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Hüttschlag

Almen und Bergmähder im Großarltal


2

PEFC zertifiziert
Dieses Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und
kontrollierten Quellen. www.pefc.org

Gedruckt nach der Richtlinie "Druckerzeugnisse des


Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Die Initiative „Bergsteigerdörfer” ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins und wird aus Mitteln
des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus und des Europäischen Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.
Seit 16. September 2016 sind die „Bergsteigerdörfer“ zudem ein offizielles Umsetzungsprojekt der
Alpenkonvention.
Inhalt

Bergsteigerdörfer. Mosaiksteine einer gelebten Alpenkonvention 4


Vorwort  7
Hüttschlag - Almen und Bergmähder im Großarltal 8
Geschichtliches 10
Besonderheiten  12
Tourentipps Sommer 14
In sechs Tagen rund um die Tauernkönigin 21
Tourentipps Winter 34
Alternativen für weniger gutes Wetter 40
Anreise 41
Mobilität vor Ort 42
Partnerbetriebe 43
Wichtige Adressen 44
Wanderkarten 45
Literatur rund um das Großarltal 45
Impressum, Bildnachweis, Literatur 46

3. aktualisierte Auflage, Innsbruck 2018


4

Bergsteigerdörfer. Mosaiksteine
einer gelebten Alpenkonvention
!

Legend Augsburg
!
Linz
!
!
Wien
National border
München
GERMANY
!
Perimeter Alpine Convention
Freiburg
!
! City
River Kempten
!
Salzburg
!
Lake Basel
! Bregenz Leoben
Glaciated area (> 3000 m) ! !
Zürich
!
Innsbruck
S WI TZ E R LAN D Vaduz
!
AUST RIA !
Graz
Luzern !

Bern !
!
LIECHTENSTEIN
Thun
!
Villach Klagenfurt Maribor
! !
!
Lausanne
! Bolzano Jesenice
! !

Kranj
Genève !
!
Ljubljana
Trento !
! Nova Gorica
Annecy ! Zagreb

!
Lyon
!
SLOVENIA !

Bérgamo Trieste
Chambéry ! !
!
Bréscia
Milano
Novara Pádova ! Venézia
!
! Verona Rijeka
! ! ! !
Grenoble
!

Torino
!

Parma
ITALY !

FRANCE
Bologna
!
Génova
!

La Spézia
!

Nice Firenze
!
!

MONACO
Marseille

O
Scale: 1 : 3,300,000
!

0 25 50 100 150 200


km

Anwendungsbereich der Alpenkonvention; Quelle: 2. Alpenzustandsbericht der Alpenkonvention -


Wasser, 2008; Autor: Umweltbundesamt Austria

Die Alpenkonvention – ein völkerrechtlicher gilt, die Protokolle der Alpenkonvention wo


Vertrag der acht Alpenstaaten und der Euro- auch immer möglich anzuwenden, nicht nur
päischen Gemeinschaft; eine Vereinbarung im Rahmen von Genehmigungsverfahren,
mit höchsten Zielsetzungen für die nachhal- sondern insbesondere im Hinblick auf inno-
tige Entwicklung im alpinen Raum, ein Mei- vative Ideen für eine nachhaltige wirtschaft-
lenstein in der Geschichte des Umweltschut­ liche Entwicklung auf lokaler Ebene.
zes ... möchte man meinen. Ganz so ist es aber Der Österreichische Alpenverein war maß-
leider nicht. Seit den 1950er-Jahren, in denen geblich am Zustandekommen der Alpenkon-
die Idee zur Alpenkonvention erstmals in den vention mit ihren Protokollen beteiligt. Seit
Gründungsdokumenten der internationalen jeher versucht er, die Alpenkonvention für
Alpenschutzkommission CIPRA aufscheint, die breite Öffentlichkeit fassbar zu machen,
bis zum In-Kraft-Treten 1995 und bis zum Be- sie von dem – zugegebenermaßen zum Teil
ginn der Umsetzung 2002 war und ist es ein sehr komplizierten Juristenlatein – loszulö-
langer Weg. Aber gerade jetzt, wo die sozia- sen und in ganz konkreten Projekten mit der
len Probleme der Welt jeden Umweltschutz- Bevölkerung umzusetzen.
gedanken mehr denn je in den Hintergrund Eines dieser Beispiele ist die Initiative „Berg-
drängen, gewinnt die Alpenkonvention als steigerdörfer”. Im mittlerweile internationa-
Entwicklungsinstrument neue Bedeutung. Es len Projekt legen die Alpenvereine bereits bei
5

der Auswahl der Bergsteigerdörfer in Öster- Programm. Auch schlechtes Wetter ist kein
reich, Deutschland, Italien und Slowenien be- Hindernis, sich draußen zu bewegen: von ge-
sonderes Augenmerk auf die Geschichte der führten geologischen oder ornithologischen
Gemeinden, auf ihre Entscheidungen in der Wanderungen bis hin zum Besuch von Berg-
Vergangenheit und ganz besonders auf ihre werksstollen, Museen und alten Werkstätten
zukünftigen Entwicklungsziele. Denn nicht gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Oft
jedes Bergsteigerdorf aus den Anfangsjah- reicht aber auch schon ein warmes, trocke-
ren des Alpintourismus ist bis heute ein sol- nes Plätzchen am Ofen, eine Tasse Tee und
ches geblieben. Viele Gemeinden haben sich ein gutes Buch – zum Beispiel über die Alpin-
ganz dem Wintertourismus verschrieben, geschichte der Region – um einen verregne-
haben die Berghänge planiert, entwässert, ten Nachmittag zu genießen.
Speicherseen gegraben, gesprengt, Seilbah- Kurzum, die Bergsteigerdörfer sollen eine
nen errichtet, Hotelburgen gebaut – "alles Gästeschicht ansprechen, die sich Urlaubs-
für den Gast". Für die ortsansässige Bevöl- orte aussuchen, in denen es noch einiger-
kerung resultiert daraus die Abhängigkeit maßen „normal” zugeht. Gäste, die einen
von einem sich immer schneller drehenden Aktiv-Urlaub in der Natur erleben wollen, die
Erschließungs-Kapital-Kreisels, dessen Höhe- Eigenverantwortung und Umweltbewusst-
punkt noch nicht erreicht scheint. sein mitbringen oder zumindest sehr offen
Mit den Bergsteigerdörfern nehmen sich dafür sind. Und mit dem Besuch in einem
die projekttragenden Alpenvereine mit den der Bergsteigerdörfer entsteht eine echte
Sektionen und dem Ständigen Sekretariat Symbiose: Denn während der Gast endlich
der Alpenkonvention sowie mit Hilfe ande- den Alltag hinter sich lassen kann, werden
rer Partner aus öffentlicher Verwaltung und in den Gemeinden Arbeitsplätze gehalten,
Tourismus jener Gemeinden an, die sich be- können kleine Gastronomiebetriebe ihr Aus-
wusst für eine nachhaltige, eigenständige kommen finden, werden Nächtigungen auf
und selbstbewusste Entwicklung entschie- Schutzhütten gebucht, findet das regionale,
den haben. Merkmale aller Bergsteigerdörfer kulinarische Angebot seine Abnehmer – und
sind ihre Kleinheit und Ruhe, ihre Lage im genau DAS entspricht einer gelebten Umset-
Alpenraum mit einer entsprechenden Relie- zung der „Alpenkonvention” – die Balance
fenergie, ihr harmonisches Ortsbild, ihre alpi- zwischen Schutz der Gebirgsregionen und
ne Geschichte, ihre gelebten Traditionen und einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.
ihre starke Alpinkompetenz. Oberstes Ziel ist es, die Wertschöpfung in der
Zusammen mit den Sektionen des Alpen- Region zu halten und nicht an regionsfremde
vereins wird an einer umfangreichen Ange- Investoren abzugeben.
botspalette an Aktivitäten, die ohne tech-
nische Hilfsmittel auskommen, gearbeitet. Die Zeit wird zeigen, ob sich Geduld und
Je nach Charakter des Bergsteigerdorfes Fleiß auszahlen werden, aber wir – das inter-
kann sich der Gast in einer weitestgehend nationale Projektteam Bergsteigerdörfer –
unverbrauchten Landschaft aktiv erholen: sind davon überzeugt: Die Bergsteigerdörfer
Wandern, Bergsteigen, Klettern, Bouldern, können eine echte Vorreiterrolle für die Um-
Skitourengehen, Schneeschuhwandern, setzung der Alpenkonvention im Alpenraum
Langlaufen und Rodeln stehen auf dem einnehmen.
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7

Liebe Bergfreundinnen und Bergfreunde!

Im Winter haben Sie unzählige Möglichkeiten,


mit den Tourenski die Gipfel zu erkunden
oder an einem der gefrorenen Wasserfälle Ihr
Können zu testen. Manchmal ist es auch ganz
interessant, mit den Schneeschuhen durch
die Gegend zu stapfen oder eine Rodelpartie
zu unternehmen – vielleicht sogar bei
Vollmond.

Im Namen der Alpenvereinssektion Großarl- Wie Sie sehen, bietet das Bergsteigerdorf
Hüttschlag heiße ich Sie im Bergsteigerdorf Hüttschlag im Großarltal für den Wanderer
Hüttschlag herzlich willkommen! und Bergsteiger eine breite Palette an
Möglichkeiten, um alle Facetten des
Ich bin seit vielen Jahren auf den Bergen des Bergsports ausüben zu können.
Großarltales unterwegs und ich finde immer
noch Fleckchen, die ich noch nicht gesehen Sollten Sie Ihre Unternehmungen nicht
habe. Damit möchte ich ausdrücken, dass auf eigene Faust unternehmen wollen
das Großarltal und insbesondere Hüttschlag oder können, bietet der Verein BERG-
für den Bergsteiger und Wanderer GESUND im Großarltal den Gästen seiner
eine unglaubliche Vielfalt an schönen, Mitgliedsbetriebe eine reiche Palette von
interessanten und erlebnisreichen Gebieten bergsportlichen Aktivitäten kostenlos an.
vorzuweisen hat. Informieren Sie sich bei Ihrem Vermieter, dem
Tourismusverband Großarltal oder direkt auf
Lieben Sie gemütliche Wanderungen, werden der Website des Vereins:
Sie eine Vielfalt an Möglichkeiten bei uns www.berg-gesund.at
finden. Bevorzugen Sie eine anstrengende
Hochgebirgstour, wird Ihnen der Keeskogel Wir, das Team des Alpenvereins Großarl-
am Ende des Tales Ihren Wunsch erfüllen. Hüttschlag, stehen jedem Besucher des
Sind Sie ein begeisterter Mountainbiker, Bergsteigerdorfes Hüttschlag gerne mit
werden Sie ebenfalls auf Ihre Rechnung Rat und Tat zur Seite und freuen uns auf Ihr
kommen. Haben Sie gar einen Gleitschirm im Kommen.
Rucksack, so finden Sie im Großarltal beste
Bedingungen, von einem der Gipfel – wie
z. B. vom Hundegg in Hüttschlag – ins Tal zu Mit besten Bergsteigergrüßen,
gleiten.

Als Kletterer können Sie die Hüttschlager


Wand über die errichteten Klettersteige
durchsteigen, eine pfiffige Sache, die Ihren Sepp Kendler
Adrenalinspiegel garantiert höher steigen Obmann Österreichischer Alpenverein,
lässt. Sektion Großarl-Hüttschlag
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Hüttschlag
Almen und Bergmähder im Großarltal

LAGE
Im Salzburger Pongau liegt im Talschluss des Großarl-
tales das Bergsteigerdorf Hüttschlag, umrahmt von den
Gipfeln der Ankogelgruppe und der Radstädter Tauern.

GEMEINDEN
Hüttschlag, Wolfau, Karteis, See
Seehöhe des Hauptortes: 1.030 m
Höchster Punkt: 2.884 m (Keeskogel)
Wohnbevölkerung: 900 Personen

GEBIRGSGRUPPEN
Radstädter Tauern (Niedere Tauern)
Ankogelgruppe (Hohe Tauern)
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ALPENVEREINSHÜTTEN/VETRAGSHÄUSER
Aualm/Aubauernhof (1.795 m)
Gerstreitalm (1.575 m) (So)
Hotel Alte Post
Loosbühelalm (1.769 m) (So + Wi)
Weißalm (1.723 m) (So)
Badgasteiner Hütte
Gamskarkogelhütte (2.465 m ) (So)
Ali Lanti Biwak (2.663 m)
(Selbstversorgerhütte, 4 Schlafplätze)
Tappenkarseehütte (1.820 m) (So)
Albertbiwak (2.444 m)
(Selbstversorgerhütte, 6 Schlafplätze)

ALMEN
Anstatt der klassischen Schutzhütten
findet man im Großarltal zahlreiche und
gut geführte Almhütten, auf denen meist
auch übernachtet werden kann.
Im Gemeindegebiet von Hüttschlag:

Aschlreitalm (1.785 m)
Draugsteinalm-Schrambachhütte (1.778 m)
WICHTIGE GIPFEL Draugsteinalm-Steinmannhütte (1.778 m)
Draugstein (2.359 m) Glettnalm (1.760 m)
Gamskarkogel (2.467 m) Harbachalm (1.612 m)
Glaserer (2.434 m) Hirschgrubenalm (1.564 m)
Großes Mureck (Schöderhorn) (2.475 m) Hubalm (1.311 m)
Hundegg (2.079 m) Hühnerkaralm (1.700 m)
Karkogel (2.087 m) Karteisalm (1.661 m – nur zeitweise
Keeskogel (2.884 m) bewirtschaftet)
Klingspitz (2.433 m) Kreealm-Kreehütte (1.483 m)
Kreuzeck (2.204 m) Kreealm-Bichlhütte (1.570 m)
Mandlkogel (2.439 m) Modereggalm (1.720 m)
Spielkogel (2.144 m) Reitalm (1.600 m)
Weinschnabel (2.754 m ) Vorderkaseralm (1.719 m)
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Geschichtliches

Ansicht von Hüttschlag auf einer Postkarte um 1923 (Bild oben)


Die alten Bergwegsanlagen in Hüttschlag um 1917 (Bild unten)
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Zwischen 400 bis 700 n. Chr. drangen Liechtensteinklamm lässt erahnen, welch
Slawen aus Kärnten und dem Lungau schwieriges und wohl auch gefährliches
kommend in das Großarltal ein; mehrere Unternehmen es damals gewesen sein muss,
Ortsnamen slawischen Ursprungs belegen eine Straße durch die Klamm zu hauen und
dies. Die Slawen wurden von den später für Fuhrwerke befahrbar zu machen.
eindringenden Bajuwaren vertrieben,
jedoch nicht ohne Gegenwehr, weshalb es Die sehr gut erhaltene "Alte Wacht" wurde
be­sonders im Tappenkar- und Bundschuh­­- als Mautsperre an der Gemeindegrenze
gebiet zu kriegerischen Auseinander- zwischen St. Johann im Pongau und Großarl
setzungen gekommen sein soll. errichtet. Sie mussten alle Fuhrwerke, die in
das Tal oder hinaus wollten, passieren – einen
Das Erzbistum Salzburg war seit dem Jahr anderen Weg gab es nicht. Auf diese Art und
1000 Grundherr im Großarltal. In dieser Weise sollte dem lebhaften Schmuggelwesen
Zeit wurde auch die erste Kapelle errichtet. ein Riegel vorgeschoben werden.
Erzbischof Konrad befahl schließlich
die unwirtschaftlichen Tauerntäler des
Erzbistums urbar zu machen.

Die Erschließung des Tales war aber durch


die steilen Felswände der Großarlerklamm
(später Liechtensteinklamm) besonders
schwierig. Ein erster Steig ins Tal entstand
angeblich im Jahr 1130.

Durch den Kupfer- und Schwefelbergbau, der


ab dem 14. und 15. Jahrhundert in Hüttschlag
betrieben wurde, erlebte das Großarltal eine
wirtschaftliche Blütezeit.

Der Bergbau florierte und wurde zu einem


wichtigen Wirtschaftsfaktor für das Erzbistum
Salzburg. Für den Handel war allerdings die
Errichtung einer Straße dringend notwendig.
Unter schwierigsten Bedingungen wurde
oberhalb der Klamm eine Straße in den Fels
gehauen.

Noch heute – trotz neu angelegter und


bestens abgesicherter Straße – ist die Fahrt
ins Großarltal ein Erlebnis. Besonders der
erste Teil oberhalb der beeindruckenden

Die Alte Wacht am Eingang des Tales diente früher


als Straßenmautstelle
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Besonderheiten

Talmuseum mit Ausstellung "Auf der Alm – Zwischen Himmel und Erde"

Nationalpark Hohe Tauern Talmuseum und Nationalpark-


Teile der Gemeinde Hüttschlag liegen Informationszentrum
im 1.834 km² großen Nationalpark Hohe Im Hüttschlager Talschluss am Ende der
Tauern. Der Nationalpark erstreckt sich Großarler Landesstraße liegt am westseitigen
über drei Bundesländer, wobei der Anteil Ufer der Großarler Ache das Talmuseum.
des Landes Salzburg 804 km² beträgt. Die Dieses besteht aus mehreren Gebäuden.
Hochgebirgslandschaft des Nationalparks
beherbergt eine einmalige Urlandschaft, Im Gensbichlgut – einem Hüttschlager
aber auch eine über Jahrhunderte geprägte Bauernhaus samt Stallgebäude in Form
Kulturlandschaft. Dieser einzigartige eines typischen Pongauer Paarhofes wurde
Naturraum ist Heimat einer Vielzahl von von der Nationalparkverwaltung Hohe
Pflanzen und Tieren. Tauern die sehenswerte Ausstellung „Auf
Wie im gesamten Nationalpark erhielt auch der Alm – Zwischen Himmel und Erde“
die Kernzone im Salzburger Teil des National- gestaltet, die sich dem Kulturraum zwischen
parks, der im Jahr 1984 realisiert wurde, die den Tälern und dem Hochgebirge widmet.
Internationale Schutzkategorie II ("Schutz- Weitere Gebäude sind ein Backofen, ein
gebiet, das hauptsächlich zur Erhaltung von Selchhaus (Räucherhaus), eine alte Schmiede,
Ökosystemen und zu Erholungszwecken eine Schnapsbrennhütte, eine Jagdhütte,
verwaltet wird"). Diese Anerkennung wurde eine Mühle und die Hubertuskapelle.
2006 von der Weltnaturschutzorganisation Von der Ausstellung „Auf der Alm“
IUCN verliehen. gelangt man direkt in den Talwirt, einen
13

gemütlichen Ausflugsgasthof mit Hofladen, Talsperre sollte das Schmuggeln wichtiger


Krampusmasken-Ausstellung, allgemeinen Handelsgüter und Lebensmittel verhindern.
Informationen zum Nationalpark Hohe Als 1655 in Salzburg die Pest wütete, wurden
Tauern sowie der Ausstellung „Bergwald“. bei der Wacht Soldaten postiert, um das
Direkt daneben liegt das Bauernladenstüberl Großarltal vor der Pest zu schützen. Alle
mit Hofkäserei, gemütlicher Stube, Hofladen Personen, die das Tal verlassen oder aufsuchen
und Ausgangspunkt für den „Bibelweg“. wollten, wurden streng kontrolliert.

Almen im Großarltal In den letzten Jahrzehnten wurde die geringe


Im "Tal der Almen", wie das Großarltal Durchfahrtshöhe des Wachtgebäudes zum
aufgrund seiner Vielzahl an bewirtschafteten Problem für den Straßenverkehr und dem
Almen auch genannt wird, ist die Tradition historischen Gebäude drohte der Abriss.
der Almwirtschaft noch aufrecht. Knapp 40 Doch der Bau der Stegbachbrücke garantierte
Bauern bewirtschaften Jahr für Jahr in den Fortbestand der Alten Wacht. Dieses
mühevoller Handarbeit ihre Almen. Für den einzigartige Baudenkmal ist eine der letzten
Besucher bieten die Almen ideale Wanderziele. erhaltenen historischen Tal- und Mautsperren
Mit regionalen, selbst gemachten Schmankerln im Land Salzburg. Heute ist die Alte Wacht
laden sie zur stärkenden Almjause oder zur ein Teil des Hüttschlager Talmuseums
Übernachtung ein. mit Ausstellungen über die Geschichte
der Erschließung, das Brauchtum und die
Salzburger Almenweg Sagenwelt des Großarltales.
Der Salzburger Almenweg führt auf
seinem 350 km langen Streifzug durch die Liechtensteinklamm
Pongauer Bergwelt zu über 120 Almen. Die Liechtensteinklamm ist zwar nicht direkt
Vom Hochkönig über das Tennengebirge, aus dem Großarltal zugänglich, soll aber
hinüber zum Dachstein und schließlich ins wegen ihrer Einmaligkeit ebenfalls erwähnt
Gebiet der Radstädter Tauern. Auf 350 km werden. Bei der Liechtensteinklamm handelt
Länge gibt es landschaftliche und auch es sich um die Mündungsschlucht der
kulinarische Besonderheiten zu entdecken. Großarler Ache in das Salzachtal.
4 der insgesamt 31 (Tages-)Etappen Seit dem Ende der letzten Eiszeit hat sich
führen durch das Großarltal, 2 davon durch der Wasserlauf auf einer Länge von 4 km
Hüttschlag. Auf rund der Hälfte der Almen bis zu 300 m tief in die harten Klammkalke
ist eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben, eingegraben. Teilweise treten die Felswände
wodurch sich auch herrliche Mehrtagestouren bis auf wenige Meter zusammen. Dieses
von Hütte zu Hütte anbieten. imposante Schauspiel faszinierte die
Menschen schon seit jeher. Mit Hilfe des
Alte Wacht Landesstatthalters Fürst Johann II von und zu
Mit der Errichtung einer Straße in das Liechtenstein wurde die Klamm schließlich
Großarltal wurde am Taleingang an der im Jahr 1876 für Besucher zugänglich
Gemeindegrenze zwischen St. Johann im gemacht. Die schwierige und durchaus
Pongau und Großarl eine Mautstelle errichtet. gefährliche Erschließungsarbeit leisteten
Einem Schwalbennest gleich drängt sich die dabei Mitglieder der Sektion Pongau des
"Alte Wacht" an den Felsen oberhalb der alten damaligen Deutschen und Oesterreichischen
Großarler Landesstraße. Diese Maut- und Alpenvereines. 
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Tourentipps Sommer

Die vielen bewirtschafteten Hütten in Großarl und Hüttschlag haben dem Tal den Namen "Tal der Almen"
eingebracht und lassen Wanderungen und Mountainbiketouren zum Genuss werden. Im Bild, die Hubalm.

WANDERUNGEN der Anstieg auf einem mäßig steilen aber oft


sehr nassen Steig durch das Schödertal zum
Naturkundlicher Weg ins Schödertal– Schödersee (1.432 m). Der Schödersee ist
Arlscharte (2.252 m) ein periodischer See, der nur nach starken
Vom Talschluss-Parkplatz führt der Weg Regenfällen oder nach der Schneeschmelze
ins Schödertal und hinauf zur Arlscharte, gefüllt ist. Im Sommer trocknet er aufgrund
die den Übergang ins Maltatal darstellt. seiner unterirdischen Abflüsse oft zur Gänze
Etwa 50 Schautafeln geben auf der aus. Vom See geht es weiter bis zu einer
Wanderung bis zum Schödersee Auskunft Jagdhütte und schließlich über mehrere
über naturkundliche und historische Steilstufen durch das karge Almgebiet.
Besonderheiten des Großarltales. Vorbei an mehreren kleinen Lacken geht
es hinauf zum Pfringer See und in wenigen
Vorbei an Wiesen und Auen folgt man dem Minuten zur Arlscharte, die einen herrlichen
Weg Nr. 512 bis zur Natur-Kneippanlage, die Blick auf die umliegenden 3.000er freigibt
zur Erfrischung einlädt. Hier lohnt sich ein (1.200 Hm, 4,5 h).
kurzer Abstecher von nur rund 40 m nach
links zum Ötzlsee, in dem sich bei Windstille Salzburger Almenweg
die Spitzen der umliegenden Gipfel herrlich Vom Gasteinertal kommend gelangt man
spiegeln. Auf den Hauptweg zurückgekehrt, über die Tofernscharte (2.091 m) und
erreicht man kurz darauf die Ötzlhütte – eine die Harbachalm nach Hüttschlag, einem
ehemalige Holzknechthütte. Von hier führt Etappenort des Salzburger Almenweges.
15

Von Hüttschlag geht es dann weiter hinauf Kapellen-Wanderweg


zur Karteisalm und über das Karteistörl Vom Hauptort des Tales Großarl über
hinunter zum Tappenkarsee. Anschließend Hüttschlag bis zum Talschluss stehen
Aufstieg zum Draugsteintörl (2.077 m) und zahlreiche kleine und bestens erhaltene
weiter zu den beiden Draugsteinalmen. Kapellen. Sie alle sind in Privatbesitz und
werden liebevoll in Stand gehalten. Grund
Nun führt der Salzburger Almenweg genug für den Tourismusverband Großarltal,
nach Norden. Über die Filzmoosalm, die einen Kapellen-Wanderweg ins Leben zu
Loosbühelalm und die Weißalm gelangt rufen. Anhand einer kleinen Broschüre,
man hinüber zur Ellmaualm. In zwei weiteren die kostenlos beim Tourismusverband
Etappen kommt man nach einem Abstecher erhältlich ist, kann man den 17,5 km langen
nach Norden hinunter in das Kleinarltal. Weg erwandern und dabei auch eine Reise
Vom Filzmoossattel bietet sich eine etwas zu sich selbst unternehmen.
längere, aber dafür umso schönere Variante
an. Diese führt vom Filzmoossattel am Der Weg beginnt direkt bei der Pfarrkirche
Gratrücken entlang zum Gründegg und in Großarl, kann aber auch von Hüttschlag
über den Penkkopf wieder zurück auf den aus in beiden Richtungen (taleinwärts und
eigentlichen Almenweg. Die Etappen und talauswärts) gegangen werden. Dabei
Varianten des Salzburger Almenweges, werden zum Beispiel die Bichlkapelle, die
die durch das Großarltal und in das Neuhofkapelle, die Schappachkapelle,
benachbarte Kleinarltal führen, lassen sich die Wolfaukapelle, die Karteiskapelle, die
mit Übernachtungen auf den zahlreichen Maurachkapelle, die Hubertuskapelle sowie
bewirtschafteten Almen sehr gut zu einer die im Talschluss stehende Pertillkapelle
mehrtägigen Rundtour kombinieren. besucht.
Mehr Informationen dazu in der Broschüre Die Route führt ausschließlich über leichte
"Salzburger Almenweg" und auf Wanderwege und kann bei jedem Wetter
www.salzburger-almenweg.at. begangen werden.
Eine anständige Brettljause stärkt nach einer langen Bergtour
16

Der Tappenkarsee - größter Gebirgssee der Ostalpen

BERGTOUREN Hallmoosalm (1.300 m) möglich. Man erspart


sich dann je 1 Stunde Gehzeit bei Auf- und
Tappenkarseehütte (1.820 m) Abstieg. Tipp: Vom Karteistörl erreicht man
Von Karteis aufwärts zu den Draugsteinalmen nach ca. 15 Minuten Gehzeit in südlicher
und auf das Draugsteintörl auf 2.077 m. Von Richtung das Kreuzeck (2.204 m). Von hier
hier entweder abwärts zur Tappenkarseealm hat man einen herrlichen Blick auf den
auf 1.768 m oder auf dem Weg 702 A Keeskogel und das Tal der Glettnalm. Abstieg
direkt zur Tappenkarseehütte auf 1.820 m über die Karteis- oder Glettnalm möglich.
(1.150 Hm, ca. 4,5 h).
Reitalm (1.600 m)– Roßkarkopfscharte
Die schön gelegene Hütte bietet (2.164 m) – Hubalm (1.311 m)
Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Weiter- Unschwierige Wanderung, die aber im Bereich
marsch in das benachbarte Riedingtal ist der Roßkarkopfscharte Trittsicherheit erfordert.
auf dem Weg 702 möglich. Zurück nach Sie kann auch mit dem Hühnerkar-Rundweg
Hüttschlag über das Karteistörl (2.145 m), die (siehe Tourentipp Hühnerkar-Rundweg) zu
Karteisalm und die Hallmoosalm. einer großen Almen-Runde, eventuell mit
Auffahrt mit dem Wandertaxi bis zur Übernachtung, ausgedehnt werden.
17

Direkt von Hüttschlag folgt man dem Draugstein-Gipfelrunde (2.359 m)


Weg Nr. 26 vorbei an der Pfarrkirche Schöne Tour mit wunderbaren Ausblicken
bis zum Parkplatz Hebsanger (bis hier über das Großarltal. Trittsicherheit ist vor
Fahrmöglichkeit bzw. Wandertaxi). Dort allem bei der Besteigung des Draugsteins
zweigt man auf den Weg 44 ab und wandert notwendig. Insgesamt eine lange Wand-
hinein in das Reitalmgebiet bis zur Reitalm. erung (1.500 Hm), die mit einer Nächtigung
Von hier führt ein schmaler Steig hinauf auf den Draugsteinalmen bequem auf zwei
zur Roßkarkopfscharte. Der Abstieg erfolgt Tage ausgedehnt werden kann.
auf dem Weg 45 zur Vorderkaseralm. Dort Entweder zu Fuß von Karteis oder mit
zweigt ein Weg (45a) nach Südwesten ab, dem Wandertaxi oder mit dem PKW bis
auf dem man hinunter zur Hubalm gelangt. zur Hallmoosalm und von dort über steile
Dem Hubalmbach folgend wandert man Bergwiesen hinauf zu den Draugsteinalmen.
auf dem gut ausgebauten Weg 46 zurück Über sanfte Almwiesen folgt man dem gut
bis zur Hubalmkapelle. Nach wenigen markierten Steig hinauf zum Filzmoossattel
Minuten zweigt man links ab und folgt dem (2.062 m) und zweigt schließlich nach Osten
gemütlichen und romantischen Wanderweg ab. Über felsiges Gelände mit leichten
zurück nach Hüttschlag (1.200 Hm, 6 h). Kletterstellen, die mit Drahtseilen versichert
sind, hinauf zum Gipfelkreuz des Draugsteins
Draugstein (2.359 m) (2.359 m).
Der östliche Eckpfeiler der Hüttschlager
Gebirgsumrahmung bietet einen besonders
Ein lohnender Gipfel - zu jeder Jahreszeit,
instruktiven Einblick auf die Ankogelgruppe
der Draugstein mit 2.359 m
in den Hohen Tauern, auf das Dachstein- und
Tennengebirge und das Hochkönigmassiv.
Erreichbar ist der Draugstein von Karteis
über die Draugsteinalmen und den
Filzmoossattel. Trittsicherheit ist für diese
Tour unbedingt notwendig. Einige Stellen
im I. Schwierigkeitsgrad, die mit Drahtseilen
versichert sind. (1.300 Hm, 4,5 h). Auffahrt
mit dem Wandertaxi oder PKW bis zur
Hallmoosalm (1.300 m) möglich. Man erspart
sich dann 1 Stunde Gehzeit.

Hundegg (2.079 m)
Schöner Aussichtsberg, unschwierig zu
erreichen. Die Bergtour beginnt in Karteis, wo
man nordwestlich an den Gehöften Oberstein
und Mühlegg aufsteigt. Anschließend geht
es durch den Wald und über die Bergwiesen
hinauf zum Gipfel (1.000 Hm, 3 h). Auffahrt
mit dem Wandertaxi oder PKW bis zur
Hallmoosalm (1.300 m) möglich. Man erspart
sich dann 1 Stunde Gehzeit.
18

Der Abstieg führt wieder hinunter zum (2.152 m) und weiter auf das Throneck
Filzmoossattel, wo man westwärts zur (2.214 m), bis man schließlich den Gipfel
Filzmooshöhe (2.103 m) und weiter zum des Kreuzkogels erreicht hat (1.300 Hm, 4,5
Stangersattel (2.060 m) gelangt. Dann weiter h). Der Abstieg erfolgt wieder ins Toferntal
über den Spielkogel (2.201 m) und auf oder ins Reitalmtal. Beide Routen sind nicht
einem schönen Höhenweg zum Hundegg markiert.
(2.079 m). Vom Hundegg bieten sich
mehrere Abstiegsvarianten an: Vom Gipfel Gamskarkogel (2.467 m)
entweder nach Süden durch den steilen In unmittelbarer Nachbarschaft zum
Bergwald hinab bis ins Ortszentrum von Kreuzkogel befindet sich der Gamskarkogel,
Hüttschlag oder über die Schleglhöhe bzw. von dem man eine überwältigende Aussicht
die Schleglalm (nicht bewirtschaftet) vorbei auf die Hohen Tauern und die Nördlichen
an den Gehöften Mühlegg und Oberstein Kalkalpen hat.
zurück zum Ausgangspunkt nach Karteis. Von Hüttschlag aus über einen mäßig
ansteigenden Waldweg zur Harbachalm
Hühnerkar-Rundweg (1.612 m). Mit dem Wandertaxi kann man
Vom Ortszentrum Hüttschlag wandert man auch bis zur Alm fahren und spart so 1,5
über einen Forstweg ins Hubalmtal (Weg 46). Stunden Gehzeit. Von der Harbachalm zur
Nach ca. 30 Minuten zweigt ein Forstweg Tofernalm (nicht bewirtschaftet) und weiter
nach links zur Hirschgrubenalm ab, auf dem zur Tofernscharte (2.091 m). Hier nach Norden
man ca. 15 Minuten wandert, bevor ein und über den Kamm auf den Gamskarkogel
Steig rechts abzweigt (Weg 47a), über den (1.400 Hm, 5 h).
man gemächlich durch den Fichtenwald Als Alternative bietet sich der Weitermarsch
und weiter hinauf zur Alm gelangt. Von der zum Frauenkogel (2.424 m) an. Auf einem
Hirschgrubenalm (1.564 m) geht es leicht schmalen Steig erreicht man in ca. 45
ansteigend weiter zur Aschlreitalm (1.785 m). Minuten den Gipfel und steigt über die
Über Almwiesen folgt man dem Steig Bachalm in den Ortsteil Bach ab (siehe
bis auf den Kamm und schließlich zur Tourentipp Frauenkogel). Von dort mit dem
Hühnerkarscharte unterhalb des Spielkogels Bus zurück nach Hüttschlag.
(1.000 Hm, ca. 3,5 h). Der Abstieg erfolgt nach
Westen hinunter zur Hühnerkaralm (1.700 m) Frauenkogel (2.424 m)
und weiter über das Hubalmtal zurück zum Landschaftlich reizvolle Wanderung durch
Ausgangspunkt. das von zahlreichen Lacken geprägte
Frauenkar.
Kreuzkogel/Döferl (2.325 m) Von Hüttschlag talauswärts und kurz
Eine schöne Bergtour mit Blick auf das nach der Bichlkapelle links abzweigen
Gasteiner- und Großarltal bietet sich auf in die Ebengasse. Parkmöglichkeit beim
den Kreuzkogel an. Von Hüttschlag geht es Bauernhof Untereben. Das erste Stück am
durch das Toferntal hinauf zur Harbachalm. In Panoramaweg zur Schmiedhofgasse und
dieser Gegend wurde einst Kupfer abgebaut, zum Bauernhof Stocklehen. Dem Steig
doch ist von den alten Eingängen nur noch Richtung Hasler-Heimalm und Bachalm
wenig zu sehen. Weiter führt die Wanderung folgen hinauf zum Forstweg und schließlich
hinauf zur Tofernscharte (2.091 m). Dem Grat auf diesem entlang bis auf die Bachalm
entlang in südlicher Richtung zum Finsterkopf (1.535 m). Der weitere Weg in das Frauenkar
19

Dann geht es über einen Almweg durch


Waldgelände zur Karteisalm (1.661 m). Von
hier auf dem markierten Weg über weite
Almböden hinauf zum Karteistörl (2.145 m).
Weiter auf dem Höhenweg zum Gipfel
des Kreuzecks (2.204 m; 1.100 Hm, 3,5 h).
Von hier ist der direkte Abstieg über die
Glettnalm möglich oder bei ausreichender
Kondition noch die Gratüberschreitung zur
Klingspitz.

Klingspitz (2.433 m)
Von Karteis über die Karteisalm zum
Kreuzeck. Dann weiter Richtung Südosten
zum Glettntörl (2.172 m). Auf gut sichtbaren
Imposanter Sonnenaufgang am Gamskarkogel (2.467 m) Steigspuren geht es schwierig entlang der
Riffl und schließlich über den Gratrücken
ist wesentlich einsamer: ein schmaler Steig zum Klingspitz (2.433 m). Der markierte,
führt etwas oberhalb der Alm in südlicher leichtere Weg führt erst zum Karteistörl,
Richtung bergan. Durch einen Waldstreifen dann in Richtung Wurmkogel und weiter
hindurch, geht es in südwestlicher Richtung auf den Klingspitz. Der Abstieg erfolgt
weiter über Almwiesen. Über mehrere nach Westen über einen teils schroffen
Geländestufen erreicht man die Schwelle des Bergrücken zum Hierzeck (2.069 m). Nun
Frauenkars mit seinen zahlreichen Lacken. nach Norden über einen steilen Pfad
Der Steig quert das Kar, bevor man über den hinunter zur Glettnalm und über den
Grat auf den Gipfel gelangt (1.400 Hm, 5 h). Wanderweg zurück zur Hallmoosalm.
Der Weg ist nur spärlich markiert, deshalb Auf dem Gratrücken und beim Abstieg von
sind besondere Aufmerksamkeit und ein der Klingspitze teilweise sehr ausgesetzt,
guter Orientierungssinn gefragt. daher ist Trittsicherheit unbedingt
Für konditionsstarke Wanderer lohnt erforderlich (insgesamt 1.100 Hm, ca. 7 h).
der Weiterweg zum Gamskarkogel und
der Abstieg über die Harbachalm (siehe Weinschnabel (2.754 m)
Tourentipp Gamskarkogel), ansonsten steigt Vom Gasthof Talwirt durch das Schödertal
man über den Aufstiegsweg ab, oder wählt hinauf zur Arlscharte (2.252 m). In der Scharte
den Abstieg über die Schmalzscharte (2.159 200 Höhenmeter nach Süden in Richtung
m) und das Aigenalmtal mit der Mandlhütte Kölnbreinspeicher absteigen und auf dem
(1.342 m) und der Paulhütte (1.280 m) Tauernhöhenweg (Nr. 502) stetig ansteigend
hinunter in den Ortsteil Bach. hinauf zur Marchkarscharte und weiter zum
Weinschnabel. Vom Gipfel führt der Abstieg
Kreuzeck (2.204 m) weiter auf dem Tauernhöhenweg hinunter
Von Karteis wandert man vorbei an den zur Muritzenscharte, vorbei an den beiden
Gehöften Stein und Mühlegg bis zur Schwarzseen hinauf zur Schmalzscharte
Hallmoosalm. Man kann bis hierher auch (2.444 m). Auf dem Wanderweg 702
mit dem Wandertaxi oder dem PKW fahren. geht es schließlich hinüber zum Murtörl
20

Am Keeskogel, mit 2.884 m der höchste Berg im Großarltal, rechts der Hafner

(2.260 m). Das Murtörl ist ein seit jeher von markierten Weg bis zur Hühnerkarscharte
Menschen genutzter Übergang vom Murtal (2.048 m), dann nach links ziemlich
ins Großarltal und bildet auch die Grenze waagrecht haltend über Bergwiesen
zwischen den Hohen und Niederen Tauern. unterhalb des Platten- und Mandlkogels zur
Im Schatten der Murwand geht es dann Lienlacke (2.260 m), dann über steiles Geröll
hinunter zu den beiden Kreealmen und zum Gletscher rechts haltend über das
von dort zurück zum Gasthof Talwirt im Gstößkees (Achtung: im Sommer Blankeis
Hüttschlager Talschluss. und Spalten!) auf den Gipfel des Keeskogels
Insgesamt eine sehr lange und anspruchs­ (ca. 1.800 Hm, 5 – 6 h für den Aufstieg,
volle Bergtour, die nur für trittsichere und alpine Route!).
erfahrene Bergsteiger zu empfehlen ist Alternativen für den Aufstieg bis zur
(1.800 Hm, ca. 10 – 12 h). Hühnerkarscharte: über die Hirschgruben-
Achtung: Das „Albert-Biwak“ (Selbstver­ und Aschlreitalm oder Hub- und
sorgerhütte) bei der Schmalzscharte bietet Hühnerkaralm.
die einzige Übernachtungsmöglichkeit auf Abstieg wie Aufstieg.
dieser Tour.
Variante für den Abstieg:
Keeskogel (2.884 m) Zum Ali-Lanti Biwak absteigen, dort der
Mit 2.884 m Höhe ist der Keeskogel der Markierung durch das Kleinelendtal zum
höchste Berg im Großarltal und prägt Kölnbreinspeicher folgen. Weiter zur
mit seiner mächtigen Gestalt und seinem Osnabrückerhütte (2.026 m) oder zum Hotel
Gletscher den Hüttschlager Talschluss. Malta beim Kölnbreinspeicher (1.933 m)
Die lange und schwierige Bergtour auf den und dort übernachten.
Keeskogel erfordert alpine Erfahrung sowie Am nächsten Tag über die Arlscharte
gute Kondition und Trittsicherheit. (2.252 m) zurück nach Hüttschlag oder
Aufstieg vom Gasthof Talwirt zur Abstieg wie Aufstieg.
Modereggalm (1.720 m), von dort über den
21

In sechs Tagen rund um die Tauernkönigin


Alpine Herausforderung im Bergsteigerdörfer-Dreieck Hüttschlag, Malta und Mallnitz
Nur für sehr erfahrene und konditionsstarke Bergsteiger und Bergsteigerinnen.
Die Mitnahme eines Bergführes wird empfohlen.

Diese von Sepp Kendler, Obmann der Sektion Tour-Infos:


Großarl-Hüttschlag des Österreichischen
Alpenvereins, ausgearbeitete Route im Gehzeit: ca. 41 Stunden
Nationalpark Hohe Tauern könnte alpiner nicht Aufstieg: (+)7.370 Hm
sein: Sie inkludiert die Besteigung der höchsten Abstieg: (-)7.370 Hm
Gipfel wie Ankogel, Hochalmspitze und Hafner, Länge: 84 km
führt zum Teil entlang unmarkierter Felsgrate Schwierigkeit: schwer, alpine Route
und verlangt auf den Gletscherpassagen nach
Seil, Pickel und Steigeisen. Bergführer: siehe Seite 44
Großelendkopf u. Hochalmspitze im Hintergrund

1. Tag: Hüttschlag – Keeskogel – Osnabrücker Hütte


Vom Talschluss Hüttschlag ausgehend geht es über die Moderegg- oder Aschlreitalm, die
Lienlacke und das Gstößkees auf den Keeskogel (2.884 m) – Gletscherausrüstung erforderlich.
Über einen kurzen Felsgrat steigt man vorbei am Ali-Lanti-Biwak auf die Kleinelendscharte
ab. Von dort geht es weiter hinunter zur Kleinelendhütte und zum Kölnbreinspeicher. Vor hier
erreicht man über eine Schotterstraße unschwer die Osnabrücker Hütte (2.027 m).
Gehzeit: ca. 9 h, +2070 Hm, -1000 Hm, 19 km, alpine Route – zum Teil ohne Markierung, schwer.
Keeskogel Osnabrücker Hütte
22

2. Tag: Osnabrücker Hütte – Ankogel – Hannover Haus


Von der Osnabrücker Hütte über den Fallbach auf das Kleinelendkees und weiter auf den
Gipfel des Ankogels (3.252 m). Vom Hauptgipfel geht es über den kleinen Ankogel und das
Lassacher Kees hinunter zum Hannover Haus (2.719 m).
Gehzeit: ca. 5 h, +1300 Hm, -800 Hm, 9 km, schwer.

Am Ankogel

3. Tag: Hannover Haus – Celler Hütte – Lassacher Winkelscharte – Gießener Hütte


Vom Hannoverhaus geht es an der Celler Hütte (Selbstversorgerhütte) vorbei zur Lassacher
Winklscharte (2.862 m). Achtung: Anstieg ist im letzten Teil drahtseilversichert, kann aber
vereist sein. Von der Scharte geht es unschwer zur Gießener Hütte (2.203 m).
Gehzeit: ca. 6 h, +950 Hm, -1300 Hm, 13 km, schwer.

Blick vom Hannoverhaus zur Hochalmspitze Die Gießener Hütte


23

4. Tag: Gießener Hütte – Hochalmspitze – Osnabrücker Hütte


Von der Gießener Hütte über den Klettersteig (A/B) zu den Steinernen Mandln (3.123 m). Weiter
über den Südostgrat auf den Gipfel der „Tauernkönigin “, der Hochalmspitze (3.360 m). Abstieg
über das Hochalmkees zur Preimlscharte (2.953 m), weiter über die drahtseilversicherte
Steilstufe auf das Großelendkees. Von hier geht es unschwer zur Osnabrücker Hütte (2.027 m)
Gehzeit: ca. 6 h, +1.200 Hm, -1400 Hm, 11 km, schwer.

Bei den Steinernen Mandln Geschafft! Am Gipfel der Hochalmspitze

5. Tag: Osnabrücker Hütte – Kattowitzer Hütte


Von der Osnabrücker Hütte geht es entlang des Kölnbreinspeichers zum Hotel Maltatal. Von
dort über die Möser und den Gamsleitenkopf (2.350 m) zur Kattowitzer Hütte (2.319 m).
Gehzeit: ca. 5 h, +550 Hm, -270 Hm, 13 km, mittel.

6. Tag: Kattowitzer Hütte – Hafner – Weinschnabel – Murtörl – Hüttschlag


Direkt von der Kattowitzer Hütte steigt man zum Gipfel des Großen Hafners (3.076 m) auf,
den letzten 3.000er der Tour. Durch das Wastl- und Kölnbreinkar wird der Weinschnabel (2.754
m) erreicht. Von dort geht es hinunter zu den beiden Schwarzseen, der Weg ist teilweise mit
Drahtseilen versichert. Ein kurzer Anstieg führt uns auf die Schmalzscharte (2.444 m). Am
Albertbiwak vorbei geht es unschwierig zum Murtörl (2.260 m). Von dort durch das Kreekar
zu den beiden bewirtschafteten Kreealmhütten. Wahlweise über einen Wander- oder Forstweg
erreichen wir den Talschluss von Hüttschlag.
Gehzeit: ca. 10 h, +1300 Hm, -2.600 Hm, 19 km, schwer.

Blick auf den Weinschnabel (li.) und Gr. Hafner (re.) Kölnbreinspeicher
24

Die detaillierte Tourenbeschreibung


sowie Kartenmaterial der einzelnen
Etappen dieser Hochtour zwischen den
Bergsteigerdörfern Hüttschlag, Mallnitz
und Malta finden Sie unter
alpenvereinaktiv.com

1. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Hüttschlag - Keeskogel - Osnabrücker
Hütte
www.alpenvereinaktiv.com/s/3q3JO

2. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Osnabrücker Hütte - Ankogel - Hanno-
ver Haus
www.alpenvereinaktiv.com/s/3q3Ln

3. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Hannover Haus - Celler Hütte - Lassa-
cher Winkelscharte - Gießener Hütte
www.alpenvereinaktiv.com/s/SwgaZ

4. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Gießener Hütte - Hochalmspitze -
Osnabrücker Hütte
www.alpenvereinaktiv.com/s/Swgce

5. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Osnabrücker Hütte - Kattowitzer Hütte
www.alpenvereinaktiv.com/s/ZfbEr

6. Tag "Rund um die Tauernkönigin"


Kattowitzer Hütte - Hafner - Weinschna-
bel - Hüttschlag
www.alpenvereinaktiv.com/s/ZfbHk
Kartengrundlagen: outdooractive Kartografie; Deutschland: ©GeoBasis-DE / BKG 2017, ©GeoBasis-DE / GEObasis.nrw 2011, Österreich: ©1996-2017 here. All rights
reserved., ©BEV 2012, ©Land Vorarlberg, Italien: ©1994-2017 here. All rights reserved., ©Autonome Provinz Bozen – Südtirol – Abteilung Natur, Landschaft und Raumet-
wicklung, Schweiz: Geodata ©swisstopo
25
26

GLEITSCHIRMTOUREN Karkogel (2.087 m)


Anfahrt: Hüttschlag – Karteis– Aschaustüberl
Eine Besonderheit im Großarltal ist das (Parkplatz)
Gleitschirmfliegen. Gemeinsam mit dem Aufstieg: Weg 47 zur Hirschgrubenalm,
Team von BERG-GESUND werden die Gipfel weiter Richtung Aschlreitalm. Von dort oder
bzw. Abflugstellen ausschließlich zu Fuß kurz davor nach rechts Richtung Gipfel des
erklommen. In Großarl Auffahrt mit der Karkogels aufsteigen.
Panoramabahn Großarltal möglich. Aufstiegszeit: ca. 2,5 – 3 Stunden
Beinahe jeder Gleitschirmhersteller bietet Startrichtungen: N-O-SO
heute eine leichte Ausrüstung für Bergsteiger Startplatz: grasige Bergkuppe, einfach
an, ohne auf Leistung und Sicherheit seines Landeplatz: unmittelbar neben dem
Fluggerätes verzichten zu müssen. Mit viel Aschaustüberl
Respekt vor der Natur und fliegerischem
Können lassen sich einige sehr schöne Flüge
im Großarltal und vor allem in Hüttschlag
unternehmen. Zwei einfach zu erreichende
Gipfel möchten wir hier anführen, die sich für
"Hike & Fly" bestens eignen:

Hundegg (2.079 m)
Anfahrt: Hüttschlag – Karteis– Hallmoosalm
Aufstieg: Weg 55a zur Schleglalm,
Schleglhöhe und weiter zum Hundegg.
Aufstiegszeit: ca. 1,5 – 2 Stunden
Startrichtungen: N-W-S-SO
Startplatz: grasige Bergkuppe, einfach
Landeplatz: Ortschaft Wolfau auf einer Wiese
in der Nähe des Sportplatzes oder beim Hike & Fly: nur wer zu Fuß den Gipfel erklimmt, darf hinun-
Aschaustüberl. terfliegen, wie hier am Hundegg

Im Flug das Panorama von Sonnblick, Hocharn und rechts dem Gamskarkogel genießen
27

Mountainbiketour mit Blick auf die Bichlalm und die Hohen Tauern

MOUNTAINBIKEN Hirschgrubenalm – TIPP FÜR GENIESSER


Vom Ortszentrum von Hüttschlag entlang der
Brennende Waden oder Genusstour? Diese Großarler Landesstraße (L 109) taleinwärts
Frage stellt sich im Großarltal erst gar nicht. durch den Ortsteil Wolfau – ab dem Ortsteil
Denn in den beiden Gemeinden Hüttschlag Karteis entlang dem neuen Radweg
und Großarl wird jede Biketour zum Genuss. taleinwärts bis zum Aschaustüberl. Hier Ache
und Landesstraße queren auf den Güterweg
Rund 20 der gesamt 40 Hütten des Tales sind Neureit bis zum Bauernhof Oberneureit
über ein gut ausgeschildertes Wegenetz (bis hier Asphalt) – der Beschilderung (Weg
zu erreichen. Es sind dies keine Singletrails, Nr. 47) auf dem Forstweg entlang bis zur
sondern nahezu ausschließlich Alm- und Hirschgrubenalm (1.564 m) folgen.
Forstwege zu den verschiedenen Hütten. Pro Gesamt ca. 20 km, 590 Hm.
Tour sind bis zu 40 km und 1.000 Höhenmeter
zu überwinden. Einige Strecken lassen Tipp: Wer noch Lust und Kondition hat,
sich auch zu anspruchsvollen Rundtouren kann in etwa ab der Mitte des Weges einen
kombinieren. Abstecher hinüber machen zur Hubalm
Im Sommer wöchentlich bis zu 12 geführte (1.311 m, Weg Nr. 21 bzw. 46). Zurück am
Touren (6 Mountainbike- und 6 E-Bike- selben Weg. Achtung: Abfahrt von der
Touren). Neu seit Sommer 2017: Single-Trail Hubalm direkt nach Hüttschlag aufgrund des
im Skigebiet von Großarl. schmalen, steilen Weges nicht gestattet.
28

Bichlalm – TIPP FÜR GEÜBTE die Großwildalm, 1.778 m). Hier rechts halten
Ausgangspunkt ist der Marktplatz von und talwärts fahren bis zum Sonneggweg
Großarl. Von hier auf der Asphaltstraße ins und schließlich auf diesem entweder rechts
Ellmautal bergwärts bis zur Abzweigung hinauf zur Sonneggbrücke (Parkplatz) oder
Hotel Lammwirt/Bichlalm. Hier rechts links weiter ins Tal zum Ausgangspunkt der
abbiegen und der Beschilderung zur Bichlalm Tour. Gesamt 28 km, 980 Hm.
folgen. Nach ca. 2 km endet der Asphalt und
wechselt in einen gut befahrbaren Forstweg KLETTERSTEIGE & FELSKLETTERN
(Weg 56a, Parkplatz bei der Schranke). Nach
einem langen, gleichmäßigen Anstieg durch Die Klettermöglichkeiten im Großarltal
einen schönen Fichtenwald gibt der Weg sind vielfältig. Neben den beiden
schließlich einen herrlichen Blick auf das Klettersteigen durch die Hüttschlager Wand
Almgebiet der Bichlalm und die dahinter (inkl. Übungsklettersteig) gibt es einen
liegenden Gipfel der Hohen Tauern frei. Von Klettersteig am Saukarkopf in Großarl (Topos
hier nahezu waagrechter Almweg bis zur der Klettersteige siehe Seiten 31 und 33).
Bichlalm (1.731 m). Zurück auf dem selben
Weg. Gesamt 20 km (hin und retour), 850 Hm. Einige kurze Kletterrouten gibt es in Großarl
im Aualmgebiet auf die Arlspitze (Vorgipfel
Maurachalm– Unterwandalm – Karsegg­alm zum Schuhflicker, 2.214 m) bis zum 6.
TIPP FÜR ANSPRUCHSVOLLE Schwierigkeitsgrad und beim Klettergarten
Auffahrt auf dem Sonneggweg im Ortsteil „Brettei-Palfen“ mit Routen bis zum 9.
Au (ca. 3 km nördlich von Großarl) bis zur Schwierigkeitsgrad (UIAA). Für alle Kletter-
Sonneggbrücke (Parkplatz) – hier links und Klettersteigeinsteiger empfehlen wir
abzweigen auf den Forstweg (Weg 70/71) die geführten Touren von BERG-GESUND.
zur Maurachalm. Hier werden Sie von bestens ausgebildeten
An der Gabelung Maurachalm/ staatlich geprüften Bergführern begleitet,
Unterwandalm links halten bis zur bei Bedarf wird gegen geringes Entgelt die
Muggenfeldalm (Rothofalm, 1.545 m) – nötige Sicherheitsausrüstung zur Verfügung
weiter auf die Maurachalm (1.620 m). Zurück gestellt. Termine und Anmeldung auf
bis zur vorgenannten Weggabelung – dort www.berg-gesund.at
der Beschilderung zur Unterwandalm folgen
Kletterrouten auf die Arlspitze
(1.600 m). Von hier Rückfahrt auf dem
selben Weg oder weiter als Rundweg bis zur
Karseggalm (1.603 m ) – ca. 20 min. Hier sollte
man unbedingt einen Blick ins Innere der
rund 400 Jahre alten Hütte mit ihrer offenen
Feuerstelle werfen. Weiterfahrt auf dem
beinahe waagrecht verlaufenden Almweg in
Richtung Breitenebenalm/Großwildalm. Bei
der Weggabelung nach dem Almtor weiter
auf der markierten Mountainbikestrecke in
Richtung Großwildalm – nach einer kurzen
Steigung trifft man auf den Forstweg zur
Großwildalm (Möglichkeit zur Auffahrt auf
29

AKTIV SEIN MIT BERG-GESUND

Bergsport und Gesundheit stehen im


Mittelpunkt des 2014 neu ins Leben
gerufenen Angebotes „BERG-GESUND“.
Herausfordernde Gipfeltouren stehen
dabei genauso auf dem Programm wie
Entschleunigung in freier Natur, Yoga auf der
Alm, Gleitschirmfliegen und Klettern.

Von Mitte Mai bis Ende Oktober stehen rund Sonnengruß bei der Yogawanderung
150 Aktivitäten auf dem umfangreichen
Programm von BERG-GESUND.
Besonders beliebt sind die geführten
Hochgebirgstouren auf den Weinschnabel
(2.754 m) und den Keeskogel, mit 2.884
Metern der höchste Berg im Großarltal.
Einen echten Mehrwert für den Alltag bietet
der Entschleunigungstag mit interessanten
Tipps über die richtige Ernährung, kleiner
Kräuterkunde, spannenden Mentalübungen
und vielem mehr. Das Wandern in den
Bergen bietet dazu lediglich den positiven Mit BERG-GESUND Flora und Fauna entdecken
Rahmen, um die Sinne zu schärfen und mit
wachsamen Augen und Ohren durch die
Natur zu gehen.

Alle Touren werden von bestens aus­


gebildeten staatlich geprüften Bergführern
oder zertifizierten Wanderführern mit
Fachwissen zu den diversen Spezialthemen
geführt. Sicherheit und Kompetenz sind
oberste Prämisse.

Durchführungsgarantie: Alle Touren Kompetente Begleitung am Klettersteig (o.)


finden bereits ab einer Anmeldung statt, und auf Wanderungen (u.)
die Teilnahme ist für Gäste der rund 110
Mitgliedsbetriebe von BERG-GESUND gratis.

Weitere Infos:
Tourismusverband Großarltal
T: +43 6414 281
www.grossarltal.info
www.berg-gesund.at
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Hüttschlager Wand
Kupfergeist (D/E), Gletschergoaß (B), und "Franzl" (D/E)
Zustieg Klettersteig "Franzl"
25 Minuten vom Parkplatz neben der Der Franzl Klettersteig, benannt nach dessen
Schappachkapelle retour zur Hauptstraße, Errichter Richard FRANZL, ist eine gewalti-
vorbei an der Tischlerei Huber, links über ge Querungstour durch die grün-schwarze
die Asthüttbrücke zum Haus Bergfried Wand oberhalb von Hüttschlag. Der Anstieg
(bitte hier nicht parken – Privatgrund!). wird immer schwerer und findet den finalen
Aufstieg zum alten Bauernhaus, wo der Höhepunkt an einer weißen, leicht überhän-
markierte Wanderweg Nr. 27 „Hüttschlager genden Steilwand im oberen Teil der Route.
Wand“ rechts abzweigt. Diesem folgt man Die Tour wurde als alternativer Klettersteig
in mehreren Kehren bis zum Wandfuß zum Kupfergeist-Klettersteig konzipiert und
(Anseilplatz rechts bei einer Sitzbank). ist mit der rechten Umgehungsvariante auch
etwas leichter. Fast noch besser ist der tolle
Kupfergeist-Klettersteig Ausblick in die Hohen Tauern und die gehö-
Über die Einstiegsplatte (B und B/C) zur rige Portion Luft unter dem Hintern – Sport-
Abzweigung des Gletschergoaßsteiges. Dann klettersteigfans mit Ausdauer werden ihre
links von einem Dachüberhang aufwärts (C Freude haben.
und C/D) und im Zick-Zack über schöne, steile
Platten (C bis D) bis zu einer senkrechten Wand, Vom Einstieg über eine leichte Platte (B) bis
welche die 1. Schlüsselstelle bildet (D/E, ein unter einen markanten Block (dort zweigt
Griffbügel). links der Kupfergeist-Klettersteig ab - siehe
Nach einem erdigen Grasband folgt die 2. Topo). Man folgt dem Gletschergoas-Klet-
Schlüsselstelle (D/E, sehr steil und kraftraubend, tersteig nach rechts. Nach einer Wiesenpas-
zwei Griffbügel). Danach etwas weniger sage wählt man den zweiten „Aufstieg“ und
steil über Platten (C bis D) nach links und in erreicht steiler (B) eine Verzweigung. Weiter
einer Querung (B bis C) zu einem teilweise nach rechts auf immer schwerer werdenden
überhängenden und sehr ausgesetzten Pfeiler Platten aufwärts (B, dann C und kurz D).
(C/D und D), über welchen man – zuletzt mit Man erreicht ein schmales Band (A/B) mit
einer Querung – die Seilbrücke erreicht. Nach einer luftigen Bank. Am Ende geht es steil
dieser über den kurzen Ausstiegspfeiler (C) zur hinauf (C/D) bis zu einer weißen, überhän-
Aussichtskanzel (Gitter). genden Wand. Davor zweigt man nach rechts
Abstieg: 35 Minuten von der Aussichtskan- (B/C) in eine Rinne ab und klettert steil (D)
zel kurz aufwärts in den Wald und dem mar- auf Platten höher, bis man wieder nach links
kierten Steiglein folgen zu einer schönen quert (C). Die direkte Variante ist leicht über-
Almwiese. Hier trifft man auf den rot/weiß hängend (D/E).
markierten Hundegg-Wanderweg (Nr. 55), Nach der Vereinigung im grauen Fels wird
über welchen man nach Hüttschlag absteigt. die Tour wieder leichter (C und C/D). Man er-
reicht im Zickzack die Schlusswand, diese ist
Übungsklettersteig Gletschergoaß zu Beginn kurz steil.
Der leichte Übungsklettersteig ist auch für Abstieg: Nach dem Ausstieg folgt ein kurzer
Kinder gut geeignet. Anstieg zum markierten Weg, und in 45 Min.
Die Schwierigkeit geht über "B" nicht hinaus. gelangt man hinunter nach Hüttschlag.
Abstieg: wie Aufstieg.
Abstieg nach
Hüttschlag C/D
ca. 40 Min.
plattig
C/D und steil
Abstieg nach
Hüttschlag steil D
ca. 30 Min. Sonnenliege
3 C Rampe

C C
C D
D leichtere
Seilbrücke C Umgehung -
B D/E
überhängend D bei Nässe aber
1 C/D steil die linke Var.
D/E klettern!
B/C bei Nässe die D
C/D B/C ! rechte Variante
Buch klettern! steil D
über- Wolfau-Blick
(Bank) C/D B/C
hängend D/E C/D
C A/B A/B
plattig D
B/C und steil C/D steil Band
3
überhängend
D/E C
D B/C
plattig
B/C
D A/B
Expos. leicht B
überhängend C/D A/B
West Rampe
3
C B
A/B
1 2 plattig
B/C
Rampe
C B Schwierigkeitsbewertung Die erforderliche Klettersteigausrüstung:
B B Klettersteige
A A Klettersteig-
B/C 2 leicht handschuhe
C A Hüttschlag
steil A/B
B
B A/B Querung bis 185 Hm B Helm !
mäßig
bis 1-1,5 Std. schwierig Rucksack
B/C mit Notfall-
ausrüstung
Diff. D/E bzw. B C
Kletter-
schwierig steigset !
C/D
ca. 20 Min.
20 Min.
Bank (Anseilplatz) D Kletter-
von Hüttschlag bis
zum Einstieg sehr gurt !
D/E schwierig
bis 40 Min. festes
E Schuhwerk
oder Kletter-
Buchtipp: Klettersteigführer Österreich 1 E/F extrem schuhe
Kupfergeist-Klettersteig (D/E, 140 Hm) schwierig
mit Daten. Infos: www.alpinverlag.at 2 Gletschergoas-Steig (B, 40 Hm) F
Bei Wettersturz u. Gewitter - weg vom Eisen,
den Klettersteig schnell, gesichert verlassen!
3 Franzl-Klettersteig (D, Var. D/E, 185 Hm) F/G Grafik: Alpines Lehrbuch Sicher Klettersteiggehen - Alpinverlag
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Saukarkopf (2.048 m)
Bella Cascinaia
Ein kurzer, aber landschaftlich sehr schöner Pfeilerkopf (D/E).
und anspruchsvoller Sportklettersteig führt Gleich darauf gelangt man mit Hilfe einer
auf den Saukarkopf, den 2.048 m hohen Zweiseilbrücke über einen luftigen Abgrund
Hausberg von Großarl. Steil ragt die Westwand hinüber zur Hauptwand.
über den saftigen Almwiesen auf und führt in Hier über eine steile Wandstelle weiter
schöner und abwechslungsreicher Kletterei aufwärts, bevor der Steig – nun weniger
auf den Gipfel. Von diesem bietet sich ein schwierig – über eine schöne plattige Passage
wunderschöner Ausblick auf Hochkönig, führt. Nachfolgend geht es an einer kleinen
Dachstein und die Gipfel der Ankogelgruppe. Kante steil hinauf (C/D). Kurz etwas leichter
über ein Flachstück, gelangt man schließlich
Die Steiganlage in schönem Fels ist bestens an einer weiteren Kante zum letzten,
versichert und eine kleine Seilbrücke bietet schwierigen Teilstück des Klettersteiges.
eine luftige Herausforderung. Weiter unschwierig in flacherem Gelände
zum Ausstieg.
Zustieg:
Von Großarl hinauf zum Bauernhof Abstieg:
Vorderstadluck (45 min, Parkmöglichkeit), Vom Ausstieg folgt man dem Grat bis zum
dann über den markierten Wanderweg zur Gipfelkreuz. Vom Gipfel gelangt man nach
idyllischen Saukaralm. Von der Alm folgt man rechts über den markierten Normalweg zur
einem markierten Steig zum Einstieg. Saukaralm, die sich hervorragend für eine
gemütliche Rast anbietet. Anschließend
Routenverlauf: über den Aufstiegsweg zurück nach
Zu Beginn geht es über einen großen Pfeiler Vorderstadluck bzw. nach Großarl.
in zunehmender Schwierigkeit aufwärts,
dann rechts über die leicht überhängende Quelle: Klettersteigführer Österreich
Pfeilerkante zur Schlüsselstelle kurz vor dem www.bergsteigen.at
Der Klettersteig Franzl (links) und der Klettersteig am Saukarkopf (rechts) sind für Groß und Klein ein Erlebnis
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Markierter Zustieg
von der Saukaralm
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Tourentipps Winter

Gasthof Talwirt im Talschluss Hüttschlag - Ausgangspunkt vieler lohnender Skitouren

SKITOUREN dann die Skitourenberge im Talschluss,


wie etwa Mandlkogel (2.439 m), Spielkogel
Nennt sich das Großarltal im Sommer (2.144 m), Plattenkogel (2.273 m) und
"Das Tal der Almen", so kann es im Winter Keeskogel (2.884 m), der als höchster Berg
ohne weiteres als "Das Tal der Skitouren" des Tales den majestätischen Abschluss
bezeichnet werden. Von der leichten prägt.
Eingehtour am Talanfang (z. B. Penkkopf )
bis zum "Fastdreitausender", dem Keeskogel, Ein beliebter Tourengeher-Treffpunkt ist das
im Talschluss, kann sich der Skitourengeher Aschaustüberl, ca. 4 km nach Hüttschlag.
aussuchen, was sein Herz begehrt. Der Dort trifft man sich, tauscht Erfahrungen und
bekannteste Skiberg im Tal ist wohl der Neuigkeiten aus und bestaunt nach einer
Kreuzkogel, Gipfelpunkt der Schischaukel kräftigen "Tourengehersuppe" gegenseitig
Großarltal-Dorfgastein. Wesentlich ruhiger die Schnappschüsse, die man bei den
und beschaulicher geht es auf den Skitouren eingefangen hat. Im Folgenden
umliegenden Berggipfeln zu. soll ein kleiner Auszug aus dem Repertoire
an Skitouren Lust auf Mehr machen.
So etwa auf dem Namensvetter "Kreuzeck",
einem der beliebtesten Skitourenberge in Karkogel (2.087 m)
Hüttschlag. Mit seinen 2.204 Metern ist es Vom Steinmannbauer dem Traktorweg
den gesamten Winter über ein beliebter bis zur eingezäunten Wiese folgen, am
Touren-Zielpunkt. Spät im Frühjahr locken oberen Zauneck zur Straße Richtung
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Hirschgrubenalm aufsteigen. Bei der ersten dann direkt auf den Mandlkogel zu durch
Rechtskurve nach 100 m links in den Wald einen Graben, der in einer weiten Mulde
einschwenken und dem Waldweg folgen bis endet. Durch diese Mulde über die weiten
zum Almweg zwischen Hirschgruben- und Hänge in zunehmender Steilheit auf den
Aschlreitalm. Anschließend in südöstlicher Ostgipfel (1.400 Hm, 4 h, schwer).
Richtung durch den Wald über eine Steilstufe.
An der Waldgrenze flacht das Gelände ab, Kreuzeck (2.204 m)
man spurt nun über das nordostgelegene Von der Hallmoosalm in Hüttschlag über
Kar zum Gipfel (1.050 Hm, 3 h, schwer). eine mäßig geneigte Wiese zum Güterweg,
der nach ca. 200m links wieder verlassen
Plattenkogel (2.273 m) wird. Von da folgt man dem markierten
Ganz hinten, an der Westseite des Talschlusses Weg bis zur Karteisalm - weiter durch einen
liegt das Gehöft "Pertill". Von hier durch den schütteren Lärchenwald auf ein kleines
schütter bewachsenen und zunehmend Plateau. Der Gipfelaufschwung wird mit
steiler werdenden Moderegggraben einigen langgezogenen Kehren überwunden
unterhalb der Geißwand hinauf zu den (900 Hm, 2,5 h, mittel).
flachen Almböden der Modereggalm. Vorbei
an der ehemaligen, verfallenen Modereggalm Schöderhorn (Großes Mureck) (2.475 m)
geht es in südwestlicher Richtung direkt auf Vom Parkplatz im Talschluss Hüttschlag
den Gipfel (1.120 Hm, 3,5 h, schwer). vorbei am Gehöft Stockham kurz südwärts
über eine kleine Brücke und gleich ostwärts
Mandlkogel (2.439 m) auf den markierten Almweg (Nr. 724)
Ebenfalls vom Gehöft "Pertill" geht es auf den abzweigen. Der Weg führt über einen
Mandlkogel. Wie beim Plattenkogel führt die Schwemmkegel und durch ein kurzes
Tour zuerst zur Modereggalm. Von der Alm Waldstück steil hinauf zu den Kreealmen.
Blick vom Talschluss talauswärts zum Bauernhof Pertill
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Durch schütteren Baumbestand geht es Keeskogel (2.884 m)


weiter in das große Becken des Kreekars. Anspruchsvolle Skitour mit langem, steilem
Über eine auffällige Rampe geht es weiter Anstieg. Ein guter Orientierungssinn,
zum Gipfel (1.400 Hm, 4 h, schwer). Gletschererfahrung und sichere Schnee­
verhältnisse (ideal im Frühjahr) sind
Weinschnabel (2.754 m) notwendig.Ausgangspunkt ist der Parkplatz
Der Westanstieg auf den Weinschnabel beim Gasthof Talwirt im Talschluss Hüttschlag.
erfordert neben einer guten Kondition und Vom Talwirt geht es zum Pertillbauer und weiter
ausreichend alpiner Erfahrung auch stabile durch das "Goaßmahdloch" (ein steiles Stück
Schneeverhältnisse, da im Schödertal die im Wald) Richtung Modereggalm (1.720 m).
Lawinengefahr immer sehr hoch ist. Die Tour Über sanft steile Hänge geht es weiter zum
sollte aufgrund ihrer Steilheit also nur bei Mandlkogel (2.439 m). Der Gipfel kann, muss
stabilem Firn durchgeführt werden. aber nicht bestiegen werden. Nach einer kurzen
Vom Talschluss auf dem markierten Abfahrt in östlicher Richtung (auf ca. 2.200 m)
Sommerweg (Nr. 512) in das Schödertal, werden die Felle wieder aufgezogen und man
Richtung Arlscharte. Kurz nach dem setzt den Aufstieg zum Keeskogel fort. Über
Schödersee südostwärts in das Marchkar, den Gstößkeesgletscher geht es über eine
über einige Steilstufen hinauf zur zuletzt herausfordernde Steilstufe zum Gipfel
Muritzenscharte (2.386 m) und von hier (2.884 m). Für den Gesamtaufstieg müssen
südwärts auf den Gipfel (1.600 Hm, 5,5 h, ca. 2.000 Hm überwunden werden (5 – 6 h,
schwer). schwer).
Auf dem Weg zum Keeskogel
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EISKLETTERN

Ragglgraben-Wasserfall bei Maurach


Zweistufiger Wasserfall in unmittelbarer
Nähe des Maurachbauern in Hüttschlag. Ca.
5 km nach Hüttschlag zweigt man bei der
Maurachkapelle nach links über eine Brücke
zum Maurachbauer ab. In ca. 10 Minuten ist
man beim Einstieg des unteren, kleineren
Wasserfalls. Nach einem Höhenunterschied
von ca. 40 Metern erreicht man eine flache
Stelle die zum nächsten, höheren Wasserfall
führt. Dieser, ca. 100 Meter hohe Wasserfall
ist nicht allzu schwierig und weist meistens
gute Verhältnisse auf. Der Abstieg erfolgt
über einen einfachen Steig.

Eisklettern mit BERG-GESUND


Ca. 1 km nördlich von Großarl wird vom
Team von BERG-GESUND ein natürlicher
Felsen kontrolliert künstlich mit reinem
Quellwasser vereist. So wird größtmögliche
Sicherheit gewährleistet. Versuchen Sie
dort in Begleitung eines staatlich geprüften
Bergführers ihre ersten Schritte am vereisten
Felsen. Jänner bis März jeweils 1 x pro Woche
inkl. Ausrüstungsverleih. Weitere Termine auf Eisklettern am Ragglwasserfall
Anfrage. Termine und Anmeldung:
www.berg-gesund.at. LANGLAUFEN
Eisklettern am künstlich vereisten Felsen
Im Großarltal stehen Ihnen ca. 25 km bestens
präparierte Langlaufloipen im klassischen
Stil und großteils auch als Skatingspur
zur Verfügung. Von Hüttschlag führt die
Loipe in etwa ab dem Ortsteil Wolfau in
Richtung Süden vorbei am Aschaustüberl
bis in den malerischen Talschluss.
Einkehrmöglichkeiten: Aschaustüberl,
Talwirt, Bauernladenstüberl. Rund um das
Aschaustüberl findet man eine 3 km lange
Nachtloipe, welche an drei Tagen pro Woche
von 18 – 20.30 Uhr beleuchtet ist. Weiters
gibt es noch die Loipe von Großarl bis zum
Denkmalhof Kösslerhäusl.
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Auch auf Langlaufskiern lässt sich die Winterlandschaft des Großarltales aktiv genießen

SCHNEESCHUHWANDERN

Wöchentlich werden 3 geführte Schnee­


schuhwanderungen unterschiedlichen
Anspruchs von BERG-GESUND angeboten.

Termine und Anmeldung unter


www.berg-gesund.at.

Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, dem


können folgende Schneeschuhwanderungen
empfohlen werden:

Kreuzeck (2.204 m)
Von der Hallmoosalm über eine mäßig
geneigte Wiese zum Güterweg, der nach ca.
200 m wieder verlassen wird. Von dort folgt
man dem markierten Weg zur Karteisalm,
weiter durch einen schütteren Lärchenwald
auf ein kleines Plateau. Von hier ist das
Gipfelkreuz bereits sichtbar (schwer).
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Loosbühel (1.984 m)
Von Grundlehen im Ellmautal dem Güterweg
Richtung Loosbühelalm folgen. Bevor die
Alm erreicht wird, geht es rechts abzweigend
durch ein kleines Stück Lärchenwald und
zuletzt über ein kleines Steilstück auf das
Gipfelplateau. Loosbühelalm auch im Winter
geöffnet (schwer).

Filzmooshörndl (2.189 m)
Von Grundlehen im Ellmautal folgt man dem
Weg zur Filzmoosalm. An der Almhütte vorbei
geht es durch einen schütteren Lärchen- Kreuzkogel (2.027 m)
und Zirbenwald auf ein kleines Plateau. In
gerader Linie geht es zum Bergrücken links
des Gipfels. Über einen mäßig geneigten
Gipfelgrat erreicht man schlussendlich das
Gipfelkreuz des Filzmooshörndls (schwer).

Penkkopf (2.011 m)
Von der Sonneggbrücke steigt man über die
Breitenebenalm in Richtung Großwildalm
auf. Vor der Großwildalm nach links abbiegen
und im schütteren Lärchenwald zum
Penkkopf aufsteigen (schwer).
Schneeschuhwanderung in Hüttschlag

Unberührte Winterlandschaft bei der Pfarrkirche von Hüttschlag


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Alternativen
für weniger gutes Wetter

Kletterwand des ÖAV Großarl-Hüttschlag Hüttschlager Bauernladenstüberl


Standort: Turnsaal der Volksschule Au Standort: Talschluss Hüttschlag
5611 Großarl See 42, 5612 Hüttschlag
Kontakt: Sepp Kendler Öffnungszeit:
T: +43 676 6185250 April – Oktober: täglich
Kletterfläche: 140 m², Höhe: 6,9 m November – März: Freitag bis Sonntag
Nur für AV-Mitglieder nach Anmeldung Kontakt: Doris Aichhorn
zugänglich T: +43 664 1290458
www.bauernladenstueberl.com
Talmuseum, Ausstellung „Auf der Alm“
Standort: Talschluss Hüttschlag Denkmalhof Kösslerhäusl
Öffnungszeit: Standort: Großarl-Eben
Mai – Oktober von 10 bis 17 Uhr Öffnungszeit: Juni – Oktober, jeden Freitag
T: +43 6417 444 von 14 bis 16 Uhr oder laut Veranstaltungs-
www.talmuseum.at kalender
Tel.: +43 6414 300
Nationalpark-Infozentrum Gasthof Talwirt
mit Bergwaldausstellung Liechtensteinklamm
Standort: Talschschluss Hüttschlag Tourismusverband St. Johann im Pongau
See 30, 5612 Hüttschlag Ing.-Ludwig-Pech-Str. 1, 5600 St. Johann/Pg.
Öffnungszeit: T: +43 6412 6036 (Mo. - Fr.) oder
Ende Dezember – Anfang Oktober +43 6412 8572 (an Wochenenden
T: +43 6417 444 von Mai bis Oktober)
www.talwirt.at www.liechtensteinklamm.at

Bibelweg Nationalparkzentrum in Mittersill


Standort: Talschluss Ausstellung "Nationalparkwelten"
Öffnungszeit: ganzjährig Gerlosstr. 18, 5730 Mittersill
Spazierweg mit zahlreichen Stationen aus Tel.: +43 6562 409 39
dem Alten und Neuen Testament www.nationalparkzentrum.at
Kontakt: s. Hüttschlager Bauernladenstüberl
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Anreise

Anreise mit Bahn und Bus Anreise mit dem PKW

Osten, Norden: Osten, Norden:


Mit der Bahn von Wien/Linz (Hbf.) bis nach Von Wien/Linz auf der A 1 bis nach Salzburg.
Salzburg. Eventuell umsteigen und weiter Von Salzburg weiter auf der A 10 bis zur Aus-
nach St. Johann im Pongau (Auch direkte Ver- fahrt Bischofshofen. Auf der B 311 nach St.
bindung von Wien nach St. Johann möglich.) Johann im Pongau und auf der Landesstraße
Von dort mit dem Bus 540 nach Hüttschlag. ins Großarltal nach Hüttschlag.

Westen: Westen:
Von Bregenz/Innsbruck mit der Bahn über Von Bregenz/Innsbruck auf der A 12 bis Wör-
Zell am See nach St. Johann im Pongau. Wei- gl Ost. Weiter auf der B 312 bis Kitzbühel und
ter mit dem Bus 540 nach Hüttschlag. auf der B 161 über den Paß Thurn nach Mit-
tersill. Auf der B 168 bis St. Johann im Pongau
Süden: und weiter auf der Landesstraße ins Groß-
Von Klagenfurt mit der Bahn über Bad arltal nach Hüttschlag.
Gastein und Schwarzach-St. Veit nach
St.Johann im Pongau. Weiter mit dem Bus Süden:
(siehe oben). Von Graz über Bischofshofen Von Klagenfurt auf der A 2 bis Villach. Weiter
(umsteigen) nach St. Johann im Pongau und auf der A 10 bis zur Ausfahrt Bischofshofen.
dann mit dem Bus 540 nach Hüttschlag. Weiter siehe oben.
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Mobilität vor Ort

ÖBB Postbus Linie 540: Sonneggbrücke, Bauernhof Vorderstadluck,


St. Johann im Pongau – Großarl – Bauernhof Finsterwald, Grundlehen
Hüttschlag – Stockham (= Talschluss) (Postbus), Bauernhof Geßlegg
Talübergang nach Kleinarl: Tappenkarsee –
Linienbus Ellmautal, Linie 541: Schwabalm/Jägersee – Kleinarl
Großarl – Klausbauer, im Sommer bis
Grundlehen Zustiege Wandertaxi:
Alle Postbusse im Tal können mit der Großarl: Talstation Panoramabahn,
Gästekarte zum halben Preis genutzt Tourismusverband
werden (gilt auch für die Anreise mit Hüttschlag: Ortsmitte
schriftlicher Reservierungsbestätigung!) Abholung von der Unterkunft gegen
Fahrplanauskunft: T: 05 1717 täglich zum geringen Aufpreis möglich.
Ortstarif aus ganz Österreich und unter
www.oebb.at Almfahrten auf zahlreiche Almhütten im
Großarltal möglich.
Wandertaxi zu diversen Ausgangspunkten
im Großarltal Taxidienste
Anmeldung am Vortag erforderlich Taxi Aigner
Fahrplan auf www.grossarltal.info T: +43 664 2631000
Taxi 600
Ziele Wandertaxi: T: +43 6414 600
Hüttschlag: Hallmoosalm, Parkplatz Taxi Raab
Hebsanger, Talschluss (Postbus) T: +43 664 9062850
Großarl: Parkplatz Himmelsknoten,
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Partnerbetriebe

Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe gehen speziell auf die Bedürfnisse von Wanderern,


Bergsteigern und Skitourengehern ein. Ein frühes Frühstück, Informationen zu Leihmaterial,
die Vermittlung eines Bergführers oder Tipps zu Touren gehören ebenso zur Serviceleistung
wie die Verwendung vieler regionaler Produkte in der Küche.
Außerdem erhalten Sie als Mitglied eines Alpinen Vereins (ÖAV, DAV, AVS, PZS, CAI) 10 %
Ermäßigung auf das Standardangebot (Übernachtung mit Frühstück). Bitte Mitgliedschaft
bereits bei der Buchung bekannt geben und bei der Abrechnung den gültigen
Mitgliedsausweis für alle Beteiligten vorlegen.

Landhotel Almrösl
Familie Zraunig
Nr. 80, 5612 Hüttschlag im Großarltal
T: +43 6417 601
info@almroesl.at
www.almroesl.at

Natur- und Auszeithotel Hüttenwirt


Familie Toferer-Lederer
Nr. 20, 5612 Hüttschlag im Großarltal
T: +43 6417 606
info@huettenwirt.com
www.huettenwirt.com

Bauerndörfl Rindereben
Familie Viehhauser
Nr. 6, 5612 Hüttschlag im Großarltal
T: +43 6417 240
info@rindereben.at
www.rindereben.at
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Wichtige Adressen

T: +43 664 112 3823

Bergrettungsnotruf: 140 oder 112

Bergführer
Fritz Reisenauer, Wagrain
T: +43 699 81501425
Sepp Inhöger, Bad Gastein
T: +43 676 86824016
Peter Gamsjäger, Mühlbach
T: +43 676 86860228
Alexander Holleis, Bad Hofgastein
T: +43 650 5007735
Gemeinde Hüttschlag Helmut Holleis, Bad Hofgastein
Nr. 19, 5612 Hüttschlag T: +43 664 3305173
T: +43 6417 204 Klaus Karlstätter, Bad Gastein
info@gemeindehuettschlag.at T: +43 664 75088759
www.gemeindehuettschlag.at
Verleihmöglichkeiten
Tourismusverband Großarltal Sport Kendlbacher, Sport 2000
Gemeindestraße 6, 5611 Großarl Gemeindestraße 10, 5611 Großarl
T: +43 6414 281 T: +43 6414 210
info@grossarltal.info Intersport Lackner
www.grossarltal.info Unterbergstraße 53, 5611 Großarl
T: +43 6414 269-0
touren.grossartltal.info
www.facebook.com/grossartltal.info Ärzte im Großarltal
www.grossartltal.info/blog Dr. Toferer: +43 6414 388
Dr. Bredikhin: +43 6414 8801
ÖAV-Sektion Großarl- Hüttschlag Zahnarzt Dr. Weiß: +43 6414 8175
Obmann: Sepp Kendler
Unterbergstraße 82, 5611 Großarl BERG-GESUND
T: +43 6414 8153 oder +43 676 6185250 Bergsportliches Aktivprogramm Sommer
sepp-kendler@aon.at und Winter
www.alpenverein.at/grossarl-huettschlag Obmann: Sepp Kendler
Unterbergstraße 82, 5611 Großarl
Österreichischer Bergrettungsdienst T: +43 676 6185250
Ortsstelle Hüttschlag sepp.kendler@berg-gesund.at
Ortsstellenleiter: Bernhard Klaushofer Programm: www.berg-gesund.at
T: +43 664 8101624
Ortsstelle Großarl
Ortsstellenleiter: Hannes Saugspier
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Wanderkarten

Wanderkarte Großarltal, Tappeiner Nr. 311 ÖK50-UTM Nr. 3222, 3228, 3229
Maßstab 1:35.000 + Luftbild-Panoramakarte Maßstab 1:50.000

Alpenvereinskarte Niedere Tauern I, ÖK25V-UTM 3222, 3228, 3229


Nr. 45/1 Maßstab 1:25.000
Maßstab 1:50.000
Skitourenführer Großarltal, Sepp Kendler
Freytag & Berndt Wanderkarte, Nr. 191 u.a., Hrsg: TVB Großarltal, Auflage November
Maßstab 1:50.000 2018, Verlag W. Mayr GmbH, 6020 Innsbruck,
32 Seiten, inkl. Kartenausschnitte.w
Österreichische Karte (ÖK), Nr. 155, 156
Maßstab 1:50.000

Literatur rund um das Großarltal


Brandl Sepp (2017): Rother Wanderführer Gasteinertal. 6. Auflage; Bergverlag Rudolf Rother.
Schall Kurt (5. Auflage, 2015): Klettersteig-Atlas Österreich (www.schall-verlag.at).
Markus Stadler und Uta Philipp, Hohe Tauern Skitourenführer, Panico Alpinverlag

Literatur-Tipps für Genießer:


Alpingeschichte Hüttschlag im Großarltal, Sepp Kendler, 120 Seiten, € 3,--
Großarltal – Ein liebenswertes Stück Heimat, Bildband von Peter Rohrmoser, 144 Seiten, € 29,-
Großarltal – „Die Almen im Großarltal“, Infobroschüre des TVB Großarltal, 40 Seiten, gratis
Großarltal – „Die Gipfel und Bergseen im Tal der Almen“, Infobroschüre des TVB Großarltal,
48 Seiten, gratis
Kapellen-Wanderweg, Infobroschüre mit 32 Seiten und Kartenblatt, gratis
Salzburger Almenweg, Tourenbüchlein mit Kartenblättern, 60 Seiten, gratis
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Impressum, Bildnachweis, Literatur

Impressum:

Herausgeber: Österreichischer Alpenverein, Olympiastr. 37, 6020 Innsbruck


Texte: Regina Stampfl, Roland Kals (arp Salzburg), Josef Kendler, Thomas Wirnsperger (Großarltal),
Peter Haßlacher, Christina Schwann (ÖAV); Topos: Regina Stampfl
Grafik: SuessDesign.de
Layout und Redaktion: Barbara Reitler & Josef Pichler, ÖAV
Druck: Samson Druck, St. Margarethen

Bildnachweis:

Titelbild: Modereggalm, TVB Großarltal Natur- und Auszeithotel Hüttenwirt: S. 43 (m.)


Bild Rückseite: Das tief verschneite Hüttschlag, Photoarchiv des Nationalparkvereins Hohe Tauern
TVB Großarltal – Hüttschlag im Großarltal: S. 10 (alle)
Prommegger, Roman: S. 32 (re.)
Bauerndörfl Rindereben: S. 43 (u.) Rostfilm: S. 38 (m.)
Gruber, Michael: S. 7, 27, 38 (o.) TVB Großarltal, Wirnsperger: S. 6, 8-9, 11, 12, 14,
Kendler, Josef: S. 21 (u. li. und re.), 22 (alle), S. 23 (o. 15, 16, 17, 19, 20, 21 (o.), 23 (u. re). 34, 35, 37 (u.),
re., u. li.), 26 (alle), 28, 29 (alle), 32 (alle), 36, 37 (o.), 38 (o., m.), S. 39 (o., u.), 42, 44
38 (u.), 39 (m) Wallentin, Gudrun: S. 23 (o. li.)
Landhotel Almrösl: S. 43 (o.)

Literaturangaben:

Das Alpentourenbuch - die 140 schönsten Bergwanderungen in Deutschland, Österreich, Italien und der
Schweiz, 2006, Bruckmann Verlag, 287 Seiten.
HUTTER, M. Clemens: Skitouren in und um Salzburg. 1. Auflage 1994, Verlag Anton Pustet, 280 Seiten.
HUTTER, M. Clemens: 525 Skitouren im Salzburger Land und in Berchtesgaden. 2., überarbeitete Auflage
(1988/89), VCM-Verlag, 189 Seiten.
Jentzsch-Rabl, Axel, Dieter Wissekal, Andreas Jentzsch: Kletterteigführer Österreich, Alpinverlag,
432 Seiten. ISBN: 978-3-9500920-8-0.
SCHALL, Kurt: Klettersteig-Atlas Österreich, 5. Auflage 2015.
Tourismusverband Großarltal (Hrsg.): Kendler, J.: Großarltal - Skitourenführer, 3. Auflage
Dezember 2011, Verlag W. Mayr Verlag GmbH Innsbruck, 32 Seiten.
Richtiges Verhalten in den Bergen

Als Natursport bietet Bergwandern große Chancen für Gesundheit, Gemeinschaft und Erlebnis. Die
folgenden Empfehlungen der alpinen Vereine dienen dazu, Bergwanderungen möglichst sicher und
genussvoll zu gestalten.

1. Gesund in die Berge: Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und
Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck
und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.
2. Sorgfältige Planung: Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge,
Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Touren immer auf die Gruppe abstimmen!
Achte besonders auf den Wetterbericht, da Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen.
3. Vollständige Ausrüstung: Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf ein geringes
Rucksackgewicht. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, ebenso Erste-
Hilfe-Paket und Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Karte oder GPS unterstützen die Orientierung.
4. Passendes Schuhwerk: Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuß und verbessern
die Trittsicherheit! Achte bei deiner Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle,
Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht.
5. Trittsicherheit ist der Schlüssel: Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste
Unfallursache! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration
stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten
von Steinen.
6. Auf markierten Wegen bleiben: Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust,
Absturz und Steinschlag. Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn
du einmal vom Weg abgekommen bist. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich: Steile Altschneefelder!
7. Regelmäßige Pausen: Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Genuss der Landschaft und der
Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhal-
ten. Isotonische Getränke sind ideale Durstlöscher. Müsliriegel, Trockenobst und Kekse stillen den
Hunger unterwegs.
8. Verantwortung für Kinder: Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im
Vordergrund stehen! In Passagen mit Absturzrisiko kann ein Erwachsener nur ein Kind betreuen. Sehr
ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.
9. Kleine Gruppen: Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe.
Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammen bleiben.
Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.
10. Respekt für Natur und Umwelt: Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm
vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt
lassen und Schutzgebiete respektieren. Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder
Fahrgemeinschaften bilden.

Sicher Bergwandern:10 Empfehlungen des Österreichischen Alpenvereins/ CAA

Alpiner Notruf: 140


Internationaler Notruf: 112
Hüttschlag im Großarltal
Ginzling im Zillertal Ramsau bei Berchtesgaden
Großes Walsertal Region Sellraintal
Grünau im Almtal Schleching - Sachrang
Jezersko Steinbach am Attersee
Johnsbach im Gesäuse Steirische Krakau
Kreuth St. Jodok, Schmirn- und Valsertal
Lesachtal Tiroler Gailtal
Lungiarü Val di Zoldo
Lunz am See Vent im Ötztal
Mallnitz Villgratental
Malta Weißbach bei Lofer
Matsch Zell-Sele
Mauthen

www.bergsteigerdoerfer.org