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P H OTOZ A U B E R

Grundlagenschulung für Photoshop

Die vorliegende Schulung steht euch auch in Warum?


der neuen Auflage kostenlos zur Verfügung. Photozauber ist ein von mir neben meinem
Aus Fairness bitte ich euch jedoch darum, eini- Studium betriebenes Privatprojekt, in welches
ge kleine Regeln einzuhalten. ich viel Zeit und privates Geld stecke.
Die Seite lebt von ihren Besuchern und von der
Darum! positiven Mundpropaganda.
1. Die kommerzielle Nutzung der Dokumente
ist verboten. Durch direktes Verlinken auf die Schulungen
2. Keine Deep-Links, auf die Schulung. nehmt ihr mir potentielle Besucher, die auch an
Wenn ihr von eurer Seite verlinkt, dann auf den weiteren Inhalten von Photozauber Gefal-
www.photozauber.de, nicht auf das PDF. len finden könnten.
3. Kein Downloadangebot der Schulung von
einem anderen (privaten) Server. Danke für euer Verständnis und viel Spaß mit
4. Solltet ihr eine Seite finden, welche gegen der aktualisierten Version dieses Dokuments.
diese Bedingungen verstößt, bitte melden.
Philip (BSE Royal)
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Photoshop Hilfsquellen 2. Die Programmoberfläche ................... 16

Literatur ...........................................................4 2.1 Die Menüs ................................................ 16


Anfänger/Fortgeschrittene .........................4 2.2 Die Werkzeugpalette ............................... 17
Fortgeschrittene/ Experten .........................5
Internet ............................................................7
Tutorials und Arbeitsmaterial .....................7 3. Arbeiten mit Photoshop ..................... 21

3.1 Bildgröße .................................................. 21


1. Grundwissen Bildbearbeitung ............. 8 3.2 Arbeitsfläche ............................................ 22
3.3 Auswahlverfahren .................................... 23
1.1 Vektorgrafik vs. Pixelgrafik ........................8 3.3.1 Das Lasso ........................................... 23
1.1.1 Vektorgrafik .......................................8 3.3.2 Der Zauberstab ................................. 26
1.1.2. Pixelgrafik ..........................................9 3.3.3 Das Auswahl Menü ........................... 27
1.2 Farbe......................................................... 10 3.4 Ebenen ..................................................... 31
1.2.1 Farbmodi .......................................... 10 3.5 Alphakanäle und Ebenenmaske .............. 33
1.2.1.1 Bitmap .............................................. 10 3.5.1 Alphakanäle ..................................... 33
1.2.1.3 Indizierte Farbe ............................ 10 3.5.2 Die Ebenenmaske ............................. 35
1.2.1.4 RGB ............................................. 11 3.6 Das Pfadwerkzeug ................................... 36
1.2.1.5 CMYK .......................................... 11 3.6.1 Funktionen des Pfadwerkzeuges ..... 36
1.2.1.6 LAB .............................................. 11 3.6.2 Pfadtypen ......................................... 37
1.2.2 Die Farbtiefe ..................................... 12 3.6.3 Definition von Pfadelementen ......... 38
1.2.3 Farbmischungen ............................... 12 3.6.4 Palettenoptionen ............................. 40
1.2.3.1 Die additive Farbmischung .......... 12 3.7 Freistellen ................................................. 41
1.2.3.2 Die Subtraktive Farbmischung ..... 13 3.7.1 Der Auswahlrahmen ......................... 41
1.2.4 Der Farbkreis .................................... 13 3.7.2 Das Freistellwerkzeug ...................... 41
1.2.5 Farbischung im digitalen Bild........... 14 3.8 Transformieren ......................................... 42
1.3 Auflösung ................................................. 15 3.8.1 Frei Transformieren .......................... 42

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3.8.2 Transformieren (per Menübefehl).... 43


3.9 Text in Photoshop .................................... 44
3.9.1 Absatztext ........................................ 44
3.9.2 Punkttext .......................................... 44
3.9.3 Textoptionen .................................... 44
3.10 Das Protokoll .......................................... 46
3.10.1 Die Protokollliste ............................ 46
3.10.2 Protokolloptionen .......................... 47
3.11 Aktionen ................................................. 48

4. Bildeinstellungen ............................... 49

4.1 Das Histogramm ....................................... 49


4.2 Tonwertkorrektur ..................................... 50
4.3 Die Gradationskurve ................................ 52
4.4 Helligkeit/ Kontrast .................................. 53
4.5 Farbton/ Sättigung ................................... 53

Stichwortverzeichnis .............................. 54
Schlußwort ............................................. 57

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Photoshop Hilfsquellen

Photoshop Hilfsquellen Literatur

Die für Photoshop angebotene Literatur ist Anfänger/Fortgeschrittene


gewaltig und bietet für jedes Niveau etwas
brauchbares, man muss es nur aus dem Berg an Photoshop 7 Kompendium
Angeboten herausfinden. Verlag: Markt und Technik
Insbesondere im Fortgeschrittenen und Ex- Preis: ca. 50 EUR
perten-Bereich ist es nicht sonderlich leicht an Nähere Informationen
gute Literatur zu gelangen.
Das Photoshop Kompendium führt alle Funk-
Ebenso findet man im Internet unzählige Sei- tionen von Photoshop sachlich erklärt, jedoch
ten, die Tutorials und Hilfsforen für Photoshop nüchtern auf. Man kann es als gewaltiges Glos-
anbieten- die einen kompetenter, die anderen sar aller Funktionen von Photoshop auffassen.
eher weniger. Bei Verständnisproblemen zur Funktion eines
Menübefehls findet man hier grundsätzlich
Im folgenden habe ich eine knapp gefasste eine Antwort. Allerdings bietet das Buch nur
Liste mit verschiedenen Lektüren zusammen- eine oberflächliche Erklärung und geht
gestellt, die dem einen oder anderen evtl. ein nicht genauer auf die Hintergründe und Funk-
wenig bei der Auswahl helfen kann. tionsweise der Funktionen ein.
Die Lektüren beziehen sich auf die Photoshop Dieses Buch stellt meiner Ansicht nach für den
Version 7. Ich habe es bisher für mich nicht als Anfang das kompletteste, allerdings auch
nötig empfunden, mir zu Photoshop CS neue nicht ganz billige Werk für Photoshop dar.
Literatur zu kaufen, da es keine gravierenden
Neuerungen gab. Mit diesem Werk, damals zu Photoshop 5.5
Da sich aber bereits bei den vergangenen habe ich meinen Einstieg in die Welt der digi-
Versionswechseln die Inhalte, bzw. die Art der talen Bildbearbeitung gefunden. :)
Wissensvermittlung nicht geändert haben, lässt
sich ohne Reue behaupten, dass eine Abhand- Classroom in a Book: Photoshop 7
lung zu Photoshop 7 von Verlag X auch in der Verlag: Adobe Creative Team
Folgeversion durchaus vergleichbare Qualitä- Preis: ca. 45 EUR
ten aufweisen sollte. Nähere Informationen

Günstige Literatur zu älteren Photoshop Die „Classroom in a Book“ Serie von Adobe
Versionen, inzwischen Version 7 und abwärts, bietet konkrete Lehrbeispiele anhand von
findet man in der Regel günstig bei ebay. Praxisaufgaben, mit denen die Funktionen des
Einfach mal ein Auge offen halten. behandelten Programms in ausführlich

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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Photoshop Hilfsquellen

beschriebenen Arbeitsschritten erklärt werden. Fortgeschrittene/ Experten


Diese Serien sind für Einsteiger gedacht und
verschaffen einem einen sehr guten Einblick in Photoshop 7 inspired
die Funktionsweise des Programms und ma- (Photoshop CS professionell)
chen das weitere Selbststudium leichter. Verlag: Gallileo Press
Preis: ca. 50 EUR
Der Nachteil liegt jedoch darin, das die Lehr- Nähere Informationen
beispiele nur einen recht begrenzten Teil der
Funktionen abdecken- wer auf ein komplet- Der Titel Photoshop 7 inspired wird inzwischen
tes Nachschlagewerk Wert legt, ist mit dieser vom Verlag nicht mehr geliefert.
Lektüre schlecht beraten. Laut Adobe soll diese Der Nachfolger für Photoshop CS nennt sich
Lektüre nur als Ergänzung zum Handbuch „Photoshop CS professionell)
dienen. Dies kann ich bestätigen.
Dieses Buch setzt Grundkenntnisse voraus und
Easy Photoshop 7 greift Themen wie komplexes Freistellen,
Verlag: Markt und Technik Kachelung, Perspektivisches Anpassen, etc. auf.
Preis: ca. 15 EUR Anhand von mehreren kleinen konkreten
Nähere Informationen Aufträgen lernt man so die weniger bekann-
ten Funktionen von Photoshop effektiver zu
Das zweite hier genannte Werk von Markt und nutzen. Das Buch ist optisch sehr schön aufbe-
Technik führt in anschaulich erklärten Lektio- reitet und bietet auf einer beigelegten CD das
nen die Grundfunktionen von Photo- nötige Material für die Lektionen.
shop 7 auf. Im Vergleich zu den anderen auf-
geführten Büchern ist es ein Softcover und In jedem Buch von Galileo Press befindet sich
damit deutlich günstiger- allerdings deckt es auf der letzten Seite ein Code, der auf der
nicht alle Themen gut ab. Internetseite des Verlages eingegeben werden
Vernachlässigt werden hier leider die Bereiche kann, um das Buch zu registrieren. Einmal
„Webdesign mit Photoshop“ und auch das getan, stehen einem viele Angebote zur Verfü-
integrierte Programm „ImageReady“ zum opti- gung: Hilfeforen, Hinweise zu Fehlern im Buch
mieren und animieren von Grafiken für und was am besten ist: Kostenlose Aktualisie-
das Internet bekommt hier leider nur wenig rungen zu nachfolgenden Auflagen.
Beachtung. Für gewöhnlich muss mit neuer Programmver-
sion ein neues Buch her, will man ganz
aktuell bleiben. Gallileo bietet die Zusatzinfor-
mation von Neuauflagen des registrierten
Buches kostenlos zum Download an!

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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Photoshop Hilfsquellen

Darüber hinaus ist der Service des Verlages aufgeführt, sondern auch die Funktionsweise
auch ansonsten einwandfrei. Ich hatte meine und Anwendungsgebiete erklärt, so dass man
Begleit-CD verloren: Eine kurze Email an den auch versteht, warum man etwas macht
Verlag hat genügt: 2 Tage später hatte ich und nicht nur wie! Diese Ausführlichkeit findet
eine neue CD im Briefkasten: umsonst! man sonst in keinem mir bekannten Werk. Auf
zwei mitgelieferten CDs befinden sich Unmen-
Photoshop Aktuell gen von schönen Photos, die für Übungszwe-
Verlag: MEV cke verwendet werden können. Leider sind
Preis: 128 EUR diese nicht lizenzfrei.
Nähere Informationen Neben den eigentlichen Funktionen von Pho-
toshop wird auch auf generelle Hintergründe
Der Photoshop-Aktuell Ordner stellte bislang wie Farbmanagement, Gerätekalibrierung,
wohl das umfangreichste und tiefgreifendste Vorbereiten der Bilder während des Scans
Photoshop-Nachschlagewerk dar. Leider hat mit etc. aufgegriffen.
der neuen Version auch der Umfang gelitten. Alle 3 Monate kann man optional eine Aktuali-
Mein vor ca. 3 Jahren gekaufter Ordner um- sierung von ca. 80 Seiten erhalten, die das
fasste noch 900 Seiten A4+. In der neuen, Ende Werk immer auf dem neuesten Stand hält!
2004 aufgelegten Version wurde auf ca. 360 Kostenfaktor: Jeweils 51 EUR.
Seiten abgespeckt. Das ist nur noch ein gutes
Drittel, bei 30 Euro weniger Kosten. Ich habe Bei speziellen Fragen kann man jederzeit eine
mich beim MEV-Verlag erkundigt. Dort erhielt Email an den Verlag schreiben und bekommt
ich die Information, dass der neue Ordner nur für gewöhnlich bereits am nächsten Tag eine
noch Problemlösungen in Form von Workshops ausführliche, erklärende Antwort von dem
aufweist. Die vielen Hintergrundinformationen Autor persönlich- registrierte Kunden erhalten
und Grundlagen sind bei der Übererbeitung hier den Vorzug.
gestrichen worden. Ausführliche Leseproben (Auszüge aus dem
Meine Beschreibung kann sich an dieser Stelle Ordner als PDF-Dokument finden sich auf der
also nur noch auf die Erfahrung mit dem alten Internetseite des Verlages.
Ordner beziehen. In dem hier beschriebenen
Umfang werden die Berichte inzwischen nicht Was bei diesem Werk negativ zu Buche schlägt,
mehr vorliegen. An der Qualität der Beiträge ist der hohe Anschaffungswert.
wird sich jedoch nichts geändert haben. Ob sich diese Investition lohnt, insbesondere
nach der mageren Neuauflage, muss jeder für
Auf Hochglanz und vierfarbig gedruckt wer- sich selbst entscheiden.
den alle Funktionen von Photoshop ausführlich Immerhin kann man das Werk 14 Tage umsonst
anhand von Beispielen definiert. begutachten und es bei Missfallen ohne Pro-
Hierbei wird nicht nur die Funktion an sich bleme zurückschicken.

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Photoshop Hilfsquellen

Internet Tutorials und Arbeitsmaterial

Hilfsforen Adobe Exchange


Die seltsamerweise nur wenigen bekannte
Photozauber.de Austauschplattform des Photoshop Herstellers
Hilfsportal für Kreative mit dem Schwerpunkt, Adobe. Hier tauschen Photoshop Benutzer Fil-
Grafikanfängern mit leicht verständlichen ter, Werkzeugspitzen, Aktionen etc. aus.
Workshops und Artikeln unter die Arme zu Ein riesiges Archiv fast ohne Grenzen.
greifen. Doch auch Fortgeschrittene und Kön-
ner kommen mit den breit gefächerten Ange- Tutorialzone.de
bot auf ihre Kosten. Neben den zahlreichen Gewaltiges Linkarchiv zu (Photoshop) Tutorials
Workshops klären Fachartikel über theoreti-
sche Hintergründe auf. Im Hilfsforum können BR-online.de
gemeinsam Problemlösungen erörtert werden. Diese Seite befasst sich mit Photoshop-Grund-
Anfänger werden hier freundlich, nicht abwer- lagen. Sie ist sehr schön aufgemacht, mit Vide-
tend, wie in vielen anderen Foren, behandelt. os zur Veranschaulichung und kleinen Tests zur
Kontrolle am Ende jeder Lektion!
Traum-Projekt
Der Mittelpunkt dieses Portals ist das sehr stark drweb.de
besuchte Forum. Ursprünglich auf Webdesign Dr. Web ist die erste Anlaufstelle in Sachen
und Entwicklung beschränkt, ist es längst zu Webdesign/Entwicklung.
einer stehenden Kompetenz in den Bereichen Neben Tutorials werden hier stets Neuerungen
Neue Medien, Entwicklung und Print gewor- der Internetkonventionen veröffentlicht.
den. Schnelle und freundliche Hilfe garantiert. Anfangs aufgrund des gewaltigen Umfangs
Neben dem Forum gibt es auch einige Work- evtl. etwas verwirrend, findet man sich mit der
shops und umfangreiche Fachartikel. Zeit doch gut auf dieser Seite zurecht!
Regelmäßiger Besuch lohnt sich- und wenn ihr
Tutorials.de dabei seid, abonniert gleich den Newsletter!
Eine der größten deutschen Communitys für
Grafik und Programmierung.
Bereits das gewaltige Themenarchiv sollte die
meisten Probleme beseitigen. Falls nicht, kann
mit Sicherheit eines der über 100.000 Foren-
mitglieder Abhilfe schaffen.
Hinweis: Deutsche Rechtschreibung wird hier
groß geschrieben! Darauf solltet ihr achten.

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Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Vektorgrafik vs. Pixelgrafik

1. Grundwissen Bildbearbeitung

1.1 Vektorgrafik vs. Pixelgrafik

1.1.1 Vektorgrafik

Eine Vektorgrafik basiert auf Vektoren, mathe-


matischen Berechnungen. Abbildung 1.2
So genannte Ankerpunkte bilden Stützpunkte, Die massig Anzahl an Ankerpunkten bringt in diesem fall keinen
die zusammen mit den an ihnen verlaufenden Vorteil. Der Kreis ist auch mit vier Stützpunkten „perfekt“.
Tangenten, der gezeichneten Form (dem Pfad)
den richtigen Lauf geben, bzw. Richtungsände- einen, so wie in Abbildung 1.2 gezeigt.
rungen ermöglichen. (Abb. 1.1) Der Vorteil der Vektorgrafik liegt darin, dass
das Motiv beliebig skaliert werden kann, ohne
Qualitätseinbussen hinnehmen zu müssen. Da
die Formen, wie bereits erwähnt, auf mathe-
Abbildung 1.1 matischen Vektoren beruhen, müssen nur die
Die Ankerpunkte definieren neuen Koordinaten neu errechnet werden.
Punkte, welche der Pfad passie-

ren muss. Die Tangenten beein- Der Nachteil liegt darin, dass man mit Vektor-
flussen den Verlauf des Pfades in grafiken auf „einfache“ Grafiken beschränkt
den Ankerpunkt hinein bzw. aus ist. Im Gegensatz zu einem pixelorientierten
diesem hinaus. Bild lassen sich Farbverläufe, Transparenzen
und Effekte nicht so flexibel anwenden- doch
Über diese Ankerpunkte und Tangenten lassen die Softwareentwickler haben fleißig gearbei-
sich gezeichnete Formen jederzeit beliebig tet und inzwischen ist es eher die Frage, wie
verändern, ohne an Qualität zu verlieren. man mit der Software umgehen kann. Unmög-
lich ist scheinbar nichts mehr, wie einige Japa-
Bei einer vektorbasierten Form sollten immer ner im Umgang mit Illustratorbeweisen.
nur so viele Ankerpunkte gesetzt werden, wie
minimal nötig sind, um die gewünschte Form Nähere Informationen zur Arbeit mit Pfaden
zu erreichen. Zu viele Ankerpunkte führen ei- und deren Verhalten findet ihr im Kapitel
nerseits zu einer größeren Datei und erschwe- „Pfade“ dieser Schulung. Informationen zu
ren das (nachträgliche) Bearbeiten erheblich. P.E.Bézier, dem Schöpfer der Bézierkurve (Pfa-
Ein einfacher Kreis hat im optimalen Fall also de) und der Funktionsweise der Kurve findet
vier Ankerpunkte- an jedem Scheitelpunkt ihr in der Leseecke auf Photozauber.de

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Vektorgrafik vs. Pixelgrafik

1.1.2. Pixelgrafik Vergrößern ist mit starkem Qualitätsverlust


verbunden. (Abbildung 1.3 und 1.4)
Die Pixelgrafik wird, wie der Name bereits Eine höhere Auflösung verschafft hier bessere,
sagt, aus einzelnen Pixeln aufgebaut.
Ein Pixel ist in der Welt der digitalen Bildbear-
beitung die kleinstmögliche Einheit.
Jedem Bildpunkt (Pixel) wird ein bestimmter
Farbwert zugeordnet. Die Gesamtheit aller
Pixel ergibt dann ein homogenes Bild. Je mehr
Bildpunkte in einem Bild auf gleicher Fläche
vorhanden sind, desto schärfer wirkt es- bis zu
einem bestimmten Grad, ab dem das mensch-
liche Auge keinen Unterschied mehr erkennt.
Die Anzahl der Bildpunkte wird durch die Auf-
lösung bestimmt. (Nähere Informationen zur
Auflösung im weiteren Verlauf der Schulung)

Für Photos und Bildretusche, wird ausschließ- Abbildung 1.3 (Oben)

lich pixelorientierte Grafikarbeit betrieben, Pixelbild in 100% Größe, bei 300dpi.

da hier die Möglichkeiten um ein vielfaches Abbildung 1.4 (Unten)

größer sind, als bei der Vektorgrafik. Der Weiß eingerahmte Ausschnitt aus Abbildung 3 wurde 10fach

Unumstrittener Marktführer ist hier seit lan- vergrößert. Aufgrund der neu hinzuberechneten Bildinformationen

gem Adobe Photoshop. wird das Motiv schwammig und unscharf.

Der Vorteil der Pixelgrafik liegt in der Mög-


lichkeit, bei Bedarf jeden einzelnen Pixel jedoch immer noch unbefriedigende Ergebnisse.
durch gezielte Auswahl zu modifizieren. Durch Im Ganzen betrachtet sollte bei Pixelorientier-
Schärfen, Abdunkeln, Umfärben, Löschen, etc. ter Bildbearbeitung ein Bild nie größer
bestimmter Bildpunkte können sehr flexibel Re- gemacht werden und Transformationen und
tuschen, Photomontagen etc. erstellt werden. Farbänderungen sollten möglichst immer
in einem Schritt gemacht werden, wenn mög-
Der Nachteil liegt vor allem in der Problematik lich, nicht Schritt für Schritt nacheinander.
des Qualitätsverlustes. Jede Änderung, egal Dazu aber später noch mehr.
ob Farbe, Größe, Anwenden eines Filters oder
ähnliches bewirkt einen unwiderruflichen In-
formationsverlust an Bildpunkten. Ein starkes

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Farbe

1.2 Farbe

1.2.1 Farbmodi

Photoshop zeichnet sich unter anderem durch


die hohe Anzahl an verschiedenen Farbmodi
aus, die es unterstützt. An dieser Stelle möchte
ich nur auf die gängigeren Modi eingehen.

1.2.1.1 Bitmap Abbildung 1.5 Motiv im Bitmap Modus

Die Farbinformationen werden auf eine rei-


ne Schwarz/Weiß Darstellung reduziert. Das
Konvertieren in den Bitmap-Modus ist nur aus
einem Graustufenbild heraus möglich. Beim
Umwandeln gibt es verschiedene Möglich-
keiten der SW-Berechnung, die verschieden
wirkende Effekte erzielen.

1.2.1.2 Graustufen
Das Bild wird mit 256 verschiedenen Graustu-
fen dargestellt. Es ist lediglich ein Kanal Abbildung 1.6 Motiv im Graustufen Modus

vorhanden. Es gibt in Photoshop zahlreiche


Möglichkeiten, ein farbiges Bild in Graustufen
zu wandeln, wobei der direkte Weg über
Bild: Modus: Graustufen den qualitativ schlech-
testen darstellt. Alternativen finden sich im
Tutorial-Bereich von Photozauber.de

1.2.1.3 Indizierte Farbe


Das Bild wird mit 256 verschiedenen, frei defi-
nierbaren, Farbwerten dargestellt.
Eine Konvertierung in den „Indizierte Farben“ Abbildung 1.7 Motiv im Indizierten Modus

Modus ist nur aus dem Graustufen- oder aus


dem RGB Modus möglich.
Der indizierte Farbmodus findet seine Haupt-
verwendung in dem GIF-Grafikformat, welches
auf diese Farbanzahl beschränkt ist.

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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Farbe

1.2.1.4 RGB
Der RGB Modus ist der native Modus für Mo-
nitordarstellung. Das Bild wird mit den drei
Farbkanälen „Rot, Grün und Blau“ dargestellt.
Jede dieser Farben erhält einen eigenen Kanal.
Die Farbmischung erfolg additiv. (Erklärung
auf Seite 11)

Der RGB-Farbraum wird in Photoshop überwie-


gend zum Bearbeiten von Bildern verwendet,
da unter anderem nur in diesem Modus die Abbildung 1.8 Motiv im RGB Modus

Zahlreichen Filter und Bearbeitungsoptionen


von Photoshop zur Verfügung stehen.
Der RGB Modus ist nach dem Lab Modus der
umfangreichste Farbmodus.

1.2.1.5 CMYK
Der CMYK Modus ist für drucktechnische Auf-
gaben zuständig. In einer Druckerei werden
Daten immer im CMYK Modus interpretiert
und auf den Bedruckstoff gebracht.
Es liegen vier Kanäle vor: Die drei Farbkanäle Abbildung 1.9 Motiv im CMYK Modus

„Cyan, Magenta und Gelb“ und der Nichtfar-


benkanal Schwarz. 1.2.1.6 LAB
Bei einer Verarbeitung wird jeder dieser Kanä- Lab ist die einzige Grundlage für den im ge-
le auf eine separate Folie/ Platte gebracht und samten grafischen Gewerbe einheitlich gülti-
mit einer der 4 Farben gedruckt. gen Lab-Farbraum- also der seltene Fall einer
Im CMYK Modus stehen die Filter nur begrenzt einheitlichen Norm.
zur Auswahl. L*a*b-Farben bestehen aus einer Luminanz-
Arbeitet man im RGB Modus und wandelt am oder Helligkeitskomponente (L) und zwei chro-
Ende das Bild in CMYK um, oder versäumt matischen Komponenten: der a-Komponente
dies sogar, kann dies zu Farbänderungen im (von Grün bis Rot) und der b-Komponente
Bild führen, da der CMYK Modus (von Blau bis Gelb).
weniger Farbinformationen verwaltet, als der Der Lab Farbraum ist so groß, das alle anderen
RGB Farbraum. Farbräume dort hineinpassen, selbst knallig
bunte Sonderfarben. Er ist so definiert, das er
alle vom Auge sichtbaren Farben enthält.

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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Farbe

1.2.2 Die Farbtiefe 1.2.3 Farbmischungen

Die Farbtiefe beschreibt den Wert, der angibt, 1.2.3.1 Die additive Farbmischung
wie viele Farben zur Darstellung eines Bildes Arbeitet man mit Farben, die per farbigem
verwendet werden. Die Farbe wird dabei in Licht dargestellt werden, also beispielsweise
„Bit“ gemessen. Die Anzahl der Farben ergibt am Monitor, Fernseher, etc. gilt das Prinzip der
sich aus der Formel 2 wobei „x“ für die Anzahl
x
additiven Farbmischung. (Farblichtmischung)
der Bits steht. Die drei Grundfarben der additiven Farbmi-
Ein Graustufenbild in Photoshop arbeitet für schung sind Rot, Grün und Blau. Addiert
gewöhnlich mit einer Farbtiefe von 8 Bit. ergeben sie neue Farbwerte.
Das bedeutet, das insgesamt 256 verschiedene Die folgenden Grafiken zeigen das Ergebnis
Graustufen darstellt werden können. ( 2 = 256)8
der Mischung der 3 Grundfarben zu je 100%
auf. Veränderte Mischverhältnisse führen zu
In einem Farbbild im Modus RGB oder CMYK Farbvarianten.
enthält jeder Farbkanal 8 Bit Farbinformati-
onen. Damit kommt man bei einem RGB Bild � � Abbildung 1.10
auf 24 Bit und bei einem CMYK Bild auf 32 Bit 1: Kein Licht
Farbdarstellung. Photoshop kann auch mit 16 2: Blau
Bit pro Kanal umgehen, jedoch sind die Funkti- 3. Blau und Rot
onen der Bearbeitung damit sehr beschränkt. 4. Alle Farben
In der Regel sind 8 Bit vollauf genügend. � �

Da mit dem Bearbeiten und Ändern der Bildin-


formationen in der Regel ein Informationsver-
lust einhergeht, liegt die tatsächliche Farbtiefe
in der Regel etwas unterhalb der 8 Bit. Aus der vorangegangenen Grafik können wir
folgende Schlussfolgerung für die additive
Wer denkt, er könne einem Qualitätsverlust Farbmischung ziehen:
vorbeugen, indem er ein Bild vom 8 Bit • Das Fehlen jeglicher Farbe führt zu Schwarz
Modus in den 16 Bit Modus konvertiert, hier • Eine Farbe ohne Zusatz anderer Primärfar-
bearbeitet und wieder in den 8 Bit Modus ben stellt exakt diese Farbe dar
wechselt, täuscht sich. • Rot gemischt mit Blau ergibt Magenta
Ist das Bild einmal im 8 Bit Modus hat es nur • Rot gemischt mit Grün ergibt Gelb
eingeschränkte Informationen, die Photoshop • Blau gemischt mit Grün ergibt Cyan
auch beim Wechsel in den höheren Modus • Alle 3 Primärfarben zusammen bilden Weiß.
nicht einfach erweitern kann.

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Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Farbe

1.2.3.2 Die subtraktive Farbmischung 1.2.4 Der Farbkreis


Arbeitet die additive Farbmischung im Bereich
der Bildschirmdarstellung, ist die Farbstoffmi- Das Wissen um den Aufbau des Farbkreises
schung das native Farbschema für den Druck. ist für die Arbeit mit Photoshop sehr wichtig-
insbesondere das Wissen um die Komplemen-
Die Grundfarben für diese Art der Farbmischung tärfarben. Muss man beispielsweise bei einer
sind Cyan, Magenta und Gelb, die wie Farbkorrektur einen Farbton stärken, so ist
auch schon bei der additiven Farbmischung dies äquivalent zu Abschwächung der Komple-
festegestellt, gemischt neue Farbwerte ergeben. mentärfarbe.
Auch hier soll eine kleine Grafik die Mischver-
hältnisse aufzeigen. Als Bedruckmaterial wird Abbildung 1.12

hier ein weißes Blatt Papier verwendet. 1: Keine Farbe

2: Eine Farbe

Abbildung 1.11 � � 3. Zwei Farben

1: Keine Farbe 4. Alle Farben

2: Eine Farbe

3. Zwei Farben

4. Alle Farben
� �

Komplementärfarben sind jene Farben im


Farbkreis, die sich genau gegenüber liegen.
Aus der Abbildung des Farbkreises ergeben
sich z.B. Komplementär-Paare:
Aus der vorangegangenen Grafik können wir
folgende Schlussfolgerung für die subtraktive Rot — Cyan
Farbmischung ziehen: Grün — Magenta
• Das Fehlen jeglicher Farbe belässt die Far- Blau — Gelb
be des Bedruckstoffes
• Eine Farbe ohne Zusatz anderer Primärfar- Im Farbkreis benachbarte Farben gelten als be-
ben stellt exakt diese Farbe dar sonders harmonisch. Dies wären z.B., ebenfalls
• Gelb gemischt mit Magenta ergibt Rot auf dem Farbkreis basierend:
• Magenta gemischt mit Cyan ergibt Blau
• Gelb gemischt mit Cyan ergibt Grün Rot — Magenta
• Alle 3 Primärfarben mit 100% Farbwert Grün — Gelb
ergeben einen schwarzartigen Ton Blau — Cyan

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Farbe

1.2.5 Farbischung im digitalen Bild

Überträgt man nun die Informationen der ad-


ditiven Farbmischung auf das Arbeiten mit
Photoshop, so ergeben sich folgende Feststel-
lungen in einem RGB Bild:

Jeder der drei Kanäle (Rot, Grün und Blau)


besitzt 8 Bit Farbinformationen, d.h. 256 Abbildung 1.13 Rot-Kanal
verschiedene Helligkeitsinformationen pro Far-
be. Werden diese Kanäle nun addiert, ergeben
sich die gewünschten endgültigen Farbwerte.

Die Rechts abgebildete Bilderreihe zeigt die


Zusammensetzung der verschiedenen Farbka-
näle zum farbigen Gesamtbild.

Abbildung 1.14 Grün-Kanal

Abbildung 1.15 Blau-Kanal

Abbildung 1.16 RGB-Kanäle

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 1: Grundwissen Bildbearbeitung: Auflösung

1.3 Auflösung es kein Rolle, wieviele Punkte sich auf einem


inch versammeln würden.
Ein Pixelbild wird durch bunte Pixel darge- Der Test kann schnell in Photoshop nachvollzo-
stellt. Je höher die Anzahl der Pixel auf glei- gen werden: Bild:Bildgröße anwählen.
chem Raum ist, die zur Darstellung verwendet Dort das Häckchen bei „Bild neu berechnen
werden, desto detailreicher und schärfer ist weg“ und die Auflösung nach belieben erhö-
das Bild. Dementsprechend wird die Auflösung hen. Die relevanten Pixelmaße und die Dateig-
in dpi (dots per inch) angegeben. röße bleiben unverändert.
Man kann dies mit einem Steinmosaik ver-
gleichen. Werden große Steine verwendet, Ein Bild kann jederzeit problemlos in seiner
erscheint das Bild grob. Bei der Verwendung Auflösung nach unten berechnet werden,
vieler kleiner Steine wirkt das Motiv viel detail- ohne Qualitätseinbussen hinzunehmen, jedoch
reicher und realistische. nicht andersherum.
Viele Filter und Effekte wirken sich in Photo-
Je nach dem Verwendungszweck des Motivs shop bei unterschiedlichen Auflösungen
sind unterschiedliche dpi Werte nötig. anders aus. Bei höheren Auflösungen erreicht
man bessere Abstufungen, bei niedriger
Wird das Bild für den Druck vorbereitet, sind Auflösung wirken selbst minimale Einstellun-
mitunter sehr hohe Auflösungen notwendig. gen bereits drastisch auf das Ergebnis.
Für den Tintenstrahldrucker im Arbeitszimmer Beruhend auf der größeren Pixelanzahl bei
fährt man mit einer Auflösung von 200-300 größerer Auflösung)
dpi sehr gut, höhere Werte machen für das
menschliche Auge hier keinen Unterschied. Aus diesem Grund arbeiten einige Grafiker bei
Geht ein Bild in den professionellen Druck, der Erstellung von Screendesigns für
können Auflösungen von bis zu 2540 dpi Webauftritte auch mit einer höheren Auflösung
verlangt werden- dies sollte jedoch mit der und rechnen diese am Ende auf 72 dpi herab.
jeweiligen Druckerei abgesprochen werden.
Vergrößert man ein Bild drastisch, wird es bei
Entgegen vieler Behauptungen, ist im Bereich geringer Auflösung schnell verpixelt, d.h.
des Screendesigns (als Sammelbegriff für alle man erkennt die einzelnen Bildpunkte deut-
am Monitor dargestellten Inhalte) die Auflö- lich, das Bild wirkt unschön- höhere Auflösun-
sung von 72dpi nicht maßgebend- sie hat sich gen reduzieren diesen Effekt, beseitigen ihn
nur als Quasi-Standard entwickelt. jedoch nicht.
Vielmehr spielen hier nur die Anzahl der Pixel
in Höhe und Breite der Grafik eine Rolle. Mit einer Verdopplung der Auflösung erfolgt
Da die Grafik nicht in den Druck gelangt, spielt eine Vervierfachung der Dateigröße.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 15
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 2: Die Programmoberfläche: Die Menüs

2. Die Programmoberfläche zeichnen, Störung entfernen, Malfilter wie


Aquarell oder Öl fallen unter diesen Menüpunkt.
2.1 Die Menüs Ansicht: Dieser Menüpunkt betrifft die visuelle
Darstellung der Bilddatei. Zoomeinstellung,
Anzeigeoptionen für Hilfslinien, Raster, ...

Die Menüs von Photoshop sind in mehrere Fenster: Regelt die Anzeige der verschiedenen
Bereiche aufgefächert: Werkzeugpaletten wie Text, Farben, Anord-
Datei, Bearbeiten, Bild, Ebene, Auswahl, Filter, nen, Navigator,...
Ansicht, Fenster, Hilfe.
Im folgenden eine knappe Erläuterung, was in Hilfe: Bietet diverse Hilfsfunktionen zu Photo-
den einzelnen Menüs zu finden ist. shop. Onlinehilfe, Verwendung von Photoshop
und Ähnliches.
Datei: Verwalten von Bilddateien. Erstellen
neuer Dateien, Öffnen, Speichern,...

Bearbeiten: Generelle Funktionen wie Trans-


formationen (Drehen, Verzerren,...), Widerru-
fen von Arbeitsschritten, Löschen, Ausschnei-
den, Kopieren,...

Bild: Betrifft alle Einstellungsmöglichkeiten


rund um das zu bearbeitende Bild. Bildgröße,
Auflösung, Farbmodi, Farbkorrekturen,...

Ebene: Verwaltet die Ebenen. Erstellen neuer


Ebenen, Ebenensätze, Ebenenmasken, Dupli-
zieren von Ebenen,...

Auswahl: Verschiedene Optionen für erstellte,


bzw. zu erstellende Auswahlen. Abrunden
von Auswahlkanten, weiche Auswahlen, in
(Alpha) Kanäle speichern,...

Filter: Möglichkeiten, Bilder mit Effekten und


Korrekturmöglichkeiten zu behandeln. Scharf-

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 16
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 2: Die Programmoberfläche: Die Werkzeugpalette

2.2 Die Werkzeugpalette Zu jedem Werkzeug werden beim aktivieren


unterhalb der Menüleiste diverse Einstellungs-
Die Werkzeugpalette stellt das Kern- möglichkeiten eingeblendet, welche das Verhal-
stück der Arbeit mit Photoshop dar. ten des aktiven Werkzeuges steuern.

In diesem Kapitel werden die Funk- Die Werkzeugleiste im Detail


tionen der einzelnen Bedienfelder
kurz genannt. Genaue Verwendung Auswahlrechteck: Erstellt rechteckige Auswahlen.
und Handhabung einer Auswahl an Auswahlellipse: Erstellt runde/ovale Auswahlen
Werkzeugen folgt in späteren Kapitel. AWZ Einzelne Zeile: Erstellt eine 1px hohe Aus-
Werkzeuge, die mit einem kleinen wahl über die komplette Horizontale
schwarzen Pfeil versehen sind weisen AWZ Einzelne Spalte: Erstellt eine 1px breite
darauf hin, dass sich hinter diesem Auswahl über die komplette Vertikale.
Werkzeug verschiedene andere Werk-
zeuge der gleichen Art befinden. Mit
gedrückter Maustaste öffnet sich ein
kleines Fly-Out Menü, aus welchem
die Unterpunkte mit weiterhin gedrückter
Maustaste angewählt werden können. Verschieben-Werkzeug: Verschiebt die
Ebene oder Auswahl auf der Arbeitsfläche
Alternativ zum Anwählen mit der Maus kön-
nen die Werkzeuge auch mit der Tastatur Lasso-Werkzeug: Erstellt Freihand Auswahlen.
aufgerufen werden. Jeder Werkzeuggruppe Polygon-Lasso-Werkzeug: Erstellt Freihand
ist ein individueller Buchstabe zugeordnet, Auswahlen mit geraden Linien über manuell
der automatisch von Photoshop eingeblendet festgesetzte Ankerpunkte.
wird, wenn man den Mauszeiger einige Sekun- Magnetisches Lasso-Werkzeug: Erstellt Frei-
den über einem Punkt in der Palette hält. Mit hand Auswahlen, die sich automatisch einer
gedrückter Umschalt-Taste (Shift) + Buchsta- kontrastreichen Kontur anpassen.
be lassen sich die einzelnen Werkzeuge einer
Gruppe durchschalten.
Das in den folgenden Screenshots gelb markier-
te Werkzeug stellt das Ursprungswerkzeug dar,
wie es zu Programmstart in der Werkzeugpalet- Zauberstab: Wählt eine bestimmte ange-
te angezeigt wird. Die Buchstaben am rechten klickte Farbe und ähnliche Farbwerte
Ende der Zeilen geben die oben erwähnten (je nach Toleranz des Werkzeugs) aus.
Shortcut-Kürzel für das jeweilige Werkzeug

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 17
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 2: Die Programmoberfläche: Die Werkzeugpalette

Freisteller: Beschneidet ein Motiv um ei- Kopierstempel-Werkzeug: Überträgt Bildinfor-


nen festzulegenden Rahmen. Dabei kann mationen von einem Teil des Bildes auf einen
das Motiv automatisch auf exakte Gößen und anderen Teil. Wichtig zur Retusche.
Auflösungen berechnet werden. Musterstempel-Werkzeug: Ermöglicht das ge-
zielte Auftragen von Mustern und Texturen.
Slice-Werkzeug: Zerschneidet das Bild in viele
einzelne Bilder. Wichtig für Webdesign.
Slice-Auswahlwerkzeug: Zur Auswahl von
Slices zur Bearbeitung. Protokoll-Pinsel Werkzeug: Restauriert per
Pinsel zum festgelegten Protokollpunkt hin.
Kunstprotokoll-Pinsel: Wie der Protokoll-
Pinsel, jedoch in der Auftragsart genauer
Reperatur-Pinsel: Entfernt Kratzer und Unrein- definierbar, wodurch künstlerische Effekte
heiten an sonst homogenen Bildstellen. möglich sind.
Erst ab Photoshop 7 verfügbar
Ausbessern-Werkzeug: Wie der Reperatur-Pin-
sel, jedoch flächiger Anwendbar.
Erst ab Photoshop 7 verfügbar Radiergummi: Entfernt Bildinformationen
Farbe-Ersetzen-Werkzeug: Ermöglicht rasches auf der aktuellen Ebene.
überpinseln eines bestimmten Farbwertes. Hintergrund-Radiergummi: Nimmt Farbe im
Diese Funktion ist z.B. zum Entfernen Roter Zentrum der Werkzeugspitze auf und radiert
Augen sehr praktisch. ausschliesslich gleichartige Farbwerte.
Erst ab Photoshop CS verfügbar. Magischer Radiergummi: Funktioniert wie der
Zauberstab und löscht automatisch die
gewählten Pixel innerhalb der Toleranzgrenze.

Werkzeugspitzen-Werkzeug: Malwerkzeug
mit der festgelegten Pinselspitze. Erzeugt
standardmässig weiche Striche mit Kantenglät- Verlauflaufswerkzeug: Erstellt Verläufe in frei
tung. Das WSW ist das Standardtool zum malen. konfigurierbarer Farbzusammenstellung.
Buntstift-Werkzeug: Erzeugt hartkantige Füllwerkzeug: Füllt einen Farbbereich flächig-
Freihand-Striche. mit einer zuvor definierten Farbe.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 18
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 2: Die Programmoberfläche: Die Werkzeugpalette

Weichzeichner: Schafft weichere Konturen.


Scharfzeichner: Schafft härtere Konturen.
Wischfinger-Werkzeug: „Schmiert“ Farbpixel
vom Ursprung in Zugrichtung. Text-Werkzeug Palette. Beschreibung Linke Spalte

Zeichenstift-Werkzeug: Ermöglicht
das erstellen von Pfaden wie in einem
Abwedler: Hellt Bildbereiche auf. Vektorgrafikprogramm.
Nachbelichter: Dunkelt Bildbereiche ab. Freiform-Zeichenstift-Werkzeug: Ermöglicht
Schwamm: Reduziert die Farbsättigung in das erstellen von Pfadformen ohne das setzen
einem Farbbild. In einem Graustufenbild wird von Ankerpunkten.
der Kontrast erhöht. Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug: Fügt neue
Ankerpunkte auf einen bestehenden Pfad hinzu.
Ankerpunkt-löschen-Werkzeug: Löscht einen
bestehenden Ankerpunkt von einem Pfad.
Punkt-umwandeln-Werkzeug: Wandelt einen
Pfadauswahl-Werkzeug: Wählt einen Pfad aus. Kurvenpunkt in einen Eckpunkt und umgekehrt.
Direkt-Auswahl-Werkzeug: Ermöglicht die ge-
zielte Auswahl von Ankerpunkten und
Pfadsegmenten.

Rechteck-Werkzeug: Erzeugt ein auf Vektoren


Horizontales Textwerkzeug: Erzeugt Fliesstext basierendes Recheck.
von Links nach Rechts- wahlweise in einer Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug:
Textbox oder mit offenem Ende. Erzeugt ein auf Vektoren basierendes
Vertikales Textwekzeug: Erzeugt Text in vertika- abgerundetes Rechteck.
ler Richtung- wie bei dem horizontalen Werk- Ellipse-Werkzeug: Erzeugt eine auf Vektoren
zeug in einer Textbox oder mit offenem Ende. basierende Ellipse.
Horizontales Textmaskierungswerkzeug: Wie das Polygon-Werkzeug: Erzeugt eine auf Vektoren
horizontale Textwerkzeug, erstellt jedoch keine basierende Polygon-Form.
Schrift sondern nur eine Auswahl der Kontur. Linienzeichner-Werkzeug: Erzeugt auf Vektoren
Vertikales Textmaskierungswerkzeug: Wie das basierende Linien.
vertikale Textwerkzeug, erstellt jedoch keine Eigene-Form-Werkzeug: Erzeugt auf Vektoren
Schrift, sondern nur eine Auswahl der Kontur. basierende Formen, die zuvor festgelegt
werden können.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 19
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 2: Die Programmoberfläche: Die Werkzeugpalette

Maskierungsmodus: Aktiviert bzw.


deaktiviert den Maskierungsmodus.

Ansicht: Wechselt zwischen den drei


Ansichtmodi „Standard, Vollbild mit
Form-Palette. Beschreibung auf Seite 18 Menü und Vollbild (ohne Menü)“.

Anmerkungen-Werkzeug: Ermöglicht das Programmwechsel: Wechselt von


Einfügen von Anmerkungen an gezielte Photoshop zu ImageReady
Stellen im Bild. Nützlich bei Dateiweitergabe
an zweite oder dritte. Die Statusleiste
Audio-Anmerkungen-Werkzeug: Ermöglicht Am untersten Rand der Programmoberfläche
das Aufzeichnen von Anmerkungen per Mikro- befindet sich die Statusleiste. (Fenster:Status-
fon, die später per Lautsprecher ausgegeben leiste) Sie zeigt, je nach Einstellung verschiede-
werden können. ne nützliche Informationen an:

Pipette: Ermöglicht das Ausmessen von Farbwer-


ten an bestimmten Bildpositionen.
Farbaufnahme-Werkzeug: Ermöglicht das set-
zen von bis zu fünf Farbmesspunkten im Bild. Bei der Arbeit mit großen Dateimengen kann
Messwerkzeug: Misst die Länge einer Strecke. ein regelmäßiger Blick auf die „Arbeitsdatei-
Hand-Werkzeug: Verschiebt den Bildinhalt im Größen“ Ärger ersparen.
Anzeigebereich.
Der erste Wert gibt den aktuellen Speicherbe-
darf des Dokuments wieder, die zweite Zahl
den zur Verfügung stehenden Speicher.
Befindet sich der erste Wert vor einer anste-
Zoom-Werkzeug: Ermöglicht das Ein- und henden größeren Operation nahe dem zweite
Auszoomen der Bilddatei. Wert, lohnt es sich, über Bearbeiten:Entleeren
wieder Speicher freizugeben, um den Prozess
Vorder- und Hintergrundfarbe: zu beschleunigen.
Definiert die Vordergrundfarbe so wie
die Hintergrundfarbe. Achtung: Entleerte Daten (z.B. Protokoll) kön-
nen nicht wieder hergestellt werden!

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 20
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Bildgröße

3. Arbeiten mit Photoshop ße im Druck. Es können alle gängigen Werten,


(cm, mm, punkt,...) angegeben werden.
3.1 Bildgröße Die Auflösung wurde bereits besprochen.

Oftmals liegt ein Bild nach der Bearbeitung Stile skalieren passt angewendete Ebenensti-
nicht in der gewünschten Größe, bzw. in der le beim skalieren an und sollte in der Regel
gewünschten Auflösung vor. Über das Menü immer aktiviert sein, da es sonst zu falschen
Bild: Bildgröße lassen sich alle notwendigen Stil-Verhältnissen kommt.
Einstellungen machen:
Eine ganz entscheidende Option stellt die
Checkbox „Bild neu berechnen mit“ dar.
Die Standarderstellung ist bei aktivierter Opti-
on der Interpolationsmodus (Neuberechnung)
„Bikubisch“.
Eine Neuberechnung bedeutet, dass sich die
Anzahl der Pixel mit der Auflösung bzw. der
Ausgabegröße ändern. Erhöht man z.B. die
Auflösung um 100%, so erhöht sich auch die
Anzahl der Pixel um 100% um die gleichen
Ausgabemaße beizubehalten. Bei einer Erhö-
hung bedeutet dies aber zwangsläufig, das
Photoshop Bildpunkte hinzurechnen muss. Da
Pixelmaße: Die Maße lassen sich in festen es sich bei diesen Neuberechnungen nur um
Pixeln angeben oder auch prozentual- dies er- Näherungswerte an angrenzende Pixel handelt
leichtert das Vergrößern bzw. Verkleinern des wird das Bild nach einer solchen Aktion ver-
Bildes um feste Verhältnisse. Dieses schwommen.
Eingabefeld ist insbesondere für Bilder wich- Mit einer Digitalkamera aufgenommene Bilder
tig, die ausschließlich für die Monitordarstel- liegen im Normalfall in 72dpi Auflösung vor.
lung gedacht sind. Um sie in vernünftige Druckqualität zu bekom-
Das Kettensymbol hinter den Eingabefeldern men, sollten sie auf 300dpi gebracht werden,
sorgt dafür, dass die Höhe und Breite pro- ohne das Bild neu zu berechnen. Also das
portional zueinander geändert werden. Per Häkchen an dieser Option entfernen und die
Mausklick auf die Checkbox „Proportionen 300dpi in das entsprechende Feld eintragen.
erhalten“ wird diese Verbindung getrennt. Die Pixelmaße ändern sich diesmal nicht, nur
die maximale Ausgabegröße sinkt, da die vor-
Der untere Bereich behandelt die Ausgabegrö- handenen Pixel nun näher zusammen rücken.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 21
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Arbeitsfläche

3.2 Arbeitsfläche

Über Bild: Arbeitsfläche lässt sich die Fläche,


auf der gearbeitet wird, nicht das Bild in
seiner Größe ändern.

Im oberen Bereich des Feldes wird die aktuelle


Größe der Arbeitsfläche angezeigt.
Im unteren Bereich lassen sich die gewünsch-
ten neuen Werte eintragen. Auch hier stehen,
wie bei der Bildgröße, die gängigsten Maßein-
heiten zur Verfügung.
Ist die Checkbox „Relativ“ angezeigt, reicht es,
die Werte anzugeben, um die die Arbeitsfläche
erweitert werden soll. Bei abgewählter Funkti-
on müssen die exakten neuen Werte eingege-
ben werden.
Die Position bestimmt die Richtungen, in die
die Fläche gleichmäßig erweitert wird.

Bis Photoshop CS wird der erweiterten Fläche


automatisch die Hintergrundfarbe zugewiesen.
Ab CS lässt sich die Farbe nun im Arbeitsfläche
Dialog frei wählen.

Abbildung 3.0a + 3.0b

Die Richtung in dies sich die Arbeitsfläche erweitert hängt von den

getätigten Einstellungen ab., die durch die Pfeile symbolisiert wird.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 22
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlverfahren

3.3 Auswahlverfahren Das Polygon-Lasso ähnelt dem Lassowerkzeug,


mit dem Unterschied, dass es lediglich
Die Auswahlen nehmen eine ganz zentrale geraden erzeugt. Pro Mausklick wird ein
Rolle in Photoshop ein. Für die Photomontage, Stützpunkt erzeugt, der eine geradlinige Ver-
die partielle Farbkorrektur, für Screendesigns bindung zum Vorpunkt besitzt. Jeder weitere
und viele andere Bereiche sind sie nötig. hinzugefügte Punkt wird ebenfalls geradlinig
verbunden. Die Rückführung sollte ebenfalls
Eine Auswahl markiert einen bestimmten wie beim Lasso-Werkzeug erfolgen.
Bereich eines Bildes, welcher, unabhängig vom Per Doppelklick oder Eingabe-Taste schließt die
Rest des Bildes modifiziert werden kann. Auswahl automatisch auf direktem Weg.
In mehreren kleinen Anwendungsbeispielen
sollen die verschiedenen Arten der Auswahl- Das magnetische Lasso-Werkzeug entspricht in
möglichkeiten aufgezeigt werden. etwa dem Lasso-Wekzeug, mit einem
gravierenden Unterschied:
3.3.1 Das Lasso Innerhalb einer festgelegten Toleranzgrenze
und festem Radius vergleicht es die Farbwerte
und schmiegt sich an der Kante zwischen den
Farben an. Je höher der Kontrast zwischen den
beiden Farben ist, desto besser klappt es.
Das Lasso liegt in drei verschiedenen Varianten Per Doppelklick oder Eingabe-Taste schließt die
vor: Das Lasso-Werkzeug, das Polygon-Lasso- Auswahl automatisch auf direktem Weg.
Werkzeug und das Magnetische Lasso-Werkzeug.
Zu jedem der drei Werkzeuge gehören in der
Mit dem Lassowerkzeug lassen sich Freihand- Optionsleiste einige Einstellmöglichkeiten:
Auswahlen schaffen. Die Auswahl nimmt exakt
die Bewegung der Maus auf und überträgt sie Die vier Symbole am Anfang der
als Auswahl. Um eine Auswahl zu schließen, Leiste geben die Arten der Aus-
muss sie zum Anfangspunkt zurückgeführt wahlerstellung an.
werden. Erst dann kann sie bearbeitet werden. Je nach Art wird eine neue Auswahl mit einer
Lässt man die Maustaste während dem ziehen bereits bestehenden verrechnet.
los, schließt Photoshop automatisch die Von Links nach Rechts:
Auswahl, in dem er eine direkte gerade Linie Neue Auswahl, Auswahl hinzufügen, Auswahl
vom Punkt des Los-Lassens zum Anfangspunkt abziehen, Schnittmenge bilden.
zieht. Dies ist jedoch in den seltensten Fällen
wirklich passend, so das Freihand Auswahlen im-
mer zum Anfang zurückgeführt werden sollten.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 23
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlverfahren

Weiche Kante: Die Zusatzoptionen des magnetischen Lassos:


Auswahl ist nicht
hartkantig, sondern
geht innerhalb des festgelegten Bereiches Breite: Dieser Wert gibt an, innerhalb welches
langsam in die Umgebung über. Beim Füllen Radius Photoshop nach Kontrasten sucht, an de-
mit Farbe würde z.B. die Füllfarbe zu den Sei- nen die Auswahl entlang geführt werden soll.
ten hin weich ins Transparente laufen. Kantenkontrast: Dieser Wert gibt an, ab wel-
chem Grad der Abweichung Photoshop die
Pixel von der Auswahl ausschliesst. Ein hoher
Wert macht eine grobere Auswahl, ein kleiner
Wert nimmt nur sehr ähnliche Farbwerte auf.
Frequenz: Dieser Wert gibt an, wie viele Stütz-
punkte Photoshop während dem Erstellen
der Auswahl einfügt. Je mehr Stützpunkte,
Abbildung 3.1 Abbildung 3.2
desto genauer die Auswahl. Allerdings wird
Ohne weiche Kante Mit weicher Kante
durch eine hohe Anzahl an Stützpunkten auch
das Editieren schwerer.
Glätten: Bewirkt, das Auswahlen nicht wie ins Zeichenstift-Druck: Diese Funktion steht nur
Bild „gehämmert“ wirken und sich ein bei Verwendung eines Grafiktabletts zur
wenig weicher einpassen. Ein Oval würde z.B. Verfügung.
ohne aktivierte Funktion Treppchen bilden
und somit sehr verpixelt wirken. Praxisbeispiel

Im der nachstehenden Abbildung sollen die bei-


den vorderen Buchstaben ausgewählt werden.

Abbildung 3.3 Abbildung 3.4

Aktivierte Glätten-Funktion Glätten Deaktiviert

Abbildung 3.5 (Rechts)

Übungsobjekt Lassowerkzeug

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 24
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlverfahren

Für die erste, grobe Auswahl verwenden wir Nun wählen wir das normale Lasso und aktivie-
das magnetische Lasso. Ich habe die Standar- ren in der Optionsleiste die Schaltfläche „Von
deinstellungen belassen. Per Konfiguration Auswahl subtrahieren“.
wären zwar direkt bessere Ergebnisse möglich, Dann umfahren wir die Bereiche der Auswahl,
doch ich möchte an dieser Stelle mögliche Pro- in denen diese zu sehr ausreist. Entlang der
bleme aufzeigen. Buchstabenkontur sollte das Lasso sauber ent-
lang geführt werden, nach Außen hin ist dies
An einem Eckpunkt klicken wir einmal mit der nicht wichtig. (Abbildung 3.7)
Maus in das Bild und ziehen dann die Maus,
ohne die Taste gedrückt zu halten, entlang
des rostigen Buchstabens. An jeder Stelle, an
der ein starker Richtungswechsel vorliegt oder
wenn das Lasso beginnt, stark abzuweichen,
klicken wir einmal ins Bild, um einen Stütz-
punkt zu setzen und somit die Bahn der Aus-
wahl zu steuern. Auf diese Weise umfahren wir
die beiden Buchstaben und klicken am Ende
auf den Anfangspunkt um die Auswahl zu
schließen. Abbildung 3.7

Die unsaubere Auswahl wird mit dem normalen Lasso entfernt.

Sind alle Fehler beseitigt, invertieren wir über


Auswahl: Auswahl umkehren die Selektion und
drücken „Enft“ um den gewählten Bildinhalt
zu löschen. Das Ergebnis sollte etwa so ausse-
hen wie in Abbildung 3.8 gezeigt.

Abbildung 3.6

Die rote Kontur zeigt die per magnetischem Lasso erzeugte, noch

recht ungenaue Auswahl der zwei Buchstaben.

Abbildung 3.8 (Rechts)

Endergebnis

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 25
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlverfahren

3.3.2 Der Zauberstab

Der Zauberstab ist ein Flächen erfassendes


Auswahlwerkzeug, mit dem schnell Grosse
Bereiche ähnlicher Farbe angewählt werden
können. Per Mausklick in eine Farbfläche wer-
den alle angrenzenden Pixel mit ähnlichem
Farbwert ebenfalls angewählt.

Die vier Symbole links in der Leiste


sind bereits vom Lasso bekannt.

Toleranz: Der Toleranzwert regelt, Abbildung 3.9

wie ähnlich die Farbwerte sein Zauberstab mit aktivierter Funktion „Benachbart“.

müssen, um noch vom Es werden nur ähnliche Farbwerte selektiert, die angrenzen.

Zauberstab aufgenommen zu werden. Je hö-


her die Wert, desto grösser, aber auch
ungenauer wird die Auswahl. Es gilt hier, im-
mer einen den Bedingungen entsprechenden
Mittelweg zu finden.

Glätten: Diese Funktion wurde bereits


mit den Lasso-Werkzeugen besprochen.

Benachbart: Standardmäßig ist


dieses Feld aktiviert. Es werden nur
Pixel gewählt, die an das gewählte
angrenzen. Ist die Funktion deaktiviert, wer-
den im kompletten Bild ähnliche Farben ange- Abbildung 3.10
wählt, egal wo sie sich befinden. Zauberstab mit deaktivierter Funktion „Benachbart“.

Ähnliche Farbwerte werden auf der kompletten Ebene gesucht.


Alle Ebenen einbeziehen: Um die auswahl auf alle Ebenen zu erweitern, muss die Option „Alle
In der Standardeinstellung Ebenen einbeziehen“ aktiviert werden.
sucht Photoshop nur nach
ähnlichen Pixeln auf der aktuellen Ebene. Mit ak-
tivierter Option betrifft die Auswahl alle Ebenen.

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlverfahren und Auswahlmenü

Tastenkombinationen beim Auswählen Alles Auswählen: Wählt die komplette Arbeits-


Die angesprochenen Varianten der Auswahler- fläche aus. Klingt wichtig, wird aber nur in we-
stellung lassen sich anstatt mit den beschriebe- nigen Fällen wirklich benötigt. Einstellungen,
nen vier Schaltflächen auch per Tastenkombi- die sich auf die komplette Ebene auswirken
nationen erzielen. Das erspart viel Arbeit. sollen, können auch auf die gesamte Ebene an-
Verwendet man ein beliebiges Auswahlwerk- gewendet werden. Eine Auswahl ist nicht nötig.
zeug, darunter auch der Strg-Klick auf eine Interessant ist diese Funktion, wenn man ein
Ebene in der Ebenenpalette um deren kom- Objekt an der Arbeitsfläche ausrichten will und
pletten Inhalt auszuwählen, so haben wäh- mit der Auswahl ein temporäres Bezugsobjekt
rend dem klicken, bzw. auswählen (z.B.Lasso) erstellt. Shortcut Strg+A
folgende Tasten eine Funktion:
Auswahl aufheben: Hebt die gesamte beste-
Shift: Addiert die Auswahl zur Bestehenden. hende Auswahl auf. Diese Funktion findet bei
Alt: Subtrahiert die Auswahl von der Bestehenden. mir sehr oft Verwendung. Es lohnt sich, den
Shift+Alt: Erstellt die Schnittmenge der alten Shortcut „Strg + D“ im Kopf zu haben.
und der neuen Auswahl.
Erneut wählen: Lädt die zuletzt erstellte Aus-
3.3.3 Das Auswahlmenü wahl mit allen Eigenschaften. (Form, weiche
Kante,…) Dies ist praktisch, wenn man aus
Ist eine Auswahl erstellt, lassen sich auch im Nach- Versehen eine getätigte Auswahl wegklickt,
hinein noch viele Einstellungen und Modifizierun- oder mehrmals die gleiche Auswahl benötigt.
gen damit anstellen. Das zentrale Organ dafür ist Shortcut Strg+Shift+D
das Auswahlmenü, das ich im Folgenden etwas
genauer erläutern möchte. Auswahl umkehren: Invertiert die getätig-
te Auswahl. Praktisch, wenn der „nicht“ zu
wählende Bereich besser eingefangen werden
kann, wie das folgende Beispiel zeigen soll:

Abbildung 3.11 Abbildung 3.12

Das Auswahlmenü Die beiden Kreie sollen ausgewählt werden.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 27
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlmenü

Man könnte die Konturen von Außen einfangen. Farbbereich auswählen: Durch diesen Befehl
Aufgrund der starken Strukturierung würde aber öffnet sich ein Dialogfenster, in dem sich eine
z.B. das magnetische Lasso nur ein wenig zufrie- Auswahl erstellen lässt, die mit der Funktions-
denstellendes Ergebnis liefern. weise des Zauberstabes verglichen werden kann.
Stattdessen behelfen wir uns eines kleinen Tricks:
Um mit der Auswahlellipse den Radius der bei-
den Kreise richtig einzufangen, ziehen wir uns
an einen horizontalen und einen vertikalen
Scheitelpunkt eine Hilfslinie.
Von dem Schnittpunkt ziehen wir dann mit
der Auswahlellipse und gedrückter Shift-Taste
(zum erstellen eines Kreises) über die kreisför-
mige Fläche und stellen fest, dass die Auswahl
genau sitzt. Den zweiten Kreis fügen wir auf
die selbe Weise hinzu. Wichtig ist, die neue
Auswahl, wie gelernt, der alten anzufügen
(Shift-Taste)
In Abbildung 3.13 ist dies verdeutlicht. Die
Auswahl habe ich zur Übersicht Rot gefärbt. Abbildung 3.14

Der Dialog des „Farbbereich wählen“ Dialogs

Abschließend wird der Auswahl invertieren Be-


fehl angewendet um den eigentlich gewünsch- In dem Drop-Down Menü „Auswahl“ lässt sich
ten Ausschnitt zu selektieren. festlegen, wie die Auswahl erstellt werden soll.
Aufgenommene Farbe bedeutet, man klickt
mit der Pipette auf das Motiv (Tip: Mit ge-
drückter Maustaste über das Motiv fahren)
um den anzuwählenden Farbwert manuell
zu definieren.
Alternativ können vorgefertigte Farbbereiche,
wie Grün, Gelb, etc. gewählt werden. Photo-
shop trifft die Auswahl dann automatisch.
Im Falle der „Aufgenommenen Farbe“ regelt
Abbildung 3.13 der Toleranzregler, wie auch beim Zauberstab,
Die Schnittpunkte der zwei Hilfslinien an jedem Kreis bilden den wie stark andere Farbwerte im Bild von dem
Ausgangspunkt für die Kreisauswahl. angeklickten abweichen dürfen, um noch in
Der zweite Kreis wird mit auf die selbe Weise, aber mit gedrückter die Auswahl einbezogen zu werden.
Shift-Taste beim aufziehen der Auswahl, hinzugefügt.

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlmenü

Über die beiden Checkboxen „Auswahl“ und noch Umranden. Die drei anderen Optionen
„Bild“ kann die Darstellung innerhalb des Dia- sind nicht anwählbar.
loges festgelegt werden. Es empfiehlt sich, die Eine ärgerliche Verhaltensweise.
Auswahl zu aktivieren.
An unterster Stelle befindet sich die Möglich- Auswahl vergrößern: Erweitert die Auswahl
keit, die Art der Vorschau anzugeben. um farbähnliche, angrenzende Pixel.
Das Originalmotiv ändert sich dann direkt mit. Ähnliches Auswählen: Erweitert die Auswahl
Allerdings kann dies leicht verwirren. um farbähnliche Pixel auf der gesamten Ebene.
Meine Empfehlung ist: Aktivierte Checkbox Auswahl transformieren: Ermöglicht das trans-
„Auswahl“ und Vorschau „Ohne“. formieren der Auswahl.
Per Laden und Speichern lassen sich persönli- Um die Auswahl erscheint ein Rechteck mit 8
che Einstellungen speichern und wieder Anfassergriffen. Die Griffe in der Mitte erlau-
abrufen. ben das Verzerren in horizontaler, bzw. verti-
Mit der „+Palette“ lässt sich der Farbbereich kaler Richtung, die Eck-Anfasser skalieren in
für die Auswahl erweitern, mit der „-Palette“ beide Richtungen.
werden Farbbereiche abgezogen.
Umkehren invertiert die Auswahl.

Weiche Auswahlkante: Lässt den Inhalt der


Auswahl an den Rändern weich ins Transpa-
rente übergehen. Somit lassen sich Ränder von
Fotos z.B. absoften. Je höher der Wert, desto
weicher der Übergang.

Auswahl verändern
Umrandung: Erstellt einen Pixelrahmen mit Abbildung 3.14
Innen und Außenkontur, wobei die Hälfte Zum Transformieren einer Auswahl verwendet man das hier abgebil-
des angegebenen Wertes nach Innen, die an- dete Rechteck mit seinen acht Anfassern.
dere Hälfte nach Außen, betrachtet von der
bestehenden Auswahl, errechnet wird. Drückt man während des Ziehens die Um-
Abrunden: Rundet die Ecken einer Auswahl ab. schalt-Taste, bleibt das Verhältnis proportional.
Ausweitung: Vergrößert die Auswahl um eine Mit gedrückter Alt-Taste erfolgt die Transfor-
definierbare Anzahl an Pixeln nach Außen. mation relativ zum Mittelpunkt.
Verkleinern: Verkleinert die Auswahl um eine Mit gedrückter Strg-Taste lassen sich die Eck-
definierbare Anzahl an Pixeln nach Innen. Anfasser frei bewegen.
Ist die komplette Arbeitsfläche angewählt,
lässt sich die Auswahl seltsamerweise nur

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Auswahlmenü

Auswahl laden: Lädt eine zuvor gespeicherte


Auswahl. (s. Auswahl speichern)
Auswahl speichern: Speichert die momentane
Auswahl in einem Alphakanal. (Alphakanäle
werden im entsprechenden Kapitel besprochen)

Abbildung 3.15

Übersicht des „Auswahl speichern“ Dialogs.

Datei: Gibt an, in welcher Datei die Auswahl


gespeichert werden soll. Zur Auswahl steht
die momentan aktive Datei, bzw. eine neue
Datei.
Kanal: Die Auswahl kann in einem neuen
Alphakanal angelegt werden, oder aber mit
einem bestehenden Kanal verrechnet wer-
den. In letzterem Fall stehen noch weitere
Optionen zur Verfügung:
Kanal ersetzen: Der bisherige Kanal wird
durch den neuen Inhalt komplett ersetzt.
Dem Kanal hinzufügen: Die Auswahl wird
zur bestehenden Auswahl addiert
Von Kanal subtrahieren: Die Auswahl wird
von der bestehenden Auswahl abgezogen.
Kanalschnittmenge bilden: Nur die Schnittbe-
reiche des Kanals werden erhalten

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Ebenen

3.4 Ebenen Ein Augensymbol in der Ebenenpalette symbo-


lisiert, dass diese Ebene angezeigt wird.
Ebenen gibt es erst seit Photoshop Version 4. Per Mausklick auf das Auge kann man eine
Davor musste man schwer überlegen, ob Ebene ausblenden.
man ein Bildelement tatsächlich platzieren
wollte und es damit endgültig in den Pixelwei- Klickt man auf das leere Kästchen neben dem
ten versenkte, oder nicht. Inzwischen ist die Augensymbol, erscheint das Symbol einer
Anzahl der Ebenen unbegrenzt. Kette. Mit dieser Funktion kann man verschie-
dene Ebenen miteinander verketten- d.h.
Eine Ebene kann man sich wie eine transparen- beim Verschieben einer verketteten Ebene,
te Folie vorstellen, auf die etwas gezeichnet bewegen sich alle dazugehörigen Ebenen
wird. Je mehr Ebenen man in Photoshop er- ebenfalls mit. Dies verhindert ein versehent-
stellt, umso mehr Folien hat man quasi liches Verschieben von einander abhängiger
übereinander gelegt. Dabei verdecken die Ebenen gegeneinander.
oberste Folie die jeweils darunter liegenden
Folien. (Sofern sie Inhalte aufweisen) Oben links besteht die Möglichkeit einzustel-
In der Ebenenpalette sind alle vorhandenen len, wie die Ebene verrechnet werden soll.
Ebenen aufgestaffelt. Die oberste Auflistung Diese Funktion nennt sich „Ebenenmodus“.
stellt die oberste dar, die letzte Auflistung die „Normal“ ist das Standardmodus. Die restli-
unterste Ebene. chen Optionen sollten bei Interesse einfach
Photoshop bietet natürlich eine Menge Mög- einmal durchprobiert werden.
lichkeiten, die Inhalte der einzelnen Ebenen
zu verrechnen. Hier ein Überblick über die Unterhalb des Ebenenmodus gibt es noch die
Funktionen der Ebenen-Palette. Möglichkeit, transparente Bereiche, Bildpixel,
die Position oder alle drei gemeinsam einer
Ebene zu schützen.

Die Deckkraft gibt an, wie stark die Ebene


deckt, d.h wie sehr man darunter liegende
Ebenen erkennen kann. Je niedriger der Wert,
desto transparenter ist die Ebene.
Fläche bezieht sich nur auf die Transparenz
der Inhalte, nicht auf eventuell angewandte
Fülloptionen.
Abbildung 3.16

Übersicht der Ebenenpalette

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 31
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Ebenen

Über die Optionspalette der Ebenenpalette las- Sichtbare auf eine Ebene reduzieren: Verbin-
sen sich folgende Einstellungen machen: det alle sichtbaren Ebenen zu einer Ebene.
Auf Hintergrundebene reduzieren:
An Palettenraum andocken: Wie bei den Reduziert alle Ebenen auf die Hintergrun-
anderen Paletten beschrieben. debene. Hierdurch gehen viele Funktionen
Neue Ebene...: Erstellt eine neue leere Ebene Photoshops verloren, bis die Hintergrundebene
oberhalb der markierten Ebene. wieder in eine normale Ebene gewandelt wird.
Ebenenset löschen: Löscht das Ebenenset Palettenoptionen: Ermöglicht die Einstellung
Ebenensatz duplizieren: Dupliziert den mar- der Darstellungsgrösse der Ebenenminiaturen.
kierten Ebenensatz.
Verknüpfte Ebenen löschen: Löscht alle Ebe- Am unteren Rand gibt es wie bei jeder Palette
nen, die ein Verknüpfungssymbol aufweisen. einige Icons, die Schnellzugriffe auf wichtige
Verborgene Ebenen löschen: Löscht alle aus- Funktionen bieten.
geblendeten Ebenen.
Neues Ebenenset: Erstellt ein neues Ebenenset.
Ein Ebenenset funktioniert in etwa so
wie ein Ordner unter Windows oder MacOS. Von links nach rechts:
Man kann beliebig viele Ebenen in ein
Ebenenset ziehen. So bleibt die Ebenenstruktur Fülloptionen, Neue Ebenenmaske, Neues
übersichtlicher. Ab Photoshop CS lassen sich Ebenenset, Neue Einstellungsebene, Neue
auch Ebenensets in einander verschachteln. Ebene, Ebene löschen.
Neues Set aus verbundenen Ebenen: Photo-
shop erstellt aus den verknüpften, aktiven Per Alt-Klick auf eines dieser Symbole wir
Ebenen ein Ebenenset. noch ein Einstellungsmenü zur jeweiligen
Alle Ebenen in Set fixieren: Fixiert alle Ebe- Funktion mit aufgerufen, ansonsten werden
nen innerhalb des markierten Sets. die Standardfunktionen automatisch ange-
Ebenenseteigenschaften: Ruft die Eigen- wendet.
schaften des Ebenensets auf: Name, Farbmar-
kierung und anzuzeigende Farbkanäle der in
begriffenen Ebenen.
Fülloptionen: Öffnet das Fülloptionen-Fenster
für die aktuelle Ebene. Hier lassen sich
viele Effekte einstellen, wie Schlagschatten,
Lichtschein, abgeflachte Kanten usw.
Ebenenset auf eine Ebene reduzieren: Ver-
bindet alle Ebenen eines Ebenensets
zu einer Ebene.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 32
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Alphakanäle und Ebenenmaske

3.5 Alphakanäle und Ebenenmaske Die bisher kennen gelernten Auswahlmetho-


den erzeigen alle nach der Verwendung eine
3.5.1 Alphakanäle oder mehrere Konturen, die einen ausgewähl-
ten Bereich einschließen. Es gibt den Zustand
Alphakanäle nehmen in der Gruppe der Aus- „Ausgewählt“ und „Nicht ausgewählt“. Eine
wahlwerkzeuge eine Sonderrolle ein, da es Farbänderung z.B. wirkt sich entweder auf die
sich hierbei nicht wirklich um ein wirkliches Auswahl aus, oder sie tut es nicht.
Auswahlwerkzeug handelt.
Vielmehr kann der Alphakanal als eigene Ebe- Bisher war eine Auswahl, wenn sie verwendet
ne betrachtet werden, die in der Kanäle-Palet- und aufgehoben und gelöscht wurde nicht
te abgelegt ist und die die Informationen für mehr rekonstruierbar. Ausnahme, die letzte
eine sehr komplexe Auswahl speichern kann. Auswahl, welche über Auswahl: Erneut laden
abgerufen werden kann. Erst mit dem spei-
chern einer Auswahl über das Auswahlmenü
wird diese gesichert: In einem Alphakanal.

Um eine Auswahl zu erweitern waren wir


bisher auf die Auswahlwerkzeuge beschränkt,
welche für diesen Zweck nur unbefriedigende
Möglichkeiten bieten, wenn es um komplexere
Formen geht.

Abhilfe zu all diesen Problemen schafft nun


der Alphakanal.
Wie beschrieben kann der Alphakanal wie eine
eigenständige Ebene betrachtet werden, die
jedoch keine Bildinformationen, sondern aus-
schließlich Informationen bzgl. Einer Auswahl
bereitstellt.
Der Alphakanal arbeitet mit Graustufen und
kann derer 256 verschiedene verwalten, wenn
man will, also ein komplettes Graustufenfoto
in einem Kanal.
Abbildung 3.17

Ein Alphakanal wird in der Kanälepalette angezeigt, läst sich jedoch Was bringen diese Graustufen denn über-
wie eine Ebene behandeln. Es stehen 256 Graustufen zur Bearbei- haupt? Für den folgenden Fall wird davon
tung des Kanals zur Verfügung. ausgegangen, dass in den Kanal-Optionen der

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 33
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Alphakanäle und Ebenenmaske

Kanälepalette die Option „Farbe kennzeichnet


maskierte Bereiche“ gewählt ist. Für den an-
deren Fall vertauschen sich die beschriebenen
Rollen von Schwarz und Weiß.
Weiß bedeutet in einem Alphakanal, dass in
diesem Bereich der Ebene eine Auswahl erstellt
wird. Schwarz bedeutet, diese Bereiche wer-
den nicht in die Auswahl einbezogen.
Alle 254 Graustufen dazwischen, stehen
für eine begrenzte Auswahl. Ab einer 50%
Auswahl, also einem RGB Grauwert von Abbildung 3.19Das Ausgangsbild für unser Beispiel.
128/128/128 zeigt Photoshop diese mit der In der rechten unteren Ecke habe ich den präparierten Alphakanal
blinkenden Kontur an, Auswahlen von eingeblendet. Von Oben nach unten habe ich in dem Kanal Balken
0% - 49% (also einem Grauwert von 0/0/0 unterschiedlichster Grauabstufung erstellt.
– 127/127/127) werden nicht angezeigt, sind
aber dennoch vorhanden! Also lasst euch da-
von nicht irritieren.

Abbildung 3.18

Lädt man eine Auswahl, die unter 50% liegt, meldet sich Photoshop

mit diesem Hinweis zu Wort. Die Auswahl besteht, auch wenn sie

nicht sichtbar ist.


Abbildung 3.20

Nach geladenem Alphakanal per Strg-Klick auf den Alphakanal in

Wird eine solche Auswahl nun z.B. mit ei- der Ebenenpalette habe ich die Sättigung und Helligkeit der Ebene

ner Farbe gefüllt, so deckt die Farbe in den drastisch reduziert.

schwarzen Bereichen mit 100%, in den weißen In dem Bereich, in dem der Alphakanal Weiß ist, wirkt sich diese Än-

Bereichen zu 0% (dort besteht ja auch keine derung 100% aus. Am unteren Rand, wo es Schwarz ist, bleibt alles

Auswahl) und in den Bereichen, in denen der beim Alten. Dazwischen wirken die Bildeinstellungen nur begrenzt,

Alphakanal Grau ist, nur mit reduzierter Stär- je nach dem im Alphakanal vorhandenem Grauwert.

ke. Zur Veranschaulichung ein kleines Beispiel


in der rechten Spalte.

QUELLE:
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Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Alphakanäle und Ebenenmaske

Wie erstellt man nun aber die gewünschte Adäquat zu dem, was bei dem Alphakanal die
Auswahl in Form von Graustufen in dem Al- Stärke der Auswahl war, ist es nun hier die
phakanal? Müssten wir auf die normalen Aus- Stärke der Ebenendeckkraft an der entspre-
wahlrechtecke, Zauberstäbe etc. zurückgreifen chenden Stelle der Ebene.
und diese über Auswahl: Auswahl speichern in Weiß bedeutet, das Bildmotiv der Ebene wird
den Kanal bringen, macht das alles nur einen voll deckend gezeigt, Schwarz bedeutet voll-
geringen Vorteil gegenüber den bisherigen kommene Transparenz. Die Graustufen dazwi-
Varianten aus. schen stehen für eine Teiltransparenz.
Doch auch hier trumpft der Alphakanal noch Mit diesem Hintergrundwissen lassen sich im
einmal auf. Nachdem wir den Alphakanal in Handumdrehen weiche Bildübergänge zwischen
der Ebenenpalette angeklickt haben, können zwei Bildern erstellen. Auch hierzu ein Beispiel:
wir mit allen Werkzeugen darin wie in einem
Graustufenbild arbeiten. Pinseln, sprühen,
radieren, wischen, ja sogar die meisten Filter
aus dem Filter-Menü lassen sich verwenden.
Die Verwendung von z.B. unterschiedlichen
Werkzeugspitzen kann bei dem Erstellen einer
Auswahl für Haare sehr hilfreich sein.
Komplexe Verwendungen des Alphakanals fin-
det ihr in der Photoshop Schulung „Erweiterte
Techniken“. Den Grundlagenrahmen würde die
Thematik an dieser Stelle sprengen.

3.5.2 Die Ebenenmaske Abbildung 3.21

In der oberen Zeile befinden sich zwei einzelne Bilder auf getrenn-

Nachdem ihr nun hoffentlich das Prinzip des ten Ebenen. (s. Ebenenpalette) Diese wollen wir mit einem weichen

Alphakanals verstanden habt kommen wir Bildübergang in einander führen.

nun kurz zu einem „Bruder“ des Alphakanals, Dazu wählen wir die obere Ebene, welche die untere Ebene noch

der Ebenenmaske. Die Ebenenmaske ist nichts komplett verdeckt. Per Klick auf das Ebenenmasken-Symbol erstellen

anderes, als ein Alphakanal, der neben den wir eine neue Maske, die neben der eigentlichen Ebenenminiatur

Bildinformationen einer Ebene mitgespeichert abgebildet wird.

wird und welche sich um die Deckkraft der Diese Maske ist automatisch aktiv (ansonsten per Mausklick anwäh-

Ebene kümmert. Über Ebene: Ebenenmaske len). Mit dem Verlaufswerkzeug wird ein Verlauf von Schwarz nach

Hinzufügen, oder das zweite kleine Symbol Weiß estellt. das Ergebnis ist eine softe Einblendung des Ebenenin-

( )in der Ebenenpalette lässt sich eine solche halts von Links nach rechts.

Maske erstellen. Sie erscheint als zweite Minia- Wichtig ist, dass sich beide Ebenen dazu ein gutes Stück überlappen!

tur neben der eigentlichen Ebenenminiatur.

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Pfade

3.6 Das Pfadwerkzeug Zeichenstift-Werkzeug: Das Standardwerkzeug


zum erstellen von Bézier-Kurven.
Das Pfadwerkzeug, dessen eigentliche Bezeich- Freiform-Zeichenstift-Werkzeug:
nung das Zeichenstift-Werkzeug ist, stellt eine Ermöglicht das Erstellen von Pfadformen ohne
enorm mächtige Möglichkeit dar, um sehr de- das setzen von Ankerpunkten.
taillierte Auswahlen zu erzeugen, wenn man Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug: Fügt einem
es beherrscht. bestehenden Pfad neue Ankerpunkte hinzu.
Gerade der Anfänger schmeißt gerne das Ankerpunkt-löschen-Werkzeug: Löscht einen
Handtuch, da es intuitiv nur schwer zu erler- bestehenden Ankerpunkt von einem Pfad.
nen ist und es damit eine gewisse Einarbei- Punkt-umwandeln-Werkzeug: Wandelt einen
tungszeit abverlangt, die ich jedoch jedem Kurvenpunkt in einen Eckpunkt um und
intensiv ans Herz legen möchte. umgekehrt.

In Grafikprogramme wie Illustrator oder Free- Nach dem Anwählen des Pfad-Werkzeuges
hand und auch bei der Erstellung von Schriftsät- erscheinen in der Optionsleiste am oberen
zen in Fonttools ist dieses Werkzeug, das eine so Rand des Bildschirms mehrere weitere Einstel-
genannte „Bézierkurve“ erzeugt das „A und O“. lungsmöglichkeiten.
Nähere Informationen zu dem Erfinder der Bé-
zierkurve, Paul Ètienne Bézier und die mathe-
matische Funktionsweise der Kurve findet der
Interessierte in der Rubrik „Leseecke“ unter 1. Formebene: Erzeugt eine neue Pfad-Forme-
„Fachwissen“ auf www.photozauber.de. bene. (Fläche und Pfadkontur)
2. Pfad: Erzeugt eine Pfadkontur.
3.6.1 Funktionen des Pfadwerkzeuges 3. Pixel füllen: Die Zeichnung des Zeichenstift-
werkzeuges oder eines Formelement wird
Hinter dem Zeichenstift-Werkzeug in der Werk- direkt in ein Pixelelement umgewandelt, wenn
zeugpalette verstecken sich weitere Funktionen: es abgeschlossen ist. Hierdurch verliert es na-
türlich seine Vektorfunktionen.
4. Zeichenstift-Werkzeug: Normales Pfadwerkzeug
5. Freihand-Zeichenstift-Werkzeug:
Ermöglicht das Erstellen eines Freihand-Pfades.
6. Verschiedene vorgefertigte Formen auf Vek-
torbasis. Bei der Einführung in die Werkzeuge
bereits angesprochen.
Abbildung 3.22: Das Fly-Out Menü des Zeichenstift-Werkzeugs 7. Optionspfeil: Ermöglicht das aktivieren der
„Gummiband-Funktion“. Diese bietet eine
Art Vorschau der Biegung des nächsten Kur-

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 36
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Pfade

vensegments. 3.6.2 Pfadtypen


8. Autom. hinzuf./löschen: Mit aktivierter Opti-
on wechselt Photoshop automatisch zum In Photoshop wird man mit drei verschiedenen
„Ankerpunkt-Entfernen-Werkzeug, sobald Arten an Pfaden konfrontiert. Hier ein Über-
man mit der Maus über einen Ankerpunkt blick über die verschiedenen Varianten.
fährt. Über einem Pfadstück wechselt PS zum
Ankerpunkt-Hinzufügen-Werkzeug. Arbeitspfad: Unbenannter, ungesicherter Pfad.
Per doppelklick auf den Pfad in der Palette
Es folgen verschiedene Modi, wie Unterpfade wird er zum normalen gesicherten Pfad, wel-
(mehrere Pfade innerhalb einer Pfadebene) cher auch Unterpfade zulässt.
miteinander verrechnet werden sollen. (Weitere Pfade innerhalb einer „Pfadebene“)
Die Symbole sollten bereits von den anderen
Auswahlwerkzeugen die in Kapitel 3.3.1 vorge- Beschneidungspfad: Wird benötigt, um Objek-
stellt wurden, bekannt sein: te für Layoutprogramme wie Adobe InDesign
oder QuarkXPress vom Hintergrund freizustel-
Von Links nach Rechts: len. Ein transparenter Hintergrund in Photo-
1. Der Unterpfad wird zu allen anderen addiert. shop reicht hierfür nicht aus.
2. Die Unterpfadfläche wird von der Füllung Nach dem erstellen des Pfades wird er über
ausgenommen. die Palettenoption als Beschneidungspfad
3. Nur die Bereiche werden gefüllt, die eine gesichert und die Datei anschließend als TIF
Schnittmenge ALLER Unterpfade aufweisen. oer EPS gesichert um im Layoutprogramm das
4. Hier kommt die Standardfüllregel (Even- freigestellte Objekt zu erhalten.
Odd) zum Einsatz:
Überlappungen mit einer ungeraden Anzahl von Tips zum Erstellen von Beschneidungspfaden
Schnittmengen werden gefüllt, gerade Anzahlen
an Schnittmengen werden leer gelassen. • Es sollten so wenige Ankerpunkte wie
möglich verwendet werden.
• Für ein neues Kurvensegment sollte der
Ankergriff immer etwa halb so lang
gezogen werden, wie die neue Strecke lang
werden soll.
• Der Pfad sollte immer ein wenig innerhalb
des Motivs verlaufen. Verläuft er
genau an der Kante oder leicht ausserhalb,
werden Übergangspixel zum Hintergrund
(durch die Glätten-Funktion) mit ausge-

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Pfade

wählt und ergeben freigestellt 2: Die kleinen runden „Knödel“ werden als
unschöne Pixelränder. Haltegriffe oder Anfasser bezeichnet.
• Beim Freistellen sollte stets die Charakte- 3: Die Richtung wechselt in einem Schwung, es
ristik des Motivs im Vordergrund liegt ein Kurvenpunkt vor.
stehen. Bei einer stacheligen Frisur z.B. ist Man erkennt ihn auch daran, das zu beiden
es nicht notwendig, jeden einzelnen Seiten des Punktes eine Tangente mit Halte-
kleinen Stachel in die Auswahl einzubezie- griff hervorgeht.
hen. Die grossen und evtl. einige kleine 4: Die schmalen Linien die vom Pfad abgehen
reichen aus, um den Charakter darzustellen. sind die Tangenten- sie bestimmen den
• Bilder, die vom Bildrand angeschnitten weiteren Verlauf der Kurve.
sind, müssen dringend auch am (Entlang einer Tangente erhält man immer
Bildrand in die Auswahl einbezogen wer- einen gebogenen Pfadverlauf)
den. Hört man einfach an dem Punkt 5: Die Richtung wechselt hart: Hier liegt ein
auf, an dem das Bild vom Rand abgeschnit- Eckpunkt vor.
ten wird, vervollständigt PS den Pfad
beim freistellen selber auf direktem Wege- Sowohl Kurven als auch Eckpunkt sind Stütz/
und dies ist selten erwünscht. Ankerpunkte
• Bei unscharfen Motiven erscheinen Ecken
oft runder als sie sind. Dies sollte Eckpunkte
beim Ziehen des Pfades bedacht werden.

3.6.3 Definition von Pfadelementen

Ein Pfad besteht aus mehreren Elementen, wie


die folgende Abbildung zeigt.

Um mit aktiviertem Zeichenstift gerade Stre-


cken zu zeichnen, klickt man einfach einmal
auf die Bildfläche, ohne dabei die Maus zu
ziehen. Photoshop verbindet die Stützpunkte
automatisch auf direktem Wege, wie in der
oberen Abbildung gezeigt.
Hält man während dem Klicken die „Shift“ Tas-
te gedrückt, beschränkt man die Richtung
1: Das Stück zwischen zwei Anker/Stützpunk- auf 45° Schritte. So lassen sich sehr exakte und
ten bezeichnet man als Pfadsegment. scharfkantige Linien zeichnen.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 38
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Pfade

Der Pfad läuft scheinbar


parallel zur Tangente (bei
Kurvenpunkte sehr starker Vergrößerung
erkennt
man, das er doch nicht
100% parallel läuft) und
schlägt recht spät eine
Rechtskurve ein, um den 2.
Kurvenpunkt zu berühren.
Dazu liegt der Pfad dann
einen kurzen Moment kom-
Die Eckpunkte waren bisher noch keine Her- plett parallel- besser genau
ausforderung- im Grunde genommen verhal- auf dem Stützpunkt mit
ten sie sich exakt wie das Polygon-Lasso. zugehöriger Tangente.
Interessant wird es nun bei den Kurvenpunkten: Nach dem gleichen Prinzip
verläuft es nun auch am
Klicken wir mit dem Zeichenstift auf die Bild- Rest des Pfades.
fläche und ziehen dabei mit gedrückte Maus- Je länger die Tangente,
taste vom gesetzten Punkt weg, erzeugen wir desto schneller legt sich
Abbildung 3.23:
eine Tangente, an der sich das nächste Pfad- der Pfad an diese an. Ist die
Die Annäherung des
segment im weiteren Verlauf anlehnt. Tangente kürzer, hat der Pfad
Pfades an eine Tangen-
Hierbei funktioniert es nach dem gleichen mehr „Spielraum“.
te in der Vergrößerung.
Prinzip wie in der Mathematik: Um einen Pfad zu schließen
klickt man zum Schluss hin auf den zuerst ge-
Der gesetzte Stützpunkt stellt den Scheitel dar, setzten Punkt.
an dem ein Richtungswechsel des Pfades
geschieht. Je näher der Pfad dem Scheitel
kommt, desto stärker nähert er sich der ausge-
zogenen Tangente an, bis er sie schließlich im
gesetzten Stützpunkt flüchtig berührt
(deshalb ist ein Kurvenpunkt mathematisch
gesehen auch ein Berührpunkt) und sich
dann wieder von der Tangente entfernt.
Betrachten wir unsere Kurve im Verlauf von
links nach rechts:
Die Tangente ist senkrecht vom Stützpunkt
ausgezogen- das Ergebnis:

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 39
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Pfade

3.6.4 Palettenoptionen Auswahl erstellen: Erstellt aus dem momentan


gewählten Pfad eine Pixelauswahl.
Folgende Optionen finden sich im Optionsme- Pfadfläche füllen: Füllt die Fläche innerhalb
nü der Pfadepalette aufgelistet: der Pfadkontur mit Inhalt. Nach Bestätigen
öffnet sich ein Menü, in dem Farbe, Muster,
Deckkraft,... gewählt werden können.
Pfadkontur füllen: Füllt die Pfadkontur. Nach
bestätigen öffnet sich eine weitere Auswahl,
in der zwischen verschiedenen Standardwerk-
zeugen gewählt werden kann. Basierend
auf den momentanen Einstellungen dieses
Werkzeugs wird die Pfadkontur gefüllt.
Beschneidungspfad: Eine sehr wichtige Pfad-
funktionen. Wird ein Pfad in einen Beschnei-
Abbildung 3.24:
dungspfad umgewandelt, kann er in einem
Übersicht der Optionen
Satzprogramm wie Adobe InDesign oder
der Pfadpalette
QuarkXPress wieder aufgenommen, und das
Bild freigestellt werden. Pro Datei ist nur ein
An Palettenraum andocken: Selbe Funktion Beschneidungspfad möglich.
wie bei der Protokoll-Palette. Palettenoptionen: Hier kann lediglich die Grö-
Neuer Pfad: Erstellt einen neuen, leeren Pfad. ße der Pfadsymbole in der Palette von
Pfad duplizieren: Dupliziert den momentan „Ohne“ bis „Sehr groß“ definiert werden.
gewählten Pfad.
Pfad löschen: Löscht den gewählten Pfad. Auf einige der Menüpunkte kann auch direkt
Arbeitspfad erstellen: Diese Funktion steht nur über die kleinen Icons unten in der Pfad-
zur Verfügung, wenn eine Auswahl besteht. Palette zugegriffen werden.
Nach Auswahl wird der Benutzer aufgefordert,
einen Toleranzwert einzugeben.
Dieser bestimmt die Anzahl der Stützpunkte,
die Photoshop bei der Umwandlung einrech- Von Links nach Rechts:
net. Je höher der Wert, desto weniger solcher Pfadfläche füllen, Pfadkontur füllen, Auswahl
Punkte werden gesetzt. Es entsteht eine unge- aus Pfad erstellen, Pfad aus Auswahl erstellen,
nauere Auswahl, die evtl. Details verschluckt. Neuer Pfad und Pfad löschen.
Ein niedriger Wert führt zu vielen Stützpunk- Per Alt-Klick auf eines der Symbole werden
ten, die allerdings auch das Nachbearbeiten noch die Einstellungsoptionen aufgerufen,
deutlich erschweren. ansonsten werden Standardwerte verwendet.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 40
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Bildgröße

3.7 Freistellen 3.7.2 Das Freistellwerkzeug

Während der Arbeit kommt es oft vor, dass Diese Möglichkeit stellt die weitaus
bestimmte Bildelemente von der Umgebung bequemere und komfortablere Mög-
getrennt werden müssen. lichkeit dar. Ist das Werkzeug ange-
Beispielsweise soll aus einem Screenshot einer wählt, lassen sich in der Optionsleiste mehrere
Arbeitsfläche nur ein Fenster In der Datei Einträge machen:
übrig bleiben. Man könnte nun natürlich alle Breite/Höhe: Geben an, wie groß der Bildaus-
Inhalte um dieses Fenster herum löschen und schnitt nach dem Freistellen sein soll. Photo-
anschließend über die Arbeitsfläche die Bild- shop rechnet die Bildgröße automatisch nach
masse auf die Fenstergröße zu recht tippen. oben oder unten- auch mit eventuellen Quali-
Doch diese Lösung ist umständlich und nicht tätsverlusten, bei zu starker Vergrößerung.
sonderlich effektiv. Auflösung: Gibt an, in welcher Auflösung der
Photoshop bietet zwei elegantere Möglichkei- Bildausschnitt nach dem Freistellen
ten, das gewünschte Ziel zu erreichen: vorliegen soll. So lassen sich beispielsweise
schnell Bildausschnitte fürs Web freistellen
3.7.1 Der Auswahlrahmen und gleichzeitig in der Auflösung anpassen.
Da es nur ein Arbeitsschritt ist, geht nur be-
Um den freizustellenden Bildbereich schränkt Information verloren.
wird mit dem Auswahlrechteck eine Vorderes Bild: Drückt man diesen Button, über-
Auswahl gezogen. nimmt Photoshop automatisch die Maße
Runde Auswahlen sind sinnlos, da eine Freistel- des aktiven Bildes in die Breite/ Höhe Felder
lung stets rechteckig erfolgt. auf. Dies kann praktisch sein, wenn man einen
Eine runde/ovale Auswahl würde lediglich von Ausschnitt eines Bildes in selber Größe erstel-
einem imaginären Rechteck umschrieben len will, oder wenn aus mehreren Dateien
werden, welches Photoshop dann freistellt. Bildelemente selber Größe in einer neuen
Nach dem Erstellen der Auswahl geht man Datei zusammengeführt werden sollen.
über das Menü „Bearbeiten“ auf Freistellen.
Schon wird der Raum um die Auswahl entfernt
und das Bild automatisch auf die Grösse
der Auswahl reduziert.

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Transformieren

3.8 Transformieren Mit gedrückter Shift-Taste: Keine Besonderheit.


Mit gedrückter ALT-Taste: Die Verkleinerung/
Nicht immer liegt ein Bildelement in der ge- Vergrößerung erfolgt gleichmäßig vom
wünschten Ausrichtung bzw. Perspektive vor. Symetriepunkt ausgehend.
Mit dem Transformieren-Befehl lassen sich For- Mit gedrückter Strg-Taste: Das Motiv wird ge-
men in beliebige Winkel und Perspektiven neigt, wobei die Seite mit dem
verzerren- wenn auch leider nur geradlinig. gewählten Anfasser und die gegenüberliegen-
Wölbungen und Biegungen lassen sich de Seite unverändert bleiben.
mit dem Transformieren (noch) nicht schaffen. Mit gedrückter Shift+Strg-Taste:
Um einen Bestimmten Bereich zu transformie- Wie mit Strg-Taste. Die Shift Taste beschränkt
ren muss eine Auswahl bestehen, sonst wird jedoch die Bewegung auf eine exakt horizon-
die gesamte aktive Ebene verformt. tale Verschiebung.
Anschließend wird über Bearbeiten: Transfor- Mit gedrückter Strg+Alt-Taste: Die der Anfas-
mieren, oder Bearbeiten: Frei Transformieren serkante gegenüberliegende Seite wird in die
die gewünschte Änderung durchgeführt. Entgegengesetzte Richtung verschoben
Mit gedrückter Shift+Strg+Alt-Taste:
3.8.1 Frei Transformieren Die der Anfasserkante gegenüberliegende
Seite wird in die Entgegengesetzte Richtung
Dieser Modus bietet die meisten Möglichkeiten verschoben. Proportionale Transformation vom
in einer Funktion. Hat man die verschiedenen Symetriepunkt aus.
Tastenkombinationen einmal intus, stellt dieser
Menüpunkt die erste Wahl in Sachen Bildtrans- Eckanfasser
formation dar.Nach dem Bestätigen des Menü- Normal: Vergrößern das Motiv in hori-
punktes erscheinen acht Anfasser um das Bild zontale und vertikale Richtung. Dabei
herum, die je nach Anfasspunkt und Tasten- bleibt der diagonal gegenüberliegende Eck-
kombination verschiedene Wirkungen haben. punkt fest an seinem Platz.
Bei nicht rechteckigen Auswahlen, wird das Mit gedrückter Shift-Taste: Die Vergrößerung
Transformations-Rechteck so eng wie möglich bzw. Verkleinerung erfolgt proportional.
um die Auswahl gelegt. Mit gedrückter Alt-Taste: Die Transformation
erfolgt zum Symetriepunkt ausgerichtet.
Mittlere Anfasser Mit gedrückter Strg-Taste: Die Punkte lassen
Normal: Vergrößern bzw. verkleinern sich frei auf der Arbeitsfläche verschieben.
das Motiv in horizontale (Anfasser Mit gedrückter Shift+Strg-Taste: Die Eckpunkte
Rechts/Links) bzw. in vertikaler (Anfasser Oben/ lassen sich nur in 90° Winkeln verschieben
Unten) Richtung. Mit gedrückter Strg+Alt-Taste: Kippt das Motiv
über den Symetriepunkt.

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Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Transformieren

Mit gedrückter Shift+Strg+Alt-Taste: Neigung in horizontaler, bzw. vertikaler


Verkleinert eine Seitenkante zum mittleren Richtung.
Anfasser hin.
Der Befehl „Frei Transformieren“ wird sehr
Außerhalb des Transformationsrahmens wan- oft gebraucht. Es empfiehlt sich, den Shortcut
delt sich der Mauszeiger in einen gebogenen. hierfür im Gedächtnis zu behalten: Strg+T.
Doppelpfeil. Per gedrückter Maustaste lässt Um unnötigen Verlust von Bildinformationen
sich die Auswahl so drehen. und somit Qualität zu vermeiden, sollten
Der Symetriepunkt gibt dabei den Punkt an, immer so viele Transformationsschritte wie
um den das Motiv gedreht werden soll. möglich in einem Ablauf gemacht werden.
Dies ist ein weiterer Grund, der für die Freie
Statt ungenauen Transformationen per Hand Transformation spricht.
und Maus lassen sich viele der angegebenen
Schritte auch in der Optionspalette des „Frei- 3.8.2 Transformieren (per Menübefehl)
Transformieren“ Befehls genau definieren.
Die Menüpunkte unter Bearbeiten: Transfor-
mieren:... bieten die selben Möglichkeiten
wie auch unter „Frei Transformieren“, mit eini-
Das Gittersymbol mit den neun Punkten gibt gen erleichternden Funktionen wie „Horizon-
den Bezugspunkt an, über den Transformiert tal/ Vertikal spiegeln“, 180° drehen,...
werden soll. Die Funktionsweise ist die selbe, Diese Ergebnisse können auch über das freie
wie beim ändern der Größe der Arbeitsfläche. Transformieren erzielt werden, sind jedoch
über den direkten Menüpunkt komfortabler zu
Die X/Y Koordinaten geben die exakte Position erreichen.
der Grafik auf der Arbeitsfläche an.
B/H steht für Breite und Höhe des Bildes. Es Der Punkt „Erneut transformieren“ wiederholt
können verschiedene Maßeinheiten angege- die zuletzt getätigte Transformation.
ben werden, die Photoshop automatisch in die Auf diese Weise lassen sich gleiche oder ähnli-
momentan verwendeten umrechnet. che Objekte schnell passend zu einander
Das Kettensymbol zwischen den beiden Werten transformieren, ohne jedes mal alle Einstellun-
sorgt für korrekte Proportionen. Es kann per gen neu einzugeben.
Mausklick aktiviert und deaktiviert werden.
Der Drehwinkel gibt an, um wie viel grad das
Motiv gedreht werden soll.
Positive Werte stehen hier für eine Rechtsdre-
hung, negative Werte für eine Linksdrehung.
Die letzten beiden Eingabefelder regeln eine

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Text in Photoshop

3.9 Text in Photoshop 3.9.3 Textoptionen

Mit dem Wechsel von Version 5.5 auf 6 hat Nach der Aktivierung des Textwerkzeuges
sich ein gewaltiger Schritt in Sachen Textver- können in der Optionsleiste Einstellungen für
waltung unter Photoshop getan. Musste man einzugebende Schrift gemacht werden. Bereits
in den Vorgängerversionen den Text noch in vorhandene Schrift muss erst markiert werden,
einem separaten Fenster editieren, lässt er sich bevor sie verändert werden kann.
nun bequem direkt auf der Arbeitsfläche den
eigenen Wünschen anpassen. Die verschiede-
nen Text- und Absatzmöglichkeiten entspre-
chen im Großen und Ganzen denen aus Pro- Im ersten Drop-Down Menü kann die Schriftart
grammen wie Freehand oder Illustrator. gewählt werden, in dem Menü dahinter
Ihr Schnitt (Fett, Schmal, Kursiv,…). Hier wer-
Text kann hierbei entweder in einer begrenz- den jedoch ausschließlich die vom Schrifther-
enden Box eingefügt werden (Absatztext), steller gelieferten Schnitte aufgelistet. Ein
oder einfach frei auf die Fläche geschrieben künstliches Schrägstellen oder fett machen der
werden. (Punkttext) Lettern wie z.B. in Word ist (zum Glück) nicht
möglich.
3.9.1 Absatztext
Die nächsten beiden Einstellungsmöglichkeiten
Mit aktiviertem Textwerkzeug und gedrückter bestimmen die Schriftgröße, so wie deren
Maustaste wird ein Textrahmen aufgezogen, Kantenglättung. „Ohne“ verzichtet vollkom-
welcher anschließend den Fließtext beinhaltet. men auf Glättung der Kanten und eignet
Ist Text vorhanden, kann dieser über die Text- sich für sehr kleine Schriftgrade (Unterhalb
optionen verwaltet werden. Schriftgröße 10) bei Bildschirmdarstellung.

3.9.2 Punkttext Es folgen die Absatzformate „Linksbündig,


Zentriert und Rechtsbündig.
Per Mausklick in die Fläche wird der Text von Über das Farbfeld kann eine Schriftfarbe ge-
dieser Position aus einfach immer weiter nach wählt werden.
rechts geschrieben. Umbrüche müssen von Das „T“ über dem geschwungenen Bogen bie-
Hand getätigt werden. tet die Möglichkeit, Text perspektivisch zu
verzerren. Photoshop bietet hier eine breite
Über den Befehl Ebene: Text: In Absatz/Punkt- Auswahl an vorgefertigten Verzerrungen, die
Text konvertieren kann ein bereits bestehender per Schieberegler reguliert werden können.
Text in das andere Format gewandelt werden.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 44
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Text in Photoshop

Das kleine Palettensymbol am Ende der Opti-


ons-Leiste bietet dem Benutzer eine Palette
erweiterter Einstellungsmöglichkeiten, wie
Laufweite, Hoch- und Tiefstellen
von Buchstaben, Einzüge,...

Abbildung 3.25:

Die erweiterten Textoptionen

Neu in Photoshop CS ist ein kleines Symbol vor


dem Schriftart-Menü, mit welchem man den
Text zwischen horizontaler und vertikaler Lauf-
richtung umschalten kann.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 45
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Das Protokoll

3.10 Das Protokoll Ganz oben in der Palette zeigt Photoshop eine
Miniatur der Anfangsdatei an, den Zustand
3.10.1 Die Protokollliste also, den die Datei beim öffnen hatte.
Beginnt man über Datei: Neu mit dem Erstellen
Das Protokoll, bzw. die Protokollpalette stellt einer komplett neuen Datei, stellt die Miniatur
das wichtigste Werkzeug zum Verwalten der die Farbe der leeren Arbeitsfläche dar. Rechts
erledigten Arbeitsschritte dar. von der Abbildung steht der Dateiname.
Mit der Protokollpalette lässt sich die getane
Arbeit bequem zurückverfolgen und im Nach- Links der Miniatur steht zu Beginn das Symbol
hinein korrigieren und/oder beeinflussen. für den Protokollpinsel. (Pinselspitze mit Pfeil)
Die folgende Abbildung zeigt die Protokollpa- Darunter aufgereiht führt Photoshop die er-
lette mit einigen abgeleisteten Arbeitsschritten. ledigten Arbeitsschritte mit genauer Bezeich-
nung auf. Die Funktionsweise der Palette ist
nun eigentlich recht logisch:
Per Mausklick auf einen der aufgeführten Ar-
beitsschritte kehrt man zu diesem zurück
und kann von diesem Zustand aus weiterarbei-
ten. Aber Vorsicht: Ab dem markierten Schritt
wird der weitere Verlauf nun gelöscht!
In dem Beispiel oben würde dies z.B. bedeu-
ten, dass nach Anwahl des Arbeitsschrittes
„Kacheleffekt“ das Bild nun in den Zustand
direkt nach dem Anwenden des Kacheleffektes
versetzt würde.
Führt man nun einen neuen Arbeitsschritt aus,
sind die Punkte „Polarkoordinaten, Als Ebene
einsetzen,...“ aus dem Protokoll vgelöscht.

Links der Arbeitsschritte wird jeweils ein leeres


graues Kästchen angezeigt.
Mit einem Mausklick darauf, setzt man den
gewählten Arbeitsschritt als Ziel für den Pro-
tokollpinsel fest.Dies bedeutet, das man mit
dem Werkzeug „Protokoll-Pinsel“ nun gezielte
Stellen in den markierten Zustand zurückver-
setzen kann, der Rest des Bildes jedoch unbe-
rührt bleibt.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 46
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Kapitel 3: Arbeiten mit Photoshop: Das Protokoll

3.10.2 Protokolloptionen Ersten Schnappschuss automatisch erstellen:


Photoshop erstellt beim Öffnen einer Datei
Die Optionen der Protokollpalette automatisch einen Schnappschuss des Urzu-
standes. Diese Option sollte aktiviert bleiben.
Beim Speichern automatisch Schnappschuss
erstellen: Erstellt bei jedem Speichern auch
automatisch einen Schnappschuss.
Neuer Schnappschuss automatisch anzeigen: Ist
diese Option aktiviert, erhält man nach betä-
tigen des Schnappschuss-Symbols am Fuß der
Palette ein Dialogfeld für den neuen
Schnappschuss- ansonsten nicht.
Nicht lineare Protokolle sind zulässig: Diese
An Palettenraum andocken: Befördert die Pa- Option verwirft den „normalen“ Aufbau der
lette in den Palettenraum. (Kleiner horizonta- Palette. Klickt man mit dieser Option aktiviert
ler Bereich in der Optionsleiste von Photoshop) mitten in den Verlauf der Palette und führt
Schritt vorwärts/ rückwärts: Geht im Protokoll nun neue Schritte aus, werden diese am Ende
einen Schritt vorwärts/ rückwärts des Protokolls angehängt und durch einen
Neuer Schnappschuss: Diese Option fertigt ein schwarzen Strich getrennt. Dieser Strich sym-
Abbild des momentanen Zustands an und bolisiert auch gleichzeitig den Beginn eines
legt dieses Bild unter die Miniatur ganz oben neuen Protokoll-Strangs. Diese Art des Proto-
in der Palette. Auf diesen Zustand kann nun kolls lässt zwar zu, an alte Punkte anzuknüp-
jederzeit zugegriffen werden, auch wenn fen ohne neue zu verlieren, allerdings wird
im Protokoll bereits neue Aktionen den ge- es sehr schnell verwirrend, sich in der Palette
wünschten Stand verdrängt haben. zurechtzufinden, da es nicht mehr „logisch“
Löschen: Löscht den markierten Punkt im Pro- zugeht. Es ist hier dringend nötig, sich zu
tokoll und alle folgenden Punkte. merken, welcher Protokollstrang zu welchem
Protokoll löschen: Löscht die komplette Palette Abschnittsende gehört. Für den Anfänger emp-
bis auf den markierten Punkt fiehlt sich die lineare Arbeitsweise der Proto-
Neue Datei: Erstellt aus dem momentanen Zu- kollpalette.
stand eine Neue Datei.
Am Fuß der Palette befinden sich drei Symbole.
Protokoll Optionen: Dieser Punkt des Proto-
koll-Menüs verbirgt einige weitere Unterpunk-
te, die ebenfalls kurz aufgeführt werden: Diese entsprechen von Links nach Rechts:
Neue Datei, Neuer Schnappschuss,Objekt löschen.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 47
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

3.11 Aktionen Die Reihenfolge entspricht dabei der Aufrei-


hung der Arbeitsschritte in der Aktionspalette
Muss man ein und den gleichen Arbeitsablauf von Oben nach unten. Hier können auch die ein-
mit vielen Bildern oder Bildelementen wieder- zelnen Arbeitsschritte nachvollzogen werden.
holen, ist es sehr aufwendig und nervig, jeden Es ist auch möglich, einen Punkt mitten in der
Arbeitsschritt aufs Neue anzuklicken, Einstel- Aktion als Startpunkt zu wählen um somit vor-
lungen zu machen etc. angegangene Aufzeichnungen zu ignorieren.
Photoshop bietet mit den Aktionen die Mög- Um eine eigene Aktion aufzunehmen klickt
lichkeit, Arbeitsabläufe aufzunehmen und man auf den “REC Button” (Kreis) unten in der
diese dann mit einem Knopfdruck automatisch Aktionspalette oder wählt in dem Optionsme-
abzuarbeiten. Über das Menü Fenster: Aktio- nü der Palette “Neue Aktion”. Alle Aktionen
nen lässt sich die Aktionspalette einblenden, werden ab jetzt bis zum Drücken der Stop-
die bereits eine Menge an vorgefertigten Opti- Tastein der Aktion aufgezeichnet und in der
onen bereithält. Palette zum Verständnis niedergeschrieben.

Das Palettenmenü weist einige Funktionen


auf, die sich jedoch bis auf ein paar Ausnah-
men von selber erklären.
Ein Set (Neues Set) ist wie ein Ebenenset der
Ebenenpalette zu verstehen, in dem eine Grup-
pe von Aktionen zusammenfasst wird.
So könnte man z.B. ein Set für Freisteller anle-
gen, eines für Farbänderungen usw.
Menübefehl einfügen gibt die Möglichkeit
einen Menübefehl aus den Photoshop-Menüs
in die Aktion zu integrieren.
Sinnvoll wäre z.B. das Speichern-Menü, da die-
ses individuelle Eingriffe ermöglicht.
Zum Ausführen einer dieser Aktionen wählt Unterbrechung einfügen pausiert den Akti-
man die gewünschte einfach an und klickt onsablauf mit einer frei definierbaren Warn-
auf den “Play-Button” (Dreieck) unten in der meldung. So kann der Benutzer z.B. vor einer
Aktions-Palette. Photoshop arbeitet nun alle Modusänderung gewarnt werden, die Farbein-
aufgeführten Schritte systematisch durch und stellungen nochmals zu überprüfen.
wird bei Bedarf Einstellungsfenster öffnen, in
denen der Benutzer bestimmte Parameter für
Effekte oder ähnliches festlegen kann.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 48
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

4. Bildeinstellungen vom linken bis zum rechten Rand erstrecken.


Ein dunkles Bild wird den größten Ausschlag
4.1 Das Histogramm im Tiefen-Bereich, also Links haben- ein thelles
Bild genau umgekehrt.
Das Histogramm zeigt die Verteilung der
Helligkeitswerte innerhalb des vorliegenden Unterhalb des Histogramms lässt sich ab
Bildes. Man erreicht das Histogramm bis Versi- Photoshop CS eine Quelle wählen, welche die
on 7 über „Bild: Histogramm. In Photoshop CS Informationen für das Histogramm liefern soll.
ist das Histogramm zu den Fenstern (Fenster: „Gesamtes Bild“ und „Ausgewählte Ebene“
Histogramm) übergewandert. sollten selbstredend sein.
Korrekturcomposite muss angewählt werden,
wenn man eine Einstellungsebene angewählt
hat und deren Beeinflussung auf die darunter
liegenden Ebenen ablesen möchte.

Die restlichen Werte geben weitere Angaben


über die Helligeitsverteilung im Bild.
Mittelwert: Der durchschnittliche Helligkeitswert.
Standardabweichung (Std-Abweichung): Gibt
an, wie stark die Helligkeitswerte schwanken.
Zentralwert: Dies ist der Mittelwert der vor-
Im Drop-Down Menü kann man zwischen der handenen Helligkeitswerte.
Luminanz (Helligkeitsverteilung) und den Pixel: Gibt die Gesamtzahl der zum Berechnen
einzelnen Farbkanälen durchschalten. des Histogramms verwendeten Pixel an.
Tonwert: Zeigt die Helligkeitsstufe des Bereichs
Der schwarze „Berg“ der den Hauptbereich direkt unter dem Zeiger an.
einnimmt, ist das eigentliche Histogramm. Häufigkeit: Zeigt die Gesamtzahl der Pixel an,
Er zeigt die Verteilung der im Bild vorhande- die der Helligkeitsstufe des unter dem
nen Helligkeitswerte. Der linke Rand steht Zeiger liegenden Bereichs entspricht.
für Schwarz (Tonwert 0), der rechte Rand für Spreizung: Zeigt die Gesamtzahl der Pixel auf
Weiß (Tonwert 255). Dazwischen versammeln oder unter der Ebene unterhalb des
sich die Grauwerte. (Bis Photoshop 7 zeigt ein Zeigers an. Dieser Wert wird als Prozentsatz
Schwarz/Weiß-Verlauf unterhalb des Histo- aller Pixel im Bild dargestellt, von 0 % ganz
gramm den Tonwert an der horizontalen links bis 100 % ganz rechts.
Position an) Das Histogramm eines kontrastrei-
chen und gut ausgeleuchteten Fotos sollte sich

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 49
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

4.2 Tonwertkorrektur Einen solchen Fall wollen wir im folgenden


behandeln.
Um einem Bild die nötigen Kontraste zu
geben, sollten möglichst alle Tonwerte ausge-
nutzt werden, leider nicht immer der Fall ist.

Das Fehlen oder Überwiegen eines Tonwertbe-


reiches kann mit der Tonwertkorrektur ausge-
bessert werden.

Über Bild: Einstellen/Anpassen: Tonwertkorrek-


tur (Strg+L) gelangen wir in das Tonwertkor-
rektur-Menü. (Natürlich nur, wenn wir auch ein
Dokument geöffnet haben, zu dem Informati-
onen angezeigt werden können) Abbildung 4.1:
Als erstes fällt uns ein Diagramm auf, das mit Das Bild besitz eine schlechte Tonwertverteilung und wirkt flau.
dem des Histogramms identisch ist.
Unterhalb des Diagramms befinden sich drei
dreieckige Regler. Im linken, so wie im rechten Bereich sind
Links ein schwarzer, der die Tiefen reguliert, in keinerlei Tonwerte verzeichnet- der Graph
der Mitte ein grauer und Rechts ein weißer für schlägt nicht aus. Erst bei einem Wert von ca.
die Regulierung der Lichter. 40 beginnen die Bildinformationen und hören
Diese Regler geben an, ab welchem Tonwert bei ca. 210 wieder auf.
Schwarz, bzw. Weiß gesetzt wird. Der Tonwert von 40 bildet somit den dunkels-
Die Mitten lassen wir erst einmal außen vor. ten Bildteil. (Ein Tonwert von 40 bedeutet im
RGB-Bild in jedem der 3 Farbkanäle einen Wert
Mit anderen Worten: Ein Bild sollte immer von 40, was zu einem neutralen Grau führt).
über einen vollen Tonwertumfang von 0 Ein Grau ist logischerweise weniger gesättigt
(Schwarz) bis 255 (Weiß) verfügen. Ausnahmen als ein tiefes Schwarz- dies führt zu dem
machen so genannte „Hi-Key“ oder „Low-Key“ flauen Gesamtbild unserer Tomatenplatte.
Bilder, die bewusst ins Dunkle oder Helle verla-
gert sind. Ist ein Motiv jedoch nicht korrekt be- Wir schieben nun den schwarzen Regler nach
lichtet worden, gibt es kein Schwarz und Weiß Rechts, bis zum erkennbaren Beginn des
im Motiv, nur dunkles bis helles Grau. Dies hat Graphen und wandeln somit alle Tonwerte von
zum Ergebnis, dass das gesamte Bild sehr flau 40 in ein tiefes Schwarz um- so verschiebt
und fad wirkt. sich natürlich auch der Rest der Tonwerte in-

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 50
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

nerhalb des Tonwertumfangs. Die linke Pipette wird für die Tiefen verwen-
Würden nur Pixel mit einem Grauwert von 40 det, die mittlere für ein neutrales Grau als
in reines Schwarz gewandelt, würde dort Mittelton und die rechte Palette für die Lich-
die Tiefe zwar stimmen, doch das Bild würde ter.
immer noch flau wirken. Man verfährt hier folgendermaßen: Zuerst
Auf der Seite der Lichter verfahren wir ge- wird der dunkelste Punkt im Bild gesucht, in
nauso. (Weißer Regler an den rechten Rand den man mit der schwarzen (linken) Pipette
des Tonwertberges schieben) Und so sieht das klickt. Photoshop spreizt nun automatisch
korrigierte Motiv dann aus: den Tonwert in die Tiefen.
Für die Mitteltöne (Gamma) sucht man sich ein
neutrales, mitteldunkles Grau und für
die Lichter die hellste weiße Fläche, bzw. das
hellste, weiße Bildelement.

Hinweis: Beim wählen des dunkelsten bzw.


hellsten Bildpunktes dürfen Extrembereiche,
wie z.B. ein dunkler Schlagschatten an einem
Objekt oder eine weiße Lichtreflexion an einer
Fensterscheibe nicht einbezogen werden. Dies
würde zu falschen Ergebnissen führen.

Mit den Schiebereglern können nun noch fei-


nere Korrekturen gemacht werden.
Abbildung 4.2: Unterhalb des Schiebereglers befindet sich ein
Nach der Korrektur wirken die Farben viel brillanter. weiterer Schwarz/ Weiß-Verlauf, der den
Bei einem gut ausgewogenen Bild befindet gesamten Tonwertumfang des Bildes angibt.
sich der Hauptteil der Tonwerte in der Mitte, Grundsätzlich sind in einem Bild 256 Graustu-
also etwa symetrisch zum zentrierten Graureg- fen möglich: Schwarz über verschiedene
ler. Grauabstufungen zu Weiß.
Sollte der Bereich sich nach rechts oder links Mit dem Tonwertumfang können die Lichter
verschieben, so regelt man mit dem grauen oder Tiefen beschnitten werden, so dass z.B.
Regler nach, in dem man diesen etwa in die reine Schwarzwerte nicht vorkommen. Dies
Mitte des Tonwertberges schiebt. bewirkt jedoch ein Abflauen des Bildes, da
Kontrast verloren geht. Aus dem Tonwertum-
Eine weitere Möglichkeit, die Tonwerte anzu- fang ausgegrenzte Tonwerte gehen verloren
passen, besteht über die drei Pipetten, rechts und werden nicht verschoben.
im Tonwertkorrektur-Menü.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 51
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

4.3 Die Gradationskurve Um eine gleichmäßige Änderung der Helligkeit


zu erreichen, wird in der Mitte des Graphen
Die Gradationskurve ist eine mächtige Mög- senkrecht nach Oben oder Unten gezogen.
lichkeit, Farb- und Helligkeitskorrekturen an Links der Mitte beeinflusst man die dunklen
Bildern vorzunehmen. Da sie ein sehr komple- Bereiche stärker, rechts der Mitte die hellen
xes Werkzeug ist, würde es lange dauern, sie Bereiche (in den Standardeinstellungen)
im genauen zu erklären. An dieser Stelle nur In dem Drop-Down Menü oberhalb des Gra-
ein grober Überblick über deren Funktionswei- phen können gezielt Kanäle angewählt wer-
se. Erreicht wird die Gradationskurve über Bild: den. Damit lassen sich z.B Farbstiche entfer-
Einstellungen: Gradationskurve. nen, wie folgendes Beispiel zeigt.

Mittelpunkt des Menüs ist ein Graph, der frei


bearbeitet werden kann. Die horizontale Ach-
se steht für die Ist-Werte im Bild, also wie sie
momentan vorliegen, die vertikale Achse steht
für den Soll-Wert, also den Wert, der nach der
Korrektur an der entsprechenden Stelle ange-
nommen werden soll.
Um den Graph zu ändern, wird er an der gewün-
schten Stelle gepackt und zurecht geschoben.
Durch ein Heben bzw. Senken der Kurve wird
das Bild in den entsprechenden Bereichen auf- Es wird der Yellow (Gelb) -Kanal gewählt und
gehellt oder abgedunkelt. (Dies hängt von den dort der Graph nach unten verzogen. Die Gelb-
Anzeigeeinstellungen und dem Farbmodus ab. anteile nehmen ab, der Farbstich verschwindet.

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 52
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

4.4 Helligkeit/ Kontrast all die Farben betrifft, die in dem Drop-Down
Menü gewählt wurden.
Über Bild: Einstellungen/Anpassen: Helligkeit/ Mit dem Sättigung- und dem Lab-Helligkeits-
Kontrast lassen sich selbige Werte anhand von regler können die Sättigung und die Helligkeit
zwei Schiebereglern ändern. gesteigert bzw. gesenkt werden.

Aktiviert man die Checkbox „Färben“ so wird


das gesamte Bild in nur einem Farbton gefärbt.
Mit einem Braunton lassen sich so beispielswei-
se alte Bilder simulieren:

Schiebt man den jeweiligen Regler nach Links,


so senkt dies die Helligkeit bzw. den Kontrast.
Schiebt man den Regler nach Rechts, erhöht
dies die Helligkeit bzw. den Kontrast.

4.5 Farbton/ Sättigung

Das Menü zum Einstellen von Farbton und


Kontrast erreicht man über „Bild: Einstellun-
gen/Anpassen: Farbton/ Sättigung“.

In dem Drop-Down Menü kann man verschie-


dene Farbbereiche anwählen, die von den
Farbänderungen betroffen sein sollen. Der Wert Abbildung 4.3:
Standard beeinflusst alle Kanäle gleichermaßen. Mit aktivierter Checkbox „Färben“ lassen sich Bilder auf alt trimmen.

Mit dem Farbtonregler lässt sich nun eine Ver-


schiebung der Farbwerte herbeiführen, die

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 53
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Stichwortverzeichnis Beschneidungspfad .................................................................................. 37


Bézierkurve ............................................................................................ 8, 36
A Bildeinstellungen ...................................................................................... 49
Bildgröße .....................................................................................................21
Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug ...................................................... 19 Bildretusche .................................................................................................. 9
Abrunden .................................................................................................... 29 Bit ........................................................................................................ 12
Absatztext .................................................................................................. 44 Bitmap ........................................................................................................ 10
Abwedler ..................................................................................................... 19 BR-online.de ................................................................................................. 7
additive Farbmischung ............................................................................ 12 Buntstift-Werkzeug ................................................................................. 18
Adobe Creative Team .................................................................................. 4
Adobe Exchange ........................................................................................... 7 C
Ähnliches Auswählen ............................................................................... 29
Classroom in a Book .................................................................................... 4
Aktionen ..................................................................................................... 48
CMYK ......................................................................................................... 11
Alles Auswählen ........................................................................................ 27
Alle Ebenen einbeziehen ......................................................................... 26
Alle Ebenen in Set fixieren ..................................................................... 32
D
Alphakanal ...........................................................................................33, 35 Deckkraft .....................................................................................................31
Anfasser ...................................................................................................... 38 Direkt-Auswahl-Werkzeug ..................................................................... 19
Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug ...............................................19, 36 dpi ......................................................................................................... 15
Ankerpunkt-löschen-Werkzeug ......................................................19, 36 drweb.de ......................................................................................................... 7
Ankerpunkte .................................................................................................. 8
Anmerkungen-Werkzeug ........................................................................ 20 E
Ansicht ........................................................................................................ 20
An Palettenraum andocken .................................................................... 32 Easy Photoshop .......................................................................................... 5
Arbeitsfläche .............................................................................................. 22 Ebenen ........................................................................................................ 31
Arbeitspfad ................................................................................................ 37 Ebenenmaske ...................................................................................... 33, 35
Audio-Anmerkungen-Werkzeug ........................................................... 20 Ebenensatz duplizieren ............................................................................. 32
Auflösung ........................................................................................ 9, 15, 21 Ebenenseteigenschaften ......................................................................... 32
Auf Hintergrundebene reduzieren ........................................................ 32 Ebenenset auf eine Ebene reduzieren .................................................. 32
Ausbessern-Werkzeug ............................................................................. 18 Ebenenset löschen .................................................................................... 32
Auswahlellipse ........................................................................................... 17 Eckpunkt ..................................................................................................... 38
Auswahlmenü ............................................................................................ 27 Eigene-Form-Werkzeug .......................................................................... 19
Auswahlrechteck ....................................................................................... 17 Ellipse-Werkzeug ...................................................................................... 19
Auswahlverfahren .................................................................................... 23 Entleeren ..................................................................................................... 20
Auswahl aufheben .................................................................................... 27 Erneut wählen ............................................................................................. 27
Auswahl laden ........................................................................................... 30
Auswahl speichern .................................................................................... 30
F
Auswahl transformieren .......................................................................... 29 Farbaufnahme-Werkzeug ....................................................................... 20
Auswahl umkehren ................................................................................... 27 Farbbereich auswählen ............................................................................ 28
Auswahl verändern .................................................................................. 29 Farbe ..........................................................................................................10
Auswahl vergrößern ................................................................................. 29 Farbe-Ersetzen-Werkzeug ...................................................................... 18
Ausweitung ................................................................................................ 29 Farbischung ................................................................................................ 14
AWZ Einzelne Spalte ................................................................................ 17 Farbkreis ..................................................................................................... 13
AWZ Einzelne Zeile .................................................................................... 17 Farbmischungen ........................................................................................ 12
Farbmodi ......................................................................................................10
B Farbtiefe ..................................................................................................... 12
„Bikubisch ....................................................................................................21 Farbton ........................................................................................................ 53
Benachbart ................................................................................................. 26 Farbverläufe ..................................................................................................8
Filter ............................................................................................................9

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Formebene .................................................................................................. 36 Literatur .........................................................................................................4


Freiform-Zeichenstift-Werkzeug ....................................................19, 36 Low-Key ...................................................................................................... 50
Freistellen ....................................................................................................41
Freisteller .................................................................................................... 18 M
Freistellwerkzeug .......................................................................................41
Magischer Radiergummi ......................................................................... 18
Frei Transformieren .................................................................................. 42
Magnetisches Lasso-Werkzeug ........................................................17, 23
Frequenz ..................................................................................................... 24
Markt und Technik ................................................................................. 4, 5
Fülloptionen ................................................................................................ 32
Maskierungsmodus ................................................................................... 20
Messwerkzeug ............................................................................................ 20
G
MEV ............................................................................................................6
Gummiband ............................................................................................... 36 Mittelwert .................................................................................................. 49
Gallileo Press ................................................................................................5 Musterstempel-Werkzeug ....................................................................... 18
Glätten ..................................................................................................24, 26
Gradationskurve ........................................................................................ 52 N
Graustufen ..................................................................................................10
Nachbelichter ............................................................................................ 19
Grundwissen Bildbearbeitung ..................................................................8
Neues Ebenenset ....................................................................................... 32
Neues Set aus verbundenen Ebenen .................................................... 32
H
Neue Ebene... ............................................................................................. 32
Helligkeit .................................................................................................... 53
Hi-Key .......................................................................................................... 50 P
Hilfsforen .......................................................................................................7
Palettenoptionen ...................................................................................... 32
Hilfsquellen ...................................................................................................4
Pfad ......................................................................................................... 36
Hintergrund-Radiergummi ..................................................................... 18
Pfadauswahl-Werkzeug .......................................................................... 19
Histogramm ................................................................................................ 49
Pfade ............................................................................................................8
Horizontales Textmaskierungswerkzeug ............................................. 19
Pfadsegment .............................................................................................. 38
Horizontales Textwerkzeug .................................................................... 19
Pfadwerkzeug ............................................................................................ 36
Photoshop 7 inspired ..................................................................................5
I
Photoshop 7 Kompendium ........................................................................4
Indizierte Farbe ..........................................................................................10 Photoshop Aktuell .......................................................................................6
Inhaltsverzeichnis ........................................................................................ 2 Photozauber.de ............................................................................................7
Interpolation .............................................................................................. 21 Pipette ......................................................................................................... 20
Pixel .............................................................................................. 9, 15, 49
K Pixelgrafik ......................................................................................................8
Pixelmaße ....................................................................................................21
Kanäle .......................................................................................................... 14
Pixel füllen ................................................................................................. 36
Kantenglättung ......................................................................................... 44
Polygon-Lasso ......................................................................................17, 23
Kantenkontrast .......................................................................................... 24
Polygon-Werkzeug ................................................................................... 19
Komplementärfarbe ................................................................................. 13
Programmoberfläche ............................................................................... 16
Kontrast ................................................................................................ 50, 53
Programmwechsel .................................................................................... 20
Kopierstempel-Werkzeug ........................................................................ 18
Proportionen erhalten ..............................................................................21
Kunstprotokoll-Pinsel .............................................................................. 18
Protokoll ..................................................................................................... 46
Kurvenpunkt .............................................................................................. 38
Protokoll-Pinsel Werkzeug ...............................................................18, 46
Protokollpalette ........................................................................................ 46
L
Punkt-umwandeln-Werkzeug ..........................................................19, 36
LAB ................................................................................................................ 11 Punkttext .................................................................................................... 44
Lasso-Werkzeug ..................................................................................17, 23
Linienzeichner-Werkzeug ....................................................................... 19

QUELLE:
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Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Q/R Verborgene Ebenen löschen ................................................................... 32


Verkleinern ................................................................................................. 29
Qualitätsverlust ............................................................................................9 Verknüpfte Ebenen löschen ......................................................................2
Verlauflaufswerkzeug .............................................................................. 18
Radiergummi ............................................................................................. 18 Verschieben-Werkzeug ............................................................................ 17
Rechteck-Werkzeug ................................................................................. 19 Vertikales Textmaskierungswerkzeug ................................................... 19
Reperatur-Pinsel ....................................................................................... 18 Vertikales Textwekzeug ........................................................................... 19
RGB ......................................................................................................... 11
W
S
Weiche Auswahlkante .............................................................................. 29
Sättigung .................................................................................................... 53 Weiche Kante ............................................................................................. 24
Scharfzeichner .......................................................................................... 19 Weichzeichner ........................................................................................... 19
Scheitelpunkt ...............................................................................................8 Werkzeugpalette ....................................................................................... 17
Schnappschuss .......................................................................................... 47 Werkzeugspitzen-Werkzeug ................................................................... 18
Schriftart .................................................................................................... 44 Wischfinger-Werkzeug ............................................................................ 19
Schwamm ................................................................................................... 19
Sichtbare auf eine Ebene reduzieren ................................................... 32 Z
Slice-Werkzeug ......................................................................................... 18
Spreizung .................................................................................................... 49 Zauberstab ............................................................................................17, 26
Standardabweichung ............................................................................... 49 Zeichenstift-Werkzeug ......................................................................19, 36
Statusleiste ................................................................................................ 20 Zentralwert ................................................................................................ 49
Stützpunkte ..................................................................................................8 Zoom-Werkzeug ........................................................................................ 20
subtraktive Farbmischung ...................................................................... 13

T
Tangente ..................................................................................................... 38
Text ......................................................................................................... 44
Textoptionen .............................................................................................. 44
Tiefen ......................................................................................................... 49
Toleranz ....................................................................................................... 26
Tonwert ....................................................................................................... 49
Tonwertkorrektur ...................................................................................... 50
Tonwertumfang ...................................................................................50, 51
Transformieren .......................................................................................... 42
Transparenzen ...............................................................................................8
Traum-Projekt ...............................................................................................7
Tutorials.de ....................................................................................................7
Tutorialzone.de .............................................................................................7

U
Umrandung ................................................................................................ 29
Unterpfad ................................................................................................... 37
Unterpfadfläche ........................................................................................ 37

V
Vektoren .........................................................................................................8
Vektorgrafik ..................................................................................................8

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 56
Grundlagenschulung Photoshop 2. Auflage, 2005

Schlusswort

Um dieses Dokument abzuschließen möchte Unabhängig davon würde ich mich zu Feed-
ich mich für Euer Interesse an meinem Doku- back zu dieser Schulung freuen;
ment bedanken und hoffe, dem hier und dort
einen Einblick in die Tiefen Photoshops ermög- Kritik
licht zu haben und damit auch die anfängli- - Was ist schlecht gelöst?
che Angst zu nehmen, die dem Grafikneuling - Gibt es Rechtschreibfehler?
gerne einmal begegnet. - Gibt es inhaltiliche Fehler?
- Welche Neuerungen sind schlecht?
Ich möchte an dieser Stelle auf die PDF-Schu- ...
lung mit den erweiterten Techniken Photo-
shops verweisen, welche Ihr, so wie dieses Lob
Dokument, ebenfalls auf Photozauber im - Was gefällt euch gut an der Schulung?
Bereich Praxis findet. In diesem Dokument - Welche Teilbereiche sprechen besonders an?
werden komplexere Abläufe in Photoshop, wie - Welche Neuerungen sind gelungen?
Farbmanagement, das Freistellen transparen- ...
ter Objekte etc. besprochen.
In dem folgenden Thema im Forum könnt ihr
Wer der Meinung ist, diese Schulung habe ihm zu diesen Themen Stellung nehmen:
so sehr geholfen, dass er sich dafür erkennt-
lich zeigen möchte, dem sei dies nicht ver- Ab ins Photozauber Forum zum helfen!
wehrt. Photozauber braucht stets engagierte
Menschen, die Lust am recherchieren und
schreiben von Artikeln haben. Danke,
Euer Philip (BSE Royal)
Wer lieber ein wenig Sponsoring betreibt, um
die privaten Aufwendungen etwas zu reduzie-
ren und weiterhin qualitative Inhalte wie diese
Schulung zu ermöglichen, setzt sich am besten
über info@photozauber.de mit mir in Verbin-
dung. Natürlich vollkommen zwangfrei!

QUELLE:
P H OTOZ A U B E R . DE 57

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