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Eine Initiative des

Mauthen im Gailtal
Im Herzen der Karnischen Alpen

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND UND EUROPÄISCHER UNION

Europäischer
Landwirtschaftsfonds für
die Entwicklung des
ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in
die ländlichen Gebiete
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Inhalt

Bergsteigerdörfer und Alpenkonvention 04


Vorwort  06
Mauthen im Gailtal – Im Herzen der Karnischen Alpen 08
Geschichtliches 10
Besonderheiten  12
Tourentipps Sommer 18
Tourentipps Winter 36

Schlechtwetteralternativen 43
Erreichbarkeit und Mobilität vor Ort 44
Unterkünfte 45
Wanderkarten 46
Wichtige Adressen 47
Impressum, Bildnachweis, Literatur 50

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig


bewirtschafteten Wäldern und
PEFC/06-39-27 kontrollierten Quellen.

Gedruckt nach der Richtlinie “Druckerzeugnisse”


des österreichischen Umweltzeichens,
Gutenberg-Werbering GmbH, UW-Nr. 844

klimaneutral
klimaneutral gedruckt CP IKS-Nr.: 53401-1507-1001
gedruckt klimaneutral Seit 2015 in Kooperation mit
gedruckt dem Deutschen Alpenverein

Die Initiative „Bergsteigerdörfer” ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins und wird aus Mitteln
des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft
(Ministerium für ein lebenswertes Österreich) und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Ent-
wicklung des ländlichen Raums gefördert.

Der Druck dieser Broschüre wurde zudem durch die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen sowie den Tou-
rismusverband Kötschach-Mauthen/Plöckenpaß unterstützt.
2. überarbeitete Auflage, Innsbruck 2015
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Bergsteigerdörfer -
Mosaiksteine einer gelebten Alpenkonvention
Zustandekommen der Al- sich immer schneller drehen- tern, Bouldern, Skitourenge-
penkonvention mit ihren den Erschließungs-Kapital- hen, Schneeschuhwandern,
Protokollen beteiligt. Seit Kreisels, dessen Höhepunkt Langlaufen und Rodeln
jeher versucht er, die Alpen- noch nicht erreicht scheint. stehen auf dem Programm.
konvention für die breite Mit den Bergsteigerdörfern Auch schlechtes Wetter ist
Öffentlichkeit fassbar zu nimmt sich der Alpenver- kein Hindernis, sich draußen
machen, sie von dem – zuge- ein mit den Sektionen und zu bewegen: von geführten
gebener weise zum Teil sehr dem Ständigen Sekretariat geologischen oder ornitho-
komplizierten Juristenla- der Alpenkonvention sowie logischen Wanderungen, bis
tein– loszulösen und in ganz mit Hilfe einer Förderung hin zum Besuch von Berg-
konkreten Projekten mit der des Ministeriums für ein le- werksstollen, Museen und ze gehalten, können kleine
Bevölkerung umzusetzen. benswertes Österreich und alten Werkstätten gibt es Gastronomiebetriebe ihr
Eines dieser Beispiele ist die des Europäischen Landwirt- eine Vielzahl von Möglich- Auskommen finden, werden
Initiative „Bergsteigerdörfer”. schaftsfonds jenen Gemein- keiten. Oft reicht aber auch Nächtigungen auf Schutz-
Der Alpenverein legte schon den an, die sich bewusst für schon ein warmes, trocke- hütten gebucht, findet das
bei der Auswahl der nun- eine nachhaltige, eigenstän- nes Plätzchen am Ofen, eine regionale, kulinarische An-
mehr 20 Gemeinden und Tal- dige und selbstbewusste Tasse Tee und ein gutes Buch gebot seine Abnehmer –
schaften in Österreich sowie Entwicklung entschieden - zum Beispiel über die Alpin- und genau DAS entspricht
Ramsau bei Berchtesgaden haben. geschichte der Region – um einer gelebten Umsetzung
Die Alpenkonvention – ein war und ist es ein langer Weg. besonderes Augenmerk auf Merkmale aller Bergsteiger- einen verregneten Nachmit- der „Alpenkonvention” – die
völkerrechtlicher Vertrag der Aber gerade jetzt, wo die die Geschichte der Gemein- dörfer sind ihre Kleinheit tag zu genießen. Balance zwischen Schutz der
acht Alpenstaaten und der Finanzkrise – paradoxerwei- den, auf ihre Entscheidun- und Ruhe, ihre Lage im Al- Kurzum, die Bergsteigerdör- Gebirgsregionen und einer
Europäischen Gemeinschaft; se– jeden Umweltschutz- gen in der Vergangenheit penraum mit einer entspre- fer sollen eine Gästeschicht nachhaltigen Wirtschafts-
eine Vereinbarung mit höch- gedanken mehr denn je in und ganz besonders auf ihre chenden Reliefenergie, ihr ansprechen, die sich Ur- entwicklung. Oberstes Ziel
sten Zielsetzungen für die den Hintergrund drängt, ge- zukünftigen Entwicklungs- harmonisches Ortsbild, ihre laubsorte in Österreich aus- ist es, die Wertschöpfung in
nachhaltige Entwicklung im winnt die Alpenkonvention ziele, denn nicht jedes Berg- alpine Geschichte, ihre ge- suchen, in denen es noch der Region zu halten und
alpinen Raum, ein Meilen- als Entwicklungsinstrument steigerdorf aus den Anfangs- lebten Traditionen und ihre einigermaßen „normal” zu- nicht an irgendeinen regi-
stein in der Geschichte des neue Bedeutung. Es gilt, die jahren des Alpintourismus ist starke Alpinkompetenz. geht. Gäste, die einen Aktiv- onsfremden Investor abzu-
Umweltschutzes... möchte acht Protokolle der Alpen- bis heute ein solches geblie- Zusammen mit den Sektio- Urlaub in der Natur erleben geben.
man meinen. Ganz so ist es konvention wo auch immer ben. Viele Gemeinden haben nen des Alpenvereins wird wollen, die Eigenverant- Die Zeit wird zeigen, ob sich
aber leider nicht. möglich anzuwenden, nicht sich ganz dem Wintertou- an einer umfangreichen wortung und Umweltbe- Geduld und Fleiß auszahlen
Seit den 1950er Jahren, in nur im Rahmen von Geneh- rismus verschrieben, haben Angebotspalette an Aktivi- wusstsein mitbringen, oder werden, aber wir – das Pro-
denen die Idee zur Alpen- migungsverfahren, sondern die Berghänge planiert, ent- täten, die ohne technische zumindest sehr offen dafür jektteam Bergsteigerdörfer
konvention erstmals in den insbesondere im Hinblick wässert, Speicherseen ge- Hilfsmittel auskommen, ge- sind. Und mit dem Besuch in des Österreichischen Alpen-
G r ü n d u n g s d o k u m e nte n auf innovative Ideen für eine graben, gesprengt, Seilbah- arbeitet. Je nach Charakter einem der Bergsteigerdörfer vereins – sind davon über-
der internationalen Alpen- nachhaltige wirtschaftliche nen errichtet, Hotelburgen des Bergsteigerdorfes, kann entsteht eine echte Symbio- zeugt: Die Bergsteigerdörfer
schutzkommission CIPRA Entwicklung auf lokaler Ebe- gebaut... alles für den Gast. sich der Gast in einer wei- se: Denn während der Gast können eine echte Vorreiter-
aufscheint, bis zum In-Kraft- ne. Für die ortsansässige Bevöl- testgehend unverbrauchten endlich den Alltag hinter rolle für die Umsetzung der
Treten 1995 und bis zum Der Österreichische Alpen- kerung resultiert daraus die Landschaft aktiv erholen: sich lassen kann, werden in Alpenkonvention im Alpen-
Beginn der Umsetzung 2002 verein war maßgeblich am Abhängigkeit von einem Wandern, Bergsteigen, Klet- den Gemeinden Arbeitsplät- raum einnehmen.
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Willkommen im Bergsteigerdorf Mauthen Mauthen als Wiege des Alpinismus


in der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen in den Karnischen Alpen

Trails“ vermitteln Wissens- und touristische Wertschöp- Verbreitung“ gewidmet und den sich im Plöckenmuseum
wertes zu diesem Thema, fung im Einklang mit der gekennzeichnet durch einen im Rathaus von Kötschach-
wie auch die revitalisierten Bewahrung unserer schüt- enormen Pioniergeist der Mauthen und im Freilicht-
Kriegssteige des Ersten Welt- zenswerten Landschaft ge- Vereinsgründer in unserem museum auf dem Kleinen Pal
krieges als Friedenswege in währleistet wird. doch entlegenen Gebirgstal. nahe dem Plöckenpass.
beeindruckender Weise eine Deshalb ist es mir ein großes Die Erschließungsgeschichte Ein dichtes Netz von Schutz-
historische Epoche unserer Anliegen, den Verantwortli- kennt den Ort Mauthen als hütten und Biwaks ermögli-
Heimat als internationales chen und Mitarbeitern des Ausgangspunkt aller damals cht heute ein problemloses
Friedensprojekt dokumen- heimischen Alpenvereins mehr als heute abenteuer- Durchschreiten dieses im-
tieren. sowie allen, die die Initiative lichen Bergfahrten. posanten, artenreichen und
So ist es für uns eine beson- „Bergsteigerdörfer“ fördern Schon 1896 wurde im Herz- geologisch äußerst inte-
dere Ehre und Freude, dass und unterstützen, meinen stück der Karnischen Alpen ressanten Gebirgskammes
unser Ort in die Reihe der Dank und meine Anerken- beim Wolayersee der erste zwischen Thörl Maglern im
österreichischen Bergstei- nung auszusprechen. alpine Stützpunkt, die Wola- Osten und Sillian im Westen
Eingebettet zwischen den gerdörfer aufgenommen Wir freuen uns, Sie im „Berg- yersee Hütte, errichtet und oder umgekehrt. Genau in
Gailtaler Alpen im Norden wurde. Dies bestätigt, dass steigerdorf Mauthen“ begrü- Mit Verwirklichung der Initi- ist seit jeher beliebtes Ziel für der Mitte dieses Weges liegt
und den Karnischen Alpen unsere Marktgemeinde ein ßen zu dürfen und wünschen ative „Bergsteigerdörfer“ des Besucher der „Karnier“. das Bergsteigerdorf Mau-
im Süden kann unser Ort unvergleichbares Angebot Ihnen einen erholsamen Österreichischen Alpenver- Notzeiten in einem kargen then.
auf eine lange alpinistische von verschiedensten alpi- aber ebenso erlebnisreichen eins gelangen auch bisher Tal, dessen Bewohner von Möge diese von der Abtei-
Geschichte und Tradition nistischen Aktivitäten bietet, Urlaub in unserer Marktge- kaum bekannte und vom al- spärlichen Erträgen aus lung Raumplanung – Natur-
zurückblicken. Insbesonde- die den Ansprüchen eines meinde. pinen Massentourismus ver- Land- und Forstwirtschaft schutz des ÖAV herausgege-
re die vielfältige Landschaft ganzjährigen touristischen schont gebliebene Regionen leben mussten, erzwangen bene Broschüre allen Lesern
mit ihren wunderbaren Ber- Alpin- und Bergerlebnisses ins Blickfeld interessierter nach dem Ersten Weltkrieg und Leserinnen „Abenteuer
gen, einer besonderen Flo- in einer intakten Landschaft Menschen. die Übergabe des Hütten- im Kopf“ entstehen lassen
ra und Fauna, kristallklaren entsprechen. Zahlreiche wei- In einer solchen Region lie- besitzes an die große Grün- und zum Besuch des Berg-
Bergseen, beeindruckenden tere Freizeiteinrichtungen gen die Karnischen Alpen dersektion „Austria“ des ÖAV, steigerdorfes Mauthen an-
Wasserfällen und atembe- und Erholungsmöglichkei- Walter Hartlieb - seit ihrer alpinistischen einhergehend auch die Auf- regen.
raubenden Schluchten hat ten sowie eine ausgezeich- Erschließung eher von „Insi- lösung der selbständigen
unseren Ort seit Jahrzehnten nete Gastronomie, die oft- Bürgermeister dern“ und Wissenschaftlern Sektion und Weiterführung
zum Ausgangspunkt für ein mals als das köstlichste Eck Marktgemeinde besucht - und zu ihren Füßen als Ortsgruppe vom Jahr
besonderes Bergerlebnis in Kärntens bezeichnet wird, Kötschach-Mauthen der Ort Mauthen, seit 2011 1921 bis zur Neugründung
den verschiedensten Formen runden das Gesamtangebot Mitglied im erlesenen Kreis der nunmehrigen Sektion
gemacht. Auch Geschichts- ab. der Bergsteigerdörfer. Obergailtal-Lesachtal im Sepp Lederer
interessierte kommen bei Die Initiative „Bergsteiger- Die Gründung der Alpenver- Jahr 1994.
uns nicht zu kurz, zählen dörfer“ entspricht auch den einssektion „Obergailthal“ in Der erbarmungslose Ge- Obmann der Sektion
doch die Karnischen Alpen Zielsetzungen unserer Ge- Mauthen im Jahre 1894 war birgskrieg 1915/17 hinterließ Obergailtal-Lesachtal des
zu den aufschlussreichsten meinde, eine nachhaltige dem Vereinsziel „Erweite- in den Karnischen Alpen bis Österreichischen Alpenvereins
Gebieten der Erdgeschichte. Entwicklung zu verfolgen, rung der Kenntnisse über die heute sichtbare Spuren. Viele
Die verschiedenen „GEO- bei der die wirtschaftliche Karnischen Alpen und deren Dokumente dieser Zeit fin-
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Mauthen im Gailtal
Im Herzen der Karnischen Alpen

Lage
Mauthen liegt in Kärnten in der Marktgemeinde Kötschach- Gebirgsgruppen Al p e n v e r e i n s h ü t t e n
Mauthen am westlichen Ende des Gailtales, wo das Lesachtal Karnische Alpen Zollnersee Hütte (1.750 m)
beginnt. Im markanten Einschnitt der Kernzone der Karni- Gailtaler Alpen (N 46° 36,209', O 13° 04,131')
schen Alpen zwischen dem Kleinen Pal und dem Cellon liegt ÖAV-Sektion Obergailtal-Lesachtal
der Plöckenpass, seit Jahrtausenden eine wichtige Nord-Süd Wichtige Gipfel
Verbindung. Der Ort Mauthen befindet sich am Fuße des Pas- Hohe Warte (2.780 m) Wolayersee Hütte (1.960 m)
ses sowie der Berge Polinik, Cellon, Kellerwand und Mauth- Kellerwand-Kellerspitze (2.774 m) (N 46° 36,734', O 12° 52,024')
ner Alm und zählt derzeit 745 EinwohnerInnen. Kollinkofel (2.691 m) ÖAV-Sektion Austria
Frischenkofel-Cellon (2.238 m)
Gemeinde Polinik (2.332 m) Italienische Schutzhütten des CAI,
Ortschaften im Talboden: Kötschach, Mauthen, Würmlach, Elferspitz (2.251 m) erreichbar vom Plöckenpass:
Weidenburg, Höfling, Mandorf Gamskofel (2.526 m)
Am Fuße des Gailbergsattels liegt die Ortschaft Laas. Plenge (2.372 m) Rifugio Marinelli (2.120 m)
Ein Drittel des Lesachtales gehört mit den Orten Gentschach, Mooskofel (2.359 m) (N 46° 35,38’, O 12°53'49’)
Strajach, St. Jakob und Podlanig ebenfalls zur Gemeinde. Kleiner Pal (1.866 m)
Seehöhe des Hauptortes: 710 m Hoher Trieb (2.199 m) Rifugio Lambertenghi (1.970 m)
Einwohnerzahl im Gemeindegebiet: 3.457 Personen Jauken (2.234 m) (N 46° 36,28’, O 12° 52,06)
Reißkofel (2.371 m)
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Geschichtliches
liefert). 1958 wurden Alping eschichte Gailtales. In den letzten Jah- derer und Gönner sowie die
die Ortsteile Mau- ren wuchsen aus der AV-Ju- öffentliche Hand haben mit-
then und Kötschach Die Erschließung der Karni- gend und Jungmannschaft geholfen, heute von Kindern
zur Gemeinde zu- schen Alpen ging von Mau- 12 Bergführer und etliche und Jugendlichen aber auch
sammengeschlos- then aus, wo am 5. Mai 1894 Bergwanderführer heraus, von Erwachsenen gefragte,
sen und das Wappen die „Section des DÖAV Ober- die auch den Nachwuchs moderne Freizeiteinrichtun-
der beiden Orte im gailthal“ gegründet wurde. für den Bergrettungsdienst gen, wie den ÖAV-Freizeit-
Gemeindewappen 1896 erfolgte der Bau und stellen. park, für die Sektionsmit-
vereint. die Eröffnung der ersten Wo- glieder, die Bewohner der
Der silberne gekrön- layersee Hütte. Außerdem Marktgemeinde Kötschach-
te Löwe in rotem gab es in früherer Zeit viele G e s chichte de r Mauthen und die vielen
Schild ist das Wap- kühne Bergführergestalten Alp e nve re ins s e ktion Gäste zu schaffen. Im Keller
pen des Jakob Villin- aus Mauthen. Alpine Pionier- des Rathauses betreibt die
ger von Schönberg, taten mit Entwicklung vieler Im Jahre 1923 schloss sich Sektion eine Kletterhalle mit
Buchhalter und seit Rettungsmethoden (Mathias die 1894 gegründete und 220 m2 Kletterfläche, die bei
1514 Generalschatz- Zdarsky als Alpinreferent an damals im Gailtal leider Jung und Alt äußerst beliebt
Ölbild Mauthen, gemalt von Hans Sellenati am 17.05.1910 meister Kaiser Maxi- der Kärntner Front) sind im bekannt finanzschwache ist und gute Trainingsmög-
milians I., und findet Ersten Weltkrieg geschehen. „Section Ober-Gailthal“ der lichkeiten bietet.
Die Gegend rund um Mau- hundert zur Grafschaft Or- sich in der Wölbung der ab Daher verwundert es nicht, Sektion Austria in Wien als Im Jahr 2006 gelang die
then wurde schon im 2. Jahr- tenburg gehörigen Markt, 1510 erbauten Filialkirche dass die erste alpine Ret- selbständige Ortsgruppe an. Übernahme der ehemaligen
hundert v. Chr. besiedelt. gewährte Graf Georg am von Laas. Villinger hatte vom tungsstelle des Gailtales in Nach einer wechselvollen Dr. Steinwender Hütte auf
Auf der Missoria südlich von 25. Mai 1619 anlässlich der Kaiser 1502 Schloss und Mauthen gegründet wurde. Geschichte, gerade rechtzei- dem Zollner, jetzt Zollnersee
Mauthen befindet sich eine Verleihung eines Marktburg- Herrschaft Pittersberg erhal- Die Aufarbeitung der Alpin- tig zum 100-jährigen Grün- Hütte genannt, so dass die
venetische Felsinschrift, und frieds (Niedergerichtsbezirk) ten und vereinigte sie ad- geschichte erfolgte durch dungsjubiläum der Sektion Sektion neben dem Reißko-
oberhalb der heutigen Ort- ein Marktwappen. (Original ministrativ mit Goldenstein. Wilhelm Robert Peters, im Jahre 1994 wurde nach felbiwak nun eine bewirt-
schaft Mauthen befand sich als stark beschädigtes Frag- Das Pittersberger Amtshaus Archivar der ÖAV-Sektion langwierigen und äußerst schaftete alpine Unterkunft
eine Siedlung (Loncium). ment im Besitz der Nach- gegenüber der Kötschacher Obergailtal-Lesachtal in den schwierigen Verhandlun- besitzt.
Schon in der Römerzeit barschaft Mauthen erhalten, Kirche erinnert an den Amts- „Karnisch nostalgischen gen unter dem damaligen Die Förderung aller Spielar-
war der Plöcken ein wich- Abschriften im Kärntner und Gerichtssitz, der durch Bilderbüchern“ (derzeit 27 Ortsgruppenobmann Sepp ten des Alpinismus kommt
tiger Übergang in den Sü- Landesarchiv.) Ohne dass ein bis 1977 bestehendes Bände) und in sieben Buch- Lederer die ÖAV-Sektion in der Sektion nicht zu kurz,
den, an dessen nördlichem der Anlass der Entstehung Bezirksgericht eine Nachfol- bänden. Obergailtal-Lesachtal neu gibt es doch mehrere hoch
Ausgangspunkt eine 1276 ausdrücklich überliefert ist, ge fand. Die Sektion Obergailtal- gegründet und erlebt seit qualifizierte Tourenführer.
urkundlich genannte Maut- erinnert das Wappen offen- Das stilisierte Villinger- und Lesachtal war von 1921 bis ihrer Zulassung im Jahr 1995 Und der Naturschutz hat im
station entstand. Dieses kundig an einen Aufsehen das naturalistische Bären- 1994 Ortsgruppe der Sektion einen regen Aufschwung. Vereinsleben selbstverständ-
Mauthen war seit dem 14. erregenden Jagdvorfall, als wappen harmonieren nicht Austria und wurde anlässlich Viele freiwillige Helfer, För- lich seinen festen Platz.
Jahrhundert Sitz eines Am- ein tödlich getroffener Bär in gut, widerspiegeln aber des 100-jährigen Bestehens
tes der Grafen von Görz-Tirol, seiner Wut und letzten Kraft gerade darin die divergie- wieder zu einer selbständi- Buchtipp:
beherbergte zunehmend noch einen Baum ausriss renden historischen Kompo- gen Sektion mit Sitz in Mau- Österreichischer Alpenverein (Hrsg.): Bergsteigerdorf
bürgerliche Gewerbe und (farbige Überlieferung im nenten zweier zusammen- then. Mit derzeit rund 2.500 Mauthen, Alpingeschichte kurz und bündig, Wilhelm Ro-
erhielt 1498 einen Wochen- Wappenbuch des Kärntner gelegter Gemeinden. Mitgliedern, davon 27 % Ju- bert Peters u. Sepp Lederer, Innsbruck 2013, 110 S., EUR 3.-
markt verliehen. Landesarchivs von ca. 1747; gendliche unter 25 Jahren, Bestelladresse: sepp.lederer@oeav-obergailtal.at
Dem seit dem 16. Jahr- zwei Siegeltypare sind über- ist sie der größte Verein des
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Besonderheiten
stimmen, in denen sie ent- von 1946 vorhanden ist, und
halten sind. er ist Teil des Roten Weges
Neben uralten fossilen Mee- der Via Alpina.
resbewohnern und dem Genau in der Mitte des
größten Pflanzenfossil Öster- KHW 403 zwischen Sillian
reichs, dem als Naturdenk- und Thörl-Maglern liegt das
mal geschützten Urbaum im Bergsteigerdorf Mauthen.
versteinerten Wald von Laas, Der Höhenweg selbst weist
faszinieren im GeoPark Kar- keine außergewöhnlichen
nische Alpen abenteuerliche Schwierigkeiten für Wan-
aber auch sanfte Schluch- derer auf. Es muss aber be-
ten, hunderte Meter hohe rücksichtigt werden, dass
Felswände, darin eingebet- die Etappen (zum Teil bis
tet der südlichste Gletscher zu neun Stunden) sehr lang
Österreichs, idyllische Berg- sind. In der Hauptsaison Juli/
seen, erbauliche Almland- August ist der Weg manch-
schaften und die nahezu un- mal überlaufen und es kann
Cellonrinne - der "GeoPark Karnische Alpen" bietet spannende Einblicke verfälschte Kulturlandschaft zu Engpässen bei Übernach- Einer der schönsten Höhenwege der Alpen ist der Karnische Höhenweg;
in die Geschichte der Alpen. des Gail- und Lesachtals. tungen in den Hütten kom- hier im Bereich der Bischof Alm.
men. Bei einem drohenden
Ab enteuer globalen Geoparknetzwerk, Karnischer Hö henweg Wettersturz sollte nicht ge- to „Wege, die einst Fronten sen Untauglichkeit als Inst-
Erdgesc h i c hte unterstützt von der UNESCO. (KHW ) zögert werden, einen der trennten, sollen uns heute rument der Konfliktaustra-
Der rund 830 km2 große Das Besondere am GeoPark Der Karnische Höhenweg zahlreichen Notabstiege ins verbinden“ und der Name gung, drastisch vor Augen
„GeoPark Karnische Alpen“ Karnische Alpen sind seine (Wege 403 und 03), ist ein Tal zu nutzen, denn auf dem „Friedenswege – Le vie della zu führen.
erstreckt sich entlang der uralten Fossilien und Ge- Wanderweg in den Karni- exponierten Höhenweg be- pace“ geboren. Das Museum 1915-1918
Staatsgrenze zu Italien von steine aus dem Erdaltertum. schen Alpen, der in weiten steht große Blitzschlagge- Seit 1983 sind die „Dolomi- „Vom Ortler bis zur Adria“
Feistritz an der Gail im Osten Kein anderes Gebiet in den Teilen die Möglichkeit bietet, fahr. tenfreunde“ am Plöckenpass im Rathaus von Kötschach-
bis Maria Luggau im Westen. Alpen besitzt so viele stei- auf der Höhe des Karnischen an der Grenze zwischen Ös- Mauthen vermittelt in
Er umfasst die Karnischen Al- nerne Zeugnisse aus 500 Mil- Hauptkamms zu bleiben. Er Fried ensweg e terreich und Italien tätig. Die Verbindung mit dem Frei-
pen, die Gailtaler Alpen, die lionen Jahren Erdgeschichte. verläuft in mehreren Varian- Der Weltkrieg der Jahre landschaftliche Schönheit lichtmuseum im Raum des
südlichen Lienzer Dolomiten Fossilien oder Versteinerun- ten entlang der Staatsgrenze 1915 - 1918 hat in den Ber- der Bergwelt des Karnischen Plöcken einen besonderen
und das Gail- und Lesachtal. gen sind Reste vergangenen zwischen Italien (Regionen gen zwischen Ortler und Kammes bildet einen einzig- Eindruck der geschichtli-
Alle Gemeinden des Bezirks Lebens, gleichsam Bilder der Veneto und Friuli-Venezia Isonzo zahlreiche Spuren artigen Rahmen für die Ver- chen Ereignisse und ihrer
Hermagor und die Gemein- Vergangenheit. Diese Schau- Giulia) und Österreich (Bun- hinterlassen. 1972 stellte mittlung eines nachhaltigen Auswirkungen bis in die Ge-
de Feistritz an der Gail unter- stücke der Natur waren desländer Tirol, genauer sich eine kleine Gruppe von Eindrucks von den Strapa- genwart. Die unmittelbare
stützen dieses Regionspro- einem ständigen Wechsel Osttirol, und Kärnten). Er Bergfreunden die Aufgabe, zen, Leiden und Leistungen Nähe beider Museen (12 km)
jekt, in dessen Mittelpunkt unterworfen. Jede Zeit hat berührt neun Schutzhütten verfallene Frontsteige in die- des einfachen Frontsolda- bietet eine einmalige Gele-
das Besucherzentrum in Del- einmalige, unnachahmliche und hat eine Gesamtlänge sem Bereich wieder begeh- ten. Es gibt kaum einen Ort, genheit, auch in der Natur
lach an der Gail steht. Kreationen und Schöpfun- von 155 km. Gleichzeitig ist bar zu machen. Im Jahr 1973 der sich besser dafür eignen - an historischer Stelle - eine
Seit 8. März 2012 ist der Geo- gen hervorgebracht: Mit ih- er Teil des Friedenswegs, entstand aus dieser Idee der könnte, der Nachkriegsge- ganz persönliche Vorstel-
Park Karnische Alpen Mit- rer Hilfe ist es möglich, das dessen Idee bereits im Gru- Verein der „Dolomitenfreun- neration die Realität des lung vom Schrecken des Ge-
glied im europäischen und Alter von Gesteinen zu be- ber-De-Gasperi-Abkommen de“. Damals wurde das Mot- Krieges, zugleich aber des- birgskrieges zu gewinnen.
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G ailt aler Hö he nwe g Dadurch bietet sich dem turerbe und das Austesten seit seiner Entdeckung um
(GH W ) Wanderer ein vielfältiges des eigenen Leistungsver- 1880 als „Blumenberg Kärn-
Blickt man vom Karnischen Landschaftsbild. Übernach- mögens, lassen die Zeit wäh- tens“ gilt er als bevorzugtes
Hauptkamm nach Norden tungsmöglichkeiten finden rend dieser Wanderung zum Ziel für botanisch interessier-
auf die gegenüberliegen- sich in den Tal-Orten. Erlebnis werden. (Nähere In- te Bergwanderer und Botani-
de Seite des Tales, so sieht Die Begehung des Gailtaler formationen finden Sie unter ker aus aller Welt.
man die vielen Bergrücken Höhenweges ist in mehreren www.via-alpina.org.) Mehr als 500 Pflanzenarten,
der westlichen Gailtaler Al- Tagesetappen möglich. davon über 280 so genannte
pen von Kartitsch bis zum D ie Blumenb erg e höhere Pflanzen, mit der „bo-
Gailbergsattel und von dort D i e Vi a Al p i n a Kärntens: Mussen und tanischen Königin“, der Para-
weiter ostwärts die der öst- Wer von Triest bis Monaco M authner Alm dieslilie (Weiße Trichterlilie),
lichen Gailtaler Alpen bis zur eine Entdeckungsreise auf Der Bergstock „Auf der Mus- haben der Mussen den Ruf
Windischen Höhe mit einer Wanderwegen machen will, sen“ (1.950 m) ist ein ausge- als „Blumenberg“ der beson-
Gesamtlänge von ca. 90 km. nimmt den Roten Weg der dehntes Almgebiet westlich deren Art eingebracht.
Die etwas sanftere Wegfüh- Via Alpina. Er ist dabei auf des Gailbergsattels (982 m) Die Größe des Naturschutz- Artenvielfalt auf engstem Raum
rung des GHW 229 verläuft den mit dem Logo gekenn- mit dem höchsten Berg „Auf gebietes „Auf der Mussen“
nicht durchwegs am Grat. Er zeichneten Wegen durch der Mussen“, den 2.090 m beträgt zirka 400 Hektar. menbergen Nummer eins in lassen: So haben die drei-
führt in die vielen Seitentä- die acht Alpenstaaten unter- hohen Schatzbühel. Der Die Mauthner Alm mit ihrem Kärnten geworden sind: Ur- jährigen wissenschaftlichen
ler und Gräben südlich der wegs und durchquert auch Mussen-Stock gehört wie breiten, Nord-Süd ausgerich- sprünglich waren beide Ber- Untersuchungen von über
Lienzer Dolomiten hinab, die Karnischen Alpen. Die der westlich anschließen- teten Höhenrücken und den ge bis zum Gipfel bewaldet. 30 Spezialisten aus ganz
um auf der anderen Talseite Begegnungen mit Gleichge- de Lumkofel zu den Lienzer steil abfallenden ehemali- Bereits vor vielen hundert Österreich eine lange Reihe
wieder mehrere hundert Hö- sinnten, der Einblick in ein Dolomiten und bildet deren gen Mähwiesen Richtung Jahren wurden sie gerodet von Superlativen hervorge-
henmeter hinauf zu leiten. großartiges Natur- und Kul- östlichsten Eckpfeiler. Bereits Valentintal, liegt der Mussen und später die Almen regel- bracht, wie beispielsweise
vorgelagert - dazwischen mäßig gemäht. Die traditio- den Nachweis von deutlich
das Untere Lesachtal - im nelle bäuerliche Bewirtschaf- über 1.000 Tierarten, darun-
vollen Einstrahlungsgebiet tung war maßgeblich für den ter allein 670 verschiedene
des markanten Einschnittes Erhalt des Artenreichtums Schmetterlinge, eine neu
beim Plöckenpass. Das be- und der Artenvielfalt der hier entdeckte Schmetterlings-
deutet, dass südliche Flora anzutreffenden Alpenflora art und über 100 Spinnen,
und Fauna ungehindert nach verantwortlich. Durch die darunter eine der mitteleu-
Norden eindringen konnten. Rodung der Wälder wurde ropaweit seltensten Arten.
Speziell günstige Bodenver- auch der Wasserhaushalt im Weiters Weberknechte, wel-
hältnisse und intensive Son- Boden herabgesetzt. Boden- che hier weltweit ihr höchst
nenbestrahlung haben unter trockenheit und Wärme be- gelegenes Vorkommen ha-
anderem auch bewirkt, dass wirkten, dass sich ganz spe- ben, die schon erwähnte
sich in diesem Gebiet eine zielle Pflanzengesellschaften Paradieslilie, welche hier ös-
besondere Artenvielfalt ent- entwickeln konnten. terreichweit das einzige Vor-
wickeln konnte. Die Früchte der Zusammen- kommen aufweist und viele
Aber auch der Mensch war arbeit zwischen Naturschüt- Beispiele mehr. Mehr als 200
mit verantwortlich, dass zern, Naturwissenschaftern Blumenbilder, fotografiert
der Mussen-Stock und die und Landbewirtschaftern von Sepp Lederer, finden Sie
Der Blick vom Stalon zum Gailtaler Höhenweg bietet im Herbst prachtvolle Faben und Fernsicht. Mauthner Alm zu den Blu- können sich wahrlich sehen auf der Homepage der Sek-
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tion Obergailtal-Lesachtal Hinweise über die früheste Hinweise darauf geben, wa- tierter und qualitätsbewuss- seilgarten die Attraktion des
unter www.oeav-obergailtal. Erwähnung der Almen mit rum sich die Produktion von ter Wirtschaftsformen sowie Sommers. Zwei Schlaflager
at/Blumenbilder oder in angeschlossenen Käsereien Almkäse gerade im Gailtal entsprechende Förderange- bieten genügend Platz für
der Broschüre "Blickpunkt: stammen aus dem Urbar besonders gut entwickelt bote der öffentlichen Hand 30 abenteuerhungrige Bur-
Mauthner Alm und Mussen des Grafen von Görz aus hat. haben der Almwirtschaft in schen und Mädchen, oder
- Wanderung über die Blu- den Jahren 1375 bis 1381. Im Jahr 1949 waren im Gail- den letzten Jahren wieder man übernachtet im selbst
menberge", erhältlich bei der In diesen Aufzeichnungen tal noch 39 Almsennereien zu einem Aufschwung ver- mitgebrachten Zelt.
Sektion. werden Angaben über die aktiv. Im Laufe der Jahrzehn- holfen. Auch das Erkennen Gleich nebenan bieten das
Erzeugung von Almkäse auf te wurde aufgrund der her- des touristischen Potentials Naturschwimmbad und
G ailtaler Al m k ä se den Almen des Gail- und Le- vorragenden Einzelstellung der alpinen Kulturlandschaft die kühlen Fluten des an-
Der europaweit ursprungs- sachtales gemacht. des Gailtales im Hinblick auf und der zunehmende Trend grenzenden Valentinbaches
geschützte Almkäse aus der Eine ausführliche Beschrei- die Produktion von Almkäse zur Produktion natürlich er- Abkühlung. Zwei Beach-
„Genuss Region Gailtaler bung der Lage der Almwirt- der Name „Gemeinschaft der zeugter bäuerlicher Lebens- Volleyballplätze und ein as- Der ÖAV-Freizeitpark bietet viel
Almkäse g.U.“ wird im Gail- schaft im Gailtal um die Mit- Gailtaler Alpsennereien“ ge- mittel haben die Almsenne- phaltierter Eishockeyplatz Platz für Spiel und Abenteuer.
tal auf 14 Almen produziert. te des letzten Jahrhunderts schaffen. Im April 1996 wur- reien im Gailtal gefördert. runden das Angebot ab.
Die Käseproduktion hat im gibt ein Bericht aus dem Jahr de diese Vereinigung in den Eine Wanderung zu einer Folgt man dem Bachlauf auf-
Gebiet der Genuss Region 1876. In diesem Bericht wird „Verein der Gemeinschaft der Almen lohnt sich allemal wärts, erreicht man nach we-
lange Tradition und wurde bereits eine genaue geogra- der Gailtaler Almsennereien“ und wird zum besonderen nigen Minuten die Mauthner
schon mehrfach prämiert. fische Einteilung der Alm- übergeführt. Erlebnis. Klamm, eine Schlucht, die
Der Almkäse zeichnet sich gebiete getroffen. Weiters Bedingt durch den Struktur- man vom Ende der Stege aus
durch seinen würzigen Ge- werden geologische, meteo- wandel in der Landwirtschaft Der ÖAV-Freizeitpark auch auf einem Klettersteig
schmack und die feine Kon- rologische und vegetations- und die Intensivierung der in Kö tschach-M authen durchqueren kann.
sistenz aus. kundliche Gegebenheiten Grünlandwirtschaft in den Dem Trend der Zeit folgend, Mehr dazu findet man auf
Die ersten auffindbaren berücksichtigt, die wertvolle Tallagen, verlor die Almwirt- wurden neben der Pflege der Homepage der Sektion
schaft und damit die des 330 km langen Wege- unter www.oeav-obergailtal.
Almsennerei ab den netzes von der ÖAV-Sektion at.
sechziger Jahren zu- Obergailtal-Lesachtal auch
nehmend an Bedeu- Klettersteige gebaut und
tung. Damals wur- Klettergärten eingerichtet 28 m hoher Kletterturm
de noch auf rund sowie kürzlich eine wett-
zwanzig Almsenne- kampftaugliche Boulderhal-
reien gekäst. In den le eröffnet.
siebziger Jahren Herzstück der Sektion ist
reduzierte sich die allerdings der ÖAV-Freizeit-
Anzahl auf sieben park in Mauthen, Sitz der
aktive Almsennerei- Alpenvereinssektion und des
en. Der Umdenkpro- Camps der „Mauthner Alpen-
zess in der Landwirt- salamander“. Obwohl etwas
schaft mit einem abgelegen, ist dieser Dank
Umschwung in des 28 m hohen Kletterturms
Richtung extensiver, nicht zu übersehen. Dane-
Der Gailtaler Almkäse ist europaweit ursprungsgeschützt. ökologisch orien- ben ist vor allem der Hoch- Außerdem: allzeit bereit, die Musikkapelle Mauthen
18 19

Tourentipps Sommer
Findenigkofel
(2.016 m)
Charakteristik: Erleb-
nisreiche Tour von der
Zollnersee Hütte aus auf
den Spuren des Ersten
Weltkrieges zum mar-
kanten Gipfel im Osten
des weitläufigen Zollner
Gebietes.
Schwierigkeit: Unschwie-
riger Anstieg, der aber
Trittsicherheit erfordert.
Wegverlauf: Von der Al-
penvereinshütte „Zoll-
nersee Hütte“ auf dem Zahlreiche Touren nehmen ihren Ausgangspunkt vom Plöckenpass.
KHW 403 nach Südost
zum Zollnersee (1.809 m). 275 Hm; 2 Std.; zurück zur den zweiten Graben über ein
Vom kleinen Sattel zuerst Zollnersee Hütte: 1,5 Std. felsdurchsetztes Steilstück
leicht absteigend weiter zu einer Quelle. In Serpenti-
nach Osten bis zur Abzwei- H inte r jo ch (1.879 m) – nen steil empor auf ein klei-
gung, die auf dem Weg 425 L a mp re chtkofe l nes Plateau und schließlich
nach Süden auf ein kleines (1.861 m) – M a u the n nach einem letzten Steil-
Gipfelkreuz auf dem Kleinen Trieb Plateau führt. Nun über den Charakteristik: Südlichste stück unter den Mooskofel-
schmalen Steig vorbei an Erhebungen des Mauthner wänden auf den Sattel zum
Die Frage nach empfehlens- Al p i n e ersten Abzweigung auf die Grenzsteinen und Stellungs- Almrückens zwischen Va- Hinterjoch. Von dort leicht
werten Touren aller Kate- Wa n d e ru n g e n Colinetta. Vorbei an der alten gräben weiter nach Osten lentintal und Sittmooser Tal, links ansteigend zur GEO-
gorien und Schwierigkeiten Alpini-Kaserne auf breiterem auf den Kleinen Findenig. die einen grandiosen Blick in Trail Schautafel.
ist aufgrund der umfangrei- Cel l on – Fr i s c h en ko - Weg bis zum Berghang (Weg Nach dem Abstieg in den die Nordwände von Cellon Leicht absteigend nach Süd-
chen Möglichkeiten nicht so fel ( 2 . 2 3 8 m ) ü b er d i e 147). Über diesen in Serpen- Sattel führt der Weg steil em- und Kellerwand bieten. osten und vorbei an alten
leicht zu beantworten. Aus G rü n e S c h n ei d tinen hochziehend unter die por zum Gipfel des Findenig- Schwierigkeiten: Unschwie- Kavernen, erreicht man in
diesem Grund können wir Charakteristik: Tour auf italie- Grüne Schneid. Nun nach kofels (2.016 m) mit seinem riger aber steiler Aufstieg, wenigen Minuten den Lam-
Ihnen hier nur eine kleine nischem Gebiet über die blu- rechts abzweigend durch interessanten Gipfelkreuz. zum Teil auf Forstweg. prechtkofel. Von der Kuppe
Auswahl an alpinen Wan- menreichen Südhänge der eine Schlucht auf dem alten Abstieg: Gleich wie Aufstieg Wegverlauf: Zwischen den genießt man einen grandio-
derungen und Bergtouren Grünen Schneid auf Steigen Kriegsweg zum Sattel und oder über den Grat weiter Häusern der Valentinalm sen Fernblick ins Plöckenge-
vorstellen, die aber die wich- und durch Stellungen aus von diesem links empor zum nach Osten absteigend zur über die Wiese in den Wald biet.
tigsten Gipfel der Region dem Ersten Weltkrieg. Ostgipfel mit Gipfelkreuz. Waidegger Höhe und von (Weg 432). Mehrmals die Der Abstieg zur Enzian Hütte
beinhalten. Außerdem bietet Schwierigkeit: Unschwieri- Abstieg: gleich wie Aufstieg dort zurück über den Karni- Forststraße querend über erfolgt Richtung Norden in
das Gailtal eine ganze Reihe ger Anstieg, der aber Trittsi- Höhenmeter und Gehzeit: schen Höhenweg zum Zoll- steile Böschungen empor leichtem Auf und Ab entlang
interessanter Klettersteige, cherheit erfordert. Plöckenhaus - Gipfel: nersee und zur Hütte. bis zur Wegtafel. Rechts em- des Höhenrückens; zuletzt
Klettergärten und Mountain- Wegverlauf: Vom Plöcken- 880 Hm; 3-4 Std. Höhenmeter und Gehzeit: por durch den Wald in einen den steilen Hangrücken ab-
bikerouten. pass 150 m nach Süden zur Zollnersee Hütte - Gipfel: Graben und weiter durch wärts querend.
20 21

Wegverlauf: Von der Zollner-


see Hütte entlang des KHW
403 Richtung Westen bis
zur Weggabelung bei einer
kleinen Lacke. Von dort nach
Süden aufsteigend vorbei
am Wasserschloss und Quell-
schutzgebiet bis zum steilen
Berghang. Auf dem Kriegs-
steig in steilen Serpentinen
empor, vorbei an Kaver-
nenresten bis zum Grat und
diesen entlang unschwer bis
zum Gipfel mit Gipfelkreuz.
Abstieg: Gleich wie Aufstieg.
Höhenmeter und Gehzeit:
Zollnersee Hütte - Gipfel:
Die Mauthner Alm mit dem schön geformten Mooskofel 350 Hm; 1 Std.

Höhenmeter und Gehzeit: Wegverlauf: Von Mauthen Westen und später entlang Die Zollnersee Hütte mit der Friedenskapelle
Untere Valentinalm - Hin- zur Wallfahrtskirche Maria der Mähwiesen nach Süden
terjoch: 675 Hm; 2 Std.; Schnee und weiter Richtung Richtung Hinterjoch führt,
Hinterjoch - Enzian Hütte: Lamprechtbauer (Weg 432). bis er wieder auf den Weg
380 Hm; 1 Std. Vom Parkplatz über den 432 trifft; diesen zurück Rich-
schattigen Waldweg und tung Enzian Hütte. Pracht-
Mauthner Alm (1.783m) teilweise über die Almstraße volle Flora, vor allem wäh-
von Mauthen empor bis zur Enzian Hütte rend der Hauptblütezeit Juni
Charakteristik: Mächtiger (1.350 m). Weiter ansteigend bis August.
Almrücken, der zwischen Va- bis zur Weggabelung und Höhemeter und Gehzeit: Köderkopf
lentintal und Sittmooser Tal von dort entweder rechts Mauthen - Gipfel: 1.073 Hm; 2.157 m
vorgeschoben ist. Beliebtes über den Militärsteig vorbei 3 Std.; Alpenblumen-Wan- Zollnersee Hütte
Wanderziel mit prachtvol- am Mauthneralm Haus zum derweg: 1 Std. 1.750 m
ler Alpenflora entlang des Gipfel oder links den steilen
Alpenblumen-Wanderweges Berghang querend auf das Zollnersee Hütte – Klei-
(Rundweg) mit herrlicher Plateau zu einer Weggabe- ner Trieb (2.095 m)
Aussicht auf Cellon, Keller- lung mit Sitzbank. Von dort Charakteristik: Lohnende
Hoher Trieb
wand, Mooskofel und über rechts empor zum Gipfel- Kurztour auf den Spuren des 2.095 m
das Lesach- und Gailtal. kreuz. Ersten Weltkrieges auf einen
Übergang zur Unteren Valen- Alpenblumen-Wanderweg: schönen Aussichtsgipfel.
tinalm. Knapp unterhalb des Gip- Schwierigkeit: Unschwieri-
Schwierigkeit: Unschwieriger felkreuzes abzweigen zum ger Anstieg, der aber Trittsi- Zollnersee Hütte. Ausschnitt Österreich Karte, Originalmaßstab 1:50.000 (© BEV 2015, Vervielfältigung mit
Aufstieg, z.T. auf Forstweg. Rundweg, der zuerst nach cherheit erfordert. Genehmigung des BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien, N4593/2015)
22 23

Hausalm und den „Land- zum Zollnersee (1.809 m) erforderlich.


sturmweg“. führt nach Südosten entlang Wegverlauf: Von Mauthen
des KHW 403. am Waldbad und ÖAV-
Nölbling Graben – Zoll- Abstieg: Gleich wie Aufstieg Freizeitpark vorbei über die
nersee Hütte (1.741m)– oder über die Obere und Un- schmale Valentinbrücke
Zollnersee (1.809 m) tere Bischof Alm durch den (Weg 430) aufwärts bis zur
Charakteristik: Erlebnisrei- Kronhofgraben nach Wei- Abzweigung des Römerwe-
che Tagestour auf dem so denburg (Weg 403, 424 und ges. Nun links über die Mis-
genannten „Weg der Stille“ 426). soria Alm zur Polinik Alm,
vorbei an rauschenden Kas- Höhenmeter und Gehzeit: von wo an man mehrmals
kaden-Wasserfällen durch Nölbling - Zollner See:
einen Gebirgsgraben zu 1.450 Hm; 4-5 Std.
den breiten Almwiesen des
Zollners. Der Zollnersee als Polinik – Angerkofel
glaziales Relikt und Natur- (2.331 m) von Mauthen
denkmal. Charakteristik: Von Köt-
Schwierigkeit: Unschwieri- schach-Mauthen aus gese-
ger Anstieg, der aber Trittsi- hen ist der Polinik eine impo-
cherheit erfordert. sante Pyramide, die man mit
Wegverlauf: Vom Kraftwerk Überschreitung des Würmla-
in Nölbling (651 m) ausge- cher Polinik mit etwas Aus-
hend den Wald steil empor dauer leicht ersteigen kann.
Blick vom Polinik ins Valentintal zur Forststraße und an deren Schwierigkeit: Unschwieri-
Ende rechts abzweigend auf ger Aufstieg, im letzten Teil
Kleiner Pal (1.866 m) zur Waldgrenze. Im sehr stei- sofort oder auf dem Rossbo- gutem Steig mit einigen Seil- zum Gipfel ist Trittsicherheit Der Reißkofelgipfel
über die Maschinen- len freien Gelände empor zu dentörl nach links in nörd- sicherungen und Brücken
gewehrnase einem Sattel und auf rekon- liche Richtung abzweigen, aufwärts durch den Nölb-
Charakteristik: Interessante struierten ehemaligen Front- in Richtung Angerbachtal, linggraben zur „Pionierrast“
Tour entlang der rekonstru- steigen zum Gipfel. Variante: zur Forststraße und zurück mit Blick zu den Kaskaden-
ierten Stellungen aus dem Vom Plöckenpass über den zum Plöckenhaus. Es besteht Wasserfällen. Weiter anstei-
Ersten Weltkrieg. historischen Rundweg zur auch die Möglichkeit, über gend etliche Seitengräben
Schwierigkeit: Unschwieri- MG-Nase. den alten italienischen Mi- querend bis zum Talschluss.
ger Anstieg, der aber völlige Abstieg: In östliche Richtung litärweg (Weg 401, Abzwei- Bei der Weggabelung gera-
Trittsicherheit erfordert. auf markiertem Steig (Weg gung in der ersten Mulde deaus weiter und aufwärts
Wegverlauf: Vom Plöcken- 401) durch Mulden und über östlich des Gipfels) in südli- zu den Almwiesen und über
haus auf der Straße zum Kuppen hinab zur Einsen- che Richtung zum Plöcken- den breiten Almweg zum
Anfang der Lawinengalerie, kung vor dem Freikofel (Frei- pass abzusteigen. kleinen Wasserfall. Über den
links hinter der Galerie an- kofel Sattel). Besteigung des Höhenmeter und Gehzeit: GEO-Trail entlang des Baches
steigend zu den Stellungs- Freikofels oder Überschrei- Plöckenhaus - Gipfel: zur Alpenvereinshütte „Zoll-
systemen der MG-Nase und tung zum Rossbodentörl 658 Hm; 1,5-2 Std. nersee Hütte“ neben dem
von deren höchstem Punkt ist möglich und lohnend. Je Ein weiterer Anstieg auf den Wahrzeichen „Zollner Frie-
in Serpentinen ansteigend nach Routenwahl entweder Kleinen Pal führt über die denskapelle“. Der Weiterweg Reißkofel-Biwak mit Blick zur Kellerwand
24 25

Der Aufstieg kann auch von nach Süden abfallende Wegverlauf: Von der Jagd-
der Wolayersee Hütte aus er- Wand, von Gundersheim hütte Wurzen (1.496m) der
folgen (Weg 436). aus in erhebendster Form markierten Aufstiegsroute
Abstieg: Gleich wie Aufstieg zu sehen. Sehr beliebtes 235 folgend, vorerst durch
bis zum Sattel, dann auf gu- Ausflugsziel, mit herrlichem bewaldetes Gebiet, beim Al-
tem Weg Richtung Westen Rundblick nach Süden zu pelspitz vorbei bis kurz nach
absteigend zum Wolayersee den Karnischen Alpen und der Senke, wo nach links der
(Weg 436). Von dort zurück nach Norden bis zu den Ho- anspruchsvollere Aufstieg
über das Valentintörl (Weg hen Tauern. über Hochfleck zum Reiß-
403) oder durch das Wolay- Schwierigkeiten: Unschwie- kofel abzweigt. Die Route
ertal nach Nostra (Weg 437). riger Aufstieg, im Bereich des 235 führt nach rechts weiter
Höhenmeter und Gehzeit: Hochflecks und des Gipfels zum Köfeletörl, wo man auf
Untere Valentinalm - Gipfel: Trittsicherheit notwendig. den Gailtaler Höhenweg 229
1.240 Hm; 4-5 Std. Die Variante über Hoch- bzw. auf den Padiaursteig
fleck verläuft steil zwischen 235, der zur E.T. Compton
Reiß ko fel (2. 371m) Felswänden zum Grat. Die Hütte führt, stößt. Nun folgt
Zufahrt mit Pkw von Rei- schwierigsten Passagen sind man links dem Gailtaler Hö-
sach bzw. Grafendorf über mit Seilen gesichert. Hier henweg über Platten und
Reißkofel-Bad zur Jochalm – ist das Tragen eines Stein- später über den Grat zum
Jagdhütte Wurzen. schlaghelmes dringend an- Gipfel.
Charakteristik: Mächtige, geraten. Wenn man vom Gipfel aus

Gipfelmesse auf dem Polinik

den neuen Forstweg que- Rauchkofel (2.460 m) – über den Almboden zum
rend zur verfallenen Hüt- Wolayersee (1.967 m) obersten Talkessel und in
te der Schrockgebirgsalm Charakteristik: Tagestour im mehreren Steilstufen vor-
kommt. Nun geradeaus wei- Kerngebiet der Karnischen bei an Resten des Valentin- Via Alpin
ter durch das steile „Tross” Alpen unter den fast 1.000 m gletschers zum Valentintörl Rauchkofel a
oder links weiter auf einem hohen Wänden von Keller- (2.138 m). Nun entweder 2.460 m
alten Militärsteig (Weg 429) wand und Hoher Warte zu zum Wolayersee abstei-
auf den Würmlacher Polinik einem der schönsten Aus- gen oder rechts abzweigen Wolayer Kopf Wolayersee Hütte
(1.890 m). Weiter über den sichtsberge. und anfangs steil durch 2.472 m 1.967 m
Rücken nach Süden, wo sich Schwierigkeit: Unschwieriger die Schlucht empor zu den Kellerspitzen
Hohe Warte 2.774 m Grüne Schneid
die beiden Wege im Kar wie- Anstieg, der aber Trittsicher- Almwiesen des Rauchkofels. 2.086 m
Seekopf 2.780 m
der treffen. Durch das Kar heit erfordert. Den Westgipfel erreicht man 2.554 m
zum Spielbodentörl und von Wegverlauf: Von der Unte- von der großen Einsattelung
dort zum Gipfel. ren Valentinalm führen Alm- über einen Steig, der Haupt-
Höhenmeter und Gehzeit: straße und Steig zur Oberen gipfel mit dem Gipfelkreuz
Mauthen - Gipfel: 1.624 Hm; Valentinalm (Weg 403). Von ist etwas ausgesetzt und er- Wolayersee Hütte. Ausschnitt Österreich Karte, Originalmaßstab 1:50.000 (© BEV 2015, Vervielfältigung mit
4-5 Std. dort zieht der Weg zuerst fordert Trittsicherheit. Genehmigung des BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien, N4593/2015)
26 27

heiß umkämpft war. empor in den Stollen, der schulter setzt Klettererfah-
Ausrüstung: Klettersteigaus- durchwegs mit Drahtseilen rung und gute Ausrüstung
rüstung, Steinschlaghelm versichert ist. Unterwegs voraus. Ausgesetzt, ab-
Zustieg: Vom Parkplatz Plö- gibt es immer wieder kleine wechslungsreich und stel-
ckenpass vor dem alten Lichtöffnungen, die Mitnah- lenweise sehr anstrengend,
Zollhaus auf die Galerie und me einer Stirnlampe ist aber aber sehr gut versichert.
entlang des „GEO-Trail“ zur empfehlenswert. Ausrüstung: Klettersteigaus-
Abzweigung „Cellonstollen“. Nach dem Verlassen des Stol- rüstung, Steinschlaghelm
Durch einen alten Laufgra- lens weiter über eine kurze Zustieg: Vom Plöcken-
ben hinauf zu einer Kaverne, Kletterpassage auf den Steig, pass-Parkplatz auf öster-
wo die Kletterpassagen be- der auf die Schulter führt. reichischer Seite auf die
ginnen (Anseilplatz). Abstieg: Über den Kriegs- Tunnel-Galerie. Sofort links
Höhenunterschied: Kletter- steig auf italienischer Seite in abbiegen und über Steig-
steig 185 Hm; 1 Std.; insge- 1 Std. zum Plöckenpass. spuren im lichten Wald we-
Die Wolayersee Hütte am gleichnamigen See samt 350 Hm vom Plöcken- nige Minuten zum Einstieg
pass durch den Cellonstollen Cellonschulter (2.238 m ) (Weg 427/4).
nach Westen weiter der Personen. Kreuztratten (1.385 m) und auf die Schulter. „O b e r s t G re s s e l Höhenunterschied: Kletter-
Route 229 folgt, überschrei- Etwa 100 m oberhalb des von dort steiler aufwärts Gesamtzeit bis zur Schulter: G e de nk we g“ steig 350 Hm; 1,5-2 Std.
tet man den Reißkofel in Biwaks führt der Gailtaler zur Jauken Alm (1.900 m, 1,5 - 2 Std. Charakteristik: Die rassige, Anschluss: Weiter über die
Richtung Jaukensattel. Für Höhenweg 229 vorbei, über Weg 232). Von der Almhütte Wegverlauf: Vom Anseilplatz teilweise recht schwierige Cellonschulter zum Einstieg
diesen Bereich ist ebenfalls den man dann von Westen in nördliche Richtung über etwa 40 m über Felsstufen „Via ferrata“ auf die Cellon- der „Via ferrata senza confi-
Trittsicherheit erforderlich. her, wie bereits beschrieben, die Wiese zum Schuttfeld,
Bei einigen Passagen sind ebenfalls zum Reißkofel auf- dieses queren und steil em-
Seilversicher-ungen ange- steigen kann. por zum Sattel. In westliche
bracht. Höhenmeter und Gehzeiten: Richtung über den Grat zum
Eine weitere Aufstiegsmög- Wurzen – Gipfel 875 Hm; Gipfel.
lichkeit bietet sich vom Reiß- 2,5 Std. Reißkofelbad – Bi- Abstieg: Gleich wie Aufstieg;
kofel-Bad entlang der Route wak – Gipfel 1.385 Hm, 4 Std. zur Jauken Alm und von dort
233 nach Welzberg und wei- absteigen nach Goldberg.
ter über die Bergwiesen bis Torkofel (2.276 m) – Höhenmeter und Gehzeit:
zum nördlichen Waldrand. Jauken Alm Goldberg - Torkofel:
Hier zweigt von der Route Charakteristik: Tour mit herr- 1.175 Hm; 3 Std.
233, rechts der Aufstieg zum licher Aussicht über das Gail-
Reißkofelbiwak (1.750 m) und Drautal sowie in die um- Klettersteige
ab. Durch Wald und Wiesen liegenden Berggruppen.
dem gut markierten Steig Schwierigkeit: Unschwieriger Cello nsto llen
folgend, gelangt man nach Anstieg, Trittsicherheit erfor- Charakteristik: Der ehema-
etwa 1,5 Std. zum Biwak der derlich. lige Kriegsstollen diente als
OeAV-Sektion Obergailtal– Wegverlauf: Von Goldberg Versorgungsweg und bietet
Lesachtal. Das Biwak ist allge- (1.100 m) oberhalb von einen interessanten und ab-
mein zugänglich und bietet St. Daniel mehrmals den wechslungsreichen Aufstieg
Schlafmöglichkeiten für drei Forstweg querend auf die zur Cellonschulter, die einst „Oberst-Gressel-Gedenkweg“
28 29

Cellonschulter (2.238 m) - Cellon (2.238 m) –


Oberst Gressel Gedenkweg (C/D) Steinberger-Weg (B/C)
Abstieg nicht durch den Cellonstollen,

!
sondern über die Collinetta-Alm zurück zum
Plöckenpass (ca. 1 Std.), oder weiterer Aufstieg
zum Klettersteig „Weg ohne Grenze“ (D)
Stellungen

Cellonschulter
15 - 20 Min.
zum Gipfel des
Frischenkofels
B

Cellonstollen
Rillen-
Platte A
Rampe
Stufe B
C

cht
Schlu
B
B gestuft Steinberger B/C
-weg
B/C
Abstieg nicht durch den Cellonstollen, Platte Loch

!
sondern über die Collinetta-Alm zurück zum
Plöckenpass (ca. 1 Std.), oder weiterer Aufstieg
A/B B
zum Klettersteig „Weg ohne Grenze“ (D) B
Stellungen sehr hohe Stein-
sehr

Cellonschulter steile Stufe


(5 Klammern)
C
C/D
! schlaggefahr im 1/1+
unteren Teil! ausgesetzte
Querung B

cht
B
A/B B/C

Schlu
Cellonstollen

Rillen- Kanten- B Weg ohne


rampe
Platte A A/B Grenze
Frischenkofel A/B
steileStufe
Stufe C Normalweg
C Plöckenpass Gehgelände

Cellonschulter
B
A/B
B gestuft B
B/C Riss Ausgang

en
A/B
B/C A/B steile

oll
Platte plattige Almwiesen
A Rampe schräge

nst
A/B B Röhre
C steile Cellon-

llo
Stufe
B stollen A/B Expos.

Ce
steile
sehr C Stufe Eingang Ost
steile Stufe C
(5 Klammern) A
C/D A/B
B zum neuen
Klettersteig Geotrail
B/C Oberst
super
schöne Gressel
A/B Platte! Gedenkweg
C
Kanten- B
rampe
A/B C

Expos.
steile B Ost
Stufe C Lawinengalerie
B/C plattig
Plöckenpass
C Staatsgrenze P von
Köt
sc
Quelle: Alpinverlag Mauhach- Quelle: Alpinverlag
A/B then
ca. 10 Min. vom Plöckenpass www.bergsteigen.com www.bergsteigen.com
B/C Riss
A/B
30 31

gen und durch diese auf den Einstieg. auf italienischer Seite zum
Grat. Über den Grat, durch Höhenunterschied: Klet- Plöckenpass, 2-2,5 Std.
einen senkrechten Kamin, tersteig 300 Hm; 1,5-2 Std.;
über kurze Steilaufschwün- insgesamt 880 Hm vom Plö- Hohe Warte (2.780 m)–
ge und einige Risse bis zum ckenpass durch den Cellons- Nordwand – „Koban-
Ausstieg. Von dort über ei- tollen. Prunner-Weg“
nen Steig zum Gipfel. Gesamtzeit bis zum Gipfel: Charakteristik: Prächtiger
Abstieg: Über den markier- 2,5-3,5 Std. Anstieg durch die Nordwand
ten Normalweg (Weg 147) Wegverlauf: Nach Überquer- im II. Schwierigkeitsgrad,
auf italienischer Seite Rich- ung der Rinne rechts steil teilweise versichert; Anstieg
tung Grüne Schneid und empor und nach markan- auch für den Abstieg geeig-
hinunter zum Plöckenpass, tem Quergang direkt in die net.
2-2,5 Std. Schlucht. In dieser aufwärts Schwierigkeit: Nicht durch-
und dann meist links der gehend versichert. Bei Ver-
Cellon (2.238 m) – Schlucht weiter folgen, bis eisung und Neuschnee un-
„Steinberger-Weg“ diese nach einem großen angenehm. Beim Abstieg
Charakteristik: Die Ver- Block mit einer Querung auf den Beginn des Weges
bindung des ehemaligen nach rechts wieder erreicht am unteren Rand des Schutt-
Kriegsstollens mit dem wird. Zuletzt durch eine Ver- und Schneefeldes achten.
Auch für Jugendliche ist der Cellon eine echte Herausforderung. Steinberger-Weg ergibt ei- schneidung zum Ende der Nur in den Sommermonaten
nen interessanten und ab- Versicher-ung in den Sattel. (Juni bis September) begeh-
ne“ („Weg ohne Grenze“) und Cellon (2.238 m) – Richtung „Cellonstollen“. wechslungsreichen Aufstieg Von dort über einen Steig bar, da Nordwand.
über diesen zum Gipfel des „Weg ohne Grenze“ Durch diesen hinauf auf die auf einen geschichtsträch- zum Gipfel. Ausrüstung: Klettersteigaus-
Cellon. Charakteristik: Die rassige, Cellonschulter und über ein tigen Aussichtsberg im Plö- Abstieg: Über den markier- rüstung, Steinschlaghelm
Gesamtzeit bis zum Gipfel: teilweise sehr schwierige Steiglein zur Abzweigung ckengebiet. ten Normalweg (Weg 147) Zustieg: Vom südlichen Va-
3-4 Std. „Via ferrata senza confine“ „Steinberger-Weg“. Nun links Ausrüstung: Klettersteigaus-
Wegverlauf: Über die mar- setzt Klettererfahrung und haltend entlang des Wandfu- rüstung, Steinschlaghelm
kante Plattenwand hinauf gute Ausrüstung voraus. ßes über Steigspuren wenige Zustieg: Vom Plöckenpass
über Rampen und einige Ausgesetzt, abwechslungs- Minuten zum Einstieg (Weg vor dem alten Zollhaus auf
Quergänge, Steilaufschwün- reich und stellenweise sehr 427/5). dem GEO-Trail zur Abzwei-
ge und Risse bis zum be- anstrengend, aber sehr gut Höhenunterschied: Klet- gung „Cellonstollen“. Durch
waldeten Querband. Nun versichert. tersteig 260 Hm; 1,5-2 Std.; diesen hinauf auf die Cellon-
über einen weiteren Steilauf- Ausrüstung: Klettersteigaus- insgesamt 880 Hm vom schulter und über ein Steig-
schwung (Schlüsselstelle) rüstung, Steinschlaghelm. Plöckenpass über den Klet- lein zur Abzweigung „Stein-
auf ein Band, das zum Aus- Zustieg: Vom Plöckenpass- tersteig „Oberst Gressel Ge- berger Weg“ (Weg 427/3).
stieg führt. Von dort über ei- Parkplatz auf österreichischer denkweg“ oder durch den Nun rechts weiter ohne
nen Steig zur Cellonschulter. Seite auf die Tunnel-Galerie. Cellonstollen. nennenswerten Anstieg zum
Abstieg: Von der Cellon- Entweder links abbiegen und Gesamtzeit bis zum Gipfel: Einstieg in die Cellonrinne.
schulter über den alten über den Klettersteig „Oberst 3-4 Std. Variante: Den GEO-Trail ent-
Kriegssteig über italieni- Gressel Gedenkweg“ (Weg Wegverlauf: Links einer mar- lang bis zur Abzweigung
sches Gebiet zum Plöcken- 427/4) oder entlang des „Geo kanten Plattenwand hinauf „Cellon“ und von dort über
pass absteigen. Trails“ zur Abzweigung links zur großen Plattenrampe fol- die steilen Grashänge zum Cellon „senza confine“- direkt auf dem Grat
32 33

cherheit und Schwindelfrei- den Hohen Gang (Sentiero Zustieg: Über KHW 403 bis ten, durchwegs mit Stahl-
heit sind erforderlich, eben- Spinotti) zum Wolayersee zur Abzweigung und über seilen versicherten Kammes
so sind Bergerfahrung und (Weg 145). den Weg 421 vorbei an der zum flacher werdenden Grat
Kletterfertigkeit in etlichen Quellfassung in steilen Ser- vor dem Gipfel. Von dort we-
Passagen notwendig. Ho her Trieb (2. 199 m) – pentinen über den alten nige Meter zum Gipfel.
Ausgangs- bzw. Stütz- „Weg d er Jug end für Militärsteig auf den Kleinen Abstieg: Entweder wie Auf-
punkte: Untere Valentinalm d en Fried en“ Trieb (2.095 m). 350 Hm; 1 stieg oder über den markier-
(1.220 m), Plöckenhaus Charakteristik: Der bequem Std. ten Steig zuerst westwärts
(1.215 m), Wolayersee Hütte auf einer Almstraße erreich- Höhenunterschied: Kletter- auf den Grat absteigend,
(1.960 m) bare Zollner mit der Almhüt- steig 100 Hm; 0,5 Std.; insge- dann durch das Kar in den
Nur in den Sommermonaten te und der Zollnersee Hütte samt 460 Hm von der OeAV- Trieb-Kessel und von dort
(Juni bis September) begeh- ist Ausgangspunkt für diesen Hütte zum Gipfel nach Osten querend zum
bar, da Nordwand. lohnenden, durchwegs versi- Wegverlauf: Vom Kleinen Zollner. 460 Hm; 1 Std.
Ausrüstung: Klettersteigaus- cherten Anstieg zum Hohen Trieb (Fortsetzung Weg 421)
rüstung, Steinschlaghelm. Trieb. Der Abstieg erfolgt auf steigt man südlich etwa M a u thne r K la mm –
Zustieg: Vom südlichen Va- einem ausgetretenen, un- 50 m (Stahlseilgeländer) in „K la b a u te r s te ig“
lentinthörl (2.138 m) auf schwierigen Steig. den Sattel ab, überschreitet Charakteristik: Atemberau-
markiertem Steig zum Ein- Ausrüstung: Für Kinder und diesen und gelangt direkt bend, eindrucksvoll, span-
stieg (Weg 427/1) Klettersteig-Anfänger emp- zu den Versicherungen. Nun nend, abwechslungsreich,
Höhenunterschied und Geh- fiehlt sich Klettersteigausrüs- immer entlang des felsigen gar sensationell - all dies und
Cellon-Stollenklettersteig zeiten: Wolayersee Hütte – tung. und manchmal ausgesetz- vieles mehr trifft auf die Mau-
Einstieg: 40 min; Einstieg
lentintörl (2.138 m) auf mar- Danach schräg nach rechts – Gipfel: 3 Std., 600 Hm; Ab-
kiertem Steig unter den Fel- in eine Scharte zum Schutt- stieg über den Normalweg
sen nach links zum Einstieg und Schneefeld. Rechts auf- nach Süden zur Marinelli
(Weg 427/2). wärts zur Verschneidung, Hütte: 2 Std., 600 Hm; zum
Höhenunterschied und Geh- die zum Grat führt. Über den Wolayersee über den Hohen
zeiten: Wolayersee Hütte – Grat zum Gipfel. Gang (Spinotti - ital. Staats-
Einstieg: 40 min; Einstieg gebiet) 3 Std.
– Gipfel: 2 Std., 600 Hm; Ab- Hoh e War te ( 2 . 7 8 0 m) – Wegverlauf: Im unteren
stieg über den Normalweg Nord wan d „Weg d er Sektor führt der Weg über
nach Süden zur Marinelli 2 6 er “ Platten, durch Kamine und
Hütte: 2 Std., 600 Hm; zum Charakteristik: Ausgespro- Verschneidungen bis zum
Wolayersee über den Hohen chen elegante Linienfüh- großen Schotter- bzw.
Gang (Spinotti - ital. Staats- rung durch den unteren Teil Schneefeld. Dort vereinigt er
gebiet) 3 Std. der Hohen Warte Nordwand. sich mit dem Koban-Prunner
Wegverlauf: Über plattigen Schwierigkeit: Der „Weg der -Weg und führt über diesen
Fels in eine Verschneidung. 26er“ durch die Nordwand zum Gipfel der Hohen Warte.
Dieser folgen und durch ei- der Hohen Warte ist der bis- Abstieg: Zurück über die
nen Spalt auf ein Köpfl. Nun her anspruchsvollste Klet- Nordwand oder nach Sü-
etwas nach links und gerade tersteig in den Karnischen den zum Rifugio Marinelli
empor auf ein Schuttband. Alpen. Unbedingte Trittsi- (Weg 143) oder direkt über Ein ganz besonderes Erlebnis: der Klettersteig durch die Mauthner Klamm
34 35

und Colinettaplatten wegen Kötschach – Stelzling– tung Würmlach bis Weiden-


der südlichen Ausrichtung Laas burg. Dort muss man sich
bereits zeitig im Frühjahr Die Stelzling-Tour ist eine entscheiden, ob man den
dem Klettersport frönen. bunte Mischung aus mäßi- Zollner über die Bischof
gen Steigungen, ruhigen Alm oder über die Gratzhof
Alpine (Sp o r t-)k let- Waldlandschaften, kompak- Alm bezwingen will. Man
terro uten ten Schotterwegen und küh- fährt durch die Ortschaft
Dem Trend der Zeit folgend nen Abfahrten in einer herrli- und zweigt nach der Brü-
wurden auch alpine Sport- chen Naturlandschaft. cke rechts zum Gratzhof ab.
kletterrouten mit bis zu sie- Start: Kirche in Kötschach Nach dem Gehöft beginnt
ben Seillängen eingerichtet. Höchster Punkt: Bei km 7,5 der stets mäßig steile An-
Auch sie tragen einprägsa- in der Kehre Richtung Laas, stieg bis zur Waldgrenze und
me Namen wie Panettone, 1.470 m führt vorbei an der Eggile
Cellon Ostpfeiler, Direkte Höhenunterschied: 755 m Alm zu einem Aussichtspla-
Südwand Kollin, Via Marino Streckenlänge: 18 km teau mit herrlichem Blick ins
Casasola, OlypBionade 08, Gailtal. Nun geht es flach und
Creta Monumenz und Power Kötschach – Ploner teilweise abwärts den Berg-
of Love. Alm rücken entlang zur Rosser
Eine Aufzählung alpiner Klet- Der Weg zur Ploner Alm führt Hütte und von dort weiter
Grüne Nase und Kollin-Klettertouren tertouren würde den Rah- am Schloss Manndorf vor- zur Zollnersee Hütte. Für die
men dieses Büchleins spren- bei und windet sich durch Abfahrt wählt man die Auf-
thner Klamm zu. In ihrer Ein- beim Waldbad in Mauthen Klettergärten gen. Es wird empfohlen, sich Wälder und Wiesen langsam stiegsstrecke oder den ab-
maligkeit, den überhängen- ÖAV-Freizeitpark) und endet Anregungen und Auskünfte berauf. Zuerst auf Asphalt wechslungsreichen Almweg
den Felsen, dem dämmrigen oberhalb des Ederwirtes an Kletterg ar ten bei Bergführern oder in der vorbei an den Gehöften Plon durch den Kronhofgraben
Licht, ihren sechs grandiosen der Plöckenstraße. Plö ckenpass Führerliteratur (AV-Führer und Buchach bis zum Beginn über die Obere und Untere
Wasserfällen, den Strudel- Wegverlauf: Immer dem Steht man auf der Straße von Peter Holl, Karnischer des Schotterweges. Von dort Bischof Alm. Die Tour kann
töpfen, der „Steinernen Rin- Bachbett folgen. Wo not- vor dem italienischen Gast- Hauptkamm) zu holen. weiter zur Puschkreta Alm auch umgekehrt gefahren
ne“ und den stets wechseln- wendig, die eingebohrten haus und blickt rundum in und hinauf zu den Hütten werden.
den Felsformationen wird sie Trittstangen und –bügel so- die Felsen, so sieht man re- der Ploner Alm. Das kurze Start: Kirche in Mauthen
für jeden Besucher und jede wie die Seilversicherungen ges Treiben in mehr als 120 Mo u n t a i n b i k e n Wegstück zum Teich auf dem Höchster Punkt: Zollnersee
Besucherin mit ein wenig al- verwenden. Im letzten Drit- Kletterrouten aller Schwie- Sattel lohnt sich. Hütte 1.740 m Höhenunter-
pinistischem Geschick zum tel gibt es einen Notausstieg rigkeitsgrade. In der näheren Auch für Mountainbiker gibt Start: Kirche in Kötschach schied: 1.030 m
Erlebnis. zur Plöckenstraße. 250 Hm; Umgebung kann man in wei- es im Oberen Gailtal eine Höchster Punkt: Ploner Alm - Streckenlänge: 21 km
Ausrüstung: Für Kinder und 2-3 Std. teren sieben Klettergärten ganze Reihe lohnenswerter Teich 1.676 m
Klettersteig-Anfänger emp- Abstieg: Zu Fuß über den Rö- mit klingenden Namen wie Touren aller Schwierigkeits- Höhenunterschied: 966 m
fiehlt sich Klettersteigausrüs- merweg in 2 Std. nach Mau- Anno Schnee, Bergdohlen, grade. Die MTB-Touren füh- Streckenlänge: 12 km
tung. then zum Ausgangspunkt. Colinetta, Promos, Pilastro ren auf gekennzeichneten
Zustieg: Die Tour beginnt Pal Piccolo, Cellon Schulter Wegen zu lohnenswerten Mauthen – Weiden-
Zielen. Siehe Führer „Tours burg– Zollnersee Hütte
Buchtipp: mit Fahrrad“ - 22 Fahrradwe- Vom Bergsteigerdorf Mau-
Karnisch Alpin-Climbing Guide; www.alpines.at; zu beziehen über das Tourismusbüro ge; erhältlich im Tourismus- then aus fährt man zuerst
Kötschach-Mauthen oder die ÖAV-Sektion Obergailtal-Lesachtal. büro. auf der Landesstraße Rich-
36 37

Tourentipps Winter
Richtung Westen hinauf bis Flanke und die Rinne, weiter einen wunderbaren Blick in
zur oberen Colinetta Alm, ei- über die Almböden zurück das gesamte Obere Gailtal
nem weitläufigen Kessel un- zum Plöckenpass. sowie zur Linken auf die tief
terhalb der Collin-Ostwand. Höhenmeter und Gehzeit: verschneite Rattendorfer
Diesen Kessel dann nach Plöckenpass – Stiefel ca. Alm.
Südwesten bis zum hinte- 850 Hm; 2 Std. Bevor man den Hochwip-
ren Ende queren und weiter fel (2.195 m) erreicht, muss
über die breite Rinne links Hochwipfel (2.195m) man so manche Vorgipfel
des Collins. Man gelangt von Rattendorf bezwingen. Einer davon ist
auf eine weite Almzunge, Aufstieg: Vom Heldenfried- die Windschaufel (2.095 m).
die sich bis unter die steilen hof, südlich von Rattendorf Hier wird die Tour meistens
Südwände des Collins hoch geht man über den Güter- beendet.
zieht. Dieser bis ganz nach weg in Richtung Rattendor- Diese leichte Skitour be-
oben folgend erreicht man fer-Riegelalm. Ab dem Gat- sticht durch das abwechs-
den so genannten Collinstie- ter der Alm auf einer Höhe lungsreiche Gelände und
fel mit herrlichem Rundblick. von 1.160 m folgt man der die weitgehend uneinge-
An sehr klaren Tagen kann durchgehenden Schneede- schränkte Sicht.
man sogar das Meer der Ad- cke, quer über die Riegelalm. Abfahrt: wie Aufstieg
ria erspähen. In westlicher Richtung an der Höhenmeter und Gehzeit:
Abfahrt: Entlang der Auf- Alm vorbei; Während des An- Rattendorf – Gipfel:
stiegsroute über die weite stieges hat man rechter Hand 1.560 Hm; 4Std.

Skitouren Polinik (2.331m) vom auch als markierte Skiroute


Plöckenhaus gekennzeichnet ist. Von dort
Mauthen gilt auch im Winter Aufstieg: Vom Plöckenhaus nach Norden aufsteigend in
als idealer Ausgangsort für (Weg 403) über die Forststra- einen Kessel. Nun links hal-
Skitouren aller Kategorien. ße ins Angerbachtal vorbei tend auf den breiten Sattel
Fast alle Berge, die man als am Grünsee bald nach der und über die Flanke Rich-
Wanderer im Sommer be- Brücke nach links abzweigen tung Gipfel. Das letzte Stück
sucht hat, warten im Win- (Weg 430). Über den Boden ist steil.
ter auf ihre Skibesteigung. zum Waldrand. In Serpenti- Abfahrt: Über die weiten
Voraussetzung dafür sind nen den breiten Graben hi- Hänge bis zur Forststraße
natürlich sichere Schnee- nauf zum Forstweg, diesen und über diese zum Aus-
verhältnisse, die im Hoch- überquerend weiter über gangspunkt.
winter herrliche Tiefschnee- den steilen Graben zur Un- Höhenmeter und Gehzeit:
abfahrten und im Frühjahr teren Spielbodenalm. In öst- Plöckenhaus - Gipfel:
unvergesslichen Firngenuss licher Richtung weiter über 1.021 Hm; 3 Std.
bieten. Das genaue Studium den nächsten Graben über
des aktuellen Lawinenla- die Waldgrenze zur Oberen Collinstiefel (2.150 m)
geberichts sowie eine gute Spielbodenalm. Variante: Aufstieg: Vom Plöckenpass
Tourenplanung werden vo- Vom Talboden über die meist auf italienischer Seite über
rausgesetzt. präparierte Forststraße, die den Cellon-Sommersteig in Von der Collinetta-Alm zum Collinstiefel
38 39

Rauchkofel (2.460 m) im Angesicht der höchsten zend, bis kurz vor jene Stelle,
Charakter: Landschaftlich und wildesten Karnischen wo die Straße den Valentin-
großartige Skitour in freiem, Gipfel. bach quert. Nun rechts der
nicht allzu steilem Gelände Anfahrt: Auffahrt Richtung Sommermarkierung folgen,
Plöckenpass, bis zur immer rechts des Baches bis
Abzweigung Valen- zur Oberen Valentinalm.
tinalm auf 1.050 m Im freien Gelände westlich
Höhe. Parken ist aufwärts ins Tal zwischen Ho-
beim Schranken her Warte und Rauchkofel bis
möglich. zum Valentintörl, 2.138 m.
Aufstieg: Vorerst Vom Törl Richtung Norden
geht es der Forst- durch eine steile Rinne zum
straße entlang, nach herrlichen Südhang und
der Brücke links über über diesen zum Gipfel.
den Sommerweg, Abfahrt: Wie Aufstieg zur
und der Rodelbahn Oberen Valentinalm. Von
hinauf bis zur Unte- hier leicht rechts haltend zu-
ren Valentinalm auf erst über schöne, freie Hän-
1.200 m Höhe. Von ge schwingend talwärts und
dort weiter entlang über die Forststraße zurück
des Sommerweges, zum Ausgangspunkt. In der Polinik-Flanke
die Serpentinen des Höhenmeter und Gehzeit:
Am Wodnertörl Forstweges abkür- ca. 1.410 Hm; 4 Std Ab der Oberen Valentinalm durch ein schönes Kar, um- zur Abzweigung ins schmale
rahmt von den Felswänden
im freien Gelände westwärts Tal (auf ca. 1.400 m). Man
Wodnertörl der Kellerspitzen und der
das Tal hinein bis auf eine hält sich in nordwestlicher
(2.059 m) Höhe von ca. 1.650 m. Nun Kellerwarte. Richtung, zwischen Felsen
Charakter: Herrliche, hält man sich nordwestlichAnfahrt: Vom Plöckenpass aufsteigend bis in den so ge-
nicht zu lange Tour bis zur Abzweigung der
und erreicht über sehr schö- nannten Keller.
in traumhafter Land- ne Hänge das Wodnertörl Forststraße ins Val Grande Von dort geht es eindrucks-
schaft. auf 2.059 m. auf 1.107 m - 8 Kehren ab voll, zwischen steil abfallen-
Anfahrt: Auffahrt Abfahrt: Wie Aufstieg zur Passhöhe. den Felsen, recht flach bis
Richtung Plöcken- Oberen Valentinalm. Von Aufstieg: Vom Ausgangs- in den hinteren Keller auf
pass bis zur Abzwei- punkt folgt man kurz der
hier leicht rechts haltend zu- 2.400 m. Je nach Schnee-
gung Valentinalm Forststraße, bis rechts der
erst über schöne, freie Hän- verhältnissen und eigenem
auf 1.050 m Höhe; ge schwingend talwärts undSommerweg zur Collina Alm Können, wird im letzten, sehr
Parken ist beim abzweigt. Auf 1.300 m er-
über die Forststraße zurück steilen Aufschwung das Ski-
Schranken möglich. zum Ausgangspunkt. reicht man wieder den Forst- depot errichtet und meist
Aufstieg: Bis zur Höhenmeter und Gehzeit: weg und kurz darauf freies mit Steigeisen bis zur Keller-
Oberen Valentinalm ca. 1.000 Hm; 2 bis 3 Std.Gelände. Nun geht man Rich- scharte aufgestiegen.
gleicher Anstieg wie tung Westen aufwärts ins Tal Abfahrt: Wie Aufstieg - ab
in der Beschreibung Kellerscharte (2.522 m) hinein (vorbei an der Val. Col- 1.300 m Höhe über die
Blick zum Valentintörl zum Rauchkofel. Charakter: Herrliche Tour lina Alm, rechterhand), bis Forststraße zurück zum Aus-
40 41

gangspunkt. Eine Skiabfahrt Abfahrt. höchsten Gipfel der Karni-


von der Scharte ist wohl nur Anfahrt: Über die Plöcken- schen Alpen. Bei guten Ver-
sehr guten Skifahrern bei passstraße zum Plöckenhaus hältnissen werden hier Ski-
besten Verhältnissen vorbe- auf 1.200 m. träume Wirklichkeit.
halten. Aufstieg: Vom Plöckenhaus Anfahrt: Vom Plöckenpass
Höhenmeter und Gehzeit: (Weg 403) über die Forst- bis zur Abzweigung der
1.415 Hm; 4 bis 5 Std. straße ins Angerbachtal. Forststraße ins Val Grande
Vorbei am Grünsee und bald auf 1.107 m, 8 Kehren ab
Grüne Schneid nach der Brücke nach links Passhöhe.
(2.086 m) abzweigen (Weg 430). Über Aufstieg: Vom Ausgangs-
Charakter: Kurze, aber sehr den Boden zum Waldrand. punkt folgt man kurz der
rassige Skitour in beeindru- In Serpentinen den breiten Forststraße, bis rechts der
ckender Landschaft. Graben hinauf zum Forst- Sommerweg zur Collina Alm
Anfahrt: Auffahrt bis auf den weg, diesen querend weiter abzweigt. Auf 1.300 m ge-
Plöckenpass, Parkplätze be- über den steilen Graben zur langt man wieder auf den
finden sich auf der italieni- Unteren Spielbodenalm. In Forstweg und kurz darauf in
schen Seite. östlicher Richtung geht es freies Gelände, über welches
Aufstieg: Der Aufstieg erfolgt weiter über den nächsten man die Casera Val di Collina
von der Passhöhe über eine Graben über die Waldgrenze erreicht (1.445 m). Entlang S CHNEE S CHUH - Waldweg entlang zum Lam- Höhenmeter und Gehzeit:
alte Almstraße bis zu den zur Oberen Spielbodenalm. des Weges passiert man die W ANDERN prechtbauer, wo kulinarische ca. 350 Hm; 1,5 Std.
südlich gelegenen Almhüt- Variante: Vom Talboden über Casera Plotta, 1.760 m. Nun Genüsse warten. Von hier
ten Val di Sotto auf 1.379 m die meist präparierte Forst- in nordwestlicher Richtung In der Umgebung von Mau- aus genießt man einen herr- Missoria Alm Kuhloch
Höhe. Ab hier über Almwie- straße, die auch als markierte weiter bis zu den flachen then kommen auch die lichen Blick durch das Gailtal (1.055m)
sen westlich und kurz durch Skiroute gekennzeichnet ist. Böden unter dem Rifugio Schneeschuh-Wanderer voll und in die steilen Wände des Rundwanderung
lichten Lärchenwald auf- Von der Oberen Spielboden- Marinelli. und wieder stei- auf ihre Rechnung. Es bieten Polinik. Vom ÖAV-Freizeitpark geht
wärts zur Collinetta di Sop- alm nach Norden Richtung ler zur Forcella Monumenz, sich einige Ziele an, an deren Höhenmeter und Gehzeit: man auf den Valentindamm,
ra ca. auf 1.600 m. Von hier Spielbodentörl. Auf einer 2.300 m, aufsteigen. Mit Ende man Einkehr halten ca. 300 Hm; 1 Std. den Bach aufwärts zur Brü-
führen nach oben hin immer Höhe von ca. 1.920 m ge- leichtem Höhenverlust quert und sich kulinarisch verwöh- cke (Sausteg) und über die
steiler werdende Südhän- langt man rechts haltend man in das Kar, das zur Ho- nen lassen kann. Ödenhütte (1.050 m) Brücke zum Forstweg. Dann
ge zum Gipfel der Grünen (nordöstlich) in die schöne hen Warte führt. Nun immer Die Ödenhütte ist die einzige nach rechts bis zur Wegeta-
Schneid. Südwestflanke und über sie im Kar aufwärts, bis zur sehr Lamprechtbauer ganzjährig bewirtschaftete fel entlang der Route 430.
Abfahrt: wie Aufstieg zum Gipfel des Elferspitzes. steilen Südflanke und zum (998 m) Hütte im Oberen Gailtal in Zuerst führt der Weg auf ei-
Höhenmeter und Gehzeit: Abfahrt: Über die weiten Gipfel (anspruchsvoll) oder Vom Oberen Dorfplatz in Kreuth bei Kötschach-Mau- nem schmalen Steig, dann
750 Hm, 2 bis 3 Std. Hänge bis zur Forststraße östlich in der Rinne aufwärts Mauthen ausgehend steigt then. auf dem Forstweg bis zur
und über diese zum Aus- und ohne Ski am Grat zum man über den Weg 432 Vom Hallenbad-Parkplatz Kreuzung auf dem Plateau.
Elferspitz (2.251 m) gangspunkt. Gipfel. zur Wallfahrtskirche Maria führt der Weg durch den Es geht geradeaus etwa 50 m
Charakter: Selten bestiege- Höhenmeter und Gehzeit: Abfahrt: Wie Aufstieg, wobei Schnee auf und genießt von Einsiedelwald Richtung weiter Richtung Römerweg,
ner Gipfel mit sehr schöner 1.050 Hm, ca. 3 bis 4 Std. eine Befahrung der Gipfel- dort den Blick über Mauthen. Berggehöft Zoje und weiter bei der Wegkreuzung biegt
Südwestflanke. Steht zu Un- flanke wohl nur Experten Weiter geht es Richtung aufwärts zur Ödenhütte, wo man links ab und geht auf
recht im Schatten des Polinik Hohe Warte (2.780 m) vorbehalten bleibt. Westen bis man die Plöcken- Hüttengastlichkeit und ein dem schmalen Weg 430 auf-
und bietet bei guten Bedin- Charakter: Sehr abwechs- Höhenmeter und Gehzeit: passstraße quert und weiter Panoramablick ins Obere wärts Richtung Polinik. Nach
gungen eine wunderbare lungsreiche Tour auf den 1.800 Hm, 5 bis 7 Std. über die Wiesen oder den Gailtal warten. dem Steilstück im Wald er-
42 43

Was tun bei schlechtem Wetter?


höher beginnend von Lanz Aquarena Kö tschach-
durch den Wald aufwärts M authen
vorbei an der Stelzling Hütte Wasser- und Wellnessoase
auf den Jukbichl (1.888 m, Kötschach 370
Weg 229). Vom Gipfel nach 9640 Kötschach-Mauthen
Osten absteigend zurück Tel.: +43/(0)4715 567
zum Stelzling und Lanz. Fax: +43/(0)4715 567-15
Höhenmeter und Gehzeit: info@aquarena.info
Lammerbach Brücke – Do- www.aquarena.info
bra: 0,5 Std.; Lanz - Jukbichl:
850 Hm; 2,2 Std.; Museum 1915-18
Vom Ortler bis zur Adria
Rathaus Kötschach 390
EI S K L ETTERN 9640 Kötschach-Mauthen
Tel.: +43/(0)4715 8513-32
Auf der Valentinalm Im Oberen Gailtal gibt es Fax: +43/(0)47158513-37
einige Wasserfälle, die sich office@dolomitenfreunde.at
Hütte vorbei zur Märchen- für zünftige Eiskletterei an- www.dolomitenfreunde.at
wiese und abwärts bis zum bieten. Wegen ihrer topo- G a ilta le r He imatmu s e u m
Teich „Lichttumpf“. Vor der grafischen Lage sind die ob- G eo Park Karnische Alp e n Sammlung Georg Essl
Brücke links über den Forst- jektiven Gefahren allerdings Besucherzentrum Möderndorf 1
weg Richtung Würmlach steil relativ groß. Ortszentrum 9620 Hermagor
absteigen über das „Plattach“ 9635 Dellach/Gail 65 Tel.: +43/(0)4282/3060
zu den Häusern. Bei der Kir- Eisturm Tel.:+43(0)4718 / 301- 17 Fax: +43/(0)4282/2401 63810
che vorbei geradeaus zum In Mauthen bietet sich der office@geopark-karnische-alpen.at gailtaler.heimatmuseum@aon.at
Schloss Weildegg und hinter 28 m hohe Eisturm im ÖAV- www.geopark-karnische-alpen.at www.karnische-museen.at
dem Schloss über den „Wie- Freizeitpark mit dem Kose-
nerweg“ bis zum Valentin- namen „Alpiner Marterpfahl“ energ ie: autark Kö tscha ch- ÖAV-K le tte rha lle
bach und zurück zum ÖAV- als Alternative zu natürli- M authen Boulderpoint
Freizeitpark. chen Eisfällen an. Hier kann Rathaus 390 Rathaus Kötschach 390
Höhenmeter und Gehzeit: man von Ende November bis 9640 Kötschach-Mauthen 9640 Kötschach-Mauthen
ca. 350 Hm; 2,5 Std. März mit Toprope-Sicherung Tel.: +43/(0)4715/8513-36 Tel.: +43/(0)4715 8243 oder
bei Tag und Nacht dem eisi- Fax: +43/(0)4715/8513-30 +43/(0)676/585 86 25
Jukbichl (1.888 m) gen Vergnügen frönen und info@energie-autark.at office@oeav-obergailtal.at
Schöne Tour mit herrlicher sich auch in der gemütlichen www.energie-autark.at www.oeav-obergailtal.at
Der „Alpine Marterpfahl“ , der Aussicht über das Gail- und Hütte nebenan laben. All-
mächtige ÖAV-Eiskletterturm Drautal sowie in die umlie- jährlich findet Anfang Jänner
genden Berggruppen. die Österreichische Eisklet-
reicht man wieder den Forst- Unschwieriger Anstieg von termeisterschaft statt. Die
weg auf dem höchsten Punkt Kötschach bei der Lammer- Eisklettermeisterschaft der
der Wanderung (1.055 m). bach Brücke über Weg 228 Jugend findet Anfang Febru-
Nun folgt der Abstieg an der nach Dobra (1.058 m) oder ar statt.
44 45

So kommen Sie zu uns: Unterkünfte


Was Sie als Bergsteiger / Bergsteigerin von den Partnerbetrieben erwarten können:
über Spittal/Drau bis Oberdrauburg und von
hier weiter wie oben. Ihr Gastgeber / Ihre Gastgeberin · bietet einen Mitgliedervorteil für Mitglieder
Norden: Von Linz mit der Bahn bis Salzburg. Alpiner Vereine (bitte bereits bei der Buchung
· kennt sich in den Bergen aus, kann Ihnen
Umsteigen und weiter über Bischofshofen Mitgliedsnummer angeben)
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nach Spittal/Millstätter See (umsteigen). Von Wetterunsicherheit, gibt Tipps zur Tourenpla- zusätzlich in Talherbergen:
Spittal weiter mit der Bahn nach Lienz bis nung
· organisiert für Sie den Verleih von Bergsport-
Oberdrauburg und von hier weiter wie oben. · ermöglicht ein Frühstück ab ca. 5.00 Uhr ausrüstung, wie z.B. Tourenschiern, Schnee-
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B 100 weiter bis Oberdrauburg und dort teratur zur Region, in der Sie sich aufhalten
· hat eine Gästebibliothek, die einen Schwer-
Anreise mi t B a hn u n d B u s in südlicher Richtung auf der B 110 nach punkt auf Alpinliteratur und Regionalinforma-
Westen: Mit der Bahn von Bregenz/Innsbruck Kötschach-Mauthen. tion legt
über den Brenner, Franzensfeste, Bruneck Westen: Von Bregenz/Innsbruck auf der A12
nach Lienz und weiter Richtung Spittal/ bzw. A13 zum Brenner und auf der A22 über
Drau bis Oberdrauburg. Dort umsteigen in Sterzing bis zur Ausfahrt Brixen. Nun auf der S chutzhütten
den Bus und über den Gailbergsattel nach E66 über Bruneck, Innichen und Lienz bis
Kötschach-Mauthen. Oberdrauburg und von dort weiter wie oben. Zollnersee Hütte (1.750 m) Gasthof Valentinalm
Osten/Süden: Von Wien mit der Bahn über Süden: Von Graz/Klagenfurt auf der A2 bis (N 46° 36,209', O 13° 04,131') ÖAV-Vertragshaus
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der Gailtalbahn bis Kötschach-Mauthen oder Winterraum: 4 Betten, AV-Schloß Schlafplätze: 24 Betten, 20 Lager
Bewirtschaftungszeit: Anfang Juni bis Bewirtschaftungszeit: Ende April bis
M obilit ät vo r O r t Anfang Oktober Mitte Oktober
Mit dem Verkehrsverbund Kärnten, Mobilbüro Hermagor von Kötschach-Mauthen in alle Telefon Hütte: +43/(0)676/960 22 09 Tel.: +43/(0)4715/92 215
Richtungen: www.mobilbuero.com office@oeav-obergailtal.at info@valentinalm.at
www.oeav-obergailtal.at www.valentinalm.at
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Kötschach 49 (N 47°24,596', O 14°3,378')
Tel.: +43/(0)4715/355 ÖAV-Sektion Austria Hotel, Pension, Restaurant Erlenhof
Fax: +43/(0)4715/355-11 Schlafplätze: 19 Betten, 36 Lager Fam. Franz Guggenberger
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www.pruenster.at Bewirtschaftungszeit: Mitte Juni bis 9640 Kötschach-Mauthen
Ende September Tel.:+43/(0)4715/444
Telefon Hütte: +43/(0)720/346 141 Fax: +43/(0)4715/444-44
wolayerseehuette@gmx.at info@erlenhof.at
www.wolayerseehuette-lesachtal.at www.erlenhof.at
46 47

Wichtige Adressen
Familiengasthof Thurner Tourismusinfo Kötschach-Mauthen Bergrettung Kötschach-Mauthen
Fam. Longitsch - Korenjak Rathaus Kötschach 390 Klaus Hohenwarter
Würmlach 25 9640 Kötschach-Mauthen 9633 Reisach 56
9640 Kötschach-Mauthen Tel.: +43/(0)4715/8516 Tel.: +43/(0)676/87 80 25 45
Tel.: +43/(0)4715/275 Fax: +43/(0)4715/8513-30 klaus.hohenwarter@bergrettung-koetschach.
Fax: +43/(0)4715/275-4 info@koemau.com at
info@gasthof-thurner.at www.koemau.com www.bergrettung-koetschach.at
www.gasthof-thurner.at
Marktgemeinde Kötschach-Mauthen GeoPark Karnische Alpen
Alpencamp Kärnten Rathaus Kötschach 390 Besucherzentrum
Schlank Schlemmer Hotel Kürschner Fam. Sepp Kolbitsch 9640 Kötschach-Mauthen 9635 Dellach/Gail 65
Schlanke Gasse 74 9640 Kötschach-Mauthen Tel.: +43/(0)4715/8513 Tel.: +43/(0)4718/301-17
9640 Kötschach-Mauthen Tel.: +43/(0)4715/429 Fax: +43/(0)4715/8513-30 oder +43/(0)4718/301-22
Tel.: +43/(0)4715/259 info@alpencamp.at koetschach-mauthen@ktn.gde.at oder +43/(0)4718/301-33
Fax: +43/(0)4715/349 www.alpencamp.at www.koetschach-mauthen.gv.at office@geopark-karnische-alpen.at
info@hotel-kuerschner.at www.geopark-karnische-alpen.at
www.hotel-kuerschner.at Ferienwohnungen Zoppoth Österreichischer Alpenverein
Lydia & Alois Zoppoth Sektion Obergailtal-Lesachtal Bischof Alm-Käserei
Alpenhof Strenge Mauthen 269 Obmann: Sepp Lederer Josef und Barbara Warmuth vlg. Bischof
Fam. Aineter-Rauter 9640 Kötschach-Mauthen Mauthen 223 Würmlach 24
9652 Podlanig 10 Tel.:+43/(0)4715/8338 9640 Kötschach-Mauthen 9640 Kötschach-Mauthen
Tel.: +43/(0)4715/8842 Fax: +43/(0)4715/8338-4 Tel.: +43/(0)4715/8243 Tel.: +43/(0)4715/319
info@alpenhof-strenge.at info@zoppoth.at Fax: +43/(0)4715/8243 bischof@gailtal.at
www.alpenhof-strenge.at www.zoppoth.at Mobil: +43/(0)676/58 58 625 www.bischof-gailtal.at
office@oeav-obergailtal.at
www.oeav-obergailtal.at Gemeinschaft der Gailtaler Alm-
sennereien
Dolomitenfreunde Jenig 1
Wanderkarten Ungargasse 71/5/7 9631 Jenig
1030 Wien Tel.: +43/(0)664/5213 503
oder/und www.gailtaler-almkaese.at
Österreichische Karte Rathaus Kötschach
Maßstab 1:50.000 9640 Kötschach-Mauthen Verein Gailtaler Speck
ÖK50-UTM Nr. 3108, 3109 Tel.: +43/(0)4715/8513-32 Götzing 4
Mobil: +43/(0)664/87 25 787 9624 Egg
Freytag & Berndt office@dolomitenfreunde.at info@gailtalerspeck.at
Maßstab 1:50.000 www.dolomitenfreunde.at www.gailtalerspeck.at
Wander-, Rad- und Freizeitkarte Nr. 223

Kompass
Maßstab 1:50.000
Wander-, Rad- und Skitourenkarte Nr. 60
48 49

Alpinsc hu l e n Alpinschule Kötschach-Mauthen B erg wand er führer Adolf Zumtobel


Brandstätter Sepp Mandorf 9
Alpincenter Kötschach-Mauthen Würmlach 37 Horst Korenjak 9640 Kötschach-Mauthen
Charly Lamprecht 9640 Kötschach-Mauthen Würmlach 25 Tel.: +43/(0)650/34 93 973
Würmlach 107 Tel.: +43/(0)4715/8358 9640 Kötschach-Mauthen adolf.zumtobel@hotmail.com
9640 Kötschach-Mauthen Fax: +43/(0)4715/8358 Tel.: +43/(0)4715/275
Tel.: +43/(0)650/44 28 614 info@alpin-brandy.com horst.korenjak@gmx.at Christian Kogler
charly.lamprecht@alpincenter.cc www.alpin-brandy.com Sepp Lederer Kötschach 382
www.alpincenter.cc, www.bergfuehrer.cc Mauthen 223 9640 Kötschach-Mauthen
9640 Kötschach-Mauthen Tel.: +43/(0)676/67 02 111
ALPINCENTER - Bergführerbüro Wi l d was s er-S chulen Tel.: +43/(0)4715/8243 enquiries@getlocaltours.com
Harry Kollmitzer Mobil: +43/(0)676/58 58 625
Laas 43 Kajak & Canyoning sepp.lederer@oeav-obergailtal.at Todd Lederer
9640 Kötschach-Mauthen Rene Kristler Kötschach 359
Tel.: +43/(0)4715/24 805 Kötschach 230, 9640 Kötschach-Mauthen Gianni Matiz 9640 Kötschach-Mauthen
Mobil: +43/(0)664/46 08 966 Tel.: +43/(0)650/45 41 033 Via Maria Plozner 52 Tel.: +43/(0)660/41 76 511
Fax: +43/(0)664/46 08 966 rene.kristler@wild-wasser.com 33026 Timau/Udine enquiries@getlocaltours.com
harry.kollmitzer@alpincenter.cc www.wild-wasser.com Tel.: +39/0338/50 30 887
www.alpincenter.cc info@freetrek.it
www.freetrek.info
Alpin- und Canyonschule Mountainlike
Reinhard Ranner Christoph Ranner
Kötschach 309 Grünburg 15
9640 Kötschach-Mauthen 9620 Hermagor
Tel.: +43/(0)650/261 01 32 Tel.: +43/(0)4282/2867
reinhard.ranner@mountainlike.com Mobil: +43/(0)664/62 02 825
www.mountainlike.com ch.ranner@aon.at
50

Impressum / Bildnachweis / Literatur Richtiges Verhalten in den Bergen

Impressum: 1. Vor jeder Tour muss die Bergerfahrung und körperliche Eignung aller Teilnehmer – Erwachsener und Kin-
der – geprüft werden. Bergsteigen verlangt oft Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Herausgeber: Oesterreichischer Alpenverein, Olympiastr. 37, 6020 Innsbruck 2. Jede Bergtour soll an Hand von Tourenbeschreibungen und Wanderkarten genau geplant werden. Aus-
Texte: Regina Stampfl, Roland Kals (arp Salzburg), Peter Haßlacher, Christina Schwann (ÖAV); künfte Alpiner Vereine und Ortskundiger, wie Bergführer und Hüttenwirte, können dabei entscheidend hel-
Sepp Lederer, Charly Lamprecht, Klaus Hohenwarter, Alexander Gressel (ÖAV Obergailtal); Verein fen.
Gailtaler Speck, Geopark Karnische Alpen, Dolomitenfreunde, Gemeinschaft Gailtaler Almsennereien, 3. Entsprechende Ausrüstung und Bekleidung sind für das Bergsteigen notwendig. Im Winter muss man
Wikipedia die Notfallausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde), beim Klettern oder für den Klettersteig die adäquate Sich-
Topos: Alpinverlag, www.bergsteigen.com erungsausrüstung inkl. Helm mitführen. Beim Bergwandern braucht man vor allem feste, hohe Schuhe mit
Grafik: SuessDesign.de griffiger Sohle. Da das Wetter in den Bergen oft sehr rasch umschlägt, sind Regen- und Kälteschutz ebenfalls
Layout und Redaktion: Christina Schwann, ÖAV sehr wichtig.
Druck: Gutenberg, Linz 4. Aus Gründen der Sicherheit sollten vor dem Aufbruch Weg und Ziel der Tour sowie der voraussichtliche
Zeitpunkt der Rückkehr dem Hüttenwirt bzw. Hotelier oder Freunden bekannt gegeben werden.
5. Das Tempo muss den schwächsten Mitgliedern der Gruppe angepasst werden. Speziell zu Beginn der Tour
Bildnachweis: ist auf besonders langsames Gehen zu achten. Unbedingt andere Teilnehmer beobachten, damit Erschöp-
Titelbild: Blick auf Mauthen mit Kellerwand , Foto Sepp Lederer fung rechtzeitig erkannt werden kann.
Bild Rückseite: Heuernte auf der Mauthner Alm, Foto Sepp Lederer 6. Markierte Wege nicht verlassen. Um Stürze zu vermeiden, ist auch im leichten Gelände größte Aufmerk-
samkeit notwendig. Vorsicht beim Begehen von steilen Grashängen, vor allem bei Nässe. Besonders gefähr-
Gressel, Alexander: S. 37, 39 lich ist das Überqueren von steilen Schneefeldern bzw. Gletschern.
Hohenwarter, Klaus: S. 40 7. Das Abtreten von Steinen ist unbedingt zu vermeiden, weil dadurch andere Bergwanderer verletzt wer-
Kals, Roland: S. 9, 26 den könnten. Steinschlaggefährdete Stellen sollen einzeln möglichst rasch und ohne anzuhalten passiert
Karner, Bernhard: S. 34 werden.
Kirchmayr, Ulrich: S. 5, 12, 19, 17 (u.), 44 8. Hunde im Almgebiet - ein heikles Thema! Unter bestimmten Umständen (z.B. Kühe mit Jungtieren) kann
Lederer, Hildegard: S. 23, 27, 31, 36 es vorkommen, dass Rinder insbesondere auf angeleinte Hunde aggressiv reagieren. Fingerspitzengefühl,
Lederer, Sepp: S. 10, 13, 14, 15, 17, 18, 20, 21, 22, 23, 24, 30, 38, 39, 41, 48/49 Vorsicht und Ruhe sind gefragt, allfällige Warnhinweise bitte unbedingt beachten!
Lederer, Susanne: S. 32, 33 9. Wenn das Wetter umschlägt, Nebel einfällt, der Weg zu schwierig wird oder in schlechtem Zustand ist,
Warmuth, Josef: S. 16 sollte man umkehren. Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vernunft.
10. Tritt ein Unfall ein, Ruhe bewahren. In manchen Fällen wird man sich selbst helfen können. Wenn nicht,
soll durch Handy, Rufen, Lichtzeichen oder Winken mit großen Kleidungsstücken versucht werden, Hilfe
herbeizuholen. Ein Verletzter sollte möglichst nicht alleine gelassen werden.
11. Die Berge sind für alle da. An ihrer Erhaltung und Sauberkeit mitzuhelfen, ist Pflicht jedes Bergsteigers.
Man soll seine Abfälle ins Tal mitnehmen, die Tier- und Pflanzenwelt soll geschont werden.

Quelle: UIAA/VAVÖ
Ergänzungen: OeAV

Alpiner Notruf: 140


Internationaler Notruf: 112
Mauthen im Gailtal

Ginzling im Zillertal Reichenau an der Rax


Großes Walsertal Steinbach am Attersee
Grünau im Almtal Steirische Krakau
Hüttschlag im Großarltal St. Jodok - Schmirn- und Valsertal
Johnsbach im Gesäuse Tiroler Gailtal
Lesachtal Vent im Ötztal
Lunz am See Villgratental
Mallnitz Weißbach bei Lofer
Malta Zell-Sele
Region Sellraintal Ramsau bei Berchtesgaden
Stand 2015

Eine Initiative des

www.bergsteigerdoer fer.at