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CABRI-GEOMETRIE II Plus

Benutzerhandbuch
EINFÜHRUNG

Willkommen in der Welt der dynamischen Geometrie!

Cabri-Geometrie wurde Ende der 80er Jahre in den


Forschungslabors des CNRS (Centre National de la Recherche
Scientifique = Staatliches wissenschaftliches Forschungszentrum)
und der Universität Joseph Fourier in Grenoble entwickelt. 15 Jahre
später gibt es weltweit über 10 Millionen Anwender der
Cabri-Geometrie auf Computern mit den Betriebssystemen Mac®
OS und Windows® oder auf den Taschenrechnern TI-92, TI-92 Plus,
TI voyage™ 200, TI-89 und TI-83 Plus von Texas Instruments®.
Die Cabri-Geometrie wird mittlerweile von der Firma Cabrilog, die
im Jahre 2000 von Jean-Marie LABORDE, dem Forschungsleiter am
CNRS und geistigem Vater von Cabri-Geometrie, gegründet wurde,
weiterentwickelt und vertrieben.

Die Konstruktion geometrischer Figuren mit dem Computer bietet


im Vergleich zur herkömmlichen Konstruktion mit Papier, Bleistift,
Lineal und Zirkel sowie den Messinstrumenten eine zusätzliche
Dimension: Sobald eine Figur konstruiert ist, kann sie frei variiert
werden. Die dynamische Variation kann vom Benutzer individuell
gesteuert werden. Diese Möglichkeit des Variierens dient unter
anderem der Hypothesenbildung. - Eine konstruierte Figur kann
abgebildet, reproduziert, animiert, gemessen, berechnet, getestet,
auf vielfältige Weise mit Farben, Linienarten und mit Text gestaltet
werden und vieles andere mehr... Man kann eine Konstruktion
überprüfen, in ihr vorwärts und rückwärts blättern, ihre
Zwischenstadien ausblenden usw. Eine fertige Figur kann dann im
Internet veröffentlicht oder in einen Text integriert werden.
Die Cabri-Geometrie II Plus ist die neueste Version der Software
„Cabri-Geometrie II“. Sie umfaßt zahlreiche neue Möglichkeiten, die
die Software noch leistungsfähiger und benutzerfreundlicher macht.
Außerdem wurden die Fehler in der alten Version behoben und
von den Anwendern gewünschte Funktionen aufgenommen.
Das vorliegende Handbuch besteht aus drei Teilen. Der erste Teil
[I] „EINSTIEG“ ist für neue Benutzer bestimmt und enthält Aufgaben
für die Sekundarstufe I. Im zweiten Teil [II] „VERTIEFUNG“ finden Sie
anspruchsvollere Aufgaben für die gymnasiale Oberstufe oder das
Grundstudium. Der dritte Teil [III] „BESCHREIBUNG DER SOFTWARE“
umfaßt eine komplette Beschreibung der Softwarefunktionen.

3
Die verschiedenen Aufgaben in den beiden ersten Teilen sind
weitgehend voneinander unabhängig. Die Leser können die
detaillierten Konstruktionen selbst durchführen und anschließend
die vorgeschlagenen Aufgaben selbst lösen. Aufgaben, die mit *
markiert sind, haben einen höheren Schwierigkeitsgrad.

Vor der ersten Verwendung der Cabri-Geometrie sollten erste


Benutzer, das Kapitel [1] „ERSTE SCHRITTE IM UMGANG MIT DER
SOFTWARE“ in der Einleitung lesen, um sich mit der
Benutzeroberfläche der Cabri-Geometrie und dem Einsatz der
Maus vertraut zu machen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß
die Benutzung der Cabri-Geometrie sehr schnell erlernt wird und
Schüler bereits nach der ersten halben Stunde „richtig“ geome-
trisch arbeiten, - vorausgesetzt sie haben eine entsprechende
geometrische Grundbildung.

Auf unserer Website www.cabri.com erhalten Sie die Updates


und die aktuellen Informationen zu unseren Produkten und
insbesondere die neueste Version des vorliegenden Handbuchs.
Auf der Website finden Sie außerdem Links zu verschiedenen
Websites und Angaben zu Büchern über Geometrie und die
Cabri-Geometrie.

Das CABRILOG-Team wünscht Ihnen angenehme Stunden beim


Konstruieren, Untersuchen und Entdecken.

© 2003 CABRILOG S.A.S.


Cabri-Geometrie ist ein Markenzeichen von CABRILOG S.A.S.
Ursprünglicher Autor: Eric Bainville
Revisor: Didier Missenard (französische Version) ;
Heinz Schumann (deutsche Version)
Übersetzung: Caupenne & Co ; Heinz Schumann
Neuestes Update: 8. August 2003
Entwicklungen: www.cabri.com
Fehler: support@cabri.com
Graphik Design & Umbruch: LaDyBird - OMNIA holding, Frankreich

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

KAPITEL 1
S. 13
ERSTE SCHRITTE IM UMGANG
MIT DER SOFTWARE

1.1 SOFTWARE-PHILOSOPHIE 1.1 S. 13

1.2 BENUTZEROBERFLÄCHE 1.2 S. 14

1.3 VERWENDUNG DER MAUS 1.3 S. 16

1.4 DIE ERSTE KONSTRUKTION 1.4 S. 18

TEIL 1
Einstieg
KAPITEL 2 S. 27
EULERSCHE GERADE

KAPITEL 3 S. 35
DIE SUCHE NACH EINEM
MERKWÜRDIGEN PUNKT

KAPITEL 4 S. 41

DAS VARIGNON-VIERECK

TEIL 2
Beschreibung der Software

KAPITEL 5 S. 49
OBJEKTE UND WERKZEUGE

5.1 PUNKT 5.1 S. 49

5.2 GERADE 5.2 S. 50

5.3 STRECKE 5.3 S. 51

5.4 STRAHL 5.4 S. 51

7
S. 52 5.5 5.5 VEKTOR

S. 52 5.6 5.6 DREIECK

S. 52 5.7 5.7 POLYGON

S. 53 5.8 5.8 KREIS

S. 54 5.9 5.9 KREISBOGEN

S. 54 5.10 5.10 KEGELSCHNITT

S. 54 5.11 5.11 ORTSKURVE/SCHAR

S. 55 5.12 5.12 ABBILDUNG

S. 57 5.13 5.13 MAKRO

S. 59 5.14 5.14 ZAHL

S. 61 5.15 5.15 EIGENSCHAFTSPRÜFUNG

S. 62 5.16 5.16 TERME

S. 62 5.17 5.17 TEXT

S. 63 5.18 5.18 WINKELMARKIERUNG

S. 64 5.19 5.19 KOORDINATENSYSTEM

S. 65 5.20 5.20 GITTER

S. 65 5.21 5.21 TABELLE

S. 67 KAPITEL 6

UNTERSUCHUNGSWERKZEUGE

S. 67 6.1 6.1 SPUR

S. 67 6.2 6.2 FIXIERUNG

S. 68 6.3 6.3 UMDEFINITION

S. 68 6.4 6.4 ANIMATION

S. 69 6.5 6.5 PROTOKOLL

S. 69 6.6 6.6 FIGURENBESCHREIBUNG

8
KAPITEL 7 S. 71
DARSTELLUNG

7.1 OBJEKTFARBE 7.1 S. 71

7.2 FÜLLFARBE 7.2 S. 72

7.3 TEXTFARBE 7.3 S. 73

7.4 PUNKTART UND PUNKTGRÖßE 7.4 S. 73

7.5 LINIENART UND LINIENDICKE, INTELLIGENTE GERADEN 7.5 S. 73

7.6 ZEICHEN UND AUSRICHTUNG 7.6 S. 74

7.7 GLEICHUNGEN UND SIGNIFIKANTE DEZIMALSTELLEN 7.7 S. 74

7.8 MIT OBJEKTEN VERKNÜPFTE BILDER 7.8 S. 74

7.9 DIE UNMITTELBARE VERWENDUNG 7.9 S. 75


DER ATTRIBUTLEISTE
KAPITEL 8 S. 77
BENUTZEREINSTELLUNGEN

8.1 DIALOGFELD „VOREINSTELLUNGEN“ 8.1 S. 77

8.1.1 Ortskurvenoptionen 8.1.1 S. 78

8.1.2 Text und Grafik 8.1.2 S. 78

8.1.3 Geometrie 8.1.3 S. 78

8.1.4 Systemoptionen 8.1.4 S. 79

8.1.5 Angezeigte Genauigkeit und Einheiten 8.1.5 S. 79

8.1.6 Koordinatensystem und Gleichungsformat 8.1.6 S. 80

8.2 ANGEPASSTE WERKZEUGLEISTEN 8.2 S. 80

8.3 SPRACHE 8.3 S. 81

KAPITEL 9 S. 83

BENUTZEROBERFLÄCHE

9.1 MENÜLEISTE 9.1 S. 83

1• Datei S. 83
2• Bearbeiten S. 84

9
S. 84 3• Optionen
S. 85 4• Fenster
S. 85 5• Protokoll
S. 85 6• Hilfe
S. 86 7• Zusätzliches

S. 86 9.2 9.2 SYMBOLLEISTE

S. 87 1• Manipulation/Zeiger
S. 87 2• Punkt
S. 88 3• Geradliniges
S. 88 4• Krummliniges
S. 89 5• Konstruktion
S. 90 6• Abbildung
S. 90 7• Makro
S. 90 8• Eigenschaftsprüfung
S. 91 9• Messung/Berechnung
S. 92 10• Text/Animation
S. 92 11• Darstellungsart
S. 93 12• Berechnen

S. 95 9.3 9.3 ATTRIBUTLEISTE

KAPITEL 10
S. 97
EXPORTIEREN UND DRUCKEN

TEIL 3
Vertiefung

S. 101 KAPITEL 11

LOTFUßPUNKTDREIECKE

S. 107 KAPITEL 12

FUNKTIONEN

10
KAPITEL 13 S. 113
PARKETTIERUNGEN I

KAPITEL 14 S. 119
PARKETTIERUNGEN II

INDEX
S. 125

Anmerkungen

11
KAPITEL 1

ERSTE SCHRITTE IM UMGANG MIT


DER SOFTWARE

1.1 SOFTWARE-PHILOSOPHIE 1.1

Die Cabri-Geometrie will ein Maximum an Interaktionen (mittels


Maus, Tastatur usw.) zwischen Benutzer und Software möglich
machen und dabei in jedem Fall sicherstellen, daß der Benutzer
mit Reaktionen des Systems rechnen kann, die im Rahmen von
Softwareanwendungen und Computersystemen üblich und
mathematisch plausibel sind.

Falls sich der Benutzer bei einer Aktion nicht sicher ist, kann er
ausprobieren, was ihm am logischsten erscheint; in der Regel
reagiert die Software erwartungsgemäß.
Ein Dokument der Cabri-Geometrie besteht aus einer Figur,
die frei auf einem 1 m mal 1 m großen virtuellen Arbeitsblatt
konstruiert wird.

Eine Figur besteht aus geometrischen Objekten (Punkte, Geraden,


Kreise usw.) und anderen Objekten (Zahlen, Text, Formeln usw.).
Ein Dokument kann auch Makrokonstruktionen mit gespeicher-
ten Zwischenstadien von Konstruktionen enthalten, die die
Softwarefunktionen erweitern. Es ist möglich, mehrere Dokumente
gleichzeitig zu öffnen.

13
1.2 1.2 BENUTZEROBERFLÄCHE

Abb. 1.1 – Das Fenster der Cabri-Geometrie mit den verschiedenen Bereichen.

Abbildung 1.1 Benutzeroberfläche zeigt die verschiedenen


Bereiche des Hauptfensters der Anwendung. Beim Start der
Cabri-Geometrie werden die Attributleiste, das Hilfefenster und
das Textfenster nicht angezeigt.

In der Titelleiste erscheint der Name der Datei, die die Figur
enthält, oder Figur Nr. 1, 2 usw., wenn die Figur noch nicht
gespeichert wurde.
Die Menüleiste gestattet den Zugriff auf die Optionen der
Anwendung, die den üblicherweise in Anwendungen
vorhandenen Optionen entsprechen.
Im weiteren Verlauf des Handbuchs wird die Option Aktion eines
Menüs Menü im Format [Menü]Aktion dargestellt. Beispiel:
[Datei]Sichern unter... bezeichnet die Option Sichern
unter... des Menüs Datei.
Die Symbolleiste stellt die Werkzeuge zur Erstellung und
Manipulation der Figuren bereit. Sie umfasst mehrere Toolboxen.
Die Symbole der Leiste zeigen das jeweils aktive Werkzeug der
entsprechenden Toolbox an. Das aktive Werkzeug wird durch
eine aktivierte Schaltfläche mit weißem Hintergrund dargestellt.
Die anderen Werkzeuge werden durch deaktivierte Schaltflächen
mit grauem Hintergrund wiedergegeben. Ein Mausklick auf eine

14
Schaltfläche aktiviert das entsprechende Werkzeug. Bei anhalten-
dem Mausklick auf eine Schaltfläche wird die gesamte Toolbox
angezeigt und Sie können ein anderes Werkzeug auswählen.
Dieses Werkzeug wird das sichtbare Werkzeug der Toolbox und
das aktive Werkzeug.
Die Symbolleiste kann vom Benutzer umgestaltet und ggf. für die
Verwendung im Unterricht in einer festen Konfiguration gesperrt
werden (siehe Kapitel [8] „BENUTZEREINSTELLUNGEN“ im Teil
[II] „BESCHREIBUNG DER SOFTWARE“).

Abb. 1.2 – Die Standardsymbolleiste der Cabri-Geometrie und die


Bezeichnungen der verschiedenen Toolboxen

Im weiteren Verlauf dieses Handbuchs wird das Werkzeug in


einer der Toolboxen im Format [Toolbox]Werkzeug dargestellt,
wobei das entsprechende Symbol am Seitenrand abgebildet wird
(Bezeichnungen, die zu lang sind, werden abgekürzt). Beispiel:
[Geradliniges]Strahl bezeichnet das Werkzeug Strahl in der
Toolbox Geradliniges.
Die Symbole der Symbolleiste können in zwei Größen angezeigt
werden. Zur Größenänderung setzen Sie den Zeiger rechts vom
letzten Werkzeug in die Symbolleiste und klicken mit der rechten
Maustaste.
In der Statusleiste am unteren Bildrand wird das aktive
Werkzeug genannt.
Mit der Attributleiste können Sie die Darstellungsarten der
Objekte ändern: Farben, Stile, Größen usw. Sie wird mit dem
Befehl [Optionen]Attribute zeigen eingeblendet und mit dem
Befehl [Optionen]Attribute ausblenden ausgeblendet. Sie können
dazu auch die Taste F9 verwenden. Im Hilfefenster wird ein
knapper Hilfetext zum ausgewählten Werkzeug angezeigt. Er gibt
die vom Werkzeug erwarteten Objekte und die zu konstruierende
Figur an und wird mit der Taste F1 ein-und ausgeblendet.

15
Das Textfenster enthält eine Beschreibung der Figur in Textform.
Diese Beschreibung nennt alle konstruierten Objekte und die ver-
wendete Konstruktionsmethode. Das Fenster wird mit dem Befehl
[Optionen]Figurenbeschreibung zeigen eingeblendet und mit dem
Befehl [Optionen]Figurenbeschreibung ausblenden ausgeblendet.
(Sie können dazu auch die Taste F10 verwenden.)
Im Arbeitsbereich schließlich wird ein Teil des bearbeiteten
Blattes gezeigt. Die geometrischen Konstruktionen werden in
diesem Arbeitsbereich durchgeführt.

1.3 1.3 VERWENDUNG DER MAUS

Die meisten Softwarefunktionen können mit Hilfe der Maus akti-


viert werden. Mit der Maus wird auch der Zeiger (Cursor) ver-
schoben. Sie können die Maustaste drücken oder loslassen. Wenn
nichts anderes angegeben, ist die linke Maustaste zu drücken.
Das Drücken und Loslassen einer Maustaste wird Mausklick
genannt.
Eine Sequenz Drücken-Loslassen-Drücken-Loslassen wird
Doppelklick genannt.
Eine Sequenz Drücken-Verschieben-Loslassen wird Drag-and-
Drop (Ziehen und Ablegen) genannt.

Die durchgeführte Aktion wird modifiziert, wenn Sie während


einer solchen Sequenz die Taste Alt oder Strg gedrückt halten.
Strg+Mausklick gibt z.B. an, daß ein Mausklick bei gedrückter
Taste Strg durchgeführt wird.
Wenn man den Mauszeiger im Arbeitsbereich verschiebt, gibt die
Software auf drei verschiedene Arten an, welche Wirkung ein
Mausklick oder eine Drag-and-Drop haben wird:

• durch die Form des Zeigers


• durch den Text, der neben dem Zeiger angezeigt wird
• durch eine noch nicht vollständige Darstellung des Objekt,
das gerade konstruiert wird.

In bestimmten Fällen werden der Text und die unvollständige


Darstellung nicht angezeigt.

16
Es gibt folgende Zeiger:

Ein vorhandenes Objekt kann ausgewählt werden.

Ein vorhandenes Objekt kann ausgewählt oder gezogen oder in


einer Konstruktion verwendet werden.

Erscheint, wenn man auf ein vorhandenes Objekt klickt, um es


auszuwählen oder in einer Konstruktion zu verwenden.

Unter dem Zeiger stehen mehrere Auswahlmöglichkeiten zur


Verfügung. Mit einem Mausklick wird ein Menü angezeigt, um
ein Objekt aus den vorhandenen auszuwählen.

Erscheint, während ein Objekt gezogen wird.

Der Zeiger befindet sich in einem leeren Bereich des Blatts und
man kann mit Drag-and-Drop eine rechteckige Auswahlzone
definieren.

Signalisiert den Modus zum Verschieben den Blattes. Man kann


diesen Modus jederzeit durch anhaltendes Drücken der Taste
Strg aufrufen. Jetzt können Sie das Blatt mit Drag-and-Drop im
Fenster verschieben.

Erscheint, während das Arbeitsblatt verschoben wird.

Gibt an, daß mit einem Mausklick ein neuer freier Punkt auf dem
Arbeitsblatt erstellt wird.

Gibt an, daß mit einem Mausklick ein neuer freier Punkt auf
einem vorhandenen Objekt oder ein neuer Punkt im Schnitt von
zwei vorhandenen Objekten erstellt wird.

Gibt an, daß mit einem Mausklick das Objekt, das sich unter dem
Zeiger befindet, mit der aktuellen Farbe gefüllt wird.

Gibt an, daß ein Mausklick das Attribut (z.B. Farbe, Stil, Dicke
usw.) des Objekts ändert, das sich unter dem Zeiger befindet.

17
1.4 1.4 DIE ERSTE KONSTRUKTION

Zur Veranschaulichung der genannten Verfahren werden wir ein


Quadrat, ausgehend von einer seiner Diagonalen, konstruieren.
Beim Starten der Cabri-Geometrie wird ein neues leeres
Dokument erstellt und man kann sofort mit einer Konstruktion
beginnen. Wir werden zunächst die Strecke konstruieren, die die
Diagonale des Quadrats sein wird.

Dazu aktiviert man das Werkzeug [Geradliniges] Strecke indem


man auf das Symbol der Gerade klickt und dabei die Maustaste
gedrückt hält, um die Toolbox zu öffnen. Anschließend setzen
wir den Zeiger auf das Werkzeug Strecke und lassen die
Maustaste los, um es zu aktivieren.

Abb. 1.3 – Auswahl des Werkzeugs


[Geradliniges]Strecke

Abb. 1.4 – Konstruktion des ersten


Punktes. Vor der Auswahl des zweiten
Punktes ist der Zeiger mit einem Bild
der endgültigen Strecke verknüpft.

Abb. 1.5 – Nach der Auswahl des


zweiten Punktes wird die Strecke kon-
struiert. Das Werkzeug [Geradliniges]
Strecke bleibt aktiv und gestattet die
Konstruktion der nächsten Strecke.

18
Setzen Sie jetzt den Zeiger in den Arbeitsbereich, wo er folgende
Form erhält . Erstellen Sie den ersten Punkt durch Klicken.
Verschieben Sie den Zeiger im Arbeitsbereich. Eine Linie zwischen
dem ersten Punkt und dem Zeiger veranschaulicht die Strecke, die
konstruiert wird. Erstellen Sie den zweiten Punkt durch Klicken.
Unsere Figur umfasst jetzt zwei Punkte und eine Strecke.

Wir können den Kreis verwenden, der die Strecke als Durchmesser
hat, um das Quadrat zu konstruieren. Der Mittelpunkt des Kreises
entspricht der Mitte der Strecke. Um diesen Mittelpunkt zu konstru-
ieren, aktivieren wir das Werkzeug [Konstruktion]Mittelpunkt und
verschieben den Zeiger auf der Strecke. Neben dem Zeiger, der
folgende Form erhält , wird der Text Mittelpunkt dieser
Strecke angezeigt. Klicken Sie, um den Mittelpunkt der Strecke
zu konstruieren.

Abb. 1.6 – Konstruktion des


Mittelpunkts der Strecke.

Jetzt aktivieren wir das Werkzeug [Krummliniges]Kreis und verschie-


ben den Zeiger in die Nähe des konstruierten Mittelpunkts. Der Text
Dieser Punkt als Mittelpunkt wird angezeigt und mit einem
Mausklick wird der Mittelpunkt der Strecke als Mittelpunkt des
Kreises ausgewählt. Anschließend erwartet das Werkzeug Kreis die
Angabe eines Punktes auf der Kreislinie. Beim Verschieben des
Zeigers wird ein Bild des Kreises angezeigt. Verschieben Sie den
Zeiger in die Nähe eines Endpunkts der Strecke. Die Meldung und
dieser als Kreispunkt werden angezeigt. Klicken Sie und der
Kreis mit diesem Endpunkt als Kreispunkt wird konstruiert.

19
Abb. 1.7 – Konstruktion des Kreises mit
der Strecke als Durchmesser.

Man kann das Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger aktivieren,


um die Figur zu manipulieren. Wenn man den Zeiger auf die
Endpunkte der Strecke setzt, die freie Punkte der Figur sind, wird
der Zeiger zu und der Text Dieser Punkt wird angezeigt.
Man kann den Punkt mit Drag-and-Drop ziehen. In diesem Fall
wird die gesamte Konstruktion aktualisiert: Die Strecke wird neu
gezeichnet, der Mittelpunkt wird entsprechend gezogen und der
Kreis folgt nach.

Zur Konstruktion unseres Quadrats fehlt uns noch die andere


Diagonale, die dem Durchmesser des Kreises entspricht und
senkrecht zur Ausgangsstrecke steht. Wir werden die
Mittelsenkrechte der Strecke konstruieren. Sie ist senkrecht zur
Strecke und geht durch ihren Mittelpunkt. Aktivieren Sie das
Werkzeug [Konstruktion]Mittelsenkrechte und wählen
Sie die Strecke aus, um deren Mittelsenkrechte zu konstruieren.

20
Abb. 1.8 – Konstruktion der
Mittelsenkrechten der Strecke, die
die andere Diagonale des
Quadrats bestimmt.

Aktivieren Sie dann das Werkzeug [Geradliniges]Polygon.


Dieses Werkzeug erwartet die Auswahl einer Folge von Punkten,
die ein beliebiges Polygon definieren. Die Eingabe ist beendet,
wenn der Ausgangspunkt erneut ausgewählt wird oder wenn der
letzte Punkt mit einem Doppelklick ausgewählt wird. Die beiden
Schnittpunkte des Kreises mit der Mittelsenkrechten sind zwar
noch nicht explizit konstruiert, aber die Cabri-Geometrie gestattet
ihre implizite Auswahl zum Zeitpunkt ihrer Verwendung.

Abb. 1.9 – Konstruktion des Quadrats


durch implizite Auswahl der Schnittpunkte
zwischen Kreis und Mittelsenkrechte.

21
Wir wählen einen Endpunkt der Strecke (Text Dieser Punkt)
als ersten Eckpunkt des Polygons aus und verschieben den Zeiger
zu einem der beiden Schnitte des Kreises mit der
Mittelsenkrechten. Der Text Punkt in diesem Schnitt gibt
an, daß ein Mausklick den Schnittpunkt konstruieren und als
nächsten Eckpunkt des Polygons auswählen wird. Wählen Sie
diesen Punkt, dann den anderen Endpunkt der Strecke und
erneut den Ausgangspunkt aus. Das Quadrat wird konstruiert.

Abb. 1.10 – Ihre erste


Konstruktion mit Cabri-
Geometrie !

22
I

TEIL 1
Einstieg

KAPITEL 2

EULERSCHE GERADE

KAPITEL 3

DIE SUCHE NACH EINEM


MERKWÜRDIGEN PUNKT

KAPITEL 4

DAS VARIGNON-VIERECK

Einstieg

25
Einstieg

CHAPITRE 2

EULERSCHE GERADE

Wir werden ein beliebiges Dreieck ABC und anschließend die drei
Seitenhalbierenden dieses Dreiecks konstruieren. Dabei handelt es
sich um die Geraden, die einen Eckpunkt mit dem Mittelpunkt der
gegenüberliegenden Seite verbinden. Anschließend werden wir die
drei Höhen des Dreiecks konstruieren: Die Geraden, die senkrecht
zu einer Seite sind und durch den gegenüberliegenden Eckpunkt
gehen. Zuletzt werden die drei Mittelsenkrechten der Seiten des
Dreiecks konstruiert: die Geraden, die senkrecht zu einer Seite
sind und durch ihren Mittelpunkt gehen. Wir wissen, daß sich
jeweils die drei Höhen, die drei Seitenhalbierenden und die drei
Mittelsenkrechten schneiden und daß die Schnittpunkte auf einer
Gerade liegen, der Eulerschen 1 Geraden des Dreiecks.

Für die Konstruktion eines Dreiecks wählen Sie das Werkzeug


[Geradliniges]Dreieck. Erklärungen für das Arbeiten mit der
Toolbox finden Sie im Kapitel [1] „ERSTE SCHRITTE BEIM UMGANG
MIT DER SOFTWARE“.
Wenn das Werkzeug [Geradliniges]Dreieck aktiviert ist, erstellen
Sie drei neue Punkte im Fenster, indem Sie auf eine leere Stelle
klicken. Sie können direkt nach der Erstellung die Bezeichnungen
der Punkte über die Tastatur eingeben. Sobald das Dreieck kon-
struiert ist, können Sie die Bezeichnungen der Punkte verschieben,
damit sie sich z.B. außerhalb des Dreiecks befinden.

Abb. 2.1 – Mit dem Werkzeug


[Geradliniges]Dreieck konstruiertes
Dreieck. Die Bezeichnungen für die
Punkte werden bei ihrer Erstellung
eingegeben.

1
Leonhard Euler,
1707-1783

27
Einstieg
Eine Objektbezeichnung kann man mit dem Werkzeug [Manipula-
tion]Zeiger verschieben, indem man die Bezeichnung zieht (den
Zeiger bei gedrückter Maustaste verschieben). Um eine
Objektbezeichnung zu ändern, aktivieren Sie das Werkzeug
[Text/Animation]Objektname und wählen den Namen aus: ein
Bearbeitungsfenster wird geöffnet.

Die Mittelpunkte werden mit dem Werkzeug [Konstruktio-


nen]Mittelpunkt konstruiert. Um den Mittelpunkt von AB zu kon-
struieren, wählen Sie nacheinander A und B aus. Der Mittelpunkt
einer Strecke oder einer Polygonseite kann auch durch Klicken
auf die Strecke konstruiert werden. Der neue Punkt kann sofort,
z.B. mit C' benannt werden. Konstruieren Sie auf dieselbe Art den
Mittelpunkt A' von BC und den Mittelpunkt B' von CA.

Abb. 2.2 – [Links]. Die Mittelpunkte werden mit dem Werkzeug


[Konstruktionen]Mittelpunkt konstruiert, das zwei Eckpunkte, eine
Strecke, einen Vektor oder die Seite eines Polygons akzeptiert.
[Rechts]. Die Seitenhalbierenden werden mit dem Werkzeug
[Geradliniges]Gerade konstruiert, ihre Farbe wird mit
[Darstellungsart]Objekt färben geändert.

Mit dem Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger können wir die


freien Objekte der Figur, hier die drei Punkte A, B und C frei
ziehen. Sie sehen, wie die gesamte Figur automatisch aktualisiert
wird, wenn Sie einen dieser Punkte verschieben. Dies gestattet,
die Konstruktion in zahlreichen Konfigurationen zu untersuchen.
Um die freien Objekte einer Figur zu ermitteln, aktivieren Sie das
Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger, klicken in einen leeren
Bereich des Arbeitsblattes und halten die Maustaste gedrückt.
Die freien Objekte blinken.

28
Einstieg
Das Werkzeug [Geradliniges]Gerade gestattet die Konstruktion der
drei Seitenhalbierenden. Zur Konstruktion der Geraden (AA')
geben Sie zuerst A und dann A' an. Mit dem Werkzeug
[Darstellungsart]Objekt färben können Sie die Linienfarbe ändern.
Wählen Sie die Farbe in der Palette und dann die zu färbenden
Objekte aus.
Aktivieren Sie das Werkzeug [Punkt]Punkt und nähern Sie den
Zeiger dem Schnittpunkt der drei Seitenhalbierenden.
Die Cabri-Geometrie versucht, den Schnittpunkt von zwei
Geraden zu erstellen. Da Mehrdeutigkeit besteht (es gibt drei sich
schneidende Geraden), wird ein Menü zur Auswahl der Geraden
angezeigt, die für die Konstruktion des Punktes verwendet
werden sollen. Beim Ziehen des Zeigers auf den Menü-Einträgen,
wird die entsprechende Gerade in der Figur hervorgehoben.
Nennen wir den Schnittpunkt der Seitenhalbierenden G.

Abb. 2.3 – Konstruktion des Schnittpunkts der Seitenhalbierenden und


Auflösung der Mehrdeutigkeit der Auswahl.

29
Einstieg
Die Höhen werden mit dem Werkzeug [Konstruktion]Senkrechte
konstruiert. Dieses Werkzeug erstellt die eindeutige Senkrechte,
die in einer gegebenen Richtung durch einen gegebenen Punkt
geht. Das Werkzeug benötigt die Auswahl eines Punktes und
einer Geraden, einer Strecke oder eines Strahls. Die Reihenfolge
der Auswahl spielt keine Rolle. Um die Höhe von A zu konstru-
ieren, wählen Sie A und die Seite BC. Machen Sie dasselbe für
die Höhen von B und C. Wählen Sie für die Höhen wie für die
Seitenhalbierenden eine eigene Farbe und konstruieren Sie den
Schnittpunkt H der Höhen.

Das Werkzeug [Konstruktion]Mittelsenkrechte gestattet die


Konstruktion der Mittelsenkrechten einer Strecke. Sie müssen nur
die Strecke oder ihre Endpunkte auswählen. Der Schnittpunkt der
drei Mittelsenkrechten erhält die Bezeichnung O.

Abb. 2.4 – [Links]. Die Höhen werden mit dem Werkzeug


[Konstruktion]Senkrechte konstruiert. [Rechts]. Die Mittelsenkrechten
werden mit dem Werkzeug [Konstruktion]Mittelsenkrechte konstruiert.

Mit dem Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Kollinear? können wir


überprüfen, ob die drei Punkte O, H und G auf derselben Gerade
liegen. Wir wählen diese Punkte nacheinander aus und geben an,
wo die Überprüfungsergebnisse auf dem Blatt erscheinen sollen.
Das Ergebnis ist ein Text, der angibt, ob die Punkte auf derselben
Geraden liegen oder nicht. Bei jeder Variation der Figur wird die-
ser Text ebenso wie die anderen Elemente der Figur aktualisiert.

30
Einstieg
Konstruieren Sie mit dem Werkzeug [Geradliniges]Gerade die
Eulersche Gerade des Dreiecks, die durch die Punkte O, H und
G verläuft, indem Sie z.B. O und H auswählen. Das Werkzeug
[Darstellungsart]Liniendicke wird verwendet, um diese Gerade
hervorzuheben.

Abb. 2.5 – [Links]. Überprüfung der drei Punkte O, H und G auf


Kollinearität. Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Kollinear? gibt je nach
Figureneigenschaft den Text „Die Punkte liegen auf derselben
Geraden“ oder „Die Punkte liegen nicht auf derselben Geraden“ aus.
[Rechts]. Die Eulersche Gerade des Dreiecks, die durch eine geänderte
Liniendicke (Werkzeug [Darstellungsart]Liniendicke) hervorgehoben ist.

Beim Variieren der Figur scheint der Punkt G zwischen O und H


zu bleiben und auch seine relative Position auf der Strecke OH
scheint sich nicht zu ändern. Wir messen die Längen GO und
GH, um dies zu prüfen. Aktivieren Sie das Werkzeug
[Messung/Berechnung]Entfernung u. Länge. Mit diesem Werkzeug
kann man je nach ausgewähltem Objekt die Entfernung zwischen
zwei Punkten oder die Länge einer Strecke messen. Wählen Sie
G und anschließend O aus. Die Entfernung GO wird in cm ange-
geben. Wir wiederholen diesen Schritt für GH. Nach Abschluss
der Messung kann man das entsprechende Messergebnis bearbei-
ten, und z.B. „GO=“ vor der Zahl hinzufügen.

31
Einstieg

Abb. 2.6 - [Links]. Mit dem Werkzeug [Messung/Berechnung]


Entfernung u. Länge erhält man die Längen von GO und GH.
[Rechts]. Mit dem Rechner im Werkzeug
[Messung/Berechnung]Berechnen berechnen wir das Verhältnis
GH/GO; es ist gleich 2.

Beim Verschieben der Figur scheint GH das Doppelte von GO zu


bleiben. Um dies zu überprüfen, berechnen wir das Verhältnis
GH/GO. Aktivieren Sie das Werkzeug [Messung/Berechnung]
Berechnen. Wählen Sie die Entfernung GH, dann den Operator /
(das Divisionszeichen) und die Entfernung GO. Klicken Sie auf
die Schaltfläche =, um das Ergebnis zu erhalten, das Sie mit Drag-
and-Drop auf dem Arbeitsblatt platzieren können. Wenn eine
Zahl ausgewählt wurde (Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger),
kann man die Anzahl angezeigter Nachkommastellen mit den
Tasten + und – erhöhen und reduzieren. Auch wenn wir auf
diese Art den Quotienten für viele Nachkommastellen anzeigen,
bleibt sein Wert gleich 2.

Aufgabe 1 - Vervollständigen Sie die Figur durch die


Konstruktion des Umkreises des Dreiecks (der den Mittelpunkt O
hat und durch die Punkte A, B und C geht). Verwenden Sie das
Werkzeug [Krummliniges]Kreis.

Aufgabe 2 - Konstruieren Sie anschließend den „Neunpunktekreis“


des Dreiecks. Dabei handelt es sich um den Kreis, dessen Zentrum
der Mittelpunkt von OH ist und der durch die Mittelpunkte A', B'
und C' der Seiten, die Fußpunkte der Höhen und durch die
Mittelpunkte der Strecken HA, HB und HC geht.

32
Einstieg

Abb. 2.7 - Die endgültige Figur mit dem Umkreis und dem
„Neunpunktekreis“ des Dreiecks.

33
Einstieg

KAPITEL 3

DIE SUCHE NACH EINEM


MERKWÜRDIGEN PUNKT

In diesem Kapitel wird eine Aktivität vorgeschlagen, die den


Einsatz der Cabri-Geometrie angebotenen Untersuchungsmöglich-
keiten gestattet. Ausgehend von drei gegebenen Punkten A, B, C
werden wir die Punkte M suchen die folgender Vektorgleichung
genügen.

Wir werden zunächst vier beliebige Punkte mit dem Werkzeug


[Punkt]Punkt konstruieren und sie per Tastatureingabe direkt
nach ihrer Erstellung mit A, B, C, M bezeichnen.
Die Cabri-Geometrie gestattet das Erstellen von Vektoren.
Jeder Vektor wird üblicherweise durch einen Pfeil wiedergegeben.
Wir konstruieren jetzt eine Darstellung des Vektors mit dem
Werkzeug [Geradliniges]Vektor, indem wir zunächst M und dann
A auswählen. Der Anfangspunkt ist M. Wiederholen Sie die
Operation für , und .

Jetzt konstruieren wir die der Summe indem wir das


Werkzeug [Konstruktion]Vektorsumme aktivieren und die beiden
Vektoren und den Anfangspunkt der Vektorsumme, hier M, ange-
ben. Der Endpunkt erhält die Bezeichnung N.

Jetzt wird die Summe der drei Vektoren mit M als Anfangspunkt
auf die gleiche Weise durch Summieren von
und konstruiert. Der Endpunkt dieser Darstellung erhält die
Bezeichnung P.

35
Einstieg

Abb. 3.1 - [Links]. Ausgehend von drei beliebigen Punkten A, B und C und
einem Punkt M werden die Vektoren , und konstruiert.
[Rechts]. Mit dem Werkzeug [Konstruktion] Vektorsumme werden
, und konstruiert.

Jetzt können wir mit Hilfe von Variationen Lösungen für das
Problem suchen. Dazu aktivieren wir das Werkzeug
[Manipulation/Zeiger]Zeiger und verschieben den Punkt M.
Die Summe der drei Vektoren wird während des Ziehens ständig
aktualisiert.
Gemäß der Position von M im Verhältnis zu den Punkten A, B und
C kann man die Länge und die Ausrichtung des Vektors
feststellen. Man kann also (unter anderem)
folgende Hypothesen aufstellen:

• Wenn M nur eine einzige Position hat, wird die Summe der
drei Vektoren zu einem Vektor der Länge 0: Das Problem hat
nur eine Lösung, die sich innerhalb des Dreiecks ABC befindet.
• Das Viereck MANB ist ein Parallelogramm.
• Das Viereck MCPN ist ein Parallelogramm.
• Damit die Summe 0 wird, müssen die Vektoren und
kollinear sein, gleiche Länge und entgegengesetzte Richtungen
haben.
• verläuft immer durch denselben Punkt; dieser Punkt ist
die Lösung des Problems.
• Der Endpunkt P der Summe ist ein von M abhängiger Punkt.
Man definiert dann eine Abbildung, die P dem Punkt M
zuweist. Die Lösung des Problems ist ein invarianter Punkt
dieser Abbildung.

36
Einstieg
Gemäß den gemachten Feststellungen geht die Suche in die eine
oder andere Richtung.

Beispiel: Angenommen wir haben festgestellt, daß die Vektoren


und entgegengesetzt sein müssen. Dann stellt sich ein
weiteres Problem: Für welche Positionen von M sind diese beiden
Vektoren kollinear? Wir verschieben M so, daß die beiden Vektoren
kollinear sind. Man beobachtet, daß M eine Gerade durchläuft und
daß diese Gerade durch C und den Mittelpunkt von AB geht.
Diese Gerade ist die Seitenhalbierende des Dreiecks durch C.
Der gesuchte Punkt befindet sich also im Schnitt der drei
Seitenhalbierenden, da A, B und C dieselbe Rolle spielen.
Der Punkt befindet sich auf den anderen Seitenhalbierenden.

Man kann noch eine Konstruktion des Lösungspunktes vorschla-


gen und die erarbeitete Hypothese mit einer Untersuchung
begründen.

Eine dynamische Konstruktion ist sehr viel überzeugender als


eine statische auf einem Blatt Papier erarbeitete Figur. In der
Regel genügt es, die Figur zu variieren, um die Hypothese zu
überprüfen. Eine Hypothese, die nach einer Variation gültig
bleibt, ist in den meisten Fällen richtig.

Für einen effizienteren Einsatz im Unterricht ist es interessant,


unter anderem folgende Fragen mit den Schülern zu behandeln:

• Ist eine Konstruktion richtig, wenn sie optisch richtig ist?


• Stellt eine richtige dynamische Konstruktion die Lösung für ein
Problem dar?
• Zu welchem Zeitpunkt kann man eine Argumentation als
„Beweis“ qualifizieren?
• Was fehlt einer dynamischen Konstruktion, damit sie zum
Beweis wird?
• Muß der Beweis auf dem Konstruktions bzw.
Berarbeitungsprozess der Figur basieren?

37
Einstieg
Aufgabe 3 - Dehnen Sie das Problem auf vier Punkte aus und
suchen Sie die Punkte M, die z.B. genügen:

Aufgabe 4* - Entwickeln Sie alle „Untersuchungswege“ und


Begründungen für das Anfangsproblem (drei Punkte), die für
Schüler der unteren Klassen der Oberstufe verständlich sind.

Aufgabe 5* - Untersuchen und konstruieren Sie die Summe der


Entfernungen des Punktes M zu den Punkten A, B, C und mini-
mieren Sie MA+MB+MC. Als Lösung ergibt sich der Fermat 1-
Punkt des Dreiecks ABC.

1
Pierre Simon
de Fermat,
1601-1665

38
Einstieg

KAPITEL 4

DAS VARIGNON-VIERECK

In diesem Kapitel werden einige Konstruktionen im


Zusammenhang mit dem Satz von Varignon 1 vorgestellt.

Wir werden zunächst ein beliebiges Viereck ABCD konstruieren.


Wir aktivieren das Werkzeug [Geradliniges]Polygon und wählen
vier sofort mit A, B, C und D bezeichnete Punkte aus. Um das
Polygon abzuschließen, wählen wir nach der Konstruktion von D
erneut den Punkt A.

Jetzt konstruieren wir die Mittelpunkte P von AB, Q von BC, R von
CD und S von DA mit dem Werkzeug [Konstruktion]Mittelpunkt.
Dieses Werkzeug erwartet die Auswahl von A und anschließend B,
um den Mittelpunkt von AB zu konstruieren. Man kann die Strecke
AB auch direkt auswählen, wenn sie bereits als Strecke oder wie
hier als Polygonseite vorhanden ist.

Konstruieren Sie dann das Viereck PQRS mit dem Werkzeug


[Geradliniges]Polygon.

Wenn man die Konstruktion mit dem Werkzeug [Manipulation


/Zeiger]Zeiger variiert, scheint PQRS immer ein Parallelogramm zu
bleiben. Mit dem Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Parallel? lassen
wir die Cabri-Geometrie die Parallelität von PQ und RS sowie von
PS und QR prüfen. Bei der Auswahl der Seiten PQ und RS
erscheint ein Text, der angibt, daß die beiden Seiten parallel sind.

1
Pierre Varignon,
1654-1722

41
Einstieg

[Links]. Ausgehend von einem beliebigen Viereck ABCD wird das Viereck
PQRS konstruiert, dessen Eckpunkte die Mittelpunkte der Seiten von ABCD
sind. [Rechts]. Konstruktion der Diagonalen von PQRS, für die gezeigt
wird, daß sie sich in ihrem Mittelpunkt schneiden.

Konstruieren wir also die beiden Diagonalen PR und QS mit dem


Werkzeug [Geradliniges]Strecke und ihren Schnittpunkt I mit dem
Werkzeug [Punkt]Punkt. Es lässt sich auf mehrere Arten bewei-
sen, daß I der Mittelpunkt von PR und von QS ist und PQRS
demnach ein Parallelogramm ist. Zum Beispiel mit einer
Schwerpunktberechnung: Da P der Schwerpunkt von {(A,I),(B,I)}
und R der Schwerpunkt von {(C,I),(D,I)} ist, ist der Mittelpunkt
von PR der Schwerpunkt von {(A, I),(B, I),(C, I),(D,I)}.
Das gleiche gilt für den Mittelpunkt von QS. Die beiden
Mittelpunkte fallen an einem Punkt zusammen, dem Schnittpunkt I.

Der Satz von Varignon lautet wie folgt:


Satz von Varignon: Das Viereck PQRS, das ausgehend von den
Mittelpunkten eines beliebigen Vierecks ABCD konstruiert wird,
ist ein Parallelogramm und seine Fläche entspricht der Hälfte der
Fläche von ABCD.

Abb. 4.2 - Konstruktion für


den zweiten Teil des Satzes.

42
Einstieg
Aufgabe 6 - Vorstehend wurde der erste Teil des Satzes behan-
delt. Beweisen Sie den zweiten Teil in Bezug auf die Fläche von
PQRS. Die konstruierte Figur kann Ihnen dabei helfen.
Wir belassen A, B und C als feste Punkte und verschieben D so,
daß PQRS ein Rechteck wird. Da wir bereits wissen, daß es sich
um ein Parallelogramm handelt, genügt es, daß ein Winkel ein
rechter Winkel wird, um behaupten zu können, daß ein Rechteck
vorliegt. Wir messen den Winkel von P mit dem Werkzeug
[Messung/Berechnung]Winkel. Dieses Werkzeug erwartet die
Auswahl von drei Punkten, die einen Winkel definieren, wobei
der zweite Punkt der Scheitelpunkt ist.
In unserem Beispiel werden die Punkte S (Schenkelpunkt), P
(Scheitelpunkt des Winkels) und Q (Schenkelpunkt) gewählt.

Abb. 4.3 - Messung des


Winkels bei P des
Parallelogramms PQRS.

Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Winkel kann auch einen


Winkel messen, der vorher mit dem Werkzeug [Text/Animation]
Winkelmarkierung markiert wurde. Es erwartet drei Punkte, die
den Winkel definieren, in derselben Reihenfolge wie das
Werkzeug [Messung/Berechnung]Winkel.
Wenn D so gezogen wird, daß PQRS ein Rechteck wird, scheinen
die gefundenen Lösungen deutlich kollinear zu sein.
In der Tat sieht man, wenn man die Diagonalen AC und BD des
Ausgangsvierecks konstruiert, daß die Seiten von PQRS parallel
zu diesen Diagonalen sind und daß PQRS nur dann ein Rechteck
ist, wenn AC und BD senkrecht stehen.
Wir werden D jetzt so umdefinieren, daß PQRS immer ein
Rechteck ist. Zeichnen Sie die Gerade (AC) mit dem Werkzeug
[Geradliniges]Gerade, indem Sie A und C auswählen, und ansch-
ließend die durch B gehende Senkrechte zu dieser Geraden mit
dem Werkzeug [Konstruktion]Senkrecht?, indem Sie B und die
Gerade (AC) auswählen.

43
Einstieg
D ist ein freier Punkt in der Ebene. Wir werden seine Definition so
ändern, daß er ein freier Punkt auf der Senkrechten zu (AC) wird,
die durch B geht. Aktivieren Sie das Werkzeug
[Konstruktion]Objekt umdefinieren und wählen Sie D aus. Ein
Menü mit den verschiedenen Optionen zum Umdefinieren von D
wird angezeigt. Wählen Sie Punkt auf Objekt und anschließend
einen Punkt auf der Senkrechten. D wird an diesen Punkt verscho-
ben und ist künftig gezwungen, auf der Geraden zu bleiben.
Die Umdefinition ist eine besonders leistungsstarke
Untersuchungsmethode, mit der man den Elementen einer Figur
Freiheitsgrade entziehen oder hinzufügen kann, ohne daß sie völlig
neu erstellt werden muß.

Abb. 4.4 - Der Punkt D wurde


jetzt so umdefiniert, daß PQRS
immer ein Rechteck ist. Dieser
Punkt verfügt nur noch über
einen Freiheitsgrad; da er auf
der Geraden bewegt werden
kann.

Aufgabe 7 - Finden Sie eine Bedingung, die erforderlich und


ausreichend ist, damit PQRS ein Quadrat wird. Definieren Sie D
so um, daß die Konstruktion nur Quadrate liefert.

Abb. 4.5 - Der Punkt D hat kei-


nen Freiheitsgrad mehr und
PQRS ist jetzt immer ein
Quadrat.

44
II

TEIL 2
Beschreibung der Software

KAPITEL 5

OBJEKTE UND WERKZEUGE

KAPITEL 6

UNTERSUCHUNGSWERKZEUGE

KAPITEL 7

DARSTELLUNG

KAPITEL 8

BENUTZEREINSTELLUNGEN

KAPITEL 9
Beschreibung der Software

BENUTZEROBERFLÄCHE

KAPITEL 10

EXPORTIEREN UND DRUCKEN

47
Beschreibung
der Software
KAPITEL 5

OBJEKTE UND WERKZEUGE

In diesem Kapitel werden alle Objekte aufgeführt, die mit der


Cabri-Geometrie bearbeitet werden können. Es wird erklärt, wie
man sie erhält und welche Darstellungen möglich sind.
Die Darstellungen und deren Änderungen werden im Kapitel
[7] „DARSTELLUNG“ erläutert.
Allen Objekten ist eine Bezeichnung zugeordnet. Dabei handelt
es sich um einen Text, der mit dem Objekt verknüpft ist, z.B. der
Name eines Punktes. Bei der Objekterstellung kann man sofort
eine kurze Bezeichnung über die Tastatur eingeben.
Die Bezeichnung kann anschließend mit dem Werkzeug
[Text/Animation]Objektname bearbeitet werden.

5.1 PUNKT 5.1

Der Punkt ist das Basisobjekt aller Figuren. In der Cabri-Geometrie


kann man Punkte der euklidischen Ebene beliebig manipulieren,
zusätzlich zur besonderen Behandlung von Punkten im
Unendlichen. Man kann einen freien Punkt in der Ebene erstellen,
indem man das Werkzeug [Punkt]Punkt auswählt und eine leere
Stelle auf dem Arbeitsblatt auswählt. Anschließend kann der Punkt
(mit dem Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger) beliebig in der
Ebene verschoben werden. Man kann einen Punkt auf „geradlini-
gen“ Objekten (Strecke, Gerade, Strahl usw.) oder auf „krummlini-
gen“ Objekten (Kreis, Kreisbogen, Kegelschnitt, Ortskurve) entwe-
der implizit mit dem Werkzeug [Punkt]Punkt oder explizit mit dem
Werkzeug [Punkt]Punkt auf Objekt erstellen. Der so erstellte Punkt
kann frei auf dem Objekt verschoben werden.
Man kann einen Punkt auch auf dem Schnittpunkt von zwei „ger-
adlinigen“ Objekten oder „krummlinigen“ Objekten entweder
implizit mit dem Werkzeug [Punkt]Punkt oder explizit mit dem
Werkzeug [Punkt]Schnittpunkt(e) erstellen. Im zuletzt genannten
Fall werden alle Schnittpunkte zweier Objekte gleichzeitig konstru-
iert. Das Werkzeug [Konstruktion]Mittelpunkt konstruiert den
Mittelpunkt zweier Punkte, einer Strecke oder Polygonseite.

49
Beschreibung
der Software
Mit dem Werkzeug [Konstruktion]Maß übertragen kann man eine
Länge auf einen Strahl (Maß und Strahl auswählen), eine Achse
(Maß und Achse auswählen), einen Kreis (Maß, Kreis und einen
Punkt auf dem Kreis auswählen), einen Vektor (Maß und Vektor
auswählen) oder ein Polygon (Maß und Polygon auswählen) über-
tragen. In allen genannten Fällen wird ein neuer Punkt konstruiert.
Zu einem Punkt kann mit Hilfe einer Abbildung (unter
Verwendung eines Werkzeugs der Toolbox [Abbildung]) der
betreffende Bildpunkt konstruiert werden. Erst wird der abzubil-
dende Punkt angegeben, anschließend die Elemente, die die
Abbildung definieren. Die Kreisspiegelung ist die einzige
Abbildung der Toolbox [Abbildung], die nicht linear ist. Sie läßt
sich in der Cabri-Geometrie nur auf Punkte anwenden. Bei der
Verwendung anderer Werkzeuge, die die Auswahl eines Punktes
erwarten, kann man entweder einen vorhandenen Punkt aus-
wählen oder einen Punkt implizit, auf einem geradlinigen oder
krummlinigen Objekt oder am Schnittpunkt von geradlinigen oder
krummlinigen Objekten konstruieren. In diesem Fall entspricht die
Funktionsweise dem Werkzeug [Punkt]Schnittpunkt(e).
Bei der Erstellung einer Geraden oder eines Strahls kann man den
zweiten Punkt gleich miterstellen, indem man bei der Auswahl des
zweiten Punktes die Taste Alt gedrückt hält.
Die Darstellungsmöglichkeiten eines Punktes umfassen Farbe,
Form, Größe, Bezeichnung und Bild (optional).

5.2 5.2 GERADE


Die Cabri-Geometrie verfügt über die Geraden der euklidischen
Ebene und eventuell über eine unendlich ferne Gerade (Ferngerade),
wenn die Arbeit mit unendlich fernen Objekten in den
Voreinstellungen gewählt wurde.
Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Gerade kann eine durch einen
Punkt gehende freie Gerade erstellt werden: Man wählt zunächst
einen Punkt aus und fixiert die Position der Geraden, die sich um den
ersten Punkt dreht, mit einem Mausklick. Dieses Werkzeug gestattet
auch die Konstruktion einer Geraden, die durch zwei Punkte geht.
Der zweite Punkt kann gleich miterstellt werden, wenn man die Taste
Alt gedrückt hält. Wenn man eine Gerade durch einen Punkt erzeugt
und dabei die „Shift“-Taste gedrückt hält, nimmt die Gerade die
Richtung eines Vielelfachens von 15° (0°, 15°, 30°, 45° usw.) ein.
Falls die beiden Punkte einer durch zwei Punkte definierten Geraden
zusammenfallen, kann die Gerade nicht definiert werden.
Das Werkzeug [Konstruktion]Senkrechte (bzw. [Konstruktion]Parallele)

50
Beschreibung
der Software
konstruiert die eindeutige Gerade, die zu einer Richtung (die durch
eine Strecke, eine Gerade, einen Strahl, eine Polygonseite, einen
Vektor, eine Achse gegeben wird) senkrecht (bzw. parallel) ist und
durch einen gegebenen Punkt geht.
Das Werkzeug [Konstruktion]Mittelsenkrechte konstruiert die
Mittelsenkrechte zweier Punkte, einer Strecke oder einer Polygonseite.
Das Werkzeug [Konstruktion]Winkelhalbierende konstruiert die
Winkelhalbierende. Dazu wählt man drei Punkte A, B und C, die den
Winkel (BA,BC) definieren. Der zweite gewählte Punkt ist der
Scheitelpunkt des Winkels. Eine Gerade kann auch mit einer der
Abbildungen der Toolbox „Abbildung“ als Bild einer Geraden erstellt
werden (ausgenommen Kreisspiegelung).
Die Darstellungsmöglichkeiten einer Geraden umfassen Farbe,
Liniendicke, Linientyp, Bezeichnung und Bild.

5.3 STRECKE 5.3

Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Strecke kann eine Strecke aus-


gehend von zwei Punkten konstruiert werden. Wenn die beiden
Punkte zusammenfallen, bleibt die Strecke zwar definiert, aber sie
ist auf einen Punkt reduziert. Eine Strecke kann auch mit einer
Abbildung (ausgenommen Kreisspiegelung) als Bild einer Strecke
konstruiert werden. Die Darstellungsmöglichkeiten einer Strecke
umfassen Farbe, Liniendicke, Linientyp, Markierungstyp,
Bezeichnung und Bild (optional). Das Drücken der „Shift“-Taste
hat die gleiche Funktion wie bei der Geradenerzeugung.

5.4 STRAHL 5.4

Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Strahl wird ein freier Strahl aus-


gehend von einem Punkt erstellt. Man wählt zunächst diesen
Punkt und fixiert die Position des Strahls, der sich um seinen
Anfangspunkt dreht, mit einem Mausklick. Das Werkzeug gestat-
tet auch, den Strahl ausgehend von einem Punkt und durch
einen zweiten Punkt zu konstruieren. Der zweite Punkt kann
gleich miterstellt werden, wenn man die Taste Alt gedrückt hält.
Das Drücken der „Schift“-Taste hat die gleiche Funktion wie bei
der Geradenerzeugung. Falls die beiden Punkte eines durch zwei
Punkte definierten Strahls zusammenfallen, kann der Strahl nicht
definiert werden. Ein Strahl kann auch mit einer Abbildung (aus-
genommen Kreisspiegelung) als Bild eines Strahls konstruiert
werden. Die Darstellungsmöglichkeiten eines Strahls umfassen
Farbe, Liniendicke, Linientyp, Bezeichnung und Bild.

51
Beschreibung
der Software
5.5 5.5 VEKTOR

Der Zugriff auf einen Vektor erfolgt über seinen Anfangs- und
seinen Endpunkt. Ein Vektor wird also wie eine gerichtete
Strecke (als Repräsentant eines Vektors) behandelt; die Richtung
wird durch einen Pfeil symbolisiert.
Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Vektor kann ein Vektor ausge-
hend von zwei Punkten konstruiert werden. Wenn die beiden
Punkte zusammenfallen, ist der definierte Vektor der Nullvektor.
Mit dem Werkzeug [Konstruktion]Vektorsumme wird eine
Darstellung der Vektorsumme konstruiert. Man wählt die beiden
Vektoren und den Anfangspunkt der Resultierenden.
Ein Vektor kann auch mit einer Abbildung (ausgenommen
Kreisspiegelung) als Bild eines Vektors konstruiert werden.
Die Darstellungsmöglichkeiten eines Vektors umfassen Farbe,
Liniendicke, Linientyp, Bezeichnung und Bild (optional).

5.6 5.6 DREIECK

Ein Dreieck ist ein Polygon mit drei Eckpunkten. Dreiecke und
Polygone werden auf die gleiche Weise erstellt. Da das Dreieck
das bei weitem am häufigsten verwendete Polygon ist, steht ein
Spezialwerkzeug für Dreiecke zur Verfügung.

Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Dreieck kann ein Dreieck aus-


gehend von drei Punkten konstruiert werden. Entartete Dreiecke
sind zulässig und werden durch Strecken dargestellt. Ein Dreieck
kann sogar auf einen Punkt reduziert sein.
Ein Dreieck kann mit einer Abbildung (ausgenommen
Kreisspiegelung) als Bild eines Dreiecks konstruiert werden.

Die Darstellungsmöglichkeiten eines Dreiecks umfassen Farbe,


Liniendicke, Linientyp, Füllung, Bezeichnung und Bild (optional).

5.7 5.7 POLYGONE

In der Mathematik sind mehrere Definitionen des Begriffs Polygon


möglich. In der Cabri-Geometrie wird eine Menge von n Strecken

P1 P2, P2 P3…Pn -1 Pn, Pn P1

52
Beschreibung
der Software
die ausgehend von n Punkten (n ≥ 3) definiert sind, als Polygon
bezeichnet. Ein „Cabri-Polygon“ ist daher in erster Linie ein
geschlossener Streckenzug.
Mit dem Werkzeug [Geradliniges]Polygon kann ein Polygon ausge-
hend von mindestens drei Punkten konstruiert werden.
Zum Abschluß der Konstruktion muß erneut der Anfangspunkt
gewählt oder der letzte Punkt mit einem Doppelklick ausgewählt
werden. Wenn alle Punkte auf derselben Gerade liegen, wird das
gestreckte Polygon durch eine Strecke dargestellt.
Das Werkzeug [Geradliniges]Reguläres Polygon gestattet die
Konstruktion regulärer konvexer Polygone und Sternpolygone.
Man wählt zunächst den Mittelpunkt des Polygons und dann einen
ersten Eckpunkt aus. Anschließend kann man die Art des Polygons
wählen, indem man für reguläre Polygone (reguläre Sternpolygone)
den Zeiger links (rechts) herum verschiebt. In der letzten Phase der
Auswahl gibt der Text, der dem Zeiger folgt, die Anzahl der
Eckpunkte an und bei Sternpolygonen zusätzlich die wievielte der
nachfolgenden Eckpunkte jeweils mit dem vorausgehenden
Eckpunkt verbunden werden. Beispielsweise repräsentiert {5} ein
regelmäßiges Fünfeck, {10/3} ein Sternpolygon mit 10 „Ecken“, das
man erhält, wenn man die Eckpunkte 1, 4, 7, 10, 3, 6, 9, 2, 5, 8 und
1 eines regulären Zehnecks verbindet. Ein Polygon kann auch mit
einer Abbildung (ausgenommen Kreisspiegelung) als Bild eines
Polygons konstruiert werden. Die Darstellungsmöglichkeiten eines
Polygons umfassen Farbe, Liniendicke, Linientyp, Füllung, Bezeichnung
und Bild (optional) im Falle eines Vierecks.

5.8 KREIS 5.8

Mit dem Werkzeug [Krummliniges]Kreis kann ein freier Kreis


erstellt werden, indem man seinen Mittelpunkt auswählt und den
beweglichen Radius mit einem Mausklick festlegt. Ein zweiter
Kreispunkt kann gleich miterstellt werden, wenn man die Taste
Alt gedrückt hält. Indem man die „Shift“-Taste gedrückt hält
wird der Radius ganzzahlig (in Zentimetern nach Voreinstellung).
Das Werkzeug [Krummliniges]Kreis gestattet außerdem die
Konstruktion eines Kreises, indem man seinen Mittelpunkt und
anschließend einen bereits erstellten Kreispunkt auswählt.
Ein Kreis kann auch mit einer Abbildung (ausgenommen
Kreisspiegelung) als Bild eines Kreises konstruiert werden.
Die Darstellungsmöglichkeiten eines Kreises sind Farbe, Linien-
dicke, Linientyp, Füllung, Bezeichnung und Bild.

53
Beschreibung
der Software
5.9 5.9 KREISBOGEN

Ein Kreisbogen ist ein durch zwei Punkte begrenztes Objekt, das
einen dritten es definierenden Punkt enthält. Das Werkzeug
[Krummliniges]Kreisbogen gestattet die Konstruktion eines
Kreisbogens ausgehend von drei Punkten: dem ersten Endpunkt,
einem Zwischenpunkt und dem zweiten Endpunkt. Wenn die
drei Punkte auf derselben Geraden liegen, wird der Kreisbogen
entweder zu einer Strecke oder – je nach den Positionen der drei
Punkte auf der Geraden - zum Komplement einer Strecke auf
einer Geraden (Gerade mit einem „Loch“).
Ein Kreisbogen kann auch mit einer Abbildung (ausgenommen
Kreisspiegelung) als Bild eines Kreisbogens konstruiert werden.
Die Darstellungsmöglichkeiten eines Kreisbogens umfassen Farbe,
Liniendicke, Linientyp, Füllung, Bezeichnung und Bild.

5.10 5.10 KEGELSCHNITT

Die Cabri-Geometrie gestattet die Behandlung aller nicht entarteten


Kegelschnitte (Ellipsen, Parabeln, Hyperbeln) der euklidischen
Ebene. Kegelschnitte, die zu zwei unterschiedlichen Geraden entar-
ten, werden ebenfalls dargestellt. Das Werkzeug [Krummliniges]
Kegelschnitt gestattet die Konstruktion des durch fünf Punkte
gehenden Kegelschnitts. Wenn vier der fünf Punkte auf derselben
Geraden liegen oder wenn zwei Punkte zusammenfallen, ist der
Kegelschnitt nicht definierbar. Wenn nur drei Punkte auf derselben
Geraden liegen, ist der Kegelschnitt definiert und zu zwei unter-
schiedlichen Geraden entartet. Ein Kegelschnitt kann auch mit einer
Abbildung (ausgenommen Kreisspiegelung) als Bild eines Kegelschnitts
konstruiert werden. Die Darstellungsmöglichkeiten eines Kegelschnitts
umfassen Farbe, Liniendicke, Linientyp, Bezeichnung und Bild.

5.11 5.11 ORTSKURVE/SCHAR

Unter dem Begriff „Ortskurve/Schar“ werden verschiedene


Objekttypen der Cabri-Geometrie behandelt. Ganz allgemein stellt
eine Ortskurve alle Positionen dar, die von einem Objekt A ein-
genommen werden, wenn ein freier Punkt M auf einem Objekt
variiert wird. Normalerweise ist der Punkt M an der Konstruktion
von A beteiligt.

54
Beschreibung
der Software
Eine Ortskurve wird mit dem Werkzeug [Konstruktion]Ortskurve/
Schar konstruiert, indem man zunächst das Objekt A und dann
den variablen Punkt M auswählt. Das Objekt A kann zu einem
der folgenden Typen gehören: Punkt, Gerade, Strahl, Strecke,
Vektor, Kreis, Kreisbogen und Kegelschnitt. Der Punkt M kann
ein freier Punkt auf einem beliebigen Objekt, einschließlich einer
Ortskurve oder aber ein freier Punkt in einem Gitter sein.

Das Objekt A kann ebenfalls eine Ortskurve sein, dann wird eine
Menge von Ortskurven konstruiert.
Falls A eine Gerade, ein Strahl, eine Strecke, ein Vektor, ein Kreis
oder ein Kegelschnitt ist, ist die Ortskurve entweder die
Einhüllende der betreffenden Objekte oder die Menge dieser
Objekte, je nach Aktivierung der Option „Einhüllende“ in den
Voreinstellungen (siehe Kapitel [8] „VOREINSTELLUNGEN“).
Vektoren verhalten sich in Bezug auf Ortskurven wie Strecken.
Die Einhüllende einer Menge von Strahlen, Strecken, Vektoren ist
die Einhüllende der sie tragenden Geraden, reduziert auf die
tatsächlich erreichten Punkte.

Falls A ein Kreisbogen ist, ist die Ortskurve automatisch die


Menge der Positionen von A. Die Darstellungsmöglichkeiten einer
Ortskurve/Schar umfassen Farbe, Liniendicke, Linientyp,
Bezeichnung, Konstruktionsmethode (Einhüllende oder Menge
der Positionen), Zeichenmethode (kontinuierlich, Punktemenge)
und die Mindestanzahl berechneter Positionen im Falle einer
nicht stätigen Zeichnung.

5.12 ABBILDUNG 5.12

In der Cabri-Geometrie ist explizit kein Objekt vom Typ


Abbildung vorhanden. Abbildungen werden mit Hilfe von
Werkzeugen vorgenommen. Jedes dieser Werkzeuge wendet eine
durch Elemente definierte Abbildung auf ein Objekt (Mittelpunkt,
Achse, Winkel usw.) an.
Die Cabri-Geometrie gestattet die Verwendung der üblichen
euklidischen Abbildungen (Streckung, Parallelverschiebung,
Gerade-spiegelung, Punktspiegelung, Drehung) und zusätzlich
der Kreis-spiegelung. In allen Fällen muß man das abzubildenden
Objekt und die Abbildungselemente auswählen. Wenn das abzu-
bildende Objekt vom selben Typ ist wie eines der Elemente, die
die Abbildung definieren, muß es zuerst ausgewählt werden.

55
Beschreibung
der Software
In allen anderen Fällen spielt die Reihenfolge keine Rolle.
Beispiel: Um einen Punkt M an einem Punkt C zu spiegeln, wird
erst M und dann C ausgewählt.
Um eine Gerade D an einem Punkt C zu spiegeln, ist die
Reihenfolge der Auswahl gleichgültig.
Das abzubildende Objekt kann ein Punkt, eine beliebige Linie
oder Kurve mit Ausnahme einer Ortskurve sein.
In Cabri-Geometrie kann die Kreisspiegelung nur Punkte abbilden.
Um andere Objekte mit der Kreisspiegelung abzubilden, kann
man das Werkzeug [Konstruktion] Ortskurve/Schar verwenden.

Das Werkzeug [Abbildung]Geradenspiegelung wendet eine ortho-


gonale Spiegelung an. Wählen Sie das abzubildende Objekt und
eine geradliniges Objekt zur Definition der Spiegelachse aus:
Gerade, Strahl, Strecke, Vektor, Polygonseite, Koordinatenachse.

Das Werkzeug [Abbildung]Punktspiegelung wendet eine


Spiegelung in Bezug auf einen Punkt an. Wählen Sie das abzubil-
dende Objekt und den Punkt aus, an dem gespiegelt wird.

Das Werkzeug [Abbildung]Parallelverschiebung wendet eine


Parallelverschiebung an. Wählen Sie das abzubildende Objekt
und einen Vektor zur Definition der Parallelverschiebung aus.

Das Werkzeug [Abbildung]Streckung wendet eine Streckung an.


Wählen Sie das abzubildende Objekt, den Streckfaktor (eine Zahl
auf dem Arbeitsblatt) und den Punkt, von dem aus das Objekt
gestreckt wird. Zwei zusätzliche Punkte können verwendet wer-
den, um den Streckfaktor und den Winkel zu definieren.

Das Werkzeug [Abbildung]Drehung wendet eine Drehung an.


Wählen Sie das zu drehende Objekt und das Drehzentrum aus.
Der Drehwinkel kann definiert werden durch:
• 3 Punkte, die schon existieren oder die unmittelbar erzeugt
werden können.
• einen Zahlenwert, der mit dem Werkzeug [Text/Animation]
Zahleingabe eingegeben wird

Das Werkzeug [Abbildung]Kreisspiegelung spiegelt einen Punkt


an einem Kreis. Geben Sie den abzubildenden Punkt und den
Kreis an, an dem gespiegelt werden soll.

56
Beschreibung
der Software

5.13 MAKRO 5.13

Ein Makro wird ausgehend von einem Teil einer Figur definiert.
Ein definiertes Makro kann wie jedes beliebige andere Werkzeug
verwendet werden. Es reproduziert die Konstruktion dieses Teils
ausgehend von den vom Benutzer ausgewählten Basiselementen
sog. Startelementen.

Sie können z.B. ein Makro definieren, das ein Quadrat konstruiert,
dessen Diagonale eine gegebene Strecke ist. Zur Definition des
Makros müssen Sie das Quadrat ausgehend von einer beliebigen
Strecke konstruieren, dann die Startobjekte – hier die Strecke –
und die Zielobjekte – hier das Quadrat- auswählen und das
Makro bestätigen. Sie verfügen dann über ein neues Werkzeug in
der Toolbox [Makro], das die Auswahl einer Strecke erwartet, um
dann die Konstruktion ausgehend von dieser Strecke zu reprodu-
zieren. Die während der Anwendung des Makros definierten
Zwischenobjekte sind ausgeblendet und werden nicht angezeigt.
Um ein Makro zu definieren, muß die entsprechende
Konstruktion bereits realisiert worden sein. Anschließend wird das
Werkzeug [Makro]Startobjekte aktiviert und die Startobjekte wer-
den ausgewählt. Bei Objekten desselben Typs ist die Reihenfolge
der Auswahl wichtig. Bei Startobjekten verschiedener Typen spielt
die Reihenfolge keine Rolle. Die Startobjekte werden durch
Blinken hervorgehoben. Um ein Objekt hinzuzufügen oder zu
entfernen, muß es lediglich ausgewählt werden.

Sobald die Startobjekte definiert sind, können die Zielobjekte mit


dem Werkzeug [Makro]Zielobjekte definiert werden. Die Auswahl
erfolgt auf dieselbe Art und Weise. Solange das Makro nicht defi-
niert ist, verbleiben alle Start- und Zielobjekte im Speicher und
können nach Belieben verändert werden. Anschließend wird das
Makro mit dem Werkzeug [Makro]Makroname definiert.
Die Cabri-Geometrie überprüft zunächst, ob die Zielobjekte wirk-
lich anhand der Startobjekte konstruiert werden können.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird das Makro nicht definiert und
Sie erhalten eine Fehlermeldung: Diese Makrodefinition ist
nicht möglich. Cabri kann nicht alle Zielobjekte
aus den gegebenen Startobjekten bestimmen.
Wenn das Makro definierbar ist, wird ein Dialogfeld angezeigt, um die
Attribute des Makros zu bearbeiten. Die einzige obligatorische Angabe
ist der Name der Konstruktion. Die anderen Attribute sind optional.

57
Beschreibung
der Software
• Name der Konstruktion. Dieser Name wird in der
Toolbox [Makro] angezeigt.

• Name des ersten Zielobjekts. Dieser Name wird ange-


zeigt, wenn der Zeiger über das Objekt gezogen wird.
Wenn das Makro beispielsweise die Mittelsenkrechte von
zwei Punkten konstruiert, kann der Name des Zielobjekts
Diese Mittelsenkrechte lauten.

• Passwort. Wenn ein Passwort eingegeben wird, sind die


Zwischenobjekte im Fenster, in dem das Makro im
Textformat angezeigt wird (Aufruf mit F10), nicht zugänglich.

Im anderen Fensterteil kann eine Ikone für das Makros kreiert


werden. Mit der Schaltfläche Sichern speichern Sie das Makro
allein in einer Datei. Ein Makro wird in der aktuellen Sitzung
verfügbar und auch später in den Figuren wo es verwendet
worden ist. Ein in einer Figur geladenes Makro kann in ande-
ren gleichzeitig geöffneten Figuren verwendet werden.

Wenn ein Makro mit demselben Namen, das dieselben


Zielobjekte konstruiert, bereits definiert wurde, bietet die Cabri-
Geometrie die Möglichkeit, das vorhandene Makro zu ergänzen
oder zu ersetzen. Wenn Sie die Ergänzung wählen, wird eines
der beiden Makros verwendet, je nach Typ der ausgewählten
Startobjekte. Beispiel: Wenn ein Makro ausgehend von zwei
Punkten definiert ist, kann es um ein identisches Makro ergänzt
werden, das ausgehend von einer Strecke definiert wurde.
Die Standardwerkzeuge [Konstruktion]Mittelsenkrechte,
[Konstruktion]Mittelpunkt usw. wurden auf diese Weise ergänzt.

Um das Makro zu verwenden, aktivieren Sie das entsprechende


Werkzeug der Toolbox [Makro] und wählen die Startobjekte aus.
Wenn alle Startobjekte ausgewählt sind, wird die Konstruktion
reproduziert und Sie erhalten die neuen Zielobjekte.
Die Zwischenobjekte sind ausgeblendet und können mit dem
Werkzeug [Darstellungsart]Objekt aus-/einblenden nicht einge-
blendet werden. Wird bei der Verwendung eines Makros die
Taste Alt gedrückt, wird das Objekt als implizites Startobjekt des
Makros definiert. Bei den folgenden Anwendungen des Makros
muß dieses Objekt nicht mehr ausgewählt werden; das Objekt
wird automatisch gewählt. Wenn das Makro beispielsweise zwei
Punkte und einen Kreis erwartet und man bei der ersten

58
Beschreibung
der Software
Verwendung zwei Punkte auswählt und bei der Auswahl des
Kreises Alt drückt, ist bei der nächsten Anwendung des Makros
die Auswahl der beiden Punkte ausreichend, der vorher ausge-
wählte Kreis wird automatisch gewählt. Das ist nützlich im Falle
eines Makros, das man für die Hyperbolische Geometrie benut-
zen möchte: der Grenzkreis des Henri Poincaré 1 Modells kann
zu dem Makro als implizites Objekt hinzugefügt werden.

Darstellungsarten der Zielobjekte, die von den Standardobjekten


bei der Erstellung des Makros verschieden sind, werden mit
dem Makro gespeichert und bei der Makroverwendung auf die
erstellten Objekte angewendet.

5.14 ZAHL 5.14

Eine Zahl ist eine auf dem Zeichenblatt vorhandene „reelle Zahl“,
zu der ggf. eine Einheit hinzugefügt wird. Zahlen werden als
dynamische, in einen Text eingebettete Elemente angezeigt (siehe
Abschnitt [5.17] „Text“). Beim Erstellen einer Zahl erstellt die
Cabri-Geometrie einen Text, der nur diese Zahl enthält. Der Text
kann anschließend frei bearbeitet werden.

Das Werkzeug [Text/Animation]Zahleingabe gestattet die direkte


Eingabe einer Zahl auf dem Arbeitsblatt. Anschließend kann die
Zahl bearbeitet und mit einer Animation versehen werden. Die
nach oben und unten gerichteten Pfeilmarkierungen des
Textfensters, in dem die Zahl enthalten ist, vergrößern oder verklei-
nern die ausgewählte Ziffer der Zahl. Beispiel: Wenn die Zahl 30,29
angezeigt wird und sich der Zeiger zwischen den Ziffern 2 und 9
befindet, ändern die Pfeile die Zahl in Schritten von ±0,1. Das gilt
auch für die vergrößernde bzw. verkleinernde Animation der Zahl.
Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Entfernung und Länge erstellt
eine Zahl, die die Entfernung zwischen zwei Punkten, den Abstand
eines Punkte von einer Geraden oder eines Kreises, die Länge einer
Strecke, eines Vektors, den Umfang eines Polygons, eines Kreises,
einer Ellipse oder eines Kreisbogens angibt. Das Ergebnis wird mit
einer Längeneinheit, standardmäßig cm, versehen.
Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Fläche mißt die Größe der
Fläche eines Polygons, eines Kreises oder einer Ellipse. Das Ergebnis
wird mit einer Flächeneinheit, standardmäßig cm 2, versehen.
Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Steigung mißt die Steigung
einer Geraden, eines Strahls, einer Strecke oder eines Vektors 1
Henri Poincaré,
bezüglich der Horizontalen. Das Ergebnis erhält keine Maßeinheit. 1854-1912

59
Beschreibung
der Software
Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Winkel mißt das Maß eines
Winkels. Es erwartet die Auswahl entweder dreier Punkte A, O, B,
die den Winkel (OA, OB) mit dem Scheitelpunkt O definieren, oder
einer bereits konstruierten Winkelmarkierung. Das Ergebnis wird in
der in den Voreinstellungen definierten Einheit (Grad, Radian oder
Bogenmaß) angegeben (siehe Kapitel [8] „VOREINSTELLUNGEN“).
Wird ein Winkel durch drei Punkte definiert, wird das Maß des nicht
ausgerichteten Winkels zwischen den Geraden (OA) und (OB)
verwendet, das daher zwischen 0° und 180° liegt.

Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Berechnen gestattet


Berechnungen ausgehend von bereits auf dem Blatt vorhandenen
Messwerten sowie Zahlen oder ausgehend von den Konstanten π
und unendlich oder ausgehend von direkt über Tastatur eingege-
benen „reelle“ Zahlen. Definiert sind die üblichen Operatoren:
x + y, x - y, x * y, x / y, - x, x y die Klammernsetzung.
Die Rechenfunktion erkennt auch die folgenden üblichen
Funktionen: abs(x), sqrt(x), sin(x), cos(x), tan(x), arcsin(x), arc-
cos(x), arctan(x), sinh(x), cosh(x), tanh(x), arcsinh(x), arccosh(x),
arctanh(x), ln(x), log(x), exp(x), min(x,y), max(x,y), ceil(x),
floor(x), round(x), sign(x), random(x,y). Verschiedene
Syntaxvarianten werden ebenfalls erkannt.

Die Umkehrfunktionen können mit der Schaltfläche inv gefolgt von


der Funktion ausgewählt werden. Für arcsin klicken Sie auf die
Schaltfläche inv und anschließend auf sin. Diese wird erweitert auf
inv-sqrt was sqr ergibt, auf inv-ln, was exp ergibt, und inv-
log , was 10 x ergibt. Neben den klassischen Operatoren, deren
Semantik offensichtlich ist, gibt floor(x) die größte Ganzzahl kleiner
gleich x zurück, ceil(x) die kleinste Ganzzahl größer gleich x,
round(x) gibt die Ganzzahl zurück, die x als Absolutwert am
nächsten liegt. sign(x) gibt -1, 0 oder +1 zurück, je nach dem ob x
negativ, null oder positiv ist, und random(x,y) gibt eine zufällige
„reelle“ Zahl zwischen x und y nach den Regeln der
Gleichverteilung zurück. Damit das Ergebnis von random(x,y) bei
einer Variation der Figur aktualisiert wird, muß nur ein von der
Figur abhängiger Parameter in die Argumente von random aufge-
nommen werden, auch wenn dieser Parameter das Ergebnis nicht
beeinflusst: z.B. random(0,1 + 0 * a), wobei a von einem freien
Element der Figur abhängt. Mit der Schaltfläche = wird das
Ergebnis berechnet. Es kann anschließend frei auf dem Zeichenblatt
verschoben werden. Das Ergebnis wird natürlich bei Variationen
der Figur aktualisiert.

60
Beschreibung
der Software
In derselben Berechnung können unterschiedliche Einheiten veren-
det werden, so z.B. wird die Eingabe 1 inch + 1cm zu 3,54 cm
berechnet.

Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Term bewerten berechnet


den Wert eines auf dem Zeichenblatt vorhandenen Terms
(Ausdrucks). Nach der Auswahl des Terms erwartet die Software,
daß der Benutzer für jede Variable des Terms eine Zahl auf dem
Blatt auswählt. Wenn der Term beispielsweise 3 * x + 2 * y - 1
lautet, erwartet die Cabri-Geometrie eine Zahl für x und eine Zahl
für y und erstellt eine neue Zahl als Ergebnis, das frei auf dem
Blatt verschoben werden kann. Diese Zahl kann als Basis für wei-
tere Berechnungen dienen. Wie bereits erwähnt, erscheint eine
Zahl nur innerhalb eines Textes auf dem Bildschirm. Ein Zahl erbt
die grafische Darstellung des Textes zu dem sie gehört (siehe die
Textattribute im Abschnitt [5.17] „Text“). Neben diesen Attributen
erhält sie als spezifische Darstellung die Anzahl der angezeigten
signifikanten Dezimalstellen.

Für jede der Variablen a, b, c, ... oder x, y, ... verlangt die Cabri-
Geometrie einen Zahlenwert. Wenn der Term die Form f(x) hat, so
erzeugt ein Klick auf eine der Achsen des Koordinatensystems
automatisch den Graph von y = f(x).

5.15 EIGENSCHAFTSPRÜFUNG 5.15

Eine Eigenschaft einer Figur wird als Textteil in der Figur ange-
zeigt. Sie wird wie eine Zahl verwaltet und bei einer Variation
der Figur aktualisiert. Der Text, der der Eigenschaft entspricht,
kann bearbeitet werden.
Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Kollinear? überprüft die
Ausrichtung von drei Punkten. Der entsprechende Text lautet
Die Punkte liegen auf derselben Geraden oder Die
Punkte liegen nicht auf derselben Geraden.
Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Parallel? überprüft, ob zwei
Richtungen parallel sind. Jede Richtung wird durch eine Gerade,
einen Strahl, eine Strecke, einen Vektor, eine Polygonseite, eine
Koordinatenachse definiert. Das Ergebnis ist Die Objekte sind
parallel, oder Die Objekte sind nicht parallel.
Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Senkrecht? überprüft, ob
zwei Richtungen senkrecht zu einander sind. Die Funktionsweise
entspricht dem Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Parallel?.

61
Beschreibung
der Software
Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Entfernungsgleich? erwartet
die Auswahl von drei Punkten O, A und B und überprüft, ob die
Entfernungen OA und OB gleich sind. Das Ergebnis ist Die
Punkte sind entfernungsgleich, oder Die Punkte sind
nicht entfernungsgleich.
Das Werkzeug [Eigenschaftsprüfung]Element? erwartet die
Auswahl eines Punktes und eines Objekts, das kein Punkt ist,
und überprüft, ob sich der Punkt auf dem Objekt befindet.
Das Ergebnis lautet Dieser Punkt liegt auf dem Objekt
oder Dieser Punkt liegt nicht auf dem Objekt.
Eine Eigenschaft erbt die Attribute des Textes, zu dem sie gehört
(siehe die Textattribute im Abschnitt [5.17] „Text“).

5.16 5.16 TERME


Ein Term (Ausdruck) ist ein Text mit einer für die
Rechenfunktion gültigen Syntax, der eine oder mehrere Variablen
enthält. Zulässige Variablennamen sind a,b,...,z.
Das Werkzeug [Text/Animation]Termeingabe gestattet das
Erstellen eines neuen Terms. Terme werden wie Texte bearbeitet.
Die Syntax wird erst bei Cabri-Geometrie überprüft (siehe vorhe-
rigen Abschnitt). Zeichen für Rechenoperationen dürfen nicht
weggelassen werden: 3*x wird erkannt, aber nicht 3x. Ein Term
kann anschließend für verschiedene Werte dieser Variablen mit
Hilfe des Werkzeugs [Messung/Berechnung]Term bewerten
berechnet werden. Dieses Werkzeug erwartet die Auswahl eines
Terms und die Angabe der Zahlen auf dem Blatt, die den Werten
der verschiedenen Variablen entsprechen. Falls der Term f(x) nur
die Variable x enthält, gestattet das Werkzeug ebenfalls die
Auswahl des Term und anschließend die Angabe einer Achse, um
den Graphen der entsprechenden Funktion x  y = f(x) direkt zu
zeichnen. Die Darstellungsmöglichkeiten eines Terms umfassen
Schriftart, Ausrichtung, die Farben des Hintergrunds, des
Rahmens und der Zeichen.

5.17 5.17 TEXT


Ein Text besteht aus einem rechteckigen Rahmen, das „statische“
Zeichen und „dynamische“ Elemente enthält. Die dynamischen
Elemente werden mit der Figur aktualisiert; es handelt sich um die
auf dem Arbeitsblatt vorhandenen Zahlen und Eigenschaften.
Alle auf dem Arbeitsblatt vorhandenen Texte sind frei bearbeitbar.
Die Werkzeuge zur Konstruktion von Zahlen oder Eigenschaften

62
Beschreibung
der Software
konstruieren implizit einen Text, der die Zahl oder Eigenschaft
enthält. Wenn man die Entfernung zwischen zwei Punkten A und
B mißt, kann man vor der Zahl im so erstellten Text direkt die
Zeichen AB = hinzufügen.

Mit dem Werkzeug [Text/Animation]Texteingabe kann ein Text


erstellt oder bearbeitet werden. Bei der Bearbeitung kann man
dynamische Elemente, wie z.B. Zahlen und Eigenschaften, in den
Text einfügen. Eingefügte Markierungen werden automatisch bei
Änderung oder Weiterentwicklung des Handbuchs aktualisiert.
Das Werkzeug [Messung/Berechnung]Gleichung u. Koordinaten
erstellt einen Text, der die Koordinaten der Punkte oder die
Gleichung der anderen ausgewählten Objekte darstellt.
Diese Objekte können ein Punkt, eine Gerade, ein Kreis, ein
Kegelschnitt oder eine Ortskurve/Schar sein. Im Fall von Punkten
erhält man einen Text vom Typ (3,14; 2,07). Für die anderen
Objekte erhält man eine algebraische Gleichung in verschiedenen
Formen je nach den gewählten Voreinstellungen:
ax + by + c = 0 oder y = ax + b für die Geraden und
ax2 + bxy + cy2 + dx + ey + f = 0 oder (x - x0)2 / a2 ± (y - y0)2 / b2 = ±1
für die Kegelschnitte.

Der Algorithmus zur Bestimmung der Gleichungen numerisch und


wird auf algebraische Kurven bis zum (maximalem) Grade vier
angewendet.

Wenn mehrere Koordinatensysteme definiert sind, erwartet das


Werkzeug [Messung/Berechnung]Gleichung u. Koordinaten die
Auswahl eines der Koordinatensysteme. Ein Koordinatensystem
kann parallel verschoben werden, indem man seinen Ursprung
verschiebt. Die Darstellungsmöglichkeiten eines Textes umfassen
Schriftart, Ausrichtung, die Farben des Hintergrunds, des Rahmens
und des Textes. Gleichungen haben als zusätzliche Attribute den
Gleichungstyp und das verwendete Koordinatensystem.

5.18 WINKELMARKIERUNG 5.18

Eine Winkelmarkierung wird mit Hilfe des Werkzeugs


[Text/Animation] Winkelmarkierung konstruiert. Das Werkzeug
erwartet drei Punkte A, O und B und markiert den Winkel (OA,OB)
mit dem Scheitelpunkt O. Wenn es sich um einen rechten Winkel
handelt, erhält die Markierung automatisch eine spezifische Form.

63
Beschreibung
der Software
Mit dem Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger kann die Größe der
Markierung geändert und ein konkaver Winkel, das Komplement
zum erstellten konvexen Winkel, markiert werden: Dafür ziehen Sie
einfach die Markierung „durch“ den Scheitelpunkt des Winkels und
legen ihn auf der anderen Seite des Scheitelpunkts ab.
Die Darstellungsmöglichkeiten einer Winkelmarkierung umfassen
Farbe, Liniendicke, Linientyp, Markierungstyp und Bezeichnung.

5.19 5.19 KOORDINATENSYSTEM

Ein Koordinatensystem besteht aus einem Punkt


(Koordinatenursprung) und zwei Geraden (den Achsen), die
durch diesen Punkt gehen und jeweils mit einer Einheit versehen
sind. Die Achsen müssen nicht unbedingt senkrecht zueinander
stehen, um ein Koordinatensystem zu definieren, sie dürfen
jedoch nicht zusammenfallen.
Jede Figur ist standardmäßig auf ein Koordinatensystem bezogen.
Sein Ursprung befindet sich anfänglich im Zentrum des
Zeichenblattes, das Standardkoordinatensystem ist orthogonal und
hat die Einheit 1 cm.

Mit den Werkzeugen [Darstellungsart]Koordinatensystem ein und


[Darstellungsart]Koordinatensystem aus kann das
Standardkoordinatensystem ein- oder ausgeblendet werden.

Das Werkzeug [Darstellungsart]Achsen zusätzlich erzeugt ein


Koordinatensystem gemäß der folgenden Möglichkeiten:
• Ein-Punkt-Zwei-Richtungsmethode: Klicken auf den
Koordinatenursprung, Klicken auf die Richtung der ersten Achse
und dann auf die Richtung der zweiten Achse.
Die Skalierungseinheit wird automatisch mit 1 cm auf beiden
Achsen festgelegt.
• Ein-Punkt-Eine-Richtung-Skalierungsmethode: Klicken auf den
Ursprung, Klicken auf einen vorhandenen Punkt (oder Erzeugen
eines solchen mit der Alt-Taste), um die erste Achse mit ihrer
Skalierung zu erzeugen, dann Erzeugung der zweiten Achse
durch Klicken nach Wahl ihrer Richtung.

Die Darstellungsmöglichkeiten eines Koordinatensystems umfas-


sen Farbe, Liniendicke und Linientyp.

64
Beschreibung
der Software

5.20 GITTER 5.20

Ein Gitter aus Punkten wird bezüglich eines auszuwählenden


Koordinatensystems definiert. Es stellt eine „unendliche“ Menge
von Punkten dar, die anhand des Koordinatensystems (kartesische
Koordinaten oder Polarkoordinaten) gleichmäßig über das
Arbeitsblatt verteilt sind.

Zur Erstellung eines Gitters wählen Sie das Werkzeug


[Darstellungsart]Gitter und ein Koordinatensystem aus.
Die Darstellungsmöglichkeiten eines Gitters umfassen die Farbe
der Punkte und den Typ des gewählten Koordinatensystems
(kartesisch oder polar).

5.21 TABELLE 5.21

Eine Tabelle dient zur Sammlung von Mess- oder Berechnungs-


ergebnissen aus dem Arbeitsblatt. Eine Figur kann nur eine
Tabelle enthalten.

Eine Tabelle wird mit dem Werkzeug [Messung/Berechnung]


Tabellieren erstellt. Ein erster Mausklick erstellt die Tabelle an der
Zeigerposition; wenn Sie anschließend auf vorhandene Zahlen
klicken, werden diese in den ersten Feldern der ersten Zeile plat-
ziert. Mit dem Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger kann man
die Tabelle neu auswählen und die Fenstergröße ändern, indem
man den Zeiger in der unteren rechten Ecke platziert.
Ein vor der Zahl hinzugefügter Text wird als Titel der entspre-
chenden Spalte verwendet.

Anschließend kann man die Figur variieren und mit der Taste
Tab eine neue Zeile mit den aktuellen Werten ausgewählter
Zahlen in die Tabelle einfügen. Wenn Sie die Tabelle vor dem
Start einer Animation auswählen, wird die Tabelle während der
Animation automatisch mit bis zu 1000 Zeilen gefüllt. Wenn Sie
eine Tabelle und anschließend den Befehl [Bearbeiten]Kopieren
auswählen, wird der numerische Inhalt der Tabelle in Textform in
die Zwischenablage kopiert und kann zur Bearbeitung der pro-
duzierten Daten in eine Tabellenkalkulation wie Microsoft® Excel
eingefügt werden.

65
Beschreibung
der Software
KAPITEL 6

UNTERSUCHUNGSWERKZEUGE

6.1 SPUR 6.1

Mit dem Werkzeug [Text/Animation]Spur ein/aus können Sie die


Objekte bestimmen, die bei einer Variation der Figur eine Spur
hinterlassen sollen. Wenn das Werkzeug aktiviert ist, werden die
Objekte, die eine Spur hinterlassen, durch Blinken markiert.
Sie können Objekte der Liste hinzufügen oder entfernen, indem
Sie sie auswählen, wie bei den anderen Werkzeugen dieses Typs
(Start- und Zielobjekte eines Makros, ausgeblendete Objekte).
Wenn Sie die Figur manipulieren und variieren, hinterlassen die
ausgewählten Objekte eine Spur als Bildschirmzustand, die für
Untersuchungen hilfreich sein kann. Falls die Spur eine Kurve dar-
stellt, so kann diese mit dem Werkzeug [Konstruieren] Ortskurve
/Schar in ein Objekt überführt werden, was eine Untersuchung
funktionaler Abhängigkeiten begünstigt.

6.2 FIXIERUNG 6.2

Das Werkzeug [Text/Animation]Fixierung ein/aus gestattet, die


Position freier Punkte oder freier Punkte auf einem Objekt zu fixie-
ren. Die Fixierung eines Punktes wird mit einer kleinen Reißzwecke
angezeigt, wenn das Werkzeug aktiviert ist. Die Fixierung eines
Punktes verhindert nicht nur die Manipulation dieses Punktes, son-
dern schränkt auch die Manipulation aller anderen Objekte, die von
seiner Konstruktion abhängen, ein.

67
Beschreibung
der Software
6.3 6.3 UMDEFINITION

Die Umdefinition ist ein leistungsstarkes Werkzeug, mit der die


Definition eines bereits konstruierten Elements geändert werden
kann. Man kann z.B. eine Konstruktion durch eine andere ersetzen
oder die Anzahl der Freiheitsgrade eines Objekts erhöhen oder
reduzieren. Um ein Objekt umzudefinieren, aktiviert man das
Werkzeug [Konstruktion]Objekt umdefinieren und wählt das betref-
fende Objekt aus. Dann wird ein (objektabhängiges) Menü ange-
zeigt, in dem Sie den gewünschten Typ für die Umdefinition
wählen können. Je nach Art der Umdefinition müssen Sie ein
Objekt oder mehrere Objekte oder auch kein Objekt auswählen.

6.4 6.4 ANIMATION

Mit den Werkzeugen [Text/Animation]Animation und


[Text/Animation]Animation mehrfach können ein oder mehrere
Elemente der Figur animiert werden. Bei der Animation werden
die Objekte auf einer vom Benutzer definierten Bahn oder
Richtung „in Bewegung gesetzt“.

Um eine einfache Animation zu starten, aktivieren Sie das


Werkzeug [Text/Animation]Animation, klicken auf das zu animie-
rende Objekt und verschieben den Zeiger bei gedrückter Maustaste.
Eine kleine Feder erscheint, die durch den Benutzer gespannt wer-
den kann so, daß Richtung und Geschwindigkeit der Animation
festgelegt werden. Ein nachträgliches Drücken der „+“- bzw. der
“–“-Taste erhöht bzw. verringert die Animations-Geschwindigkeit.
Die Animation wird gestartet, wenn man die Taste losläßt und
dauert an, solange das Werkzeug aktiviert ist. Die Animation kann
auch durch Klicken in einen freien Figurbereich gestoppt werden.
Punkte auf einem Objekt bewegen sich auf diesem kontinuierlich
in der vorgegebenen Richtung. Punkte auf einer Strecke bewegen
sich hin und her. Außerdem kann eine Zahl (auch eine in einen
Text eingebundene) animiert werden.

Um eine mehrfache Animation zu definieren und zu starten, akti-


vieren Sie das Werkzeug [Text/Animation]Animation mehrfach.
Ein Fenster zur Steuerung wird angezeigt. In diesem Fenster kön-
nen Sie die Animationsfedern spannen oder löschen (obere
Schaltflächen), die Animation starten und stoppen (Schaltfläche

68
Beschreibung
der Software
links unten) und die Figur in den Ausgangszustand zurückverset-
zen (Schaltfläche unten rechts).
Um eine Animationsfeder auszuwählen, klicken Sie erst auf einen
Punkt und dann erneut, um Geschwindigkeit und Richtung der
Animation festzulegen. Das Verfahren unterscheidet sich etwas
von der einfachen Animation; hier muß man die Maustaste nicht
gedrückt halten. Der Endpunkt des Feders kann explizit geome-
trisch definiert werden.
Die Parameter der Mehrfachanimation werden nach dem
Beenden des Werkzeugs und beim Sichern der Figur beibehalten.
Beim Sichern kann eine Option gewählt werden, die die
Mehrfachanimation beim Öffnen der Figur automatisch startet.

6.5 PROTOKOLL 6.5

Mit dem Menü [Protokoll] können Sie ein Protokoll der


Benutzeraktionen aufzeichnen, um z.B. die Lösungsstrategien des
Benutzers zu analysieren und die einzelnen Schritte auszudrucken.
Dies unterstützt auch ein unbegrenztes Undo („Rückgängig“).

6.6 FIGURENBESCHREIBUNG 6.6

Mit der Taste F10 wird das Textfenster ein- und ausgeblendet, in
dem alle Konstruktionen der Figur in der Reihenfolge ihrer
Erstellung in Textform angezeigt werden.

Beim Klicken auf ein Objekt werden alle an seiner Konstruktion


beteiligten Objekte fett angezeigt. Man kann dieses Fenster auch
verwenden, um Objekte auf dem Arbeitsblatt zu identifizieren
oder namenlosen Objekten einen Namen zuzuweisen.

Der Inhalt dieses Fensters kann als eine Textbeschreibung der


Figur in andere Anwendungen oder in ein Textfeld kopiert wer-
den. Die Kopie wird mit einem Kontextmenü erstellt, das mit
einem rechten Mausklick in einem Textfenster aufgerufen wird.
Mit diesem Kontextmenü können Sie auch die ausgeblendeten
Objekte und die Zwischenobjekte der Makros anzeigen (ggf.
nach Eingabe eines Passworts, das beim Erstellen des Makros
oder beim Sichern der Figur definiert wurde). Ein Klick auf ein
Objekt in der Figur markiert die betreffende Zeile im Fenster der
Figurenbeschreibung. Umgekehrt bewirkt ein Klick auf eine Zeile
im Fenster der Figurenbeschreibung die Markierung des betref-
fenden Objekts.

69
Beschreibung
der Software
KAPITEL 7

DARSTELLUNG

Der Zugriff auf die Darstellung eines Objekts kann auf verschie-
dene Weise erfolgen:

• Verwendung eines Werkzeugs der Toolbox[Darstellungsart],


mit dem ein bestimmtes Attribut geändert wird

• Verwendung des Werkzeugs [Darstellungsart]Objektdarstellung

• über das Kontextmenü des Objekts, das durch Klicken mit


der rechten Maustaste aufgerufen wird, wenn sich der Zeiger auf
dem Objekt befindet

• mit Hilfe der Palette „Darstellungsart“, die mit dem Menü


[Optionen]Darstellungsart oder der Taste F9 angezeigt wird

• mit dem Dialogfeld „Voreinstellungen“, in dem die


Standardattribute neuer Objekte oder ausgewählter Objekte geän-
dert werden können (siehe Kapitel [8] „VOREINSTELLUNGEN“)

Die Standardattribute, die neue Objekte bei ihrer Erstellung erhal-


ten, werden im Dialogfeld Voreinstellungen (siehe Kapitel
[8] „VOREINSTELLUNGEN“) definiert.

7.1 OBJEKTFARBE 7.1

Es handelt sich um die Zuweisung einer Farbe an grafische


Objekte und Textobjekte.
Die Farbe wird mit dem Werkzeug [Darstellungsart]Objekt färben
geändert, indem man die gewählte Farbe in der Palette und dann
die Objekte auswählt, die sie erhalten sollen.
Die Farbe kann auch mit dem Werkzeug der Attributleiste
geändert werden, indem man die Objekte und dann die Farbe
auswählt.

71
Beschreibung
der Software
Man kann einem Objekt auch eine berechnete Farbe zuweisen.
Dies geht nur mit dem Kontextmenü des Objekts: rechte Maustaste
Verschiedene Farben: Parameter rot/grün/blau wählen.

Die Cabri-Geometrie erwartet dann, daß eine Zahl auf dem


Arbeitsblatt ausgewählt wird. Die Entsprechung zwischen der
Intensität/der Komponente im Intervall [0,1] und der ausgewähl-
ten Zahl x wird durch eine „Sägezahnfunktion“ der Periode 2
festgelegt. Sie entspricht der Identität (y = x) zwischen 0 und 1
und nimmt zwischen 1 und 2 (y = 2 - x) linear ab, um zu 0
zurückzukehren. Beispielsweise entspricht die Zahl 7,36 aufgrund
der Periode 2 derselben Intensität wie 5,36 oder 3,36 oder 1,36
oder - 0,64,... Die Zahl 7,36 befindet sich zwischen 1 und 2 und
diese Intensität beträgt 2 - 1,36 = 0,64.

Nicht definierte Komponenten erhalten den Wert 0. In den


Koordinaten (rot, grün, blau) entspricht (0,0,0) der Farbe
schwarz, (1,1,1) entspricht weiß, (1,0,0) entspricht rot, (0,1,0) ent-
spricht grün, (0,0,1) entspricht blau, (1,1,0) entspricht gelb,
(1,0,1) entspricht magenta und (0,1,1) entspricht Cyan.

7.2 7.2 FÜLLFARBE

Dieses Farbattribut betrifft Kreise, Kreisbögen, Polygone und Texte.


Bei Texten handelt es sich um die Hintergrundfarbe des Rechtecks,
das den Text einschließt.
Die Füllfarbe wird mit dem Werkzeug [Darstellungsart]
Objektinneres färben geändert, indem man in der Palette einer Farbe
und anschließend die zu färbenden Objekte auswählt. Eine Füllfarbe
wird annulliert, indem man dieselbe Farbe erneut anklickt.
Die Füllfarbe kann auch mit dem Werkzeug der Attributleiste
geändert werden, indem man die Objekte und anschließend die
Füllfarbe auswählt.
Das Kontextmenü des Objekts gestattet, einem Objekt eine berechne-
te Füllfarbe zuzuweisen. Das Vorgehen entspricht dem für die
Färbung von Objekten (siehe vorheriger Abschnitt). Standardmäßig
werden die Farben der Objekte gemischt. Mit dem Kontextmenü kann
man ein Objekt „nicht transparent/transparent“ machen. Die Mischung
erfolgt mit einem logischen „und“, nach der Methode der additiven
Farbmischung aus drei Farben. Beispiel: Die Mischung von Gelb und
Blau ergibt Grün. Nicht transparente Objekte werden „über“ transpa-
renten Objekten in der Reihenfolge ihrer Erstellung angezeigt.

72
Beschreibung
der Software

7.3 TEXTFARBE 7.3

Es handelt sich hier um die Färbung der Zeichen eines gesamten


Textfeldes. Mit dem Werkzeug [Darstellungsart]Text färben kann
die Textfarbe geändert werden. Man wählt erst die Farbe und
dann die entsprechenden Texte aus. Die Textfarbe kann auch mit
dem Werkzeug der Attributleiste geändert werden, indem
man die Objekte und dann die Farbe in der Palette auswählt.

7.4 PUNKTART UND PUNKTGRÖßE 7.4

Die Punktgröße wird mit dem Werkzeug [Darstellungsart]Linien-


dicke oder mit dem entsprechenden Werkzeug der Attributleiste
geändert. Den Zugriff auf die Punktart erhalten Sie mit dem
Werkzeug [Darstellungsart]Objektdarstellung und der Attributleiste.

7.5 LINIENART UND LINIENDICKE, INTELLIGENTE GERADEN 7.5

Die Linienart (durchgängig, gestrichelt, punktiert) und die


Liniendicke (normal, dick, sehr dick) können mit den Werkzeugen
[Darstellungsart]Linienart und [Darstellungsart]Liniendicke sowie
mit den entsprechenden Werkzeugen der Attributleiste geändert
werden. Die Anzeige von Geraden und Strahlen kann auf das
Fenster (Standardeinstellung) oder auf die von den Geraden und
Strahlen verwendete Zone beschränkt sein („intelligente“ Geraden).
In diesem Fall legt die Cabri-Geometrie anhand der auf der
Geraden vorhandenen Punkte fest, wo die Anzeige gestoppt wird.
„Intelligente“ Geraden können mit oder ohne Pfeil gezeichnet wer-
den. Die Wahl erfolgt in der Attributleiste. Die Endpunkte „intelli-
genter“ Geraden können frei verschoben werden. Wenn der
Schnittpunkt zweier abgeschnittener Geraden, die nicht parallel
sind, erzeugt werden soll, so werden diese automatisch über den
Schnittpunkt hinaus verlängert.

Ein Beispiel einer


Konstruktion, wo
„intelligente“ Geraden
und Bitmap verwendet
worden sind.

73
Beschreibung
der Software
7.6 7.6 ZEICHEN UND AUSRICHTUNG

Die Ausrichtung des Textes (links, rechts, zentriert) wird über das
Kontextmenü des Textblocks geändert. Dieses Menü gestattet
außerdem die Änderung der Schriftart, der Größe und des Stils der
in einem Text ausgewählten Zeichen. Jedes Zeichen kann andere
Attribute haben. Das Menü [Optionen]Zeichen... gestattet ebenfalls
die Bearbeitung der Zeichenattribute.

7.7 7.7 GLEICHUNGEN UND SIGNIFIKANTE DEZIMALSTELLEN

Die Anzahl der für die Zahlen angezeigten signifikanten


Dezimalstellen wird standardmäßig in den Voreinstellungen defi-
niert. Um sie zu ändern, wählt man die Zahl aus und drückt die
Tasten - und +.
Der Typ und das Format einer Gleichung kann mit dem
Kontextmenü der Gleichung oder dem Dialogfeld
Voreinstellungen geändert werden.

7.8 7.8 MIT OBJEKTEN VERKNÜPFTE BILDER

Die Cabri-Geometrie II Plus gestattet, Bitmap-Bilder (im Format


GIF, JPG oder BMP) mit Punkten, Strecken, Dreiecken, Vierecken
und dem Fensterhintergrund zu verknüpfen. Mit dieser Funktion
können Sie die Standarddarstellung dieser Objekte durch ein Bild
Ihrer Wahl ersetzen. Bei einem Dreieck wird das Bild in einem
Parallelogramm so neu angeordnet, daß drei Eckpunkte die
Eckpunkte des Dreiecks sind.

In allen Fällen erfolgt der Zugriff auf diese Funktion über das
Kontextmenü des entsprechenden Objekts (klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das Objekt, wenn das Werkzeug
[Manipulation]Zeiger aktiv ist). Für den Fensterhintergrund
klicken Sie mit der rechten Maustaste in eine leere Zone.

Das Menü bietet dann die Wahl zwischen den Standardbildern


(Displays der Taschenrechner TI-83, TI-89, TI-92) oder einer
Datei im Format GIF, JPG oder BMP.
Ein verknüpftes Bild kann mit dem Kontextmenü auch wieder
gelöscht werden.

74
Beschreibung
der Software

7.9 DIE UNMITTELBARE VERWENDUNG DER ATTRIBUTLEISTE 7.9

Wenn bereits eine Konstruktion begonnen worden ist, z.B. es


wurde bereits auf einen Punkt oder auf eine Gerade geklickt, dann
ist es noch möglich ein Werkzeug zur Darstellung (Farbe, Dicke
usw.) des aktuellen Punktes oder der aktuellen Geraden zu benut-
zen, idem man auf einen entsprechenden Knopf der Attributleiste
klickt.

75
Beschreibung
der Software
KAPITEL 8

BENUTZEREINSTELLUNGEN

8.1 DIALOGFELD „VOREINSTELLUNGEN“ 8.1

Mit dem Dialogfeld „Voreinstellungen“ können Sie die Attribute


vorhandener und neuer Objekte und die Konfiguration der
Software ändern. Es wird mit dem Menü [Optionen]
Voreinstellungen geöffnet. Das Dialogfeld verfügt über mehrere
Registerkarten, die in den folgenden Abschnitten erläutert werden.

Auf jeder Registerkarte können die werkseitigen Voreinstellungen


der Software mit der Schaltfläche „Standard“ wiederhergestellt
werden: Es handelt sich um die bei der Installation der Software
vorhandenen Einstellungen.

Mit der Schaltfläche „Anwenden“ und den beiden


Kontrollkästchen „Auswahl“ und „neue Objekte“ auf den
Registerkarten zur Änderung von Objektattributen können die auf
der Registerkarte vorgenommenen Einstellungen auf die ausge-
wählten Objekte angewendet und/oder für die Konstruktion
neuer Objekte gesichert werden.

Mit der Schaltfläche „Sichern“, die unten auf allen Registerkarten


vorhanden ist, können die aktuellen Voreinstellungen in einer
Datei .ini gespeichert werden. Sie werden verwendet, wenn
diese Datei mit dem Menü [Datei]Öffnen geöffnet wird.
Mit der Schaltfläche „Schließen“ wird das Dialogfeld geschlossen,
ohne daß Änderungen angewendet werden oder die
Standardkonfiguration geändert wird.
Mit der Schaltfläche „OK“ wird das Dialogfeld geschlossen, nach-
dem die auf jeder Registerkarte vorgenommenen Änderungen
bewertet und ggf. die Änderungen an der Konfigurationsdatei
(markiertes Kontrollkästchen „Als Standardwerte beibehalten“)
gespeichert wurden.
In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen
Registerkarten des Dialogfelds der Voreinstellungen erläutert.

77
Beschreibung
der Software
8.1.1 8.1.1 Ortskurvenoptionen

Diese Registerkarte betrifft die spezifischen Attribute von


Ortskurven. „Objektanzahl in Ortskurve“ ist die Mindestanzahl
der Positionen des variablen Punktes, die zum Zeichnen der
Ortskurve berücksichtigt werden müssen.
Bei Orten aus Punkten hat man die Wahl zwischen dem Verbinden
der Punkte (Stützpunkte), um eine Kurve zu erhalten, oder dem
einfachen Zeichnen einer diskreten Menge von Punkten.
Bei Ortskurven aus Geraden, Strahlen, Strecken, Vektoren,
Kreisen und Kegelschnitten kann die Cabri-Geometrie jeweils die
Einhüllende, d.h. eine Kurve, die zu allen von diesen Objekten
tangent ist berechnen oder einfach die Menge der Objekte
anhand der im Feld „Einhüllende“ getroffenen Wahl zeichnen.

8.1.2 8.1.2 Text und Grafik

Diese Registerkarte bezieht sich auf die Attribute, die Texten und
grafischen Objekten gemeinsam sind. Für jeden Texttyp kann man
eine Schriftart, mit Schriftstil, Schriftgröße und Farbe wählen.
Für jeden Typ eines grafischen Objektes kann man die Farbe, die
Linienart, die Liniendicke, die Punktart, die Punktgröße, den Stil der
Objektgrenzen, den Stil der Winkelmarkierung wählen.
Bestimmte Attribute sind nicht auf alle Objekttypen anwendbar und
werden daher nicht immer angezeigt.

8.1.3 8.1.3 Geometrie

Diese Registerkarte gestattet die Steuerung des Verhaltens der


Geometrie. Wenn Sie einen noch nicht definierten Punkt auf
einer Kurve oder einem Schnitt auswählen, erstellt die Cabri-
Geometrie standardmäßig die Punkte im Lauf der Konstruktionen
implizit. Dies erhöht oft den Benutzerkomfort und die
Konstruktionsgeschwindigkeit der Figuren. Man kann diese
Funktion aber auch deaktivieren.
Unter „Mit unendlich fernen Objekten“ (Ferngeraden) werden
Erweiterungen der Cabri-Geometrie in der euklidischen Ebene
angegeben, die der Anwendung als geometrisches Modell dienen.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird das Modell um eine „unend-
lich ferne Gerade“ erweitert: Zwei parallele Geraden erhalten

78
Beschreibung
der Software
einen Schnittpunkt, der Mittelpunkt eines Kreise kann unendlich
fern sein usw. Bestimmte Konstruktionen sind nicht erweiterbar.
Zum Beispiel kann ein Endpunkt einer Strecke nicht unendlich
fern sein und ist daher unabhängig von der gewählten Option
nicht definierbar.

8.1.4 Systemoptionen 8.1.4

Mit dieser Registerkarte wird das Verhalten des Systems und der
Benutzeroberfläche der Anwendung gesteuert.
Wenn die Option „Bitmap-Kopie“ aktiviert ist, wird mit dem
Befehl [Bearbeiten]Kopieren ein Bitmap-Bild des ausgewählten
Rechtecks in der Zwischenablage des Systems platziert. Wenn
diese Option nicht aktiviert ist, werden die ausgewählten Objekte
in vektorieller Form in der Zwischenablage platziert (Windows
Metafile *.wmf). Weitere Einzelheiten zu dieser Option finden Sie
im Kapitel [10] „EXPORTIEREN UND DRUCKEN“.

Wenn die Option „Rückgängig deaktivieren“ gewählt wurde, wird


die Funktion Rückgängig/wiederherstellen der letzten Aktion im
Menü [Bearbeiten] nicht aktiviert.
Die Toleranz ist die Entfernung, bis zu der die Anwendung unter
dem Zeiger nach Objekten sucht. Eine höhere Toleranz erleichtert
die Auswahl isolierter Objekte, ist für übereinander oder dicht bei-
einander liegende Objekte jedoch ungeeignet.
Die Zeigerschriftart ist die Schriftart, mit der die dynamischen
Texte neben dem Zeiger angezeigt werden, z.B. Diesen Punkt
spiegeln....

Die Menüschriftart wird beim Öffnen der verschiedenen


Toolboxen zur Anzeige der Werkzeugbezeichnungen verwendet.

8.1.5 Angezeigte Genauigkeit und Einheiten 8.1.5

Diese Registerkarte steuert die Attribute der Zahlen, die man bei
Messungen der Figur erhält. Für die verschieden Zahlentypen
(Längen, Winkel usw.) wird die Anzahl der nach dem Komma
angezeigten Dezimalstellen und die Einheit (für Längen und
Winkel) ausgewählt.

79
Beschreibung
der Software
8.1.6 8.1.6 Koordinatensystem und Gleichungsformat

Mit dieser Registerkarte werden der Anzeigestil und das


Koordinatensystem für die Gleichungen von Geraden, Kreisen,
Kegelschnitten gesteuert. Cabri-Geometrie versucht in allen Fällen
ganze oder rationale Koeffizienten in den Gleichungen zu erhalten.
Für Gerade besteht die Wahl zwischen Gleichungen vom Typ
y = ax + b (aus der eventuell x = Konstante wird) und ax + by + c = 0.
Für Kreise besteht die Wahl zwischen der allgemeinen Gleichung
x 2 + y 2 + ax + by + c = 0 und der Gleichung, die die Koordinaten
des Mittelpunkts und den Radius angibt, (x - x0) 2 + (y - y0) 2 = R 2.
Wenn der Mittelpunkt des Kreises unendlich fern ist und die
Option „Mit unendlich fernen Objekten“ aktiviert ist, zeigt die
Cabri-Geometrie in diesem Fall eine Gleichung vom Typ y=ax+b
und die Meldung Unendlich ferne Gerade an. Der Kreis wird
durch eine Gerade dargestellt. Wenn die Kreislinie eine Gerade
(Kreis mit Mittelpunkt im Undendlichen) übergeht, so wird die
Kreislinie mit einer Geradengleichung und zusätzlich als Fern-
gerade angezeigt (der Mittelpunkt im Undendlichen und ein
Punkt auf der Kreislinie im Undendlichen).

Für Kegelschnitte besteht die Wahl zwischen der allgemeinen


Gleichung ax 2 + bxy + cy 2 + dx + ey + f = 0 und der Gleichung, die
den Mittelpunkt des Kegelschnitts angibt: (x-x0) 2 /a 2 ±(y-y0) 2 /b 2 =±1.
In diesem Fall muß der Kegelschnitt ein Kegelschnitt mit einem
Mittelpunkt sein (Ellipse, Hyperbel) und seine Achsen müssen
parallel zu den Achsen des Koordinatensystems liegen. Wenn dies
nicht der Fall ist, wird das allgemeine Format verwendet.
Für Ortskurven wird nur das kartesische Koordinatensystem ver-
wendet. Wenn eine der beiden Koordinaten x und y in der resul-
tierenden Gleichung isoliert werden kann, erhält man eine Anzeige
vom Typ x = f (y) oder y = f (x); andernfalls erhält die Anzeige
das allgemeine Anzeige vom Typ x=f(y) oder y = f (x); andern-
falls erhält die Anzeige das allgemeine Format aij x iy j gleich 0.

8.2 8.2 ANGEPASSTE WERKZEUGLEISTEN


Der Benutzer kann eigene (mit Makros definierte) Werkzeuge in
der Symbolleiste hinzufügen und diese Werkzeuge in anderen
Toolboxen zusammenfassen. Es ist auch möglich, Werkzeuge aus
der Symbolleiste zu entfernen.

80
Beschreibung
der Software
Diese Anpassungsmöglichkeiten erweitern die Funktionen der
Cabri-Geometrie oder gestatten, im Unterricht mit einer einge-
schränkten Zahl an Werkzeugen zu arbeiten (z.B. ohne
Senkrechte und Parallelen). Für den Unterricht kann die angepas-
ste Symbolleiste mit einem Passwort geschützt werden, damit sie
von den Schülern nicht geändert werden kann.
Beim Erstellen von Makros werden die entsprechenden
Werkzeuge in der Toolbox [Makro] hinzugefügt. Um die Symbol-
leiste zu bearbeiten, wählen Sie [Optionen]-Werkzeugmenü-
Konfiguration...; das entsprechende Dialogfeld wird angezeigt.
Solange es geöffnet ist, können die Werkzeuge zwischen den ein-
zelnen Toolboxen verschoben werden: Mit einem Mausklick wird
ein Werkzeug ausgewählt, mit einem zweiten gezogen und abge-
legt. Werkzeuge werden gelöscht, indem man sie in den
„Papierkorb“, ganz rechts in der Symbolleiste, verschiebt.

Änderungen an der Symbolleiste werden nicht mit den Figuren


gespeichert. Die veränderte Symbolleiste muß gespeichert wer-
den, damit sie in einer späteren Sitzung wieder verwendet wer-
den kann.

Wenn beim Ändern der Symbolleiste ein Passwort eingegeben


wurde, muß es vor der nächsten Änderung eingegeben werden.

8.3 SPRACHE 8.3

Mit dem Menü [Optionen]Sprache erhalten Sie Zugriff auf ein


Dialogfeld für den Dateiaufruf. In diesem Dialogfeld können Sie
eine Sprachdatei der Cabri-Geometrie mit der Erweiterung .cgl
auswählen, die die von der Software angezeigten Texte in einer
gegebenen Sprache enthält. Die neue Sprache wird sofort instal-
liert; die Anwendung muß nicht neu gestartet werden. Nach der
Installation der neuen Sprache werden Sie gefragt, ob diese
Sprachdatei beim Start der Anwendung künftig automatisch gela-
den werden soll.

Die in der Cabri-Geometrie verfügbaren Sprachdateien für die


Benutzeroberfläche sind vom Vertrieb der Software abhängig.
Die Cabri-Geometrie wurde von Mathematiklehrern, die in den
entsprechenden Ländern tätig sind, in die meisten Sprachen über-
setzt. Informationen zu den verfügbaren Sprachen erhalten Sie
unter der E-Mail-Adresse support@cabri.com.

81
Beschreibung
der Software
KAPITEL 9

BENUTZEROBERFLÄCHE

9.1 MENÜLEISTE 9.1

1. Datei
TASTATUR MENÜ AKTION

Strg+N Öffnet ein neues Arbeitsblatt, das aktives


Neu Dokument wird.

Strg+O Öffnet eine mit der Cabri-Geometrie II oder


Öffnen… Cabri-Geometrie II Plus erstellte Figur

Strg+W Schließen Schließt das aktive Dokument.

Strg+S Sichern Speichert das aktive Dokument.

Öffnet das Dialogfenster zum Speichern eines


Sichern unter… Dokuments für das ein Name einzugeben ist.

Speichert die Figur in einem Format, das von


Figurenexport den Cabri-Geometrie-Versionen gelesen werden
für TI… kann, die in Texas-Instruments-Rechnern
vorhanden sind.
Schaltet zur vorher gespeicherten Version der
Figur um; dabei gehen alle vor dem letzten
Wiederherstellen Speichern vorgenommenen Änderungen
verloren.
Zeigt maßstäblich das gesamte Arbeitsblatt
(1m x 1m). Die Position des Zeichenblattes, d.h.
Zeichenblatt… des sichtbaren Teils des Arbeitsblatts, kann
geändert werden.

Seite einrichten Zeigt das Seitenlayout vor dem Drucken

Druckt einen ausgewählten Bereich des


Strg+P Drucken… gegenwärtigen Blatts.

Alt+F4 Beenden Beendet Cabri-Geometrie II Plus.

83
Beschreibung
der Software
2. Bearbeiten
TASTATUR MENÜ AKTION
Nimmt die zuletzt durchgeführte Operation
Strg + Z Rückgängig zurück.

Entfernt die ausgewählten Objekte und legt sie


Strg + X Ausschneiden in der Zwischenablage ab.

Kopiert die ausgewählten Objekte in die


Strg + C Kopieren Zwischenablage.

Fügt dem aktiven Arbeitsblatt, die in der


Strg + V Einfügen Zwischenablage vorhandenen Objekte hinzu.

Entf Löschen Löscht die ausgewählten Objekte.

Alles
Strg + A Wählt alle Objekte im Arbeitsblatt aus.
Auswählen
Erlaubt, die Konstruktion zu wiederholen, in
Konstruktion dieser rückwärts und vorwärts zu gehen und sie
wiederholen… von einer zu wählenden Stelle an neu
fortzuführen.

Strg + F Zeichnung Aktualisiert den Inhalt des Arbeitsblattes.


auffrischen

3. Optionen
Attribute Blendet die Attributleiste für die
F9 Objektdarstellung ein oder aus.
zeigen/ausblenden
Figurenbeschreibung Blendet das Fenster mit der Beschreibung der
F10
zeigen / ausblenden Figur ein oder aus.
Auswahl der Voreinstellungen für die Objekte
Voreinstellungen… und Änderung dieser Einstellungen.

Veränderung des Werkzeugmenüs durch


Werkzeugmenü- Entfernen oder Positionsänderung von
Konfiguration… Werkzeugoptionen mit anschließender
Sicherung des konfigurierten Menüs.

Ruft ein Dialogfenster auf, um eine andere


Sprachen… Sprache für die Oberfläche der Cabri-Geometrie
II Plus zu laden.

Ruft ein Dialogfenster auf, um die Schriftart, die


Schriftart… Größe, die Farbe und den Stil der Schrift für die
ausgewählten Elemente einzustellen.

84
Beschreibung
der Software
4. Fenster
TASTATUR MENÜ AKTION
Überlappend
Teilen Standard-Menü für das Handhaben der
horizontal geöffneten Dateien und der Anzeige der
Teilen vertikal geöffneten Fenster.

Alles Schließen
Die Liste der geöffneten Figurendateien wird in
Figur 1… diesem Menü gezeigt.

5. Protokoll
Verlangt den Namen des Ordners, in dem das
Protokoll über die Benutzeraktionen
Beginn der
gespeichert werden soll, und speichert dort die
F2 Aufzeichnung
Konstruktionsphasen, jeweils unter einem
eigenen Namen, der sich aus dem Namen des
Ordners und einer Nummer für die jeweilige zu
protokollierende Phase zusammensetzt.

F4 Protokoll Auswahl einer Figurendatei in einem


anschauen Protokollordner.

Protokoll Druckt das Protokoll mit den vorgewählten


F5 Drucker-Einstellungen.
drucken

Zeigt die vorhergehende Phase der


F6 Vorherige Figur protokollierten Konstruktion.

F7 Zeigt die nachfolgende Phase der


Nächste Figur protokollierten Konstruktion.

6. Hilfe
Zeigt das Dialogfeld mit einer Hilfe an, zum
F1 Hilfe Anwenden des gegenwärtigen Werkzeugs.

Zeigt die Version Nummer und die registrierte


Info… Lizenzart.

85
Beschreibung
der Software

7. Zusätzliches
TASTATUR AKTION

Strg + D Schaltet die Anzeige zwischen fetter und normaler Objektdarstellung


um, z.B. um für eine Demonstration die Sichtbarkeit zu verbessern.

Strg + + Vergrößerung des Arbeitsblattes (“Herauszoomen”)

Strg + - Verkleinerung des Arbeitsblattes (“Hineinzoomen”)

Zeigt das Menü an, aus dem Maßeinheiten ausgewählt bzw. nach dem
Strg + U Maßeinheiten geändert werden können.

Strg +Tab Holt


vorn.
eine vorher geöffnete Figur zur Ansicht oder Bearbeitung nach

Bei anhaltendem Klick in einer freien Stelle des Zeichenblatts blinken


alle freien Punkte.

9.2 9.2 SYMBOLLEISTE

Die Symbolleiste mit den Bezeichnungen für die Werkzeugboxen:

Die Symbolleiste kann vom Benutzer neu definiert werden (siehe


Kapitel [8] „BENUTZEREINSTELLUNGEN“).

Eine Ikone zusammen mit ihrem Namen zeigt in der Symbolleiste


das jeweils aktive Werkzeug der entsprechenden Werkzeugbox
an. Dies entspricht software-ergonomischen Standards und
unterstützt die verbale Kommunikation über Geometrie.

86
Beschreibung
der Software

Auswahl des Geraden-


Werkzeugs in der Toolbox
„Geradliniges“

Wenn man auf eine Ikone zeigt, klickt und die linke Maustaste
gedrückt hält, so wird eine der elf Werkzeugboxen geöffnet: eine
Liste der Werkzeuge erscheint, aus der man das neue Werkzeug
auswählt. Die Ikone des gewählten Werkzeugs ersetzt dann das
vorherige auf der Symbolleiste. Alle Ikonen zusammen mit ihren
Bezeichnungen, die in den Werkzeugboxen vorhanden sind, wer-
den in den folgenden kurz erklärt.

1. Manipulation/Zeiger
Gestattet das freie Verschieben (Verziehen)
Zeiger
eines Objekts.

Gestattet das freie Drehen eines Objekts um


Drehen seinen Schwerpunkt.

Gestattet das freie Strecken eines Objekts aus


Strecken seinem Schwerpunkt als Streckzentrum.

Drehen und Kombiniert freies Strecken und Drehen eines


Strecken Objekts.

2. Punkt
Erzeugt einen neuen freien Punkt auf dem
Punkt Arbeitsblatt.
Punkt auf Erzeugt einen neuen freien Punkt auf einem
Objekt Objekt.
Erzeugt alle Schnittpunkte zweier Objekte.
Man kann entweder die beiden Objekte
Schnittpunkt anklicken oder, wie gewohnt, direkt auf einen
Schnittpunkt zeigen (in diesem Fall wird nur
dieser Schnittpunkt erzeugt).

87
Beschreibung
der Software
3. Geradliniges
Erzeugt eine Gerade durch Auswahl von zwei
bereits erstellten oder zu erstellenden Punkten
oder durch Auswahl eines Punktes und einer
Gerade Richtung. Wenn man gleichzeitig die Taste Alt
drückt, wird ein neuer Punkt erstellt und die
Gerade wird durch diese beiden Punkte gelegt.
Erzeugt eine Strecke durch Auswahl zweier
Strecke Punkte.
Erzeugt einen Strahl, wie bei der
Geradenerzeugung, nur ist der erste der
Strahl erstellten oder gewählten Punkte der Ursprung
des Strahls.
Erzeugt einen Vektor (Pfeil). Der erste
Vektor ausgewählte Punkt ist der Anfangspunkt des
Vektors.
Erzeugt ein Dreieck aus drei gegebenen
Dreieck Punkten, die Eckpunkte des Dreiecks sind.

Erzeugt ein Polygon aus gegebenen oder zu


erstellenden Eckpunkten. Um die Erzeugung
Polygon abzuschließen, kann man auf den letzten
Eckpunkt doppelklicken oder erneut auf den
ersten Eckpunkt klicken.

Erzeugt ein reguläres Polygon oder ein


Sternpolygon. Es erwartet die Auswahl des
Polygonmittelpunktes, die Angabe des ersten
Eckpunkts und dann die Auswahl eines zweiten
Eckpunkts, der die Anzahl der Seiten festlegt.
Reguläres Für die letztgenannte Auswahl wird der Zeiger
Polygon um den Mittelpunkt bewegt (bewegen rechts
herum vom ersten Eckpunkt zeigt Polygone,
bewegen links herum zeigt Sternpolygone),
wobei stets eine Voransicht des Polygons zu
sehen ist, das dann durch Klicken erzeugt wird.

4. Krummliniges

Erzeugt einen Kreis aus seinen Mittelpunkt und


einem Kreispunkt oder einen freien Kreis mit
einem gegebenen Mittelpunkt. Wenn man
Kreis gleichzeitig die Taste Alt drückt, wird ein neuer
Punkt erstellt und der Kreis wird durch den
zweiten Punkt. Mit der „Shift“-Taste erhält
man einen Kreis mit einem ganzzahligen Radius.

Erzeugt einen Kreisbogen, der durch drei


Punkte definiert ist. Der erste und der dritte
Punkt sind die Endpunkte des Kreisbogens. Der
Kreisbogen zweite Punkt definiert sowohl den Kreis, der
den Kreisbogen enthält, als auch den
beizubehaltenden Teil des Kreises, der den
Kreisbogen bildet.

88
Beschreibung
der Software

Erzeugt einen Kegelschnitt, der durch fünf


Kegelschnitt verschiedene Punkte gegeben ist und von denen
höchstens drei auf derselben Geraden liegen
dürfen.

5. Konstruktion
Konstruiert die Senkrechte zu Gerade, Strahl,
Senkrechte Strecke, Vektor, Polygonseite oder Achse durch
einen gegebenen Punkt.

Konstruiert die Parallele zu Gerade, Strahl,


Parallele Strecke, Vektor, Polygonseite oder Achse durch
einen gegebenen Punkt.

Konstruiert den Mittelpunkt zweier Punkte,


Mittelpunkt einer Strecke, eines Vektors oder einer
Polygonseite.

Konstruiert die Mittelsenkrechte zweier Punkte,


Mittelsenkrechte einer Strecke, eines Vektors oder einer
Polygonseite.

Konstruiert die Winkelhalbierende aus drei


Winkelhalbierende Punkten, die der Reihenfolge nach
Schenkelpunkt, Scheitelpunkt, Schenkelpunkt
des Winkels sind.

Konstruiert die Vektorsumme nach Auswahl


Vektorsumme zweier Vektoren und eines Punktes, der der
Anfangspunkt der Vektorsumme ist.

Konstruiert einen Kreis aus einem gegebenen


Mittelpunkt und Radius. Zuerst sind zwei Punkte
für den Radius auszuwählen und der
auszuwählende dritte Punkt ist der Mittelpunkt
des Kreises. Wenn Sie einen Punkt und eine
Zirkel Strecke auswählen, so wird der Kreis mit
diesem Punkt als Mittelpunkt und einem Radius
gleich der Länge dieser Strecke konstruiert.
Wenn man einen Punkt und eine Zahl auswählt,
wird der Kreis mit diesem Punkt als Mittelpunkt
und dieser Zahl als Radius konstruiert.

Maß Gestattet die Übertragung einer Länge auf


einen Strahl, einen Kreis, ein Polygon, einen
übertragen Vektor oder eine Achse.

Konstruiert eine Ortskurve/Schar, die aus


Ortskurve/Schar einem Objekt entsteht, das im Allgemeinen von
einem auf einem anderen Objekt laufenden
Punkt abhängt.

Objekt Gestattet die konstruktiven Eigenschaften eines


bereits konstruierten Objekts zu ändern, ohne
umdefinieren dieses Objekt neu konstruieren zu müssen.

89
Beschreibung
der Software
6. Abbildung
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
spiegelnden Objekts und die Auswahl einer
Geradenspiegelung Gerade, eines Strahls, einer Strecke, eines
Vektors, eines Polygons, einer Polygonseite
oder einer Achse, um die (orthogonale)
Spiegelung auszuführen.
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
Punktspiegelung spiegelnden Objekts und des Punkts, an dem
gespiegelt werden soll, um die Punktspiegelung
(auch Drehung um 180°) auszuführen.
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
Parallelverschiebung verschiebenden Objekts und eines
(Verschiebungs-) Vektors, um die
Parallelverschiebung auszuführen.
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
drehenden Objekts, eines Punktes als
Drehzentrum und einer Zahl als Drehwinkel,
Drehung Drehwinkel, die einem Drehwinkel festlegen, um
die Drehung auszuführen.
(oder die Angabe dreier Punkte)
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
streckenden Objekts, eines Punkts als
Streckzentrum und einer Zahl als Streckfaktor
Streckung (oder die Angabe zweier Punkte, die einen
Streckfaktor festlegen), um die Streckung
auszuführen. oder 3 Punkte, um eine Streckung
bzw. Drehstreckung zu definieren.
Das Werkzeug erwartet die Angabe des zu
Kreisspiegelung spiegelnden Punkts und des Kreises, an dem
gespiegelt werden soll. - Die Kreisspiegelung
kann nur auf Punkte angewendet werden.

7. Makro

Erlaubt die Auswahl der Startobjekte für die


Startobjekte Makrokonstruktion.

Erlaubt die Auswahl der Zielobjekte für die


Zielobjekte Makrokonstruktion.
Definiert anschließend die Makrokonstruktion
Makroname durch Eingabe eines Namens, Ikons und
Hilfetextes.

8. Eigenschaftsprüfung
Überprüft, ob drei Punkte auf derselben
Kollinear? Geraden liegen.

Überprüft, ob Geraden, Strecken, Strahlen,


Parallel? Vektoren, Polygonseiten parallel sind.
Überprüft, ob Geraden, Strecken, Strahlen,
Senkrecht? Vektoren, Polygonseiten senkrecht (orthogonal)
sind.
Entfernungs- Überprüft, ob ein Punkt zu zwei anderen
gleich? Punkten gleiche Entfernung hat.

Überprüft, ob ein Punkt auf einem Objekt, das


Element? kein Punkt ist, liegt.

90
Beschreibung
der Software
9. Messung/Berechnung
Misst die Länge einer Strecke, eines Vektors
oder die Entfernung zwischen zwei Punkten;
misst den Abstand eines Punkt von einer
Geraden oder einem Kreis.
Misst auch den Umfang eines Polygons, eines
Entfernung u.
Kreises oder einer Ellipse. Die betreffende
Länge Größe ist mit einer Magnetfunktion an das
Objekt gebunden; sie kann durch Wegziehen
gelöst werden. Die ausgebende Größe hat die
voreingestellte Einheit cm, die mit Strg-U
geändert werden kann.

Misst die Fläche eines Polygons, eines Kreises,


einer Ellipse (und gibt die Maßzahl „unendlich”
für die anderen Kegelschnitt-Typen an). Die
betreffende Größe ist mit einer Magnetfunktion
Fläche an das Objekt gebunden; sie kann durch
Wegziehen vom Objekt gelöst werden. Die
ausgebende Größe hat die voreingestellte
Einheit cm2, die mit Strg-U geändert werden
kann.

Misst die Steigung einer Geraden, eines Strahls,


einer Strecke oder eines Vektors mit Bezug zur
Horizontalen. Die betreffende Größe ist mit
Steigung
einer Magnetfunktion an das Objekt gebunden;
sie kann durch Wegziehen vom Objekt gelöst
werden.

Misst die Größe eines Winkels, der durch drei


Punkte (Schenkelpunkt, Scheitelpunkt,
Schenkelpunkt) oder durch eine
Winkel Winkelmarkierung gegeben ist.
Die betreffende Größe ist mit einer
Magnetfunktion an das Objekt gebunden; sie
kann durch Wegziehen vom Objekt gelöst
werden.
Gibt die Gleichung einer Geraden, eines
Kreises, eines Kegelschnitts oder einer
algebraischen Kurve mit Bezug zum
Standardkoordinatensystem aus. Außerdem
Gleichung u. werden die Koordinaten eines Punktes
bezüglich der gewählten Koordinatenart
Koordinaten angezeigt. Die betreffende Gleichung ist / die
betreffenden Koordinaten sind mit einer
Magnetfunktion an das Objekt gebunden; sie
kann / können durch Wegziehen vom Objekt
gelöst werden.
Errechnet den Wert eines Ausdruckes bzw.
Terms, der im Arbeitsblatt verfügbar ist. Nach
Auswahl des Terms sind für jede der in diesem
Term bewerten Term gegebenenfalls vorkommenden Variablen
Zahlen anzugeben. Der berechnete Termwert
kann für Neuberechnungen weiter verwendet
werden.

Berechnen Aktiviert das Fenster für den internen Rechner.

Gestattet das Erstellen einer Tabelle, in der die


Tabellieren Werte von Messungen und Berechnungen z.B.
mittels TAB-Taste gesammelt werden können.
Beschreibung
der Software
10. Text/Animation
Gestattet, ein Objekt zu benennen oder die
Benennung zu ändern. Die Benennung ist mit
Objektname einer Magnetfunktion an das Objekt gebunden,
die durch Wegziehen vom Objekt gelöst werden
kann. auch anders platziert werden kann.
Gestattet, einen frei verschiebbaren Text
überall in das Arbeitsblatt einzufügen. Auch
Texteingabe dynamische Elemente (Mess- und
Berechnungswerte) können in den Text
eingebunden werden.
Gestattet, eine Zahl einzugeben, diese mit einer
Einheit zu versehen oder zu bearbeiten und an
Zahleingabe einer beliebigen Stelle im Arbeitsblatt zu
positionieren.
Gestattet, einen neuen Ausdruck bzw. Term
überall auf das zeichnende Blatt einzugeben.
Termeingabe Terme können wie ein Text bearbeitet werden.
Die Syntax wird erst überprüft, wenn der Term
bewertet wird.

Erzeugt einen kleinen Winkelbogen (einen


Winkelmarkierung Kreisbogen) für einen durch drei Punkte
gegebenen Winkel.
Fixierung
Fixiert frei bewegliche Objekte.
ein/aus
Auswahl von Objekten, die bei einer
Spur Manipulation eine Spur hinterlassen sollen, oder
Ausschalten einer solchen Auswahl.

Verschiebt ein Objekt automatisch nach dem


Animation Spannen und Lösen einer „Animationfeder“.

Verschiebt Objekte automatisch nach dem


Animation Spannen und Lösen entsprechender
mehrfach „Animationfedern“.

11. Darstellungsart
Objekt aus- Gestattet Objekte auszublenden oder wieder
/einblenden einzublenden.

Dieses Werkzeug wird benutzt, um die Anzeige


von ausgewälten Objekten zu steuern. Ein neuer
Schalter neue Taste kann durch Drag and Drop
Schalter- hergestellt, oder eine vorhandener Schalter
eingabe kann ausgewählt werden. In diesem Fall können
die betreffenden Objekte ausgeblendet bzw.
verändert und durch punktierte Linien
angezeigt werden.

Objekt färben
Objektinneres Gestatten die Änderung der Farbe linienartiger
Objekte und Punkte, der Füllfarbe von Objekten
färben und der Textfarbe.
Text färben

92
Beschreibung
der Software

Liniendicke Gestattet die Größe von Punkten oder die Dicke


von Linien und Kurven sowie den Stil von Linien
Linienart und Kurven zu ändern.

Gestattet die Änderung weiterer Attribute für


Objektdarstellung Punkte, Strecken-/Winkelmarkierungen und
Textfelder mit Hilfe einer Palette.

Koordinatensy- Blendet das Standardkoordinatensystem mit


stem ein/ aus seinem Ursprung ein- oder aus.

Gestattet die Erstellung zusätzlicher Achsen.


Achsen zusätzlich Dabei ist jeweils der Ursprung, die Einheit auf
der x-Achse und auf der y-Achse anzugeben.

Blendet für das auszuwählende


Gitter Koordinatensystem das Gitter aus Punkten ein.

12. Berechnen

Auswahl des
Berechnenswerkzeugs in der
Toolbox „Messung/Berechnung“

Der Rechner ermöglicht Berechnungen mit Werten, die von


Messungen, angezeigte Zahlen, Berechnungsresultaten stammen
oder die über die Tastatur eingegeben werden.Wenn die Figur
geändert wird, werden die Maße und auch die dazugehörigen
Berechnungen aktualisiert. Umgekehrt wird die Änderung in
einer Berechnung sofort in der von ihr abhängigen Figur aktuali-
siert. Resultate werden rechts vom Eingabefenster im Ergebnis-
fernster neben dem = - Symbol angezeigt.
Das Berechnungsergebnis muß von dort in das Arbeitsblatt über-
nommen werden (Klicken auf das = - Symbol und Verziehen des
Ergebnisses an die gewünschte Position).
Zusätzlich zu den auf dem Rechner sichtbaren Funktionen gibt es
noch weitere Funktionen, die in den folgenden zusammen mit
ihrer (alternativen) Syntax angegeben sind:

93
Beschreibung
der Software
Funktion Syntax
Umkehrfunktion des Kosinus ARCCOS(x ), arccos, acos, ArcCos

Umkehrfunktion des Kosinus ARGCH(x ), argch, ArgCh


hyperbolicus
Umkehrfunktion des Sinus ARCSIN(x ), arcsin, asin, ArcSin

Umkehrfunktion des Sinus hyperbolicus ARGSH(x), argsh, ArgSh, arcsinh

Umkehrfunktion des Tangens ARCTAN(x ), arctan, atan, ArcTan

Umkehrfunktion des Tangens ARGTH(x ), argth, ArgTh, arctanh


hyperbolicus
Kosinus COS(x ), cos, Cos

Kosinus hyperbolicus COSH(x ), cosh, CosH, ch

Sinus S I N ( x ), sin, Sin

Sinus hyperbolicus S I N H ( x ), sinh, SinH, sh

Tangens TAN(x), tan, Tan

Tangens hyperbolicus TANH(x ), tanh, TanH, th

Quadratwurzel SQRT(x ), sqrt, Sqrt, SqRt,

Potenzen von 10 10^(n)

e hoch x EXP(x ), exp, Exp

Logarithmus zur Basis 10 log10(x ), Log10, lg, log

Natürlicher Logarithmus L N ( x ), ln, Ln

Maximum von (a, b) MAX (a,b ), max, Max

Minimum von (a, b) M I N ( a,b ), min, Min


Random (a,b ), random (a,b ), Rand
Zufallszahl zwischen 0 und 1 ( a,b ), rand (a,b ), rand ( ) ~ rand (0,1)

Kleinste ganze Zahl ≥ x C E I L ( x ), ceil, Ceil

Größte ganze Zahl ≤ x FLOOR(x ), floor, Floor

Signum (Vorzeichen) Signe(x ), signe, sign

Rundung (zur nächsten Ganzzahl) ROUND(x ), Round

Absoluter Betrag ABS(x ), Abs

Pi (p) π, ∏, pi, Pi

94
Beschreibung
der Software
9.3 ATTRIBUTLEISTE 9.3

Die Attributleiste wird vertikal links vom Arbeitsplatz angezeigt


und mit dem Menü [Optionen] „Attribute zeigen F9“ ein- und
ausgeblendet.
Die Funktionsweise der Attributleiste unterscheidet sich von der
der Werkzeuge der Toolbox „Attribute“. Wenn ein Werkzeug zur
Erstellung eines geometrischen Objekts aktiviert ist, wird die
Attributleiste so aktualisiert, daß die Standardattribute für diesen
Objekttyp angezeigt werden. Diese Attribute können geändert
werden und die Änderungen wirken sich auf alle neuen Objekte
dieses Typs aus.

Wenn man beispielsweise das Werkzeug [Punkte]-Punkt aktiviert,


wird die Attributleiste so aktualisiert, daß die Eigenschaften von
Standardpunkten angezeigt werden (Farbe, Stil, Größe). Wird jetzt
Blau als Linienfarbe gewählt, dann erhalten alle neu erstellten
Punkte diese Farbe. Wenn ein Werkzeug der Toolbox
„Manipulation“ aktiv ist, kann man ebenfalls Objekte auswählen
und einen Wert für ein Attribut der Attributleiste wählen, der
dann auf alle ausgewählten Objekte angewendet wird.

Die drei ersten Schaltflächen , , der Attributleiste


beziehen sich auf die Objektfarbe, die Füllfarbe und die Textfarbe.
Die aktuelle Farbe erscheint auf dem Symbol (hier schwarz).
Mit den Schaltflächen wird die Zeichengröße erhöht oder
reduziert.
Mit den Schaltflächen wird die Punktgröße und die
Dicke von Kurven und Linien verändert.
Die Schaltflächen steuern den Stil von Kurven und
Linien (kontinuierlich, gepunktet, gestrichelt).
Die Schaltflächen steuern den Stil von Punkten.
Die Schaltflächen und
steuern den Stil von Winkel- und Streckenmarkierungen. Diese
Markierungen dienen insbesondere zur Signalisierung von Winkeln
mit dem gleichen Maß oder Strecken mit der gleichen Länge.
Die Schaltflächen legen den Stil der Enden von
„intelligenten Geraden” fest.
Die Schaltflächen steuern den Typ des mit einem
Gitter verknüpften Koordinatensystems: kartesisch oder polar in
Grad, Radian oder Bogenmaß.

95
Beschreibung
der Software
KAPITAL 10

EXPORTIEREN UND DRUCKEN

Die mit der Cabri-Geometrie erstellten Figuren können auf verschiedene


Arten in anderen Dokumenten oder für die Veröffentlichung von
Dokumenten verwendet werden. Um eine Figur oder einen Teil einer
Figur in einem anderen Dokument der Cabri-Geometrie zu verwenden,
brauchen Sie die Objekte nur auszuwählen - oder ggf. alles mit Strg+A
- und mit [Bearbeiten]Kopieren und [Bearbeiten]Einfügen in das ande-
re Dokument aufzunehmen. Um eine Figur in einer anderen Software zu
verwenden, können Sie die Figur in zwei Formaten (Bitmap oder
Vektorgrafik) in die Zwischenablage kopieren. Die Wahl zwischen den
beiden Formaten erfolgt im Dialogfeld „Voreinstellungen“, Registerkarte
„Systemoptionen“. In beiden Fällen muß der Auswahlrahmen mit Drag-
and-Drop im Modus Manipulation definiert werden. Der Inhalt des
Rechtecks wird dann in die Zwischenablage kopiert.

Das Format Bitmap eignet sich für die Veröffentlichung statischer (nicht
manipulierbarer) Figuren im Internet, es ergibt beim Drucken aber ein
„gerastertes“ Druckbild. Das Vektorformat vom Typ einer „erweiterten
Windows-Metadatei“ kann in die meisten Softwareanwendungen
kopiert werden. Es ergibt eine erstklassige Druckqualität, da es an die
Auflösung des Druckers angepasst wird.

Bitmap-Bilder mit hoher Auflösung oder PostScript-Dateien erhält man nur


über die Druckfunktion. Drucken Sie die Seite unter Verwendung eines
PostScript-Druckertreibers (z. B. des generischen PostScript-Druckertreibers
von Adobe) mit aktiviertem Kontrollkästchen „Ausgabe in Datei umleiten“.
Sie erhalten eine Vektordarstellung, die auf andere Systeme portiert werden
kann (was mit den erweiterten Metadateien von Windows nicht möglich ist).
Die encapsulated PostScript-Datei kann dann mit den entsprechenden
Dienstprogrammen, z. B. Ghostscript (kostenlos im Internet herunterlad-
bar), in andere Formate in der gewünschten Auflösung konvertiert werden.
Um den Inhalt einer Tabelle in eine Tabellenkalkulation zu exportieren,
wählen Sie die Tabelle aus, aktivieren den Befehl [Bearbeiten]Kopieren
und aktivieren anschließend in der Tabellenkalkulation den Befehl
[Bearbeiten]Einfügen. Der Inhalt des Fensters mit der Textbeschreibung
der Figur kann mit Hilfe des Kontextmenüs dieses Fensters kopiert werden.

97
III

TEIL 3
Vertiefung

KAPITEL 11

LOTFUßPUNKTDREIECKE

KAPITEL 12

FUNKTIONEN

KAPITEL 13

PARKETTIERUNGEN I

KAPITEL 14

PARKETTIERUNGEN II
Vertiefung

99
Vertiefung

KAPITEL 11

LOTFUßPUNKTDREIECKE

Gegeben sind drei beliebige Punkte A, B und C, die mit dem Werkzeug
[Punkt]Punkt erstellt wurden. Wir konstruieren zunächst die drei Geraden
(AB), (BC) und (CA) mit dem Werkzeug [Geradliniges]Gerade. Gegeben sei
weiterhin ein beliebiger Punkt der Ebene M und C', A' und B' die
Fußpunkte der Lote von M auf die drei Geraden (wir können auch sagen,
daß C', A' und B' die entsprechenden Orthogonalprojektionen von M auf
diese drei Geraden sind). Diese Punkte erhält man, indem man die durch
den Punkt M gehenden Senkrechten zu AB, BC und CA mit dem
Werkzeug [Konstruktion]Senkrechte konstruiert und diese Geraden dann
unter Verwendung des Werkzeugs [Punkt]Punkt mit (AB), (BC) und (CA)
schneidet. Das Werkzeug [Punkt]Punkt gestattet die implizite Konstruktion
von Schnittpunkten zwischen Objekten. Wenn Sie den Zeiger jetzt in die
Nähe eines Schnittpunktes setzen, wird die Meldung Punkt an diesem
Schnitt oder Schnitt von... und bei Mehrdeutigkeit ein Menü ange-
zeigt. Die drei Punkte A', B' und C' definieren ein Dreieck, das wir mit
dem Werkzeug [Geradliniges]Dreieck zeichnen. Es handelt sich um ein
Lotfußpunktdreieck von ABC. Sie können den Inhalt des Dreiecks mit dem
Werkzeug [Darstellungsart]Objektinneres färben farbig hervorheben. Wir
interessieren uns für die Fläche dieses Dreiecks in Abhängigkeit von der
Position des Punktes M. Die Fläche des Dreiecks erhält man mit dem
Werkzeug [Messung/Berechnung]Fläche. Dieses Werkzeug liefert eine geo-
metrische Fläche, die immer positiv ist und die Orientierung des Dreiecks
nicht berücksichtigt. Man erhält eine Angabe in cm 2, die man frei auf dem
Blatt platzieren kann. Mit dem Kontextmenü, das durch Klicken mit der
rechten Maustaste geöffnet wird, kann die „algebraische“ Fläche angezeigt
werden, deren Vorzeichen von der Ausrichtung des Dreiecks abhängt.

Abb. 11.1 - Das dem


Punkt M entsprechende
Lotfußpunktdreieck
und seine Fläche.

101
Vertiefung
Wir werden jetzt untersuchen, wie die Fläche von A'B'C' in
Abhängigkeit von der Position des Punktes M variiert. Dafür gibt
es verschiedene Strategien. Man kann z.B. die Spur von M
(Werkzeug [Text/Animation]Spur ein/aus aktivieren, M verschieben
und dabei darauf achten, daß die Fläche von A'B'C' konstant
bleibt. Die aufeinander folgenden Positionen von M bleiben ange-
zeigt und so erhält man die allgemeine Darstellung einer
Niveaulinie der Funktion, die die Fläche von A'B'C' wiedergibt.

Eine andere Strategie besteht darin, die Orte der Punkte auf einem
Gitter zu verwenden, um eine visuelle Darstellung der Fläche von
A'B'C' für eine große Anzahl der Positionen von M zu zeichnen.
Diese Strategie werden wir hier verwenden und den Kreis mit
dem Mittelpunkt M zeichnen, dessen Fläche proportional zu der
von A'B'C' ist. Dafür ist zunächst der Radius des Kreises zu
berechnen, proportional zur Quadratwurzel der Fläche des
Dreiecks. Wir aktivieren das Werkzeug [Messung/Berechnung]
Berechnen, geben den Term sqrt(ein und wählen das entspre-
chende Flächenmaß aus, um sie in den Term einzufügen, der
dann sqrt(a lautet. Wir schließen die Klammer und teilen durch
10, damit die Kreise nicht zu groß werden. Der Term lautet jetzt
sqrt(a)/10. Der Wert wird ermittelt, indem man auf die
Schaltfläche = klickt und das Ergebnis mit Drag-and-Drop auf das
Arbeitsblatt zieht.

Um einen Kreis mit dem Mittelpunkt M und dem vorher berech-


neten Radius zu zeichnen, aktivieren Sie das Werkzeug
[Konstruktion]Zirkel. Wählen Sie die auf dem Blatt platzierte Zahl
und dann den Punkt M aus. Wir erhalten einen Kreis um M mit
dem gesuchten Radius. Man kann nun die Entwicklung der Fläche
des Dreiecks in Abhängigkeit von der Position von M bereits
optisch verfolgen.

Abb. 11.2 - Kreis um M mit


einer Fläche, die
proportional zu der von
A'B'C' ist.

102
Vertiefung
Wir werden jetzt ein Gitter definieren, um M als Punkt in diesem
Gitter umzudefinieren und alle Kreise zeichnen, die die Fläche
des Lotfußpunktdreiecks darstellen, wenn M alle Punkte des
Gitters durchläuft. Für die Definition eines Gitters benötigt man
ein Koordinatensystem. Wir verwenden die standardmäßig in
jeder Figur vorhandenen Achsen. Sie werden sichtbar, wenn Sie
die Option [Darstellungsart]Koordinaten-system ein wählen.
Aktivieren Sie anschließend das Werkzeug [Darstellungsart]Gitter
und wählen Sie das Koordinatensystem. Ein Gitter aus Punkten
erscheint.

Abb. 11.3 - Gitter des


Standardkoordinatensystems
der Figur und Umdefinition
von M zu einem freien Punkt
auf dem Gitter.

Der Punkt M ist ein freier Punkt in der Ebene; wir werden ihn so
umdefinieren, daß er auf dem Gitter bleiben muß. Dazu aktivie-
ren wir das Werkzeug [Konstruktion]Objekt umdefinieren,
wählen M, dann die Option Punkt auf Objekt im angezeigten
Menü und anschließend einen Punkt des Gitters. Der Punkt M
lässt sich jetzt nur noch auf dem Gitter verschieben.

Das Werkzeug [Konstruktion]Ortskurve/Schar gestattet die


Konstruktion sämtlicher Kreise, die man durch Verschieben von M
auf dem Gitter erhält. Wählen Sie den Kreis und den Punkt M, um
den Ort aus Kreisen zu erhalten, wenn M auf dem Gitter variiert.

Man kann nachweisen, daß die Wert-Niveaulinien der Fläche des


Lotfußpunktdreiecks Kreise sind, deren Zentren mit dem Zentrum
des Umkreises von ABC identisch sind. Insbesondere gilt, daß die
Fläche des Dreiecks A'B'C' null ist, wenn sich M auf dem Umkreis
von ABC befindet bzw., daß die Punkte A', B' und C' auf einer
Geraden liegen, wenn sich M auf dem Umkreis von ABC befindet.

103
Vertiefung

Abb. 11.4 - Verteilung der Fläche des Lotfußpunktdreiecks


in Abhängigkeit von der Position von M.

Aufgabe 8 - Wenn M auf dem Umkreis des Dreiecks ABC liegt,


liegen die drei Punkte A', B' und C' auf einer Gerade. Die dem
Punkt M zugeordnete Gerade A'B'C' wird Simson 1 -Gerade oder
Wallace 2 -Gerade genannt. Dieses Ergebnis, das lange Zeit zu
Unrecht Simson zugeschrieben wurde, ist 1799 von Wallace ver-
öffentlich worden. - Konstruieren Sie die Einhüllende der Simson-
Geraden (mit dem Werkzeug [Konstruktion]Ortskurve/Schar):
Bei Geraden liefert dieses Werkzeug standardmäßig nicht die
Menge der Geraden sondern ihre Einhüllende.
Diese bei einer Drehung um 120° invariante Kurve wird Deltoid
genannt, da sie die Form des griechischen Buchstabens ∆ hat: es
handelt sich um das Steiner 3-Deltoid. Diese Kurve hat die drei
Geraden (AB), (BC), (CA) als Tangenten. Es handelt sich um eine
algebraische Kurve vierten Grades, wie man mit [Messung/
Berechnung]Gleichung und Koordinaten erkennen kann.
Aufgabe 9* - Konstruieren Sie für das Deltoid der vorherigen
Aufgabe das Zentrum, die drei Berührungspunkte mit den drei
Geraden, die drei Eckpunkte der Kurve sowie den größten
Inkreis der Kurve.

Abb. 11.5 - Die Einhüllende


der Simson-Geraden eines
Dreiecks ABC wird Deltoid
genannt. Sie hat dieselben
Symmetrie-Eigenschaften wie
1
Robert Simson, das gleichseitige Dreieck.
1687-1768

2
William Wallace,
1768-1843

3
Jakob Steiner,
1796-1863

104
Vertiefung

KAPITEL 12

FUNKTIONEN

Aufgrund des Koordinatensystems und des Werkzeugs Term gestat-


tet Cabri-Geometrie die problemlose Konstruktion und
Untersuchung des Graphen einer Funktion. In diesem Kapitel wer-
den wir eine ganzrationale Funktion dritten Grades (Kubische
Funktion) untersuchen:

Zuerst müssen wir das Koordinatensystem mit [Darstellungsart]


Koordinatensystem ein einblenden. Anschließend muß der entspre-
chende Funktionsterm auf dem Blatt erstellt werden. Ein auf dem
Blatt platzierter Term kann anschließend für verschiedene Werte sei-
ner Variablen berechnet werden. Hier aktivieren wir [Text/Animation]
Termeingabe und geben x^3 - 2*x + 1/2 ein. Die in einem Term
zugelassenen Variablen erhalten die Bezeichnungen a,b,c,...,z.
Wir platzieren einen Punkt P auf der Abszisse (mit dem Werkzeug
[Punkt]Punkt. Seine Koordinaten erhält man mit [Messung/Berechnung]
Gleichung u. Koordinaten und durch Auswahl von P. Der Text, der die
Koordinaten anzeigt, ist an P gekoppelt und verschiebt sich mit dem
Punkt. Mit dem Werkzeug [Manipulation/Zeiger]Zeiger kann man die
Koordinaten vom Punkt P abkoppeln und an einer anderen Stelle
auf dem Arbeitsblatt platzieren. Man kann sie erneut mit dem Punkt
verknüpfen, wenn man sie in seine Nähe zieht.

Abb. 12.1 - [Links]. Erfassen des Terms für die zu untersuchende Funktion.
[Rechts]. Platzieren eines Punktes auf der Abszisse und Anzeige der
Koordinaten mit [Messung/Berechnung]Gleichung u. Koordinaten.

107
Vertiefung
Anschließend berechnen wir den Wert von f(x), wobei x für die
Abszisse von P steht. Dazu aktivieren wir das Werkzeug
[Messung/Berechnung]Term bewerten und wählen die Abszisse
von P im Text aus, der die Koordinaten darstellt.

Abb. 12.2 - Das Werkzeug


[Messung/Berechnung]Term bewerten wird
zur Berechnung des Werts von f(x) ver-
wendet, wenn x die Abszisse von P ist.

Anschließend wird dieser Wert mit dem Werkzeug


[Konstruktion]Maß übertragen auf die Ordinate übertragen,
indem man zunächst den Wert und dann die Ordinate auswählt.
Dann müssen nur noch die durch diese beiden Punkte gehenden
Parallelen zu den Achsen konstruiert werden ([Konstruktion]
Parallele und man erhält an ihrem Schnittpunkt den Punkt
M (x, f(x)). In der folgenden Abbildung wurde P näher zum
Ursprung gezogen, (1.89,0) so daß M im sichtbaren Teil des
Arbeitsblattes sich befindet. Diese Verschiebung von P kann
während der Konstruktion der Geraden erfolgen.

Abb. 12.3 - Konstruktion des


Punktes M(x, f(x)) durch
Maßübertragung.

108
Vertiefung
Den Graph der Funktion erhält man, indem man den Ort des
Punktes M anzeigt, wenn P die Abszisse beschreibt. Er wird mit
dem Werkzeug [Konstruktion]Ortskurve/Schar konstruiert, indem
man zunächst M und dann P auswählt. Damit der interessante
Teils des Graphen der Funktion gut sichtbar ist, kann man den
Ursprung des Koordinatensystems und die Einheiten mit Drag-
and-Drop ziehen.

Abb. 12.4 - Das Werkzeug


[Konstruktion]Ortskurve/Schar
gestattet die Konstruktion des
Graphen der Funktion.

Wir werden eine Approximation der Tangente an die Kurve in


einem Punkt konstruieren. Für kleines h gilt folgendes:

Aus geometrischer Sicht läuft diese Approximation darauf hinaus,


daß man als Richtung der Tangente im Kurvenpunkt mit der
Abszisse x die Richtung der Sehne verwendet, die die beiden
Kurvenpunkte mit der Abszisse x - h und x + h verbindet.
Wir geben mit dem Werkzeug [Text/Animation]Zahleingabe
einem Wert für h, hier z.B. 0,3 ein, der für diese Konstruktionen
passt. Dieser Wert kann anschließend bearbeitet und durch einen
kleineren Wert ersetzt werden, der eine bessere Approximation
ergibt. Anschließend konstruieren wir einen Punkt A auf der
Abszisse sowie den Kreis mit dem Zentrum A und dem Radius h.
Diesen Kreis erhält man mit dem Werkzeug [Konstruktion]Zirkel,
indem man h und anschließend A auswählt. Die beiden
Schnittpunkte des Kreises mit dem Mittelpunkt A und dem Radius
h mit der Abszisse erhalten x - h und x + h als Abszissen, wenn
x die Abszisse von A ist. Wir zeichnen die drei Geraden, die par-
allel zur Ordinate sind ([Konstruktion]Parallele) und durch die
beiden Schnittpunkte und den Punkt A gehen.
Die Schnittpunkte dieser drei Geraden mit der Kurve ergeben die
Punkte B -, B, B + der Kurve mit den Abszissen x - h, x, und x - h.

109
Vertiefung
Da die Figur bereits recht komplex ist, werden wir die Elemente
ausblenden, die wir nicht mehr brauchen.Wir aktivieren das
Werkzeug [Darstellungsart]Objekt aus-/einblenden und wählen
die Elemente, die ausgeblendet werden sollen. Wir werden hier
P, M und die beiden Konstruktionsgeraden von M, die Koordin-
aten von P und die Abbildung der Abszisse von P durch die
Funktion ausblenden.

Die ausgeblendeten Objekte werden punktiert angezeigt, wenn


das Werkzeug [Darstellungsart]Objekt aus-/einblenden aktiviert
wird. Um ein ausgeblendetes Objekt wieder einzublenden,
wählen Sie es mit demselben Werkzeug erneut aus.

Abb. 12.5 - [Links]. Die drei Punkte der Abszissenkurve x - h, x und


x + h werden mit Hilfe des Schnittpunkts des Kreises mit dem
Mittelpunkt A und dem Radius h konstruiert.
[Rechts]. Die Approximation der Tangente in B nach dem
Ausblenden der Konstruktionselemente.

Die Approximation der Tangente in B ist also die Parallele zur


Gerade (B -B +), die durch B geht.
Die Gerade wird mit dem Werkzeug [Geradliniges]Gerade, die
Parallele mit dem Werkzeug [Konstruktion]Parallele konstruiert.
Anschließend blenden wir die Gerade (B -B +) und die anderen
Elemente der Konstruktion bis auf h, A, B und die Tangente in B
aus. Man erkennt, daß der Wert h = 0.3 bereits eine sehr gute
Approximation der Tangente darstellt. Man kann sie jedoch noch
verbessern, indem man h z.B. auf 0,0001 verkleinert.

110
Vertiefung
Wenn man den Punkt A auf der Achse verschiebt, kann man die
drei Lösungen der Gleichung f(x) = 0, die beiden lokalen Extrema
von f und den Wendepunkt der Kurve graphisch bestimmen.

Zur Information: Die drei Lösungen von f(x) = 0 sind ungefähr:


r1 = –1,52568, r2 = 0,25865 et r3 = 1,26703.
Die Abszissen der Extrema sind und
. Der Wendepunkt hat die Koordinaten (0 ; 1/2).

Aufgabe 10* - Zeichnen Sie unter Verwendung der Steigung der


Tangente den Graphen der abgeleiteten Funktion.

Aufgabe 11* - Die Tangente schneidet die Achse in einem Punkt


A' der Abszisse x', die in der Regel eine bessere Approximation
der Nullstelle ist als x, wenn sich A bereits in der Nachbarschaft
einer Nullstelle von f(x) = 0 befindet. Diese Feststellung ist die
Grundlage der iterativen Methode von Newton 1-Raphson 2, um
die Lösung einer Gleichung zu finden. Konstruieren Sie A' und
anschließend seine iterierte Form A'' mit derselben Methode und
untersuchen Sie dann die Position von A'' in Bezug auf die
Position von A. Man kann insbesondere zwei Positionen von A
finden, die von den drei Lösungen verschieden sind und für die
A'' zu A zurückkehrt.
Zur Information: Es handelt sich dabei um die beiden reellen
Nullstellen einer ganzrationalen Funktion sechsten Grades, die
ungefähr die Werte - 0,56293 und 0,73727 haben. Man sieht auch,
daß eine schlechte Wahl von A dazu führen kann, daß die
Methode divergiert und A' auf einen der beiden Punkte fällt, wo
die Ableitung null ist.

Abb. 12.6 - Die beiden


ersten Iterationen der
Methode von Newton-
Raphson ausgehend vom
Punkt A. 1
Sir Isaac Newton,
1643-1727

Anmerkung: Denselben Graph erhält man geradewegs mit dem 2


Joseph Raphson,
Werkzeug [Messung/Berechnung]Term bewerten. 1648-1715

111
Vertiefung

KAPITEL 13

PARKETTIERUNGEN I

In diesem Abschnitt werden wir Parkettierungen der Ebene mit


Polygonen konstruieren und beginnen dafür mit ein paar vereinfach-
ten, für die folgenden Schritte jedoch ausreichenden Definitionen.
Interessierte Leser können das Thema mit dem Standardwerk Tilings
and Patterns von Branko Grünbaum und G.C. Shephard, Freeman
1987 vertiefen. Es gibt außerdem eine große Zahl an Webseiten zur
Parkettierung und zu Symmetriegruppen.

Man spricht von einer Parkettierung der Ebene, wenn eine Menge
geschlossener Teile die Ebene ohne Überlappungen oder Lücken
ausfüllt. Diese Teile werden Kacheln bzw. Fliesen (tiles) bzw.
Parkettsteine bzw. Grundfiguren usw. der Parkettierung genannt.
- Wenn die gemainsame Linie von zwei Kacheln nicht auf einen
Punkt reduziert ist, nennt man sie Kante. Haben von zwei
Kacheln nur einen Punkt gemein, so wird er Scheitel genannt.
Für eine Parkettierung P bezeichnet man mit S(P) die Menge der
Isometrien f der Ebene, so daß die Abbildung jeder Kachel von P
durch f eine Kachel von P ist. S(P) ist eine Gruppe, die die
Symmetriegruppe der Parkettierung genannt wird. Für diese
Gruppe sind mehrere Fälle zu beachten:

• S(P) enthält keine Parallelverschiebung. S(P) ist also iso-


morph zu einer zyklischen Gruppe, die ggf. auf die Identität
reduziert und durch eine Drehung um 2π / n erzeugt wurde, oder
isomorph zu einer Dieder-Gruppe, einer Symmetriegruppe eines
regulären Polygons mit n Seiten.

• S(P) enthält Translationen um Vektoren, die alle kollinear


sind. S(P) ist also isomorph zu einer der 7 Gruppen der ebenen
Bandornamente.

• S(P) enthält zwei Translationen um nicht kollineare Vektoren.


Also ist S(P) ist isomorph zu einer der 17 kristallographischen
Gruppen und die Parkettierung wird periodisch genannt.

113
Vertiefung
Wenn man alle Grundbausteine einer Parkettierung durch
Isometrien ausgehend von einem einzigen Grundbaustein erhält,
wird die Parkettierung monohedral genannt.
Wir interessieren uns hier nur für monohedrale Parkettierungen
mit Polygonen als Grundbausteinen.
Wir werden zunächst eine Parkettierung mit einem beliebigen
Dreieck als Grundbaustein konstruieren.

Wir konstruieren ein beliebiges Dreieck ABC mit dem Werkzeug


[Geradliniges]Dreieck, dann den Mittelpunkt I einer Seite, z.B.
BC, mit dem Werkzeug [Konstruktion]Mittelpunkt.
D sei die Spiegelung von A an I, die man mit dem Werkzeug
[Abbildung]Punktspiegelung erhält, indem man zunächst das zu
spiegelnde Objekt A und dann den Punkt I auswählt, an dem es
gespiegelt wird.

Abb. 13.1 - Spiegelung eines Dreiecks ABC am Mittelpunkt einer


seiner Seiten (hier BC) Man erhält das Parallelogramm ABCD.

Das Viereck ABCD ist ein Parallelogramm, das man zur


Parkettierung der Ebene verwenden kann. Wir konstruieren die
beiden Vektoren und mit dem Werkzeug
[Geradliniges]Vektor und verwenden sie, um die Dreiecke ABC
und BCD mit dem Werkzeug [Abbildung]Parallelverschiebung zu
duplizieren.

Abb. 13.2 - Konstruktion


der Abbildungen der beiden
Dreiecke durch
Parallelverschiebungen um
die Vektoren und .

114
Vertiefung
Dieser Ansatz gestattet, die Ebene mit einem beliebigen (konve-
xen oder nicht konvexen, aber nicht überschlagenen) Viereck zu
parkettieren. Man spiegelt das Viereck am Mittelpunkt einer Seite
und erhält ein Sechseck mit je zwei parallelen Seiten, das die
Ebene durch Parallelverschiebung parkettiert.

Abb. 13.3 - Derselbe


Konstruktionstyp gestattet die
Parkettierung einer Ebene mit
einem beliebigen Viereck, das
nicht konvex sein muß, vor-
ausgesetzt es ist nicht über-
schlagen.

Der Fall der übrigen konvexen Polygone ist sehr viel komplexer.
Man kann beweisen, daß die Ebene mit keinem konvexen Polygon
parkettiert werden kann, das mehr als sechs Seiten hat. Es gibt drei
Typen konvexer Sechsecke, die die Ebene parkettieren, und min-
destens 14 Typen konvexer Fünfecke, wobei jeder Typ durch eine
Reihe von Einschränkungen in Bezug auf die Winkel und Längen
der Seiten definiert wird. Was die Fünfecke angeht, so ist zum
jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt, ob die 14 bekannten Typen alle
Lösungen liefern. Der letzte Typ wurde 1985 entdeckt. Die Frage
für nicht konvexen Polygone ist unseres Wissens ebenfalls noch
nicht gelöst.

Aufgabe 12 - Konstruieren Sie ein konvexes Fünfeck ABCDE


unter Überprüfung der folgenden Einschränkungen: Bei A ist der
Winkel  = 60°, bei C der Winkel C = 120°, AB = AE, CB = CD.
Diese Einschränkungen legen nicht ein einziges Fünfeck, sondern
eine Familie von Fünfecken fest. Es wird daher mindestens drei
freie Punkte bei der Konstruktion geben.

Abb. 13.4 - Konstruktion eines


Fünfecks unter Überprüfung
der Einschränkungen
 = 60°, C = 120°, AB = AE, und
CB = BD. Die Punkte A, B und
C sind freie Punkte der Ebene.

115
Vertiefung
Konstruieren Sie durch aufeinander folgende Drehungen um 60°
um den Mittelpunkt A (Werkzeug [Abbildung]Drehung erwartet
das abzubildende Objekt, einen Winkel und einen Mittelpunkt)
eine „Blüte“ aus 6 Fünfecken.
Der Winkel ist eine Zahl, die auf dem Blatt mit dem Werkzeug
[Text/Animation]Zahleingabe erfaßt wird.

Abb. 13.5 - Das Basisfünfeck


wird durch eine Drehung um
60° um das Zentrum A repro-
duziert, um eine Blüte mit
sechs Blütenblättern zu bilden.

Die Blüten können dann durch Parallelverschiebung zu einem


Parkett zusammengefügt werden. Das Ergebnis entspricht Typ 5
der in Tilings and Patterns verwendeten Klassifikation. Es wurde
von K. Reinhardt 1918 veröffentlicht.
Diese Parkettierung ist nicht nur monohedral, das heißt, daß alle
Grundbausteine auf die Isometrie genau identisch sind, sondern
auch isohedral: alle Grundbausteine spielen in der Parkettierung
dieselbe Rolle. Genauer: Wenn eine Isometrie eine Kachel in eine
andere Kachel der Parkettierung umwandelt, gehört sie zur
Symmetriegruppe der Parkettierung.

Abb. 13.6 - Die Blüten werden


durch Parallelverschiebung zur
Parkettierung der Ebene zusam-
mengefügt.

116
Vertiefung
Aufgabe 13* - Konstruieren Sie ein Fünfeck ABCDE unter Überprüfung
der folgenden Einschränkungen:
, , , ,
.

Abb. 13.7 - Fünfeck vom Typ 10


der Klassifizierung in Tilings and
Patterns. Dieses Fünfeck dient als
Grundbaustein für eine monohe-
drale Parkettierung der Ebene.
Die Punkte E und A sind freie
Punkte der Ebene, Punkt I ist ein
freier Punkt auf einem Kreisbogen.

Das Parkett wird erstellt, indem Sie zunächst drei Kopien des
Grundbausteins mit aufeinander folgenden Drehungen um 90°
um E herstellen, um ein Quadrat mit „abgeschnittenen“ Ecken zu
erhalten. Anschließend werden diese Quadrate durch
Parallelverschiebung in einer Richtung zu Streifen aneinanderge-
reiht. Diese Quadratstreifen werden durch Streifen aus Fünfecken
voneinander getrennt (siehe Abbildung unten).

Abb. 13.8 - Monohedrale Parkettierung mit konvexen Fünfecken.


Diese Parkettierung stammt von Richard E. James III, im Anschluss
an die Veröffentlichung eines Artikels von Martin Gardner in
Scientific American im Jahr 1975. Der vollständige Artikel ist im
Buch „Time travel and other mathematical bewilderments“ von
Martin Gardner enthalten, das 1987 bei Freeman erschienen ist.

117
Vertiefung

KAPITEL 14

PARKETTIERUNGEN II

Dieses Kapitel nimmt Bezug auf die im vorherigen Kapitel


[13] „PARKETTIERUNGEN I“, genannten Definitionen.
Es gibt viele Polygone, mit denen sich keine periodischen
Parkettierungen erstellen lassen. Das bekannteste ist sicher das
Penrose-Parkett, nach dem Mathematiker Roger Penrose 1, der es
1974 entdeckt hat. Die Grundbausteine werden „Drachen“ und
„Pfeil“ genannt. Diese Formen sind mit einem farbigen Motiv
bemalt, und es sind nur Anordnungen zugelassen, bei denen sich
die Farben an den Ecken entsprechen, was periodische Parkette
ausschließt. Bei den Formen handelt es sich um Vierecke, deren
Winkel Vielfache von sind und deren Seitenlängen 1
und Ø (der goldene Schnitt: betragen. Das hier
gezeigte farbige Motiv geht auf John Conway 2 zurück und ergibt
erstaunliche Kurven mit einer Invarianz durch Drehung um den
Winkel .

Abb. 14.1 - Die Formen


„Pfeil“ (links) und „Drachen“
(rechts).

Für die Konstruktion der Formen Drachen und Pfeil ist es am


einfachsten, wenn wir Makrokonstruktionen verwenden und die
Kopien per Mausklick frei auf dem Arbeitsblatt erstellen.
Eine Makrokonstruktion (ein Makro) wird ausgehend von einem
Teil einer Figur erstellt. Sie wird anhand einer Menge von
Startobjekten und einer Menge von Zielobjekten, die nur mit die-
sen Startobjekten konstruiert werden, definiert. Sobald ein Makro
definiert ist, steht es dem Benutzer als neues Werkzeug in der
Toolbox [Makro] zur Verfügung. Das Werkzeug erwartet die 1
Sir Roger Penrose,
Auswahl einer mit den Startobjekten vergleichbaren Objektmenge 1931
und reproduziert die im Makro gespeicherte Konstruktion ausge- 2
John Horton Conway,
hend von diesen Objekten. 1937

119
Vertiefung
Bei der Erstellung kann man einem Makro einen Namen sowie eine
Ikone zuweisen und es in einer separaten Datei speichern. Wenn man
das Makro einer Figur in einer anderen Figur verwenden möchte, muß
man nur die beiden Figuren gleichzeitig öffnen. Dann kann das Makro
in beiden verwendet werden. Ein Makro wird in der Datei einer Figur
gespeichert, wenn es dort verwendet oder in dieser Figur erstellt
wurde. Ein Makro lässt sich umdefinieren, indem man ein Makro defi-
niert, das denselben Namen hat und Objekte desselben Typs konstru-
iert. Bei der Bestätigung des Makros werden Sie dann gefragt, ob das
alte Makro ersetzt oder ergänzt werden soll. Wenn Sie sich für die
Ergänzung entscheiden, können beide Makros gleichwertig verwendet
werden. Beispielsweise können Sie ein Makro definieren, indem Sie als
Eingabe entweder zwei Punkte oder einer Strecke verwenden.

Wir werden ein Makro Pfeil 1 L definieren, das ausgehend von den
beiden Punkten A und B auf der Grundlage der Strecke AB rechts von
der Strecke und von A Richtung B blickend, die Form Pfeil konstruiert,
sodaß die Seite AB eine kurze Seite (daher 1) des Bausteins und der
Fußpunkt des Bogens weiter von A als von B entfernt ist (daher das L
für „lang“). Wir definieren außerdem das Makro Pfeil 1 K, das aus-
gehend von den beiden Punkten A und B rechts von AB einen
Baustein Pfeil konstruiert, so daß die Seite AB ebenfalls eine kurze
Seite ist, aber der Fußpunkt des Kreisbogens näher bei A als bei B liegt
(daher das K für „kurz“). Auf die gleiche Weise werden Pfeil phi L,
Pfeil phi K und die vier Makros für Drachen erstellt. Um die
Makros zu definieren, müssen zunächst die Bausteine ausgehend von
zwei Punkten konstruiert werden. Wir nehmen zwei beliebige, mit dem
Werkzeug [Punkt]Punkt erstellte Punkte A und B, die die Standardlänge
der Bausteine darstellen. Wir konstruieren zunächst die Gerade AB mit
dem Werkzeug [Geradliniges]Gerade, dann die Senkrechte zu AB durch
A mit dem Werkzeug [Konstruktion]Senkrechte und mit dem Werkzeug
[Krummliniges]Kreis einen Kreis durch B mit dem Mittelpunkt A, indem
wir den Mittelpunkt A und einen Punkt B auf dem Umfang wählen.
Dann konstruieren wir den Schnittpunkt C der Senkrechten zu AB mit
dem Kreis. Der Schnittpunkt, der sich „über“ AB befindet, wird mit dem
Werkzeug [Punkt]Punkt ausgewählt.

Wir werden zunächst den Kreis in 10 gleiche Abschnitte untertei-


len. Wir spiegeln B an A, um B' zu erhalten, und A an B, um A'
zu erhalten. Dafür verwenden wir das Werkzeug [Abbildung]
Punktspiegelung und wählen erst den zu spiegelnden Punkt und
anschließend den Punkt aus, an dem gespiegelt wird. Wenn sich
auf der Geraden (AB) A auf der Abszisse 0 und B auf der

120
Vertiefung
Abszisse 1 befindet, dann befindet sich B' in 2 und A' in -1. Wir
benötigen auch den Mittelpunkt A'' von AA', den wir mit dem
Werkzeug [Konstruktion]Mittelpunkt erhalten. Die Abszisse von
A'' auf AB ist nach den vorgenannten Konventionen - 1/2. Wir
konstruieren den Kreis um den Mittelpunkt A'' durch C. Dieser
Kreis schneidet die Gerade (AB) im Punkt P („links“ von A) und
im Punkt Q („rechts“ von A). Die Abszissen von P und Q sind - Ø
und Ø - 1. Die Senkrechten zu (AB) durch P und Q schneiden
den Kreis mit dem Mittelpunkt A und dem Umkreis durch B' in
vier Punkten, den Eckpunkten eines regulären Fünfecks, dessen
fünfter Eckpunkt der Punkt B' ist. Um die Figur unten zu erhalten,
wird das Zehneck durch Spiegelung ergänzt. Wir konstruieren
folglich den Winkel und die Länge ,
zwei eng mit dem regulären Fünfeck verknüpfte Größen.

Abb. 14.2 - Unterteilung des


Kreises in 10 gleiche Sektoren.

Wir zeichnen den Kreis mit dem Mittelpunkt A, der durch den
Punkt P geht. Der Radius dieses Kreises ist folglich Ø. Wir über-
tragen die Unterteilung in 10 Sektoren auf diesen Kreis und ver-
bergen die Konstruktionselemente mit dem Werkzeug
[Darstellungsart]Objekt aus-/einblenden, damit nur die in der fol-
genden Abbildung gezeigten Elemente sichtbar bleiben.
Die Eckpunkte des regulären in den Kreis mit dem Radius Ø ein-
beschriebenen Polygons sind R,1,2,3,4,P,6,7,8,9.

Abb. 14.3 - Unterteilung auf


den Kreis mit dem Radius Ø
übertragen und nicht mehr
benötigte Elemente ausblen-
den.

121
Vertiefung
Die nachfolgende Figur ist als Modell für die folgenden
Konstruktionen zu verwenden. Wir konstruieren die Strecken, die
P mit den Punkten 2 und 8 verbinden, mit dem Werkzeug
[Geradliniges]Strecke und anschließend die beiden Vierecke mit
dem Werkzeug [Geradliniges]Polygon. Wir konstruieren ansch-
ließend die Kreise für die Kreisbögen mit dem Werkzeug
[Krummliniges]Kreis und dann die Kreisbögen mit dem
Werkzeug [Krummliniges]Kreisbogen. Ein Kreisbogen wird durch
drei Punkte definiert: seine beiden Endpunkte und einen
Zwischenpunkt (der zweite ausgewählte Punkt).
Die Punkte zur Definition des Kreisbogens werden anschließend
ausgeblendet, damit sie bei der Verwendung des Makros nicht
angezeigt werden. Die Darstellung der Kreisbogen und Vierecke
wird mit den Werkzeugen [Darstellungsart]Liniendicke und
[Darstellungsart]Objekt färben verändert.

Abb. 14.4 - Konstruktion der


beiden farbigen Bausteine
und Kreisbögen.

Jetzt können wir zwei der Makros erstellen. Wir aktivieren das
Werkzeug [Makro]Startobjekte und wählen B und anschließend A
aus. Die Reihenfolge für die Auswahl der Objekte gleichen Typs
ist wichtig; sie muß der Reihenfolge bei der Verwendung des
Makros entsprechen. Wir aktivieren jetzt das Werkzeug
[Makro]Zielobjekte und wählen das Polygon Pfeil und seine bei-
den Kreisbögen aus. Anschließend wird das Makro mit dem
Werkzeug [Makro]Makroname benannt. Wir nennen es Pfeil 1 L.
Mit dem Werkzeug kann man dem Makro ein Symbol und/oder
einen Namen zuordnen, einige Kommentarzeilen eingeben, dem
ersten erstellten Objekt einen Namen zuweisen und das Makro
mit einem Passwort schützen (das ist z.B. sinnvoll im Unterricht
bei Aufgaben zur Entschlüsselung einer „Black Box“).

122
Vertiefung
Nach der Definition des Makros wird in der Toolbox [Makro] ein
neues Werkzeug angezeigt. Wir werden das neue Makro jetzt
testen. Dazu wählen wir das Werkzeug [Makro]Pfeil 1 L und zwei
neue Punkte U und V aus. Wir erhalten einen neue Form „Pfeil“
auf der Basis von U und V.

Abb. 14.5 - Anwendung des


Makros Pfeil 1 L auf die bei-
den neuen Punkte U und V.

Ausgehend von unserer Konstruktion definieren wir jetzt auf die


gleiche Weise das Makro Drachen 1 L. Mit diese beiden Makros
kann man dann die Parkettierung „Sonne“ konstruieren, die die
gleiche Symmetriegruppe hat wie das reguläre Fünfeck.

Abb. 14.6 - Anfang der


Parkettierung „Sonne“, die
mit den beiden Makros
erstellt wurde.

Aufgabe 14 - Definieren Sie die sechs weiteren Makros und set-


zen Sie die Parkettierung „Sonne“ fort. Zeichnen Sie die
Parkettierung „Stern“, dessen Zentrum aus fünf Formen Pfeil
besteht, die zum zentralen Scheitelpunkt zeigen.

Aufgabe 15 - Nennen Sie sieben mögliche Konfigurationen der


Penrose-Formen um einen Scheitelpunkt.

123
INDEX

125
Index
A Figur als Text, 69
Allgemein, 97
Abbildung, 56, 90 Tastenkombination, 84
Verwendungsbeispiele, 114-
115, 120 Auswahl
geometrische Beispiele, 36, Mehrdeutigkeit einer Auswahl, 17, 29
114-115, 121 Kopieren / Einfügen /
von Objekten, 51, 52, 53, 54, 56 Ausschneiden, 84
Benutzeroberfläche, 90 Auswahlreihenfolge für die
Werkzeuge, 56 Makros, 58-59, 122
Auswahlrechteck, 79, 97
Ableitung, 111 Auswahl eines Werkzeugs, 18

Achsen, 64
der Gleichungen oder
Koordinaten, 63, 80 B
des Gitters, 65
Spiegelachse, 56 Berechnen (Werkzeug)
Verwendungsbeispiele, 103 Siehe Rechner
Graph der Funktionen, 61, 62,
107-109, 111 Bezeichnung
Allgemein, 64 Bezeichnung „im Flug“, 27
Benutzeroberfläche, 93 Werkzeug Objektname, siehe
senkrecht zu den Achsen, 50- Objektname.
51, 89
Ma_übertragung auf die Bild
Achsen, 50, 89 Bitmap, 74, siehe auch Bitmap.
Display der Texas Instruments®-
Animation, 68, 92 Taschenrechner, 74
mit einer Tabelle, 65 geometrische Beispiele, 113-114
einer Zahl, 59 Abbildungen, 56, 90
Benutzeroberfläche, 92
Werkzeug Animation, 68 Bitmap
Import, 74
Attribute Export, 79, 97
Symbolleiste, 14-15, 17, 84
Siehe auch Darstellungen.

Aus-/einblenden, 58, 92, 110 C


Attribute zeigen/ausblenden, 15
Achsen, 64 Cursor (verschiedene Typen), 17
Verwendungsbeispiele, 110, 121
Werkzeug Objekt aus-/einblen-
den, 58, 92
Tastenkombination, 84
D
Ausrichtung
Darstellungen
Attribute, 62-63, 73
Beschreibung, 71-73
geometrische Eigenschaft, 61
von Objekten, 49-64
Verwendungsbeispiele, 28-29,
Ausschneiden, 84, 97 31, 101, 103, 107, 110, 121
Inhalt einer Tabelle, 65

126
Index
E
Datei
Sprachdatei, 81 Ebene
Makrodatei, 58, 120 Parkettierungen der Ebene,
Voreinstellungendatei, 77 113-117
exportierte Dateien, siehe Euklidische Ebene, 49, 50, 54, 78
Export von Dateien.
Drucken, 97 Eckpunkt
Import von Bitmaps, 74 Eckpunkt eines Polygons, 22, 53
Menü Datei, 14, 83 Eckpunkt eines Dreiecks, 27
Optionen für Bitmaps, 79
Windows® Metafile («Metadatei »), 97
Eigenschaften, 61, 90
Element, siehe Element.
Deltoid, 104 kollinear, siehe Kollinear.
entfernungsgleich, siehe
Drehen Entfernungsgleich
Benutzeroberfläche, 87 einer Funktion, 107
parallel, siehe Parallel.
Drehung, 56, 90 senkrecht, siehe Senkrecht.
Verwendungsbeispiel, 116
geometrische Beispiele, 104, Einblenden
113-115, 117, 119 Siehe Aus-/einblenden.
Benutzeroberfläche, 90
Werkzeug, 56 Einheiten, 79, 84
mit dem Rechner, 60
Dreieck Flächeneinheit, 91
Bitmaps verknüpfen, 74 Voreinstellungen, 79, 84
Umkreis, 32-33 Tastenkombination, 86
Neunpunktekreis, 32-33 auf die Achsen, 64
Eulersche Gerade, 27, 31
geometrische Beispiele, 27, 30- Einhüllende
33, 36-38, 101-104 Verwendungsbeispiele, 104
Höhen, 30, 32 von Ortskurven, 55, 78
Werkzeug Dreieck, 52, 88 Voreinstellungen, 55
Verwendungsbeispiele, 101, 114
Allgemein, 27, 52
Einstellungen
Benutzeroberfläche, 88
Änderung der Einstellungen, 84
Lotfußpunktdreiecke, 101-104
Standardeinstellungen, 77
Parkettierungen, 113-114
Drucker-Einstellungen, 85
Siehe auch Voreinstellungen.
Drucken, 97
PostScript, 97
Element (Werkzeug zur
Tastenkombination, 83
Protokoll, 69, 85
Eigenschaftsprüfung), 61, 90
Allgemein, 61
Benutzeroberfläche, 90
Dynamisch
dynamische Konstruktion, 37
dynamische Elemente, 59, 62, 79
Ellipse
Fläche, 59
mit dem Werkzeug Entfernung
und Länge, 59
Gleichung, 80
Konstruktionswerkzeug, 54

127
Index
Entfernung Messungswerkzeug, 59
Verwendungsbeispiele, 31-32 Benutzeroberfläche, 91
Werkzeug Entfernung und Null-Fläche-Polygonen / -
Länge, 59, 91 Dreiecke, 52-53
Toleranz (Voreinstellungen), 79 sichtbare Fläche, 17
Siehe auch Länge. Satz von Varignon, 42-43

Entfernungsgleich, 62, 90 Funktion


Werkzeug zur des Rechners, 60, 93-94
Eigenschaftsprüfung, 62 Verwendungsbeispiele, 111
Benutzeroberfläche, 90 Funktionen und Termen, 62
Allgemein, 107, 109-110
Euklidisch
Ebene, 49, 50, 54, 78
Abbildungen, 56
G
Eulersche Gerade, 27, 31
Ganzrational, 107, 111
Excel, 65
Gerade
Export von Dateien unendlichferne Gerade, 50, 78, 80
Allgemein, 97 Attribute, 51, 93
Benutzeroberfläche, 89 Eulersche Gerade, 27, 31
Systemoptionen, 79 Simson-Gerade, 104
nach Texas Instruments®- Gerade und Tabelle, 65, 91
Rechnern, 83 Gleichung, 80, 91
Benutzeroberfläche, 87, 88
Ortskurven aus Geraden, 55,
78, 104
F Werkzeug Gerade, 50, 88
Verwendungsbeispiele, 29,
101, 110, 120
Farbe
Allgemein, 50
Änderung „im Flug“, 75
Benutzeroberfläche, 88
von Objekten, 50-55, 63-64, 78
Werkzeug Mittelsenkrechte, 51, 89
Verwendungsbeispiele, 122
Verwendungsbeispiele, 20, 36
Anzeigefunktion, 72
Allgemein, 51
Werkzeug Objekt färben, 29, 71, 92
Benutzeroberfläche, 89
Werkzeug Text färben, 73, 92
Werkzeug Parallele, 50, 89
Werkzeug Objektinneres fär-
Verwendungsbeispiele, 108-110
ben, 72, 92
Allgemein, 50
Benutzeroberfläche, 89
Farbpalette, 29, 71-73, 92 Werkzeug Senkrechte, 50, 89
Verwendungsbeispiele, 30-
Fermat, 38 31, 101
Allgemein, 50
Fixierung ein/aus, 67, 92 Benutzeroberfläche, 89
Steigung, 59, 91
Fläche, 59, 91, 101 Abbildung einer Gerade, 51
ausgewählte Fläche, 17
geometrische Beispiele, 102-104 Geradenspiegelung, 56, 90
Werkzeug, 59, 91, 101 Allgemein, 56
Verwendungsbeispiele, 101 Benutzeroberfläche, 90

128
Index
Gitter Werkzeug zur
Verwendungsbeispiele, 103, 109 Eigenschaftsprüfung, 61, 90
Werkzeug Gitter, 65, 93 Verwendungsbeispiele, 30-31
Allgemein, 61
Gleichung Benutzeroberfläche, 90
Verwendungsbeispiele, 104, 107
Benutzeroberfläche, 91 Komma, 79
Werkzeug, 63, 80
Voreinstellungen, 74, 84 Konvex
Winkel, 64
Graph geometrische Beispiele, 115, 117
Kurvenbeispiele, 109, 111 Polygon, 53
Zeichnung, 61, 62, 107
Koordinaten, 62-63
Verwendungsbeispiele, 72, 107-111
Gitter, 65
H Benutzeroberfläche, 91
Voreinstellungen, 80
Hilfe Werkzeug, 63
Hilfe für die Makros definieren,
122-123 Koordinatensystem,
Hilfefenster, 14-15 Siehe Achsen.
Tastenkombination zum
Hilfeaufruf, 85 Kopieren, 97
Bitmap, 79
Höhe 30, 32 Inhalt einer Tabelle, 65
Allgemein, 97
Hyberbel, 54, 80 Figur als Text, 69
Tastenkombination, 84
Hyperbolicus, 94
Kreis
Fläche, 59, 91
Hyperbolisch, 59
mit dem Werkzeug Entfernung
und Länge, 59, 91
invarianter Kreis der Spiegelung, 56
unendlich ferner Kreismittelpunkt, 80
I Umkreis, 32-33
Neunpunktekreis, 32-33
Isohedral, 116 Kreis und Werkzeug Zirkel, 89,
102, 109
Gleichung, 63, 91
Allgemein, 53, 78, 80
K Ortskurven aus Kreisen, 55, 103
Werkzeug, 53, 78, 80, 88
Kegelschnitt, 54 Verwendungsbeispiele, 19-
Gleichungen, 63, 80, 91 22, 32-33, 102, 120
Ortskurven, 55 Allgemein, 53, 78, 80
Werkzeug, 54 Benutzeroberfläche, 88
Maßübertragung auf einen
Kollinear Kreis, 50, 89
geometrische Beispiele, 36-37,
113

129
Index
Kreisbogen, 88 von Zahlen, 32
trigonometrische Funktionen, 60, 94 von Punkten, 49
Ortskurve, 55 Verwendungsbeispiele, 20, 28,
Werkzeug Kreisbogen, 54, 88 36, 41, 107
Verwendungsbeispiele, 122 Allgemein, 32
Allgemein, 54 Benutzeroberfläche, 87
Benutzeroberfläche, 88
Maßen
Kreisspiegelung, 56, 90 Fläche, siehe Fläche.
Benutzeroberfläche, 90 Winkel, siehe Winkel.
Abbildungswerkzeug, 56 mit dem Rechner, 93
Entfernung und Länge, siehe
Kurve Entfernung und Länge.
Wendepunkt, 111 Benutzeroberfläche, 91
Tangente, 109 Maß übertragen (Werkzeug), 50, 89
Siehe auch Ortskurven. Verwendungsbeispiel, 108
Allgemein, 50
Benutzeroberfläche, 89
Steigung, siehe Steigung.
Voreinstellungen, 79, 84
L
Menüleiste, 14, 83
Länge
Verwendungsbeispiel, 31-32
Werkzeug Zirkel, 89, 109
Mittelpunkt
Werkzeug Entfernung und Verwendungsbeispiele, 19, 28,
Länge, 59, 91 41, 58, 114, 120
Maßübertragung, 50 geometrische Beispiele, 42
Toleranz (Voreinstellungen), 79 Allgemein, 49
Siehe auch Entfernung. Benutzeroberfläche, 89

Linienart, 73, 93 Mittelsenkrechte 51, 89


Verwendungsbeispiele, 20, 36
Allgemein, 51
Liniendicke, 73, 93
Benutzeroberfläche, 89
Lotfußpunktdreieck, 101-104
Monohedral, 114, 116, 117

M O
Makro, 57-59
Objekt
Makroname, 57, 90
Aus-/einblenden, siehe Aus-
Verwendungsbeispiele, 119-
/einblenden.
120, 122-123
Zielobjekte, 57, 90
Startobjekte, 57, 90
Makro
Werkzeug, 57-59 Zielobjekte, 57, 90
Passwort, 58, 122 Startobjekte, 57, 90
Fixierung ein/aus, siehe
Fixierung ein/aus.
Manipulation von Objekten, 32, 87
Objekt umdefinieren, siehe
von Bildern und Texturen, 74
Umdefinieren.
von Winkelmarkierungen, 63

130
Index
Objektname (Werkzeug ), 49, 92 Parameter
Verwendungsbeispiel, 28 Siehe Einstellungen
Allgemein, 49
Benutzeroberfläche, 92 Parkettierungen, 113-123

Ortskurve/Schar, Passwort, 58, 81, 122


Siehe Ortskurven für die angepasste
Werkzeugsleiste, 81
Ortskurven, 55, 89, 78 für die Makros, 122
Gleichung, 63, 80
Verwendungsbeispiele, 103- Penrose, 119, 123
104, 109
Allgemein, 55, 89 Polygon
Ortskurven aus Kreisen, 103 Fläche, 59, 91
Ortskurven aus Geraden, 55, Attribute, siehe Attribute.
78, 104 Verwendungsbeispiele, 41, 113-
Bezeichnung, 92 115, 122
Punkt auf einer Ortskurve, 49 Entfernung und Länge, 59, 91
Optionen, 78, 84 Allgemein, 52-53
Benutzeroberfläche, 88
Polygon und Maßübertragung, 50
reguläres Polygon, 53, 88, 113
P Dreieck, siehe Dreieck.

Parabel, 54 PostScript, 97

Parallel Protokoll
geometrische Beispiele, 43 Aufzeichnung, 69
Werkzeug Parallele, 50, 89 Tastenkombination, 85
Verwendungsbeispiele,
108-110 Punkt
Allgemein, 50 Attribute, siehe Attribute.
Benutzeroberfläche, 89 Unendlich fern
Werkzeug Parallel Kreismittelpunkt, 80
(Eigenschaftsprüfung), 61, 90 unendlich ferne Gerade,
Verwendungsbeispiele, 41 50, 78, 80
Allgemein, 61 Neunpunktekreis, 32-33
Benutzeroberfläche, 90 Wendepunkt, 111
Schnittpunkt von Parallelen, 78-79 Ortskurve, siehe Ortskurven.
Gitter, siehe Gitter.
Parallelogramm Mittelpunkt, siehe Mittelpunkt.
Bitmap, 74 Bezeichnung, siehe
geometrisches Objekt, 36, 41- Objektname.
43, 114 Werkzeug Punkt, 49, 87
Verwendungsbeispiele, 29,
Parallelverschiebung, 56, 90 35, 42, 101, 120
Verwendungsbeispiele, 114 Allgemein, 49
geometrische Beispiele, 114, 115-117 Benutzeroberfläche, 87
Benutzeroberfläche, 90 Werkzeug Schnittpunkt(e), 49, 87
Werkzeug, 56 Verwendungsbeispiele, 18-19
Allgemein, 49
Benutzeroberfläche, 87

131
Index
Werkzeug Punkt auf Objekt, 49, 87 Parkettierungen, 113, 123
Allgemein, 49
Benutzeroberfläche, 87 Schnittpunkt, 50, 87
Schnittpunkt, 21-22, 29-30 eines Kreises, 21
freier Punkt, 17, 44, 49, 67, 86, Verwendungsbeispiele, 22, 29-
siehe auch Fixierung ein/aus. 30, 42, 49, 101, 108-110
Objekt umdefinieren, siehe geometrische Beispiele, 42,
Umdefinieren. 114, 121
zweiter Punkt “im Flug”, 50, 51, 88 Allgemein über Schnittpunkte,
17, 50, 78, 87
Punktspiegelung, 56, 90 von intelligenten Geraden, 73
Verwendungsbeispiele, 114,
120-121 Schriftart
Symetriegruppen von von Objekten, 62-63, 74, 78
Parkettierungen, 113,123 Voreinstellungen und
Benutzeroberfläche, 90 Optionen, 79, 84
Werkzeug, 56
Schwerpunkt, 42

Sechseck, 115
Q
Seitenhalbierende, 28-30, 37
Quadrat
Konstruktion, 18-22 Senkrecht
mathematische Funktion, 56, Werkzeug Senkrechte, 50, 89
94, 102 Verwendungsbeispiele, 30, 101
Makrodefinition, 57 Allgemein, 50
geometrische Objekte, 44, 117 Benutzeroberfläche, 89
Werkzeug Senkrecht
(Eigenschaftsprüfung), 61, 90
Allgemein, 61
R Benutzeroberfläche, 90

Rechner, 60, 91, 93-94 Sichern


Verwendungsbeispiele, 32, 102 Allgemein, 14
Allgemein, 62, 93-94 Animationseinstellungen
Benutzeroberfläche, 91 sichern, 68
Voreinstellungen sichern, 77
Rechteck angepasste Werkzeugsleiste
geometrische Beispiele, 43-44 sichern, 80-81
Auswahlrechteck, 79, 97 Makro sichern, 57-58, 120
Tastenkombination, 83

Signifikante Dezimalstellen, 74
S
Simson, 104
Schaltereingabe, 92
Sitzung,
Scheitelpunkt siehe Protokoll
Scheitelpunkt eines Winkels,
43, 51, 63, 89-92 Speichern,
Scheitelpunkte und Siehe Sichern.

132
Index
Sprache, 81, 84 Siehe auch Objektname.
Siehe auch Text.
Spur ein/aus (Werkzeug), 67,
92, 102 Symbolleiste, 86-92
Verwendungsbeispiel, 102 der Attribute, 71
Allgemein, 67 erschöpfende Beschreibung, 86-92
Benutzeroberfläche, 92 Benutzeroberfläche, 14-15
angepasste Werkzeugsleiste, 80-81
Statusleiste, 15

Steigung, 59, 91
Allgemein, 59 T
Benutzeroberfläche, 91
Tabelle, 65, 91
Steiner, 104 Export nach Microsoft® Excel, 65
Werkzeug Tabellieren, 65, 91
Stile
Attributleiste, 15 Tangente
Standardstile, 78 Einhüllende, 78
Siehe auch Attribute. mathematische Funktion, 94
Konstruktion, 109-111
Strahl, 51, 88
Attribute, siehe Attribute. Term, 62, 91
Allgemein, 51 Allgemein, 91
Benutzeroberfläche, 88 Werkzeuge, 60-61, 91-92
Ortskurve, 55 Verwendungsbeispiele, 107,
Steigung, 91 108, 111
Maßübertragung, 50 Allgemein, 60-61, 62
Abbildungen, 56 Benutzeroberfläche, 91-92
Eigenschaftsprüfung, 61 Werkzeug Term bewerten,
60, 62, 91
Strecke Verwendungsbeispiele, 108, 111
Zirkel, siehe Zirkel. Allgemein, 60, 62
Länge, siehe Entfernung und Länge. Benutzeroberfläche, 91
Mittelpunkt, siehe Mittelpunkt.
Werkzeug Strecke, 51, 88 Texas Instruments®, 3, 83
Verwendungsbeispiele, 18-
19, 42, 122 Text
Allgemein, 51 Anzeigen der algebraischen
Benutzeroberfläche, 88 Funktion, 63
Term, siehe Term.
Strecken Figur als Text, 69.
Benutzeroberfläche, 87 Sprache, 81
Zahl, siehe Zahl.
Streckung, 56, 90 Bezeichnung, siehe
Benutzeroberfläche, 90 Objektname.
Abbildungswerkzeug, 56 Werkzeug Text färben, 73, 92
Werkzeug Termeingabe, 62, 92
Standardstile, 78
Symbole
Siehe Term.
Siehe auch Winkelmarkierung.
Trigonometrische
Siehe auch Zahl. Funktionen, 60, 94

133
Index
U W

Umdefinieren (Objekt umdefi- Wallace, 104


nieren)
Verwendungsbeispiele, 103 Wendepunkt, 111
Allgemein, 68
Benutzeroberfläche, 89 Werkzeugsleiste,
siehe Symbolleiste
Umkehrfunktionen, 60
Winkel
Unendlich fern angezeigte Genauigkeit und
mit dem Rechner, 60 Einheit, 79
unendlich ferne Gerade, 50, 78, 80 Winkel und Abbildungen, 56
Option „Mit unendlich fernen Verwendungsbeispiele, 43
Objekten“, 78-79, 80 geometrische Beispiele, 115-
unendlich Ferne und Koordinate 116, 119, 121
oder Gleichungen, 80 Winkelmessung, 60, 91
Steigung, 91 Werkzeug Winkelmarkierung, 63, 92
Winkelhalbierende, 51, 89
Ursprung des Winkelmarkierung, 63, 92
Koordinatensystems
Verschiebung, 108
Verwendungsbeispiel, 108
Allgemein, 64, 93 Z

Zahl, 59, 92
Verwendungsbeispiele, 109, 116
V Allgemein, 59
Benutzeroberfläche, 92
Varignon, 41-43
Zeigen
Vektor, 52 Siehe Aus-/einblenden.
geometrische Beispiele, 36-37,
113-114 Zeiger,
Benutzeroberfläche, 88 siehe auch Cursor.
Vektorformat, 79, 97 Werkzeug Zeiger
Ortskurve, 54-55, 78, 89 Verwendungsbeispiele, 20, 28,
Werkzeug Vektorsumme, 52, 89 36, 41, 49, 107
Allgemein, 35, 52 Import von Bitmaps / Änderung
Benutzeroberfläche, 89 des Fensterhintergrunds, 74
Werkzeug Vektor, 52, 88 Benutzeroberfläche, 87
Verwendungsbeispiel, 114 Änderung einer
Allgemein, 35, 52 Winkelmarkierung, 63
Maßübertragung, 50, 89 Änderung einer Zahl, 32
Abbildungen, 90
Zirkel
Viereck Verwendungsbeispiele, 102, 109
Beispiele, 36, 114-115, 122 Werkzeug, 89
Füllung mit einem Bild, 53
Varignon, 41-43

Voreinstellungen, 71, 77, 84

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