Sie sind auf Seite 1von 5

Digitale Nomaden –Träumer oder Realisten?

Aufgabe vor dem Video

Ordne die Bilder in eine beliebige Reihenfolge und erzähle eine Geschichte.
Aufgaben zum Video
https://www.youtube.com/watch?v=qI6puBLezfw&list=PLP4hePAK6Tv6o6yQ_PT_1e_WR6Y2i7pGi&i
ndex=5

1. Worüber wird im Film gesprochen?

Freiheit Karriere Liebe Freunde Erfolg Geld

Träume Einsamkeit Verpflichtungen Realität

2. Wie sind die Wörter/Sätze auf Deutsch?

a. Happiness is only real when it is shared.

b. Lifestyle

c. How to be Digitalnomade?

d. happy

e. Airbnb 

3. Beantworte die Fragen.

a. Womit verdient Johannes seinen Lebensunterhalt?

b. Warum hat Lina mit ihrem Freund Schluss gemacht?

c. Was kann man alles auf der Kreuzfahrt erfahren?

d. Was ist das Interessante am Lebensstil der Digitalen Nomaden?

4. Bilde Sätze mit ohne …zu, ohne dass, um … zu, anstatt … zu

a. Ich sitze den ganzen Tag im Büro. Ich würde lieber auf Bali am Strand liegen.

b. Johannes organisiert Reisen. Er will davon leben.

c. Der Freund von Lina wollte sich niederlassen. Er hat aber Lina nicht Bescheid gesagt.

d. Der Freund von Lina wollte sich niederlassen. Lina wusste aber nichts davon.
5. Ergänze die Sätze mit den folgenden Partikeln: mal, denn, ja, eigentlich

a. Warum um alles in der Welt gehe ich jeden Morgen brav ins Büro.

b. Ok, ich gehe jetzt zwei Monate nach Spanien.

c. Klingt alles schön, ständig unterwegs, ständig neue Leute. Aber fühlt man sich da nicht
alleine?

d. Was machst du da?

e. Gut, aber Geld verdienen muss man trotzdem.

f. Geht das überhaupt so?

6. Wie steht es im Text?

a. Ich brauche für meine Arbeit nur einen Laptop.

b. Geld ist ein heikles Thema.

c. Wenn ich nur wüsste, warum ich jeden Tag brav ins Büro gehe!

d. Lina scheint glücklich zu sein.

e. Es ist egal, wie …

f. Sie traut sich den ersten Schritt zu machen.


Digitale Nomaden –Träumer oder Realisten?

R. Arbeiten von überall, statt im Büro? Ist das realistisch?


Ich treffe in Budapest Digitale Nomaden.

R. Ah, ok, kannst du da noch ein bisschen erzählen? Was machst du denn da?

J. Ähm … ich möchte …, es ist ähm ok... , jetzt musst du kurz die Kamera ausmachen.

R. Warum um alles in der Welt gehe ich eigentlich jeden Morgen brav ins Büro anstatt nach Bali zu
fahren oder mit meinem Laptop in Budapest hinzusetzen? So, wie es Digitale Nomaden machen. Sie
arbeiten heute in Budapest, morgen auf Bali. Für immer mehr Jobs braucht man ja nichts außer einen
Laptop und WLAN.

So wie Johannes Völkner. Seit sechs Jahren lebt er als Digitaler Nomade. Gerade ist er in Budapest.
Johannes hat sein eigenes Online-Unternehmen.
Ist dieser Lifestyle eine echte Alternative oder ein Wunschtraum?
Was ich da noch nicht weiß: übers Geld wollen Digitale Nomaden überhaupt nicht gerne reden.

J. Eine der besten Sachen an dem Digitalen Nomadentum ist einfach diese Freiheit.
Zu sagen, Ok, ich gehe jetzt mal zwei Monate nach Spanien, geh’ mal hin nach da.
Ich arbeite abends, ich arbeite morgens.

R. Klingt ja alles schön, ständig unterwegs, ständig neue Leute. Aber fühlt man sich da nicht alleine?

J. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich dabei ziemlich einsam war. So toll auch dieser
Lebensstil ist, man verbringt Zeit an den schönen Stränden der Welt oder wie auch immer.
Happiness is only real when it is shared.

R. Das ist Lina aus Mainz. Eigentlich wollte sie Lehrerin werden, doch seit kurzem lebt sie als Digitale
Nomadin. Ihr momentanes Zuhause ist ein Airbnb in Budapest. Ihr Geld verdient sie mit PR-Arbeit
und wirkt ziemlich happy damit.

L. Alles, was ich im Prinzip für meine Arbeit brauche, sind mein Laptop, meine Kamera und Internet.

Wie sieht’s aus mit der Liebe, wenn man die ganze Zeit so unterwegs ist?

L. Ich glaube, ich bin nicht die ideale Ansprechpartnerin. Ich habe mich vor meiner Reise von einem
großartigen Kerl getrennt, der aber gerade das gesucht hatte, was ich nicht wollte. Sich niederlassen,
einen Job finden, eine Wohnung finden, und ich wusste, ich will irgendwie raus.
R. Gut, aber Geld verdienen muss man ja trotzdem. Geht das denn überhaupt so? Wenn du das jetzt
überschlagen müsstest, was meinst du denn, was verdienst du im Monat? Kann man das irgendwie
sagen, pro Monat?

L. Ich möchte das nicht sagen.

R. Wie macht man es mit dem Geld? Man muss ja von irgendwas leben können. Wie gelingt dir das?

J. Mir gelingt das sehr gut. Ich kann sehr gut davon leben. Ich hab’ ja jetzt den Cruise und noch
verschiedene andere Onlineprojekte in Deutschland.

Sind das dann Kunden, für die du arbeitest oder deine eigenen Projekte?

J. Das sind eigene Projekte, ja.

Kannst du ein bisschen erzählen, was machst du denn?

J. Ich möchte, ähm … Ok… jetzt musst du kurz die Kamera ausmachen.

Das Thema Geld ist offenbar ein NO-GO. Als die Kamera aus ist, meint Johannes noch, er verdiene
sein Geld vor allem mit Kreuzfahrten speziell für Digitale Nomaden.
Ca. 700 € kostet es da mitzufahren. Nicht viel für eine 14 Tage Kreuzfahrt, aber auch nicht wenig.
Gelockt werden die Leute mit dem Kursangebot an Bord: How to be Digitalnomade.

Da verkaufst du den anderen so deinen Traum, dass es funktioniert und lebst auch so ein bisschen
davon.

J. Also das würde ich jetzt nicht so sagen. Ich verkaufe ja kein Ebooks, in denen drinsteht, wie man
Digitalnomade werden kann. Ich verdiene mein Geld damit, eine Reise zu organisieren. Man kriegt da
super Connections, und das macht es letztendlich viel einfacher, den Schritt zu wagen und in diesen
Lebensstil einzusteigen.

J. Doch viele andere versprechen Erfolg, nur wenn man ihr Buch kauft oder ihr Video anschaut oder
ihrem Vortrag zuhört.

Ich bin zurück in München, wo meine Arbeitsstelle ist. Johannes ist weiter nach Spanien gereist, Lina
treibt sich irgendwo in Bulgarien rum. Ich bewundere die beiden für ihren Lifestyle, der zwar
irgendwie Wunschtraum ist, aber auch irgendwie Realität.

„Man wird irgendwann sterben, und du kannst halt in 70 Jahren sterben, du kannst in 50 Jahren
sterben. Du kannst aber auch schon morgen sterben.“ Da hat er recht.