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Abschlussprüfung Tiefbaufacharbeiter = Zwischenprüfung Straßenbauer,

Rohrleitungsbauer, Kanalbauer, Brunnenbauer, Spezialtiefbauer, Gleisbauer


(s. S. 18 der Ausbildungsordnung)

Die Abschlussprüfung am Ende des zweijährigen Berufes ist identisch mit der
Zwischenprüfung der dreijährigen Berufe. Für die dreijährigen Berufe findet die
Zwischenprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Praktischer Prüfungsteil: In insgesamt höchstens


8 Stunden soll der Prüfling Arbeitsschritte
selbständig festlegen, das Arbeitsergebnis
kontrollieren und Maßnahmen zur Sicherheit und
zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit und zum
Umweltschutz ergreifen.

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Für die praktische Aufgabe kommen insbesondere in Betracht:

Für die praktische Aufgabe kommen insbesondere in Betracht:

1. im Schwerpunkt Straßenbauarbeiten:

 Herstellen einer Pflasterdecke und eines Plattenbelages mit Längs- und Querneigung
und Einfassung;

2. im Schwerpunkt Rohrleitungsbauarbeiten:

 Herstellen einer Druckrohrleitung unter Verwendung unterschiedlicher Materialien,


Zuordnen verschiedener Formstücke und Durchführen einer Druckprüfung;

3. im Schwerpunkt Kanalbauarbeiten:

 Herstellen eines Schachtunterteils aus Mauerwerk, Einbau von Gelenkstücken und


Herstellen von Bermen und Gerinnen oder
 Herstellen einer Freispiegelleitung unter Verwendung unterschiedlicher Materialien
sowie Einbau von Abzweigungen und Formstücken;

4. im Schwerpunkt Brunnenbau- und Spezialtiefbauarbeiten:

 Herstellen einer Bohrung und Führen eines Schichtenverzeichnisses,


 Herstellen eines Verbauabschnittes einschließlich Einbauen einer Rohrleitung oder
 Installieren einer Druckkesselanlage einschließlich Herstellen einer
Werkstückkomponente;

5. im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten:

 Herstellen eines Gleisjoches einschließlich einer Notlaschenverbindung oder


 Herstellen eines Bahndammes.
Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung
zum Tiefbaufacharbeiter und der
Zwischenprüfung in den Berufen Straßenbauer,
Rohrleitungsbauer, Kanalbauer, Brunnenbauer,
Spezialtiefbauer, Gleisbauer erfolgt in drei
Prüfungsbereichen:
Bild: F!Digitals bei Pixabay

1. Schwerpunktbezogene Aufgabe (max. 100 Minuten/Gewichtung 40%),


2. Bauwerke im Tiefbau (max. 100 Minuten/Gewichtung 405)
3. Wirtschafts- und Sozialkunde (max. 40 Minuten/Gewichtung 20%).

1. Schwerpunktbezogene Aufgabe

Der Prüfling soll zeigen, dass er insbesondere durch Verknüpfung von


arbeitsorganisatorischen, technologischen, mathematischen und zeichnerischen Inhalten
praxisbezogene Fälle lösen kann. Dabei sollen Maßnahmen zur Sicherheit und zum
Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen
einbezogen werden.

Aufgaben kommen insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:

im Schwerpunkt Straßenbauarbeiten:

 Vermessungen im Straßenbau,
 Entwässerung,
 Unterlage für Decken und Beläge,
 Pflasterdecken und Plattenbeläge,
 Asphaltdecken;

im Schwerpunkt Rohrleitungsbauarbeiten:

 Messungen im Rohrleitungsbau,
 Rohre, Armaturen und Formstücke,
 Einbauen von Druckrohrleitungen,
 Auslegen und Sichern von Kabeln,
 Schachtbauwerke;

im Schwerpunkt Kanalbauarbeiten:

 Messungen im Kanalbau,
 Rohre, Formstücke und Schachtbauteile,
 Einbauen von Abwasserleitungen als Freispiegelleitung,
 Auslegen und Sichern von Kabeln,
 Schachtbauwerke;

im Schwerpunkt Brunnenbau- und Spezialtiefbauarbeiten:

 Messungen im Brunnenbau und Spezialtiefbau,


 Bearbeiten von Werkstücken,
 Einbauen von Rohrleitungen,
 Baugrundaufschlussbohrungen,
 Herstellen und Ausbauen von Bohrungen zu Grundwassermeldestellen,
 Abschlussbauwerke und Wasserförderungsanlagen;
im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten:

 Verkehrssichernde Maßnahmen,
 Messungen im Gleisbau,
 Entwässerung eines Bahnkörpers,
 Unterbau,
 Oberbau,
 Werkzeuge und Maschinen zum Verlegen von Gleisen;

2. Bauwerke im Tiefbau:

Der Prüfling soll zeigen, dass er insbesondere durch Verknüpfung von


arbeitsorganisatorischen, technologischen, mathematischen und zeichnerischen Inhalten
praxisbezogene Fälle lösen kann. Dabei sollen Maßnahmen zur Sicherheit und zum
Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen
einbezogen werden.

 Gefährdungen und Sicherungsmaßnahmen in Baugruben und Gräben,


 Bau- und Bauhilfsstoffe sowie Fertigteile,
 Bodenarten und Bodenklassen,
 Verbau von Baugruben und Gräben,
 Geräte und Maschinen,
 offene Wasserhaltung,
 Verkehrswege und Verkehrsflächen,
 Ver- und Entsorgungssysteme,
 angrenzende Arbeiten im Hochbau;

3. im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:


allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
Arbeitswelt.