließend zum äußerst (Wandertaxi-Anschluss) absteigen. wärts auf dem Goslarer Weg leicht abstei- Für diese hochalpine Tour ist die Mitnahme
anspruchsvollen Abschnitt unterhalb der Für besonders konditionsstarke Bergsteiger gend zu einer Weggabelung. Dort verlässt eines Eispickels und eines kurzen Seils rat-
Ostflanke der Rameter Spitze (Romatenspit- bietet sich die Fortsetzung über den Wester- man den Goslarer Weg und geht unterhalb sam.
ze). Das letzte Stück zur Hagener Hütte ist frölkeweg (siehe Seite 22) an. des Lassacher Kees weiter bis hinauf unter
wieder unschwierig. Diese erste Etappe er- die Radeckscharte, wo man über Geröll und Arthur-von-Schmid-Haus (2.272 m)
fordert etwa 7 Stunden Gehzeit (700 HM). Ankogel (3.250 m) Blockhalden den Gipfel des Kleinen Ankogels Von Mallnitz erreicht man das Arthur-von-
Wer am Höhenweg weiter zur Duisburger Idealer Ausgangspunkt für eine Besteigung (3.096 m) erreicht. Über die flache Ankogel- Schmid-Haus in 4 Stunden (Wandertaxi
Hütte wandern will, nächtigt auf der Hagener des Ankogel-Gipfels ist das Hannoverhaus scharte erreicht man die Ostflanke, über die Anfahrt erspart ca. 1,5 h.) über das Dösener
Hütte. Alternativ kann man am nächsten Tag nahe der Bergstation der Ankogel-Seilbahn. der Gratabbruch umgangen wird, und über Tal. Die idyllisch am Dösener See gelegene

Hannoverhaus

Hagener Hütte

Alternativroute über Mindener Hütte


Hagener Weg zur Selbstversorgerhütte
Feldseescharte.

Jamnigalm

Mallnitz

Abschnitt des Tauernhöhenweges, Ausschnitt aus den Alpenvereinskarten Sonnblick, Nr. 42 und Hochalmspit-
ze - Ankogel, Nr. 44; Originalmaßstab 1:25.000.
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Schutzhütte wurde 1910/11 von der ÖAV- Hochalmspitze (3.360 m) Klettern


Sektion Graz erbaut und ist als Stützpunkt Die anspruchsvolle und lange Tour auf
für Touren auf das Säuleck und die Hochalm- die Hochalmspitze führt vom Arthur-von- Nahe des Arthur-von-Schmid-Hauses gibt es
spitze bekannt. Unterhalb der Hütte befindet Schmid-Haus zuerst zum Grazer Schartl zwei Klettergärten mit insgesamt 80 Kletter-
sich ein Klettergarten, der vom Kletterzen- nahe des Säulecks und weiter über den De- routen. Mit Schwierigkeitsgraden von 3 bis
trum Mölltal eingerichtet wurde. tmolder Weg entlang oder knapp unterhalb 8+ finden sowohl Anfänger als auch fortge-
des Grates. Vorbei an der Schneewinkel- schrittene Kletterer interessante Routen.
Säuleck (3.086 m) spitze (3.015 m) hinunter zur Lassacher Der Blockgletscher-Klettergarten befindet
Neben dem anspruchsvollen Klettersteig Winklscharte (2.862 m), über Blockgelände sich im Bereich der Mallnitzerscharte/See-
führt auch ein wenig schwieriger Weg auf das in die Obere Winklscharte (3.150 m) und wände nordwestlich des Dösener Sees und
Säuleck, dessen Gipfel bereits im Jahr 1823 dann zum Einstieg des Detmolder Grates ist in 40 Minuten von der Hütte erreichbar.
erstmals bestiegen wurde. Über das Dösener oberhalb des Trippkees Gletschers. Die- Der Seeriegel-Klet-
Tal (Blockgletscherweg) erreicht man in etwa ser Klettersteig ist einer der höchstgele- tergarten liegt di-
4 Stunden das Arthur-von Schmid-Haus. Von genen in Österreich und landschaftlich rekt unterhalb des
der Hütte geht es steil bergauf zur Seealm, besonders reizvoll. Insgesamt sollte man Arthur-von-Schmid-
einem ehemaligen Gletscherboden. Wei- für den Anstieg bei dieser anspruchsvollen, Hauses und ist in 10
ter über einen leicht ansteigenden Weg zu aber grandiosen Bergtour 6 – 8 Stunden Minuten einfach zu
einem Felssporn und über ein Kar der Großen von der Hütte einplanen (ohne Rückweg). erreichen.
Gößspitze zum Südost-Grat. Über Blockge-
lände geht es schließlich zum Gipfel des Säu-
leck (805 HM, 2,5 Stunden).
Am Säuleckgipfel Klettern in der Nähe des Arthur-von-Schmid-Hauses

Das Arthur -von-Schmid-Haus liegt direkt am wunderschönen Dösener See. Auf das Säuleck führt ein anspruchsvoller Klettersteig.
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Säuleck-Klettersteig (D/E)
Säuleck Südgrat (3.086 m)
Westgrat Säuleck
Biefhörndl
Mit zahlreichen anregenden Kletterpassagen Routenverlauf: C/D D
D C
und nur wenig verbautem Eisen bietet dieser Vom Einstieg führt der Klettersteig in mitt-
Klettersteig ein luftiges und außergewöhn- lerer Schwierigkeit mit einzelnen kniffligen
liches Klettererlebnis. Stellen (D) über eine steile Rampe und wei- B/C Plattengrat
Auf dem Normalweg ist der Gipfel des Säu- ter über Schutt und Gehgelände zum ersten E
lecks relativ einfach zu erreichen, der Klet- Wand´l. Steil und durchgehend schwierig
kurzer Überhang
D
tersteig über den Südgrat sollte aber nicht (mit einzelnen Stellen E) hinauf über dieses kurz absteigen
unterschätzt werden. Der durchwegs an- zum zweiten Wand´l. Nach diesem gelangt
B
spruchsvolle Klettersteig ist sehr gut gesi- man, nun etwas leichter, zuerst zum Wand-
chert, es wurden aber aufgrund der Lage buch und danach auf den stark gezackten Großer Pfeiler
im Nationalpark keinerlei Trittstifte, Eisen- Südgrat. Der Südgrat führt steil und durch- C/D
leitern etc. installiert! Außerdem befindet er gehend anspruchsvoll aufwärts. Im Mittel-
sich in hochalpinem Gelände und erreicht teil des Grates erklimmt man einen großen Südgrat
an mehreren Kletterpassagen den Schwie- Pfeiler, um danach wieder kurz abzusteigen
rigkeitsgrad E. Am Klettersteig selbst gibt bevor es nach einem kurzen Überhang steil
D
es keinen Fluchtweg, nach Wetterstürzen ist bergauf geht. Anschließend erreicht man
oft mit Vereisung und Schnee zu rechnen. etwas leichter (B/C) über Platten schließlich Zackengrat B
Bei der Einschätzung der Wettersituation den ausgesetzten Westgrat, bevor man an
sollte man daher besonders umsichtig sein. einer Nische und zwei ausgesetzten Pfeilern
Nähere Auskünfte dazu erhält man beim vorbei auf das Biefhörndl (sehr luftig) und 2. Wand´l
Arthur-von-Schmid-Haus bei dem man auch weiter auf den Gipfel des Säulecks gelangt. Stelle E C/D
die Klettersteig-Ausrüstung leihen kann.
Eine Übernachtung auf diesem ist nicht nur Abstieg:
aufgrund des langen Zustiegs vom Tal sehr Über den Normalweg in den Bereich des Gra-
empfehlenswert. zer Schartls und später wieder auf dem Zu- 1.Wand´l D
stiegsweg hinunter zum Arthur-von-Schmid- Stelle E
Zustieg: Haus.
Vom Arthur-von-Schmid-Haus (2.272 m) Vom Grazer Schartl kann man noch weiter in Gehen
folgt man zuerst nördlich dem markierten Richtung Mallnitzer Scharte gehen und über
Normalweg auf das Säuleck, bis man nach den oberhalb des Dösener Sees gelegenen Große Rampe
C/D
etwa einer Stunde Gehzeit bei einer mar- Blockgletscher absteigen.
kanten Platte, die mit einer gelben Tafel mar- Einstiegsrampe
C
kiert ist, vom Weg abzweigt. Steinmänner
und eine rote Markierung weisen den Weg Quellen:
zur bereits gut sichtbaren Einstiegsrampe, www.bergsteigen.at
die in ca. 30 Minuten vom Normalweg aus Klettersteigführer Österreich
erreicht wird. Topo: Regina Stampfl SÄULECK (3.086 m)
Säuleck Südgrat Klettersteig
Länge: 500 m
Zustieg Schwierigkeitsgrad: D/E
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Tourentipps Winter

Skitour auf die Häus-


leralm

den Peterbauerhütten. Weiter entlang des Anlauftal talauswärts bis zum Bahnhof Böck-
Latschgbodens und danach unterhalb der stein. Zurück nach Mallnitz gelangt man mit
Feldwand in Richtung Nordosten auf den der Bahn durch den Tauerntunnel; die Züge
Bergrücken der Feldwand. Von dort geht es verkehren stündlich.
zuerst flach, später mäßig steil auf der nach
Südwesten gerichteten Seite zum Gipfel. Hagener Hütte (2.446 m) –
Skitouren Die Abfahrt erfolgt unterhalb des Gipfels Geiselkopf (2.974 m)
Richtung Südwesten, über schöne Hänge Vom Parkplatz Jamnigalm (bis hierher Tou-
Häusleralm (1.868 m) Hohe Tauern und stellt aufgrund des we- zurück in den Latschgenboden. Dann weiter rentaxi) führt die Skitour über den Güterweg,
Perfekte Hochwinter- und Einstiegstour, die nig schwierigen Aufstiegs und bei guten Richtung Süden bis oberhalb der Jamnigalm dann an der Laschgwand vorbei über meist
direkt vom Ortszentrum des Bergsteiger- Schneeverhältnissen auch für weniger ge- und von dort über den Forstweg zurück zum mäßig steiles Gelände bis zum Tauernkreuz.
dorfs Mallnitz bzw. vom Bahnhof gestartet übte Skitourengeher kein Problem dar. Gute Parkplatz. Achtung: Bitte im Sinne der Wildtiere Von dort nördlich bis zur Hagener Hütte, die
werden kann. Aufstieg und Abfahrt erfolgen Kondition ist für die 1.400 HM und den etwa das Wildschutzgebiet im unteren Bereich der im Winter an Wochenenden teilweise bewirt-
entlang der Schneise der ehemaligen Skipi- 3,5 Stunden langen Aufstieg dennoch erfor- Abfahrt beachten. schaftet ist. Die Route auf den Gipfel führt
ste und sind aufgrund der Lage im bewal- derlich, belohnt wird man am Gipfel jedoch südwestlich, zuerst flach, dann im Bereich
deten Gelände weitgehend lawinensicher. mit einem herrlichen Panorama. Radeckscharte (2.874 m) des Westerfölkekogels ziemlich steil auf den
Von der Häusleralm könnte sogar noch bis Der Aufstieg erfolgt von der Stockerhütte Die Tour auf die Radeckscharte mit ihrer Bergkamm. Diesen quert man auf die nord-
zum Lonzaköpfel (2.317 m) aufgestiegen (1.290 m) entlang der Naturrodelbahn bis schönen Abfahrt ist vor allem im Spätwinter westliche Seite, bevor es weiter in südwest-
werden, hierfür sind aber perfekte, sichere zum Parkplatz Jamnigalm auf etwa 1.700 m oder Frühjahr besonders lohnend. Der Auf- licher Richtung auf den Gipfel des Geisel-
Bedingungen unbedingt notwendig! Seehöhe. Bis hierher verkehrt auch das Ski- stieg erfolgt mit der Ankogel Seilbahn bis zur kopfes (auch Gesselkopf ) geht.
tourentaxi, es verkürzt den Aufstieg um rund Bergstation auf 2.636 m. Von dieser geht es Die Gipfeltour auf den Geiselkopf ist an-
Romatenspitze (2.695 m) eine Stunde. Vom Parkplatz zuerst in mäßig nordöstlich zur Radeckscharte. Die Abfahrt spruchsvoll, hingegen ist der Aufstieg zur
Die Skitour auf die Romatenspitze ist eine steilem Gelände durch den Wald, dann über erfolgt nach Norden bis zur verfallenen Obe- Hagener Hütte wesentlich leichter und vor
der schönsten im ganzen Nationalpark Almböden in nordwestlicher Richtung zu ren Radeckalm (1.741 m), weiter durch das allem im Frühjahr wegen der Südexposition
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eine schöne Firntour. Vom Parkplatz Jamnig- Kehren den fast 1.000 Meter hohen, durch- grund der ostseitigen Lage frühzeitiger Auf- merroute zur Osnabrücker Hütte (2.022 m,
alm bis zur Hütte etwa 2 Stunden Gehzeit, gehend recht steilen Hang überwindend, zur bruch empfehlenswert! 1.200 HM, 1 Stunde).
von dort weitere 1,5 Stunden zum Gipfel. Biwakschachtel auf der Feldseescharte (ab Am 2. Tag geht es von der Osnabrücker Hütte
Parkplatz Jamnigalm 1.050 HM, 3 Stunden). Ankogel Rundtour Richtung Südosten ins Großelendtal und hi-
Feldseescharte (2.714 m) Es kann noch weiter bis zum Feldseekopf Die Ankogel Rundtour ist eine hochalpine nauf zur Preimelscharte (2.952 m). Nun über
Beliebte, rassige Frühjahrsskitour. Von der (2.864 m) aufgestiegen werden. mehrtägige Ski-Überschreitung, die Erfah- das Hochalmkees auf die Hochalmspitze
Jamnigalm in Richtung Osten, in zahlreichen Abfahrt entlang der Aufstiegsroute. Auf- rung, gute Kondition und Orientierungsver- (3.360 m, 1.350 HM, 4 – 4,5 Stunden). Abstieg
mögen voraussetzt. Einige Kletterstellen im II. zur Steinernen Mandl Scharte (3.125 m). Von
Schwierigkeitsgrad sind zu überwinden. hier in einer steilen Abfahrt zum Trippkees
Für diese Tour ist Gletscherausrüstung (Pickel, und weiter in Richtung Südwesten. Hier er-
Steigeisen, Seil, Gurt) notwendig. Die Schutz- folgt noch einmal ein Aufstieg zur Mallnitzer
hütten (Hannoverhaus, Osnabrücker Hütte,
Gießener Hütte, Arthur-von-Schmid-Haus)
Hagener Hütte sind zwar zu dieser Jahreszeit nicht geöffnet,
Romatenspitze
verfügen jedoch alle über offene Winterräu-
me.
Am 1. Tag führt die Route von der Bergstation
der Ankogelseilbahn (Betrieb meist bis Oster-
montag) zur Radeckscharte (2.874 m). Von
hier unschwierig auf den kleinen Ankogel
(3.097 m). In leichter Kletterei erreicht man
in Folge den Großen Ankogel (3.250 m). Nun
in leichter Kletterei hinunter zum Kleinelend-
Vorderer kees und im Wesentlichen entlang der Som-
Anstieg zum Ankogel
Gesselkopf

Feldseescharte

Jamnighütte

Skitouren auf die Romatenspitze, zur Hagener Hütte, auf den Vorderen Gesselkopf und auf die Feldseescharte. Wunderbares Panorama mit Blick ins hintere Seebachtal mit der
Ausschnitt aus der Alpenvereinskarte Sonnblick, Nr. 42, Originalmaßstab 1:25.000. Hochalmspitze (links) und dem Säuleck (rechts) vom Skigebiet Ankogel aus
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Alternativen
für weniger gutes Wetter

Auf 25 Loipenkilometer lassen sich zwei der schönsten Hochtäler des Nationalparks Hohe Tauern erkunden.

Scharte (2.672 m, 150 –200 HM, 2 Stunden den winterlichen Nationalpark Hohe Tauern,
von der Hochalmspitze). Unschwierig ist bei denen sich auch oft Gelegenheiten zur
die Abfahrt zum Arthur-von-Schmid-Haus Wildtierbeobachtung ergeben.
(2.272 m, 400 HM, 30 Minuten). Nationalparkzentrum BIOS Kletterhalle Mallnitz (ÖAV)
Der 3. und letzte Tag führt nach der Bestei- Mallnitz 36 Tauernbad Mallnitz
gung des Säulecks wieder zurück nach Mall- Langlaufen 9822 Mallnitz Hallenbad mit Sauna
nitz. Vom Arthur-von-Schmid-Haus wieder Tel.: +43/(0)4784/701 Höhe der Wand 5-8 m, Kletterfläche 250 m2
Richtung Mallnitzer Scharte und weiter Rich- Langlaufloipen mit Gütesiegel auf über Fax: +43/(0)4784/701-21 Boulderfläche 20 m2
tung Norden teilweise etwas steil hinauf zum 1.200 m Seehöhe. bios@ktn.gv.at Kontakt: Gemeindeamt Mallnitz
Säuleck (3.086 m, 810 HM, 2 – 3 Stunden). www.bios-hohetauern.at Tel.: +43/(0)4784/255 20
Abfahrt bis zum Arthur-von-Schmid-Haus Die Loipen rund um Mallnitz gehören zum Öffnungszeiten: Ende April bis Anfang info@mallnitz.at
und weiter durch das Dösener Tal zum Aus- Besten, was die Nationalpark Region zu bie- Oktober
gangspunkt. (Gesamt: 3.000 HM im Aufstieg, ten hat. Für ihre erstklassige Beschaffenheit täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
3.600 HM Abfahrt, Gehzeit insgesamt: 16 – 18 und ihren guten Zustand erhielt Mallnitz als
Stunden). erster Ort in Kärnten das „Loipen-Gütesiegel“.
Ausschlaggebend für die Auszeichnung wa-
ren die idyllische Lage der Loipen in den Tä-
SChneeschuhwandern lern um Mallnitz, ihre hervorragende Pflege
und ihre vielen Varianten.
Schneeschuhwandern wird auch rund um Die 25 attraktiven Loipenkilometer (mit je-
Mallnitz immer beliebter. Neben vielen indi- weils einer klassischen Spur und einer Spur
viduellen Wandermöglichkeiten gibt es ge- für Skater) führen durch zwei der schönsten
führte Touren mit Nationalpark-Rangern in Hochtäler des Nationalparks Hohe Tauern.
36 37

Anreise Mobilität vor Ort

Anreise mit dem PKW


Die Autoschleuse Tauernbahn
zwischen Mallnitz und Böckstein/
Gasteiner Tal bietet für Reisende aus
Anreise mit Bahn und Bus Westen, Norden und Osten eine Alternative
Osten: Von Wien direkt mit der Bahn über zur Tauernautobahn A10. Die Züge der Auto-
Salzburg, Schwarzach-St. Veit, Bad Gastein schleuse verkehren stündlich.
nach Mallnitz-Obervellach.
Osten, Norden: Von Wien/Linz auf der A1 bis
Westen: Von Bregenz/Innsbruck mit der Bahn Salzburg und anschließend auf der A10 bis
über Wörgl, Kitzbühel bis Schwarzach-St. Veit zur Abfahrt Lendorf/Spittal a.d. Drau. Auf der Als Alpine-Pearls-Gemeinde setzt Mallnitz auf „sanfte Mobilität”. Das beginnt dem Intercity-
(umsteigen). Weiter mit der Bahn über Bad B100, B106 und B105 nach Mallnitz. Alterna- Bahnhof und dem Bahnhofsshuttle bei der Anreise und setzt sich bei der Mobilität vor Ort
Gastein nach Mallnitz-Obervellach. Eventuell tiv dazu von Wien/Linz auf der A1 bis Salz- fort.
lohnt sich eine Fahrt über Salzburg Hbf. burg, weiter auf der A10 bis Bischofshofen.
Auf der B311 bis zur Ausfahrt Gasteinertal.
Süden: Von Graz mit der Bahn über Selzthal, Auf der B167 bis Böckstein und mit der Tau- Mobilität Sommer Mobilität im Winter
Liezen, Schladming nach Bischofshofen (um- ernschleuse nach Mallnitz. Das Nationalpark-Wandertaxi bringt Sie be- Das Wintertaxi macht auch im Winter das
steigen). Anschließend mit der Bahn über quem, günstig und klimaschonend zu allen Auto überflüssig.
Schwarzach-St. Veit, Bad Gastein nach Mall- Westen: Von Bregenz/Innsbruck auf der A12 Ausgangspunkten für Wanderungen rund Für den „alternativen Wintersport” steht da-
nitz-Obervellach. bis zur Ausfahrt Wörgl Ost. Weiter auf der um Mallnitz sowie zu zahlreichen Zielen in rüber hinaus im Tauerntal ein Skitouren und
Oder mit dem IC-Bus von Graz nach Klagen- B312 nach Kitzbühel, auf der B161 über den der gesamten Nationalpark-Region. Rodeltaxi zur Verfügung.
furt Hauptbahnhof. Von dort weiter mit der Paß Thurn nach Mittersill, auf der B168 bis Mit dem attraktiven Mobilitätspass (erhält-
Bahn direkt über Villach nach Mallnitz-Ober- Zell am See und der B311 bis zur Ausfahrt lich in allen „Alpine Perals”-Partnerbetrieben)
vellach. Gasteinertal, auf der B167 bis Böckstein und können Gäste das Wandertaxi zu bestimmen
Von Klagenfurt mit der Bahn direkt über Vil- mit der Tauernschleuse nach Mallnitz. Al- Ausflugszielen kostenlos nutzen.
lach nach Mallnitz-Obervellach. ternativ Autobahn bis Salzburg, weiter wie Lust auf Abwechslung? Die faszinierende
oben. Bergwelt des Nationalparks lässt sich auch
Für alle Bahnreisenden steht ein Shuttle-Service auf E-Bikes, Segways und weiteren E-Mobili-
(kostenpflichtig – außer bei Übernachtung in Süden: Von Graz/Klagenfurt auf der A2 über tätsfahrzeugen erkunden, die alle an der ge-
„Alpine Pearls”-Partnerbetrieben) vom Bahnhof Villach bis zur Abfahrt Lendorf/Spittal a.d. meindeeigenen Solar-Tankstelle aufgeladen
zu allen Unterkunftsbetrieben zur Verfügung, Drau. Weiter auf der B100, B106 und B105 werden!
der einfach bei der Buchung mitbestellt wird. nach Mallnitz.
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Partnerbetriebe Alpenvereinshütten
Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe gehen speziell auf die Bedürfnisse von Wanderern, Bergstei- Arthur-von Schmid-Haus (2.272 m) Bewirtschaftungszeit: Anfang Juli bis Anfang
gern und Skitourengehern ein. Ein frühes Frühstück, Informationen zu Leihmaterial, die Ver- (N 46° 59,351´, O 13° 16,036´) Oktober
mittlung eines Bergführers oder Tipps zu Touren gehören ebenso zur Serviceleistung wie die ÖAV-Sektion Graz Telefon Hütte: +43/(0)664/403 66 97
Verwendung vieler regionaler Produkte in der Küche. Schlafplätze: 25 Betten, 66 Lager www.alpenverein-hagen.de
Außerdem erhalten Sie als Mitglied eines Alpinen Vereins (Gegenrechtsabkommen) 10 % Winterraum: 15 Betten, offen
Ermäßigung auf das Standardangebot (Übernachtung mit Frühstück, Ferienwohnung, etc.). Bewirtschaftungszeit: Anfang Juni bis Mitte Mindener Hütte (2.428 m)
Bitte legen Sie dazu Ihren Mitgliedsausweis bei der Abrechnung vor. Oktober (N 47° 1,427´, O 13° 9,309´)
Telefon Hütte: +43/(0)664/112 28 27 DAV-Sektion Minden
arthurvonschmidhaus@gmx.at Selbstversorgerhütte
Ferienhotel Alber Hotel Alpengarten www.arthurvonschmidhaus.at Schlafplätze: 12 Lager
Fam. Alber-Haub Michaela und Peter Angermann Öffnungszeiten: Mitte Juni bis Mitte Oktober
9822 Mallnitz 26 Rabisch 11 Hannoverhaus (2.566 m) Telefon Hüttenwart: +49/(0)5772/44 74
Tel.: +43/(0)4784/525 9822 Mallnitz (N 47° 02,437´, O 13°12,928´) www.dav-minden.de
Fax: +43/(0)4784/527 Tel.: +43/(0)4784/8100 DAV-Sektion Hannover
info@ferienhotel-alber.at info@alpengarten.at Schlafplätze: 60 Betten Celler Hütte (2.237 m)
www.ferienhotel-alber.at www.alpengarten.at Winterraum: 3 Betten, offen (N 47° 1,162´, O 13° 16,148´)
Bewirtschaftungszeit: DAV-Sektion Celle
Hotel Eggerhof Hotel Bergkristall (Neueröffnung Dez. 2016) Sommer: Anfang Juli bis Ende September Selbstversorgerhütte
Fam. Supersberger Fam. Sterz Winter: Mitte Dezember bis Ende März (je- Schlafplätze: 10 Lager
9822 Mallnitz 119 9822 Mallnitz 15 weils je nach Betriebszeit der Ankogelbahn) Öffnungszeiten: Ende Juni bis Anfang Oktober
Tel.: +43/(0)4784/214 Tel.: +43/(0)676/504 99 52 Telefon Hütte: +43/(0)4784 /213 45 Tel. Sektion: +49/(0)8321/780 89 93
Fax: +43/(0)4784/214-6 office@bergkristall-mallnitz.at hannoverhaus@alpenverein-hannover.de Tel. Hüttenwart: +43/(0)650/730 01 60
eggerhof@mallnitz.at www.bergkristall-mallnitz.at www.alpenverein-hannover.de
www.eggerhof.mallnitz.at Böseckhütte (2.594 m)
Alpengasthof Hochalmblick Hagener Hütte (2.446 m) (N 46° 59,159', O 13° 06,579')
Villa Talheim Fam. Josef Gfrerer (N 47° 1,651´, O 13° 5,378´) DAV-Sektion Hagen
Fam. Wilkens Susanne Stappitz 44 DAV-Sektion Hagen Notunterkunft
9822 Mallnitz 39 9822 Mallnitz Schlafplätze: 14 Betten, 28 Lager Schlafplätze: 6Lager
Tel.: +43/(0)4784/204 18 Tel.: +43/(0)664/221 95 35 Winterraum: 10 Betten, offen www.alpenverein-hagen.de
Mobil: +43/(0)664/197 22 11 od. +43/(0)664/121 47 24
info@villa-talheim.at hochalm@peak.at
www.villa-talheim.at www.ankogel.at

Die Hagener Hütte auf


2.446 m ist Träger des
Umweltgütesiegels
(ökologische Betriebs-
führung) und gehört
außerdem der Initiative
„So schmecken die
Berge” (möglichst viele
regionale Produkte) an.
40 41

Wichtige Adressen
Gemeindeamt Mallnitz Österreichischer Alpenverein Deutscher Alpenverein Fax: +49/(0)5502/94 40 22
Nr. 11, 9822 Mallnitz Sektion Mallnitz Sektion Minden Mobil: +43/(0)664/571 71 92
Tel.: +43(0)/4784/255-0 Obmann: Mag. Peter Angermann Hämelstr. 58, 32425 Minden christa-karl-heinz-hesse@t-online.de
Fax: +43(0)/4784/255-55 Nr. 86, 9822 Mallnitz Tel.: +49/(0)571/485 67
gemeinde@mallnitz.at Tel.: +43/(0)664/504 09 50 www.dav-minden.de Via Aurea - Wege des Tauerngolds
www.mallnitz.at peter.angermann@rkm.at oder Obmann: Walter Wihart
oeav.mallnitz@rkm.at Deutscher Alpenverein Tel.: +43/(0)6432/8091
Tourismusverband Mallnitz www.alpenverein.at/mallnitz Sektion Hagen info@via-aurea.com
Infocenter Goldbergstr. 12a, 58095 Hagen www.via-aurea.com
Nr. 11, 9822 Mallnitz Österreichischer Alpenverein Tel.: +49/(0)2331/33 21 15
Tel.: +43(0)/4824/27 00-40 Sektion Mölltal Fax: +49/(0)2331/375 24 98
Fax: +43(0)/4824/27 00-2 Vorsitzender: Arnold Bucher www.alpenverein-hagen.de
info@mallnitz.at Räuflach 45/7, 9821 Obervellach
www.mallnitz.at Tel.: +43/(0)664/542 50 89 Arbeitsgemeinschaft Tauernhöhenwege
bucher.arnold@a1.net Sprecher: Karl-Heinz Hesse
Hohe Tauern - die Nationalpark-Region www.alpenverein.at/moelltal Sektion Göttingen des
in Kärnten Deutschen Alpenvereins
Hof 4, 9844 Heiligenblut Österreichischer Alpenverein Lerchenfeld 7, 7124 Rosdorf
Tel.: +43/(0)4824/27 00 Sektion Graz Tel.: +49/(0)5502/94 40 21
Fax: +43/(0)4824/27 00-4 Vorsitzender: Mag. Helmut Kreuzwirth
tourismus@nationalpark-hohetauern.at Sackstraße 16, 8010 Graz
www.nationalpark-hohetauern.at Tel.: +43/(0)316/82 22 66
buero.graz@oeav.at
Nationalparkverwaltung sektion.graz@oeav.at

Wanderkarten
Hohe Tauern Kärnten www.alpenverein.at/graz
Döllach 14, 9843 Großkirchheim
Tel.: +43/(0)4825/61 61-0 Naturfreunde Mallnitz
Fax: +43/(0)4825/61 61-16 Obfrau: Daniela Lerchbaumer
www.hohetauern.at Stappitz 55, 9822 Mallnitz Alpenvereinskarten Österreichische Karte (ÖK)
Tel.: +43/(0)4784/568 Sonnblick, Nr. 42 Maßstab 1:50.000
Nationalparkzentrum Bios Ankogel - Hochalmspitze, Nr. 44 ÖK50-BMN Nr. 155, 181
Nr. 36, 9822 Mallnitz Deutscher Alpenverein Maßstab 1:25.000 ÖK50-UTM Nr. 3228
Tel.: +43/(0)4784/701 Sektion Hannover Maßstab 1:25.000
Fax: +43/(0)4784/701-21 Ellernstr. 16, 0175 Hannover Alpenvereinskarten Digital ÖK25V-UTM Nr. 3228 West/Ost
bios@ktn.gv.at Tel.: +49/(0)511/28 21 31 Maßstäbe 1:25.000 und 1:50.000
www.bios-hohetauern.at Fax: +49/(0)511/811 21 83 (Sämtliche Alpenvereinskarten der Alpenre- Freytag & Berndt Wanderkarte Nr. 191, 225
www.alpenverein-hannover.de gion auf 2 CDs) – UTM- und Geographische Maßstab 1:50.000
Österreichischer Bergrettungsdienst Koordinaten – Distanzmessung, Zeichen-
Ortsstelle Mallnitz Deutscher Alpenverein funktion – GPS-Routenplanung (Waypoints, Wanderkarte „Nationalparkgemeinde
Obmann: Walter Huber Sektion Celle Tracks) Mallnitz“
Dösen 18, 9822 Mallnitz Hannoversche Str. 30d, 29221 Celle Maßstab 1:25.000
Tel.: +43(0)664/286 39 84 Tel.: +49/(0)5141/271 12
bergrettung@mallnitz.at Fax: +49/(0)5141/271 12
home.vr-web.de/alpenverein-celle
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Impressum / Bildnachweis / Literatur Richtiges Verhalten in den Bergen

Herausgeber: Österreichischer Alpenverein, Olympiastr. 37, 6020 Innsbruck 1. Vor jeder Tour muss die Bergerfahrung und körperliche Eignung aller Teilnehmer – Erwachsener und
Texte: Regina Stampfl, Roland Kals (arp Salzburg), Peter Haßlacher, Christina Schwann (ÖAV), Kinder – geprüft werden. Bergsteigen verlangt oft Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Peter Angermann (Obmann ÖAV-Sektion Mallnitz), Günther Mussnig (Tauern Alpin), Mea Alber (Hotel 2. Jede Bergtour soll an Hand von Tourenbeschreibungen und Wanderkarten genau geplant werden.
Alber), Überarbeitung Uwe Penker, ÖAV-Sektion Mallnitz Auch Auskünfte Alpiner Vereine und Ortskundiger, wie Bergführer und Hüttenwirte, können dabei ent-
Grafik: SuessDesign.de scheidend helfen.
Layout und Redaktion: Christina Schwann, ÖAV 3. Entsprechende Ausrüstung und Bekleidung sind für das Bergsteigen notwendig. Im Winter muss man
Druck: Samson Druck, St. Margarethen die Notfallausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde), beim Klettern oder für den Klettersteig die adäquate Sich-
erungsausrüstung inkl. Helm mitführen. Beim Bergwandern braucht man vor allem feste, hohe Schuhe
Bildnachweis: mit griffiger Sohle. Da das Wetter in den Bergen oft sehr rasch umschlägt, sind Regen- und Kälteschutz
Titelbild: Schusterkeusche mit Blick Richtung Ankogel , Peter Angermann ebenfalls sehr wichtig.
Bild Rückseite: Kletterer auf dem Gipfel des Säulecks , Peter Angermann 4. Aus Gründen der Sicherheit sollten vor dem Aufbruch Weg und Ziel der Tour sowie der voraussichtliche
Auferbauer, Günter: S. 22 (o) Dapra, Klaus: S. 13 (u.), 16, 37 Zeitpunkt der Rückkehr dem Hüttenwirt bzw. Hotelier oder Freunden bekannt gegeben werden.
Glantschnig, Erich: S. 10, 11 Kleinwächter, Andreas: S. 18 5. Das Tempo muss den schwächsten Mitgliedern der Gruppe angepasst werden. Speziell zu Beginn der
Penker, Uwe: S. 34 Mussnig, Günther: S. 15 Tour ist auf besonders langsames Gehen zu achten. Unbedingt andere Teilnehmer beobachten, damit
Rupitsch, Manfred, Christ, Birgit: S. 13 (o.) Schwann, Christina: S. 8–9 Erschöpfung rechtzeitig erkannt werden kann.
Zupanc, Daniel: S. 33 alle anderen Bilder: Angermann, Peter 6. Markierte Wege nicht verlassen. Um Stürze zu vermeiden, ist auch im leichten Gelände größte Auf-
merksamkeit notwendig. Vorsicht beim Begehen von steilen Grashängen, vor allem bei Nässe. Besonders
Literaturangaben: gefährlich ist das Überqueren von steilen Schneefeldern bzw. Gletschern.
Alpenverein Weitwanderer, Zentralalpenweg 02, Band III, „Durch die Hohen Tauern und Tiroler Zentralal- 7. Das Abtreten von Steinen ist unbedingt zu vermeiden, weil dadurch andere Bergwanderer verletzt wer-
pen nach Feldkirch“, Eigenverlag der Sektion (2015), 135 S. den könnten. Steinschlaggefährdete Stellen sollen einzeln möglichst rasch und ohne anzuhalten passiert
Alpenverein Weitwanderer, Rupertiweg 10, „Vom Böhmerwald zu den Karnischen Alpen, Eigenverlag der werden.
Sektion (2015), 120 S. 8. Hunde im Almgebiet - ein heikles Thema! Unter bestimmten Umständen (z.B. Kühe mit Jungtieren)
Buchenauer, L. u. P. Holl (1986): Ankogel- und Goldberggruppe (Alpenvereinsführer). 3., vollständig über- kann es vorkommen, dass Rinder insbesondere auf angeleinte Hunde aggressiv reagieren. Fingerspitzen-
arbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother; München, 461 S. gefühl, Vorsicht und Ruhe sind gefragt, allfällige Warnhinweise bitte unbedingt beachten!
Führer, H. (2001): Tauern-Höhenweg. Von den Seckauer Tauern zum Venediger. 3. Auflage. Bergverlag 9. Wenn das Wetter umschlägt, Nebel einfällt, der Weg zu schwierig wird oder in schlechtem Zustand ist,
Rother (Hrsg.); München, 286 S. sollte man umkehren. Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vernunft.
Glantschnig, E.J. (1996) Geschichtliches aus dem Mallnitztal 10. Tritt ein Unfall ein, Ruhe bewahren. In manchen Fällen wird man sich selbst helfen können. Wenn
Kompass – Hrsg. (2005): Großer Wander-Atlas ALPEN (Deutschland, Österreich, Slowenien, Italien, nicht, soll durch Handy, Rufen, Lichtzeichen oder Winken mit großen Kleidungsstücken versucht werden,
Schweiz, Frankreich). Kompass-Verlag; Innsbruck, 460 S. + Karten. Hilfe herbeizuholen. Ein Verletzter sollte möglichst nicht alleine gelassen werden.
Nutz, M (o.J.): Blockgletscherweg Dösener Tal (Informationsfalter). Hrsg. vom Nationalpark Hohe Tauern- 11. Die Berge sind für alle da. An ihrer Erhaltung und Sauberkeit mitzuhelfen, ist Pflicht jedes Bergsteigers.
Kärnten, Institut für Geographie und Raumforschung/Uni Graz, Oesterreichischer Alpenverein und Man soll seine Abfälle ins Tal mitnehmen, die Tier- und Pflanzenwelt soll geschont werden.
Naturlandverein Mallnitz; Großkirchheim, Graz, Innsbruck, Mallnitz, o.S.
Oesterreichischer Alpenverein – Hrsg. (1995): Kulturwanderweg Römerstraßen. Naturkundlicher Führer Quelle: UIAA/VAVÖ
zum Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 14; Innsbruck, 64 S. Ergänzungen: OeAV
Oesterreichischer Alpenverein – Hrsg. (1998): Naturführer Seebachtal. Naturkundlicher Führer zum
Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 7, 2. Auflage; Innsbruck, 59 S.
Oesterreichischer Alpenverein – Hrsg. (2009): Blockgletscherweg Dösental. Naturkundlicher Führer zum
Nationalpark Hohe Tauern, Bd. 21, 2. Auflage; Innsbruck, 119 S.
Schall, K., R. Weiss, S. Weiss u. Kärntner u. Osttiroler Bergführer (1998): Genuss-Schitourenatlas (Südtirol &
Österreich Süd). 1. Auflage. Schall Verlag; Wien, 308 S.
Stüber, E., N. Winding (2005): Erlebnis Nationalpark Hohe Tauern – Band Kärnten. Naturführer und Pro-
grammvorschläge für Ökowochen, Schul-landwochen, Jugendlager und Gruppentouren im National- Alpiner Notruf: 140
park Hohe Tauern (Nationalparkregion Kärnten). 3. Auflage. Nationalparkverwaltung Hohe Tauern- Internationaler Notruf: 112
Kärnten (Hrsg.); Großkirchheim, 308 S.
Mallnitz

Ginzling im Zillertal Reichenau an der Rax


Großes Walsertal Steinbach am Attersee
Grünau im Almtal Steirische Krakau
Hüttschlag im Großarltal St. Jodok, Schmirn- und Valsertal
Johnsbach im Gesäuse Tiroler Gailtal
Lesachtal Vent im Ötztal
Lunz am See Villgratental
Malta Weißbach bei Lofer
Mauthen Zell – Sele
Region Sellraintal Ramsau bei Berchtesgaden
Stand 2016

www.bergsteigerdoer fer.org